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Dürr AG Annual Report 2018

Apr 30, 2019

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Annual Report

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Dürr Aktiengesellschaft Stuttgart Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Dürr-Konzern hat das Jahr 2018 mit neuen Rekorden bei Auftragseingang und Umsatz abgeschlossen. Sonderaufwendungen, die ab 2019 zu einer nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft beitragen werden, waren der Hauptgrund dafür, dass das Ergebnis den Vorjahreswert unterschritt. Beispiele für Maßnahmen zur Ertragsstärkung sind das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems sowie die Einstellung des defizitären Mikrogasturbinengeschäfts, die sich positiv auf das Ergebnis von Clean Technology Systems auswirken wird. Auch der Kauf der US-Umwelttechnikunternehmen MEGTEC und Universal und die damit verbundene strategische Neuausrichtung von Clean Technology Systems bilden wichtige Grundlagen für profitables Wachstum. Dasselbe gilt für die 2018 begonnene Reorganisation des Produktionssystems der HOMAG Group. Sie ist eine Voraussetzung, um insbesondere großvolumige Aufträge im Systemgeschäft mit kompletten Möbelproduktionslinien effizienter abzuwickeln. Der Aufsichtsrat unterstützt all diese Optimierungsmaßnahmen des Vorstands und ist überzeugt, dass sie der Wertsteigerung im Sinne der Aktionäre zugutekommen werden.

Mit Blick auf die Megatrends Elektromobilität und Digitalisierung sieht der Aufsichtsrat den Konzern gut positioniert. Das wachsende Geschäftsvolumen im Bereich E-Mobilität und das Interesse der Kunden an unseren Produktinnovationen für den Bau von Elektroautos unterstreichen, dass das Unternehmen ein leistungsfähiger Partner für den Wandel hin zur Elektromobilität ist. Auch für die digitale Transformation hat der Dürr-Konzern eine klare Strategie. 2018 floss ein Großteil des Forschungs- und Entwicklungsbudgets in digitale Lösungen für die Produktion. Mit seinem Digitalangebot sowie wegweisenden Pilotprojekten gehört der Dürr-Konzern zu den Schrittmachern der Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Jahr 2018 konstruktiv begleitet und eingehend beraten. Die erforderlichen Informationen zu Geschäftsentwicklung, strategischen Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtigen Geschäften wurden vom Vorstand unverzüglich und vollständig bereitgestellt. Allen Aufsichtsratsbeschlüssen ging eine genaue Prüfung und Erörterung auf Basis schriftlicher Entscheidungsvorlagen voraus. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsmäßig und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat das Risikomanagementsystem bei operativen, finanzwirtschaftlichen und juristischen Fragen effektiv genutzt; dabei standen ihm die Konzernabteilungen Compliance, Recht, Controlling und interne Revision zur Seite. Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig umfassende Informationen über Risiken und Chancen; bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems hat er den Vorstand effektiv unterstützt.

Im Jahr 2018 fanden fünf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Nur in einem Fall konnte ein Mitglied nicht an einer Sitzung teilnehmen. Auch bei den Ausschusssitzungen gab es lediglich eine Nichtteilnahme. Zwischen den Sitzungen habe ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand beraten. Über die Ergebnisse dieser Gespräche habe ich die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats zeitnah unterrichtet.

WICHTIGE THEMEN DER SITZUNGEN

In allen Aufsichtsratssitzungen des Jahres 2018 wurden Marktlage, Geschäftsverlauf, finanzielle Situation und der Ausblick eingehend erörtert. Auch die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie von ROCE, Cashflow und Liquidität wurde genau verfolgt. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die größten Aufträge und die Pipeline mit bevorstehenden Auftragsvergaben von Kunden informieren, ebenso über die Fortschritte der Strategie digital@DÜRR und des Optimierungsprogramms FOCUS 2.0.

Das erste Treffen des Jahres 2018 fand anlässlich der bilanzfeststellenden Sitzung am 21. März statt. Auf der Agenda standen die Prüfung und Verabschiedung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 sowie die Durchsprache der Tagesordnung für die Hauptversammlung. Auf Empfehlung des Personalausschusses legte der Aufsichtsrat die rollierende Long-Term-Incentive-Tranche für die Vorstandsvergütung der Jahre 2018 bis 2020 fest. Ebenfalls auf Vorschlag des Personalausschusses beschloss der Aufsichtsrat, die Vergütung von Herrn Dr. Jochen Weyrauch anzuheben. Damit trug er der Tatsache Rechnung, dass Herr Dr. Weyrauch zum 1. Januar 2018 im Vorstand zusätzlich die Verantwortung für die Division Paint and Final Assembly Systems und das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 übernommen hat. Im weiteren Sitzungsverlauf berichtete der Vorstand über seine Pläne zur Akquisition von MEGTEC und Universal. Ferner präsentierte Herr Dieter den ersten Personalbericht des Jahres.

In der Sitzung am 9. Mai 2018, die vor Beginn der Hauptversammlung abgehalten wurde, erhielt der Aufsichtsrat ausführliche Informationen über den beabsichtigten Kauf von MEGTEC und Universal sowie über die strategische Neuausrichtung von Clean Technology Systems. In einem entsprechenden Beschluss legte der Aufsichtsrat die Modalitäten und den Kaufpreisrahmen für die Transaktion fest.

In der Sitzung vom 31. Juli wurden zunächst der aktuelle Risikobericht sowie die Themen Compliance und interne Revision besprochen. Nach einem Bericht zum Stand der Akquisition von MEGTEC und Universal präsentierte Herr Crosetto das Projekt "One Finance", das auf Effizienzsteigerungen im Finanzbereich abzielt. Im Kontext der Digitalisierung ließ sich der Aufsichtsrat eine Demoversion der Plattform ADAMOS für das Industrial Internet of Things zeigen. Ferner wurde das Ergebnis der zuvor durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrats diskutiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats bewerteten die Effizienz der Arbeit von Plenum und Ausschüssen positiv, ebenso die Vorbereitung der Sitzungen durch den Vorstand. Mit Blick auf die Ansetzung und den Ablauf der Sitzungen wurden kleinere Verbesserungen diskutiert und beschlossen.

In der Sitzung vom 25. September berief der Aufsichtsrat Herrn Pekka Paasivaara, Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG, in den Vorstand der Dürr AG und passte den Geschäftsverteilungsplan entsprechend an. Die Bestellung ist seit dem 1. Januar 2019 wirksam und erfolgte auf Empfehlung des Personalausschusses. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten der Geschäftsverlauf und die Strategie der HOMAG Group. Mit Blick auf die Neuausrichtung von Clean Technology Systems erläuterte der Vorstand die Situation im defizitären Mikrogasturbinengeschäft. Danach nahm der Aufsichtsrat die EMIR-Prüfung 2017 zum Hedging von Fremdwährungsrisiken zur Kenntnis und diskutierte über die bevorstehende Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung gemäß § 315b Abs. 1 HGB. Im Ergebnis beauftragte die Dürr AG die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) der nichtfinanziellen Konzernerklärung für 2018. Am 17. Oktober 2018 stimmte der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren der vom Vorstand vorgeschlagenen Einstellung des Mikrogasturbinengeschäfts zu.

In der Sitzung am 12. Dezember beschloss der Aufsichtsrat zunächst die vorzeitige Neubestellung von Herrn Dieter. Weitere Hauptthemen waren die Strategie und das Budget. Der Vorstand berichtete ausführlich über den Stand der Konzernstrategie "Dürr 2020" und die dazugehörige Digitalstrategie digital@DÜRR. Danach genehmigte der Aufsichtsrat das Budget für 2019, nahm die Planung für den Zeitraum 2020 bis 2022 zur Kenntnis und erörterte den zweiten Risikobericht sowie den Bericht zum internen Kontrollsystem. Herr Professor Dr.-Ing. Holger Hanselka, Vorsitzender des Dürr Technology Council, informierte über die Arbeit dieses externen Expertenbeirats im Jahr 2018. Informationen über das Dürr Technology Council finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung des Lageberichts. Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichneten die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiterführende Informationen dazu enthält der Corporate-Governance-Bericht.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Zum 1. Januar 2018 habe ich den Vorsitz im Aufsichtsrat von Herrn Klaus Eberhardt übernommen. Die entsprechende Wahl durch die Mitglieder des Aufsichtsrats fand am 4. Oktober 2017 statt. Herr Eberhardt legte Mitgliedschaft und Vorsitz im Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2017 nieder. Der gesamte Aufsichtsrat dankt ihm an dieser Stelle nochmals herzlich für sein Engagement im Dürr-Konzern.

Zum 1. Januar 2018 wurde Herr Dr. Rolf Breidenbach gerichtlich als neues Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Auf der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 stellte sich Herr Dr. Breidenbach zur Wahl und wurde im Amt bestätigt.

Im Zuge des Ausscheidens von Herrn Eberhardt gab es auch Veränderungen in den Ausschüssen. Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 wurde Herr Richard Bauer zum Mitglied des Personal-, Vermittlungs- und Nominierungsausschusses gewählt. Ich selbst habe den Vorsitz dieser drei Ausschüsse übernommen.

ARBEIT DER AUSSCHÜSSE

Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, tagte im Jahr 2018 drei Mal. Am 21. März beschäftigte er sich mit der LTI-Tranche für die Jahre 2018 bis 2020 sowie mit der Anhebung der Vergütung von Herrn Dr. Weyrauch. Die Sitzung am 25. September stand im Zeichen der Bestellung von Herrn Paasivaara in den Vorstand. Bei dem Treffen am 12. Dezember standen die vorzeitige Neubestellung von Herrn Dieter und die LTI-Tranche für die Jahre 2019 bis 2021 auf der Agenda.

Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2018 ebenfalls drei Sitzungen ab.# Darin beschäftigte er sich intensiv mit den Quartals-, Jahres- und Konzernabschlüssen sowie wichtigen Bilanzierungssachverhalten wie der Erstkonsolidierung von MEGTEC/Universal, der Erstanwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse) und den Auswirkungen der Steuerreform in den USA. Ferner befasste er sich mit den Prozessen und dem Berichtswesen im Bereich Corporate Social Responsibility sowie mit der Vorbereitung der Prüfung der nichtfinanziellen Konzernerklärung 2018. In diesem Kontext empfahl er dem Plenum, die nichtfinanzielle Konzernerklärung wie im Vorjahr einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) durch den Wirtschaftsprüfer zu unterziehen. Der Prüfungsausschuss schlug auch die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung vor und überwachte die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften. Er kontrollierte und bestätigte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems und beachtete dabei auch neu hinzugekommene Anforderungen. Ferner überprüfte er den Rechnungslegungsprozess und das Compliance-Management-System (CMS). Dabei informierte er sich auch über die laufende Optimierung des CMS, die auf einer externen Evaluierung des Systems im Jahr 2017 basiert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat in dessen Sitzungen vom 21. März, 31. Juli und 12. Dezember 2018 über die Arbeit des Ausschusses. Der Nominierungsausschuss trat im Jahr 2018 nicht zusammen, da keine Neubesetzungen im Aufsichtsrat vorzubereiten waren. Auch der Vermittlungsausschuss musste wie in den Vorjahren nicht einberufen werden.

PRÜFUNG UND FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2018 aufgestellten Jahresabschluss der Dürr AG, den Dürr-Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2019 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am 20. März 2019 teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer für die Dürr AG war bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum zweiten Mal Herr Marco Koch. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses nahm Herr Federer in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich Stellung zu den Prüfungsunterlagen, den Vorgesprächen mit den Wirtschaftsprüfern und den Prüfungsschwerpunkten. Letztere waren die Erstkonsolidierung und die Darstellung des Erwerbs von MEGTEC/Universal im Anhang zum Konzernabschluss sowie die internen Kontrollen und Prozesse im Mahnwesen bei ausstehenden Kundenforderungen. Auf Basis der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht, der die nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält, geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns - vorgesehen ist eine Dividende von 1,00 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2018 - schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Leitern der Divisions, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2018. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen.

Bietigheim-Bissingen, 21. März 2019

Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Aufsichtsrats

GRUNDLAGEN

DER KONZERN IM ÜBERBLICK

PROFIL

Der Dürr-Konzern gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Wir verfügen über eine ausgeprägte Kompetenz für die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Fertigungsprozesse. Unsere Maschinen, Anlagen und Services ermöglichen maximale Produktionseffizienz, sei es in der Automobilindustrie, auf die 56% unseres Umsatzes entfallen, oder in Branchen wie Holzbearbeitung, Maschinenbau, Chemie, Pharma und Elektro. Wir betreiben 108 Standorte in 32 Ländern. Mit den Marken Dürr, Schenck und HOMAG operieren wir weltweit. Außer in Nordamerika und Westeuropa sind wir auch in den Emerging Markets¹ stark vertreten. Dort erzielten wir im Geschäftsjahr 2018 46 % des Auftragseingangs und 48 % des Umsatzes.

ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS

Der Konzern besteht aus den drei Teilkonzernen Dürr Systems, HOMAG und Schenck. Die Dürr AG ist die Management-Holding des Konzerns. Sie steuert die Divisions und übernimmt übergeordnete Aufgaben wie Finanzierung, Controlling und Rechnungswesen sowie Recht, Steuern, interne Revision, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Gemeinsam mit den Beteiligungs-Holdings Dürr Technologies GmbH und Dürr International GmbH sowie der Dürr IT Service GmbH bildet die Dürr AG das Corporate Center.

Unser operatives Geschäft führen wir in fünf Divisions, die auch die berichtspflichtigen Segmente im Sinne der IFRS bilden:

  • Paint and Final Assembly Systems
  • Application Technology
  • Clean Technology Systems
  • Measuring and Process Systems
  • Woodworking Machinery and Systems

DIVISIONS, ABSATZMÄRKTE, MARKTANTEILE2, WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Paint and Final Assembly Systems

Paint and Final Assembly Systems plant, baut und modernisiert schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. In der Lackieranlagentechnik bieten wir Produkte und Verfahren für alle Prozessstufen. Kernprodukte sind das Tauchlackiersystem → Seite 206 RoDip, mit dem Karosserien ihre Korrosionsschutzschicht erhalten, und die energieeffizienten Lackierkabinensysteme EcoDryScrubber und EcoDryX. Meist umfasst unser Lieferumfang auch Steuerungs-, Trockner→ Seite 206 und Fördertechnik sowie die Zu- und Ablufttechnik.

Mit unseren Software-Lösungen decken wir die Industrie-4.0-Anforderungen unserer Kunden ab. Im Zentrum steht dabei die iTAC.MES.Suite für die Vernetzung und Steuerung von Produktionsanlagen. Mit 40 bis 45 % Weltmarktanteil stehen wir im Lackieranlagengeschäft an der Spitze des Wettbewerbs, gefolgt von Unternehmen aus Japan, Deutschland und China. Auch in der Endmontagetechnik gehören wir zu den wenigen Anbietern weltweit, die komplette Werke realisieren können. In diesem Bereich eröffnet die Elektromobilität zusätzliche Geschäftschancen: Weil Elektroautos einen weniger komplexen Antriebsstrang besitzen als herkömmliche Autos, lässt sich ihre Montage stärker automatisieren. Außerdem werden unsere Kunden zukünftig verstärkt Montagewerke umrüsten, um darin neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auch Hybrid- und Elektroautos produzieren zu können. Im Geschäft mit Endmontagelinien liegen wir bei einem Marktanteil von 20 bis 25 %. Zu Paint and Final Assembly Systems gehört auch die Einheit Dürr Consulting. Sie berät Kunden bei der Planung und Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen, vor allem in der Lackier- und Endmontagetechnik.

Application Technology

Application Technology erwirtschaftet rund 85% des Umsatzes mit Technologien für den automatischen Sprühauftrag von Füller-, Basis- und Klarlack. Hauptprodukte sind der Hochrotationszerstäuber → Seite 206 EcoBell3, der Farbwechsler EcoLCC2 und die dritte Generation unserer Lackierroboterfamilie EcoRP. Hinzu kommen zum Beispiel Systeme für Farbversorgung, Qualitätssicherung sowie Prozesssteuerung und -auswertung. Im Automotive-Geschäft sind wir mit rund 50% Weltmarktanteil der führende Anbieter. Unsere zwei wichtigsten Wettbewerber sind Hersteller von Standard-Industrierobotern. Zusätzlich zur Lackapplikationstechnik operieren wir in zwei angrenzenden Geschäftsfeldern: der Sealing-Technik und der Klebetechnik Seite 206. Sealing-Verfahren dienen zur Schweißnahtversiegelung, zum Auftrag des Unterbodenschutzes und zum Spritzen von Dämmmatten in Autos. Das Kleben ist eine Alternative zum Schweißen von Fahrzeugbauteilen in Rohbau und Endmontage. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass es den Einsatz nicht schweißbarer Leichtbau-Materialien → Seite 206 im Karosseriebau ermöglicht. In der Endmontage werden zum Beispiel Scheiben, Glasdächer, Cockpits und Tanks eingeklebt. Seit 2014 expandiert Application Technology auch außerhalb der Automobilbranche. Der dafür zuständige Bereich Industrial Products bietet Lackapplikationsprodukte für Branchen wie Kunststoff, Keramik, Schiffsbau, Holz und Möbel.

Clean Technology Systems

Clean Technology Systems ist vor allem in der Abluftreinigungstechnik aktiv. Unsere Ecopure-Abluftreinigungsanlagen kommen in Branchen wie Chemie, Pharma, Druck, Holzbearbeitung und Carbonfaserherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus entfallen rund 30 % des Umsatzes in der Abluftreinigungstechnik auf die Ausrüstung von Automobillackierereien.

2.1 - KONZERNSTRUKTUR

Management-Holding Divisions
Dürr AG Paint and Final Assembly Systems
Application Technology
Clean Technology Systems
Measuring and Process Systems
Woodworking Machinery and Systems

¹ Asien (ohne Japan), Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa
² intern ermittelt# 10-K Filing - DÜRR AG

BUSINESS

PRODUCTS AND SERVICES

The DÜRR Group’s business activities are divided into five divisions:

  • Paint and Final Assembly Systems: This division develops and builds production and assembly lines for the automotive industry. Its products are used in the painting and final assembly of vehicles. The division also offers services such as plant modernization and optimization.

  • Application Technology: This division supplies products for the automated application of paints and sealants, primarily to the automotive industry. Its portfolio includes application robots, sealing technology, and gluing technology.

  • Clean Technology Systems: The most important process in this division is thermal exhaust air purification, where pollutants are incinerated at temperatures of up to 1,000 °C. With the acquisition of the US environmental technology companies MEGTEC and Universal in October 2018, the market leadership in exhaust air purification technology was expanded, with a market share of around 25% since then. As MEGTEC/Universal achieved an annual revenue of approximately €200 million, the acquisition doubled the annual revenue of Clean Technology Systems to around €400 million. Further information on the acquisition can be found in the "Portfolio Changes" section and in the "Strategy" chapter → Page 26. In the area of energy efficiency technology, the focus is now exclusively on ORC systems, which generate electricity from waste heat. The loss-making business with micro gas turbines was discontinued in October 2018. Further information on this can be found in the "Portfolio Changes" section.

  • Measuring and Process Systems: This division offers balancing and diagnostic technology → Page 206, as well as assembly, testing, and filling technology products, with an automotive share of 65%. With market shares of around 45%, it is the world's largest provider. In filling technology → Page 206, the Agramkow Group also offers systems for the automated filling of refrigerators, air conditioners, and heat pumps with refrigerants. Important products in testing technology → Page 206 include, for example, test benches and adjustment stations for brakes, electronics, and chassis geometry. An innovation presented in 2018 is test benches for autonomous driving cars. The offering in assembly technology mainly consists of so-called "wedding stations" where the body and powertrain are joined and screwed together.

  • Woodworking Machinery and Systems: This division consists of the HOMAG Group, acquired in 2014, the world's leading provider of machines and systems for woodworking. With a good 30% global market share, the HOMAG Group ranks significantly ahead of the two next-largest competitors. Its technology is used by the furniture industry and craft businesses, for example, for the production of furniture, kitchens, parquet and laminate flooring, windows, doors, stairs, and wood-frame houses.

2.2 - FIELDS OF ACTIVITY AND SALES MARKETS

DIVISION PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS

Business Type Fields of Activity Customer Groups
Plant Engineering Car manufacturers
Painting plants Automotive suppliers
Individual painting process stations General industry (e.g., construction and agricultural machinery)
Service End assembly systems
Consulting Consulting Car manufacturers
Automotive suppliers
General industry

DIVISION APPLICATION TECHNOLOGY

Business Type Fields of Activity Customer Groups
Mechanical Engineering and Component Business Products for the automatic spray application of paint Car manufacturers
Sealing technology Automotive suppliers
Gluing technology General industry (e.g., plastics, ceramics, wood, shipbuilding)
Service

DIVISION CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS

Business Type Fields of Activity Customer Groups
Plant Engineering and Component Business Exhaust air purification plants Chemicals
Sound insulation systems Pharmaceuticals
Energy management and consulting Carbon fiber production
Service Printing/Coating
ORC technology Battery coating systems
Car manufacturers (paint shops)
Automotive suppliers (paint shops)
Wood processing
Mining
Energy industry
Oil and gas industry
Packaging industry
General industry
Operators of decentralized power plants

DIVISION MEASURING AND PROCESS SYSTEMS

Business Type Fields of Activity Customer Groups
Mechanical Engineering Balancing and diagnostic technology Car manufacturers
Assembly technology for vehicle final assembly Automotive suppliers
Testing technology for vehicle final assembly Electrical industry
Filling technology Turbine manufacturing/Power plants
Service Mechanical engineering Machine building
Aviation and aerospace
Household appliance industry

DIVISION WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS

Business Type Fields of Activity Customer Groups
Mechanical and Plant Engineering Machines and complete production lines for woodworking Wood processing industry
Service Woodworking crafts

The offering ranges from entry-level machines to fully automated production lines for lot-size-1 manufacturing. Core products include, for example, panel sizing saws, straight-line saws and drilling machines, grinding machines, edge banding machines, CNC machining centers, and handling and storage systems. For the HOMAG Group as a system provider, software solutions for digital production are of particular importance. These include, for example, maintenance apps or production control programs.

DIGITALIZATION/INDUSTRIAL INTERNET OF THINGS (IIoT)

The digitalization of production is currently the most important requirement of our customers. We have adapted to this: With the IIoT platform → Page 206 ADAMOS for mechanical engineering and the digital marketplaces LOXEO and tapio based on it, we have a forward-looking infrastructure to support users of our machines and systems with digital services → Page 206. In addition, we offer our customers modular software solutions for all stages of the production process. In the new Digital Factories at Dürr Systems, Schenck, and the HOMAG Group, we develop intelligent apps for our customers. The IIoT platform ADAMOS was developed with partners from the mechanical engineering and software industries. The LOXEO marketplace is aimed at customers of Dürr Systems and Schenck, while with tapio, the HOMAG Group addresses companies from the wood processing industry. Further information on ADAMOS, our digital@DÜRR strategy, and intelligent products can be found in the chapters "Strategy" → Page 26 and "Research and Development" → Page 31.

EXTENSIVE SERVICE OFFERING

With every machine and system sold, our installed base grows, and thus the potential to generate additional service business. Our service offering includes planning, rebuilding, modernization, optimization, and relocation of plants and machines, as well as audits of plant productivity and energy efficiency, software updates, training, maintenance, remote diagnostics → Page 206, repair, and spare parts delivery. In 2018, service revenue exceeded the 1 billion € mark for the first time with €1,039.0 million, accounting for 26.8% of Group revenue. At the end of 2018, 2,605 employees, or 16.0% of the Group's workforce, were employed in service.

TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH (TIP): REAL ESTATE SERVICE PROVIDER IN DARMSTADT

Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP), which belongs to Measuring and Process Systems, markets and operates office, production, and logistics areas at the Schenck site in Darmstadt. On 105,000 m² of land, 109,900 m² of space is rented out; of this, 46% is office space.

LEGAL CORPORATE STRUCTURE

Dürr AG holds a 100% stake in the following companies: Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Dürr Technologies GmbH, Carl Schenck AG, and Dürr IT Service GmbH. There are domination and profit transfer agreements between the first four companies and Dürr AG. Dürr AG has concluded a profit transfer agreement with Dürr IT Service GmbH. Through Dürr Technologies GmbH, we hold 63.9% of the shares in HOMAG Group AG. Since March 2015, a domination and profit transfer agreement has been effective between the two companies. Between Dürr Technologies GmbH and the shareholder group Schuler/Klessmann, which holds approximately 14.1% of the shares in HOMAG Group AG, there is a pool agreement. This gives us approximately 78% of the voting rights in shareholder meetings. The Schuler/Klessmann shareholder group includes the HOMAG founding family Schuler and the Klessmann Foundation. Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Carl Schenck AG, and HOMAG Group AG hold direct or indirect stakes in the other Group companies, mostly 100% stakes.

PORTFOLIO CHANGES

Acquisitions/Acquisition of Shares/Foundations

  • As of April 30, 2018, the shareholding in HOMAG Group AG was increased by 8 percentage points to 63.9%. The additional shares were acquired from the Schuler/Klessmann shareholder group, with the majority (7.05%) acquired through the exercise of a purchase option.
  • HOMAG Group AG founded HOMAG Vietnam Company Limited on July 30, 2018; furthermore, Dürr Systems AG founded Durr Vietnam Company Limited on December 20, 2018. Both new foundations serve to expand our presence in the growing Southeast Asian market.
  • On October 5, 2018, the acquisition of the industrial environmental technology business of the US company Babcock & Wilcox Enterprises, Inc. (B&W), announced in June, was completed. Through the US subsidiary Dürr Inc., 100% of the shares in Babcock & Wilcox MEGTEC LLC, Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc., and Babcock & Wilcox Universal Inc. were acquired. MEGTEC and Universal together achieve an annual revenue of approximately €200 million and were integrated into the Clean Technology Systems division. MEGTEC, the larger of the two acquired businesses, offers exhaust air purification systems as well as drying systems and coating systems for the production of electrodes used in lithium-ion batteries. Universal is a leading provider of acoustic solutions and specializes in noise and emission filtration systems. Further information on the described transactions can be found in Table 2.3.

2.3 - SUBSTANTIAL ACQUISITIONS/ACQUISITION OF SHARES/FOUNDATIONS

Stake Consolidation Type Included in Group Financial Statements Since Purchase Price Employees (31.12.2018) Division
HOMAG Group AG 63.9%¹ (previously 55.9%) Fully consolidated 03.10.2014 34.8 million € Woodworking Machinery and Systems

Wir sind weltweit in Nischenmärkten aktiv, in denen wir mit Marktanteilen von 25 bis 50 % der größte Anbieter sind. 62 % des Konzernumsatzes entfallen auf den Maschinenbau und 38% auf den Anlagenbau. Im Maschinenbau streben wir EBIT-Margen von 10 bis 12 % an. Im Anlagenbau beträgt die Zielspanne 6 bis 7 %. Bei der Kapitalrendite (ROCE) erzielt das Anlagenbaugeschäft höhere Werte von teilweise über 100%, da das Capital Employed dort sehr gering ist. In den Maschinenbauaktivitäten streben wir einen ROCE → Seite 207 von 15 bis 25 % an. Mit unserem Geschäftsmodell ist es möglich, hohe operative Cashflows und Free Cashflows → Seite 207 zu erzielen.

Finanzielle Bedeutung einzelner Produkte, Dienstleistungen und Absatzmärkte

Angesichts unseres breiten Angebotsspektrums ist die finanzielle Bedeutung einzelner Produkte und Dienstleistungen begrenzt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Lackieranlagengeschäft ist unsere Systemkompetenz, also die Fähigkeit, komplette Anlagen schlüsselfertig zu planen und zu bauen. Das wachsende Service-Geschäft generiert im Konzern einen überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag. Dank unserer internationalen Präsenz verfügen wir über eine ausgewogene regionale Umsatzverteilung. Im Jahr 2018 stammten 15,7 % der Erlöse aus Deutschland, 30,6 % aus anderen europäischen Ländern, 23,6 % aus Nord- und Südamerika sowie 30,1 % aus Asien, Afrika und Australien. Der Ergebnisbeitrag in den einzelnen Regionen entspricht ungefähr der Umsatzverteilung. In wachstumsstarken Regionen erzielen wir tendenziell etwas höhere Margen.

Geschäftsprozesse/Prozessvorteile

Unsere wichtigsten Geschäftsprozesse sind Planung, Engineering/ Konstruktion, Auftragsabwicklung und Service. Mit Blick auf Qualität, Liefertreue und Know-how-Schutz haben wir unsere Eigenfertigung in den zurückliegenden Jahren ausgeweitet. Besonders bei Großprojekten im Anlagenbau ist ein professionelles Projektmanagement erfolgskritisch. Ein Großprojekt benötigt meist 15 bis 24 Monate bis zum Abschluss, Aufträge im Maschinenbau benötigen zwischen 2 und 12 Monaten. Kleinere Umbau-, Modernisierungs- und Service-Projekte haben kürzere Laufzeiten. Großprojekte erfordern eine reibungslose Kooperation verschiedener Abteilungen und Standorte. Daher arbeiten wir mit digital unterstützten Standardprozessen in Planung, Auftragsabwicklung, Service und Verwaltung. Basis dafür sind weltweit durchgängige IT-Systeme. Diese vermeiden Schnittstellenprobleme, automatisieren Abläufe und ermöglichen den internationalen Austausch von Arbeitspaketen sowie eine effektive Kapazitätssteuerung.

Kundenbeziehungen

Die meisten Automobilhersteller und viele Zulieferer produzieren mit Dürr-Technik. Das Geschäft mit ihnen ist technisch komplex und langfristig angelegt, deshalb pflegen wir einen kontinuierlichen Austausch. Wir agieren als Planer, Berater und Anlagenlieferant. Bei großen Investitionsprojekten werden wir bis zu zwei Jahre vor Auftragsvergabe hinzugezogen. Als Service-Partner unterstützen wir unsere Kunden im Anlagenbetrieb und bei Modernisierungen. Oft informieren uns Kunden frühzeitig über die Entwicklung neuer Modelle, damit wir rechtzeitig die benötigte Produktionstechnik bereitstellen können. Die Maschinenbau-Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems haben eine sehr breite Marktbasis mit mehreren Zehntausend Kunden. Daher ist der Vertriebsaufwand höher als im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie. Neben der Lieferung von Einzelmaschinen gibt es aber auch im Maschinenbau größere Projekte mit längeren Laufzeiten.

Lieferantenbeziehungen

Wir beschaffen Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen bei mehreren Tausend Lieferanten. Neben Teile- und Komponentenzulieferern beauftragen wir oft auch Auftragsfertiger, Ingenieurdienstleister und Logistikunternehmen. Bei wichtigen Warengruppen schließen wir weltweit gültige Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten. Dadurch können wir Bedarfe mehrerer Gesellschaften und Divisions bündeln und Mengenvorteile nutzen. Weitere Informationen enthält das Kapitel "Beschaffung" → Seite 30.

Weitere Merkmale unseres Geschäftsmodells

Unsere Wertschöpfungstiefe ist mit 36 % relativ gering, hat aber in den vergangenen Jahren zugenommen. Maßgeblich dafür waren der Ausbau unserer Eigenfertigung und die Übernahme der HOMAG Group mit einer Wertschöpfungstiefe von 43 %. In der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems beträgt die Wertschöpfungstiefe lediglich 25 %. Aufgrund der niedrigen Wertschöpfungstiefe sind auch Anlagenintensität → Seite 207 und Kapitalbindung relativ gering. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen decken einen großen Teil der Forderungen und Vorräte im Umlaufvermögen ab. Daher ist das Net Working Capital (NWC) → Seite 207 im Anlagenbau meist gering oder sogar negativ. Auch bei den Fixkosten profitieren wir von der niedrigen Wertschöpfungstiefe und Anlagenintensität, was uns flexibler bei zyklischen Auftragsschwankungen macht. Die Days Working Capital betrugen 2018 im Schnitt etwa 43 Tage. Den Zielkorridor haben wir auf 40 bis 50 Tage erhöht (zuvor 30 bis 40 Tage), da das kapitalintensivere Maschinenbaugeschäft weiter an Bedeutung gewinnt. In den stark vom Maschinenbau geprägten Divisions Woodworking Machinery and Systems und Application Technology verzeichneten wir eine spürbare Zunahme der Vorräte. Gemessen am Umsatz ist unser üblicher Investitionsbedarf (ohne Akquisitionen) mit 80 bis 90 Mio. € pro Jahr niedrig. Auch hier macht sich der geringe Bedarf an Sachanlagen im Anlagenbau bemerkbar. Im Jahr 2018 waren die Investitionen mit 74,4 Mio. € relativ niedrig. Die HOMAG Group rechnet mit Investitionen von rund 40 Mio. € pro Jahr. Das ist mehr als in den anderen Divisions, da die Wertschöpfungstiefe der HOMAG Group deutlich höher ist. Unsere Materialkostenquote (Anteil der Materialkosten1am : u. Umsatz) ist in den vergangenen Jahren gesunken: von 46,8 % im Jahr 2012 auf 40,6% im Berichtsjahr. Dies resultiert einerseits aus dem Kauf der HOMAG Group, andererseits konnten wir den Aufwand für externe Produktionsdienstleister infolge unserer höheren Eigenfertigung verringern. Die meisten Divisions verfügen in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen. Dies reduziert ihren Importbedarf und damit die Transaktionsrisiken. Wichtiger sind Translationseffekte infolge der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro. Im Geschäft mit der Automobilindustrie haben Projekte oft lange Vorlaufzeiten. Dies verschafft uns eine gute Visibilität hinsichtlich des künftigen Auftragseingangs. Folglich können wir unsere künftige Umsatz-, Auslastungs- und Ertragssituation für einen Großteil des Geschäfts relativ gut abschätzen.

STANDORTE UND ARBEITSTEILUNG IM KONZERN

Durch die Akquisition von MEGTEC/Universal ist die Anzahl unserer Standorte von 92 auf 108 gestiegen. In den vergangenen Jahren haben die Standorte in den Emerging Markets an Bedeutung gewonnen. Dort waren Ende 2018 31,5 % der Belegschaft angestellt. Mit über 2.400 Beschäftigten (inklusive rund 350 externer Mitarbeiter) ist Schanghai der größte Standort in den Emerging Markets. Unsere Leitstandorte in Deutschland steuern das weltweite Geschäft des Konzerns. Der Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (rund 2.260 Mitarbeiter) ist die Zentrale des Konzerns und der Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems. Der Standort Darmstadt (rund 550 Mitarbeiter) koordiniert die Aktivitäten von Measuring and Process Systems.# Dürr 2020 Strategy

The "Dürr 2020" strategy forms the framework for the Dürr Group's development until 2020. Three key performance indicators are associated with this strategy:

  • Revenue: By 2020, revenue is targeted to increase to €4.0 to €4.2 billion. Originally, a target revenue of €5 billion was aimed for. However, this would have required a further significant acquisition. As such an acquisition is unlikely in the next twelve months from today's perspective, the revenue target for 2020 was reduced in October 2018.
  • EBIT Margin: The EBIT margin is targeted to increase to 7% to 8% by 2020. Until October 2018, a target corridor of 8% to 10% was aimed for. The reason for the adjustment was, on the one hand, that the achievable margins in the automotive business have decreased since the previous margin target (8% to 10%) was set in 2015. On the other hand, there were delays in the positive earnings development of the HOMAG Group in 2018.
  • ROCE: The ROCE → page 207 is to be permanently between 20% and 30% by 2020.

DEVELOPING NEW BUSINESS FIELDS THROUGH ACQUISITIONS

Acquisitions are a central element of our strategy, through which we aim to unlock potential for profitable growth. Acquisitions in both existing business areas and new fields of mechanical and plant engineering are under consideration. Our largest acquisition to date was the purchase of the HOMAG Group in 2014. The transaction reduced the proportion of automotive in Group revenue to 56%, and since 2017, the HOMAG Group has been the division contributing the most to Group EBIT.

Purchase of MEGTEC/Universal Strengthens Market Leadership in Exhaust Air Purification Technology

We completed another medium-sized acquisition in October 2018. Through the acquisition of the US environmental technology companies MEGTEC and Universal (full year 2018: approx. €200 million in revenue, 865 employees), we are doubling our business volume in industrial exhaust air purification technology to over €400 million. This has allowed us to reach a significant size and considerably expand our globally leading market position. The combination with MEGTEC/Universal significantly strengthens the competitiveness of the Clean Technology Systems division, for example, through synergies and cost advantages in production, procurement, and sales, a high-performing service network, and better access to customers worldwide. Our market position has improved significantly, particularly in North America. Furthermore, our customer base has grown: while we previously served primarily the automotive, pharmaceutical, chemical, food, and printing industries, with MEGTEC/Universal we now also have a strong position with customers from sectors such as metals, mining, and wood. The newly structured Clean Technology Systems division has good growth prospects. In emerging markets such as China, demand for exhaust air purification systems is steadily increasing, as increasingly stringent emission limits are being introduced for environmental protection reasons. In 2018, 43.7% of the Dürr Group's order intake in environmental technology came from emerging markets; China's share was 27.7%. There is considerable potential for expanding the service business, especially in established markets. For 2019, the Clean Technology Systems division expects revenue of around €400 to €450 million and an EBIT margin of 2.0% to 3.0% (including special items). In the following years, synergies and economies of scale are expected to accelerate profitable growth. We aim to achieve revenue of up to €500 million as early as 2021, while the EBIT margin is expected to rise to 6% to 7%.

Acquisition Criteria

From today's perspective, no major company acquisitions are anticipated in the coming months. Nevertheless, acquisitions remain part of our strategy, and we will continue to explore the market for suitable companies. Our goal is to acquire a company with revenues of up to €1.5 billion. Smaller company acquisitions are also possible, either to strengthen an existing division or to add a complementary technology to our portfolio that can benefit multiple divisions. Acquisitions in the areas of software or digitalization, for example, would be suitable for this purpose. Further acquisition criteria for potential target companies include:

  • Mechanical and plant engineering
  • Niche market
  • Leading market and technology position
  • No restructuring required, but potential for earnings improvement and synergies
  • Compatible corporate culture

MARKET LEADERSHIP IN THE AGE OF DIGITALIZATION

With "Dürr 2020," we are pursuing a central goal: the Dürr Group, as a mechanical and plant engineering company, is to grow and lead the competition even in the age of digitalization. The strategic core digital@DÜRR stands for this. With these activities, we are driving the digitalization of our products, systems, services, and business processes forward. digital@DÜRR has four dimensions:

  • Smart Products: We develop intelligent products that regulate themselves, recognize changing tasks, and report service needs early on.
  • Smart Services: Via the internet, we analyze customer plants online. Big data analyses enable predictive maintenance.
  • Smart Processes: We optimize our order processing through intelligent software and simulations.
  • Smart Factories: Using sensors and software, we network machines in Industry 4.0 factories, making the entire production transparent and more efficient.

Unique Combination of IT Expertise and Shop Floor Knowledge

In all the industries that use our technology, digitalization is the most important trend in manufacturing. It increases plant availability, reduces costs, and enables the automatic production of individual products in lot size 1. We aim to be the most capable digitalization partner for our customers. This aspiration is based on an important unique selling proposition: the combination of IT expertise and production technology shop floor competence. This means that we not only offer our customers software for digital networking but also contribute our expert knowledge of production technology and manufacturing processes. This sets us apart from the competition.

ADAMOS: Backbone for the Digital Business

We have built a complete infrastructure for our digital business at an early stage. Its backbone is the ADAMOS platform for the Industrial Internet of Things (IIoT) → page 206. It is comparable to the operating system of a computer and captures large amounts of data from production. Based on ADAMOS, we are able to offer machine operators digital services → page 206 and apps with which they can optimize their production. We operate the IIoT platform → page 206 ADAMOS as part of a joint venture with several partner companies. ADAMOS was founded in 2017 by Dürr, Software AG, and the machine manufacturers DMG Mori, Zeiss, and ASM. Since then, other companies have joined; currently, twelve companies belong to the ADAMOS network. ADAMOS incorporates leading technologies from Software AG – Germany's second-largest software company – and is specifically tailored to the requirements of mechanical engineering and its customers. As an open platform, it can be used by any machine manufacturer. The cooperative approach of ADAMOS enables participating companies to jointly develop and exchange solutions.# DÜRR 2020: VIER STRATEGIEFELDER

LEADING IN PRODUCTION EFFICIENCY

Der Strategiekern digital@DÜRR ist richtungsweisend für die vier Strategiefelder, die ihn umgeben. In allen vier Feldern setzen wir Digitalisierungsinitiativen um. Parallel arbeiten wir an weiteren zentralen Themen wie beispielsweise Organisations- und Kostenoptimierung, Technologieentwicklung und Ausbau der internationalen Präsenz.

STRATEGIEFELD INNOVATION

Innovationen schaffen Investitionsanreize für unsere Kunden und sichern unseren Wettbewerbsvorsprung. Wir haben den Anspruch, mit jedem neuen Produkt die Stückkosten unserer Kunden zu senken und die Produktionseffizienz zu steigern. Unser F&E-Budget haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, 2018 betrug es 121,0 Mio. €. Dadurch sind wir in der Lage, neue Technologien schneller und in größerer Zahl als unsere Wettbewerber anzubieten. Der derzeit wichtigste Innovationstrend im Dürr-Konzern ist die Digitalisierung. Weitere Informationen zu unserer Innovationsstrategie sowie aktuelle Beispiele finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung" → Seite 31.

STRATEGIEFELD GLOBALISIERUNG

Lokalisierungsstrategie

Ob im Automobil- oder Möbelsektor: Die größten Absatz- und Produktionszuwächse erwarten unsere Kunden in den Schwellenländern. Daher bauen sie dort die meisten neuen Fabriken. Auch um Handelsbeschränkungen zu umgehen, werden die Produktionskapazitäten in großen Endmärkten erhöht. Davon profitieren wir, da wir durch unsere Lokalisierungsstrategie in allen wichtigen Märkten gut vertreten sind. Dank unseres hohen Lokalisierungsgrades können wir Kostenvorteile nutzen und unsere Kunden beim Aufbau von Fertigungsstätten in Auslandsmärkten effektiv unterstützen. In den vergangenen zehn Jahren haben wir vor allem unsere Aktivitäten in den Emerging Markets ausgebaut. Besonders in China sind wir mit über 2.400 Mitarbeitern (inklusive rund 350 externer Mitarbeiter) stark vertreten. Seit 2010 haben wir unsere Marktposition in Südostasien verstärkt, unter anderem durch den Kauf von Unternehmen in Indonesien und Malaysia sowie durch Gesellschaftsgründungen in Thailand und Vietnam. Auch Afrika ist mittel- und langfristig ein interessanter Markt. Wir betreiben seit über 40 Jahren einen Standort in Südafrika und erschließen neue Zukunftsmärkte, wie zum Beispiel Nigeria. Wichtige Referenzprojekte haben wir beispielsweise in Südafrika und Marokko abgewickelt.

Globale Expansion in neuen Geschäftsfeldern

Ein weiterer Teil des Strategiefelds Globalisierung ist die Erschließung neuer, an das Kerngeschäft angrenzender Geschäftsfelder. Ein Beispiel ist der Bereich Industrial Products, mit dem Application Technology seit 2014 in die allgemeine Industrie expandiert. Zu den Zielbranchen zählen unter anderem Kunststoff, Schiffsbau, Keramik, Holz und Möbel. Das Marktvolumen in der Applikationstechnik → Seite 206 für die allgemeine Industrie ist beträchtlich. Bis 2020 streben wir im Industrial-Geschäft rund 50 Mio. € Umsatz an. Weitere Geschäftsfelder, die wir in den Vorjahren erschlossen haben, sind unter anderem Klebetechnik → Seite 206 für die Automobilindustrie und Befülltechnik → Seite 206 für die Haushaltsgeräteindustrie.

STRATEGIEFELD SERVICE

Der Ausbau des Service-Geschäfts ist aus drei Gründen strategisch wichtig:
― Unsere installierte Basis ist stark gewachsen, da wir nach der Finanzkrise 2008/2009 überdurchschnittlich viele Anlagen ausgeliefert haben. Entsprechend groß ist das Potenzial im Service-Geschäft.
― Guter Service verhilft unseren Kunden zu maximaler Anlagenverfügbarkeit. Damit steigern wir nicht nur die Produktivität, sondern auch die Kundenzufriedenheit.
― Das Service-Geschäft generiert stabilere und höhere Ergebnisbeiträge als das Neugeschäft.

In den vergangenen Jahren haben wir den Service-Umsatz kontinuierlich gesteigert, 2018 überschritt er erstmals die Marke von 1 Mrd. €. Dieser Erfolg basiert nicht zuletzt auf dem Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr (2013 bis 2015), das unter anderem den Ausbau der Service-Belegschaft, die Einführung neuer IT-Systeme und eine schnellere Ersatzteillieferung umfasste. Zudem haben wir die systematische Messung der Kundenzufriedenheit mit dem "Dürr Promoter Score" eingeführt. In der Division Paint and Final Assembly Systems ist das Modul "Service Growth" eine Hauptstoßrichtung des 2018 gestarteten Optimierungsprogramms FOCUS 2.0. Für den Gesamtkonzern streben wir einen Service-Anteil am Konzernumsatz von bis zu 30% an (2018: 26,8%).

STRATEGIEFELD EFFIZIENZ

Durch kontinuierliche Prozessoptimierung passen wir uns an neue Marktanforderungen an und verbessern unsere Kostenstruktur. Aktuelle Schwerpunkte sind:
― Digitalisierung: Wir treiben die Digitalisierung von Prozessen in allen Bereichen des Unternehmens voran, um Aufgaben effizienter zu erfüllen.
― Globale Prozesse: Eine international arbeitsteilige Auftragsabwicklung erfordert konzernweit einheitliche Prozesse. Dabei integrieren wir kontinuierlich neue Erkenntnisse in unsere Standardprozesse und IT-Systeme.
― Globale IT-Integration: Mit durchgängigen IT-Systemen können wir von jedem Standort aus auf dieselben Daten zugreifen und effizienter kommunizieren.
― Paint and Final Assembly Systems: Um ihr EBIT-Margenziel von 6 bis 7% im Jahr 2020 zu erreichen, setzt die Division das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 um. Schwerpunkte sind die Senkung der Projektkosten, eine effizientere Auftragsabwicklung nach der Lean-Management-Methode, der Ausbau des Service-Geschäfts und organisatorische Verbesserungen in der internationalen Zusammenarbeit der Standorte.
― Woodworking Machinery and Systems: Die HOMAG Group führt ein optimiertes und flexibleres Produktionssystem ein. Besonders am Hauptstandort Schopfloch wird dies eine schnellere und effizientere Abwicklung von Großaufträgen im wachsenden Systemgeschäft ermöglichen.

Beschaffung

Die Materialkosten beliefen sich im Jahr 2018 auf 1.573,0 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um 11,1 % und damit stärker als der Umsatz. Dies lag zum einen an höheren Preisen für Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse, zum anderen an Lieferproblemen bei einigen Lieferanten. Im Anlagenbau entfällt ein Großteil des Beschaffungsvolumens auf den Einkauf von Fertigungs- und Montageumfängen, Baugruppen, Aggregaten, Komplettgewerken und Konstruktionsdienstleistungen; im Maschinenbau beziehen wir viele Fertigungsteile und vormontierte Baugruppen. Weitere wichtige Beschaffungsgüter für alle Divisions sind Rohmaterialien sowie Fertig- und Halbfertigprodukte, wie zum Beispiel elektrische Komponenten und Antriebe. Die sehr gute Auftragslage im Maschinen- und Anlagenbau beeinträchtigte die Lieferantenverfügbarkeit im Jahr 2018 auch für uns. Besonders die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Woodworking Machinery and Systems mussten mit Einschränkungen bei der Verfügbarkeit wichtiger Materialien zurechtkommen. Um gegenzusteuern, haben wir die Eigenfertigung wichtiger Komponenten verstärkt, unsere lokale Lieferantenbasis verbreitert und die Lagerbestände vorübergehend erhöht. Zur Sicherung der Lieferantenverfügbarkeit arbeiten wir außerdem mit Prognosemodellen, einer langfristigen Kapazitätsplanung und einer engen Termin- und Meilensteinverfolgung bei Lieferanten. Unsere Beschaffungsprozesse passen wir auch mit Blick auf die immer kürzeren Vorlaufzeiten an. Für ein Großprojekt in Vietnam konnten wir binnen weniger Wochen lokale Lieferanten finden. Die dabei aufgebauten Lieferbeziehungen sollen auch für weitere Projekte im südostasiatischen Raum genutzt werden. Der Einkauf hat große Bedeutung für die Effizienz der Auftragsabwicklung. Bei Zukaufteilen und Dienstleistungen verzeichneten wir Preiserhöhungen. Hier machten sich die große Nachfrage bei unseren Lieferanten sowie gestiegene Personalkosten und Rohstoffpreise bemerkbar. Um Kosten zu senken, nutzen wir weltweite Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und bauen die Lokalisierung von Produkten und Einkauf aus. Mengenvorteile werden realisiert, indem wir internationale Einkaufsbedarfe bündeln. Eine wichtige Rolle bei Lokalisierung und Bündelung spielen unsere Global Lead Buyers.Weitere Maßnahmen, um Kostenvorteile zu erzielen, sind Beschaffungsauktionen, Produktoptimierungen sowie die verstärkte Suche nach neuen Lieferanten. Smarte Prozesse zur Abwicklung unserer Kundenprojekte beziehen auch Einkaufsthemen ein. Wir nutzen unter anderem digitale Auktionen, die elektronische Lieferantenanbindung (EDI- und WEB-EDI-Integration) und die Automatisierung von Auftragsbestätigungen. Zusammen mit wichtigen Lieferanten prüfen wir weitere digitale Prozessverbesserungen. In der Einkaufsorganisation von Paint and Final Assembly Systems wurde der strategische Einkauf ausgebaut und noch größerer Wert auf die Gewinnung neuer Lieferanten und die langfristige Lieferantenentwicklung gelegt. Die Maßnahmen sind Teil des Optimierungsprogramms FOCUS 2.0. Nach dem Kauf von MEGTEC und Universal in der Division Clean Technology Systems vereinheitlichen wir nun die Einkaufsprozesse und wollen auf diese Weise Synergien erreichen. Das Einkaufsvolumen von Woodworking Machinery and Systems hat 2018 um 15 % zugelegt. Wir passen die Einkaufsorganisation an das gestiegene Volumen an und achten dabei besonders auf effiziente Prozesse und ein gutes Risikomanagement. Zusätzlich zu den rund 530 Mitarbeitern im Einkauf stellen wir im Jahr 2019 weitere Beschaffungsexperten ein. Die weltweite Einkaufssteuerung liegt in den Händen des Global Sourcing Board, das aus den Einkaufsleitern der Divisions besteht. Bei Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems entscheidet das Global Sourcing Committee über Rahmenverträge, große Vergaben und die internationale Bündelung von Bedarfen.

Forschung und Entwicklung

F&E-ZIELE

Ziel unserer F&E-Arbeit sind Innovationen, die unseren Kunden zu maximaler Produktionseffizienz und niedrigeren Stückkosten verhelfen. Darüber hinaus wollen wir uns im Wettbewerb differenzieren und unsere Marktführerschaft sichern. Innovationen im Rahmen unserer Digitalstrategie digital@DÜRR haben dabei einen besonderen Stellenwert.

F&E-KENNZAHLEN UND -MITARBEITER

Die direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten im Jahr 2018 mit 121,0 Mio. € einen neuen Rekordwert. Der Zuwachs von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr ging auf Innovationsprojekte im Bereich Digitalisierung zurück. Die F&E-Quote erreichte wie im Vorjahr 3,1 %. Auftragsbezogene Entwicklungskosten wurden nicht in den direkten F&E-Kosten berücksichtigt, sondern in den Umsatzkosten. Die aktivierten Entwicklungskosten und die Abschreibungen darauf beliefen sich auf 14,5 Mio. € beziehungsweise 9,9 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. € und 12,7 Mio. €). Die an den direkten F&E-Ausgaben gemessene Aktivierungsquote erreichte 12,0% (Vorjahr: 8,2%). Der Anteil der im F&E-Bereich eingesetzten Belegschaft lag Ende 2018 bei 4,8%, dies entspricht 782 Personen (31.12.2017: 713). F&E-Aktivitäten verfolgen wir an Standorten in Europa, Amerika und China. 89% der F&E-Mitarbeiter beschäftigen wir in Deutschland. Außerhalb der F&E-Abteilungen arbeiten zahlreiche weitere Experten im Rahmen von Kundenaufträgen an neuen Lösungen.

2.7 - F&E-KENNZAHLEN

2018 2017 2016
F&E-Quote Konzern % 3,1 3,1 3,0
Paint and Final Assembly Systems % 1,3 1,1 1,2
Application Technology % 4,0 4,1 4,3
Clean Technology Systems % 2,6 2,0 1,7
Measuring and Process Systems % 2,1 1,8 1,8
Woodworking Machinery and Systems % 4,9 5,2 5,0
Aktivierte Entwicklungskosten Mio. € 14,5 9,6 12,4
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten Mio. € -9,9 -12,7 -13,1
F&E-Mitarbeiter (31.12.) 782 713 695
F&E-Personalkosten Mio. € -77,7 -69,1 -68,0

2.8 - F&E-MITARBEITER

2018
Konzern 782
Paint and Final Assembly Systems 74
Application Technology 183
Clean Technology Systems 31
Measuring and Process Systems 73
Woodworking Machinery and Systems 421
Gesamt 782
in % der Division-Mitarbeiterzahl 4,8

Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung liegt in den fünf Divisions. Das Querschnittsteam "F&E/Technologie" koordiniert Division-übergreifende F&E-Aktivitäten und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Prozesse und Detailfragen der F&E-Arbeit regeln Richtlinien in den Divisions. Die Entwicklung neuer Lösungen macht rund 70 % unseres F&E-Aufwands aus, etwa 30 % entfallen auf die Pflege vorhandener Produkte. Im Fokus unserer F&E-Arbeit stehen meist konkrete Produkte und Anwendungen. Grundlagenforschung hat eine geringe Bedeutung.

NEUENTWICKLUNGEN UND PATENTE

52 Produktinnovationen wurden im Jahr 2018 abgeschlossen. Die Anzahl der Patentfamilien erhöhte sich auf 1.224, die Anzahl der Einzelpatente auf 6.651 (31.12.2017: 1.127 und 6.107). Mit 37% entfällt der größte Teil unserer Patente auf die Division Application Technology. Durch den Schutz unseres geistigen Eigentums entstand 2018 ein Aufwand von 7,6 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €).

FORSCHUNGSKOOPERATIONEN UND ZUKAUF VON F&E-LEISTUNGEN

Der enge Kontakt zu einer Vielzahl an wissenschaftlichen Instituten und Entwicklungspartnern garantiert Forschung und Entwicklung auf dem aktuellen Stand. Der Aufwand für den Zukauf externer F&E-Dienstleistungen belief sich im Jahr 2018 auf 47,7 Mio. € (Vorjahr: 49,3 Mio. €). Die öffentliche Hand bewilligte uns Forschungsgelder in Höhe von 0,3 Mio. €, dies entspricht 0,3 % der gesamten F&E-Kosten.

F&E-AUSRICHTUNG

Unsere Innovationsarbeit orientiert sich an den Anforderungen unserer Kunden und an übergeordneten Technologie- und Fertigungstrends. Besonders wichtig sind derzeit:

  • Digitalisierung/Industrial Internet of Things (IIoT) → Seite 206: Der beherrschende Trend in der Produktionstechnik ist die Digitalisierung. Sie steigert die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness) unserer Kunden und ermöglicht adaptive Fertigungsprozesse → Seite 206. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Ausbau der IIoT-Plattform ADAMOS sowie der digitalen Marktplätze LOXEO und tapio, der Entwicklung digitaler Services → Seite 206 und unserem Angebot zur Datenanalyse. Weitere Arbeitsgebiete sind zum Beispiel intelligente Sensorik, Manufacturing-Execution-Systeme sowie Tools für die Simulation und virtuelle Inbetriebnahme von Produktionsanlagen.
  • Flexibilisierung: Um eine große Modell- und Variantenvielfalt anbieten zu können, benötigen unsere Kunden flexible Produktionslinien.
  • Individualisierung/Losgröße 1: Wir verzeichnen ein wachsendes Interesse an Anlagen, mit denen sich individuell konfigurierte Endprodukte automatisch und effizient fertigen lassen.
  • Stückkostenoptimierung: Ein wichtiges Ziel unserer Kunden ist die Reduktion der Herstellkosten pro Stück. Dafür entwickeln wir neue Produkte und Prozesse mit verringertem Material-, Energie-, Wartungs- und Personalbedarf.
  • Automatisierung: Maximale Automatisierung ist der Schlüssel zu reproduzierbarer Spitzenqualität und Effizienz in der industriellen Produktion. Nach wie vor bestehen große Automatisierungspotenziale bei unseren Kunden.
  • Elektromobilität: Die Endmontage von batteriebetriebenen und konventionellen Autos weist Unterschiede auf - zum Beispiel bei der Verbindung von Antriebsstrang und Karosserie oder bei der Funktionsprüfung am Bandende → Seite 206. Daher entwickeln wir Montage- und Prüftechnik Seite 206 speziell für Elektroautos.
  • Autonomes Fahren: Immer mehr Autos verfügen über Fahrerassistenzsysteme; zudem arbeitet die Automobilindustrie mit Hochdruck an Konzepten für das autonome Fahren. Um die dafür benötigte Technik, zum Beispiel Sensoren, in der Massenfertigung zu prüfen und zu kalibrieren, sind automatisierte und hochsensible Prüfsysteme wichtig.
  • Mensch-Roboter-Kollaboration: Die Verbindung von menschlichem Geschick und maschineller Effizienz verbessert Arbeitsprozesse. In die Entwicklung solcher Verfahren fließt Know-how aus Bereichen wie Robotik, Sensortechnik, Steuerungstechnik und Arbeitssicherheit ein.
  • Energie- und Ressourceneffizienz: Konsumenten entscheiden sich zunehmend für umweltschonend produzierte Güter. Daher und aus Kostengründen benötigen unsere Kunden Produktionstechnik mit geringem Energie- und Ressourcenverbrauch.

F&E-ERGEBNISSE

Paint and Final Assembly Systems

Verfügbarkeit erhöhen und Wartung vereinfachen: EcoPro Plant Analytics macht den Betrieb von Lackieranlagen noch effizienter. Die Software setzt auf die kontinuierliche Erfassung, Analyse und Auswertung von Daten. Auf dieser Grundlage können Kunden die Anlage vorausschauend warten und Prozesse optimieren. EcoPro Plant Analytics verknüpft Daten aus mehreren Tausend Sensoren, Aktoren und Regelkreisen und wandelt sie in "Smart Data" um. Die Software erkennt Anomalien im Lackierprozess anhand von Normabweichungen, diagnostiziert Fehlerursachen und berechnet verbleibende Laufzeiten. Das Visualisierungs-Tool EcoScreen WEB bringt die Lackieranlage auf mobile Endgeräte. Moderne Bedienphilosophie und zeitgemäße Touch-Bedienung ermöglichen Nutzern den intuitiven Zugang zur digitalen Anlage. Das nutzerorientierte Design basiert auf offenen Standards und setzt neue Maßstäbe bei der Visualisierung und Steuerung von Lackieranlagen. Besonderen Wert legten die Entwickler auf die ergonomisch durchdachte Gestaltung des Systems und auf konsequente Nutzerfreundlichkeit bis hin zur vorsorglichen Berücksichtigung einer möglichen Rot-Grün-Farbschwäche des Anwenders.

