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Dürr AG — Annual Report 2019
Apr 28, 2020
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Annual Report
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Dürr Aktiengesellschaft Stuttgart
Konzern- und Jahresabschluss der Dürr AG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
AN UNSERE AKTIONÄRE
Bericht des Aufsichtsrats
SEHR VEREHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
im Jahr 2019 hat sich der Dürr-Konzern, gemessen an den schwierigen politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen, gut behauptet. Auftragseingang und Umsatz stiegen jeweils auf neue Höchstwerte und die operative EBIT-Marge lag mit 6,7 % etwas über der im Juli 2019 angepassten Zielbandbreite. Zugleich hat der Vorstand in einigen Bereichen zukunftssichernde Maßnahmen beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit im operativen Geschäft zu stärken. Als wichtigstes Beispiel ist die HOMAG Group zu nennen: Die dort eingeleiteten Maßnahmen setzen den Optimierungskurs der vergangenen Jahre fort; zugleich schafft die HOMAG Group damit die Voraussetzungen, um ihr Potenzial als Weltmarktführer auszuschöpfen und die angestrebte EBIT-Marge von mindestens 9 % mittelfristig zu erreichen.
Aus Sicht des Aufsichtsrats ist der Dürr-Konzern gut aufgestellt, um in den kommenden Jahren von den großen Trends in seinen Märkten zu profitieren. Als Erstes ist der Trend zu nachhaltigen Produktionsprozessen zu nennen. Die Themen Klimaverträglichkeit und Umweltschutz werden weltweit diskutiert und stehen auch bei den Kunden der Marken Dürr, Schenck und HOMAG weit oben auf der Agenda. Mit Technologien, die den Verbrauch von Energie, Material und Ressourcen verringern, ist der Dürr-Konzern für seine Kunden ein wichtiger Partner auf dem Weg zu CO2-neutraler Produktion und verbrauchsarmen Prozessen.
Auch die Digitalisierung von Produktionsprozessen ist eine große Chance. Denn der Dürr-Konzern verbindet zwei Stärken, auf die es dabei besonders ankommt: zum einen Software-Kompetenz und zum anderen Domain-Wissen, also die exakte Kenntnis der Prozesse in den Fabriken der Kunden.
Der dritte wichtige Trend, der dem Konzern neue Geschäftsmöglichkeiten bietet, ist die Elektromobilität. Mit ihr treten neue Automobilhersteller in den Markt ein, die Produktionsanlagen benötigen. Zugleich wird das Geschäft mit Werksumbauten zunehmen, da die etablierten Fahrzeugproduzenten ihre Produktion sukzessive auf Elektromodelle umstellen. Darüber hinaus bietet der Dürr-Konzern verstärkt skalierbare Produktionssysteme an, die sich je nach Kundenbedarf flexibel erweitern lassen.
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Jahr 2019 umsichtig und mit kritischem Rat begleitet. Alle benötigten Informationen zu Geschäftsentwicklung, strategischen Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtigen Geschäften hat der Vorstand unverzüglich und vollständig bereitgestellt und erläutert. Seine Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung und Erörterung und gestützt auf schriftliche Entscheidungsvorlagen sowie Gespräche. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat das Risikomanagementsystem bei operativen, finanzwirtschaftlichen und juristischen Fragen wirkungsvoll genutzt; dabei erhielt er Unterstützung von den Konzernabteilungen Compliance, Recht, Controlling und interne Revision. Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig umfassende Informationen über Risiken und Chancen; bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems hat er den Vorstand effektiv unterstützt.
Im Jahr 2019 kam der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Ein Mitglied konnte an zwei Sitzungen des Plenums und zwei Ausschusssitzungen nicht teilnehmen, einem weiteren Mitglied war die Teilnahme an einer Ausschusssitzung nicht möglich. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand.
WICHTIGE THEMEN DER SITZUNGEN
In allen Aufsichtsratssitzungen des Jahres 2019 bildete die Diskussion von Marktlage, Geschäftsverlauf, finanzieller Situation und Ausblick einen Schwerpunkt. Der Aufsichtsrat ließ sich stets über die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie von ROCE, Cashflow und Liquidität informieren, ebenso über die größten Aufträge und die Pipeline mit bevorstehenden Auftragsvergaben von Kunden. Weitere wiederkehrende Sitzungsthemen waren die Entwicklung des Service-Geschäfts und die Refinanzierung des Dürr-Konzerns.
In der ersten Sitzung am 21. März 2019 prüfte und verabschiedete der Aufsichtsrat sowohl den Jahres- und Konzernabschluss 2018 als auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Auf Empfehlung des Personalausschusses erneuerte er die Vorstandsbestellung von Herrn Dr. Jochen Weyrauch für weitere fünf Jahre (1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2024). Darüber hinaus genehmigte er ein neues Kapitalanlagemodell für den Dürr-Pensionsplan VORaB und erteilte seine Zustimmung zur Einrichtung eines Aktienkaufprogramms für Mitarbeiter. Den Abschluss der Sitzung bildete die Vorstellung des aktuellen Personalberichts durch Herrn Dieter.
In der Sitzung am 10. Mai 2019, die vor Beginn der Hauptversammlung stattfand, befasste sich der Aufsichtsrat mit der vom Vorstand beabsichtigten Konzernrefinanzierung. Dabei skizzierten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Gerhard Federer, sowie Finanzvorstand Carlo Crosetto die Pläne für die Emission eines Schuldscheindarlehens und einen neuen Konsortialkredit. Seine Zustimmung zum Refinanzierungsvorhaben verband der Aufsichtsrat mit der Bedingung, dass vorteilhafte Konditionen zu erzielen seien.
Zu Beginn der Sitzung am 30. Juli 2019 informierte ich das Plenum über Herrn Crosettos Entschluss, seinen im Februar 2020 auslaufenden Vorstandsvertrag nicht zu verlängern. Der Aufsichtsrat brachte sein Bedauern zum Ausdruck und dankte Herrn Crosetto für sein großes Engagement zum Wohle des Dürr-Konzerns. Im weiteren Sitzungsverlauf beschäftigten sich Aufsichtsrat und Vorstand intensiv mit der am 22. Juli 2019 veröffentlichten Prognoseanpassung und den weiteren Aussichten für das laufende Geschäftsjahr. Des Weiteren informierte der Vorstand über den erfolgreichen Abschluss der Refinanzierung, die Messung der Kundenzufriedenheit im Konzern und die Ergebnisse des Optimierungsprogramms FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems. Im Anschluss berichtete Herr Federer über die am Vortag abgehaltene Sitzung des Prüfungsausschusses. Darin waren unter anderem der Risikobericht und der Compliance-Bericht des Konzerns behandelt worden, ferner hatte der Ausschuss die Schwerpunkte für die Prüfung des Jahresabschlusses 2019 festgelegt.
Die Sitzung am 2. Oktober 2019 drehte sich zunächst um die Nachfolge von Herrn Crosetto. Dabei ließ sich der Aufsichtsrat über die Auswahl geeigneter Kandidaten durch den Personalausschuss informieren. Im Anschluss berichtete Herr Prof. Dr. Holger Hanselka als Vorsitzender des Dürr Technology Council über die beratende Tätigkeit dieses externen Expertengremiums. Herr Dr. Weyrauch stellte das Lösungsspektrum des Dürr-Konzerns für die Produktion von Elektroautos vor und erläuterte die Produktstrategie im Geschäftsfeld Batteriefertigungstechnik. Schließlich nahm der Aufsichtsrat die EMIR-Prüfung zum Hedging von Fremdwährungsrisiken zur Kenntnis und befasste sich mit der bevorstehenden Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß § 315b Abs. 1 HGB. In der Folge beauftragte die Dürr AG die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) der nichtfinanziellen Konzernerklärung für 2019.
Am 6. November 2019 trat der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Darin befasste er sich mit einem durch den Vorstand ausgearbeiteten Katalog mit zukunftssichernden Maßnahmen. Nach teils kontroverser Diskussion stimmte der Aufsichtsrat den für die Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) vorgesehenen Maßnahmen, die mit einem Sonderaufwand von rund 40 Mio. € verbunden sind, mehrheitlich zu. Vor der Abstimmung fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss zum generellen zukünftigen Vorgehen bei eventuellen Werksschließungen und Personalreduzierungen. Demnach sollen die betroffenen Beschäftigten und die Betriebsräte die Möglichkeit haben, operative Alternativkonzepte vorzulegen, die vom Vorstand zu prüfen sind. Im weiteren Sitzungsverlauf stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb der restlichen 75 % der Anteile an der Homag China Golden Field Ltd. sowie der restlichen 18,75 % der Anteile an der Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd. zu.
Am 10. Dezember 2019 ernannte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Weyrauch zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Auf Empfehlung des Personalausschusses bestellte er Herrn Dietmar Heinrich mit Wirkung zum 1. August 2020 oder früher als ordentliches Vorstandsmitglied (Finanzvorstand); zudem wurden die Modalitäten für das Ausscheiden von Herrn Crosetto festgelegt. Mit Blick auf die personellen Veränderungen verabschiedete der Aufsichtsrat neue Geschäftsverteilungspläne für den Vorstand, die zum 1. Januar 2020, zum 1. März 2020 (nach Ausscheiden von Herrn Crosetto) und mit dem Eintritt von Herrn Heinrich wirksam wurden beziehungsweise werden. Im weiteren Sitzungsverlauf präsentierte der Vorstand die neue Konzernstrategie und die Strategien der Teilkonzerne Dürr Systems, Schenck und HOMAG. Der Aufsichtsrat genehmigte das Budget für 2020, nahm die Planung für den Zeitraum 2021 bis 2023 zur Kenntnis und erörterte den zweiten Risikobericht sowie den Bericht zum internen Kontrollsystem. Im Kontext Corporate Governance unterzeichneten die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex; außerdem wurde das Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat überprüft.
ARBEIT DER AUSSCHÜSSE
Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, hielt im Jahr 2019 fünf Sitzungen ab. Am 21. März befasste er sich vornehmlich mit der Neubestellung von Herrn Dr. Weyrauch.# PRÜFUNG UND FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2019 aufgestellten Jahresabschluss der Dürr AG, den Dürr-Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.
Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2020 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am 18. März 2020 teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer war bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum dritten Mal Herr Marco Koch.
Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses nahm Herr Federer in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich Stellung zu den Prüfungsunterlagen, den Vorgesprächen mit den Wirtschaftsprüfern und den Prüfungsschwerpunkten. Letztere waren die bilanzielle Darstellung der neuen Konzernfinanzierung, die Erstanwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) und die Anwendung der Risiko-/Chancen-Checkliste des Konzerns im Vertriebsprozess.
Auf Basis der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht, der die nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält, geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns -vorgesehen ist eine Dividende von 0,80 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 -schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Leitern der Divisions, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement im Jahr 2019. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen.
Bietigheim-Bissingen, 19. März 2020
Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Aufsichtsrats
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
Grundlagen: Der Konzern im Überblick
GRUNDLAGEN
Der Konzern im Überblick
PROFIL
Der Dürr-Konzern gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Wir verfügen über eine ausgeprägte Kompetenz für die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Fertigungsprozesse. Unsere Maschinen, Anlagen und Services stehen für Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion, sei es in der Automobilindustrie, auf die 53% unseres Umsatzes entfallen, oder in Branchen wie Holzbearbeitung, Maschinenbau, Chemie, Pharma und Elektro. Wir betreiben 112 Standorte in 34 Ländern. Mit den Marken Dürr, Schenck und HOMAG operieren wir weltweit. Außer in Nordamerika und Westeuropa sind wir auch in den Emerging Markets¹ stark vertreten. Dort erzielten wir im Geschäftsjahr 2019 41% des Auftragseingangs und 45 % des Umsatzes.
ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS
Die Dürr AG ist die Management-Holding des Konzerns. Sie hält -direkt oder indirekt -die Beteiligungen an den Konzerngesellschaften und nimmt übergeordnete Aufgaben wahr, wie Finanzierung, Controlling und Rechnungswesen sowie Recht, Steuern, interne Revision, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Gemeinsam mit den Beteiligungs-Holdings Dürr Technologies GmbH und Dürr International GmbH sowie der Dürr IT Service GmbH bildet die Dürr AG das Corporate Center. Innerhalb des Dürr-Konzerns existieren die drei Teilkonzerne Dürr Systems, Schenck und HOMAG, denen fünf Divisions mit ihrem operativen Geschäft zugeordnet sind. Die Divisions bilden die berichtspflichtigen Segmente im Sinne der IFRS:
- Paint and Final Assembly Systems
- Application Technology
- Clean Technology Systems
- Measuring and Process Systems
- Woodworking Machinery and Systems
DIVISIONS, ABSATZMÄRKTE, MARKTANTEILE², WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Paint and Final Assembly Systems
Paint and Final Assembly Systems plant, baut und modernisiert vor allem schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. In der Lackieranlagentechnik bieten wir Produkte und Verfahren für alle Prozessstufen. Kernprodukte sind das Tauchlackiersystem RoDip, mit dem Karosserien ihre Korrosionsschutzschicht erhalten, und die energieeffizienten Lackierkabinensysteme EcoDryScrubber und EcoDryX. Meist umfasst unser Lieferumfang auch Steuerungs-, Trockner und Fördertechnik sowie die Zu- und Ablufttechnik. Mit rund 40% Weltmarktanteil stehen wir im Lackieranlagengeschäft an der Spitze des Wettbewerbs. Unser Digitalangebot bündeln wir in der DXQ-Softwarefamilie. Sie umfasst zum Beispiel Lösungen für Anlagen-Monitoring, übergeordnete Fabriksteuerung, Advanced Analytics und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance).
2.1 - KONZERNSTRUKTUR
| Management-Holding | Teilkonzerne | Divisions |
|---|---|---|
| Dürr AG | Dürr Systems, Schenck, HOMAG | Paint and Final Assembly, Application Technology, Clean Technology Systems, |
| Measuring and Process Systems, Woodworking Machinery and Systems |
¹ Asien (ohne Japan), Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa
² intern ermittelt
Auch in der Endmontagetechnik gehören wir zu den wenigen Anbietern weltweit, die komplette Werke realisieren können. In diesem Bereich eröffnet die Elektromobilität zusätzliche Geschäftschancen: Weil Elektroautos einen weniger komplexen Antriebsstrang besitzen als herkömmliche Autos, lässt sich ihre Montage stärker automatisieren. Außerdem werden unsere Kunden zukünftig verstärkt Montagewerke umrüsten, um darin neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auch Hybrid- und Elektroautos produzieren zu können. Im Geschäft mit Endmontagelinien beträgt unser Marktanteil 20 bis 25 %. Seit dem 1. Januar 2020 umfasst die Division auch das Automotive-Geschäft in der Befüll- und Prüftechnik sowie Montagetechnik und Hochzeitsstationen. Bislang waren diese Aktivitäten in der Division Measuring and Process Systems beheimatet. Mit der Neustrukturierung ermöglichen wir eine bessere Kundenbetreuung aus einer Hand. Der Bereich Befülltechnik liefert Anlagen zur Befüllung von Fahrzeugen im Endmontageprozess, beispielsweise mit Öl oder Bremsflüssigkeit. Wichtige Produkte in der Prüftechnik sind zum Beispiel Teststände für das Bandende und Einstellstationen für Bremsen, Elektronik und Fahrwerkgeometrie. Das Angebot in der Montagetechnik besteht im Wesentlichen aus sogenannten Hochzeitsstationen, in denen Karosserie und Antriebsstrang zusammengeführt und verschraubt werden. Zu Paint and Final Assembly Systems gehört auch die Einheit Dürr Consulting. Sie berät Kunden bei der Planung und Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen, vor allem in der Lackier- und Endmontagetechnik. Ein aktueller Schwerpunkt der Beratungstätigkeit sind Fragen rund um die Produktion von Elektroautos und Batterien.
Application Technology
Application Technology erwirtschaftet knapp 85 % des Umsatzes mit Technologien für den automatischen Sprühauftrag von Füller-, Basis- und Klarlack. Hauptprodukte sind der Hochrotationszerstäuber EcoBell3, der Farbwechsler EcoLCC2 und die dritte Generation unserer Lackierroboterfamilie EcoRP. Hinzu kommen zum Beispiel das Sonderfarbversorgungssystem EcoSupply P sowie weitere Systeme für Farbversorgung, Qualitätssicherung sowie Prozesssteuerung und -auswertung. Im Automotive-Geschäft sind wir mit rund 50 % Weltmarktanteil der führende Anbieter. Unsere zwei wichtigsten Wettbewerber sind Hersteller von Standard-Industrierobotern.# DÜRR AG
OPERATING SEGMENTS
In addition to application technology, we operate in two adjacent business areas: sealing technology and bonding technology. Sealing processes are used for weld seam sealing, application of underbody protection, and spraying of insulation mats in cars. Bonding is an alternative to welding vehicle components in body construction and final assembly. A significant advantage is that it enables the use of non-weldable lightweight materials in car body construction. In final assembly, for example, windows, glass roofs, cockpits, and tanks are bonded. Application Technology also addresses markets outside the automotive industry. The responsible area, Industrial Products, offers paint application products for industries such as plastics, ceramics, shipbuilding, wood, and furniture.
Clean Technology Systems
Clean Technology Systems is primarily active in exhaust air purification technology. Our systems are used in industries such as chemicals, pharmaceuticals, printing, mining, oil and gas, woodworking, and carbon fiber production. In addition, around 15% of the revenue in exhaust air purification technology comes from equipping automotive paint shops. Our most important process is thermal oxidation, in which pollutants are burned at up to 1,000 °C. The portfolio also includes sound insulation systems and coating systems for battery electrodes. Following the successful acquisition and integration of the US environmental technology companies Megtec and Universal in October 2018, we are the strongest provider worldwide with a market share of almost 25%.
Measuring and Process Systems
Measuring and Process Systems offers balancing and diagnostic technology as well as solutions for the automated filling of refrigerators, air conditioners, and heat pumps with refrigerants. The automotive share of revenue in 2019 was 63%. With a market share of around 45%, we are the world's largest provider of balancing technology. In fiscal year 2019, the division still included the business with filling, testing, and assembly technology for the automotive industry. Since January 1, 2020, it has been part of the Paint and Final Assembly Systems division.
Woodworking Machinery and Systems
Woodworking Machinery and Systems consists of the HOMAG Group, the world's leading provider of machines and systems for woodworking. With a global market share of over 30%, the HOMAG Group ranks clearly ahead of the two next-largest competitors. Our technology is used by the furniture industry and by trades, for example, for the production of furniture, kitchens, parquet and laminate flooring, windows, doors, stairs, and timber-frame houses. The offering ranges from entry-level machines to fully automated lines for mass production or lot size 1 production. Core products include, for example, panel sizing saws, in-line saws and drilling machines, grinding machines, edge banding machines, CNC processing centers, as well as handling and storage systems. For the HOMAG Group as a system provider, software solutions for digital production are of particular importance. These include, for example, applications for maintenance and production control.
DIGITALIZATION / INDUSTRIAL INTERNET OF THINGS (IIOT)
We have adapted to the digitalization of production and the corresponding requirements of our customers: with the IIoT platform ADAMOS for mechanical engineering and modular software solutions for all stages of the production process. In the Digital Factories at Dürr Systems, Schenck, and the HOMAG Group, we develop intelligent applications for our customers. For example, we rely on analysis functions that determine error causes or remaining runtimes and simplify maintenance. Further information on ADAMOS, our digital@DÜRR concept, and intelligent products can be found in the "Strategy" and "Research and Development" chapters.
COMPREHENSIVE SERVICE OFFERING
With every machine and system sold, our installed base grows, and thus the potential to generate service business within the product's lifecycle. Our service offering includes planning, conversion, modernization, optimization, and relocation of systems and machines, as well as audits on system productivity and energy efficiency, software updates, training, maintenance, remote diagnostics, repair, and spare parts delivery. With €1,118.6 million, service revenue increased by 7.7% in 2019, and its share of Group revenue was 28.5%. At the end of the year, 2,669 employees, or 16.2% of the Group's workforce, were employed in service.
TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH (TIP): REAL ESTATE SERVICE PROVIDER IN DARMSTADT
Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP), which belongs to Measuring and Process Systems, markets and operates offices as well as production and logistics areas at the Schenck site in Darmstadt. On 105,000 m² of land, 109,900 m² of space is rented out; of this, 46% is office space. The Schenck Technologie- und Industriepark emerged from the restructuring of the Schenck subgroup in 2003/2004.
LEGAL STRUCTURE OF THE COMPANY
Dürr AG holds 100% of the shares in the following companies: Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Dürr Technologies GmbH, Carl Schenck AG, and Dürr IT Service GmbH. Control and profit transfer agreements exist between the first four companies and Dürr AG. Dürr AG has concluded a profit transfer agreement with Dürr IT Service GmbH. Through Dürr Technologies GmbH, we hold 64.02% of the shares in HOMAG Group AG. A control and profit transfer agreement has been in effect between both companies since March 2015. A pool agreement exists between Dürr Technologies GmbH and the Schuler/Klessmann shareholder group, which holds 14.1% of the shares in HOMAG Group AG. This gives us approximately 78% of the voting rights in general meetings. The Schuler/Klessmann shareholder group includes the HOMAG founding family Schuler and the Klessmann Foundation. Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Carl Schenck AG, and HOMAG Group AG hold direct or indirect investments in the other Group companies, mostly 100% holdings.
PORTFOLIO CHANGES
In 2019, the purchase price payment of €8.8 million was made for the remaining 25% of the shares in Benz GmbH Werkzeugsysteme. HOMAG Group AG had already acquired these shares in 2018. Apart from this, there were no significant acquisitions, investments, or incorporations in 2019. Particularly in the context of integrating the Megtec/Universal Group, we merged smaller Group companies. Full information on acquisitions and mergers can be found in the Notes to the Consolidated Financial Statements under 2.2.
BUSINESS AREAS AND MARKETS IN FISCAL YEAR 2019
DIVISION PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS
| Business Type | Fields of Activity | Customer Groups |
|---|---|---|
| ■ Plant construction | ■ Paint shops | ■ Automobile manufacturers |
| ■ Individual paint process stations | ■ Automotive suppliers | |
| ■ Final assembly systems | ■ General industry (e.g., construction and agricultural machinery) | |
| ■ Service | ■ Consulting | ■ Automobile manufacturers |
| ■ Consulting | ■ Automotive suppliers | |
| ■ General industry |
DIVISION APPLICATION TECHNOLOGY
| Business Type | Fields of Activity | Customer Groups |
|---|---|---|
| ■ Mechanical engineering and component business | ■ Products for automatic spray application of paint | ■ Automobile manufacturers |
| ■ Sealing technology | ■ Automotive suppliers | |
| ■ Bonding technology | ■ General industry (e.g., plastics, ceramics, wood, shipbuilding) | |
| ■ Service |
DIVISION CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
| Business Type | Fields of Activity | Customer Groups |
|---|---|---|
| ■ Plant construction and component business | ■ Exhaust air purification systems | ■ Chemicals |
| ■ Sound insulation systems | ■ Pharmaceuticals | |
| ■ Energy management and consulting | ■ Carbon fiber production | |
| ■ Service | ■ Printing/Coating | |
| ■ ORC technology | ■ Automotive suppliers (paint shops) | |
| ■ Coating systems for battery electrodes | ■ Woodworking | |
| ■ Mining | ||
| ■ Oil and gas industry | ||
| ■ General industry |
DIVISION MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
| Business Type | Fields of Activity | Customer Groups |
|---|---|---|
| ■ Mechanical engineering | ■ Balancing and diagnostic technology | ■ Automobile manufacturers |
| ■ Assembly technology for vehicle final assembly¹ | ■ Automotive suppliers | |
| ■ Testing technology for vehicle final assembly¹ | ■ Electrical industry | |
| ■ Filling technology for vehicle final assembly¹ | ■ Turbomachinery / Power plants | |
| ■ Filling technology for other industries | ■ Mechanical engineering | |
| ■ Service | ■ Aerospace and space industry | |
| ■ Household appliance industry |
DIVISION WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS
| Business Type | Fields of Activity | Customer Groups |
|---|---|---|
| ■ Machine and plant construction | ■ Machines and complete production lines for woodworking | ■ Woodworking industry |
| ■ Service | ■ Woodworking trades |
¹ Since January 1, 2020, part of the Paint and Final Assembly Systems division.
BUSINESS MODEL
Our core competence is the engineering of efficient production technology. We support our customers with both individual machines and complete manufacturing systems. Within the framework of Industrie 4.0, we are expanding our offering for the digital networking and control of production systems. Our technologies and services are intended to help our customers achieve efficient and sustainable production. We focus primarily on the following factors:
― Digitalization and technological innovation
― Planning and engineering expertise
― Reliable order processing
― Efficient production and assembly facilities for core products
― Comprehensive service offering throughout the entire product lifecycle
― Global presence, customer proximity in all market regions
We are active in niche markets worldwide, where we are the largest provider with market shares of 25% to 50% in each case.# 2.2 - GESCHÄFTSMODELL
58 % des Konzernumsatzes entfallen auf den Maschinenbau und 42 % auf den Anlagenbau. Im Maschinenbau streben wir EBIT-Margen von 10 bis 12 % an, im Anlagenbau beträgt die Zielspanne 6 bis 7 %. Bei der Kapitalrendite (ROCE) erzielt unser Anlagenbaugeschäft höhere Werte von teilweise über 100 %, da das Capital Employed dort sehr gering ist. In den Maschinenbauaktivitäten streben wir einen ROCE von 15 bis 25 % an. Mit unserem Geschäftsmodell ist es grundsätzlich möglich, hohe operative Cashflows und Free Cashflows zu erzielen.
Finanzielle Bedeutung einzelner Produkte, Dienstleistungen und Absatzmärkte
Angesichts unseres breiten Angebotsspektrums ist die finanzielle Bedeutung einzelner Produkte und Dienstleistungen begrenzt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Lackieranlagengeschäft und bei HOMAG ist unsere Systemkompetenz, also die Fähigkeit, komplette Anlagen schlüsselfertig zu planen und zu bauen. Zunehmend spielt auch Technologie für die digitale Steuerung der Anlagen und Maschinen eine wichtige Rolle. Das wachsende Service-Geschäft generiert im Konzern einen überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag. Dank unserer internationalen Präsenz verfügen wir über eine ausgewogene regionale Umsatzverteilung. Im Jahr 2019 stammten 17,1 % der Erlöse aus Deutschland, 27,4 % aus anderen europäischen Ländern, 26,9 % aus Nord- und Südamerika sowie 28,7 % aus Asien, Afrika und Australien. Der Ergebnisbeitrag in den einzelnen Regionen entspricht ungefähr der Umsatzverteilung. In wachstumsstarken Regionen erzielen wir tendenziell etwas höhere Margen.
Geschäftsprozesse/Prozessvorteile
Unsere wichtigsten Geschäftsprozesse sind Planung, Engineering/Konstruktion, Auftragsabwicklung und Service. Mit Blick auf Qualität, Liefertreue und Know-how-Schutz haben wir unsere Eigenfertigung in den zurückliegenden Jahren ausgeweitet. Besonders bei Großprojekten im Anlagenbau ist ein professionelles Projektmanagement erfolgskritisch. Ein Großprojekt benötigt meist 15 bis 24 Monate bis zum Abschluss, Aufträge im Maschinenbau benötigen zwischen 2 und 12 Monaten. Kleinere Umbau-, Modernisierungs- und Service-Projekte haben kürzere Laufzeiten.
2.3 - PROZESSE DES ANLAGENBAUS
Großprojekte erfordern eine reibungslose Kooperation verschiedener Abteilungen und Standorte. Daher arbeiten wir mit digital unterstützten Standardprozessen in Planung, Auftragsabwicklung, Service und Verwaltung. Durchgängige IT-Systeme sind dafür von besonderer Bedeutung. Sie vermeiden Schnittstellenprobleme, automatisieren Abläufe und ermöglichen den internationalen Austausch von Arbeitspaketen sowie eine effektive Kapazitätssteuerung.
Kundenbeziehungen
Das Geschäft mit Automobilherstellern und Zulieferern ist technisch komplex und langfristig angelegt, deshalb pflegen wir einen kontinuierlichen Austausch. Wir agieren als Planer, Berater und Anlagenlieferant. Bei großen Investitionsprojekten werden wir bis zu zwei Jahre vor Auftragsvergabe hinzugezogen. Als Service-Partner unterstützen wir unsere Kunden im Anlagenbetrieb und bei Modernisierungen. Oft informieren uns Kunden frühzeitig über die Entwicklung neuer Modelle, damit wir rechtzeitig die benötigte Produktionstechnik bereitstellen können.
Die Maschinenbau-Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems haben eine breite Marktbasis mit mehreren Zehntausend Kunden. Daher ist der Vertriebsaufwand höher als im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie. Neben der Lieferung von Einzelmaschinen gibt es aber auch im Maschinenbau größere Projekte mit längeren Laufzeiten.
Lieferantenbeziehungen
Wir beschaffen Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen bei mehreren Tausend Lieferanten. Neben Teile- und Komponentenzulieferern beauftragen wir oft auch Auftragsfertiger, Ingenieurdienstleister und Logistikunternehmen. Bei wichtigen Warengruppen schließen wir weltweit gültige Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten. Dadurch können wir Bedarfe mehrerer Gesellschaften und Divisions bündeln und Mengenvorteile nutzen. Weitere Informationen enthält das Kapitel "Beschaffung".
Weitere Merkmale unseres Geschäftsmodells
Unsere Wertschöpfungstiefe ist mit 37 % relativ gering, wobei es Unterschiede zwischen den Divisions gibt. Während beispielsweise die Maschinenbau-Division Woodworking Machinery and Systems eine Wertschöpfungstiefe von 46 % ausweist, beträgt die Wertschöpfungstiefe in der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems lediglich 26 %. Aufgrund der niedrigen Wertschöpfungstiefe sind auch Anlagenintensität und Kapitalbindung relativ gering. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen decken grundsätzlich einen großen Teil der Forderungen und Vorräte im Umlaufvermögen ab. Daher ist das Net Working Capital (NWC) im Anlagenbau meist gering oder sogar negativ. Auch bei den Fixkosten profitieren wir von der niedrigen Wertschöpfungstiefe und Anlagenintensität, was uns flexibler bei zyklischen Auftragsschwankungen macht. Bei unseren Kunden aus der Automobilindustrie haben wir ein verändertes Zahlungsverhalten beobachtet: Zahlungen werden öfter mit Verzögerung geleistet und die Anzahlungen fallen niedriger aus als in früheren Jahren. Die Days Working Capital lagen zum Jahresende bei 46,1 Tagen, der Zielkorridor beträgt 40 bis 50 Tage.
Gemessen am Umsatz ist unser Investitionsbedarf (ohne Akquisitionen) niedrig. Grund ist insbesondere der geringe Bedarf an Sachanlagen im Anlagenbau. Durch die Anwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" weisen wir höhere Investitionen aus: Das jährliche Normalniveau beträgt nun 95 bis 105 Mio. € (2019: 102,6 Mio. €), zuvor waren es 80 bis 90 Mio. €. Die HOMAG Group rechnet mit Investitionen von rund 40 Mio. € pro Jahr. Das ist mehr als in den anderen Divisions, da die Wertschöpfungstiefe der HOMAG Group deutlich höher ist.
Die meisten Divisions verfügen in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen. Dies reduziert ihren Importbedarf und damit die Transaktionsrisiken. Wichtiger sind Translationseffekte infolge der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro. Im Geschäft mit der Automobilindustrie und großen Möbelherstellern haben Projekte oft lange Vorlaufzeiten. Dies verschafft uns grundsätzlich eine gute Visibilität hinsichtlich des künftigen Auftragseingangs. Folglich können wir unsere künftige Umsatz-, Auslastungs- und Ertragssituation für einen Großteil des Geschäfts relativ gut abschätzen.
STANDORTE UND ARBEITSTEILUNG IM KONZERN
Wir verfügen über 112 Standorte in aller Welt. In den Emerging Markets waren Ende 2019 32,1 % der Belegschaft angestellt. Mit knapp 2.400 Beschäftigten (inklusive rund 320 externer Mitarbeiter) ist Schanghai der größte Standort in den Emerging Markets. Unsere Leitstandorte in Deutschland steuern das weltweite Geschäft des Konzerns. Der Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (rund 2.330 Mitarbeiter) ist die Zentrale des Konzerns und der Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems. Der Standort Darmstadt (rund 590 Mitarbeiter) koordiniert die Aktivitäten von Measuring and Process Systems. Der Stammsitz der HOMAG Group in Schopfloch (rund 1.770 Mitarbeiter) steuert das Geschäft von Woodworking Machinery and Systems.
Richtlinien definieren, wie die Konzerngesellschaften bei länderübergreifenden Systemprojekten im Anlagenbau zusammenarbeiten. Bei Großaufträgen von Paint and Final Assembly Systems übernehmen die System Center Bietigheim-Bissingen oder Schanghai die Projektführung. Darüber hinaus gibt es Business Center, die für kleinere Umbauten, Teilumfänge von Systemprojekten sowie für Vertrieb und Service vor Ort zuständig sind. Im Maschinenbau bilden die deutschen Leitstandorte die Drehscheibe für internationale Projekte.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Für die Steuerung des Unternehmens beobachten wir verschiedene Frühindikatoren. Dadurch können wir uns rechtzeitig auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen. Wir verwenden vier Indikatortypen:
- Wichtige konjunkturelle Frühindikatoren sind Geldmengen, Rohstoff- und Energiepreise sowie Einkaufsmanager- und Geschäftsklimaindizes. Auch Research-Berichte und gesamtwirtschaftliche Statistiken helfen uns, Konjunkturveränderungen frühzeitig zu erkennen. Zudem verfolgen wir die Entwicklung der Zinsen aufmerksam. Der Geschäftsverlauf in unseren Hauptabnehmerbranchen (Automobil- und Holzbearbeitungsindustrie) korreliert stark mit der Entwicklung der Weltwirtschaft.
- Spezifischere Indikatoren zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftspotenzials sind die Investitionspläne von Kunden sowie Statistiken und Prognosen zu Produktion und Absatz. Zudem verfolgen wir die Erwartungen von Analysten bezüglich der Cashflows und Investitionen unserer Kunden.
- Der dritte Frühindikator sind konkrete Investitionsprojekte unserer Kunden. Informationen darüber sammeln wir in unserer Datenbank zusammen mit einer Einschätzung unserer Akquisitionschancen. Im Produktgeschäft dient die Quotierungszeit von Angeboten als Indikator. Wenn Kunden länger für Investitionsentscheidungen benötigen, nimmt die durchschnittliche Quotierungszeit zu. Dies deutet auf eine Nachfrageabschwächung hin.
- Die vierte Indikatorgruppe bilden Auftragseingang und -bestand. Da viele Projekte eine lange Laufzeit haben, eignen sich beide Kennzahlen, um Auslastung und Umsatz der nächsten Quartale abzuschätzen.
Strategie
Seit Anfang 2020 gilt die neue Mid-Term-Strategie für den Dürr-Konzern. Sie ist die Roadmap für profitables Wachstum und die Steigerung des Ergebnisses auf ein Topniveau im internationalen Maschinen- und Anlagenbau. Mit der neuen Strategie sind vier mittelfristige Kennzahlenziele verbunden:
- Hohe Profitabilität: Die EBIT-Marge soll schrittweise auf mindestens 8 % steigen. Dieses Niveau halten wir mit Blick auf den gestiegenen Maschinenbauanteil in unserem Portfolio für angemessen.# MID-TERM-STRATEGIE DÜRR-KONZERN
UMSATZ +2-3 % p.a.
SERVICE-ANTEIL 30 %
EBIT-MARGE ≥8 %
ROCE ≥25 %
GLOBAL PRESENCE
- Globales Geschäft mit lokaler Supply Chain
- Starke regionale Aufstellung (Nordamerika, Asien, Europa)
- Wachstum in Südostasien
INNOVATION
- Technologieführerschaft, Software als Differenzierungsfaktor
- Neue Geschäftsfelder erschließen (orientiert an Trends)
- Effiziente und nachhaltige Produkte
EFFICIENCY
- Synergien nutzen, (v. a. Größenvorteile, Prozesse, Standardisierung, Kosten)
- Schlanke, agile Organisation
- Globalen Footprint optimieren
LIFE CYCLE SERVICES
- Breite installierte Basis nutzen
- Ersatzteilgeschäft ausbauen (proprietäre Teile)
- Brownfield-Geschäft stärken
- Life-Cycle-Optimierung (via Asset Data Intelligence)
― Umsatzwachstum: Das organische Umsatzwachstum soll durchschnittlich 2 bis 3% erreichen und damit das erwartete Produktions- und Nachfragewachstum in unseren Märkten leicht übersteigen.
― Attraktive Kapitalverzinsung: Wir streben einen ROCE von mindestens 25% an, Basis dafür sind hohe EBIT-Beiträge im Maschinenbau und die geringe Kapitalbindung im Anlagenbau.
― Steigerung des Service-Anteils: Der Anteil des margenstärkeren Service-Geschäfts soll bis zu 30% des Konzernumsatzes erreichen. Ein leistungsfähiges Service-Geschäft sichert das Konzernergebnis ab und steigert die Kundenzufriedenheit. Um unsere Ziele zu erreichen und unsere führende Position im Weltmarkt auszubauen, treiben wir die Digitalisierung als zentrales Strategieelement weiter voran. Zudem stellen wir uns in vier Strategiefeldern optimal auf: Global Presence, Innovation, Efficiency, Life Cycle Services. Darüber hinaus haben wir vier Enabler definiert, also unterstützende Funktionen, die für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie besonders wichtig sind: Sustainability, Mergers & Acquisitions, Finance Organization und People Development.
DIGITALISIERUNG
Die Digitalisierung ist der wichtigste Zukunftstrend im Maschinen- und Anlagenbau. Sie ermöglicht unseren Kunden höhere Anlagenverfügbarkeit, Kostensenkungen und die automatische Herstellung individualisierter Produkte. Im Dürr-Konzern ist die Digitalisierung für alle vier Strategiefelder relevant: Sie beeinflusst maßgeblich das Innovationsmanagement und unser Service-Angebot, zudem sind digitale Prozesse und Tools der Schlüssel zu effizienter Zusammenarbeit und globaler Vernetzung im Konzern.
Marktführer im Zeichen der Digitalisierung
Um auch im Zeitalter der Digitalisierung an der Spitze des Wettbewerbs zu stehen, müssen wir unseren Kunden die besten Lösungen für die digitale Optimierung ihrer Produktion anbieten. Dafür bauen wir unser Angebot an datenbasierten Software-Applikationen, intelligenten Produkten, digitalen Services und entsprechenden Geschäftsmodellen aus. So erschließen wir neue Umsatzpotenziale und sichern unser Geschäft gegen Wettbewerber aus der Software-Branche ab. Ihnen gegenüber haben wir einen zentralen Vorteil: Wir verbinden Digital-Know-how mit Expertenwissen über Produktionsprozesse -der sogenannten Shopfloor-Kompetenz.
digital@DÜRR: Konkrete Ansatzpunkte
Unser Strategiekonzept für die digitale Transformation heißt digital@DÜRR. Es beinhaltet verschiedene Ansatzpunkte, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten:
― Umfassendes Software-Spektrum: Wir bieten ein umfassendes Software-Spektrum für die Digitalisierung. Dazu gehören die IIoT-Plattform ADAMOS, Manufacturing-Execution-Systeme zur übergeordneten Produktionssteuerung sowie Smart-Analytics- und Smart-Maintenance-Applikationen für Einzelprozesse und -maschinen. Unsere Analytics-Applikationen arbeiten zum Teil mit künstlicher Intelligenz. Für den Bezug von Applikationen betreiben wir digitale Marktplätze wie die Plattform tapio für die holzbearbeitende Industrie.
― Intelligente Produkte und Services: Wir entwickeln intelligente, adaptive Produkte, die mit Sensoren und Konnektoren ausgestattet sind, um Daten zu messen und für smarte Applikationen zur Verfügung zu stellen. Die Daten bilden auch die Basis für digitale Services, wie zum Beispiel die vorausschauende Anlagenwartung.
― Ausbau Software-Kompetenz: Wir stellen zusätzliche Software-Experten ein und fördern die Mitarbeiter beim Erwerb von Digitalkompetenzen. Zudem sondieren wir Akquisitionsmöglichkeiten, um unser Digitalangebot abzurunden.
― Kundenorientierung: Ausgangspunkt bei der Entwicklung von Smart-Applikationen ist der praktische Kundenbedarf, zum Beispiel die Qualitätssicherung im Lackierprozess. Unsere Digitalinnovationen stehen für einfache Konnektivität und geringen Customizing-Aufwand.
― Neue Geschäftsmodelle: Wir entwickeln die zur Vermarktung unserer Applikationen erforderlichen Geschäftsmodelle, zum Beispiel Subskriptionsmodelle für den Software-Bezug, Wartungsverträge für Software sowie Pay-per-Use-Modelle.
― Partnerschaften und Kooperationen: Angesichts der Komplexität der digitalen Transformation setzen wir auf Partnerschaften. Ein Beispiel ist das ADAMOS-Netzwerk mit der Software AG und derzeit 19 beteiligten Maschinenbauern. Mit ADAMOS bieten wir unseren Kunden neben der IIoT-Plattform auch einen Integration Hub an, der unterschiedliche Maschinenfabrikate und deren Applikationsumgebungen vernetzt. Hinzu kommen das wachsende App-Portfolio der ADAMOS-Partner sowie Beratungs-Services rund um die Digitalisierung. Mit der ADAMOS-Kooperation reduzieren die Partner ihren Aufwand, da sie von Synergien profitieren und Entwicklungsergebnisse und Erfahrungen austauschen.
― Interne Transformation: Mit der Digitalisierung geht eine interne Transformation des Dürr-Konzerns einher. Wir unterstützen die Auftragsabwicklung mit Digital Tools und konzentrieren die Software-Entwicklung in Digital Factories, um neue Produkte schneller anbieten zu können. Demselben Ziel dienen agile Arbeitsmethoden und kurze Entscheidungswege. Zudem erarbeiten wir neue Konzepte für die Zusammenarbeit im digitalen Arbeitsumfeld.
STRATEGIEFELD GLOBAL PRESENCE
Unser Geschäft ist international, mit 112 Standorten in 34 Ländern sind wir weltweit präsent. Die starke Lokalisierung macht uns unabhängiger von regionalen Marktschwächen und erlaubt eine marktnahe Kundenbetreuung. Im Strategiefeld Global Presence haben wir definiert, wie wir unser weltweites Konzernnetzwerk bestmöglich nutzen können.
Lokalisierung und globales Netzwerk
Eine zentrale Maßnahme ist die weitere Lokalisierung unserer Produkte. Das bedeutet, dass wir Produkte noch stärker an die jeweiligen Anforderungen der verschiedenen Marktregionen anpassen und sie lokal fertigen. Damit einher geht eine globale Strategie für Engineering, F&E und Supply Chain: Wir werden unsere Aktivitäten in diesen Bereichen noch stärker als bisher weltweit verteilen und dabei die individuellen Vorteile unserer Standorte nutzen. Ob Know-how, Kostenvorteile, Technologiekompetenz oder besondere Kundenbeziehungen: Jeder Standort soll seine Stärken optimal in das Konzernnetzwerk einbringen. Kompetenzzentren für bestimmte Technologien werden verstärkt in wachstumsstarken Emerging Markets angesiedelt. In der Fertigung setzen wir auf spezialisierte Production Hubs, die ihre Produkte kosteneffizient für den Weltmarkt fertigen.
Fokus auf Asien
Asien bietet in den kommenden Jahren die größten Wachstumspotenziale für uns. Daher richten wir Organisation und Produktstrategie konsequent an den Erfordernissen dieses Marktes aus. Während wir in China und Indien bereits stark vertreten sind, werden wir unsere Position in den südostasiatischen Wachstumsmärkten weiter ausbauen.
STRATEGIEFELD INNOVATION
Innovation ist eine Säule unserer Marktführerschaft und erfordert hohe F&E-Budgets. Die F&E-Agenda des Konzerns hat zwei Schwerpunkte: Unsere Innovationen sollen nachhaltige Fertigungsprozesse ermöglichen und Mehrwert durch Produktionseffizienz bieten. Damit adressieren wir die zwei wichtigsten Anforderungen unserer Kunden. Unsere Produktentwicklung zielt ab auf niedrigen Energie- und Ressourcenverbrauch, reduzierte Emissionen und geringe Stückkosten in der Produktion. Ein weiterer Aspekt ist die Flexibilisierung und Modularisierung von Fabriken. Letzteres bedeutet: Wir entwickeln skalierbare Produktionssysteme, die sich je nach Markterfolg des gefertigten Produkts einfach erweitern lassen. Bei praktisch allen Innovationen nimmt der Anteil digitaler Technologien zu. Wir machen unsere Maschinen und Anlagen intelligent und vernetzen sie, damit sie den Anwendern mehr Nutzen bringen. Weitere Informationen zur Innovationsstrategie sowie aktuelle Beispiele finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung".
STRATEGIEFELD EFFICIENCY
Zum Strategiefeld Efficiency gehört eine kontinuierliche Portfolioanalyse. Dabei messen wir die Performance und den Wertbeitrag unserer Aktivitäten und überprüfen, in welchen Bereichen Anpassungsbedarf besteht. Das Strategiefeld Efficiency umfasst alle Initiativen, die unsere Prozesse und Strukturen verbessern und ein leistungsförderndes Arbeitsumfeld schaffen. Ziel ist eine effiziente und flexible Organisation, die zur Profitabilität beiträgt und sich an Marktveränderungen anpasst. Ein zentraler Aspekt ist die Erschließung von Synergien im Konzern. Dazu gehören einheitliche Prozesse, Shared Services, die Nutzung von Größenvorteilen und durchgängige IT-Applikationen. Im Sinne einer effizienten Kostenstruktur setzen wir auf die Zusammenlegung kleinerer Landesgesellschaften und die Bündelung lokaler Aktivitäten an größeren Standorten. Mit diesem Campus-Konzept haben wir in Deutschland, den USA und China gute Erfahrungen gemacht. Im Strategiefeld Efficiency haben wir auch die Mitarbeiter und Führungskräfte im Blick. Unser Process-Excellence-Ansatz soll sie in die Lage versetzen, mit weniger Aufwand bessere Ergebnisse zu erzielen. Dafür steht die Vision "Better results, less stress". Im Rahmen von Process Excellence vermitteln wir effiziente Methoden wie Lean Management und agiles Arbeiten.# STRATEGIEFELD LIFE CYCLE SERVICES
Das Service-Geschäft besitzt doppelte strategische Relevanz, da es höhere Margen als das Neugeschäft generiert und direkt zur Kundenbindung beiträgt. Um nachhaltig einen Service-Anteil von bis zu 30 % am Konzernumsatz zu erreichen, richten wir unsere Service-Aktivitäten verstärkt am gesamten Lebenszyklus der von uns installierten Maschinen und Anlagen aus. Dabei verfolgen wir drei Stoßrichtungen:
- Installierte Basis nutzen: Unsere breite installierte Basis bietet viel Potenzial für Service-Wachstum. Dieses Potenzial werden wir mithilfe von IIoT-Tools ausschöpfen: Durch Konnektivität und die Analyse von Maschinendaten können wir Kunden Vorschläge zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität unterbreiten.
- Ersatzteilgeschäft ausbauen: Wir intensivieren das Ersatzteilgeschäft mit seinen wiederkehrenden Umsatz- und Ergebnisbeiträgen durch proaktiven Vertrieb und datenbasierte Bedarfsanalysen. Zudem setzen wir auf proprietäre Ersatzteile und die Bestückung von Wettbewerbsanlagen mit unseren Produkten.
- Brownfield-Expansion: Wir bauen das wachsende Geschäft mit Anlagenmodernisierungen -sogenannte Brownfield-Projekte -systematisch aus. Im Lackiertechnikgeschäft soll der Brownfield-Anteil mittelfristig auf rund ein Drittel steigen. Wir werden unseren Kunden systematisch die Nachrüstung bestehender Anlagen mit IIoT- und Digitaltechnologien anbieten.
VIER ZENTRALE ENABLER
Vier zentrale Enabler (unterstützende Funktionen) flankieren das operative Geschäft und sind für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie relevant.
Sustainability
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Handlungsmotiv auf mehreren Ebenen des Konzerns. Für unsere Kunden entwickeln wir nachhaltige Produkte und Prozesse. Zugleich erwarten immer mehr Kunden und Geschäftspartner Nachweise für nachhaltiges Handeln von uns. Auch unsere Vertrauenswürdigkeit als Arbeitgeber, Partner am Kapitalmarkt und Akteur im öffentlichen Raum setzt voraus, dass wir mit Stakeholdern und Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und die Prinzipien von Corporate Citizenship, Compliance und Corporate Governance beachten. Weitere Informationen enthalten die Kapitel "Nachhaltigkeit" und "Corporate Governance".
Mergers & Acquisitions
Durch die Akquisition von Unternehmen und Technologien erschließen wir Wachstumspotenziale sowie neue Geschäftsfelder und sichern unsere führenden Marktpositionen. Wir sondieren den Markt kontinuierlich und unterscheiden zwischen Division-übergreifenden und komplementären Zukäufen. Division-übergreifende Zukäufe zielen auf Technologien und Kompetenzen ab, die mehreren Divisions zugutekommen, zum Beispiel im Software- und Digitalbereich. Mit komplementären Zukäufen stärken wir das bestehende Geschäft einer Division oder bauen eine neue Division auf.
Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen und den Auftau einer neuen Division sind:
- Maschinen- und Anlagenbau
- Über 500 Mio. € Umsatz
- Nischenmarkt, führende Markt- und Technologieposition
- Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien
Finance Organization
Der Fokus unseres Finanzmanagements liegt auf Kostenkontrolle und der Bereitstellung flüssiger Mittel. Die Finanzorganisation ist Dienstleister für das operative Geschäft und unterstützt die Entscheidungsprozesse im Management. Strategische Ansatzpunkte für Effizienzsteigerungen im Finanzbereich sind die Standardisierung und Digitalisierung von Prozessen, die Nutzung von Shared Services, die Optimierung der Legalstruktur und die Weiterbildung der Mitarbeiter.
People Development
Unser Erfolg als Engineering-Unternehmen hängt stark von der Qualifikation der Mitarbeiter ab. Dies gilt besonders angesichts der Digitalisierung und der damit einhergehenden Qualifikationsanforderungen. Daher betrachten wir Personalentwicklung als strategische Aufgabe. Konkret verfolgen wir vier Ansatzpunkte:
- Dürr Group Academy: zeitgemäße Weiterbildung
- Talent Management: attraktive Karrierepfade, Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen
- HR Development Innovation: motivierende Arbeitskultur; Vorbereitung auf neue Anforderungen; zeitgemäße Leadership, die Eigenverantwortlichkeit fördert
- Employer Branding: Attraktivität für externe Bewerber
Beschaffung
Der Materialaufwand des Dürr-Konzerns erhöhte sich im Jahr 2019 um 6,9 % auf 1.681,4 Mio. €. Ausschlaggebend dafür waren vor allem höhere Kosten für Kaufteile und den Bau von Gebäuden bei Systemprojekten. Im Anlagenbau werden vor allem Fertigungs- und Montageumfänge, Baugruppen, Aggregate, Komplettgewerke, Konstruktionsdienstleistungen sowie Rohmaterialien für die Eigenfertigung zugekauft; im Maschinenbau beziehen wir viele Fertigungsteile und vormontierte Baugruppen. Weitere wichtige Beschaffungsgüter für alle Divisions sind Fertig- und Halbfertigprodukte, wie zum Beispiel elektrische Komponenten und Antriebe. Mit dem verlangsamten Weltwirtschaftswachstum normalisierte sich die Auslastung unserer Lieferanten weitgehend. Zur Sicherung der Lieferantenverfügbarkeit prognostizieren wir Bedarfe schon in der Vertriebsphase und setzen auf eine langfristige Kapazitätsplanung sowie eine enge Termin- und Meilensteinverfolgung bei Lieferanten. Die systematische Erschließung und Entwicklung neuer Lieferanten haben wir weiter ausgebaut. Mit Blick auf den Schutz unseres geistigen Eigentums fertigen wir bestimmte Komponenten ausschließlich selbst. Dem Preisdruck unserer Kunden begegnen wir mit verschiedenen Maßnahmen: Wir nutzen weltweite Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten, bauen die Lokalisierung von Produkten und Einkauf aus und beschaffen in Asien verstärkt Produkte und Komponenten für Werke in anderen Märkten. Mengenvorteile werden realisiert, indem wir internationale Einkaufsbedarfe bündeln. Eine wichtige Rolle bei Lokalisierung und Bündelung spielen unsere Global Lead Buyer. Um Kostenvorteile zu erzielen, berücksichtigen wir Beschaffungsaspekte frühzeitig in der Produktentwicklung. Zu den Herausforderungen im Einkauf zählt neben der nachfragebedingten Schwankungsbreite unseres Geschäfts der Termin- und Kostendruck im Anlagenbau. Auch Nachhaltigkeitsaspekte werden wichtiger und fließen in unsere Lieferantenbewertung ein. Nicht zuletzt erschweren administrative Schranken und Zölle die Beschaffung. Bei der Digitalisierung unseres Einkaufs setzen wir beispielsweise auf digitale Auktionen, die elektronische Lieferantenanbindung (EDI- und WEB-EDI-Integration) und die Automatisierung von Auftragsbestätigungen. Im Berichtsjahr erfolgten weitreichende Vorbereitungen für die konzernweite Einführung eines neuen Lieferantenportals (Supplier Relationship Management System -SRM). Mit dem SRM professionalisieren wir unser Lieferantenmanagement weiter und profitieren von effizienten, digitalen Prozessen und weltweiter Transparenz bezüglich Lieferanten und Volumina. Die Umsetzung ist für 2020 geplant. Laufende Projekte sind außerdem die SAP-Integration der Megtec/Universal-Gruppe und weiterer HOMAG-Gesellschaften sowie die Einführung digitaler Geschäftsanalysen (Business Intelligence). Insbesondere mit wichtigen Lieferanten prüfen wir regelmäßig, inwieweit sich weitere digitale Prozessverbesserungen erzielen lassen. Im Rahmen einer weiteren Vereinheitlichung unserer Einkaufsorganisation haben wir unser gemeinsames Einkaufshandbuch überarbeitet. Ein umfangreiches Trainingskonzept sichert die Weitergabe von Best Practices und eine hohe Expertise bei unseren Einkäufern. Die chinesische und deutsche Einkaufsorganisation von Paint and Final Assembly Systems haben wir im Zuge des Optimierungsprogramms FOCUS 2.0 reorganisiert. Auch bei Clean Technology Systems wurde der Einkauf nach der Akquisition von Megtec/ Universal umgestaltet. Ein neues Strategic Sourcing Team erarbeitet Lösungen für strategische Beschaffungsfragen im Anlagenbau. Außerdem wurden der Projekteinkauf und die Lieferantenentwicklung im Anlagenbau verstärkt. Zum 31. Dezember 2019 beschäftigten wir im Einkauf knapp 600 Mitarbeiter. Das Global Sourcing Board koordiniert die weltweite Beschaffung auf Konzernebene. Es setzt sich aus den Einkaufsleitern der Divisions zusammen. Die unter der Marke Dürr agierenden Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems verfügen mit dem Global Sourcing Committee über ein Gremium zur Bündelung von Bedarfen sowie zur Abstimmung von Rahmenverträgen und großen Vergaben.
Forschung und Entwicklung
F&E-ZIELE
Ziel unserer F&E-Arbeit sind Innovationen, die unseren Kunden zu maximaler Produktionseffizienz und niedrigeren Stückkosten verhelfen. Darüber hinaus wollen wir uns im Wettbewerb differenzieren und unsere Marktführerschaft sichern. Innovationen im Rahmen unserer Digitalstrategie digital@DÜRR haben dabei einen besonderen Stellenwert.
F&E-KENNZAHLEN UND -MITARBEITER
Im Rahmen unserer Maßnahmen zur Ergebnissicherung haben wir die direkten F&E-Ausgaben im Jahr 2019 um 8,4% auf 110,8 Mio. € reduziert. In strategisch wichtigen Innovationsbereichen, beispielsweise beim Thema Digitalisierung, wurden jedoch keine Kürzungen vorgenommen. Die F&E-Quote erreichte 2,8% nach 3,1% im Vorjahr. Auftragsbezogene Entwicklungskosten wurden nicht in den direkten F&E-Kosten berücksichtigt, sondern in den Umsatzkosten. Die aktivierten Entwicklungskosten und die Abschreibungen darauf beliefen sich auf 19,0 Mio. € beziehungsweise 9,1 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. € und 9,9 Mio. €). Die an den direkten F&E-Ausgaben gemessene Aktivierungsquote erreichte 17,1 % (Vorjahr: 12,0 %). Der Anteil der im F&E-Bereich eingesetzten Belegschaft lag Ende 2019 bei 4,8%, dies entspricht 789 Personen (31.12.2018: 782). F&E-Aktivitäten verfolgen wir an Standorten in Europa, Amerika und China. Knapp 90 % der F&E-Mitarbeiter beschäftigen wir in Deutschland.# Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Außerhalb der F&E-Abteilungen arbeiten zahlreiche weitere Experten im Rahmen von Kundenaufträgen an neuen Lösungen. Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung liegt in den fünf Divisions. Das Cross Functional Team "F&E/Technologie" koordiniert Division-übergreifende F&E-Aktivitäten und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Richtlinien in den Divisions regeln Prozesse und Detailfragen der F&E-Arbeit. Die Entwicklung neuer Lösungen macht rund 70 % unseres F&E-Aufwands aus, etwa 30 % entfallen auf die Pflege vorhandener Produkte. Im Fokus unserer F&E-Arbeit stehen meist konkrete Produkte und Anwendungen. Grundlagenforschung hat eine geringe Bedeutung.
2.5 - F&E-KENNZAHLEN
| scroll | 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Quote Konzern | % | 2,8 | 3,1 | 3,1 |
| Paint and Final Assembly Systems | % | 1,5 | 1,3 | 1,1 |
| Application Technology | % | 4,6 | 4,0 | 4,1 |
| Clean Technology Systems | % | 1,2 | 2,6 | 2,0 |
| Measuring and Process Systems | % | 2,6 | 2,1 | 1,8 |
| Woodworking Machinery and Systems | % | 3,9 | 4,9 | 5,2 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | Mio. € | 19,0 | 14,5 | 9,6 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | Mio. € | -9,1 | -9,9 | -12,7 |
| F&E-Mitarbeiter (31.12.) | 789 | 782 | 713 | |
| F&E-Personalkosten | Mio. € | -79,3 | -77,7 | -69,1 |
NEUENTWICKLUNGEN UND PATENTE
49 Produktinnovationen wurden im Jahr 2019 abgeschlossen. Die Anzahl der Patentfamilien erhöhte sich auf 1.250, die Anzahl der Einzelpatente auf 6.861 (31.12.2018: 1.224 und 6.651). Mit 38% entfällt der größte Teil unserer Patente auf die Division Application Technology. Der Aufwand für den Schutz unseres geistigen Eigentums stieg 2019 auf 9,3 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €), da wir verstärkt auf externe Unterstützung zurückgreifen mussten.
2.6 - F&E-MITARBEITER
| 2019 | |
|---|---|
| Konzern | 789 |
| Paint and Final Assembly Systems | 79 |
| Application Technology | 183 |
| Clean Technology Systems | 34 |
| Measuring and Process Systems | 77 |
| Woodworking Machinery and Systems | 416 |
| Gesamt | 789 |
| scroll | in % der Division-Mitarbeiterzahl | |
|---|---|---|
| Konzern | 4,8 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 2,2 | |
| Application Technology | 7,9 | |
| Clean Technology Systems | 2,4 | |
| Measuring and Process Systems | 3,4 | |
| Woodworking Machinery and Systems | 6,3 |
FORSCHUNGSKOOPERATIONEN UND ZUKAUF VON F&E-LEISTUNGEN
Der enge Kontakt zu wissenschaftlichen Instituten und Entwicklungspartnern garantiert Forschung und Entwicklung auf dem aktuellen Stand. Der Aufwand für den Zukauf externer F&E-Dienstleistungen belief sich im Jahr 2019 auf 42,2 Mio. € (Vorjahr: 47,7 Mio. €). Die öffentliche Hand bewilligte uns Forschungsgelder in Höhe von 0,2 Mio. €, dies entspricht 0,2 % der gesamten F&E-Kosten.
F&E-AUSRICHTUNG
Unsere Innovationsarbeit orientiert sich an den Anforderungen unserer Kunden und an übergeordneten Technologie- und Fertigungstrends. Besonders wichtig sind derzeit:
- Digitalisierung/Industrial Internet of Things (IIoT): Der beherrschende Trend in der Produktionstechnik ist die Digitalisierung. Sie steigert die Gesamtanlageneffektivität unserer Kunden und ermöglicht adaptive Fertigungsprozesse. Ein Schwerpunkt im Berichtsjahr waren smarte Applikationen, dazu zählen beispielsweise digitale Wartungsassistenten und Analytics-Software zur Qualitätsverbesserung. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz spielt eine zunehmende Rolle.
- Flexibilisierung: Um eine große Modell- und Variantenvielfalt anbieten zu können, benötigen unsere Kunden flexible Produktionslinien. Dabei arbeiten wir an Lösungen, die starre Prozessverkettungen umgehen und unkompliziert erweiterbar sind.
- Nachhaltigkeit: Konsumenten entscheiden sich zunehmend für umweltschonend produzierte Güter, auch die Öffentlichkeit blickt vermehrt auf den ökologischen Fußabdruck von Produzenten. Energie- und Ressourceneffizienz ist für unsere Kunden daher nicht nur ein Kostenthema. Mehrere Kunden haben sich Ziele gesetzt, bis wann sie CO2-neutral produzieren wollen.
- Individualisierung/Losgröße 1: Wir verzeichnen ein wachsendes Interesse an Anlagen, mit denen sich individuell konfigurierte Endprodukte automatisch und effizient fertigen lassen.
- Stückkostenoptimierung: Ein wichtiges Ziel unserer Kunden ist die Reduktion der Herstellkosten pro Stück. Dafür entwickeln wir neue Produkte und Prozesse mit verringertem Material-, Energie-, Wartungs- und Personalbedarf.
- Automatisierung: Maximale Automatisierung ist der Schlüssel zu reproduzierbarer Spitzenqualität und Effizienz in der industriellen Produktion. Nach wie vor bestehen große Automatisierungspotenziale bei unseren Kunden.
- Elektromobilität: Die Endmontage von batteriebetriebenen und konventionellen Autos weist Unterschiede auf -zum Beispiel bei der Verbindung von Antriebsstrang und Karosserie oder bei der Funktionsprüfung am Bandende. Daher entwickeln wir Montage- und Prüftechnik speziell für Elektroautos. Auch unsere Lackierlösungen richten wir an den speziellen Anforderungen des Elektroautobaus aus.
- Autonomes Fahren: Moderne Fahrzeuge verfügen über eine zunehmende Anzahl an Fahrerassistenzsystemen; zudem arbeitet die Automobilindustrie mit Hochdruck an Konzepten für das autonome Fahren. Um die dafür benötigte Technik, zum Beispiel Sensoren, in der Massenfertigung zu prüfen und zu kalibrieren, sind automatisierte und hochsensible Prüfsysteme entscheidend.
F&E-ERGEBNISSE
Paint and Final Assembly Systems
Die Lackieranlage der Zukunft bricht mit traditionellen Lackierprozessen: Flexible Einzelboxen für den Lackauftrag ersetzen starre Linienkonzepte, deren Taktzeiten sich immer am größten Modell und dem Lack mit der längsten Applikationszeit orientieren. Das modulare Boxenkonzept macht Automobilhersteller flexibler, da es die Lackierung unterschiedlicher Modelle in einer Lackiererei erleichtert. Außerdem ermöglicht es die unkomplizierte Erweiterung der Kapazitäten entsprechend dem Kundenbedarf. Passend dazu steht mit EcoProFleet das weltweit erste fahrerlose Transportsystem speziell für Lackieranlagen zur Verfügung. Das frei steuerbare System transportiert Karosserien flexibel zu den einzelnen Bearbeitungsstationen. Es ist genau an die Anforderungen der Lackierumgebung angepasst.
Application Technology
Mit dem EcoPaintJet Pro hat Application Technology die oversprayfreie Lackierung weiterentwickelt. Die rund 50 Düsen des Applikators haben einen Durchmesser von circa 1 Zehntelmillimeter und lassen sich individuell steuern. Das eröffnet noch mehr Möglichkeiten bei der Produktindividualisierung, wie beispielsweise die trennscharfe Zweifarblackierung eines Fahrzeugdachs. Wie bei einem Digitaldrucker gelingt damit auch der automatische Auftrag von Schriftzügen und Logos. Zielgenaue Wartung und verbesserte Qualität: Dank historischer Daten und künstlicher Intelligenz können nun konkrete Aussagen, etwa zum Service-Bedarf, gemacht werden. Die Software DXQequipment.analytics - Advanced Analytics erhöht die Verfügbarkeit und damit die Effizienz der Lackierroboter.
Clean Technology Systems
Clean Technology Systems treibt die Verbesserung der Emissionsbilanz seiner Abluftreinigungsanlagen weiter voran. Die neu konzipierte Brennergeneration TARcom VII wird den Stickoxidausstoß weiter verringern und so die Einhaltung anspruchsvollerer Grenzwerte ermöglichen.
Measuring and Process Systems
Digitale Innovationen in der Auswuchttechnik bündeln wir unter dem Dach der neuen Digitalmarke Schenck ONE. Die Smart-Cockpit-App stellt die Informationen der angeschlossenen Maschinen zentral zur Verfügung und verhilft damit zu mehr Produktivität in der Fertigung. Dank der Wartungsapplikation Maintenance-Center können Kunden ihre Service-Arbeiten planen und dokumentieren und sich auf diese Weise einen einfachen Überblick über den Zustand und die Wartungshistorie ihrer Maschinen verschaffen. Mit dem Prüfstand x-3Dsurface lässt sich die Fahrzeuggeometrie am Bandende noch präziser und schneller vermessen. Fahrzeughersteller können nun flexibel Messbereiche definieren und auch komplexe Reifen- und Karosserieformen hochgenau prüfen. Eine Nachrüstung bestehender Prüfanlagen ist problemlos möglich. In der Befülltechnik haben wir neue Digitalapplikationen entwickelt. Beispielsweise helfen sie bei der Verwaltung der fahrzeugspezifischen Parameter und dem Nachweis der korrekten Befüllung. Dank der Analyse historischer Daten können Fehlerursachen schneller entdeckt und behoben werden.
Woodworking Machinery and Systems
Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) hat einfach umsetzbare Digitalisierungskonzepte für Handwerksbetriebe und mittelständische Möbelbauer entwickelt. Besondere Bedeutung haben dabei intuitive Assistenz-Apps und -für den Mittelstand -das fahrerlose Transportsystem TRANSBOT, das Werkstücke zwischen Bearbeitungsstationen befördert. Für den Fertighausbau wurde die vollautomatische Multifunktionsbrücke WALLTEQ M-380 mit integrierter Einblasplatte entwickelt. Mit ihr lassen sich Holzelemente mit Dämmmaterialien befüllen. Dank digitaler Schnittstelle zur Arbeitsvorbereitung passt die Maschine die Befüllung exakt an das jeweilige Element an. Im Gegensatz zur manuellen Befüllung reduzieren sich Bearbeitungszeiten, Verschnitt und Staubbelastung. Das steigert die Effizienz und schont Umwelt und Werker.
DÜRR TECHNOLOGY COUNCIL
Das Dürr Technology Council berät den Vorstand in Fragen der Technologiestrategie. Der Beirat vereint wissenschaftliche Expertise, Beratungskompetenz und Top-Management-Erfahrung in den Bereichen Automobilbau, Automatisierung und IT. Seine Mitglieder sind:
- Prof. Dr. Holger Hanselka (Vorsitzender), Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
- Ulrich Dietz, Vorsitzender des Verwaltungsrats der GFT Technologies SE
- Jonathan Guenak, Senior Consultant Roland Berger GmbH
- Dr. Eberhard Veit, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Festo AG
- Prof. Dr. Thomas Weber, ehemaliges Vorstandsmitglied der Daimler AG
Das Dürr Technology Council versteht sich als Ideengeber und "Sparringspartner" des Vorstands. Es gleicht unsere Innovationsstrategie mit aktuellen Trends in der Produktion ab und berät hinsichtlich der Potenziale von Zukunftstechnologien. Das Dürr Technology Council steht in kontinuierlichem Kontakt mit dem Vorstand und tauscht sich bei Bedarf mit den Division-Leitern sowie Managern der Bereiche F&E, Software und Unternehmensentwicklung aus.# Dürr AG – Geschäftsbericht 2019
2.6 - Dürr Technology Council
Zu den Sitzungen lädt es wechselnde Vertreter aus diesem Kreis sowie externe Experten ein. Im Jahr 2019 kam das Dürr Technology Council zu zwei Sitzungen zusammen. Beim ersten Treffen in Darmstadt erhielten die Mitglieder einen Überblick über die Tätigkeit und die Innovationsstrategie von Schenck. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Produktentwicklungen, unter anderem in den Bereichen 3-D-Druck und ferngesteuerte Inbetriebnahme von Auswuchtmaschinen. Spezialisten aus dem Unternehmen stellten die Innovationen vor und diskutierten anschließend mit den Teilnehmern. Zu den weiteren Themen der Sitzung zählten die Batteriefertigung für Elektroautos, das ADAMOS-Joint-Venture sowie die modernen Denk- und Arbeitsweisen digitaler Champions. In der zweiten Sitzung am KIT in Karlsruhe standen zunächst Nachhaltigkeitsaspekte der Organisationsstruktur, der Fertigung und der Produktentwicklung im Fokus. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Themenkomplex künstliche Intelligenz, zu dem insbesondere Professoren aus verschiedenen Fachbereichen des renommierten KIT referierten und mit den Teilnehmern diskutierten. Die Mitglieder des Technology Council beschlossen, die Zusammenarbeit mit Ansprechpartnern am KIT fortzuführen. Auch die Anforderungen und Chancen einer konsequenten Nachhaltigkeitsausrichtung der Organisation und der Produktentwicklung sollen weiter erörtert werden.
NACHHALTIGKEIT
Unser wirtschaftliches Handeln steht in Einklang mit ökologischen und sozialen Belangen und den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Wir bekennen uns zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact. Unsere Aktivitäten und Ergebnisse im Bereich Nachhaltigkeit werden regelmäßig von CSR-Initiativen und Rating-Agenturen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP) und EcoVadis bewertet. Im Jahr 2019 bildete die Unternehmensfinanzierung einen Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen: Bei unserem neuen Schuldscheindarlehen und dem neuen Konsortialkredit ist die Verzinsung teilweise an das von EcoVadis erstellte Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns gekoppelt. Der Bereich Corporate Sustainability ist im Vorstand der Dürr AG seit dem 1. März 2020 bei Dr. Jochen Weyrauch angesiedelt. Zuvor hatte Finanzvorstand Carlo Crosetto die Verantwortung für das Themengebiet Nachhaltigkeit inne. Verschiedene konzernweite Regelungen legen den Handlungsrahmen fest. Maßnahmen und Initiativen, die auf mehr Nachhaltigkeit abzielen, werden in Abstimmung mit dem Vorstand meist zentral geplant und dezentral umgesetzt. Unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung folgt noch keinem Rahmenwerk. Wir planen, zukünftig umfassender über Nachhaltigkeitsthemen im Dürr-Konzern zu informieren und einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) zu veröffentlichen.