Application Technology

Application Technology hat mit EcoScreen 3D - OnSite 4 ein digitales Werkzeug zur effizienten Programmierung von Dürr-Robotern und Applikationstechnik → Seite 206 entwickelt. Es unterstützt die gängigen CAD-Formate und erlaubt dank 3D-Modellen realistische Simulationen. Durch die Diagnose von Prozess- und Bewegungsdaten können die Prozesse optimiert werden. EcoScreen 3D-On-Site 4 wird zukünftig in allen neuen Lackierstationen zum Einsatz kommen. Die Division hat außerdem das Portfolio rund um ihre dritte Robotergeneration vervollständigt. Neu sind die Swingarm-Roboter EcoRP S053i mit acht Bewegungsachsen und EcoRP S153i mit neun Achsen für die Innenlackierung von Transportern.# DÜRR TECHNOLOGY COUNCIL

Der im Jahr 2017 gegründete Dürr Technology Council berät den Vorstand in Fragen der Technologiestrategie. Der Beirat vereint wissenschaftliche Expertise, Beratungskompetenz und Top-Management-Erfahrung in den Bereichen Automobilbau, Automatisierung und IT. Seine Mitglieder sind:

  • Prof. Dr. Holger Hanselka (Vorsitzender), Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
  • Ulrich Dietz, Vorsitzender des Verwaltungsrats der GFT Technologies SE
  • Jonathan Guenak, Senior Consultant Roland Berger GmbH
  • Dr. Eberhard Veit, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Festo AG
  • Prof. Dr. Thomas Weber, ehemaliges Vorstandsmitglied der Daimler AG

Das Dürr Technology Council versteht sich als Ideengeber und "Sparringspartner" des Vorstands. Es gleicht unsere Innovationsstrategie mit neuen Trends in der Produktion ab und vermittelt Kontakte. Das Dürr Technology Council steht in Kontakt mit dem Vorstand, den Division-Leitern und Managern aus den Bereichen F&E, Software und Unternehmensentwicklung. Zu den Sitzungen lädt es wechselnde Vertreter aus diesem Kreis ein.

Im Jahr 2018 kam das Dürr Technology Council zu drei Sitzungen zusammen. Beim ersten Treffen erhielten die Mitglieder einen Überblick über die Fortschritte im Bereich IIoT → Seite 206. Die Diskussion drehte sich um die Notwendigkeit einer Innovationsstrategie, die Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Maschinen/Hardware und IIoT/Software harmonisiert. Danach präsentierten F&E-Verantwortliche der Divisions aktuelle Innovationsprojekte. Diskussionspunkte waren die Flexibilisierung von Lackierereien, fahrerlose Transportsysteme und selbstoptimierende Produkte.

In der zweiten Sitzung stand zunächst die Personalgewinnung in den Bereichen IT, Software und Ingenieurwesen im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt war die Standortstrategie des Dürr-Konzerns, dabei wurde vor allem das Wachstumspotenzial in China und Südostasien unterstrichen. Im Anschluss drehte sich die Diskussion um F&E-Synergien zwischen den Divisions, IT-Sicherheit und digitale Geschäftsmodelle.

In der dritten Sitzung erörterte das Dürr Technology Council neue regulatorische Vorhaben für den Emissionsschutz und damit verbundene Geschäftschancen für den Dürr-Konzern. Danach stand erneut der Bereich IIoT/Software im Vordergrund. Dabei wurde auch der Einfluss der Digitalisierung auf interne Prozesse beleuchtet. Das Technology Council wies darauf hin, dass Modelle wie agiles Arbeiten und die Kooperation in Digital Factories weiter intensiviert werden müssten.

NACHHALTIGKEIT

Nachhaltige Unternehmensführung hat im Dürr-Konzern schon seit Jahren einen hohen Stellenwert. Wir sind uns unserer unternehmerischen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und nehmen sie aktiv wahr. Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien des Globalen Pakts der Vereinten Nationen, der Grundsätze für faire Arbeitsbeziehungen und verantwortliches Wirtschaften definiert. Anfragen von Nachhaltigkeitsinitiativen und Bewertungsplattformen wie Carbon Disclosure Project, EcoVadis und VigeoEiris bearbeiten wir sorgfältig. Das Themengebiet Nachhaltigkeit ist dem Finanzvorstand zugeordnet. Maßnahmen und Initiativen werden meist dezentral geplant und umgesetzt, dabei sind verschiedene konzernweite Regelungen zu beachten. Um der wachsenden Bedeutung der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen und detaillierter zu informieren, prüfen wir, zukünftig in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) zu berichten. Aktuell kommt bei unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung kein Rahmenwerk zur Anwendung.

Wesentliche nichtfinanzielle Themen

Um gemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz zu informieren, haben wir im Jahr 2017 die für uns wesentlichen nichtfinanziellen Themen analysiert und diese im Jahr 2018 überarbeitet. Dabei haben wir uns zunächst die Frage gestellt, welche Anspruchsgruppen (Stakeholder) die Adressaten unserer nichtfinanziellen Erklärung sind. Im Einzelnen sind dies:

  • Mitarbeiter
  • Kunden
  • Geschäftspartner und Lieferanten
  • Aktionäre
  • Öffentlichkeit
  • Medien
  • Regierungen, Behörden und Schulen
  • Nichtregierungsorganisationen

Im Jahr 2018 haben wir die unterschiedlichen Belange unserer Stakeholder in internen Workshops überprüft und nach ihrer Wesentlichkeit neu bewertet. Die wesentlichen nichtfinanziellen Themen haben wir in intensivem Austausch mit den Fachbereichen kritisch hinterfragt und unter zwei Gesichtspunkten analysiert:

  • Welche Bedeutung haben die Themen für unsere Geschäftstätigkeit?
  • Welche Auswirkungen hat unsere Geschäftstätigkeit auf die Themen?

Als Engineering-Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe haben wir auch die Bedeutung der Lieferkette in unserer Analyse berücksichtigt. Schließlich haben wir folgende Themen als für uns wesentlich im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes definiert:

  • Innovation
  • Compliance/Anti-Korruption
  • Menschenrechte
  • Mitarbeiter
  • Weiterbildung und Personalentwicklung
  • Arbeitssicherheit
  • Mitarbeiterzufriedenheit/-bindung
  • Mitarbeiterrekrutierung

Das Thema Umwelt erachten wir nach wie vor als nicht wesentlich, dies bezieht sich sowohl auf die Relevanz von Umweltaspekten für unsere Tätigkeit als auch auf die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit sowie unserer Lieferkette auf die Umwelt. Unsere Kernkompetenzen sind Engineering → Seite 206, Konstruktion, Planung und Auftragsabwicklung, diese Prozesse gehen mit relativ geringen Umweltbelastungen einher. Dagegen ist die Wertschöpfung durch Produktionsprozesse, die üblicherweise höhere Belastungen nach sich zieht, im Dürr-Konzern verhältnismäßig gering.

Auch das Thema Sozialbelange erachten wir als nicht wesentlich im Sinne der oben genannten Gesichtspunkte.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

Die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß § 315b Abs. 1 HGB ist integrierter Bestandteil des Lageberichts und verteilt sich auf mehrere seiner Kapitel. Der nachfolgende Index (Tabelle 2.9) zeigt, in welchen Kapiteln Informationen zu den für uns wesentlichen nichtfinanziellen Themen zu finden sind. Die Inhalte der nichtfinanziellen Konzernerklärung sind in den jeweiligen Kapiteln mit einem Strich am Spaltenrand und der Abkürzung NFE gekennzeichnet.Die nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie die markierten Angaben im Kapitel Nachhaltigkeit waren nicht Gegenstand der Jahres- und Konzernabschlussprüfung der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat aber im Auftrag der Dürr AG eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) der nichtfinanziellen Konzernerklärung vorgenommen.

2.9 - INDEX NICHTFINANZIELLE THEMEN

Angaben gemäß CSR-RUG1(§ 315c HGB) Kapitel/Unterkapitel/Abschnitt
Geschäftsmodell ■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/Profil
■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/Organisatorische Struktur des Konzerns
■ Grundlagen/Der Konzern im Überblick/Geschäftsmodell
Risiken in Bezug auf wesentliche nichtfinanzielle Themen ■ Risiko-, Chancen- und Prognosebericht/ Risiken/ Risiken in Bezug auf wesentliche nichtfinanzielle Themen
WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE ASPEKTE ■ Bekämpfung von Korruption
■ Nachhaltigkeit/Integrität und Bestechung
■ Achtung der Menschenrechte
■ Nachhaltigkeit/Integrität
■ Arbeitnehmerbelange
■ Personalentwicklung und Weiterbildung
■ Arbeitssicherheit
■ Mitarbeiterzufriedenheit/-bindung
■ Mitarbeiterrekrutierung
■ Nachhaltigkeit/Mitarbeiter
■ Innovation
■ Grundlagen/Forschung und Entwicklung
SONSTIGE NICHTFINANZIELLE THEMEN ■ Arbeitnehmerbelange
■ Gesundheit
■ Nachhaltigkeit/Mitarbeiter
■ Umwelt
■ Nachhaltigkeit/Umwelt
■ Sozialbelange
■ Nachhaltigkeit/ Gesellschaftliches Engagement

1 CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Integrität

Ethisch korrektes Verhalten und die Einhaltung von Gesetzen sind für unsere gesamte Geschäftstätigkeit bedeutend. Unsere verbindlichen Verhaltensregeln haben wir im Verhaltenskodex des Dürr-Konzerns festgehalten, der in zehn Sprachen vorliegt. Er beinhaltet unter anderem Regeln zum Umgang mit Menschenrechtsbelangen, etwa das Diskriminierungsverbot, und zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Verhalten gegenüber Geschäftspartnern, Wettbewerbern und Kollegen. Rechtschaffenheit und Anstand erwarten wir auch von unseren Lieferanten. Dieser Anspruch ist in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten festgehalten. Unser Ziel ist es, dass sich unsere Lieferanten zu diesem Verhaltenskodex bekennen.

COMPLIANCE/ANTI-KORRUPTION

Unser Compliance-Management-System (CMS) hat das Ziel, die Einhaltung von Gesetzen und internen Richtlinien sicherzustellen. Es ist in einer konzernweiten Organisationsanweisung beschrieben. Darin werden unter anderem Zuständigkeiten, Prozesse und Meldewege bei Verdachtsfällen definiert. Die Gesamtverantwortung für das Compliance-Management-System liegt beim Vorstand. Der Vorstandsvorsitzende steht an der Spitze des Ressorts Corporate Compliance. Das Corporate Compliance Board ist mit allen Belangen rund um das Thema Compliance betraut, unter anderem ist es verantwortlich für die Ausgestaltung und Fortentwicklung des Compliance-Management-Systems. Es setzt sich insbesondere zusammen aus dem Corporate Compliance Officer, den Leitern von interner Revision und Steuerwesen, dem Corporate Risk Manager sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions. In den Konzerngesellschaften unterstützen lokale Compliance Manager die Mitarbeiter bei der Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Fragliches Verhalten kann dem Corporate Compliance Officer mitgeteilt werden. Ergibt eine von der internen Revision unterstützte Überprüfung konkrete Verdachtsmomente, werden der Vorstandsvorsitzende und das Corporate Compliance Board unverzüglich unterrichtet. Weitere Schritte prüft das Gremium einzelfallabhängig. Das seit 2016 bei Dürr Systems und Schenck bestehende Online-Compliance-Basistraining behandelt unter anderem das Thema Korruption. Es zeigt Mitarbeitern mögliche Verstöße auf, beschreibt deren Folgen für Handelnde und das Unternehmen und gibt Verhaltenstipps. Die Mitarbeiter der HOMAG Group, die bisher eigenständige Compliance-Schulungen durchführte, sollen ab 2019 in das Schulungsprogramm für das Compliance-System des Dürr-Konzerns aufgenommen werden. Zudem sollen ab 2019 alle neu eingestellten Mitarbeiter ein Online-Compliance-Basistraining im Rahmen unseres konzernweiten Onboarding-Prozesses erhalten. Wir planen, alle zwei Jahre Auffrischungstrainings durchzuführen. Dies soll dazu beitragen, dass weiterhin alle Mitarbeiter in Compliance-Themen geschult werden und die notwendige Sensibilität für das Thema Compliance erhalten bleibt. Beruflich besonders exponierte Mitarbeiter sind zusätzlich verpflichtet, eine vertiefte Schulung zum Thema Korruption zu absolvieren. Eine der Kernaufgaben unserer Compliance-Organisation ist der Schutz vor Korruption. Zu diesem Thema haben wir im Jahr 2018 eine konzernweite Organisationsanweisung eingeführt. Die Anti-Korruption- Organisationsanweisung dient dazu, den Mitarbeitern klare Verhaltensregeln im Umgang mit Geschäftspartnern und bei Interessenkonflikten an die Hand zu geben. Wir verfolgen das Ziel, Bestechung und Bestechlichkeit von Grund auf zu vermeiden. Dabei helfen uns sowohl unser internes Kontrollsystem als auch das gesamte Compliance-Management-System. Ein Indikator für die Wirksamkeit unseres Compliance-Management-Systems ist, dass sich 2018, wie im Vorjahr, keine Korruptionsfälle ereignet haben.

MENSCHENRECHTE

Wir dulden keine Form von Diskriminierung und akzeptieren keine Benachteiligungen aufgrund der ethnisch-kulturellen Prägung, einer Behinderung, des Geschlechts, der Religion, des Alters oder der sexuellen Orientierung. Wir stehen ein für gesellschaftliche Vielfalt und Chancengleichheit und achten auf die Einhaltung der Menschenrechte. Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten. Bei Verdacht auf Menschenrechtsverletzungen jeglicher Art prüfen wir dies mithilfe des beschriebenen Compliance-Prozesses. Das größte Risiko von Menschenrechtsverletzungen sehen wir in der Lieferkette, da wir insbesondere in der Fertigung viele Arbeiten an Zulieferer delegieren. Daher fordert der Verhaltenskodex für Lieferanten explizit die Einhaltung der Menschenrechte. Darüber hinaus gibt es kein Konzept, um Menschenrechtsverletzungen zu erkennen und zu vermeiden; insbesondere haben wir diesbezüglich noch keine systematische Schulung, Beratung und Überprüfung von Lieferanten eingeführt. Eine konzernweite Organisation, die über die Einhaltung der Menschenrechte wacht, existiert bisher nicht. Selbstverständlich haben wir das Ziel, dass es weder im Dürr-Konzern noch bei unseren Lieferanten zu Menschenrechtsverletzungen kommt. Wir beabsichtigen, bei der Lieferantenauswahl zukünftig die Einhaltung von Menschenrechten zu berücksichtigen.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns stieg im Jahr 2018 um 8,9 % auf 16.312 Personen. Hauptgrund war die Akquisition von MEGTEC/ Universal mit 865 Mitarbeitern im Oktober. In Summe beschäftigt die Division Clean Technology Systems, zu der MEGTEC/Universal gehört, 1.472 Mitarbeiter. Auch in allen anderen Divisions erhöhte sich die Beschäftigtenzahl. Der starke Zuwachs von 8,9 % bei Application Technology resultiert neben dem hohen Geschäftsvolumen vor allem daraus, dass externe Mitarbeiter im Zuge veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen in Deutschland fest angestellt wurden. Um flexibel zu sein, beschäftigen wir neben der Stammbelegschaft auch externe Mitarbeiter, ihre Anzahl entspricht 8,6 % der weltweiten Stammbelegschaft. Die Hälfte unserer Mitarbeiter ist in Deutschland tätig; Rang zwei der mitarbeiterstärksten Länder belegt China, gefolgt von den USA und Polen. In China sind knapp 2.100 Mitarbeiter fest angestellt, hinzu kommen weitere rund 350 externe Mitarbeiter. Die Belegschaft in den Emerging Markets wuchs um 7,6% auf 5.141 Personen. Dies entspricht, ähnlich wie im Vorjahr, 31,5% unserer Mitarbeiterzahl.

2.10 - MITARBEITER NACH DIVISIONS (31.12.)

2018 2017 2016
Paint and Final Assembly Systems 3.472 3.457 3.384
Application Technology 2.246 2.063 1.956
Clean Technology Systems 1.472 603 569
Measuring and Process Systems 2.279 2.279 3.010
Woodworking Machinery and Systems 6.593 6.371 6.126
Corporate Center 250 201 190
Gesamt 16.312 14.974 15.235

2.11 - MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.)

2018 2017 2016
Deutschland 8.152 7.830 8.205
Sonstige europäische Länder 2.567 2.361 2.306
Nord-/Zentralamerika 2.027 1.394 1.329
Südamerika 341 313 323
Asien, Afrika, Australien 3.225 3.076 3.072
Gesamt 16.312 14.974 15.235

2.12 - KENNZAHLEN SOZIALES

2018 2017 2016
Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 16.312 14.974 15.235
davon Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (31.12.) 431 420 464
Anteil weiblicher Mitarbeiter (31.12.) (%) 16 16 16
Teilzeitarbeitnehmer (31.12.) 507 499 514
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) 11 11 11
Fluktuation (%) 9,3 7,7 7,3

PERSONALENTWICKLUNG UND WEITERBILDUNG

Als Engineering-Unternehmen sind wir auf gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte angewiesen, denen wir Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven bieten wollen. Mit unseren Programmen für Personalentwicklung und Weiterbildung verfolgen wir drei Ziele:
― die Mitarbeiter optimal auf neue Herausforderungen vorbereiten, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung
― die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Führungskräfte sicherstellen
― den Fachkräftenachwuchs aus den eigenen Reihen fördern

Unser konzernweiter Personalentwicklungsprozess "People Development" dient diesen Zielen. Er hilft uns, potenzielle Führungskräfte in der Belegschaft zu identifizieren, zu entwickeln und zu binden und talentierte Nachwuchskräfte bestmöglich einzusetzen. "People Development" ist ein softwaregestützter Prozess und basiert auf dem regelmäßigen Austausch von Personalentwicklern und Führungskräften über die Förderung von Potenzialträgern. Im Jahr 2018 haben wir im Rahmen von "People Development" die Kompetenzen von 793 Mitarbeitern evaluiert. Der zweijährliche Prozess dient uns als Entscheidungsgrundlage für Nachfolgeregelungen und die Besetzung vakanter Positionen mit internen Kandidaten.# Personalentwicklung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

"People Development" hat sich in den Teilkonzernen Dürr Systems und Schenck schon seit mehreren Jahren bewährt und wurde 2018 auch in der HOMAG Group eingeführt. Im Konzern liegt die Gesamtverantwortung für Personalthemen im Bereich Corporate Human Resources, der dem Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor zugeordnet ist. Für die konzernweite Steuerung der Personalentwicklung und die Weiterbildung von Mitarbeitern ist die Abteilung Corporate People Development zuständig. Eine Organisationsanweisung definiert die Prozesse in diesem Bereich. Mit umfangreichen Weiterbildungsangeboten wollen wir zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs beitragen. Sie sollen sicherstellen, dass die Mitarbeiter ihr Wissen permanent an neue Anforderungen anpassen können. Unser Weiterbildungsprogramm umfasst klassische Präsenzschulungen und Seminare, aber auch Online-Trainings, Webinare, Videos und E-Books. Das zentrale Instrument ist die Online-Trainingsplattform "MyTraining". Damit lassen sich Weiterbildungen auswählen, buchen, genehmigen und evaluieren, auch die Weiterbildungshistorie ist für Mitarbeiter und Vorgesetzte transparent. Alle Mitarbeiter weltweit haben Zugang zu "MyTraining". Im Jahr 2018 erfassten wir konzernweit mehr als 14.500 Teilnahmen an Präsenzschulungen (Vorjahr: rund 12.300). Die Anzahl der Schulungen pro Mitarbeiter betrug 0,9 (Vorjahr: 0,8). Mehr als die Hälfte aller Teilnahmen entfiel auf Schulungsveranstaltungen zur Fortentwicklung fachlicher Qualifikationen. Dabei handelte es sich vor allem um Trainings in den Bereichen IT und Digitalisierung, technisches und kaufmännisches Fachwissen sowie technische Normen und Regelwerke. Insgesamt haben wir 2.318 Schulungsveranstaltungen durchgeführt, dies entspricht einem Zuwachs von 6,2% gegenüber dem Vorjahr. Im Sinne eines nachhaltigen Wissenstransfers setzen wir auch interne Fachtrainer ein, damit wollen wir einen hohen Praxisbezug gewährleisten. Unser Angebot im Bereich Online-Trainings haben wir erweitert. Bei den Online-Trainings zu Datenschutz und Compliance verzeichneten wir 1.417 Teilnahmen. Neu eingeführt wurde ein Online-Onboarding-Training in neun Sprachen für alle neuen Mitarbeiter. Es vermittelt Grundwissen und stärkt die Identifikation mit dem Dürr-Konzern von Beginn an. Auch im Themenbereich Digitalisierung setzen wir neue Weiterbildungsformate ein. Beispiele sind Trainings zu digitalen Anwendungen für Vertriebs- und Service-Mitarbeiter und Schulungsmaterialien rund um die Strategie digital@DÜRR. Auch unsere international besetzten Corporate Trainings für Mitarbeiter unterschiedlicher Standorte wurden ausgebaut. Die Themenschwerpunkte waren Führung, Vertrieb und Projektmanagement sowie technisches und kaufmännisches Wissen. Die Teilnehmerzahl bei den Corporate Trainings erreichte 1.228 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (856) erheblich gesteigert. Unser Qualifizierungsangebot für Führungskräfte besteht aus dem Programm "Fit for Leadership" für Nachwuchsführungskräfte und dem "Advanced Leadership Program" für erfahrene Manager. Beide Programme basieren auf dem Führungskompetenzmodell des Dürr-Konzerns und werden Division-übergreifend durchgeführt. Am Programm "Fit for Leadership" nahmen im Jahr 2018 584 Personen teil (Vorjahr: 298), beim "Advanced Leadership Program" waren es 288 Personen (Vorjahr: 45). Die Führungskompetenzen unserer Projektmanager werden in einem speziellen "Leadership Project Management Training" geschult. Bei diesen Kursen zählten wir konzernweit 109 Teilnehmer (Vorjahr: 220).

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEIT (HEALTH & SAFETY)

Unser Geschäft mit Projekten auf der ganzen Welt erfordert viele Reisen und Tätigkeiten auf Baustellen. Beides kann Sicherheitsrisiken für unsere Mitarbeiter mit sich bringen. Daher haben Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz große Bedeutung im Konzern. Unser oberstes Ziel ist es, die Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und ihnen ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Die entsprechenden Anweisungen und Anforderungen in puncto Arbeitssicherheit und Unfallprävention sind in konzernweiten sowie Division-spezifischen Health & Safety-Richtlinien enthalten. An der Spitze unserer konzernweiten Health & Safety-Organisation steht der Vorstandsvorsitzende. Für die Definition und die globale Umsetzung unserer Health & Safety-Strategie sind ein entsprechendes Cross Functional Team und der Corporate Health & Safety-Manager verantwortlich. Sie haben auch die Aufgabe, effektive Systeme zur Unfallvermeidung sowie weltweit einheitliche Health & Safety-Standards für alle Standorte zu implementieren. Auf Ebene der Divisions setzen Health & Safety-Koordinatoren diese Standards organisatorisch um und passen sie an spezifische Anforderungen an. In den Konzerngesellschaften werden lokale Health & Safety-Manager benannt. Sie informieren die Mitarbeiter über die definierten Standards und Prozesse für Arbeitssicherheit und Gesundheit und stellen die lokale Umsetzung sicher. Regelmäßige interne Audits sollen uns dabei unterstützen, die Richtlinien und Prozesse im Bereich Arbeitsschutz an den Standorten einzuhalten. Ein Grundsatz unserer Konzernstrategie im Bereich Health & Safety ist es, die Sicherheit von Arbeitsabläufen ständig zu verbessern. Dies gilt für alle Ebenen und Gesellschaften des Konzerns. Durch eine verstärkte Kommunikation, Vorträge und regelmäßige Sicherheitsunterweisungen wollen wir alle Mitarbeiter für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sensibilisieren. Die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung pro Jahr ist verpflichtend, ergänzend gibt es Vertiefungsschulungen und Auffrischungskurse. Zukünftig soll das von allen Konzernmitarbeitern zu absolvierende Sicherheitstraining online erfolgen. Bei Notfällen auf Reisen steht unseren Mitarbeitern ein professionelles Notfallmanagement zur Verfügung. Seit 2017 ist das Health & Safety Reporting in das Konzernberichtswesen integriert. Wesentliche Kennzahlen, beispielsweise zur Unfallhäufigkeit, werden auf der Managementebene verfolgt. Unsere Absicht ist es, anhand der erhobenen Daten Unfälle besser beurteilen zu können und Gegenmaßnahmen für die Zukunft abzuleiten. Dadurch wollen wir die Unfallzahl im Konzern auf niedrigem Niveau halten. Über die Vermeidung von Unfällen hinaus fördern wir als verantwortungsvoller Arbeitgeber ein gesundes Arbeiten. Insbesondere an unseren deutschen Standorten gibt es im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung Fitnessangebote und gesundheitsfördernde Maßnahmen. Die konzernweite Krankenquote lag im Jahr 2018 bei 3,2 % (Vorjahr: 2,9 %).

2.13 - KENNZAHLEN ARBEITSSICHERHEIT

2018 2017 2016
Anzahl Arbeitsunfälle² pro Tsd. Mitarbeiter (inklusive externer Mitarbeiter, ohne Wegeunfälle) 14,8 12,7 13,5³
Arbeitsunfälle² pro 100 Tsd. geleisteter Arbeitsstunden (inklusive externer Mitarbeiter, ohne Wegeunfälle) 0,7 0,6 -⁴
Arbeitsunfälle² mit Todesfolge (inklusive externer Mitarbeiter) 0 0 -⁴

¹ Zahlen ohne MEGTEC/Universal
² Ein Arbeitsunfall ist ein Vorfall, der mindestens eine ärztliche Behandlung erfordert.
³ Nur Deutschland
⁴ Keine konzernweiten Zahlen erhoben

MITARBEITERZUFRIEDENHEIT/-BINDUNG

Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage unseres Unternehmenserfolgs. Wir messen die Mitarbeiterzufriedenheit regelmäßig mithilfe weltweiter Mitarbeiterbefragungen. Bei der letzten Befragung im Jahr 2016 lag die Beteiligungsquote bei 77%. Dabei bestätigten 82% unserer Mitarbeiter, dass sie den Dürr-Konzern als guten Arbeitgeber empfehlen würden. Bei der nächsten Mitarbeiterbefragung, die für 2019 geplant ist, streben wir erneut eine hohe Beteiligung an. Als Konsequenz aus den vergangenen Befragungen haben wir Verbesserungen bei der Feedback-Kultur eingeführt und zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen. Bei beiden Kriterien zeigte sich 2016 eine unbefriedigende Zustimmungsquote von rund 52 %. Die konzernweite Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit liegt in der Zuständigkeit des Zentralbereichs Corporate Human Resources. An den einzelnen Standorten werden Belange und Vorschläge von Mitarbeitern zwischen der Geschäftsleitung, der Personalabteilung, den jeweiligen Mitarbeitern und gegebenenfalls der Arbeitnehmervertretung besprochen. Unser Ziel ist es, Mitarbeiter möglichst lange an unser Unternehmen zu binden. Unsere durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt, wie im Jahr 2017, bei rund 11 Jahren.

MITARBEITERREKRUTIERUNG

Wir benötigen eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter. Die Besetzung freier Stellen wird aufgrund des Wettbewerbs um gute Bewerber und aus demografischen Gründen immer herausfordernder. Umso wichtiger ist es, dass wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Die Abteilung Corporate People Development ist für das Personal- und Hochschulmarketing des Konzerns zuständig und koordiniert den Employer-Branding-Auftritt der Arbeitgebermarken Dürr, Schenck und HOMAG. Besonders mit Blick auf den hohen Bedarf an Software- und Digitalisierungsexperten haben wir die internationale Employer-Branding-Kampagne "PURE PASSIONEERING" entwickelt. Sie bringt auf den Punkt, wofür der Dürr-Konzern als Arbeitgeber steht: faszinierende Technik, Innovation, Leidenschaft und Internationalität. "PURE PASSIONEERING" prägt unseren Auftritt bei Messen und Recruiting-Events sowie auf den Karriereseiten der neuen Websites www.durr-group.com und www.durr.com. In sozialen Medien wie LinkedIn, Twitter und Facebook haben wir unsere Präsenz als Arbeitgeber und Ausbilder deutlich ausgebaut. Unsere Rekrutierungsprozesse haben wir mit einer neuen eRecruiting-Software neu gestaltet. Unser Ziel ist es, Vakanzen zeitnah mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Im Jahr 2018 wurden konzernweit knapp 1.700 neue Mitarbeiter eingestellt (Vorjahr: rund 1.500). Das Hochschulmarketing wurde weiter intensiviert, zugleich haben wir die wachsende Bedeutung der Digitalisierung stärker in den Fokus unserer Kommunikation mit Studierenden und Absolventen gerückt.# Personalwesen

Wir haben den Kreis der für uns wichtigsten Hochschulen neu definiert. An diesen Hochschulen sind wir verstärkt auf Kontaktmessen präsent und arbeiten mit studentischen Botschaftern zusammen, die uns bei Events unterstützen und unsere Inhalte in den sozialen Medien verbreiten. Im Jahr 2018 nahmen wir an 55 Hochschul- und Recruiting-Messen weltweit teil. Konzernweit beschäftigten wir 160 Praktikanten und 109 Werkstudenten. 45 Studierende und angehende Techniker fertigten ihre Abschlussarbeiten bei uns an. Unabhängige Auszeichnungen und Rankings bestätigen unsere Attraktivität als Arbeitgeber:

  • Kununu Top & Open Company: Auf der Bewertungsplattform Kununu erreichen wir eine Durchschnittsnote von 3,94 (mögliche Bestnote 5) und liegen damit über dem Branchendurchschnitt von 3,39.
  • FOCUS Beste Arbeitgeber: In der Arbeitgeberrangliste der Zeitschrift FOCUS liegen wir auf Platz 17 und damit im vorderen Bereich der 79 bewerteten Maschinen- und Anlagenbauer.
  • Beste Arbeitgeber für Frauen: Die Zeitschrift Brigitte untersuchte, wo Frauen im Beruf besonders gefördert werden. Wir erhielten vier von fünf möglichen Sternen und gehören damit zu den 91 besten Unternehmen.
  • Bester Ausbilder: Bei einer Studie des Wirtschaftsmagazins Capital erhielten die Gesellschaften Dürr Systems und HOMAG die Höchstnote für ihr Ausbildungsangebot.
  • Fair Company: Dieses Siegel bestätigt, dass wir keine Absolventen als Praktikanten einstellen und dass Praktikanten eine angemessene Vergütung erhalten.
  • Erfolgsfaktor Familie: Wir bekennen uns zu einer familienbewussten Personalpolitik.
  • Ausgezeichnetes Trainee-Programm: Diese Auszeichnung attestiert, dass unser Dürr Graduate Program karrierefördernd und fair ist.

Für unsere Attraktivität als Arbeitgeber sprechen nicht nur Vergütung und Karriereperspektiven. Vor allem an größeren Standorten profitieren Mitarbeiter auch von Angeboten in den Bereichen Work-Life-Balance, Sport, Gesundheit und Kultur. Hinzu kommen flexible Arbeitszeitmodelle und Präsenzregelungen.

Ausbildung

Mit einem breit gefächerten Ausbildungsangebot gewinnen wir Nachwuchskräfte und kommen unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach. Jungen Menschen stehen bei uns elf kaufmännische und gewerblich-technische Ausbildungsberufe offen, hinzu kommen elf Studienfächer in den Bereichen Ingenieurwesen, Wirtschaft und Informatik. Im Jahr 2018 beschäftigten wir 431 Auszubildende sowie Studierende im Dualen Studium und im Studium plus, 68,7% von ihnen entfielen auf die HOMAG Group. Hervorragenden Hochschulabsolventen ermöglicht das Dürr Graduate Program attraktive Einstiegsmöglichkeiten in eine zukunftssichere Fach- oder Führungslaufbahn. 2018 wurde es in zwei neuen Schwerpunktbereichen angeboten: Technology & Innovation sowie Software Engineering & IIoT. Pro Schwerpunktbereich durchliefen jeweils zwei Trainees mehrere Stationen.

Unsere Belegschaft

Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. In Deutschland ist mehr als die Hälfte der Mitarbeiter älter als 45 Jahre. Die jüngste Belegschaft weist China auf, dort sind knapp 49% der Mitarbeiter zwischen 25 und 34 Jahre alt. Als Engineering-Unternehmen → Seite 206 beschäftigen wir viele Akademiker und Techniker, 46 % unserer Belegschaft haben einen akademischen Abschluss (Bachelor, Master/Diplom oder Promotion) und weitere 51% eine nichtakademische Berufsausbildung. Im Konzern sind rund 760 Projektmanager und 2.100 Engineering-Mitarbeiter tätig. Die größte Funktionsgruppe bilden die Mitarbeiter in Montage und Fertigung mit einem Belegschaftsanteil von 31,5 %. Weitere Personalkennzahlen finden Sie in Tabelle 2.12.

Der Frauenanteil im Dürr-Konzern beträgt 15,8 % - wir setzen uns aber dafür ein, ihn zu steigern. Zu diesem Zweck pflegen wir Kooperationen mit Schulen und unterstützen Initiativen wie Girls' Days sowie die internen Frauennetzwerke she@Dürr und WOMENgineering. Insbesondere für technische Ausbildungsberufe und Duale Studiengänge wollen wir mehr junge Frauen gewinnen. Zudem schaffen wir günstige Rahmenbedingungen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Als global tätiges Unternehmen sehen wir die Vielfalt unserer Mitarbeiter als Stärke an. Jeder Mitarbeiter hat das Recht auf faire Behandlung, Höflichkeit und Respekt. Ein wertschätzender Umgang - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Kultur und Alter - ist Teil unserer Unternehmenskultur und in unserem Verhaltenskodex verankert.

Umwelt

Wir beziehen ökologische Aspekte in unsere Entscheidungen ein und verfolgen das Ziel, die Umweltauswirkungen unseres Handelns zu begrenzen und Nachhaltigkeit zu sichern. Daher haben wir nachhaltiges Handeln als zentralen Unternehmenswert definiert.

2.14 - Kennzahlen Ökologie (Absolut)

2018¹ 2017² 2016
Anzahl Standorte 108 92 92
davon mit Qualitätsmanagementzertifikat nach ISO 9001³ 41 41 47
davon mit Umweltmanagementzertifikat nach ISO 14001³ 14 14 19
davon mit Energiemanagementzertifikat nach ISO 50001³ 10 10 10
Verbrauch Strom (MWh) 55.980 57.080 61.249
Gas/Öl/Fernwärme (MWh) 62.813 67.736 69.721
Wasser (m³) 201.279 208.362 183.823
Abwasseraufkommen (m³) 188.329 192.099 168.368
Abfall (t) 10.574 10.508 11.189
davon wiederverwertet (t) 8.457 8.664 8.962
Emissionen CO2 (t) 61.224 62.590 62.909
davon auf Fuhrpark entfallend (t)⁴ 12.586 12.185 9.474
SO2 (t) 29 30 32
NOx (t) 44 46 49

¹ Kennzahlen für 2018 ohne MEGTEC/Universal. Bei der Anzahl der Standorte wurde MEGTEC/Universal berücksichtigt.
² Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in den Ökologiekennzahlen für 2017 nicht mehr berücksichtigt.
³ Standorte, die von mehreren Dürr-Gesellschaften genutzt werden, verfügen zum Teil über mehrere Zertifikate.
⁴ Änderung der Berechnungsmethode rückwirkend ab 2017

Als Engineering-Unternehmen mit niedriger Fertigungstiefe haben wir einen relativ geringen Energie-, Material- und Ressourcenverbrauch sowie ein geringes Abfallaufkommen. Die wesentlichen ökologischen Einflüsse unserer Geschäftstätigkeit entstehen in erster Linie in der Lieferkette und weniger an unseren eigenen Standorten. Auch der Einsatz unserer Produkte führt zu ökologischen Auswirkungen, beispielsweise durch Ressourcen- und Energieverbrauch. Daher ist es unser Anspruch, effiziente und verbrauchsarme Lösungen zu entwickeln. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung" → Seite 31.

Wir arbeiten daran, in unserer Lieferkette Prozesse zu schaffen, die ökologische Aspekte berücksichtigen. Auch in unserem direkten ökologischen Verantwortungsbereich wollen wir uns verbessern. Unser Ziel ist, den Energie-, Material- und Ressourcenverbrauch an den Standorten zu verringern und so effizient wie möglich zu wirtschaften. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, prüfen wir den Aufbau entsprechender Organisationsstrukturen. Auch weiterhin wird die Hauptverantwortung für Umweltaspekte bei der jeweiligen Standortleitung liegen. Wir beabsichtigen aber die Einführung einer konzernweiten Umwelt-Policy, um einheitliche Standards und Leitlinien vorzugeben. Ein Großteil unserer Produktionsgesellschaften ist bereits nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert. Wir streben an, dass sich alle Produktions- und Montagestandorte sowie alle Standorte mit Technologiezentren nach ISO 14001 zertifizieren lassen. Zehn Standorte der HOMAG Group verfügen über ein zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001. Etliche Standorte führen Energie- und Qualitätsaudits durch. Eine Übersicht der Zertifizierungen enthält die Website www.durr-group.com im Bereich Unternehmen/Nachhaltigkeit/Zertifikate.

2.15 - Kennzahlen Ökologie (Indexiert)

2018¹ 2017² 2016
Verbrauch Strom 64,9 68,9 76,9
Gas/Öl/Fernwärme 49,1 55,2 59,0
Wasser 85,3 92,0 84,4
Abwasseraufkommen 90,0 95,6 87,1
Abfall 119,1 123,3 136,5
Abfall wiederverwertet 124,8 133,2 143,3
Emissionen CO2 66,4 70,7 73,8
CO2 auf Fuhrpark entfallend³ 120,0 121,0 97,8
SO2 64,0 68,1 75,9
NOX 60,3 65,1 71,7

2010 = 100; im Verhältnis zum Umsatz

¹ Kennzahlen für 2018 ohne MEGTEC/Universal
² Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in den Ökologiekennzahlen für 2017 nicht mehr berücksichtigt.
³ Änderung der Berechnungsmethode rückwirkend ab 2017

Gesellschaftliches Engagement

Unser gesellschaftliches Engagement ist vielfältig. Wir unterstützen humanitär-karitative Einrichtungen, sponsern Kultur- und Bildungsangebote und fördern Vereine im Breiten-, Jugend- und Behindertensport. 2018 haben wir 0,8 Mio. € für wohltätige Zwecke gespendet (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Im lokalen Umfeld unserer Standorte unterstützen wir diverse soziale Einrichtungen. In Bietigheim-Bissingen fördern wir zum Beispiel die rhythmisch-musikalische Früherziehung in Kindertagesstätten und die Diakoniestation. In Stuttgart unterstützen wir die sonderpädagogisch ausgerichtete Gustav-Werner-Schule. Auch in der HOMAG Group hat soziales Engagement Tradition. Bereits seit zehn Jahren gibt es die Initiative "HOMAG Cares". Dabei werden auf Messen gefertigte Vorführmöbel verkauft, der Erlös wird aufgestockt und an karitative Einrichtungen gespendet. 2018 unterstützte HOMAG Cares die Lebenshilfe Horb-Sulz e.V., die Lebenshilfe Calw e.V. und die Willibald Schmidt Stiftung Beilngries. Einen gesellschaftlichen Beitrag leisten wir auch durch aktives Engagement. Wir sind Mitglied bei der Wissensfabrik e.V. und führen "KiTec"-Projekte an Kooperationsschulen durch. "KiTec" vermittelt Kindern spielerisch den Umgang mit Technik.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Regeln und Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle börsennotierter Gesellschaften. Nach den umfassenden Änderungen im Jahr 2017 hat die Kodexkommission im abgelaufenen Kalenderjahr keine Änderungen am Regelwerk vorgenommen. Wir befolgen alle aktuellen Empfehlungen des Kodex. Unsere aktuelle Entsprechenserklärung datiert vom 12. Dezember 2018.# Corporate Governance Report

Sie ist im vollständigen Wortlaut auf www.durr-group.com im Bereich Investoren/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht.

Weitere Angaben zur Unternehmensführung

1 VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte, definiert die Strategie und setzt sie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat um. Dabei ist er dem Interesse und den geschäftspolitischen Grundsätzen des Unternehmens verpflichtet. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über Geschäftsverlauf, Strategie und Risiken. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Ressortverteilung im Vorstand, die Modalitäten der Beschlussfassung und weitere Aspekte.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. In Einklang mit dem deutschen Mitbestimmungsgesetz setzt er sich paritätisch aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die sechs Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung gewählt, die sechs Arbeitnehmervertreter von den Mitarbeitern der deutschen Konzernstandorte. Herrscht bei Abstimmungen im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, zählt das Votum des Vorsitzenden doppelt. Eilbedürftige Beschlüsse kann der Aufsichtsrat auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen.

Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie auf www.durr-group.de im Bereich Investoren/Corporate Governance. Der Aufsichtsrat wird alle fünf Jahre neu gewählt, die letzten turnusmäßigen Wahlen fanden im Jahr 2016 statt. Scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrats vor Ende seiner Amtszeit aus, wird gerichtlich ein Nachfolger bestellt, sofern kein bereits gewähltes Ersatzmitglied zur Verfügung steht. Gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglieder müssen sich bei der nächsten Hauptversammlung (Vertreter der Anteilseigner) oder beim nächsten Wahltermin (Vertreter der Arbeitnehmer) zur Wahl stellen. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat sieben unabhängige Mitglieder an; der Aufsichtsrat erachtet diese Zahl als angemessen.

Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Sie behandeln Spezialthemen und bereiten Beschlüsse vor. Nach jeder Sitzung informieren die Ausschussvorsitzenden das Plenum über die Ergebnisse.

  • Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, ist vor allem für die Bestellung und Vergütung der Vorstandsmitglieder zuständig und bereitet entsprechende Plenumsbeschlüsse vor.
  • Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich mit Rechnungslegung, Risikomanagement, internem Kontrollsystem und interner Revision. Außerdem kontrolliert er das Compliance-Management-System, prüft den Jahres- und Konzernabschluss der Dürr AG und bereitet die entsprechenden Beschlüsse des Plenums vor.
  • Der Vermittlungsausschuss tagt, falls im Aufsichtsrat Meinungsverschiedenheiten bei der Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern auftreten. Bei der Dürr AG musste dieser Aus-schuss noch nie einberufen werden.
  • Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat fachlich und persönlich geeignete Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter auf der Hauptversammlung vor. Er berücksichtigt dabei die Bestimmungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie das Kompetenzprofil und die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Außer dem dreiköpfigen Nominierungsausschuss, dem naturgemäß ausschließlich Vertreter der Anteilseigner angehören, setzen sich alle Ausschüsse paritätisch aus vier Mitgliedern zusammen.

KOMPETENZPROFIL FÜR DEN AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat hat ein Kompetenzprofil sowie Ziele für seine Zusammensetzung verabschiedet. Damit stellt er sicher, dass seine Mitglieder insgesamt die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Aufsichtsratsarbeit erfüllen. Gefordert werden zum Beispiel Kenntnisse über die Maschinen- und Anlagenbaubranche und unsere Märkte sowie Wissen in den Bereichen Management, Mitarbeiterführung, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Compliance und Governance. Nicht jedes Mitglied muss in allen Wissensgebieten gleich bewandert sein; vielmehr sollen sich die verschiedenen Kompetenzen ergänzen. Mindestens ein Mitglied muss über Sachverstand in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss besondere Kenntnisse in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren vorweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied muss die relevanten rechtlichen Normen kennen, ausreichend Zeit zur Verfügung haben und sich weiterbilden. In puncto Diversität werden unterschiedliche berufliche und internationale Erfahrungen erwartet; der Anteil von Frauen und Männern im Aufsichtsrat muss gemäß § 96 Abs. 2 AktG jeweils mindestens 30% betragen. Weitere Eckpunkte sind eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder, die Vermeidung von Interessenkonflikten, eine grundsätzliche Altersgrenze von 70 Jahren bei der Wahl und eine grundsätzliche Zugehörigkeitshöchstdauer von 15 Jahren. In seiner derzeitigen Besetzung erfüllt der Aufsichtsrat die Anforderungen des Kompetenzprofils. Im Dezember 2018 wurde das Kompetenzprofil vom Aufsichtsrat bestätigt.

HAUPTVERSAMMLUNG

Auf der Hauptversammlung findet die Generaldebatte zwischen Anteilseignern, Vorstand und Aufsichtsrat statt, ferner üben die Anteilseigner ihr Stimmrecht aus. Alle Beschlussanträge werden in der Tagesordnung erläutert, die vom Unternehmen fristgerecht vor der Hauptversammlung zu versenden ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Hauptversammlung und berichtet über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im zurückliegenden Geschäftsjahr.

TRANSPARENZ

Unsere Unternehmenskommunikation informiert umfassend und zeitnah. Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung enthalten der Geschäftsbericht sowie unsere Zwischenmitteilungen, Finanzberichte, Presse- und Ad-hoc-Meldungen. Alle Veröffentlichungen sind auf unserer Website zugänglich. Zu wichtigen Anlässen veranstalten wir Presse- und Telefonkonferenzen.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Unsere IFRS-Konzernabschlüsse werden seit mehreren Jahren von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats auch für den Jahresabschluss 2018 gewählt wurde. Der Abschlussprüfer prüft den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss sowie den Jahresabschluss der Dürr AG, danach werden die Abschlüsse vom Aufsichtsrat geprüft, gebilligt und spätestens 90 Tage nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht. Gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex informiert der Abschlussprüfer den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich, falls er bei der Prüfung Erkenntnisse erlangt, die für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlich sind. Auch über Abweichungen von der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz unterrichtet der Prüfer den Aufsichtsrat. Vor Erteilung des Prüfungsmandats versichert der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit.

STEUERUNGSGRÖSSEN, KONTROLLSYSTEM, INSIDERVERZEICHNIS

Die wichtigsten Größen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge und ROCE → Seite 207. Angaben zu den im Jahr 2018 erzielten Werten und den Berechnungsmethoden enthält das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" Seite 72. Unser Risikomanagementsystem deckt 15 spezifische Risikofelder ab und erfasst die Risikolage des Konzerns. Außerdem betrachtet es Risiken, die vom Dürr-Konzern unter Nachhaltigkeitsaspekten ausgehen. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS). Ausführliche Informationen finden Sie im "Risikobericht" → Seite 81. Wir führen anlassbezogene Insiderlisten gemäß Artikel 18 Marktmissbrauchsverordnung (MMVO). Alle Insider werden über die damit verbundenen gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand der Dürr AG besteht aus:

  • Ralf W. Dieter (Vorstandsvorsitzender seit 1. Januar 2006, Vorstandsmitglied seit 1. Januar 2005)
  • Carlo Crosetto (Vorstandsmitglied seit 1. März 2017)
  • Pekka Paasivaara (Vorstandsmitglied seit 1. Januar 2019)
  • Dr. Jochen Weyrauch (Vorstandsmitglied seit 1. Januar 2017)

Herr Paasivaara wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2019 in den Vorstand der Dürr AG berufen und bleibt in Personalunion Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG. Durch die Erweiterung des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Top-Management-Struktur an das Konzernwachstum und die steigende Bedeutung der Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) angepasst. Eine Übersicht zur Geschäftsverteilung im Vorstand bieten die Tabellen 2.16 und 2.17. Die zweite Managementebene im Konzern besteht aus den Leitern der Divisions. Sie tragen die weltweite Ergebnisverantwortung für ihr jeweiliges Geschäft und stehen in engem Austausch mit dem Vorstand. Die Fachabteilungen der Dürr AG arbeiten dem Vorstand zu.

2.16 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND IM JAHR 2018

Ralf W. Dieter (Vorsitzender) Carlo Crosetto (Finanzvorstand) Dr. Jochen Weyrauch
Divisions
- Application Technology (bis 31.12.2018) X
- Paint and Final Assembly Systems X
- Measuring and Process Systems (ab 01.04.2018) X
- Measuring and Process Systems (bis 31.03.2018) X
- Woodworking Machinery and Systems (bis 31.12.2018) X
- Clean Technology Systems X
Zentralfunktionen
- Unternehmenskommunikation X
- Finanzen/Controlling X
- Corporate Development X
- Personal (Arbeitsdirektor) X
- Investor Relations X
- Informationstechnologie X
- Forschung & Entwicklung X
- Risikomanagement X
- Qualitätsmanagement X
- Recht/Patente/Versicherungen X
- Interne Revision X
- Global Sourcing X
- Corporate Compliance X
- Corporate Social Responsibility X

2.17 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND SEIT 1. JANUAR 2019¹

Ralf W. Dieter (Vorsitzender) Carlo Crosetto (Finanzvorstand) Pekka Paasivaara Dr. Jochen Weyrauch
Divisions
- Application Technology X
- Paint and Final Assembly Systems X
- Measuring and Process Systems X
- Woodworking Machinery and Systems X
- Clean Technology Systems X
Zentralfunktionen
- Unternehmenskommunikation X
- Finanzen/Controlling X
- Corporate Development X
- Personal (Arbeitsdirektor) X
- Investor Relations X
- Informationstechnologie X
- Forschung & Entwicklung X
- Risikomanagement X
- Qualitätsmanagement X
- Recht/Patente/Versicherungen X
- Interne Revision X
- Global Sourcing X
- Corporate Compliance X
- Corporate Social Responsibility X

Divisions

  • Measuring and Process Systems
  • Woodworking Machinery and Systems
  • Paint and Final Assembly Systems
  • Application Technology
  • Clean Technology Systems

Zentralfunktionen

  • Unternehmenskommunikation
  • Finanzen/Controlling
  • Operational Excellence
  • Corporate Development
  • Personal (Arbeitsdirektor)
  • Investor Relations
  • Global IT
  • Interne Revision
  • Risikomanagement
  • Corporate Compliance
  • Recht/Patente/Versicherungen
  • digital @DÜRR
  • Global Sourcing Non Productive Material
  • Corporate Social Responsibility

1 Die Zentralfunktionen Forschung & Entwicklung sowie Qualitätsmanagement berichten seit 1. Januar 2019 nicht mehr direkt an den Vorstand. Neu hinzugekommen sind die Zentralfunktionen digital@DÜRR und Operational Excellence. Auf Konzernebene existieren zwei Führungskreise: Der oberste Führungskreis (Dürr Management Board) umfasste zum 31. Dezember 2018 18 Mitglieder und besteht aus dem Vorstand, den Leitern und Finanzverantwortlichen der Divisions sowie den Leitern bestimmter Zentralbereiche. Der weiter gefassten Senior Management Group gehören rund 90 Geschäftsführer und Führungskräfte des Konzerns an. Eine Übersicht über die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über deren Mandate findet sich unter Textziffer 43 im Anhang zum Konzernabschluss.

KONTROLLE

Gemäß § 6 der Satzung der Dürr AG bestimmt der Aufsichtsrat Größe und Besetzung des Vorstands. Die Geschäftsordnung, die der Aufsichtsrat für den Vorstand beschlossen hat, enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan. In den Aufsichtsratssitzungen nimmt der Vorstand Stellung zu den Tagesordnungspunkten und beantwortet Fragen. Die schriftlichen Beschlussanträge für den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern mindestens eine Woche vor der Sitzung zusammen mit einer ausführlichen Unterlage zugestellt. Am Sitzungstag finden meist getrennte Vorgespräche der Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter statt, dabei steht der Vorstand für Erläuterungen zur Verfügung. Auch außerhalb der Sitzungen bespricht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand.

AKTIENBESITZ UND MANAGERS' TRANSACTIONS

Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß Artikel 19 MMVO, die sogenannten Managers' Transactions, umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht finden Sie auf www.durr-group.de unter Investoren/Corporate Governance. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 31. Dezember 2018 0,1 % der Anteile an der Dürr AG. Der Vorstand hielt zum selben Stichtag in Summe 0,3 % der Anteile.

GESETZ FÜR DIE GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Die Anforderungen aus dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir wie folgt erfüllt:

  • Dem Aufsichtsrat der Dürr AG gehören seit den Wahlen im Jahr 2016 vier weibliche Mitglieder an. Dies entspricht einem Frauenanteil von 33%, damit ist die gesetzliche Mindestquote von 30% erfüllt.
  • Der Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG beträgt 0 %, eine Erhöhung ist bis zum 30. Juni 2022 nicht vorgesehen.
  • In der obersten Managementebene der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 0%, in der zweiten Managementebene waren es zum 31. Dezember 2018 25 %. Als Zielgrößen wurden für die erste Managementebene 0% und für die zweite Ebene 20% festgelegt. Für beide Zielgrößen endet die Erreichungsfrist am 30. Juni 2022.

DIVERSITÄT

Diversität gehört zu den fünf Grundwerten unseres Führungskompetenzmodells. Jede Form von Diskriminierung ist im Dürr-Konzern tabu, sei es wegen Geschlecht, Alter, Religion, Krankheit, Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder aus anderen Gründen. Bei der Besetzung von Stellen achten wir auf Vielfalt und Chancengleichheit. Wir streben eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Flexible Arbeitszeitmodelle, die individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen, fördern die Chancengleichheit. Mit Blick auf den internationalen Charakter unseres Geschäfts sind interkulturelle Vielfalt und Toleranz wichtige Werte im Dürr-Konzern. Bei der Bestellung der Vorstandsmitglieder achtet der Aufsichtsrat vor allem auf fachliche und soziale Kompetenz sowie auf langjährige Erfahrung in vergleichbaren Positionen, in unserer Branche und im internationalen Umfeld. Hinzu kommen die charakterliche Eignung und ein angemessener Bildungshintergrund (Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss). Es ist nicht entscheidend, ob ein Kandidat männlich oder weiblich ist. Mit Blick auf eine ausgewogene Altersstruktur besteht für Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine Altersgrenze von 63 Jahren.

ANGABEN GEMÄSS §§ 289A ABS. 1 UND 315A ABS. 1 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 69.202.080 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz.

Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 44 Abs. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkonflikten).

Beteiligungen, die 10 % überschreiten

Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, ist mit 25,3 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin (3,5%), kontrolliert die Familie Dürr 28,8 % der Aktien (Stand: 31. Dezember 2018).

Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann.

Bestimmungen zur Änderung der Satzung

Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter Textziffer 27 im Anhang zum Konzernabschluss.

Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots

Anleihe: § 7 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Fall eines Rückzahlungsereignisses die vorzeitige Rückzahlung ihrer Schuldverschreibungen von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 100 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Rückzahlungsereignis tritt ein, wenn kumulativ ein Kontrollwechsel und ein Ratingereignis vorliegen. Ein Kontrollwechsel bedeutet hierbei (a), dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist oder (b) dass wie sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögenswerte der Dürr AG an Dritte (außer einer Tochtergesellschaft der Dürr AG) veräußern oder anderweitig abgeben werden. Ein Ratingereignis liegt in den folgenden Fällen vor: Die Schuldverschreibungen weisen kein Rating auf und keine Ratingagentur vergibt binnen 90 Tagen nach Eintritt des Kontrollwechsels ein Investmentgrade-Rating für die Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen verfügen zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels über ein Rating und am Ende einer 90-Tage-Periode nach dem Kontrollwechsel stellt dieses Rating kein Investmentgrade-Rating dar oder wurde entzogen. Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber.

Syndizierter Kredit: Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem kann jeder Kreditgeber seine gewährten Kreditzusagen kündigen, was dazu führen könnte, dass der syndizierte Kredit teilweise oder sogar insgesamt zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden.# Vergütungsbericht 2018

Neben den folgenden Angaben sind die Informationen unter Textziffer 43 des Anhangs zum Konzernabschluss Bestandteil des Vergütungsberichts.

NEBENTÄTIGKEITEN

Die Mitglieder des Vorstands üben außer den Mandaten, die unter Textziffer 43 des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen den Vorstandsmitgliedern und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse.

REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG

Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und arbeitet gegebenenfalls Vorschläge zur Weiterentwicklung aus. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Empfehlungen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird anhand mehrerer Kriterien beurteilt. Dazu gehören die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Außerdem verfolgt der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Branchenunternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft des Konzerns entwickelt. Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010. Alle Vorstandsverträge enthalten Short Term und Long Term Incentives (einjährige und mehrjährige variable Vergütung), Höchstgrenzen (Caps) und einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung).

BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS

Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen die Grundvergütung (Festvergütung), die in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die Nebenleistungen. Letztere umfassen zum Beispiel die Dienstwagennutzung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus den Short Term und Long Term Incentives zusammen; ferner sind Sondervergütungen möglich.

Das Short Term Incentive (STI) ergibt sich aus der Multiplikation des um 100 Mio. € reduzierten Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) mit einem individuell festgelegten Faktor. Bei Ralf W. Dieter beträgt der individuelle Faktor 0,01, bei Carlo Crosetto 0,004 und bei Dr. Jochen Weyrauch 0,005. Die STI-Vergütung darf eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten; zudem wird sie erst gewährt, wenn das EBT des Konzerns die Mindestgröße von 100 Mio. € überschreitet. Weitere Informationen enthält Abbildung 2.19.

Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden neun LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, sogenannte Performance Share Units. Im Jahr 2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen Performance Share Units 50.000 für Herrn Dieter, 6.000 für Herrn Crosetto und 8.000 für Herrn Dr. Weyrauch.

Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie in Euro an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der Laufzeit der LTI-Tranche erzielte. Für die LTI-Vergütung insgesamt und für den EBIT-Multiplikator bestehen Höchstgrenzen. Der EBIT-Multiplikator erreicht seine Höchstgrenze von zwei ab einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 8%. Bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 4 % und darunter fällt der EBIT-Multiplikator auf null, dementsprechend wird auch keine LTI-Vergütung ausgezahlt.

Während der Laufzeit des LTI-Programms müssen die Teilnehmer dauerhaft eine bestimmte Anzahl von Dürr-Aktien halten, um die Performance Share Units in voller Höhe zu erhalten. Die Dürr-Aktien müssen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Herr Dieter muss 80.000 Aktien halten, bei Herrn Crosetto sind es 4.500 und bei Herrn Dr. Weyrauch 6.000 Aktien (Summe der zu haltenden Aktien nach der dritten LTI-Tranche). Eine beispielhafte Darstellung zur LTI-Zielerreichung finden Sie in Abbildung 2.20.

2.18 - VORSTANDSVERGÜTUNG: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN

RALF W. DIETER Vorstandsvorsitzender CARLO CROSETTO Finanzvorstand
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000 416.667 500.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 50.908 42.009 13.162 16.590
Summe 850.908 842.009 429.829 516.590
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.600.000 1.196.800 0 1.600.000
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000 0 1.200.000
Variable Vergütung LTI 2015-2017 400.000 - - -
Variable Vergütung LTI 2016-2018 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung LTI 2017-2019 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung LTI 2018-2020 - 400.000 0 400.000
Sonstige variable Vergütung 0 0 0 17.991
Summe 3.650.908 3.238.809 842.009 3.660.000
Beitrag Versorgungszusage 640.000 640.000 480.000 640.000
Gesamtvergütung 4.290.908 3.878.809 1.322.009 4.300.000
CARLO CROSETTO Finanzvorstand
2018 (Min) 2018 (Max)
Grundvergütung (Festvergütung) 500.000 500.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 16.590 16.590
Summe 516.590 516.590
Einjährige variable Vergütung (STI) 0 700.000
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 0 275.000
Variable Vergütung LTI 2015-2017 - -
Variable Vergütung LTI 2016-2018 - -
Variable Vergütung LTI 2017-2019 0 125.000
Variable Vergütung LTI 2018-2020 0 150.000
Sonstige variable Vergütung 0 388.410
Summe 516.590 1.880.000
Beitrag Versorgungszusage 50.000 120.000
Gesamtvergütung 566.590 2.000.000

Ein weiterer Vergütungsbestandteil ist der arbeitgeberfinanzierte Beitrag für die betriebliche Altersversorgung. Der Beitrag (Zuwendung) setzt sich zusammen aus 10 % der Grundvergütung sowie 10% des STI des Vorjahres und wird in unseren Pensionsplan ("VORaB"-Programm) einbezahlt. Der Vorstandsvorsitzende erhält zusätzlich einen fixen Versorgungsbeitrag von 400 Tsd. €. Der Pensionsplan ist das betriebliche Altersversorgungsinstrument des Konzerns, das als rückgedeckte Pensionszusage ausgestaltet ist. Nach Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds fallen daraus keine Aufwendungen mehr an.

Der Aufsichtsrat kann mit den Vorstandsmitgliedern Ziele zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vereinbaren und bei erfolgreicher Umsetzung eine zusätzliche Sondervergütung gewähren. Auch für außerordentliche Leistungen und Erfolge ist eine Sondervergütung möglich, ebenso wenn ein Vorstandsmitglied zusätzliche Aufgaben übernimmt. Für die Sondervergütung besteht ebenfalls eine Höchstgrenze, sie entspricht der Differenz zwischen der Summe der festgelegten maximalen Einzelvergütungen und der maximalen Gesamtvergütung.

Neben dem Vorstand nehmen weitere Top-Manager am LTI-Programm teil. Auch sie müssen eine individuell definierte Anzahl von Dürr-Aktien erwerben und während der Teilnahmedauer halten, um die Performance Share Units in voller Höhe zu erhalten.

VERGÜTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Im Jahr 2018 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 6.737 Tsd. € (Vorjahr: 8.407 Tsd. €). An frühere Vorstandsmitglieder wurden Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € ausbezahlt (Vorjahr: 550 Tsd. €). Der in Tabelle 2.18 gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden.

Der für die Vergütung des Jahres 2018 verwendete Aktienkursmultiplikator wurde anhand des durchschnittlichen Schlusskurses der Dürr-Aktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2018 ermittelt, da der durchschnittliche Schlusskurs der letzten 20 Handelstage vor der Hauptversammlung 2019 naturgemäß noch nicht vorlag.

Die in Tabelle 2.18 bei Herrn Crosetto und Herrn Weyrauch ausgewiesenen LTI-Aufwendungen für die Tranche 2017 bis 2019 sind 2018 deutlich niedriger als im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür ist, dass der durchschnittliche Schlusskurs und die EBIT-Marge gesunken sind. Zudem wurde im Jahr 2017 der Maximalbetrag passiviert. Dieser Betrag musste angesichts der Rückgänge bei Aktienkurs und EBIT-Marge angepasst werden; daher war 2018 eine geringere Zuführung zur LTI-Verbindlichkeit zu buchen. Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2015 bis 2017 erhielt Ralf W.# VORSTANDSVERGÜTUNG
Dieter im Jahr 2018 1.200 Tsd. €. Den im Jahr 2017 eingetretenen Vorstandsmitgliedern Carlo Crosetto und Dr. Jochen Weyrauch flossen noch keine LTI-Zahlungen zu.

DR. JOCHEN WEYRAUCH

Vorstandsmitglied

RALPH HEUWING

Finanzvorstand (Austritt: 14.05.2017)

2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max) 2017
Grundvergütung (Festvergütung) 500.000 537.500 537.500 537.500 240.219
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 15.762 23.856 23.856 23.856 11.787
Summe 515.762 561.356 561.356 561.356 252.006
Einjährige variable Vergütung (STI) 679.420 598.400 0 875.000 600.000
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 200.000 145.783 0 400.000 566.667
Variable Vergütung LTI 2015-2017 - - - - -
Variable Vergütung LTI 2016-2018 - - - - 322.222
Variable Vergütung LTI 2017-2019 200.000 32.732 0 200.000 188.889
Variable Vergütung LTI 2018-2020 - 113.051 0 200.000 55.556
Sonstige variable Vergütung 0 200.000 0 464.894 0
Summe 1.395.182 1.505.539 561.356 2.301.250 1.418.673
Beitrag Versorgungszusage 83.971 121.692 53.750 123.750 27.083
Gesamtvergütung 1.479.153 1.627.231 615.106 2.425.000 1.445.756

In der Sitzung vom 21. März 2018 gewährte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Weyrauch eine Sondervergütung in Höhe von 200.000 € für das Jahr 2017. Grund war, dass Herr Dr. Weyrauch zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Leitung der Division Paint and Final Assembly Systems übernahm.

2.19 - VORSTANDSVERGÜTUNG: STI VORSTANDSVERTRÄGE

Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Im Dezember 2018 hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dieter als Vorstandsvorsitzender vorzeitig bis 30. Juni 2023 verlängert. Herr Dieter erhielt einen neuen Dienstvertrag, dessen Laufzeit am 1. Januar 2019 begann und am 30. Juni 2023 endet. Sein bisheriger Dienstvertrag mit Laufzeit bis 31. Dezember 2020 wurde aufgelöst. Die Verträge der weiteren Vorstandsmitglieder haben eine Laufzeit von drei Jahren. Herrn Crosettos Vertrag endet am 29. Februar 2020, Herrn Paasivaaras Vertrag am 31. Dezember 2021 und Herrn Dr. Weyrauchs Vertrag am 31.Dezember 2019. Bitte beachten Sie auch die Angaben im Absatz "Angaben gemäß §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB".

2.20 - VORSTANDSVERGÜTUNG: LTI

2.21 - VORSTANDSVERGÜTUNG: ZUFLUSS

RALF W. DIETER

Vorstandsvorsitzender

2017 2018
Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 50.908 42.009
Summe 850.908 842.009
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.581.260 1.600.000
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000
Sonstige variable Vergütung 0 0
Summe 3.632.168 3.642.009
Beitrag Versorgungszusage 638.126 640.000
Gesamtvergütung 4.270.294 4.282.009

CARLO CROSETTO

Finanzvorstand

2017 2018
Grundvergütung (Festvergütung) 416.667 500.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 11.182 16.590
Summe 427.849 516.590
Einjährige variable Vergütung (STI) - 566.183
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) - -
Sonstige variable Vergütung 0 0
Summe 427.849 1.082.773
Beitrag Versorgungszusage 16.667 78.309
Gesamtvergütung 444.516 1.161.082

DR. JOCHEN WEYRAUCH

Vorstandsmitglied

2017 2018
Grundvergütung (Festvergütung) 500.000 537.500
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 15.762 23.856
Summe 515.762 561.356
Einjährige variable Vergütung (STI) - 679.420
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) - -
Sonstige variable Vergütung 0 200.000
Summe 515.762 1.440.776
Beitrag Versorgungszusage 25.000 85.221
Gesamtvergütung 540.762 1.525.997

RALPH HEUWING

Finanzvorstand (Austritt: 14.05.2017)

2017
Grundvergütung (Festvergütung) 240.219
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 11.787
Summe 252.006
Einjährige variable Vergütung (STI) 2.023.134
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 2.799.430
Sonstige variable Vergütung 0
Summe 5.074.570
Beitrag Versorgungszusage 130.740
Gesamtvergütung 5.205.310

1 STI 2016 und 2017
2 LTI-Tranchen 2014 bis 2016, 2015 bis 2017, 2016 bis 2018, 2017 bis 2019

VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN AUFSICHTSRAT

§ 15 der Satzung der Dürr AG regelt die Vergütung des Aufsichtsrats. Die Satzung ist auf der Website www.durr-group.com im Bereich Investoren/Corporate Governance einsehbar. Das seit 2016 angewandte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat sieht pro Mitglied eine jährliche Festvergütung von 40.000 € vor, die am Jahresende fällig ist. Das Sitzungsgeld beträgt 1.000 € pro Sitzung, Auslagen werden ersetzt. Die variable Vergütung errechnet sich aus dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge und darf 24.000 € nicht überschreiten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, den stellvertretenden Vorsitzenden steht das Eineinhalbfache zu. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss wird mit 10.000 € pro Jahr vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte. Mitglieder des Personalausschusses erhalten 5.000 € pro Jahr, während dem Vorsitzenden das Eineinhalbfache zusteht. Die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird mit 2.500 € pro Sitzung vergütet, im Fall des Vorsitzenden mit dem Eineinhalbfachen. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig. Im Jahr 2018 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1.151 Tsd. € (Vorjahr: 1.220 Tsd. €). Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert Textziffer 43 im Anhang zum Konzernabschluss.

ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE

Außertariflich bezahlte Mitarbeiter erhalten neben dem Jahresgrundgehalt eine erfolgsabhängige Tantieme. Diese hängt vom Erreichen finanzieller und individueller Ziele ab. Meist beträgt sie 5 bis 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften mehr. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter fast aller deutschen Konzerngesellschaften erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Ergebnis einen zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt. Die Erfolgsbeteiligung, die Vollzeit-Tarifmitarbeiter in Deutschland für 2018 erhalten, beträgt 2.250 € bei Dürr und Schenck sowie 2.750 € bei der HOMAG Group.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Konjunktur und Branchenumfeld

WELTWIRTSCHAFT ERREICHT 2018 KONJUNKTURELLEN HÖHEPUNKT

Im Jahr 2018 setzte die Weltwirtschaft ihren langjährigen Expansionskurs fort, mit einem Plus von 3,8 % wuchs sie in derselben Größenordnung wie 2017. Allerdings ließ die konjunkturelle Dynamik in der zweiten Jahreshälfte nach. Hauptursachen dafür waren die um sich greifenden Handelskonflikte, steigende US-Zinsen sowie der unklare Brexit-Fahrplan und die Haushaltsprobleme in Italien. Die Weltmarktpreise für Rohstoffe und Energie gaben in der zweiten Jahreshälfte im Zuge der konjunkturellen Abkühlung teils deutlich nach. In den USA stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2018 um 2,9 % und damit stärker als erwartet. Die Konjunktur in Europa erhielt zwar Rückenwind durch sinkende Arbeitslosenzahlen und anhaltend niedrige Zinsen, dennoch blieb das Wachstum in der Eurozone (+1,9 %) und in Deutschland (+1,5 %) hinter den ursprünglichen Prognosen für 2018 zurück. China erreichte mit einem BIP-Zwachs von 6,6 % annähernd den Vorjahreswert. In Indien setzte sich der positive Trend fort; Russland und Brasilien meldeten niedrige BIP-Wachstumsraten.

2.22 - WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT

Veränderung gegenüber Vorjahr, % 2018 2017 2016
Welt 3,8 3,7 3,2
Deutschland 1,5 2,2 1,9
Eurozone 1,9 2,4 1,8
Russland 1,6 1,5 -0,2
USA 2,9 2,2 1,5
China 6,6 6,9 6,7
Indien 7,6 6,7 7,9
Japan 0,7 1,7 0,9
Brasilien 1,1 1,0 -1,2
Quelle: Commerzbank 01/2019

Die Wechselkurse der wichtigsten Währungen bewegten sich in den vergangenen drei Jahren in relativ engen Spannen. Von Januar bis April 2018 zeigte sich der Euro sehr stark und erreichte Werte von bis zu 1,25 US-Dollar. In der Folge verbilligte er sich wieder auf ein Niveau von 1,15 US-Dollar, was exportorientierten Unternehmen in der Eurozone zugutekam. Gegenüber dem chinesischen Renminbi legte der Euro im Jahresverlauf leicht zu, am Jahresende gab er aber wieder etwas nach. Angesichts der Unsicherheiten rund um den Brexit setzte das britische Pfund seinen Abwärtstrend fort, vor diesem Hintergrund näherte sich der Euro zum Jahresende 2018 einem Wechselkurs von 0,90 Pfund.

2.23 - DURCHSCHNITTLICHE WECHSELKURSE

1 € entspricht 2018 2017 2016
USD 1,1792 1,1371 1,1037
GBP 0,8862 0,8764 0,8228
JPY 129,9983 127,3383 120,4308
CNY 7,8167 7,6614 7,3399
Quelle: Commerzbank

UMLAUFRENDITE IN DEUTSCHLAND KNAPP ÜBER 0 %

In Deutschland sank die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen im Jahr 2018 von 0,3 auf 0,1 % und damit auf ein äußerst niedriges Niveau. Trotz steigender US-Zinsen, einer leicht zunehmenden Inflation und steigender Löhne und Gehälter in Europa setzte die EZB ihre Niedrigzinspolitik fort und beließ den Leitzins bei 0%. Allerdings wurden die Anleihekäufe der EZB zum Jahresende 2018 eingestellt.

2.24 - UMLAUFRENDITE IN DEUTSCHLAND

Quelle: Deutsche Bundesbank 01/2019

Die Aktienmärkte zeigten sich nach einem starken Jahresauftakt in zunehmend schwacher Verfassung. Erstmals seit 2011 war die Jahres-Performance des DAX mit -18 % negativ. Die zyklischeren Aktien aus den Sektoren Investitionsgüter und Automobil verloren überproportional an Wert. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Verunsicherung der Investoren infolge der Handelskonflikte und weiterer politischer Krisen. Viele Unternehmen reduzierten ihre Gewinnerwartungen für 2018 und 2019.

WELTWEITE AUTOMOBILPRODUKTION AUF VORJAHRESNIVEAU

Im Jahr 2018 wurden weltweit 94,0 Mio. Pkws und leichte Nutzfahrzeuge gebaut. Damit stagnierte die Produktion auf dem Niveau des Vorjahres. China verzeichnete ein Minus von 4,0 %, die dort produzierten 26,3 Mio. Einheiten entsprechen einem Anteil von rund 28 % an der Weltautomobilproduktion. Hauptgründe für die unbefriedigende Entwicklung waren die Verunsicherung chinesischer Verbraucher durch den Handelskonflikt mit den USA und die Schwäche des heimischen Immobilienmarkts. In Nordamerika ging die Automobilproduktion wie erwartet zum zweiten Mal in Folge leicht zurück. Brasilien und Russland meldeten deutliche Produktionszuwächse, in Indien nahm die Fahrzeugproduktion kräftig zu.# In Westeuropa stieg das Fertigungsvolumen leicht an, allerdings dämpfte die Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP die Ausbringung in der zweiten Jahreshälfte. Die Auslastung der Automobilwerke sank im Jahr 2018 auf weltweit durchschnittlich 69,5 % (Vorjahr: 72,4%). Dennoch erhöhten sich die Investitionen der Automobilindustrie in Maschinen und Anlagen. Dies resultierte zum einen aus einer steigenden Nachfrage nach Produktionstechnik für Elektroautos, sei es durch etablierte Automobilhersteller oder durch neue Produzenten von Batteriefahrzeugen. Zum anderen bauen viele Automobilhersteller ihre Fertigungskapazitäten in Auslandsmärkten aus, um weniger exportieren zu müssen und unabhängiger von Handelskonflikten zu werden.

2.25 - PRODUKTION LIGHT VEHICLES

Mio. Einheiten
2018 2017
Welt 94,0 94,0
Westeuropa 15,2 15,1
Deutschland 5,6 5,9
Osteuropa 7,1 7,1
Russland 1,6 1,5
Nordamerika (inkl. Mexiko) 16,8 17,1
USA 10,8 11,2
Südamerika 3,4 3,1
Brasilien 2,8 2,5
Asien 48,7 49,0
China 26,3 27,4
Japan 9,0 8,9
Indien 4,9 4,3

Quellen: PwC 01/2019, eigene Schätzungen

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU EXPANDIERT

2018 war ein weiteres gutes Jahr für die deutschen Investitionsgüterhersteller. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um knapp 5 %, nachdem sich bereits im Vorjahr ein Plus von 4 % ergeben hatte. Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stieg der Branchenumsatz um 2 %. Damit war 2018 das zweite Wachstumsjahr in Folge, zuvor hatte es eine längere Stagnationsphase gegeben. Die positive Entwicklung im Jahr 2018 wurde von einer hohen Nachfrage im In- und Ausland getragen. Die Ausfuhr deutscher Maschinen und Anlagen in andere EU-Länder nahm erfreulich zu, noch stärker stiegen die Exporte nach China und in die USA.

NACHFRAGE NACH HOLZBEARBEITUNGSMASCHINEN NACH STARKEN VORJAHREN RÜCKLÄUFIG

Der für das Segment Holzbearbeitungsmaschinen zuständige VDMA-Fachverband meldete für den Zeitraum Januar bis November 2018 einen Umsatzzuwachs von 4%, der sich vor allem aus hohen Auftragsbeständen speiste. Der Auftragseingang verringerte sich dagegen um 6%, da die Investitionen in China und anderen asiatischen Ländern zurückgingen. Grund waren höhere US-Zölle auf Importmöbel und die Sorge vor weiteren Handelsbarrieren. Zudem hat die Möbelindustrie in China im Jahr 2017 stark in neue Fabriken investiert; diese müssen nun ausgelastet werden, bevor neue Investitionen getätigt werden.

Hinweise zum Zahlenwerk

Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2016 bis 2018.

EBIT

Das EBIT definieren wir als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Im operativen EBIT wurden Sondereffekte bereinigt; eine Übersicht über die Sondereffekte enthält Tabelle 2.39.

RECHNUNGSLEGUNG: ERSTANWENDUNG IFRS 15

Seit 1. Januar 2018 wenden wir bei der Umsatzrealisierung den neuen International Financial Reporting Standard 15 (IFRS 15) "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" an. Im vorliegenden Bericht wurden außer den Werten für das Jahr 2018 auch die Vergleichswerte für 2017 nach IFRS 15 ermittelt. Daher können die Vergleichswerte für 2017 leicht von den im Geschäftsbericht 2017 veröffentlichten Werten abweichen, die nach den Vorgängerstandards IAS 11 und IAS 18 ermittelt wurden. Einen Überblick über die Veränderungen bei den wichtigsten Kennzahlen für 2017 gibt Tabelle 2.26. Die Werte für 2016 blieben unverändert und wurden gemäß IAS 11 und IAS 18 ermittelt.

2.26 - GESCHÄFTSJAHR 2017: ANPASSUNGEN INFOLGE IFRS 15

Mio. €
2017 berichtet IFRS 15 Anpassungen 2017 angepasst
Auftragseingang 3.876,0 12,7 3.803,01
Umsatz 3.715,4 -2,2 3.713,2
Auftragsbestand 2.516,3 18,7 2.449,41
EBIT 289,6 -2,6 287,0
EBIT vor Sondereffekten 281,8 -2,6 283,72
Ergebnis nach Steuern 201,5 -1,8 199,6
Ergebnisanteil Dürr-Aktionäre 194,4 -1,8 192,6
Eigenkapital 903,7 -3,2 900,5
Bilanzsumme 3.411,8 99,8 3.511,6
Net Working Capital 362,1 11,6 373,7

1 Im Auftragseingang für 2017 und im Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft bereinigt. Die Ausbuchung resultierte aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung von Auftragseingang und Auftragsbestand im vierten Quartal 2017 erforderlich.

2 Im vorliegenden Bericht haben wir in den Sondereffekten der Jahre 2018 und 2017 erstmals auch die Kaufpreisallokationseffekte für die kleineren Gesellschaften berücksichtigt, die wir in den vergangenen Jahren erworben haben (zum Beispiel iTAC, Agramkow, Dualis). In den Vorjahren waren nur die Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group enthalten.

AUSWEISPRAXIS

Generell hatten Änderungen der IFRS im Jahr 2018 einen begrenzten Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, deren Nutzung unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig beeinflusst. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei den Vorräten oder dem Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. 2018 haben wir die meisten Wahlrechte in unveränderter Form wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen beeinflusst die Darstellung der operativen Ertragslage allenfalls geringfügig. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Nachvollziehbarkeit.

AUSBUCHUNGEN IN AUFTRAGSEINGANG UND AUFTRAGSBESTAND 2017

Im Auftragseingang für 2017 und im Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft ausgebucht. Die Ausbuchung resultierte aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung von Auftragseingang und Auftragsbestand im vierten Quartal 2017 erforderlich.

HOMAG GROUP AG: BEHERRSCHUNGS- UND GEWI NNABFÜHRUNGSVERTRAG

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG fließt Dürr seit dem 1. Januar 2016 das gesamte Jahresergebnis der HOMAG Group AG zu. Die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG (36,1% des Kapitals) haben keinen variablen Dividendenanspruch, sondern erhalten während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Garantiedividende von 1,01 € pro Aktie. Seit April 2015 ist, wie in solchen Situationen üblich, beim Landgericht Stuttgart ein Spruchverfahren anhängig, in dem einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe der Garantiedividende und unseres Barabfindungsangebots (31,56 € je Aktie der HOMAG Group AG) gerichtlich überprüfen lassen. Der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG resultierende Zinsaufwand (2018: 5,7 Mio. €) wird im Finanzergebnis des Dürr-Konzerns gebucht.

VERKAUF DÜRR-ECOCLEAN-GRUPPE

Beim Vergleich der Jahre 2018, 2017 und 2016 ist zu berücksichtigen, dass wir die Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) zum 31. März 2017 an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd. veräußert haben. Im ersten Quartal 2017 steuerte die Dürr-Ecoclean-Gruppe noch 51,1 Mio. € Auftragseingang, 47,5 Mio. € Umsatz und 2,2 Mio. € EBIT zum Zahlenwerk des Konzerns beziehungsweise der Division Measuring and Process Systems bei. 2016 erzielte sie knapp 200 Mio. € Auftragseingang und Umsatz sowie ein EBIT von rund 14 Mio. €. Der Verkaufserlös von 107,9 Mio. € für 85% des Dürr-Ecoclean-Geschäfts floss uns zum 31. März 2017 zu, der Buchgewinn von 23,0 Mio. € wurde als Sonderertrag im Corporate Center gebucht. Bei der Ermittlung des ROCE → Seite 207 für die Jahre 2016 und 2017 haben wir die Effekte aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe bereinigt, um vollständige Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL

Die akquirierte MEGTEC/Universal-Gruppe steuerte seit Konsolidierungsbeginn am 5. Oktober 2018 46,1 Mio. € Auftragseingang, 47,6 Mio. € Umsatz und 2,7 Mio. € EBIT (vor Kaufpreisallokation) bei. Der Beitrag von MEGTEC/Universal zu Auftragseingang und Umsatz im Jahr 2018 war ungefähr genauso hoch wie der entsprechende Beitrag der Dürr-Ecoclean-Gruppe im Vorjahr. Im Jahresvergleich neutralisieren sich die Effekte der beiden Transaktionen bei den genannten Kennzahlen weitgehend.

AUSGABE VON GRATISAKTIEN/ ERGEBNIS JE AKTIE

Durch die Ausgabe von Gratisaktien hat sich die Aktienstückzahl der Dürr AG zum 22. Juni 2018 auf 69.202.080 verdoppelt. Voraussetzung für die Ausgabe der Gratisaktien war die Verdoppelung des Grundkapitals von 88,6 Mio. € auf 177,2 Mio. € im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Dabei wurden offene Rücklagen in Grundkapital umgewandelt, wobei die Höhe des Eigenkapitals unverändert blieb. Das im Lagebericht ausgewiesene Ergebnis je Aktie bezieht sich auf die neue Aktienstückzahl (69.202.080) und wurde für die Vorjahre rückwirkend angepasst.

BERECHNUNG NETTOFINANZSTATUS

Wir haben die Berechnung des Nettofinanzstatus → Seite 207 im Sinne einer sachgerechteren Darstellung leicht angepasst. Im Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2018 und 2017 wurden, anders als in den Vorjahren, die Verbindlichkeiten sämtlicher Finance Leases berücksichtigt, zudem sind nun auch die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen bei Finanzverbindlichkeiten enthalten. Dies führte dazu, dass sich der Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2017 auf 176,3 Mio. € verringerte; ursprünglich hatten wir 191,5 Mio. € ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2019 wenden wir den neuen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Er sieht unter anderem vor, dass auch Operating Leases in den Finanzverbindlichkeiten zu berücksichtigen sind. Dadurch wird der Nettofinanzstatus voraussichtlich um rund 100 Mio. € abnehmen.

Gesamtaussage des Vorstands und Zielerreichung

Unser Marktumfeld war im Jahr 2018 von zahlreichen politischen und konjunkturellen Unsicherheiten geprägt.# ZIELERREICHUNG KONZERN 2018

Dass es uns dennoch gelungen ist, bei Auftragseingang und Umsatz neue Rekorde zu erzielen, unterstreicht unsere gute Marktstellung und das Vertrauen, das wir bei unseren Kunden genießen. Das Ergebnis reflektiert die im Jahr 2018 eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des operativen Geschäfts und zur Erschließung neuer Ertrags- und Wachstumspotenziale in den Folgejahren. Dazu zählen zum Beispiel das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0, die Einstellung des Mikrogasturbinengeschäfts und der Kauf von MEGTEC/Universal. Im Jahr 2018 trugen die Einmalkosten für diese Maßnahmen dazu bei, dass die im EBIT enthaltenen Sonderaufwendungen auf 41,4 Mio. € stiegen. Bereits ab 2019 werden sie aber zu spürbaren Ergebnisverbesserungen führen.

Der Auftragseingang stieg 2018 um 3,4% und erreichte mit 3.930,9 Mio. € das obere Ende der Zielbandbreite (3.650 bis 3.950 Mio. €). Ursprünglich hatten wir einen Auftragseingang von maximal 3.900 Mio. € prognostiziert, die Anhebung auf 3.950 Mio. € erfolgte im Zuge des Erwerbs von MEGTEC/Universal. Bereinigt um Wechselkurseffekte wuchs der Auftragseingang im Jahr 2018 um 5,2 %. Besonders erfolgreich waren wir im Automotive-Geschäft. Dabei profitierten wir von steigenden Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos und dem Markteintritt neuer Automobilhersteller im Zuge der E-Mobilität.

Auch die HOMAG Group erreichte im Geschäft mit der holzbearbeitenden Industrie ein hohes Bestellniveau (1.336,8 Mio. €), wenngleich sich nach dem überaus starken Zuwachs im Vorjahr (+17,2%) ein geringfügiger Rückgang ergab (-2,2 %). Der Konzernumsatz verbesserte sich um 4,2 % auf 3.869,8 Mio. €; bereinigt um Wechselkurseffekte betrug der Zuwachs 6,1%. Mit Ausnahme der Division Measuring and Process Systems, bei der die Veräußerung von Dürr Ecoclean zu berücksichtigen ist, konnten alle Divisions den Umsatz steigern.

Das EBIT verringerte sich vor allem infolge der hohen Sonderaufwendungen (41,4 Mio. €) um 18,6% auf 233,5 Mio. €. 2017 hatte es dagegen von einem saldierten Sonderertrag von 3,3 Mio. € profitiert. Operativ, also bereinigt um Sondereffekte, lag das EBIT nur 8,8 Mio. € beziehungsweise 3,1% unter dem Vorjahreswert. Eine Übersicht zu den Sondereffekten enthält Tabelle 2.39. Zu berücksichtigen ist, dass wir in den Sonderaufwendungen der Jahre 2018 und 2017 erstmals auch die Kaufpreisallokationseffekte für die kleineren Gesellschaften berücksichtigt haben, die wir in den vergangenen Jahren erworben haben (zum Beispiel iTAC, Agramkow, Dualis). In den Vorjahren waren nur die Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group enthalten. Auch die 2018 angefallenen Kaufpreisallokationseffekte bei MEGTEC/Universal sind in den Sonderaufwendungen für 2018 enthalten.

Unser ursprüngliches Ziel einer EBIT-Marge von 7,0 bis 7,5 % haben wir Mitte Oktober auf 5,8 bis 6,3% korrigiert. Den Ausschlag dafür gab die Entscheidung, das defizitäre Mikrogasturbinengeschäft einzustellen und dafür Sonderaufwendungen von 17,3 Mio. € in Kauf zu nehmen. Ferner wurde sichtbar, dass Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) vor allem infolge von Produktionsengpässen weniger Umsatz und Ertrag erzielen würde als geplant. Der Dürr-Konzern erreichte 2018 eine EBIT-Marge von 6,0 %, dieser Wert liegt innerhalb des abgesenkten Zielkorridors und ist, gemessen an den Sondereinflüssen des Jahres 2018, zufriedenstellend.

Für 2019 erwarten wir eine deutliche Verbesserung. Dafür spricht, dass Paint and Final Assembly Systems, Clean Technology Systems und Woodworking Machinery and Systems Steigerungen des operativen Ergebnisses planen. Zudem werden die Sonderaufwendungen nicht mehr in der Höhe des Jahres 2018 anfallen.

Die Bruttomarge verringerte sich im Jahr 2018 auf 22,1 %. Bereinigt um die in den Umsatzkosten enthaltenen Sonderaufwendungen erreichte sie 22,9 %. Das Finanzergebnis verbesserte sich etwas stärker als erwartet und erreichte -13,8 Mio. € (Vorjahr: -19,8 Mio. €). Ein wesentlicher Faktor dafür war ein stark verbessertes Beteiligungsergebnis, das einen vorwiegend bei der chinesischen HOMAG-Vertriebsgesellschaft angefallenen Beteiligungsertrag von 3,1 Mio. € enthielt. Die Steuerquote erreichte mit 25,6% einen ähnlich niedrigen Wert wie im Vorjahr. Dämpfend wirkten die US-Steuerreform und die Neubewertung latenter Steuern in China. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 163,5 Mio. € bewegte sich am oberen Ende der im November definierten Zielspanne von 145 bis 165 Mio. €.

ZIELERREICHUNG KONZERN 2018

Ist 2017¹ Ist 2018 Ziel 2018 (Prognose Februar 2018) Ziel 2018 neu (Prognose November 2018 inkl. MEGTEC/ Universal)
Auftragseingang Mio. € 3.803,0² 3.930,9 3.600 - 3.900 3.650 - 3.950
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.449,4² 2.577,2 2.200 - 2.700 2.400 - 2.600
Umsatz Mio. € 3.713,2 3.869,8 3.700 - 3.900 3.750 - 3.950
EBIT-Marge % 7,7 6,0 7,0 - 7,5 5,8 - 6,3
EBIT-Marge vor Sondereffekten³ % 7,6 7,1 7,4 - 7,8 6,8 - 7,2
ROCE % 38,6 24,0 30 -40 20 - 25
Finanzergebnis Mio. € -19,8 -13,8 leicht besser leicht besser
Steuerquote % 25,3 25,6 27 - 28 27 - 28
Ergebnis nach Steuern Mio. € 199,6 163,5 180 - 200 145 - 165
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 119,8 162,3 deutlich über Vorjahresniveau über Vorjahresniveau
Free Cashflow Mio. € 14,3 78,4 deutlich über Vorjahresniveau über Vorjahresniveau
Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 176,3 32,3 240 - 280 30 - 80
Liquidität Mio. € 659,9 655,0 690 - 730 480 - 530
Investitionen⁴ Mio. € 88,0 74,4 75 - 85 75 - 85

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² Im Auftragseingang für 2017 und im Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft bereinigt. Die Ausbuchung resultiert aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung von Auftragseingang und Auftragsbestand im vierten Quartal 2017 erforderlich.
³ Sondereffekte 2018: -41,4 Mio. € (2017: 3,3 Mio. €)
⁴ in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)

Der ROCE → Seite 207 erreichte mit 24,0% den im November 2018 definierten Zielkorridor von 20 bis 25%. Zuvor hatten wir eine Spanne von 30 bis 40 % angestrebt. Der operative Cashflow stieg nach einem starken vierten Quartal um 35,5%, der Free Cashflow → Seite 207 erhöhte sich von 14,3 Mio. € auf 78,4 Mio. €. Damit fielen die Zuwächse höher aus als zwischenzeitlich erwartet, obwohl wir die Vorräte infolge von Verfügbarkeitsproblemen bei einigen Lieferanten angehoben haben. Mit 655,0 Mio. € blieben die flüssigen Mittel gegenüber dem Jahresende 2017 praktisch unverändert, obwohl im vierten Quartal der Kaufpreis für MEGTEC/Universal in Höhe von 103,9 Mio. € abfloss. Nachdem wir zunächst ein Liquiditätsziel von 690 bis 730 Mio. € angestrebt hatten, gingen wir zuletzt von 480 bis 530 Mio. € aus. Dass wir deutlich besser abschnitten, resultierte aus dem hohen Cashflow im vierten Quartal. Der ebenfalls von der Kaufpreiszahlung für MEGTEC/Universal beeinflusste Nettofinanzstatus → Seite 207 war am Jahresende klar positiv und erreichte mit 32,3 Mio. € ein zufriedenstellendes Niveau. Die Investitionen sanken gegenüber dem Vorjahr um 15,5% und lagen mit 74,4 Mio. € am unteren Ende der üblichen Spanne (75 bis 85 Mio. €). Einen Investitionsschwerpunkt bildeten die Bereiche IIoT → Seite 206 und Digitalisierung.

DIVISIONS: ZIELE MEHRHEITLICH ERREICHT

Unsere fünf Divisions haben die meisten Jahresziele für 2018 erreicht. Paint and Final Assembly Systems übertraf nach einem starken vierten Quartal das Jahresziel für den Auftragseingang deutlich. Auch der Umsatz war höher als geplant. Die EBIT-Marge erreichte mit 4,5% den angestrebten Korridor (4,0 bis 5,0%). Die relativ niedrige Marge resultiert aus dem hohen Margendruck, der im Jahr 2017 bei vielen Auftragsvergaben herrschte. Im Lauf des Jahres 2018 haben sich die Margen im Auftragseingang sukzessive leicht erhöht. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf Verbesserungen durch das Anfang 2018 gestartete Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 erwarten wir für 2019 und 2020 wieder leicht steigende Margen.

ZIELERREICHUNG DIVISIONS 2018

Auftragseingang (Mio. €) Umsatz (Mio. €)
Ist 2018 Ziel 2018 (Feb.) Ziel 2018 (Nov.) Ist 2018 Ziel 2018 (Feb.) Ziel 2018 (Nov.)
Paint and Final Assembly Systems 1.300,4 1.000 - 1.200 1.000 - 1.200 1.235,7 1.100 - 1.200 1.100 - 1.200
Application Technology 632,4 600 - 650 600 - 650 652,6 600 - 650 600 - 650
Clean Technology Systems 258,2 190 - 220 240 - 270 226,7 180 - 200 230 -250
Measuring and Process Systems 403,3 430 - 460 430 - 460 456,5 440 - 480 440 - 480
Woodworking Machinery and Systems 1.336,8 1.350 - 1.500 1.350 - 1.450 1.298,3 1.300 - 1.400 1.250 - 1.300
EBIT-Marge (%)
Ist 2018 Ziel 2018 (Feb.) Ziel 2018 (Nov.)
Paint and Final Assembly Systems 4,5 4,0 - 5,0 4,0 - 5,0
Application Technology 10,4 10,0 - 11,0 10,0 - 11,0
Clean Technology Systems -6,6 1,5 - 2,5 negativ
Measuring and Process Systems 13,1 12,5 - 13,5 12,5 - 13,5
Woodworking Machinery and Systems 6,6 7,5 - 8,0 6,5 -7,0

Bei Application Technology erreichten Auftragseingang und Umsatz im Jahr 2018 neue Rekorde und das obere Ende der jeweiligen Zielspanne. Die EBIT-Marge lag mit 10,4% ungefähr in der Mitte des Zielkorridors. Das operative EBIT von Application Technology erreichte mit 68,2 Mio. € einen neuen Höchststand.

Clean Technology Systems erreichte - auch bereinigt um die Beiträge von MEGTEC/Universal - die angestrebten Größenordnungen bei Auftragseingang und Umsatz. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT betrug 5,1 Mio. €, was einer operativen EBIT-Marge von 2,3 % entspricht. Nach Sondereffekten betrug das EBIT -15,0 Mio. €. Hauptgründe dafür waren die hohen Einmalaufwendungen von 17,3 Mio. € für die Schließung des Mikrogasturbinengeschäfts sowie Kaufpreisallokationseffekte von 2,8 Mio. €.Measuring and Process System erreichte beim Umsatz mit 456,5 Mio. € die Mitte des Zielkorridors. Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber dem von Großaufträgen geprägten Vorjahr und blieb hinter der Planung zurück. Die EBIT-Marge erreichte mit 13,1% den höchsten Wert aller Divisions und erfüllte unsere Erwartungen. Woodworking Machinery and Systems steigerte den Umsatz um 6,5 %. Nach dem Bestellplus von 17,2 % im Vorjahr hatten wir insbesondere im ersten Halbjahr mit einem etwas kräftigeren Umsatzzuwachs gerechnet. Dass dieser ausblieb, lag an der Überauslastung von Lieferanten sowie an Engpässen in der Produktion, die noch nicht ausreichend an das wachsende Geschäft mit kompletten Möbelproduktionslinien angepasst war. Die HOMAG Group führt derzeit ein flexibles Produktionssystem ein, das eine effizientere Abwicklung von Großaufträgen und höhere Umsatzvolumina ermöglichen wird. Auf dieser Basis soll die EBIT-Marge, die 2018 mit 6,6 % innerhalb der unterjährig abgesenkten Zielspanne (6,5 bis 7,0 %) lag, wieder zulegen. Im vierten Quartal 2018 konnte HOMAG bei Umsatz und Ergebnis bereits deutlich zulegen. Der Auftragseingang erreichte 2018 nicht ganz das Zielniveau, da sich das Chinageschäft nach der überaus starken Nachfrage im Jahr 2017 abkühlte. Die Ziele der Divisions für 2019 finden Sie im → "Prognosebericht" Seite 91.

GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung im Dürr-Konzern sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE (EBIT zu Capital Employed → Seite 207). Weitere wichtige finanzielle Kennzahlen - besonders auf Konzernebene - sind der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Free Cashflow → Seite 207. Detaillierte Informationen zur Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren enthält der Abschnitt "Operative Steuerungsgrößen" im Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" → Seite 72. Dort finden Sie auch Informationen zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Bitte beachten Sie zu den nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren auch die nichtfinanzielle Konzernerklärung.

WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

Ereignisse, die sich im Jahr 2018 wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten, waren die Akquisition von MEGTEC/Universal und die Einstellung des Mikrogasturbinengeschäfts. Darüber hinaus haben wir zum 30. April von der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann weitere 8,0 % der Aktien der HOMAG Group AG für 34,8 Mio. € erworben. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie war höher als im Vorjahr, nicht zuletzt aufgrund des Trends zur Elektromobilität. Im Geschäft mit der holzbearbeitenden Industrie verzeichneten wir eine starke Nachfrage nach kompletten Produktionssystemen mit hohem Automatisierungsgrad und Losgröße-1-Fähigkeit, die Nachfrage nach Einzelmaschinen blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Geschäftsverlauf

AUFTRAGSEINGANG ERREICHT REKORDWERT

Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir den Auftragseingang um 3,4% auf den neuen Rekordwert von 3.930,9 Mio. € steigern. Die Effekte, die der Verkauf von Dürr Ecoclean (2017) und der Kauf von MEGTEC/Universal (2018) auf den Auftragseingang hatten, gleichen sich nahezu aus. Daher sind die Jahre 2018 und 2017 voll vergleichbar. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Auftragseingang im Jahr 2018 um 5,2 % gestiegen.

2.29 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN

scroll Mio. € 2018 2017¹ 2016
Deutschland 753,6 592,7 555,6
Sonstige europäische Länder 1.003,0 1.170,5 1.154,7
Nord-/Zentralamerika 705,1 820,9 1.045,3
Südamerika 80,0 92,1 56,9
Asien, Afrika, Australien 1.389,3 1.126,8 889,1
Gesamt 3.930,9 3.803,0 3.701,7
¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst. Im Auftragseingang für 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft ausgebucht. Die Ausbuchung resultierte aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung des Auftragseingangs im vierten Quartal 2017 erforderlich.

2.30 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst. Im Auftragseingang für 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft ausgebucht. Die Ausbuchung resultierte aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung des Auftragseingangs im vierten Quartal 2017 erforderlich.

Das stärkste Bestellplus erzielte Clean Technology Systems mit 56,6%; auch bereinigt um den Beitrag von MEGTEC/Universal erreichte die Division einen hohen Zuwachs von 28,6 %. Die Nachfrage im Lackieranlagengeschäft verlief erfreulich, wie die Steigerungsraten von 13,8 % bei Paint and Final Assembly Systems und 7,8 % bei Application Technology zeigen. Woodworking Machinery and Systems verzeichnete nach dem äußerst starken Zuwachs des Vorjahres (+17,2%) einen leichten Rückgang von 2,2%. Die Bestelleinbußen bei Measuring and Process Systems (-25,7 %) resultieren zum einen aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe im Jahr 2017, zum anderen hatte die Division im Vorjahr außergewöhnlich viele Großaufträge erhalten. Im Konzern sorgte der hohe Auftragseingang für eine Vollauslastung unserer Kapazitäten. Der Auftragseingang in den Emerging Markets verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,8% auf 1.814,1 Mio. €, daraus errechnet sich ein Anteil von 46,1 % am Bestellvolumen des Konzerns (Vorjahr: 1.885,3 Mio. € und 49,6 %). In China stieg der Auftragseingang mit einem Plus von 12,1% deutlich an und erreichte 883,9 Mio. €. Während die Bestellungen der Automobilindustrie weiterhin auf hohem Niveau lagen, kühlte sich die Nachfrage nach Möbelproduktionsanlagen im chinesischen Markt ab. In Nord- und Zentralamerika ging der Auftragseingang um 14,1 % auf 705,1 Mio. € zurück, da die Automobilhersteller dort weniger investierten. In Europa (einschließlich Deutschland) bewegte sich der Auftragseingang ungefähr auf dem hohen Vorjahresniveau. Insgesamt verzeichneten wir eine gute internationale Verteilung des Auftragseingangs, unter anderem wurden wir in Vietnam mit einem großen Lackiertechnikprojekt beauftragt. Unsere gute weltweite Marktposition ist ein wichtiger Vorteil, da sie uns erlaubt, auch bei Bestellrückgängen in einzelnen Regionen zu wachsen. Die Verteilung des Auftragseingangs auf Quartale ist im Dürr-Konzern wenig aussagekräftig. Denn durch große Systemaufträge können sich im Quartalsvergleich starke Schwankungen ergeben. Das Schlussquartal 2018 war mit einem Bestellvolumen von 1.177.7 Mio. € das stärkste der vergangenen drei Jahre.

UMSATZ STEIGT WÄHRUNGSBEREINIGT UM 6,1 %

Der Konzernumsatz verbesserte sich im Jahr 2018 um 4,2% auf 3.869.8 Mio. €; bereinigt um Wechselkurseffekte ergab sich ein Plus von 6,1%. Wie beim Auftragseingang glichen sich die Effekte aus Akquisitionen und Desinvestitionen nahezu aus. Bei Clean Technology Systems führte die Konsolidierung von MEGTEC/Universal (seit 5. Oktober 2018) zu einem Umsatzzuwachs von 22,1 %. Der Umsatzrückgang bei Measuring and Process Systems (-10,7 %) resultierte beinahe vollständig aus der Desinvestition der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Die drei weiteren Divisions erzielten jeweils mittlere einstellige Zuwachsraten. Tabelle 2.31 zeigt, dass auch die Umsatzverteilung regional gut ausgewogen war. Der größte Anteil kam erneut aus Europa (46,4%), gefolgt von Asien, Afrika und Australien (30,1 %) sowie Nord-, Süd- und Zentralamerika (23,6%). Der Umsatzanteil der Emerging Markets blieb mit 47,8 % so gut wie unverändert (Vorjahr: 48,0 %). Bei der quartalsweisen Umsatzbetrachtung ist - anders als beim Auftragseingang - ein Verlaufsmuster erkennbar. Meist realisieren wir im dritten und vierten Quartal höhere Erlöse als im ersten Halbjahr. In der Regel entfällt der höchste Umsatzbeitrag auf das Schlussquartal, da am Jahresende vermehrt Projekte zur Endabrechnung kommen. Wie beim Auftragseingang war das vierte Quartal 2018 auch beim Umsatz der mit Abstand stärkste Abschnitt in den vergangenen drei Jahren.

2.31 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN

scroll Mio. € 2018 2017¹ 2016
Deutschland 609,4 485,9 542,8
Sonstige europäische Länder 1.184,4 1.090,0 1.010,9
Nord-/Zentralamerika 826,1 926,8 770,8
Südamerika 86,3 78,6 79,4
Asien, Afrika, Australien 1.163,6 1.131,9 1.169,7
Gesamt 3.869,8 3.713,2 3.573,5
¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2.32 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Der Service-Umsatz wuchs im Jahr 2018 um 9,7% und damit deutlich stärker als das Neugeschäft. Mit 1.039,0 Mio. € überschritten wir im Service-Geschäft erstmals die Marke von 1 Mrd. €. Alle fünf Divisions konnten steigende Service-Umsätze vermelden. Im Konzern stieg der Service-Anteil am Umsatz von 25,5 auf 26,8 %, langfristig streben wir nach wie vor eine Quote von 30 % an.

AUFTRAGSBESTAND 5,2 % HÖHER ALS ENDE 2017

Da der Auftragseingang den Umsatz leicht überstieg, ergab sich eine Book-to-Bill-Ratio¹von 1,02. Gegenüber dem Jahresende 2017 wuchs der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2018 um 5,2% auf 2.577,2 Mio. €. Der überwiegende Teil des kurzfristigen Service-Geschäfts ist nicht Teil des Auftragsbestands. Addiert man dieses Service-Volumen hinzu, halten wir unser Umsatzziel von 3,9 bis 4,1 Mrd. € im Jahr 2019 für gut erreichbar. Der Ende 2018 vorhandene Auftragsbestand deckte knapp zwei Drittel des für 2019 angestrebten Umsatzes ab.
¹ Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz

2.33 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN

| scroll Mio. |# 2.33 - UMSATZNACH REGIONEN UND LÄNDERN
Die Umsatzverteilung nach Regionen und Ländern stellt sich wie folgt dar:

2018 2017¹ 2016
Deutschland 492,5 349,9 252,0
Sonstige europäische Länder 577,6 734,6 694,0
Nord-/Zentralamerika 440,1 517,7 706,3
Südamerika 40,3 50,8 42,3
Asien, Afrika, Australien 1.026,7 796,5 873,8
Gesamt 2.577,2 2.449,4 2.568,4

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst. Im Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 wurden Aufträge im Wert von 85,7 Mio. € aus dem Iran-Geschäft ausgebucht. Die Ausbuchung resultierte aus der Entscheidung des Vorstands, das Iran-Geschäft einzustellen, und machte eine rückwirkende Anpassung des Auftragsbestands zum 31. Dezember 2017 erforderlich.

2.34 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN

2018 2017¹ 2016
Umsatz Mio. € 3.869,8 3.713,2 3.573,5
Umsatzkosten Mio. € -3.014,3 -2.856,0 -2.715,3
davon Materialkosten Mio. € -1.573,0 -1.415,6 -1.403,6
davon Personalkosten Mio. € -644,6 -623,0 -620,2
davon Abschreibungen Mio. € -69,7 -56,9 -57,5
Bruttoergebnis Mio. € 855,5 857,2 858,3
Overhead-Kosten² Mio. € -612,9 -601,8 -605,5
EBITDA Mio. € 326,9 367,7 360,3
EBIT Mio. € 233,5 287,0 271,4
EBIT vor Sondereffekten³ Mio. € 274,9 283,7 286,4
Finanzergebnis Mio. € -13,8 -19,8 -13,3
EBT Mio. € 219,7 267,3 258,1
Ertragsteuern Mio. € -56,2 -67,6 -70,3
Ergebnis nach Steuern Mio. € 163,5 199,6 187,8
Ergebnis je Aktie⁴ € 2,27 2,78 2,63
Bruttomarge % 22,1 23,1 24,0
EBITDA-Marge % 8,4 9,9 10,1
EBIT-Marge % 6,0 7,7 7,6
EBIT-Marge vor Sondereffekten³ % 7,1 7,6 8,0
EBT-Marge % 5,7 7,2 7,2
Umsatzrendite nach Steuern % 4,2 5,4 5,3
Zinsdeckungsgrad 11,5 13,4 13,7
Steuerquote % 25,6 25,3 27,2
Eigenkapitalrendite % 16,5 22,2 22,6
Gesamtkapitalrendite % 5,3 6,5 6,4
ROCE % 24,0 38,6 41,1

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
³ Sondereffekte 2018: -41,4 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €), weitere Informationen in Tabelle 2.39
⁴ Ermittelt anhand der seit 22. Juni 2018 geltenden Stückzahl von 69.202.080 Aktien, Vorjahreswerte angepasst

BRUTTOMARGE VON 22,1 % DURCH SONDERAUFWENDUNGEN BELASTET

Die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) wuchsen im Jahr 2018 mit 4,7 % geringfügig stärker als der Umsatz und erreichten 3.668,1 Mio. €. Auch die Umsatzkosten erhöhten sich gemessen am Umsatz leicht überproportional (+5,5%). Zu berücksichtigen ist aber, dass sie von deutlich höheren Sonderaufwendungen belastet wurden als im Vorjahr (2018: 30,7 Mio. €/2017: 19,3 Mio. €). Vor diesem Hintergrund belief sich die Bruttomarge für 2018 auf 22,1% nach 23,1% im Vorjahr. Bereinigt man die entsprechenden Sondereffekte in beiden Jahren, ergibt sich eine Bruttomarge von 22,9 % für 2018 und 23,6 % für 2017. Das Bruttoergebnis des Konzerns verringerte sich um 1,7 Mio. € auf 855,5 Mio. €.

MATERIALKOSTEN DEUTLICH GESTIEGEN

Die Materialkosten (1.573,0 Mio. €) stiegen mit 11,1% deutlich stärker als der Umsatz. Infolgedessen lag die Materialkostenquote mit 40,6 % wieder über der Marke von 40 %, nachdem sie im Vorjahr 38,1 % betragen hatte. Die Anstiege resultierten zum einen aus höheren Preisen für Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse. Zum anderen führten Liefer- und Verfügbarkeitsprobleme bei einigen Lieferanten zu höheren Beschaffungskosten. Die Materialkosten werden komplett in den Umsatzkosten gebucht und enthalten hauptsächlich Kosten für zugekaufte Teile sowie Fertigungs- und Montagedienstleistungen. Weitere Informationen enthält das Kapitel "Beschaffung" → Seite 30.

OVERHEAD-KOSTEN STEIGEN GERINGER ALS DER UMSATZ

Bei den Overhead-Kosten verzeichneten wir einen moderaten Anstieg von 1,8 % auf 612,9 Mio. €. Auch die darin enthaltenen Vertriebskosten wuchsen mit lediglich 1,7 % unterproportional zur Umsatzausweitung. Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir im Zuge der Digitalisierungsstrategie digital@ DÜRR um weitere 3,6 % auf 121,0 Mio. € erhöht; Details dazu und zu unseren Innovationen finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung" → Seite 31.

2.35 - OVERHEAD-KOSTEN UND MITARBEITER

Mitarbeiter Kosten (Mio. €) Personalaufwendungen (Mio. €) Abschreibungen (Mio. €) Sonstige Kosten (Mio. €)
Vertrieb 1.792 -314,2 -214,0 -6,3 -93,8
(2017) 1.728 -308,9 -211,0 -6,6 -91,2
Verwaltung 1.434 -177,8 -111,4 -7,3 -59,1
(2017) 1.312 -176,2 -114,4 -6,8 -54,9
F&E 782 -121,0 -77,7 -10,1 -33,2
(2017) 713 -116,7 -69,1 -7,9 -39,7

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Die Konzernbelegschaft wuchs zum Jahresende 2018 um 8,9 % auf 16.312 Personen. Rund zwei Drittel des Zuwachses resultierten aus dem Kauf von MEGTEC/Universal mit 865 Mitarbeitern. Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 15.593 Mitarbeiter (+5,3%). Die Personalkosten erhöhten sich trotz deutlich höherer Löhne und Gehälter nur um 3,0 % auf 1.047,7 Mio. €; die Personalkostenquote sank von 27,4 auf 27,1 %.

2.36 - MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN

2018 2017 2016
Mitarbeiter (31.12.) 16.312 14.974 15.235
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 15.593 14.807 15.079
Personalkosten (Mio. €) -1.047,7 -1.017,6 -1.011,8
Personalkostenquote (%) 27,1 27,4 28,3
Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) -67.188 -68.725 -67.100
Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) 248.176 250.772 237.000

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldierten sich im Jahr 2018 auf -9,1 Mio. €. Darin sind Transaktionskosten von 4,9 Mio. € enthalten, die beim Erwerb von MEGTEC/Universal anfielen. Der hohe positive Saldo von 31,6 Mio. € im Vorjahr hatte sich vor allen aus dem Sonderertrag von 23,0 Mio. € durch den Verkauf der Ecoclean- Gruppe gespeist. Auch 2018 bildeten die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung die größten Einzelpositionen, sie saldierten sich auf -4,5 Mio. €. Alle weiteren sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen bewegten sich im üblichen Rahmen.

OPERATIVES EBIT NUR LEICHT VERRINGERT (-3,1 %)

Das EBIT - unsere wichtigste Ergebnisgröße für die Unternehmenssteuerung - sank im Jahr 2018 um 18,6 % auf 233,5 Mio. €. Allerdings resultierte der Rückgang hauptsächlich aus den hohen Sonderaufwendungen von 41,4 Mio. €. Dagegen hatte das EBIT im Vorjahr von einem positiven saldierten Sondereffekt von 3,3 Mio. € profitiert. Bei unveränderten Wechselkursen wären das EBIT im Jahr 2018 5,5 Mio. € höher und der EBIT-Rückgang 1,9 Prozentpunkte niedriger ausgefallen. Die EBIT-Marge verringerte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 6,0%. Das um Sondereffekte bereinigte operative EBIT betrug 274,9 Mio. €, damit unterschritt es den Vorjahreswert (283,7 Mio. €) nur um 3,1%. Die operative EBIT-Marge erreichte 7,1 % nach 7,6 % im Vorjahr.

SONDEREFFEKTE 2017 UND 2018: ERSTMALS SÄMTLICHE AUFWENDUNGEN AUS KAUFPREISALLOKATION ENTHALTEN

Tabelle 2.39 zeigt, wie sich die ergebniswirksamen Sondereffekte zusammensetzen. Im Zuge der Akquisition von MEGTEC/Universal haben wir entschieden, in den Sonderaufwendungen der Jahre 2017 und 2018 die Kaufpreisallokationseffekte aus allen Akquisitionen der vergangenen Jahre zu berücksichtigen, also auch aus kleineren Zukäufen, wie zum Beispiel iTAC, Agramkow und Dualis. Bisher hatten die Sonderaufwendungen nur die Kaufpreisallokationsaufwendungen für die HOMAG Group AG enthalten. Im Jahr 2018 betrugen die Kaufpreisallokationsaufwendungen insgesamt 15,4 Mio. €. Eine Übersicht über alle Akquisitionen der vergangenen Jahre finden Sie unter www.durr-group.com/de/investoren/ finanzkennzahlen/investitionen-akquisitionen.

2.37 - EBIT NACH QUARTALEN

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2.38 - EBIT VOR SONDEREFFEKTEN NACH QUARTALEN

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2.39 - SONDEREFFEKTE IM EBIT

Mio. € 2018 2017 2016
Paint and Final Assembly Systems -2,2 -2,2 -4,8
■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Schließungskosten Werk Zistersdorf
Application Technology -0,2 -0,5 17,3
■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Aufwand Neuausrichtung Klebetechnik (Standort Wolfratshausen) ■ Ertrag Immobilienverkauf USA
■ Ertrag Rechtsstreitigkeiten
■ Ertrag Rechtsstreitigkeiten
■ Aufwand Kaufpreisallokation
Clean Technology Systems -20,1 -0,7
■ Aufwand Einstellung Mikrogasturbinengeschäft ■ Aufwand Kaufpreisallokation
■ Aufwand Kaufpreisallokation
Measuring and Process Systems -1,5 -2,4
■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Aufwand Neuausrichtung Befülltechnik (Agramkow)
■ Aufwand Kaufpreisallokation
Woodworking Machinery and Systems -8,7 -8,7 -26,3
■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Aufwand Kaufpreisallokation ■ Aufwand Kaufpreisallokation
■ Abschreibung Markenrechte
■ Schließungskosten Werk Weinsberg
■ Aufwand Beendigung Mitarbeiterkapitalbeteiligung
Corporate Center -8,7 17,7
■ Aufwand Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 (Paint and Final Assembly Systems) ■ Verkaufsertrag Dürr-Ecoclean-Gruppe
■ Transaktionskosten Verkauf Dürr-Ecoclean-Gruppe
■ Transaktionskosten Kauf MEGTEC/Universal
■ Einstellung Geschäftsbetrieb Dürr thermea GmbH
■ Ertrag infolge Anteilsverkauf Tec4Aero (11 %)
Gesamt -41,4 3,3 -15,0

Im vierten Quartal 2018 steigerten wir das EBIT gegenüber dem Vorjahr trotz hoher Sonderaufwendungen um 11,1%, gegenüber dem dritten Quartal 2018 ergab sich ein starker Zuwachs von 54,6 %. Das operative EBIT erreichte im vierten Quartal 93,0 Mio. €, was eine Verbesserung von 20,2% im Vorjahresvergleich bedeutet. Die operative EBIT-Marge war im Schlussquartal mit 8,2% deutlich höher als in den drei Vorquartalen.

FINANZERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERT

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2018 deutlich auf -13,8 Mio. € (Vorjahr: -19,8 Mio. €). Insbesondere das Beteiligungsergebnis legte erheblich zu, da sich ein Beteiligungsertrag von 3,1 Mio. € ergab, der hauptsächlich auf die chinesische HOMAG-Vertriebsgesellschaft entfiel. Zudem nahmen die negativen Wechselkurseffekte ab, die unter anderem bei Dividendeneinnahmen anfielen.# ERGEBNIS NACH STEUERN DURCH SONDEREFFEKTE BELASTET

Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um 17,8 % ist hauptsächlich eine Folge der hohen Sonderaufwendungen (-41,4 Mio. €) nach dem positiven Sondereffekt des Vorjahres (3,3 Mio. €). Der Steueraufwand verringerte sich um 11,5 Mio. € auf 56,2 Mio. €. Die Steuerquote fiel mit 25,6 % nur geringfügig höher aus als im Vorjahr, da die US- Steuerreform und die Neubewertung latenter Steuern in China dämpfend wirkten. 2017 war die Steuerquote auf 25,3% gesunken, da der Sonderertrag aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe weitgehend steuerfrei war und nicht mehr benötigte Steuerrückstellungen aus den Vorjahren aufgelöst wurden. Das Ergebnis nach Steuern sank im Jahr 2018 vor allem infolge der Sondereffekte auf 163,5 Mio. € (Vorjahr: 199,6 Mio. €). Die Umsatzrendite nach Steuern betrug 4,2 % nach 5,4 % im Vorjahr. Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile verringerte sich das Ergebnis je Aktie auf 2,27 € (Vorjahr: 2,78 €). Der Dividendenvorschlag für 2018 beträgt 1,00 € je Aktie; dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 69,2 Mio. € und einer Verringerung von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt bei 42 % des Ergebnisses nach Steuern und damit oberhalb der üblichen Spanne von 30 bis 40 %. Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass das Ergebnis nach Steuern hauptsächlich aufgrund der hohen Sonderaufwendungen um 18,1 % abnahm, während das operative EBIT nur um 3,1 % sank.