2.7 - AKTEURE UND ZUSTÄNDIGKEITEN IM BEREICH NACHHALTIGKEIT
Wesentlichkeitsanalyse
Im Jahr 2017 haben wir in internen Workshops diverse nichtfinanzielle Themen analysiert und sieben für uns wesentliche Themen identifiziert:
― Innovation
― Compliance/Anti-Korruption
― Menschenrechte
― Weiterbildung und Personalentwicklung
― Arbeitssicherheit
― Mitarbeiterzufriedenheit/-bindung
― Mitarbeiterrekrutierung
Wir überprüfen die wesentlichen Themen in regelmäßigem Austausch mit den Fachbereichen des Konzerns. Dabei betrachten wir einerseits die Relevanz der Themen für unser Geschäft und beurteilen andererseits die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Themen. Das im CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) geforderte Thema Umwelt beurteilen wir nach unserer Überprüfung nach wie vor als nicht wesentlich. Dies bezieht sich sowohl auf die Relevanz von Umweltaspekten für unsere Tätigkeit als auch auf die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit sowie unserer Lieferkette auf die Umwelt. Unsere Kernkompetenzen sind Engineering (-> Seite 200), Konstruktion, Planung und Auftragsabwicklung, diese Prozesse gehen mit relativ geringen Umweltbelastungen einher. Dagegen ist die Wertschöpfung durch Produktionsprozesse, die üblicherweise höhere Belastungen nach sich zieht, verhältnismäßig gering. Den Aspekt Sozialbelange stufen wir ebenfalls als nicht wesentlich ein.
NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG
Die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß § 315b Abs. 1 HGB ist integrierter Bestandteil des Lageberichts und verteilt sich auf mehrere seiner Kapitel. Der nachfolgende Index (Tabelle 2.8) zeigt, in welchen Kapiteln Informationen zu den für uns wesentlichen nichtfinanziellen Themen zu finden sind. Die Inhalte der nichtfinanziellen Konzernerklärung sind in den jeweiligen Kapiteln mit einem Strich am Spaltenrand und der Abkürzung NFE gekennzeichnet. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung war nicht Gegenstand der Jahres- und Konzernabschlussprüfung der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat aber im Auftrag der Dürr AG eine Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) nach dem Prüfungsstandard ISAE 3000 (revised) vorgenommen.
2.8 - INDEX NICHTFINANZIELLE THEMEN
| Angaben gemäß CSR-RUG1 (§ 315c HGB) | Kapitel/Unterkapitel/Abschnitt |
|---|---|
| Geschäftsmodell | ■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/Profil ■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/ Organisatorische Struktur des Konzerns ■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/ Geschäftsmodell |
| Risiken in Bezug auf wesentliche nichtfinanzielle Themen | ■ Risiko-, Chancen- und Prognosebericht/ Risiken/Risiken in Bezug auf wesentliche nichtfinanzielle Themen |
| WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE ASPEKTE | scroll Bekämpfung von Korruption und Bestechung • Nachhaltigkeit/Integrität Achtung der Menschenrechte • Nachhaltigkeit/Integrität Arbeitnehmerbelange • Nachhaltigkeit/Mitarbeiter • Personalentwicklung und Weiterbildung • Arbeitssicherheit • Mitarbeiterzufriedenheit/-bindung • Mitarbeiterrekrutierung Innovation • Grundlagen/Forschung und Entwicklung |
| SONSTIGE NICHTFINANZIELLE THEMEN | scroll Arbeitnehmerbelange • Nachhaltigkeit/Mitarbeiter • Mitarbeitergesundheit Umweltbelange • Nachhaltigkeit/Umwelt Sozialbelange • Nachhaltigkeit/Gesellschaftliches Engagement |
1 CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz
Integrität
Die Unternehmenswerte des Dürr-Konzerns lauten:
― Kundenorientiert Wert schaffen
― Unternehmerisch denken und handeln
― Innovation und Spitzentechnologie vorantreiben
― Nachhaltig handeln
― Vielfalt schätzen
Diese fünf Werte bilden die Grundlage für die Beziehungen zu unseren Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Aktionären. Sie liegen unserem Verhaltenskodex zugrunde, der in zehn Sprachen vorliegt. Er postuliert ethisch korrektes Verhalten und enthält Grundsätze zur sozialen Verantwortung und zum Umgang mit Geschäftspartnern, Wettbewerbern und Kollegen. Die Sorgfaltspflicht, die wir intern voraussetzen, erwarten wir auch von unseren Lieferanten. Dieser Anspruch ist im Verhaltenskodex für Lieferanten festgehalten, der seit dem Jahr 2019 verbindlicher Bestandteil unserer Verträge mit Lieferanten ist.
COMPLIANCE/ANTI-KORRUPTION
Unser Compliance-Management-System (CMS) gibt den Handlungsrahmen vor, damit im täglichen Geschäftsbetrieb alle Aktivitäten gesetzeskonform und in Einklang mit internen Richtlinien wahrgenommen werden können. Eine konzernweite Compliance-Organisationsanweisung definiert Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen. Zentrales Organ ist das Corporate Compliance Board, das unter anderem für die Ausgestaltung und Fortentwicklung des Compliance-Management-Systems verantwortlich ist. In den Konzerngesellschaften unterstützen lokale Compliance Manager die Mitarbeiter bei der Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Der Corporate Compliance Officer ist Ansprechpartner bei möglichen Compliance-Verstößen und unterrichtet den Vorstandsvorsitzenden und das Corporate Compliance Board bei konkreten Verdachtsmomenten. Weitere Schritte prüft das Gremium einzelfallabhängig.
2.9 - COMPLIANCE-MANAGEMENT-STRUKTUR
Mit regelmäßigen Compliance-Schulungen, die unter anderem das Thema Korruption behandeln, informieren und sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter. Beruflich besonders exponierte Mitarbeiter sind zusätzlich verpflichtet, Vertiefungsschulungen zum Thema Korruption und fairer Wettbewerb zu absolvieren. Unsere konzernweite Anti-Korruption-Organisationsanweisung gibt Mitarbeitern klare Verhaltensregeln im Umgang mit Geschäftspartnern und bei Interessenkonflikten an die Hand. Im Jahr 2019 haben wir konzernweit ein verpflichtendes Compliance-Onlinetraining durchgeführt. Es besteht aus einer Grundlagenschulung und aus alle zwei Jahre stattfindenden Auffrischungskursen. Diejenigen Mitarbeiter der Teilkonzerne Dürr Systems und Schenck, die bereits in den Vorjahren eine Compliance-Grundlagenschulung erhalten hatten, absolvierten nun den Auffrischungskurs; alle anderen die Grundlagenschulung. Für die HOMAG-Mitarbeiter war das Training neu, sie nahmen ebenfalls am Grundlagentraining teil. In unserer Mitarbeiterumfrage vom Herbst 2019 gaben rund 90 % der Teilnehmer an, zu Compliance-Themen umfassend informiert zu sein. Unser Ziel ist, Bestechung und Bestechlichkeit von Grund auf zu vermeiden. In den Jahren 2019 und 2018 wurden keine Korruptionsfälle identifiziert.
MENSCHENRECHTE
Unser Ziel ist, dass es weder im Dürr-Konzern noch bei unseren Lieferanten zu Menschenrechtsverletzungen kommt. In unserem Verhaltenskodex haben wir uns zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Wir akzeptieren keine Kinder- und Zwangsarbeit, stehen ein für Chancengleichheit und dulden keinerlei Diskriminierung. Bei Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen jeglicher Art prüfen wir dies mithilfe des beschriebenen Compliance-Prozesses. Im Jahr 2019 haben wir systematische Schritte eingeleitet, um insbesondere Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette zu vermeiden. Die von uns benötigten Beschaffungsgüter und Rohstoffe kaufen wir global ein. Vor allem in der Fertigung delegieren wir viele Arbeiten an Zulieferer.# 2. MITARBEITER UND SOZIALES
Darum berücksichtigen wir im Teilkonzern Dürr Systems bereits bei der Lieferantenauswahl den Umgang mit Arbeitnehmer- und Menschenrechten. Bei Dürr Systems überprüfen wir die in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten geforderte Einhaltung der Menschenrechte, indem wir seit dem Jahr 2019 Kriterien zu Arbeitnehmer- und Menschenrechten in unsere Lieferantenaudits einbeziehen. Wir planen, dieses Konzept zukünftig auch in weiteren Konzerngesellschaften einzuführen.
Mitarbeiter
Zum Jahresende 2019 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Konzern um 1,1% auf 16.493 Beschäftigte (31.12.2018: 16.312). In Polen und Indien haben wir unsere Kapazitäten für konzerninterne Engineering-Dienstleistungen aufgestockt. Um auf kurzfristige Marktveränderungen und Auslastungsschwankungen reagieren zu können, beschäftigen wir externe Mitarbeiter. Am Jahresende 2019 waren 1.250 externe Mitarbeiter für den Konzern aktiv, dies entspricht 7,6% der Stammbelegschaft. Die Hälfte unserer Mitarbeiter beschäftigen wir in Deutschland, auf Rang zwei der mitarbeiterstärksten Länder folgt China mit knapp 2.100 Mitarbeitern und rund 320 Externen. Die Gesellschaften in den USA und Polen stellen jeweils knapp 10 % der Konzernbelegschaft. In den Emerging Markets wuchs die Mitarbeiterzahl um 2,9 % auf 5.290 Personen, was einem Anteil von 32,1 % entspricht.
2.10 - Mitarbeiter nach Divisions (31.12.)
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 3.634 | 3.472 | 3.457 |
| Application Technology | 2.306 | 2.246 | 2.063 |
| Clean Technology Systems | 1.418 | 1.472 | 603 |
| Measuring and Process Systems | 2.293 | 2.279 | 2.279 |
| Woodworking Machinery and Systems | 6.569 | 6.593 | 6.371 |
| Corporate Center | 273 | 250 | 201 |
| Gesamt | 16.493 | 16.312 | 14.974 |
2.11 - Mitarbeiter nach Regionen (31.12.)
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 8.181 | 8.152 | 7.830 |
| Sonstige europäische Länder | 2.617 | 2.567 | 2.361 |
| Nord-/Zentralamerika | 2.028 | 2.027 | 1.394 |
| Südamerika | 354 | 341 | 313 |
| Asien, Afrika, Australien | 3.313 | 3.225 | 3.076 |
| Gesamt | 16.493 | 16.312 | 14.974 |
2.12 - Kennzahlen Soziales
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) | 16.493 | 16.312 | 14.974 |
| davon Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (31.12.) | 450 | 431 | 420 |
| Anteil weiblicher Mitarbeiter (31.12.) (%) | 16 | 16 | 16 |
| Teilzeitarbeitnehmer (31.12.) | 598 | 507 | 499 |
| Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) | 11 | 11 | 11 |
| Fluktuation (%) | 8,2 | 9,3 | 7,7 |
UNSERE BELEGSCHAFT
Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt. Deutschland weist mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren die älteste Belegschaft auf. China und Indien haben die jüngsten Belegschaften, rund die Hälfte der Mitarbeiter sind dort unter 35 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter ist in China mit 21% am höchsten, im Konzern beträgt er 16 %. Durch die Beteiligung an Initiativen wie dem Girls' Day wollen wir junge Frauen insbesondere für die technischen Ausbildungsberufe und Dualen Studiengänge gewinnen. Außerdem schaffen wir im gesamten Unternehmen Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten.
47% unserer Mitarbeiter sind Akademiker, weitere 50% haben eine nichtakademische Ausbildung. Im Engineering-Bereich sind mehr als 2.100 Mitarbeiter tätig, 730 Beschäftigte sind für das Projektmanagement zuständig - diese beiden Bereiche sind für unser Geschäft besonders relevant. Die größte Funktionsgruppe bilden die Mitarbeiter in Montage und Fertigung mit einem Anteil von 31 %. Weitere Personalkennzahlen finden Sie in Tabelle 2.12.
Die Vielfalt unserer Mitarbeiter hat prägenden Einfluss auf unsere Unternehmenskultur. Zu ihr gehört ein wertschätzender Umgang miteinander - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Kultur und Alter. Gemäß unserem Verhaltenskodex hat jeder Mitarbeiter das Recht auf faire Behandlung, Höflichkeit und Respekt.
Personalentwicklung und Weiterbildung
Als Engineering-Unternehmen müssen wir mit der digitalen Transformation und anderen technologischen Entwicklungen Schritt halten. Daher sind gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte essenziell für den Unternehmenserfolg. Mit unseren Programmen für Personalentwicklung und Weiterbildung wollen wir:
- die Mitarbeiter optimal auf neue Aufgaben vorbereiten, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung
- die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Führungskräfte sicherstellen
- den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen fördern
Der Bereich Corporate Human Resources trägt die Gesamtverantwortung für Personalthemen im Konzern und ist dem Vorstandsvorsitzenden zugeordnet. Die Abteilung Corporate People Development ist Teil von Corporate Human Resources und für Personalentwicklungsmaßnahmen und Weiterbildung zuständig.
Der konzernweite, softwaregestützte Prozess "People Development" hilft uns, potenzielle Führungs- und talentierte Nachwuchskräfte in der Belegschaft zu identifizieren, zu entwickeln, zu binden und bestmöglich einzusetzen. Bei jährlichen People-Development-Konferenzen tauschen sich Personalentwickler und Führungskräfte über die Förderung von Potenzialträgern und interne Nachfolgelösungen aus. Im Jahr 2019 haben wir den Prozess in allen drei Teilkonzernen (Dürr Systems, Schenck und HOMAG) durchgeführt und 44 Potenzialträger festgestellt. Ein weiteres Thema war die Identifikation von Schlüsselpositionen im Konzern.
Als zentrales Forum für die Weiterbildung haben wir 2019 die Dürr Group Academy ins Leben gerufen. Die Online-Trainingsplattform löst das bisherige System ab, bündelt die Weiterbildungsaktivitäten aller Konzerngesellschaften und steht in zwölf Sprachen zur Verfügung. Damit sind sämtliche intern organisierten Trainingsangebote für die meisten Mitarbeiter online abrufbar, und Schulungsunterlagen können in einer personalisierten Mediathek gespeichert werden. Neben Onlinetrainings führen wir Präsenzschulungen und Seminare durch. Dabei setzen wir im Sinne einer praxisnahen Wissensvermittlung auch interne Fachtrainer ein.
Im Jahr 2019 ist die Anzahl der Teilnahmen an Präsenzschulungen konzernweilt auf knapp 12.300 gesunken (Vorjahr: rund 14.500), da wir einige Weiterbildungsmaßnahmen mit Blick auf das schwierige Marktumfeld und die Kostensituation vorübergehend zurückgestellt haben. Die Teilnahmequote betrug 0,7 Schulungen pro Mitarbeiter (Vorjahr: 0,9). Auf Schulungen zur Fortentwicklung fachlicher Qualifikationen entfiel knapp die Hälfte aller Teilnahmen. Dazu zählen etwa Trainings zu IT und Digitalisierung sowie technischem und kaufmännischem Fachwissen. Im Bereich Digitalisierung bieten wir Trainings und Webinare, die Vertriebs- und Service-Mitarbeitern das nötige Wissen über neue Applikationen vermitteln.
Unsere international besetzten Corporate Trainings haben wir fortgeführt. Insgesamt 1.454 Mitarbeiter haben im Jahr 2019 daran teilgenommen (Vorjahr: 1.228). Die Themenschwerpunkte waren Führung, Vertrieb und Projektmanagement sowie technisches und kaufmännisches Wissen. Als Teil der Corporate Trainings bieten wir spezielle Qualifizierungsprogramme für Führungskräfte an: "Fit for Leadership" für Nachwuchsführungskräfte und das "Advanced Leadership Program" für erfahrene Manager. Beide Veranstaltungsreihen basieren auf dem Führungskompetenzmodell des Dürr-Konzerns und richten sich an einen internationalen Teilnehmerkreis aus verschiedenen Divisions. Bei "Fit for Leadership" nahmen im Jahr 2019 358 Personen teil (Vorjahr: 584), beim "Advanced Leadership Program" waren es 223 (Vorjahr: 288). Das speziell für Projektmanager entwickelte "Leadership Project Management Training" wurde 2019 von 64 Teilnehmern besucht (Vorjahr: 109). Maßgeblich für die sinkenden Teilnehmerzahlen im Jahr 2019 war, dass die Trainings bereits seit 2016 durchgeführt werden und viele zur Zielgruppe gehörende Führungskräfte sie bereits absolviert haben.
Arbeitssicherheit und Gesundheit (Health & Safety)
Die Geschäftsmodelle unserer Divisions bergen diverse Sicherheitsrisiken, die wir mit Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz minimieren wollen. Die entsprechenden Anweisungen und Anforderungen in puncto Arbeitssicherheit und Unfallprävention sind in konzernweiten sowie teilkonzernspezifischen Health & Safety-Richtlinien enthalten. Für die Weiterentwicklung der Richtlinien und ihre globale Umsetzung sind Cross Functional Teams verantwortlich. Alle Konzerngesellschaften verfügen über lokale Health & Safety-Manager, die unsere Standards und Prozesse für Arbeitssicherheit und Gesundheit vor Ort umsetzen. Regelmäßige interne Audits sollen sicherstellen, dass die Richtlinien und Prozesse im Bereich Arbeitsschutz an den Standorten eingehalten werden.
Unsere Health & Safety-Konzernstrategie "Striving for Excellence in Safety" hat zum Ziel, die Unversehrtheit eigener und externer Mitarbeiter zu gewährleisten und ihnen ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Dazu tragen insbesondere Präventivmaßnahmen bei, zum Beispiel regelmäßige Schulungen und eine stetige Kommunikation über sicherheitsrelevante Themen. Im Jahr 2019 haben wir erstmals ein für alle Konzernmitarbeiter verpflichtendes Online-Sicherheitstraining durchgeführt. Es ersetzt oder ergänzt die standortspezifischen Sicherheitsunterweisungen und wird regelmäßig wiederholt. Mitarbeiter, die besonderen Risiken ausgesetzt sind, erhalten zusätzlich Vertiefungsschulungen. Bei Notfällen auf Reisen unterstützt ein professionelles Notfallmanagement unsere Mitarbeiter. Quartalsweise erscheinende Mitarbeiterinformationen fördern die Sensibilität für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Unser konzernweites Health & Safety Reporting unterstützt das Management bei der Unfallanalyse und dient als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen.
Über die Unfallprävention hinaus sorgen wir für die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Vorrangig an den deutschen Standorten veranstalten wir Gesundheitstage und bieten zahlreiche Fitnessangebote und gesundheitsfördernde Maßnahmen an. Die konzernweite Krankenquote lag im Jahr 2019 bei 3,1 % (Vorjahr: 3,2 %).
2.13 - Kennzahlen Arbeitssicherheit
| 2019 | 2018¹ | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Arbeitsunfälle ² pro Tsd. |
Mitarbeiter (inklusive externer Mitarbeiter, ohne Wegeunfälle) 14,1 14,8 12,7
Arbeitsunfälle pro 100 Tsd. geleisteter Arbeitsstunden (inklusive externer Mitarbeiter, ohne Wegeunfälle) 0,7 0,7 0,6
Arbeitsunfälle mit Todesfolge (inklusive externer Mitarbeiter) 0 0 0
1 Zahlen ohne Megtec/Universal
2 Ein Arbeitsunfall ist ein Vorfall, der mindestens eine ärztliche Behandlung erfordert.
MITARBEITERZUFRIEDENHEIT/-BINDUNG
Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind maßgeblich für unseren Unternehmenserfolg. Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber und fördern die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter durch diverse Leistungen und Angebote. Dazu zählen eine leistungsgerechte Vergütung, Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sowie Modelle flexibler Arbeitszeiten und Präsenzregelungen, mit denen wir den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht werden wollen. Auch Angebote in den Bereichen WorkLife-Balance, Sport, Gesundheit und Kultur sollen zur Zufriedenheit beitragen.
Unsere Mitarbeiterbefragungen, die wir alle drei Jahre durchführen, helfen uns, die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen. Bei der jüngsten Befragung im Herbst 2019, die von einem externen Dienstleister durchgeführt wurde, war die Beteiligungsquote mit 82 % höher als bei den vorangegangenen Umfragen (2016: 77 %). Das gute Gesamtergebnis hat sich -auf vergleichbarer Basis -gegenüber dem Jahr 2016 nochmals um 2 Prozentpunkte verbessert. Besonders hohe Zustimmungswerte erhielten die Aussagen zu Engagement, Spaß an der Arbeit und Stolz auf das Unternehmen. Gegenüber einer Vergleichsgruppe anderer Industrieunternehmen erzielten wir bei der Mehrheit der Fragen bessere Ergebnisse. Handlungsbedarf besteht besonders bei der Vermittlung der Unternehmensstrategie, der Gestaltung der Arbeitsprozesse und den Entwicklungsmöglichkeiten. Für diese Themen entwickeln wir konzernweite Verbesserungsmaßnahmen.
MITARBEITERREKRUTIERUNG
Das Hauptziel unserer Rekrutierungsarbeit ist es, Stellen zeitnah mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Im Jahr 2019 konnten wir konzernweit rund 1.300 neue Mitarbeiter einstellen (Vorjahr: knapp 1.700). Bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter stehen vor allem hoch qualifizierte Experten und Digitalspezialisten im Fokus. Bei dieser Herausforderung wollen wir unser attraktives Arbeitgeberprofil nutzen und von unserer Reputation als innovatives und digitalaffines Unternehmen profitieren.
Für das Personal- und Hochschulmarketing ist die Abteilung Corporate People Development zuständig. Sie verantwortet die Employer-Branding-Kampagne "PURE PASSIONEERING" für die Arbeitgebermarken Dürr, Schenck und HOMAG. Die Kampagne visualisiert unsere Leidenschaft für innovative Technologien und spricht gezielt Software- und Digitalisierungsspezialisten an. Um geeignete Mitarbeiter aus dieser umkämpften Zielgruppe zu gewinnen, setzen wir vermehrt auf vorhandene Kontakte und nehmen an innovativen Rekrutierungsevents wie zum Beispiel e-fellows teil.
Im Jahr 2019 haben wir auf 74 Hochschul- und Recruiting-Messen weltweit Kontakte zu Absolventen und Professionals hergestellt. Durch Angebote für Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten fördern wir den akademischen Nachwuchs. Im Zuge dessen haben 2019 351 angehende Berufseinsteiger erste Praxiserfahrungen in unserem Unternehmen gesammelt. Neben klassischen Stellenausschreibungen auf Karriereseiten und in Stellenbörsen präsentieren wir uns dem Arbeitsmarkt verstärkt in sozialen Medien wie Twitter, Instagram, Facebook und Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing.
Unabhängige Auszeichnungen und Rankings sprechen für unsere Arbeitgeberattraktivität:
- Kununu Top & Open Company: Auf der Bewertungsplattform Kununu erreichen wir eine Durchschnittsnote von 3,95 (mögliche Bestnote: 5) und liegen damit deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,42.
- FOCUS Beste Arbeitgeber: In der Arbeitgeberrangliste der Zeitschrift FOCUS liegt Dürr Systems auf Platz 30 und HOMAG auf Platz 27 unter 90 bewerteten Maschinen- und Anlagenbauern.
- Bester Ausbilder: Bei einer Studie des Wirtschaftsmagazins Capital erhielten Dürr Systems und HOMAG die Höchstnote von fünf Sternen für ihr Ausbildungsangebot. Schenck RoTec erhielt mit vier Sternen ebenfalls eine gute Bewertung.
- Fair Company: Dieses Siegel bestätigt, dass wir keine Absolventen als Praktikanten einstellen und dass Praktikanten eine angemessene Vergütung erhalten.
- Erfolgsfaktor Familie: Wir bekennen uns zu einer familienbewussten Personalpolitik.
- Ausgezeichnetes Trainee-Programm: Diese Auszeichnung attestiert, dass unser Dürr Graduate Program karrierefördernd und fair ist.
AUSBILDUNG
Mit Angeboten für Ausbildung und Studium fördern wir den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen. Junge Menschen können bei uns aus vierzehn kaufmännischen und gewerblich-technischen Ausbildungsberufen sowie zehn Studienfächern in den Bereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft und Informatik wählen. Im Jahr 2019 beschäftigten wir 450 Auszubildende sowie Studierende im Dualen Studium und im Studium plus (Vorjahr: 431). 66 % von ihnen entfielen auf die HOMAG Group. Mit unserem Dürr Graduate Program ermöglichen wir herausragenden Hochschulabsolventen den Einstieg in eine aussichtsreiche Fach- oder Führungslaufbahn, beispielsweise in den Fachrichtungen Technology & Innovation, Software Engineering & IIoT oder Project Management.
Umwelt
Zu nachhaltigem Handeln gehört auch die Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Dabei betrachten wir den ökologischen Fußabdruck unserer eigenen Aktivitäten und unserer Lieferkette sowie die Umweltauswirkungen unserer Produkte. Als Engineering-Unternehmen mit niedriger Fertigungstiefe haben wir einen geringen Energie-, Material- und Ressourcenverbrauch sowie ein geringes Abfallaufkommen. In der Lieferkette sind die ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit dagegen wesentlich größer. Diesen Aspekt berücksichtigen wir im Einkaufsprozess mithilfe von Lieferantenbewertungen und -audits.
Wir wollen die mit dem Einsatz unserer Produkte entstehenden Umweltbelastungen und den damit verbundenen Ressourcen- und Energieverbrauch verringern. Zu diesem Zweck entwickeln wir effiziente und umweltschonende Technologien. Informationen dazu finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung".
Die ökologischen Auswirkungen unserer unmittelbaren Geschäftstätigkeit werden wir zukünftig gezielter überwachen und daraus Verbesserungsmaßnahmen ableiten. Dafür ist eine konzernweite Umwelt-Policy vorgesehen. Sie wird unser Verständnis für ökologisch nachhaltiges Wirtschaften und unsere Bestrebungen in diesem Bereich beschreiben und soll helfen, die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten zu reduzieren, beispielsweise durch weniger Energie- und Wasserverbrauch und Abfallvermeidung. Die Umwelt-Policy wird einen Handlungsrahmen vorgeben, die Hauptverantwortung für Umweltbelange wird weiterhin bei der jeweiligen Standortleitung liegen.
Wir messen kontinuierlich unseren Energie- und Ressourcenverbrauch und die im Dürr-Konzern erzeugten Emissionen. Wo wirtschaftlich sinnvoll, setzen wir Maßnahmen zur Reduktion um. Gegenüber dem Jahr 2018 haben sich unsere Ökologiekennzahlen im Verhältnis zum Umsatz größtenteils verschlechtert. Das hängt mit der Akquisition der Megtec/Universal-Gruppe zusammen, die vergleichsweise alte Produktionsanlagen einsetzt.
Ein Großteil unserer Produktionsgesellschaften ist bereits nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert. Zukünftig sollen sich alle Produktions- und Montagestandorte sowie alle Standorte mit Technologiezentren danach zertifizieren lassen. Elf Standorte der HOMAG Group verfügen über ein zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001. Etliche Standorte führen Energie- und Qualitätsaudits durch. Eine Übersicht der Zertifizierungen findet sich auf www.durr-group.com im Bereich Unternehmen/Nachhaltigkeit/Zertifikate.
2.14 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (ABSOLUT)
| 2019 | 2018¹ | 2017² | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Standorte | 112 | 108 | 92 |
| davon mit Qualitätsmanagementzertifikat nach ISO 9001³ | 46 | 41 | 41 |
| davon mit Umweltmanagementzertifikat nach ISO 14001³ | 16 | 14 | 14 |
| davon mit Energiemanagementzertifikat nach ISO 50001³ | 11 | 10 | 10 |
| Verbrauch Strom (MWh) | 63.144 | 55.980 | 57.080 |
| Gas/Öl/Fernwärme (MWh) | 69.609 | 62.813 | 67.736 |
| Wasser (m³) | 201.979 | 201.279 | 208.362 |
| Abwasseraufkommen (m³) | 191.388 | 188.329 | 192.099 |
| Abfall (t) | 12.235 | 10.574 | 10.508 |
| davon wiederverwertet (t) | 8.838 | 8.457 | 8.664 |
| Emissionen CO2 (t) | 67.191 | 61.224 | 62.590 |
| davon auf Fuhrpark entfallend (t) | 12.601 | 12.586 | 12.185 |
| SO2 (t) | 33 | 29 | 30 |
| NOx (t) | 50 | 44 | 46 |
1 Kennzahlen für 2018 ohne Megtec/Universal. Bei der Anzahl der Standorte wurde Megtec/Universal berücksichtigt.
2 Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in den Ökologiekennzahlen für 2017 nicht mehr berücksichtigt.
3 Standorte, die von mehreren Dürr-Gesellschaften genutzt werden, verfügen zum Teil über mehrere Zertifikate.
2.15 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (INDEXIERT)
| 2019 | 2018¹ | 2017² | |
|---|---|---|---|
| Verbrauch Strom | 72,3 | 64,9 | 68,9 |
| Gas/Öl/Fernwärme | 53,7 | 49,1 | 55,2 |
| Wasser | 84,5 | 85,3 | 92,0 |
| Abwasseraufkommen | 90,3 | 90,0 | 95,6 |
| Abfall | 136,0 | 119,1 | 123,3 |
| Abfall wiederverwertet | 128,8 | 124,8 | 133,2 |
| Emissionen CO2 | 71,9 | 66,4 | 70,7 |
| CO2 auf Fuhrpark entfallend | 118,5 | 120,0 | 121,0 |
| SO2 | 71,3 | 64,0 | 68,1 |
| NOx | 66,8 | 60,3 | 65,1 |
2010 = 100; im Verhältnis zum Umsatz
1 Kennzahlen für 2018 ohne Megtec/Universal
2 Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in den Ökologiekennzahlen für 2017 nicht mehr berücksichtigt.
Gesellschaftliches Engagement
Das gesellschaftliche Engagement des Dürr-Konzerns ist vielfältig und umfasst zum Beispiel Spenden und Förderungen. Unsere Förderschwerpunkte sind:
- Bildung: Ausbildung, Technik und Wissenschaft, Universitäten, Schulen, Kindergärten
- Sport: Breiten-, Jugend- und Behindertensport
- Soziales: humanitär-karitative Projekte
- Kultur: Kulturkreise, Fördervereine, Stifterverbände
Vorrangig findet unser soziales Engagement im lokalen Umfeld unserer Standorte statt.Am Hauptstandort Bietigheim-Bissingen fördern wir diverse Bildungs- und soziale Einrichtungen. Beispiele sind die Bürgerstiftung, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzt, die rhythmisch-musikalische Früherziehung in Kindertagesstätten und das Mentoring-Programm "Kinderhelden" für Kinder mit erschwerten Startbedingungen. Die HOMAG Group stellt mit der Initiative "HOMAG Cares" schon seit über zehn Jahren Sach- und Geldspenden zur Verfügung. 2019 haben wir unsere konzernweite Aktion "Spende statt Weihnachtsgeschenke" ins Leben gerufen und den Organisationen UNICEF, SOS Kinderdorf und Plan International rund 70.000 € zukommen lassen. Insgesamt haben wir 2019 0,7 Mio. € für unterschiedliche Zwecke gespendet (Vorjahr: 0,8 Mio. €).
CORPORATE GOVERNANCE
Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Regeln und Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle börsennotierter Gesellschaften. Wir befolgen alle Empfehlungen des Kodex in seiner im Berichtsjahr geltenden Fassung vom 24. April 2017. Unsere aktuelle Entsprechenserklärung datiert vom 10. Dezember 2019. Sie ist im vollständigen Wortlaut auf www.durr-group.com im Bereich Investoren/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht.
Weitere Angaben zur Unternehmensführung
Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie auf www.durr-group.de im Bereich Investoren/Corporate Governance. Der Lagebericht enthält -anders als in den Vorjahren -nur noch einen kurzen Ausschnitt aus der Erklärung zur Unternehmensführung. Damit vermeiden wir Redundanzen.
2.16 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND IM JAHR 2019
Ralf W. Dieter (Vorsitzender)
Carlo Crosetto (Finanzvorstand)
Pekka Paasivaara
Dr. Jochen Weyrauch
Divisions
- Measuring and Process Systems
- Woodworking Machinery and Systems
- Paint and Final Assembly Systems
- Application Technology
- Clean Technology Systems
Zentralfunktionen
- Unternehmenskommunikation
- Finanzen/Controlling/Internes Kontrollsystem
- Operational Excellence
- Corporate Development
- Personal (Arbeitsdirektor)
- Investor Relations
- Global IT
- Interne Revision
- Risikomanagement
- Corporate Compliance
- Recht/Patente/Versicherungen
- digital@DÜRR
- Global Sourcing Non Production Material
- Corporate Social Responsibility
Im Jahr 2019 galt die in Übersicht 2.16 dargestellte Geschäftsverteilung. Zum 1. Januar 2020 übernahm Ralf W. Dieter das Ressort Global IT; Dr. Jochen Weyrauch wurde zum gleichen Datum zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Seit dem Ausscheiden von Carlo Crosetto am 29. Februar 2020 verantwortet Herr Dieter übergangsweise auch die Ressorts des Finanzvorstands. Spätestens am 1. August 2020 wird Dietmar Heinrich in den Vorstand eintreten und die Aufgaben des Finanzvorstands übernehmen.
AKTIENBESITZ UND MANAGERS' TRANSACTIONS
Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß Artikel 19 MMVO, die sogenannten Managers' Transactions, umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht finden Sie auf www.durr-group.de unter Investoren/Corporate Governance. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 31. Dezember 2019 unverändert 0,1 % der Anteile an der Dürr AG. Die Mitglieder des Vorstands hielten zum selben Stichtag weiterhin in Summe 0,3 % der Anteile, wobei es unterjährig teilweise kleine Veränderungen beim Aktienbesitz der einzelnen Vorstandsmitglieder gab.
2.17 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND VON 1. JANUAR 2020 BIS 29. FEBRUAR 2020
Ralf W. Dieter (Vorsitzender)
Dr. Jochen Weyrauch (stellvertretender Vorsitzender)
Carlo Crosetto (Finanzvorstand)
Pekka Paasivaara
Divisions
- Measuring and Process Systems
- Paint and Final Assembly Systems
- Woodworking Machinery and Systems
- Application Technology
- Clean Technology Systems
Zentralfunktionen
- Unternehmenskommunikation
- Corporate Development
- Finanzen/Controlling/Internes Kontrollsystem
- Operational Excellence
- Personal (Arbeitsdirektor)
- Investor Relations
- Interne Revision
- Risikomanagement
- Corporate Compliance
- Recht/Patente/Versicherungen
- Global IT
- Global Sourcing Non Production Material
- digital@DÜRR
- Corporate Social Responsibility
2.18 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND SEIT 1. MÄRZ 2020
Ralf W. Dieter (Vorsitzender, kommissarischer Finanzvorstand bis 31.07.2020)
Dr. Jochen Weyrauch (stellvertretender Vorsitzender)
Dietmar Heinrich (Finanzvorstand ab spätestens 01.08.2020)
Pekka Paasivaara
Divisions
- Measuring and Process Systems
- Paint and Final Assembly Systems
- Woodworking Machinery and Systems
- Application Technology
- Clean Technology Systems
Zentralfunktionen
- Unternehmenskommunikation
- Corporate Development
- Finanzen/Controlling/Internes Kontrollsystem
- Operational Excellence
- Personal (Arbeitsdirektor)
- Corporate Sustainability
- Investor Relations
- Interne Revision
- Risikomanagement
- Corporate Compliance
- Recht/Patente/Versicherungen
- Global IT
- Global Sourcing Non Production Material
- digital@DÜRR
Kommissarisch: Ressorts des Finanzvorstands:
- Finanzen/Controlling/Internes Kontrollsystem
- Investor Relations
- Risikomanagement
- Recht/Patente/Versicherungen
- Global Sourcing Non Production Material
GESETZ FÜR DIE GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN
Die Anforderungen aus dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir wie folgt erfüllt:
- Dem Aufsichtsrat der Dürr AG gehören seit den Wahlen im Jahr 2016 vier weibliche Mitglieder an. Dies entspricht einem Frauenanteil von 33 %, damit ist die gesetzliche Mindestquote von 30 % erfüllt.
- Der Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG beträgt 0 %, eine Erhöhung ist bis zum 30. Juni 2022 nicht vorgesehen.
- In der obersten Managementebene der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 0%, in der zweiten Managementebene waren es zum 31. Dezember 2019 29 %. Als Zielgrößen wurden für die erste Managementebene 0% und für die zweite Ebene 20% festgelegt. Für beide Zielgrößen endet die Erreichungsfrist am 30. Juni 2022.
DIVERSITÄT
Diversität gehört zu den fünf Grundwerten unseres Führungskompetenzmodells. Jede Form von Diskriminierung ist im Dürr-Konzern tabu, sei es wegen Geschlecht, Alter, Religion, Krankheit, Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder aus anderen Gründen. Bei der Besetzung von Stellen achten wir auf Vielfalt und Chancengleichheit. Flexible Arbeitszeitmodelle, die individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen, fördern die Chancengleichheit. Mit Blick auf den internationalen Charakter unseres Geschäfts sind interkulturelle Vielfalt und Toleranz wichtige Werte im Dürr-Konzern. Bei der Bestellung der Vorstandsmitglieder achtet der Aufsichtsrat vor allem auf fachliche und soziale Kompetenz sowie auf langjährige Erfahrung in vergleichbaren Positionen, in unserer Branche und im internationalen Umfeld. Hinzu kommen die charakterliche Eignung und ein angemessener Bildungshintergrund (Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss). Es ist nicht entscheidend, ob ein Kandidat männlich oder weiblich ist. Mit Blick auf eine ausgewogene Altersstruktur besteht für Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine Altersgrenze von 63 Jahren.
ANGABEN GEMÄSS §§ 289A ABS. 1 UND 315A ABS. 1 HGB
-
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 69.202.080 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. -
Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen
Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 44 Abs. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkonflikten). -
Beteiligungen, die 10 % überschreiten
Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, ist mit 25,6 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin (3,5 %), kontrolliert die Familie Dürr 29,1% der Aktien (Stand: 31. Dezember 2019). -
Aktien mit Sonderrechten
Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen. -
Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. -
Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann. -
Bestimmungen zur Änderung der Satzung
Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und -soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist -mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern.# ― Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter -" Textziffer 26 im Anhang zum Konzernabschluss.
― Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots
Anleihe: § 7 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Fall eines Rückzahlungsereignisses die vorzeitige Rückzahlung ihrer Anleihe von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 100 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Rückzahlungsereignis tritt ein, wenn kumulativ ein Kontrollwechsel und ein Ratingereignis vorliegen. Ein Kontrollwechsel bedeutet hierbei (a), dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist oder (b) dass wir sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögenswerte der Dürr AG an Dritte (außer einer Tochtergesellschaft der Dürr AG) veräußern oder anderweitig abgeben werden. Ein Ratingereignis liegt in den folgenden Fällen vor:
1. Die Anleihe weist kein Rating auf und keine Ratingagentur vergibt binnen 90 Tagen nach Eintritt des Kontrollwechsels ein Investmentgrade-Rating für die Anleihe.
2. Die Anleihe verfügt zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels über ein Rating und am Ende einer 90-Tage-Periode nach dem Kontrollwechsel stellt dieses Rating kein Investmentgrade-Rating dar oder wurde entzogen.
Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber.
Schuldscheindarlehen: Die Vertragsbedingungen unserer Schuldscheindarlehen beinhalten das Recht der Darlehensgeber, im Fall eines Kontrollwechsels die Rückzahlung des Schuldscheins zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, sofern eine Person oder eine Mehrzahl von Personen, die gemeinsam handeln, die Mehrheit der Anteile hält, die Mehrheit der Stimmrechte und/oder den Geschäftsgang der Gesellschaft bestimmen kann und/oder die Mehrheit der Mitglieder des Vorstands bestimmen kann. Die Darlehensgeberin des Schuldscheins kann innerhalb von 30 Tagen nach Mitteilung des Kontrollwechsels durch die Darlehensnehmerin die Rückzahlung verlangen. Die Rückzahlung erfolgt zum nächsten Zinszahlungstermin.
Syndizierter Kredit: Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem kann jeder Kreditgeber seine gewährten Kreditzusagen kündigen, was dazu führen könnte, dass der syndizierte Kredit teilweise oder sogar insgesamt zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden. Ein Kontrollwechsel tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte an der Dürr AG von einer oder mehreren Personen, die sich über die Ausübung von Stimmrechten verständigen oder mit dem Ziel einer dauerhaften und erheblichen Änderung der unternehmerischen Ausrichtung der Dürr AG in sonstiger Weise zusammenwirken, gehalten oder kontrolliert werden.
― Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten
Der Dienstvertrag eines Vorstandsmitglieds enthält eine Regelung für den Fall einer Übernahme. Bei Eintritt eines Kontrollwechselfalls gewährt diese eine zeitlich befristete Option auf Eigenkündigung des Vertrags mit Kapitalisierung aller vertraglichen Entgeltbestandteile sowie der betrieblichen Altersvorsorge als Abfindung. Diese Abfindung ist beschränkt auf maximal drei Jahresfestgehälter (Grundvergütung), die Abfindung des Short Term Incentive und der Altersvorsorge auf das jeweils laufende Geschäftsjahr und die beiden folgenden Geschäftsjahre. In allen Fällen bemisst sich die Abfindung höchstens an der Restlaufzeit des Dienstvertrags. Auch bereits gewährte Long-Term-Incentive-Bestandteile werden abgefunden.
Vergütungsbericht 2019
Neben den folgenden Angaben sind die Informationen unter -" Textziffer 42 des Anhangs zum Konzernabschluss Bestandteil des Vergütungsberichts.
NEBENTÄTIGKEITEN
Die Mitglieder des Vorstands üben außer den Mandaten, die unter -> Textziffer 42 des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen den Vorstandsmitgliedern und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse.
REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG
Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und arbeitet gegebenenfalls Vorschläge zur Weiterentwicklung aus. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Empfehlungen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird anhand mehrerer Kriterien beurteilt. Dazu gehören die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Außerdem verfolgt der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Branchenunternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft des Konzerns entwickelt. Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010. Alle Vorstandsverträge enthalten Short Term und Long Term Incentives (einjährige und mehrjährige variable Vergütung), Höchstgrenzen (Caps) und einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung).
BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS
Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen die Grundvergütung (Festvergütung), die in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die Nebenleistungen. Letztere umfassen zum Beispiel die Dienstwagennutzung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus den Short Term und Long Term Incentives zusammen; ferner sind Sondervergütungen möglich.
Das Short Term Incentive (STI) ergibt sich aus der Multiplikation des um 100 Mio. € reduzierten Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) mit einem individuell festgelegten Faktor. Bei Ralf W. Dieter beträgt der individuelle Faktor 0,01, bei Carlo Crosetto 0,004 und bei Pekka Paasivaara sowie Dr. Jochen Weyrauch jeweils 0,005. Die STI-Vergütung darf eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten; zudem wird sie erst gewährt, wenn das EBT des Konzerns die Mindestgröße von 100 Mio. € überschreitet. Weitere Informationen enthält Abbildung 2.20.
Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden zehn LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, sogenannte Performance Share Units. Im Jahr 2019 betrug die Anzahl der ausgegebenen Performance Share Units 50.000 für Herrn Dieter, 6.000 für Herrn Crosetto sowie jeweils 8.000 für Herrn Paasivaara und Herrn Dr. Weyrauch. Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie in Euro an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der Laufzeit der LTI-Tranche erzielte. Für die LTI-Vergütung insgesamt und für den EBIT-Multiplikator bestehen Höchstgrenzen. Der EBIT-Multiplikator erreicht seine Höchstgrenze von zwei ab einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 8 %. Bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 4 % und darunter fällt der EBIT-Multiplikator auf null, dementsprechend wird auch keine LTI-Vergütung ausgezahlt. Während der Laufzeit des LTI-Programms müssen die Teilnehmer dauerhaft eine bestimmte Anzahl von Dürr-Aktien halten, um die Performance Share Units in voller Höhe zu erhalten. Die Dürr-Aktien müssen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Herr Dieter muss 50.000 Aktien halten, bei Herrn Dr. Weyrauch und Herrn Paasivaara sind es jeweils 6.000 Aktien, bei Herrn Crosetto waren es 4.500 Aktien (Summe der zu haltenden Aktien nach der dritten LTI-Tranche). Eine beispielhafte Darstellung zur LTI-Zielerreichung finden Sie in Abbildung 2.21.
2.19 - VORSTANDSVERGÜTUNG: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN
| RALF W. DIETER | DR. JOCHEN WEYRAUCH | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Stv. Vorstandsvorsitzender | |||||
| € | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | |
| Grundvergütung (Festvergütung) | 1.000.000 | 1.000.000 | 1.000.000 | 1.000.000 | 537.500 | 550.000 |
| Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) | 42.009 | 42.542 | 42.542 | 42.542 | 23.856 | 25.589 |
| Summe | 842.009 | 1.042.542 | 1.042.542 | 1.042.542 | 561.356 | 575.589 |
| Einjährige variable Vergütung (STI) | 1.196.800 | 747.180 | 0 | 1.400.000 | 598.400 | 373.590 |
| Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) | 1.200.000 | 915.864 | 0 | 1.200.000 | 145.783 | 246.236 |
| Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 | 400.000 | - | - | - | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2017 - 2019 | 400.000 | 363.709 | 0 | 400.000 | 32.732 | 103.311 |
| Variable Vergütung LTI 2018 - 2020 | 400.000 | 254.836 | 0 | 400.000 | 113.051 | 68.064 |
| Variable Vergütung LTI 2019 - 2021 | - | 297.318 | 0 | 400.000 | - | 74.861 |
| Sonstige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 17.458 | 200.000 | 0 |
| Summe | 3.238.809 | 2.705.586 | 1.042.542 | 3.660.000 | 1.505.539 | 1.195.415 |
| Beitrag Versorgungszusage | 640.000 | 619.680 | 500.000 | 640.000 | 121.692 | 114.840 |
| Gesamtvergütung | 3.878.809 | 3.325.266 | 1.542.542 | 4.300.000 | 1.627.231 | 1.310.255 |
scroll DR. JOCHEN WEYRAUCH Stv.# VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN VORSTAND
VERGÜTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
Im Jahr 2019 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 7.106 Tsd. €. Der Hauptgrund für den Anstieg von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr (6.737 Tsd. €) ist, dass der Vorstand mit der Berufung von Herrn Paasivaara zum 1. Januar 2019 von drei auf vier Mitglieder vergrößert wurde. Davor war die Vergütung von Herrn Paasivaara in der Division Woodworking Machinery and Systems angefallen. An frühere Vorstandsmitglieder wurden im Jahr 2019 Pensionsbezüge in Höhe von 554 Tsd. € ausbezahlt (Vorjahr: 550 Tsd. €). Der in Tabelle 2.19 gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden. Der für die Vergütung des Jahres 2019 verwendete Aktienkursmultiplikator wurde anhand des durchschnittlichen Schlusskurses der Dürr-Aktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2019 ermittelt, da der durchschnittliche Schlusskurs der letzten 20 Handelstage vor der Hauptversammlung 2020 naturgemäß noch nicht vorlag.
Bei der in Tabelle 2.19 ausgewiesenen Vergütung für Herrn Crosetto ist Folgendes zu berücksichtigen: Im Zuge seines Ausscheidens aus dem Vorstand am 29. Februar 2020 wurden Herrn Crosetto vorzeitig sämtliche LTI-Bezüge ausbezahlt. Dabei wurde die Ermittlung der Parameter EBIT-Multiplikator und Aktienkursmultiplikator individuell festgelegt.
Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2016 bis 2018 erhielt Ralf W. Dieter im Jahr 2019 1.200 Tsd. €. Herrn Paasivaara und Herr Dr. Weyrauch flossen noch keine LTI-Zahlungen zu, da sie erst in den Jahren 2017 beziehungsweise 2019 in den Vorstand eingetreten sind.
CARLO CROSETTO
Finanzvorstand
| € | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung (Festvergütung) | 500.000 | 500.000 | 500.000 | 500.000 | - | 525.000 |
| Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) | 16.590 | 15.989 | 15.989 | 15.989 | - | 18.000 |
| Summe | 516.590 | 515.989 | 515.989 | 515.989 | - | 543.000 |
| Einjährige variable Vergütung (STI) | 478.720 | 298.872 | 0 | 700.000 | - | 373.590 |
| Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) | 129.203 | 377.166 | 0 | 450.000 | - | 53.377 |
| Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 | - | - | - | - | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2017 - 2019 | 44.415 | 125.722 | 0 | 150.000 | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2018 - 2020 | 84.788 | 125.722 | 0 | 150.000 | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2019 - 2021 | - | 125.722 | 0 | 150.000 | - | 53.377 |
| Sonstige variable Vergütung | 0 | 158.512 | 0 | 214.011 | - | 0 |
| Summe | 1.124.513 | 1.350.539 | 515.989 | 1.880.000 | - | 969.967 |
| Beitrag Versorgungszusage | 106.618 | 97.872 | 50.000 | 120.000 | - | 52.500 |
| Gesamtvergütung | 1.231.131 | 1.448.411 | 565.989 | 2.000.000 | - | 1.022.467 |
Der Aufsichtsrat gewährte Herrn Crosetto für das Jahr 2019 eine Sondervergütung in Höhe von 159 Tsd. €. Grund war die neue, nachhaltigkeitsorientierte Konzernrefinanzierung, die im Sommer 2019 arrangiert wurde. Darüber hinaus wurde Herrn Dieter im Jahr 2019 als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste als Vorstandsvorsitzender von der Heinz Dürr GmbH eine Zuwendung in Höhe von 15 Mio. € gewährt. Die Auszahlung erfolgt im Dezember 2020.
PEKKA PAASIVAARA
Vorstandsmitglied (Eintritt: 01.01.2019)
| € | 2019 (Min) | 2019 (Max) |
|---|---|---|
| Grundvergütung (Festvergütung) | 525.000 | 525.000 |
| Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) | 18.000 | 18.000 |
| Summe | 543.000 | 543.000 |
| Einjährige variable Vergütung (STI) | 0 | 875.000 |
| Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) | 0 | 200.000 |
| Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2017 - 2019 | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2018 - 2020 | - | - |
| Variable Vergütung LTI 2019 - 2021 | 0 | 200.000 |
| Sonstige variable Vergütung | 0 | 329.500 |
| Summe | 543.000 | 1.947.500 |
| Beitrag Versorgungszusage | 52.500 | 52.500 |
| Gesamtvergütung | 595.500 | 2.000.000 |
RALF W. DIETER
Vorstandsvorsitzender
DR. JOCHEN WEYRAUCH
Stv. Vorstandsvorsitzender
CARLO CROSETTO
Finanzvorstand
| € | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundvergütung (Festvergütung) | 800.000 | 1.000.000 | 537.500 | 550.000 | 500.000 | 500.000 |
| Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) | 42.009 | 42.542 | 23.856 | 25.589 | 16.590 | 15.989 |
| Summe | 842.009 | 1.042.542 | 561.356 | 575.589 | 516.590 | 515.989 |
| Einjährige variable Vergütung (STI) | 1.600.000 | 1.196.800 | 679.420 | 598.400 | 566.183 | 478.720 |
| Mehrjährige variable Vergütung (LTI) | 1.200.000 | 1.200.000 | - | - | - | - |
| Sonstige variable Vergütung | 0 | 0 | 200.000 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 3.642.009 | 3.439.342 | 1.440.776 | 1.173.989 | 1.082.773 | 994.709 |
| Beitrag Versorgungszusage | 640.000 | 609.680 | 85.221 | 114.840 | 78.309 | 97.872 |
| Gesamtvergütung | 4.282.009 | 4.049.022 | 1.525.997 | 1.288.829 | 1.161.082 | 1.092.581 |
PEKKA PAASIVAARA
Vorstandsmitglied (Eintritt 01.01.2019)
| € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Grundvergütung (Festvergütung) | - | 525.000 |
| Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) | - | 18.000 |
| Summe | - | 543.000 |
| Einjährige variable Vergütung (STI) | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung (LTI) | - | - |
| Sonstige variable Vergütung | - | 0 |
| Summe | - | 543.000 |
| Beitrag Versorgungszusage | - | 26.250 |
| Gesamtvergütung | - | 569.250 |
VORSTANDSVERTRÄGE
Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Der Vorstandsvertrag von Herrn Dieter endet am 30. Juni 2023. Herrn Dr. Weyrauchs Vertrag wurde im März 2019 verlängert und hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2024. Herrn Paasivaaras Vertrag hat Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2021. Der Vertrag von Herrn Crosetto, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat, ist am 29. Februar 2020 ausgelaufen. Herr Heinrich, der am 1. August 2020 oder früher als Finanzvorstand in die Dürr AG eintreten wird, hat einen Vertrag mit dreijähriger Laufzeit unterschrieben. Bitte beachten Sie auch die Angaben im Absatz "Angaben gemäß §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB".
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VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN AUFSICHTSRAT
§ 15 der Satzung der Dürr AG regelt die Vergütung des Aufsichtsrats. Die Satzung ist auf der Website www.durr-group.com im Bereich Investoren/Corporate Governance verfügbar. Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat sieht pro Mitglied eine jährliche Festvergütung von 40.000 € vor. Das Sitzungsgeld beträgt 1.000 € pro Sitzung, Auslagen werden ersetzt. Die variable Vergütung errechnet sich aus dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge und darf 24.000 € nicht überschreiten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, den stellvertretenden Vorsitzenden steht das Eineinhalbfache zu. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss wird mit 10.000 € pro Jahr vergütet, Mitglieder des Personalausschusses erhalten 5.000 € pro Jahr. Den Vorsitzenden beider Ausschüsse steht einem Beschluss der Hauptversammlung 2019 gemäß das Dreifache der Normalvergütung zu. Zuvor hatten sie das Doppelte (Prüfungsausschuss) beziehungsweise das Eineinhalbfache (Personalausschuss) erhalten. Die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird mit 2.500 € pro Sitzung vergütet, im Fall des Vorsitzenden mit dem Eineinhalbfachen. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2019 auf 1.161 Tsd. € nach 1.151 Tsd. € im Vorjahr. Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert - Textziffer 42 im Anhang zum Konzernabschluss.
ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE
Außertariflich bezahlte Mitarbeiter erhalten neben dem Jahresgrundgehalt eine erfolgsabhängige Tantieme. Diese hängt vom Erreichen finanzieller und individueller Ziele ab. Meist beträgt sie 5 bis 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften mehr. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter fast aller deutschen Konzerngesellschaften erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Ergebnis einen zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt.Die Erfolgsbeteiligung, die Vollzeit-Tarifmitarbeiter des Dürr-Konzerns in Deutschland für 2019 erhalten, beträgt 2.000 €.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Konjunktur und Branchenumfeld
WELTWIRTSCHAFT 2019: SCHWÄCHERES WACHSTUM
Die Weltwirtschaft knüpfte 2019 zwar an das Wachstum der Vorjahre an, allerdings in vermindertem Tempo: Mit 3,0% lag das Plus spürbar unter dem Vorjahreswert von 3,8 %. Dies resultierte aus der zunehmenden Unsicherheit infolge der Handelsstreitigkeiten, hinzu kamen Probleme wie der Brexit und der Irankonflikt. Wie die Übersicht 2.23 zeigt, waren fast alle großen Wirtschaftsnationen von der Wachstumsverlangsamung betroffen. Eine Ausnahme bildete Japan mit seiner sehr expansiven Fiskalpolitik. Die Zinsen und die Weltmarktpreise für Rohstoffe und Energie haben sich 2019 nur wenig verändert.
| Veränderung gegenüber Vorjahr, % | |||
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2017 | |
| Welt | 3,0 | 3,8 | 3,7 |
| Deutschland | 0,5 | 1,5 | 2,2 |
| Eurozone | 1,2 | 1,9 | 2,4 |
| Russland | 1,3 | 1,6 | 1,5 |
| USA | 2,3 | 2,9 | 2,2 |
| China | 6,2 | 6,6 | 6,9 |
| Indien | 5,0 | 7,6 | 6,7 |
| Japan | 1,2 | 0,7 | 1,7 |
| Brasilien | 1,1 | 1,1 | 1,0 |
Quelle: Commerzbank 01/2020
Die Wechselkurse der wichtigsten Währungen unterlagen in den vergangenen drei Jahren nur relativ geringen Schwankungen. Der Euro zeigte sich 2018 vorübergehend stark, gab 2019 gegenüber anderen wichtigen Währungen aber wieder nach, was exportorientierten Unternehmen in Deutschland einen Vorteil verschaffte.
| 1 € entspricht | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| USD | 1,1197 | 1,1792 | 1,1371 |
| GBP | 0,8757 | 0,8862 | 0,8764 |
| JPY | 121,9792 | 129,9983 | 127,3383 |
| CNY | 7,7175 | 7,8167 | 7,6614 |
Quelle: Commerzbank
UMLAUFRENDITE IN DEUTSCHLAND LEICHT UNTER 0 %
In Deutschland setzte die Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere ihren Abwärtstrend fort und erreichte 2019 mit -0,1 % den negativen Bereich (2018: 0,1 %). Trotz steigender Löhne und Gehälter war die Inflationsrate in Europa niedrig. Die EZB hielt an ihrer Tiefzinspolitik fest und beließ den Leitzins bei 0 %; die Anfang 2019 ausgesetzten Anleihekäufe nahm sie im Herbst wieder auf. An den Aktienmärkten verzeichneten die Leitindizes im Jahr 2019 Zuwächse, ein Grund dafür war die reichlich zur Verfügung stehende Liquidität bei den Investoren. Der DAX erzielte eine Jahres-Performance von +25 % und konnte damit die Verluste des Vorjahres (-18%) überkompensieren. Die zyklischeren Aktien aus dem Automobil- und Investitionsgütersektor entwickelten sich schwächer als der Durchschnitt, in beiden Sektoren reduzierten zahlreiche Unternehmen die Gewinnerwartungen für 2019 und 2020.
2.25 - UMLAUFRENDITE IN DEUTSCHLAND
Quelle: Deutsche Bundesbank 01/2020
WELTWEITE AUTOMOBILPRODUKTION DEUTLICH SCHWÄCHER ALS ERWARTET
Die weltweite Automobilproduktion (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) ging im Jahr 2019 um 5 % zurück und erreichte lediglich 89,5 Mio. Einheiten. Am Jahresbeginn hatten viele Branchenbeobachter noch mit Zuwächsen gerechnet. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in China (-8%), wo der Handelskonflikt mit den USA und rückläufige staatliche Kaufanreize die Automobilnachfrage beeinträchtigten. Dennoch erreichte die chinesische Automobilproduktion mit 24,4 Mio. Einheiten einen Anteil von 27% am weltweiten Produktionsvolumen. Auch in den meisten anderen wichtigen Märkten war die Produktion rückläufig. Ein Grund dafür war, dass viele Verbraucher angesichts des Technologiewandels hin zur Elektromobilität beim Autokauf zögerten. Die Investitionen der Automobilindustrie in Maschinen und Anlagen nahmen trotz der Absatzprobleme zu. Maßgeblich dafür war der wachsende Bedarf an Produktionstechnik für Elektroautos, sei es durch etablierte Automobilhersteller oder durch neue Produzenten. Darüber hinaus haben viele Automobilhersteller ihre Fertigungskapazitäten in Auslandsmärkten erweitert, um vor Ort produzieren zu können und dadurch unabhängiger von Handelskonflikten zu werden.
| Produktion Light Vehicles | Mio. Einheiten | ||
|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2017 | |
| Welt | 89,5 | 94,2 | 95,2 |
| Westeuropa | 13,6 | 14,3 | 14,8 |
| Deutschland | 4,9 | 5,3 | 5,9 |
| Osteuropa | 7,5 | 7,5 | 7,2 |
| Russland | 1,6 | 1,7 | 1,5 |
| Nordamerika (inkl. Mexiko) | 16,3 | 16,9 | 17,0 |
| USA | 10,6 | 11,0 | 11,0 |
| Südamerika | 3,3 | 3,4 | 3,3 |
| Brasilien | 2,8 | 2,8 | 2,7 |
| Asien | 46,6 | 49,4 | 49,9 |
| China | 24,4 | 26,4 | 27,6 |
| Japan | 9,3 | 9,2 | 9,2 |
| Indien | 4,2 | 4,7 | 4,4 |
Quelle: LMC 01/2020
MASCHINEN- UND ANLAGENBAU IM RÜCKWÄRTSGANG
Nach den starken Vorjahren verzeichneten die deutschen Hersteller von Investitionsgütern im Jahr 2019 ein schwierigeres Marktumfeld. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen nominal zwar um knapp 2 %, real bedeutete dies aber eine Stagnation. Die Produktion ging nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) um 2% zurück, während sie 2018 noch um 2% gewachsen war. Beim Auftragseingang meldete der VDMA nach Einbußen im In- und Ausland ein kräftiges Minus von 9 %.
VERSTÄRKTER ABSCHWUNG BEI HOLZBEARBEITUNGSMASCHINEN
Der für das Segment Holzbearbeitungsmaschinen zuständige VDMA-Fachverband bezifferte den Umsatzrückgang im Zeitraum Januar bis November 2019 mit 2%. Bei diesem relativ moderaten Rückgang ist zu berücksichtigen, dass viele Unternehmen am Jahresbeginn noch von der Abarbeitung hoher Auftragsbestände profitierten. Beim Auftragseingang beschleunigte sich die Talfahrt: Nachdem die Bestellungen im Vorjahr um 6% gesunken waren, betrug der Rückgang in den Monaten Januar bis November 2019 12%. Eine Ursache dafür war die geringe Nachfrage der Möbelindustrie in China. Diese litt unter höheren US-Zöllen und einer niedrigen Auslastung, hinzu kam ein geringer Investitionsbedarf, da viele chinesische Möbelhersteller im Jahr 2017 stark investiert hatten. Ein ermutigendes Signal war aber, dass die HOMAG Group im dritten Quartal 2019 nach einer längeren Durststrecke in China wieder einen großen Systemauftrag erhielt.
Hinweise zum Zahlenwerk
Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2017 bis 2019.
EBIT
Das EBIT definieren wir als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Im operativen EBIT wurden Sondereffekte bereinigt; eine Übersicht über die Sondereffekte enthält Tabelle 2.40.
RECHNUNGSLEGUNG: ERSTANWENDUNG IFRS 16
Seit 1. Januar 2019 wenden wir den neuen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Die wichtigste Neuerung ist, dass Leasingnehmer wesentliche Leasingverträge als Nutzungsrechte aktivieren und die zugehörigen Zahlungsverpflichtungen als Verbindlichkeiten passivieren müssen. Die Anwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage des Dürr-Konzerns, allerdings gab es Verschiebungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bestimmte Bilanzkennzahlen und die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit wurden durch die Anwendung von IFRS 16 teils erheblich beeinflusst. Beim Periodenvergleich ist zu berücksichtigen, dass die Werte für 2018 und 2017 nicht gemäß IFRS 16 ermittelt wurden. Detaillierte Informationen zur Anwendung von IFRS 16 enthält -" Textziffer 6 im Anhang zum Konzernabschluss.
| 2018 | 2019 | 2019 Einfluss durch Anwendung IFRS 16 | |
|---|---|---|---|
| WICHTIGSTE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN | |||
| Auftragseingang | 3.930,9 | 4.076,5 | - |
| Umsatz | 3.869,8 | 3.921,5 | - |
| EBIT | 233,5 | 195,9 | 1,7 |
| EBIT-Marge (%) | 6,0 | 5,0 | - |
| ROCE (%) | 24,0 | 16,9 | -1,3 %-Pkte. |
| WEITERE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN | |||
| EBITDA | 326,9 | 308,5 | 29,6 |
| Finanzergebnis | -13,8 | -21,2 | -3,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 219,7 | 174,7 | -1,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 162,3 | 171,9 | 29,5 |
| Free Cashflow | 78,4 | 44,9 | - |
| Investitionen ¹ | 74,4 | 102,6 | 2 26,3 |
| Langfristige Vermögenswerte (31.12.) | 1.244,3 | 1.322,4 | 92,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte (31.12.) | 2.370,1 | 2.560,0 | -0,1 |
| Eigenkapital (31.12.) | 992,2 | 1.043,4 | -10,5 |
| Bilanzsumme (31.12.) | 3.614,4 | 3.882,3 | 92,2 |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | 32,3 | -99,3 | -101,2 |
¹ Ohne Akquisitionen
² Seit 2019 sind in den Investitionen auch Zugänge zu Nutzungsrechten für Leasing-Vermögenswerte berücksichtigt (IFRS 16).
AUSWEISPRAXIS
Mit Ausnahme von IFRS 16 hatten Änderungen der IFRS im Jahr 2019 nur begrenzten Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, deren Nutzung unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kaum beeinflusst. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei den Vorräten oder dem Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. 2019 haben wir die meisten Wahlrechte in unveränderter Form wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen beeinflusst die Darstellung der operativen Ertragslage allenfalls geringfügig. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Nachvollziehbarkeit.
HOMAG GROUP AG: BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAG
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG fließt dem Dürr-Konzern das gesamte Jahresergebnis der HOMAG Group AG zu. Die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG (36,0 % des Kapitals) haben keinen variablen Dividendenanspruch. Sie erhalten während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Garantiedividende von 1,01 € pro Aktie (netto), zudem haben wir ihnen ein Barabfindungsangebot von 31,56 € je Aktie unterbreitet. Der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG resultierende Zinsaufwand (2019: 5,6 Mio. €) wird im Finanzergebnis des Dürr-Konzerns gebucht. In einem Spruchverfahren lassen außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe von Garantiedividende und Barabfindung gerichtlich überprüfen. Nach einem Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom August 2019 sollte die Barabfindung auf 31,58 € und die Garantiedividende auf 1,03 € je Aktie (netto) steigen. Der Beschluss ist jedoch nicht rechtskräftig, da Aktionäre der HOMAG Group AG im Oktober 2019 Beschwerde eingelegt haben.Das Spruchverfahren wird aller Voraussicht nach bald nach Abschluss des Nichtabhilfeverfahrens am Oberlandesgericht Stuttgart fortgesetzt werden. Bis zu dessen Entscheidung gelten für Garantiedividende und Barabfindung die ursprünglich festgelegten Beträge weiter (1,01 € netto und 31,56 €).
VERKAUF DÜRR-ECOCLEAN-GRUPPE
Beim Vergleich der Jahre 2019, 2018 und 2017 ist zu berücksichtigen, dass wir die Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) zum 31. März 2017 veräußert haben. Im ersten Quartal 2017 steuerte die Dürr-Ecoclean-Gruppe noch 51,1 Mio. € Auftragseingang, 47,5 Mio. € Umsatz und 2,2 Mio. € EBIT zum Zahlenwerk des Konzerns beziehungsweise der Division Measuring and Process Systems bei. Der Verkaufserlös von 107,9 Mio. € für 85% des Dürr-Ecoclean-Geschäfts floss uns zum 31. März 2017 zu, der Buchgewinn von 23,0 Mio. € wurde als Sonderertrag im Corporate Center gebucht.
AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL
Beim Periodenvergleich für den Konzern und Clean Technology Systems ist der Erwerb der auf Abluftreinigungstechnik spezialisierten Megtec/Universal-Gruppe im Jahr 2018 zu beachten. Megtec/Universal steuerte im Geschäftsjahr 2018 seit Konsolidierungsbeginn am 5. Oktober 46,1 Mio. € Auftragseingang, 47,6 Mio. € Umsatz und 2,7 Mio. € EBIT (vor Kaufpreisallokation) bei.
AUSGABE VON GRATISAKTIEN/ERGEBNIS JE AKTIE
Durch die Ausgabe von Gratisaktien hat sich die Aktienstückzahl der Dürr AG zum 22. Juni 2018 auf 69.202.080 verdoppelt. Das im Lagebericht ausgewiesene Ergebnis je Aktie für die Jahre 2017 bis 2019 wurde auf Basis von 69.202.080 Aktien ermittelt.
Gesamtaussage des Vorstands und Zielerreichung
Das Jahr 2019 war von einer markanten Konjunkturschwäche und schwierigen Marktbedingungen gekennzeichnet. Die Automobilindustrie verzeichnete einen weltweiten Produktionsrückgang von 5%. Die Nachfrage der Möbelindustrie bei der HOMAG Group sank um knapp 9 %, das Systemgeschäft mit kompletten Möbelproduktionslinien brach im ersten Halbjahr regelrecht ein. Dennoch konnten wir unsere Konzernprognosen für Auftragseingang und Umsatz einhalten und jeweils neue Höchstwerte erzielen. Dass der Auftragseingang erstmals über 4 Mrd. € stieg, ist zum einen unserer starken Position im Automotive-Geschäft zu verdanken. Zum anderen erreichte das Umwelttechnikgeschäft die mit dem Kauf von Megtec/Universal verbundenen Wachstumsziele. Das Ergebnis wurde von dem Marktrückgang in der Möbelindustrie, strukturellen Defiziten der HOMAG Group und -in geringerem Umfang -von marktbedingten Einbußen bei Measuring and Process Systems belastet. Hinzu kamen Sonderaufwendungen von 67,2 Mio. € (inklusive Kaufpreisallokationseffekten, siehe Tabelle 2.40). Davon entfielen 36,6 Mio. € auf ein Maßnahmenpaket bei der HOMAG Group. Damit setzen wir den Optimierungskurs der HOMAG Group fort und tragen dazu bei, dass die HOMAG Group spätestens im Jahr 2023 ihr EBIT-Margen-Ziel von über 9 % erreicht.
Bei einem Plus von 3,7% belief sich der Auftragseingang des Dürr-Konzerns im Jahr 2019 auf 4.076,5 Mio. € und erreichte damit den oberen Bereich des Zielkorridors (3.800 bis 4.100 Mio. €). Bereinigt um Wechselkurseffekte hätte der Zuwachs 2,1% betragen. Zum guten Abschneiden trug vor allem ein starkes viertes Quartal mit Bestellungen im Wert von 1.216,9 Mio. € bei. Im Automotive-Geschäft kam uns die starke Nachfrage nach Produktionstechnik für Elektroautos zugute; sie wurde in hohem Maße von neuen E-Mobility-Produzenten getragen. In der Umwelttechnik (Clean Technology Systems) stieg der Auftragseingang durch die ganzjährige Konsolidierung von Megtec/Universal sowie durch organische Zuwächse auf 449,1 Mio. € (Vorjahr: 258,2 Mio. €).
Der Umsatz erreichte mit 3.921,5 Mio. € ebenfalls die Zielbandbreite (3.900 bis 4.100 Mio. €). Das Umsatzwachstum fiel mit 1,3 % relativ gering aus. Es wurde getragen von deutlichen Zuwächsen im Service (7,7 %) sowie von der ganzjährigen Einbeziehung von Megtec/Universal bei Clean Technology Systems. Paint and Final Assembly Systems erzielte ein leichtes Umsatzplus, während die drei weiteren Divisions hinter den Vorjahreswerten zurückblieben. Bereinigt um Wechselkurseffekte hätte der Umsatz stagniert.
Den Zielkorridor für die operative EBIT-Marge haben wir am 22. Juli von 7,0 bis 7,5% auf 6,0 bis 6,5% angepasst. Ausschlaggebend dafür war vor allem der Marktrückgang bei der HOMAG Group, der mit hohen Material- und Personalkosten und einem rückläufigen Chinaumsatz einherging. Im Konzern erzielten wir eine operative EBIT-Marge von 6,7% und lagen damit oberhalb des Zielkorridors. Basis dafür war, dass sich das operative EBIT aller Divisions im zweiten Halbjahr gegenüber der ersten Jahreshälfte spürbar verbesserte.