2.40 - ERGEBNIS NACH STEUERN NACH QUARTALEN

1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2.41 - UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND MITARBEITER (31.12.2018) NACH DIVISIONS

UMSATZ (MIO. €) AUFTRAGSEINGANG (MIO. €) MITARBEITER
3.869,8 3.930,9 16.312

Aus unserem Dividendenvorschlag ergibt sich ein verbleibender Bilanzgewinn der Dürr AG von 508,4 Mio. € (Vorjahr: 425,3 Mio. €), der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

SEGMENTBERICHT: DIVISIONS

2.42 - EBIT NACH DIVISIONS

Mio. € 2018 2017¹ 2016
Paint and Final Assembly Systems 56,0 70,4 77,2
Application Technology 68,0 64,8 76,1
Clean Technology Systems -15,0 3,3 6,1
Measuring and Process Systems 59,7 64,3 79,7
Woodworking Machinery and Systems 86,2 83,0 44,9
Corporate Center/Konsolidierung -21,4 1,2 -12,5
Gesamt 233,5 287,0 271,4

1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Tabelle 2.42 zeigt die EBIT-Entwicklung in den Segmenten (Divisions); Erläuterungen dazu und zu weiteren Kennzahlen der Divisions finden Sie auf den Folgeseiten. Das EBIT des Corporate Centers belief sich im Jahr 2018 auf -21,4 Mio. € nach einem positiven Wert von 1,2 Mio. € im Vorjahr. Ein Grund für den Rückgang waren Sonderaufwendungen von 8,7 Mio. €, die sich aus Kosten für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 sowie Transaktionskosten beim MEGTEC/Universal-Erwerb zusammensetzten. Im Vorjahr war dagegen der Sonderertrag aus dem Verkauf von Dürr Ecoclean im Corporate Center angefallen. Bereinigt um die Sondereffekte betrug das EBIT des Corporate Centers -12,7 Mio. € nach -16,4 Mio. € im Vorjahr. Maßgeblich für die Verbesserung war, dass Woodworking Machinery and Systems erstmals Konzernumlagen beisteuerte. Die im EBIT des Corporate Centers berücksichtigten Konsolidierungseffekte betrugen 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).

Paint and Final Assembly Systems

Der Auftragseingang von Paint and Final Assembly Systems wuchs 2018 um 13,8 %, obwohl wir im Rahmen des Optimierungsprogramms FOCUS 2.0 selektiver bei der Auftragsannahme vorgehen. Besonders hoch fiel das Bestellvolumen im vierten Quartal aus (534,9 Mio. €), als mehrere Großaufträge aus China eingingen. Die nachfragestärkste Region war China, gefolgt von Europa. Dagegen zeigte sich der nordamerikanische Markt im Berichtsjahr verhalten. Allerdings erteilte uns ein japanischer Kunde an einem US-Standort den bisher größten Lackiertechnikauftrag aus der japanischen Automobilindustrie. Der Anteil der Emerging Markets am Auftragseingang erhöhte sich von 59 auf 63 %. Dazu trug bei, dass sich das Geschäft mit neuen Automobilproduzenten gut entwickelte. Aufträge kamen zum Beispiel von der VinGroup aus Vietnam und der auf Elektroautos spezialisierten Future Mobility Corporation aus China. Die Margenqualität des Auftragseingangs hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Der Umsatz von Paint and Final Assembly Systems stieg um 5,1% und erreichte ebenfalls im vierten Quartal den höchsten Wert.

2.43 - KENNZAHLEN PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS

Mio. € 2018 2017¹ 2016 Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018
Auftragseingang 1.300,4 1.142,3 1.094,5 274,2 303,3 187,9
Umsatz 1.235,7 1.175,2 1.140,0 270,2 297,1 311,2
Materialkosten (konsolidiert) -571,8 -487,4 -535,9 -119,9 -138,5 -145,3
EBITDA 70,4 84,7 92,0 16,1 16,1 17,4
EBIT 56,0 70,4 77,2 12,4 12,5 14,0
EBIT-Marge (%) 4,5 6,0 6,8 4,6 4,2 4,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 117,0 -35,8 33,5 -41,6 65,8 -0,6
Investitionen 8,4 22,2 20,6 2,1 2,6 1,6
Capital Employed 6,5 53,9 -41,5 117,9 66,3 79,6
ROCE(%) >100 >100 >100 42,2 75,4 70,3
Mitarbeiter 3.472 3.457 3.384 3.435 3.405 3.447
Mio. € Q4 2018
Auftragseingang 534,9
Umsatz 357,1
Materialkosten (konsolidiert) -168,0
EBITDA 20,9
EBIT 17,0
EBIT-Marge (%) 4,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 93,4
Investitionen 2,2
Capital Employed 6,5
ROCE(%) >100
Mitarbeiter 3.472

1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Die EBIT-Marge lag mit 4,5% in der prognostizierten Spanne von 4 bis 5 %. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist eine Folge des schwierigeren Wettbewerbsumfelds der Jahre 2016 und 2017 und den entsprechend schwachen Margen im damaligen Auftragseingang. Um gegenzusteuern, implementieren wir seit Anfang 2018 das Programm FOCUS 2.0. Damit soll Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder die EBIT-Zielmarge von 6 bis 7% erreichen. 2018 wurden im Corporate Center Beratungskosten von 3,7 Mio. € für FOCUS 2.0 berücksichtigt; in der Division Paint and Final Assembly Systems fielen keine zusätzlichen Sonderkosten für das Programm an. Die Investitionen von Paint and Final Assembly Systems sanken auf 8,4 Mio. €. Damit kehrten sie auf das Normalniveau zurück, nachdem sie in den Vorjahren durch den Aus- und Neubau mehrerer Standorte höher ausgefallen waren.

Application Technology

Application Technology konnte Auftragseingang und Umsatz im Jahr 2018 steigern (+7,8% und +4,8%). Der Auftragseingang übertraf erstmals die Marke von 600 Mio. €, dazu trug neben dem wachsenden Europageschäft auch der Marktaufschwung in China und anderen Teilen Asiens bei. In Nordamerika war die Nachfrage wie bei Paint and Final Assembly Systems verhalten. Das Service- Geschäft wuchs mit 1,6 % vorübergehend unterproportional zur Ausweitung des Gesamtumsatzes der Division.

2.44 - KENNZAHLEN APPLICATION TECHNOLOGY

Mio. € 2018 2017¹ 2016 Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018
Auftragseingang 632,4 586,5 582,7 168,6 176,6 141,2
Umsatz 652,6 622,4 560,6 145,5 152,5 174,1
Materialkosten (konsolidiert) -240,6 -209,7 -211,0 -49,3 -51,8 -71,2
EBITDA 79,4 76,4 85,2 18,1 18,3 20,2
EBIT 68,0 64,8 76,1 15,2 15,5 17,4
EBIT-Marge (%) 10,4 10,4 13,6 10,4 10,2 10,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 13,4 50,9 66,1 -9,9 10,1 5,0
Investitionen 11,8 26,2 17,5 2,4 2,8 2,8
Capital Employed 275,1 222,2 190,4 240,8 252,3 264,7
ROCE (%) 24,7 29,2 40,0 25,2 24,6 26,2
Mitarbeiter 2.246 2.063 1.956 2.112 2.154 2.230
Mio. € Q4 2018
Auftragseingang 146,0
Umsatz 180,5
Materialkosten (konsolidiert) -68,2
EBITDA 22,7
EBIT 19,9
EBIT-Marge (%) 11,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8,1
Investitionen 3,8
Capital Employed 275,1
ROCE (%) 29,0
Mitarbeiter 2.246

1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Auch bei Application Technology hat sich die Margenqualität der neuen Aufträge gegenüber 2017 leicht erhöht. Das EBIT stieg um 4,4 % auf den operativen Rekordwert von 68,2 Mio. €, die EBIT-Marge behauptete mit 10,4% das gute Vorjahresniveau und erreichte den Zielkorridor (10,0 bis 11,0%). Im Industrielackiergeschäft (Industrial Products) konnten wir den Auftragseingang weiter steigern, während das Ergebnis negativ ausfiel. Die Investitionen der Division erreichten mit 11,8 Mio. € das normale Niveau.

Clean Technology Systems

2.45 - KENNZAHLEN CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS

Mio. € 2018¹ 2017² 2016 Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018
Auftragseingang 258,2 164,9 176,6 57,6 58,8 36,3
Umsatz 226,7 185,6 167,0 30,3 34,7 54,9
Materialkosten (konsolidiert) -121,3 -99,9 -85,2 -14,0 -18,0 -29,5
EBITDA 1,6 6,0 8,7 -0,3 -0,9 -0,3
EBIT -15,0 3,3 6,1 -1,0 -1,6 -11,7
EBIT-Marge (%) -6,6 1,8 3,7 -3,2 -4,5 -21,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9,5 -11,5 21,5 -0,9 -5,3 6,1
Investitionen 3,0 3,8 6,3 0,8 0,9 0,7
Capital Employed 153,9 60,6 45,0 65,6 71,5 57,5
ROCE (%) -9,7 5,5 13,6 -5,9 -8,8 -81,4
Mitarbeiter 1.472 603 569 601 600 612
Mio. € Q4 2018
Auftragseingang 105,3
Umsatz 106,8
Materialkosten (konsolidiert) -59,8
EBITDA 3,0
EBIT -0,7
EBIT-Marge (%) -0,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9,6
Investitionen 0,5
Capital Employed 153,9
ROCE (%) -1,9
Mitarbeiter 1.472

1 Die erworbene MEGTEC/Universal-Gruppe wird seit 5. Oktober 2018 konsolidiert.
2 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Das kräftige Bestellplus von 56,6% bei Clean Technology Systems entfiel ungefähr hälftig auf organische Zuwächse einerseits und die Erstkonsolidierung von MEGTEC/Universal andererseits. Insbesondere in Europa und Asien zeigte sich der Markt für Abluftreinigungsanlagen in guter Verfassung. Der Umsatzanstieg von 22,1 % basierte ausschließlich auf der Konsolidierung von MEGTEC/ Universal. Im ersten Halbjahr 2018 blieben Umsatz und Ergebnis hinter den Erwartungen zurück, die Division litt unter einer vorübergehenden Unterauslastung infolge der verhaltenen Nachfrage im zweiten Halbjahr 2017. Im zweiten Halbjahr 2018 konnten die Rückstände jedoch nahezu aufgeholt werden.## 2.46 - KENNZAHLEN MEASURING AND PROCESS SYSTEMS

scroll Mio. € 2018 2017¹ 2016 Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018
Auftragseingang 403,3 543,0 682,5 103,4 111,1 93,2
Umsatz 456,5 511,1 623,8 99,4 114,2 112,6
Materialkosten (konsolidiert) -162,3 -184,9 -208,7 -31,1 -44,3 -40,5
EBITDA 68,0 71,9 86,9 12,5 15,5 16,1
EBIT 59,7 64,3 79,7 10,4 13,5 14,1
EBIT-Marge (%) 13,1 12,6 12,8 10,5 11,8 12,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 31,3 55,4 44,5 4,3 5,6 4,7
Investitionen 6,6 5,6 9,4 1,0 1,8 1,4
Capital Employed 282,7 253,2 330,0 257,6 264,6 274,4
ROCE (%) 21,1 24,5 24,9 16,2 20,3 20,5
Mitarbeiter 2.279 2.279 3.010 2.317 2.303 2.325
scroll Mio. € Q4 2018
Auftragseingang 95,6
Umsatz 130,4
Materialkosten (konsolidiert) -46,5
EBITDA 23,9
EBIT 21,8
EBIT-Marge (%) 16,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 16,7
Investitionen 2,4
Capital Employed 282,7
ROCE (%) 30,8
Mitarbeiter 2.279

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² Die Angaben für 2017 enthalten noch die Ergebnisse der veräußerten Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017.

2.47 - KENNZAHLEN WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS

scroll Mio. € 2018 2017¹ 2016 Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018
Auftragseingang 1.336,8 1.366,3 1.165,3 415,2 286,1 339,6
Umsatz 1.298,3 1.218,8 1.082,0 294,6 311,1 331,6
Materialkosten (konsolidiert) -536,1 -491,1 -425,1 -117,9 -128,4 -137,8
EBITDA 125,5 120,2 95,9 29,7 26,9 31,2
EBIT 86,2 83,0 44,9 19,7 17,4 21,5
EBIT-Marge (%) 6,6 6,8 4,1 6,7 5,6 6,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 45,4 107,1 82,2 3,6 -32,1 26,6
Investitionen 41,3 26,2 24,3 6,3 12,1 10,5
Capital Employed 441,6 381,1 396,1 399,4 455,0 454,3
ROCE(%) 19,5 21,8 11,3 19,8 15,3 18,9
Mitarbeiter 6.593 6.371 6.126 6.484 6.567 6.605
scroll Mio. € Q4 2018
Auftragseingang 295,9
Umsatz 361,0
Materialkosten (konsolidiert) -152,0
EBITDA 37,7
EBIT 27,6
EBIT-Marge (%) 7,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 47,3
Investitionen 12,4
Capital Employed 441,6
ROCE(%) 25,0
Mitarbeiter 6.593

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Das negative EBIT (-15,0 Mio. €) resultiert ausschließlich aus hohen Sonderaufwendungen: 17,3 Mio. € fielen für die Einstellung des defizitären Mikrogasturbinengeschäfts an und 2,2 Mio. € infolge der Kaufpreisallokation für MEGTEC/Universal. Dagegen war das operative EBIT klar positiv: Die bisherigen Aktivitäten von Clean Technology Systems steuerten 2,4 Mio. € bei, obwohl noch operative Verluste aus dem Mikrogasturbinengeschäft zu verkraften waren. Der operative EBIT-Beitrag von MEGTEC/Universal seit dem Konsolidierungsbeginn betrug 2,7 Mio. €. Die Investitionen in Höhe von 3,0 Mio. € enthalten keine mit der Akquisition von MEGTEC/Universal verbundenen Kosten. Die starken Anstiege bei Capital Employed → Seite 207 und Mitarbeiterzahl resultieren aus der Konsolidierung von MEGTEC/Universal. 2019 wird MEGTEC/Universal voraussichtlich über 200 Mio. € Umsatz und Auftragseingang sowie ein operatives EBIT im hohen einstelligen Millionenbereich beisteuern. Nach Sondereffekten ist mit einem leicht negativen oder ausgeglichenen EBIT-Beitrag zu rechnen. In den Folgejahren wird sich die Akquisition aus heutiger Sicht klar positiv auf das Ergebnis der Division auswirken.

Measuring and Process Systems

Bei Measuring and Process Systems ergaben sich zwar Rückgänge bei Auftragseingang (-25,7%), Umsatz (-10,7%) und EBIT (-7,1%). Dies ist jedoch in Zusammenhang mit dem Verkauf der Dürr-Eco-clean- Gruppe zu sehen, die im ersten Quartal 2017 noch 51,1 Mio. € Auftragseingang, 47,5 Mio. € Umsatz und 2,2 Mio. € EBIT beisteuerte. Auf vergleichbarer Basis verringerte sich das Bestellvolumen gegenüber dem von Großaufträgen geprägten Vorjahr um 18,0 %. Der vergleichbare Umsatz lag mit -1,5 % praktisch auf dem Vorjahresniveau, das vergleichbare EBIT unterschritt den Vorjahreswert um 3,8%. Im vierten Quartal - üblicherweise der stärkste Jahresabschnitt bei Measuring and Process Systems - erreichte die EBIT-Marge mit 16,7 % abrechnungsbedingt einen sehr guten Wert.

Woodworking Machinery and Systems

Der Auftragseingang von Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) ging im Jahr 2018 leicht zurück (-2,2 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass er in den beiden Vorjahren außerordentlich stark gewachsen war: 2017 um 17,2 % und 2016 um 10,1%. Im Berichtsjahr entfielen 60 % der Bestellungen auf Europa und 23 % auf Nord- und Mittelamerika, in beiden Marktregionen verzeichneten wir eine lebhafte Nachfrage. Dagegen halbierte sich der Auftragseingang in China auf rund 110 Mio. €. Nach einem außerordentlich starken Vorjahr trübte sich das Investitionsklima dort durch den Handelsstreit mit den USA und die Abschwächung am Immobilienmarkt ein. Zudem müssen viele Möbelhersteller in China zunächst ihre neuen Fertigungskapazitäten auslasten, bevor sie weitere Investitionen tätigen.

Den Umsatz konnte Woodworking Machinery and Systems um 6,5% auf 1.298,3 Mio. € ausweiten. Allerdings verlief die Umsatz - und Ergebnisrealisierung in den ersten drei Quartalen schleppend. Ein Faktor dafür war eine längere Produktionspause am Jahresanfang, die für die Einführung eines neuen ERP-Systems nötig war. Darüber hinaus kam es zu Ausbringungsproblemen, da die Produktion am Standort Schopfloch noch nicht ausreichend an das stark wachsende Systemgeschäft mit kompletten Möbelproduktionslinien angepasst war. Woodworking Machinery and Systems hat darauf mit strikter Kostenkontrolle reagiert und führt ein neues, flexibleres Produktionssystem ein, um große Systemaufträge schneller und effizienter abzuwickeln. Die Maßnahmen zeigten bereits Wirkung: Mit 361,0 Mio. € war der Umsatz im vierten Quartal deutlich höher als in den vorangegangenen Quartalen; zugleich verbesserte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60,6 % auf 27,6 Mio. €. Im Gesamtjahr konnte Woodworking Machinery and Systems das EBIT trotz der Probleme um 3,9% auf einen neuen Rekordwert von 86,2 Mio. € steigern. Die EBIT-Marge verringerte sich vorübergehend von 6,8 auf 6,6 %. Operativ, das heißt vor Kaufpreisallokationseffekten, erreichte die EBIT-Marge 7,3 % (Vorjahr: 7,5 %).

Woodworking Machinery and Systems wurde im Jahr 2018 in das Umlagesystem des Dürr-Konzerns eingebunden. Hieraus resultierte ein Aufwand von 5,5 Mio. €. Bereinigt um die Konzernumlagen betrug die operative EBIT-Marge 7,7%. Die Investitionen wurden im Zuge des Optimierungskurses von Woodworking Machinery and Systems um 57,6% angehoben. Im Fokus standen Digital- und IT-Projekte sowie Maßnahmen zum Kapazitätsausbau und zur Produktivitätsverbesserung. Der Anstieg des Capital Employed resultiert aus höheren Vorräten.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT

Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Finanzierungskosten und die Reduktion finanzwirtschaftlicher Risiken. Darüber hinaus schafft es Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern. Die Liquiditätssteuerung folgt dem Grundsatz, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Dürr AG. Sie organisiert ein Cash-Pooling-System, das - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zusammenfasst. Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Brasilien) finanzieren sich weitgehend lokal. Die Anlage überschüssiger Liquidität wird durch eine Richtlinie für das Financial Asset Management geregelt und ist Aufgabe des Konzern-Treasury. Mit 655,0 Mio. € lagen die liquiden Mittel Ende 2018 praktisch gleichauf mit dem Vorjahreswert (659,9 Mio. €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme verringerte sich von 18,8 auf 18,1 %. Unser Net Working Capital Management optimiert die Innenfinanzierungskraft und die Mittelbindung. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und ROCE → Seite 207. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im "Risikobericht" → Seite 81.

FINANZIERUNGSSTRUKTUR DES DÜRR-KONZERNS

Zum 31. Dezember 2018 bestand unsere Finanzierungsstruktur aus folgenden Komponenten:

  • Schuldscheindarlehen: Unser im Jahr 2016 platziertes Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € setzt sich aus drei gleich großen Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren zusammen und wird mit durchschnittlich 1,6 % p.a. verzinst.
  • Unternehmensanleihe: Die im Jahr 2014 emittierte Unternehmensanleihe über nominal 300 Mio. € hat eine Laufzeit bis 2021 und einen Kupon von 2,875 % (Effektivverzinsung: 3,085 %). Ende 2018 rentierte sie mit 0,7 %. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich.
  • Syndizierter Kredit: Der syndizierte Kredit im Gesamtvolumen von 465 Mio. € besteht ebenfalls seit 2014. Er umfasst eine Barlinie über 250 Mio. € und eine Avallinie über 215 Mio. €. Bis zu 50 Mio. € aus der Barlinie sind temporär als Avallinie nutzbar. Die ursprüngliche Laufzeit des syndizierten Kredits (bis 2019) haben wir in den Jahren 2015 und 2016 bis 2021 verlängert.
  • Leasing: Ende 2018 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing auf 7,2 Mio. €. Hinzu kamen Geld- und Kapitalmarktinstrumente, außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form von Operating Leases (31.12.2018: 103,4 Mio. €) sowie Forfaitierungen und die vorfristige Erfüllung von Akkreditiven (31.12.2018: 24,9 Mio. €).
  • Bilaterale Kreditfazilitäten: Ihr Volumen belief sich zum Bilanzstichtag 2018 auf 9,3 Mio. €.

2.48 - FINANZVERBINDLICHKEITEN (31.12.)

| scroll Mio. |## 2.49 - CASHFLOWS

scroll
Mio. € | 2018 | 2017 | 2016
---|---|---|---
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 162,3 | 119,8 | 227,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit | -30,1 | -17,2 | -116,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -134,0 | -152,2 | 192,5

2.50 - ERMITTLUNG CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND FREE CASHFLOW

scroll
Mio. € | 2018 | 2017 | 2016
---|---|---|---
Ergebnis vor Ertragsteuern | 219,7 | 267,3 | 258,1
Abschreibungen | 93,4 | 80,7 | 88,9
Zinsergebnis | 20,9 | 21,6 | 20,2
Ertragsteuerzahlungen | -93,0 | -74,8 | -75,3
Veränderung Rückstellungen | -29,9 | 43,7 | -18,7
Veränderung Net Working Capital | -51,6 | -178,5 | -33,6
Sonstiges | 2,7 | -40,1 | -12,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 162,3 | 119,8 | 227,4
Zinszahlungen (netto) | -12,0 | -17,9 | -15,8
Investitionen | -71,9 | -87,5 | -81,6
Free Cashflow | 78,4 | 14,3 | 129,9
Sonstige Zahlungsströme | -222,4 | 3,3 | -82,8
Veränderung Nettofinanzstatus | -144,0 | 17,6 | 47,1

¹ In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
² Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich 2018 um 42,5 Mio. € auf 162,3 Mio. € verbessert. Das Net Working Capital (NWC) → Seite 207 stieg mit 51,6 Mio. € wesentlich langsamer an als im Vorjahr; vor allem im vierten Quartal konnten wir es deutlich reduzieren. Innerhalb des NWC nahmen die Vorräte im Verlauf der ersten drei Quartale spürbar zu, bevor sie im vierten Quartal wieder sanken. Wir haben mehr Bauteile für die Produktion gelagert, um das Risiko kurzfristiger Engpässe bei stark ausgelasteten Lieferanten besser zu beherrschen. Zudem wurde im Service der Lagerbestand an Ersatzteilen aufgestockt, um Kunden schneller beliefern zu können. Für 2019 erwarten wir allenfalls eine leichte NWC-Zunahme. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Cash-flow-Entwicklung war die Reduktion der Auftragsrückstellungen; sie resultierte sowohl aus einem höheren Rückstellungsverbrauch als auch aus höheren Auflösungen. Zudem haben wir stichtagsbezogen höhere Steuerzahlungen geleistet, für 2019 erwarten wir sinkende Steuerzahlungen.

2.51 - FREE CASHFLOW NACH QUARTALEN

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2018 auf -30,1 Mio. € nach -17,2 Mio. € im Vorjahr. Ein Mittelzufluss ergab sich aus der Auflösung von Termingeldern in Höhe von 138,3 Mio. €. Dem gegenüber standen Zahlungen von 71,9 Mio. € für Investitionen und die Kaufpreiszahlung für MEGTEC/Universal (103,9 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -134,0 Mio. € nach -152,2 Mio. € im Vorjahr. Größere Abflüsse resultierten aus der Dividendenausschüttung (76,1 Mio. €), den Zinszahlungen für die Unternehmensanleihe und das Schuldscheindarlehen sowie aus der Aufstockung des Aktienanteils an der HOMAG Group AG für 34,8 Mio. €. Der Free Cashflow verbesserte sich von 14,3 Mio. € auf 78,4 Mio. €. Er enthält neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten). Der Free Cashflow → Seite 207 beziffert die Summe der Mittel, die nach allen Ausgaben einer Periode frei zur Verfügung stehen. Der Nettofinanzstatus nahm trotz des steigenden Free Cashflows um 144,0 Mio. € ab, war zum 31. Dezember 2018 mit 32,3 Mio. € aber klar positiv. Hauptgründe für die Verringerung gegenüber dem Vorjahresstichtag (176,3 Mio. €) waren der Kauf von MEGTEC/Universal und die Aufstockung der Beteiligung an der HOMAG Group AG. Die beiden Transaktionen waren mit einem Mittelabfluss von 138,8 Mio. € verbunden.

2.52 - ERMITTLUNG NETTOFINANZSTATUS

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Mio. € | 2018 | 2017 | 2016
---|---|---|---
Schecks, Kassen und Guthaben + Kreditinstitute - netto | 655,0 | 659,9 | 724,2
+ Wertpapiere und Termingelder | 0,5 | 139,0 | 98,4
- Anleihen | 298,6 | 298,0 | 297,5
- Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 1,0 | 1,9 | 35,5
- Schuldscheindarlehen | 299,4 | 299,3 | 299,2
Zinsabgrenzung für Finanzverbindlichkeiten | 9,3 | 9,4 | -
Leasingverbindlichkeiten | 7,2 | 5,8 | -
Sonstige Darlehen | 7,8 | 8,3 | 13,9
= Nettofinanzstatus | 32,3 | 176,3 | 176,5

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE

2.53 - STEUERUNGSGRÖSSEN

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| | 2018 | 2017 | 2016
---|---|---|---
Auftragseingang Mio. € | 3.930,9 | 3.803,0 | 3.701,7
Umsatz Mio. € | 3.869,8 | 3.713,2 | 3.573,5
EBIT Mio. € | 233,5 | 287,0 | 271,4
EBIT-Marge % | 6,0 | 7,7 | 7,6
ROCE % | 24,0 | 38,6 | 41,1

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen bei Dürr sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT/EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed). Insbesondere auf Konzernebene spielen auch der operative Cashflow und der Free Cashflow Seite 207 eine zentrale Rolle. Auf Division-Ebene stehen zusätzlich die Auftragsmargen und das Net Working Capital → Seite 207 im Fokus. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden immer wichtiger, dienen aber nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Eine ausführliche Analyse der nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren finden Sie in der nichtfinanziellen Konzernerklärung. Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus resultierenden Umsatzes erlaubt eine vorausschauende Kapazitätsplanung. In der Regel folgt die Umsatzrealisierung dem Auftragseingang mit einem Zeitversatz von sechs bis zwölf Monaten. Der Auftragseingang des Jahres 2018 (3.930,9 Mio. €) erreichte das obere Ende des Zielkorridors (3.650 bis 3.950 Mio. €) und verschafft uns eine hohe Visibilität, was die Umsatzrealisierung im Jahr 2019 betrifft. Durch die Analyse der Margen im Auftragseingang des Jahres 2018 können wir die Ertragsentwicklung 2019 besser abschätzen. Anhand von EBIT und EBIT-Marge messen wir unsere Ertragskraft. Im Jahr 2018 reduzierte sich das EBIT vorwiegend durch Sondereffekte auf 233,5 Mio. € (Vorjahr: 287,0 Mio. €). Die EBIT-Marge erreichte mit 6,0 % die im November 2018 angepasste Zielbandbreite von 5,8 bis 6,3 %. Der ROCE → Seite 207 zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erwirtschaften, und bildet damit die Basis für eine effiziente Kapitalallokation. Das Capital Employed Seite 207 berücksichtigt alle Aktiva ohne liquide Mittel und ohne Finanzanlagen, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten. Im Jahr 2018 ging der ROCE auf 24,0% zurück (Vorjahr: 38,6%), was sowohl an der höheren Kapitalbindung als auch an dem niedrigeren EBIT lag. Allerdings sind auch die 24,0% im internationalen Peer-Group-Vergleich ein guter Wert.

2.54 - WERTBEITRAG

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| | 2018 | 2017 | 2016
---|---|---|---
Capital Employed (31.12.) Mio. € | 971,9 | 738,9 | 670,6
ROCE % | 24,0 | 38,6 | 41,1
NOPAT Mio. € | 163,5 | 200,9 | 190,0
Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) % | 9,00 | 7,88 | 7,20
EVA Mio. € | 76,0 | 142,7 | 142,5

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt:

Der Economic Value Added (EVA) zeigt den Mehrwert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert. Seit 2011 konnten wir einen hohen Wertzuwachs erzielen, allerdings fiel er 2018 weniger stark aus als in den Vorjahren. Die Kapitalkosten ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital: WACC). Bei der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von Peer-Group-Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Die Zunahme der Kapitalkosten im Jahr 2018 basiert unter anderem auf höheren Betafaktoren der Vergleichsunternehmen.

Der EVA wird wie folgt ermittelt:

EVA = NOPAT - (WACC x Capital Employed)

― NOPAT = Net Operating Profit After Taxes/EBIT nach fiktiven Steuern
― WACC = Weighted Average Cost of Capital/Gewichteter Kapitalkostensatz

Beim Leistungsindikator ROCE gilt: Zusätzlicher Wert entsteht, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Im Jahr 2018 war dies in vier von fünf Divisions der Fall. Bei Paint and Final Assembly Systems lag das Capital Employed nahe null, demzufolge erreichte der ROCE einen Wert von über 100 %.# Finanzkennzahlen

ROCE DER DIVISIONS

% 2018 % 2017¹ % 2016
Paint and Final Assembly Systems >100 >100 >100²
Application Technology 24,7 29,2 40,0
Clean Technology Systems -9,7 5,5 13,6
Measuring and Process Systems 21,1 24,5 24,9
Woodworking Machinery and Systems 19,5 21,8 11,3

¹ Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² negatives Capital Employed

BILANZKENNZAHLEN

Mio. € 2018 % 2017¹ % 2016
Nettofinanzstatus (31.12.) 32,3 176,3 176,5
Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA - - -
Gearing (31.12.) -3,4 -24,3 -27,0
Net Working Capital (NWC) (31.12.) 441,4 373,7 194,4
Days Working Capital 41,1 36,2 27,2
Umschlagdauer Vorräte 49,8 44,4 40,4
Umschlagdauer Forderungen/Days Sales Outstanding 56,1 51,7 47,3
Anlagendeckungsgrad (31.12.) 79,7 81,1 73,8
Vermögensdeckungsgrad (31.12.) 142,9 152,0 148,8
Anlagenintensität (31.12.) 34,4 31,6 33,6
Umlaufintensität (31.12.) 65,6 68,4 66,4
Anlagenabnutzungsgrad 38,5 36,1 34,3
Anlagenabschreibungsquote 6,4 6,5 6,7
Liquidität ersten Grades (31.12.) 35,7 36,2 43,3
Liquidität zweiten Grades (31.12.) 66,5 64,8 89,8
Eigenkapitalquote (31.12.) 27,4 25,6 24,8
Bilanzsumme (31.12.) 3.614,4 3.511,6 3.348,5

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Zum 31. Dezember 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahreswert um 2,9 % beziehungsweise 102,8 Mio. €. Grund war die Konsolidierung von MEGTEC/Universal, durch die besonders der Goodwill und das Sachanlagevermögen zunahmen. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte spiegeln die umfangreiche Auflösung von Termingeldern wider. Die dadurch freigesetzten Mittel wurden verwendet, um die Akquisition von MEGTEC/Universal und die Beteiligungsaufstockung bei der HOMAG Group AG zu finanzieren. Die Vorräte stiegen, da wir aufgrund von Engpässen bei Lieferanten mehr Einsatzstoffe auf Lager gelegt haben. Zudem wurden die Ersatzteilbestände für unsere Produkte erhöht. Bereinigt um Wechselkursveränderungen und die Effekte aus der Akquisition von MEGTEC/Universal stieg das Net Working Capital zum 31. Dezember 2018 um 51,6 Mio. € auf 441,4 Mio. €. Die flüssigen Mittel blieben mit 655,0 Mio. € fast unverändert (31.12.2017: 659,9 Mio. €). Die Gesamtliquidität entsprach mit 655,6 Mio. € (31.12.2017: 798,9 Mio. €) fast genau den flüssigen Mitteln, da die Bilanz am Jahresende 2018 kaum Termingelder enthielt.

LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.)

Mio. € 2018 in % der Bilanzsumme 2018 Mio. € 2017¹ Mio. € 2016
Immaterielle Vermögenswerte 651,3 18,0 592,7 611,1
Sachanlagen 433,8 12,0 408,4 394,6
Sonstige langfristige Vermögenswerte 159,1 4,4 109,0 119,6
Langfristige Vermögenswerte 1.244,3 34,4 1.110,1 1.125,3
Vorräte 535,4 14,8 457,6 381,1
Vertragliche Vermögenswerte 478,3 13,2 488,4 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 566,7 15,7 522,4 779,4
Liquide Mittel 655,0 18,1 659,9 724,2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 134,6 3,7 273,1 338,6
Kurzfristige Vermögenswerte 2.370,1 65,6 2.401,4 2.223,2

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

EIGENKAPITAL (31.12.)

Mio. € 2018 in % der Bilanzsumme 2018 Mio. € 2017¹ Mio. € 2016
Gezeichnetes Kapital 177,2 4,9 88,6 88,6
Sonstiges Eigenkapital 800,1 22,1 797,3 720,9
Eigenkapital Aktionäre 977,3 27,0 885,9 809,5
Nicht beherrschende Anteile 14,9 0,4 14,6 21,4
Summe Eigenkapital 992,2 27,4 900,5 831,0

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Das Eigenkapital wuchs zum Jahresende 2018 um 91,6 Mio. € auf 992,2 Mio. € und erreichte damit knapp die Marke von 1 Mrd. €. Erhöhend wirkte vor allem das Ergebnis nach Steuern von 157,1 Mio. € (nach nicht beherrschenden Anteilen); hinzu kamen positive Effekte aus der Währungsumrechnung, die sich auf 7,5 Mio. € summierten. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Dividendenzahlung für 2017 (76,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg von 25,6 % am Vorjahresstichtag auf 27,4 % und rückte damit näher an die Zielmarke von 30 % heran. Die langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich per Saldo nur leicht. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich zulegten, gingen die vertraglichen Verbindlichkeiten und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten spürbar zurück. Die Finanzverbindlichkeiten blieben mit 623,3 Mio. € stabil und unterschritten die flüssigen Mittel.

KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.)

Mio. € 2018 in % der Bilanzsumme 2018 Mio. € 2017¹ Mio. € 2016
Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) 623,3 17,2 622,6 654,5
Rückstellungen (einschl. Pensionen) 199,8 5,5 219,1 165,1
Vertragliche Verbindlichkeiten 673,0 18,6 715,2 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 502,4 13,9 390,5 982,5
Ertragsteuerverbindlichkeiten 35,0 1,0 50,4 40,3
Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) 588,8 16,3 613,3 675,2
Gesamt 2.622,2 72,6 2.611,0 2.517,6

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

STILLE RESERVEN/ZEITWERTE

Die stillen Reserven sind - gemessen an der Bilanzsumme (31.12.2018: 3.614,4 Mio. €) - von untergeordneter Bedeutung. Ähnliches gilt für die Differenz zwischen Zeitwerten und bilanzierten Werten, auch sie fällt gering aus. Im Sachanlagevermögen können stille Reserven vor allem bei Grundstücken und Immobilien entstehen. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt. Ihr Zeitwert übersteigt den Buchwert nach unserer Einschätzung um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Insgesamt überschreiten die Zeitwerte die Buchwerte auf der Passivseite der Bilanz um rund 0,5% der Bilanzsumme. Weitere Informationen enthält Textziffer 36 im Anhang zum Konzernabschluss.

INVESTITIONEN AUSGEWEITET

Die Investitionen (ohne Akquisitionen) erreichten 74,4 Mio. € und unterschritten den Vorjahreswert deutlich (-15,5 %). Dem lag ein Rückgang von 22,4% bei den Investitionen in Sachanlagen zugrunde, nachdem wir in den Vorjahren erheblich in den Aus- und Neubau von Standorten investiert hatten. 57% der Sachinvestitionen entfielen auf Ersatzinvestitionen und 43% auf Erweiterungsinvestitionen.

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.)

% 2018 % 2017¹ % 2016
Langfristige Vermögenswerte 34,4 31,3 33,6
Umlaufvermögen 65,6 68,7 66,4
Eigenkapital 27,4 25,6 24,8
Langfristige Verbindlichkeiten (ohne Pensionsverpflichtungen) 38,4 39,1 42,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten 34,2 35,3 32,6

¹ Die Werte zum 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² Ohne liquide Mittel

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte hoben wir um 4,6% auf 23,5 Mio. € an. Sie fielen zum Beispiel für den Kauf von Software und Lizenzen an. Auch zukünftig werden Investitionen im Bereich Informationstechnik und Digitalisierung einen Investitionsschwerpunkt bilden. Die Beteiligungsinvestitionen stiegen im Jahr 2018 von 15,3 Mio. € auf 125,4 Mio. € und entfielen vollständig auf den Erwerb von MEGTEC/Universal. Zieht man die mit dem Erwerb erhaltene Liquidität ab, ergibt sich der Kaufpreis von 103,9 Mio. €. Die Aufstockung der Beteiligung an der HOMAG Group AG (8 % des Grundkapitals für 34,8 Mio. €) ist gemäß den IFRS keine Beteiligungsinvestition, da das Unternehmen bereits zuvor vollkonsolidiert wurde. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deckte die Investitionen (ohne Akquisitionen) und die Dividendenzahlung vollständig ab. Die Beteiligungsinvestition (MEGTEC/Universal) und die Aufstockung des Aktienanteils an der HOMAG Group AG wurden weitestgehend durch die Auflösung von Termingeldern finanziert. Die Gesamtliquidität erreichte mit 655,6 Mio. € ein hohes Niveau. Auch 2019 dürften der Cashflow und der hohe Finanzmittelbestand den operativen Finanzierungsbedarf problemlos abdecken. Bei Bedarf können wir auf die Barlinie des syndizierten Kredits zugreifen.

INVESTITIONEN¹ UND ABSCHREIBUNGEN²

Mio. € 2018 Mio. € 2017 Mio. € 2016
Investitionen in Sachanlagen 50,9 65,6 57,4
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 23,5 22,4 24,5
Beteiligungsinvestitionen 125,4³ 15,3 13,6
Abschreibungen -93,4 -80,7 -88,9⁴

¹ Die Investitionen in dieser Übersicht weichen von den Angaben in der Cashflow-Rechnung gemäß den IFRS ab.
² Inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten.
³ Inklusive erhaltener flüssiger Mittel
⁴ Inklusive 11,1 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen von Markenrechten

SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN

Mio. € 2018 Mio. € 2017 Mio. € 2016
Ersatzinvestitionen 29,0 47,7 29,5
Erweiterungsinvestitionen 21,9 18,0 28,0
Investitionen in Sachanlagen 50,9 65,6 57,4

LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN

Im Jahr 2019 betragen die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) 31,2 Mio. € (Vorjahr: 26,2 Mio. €). Die Mindestzahlungen aus Finanzierungsleasing belaufen sich auf 2,1 Mio. €, ferner bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 11,2 Mio. €. Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung sind im Jahr 2019 mit 12,5 Mio. € gering.

AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN

Die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten) machten im Jahr 2018 rund 4% der Bilanzsumme aus und stehen damit in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Ende 2018 stieg ihr Volumen infolge der Konsolidierung von MEGTEC/Universal auf insgesamt 147,1 Mio. € (31.12.2017: 127,6 Mio. €).# NACHTRAGSBERICHT

Zwischen dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres und dem 12. März 2019 sind keine Ereignisse eingetreten, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.

RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Risiken

Unternehmerisches Handeln bietet Chancen, ist aber stets auch mit Risiken verbunden. Wir verfolgen die Strategie, Risiken so zu steuern und zu verringern, dass die Chancen überwiegen. Dafür nutzen wir ein effektives Risikomanagementsystem.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM DES DÜRR-KONZERNS

Anwendungsbereich

Unser Risikomanagementsystem wird konzernweit eingesetzt. Es existiert in seiner Grundstruktur seit 2008 und wurde seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Jahr 2018 blieb es im Wesentlichen unverändert. Die Anfang Oktober 2018 erworbenen Unternehmen MEGTEC und Universal waren im Jahr 2018 noch nicht in das Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns einbezogen. Im Zuge ihrer Integration werden sie das Risikomanagementsystem im Jahr 2019 erstmals anwenden.

Ziele

Unser Risikomanagementsystem ist auf das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau zugeschnitten. Wir können damit Risiken systematisch und einheitlich erfassen, analysieren und - soweit möglich - bewerten. Auf dieser Basis lassen sich frühzeitig wirksame Gegenmaßnahmen einleiten. Wir erfassen alle spezifischen Risiken, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden nicht berücksichtigt. Auch unsere Chancen erfassen und bewerten wir, darüber informiert der "Chancenbericht" → Seite 89.

Methoden und Prozesse

Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen Geschäfts- und Entscheidungsprozesse ab. Wir pflegen einen offenen Umgang mit Risiken und ermutigen Mitarbeiter, Fehlentwicklungen frühzeitig zu melden. Der Risikomanagementprozess berücksichtigt alle Risiken der beteiligten Gesellschaften. Das zentrale Risikomanagement bei der Dürr AG stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich an. Im Zentrum dieses Standardrisikozyklus steht die Risikoinventur der Konzerngesellschaften. Darin werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (Abbildung 2.65). Die Risikofelder decken die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse sowie die externen Risikobereiche ab. Die Bewertung der Einzelrisiken obliegt den Risikomanagern der operativen Einheiten und der Dürr AG. Sie nutzen das Risikomanagementhandbuch sowie Risikostrukturblätter.

Der Bewertungsprozess ist dreistufig: Zunächst wird das Schadenspotenzial kalkuliert, also die maximale EBIT-Belastung, die in den nächsten 24 Monaten aus einem Risiko resultieren kann. Danach beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos. Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet. Unter dem Strich steht das Nettorisikopotenzial, also das Netto-EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Effektivität der Gegenmaßnahmen verbleibt. Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je wirksamer die Gegenmaßnahmen sind, desto geringer ist das Netto-EBIT-Risiko.

Die Netto-EBIT-Risiken der 15 Risikofelder entsprechen der Summe der Netto-EBIT-Risiken aller zugeordneten Einzelrisiken. Je nach Höhe seines Netto-EBIT-Risikos wird jedes Risikofeld einer von vier Kategorien zugeordnet:

  • ― Sehr gering (< 5 Mio. €)
  • ― Gering (> 5 bis < 20 Mio. €)
  • ― Mittel (> 20 bis < 40 Mio. €)
  • ― Hoch (> 40 Mio. €)

Die Netto-EBIT-Risiken aller Risikofelder summieren sich zum Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte bleiben dabei unberücksichtigt.

Nach der Risikoinventur erstellen die Konzerngesellschaften und Divisions ihre Risikoberichte. Aus ihnen entsteht der Konzernrisikobericht der Dürr AG, der über Einzelrisiken und das Gesamtrisiko informiert. Nach der Analyse im Vorstand und im Dürr Management Board geht der Konzernrisikobericht dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zu. Dessen Vorsitzender nimmt im Aufsichtsrat dazu Stellung. Akute Risiken werden dem Vorstand und den Leitern der betreffenden Divisions unmittelbar gemeldet. Die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken sowie die Berichterstattung obliegen den Risikomanagern von Konzern, Divisions und Konzerngesellschaften; meist handelt es sich um die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist beteiligt.

RISIKEN IN BEZUG AUF WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE THEMEN

Infolge des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes haben wir unseren Risikomanagementprozess im Jahr 2018 erweitert. Im Rahmen des Risikomanagementsystems betrachten wir jetzt auch Risiken, die aus unserer Geschäftstätigkeit im Allgemeinen oder konkret aus unseren Produkten und Dienstleistungen resultieren können und Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Themen haben können, die wir im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes als wesentlich einstufen. Im Ergebnis lässt sich ein negativer Einfluss auf die wesentlichen nichtfinanziellen Themen nicht ausschließen. Wir sehen jedoch keine Risiken, die zu sehr wahrscheinlich schwerwiegenden negativen Auswirkungen führen könnten.

WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (RMS) für den Rechnungslegungsprozess ist Teil des Risikomanagementsystems des Dürr-Konzerns. Es umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und seiner Gesellschaften IFRS-konform erstellt werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS/RMS und hat dafür eine Führungs- und Berichtsorganisation eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Die Überwachung des IKS/RMS ist Aufgabe der internen Revision.

2.65 - RISIKOFELDER DES DÜRR-KONZERNS

Das interne Kontrollsystem berücksichtigt die spezifischen Merkmale der Rechnungslegung im Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind:

  • ― Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG definiert den Rechnungslegungsprozess in den Einzelgesellschaften und im Konzern. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab. Ergänzende interne Bilanzierungsstandards beschreiben zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.
  • ― In einem mehrstufigen Validierungsprozess nehmen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung vor. Beteiligt sind die operativen Gesellschaften, die Divisions sowie Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf diverse Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung von Kundenaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert, durch das Risikomanagement der Dürr AG erfasst und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats übermittelt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtet nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation dem Aufsichtsrat.
  • ― Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Die Dokumentationen, die im Rahmen des IKS/RMS entstehen, werden hinterlegt und dem Konzernrechnungswesen zugeleitet. Die interne Revision prüft Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente.
  • ― Unser ERP-System und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte den korrekten Bilanzpositionen zugeordnet werden. Zudem nehmen wir manuelle Prüfungen vor.
  • ― Zugang zum Konsolidierungssystem hat nur ein ausgewählter Mitarbeiterkreis. Der Zugriff auf alle Daten ist wenigen Mitarbeitern aus Konzernrechnungswesen und Konzern-Controlling vorbehalten. Bei anderen Nutzern ist er auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten beschränkt. Daten, die in den Konzerngesellschaften eingegeben werden, sind in einem zweistufigen Prozess zu kontrollieren - zunächst durch das Controlling der zuständigen Division, danach durch das Konzernrechnungswesen.
  • ― Für die kaufmännischen Prozesse, die Buchungen im Konsolidierungssystem auslösen, gilt das Vieraugenprinzip. Bei Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich.

Um Risiken zu vermeiden und einwandfreie Abschlüsse zu gewährleisten, setzen wir uns sorgfältig mit wesentlichen Regelungen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung auseinander. Besonderes Gewicht haben die Bilanzierung von Kundenaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung, der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht.# Im Rahmen des IKS/RMS schulen wir die Mitarbeiter unserer Finanzabteilungen regelmäßig, zum Beispiel in der Anwendung von Rechnungslegungsstandards, Bilanzierungsregeln und IT-Systemen des Rechnungswesens. Bei Firmenakquisitionen passen wir die Rechnungslegungsprozesse zügig an und machen neue Mitarbeiter mit allen relevanten Prozessen, Inhalten und Systemen vertraut.

GESAMTRISIKOSITUATION

Das Gesamtrisikopotenzial belief sich Ende 2018 auf rund 210 Mio. €, dies entspricht einem Zuwachs von rund 5 % gegenüber dem Vorjahr. Berücksichtigt wurden die Nettorisikopotenziale von 264 bewerteten Einzelrisiken. Das Gesamtrisikopotenzial steht in einem adäquaten Verhältnis zu Auftragseingang und Umsatz, die ebenfalls zugenommen haben. Auch mit Blick auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld erachten wir es als angemessen und gut beherrschbar. Derzeit sehen wir keine Risiken, die einzeln oder zusammen mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten.

Das wichtigste Risikofeld war im Jahr 2018 der Bereich "Wirtschaftliches Umfeld/Kapitalmarkt", der im Vorjahr an zweiter Stelle stand. In diesem Bereich sorgten vor allem steigende Konjunkturrisiken für einen Anstieg des Nettorisikopotenzials um 10 %. Platz zwei belegt das Risikofeld "Markt", in dem das Nettorisikopotenzial gegenüber dem Vorjahr um 8 % abnahm. An dritter Stelle steht wie im Vorjahr das Feld "Finanzen/Controlling"; infolge höherer Wechselkursrisiken verzeichneten wir dort den stärksten Anstieg des Nettorisikopotenzials (+15%) in der Gruppe der größeren Risikofelder. Dagegen verringerte sich das Nettorisikopotenzial im auf Platz fünf rangierenden Feld "Beschaffung".

MEGTEC/Universal

Die Risiken der Anfang Oktober 2018 erworbenen Unternehmen MEGTEC und Universal sind nicht in die Kalkulation des Gesamtrisikopotenzials eingeflossen. Im Rahmen der Due Diligence haben wir bei MEGTEC und Universal geschäftsübliche Risiken festgestellt, die jedoch in angemessenem Verhältnis zum Umsatz stehen. Wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

2.66- RISIKOFELDER UND NETTORISIKEN

Risikofeld Sehr gering (≤ 5 Mio. €) Gering (>5 bis ≤ 20 Mio. €) Mittel (>20 bis ≤ 40 Mio. €) Hoch (>40 Mio. €)
Wirtschaftliches Umfeld/ Kapitalmarkt
Vertriebs-/ Angebotsphase
Projektabwicklung/ Engineering
Steuern, Gesetze, Compliance
Markt
Forschung und Entwicklung
Wettbewerb
Beschaffung
Personal
IT
Fertigung
Gesellschaft/Umwelt
After-Sales-Phase
Finanzen/Controlling
Führungsprozess

RISIKOFELDER UND BEDEUTENDE EINZELRISIKEN

Wirtschaftliches Umfeld

Die Risiken aus dem wirtschaftlichen Umfeld sind im Jahr 2018 gestiegen. Handelskonflikte, zunehmender Nationalismus und die Sorge um die italienischen Staatsfinanzen bremsen die Konjunktur genauso wie die instabile Lage im Nahen und Mittleren Osten und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Auch die fortbestehenden Ungewissheiten in Zusammenhang mit dem Brexit belasten das Wirtschaftsklima. Mögliche Risiken infolge des Brexits sind Handelserschwernisse, Investitionsrückgänge und Wechselkursverwerfungen. Die unmittelbaren Auswirkungen auf unser Geschäft dürften überschaubar sein, da nur knapp 3% unseres Umsatzes und 1% der Vermögenswerte auf das Vereinigte Königreich entfallen.

In China beträgt das BIP-Wachstum weiterhin rund 6%. Der Handelskonflikt mit den USA stimmt die Konsumenten vorsichtiger, allerdings dürfte die chinesische Regierung bei einer Verfestigung dieses Trends mit konjunkturstimulierenden Gegenmaßnahmen reagieren. Die Automobilindustrie in China ist mittel- und langfristig zuversichtlich, wie die hohen Investitionen insbesondere am Jahresende 2018 zeigen. Auch die Möbelindustrie verfügt angesichts des wachsenden Pro-Kopf-Einkommens über gute Perspektiven, wenngleich die Investitionen im Jahr 2018 unter anderem infolge des Handelskonflikts mit den USA abnahmen. Käme es in China wider Erwarten zu einem Konjunktureinbruch, würde dies Umsatz und Ergebnis des Dürr-Konzerns stark beeinträchtigen. Konjunkturschwächen in kleineren Märkten können wir relativ gut überbrücken, da unser Geschäft international ausgewogen verteilt ist. Konjunkturschwankungen machen sich im Dürr-Konzern vergleichsweise spät bemerkbar, da unser Anlagenbaugeschäft von langfristigen Investitionsentscheidungen der Autoindustrie geprägt ist. Im frühzyklischen Maschinenbaugeschäft wirken sich gesamtwirtschaftliche Veränderungen schneller aus.

Kapitalmarkt

Wirtschaftskrisen und politische Konflikte können die Kapitalmärkte erschüttern, neue Finanzierungen verteuern und die Verfügbarkeit von Krediten einschränken. Allerdings besteht in der näheren Zukunft kein Finanzierungsbedarf, zudem hält die Europäische Zentralbank an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG stufen wir als relativ gering ein, da die Familie Dürr 28,8 % der Aktien besitzt. Infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erhalten die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group eine Bardividende von 1,01 €; zudem haben wir ihnen ein Barabfindungsangebot von 31,56 € je Aktie unterbreitet. In einem Spruchverfahren lassen einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group die Höhe von Garantiedividende und Barabfindung gerichtlich überprüfen. Falls das Gericht höhere Beträge für angemessen hält, würde das zu Mehraufwand führen.

Es ist nicht völlig auszuschließen, dass vertrauliche beziehungsweise kapitalmarktrelevante Informationen verfrüht nach außen dringen. Wir schützen uns davor, indem wir den Personenkreis mit Zugang zu solchen Informationen klein halten und indem wir die entsprechenden Mitarbeiter und externen Dienstleister sorgfältig auswählen und über ihre Pflichten aufklären. Ferner legen wir projektbezogene Insiderverzeichnisse an und nutzen sichere Kommunikationstechnologien.

Operative Risiken: Vertriebs- und Angebotsphase

Bei hoher Wettbewerbsintensität ist es möglich, dass wir unsere Margenziele in Auftragsverhandlungen nicht durchsetzen können. Bei der Kalkulation von Aufträgen können wir Kosten falsch einschätzen. Um vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern gegenprüfen. Unsere Vertriebsposition in den einzelnen Märkten ist meist gut. Woodworking Machinery and Systems hat in China einen eingeschränkten Endkundenkontakt, da der Vertrieb über ein Partnerunternehmen erfolgt, an dem die HOMAG Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Allerdings haben wir die Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner intensiviert.

Operative Risiken: Projektabwicklung/Engineering

Sollten wir bei der Auftragsabwicklung Termine oder andere Zusagen nicht einhalten, können Mehrkosten entstehen oder Zahlungen von Kunden verschoben werden. Obwohl sich die Projektlaufzeiten tendenziell verkürzen, beurteilen wir dieses Risiko als beherrschbar, da unsere Kapazitäten an das Geschäftsvolumen angepasst sind. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte und Prozesse in der Lage, eine Vielzahl von Großprojekten parallel abzuwickeln. Technischen oder logistischen Problemen bei Großprojekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor.

Steuern, Gesetze, Compliance und Compliance-Management-System

Wir müssen unterschiedliche nationale Rechtsnormen befolgen. Um Verstöße zu vermeiden, arbeiten wir mit lokalen Rechtsexperten zusammen und schulen unsere Mitarbeiter. Neue Handelsbarrieren und Gesetze können unsere Kosten erhöhen und die Absatzchancen mindern. Steuerrechtliche Veränderungen können zu höheren Steuerzahlungen führen und unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten beeinflussen, zudem besteht das Risiko von Unklarheiten bei der Auslegung der zugrunde liegenden Steuergesetze. Wesentliche rechtliche Risiken resultieren in der Regel aus Gewährleistungsansprüchen, Schadenersatzforderungen bei Produktionsausfällen und Patentauseinandersetzungen. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht erfüllen, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusicherungen abgeben, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir prinzipiell aus. Meist sind die vertraglichen Risiken im Projektgeschäft höher als im Einzelmaschinengeschäft. Zurzeit sind keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig.

Compliance-Verstöße können zu Strafverfolgung, Haftungsrisiken und Imageschäden führen. Derzeit sind uns keine schwerwiegenden Verstöße bekannt. Einen mittelschweren Fall, durch den uns ein Schaden im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich entstanden ist, haben wir 2018 in Brasilien aufgedeckt. In diesem Zusammenhang haben wir rechtliche Schritte gegen einen Mitarbeiter in Brasilien eingeleitet und unsere betreffenden Compliance-Maßnahmen intensiviert. Wir schützen uns durch ein Compliance-Management-System, dessen Grundzüge auf www.durr-group.de im Bereich Investoren/ Corporate Governance beschrieben sind. Das System wird regelmäßig überprüft und umfasst sämtliche Aktivitäten mit dem Ziel, dass sich alle Mitarbeiter im täglichen Geschäftsbetrieb regelkonform und ethisch korrekt verhalten. Es regelt die Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen in drei miteinander verzahnten Handlungsfeldern: Vermeidung und Früherkennung von Compliance-Verstößen sowie die Reaktion darauf. Damit unterstützt das Compliance-Management-System die Mitarbeiter dabei, Zuwiderhandlungen und entsprechende Haftungs- und Strafrisiken zu vermeiden. Darüber hinaus gehen wir gezielt gegen Korruptionsrisiken vor. Wichtige Instrumente sind interne Richtlinien, mehrstufige Online-Trainings, das Vieraugenprinzip sowie die Arbeit der internen Revision.

Markt

Mit Blick auf den großen Investitionsbedarf in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und Connectivity könnte die Automobilindustrie die für uns relevanten Investitionen in Produktionstechnik reduzieren.# Risikobericht

Finanzielle Risiken

Wir sehen weiterhin ein solides bis hohes Investitionsniveau. Die Automobilhersteller benötigen hohe Cashflows aus dem Geschäft mit herkömmlichen Fahrzeugen, um die Entwicklung neuer Technologien zu finanzieren. Dies setzt voraus, dass sie weiterhin ausreichend in effizienzsteigernde Produktionstechnik investieren. Die Trends zu E-Mobilität und autonomem Fahren bieten uns neue Geschäftschancen.

Im Automotive-Geschäft sind Abhängigkeitsrisiken möglich, da es weltweit nur wenige Automobilproduzenten gibt. Allerdings wächst ihre Zahl derzeit, da neue Hersteller von Elektrofahrzeugen in den Markt eintreten. 2018 stammten 32 % unseres Umsatzes aus dem Geschäft mit den zehn größten Kunden. Außerhalb der Automobilindustrie sind die Abhängigkeitsrisiken wesentlich geringer, da unsere Kundenbasis sehr breit ist.

In unseren Märkten sind wir mit Preisdruck konfrontiert, am stärksten ausgeprägt ist er in der Regel im Lackieranlagenbau für die Automobilindustrie. Wir begegnen dem Preisdruck mit Innovation, Prozessoptimierung, Lokalisierung und Kostenkontrolle.

Bei einigen Kunden in der Automobilindustrie sehen wir eine geringere Bereitschaft, Anzahlungen für Großprojekte zu leisten. Vor allem chinesische Kunden ziehen sogenannte Bank Acceptance Drafts – eine Art von Wechseln – den üblichen Anzahlungen vor. In entsprechenden Projekten gehen die Zahlungen der Kunden tendenziell später beziehungsweise weniger gleichmäßig über die Projektdauer verteilt ein. Die Zahlungsausfälle haben nicht zugenommen, besonders im Geschäft mit der Automobilindustrie sind uneinbringliche Forderungen äußerst selten.

Bei Projekten mit neuen Herstellern von Elektroautos, insbesondere in China, überprüfen wir die Bonität vorab gründlich. Forderungen gegenüber Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir sorgfältig. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es bei Kunden zu Forderungsausfällen kommt, die sich negativ auf uns auswirken können.

Technologische und strategische Risiken

Wir analysieren die Entwicklung neuer Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle in unseren Branchen genau. Trends, die unsere Marktposition gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Disruptive Technologien wie Elektromobilität und autonomes Fahren führen nicht dazu, dass der Bedarf der Automobilindustrie an Lackier-, Montage- und Prüftechnik sinkt. Vielmehr erwarten wir eine wachsende Nachfrage nach Endmontagetechnik, da die Montage von Elektroautos zum Teil neue Verfahren erfordert. Das autonome Fahren erhöht den Bedarf an Prüftechnik → Seite 206 für Sensoren, Kameras und Radarsysteme.

In der Lackiertechnik bestehen keine gravierenden Substitutionsrisiken, da Aluminium, Stahl und Kunststoffe im Großserien-Karosseriebau weiterhin alternativlos sind. Auch die zur Gewichtsreduktion eingesetzten Verbundwerkstoffe werden konventionell lackiert.

In der Möbelfertigung, wo Holz und Spanplatten dominieren, bestehen keine wesentlichen Substitutionsrisiken für die HOMAG Group.

Im Zuge der Digitalisierung wird es immer wichtiger, dass wir unseren Kunden leistungsfähige Software- und IT-Lösungen anbieten. Andernfalls könnten sich Wettbewerber aus der Software-Branche mit entsprechenden Angeboten zwischen unsere Kunden und uns schieben. Mit ADAMOS, LOXEO, tapio und weiteren Software- und Smart-Produkten sind wir jedoch gut aufgestellt, um unsere Marktposition zu verteidigen. Darüber hinaus kennen wir die Produktionsprozesse unserer Kunden besser als branchenfremde Wettbewerber.

Unternehmensstrategische Risiken in den Emerging Markets

Mit dem hohen Geschäftsanteil in den Emerging Markets (47,8 % des Umsatzes) sind spezifische Risiken verbunden:
* Kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen können zu Nachteilen führen.
* Die Personalfluktuation ist in den Emerging Markets höher als in Deutschland. Attraktive Vergütungen, unser Status als Weltmarktführer und eine gezielte Karriereplanung helfen uns, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden.
* Produkt- und Markenpiraterie sind in den Emerging Markets stärker verbreitet als in den etablierten Märkten. Allerdings lassen sich viele Kerntechnologien aufgrund ihrer Komplexität kaum gleichwertig kopieren. Zudem schützen wir uns durch Patente.
* Mit lokaler Produktentwicklung stellen wir sicher, dass regionalspezifische Kundenanforderungen berücksichtigt werden. Dies reduziert die Akzeptanzrisiken neuer Lösungen.
* Gegen den Kostendruck einheimischer Wettbewerber schützen wir uns durch einen hohen Lokalisierungsgrad.

Unternehmensstrategische Risiken: Akquisitionen/neue Geschäftsfelder

Bei Firmenakquisitionen können Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte geringer ausfallen als geplant. Um dieses Risiko bei MEGTEC und Universal zu vermeiden, haben wir im Vorfeld eine umfassende Due Diligence durchgeführt und einen Integrationsplan ausgearbeitet, der gewissenhaft umgesetzt wird.

Risiken bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder sind Fehleinschätzungen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kundenanforderungen und Preisziele sowie Nachfrage-, Markt- und Wettbewerbsentwicklung. Zudem können Probleme bei der Technologieentwicklung auftreten. Derartige Fehleinschätzungen und Probleme können das Abschreibungsrisiko bei Investitionen, Beteiligungsbuchwerten und aktivierten Entwicklungskosten erhöhen.

Im Geschäftsfeld Energieeffizienz haben sich unsere Erwartungen an das Mikrogasturbinengeschäft nicht erfüllt. Daher haben wir diese Aktivität im Jahr 2018 eingestellt.

F&E und Produkthaftung

Bei Innovationen besteht das Risiko, dass wir die Entwicklungskosten nicht ausreichend auf die Produktpreise umlegen können. Um Marktakzeptanzrisiken zu vermeiden, analysieren wir den Bedarf genau, binden Pilotkunden ein und entwickeln Produkte mit hohem Return on Investment. Dadurch sinkt auch das Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten. Damit neue Produkte keine Schutzrechte Dritter verletzen, prüfen wir die Patentsituation. Um Produkthaftungsfällen vorzubeugen, stellen wir sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften genügen, und schließen entsprechende Versicherungen ab.

Wettbewerb

Mit Blick auf unsere hohen Marktanteile arbeiten einige Kunden gezielt mit kleineren Wettbewerbern zusammen. Dies kann die Durchsetzung unserer Preisziele erschweren. Zum Teil unterbieten lokale Wettbewerber unsere Preise. Dem begegnen wir, indem wir die Wertschöpfung vor Ort erhöhen und unseren Technologievorsprung durch Innovationen schützen.

Konkurrenzprodukte, die unsere Marktstellung gefährden könnten, sind uns nicht bekannt. In bestimmten Ländern ist die Wettbewerbsintensität überdurchschnittlich hoch. Wir beobachten, dass einige Wettbewerber aus den Emerging Markets auch außerhalb ihres Heimatmarkts aktiv werden.

In keinem wichtigen Markt werden wir von staatlicher Seite gegenüber inländischen Wettbewerbern systematisch benachteiligt. Einige Kunden bevorzugen in bestimmten Ländern die Zusammenarbeit mit inländischen Lieferanten von Produktionstechnik.

Beschaffung und Fertigung

In bestimmten Bereichen führt unser stark gestiegenes Geschäftsvolumen zu Engpässen bei Lieferanten. Dies betrifft vor allem die Division Woodworking Machinery and Systems, die aus diesem Grund ihre Vorräte erhöht hat, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Um Verfügbarkeits- und Preisrisiken zu mindern, sichern wir uns durch Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und die Bündelung von Einkaufsvolumina ab. In wenigen Fällen können Abhängigkeitsrisiken auftreten, die wir durch die Verbreiterung unserer Lieferantenbasis reduzieren.

Bei Lieferanten kann es zu Qualitätsmängeln oder Terminverzögerungen kommen, dies trifft insbesondere auf die Emerging Markets zu. Wir setzen daher auf eine sorgfältige Auswahl und Kontrolle der Lieferanten. Zudem haben wir die Abhängigkeit von Lieferanten in einigen Divisions durch den Ausbau unserer Eigenfertigung reduziert. Steigende Lieferantenpreise können wir oft nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten ist in den meisten Ländern niedrig.

Personal

Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Arbeitskräfte ein. Da wir viele hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, können Austritte zu Know-how-Verlusten führen. Deshalb verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Personen und fördern den Wissenstransfer, zum Beispiel durch Dokumentationen und Schulungen.

Vor allem in den Bereichen Informatik, Digitalisierung und Elektrotechnik sind Engpässe bei der Personalbeschaffung möglich. Um gegenzusteuern, setzen wir auf eine langfristige Karriereplanung für Experten sowie auf Personal- und Hochschulmarketing, betriebliche Ausbildung und duale Studiengänge.

Wir haben Pensionsverpflichtungen an externe Pensionsfonds ausgelagert, an denen auch andere Unternehmen beteiligt sind. Sollte eines dieser Unternehmen Insolvenz anmelden, bestünde das Risiko einer Mithaftung für dessen Versorgungszusagen. Daher beobachten wir regelmäßig den Finanzierungsstatus der Pensionsfonds und die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Unternehmen. Unsere Pensionsrisiken sind überschaubar. Der Abzinsungsfaktor für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland war am 31. Dezember 2018 mit 1,7% identisch mit dem Vorjahreswert. Die Pensionsrückstellungen lagen mit 50,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres.

IT und Führungsprozesse

Im Zuge der Digitalisierung steigen IT-Risiken wie Datenverlust, Hacking und Virenangriffe. Wir schützen uns durch eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation und eine robuste IT-Infrastruktur mit aktuellen Firewall- und Antivirenprogrammen. Um Ausfälle zu vermeiden, haben wir Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen eingerichtet. Das Risiko von Hacker- und Ausspähungsangriffen beurteilen wir als branchenüblich.# WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKO-MINIMIERUNG

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sind im Anhang zum Konzernabschluss detailliert beschrieben (Textziffer 42). Ihr Management folgt einer Konzernrichtlinie. Zentrales Gremium ist das Finanzrisiko-Komitee, das aus dem Finanzvorstand, den Leitern von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions besteht. Es diskutiert finanzstrategische Fragen und bereitet Vorstandsbeschlüsse vor.

Absicherung von Fremdwährungsrisiken

Wir setzen Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Meist handelt es sich um Devisenterminkontrakte zur Währungssicherung. Ihr Nominalwert belief sich am Jahresende 2018 auf 488,1 Mio. € (31.12.2017: 459,8 Mio. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter Textziffer 5 im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind. Für die Zinssicherung der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens wurden im Jahr 2018 derivative Finanzinstrumente im Volumen von 100 Mio. € eingesetzt. Wir weisen darauf hin, dass die Nutzung von Finanzinstrumenten Risiken mit sich bringen kann, zum Beispiel ungünstigere Einlagekonditionen und höhere Finanzierungskosten. Zudem kann der Marktwert derivativer Finanzinstrumente abnehmen, falls sich die Kreditrisikoaufschläge durch Veränderungen an den Finanzmärkten erhöhen.

Fremdwährungsrisiken bei Aufträgen sichern wir meist unmittelbar nach Auftragseingang ab. Grundsätzlich gehen wir für jedes größere Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ein (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir auch Macro Hedges für mehrere Aufträge. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der wirtschaftlichen Absicherung von Darlehen und des operativen Geschäfts. Die Translationsrisiken bei der Umrechnung in Euro haben 2018 infolge höherer Wechselkursvolatilitäten etwas zugenommen. Unsere exportbedingten Transaktionsrisiken fallen relativ moderat aus, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen.

Absicherung von Zinsrisiken

Wir verfolgen eine konservative Zins- und Finanzierungsstrategie mit drei Kernelementen: langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung umfasst in erster Linie das Schuldscheindarlehen aus dem Jahr 2016 und die 2014 begebene Anleihe. Ab dem Jahr 2019 werden infolge des neuen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" die meisten Leasinggeschäfte auf der Passivseite als Leasingverbindlichkeit in den Finanzverbindlichkeiten berücksichtigt. Infolgedessen dürfte sich die Finanzverschuldung um voraussichtlich rund 100 Mio. € erhöhen. Das Zinsänderungsrisiko unserer Konzernfinanzierung ist begrenzt. Das Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig erkennen. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell Aufgaben des Konzern-Treasury, Ausnahmen sind ab einer bestimmten Größe durch den Finanzvorstand zu genehmigen.

Absicherung von Liquiditätsrisiken

Wir decken unseren Liquiditätsbedarf weitgehend aus dem Cashflow. Bei vorübergehend negativen Cashflows können wir die flüssigen Mittel und die Barlinie des syndizierten Kredits nutzen. Letzteres war 2018 nicht erforderlich. Bitte beachten Sie dazu auch das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" → Seite 72. Durch unser Cash Pooling machen wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften für andere Konzerntöchter nutzbar, sofern die einzelstaatlichen Kapitaltransferbestimmungen dies zulassen. Dies vermeidet die Inanspruchnahme von Krediten und Zinsaufwendungen.

Finanzierungsrisiken

Derzeit existieren keine Risiken bei der Fremdkapitalversorgung. Unsere Anleihe, das Schuldscheindarlehen und der syndizierte Kredit haben Laufzeiten bis mindestens 2021. Die Anleihebedingungen enthalten die üblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Bei einem Verstoß könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden. Auch das Schuldscheindarlehen kann bei Verletzung wesentlicher Vertragsverpflichtungen, bei Insolvenz oder bei einem Kontrollwechsel fällig gestellt werden. Der Vertrag zu unserem syndizierten Kredit sieht die Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl vor. Falls wir diesen Financial Covenant nicht einhalten, kann das Bankenkonsortium den Vertrag vorzeitig kündigen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten.

Absicherung von Anlagerisiken

Unsere Richtlinie für das Financial Asset Management regelt den Umgang mit Anlagerisiken und definiert die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Da wir keine Staats- oder Unternehmensanleihen besitzen, bestehen auch keine entsprechenden Rückzahlungs- und Abschreibungsrisiken.

RATINGS

Wir lassen keine Ratings zur Bonitätsbewertung durchführen.

CHANCEN

CHANCENMANAGEMENTSYSTEM

Wir nutzen ein konzernweites Chancenmanagementsystem, um neue Geschäftschancen zu identifizieren, zu bewerten und zu nutzen. Die zentrale Rolle spielen die Divisions: Im Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Partnern sammeln sie Informationen über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Erkenntnisse werden zu Chancenkomplexen verdichtet und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichem Potenzial werden in Strategie-Meetings von Vorstand und Division-Leitern analysiert. Danach integrieren die Divisions gebilligte Chancenkomplexe in ihre Strategie und legen Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten sowie Zeitpläne fest. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Division-Leiter steuern. Auf Ebene der Dürr AG sind der Vorstand und die Abteilung Corporate Development zuständig. Bei strategisch wichtigen Chancen bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse und Planung. Ein weiteres Element des Chancenmanagements ist die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstituten und dem Dürr Technology Council. Diese Kontakte helfen uns zu verstehen, inwiefern neue wissenschaftliche Ergebnisse zu Chancen für den Dürr-Konzern führen können. Auch gesetzliche Neuregelungen, beispielsweise zu Emissionsschutz und internationalem Handel, können zu neuen Chancen führen. Unser Chancenmanagementsystem berücksichtigt weltweite und regionale Geschäftschancen sowie Potenziale mit bestimmten Produkten, Kunden und Geschäftsmodellen.

CHANCENPOTENZIAL

Wir skizzieren im Folgenden die wichtigsten Chancen des Konzerns und der Divisions. Das damit verbundene Umsatz- und Ertragspotenzial haben wir in der Geschäftsplanung für 2019 und der strategischen Planung bis 2022 realistisch einbezogen. Sollten wir die Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten Umsatz beziehungsweise EBIT die Planwerte für 2019 um bis zu 4 % beziehungsweise um bis zu 11 % überschreiten. Diese zusätzlichen Umsatz- und EBIT-Potenziale sind aber nur im besten Fall erreichbar.

STRATEGISCHE CHANCEN

Digitalisierung/Industrial Internet of Things: Die Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen eröffnet uns zusätzliche Umsatzpotenziale. Eine weitere Chance ist die Etablierung neuer Geschäfts- und Preismodelle, die sich beispielsweise am Wert eines digitalen Services → Seite 206 für die Anlagenverfügbarkeit, an der Nutzungsintensität oder an der Anzahl der angeschlossenen Maschinen orientieren. Darüber hinaus können wir uns durch die Digitalisierung stärker von Wettbewerbern differenzieren.

Wachstum der Automobilproduktion: Die weltweite Automobilproduktion wird von 2018 bis 2023 voraussichtlich um durchschnittlich 3,3 % pro Jahr wachsen. Dies entspricht knapp 17 Mio. zusätzlich produzierten Einheiten. Dafür benötigt die Automobilindustrie zusätzliche Produktionsanlagen. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse werden in Russland, Osteuropa sowie Zentral- und Südostasien erwartet. Davon können wir aufgrund unserer internationalen Projektabwicklungskompetenz profitieren.

Elektromobilität: Die Elektromobilität ist eine Chance für den Dürr-Konzern. Während der Anteil der E-Autos am weltweiten Automobilabsatz 2015 noch 1% betrug, dürfte er bis 2025 auf 8% steigen.# Chancen

Daher ist zu erwarten, dass die Autoindustrie ihre Investitionen in den Umbau von Werken und in spezielle Produktionstechnologien für E-Autos deutlich anheben wird. Zudem wächst unser Kundenkreis, da neue Hersteller von Elektroautos in den Markt eintreten. Automatisierung: Die Nachfrage nach automatisierten Fertigungsprozessen wächst, zum Beispiel in der Möbelindustrie, der Rädermontage und der Endmontage von Elektrofahrzeugen. Dank unserer Automatisierungskompetenz profitieren wir von diesem Trend und können uns im Wettbewerb abheben. Service: Unsere große installierte Basis eröffnet uns weiteres Wachstumspotenzial im margenstärkeren Service-Geschäft. Die Nutzung dieses Potenzials ist ein Schwerpunkt der Strategie "Dürr 2020". Wachsendes Modernisierungsgeschäft: Das Geschäft mit Anlagenmodernisierungen wächst. Mit überschaubaren Investitionen und kurzen Amortisationszeiten können unsere Kunden die Produktivität älterer Werke erheblich steigern. Lokalisierung/lokale Produkte: Durch den weiteren Ausbau unserer lokalen Kapazitäten in Marktregionen mit Potenzial verbessern wir Kostenstrukturen und Kundennähe. Insbesondere in Einkauf, Engineering → Seite 206 und Fertigung können wir Kostenvorteile erschließen. Einhergehend mit der Lokalisierung bauen wir unser Spektrum an einfacheren Produkten für bestimmte Marktregionen aus. Dadurch erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit und unsere Attraktivität für lokale Kunden. Neue Werkstoffe: Zur Senkung des Fahrzeuggewichts setzt die Automobilindustrie zunehmend auf Kunststoffe. Dadurch steigt die Nachfrage nach Kunststofflackiertechnik. Um diesen Trend zu nutzen, haben wir im Jahr 2018 die Division-übergreifende Einheit Plastic Painting Systems aufgebaut. Auch in der Klebetechnik Seite 206 erhöht der zunehmende Kunststoffanteil im Fahrzeugbau das Marktvolumen.

CHANCEN IN DEN DIVISIONS

Paint and Final Assembly Systems stellt mit dem Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 die Weichen, um im Jahr 2020 wieder die EBIT-Zielmarge von 6 bis 7% zu erreichen. Die zunehmende Produktion von Elektroautos bietet Chancen in der Lackier- und Endmontagetechnik. Im Service-Geschäft besteht angesichts der großen installierten Basis beträchtliches Potenzial für profitables Wachstum. Auch das Geschäft mit japanischen Autoherstellern und im aufstrebenden südostasiatischen Markt will Paint and Final Assembly Systems intensivieren. Application Technology will Wachstumschancen im Geschäft mit der allgemeinen Industrie nutzen, der Umsatz in diesem Bereich soll bis 2020 auf rund 50 Mio. € steigen. Chancen im Automotive-Geschäft resultieren aus der Vollautomatisierung des Lackierprozesses und der Flexibilisierung von Lackierlinien hinsichtlich Stückzahl und Modellvielfalt. Eine weitere Chance ist, dass die ersten, vor rund 12 bis 15 Jahren installierten Lackierroboter am Ende ihres Lebenszyklus stehen und ersetzt werden müssen. Vom Trend zu individuellen Fahrzeuglackierungen profitiert Application Technology mit flexiblen Sonderfarbversorgungssystemen und Innovationen für das oversprayfreie Lackieren Seite 206. In der Klebetechnik steigt das Marktvolumen, da im Automobilrohbau zukünftig immer mehr Bleche geklebt anstatt geschweißt werden. Clean Technology Systems kann durch die Übernahme von MEGTEC/Universal zusätzliche Wachstumspotenziale nutzen. Bis 2021 soll der Umsatz in der Abluftreinigungstechnik auf bis zu 500 Mio. € steigen, während sich die EBIT-Marge auf 6 bis 7% verbessern soll. Gute Chancen bestehen vor allem in China und anderen Schwellenländern. Grund ist das wachsende Umweltbewusstsein in diesen Ländern und die damit einhergehende Verschärfung von Emissionsgrenzwerten. Ergebnispotenziale entstehen durch die Konzentration auf attraktive Marktsegmente und die Nutzung von Skaleneffekten nach der Akquisition von MEGTEC/Universal. Measuring and Process Systems will das US-Geschäft weiter ausbauen. Zudem bestehen Chancen mit neuen Produkten für die Herstellung von Elektroautos. Beispiele sind die Auswuchtanlage eTENO für Elektroanker sowie Befüllanlagen, die Antriebsbatterien mit Kühlmittel versorgen. Auch der Trend zum autonomen Fahren führt zu neuen Geschäftsmöglichkeiten. Autonom fahrende Autos enthalten eine Vielzahl von Sensoren, Kameras und Radarsystemen. Die dafür benötigte Prüftechnik → Seite 206 stellen wir bereits heute zur Verfügung. Woodworking Machinery and Systems erwartet weiterhin rege Investitionen in komplette Produktionslinien mit hohem Automatisierungsgrad und Losgröße-1-Fähigkeit. Die Nachfrage wird getrieben von der fortschreitenden Industrialisierung der Möbelproduktion. Die HOMAG Group profitiert davon stark: Sie besitzt das breiteste Produktangebot und ist besonders leistungsfähig in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. Beim Ergebnis besteht weiteres Wachstumspotenzial, die EBIT-Zielmarge beträgt 8 bis 10%. Um dieses Ziel zu erreichen, verbessert die HOMAG Group mithilfe effizienter Prozesse die operative Exzellenz und baut das Service-Geschäft aus.

Prognose

WACHSENDE RISIKEN FÜR DIE WELTKONJUNKTUR

Für 2019 und 2020 rechnen Experten mit einer abnehmenden konjunkturellen Dynamik. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich auf 3,5% im Jahr 2019 und 3,4% im Folgejahr abschwächen, wobei die Risiken größer sind als die Chancen. In den USA lässt die stimulierende Wirkung der Steuerreform nach, zugleich verlangsamen Handelskonflikte und die bisherigen Zinserhöhungen die wirtschaftliche Entwicklung. Dennoch dürfte das BIP-Wachstum im laufenden Jahr über 2 % erreichen, nachdem es 2018 2,9 % betrug. China erwartet für 2019 ein Wirtschaftswachstum von über 6 %, dies dürfte jedoch nur mithilfe staatlicher Konjunkturstimuli erreichbar sein. Belastungsfaktoren sind die hohe Verschuldung der Unternehmen, der Handelsstreit mit den USA und die Verwerfungen am Immobilienmarkt. Für Europa ist von einem anhaltenden Wachstum auf niedrigerem Niveau auszugehen, wobei unter anderem der Brexit und die Haushaltsprobleme Italiens für Unsicherheit sorgen. Deutschland dürfte 2019 einen BIP-Anstieg von circa 1 % erreichen. Auch in Russland wird nur mit moderaten Zuwächsen gerechnet. Dagegen wird Indien Prognosen zufolge seine hohe konjunkturelle Dynamik mit einem Plus von knapp 7 % beibehalten. Eine Übersicht zu den Wachstumsprognosen für 2019 und 2020 gibt Tabelle 2.67. Weltweit erwarten Experten weiterhin keinen ausgeprägten Inflationsdruck. Löhne und Gehälter sind zwar teils deutlich gestiegen, dagegen wirken technologische Fortschritte, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung, und die Globalisierung einer stärkeren Preissteigerung entgegen. Die EZB will die Zinsen in der Eurozone niedrig halten. Dass die Fed die Zinsen weiter anhebt, ist angesichts der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik in den USA unwahrscheinlich. Das Absacken der Rohstoffpreise im zweiten Halbjahr 2018 kann als Indikator für eine langsamere Entwicklung der Weltwirtschaft gewertet werden. Unsere Hauptabnehmerbranchen, die Automobilindustrie und die Möbelhersteller, wachsen langfristig in ähnlicher Größenordnung wie das BIP. Allerdings blieb der Automobilabsatz 2018 hinter den Erwartungen zurück, und auch für 2019 ist - nicht zuletzt mit Blick auf die Handelskonflikte - mit einer eher moderaten Entwicklung zu rechnen. Die Ausrüstungsinvestitionen im Allgemeinen dürften 2019 und 2020 weiter zunehmen, wenngleich das Wachstumstempo 2018 seinen Höhepunkt erreicht haben dürfte.

2018 2019 2020
Welt 3,8 3,5 3,4
Deutschland 1,5 1,2 2,0
Eurozone 1,9 1,4 1,6
Russland 1,6 1,1 1,2
USA 2,9 2,5 1,8
China 6,6 6,3 6,0
Indien 7,6 6,9 6,8
Japan 0,7 1,2 0,3
Brasilien 1,1 1,9 1,6

Quelle: Commerzbank 01/2019

GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION: GUT 4 % WACHSTUM FÜR 2019 ERWARTET

PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert, dass die Weltautomobilproduktion im Jahr 2019 um 4,1% auf 97,9 Mio. Einheiten wachsen wird. In Nordamerika dürfte die Produktion mit 16,9 Mio. Einheiten leicht anziehen. Für China rechnet PwC mit einem deutlichen Plus von 9,1%, nachdem die Produktion 2018 erstmals nach mehreren Jahren sank. Konsumenten in China rechnen mit staatlichen Fördermaßnahmen für den Automobilabsatz und warten daher mit dem Kauf von Neuwagen ab. Daher fielen die Absatzzahlen auch am Jahresanfang 2019 noch schwach aus. In Westeuropa könnte das Fertigungsvolumen die zuletzt erreichten 15,2 Mio. Einheiten übersteigen, da die Produktion 2018 unter der Einführung des Abgasteststandards WLTP litt. In Russland dürfte sich der Automarkt weiter erholen, für Brasilien rechnet PwC mit einem gleichbleibenden Produktionsvolumen. Indien könnte ein Plus von gut 8 % erreichen. Im Vergleich mit den Produktionsprognosen anderer Institute fällt die Vorhersage von PwC für 2019 zuversichtlicher aus. Auch längerfristig sehen wir positive Voraussetzungen für Absatzsteigerungen der Automobilindustrie. Dafür sprechen das alles in allem gute Konsumklima und günstige Finanzierungsmöglichkeiten für Fahrzeugkäufer. Besonders in den Emerging Markets verfügt die Automobilindustrie angesichts des verstärkten Mobilitätsbedürfnisses über beachtliches Wachstumspotenzial. Für den Zeitraum 2018 bis 2023 erwartet PwC eine Zunahme der weltweiten Produktion um durchschnittlich 3,3 % pro Jahr. Demnach dürfte das weltweite Fertigungsvolumen bis zum Jahr 2023 auf rund 111 Mio. Einheiten steigen.

2018 2019¹ 2020¹
Welt 94,0 97,9 101,9
Westeuropa 15,2 15,5 16,0
Deutschland 5,6 5,8 6,1
Osteuropa 7,1 7,3 7,4
Russland 1,6 1,7 1,7
Nordamerika (inkl. Mexiko) 16,8 16,9 17,1
USA 10,8 11,2 11,7
Südamerika 3,4 3,5 3,7
Brasilien 2,8 2,8 2,9
Asien 48,7 51,9 54,7
China 26,3 28,7 30,7
Japan 9,0 8,8 8,8
Indien 4,9 5,3 5,6

¹ Prognose
Quelle: PwC 01/2019, eigene Schätzungen

AUFWÄRTSTREND IM MASCHINENBAU SETZT SICH VERLANGSAMT FORT

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass der Branchenumsatz im Jahr 2019 erneut um 2 % wächst.# 2.69 - AUSBLICK KONZERN

Für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Plus von etwa 4%. Das wäre zwar etwas weniger als 2018 (+5%), im langfristigen Vergleich aber ein hohes Niveau. Die weltweite Möbelindustrie wird 2019 wie im Vorjahr um 3,5 % wachsen, so die Einschätzung des Centre for Industrial Studies (CSIL). Vor allem bei Möbelproduzenten in China, aber auch in anderen Teilen der Region Asien/Pazifik sorgt der Handelskonflikt mit den USA für Verunsicherung. Rund 10 % der in China gefertigten Möbel werden in die USA exportiert. Der VDMA-Fachverband für Holzbearbeitungsmaschinen rechnet für 2019 mit einem gleichbleibenden Umsatz, nachdem die Erlöse 2018 um 8 % zugelegt haben.

AUTOMOBIL- UND MÖBELINDUSTRIE BLEIBEN UNSERE HAUPTABNEHMERBRANCHEN, UMWELTTECHNIK MIT HÖHEREM GEWICHT

Das relevante Projekt- und Investitionsvolumen im Geschäft mit der Automobilindustrie dürfte 2019 ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Die Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos werden voraussichtlich weiter steigen, da die Nachfrage nach Batterie- und Hybridfahrzeugen zunimmt. Die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilhersteller bleiben Kapazitätsausweitung und Stückkostensenkungen durch höhere Produktionseffizienz, sei es in neuen Werken (Greenfield) oder bestehenden Anlagen (Brownfield).

Im Geschäft mit der holzbearbeitenden Industrie erwarten wir 2019 eine stabile Nachfrage nach Produktionstechnik. Für diese Annahme spricht der Konsolidierungsprozess in der Möbelindustrie, durch den größere Unternehmen entstehen, die insbesondere Systeme mit hohem Automatisierungsgrad nachfragen. Zudem wächst bei Konsumenten der Bedarf an individuellen Möbeln. Daher investieren die Hersteller in flexible Produktionslinien mit Losgröße-1-Fähigkeit. Ein weiterer Nachfragetreiber ist die Digitalisierung von Produktionsanlagen, die eine höhere Verfügbarkeit und Adaptivität ermöglicht.

Unsere wichtigsten Abnehmergruppen bleiben die Automobil- und die Möbelindustrie. Darüber hinaus gewinnt das Umwelttechnikgeschäft infolge der Akquisition von MEGTEC/Universal stark an Bedeutung. Wir planen keine Veränderung unserer Geschäftspolitik. Immer wichtiger für unseren Geschäftserfolg wird die Digitalisierung. Sie bietet die Chance, Kunden durch neue Services an uns zu binden und uns im Wettbewerb zu differenzieren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist unsere gute internationale Aufstellung. Die größten Wachstumschancen bieten sich weiterhin in den Emerging Markets. Besonders China steht in unserem Fokus: Das Land ist der mit Abstand größte Markt für unsere Maschinen und Anlagen und die damit gefertigten Produkte. Die chinesische Regierung forciert die Elektromobilität und die Luftreinhaltung, in beiden Bereichen verfügen wir mit unseren Technologien über erhebliches Wachstumspotenzial.

ERSTANWENDUNG IFRS 16

Seit dem 1. Januar 2019 wenden wir den neuen IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Die wichtigste Neuerung ist, dass Leasingnehmer fast alle Leasinggeschäfte aktivieren müssen. Wir erwarten, dass wir infolge der Anwendung von IFRS 16 Vermögenswerte von rund 90 Mio. € aktivieren müssen. Zugleich rechnen wir mit einem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten um rund 100 Mio. €, während die Gewinnrücklagen um circa 10 Mio. € sinken dürften. Das EBIT dürfte durch die Erstanwendung von IFRS 16 um einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Wert steigen, dagegen wird sich das Finanzergebnis in ähnlicher Größenordnung abschwächen.

UMSATZZIEL 2019: 3.900 BIS 4.100 MIO. €

Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin positiv entwickelt, keine gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und das politische Umfeld nicht weiter an Stabilität verliert. In den kommenden Jahren wollen wir ein organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 2 bis 3 % p.a. erreichen. Für 2019 erwarten wir aus heutiger Sicht einen Umsatz von 3.900 bis 4.100 Mio. €, wir könnten also erstmals die Schwelle von 4 Mrd. € erreichen. Die MEGTEC/Universal-Gruppe wird erstmals ganzjährig konsolidiert und dürfte rund 150 Mio. € Umsatz mehr beisteuern als 2018 (Umsatzbeitrag 2018: 47,6 Mio. €).

Der Auftragseingang des Dürr-Konzerns soll 2019 einen Korridor von 3.800 bis 4.100 Mio. € erreichen, die Zielspanne für den Auftragsbestand am Jahresende 2019 beträgt 2.400 bis 2.900 Mio. €.

Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) werden 2019 voraussichtlich nur leicht zunehmen. Die größten Kostenpositionen bleiben die Personal- und Materialkosten. Bei den Personalkosten erwarten wir einen geringeren Anstieg als im Jahr 2018, in dem der Tarifabschluss für die deutsche Metall- und Elektroindustrie außergewöhnlich hoch ausgefallen ist. Die Materialkosten dürften allenfalls unterproportional zum Umsatz steigen, eventuell könnten sie auch leicht sinken, da die Preise für viele Roh- und Einsatzstoffe im zweiten Halbjahr 2018 zurückgegangen sind. Die Abschreibungen werden infolge der höheren Kaufpreisallokationseffekte sowie von IFRS 16 steigen. Wir rechnen damit, dass die Umsatzkosten bei rückläufigen Sonderaufwendungen deutlich langsamer steigen als der Umsatz, daher dürfte die Bruttomarge höher ausfallen als 2018. Die F&E-Kosten werden nach unserer Planung ähnlich wie die Vertriebs- und Verwaltungskosten ungefähr im Gleichschritt mit dem Umsatz zulegen.

EBIT-MARGE SOLL 2019 DEUTLICH STEIGEN

Die EBIT-Marge soll im Jahr 2019 deutlich steigen. Angestrebt wird ein Wert von 6,5 bis 7,0 % nach 6,0 % im Vorjahr. Die im EBIT enthaltenen Sonderaufwendungen werden voraussichtlich auf rund 25 Mio. € sinken (2018: 41,4 Mio. €) und vor allem auf Kaufpreisallokationseffekte entfallen. Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge soll 2019 7,0 bis 7,5 % betragen (2018: 7,1%). Zuwachspotenzial besteht aufgrund der im Jahr 2018 durchgeführten Optimierungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen. Mit Ausnahme von Measuring and Process Systems, die 2018 eine hohe EBIT-Marge von 13,1% erreichte, planen alle Divisions konstante oder zunehmende Margen.

ERGEBNIS NACH STEUERN: 175 BIS 190 MIO. € ERWARTET

Das Finanzergebnis wird sich 2019 abschwächen. Ein Grund dafür ist die Erstanwendung von IFRS 16; zudem war es im Jahr 2018 durch einen hohen Beteiligungsertrag von 3,1 Mio. € geprägt. Bei einer Steuerquote von voraussichtlich 27 bis 28% erwarten wir einen Anstieg des Ergebnisses nach Steuern auf 175 bis 190 Mio. €.

Der Dividendenvorschlag für 2018 (1,00 € je Aktie) entspricht einer Ausschüttungsquote von 42 % des Ergebnisses nach Steuern. Damit liegt die Quote leicht oberhalb der üblichen Spanne von 30 bis 40 %. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass das Ergebnis nach Steuern 2018 hauptsächlich infolge der hohen Sonderaufwendungen um 18,1% zurückging, während das operative EBIT nur um 3,1% sank. Die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2019 wird voraussichtlich wieder zwischen 30 und 40 % liegen. Dadurch können wir ausreichend Mittel im Unternehmen belassen, um Investitionen zu finanzieren und das Geschäft mithilfe weiterer Akquisitionen auszubauen. Der ROCE → Seite 207 soll 2019 eine Bandbreite von 20 bis 30% erreichen. Er dürfte zwar von dem steigenden EBIT profitieren, allerdings wird sich das Capital Employed Seite 207 durch die Aktivierung der Leasingverhältnisse ebenfalls erhöhen.

scroll 2018 Ziel 2019
Auftragseingang Mio. € 3.930,9 3.800 bis 4.100
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.577,2 2.400 bis 2.900
Umsatz Mio. € 3.869,8 3.900 bis 4.100
EBIT-Marge % 6,0 6,5 bis 7,0
EBIT-Marge vor Sondereffekten % 7,1 7,0 bis 7,5
ROCE % 24,0 20 bis 30
Finanzergebnis Mio. € -13,8 Verschlechterung
Steuerquote % 25,6 27 bis 28
Ergebnis nach Steuern Mio. € 163,5 175 bis 190
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 162,3 über Vorjahresniveau
Free Cashflow Mio. € 78,4 über Vorjahresniveau
Nettofinanzstatus (31.12.)¹ Mio. € 32,3 -60 bis -20
Liquidität (31.12.) Mio. € 655,0 660 bis 700
Investitionen² Mio. € 74,4 80 bis 90

¹ Durch die Erstanwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" erwarten wir 2019 einen negativen Effekt von rund 100 Mio. € auf den Nettofinanzstatus. Bereinigt um diesen Sondereffekt rechnen wir mit einer Verbesserung des Nettofinanzstatus auf 40 bis 80 Mio. €.
² in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)

DIVISIONS

Paint and Final Assembly Systems

Paint and Final Assembly Systems erwartet im Jahr 2019 einen Auftragseingang zwischen 1.100 und 1.300 Mio. €, nachdem die Bestellungen 2018 auf ein sehr hohes Niveau von über 1.300 Mio. € gestiegen sind. Der Umsatz dürfte mit 1.200 bis 1.300 Mio. € ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Die EBIT-Marge soll sich auf 4,6 bis 5,5 % verbessern. Dafür sprechen Effizienzsteigerungen durch das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 und die verbesserte Margenqualität im Auftragseingang 2018. Auf Basis von FOCUS 2.0 soll Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder die EBIT-Ziel-marge von 6 bis 7 % erreichen.

Application Technology

Application Technology will einen Auftragseingang von 620 bis 670 Mio. € erreichen, der Umsatz könnte leicht steigen. Die EBIT-Marge soll sich wieder im Bereich von 10,0 bis 11,0 % bewegen. Im Non-Automotive-Geschäft (Bereich Industrial Products) werden die Anlauftosten bei steigendem Umsatz voraussichtlich sinken.

Clean Technology Systems

Bei Clean Technology Systems werden Auftragseingang und Umsatz durch die ganzjährige Konsolidierung von MEGTEC/Universal um jeweils rund 150 Mio. € zunehmen. Auch organisch erwartet die Division Zuwächse. Auf dieser Basis sollen Auftragseingang und Umsatz 2019 auf jeweils 400 bis 450 Mio. € steigen. Die EBIT-Marge soll sich auf 2 bis 3 % verbessern, obwohl das Ergebnis durch hohe Kaufpreisallokationseffekte von voraussichtlich gut 7 Mio. € belastet wird. Im Jahr 2020 sollen die Kaufpreisallokationseffekte auf circa 5 Mio. € sinken.

Measuring and Process Systems

Measuring and Process Systems plant für 2019 einen Auftragseingang von 400 bis 450 Mio. €, dies entspricht einem Wachstumspotenzial von bis zu rund 10 %.# 2.70 - AUSBLICK

DIVISIONS

Auftragseingang (Mio. €) Umsatz (Mio. €) EBIT-Marge (%)
2018 Ziel 2019 2018
Paint and Final Assembly Systems 1.300,4 1.100 bis 1.300
Application Technology 632,4 620 bis 670
Clean Technology Systems 258,2 400 bis 450¹
Measuring and Process Systems 403,3 400 bis 450
Woodworking Machinery and Systems 1.336,8 1.250 bis 1.450

¹ MEGTEC/Universal wird 2019 ganzjährig konsolidiert.

Der Umsatz soll nach den starken Vorjahren 400 bis 450 Mio. € erreichen und damit eine ähnliche Größenordnung wie der Auftragseingang. Das Ergebnis dürfte leicht sinken, da die Investitionen und F&E-Kosten aufgrund der Digitalisierung zunehmen werden. Dennoch ist bei der EBIT-Marge ein sehr zufriedenstellendes Niveau von 11,5 bis 12,5 % realistisch. Woodworking Machinery and Systems erwartet für 2019 einen Umsatz von 1.280 bis 1.380 Mio. €, während der Auftragseingang 1.250 bis 1.450 Mio. € erreichen soll. Die EBIT-Marge soll sich auf 6,7 bis 7,5% erhöhen, dazu dürften Prozessverbesserungen, insbesondere in der Produktion, beitragen. Die im EBIT enthaltenen Kaufpreisallokationseffekte werden 2019 unverändert 8,7 Mio. € betragen; dies entspricht etwa 0,7 % vom Umsatz.

WEITERE CASHFLOW-VERBESSERUNG ERWARTET

Wir erwarten aus heutiger Sicht für 2019 eine weitere Zunahme des operativen Cashflows. Das Net Working Capital → Seite 207 wird voraussichtlich nur noch leicht steigen, nachdem es 2018 durch den Aufbau von Vorräten um 51,6 Mio. € wuchs. Der Free Cashflow → Seite 207 dürfte 2019 erneut positiv sein und höher ausfallen als 2018. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken.

INVESTITIONEN

Für 2019 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf dem Normalniveau von 80 bis 90 Mio. €. Investitionsschwerpunkte werden der IT-Bereich und Ersatzbeschaffungen sein. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" streben wir weitere Firmen- und Technologiezukäufe an, allerdings ist momentan keine größere Akquisition in Sicht. Zur Finanzierung einer eventuellen Transaktion stehen die hohen liquiden Mittel und der Cash-flow zur Verfügung.

LIQUIDITÄT, EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG

Wir rechnen derzeit mit einem Nettofinanzstatus → Seite 207 von -60 bis -20 Mio. € am Jahresende 2019. Diese Prognose berücksichtigt einen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten um circa 100 Mio. € aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16. Ohne diesen Effekt würde sich der Nettofinanzstatus voraussichtlich auf 40 bis 80 Mio. € verbessern. Die Zielspanne für die flüssigen Mittel beträgt 660 bis 700 Mio. € am Jahresende 2019. Das Eigenkapital dürfte durch Thesaurierung weiter zunehmen. Auch bei der Eigenkapitalquote rechnen wir zum 31. Dezember 2019 mit einer leichten Erhöhung, obwohl sich die Bilanzsumme infolge der Erstanwendung von IFRS 16 um rund 90 Mio. € ausweiten wird. Gemäß der Planung werden wir auch 2019 nicht auf die Barlinie des syndizierten Kredits zugreifen. Eine Kapitalerhöhung ist nicht in Sicht, sie wäre nur im Ausnahmefall einer großen Akquisition eine Option. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert.

MITARBEITER

Die Mitarbeiterzahl wird bis Ende 2019 voraussichtlich leicht zunehmen. Der Anteil der Mitarbeiter in den Emerging Markets dürfte sich weiter vergrößern.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die F&E-Ausgaben sollen 2019 ungefähr parallel zum Umsatz steigen, folglich dürfte die Zuwachsrate im mittleren einstelligen Bereich liegen. Im Zentrum unserer Innovationsarbeit steht weiterhin die Digitalisierung, unter anderem arbeiten wir an Software-Produkten für vernetzte und intelligente Produktionsprozesse. Ein weiterer F&E-Schwerpunkt ist die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte mit geringeren Kosten; sie sollen insbesondere den Bedarf in den Emerging Markets abdecken und auch dort gefertigt werden.

ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Wir erwarten für 2019 ein ungefähr konstantes Investitionsniveau in der Autoindustrie. Wichtige Investitionsmotive sind die Flexibilisierung und Modernisierung der Produktion, zudem dürften die Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos weiter wachsen. In der holzbearbeitenden Industrie rechnen wir mit einer stabilen Nachfrage. Der wichtigste Technologietrend -und damit der Schrittmacher unserer F&E-Aktivitäten - bleibt im gesamten Konzern die Digitalisierung. Der Umsatz soll 2019 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen und 3.900 bis 4.100 Mio. € erreichen. Dazu wird in wachsendem Maße das Umwelttechnikgeschäft von Clean Technology Systems beitragen, das wir mit dem Erwerb von MEGTEC/ Universal gestärkt haben. Die EBIT-Marge des Konzerns soll sich auf 6,5 bis 7,0% verbessern. Basis dafür sind die im Jahr 2018 umgesetzten Maßnahmen zur Ertragssteigerung sowie niedrigere Sonderaufwendungen (Kaufpreisallokationseffekte). Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge soll 7,0 bis 7,5 % erreichen. Das Ergebnis nach Steuern wird voraussichtlich auf 175 bis 190 Mio. € steigen, auch bei operativem Cashflow und Free Cashflow sind weitere Zuwächse geplant. Der Nettofinanzstatus wird infolge der Erstanwendung von IFRS 16 negativ ausfallen (-60 bis -20 Mio. €). Unser Dividendenvorschlag für 2018 (1,00 € je Aktie) entspricht einer Ausschüttungsquote von 42 % gemessen am Konzernergebnis nach Steuern.

2.71 - DÜRR AG (HGB)

Der Jahresabschluss der Dürr AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Dürr AG umfasst als Holding- Gesellschaft die Zentralfunktionen des Konzerns und betreibt keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die Dürr AG hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 145 Gesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Dürr AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Kapitel "Konjunktur und Branchenumfeld" → Seite 53 beschrieben sind.

ERTRAGSLAGE

Der Umsatz der Dürr AG resultiert hauptsächlich aus den Umlagezahlungen, die die Konzerngesellschaften für erhaltene Holding-Dienstleistungen an die Dürr AG leisten. Im Jahr 2018 erhöhte er sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken infolge rückläufiger Währungsgewinne um 15,9 % auf 24,1 Mio. €. Dem gegenüber stand ein Rückgang von 11,2 % bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen; sie sanken aufgrund geringerer Währungsverluste auf 42,8 Mio. €. Maßgeblich für das Plus von 9,6 % beim Personalaufwand war eine Änderung in der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen für unseren Pensionsplan ("VORaB"-Programm). Im Vorjahr waren die Pensionsrückstellungen niedriger bewertet worden als die hierfür verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. 2018 konnte die Bewertung angeglichen werden, was zu einer einmaligen ergebniswirksamen Erhöhung der Pensionsrückstellungen um knapp 2 Mio. € führte. Das Beteiligungsergebnis der Dürr AG, das sich aus den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen speist, ging im Jahr 2018 um 23,6% auf 193,4 Mio. € zurück. Der Vorjahreswert hatte von zwei Sondereffekten profitiert: dem außerordentlichen Buchgewinn von 23,0 Mio. € aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe und einer Wertaufholung bei der US-Tochter Dürr Systems Inc. Dagegen wurde das Beteiligungsergebnis im Jahr 2018 durch den Sonderaufwand in Höhe von 17,3 Mio. € belastet, der für die Einstellung des Mikrogasturbinengeschäfts anfiel. Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund höherer Zinserträge von -11,8 Mio. € auf -8,9 Mio. €. Der Zuwachs bei den Zinserträgen resultierte aus höheren Kreditausreichungen an Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash-Pooling-Systems des Dürr-Konzerns. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gingen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Der Jahresüberschuss verringerte sich hauptsächlich aufgrund des niedrigeren Beteiligungsergebnisses auf 152,3 Mio. €. Der Bilanzgewinn betrug 577,6 Mio. € und enthält den hohen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr. Die vorgeschlagene Dividendenausschüttung wird durch den Jahresüberschuss gut abgedeckt.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)

Mio. € 2018 2017
Umsatzerlöse 34,5 34,1
Sonstige betriebliche Erträge 24,1 28,7
Materialaufwand -3,7 -1,9
Personalaufwand -20,7 -18,9
Abschreibungen -1,0 -1,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -42,8 -48,2
Beteiligungsergebnis 193,4 253,2
Finanzergebnis -8,9 -11,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22,6 -23,7
Jahresüberschuss 152,3 210,4
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 425,3 291,0
Bilanzgewinn 577,6 501,4

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme der Dürr AG sank zum Jahresende 2018 um 4,2% auf 1.574,5 Mio. €. Im Anlagevermögen stiegen die Finanzanlagen geringfügig auf 799,7 Mio. €, da wir die Kapitalrücklage der Dürr Technologies GmbH um 34,8 Mio. € erhöht haben. Die Dürr Technologies GmbH verwendete diese Mittel, um den Aktienanteil an der HOMAG Group AG um 8,0 Prozentpunkte auf 63,9 % aufzustocken. Im Umlaufvermögen wuchsen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 8,7 % auf 489,7 Mio. €. Ein Grund dafür war, dass wir ein Darlehen an die US-Gesellschaft Dürr Inc. ausgereicht haben, das diese für den Erwerb von MEGTEC/Universal einsetzte. Die größte Veränderung auf der Aktivseite ergab sich bei den flüssigen Mitteln, die sich um knapp ein Drittel verringerten. Ausschlaggebend dafür war, dass wir Mittel zurückzahlten, die uns Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash Poolings zu Anlagezwecken überwiesen hatten. In der Eigenkapitalstruktur hat sich die im Juni 2018 vollzogene Ausgabe von Gratisaktien niedergeschlagen.# 2.72 - BILANZ EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)

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Mio. € 31.12.2018 31.12.2017
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 8,2 9,0
Sachanlagen 0,3 0,3
Finanzanlagen 799,7 768,3
808,2 777,6
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 489,7 450,5
Sonstige Wertpapiere 0 3,0
Flüssige Mittel 274,1 407,1
763,8 860,6
Rechnungsabgrenzungsposten, Sonstiges 2,5 5,2
766,3 865,7
Summe Aktiva 1.574,5 1.643,3

PASSIVA | |
Eigenkapital | |
Gezeichnetes Kapital | 177,2 | 88,6
Kapitalrücklage | 67,6 | 156,2
Bilanzgewinn | 577,6 | 501,4
| 822,4 | 746,2
Fremdkapital | |
Rückstellungen | 16,5 | 19,8
Verbindlichkeiten | 735,7 | 877,4
| 752,1 | 897,1
Summe Passiva | 1.574,5 | 1.643,3

RISIKEN UND CHANCEN

Die Dürr AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu den "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" → Seite 81. Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften existieren.

PROGNOSE

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Dürr AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert der "Risiken-, Chancen - und Prognosebericht" > Seite 81. Der vollständige Einzelabschluss der Dürr AG findet sich auf www.durr-group.com im Bereich Investoren/Finanzpublikationen/ Präsentationen.

Bietigheim-Bissingen, 12. März 2019

Dürr Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Carlo Crosetto
Pekka Paasivaara
Dr. Jochen Weyrauch

3.1 - Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  1. Januar bis 31. Dezember 2018 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart

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Tsd. € Anhang 2018 2017 angepasst¹
Umsatzerlöse (8) 3.869.816 3.713.186
Umsatzkosten (9) -3.014.331 -2.856.004
Bruttoergebnis vom Umsatz 855.485 857.182
Vertriebskosten (10) -314.153 -308.892
Allgemeine Verwaltungskosten (11) -177.797 -176.190
Forschungs- und Entwicklungskosten (12) -120.960 -116.718
Sonstige betriebliche Erträge (14) 31.783 77.368
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -40.857 -45.729
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 233.501 287.021
Beteiligungsergebnis (15) 7.117 1.813
Zinsen und ähnliche Erträge (16) 6.570 6.091
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (16) -27.508 -27.664
Ergebnis vor Ertragsteuern 219.680 267.261
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -56.175 -67.643
Ergebnis des Dürr-Konzerns 163.505 199.618
Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 6.452 7.065
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 157.053 192.553
Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 69.202,08 69.202,08
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert)² 2,27 2,78

¹ Die Werte für das Geschäftsjahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
² Das Ergebnis je Aktie bezieht sich auf den Status quo nach der Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 am 22. Juni 2018 und wurde auf der Basis von 69.202.080 Aktien berechnet.

3.2 - Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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Tsd. € Anhang 2018 2017 angepasst¹
Ergebnis des Dürr-Konzerns 163.505 199.618
Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen (28) 5.116 636
darauf entfallende latente Steuern (17) -257 -279
Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (42) -3.350 11.252
darauf entfallende latente Steuern (17) 802 -3.425
Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung - -2.981
Translationseffekte aus der Währungsumrechnung 6.945 -35.265
Translationseffekte aus der Währungsumrechnung at equity bilanzierter Unternehmen 524 -33
Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern 9.780 -30.095
Gesamtergebnis nach Steuern 173.285 169.523
Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 6.371 6.648
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 166.914 162.875

¹ Die Werte für das Geschäftsjahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

3.3 - Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2018 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart

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Tsd. € Anhang 31. Dezember 2018 31. Dezember 2017 angepasst¹ 1. Januar 2017 angepasst¹
AKTIVA
Geschäfts- oder Firmenwerte (18, 44) 446.817 396.551 401.600
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (18, 44) 204.525 196.155 209.533
Sach Anlagen (18, 44) 433.828 408.443 394.577
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18, 44) 19.203 20.180 20.664
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (19, 44) 35.718 30.772 32.726
Übrige Finanzanlagen (19, 44) 10.186 4.393 11.901
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 36.276 10.970 16.878
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 4.291 4.853 4.162
Ertragsteuerforderungen (17) - - 90
Latente Steuern (17) 49.893 35.343 29.786
Sonstige Vermögenswerte (25) 3.568 2.455 3.426
Langfristige Vermögenswerte 1.244.305 1.110.115 1.125.343
Vorräte und geleistete Anzahlungen (20) 535.371 457.635 399.001
Vertragliche Vermögenswerte (21) 478.336 488.418 309.190
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 566.748 522.374 471.796
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 52.443 190.653 117.264
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (24) 655.042 659.911 724.179
Ertragsteuerforderungen (17) 28.151 20.035 22.234
Sonstige Vermögenswerte (25) 54.003 61.441 39.478
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (26) - 978 167.367
Kurzfristige Vermögenswerte 2.370.094 2.401.445 2.250.509
Summe Aktiva Dürr-Konzern 3.614.399 3.511.560 3.375.852

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Tsd. € Anhang 31. Dezember 2018 31. Dezember 2017 angepasst¹ 1. Januar 2017 angepasst¹
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital (27) 177.157 88.579 88.579
Kapitalrücklage (27) 67.318 155.896 155.896
Gewinnrücklagen (27) 771.468 690.417 587.394
Kumuliertes übriges Eigenkapital -38.650 -49.007 -23.653
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 977.293 885.885 808.216
Nicht beherrschende Anteile 14.858 14.637 21.429
Summe Eigenkapital 992.151 900.522 829.645
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (28) 50.084 49.830 51.817
Übrige Rückstellungen (29) 19.058 17.552 17.564
Vertragliche Verbindlichkeiten (30) 2.197 3.828 3.828
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) 967 496 461
Anleihe und Schuldscheindarlehen (32) 597.958 597.285 596.630
Übrige Finanzverbindlichkeiten (32) 12.827 12.564 52.564
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (33) 6.266 7.199 11.034
Ertragsteuerverbindlichkeiten (17, 34) 4.164 6.711 6.711
Latente Steuern (17) 91.949 91.165 101.569
Übrige Verbindlichkeiten (34) 611 628 551
Langfristige Verbindlichkeiten 786.081 787.258 842.729
Übrige Rückstellungen (29) 130.676 151.684 109.533
Vertragliche Verbindlichkeiten (30) 670.795 711.337 648.118
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) 501.403 390.033 345.926
Finanzverbindlichkeiten (32) 12.496 12.746 14.656
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (33) 347.698 382.517 362.929
Ertragsteuerverbindlichkeiten (17, 34) 30.806 43.694 33.573
Übrige Verbindlichkeiten (34) 142.293 131.145 128.835
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (26) - 624 59.908
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.836.167 1.823.780 1.703.478
Summe Passiva Dürr-Konzern 3.614.399 3.511.560 3.375.852

¹ Die Werte für den 31. Dezember 2017 und 1. Januar 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

3.4 - Konzern-Kapitalflussrechnung

der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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Tsd. € Anhang (37) 2018 2017 angepasst¹
Ergebnis vor Ertragsteuern 219.680 267.261
Ertragsteuerzahlungen -92.977 -74.837
Zinsergebnis 20.938 21.573
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -6.844 -3.624
Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen 4.387 2.808
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 93.369 80.695
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -97 -509
Ergebnis aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -61 -22.986
Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 855 -
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -304 -3.079
Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva
Vorräte -58.884 -79.258
Vertragliche Vermögenswerte 28.245 -191.459
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -40.079 -67.031
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 11.724 -26.263
Rückstellungen -29.873 43.654
Vertragliche Verbindlichkeiten -64.240 97.518
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.360 61.777
Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) -6.354 13.966
Sonstige Aktiva und Passiva -571 -425
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 162.274 119.781
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -23.453 -22.420
Erwerb von Sachanlagen -48.409 -65.120
Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten -1 -2.006
Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 2.665 9.502
Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel -103.970 -4.567
Anlage in Termingeldern 138.287 -46.563
Erlöse aus dem Verkauf von zur```markdown
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 634 108.517
Erhaltene Zinseinnahmen 4.098 5.436
Cashflow aus Investitionstätigkeit -30.149 -17.221
Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten -970 795
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -314 -40.987
Zahlungen für Finanzierungsleasing -1.056 -3.071
Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -34.802 -8.355
Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft -76.122 -72.662
Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile -4.689 -4.629
Geleistete Zinsausgaben -16.088 -23.328
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -134.041 -152.237
Einfluss von Wechselkursänderungen -1.767 -14.591
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 467 -
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -3.216 -64.268
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenanfang 659.911 724.179
Zum Periodenende 656.695 659.911
Abzüglich Risikovorsorge gemäß IFRS 9 -1.653 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende (Konzernbilanz) 655.042 659.911

¹ Die Werte für das Geschäftsjahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

3.5 - Konzern-Eigenkapitalspiegel der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Kumuliertes übriges Eigenkapital Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
31. Dezember 2016 88.579 155.896 588.705 -40.698 -8.055 652 809.531 21.429 830.960
Anpassung IFRS 15 - - -1.311 - - - -1.315 - -1.315
1. Januar 2017 88.579 155.896 587.394 -40.698 -8.055 652 808.216 21.429 829.645
Ergebnis - - 192.553 - - - 192.553 7.065 199.618
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 462 7.827 - 8.289 -417 7.872
Gesamtergebnis nach Steuern - - 192.553 462 7.827 - 200.842 6.648 207.490
Dividenden - - -72.662 - - - -72.662 -4.629 -77.291
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -3.648 - - - -3.648 -2.314 -5.962
Übrige Veränderungen - - -13.220 4.312 -22 - -8.896 -6.497 -15.393
31. Dezember 2017 88.579 155.896 690.417 -35.924 -228 630 885.885 14.637 900.522
Anpassung IFRS 9 - - 1.146 - - - 1.146 -73 1.073
1. Januar 2018 88.579 155.896 691.563 -35.924 -228 630 887.031 14.564 901.595
Ergebnis - - 157.053 - - - 157.053 6.452 163.505
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 4.864 -2.548 - 2.316 -81 2.235
Gesamtergebnis nach Steuern - - 157.053 4.864 -2.548 - 159.369 6.371 165.740
Kapitalerhöhung Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln 88.578 -88.578 - - - - - - -
Dividenden - - -76.122 - - - -76.122 -4.689 -80.811
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -530 - - - -530 -1.427 -1.957
Übrige Veränderungen - - -496 518 -22 - 2 39 41
31. Dezember 2018 177.157 67.318 771.468 -30.542 -2.776 608 977.293 14.858 992.151

3.5 - Konzern-Eigenkapitalspiegel der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2018 (Fortsetzung)

Tsd. € Kumuliertes übriges Eigenkapital Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Kumuliertes übriges Eigenkapital Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Währungsumrechnung Kumuliertes übriges Eigenkapital Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
31. Dezember 2016 -40.698 -8.055 24.452 -23.649 809.531 21.429 830.960
Anpassung IFRS 15 - - -4 -4 -1.315 - -1.315
1. Januar 2017 -40.698 -8.055 24.448 -23.653 808.216 21.429 829.645
Ergebnis - - - - 192.553 7.065 199.618
Kumuliertes übriges Eigenkapital 462 7.827 -37.967 -29.678 -29.678 -417 -30.095
Gesamtergebnis nach Steuern 462 7.827 -37.967 -29.678 162.875 6.648 169.523
Dividenden - - - - -72.662 -4.629 -77.291
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - - -3.648 -2.314 -5.962
Übrige Veränderungen 4.312 -22 34 4.324 -8.896 -6.497 -15.393
31. Dezember 2017 -35.924 -228 -13.485 -49.007 885.885 14.637 900.522
Anpassung IFRS 9 - - - - 1.146 -73 1.073
1. Januar 2018 -35.924 -228 -13.485 -49.007 887.031 14.564 901.595
Ergebnis - - - - 157.053 6.452 163.505
Kumuliertes übriges Eigenkapital 4.864 -2.548 7.545 9.861 9.861 -81 9.780
Gesamtergebnis nach Steuern 4.864 -2.548 7.545 9.861 166.914 6.371 173.285
Kapitalerhöhung Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln - - - - - - -
Dividenden - - - - -76.122 -4.689 -80.811
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - - -530 -1.427 -1.957
Übrige Veränderungen 518 -22 - 496 39 39 78
31. Dezember 2018 -30.542 -2.776 -5.940 -38.650 977.293 14.858 992.151

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

Grundlagen und Methoden

1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Das Unternehmen

Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern, der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht der Konzern an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt vor allem Anlagen zur Abluftreinigung. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards angewandt, die für das Geschäftsjahr 2018 erstmals verpflichtend anzuwenden waren.