Das Ziel für die EBIT-Marge nach Sondereffekten haben wir im Juli von 6,5 bis 7,0 % auf 5,5 bis 6,0 % angepasst und am 6. November auf 4,4 bis 4,9 % abgesenkt. Der Grund für die zweite Anpassung waren Sonderaufwendungen von 36,6 Mio. € für das Maßnahmenpaket der HOMAG Group sowie von 6,0 Mio. € im Kontext eines Rechtsstreits. Mit 5,0 % haben wir den angepassten Zielkorridor am Jahresende übertroffen.
Das Finanzergebnis schwächte sich wie erwartet von -13,8 Mio. € auf -21,2 Mio. € ab. Es war geprägt von rückläufigen Zinserträgen, steigenden Zinsaufwendungen durch das neue Schuldscheindarlehen sowie Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb einer zuvor geleasten Immobilie. Zudem hatte die Anwendung von IFRS 16 einen negativen Effekt von 3,0 Mio. €. Die Steuerquote war mit 25,7% infolge von Sondereffekten niedriger als geplant (27 bis 28 %). Aufgrund dessen erreichte das Ergebnis nach Steuern mit 129,8 Mio. € den oberen Rand des im November definierten Zielkorridors von 115 bis 130 Mio. €.
Der ROCE erreichte mit 16,9% den oberen Bereich der im November angepassten Zielspanne von 12 bis 17 %. Zunächst hatten wir 20 bis 30 % beziehungsweise -seit Juli 2019 - 15 bis 20 % erwartet. Die stufenweise Absenkung des ROCE-Zielniveaus resultierte im Wesentlichen aus den oben erläuterten Anpassungen bei der EBIT-Prognose.
Beim operativen Cashflow zeigte sich ein für den Dürr-Konzern nicht untypisches Verlaufsmuster: Auf ein verhaltenes erstes Halbjahr folgte eine wesentlich bessere zweite Jahreshälfte. Besonders im Schlussquartal entwickelten sich die Anzahlungen und Fortschrittszahlungen von Kunden erfreulich, zugleich konnten wir das Vorratsvermögen deutlich reduzieren. Die Folge war ein sehr hoher operativer Cashflow von 233,2 Mio. € im vierten Quartal, der zu einem Wert von 171,9 Mio. € im Gesamtjahr 2019 führte. Damit haben wir unser ursprüngliches Ziel einer Cashflow-Verbesserung erreicht.
Der Nettofinanzstatus profitierte von dem hohen Cashflow am Jahresende und fiel mit -99,3 Mio. € besser aus als im Juli geplant (-180 bis -130 Mio. €). Auch die Investitionen wurden durch IFRS 16 beeinflusst: Sie stiegen erwartungsgemäß auf 102,6 Mio. €, da erstmals auch Zugänge zu Nutzungsrechten für Leasing-Vermögenswerte zu berücksichtigen waren.
DIVISIONS: ZIELE MEHRHEITLICH ERREICHT
Die fünf Divisions haben sich 2019 unterschiedlich entwickelt, ihre Jahresziele aber mehrheitlich erreicht und teils übertroffen. Bei Paint and Final Assembly Systems überschritten die Bestellungen den Vorjahreswert und die Zielbandbreite. Hauptgründe waren ein starkes viertes Quartal sowie Zuwächse im E-Mobility-Geschäft und in Nordamerika. Der Umsatz erreichte die Mitte des Zielkorridors. Die EBIT-Marge entwickelte sich im ersten Halbjahr mit 4,1% verhalten, verbesserte sich aber wie angekündigt im dritten und vierten Quartal und erreichte mit 5,0 % einen sehr soliden Gesamtjahreswert, der unseren Erwartungen entspricht. Dafür sorgten zwei Faktoren: die Abwicklung margenstärkerer Aufträge und positive Effekte aus dem Optimierungsprogramm FOCUS 2.0.
Application Technology erreichte beim Auftragseingang einen neuen Höchstwert. Die verhaltene Umsatzentwicklung resultierte aus dem relativ niedrigen Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2018; zudem nahm das Service-Geschäft infolge der niedrigen Auslastung vieler Lackierereien vorübergehend ab. Das EBIT wurde im Schlussquartal durch einen Sonderaufwand von 6,0 Mio. € belastet, der aus einem Rechtsstreit resultierte. Bereinigt um diesen Einmaleffekt und die geringfügigen Kaufpreisallokationseffekte lag die EBIT-Marge bei 10,7 % und damit im Zielkorridor.
2.28 - ZIELERREICHUNG KONZERN 2019
| Ist 2018 | Ist 2019 | Ziel 2019 (Prognose Februar 2019) | Ziel 2019 (Prognose Juli 2019) | Ziel 2019 (Prognose November 2019) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio. € | 3.930,9 | 4.076,5 | 3.800 bis 4.100 | 3.800 bis 4.100 | 3.800 bis 4.100 |
| Auftragsbestand (31.12.) Mio. € | 2.577,2 | 2.742,8 | 2.400 bis 2.900 | 2.400 bis 2.900 | 2.400 bis 2.900 |
| Umsatz Mio. € | 3.869,8 | 3.921,5 | 3.900 bis 4.100 | 3.900 bis 4.100 | 3.900 bis 4.100 |
| EBIT-Marge % | 6,0 | 5,0 | 6,5 bis 7,0 | 5,5 bis 6,0 | 4,4 bis 4,9 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten % | 7,1 | 6,7 | 7,0 bis 7,5 | 6,0 bis 6,5 | 6,0 bis 6,5 |
| ROCE % | 24,0 | 16,9 | 20 bis 30 | 15 bis 20 | 12 bis 17 |
| Finanzergebnis Mio. € | -13,8 | -21,2 | Verschlechterung | Verschlechterung | Verschlechterung |
| Steuerquote % | 25,6 | 25,7 | 27 bis 28 | 27 bis 28 | 27 bis 28 |
| Ergebnis nach Steuern Mio. € | 163,5 | 129,8 | 175 bis 190 | 145 bis 160 | 115 bis 130 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € | 162,3 | 171,9 | über Vorjahres niveau | unter Vorjahres niveau | unter Vorjahres niveau |
| Free Cashflow Mio. € | 78,4 | 44,9 | über Vorjahres niveau | unter Vorjahres niveau | unter Vorjahres niveau |
| Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € | 32,3 | -99,3 | -60 bis -20 | -180 bis -130 | -180 bis -130 |
| Liquidität Mio. € | 655,0 | 662,0 | 660 bis 700 | 740 bis 790 | 740 bis 790 |
| Investitionen ¹ Mio. € | 74,4 | 102,6 | 80 bis 90 | 80 bis 90 | 95 bis 105 |
¹ Ohne Akquisitionen
² Seit 2019 sind in den Investitionen auch Zugänge zu Nutzungsrechten für Leasing-Vermögensgegenstände berücksichtigt (IFRS 16).
Clean Technology Systems hat sein Geschäftsvolumen durch die ganzjährige Konsolidierung der Megtec/Universal-Gruppe stark vergrößert. Der Auftragseingang war sehr erfreulich und erreichte den oberen Rand der Zielbandbreite.# 2.29 - ZIELERREICHUNG DIVISIONS 2019
Auftragseingang (Mio. €)
| Ist 2019 | Ziel 2019 (Prognose Februar 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose Juli 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose November 2019) | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 1.341,0 | 1.100 bis 1.300 | 1.100 bis 1.300 | 1.100 bis 1.300 |
| Application Technology | 640,8 | 620 bis 670 | 620 bis 670 | 620 bis 670 |
| Clean Technology Systems | 449,1 | 400 bis 450 | 400 bis 450 | 400 bis 450 |
| Measuring and Process Systems | 425,9 | 400 bis 450 | 400 bis 450 | 400 bis 450 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.219,6 | 1.250 bis 1.450 | 1.100 bis 1.300 | 1.100 bis 1.300 |
Umsatz (Mio. €)
| Ist 2019 | Ziel 2019 (Prognose Februar 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose Juli 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose November 2019) | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 1.243,8 | 1.200 bis 1.300 | 1.200 bis 1.300 | 1.200 bis 1.300 |
| Application Technology | 592,8 | 630 bis 680 | 630 bis 680 | 630 bis 680 |
| Clean Technology Systems | 395,3 | 400 bis 450 | 400 bis 450 | 400 bis 450 |
| Measuring and Process Systems | 410,4 | 400 bis 450 | 400 bis 450 | 400 bis 450 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.279,1 | 1.280 bis 1.380 | 1.200 bis 1.300 | 1.200 bis 1.300 |
EBIT-Marge (%)
| Ist 2019 | Ziel 2019 (Prognose Februar 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose Juli 2019) | Ziel 2019 neu (Prognose November 2019) | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 5,0 | 4,6 bis 5,5 | 4,6 bis 5,5 | 4,6 bis 5,5 |
| Application Technology | 9,6 | 10,0 bis 11,0 | 10,0 bis 11,0 | 10,0 bis 11,0 |
| Clean Technology Systems | 3,1 | 2,0 bis 3,0 | 2,0 bis 3,0 | 2,0 bis 3,0 |
| Measuring and Process Systems | 9,4 | 11,5 bis 12,5 | 10,0 bis 11,0 | 10,0 bis 11,0 |
| Woodworking Machinery and Systems | 2,9 | 6,7 bis 7,5 | 5,5 bis 6,3 | 2,5 bis 3,0 |
GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG
Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE. Weitere wichtige finanzielle Kennzahlen -besonders auf Konzernebene -sind der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Free Cashflow. Detaillierte Informationen zur Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren enthält der Abschnitt "Operative Steuerungsgrößen" im Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung". Dort finden Sie auch Informationen zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Bitte beachten Sie zu den nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren auch die nichtfinanzielle Konzernerklärung.
WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
Ereignisse und Faktoren, die sich im Jahr 2019 wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten, waren der Rückgang im Geschäft der HOMAG Group, die im November beschlossenen Strukturmaßnahmen bei der HOMAG Group und die nachhaltigkeitsorientierte Konzernrefinanzierung im Sommer. Die Nachfrage im Automotive-Geschäft bewegte sich etwas über dem guten Vorjahresniveau und wurde durch hohe Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos unterstützt.
GESCHÄFTSVERLAUF
AUFTRAGSEINGANG ÜBERTRIFFT ERSTMALS 4 MRD. €
Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich der Auftragseingang um 3,7% auf 4.076,5 Mio. €. und überschritt damit erstmals die Marke von 4 Mrd. €. Bei unveränderten Wechselkursen hätte der Zuwachs 2,1 % betragen. Clean Technology Systems verzeichnete mit 74,0 % das stärkste Bestellplus. Dies resultierte in erster Linie aus der ganzjährigen Konsolidierung von Megtec/Universal, aber auch bereinigt um diesen Effekt erzielte die Division eine hohe einstellige Zuwachsrate. Auch das Lackiertechnikgeschäft legte trotz des schwierigen Marktumfelds in der Automobilindustrie zu; das belegen die Zuwächse von 3,1% bei Paint and Final Assembly Systems und 1,3 % bei Application Technology. Measuring and Process Systems erzielte mit 5,6% das zweithöchste Bestellplus. Dagegen sank der Auftragseingang von Woodworking Machinery and Systems infolge eines Marktrückgangs im Geschäft mit der Möbelindustrie um 8,8%. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Bestellungen nach einem schwachen ersten Halbjahr wieder anzogen und im zweiten Halbjahr nur knapp unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums lagen. Der Auftragseingang in den Emerging Markets unterschritt den Vorjahreswert um 8,5 % und erreichte mit 1.659,3 Mio. € einen Anteil von 40,7% am Bestellvolumen des Konzerns (Vorjahr: 1.814,1 Mio. € und 46,1%). In China verringerte sich das Ordervolumen um 20,3% auf 704,3 Mio. €, was aus einem vorübergehend geringeren Auftragseingang im Automotive-Geschäft resultierte. Dagegen erzielten wir in anderen Emerging Markets, wie zum Beispiel Indien und Brasilien, teils deutliche Zuwächse. Am besten entwickelte sich die Nachfrage in Nord- und Zentralamerika. Dort erreichten wir bei einem Plus von 72,6 % einen sehr hohen Auftragseingang von 1.217,2 Mio. €. Er wurde getragen von einer starken Nachfrage der Automobilindustrie, die insbesondere die Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos steigerte. In Europa (einschließlich Deutschland) lag der Auftragseingang 10,9 % unter dem hohen Vorjahreswert. Insgesamt weist unser Auftragseingang eine gute internationale Verteilung auf. Dies belegt unsere Fähigkeit, Marktchancen überall auf der Welt zu nutzen. Der Quartalsvergleich unseres Auftragseingangs hat begrenzte Aussagekraft, da große Systemaufträge zu erheblichen Schwankungen führen können. Das Schlussquartal 2019 war mit Aufträgen im Wert von 1.216,9 Mio. € das stärkste Quartal der vergangenen fünf Jahre.
2.30 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 548,8 | 753,6 | 592,7 |
| Sonstige europäische Länder | 1.016,0 | 1.003,0 | 1.170,5 |
| Nord-/Zentralamerika | 1.217,2 | 705,1 | 820,9 |
| Südamerika | 104,5 | 80,0 | 92,1 |
| Asien, Afrika, Australien | 1.189,9 | 1.389,3 | 1.126,8 |
| Gesamt | 4.076,5 | 3.930,9 | 3.803,0 |
2.31 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN
LEICHTES UMSATZPLUS
Der Umsatz verbesserte sich im Jahr 2019 um 1,3% auf den neuen Höchstwert von 3.921,5 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte verharrte er auf dem Vorjahresniveau. Die Division Paint and Final Assembly Systems setzte ihren Expansionskurs mit einem moderaten Wachstum von 0,7 % fort. Der Umsatz von Clean Technology Systems stieg vor allem aufgrund der ganzjährigen Einbeziehung von Megtec/Universal um 74,4%, bereinigt um diesen Effekt hätte sich ein niedriger zweistelliger prozentualer Zuwachs ergeben. Die Rückgänge bei Application Technology (-9,2%) und Measuring and Process Systems (-10,1%) resultierten aus einem vorübergehend schwächeren Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2018. Bei Woodworking Machinery and Systems (-1,5 %) machte sich die Marktabschwächung im Geschäft mit der Möbelindustrie bemerkbar. Auch der Umsatz war 2019 regional ausgewogen verteilt: Der größte Beitrag -nämlich 44,4% -entfiel auf Europa; Asien, Afrika und Australien (28,7 %) und Nord-, Süd- und Zentralamerika (26,9 %) lagen beinahe gleichauf. Der Umsatzanteil der Emerging Markets nahm leicht ab und erreichte 44,7 % (Vorjahr: 47,8 %).
2.32 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 668,7 | 609,4 | 485,9 |
| Sonstige europäische Länder | 1.074,0 | 1.184,4 | 1.090,0 |
| Nord-/Zentralamerika | 969,0 | 826,1 | 926,8 |
| Südamerika | 84,9 | 86,3 | 78,6 |
| Asien, Afrika, Australien | 1.125,0 | 1.163,6 | 1.131,9 |
| Gesamt | 3.921,5 | 3.869,8 | 3.713,2 |
2.33 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN
2.34 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 371,6 | 492,5 | 349,9 |
| Sonstige europäische Länder | 520,4 | 577,6 | 734,6 |
| Nord-/Zentralamerika | 699,9 | 440,1 | 517,7 |
| Südamerika | 59,1 | 40,3 | 50,8 |
| Asien, Afrika, Australien | 1.091,8 | 1.026,7 | 796,5 |
| Gesamt | 2.742,8 | 2.577,2 | 2.449,4 |
Anders als beim Auftragseingang zeigt sich bei der quartalsweisen Betrachtung des Umsatzes ein Verlaufsmuster. Meist erwirtschaften wir im dritten und vierten Quartal höhere Erlöse als im ersten Halbjahr. Der höchste Wert entfällt üblicherweise auf das Schlussquartal, da am Jahresende vermehrt Projekte zur Endabrechnung kommen. Der Service-Umsatz wuchs im Jahr 2019 deutlich stärker als das Neugeschäft und belief sich bei einem Plus von 7,7% auf 1.118,6 Mio. €. In den einzelnen Divisions zeigten sich unterschiedliche Verläufe, bei Application Technology führte die rückläufige Auslastung vieler Automobillackierereien zu einer geringeren Ersatzteilnachfrage. Im Konzern erhöhte sich der Service-Anteil am Umsatz von 26,8% auf 28,5% und rückte damit näher an die Zielmarke von 30 % heran.
AUFTRAGSBESTAND AUF REKORDNIVEAU
Da der Auftragseingang den Umsatz überstieg, betrug die Book-to-Bill-Ratio 1 1,04.# 2.35 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN
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| | 2019 | 2018 | 2017 |
|---------------------|---------|---------|---------|
| Umsatz | 3.921,5 | 3.869,8 | 3.713,2 |
| Umsatzkosten | -3.083,3| -3.014,3| -2.856,0|
| davon Materialkosten| -1.681,4| -1.573,0| -1.415,6|
| davon Personalkosten| -713,8 | -644,6 | -623,0 |
| davon Abschreibungen| -78,7 | -69,7 | -56,9 |
| Bruttoergebnis | 838,2 | 855,5 | 857,2 |
| Overhead-Kosten ¹ | -639,0 | -612,9 | -601,8 |
| EBITDA | 308,5 | 326,9 | 367,7 |
| EBIT | 195,9 | 233,5 | 287,0 |
| EBIT vor Sondereffekten ² | 263,1 | 274,9 | 283,7 |
| Finanzergebnis | -21,2 | -13,8 | -19,8 |
| EBT | 174,7 | 219,7 | 267,3 |
| Ertragsteuern | -44,9 | -56,2 | -67,6 |
| Ergebnis nach Steuern | 129,8 | 163,5 | 199,6 |
| Ergebnis je Aktie ³ | 1,79 | 2,27 | 2,78 |
Marge %
| | 2019 | 2018 | 2017 |
|---------------------|------|------|------|
| Bruttomarge | 21,4 | 22,1 | 23,1 |
| EBITDA-Marge | 7,9 | 8,4 | 9,9 |
| EBIT-Marge | 5,0 | 6,0 | 7,7 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten ² | 6,7 | 7,1 | 7,6 |
| EBT-Marge | 4,5 | 5,7 | 7,2 |
| Umsatzrendite nach Steuern | 3,3 | 4,2 | 5,4 |
| Zinsdeckungsgrad | 7,3 | 11,5 | 13,4 |
| Steuerquote | 25,7 | 25,6 | 25,3 |
| Eigenkapitalrendite | 12,4 | 16,5 | 22,2 |
| Gesamtkapitalrendite| 4,2 | 5,3 | 6,5 |
| ROCE | 16,9 | 24,0 | 38,6 |
¹ Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
² Sondereffekte 2019: -67,2 Mio. € (Vorjahr: -41,4 Mio. €), weitere Informationen in Tabelle 2.40
³ Ermittelt anhand der seit 22. Juni 2018 geltenden Stückzahl von 69.202.080 Aktien
Verglichen mit dem Jahresende 2018 erhöhte sich der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2019 um 6,4% auf 2.742,8 Mio. €. Das kurzfristige Service-Geschäft ist zum überwiegenden Teil nicht im Auftragsbestand enthalten. Addiert man es hinzu, erscheint unser Umsatzziel von 3,9 bis 4,1 Mrd. € im Jahr 2020 gut erreichbar. Gut zwei Drittel des für 2020 angestrebten Umsatzes werden durch den Ende 2019 vorhandenen Auftragsbestand abgedeckt. 1 Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz
BRUTTOMARGE RÜCKLÄUFIG
Die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen im Jahr 2019 mit 2,2 % etwas stärker als der Umsatz und erreichten 3.748,3 Mio. €. Die Umsatzkosten nahmen um 2,3% auf 3.083,3 Mio. € zu. Zu berücksichtigen ist, dass sie höhere Sonderaufwendungen enthielten als im Vorjahr (2019: 44,2 Mio. € / 2018: 30,7 Mio. €). Das operative Bruttoergebnis war in drei von fünf Divisions rückläufig. Vor diesem Hintergrund sank das Bruttoergebnis des Konzerns trotz des leicht höheren Umsatzes um 17,3 Mio. € auf 838,2 Mio. €, was zu einer Reduktion der Bruttomarge auf 21,4 % führte (Vorjahr: 22,1 %).
MATERIALKOSTEN DEUTLICH GESTIEGEN
Die Materialkosten (1.681,4 Mio. €) stiegen mit 6,9% überproportional zum Umsatz. Infolgedessen erhöhte sich die Materialkostenquote um 2,2 Prozentpunkte auf 42,9 %. Der Grund für die Zunahme waren höhere Kosten für Kaufteile und den Bau von Gebäuden bei Systemprojekten. Sämtliche Materialkosten sind Teil der Umsatzkosten und enthalten in erster Linie Kosten für zugekaufte Teile sowie Fertigungs- und Montagedienstleistungen. Weitere Informationen enthält das Kapitel "Beschaffung".
Die Overhead-Kosten erhöhten sich im Jahr 2019 um 4,3% auf 639,0 Mio. €. Der größte darin enthaltene Kostenblock sind die Personalkosten, die von höheren Löhnen und Gehältern geprägt wurden.
Der Anstieg der Vertriebskosten um 7,5% auf 337,6 Mio. € resultierte vor allem aus der Akquisition von Megtec/Universal sowie aus höheren Aufwendungen für Messeteilnahmen und unsere alle zwei Jahre stattfindende Hausmesse Open House.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir nach den hohen Steigerungen der Vorjahre eingeschränkt (-8,4%). Bei strategisch wichtigen Innovationsthemen wie der Digitalisierung gab es jedoch keine Abstriche. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung".
2.36 - OVERHEAD-KOSTEN UND MITARBEITER
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| | Mitarbeiter | Kosten (Mio. €) | Personalaufwendungen (Mio. €) | Abschreibungen (Mio. €) | Sonstige Kosten (Mio. €) |
|----------|-------------|-----------------|-------------------------------|-------------------------|--------------------------|
| Vertrieb | 1.816 | -337,6 | -223,3 | -10,9 | -103,4 |
| (2018) | 1.792 | -314,2 | -214,0 | -6,3 | -93,8 |
| Verwaltung | 1.480 | -190,6 | -120,5 | -13,8 | -56,3 |
| (2018) | 1.434 | -177,8 | -111,4 | -7,3 | -59,1 |
| F&E | 789 | -110,8 | -79,3 | -9,3 | -22,2 |
| (2018) | 782 | -121,0 | -77,7 | -10,1 | -33,2 |
KONZERNBELEGSCHAFT MIT GERINGEM ZUWACHS
Gegenüber dem Jahresende 2018 hat sich die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2019 nur geringfügig auf 16.493 Personen erhöht (+1,1%). Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 16.463 Mitarbeiter, wobei ein Großteil des Anstiegs von 5,6% aus der ganzjährigen Einbeziehung von Megtec/Universal mit rund 860 Beschäftigten resultierte. Die Personalkosten stiegen um 8,5 % auf 1.136,9 Mio. €, auch dies ist neben höheren Löhnen und Gehältern ein Effekt der Megtec/Universal-Akquisition. Die Personalkostenquote stieg von 27,1 % auf 29,0 %.
2.37 - MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN
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| | 2019 | 2018 | 2017 |
|-----------------------------------------|---------|---------|---------|
| Mitarbeiter (31.12.) | 16.493 | 16.312 | 14.974 |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 16.463 | 15.593 | 14.807 |
| Personalkosten (Mio. €) | -1.136,9| -1.047,7| -1.017,6|
| Personalkostenquote (%) | 29,0 | 27,1 | 27,4 |
| Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) | -69.055 | -67.188 | -68.725 |
| Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) | 238.201 | 248.176 | 250.772 |
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2019 auf -3,3 Mio. €. (Vorjahr: -9,1 Mio. €). Die wichtigste Einflussgröße waren die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung, deren Saldo sich auf -1,4 Mio. € verbesserte (Vorjahr: -4,5 Mio. €). Alle weiteren sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen bewegten sich im üblichen Rahmen, nachdem im Vorjahr noch Transaktionskosten für den Megtec/Universal-Erwerb enthalten waren.
EBIT DURCH SONDEREFFEKTE BEEINTRÄCHTIGT
Das EBIT -unsere wichtigste Ergebnisgröße für die Unternehmenssteuerung -verringerte sich im Jahr 2019 um 16,1% auf 195,9 Mio. €. Allerdings ist der Rückgang größtenteils auf hohe Sonderaufwendungen zurückzuführen: Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 25,8 Mio. € auf 67,2 Mio. € und enthielten neben Kaufpreisallokationseffekten vor allem Aufwendungen für die zukunftssichernden Optimierungsmaßnahmen bei Woodworking Machinery and Systems. Eine Übersicht über die im EBIT enthaltenen Sondereffekte enthält Tabelle 2.40. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das EBIT 4,1 Mio. € niedriger gewesen, während der EBIT-Rückgang 1,8 Prozentpunkte höher ausgefallen wäre. Die Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt von 1,7 Mio. €.
Die EBIT-Marge erreichte 5,0 %. Damit bewegte sie sich leicht über dem Zielkorridor von 4,4 bis 4,9 %, den wir im November 2019 mit Blick auf die Kosten für die Optimierungsmaßnahmen bei Woodworking Machinery and Systems angepasst hatten. Bitte beachten Sie dazu das Kapitel "Gesamtaussage des Vorstands und Zielerreichung".
Das operative EBIT (EBIT vor Sondereffekten) lag mit 263,1 Mio. € nur 4,3% unter dem Vorjahreswert (274,9 Mio. €). Die operative EBIT-Marge erreichte 6,7 % (Vorjahr: 7,1 %) und übertraf damit die im Juli 2019 angekündigte Bandbreite von 6,0 bis 6,5 %.
Das niedrige EBIT im vierten Quartal 2019 (41,8 Mio. €) resultiert aus hohen Sonderaufwendungen im Volumen von 49,8 Mio. €. Davon entfielen 36,6 Mio. € auf die Optimierungsmaßnahmen bei Woodworking Machinery and Systems, zudem gab es bei Application Technology einen Sonderaufwand von 6,0 Mio. €, der aus einer Rechtsstreitigkeit resultierte. Das operative EBIT des Konzerns erreichte im vierten Quartal mit 91,6 Mio. € knapp den sehr hohen Vorjahreswert. Die operative EBIT-Marge war im Schlussquartal mit 8,7% höher als im Vorjahreszeitraum und übertraf die Margen der drei vorangegangenen Quartale deutlich.
FINANZERGEBNIS ABGESCHWÄCHT
Das Finanzergebnis schwächte sich im Jahr 2019 auf -21,2 Mio. € ab (Vorjahr: -13,8 Mio. €). Während das Beteiligungsergebnis annähernd konstant blieb, nahm der Zinsaufwand zu. Ein Faktor dafür war die zusätzliche Zinsbelastung von 0,9 Mio. € für das seit Juli bestehende Sustainability-Schuldscheindarlehen. Hinzu kam eine Belastung von 3,0 Mio. € infolge der Anwendung von IFRS 16. Schließlich war ein Einmalaufwand für den Kauf einer zuvor geleasten Immobilie im Zinsergebnis zu buchen.
DEUTLICHER RÜCKGANG IM ERGEBNIS NACH STEUERN
Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich um 20,5 % auf 174,7 Mio. €. Ursächlich dafür waren die höheren Sonderaufwendungen (67,2 Mio. €) und das schwächere Finanzergebnis. Zudem konnten die Zuwächse des operativen EBIT bei den Divisions Paint and Final Assembly Systems und Clean Technology Systems die Rückgänge des operativen EBIT bei Application Technology, Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems nicht kompensieren.
2.38 - EBIT NACH QUARTALEN
2.39 - EBIT VOR SONDEREFFEKTEN NACH QUARTALEN
2.40 - SONDEREFFEKTE IM EBIT
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| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 |
|--------------------------------------|---------|---------|---------|
| Paint and Final Assembly Systems | -2,6 | -2,2 | -2,2 |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| Application Technology | -6,2 | -0,2 | -0,5 |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| ■ Aufwand Neuausrichtung Klebetechnik (Standort Wolfratshausen) | | | |
| ■ Aufwand Rechtsstreitigkeit | | | |
| ■ Ertrag Rechtsstreitigkeiten | | | |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| Clean Technology Systems | -11,2 | -20,1 | -0,7 |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| ■ Aufwand Einstellung Mikrogasturbinengeschäft | | | |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| ■ Nachlaufender Sonderaufwand Übernahme Megtec/ Universal | | | |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| Measuring and Process Systems | -1,6 | -1,5 | -2,4 |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| ■ Aufwand Neuausrichtung Befülltechnik (Agramkow) | | | |
| ■ Aufwand Schließung Tochtergesellschaft in China (Shenlian) | | | |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| Woodworking Machinery and Systems | -45,3 | -8,7 | -8,7 |
| ■ Aufwand Kaufpreisallokation | | | |
| ■ Zukunftssichernde Maßnahmen/Optimierung | | | |
| Corporate Center | -0,3 | -8,7 | |
| ■ Diverse kleinere Sondereffekte | | | |
| ■ Aufwand Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 (Paint and Final Assembly Systems) | | | |
| ■ Verkaufsertrag Dürr-Ecoclean-Gruppe | | | |
| ■ Transaktionskosten Kauf Megtec/Universal | | | |
| ■ Einstellung Geschäftsbetrieb Dürr thermea GmbH | | | |
| Gesamt | -67,2| -41,4| |# 3.3 ERGEBNIS NACH STEUERN NACH QUARTALEN
Der Steueraufwand verringerte sich um 11,3 Mio. € auf 44,9 Mio. €. Dabei profitierten wir davon, dass die Steuerquote mit 25,7 % ähnlich niedrig ausfiel wie im Vorjahr. Eine Ursache dafür war, dass wir bei einer Tochtergesellschaft erstmalig Verlustvorträge aktivieren konnten. Ferner erhielten wir Steuergutschriften für F&E-Aufwendungen im Ausland. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich zwar um 20,6% auf 129,8 Mio. € (Vorjahr: 163,5 Mio. €), erreichte damit aber den oberen Rand der im November formulierten Zielbandbreite von 115 bis 130 Mio. €. Die Umsatzrendite nach Steuern betrug 3,3 % nach 4,2 % im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf 1,79 € (Vorjahr: 2,27 €).
Für das Jahr 2019 schlagen wir eine Dividende von 0,80 € je Aktie vor. Die damit implizierte Verringerung beträgt 20,0 % und orientiert sich am Rückgang des Ergebnisses nach Steuern von 20,6 %. Der Dividendenvorschlag geht einher mit einer Ausschüttungssumme von 55,4 Mio. € und einer Ausschüttungsquote von 43 % des Ergebnisses nach Steuern. Damit übersteigt die Quote unsere übliche Spanne von 30 bis 40 %. Aus dem Dividendenvorschlag ergibt sich ein verbleibender Bilanzgewinn der Dürr AG von 514,5 Mio. € (Vorjahr: 508,4 Mio. €), der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.
SEGMENTBERICHT: DIVISIONS
2.42 - EBIT NACH DIVISIONS
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 61,9 | 56,0 | 70,4 | |
| Application Technology | 57,1 | 68,0 | 64,8 | |
| Clean Technology Systems | 12,1 | -15,0 | 3,3 | |
| Measuring and Process Systems | 38,6 | 59,7 | 64,3 | |
| Woodworking Machinery and Systems | 37,4 | 86,2 | 83,0 | |
| Corporate Center/Konsolidierung | -11,2 | -21,4 | 1,2 | |
| Gesamt | 195,9 | 233,5 | 287,0 |
Tabelle 2.42 zeigt die EBIT-Entwicklung in den Segmenten (Divisions); Erläuterungen dazu und zu weiteren Kennzahlen der Divisions finden Sie auf den Folgeseiten.
Das EBIT des Corporate Centers verbesserte sich im Jahr 2019 auf -11,2 Mio. € und enthielt Sonderaufwendungen von lediglich 0,3 Mio. €. Im Jahr 2018 hatte es sich bei Sonderaufwendungen von 8,7 Mio. € auf -21,4 Mio. € belaufen. Die Konsolidierungseffekte im EBIT des Corporate Centers betrugen -0,1 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Die Kosten des Corporate Centers werden zum größeren Teil durch Umlagen der Konzerngesellschaften gedeckt. Im Gegenzug erbringt das Corporate Center konzerninterne Services, zum Beispiel in den Bereichen Recht, Steuern und Finanzen.
2.43 - UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND MITARBEITER (31.12.2019) NACH DIVISIONS
- UMSATZ (MIO. €): 3.921,5
- AUFTRAGSEINGANG (MIO. €): 4.076,5
- MITARBEITER: 16.493
Paint and Final Assembly Systems
Paint and Final Assembly Systems konnte seinen Auftragseingang 2019 trotz der schwierigen Situation in der Automobilindustrie um 3,1% steigern. Dazu trugen mehrere Turnkey-Projekte in Nordamerika bei, und auch in Indien, Südafrika und China erhielten wir Großaufträge. Das höchste Bestellvolumen erzielten wir im vierten Quartal (509,1 Mio. €). Nordamerika war die Region mit dem größten Anteil am Auftragseingang, knapp gefolgt von Europa. Der chinesische Markt entwickelte sich vorübergehend verhaltener, wenngleich wir dort mehrere Aufträge von E-Mobility-Produzenten erhielten. Vor diesem Hintergrund sank der Anteil der Emerging Markets am Ordervolumen von 63 % auf 47 %. Die Margenqualität des Auftragseingangs hat sich im Vergleich zum Jahr 2018 etwas verbessert. Bei einem leicht höheren Umsatz von 1.243,8 Mio. € (+0,7%) erreichte die Book-to-Bill-Ratio 1,08. Die EBIT-Marge verbesserte sich deutlich und lag mit 5,0 % in der Mitte der prognostizierten Spanne von 4,6 bis 5,5 %. Basis dafür war ein EBIT-Plus von 10,5% auf 61,9 Mio. €. Nachdem die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr noch von margenschwächeren Altaufträgen geprägt war, setzte ab der Jahresmitte ein positiver Trend ein, der im vierten Quartal zu einer hohen EBIT-Marge von 6,9 % führte. Dabei profitierte die Division auch von positiven Effekten aus dem Optimierungsprogramm FOCUS 2.0.
Die Investitionen von Paint and Final Assembly Systems erhöhten sich nach dem niedrigen Vorjahreswert deutlich auf 23,7 Mio. € (+15,2 Mio. €). Ein Grund dafür war, dass infolge von IFRS 16 erstmals auch Zugänge zu Nutzungsrechten für Leasing-Vermögenswerte zu berücksichtigen waren. Darüber hinaus haben wir am polnischen Standort Radom in eine neue Produktionshalle und ein Bürogebäude investiert. Das Capital Employed von Paint and Final Assembly Systems stieg aufgrund von verzögerten Kundenzahlungen deutlich an. Durch aktives Gegensteuern konnten wir das Net Working Capital und damit das Capital Employed im vierten Quartal aber deutlich reduzieren.
Application Technology
Application Technology erzielte bei einem leichten Bestellplus von 1,3 % einen Rekordauftragseingang von 640,8 Mio. €. Basis dafür war ein starkes viertes Quartal, in dem die Bestellungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,5% auf 184,6 Mio. € stiegen. Das Service-Geschäft verringerte sich etwas, da viele Automobillackierereien eine niedrige Auslastung aufwiesen und entsprechend weniger Ersatzteile benötigt wurden. Der Umsatz der Division sank um 9,2 % auf 592,8 Mio. €. Dabei machte sich auch der verhaltene Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2018 bemerkbar. Dagegen werden sich die umfangreichen Bestellungen im vierten Quartal 2019 erst 2020 auf den Umsatz auswirken. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte infolge des hohen Bestellvolumens einen Wert von 1,08.
Dass das EBIT um 16,0% auf 57,1 Mio. € sank, resultierte neben dem Umsatzrückgang vor allem aus einem Sonderaufwand von 6,0 Mio. € im Kontext eines Rechtsstreits. Bereinigt um sämtliche Sonderaufwendungen betrug die EBIT-Marge 10,7 % und erreichte den Zielkorridor von 10,0 bis 11,0%. Im Non-Automotive-Geschäft mit Industrielackiertechnik (Industrial Products) konnten wir die Verluste bei steigendem Umsatz weiter reduzieren. Die Investitionen bewegten sich mit 12,3 Mio. € auf dem Normalniveau. Der Anstieg des Capital Employed ist auf das veränderte Zahlungsverhalten vieler Kunden zurückzuführen.
2.44 - KENNZAHLEN PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS
| scroll Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.341,0 | 1.300,4 | 1.142,3 | 394,1 | 194,4 | 243,4 |
| Umsatz | 1.243,8 | 1.235,7 | 1.175,2 | 311,1 | 293,6 | 319,9 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -618,5 | -571,8 | -487,4 | -142,5 | -141,1 | -158,5 |
| EBITDA | 84,2 | 70,4 | 84,7 | 18,1 | 17,5 | 21,2 |
| EBIT | 61,9 | 56,0 | 70,4 | 12,7 | 11,9 | 15,3 |
| EBIT vor Sondereffekten | 64,5 | 58,1 | 72,6 | 13,7 | 12,5 | 15,8 |
| EBIT-Marge (%) | 5,0 | 4,5 | 6,0 | 4,1 | 4,1 | 4,8 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 5,2 | 4,7 | 6,2 | 4,4 | 4,3 | 5,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -22,4 | 117,0 | -35,8 | -35,1 | -73,1 | -18,1 |
| Investitionen | 23,7 | 8,4 | 22,2 | 5,3 | 5,4 | 6,1 |
| Capital Employed | 132,5 | 6,5 | 53,9 | 91,6 | 174,9 | 209,5 |
| ROCE (%) | 46,7 | >100 | >100 | 55,3 | 27,3 | 29,2 |
| Mitarbeiter | 3.634 | 3.472 | 3.457 | 3.514 | 3.542 | 3.594 |
| scroll Mio. € | Q4 2019 |
|---|---|
| Auftragseingang | 509,1 |
| Umsatz | 319,1 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -176,4 |
| EBITDA | 27,5 |
| EBIT | 22,0 |
| EBIT vor Sondereffekten | 22,5 |
| EBIT-Marge (%) | 6,9 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 7,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 103,9 |
| Investitionen | 6,9 |
| Capital Employed | 132,5 |
| ROCE (%) | 66,3 |
| Mitarbeiter | 3.634 |
2.45 - KENNZAHLEN APPLICATION TECHNOLOGY
| scroll Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 640,8 | 632,4 | 586,5 | 159,6 | 145,5 | 151,1 |
| Umsatz | 592,8 | 652,6 | 622,4 | 139,4 | 132,3 | 155,5 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -240,9 | -240,6 | -209,7 | -24,1 | -56,1 | -73,7 |
| EBITDA | 70,6 | 79,4 | 76,4 | 17,8 | 16,6 | 19,6 |
| EBIT | 57,1 | 68,0 | 64,8 | 14,6 | 13,2 | 16,3 |
| EBIT vor Sondereffekten | 63,3 | 68,2 | 65,3 | 14,7 | 13,2 | 16,3 |
| EBIT-Marge (%) | 9,6 | 10,4 | 10,4 | 10,5 | 10,0 | 10,5 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 10,7 | 10,4 | 10,5 | 10,6 | 10,0 | 10,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 21,4 | 13,4 | 50,9 | 1,3 | -13,4 | 24,4 |
| Investitionen | 12,3 | 11,8 | 26,2 | 2,4 | 3,4 | 2,9 |
| Capital Employed | 320,9 | 275,1 | 222,2 | 294,8 | 323,2 | 313,1 |
| ROCE (%) | 17,8 | 24,7 | 29,2 | 19,8 | 16,3 | 20,8 |
| Mitarbeiter | 2.306 | 2.246 | 2.063 | 2.271 | 2.251 | 2.306 |
| scroll Mio. € | Q4 2019 |
|---|---|
| Auftragseingang | 184,6 |
| Umsatz | 165,7 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -87,0 |
| EBITDA | 16,6 |
| EBIT | 13,1 |
| EBIT vor Sondereffekten | 19,1 |
| EBIT-Marge (%) | 7,9 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 11,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 9,2 |
| Investitionen | 3,6 |
| Capital Employed | 320,9 |
| ROCE (%) | 16,3 |
| Mitarbeiter | 2.306 |
2.46 - KENNZAHLEN CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
| scroll Mio. € | 2019 | 2018¹ | 2017 | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 449,1 | 258,2 | 164,9 | 112,6 | 95,5 | 126,0 |
| Umsatz | 395,3 | 226,7 | 185,6 | 88,3 | 92,1 | 91,6 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -216,4 | -121,3 | -99,9 | -51,1 | -53,3 | -47,9 |
| EBITDA | 25,2 | 1,6 | 6,0 | 2,5 | 4,6 | 7,0 |
| EBIT | 12,1 | -15,0 | 3,3 | -0,7 | 1,4 | 3,7 |
| EBIT vor Sondereffekten | 23,3 | 5,1 | 4,0 | 1,2 | 4,1 | 6,6 |
| EBIT-Marge (%) | 3,1 | -6,6 | 1,8 | -0,8 | 1,5 | 4,1 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 5,9 | 2,3 | 2,2 | 1,4 | 4,4 | 7,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 18,8 | 9,5 | -11,5 | -18,9 | 7,8 | 13,7 |
| Investitionen | 3,7 | 3,0 | 3,8 | 0,4 | 0,8 | 1,4 |
| Capital Employed | 156,5 | 153,9 | 60,6 | 177,0 | 166,8 | 165,0 |
| ROCE (%) | 7,7 | -9,7 | 5,5 | -1,6 | 3,3 | 9,0 |
| Mitarbeiter | 1.418 | 1.472 | 603 | 1.443 | 1.427 | 1.425 |
| scroll Mio. € | Q4 2019 |
|---|---|
| Auftragseingang | 115,0 |
| Umsatz | 123,4 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -64,2 |
| EBITDA | 11,1 |
| EBIT | 7,7 |
| EBIT vor Sondereffekten | 11,3 |
| EBIT-Marge (%) | 6,3 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 9,2 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 16,2 |
| Investitionen | 1,2 |
| Capital Employed | 156,5 |
| ROCE (%) | 19,8 |
| Mitarbeiter | 1.418 |
¹ Die erworbene Megtec/Universal-Gruppe wird seit 5. Oktober 2018 konsolidiert.
Clean Technology Systems
Bei Clean Technology Systems ist zu berücksichtigen, dass die erworbene Megtec/Universal-Gruppe 2019 erstmals ganzjährig einbezogen wurde, während die Konsolidierung im Vorjahr erst am 5. Oktober begann. Das kräftige Bestellplus von 74,0 % ist größtenteils auf diesen Effekt zurückzuführen. Allerdings erzielte Clean Technology Systems auch organisch ein Bestellplus im oberen einstelligen Prozentbereich. Eine exakte Ermittlung des Zuwachses ist aufgrund der Verschmelzung von Tochtergesellschaften im Zuge der Integration von Megtec/Universal nicht möglich. Der Umsatz wuchs im Jahr 2019 um 74,4 % auf 395,3 Mio.# 2.47 - KENNZAHLEN MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017¹ | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 425,9 | 403,3 | 543,0 | 105,1 | 123,5 | 101,6 |
| Umsatz | 410,4 | 456,5 | 511,1 | 91,9 | 95,1 | 106,6 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -142,2 | -162,3 | -184,9 | -27,4 | -34,0 | -36,0 |
| EBITDA | 50,5 | 68,0 | 71,9 | 9,9 | 8,9 | 13,9 |
| EBIT | 38,6 | 59,7 | 64,3 | 6,8 | 6,0 | 11,4 |
| EBIT vor Sondereffekten | 40,2 | 61,3 | 66,6 | 7,2 | 6,3 | 11,5 |
| EBIT-Marge (%) | 9,4 | 13,1 | 12,6 | 7,4 | 6,3 | 10,7 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 9,8 | 13,4 | 13,0 | 7,8 | 6,6 | 10,7 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 48,2 | 31,3 | 55,4 | 21,3 | 6,6 | 10,6 |
| Investitionen | 18,0 | 6,6 | 5,6 | 1,6 | 2,7 | 4,5 |
| Capital Employed | 313,7 | 282,7 | 253,2 | 293,5 | 293,8 | 298,8 |
| ROCE (%) | 12,3 | 21,1 | 24,5 | 9,3 | 8,1 | 15,2 |
| Mitarbeiter | 2.293 | 2.279 | 2.279 | 2.306 | 2.309 | 2.326 |
| Mio. € | Q4 2019 |
|---|---|
| Auftragseingang | 95,8 |
| Umsatz | 116,9 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -44,9 |
| EBITDA | 17,7 |
| EBIT | 14,4 |
| EBIT vor Sondereffekten | 15,3 |
| EBIT-Marge (%) | 12,4 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 13,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 9,7 |
| Investitionen | 9,3 |
| Capital Employed | 313,7 |
| ROCE (%) | 18,4 |
| Mitarbeiter | 2.293 |
¹ Die Angaben für 2017 enthalten noch die Ergebnisse der veräußerten Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017.
2.48 - KENNZAHLEN WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2017 | Q1 2019 | Q2 2019 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.219,6 | 1.336,8 | 1.366,3 | 334,6 | 256,2 | 316,5 |
| Umsatz | 1.279,1 | 1.298,3 | 1.218,8 | 319,2 | 317,5 | 320,1 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -524,9 | -536,1 | -491,1 | -136,8 | -124,0 | -129,0 |
| EBITDA | 85,8 | 125,5 | 120,2 | 29,8 | 28,8 | 29,4 |
| EBIT | 37,4 | 86,2 | 83,0 | 18,4 | 16,7 | 17,0 |
| EBIT vor Sondereffekten | 82,7 | 94,9 | 91,7 | 20,5 | 18,8 | 19,2 |
| EBIT-Marge (%) | 2,9 | 6,6 | 6,8 | 5,8 | 5,2 | 5,3 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 6,5 | 7,3 | 7,5 | 6,4 | 5,9 | 6,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 131,5 | 45,4 | 107,1 | 1,6 | 25,3 | 26,1 |
| Investitionen | 41,8 | 41,3 | 26,2 | 11,6 | 12,5 | 11,0 |
| Capital Employed | 411,6 | 441,6 | 381,1 | 502,6 | 499,7 | 496,3 |
| ROCE (%) | 9,1 | 19,5 | 21,8 | 14,6 | 13,3 | 13,7 |
| Mitarbeiter | 6.569 | 6.593 | 6.371 | 6.633 | 6.592 | 6.615 |
| Mio. € | Q4 2019 |
|---|---|
| Auftragseingang | 312,3 |
| Umsatz | 322,3 |
| Materialkosten (konsolidiert) | -135,0 |
| EBITDA | -2,2 |
| EBIT | -14,6 |
| EBIT vor Sondereffekten | 24,2 |
| EBIT-Marge (%) | -4,5 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten (%) | 7,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 78,4 |
| Investitionen | 6,7 |
| Capital Employed | 411,6 |
| ROCE (%) | -14,2 |
| Mitarbeiter | 6.569 |
Measuring and Process Systems
Measuring and Process Systems steigerte den Auftragseingang im Jahr 2019 um 5,6 % auf 425,9 Mio. €, wobei das vierte Quartal verhalten verlief. Der Umsatz sank dagegen um 10,1%. Eine Ursache dafür war der moderate Auftragseingang im vierten Quartal 2018, das gleichzeitig von außerordentlich hohen Erlösen geprägt war. Das Geschäft mit Auswuchttechnik für Komponenten von Verbrennungsmotoren (zum Beispiel Turbolader und Kurbelwellen) ging deutlich zurück, im Gesamtkonzern machte es allerdings nur rund 1% des Umsatzes aus. Die Book-to-Bill-Ratio betrug 1,04. Der deutliche Umsatzrückgang bewirkte im Verbund mit hohen F&E-Ausgaben für die Digitalisierung, dass sich das EBIT um 35,4 % auf 38,6 Mio. € verringerte. Die EBIT-Marge erreichte mit 9,4% nicht ganz den Zielkorridor von 10,0 % bis 11,0 %. Im vierten Quartal - üblicherweise der stärkste Jahresabschnitt bei Measuring and Process Systems -erreichte sie abrechnungsbedingt jedoch einen sehr guten Wert von 12,4%. Die Investitionen von Measuring and Process Systems erhöhten sich um 11,5 Mio. € auf 18,0 Mio. €. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Anwendung von IFRS 16 zurückzuführen, zudem wurde im Software-Bereich investiert.
Woodworking Machinery and Systems
Woodworking Machinery and Systems verzeichnete im Jahr 2019 einen ausgeprägten Nachfragerückgang im Geschäft mit der Möbelindustrie. Davon war insbesondere das Systemgeschäft mit kompletten Produktionslinien betroffen. Der Auftragseingang der Division sank um 8,8 % auf 1.219,6 Mio. €, wobei er in der zweiten Jahreshälfte nur knapp unter dem Wert des Vorjahreszeitraums lag. In China blieb die Nachfrage zunächst verhalten, ein im dritten Quartal erteilter Großauftrag ließ den Auftragseingang für das Gesamtjahr aber ansteigen. Dank des hohen Auftragsbestands am Jahresanfang 2019 konnte die Division den Umsatzrückgang auf 1,5% begrenzen. Die Book-to-Bill-Ratio von 0,95 ist das Resultat des verhaltenen Auftragseingangs. Mit Blick auf das schwierige Marktumfeld, strukturelle Überkapazitäten und Prozessdefizite haben wir im vierten Quartal 2019 ein Maßnahmenpaket für deutliche Effizienzsteigerungen bei Woodworking Machinery and Systems angekündigt. Damit setzt die Division den nach dem Kauf der HOMAG Group im Jahr 2014 eingeschlagenen Optimierungskurs fort. Die Maßnahmen sollen ab 2021 jährliche Einsparungen von rund 20 Mio. € erbringen. Sie umfassen unter anderem die Stilllegung der Produktion am Standort Hemmoor (Niedersachsen) sowie weitere Personalanpassungen. Insgesamt werden bis Ende 2020 rund 350 Stellen entfallen. Weitere Bestandteile des Optimierungspakets sind Prozessverbesserungen, die Reorganisation des HOMAG-Produktionssystems und die Zusammenlegung der Geschäftsfelder Systems und Automation. Das Maßnahmenpaket ist mit Einmalaufwendungen in Höhe von 40 Mio. € verbunden, von denen 36,6 Mio. € im vierten Quartal 2019 anfielen. Weitere 8,7 Mio. € fielen im Rahmen der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group an, sodass sich die Sondereffekte bei Woodworking Machinery and Systems im Jahr 2019 auf insgesamt 45,3 Mio. € summierten. Das EBIT verringerte sich vor allem infolge der Sondereffekte um 56,6 % auf 37,4 Mio. €, die EBIT-Marge betrug 2,9 % nach 6,6 % im Vorjahr. Das operative EBIT sank um 12,8%. Maßgeblich dafür waren der Erlösrückgang, ein veränderter Umsatzmix sowie Auslastungsdefizite, hohe Kosten und teils ineffiziente Abläufe. Die operative EBIT-Marge betrug 6,5% nach 7,3% im Vorjahr. Die Investitionen blieben mit 41,8 Mio. € ungefähr konstant und betrafen vor allem Digital- und IT-Projekte sowie Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung. Der Rückgang des Capital Employed resultierte unter anderem aus niedrigeren Vorräten.
Finanzwirtschaftliche Entwicklung
FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT
Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement hat die Aufgabe, Erträge und Finanzierungskosten zu optimieren, finanzwirtschaftliche Risiken zu reduzieren und Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern zu schaffen. Das oberste Prinzip der Liquiditätssteuerung ist, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und bei Bedarf an die Konzerngesellschaften ausgereicht. Auch das Liquiditätsmanagement obliegt der Dürr AG. Ihr Cash-Pooling-System bündelt alle flüssigen Mittel des Konzerns, sofern keine einzelstaatlichen Regelungen für den Kapitalverkehr dagegensprechen. In Ländern, wo dies der Fall ist (zum Beispiel China und Indien), finanzieren sich unsere Landesgesellschaften weitgehend lokal. Das Konzern-Treasury legt überschüssige Mittel an und folgt dabei unserer Richtlinie für das Financial Asset Management. Mit 662,0 Mio. € lag die Liquidität Ende 2019 geringfügig über dem Vorjahresniveau (655,0 Mio. €) und erreichte einen Anteil von 17,1% an der Bilanzsumme (31.12.2018: 18,1%). Unser Net Working Capital Management hat das Ziel, die Innenfinanzierungskraft zu stärken und die Mittelbindung zu senken. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und ROCE. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im "Risikobericht".
FINANZIERUNGSSTRUKTUR DES DÜRR-KONZERNS
Im Jahr 2019 haben wir unsere Konzernfinanzierung weitgehend erneuert und die Verzinsung dabei zum Teil an die Nachhaltigkeits-Performance des Dürr-Konzerns gekoppelt. Die beiden neuen, nachhaltigkeitsorientierten Finanzierungsinstrumente sind:
- Sustainability-Schuldscheindarlehen: Im Juni 2019 haben wir als weltweit erstes Unternehmen ein Sustainability-Schuldscheindarlehen über 200 Mio. € platziert. Seine Verzinsung ist an das von der Agentur EcoVadis erstellte Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns gekoppelt. Der Zinssatz sinkt oder steigt, je nachdem, wie sich bestimmte Nachhaltigkeitskriterien entwickeln, zum Beispiel CO2-Ausstoß oder Wasserverbrauch. Das Gesamtvolumen von 200 Mio. € ist uns im Juli zugeflossen und verteilt sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sechs, acht und zehn Jahren. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 0,84 %. Das Schuldscheindarlehen dient als Anschlussfinanzierung für die unten beschriebene Unternehmensanleihe, die 2021 auslaufen wird.
- Konsortialkredit: Seit Ende Juli 2019 steht uns ein syndizierter Kredit über 750 Mio. € zur Verfügung. Wie bei dem neuen Schuldscheindarlehen hängt seine Verzinsung unter anderem vom Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns ab. Der Kredit teilt sich auf in eine Barlinie über 500 Mio. € und eine Avallinie über 250 Mio. €. Die zunächst bis 2024 vereinbarte Laufzeit kann mit Zustimmung der Banken zwei Mal um jeweils ein Jahr verlängert werden.# 2.49 - FINANZVERBINDLICHKEITEN
Den 2014 arrangierten Vorgängerkredit (250 Mio. € Barlinie, 215 Mio. € Avallinie), der 2021 fällig gewesen wäre, haben wir im Jahr 2019 ohne Vorfälligkeitsgebühren zurückgeführt. Die Konditionen des neuen Konsortialkredits sind deutlich attraktiver als die des Vorgängerkredits. Weitere Bausteine unserer Konzernfinanzierung sind:
- Schuldscheindarlehen: Unser im Jahr 2016 platziertes Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € setzt sich aus drei gleich großen Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren zusammen und wird mit durchschnittlich 1,6 % p.a. verzinst.
- Unternehmensanleihe: Die im Jahr 2014 emittierte Unternehmensanleihe über nominal 300 Mio. € hat eine Laufzeit bis 2021 und einen Kupon von 2,875% (Effektivverzinsung: 3,085%). Ende 2019 rentierte sie mit 0,6 %. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich.
- Leasing: Ende 2019 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 auf 107,1 Mio. €. Am Vorjahresstichtag wurden gemäß IAS 17 nur die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (7,2 Mio. €) als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
- Bilaterale Kreditfazilitäten: Ihr Volumen belief sich zum Bilanzstichtag 2019 auf 4,1 Mio. € (31.12.2018: 9,3 Mio. €).
- Sonstiges: Wir nutzen Geld- und Kapitalmarktinstrumente. Hinzu kommen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form von Forderungsverkäufen (vor allem Forfaitierungen), sie erreichten im Jahr 2019 ein Volumen von 22,0 Mio. €.
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Anleihe/Schuldscheindarlehen | 798,2 | 598,0 | 597,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,4 | 1,0 | 1,9 |
| Leasingverbindlichkeiten | 107,1 | 7,2 | 5,8 |
| Sonstige zinstragende Verbindlichkeiten | 7,3 | 7,8 | 8,3 |
| Zinsabgrenzung | 10,1 | 9,3 | 9,4 |
| Gesamt | 923,1 | 623,3 | 622,6 |
| davon innerhalb eines Jahres fällig | 38,0 | 12,5 | 12,7 |
Der deutliche Anstieg der Finanzverbindlichkeiten um 48,1 % auf 923,1 Mio. € zum 31. Dezember 2019 resultierte aus der Begebung des Sustainability-Schuldscheindarlehens und der erstmaligen Einbeziehung der Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16. Zum Jahresende 2019 standen uns Kredit- und Avallinien im Gesamtvolumen von 1.474,9 Mio. € zur Verfügung, davon wurden 476,7 Mio. € in Anspruch genommen. Die Barlinien des bisherigen und des neuen syndizierten Kredits blieben im Jahr 2019 ungenutzt. Neben der Avallinie aus dem syndizierten Kredit existieren weitere Avallinien über 301,4 Mio. €, die von Versicherungen und Banken bereitgestellt werden.
2.50 - CASHFLOWS
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 171,9 | 162,3 | 119,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -231,8 | -30,1 | -17,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 60,8 | -134,0 | -152,2 |
2.51 - ERMITTLUNG CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND FREE CASHFLOW
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 174,7 | 219,7 | 267,3 |
| Abschreibungen | 112,6 | 93,4 | 80,7 |
| Zinsergebnis | 27,6 | 20,9 | 21,6 |
| Ertragsteuerzahlungen | -64,2 | -93,0 | -74,8 |
| Veränderung Rückstellungen | 18,8 | -29,9 | 43,7 |
| Veränderung Net Working Capital | -64,8 | -51,6 | -178,5 |
| Sonstiges | -32,7 | 2,7 | -40,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 171,9 | 162,3 | 119,8 |
| Zinszahlungen (netto) | -20,2 | -12,0 | -17,9 |
| Tilgung Leasingverbindlichkeiten | -27,4 | 0,0 | 0,0 |
| Investitionen | -79,4 | -71,9 | -87,5 |
| Free Cashflow | 44,9 | 78,4 | 14,3 |
| Sonstige Zahlungsströme | -69,8 | -222,4 | 3,3 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -24,9 | -144,0 | 17,6 |
1 In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Jahr 2019 um 9,6 Mio. € auf 171,9 Mio. €. Der Anstieg des Net Working Capital (NWC) fiel mit 64,8 Mio. € etwas stärker aus als im Vorjahr (51,6 Mio. €). Allerdings hatten wir unterjährig einen weitaus höheren NWC-Anstieg zu verzeichnen, den wir im vierten Quartal teilweise revidieren konnten: Im Vergleich zum 30. September 2019 verringerte sich das NWC zum Jahresende um 146,1 Mio. €, folglich erzielten wir im Schlussquartal hohe Werte bei operativem Cashflow (233,2 Mio. €) und Free Cashflow (203,0 Mio. €). Maßgeblich für den NWC-Aufbau im Gesamtjahr waren verzögerte Zahlungen unserer Kunden, dagegen konnten wir die Vorräte reduzieren. Neben dem Net Working Capital wurde der Cashflow durch Rückstellungszuführungen im Kontext der Optimierungsmaßnahmen bei Woodworking Machinery and Systems beeinflusst. Die Steuerzahlungen gingen im Jahr 2019 zurück, während im Vorjahr stichtagsbezogen höhere Steuerzahlungen angefallen waren.
2.52 - FREE CASHFLOW NACH QUARTALEN
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2019 auf -231,8 Mio. € nach -30,1 Mio. € im Vorjahr. Der Mittelabfluss resultierte insbesondere aus der Anlage von Termingeldern in Höhe von 159,4 Mio. € sowie aus Zahlungen von 79,4 Mio. € für Investitionen. Letztere enthalten keine Investitionen in Leasing-Vermögenswerte, da diese zum Zeitpunkt der Investition nicht zahlungswirksam sind. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 60,8 Mio. € nach -134,0 Mio. € im Vorjahr. Größere Abflüsse waren die Dividendenausschüttung (69,2 Mio. €), die Zinszahlungen für die Unternehmensanleihe und die Schuldscheindarlehen sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16. Mittelerhöhend wirkte sich die Begebung des Sustainability-Schuldscheindarlehens aus. Der Free Cashflow reduzierte sich von 78,4 Mio. € im Jahr 2018 auf 44,9 Mio. €. Er beinhaltet neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten) und gibt Auskunft über die Mittel, die nach allen Ausgaben einer Periode frei zur Verfügung stehen. Aus der Free-Cashflow-Darstellung in Tabelle 2.51 ergibt sich für 2019 eine Veränderung des Nettofinanzstatus von -24,9 Mio. €. Eine wichtige Größe in den sonstigen Zahlungsströmen war die Auszahlung der Dividende von 69,2 Mio. € für 2018. Sie beeinflusste den Nettofinanzstatus erheblich.
2.53 - ERMITTLUNG NETTOFINANZSTATUS
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| + Schecks, Kassen und Guthaben Kreditinstitute -netto | 662,0 | 655,0 | 659,9 |
| + Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen aus Finanztätigkeit | 1,9 | 0,0 | 0,0 |
| + Wertpapiere und Termingelder | 159,9 | 0,5 | 139,0 |
| - Anleihen | 299,2 | 298,6 | 298,0 |
| - Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 0,4 | 1,0 | 1,9 |
| - Schuldscheindarlehen | 499,1 | 299,4 | 299,3 |
| - Zinsabgrenzung für Finanz-Verbindlichkeiten | 10,1 | 9,3 | 9,4 |
| - Leasingverbindlichkeiten | 107,1 | 7,2 | 5,8 |
| - Sonstige Darlehen | 7,3 | 7,8 | 8,3 |
| = Nettofinanzstatus | -99,3 | 32,3 | 176,3 |
OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE
2.54 - STEUERUNGSGRÖSSEN
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang Mio.€ | 4.076,5 | 3.930,9 | 3.803,0 |
| Umsatz Mio. € | 3.921,5 | 3.869,8 | 3.713,2 |
| EBIT Mio. € | 195,9 | 233,5 | 287,0 |
| EBIT-Marge % | 5,0 | 6,0 | 7,7 |
| ROCE % | 16,9 | 24,0 | 38,6 |
Die wichtigsten Steuerungskennzahlen für den Dürr-Konzern sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT/EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed). Insbesondere auf Konzernebene spielen auch der operative Cashflow und der Free Cashflow eine zentrale Rolle. Auf Division-Ebene stehen zusätzlich die Auftragsmargen und das Net Working Capital im Fokus. Das Net Working Capital übt wiederum entscheidenden Einfluss auf die Cashflow-Entwicklung aus.
Wir ermitteln regelmäßig auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens unterstützen. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden immer wichtiger, dienen aber nicht vorrangig der Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf auftauende Entscheidungen zu. Eine ausführliche Analyse der nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren finden Sie in der nichtfinanziellen Konzernerklärung.
Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus resultierenden Umsatzes erlaubt eine vorausschauende Kapazitätsplanung. In der Regel folgt die Umsatzrealisierung dem Auftragseingang mit einem Zeitversatz von sechs bis zwölf Monaten. Der Auftragseingang des Jahres 2019 (4.076,5 Mio. €) erreichte das obere Ende des Zielkorridors (3.800 bis 4.100 Mio. €) und verschafft uns eine hohe Visibilität bezüglich der Umsatzrealisierung im Jahr 2020. Durch die Analyse der Margen im Auftragseingang des Jahres 2019 können wir die Ertragsentwicklung 2020 schon gut abschätzen.
Anhand von EBIT und EBIT-Marge messen wir unsere Ertragskraft. Im Jahr 2019 verringerte sich das EBIT vorwiegend durch Sondereffekte auf 195,9 Mio. € (Vorjahr: 233,5 Mio. €). Die EBIT-Marge lag mit 5,0 % leicht über der im November 2019 angepassten Zielbandbreite von 4,4 bis 4,9 %. Bitte beachten Sie zur Anpassung der Ergebnisprognose das Kapitel "Gesamtaussage des Vorstands und Zielerreichung".
Der ROCE zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erwirtschaften, und bildet damit die Basis für eine effiziente Kapitalallokation. Das Capital Employed berücksichtigt alle Aktiva ohne liquide Mittel und ohne Finanzanlagen, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten. Im Jahr 2019 ging der ROCE auf 16,9% zurück (Vorjahr: 24,0%), was sowohl an der höheren Kapitalbindung als auch an dem niedrigeren EBIT lag. Allerdings sind auch 16,9 % angesichts der schwierigen Situation in unseren Märkten ein guter Wert. Zudem haben wir damit die Kapitalkosten deutlich übertroffen.
2.55 - WERTBEITRAG
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Capital Employed (31.12.) Mio. € | 1.160,6 | 971,9 | 738,9 |
| ROCE % | 16,9 | 24,0 | 38,6 |
| NOPAT Mio. € | 137,1 | 163,5 | 200,9 |
| Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) % | 8,42 | 9,00 | 7,88 |
| EVA Mio. |
Der ROCE (Return on Capital Employed) gibt die Rendite des im Unternehmen eingesetzten Kapitals an. Die ROCE-Kennzahl (in %) ermittelt sich wie folgt: (EBIT/Capital Employed) x 100. Der Economic Value Added (EVA) zeigt den Mehrwert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert. Seit 2011 konnten wir einen hohen Wertzuwachs erzielen, allerdings war er 2019 niedriger als in den Vorjahren. Die Kapitalkosten ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital: WACC). Bei der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von Peer-Group-Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Im Jahr 2019 waren die Kapitalkosten aufgrund des rückläufigen Zinsniveaus niedriger als im Vorjahr. Der EVA wird wie folgt ermittelt: EVA = NOPAT – (WACC x Capital Employed). NOPAT = Net Operating Profit After Taxes/EBIT nach fiktiven Steuern. WACC = Weighted Average Cost of Capital/Gewichteter Kapitalkostensatz.
Beim Leistungsindikator ROCE gilt: Zusätzlicher Wert entsteht, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die durchschnittlichen Kapitalkosten. Im Jahr 2019 war dies in vier von fünf Divisionen der Fall. Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Measuring and Process Systems erzielten einen ROCE von deutlich über 10 %. Bei Woodworking Machinery and Systems übertraf der ROCE die Kapitalkosten leicht, obwohl das Ergebnis von den Sonderaufwendungen für die Optimierungsmaßnahmen belastet wurde. Der ROCE von Clean Technology Systems verbesserte sich erwartungsgemäß deutlich; 2020 dürfte er weiter zulegen und die Kapitalkosten übertreffen.
2.56 – ROCE DER DIVISIONS
| % 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 46,7 | >100 | >100 |
| Application Technology | 17,8 | 24,7 | 29,2 |
| Clean Technology Systems | 7,7 | -9,7 | 5,5 |
| Measuring and Process Systems | 12,3 | 21,1 | 24,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 9,1 | 19,5 | 21,8 |
EIGENKAPITAL ERSTMALS ÜBER 1 MRD. €
2.57 – BILANZKENNZAHLEN
| 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Nettofinanzstatus (31.12.) | -99,3 | 32,3 | 176,3 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA | -0,3 | - | - |
| Gearing (31.12.) | 8,7 | -3,4 | -24,3 |
| Net Working Capital (NWC) (31.12.) | 502,7 | 441,4 | 373,7 |
| Days Working Capital | 46,1 | 41,1 | 36,2 |
| Umschlagdauer Vorräte | 46,7 | 49,8 | 44,4 |
| Umschlagdauer Forderungen/Days Sales Outstanding | 53,8 | 56,1 | 51,7 |
| Anlagendeckungsgrad (31.12.) | 78,9 | 79,7 | 81,1 |
| Vermögensdeckungsgrad (31.12.) | 158,8 | 142,9 | 152,0 |
| Anlagenintensität (31.12.) | 34,1 | 34,4 | 31,6 |
| Umlaufintensität (31.12.) | 65,9 | 65,6 | 68,4 |
| Anlagenabnutzungsgrad | 41,4 | 38,5 | 36,1 |
| Anlagenabschreibungsquote | 6,1 | 6,4 | 6,5 |
| Liquidität ersten Grades (31.12.) | 37,1 | 35,7 | 36,2 |
| Liquidität zweiten Grades (31.12.) | 69,1 | 66,5 | 64,8 |
| Eigenkapitalquote (31.12.) | 26,9 | 27,4 | 25,6 |
| Bilanzsumme (31.12.) | 3.882,3 | 3.614,4 | 3.511,6 |
Die Bilanzsumme stieg zum Jahresende 2019 um 267,9 Mio. € (+7,4 %) auf 3.882,3 Mio. €. Dies resultierte vor allem aus der Begebung des Sustainability-Schuldscheindarlehens (nominal 200 Mio. €) und der erstmaligen Aktivierung von Leasing-Vermögenswerten im Zuge des IFRS 16 (92,2 Mio. €). Bereinigt um Wechselkursveränderungen erhöhte sich das Net Working Capital zum 31. Dezember 2019 um 64,8 Mio. € auf 502,7 Mio. €. Bei den Vorräten erreichten wir eine Reduktion um 26,2 Mio. €. Während die flüssigen Mittel mit 662,0 Mio. € nur geringfügig zunahmen (31.12.2018: 655,0 Mio. €), erhöhte sich die Gesamtliquidität deutlich auf 822,1 Mio. € (31.12.2018: 655,6 Mio. €), da Mittel aus dem Schuldscheindarlehen in Termingeldern angelegt wurden. Letztere sind in den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten enthalten.
2.58 – LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.)
| Mio. € 2019 | in % der Bilanzsumme | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 644,0 | 16,6 | 651,3 | 592,7 |
| Sachanlagen | 525,4 | 13,5 | 433,8 | 408,4 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 153,0 | 3,9 | 159,1 | 109,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.322,4 | 34,1 | 1.244,3 | 1.110,1 |
| Vorräte | 509,2 | 13,1 | 535,4 | 457,6 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 519,1 | 13,4 | 478,3 | 488,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 570,3 | 14,6 | 566,7 | 522,4 |
| Liquide Mittel | 662,0 | 17,1 | 655,0 | 659,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 299,4 | 7,7 | 134,6 | 273,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.560,0 | 65,9 | 2.370,1 | 2.401,4 |
2.59 – EIGENKAPITAL (31.12.)
| Mio. € 2019 | in % der Bilanzsumme | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 177,2 | 4,6 | 177,2 | 177,2 |
| Sonstiges Eigenkapital | 853,5 | 22,0 | 800,1 | 708,7 |
| Eigenkapital Aktionäre | 1.030,6 | 26,6 | 977,3 | 885,9 |
| Nicht beherrschende Anteile | 12,7 | 0,3 | 14,9 | 14,6 |
| Summe Eigenkapital | 1.043,4 | 26,9 | 992,2 | 900,5 |
Das Eigenkapital stieg zum Jahresende 2019 um 51,2 Mio. € auf 1.043,4 Mio. € und überschritt damit erstmals die Marke von 1 Mrd. €. Erhöhenden Einfluss hatte vor allem das Ergebnis nach Steuern, während die Dividendenzahlung für 2018 mindernd wirkte. Andere eigenkapitalrelevante Effekte, zum Beispiel die Veränderung der Wechselkurse, neutralisierten sich weitestgehend. Die deutliche Bilanzausweitung ließ die Eigenkapitalquote leicht auf 26,9 % zurückgehen (31.12.2018: 27,4%). Unsere Zielmarke beträgt weiterhin 30 %. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 8,3% auf 2.838,9 Mio. €, da die darin enthaltenen Finanzverbindlichkeiten durch das neue Schuldscheindarlehen und die Anwendung von IFRS 16 um 299,8 Mio. € zunahmen. Dagegen verringerten sich die vertraglichen Verbindlichkeiten genauso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich auf 59,0 Mio. €, da der Abzinsungssatz in Deutschland von 1,7 % auf 0,7 % sank. Allerdings machen sie lediglich 1,5 % der Bilanzsumme aus.