→ Tabelle 3.6 ― IFRS 9 "Finanzinstrumente" regelt Ansatz und Bewertung, Wertminderung, Ausbuchung und die Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu. Während der Dürr-Konzern die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie zur Wertminderung zum 1. Januar 2018 eingeführt hat, wird der Konzern die neuen Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung zu einem späteren Zeitpunkt anwenden. Im Umstellungszeitpunkt erhöhten sich die Aktiva um 1.743 Tsd. €. Dies resultiert aus einem Rückgang um 4.713 Tsd. € aus der Anwendung des Modells der erwarteten Verluste und einer Erhöhung um 6.456 Tsd. € aus der Anwendung neuer Klassifizierungsvorschriften. Die Anpassungseffekte der neuen Wertminderungsvorschriften ergaben sich bei den vertraglichen Vermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die Auswirkungen der neuen Klassifizierungsvorschriften betrafen im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen. Im Rahmen der Einführung hat der Dürr-Konzern von Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht und Vergleichsperioden nicht angepasst. Vergangene Perioden sind daher nur eingeschränkt mit dem vorliegenden Geschäftsjahr vergleichbar. Eine Überleitung aller betroffenen Positionen in der Bilanz ist unter → Textziffer 6 dargestellt.

3.6 - ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN AUS DER ANWENDUNG NEUER UND ÜBERARBEITETER STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Standard/Interpretation Erstmalige Anwendung¹ Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf den Dürr-Konzern
NEUE STANDARDS
IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2018 Ja Von Bedeutung
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" in der Fassung mit den Klarstellungen vom April 2016 1. Januar 2018 Ja Von Bedeutung
GEÄNDERTE STANDARDS/INTERPRETATIONEN
IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" - Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen 1. Januar 2018 Ja Keine
IFRS 4 "Versicherungsverträge" - Anwendung von IFRS 9 mit IFRS 4 1. Januar 2018 Ja Keine
IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" - Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1. Januar 2018 Ja Keine
IFRIC 22 "Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen" 1. Januar 2018 Ja Unwesentlich
Jährlicher Verbesserungsprozess 2014 - 2016 (IFRS 1 und IAS 28) 1. Januar 2018 Ja Keine

¹ Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum beginnen.