2.60 – KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.)
| Mio. € 2019 | in % der Bilanzsumme | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) | 923,1 | 23,8 | 623,3 | 622,6 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 229,4 | 5,9 | 199,8 | 219,1 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 632,7 | 16,3 | 673,0 | 715,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 479,0 | 12,3 | 502,4 | 390,5 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 48,5 | 1,2 | 35,0 | 50,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) | 526,4 | 13,6 | 588,8 | 613,3 |
| Gesamt | 2.838,9 | 73,1 | 2.622,2 | 2.611,0 |
2.61 – VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.)
STILLE RESERVEN/ZEITWERTE
Die stillen Reserven sind – gemessen an der Bilanzsumme – von untergeordneter Bedeutung. Ähnliches gilt für die Differenz zwischen Zeitwerten und bilanzierten Werten, auch sie ist gering. Im Sachanlagevermögen können stille Reserven vor allem bei Grundstücken und Immobilien entstehen. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt, deren Zeitwert den Buchwert nach unserer Einschätzung um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag überschreitet. Insgesamt überschreiten die Zeitwerte die Buchwerte auf der Passivseite der Bilanz um rund 0,7 % der Bilanzsumme. Weitere Informationen enthält Textziffer 35 im Anhang zum Konzernabschluss.
INVESTITIONEN DURCH IFRS 16 BEEINFLUSST
Die Investitionen (ohne Akquisitionen) beliefen sich im Jahr 2019 auf 102,6 Mio. €. Der Anstieg um 37,9 % im Vergleich zum Vorjahr resultiert so gut wie vollständig aus der Anwendung von IFRS 16, demzufolge erstmals auch die Zugänge zu Nutzungsrechten für Leasing-Vermögenswerte in den Investitionen auszuweisen waren. Bereinigt um diesen Effekt blieben die Investitionen (ohne Akquisitionen) mit 74,8 Mio. € quasi konstant (Vorjahr: 74,4 Mio. €). Von den Investitionen in Sachanlagen (47,6 Mio. €) entfielen 58 % auf Ersatzinvestitionen und 42 % auf Erweiterungsinvestitionen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, die unter anderem den Kauf von Software und Lizenzen umfassen, haben wir um 15,9 % auf 27,2 Mio. € erhöht. Die Beteiligungsinvestitionen waren mit 10,8 Mio. € gering. 8,8 Mio. € entfielen auf die Aufstockung der Beteiligung an der Benz GmbH Werkzeugsysteme auf 100 %.
2.62 – INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN
| Mio. € 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen | 47,6 | 50,9 | 65,6 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 27,2 | 23,5 | 22,4 |
| Beteiligungsinvestitionen | 10,8 | 125,4 | 15,3 |
| Investitionen Nutzungsrechte | 27,8 | 0,0 | 0,0 |
| Abschreibungen | -112,6 | -93,4 | -80,7 |
¹ Die Investitionen in dieser Übersicht weichen von den Angaben in der Cashflow-Rechnung gemäß den IFRS ab.
² Inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Finanzergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten.
2.63 – SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN
| Mio. € 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Ersatzinvestitionen | 27,7 | 29,0 | 47,7 |
| Erweiterungsinvestitionen | 20,0 | 21,9 | 18,0 |
| Investitionen in Sachanlagen | 47,6 | 50,9 | 65,6 |
2.64 – LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
2.65 – FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung sind im Jahr 2020 mit 38,0 Mio. € gering und beinhalten auch die Fälligkeiten aus Leasingverbindlichkeiten. Ferner bestehen Verpflichtungen aus dem Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 5,2 Mio. €.
AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN
Die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten) machten im Jahr 2019 weniger als 1 % der Bilanzsumme aus und sind damit von untergeordneter Bedeutung. Die Forderungsverkäufe (Forfaitierung, vorfristige Erfüllung von Akkreditiven) reduzierten sich von 24,9 Mio. € auf 22,0 Mio. € zum Jahresende 2019.
NACHTRAGSBERICHT
Während die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie zunächst vor allem China betrafen, greift die Krise seit Anfang März zunehmend auch auf Europa und Amerika über. Aus heutiger Perspektive erscheint es möglich, dass wir die bisher im Zuge der Corona-Krise angefallenen Einbußen im weiteren Jahresverlauf im Wesentlichen aufholen können.# RISIKO-, CHANCEN-UND PROGNOSEBERICHT
Risiken
Wir verfolgen die Strategie, die mit unserem unternehmerischen Handeln verbundenen Risiken so zu steuern, dass die Chancen überwiegen. Dafür nutzen wir ein effektives Risikomanagementsystem.
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM DES DÜRR-KONZERNS
Anwendungsbereich
Unser Risikomanagementsystem wird konzernweit eingesetzt. Es existiert in seiner Grundstruktur seit 2008 und wurde seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Jahr 2019 blieb es im Wesentlichen unverändert. Allerdings haben wir unsere Compliance-Risiken erstmals bewertet, zuvor wurden diese nicht quantifiziert. Die im Oktober 2018 erworbenen Unternehmen Megtec und Universal wurden 2019 ganzjährig in das Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns einbezogen.
Ziele
Unser Risikomanagementsystem ist auf das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau zugeschnitten. Wir können damit Risiken systematisch und einheitlich erfassen, analysieren und -soweit möglich -bewerten. Auf dieser Basis lassen sich frühzeitig wirksame Gegenmaßnahmen einleiten. Wir erfassen alle spezifischen Risiken, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Nicht quantifizierbare strategische Risiken sowie allgemeine Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden nicht berücksichtigt. Auch unsere Chancen erfassen und bewerten wir, darüber informiert der "Chancenbericht".
Methoden und Prozesse
Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen Geschäfts- und Entscheidungsprozesse ab. Wir pflegen einen offenen Umgang mit Risiken und ermutigen Mitarbeiter, Fehlentwicklungen frühzeitig zu melden. Der Risikomanagementprozess berücksichtigt alle Risiken der beteiligten Gesellschaften. Das zentrale Risikomanagement bei der Dürr AG stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich an. Im Zentrum dieses Standardrisikozyklus steht die Risikoinventur der Konzerngesellschaften. Darin werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (Abbildung 2.66). Die Risikofelder decken die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse sowie die externen Risikobereiche ab.
Die Bewertung der Einzelrisiken obliegt den Risikomanagern der operativen Einheiten und der Dürr AG. Sie nutzen das Risikomanagementhandbuch sowie Risikostrukturblätter. Der Bewertungsprozess ist dreistufig: Zunächst wird das Schadenspotenzial kalkuliert, also die maximale EBIT-Belastung, die in den nächsten 24 Monaten aus einem Risiko resultieren kann. Danach beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos. Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet.
Unter dem Strich steht das Nettorisikopotenzial, also das Netto-EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Effektivität der Gegenmaßnahmen verbleibt. Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je wirksamer die Gegenmaßnahmen sind, desto geringer ist das Netto-EBIT-Risiko.
Die Netto-EBIT-Risiken der 15 Risikofelder entsprechen der Summe der Netto-EBIT-Risiken aller zugeordneten Einzelrisiken. Je nach Höhe seines Netto-EBIT-Risikos wird jedes Risikofeld einer von vier Kategorien zugeordnet:
- Sehr gering (< 5 Mio. €)
- Gering (> 5 bis < 20 Mio. €)
- Mittel (> 20 bis < 40 Mio. €)
- Hoch (> 40 Mio. €)
Die Netto-EBIT-Risiken aller Risikofelder summieren sich zum Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte bleiben dabei unberücksichtigt.
Nach der Risikoinventur erstellen die Konzerngesellschaften und Divisions ihre Risikoberichte. Aus ihnen entsteht der Konzernrisikobericht der Dürr AG, der über Einzelrisiken und das Gesamtrisiko informiert. Nach der Analyse im Vorstand und im Dürr Management Board geht der Konzernrisikobericht dem Aufsichtsrat zu und wird zunächst im Prüfungsausschuss ausführlich besprochen. Danach berichtet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Aufsichtsrat. Akute Risiken werden dem Vorstand und den Leitern der betreffenden Divisions unverzüglich gemeldet.
Den Prozess der Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken sowie die Berichterstattung verantworten die Risikomanager von Konzern, Divisions und Konzerngesellschaften; meist handelt es sich um die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist beteiligt und überprüft regelmäßig die Einhaltung der festgelegten Prozesse.
RISIKEN IN BEZUG AUF WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE THEMEN
Infolge des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes berücksichtigt unser Risikomanagementsystem auch Risiken, die aus unserer Geschäftstätigkeit im Allgemeinen oder konkret aus unseren Produkten und Dienstleistungen resultieren können und Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Themen haben können, die wir im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes als wesentlich einstufen. Im Ergebnis lässt sich ein negativer Einfluss auf die wesentlichen nichtfinanziellen Themen nicht ausschließen. Wir sehen jedoch keine Risiken, die sehr wahrscheinlich zu schwerwiegenden negativen Auswirkungen führen könnten.
WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (RMS) für den Rechnungslegungsprozess ist Teil des Risikomanagementsystems des Dürr-Konzerns. Es umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und seiner Gesellschaften IFRS-konform erstellt werden.
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS/RMS und hat eine entsprechende Führungs- und Berichtsorganisation eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Die Überwachung des IKS/RMS ist Aufgabe der internen Revision.
Das interne Kontrollsystem berücksichtigt die spezifischen Merkmale der Rechnungslegung im Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind:
- Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG definiert den Rechnungslegungsprozess in den Konzerngesellschaften. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab. Ergänzende interne Bilanzierungsstandards beschreiben zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.
- In einem mehrstufigen Validierungsprozess nehmen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung vor. Beteiligt sind die operativen Gesellschaften, die Divisions sowie Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf diverse Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung von Kundenaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert, von der Abteilung Compliance and Internal Controls der Dürr AG erfasst und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats übermittelt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtet nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation dem Aufsichtsrat.
- Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Die Dokumentationen, die im Rahmen des IKS/RMS entstehen, werden hinterlegt und der Abteilung Compliance and Internal Controls zugeleitet. Die interne Revision prüft Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente.
- Unser ERP-System und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte den korrekten Bilanzpositionen zugeordnet werden. Zudem nehmen wir manuelle Prüfungen vor.
- Zugang zum Konsolidierungssystem hat nur ein ausgewählter Mitarbeiterkreis. Der Zugriff auf alle Daten ist wenigen Mitarbeitern aus Konzernrechnungswesen und Konzern-Controlling vorbehalten. Bei anderen Nutzern ist er auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten beschränkt. Daten, die in den Konzerngesellschaften eingegeben werden, sind in einem zweistufigen Prozess zu kontrollieren -zunächst durch das Controlling der zuständigen Division, danach durch das Konzernrechnungswesen.
- Für die kaufmännischen Prozesse, die Buchungen im Konsolidierungssystem auslösen, gilt das Vieraugenprinzip. Bei Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich. Um Risiken zu vermeiden und einwandfreie Abschlüsse zu gewährleisten, setzen wir uns sorgfältig mit wesentlichen Regelungen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung auseinander.# Besonderes Gewicht haben die Bilanzierung von Kundenaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung, der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte, die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht sowie die Implementierung neuer IFRS-Vorgaben wie zum Beispiel des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im Geschäftsjahr 2019. Im Rahmen des IKS/RMS schulen wir die Mitarbeiter unserer Finanzabteilungen regelmäßig, zum Beispiel in der Anwendung von Rechnungslegungsstandards, Bilanzierungsregeln und IT-Systemen. Bei Firmenakquisitionen passen wir die Rechnungslegungsprozesse zügig an und machen neue Mitarbeiter mit allen relevanten Prozessen, Inhalten und Systemen vertraut.
GESAMTRISIKOSITUATION
Das Gesamtrisikopotenzial belief sich Ende 2019 auf rund 285 Mio. €, dies entspricht einer Erhöhung um rund 75 Mio. € beziehungsweise rund 35 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings sind die Werte für 2018 und 2019 aufgrund von zwei Faktoren nur eingeschränkt vergleichbar: Zum einen wurde im Jahr 2019 erstmals die Megtec/ Universal-Gruppe berücksichtigt. Zum anderen haben wir erstmals Compliance-Risiken bewertet, die zuvor als strategische Risiken eingestuft und daher nicht bewertet worden waren. Rund 30% des Anstiegs des Gesamtrisikopotenzials sind auf diese beiden Faktoren zurückzuführen. Darüber hinaus haben die Risiken im Bereich "Wirtschaftliches Umfeld/Kapitalmarkt" stark zugenommen, ursächlich dafür waren Handelskonflikte, geopolitische Unsicherheiten und die nachlassende Konjunktur. Dieser Bereich bildete wie im Vorjahr das wichtigste Risikofeld, gefolgt von den Feldern "Finanzen/Controlling", "Steuern/Gesetze/Compliance", "Markt" und "Projektabwicklung/Engineering". In das Gesamtrisikopotenzial flossen die Nettorisikopotenziale von 259 bewerteten Einzelrisiken ein. Das gestiegene Gesamtrisikopotenzial reflektiert die schwierigeren Rahmenbedingungen unseres Geschäfts und wird sorgfältig analysiert. Dennoch erachten wir es nicht als besorgniserregend, sondern nach wie vor als beherrschbar. Risiken, die einzeln oder zusammen mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
2.67 - RISIKOFELDER UND NETTORISIKEN
| Risikofeld | Nettorisiko (≤ 5 Mio. €) | Nettorisiko (>5 bis ≤ 20 Mio. €) | Nettorisiko (>20 bis ≤ 40 Mio. €) | Nettorisiko (>40 Mio. €) |
|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftliches Umfeld/Kapitalmarkt | ■ | |||
| Vertriebs-/Angebotsphase | ■ | |||
| Projektabwicklung/Engineering | ■ | |||
| Steuern/Gesetze/Compliance | ■ | |||
| Markt | ■ | |||
| Forschung und Entwicklung | ■ | |||
| Wettbewerb | ■ | |||
| Beschaffung | ■ | |||
| Personal | ■ | |||
| IT | ■ | |||
| Fertigung | ■ | |||
| Gesellschaft/Umwelt | ■ | |||
| After-Sales-Phase | ■ | |||
| Finanzen/Controlling | ■ | |||
| Führungsprozess | ■ |
RISIKOFELDER UND BEDEUTENDE EINZELRISIKEN
Wirtschaftliches Umfeld
Die Risiken aus dem wirtschaftlichen Umfeld sind im Jahr 2019 nochmals deutlich gestiegen. Handelsstreitigkeiten, Unilateralismus und politische Konflikte sowie hohe Staatsschulden und die Probleme beim Brexit belasten die Konjunktur und den globalen Handel. Die Folge sind sinkendes Verbrauchervertrauen, Nachfragerückgänge bei Investitionsgütern und wachsende Unsicherheit in den Unternehmen. Auf den Dürr-Konzern hatte die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Auswirkungen. Während die Nachfrage der Möbelindustrie 2019 um rund 9% abnahm, konnten wir den Auftragseingang im Geschäft mit der Automobilindustrie um knapp 3 % steigern, obwohl die Branche Absatzrückgänge verzeichnete und einen tiefgreifenden Strukturwandel durchläuft. Dabei profitierten wir von neuen Kunden und einer steigenden Nachfrage im Bereich Produktionstechnik für Elektroautos. Von den internationalen Handelskonflikten sind wir nicht direkt betroffen, da keine Strafzölle auf unsere Produkte verhängt wurden. In China, unserem größten Einzelmarkt, dürfte das wirtschaftliche Wachstum im Jahr 2020 infolge der Corona-Epidemie geringer ausfallen als im Vorjahr. Wie stark die Beeinträchtigung durch die Epidemie ausfallen wird, lässt sich derzeit jedoch weder für China noch für die Weltwirtschaft verlässlich abschätzen. Bitte beachten Sie zu den Folgen der Corona-Epidemie auch die Aussagen im "Prognosebericht". Der Handelsstreit mit den USA bewirkt in China eine Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten, dies betrifft sowohl die Autoindustrie als auch die Möbelindustrie. Dennoch besteht für beide Branchen in China mittel- und langfristiges Wachstumspotenzial, da bei Weitem noch keine Marktsättigung erreicht ist und die Pro-Kopf-Einkommen steigen. Käme es in China zu einem Konjunktureinbruch, würde dies Umsatz und Ergebnis des Dürr-Konzerns deutlich beeinträchtigen. Mögliche Risiken infolge des Brexits sind Handelserschwernisse, Investitionsrückgänge und Wechselkursverwerfungen. Die unmittelbaren Auswirkungen auf unser Geschäft dürften überschaubar sein, da nur knapp 3 % unseres Umsatzes und 1 % der Vermögenswerte auf das Vereinigte Königreich entfallen. Konjunkturschwächen in kleineren Märkten können wir relativ gut überbrücken, da unser Geschäft international ausgewogen verteilt ist. Konjunkturschwankungen machen sich im Dürr-Konzern vergleichsweise spät bemerkbar, da unser Anlagenbaugeschäft von langfristigen Investitionsentscheidungen der Autoindustrie geprägt ist. Im frühzyklischen Maschinenbaugeschäft wirken sich gesamtwirtschaftliche Veränderungen schneller aus.
Kapitalmarkt
Wirtschaftskrisen und politische Konflikte können die Kapitalmärkte erschüttern, neue Finanzierungen verteuern und die Verfügbarkeit von Krediten einschränken. Dem steht jedoch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gegenüber, vor deren Hintergrund wir uns im Sommer 2019 zu günstigeren Konditionen als zuvor refinanzieren konnten. Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG stufen wir als relativ gering ein, da die Familie Dürr 29,1 % der Aktien besitzt. Infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erhalten die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG eine Garantiedividende von 1,01 €; zudem haben wir ihnen ein Barabfindungsangebot von 31,56 € je Aktie unterbreitet. In einem Spruchverfahren lassen außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe von Garantiedividende und Barabfindung gerichtlich überprüfen. Nach einem Beschluss des Landgerichts Stuttgart vom August 2019 sollte die Barabfindung auf 31,58 € und die Garantiedividende auf 1,03 € je Aktie steigen. Der Beschluss ist jedoch nicht rechtskräftig, da Aktionäre der HOMAG Group AG im Oktober 2019 Beschwerde eingelegt haben. Falls das Oberlandesgericht Stuttgart, das in nächster Instanz entscheiden wird, höhere Beträge für angemessen hält, würde das zu Mehraufwand führen. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass vertrauliche beziehungsweise kapitalmarktrelevante Informationen verfrüht nach außen dringen. Wir schützen uns davor, indem wir den Personenkreis mit Zugang zu solchen Informationen klein halten und die entsprechenden Personen über ihre Pflichten aufklären. Ferner legen wir projektbezogene Insiderverzeichnisse an und nutzen sichere Kommunikationstechnologien.
Operative Risiken: Vertriebs- und Angebotsphase
Ein Risiko in der Angebotsphase ist, dass wir Margenziele in Auftragsverhandlungen bei hoher Wettbewerbsintensität nicht durchsetzen können. Bei der Kalkulation von Aufträgen können wir Kosten falsch einschätzen. Um vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung stets aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern gegenprüfen. Woodworking Machinery and Systems hat in China einen eingeschränkten Endkundenkontakt, da der Vertrieb über ein Partnerunternehmen erfolgt, an dem die HOMAG Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Allerdings streben wir derzeit den kompletten Erwerb dieses Partnerunternehmens an.
Operative Risiken: Projektabwicklung/Engineering
Das wichtigste Risiko bei der Projektabwicklung ist, dass wir Termine oder andere Zusagen nicht einhalten. Dies kann zu Mehrkosten oder zur Verschiebung von Zahlungen durch Kunden führen. Obwohl sich die Projektlaufzeiten tendenziell verkürzen, beurteilen wir dieses Risiko als beherrschbar, da unsere Kapazitäten an das Geschäftsvolumen angepasst sind. Speziell im Lackieranlagengeschäft sind wir dank weitgehend standardisierter Produkte und professioneller Prozesse in der Lage, eine Vielzahl von Großprojekten parallel und sicher abzuwickeln.
Operative Risiken: After-Sales-Phase
Das Ersatzteilgeschäft hängt unter anderem von der Auslastung der Werke unserer Kunden ab. Sinkt die Auslastung, geht üblicherweise auch der Bedarf an Ersatzteilen zurück. Dies war im Jahr 2019 vor allem bei Application Technology zu spüren. Allerdings konnte die Division die Ergebnisauswirkungen aus dem rückläufigen Ersatzteilgeschäft durch den positiven Trend im Neugeschäft kompensieren, zudem nahm die Nachfrage nach Ersatzteilen im vierten Quartal wieder zu. Ein weiteres Risiko im Ersatzteilgeschäft ist, dass Lagerbestände veralten und abgeschrieben werden müssen.
Steuern, Gesetze, Compliance und Compliance-Management-System
Im Risikofeld "Steuern/Gesetze/Compliance" ist das Risikopotenzial deutlich gestiegen, da wir die bisher unbewerteten Compliance-Risiken erstmals bewertet haben. Zurzeit sind keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig. Wir müssen unterschiedliche nationale Rechtsnormen befolgen. Um Verstöße zu vermeiden, arbeiten wir mit lokalen Rechtsexperten zusammen und schulen unsere Mitarbeiter. Neue Handelsbarrieren und Gesetze können unsere Kosten erhöhen und die Absatzchancen mindern. Steuerrechtliche Veränderungen können zu höheren Steuerzahlungen führen und unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten beeinflussen, zudem besteht das Risiko von Unklarheiten bei der Auslegung der zugrunde liegenden Steuergesetze. In großen Systemprojekten können Steuer- und Zollrisiken bei komplexen internationalen Liefervorgängen auftreten.# Wesentliche rechtliche Risiken
Wesentliche rechtliche Risiken resultieren in der Regel aus Gewährleistungsansprüchen, Schadenersatzforderungen bei Produktionsausfällen und Patentauseinandersetzungen. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht erfüllen, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusicherungen abgeben, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir prinzipiell aus. Meist sind die vertraglichen Risiken im Projektgeschäft höher als im Einzelmaschinengeschäft. Mit dem Einstieg in das IIoT-Geschäft sind neue umsatzsteuerliche Risiken sowie Risiken in Bezug auf die Verletzung von Schutzrechten Dritter hinzu gekommen.
Compliance-Verstöße, zum Beispiel im Bereich des Wettbewerbs- oder Produkthaftungsrechts, können zu Strafverfolgung, Haftungsrisiken und Imageschäden führen. Derzeit sind uns keine schwerwiegenden Verstöße bekannt. Wir schützen uns durch ein Compliance-Management-System, dessen Grundzüge auf www.durr-group.de im Bereich Investoren/Corporate Governance beschrieben sind. Das System wird regelmäßig überprüft und umfasst sämtliche Aktivitäten mit dem Ziel, dass sich alle Mitarbeiter im Geschäftsbetrieb regelkonform und ethisch korrekt verhalten. Es regelt die Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen in drei miteinander verzahnten Handlungsfeldern: Vermeidung und Früherkennung von Compliance-Verstößen sowie die Reaktion darauf. Damit unterstützt das Compliance-Management-System die Mitarbeiter dabei, Zuwiderhandlungen und entsprechende Haftungs- und Strafrisiken zu vermeiden. Darüber hinaus gehen wir gezielt gegen Korruptionsrisiken vor. Wichtige Instrumente sind interne Richtlinien, Onlinetrainings, das Vieraugenprinzip sowie die Arbeit der internen Revision.
Markt
Der große Investitionsbedarf in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und Connectivity könnte dazu führen, dass die Automobilindustrie die für uns relevanten Investitionen in Produktionstechnik reduziert. Allerdings verzeichnen wir nach wie vor ein auskömmliches bis hohes Investitionsniveau, 2019 ist unser Auftragseingang im Automotive-Geschäft um rund 3% gewachsen. Ein Grund dafür ist, dass die Automobilproduzenten für die Entwicklung der neuen Technologien hohe Cashflows aus dem Geschäft mit herkömmlichen Fahrzeugen benötigen. Dies setzt voraus, dass sie weiterhin ausreichend in effizienzsteigernde Produktionstechnik investieren. Hinzu kommt: Der Trend zur E-Mobilität und die zunehmende Lokalisierung der Automobilproduktion im Zuge der Handelskonflikte führen zu neuen Geschäftschancen für uns; Informationen dazu finden Sie im "Chancenbericht".
Im Automotive-Geschäft können wir Abhängigkeitsrisiken nicht ausschließen, da es weltweit nur wenige Automobilproduzenten gibt. Allerdings ist ihre Zahl zuletzt gewachsen, da neue Hersteller von Elektrofahrzeugen in den Markt eingetreten sind. 2019 stammten 30% unseres Umsatzes aus dem Geschäft mit den zehn größten Kunden (Vorjahr: 32%). Außerhalb der Automobilindustrie sind die Abhängigkeitsrisiken wesentlich geringer, da unsere Kundenbasis sehr breit ist. In unseren Märkten sind wir mit Preisdruck konfrontiert, am stärksten ausgeprägt ist er in der Regel im Lackieranlagenbau für die Automobilindustrie. Wir begegnen dem Preisdruck mit Innovation, Prozessoptimierung, Lokalisierung und Kostenkontrolle.
Im Geschäft mit der Automobilindustrie besteht das Risiko, dass Kunden Zahlungsbedingungen zu unseren Ungunsten durchsetzen. Die Bereitschaft, höhere Anzahlungen für Großprojekte zu leisten, hat in der Branche in den vergangenen zwei bis drei Jahren abgenommen. Vor allem chinesische Kunden ziehen sogenannte Bank Acceptance Drafts -eine Art von Wechseln -den üblichen Anzahlungen vor. In entsprechenden Projekten gehen die Zahlungen der Kunden zudem tendenziell später beziehungsweise weniger gleichmäßig über die Projektdauer verteilt ein. Die Zahlungsausfälle haben nicht zugenommen, besonders im Geschäft mit der Automobilindustrie sind uneinbringliche Forderungen äußerst selten. Bei Projekten mit neuen Herstellern von Elektroautos beugen wir Bonitätsrisiken vor, indem wir die Zahlungsfähigkeit vorab gründlich prüfen. Forderungen gegenüber Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir sorgfältig.
Wir sehen derzeit keine konkreten Risiken für unsere Marktführerschaft. Neue Produkte und Geschäftsmodelle, die unsere Position gefährden könnten, sind in unseren Märkten nicht erkennbar. Disruptive Technologien wie die Elektromobilität führen nicht dazu, dass der Bedarf der Automobilindustrie an Lackier-, Montage- und Prüftechnik sinkt. Vielmehr dürfte die Nachfrage nach Endmontagetechnik zunehmen, da die Montage von Elektroautos zum Teil neue Verfahren erfordert. In der Lackiertechnik bestehen keine gravierenden Substitutionsrisiken, da Aluminium, Stahl und Kunststoffe im Großserien-Karosseriebau weiterhin alternativlos sind. Auch die im Leichtbau eingesetzten Verbundwerkstoffe werden konventionell lackiert. In der Möbelfertigung, wo Holz und Spanplatten dominieren, bestehen keine wesentlichen Substitutionsrisiken für die HOMAG Group.
Im Zuge der Digitalisierung müssen wir unseren Kunden leistungsfähige Software- und IT-Lösungen anbieten. Andernfalls könnten sich Wettbewerber aus der Software-Branche mit entsprechenden Angeboten zwischen unsere Kunden und uns schieben. Mit ADAMOS und weiteren Software- und Smart-Produkten sind wir jedoch gut aufgestellt, um unsere Marktposition zu verteidigen. Darüber hinaus kennen wir die Produktionsprozesse unserer Kunden sehr gut.
Unternehmensstrategische Risiken in den Emerging Markets
Der hohe Geschäftsanteil in den Emerging Markets (45% des Umsatzes) bringt spezifische Risiken mit sich:
* Kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen können zu Nachteilen führen.
* Die Personalfluktuation ist in den Emerging Markets höher als in Deutschland. Attraktive Vergütungen, unser Status als Weltmarktführer und eine gezielte Karriereplanung helfen uns, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden.
* Produkt- und Markenpiraterie sind in den Emerging Markets stärker verbreitet als in den etablierten Märkten. Allerdings lassen sich viele unserer Produkte aufgrund ihrer Komplexität kaum gleichwertig kopieren. Zudem schützen wir uns durch Patente.
* Durch lokale Produktentwicklung stellen wir sicher, dass regionalspezifische Kundenanforderungen berücksichtigt werden. Dies reduziert die Akzeptanzrisiken neuer Lösungen.
* Gegen den Kostendruck einheimischer Wettbewerber schützen wir uns durch einen hohen Lokalisierungsgrad.
Unternehmensstrategische Risiken: Akquisitionen/neue Geschäftsfelder
Bei Firmenakquisitionen können Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte geringer ausfallen als geplant. Dagegen schützen wir uns durch Due Diligences und Integrationspläne. Beim Eintritt in neue Geschäftsfelder sind Fehleinschätzungen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kundenanforderungen und Preisziele sowie Nachfrage-, Markt- und Wettbewerbsentwicklung nicht auszuschließen. Zudem können Probleme bei der Technologieentwicklung auftreten. Derartige Fehleinschätzungen und Probleme können das Abschreibungsrisiko bei Investitionen, Geschäfts- oder Firmenwerten, Beteiligungsbuchwerten und aktivierten Entwicklungskosten erhöhen.
F&E und Produkthaftung
Bei Innovationen besteht das Risiko, dass wir die Entwicklungskosten nicht ausreichend auf die Produktpreise umlegen können. Auch technische Probleme können bei der Entwicklung neuer Produkte auftreten und Verzögerungen oder Mehrkosten nach sich ziehen. Um Marktakzeptanzrisiken zu vermeiden, analysieren wir den Bedarf genau, binden Pilotkunden ein und entwickeln Produkte mit hohem Return on Investment. Dies senkt auch das Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten. Damit neue Produkte keine Schutzrechte Dritter verletzen, prüfen wir die Patentsituation. Um Produkthaftungsfällen vorzubeugen, stellen wir sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften genügen, und schließen entsprechende Versicherungen ab.
Wettbewerb
Angesichts unserer hohen Marktanteile arbeiten einige Kunden bewusst mit kleineren Wettbewerbern zusammen. Dies kann die Durchsetzung unserer Preisziele erschweren. Zum Teil unterbieten lokale Wettbewerber unsere Preise. Dem begegnen wir, indem wir die Wertschöpfung vor Ort erhöhen und unseren Technologievorsprung durch Innovationen sichern. Im Lackieranlagengeschäft strebt unser Wettbewerber Automotive Engineering, ein Tochterunternehmen des chinesischen Sinomach-Konzerns, die Übernahme des insolventen deutschen Wettbewerbers Eisenmann an. Wir erwarten durch die Transaktion keine gravierende Veränderung der Wettbewerbssituation.
Konkurrenzprodukte, die unsere Marktstellung gefährden könnten, sind uns nicht bekannt. In bestimmten Ländern ist die Wettbewerbsintensität überdurchschnittlich hoch. Wir beobachten, dass Wettbewerber aus den Emerging Markets auch außerhalb ihres Heimatmarkts aktiv werden.
Beschaffung und Fertigung
Das Risiko einer mangelnden Lieferantenverfügbarkeit, von dem im Jahr 2018 vor allem Woodworking and Machinery Systems betroffen war, ist 2019 gesunken. Dies hängt auch mit der geringeren Nachfrage zusammen. Um Verfügbarkeits- und Preisrisiken zu mindern, sichern wir uns durch Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und die Bündelung von Einkaufsvolumina ab. In wenigen Fällen können Abhängigkeitsrisiken auftreten, die wir durch die Verbreiterung unserer Lieferantenbasis reduzieren. Bei Standard-Kaufteilen kann es im Fall eines Lieferantenwechsels erforderlich werden, dass wir Konstruktionen ändern und entsprechende Kosten in Kauf nehmen müssen. An einigen Fertigungsstandorten kann es bei Auftragsschwankungen zu einer Unterauslastung kommen. Insbesondere bei Modellwechseln im Produktprogramm sind Lagerbestandsrisiken möglich.# Risikomanagement
Qualitätsmängeln oder Terminverzögerungen, die besonders bei Lieferanten in den Emerging Markets auftreten können, beugen wir durch eine sorgfältige Auswahl und Kontrolle der Lieferanten vor. Zudem haben wir die Abhängigkeit von Lieferanten in einigen Divisions durch den Ausbau unserer Eigenfertigung reduziert. Steigende Lieferantenpreise können wir oft nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten ist in den meisten Ländern niedrig.
Personal
Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Arbeitskräfte ein. Da wir viele hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, können Austritte zu Know-how-Verlusten führen. Deshalb verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Personen und fördern den Wissenstransfer durch Dokumentationen und Schulungen. Vor allem in den Bereichen Informatik, Digitalisierung und Elektrotechnik sind Engpässe bei der Personalbeschaffung möglich. Um gegenzusteuern, setzen wir auf eine langfristige Karriereplanung für Experten sowie auf Personal- und Hochschulmarketing, betriebliche Ausbildung und duale Studiengänge. Bei langfristigen Großprojekten können Gehaltssteigerungen während der Laufzeit Mehrkosten verursachen, dieses Risiko besteht vor allem in den Emerging Markets. Auch Verstöße gegen Arbeitsrecht und tarifliche Regelungen können wir nicht ausschließen. Wir haben Pensionsverpflichtungen an externe Pensionsfonds ausgelagert, an denen auch andere Unternehmen beteiligt sind. Sollte eines dieser Unternehmen Insolvenz anmelden, bestünde das Risiko einer Mithaftung für dessen Versorgungszusagen. Daher beobachten wir regelmäßig den Finanzierungsstatus der Pensionsfonds und die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Unternehmen. Unsere Pensionsrisiken sind überschaubar. Der Abzinsungsfaktor für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland belief sich am 31. Dezember 2019 auf 0,7 % und war damit niedriger als am Vorjahresstichtag (1,7%). Die Pensionsrückstellungen betrugen 59,0 Mio. €.
IT und Führungsprozesse
Im Zuge der Digitalisierung steigen IT-Risiken wie Datenverlust, Hacking, Virenangriffe oder Verfügbarkeitsausfälle. Wir schützen uns durch eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation und eine robuste IT-Infrastruktur mit aktuellen Firewall- und Antivirenprogrammen. Um Ausfälle zu vermeiden, haben wir Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen eingerichtet. Das Risiko von Hacker- und Ausspähungsangriffen beurteilen wir als branchenüblich. Cyberbetrugsversuche durch Computer- und Datenmanipulationen sind keine Seltenheit. Um Schäden zu vermeiden, nutzen wir erhöhte Authentifizierungsstandards im elektronischen Zahlungsverkehr, Sicherheitszertifikate für E-Mails, sichere Smartphones und geprüfte Bankverbindungen. Zudem sensibilisieren wir die Mitarbeiter für typische Betrugspraktiken. Bei fehlerhafter Vergabe von IT-Zugriffsrechten besteht das Risiko, dass Daten von Unbefugten gelesen oder verändert werden. Dagegen schützen wir uns durch eine restriktive Rechtevergabe. Lese- und Eingaberechte für sensible Daten erhalten nur Mitarbeiter, die unbedingt darauf angewiesen sind. Die seit 2018 wirksame EU-Datenschutz-Grundverordnung hat die Anforderungen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten verschärft. Um das Risiko von Verstößen zu reduzieren, haben wir unsere Mitarbeiter über die Regelungen informiert und Handlungsanweisungen erstellt.
Umwelt und Arbeitssicherheit
Dem Risiko von Arbeitsunfällen begegnen wir durch regelmäßige Sicherheitsunterweisungen, ein verbindliches Onlinetraining und umfassende Sicherheitsstandards, die in unserer Health & Safety-Richtlinie beschrieben sind. Zudem kooperieren wir mit unseren Kunden, um die Arbeitssicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten. Um Umweltauflagen verlässlich einzuhalten, haben wir Umweltschutzbeauftragte benannt, zudem setzen wir auf Umweltmanagement-Zertifizierungen und Richtlinien. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe werden nur in begrenztem Umfang verwendet.
WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKOMINIMIERUNG
Eine genaue Beschreibung der Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken enthält der Anhang zum Konzernabschluss (-> Textziffer 41). Für das Management dieser Risiken gilt eine Konzernrichtlinie. Zentrales Gremium ist das Finanzrisiko-Komitee, das aus dem Finanzvorstand, den Leitern von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions besteht. Es diskutiert finanzstrategische Fragen und bereitet Vorstandsbeschlüsse vor.
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Wir setzen derivative Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Meist handelt es sich um Devisenterminkontrakte zur Währungssicherung. Ihr Nominalwert belief sich am Jahresende 2019 auf 480,9 Mio. € (31.12.2018: 488,1 Mio. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter -> Textziffer 41 im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind. Die Nutzung derivativer Finanzinstrumente kann Risiken mit sich bringen, zum Beispiel ungünstigere Einlagekonditionen und höhere Finanzierungskosten. Zudem kann der Marktwert derivativer Finanzinstrumente abnehmen, falls sich die Kreditrisikoaufschläge durch Veränderungen an den Finanzmärkten erhöhen. Fremdwährungsrisiken bei Aufträgen sichern wir meist unmittelbar nach Auftragseingang ab. Grundsätzlich gehen wir für jedes größere Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ein (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir auch Macro Hedges für mehrere Aufträge. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der wirtschaftlichen Absicherung von Darlehen und des operativen Geschäfts. Die Translationsrisiken bei der Umrechnung in Euro haben 2019 weiter zugenommen. Unsere exportbedingten Transaktionsrisiken fallen relativ moderat aus, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen.
Absicherung von Zinsrisiken
Wir verfolgen eine konservative Zins- und Finanzierungsstrategie mit drei Kernelementen: langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung besteht hauptsächlich aus den Schuldscheindarlehen der Jahre 2019 und 2016, der 2014 begebenen Anleihe und den Leasingverbindlichkeiten, die seit 2019 gemäß IFRS 16 als Finanzverbindlichkeiten auszuweisen sind. Das Zinsänderungsrisiko unserer Konzernfinanzierung ist begrenzt. Für die Zinssicherung der variablen Tranchen des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens wurden im Jahr 2019 derivative Finanzinstrumente im Volumen von 100 Mio. € eingesetzt. Das Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig erkennen. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung obliegen prinzipiell dem Konzern-Treasury, Ausnahmen sind ab einer bestimmten Größe durch den Finanzvorstand zu genehmigen.
Absicherung von Liquiditätsrisiken
Wir decken unseren Liquiditätsbedarf weitgehend aus dem Cashflow. Bei vorübergehend negativen Cashflows können wir die flüssigen Mittel und die Barlinie des syndizierten Kredits nutzen. Letzteres war 2019 nicht erforderlich. Bitte beachten Sie dazu auch das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung". Durch unser Cash Pooling machen wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften für andere Konzerntöchter nutzbar, sofern die einzelstaatlichen Kapitaltransferbestimmungen dies zulassen. Dies vermeidet die Inanspruchnahme von Krediten und Zinsaufwendungen.
Finanzierungsrisiken
Derzeit existieren keine Risiken bei der Fremdkapitalversorgung. Die Bedingungen unserer Unternehmensanleihe enthalten die üblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Bei einem Verstoß könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden. Auch die beiden Schuldscheindarlehen können bei Verletzung wesentlicher Vertragsverpflichtungen, bei Insolvenz oder bei einem Kontrollwechsel fällig gestellt werden. Der Vertrag zu unserem im August abgelösten syndizierten Kredit enthielt eine Regelung (Financial Covenant), die uns zur Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl verpflichtete. Dieser Covenant wurde im Jahr 2019 bis zur Ablösung des Kredits zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Bei dem neuen Konsortialkredit ist dieser Covenant entfallen.
Absicherung von Anlagerisiken
Unsere Richtlinie für das Financial Asset Management regelt den Umgang mit Anlagerisiken und definiert die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Da wir keine Staats- oder Unternehmensanleihen besitzen, bestehen auch keine entsprechenden Rückzahlungs- und Abschreibungsrisiken.
RATINGS
Wir lassen keine Ratings zur Bonitätsbewertung durchführen.
Chancen
CHANCENMANAGEMENTSYSTEM
Mithilfe eines konzernweiten Chancenmanagementsystems identifizieren und bewerten wir neue Geschäftschancen. Die zentrale Rolle spielen dabei die Divisions: Im Austausch mit Kunden, Lieferanten und Partnern sammeln sie Informationen über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Erkenntnisse werden zu Chancenkomplexen verdichtet und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichem Potenzial werden im Rahmen des Strategieprozesses von Vorstand und Division-Leitern analysiert. Danach integrieren die Divisions gebilligte Chancenkomplexe in ihre Strategie und legen Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten sowie Zeitpläne fest. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Division-Leiter steuern. Auf Ebene der Dürr AG sind der Vorstand und die Abteilung Corporate Development zuständig. Bei strategisch wichtigen Chancen bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse und Planung. Auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstituten und dem Dürr Technology Council ist Teil des Chancenmanagements.# CHANCEN UND RISIKEN
CHANCEN
Diese Kontakte helfen uns einzuschätzen, inwiefern neue wissenschaftliche Ergebnisse zu Chancen für den Dürr-Konzern führen können. Auch gesetzliche Neuregelungen, beispielsweise zu Emissionsschutz und internationalem Handel, können zu neuen Chancen führen. Unser Chancenmanagementsystem berücksichtigt weltweite und regionale Geschäftschancen sowie Potenziale mit bestimmten Produkten, Kunden und Geschäftsmodellen.
CHANCENPOTENZIAL
Wir skizzieren im Folgenden die wichtigsten Chancen des Konzerns und der Divisions. Das damit verbundene Umsatz- und Ertragspotenzial haben wir in der Geschäftsplanung für 2020 und der strategischen Planung bis 2023 realistisch einbezogen. Sollten wir die Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten Umsatz beziehungsweise EBIT die Planwerte für 2020 um bis zu 4% beziehungsweise um bis zu 26 % überschreiten. Diese zusätzlichen Umsatz- und EBIT-Potenziale sind aber nur im besten Fall erreichbar.
STRATEGISCHE CHANCEN
- Digitalisierung/Industrial Internet of Things: Mit der Digitalisierung verbinden sich neue Geschäftschancen. Beispiele sind Umsatzzuwächse im Software-Bereich und die Etablierung neuer Geschäfts- und Preismodelle, die sich beispielsweise am Wert eines digitalen Services für die Anlagenverfügbarkeit, an der Nutzungsintensität oder an der Anzahl der angeschlossenen Maschinen orientieren. Zudem können wir uns durch die Digitalisierung von Wettbewerbern differenzieren.
- Nachhaltigkeit: Wir profitieren von dem Trend zu verbrauchsarmen und energieeffizienten Produktionssystemen. Viele unserer Kunden messen dem Thema Nachhaltigkeit wachsende Priorität bei und wollen in absehbarer Zeit CÜ2-neutral produzieren. Als Produktionstechniklieferant können wir mit verbrauchsarmen Lösungen zu diesem Ziel beitragen.
- Wachstum der Automobilproduktion: Experten erwarten für den Zeitraum 2019 bis 2026 eine Zunahme der Automobilproduktion von durchschnittlich 2,5 % p.a. Dies entspricht in Summe gut 17 Mio. zusätzlichen Einheiten, für deren Produktion die Automobilindustrie Kapazitäten benötigt. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse werden in den Emerging Markets erwartet, in denen wir stark vertreten sind.
- Elektromobilität: Die Elektromobilität ist eine Chance für den Dürr-Konzern. Zum einen treten neue Anbieter von Elektroautos in den Markt ein, was unsere Kundenbasis vergrößert. Zum anderen erwarten wir, dass die etablierten Autoproduzenten ihre Investitionen in den Umbau von Werken und in spezielle Produktionstechnologien für E-Autos deutlich anheben werden.
- Automatisierung: Mit Blick auf Qualität und Betriebskosten fragen unsere Kunden zunehmend automatisierte Fertigungsprozesse nach. Davon profitieren wir dank unserer ausgeprägten Automatisierungskompetenz.
- Service: Unsere Produktionstechnik kommt in zahlreichen Fabriken weltweit zum Einsatz. Diese breite installierte Basis bietet uns Wachstumschancen im margenstärkeren Service-Geschäft. Dieses Potenzial wollen wir im Rahmen des Strategiefelds Life Cycle Services erschließen.
- Process Excellence: Die Qualität und Effizienz unserer Prozesse ist ein Schwerpunkt der neuen Mid-Term-Strategie. Durch methodische und strukturelle Prozessoptimierungen werden wir Potenziale zur Kosten- und Ertragsoptimierung erschließen, dafür steht das Strategiefeld Efficiency.
- Lokalisierung/lokale Produkte: Durch den Ausbau unserer lokalen Kapazitäten in wichtigen Märkten verbessern wir Kostenstrukturen und Kundennähe. Die Lokalisierung der Produktentwicklung erlaubt uns, regionale Marktanforderungen besser zu berücksichtigen.
- Südostasien: Dank steigender Pro-Kopf-Einkommen ist Südostasien ein attraktiver Wachstumsmarkt, in dem wir unsere Position ausbauen werden. Im dortigen Automotive-Geschäft wollen wir die Beziehungen zur japanischen Autoindustrie intensivieren, die in Südostasien eine starke Marktposition innehat.
CHANCEN IN DEN DIVISIONS
- Paint and Final Assembly Systems hat das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 abgeschlossen. Auf dieser Basis soll die EBIT-Marge weiter steigen und voraussichtlich 2021 das Zielniveau von 6 bis 7 % erreichen. Der Wandel zur E-Mobilität bietet Chancen in der Lackier- und Endmontagetechnik. Das Geschäft mit Endmontagetechnik soll von der Bündelung aller zugehörigen Aktivitäten unter dem Dach von Paint and Final Assembly Systems profitieren. Im Lackieranlagenbau soll das innovative Konzept "Paintshop of the Future" Wachstumsimpulse generieren. Es ersetzt die bisherige Linienproduktion durch mehrere flexible Lackierboxen und fahrerlose Transportsysteme, zudem ermöglicht es je nach Bedarf eine schnelle Anlagenerweiterung.
- Application Technology profitiert von verschiedenen aktuellen Trends: Die Roboter- und Software-Lösungen der Division unterstützen die Automatisierung und Flexibilisierung von Lackierlinien. Mit dem Robotersystem EcoPaintJet für die Zweitonlackierung verfügt Application Technology über eine disruptive Technologie, die den Kunden neue Möglichkeiten der Produktindividualisierung eröffnet. Wachstumschancen bestehen außerdem im Geschäft mit der allgemeinen Industrie, in der Klebetechnik und mit applikationstechnischen Lösungen für die Isolierung und das Verkleben von Batteriezellen für Elektroautos.
- Clean Technology Systems besitzt durch die Übernahme von Megtec/Universal weitere Wachstumspotenziale. Das Ergebnis soll durch die Konzentration auf attraktive Marktsegmente und die Nutzung weiterer Skaleneffekte im Zuge der Akquisition steigen. In Schwellenländern wie China führen anspruchsvollere Emissionsgrenzwerte zu einem wachsenden Bedarf an umwelttechnischen Anlagen. Vom Trend zur Elektromobilität kann die Division mit Anlagen für die beidseitige Beschichtung von Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien profitieren.
- Measuring and Process Systems sieht zunehmende Chancen mit Auswuchttechnik und Schleuderständen für E-Mobility-Komponenten. Auch im Geschäftsfeld Airlines (Auswuchttechnik für Flugzeugturbinen) besteht Wachstumspotenzial. Darüber hinaus profitiert die Division von der zunehmenden Automatisierung des Auswuchtprozesses und von steigenden Präzisionsanforderungen angesichts geringerer Toleranzen beim Messen und Ausgleichen von Unwuchten. Das Japangeschäft soll neue Impulse durch eine intensivere Kooperation mit dem Joint-Venture-Partner Nagahama Seisakusho erhalten.
- Woodworking Machinery and Systems intensiviert den eingeschlagenen Optimierungskurs, um weitere Effizienzsteigerungen zu realisieren. Wichtige Maßnahmen sind zum Beispiel die Einführung des neuen Produktionssystems, die IT-Harmonisierung und die Verbesserung der internen Schnittstellen. Dies soll im Verbund mit den Strukturmaßnahmen in Deutschland ab 2021 zu deutlichen Einsparungen führen. Spätestens im Jahr 2023 soll die EBIT-Marge das Zielniveau von über 9 % erreichen. In China dürfte die Nachfrage nach den schwachen Jahren 2018 und 2019 sukzessive wieder anziehen. Als Technologieführer profitiert die HOMAG Group von der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Möbelfertigung.
RISIKEN
PROGNOSE UNKLARE PERSPEKTIVEN FÜR GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie erwarteten Konjunkturexperten für 2020 und 2021 ein stabiles Wachstum der Weltwirtschaft von rund 3 % pro Jahr. Angesichts der jüngsten Entwicklungen ist jedoch davon auszugehen, dass die Prognosen für 2020 korrigiert werden müssen. Die Notenbanken werden 2020 voraussichtlich an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten. Viele Regierungen haben die Staatsausgaben deutlich angehoben; dies dürfte zwar konjunkturbelebend wirken, zugleich aber die Staatsdefizite wieder erhöhen. Eine Übersicht zu den im Januar veröffentlichten Wachstumsprognosen für 2020 und 2021 gibt Tabelle 2.68. Der Inflationsdruck dürfte im Jahr 2020 weltweit gering bleiben, obwohl Löhne und Gehälter teils deutlich zugenommen haben. Dafür spricht zum einen der technologische Fortschritt, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung. Zum anderen sind stärkere Preissteigerungen angesichts des ausgeprägten internationalen Wettbewerbs unwahrscheinlich. Die EZB hat eine Fortsetzung ihrer Tiefzinspolitik angekündigt. In den USA hat die Federal Reserve im März 2020 die Zinsen gesenkt, um einer Finanzkrise infolge der Corona-Ausbreitung vorzubeugen.
AUTOMOBIL- UND MÖBELINDUSTRIE
Unsere Hauptabnehmerbranchen, die Automobilindustrie und die Möbelhersteller, haben ihren langfristigen Wachstumstrend in den Jahren 2018 und 2019 unterbrochen. Für 2020 haben Beobachter für beide Branchen wieder ein moderates Wachstum angekündigt, allerdings wird diese Prognose durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus infrage gestellt. In Deutschland ist für 2020 aus heutiger Sicht mit einer Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen um knapp 2 % zu rechnen. Nach einer von LMC Automotive im Januar 2020 veröffentlichten Prognose soll die Weltautomobilproduktion im Jahr 2020 um 1,2 % auf 90,6 Mio. Einheiten ansteigen. Während die Produktion in den USA um 5,4% zunehmen dürfte, erwartet LMC Automotive für Europa und China eine Stagnation. Angesichts der Produktionsausfälle infolge der Corona-Epidemie ist aus heutiger Sicht jedoch eher von einem Rückgang der weltweiten Automobilproduktion auszugehen. Längerfristig rechnet LMC Automotive mit einem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion von knapp 3 %, Basis dafür sind ein gutes Konsumklima und günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Ein wichtiger Faktor für das prognostizierte Wachstum der Automobilindustrie ist das zunehmende Mobilitätsbedürfnis in den Emerging Markets. Für die Möbelindustrie prognostiziert das Centre for Industrial Studies (CSIL) ein Wachstum von 2,4% im Jahr 2020. Damit läge der Zuwachs allerdings unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.
TABELLEN
Tabelle 2.68 - WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT
| Veränderung gegenüber Vorjahr, % | |||
|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2021 | |
| Welt | 3,0 | 3,1 | 3,2 |
| Deutschland | 0,5 | 0,8 | 0,8 |
| Eurozone | 1,2 | 0,9 | 1,1 |
| Russland | 1,3 | 1,8 | 1,8 |
| USA | 2,3 | 1,7 | 1,8 |
| China | 6,2 | 5,8 | 5,5 |
| Indien | 5,0 | 6,4 | 6,9 |
| Japan | 1,2 | 0,5 | 0,8 |
| Brasilien | 1,1 | 2,0 | 2,0 |
Quelle: Commerzbank 01/2020# 2.69 - PRODUKTION PKWS UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE
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| Mio. Einheiten | 2019 | 2020¹ | 2021¹ |
|---|---|---|---|
| Welt | 89,5 | 90,6 | 92,9 |
| Westeuropa | 13,6 | 13,6 | 14,1 |
| Deutschland | 4,9 | 5,1 | 5,1 |
| Osteuropa | 7,5 | 7,6 | 7,7 |
| Russland | 1,6 | 1,7 | 1,8 |
| Nordamerika (inkl. Mexiko) | 16,3 | 16,6 | 16,8 |
| USA | 10,6 | 11,2 | 11,3 |
| Südamerika | 3,3 | 3,4 | 3,6 |
| Brasilien | 2,8 | 2,9 | 3,0 |
| Asien | 46,6 | 46,8 | 48,2 |
| China | 24,4 | 24,5 | 25,2 |
| Japan | 9,3 | 8,9 | 9,1 |
| Indien | 4,2 | 4,3 | 4,4 |
¹ Prognose Quelle: LMC 01/2020
MASCHINENBAU ERWARTET UMSATZRÜCKGÄNGE
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2020 ein Produktionsminus von 2%. Maßgeblich dafür sind der schwache Auftragseingang im Jahr 2019 und entsprechend rückläufige Auftragsbestände. Der VDMA-Fachverband für Holzbearbeitungsmaschinen sagt eine Umsatzeinbuße von 10 % im Jahr 2020 voraus, auch dieser Prognose liegt der schwache Auftragseingang des Jahres 2019 zugrunde.
AUTOMOBIL- UND MÖBELINDUSTRIE BLEIBEN UNSERE HAUPTABNEHMERBRANCHEN, UMWELTTECHNIK GEWINNT AN BEDEUTUNG
Das für uns relevante Projekt- und Investitionsvolumen der Automobilindustrie könnte 2020 knapp die Größenordnung des Jahres 2019 erreichen. Allerdings könnte die Unsicherheit im Zuge der Corona-Krise dazu führen, dass geplante Investitionen zurückgestellt werden. Die Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos dürften weiterhin eine wichtige Rolle spielen, da Batterie- und Hybridfahrzeuge immer stärker nachgefragt werden. Darüber hinaus bleiben Kapazitätsausweitung, Stückkostensenkung und die Flexibilisierung der Produktion für unterschiedliche Modelltypen die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilindustrie. Die Nachfrage der holzbearbeitenden Industrie nach Produktionstechnik dürfte 2020 leicht abnehmen oder bestenfalls stabil ausfallen. In China zeichnet sich eine Bodenbildung ab, nachdem sich das Marktvolumen in den Jahren 2018 und 2019 ungefähr halbierte. Ein positiver Aspekt bei unserer Markteinschätzung ist, dass die globale Möbelindustrie einen Konsolidierungsprozess durchläuft, aus dem größere Unternehmen hervorgehen. Dies dürfte unser Systemgeschäft mit automatisierten Produktionslinien mittel- und langfristig begünstigen. Zudem fragen Konsumenten verstärkt individuell konfigurierte Möbel nach. Dadurch steigt bei den Produzenten der Bedarf an flexiblen Produktionslinien mit Losgröße-1-Fähigkeit. Ein weiterer Nachfragetreiber ist die Digitalisierung von Produktionsanlagen. Auch weiterhin bleiben die Automobil- und die Möbelindustrie unsere wichtigsten Abnehmergruppen. Infolge der Akquisition von Megtec/Universal gewinnt aber auch das Umwelttechnikgeschäft an Bedeutung. Immer wichtiger für unseren Geschäftserfolg wird in allen Divisions die Digitalisierung. Sie bietet die Chance, Kunden durch neue Services und Optimierungskonzepte an uns zu binden und uns im Wettbewerb zu differenzieren. Eine grundsätzliche Veränderung unserer Geschäftspolitik beabsichtigen wir nicht.
UMSATZ 2020: VORAUSSICHTLICH LEICHT ÜBER VORJAHRESNIVEAU
Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als angenommen, keine weiteren gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und die politischen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen. Die bisherigen Auswirkungen der Corona-Epidemie haben wir im Ausblick berücksichtigt. Im ersten Quartal 2020 ist mit einer spürbaren Ergebnisbelastung infolge von Verschiebungen durch die Epidemie zu rechnen. Unklar ist aus heutiger Sicht, wie stark die Corona-Krise Wirtschaft und Handel im Gesamtjahr 2020 beeinträchtigen wird. Aus heutiger Perspektive halten wir es für möglich, dass die bisherigen Einbußen im weiteren Jahresverlauf im Wesentlichen aufgeholt werden können. Allerdings haben die wirtschaftlichen Risiken infolge der Corona-Krise seit Anfang März 2020 deutlich zugenommen. In den kommenden Jahren wollen wir aus heutiger Sicht ein leichtes organisches Umsatzwachstum erzielen. Für 2020 haben wir eine Zielbandbreite von 3.900 bis 4.100 Mio. € definiert. Der Auftragseingang soll 2020 einen Korridor von 3.800 bis 4.100 Mio. € erreichen; folglich dürfte der Auftragsbestand auf einem hohen Niveau verbleiben. Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) werden 2020 voraussichtlich konstant bleiben. Die größten Kostenpositionen werden weiterhin die Materialkosten und die Personalkosten sein. Letztere dürften 2020 geringer ansteigen als im Jahr 2019. Sowohl beim Bruttoergebnis als auch bei der Bruttomarge (2019: 21,4%) ist von leichten Verbesserungen auszugehen.
EBIT-MARGE: ANSTIEG IM JAHR 2020
Im Jahr 2020 wird die EBIT-Marge den Vorjahreswert voraussichtlich überschreiten, geplant ist ein Zielkorridor von 5,2 bis 5,7 % (2019: 5,0 %). Die im EBIT enthaltenen Sonderaufwendungen dürften aus heutiger Sicht auf rund 40 Mio. € sinken (2019: 67,2 Mio. €). Sie werden neben Kaufpreisallokationseffekten in Höhe von 17 Mio. € auch Einmalaufwendungen für Optimierungsmaßnahmen in verschiedenen Divisions enthalten. Diese Einmalaufwendungen sind in den Jahresprognosen für den Konzern und die Divisions berücksichtigt. Fest steht bereits, dass im ersten Quartal 2020 Einmalaufwendungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio. € für Strukturmaßnahmen an den Standorten Karlstein und Goldkronach anfallen. Davon entfallen 3,5 Mio. € auf die Division Application Technology und 2,4 Mio. € auf die Division Clean Technology Systems. Die um Sondereffekte bereinigte EBIT-Marge des Dürr-Konzerns soll 2020 eine Bandbreite von 6,2 bis 6,7% erreichen. Bei Woodworking Machinery and Systems werden sich die meisten der eingeleiteten Effizienzsteigerungen und Einsparungen ab 2021 positiv auf das Ergebnis auswirken. 2020 dürfte die Division bei leicht rückläufigem Umsatz ein sinkendes EBIT vor Sondereffekten ausweisen; nach Sondereffekten ist mit einem Anstieg zu rechnen.
STEIGENDES ERGEBNIS NACH STEUERN
Das Finanzergebnis wird sich 2020 voraussichtlich verbessern. Das Ergebnis nach Steuern dürfte bei einer Steuerquote von rund 28% voraussichtlich auf 135 bis 150 Mio. € steigen. Unser Dividendenvorschlag für 2019 (0,80 € je Aktie) ergibt eine Ausschüttungsquote von 43 % des Ergebnisses nach Steuern und damit einen Wert oberhalb der üblichen Spanne von 30 bis 40%. Damit unterstreichen wir unsere Zuversicht für die zukünftige Entwicklung des Konzerns. Der ROCE soll 2020 eine Bandbreite von 17 bis 22% erreichen und die Kapitalkosten damit deutlich überschreiten.
DEUTLICHE CASHFLOW-VERBESSERUNG ERWARTET
Wir erwarten für 2020 eine Verbesserung des operativen Cashflows auf 180 bis 230 Mio. €. Auch der Free Cashflow soll deutlich zunehmen, geplant ist eine Bandbreite von 70 bis 120 Mio. €. Das Net Working Capital wird voraussichtlich abnehmen, dazu soll unter anderem ein Abbau der Vorräte beitragen. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken.
INVESTITIONEN
Für 2020 rechnen wir mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf dem Normalniveau von 95 bis 105 Mio. €. Ein Ziel unserer Mid-Term-Strategie sind weitere Firmen- und Technologiezukäufe, allerdings ist momentan keine größere Akquisition absehbar. Zur Finanzierung einer eventuellen Transaktion stehen die hohen liquiden Mittel und der Cashflow zur Verfügung.
NETTOFINANZSTATUS, LIQUIDITÄT UND FINANZIERUNG
Für das Jahresende 2020 rechnen wir aus heutiger Sicht mit einem Nettofinanzstatus von -80 bis -30 Mio. €. Dabei sind mögliche Abflüsse für Akquisitionen nicht berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sollen sich am Bilanzstichtag 2020 auf 680 bis 730 Mio. € belaufen. Wir gehen davon aus, dass wir auch 2020 nicht auf die Barlinie unseres syndizierten Kredits zugreifen werden. Eine Kapitalerhöhung ist nicht in Sicht und wäre nur im Ausnahmefall einer großen Akquisition eine Option. Wir sind stabil finanziert, der im Sommer 2019 vereinbarte syndizierte Kredit hat eine Laufzeit bis 2024.
ERWARTUNGEN FÜR 2021
Für 2021 gehen wir von einer leicht positiven Entwicklung bei Auftragseingang und Umsatz aus. Beim operativen Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) erwarten wir eine deutliche Verbesserung, sodass die operative EBIT-Marge eine Spanne von 7,0 bis 7,5 % erreichen könnte. Auch der operative Cashflow dürfte weiter zunehmen, aus heutiger Sicht erscheint eine Verbesserung auf 230 bis 280 Mio. € realistisch.
Tabelle 2.70 gibt einen Überblick über die erwartete Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren im Jahr 2020.
VERÄNDERUNGEN IN DEN DIVISIONS PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS UND MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
Anfang 2020 haben wir das Geschäft im Bereich der Automobilendmontage neu aufgestellt. Die Bereiche Prüftechnik, Montageprodukte und Automotive-Befülltechnik wurden von der Division Measuring and Process Systems zu Paint and Final Assembly Systems transferiert. Gemeinsam mit den dort vorhandenen Endmontageaktivitäten bilden sie eine schlagkräftige Einheit, die eine bessere Kundenbetreuung gewährleistet. Damit sind wir gut aufgestellt, um die Expansion in der Endmontagetechnik voranzutreiben und die Wachstumspotenziale auszuschöpfen, die sich in diesem Geschäft insbesondere durch den Trend zur Elektromobilität bieten. 2019 trugen die Bereiche Prüftechnik, Montageprodukte und Automotive-Befülltechnik 183 Mio. € zum Auftragseingang und 179 Mio. € zum Umsatz von Measuring and Process Systems bei. Im Division-Ausblick für 2020 in Tabelle 2.71 sind die Veränderungen bei Paint and Final Assembly Systems und Measuring and Process Systems berücksichtigt.
2.70 - AUSBLICK KONZERN
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| 2019 | Ziel 2020 | |
|---|---|---|
| Auftragseingang Mio. € | 4.076,5 | 3.800 bis 4.100 |
| Umsatz Mio. € | 3.921,5 | 3.900 bis 4.100 |
| EBIT-Marge % | 5,0 | 5,2 bis 5,7 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten % | 6,7 | 6,2 bis 6,7 |
| Ergebnis nach Steuern Mio. € | 129,8 | 135 bis 150 |
| ROCE % | 16,9 | 17 bis 22 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € | 171,9 | 180 bis 230 |
| Free Cashflow Mio. € | 44,9 | 70 bis 120 |
| Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. | -80 bis -30 |
Sofern die Corona-Epidemie das Wirtschaftsleben nicht zu stark beeinträchtigt, könnten die für uns relevanten Investitionen der Automobilindustrie im Jahr 2020 knapp das Niveau des Vorjahres erreichen. Ein beträchtlicher Teil davon dürfte weiterhin in Produktionstechnik für Elektroautos fließen. Damit ist die Elektromobilität für uns eine Chance und ein wichtiger Erfolgsfaktor. In der holzbearbeitenden Industrie rechnen wir mit einer leicht rückläufigen bis stabilen Nachfrage. Im gesamten Konzern bildet die Digitalisierung den wichtigsten Technologietrend. Auch sie ist eine Chance: In die Digitalprodukte der Marken Dürr, Schenck und HOMAG fließt neben Software-Kompetenz auch unser Expertenwissen über die Produktionsprozesse der Kunden ein. Diese Kombination ist ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb.
Der Konzernumsatz soll 2020 im unteren einstelligen Prozentbereich wachsen und 3.900 bis 4.100 Mio. € erreichen. Auch die EBIT-Marge des Konzerns wird voraussichtlich zunehmen, da wir mit rückläufigen Sonderaufwendungen rechnen; unser Ziel sind 5,2 bis 5,7 %. Die operative EBIT-Marge soll 6,2 bis 6,7 % erreichen. Das Ergebnis nach Steuern wird voraussichtlich auf 135 bis 150 Mio. € steigen. Auf Basis deutlicher Zuwächse bei operativem Cashflow und Free Cashflow soll sich der Nettofinanzstatus am Jahresende 2020 auf -80 bis -30 Mio. € verbessern.
Für 2021 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Ergebnis-Performance. Ziel ist eine operative EBIT-Marge von 7,0 bis 7,5 %. Zugleich soll der operative Cashflow weiter steigen und mit einem Niveau von 230 bis 280 Mio. € zur weiteren Stärkung unserer finanziellen Situation beitragen. Die angestrebte Ergebnisverbesserung soll in hohem Maße von Zuwächsen bei der HOMAG Group getragen werden. Sie setzt im Rahmen ihres Optimierungskurses verschiedene Einspar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen um, die 2021 ihre volle Wirkung entfalten werden. Spätestens 2023 soll die HOMAG Group auf dieser Basis ihre Ziel-EBIT-Marge von über 9% erreichen. Das mittelfristige EBIT-Margen-Ziel für den Dürr-Konzern als Ganzes liegt bei mindestens 8%.
2.71 - AUSBLICK DIVISIONS
| Auftragseingang (Mio. €) | Umsatz (Mio. €) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 ist | 2019¹ angepasst | Ziel 2020 | 2019 ist | 2019¹ angepasst | Ziel 2020 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 1.341,0 | 1.524,1 | 1.300 bis 1.500 | 1.243,8 | 1.422,5 | 1.400 bis 1.500 |
| Application Technology | 640,8 | - | 610 bis 660 | 592,8 | - | 620 bis 670 |
| Clean Technology Systems | 449,1 | - | 420 bis 460 | 395,3 | - | 400 bis 440 |
| Measuring and Process Systems | 425,9 | 242,8 | 220 bis 250 | 410,4 | 231,7 | 240 bis 270 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.219,6 | - | 1.150 bis 1.250 | 1.279,1 | - | 1.150 bis 1.250 |
| EBIT-Marge (%) | |||
|---|---|---|---|
| 2019 | 2019¹ angepasst | Ziel 2020 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 5,0 | 5,4 | 5,0 bis 5,5 |
| Application Technology | 9,6 | - | 9,0 bis 10,0 |
| Clean Technology Systems | 3,1 | - | 3,2 bis 4,2 |
| Measuring and Process Systems | 9,4 | 9,6 | 9,5 bis 10,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 2,9 | - | 4,5 bis 5,5 |
¹ Zum 1. Januar 2020 wurden die Bereiche Prüftechnik, Montageprodukte und Befülltechnik für die Fahrzeugendmontage von der Division Measuring and Process Systems in die Division Paint and Final Assembly Systems umgegliedert.
DÜRR AG (HGB)
Der Jahresabschluss der Dürr AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Dürr AG umfasst als Holding-Gesellschaft die Zentralfunktionen des Konzerns und betreibt keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die Dürr AG hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 133 Gesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Dürr AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Kapitel "Konjunktur und Branchenumfeld" beschrieben sind.
ERTRAGSLAGE
Der Umsatz der Dürr AG erhöhte sich im Jahr 2019 um 7,4% gegenüber dem Vorjahr. Er enthält hauptsächlich die Umlagezahlungen, die die Konzerngesellschaften für erhaltene Holding-Dienstleistungen an die Dürr AG entrichten. Geringere Währungsgewinne waren der Hauptgrund, weshalb die sonstigen betrieblichen Erträge um 46,8 % auf 12,9 Mio. € sanken. Allerdings verzeichneten wir bei den Währungsverlusten einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung. Dies trug zusammen mit geringeren Beratungskosten dazu bei, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30,3 % abnahmen. Die sinkenden Personalkosten (-9,4 %) resultierten vor allem aus rückläufigen variablen Vergütungen infolge der Ergebnisabschwächung. Die wichtigste Position in der Gewinn- und Verlustrechnung der Dürr AG ist das Beteiligungsergebnis. Mit 78,1 Mio. € ging es im Jahr 2019 stark zurück, da der Dürr AG weniger Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen zuflossen als im Vorjahr. Maßgeblich dafür war vor allem der Ergebnisrückgang der HOMAG Group infolge operativer Einbußen und hoher Sonderaufwendungen. Darüber hinaus nahm das Ergebnis auch bei anderen inländischen Gesellschaften ab, nicht zuletzt weil einige ältere Aufträge mit geringen Margen abgeschlossen wurden. Das Finanzergebnis schwächte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % ab, da seit Juli 2019 der Zinsaufwand für das neue Sustainability-Schuldscheindarlehen anfällt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken infolge des Ergebnisrückgangs im steuerlichen Organkreis in Deutschland. Der Jahresüberschuss verringerte sich vor allem aufgrund des geringeren Beteiligungsergebnisses. Mit 61,4 Mio. € deckt er die vorgeschlagene Dividendenausschüttung jedoch ab. Der Bilanzgewinn blieb mit 569,9 Mio. € beinahe konstant. Der darin enthaltene Gewinnvortrag aus dem Vorjahr erhöhte sich, da vom Jahresüberschuss 2018 nach der Dividendenzahlung 83,1 Mio. € verblieben.
2.72 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)
| Mio. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 37,0 | 34,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,9 | 24,1 |
| Materialaufwand | -3,6 | -3,7 |
| Personalaufwand | -18,7 | -20,7 |
| Abschreibungen | -1,0 | -1,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -29,8 | -42,8 |
| Beteiligungsergebnis | 78,1 | 193,4 |
| Finanzergebnis | -9,5 | -8,9 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3,7 | -22,6 |
| Sonstige Steuern | -0,1 | - |
| Jahresüberschuss | 61,4 | 152,3 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 508,4 | 425,3 |
| Bilanzgewinn | 569,9 | 577,6 |
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Im Vergleich zum Jahresende 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme der Dürr AG um 23,5 % auf 1.945,1 Mio. €. Im Anlagevermögen verzeichneten wir einen Anstieg der Finanzanlagen um 7,7 %. Hauptursache dafür war, dass wir die Kapitalrücklage unserer Tochtergesellschaft Dürr Systems AG im Zuge der Akquisition der Megtec/ Universal-Gruppe um 72,0 Mio. € erhöht haben. Eine markantere Veränderung gab es im Umlaufvermögen, dort erhöhte sich die Position "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" um 47,8 %. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen haben wir den Tochtergesellschaften mehr Mittel für die Finanzierung des operativen Geschäfts geliehen. Zum anderen wurden die Mittel, die uns durch das neue Sustainability-Schuldscheindarlehen zugeflossen sind, zum Teil in Termingeldern angelegt. Auch der Anstieg der flüssigen Mittel auf 351,0 Mio. € resultierte hauptsächlich aus der Emission des Sustainability-Schuldscheindarlehens. Mit 814,6 Mio. € blieb das Eigenkapital im Vergleich zum Jahresende 2018 so gut wie unverändert. Der minimale Rückgang des Bilanzgewinns ist darauf zurückzuführen, dass die im Mai 2019 geleistete Dividendenzahlung für 2018 (69,2 Mio. €) den Jahresüberschuss für 2019 (61,4 Mio. €) überstieg. Die Rückstellungen erhöhten sich von 16,5 Mio. € auf 18,7 Mio. €. Höheren Steuerrückstellungen standen geringere Zuführungen zu den Rückstellungen für Bonuszahlungen gegenüber. Die deutliche Zunahme der Verbindlichkeiten um 51,1 % geht auf das neue Sustainability-Schuldscheindarlehen zurück. Ein weiterer Faktor war, dass wir im Rahmen unseres Cash-Pooling-Systems mehr flüssige Mittel von Tochtergesellschaften erhielten.