3.7 - VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN SOWIE ÜBERARBEITUNG DES RAHMENKONZEPTS

Standard/Interpretation Erstmalige Anwendung¹ Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf den Dürr-Konzern
NEUE STANDARDS
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 1. Januar 2019 Ja Von Bedeutung
IFRS 17 "Versicherungsverträge" 1. Januar 2021 Nein Unwesentlich
GEÄNDERTE STANDARDS/INTERPRETATIONEN/RAHMENKONZEPT
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" 1. Januar 2020 Nein Unwesentlich
IFRS 9 "Finanzinstrumente" - Rückzahlungsklauseln mit negativer Ausgleichszahlung 1. Januar 2019 Ja Unwesentlich
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" - Definition des Begriffs wesentlich 1. Januar 2020 Nein Keine
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" - Planänderung, Plankürzung oder Planabgeltung 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" 1. Januar 2019 Ja Keine
IFRIC 23 "Unsicherheiten bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung" 1. Januar 2019 Ja Unwesentlich
Jährlicher Verbesserungsprozess 2015 - 2017 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich
Überarbeitetes Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung und Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards
```# Januar 2020

Nein Unwesentlich

1 Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum beginnen.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" in der Fassung mit den Klarstellungen vom April 2016: Der Standard regelt die Grundprinzipien für die Umsatzlegung aus Kundenverträgen. IFRS 15 gibt im Rahmen eines Fünf-Stufen-Modells vor, wie Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu realisieren sind. Es wird bestimmt, dass Umsatzerlöse realisiert werden, wenn der Kunde Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen erlangt. Dies kann zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen. Außerdem enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben.

Die Änderung der Rechnungslegungsmethoden zur Umsatzrealisierung erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 15. Der Dürr-Konzern hat sich im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit für eine rückwirkende Anwendung der geänderten Rechnungslegungsmethoden auf alle im Konzernabschluss dargestellten Geschäftsjahre entschieden. Rückwirkende Anwendung der geänderten Rechnungslegungsmethoden bedeutet, dass die Vergleichsperiode so dargestellt wird, als ob der Konzern diese Rechnungslegungsmethode stets angewandt hätte.

Die Umstellung zum 1. Januar 2017 minderte das Eigenkapital des Konzerns in Höhe von 1.315 Tsd. €. Zudem ergab sich ein Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von 27.329 Tsd. €, dies entspricht 0,82 %. Für die angepassten Werte des Geschäftsjahres 2017 ergibt sich folgendes Bild: Der Umsatz reduzierte sich um 2.236 Tsd. €, das Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) um 2.594 Tsd. € und das Eigenkapital um 3.172 Tsd. €. Eine Überleitung aller betroffenen Positionen sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung ist unter → Textziffer 6 dargestellt.

Im Folgenden werden neue, noch nicht angewandte Standards oder Änderungen von Standards erläutert, die für den Konzernabschluss der Gesellschaft von Bedeutung sind. →Tabelle 3.7

IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Der neue Standard zur Leasingbilanzierung ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Die wesentlichen Neuerungen des Standards betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Künftig wird der Leasingnehmer nicht mehr zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterscheiden, sondern die meisten Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und die damit verbundenen Verpflichtungen als Verbindlichkeiten bilanziell erfassen. Für Leasinggeber hingegen gibt es lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17.

Der Dürr-Konzern hat ein Projekt zur konzernweiten Einführung des IFRS 16 aufgesetzt, in dessen Rahmen die wesentlichen Leasingverträge analysiert wurden. Dabei wurde festgestellt, dass ein wesentlicher Umstellungseffekt aus den vom Dürr-Konzern geleasten Immobilien resultiert, die unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert werden und unter IFRS 16 in der Bilanz ausgewiesen werden.

Der Dürr-Konzern hat sich bei der Wahl der Erstanwendung für die modifiziert retrospektive Erstanwendung entschieden. Demzufolge werden die Umstellungseffekte erfolgsneutral als Anpassung gegen die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 gebucht werden. Eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen wird daher nur eingeschränkt möglich sein. Im Zuge der Erstanwendung wird der Dürr-Konzern die Vereinfachungsregelung nutzen und IFRS 16 auf Leasingverträge anwenden, die bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen wurden und gemäß IAS 17 und IFRIC 4 ein Leasingverhältnis enthalten. Des Weiteren werden Leasingverträge, die 2019 auslaufen, weiterhin nur im Aufwand berichtet. Ferner wird der Konzern von den Anwendungserleichterungen für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse Gebrauch machen.

Derzeit läuft die finale Berechnung der Umstellungseffekte für die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019. Daher werden die vorläufigen Effekte aus der Erstanwendung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt bewertet:

― Die Leasingverbindlichkeiten werden voraussichtlich in einer Spanne von 90 Mio. € bis zu 110 Mio. € ansteigen. Gleichermaßen ist mit einem Anstieg des Anlagevermögens zu rechnen, sodass der Dürr-Konzern derzeit mit einem Anstieg der Bilanzsumme von 2,5 % bis 3,0 % rechnet.
― Da die Leasingverbindlichkeiten einen Teil der Finanzverbindlichkeiten darstellen, wird sich der Nettofinanzstatus voraussichtlich um 90 Mio. € bis zu 110 Mio. € verringern. Aufgrund der Bilanzverlängerung sinkt die Eigenkapitalquote um rund 0,7 Prozentpunkte.
― Zukünftig beeinflusst IFRS 16 die Art der Aufwendungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung des Dürr-Konzerns. Anstelle eines Aufwandes für Operating-Leasingverhältnisse werden die Abschreibung des Nutzungsrechts sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst. Aufgrund dieser Änderungen geht der Dürr-Konzern derzeit davon aus, dass sich das EBIT im unteren einstelligen Millionenbereich verbessern wird.
― Die Tilgung der Leasingverbindlichkeit und die Auszahlungen im Zusammenhang mit den Zinsanteilen, die auf die Leasingverbindlichkeit entfallen, stellen künftig Cashflows aus Finanzierungstätigkeit dar. Daher wird sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit künftig verschlechtern. Gleichermaßen wird sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbessern, da die bisherigen Leasingaufwendungen aus dem Operating Leasing bisher vollständig Bestandteil des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit waren.

Der neue Standard führt außerdem zu einer Zunahme an qualitativen und quantitativen Anhangangaben zu Leasingverhältnissen. Für Angaben zu den Verpflichtungen aus Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen verweisen wir auf → Textziffer 41.

Der Konzern hat Standards und IFRIC-Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt. Der Dürr-Konzern beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu berücksichtigen. Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt. Der Abschluss vermittelt damit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Cashflows des Konzerns.

Das Geschäftsjahr des Dürr-Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts Anderes vermerkt ist. Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich mit historischen beziehungsweise fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Ausnahmen bilden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente, sonstige Beteiligungen, sonstige kurzfristige Wertpapiere sowie finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral beziehungsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. Daneben werden Verpflichtungen aus Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile, Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten und Verpflichtungen aus anteilsbasierter Vergütung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als kurzfristig behandelt, sofern sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Innerhalb der Bilanz erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristig. Abweichend hiervon werden im Konzernanhang Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren als mittelfristig, bei einer Restlaufzeit von über fünf Jahren als langfristig ausgewiesen.

2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlage für den Abschluss des Dürr-Konzerns sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2018 erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften IFRS-Abschlüsse der Dürr AG sowie ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften und at equity bilanzierten Unternehmen. Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten gehen vollständig zum Anschaffungszeitpunkt in die Konzernbilanz ein, dabei werden stille Reserven und Lasten berücksichtigt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zwischen der Erfassung des beteiligungsproportionalen Geschäfts- oder Firmenwerts (Purchased-Goodwill-Methode) und der Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full-Goodwill-Methode) vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Der Dürr-Konzern prüft für jeden einzelnen Unternehmenserwerb, welche Methode zur Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts angewandt wird. Zur Ausübung des Wahlrechts bei einzelnen Unternehmenserwerben verweisen wir auf → Textziffer 18. Anteilsveränderungen bei Tochtergesellschaften, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung erhöht oder vermindert, werden als erfolgsneutrale Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen sowie Zu- und Abflüsse an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.# 3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei vier Gesellschaften hat der Dürr-Konzern aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl der Konzern nur jeweils 50 % der Anteile beziehungsweise 50% oder weniger der Stimmrechte der Gesellschaft besitzt. Bei zwei der Gesellschaften kann der Konzern bei Stimmrechtsgleichheit die Entscheidung herbeiführen, bei den beiden anderen Gesellschaften hat der Dürr-Konzern die operative Führung. Darüber hinaus bezieht der Dürr-Konzern ein strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss mit ein. Der Konzern steuert die variablen Rückflüsse der Gesellschaft, ohne im Besitz der Anteile zu sein. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn der Dürr-Konzern die Beherrschung über die Gesellschaft verliert.

Strukturierte Unternehmen

Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich häufig durch beschränkte Tätigkeiten und einen engen und genau definierten Zweck aus. Ein wesentliches Merkmal ist dabei, dass Stimmrechte keine wesentliche Auswirkung auf die Rückflüsse aus diesem Unternehmen haben. Die Möglichkeit der Beherrschung resultiert nicht aus der Mehrheit am Kapital oder an den Stimmrechten, sondern aus vertraglichen Vereinbarungen. Bei dem konsolidierten strukturierten Unternehmen im Dürr-Konzern handelt es sich um eine Leasing-Objektgesellschaft, die Immobilien am Standort Bietigheim-Bissingen besitzt. Der Konzern ist sowohl Mieter dieser Immobilien als auch Darlehensgeber der Gesellschaft, hält jedoch keine Anteile an diesem Unternehmen. Verpflichtungen zur finanziellen Unterstützung bestehen nicht, das Darlehen ist durch eine auf den Dürr-Konzern lautende Grundschuld besichert.

At equity bilanzierte Unternehmen

Unternehmen, auf die der Dürr-Konzern maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), sowie Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% angenommen. Assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht. Bei Stimmrechtsanteilen unter 20% werden in der Regel Anteile an Gesellschaften unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.

3.8 - ANZAHL GESELLSCHAFTEN

31.12.2018 31.12.2017
VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
Inland 30 30
Ausland 104 80
134 110
AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN
Inland - 2
Ausland 2 2
2 4
SONSTIGE BETEILIGUNGEN
Inland 3 3
Ausland 2 2
5 5

Der Konzernabschluss enthält 15 (Vorjahr: 13) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen vier Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgründen nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. Ihr Umsatzbeitrag am gesamten Konzernumsatz, der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis (vor Steuern) sowie der Beitrag des Eigenkapitals zum Konzerneigenkapital betragen weniger als 0,05 %. Aufgrund der Unternehmensgröße, des Umsatzbeitrags, der Komplexität und der geringfügigen Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften resultieren für den Konzern hieraus keine Risiken.

4. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

3.9 - ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN

Gesellschaft Anteil am Kapital¹ Mit Wirkung zum Art des Anteilserwerbs Anmerkung
HOMAG Equipment Machinery Trading LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate 49,0 % 1. Januar 2018 Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft
HOMAG Arabia FZE, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate 100,0 % 1. Januar 2018 Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft
CPM DO PERNAMBUCO MANUTENCÄO DE MAQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA., Goiana/Brasilien 50,5 % 20. Juni 2018 Gründung
HOMAG VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100,0 % 30. Juli 2018 Gründung
Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Durr MEGTEC LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Dürr Universal Europe Ltd., Hinckley/Großbritannien 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Durr Universal Inc., Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Dürr Universal S. de R.L. de C.V., San Luis Potosi/Mexiko 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Energy & Environmental LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Environmental Limited, Standish/Großbritannien 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC IEPG BV, Amsterdam/Niederlande 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC India Holdings LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Systems AB, Göteborg/Schweden 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Systems Australia Inc., Wilmington, Delaware/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Systems India Private Ltd., Pune/Indien 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Systems S.A.S., Lisses/Frankreich 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Systems Shanghai Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Thermal Energy & Environmental (Shanghai) Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Turbosonic Inc., Waterloo/Kanada 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MEGTEC Turbosonic Technologies Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MTS Asia Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
MTS Environmental GmbH, Maintal/Deutschland 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Universal Acoustic & Emission Technologies Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Universal Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition in Liquidation
Universal AET Holdings, LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Universal Silencer (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Universal Silencer Mexico II LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
Universal Silencer Mexico LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 % 5. Oktober 2018 Akquisition
DURR VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100,0 % 20. Dezember 2018 Gründung

¹ quotal durchgerechnet

3.10 - ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN

Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung
Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H. in Liqui., Wien/Österreich 21. Juni 2018 Schließung
E&P Turbo Ltd., Aldermaston/Großbritannien 21. August 2018 Schließung
HOMAG Machinery Bangalore Private Limited, Bangalore/Indien 31.

5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" in Euro. Bei der überwiegenden Anzahl der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. In den Einzelabschlüssen der Dürr AG und ihrer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bewertet; laufende Geschäftsvorfälle werden zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für eine betragsmäßige Darstellung der erfolgswirksamen Kursgewinne und -verluste wird auf die → Textziffern 9 und 14 verwiesen. In den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschatten werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Kurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die aus Akquisitionen aufgedeckten stillen Reserven werden in der funktionalen Währung der erworbenen Gesellschaft bilanziert. Bei den unterjährig erstkonsolidierten Gesellschaften wurde ein angepasster Durchschnittskurs verwendet.

3.11 - MASSGEBENDE WECHSELKURSE

Stichtagskurs im Verhältnis zu einem Euro 31.12.2018 31.12.2017 Durchschnittskurs 2018 2017
Brasilianischer Real (BRL) 4,4449 3,9707 4,3244 3,6406
Britisches Pfund (GBP) 0,8971 0,8874 0,8862 0,8764
Chinesischer Renminbi (CNY) 7,8600 7,8327 7,8167 7,6614
Dänische Krone (DKK) 7,4675 7,4453 7,4533 7,4389
Indische Rupie (INR) 79,9088 76,5603 80,6401 73,8182
Koreanischer Won (KRW) 1.276,9371 1.276,3339 1.295,4805 1.275,0855
Mexikanischer Peso (MXN) 22,5196 23,6070 22,6299 21,4141
Schweizer Franken (CHF) 1,1266 1,1693 1,1515 1,1161
US-Dollar (USD) 1,1453 1,1988 1,1792 1,1371

6. ANPASSUNG DER WERTE IN BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.12 - ÜBERLEITUNG DER BETROFFENEN BILANZPOSITIONEN ZUM 1. JANUAR 2017

Tsd. € 31. Dezember 2016 berichtet Anpassungen IFRS 15 Umgliederungen 1. Januar 2017 angepasst
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 1.125.295 48 - 1.125.343
Latente Steuern 29.891 -105 - 29.786
Sonstige Vermögenswerte 527 153 2.746 3.426
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 2.746 - -2.746 -
Kurzfristige Vermögenswerte 2.223.228 27.281 - 2.250.509
Vorräte und geleistete Anzahlungen 381.056 17.945 - 399.001
Vertragliche Vermögenswerte - 309.190 - 309.190
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 779.420 -307.624 - 471.796
Sonstige Vermögenswerte 26.972 7.623 4.883 39.478
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 4.883 - -4.883 -
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 167.220 147 - 167.367
Summe Aktiva 3.348.523 27.329 - 3.375.852
PASSIVA
Summe Eigenkapital 830.960 -1.315 - 829.645
Langfristige Schulden 843.323 -594 - 842.729
Vertragliche Verbindlichkeiten - 3.828 - 3.828
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.136 -3.675 - 461
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.944 - 4.090 11.034
Latente Steuern 102.316 -747 - 101.569
Sonstige Verbindlichkeiten 4.603 - -4.052 551
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 38 - -38 -
Kurzfristige Schulden 1.674.240 29.238 - 1.703.478
Übrige Rückstellungen 95.686 13.847 - 109.533
Vertragliche Verbindlichkeiten - 648.118 - 648.118
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 978.338 -632.878 466 345.926
Finanzverbindlichkeiten 5.339 - 9.317 14.656
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 283.215 -757 80.471 362.929
Sonstige Verbindlichkeiten 216.253 908 -88.326 128.835
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.928 - -1.928 -
Summe Passiva 3.348.523 27.329 - 3.375.852

3.13 - ÜBERLEITUNG DER BETROFFENEN BILANZPOSITIONEN ZUM 31. DEZEMBER 2017 UND 1. JANUAR 2018

Tsd. € 31. Dezember 2017 berichtet Anpassungen IFRS 15 Umgliederungen 31. Dezember 2017 angepasst Anpassungen IFRS 9 1. Januar 2018
AKTIVA :----------------- :------------
Langfristige Vermögenswerte 1.108.977 1.138 - 1.110.115 6.320 1.116.435
Übrige Finanzanlagen 4.393 - - 4.393 6.402 10.795
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.970 - - 10.970 -55 10.915
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.853 - - 4.853 -27 4.826
Latente Steuern 34.440 903 - 35.343 - 35.343
Sonstige Vermögenswerte 467 235 1.753 2.455 - 2.455
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.753 - -1.753 - - -
Kurzfristige Vermögenswerte 2.302.781 98.664 - 2.401.445 -4.577 2.396.868
Vorräte und geleistete Anzahlungen 437.658 19.977 - 457.635 - 457.635
Vertragliche Vermögenswerte - 488.418 - 488.418 -1.365 487.053
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 941.086 -418.712 - 522.374 -2.222 520.152
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 190.653 - - 190.653 -184 190.469
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 - - 659.911 -806 659.105
Sonstige Vermögenswerte 45.300 8.981 7.160 61.441 - 61.441
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 7.160 - -7.160 - - -
Summe Aktiva 3.411.758 99.802 - 3.511.560 1.743 3.513.303
PASSIVA
Summe Eigenkapital 903.694 -3.172 - 900.522 1.073 901.595
Langfristige Schulden 787.492 -234 - 787.258 514 787.772
Vertragliche Verbindlichkeiten - 3.828 - 3.828 - 3.828
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.089 -3.593 - 496 - 496
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.801 - 4.398 7.199 1.699 8.898
Latente Steuern 91.634 -469 - 91.165 -1.185 89.980
Sonstige Verbindlichkeiten 4.916 - -4.288 628 - 628
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 110 - -110 - - -
Kurzfristige Schulden 1.720.572 103.208 - 1.823.780 156 1.823.936
Übrige Rückstellungen 126.359 25.325 - 151.684 156 151.840
Vertragliche Verbindlichkeiten - 711.337 - 711.337 - 711.337
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.023.035 -633.454 452 390.033 - 390.033
Finanzverbindlichkeiten 3.383 - 9.363 12.746 - 12.746
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 298.488 - 84.029 382.517 - 382.517
Sonstige Verbindlichkeiten 221.572 - -90.427 131.145 - 131.145
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 3.417 - -3.417 - - -
Summe Passiva 3.411.758 99.802 - 3.511.560 1.743 3.513.303

Erläuterungen zu den Anpassungen der Bilanzpositionen

Übrige Finanzanlagen
Der Dürr-Konzern klassifiziert seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgswirksam oder als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Im Rahmen der Einführung von IFRS 9 wurde eine Beteiligung, die bisher in der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gehalten wurde, in die Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert umgegliedert. Diese Änderung wirkte sich werterhöhend auf die übrigen Finanzanlagen in Höhe von 6.402 Tsd. € aus. Weitere Informationen zu dieser Umklassifizierung finden sich in Tabelle 3.15.

Vorräte und geleistete Anzahlungen
Für Maschinentypen mit alternativer Nutzungsmöglichkeit war eine Umstellung auf die zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung erforderlich. Folge sind die zeitliche verzögerte Ertragserfassung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise und damit verbunden ein Anstieg der Vorräte.

Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die Nettosumme der separat ausgewiesenen vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterscheidet sich von der Nettosumme der aus den Forderungen und Verbindlichkeiten ausgegliederten Beträge, da drohende Verluste aus Aufträgen nach dem Übergang auf IFRS 15 stets separat als Rückstellungen ausgewiesen werden. Bei der Anwendung von IAS 11 "Fertigungsaufträge" wurden drohende Verluste hingegen mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert. Darüber hinaus werden Anzahlungen nun bereits bei Fälligkeit als Forderung erfasst und nicht - wie bislang - erst bei Geldeingang. In der Eröffnungsbilanz am 1. Januar 2018 wurden gemäß der Anwendung des Modells der erwarteten Verluste erstmalig Wertberichtigungen auf die vertraglichen Vermögenswerte in Höhe von 1.365 Tsd. € gebildet. Weitere Informationen zu den neuen Wertberichtigungen finden sich unter → Textziffer 7.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (L&L)
Forderungen aus L&L stellen nach IFRS 15 einen unbedingten Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung dar. Dementsprechend sind sie separat von den vertraglichen Vermögenswerten darzustellen, wodurch sich die Forderungen aus L&L im Vergleich zum vorherigen Ausweis verringern. Die Verbindlichkeiten aus L&L reduzieren sich um die Verpflichtungen gegenüber Kunden, die die Ansprüche des Dürr-Konzerns aus dem jeweiligen Vertrag übersteigen. Diese werden jetzt als vertragliche Verbindlichkeiten ausgewiesen. Durch die Anwendung des Modells der erwarteten Verluste im Rahmen des IFRS 9 erhöhten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L von 15.882 Tsd. € am 31. Dezember 2017 um 2.277 Tsd. € auf den kumulierten Eröffnungsbilanzwert zum 1. Januar 2018 von 18.159 Tsd. €.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Erstanwendung des IFRS 9 reduzierte die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.017 Tsd. €. Davon entfallen auf die erstmalige Anwendung des neuen Wertminderungsmodells 1.071 Tsd. €. Gegenläufig wirkte sich eine Umklassifizierung in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 54 Tsd. € aus.Sonstige Vermögenswerte Vertriebsprovisionen, die im Rahmen der Vertragsanbahnung entstanden sind, werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Übrige Rückstellungen Der Anstieg der übrigen Rückstellungen ist dem Bruttoausweis der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften geschuldet. Bislang wurden letztere mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen verrechnet. Gemäß IFRS 9 wurden die übrigen Rückstellungen in Höhe von 156 Tsd. € angepasst. Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 hatte keine Auswirkungen auf die Cashflows oder auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Dürr-Konzerns. Jedoch haben die Standards Auswirkungen auf die Darstellung der Kapitalflussrechnung. Umgliederungen Zusammen mit der Erstanwendung von IFRS 15 und IFRS 9 wurde der Ausweis weiterer Bilanzpositionen geändert, mit dem Ziel einer besseren Darstellung für den Abschlussadressaten. Hierzu gehören im Wesentlichen die Umgliederung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus den übrigen Verbindlichkeiten in die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Erfassung von Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen in den Finanzverbindlichkeiten anstatt in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Des Weiteren werden die aktiven beziehungsweise passiven Rechnungsabgrenzungsposten jetzt als Teil der sonstigen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gezeigt. Weitere Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen sind unter → Textziffer 7 "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" aufgeführt.

3.14 - IFRS 15 - ÜBERLEITUNG DER GEWINN- UND VERLUSTPOSITIONEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2017

Tsd. €

2017 berichtet Anpassungen IFRS 15 2017 angepasst
Umsatzerlöse 3.715.422 -2.236 3.713.186
davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft 945.946 1.069 947.015
Umsatzkosten -2.857.121 1.117 -2.856.004
Bruttoergebnis vom Umsatz 858.301 -1.119 857.182
Funktions- und sonstige Kosten -568.686 -1.475 -570.161
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 289.615 -2.594 287.021
Finanzergebnis -19.760 - -19.760
Ergebnis vor Ertragsteuern 269.855 -2.594 267.261
Ertragsteuern -68.389 746 -67.643
Ergebnis des Dürr-Konzerns 201.466 -1.848 199.618
davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 7.065 - 7.065
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 194.401 -1.848 192.553
Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 69.202,08 - 69.202,08
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert)¹ 2,81 -0,03 2,78

¹ Zur besseren Vergleichbarkeit bezieht sich das Ergebnis je Aktie auf den Status quo nach der Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 am 22. Juni 2018.

Nach der Umstellung auf IFRS 15 erfasst der Dürr-Konzern seine Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Standardmaschinen, Ersatzteilen und sonstigen Gütern sowie aus der Erbringung von bestimmten Service-Leistungen zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Kunden. Die Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultierten vorrangig aus der Umstellung auf die zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung aufgrund von vorhandenem Alternativnutzen für bestimmte Maschinentypen und für Ersatzteilpakete. Umsätze aus dem Service-Geschäft konnten im Zuge der Umstellung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfasst werden. Die Aktivierung von Kosten für Vertriebsprovisionen bei Vertragsabschluss erfolgt mit anschließender Abschreibung und eventueller Wertberichtigung in den Vertriebskosten.

Aus der Anwendung der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 resultierte eine Umklassifizierung der bisher als bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen in die Bewertungskategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, die mit einer Erhöhung des Buchwerts um 54 Tsd. € verbunden war. Daneben wurden die Eigenkapitalinstrumente in der Position übrige Finanzanlagen in die Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam beziehungsweise erfolgsneutral umgegliedert. Durch die neuen Klassifizierungsvorschriften resultierte eine Aufwertung der Eigenkapitalinstrumente um 6.402 Tsd. €. Ein damit zusammenhängendes Derivat erhöhte die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 1.699 Tsd. €. Abgesehen vom Eigenkapital, latenten Steuern und den Rückstellungen ergaben sich für die übrigen Positionen der Passiva durch die Einführung des IFRS 9 keine Änderungen.

3.15 - IFRS 9 - ÄNDERUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN DER FINANZIJELLEN VERMÖGENSWERTE

Tsd. €

Bisheriger Wertansatz Bewertungskategorie IAS 39 Buchwert 31. Dez. 2017 angepasst¹ Bewertungskategorie IFRS 9 Buchwert 1. Jan. 2018
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten 659.911 Kredite und Forderungen 659.105
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Forderungen aus L&L gegen Dritte Fortgeführte Anschaffungskosten 524.187 Kredite und Forderungen 521.962
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen Fortgeführte Anschaffungskosten 9.157 Kredite und Forderungen 9.105
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstige originäre Finanzinstrumente Fortgeführte Anschaffungskosten 167.069 Kredite und Forderungen 166.804
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) 19.513 Finanzielle Vermögenswerte 6
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) 19.507
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen Fortgeführte Anschaffungskosten 2.996 Finanzielle Vermögenswerte 3.050
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten 4.393 Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2.437
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 8.358
Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) 496 Finanzielle Vermögenswerte 496
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Derivate mit Hedge-Beziehung Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) 4.436 Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 4.436
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) 996

¹ Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

7. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Umsatzrealisierung nach IFRS 15

Der Dürr-Konzern erwirtschaftet seine Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus der Erstellung und Lieferung von kundenspezifischen Anlagen und Maschinen. Bei diesen Aufträgen werden die Umsatzerlöse und die geplante Bruttomarge nach der Percentage -of-Completion-Methode (POC-Methode) entsprechend des Fertigstellungsgrads eines Auftrags über den Leistungszeitraum realisiert. Die Kriterien des IFRS 15 hierfür sind: Der erstellte Vermögenswert weist keine alternative Nutzungsmöglichkeit auf und gleichzeitig hat der Konzern einen rechtlich durchsetzbaren Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Leistungen. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags (Cost-to-Cost-Methode). Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten systematisch erfasst und damit die Ergebnisse über den Zeitraum, über den die Verfügungsgewalt, das Gut oder die Dienstleistung übertragen wird, periodengerecht realisiert.

Kundenzahlungen sind vertraglich vereinbart und orientieren sich am Projektfortschritt und an festgelegten Meilensteinen. Somit ist sichergestellt, dass Kundenzahlungen und Leistungsfortschritt zeitlich nicht weit auseinanderfallen. Der Konzern kam zum Schluss, dass die input-basierte Methode am besten geeignet ist den Fertigstellungsgrad zu ermitteln, da der Konzern von IT-gestützten Berechnungsverfahren Gebrauch macht und mit einem divisionspezifischen Projektcontrolling verlässlich die Plankosten schätzt und die Gesamtkosten überwacht.

Solange bei Aufträgen eine verlässliche Schätzung des Leistungsfortschritts weder auf Basis von Output-Faktoren noch auf Basis von Input-Faktoren möglich ist, wird die Zero-Profit-Methode (ZP-Methode) angewandt, sofern davon ausgegangen werden kann, dass der Dürr-Konzern die bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung angefallenen Kosten wieder einbringen kann. Bei dieser Methode werden Umsatzerlöse und zugehörige Kosten in gleicher Höhe realisiert, bis eine verlässliche Schätzung der Fortschrittsmessung möglich ist. Die Bruttomarge wird damit zumindest teilweise erst in einer späteren Phase des Auftrags nachgeholt und erfolgswirksam.

Der andere Teil der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden wird sowohl aus dem Verkauf von Standardmaschinen, Ersatzteilen und sonstigen Gütern als auch der Erbringung von Service-Leistungen generiert. Diese Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem der Kunde die Kontrolle über den zugesagten Vermögenswert erlangt. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, zu dem die Maschine an den Kunden geliefert wird und er somit Eigentum darüber erlangt oder die Abnahme erfolgt ist. Dienstleistungen werden erbracht und mit ihrer Erfüllung als Umsatz verbucht. Bei Standardmaschinen und Ersatzteilen erfolgt die Kundenzahlung nach Rechnungsstellung, die je nach Vertragsausgestaltung im Anschluss an die Lieferung oder die Abnahme erfolgt. Hier werden ebenfalls Abschlagszahlungen an den Kunden gestellt.# Leistungsverpflichtungen
Der Konzern unterteilt seine Verträge mit Kunden in Leistungsverpflichtungen und unterscheidet dabei gemäß den Vertragsbedingungen nach Leistungsverpflichtungen, die entweder zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfüllt werden. Die Kundenverträge werden auf separierbare Leistungsverpflichtungen analysiert. Neben der Leistungsverpflichtung, eine Maschine oder eine Anlage für den Kunden zu erstellen, liegen in den Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems vor allem Ersatzteilpakete und Teilumbauten als separierbare Leistungsverpflichtungen vor. Bei den Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems spielen vorrangig die Montage und Inbetriebnahme als eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen eine Rolle.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, selbsterstellte Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenbeziehungen, Aufträge und erworbenes technologisches Know-how. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert. Neben anderen Kriterien muss mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich sein; zudem müssen die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmbar sein. Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Amortisation von immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgt planmäßig linear über die Nutzungsdauer, soweit keine außerplanmäßige Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird einmal jährlich überprüft, ob die Ereignisse und Umstände die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Nutzungsdauer von unbestimmt auf bestimmt als Schätzungsänderung gemäß IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" prospektiv bilanziert. Ebenfalls einmal jährlich oder wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird auf Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer geprüft. Neben Geschäfts- oder Firmenwerten werden im Dürr-Konzern Markennamen als weitere immaterielle Vermögenswerte mit zumeist unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Die Werthaltigkeit dieser Markennamen wird jährlich im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Die Markennamen sind - wie die Geschäfts- oder Firmenwerte - Teil des zugeordneten Nettovermögens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Konzern werden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nur unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert. Danach müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllt sein:
― technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf,
― Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils aus der Nutzung des Vermögenswerts,
― Fähigkeit, die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewerten zu können.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten ab dem Zeitpunkt, an dem die Ansatzkriterien erstmals erfüllt werden. Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten ausgewiesen.

3.16 - NUTZUNGSDAUERN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE (GESCHÄTZT)

Jahre
Markennamen mit bestimmter Nutzungsdauer (DUALIS, MEGTEC, Universal)
Aktivierte Entwicklungskosten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
Kundenbeziehungen
Technologisches Know-how
Übrige Markennamen
Geschäfts- oder Firmenwerte

Weitere Informationen zu den Markennamen enthält → Textziffer 18.

Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses.

3.17 - NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN (GESCHÄTZT)

Jahre
EDV-Hardware
Maschinen und Ausrüstungen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Gebäude, Erbbaurechte, Um- und Einbauten
Grundstücke

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Sachanlagen enthalten größere Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen. Bei verkauften und verschrotteten Anlagegütern werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immobilien werden den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses mit einer anderen Partei belegt wird. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Der Buchwert enthält die Kosten für Ersatzinvestitionen einer bestehenden, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum Zeitpunkt des Anfalls dieser Kosten, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der täglichen Instandhaltung dieser Immobilien. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst.

Wertminderungsprüfung immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen

Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Bei den weiteren immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, das heißt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht erzielbar ist. Überwiegend fremdvermietete, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, ermittelt. Für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechen die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Bereichen innerhalb der Divisions des Dürr-Konzerns aufgrund der internen Berichtsstrukturen. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Frühere Wertminderungen werden erfolgswirksam revidiert, soweit sie nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Die Wertaufholung beziehungsweise die Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht vorgenommen werden. Weitere Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen finden sich unter → Textziffer 18.

Leasingvereinbarungen

Mehrere Gesellschaften des Dürr-Konzerns sind Leasingnehmer von Grundstücken, Bauten sowie Maschinen und technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software. Die Mehrheit der Leasingverträge wird als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.# Dürr AG

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, führen zur Aktivierung des Leasingvermögenswerts zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Gleichzeitig wird eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gebildet. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Der Leasingvermögenswert wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - geschätzte Nutzungsdauer oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:

  • finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
  • finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
  • Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
  • finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
  • Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
  • finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und
  • finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt nach IFRS 9 auf Grundlage des Geschäftsmodells zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie auf Grundlage der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Die Zielsetzung des Geschäftsmodells des Dürr-Konzerns besteht im Halten der finanziellen Vermögenswerte, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Bei den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme wird geprüft, ob die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Die sich im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern das Geschäftsmodell eingehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme die oben genannte Bedingung erfüllen.

Das Geschäftsmodell von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumenten) beinhaltet neben dem Halten der finanziellen Vermögenswerte auch deren Verkauf. Die zu erfüllenden Vertragsbedingungen führen hierbei zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.

Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren. Jedoch kann beim erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht ausgeübt werden, die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Dieses Wahlrecht kann nur ausgeübt werden, sofern die Eigenkapitalinstrumente weder zu Handelszwecken gehalten werden noch eine bedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellen.

Der Dürr-Konzern hält seine Eigenkapitalanteile grundsätzlich aus strategischen Gründen, um die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns zu ergänzen. Die Absicht, kurzfristige Veräußerungserträge in wesentlichem Umfang zu erzielen, steht dabei nicht im Fokus. Schwankungen in der Bewertung der Beteiligungen sollen daher keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Entsprechend werden die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Erfolgsneutral erfasste Gewinne oder Verluste von Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Abweichend davon wird die Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Bei der Parker Engineering Co., Ltd. wird neben der Beteiligung eine erfolgswirksam zu bilanzierende Verkaufsoption gehalten. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Gewinn- und Verlustrechnung auch hier möglichst gering zu halten, wird sowohl die Beteiligung wie auch die zugehörige Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die Parker Engineering Co., Ltd. wird in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen, die Option in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht die Bedingungen erfüllen, um sie als zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu designieren. Vom Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, macht der Dürr-Konzern derzeit keinen Gebrauch.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ein, das für alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anzuwenden ist, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Das Modell der erwarteten Verluste unterscheidet zwischen dem allgemeinen Wertminderungsmodell und dem vereinfachten Wertminderungsmodell. Das allgemeine Modell allokiert die finanziellen Vermögenswerte auf drei Risikostufen und ist insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte anwendbar. Das vereinfachte Modell, das für vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus L&L sowie Leasingforderungen anwendbar ist, verzichtet auf die erste der drei Risikostufen.

Der Dürr-Konzern ordnet die finanziellen Vermögenswerte den einzelnen Wertberichtigungsstufen basierend auf Überfälligkeitskriterien und historisch bewährten, qualitativen internen und externen Risikoeinschätzungen der einzelnen Schuldner zu. Diese Einschätzungen sind für alle Klassen der finanziellen Vermögenswerte anwendbar. Sofern die originären finanziellen Vermögenswerte nicht bereits bei Erwerb wertgemindert sind, werden die Vermögenswerte in Risikostufe 1 eingeordnet. Grundsätzlich wird ein Finanzinstrument ebenfalls der Stufe 1 zugeordnet, wenn es von externen Ratinggesellschaften als "Investment Grade" bewertet ist.

Bei einem signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos im Vergleich zur erstmaligen Erfassung werden die Vermögenswerte der Stufe 2 zugeordnet. Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht hat, wird eine Reihe von qualitativen Kriterien herangezogen. So wird beispielsweise in diesem Rahmen geprüft, ob eine tatsächliche oder erwartete signifikante Verschlechterung des Gesamtergebnisses des Schuldners vorliegt. Finanzielle Vermögenswerte werden spätestens der Stufe 2 zugeordnet, wenn eine Überfälligkeit der vertraglichen Zahlung von mehr als 30 Tagen eingetreten ist.

Ein Übergang in Stufe 3 beziehungsweise ein angenommener Ausfall von finanziellen Vermögenswerten erfolgt, sofern Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Für alle finanziellen Vermögenswerte werden neben der Beachtung des Kriteriums einer Überfälligkeit von 90 Tagen qualitative Bonitätseinschätzungen für Schuldner herangezogen. So führt beispielsweise eine wahrscheinliche Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren des Schuldners zu einer Einordnung in Stufe 3. Abweichend vom genannten Überfälligkeitskriterium werden die nach dem vereinfachten Ansatz bewerteten Forderungen aus L&L sowie vertraglichen Vermögenswerte ab einer Überfälligkeit von zwölf Monaten der Stufe 3 zugeordnet. Dies spiegelt die branchenspezifischen Erfahrungen und das Zahlungsverhalten bei langfristigen Projekten im Maschinen- und Anlagengeschäft angemessen wider.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie nach angemessener Einschätzung uneinbringlich erscheinen, beispielsweise nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach gerichtlichen Entscheidungen. Weitere Erläuterungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten finden sich unter → Textziffer 42.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus L&L, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verpflichtungen aus Optionen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrument designiert und sind als solches effektiv. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.# Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Dürr-Konzern vom Wahlrecht, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Finanzielle Vermögenswerte nach IAS 39 (Vorjahr)

Im Zuge der Einführung des IFRS 9 haben sich die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten zum 1. Januar 2018 geändert. Der Dürr-Konzern hat dabei von Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht und die Vorjahreswerte weiterhin nach IAS 39 dargestellt. Frühere Perioden sind daher nur eingeschränkt mit dem Geschäftsjahr 2018 vergleichbar. Die vor dem 1. Januar 2018 gültigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nachstehend für die wesentlichen Sachverhalte dargestellt.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Konzern bewertete deren Einbringlichkeit auf Grundlage mehrerer Faktoren. Für den Fall, dass Sachverhalte bekannt waren, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, buchte der Konzern eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und setzte die erfassten Nettovermögenswerte auf den Betrag herab, der angemessenerweise als einbringbar erschien. Die Wertminderungen wurden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten gebucht. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte wurden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich waren.

3.18 - ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzposten Bewertungsmethode
Finanzielle Vermögenswerte (Kategorie)
Kredite und Forderungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
bis zur Endfälligkeit gehalten (Fortgeführte) Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode
zur Veräußerung verfügbar (Fortgeführte) Anschaffungskosten/Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Forderungen aus L&L (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert

Die Einschätzung einzelner debitorischer Konten als überfällig beziehungsweise in Verzug erfolgte durch das Management. Für sämtliche anderen Schuldner bildete der Konzern auf Grundlage des Zeitraums, in dem die Forderungen beziehungsweise originären finanziellen Vermögenswerte überfällig waren, des aktuellen Geschäftsumfelds und von Vergangenheitswerten pauschalierte Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen beziehungsweise originäre finanzielle Vermögenswerte. Den Risiken eines Forderungsausfalls wurde durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassten regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting)

Der Dürr-Konzern setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nutzt der Konzern derzeit weiterhin die Regelungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Bilanzierung und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Um dessen Veränderungen zu erfassen, sei es erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage), ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Sind die Voraussetzungen des IAS 39, die die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting ermöglichen, nicht erfüllt, werden die Veränderungen der Zeitwerte erfolgswirksam erfasst. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:
― als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es darum geht, das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts, einer Schuld, einer noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung oder eines identifizierbaren Teils solcher Vermögenswerte, Schulden oder festen Verpflichtungen abzusichern, das Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Fair Value Hedge),
― als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Schuld oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge), oder
― als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation). Die Behandlung erfolgt analog der eines Cashflow Hedges.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge Accounting)

Bei Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird der Buchwert eines gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam um den Gewinn oder Verlust angepasst, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist. Ferner wird das derivative Finanzinstrument mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Gewinne oder Verluste, die sich daraus ergeben, werden ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einem perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, werden die Buchwertanpassungen ergebniswirksam über die Laufzeit des Buchwerts bis zur Fälligkeit aufgelöst. Jede Anpassung des Buchwerts eines gesicherten Finanzinstruments wird ergebniswirksam aufgelöst. Dabei wird die Effektivzinsmethode angewandt. Die Auflösung kann beginnen, sobald eine Anpassung vorgenommen wird. Sie muss aber spätestens dann beginnen, wenn das Grundgeschäft nicht mehr um die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts angepasst wird, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind. Wird das Grundgeschäft ausgebucht, so wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wird eine bilanzunwirksame feste Verpflichtung als Grundgeschäft designiert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung ihres beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments werden ebenfalls im Periodenergebnis erfasst. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn es sich um die Absicherung des Währungsrisikos handelt, da dieses als Absicherung von Cashflows behandelt wird. Die Bilanzierung eines Sicherungsgeschäfts zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird oder die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht weiter erfüllt.

Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge Accounting)

Bei der Absicherung des Risikos von Schwankungen in Zahlungsströmen wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil wird dagegen erfolgswirksam erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derjenigen Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Schuld, so werden die Beträge, die im Eigenkapital erfasst werden, im Zugangszeitpunkt Teil der Anschaffungskosten des nichtfinanziellen Vermögenswerts beziehungsweise der nichtfinanziellen Schuld. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die Beträge, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in das Periodenergebnis umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dasselbe gilt, wenn das Sicherungsinstrument ohne Ersatz oder ohne Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird und wenn die Voraussetzungen für ein Cashflow Hedge Accounting nicht mehr vorliegen. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst. Weitere Ausführungen zu derivativen Finanzinstrumenten enthält Textziffer 42.

Übrige Finanzanlagen

Die übrigen Finanzanlagen enthalten die langfristigen Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente. Unter den sonstigen Beteiligungen werden die Anteile an Gesellschaften gezeigt, die als erfolgsneutral beziehungsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. Daneben werden nicht konsolidierte Gesellschaften ausgewiesen, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Vorräte

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung und Fertigerzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert erfasst. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen.# Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf der Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden einbezogen, sofern sie qualifizierte Vermögenswerte betreffen.

Vertragliche Vermögenswerte

Die vertraglichen Vermögenswerte stellen für den Dürr-Konzern einen Rechtsanspruch auf Gegenleistung für übertragene Güter oder Dienstleistungen dar, die weiteren Bedingungen als einem reinen Zahlungsziel unterliegen. Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, da der Zahlungsanspruch noch bedingt ist, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als vertragliche Vermögenswerte ausgewiesen. Die vertraglichen Vermögenswerte enthalten unmittelbar zurechenbare Auftragskosten sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den geschätzten anteiligen Gewinn, der sich aus dem vereinbarten Transaktionspreis ableiten lässt. Um das Bonitätsrisiko des jeweiligen Auftraggebers adäquat abzubilden, wird nach IFRS 9 eine entsprechende Risikovorsorge gebildet. Die Risikovorsorge wird mit denselben Methoden wie bei den Forderungen aus L&L ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L)/ Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte

Forderungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte stellen ein vertragliches Recht dar, zu einem künftigen Zeitpunkt flüssige Mittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert zu erhalten. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Ermittlung der Wertminderung beurteilt der Konzern die Einbringlichkeit der finanziellen Vermögenswerte auf Grundlage mehrerer Faktoren. Hierfür werden die Kreditrisiken der Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassen regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven. Weitere Informationen zur Wertminderung enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten.

Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen die aktivierten Vermögenswerte, die keiner sonstigen Kategorie zugeordnet werden können. In Zusammenhang mit Kundenverträgen entstandene Vertragsanbahnungskosten werden in Höhe des angefallenen Betrags innerhalb der sonstigen Vermögenswerte aktiviert. Üblicherweise sind das vertraglich zugesagte Provisionen als prozentualer Anteil des Auftragswerts. Diese sind nur in geringem Maße ermessensbehaftet. Nur in manchen Fällen ist die Provisionshöhe variabel und hängt von der geschätzten Bruttomarge des Vertrags ab. Die Vertragsanbahnungskosten sind grundsätzlich gemäß dem Leistungsfortschritt der zugrundeliegenden Güter und Dienstleistungen abzuschreiben. Bei Kundenverträgen, die zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs verumsatzt werden, erfolgt zu diesem Zeitpunkt die gesamte Abschreibung der Vertragsanbahnungskosten. Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst, wenn der Restbuchwert der aktivierten Vertragsanbahnungskosten höher ist als der verbleibende Teil der Gegenleistung abzüglich der Kosten, die unmittelbar mit der Lieferung der Güter oder der Erbringung der Dienstleistungen zusammenhängen und noch nicht aufwandswirksam erfasst wurden.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert abzüglich einer Risikovorsorge angesetzt. Die Risikovorsorge wird auf Grundlage von aktuellen Marktdaten und internen Risikoeinschätzungen gebildet. Weitere Informationen zur Risikovorsorge enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen handelt es sich um Vermögenswerte des Anlagevermögens beziehungsweise kurz- und langfristige Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Die Veräußerungsgruppe umfasst auch direkt mit den Vermögenswerten in Verbindung stehende Verbindlichkeiten. Der zugehörige Buchwert muss überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind als gesonderter Posten in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten auszuweisen. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" wird ein langfristiger Vermögenswert, solange er als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder zu einer als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe gehört, nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mit seinem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern der beizulegende Zeitwert niedriger ist als der Buchwert.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (zum Beispiel Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges), bewertet zum beizulegenden Zeitwert.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten umfassen Zinsaufwendungen, zinsähnliche Aufwendungen, sonstige Finanzierungsaufwendungen und Anschaffungskosten des Fremdkapitals. Gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurden die durch die Begebung der Anleihe und des Schuldscheindarlehens entstandenen Fremdkapitalkosten in der Konzernbilanz passivisch gekürzt ausgewiesen. Die Amortisation der Fremdkapitalkosten - berechnet nach der Effektivzinsmethode - erfolgt über die Laufzeit der Anleihe und des Schuldscheindarlehens.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungs- und Beitragszusagen. Die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) garantieren den Begünstigten grundsätzlich eine monatliche Altersrente oder einen einmaligen Betrag beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Leistungszusagen sind sowohl unternehmens- als auch mitarbeiterfinanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt nach dem in IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (zum Beispiel bezüglich Gehaltsentwicklungen oder Rententrend) für die relevanten Größen berücksichtigt, die sich auf die Leistungshöhe auswirken. Der Aufwand für leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Cost) unterteilt sich in Dienstzeitaufwand und Nettozinsen, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sowie Neubewertungen, die ergebnisneutral nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen werden. Rückstellungen für rückgedeckte Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach den Kriterien des IAS 19 mit dem darauf entfallenden Fondsvermögen (Planvermögen) unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung saldiert. Als Planvermögen unter IAS 19 werden - neben qualifizierten Versicherungspolicen - Vermögenswerte eines externen Versorgungsträgers anerkannt, wenn diese Vermögenswerte ausschließlich dem Versorgungszweck dienen und dem Zugriff möglicher Gläubiger entzogen sind.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtungen erfasst werden. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der gewichtete Durchschnittswert erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.

Vertragliche Verbindlichkeiten

Vertragliche Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden, wenn gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen vor der Erbringung der zugesagten Leistung vereinnahmt beziehungsweise fällig werden. Vertragliche Verbindlichkeiten aus gestellten Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen werden gegen die angearbeiteten Leistungen ausgebucht, sobald diese erbracht wurden.# Enthält ein Vertrag mehrere separate Leistungsverpflichtungen, ist dennoch nur ein vertraglicher Vermögenswert oder eine vertragliche Verbindlichkeit aus diesem Vertrag auf Nettobasis zu ermitteln.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus L&L sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden zum Bilanzstichtag mit Marktzinssätzen abgezinst. Verbindlichkeiten für Restrukturierung werden gebildet, sofern ein detaillierter, formaler Plan aufgestellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden zu Leasingbeginn mit dem Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt (wir verweisen auf die vorgenannten Erläuterungen zu den Leasingvereinbarungen).

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode nach IAS 12 "Ertragsteuern" gebildet. Danach werden latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden nicht gebildet, wenn die zu versteuernde temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion (soweit sie kein Unternehmenszusammenschluss ist) entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen sowie aus Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenz steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden, auf Basis des geltenden Steuerrechts beziehungsweise von sicher einzuschätzenden Steuerrechtsänderungen. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die die jeweiligen latenten Steuerverbindlichkeiten übersteigen, werden nur bilanziert, wenn deren Realisierung von zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen gedeckt ist.

Anteilsbasierte Vergütung

Die aktienbasierte Vergütung gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" umfasst Vergütungssysteme, deren Ausgleich in bar erfolgt. Zur Bewertung ermittelt der Dürr-Konzern den beizulegenden Zeitwert der Vergütungsinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung, zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zu ihrer Abgeltung erfolgswirksam angesammelt und in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz vom Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil ― der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder ― die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt, ansonsten werden im Anhang Angaben dazu gemacht. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind übernommene Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt selbst dann anzusetzen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Erfüllung dieser Verpflichtung erforderlich ist.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den IFRS-Regelungen macht Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer sich im nächsten Geschäftsjahr das Risiko einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden ergeben könnte, werden nachstehend erläutert.

Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Anwendung des IFRS 15

Bestimmung des Transaktionspreises

Der Transaktionspreis ist der Betrag der Gegenleistung, den der Dürr-Konzern von seinem Kunden im Austausch für die Übertragung der Waren oder die Erbringung der Dienstleistungen zu erhalten erwartet. Der Transaktionspreis der einzelnen Leistungsverpflichtungen wird anhand von Einzelveräußerungspreisen bestimmt. Der Konzern teilt den im Vertrag vereinbarten Transaktionspreis gemäß dem Verhältnis der Einzelveräußerungspreise auf. Variable Gegenleistungen werden nur insofern berücksichtigt, als dass es höchstwahrscheinlich zu keiner signifikanten Stornierung der realisierten Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises ist somit zu beurteilen, ob die vertragliche Regelung ein variables Entgelt vorsieht. Im Dürr-Konzern liegen variable Entgelte in Form von Skonti und Rabattstaffeln vor. Bei der Schätzung der variablen Entgelte ist entweder die Erwartungswertmethode oder die Methode des wahrscheinlichsten Betrages anzuwenden. Dabei ist die Methode zu wählen, mit der die dem Konzern zustehende Gegenleistung am verlässlichsten geschätzt werden kann. Der Konzern kam zu dem Schluss, dass die Methode des wahrscheinlichsten Betrages die geeignete Methode zur Schätzung der variablen Entgelte darstellt. Wenn von einer Rabattgewährung bei Abschluss des Vertrags ausgegangen wird, erfolgt eine Anpassung des Transaktionspreises in Höhe des wahrscheinlichsten Betrags. Gleiches gilt, wenn bei Abschluss des Vertrags erwartet wird, dass der Kunde Skonto in Anspruch nimmt. Der wahrscheinlichste Betrag wird ermittelt als der einzelne Betrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit aus einer Vielzahl möglicher Werte. Bei der Ermittlung des Transaktionspreises ist weiter der Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen, sofern der zeitliche Anfall der Zahlungen entweder dem Kunden (Zahlung nach Erhalt der Leistung) oder dem leistenden Unternehmen (Zahlung vor Erbringung der Leistung) einen signifikanten Finanzierungsvorteil verschafft. In den Fällen, in denen man bei Vertragsbeginn davon ausgeht, dass der Zeitraum zwischen Kundenzahlungen und dem Übergang der Kontrolle über den Vermögenswert weniger als ein Jahr beträgt, hat der Konzern sich entschieden, von der Vereinfachungsregel, den Transaktionspreis um die wesentliche Finanzierungskomponente nicht anzupassen, Gebrauch zu machen.

Bestimmung des Leistungsfortschritts

Ein überwiegender Teil der Aufträge im Dürr-Konzern wird nach Leistungsfortschritt bilanziert (POC-Methode), und Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IFRS 15 über einen Zeitraum erfasst. Für die Bestimmung des Leistungsfortschritts mittels der POC-Methode ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads wesentlich. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Diese Schätzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst. Da die POC-Methode und die ZP-Methode auf Schätzungen basieren, ist es aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden auf Vertragsebene gebildet und in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden, sie werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.# Vertragsänderungen
Die Umsatzrealisierung aus der Erstellung und Lieferung von Anlagen und Maschinen berücksichtigt auch Beträge, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht im Detail ausgehandelten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die der Konzern diesen Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden mit dem Erwartungswert angesetzt, sofern ihre Realisierung hochwahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden.

Sonstige Ermessensentscheidungen

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Dazu muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen. Der Dürr-Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Darüber hinaus muss ein angemessener Abzinsungssatz gewählt werden, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Informationen wird auf → Textziffer 18 verwiesen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sind Annahmen und Schätzungen über die Bonität von Schuldnern notwendig. Die Bemessung der Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte unterliegt im Modell der erwarteten Kreditverluste verschiedenen Annahmen und Unsicherheiten. Insbesondere sind Schätzungen über die erwarteten Zahlungsausfälle, Zahlungseingänge und die vorhandenen Sicherheiten zu treffen. Für weitere Informationen wird auf → Textziffer 42 verwiesen.

Ertragsteuern

Der Dürr-Konzern ist in zahlreichen Ländern tätig und unterliegt daher unterschiedlichen Steuerhoheiten. Für jedes Besteuerungssubjekt müssen die erwarteten laufenden und latenten Ertragsteuern bestimmt werden. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie voraussichtlich genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beurteilt. Derartige Faktoren sind zum Beispiel zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in den Planperioden, Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen, Steuerstrategien und erreichte Ergebnisse der Vergangenheit. Der Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Die Unternehmensleitung beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern. Da bei diesen Beurteilungen teilweise Annahmen über die Zukunft zugrunde gelegt werden, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Sie werden dann entsprechend der ursprünglichen Bildung erfolgswirksam oder erfolgsneutral angepasst. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden zukünftigen Einkommens geht der Dürr-Konzern davon aus, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Verpflichtung gültig sind. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 17 verwiesen.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die Heubeck AG hat am 4. Oktober 2018 neue Richttafeln (Heubeck 2018 G) veröffentlicht. Diese Tafeln basieren auf den neuesten Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung sowie des Statistischen Bundesamtes und spiegeln somit die jüngsten Entwicklungen bezüglich der Lebenserwartung wieder. Die neuen Richttafeln werden erstmalig bei der Berechnung des Anwartschaftsbarwerts und des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens der Verpflichtungen in Deutschland zum 31. Dezember 2018 angewendet. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Für weitere Informationen wird auf → Textziffer 28 verwiesen.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus den Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen.

Optionen im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG

Durch den 2015 in Kraft getretenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen, sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtete sich der Dürr-Konzern zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für jedes Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Seither garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2020 ordentlich gekündigt werden. Bei den Ansprüchen der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG kann es grundsätzlich zu Anpassungen der Abfindung und der Ausgleichszahlung durch ein von Aktionären der HOMAG Group AG angestrengtes Spruchverfahren kommen. Der Konzern ging allerdings zum Bilanzstichtag nicht davon aus, dass es zu solchen Anpassungen durch das Spruchverfahren kommen wird. Am 30. April 2018 hat die Dürr Technologies GmbH weitere 8,0 % der Anteile an der HOMAG Group AG erworben. Die dafür eingeräumte Call-Option wurde am 2. Februar 2018 gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann ausgeübt. Der Gesamtkaufpreis in diesem Zusammenhang betrug 34.802 Tsd. €, der in Höhe von 32.756 Tsd. € die passivierte sonstige finanzielle Verbindlichkeit reduzierte. Durch die Transaktion stieg der Anteil der Dürr Technologies GmbH am Grundkapital der HOMAG Group AG auf 63,9 %. Für weitere Informationen im Zusammenhang mit der im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gebildeten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche verweisen wir auf → Textziffer 33.

Anteilsbasierte Vergütung

Die Bewertung der Vergütungsinstrumente mit Barausgleich basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie auf Ergebnisgrößen im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendeten Ergebnisgrößen basieren auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind zudem erforderlich für die Bilanzierung und Bewertung von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen, ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.

Erläuterungen der Abschlussposten

Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

In den Angaben zum Geschäftsjahr 2018 sind die Werte der erworbenen MEGTEC/Universal-Gesellschaften ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 5. Oktober 2018 enthalten.

8. UMSATZERLÖSE

3.19 - UMSATZERLÖSE scroll
| | Tsd. € | 2018 | 2017 |
| :---------- | :---------- | :---------- | :---------- |
| | | 2.403.544 | 2.209.705 |
| | | 1.461.910 | 1.493.065 |
| | | 4.362 | 10.416 |
| Summe Umsatzerlöse | | 3.869.816 | 3.713.186 |
| davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft | | 1.039.036 | 947.015 |
| Umsatzerlöse mit der Automobilindustrie | | 2.152.839 | 2.096.447 |

Im Geschäftsjahr 2018 sind 612.976 Tsd. € (Vorjahr: 446.310 Tsd. €) verumsatzt worden, die zu Beginn des Geschäftsjahres noch in den vertraglichen Verbindlichkeiten enthalten waren. In zukünftigen Perioden werden Umsatzerlöse aus derzeit noch nicht beziehungsweise nur teilweise erfüllten Leistungsverpflichtungen in Höhe von 2.577.164 Tsd. € (Vorjahr: 2.449.404 Tsd. €) realisiert werden, wobei 2.037.030 Tsd. € voraussichtlich bereits im Geschäftsjahr 2019 (Vorjahr: 2.052.995 Tsd. € - Geschäftsjahr 2018) als Umsatzerlöse verbucht werden. Im Geschäftsjahr 2018 ist ein Umsatz in Höhe von 94.049 Tsd. € (Vorjahr: 141.838 Tsd. €) erfasst worden, der auf Leistungsverpflichtungen entfällt, die bereits in früheren Perioden erfüllt wurden oder teilweise erfüllt worden sind. Weitere Angaben zur Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Divisions und nach Regionen finden sich in der Segmentberichterstattung unter → Textziffer 38.

9. UMSATZKOSTEN

3.20 - UMSATZKOSTEN scroll

10. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten umfassen Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs. Zudem sind in den Vertriebskosten Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L und vertragliche Vermögenswerte enthalten sowie die Abschreibungs- und Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten.

3.21 - VERTRIEBSKOSTEN

2018 2017
Personalaufwand 213987 211016
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 6325 6637
Ausbuchung von Forderungen aus L&L 788 3235
Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L und vertragliche Vermögenswerte 2328 2488
Abschreibungen und Wertminderungen auf Vertragsanbahnungskosten 15635 12082
Übrige Vertriebskosten 75090 73434
Summe 314153 308892

Für nähere Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus L&L verweisen wir auf Textziffer 22. Zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Vertragsanbahnungskosten verweisen wir auf → Textziffer 25.

11. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, die nicht mit Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb oder Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen.

3.22 - ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

2018 2017
Personalaufwand 111390 114434
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 7272 7141
Übrige Verwaltungskosten 59135 54615
Summe 177797 176190

12. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln oder Produkte und Produktionsprozesse zu verbessern. Sie enthalten Personal- und Sachkosten und werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Vermindert werden die Forschungs- und Entwicklungskosten um die Entwicklungskosten, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllen.

3.23 - FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

2018 2017
Personalaufwand 77661 69118
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 10067 7852
Aktivierte Entwicklungskosten -14524 -9569
Übrige Forschungs- und Entwicklungskosten 47756 49317
Summe 120960 116718

13. PERSONALAUFWENDUNGEN

In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Personalaufwendungen gemäß → Tabelle 3.24 enthalten.

3.24 - PERSONALAUFWENDUNGEN

2018 2017
Löhne und Gehälter 882642 857676
Sozialaufwendungen 165020 159936
Summe Personalaufwendungen 1047662 1017612
davon Altersversorgung 64666 60852

14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

3.25 - SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

2018 2017
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Währungsgewinne 20812 39881
Erstattungen aus Schadensfällen 3115 4903
Auflösung von Rückstellungen 2014 607
Zuwendungen der öffentlichen Hand 735 1167
Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 616 1725
Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 61 22986
Übrige 4430 6099
Summe Sonstige betriebliche Erträge 31783 77368
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Währungsverluste 25325 38666
Aufwendungen aus Transaktionskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen 4887 756
Aufwendungen für sonstige lokale Steuern 3969 592
Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten 1532 -
Aufwendungen aus Zuführung zu Rückstellungen 795 573
Aufwendungen für Kantinen 705 695
Nebenkosten des Geldverkehrs 559 480
Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 519 1216
Übrige 2566 2751
Summe Sonstige betriebliche Aufwendungen 40857 45729

Abgesehen von der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen, einem Teil der Erstattungen aus Schadensfällen sowie dem Ergebnis aus Rechtsstreitigkeiten gibt es keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen. Wir verweisen hinsichtlich der Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten auf Textziffer 26.

15. BETEILIGUNGSERGEBNIS

Das Beteiligungsergebnis enthält unter anderem das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen sowie Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrug 6.844 Tsd. € (Vorjahr: 3.624 Tsd. €). Es beinhaltet die Ergebnisanteile aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode und erhaltene Dividenden. Ergebnisse aus dem Verkauf von Gütern durch konsolidierte Gesellschaften an at equity bilanzierte Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden im Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen entsprechend der Anteilsquote herausgerechnet. Das Ergebnis aus Beteiligungen umfasst Erträge aus Ausschüttungen, Bewertung von Beteiligungen und damit verbundenen Optionen sowie Währungseffekte aus der wirtschaftlichen Absicherung von Dividendenzahlungen.

16. ZINSERGEBNIS

3.26 - ZINSERGEBNIS

2018 2017
Zinsen und ähnliche Erträge 6570 6091
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -27508 -27664
davon Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe -8625 -8625
Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen -4451 -4340
Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG -5710 -6503
Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe und eines Schuldscheindarlehens -672 -655
Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing -225 -278
Nettozinsaufwand aus der Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -862 -813
Sonstige Zinsaufwendungen -6963 -6450
Zinsergebnis -20938 -21573

17. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, die Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochtergesellschaften werden anhand der Steuersätze und -regelungen des jeweiligen nationalen Steuerrechts gebildet. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7% (Vorjahr: 28,7%) herangezogen. → Tabelle 3.27 → Tabelle 3.28 leitet den theoretischen Ertragsteueraufwand auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand über. Für das Geschäftsjahr 2018 sah das deutsche Körperschaftsteuerrecht einen gesetzlichen Steuersatz von 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung betrug für das Geschäftsjahr 2018 12,9 % (Vorjahr: 12,9 %). Damit basiert die Überleitung auf der inländischen Gesamtsteuerbelastung von 28,7% (Vorjahr: 28,7%). Für die ausländischen Gesellschaften liegen die jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze zwischen 8,75 % und 35,0 % (Vorjahr: 8,75% und 39,1%). Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und andere abzugsfähige temporäre Differenzen ist nach IAS 12 "Ertragsteuern" nur in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Der Dürr-Konzern geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus und berücksichtigt die in einigen Ländern anzuwendende Mindestbesteuerung bei der Bestimmung der Verlustnutzungsmöglichkeiten. Im Inland bestehende Verluste aus vororganschaftlicher Zeit werden nicht angesetzt. In den steuerfreien Erträgen war im Vorjahr ein Betrag von 5.173 Tsd. € enthalten, der auf die Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) zurückzuführen war. Zum 31. Dezember 2018 bestanden insgesamt Zins- und Verlustvorträge in Höhe von 181.355 Tsd. € (Vorjahr: 179.133 Tsd. €). Die Zins- und Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden, betrugen 148.488 Tsd. € (Vorjahr: 127.441 Tsd. €) und bestehen überwiegend in Deutschland, Frankreich, Polen und Brasilien. In Deutschland bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, in Höhe von 57.920 Tsd. € (Vorjahr: 51.750 Tsd. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind zurzeit unbegrenzt vortragsfähig. Von den nicht angesetzten Zins- und Verlustvorträgen verfallen Beträge in Höhe von 9.454 Tsd. € innerhalb der nächsten zehn Jahre (Vorjahr: 2.064 Tsd. €). Die restlichen Verlustvorträge sind zurzeit unverfallbar. Andere abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 5.601 Tsd. € wurden zum 31. Dezember 2018 (Vorjahr: 9.277 Tsd. €) nicht bilanziert.

3.27 - ZUSAMMENSETZUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS

2018 2017
TATSÄCHLICHE STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Ertragsteueraufwand Inland 27265 33403
Ertragsteueraufwand Ausland 42691 58967
Anpassung für Vorjahre -745 -4168
Summe tatsächliche Steuern 69211 88202
LATENTE STEUERN
Latenter Steuerertrag Inland -3842 -5378
Latenter Steuerertrag Ausland -12255 -12242
Anpassung für Vorjahre 3061 -2939
Summe latente Steuern -13036 -20559
Gesamtsteueraufwand 56175 67643

3.28 - ÜBERLEITUNG ERTRAGSTEUERAUFWAND

2018 2017
Tsd. €
# 2018 Annual Report
# (20-F)

Item 18. Additional Financial Information

Notes to the Consolidated Financial Statements

3. Income Taxes

€ 2018 2017
Profit before income taxes 219,680 267,261
Theoretical income tax expense in Germany of 28.7 % (prior year: 28.7 %) 63,048 76,704
Adjustments of income taxes incurred in prior years 2,316 -7,136
Non-deductible operating expenses and withholding taxes 15,334 13,329
Taxation differences abroad -6,767 -6,245
Deferred taxes not recognized, particularly on loss carryforwards 942 4,234
Re-recognition of deferred taxes on loss carryforwards and changes in deferred taxes on write-downs -2,835 -5,798
Change in tax rates -10,889 -39
Tax-exempt income -4,435 -7,319
Other -539 -87
Effective income tax expense of the Dürr Group 56,175 67,643

In fiscal year 2018, effects of -€ 1,185 thousand from the initial application of IFRS 9 are included in the effects not affecting profit or loss. Without these effects, the amount would be -€ 545 thousand. In the prior year, effects of € 642 thousand from the initial application of IFRS 15 are included in the effects not affecting profit or loss. Without these effects, the amount would be € 3,704 thousand.

Deferred tax assets and liabilities are offset if there is a legally enforceable right to offset current tax receivables against current tax liabilities. Furthermore, the tax assets and liabilities must relate to income taxes of the same tax-paying entity levied by the same taxation authority.

3.29 - DEFERRED TAX ASSETS AND LIABILITIES

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
Deferred tax assets
Recognition of intangible assets 3,842 3,203 639 -119
Revaluation of land and buildings and property, plant and equipment 2,015 1,488 527 -1,211
Write-downs on receivables 1,743 1,649 94 509
Interest/currency transactions 4,869 4,976 -107 -2,132
Contractual assets/liabilities and inventories 42,235 18,344 23,891 1,112
Other assets and other liabilities 4,468 4,569 -101 731
Benefits after employment termination 12,140 11,174 966 -2,360
Tax-deductible provisions not allowed 20,569 22,679 -2,110 10,079
Tax loss carryforwards and tax credits 8,231 13,164 -4,933 -2,937
Total deferred tax assets 100,112 81,246
Offsets -50,219 -45,903
All deferred tax assets 49,893 35,343
Deferred tax liabilities
Recognition of intangible assets -32,487 -35,998 3,511 4,067
Recognized development costs -8,926 -9,556 630 651
Tax-deductible depreciation on goodwill -13,550 -10,553 -2,997 4,493
Revaluation of land and buildings and property, plant and equipment -25,479 -23,901 -1,578 2,781
Valuation of interests in subsidiaries -17,026 -14,283 -2,743 879
Contractual assets/liabilities and inventories -38,234 -34,649 -3,585 -321
Other assets and other liabilities -6,279 -7,873 2,7791 318
Amortization of costs for bonds and notes -187 -255 68 63
Total deferred tax liabilities -142,168 -137,068
Offsets 50,219 45,903
All deferred tax liabilities -91,949 -91,165
  • Effect from initial consolidation: -408 (182)
  • Translation effects on deferred tax positions: 223 (712)
  • Effects not affecting profit or loss: -1,730 (3,062)
  • Deferred tax income: 13,036 (20,559)

1 relates to the profit-affecting effect adjusted by € 1,185 thousand due to IFRS 9.

For distributable profits of subsidiaries, income and withholding taxes incurred in connection with the distribution are recognized as deferred tax liabilities if it is currently expected that these profits will be subject to corresponding taxation or if there is an intention not to reinvest these profits permanently. For temporary differences related to interests in subsidiaries and associated companies, no deferred tax liabilities were recognized in the amount of € 443,628 thousand (prior year: € 276,141 thousand). Dürr assumes that no reserves will be distributed to the respective controlling entity during existing group of companies relationships.

Explanations on the Consolidated Balance Sheet:

Assets

18. INTANGIBLE ASSETS AND PROPERTY, PLANT AND EQUIPMENT

Details on changes in the Group's intangible assets and property, plant and equipment can be found in the development of long-term assets under → Text Section 44.

Depreciation

Scheduled and unscheduled depreciation is recognized in the income statement in cost of sales and functional costs.

As part of the strategic realignment of the environmental technology business, the Dürr Group discontinued its business with micro gas turbines. This resulted in unscheduled depreciation of capitalized development costs in the amount of € 10,421 thousand.

Intangible Assets

In addition to goodwill, brand names valued at € 50,731 thousand (prior year: € 50,733 thousand) are recognized under intangible assets with an indefinite useful life. The Dürr Group intends to continue using these brand names. In the advance payments for intangible assets in the prior year, ongoing investments in software products for major IT projects of HOMAG Group were essentially included.

3.30 - SCHEDULED DEPRECIATION

Tsd. € 2018 2017
Intangible assets -29,332 -29,952
Property, plant and equipment -29,952 -27,442
Total scheduled depreciation -59,284 -56,863
Tsd. € 2018 2017
Cost of sales -29,421 -27,442
Selling expenses -1,850 -4,787
General administrative expenses -1,390 -5,455
Research and development costs -2,959 -4,893
Other operating expenses - -2
Total -35,620 -42,579

3.31 - UNSCHEDULED DEPRECIATION

Tsd. € 2018 2017
Intangible assets -10,421 -1,449
Property, plant and equipment - -751
Total unscheduled depreciation -10,421 -2,200
Tsd. € 2018 2017
Cost of sales - -1,449
General administrative expenses - -34
Research and development costs -249 -
Total -249 -1,483

Impairment Test of Goodwill

Goodwill acquired in business combinations is allocated to the cash-generating units (CGUs) for the purpose of testing its recoverability. The Group has defined the divisions or segments within the divisions as CGUs. These are Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Clean Technology Systems, Balancing and Assembly Products, and Woodworking Machinery and Systems. The calculation method is identical for all CGUs, as the essential parameters affect all segments equally. The recoverable amount of the CGUs is determined by calculating a value in use. The values in use of the segments each exceeded their allocated net assets. The calculation is based on cash flow forecasts based on plans for a period of four years. The discount rate before taxes used for the cash flow forecasts was between 10.80% and 13.65% in fiscal year 2018 (prior year: 9.17% to 13.37%). Cash flows after the four-year period are extrapolated at a growth rate of 1.0% (prior year: 1.0%), which is oriented towards the long-term growth rate of the segments. The Dürr Group generally reviews the recoverability of the carrying amount of goodwill at the end of each fiscal year.

Planned Gross Profit Margins

The planned gross profit margins are determined by the Group companies and segments within the scope of bottom-up planning. They are based on the values determined in previous fiscal years, taking into account expected price and cost developments as well as efficiency increases.

Cost of Capital (Discount Rate)

The cost of capital is derived from the weighted average of the costs of debt and equity before taxes. In calculating the cost of equity, a beta factor is taken into account, which is derived from capital market data and the capital structure of companies comparable to the Dürr Group. The costs of debt are based on a base interest rate for quasi-risk-free bonds and a premium determined from the credit rating of comparable companies.

Material Price Increases

Future price increases of semi-finished products and materials required by the Group are primarily derived from the expected price changes of the raw materials necessary for their production. For these, the price indices of the countries from which the semi-finished products and materials are purchased by the respective Group companies are used.

Increase in Wage and Salary Costs

The German subsidiaries have assumed average wage increases of 2.9% p.a. from 2019 onwards (prior year: 2.7% p.a.) for the four-year planning. All foreign subsidiaries have used their respective national increase rates for their respective planning periods.

Sensitivity Analysis of Goodwill

Regardless of the current and expected economic situation, the Dürr Group has conducted sensitivity analyses on the recoverability of goodwill in the segments. The effects of the following scenarios were tested:

  • EBIT decrease of 10% in all planning years from 2019 (compared to the approved company plans),
  • Increase in the discount rate by 0.5 percentage points,
  • Reduction of the growth rate in the terminal value to 0.75%.# 3.3 Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keinem Bereich ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht.

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Bereichen und Divisions.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen mit einem Wert von 49.129 Tsd. € auf den Erwerb der MEGTEC- und Universal-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2018, mit 105.719 Tsd. € auf den Erwerb der HOMAG Group im Jahr 2014 sowie mit 11.192 Tsd. € auf den Erwerb der iTAC-Gesellschaften im Jahr 2015. Aus historischen Erwerben, Verkäufen und Umstrukturierungen entfallen heute 98.453 Tsd. € auf die Akquisition früherer Alstom-Gesellschaften und 93.832 Tsd. € auf die Akquisition der damaligen Schenck-Gruppe.

3.32 - ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Tsd. € Buchwert zum 1. Januar 2017 Währungsdifferenz Zugänge Buchwert zum 31. Dezember 2017 Währungsdifferenz Zugänge
Paint and Final Assembly Systems 107.980 -1.964 - 106.016 434 -
Application Technology 67.040 -611 - 66.429 24 -
Clean Technology Systems 17.230 -817 - 16.413 63 49.129
Balancing and Assembly Products 102.997 -1.356 160 101.801 456 -
Measuring and Process Systems 102.997 -1.356 160 101.801 456 -
Woodworking Machinery and Systems 106.353 -461 - 105.892 160 -
Dürr-Konzern 401.600 -5.209 160 396.551 1.137 49.129
Tsd. € Buchwert zum 31. Dezember 2018
Paint and Final Assembly Systems 106.450
Application Technology 66.453
Clean Technology Systems 65.605
Balancing and Assembly Products 102.257
Measuring and Process Systems 102.257
Woodworking Machinery and Systems 106.052
Dürr-Konzern 446.817

Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus Zugängen im Geschäftsjahr 2018 wird nachfolgend erläutert.

Akquisitionen MEGTEC/Universal

Am 5. Oktober 2018 erwarb die Dürr AG über ihre Tochtergesellschaft Dürr Inc. 100 % der Anteile an den Gesellschaften Babcock & Wilcox Universal Inc., Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox MEGTEC LLC mit Sitz in Stoughton beziehungsweise De Pere, Wisconsin, USA, und ihren Tochtergesellschaften. MEGTEC, der größere der beiden erworbenen Bereiche, bietet neben Abluftreinigungsanlagen auch Trocknersysteme sowie Beschichtungsanlagen für die Produktion von Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien. Universal ist ein führender Anbieter von akustischen Lösungen und spezialisiert auf Lärm- und Emissionsfiltrationssysteme. Mit der Übernahme erreicht die Umwelttechnik-Division Clean Technology Systems die kritische Größe, um am Weltmarkt nachhaltig erfolgreich agieren zu können. Die Erstkonsolidierung von MEGTEC/Universal erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der MEGTEC/Universal-Gesellschaften wurden beginnend mit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kaufpreisallokation ist in Bezug auf die Höhe des Kaufpreises noch vorläufig, da einzelne für den Kaufpreis relevante Parameter noch nicht final festgelegt sind. Allerdings sind keine wesentlichen Änderungen des Kaufpreises mehr zu erwarten. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der erworbenen MEGTEC/ Universal-Gesellschaften, der infolgedessen auch vorläufig ist, und das erworbene Nettovermögen stellen sich wie folgt dar:

3.33 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL

Tsd. €
Vorläufiger Kaufpreis für MEGTEC/Universal
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens
Geschäfts- oder Firmenwert

123.487 Tsd. € des vorläufigen Kaufpreises wurden bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen im Geschäftsjahr 2018 4.887 Tsd. €, die als Aufwand erfasst wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 49.129 Tsd. € beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte und Ertragsaussichten für MEGTEC/Universal. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich in Höhe von 15.945 Tsd. € absetzbar und wurde Clean Technology Systems zugeordnet. Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie folgt zugerechnet:

3.34 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL

Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition
Immaterielle Vermögenswerte - 31.262 31.262
Sachanlagen 21.266 1.047 22.313
Aktive latente Steuern 750 909 1.659
Vorräte und geleistete Anzahlungen 17.226 427 17.653
Vertragliche Vermögenswerte 19.149 - 19.149
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 33.634 - 33.634
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.567 - 19.567
Langfristige Verbindlichkeiten -5.603 - -5.603
Passive latente Steuern -750 -501 -1.251
Kurzfristige Verbindlichkeiten -62.172 - -62.172
Nettovermögen 43.067 33.144 76.211

Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how, Kundenbeziehungen, Markennamen und Auftragsbestände aktiviert wurden. Bei den Sachanlagen wurden Immobilien mit dem Marktwert erfasst. Des Weiteren wurden bei den übrigen Sachanlagen und Vorräten stille Reserven in geringerem Umfang aufgedeckt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.

3.35 - AKQUISITION MEGTEC/UNIVERSAL: AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Technologisches Know-how 5.287
Kundenbeziehungen 20.699
Auftragsbestand 3.307
Markennamen 1.969
Gesamt 31.262

Die beizulegenden Zeitwerte des technologischen Know-hows und der Markennamen wurden anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, die Zeitwerte der Kundenbeziehungen und des Auftragsbestands nach der Residualwert-Methode. Der Ergebnisbeitrag der erstkonsolidierten Gesellschaften von MEGTEC/Universal vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2018 stellt sich wie folgt dar:

3.36 - ERGEBNISBEITRAG MEGTEC/UNIVERSAL AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT

Tsd. €
Umsatzerlöse
Ergebnis nach Steuern

Im Ergebnis nach Steuern sind die Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in Höhe von -2.184 Tsd. € enthalten. Wären die erworbenen MEGTEC/Universal-Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2018 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, würde sich die Gewinn- und Verlustrechnung des Dürr-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 wie folgt darstellen.

3.37 - PRO-FORMA-ERGEBNISSE DÜRR-KONZERN

Tsd. € 2018
Umsatzerlöse 4.010.177
Bruttoergebnis vom Umsatz 886.191
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 243.087
Ergebnis des Dürr-Konzerns 173.092

Sachanlagen

Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- und/oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. Zum 31. Dezember 2018 entfiel ein großer Teil der Anlagen im Bau auf die Errichtung eines neuen Gebäudes am Standort Herzebrock sowie auf Modernisierungsmaßnahmen am Standort Bietigheim-Bissingen. Der Konzern hat keine im Eigentum stehenden Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen (Vorjahr: 469 Tsd. €) als Sicherheit gewährt.

Grundstücke und Gebäude

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Immobilien im Wert von 15.942 Tsd. € im Rahmen der Akquisition von MEGTEC/Universal erworben, die hauptsächlich auf die Standorte in De Pere und Stoughton, Wisconsin, USA, sowie San Luis Potosi in Mexiko und Schanghai, V. R. China, entfallen. Die weiteren Investitionen in Immobilien entfielen im Wesentlichen auf die Standorte Schopfloch und Calw, wo neue Gebäude errichtet wurden, sowie auf Modernisierungen am Standort Bietigheim-Bissingen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 28.388 Tsd. € in Immobilien investiert. Der Großteil hiervon entfiel auf die Erstkonsolidierung der Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine Leasingobjektgesellschaft, die Immobilien am Standort Bietigheim-Bissingen besitzt. Die Immobilien mit einem Buchwert in Höhe von 17.636 Tsd. € wurden als Zugang zu Grundstücken und Gebäuden ausgewiesen. Darüber hinaus entfielen weitere Investitionen auf die Fertigstellung des Dürr-Campus im Großraum Schanghai in der V. R. China und den Erwerb weiterer Immobilien in den USA.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Der Konzern unterscheidet zwischen überwiegend fremd- und überwiegend eigengenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn der selbstgenutzte Anteil unbedeutend ist. Der Dürr-Konzern bewertet diese als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell. Bei den Immobilien handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden sowie anteilige Infrastrukturflächen der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt, die der Division Measuring and Process Systems zugeordnet sind.

3.38 - EINNAHMEN UND AUFWENDUNGEN AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN

Tsd. € 2018 2017
Mieteinnahmen im Geschäftsjahr 3.631 3.578
Erwartete künftige Mieteinnahmen auf Basis der bestehenden Verträge 10.084 12.120
Direkt zurechenbare Aufwendungen 1.358 1.231
Direkt zurechenbare Aufwendungen für leer stehende Immobilien 56 72

Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Zusammensetzung der Gruppe der Immobilien, die nach IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bilanziert wird, im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2018 lag bei 35.580 Tsd. € (Vorjahr: 31.860 Tsd. €).€) und wird Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet (Erläuterungen zu den Fair-Value-Hierarchie-Stufen finden sich unter → Textziffer 36). Grundlage für die Wertermittlung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bildet eine jährlich erstellte interne Berechnung; ein Gutachter wurde zur Bestimmung der Werte nicht herangezogen. Der Zeitwert der Immobilien wird anhand der kapitalisierten Erträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt; Basis hierfür sind die Marktmieten unter Berücksichtigung regional üblicher Risikoabschläge. Für die Berechnung wurden eine Leerstandsquote von 5% (Vorjahr: 10%) und ein Liegenschaftszins von 7,5% (Vorjahr: 7,5%) zugrunde gelegt. Die kumulierten Anschaffungswerte der Grundstücke und Gebäude betrugen zum 31. Dezember 2017 43.922 Tsd. € und zum 31. Dezember 2018 43.795 Tsd. €. Die kumulierten Abschreibungen einschließlich aller Wertminderungen beziehungsweise Zuschreibungen erhöhten sich von 23.742 Tsd. € am 31. Dezember 2017 auf 24.592 Tsd. € zum 31. Dezember 2018.

19. BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND ÜBRIGE FINANZANLAGEN

Wesentliche at equity bilanzierte Unternehmen

Homag China Golden Field Ltd.

Das Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. hat seinen Sitz in Hongkong, V. R. China, und ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft, die die Produkte der produzierenden Gesellschaften der HOMAG Group vertreibt und für eine funktionierende Service-Organisation und die Bearbeitung des chinesischen Markts zuständig ist.

3.39 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD.

31.12.2018 31.12.2017
Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte 16.300 13.999
Kurzfristige Vermögenswerte 169.840 180.398
Langfristige Schulden 441 456
Kurzfristige Schulden 135.671 150.570
Eigenkapital 50.028 43.371
Buchwert der Beteiligung 15.998 12.578
Beteiligungsquote des Dürr-Konzerns 25,0 % 25,0 %

3.40 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD.

Tsd. € 2018 2017
Umsatzerlöse 255.154 295.435
Ergebnis nach Ertragsteuern 12.688 21.098
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -22.952 26.312
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.930 -2.737
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -19.170 8.465
Von Homag China Golden Field Ltd. erhaltene Dividenden 2.610 1.054

Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende.

Nagahama Seisakusho Ltd.

Das Unternehmen Nagahama Seisakusho Ltd. hat seinen Sitz in Osaka, Japan und liefert Maschinen, Anlagen und Service im Bereich der Auswuchttechnik.

3.41 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER NAGAHAMA SEISAKUSHO LTD.

31.12.2018 31.12.2017
Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte 5.995 5.636
Kurzfristige Vermögenswerte 51.020 48.658
Langfristige Schulden 7.367 7.614
Kurzfristige Schulden 8.573 7.102
Eigenkapital 41.075 39.578
Buchwert der Beteiligung 19.720 18.194
Beteiligungsquote des Dürr-Konzerns 50,0 % 50,0 %

3.42 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR NAGAHAMA SEISAKUSHO LTD.

Tsd. € 2018 2017
Umsatzerlöse 38.070 36.193
Ergebnis nach Ertragsteuern 4.022 2.486
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 301 1.222
Cashflow aus Investitionstätigkeit 965 -78
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.262 -2.084
Von Nagahama Seisakusho Ltd. erhaltene Dividenden 1.777 1.754

Die Gesellschaft hat den Abschlussstichtag 30. September und wird auf Basis seiner Abschlussdaten in die Equity-Bewertung einbezogen. Wesentliche Effekte zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember werden berücksichtigt. Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. Die Buchwerte der at equity bewerteten Gesellschaften sind durch Währungseffekte beeinflusst. Für weitere Informationen zu den einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die → Textziffern 3 und 4.

Übrige Finanzanlagen

In den sonstigen Beteiligungen waren am 31. Dezember 2018 im Wesentlichen die Beteiligung an der ADAMOS GmbH mit einem Buchwert von 2.000 Tsd. € (Vorjahr: 2.000 Tsd. €) und an der Parker Engineering Co., Ltd. mit einem Buchwert von 7.880 Tsd. € (Vorjahr: 1.956 Tsd. €) enthalten. Im Rahmen der Bewertung nach IFRS 9 wurde der Buchwert der Beteiligung in Höhe von 5.924 Tsd. € angepasst. Hiervon entfielen 6.402 Tsd. € auf die ergebnisneutrale Anpassung in der Eröffnungsbilanz sowie ein Aufwand von 478 Tsd. € im Geschäftsjahr 2018.

20. VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN

3.43 - VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN

31.12.2018 31.12.2017
Tsd. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 259.555 207.005
abzüglich Wertberichtigungen -29.382 -25.737
Unfertige Erzeugnisse 124.398 109.816
abzüglich Wertberichtigungen -4.571 -4.407
Fertigerzeugnisse und Handelswaren 154.590 127.301
abzüglich Wertberichtigungen -12.739 -15.474
Geleistete Anzahlungen 43.658 59.269
abzüglich Wertberichtigungen -138 -138
535.371 457.635

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Summe der Wertberichtigungen auf die Vorräte erhöhte sich nach Berücksichtigung von Wechselkursdifferenzen sowie Verbräuchen auf 46.830 Tsd. € (Vorjahr: 45.756 Tsd. €). Die Zuführung zu den Wertberichtigungen von 8.826 Tsd. € im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: 8.509 Tsd. €) wurde erfolgswirksam erfasst.

21. VERTRAGLICHE VERMÖGENSWERTE

3.44 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF VERTRAGLICHE VERMÖGENSWERTE

2018 2017
Tsd. €
Stufe2
Stufe 3
Stand 1. Januar 1.365 -
Währungsdifferenz 7 -
Zuführung neu erworben 1.522 -
bereits im Bestand - -
Änderung Risikoparameter - -
Auflösung -724 -
Inanspruchnahme/Verbrauch - -
Umgliederungen - -
Stand 31. Dezember 2.170 -

Die Änderung der Wertminderung auf die vertraglichen Vermögenswerte mit einem Bruttowert von 480.506 Tsd. € (Vorjahr: 488.418 Tsd. €) ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich die Zusammensetzung der Kunden, das jeweilige Geschäftsvolumen mit ihnen sowie deren Bonitätseinschätzungen geändert haben.

22. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

3.45 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS L&L

2018 2017
Tsd. €
Stufe 2 Stufe 3
Stand 1. Januar 3.277 14.882
Änderungen Konsolidierungskreis 21 -
Währungsdifferenz 47 53
Zuführung neu erworben 2.406 4.266
bereits im Bestand 454 175
Änderung Risikoparameter - -
Auflösung -1.616 -4.155
Inanspruchnahme/Verbrauch -5 -359
Umgliederungen -171 131
Stand 31. Dezember 4.413 14.993

Die Änderungen der Wertberichtigungen auf die Forderungen aus L&L sind im Wesentlichen auf ein geändertes Volumen der Forderungen und eine veränderte Kundenzusammensetzung sowie deren Bonitätseinschätzungen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Forderungen in Höhe von 788 Tsd. € (Vorjahr: 3.235 Tsd. €) ausgebucht, wovon 364 Tsd. € (Vorjahr: 1.265 Tsd. €) bereits in der Vergangenheit wertgemindert waren. Die Ausbuchung der restlichen 424 Tsd. € (Vorjahr: 1.970 Tsd. €) wurde im Geschäftsjahr 2018 ergebniswirksam erfasst.

3.46 - FORDERUNGEN AUS L&L NACH FÄLLIGKEIT

31.12.2018 31.12.2017
Tsd. €
Stufe 2 Stufe 3
Bruttowert 603.611 18.819
Nicht fällig 430.238 -
weniger als 1 Monat 68.999 -
zwischen 1 und 3 Monaten 45.916 -
zwischen 3 und 6 Monaten 32.449 -
zwischen 6 und 9 Monaten 13.469 -
zwischen 9 und 12 Monaten 12.540 -
mehr als 12 Monate / Stufe 3 18.819 7.924
Wertberichtigung -4.413 -14.993
Buchwert (netto) 599.198 3.826

In Risikostufe 2 wurde eine pauschalisierte Wertberichtigung auf Basis einer Wertminderungsmatrix angewendet. Bei den Forderungen in Risikostufe 3 erfolgt die Wertminderung auf Basis einer individuellen Risikoeinschätzung. Die Forderungen der Wertberichtigungsstufe 2 unterliegen der Risikoklasse mit einem geringen Ausfallrisiko (nicht bonitätsbeeinträchtigt), während die Forderungen der Wertberichtigungsstufe 3 der Risikoklasse mit hohem Ausfallrisiko (bonitätsbeeinträchtigt) unterliegen.

23. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

3.47 - SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

31.12.2018 31.12.2017
Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.691 3.602 89 5.928 5.758 170
Mietkautionen und sonstige hinterlegte Sicherheiten 6.194 3.208 2.986 6.951 4.092 2.859
Termingelder 539 539 - 136.008 136.008 -
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (IFRS 9) 19.507 19.507 - - - -
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (IFRS 9) 5 5 - - - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (IAS 39) - - - 2.996 2.996 -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (IAS 39) - - - 19.513 19.513 -
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 26.798 25.582 1.216 24.110 22.286 1.824
Summe 56.734 52.443 4.291 195.506 190.653 4.853

In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem Forderungen aus Schadensersatzansprüchen in Höhe von 13.706 Tsd. € (Vorjahr: 12.387 Tsd. €), Guthaben bei Lieferanten in Höhe von 5.880 Tsd. € (Vorjahr: 3.572 Tsd. €) und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 1.910 Tsd. € (Vorjahr: 1.693 Tsd. €) enthalten. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind dementsprechend überwiegend der Wertberichtigungsstufe 1 zugeordnet.

24. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

→ Tabellen 3.48 und 3.49 Die Ausfallrisiko-Ratingklassen basieren auf internen und externen Risikoeinschätzungen.# 3. LIQUIDE MITTEL

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine wesentlichen Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Für weitere Informationen zu den finanziellen Vermögenswerten verweisen wir auf die → Textziffern 23 und 36.

3.48 - ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTENÄQUIVALENTE AGGREGIERT NACH AUSFALLRISIKO-RATINGKLASSE

31.12.2018 Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Investment Grade AAA bis A- 449.709 - - -
Investment Grade BBB+ bis BBB- 195.384 - - -
Sub Investment Grade 11.602 - - -
Zwischensumme 656.695 - - -
Risikovorsorge gemäß IFRS 9 -1.653 - - -
Bilanzwert 655.042 - - -

3.49 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF LIQUIDE MITTEL

2018 Tsd. € Stufe1 Stufe 2 Stufe 3
Stand 1. Januar 806 - - -
Änderungen Konsolidierungskreis - - - -
Währungsdifferenz -8 - - -
Zuführung neu erworben 1.179 - - -
bereits im Bestand - - - -
Änderung Risikoparameter - - - -
Auflösung -324 - - -
Inanspruchnahme/Verbrauch - - - -
Umgliederungen - - - -
Stand 31. Dezember 1.653 - - -

25. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

3.50 - SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

31.12.2018 Tsd. € 31.12.2017 Tsd. €
Summe Kurzfristig
Steuererstattungsansprüche ohne Ertragsteuern 38.244 37.657
Vertragsanbahnungskosten 9.462 8.738
Miete, Wartungs- und Lizenzkosten 7.803 6.273
Übrige 2.062 1.335
Gesamt 57.571 54.003

Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Vertragsanbahnungskosten bestehen aus Vertriebsprovisionen, die im Zusammenhang mit Kundenverträgen entstanden sind und die ohne Vertragsabschluss nicht angefallen wären.

26. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGEN

Im Geschäftsjahr 2018 veräußerte Vermögenswerte

Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing an die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China (SBS) wurden nachgelagert zum 31. März 2018 noch weitere Vermögenswerte mit einem Buchwert von 571 Tsd. € und einem Veräußerungserlös in Höhe von 634 Tsd. € veräußert. Diese waren der Division Measuring and Process Systems zugeordnet.

Derzeit weist der Konzern keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus.

Im Geschäftsjahr 2017 veräußerte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China, (SBS) hat das Geschäft des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) mit Wirkung zum 31. März 2017 übernommen. Die dem Bereich Cleaning and Surface Processing zugeordneten Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten waren als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und in der Konzernbilanz der Dürr AG zum 31. Dezember 2016 separat ausgewiesen. Diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2016 der Division Measuring and Process Systems zugeordnet.

Die Transaktion umfasste neben verschiedenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der V. R. China, Mexiko und in einigen weiteren Ländern die folgenden Gesellschaften:
* Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, Deutschland,
* Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans, Frankreich,
* Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany, Tschechische Republik,
* UCM AG, Rheineck, Schweiz,
* Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan, USA,
* Mhitraa Engineering Equipment Private Limited, Sriperumbudur, Indien.

Der Ertrag aus dem Verkauf betrug 22.986 Tsd. €. Im Rahmen der Veräußerung erhielt der Dürr-Konzern neben einem Netto-Barausgleich von 108.517 Tsd. € eine 15-%-Beteiligung an der neuen Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland. Die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co. hat die Option ausgeübt, die restlichen 15 % der Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH vom Dürr-Konzern zu übernehmen. Der Ausweis erfolgt in den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten. Bis zur vollständigen Übertragung der Anteile bleibt der Dürr-Konzern Gesellschafter an der SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart.

Im ersten Quartal 2017 steuerte der Bereich Cleaning and Surface Processing 47.475 Tsd. € zum Konzern-Umsatz und 2.183 Tsd. € zum Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) bei.

Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva

27. EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT

Gezeichnetes Kapital (Dürr AG)

Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2018 177.157 Tsd. € (Vorjahr: 88.579 Tsd. €) und setzte sich aus 69.202.080 Stückaktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Am 22. Juni 2018 erfolgte die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 an die bestehenden Aktionäre im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei der ein Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 88.578 Tsd. € in gezeichnetes Kapital umgewandelt wurde. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren vollständig eingezahlt.

Ermächtigungen

Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien (Dürr AG)

Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10-%-Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Genehmigtes Kapital (Dürr AG)

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.

Bedingtes Kapital (Dürr AG)

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 44.289 Tsd. €) durch Ausgabe von bis zu 34.601.040 (Vorjahr: 17.300.520) neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage (Dürr AG)

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2018 67.318 Tsd. € (Vorjahr: 155.896 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, und betrugen zum 31. Dezember 2018 771.468 Tsd. € (Vorjahr: 690.417 Tsd. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Einstellung des Jahresergebnisses, der Erfassung und Bewertung der auf die Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Optionen sowie der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2017.

Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Dürr AG (§ 253 Abs. 6 HGB und § 285 Nr. 28 HGB)

Aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Bewertung von Rückstellungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Dürr AG bestehen Ausschüttungsrestriktionen. Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 931 Tsd. € (Vorjahr: 1.505 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist.

Dividende

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die Ausschüttung nach dem Bilanzgewinn, den die Dürr AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2018 schüttete die Dürr AG aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2017 eine Dividende von 2,20 € je Aktie an ihre Aktionäre aus (Vorjahr: 2,10 €). Die Gesamtausschüttungssumme betrug 76.122 Tsd. € (Vorjahr: 72.662 Tsd. €). Aufgrund der Ertragslage im Geschäftsjahr 2018 schlägt der Vorstand der Dürr AG dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von 1,00 € je Aktie auszuschütten, was einer Gesamtausschüttungssumme von 69.202 Tsd. € entspricht.# Auswirkungen im Eigenkapital aufgrund der Veränderungen der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung

3.51 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL

Tsd. €
Benz GmbH Werkzeugsysteme -15.037
Dürr thermea GmbH
HOMAG KOREA CO., LTD. -1.466
Gesamt -16.503

Angaben zum Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die operative Geschäftstätigkeit zu unterstützen, eine angemessene Eigenkapitalquote sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Der Dürr-Konzern überwacht sein Kapital auf monatlicher Basis mithilfe der so genannten Gearing Ratio. Dabei handelt es sich um eine Kapitalausstattungskennzahl, die das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung wiedergibt. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll die Kennzahl keinen größeren Wert als 30 % annehmen. Dieser Wert wurde am Bilanzstichtag 2018 mit -3,4% (Vorjahr: -24,3%) signifikant unterschritten, da wie im Vorjahr ein Nettofinanzguthaben anstelle einer Nettofinanzverschuldung bestand.

3.52 - GEARING RATIO

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -655.042 -659.911
Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere -544 -139.010
Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.958 597.285
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.002 1.875
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 24.321 23.435
Nettofinanzverschuldung -32.305 -176.326
Eigenkapital 992.151 900.522
Nettofinanzverschuldung -32.305 -176.326
Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 959.846 724.196
Nettofinanzverschuldung -32.305 -176.326
Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 959.846 724.196
Gearing Ratio -3,4 % -24,3 %

28. RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Beitrags- und Leistungszusagen.

Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) entrichtet der Dürr-Konzern Beitragszahlungen an einen staatlichen oder privaten Versorgungsträger. Neben der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bestehen keine weiteren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für den Konzern. Eine Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung ist derzeit unwahrscheinlich. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand innerhalb der Funktionskosten erfasst. Den Mitarbeitern der deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns steht im Rahmen der Altersversorgung ein der Tarifgruppe entsprechendes Lebensversicherungsprogramm (MetallRente) offen, für das der Konzern Beiträge von 875 Tsd. € (Vorjahr: 916 Tsd. €) als Aufwand erfasst hat. Darüber hinaus hat der Konzern Beiträge von 44.715 Tsd. € (Vorjahr: 42.955 Tsd. €) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. Die US-Tochtergesellschaften entrichten für die einer Gewerkschaft angehörenden Arbeitnehmer Beiträge an externe Pensionsfonds. Die Pensionsaufwendungen für diese Arbeitnehmer betrugen im Geschäftsjahr 2018 3.795 Tsd. € (Vorjahr: 4.739 Tsd. €). Die Zahlungen für sonstige beitragsorientierte Pläne in weiteren Ländern, unter anderem für staatliche Rentenversicherungssysteme, betrugen 13.050 Tsd. € (Vorjahr: 10.852 Tsd. €). Der Konzern hat für seine US-Tochtergesellschaften darüber hinaus einen Gewinnbeteiligungsplan nach dem Regelwerk "401(k)" für bestimmte Beschäftigte eingerichtet. Grundlage für die Gewinnbeteiligung sind die geleisteten Dienstjahre und die Höhe der Vergütung der Angestellten. Der Dürr-Konzern leistet hierzu nach seinem Ermessen Beiträge, die durch die Geschäftsleitung jährlich festgelegt werden. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2018 rund 2.164 Tsd. € (Vorjahr: 2.017 Tsd. €).

Leistungsorientierte Pläne

Gegenüber einzelnen ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Dürr AG sowie Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen, die sich nach den zuletzt bezogenen Festgehältern und der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten. Für die außertariflich Beschäftigten der deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns inklusive der Vorstände von Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG besteht die Möglichkeit, neben laufenden arbeitgeberfinanzierten Beiträgen auch arbeitnehmerfinanzierte Beiträge in eine Versorgungszusage umzuwandeln (Pensionsplan des Dürr-Konzerns). Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat der Dürr-Konzern eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich dem Konzern zu. Für den Dürr-Konzern besteht daher kein wesentliches versicherungsmathematisches oder Anlage-Risiko. Die Höhe der Altersrente entspricht der Leistung aus der vom Konzern abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert der Dürr-Konzern saldiert mit dem Vermögen aus der Rückdeckungsversicherung. Bei den deutschen Gesellschaften des Dürr-Konzerns haben die zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigten Mitarbeiter der Schenck-Gesellschaften Pensionszusagen. Grundlage dafür sind die geleisteten Dienstjahre. Die nach den Versorgungsplänen vorgesehenen Zahlungen bestehen aus Festbeträgen zuzüglich einer Komponente, die von den geleisteten Dienstjahren abhängt. Bei einer US-amerikanischen Gesellschaft existiert für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ein Pensionsplan. Dieser Plan wurde 2003 geschlossen, die Ansprüche für aktive Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. Die Höhe der zukünftigen Versorgungsleistungen basiert auf den durchschnittlich verdienten Gehältern und Dienstzeiten vor dem Einfrieren der Pensionszusagen im Jahr 2003. Eine US-amerikanische Tochtergesellschaft ist mit circa 37% an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Metallverarbeitungsunternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Der leistungsorientierte Versorgungsplan wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da keine anteilige Zuordnung von Verpflichtungen und Planvermögen zu den einzelnen Trägerunternehmen möglich ist. Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Zum 31. März 2017 betrugen die nicht ausfinanzierten Versorgungsverpflichtungen aus dem Plan 7.338 Tsd. €, für die der Dürr-Konzern bei Ausfall der anderen Trägerunternehmen in voller Höhe gehaftet hätte. Zum 31. März 2018 war kein Fehlbetrag mehr vorhanden. Für das Jahr 2018 erwartet der Konzern Beitragszahlungen in den Pensionsplan in Höhe von 1.154 Tsd. € (Vorjahr: 1.102 Tsd. €). Darüber hinaus existieren in verschiedenen Ländern Pläne, die Auszahlungen im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsehen, sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Pensionspläne.

Planpopulation und Risikomanagement

Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Altersversorgung variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des betreffenden Landes und beruht dabei in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018 bestanden 3.227 Zusagen an Anspruchsberechtigte (Vorjahr: 2.618), davon 2.650 aktive Mitarbeiter (Vorjahr: 2.044), 116 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen (Vorjahr: 126) sowie 461 Pensionäre und Hinterbliebene (Vorjahr: 448). Die leistungsorientierten Versorgungspläne sind größtenteils über Rückstellungen finanziert, denen als Planvermögen qualifiziertes Fondsvermögen gegenübersteht, das mit den Verpflichtungen saldiert wird. Der überwiegende Teil des Fondsvermögens besteht in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Um den mit Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einhergehenden Risiken hinreichend Rechnung zu tragen, hat der Dürr-Konzern vor einigen Jahren das Corporate Pension Committee (CPC) ins Leben gerufen. Dieses tagt vierteljährlich und überprüft und bewertet sämtliche weltweiten Versorgungspläne im Dürr-Konzern. Regelmäßige Teilnehmer des CPC sind der Finanzvorstand der Dürr AG sowie die Leiter der zentralen Funktionsbereiche Personal, Rechnungswesen & Controlling, Treasury und Recht. Weiterhin werden bereits seit vielen Jahren zur Verminderung des Risikos aus Pensionsverpflichtungen in Deutschland keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen mehr gewährt, deren Wert nicht überwiegend durch eine externe Gegenfinanzierung abgesichert ist. Gleichzeitig sehen die aktuellen Versorgungspläne mehrheitlich eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung vor.

Entwicklung der leistungsorientierten Pläne

3.53 - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS

Tsd. €# 3.54 - VERÄNDERUNG DES FONDSVERMÖGENS

31.12.2018 31.12.2017
Fondsvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres 68.340 64.213
Währungsdifferenz 459 -1.278
Zinsertrag 839 1.238
Neubewertung des Fondsvermögens 5.205 -2.064
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen 4.782 -825
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 423 -1.239
Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen 3.344 3.146
Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen 1.875 1.911
Zahlungen der Versorgungspläne -2.890 -3.621
Änderungen Konsolidierungskreis 172 4.813
Sonstiges -139 -18
Fondsvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 77.205 68.340
Effekt aus der Vermögenswertbegrenzung -1.592 -1.431
Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 75.613 66.909

3.55 - FINANZIERUNGSSTATUS

31.12.2018 31.12.2017
Anwartschaftsbarwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 113.832 110.600
Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 75.613 66.909
Das Fondsvermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 38.219 43.691
Anwartschaftsbarwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 11.865 6.139
Finanzierungsstatus1 50.084 49.830

1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung.

Der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres gemäß → Tabelle 3.56 zusammen:

3.56 - ZUSAMMENSETZUNG DES FONDSVERMÖGENS

31.12.2018 31.12.2017
Rückdeckungsversicherungen 65.943 57.950
Festverzinsliche Wertpapiere 9.968 8.447
Aktien 828 1.513
Immobilien 138 114
Sonstiges 328 316
Summe 77.205 68.340

Das Fondsvermögen der deutschen Gesellschaften beinhaltet im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen, die eine Garantieleistung gewähren. Diese Rückdeckungsversicherungen sind überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Bei der Auswahl der Emittenten werden unter anderem das individuelle Rating durch internationale Agenturen sowie die Eigenkapitalausstattung der Emittenten berücksichtigt. Die Investitionsstrategie zielt einerseits auf einen langfristigen Kapitalzuwachs ab, andererseits auf laufende Zinseinnahmen. Dies führt zu einer leicht höheren Volatilität. Im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sieht der Portfolio-Mix fremdkapital- und eigenkapitalverbriefte Wertpapiere vor. Der langfristige Kapitalzuwachs soll hauptsächlich über festverzinsliche Wertpapiere, die auch laufende Zinseinnahmen sicherstellen sollen, erreicht werden. Einen weiteren Anteil am Anlagenportfolio bilden Aktienanlagen. Außer für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere existieren keine an einem aktiven Markt notierten Preise. Soweit Rückdeckungsversicherungen als qualifizierte Versicherungspolicen zum Planvermögen gehören und sie die zugesagten Leistungen kongruent abdecken, gilt der Barwert der abgedeckten Verpflichtungen als ihr beizulegender Zeitwert. Ansonsten wird in der Regel der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise berechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen setzen sich aus den in Tabelle 3.57 aufgeführten Positionen zusammen:

3.57 - IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER ANTEIL DER AUFWENDUNGEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN

2018 2017
Laufender Dienstzeitaufwand 3.488 3.132
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 554 -8
Nettozinsaufwand 823 813
Sonstiges -268 -269
Summe 4.597 3.668

Aus der Vermögenswertbegrenzung ergab sich im Gesamtergebnis eine Veränderung von 51 Tsd. € (Vorjahr: -307 Tsd. €). Davon wurden 75 Tsd. € (Vorjahr: -291 Tsd. €) ergebnisneutral und -24 Tsd. € (Vorjahr: -16 Tsd. €) ergebniswirksam erfasst.

Der Stichtag für die Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist der 31. Dezember; der Bewertungsstichtag für die Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen ist der 1. Januar. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung, die für die deutschen Konzernunternehmen aus den biometrischen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entnommen wurden, wurden die Prämissen in → Tabelle 3.58 für die Berechnung des Anwartschaftsbarwerts und des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zugrunde gelegt. Die Anwendung der neuen Richttafeln für die deutschen Pensionsverpflichtungen führten zu einer Erhöhung des Anwartschaftsbarwerts in Höhe von 824 Tsd. €, die als Teil der Neubewertung erfasst wurden. Der Rententrend, der in Deutschland eine wesentliche Wirkung auf den Anwartschaftsbarwert zum Bilanzstichtag hat, betrug im Geschäftsjahr 2018 1,75% (Vorjahr: 1,75%). Die Berechnung der durchschnittlichen Faktoren basiert auf dem gewichteten Durchschnitt des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen. Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Ende des Geschäftsjahres 2018 betrug 14 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2019 werden Dotierungen in das Fondsvermögen durch die Arbeitgeber in Höhe von 3.031 Tsd. € erwartet. → Tabelle 3.59 gibt einen Überblick über die in kommenden Geschäftsjahren erwarteten Zahlungen für Leistungszusagen.

Sensitivitäten

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind der Abzinsungsfaktor und für Verpflichtungen in Deutschland zusätzlich der Rententrend. Durch Absicherung der wesentlichen Risiken durch Rückdeckungsversicherungen spielt das Langlebigkeitsrisiko für die Verpflichtungen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. → Tabelle 3.60 zeigt in Sensitivitätsanalysen, wie der Anwartschaftsbarwert durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst wird.

3.58 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER VERPFLICHTUNGEN

2018 2017
Deutschland Restliche Welt Deutschland Restliche Welt
Abzinsungsfaktor 1,70 2,40 1,70 2,12
Langfristige Entgeltsteigerungen 3,00 2,00 3,00 2,00

3.59 - ERWARTETE ZAHLUNGEN AUS DEN LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN

Tsd. € 2019 2020 2021 2022 2023 2024 bis 2028
Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 5.311 5.513 5.669 5.594 5.485 27.065
Gesamt
Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 54.637

3.60 - SENSITIVITÄTEN - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
ABZINSUNGSFAKTOR +1 %-Punkt -10.332 -14.204
-1 %-Punkt 12.791 17.462
RENTENTREND +0,25 %-Punkte 1.994 2.548
-0,25 %-Punkte -1.910 -2.451

Zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht.

29. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Tabelle → 3.61

Die Auftragsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen, Garantien und drohende Verluste im Auftragsbestand. Rund 61% (Vorjahr: 50 %) der Auftragsrückstellungen entfallen auf Rückstellungen für Garantien und Nachtragsaufwendungen. Die Berechnung der Auftragsrückstellungen basiert im Wesentlichen auf noch erwarteten Nachtragsaufwendungen sowie auf gesetzlichen oder vertraglichen Garantieansprüchen und wurde ausgehend von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und unter Berücksichtigung aktueller Verhältnisse vorgenommen.

Die Personalrückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für Jubiläumsaufwendungen. Diese Rückstellungen leiten sich aus versicherungsmathematischen Ermittlungsverfahren ab.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen bei denen Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunkts sowie der zukünftigen Kosten bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die als kurzfristig eingestuften übrigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen. Die Auszahlungen für langfristige Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre anfallen.

→ Tabelle 3.62

3.61 - ENTWICKLUNG DER ÜBRIGEN RÜCKSTELLUNGEN

Tsd. € Auftragsrückstellungen Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen
Stand 1. Januar 2018 140.458 22.101 6.833
Änderungen Konsolidierungskreis 7.289 504 954
Währungsdifferenz 104 11 61
Inanspruchnahme/Verbrauch -58.650 -5.529 -1.131
Auflösung -30.330 -1.545 -472
Zuführung 57.546 8.542 2.251
Umgliederungen 721 - 16
Stand 31. Dezember 2018 117.138 24.084 8.512

3.62 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN - VORAUSSICHTLICHE INANSPRUCHNAHME

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Summe Kurzfristig Langfristig Summe
Auftragsrückstellungen 117.138 115.803 1.335 140.458
Personalrückstellungen 24.084 10.019 14.065 22.101
Sonstige Rückstellungen 8.512 4.854 3.658 6.677
Gesamt 149.734 130.676 19.058 169.236

Vertragliche Verbindlichkeiten stellen Verpflichtungen für den Dürr-Konzern dar, dem Kunden die vertraglich vereinbarten Leistungen zu übertragen, wenn hierfür bereits Zahlungen seitens des Kunden geleistet wurden oder ein fälliger Anspruch besteht. Dabei handelt es sich um Aufträge, bei denen erhaltene oder fällige Kundenzahlungen den angearbeiteten Projektstand übersteigen. Typischerweise werden im Maschinen- und Anlagenbau regelmäßige Abschlagszahlungen gemäß Projektfortschritt vereinbart. Zumeist ist bereits vor Beginn der Arbeiten eine Kundenzahlung fällig. Dies führt dazu, dass im Laufe der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Projekte seitens der Kunden vorfinanziert werden. Während des Projekts werden weitere Zahlungen in Rechnung gestellt, diese orientieren sich an den erreichten Projektmeilensteinen. Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine nennenswerten Abweichungen zu diesem typischen Verhältnis zwischen Leistungserbringen und Kundenzahlung. Dies spiegelt sich im Ausweis des Saldos als vertragliche Verbindlichkeit wider. Die Akquisition der MEGTEC/ Universal-Gesellschaften beeinflusste die vertraglichen Vermögenswerte in Höhe von 19.149 Tsd. € und die vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von 16.622 Tsd. €. Davon abgesehen gibt es keine signifikanten Änderungen bei den Salden aus vertraglichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

31. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

→ Tabelle 3.63

32. ANLEIHE, SCHULDSCHEINDARLEHEN UND ÜBRIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Unter diesen Positionen werden alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen.

→ Tabelle 3.64

3.63 - VERBINDLICHKEITEN AUS L&L

Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Verbindlichkeiten aus L&L 501.835 500.868 967 927 40
(2017) (390.326) (389.830) (496) (408) (88)
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 535 535 - - -
(2017) (203) (203) (-) (-) (-)
31. Dezember 2018 502.370 501.403 967 927 40
(31. Dezember 2017) (390.529) (390.033) (496) (408) (88)

3.64 - FINANZVERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Anleihe 298.597 - 298.597 298.597 -
(2017) (298.027) (-) (298.027) (298.027) (-)
Schuldscheindarlehen 299.361 - 299.361 199.574 99.787
(2017) (299.258) (-) (299.258) (99.753) (199.505)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.002 1.002 - - -
(2017) (1.875) (1.875) (-) (-) (-)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.182 1.907 5.275 4.532 743
(2017) (5.810) (1.347) (4.463) (3.497) (966)
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.139 9.587 7.552 7.552 -
(2017) (17.625) (9.524) (8.101) (8.101) (-)
31. Dezember 2018 623.281 12.496 610.785 510.255 100.530
(31. Dezember 2017) (622.595) (12.746) (609.849) (409.378) (200.471)

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend Darlehen von Mitarbeitern deutscher HOMAG-Group-Gesellschaften und Verbindlichkeiten für abgegrenzte Zinsen für die Anleihe und das Schuldscheindarlehen enthalten.

Finanzierung des Konzerns

Anleihe

Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875% und einem Ausgabekurs von 99,221%. Die Auszahlung an den Dürr-Konzern und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating.

Schuldscheindarlehen

Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von der Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität.

Syndizierter Kredit Dürr AG

Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 Tsd. € und einer Avallinie über 215.000 Tsd. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung des vereinbarten Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge.

Sonstige Darlehen

Zum 30. September 2017 wurde das Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien in Bietigheim-Bissingen mit einem Buchwert von 34.198 Tsd. € vorfristig zurückgezahlt. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fiel nicht an, da die Zinsbindungsfrist abgelaufen war.

Kredit- und Avallinien

Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 153.707 Tsd. € (Vorjahr: 143.282 Tsd. €) in Anspruch genommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Barlinie in Höhe von bis zu 50.000 Tsd. € temporär als Avallinie zu nutzen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich bestehen bei verschiedenen Kreditinstituten und Versicherungen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 9.344 Tsd. € (nutzbar zur Betriebsmittelfinanzierung oder Avalinanspruchnahme), Avallinien in Höhe von 537.751 Tsd. € sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Kreditlinien. Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung.

3.65 - KREDIT- UND AVALLINIEN

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Gesamtbetrag der zur Verfügung stehenden Kredit- und Avallinien 1.072.095 963.593
Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Kredite/Avale 317.288 300.606
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 152.175 180.383
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 165.113 120.223

33. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Verpflichtungen aus Optionen in Höhe von 176.958 Tsd. € (Vorjahr: 209.729 Tsd. €) betreffen die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Darüber hinaus betreffen die Optionen Geschäftsanteile in Höhe von 37.239 Tsd. € (Vorjahr: 35.282 Tsd. €), die sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befinden.

3.66 - SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 7.573 7.232 341 341 -
(2017) (6.271) (4.975) (1.296) (1.296) (-)
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 97.619 94.407 3.212 3.212 -
(2017) (98.242) (93.844) (4.398) (4.398) (-)
Verpflichtungen aus Optionen 214.767 213.543 1.224 1.224 -
(2017) (245.011) (245.011) (-) (-) (-)
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.532 9.532 - - -
(2017) (9.675) (9.445) (230) (230) (-)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 24.473 22.984 1.489 1.459 30
(2017) (30.517) (29.242) (1.275) (1.229) (46)
31. Dezember 2018 353.964 347.698 6.266 6.236 30
(31. Dezember 2017) (389.716) (382.517) (7.199) (7.153) (46)

34. ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN UND ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN

3.67 - ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Ertragsteuerverbindlichkeiten 34.970 30.806 4.164 4.164 -
(2017) (50.405) (43.694) (6.711) (6.711) (-)
31. Dezember 2018 34.970 30.806 4.164 4.164 -
(31. Dezember 2017) (50.405) (43.694) (6.711) (6.711) (-)

3.68 - ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Steuerverbindlichkeiten, die nicht Ertragsteuern betreffen 62.361 62.357 4 4 -
(2017) (50.541) (50.534) (7) (7) (-)
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.085 8.085 - - -
(2017) (7.712) (7.712) (-) (-) (-)
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 60.989 60.561 428 202 226
(2017) (61.866) (61.449) (417) (417) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.469 11.290 179 179 -
(2017) (11.654) (11.450) (204) (204) (-)
31. Dezember 2018 142.904 142.293 611 385 226
(31. Dezember 2017) (131.773) (131.145) (628) (628) (-)

35. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG

Für die Mitglieder des Vorstands der Dürr AG und des obersten Führungskreises des Dürr-Konzerns existiert ein langfristiges aktienbasiertes Incentive-Programm (Long Term Incentive - LTI). Die Ausgestaltung erfolgt in Tranchen, die jedes Jahr herausgegeben werden und jeweils eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die Auszahlungen erfolgen nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit jeweils im Anschluss an die darauffolgende Hauptversammlung. Gemäß dem Programm erhalten die Berechtigten eine individuell festgelegte Anzahl virtueller Dürr-Aktien (Performance Share Units). Zum 31.# Anhang

Im Geschäftsjahr 2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen virtuellen Aktien 254.250 Stück (Vorjahr: 117.000 Stück). Am Ende der Laufzeit des Incentive-Programms erfolgt eine Barvergütung der erworbenen Ansprüche. Die Vergütung ermittelt sich aus der Anzahl der virtuellen Aktien, dem geglätteten Stichtagsaktienkurs (Aktienkurs-Multiplikator) und einem EBIT-Multiplikator gemäß der erzielten durchschnittlichen EBIT-Marge während der Laufzeit. Für den EBIT-Multiplikator besteht eine Höchstgrenze. Ein maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) ist individuell festgelegt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 849 Tsd. € (Vorjahr: 4.678 Tsd. €) als Aufwendungen für das LTI-Programm in den Verwaltungskosten erfasst. Der in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passivierte Betrag belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 5.302 Tsd. € (Vorjahr: 6.744 Tsd. €).

36. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien

Aus → Tabelle 3.69 sind, ausgehend von den relevanten Bilanzpositionen, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IFRS 9, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

3.69 - BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN

Wertansatz Tsd. € Buchwert 31.12.2018 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam)
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 655.042 655.042 - -
Forderungen aus L&L gegen Dritte 593.644 593.644 - -
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.380 9.380 - -
Übrige Finanzanlagen 10.186 - 2.306 7.880
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 53.043 33.531 - 19.512
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 623 - - 623
Derivate mit Hedge-Beziehung 3.068 - 2.163 905
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus L&L 502.370 502.370 - -
Anleihe 298.597 298.597 - -
Schuldscheindarlehen 299.361 299.361 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.002 1.002 - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.139 17.139 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing² 7.182 - - -
Verpflichtungen aus Optionen 214.767 176.958 37.239 570
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.532 - - 9.532
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 122.092 122.092 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.124 - - 1.124
Derivate mit Hedge-Beziehung 6.449 - 4.775 1.674
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.291.597 1.291.597 - -
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2.306 - 2.306 -
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 628 - - 628
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 27.387 - - 27.387
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.424.701 1.417.519 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet 48.465 - 37.239 11.226
Wertansatz Tsd. € Buchwert 31.12.2017 angepasst¹ Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam)
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 - 659.911 - -
Forderungen aus L&L gegen Dritte 524.187 - 524.187 - -
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.157 - 9.157 - -
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 19.513 - - - 19.513
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.996 - 2.996 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.393 4.393 - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 167.069 - 167.069 - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 496 - - - 496
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.432 - - 4.436 996
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus L&L 390.529 - 390.529 - -
Anleihe 298.027 - 298.027 - -
Schuldscheindarlehen 299.258 - 299.258 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 - 1.875 - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.625 - 17.625 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing² 5.810 - - - -
Verpflichtungen aus Optionen 245.011 - 209.729 35.282 -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 - - - 9.675
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 128.759 - 128.759 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - - - 452
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.819 - - 4.607 1.212
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 20.009 - - - 20.009
Kredite und Forderungen 1.360.324 - 1.360.324 - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.996 - 2.996 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.393 4.393 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet 45.409 - - 35.282 10.127
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.351.612 - 1.345.802 - -

1 Die Werte für den 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze.

Um die Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt:
― Notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1);
― Andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2);
― Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3).

Die vom Dürr-Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchie-Stufen auf:

3.70 - ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIE-STUFEN

Fair-Value-Hierarchie Tsd. € 31.12.2018 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL
Übrige Finanzanlagen 2.306 - - 2.306
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.163 - 2.163 -
AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM
Übrige Finanzanlagen 7.880 - - 7.880
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19.512 5 - 19.507
Derivate ohne Hedge-Beziehung 623 - 623 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 905 - 905 -
PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL
Verpflichtungen aus Optionen 37.239 - - 37.239
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.775 - 4.775 -
PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM
Verpflichtungen aus Optionen 570 - - 570
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.532 - - 9.532
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.124 - 1.124 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.674 - 1.674 -
Fair-Value-Hierarchie Tsd. € 31.12.2017 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.436 - 4.436 -
AKTIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 19.513 6 - 19.507
Derivate ohne Hedge-Beziehung 496 - 496 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 996 - 996 -
PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSNEUTRAL
Verpflichtungen aus Optionen 35.282 - - 35.282
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.607 - 4.607 -
PASSIVA ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT - ERFOLGSWIRKSAM
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 - - 9.675
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - 452 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.212 - 1.212 -

Zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfolgt die Beurteilung, ob es zu Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen oder Bewertungskategorien gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2018 fanden keine Umgliederungen zwischen den Fair-Value-Hierarchie-Stufen oder Bewertungskategorien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum 31. Dezember 2018 im Bestand befindlichen Finanzinstrumente der Stufen 1, 2 und 3 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:

3.71 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASST

Tsd. € 2018 2017
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (IFRS 9) -478 -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (IAS 39) - -449
Derivative Finanzinstrumente 1.492 1.158

GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN IM EIGENKAPITAL ERFASST

Tsd. € 2018 2017
Derivative Finanzinstrumente 2.171 5.047

3.72 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € 2018 2017
IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASST
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten -87 -83
Verpflichtungen aus Optionen 1.129 -
Derivative Finanzinstrumente -2.792 -1.585
IM EIGENKAPITAL ERFASST
Verpflichtungen aus Optionen -761 -6.790
Derivative Finanzinstrumente -3.650 -131

3.73 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERMÖGENSWERTEN

Tsd. € 2018 2017
Stand 31. Dezember
Vorjahr 19.507 -
Anpassung IFRS 9 10.795 -
Stand 1. Januar 30.302 -
Änderungen Konsolidierungskreis -132 -
Währungsdifferenz 1 -
Zugänge - 19.058
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts -478 449
Stand 31. Dezember 29.693 19.507

Durch die Einführung des IFRS 9 wurden sonstige Beteiligungen und nicht konsolidierte Konzerngesellschaften in die Kategorie zum beizulegenden Zeitwert umgebucht und im Eröffnungsbilanzwert berücksichtigt. Für weitere Informationen zu den finanziellen Vermögenswerten verweisen wir auf → Textziffer 6. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Vermögenswerte wurden erfolgswirksam im Beteiligungsergebnis berücksichtigt.

3.74 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € 2018 2017
Stand 31. Dezember
Vorjahr 44.957 30.231
Anpassung IFRS 9 1.699 -
Stand 1.
31.12.2018 31.12.2017
Buchwert +10 % -10 % Buchwert +10 % -10 %
Tsd. € Tsd. €
ADAMOS GmbH 2.000 2.154 1.914 2.000 - -
Parker Engineering Co., Ltd. 7.880 8.445 7.315 1.956 - -
SBS Ecoclean GmbH 19.507 19.507 19.507 19.507 19.507 19.507
HOMAG eSolution GmbH - Option 1.196 1.243 1.148 - - -

Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet.

Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die der Dürr-Konzern von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für den Konzern abzuleiten.

Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen, übrigen Finanzanlagen und bedingten Kaufpreisraten basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Daten. Dazu zählen vor allem historische Ergebnisse, bilanzielle Daten und zukunftsgerichtete Planungsdaten der jeweiligen Gesellschaft, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeiten abhängt. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte berechnet sich aus den vertraglichen Vereinbarungen eines Verkaufspreises und einer fixen Zinskomponente. Die Annahmen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen.

Sensitivitäten Stufe 3
Der beizulegende Zeitwert der ADAMOS GmbH beruht maßgeblich auf den erwarteten Free Cashflows der kommenden Jahre. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 15-%-Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH geht der Konzern im Moment nicht davon aus, dass ergebnisabhängige Vertragsklauseln, die den Wert positiv beeinflussen können, zur Anwendung kommen. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Parker Engineering Co., Ltd. basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich am anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft und würde bei einer unterstellten Änderung um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten entsprechend schwanken. Die Bewertung der Option für den Erwerb der weiteren Anteile der HOMAG eSolution GmbH basiert auf dem ausschüttungsfähigen Kapital der zukünftigen Jahre bis 2021.

Von im Bestand befindlichen Beteiligungen sind im Geschäftsjahr 2018 Dividenden in Höhe von 105 Tsd. € erfasst worden.

Beizulegende Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten
→ Tabelle 3.76 zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus L&L, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus L&L, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Derzeit weist Dürr Eigenkapitalanteile in Höhe von 29.693 Tsd. € (Vorjahr 23.900 Tsd. €) aus, davon wurden im Vorjahr 4.393 Tsd. € zu Anschaffungskosten gehalten. Der Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit - mit Ausnahme der Anleihe, des Schuldscheindarlehens und der Verpflichtungen aus Optionen - kaum vom Buchwert ab.

3.76 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

31.12.2018 31.12.2017
Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 655.042 655.042 659.911 659.911
Forderungen aus L&L gegen Dritte 593.644 593.644 524.187 524.187
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.380 9.380 9.157 9.157
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 33.531 33.531 167.069 167.069
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestition (IAS 39) - - 3.050 2.996
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus L&L 502.370 502.370 390.529 390.529
Anleihe 314.250 298.597 320.490 298.027
Schuldscheindarlehen 298.445 299.361 295.402 299.258
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.002 1.002 1.875 1.875
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.139 17.139 17.625 17.625
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.619 7.182 6.342 5.810
Verpflichtungen aus Optionen 180.857 176.958 219.123 209.729
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 122.092 122.092 128.759 128.759
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9/IAS 39
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IFRS 9) 1.291.597 1.291.597 - -
Kredite und Forderungen (IAS 39) - - 1.360.324 1.360.324
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (IAS 39) - - 3.050 2.996
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.436.155 1.417.519 1.373.803 1.345.802

¹ Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 31. Dezember 2018 notierte die Anleihe mit 104,75 % (Vorjahr: 106,83 %), was einem Marktwert von 314.250 Tsd. € (Vorjahr: 320.490 Tsd. €) entspricht. Der beizulegende Zeitwert des Schuldscheindarlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermittelt sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag mit laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssätzen. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verpflichtungen aus Optionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) handelt es sich um im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Die erwartete Laufzeit des Spruchverfahrens sowie die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung determinieren die Bewertung der Option. Sowohl die Laufzeit des Spruchverfahrens als auch die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung werden unverändert zum Vorjahr eingeschätzt. Der beizulegende Zeitwert wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten Barabfindung einschließlich Ausgleichszahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung und einem laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssatz basiert. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert ergibt sich aus dem Umstand, dass der beizulegende Zeitwert Veränderungen des tatsächlichen Zinsumfelds berücksichtigt, während der für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten verwendete Diskontierungszinssatz über die Laufzeit zumeist unverändert bleibt.

3.77 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2018

aus der Folgebewertung aus Zinsen Beizulegender Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 5.899 - -3.096 -1.907 -177 719
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 52 -751 - - - -699
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - -478 - - - -478
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -25.019 - 10 - - -25.009
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -87 1.129 - - - 1.042
Summe -19.155 -100 -3.086 -1.907 -177 -24.425

3.78 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2017

| | aus der Folgebewertung | Tsd. € |
| :----------------------------------------------------------- | :--------------------- | :--------- |# 3.78 - FINANZRISIKEN IM ÜBERBLICK

Tsd. € aus Zinsen Beizulegender Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Kredite und Forderungen 5.924 - -2.633 -2.486 -1.970
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 167 - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -520 446
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet -83 -1.746 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -26.490 - 32 - -
Summe -20.482 -1.746 -2.601 -3.006 -1.524

Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen

Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es dem Dürr-Konzern im Fall einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen.

3.79 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte 3.691 5.928
Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden - -
Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden 3.691 5.928
Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -2.972 -3.455
Nettobetrag 719 2.473

3.80 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten 7.573 6.271
Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden - -
Nettobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden 7.573 6.271
Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -2.972 -3.455
Nettobetrag 4.601 2.816

Verpfändungen

Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 2.348 Tsd. € (Vorjahr: 4.238 Tsd. €) überwiegend als Barhinterlegungen verpfändet.

37. ERLÄUTERUNG DER KONZUNKKAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr 2018 verändert haben, und gibt somit Auskunft über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Die gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" erstellte Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Die nach IFRS 9 zu treffende Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in der Kapitalflussrechnung in den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen herausgerechnet. Aufgrund gesetzlicher Kapitalverkehrsbeschränkungen - hauptsächlich in einigen asiatischen Ländern - ist ein Betrag von 190.331 Tsd. € (Vorjahr: 85.633 Tsd. €) eingeschränkt verfügbar.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet. Dem Ergebnis vor Ertragsteuern werden die Ertragsteuerzahlungen hinzugerechnet, zudem wird es um das Zinsergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt. Letztere umfassen unter anderem die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen. Um auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überzuleiten, werden Veränderungen von Bilanzpositionen, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, berücksichtigt. Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen werden herausgerechnet. Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva in der Konzern-Kapitalflussrechnung stimmen daher nicht notwendigerweise mit den Veränderungen der betreffenden Positionen in der Konzernbilanz überein. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Abschreibungen wurden um 478 Tsd. € (Vorjahr: 565 Tsd. €) reduziert, da diese Abschreibungen bereits im Zinsergebnis oder im Beteiligungsergebnis enthalten sind. Der im Vorjahr erzielte Ertrag in Höhe von 22.986 Tsd. € aus der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe, der im Ergebnis vor Steuern enthalten ist, wurde im operativen Cashflow bereinigt und im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Effekte in Höhe von 24.888 Tsd. € aus Forfaitierungen und vorfristiger Erfüllung von Akkreditiven (Vorjahr: 28.012 Tsd. €).

3.81 - SONSTIGE NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Tsd. € 2018 2017
Aufwendungen oder Erträge aus bedingten Kaufpreisraten -87 -83
Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Beteiligungen -827 -770
Währungseffekte und Sonstiges 1.218 3.932
Summe 304 3.079

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus Zahlungsmittelabflüssen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte und Akquisitionen. Die Zahlungsmittelabflüsse für den Erwerb von Sachanlagen teilen sich auf in 19.472 Tsd. € (Vorjahr: 17.843 Tsd. €) für Erweiterungsinvestitionen und 28.937 Tsd. € (Vorjahr: 47.277 Tsd. €) für Ersatzinvestitionen. Zuflüsse an Zahlungsmitteln entstehen durch den Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie durch erhaltene Zinsen. Investitionen in das Anlagevermögen aus dem Abschluss oder der Verlängerung von Finanzierungs-Leasingverträgen mit simultaner Erfassung entsprechender Verbindlichkeiten werden in der Kapitalflussrechnung nicht ausgewiesen, da hiermit kein Zahlungsmittelabfluss verbunden ist. Im Geschäftsjahr 2018 hatte der Dürr-Konzern keine Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Abgang von sonstigen Finanzanlagewerten (Vorjahr: 5.920 Tsd. €). Aus der Auflösung von Termingeldern resultieren Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 138.287 Tsd. € (Vorjahr: Abflüsse in Höhe von 46.563 Tsd. €). Diese wurden unter anderem zur Begleichung des Kaufpreises für die MEGTEC/Universal-Gesellschaften eingesetzt. Im Kaufpreis für MEGTEC/Universal in Höhe 125.340 Tsd. € sind erhaltene flüssige Mittel von 19.567 Tsd. € enthalten. Die Kaufpreise der sonstigen Akquisitionen im Vorjahr (4.828 Tsd. €) enthielten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 375 Tsd. €. Aus der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing ergab sich im Vorjahr ein Mittelzufluss nach Abzug der abgegangenen flüssigen Mittel der Dürr-Ecoclean-Gruppe in Höhe von 108.517 Tsd. €. Die im Geschäftsjahr 2018 im Nachgang veräußerten Vermögenswerte führten zu einem Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 634 Tsd. €.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Er enthält Dividenden und Auszahlungen an Aktionäre und Inhaber nicht beherrschender Anteile, geleistete Zinszahlungen für die Anleihe, das Schuldscheindarlehen und die sonstigen Finanzierungstätigkeiten. Auch Tilgungen für im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen passivierte Verbindlichkeiten und weitere langfristige Darlehen werden erfasst. In der Position "Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten" werden unter anderem Zu- und Abflüsse aus Kontokorrentkrediten zusammengefasst. Zum 30. September 2017 wurde das restliche Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien in Bietigheim-Bissingen in Höhe von 34.198 Tsd. € vorfristig zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2018 erwarb der Dürr-Konzern weitere Anteile an der HOMAG Group AG. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 34.802 Tsd. €. Im Vorjahr erwarb der Konzern weitere 24% der Anteile an der Benz GmbH Werkzeugsysteme und ihrer Tochtergesellschaft in den USA. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 6.457 Tsd. €. Des Weiteren erwarb der Dürr-Konzern die restlichen 12,4 % der Anteile an der Dürr thermea GmbH und die ausstehenden Anteile in Höhe von 45,4 % der HOMAG KOREA CO., LTD. Der Kaufpreis für die weiteren Tranchen betrug 120 Tsd. € beziehungsweise 1.038 Tsd. €. Darüber hinaus flossen weitere 740 Tsd. € aus Kaufpreisverpflichtungen im Rahmen des Erwerbs der Dürr Cyplan GmbH ab. Der Zahlungsmittelabfluss für die weiteren Anteile war gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in der Position "Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen" enthalten, da die Gesellschaften bereits zuvor vollständig in den Dürr-Konzern einbezogen wurden. In den geleisteten Zinsausgaben ist die Zahlung der Garantiedividende an die außenstehenden HOMAG-Aktionäre enthalten, da der Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags dazu geführt hat, dass die außenstehenden Aktionäre im Rahmen der IFRS bilanziell nicht als Inhaber nicht beherrschender Anteile angesehen werden. Gemäß den Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" werden in der Überleitungsrechnung in Tabelle 3.82 die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten dargestellt. Diese sind als die Verbindlichkeiten definiert, deren Zahlungsmittelzu- und -abflüsse in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Dazu zählen unter anderem die Verbindlichkeiten zum Erwerb nicht beherrschender Anteile. Ebenfalls aufgeführt werden die Vermögenswerte, die der Sicherung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten dienen. Der Konzern verfügt über nicht genutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 754.807 Tsd. € (Vorjahr: 662.987 Tsd. €).### 3.82 - VERÄNDERUNGEN DER VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSAKTIVITÄTEN 2018

Zahlungsunwirksam Tsd. € Buchwert zum 1. Januar Zahlungswirksam Währungsdifferenz Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Änderungen beizulegender Zeitwerte Buchwert zum 31. Dezember
Anleihe 298.027 - - - - - 298.597
(2017) (297.474) (-) (-) (-) (-) (-) (298.027)
Schuldscheindarlehen 299.258 - - - - - 299.361
(2017) (299.156) (-) (-) (-) (-) (-) (299.258)
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 10.137 -1.284 -25 - - - 8.828
(2017) (49.423) (-40.192) (14) (578) (-) (-) (10.137)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.810 -1.056 -26 45 2.507 - 7.182
(2017) (8.480) (-3.071) (176) (119) (458) (-) (5.810)
Verbindlichkeiten aus Optionen 153.787 -3.497 - - 1.196 4.362 155.848
(2017) (146.944) (-3.617) (-) (-) (-) (6.790) (153.787)
Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen für nicht beherrschende Anteile 9.090 - - - 87 - 9.177
(2017) (740) (-740) (-) (-) (9.007) (83) (9.090)
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung 9.363 -9.092 - - 9.244 - 9.313
(2017) (9.317) (-9.317) (-) (-) (9.363) (-) (9.363)
Summe 2018 785.472 -14.929 -51 45 12.947 4.449 788.306
(Summe 2017) (811.534) (-56.937) (162) (697) (18.828) (6.873) (785.472)

38. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen. Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 31. Dezember 2018 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und fünf operativ tätigen Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen.

  • Paint and Final Assembly Systems plant und baut Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie.
  • Application Technology entwickelt und produziert Produkte und Systeme für den automatisierten Auftrag von Lack, Dichtstoffen und Klebstoffen.
  • Clean Technology Systems ist vor allem auf Abluftreinigungssysteme spezialisiert.
  • Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Prüf-, Befüll- und Montagetechnik.
  • Woodworking Machinery and Systems entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung.

Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Holdings Dürr AG und Dürr Technologies GmbH sowie die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten der einzelnen Divisions enthält das Kapitel "Der Konzern im Überblick" im zusammengefassten Lagebericht.

Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip). Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung. Die Umsatzerlöse und das EBIT jeder der fünf Divisions werden vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden für jede Division gemäß IFRS 15 bilanziert und in zeitraum- beziehungsweise zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aufgeteilt. Alleinig die Division Woodworking Machinery and Systems erfasst Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden größtenteils zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs, was mit dem hohen Standardisierungsgrad der Maschinen und damit einhergehendem möglichen Alternativnutzen zusammenhängt. Alle anderen Divisions erzielen ihre Umsatzerlöse aufgrund ihrer Vertragsgegebenheiten überwiegend über einen Zeitraum.

3.83 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Clean Technology Systems¹ Measuring and Process Systems Woodworking Machinery and Systems Summe Segmente 2018
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.178.864 487.111 204.428 292.467 240.674 2.403.544
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 56.808 165.450 22.272 159.686 1.057.663 1.461.879
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen - - - 4.362 - 4.362
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 1.222 6.797 1.655 3.905 217 13.796
Summe Umsatzerlöse 1.236.894 659.358 228.355 460.420 1.298.554 3.883.581
davon aus Service-Geschäft 351.124 224.548 57.445 135.994 276.524 1.045.635
EBIT 55.964 67.958 -14.973 59.735 86.231 254.915
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - - 2.005 4.839 6.844
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 116.964 13.419 9.478 31.308 45.401 216.570
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.910 -8.209 -110.824 -4.510 -35.736 -163.189
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.238 -4.524 120.646 -21.541 -20.138 77.681
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -14.427 -11.403 -6.110 -8.244 -38.947 -79.131
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - - -10.421 - -362 -10.783
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 344 44 614 548 -624 926
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 3.023 2.641 50.301 1.733 12.437 70.135
Zugänge zu Sachanlagen 5.419 9.110 1.842 4.821 28.829 50.021
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - - 19.720 15.998 35.718
Vermögen (zum 31.12.) 600.956 547.771 319.075 438.085 919.974 2.825.861
Schulden (zum 31.12.) 613.316 283.758 171.773 178.940 446.165 1.693.952
Beschäftigte (zum 31.12.) 3.472 2.246 1.472 2.279 6.593 16.062
Tsd. € Überleitung² Dürr-Konzern 2018
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden -
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 31
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen -
Umsatzerlöse mit anderen Divisions -13.796
Summe Umsatzerlöse -13.765
davon aus Service-Geschäft -6.599
EBIT -21.414
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -54.296
Cashflow aus Investitionstätigkeit 133.040
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -211.722
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -3.455
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -622
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 2.447
Zugänge zu Sachanlagen 895
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen -
Vermögen (zum 31.12.) -317
Schulden (zum 31.12.) 178.096
Beschäftigte (zum 31.12.) 250

¹ Die bei Clean Technology Systems ausgewiesenen Werte enthalten die Werte der MEGTEC/Universal-Gesellschaften ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 5. Oktober 2018 unter Berücksichtigung der Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten.
² Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit Kunden betreffen das Corporate Center. Die Werte für das Jahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Clean Technology Systems Measuring and Process Systems Woodworking Machinery and Systems Summe Segmente 2017
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.043.738 437.861 155.391 314.096 258.619 2.209.705
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 131.426 184.522 30.253 186.622 960.175 1.492.998
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen - - - 10.416 - 10.416
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 2.031 4.597 3.664 6.424 78 16.794
Summe Umsatzerlöse 1.177.195 626.980 189.308 517.558 1.218.872 3.729.913
davon aus Service-Geschäft 286.287 222.303 43.840 137.698 264.560 954.688
EBIT 70.384 64.798 3.331 64.287 82.994 285.794
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - - 1.183 2.441 3.624
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -35.847 50.933 -11.548 55.358 107.089 165.985
Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.758 -27.805 -716 75.390 -22.987 8.124
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -28.816 -9.526 4.353 -135.478 -77.527 -246.994
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -14.295 -11.647 -2.683 -7.636 -37.240 -73.501
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - - - - - -
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -303 -5 319 -271 -329 -589
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 3.193 4.890 1.626 1.253
### 3.84 - ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS
Tsd. € 2018 2017
EBIT der Segmente 254.915 285.794
EBIT Corporate Center -22.830 401
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen 1.416 826
EBIT des Dürr-Konzerns 233.501 287.021
Beteiligungsergebnis 7.117 1.813
Zinsen und ähnliche Erträge 6.570 6.091
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -27.508 -27.664
Ergebnis vor Ertragsteuern 219.680 267.261
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -56.175 -67.643
Ergebnis des Dürr-Konzerns 163.505 199.618
Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Segmentvermögen 2.825.861 2.605.320
Vermögen Corporate Center 982.100 983.471
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -982.417 -981.809
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 655.042 659.911
Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere 544 139.010
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (IFRS 9)/ Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (IAS 39) 19.507 19.507
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 35.718 30.772
Ertragsteuerforderungen 28.151 20.035
Aktive latente Steuern 49.893 35.343
Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns 3.614.399 3.511.560
Segmentschulden 1.693.952 1.629.364
Schulden Corporate Center 208.053 242.003
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -29.957 -24.494
Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.958 597.285
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzverbindlichkeiten 18.141 19.500
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.182 5.810
Ertragsteuerverbindlichkeiten 34.970 50.405
Passive latente Steuern 91.949 91.165
Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns¹ 2.622.248 2.611.038

¹ Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital

Regionale Aufteilung

In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standorts des Projekts beziehungsweise des Lieferstandorts zugewiesen. Die Vermögenswerte des Konzerns werden auf der Grundlage des Standorts der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die diese Vermögenswerte ausweist. Sie beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen.

→ Tabelle 3.85

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Umsatzerlöse in China 823.343 Tsd. €. (Vorjahr: 845.912 Tsd. €). Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2018 9,0 % (Vorjahr: 7,6 %) der konsolidierten Nettoumsatzerlöse erzielt. Die Anteile des zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 4,3 % (Vorjahr: 5,0 %) und 3,4 % (Vorjahr: 3,2 %). Die Nettoumsatzerlöse mit diesen Kunden entfielen auf alle Divisions, abgesehen vom drittgrößten Kunden, mit dem keine Nettoumsatzerlöse in der Division Woodworking Machinery and Systems erwirtschaftet wurden. Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie unter einheitlicher Kontrolle stehen, werden als ein Kunde betrachtet.

39. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN

Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen dem Dürr-Konzern und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dürr AG können → Textziffer 43 entnommen werden.

Nahestehende Parteien beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns sowie Unternehmen, für die die Dürr AG ein assoziiertes Unternehmen darstellt. Im Geschäftsjahr 2018 bestanden zwischen dem Dürr-Konzern und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 176.429 Tsd. € (Vorjahr: 174.743 Tsd. €). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem regulären Projektgeschäft und entfallen hauptsächlich auf die Homag China Golden Field Ltd. Zum 31. Dezember 2018 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 6.211 Tsd. € (Vorjahr: 9.925 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 4.559 Tsd. € (Vorjahr: 1.358 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 30.102 Tsd. € (Vorjahr: 43.640 Tsd. €) von nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.

3.85 - REGIONALE AUFTEILUNG

Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder USA Sonstige nord-/zentralamerikanische Länder Südamerika Asien/Afrika/ Australien
2018
Umsatzerlöse mit Kunden 609.412 1.184.449 626.387 199.709 86.309 1.163.550
Zugänge zu Sachanlagen 37.550 4.937 3.335 322 558 4.214
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 690.967 190.891 159.910 17.244 11.377 72.458
Beschäftigte (zum 31.12.) 8.152 2.567 1.497 530 341 3.225
2017
Umsatzerlöse mit Kunden 485.880 1.089.989 663.180 263.655 78.626 1.131.856
Zugänge zu Sachanlagen 41.603 7.066 4.347 738 184 11.640
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 690.198 177.476 103.300 3.593 12.513 67.009
Beschäftigte (zum 31.12.) 7.830 2.361 954 440 313 3.076
Tsd. € Dürr-Konzern
2018
Umsatzerlöse mit Kunden 3.869.816
Zugänge zu Sachanlagen 50.916
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 1.142.847
Beschäftigte (zum 31.12.) 16.312
2017
Umsatzerlöse mit Kunden 3.713.186
Zugänge zu Sachanlagen 65.578
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 1.054.089
Beschäftigte (zum 31.12.) 14.974

40. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Wechselobligo - 19.650
Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften 9.225 10.171
Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 72 184
Sonstige 702 3.571
Gesamt 9.999 33.576

Der Dürr-Konzern geht davon aus, dass aus den Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.

41. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge 103.355 89.845
Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 7.654 6.400
Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen 11.221 3.360
Gesamt 122.230 99.605

In den Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen sind im Wesentlichen Verpflichtungen für die Erweiterung eines Standortes in Polen enthalten. Neben den in → Tabelle 3.87 aufgeführten Verpflichtungen bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.

Miet- und Leasingverträge

Operating-Leasingverhältnisse
Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Einrichtungen, Büroräume und Fahrzeuge.

3.88 - NOMINALWERTE DER KÜNFTIGEN MINDESTZAHLUNGEN FÜR OPERATING-LEASINGVERTRÄGE

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Innerhalb eines Jahres 31.200 26.170
Zwischen einem und fünf Jahren 52.474 44.657
Über fünf Jahre 19.681 19.018
Gesamt 103.355 89.845

Die Laufzeiten dieser Leasingverhältnisse liegen überwiegend zwischen unter einem Jahr und zehn Jahren, in Einzelfällen laufen die Verträge länger als 15 Jahre. Die Operating-Leasingverhältnisse enthalten zum Teil Verlängerungsoptionen und in geringem Umfang Preisanpassungsklauseln, die auf Verbraucherpreisindizes basieren. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen in Höhe von 36.599 Tsd. € (Vorjahr: 34.770 Tsd. €) für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse
Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen Finanzierungs-Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Tabelle 3.89 zeigt eine Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf die Verbindlichkeiten.

3.89 - NOMINALWERTE DER FINANZIERUNGS-LEASINGVERHÄLTNISSE

Tsd. € Mindestleasingzahlungen In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31.12.2018
Innerhalb eines Jahres 2.120 213 1.907
Zwischen einem und fünf Jahren 4.783 251 4.532
Über fünf Jahre 751 8 743
Gesamt 7.654 472 7.182
```# € 31.12.2017 Mindestleasingzahlungen
In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Innerhalb eines Jahres 1.589 242 1.347
Zwischen einem und fünf Jahren 3.821 324 3.497
Über fünf Jahre 990 24 966
6.400 590 5.810