2.73 - BILANZ EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)
| Mio. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 7,4 | 8,2 |
| Sachanlagen | 0,2 | 0,3 |
| Finanzanlagen | 860,9 | 799,7 |
| 868,5 | 808,2 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 723,7 | 489,7 |
| Flüssige Mittel | 351,0 | 274,1 |
| 1.074,6 | 763,8 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten, Sonstiges | 2,0 | 2,5 |
| 1.076,6 | 766,3 | |
| Summe Aktiva | 1.945,1 | 1.574,5 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 177,2 | 177,2 |
| Kapitalrücklage | 67,6 | 67,6 |
| Bilanzgewinn | 569,9 | 577,6 |
| 814,6 | 822,4 | |
| Fremdkapital | ||
| Rückstellungen | 18,7 | 16,5 |
| Verbindlichkeiten | 1.111,8 | 735,7 |
| 1.130,5 | 752,1 | |
| Summe Passiva | 1.945,1 | 1.574,5 |
RISIKEN UND CHANCEN
Die Dürr AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu den "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht". Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften existieren.
PROGNOSE
Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Dürr AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert der "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht". Der vollständige Einzelabschluss der Dürr AG findet sich auf www.durr-group.com im Bereich Investoren/Finanzpublikationen/ Präsentationen.
Bietigheim-Bissingen, 18. März 2020
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Dr. Jochen Weyrauch
Pekka Paasivaara
KONZERNABSCHLUSS
3.1 - Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Januar bis 31. Dezember 2019
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
| Tsd. |# 3.2 - Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Januar bis 31. Dezember 2019 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
| Tsd. € | Anhang | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 129.825 | 163.505 | |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen | (27) | -10.374 | 5.116 |
| darauf entfallende latente Steuern | (17) | 2.830 | -257 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungs zwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | (41) | 3.202 | -3.350 |
| darauf entfallende latente Steuern | (17) | -896 | 802 |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung | 9.586 | 6.945 | |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung at equity bilanzierter Unternehmen | -325 | 524 | |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | 4.023 | 9.780 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 133.848 | 173.285 | |
| davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile | 5.728 | 6.371 | |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 128.120 | 166.914 |
3.3 - Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
Aktiva
| Tsd. € | Anhang | 31. Dezember 2019 | 31. Dezember 2018 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (18, 43) | 449.160 | 446.817 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | (18, 43) | 194.840 | 204.525 |
| Sachanlagen | (18, 43) | 525.395 | 433.828 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18, 43) | 20.215 | 19.203 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | (19, 43) | 37.663 | 35.718 |
| Übrige Finanzanlagen | (19, 43) | 12.653 | 10.186 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (22) | 15.816 | 36.276 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (23) | 6.746 | 4.291 |
| Latente Steueransprüche | (17) | 57.887 | 49.893 |
| Sonstige Vermögenswerte | (25) | 1.978 | 3.568 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.322.353 | 1.244.305 | |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | (20) | 509.206 | 535.371 |
| Vertragliche Vermögenswerte | (21) | 519.075 | 478.336 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (22) | 570.261 | 566.748 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (23) | 206.401 | 52.443 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (24) | 662.024 | 655.042 |
| Ertragsteuerforderungen | (17) | 46.634 | 28.151 |
| Sonstige Vermögenswerte | (25) | 46.379 | 54.003 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.559.980 | 2.370.094 | |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 3.882.333 | 3.614.399 |
PASSIVA
| Tsd. € | Anhang | 31. Dezember 2019 | 31. Dezember 2018 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | (26) | 177.157 | 177.157 |
| Kapitalrücklage | (26) | 67.318 | 67.318 |
| Gewinnrücklagen | (26) | 820.820 | 771.468 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -34.654 | -38.650 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 1.030.641 | 977.293 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 12.745 | 14.858 | |
| Summe Eigenkapital | 1.043.386 | 992.151 | |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | (27) | 58.962 | 50.084 |
| Übrige Rückstellungen | (28) | 22.339 | 19.058 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | (29) | 2.113 | 2.197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (30) | 240 | 967 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | (31) | 798.242 | 597.958 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | (31) | 86.780 | 12.827 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (32) | 6.290 | 6.266 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (17) | - | 4.164 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (17) | 81.151 | 91.949 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (33) | 254 | 611 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1.056.371 | 786.081 | |
| Übrige Rückstellungen | (28) | 148.058 | 130.676 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | (29) | 630.570 | 670.795 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (30) | 478.771 | 501.403 |
| Finanzverbindlichkeiten | (31) | 38.045 | 12.496 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (32) | 319.890 | 347.698 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (17) | 48.467 | 30.806 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (33) | 118.775 | 142.293 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.782.576 | 1.836.167 | |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 3.882.333 | 3.614.399 |
3.4 - Konzern-Kapitalflussrechnung
- Januar bis 31. Dezember 2019 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
| Tsd. € | Anhang (36) | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 174.718 | 219.680 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -64.202 | -92.977 | |
| Zinsergebnis | 27.575 | 20.938 | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | -6.202 | -6.844 | |
| Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen | 2.585 | 4.387 | |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 112.570 | 93.369 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 456 | -97 | |
| Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -648 | 855 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -1.704 | -365 | |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | |||
| Vorräte | 26.550 | -58.884 | |
| Vertragliche Vermögenswerte | -39.663 | 28.245 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.798 | -40.079 | |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | 9.162 | 11.724 | |
| Rückstellungen | 18.789 | -29.873 | |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | -50.125 | -64.240 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -25.375 | 83.360 | |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht aus Finanzierungstätigkeit) | -36.719 | -6.354 | |
| Sonstige Aktiva und Passiva | 335 | -571 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 171.900 | 162.274 | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -27.187 | -23.453 | |
| Erwerb von Sachanlagen | -52.202 | -48.409 | |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | - | -1 | |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 5.097 | 2.665 | |
| Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | -2.015 | -103.970 | |
| Anlage in Termingeldern | -159.382 | 138.287 | |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - | 634 | |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 3.934 | 4.098 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -231.755 | -30.149 | |
| Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten | -3.644 | -970 | |
| Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -538 | -314 | |
| Aufnahme eines Schuldscheindarlehens | 199.565 | - | |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -27.431 | -1.056 | |
| Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | -8.750 | -34.802 | |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -69.202 | -76.122 | |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -5.101 | -4.689 | |
| Geleistete Zinsausgaben | -24.134 | -16.088 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 60.765 | -134.041 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 5.439 | -1.767 | |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | - | 467 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.349 | -3.216 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenanfang | 656.695 | 659.911 | |
| Zum Periodenende | 663.044 | 656.695 | |
| Abzüglich Risikovorsorge gemäß IFRS 9 | -1.020 | -1.653 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende (Konzernbilanz) | 662.024 | 655.042 |
¹ In der Position "Erwerb von Sachanlagen" sind keine Zahlungsmittelabflüsse durch Zugänge von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen enthalten, da im Zugangszeitpunkt der Nutzungsrechte keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen (Ausnahme: gezahlte Anschaffungsnebenkosten und geleistete An- und Vorauszahlungen).
3.5 - Konzern-Eigenkapitalspiegel
- Januar bis 31. Dezember 2019 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne |
|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2017 | 88.579 | 155.896 | 690.417 | -35.924 |
| Anpassung IFRS 9 | - | - | 1.146 | - |
| 1. Januar 2018 | 88.579 | 155.896 | 691.563 | -35.924 |
| Ergebnis | - | - | 157.053 | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | 4.864 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 157.053 | 4.864 |
| Kapitalerhöhung Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln | 88.578 | -88.578 | - | - |
| Dividenden | - | - | -76.122 | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -530 | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -496 | 518 |
| 31. Dezember 2018 | 177.157 | 67.318 | 771.468 | -30.542 |
| Anpassung IFRS 16 | - | - | -9.415 | - |
| 1. Januar 2019 | 177.157 | 67.318 | 762.053 | -30.542 |
| Ergebnis | - | - | 124.059 | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -7.481 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 124.059 | -7.481 |
| Dividenden | - | - | -69.202 | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | 3.888 | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 22 | - |
| 31. Dezember 2019 | 177.157 | 67.318 | 820.820 | -38.023 |
Kumuliertes übriges Eigenkapital Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
| Tsd. € | Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges | Änderungen Konsolidierungskreis/ Umgliederungen |
|---|---|---|
| 31. Dezember 2017 | -228 | 630 |
| Anpassung IFRS 9 | - | - |
| 1. Januar 2018 | -228 | 630 |
| Ergebnis | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -2.548 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -2.548 | - |
| Kapitalerhöhung Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln | - | - |
| Dividenden | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - |
| Übrige Veränderungen | -22 | - |
| 31. Dezember 2018 | -2.776 | 608 |
| Anpassung IFRS 16 | - | - |
| 1. Januar 2019 | -2.776 | 608 |
| Ergebnis | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 2.306 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 2.306 | - |
| Dividenden | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | -22 |
| 31. Dezember 2019 | -470 | 586 |
1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Das Unternehmen
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern, der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht der Konzern an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt vor allem Anlagen zur Abluftreinigung. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau zum Einsatz. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC)-Interpretationen angewendet, die für das Geschäftsjahr 2019 erstmals verpflichtend anzuwenden waren.
Tabelle 3.6
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" regelt Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverhältnissen. Gemäß IFRS 16 unterscheiden Leasingnehmer nicht mehr zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Stattdessen werden die meisten Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und die damit verbundenen Verpflichtungen als Verbindlichkeiten bilanziell erfasst. Leasinggeber unterscheiden bei der Bilanzierung hingegen weiterhin zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Die Änderung der Rechnungslegungsmethoden zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16. Der Dürr-Konzern hat sich für die modifiziert retrospektive Anwendung des Standards entschieden, wobei der kumulative Effekt aus der Anpassung zum Erstanwendungszeitpunkt erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Vergangene Perioden sind daher nur eingeschränkt mit dem Geschäftsjahr 2019 vergleichbar. Die Umstellung zum 1. Januar 2019 minderte das Eigenkapital um 9.511 Tsd. €. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 94.957 Tsd. €, dies entspricht einer Zunahme um 2,6 %. Eine Überleitung aller betroffenen Positionen in der Bilanz sowie der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 ist unter -> Textziffer 6 dargestellt.
3.6 - ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN AUS DER ANWENDUNG NEUER UND ÜBERARBEITETER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN
| Erstmalige Anwendung¹ | Übernahme durch die EU-Kommission | Auswirkungen auf den Dürr-Konzern | |
|---|---|---|---|
| NEUE STANDARDS | |||
| IFRS 16 "Leasingverhältnisse" | 1. Januar 2019 | Ja | Von Bedeutung |
| GEÄNDERTE STANDARDS/INTERPRETATIONEN | |||
| IFRS 9 "Finanzinstrumente" - Rückzahlungsklauseln mit negativer Ausgleichszahlung | 1. Januar 2019 | Ja | Unwesentlich |
| IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" - Planänderung, Plankürzung oder Planabgeltung | 1. Januar 2019 | Ja | Unwesentlich |
| IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" | 1. Januar 2019 | Ja | Keine |
| IFRIC 23 "Unsicherheiten bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung" | 1. Januar 2019 | Ja | Unwesentlich |
| Jährlicher Verbesserungsprozess 2015-2017 | 1. Januar 2019 | Nein | Unwesentlich |
¹ Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum begonnen haben oder beginnen.
3.7 - VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN
| Erstmalige Anwendung¹ | Übernahme durch die EU-Kommission | Auswirkungen auf den Dürr-Konzern | |
|---|---|---|---|
| NEUE STANDARDS | |||
| IFRS 17 "Versicherungsverträge" | 1. Januar 2023 | Nein | Unwesentlich |
| GEÄNDERTE STANDARDS/INTERPRETATIONEN | |||
| IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" | 1. Januar 2020 | Nein | Unwesentlich |
| IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" - Definition des Begriffs wesentlich | 1. Januar 2020 | Ja | Keine |
| IAS 1 "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig" | 1. Januar 2022 | Nein | Keine |
| Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 hinsichtlich der IBOR-Reform | 1. Januar 2020 | Ja | Keine |
| Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards | 1. Januar 2020 | Ja | Unwesentlich |
¹ Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum begonnen haben oder beginnen.
Der Konzern hat Standards und IFRIC-Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewendet. Der Dürr-Konzern beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu berücksichtigen. Die Anforderungen der angewendeten Standards wurden vollständig erfüllt. Der Abschluss vermittelt damit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Cashflows des Konzerns. Das Geschäftsjahr des Dürr-Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tsd. € angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit historischen beziehungsweise fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Ausnahmen bilden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente, übrige Finanzanlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral beziehungsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. Daneben werden Verpflichtungen aus Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile, Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten und Verpflichtungen aus anteilsbasierter Vergütung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als kurzfristig behandelt, sofern sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Innerhalb der Bilanz erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristig. Abweichend hiervon werden latente Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten innerhalb der Bilanz stets als langfristig ausgewiesen. Außerdem werden im Konzernanhang Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren als mittelfristig, bei einer Restlaufzeit von über fünf Jahren als langfristig ausgewiesen.
2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Grundlage für den Abschluss des Dürr-Konzerns sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2019 erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften IFRS-Abschlüsse der Dürr AG sowie ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften und at equity bilanzierten Unternehmen. Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten gehen vollständig zum Anschaffungszeitpunkt in die Konzernbilanz ein, dabei werden stille Reserven und Lasten berücksichtigt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst.
| € Währungsumrechnung | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2017 | -13.485 | -49.007 | 885.885 | 14.637 | 900.522 |
| Anpassung IFRS 9 | - | - | 1.146 | -73 | 1.073 |
| 1. Januar 2018 | -13.485 | -49.007 | 887.031 | 14.564 | 901.595 |
| Ergebnis | - | - | 157.053 | 6.452 | 163.505 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 7.545 | 9.861 | 9.861 | -81 | 9.780 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 7.545 | 9.861 | 166.914 | 6.371 | 173.285 |
| Kapitalerhöhung Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln | - | - | - | - | - |
| Dividenden | - | - | -76.122 | -4.689 | -80.811 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -530 | -1.427 | -1.957 |
| Übrige Veränderungen | - | 496 | - | 39 | 39 |
| 31. Dezember 2018 | -5.940 | -38.650 | 977.293 | 14.858 | 992.151 |
| Anpassung IFRS 16 | -43 | -43 | -9.458 | -53 | -9.511 |
| 1. Januar 2019 | -5.983 | -38.693 | 967.835 | 14.805 | 982.640 |
| Ergebnis | - | - | 124.059 | 5.766 | 129.825 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 9.236 | 4.061 | 4.061 | -38 | 4.023 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 9.236 | 4.061 | 128.120 | 5.728 | 133.848 |
| Dividenden | - | - | -69.202 | -5.101 | -74.303 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | 3.888 | 162 | 4.050 |
| Übrige Veränderungen | - | -22 | - | -2.849 | -2.849 |
| 31. Dezember 2019 | 3.253 | -34.654 | 1.030.641 | 12.745 | 1.043.386 |
Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zwischen der Erfassung des beteiligungsproportionalen Geschäfts- oder Firmenwerts (Purchased-Goodwill-Methode) und der Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full-Goodwill-Methode) vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Der Dürr-Konzern prüft für jeden einzelnen Unternehmenserwerb, welche Methode zur Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts angewendet wird. Zur Ausübung des Wahlrechts bei einzelnen Unternehmenserwerben wird auf -> Textziffer 18 verwiesen.
Anteilsveränderungen bei Tochtergesellschaften, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung erhöht oder vermindert, werden als erfolgsneutrale Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet.
Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen sowie Zu- und Abflüsse an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Ergebnisse zwischen konsolidierten Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden herausgerechnet.
Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanz- und Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken. Die erstmalige Erfassung von Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten, die den Anteil am Reinvermögen des at equity bilanzierten Unternehmens nach der Berücksichtigung stiller Reserven oder Lasten übersteigen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des at equity bilanzierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem at equity bilanzierten Unternehmen auf eine mögliche Wertminderung überprüft.
In der Folgebewertung wird der Anteil vom Ergebnis des at equity bilanzierten Unternehmens, der dem Dürr-Konzern zusteht, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Beteiligungsergebnis erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des at equity bilanzierten Unternehmens. Erhaltene Dividenden mindern den Buchwert. Entsprechen die Verluste eines at equity bilanzierten Unternehmens, die dem Konzern zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, der Konzern ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das at equity bilanzierte Unternehmen geleistet.
Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei vier Gesellschaften hat der Dürr-Konzern aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl der Konzern nur jeweils 50 % der Anteile beziehungsweise 50% oder weniger der Stimmrechte der Gesellschaft besitzt. Bei zwei der Gesellschaften kann der Konzern bei Stimmrechtsgleichheit die Entscheidung herbeiführen, bei den beiden anderen Gesellschaften hat der Dürr-Konzern die operative Führung. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn der Dürr-Konzern die Beherrschung über die Gesellschaft verliert.
Strukturierte Unternehmen
Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich häufig durch beschränkte Tätigkeiten und einen engen und genau definierten Zweck aus. Ein wesentliches Merkmal ist dabei, dass Stimmrechte keine wesentliche Auswirkung auf die Rückflüsse aus diesem Unternehmen haben. Die Möglichkeit der Beherrschung resultiert nicht aus der Mehrheit am Kapital oder an den Stimmrechten, sondern aus vertraglichen Vereinbarungen. Im Geschäftsjahr 2019, wie auch im Vorjahr, enthielt der Konsolidierungskreis ein strukturiertes Unternehmen. Dabei handelte es sich um eine Leasing-Objektgesellschaft, die Immobilien am Standort Bietigheim-Bissingen besaß. Der Konzern war sowohl Mieter dieser Immobilien als auch Darlehensgeber der Gesellschaft, hielt jedoch keine Anteile an diesem Unternehmen. Verpflichtungen zur finanziellen Unterstützung bestanden nicht, das Darlehen war durch eine auf den Dürr-Konzern lautende Grundschuld besichert. Zum 31. Dezember 2019 erwarb der Dürr-Konzern die Immobilien, das Darlehen wurde getilgt und die Leasing-Objektgesellschaft schied aus dem Konsolidierungskreis aus.
At equity bilanzierte Unternehmen
Unternehmen, auf die der Dürr-Konzern maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), sowie Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % vermutet. Assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht. Bei Stimmrechtsanteilen unter 20% werden in der Regel Anteile an Gesellschaften unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.
3.8 - ANZAHL GESELLSCHAFTEN
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN | ||
| Inland | 28 | 30 |
| Ausland | 98 | 104 |
| 126 | 134 | |
| AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN | ||
| Inland | - | - |
| Ausland | 2 | 2 |
| 2 | 2 | |
| SONSTIGE BETEILIGUNGEN | ||
| Inland | 3 | 3 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 5 | 5 |
Der Konzernabschluss enthält 11 (Vorjahr: 15) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen vier Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgründen nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. Ihr Umsatzbeitrag am gesamten Konzernumsatz, der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis (vor Steuern) sowie der Beitrag des Eigenkapitals zum Konzerneigenkapital betragen weniger als 0,05%. Aufgrund der Unternehmensgröße, des Umsatzbeitrags, der Komplexität und der geringfügigen Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften resultieren für den Konzern hieraus keine Risiken.
3.9 - ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN
| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg/Deutschland | 1. Januar 2019 | Aufspaltung |
| Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan/USA | 1. Februar 2019 | Verschmelzung auf Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York/USA mit Umbenennung in SCHENCK USA CORP. |
| MTS Environmental GmbH, Maintal/Deutschland | 2. April 2019 | Verschmelzung auf Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach/Deutschland |
| iTAC Software Inc., Southfield, Michigan/USA | 1. Oktober 2019 | Verschmelzung auf Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan/USA |
| MEGTEC Turbosonic Technologies Inc., De Pere, Wisconsin/USA | 15. November 2019 | Verschmelzung auf Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin/USA |
| Universal Silencer (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai/V. R. China | 20. November 2019 | Schließung |
| CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien | 16. Dezember 2019 | Schließung |
| Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal/Deutschland | 31. Dezember 2019 | Ablösung Immobilienleasingstruktur |
5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" in Euro. Bei der überwiegenden Anzahl der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst.
In den Einzelabschlüssen der Dürr AG und ihrer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bewertet; laufende Geschäftsvorfälle werden zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -Verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für eine betragsmäßige Darstellung der erfolgswirksamen Kursgewinne und -Verluste wird auf die -" Textziffern 9 und 14 verwiesen.
In den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Kurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet.3.10 - MASSGEBENDE WECHSELKURSE
| Stichtagskurs 31.12.2019 | Stichtagskurs 31.12.2018 | Durchschnittskurs 2019 | Durchschnittskurs 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,5133 | 4,4449 | 4,4173 | 4,3244 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,8501 | 0,8971 | 0,8757 | 0,8862 |
| Chinesischer Renminbi (CNY) | 7,8328 | 7,8600 | 7,7175 | 7,8167 |
| Dänische Krone (DKK) | 7,4710 | 7,4675 | 7,4658 | 7,4533 |
| Indische Rupie (INR) | 80,1500 | 79,9088 | 78,7689 | 80,6401 |
| Koreanischer Won (KRW) | 1.296,3900 | 1.276,9371 | 1.302,9746 | 1.295,4805 |
| Mexikanischer Peso (MXN) | 21,2392 | 22,5196 | 21,6402 | 22,6299 |
| Polnische Zloty (PLN) | 4,2597 | 4,2981 | 4,2998 | 4,2679 |
| Schweizer Franken (CHF) | 1,0856 | 1,1266 | 1,1113 | 1,1515 |
| US-Dollar (USD) | 1,1228 | 1,1453 | 1,1197 | 1,1792 |
- ANPASSUNG DER BILANZWERTE
Mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 ergaben sich Anpassungen der Eröffnungsbilanz. Die Umstellung erfolgte nach der modifiziert retrospektiven Methode. Hierbei wurde auf der Aktivseite das Nutzungsrecht so erfasst, als wäre IFRS 16 seit dem Bereitstellungsdatum angewendet worden, jedoch unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Übergangszeitpunkt und abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen. In den Verbindlichkeiten wurden die abgezinsten zukünftigen Zahlungen passiviert. Die Differenz zwischen diesen Werten aus der Umstellung wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Darüber hinaus hat der Dürr-Konzern bei der Erstanwendung von der Vereinfachungsregelung Gebrauch gemacht und nicht neu beurteilt, ob eine Vereinbarung gemäß IFRS 16 ein Leasingverhältnis enthält. Stattdessen wurde der Standard auf die Verträge angewendet, die zuvor gemäß IAS 17 "Leasingverhältnisse" und IFRIC 4 "Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält" ein Leasingverhältnis beinhalteten. Außerdem passte der Konzern im Rahmen der Ausnahmeregelung Nutzungsrechte an Leasingvermögenswerten um etwaige Rückstellungen für belastende Mietverträge an, die zum Übergangszeitpunkt in der Bilanz erfasst waren. Der Dürr-Konzern übte sein Wahlrecht aus und wendete IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse an, die innerhalb von zwölf Monaten nach der Erstanwendung endeten. Diese wurden wie kurzfristige Leasingverhältnisse bilanziert und in den Aufwendungen für kurzfristige Leasingverträge erfasst. Leasingverhältnisse, die zuvor als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert waren, werden wie bisher fortgeführt. Tabelle 3.11 stellt die Anpassungen der betroffenen Bilanzpositionen dar.
3.11 - IFRS 16: ÜBERLEITUNG DER BETROFFENEN BILANZPOSITIONEN ZUM 1. JANUAR 2019
| Tsd. € | 31. Dezember 2018 berichtet | Anpassung IFRS 16 | 1. Januar 2019 angepasst | |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.244.305 | 95.000 | 1.339.305 | |
| Sachanlagen | 433.828 | 90.812 | 524.640 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 19.203 | 1.971 | 21.174 | |
| Latente Steueransprüche | 49.893 | 2.217 | 52.110 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.370.094 | -43 | 2.370.051 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 54.003 | -43 | 53.960 | |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 3.614.399 | 94.957 | 3.709.356 |
3.11 - IFRS 16: ÜBERLEITUNG DER BETROFFENEN BILANZPOSITIONEN ZUM 1. JANUAR 2019
| Tsd. € | 31. Dezember 2018 berichtet | Anpassung IFRS 16 | 1. Januar 2019 angepasst | |
|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | ||||
| Summe Eigenkapital | 992.151 | -9.511 | 982.640 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 786.081 | 81.738 | 867.819 | |
| Übrige Rückstellungen | 19.058 | -1.204 | 17.854 | |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 12.827 | 83.329 | 96.156 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.266 | -143 | 6.123 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 91.949 | -244 | 91.705 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.836.167 | 22.730 | 1.858.897 | |
| Übrige Rückstellungen | 130.676 | -554 | 130.122 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.496 | 23.328 | 35.824 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 347.698 | -44 | 347.654 | |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 3.614.399 | 94.957 | 3.709.356 |
Erläuterungen zu den Anpassungen der Bilanzpositionen
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden erstmalig Nutzungsrechte an geleasten Vermögenswerten in Höhe von 92.783 Tsd. € aktiviert. Davon entfielen 90.812 Tsd. € auf die Sachanlagen und 1.971 Tsd. € auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um von der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt gehaltene Nutzungsrechte für Gebäude, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen weitervermietet werden. Für weitere Informationen zu den Nutzungsrechten wird auf Textziffer 18 verwiesen.
Sonstige Vermögenswerte
Bei einzelnen Leasingverträgen im Dürr-Konzern werden Leasingzahlungen bei oder vor der Bereitstellung des Leasingobjekts geleistet. Mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 werden diese als Teil der Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ausgewiesen. Dies führte zu einer Umgliederung der Mietvorauszahlungen aus den sonstigen Vermögenswerten in die Nutzungsrechte in Höhe von 43 Tsd. €.
Übrige Rückstellungen
Der Dürr-Konzern wendet die Ausnahmeregelung an und passt Nutzungsrechte um etwaige Rückstellungen für belastende Leasingverhältnisse an. Dadurch reduzierten sich die übrigen Rückstellungen um 1.758 Tsd. €.
Finanzverbindlichkeiten
Im Rahmen der Umstellung erhöhten sich die Leasingverbindlichkeiten um 106.657 Tsd. €. Tabelle 3.12 stellt die Überleitung der Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge zum 31. Dezember 2018 auf den Eröffnungsbilanzwert dar.
Latente Steuern
Die latenten Ertragsteueransprüche auf die Finanzverbindlichkeiten und die latenten Steuerverbindlichkeiten auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben durch die Anwendung des IFRS 16 deutlich zugenommen, da der Dürr-Konzern auf alle sich ab dem Bereitstellungsdatum eines Leasingverhältnisses ergebenden Differenzen latente Steuern bildet. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 17 verwiesen.
3.12 - ÜBERLEITUNG DER MINDESTZAHLUNGEN FÜR OPERATING-LEASINGVERTRÄGE ZUM 31. DEZEMBER 2018 AUF DIE LEASINGVERBINDLICHKEITEN ZUM 1. JANUAR 2019
| Tsd. € | |
|---|---|
| Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge zum 31. Dezember 2018 | 103.355 |
| Wahlrecht für kurzfristige Leasingverhältnisse | -5.226 |
| Wahlrecht für Vermögenswerte von geringem Wert | -4.041 |
| Wahlrecht für Service-Komponenten | 957 |
| Hinreichend sichere Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen | 24.514 |
| Sonstiges | 1.885 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeit aus Operating-Leasingverhältnissen zum 31. Dez. 2018 | 121.444 |
| Abzinsung | -14.787 |
| Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Jan. 2019 | 106.657 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing zum 31. Dezember 2018 | 7.182 |
| Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 113.839 |
Die Leasingverbindlichkeiten wurden zum 1. Januar 2019 mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 2,9 %.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Reduzierung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 187 Tsd. € steht in Zusammenhang mit mietfreien Zeiten. Diese werden unter IFRS 16 in der Dauer des Leasingverhältnisses berücksichtigt. Weitere Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen und Wahlrechten sind unter Textziffer 7 aufgeführt.
- BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Umsatzrealisierung nach IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
Der Dürr-Konzern erwirtschaftet seine Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus der Erstellung und Lieferung von kundenspezifischen Anlagen und Maschinen. Bei diesen Aufträgen werden die Umsatzerlöse und die geplante Bruttomarge nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) entsprechend des Fertigstellungsgrads eines Auftrags über den Leistungszeitraum realisiert. Die Kriterien des IFRS 15 hierfür sind: Der erstellte Vermögenswert weist keine alternative Nutzungsmöglichkeit auf und gleichzeitig hat der Konzern einen rechtlich durchsetzbaren Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Leistungen. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags (Cost-to-Cost-Methode). Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten systematisch erfasst und damit die Ergebnisse über den Zeitraum, über den die Verfügungsgewalt, das Gut oder die Dienstleistung übertragen wird, periodengerecht realisiert. Kundenzahlungen sind vertraglich vereinbart und orientieren sich am Projektfortschritt und an festgelegten Meilensteinen. Somit ist sichergestellt, dass Kundenzahlungen und Leistungsfortschritt zeitlich nicht weit auseinanderfallen. Der Konzern kam zum Schluss, dass die inputbasierte Methode am besten geeignet ist, um den Fertigstellungsgrad zu ermitteln, da der Konzern von IT-gestützten Berechnungsverfahren Gebrauch macht und mit einem divisionsspezifischen Projektcontrolling verlässlich die Plankosten schätzt und die Gesamtkosten überwacht. Solange bei Aufträgen eine verlässliche Schätzung des Leistungsfortschritts weder auf Basis von Output-Faktoren noch auf Basis von Input-Faktoren möglich ist, wird die Zero-Profit-Methode (ZP-Methode) angewendet, sofern davon ausgegangen werden kann, dass der Dürr-Konzern die bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung angefallenen Kosten wieder einbringen kann. Bei dieser Methode werden Umsatzerlöse und zugehörige Kosten in gleicher Höhe realisiert, bis eine verlässliche Schätzung der Fortschrittsmessung möglich ist. Die Bruttomarge wird damit zumindest teilweise erst in einer späteren Phase des Auftrags nachgeholt und erfolgswirksam. Der andere Teil der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden wird sowohl aus dem Verkauf von Standardmaschinen, Ersatzteilen und sonstigen Gütern als auch der Erbringung von Service-Leistungen generiert. Diese Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem der Kunde die Kontrolle über den zugesagten Vermögenswert erlangt.Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, zu dem die Maschine an den Kunden geliefert wird und er somit Eigentum darüber erlangt oder die Abnahme erfolgt ist. Dienstleistungen werden erbracht und mit ihrer Erfüllung als Umsatz verbucht. Bei Standardmaschinen und Ersatzteilen erfolgt die Kundenzahlung nach Rechnungsstellung, die je nach Vertragsausgestaltung im Anschluss an die Lieferung oder die Abnahme erfolgt. Hier werden ebenfalls Abschlagszahlungen an den Kunden gestellt.
Leistungsverpflichtungen
Der Konzern unterteilt seine Verträge mit Kunden in Leistungsverpflichtungen und unterscheidet dabei gemäß den Vertragsbedingungen nach Leistungsverpflichtungen, die entweder zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfüllt werden. Die Kundenverträge werden auf separierbare Leistungsverpflichtungen analysiert. Neben der Leistungsverpflichtung, eine Maschine oder eine Anlage für den Kunden zu erstellen, liegen in den Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems vor allem Ersatzteilpakete und Teilumbauten als separierbare Leistungsverpflichtungen vor. Bei den Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems spielen vorrangig die Montage und Inbetriebnahme als eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen eine Rolle.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, selbsterstellte Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenbeziehungen, Aufträge und erworbenes technologisches Know-how.
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert. Neben anderen Kriterien muss mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich sein; zudem müssen die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmbar sein.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Amortisation von immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgt planmäßig linear über die Nutzungsdauer, soweit keine außerplanmäßige Wertminderung vorliegt.
Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird einmal jährlich überprüft, ob die Ereignisse und Umstände die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Nutzungsdauer von unbestimmt auf bestimmt als Schätzungsänderung gemäß IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" prospektiv bilanziert. Ebenfalls einmal jährlich oder wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird auf Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer geprüft.
Neben Geschäfts- oder Firmenwerten werden im Dürr-Konzern Markennamen als weitere immaterielle Vermögenswerte mit zumeist unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Die Werthaltigkeit dieser Markennamen wird jährlich im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Die Markennamen sind -wie die Geschäfts- oder Firmenwerte -Teil des zugeordneten Nettovermögens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Im Konzern werden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nur unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert. Danach müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllt sein:
* technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf,
* Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils aus der Nutzung des Vermögenswerts,
* Fähigkeit, die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewerten zu können.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten ab dem Zeitpunkt, an dem die Ansatzkriterien erstmals erfüllt werden. Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten ausgewiesen.
3.13 - NUTZUNGSDAUERN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE (GESCHÄTZT)
| Jahre | |
|---|---|
| Markennamen mit bestimmter Nutzungsdauer (DUALIS, Megtec, Universal) | 0 bis 4 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 2 bis 10 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2 bis 20 |
| Kundenbeziehungen | 4 bis 10 |
| Technologisches Know-how | 5 bis 15 |
| Übrige Markennamen | unbestimmt |
Weitere Informationen zu den Markennamen enthält -> Textziffer 18.
Sachanlagen
Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses.
3.14 - NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN (GESCHÄTZT)
| Jahre | |
|---|---|
| EDV-Hardware | 2 bis 5 |
| Maschinen und Ausrüstungen | 2 bis 21 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 25 |
| Gebäude, Erbbaurechte, Um- und Einbauten | 3 bis 50 |
| Grundstücke | unbestimmt |
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Sachanlagen enthalten größere Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen.
Bei verkauften und verschrotteten Anlagegütern werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst.
Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Immobilien werden den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses mit einer anderen Partei belegt wird.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Der Buchwert enthält die Kosten für Ersatzinvestitionen einer bestehenden, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum Zeitpunkt des Anfalls dieser Kosten, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der täglichen Instandhaltung dieser Immobilien.
Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst.
Leasingverhältnisse
Einige Gesellschaften des Dürr-Konzerns sind Leasingnehmer von Grundstücken, Bauten, Maschinen und technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Eine Gesellschaft vermietet Immobilien an externe Leasingnehmer. Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts (des Leasingvermögenswerts) für einen Zeitraum gegen Entgelt überträgt.
Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert der Dürr-Konzern als Leasingnehmer für diese Leasingverhältnisse grundsätzlich Nutzungsrechte an den Leasingvermögenswerten und die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen über die Dauer des Leasingverhältnisses als Leasingverbindlichkeiten ab dem Bereitstellungsdatum. Die Nutzungsrechte werden in den Sachanlagen beziehungsweise in den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ausgewiesen, die Leasingverbindlichkeiten als Teil der Finanzverbindlichkeiten.
-" Textziffern 18, 31,36, 40 und 41.
Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der Leasingzahlungen, die über die Dauer des Leasingverhältnisses geleistet werden. Diese umfassen die festen Zahlungen, variable Zahlungen, wenn diese an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, und den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher gilt. Um Flexibilität bei den Laufzeiten zu gewährleisten, enthalten insbesondere einige Leasingverträge über Grundstücke und Gebäude Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Wenn ihre Ausübung beziehungsweise Nichtausübung hinreichend sicher ist, werden die optionalen Zeiträume entsprechend in die Bestimmung der Dauer des Leasingverhältnisses einbezogen.
Zur Abzinsung wird der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz verwendet, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls wird der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und umfassen die Leasingverbindlichkeit, Rückbauverpflichtungen und Mietvorauszahlungen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Leasingverbindlichkeit wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, das heißt, die Leasingzahlungen werden in Finanzaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt so, dass ein konstanter Zinssatz für die verbleibende Leasingverbindlichkeit entsteht.
Unter -" Textziffern 16 und 36 finden sich Angaben zu Zinsaufwand und Zinszahlungen aus Leasingverhältnissen.
Kommt es zu einer Modifikation des Leasingvertrags oder zu Änderungen der Leasingzahlungen, der Dauer des Leasingverhältnisses oder der Einschätzung hinsichtlich der Ausübung von Kaufoptionen, wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet.# 3.15 – NUTZUNGSDAUERN
| NUTZUNGSRECHTE (GESCHÄTZT) | |
|---|---|
| Jahre | |
| Fahrzeuge | 1 bis 6 |
| EDV-Hardware | 1 bis 9 |
| Maschinen und Ausrüstungen | 3 bis 23 |
| Grundstücke, Gebäude, | 1 bis 90 |
| Erbbaurechte, Büroräume |
Der Dürr-Konzern macht von folgenden Anwendungserleichterungen und Wahlrechten Gebrauch:
- Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverträge über Vermögenswerte von geringem Wert wird die Leasingzahlung erfolgswirksam erfasst.
- IFRS 16 wird nicht auf immaterielle Vermögenswerte angewendet.
- Leasingnehmer trennen Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten nicht.
Darüber hinaus werden konzerninterne Leasingverhältnisse in der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 erfolgswirksam erfasst und nicht in der Bilanz abgebildet.
Leasingverhältnisse, bei denen der Dürr-Konzern Leasinggeber ist, betreffen die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Bei diesen Leasingverhältnissen verbleiben die Chancen und Risiken im Konzern. Die Leasingzahlungen werden beim Leasinggeber getrennt von Nicht-Leasingkomponenten, linear als Umsatzerlöse aus Leasingverträgen erfasst.
Leasingverhältnisse nach IAS 17 (Vorjahr)
Bis zum 31. Dezember 2018 unterschieden Leasingnehmer zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Die Mehrheit der Leasingverträge wurde im Dürr-Konzern als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses wurden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, führten zur Aktivierung des Leasingvermögenswerts zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger war. Gleichzeitig wurde eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gebildet. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit und des Leasingvermögenswerts aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten, analog zur Folgebilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16.
Wertminderungsprüfung immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Nutzungsrechten
Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Bei den weiteren immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen inklusive Nutzungsrechten wird eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, das heißt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht erzielbar ist. Überwiegend fremdvermietete, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mindestens einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, ermittelt. Für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechen die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Bereichen innerhalb der Divisions des Dürr-Konzerns aufgrund der internen Berichtsstrukturen. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Frühere Wertminderungen werden erfolgswirksam revidiert, soweit sie nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Die Wertaufholung beziehungsweise die Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht vorgenommen werden.
Weitere Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Nutzungsrechten sind unter - Textziffer 18 zu finden.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:
- finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
- finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
- Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
- finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
- Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
- finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und
- finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Finanzielle Vermögenswerte
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt nach IFRS 9 auf Grundlage des Geschäftsmodells zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie auf Grundlage der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Die Zielsetzung des Geschäftsmodells des Dürr-Konzerns besteht im Halten der finanziellen Vermögenswerte, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Bei den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme wird geprüft, ob die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Die sich im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern das Geschäftsmodell eingehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme die oben genannte Bedingung erfüllen. Das Geschäftsmodell von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumenten) beinhaltet neben dem Halten der finanziellen Vermögenswerte auch deren Verkauf. Die zu erfüllenden Vertragsbedingungen führen hierbei zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.
Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren. Jedoch kann beim erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht ausgeübt werden, die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Dieses Wahlrecht kann nur ausgeübt werden, sofern die Eigenkapitalinstrumente weder zu Handelszwecken gehalten werden noch eine bedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellen. Der Dürr-Konzern hält seine Eigenkapitalanteile grundsätzlich aus strategischen Gründen, um die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns zu ergänzen. Die Absicht, kurzfristige Veräußerungserträge in wesentlichem Umfang zu erzielen, steht dabei nicht im Fokus. Schwankungen in der Bewertung der Beteiligungen sollen daher keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Entsprechend werden die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Erfolgsneutral erfasste Gewinne oder Verluste von Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Abweichend davon wird die Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Bei der Parker Engineering Co., Ltd. wird neben der Beteiligung eine erfolgswirksam zu bilanzierende Verkaufsoption gehalten. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Gewinn- und Verlustrechnung auch hier möglichst gering zu halten, wird sowohl die Beteiligung wie auch die zugehörige Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die Parker Engineering Co., Ltd. wird in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen, die Option in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht die Bedingungen erfüllen, um sie als zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu designieren. Vom Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, macht der Dürr-Konzern derzeit keinen Gebrauch.# Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ein, das für alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anzuwenden ist, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Das Modell der erwarteten Verluste unterscheidet zwischen dem allgemeinen Wertminderungsmodell und dem vereinfachten Wertminderungsmodell.
Das allgemeine Modell allokiert die finanziellen Vermögenswerte auf drei Risikostufen und ist insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte anwendbar. Das vereinfachte Modell, das für vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) sowie Leasingforderungen anwendbar ist, verzichtet auf die erste der drei Risikostufen.
Der Dürr-Konzern ordnet die finanziellen Vermögenswerte den einzelnen Wertberichtigungsstufen basierend auf Überfälligkeitskriterien und historisch bewährten, qualitativen internen und externen Risikoeinschätzungen der einzelnen Schuldner zu. Diese Einschätzungen sind für alle Klassen der finanziellen Vermögenswerte anwendbar.
Sofern die originären finanziellen Vermögenswerte nicht bereits bei Erwerb wertgemindert sind, werden die Vermögenswerte in Risikostufe 1 eingeordnet. Grundsätzlich wird ein Finanzinstrument ebenfalls der Stufe 1 zugeordnet, wenn es von externen Ratinggesellschaften als "Investment Grade" bewertet ist.
Bei einem signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos im Vergleich zur erstmaligen Erfassung werden die Vermögenswerte der Stufe 2 zugeordnet. Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht hat, wird eine Reihe von qualitativen Kriterien herangezogen. So wird beispielsweise in diesem Rahmen geprüft, ob eine tatsächliche oder erwartete signifikante Verschlechterung des Gesamtergebnisses des Schuldners vorliegt. Finanzielle Vermögenswerte werden spätestens der Stufe 2 zugeordnet, wenn eine Überfälligkeit der vertraglichen Zahlung von mehr als 30 Tagen eingetreten ist.
Ein Übergang in Stufe 3 beziehungsweise ein angenommener Ausfall von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, sofern Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Für alle finanziellen Vermögenswerte werden neben der Beachtung des Kriteriums einer Überfälligkeit von 90 Tagen qualitative Bonitätseinschätzungen für Schuldner herangezogen. So führt beispielsweise eine wahrscheinliche Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren des Schuldners zu einer Einordnung in Stufe 3.
Abweichend vom genannten Überfälligkeitskriterium werden die nach dem vereinfachten Ansatz bewerteten Forderungen aus L&L sowie vertraglichen Vermögenswerte ab einer Überfälligkeit von zwölf Monaten der Stufe 3 zugeordnet. Dies spiegelt die branchenspezifischen Erfahrungen und das Zahlungsverhalten bei langfristigen Projekten im Maschinen- und Anlagengeschäft angemessen wider.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie nach angemessener Einschätzung uneinbringlich erscheinen, beispielsweise nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach gerichtlichen Entscheidungen. Weitere Erläuterungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sind unter -> Textziffer 41 zu finden.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus L&L, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verpflichtungen aus Optionen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrument designiert und sind als solches effektiv. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Dürr-Konzern vom Wahlrecht, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting)
Der Dürr-Konzern setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nutzt der Konzern derzeit weiterhin die Regelungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".
Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Bilanzierung und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Um dessen Veränderungen zu erfassen, sei es erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage), ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Sind die Voraussetzungen des IAS 39, die die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting ermöglichen, nicht erfüllt, werden die Veränderungen der Zeitwerte erfolgswirksam erfasst.
Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:
- als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es darum geht, das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts, einer Verbindlichkeit, einer noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung oder eines identifizierbaren Teils solcher Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen Verpflichtungen abzusichern, das Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Fair Value Hedge).
- als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Verbindlichkeit oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge), oder
- als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation). Die Behandlung erfolgt analog der eines Cashflow Hedges.
Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge Accounting)
Bei Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird der Buchwert eines gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam um den Gewinn oder Verlust angepasst, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist. Ferner wird das derivative Finanzinstrument mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Gewinne oder Verluste, die sich daraus ergeben, werden ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einem perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus.
Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, werden die Buchwertanpassungen ergebniswirksam über die Laufzeit des Buchwerts bis zur Fälligkeit aufgelöst. Jede Anpassung des Buchwerts eines gesicherten Finanzinstruments wird ergebniswirksam aufgelöst. Dabei wird die Effektivzinsmethode angewendet. Die Auflösung kann beginnen, sobald eine Anpassung vorgenommen wird. Sie muss aber spätestens dann beginnen, wenn das Grundgeschäft nicht mehr um die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts angepasst wird, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind.
Wird das Grundgeschäft ausgebucht, so wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Wird eine bilanzunwirksame feste Verpflichtung als Grundgeschäft designiert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung ihres beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Verbindlichkeit mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments werden ebenfalls im Periodenergebnis erfasst. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn es sich um die Absicherung des Währungsrisikos handelt, da dieses als Absicherung von Cashflows behandelt wird.
Die Bilanzierung eines Sicherungsgeschäfts zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird oder die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht weiter erfüllt.
Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge Accounting)
Bei der Absicherung des Risikos von Schwankungen in Zahlungsströmen wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil wird dagegen erfolgswirksam erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derjenigen Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst.
Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit, so werden die Beträge, die im Eigenkapital erfasst werden, im Zugangszeitpunkt Teil der Anschaffungskosten des nichtfinanziellen Vermögenswerts beziehungsweise der nichtfinanziellen Verbindlichkeit.Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die Beträge, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in das Periodenergebnis umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dasselbe gilt, wenn das Sicherungsinstrument ohne Ersatz oder ohne Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird und wenn die Voraussetzungen für ein Cashflow Hedge Accounting nicht mehr vorliegen. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst. Weitere Ausführungen zu derivativen Finanzinstrumenten enthält -" Textziffer 41. Übrige Finanzanlagen Die übrigen Finanzanlagen enthalten die langfristigen Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente. Unter den sonstigen Beteiligungen werden die Anteile an Gesellschaften gezeigt, die als erfolgsneutral beziehungsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. Daneben werden nicht konsolidierte Gesellschaften ausgewiesen, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. Vorräte Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse aus der Fertigung von Standardmaschinen und Fertigerzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert erfasst. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf der Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden einbezogen, sofern sie qualifizierte Vermögenswerte betreffen. Vertragliche Vermögenswerte Die vertraglichen Vermögenswerte stellen für den Dürr-Konzern einen Rechtsanspruch auf Gegenleistung für übertragene Güter oder Dienstleistungen dar, die weiteren Bedingungen als einem reinen Zahlungsziel unterliegen. Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, da der Zahlungsanspruch noch bedingt ist, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als vertragliche Vermögenswerte ausgewiesen. Die vertraglichen Vermögenswerte enthalten unmittelbar zurechenbare Auftragskosten sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den geschätzten anteiligen Gewinn, der sich aus dem vereinbarten Transaktionspreis ableiten lässt. Um das Bonitätsrisiko des jeweiligen Auftraggebers adäquat abzubilden, wird nach IFRS 9 eine entsprechende Risikovorsorge gebildet. Die Risikovorsorge wird mit denselben Methoden wie bei den Forderungen aus L&L ermittelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/ Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Forderungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte stellen ein vertragliches Recht dar, zu einem künftigen Zeitpunkt flüssige Mittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert zu erhalten. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Wertminderung beurteilt der Konzern die Einbringlichkeit der finanziellen Vermögenswerte auf Grundlage mehrerer Faktoren. Hierfür werden die Kreditrisiken der Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassen regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und -besonders im Exportgeschäft -die Einräumung von Akkreditiven. Weitere Informationen zur Wertminderung enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Sonstige Vermögenswerte Die sonstigen Vermögenswerte umfassen die aktivierten Vermögenswerte, die keiner sonstigen Kategorie zugeordnet werden können. In Zusammenhang mit Kundenverträgen entstandene Vertragsanbahnungskosten werden in Höhe des angefallenen Betrags innerhalb der sonstigen Vermögenswerte aktiviert. Üblicherweise sind das vertraglich zugesagte Provisionen als prozentualer Anteil des Auftragswerts. Diese sind nur in geringem Maße ermessensbehaftet. Nur in manchen Fällen ist die Provisionshöhe variabel und hängt von der geschätzten Bruttomarge des Vertrags ab. Die Vertragsanbahnungskosten sind grundsätzlich gemäß dem Leistungsfortschritt der zugrundeliegenden Güter und Dienstleistungen abzuschreiben. Bei Kundenverträgen, die zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs verumsatzt werden, erfolgt zu diesem Zeitpunkt die gesamte Abschreibung der Vertragsanbahnungskosten. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst, wenn der Restbuchwert der aktivierten Vertragsanbahnungskosten höher ist als der verbleibende Teil der Gegenleistung abzüglich der Kosten, die unmittelbar mit der Lieferung der Güter oder der Erbringung der Dienstleistungen zusammenhängen und noch nicht aufwandswirksam erfasst wurden. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert abzüglich einer Risikovorsorge angesetzt. Die Risikovorsorge wird auf Grundlage von aktuellen Marktdaten und internen Risikoeinschätzungen gebildet. Weitere Informationen zur Risikovorsorge enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Kumuliertes übriges Eigenkapital In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (zum Beispiel Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges), bewertet zum beizulegenden Zeitwert. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten umfassen Zinsaufwendungen, zinsähnliche Aufwendungen, sonstige Finanzierungsaufwendungen und Anschaffungskosten des Fremdkapitals. Gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurden die durch die Begebung der Anleihe und der Schuldscheindarlehen entstandenen Fremdkapitalkosten in der Konzernbilanz passivisch gekürzt ausgewiesen. Die Amortisation der Fremdkapitalkosten -berechnet nach der Effektivzinsmethode -erfolgt über die Laufzeit der Anleihe und der Schuldscheindarlehen. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungs- und Beitragszusagen. Die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) garantieren den Begünstigten grundsätzlich eine monatliche Altersrente oder einen einmaligen Betrag beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Leistungszusagen sind sowohl unternehmens- als auch mitarbeiterfinanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt nach dem in IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (zum Beispiel bezüglich Gehaltsentwicklungen oder Rententrend) für die relevanten Größen berücksichtigt, die sich auf die Leistungshöhe auswirken. Der Aufwand für leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Cost) unterteilt sich in Dienstzeitaufwand und Nettozinsen, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sowie Neubewertungen, die ergebnisneutral nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen werden. Rückstellungen für rückgedeckte Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach den Kriterien des IAS 19 mit dem darauf entfallenden Fondsvermögen (Planvermögen) unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung saldiert. Als Planvermögen unter IAS 19 werden -neben qualifizierten Versicherungspolicen - Vermögenswerte eines externen Versorgungsträgers anerkannt, wenn diese Vermögenswerte ausschließlich dem Versorgungszweck dienen und dem Zugriff möglicher Gläubiger entzogen sind. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Rückstellungen für Restrukturierungen werden nur gebildet, sofern ein detaillierter, formaler Plan aufgestellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Übrige Rückstellungen stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtungen erfasst werden. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der gewichtete Durchschnittswert erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.# Vertragliche Verbindlichkeiten
Vertragliche Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden, wenn gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen vor der Erbringung der zugesagten Leistung vereinnahmt beziehungsweise fällig werden. Vertragliche Verbindlichkeiten aus gestellten Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen werden gegen die angearbeiteten Leistungen ausgebucht, sobald diese erbracht wurden. Enthält ein Vertrag mehrere separate Leistungsverpflichtungen, ist dennoch nur ein vertraglicher Vermögenswert oder eine vertragliche Verbindlichkeit aus diesem Vertrag auf Nettobasis zu ermitteln.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus L&L sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden zum Bilanzstichtag mit Marktzinssätzen abgezinst. Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen werden zu Leasingbeginn mit dem Barwert der Leasingzahlungen angesetzt. Weitere Informationen enthält der Abschnitt zu Leasingverhältnissen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern
Der Dürr-Konzern ist in zahlreichen Ländern tätig und unterliegt daher unterschiedlichen Steuerhoheiten. Für jedes Besteuerungssubjekt müssen die erwarteten laufenden und latenten Ertragsteuern bestimmt werden. Latente Steuern werden auf Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode nach IAS 12 "Ertragsteuern" gebildet. Danach werden latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden nicht gebildet, wenn die zu versteuernde temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in einer Transaktion (soweit sie kein Unternehmenszusammenschluss ist) entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt.
Außerdem bildet der Dürr-Konzern bereits am Bereitstellungsdatum der Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist:
― latente Steueransprüche auf die Leasingverbindlichkeiten, insoweit es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können, und
― latente Steuerverbindlichkeiten auf die Nutzungsrechte in den Sachanlagen oder als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
Latente Steuerverbindlichkeiten werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen sowie aus Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenz steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Darüber hinaus werden latente Steueransprüche für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden, auf Basis des geltenden Steuerrechts beziehungsweise von sicher einzuschätzenden Steuerrechtsänderungen. Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung.
Latente Steueransprüche werden in der Höhe angesetzt, in der sie voraussichtlich genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beurteilt. Derartige Faktoren sind zum Beispiel zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in den Planperioden, Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen, Steuerstrategien und erreichte Ergebnisse der Vergangenheit. Der Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Die Unternehmensleitung beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche. Da bei diesen Beurteilungen teilweise Annahmen über die Zukunft zugrunde gelegt werden, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Sie werden dann entsprechend der ursprünglichen Bildung erfolgswirksam oder erfolgsneutral angepasst. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden zukünftigen Einkommens geht der Dürr-Konzern davon aus, dass die entsprechenden Vorteile aus den latenten Steueransprüchen realisiert werden können.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen, und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.
Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die die jeweiligen latenten Steuerverbindlichkeiten übersteigen, werden nur bilanziert, wenn deren Realisierung von zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen gedeckt ist.
Der seit dem 1. Januar 2019 anzuwendende IFRIC 23 "Unsicherheiten bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung" regelt die Bilanzierung von Ertragsteuern für die Fälle, in denen keine Klarheit bei der Anwendung steuerlicher Regelungen besteht. Es muss danach die Wahrscheinlichkeit beurteilt werden, mit der die jeweilige Steuerbehörde bei vollständiger Kenntnis des Sachverhalts dem in den Steuererklärungen eingenommenen Standpunkt folgt. Insbesondere sind dabei die folgenden Unsicherheiten zu beurteilen:
― Soll eine steuerliche Position einzeln oder in einer gemeinsamen Betrachtung mit anderen Positionen gewürdigt werden?
― Welche Annahmen sind im Hinblick auf eine mögliche Prüfung durch die Finanzbehörde zu treffen?
― Wie sind die Auswirkungen einer fiktiven Betriebsprüfung einzuschätzen?
― Wie ist mit veränderten Sachverhalten, zum Beispiel durch neue Informationen, umzugehen?
Der Dürr-Konzern untersucht laufend, ob es zu Anwendungsfällen nach IFRIC 23 kommt, vor allem weil der Konzern in einer Vielzahl von Jurisdiktionen tätig ist. Im Bereich der Verrechnungspreise könnten Ansatzpunkte für unsichere Steuerpositionen gesehen werden, die der Dürr-Konzern durch den Einsatz des internen Kontrollsystems und durch die Dokumentationen der Verrechnungspreise zu reduzieren beabsichtigt. Der Dürr-Konzern geht daher davon aus, dass es wahrscheinlich ist, dass die Finanzbehörden den Ansätzen des Konzerns folgen werden.
Anteilsbasierte Vergütung
Die aktienbasierte Vergütung gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" umfasst Vergütungssysteme, deren Ausgleich in bar erfolgt. Zur Bewertung ermittelt der Dürr-Konzern den beizulegenden Zeitwert der Vergütungsinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung, zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zu ihrer Abgeltung erfolgswirksam angesammelt und in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz vom Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil
― der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder
― die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt, ansonsten werden im Anhang Angaben dazu gemacht. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind übernommene Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt selbst dann anzusetzen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Erfüllung dieser Verpflichtung erforderlich ist.
Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den IFRS-Regelungen macht Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer sich im nächsten Geschäftsjahr das Risiko einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergeben könnte, werden nachstehend erläutert.
Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Anwendung des IFRS 15
Bestimmung des Transaktionspreises
Der Transaktionspreis ist der Betrag der Gegenleistung, den der Dürr-Konzern von seinem Kunden im Austausch für die Übertragung der Waren oder die Erbringung der Dienstleistungen zu erhalten erwartet. Der Transaktionspreis der einzelnen Leistungsverpflichtungen wird anhand von Einzelveräußerungspreisen bestimmt. Der Konzern teilt den im Vertrag vereinbarten Transaktionspreis gemäß dem Verhältnis der Einzelveräußerungspreise auf.# Dürr-Konzern
Variable Gegenleistungen werden nur insofern berücksichtigt, als dass es höchstwahrscheinlich zu keiner signifikanten Stornierung der realisierten Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises ist somit zu beurteilen, ob die vertragliche Regelung ein variables Entgelt vorsieht. Im Dürr-Konzern liegen variable Entgelte in Form von Skonti und Rabattstaffeln vor. Bei der Schätzung der variablen Entgelte ist entweder die Erwartungswertmethode oder die Methode des wahrscheinlichsten Betrags anzuwenden. Dabei ist die Methode zu wählen, mit der die dem Konzern zustehende Gegenleistung am verlässlichsten geschätzt werden kann. Der Konzern kam zu dem Schluss, dass die Methode des wahrscheinlichsten Betrags die geeignete Methode zur Schätzung der variablen Entgelte darstellt. Wenn von einer Rabattgewährung bei Abschluss des Vertrags ausgegangen wird, erfolgt eine Anpassung des Transaktionspreises in Höhe des wahrscheinlichsten Betrags. Gleiches gilt, wenn bei Abschluss des Vertrags erwartet wird, dass der Kunde Skonto in Anspruch nimmt. Der wahrscheinlichste Betrag wird ermittelt als der einzelne Betrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit aus einer Vielzahl möglicher Werte. Bei der Ermittlung des Transaktionspreises ist weiter der Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen, sofern der zeitliche Anfall der Zahlungen entweder dem Kunden (Zahlung nach Erhalt der Leistung) oder dem leistenden Unternehmen (Zahlung vor Erbringung der Leistung) einen signifikanten Finanzierungsvorteil verschafft. In den Fällen, in denen man bei Vertragsbeginn davon ausgeht, dass der Zeitraum zwischen Kundenzahlungen und dem Übergang der Kontrolle über den Vermögenswert weniger als ein Jahr beträgt, hat der Konzern sich entschieden, von der Vereinfachungsregel, den Transaktionspreis um die wesentliche Finanzierungskomponente nicht anzupassen, Gebrauch zu machen.
Bestimmung des Leistungsfortschritts
Ein überwiegender Teil der Aufträge im Dürr-Konzern wird nach Leistungsfortschritt bilanziert (POC-Methode), und Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IFRS 15 über einen Zeitraum erfasst. Für die Bestimmung des Leistungsfortschritts mittels der POC-Methode ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads wesentlich. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Diese Schätzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst. Da die POC-Methode und die ZP-Methode auf Schätzungen basieren, ist es aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden auf Vertragsebene gebildet und in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden, sie werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.
Vertragsänderungen
Die Umsatzrealisierung aus der Erstellung und Lieferung von Anlagen und Maschinen berücksichtigt auch Beträge, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht im Detail ausgehandelten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die der Konzern diesen Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden mit dem Erwartungswert angesetzt, sofern ihre Realisierung hochwahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden.
Sonstige Ermessensentscheidungen
Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Dazu muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen. Der Dürr-Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Darüber hinaus muss ein angemessener Abzinsungssatz gewählt werden, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Informationen wird auf -> Textziffer 18 verwiesen.
Leasingverhältnisse
Insbesondere Leasingverträge über Gebäude und Büroräume enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die Bewertung der Leasingverbindlichkeit erfordert eine Einschätzung darüber, ob die Ausübung dieser Optionen als hinreichend sicher gilt. Dabei berücksichtigt der Konzern alle Fakten und Umstände, die Einfluss auf die Ausübung beziehungsweise Nicht-Ausübung dieser Optionen haben. Sofern der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz nicht bestimmbar ist, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet. Dieser wird für unterschiedliche Laufzeiten von länderspezifischen Zinsswaps abgeleitet und um einen Risikoaufschlag für Leasingverhältnisse angepasst.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sind Annahmen und Schätzungen über die Bonität von Schuldnern notwendig. Die Bemessung der Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte unterliegt im Modell der erwarteten Kreditverluste verschiedenen Annahmen und Unsicherheiten. Insbesondere sind Schätzungen über die erwarteten Zahlungsausfälle, Zahlungseingänge und die vorhandenen Sicherheiten zu treffen. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 41 verwiesen.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen (Rententrend). Zur Berechnung der Verpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Deutschland werden die von der Heubeck AG veröffentlichten Richttafeln (Heubeck 2018 G) verwendet. Diese Tafeln basieren auf den neuesten Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung sowie des Statistischen Bundesamtes und spiegeln somit die jüngsten Entwicklungen bezüglich der Lebenserwartung wider. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Die künftigen Rentensteigerungen in Deutschland folgen der Entwicklung der Bruttolöhne. Zusätzlich werden die Veränderungen des Beitragssatzes in der Rentenversicherung und die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Beitragszahlern und Rentnern über den so genannten Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Für weitere Informationen wird auf -> Textziffer 27 verwiesen.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus den Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen.
Optionen im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG
Durch den im Jahr 2015 in Kraft getretenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen, sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtete sich der Dürr-Konzern zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für jedes Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Seither garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2020 ordentlich gekündigt werden. Im Vorjahr hat die Dürr Technologies GmbH weitere 8,0 % der Anteile an der HOMAG Group AG erworben. Die dafür eingeräumte Call-Option wurde am 2. Februar 2018 gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann ausgeübt. Der Gesamtkaufpreis in diesem Zusammenhang betrug 34.802 Tsd. €, der in Höhe von 32.756 Tsd. € die passivierte sonstige finanzielle Verbindlichkeit reduzierte. Durch die Transaktion und weitere Aktienerwerbe im Geschäftsjahr 2019 stieg der Anteil der Dürr Technologies GmbH am Grundkapital der HOMAG Group AG von 55,9 % zum 1. Januar 2018 auf 64,0 % zum 31. Dezember 2019. Am 28. August 2019 hat das Landgericht Stuttgart vorläufig in dem durch Aktionäre der HOMAG Group AG angestrengten Spruchverfahren entschieden, dass die Abfindung für Aktionäre der HOMAG Group AG von 31,56 € auf 31,58 € angehoben werden soll. Ferner hat das Landgericht Stuttgart entschieden, dass die Ausgleichszahlung von 1,18 € auf 1,19 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 1,01 € auf 1,03 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) ansteigen soll. Gegen den Beschluss des Landgerichts Stuttgarts wurde Beschwerde eingelegt, daher wurde er nicht wirksam.# Die Entscheidung des Landgerichts Stuttgart führte zu einer Erhöhung der passivierten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit um 70 Tsd. €. Bis zur endgültigen Entscheidung des Spruchverfahrens gelten die ursprünglich festgelegten Werte für Ausgleichszahlung und Abfindung weiter. Grundsätzlich kann es bei den Ansprüchen der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG zu weiteren Anpassungen der Abfindung und der Ausgleichszahlung kommen. Für weitere Informationen im Zusammenhang mit der im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gebildeten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche wird auf -> Textziffer 32 verwiesen.
Anteilsbasierte Vergütung
Die Bewertung der Vergütungsinstrumente mit Barausgleich basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie auf Ergebnisgrößen im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendeten Ergebnisgrößen basieren auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind zudem erforderlich für die Bilanzierung und Bewertung von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen, ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.
Erläuterungen der Abschlussposten
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 enthalten die Beträge für "Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte" in den Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten seit dem Geschäftsjahr 2019 auch die Abschreibungen auf die aktivierten Nutzungsrechte. In den Vorjahresangaben sind die Werte der erworbenen Megtec/ Universal-Gesellschaften ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 5. Oktober 2018 enthalten.
8. UMSATZERLÖSE
3.16 - UMSATZERLÖSE
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 2.459.009 | 2.403.544 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.457.992 | 1.461.910 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | 4.510 | 4.362 |
| Summe Umsatzerlöse | 3.921.511 | 3.869.816 |
| davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft | 1.118.612 | 1.039.036 |
| Umsatzerlöse mit der Automobilindustrie | 2.060.366 | 2.152.839 |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden 586.207 Tsd. € (Vorjahr: 612.976 Tsd. €) verumsatzt, die zu Beginn des Geschäftsjahres noch in den vertraglichen Verbindlichkeiten enthalten waren. In zukünftigen Perioden werden Umsatzerlöse aus derzeit noch nicht beziehungsweise nur teilweise erfüllten Leistungsverpflichtungen in Höhe von 2.742.844 Tsd. € (Vorjahr: 2.577.164 Tsd. €) realisiert werden, wobei 2.220.139 Tsd. € voraussichtlich bereits im Geschäftsjahr 2020 (Vorjahr: 2.037.030 Tsd. € - Geschäftsjahr 2019) als Umsatzerlöse verbucht werden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 47.800 Tsd. € (Vorjahr: 94.049 Tsd. €) erfasst, die auf Leistungsverpflichtungen entfallen, die bereits in früheren Perioden erfüllt wurden oder teilweise erfüllt worden sind. Weitere Angaben zur Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Divisions und nach Regionen sind der Segmentberichterstattung unter -> Textziffer 37 zu entnehmen.
9. UMSATZKOSTEN
3.17 - UMSATZKOSTEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 1.681.370 | 1.573.003 |
| Personalaufwand | 713.782 | 644.624 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 78.749 | 69.705 |
| Währungsgewinne | -27.566 | -55.691 |
| Währungsverluste | 32.229 | 54.755 |
| Sonstige Umsatzkosten | 604.745 | 727.935 |
| Summe Umsatzkosten | 3.083.309 | 3.014.331 |
| Bruttomarge in % | 21,4 | 22,1 |
Von den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte entfallen 9.052 Tsd. € (Vorjahr: 9.892 Tsd. €) auf die planmäßige Abschreibung aktivierter Entwicklungskosten.
10. VERTRIEBSKOSTEN
Die Vertriebskosten umfassen Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs. Zudem sind in den Vertriebskosten Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L und vertragliche Vermögenswerte enthalten sowie die Abschreibungs- und Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten.
3.18 - VERTRIEBSKOSTEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 223.307 | 213.987 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 10.937 | 6.325 |
| Ausbuchung von Forderungen aus L&L | 1.648 | 788 |
| Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L und vertragliche Vermögenswerte | -6.511 | 2.328 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Vertragsanbahnungskosten | 19.703 | 15.635 |
| Übrige Vertriebskosten | 88.559 | 75.090 |
| 337.643 | 314.153 |
Weitere Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L finden sich unter -" Textziffer 22. Zusätzliche Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Vertragsanbahnungskosten sind unter -> Textziffer 25 zu finden.
11. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN
Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, die nicht mit Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb oder Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen.
3.19 - ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 120.470 | 111.390 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 13.777 | 7.272 |
| Übrige Verwaltungskosten | 56.315 | 59.135 |
| 190.562 | 177.797 |
12. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln oder Produkte und Produktionsprozesse zu verbessern. Sie enthalten Personal- und Sachkosten und werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Vermindert werden die Forschungs- und Entwicklungskosten um die Entwicklungskosten, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllen.
3.20 - FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 79.294 | 77.661 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 9.325 | 10.067 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | -18.974 | -14.524 |
| Übrige Forschungs- und Entwicklungskosten | 41.151 | 47.756 |
| 110.796 | 120.960 |
13. PERSONALAUFWENDUNGEN
In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Personalaufwendungen gemäß -> Tabelle 3.21 enthalten.
3.21 - PERSONALAUFWENDUNGEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 955.203 | 882.642 |
| Sozialaufwendungen | 181.650 | 165.020 |
| Summe Personalaufwendungen | 1.136.853 | 1.047.662 |
| davon Altersversorgung | 65.080 | 64.666 |
14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
3.22 - SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
| SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne | 13.916 | 20.812 |
| Erstattungen aus Schadensfällen | 2.219 | 3.115 |
| Auflösung von Rückstellungen | 922 | 2.014 |
| Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen | 659 | 616 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 623 | 735 |
| Übrige | 4.382 | 4.491 |
| 22.721 | 31.783 | |
| SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN | 2019 | 2018 |
| Währungsverluste | 15.316 | 25.325 |
| Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten | 5.987 | 1.532 |
| Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 1.115 | 519 |
| Aufwendungen für sonstige lokale Steuern | 817 | 3.969 |
| Aufwendungen für Kantinen | 752 | 705 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen | 711 | 261 |
| Aufwendungen aus Transaktionskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen | - | 4.887 |
| Übrige | 1.329 | 3.659 |
| 26.027 | 40.857 |
Abgesehen von der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen, einem Teil der Erstattungen aus Schadensfällen sowie dem Ergebnis aus Rechtsstreitigkeiten gibt es keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen.
15. BETEILIGUNGSERGEBNIS
Das Beteiligungsergebnis enthält das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen, Erträge aus Ausschüttungen von Beteiligungen, das Ergebnis aus der Bewertung von Beteiligungen und den damit verbundenen Optionen sowie Währungseffekte aus der wirtschaftlichen Absicherung von Dividendenzahlungen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrug 6.202 Tsd. € (Vorjahr: 6.844 Tsd. €). Es beinhaltet die Ergebnisanteile aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode. Ergebnisse aus dem Verkauf von Gütern durch konsolidierte Gesellschaften an at equity bilanzierte Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden im Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen entsprechend der Anteilsquote herausgerechnet.
16. ZINSERGEBNIS
3.23 - ZINSERGEBNIS
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.793 | 6.570 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -33.368 | -27.508 |
| davon Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | -8.625 | -8.625 |
| Zinsaufwand aus den Schuldscheindarlehen | -5.325 | -4.451 |
| Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | -5.578 | -5.710 |
| Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen | -3.172 | -225 |
| Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung der Anleihe und der Schuldscheindarlehen | -941 | -672 |
| Nettozinsaufwand aus der Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | -826 | -862 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -8.901 | -6.963 |
| Zinsergebnis | -27.575 | -20.938 |
17. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, die Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochtergesellschaften werden anhand der Steuersätze und -regelungen des jeweiligen nationalen Steuerrechts gebildet. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7% (Vorjahr: 28,7%) herangezogen.
3.24 - ZUSAMMENSETZUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS
| | Tsd. € |
| :----------------------------- | :----- |# 3.24 - ERTRAGSTEUERN
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| LAUFENDE STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG | ||
| Ertragsteueraufwand Inland | 9.733 | 27.265 |
| Ertragsteueraufwand Ausland | 50.189 | 42.691 |
| Anpassung für Vorjahre | -845 | -745 |
| Summe laufende Steuern | 59.077 | 69.211 |
| LATENTE STEUERN | ||
| Latenter Steuerertrag Inland | -14.444 | -3.842 |
| Latenter Steuerertrag Ausland | -2.056 | -12.255 |
| Anpassung für Vorjahre | 2.316 | 3.061 |
| Summe latente Steuern | -14.184 | -13.036 |
| Gesamtsteueraufwand | 44.893 | 56.175 |
Tabelle 3.25 leitet den theoretischen Ertragsteueraufwand auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand über. Für das Geschäftsjahr 2019 sah das deutsche Körperschaftsteuerrecht einen gesetzlichen Steuersatz von 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung betrug für das Geschäftsjahr 2019 12,9% (Vorjahr: 12,9 %). Damit basiert die Überleitung auf der inländischen Gesamtsteuerbelastung von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %). Für die ausländischen Gesellschaften liegen die jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze zwischen 8,75 % und 34,0 % (Vorjahr: 8,75 % und 35,0 %).
3.25 - ÜBERLEITUNG ERTRAGSTEUERAUFWAND
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| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 174.718 | 219.680 |
| Theoretischer Ertragsteueraufwand in Deutschland von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) | 50.144 | 63.048 |
| Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Ertragsteuern | 205 | 2.316 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie Quellensteuern | 12.504 | 15.334 |
| Besteuerungsunterschied Ausland | -6.870 | -6.767 |
| Nicht aktivierte latente Steuern insbesondere auf Verlustvorträge | 904 | 942 |
| Nachaktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und Veränderungen von latenten Steuern auf Wertberichtigungen | -7.146 | -2.835 |
| Veränderung von Steuersätzen | -1.826 | -10.889 |
| Steuerfreie Erträge | -2.937 | -4.435 |
| Sonstiges | -85 | -539 |
| Effektiver Ertragsteueraufwand des Dürr-Konzerns | 44.893 | 56.175 |
3.26 - AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN
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| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| LATENTE STEUERANSPRÜCHE | ||||
| Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten | 3.074 | 3.842 | -768 | 639 |
| Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen | 3.651 | 4.301 | -650 | 1.897 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.782 | 1.743 | 39 | 94 |
| Finanzverbindlichkeiten aus Nutzungsrechten sowie Zins- und Währungsgeschäfte | 34.844 | 4.869 | 29.975 | 1 |
| Vertragliche Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und Vorräte | 44.023 | 39.949 | 4.074 | 22.521 |
| Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten | 7.639 | 4.468 | 3.171 | -101 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 12.329 | 12.140 | 189 | 966 |
| Steuerlich nicht zulässige Rückstellungen | 19.858 | 20.569 | -711 | -2.110 |
| Steuerliche Zins- und Verlustvorträge | 6.109 | 8.231 | -2.122 | -4.933 |
| Summe latente Steueransprüche | 133.309 | 100.112 | ||
| Saldierungen | -75.422 | -50.219 | ||
| Alle latenten Steueransprüche | 57.887 | 49.893 | ||
| LATENTE STEUERVERBINDLICHKEITEN | ||||
| Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten | -30.579 | -32.487 | 1.908 | 3.511 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | -10.763 | -8.926 | -1.837 | 630 |
| Steuerlich absetzbare Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | -10.644 | -13.550 | 2.906 | -2.997 |
| Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte | -45.301 | -25.479 | -19.822 | -1.578 |
| Bewertung von Anteilen an Tochtergesellschaften | -17.020 | -17.026 | 6 | -2.743 |
| Vertragliche Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und Vorräte | -35.589 | -38.234 | 2.645 | -3.585 |
| Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten | -6.563 | -6.279 | -284 | 2.779 |
| Amortisation der Kosten für Anleihe und Schuldscheindarlehen | -114 | -187 | 73 | 68 |
| Summe latente Steuerverbindlichkeiten | -156.573 | -142.168 | ||
| Saldierungen | 75.422 | 50.219 | ||
| Alle latenten Steuerverbindlichkeiten | -81.151 | -91.949 | ||
| Überleitungseffekt aus Erstkonsolidierungen | 212 | -408 | ||
| Translationseffekte auf latente Steuerpositionen | -425 | 223 | ||
| Erfolgsneutrale Effekte | -4.395 | -1.730 | ||
| Latenter Steuerertrag | 14.184 | 13.036 | ||
| 1 davon erfolgsneutral | -25.169 | |||
| Tsd. € aufgrund IFRS 16 | ||||
| 2 davon erfolgsneutral | 22.708 | |||
| Tsd. € aufgrund IFRS 16 | ||||
| 3 betrifft den erfolgswirksamen Effekt bereinigt um 1.185 Tsd. € aufgrund IFRS 9 |
Latente Steuern
Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und andere abzugsfähige temporäre Differenzen ist nach IAS 12 "Ertragsteuern" nur in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Der Dürr-Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus und berücksichtigt die in einigen Ländern anzuwendende Mindestbesteuerung bei der Bestimmung der Verlustnutzungsmöglichkeiten. Im Inland bestehende Verluste aus vororganschaftlicher Zeit werden nicht angesetzt. Zum 31. Dezember 2019 bestanden insgesamt Zins- und Verlustvorträge in Höhe von 145.329 Tsd. € (Vorjahr: 181.355 Tsd. €). Die Zins- und Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche bilanziert wurden, betrugen 122.202 Tsd. € (Vorjahr: 148.488 Tsd. €) und bestehen überwiegend in Deutschland, Frankreich und Brasilien. In Deutschland bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, in Höhe von 38.629 Tsd. € (Vorjahr: 57.920 Tsd. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind zurzeit unbegrenzt vortragsfähig. Von den nicht angesetzten Zins- und Verlustvorträgen verfallen Beträge in Höhe von 9.480 Tsd. € innerhalb der nächsten zehn Jahre (Vorjahr: 9.454 Tsd. €). Die restlichen Verlustvorträge sind zurzeit unverfallbar. Andere abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 1.689 Tsd. € wurden zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 5.601 Tsd. €) nicht bilanziert. Im Geschäftsjahr 2019 waren in den erfolgsneutralen Effekten -2.461 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 enthalten. Ohne diese Effekte ergäbe sich ein Betrag von -1.934 Tsd. €. Im Vorjahr waren in den erfolgsneutralen Effekten -1.185 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 enthalten. Ohne diese Effekte ergäbe sich ein Betrag von -545 Tsd. €. Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten erfolgt, wenn eine Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten einklagbar ist. Ferner müssen sich die Steueransprüche und Verbindlichkeiten auf Ertragsteuern eines Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochtergesellschaften werden im Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, diese Gewinne auf Dauer nicht zu reinvestieren. Für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen wurden in Höhe von 449.986 Tsd. € (Vorjahr: 443.628 Tsd. €) keine latenten Steuerverbindlichkeiten gebildet. Dürr geht davon aus, dass während bestehender Organschaftsverhältnisse keine Rücklagen an den jeweiligen Organträger ausgeschüttet werden.
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2019 waren alle Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 48.467 Tsd. € innerhalb eines Jahres fällig. Am Ende des Vorjahres waren Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 30.806 Tsd. € innerhalb eines Jahres und in Höhe von 4.164 Tsd. € innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva
18. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
Einzelheiten zu Veränderungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen des Konzerns aus der Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte sind unter -" Textziffer 43 ersichtlich.
Abschreibungen
Die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatz- und Funktionskosten ausgewiesen. Im Vorjahr stellte der Dürr-Konzern im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Umwelttechnikgeschäfts sein Geschäft mit Mikrogasturbinen ein. Dies führte zu einer außerplanmäßigen Abschreibung von aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 10.421 Tsd. € in den Umsatzkosten.
3.27 - PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN
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| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | -32.252 | -29.332 |
| Sachanlagen¹ | -46.497 | -29.952 |
| Summe planmäßige Abschreibungen | -78.749 | -59.284 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -1.794 | -1.806 |
| Sachanlagen | -9.143 | -4.519 |
| Summe planmäßige Abschreibungen | -10.937 | -6.325 |
| Umsatzkosten | -37.685 | -35.387 |
| Vertriebskosten | -1.794 | -1.806 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.006 | -1.087 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.633 | -3.162 |
| Summe planmäßige Abschreibungen | -43.118 | -41.442 |
| ¹ inklusive Nutzungsrechte nach IFRS 16 |
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | -46.497 | -29.952 |
| Sachanlagen | -75.103 | -47.199 |
| Summe planmäßige Abschreibungen | -121.600 | -77.151 |
| Umsatzkosten | -78.749 | -59.284 |
| Vertriebskosten | -10.937 | -6.325 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -13.777 | -7.272 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -9.325 | -9.705 |
| Summe planmäßige Abschreibungen | -112.788 | -82.586 |
| ¹ inklusive Nutzungsrechte nach IFRS 16 |
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden neben den Geschäfts- oder Firmenwerten auch Markennamen im Wert von 50.733 Tsd. € (Vorjahr: 50.731 Tsd. €) bilanziert. Der Dürr-Konzern beabsichtigt, diese Markennamen auch weiterhin einzusetzen.
Werthaltigkeitstest von Geschäfts- oder Firmenwerten
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten hat der Konzern die Divisions beziehungsweise Bereiche innerhalb der Divisions definiert. Diese sind Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Clean Technology Systems, Balancing and Assembly Products und Woodworking Machinery and Systems. Das Berechnungsschema ist für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten identisch, da die wesentlichen Parameter alle Bereiche gleichermaßen betreffen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Berechnung eines Nutzungswerts ermittelt. Die Nutzungswerte der Bereiche übertrafen jeweils das zugeordnete Nettovermögen. Die Berechnung basiert auf Cashflow-Prognosen, die auf Planungen für einen Zeitraum von vier Jahren beruhen.# Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2019 zwischen 9,36 % und 15,53 % (Vorjahr: 10,80 % bis 13,65 %).
Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden mit einer Wachstumsrate von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) extrapoliert, die sich an der langfristigen Wachstumsrate der Bereiche orientiert. Der Dürr-Konzern überprüft die Werthaltigkeit des Buchwerts von Geschäfts- oder Firmenwerten grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres.
Geplante Bruttogewinnmargen
Die geplanten Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Bottom-up-Planung durch die Konzerngesellschaften und Bereiche ermittelt. Sie basieren auf den in den vorangegangenen Geschäftsjahren ermittelten Werten unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostenentwicklungen sowie Effizienzsteigerungen.
Kapitalkosten (Abzinsungssatz)
Die Kapitalkosten ergeben sich aus dem gewogenen Mittel der Fremd- und Eigenkapitalkosten vor Steuern. Im Rahmen der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von mit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Dürr-Konzerns vergleichbaren Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird.
Materialpreissteigerungen
Die zukünftigen Preissteigerungen von Vorprodukten und Materialien, die im Konzern benötigt werden, werden vorrangig abgeleitet aus den erwarteten Preisänderungen der zu ihrer Herstellung notwendigen Rohstoffe. Bei diesen wiederum werden die Preisindizes der Länder zugrunde gelegt, aus denen die Vorprodukte und Materialien durch die jeweiligen Konzerngesellschaften bezogen werden.
Steigerung von Lohn- und Gehaltskosten
Die deutschen Tochtergesellschaften haben für die Vierjahresplanung Entgeltsteigerungen von durchschnittlich 2,5 % p.a. ab dem Jahr 2020 (Vorjahr: 2,9 % p.a. ab dem Jahr 2019) unterstellt. Alle ausländischen Tochtergesellschaften haben für die jeweilige Planungsperiode ihre jeweiligen nationalen Steigerungsraten verwendet.
Sensitivitätsanalyse von Geschäfts- oder Firmenwerten
Unabhängig von der aktuellen und der erwarteten wirtschaftlichen Lage hat der Dürr-Konzern Sensitivitätsanalysen zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Bereichen vorgenommen. Geprüft wurden die Auswirkungen folgender Szenarien:
* EBIT-Rückgang um 10 % in allen Planjahren ab 2020 (im Vergleich zu den verabschiedeten Unternehmensplanungen),
* Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte,
* Verringerung der Wachstumsrate in der ewigen Rente auf 0,75 %.
Die Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keinem Bereich ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht.
Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte
Tabelle 3.28 zeigt die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Bereichen und Divisions.
3.28 - ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
| Tsd. € | Buchwert zum 1. Januar 2018 | Währungsdifferenz | Zugänge | Buchwert zum 31. Dezember 2018 | Währungsdifferenz | Zugänge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 106.016 | 434 | - | 106.450 | 238 | - |
| Application Technology | 66.429 | 24 | - | 66.453 | 98 | - |
| Clean Technology Systems | 16.413 | 63 | 49.129 | 65.605 | 801 | - |
| Balancing and Assembly Products | 101.801 | 456 | - | 102.257 | 214 | - |
| Measuring and Process Systems | 101.801 | 456 | - | 102.257 | 214 | - |
| Woodworking Machinery and Systems | 105.892 | 160 | - | 106.052 | 34 | 958 |
| Dürr-Konzern | 396.551 | 1.137 | 49.129 | 446.817 | 1.385 | 958 |
| Tsd. € | Buchwert zum 31. Dezember 2019 |
|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 106.688 |
| Application Technology | 66.551 |
| Clean Technology Systems | 66.406 |
| Balancing and Assembly Products | 102.471 |
| Measuring and Process Systems | 102.471 |
| Woodworking Machinery and Systems | 107.044 |
| Dürr-Konzern | 449.160 |
Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen mit einem Wert von 49.129 Tsd. € auf den Erwerb der Megtec- und Universal-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2018, mit 105.719 Tsd. € auf den Erwerb der HOMAG Group im Jahr 2014 sowie mit 11.192 Tsd. € auf den Erwerb der iTAC-Gesellschaften im Jahr 2015. Aus historischen Erwerben, Verkäufen und Umstrukturierungen entfallen heute 98.453 Tsd. € auf die Akquisition früherer Alstom-Gesellschaften und 93.832 Tsd. € auf die Akquisition der damaligen Schenck-Gruppe.
Im Zuge der neuen Strategie im Geschäft mit Endmontagetechnik wurde festgelegt, dass alle Endmontageaktivitäten zur Division Paint and Final Assembly Systems gehören sollen. Das Produktgeschäft mit Prüf- und Montagetechnik sowie die Befülltechnik für die Automobilindustrie wurden dementsprechend von der Division Measuring and Process Systems abgegeben und sind seit dem 1. Januar 2020 der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Paint and Final Assembly Systems zugeordnet.
Die Überprüfung auf Werthaltigkeit hat ergeben, dass kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus Zugängen im Geschäftsjahr 2019 wird nachfolgend erläutert.
Akquisition
Um die Vertriebs- und Serviceaktivitäten der Division Woodworking Machinery and Systems in der Türkei und dem Mittleren Osten weiter ausbauen zu können, übernahm Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi mit Sitz in Izmit-Kocaeli, Türkei, mit Wirkung zum 11. Dezember 2019 Aktivitäten einer Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals. Die Aufnahme der operativen Tätigkeit erfolgte zum 1. Januar 2020. Die Erstkonsolidierung erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Der Kaufpreis für die Akquisition betrug 2.015 Tsd. € und wurde in voller Höhe bar beglichen.
3.29 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION
| Tsd. € | Kaufpreis | Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | Geschäfts- oder Firmenwert |
|---|---|---|---|
| 2.015 | -1.057 | 958 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt Synergien unter anderem im Bereich Vertrieb und die Ertragsaussichten in der Türkei und dem Mittleren Osten wider. Er wurde dem Bereich Woodworking Machinery and Systems zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in voller Höhe steuerlich absetzbar. Die Zurechnung des Kaufpreises zu den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann Tabelle 3.30 entnommen werden.
3.30 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION
| Tsd. € | Buchwert vor Akquisition | Anpassung | Buchwert nach Akquisition |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 963 | 963 |
| Sachanlagen | 36 | - | 36 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 270 | - | 270 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | - | -212 | -212 |
| Nettovermögen | 306 | 751 | 1.057 |
Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation Kundenbeziehungen aktiviert wurden. Der Zeitwert der Kundenbeziehungen wurde nach der Multi-Period-Excess-Earnings-Methode ermittelt und beträgt 963 Tsd. €. Bei der Erstkonsolidierung wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.
Wären die erworbenen Aktivitäten bereits zum 1. Januar 2019 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten sich keine wesentlichen Änderungen der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses des Dürr-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 ergeben.
Akquisition Vorjahr Megtec/Universal
Am 5. Oktober 2018 erwarb die Dürr AG über ihre Tochtergesellschaft Dürr Inc. 100 % der Anteile an den Gesellschaften Babcock & Wilcox Universal Inc., Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox MEGTEC LLC mit Sitz in Stoughton beziehungsweise De Pere, Wisconsin, USA, und ihren Tochtergesellschaften. Megtec, der größere der beiden erworbenen Bereiche, bietet neben Abluftreinigungsanlagen auch Trocknersysteme sowie Beschichtungsanlagen für die Produktion von Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien. Universal ist ein führender Anbieter von akustischen Lösungen und spezialisiert auf Lärm- und Emissionsfiltrationssysteme.
Die Erstkonsolidierung von Megtec/Universal erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Megtec/Universal-Gesellschaften wurden beginnend mit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Megtec/Universal-Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen stellten sich wie folgt dar:
3.31 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL
| Tsd. € | Kaufpreis für Megtec/Universal | Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | Geschäfts- oder Firmenwert |
|---|---|---|---|
| 125.340 | -76.211 | 49.129 |
Der Kaufpreis wurde bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen im Geschäftsjahr 2018 4.887 Tsd. €, die als Aufwand erfasst wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 49.129 Tsd. € beinhaltete nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte und Ertragsaussichten für Megtec/Universal. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich in Höhe von 15.945 Tsd. € absetzbar und wurde Clean Technology Systems zugeordnet. Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie folgt zugerechnet:
3.32 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL
| Tsd. € |# Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition
| | Buchwert vor Akquisition | Anpassung | Buchwert nach Akquisition |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | -31.262 | 31.262 | |
| Sachanlagen | 21.266 | 1.047 | 22.313 |
| Latente Steueransprüche | 750 | 909 | 1.659 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 17.226 | 427 | 17.653 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 19.149 | - | 19.149 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 33.634 | - | 33.634 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 19.567 | - | 19.567 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -5.603 | - | -5.603 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | -750 | -501 | -1.251 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -62.172 | - | -62.172 |
| Nettovermögen | 43.067 | 33.144 | 76.211 |
Die Buchwerte nach Akquisition entsprachen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entsprach nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how, Kundenbeziehungen, Markennamen und Auftragsbestände aktiviert wurden. Bei den Sachanlagen wurden Immobilien mit dem Marktwert erfasst. Des Weiteren wurden bei den übrigen Sachanlagen und Vorräten stille Reserven in geringerem Umfang aufgedeckt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.
3.33 - AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL: AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN
| Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|
| Technologisches Know-how | 5.287 |
| Kundenbeziehungen | 20.699 |
| Auftragsbestand | 3.307 |
| Markennamen | 1.969 |
| 31.262 |
Die beizulegenden Zeitwerte des technologischen Know-hows und der Markennamen wurden anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, die Zeitwerte der Kundenbeziehungen und des Auftragsbestands nach der Residualwert-Methode. Der Ergebnisbeitrag der erstkonsolidierten Gesellschaften von Megtec/Universal vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2018 stellte sich wie folgt dar:
3.34 - ERGEBNISBEITRAG MEGTEC/UNIVERSAL AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT
| Tsd. € 2018 |
|
|---|---|
| Umsatzerlöse | 47.558 |
| Ergebnis nach Steuern | 303 |
Im Ergebnis nach Steuern waren die Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in Höhe von -2.184 Tsd. € enthalten. Wären die erworbenen Megtec/Universal-Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2018 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätte sich die Gewinn- und Verlustrechnung des Dürr-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 wie folgt dargestellt:
3.35 - PRO-FORMA-ERGEBNISSE DÜRR-KONZERN
| Tsd. € 2018 |
|
|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.010.177 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 886.191 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 243.087 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 173.092 |
Sachanlagen
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- und/oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. Zum 31. Dezember 2019 entfielen 8.152 Tsd. € auf die Standorte Radom, Püttlingen, Calw und Schanghai für die Errichtung neuer Gebäude, Modernisierungsmaßnahmen, Infrastruktur und neue Maschinen. Im Vorjahr entfiel ein großer Teil der Anlagen im Bau auf die Errichtung eines neuen Gebäudes am Standort Herzebrock sowie auf Modernisierungsmaßnahmen am Standort Bietigheim-Bissingen.
Grundstücke und Gebäude
Im Geschäftsjahr 2019 wurden 10.080 Tsd. € in Immobilien investiert. Der Großteil hiervon entfiel auf die Errichtung beziehungsweise Fertigstellung neuer Gebäude an den Standorten Herzebrock und Radom sowie auf den Erwerb einer Immobilie in Wolfsburg. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Immobilien im Wert von 15.942 Tsd. € im Rahmen der Akquisition von Megtec/Universal erworben, die sich hauptsächlich an den Standorten in De Pere und Stoughton, Wisconsin, USA, sowie San Luis Potosi, Mexiko, und Schanghai, V. R. China, befinden. Die weiteren Investitionen in Immobilien entfielen im Wesentlichen auf die Standorte Schopfloch und Calw, wo neue Gebäude errichtet wurden, sowie auf Modernisierungen am Standort Bietigheim-Bissingen.
Nutzungsrechte
Tabelle 3.36 zeigt die Zugänge und Abschreibungen der Nutzungsrechte an Leasingvermögenswerten, die in den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten enthalten sind.
3.36 - IN DEN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN ENTHALTENE NUTZUNGSRECHTE
| Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Immaterielle Vermögenswerte | Dürr-Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | 183.950 | 1.321 | 38.057 | 4.228 | 227.556 |
| davon Zugänge | 15.958 | 181 | 11.662 | - | 27.801 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | 104.897 | 682 | 22.060 | 4.228 | 131.867 |
| davon Zugänge planmäßiger Abschreibungen | 17.311 | 287 | 10.422 | - | 28.020 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | 79.053 | 639 | 15.997 | - | 95.689 |
Die kumulierten Anschaffungswerte und Abschreibungen enthalten die Werte für Nutzungsrechte, die bereits zum 31. Dezember 2018 als Finanzierungs-Leasingverhältnis bilanziert waren.
Textziffer 31 enthält die Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten, Textziffer 36 die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung. Der Dürr-Konzern übt die Wahlrechte aus und aktiviert kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte nicht.
3.37 - AUFWAND FÜR KURZFRISTIGE LEASINGVERHÄLTNISSE UND LEASINGVERHÄLTNISSE ÜBER GERINGWERTIGE VERMÖGENSWERTE
| Tsd. € 2019 |
|
|---|---|
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse | 3.820 |
| Aufwand für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | 3.076 |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Der Konzern unterscheidet zwischen überwiegend fremd- und überwiegend eigengenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn der selbstgenutzte Anteil unbedeutend ist. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen sowohl Immobilien, die Eigentum des Dürr-Konzerns sind als auch Nutzungsrechte an Immobilien, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen weitervermietet werden. Der Dürr-Konzern bewertet alle als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell. Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden sowie anteilige Infrastrukturflächen der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt, die der Division Measuring and Process Systems zugeordnet sind.
3.38 - EINNAHMEN UND AUFWENDUNGEN AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN
| Tsd. € 2019 |
Tsd. € 2018 |
|
|---|---|---|
| Mieteinnahmen im Geschäftsjahr | 3.705 | 3.631 |
| Erwartete künftige Mieteinnahmen auf Basis der bestehenden Verträge | 9.506 | 10.084 |
| Direkt zurechenbare Aufwendungen | 1.151 | 1.358 |
| Direkt zurechenbare Aufwendungen für leer stehende Immobilien | 35 | 56 |
Die im Eigentum stehenden Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die Zusammensetzung der Gruppe der Immobilien, die nach IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bilanziert wird, im Vergleich zum Vorjahr durch die Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" geändert. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2019 lag bei 40.870 Tsd. € (Vorjahr: 35.580 Tsd. €) und wird Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet. Erläuterungen zu den Fair-Value-Hierarchie-Stufen sind unter Textziffer 35 zu finden. Grundlage für die Wertermittlung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bildet eine jährlich erstellte interne Berechnung; ein Gutachter wurde zur Bestimmung der Werte nicht herangezogen. Der Zeitwert der Immobilien wird anhand der kapitalisierten Erträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt; Basis hierfür sind die Marktmieten unter Berücksichtigung regional üblicher Risikoabschläge. Für die Berechnung wurden eine Leerstandsquote von 5 % (Vorjahr: 5%) und ein Liegenschaftszins von 7,5% (Vorjahr: 7,5%) zugrunde gelegt. Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten und Leasingzahlungen sind in den -> Textziffern 31, 36 und 40 enthalten.
3.39 - ENTWICKLUNG DER ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Eigentum des Dürr-Konzerns | Nutzungsrechte an als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | |
|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | 44.000 | 5.499 |
| davon Zugänge | 317 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | 25.419 | 3.865 |
| davon Zugänge planmäßiger Abschreibungen | 932 | 337 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | 18.581 | 1.634 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2018 | 43.795 | - |
| davon Zugänge | 124 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2018 | 24.592 | - |
| davon Zugänge planmäßiger Abschreibungen | 924 | - |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 19.203 | - |
19. BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND ÜBRIGE FINANZANLAGEN
At equity bilanzierte Unternehmen
Homag China Golden Field Limited
Das Unternehmen Homag China Golden Field Limited hat seinen Sitz in Hongkong, V. R. China, und ist eine Vertriebs- und Service-Gesellschaft, die die Produkte der produzierenden Gesellschaften der HOMAG Group vertreibt und für eine funktionierende Service-Organisation und die Bearbeitung des chinesischen Markts zuständig ist.
3.40 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED
| Tsd. € 31.12.2019 |
Tsd. € 31.12.2018 |
|
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 14.150 | 14.481 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 118.774 | 125.072 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 377 | 512 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 84.029 | 86.875 |
| Eigenkapital | 48.518 | 52.166 |
| Buchwert der Beteiligung | 16.983 | 15.998 |
| Beteiligungsquote des Dürr-Konzerns | 25,0 % | 25,0 % |
3.41 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED# 2019 2018 Umsatzerlöse 173.380 257.871 Ergebnis nach Ertragsteuern 6.748 16.327 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 39.349 -22.952 Cashflow aus Investitionstätigkeit 4.897 -2.930 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -15.005 -19.170 Von Homag China Golden Field Limited erhaltene Dividenden 2.585 2.610 Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2019 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. Nagahama Seisakusho Ltd. Das Unternehmen Nagahama Seisakusho Ltd. hat seinen Sitz in Osaka, Japan, und bietet Maschinen, Anlagen und Services im Bereich der Auswuchttechnik.
3.42 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER NAGAHAMA SEISAKUSHO LTD.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 6.452 | 5.995 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 55.577 | 51.020 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 7.235 | 7.367 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 13.828 | 8.573 |
| Eigenkapital | 40.966 | 41.075 |
| Buchwert der Beteiligung | 20.680 | 19.720 |
| Beteiligungsquote des Dürr-Konzerns | 50,0 % | 50,0 % |
3.43 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR NAGAHAMA SEISAKUSHO LTD.
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 45.741 | 38.070 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 4.224 | 4.022 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.313 | 301 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -425 | 965 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -5.046 | -3.262 |
| Von Nagahama Seisakusho Ltd. erhaltene Dividenden | -- | 1.777 |
Die Gesellschaft hat den Abschlussstichtag 30. September und wird auf Basis seiner Abschlussdaten in die Equity-Bewertung einbezogen. Wesentliche Effekte zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember werden berücksichtigt. Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2019 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. Die Buchwerte der at equity bewerteten Gesellschaften sind durch Währungseffekte beeinflusst. Weitere Informationen zu den einbezogenen Unternehmen sind unter -> Textziffern 3 und 4 zu finden.
Übrige Finanzanlagen
In den übrigen Finanzanlagen waren am 31. Dezember 2019 im Wesentlichen die Beteiligung an der ADAMOS GmbH mit einem Buchwert von 3.000 Tsd. € (Vorjahr: 2.000 Tsd. €) und an der Parker Engineering Co., Ltd. mit einem Buchwert von 9.347 Tsd. € (Vorjahr: 7.880 Tsd. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 wurde im Rahmen der Bewertung nach IFRS 9 der Buchwert der Beteiligung in Höhe von 5.924 Tsd. € angepasst. Hiervon entfielen 6.402 Tsd. € auf die ergebnisneutrale Anpassung in der Eröffnungsbilanz sowie ein Aufwand von 478 Tsd. €.
20. VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN
3.44 - VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 238.986 | 259.555 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -32.173 | -29.382 |
| Unfertige Erzeugnisse | 106.768 | 124.398 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -4.889 | -4.571 |
| Fertigerzeugnisse und Handelswaren | 173.446 | 154.590 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -15.040 | -12.739 |
| Geleistete Anzahlungen | 42.246 | 43.658 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -138 | -138 |
| 509.206 | 535.371 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Summe der Wertberichtigungen auf die Vorräte erhöhte sich nach Berücksichtigung von Wechselkursdifferenzen sowie Verbräuchen auf 52.240 Tsd. € (Vorjahr: 46.830 Tsd. €). Die Zuführung zu den Wertberichtigungen von 12.669 Tsd. € im Geschäftsjahr 2019 (Vorjahr: 8.826 Tsd. €) wurde erfolgswirksam erfasst.
21. VERTRAGLICHE VERMÖGENSWERTE
3.45 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF VERTRAGLICHE VERMÖGENSWERTE
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Stand 1. Januar | 2.170 | - |
| Währungsdifferenz | 12 | - |
| Zuführung neu erworben | 975 | - |
| bereits im Bestand | - | - |
| Änderung Risikoparameter | - | - |
| Auflösung | -2.224 | - |
| Inanspruchnahme/Verbrauch | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31. Dezember | 933 | - |
Die Änderung der Wertminderung auf die vertraglichen Vermögenswerte mit einem Bruttowert von 520.008 Tsd. € (Vorjahr: 480.506 Tsd. €) ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich die Zusammensetzung der Kunden, das jeweilige Geschäftsvolumen mit ihnen sowie deren Bonitätseinschätzungen geändert haben.
22. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
3.46 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS L&L
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Stand 1. Januar | 4.413 | 14.993 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Währungsdifferenz | 55 | 74 |
| Zuführung neu erworben | 1.531 | 4.130 |
| bereits im Bestand | - | 561 |
| Änderung Risikoparameter | - | - |
| Auflösung | -4.449 | -7.035 |
| Inanspruchnahme/Verbrauch | -103 | -900 |
| Umgliederungen | -203 | 203 |
| Stand 31. Dezember | 1.244 | 12.026 |
Die Änderungen der Wertberichtigungen auf die Forderungen aus L&L sind unter anderem auf ein geändertes Volumen der Forderungen und eine veränderte Kundenzusammensetzung zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Forderungen in Höhe von 1.648 Tsd. € (Vorjahr: 788 Tsd. €) ausgebucht, wovon 1.003 Tsd. € (Vorjahr: 364 Tsd. €) bereits in der Vergangenheit wertgemindert waren. Die Ausbuchung der restlichen 645 Tsd. € (Vorjahr: 424 Tsd. €) wurde im Geschäftsjahr 2019 ergebniswirksam erfasst.
3.47 - FORDERUNGEN AUS L&L NACH FÄLLIGKEIT
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Bruttowert | 576.016 | 23.331 |
| davon nicht fällig | 359.044 | - |
| weniger als 1 Monat | 77.890 | - |
| zwischen 1 und 3 Monaten | 70.432 | - |
| zwischen 3 und 6 Monaten | 38.516 | - |
| zwischen 6 und 9 Monaten | 16.742 | - |
| zwischen 9 und 12 Monaten | 13.392 | - |
| mehr als 12 Monate/Stufe 3 | - | 23.331 |
| Wertberichtigung | -1.244 | -12.026 |
| Buchwert (netto) | 574.772 | 11.305 |
In Risikostufe 2 wurde eine pauschalisierte Wertberichtigung auf Basis einer Wertminderungsmatrix angewendet. Bei den Forderungen in Risikostufe 3 erfolgt die Wertminderung auf Basis einer individuellen Risikoeinschätzung. Die Forderungen der Wertberichtigungsstufe 2 unterliegen der Risikoklasse mit einem geringen Ausfallrisiko (nicht bonitätsbeeinträchtigt), während die Forderungen der Wertberichtigungsstufe 3 der Risikoklasse mit hohem Ausfallrisiko (bonitätsbeeinträchtigt) unterliegen.
23. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
3.48 - SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Summe | Kurzfristig | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 3.807 | 3.655 |
| Mietkautionen und sonstige hinterlegte Sicherheiten | 7.118 | 3.324 |
| Termingelder | 159.926 | 159.926 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 19.507 | 19.507 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - |
| Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22.789 | 19.989 |
| 213.147 | 206.401 |
In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem Forderungen aus Schadensersatzansprüchen in Höhe von 6.396 Tsd. € (Vorjahr: 13.706 Tsd. €), Guthaben bei Lieferanten in Höhe von 5.410 Tsd. € (Vorjahr: 5.880 Tsd. €) und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 1.816 Tsd. € (Vorjahr: 1.910 Tsd. €) enthalten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind dementsprechend überwiegend der Wertberichtigungsstufe 1 zugeordnet.
24. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
-> Tabellen 3.49 und 3.50
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden in Ausfallrisiko-Ratingklassen eingestuft. Die Ausfallrisiko-Ratingklassen basieren auf internen und externen Risikoeinschätzungen. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine wesentlichen Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Für weitere Informationen zu Bonitäts- und Ausfallrisiko wird auf -> Textziffer 41 verwiesen.
3.49 - ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AGGREGIERT NACH AUSFALLRISIKO-RATINGKLASSE
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Investment Grade AAA bis A- | 447.482 | - |
| Investment Grade BBB+ bis BBB- | 206.640 | - |
| Sub Investment Grade | 8.922 | - |
| Bruttowert | 663.044 | - |
| Risikovorsorge gemäß IFRS 9 | -1.020 | - |
| Buchwert (netto) | 662.024 | - |
3.50 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF LIQUIDE MITTEL
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Stand 1. Januar | 1.653 | - |
| Währungsdifferenz | 15 | - |
| Zuführung neu erworben | 275 | - |
| bereits im Bestand | - | - |
| Änderung Risikoparameter | - | - |
| Auflösung | -923 | - |
| Inanspruchnahme/Verbrauch | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Stand 31. Dezember | 1.020 | - |
25. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
3.51 - SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Summe | Kurzfristig | |
| Steuererstattungsansprüche ohne Ertragsteuern | 33.015 | 32.599 |
| Vertragsanbahnungskosten | 7.537 | 7.323 |
| Miete, Wartungs- und Lizenzkosten | 3.340 | 2.782 |
| Übrige | 4.465 | 3.675 |
| 48.357 | 46.379 |
Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Vertragsanbahnungskosten bestehen aus Vertriebsprovisionen, die im Zusammenhang mit Kundenverträgen entstanden sind und die ohne Vertragsabschluss nicht angefallen wären.
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva
26. EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT
Gezeichnetes Kapital (Dürr AG)
Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2019 177.157 Tsd. € (Vorjahr: 177.157 Tsd.# €) und setzte sich aus 69.202.080 Stückaktien (Vorjahr: 69.202.080 Aktien) zusammen. Im Vorjahr erfolgte die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 an die bestehenden Aktionäre im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei der ein Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 88.578 Tsd. € in gezeichnetes Kapital umgewandelt wurde. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren vollständig eingezahlt.
Ermächtigungen
Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien (Dürr AG)
Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10-%- Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Genehmigtes Kapital (Dürr AG)
Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2019 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2024 um bis zu 53.147 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 20.760.624 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.
Bedingtes Kapital (Dürr AG)
Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2019 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 17.716 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 6.920.208 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen.
Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht.
Kapitalrücklage (Dürr AG)
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2019 67.318 Tsd. € (Vorjahr: 67.318 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, und betrugen zum 31. Dezember 2019 820.820 Tsd. € (Vorjahr: 771.468 Tsd. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Einstellung des Jahresergebnisses, der Erfassung und Bewertung der auf die Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Optionen sowie der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018. Auf die Anpassung der Gewinnrücklagen im Rahmen der Bilanzierung nach IFRS 16 "Leasingverhältnisse" entfielen -9.415 Tsd. €.
Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Dürr AG (§ 253 Abs. 6 HGB)
Aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Bewertung von Rückstellungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Dürr AG bestehen Ausschüttungsrestriktionen. Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 807 Tsd. € (Vorjahr: 931 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist.
Dividende
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die Ausschüttung nach dem Bilanzgewinn, den die Dürr AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2019 schüttete die Dürr AG aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2018 eine Dividende von 1,00 € je Aktie an ihre Aktionäre aus (Vorjahr: 2,20 € -basierend auf 34.601.040 Aktien). Die Gesamtausschüttungssumme betrug 69.202 Tsd. € (Vorjahr: 76.122 Tsd. €). Aufgrund der Ertragslage im Geschäftsjahr 2019 schlägt der Vorstand der Dürr AG dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von 0,80 € je Aktie auszuschütten, was einer Gesamtausschüttungssumme von 55.362 Tsd. € entspricht.
Angaben zum Kapitalmanagement
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die operative Geschäftstätigkeit zu unterstützen, eine angemessene Eigenkapitalquote sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Der Dürr-Konzern überwacht sein Kapital auf monatlicher Basis mithilfe der sogenannten Gearing Ratio. Dabei handelt es sich um eine Kapitalausstattungskennzahl, die das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung wiedergibt. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll die Kennzahl keinen größeren Wert als 30 % annehmen. Der Anstieg der Leasingverbindlichkeiten aufgrund der Bilanzierung nach IFRS 16 bewirkte, dass sich der Nettofinanzstatus und die Gearing Ratio verschlechterten. Am Bilanzstichtag 2019 betrug sie 8,7 % nach -3,4 % im Vorjahr, damit lag sie aber noch deutlich unter dem Grenzwert.
3.52 - GEARING RATIO
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -662.024 | -655.042 | |
| Termingelder und übrige Finanzforderungen | -161.792 | -544 | |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 798.242 | 597.958 | |
| Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) / Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17) | 107.101 | 7.182 | |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 17.724 | 18.141 | |
| Nettofinanzverschuldung | 99.251 | -32.305 | |
| Eigenkapital | 1.043.386 | 992.151 | |
| Nettofinanzverschuldung | 99.251 | -32.305 | |
| Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung | 1.142.637 | 959.846 | |
| Nettofinanzverschuldung | 99.251 | -32.305 | |
| Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung | 1.142.637 | 959.846 | |
| Gearing Ratio | 8,7 % | -3,4 % |
27. RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Beitrags- und Leistungszusagen.
Beitragsorientierte Pläne
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) entrichtet der Dürr-Konzern Beitragszahlungen an einen staatlichen oder privaten Versorgungsträger. Neben der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bestehen keine weiteren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für den Konzern. Eine Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung ist derzeit unwahrscheinlich. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand innerhalb der Funktionskosten erfasst. Den Mitarbeitern der deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns steht im Rahmen der Altersversorgung ein der Tarifgruppe entsprechendes Lebensversicherungsprogramm offen, für das der Konzern Beiträge von 910 Tsd. € (Vorjahr: 875 Tsd. €) als Aufwand erfasst hat. Darüber hinaus hat der Konzern Beiträge von 46.392 Tsd. € (Vorjahr: 44.715 Tsd. €) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. Die US-Tochtergesellschaften entrichten für die einer Gewerkschaft angehörenden Arbeitnehmer Beiträge an externe Pensionsfonds. Die Pensionsaufwendungen für diese Arbeitnehmer betrugen im Geschäftsjahr 2019 4.485 Tsd. € (Vorjahr: 3.795 Tsd. €). Die Zahlungen für sonstige beitragsorientierte Pläne in weiteren Ländern, unter anderem für staatliche Rentenversicherungssysteme, betrugen 11.177 Tsd. € (Vorjahr: 13.050 Tsd. €). Der Konzern hat für seine US-Tochtergesellschaften darüber hinaus einen Gewinnbeteiligungsplan nach dem Regelwerk "401(k)" für bestimmte Beschäftigte eingerichtet. Grundlage für die Gewinnbeteiligung sind die geleisteten Dienstjahre und die Höhe der Vergütung der Angestellten. Der Dürr-Konzern leistet hierzu nach seinem Ermessen Beiträge, die durch die Geschäftsleitung jährlich festgelegt werden. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 rund 2.638 Tsd. € (Vorjahr: 2.164 Tsd. €).
Leistungsorientierte Pläne
Gegenüber einzelnen ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Dürr AG sowie Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen, die sich nach den zuletzt bezogenen Festgehältern und der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten. Für einige außertariflich Beschäftigte der deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns inklusive der Vorstände von Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG besteht die Möglichkeit, neben laufenden arbeitgeberfinanzierten Beiträgen auch arbeitnehmerfinanzierte Beiträge in eine Versorgungszusage umzuwandeln (Pensionsplan des Dürr-Konzerns). Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln.# Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtungen hat der Dürr-Konzern Rückdeckungsversicherungen auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen oder investiert zu einem geringen Anteil in Mischfonds, bestehend aus Aktien- und Rentenpapieren. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich dem Konzern zu. Für den Dürr-Konzern besteht daher kein wesentliches versicherungsmathematisches oder Anlagerisiko. Die Höhe der Altersrente entspricht bei Rückdeckungsversicherungen der Leistung, die die Gesellschaft aus der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung erhält. Diese setzt sich wiederum zusammen aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen. Bei der Fondsanlage entsprechen die späteren Leistungen dem Guthaben des Fondsdepots. Die Verpflichtungen aus den Versorgungszusagen bilanziert der Dürr-Konzern saldiert mit den Vermögenswerten. Bei den deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns haben die zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigten Mitarbeiter der Schenck-Gesellschaften Pensionszusagen. Grundlage dafür sind die geleisteten Dienstjahre. Die nach den Versorgungsplänen vorgesehenen Zahlungen bestehen aus Festbeträgen zuzüglich einer Komponente, die von den geleisteten Dienstjahren abhängt. Bei einer US-amerikanischen Gesellschaft existiert für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ein Pensionsplan. Dieser Plan wurde 2003 geschlossen, die Ansprüche für aktive Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. Die Höhe der zukünftigen Versorgungsleistungen basiert auf den durchschnittlich verdienten Gehältern und Dienstzeiten vor dem Einfrieren der Pensionszusagen im Jahr 2003. Eine US-amerikanische Tochtergesellschaft ist mit circa 37 % an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Metallverarbeitungsunternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Der leistungsorientierte Versorgungsplan wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da keine anteilige Zuordnung von Verpflichtungen und Planvermögen zu den einzelnen Trägerunternehmen möglich ist. Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Ab dem 31. März 2018 war kein Fehlbetrag mehr vorhanden. Für das Jahr 2019 erwartet der Konzern Beitragszahlungen in den Pensionsplan in Höhe von 1.254 Tsd. € (Vorjahr: 1.154 Tsd. €). Darüber hinaus existieren in verschiedenen Ländern Pläne, die Auszahlungen im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsehen, sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Pensionspläne.
Planpopulation und Risikomanagement
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Altersversorgung variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des betreffenden Landes und beruht dabei in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2019 bestanden 3.772 Zusagen an Anspruchsberechtigte (Vorjahr: 3.227), davon 3.154 aktive Mitarbeiter (Vorjahr: 2.650), 172 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen (Vorjahr: 116) sowie 446 Pensionäre und Hinterbliebene (Vorjahr: 461). Die leistungsorientierten Versorgungspläne sind größtenteils über Rückstellungen finanziert, denen als Planvermögen qualifiziertes Fondsvermögen gegenübersteht, das mit den Verpflichtungen saldiert wird. Der überwiegende Teil des Planvermögens besteht in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Um den mit Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einhergehenden Risiken hinreichend Rechnung zu tragen, hat der Dürr-Konzern vor einigen Jahren das Corporate Pension Committee (CPC) ins Leben gerufen. Dieses tagt regelmäßig und überprüft und bewertet sämtliche weltweiten Versorgungsverpflichtungen im Dürr-Konzern. Regelmäßige Teilnehmer des CPC sind der Finanzvorstand der Dürr AG sowie die Leiter der zentralen Funktionsbereiche Personal, Rechnungswesen & Controlling, Treasury und Recht. Weiterhin werden bereits seit vielen Jahren zur Verminderung des Risikos aus Pensionsverpflichtungen in Deutschland keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen mehr gewährt, deren Wert nicht überwiegend durch eine externe Gegenfinanzierung abgesichert ist. Gleichzeitig sehen die aktuellen Versorgungspläne mehrheitlich eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung vor.
Entwicklung der leistungsorientierten Pläne
3.53 - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS
| scroll Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres | 125.697 | 116.739 |
| Währungsdifferenz | 446 | 876 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.670 | 3.488 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 142 | 554 |
| Zinsaufwand | 2.438 | 1.638 |
| Neubewertung des Anwartschaftsbarwerts | 12.554 | 162 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen | -222 | 750 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen | 12.181 | -872 |
| davon erfahrungsbedingte Anpassungen | 595 | 284 |
| Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen | 1.893 | 1.875 |
| Zahlungen der Versorgungspläne | -6.956 | -5.148 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | -5.728 |
| Sonstiges | 529 | -215 |
| Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres | 140.413 | 125.697 |
3.54 - VERÄNDERUNG DES PLANVERMÖGENS
| scroll Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres | 77.205 | 68.340 |
| Währungsdifferenz | 333 | 459 |
| Zinsertrag | 1.653 | 839 |
| Ertrag aus Planvermögen ohne im Zinsergebnis enthaltene Beträge | 1.688 | 5.205 |
| Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen | 3.884 | 3.344 |
| Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen | 1.893 | 1.875 |
| Zahlungen der Versorgungspläne | -4.377 | -2.890 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | -172 |
| Sonstiges | 151 | -139 |
| Planvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres | 82.430 | 77.205 |
| Effekt aus der Vermögenswertbegrenzung | -930 | -1.592 |
| Planvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung | 81.500 | 75.613 |
| Finanzierungsstatus | 158.913 | 50.084 |
3.55 - FINANZIERUNGSSTATUS
| scroll Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der über Planvermögen finanzierten Verpflichtungen | 132.271 | 113.832 |
| Planvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung | 81.500 | 75.613 |
| Das Planvermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen | 50.771 | 38.219 |
| Anwartschaftsbarwert der nicht über Planvermögen finanzierten Verpflichtungen | 8.142 | 11.865 |
| Finanzierungsstatus | 58.913 | 50.084 |
¹ Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Planvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung.
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres gemäß Tabelle 3.57 zusammen.
3.56 - BILANZPOSITIONEN BEI DER BILANZIERUNG DER VERPFLICHTUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
| scroll Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 58.962 | 50.084 |
| Sonstige Vermögenswerte | 49 | |
| 58.913 | 50.084 |
3.57 - ZUSAMMENSETZUNG DES PLANVERMÖGENS
| scroll Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückdeckungsversicherungen | 64.515 | 65.943 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 13.822 | 9.968 |
| Aktien | 2.147 | 828 |
| Immobilien | 1.729 | 138 |
| Sonstiges | 217 | 328 |
| 82.430 | 77.205 |
Das Planvermögen der deutschen Gesellschaften beinhaltet im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen, die eine Garantieleistung gewähren. Diese Rückdeckungsversicherungen sind überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei der Auswahl der Emittenten werden unter anderem das individuelle Rating durch internationale Agenturen sowie die Eigenkapitalausstattung der Emittenten berücksichtigt. Die Investitionsstrategie zielt einerseits auf einen langfristigen Kapitalzuwachs ab, andererseits auf laufende Zinseinnahmen. Dies führt zu einer leicht höheren Volatilität. Im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sieht der Portfolio-Mix fremdkapital- und eigenkapitalverbriefte Wertpapiere vor. Der langfristige Kapitalzuwachs soll hauptsächlich über festverzinsliche Wertpapiere, die auch laufende Zinseinnahmen sicherstellen sollen, erreicht werden. Einen weiteren Anteil am Anlagenportfolio bilden Aktienanlagen. Außer für Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien existieren keine an einem aktiven Markt notierten Preise. Soweit Rückdeckungsversicherungen als qualifizierte Versicherungspolicen zum Planvermögen gehören und sie die zugesagten Leistungen kongruent abdecken, gilt der Barwert der abgedeckten Verpflichtungen als ihr beizulegender Zeitwert. Ansonsten wird in der Regel der beizulegende Zeitwert des Planvermögens auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise berechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen setzen sich aus den in -" Tabelle 3.58 aufgeführten Positionen zusammen.
3.58 - IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER ANTEIL DER AUFWENDUNGEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN
| scroll Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.670 | 3.488 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 142 | 554 |
| Nettozinsaufwand | 825 | 823 |
| Sonstiges | 23 | -268 |
| 4.660 | 4.597 |
Aus der Vermögenswertbegrenzung ergab sich im Gesamtergebnis eine Veränderung von 638 Tsd. € (Vorjahr: 51 Tsd. €). Davon wurden 689 Tsd. € (Vorjahr: 75 Tsd. €) ergebnisneutral und -51 Tsd. € (Vorjahr: -24 Tsd. €) ergebniswirksam erfasst. Der Stichtag für die Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen und des Planvermögens ist der 31. Dezember; der Bewertungsstichtag für die Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen ist der 1. Januar.# 3.59 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER VERPFLICHTUNGEN
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Deutschland | Restliche Welt | |
| Abzinsungsfaktor | 0,70 | 1,51 |
| Langfristige Entgeltsteigerungen | 3,00 | 1,69 |
Der Rententrend, der in Deutschland eine wesentliche Wirkung auf den Anwartschaftsbarwert zum Bilanzstichtag hat, betrug im Geschäftsjahr 2019 1,75% (Vorjahr: 1,75%). Die Berechnung der durchschnittlichen Faktoren basiert auf dem gewichteten Durchschnitt des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen. Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Ende des Geschäftsjahres 2019 betrug 10 Jahre, für die Verpflichtungen aus dem Pensionsplan des Dürr-Konzerns betrug die durchschnittliche Duration 18 Jahre. Für das Geschäftsjahr 2020 werden Dotierungen in das Planvermögen durch die Arbeitgeber in Höhe von 3.450 Tsd. € erwartet.
3.60 - ERWARTETE ZAHLUNGEN AUS DEN LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN
| Tsd. € | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 bis 2029 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen | 6.308 | 6.751 | 6.457 | 6.530 | 6.524 | 32.847 |
| Tsd. € | Gesamt |
|---|---|
| Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen | 65.417 |
Sensitivitäten
Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Bewertung der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind der Abzinsungsfaktor und für Verpflichtungen in Deutschland zusätzlich der Rententrend. Durch Absicherung der wesentlichen Risiken durch Rückdeckungsversicherungen spielt das Langlebigkeitsrisiko für die Verpflichtungen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle.
3.61 - SENSITIVITÄTEN - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| ABZINSUNGSFAKTOR +1 %-Punkt | -12.556 | -10.332 |
| -1 %-Punkt | 15.676 | 12.791 |
| RENTENTREND +0,25 %-Punkte | 2.366 | 1.994 |
| -0,25 %-Punkte | -2.260 | -1.910 |
Zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht.
28. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Auftragsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen, Garantien und drohende Verluste im Auftragsbestand. Rund 66% (Vorjahr: 61%) der Auftragsrückstellungen entfallen auf Rückstellungen für Garantien und Nachtragsaufwendungen. Die Berechnung der Auftragsrückstellungen basiert im Wesentlichen auf noch erwarteten Nachtragsaufwendungen sowie auf gesetzlichen oder vertraglichen Garantieansprüchen und wurde ausgehend von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und unter Berücksichtigung aktueller Verhältnisse vorgenommen. Die Personalrückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für Jubiläumsaufwendungen. Diese Rückstellungen leiten sich aus versicherungsmathematischen Ermittlungsverfahren ab. Die sonstigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen, bei denen Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunkts sowie der zukünftigen Kosten bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Zum 31. Dezember 2019 enthalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Optimierungsmaßnahmen in der Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group). Die als kurzfristig eingestuften übrigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen. Die Auszahlungen für langfristige Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre anfallen.
3.62 - ENTWICKLUNG DER ÜBRIGEN RÜCKSTELLUNGEN
| Tsd. € | Auftragsrückstellungen | Personalrückstellungen | Sonstige Rückstellungen |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2019 | 116.390 | 24.084 | 7.502 |
| Währungsdifferenz | 1.074 | 51 | 74 |
| Inanspruchnahme/Verbrauch | -43.860 | -6.243 | -2.516 |
| Auflösung | -20.362 | -663 | -1.227 |
| Zuführung | 46.086 | 12.588 | 37.419 |
| Stand 31. Dezember 2019 | 99.328 | 29.817 | 41.252 |
¹ Die Werte enthalten die Anpassungen nach IFRS 16. Eine Überleitung der betroffenen Bilanzpositionen enthält Textziffer 6.
3.63 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN - VORAUSSICHTLICHE INANSPRUCHNAHME
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe | Kurzfristig | Langfristig | Summe | Kurzfristig | Langfristig | |
| Auftragsrückstellungen | 99.328 | 97.596 | 1.732 | 117.138 | 115.803 | 1.335 |
| Personalrückstellungen | 29.817 | 12.152 | 17.665 | 24.084 | 10.019 | 14.065 |
| Sonstige Rückstellungen | 41.252 | 38.310 | 2.942 | 8.512 | 4.854 | 3.658 |
| Gesamt | 170.397 | 148.058 | 22.339 | 149.734 | 130.676 | 19.058 |
29. VERTRAGLICHE VERBINDLICHKEITEN
Vertragliche Verbindlichkeiten stellen Verpflichtungen für den Dürr-Konzern dar, dem Kunden die vertraglich vereinbarten Leistungen zu übertragen, wenn hierfür bereits Zahlungen seitens des Kunden geleistet wurden oder ein fälliger Anspruch besteht. Dabei handelt es sich um Aufträge, bei denen erhaltene oder fällige Kundenzahlungen den angearbeiteten Projektstand übersteigen. Typischerweise werden im Maschinen- und Anlagenbau regelmäßige Abschlagszahlungen gemäß Projektfortschritt vereinbart. Zumeist ist bereits vor Beginn der Arbeiten eine Kundenzahlung fällig. Dies führt dazu, dass im Laufe der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Projekte seitens der Kunden vorfinanziert werden. Während des Projekts werden weitere Zahlungen in Rechnung gestellt, diese orientieren sich an den erreichten Projektmeilensteinen. Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine nennenswerten Abweichungen zu diesem typischen Verhältnis zwischen Leistungserbringung und Kundenzahlung. Dies spiegelt sich im Ausweis des Saldos als vertragliche Verbindlichkeit wider. Im Vorjahr beeinflusste die Akquisition der Megtec/Universal-Gesellschaften die vertraglichen Vermögenswerte in Höhe von 19.149 Tsd. € und die vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von 16.622 Tsd. €. Davon abgesehen gab es keine signifikanten Änderungen bei den Salden aus vertraglichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
30. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
31. ANLEIHE, SCHULDSCHEINDARLEHEN UND ÜBRIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Unter diesen Positionen werden alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen.
3.64 - VERBINDLICHKEITEN AUS L&L
| Tsd. € | Summe | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus L&L | 478.327 | 478.087 | 240 | 240 | - |
| (2018) | (501.835) | (500.868) | (967) | (927) | (40) |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 684 | 684 | - | - | - |
| (2018) | (535) | (535) | (-) | (-) | (-) |
| 31. Dezember 2019 | 479.011 | 478.771 | 240 | 240 | - |
| (31. Dezember 2018) | (502.370) | (501.403) | (967) | (927) | (40) |
3.65 - FINANZVERBINDLICHKEITEN
| Tsd. € | Summe | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Anleihe | 299.186 | - | 299.186 | 299.186 | - |
| (2018) | (298.597) | (-) | (298.597) | (298.597) | (-) |
| Schuldscheindarlehen | 499.056 | - | 499.056 | 274.489 | 224.567 |
| (2018) | (299.361) | (-) | (299.361) | (199.574) | (99.787) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 366 | 366 | - | - | - |
| (2018) | (1.002) | (1.002) | (-) | (-) | (-) |
| Leasingverbindlichkeiten | 107.101 | 27.554 | 79.547 | 54.196 | 25.351 |
| (2018 - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17)) | (7.182) | (1.907) | (5.275) | (4.532) | (743) |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.358 | 10.125 | 7.233 | 7.233 | - |
| (2018) | (17.139) | (9.587) | (7.552) | (7.552) | (-) |
| 31. Dezember 2019 | 923.067 | 38.045 | 885.022 | 635.104 | 249.918 |
| (31. Dezember 2018) | (623.281) | (12.496) | (610.785) | (510.255) | (100.530) |
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten Darlehen von Mitarbeitern deutscher HOMAG-Group-Gesellschaften und Verbindlichkeiten für abgegrenzte Zinsen für die Anleihe und die Schuldscheindarlehen.
Finanzierung des Konzerns
Anleihe
Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221%. Die Auszahlung an den Dürr-Konzern und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating.
Schuldscheindarlehen
Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von der Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität. Am 19. Juni 2019 hat der Dürr-Konzern ein Sustainability-Schuldscheindarlehen über 200.000 Tsd. € platziert. Dabei ist die Verzinsung zum Teil an das Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns gekoppelt. Der durchschnittliche Zinssatz für das Schuldscheindarlehen beträgt 0,84% p. a. Die Mittel flossen der Dürr AG am 4. Juli 2019 zu und verteilen sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sechs, acht und zehn Jahren. Das Schuldscheindarlehen stärkt die Liquidität und wird für die langfristige Unternehmensfinanzierung eingesetzt.# 3.66 - KREDIT- UND AVALLINIEN
Zudem dient das Schuldscheindarlehen als frühzeitige Anschlussfinanzierung für die im Jahr 2021 auslaufende Unternehmensanleihe.
Syndizierter Kredit
Als Teil ihrer nachhaltigkeitsorientierten Refinanzierung hat die Dürr AG am 25. Juli 2019 einen syndizierten Kredit über 750.000 Tsd. € abgeschlossen und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens am 7. August 2019 den bestehenden syndizierten Kredit aus dem Jahr 2014 vorzeitig abgelöst. Der neue syndizierte Kredit teilt sich auf in eine Barlinie über 500.000 Tsd. € und eine Avallinie über 250.000 Tsd. €. Dem Kreditkonsortium gehören 13 Banken aus Europa, Asien und den USA an. Die Koordination des Konsortiums liegt bei BNP Paribas S.A., Commerzbank AG, Deutsche Bank AG und UniCredit Bank AG. Die Verzinsung des neuen Kredits hängt unter anderem vom Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns ab. Bei der Koppelung des Zinssatzes an das von der Agentur EcoVadis erstellte Nachhaltigkeitsrating sinkt oder steigt der Zinssatz, je nachdem wie sich bestimmte Nachhaltigkeitskriterien entwickeln. Berücksichtigt werden zum Beispiel Ökologiekennzahlen wie CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch sowie faire Arbeitsbeziehungen und Bedingungen bei Lieferanten. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen. Der neue Kredit vergrößert den finanziellen Spielraum des Dürr-Konzerns. Er dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung (Barlinie) und der Absicherung üblicher Verpflichtungen aus dem Maschinen- und Anlagenbau gegenüber Dritten (Avallinie). Die Laufzeit ist bis zum 25. Juli 2024 vereinbart, kann aber mit Zustimmung der Banken zwei Mal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Den im Jahr 2014 arrangierten Konsortialkredit (250.000 Tsd. € Barlinie, 215.000 Tsd. € Avallinie), der 2021 fällig gewesen wäre, hat die Dürr AG ohne Vorfälligkeitsgebühren am 7. August 2019 zurückgeführt. Das Bankenkonsortium bestand aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltete keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und diente zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgte in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge.
Kredit- und Avallinien
Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 174.360 Tsd. € (Vorjahr: 153.707 Tsd. €) in Anspruch genommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Barlinie in Höhe von bis zu 89.000 Tsd. € temporär als Avallinie zu nutzen. Die Barlinien der syndizierten Kredite der Dürr AG wurden in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich bestehen bei verschiedenen Kreditinstituten und Versicherungen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 4.144 Tsd. € (nutzbar zur Betriebsmittelfinanzierung oder Avalinanspruchnahme), Avallinien in Höhe von 720.570 Tsd. € sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Kreditlinien. Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der zur Verfügung stehenden Kredit- und Avallinien | 1.474.900 | 1.072.095 |
| Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Kredite/Avale | 476.728 | 317.288 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 237.658 | 152.175 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 239.070 | 165.113 |
Leasingverbindlichkeiten
Im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 106.657 Tsd. € erfasst. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die Leasingverbindlichkeiten 107.101 Tsd. €. Im Vorjahr waren die Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von 7.182 Tsd. € in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse liegen überwiegend zwischen einem Jahr und zehn Jahren, in Einzelfällen laufen die Verträge länger als 15 Jahre. Mögliche zukünftige Mittelabflüsse in Höhe von 32.573 Tsd. € sind nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten, da die Ausübung von Verlängerungsoptionen nicht als hinreichend sicher bewertet ist. Variable Leasingzahlungen in Höhe von 242 Tsd. € wurden erfolgswirksam erfasst. In geringem Umfang enthalten die Verträge Preisanpassungsklauseln, die auf Verbraucherpreisindizes basieren. Daraus resultierende mögliche Anpassungen der Leasingraten werden nicht in der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt.
32. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Verpflichtungen aus Optionen in Höhe von 176.085 Tsd. € (Vorjahr: 176.958 Tsd. €) betreffen die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Darüber hinaus betreffen die Optionen Geschäftsanteile in Höhe von 33.189 Tsd. € (Vorjahr: 37.239 Tsd. €), die sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befinden.
3.67 - SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
| Summe | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig | |
|---|---|---|---|---|---|
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3.744 | 3.680 | 64 | 64 | - |
| (2018) | (7.573) | (7.232) | (341) | (341) | (-) |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 90.291 | 88.450 | 1.841 | 1.841 | - |
| (2018) | (97.619) | (94.407) | (3.212) | (3.212) | (-) |
| Verpflichtungen aus Optionen | 210.884 | 207.834 | 3.050 | 3.050 | - |
| (2018) | (214.767) | (213.543) | (1.224) | (1.224) | (-) |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 552 | 552 | - | - | - |
| (2018) | (9.532) | (9.532) | - | - | (-) |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 20.709 | 19.374 | 1.335 | 1.335 | - |
| (2018) | (24.473) | (22.984) | (1.489) | (1.459) | (30) |
| 31. Dezember 2019 | 326.180 | 319.890 | 6.290 | 6.290 | - |
| (31. Dezember 2018) | (353.964) | (347.698) | (6.266) | (6.236) | (30) |
33. ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN
3.68 - ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN
| Summe | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig | |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerverbindlichkeiten, die nicht Ertragsteuern betreffen | 38.454 | 38.449 | 5 | 5 | - |
| (2018) | (62.361) | (62.357) | (4) | (4) | (-) |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.118 | 8.118 | - | - | - |
| (2018) | (8.085) | (8.085) | - | - | (-) |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 64.102 | 63.922 | 180 | 180 | - |
| (2018) | (60.989) | (60.561) | 428 | 202 | (226) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.355 | 8.286 | 69 | 69 | - |
| (2018) | (11.469) | (11.290) | 179 | 179 | (-) |
| 31. Dezember 2019 | 119.029 | 118.775 | 254 | 254 | - |
| (31. Dezember 2018) | (142.904) | (142.293) | (611) | (385) | (226) |
34. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG
Für die Mitglieder des Vorstands der Dürr AG und des obersten Führungskreises des Dürr-Konzerns existiert ein langfristiges aktienbasiertes Incentive-Programm (Long Term Incentive - LTI). Die Ausgestaltung erfolgt in Tranchen, die jedes Jahr herausgegeben werden und jeweils eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die Auszahlungen erfolgen nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit jeweils im Anschluss an die darauffolgende Hauptversammlung. Gemäß dem Programm erhalten die Berechtigten eine individuell festgelegte Anzahl virtueller Dürr-Aktien (Performance Share Units). Zum 31. Dezember 2019 betrug die Anzahl der ausgegebenen virtuellen Aktien 239.250 Stück (Vorjahr: 254.250 Stück). Am Ende der Laufzeit des Incentive-Programms erfolgt eine Barvergütung der erworbenen Ansprüche. Die Vergütung ermittelt sich aus der Anzahl der virtuellen Aktien, dem geglätteten Stichtagsaktienkurs (Aktienkurs-Multiplikator) und einem EBIT-Multiplikator gemäß der erzielten durchschnittlichen EBIT-Marge während der Laufzeit. Für den EBIT-Multiplikator besteht eine Höchstgrenze. Ein maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) ist individuell festgelegt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 1.722 Tsd. € (Vorjahr: 849 Tsd. €) als Aufwendungen für das LTI-Programm in den Verwaltungskosten erfasst. Der in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passivierte Betrag belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 4.392 Tsd. € (Vorjahr: 5.302 Tsd. €).
35. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien
Aus Tabelle 3.69 sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IFRS 9, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
3.69 - BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN
| Wertansatz Tsd. € | Buchwert 31.12.2019 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) | Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) | |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 662.024 | 662.024 | |||
| Forderungen aus L&L gegen Dritte | 582.323 | 582.323 | |||
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 3.754 | 3.754 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 12.653 | - | 3.306 | 9.347 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 209.340 | 189.833 | 19.507 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 630 | - | 630 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.177 | - | 2.820 | 357 | |
| PASSIVA | |||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 479.011 | 479.011 | |||
| Anleihe | 299.186 | 299.186 | |||
| Schuldscheindarlehen | 499.056 | 499.056 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 366 | 366 | |||
| Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) | 107.101 | 107.101 | |||
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.358 | 17.358 | |||
| Verpflichtungen aus Optionen | 210.884 | 176.085 | 33.189 | 1.610 | |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 552 | - | 552 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 111.000 | 111.000 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.059 | - | 1.059 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.685 | - | 2.141 | 544 | |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.437.934 | 1.437.934 | |||
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3.306 | - | 3.306 | - | |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 630 | - | - | - | 630 |
| Finanzinvestitionen in |
| Wertansatz Tsd. € | Buchwert 31.12.2018 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) | Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) |
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 655.042 | 655.042 | - | - |
| Forderungen aus L&L gegen Dritte | 593.644 | 593.644 | - | - |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 9.380 | 9.380 | - | - |
| Übrige Finanzanlagen | 10.186 | - | 2.306 | 7.880 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 53.043 | 33.531 | - | 19.512 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 623 | - | - | 623 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.068 | - | 2.163 | 905 |
| PASSIVA | ||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 502.370 | 502.370 | - | - |
| Anleihe | 298.597 | 298.597 | - | - |
| Schuldscheindarlehen | 299.361 | 299.361 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.002 | 1.002 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17) | 1 | 7.182 | - | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.139 | 17.139 | - | - |
| Verpflichtungen aus Optionen | 214.767 | 176.958 | 37.239 | 570 |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 9.532 | - | - | 9.532 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 122.092 | 122.092 | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.124 | - | - | 1.124 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 6.449 | - | 4.775 | 1.674 |
1 Die Leasingverbindlichkeiten werden nach IFRS 16 (Vorjahr: IAS 17) bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Bewertungskategorien nach IFRS 9.
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9
| Tsd. € | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) | Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.291.597 | 1.291.597 | - | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 2.306 | - | 2.306 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 628 | - | - | 628 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 27.387 | - | - | 27.387 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.424.701 | 1.417.519 | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 48.465 | - | 37.239 | 11.226 |
1 Die Leasingverbindlichkeiten werden nach IFRS 16 (Vorjahr: IAS 17) bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Bewertungskategorien nach IFRS 9.
Um die Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt:
* notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
* andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2)
* Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3)
Die vom Dürr-Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchie-Stufen auf:
3.70 - ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIE-STUFEN
Fair-Value-Hierarchie Tsd. € 31.12.2019
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
|---|---|---|---|
| AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL | |||
| Übrige Finanzanlagen | 3.306 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.820 | - | 2.820 |
| AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM | |||
| Übrige Finanzanlagen | 9.347 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 19.507 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 630 | - | 630 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 357 | - | 357 |
| PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL | |||
| Verpflichtungen aus Optionen | 33.189 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.141 | - | 2.141 |
| PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM | |||
| Verpflichtungen aus Optionen | 1.610 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 552 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.059 | - | 1.059 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 544 | - | 544 |
Fair-Value-Hierarchie Tsd. € 31.12.2018
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
|---|---|---|---|
| AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL | |||
| Übrige Finanzanlagen | 2.306 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.163 | - | 2.163 |
| AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM | |||
| Übrige Finanzanlagen | 7.880 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 19.512 | 5 | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 623 | - | 623 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 905 | - | 905 |
| PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL | |||
| Verpflichtungen aus Optionen | 37.239 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.775 | - | 4.775 |
| PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM | |||
| Verpflichtungen aus Optionen | 570 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 9.532 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.124 | - | 1.124 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.674 | - | 1.674 |
Zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfolgt die Beurteilung, ob es zu Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen oder Bewertungskategorien gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2019 fanden keine Umgliederungen zwischen den Fair-Value-Hierarchie-Stufen oder Bewertungskategorien statt.
Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum 31. Dezember 2019 im Bestand befindlichen Finanzinstrumente der Stufen 1, 2 und 3 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:
3.71 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASST
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.467 | -478 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2.507 | 1.492 |
IM EIGENKAPITAL ERFASST
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente | 1.246 | 2.171 |
3.72 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASST | ||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 50 | -87 |
| Verpflichtungen aus Optionen | -1.040 | 1.129 |
| Derivative Finanzinstrumente | -2.600 | -2.792 |
| IM EIGENKAPITAL ERFASST | ||
| Verpflichtungen aus Optionen | 4.050 | -761 |
| Derivative Finanzinstrumente | -568 | -3.650 |
3.73 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERMÖGENSWERTEN
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Stand 31. Dezember Vorjahr | 29.693 | 19.507 |
| Anpassung IFRS 9 | - | 10.795 |
| Stand 1. Januar | 29.693 | 30.302 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | -132 |
| Währungsdifferenz | - | 1 |
| Zugänge | 1.000 | - |
| Abgänge | - | - |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 1.467 | -478 |
| Stand 31. Dezember | 32.160 | 29.693 |
Durch die Einführung des IFRS 9 wurden sonstige Beteiligungen und nicht konsolidierte Konzerngesellschaften in die Kategorie zum beizulegenden Zeitwert umgebucht und im Eröffnungsbilanzwert berücksichtigt. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Vermögenswerte wurden erfolgswirksam im Beteiligungsergebnis berücksichtigt.
3.74 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERBINDLICHKEITEN
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Stand 31. Dezember Vorjahr | 47.341 | 44.957 |
| Anpassung IFRS 9 | - | 1.699 |
| Stand 1. Januar | 47.341 | 46.656 |
| Zugänge | - | 1.196 |
| Abgänge | -8.930 | -230 |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | -3.060 | -281 |
| Stand 31. Dezember | 35.351 | 47.341 |
Bewertungstechniken
Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet. Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die der Dürr-Konzern von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für den Konzern abzuleiten.
3.75 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINVESTITIONEN IN EIGENKAPITALINSTRUMENTE UND OPTIONEN
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Sensitivitätsanalyse | Buchwert | Sensitivitätsanalyse | |
| +10 % | -10 % | +10 % | ||
| ADAMOS GmbH | 3.000 | 3.215 | 2.652 | 2.000 |
| HOMAG eSolution GmbH - Option | 1.440 | 1.297 | 1.584 | 1.196 |
| Parker Engineering Co., Ltd. | 9.347 | 10.032 | 8.661 | 7.880 |
| SBS Ecoclean GmbH | 19.507 | 19.507 | 19.507 | 19.507 |
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen, bedingten Kaufpreisraten und übrigen Finanzanlagen basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Daten. Dazu zählen vor allem historische Ergebnisse, bilanzielle Daten und zukunftsgerichtete Planungsdaten der jeweiligen Gesellschaft, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeiten abhängt. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte berechnet sich aus den vertraglichen Vereinbarungen eines Verkaufspreises und einer fixen Zinskomponente. Die Annahmen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen.
Sensitivitäten Stufe 3
Der beizulegende Zeitwert der ADAMOS GmbH beruht maßgeblich auf den erwarteten Free Cashflows der kommenden Jahre. Die Bewertung der Option für den Erwerb der weiteren Anteile der HOMAG eSolution GmbH basiert auf dem ausschüttungsfähigen Kapital der zukünftigen Jahre bis 2021 und dem verzinsten Kaufpreis. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Parker Engineering Co., Ltd.basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich am anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft und würde bei einer unterstellten Änderung um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten entsprechend schwanken. Im Rahmen der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing in 2017 erhielt der Dürr-Konzern eine 15-%-Beteiligung an der Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland. Der Käufer, die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., hat die Option ausgeübt, die restlichen 15 % der Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH vom Dürr-Konzern zu übernehmen. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 15-%-Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH geht der Konzern im Moment nicht davon aus, dass ergebnisabhängige Vertragsklauseln, die den Wert positiv beeinflussen können, zur Anwendung kommen. Von im Bestand befindlichen Beteiligungen sind im Geschäftsjahr 2019 Dividenden in Höhe von 132 Tsd. € erfasst worden.
3.76 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN
Tabelle 3.76 zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Tsd. € | |||
| Beizulegender | Buchwert | Beizulegender | Buchwert | |
| Zeitwert | Zeitwert | |||
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 662.024 | 662.024 | 655.042 | 655.042 |
| Forderungen aus L&L gegen Dritte | 582.323 | 582.323 | 593.644 | 593.644 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 3.754 | 3.754 | 9.380 | 9.380 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 189.833 | 189.833 | 33.531 | 33.531 |
| PASSIVA | ||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 479.011 | 479.011 | 502.370 | 502.370 |
| Anleihe | 308.820 | 299.186 | 314.250 | 298.597 |
| Schuldscheindarlehen | 510.048 | 499.056 | 298.445 | 299.361 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 366 | 366 | 1.002 | 1.002 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.358 | 17.358 | 17.139 | 17.139 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | 7.619 | 7.182 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 182.531 | 176.085 | 180.857 | 176.958 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 111.000 | 111.000 | 122.092 | 122.092 |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.437.934 | 1.437.934 | 1.291.597 | 1.291.597 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.609.134 | 1.582.062 | 1.436.155 | 1.417.519 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus L&L, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus L&L, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit -mit Ausnahme der Anleihe, der Schuldscheindarlehen und der Verpflichtungen aus Optionen -kaum vom Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 31. Dezember 2019 notierte die Anleihe mit 102,94% (Vorjahr: 104,75 %), was einem Marktwert von 308.820 Tsd. € (Vorjahr: 314.250 Tsd. €) entspricht. Der beizulegende Zeitwert der Schuldscheindarlehen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (2018) (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermittelt sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag mit laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssätzen. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verpflichtungen aus Optionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) handelt es sich um im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Die erwartete Laufzeit des Spruchverfahrens sowie die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung determinieren die Bewertung der Option. Die Laufzeit des Spruchverfahrens wird unverändert zum Vorjahr eingeschätzt. Aufgrund eines erstinstanzlichen, nicht rechtskräftigen Urteils des Landgerichts Stuttgarts wurde die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung von 1,01 € auf 1,03 € netto und die erwartete Höhe der Barabfindung von 31,56 € auf 31,58 € angehoben. Der beizulegende Zeitwert wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der Barabfindung einschließlich Ausgleichszahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung und einem laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssatz basiert. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert ergibt sich aus dem Umstand, dass der beizulegende Zeitwert Veränderungen des tatsächlichen Zinsumfelds berücksichtigt, während der für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten verwendete Diskontierungszinssatz über die Laufzeit zumeist unverändert bleibt.
3.77 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2019
| Tsd. € | |
|---|---|
| aus der Folgebewertung | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.852 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.467 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -28.970 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Summe | -24.118 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -1.903 |
| Summe | -436 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Währungsumrechnung | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -5.544 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -79 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Summe | -5.623 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Wertberichtigung aus Abgang | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 6.250 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Summe | 6.250 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Nettoergebnis | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -645 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.467 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -29.049 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 8.930 |
| Summe | -15.642 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Nettoergebnis | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.913 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.467 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -29.049 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 8.930 |
| Summe | -8.739 |
3.78 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2018
| Tsd. € | |
|---|---|
| aus der Folgebewertung | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 5.899 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 52 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -25.019 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -87 |
| Summe | -19.155 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -751 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.129 |
| Summe | -100 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Währungsumrechnung | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -3.096 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 10 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Summe | -3.086 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Wertberichtigung aus Abgang | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -1.907 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - |
| Summe | -1.907 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Nettoergebnis | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -177 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -699 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -25.009 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.042 |
| Summe | -24.425 |
| Tsd. € | |
|---|---|
| Nettoergebnis | |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 3.820 |
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -1.450 |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | -478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -25.009 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 1.042 |
| Summe | -22.075 |
Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen
Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es dem Dürr-Konzern im Fall einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen.
3.79 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN
| Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte | 3.807 | 3.691 |
| Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | - | - |
| Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | 3.807 | 3.691 |
| Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden | -2.263 | -2.972 |
| Nettobetrag | 1.544 | 719 |
3.80 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN
| Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten | 3.744 | 7.573 |
| Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | - | - |
| Nettobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | 3.744 | 7.573 |
| Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden | -2.263 | -2.972 |
| Nettobetrag | 1.481 | 4.601 |
Verpfändungen
Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 2.077 Tsd. € (Vorjahr: 2.348 Tsd. €) überwiegend als Barhinterlegungen verpfändet.
36. ERLÄUTERUNG DER KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr 2019 verändert haben, und gibt somit Auskunft über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Die gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" erstellte Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Die nach IFRS 9 zu treffende Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in der Kapitalflussrechnung in den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen herausgerechnet. Aufgrund gesetzlicher Kapitalverkehrsbeschränkungen -hauptsächlich in einigen asiatischen Ländern -ist ein Betrag von 88.702 Tsd. € (Vorjahr: 190.331 Tsd. €) eingeschränkt verfügbar.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.Dem Ergebnis vor Ertragsteuern werden die Ertragsteuerzahlungen hinzugerechnet, zudem wird es um das Zinsergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt. Letztere umfassen unter anderem die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen. Um auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überzuleiten, werden Veränderungen von Bilanzpositionen, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, berücksichtigt. Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen werden herausgerechnet. Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva in der Konzern-Kapitalflussrechnung stimmen daher nicht notwendigerweise mit den Veränderungen der betreffenden Positionen in der Konzernbilanz überein. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht um im Zinsergebnis oder Beteiligungsergebnis enthaltene Abschreibungen reduziert (Vorjahr: 478 Tsd. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Effekte in Höhe von 22.046 Tsd. € aus Forfaitierungen und vorfristiger Erfüllung von Akkreditiven (Vorjahr: 24.888 Tsd. €).
3.81 - SONSTIGE NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus bedingten Kaufpreisraten | 50 | -87 |
| Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - | 61 |
| Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Beteiligungen | 427 | -827 |
| Währungseffekte und Sonstiges | 1.227 | 1.218 |
| Summe | 1.704 | 365 |
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus Zahlungsmittelabflüssen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte, der Anlage freier flüssiger Mittel sowie Akquisitionen. Die Zahlungsmittelabflüsse für den Erwerb von Sachanlagen teilen sich auf in 21.194 Tsd. € (Vorjahr: 19.472 Tsd. €) für Erweiterungsinvestitionen und 31.008 Tsd. € (Vorjahr: 28.937 Tsd. €) für Ersatzinvestitionen. Zuflüsse an Zahlungsmitteln entstehen durch den Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie durch erhaltene Zinsen. Aus der Anlage freier flüssiger Mittel in Termingelder resultieren Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 159.382 Tsd. € (Vorjahr: Zuflüsse in Höhe von 138.287 Tsd. €). Im Rahmen der bilanziellen Erfassung der Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 wird im Cashflow aus Investitionstätigkeit nur ein Zahlungsmittelabfluss für geleistete An- oder Vorauszahlungen sowie für Anschaffungsnebenkosten gezeigt, da der Zugang der Nutzungsrechte bis auf die obigen Ausnahmen nicht mit einem Zahlungsmittelabfluss verbunden ist. Gleiches galt im Vorjahr bei Abschluss oder Verlängerung von Finanzierungs-Leasingverträgen. Die Zahlungen für die Leasingverhältnisse werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt. In der Position Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel ist im Geschäftsjahr der Kaufpreis für den Asset Deal in der Türkei enthalten. Bei dieser Transaktion erhielt der Dürr-Konzern keine flüssigen Mittel. Im Vorjahr waren im Kaufpreis für Megtec/ Universal in Höhe von 125.340 Tsd. € flüssige Mittel in Höhe von 19.567 Tsd. € enthalten.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Er enthält Dividenden und Auszahlungen an Aktionäre und Inhaber nicht beherrschender Anteile, geleistete Zinszahlungen für die Anleihe, die Schuldscheindarlehen und die sonstigen Finanzierungstätigkeiten. Auch Tilgungen für im Rahmen von Leasingverträgen passivierte Verbindlichkeiten und weitere langfristige Darlehen werden erfasst. In der Position "Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten" werden unter anderem Zu- und Abflüsse aus Kontokorrentkrediten zusammengefasst. Am 4. Juli 2019 flossen dem Dürr-Konzern flüssige Mittel aus dem Sustainability-Schuldscheindarlehen nach Abzug der Transaktionskosten in Höhe von 199.565 Tsd.€. Im Geschäftsjahr 2019 flossen 8.750 Tsd. € für den Erwerb der restlichen 25% der Anteile an der Benz GmbH Werkzeugsysteme und ihrer Tochtergesellschaft ab. Im Vorjahr erwarb der Dürr-Konzern weitere Anteile an der HOMAG Group AG. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 34.802 Tsd. €. Der Zahlungsmittelabfluss für die weiteren Anteile war gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in der Position "Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen" enthalten, da die Gesellschaften bereits zuvor vollständig in den Dürr-Konzern einbezogen wurden. In den geleisteten Zinsausgaben ist die Zahlung der Garantiedividende an die außenstehenden HOMAG-Aktionäre enthalten, da der Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags dazu geführt hat, dass die außenstehenden Aktionäre im Rahmen der IFRS bilanziell nicht als Inhaber nicht beherrschender Anteile angesehen werden. Zinszahlungen aus Leasingverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2019 betrugen 3.039 Tsd. €. Gemäß den Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" werden in der Überleitungsrechnung in Tabelle 3.82 die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten dargestellt. Diese sind als die Verbindlichkeiten definiert, deren Zahlungsmittel- und -abflüsse in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Dazu zählen unter anderem die Verbindlichkeiten zum Erwerb nicht beherrschender Anteile. Ebenfalls aufgeführt werden die Vermögenswerte, die der Sicherung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten dienen. Der Konzern verfügt über nicht genutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 998.172 Tsd. € (Vorjahr: 754.807 Tsd. €). Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung. Nähere Informationen zur Finanzierung des Konzerns können unter Textziffer 31 entnommen werden. Eine Aufgliederung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit nach den Divisions des Dürr-Konzerns enthält -> Textziffer 37. Eine wirtschaftliche Erläuterung der Kapitalflussrechnung enthält das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" im zusammengefassten Lagebericht.
3.82 - VERÄNDERUNGEN DER VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSAKTIVITÄTEN
| Tsd. € | Zahlungsunwirksam | Buchwert zum 1. Januar | Zahlungswirksam | Währungsdifferenz | Änderungen Konsolidierungskreis | Zugang | Veränderungen beizulegender Zeitwerte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihe | 298.597 | - | - | - | - | - | |
| (2018) | (298.027) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) |
| Schuldscheindarlehen | 299.361 | 199.565 | - | - | - | - | |
| (2018) | (299.258) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) |
| Leasingverbindlichkeiten | 113.839 | -27.431 | 930 | - | 23.192 | - | |
| (2018 - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17)) | (5.810) | (-1.056) | (-26) | (45) | (2.507) | (-) | (-) |
| Verbindlichkeiten aus Optionen | 155.848 | -3.497 | - | - | - | -1.004 | |
| (2018) | (153.787) | (-3.497) | (-) | (-) | (-) | (1.196) | (4.362) |
| Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen für nicht beherrschende Anteile | 9.177 | -8.750 | - | - | - | - | |
| (2018) | (9.090) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) | (87) |
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung | 9.313 | -9.125 | - | - | 10.122 | - | |
| (2018) | (9.363) | (-9.092) | (-) | (-) | (-) | (9.244) | (-) |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 8.828 | -1.178 | 4 | - | - | - | |
| (2018) | (10.137) | (-1.284) | (-25) | (-) | (-) | (-) | (-) |
| Summe 2019 | 894.963 | 149.584 | 934 | - | 33.314 | -1.004 | |
| (Summe 2018) | (785.472) | (14.929) | (51) | (45) | (12.947) | (4.449) |
| Tsd. € | Sonstige Veränderungen | Buchwert zum 31. Dezember |
|---|---|---|
| Anleihe | 589 | 299.186 |
| (2018) | (570) | (298.597) |
| Schuldscheindarlehen | 130 | 499.056 |
| (2018) | (103) | (299.361) |
| Leasingverbindlichkeiten | -3.429 | 107.101 |
| (2018 - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17)) | (-98) | (7.182) |
| Verbindlichkeiten aus Optionen | - | 151.347 |
| (2018) | (-) | (155.848) |
| Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen für nicht beherrschende Anteile | - | 427 |
| (2018) | (-) | (9.177) |
| Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung | -240 | 10.070 |
| (2018) | (-202) | (9.313) |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | - | 7.654 |
| (2018) | (-) | (8.828) |
| Summe 2019 | -2.950 | 1.074.841 |
| (Summe 2018) | (373) | (788.306) |
37. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen. Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 31. Dezember 2019 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und fünf operativ tätigen Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen.
- Paint and Final Assembly Systems plant und baut Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie.
- Application Technology entwickelt und produziert Produkte und Systeme für den automatisierten Auftrag von Lack, Dicht- und Klebstoffen.
- Clean Technology Systems ist vor allem auf Abluftreinigungssysteme spezialisiert.
- Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Prüf-, Befüll- und Montagetechnik.
- Woodworking Machinery and Systems entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung.
Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Holdings Dürr AG und Dürr Technologies GmbH sowie die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten der einzelnen Divisions enthält das Kapitel "Der Konzern im Überblick" im zusammengefassten Lagebericht. Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip).
3.83 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
| Tsd. |
| :--- |# SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Tsd. €
| Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Clean Technology Systems | Measuring and Process Systems | Woodworking Machinery and Systems | Summe Segmente | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | ||||||
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.174.728 | 448.636 | 324.514 | 261.450 | 249.681 | 2.459.009 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 69.032 | 144.201 | 70.813 | 144.460 | 1.029.466 | 1.457.972 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | - | - | - | 4.510 | - | 4.510 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 2.037 | 4.707 | 1.466 | 3.797 | 223 | 12.230 |
| Summe Umsatzerlöse | 1.245.797 | 597.544 | 396.793 | 414.217 | 1.279.370 | 3.933.721 |
| davon aus Service-Geschäft | 346.362 | 222.771 | 132.644 | 136.307 | 287.055 | 1.125.139 |
| EBIT | 61.857 | 57.088 | 12.122 | 38.616 | 37.404 | 207.087 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | - | - | - | 2.162 | 4.040 | 6.202 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -22.402 | 21.443 | 18.787 | 48.160 | 131.462 | 197.450 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -9.685 | -12.379 | -92.202 | -11.844 | -32.658 | -158.768 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -50.652 | -27.071 | 92.933 | -35.307 | -95.853 | -115.950 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -22.377 | -13.549 | -13.056 | -11.862 | -48.599 | -109.443 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | 1.477 | 307 | 2.236 | -1.684 | -144 | 2.192 |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten | 2.887 | 3.043 | 84 | 3.738 | 17.255 | 27.007 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 20.784 | 9.292 | 3.589 | 14.295 | 25.524 | 73.484 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | - | - | - | 20.680 | 16.983 | 37.663 |
| Vermögen (zum 31. Dezember) | 702.535 | 540.224 | 408.866 | 442.576 | 897.344 | 2.991.545 |
| Schulden (zum 31. Dezember) | 625.912 | 240.754 | 177.101 | 187.311 | 484.125 | 1.715.203 |
| Beschäftigte (zum 31. Dezember) | 3.634 | 2.306 | 1.418 | 2.293 | 6.569 | 16.220 |
scroll Tsd. €
Überleitung1 Dürr-Konzern 2019
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 2.459.009 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.457.992 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | 4.510 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -12.230 |
| Summe Umsatzerlöse | 3.921.511 |
| davon aus Service-Geschäft | 1.118.612 |
| EBIT | 195.895 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 6.202 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 171.900 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -231.755 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 60.765 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -112.788 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | 2.352 |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten | 28.145 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 75.394 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 37.663 |
| Vermögen (zum 31. Dezember) | 2.898.692 |
| Schulden (zum 31. Dezember) | 1.893.363 |
| Beschäftigte (zum 31. Dezember) | 16.493 |
1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit Kunden betreffen das Corporate Center.
3.83 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
scroll Tsd. €
| Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Clean Technology Systems¹ | Measuring and Process Systems | Woodworking Machinery and Systems | Summe Segmente | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | ||||||
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.178.864 | 487.111 | 204.428 | 292.467 | 240.674 | 2.403.544 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 56.808 | 165.450 | 22.272 | 159.686 | 1.057.663 | 1.461.879 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | - | - | - | 4.362 | - | 4.362 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 1.222 | 6.797 | 1.655 | 3.905 | 217 | 13.796 |
| Summe Umsatzerlöse | 1.236.894 | 659.358 | 228.355 | 460.420 | 1.298.554 | 3.883.581 |
| davon aus Service-Geschäft | 351.124 | 224.548 | 57.445 | 135.994 | 276.524 | 1.045.635 |
| EBIT | 55.964 | 67.958 | -14.973 | 59.735 | 86.231 | 254.915 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | - | - | - | 2.005 | 4.839 | 6.844 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 116.964 | 13.419 | 9.478 | 31.308 | 45.401 | 216.570 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -3.910 | -8.209 | -110.824 | -4.510 | -35.736 | -163.189 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 3.238 | -4.524 | 120.646 | -21.541 | -20.138 | 77.681 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -14.427 | -11.403 | -6.110 | -8.244 | -38.947 | -79.131 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | - | - | -10.421 | - | -362 | -10.783 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | 223 | -42 | 607 | 590 | -777 | 601 |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten | 3.023 | 2.641 | 50.301 | 1.733 | 12.437 | 70.135 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 5.419 | 9.110 | 1.842 | 4.821 | 28.829 | 50.021 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | - | - | - | 19.720 | 15.998 | 35.718 |
| Vermögen (zum 31. Dezember) | 600.956 | 547.771 | 319.075 | 438.085 | 919.974 | 2.825.861 |
| Schulden (zum 31. Dezember) | 613.316 | 283.758 | 171.773 | 178.940 | 446.165 | 1.693.952 |
| Beschäftigte (zum 31. Dezember) | 3.472 | 2.246 | 1.472 | 2.279 | 6.593 | 16.062 |
1 Die bei Clean Technology Systems ausgewiesenen Werte enthalten die Werte der Megtec/Universal-Gesellschaften ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 5. Oktober 2018 unter Berücksichtigung der Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten.
scroll Tsd. €
Überleitung2 Dürr-Konzern 2018
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 2.403.544 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.461.910 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | 4.362 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -13.796 |
| Summe Umsatzerlöse | 3.869.816 |
| davon aus Service-Geschäft | 1.039.036 |
| EBIT | 233.501 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 6.844 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 162.274 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -30.149 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -134.041 |
| Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -82.586 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -10.783 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | -490 |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten | 72.582 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 50.916 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 35.718 |
| Vermögen (zum 31. Dezember) | 2.825.544 |
| Schulden (zum 31. Dezember) | 1.872.048 |
| Beschäftigte (zum 31. Dezember) | 16.312 |
2 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit Kunden betreffen das Corporate Center.
Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung. Die Umsatzerlöse und das EBIT jeder der fünf Divisions werden vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden für jede Division gemäß IFRS 15 bilanziert und in zeitraum- beziehungsweise zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aufgeteilt. Lediglich die Division Woodworking Machinery and Systems erfasst Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden größtenteils zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs, was mit dem hohen Standardisierungsgrad der Maschinen und damit einhergehendem möglichen Alternativnutzen zusammenhängt. Alle anderen Divisions erzielen ihre Umsatzerlöse aufgrund ihrer Vertragsgegebenheiten überwiegend über einen Zeitraum.
3.84 - ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS
Tsd. €
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| EBIT der Segmente | 207.087 | 254.915 |
| EBIT Corporate Center | -11.055 | -22.830 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -137 | 1.416 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 195.895 | 233.501 |
| Beteiligungsergebnis | 6.398 | 7.117 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.793 | 6.570 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -33.368 | -27.508 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 174.718 | 219.680 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -44.893 | -56.175 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 129.825 | 163.505 |
Tsd. €
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 2.991.545 | 2.825.861 |
| Vermögen Corporate Center | 1.024.498 | 982.100 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -1.117.351 | -982.417 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 662.024 | 655.042 |
| Termingelder | 159.926 | 544 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 19.507 | 19.507 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 37.663 | 35.718 |
| Ertragsteuerforderungen | 46.634 | 28.151 |
| Latente Steueransprüche | 57.887 | 49.893 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 3.882.333 | 3.614.399 |
| Segmentschulden | 1.715.203 | 1.693.952 |
| Schulden Corporate Center | 210.292 | 208.053 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -32.132 | -29.957 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 798.242 | 597.958 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17) | - | 7.182 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 17.724 | 18.141 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 48.467 | 34.970 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 81.151 | 91.949 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns | 2.838.947 | 2.622.248 |
1 Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, die Zugänge zu Sachanlagen, die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und Finanzierungstätigkeit sowie das Segmentvermögen und die Segmentschulden nur eingeschränkt mit den Vorjahresangaben vergleichbar. Innerkonzernliche Leasingverhältnisse werden nicht bilanziert, sondern als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst.
Regionale Aufteilung -> Tabelle 3.85
In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standorts des Projekts beziehungsweise des Lieferstandorts zugewiesen. Die Vermögenswerte des Konzerns werden auf der Grundlage des Standorts der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die diese Vermögenswerte ausweist.Sie beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen. Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die Umsatzerlöse in den USA 674.856 Tsd. € (Vorjahr: 626.387 Tsd. €). Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2019 6,95% (Vorjahr: 9,02%) der konsolidierten Umsatzerlöse erzielt. Die Anteile der zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 5,32% (Vorjahr: 4,33%) und 5,28% (Vorjahr: 3,35%). Die Umsatzerlöse mit diesen Kunden entfielen auf alle Divisions, abgesehen vom drittgrößten Kunden, mit dem keine Umsatzerlöse in der Division Woodworking Machinery and Systems erwirtschaftet wurden. Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie unter einheitlicher Kontrolle stehen, werden als ein Kunde betrachtet.
- TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen dem Dürr-Konzern und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dürr AG können -> Textziffer 42 entnommen werden. Nahestehende Parteien beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns sowie Unternehmen, für die die Dürr AG ein assoziiertes Unternehmen darstellt.
3.85 - Regionale Aufteilung
| Tsd. € | Deutschland | Sonstige europäische Länder | Nord-/zentralamerikanische Länder | Südamerika | China | Sonstige asiatische Länder/ Afrika/ Australien |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | ||||||
| Umsatzerlöse mit Kunden | 668.709 | 1.073.954 | 968.989 | 84.867 | 726.253 | 398.739 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 38.108 | 17.244 | 4.625 | 504 | 7.537 | 7.376 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dez.) | 709.210 | 221.038 | 181.989 | 11.343 | 76.937 | 28.245 |
| Beschäftigte (zum 31. Dez.) | 8.181 | 2.617 | 2.028 | 354 | 2.064 | 1.249 |
| 2018 | ||||||
| Umsatzerlöse mit Kunden | 609.412 | 1.184.449 | 826.096 | 86.309 | 823.343 | 340.207 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 37.550 | 4.937 | 3.657 | 558 | 2.186 | 2.028 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dez.) | 690.967 | 190.891 | 177.154 | 11.377 | 54.720 | 17.738 |
| Beschäftigte (zum 31. Dez.) | 8.152 | 2.567 | 2.027 | 341 | 2.081 | 1.144 |
| Tsd. € | Dürr-Konzern |
|---|---|
| 2019 | |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 3.921.511 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 75.394 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dez.) | 1.228.762 |
| Beschäftigte (zum 31. Dez.) | 16.493 |
| 2018 | |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 3.869.816 |
| Zugänge zu Sachanlagen | 50.916 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dez.) | 1.142.847 |
| Beschäftigte (zum 31. Dez.) | 16.312 |
Im Geschäftsjahr 2019 bestanden zwischen dem Dürr-Konzern und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 108.089 Tsd. € (Vorjahr: 176.429 Tsd. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus dem regulären Projektgeschäft und entfielen hauptsächlich auf die Homag China Golden Field Limited. Zum 31. Dezember 2019 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 5.620 Tsd. € (Vorjahr: 6.211 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.811 Tsd. € (Vorjahr: 4.559 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 17.606 Tsd. € (Vorjahr: 30.102 Tsd. €) von nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.
- HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften | 9.315 | 9.225 |
| Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 72 | 72 |
| Sonstige | 313 | 702 |
| Gesamt | 9.700 | 9.999 |
Der Dürr-Konzern geht davon aus, dass aus den Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
- SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 5.165 Tsd. € (Vorjahr: 11.221 Tsd. €). Im Vorjahr waren im Wesentlichen Verpflichtungen für die Erweiterung eines Standorts in Polen enthalten. Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang. Leasingverträge werden seit dem 1. Januar 2019 gemäß den Regelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" bilanziert. Zum 31. Dezember 2019 bestanden im Dürr-Konzern Verpflichtungen für Leasingverhältnisse, die der Dürr-Konzern eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, in Höhe von 2.264 Tsd. €. Die Verpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse betrugen zum 31. Dezember 2019 1.963 Tsd. €.
Miet- und Leasingverträge (Vorjahr)
Im Vorjahr bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Einrichtungen, Büroräume und Fahrzeuge.
3.87 - Nominalwerte der künftigen Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge
| Tsd. € | 31.12.2018 |
|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 31.200 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 52.474 |
| Über fünf Jahre | 19.681 |
| Gesamt | 103.355 |
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen in Höhe von 36.599 Tsd. € für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die künftigen Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 7.654 Tsd. €. Für weitere Vorjahresangaben zu den Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird auf Textziffern 31 und 41 verwiesen.
- RISIKOMANAGEMENT UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Der Konzern betreibt Geschäfte in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Im Geschäftsjahr 2019 hatten diese Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Der Dürr-Konzern kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten einschließlich Fragen der Produkthaftung verwickelt werden. Gegenwärtig bestehen nach Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf das Geschäft des Konzerns und seine Finanzlage keine wesentlichen Risiken dieser Art. Erwartete Prozesskosten wurden zurückgestellt. Der Konzern ist grundsätzlich finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Darunter fallen insbesondere Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Die Regelungen für die konzernweite Risikopolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns sind im Kapitel "Risikobericht" im zusammengefassten Lagebericht enthalten.
Bonitäts- oder Ausfallrisiko
Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit, dass Geschäftspartner bei einem Geschäft mit einem originären oder derivativen Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste entstehen können. Für eine nach IFRS 9 zu bildende Risikovorsorge werden zunächst die Kreditrisiken der einzelnen Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Bei der Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt eine diversifizierte Analyse der Schuldner. Für die Analyse werden unter anderem Informationen über den Zahlungsverzug und aktuelle Informationen des Marktes, wie beispielsweise Credit Default Swaps, Zukunftseinschätzungen des Managements und externe Ratingeinschätzungen, herangezogen. Dazu werden die jeweiligen Schuldner gemessen am Volumen der Geschäftsbeziehung in bedeutende und weniger bedeutende Schuldner eingeteilt. Da die wirtschaftliche Entwicklung des Dürr-Konzerns in hohem Maße von der Investitionsbereitschaft der Automobilbranche abhängt, werden beispielsweise einige Automobilhersteller als bedeutende Schuldner eingestuft. Im Geschäft mit diesen Schuldnern erwirtschaftet der Dürr-Konzern trotz ihrer überschaubaren Anzahl einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse. Im vereinfachten Ansatz werden diese Informationen verarbeitet und daraus Risikovorsorgesätze abgeleitet. Diese werden konzernweit als Wertminderungsmatrizen angewendet. Im allgemeinen Ansatz berechnen sich die Risikovorsorgesätze für bedeutende Schuldner auf individueller Basis. Jedoch werden bei weniger bedeutenden Schuldnern Cluster gebildet, um die Risikovorsorgesätze zu berechnen. Die Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste bezieht sich im Wesentlichen auf drei Risikoparameter: Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote bei Ausfall und die tatsächliche Inanspruchnahme bei Ausfall. Die berechnete Höhe der Risikovorsorgesätze bewegt sich je nach Schuldner und Überfälligkeit im Bereich zwischen nahe 0 % und 2,5%. Die Kreditrisiken und die damit verbundenen Risikovorsorgesätze werden regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden bei Neukunden Bonitätsanalysen durchgeführt, Bestandskunden werden laufend anhand ihres Zahlungsverhaltens analysiert. Darüber hinaus analysiert der Konzern bei bestimmten Kundengruppen, bei denen ein erhöhtes Ausfallrisiko auftreten könnte, öffentlich zugängliche Marktinformationen sowie Veröffentlichungen. Zur weiteren Limitierung des Ausfallrisikos werden im Dürr-Konzern entsprechende Zahlungsbedingungen sowie Kreditversicherungen wie Akkreditive, Warenkreditversicherungen und Bundesdeckungen eingesetzt. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert der finanziellen Vermögenswerte ersichtlich. Weitere Erläuterungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sind unter -> Textziffer 7 zu finden.
3.88 - Vor Ausfall gesicherte Forderungen
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Akkreditive | 8.241 | 21.583 |
| Warenkreditversicherungen | 3.156 | 1.130 |
| Gesamt | 11.397 | 22.713 |
Bei der Anlage von liquiden Mitteln, Investitionen im Rahmen des Financial Asset Managements sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten im Zusammenhang mit Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute und Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Der Dürr-Konzern steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten.# Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel, Investitionen des aktiven Asset Managements oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig.
Konzentration des Geschäfts auf wenige Kunden
Durch die Konzentration einzelner Divisionen auf die Automobilbranche besteht ein großer Teil der Forderungen des Konzerns gegenüber vergleichsweise wenigen Automobilherstellern.
Diese Forderungen sind in der Regel nicht durch Bankbürgschaften oder sonstige Sicherheiten besichert.
Zum 31. Dezember 2019 entfielen 27,9 % (Vorjahr: 30,6 %) der Forderungen aus L&L auf zehn Kunden.
Trotz der Verteilung des Geschäfts auf verhältnismäßig wenige Kunden sieht der Dürr-Konzern aufgrund der Konzernstruktur seiner Kunden mit internationalen Tochterunternehmen keine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern beziehungsweise Schuldnergruppen.
Durch die verschiedenen Divisions mit unterschiedlichen Kundenstrukturen ist die Kundendiversifikation des Konzerns im Vergleich zu anderen Automobilzulieferern als hoch zu bewerten.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu einem angemessenen Preis zu erfüllen.
Die Liquiditätsversorgung wird durch vorhandene Finanzmittelbestände sowie dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien sichergestellt.
Sie wird durch eine auf einen Planungshorizont von 18 Monaten ausgerichtete Liquiditätsplanung und eine kurzfristige Liquiditätsvorschau überwacht und gesteuert.
Darüber hinaus führt der Einsatz von länderübergreifenden Cash-Pooling-Strukturen durch eine Liquiditätskonzentration zu einer verbesserten Bilanzstruktur, zu reduzierten Fremdfinanzierungsvolumina und dadurch zu einem verbesserten Finanzergebnis.
Gleichzeitig ergibt sich eine erhöhte Transparenz der Liquiditätssituation.
Zudem werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Mittelbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt.
Am 25. Juli 2019 schloss die Dürr AG einen neuen syndizierten Kredit ab, mit dessen Inkrafttreten am 7. August 2019 der bestehende syndizierte Kredit aus dem Jahr 2014 abgelöst wurde.
Der neue syndizierte Kredit der Dürr AG läuft bis zum 25. Juli 2024 und kann zwei Mal um jeweils ein Jahr auf Wunsch des Dürr-Konzerns verlängert werden.
Für weitere Informationen wird auf Textziffer 31 verwiesen.
Daneben bestehen finanzielle Garantien in Höhe von 2.674 Tsd. € (Vorjahr: 2.703 Tsd. €).
Diese wurden im Rahmen von Absatzfinanzierungen gegenüber Kunden ausgegeben.
Der Konzern geht im Moment nicht davon aus, dass sich daraus wesentliche Zahlungsmittelabflüsse ergeben werden.
Tabelle 3.89 zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten.
Währungsrisiko
Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft existieren beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden.
Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsflüsse des Konzerns beeinflussen.
Fremdwährungsrisiken, die die Zahlungsflüsse des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt, die Risiken, die aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung Euro resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert.
Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem Zahlungsmittelzufluss und -abfluss erwarteter Einkaufs- und Verkaufstransaktionen wurden Devisentermingeschäfte mit ursprünglichen Laufzeiten von bis zu 84 Monaten (Vorjahr: 84 Monate) abgeschlossen.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen.
Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden.
Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Dürr-Konzern Finanzinstrumente besitzt.
3.89 - ZINS- UND TILGUNGSZAHLUNGEN FÜR FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
| Cashflows Tsd. € | Buchwert 31.12.2019 | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 479.011 | 478.771 | 240 | 240 | - |
| Anleihe | 299.186 | 8.625 | 308.625 | 308.625 | - |
| Schuldscheindarlehen | 499.056 | 6.165 | 526.933 | 295.015 | 231.918 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 366 | 366 | - | - | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.358 | 10.125 | 7.233 | 7.233 | - |
| Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) | 107.101 | 30.179 | 88.543 | 60.263 | 28.280 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 210.884 | 207.834 | 1 | 3.050 | 3.050 |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 552 | 552 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 111.000 | 107.824 | 3.176 | 3.176 | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.059 | 1.039 | 20 | 20 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.685 | 2.641 | 44 | 44 | - |
| Cashflows Tsd. € | Buchwert 31.12.2018 | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 502.370 | 501.403 | 967 | 927 | 40 |
| Anleihe | 298.597 | 8.625 | 317.250 | 317.250 | - |
| Schuldscheindarlehen | 299.361 | 4.478 | 321.744 | 215.744 | 106.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.002 | 1.002 | - | - | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.139 | 9.587 | 7.552 | 7.552 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (IAS 17) | 7.182 | 2.120 | 5.534 | 4.783 | 751 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 214.767 | 213.543 | 1 | 1.224 | 1.224 |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 9.532 | 9.532 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 122.092 | 117.391 | 4.701 | 4.671 | 30 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.124 | 1.112 | 12 | 12 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 6.449 | 6.120 | 329 | 329 | - |
1 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betreffen überwiegend die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeit. Die erwarteten Cashflows wurden als kurzfristig eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 7 verwiesen.
Wesentliche originäre monetäre Posten, aus denen Währungsrisiken für den Konzern bestehen, sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus L&L sowie vertragliche Vermögenswerte.
Originäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, werden in der Regel durch derivative Finanzinstrumente gesichert, die als Fair Value Hedges bilanziert werden.
Hierbei wird sowohl die Veränderung des originären Finanzinstruments als auch die Wertänderung des derivativen Finanzinstruments erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.
Des Weiteren bestehen Währungsrisiken durch den Einsatz von Derivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind.
Kursänderungen der Währungen, die diesen Geschäften zugrunde liegen, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte.
Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für den Dürr-Konzern wesentlichen Währungspaare betrachtet.
Hierbei wurden eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung des Euro um 10 % zu US-Dollar, chinesischem Renminbi, britischem Pfund, polnischem Zloty sowie eine Auf- beziehungsweise Abwertung des US-Dollars zu mexikanischem Peso und koreanischem Won angenommen.
3.90 - ERGEBNISEFFEKTE AUF GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND EIGEN KAPITAL
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung | Effekt auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital | Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung | Effekt auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital |
| EUR/CNY | ||||
| EUR +10 % | 6.569 | -509 | -1.739 | 2.657 |
| EUR -10 % | -8.007 | 683 | 2.166 | -3.185 |
| EUR/GBP | ||||
| EUR +10 % | 1.204 | 511 | 248 | 371 |
| EUR -10 % | -1.427 | -616 | -293 | -446 |
| EUR/PLN | ||||
| EUR +10 % | -1.992 | -1.312 | 785 | -1.052 |
| EUR -10 % | 2.480 | 1.622 | -926 | 1.308 |
| EUR/USD | ||||
| EUR +10 % | -371 | 7.006 | -445 | 4.834 |
| EUR -10 % | 504 | -8.434 | 609 | -5.852 |
| USD/KRW | ||||
| USD +10 % | -1 | 1.138 | 9 | 517 |
| USD -10 % | 9 | -1.675 | -12 | -758 |
| USD/MXN | ||||
| USD +10 % | -1.820 | -2.564 | 1.421 | -1.980 |
| USD -10 % | 2.117 | 3.284 | -1.899 | 2.442 |
| # Zinsrisiko | ||||
| # Zinsrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. | ||||
| # Zinsschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsergebnisses sowie der Bilanzwerte der verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. | ||||
| # Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der variablen Tranchen des im Jahr 2016 abgeschlossenen Schuldscheindarlehens hat der Konzern Zinsswaps mit einem Nominalwert von 100 Mio. € abgeschlossen. | ||||
| # Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Swaps ausgeglichen. | ||||
| # Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. | ||||
| # Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. | ||||
| # Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu keiner Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals geführt.# 3.91 - UMFANG UND ZEITWERT DER FINANZINSTRUMENTE |
| Nominalwert | Positiver Marktwert | Negativer Marktwert |
|---|---|---|
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges | 100.000 | 100.000 |
| Devisenterminkontrakte | 480.921 | 488.146 |
| davon in Verbindung mit Cashflow Hedges | 139.741 | 135.818 |
| davon in Verbindung mit Fair Value Hedges | 39.508 | 67.526 |
| davon ohne Hedge-Beziehung | 301.672 | 284.802 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts zur Erfassung von Ineffektivitäten |
|---|
| Tsd. € |
| Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges |
| Devisenterminkontrakte |
| davon in Verbindung mit Cashflow Hedges |
| davon in Verbindung mit Fair Value Hedges |
| davon ohne Hedge-Beziehung |
Der Konzern verwendet Finanzderivate zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinssatzänderungen auf Zahlungsströme sowie von Änderungen des Zeitwerts der Forderungen und Verbindlichkeiten. Durch die Absicherung kann die Höhe des erwarteten Mittelzuflusses/-abflusses in der funktionalen Währung bereits im Vorhinein abgeschätzt werden. Dafür werden grundsätzlich alle Zahlungen vollständig gesichert, bei denen ein wesentliches wirtschaftliches Risiko aus Wechselkursänderungen beziehungsweise Zinssatzänderungen besteht. Für den Fall, dass die Geschäftspartner (Kreditinstitute) bei den Finanzinstrumenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, trägt der Dürr-Konzern das Wiedereindeckungsrisiko. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen Termingeschäfte, ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts und auf die Absicherung von Darlehen begrenzt. Bei der Sicherung des operativen Geschäfts werden die derivativen Absicherungsinstrumente auf Grundlage interner Abschätzung von Projektverläufen und Zahlungszeitpunkten abgeschlossen. Um die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen sicherzustellen, werden regelmäßig verschiedene Ausstattungsmerkmale/Parameter, wie erwarteter Zahlungszeitpunkt und -volumen, zwischen Grundgeschäft und entsprechendem Sicherungsgeschäft überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eventuell auftretende Ineffektivitäten können sich beispielsweise aus unterschiedlichen Kreditrisiken und Verschiebungen in der Auftragsabwicklung ergeben. Eingegangene Sicherungsbeziehungen werden jedoch hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während des gesamten Zeitraums, für den die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Alle Finanzderivate sowie ihre jeweiligen Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Im Wesentlichen sind die Grundgeschäfte in folgenden Bilanzpositionen enthalten: Forderungen und Verbindlichkeiten aus L&L, vertragliche Vermögenswerte, Dividendenzahlungen und die Zinsabsicherung für das Schuldscheindarlehen aus dem Jahr 2016. Weder aus den Sicherungsbeziehungen aus Cashflow Hedges noch aus Fair Value Hedges ergaben sich im Berichtszeitraum wesentliche Ineffektivitäten. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte verlaufen daher gegenläufig zu den Entwicklungen der Derivate.
3.92 - NOMINALWERTE VON SICHERUNGSINSTRUMENTEN
| Tsd. € | Summe | Kurzfristig | Zwischensumme | Mittelfristig | Langfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges | 100.000 | 100.000 | - | - | - |
| (2018) | (100.000) | (100.000) | (-) | (100.000) | (-) |
| Devisenterminkontrakte | 480.921 | 460.519 | 20.402 | 20.402 | - |
| (2018) | (488.146) | (455.782) | (32.364) | (32.364) | (-) |
| davon in Verbindung mit Cashflow Hedges | 139.741 | 132.582 | 7.159 | 7.159 | - |
| (2018) | (135.818) | (127.088) | (8.730) | (8.730) | (-) |
| davon in Verbindung mit Fair Value Hedges | 39.508 | 39.508 | - | - | - |
| (2018) | (67.526) | (67.526) | (-) | (-) | (-) |
| davon ohne Hedge-Beziehung | 301.672 | 288.429 | 13.243 | 13.243 | - |
| (2018) | (284.802) | (261.168) | (23.634) | (23.634) | (-) |
Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos. Ebenfalls ist eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt wird, enthalten. In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.
3.93 - DURCHSCHNITTSKURSE UND -ZINSEN ABGESCHLOSSENER DEVISENTERMINGESCHÄFTE FÜR WESENTLICHE WÄHRUNGSPAARE UND ZINSSICHERUNGEN
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | |
|---|---|---|
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Zinssicherung | 1,2675 % | 1,2675 % |
| EUR/CNY | 7,9819 | 8,1032 |
| EUR/GBP | 0,8675 | 0,8952 |
| EUR/PLN | 4,3157 | 4,3326 |
| EUR/USD | 1,1348 | 1,1876 |
| USD/KRW | 1.166,7827 | 1.081,7207 |
| USD/MXN | 19,7195 | 20,4610 |
Bilanzierung und Ausweis von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting Währungssicherungskontrakte, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cashflows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden als Cashflow Hedge bilanziert. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Hedgeeffektiven Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion (Grundgeschäft) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten, in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen oder im Zinsergebnis erfasst.
3.94 - ANGABEN VON DEVISENTERMINKONTRAKTEN IM RAHMEN VON CASHFLOW HEDGES
| Tsd. € | Zinsswaps | Devisenterminkontrakte |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts | 108 | 323 |
| Sicherungsrücklage | -56 | -271 |
| Umgliederung aus der Sicherungsrücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| ergebniswirksame Grundgeschäfte | -214 | -181 |
| nicht mehr erwartete Grundgeschäfte | - | - |
3.95 - ANGABEN VON DEVISENTERMINKONTRAKTEN IM RAHMEN VON FAIR VALUE HEDGES
| Tsd. € | Vermögenswerte | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Buchwert der Grundgeschäfte | 16.609 | 15.769 |
| Kumulierter Betrag sicherungsbedingter Anpassung | 96 | -11 |
| Bilanzposition | Forderungen aus L&L | Forderungen aus L&L |
Die Wertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte entsprechen dem kumulierten Betrag der sicherungsbedingten Anpassung.
3.96 - ÜBERLEITUNG SICHERUNGSRÜCKLAGE IM EIGENKAPITAL
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Stand 1.Januar | -2.788 | 575 |
| Währungsdifferenz | -7 | -23 |
| Zugänge und Wertänderungen | 5.241 | -2.856 |
| Umbuchung in andere Bilanzpositionen | -298 | -477 |
| Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung | -1.742 | -7 |
| davon Umsatzerlöse | -309 | - |
| Umsatzkosten | -1.650 | -183 |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 3 | - |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | - | -5 |
| Zinsertrag | 214 | 181 |
| Stand 31. Dezember | 406 | -2.788 |
Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich auf Basis der Ermittlungsmethoden keine wesentlichen Unwirksamkeiten für die Absicherung von Fair Value Hedges und Cashflow Hedges. Etwaige Unwirksamkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen beziehungsweise den Umsatzkosten erfasst. Im Umgliederungsbetrag waren keine wesentlichen Ergebnisse enthalten, bei denen das Grundgeschäft nicht mehr erwartet wurde.Die im Geschäftsjahr 2020 erwarteten Ergebnisauswirkungen (vor Steuern) aus den zum Bilanzstichtag im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Werten betragen 354 Tsd. €. In den darauffolgenden Geschäftsjahren werden kumulierte Ergebnisauswirkungen von 52 Tsd. € erwartet. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Optionen zur Absicherung verwendet, bei Devisentermingeschäften wurde nicht zwischen Termin- und Kassaelement getrennt. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Anforderungen an ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
42. WEITERE ANGABEN
Deutscher Corporate Governance Kodex/ Erklärung nach § 161 AktG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 10. Dezember 2019 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. Weitere Angaben sind dem zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.
Beschäftigtenzahl
Die Anzahl der Mitarbeiter im Dürr-Konzern stellte sich zum 31. Dezember 2019 und im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2019 entsprechend den -> Tabellen 3.97 und 3.98 dar.
3.97 - BESCHÄFTIGTE ZUM STICHTAG
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 7.726 | 7.750 |
| Angestellte | 7.731 | 7.610 |
| Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige | 15.457 | 15.360 |
| Praktikanten/Auszubildende/Übrige | 1.036 | 952 |
| Mitarbeiter gesamt | 16.493 | 16.312 |
3.98 - BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 7.732 | 7.393 |
| Angestellte | 7.711 | 7.230 |
| Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige | 15.443 | 14.623 |
| Praktikanten/Auszubildende/Übrige | 1.020 | 970 |
| Mitarbeiter gesamt | 16.463 | 15.593 |
Honorarvolumen des Konzernabschlussprüfers
Tabelle 3.99 zeigt das im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
3.99 - HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 1.540 | 1.503 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 48 | 29 |
| Steuerberatungsleistungen | 288 | 224 |
| Sonstige Leistungen | 15 | 52 |
| Summe | 1.891 | 1.808 |
Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse der Dürr AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen. In den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen sind Honorare für freiwillige Jahresabschlussprüfungen in Höhe von 144 Tsd. € (Vorjahr: 88 Tsd. €) enthalten. Die Honorare für Nichtprüfungsleistungen betreffen freiwillige Abschlussprüfungen, sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 495 Tsd. € (Vorjahr: 393 Tsd. €).
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Während die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie zunächst vor allem China betrafen, greift die Krise seit Anfang März zunehmend auch auf Europa und Amerika über. Aus heutiger Perspektive erscheint es möglich, dass der Dürr-Konzern die bisher im Zuge der Corona-Krise angefallenen Einbußen im weiteren Jahresverlauf im Wesentlichen aufholen kann. Für das Geschäftsjahr 2020 werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. Allerdings haben die wirtschaftlichen Risiken infolge der Corona-Krise zuletzt deutlich zugenommen. Finanzvorstand Carlo Crosetto ist mit dem Ende seines Dienstvertrags am 29. Februar 2020 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand im Februar 2020 beschlossen, die variablen Tranchen (100.000 Tsd. €) des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens im April 2020 vorzeitig abzulösen und zu refinanzieren, um die Konzernfinanzierung hinsichtlich Zinsaufwand und Laufzeiten weiter zu optimieren. Zwischen dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres und dem 18. März 2020 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.
Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019
Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2019 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG wurden in der Vorstandssitzung am 18. März 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und werden voraussichtlich am 20. März 2020 mit dem Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht.
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Ralf W. Dieter
Vorsitzender des Vorstands
Kommissarischer Finanzvorstand (seit 01.03.2020)
* Carl Schenck AG, Darmstadt¹ (Vorsitzender)
* Dürr Systems AG, Stuttgart¹ (Vorsitzender)
* HOMAG Group AG, Schopfloch¹,² (Vorsitzender)
* iTAC Software AG, Montabaur¹ (Vorsitzender)
* Körber AG, Hamburg
* Schuler AG, Göppingen²
* Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China¹ (Supervisor) (bis 10.07.2019)
Dr. Jochen Weyrauch
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands (seit 01.01.2020)
* Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China¹ (Supervisor) (seit 11.07.2019)
Carlo Crosetto
(bis 29.02.2020)
Finanzvorstand
* Carl Schenck AG, Darmstadt¹ (bis 29.02.2020)
* Dürr Systems AG, Stuttgart¹ (bis 29.02.2020)
* HOMAG Group AG, Schopfloch¹,² (bis 29.02.2020)
Pekka Paasivaara
Mitglied des Vorstands (seit 01.01.2019)
* Deutsche Messe AG, Hannover (seit 01.01.2019)
* Stiles Machinery, Inc., Grand Rapids, Michigan, USA¹ (Vorsitzender)
¹ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
² Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
³ Konzernmandat
⁴ börsennotiert
Die Mitglieder des Vorstands erhielten die in -> Tabelle 3.100 ausgewiesene Vergütung.
3.100 - VORSTANDSVERGÜTUNG
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Kurzfristige fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) | 4.629 | 4.394 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 885 | 868 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 1.593 | 1.475 |
| Summe | 7.107 | 6.737 |
An frühere Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2019 Pensionsbezüge in Höhe von 554 Tsd. € (Vorjahr: 550 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen zum 31. Dezember 2019 1.776 Tsd. € (Vorjahr: 604 Tsd. €). Die Bezüge umfassen den Vorstand der Dürr AG. Die Heinz Dürr GmbH gewährte dem Vorstandsvorsitzenden zudem im Geschäftsjahr 2019 eine Vergütung als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste in Höhe von 15.000 Tsd. €. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Abschnitt "Vergütungsbericht" des zusammengefassten Lageberichts dargestellt.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Karl-Heinz Streibich ¹, ⁴, ⁵
Aufsichtsrat, Frankfurt
Vorsitzender
* Deutsche Telekom AG, Bonn⁶
* Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München⁶ (seit 30.04.2019)
* Siemens Healthineers AG, München⁶
* WIT TENSTEIN SE, Igersheim (bis 31.03.2019)
Hayo Raich ¹, ³ , ⁴
Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Stv. Vorsitzender
* Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)
Richard Bauer ¹, ⁴, ⁵
Aufsichtsrat, Wentorf bei Hamburg
Weiterer Stv. Vorsitzender
* Körber AG, Hamburg (Vorsitzender)
Mirko Becker ² , ³
Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Dr. Rolf Breidenbach
Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt
Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr ² , ⁵
Professorin für medizinische Genetik an der Sorbonne Universite und dem ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle epiniere), Paris, Frankreich
Gerhard Federer ²
Selbstständiger Berater, Gengenbach
* HOMAG Group AG, Schopfloch⁶ (Weiterer Stv. Vorsitzender)
Carmen Hettich-Günther ³ , ⁴
Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der HOMAG Group AG, Schopfloch
Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der HOMAG GmbH, Schopfloch
* HOMAG GmbH, Schopfloch (Stv. Vorsitzende)
* HOMAG Group AG, Schopfloch⁶ (Stv. Vorsitzende)
Thomas Hohmann ³
Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart (bis 29.02.2020)
Kaufmännischer Leiter der Dürr Systems AG, Stuttgart (Division Application Technology) (seit 01.03.2020)
Dr. Anja Schuler
Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz
* HOMAG Group AG, Schopfloch⁶
Dr. Martin Schwarz-Kocher ² , ³
Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart
Dr. Astrid Ziegler ¹, ³
Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main
* Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz
Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats
¹ Mitglied Präsidium und Personalausschuss
² Mitglied Prüfungsausschuss
³ Vertreter der Arbeitnehmer
⁴ Mitglied Vermittlungsausschuss
⁵ Mitglied Nominierungsausschuss
⁶ börsennotiert
- Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
-> Tabelle 3.101 zeigt die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2019 nach Bestandteilen:
3.101 - AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG
| Grundvergütung | Vergütung Ausschussmitgliedschaft | Sitzungsgeld³ | Variable Vergütung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender | 120.000 | 15.000 | 11.000 | 40.500 | 186.500 |
| (2018) | (120.000) | (7.500) | (8.000) | (51.000) | (186.500) |
| Hayo Raich * ¹,² , Stellvertretender Vorsitzender | 63.000 | 5.000 | 11.600 | 20.250 | 99.850 |
| (2018) | (63.000) | (5.000) | (8.600) | (25.500) | (102.100) |
| Richard Bauer, Stellvertretender Vorsitzender | 60.000 | 5.000 | 7.000 | 20.250 | 92.250 |
| (2018) | (60.000) | (5.000) | (6.000) | (25.500) | (96.500) |
| Mirko Becker * ² | 40.000 | 10.000 | 11.000 | 13.500 | 74.500 |
| (2018) | (40.000) | (10.000) | (8.000) | (17.000) | (75.000) |
| Dr. Rolf Breidenbach | 40.000 | - | 6.000 | 13.500 | 59.500 |
| (2018) | (40.000) | (-) | (5.000) | (17.000) | (62.000) |
| Prof. Dr. Dr. | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Alexandra Dürr | 40.000 | 10.000 | 10.000 | 13.500 | 73.500 |
| Gerhard Federer | 55.000 | 49.500 | 32.000 | 13.500 | 150.000 |
| Carmen Hettich-Günther * 1,2 | 62.500 | 12.000 | 30.000 | 28.500 | 133.000 |
| Thomas Hohmann * | 40.000 | - | 6.000 | 13.500 | 59.500 |
| Dr. Anja Schuler 1 | 50.000 | 4.500 | 20.000 | 13.500 | 88.000 |
| Dr. Martin Schwarz-Kocher * 2 | 40.000 | 10.000 | 11.000 | 13.500 | 74.500 |
| Dr. Astrid Ziegler * 2 | 40.000 | 5.000 | 11.000 | 13.500 | 69.500 |
| Summe | 650.500 | 126.000 | 166.600 | 217.500 | 1.160.600 |
*Arbeitnehmervertreter
1 ebenfalls im Aufsichtsrat der Dürr Systems AG beziehungsweise HOMAG Group AG und HOMAG GmbH
2 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
3 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen
43. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE
3.102 - IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE INKLUSIVE NUTZUNGSRECHTE
| Tsd. € | Geschäfts- oder Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | Aktivierte Entwicklungskosten | Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Dürr-Konzern | |||||
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2018 | 396.551 | 291.191 | 85.239 | 22.057 | 795.038 |
| Währungsdifferenz | 1.137 | 202 | -11 | -7 | 1.321 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | 31.277 | - | - | 31.277 |
| Zugänge | 49.129 | 4.509 | 14.524 | 4.420 | 72.582 |
| Abgänge | - | -4.056 | -1.155 | -192 | -5.403 |
| Umgliederungen | - | 13.787 | 4.232 | -18.075 | -56 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2018 | 446.817 | 336.910 | 102.829 | 8.203 | 894.759 |
| Währungsdifferenz | 1.385 | 903 | -4 | 2 | 2.286 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | 963 | - | - | 963 |
| Zugänge | 958 | 4.559 | 18.974 | 3.654 | 28.145 |
| Abgänge | - | -1.903 | -514 | -552 | -2.969 |
| Umgliederungen | - | 3.583 | 681 | -4.264 | - |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | 449.160 | 345.015 | 121.966 | 7.043 | 923.184 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2018 | - | 149.078 | 51.910 | 1.344 | 202.332 |
| Währungsdifferenz | - | -2 | -9 | - | -11 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | 4 | - | - | 4 |
| Zugänge planmäßiger Abschreibungen | - | 25.495 | 9.892 | - | 35.387 |
| Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen | - | - | 10.670 | - | 10.670 |
| Abgänge | - | -3.842 | -1.123 | - | -4.965 |
| Umgliederungen | - | 143 | - | -143 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2018 | - | 170.876 | 71.340 | 1.201 | 243.417 |
| Währungsdifferenz | - | 240 | -2 | - | 238 |
| Zugänge planmäßiger Abschreibungen | - | 28.633 | 9.052 | - | 37.685 |
| Zuschreibung | - | - | -218 | - | -218 |
| Abgänge | - | -1.851 | -87 | - | -1.938 |
| Umgliederungen | - | -514 | 514 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | - | 197.384 | 80.599 | 1.201 | 279.184 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | 449.160 | 147.631 | 41.367 | 5.842 | 644.000 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 446.817 | 166.034 | 31.489 | 7.002 | 651.342 |
| Restbuchwerte zum 1. Januar 2018 | 396.551 | 142.113 | 33.329 | 20.713 | 592.706 |
3.103 - SACHANLAGEN INKLUSIVE NUTZUNGSRECHTE
| Tsd. € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dürr-Konzern | ||||||
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 1.Januar 2018 | 373.557 | 43.922 | 86.703 | 158.987 | 7.292 | 670.461 |
| Währungsdifferenz | 473 | - | -73 | 94 | 30 | 670 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 15.942 | - | 5.220 | 1.212 | 30 | 22.404 |
| Zugänge | 13.328 | 124 | 4.911 | 20.513 | 12.040 | 50.916 |
| Abgänge | -78 | -251 | -2.009 | -4.953 | -206 | -7.497 |
| Umgliederungen | 4.194 | - | 886 | 783 | -5.807 | 56 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2018 | 407.416 | 43.795 | 95.784 | 176.636 | 13.379 | 737.010 |
| Anpassung IFRS 16 | 158.010 | 5.499 | 1.002 | 22.838 | - | 187.349 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2019 | 565.426 | 49.294 | 96.786 | 199.474 | 13.379 | 924.359 |
| Währungsdifferenz | 3.545 | - | -492 | 1.207 | 57 | 5.301 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | - | 36 | - | - | 36 |
| Zugänge | 26.038 | 317 | 6.626 | 31.416 | 10.997 | 75.394 |
| Abgänge | -4.971 | -112 | -1.795 | -8.248 | -974 | -16.100 |
| Umgliederungen | 5.201 | - | 5.132 | 6.395 | -12.378 | 4.350 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | 595.239 | 49.499 | 107.277 | 230.244 | 11.081 | 993.340 |
3.103 - SACHANLAGEN INKLUSIVE NUTZUNGSRECHTE (Fortsetzung)
| Tsd. € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dürr-Konzern | ||||||
| Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2018 | 85.225 | 23.742 | 38.317 | 94.487 | 67 | 241.838 |
| Währungsdifferenz | -81 | - | 118 | 12 | - | 49 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | - | - | - | 49 | - | 49 |
| Zugänge planmäßiger Abschreibungen | 15.167 | 924 | 9.472 | 21.636 | - | 47.199 |
| Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen | - | - | 113 | - | - | 113 |
| Abgänge | -36 | -74 | -782 | -4.310 | -67 | -5.269 |
| Umgliederungen | 11 | - | -16 | 5 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2018 | 100.286 | 24.592 | 47.222 | 111.879 | - | 283.979 |
| Anpassung IFRS 16 | 82.618 | 3.528 | 362 | 8.058 | - | 94.566 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2019 | 182.904 | 28.120 | 47.584 | 119.937 | - | 378.545 |
| Währungsdifferenz | 1.300 | - | -182 | 705 | - | 2.187 |
| Zugänge planmäßiger Abschreibungen | 32.991 | 1.269 | 10.006 | 30.837 | - | 75.103 |
| Abgänge | -1.520 | -105 | -254 | -6.226 | - | -8.105 |
| Umgliederungen | - | - | -1.639 | 1.639 | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | 215.675 | 29.284 | 55.879 | 146.892 | - | 447.730 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | 379.564 | 20.215 | 51.398 | 83.352 | 11.081 | 545.610 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 307.130 | 19.203 | 48.562 | 64.757 | 13.379 | 453.031 |
| Restbuchwerte zum 1. Januar 2018 | 288.332 | 20.180 | 48.386 | 64.500 | 7.225 | 428.623 |
3.104 - FINANZANLAGEN
| Tsd. € | Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | Sonstige Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dürr-Konzern | ||||
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2018 | 30.772 | 11.526 | 602 | 42.900 |
| Währungsdifferenz | 2.489 | - | - | 2.489 |
| Zugänge | 2.457 | 1 | - | 2.458 |
| Abgänge | - | -187 | - | -187 |
| Wertänderung | - | -478 | - | -478 |
| Umgliederungen | - | -257 | - | -257 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2018 | 35.718 | 10.605 | 602 | 46.925 |
| Währungsdifferenz | 194 | -3 | - | 191 |
| Zugänge | 1.751 | 2.467 | - | 4.218 |
| Abgänge | - | 188 | - | 188 |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | 37.663 | 13.257 | 602 | 51.522 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2018 | 731 | 602 | - | 1.333 |
| Abgänge | - | -187 | - | -187 |
| Umgliederungen | - | -125 | - | -125 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2018 | - | 419 | 602 | 1.021 |
| Währungsdifferenz | - | -3 | - | -3 |
| Abgänge | - | 188 | - | 188 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | - | 604 | 602 | 1.206 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | 37.663 | 12.653 | - | 50.316 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 | 35.718 | 10.186 | - | 45.904 |
| Restbuchwerte zum 1. Januar 2018 | 30.772 | 10.795 | - | 41.567 |
44. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS
3.105 - AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS
| Name und Sitz | Anteil am Kapital in %* | Eigenkapital** in Tsd. € | Jahresergebnis** in Tsd. € |
|---|---|---|---|
| A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN | |||
| DEUTSCHLAND | |||
| BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal | 100,0 | 18.797 | 6.788 |
| Carl Schenck Aktiengesellschaft, Darmstadt | 100,0 | 94.960 | - |
| DUALIS GmbH IT Solution, Dresden | 100,0 | 290 | - |
| Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen | 100,0 | 5.981 | - |
| Dürr International GmbH, Stuttgart | 100,0 | 12.428 | - |
| Dürr IT Service GmbH, Stuttgart | 100,0 | 30 | - |
| Dürr Somac GmbH, Stollberg/Erzgeb. | 100,0 | 5.015 | - |
| Dürr Systems AG, Stuttgart | 100,0 | 217.343 | - |
| Dürr Technologies GmbH, Stuttgart | 100,0 | 304.408 | - |
| Dürr thermea GmbH, Bietigheim-Bissingen | 100,0 | 5.868 | 3.586 |
| HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgeb. | 100,0 | 15.488 | - |
| HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz | 100,0 | 40.021 | -564 |
| Homag eSolution GmbH, Schopfloch | 51,0 | 1.160 | 557 |
| HOMAG Finance GmbH, Schopfloch | 100,0 | 62.226 | 14.386 |
| HOMAG GmbH, Schopfloch | 100,0 | 86.546 | - |
| Homag Group AG, Schopfloch | 64,0 | 106.207 | - |
| HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo | 100,0 | 19.602 | - |
| HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw | 100,0 | 14.025 | - |
| iTAC Software AG, Montabaur | 100,0 | 11.093 | 4.470 |
| LOXEO GmbH, Stuttgart | 100,0 | 25 | - |
| Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach | 100,0 | 2.720 | - |
| Schenck Industrie-Beteiligungen GmbH, Darmstadt | 100,0 | 21.668 | 1.820 |
| Schenck RoTec GmbH, Darmstadt | 100,0 | 9.226 | - |
| SCHENCK TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH, Darmstadt | 100,0 | 12.540 | - |
| SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler | 100,0 | 15 | - |
| tapio GmbH, Nagold | 100,0 | 971 | - |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch | 100,0 | 11 | -2 |
| Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann | 75,9 | 7.840 | 5.582 |
| SONSTIGE EUROPÄISCHE LÄNDER | |||
| AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sonderborg/Dänemark | 100,0 | -2.246 | 1.354 |
| Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam/Niederlande | 100,0 | 867 | 175 |
| Carl Schenck spol. s r.o., Modrice/Tschechische Republik | 100,0 | 686 | 114 |
| CPM S.p.A., Beinasco/Italien | 51,0 | 21.997 | 6.350 |
| Datatechnic S.A.S., Uxegney/Frankreich | 100,0 | 8.846 | 654 |
| Duerr Cyplan Limited, Aldermaston/Großbritannien | 100,0 | 1.247 | -868 |
| Durr Limited, Warwick/Großbritannien | 100,0 | 11.043 | 2.336 |
| Dürr Poland Sp. z o.o., Radom/Polen | 100,0 | 17.060 | 2.909 |
| Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sazavou/Tschechische Republik | 100,0 | 4.687 | -40 |
| Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli/Türkei | 100,0 | 2.284 | 152 |
| Dürr Systems S.A.S., Guyancourt/Frankreich | 100,0 | 20.216 | 1.082 |
| Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian/Spanien | 100,0 | 10.055 | 5.037 |
| Dürr Systems spol. | |||
| Dürr Universal Europe Ltd., Hinckley/Großbritannien | 100,0 | 4.005 | -1.100 |
| Homag (Schweiz) AG, Höri/Schweiz | 100,0 | 4.099 | 2.540 |
| HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee/Österreich | 100,0 | 1.248 | 381 |
| HOMAG DANMARK A/S, Galten/Dänemark | 100,0 | 2.252 | 876 |
| HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valläs (Barcelona)/Spanien | 100,0 | 1.737 | 301 |
| HOMAG France S.A.S., Schiltigheim/Frankreich | 100,0 | 5.775 | 2.746 |
| HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv/Bulgarien | 100,0 | 873 | 151 |
| HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano/Italien | 100,0 | 4.487 | 1.372 |
| HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, LAmetlla del Valläs/Spanien | 100,0 | 5.748 | 2.481 |
| HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska/Polen | 100,0 | 27.763 | 3.392 |
| HOMAG Services Poland Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska/Polen | 100,0 | 1.680 | 83 |
| HOMAG U.K. LTD., Castle Donington/Großbritannien | 100,0 | 6.009 | 2.237 |
| MEGTEC Environmental Limited, Standish/Großbritannien | 100,0 | 1.730 | -2.230 |
| MEGTEC IEPG BV, Amsterdam/Niederlande | 100,0 | 25.095 | 3.618 |
| MEGTEC Systems AB, Göteborg/Schweden | 100,0 | 8.416 | -8 |
| MEGTEC Systems S.A.S., Lisses/Frankreich | 100,0 | 12.883 | -27 |
| Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate/Italien | 65,0 | 4.724 | -562 |
| OOO "Homag Russland", Moskau/Russland | 100,0 | 1.898 | 744 |
| OOO Dürr Systems RUS, Moskau/Russland | 100,0 | 1.763 | 1.319 |
| Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano/Italien | 100,0 | 410 | 7 |
| Schenck Limited, Warwick/Großbritannien | 100,0 | 2.274 | 478 |
| Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier/Frankreich | 100,0 | 8.564 | 3.000 |
| Stimas Engineering S.r.l., Turin/Italien | 51,0 | 118 | 6 |
| Verind S.p.A., Rodano/Italien | 50,0 | 7.162 | 987 |
NORDAMERIKA/ZENTRALAMERIKA
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina/USA | 100,0 | 1.660 | 259 |
| Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro/Mexiko | 100,0 | 17.858 | 5.140 |
| Dürr Inc., Southfield, Michigan/USA | 100,0 | 105.561 | -1.522 |
| Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin/USA | 100,0 | 27.686 | -2.920 |
| Durr MEGTEC LLC, De Pere, Wisconsin/USA | 100,0 | 61.805 | 1.985 |
| Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan/USA | 100,0 | 130.489 | 6.715 |
| Durr Universal Inc., Stoughton, Wisconsin/USA | 100,0 | 39.812 | 5.898 |
| Dürr Universal S. de R.L. de C.V., San Luis Potosi/Mexiko | 100,0 | 3.290 | 109 |
| HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario/Kanada | 100,0 | 4.560 | 1.094 |
| Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan/USA | 100,0 | -1.791 | -553 |
| MEGTEC Energy & Environmental LLC, De Pere, Wisconsin/USA | 100,0 | 3.137 | - |
| MEGTEC India Holdings LLC, De Pere, Wisconsin/USA | 100,0 | 2.778 | - |
| MEGTEC Systems Australia Inc., Wilmington, Delaware/USA | 100,0 | 757 | 5 |
| MEGTEC Turbosonic Inc., Waterloo/Kanada | 100,0 | 9.439 | 1.056 |
| MTS Asia Inc., De Pere, Wisconsin/USA | 100,0 | 9.064 | - |
| Schenck Corporation, Deer Park, New York/USA | 100,0 | 67.460 | 4.463 |
| Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko | 100,0 | 1.210 | 603 |
| SCHENCK USA CORP., Deer Park, New York/USA | 100,0 | 18.450 | 2.303 |
| STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan/USA | 100,0 | 30.164 | 18.729 |
| Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts/USA | 100,0 | 5.176 | 631 |
| Universal AET Holdings, LLC, Stoughton, Wisconsin/USA | 100,0 | - | - |
| Universal Silencer Mexico II LLC, Stoughton, Wisconsin/USA | 100,0 | 82 | - |
| Universal Silencer Mexico LLC, Stoughton, Wisconsin/USA | 100,0 | 8.166 | - |
SÜDAMERIKA
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba/Brasilien | 100,0 | 356 | 376 |
| CPM DO PERNAMBUCO MANUTENCÄO DE MAQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA., Goiana/Brasilien | 99,0 | 542 | 113 |
| Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien | 100,0 | 12.952 | 2.336 |
| HOMAG INDÜSTRIA E COMERCIO DE MAQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboao da Serra/Brasilien | 100,0 | 2.094 | 78 |
| Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100,0 | 30 | - |
| VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP | 100,0 | 892 | 111 |
AFRIKA/ASIEN/AUSTRALIEN
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100,0 | 782 | 221 |
| Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand | 100,0 | 2.939 | 265 |
| Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika | 100,0 | 4.285 | 2.722 |
| Dürr India Private Limited, Chennai/Indien | 100,0 | 7.871 | 3.405 |
| Dürr Japan K.K., Tokio/Japan | 100,0 | -723 | 11 |
| Dürr Korea Inc., Seoul/Südkorea | 100,0 | 24.291 | 1.273 |
| Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai/V. R. China | 100,0 | 83.068 | 28.237 |
| Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia | 100,0 | 1.496 | 22 |
| Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger/Marokko | 100,0 | 455 | 140 |
| DURR VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam | 100,0 | 1.837 | 1.337 |
| EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd. | 100,0 | 10 | - |
| H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 49,0 | -709 | -108 |
| Homag Asia (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand | 100,0 | 637 | 219 |
| HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong/Malaysia | 100,0 | -485 | -209 |
| HOMAG Arabia FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | -305 | -92 |
| HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur/Singapur | 100,0 | -202 | -1.376 |
| Homag Australia Pty. Limited, Sydney/Australien | 100,0 | 3.045 | 30 |
| Homag India Private Limited, Bangalore/Indien | 100,0 | 4.861 | 484 |
| Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka/Japan | 100,0 | 8.025 | 1.431 |
| HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul/Südkorea | 100,0 | 2.761 | 584 |
| Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai/V. R. China | 81,3 | 22.987 | 5.056 |
| HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland/Neuseeland | 100,0 | 25 | 10 |
| HOMAG VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam | 100,0 | -80 | -75 |
| Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd. | 75,0 | 832 | 28 |
| MEGTEC Systems India Private Ltd., Pune/Indien | 100,0 | 3.328 | 479 |
| MEGTEC Systems Shanghai Ltd., Schanghai/V. R. China | 100,0 | 4.489 | 95 |
| MEGTEC Thermal Energy & Environment Technology (Shanghai) Ltd., Schanghai/V. R. China | 100,0 | 2.032 | -162 |
| PT Durr Systems Indonesia, Jakarta/Indonesien | 100,0 | 866 | 19 |
| Schenck RoTec India Limited, Noida/Indien | 100,0 | 8.055 | 792 |
| Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai/V. R. China | 100,0 | 30.506 | 6.430 |
| Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai/V. R. China | 100,0 | -694 | -888 |
| Universal Acoustic & Emission Technologies Pvt. Ltd., Pune/Indien | 100,0 | 1.360 | 91 |
B. NICHT KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| Aviva Vermögensverwaltung GmbH i.L., München/Deutschland | 100,0 | -1.078 | -2 |
| Futura GmbH, Schopfloch/Deutschland | 100,0 | 25 | - |
| Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart/Deutschland | 50,0 | - | - |
| Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt/Deutschland | 100,0 | 1.114 | -18 |
C. AT EQUITY BEWERTETE BETEILIGUNGEN
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong/V. R. China | 25,0 | 48.518 | 6.748 |
| Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka/Japan | 50,0 | 40.966 | 4.224 |
D. SONSTIGE BETEILIGUNGEN
| Gesellschaft | Anteil | ||
|---|---|---|---|
| ADAMOS GmbH, Darmstadt/Deutschland | 14,3 | 859 | -7.558 |
| Fludicon GmbH, Darmstadt/Deutschland | 1,4 | - | - |
| Heat-Matrix Group B.V., Utrecht/Niederlande | 13,4 | 2.281 | 272 |
| Parker Engineering Co., Ltd., Tokio/Japan | 10,0 | 48.522 | 4.064 |
| SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart/Deutschland | 15,0 | 146.105 | 5.909 |
- Beteiligung gemäß § 16 AktG
** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für jeweils 100 % Kapitalanteil
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
2 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
4 Anteil am Stimmrecht
Bietigheim-Bissingen, den 18. März 2020
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Dr. Jochen Weyrauch
Pekka Paasivaara
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Dürr Aktiengesellschaft
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dürr Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde (im Folgenden: "Konzernlagebericht"), geprüft. Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie auf die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.# 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairment Test). Grundlage der Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für vier Detailplanungsjahre zugrunde. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wobei die in die Ermittlung des Abzinsungssatzes eingehenden Parameter teilweise auf geschätzten Markterwartungen beruhen und daher ermessensbehaftet sind. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet.
Prüferisches Vorgehen:
Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budget-Planung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauffolgenden drei Jahre zur Kenntnis. Aufgrund neuer Entwicklungen wurde die Budget-Planung nochmals aktualisiert. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Wir haben uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Darüber hinaus haben wir die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit den Angaben zu den Prognosen im Konzernlagebericht verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vorjahresplanung auf der Basis einer Soll-Ist-Abweichungsanalyse analysiert. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Des Weiteren haben wir die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen plausibilisiert. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft bzgl. der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den damit in Zusammenhang stehenden Ermessensentscheidungen sind im Konzernanhang in den Textziffern 7 und 18 enthalten.
2. Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach dem Fertigstellungsgrad gemäß IFRS 15 ermittelt. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Auftragsmarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der bisher angefallenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Die Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 erfordert erhebliche Ermessensausübung, insbesondere bezüglich der Schätzung der Gesamtkosten eines Auftrages sowie der Berücksichtigung von Auftragsänderungen und Projektrisiken.
Prüferisches Vorgehen:
Im Rahmen der Beurteilung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Vertragsanalyse haben wir insbesondere gewürdigt, ob die Anforderungen zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung bei Verträgen im Anlagengeschäft vorliegen. Wir haben uns im Rahmen der Prüfung auf einen kontrollbasierten Prüfungsansatz gestützt und mit den zugrunde liegenden Unternehmensprozessen befasst und Kontrollen getestet, die für die Abwicklung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen, insbesondere für die Ermittlung der Auftragswerte, die Prozesse zur Schätzung der Auftragskosten sowie die Erfassung und Allokation von angefallenen Kosten relevant sind. Zudem haben wir Unternehmenskontrollen im Bereich der Auftragsannahme und Projektierung sowie im Bereich der Kostenplanung und Kostenkontrolle auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Um Auffälligkeiten in der Margenentwicklung im Jahresverlauf und im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen, haben wir Analysen der Plankosten und Auftragswertänderungen durchgeführt. In Bezug auf den Stand der Fertigstellung und der Einschätzung hinsichtlich der mit dem Auftrag verbundenen Risiken haben wir uns zu wesentlichen Verträgen die Beurteilung des Managements eingeholt. Darüber hinaus haben wir für einzelne Fertigungsaufträge folgende Einzelfallprüfungen vorgenommen:
* die der Umsatzkalkulation zugrunde liegenden Auftragswerte mit den zugehörigen Kundenverträgen abgeglichen;
* die der Ermittlung des Fertigstellungsgrades der einzelnen Fertigungsaufträge zugrunde liegenden geplanten Auftragskosten und verwendeten Plankosten analysiert, indem wir unter anderem die Qualität der Planungen auf Basis von Soll-/ Ist-Analysen beurteilt haben;
* nachvollzogen, ob die auf dem jeweiligen Fertigungsauftrag erfassten Material- und Fertigungskosten sach- und zeitgerecht allokiert wurden, indem wir insbesondere die Zuordnung von Kosten hinsichtlich der Höhe und des zugehörigen Projektes anhand von Bestellungen, Leistungsnachweisen sowie Lieferantenrechnungen nachvollzogen haben;
* Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel externe Bestätigungen der wesentlichen Forderungen und Kundenanzahlungen);
* die betragsmäßige Erfassung der Umsatzerlöse insbesondere dadurch nachvollzogen, dass wir stichprobenweise die herangezogenen Transaktionspreise mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben.
Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS 15.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen in Bezug auf die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS 15 sind im Konzernanhang in den Textziffern 7, 8, 21 und 22 enthalten.
3. Ansatz und Bewertung von Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Der Dürr-Konzern betreibt seine Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsordnungen mit der hiermit einhergehenden Komplexität der sich ändernden Steuergesetze sowie Verrechnungspreisthematik. Die Ermittlung der Rückstellungen für ertragsteuerliche Verpflichtungen sowie die bilanzielle Würdigung und Bewertung latenter und unsicherer Steuerpositionen erfordert, dass die gesetzlichen Vertreter der Dürr Aktiengesellschaft Ermessen bei der Beurteilung von Steuersachverhalten ausüben und Schätzungen bezüglich der ertragsteuerlichen Risiken vornehmen müssen. Für die Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuerposten ist eine Einschätzung über die zukünftige Nutzbarkeit der Verlustvorträge sowie anderer aktiver latenter Steuern aus temporären Differenzen erforderlich. Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge hängt von der Nutzbarkeit der Verluste in den jeweiligen Ländern aufgrund länderspezifischer Regelungen einerseits und von Planungsannahmen über zukünftig zu versteuernde Einkommen andererseits ab. Insbesondere die Unternehmensplanungen in Bezug auf künftige zu versteuernde Einkommen sind stark ermessensbehaftet. Die gesetzlichen Vertreter nehmen Schätzungen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Steuersubjekts, welche vom aktuellen und zukünftigen Marktumfeld beeinflusst wird, vor.# Prüferisches Vorgehen:
Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer Steuerabteilung mit den entsprechenden Kenntnissen in den jeweiligen lokalen Rechtsordnungen und Regelungen in unsere Prüfung eingebunden. Wir beurteilten auch die Korrespondenz mit den zuständigen Steuerbehörden, analysierten und prüften die Annahmen zur Ermittlung der Ertragsteuerrückstellungen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Erfahrungen über die derzeitige Anwendung der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Behörden und Gerichte. Zur Beurteilung des Ansatzes und der Bewertung der latenten Steuern haben wir uns bei den Konzerngesellschaften unter anderem mit den zugrunde liegenden Prozessen zur vollständigen Erfassung und Bewertung latenter Steuern sowie zur Verhinderung oder Aufdeckung und Korrektur von Fehlern befasst. Wir haben zudem in Stichproben die Identifikation und Quantifizierung von Abweichungen zwischen dem Ansatz und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden nach den ertragsteuerlichen Vorschriften und der Rechnungslegung nach IFRS sowie die Berechnung der latenten Steuern in Bezug auf diese Abweichungen unter Anwendung des entsprechenden Ertragsteuersatzes nachvollzogen. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit von latenten Steuerforderungen aus temporären Differenzen sowie aus Verlustvorträgen haben wir anhand von Stichproben nachvollzogen, ob die Steuerplanungen aus der Unternehmensplanung abgeleitet, der konzernweit vorgegebene Planungshorizont für die Beurteilung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen herangezogen und die jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Vorschriften für die Nutzung von Verlustvorträgen beachtet wurden. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2019, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem jeweiligen lokalen Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere ertragsteuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen sowie Feststellungen aus Betriebsprüfungen. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern sind im Konzernanhang in den Textziffern 7 und 17 enthalten.
4. Restrukturierungsmaßnahmen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Im Zusammenhang mit den Veränderungen der Marktbedingungen in der Division Woodworking Machinery and Systems wurden im Geschäftsjahr 2019 Prozessverbesserungen und Strukturanpassungen angekündigt und der Betriebsrat hierüber informiert. Das beschlossene Maßnahmenprogramm sieht die Schließung der Produktion am Standort Hemmoor sowie weitere Personalanpassungen an anderen Standorten vor. Im Rahmen der Prüfung haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, da die Bewertung der Verpflichtungen in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter beeinflusst ist und hieraus wesentliche Auswirkungen auf verschiedene Posten des Konzernabschlusses (kurzfristige Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten) resultieren.
Prüferisches Vorgehen:
Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf die Restrukturierungsmaßnahmen haben wir uns mit den zugrunde liegenden Unternehmensprozessen befasst sowie analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen durchgeführt. Die Prüfungshandlungen in Bezug auf die Höhe der erfassten Aufwendungen sowie den Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten beinhalteten insbesondere die Durchsicht von Restrukturierungsplänen, damit verbundenen schriftlichen Vereinbarungen und Verträgen sowie der Kommunikation mit der Belegschaft. Für die betroffenen Konzerngesellschaften und die von diesen Maßnahmen voraussichtlich betroffenen Mitarbeiter haben wir die Betriebszugehörigkeiten und Gehaltsinformationen zur Personalbuchhaltung und den Personalstammdaten abgestimmt und die zugrunde gelegten Annahmen auf Basis von Erfahrungswerten, wie beispielsweise vergleichbare Restrukturierungsmaßnahmen der Vergangenheit, verprobt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der bilanziellen Abbildung der Restrukturierungsmaßnahmen keine Einwendungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Restrukturierungsmaßnahmen sind im Konzernanhang in den Textziffern 7 und 28 enthalten.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die weiteren sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen insbesondere folgende für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile: den Brief des Vorstandsvorsitzenden, den Bericht des Aufsichtsrats, das Kapitel "Dürr am Kapitalmarkt", die zum Konzernabschluss dargestellte Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid), die im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung.
Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen — wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder — anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.# SONSTIGER VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
- holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der Dürr Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch.
Stuttgart, 18. März 2020
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marbler, Wirtschaftsprüfer Koch, Wirtschaftsprüfer
SONSTIGES VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit
An die Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart
Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft im Sinne des § 315b HGB, bestehend aus den im zusammengefassten Lagebericht gesondert durch einen Strich am Spaltenrand und die Abkürzung "NFE" gekennzeichneten Angaben, für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (nachfolgend: nichtfinanzielle Konzernerklärung) einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Angaben für Vorjahre waren nicht Gegenstand unseres Auftrags.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.
ERKLÄRUNGEN DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS IN BEZUG AUF DIE UNABHÄNGIGKEIT UND QUALITÄTSSICHERUNG
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1).
VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Konzernerklärung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB), durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, ob die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung, die wir im Wesentlichen in den Monaten Dezember 2019 bis März 2020 durchgeführt haben, haben wir u.a.# PRÜFUNGSBERICHT
Betrifft: Nichtfinanzielle Erklärung des Konzerns
Wir haben die nichtfinanzielle Erklärung des Konzerns der Dürr Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 geprüft.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter der Dürr Aktiengesellschaft sind für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns gemäß §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB verantwortlich. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter umfasst die Auswahl der für die Erklärung relevanten Themen, die Durchführung von Risikoeinschätzungen, die Entwicklung von Konzepten für die Berichterstattung über diese Themen sowie die Ausgestaltung und Aufrechterhaltung von internen Kontrollsystemen, die für die Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns erforderlich sind, um diese frei von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen zu machen.
Verantwortung des Prüfers
Unsere Verantwortung ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen ein Prüfungsurteil über die nichtfinanzielle Erklärung des Konzerns abzugeben. Wir haben die Prüfung im Einklang mit den deutschen berufsrechtlichen Grundsätzen für die Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir die hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die nichtfinanzielle Erklärung des Konzerns in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Die Prüfungshandlungen umfassen auf der Grundlage einer Risikobeurteilung die Auswahl und Durchführung von Prüfungshandlungen, die geeignet sind, das Risiko wesentlich falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns zu minimieren. Die Auswahl der Prüfungshandlungen hängt von der Beurteilung des Prüfers ab, insbesondere von den Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns, sei es durch Betrug oder Irrtum. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns relevant ist, um Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben.
Eine Prüfung umfasst zudem eine Würdigung der Angemessenheit der angewandten Berichterstattungsmethoden, der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen sowie eine Beurteilung der Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns insgesamt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Wesentlichkeitsschwellen und Verweis auf die gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter haben die nichtfinanzielle Erklärung des Konzerns und damit die inhaltlichen Grenzen des anzuwendenden Rahmens festgelegt und alle für die Berichterstattung wesentlichen Themen identifiziert. Die Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns muss sicherstellen, dass diese wesentlichen Themen und deren Auswirkungen auf das Unternehmen aus Sicht der Stakeholder und des Unternehmens klar und verständlich dargestellt werden.
Prüfungshandlungen
Im Rahmen unseres Prüfungsauftrags haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
- Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte des Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen.
- Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung betraut sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben in der nichtfinanziellen Konzernerklärung relevant sind.
- Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Konzernerklärung.
- Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Aggregation und Validierung der Daten aus den relevanten Bereichen im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung.
- Analytische Beurteilung von Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung.
- Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Daten.
- Beurteilung der Darstellung der Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung.
PRÜFUNGSURTEIL
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKS
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Dürr Aktiengesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Dieser Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen.
AUFTRAGSBEDINGUNGEN UND HAFTUNG
Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/ IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
München, den 18. März 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nicole Richter, Wirtschaftsprüferin
Annette Johne, Wirtschaftsprüferin
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 18. März 2020
Ralf W. Dieter
Dr. Jochen Weyrauch
Pekka Paasivaara
JAHRESABSCHLUSS 2019
DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT
Zusammengefasster Lagebericht
Der Lagebericht der Dürr AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Dürr Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG für das Geschäftsjahr 2019 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Dürr AG sowie der Jahresbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 stehen auch im Internet unter www.durr-group.com/de/investoren/berichte-praesentationen/ zur Verfügung.
Bilanz
ZUM 31. DEZEMBER 2019 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART
| Aktiva | Tsd. € | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen (1) | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.406 | 8.229 | ||
| II. Sachanlagen | 185 | 275 | ||
| III. Finanzanlagen | 860.914 | 799.692 | ||
| 868.505 | 808.196 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) | 723.671 | 489.696 | ||
| II. Flüssige Mittel (3) | 350.973 | 274.116 | ||
| 1.074.644 | 763.812 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) | 720 | 1.028 | ||
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (5) | 1.235 | 1.494 | ||
| Summe AKTIVA | 1.945.104 | 1.574.530 |
PASSIVA
| Tsd. € | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital (6) | 177.157 | 177.157 | ||
| II. Kapitalrücklage (7) | 67.596 | 67.596 | ||
| III. Bilanzgewinn (8) | 569.860 | 577.647 | ||
| 814.613 | 822.400 | |||
| B. Rückstellungen (10) | 18.697 | 16.463 | ||
| C. Verbindlichkeiten (11) | 1.111.794 | 735.667 | ||
| Summe PASSIVA | 1.945.104 | 1.574.530 |
Gewinn- und Verlustrechnung
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART
| Tsd. € | Anhang | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse (13) | 37.030 | 34.488 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge (14) | 12.851 | 24.149 | ||
| 3. Materialaufwand (15) | -3.638 | -3.710 | ||
| 4. Personalaufwand (16) | -18.743 | -20.697 | ||
| 5. Abschreibungen (1) | -1.025 | -995 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) | -29.847 | -42.795 | ||
| 7. Beteiligungsergebnis (18) | 78.061 | 193.388 | ||
| 8. Finanzergebnis (19) | -9.470 | -8.858 | ||
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) | -3.692 | -22.622 | ||
| 10. Ergebnis nach Steuern | 61.527 | 152.348 | ||
| 11. Sonstige Steuern (21) | -112 | |||
| 12. Jahresüberschuss | 61.415 | 152.348 | ||
| 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 508.445 | 425.299 | ||
| 14. Bilanzgewinn | 569.860 | 577.647 |
Anhang
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART
I. GRUNDLAGEN UND METHODEN
Sitz der Dürr Aktiengesellschaft (Dürr AG) ist Stuttgart. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13677 im Register des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert.
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(1) ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt.
Immaterielles Anlagevermögen
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Sachanlagen
Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.
Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag beziehungsweise mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
(2) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 536.159 | 473.993 | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 187.512 | 15.703 | |
| 723.671 | 489.696 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.430 Tsd. € (Vorjahr: 2.706 Tsd. €) ausgewiesen.
(3) FLÜSSIGE MITTEL
Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern werden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.(4) AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG
Die Position beinhaltet ein Disagio in Höhe von 417 Tsd. € aus der im Geschäftsjahr 2014 begebenen Anleihe (Vorjahr: 751 Tsd. €). Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von der Dürr AG begebenen Anleihe wird auf Textziffer 11 verwiesen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt.
(5) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG
Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen sowie zur Sicherung der Lebensarbeitszeitkonten der Mitarbeiter dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen.
ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB (PENSIONSVERPFLICHTUNG)
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 9.114 | 8.827 |
| davon aktivisch ausgewiesen | 8.517 | 8.428 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 9.752 | 9.922 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 9.752 | 9.922 |
| davon aktivisch ausgewiesen | 9.752 | 9.922 |
| Verrechnete Erträge | 682 | 777 |
| Verrechnete Aufwendungen | 23 | 23 |
Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen aus dem "VORaB"-Programm wurde im Vorjahr von § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB auf § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB umgestellt, weil die Voraussetzungen erfüllt waren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden für die Mitarbeiter neue Lebensarbeitszeitkonten eingeführt. Durch Einbringung von angesammelten Überstunden oder Gehaltsbestandteilen können Mitarbeiter Wertguthaben für Zeiten einer Freistellung von der Arbeit aufbauen. Die Gesellschaft hat die Ansprüche durch Rückdeckungsversicherungen finanziell abgedeckt und gegen die Insolvenz der Gesellschaft abgesichert. Die Rückstellungen für diese Lebensarbeitszeitkonten wurden saldiert mit den entsprechenden Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen.
ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR LEBENSARBEITSZEITKONTEN
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 374 | 309 |
| davon aktivisch ausgewiesen | 374 | 309 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 393 | 322 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 393 | 322 |
| davon aktivisch ausgewiesen | 393 | 322 |
(6) GEZEICHNETES KAPITAL
Grundkapital
Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2019 177.157 Tsd. € (Vorjahr: 177.157 Tsd. €) und setzte sich aus 69.202.080 Stückaktien (Vorjahr: 69.202.080 Aktien) zusammen. Im Vorjahr erfolgte die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 an die bestehenden Aktionäre im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei der ein Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 88.578 Tsd. € in gezeichnetes Kapital umgewandelt wurde. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren vollständig eingezahlt.
Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien
Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10 %-Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2019 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2024 um bis zu 53.147 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 20.760.624 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2019 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2024 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 17.716 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 6.920.208 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht.
(7) KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2019 67.596 Tsd. € (Vorjahr: 67.596 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.
(8) BILANZGEWINN
Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
| Tsd. € | |
|---|---|
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2018 | 577.647 |
| Dividendenausschüttung | - 69.202 |
| Jahresüberschuss 2019 | 61.415 |
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2019 | 569.860 |
(9) AUSSCHÜTTUNGS-, ABFÜHRUNGS- UND ENTNAHMESPERRE (VGL. § 253 (6) HGB)
Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 807 Tsd. € (Vorjahr: 931 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist.
(10) RÜCKSTELLUNGEN
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 597 | 399 |
| Steuerrückstellungen | 8.805 | 5.104 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.295 | 10.960 |
| 18.697 | 16.463 |
Pensionsverpflichtungen
Die Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.
a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen
Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %). Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Jahr 2016 ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre abzustellen, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische alters- und dienstzeitabhängige Fluktuationstabelle ist daher in die Berechnungen eingeflossen. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtungen eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung eines Teils der Pensionsverpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (5).
b) VORaB-Programm
Die Gesellschaft bietet ihren Beschäftigten die Möglichkeit, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen aus dem "VORaB"-Programm wurden im Vorjahr von § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB auf § 253 Abs.1 Satz 3 HGB umgestellt, weil die Voraussetzungen erfüllt waren. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen und Aufsichtsratsvergütungen, Rückstellungen für Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten, für die Hauptversammlung und den Geschäftsbericht sowie Kosten für ausstehende Rechnungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
(11) VERBINDLICHKEITEN
| Tsd. € | Gesamt | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Anleihe | 300.000 | - | 300.000 | - |
| (2018) | (300.000) | (-) | (300.000) | (-) |
| Schuldscheindarlehen | 500.000 | - | 275.000 | 225.000 |
| (2018) | (300.000) | (-) | (200.000) | (100.000) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | - | - |
| (2018) | (96) | (96) | (-) | (-) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 615 | 615 | - | - |
| (2018) | (1.405) | (1.405) | (-) | (-) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 299.673 | 299.673 | - | - |
| (2018) | (124.520) | (124.520) | (-) | (-) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.506 | 11.506 | - | - |
| (2018) | (9.646) | (9.646) | (-) | (-) |
| davon aus Steuern | 816 | 816 | - | - |
| (2018) | (269) | (269) | (-) | (-) |
| 31. Dezember 2019 | 1.111.794 | 311.794 | 575.000 | 225.000 |
| (31. Dezember 2018) | (735.667) | (135.667) | (500.000) | (100.000) |
Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet.
Anleihe
Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an den Dürr-Konzern und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating.
Schuldscheindarlehen
Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von der Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität.
Am 19. Juni 2019 hat der Dürr-Konzern ein Sustainability-Schuldscheindarlehen über 200.000 Tsd. € platziert. Dabei ist die Verzinsung zum Teil an das Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns gekoppelt. Der durchschnittliche Zinssatz für das Schuldscheindarlehen beträgt 0,84 % p.a. Die Mittel flossen der Dürr AG am 4. Juli 2019 zu und verteilen sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sechs, acht und zehn Jahren. Das Schuldscheindarlehen stärkt die Liquidität und wird für die langfristige Unternehmensfinanzierung eingesetzt. Zudem dient das Schuldscheindarlehen als frühzeitige Anschlussfinanzierung für die im Jahr 2021 auslaufende Unternehmensanleihe.
Syndizierter Kredit Dürr AG
Als Teil ihrer nachhaltigkeitsorientierten Refinanzierung hat die Dürr AG am 25. Juli 2019 einen syndizierten Kredit über 750.000 Tsd. € abgeschlossen und zum Zeitpunkt des Inkrafttretens am 7. August 2019 den bestehenden syndizierten Kredit aus dem Jahr 2014 vorzeitig abgelöst. Der neue syndizierte Kredit teilt sich auf in eine Barlinie über 500.000 Tsd. € und eine Avallinie über 250.000 Tsd. €. Dem Kreditkonsortium gehören 13 Banken aus Europa, Asien und den USA an. Die Koordination des Konsortiums liegt bei BNP Paribas S.A., Commerzbank AG, Deutsche Bank AG und UniCredit Bank AG. Die Verzinsung des neuen Kredits hängt unter anderem vom Nachhaltigkeitsrating des Dürr-Konzerns ab. Bei der Koppelung des Zinssatzes an das von der Agentur EcoVadis erstellte Nachhaltigkeitsrating sinkt oder steigt der Zinssatz, je nachdem wie sich bestimmte Nachhaltigkeitskriterien entwickeln. Berücksichtigt werden zum Beispiel Ökologiekennzahlen wie CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch sowie faire Arbeitsbeziehungen und Bedingungen bei Lieferanten. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen. Der neue Kredit vergrößert den finanziellen Spielraum des Dürr-Konzerns. Er dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung (Barlinie) und der Absicherung üblicher Verpflichtungen aus dem Maschinen- und Anlagenbau gegenüber Dritten (Avallinie). Die Laufzeit ist bis zum 25. Juli 2024 vereinbart, kann aber mit Zustimmung der Banken zwei Mal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Den im Jahr 2014 arrangierten Konsortialkredit (250.000 Tsd. € Barlinie, 215.000 Tsd. € Avallinie), der 2021 fällig gewesen wäre, hat die Dürr AG ohne Vorfälligkeitsgebühren am 7. August 2019 zurückgeführt. Das Bankenkonsortium bestand aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltete keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und diente zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgte in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling), weitere Finanzdarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
(12) LATENTE STEUERN
| Tsd. € | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 810 | 916 |
| Andere immaterielle Vermögensgegenstände | 519 | 582 |
| Sachanlagen | 119 | 164 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 483 | 569 |
| Sonstige Ausleihungen | 5.282 | 5.215 |
| Vorräte | 1.395 | 1.005 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 16.948 | 15.493 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.558 | 5.080 |
| Summe aktive latente Steuern | 33.114 | 29.024 |
| Passive latente Steuern | ||
| Pensionsrückstellungen | 6.665 | 7.105 |
| Langzeitkonten | 5.226 | 5.042 |
| Summe passive latente Steuern | 11.891 | 12.147 |
| Summe latente Steuern | 21.223 | 16.877 |
| Nicht angesetzte latente Steuern | -21.223 | -16.877 |
| Bilanzausweis | 0 | 0 |
Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Verlustvorträge wurden verbraucht, sodass keine aktiven latenten Steuern hierauf zu berücksichtigen sind. Soweit vororganschaftliche Verlustvorträge bestehen, sind diese nicht angesetzt. Berichtet wird über die Gesellschaften der Dürr-Systems-Gruppe, der Schenck-Gruppe und der HOMAG Group, soweit ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(13) UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse beinhalten vor allem Erträge aus Konzernumlagen und Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 37.030 Tsd. € (Vorjahr: 34.486 Tsd. €). Die weiterbelasteten Kosten beinhalten überwiegend Personalaufwendungen der unterstützenden Fachabteilungen.
(14) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Diese Position beinhaltet unter anderem Erträge von 11.321 Tsd. € (Vorjahr: 18.461 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung, einen Kostenersatz durch verbundene Unternehmen von 897 Tsd. € (Vorjahr: 5.307 Tsd. €) und Erträge von 176 Tsd. € (Vorjahr: 204 Tsd. €) aus Rückstellungsauflösungen.
(15) MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen.
(16) PERSONALAUFWAND
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Gehälter | 16.574 | 16.733 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 2.169 | 3.964 |
| davon für Altersversorgung | 923 | 2.846 |
| Gesamt | 18.743 | 20.697 |
Im Jahresdurchschnitt wurden 90 Angestellte (Vorjahr: 85 Angestellte) beschäftigt.
(17) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 12.800 Tsd. € (Vorjahr: 20.251 Tsd. €). Darüber hinaus werden Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen ausgewiesen. Des Weiteren sind im Geschäftsjahr Transaktionskosten für den Abschluss des Sustainability-Schuldscheindarlehens und des Konsortialkredits enthalten.
(18) BETEILIGUNGSERGEBNIS
| Tsd. € | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 94.597 | 193.388 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -16.536 | - |
| Summe | 78.061 | 193.388 |
Für weitere Angaben zu den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie den Aufwendungen aus Verlustübernahmen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestand des Anhangs ist.
(19) FINANZERGEBNIS
| Tsd. € | scroll |
| :----- | :----- |## (20) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den inländischen laufenden Steueraufwand in Höhe von 2.582 Tsd. € (Vorjahr: 22.450 Tsd. €), anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 15 Tsd. € (Vorjahr: 37 Tsd. €) sowie Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1.095 Tsd. € (Vorjahr: 134 Tsd. €).
(21) SONSTIGE STEUERN
Die sonstigen Steuern beinhalten deutsche Umsatzsteuern für Vorjahre.
V. SONSTIGE ANGABEN
1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften 174.357 Tsd. €. Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 361.021 Tsd. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 168.783 Tsd. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine ungenutzte Avallinie in Höhe von 10.000 Tsd. €. Zum Bilanzstichtag bestanden Bürgschaften in Höhe von 134.299 Tsd. € gegenüber Banken für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 52.207 Tsd. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank. Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 186.084 Tsd. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT Service GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.
2. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 135 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2019, 103 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2020 und 74 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2021. Weiterhin sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems AG, Stuttgart, in Höhe von 97 Tsd. € enthalten.
3. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.
4. FINANZDERIVATE
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist:
1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen.
2.) Es erfordert entweder keine Anschaffungsauszahlung oder eine Anschaffungsauszahlung, die geringer ist als bei anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren.
3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen.
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der Dürr AG und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte).
Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.
Währungsbezogene Geschäfte:
| Nominalbetrag | Positiver beizulegender Zeitwert | Negativer beizulegender Zeitwert | Buchwert (sofern vorhanden) | in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst) |
|---|---|---|---|---|
| Mit Banken | ||||
| 1.200 kCAD | 15 Tsd. € | - | - | - |
| 41.300 kCZK | 13 Tsd. € | - | - | - |
| 80.179 kDKK | - | 45 Tsd. € | - | - |
| 2.707 kDKK | - | 3 Tsd. € | - | - |
| 3.928 kDKK | - | 5 Tsd. € | - | - |
| 37.295 kDKK | 60 Tsd. € | - | - | - |
| 4.666 kAUD | - | 23 Tsd. € | -10 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen |
| 1.907 kCAD | - | - | 1 Tsd. € | - |
| 541 kCHF | 1 Tsd. € | - | - | - |
| 4.377 kCHF | - | 35 Tsd. € | - | - |
| 82.633 kCZK | 1 Tsd. € | - | - | - |
| 53.779 kDKK | - | 71 Tsd. € | - | - |
| 82.232 kDKK | 26 Tsd. € | - | - | - |
| 24.670 kGBP | - | 517 Tsd. € | - | - |
| 2.230 kGBP | 20 Tsd. € | - | - | - |
| 7.262.764 kIDR | - | 25 Tsd. € | -25 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen |
| 853.121 kJPY | 28 Tsd. € | - | - | - |
| 106.259 kMXN | - | 212 Tsd. € | - | - |
| 281.897 kMXN | 150 Tsd. € | - | - | - |
| 805 kNZD | - | 17 Tsd. € | - | - |
| 52.834 kPLN | 35 Tsd. € | - | 33 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen |
| 24.500 kPLN | - | - | - | - |
| 33.063 kUSD | - | 779 Tsd. € | - | - |
| 63.372 kUSD | 746 Tsd. € | - | - | - |
| 6.317 kGBP | 89 Tsd. € | - | - | - |
| 17.456 kJPY | - | 2 Tsd. € | - | - |
| 69.500 kJPY | - | 20 Tsd. € | - | - |
| 170.000 kJPY | 5 Tsd.€ | - | - | - |
| 11.320 kMXN | 37 Tsd. € | - | - | - |
| 42 kUSD | - | - | - | - |
| 36.119 kUSD | 972 Tsd. € | - | - | - |
| 29.286 kPLN | 53 Tsd. € | - | - | - |
| 1.576 kSGD | - | 3 Tsd. € | - | - |
| 350 kSGD | 1 Tsd. € | - | - | - |
| 600 kUSD | - | 10 Tsd. € | - | - |
| 349 kUSD | - | 5 Tsd. € | - | - |
| 16.181 kUSD | - | 169 Tsd. € | - | - |
| 6.225 kUSD | 90 Tsd. € | - | - | - |
| 6.468 kUSD | - | 19 Tsd. € | - | - |
| 77.760 kRUB | 26 Tsd. € | - | 26 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen |
| 9.239 kTRY | 49 Tsd. € | - | - | - |
| 3.116 kSEK | 8 Tsd. € | - | - | - |
| Mit verbundenen Unternehmen | ||||
| 2.666 kAUD | 13 Tsd. € | - | - | - |
| 1.907 kCAD | 1 Tsd. € | - | - | - |
| 796 kCAD | 10 Tsd. € | - | - | - |
| 541 kCHF | - | 1 Tsd. € | - | - |
| 4.377 kCHF | 35 Tsd. € | - | - | - |
| 35.032 kDKK | - | 26 Tsd. € | - | - |
| 53.779 kDKK | 71 Tsd. € | - | - | - |
| 2.356 kDKK | 5 Tsd. € | - | - | - |
| 41.300 kCZK | - | 13 Tsd. € | - | - |
| 80.179 kDKK | 45 Tsd. € | - | - | - |
| 6.317 kGBP | - | 89 Tsd. € | - | - |
| 17.456 kJPY | 2 Tsd. € | - | - | - |
| 11.320 kMXN | - | 37 Tsd. € | - | - |
| 21.286 kPLN | - | 48 Tsd. € | - | - |
| 350 kSGD | - | 1 Tsd. € | - | - |
| 1.576 kSGD | 3 Tsd. € | - | - | - |
| 6.225 kUSD | - | 90 Tsd. € | - | - |
| 16.181 kUSD | 169 Tsd. € | - | - | - |
| 312 kGBP | 3 Tsd. € | - | - | - |
| 2.230 kGBP | - | 20 Tsd. € | - | - |
| 24.670 kGBP | 517 Tsd. € | - | - | - |
| 358.121 kJPY | - | 17 Tsd. € | - | - |
| 30.897 kMXN | - | 5 Tsd. € | - | - |
| 106.259 kMXN | 212 Tsd. € | - | - | - |
| 6.468 kUSD | 19 Tsd. € | - | - | - |
| 805 kNZD | 17 Tsd.€ | - | - | - |
| 1.314 kPLN | 2 Tsd. € | - | - | - |
| 905 kUSD | - | 15 Tsd. € | - | - |
| 5.568 kUSD | - | 60 Tsd. € | - | - |
| 600 kUSD | 5 Tsd. € | - | - | - |
| 49.076 kUSD | - | 579 Tsd. € | - | - |
| 33.063 kUSD | 779 Tsd. € | - | - | - |
| 1.566 kUSD | - | 5 Tsd. € | - | - |
| 663 kUSD | 20 Tsd. € | - | - | - |
| 36.119 kUSD | - | 972 Tsd. € | - | - |
| 42 kUSD | - | - | - | - |
| 3.116 kSEK | - | 8 Tsd. € | - | - |
Zinsbezogene Geschäfte:
| Nominalbetrag | Positiver beizulegender Zeitwert | Negativer beizulegender Zeitwert | Buchwert (sofern vorhanden) | in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst) |
|---|---|---|---|---|
| Mit Banken | ||||
| 100.000 kEUR | - | 110 Tsd. € | - | - |
Der Betrag der Wertänderung eines Derivats wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde. Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
5. BEWERTUNGSEINHEITEN
Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.
In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden:
| Bilanzposition | Art der abgesicherten Risiken | Art der Bewertungseinheit | Gesichertes Volumen | Bilanzunwirksame Geschäfte: |
|---|---|---|---|---|
| Mit Banken | ||||
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 2.666 kAUD | 13 Tsd.€ | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.907 kCAD | 1 Tsd.€ | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 796 kCAD | 10 Tsd.€ | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 541 kCHF | 1 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 4.377 kCHF | 35 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 35.032 kDKK | 26 Tsd.€ | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 53.779 kDKK | 71 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 2.356 kDKK | 5 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 41.300 kCZK | 13 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 80.179 kDKK | 45 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 6.317 kGBP | 89 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 17.456 kJPY | 2 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 11.320 kMXN | 37 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 21.286 kPLN | 48 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 350 kSGD | 1 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.576 kSGD | 3 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 6.225 kUSD | 90 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 16.181 kUSD | 169 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 312 kGBP | 3 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 2.230 kGBP | 20 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 24.670 kGBP | 517 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 358.121 kJPY | 17 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 30.897 kMXN | 5 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 106.259 kMXN | 212 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 6.468 kUSD | 19 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 805 kNZD | 17 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.314 kPLN | 2 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 905 kUSD | 15 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 5.568 kUSD | 60 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 600 kUSD | 5 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 49.076 kUSD | 579 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 33.063 kUSD | 779 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.566 kUSD | 5 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 663 kUSD | 20 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 36.119 kUSD | 972 Tsd. € | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 42 kUSD | - | |
| Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.116 kSEK | 8 Tsd. € |
Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da gemäß Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 34 Monaten. Im Wesentlichen schließt die Dürr AG kurzfristige Devisentermingeschäfte im Auftrag von Tochtergesellschaften ab und leitet die Konditionen entsprechend weiter, sodass eine Bewertungseinheit zwischen dem externen und internen Devisentermingeschäft vorliegt und somit für diese Geschäfte auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wird.
6. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Jahresabschluss der Dürr AG zum 31. Dezember 2019 weist einen Bilanzgewinn von 569.860 Tsd. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 55.362 Tsd. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten und 514.498 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 0,80 €.
7. KONZERNABSCHLUSS
Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2019 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www.durr-group.de veröffentlicht.
8. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX/ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 10. Dezember 2019 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht.
9. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR
Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben.
10. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Finanzvorstand Carlo Crosetto ist mit dem Ende seines Dienstvertrags am 29. Februar 2020 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand im Februar 2020 beschlossen, die variablen Tranchen (100.000 Tsd. €) des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens im April 2020 vorzeitig abzulösen und zu refinanzieren, um die Konzernfinanzierung hinsichtlich Zinsaufwand und Laufzeiten weiter zu optimieren. Zwischen dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres und dem 18. März 2020 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.
11. MITGLIEDER DES VORSTANDS
Ralf W. Dieter
Vorsitzender des Vorstands
Kommissarischer Finanzvorstand (seit 01.03.2020)
■ Carl Schenck AG, Darmstadt ¹ (Vorsitzender)
■ Dürr Systems AG, Stuttgart ¹ (Vorsitzender)
■ Homag Group AG, Schopfloch ¹,² (Vorsitzender)
■ iTAC Software AG, Montabaur ¹ (Vorsitzender)
■ Körber AG, Hamburg
■ Schuler AG, Göppingen ²
□ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China ¹ (Supervisor) (bis 10.07.2019)
Dr. Jochen Weyrauch
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands (seit 01.01.2020)
□ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China ¹ (Supervisor) (seit 11.07.2019)
Carlo Crosetto
Finanzvorstand (bis 29.02.2020)
■ Carl Schenck AG, Darmstadt ¹ (bis 29.02.2020)
■ Dürr Systems AG, Stuttgart ¹ (bis 29.02.2020)
■ Homag Group AG, Schopfloch ¹,² (bis 29.02.2020)
Pekka Paasivaara
Mitglied des Vorstands (seit 01.01.2019)
■ Deutsche Messe AG, Hannover (seit 01.01.2019)
□ Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan, USA ¹ (Vorsitzender)
¹ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
² Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Grundvergütung in Höhe von 2.575 Tsd. € (Vorjahr: 1.838 Tsd. €) sowie Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) in Höhe von 102 Tsd. € (Vorjahr: 82 Tsd. €). Die variable Vergütung betrug 3.544 Tsd. € (Vorjahr: 3.949 Tsd. €). Darin enthalten sind beizulegende Zeitwerte aktienbasierter Vergütung in Höhe von 1.593 Tsd. € (Vorjahr: 1.475 Tsd. €) für 66.667 virtuelle Aktien ("Performance-Share-Units"). Für Versorgungszusagen wurden Beiträge in Höhe von 885 Tsd. € (Vorjahr: 868 Tsd. €) abgeführt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 7.106 Tsd. € (Vorjahr: 6.737 Tsd. €). An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 554 Tsd. € (Vorjahr: 550 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind im Geschäftsjahr 2019 in einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 581 Tsd. € (Vorjahr: 1.008 Tsd. €) ausgewiesen. Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.642 Tsd. € (Vorjahr: 8.375 Tsd. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 9.223 Tsd. € (Vorjahr: 9.383 Tsd. €). Die Heinz Dürr GmbH gewährte dem Vorstandsvorsitzenden zudem im Geschäftsjahr 2019 eine Vergütung als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste in Höhe von 15.000 Tsd. €.
12. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Karl-Heinz Streibich ¹, ⁴, ⁵
Aufsichtsrat, Frankfurt
Vorsitzender
■ Deutsche Telekom AG, Bonn ⁶
■ Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München ⁶ (seit 30.04.2019)
■ Siemens Healthineers AG, München ⁶
■ WITTENSTEIN SE, Igersheim (bis 31.03.2019)
Hayo Raich ¹, ³, ⁴
Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Stv. Vorsitzender
■ Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)
Richard Bauer ¹, ⁴, ⁵
Aufsichtsrat, Wentorf bei Hamburg
Weiterer Stv.# Vorsitzender ■ Körber AG, Hamburg (Vorsitzender)
Mirko Becker 2 , 3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Dr. Rolf Breidenbach Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt
Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 2 , ⁵ Professorin für medizinische Genetik an der Sorbonne Universitĕ und dem ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle ĕpiniĕre), Paris, Frankreich
Gerhard Federer 2 Selbstständiger Berater, Gengenbach
■ Homag Group AG, Schopfloch 6 (Weiterer Stv. Vorsitzender)
Carmen Hettich-Günther 3 , ⁴ Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der Homag Group AG, Schopfloch Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der HOMAG GmbH, Schopfloch
■ HOMAG GmbH, Schopfloch (Stv. Vorsitzende)
■ Homag Group AG, Schopfloch 6 (Stv. Vorsitzende)
Thomas Hohmann 3 Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart (bis 29.02.2020) Kaufmännischer Leiter der Dürr Systems AG, Stuttgart (Division Application Technology) (seit 01.03.2020)
Dr. Anja Schuler Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz
■ Homag Group AG, Schopfloch 6
Dr. Martin Schwarz-Kocher 2 , 3 Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart
Dr. Astrid Ziegler 1 , 3 Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main
■ Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz
Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats
1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss
2 Mitglied Prüfungsausschuss
3 Vertreter der Arbeitnehmer
4 Mitglied Vermittlungsausschuss
5 Mitglied Nominierungsausschuss
6 börsennotiert
■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
DIE INDIVIDUELLEN VERGÜTUNGEN DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER SETZEN SICH WIE FOLGT ZUSAMMEN:
| Grundvergütung | Vergütung Ausschussmitgliedschaft | Sitzungsgeld² | Variable Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Karl-Heinz Streibich Vorsitzender 120.000,00 | 15.000,00 | 11.000,00 | 40.500,00 | 186.500,00 |
| (2018) | (120.000,00) | (7.500,00) | (8.000,00) | (51.000,00) |
| Hayo Raich *1 Stv. Vorsitzender 60.000,00 | 5.000,00 | 11.000,00 | 20.250,00 | 96.250,00 |
| (2018) | (60.000,00) | (5.000,00) | (8.000,00) | (25.500,00) |
| Richard Bauer Weiterer Stv. Vorsitzender 60.000,00 | 5.000,00 | 7.000,00 | 20.250,00 | 92.250,00 |
| (2018) | (60.000,00) | (5.000,00) | (6.000,00) | (25.500,00) |
| Mirko Becker *1 40.000,00 | 10.000,00 | 11.000,00 | 13.500,00 | 74.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (10.000,00) | (8.000,00) | (17.000,00) |
| Dr. Rolf Breidenbach 40.000,00 | - | 6.000,00 | 13.500,00 | 59.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (-) | (5.000,00) | (17.000,00) |
| Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 40.000,00 | 10.000,00 | 10.000,00 | 13.500,00 | 73.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (10.000,00) | (8.000,00) | (17.000,00) |
| Gerhard Federer 40.000,00 | 30.000,00 | 11.000,00 | 13.500,00 | 94.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (20.000,00) | (8.000,00) | (17.000,00) |
| Carmen Hettich-Günther *1 40.000,00 | - | 6.000,00 | 13.500,00 | 59.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (-) | (5.000,00) | (17.000,00) |
| Thomas Hohmann * 40.000,00 | - | 6.000,00 | 13.500,00 | 59.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (-) | (5.000,00) | (17.000,00) |
| Dr. Anja Schuler 40.000,00 | - | 6.000,00 | 13.500,00 | 59.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (-) | (5.000,00) | (17.000,00) |
| Dr. Martin Schwarz-Kocher *1 40.000,00 | 10.000,00 | 11.000,00 | 13.500,00 | 74.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (10.000,00) | (8.000,00) | (17.000,00) |
| Dr. Astrid Ziegler *1 40.000,00 | 5.000,00 | 11.000,00 | 13.500,00 | 69.500,00 |
| (2018) | (40.000,00) | (5.000,00) | (8.000,00) | (17.000,00) |
| Gesamt 600.000,00 | 90.000,00 | 107.000,00 | 202.500,00 | 999.500,00 |
| (Gesamt 2018) | (600.000,00) | (72.500,00) | (82.000,00) | (255.000,00) |
- Arbeitnehmervertreter
1 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
2 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen
13. OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN
Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht:
Stimmrechtsmitteilung vom 19.12.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Credit Suisse Fund Management S.A., Luxemburg, Luxemburg
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 13.12.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu |
|---|---|---|---|
| 2,99 % | 0 % | 2,99 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | |||
| 3,05 % | 0 % | 3,05 % | / |
- Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
| ISIN | absolut | in % | direkt (§ 33 WpHGl | zugerechnet (§ 34 WpHGl | direkt (§ 33 WpHGl | zugerechnet (§ 34 WpHGl |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 90000 | 1984816 | 0,13 % | 2,86 % | ||
| Summe | 2074816 | 2,99 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG.
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG.
-
Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden. -
Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Datum: 18.12.2019
Stimmrechtsmitteilung vom 13.12.2019
- Details of issuer: Dürr Aktiengesellschaft
- Reason for notification: Acquisition/disposal of shares with voting rights
- Details of person subject to the notification obligation: Harris Associates L.P., Wilmington, Delaware, United States of America (USA)
- Names of shareholder(s): see above 3.
- Date on which threshold was crossed or reached: 10 Dec 2019
- Total positions
| % of voting rights attached to shares (total of 7.a.) | % of voting rights through instruments (total of 7.b.1 + 7.b.2) | Total of both in % (7.a. + 7.b.) | Total number of voting rights pursuant to Sec. 41 WpHG New |
|---|---|---|---|
| 3.08 % | 0.00 % | 3.08 % | 69202080 |
| Previous notification | / | ||
| 2.98 % | 0.00 % | 2.98 % |
- Details on total positions
a. Voting rights attached to shares (Sec. 33, 34 WpHG)
| ISIN | Direct (Sec. 33 WpHG) | Indirect (Sec. 34 WpHG)) | Direct (Sec. 33 WpHG) | Indirect (Sec. 34 WpHG) |
|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 0 | 2134035 | 0.00 % | 3.08 % |
| Total | 2134035 | 3.08 % |
b.1. Instruments according to Sec. 38 (1) no. 1 WpHG:
b.2. Instruments according to Sec. 38 (1) no. 2 WpHG:
-
Information in relation to the person subject to the notification obligation:
Person subject to the notification obligation is not controlled nor does it control any other undertaking(s) that directly or indirectly hold(s) an interest in the (underlying) issuer (1.). -
In case of proxy voting according to Sec. 34 para. 3 WpHG (only in case of attribution of voting rights in accordance with Sec. 34 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG):
- Other explanatory remarks:
Date: 12 Dec 2019
Stimmrechtsmitteilung vom 11.12.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: New York Life Insurance Company, New York, Vereinigte Staaten von Amerika
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 06.12.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu |
|---|---|---|---|
| 3,06 % | 0 % | 3,06 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | / | ||
| 2,99 % | 0 % | 2,99 % |
- Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
| ISIN | absolut | in % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 2119621 | % | 3,06 % | |||
| Summe | 2119621 | 3,06 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG.
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG.
- Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher | Instrumente in %, wenn 5% oder höher | Summe in %, wenn 5% oder höher |
|---|---|---|---|
| New York Life Insurance Company | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings LLC | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings International | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings II International | % | % | % |
| Candriam Group | % | % | % |
| Candriam Luxembourg | 3,06 % | % | % |
| Candriam Belgium | 3,06 % | % | % |
| New York Life Insurance Company | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings LLC | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings International | % | % | % |
| New York Life Investment Management Holdings II International | % | % | % |
| Candriam Group | % | % | % |
| Candriam Luxembourg | 3,06 % | % | % |
| Candriam France | 3,06 % | % | % |
- Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Datum: 09.12.2019
Stimmrechtsmitteilung vom 06.12.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: New York Life Insurance Company, New York, Vereinigte Staaten von Amerika
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 04.12.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu |
|---|---|---|---|
| 2,99 % | 0 % | 2,99 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | / | ||
| 3,02 % | 0,01 % | 3,03 % |
- Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
| ISIN | absolut | in % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 2074111 | % | 2,99 % | |||
| Summe | 2074111 | 2,99 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
8.# Stimmrechtsmitteilung vom 05.12.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Credit Suisse Fund Management S.A., Luxemburg, Luxemburg
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 29.11.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 3,05 % | 0 % | 3,05 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | 2,93 % | 0 % | 2,93 % | / |
-
Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)| ISIN | absolut | % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | | :------------- | :------ | :---- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 110000 | 1998710 | 0,16 % | 2,89 % | | | | **Summe** | 2108710 | 3,05 % | | | | |b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -
Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden.
- Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Stimmrechtsmitteilung vom 03.12.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Credit Suisse Fund Management S.A., Luxemburg, Luxemburg
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 15.11.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 2,93 % | 0 % | 2,93 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | 3,09 % | 0 % | 3,09 % | / |
-
Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)| ISIN | absolut | % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | | :------------- | :------ | :---- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 110000 | 1917235 | 0,16 % | 2,77 % | | | | **Summe** | 2027235 | 2,93 % | | | | |b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -
Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden.
- Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Notification of Major Holdings
- Details of issuer: Dürr Aktiengesellschaft
- Reason for notification: Acquisition/disposal of shares with voting rights
- Details of person subject to the notification obligation: Harris Associates L.P., Wilmington, Delaware, United States of America (USA)
- Names of shareholder(s): see above 3.
- Date on which threshold was crossed or reached: 11 Nov 2019
- Total positions
| % of voting rights attached to shares (total of 7.a.) | % of voting rights through instruments (total of 7.b.1 + 7.b.2) | Total of both in % | Total number of voting rights pursuant to Sec. 41 WpHG | |
|---|---|---|---|---|
| New | 2.98 % | 0.00 % | 2.98 % | 69202080 |
| Previous notification | 3.03 % | 0.00 % | 3.03 % | / |
-
Details on total positions
a. Voting rights attached to shares (Sec. 33, 34 WpHG)| ISIN | Absolute | In % | Direct (Sec. 33 WpHG) | Indirect (Sec. 34 WpHG) | Direct (Sec. 33 WpHG) | Indirect (Sec. 34 WpHG) | | :------------- | :------- | :---- | :-------------------- | :---------------------- | :-------------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 0 | 2064835 | 0.00 % | 2.98 % | | | | **Total** | 2064835 | 2.98 %| | | | |b.1. Instruments according to Sec. 38 (1) no. 1 WpHG:
b.2. Instruments according to Sec. 38 (1) no. 2 WpHG: -
Information in relation to the person subject to the notification obligation: Person subject to the notification obligation is not controlled nor does it control any other undertaking(s) that directly or indirectly hold(s) an interest in the (underlying) issuer (1.).
- In case of proxy voting according to Sec. 34 para. 3 WpHG (only in case of attribution of voting rights in accordance with Sec. 34 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG):
- Other explanatory remarks:
Stimmrechtsmitteilung vom 17.09.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: New York Life Insurance Company, New York, Vereinigte Staaten von Amerika
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 06.09.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 3,02 % | 0,01 % | 3,03 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | n.a. % | n.a. % | n.a. % | / |
-
Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)| ISIN | absolut | % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | | :------------- | :------ | :---- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 2089469 | % | 3,02 % | | | | | **Summe** | 2089469 | 3,02 % | | | | |b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % | | :------------------ | :------------------- | :--------------------------- | :------------------------------------- | :------------------ | :--------------- | | Equity Swap | n.a. | n.a. | | 3555 | 0,01 % | | **Summe** | | | | 3555 | 0,01 % | -
Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher New York Life Insurance Company % % % New York Life Investment Management Holdings LLC % % % New York Life Investment Management Holdings International % % % New York Life Investment Management Holdings II International % % % Candriam Group % % % Candriam Luxembourg 3,03 % % % Candriam Belgium 3,03 % % % New York Life Insurance Company % % % New York Life Investment Management Holdings LLC % % % New York Life Investment Management Holdings International % % % New York Life Investment Management Holdings II International % % % Candriam Group % % % Candriam Luxembourg 3,03 % % % Candriam France 3,03 % % % -
Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Stimmrechtsmitteilung vom 12.09.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Harris Associates L.P., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 14.08.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 3,03 % | 0,00 % | 3,03 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | 2,92 % | n/a % | 2,92 % | / |
-
Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)| ISIN | absolut | % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | | :------------- | :------ | :---- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 0 | 2099835 | 0,00 % | 3,03 % | | | | **Summe** | 2099835 | 3,03 % | | | | |b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -
Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden.
- Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
- Sonstige Informationen:
Stimmrechtsmitteilung vom 01.08.2019
- Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
- Grund der Mitteilung: Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
- Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Credit Suisse Fund Management S.A., Luxemburg, Luxemburg
- Namen der Aktionäre: siehe 3.
- Datum der Schwellenberührung: 23.07.2019
- Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 3,09 % | n/a % | 3,09 % | 69202080 |
| letzte Mitteilung | n/a % | n/a % | n/a % | / |
-
Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)| ISIN | absolut | % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | | :------------- | :------ | :------- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- | | DE0005565204 | 80000 | 2057477 | 0,1156 % | 2,9731 % | | | | **Summe** | 2137477 | 3,09 % | | | | |b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
8.# Stimmrechtsmitteilung
Datum: 25.07.2019
Stimmrechtsmitteilung vom 26.06.2019
1. Angaben zum Emittenten:
Dürr Aktiengesellschaft
2. Grund der Mitteilung:
Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
AXA S.A., Paris, Frankreich
4. Namen der Aktionäre:
siehe 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
20.06.2019
6. Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl der Stimmrechte nach § 41 WpHG neu | |
|---|---|---|---|---|
| 2,96 % | 0,00 % | 2,96 % | 69202080 | |
| letzte Mitteilung | 4,97 % | 0,02 % | 4,99 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
| ISIN | Summe | absolut | in % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 2050312 | 2,96 % | 0 | 2050312 | 0,00 % | 2,96 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen, die Stimmrechte des Emittenten (1.) halten oder denen Stimmrechte des Emittenten zugerechnet werden.
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
10. Sonstige Informationen:
Datum: 26.06.2019
Stimmrechtsmitteilung vom 17.05.2018
1. Angaben zum Emittenten:
Dürr Aktiengesellschaft
2. Grund der Mitteilung:
Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg
4. Namen der Aktionäre:
siehe 3.
5. Datum der Schwellenberührung:
16.05.2018
6. Gesamtstimmrechtsanteile
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu | |
|---|---|---|---|---|
| 4,69 % | 0 % | 4,69 % | 34601040 | |
| letzte Mitteilung | 5,01 % | 0 % | 5,01 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
| ISIN | Summe | absolut | in % | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DE0005565204 | 1623292 | 4,69 % | 1623292 | 0 | 4,69 % | 0 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
10. Sonstige Erläuterungen:
Stimmrechtsmitteilung vom 17.11.2014
Die ALECTA PENSIONSFÖRSÄKRING, Stockholm, Schweden hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 11.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 1090000 Stimmrechten) betragen hat.
Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013
Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat.
Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011
Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN : 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. 28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen.
Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.
Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat.
Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.
Bietigheim-Bissingen, den 18. März 2020
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Dr. Jochen Weyrauch
Pekka Paasivaara
ANLAGE A
Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
| Tsd. € | Kumulierte Anschaffungswerte zum 1.Januar 2019 | Zugänge | Abgänge | Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2019 | Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2019 | Abschreibungen | Abgänge | Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2019 | Restbuchwerte zum 31. Dezember 2019 | Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 15.573 | 108 | -228 | 15.453 | 7.344 | 931 | - | 8.047 | 7.406 | 8.229 |
| Sachanlagen* | 788.779 | 44.720 | -203 | 851.706 | 513 | 94 | -163 | 444 | 185 | 275 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.986 | 4.447 | -15.225 | 9.208 | - | - | - | - | 9.208 | 19.986 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 816.053 | 76.599 | -15.656 | 876.996 | 7.857 | 1.025 | - | 8.491 | 868.505 | 808.196 |
| Gesamt | 816.053 | 76.599 | -15.656 | 876.996 | 8.491 | 1.025 | - | 8.491 | 868.505 | 808.196 |
- Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
ANLAGE B
Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB zum 31.12.2019
Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar.
| Name und Sitz | Anteil am Kapital in %* | Eigenkapital** in Tsd.€ | Jahresergebnis** in Tsd. € |
|---|---|---|---|
| A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | |||
| Deutschland | |||
| BENZ GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal | 100,0 | 18.797 | 6.788 |
| Carl Schenck Aktiengesellschaft, Darmstadt | 100,0 | 94.960 | - |
| DUALIS GmbH IT Solution, Dresden | 100,0 | 290 | - |
| Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen | 100,0 | 5.981 | - |
| Dürr International GmbH, Stuttgart | 100,0 | 12.428 | - |
| Dürr IT Service GmbH, Stuttgart | 100,0 | 30 | - |
| Dürr Somac GmbH, Stollberg/Erzgeb. | 100,0 | 5.015 | - |
| Dürr Systems AG, Stuttgart | 100,0 | 217.343 | - |
| Dürr Technologies GmbH, Stuttgart | 100,0 | 304.408 | - |
| Dürr thermea GmbH, Bietigheim-Bissingen | 100,0 | 5.868 | 3.586 |
| HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgeb. | 100,0 | 15.488 | - |
| HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz | 100,0 | 40.021 | - |
| Homag eSolution GmbH, Schopfloch | 51,0 | 1.160 | 557 |
| HOMAG Finance GmbH, Schopfloch | 100,0 | 62.226 | 14.386 |
| HOMAG GmbH, Schopfloch | 100,0 | 86.546 | - |
| Homag Group AG, Schopfloch | 64,0 | 106.207 | - |
| HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo | 100,0 | 19.602 | - |
| HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw | 100,0 | 14.025 | - |
| iTAC Software AG, Montabaur | 100,0 | 11.093 | 4.470 |
| LOXEO GmbH, Stuttgart | 100,0 | 25 | - |
| Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach | 100,0 | 2.720 | - |
| Schenck Industrie-Beteiligungen GmbH, Darmstadt | 100,0 | 21.668 | 1.820 |
| Schenck RoTec GmbH, Darmstadt | 100,0 | 9.226 | - |
| SCHENCK TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH, Darmstadt | 100,0 | 12.540 | - |
| SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler | 100,0 | 15 | - |
| tapio GmbH, Nagold | 100,0 | 971 | - |
| Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch | 100,0 | 11 | - |
| Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann | 75,9 | 7.840 | 5.582 |
| Sonstige europäische Länder | |||
| AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Senderborg / Dänemark | 100,0 | -2.246 | 1.354 |
| Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande | 100,0 | 867 | 175 |
| Carl Schenck spol. s r.o., Modrice / Tschechische Republik | 100,0 | 686 | 114 |
| CPM S.p.A., Beinasco / Italien | 51,0 | 21.997 | 6.350 |
| Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich | 100,0 | 8.846 | 654 |
| Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien | 100,0 | 1.247 | - |
| Durr Limited, Warwick / Großbritannien | 100,0 | 11.043 | 2.336 |
| Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen | 100,0 | 17.060 | 2.909 |
| Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sazavou / Tschechische Republik | 100,0 | 4.687 | - |
| Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei | 100,0 | 2.284 | 152 |
| Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich | 100,0 | 20.216 | 1.082 |
| Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian / Spanien | 100,0 | 10.055 | 5.037 |
| Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei | 100,0 | 1.313 | 636 |
| Dürr Universal Europe Ltd., Hinckley / Großbritannien | 100,0 | 4.005 | - |
| Homag (Schweiz] AG, Höri / Schweiz | 100,0 | 4.099 | 2.540 |
| HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee/Österreich | 100,0 | 1.248 | 381 |
| HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark | 100,0 | 2.252 | 876 |
| HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valles (Barcelona] / Spanien | 100,0 | 1.737 | 301 |
| HOMAG France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich | 100,0 | 5.775 | 2.746 |
| HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien | 100,0 | 873 | 151 |
| HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano / Italien | 100,0 | 4.487 | 1.372 |
| HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, L'Ametlla del Valles / Spanien | 100,0 | 5.748 | 2.481 |
| HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen | 100,0 | 27.763 | 3.392 |
| HOMAG Services Poland Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen | 100,0 | 1.680 | 83 |
| HOMAG U.K. | |||
| :------------------------------------------ | :--------- | :--------------------- | :---------------- |
| Europa | |||
| Dürr (China) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China | 100,0 | 6.009 | 2.237 |
| MEGTEC Environmental Limited, Standish / Großbritannien | 100,0 | 1.730 | -2.230 |
| MEGTEC IEPG BV, Amsterdam / Niederlande | 100,0 | 25.095 | 3.618 |
| MEGTEC Systems AB, Göteborg / Schweden | 100,0 | 8.416 | -8 |
| MEGTEC Systems S.A.S., Lisses / Frankreich | 100,0 | 12.883 | - |
| Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien | 65,0 | 4.724 | -562 |
| OOO "Homag Russland", Moskau / Russland | 100,0 | 1.898 | 744 |
| OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland | 100,0 | 1.763 | 1.319 |
| Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien | 100,0 | 410 | 7 |
| Schenck Limited, Warwick / Großbritannien | 100,0 | 2.274 | 478 |
| Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich | 100,0 | 8.564 | 3.000 |
| Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien | 51,0 | 118 | 6 |
| Verind S.p.A., Rodano / Italien | 50,0 | 7.162 | 987 |
| Nordamerika / Zentralamerika | |||
| BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina / USA | 100,0 | 1.660 | 259 |
| Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro / Mexiko | 100,0 | 17.858 | 5.140 |
| Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA | 100,0 | 105.561 | -1.522 |
| Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin / USA | 100,0 | 27.686 | -2.920 |
| Durr MEGTEC LLC, De Pere, Wisconsin / USA | 100,0 | 61.805 | 1.985 |
| Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA | 100,0 | 130.489 | 6.715 |
| Durr Universal Inc., Stoughton, Wisconsin / USA | 100,0 | 39.812 | 5.898 |
| Dürr Universal S. de R.L. de C.V., San Luis Potosi / Mexiko | 100,0 | 3.290 | 109 |
| HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario / Kanada | 100,0 | 4.560 | 1.094 |
| Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA | 100,0 | -1.791 | -553 |
| MEGTEC Energy & Environmental LLC, De Pere, Wisconsin / USA | 100,0 | 3.137 | - |
| MEGTEC India Holdings LLC, De Pere, Wisconsin / USA | 100,0 | 2.778 | - |
| MEGTEC Systems Australia Inc., Wilmington, Delaware / USA | 100,0 | 757 | 5 |
| MEGTEC Turbosonic Inc., Waterloo / Kanada | 100,0 | 9.439 | 1.056 |
| MTS Asia Inc., De Pere, Wisconsin / USA | 100,0 | 9.064 | - |
| Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA | 100,0 | 67.460 | 4.463 |
| Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt / Mexiko | 100,0 | 1.210 | 603 |
| SCHENCK USA CORP, Deer Park, New York / USA | 100,0 | 18.450 | 2.303 |
| STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan / USA | 100,0 | 30.164 | 18.729 |
| Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts / USA | 100,0 | 5.176 | 631 |
| Universal AET Holdings, LLC, Stoughton, Wisconsin / USA | 100,0 | - | - |
| Universal Silencer Mexico II LLC, Stoughton, Wisconsin / USA | 100,0 | 82 | - |
| Universal Silencer Mexico LLC, Stoughton, Wisconsin / USA | 100,0 | 8.166 | - |
| Südamerika | |||
| AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien | 100,0 | 356 | 376 |
| CPM DO PERNAMBUCO MANUTENCAO DE MAQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA., Goiana / Brasilien | 99,0 | 542 | 113 |
| Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | 100,0 | 12.952 | 2.336 |
| HOMAG INDUSTRIA E COMERCIO DE MAQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboao da Serra / Brasilien | 100,0 | 2.094 | 78 |
| Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien | 100,0 | 30 | - |
| VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP Betim / Brasilien | 100,0 | 892 | 111 |
| Afrika / Asien / Australien | |||
| AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur | 100,0 | 782 | 221 |
| Dürr (Thailand] Co., Ltd., Bangkok / Thailand | 100,0 | 2.939 | 265 |
| Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika | 100,0 | 4.285 | 2.722 |
| Dürr India Private Limited, Chennai / Indien | 100,0 | 7.871 | 3.405 |
| Dürr Japan K.K., Tokio / Japan | 100,0 | - | 723 |
| Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea | 100,0 | 24.291 | 1.273 |
| Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai] Co. Ltd., Schanghai / V. R. China | 100,0 | 83.068 | 28.237 |
| Durr Systems (Malaysia] Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia | 100,0 | 1.496 | 22 |
| Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko | 100,0 | 455 | 140 |
| DURR VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam | 100,0 | 1.837 | 1.337 |
| EPE Fund 3 (RF] (Pty] Ltd., Port Elizabeth / Südafrika | 100,0 | 10 | - |
| H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 49,0 | - | -709 |
| Homag Asia (Thailand] Co., Ltd., Bangkok / Thailand | 100,0 | 637 | 219 |
| HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong / Malaysia | 100,0 | - | -209 |
| HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | - | -92 |
| HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur | 100,0 | - | -1.376 |
| Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien | 100,0 | 3.045 | 30 |
| Homag India Private Limited, Bangalore / Indien | 100,0 | 4.861 | 484 |
| Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan | 100,0 | 8.025 | 1.431 |
| HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul / Südkorea | 100,0 | 2.761 | 584 |
| Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China | 81,3 | 22.987 | 5.056 |
| HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland | 100,0 | 25 | 10 |
| HOMAG VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam | 100,0 | - | -75 |
| Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika | 75,0 | 832 | 28 |
| MEGTEC Systems India Private Ltd., Pune / Indien | 100,0 | 3.328 | 479 |
| MEGTEC Systems Shanghai Ltd., Schanghai / V. R. China | 100,0 | 4.489 | 95 |
| MEGTEC Thermal Energy & Environment Technology (Shanghai) Ltd., Schanghai / V. R. China | 100,0 | 2.032 | -162 |
| PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien | 100,0 | 866 | 19 |
| Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien | 100,0 | 8.055 | 792 |
| Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China | 100,0 | 30.506 | 6.430 |
| Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China | 100,0 | - | -888 |
| Universal Acoustic & Emission Technologies Pvt. Ltd., Pune /Indien | 100,0 | 1.360 | 91 |
| B. Nicht konsolidierte Gesellschaften | |||
| Aviva Vermögensverwaltung GmbH i.L., München / Deutschland | 100,0 | - | -1.078 |
| Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland | 100,0 | 25 | - |
| Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart / Deutschland | 50,0 | - | - |
| Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland | 100,0 | 1.114 | -18 |
| C. Assoziierte Beteiligungen | |||
| HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China | 25,0 | 48.518 | 6.748 |
| Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan | 50,0 | 40.966 | 4.224 |
| D. Sonstige Beteiligungen | |||
| ADAMOS GmbH, Darmstadt / Deutschland | 14,3 | 859 | -7.558 |
| Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland | 1,4 | - | - |
| Heat-Matrix Group B.V., Utrecht / Niederlande | 13,4 | 2.281 | 272 |
| Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan | 10,0 | 48.522 | 4.064 |
| SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland | 15,0 | 146.105 | 5.909 |
- Beteiligung gemäß § 16 AktG
** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für 100% Kapitalanteil
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
3 Aufgrund von vertraglichen Vereinbarungen beträgt der Anteil am Stimmrecht 100%
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
AN DIE DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, — bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Dürr Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 (im Folgenden: "Lagebericht") geprüft. Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
— entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
— vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.# BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
(1) WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Anteile an verbundenen Unternehmen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Hierzu werden die Ertragswerte einer jeden Beteiligung ermittelt. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Erträge des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Wertberichtigungen auf die Beteiligungsansätze. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen für vier Detailplanungsjahre zugrunde, die vom Management erstellt und verabschiedet werden. Die Abzinsung erfolgt mittels der jeweils unternehmensspezifischen risikoadjustierten Kapitalisierungszinssätze. Die in die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ermessensbehaftet. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet.
Prüferisches Vorgehen: Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budgetplanung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre zur Kenntnis. Aufgrund neuer Entwicklungen wurde die Budget-Planung nochmals aktualisiert. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Wir haben uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Darüber hinaus haben wir die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit den Angaben zu den Prognosen im Lagebericht verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vorjahresplanung auf der Basis einer Soll-Ist-Abweichungsanalyse analysiert. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrundeliegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, in dem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Des Weiteren haben wir die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen plausibilisiert. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen.
Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den damit in Zusammenhang stehenden Ermessensentscheidungen sind in III. Textziffer (1) des Anhangs enthalten.
(2) ANSATZ UND BEWERTUNG VON STEUERRÜCKSTELLUNGEN
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von Ertragsteuern war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da dies in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter der Dürr Aktiengesellschaft erfordert. Dies betrifft insbesondere die bilanzielle Würdigung und Bewertung von unsicheren Steuerpositionen und deren Vollständigkeit. Steuerliche Sachverhalte haben daher einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft.
Prüferisches Vorgehen: Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer Steuerabteilung in unsere Prüfung eingebunden. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den von der Dürr Aktiengesellschaft eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Ertragsteuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu ertragsteuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2019, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Feststellungen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Steuerrückstellungen.
Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Ertragsteuerrückstellungen sind in III. Textziffer (10) des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.# VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Abschlussprüfer der Dürr Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch.
Stuttgart, 18. März 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Marbler, Wirtschaftsprüfer
Koch, Wirtschaftsprüfer
Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 12. Dezember 2018 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 -bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 -vollumfänglich entsprochen wurde und wird.
Bietigheim-Bissingen, den 10. Dezember 2019
Für den Aufsichtsrat
Karl-Heinz Streibich
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bietigheim-Bissingen, den 10. Dezember 2019
Für den Vorstand
Ralf Dieter
Vorsitzender des Vorstands