42. RISIKOMANAGEMENT UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Der Konzern betreibt Geschäfte in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Im Geschäftsjahr 2018 hatten diese Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Der Dürr-Konzern kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten einschließlich Fragen der Produkthaftung verwickelt werden. Gegenwärtig bestehen nach Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf das Geschäft des Konzerns und seine Finanzlage keine wesentlichen Risiken dieser Art. Erwartete Prozesskosten wurden zurückgestellt. Der Konzern ist grundsätzlich finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Darunter fallen insbesondere Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Die Regelungen für die konzernweite Risikopolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns sind im Kapitel "Risikobericht" im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Bonitäts- oder Ausfallrisiko

Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit, dass Geschäftspartner bei einem Geschäft mit einem originären oder derivativen Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste entstehen können. Für eine nach IFRS 9 zu bildende Risikovorsorge werden zunächst die Kreditrisiken der einzelnen Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Bei der Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt eine diversifizierte Analyse der Schuldner. Für die Analyse werden unter anderem Informationen über den Zahlungsverzug und aktuelle Informationen des Marktes, wie beispielsweise Credit Default Swaps, Zukunftseinschätzungen des Managements und externe Ratingeinschätzungen, herangezogen. Dazu werden die jeweiligen Schuldner gemessen am Volumen der Geschäftsbeziehung in bedeutende und weniger bedeutende Schuldner eingeteilt. Da die wirtschaftliche Entwicklung des Dürr-Konzerns in hohem Maße von der Investitionsbereitschaft der Automobilbranche abhängt, werden beispielsweise einige Automobilhersteller als bedeutende Schuldner eingestuft. Im Geschäft mit diesen Schuldnern erwirtschaftet der Dürr-Konzern trotz ihrer überschaubaren Anzahl einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse. Im vereinfachten Ansatz werden diese Informationen verarbeitet und daraus Risikovorsorgesätze abgeleitet. Diese werden konzernweit als Wertminderungsmatrizen angewandt. Im allgemeinen Ansatz berechnen sich die Risikovorsorgesätze für bedeutende Schuldner auf individueller Basis. Jedoch werden bei weniger bedeutenden Schuldnern Cluster gebildet, um die Risikovorsorgesätze zu berechnen. Die Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste bezieht sich im Wesentlichen auf drei Risikoparameter: Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote bei Ausfall und die tatsächliche Inanspruchnahme bei Ausfall. Die berechnete Höhe der Risikovorsorgesätze bewegt sich je nach Schuldner und Überfälligkeit im Bereich zwischen nahe 0% und 3,25%. Die Kreditrisiken und die damit verbundenen Risikovorsorgesätze werden regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. Während des Geschäftsjahres 2018 wurden keine Anpassungen an dem Schätzverfahren für die Risikovorsorgesätze vorgenommen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden bei Neukunden Bonitätsanalysen durchgeführt, Bestandskunden werden laufend anhand ihres Zahlungsverhaltens analysiert. Zur weiteren Limitierung des Ausfallrisikos werden im Dürr-Konzern entsprechende Zahlungsbedingungen sowie Kreditversicherungen wie Akkreditive, Warenkreditversicherungen und Bundesdeckungen eingesetzt. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert der finanziellen Vermögenswerte ersichtlich. Weitere Erläuterungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten finden sich unter → Textziffer 7.


3.90 - VOR AUSFALL GESICHERTE FORDERUNGEN

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Tsd. € | 31.12.2018 | 31.12.2017
------- | -------- | --------
Akkreditive | 21.583 | 7.866
Warenkreditversicherungen | 1.130 | 823
| 22.713 | 8.689

Bei der Anlage von liquiden Mitteln, Investitionen im Rahmen des Financial Asset Managements sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten im Zusammenhang mit Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute und Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Der Dürr-Konzern steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel, Investitionen des aktiven Asset Managements oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig.

Konzentration des Geschäfts auf wenige Kunden

Durch die Konzentration des Geschäfts auf die Automobilbranche besteht ein großer Teil der Forderungen des Konzerns gegenüber vergleichsweise wenigen Automobilherstellern. Diese Forderungen sind in der Regel nicht durch Bankbürgschaften oder sonstige Sicherheiten besichert. Zum 31. Dezember 2018 entfielen 30,6% (Vorjahr: 40,1 %) der Forderungen aus L&L auf zehn Kunden. Trotz der Verteilung des Geschäfts auf verhältnismäßig wenige Kunden sieht der Dürr-Konzern aufgrund der Konzernstruktur seiner Kunden mit internationalen Tochterunternehmen keine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern beziehungsweise Schuldnergruppen. Durch die verschiedenen Divisions mit unterschiedlichen Kundenstrukturen ist die Kundendiversifikation des Konzerns im Vergleich zu anderen Automobilzulieferern als hoch zu bewerten.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, das der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu einem angemessenen Preis zu erfüllen. Die Liquiditätsversorgung wird durch vorhandene Finanzmittelbestände sowie dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien sichergestellt. Sie wird durch eine auf einen Planungshorizont von 18 Monaten ausgerichtete Liquiditätsplanung und eine kurzfristige Liquiditätsvorschau überwacht und gesteuert. Darüber hinaus führt der Einsatz von länderübergreifenden Cash-Pooling-Strukturen durch eine Liquiditätskonzentration zu einer verbesserten Bilanzstruktur, zu reduzierten Fremdfinanzierungsvolumina und dadurch zu einem verbesserten Finanzergebnis. Gleichzeitig ergibt sich eine erhöhte Transparenz der Liquiditätssituation. Zudem werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Mittelbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Der syndizierte Kredit der Dürr AG mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2021 kann bei Verletzung einer vereinbarten Kennzahl (Financial Covenant) durch das Bankenkonsortium vorzeitig gekündigt werden. Der Financial Covenant beinhaltet bestimmte Zielgrößen in Bezug auf den Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 32. Daneben bestehen finanzielle Garantien in Höhe von 2.703 Tsd. € (Vorjahr: 3.648 Tsd. €). Die finanziellen Garantien wurden im Rahmen von Absatzfinanzierungen gegenüber Kunden ausgegeben. Der Konzern geht im Moment nicht davon aus, dass sich daraus wesentliche Zahlungsmittelabflüsse ergeben werden. → Tabelle 3.91 zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft existieren beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsflüsse des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Zahlungsflüsse des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt, die Risiken, die aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung Euro resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem Zahlungsmittelzufluss und -abfluss erwarteter Einkaufs- und Verkaufstransaktionen wurden Devisentermingeschäfte mit ursprünglichen Laufzeiten von bis zu 84 Monaten (Vorjahr: 84 Monate) abgeschlossen. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Dürr-Konzern Finanzinstrumente besitzt. Wesentliche originäre monetäre Posten, aus denen Währungsrisiken für den Konzern bestehen, sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus L&L sowie vertragliche Vermögenswerte. Originäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, werden in der Regel durch derivative Finanzinstrumente gesichert, die als Fair Value Hedges bilanziert werden. Hierbei wird sowohl die Veränderung des originären Finanzinstruments als auch die Wertänderung des derivativen Finanzinstruments erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.## 3.9 - Finanzinstrumente

Des Weiteren bestehen Währungsrisiken durch den Einsatz von Derivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der Währungen, die diesen Geschäften zugrunde liegen, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte.

3.91 - ZINS- UND TILGUNGSZAHLUNGEN FÜR FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Cashflows Tsd. € Buchwert 31.12.2018 Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus L&L 502.370 501.403 967 927 40
Anleihe 298.597 8.625 317.250 317.250 -
Schuldscheindarlehen 299.361 4.478 321.744 215.744 106.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.002 1.002 - - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.139 9.587 7.552 7.552 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.182 2.120 5.534 4.783 751
Verpflichtungen aus Optionen 214.767 213.5431 1.224 1.224 -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.532 9.532 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 122.092 117.391 4.701 4.671 30
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.124 1.112 12 12 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 6.449 6.120 329 329 -
Cashflows Tsd. € Buchwert 31.12.2017 Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus L&L 390.529 390.033 496 408 88
Anleihe 298.027 8.625 325.875 325.875 -
Schuldscheindarlehen 299.258 4.325 325.610 116.293 209.317
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 1.877 - - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.625 9.524 8.101 8.101 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.810 1.589 4.811 3.821 990
Verpflichtungen aus Optionen 245.011 245.0111 - - -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 9.445 230 230 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 128.759 123.086 5.673 5.627 46
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 434 18 18 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.819 4.541 1.278 1.278 -

1 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betreffen überwiegend die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeit. Die erwarteten Cashflows wurden als kurzfristig eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7.

Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für den Dürr-Konzern wesentlichen Währungspaare betrachtet. Hierbei wurden eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung des Euro um 10% zu US-Dollar, chinesischem Renminbi, dänischer Krone, tschechischer Krone sowie eine Auf- beziehungsweise Abwertung des US-Dollars zu mexikanischem Peso und chinesischem Renminbi angenommen.

→ Tabelle 3.92

Zinsrisiko

Zinsrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Zinsschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsergebnisses sowie der Bilanzwerte der verzinslichen Vermögenswerte. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens hat der Konzern Zinsswaps mit einem Nominalwert von 100 Mio. € abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, variable verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 113 Tsd. € geführt. Eine hypothetische Verringerung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 1 Tsd. € geführt.

Der Dürr-Konzern verfügt über liquide Mittel, die zum 31. Dezember 2018 Zinssatzänderungen unterlagen. Eine hypothetische Erhöhung dieser Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des Zinsertrags um 1.278 Tsd. € (Vorjahr: 1.580 Tsd. €) geführt. Eine hypothetische Verringerung um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des Zinsertrags um 1.278 Tsd. € (Vorjahr: 1.580 Tsd. €) geführt.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben zu den Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf die Preise von Finanzinstrumenten. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Zur Darstellung des Preisrisikos der als Finanzinstrument der Stufe 3 berichteten finanziellen Vermögenswerte, Eigenkapitalinstrumente, Optionen und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten verweisen wir auf → Textziffer 36.

3.92 - ERGEBNISEFFEKTE AUF GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND EIGENKAPITAL

31.12.2018 31.12.2017
Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung Effekt auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital
Tsd. €
EUR/CNY
EUR +10 % -1.739 2.657
EUR -10 % 2.166 -3.185
EUR/CZK
EUR +10 % -54 -2
EUR -10 % 71 3
EUR/DKK
EUR +10 % 446 -541
EUR -10 % 204 669
EUR/USD
EUR +10 % -445 4.834
EUR -10 % 609 -5.852
USD/CNY
USD +10 % 420 -201
USD -10 % -508 250
USD/MXN
USD +10 % 1.421 -1.980
USD -10 % -1.899 2.442

Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Der Konzern verwendet Finanzderivate zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinssatzänderungen auf Zahlungsströme sowie von Änderungen des Zeitwerts der Forderungen und Verbindlichkeiten. Durch die Absicherung kann die Höhe des erwarteten Mittelzuflusses/-abflusses in der funktionalen Währung bereits im Vorhinein abgeschätzt werden. Dafür werden grundsätzlich alle Zahlungen vollständig gesichert, bei denen ein wesentliches wirtschaftliches Risiko aus Wechselkursänderungen beziehungsweise Zinsänderungen besteht.

Der Dürr-Konzern trägt für den Fall, dass die Geschäftspartner (Kreditinstitute) bei den Finanzinstrumenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, das Wiedereindeckungsrisiko. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts und auf die Absicherung von Darlehen begrenzt. Bei der Sicherung des operativen Geschäfts werden die derivativen Absicherungsinstrumente auf Grundlage von interner Abschätzung von Projektverläufen und Zahlungszeitpunkten abgeschlossen. Um die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen sicherzustellen, werden regelmäßig verschiedene Ausstattungsmerkmale/Parameter, wie erwarteter Zahlungszeitpunkt und -volumen zwischen Grundgeschäft und entsprechendem Sicherungsgeschäft, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eventuell auftretende Ineffektivitäten können sich beispielsweise aus unterschiedlichen Kreditrisiken und Verschiebungen in der Auftragsabwicklung ergeben. Eingegangene Sicherungsbeziehungen werden jedoch hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während des gesamten Zeitraums, für den die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Alle Finanzderivate sowie ihre jeweiligen Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Im Wesentlichen sind die Grundgeschäfte in folgenden Bilanzpositionen enthalten: Forderungen und Verbindlichkeiten aus L&L, vertragliche Vermögenswerte, Dividendenzahlungen und die Zinsabsicherung für das Schuldscheindarlehen. Weder aus den Sicherungsbeziehungen aus Cashflow Hedges noch aus Fair Value Hedges ergaben sich im Berichtszeitraum wesentlich Ineffektivitäten. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte verlaufen daher gegenläufig zu den Entwicklungen der Derivate. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos. Ebenfalls ist eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt wird, enthalten. In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

→ Tabelle 3.93

Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.

3.93 - UMFANG UND ZEITWERT DER FINANZINSTRUMENTE

Tsd. €# 3.8 – NOMINALWERTE VON SICHERUNGSINSTRUMENTEN

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Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig
Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges 100.000 - 100.000 100.000 -
(2017) (200.000) (100.000) (100.000) (100.000) (-)
Devisenterminkontrakte 488.146 455.782 32.364 32.364 -
(2017) (459.838) (412.405) (47.433) (47.433) (-)
davon in Verbindung mit Cashflow Hedges 135.818 127.088 8.730 8.730 -
(2017) (266.797) (229.938) (36.859) (36.859) (-)
davon in Verbindung mit Fair Value Hedges 67.526 67.526 - - -
(2017) (94.627) (85.009) (9.618) (9.618) (-)
davon ohne Hedge-Beziehung 284.802 261.168 23.634 23.634 -
(2017) (98.414) (97.458) (956) (956) (-)

3.95 - DURCHSCHNITTSKURSE UND -ZINSEN ABGESCHLOSSENER DEVISENTERMINGESCHÄFTE FÜR WESENTLICHE WÄHRUNGSPAARE UND ZINSSICHERUNGEN

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Tsd. € Durchschnittskurse 31.12.2018 Durchschnittskurse 31.12.2017 Stichtagskurse 31.12.2018 Stichtagskurse 31.12.2017
Zinssicherung 1,2675 % 1,115 % - -
EUR/CNY 8,1032 8,0262 7,8600 7,8327
EUR/CZK 25,8726 25,6482 25,7240 25,5850
EUR/DKK 7,4821 7,4942 7,4675 7,4453
EUR/USD 1,1876 1,1820 1,1453 1,1988
USD/CNY 6,7399 6,7630 6,8628 6,5338
USD/MXN 20,4610 19,2873 19,6626 19,6922

Bilanzierung und Ausweis von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting

Währungssicherungskontrakte, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cashflows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden als Cashflow Hedge bilanziert. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Hedge-effektiven Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion (Grundgeschäft) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten, in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen oder im Zinsergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich auf Basis der Ermittlungsmethoden keine wesentlichen Unwirksamkeiten für die Absicherung von Fair Value Hedges und Cashflow Hedges. Etwaige Unwirksamkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen beziehungsweise Umsatzkosten erfasst. Im Umgliederungsbetrag waren keine wesentlichen Ergebnisse enthalten, bei denen das Grundgeschäft nicht mehr erwartet wurde. Die im Geschäftsjahr 2019 erwarteten Ergebnisauswirkungen (vor Steuern) aus den zum Bilanzstichtag im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Werten betragen 2.683 Tsd. €. In den darauffolgenden Geschäftsjahren werden kumulierte Ergebnisauswirkungen von 105 Tsd. € erwartet.

3.96 - ANGABEN VON DEVISENTERMINKONTRAKTEN IM RAHMEN VON CASHFLOW HEDGES

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Tsd. € Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts 31.12.2018 Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts 31.12.2017 Sicherungsrücklage 31.12.2018 Sicherungsrücklage 31.12.2017 Umgliederung aus der Sicherungsrücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2018 Umgliederung aus der Sicherungsrücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2017 Ergebniswirksame Grundgeschäfte 31.12.2018 Ergebniswirksame Grundgeschäfte 31.12.2017
Zinsswaps 323 461 -271 -445 -181 -64 - -
Devisenterminkontrakte -2.289 -290 -2.517 1.020 188 -25 - -

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Tsd. € Umgliederung aus der Sicherungsrücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung Nicht mehr erwartete Grundgeschäfte 31.12.2018 Umgliederung aus der Sicherungsrücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung Nicht mehr erwartete Grundgeschäfte 31.12.2017
Zinsswaps - -
Devisenterminkontrakte - -

3.97 - ANGABEN VON DEVISENTERMINKONTRAKTEN IM RAHMEN VON FAIR VALUE HEDGES

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Tsd. € Buchwert der Grundgeschäfte 31.12.2018 Buchwert der Grundgeschäfte 31.12.2017 Kumulierter Betrag sicherungsbedingter Anpassung 31.12.2018 Kumulierter Betrag sicherungsbedingter Anpassung 31.12.2017 Bilanzposition 31.12.2018 Bilanzposition 31.12.2017
Vermögenswerte 15.769 - -11 - Forderungen aus L&L Forderungen aus L&L
Verbindlichkeiten 4.090 - 9 - Verbindlichkeiten aus L&L Verbindlichkeiten aus L&L

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Tsd. € Wertänderung des gesicherten Grundgeschäfts 31.12.2018 Wertänderung des gesicherten Grundgeschäfts 31.12.2017
Vermögenswerte -11 -
Verbindlichkeiten 9 -

3.98 - ÜBERLEITUNG SICHERUNGSRÜCKLAGE IM EIGENKAPITAL

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Tsd. € 2018 2017
Stand 1. Januar 575 -10.706
Währungsdifferenz -23 141
Zugänge und Wertänderungen -2.856 11.252
Umbuchung in andere Bilanzpositionen -477 -201
Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung -7 89
davon Umsatzerlöse - -
Umsatzkosten -183 25
Sonstiger betrieblicher Ertrag - -
Sonstiger betrieblicher Aufwand -5 -
Zinsertrag - -
Zinsaufwand 181 64
Stand 31. Dezember -2.788 575

Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Optionen zur Absicherung verwendet, bei Devisentermingeschäften wurde nicht zwischen Termin- und Kassaelement getrennt. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Anforderungen an ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

43. WEITERE ANGABEN

Deutscher Corporate Governance Kodex/ Erklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 12. Dezember 2018 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den zusammengefassten Lagebericht.

Beschäftigtenzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter im Dürr-Konzern stellte sich zum 31. Dezember 2018 und im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2018 entsprechend den Tabellen 3.99 und 3.100 dar.

3.99 - BESCHÄFTIGTE ZUM STICHTAG

31.12.2018 31.12.2017
Gewerbliche Mitarbeiter 7.750 7.073
Angestellte 7.610 6.967
Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige 15.360 14.040
Praktikanten/Auszubildende/Übrige 952 934
Mitarbeiter gesamt 16.312 14.974

3.100 - BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT

2018 2017
Gewerbliche Mitarbeiter 7.393 6.977
Angestellte 7.230 6.893
Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige 14.623 13.870
Praktikanten/Auszubildende/Übrige 970 937
Mitarbeiter gesamt 15.593 14.807

Honorarvolumen des Konzernabschlussprüfers

→ Tabelle 3.101 zeigt das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

3.101 - HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Tsd. € 2018 2017
Abschlussprüfung 1.503 1.519
Sonstige Bestätigungsleistungen 29 170
Steuerberatungsleistungen 224 335
Sonstige Leistungen 52 370
Gesamt 1.808 2.394

Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse der Dürr AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen. In den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen sind Honorare für freiwillige Jahresabschlussprüfungen in Höhe von 88 Tsd. € (Vorjahr: 94 Tsd. €) enthalten. Die weiteren Honorare für Nichtprüfungsleistungen setzen sich zusammen aus Honoraren für sonstige Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 260 Tsd. € (Vorjahr: 875 Tsd. €). Im Vorjahr entfiel der Großteil auf Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Projekten im Bereich Industrial Internet of Things (IIoT) und Bestätigungsleistungen im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.

Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018

Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2018 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG wurden in der Vorstandssitzung am 12. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und werden voraussichtlich am 22. März 2019 mit dem Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Ralf W. Dieter
Vorsitzender des Vorstands
― Carl Schenck AG, Darmstadt¹ (Vorsitzender)
― Dürr Systems AG, Stuttgart¹ (Vorsitzender)
― HOMAG Group AG, Schopfloch¹,² (Vorsitzender)
― iTAC Software AG, Montabaur¹ (Vorsitzender)
― Körber AG, Hamburg
― Schuler AG, Göppingen²
¹ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China¹ (Supervisor)

Carlo Crosetto
Mitglied des Vorstands - Finanzvorstand
― Carl Schenck AG, Darmstadt¹
― Dürr Systems AG, Stuttgart¹
― HOMAG Group AG, Schopfloch¹,²

Pekka Paasivaara
Mitglied des Vorstands (seit 01.01.2019)
― Deutsche Messe AG, Hannover (seit 01.01.2019)
" Stiles Machinery, Inc., Grand Rapids, Michigan, USA¹ (Vorsitzender)

Dr. Jochen Weyrauch
Mitglied des Vorstands

■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
" Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
¹ Konzernmandat
² börsennotiert

Die Mitglieder des Vorstands erhielten die in Tabelle 3.102 ausgewiesene Vergütung.

3.102 - VORSTANDSVERGÜTUNG

Tsd. € 2018 2017
Kurzfristige fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 4.394 5.494
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 868 821
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
Aktienbasierte Vergütungen 1.475 2.092
Gesamt 6.737 8.407

An frühere Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2018 Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € (Vorjahr: 550 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen zum 31. Dezember 2018 604 Tsd.€ (Previous year: €669 thousand). The remuneration includes the Management Board of Dürr AG. Individual details on the remuneration of the Management Board are presented in the "Remuneration Report" section of the consolidated management report.

MEMBERS OF THE SUPERVISORY BOARD

Karl-Heinz Streibich¹´⁴´⁵
Supervisory Board Member, Frankfurt
Chairman of the Management Board of Software AG, Darmstadt (until 07/31/2018)
Chairman since 01/01/2018
― Deutsche Telekom AG, Bonn⁶
― Deutsche Messe AG, Hannover (until 07/31/2018)
― Siemens Healthineers AG, Munich⁶ (since 03/01/2018)
― WITTENSTEIN SE, Igersheim

Hayo Raich¹´³´⁴
Full-time Chairman of the Group Works Council of Dürr AG, Stuttgart
Full-time Chairman of the Works Council of Dürr Systems AG, Stuttgart, at the Bietigheim-Bissingen site
Deputy Chairman
― Dürr Systems AG, Stuttgart (Deputy Chairman)

Richard Bauer¹´⁴´⁵
Supervisory Board Member, Wentorf near Hamburg
Further Deputy Chairman since 01/01/2018
― Körber AG, Hamburg (Chairman)

Mirko Becker²´³
Full-time Member of the Group Works Council of Dürr AG, Stuttgart
Full-time Member of the Works Council of Dürr Systems AG, Stuttgart, at the Bietigheim-Bissingen site

Dr. Rolf Breidenbach
Chairman of the Management Board of HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt (since 01/01/2018)

Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr²´⁵
Professor of Medical Genetics at Sorbonne Université and ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle épinière), Paris, France

Gerhard Federer²
Independent Consultant, Gengenbach
― HOMAG Group AG, Schopfloch⁶ (Further Deputy Chairman)

Carmen Hettich-Günther³´⁴
Full-time Chairwoman of the Group Works Council of HOMAG Group AG, Schopfloch
Full-time Chairwoman of the Works Council of HOMAG GmbH, Schopfloch
― HOMAG GmbH, Schopfloch (Deputy Chairwoman)
― HOMAG Group AG, Schopfloch⁶ (Deputy Chairwoman)

Thomas Hohmann³
Head of Human Resources of Dürr Systems AG, Stuttgart

Dr. Anja Schuler
Supervisory Board Member, Zurich, Switzerland
― HOMAG Group AG, Schopfloch⁶

Dr. Martin Schwarz-Kocher²´³
Managing Director of IMU Institut GmbH, Stuttgart

Dr. Astrid Ziegler¹´³
Head of Department for Industrial, Structural and Energy Policy at the Executive Board of IG Metall, Frankfurt/Main
― Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr
Honorary Chairman of the Supervisory Board

¹ Member of the Presidium and Personnel Committee
² Member of the Audit Committee
³ Employee Representative
⁴ Member of the Mediation Committee
⁵ Member of the Nomination Committee
⁶ Listed company
■ Membership in legally required supervisory boards

Table → 3.103 shows the individual remuneration of Supervisory Board members in the 2018 financial year by component:

3.103 - SUPERVISORY BOARD REMUNERATION 2018

Basic Remuneration Committee Membership Remuneration Attendance Fees³ Variable Remuneration Total
Karl-Heinz Streibich, Chairman since 01/01/2018 120,000 7,500 8,000 51,000 186,500
(2017) (60,000) (10,000) (8,000) (30,750) (108,750)
Klaus Eberhardt (until 12/31/2017), Chairman - - - - -
(2017) (120,000) (15,000) (8,000) (61,500) (204,500)
Hayo Raich*¹,², Deputy Chairman 63,000 5,000 8,600 25,500 102,100
(2017) (63,000) (5,000) (8,600) (30,750) (107,350)
Richard Bauer (since 05/05/2017), Deputy Chairman since 01/01/2018 60,000 5,000 6,000 25,500 96,500
(2017) (26,667) (-) (2,000) (13,667) (42,334)
Mirko Becker*² 40,000 10,000 8,000 17,000 75,000
(2017) (40,000) (10,000) (10,000) (20,500) (80,500)
Dr. Rolf Breidenbach (since 01/01/2018) 40,000 - 5,000 17,000 62,000
(2017) (-) (-) (-) (-) (-)
Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 40,000 10,000 8,000 17,000 75,000
(2017) (40,000) (15,000) (9,000) (20,500) (84,500)
Gerhard Federer¹ 53,125 39,500 21,000 17,000 130,625
(2017) (50,000) (38,000) (20,000) (20,500) (128,500)
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka (until 05/05/2017) - - - - -
(2017) (16,667) (-) (3,000) (8,542) (28,209)
Carmen Hettich-Günther*¹´² 62,500 12,000 23,000 32,000 129,500
(2017) (58,750) (10,500) (21,000) (35,500) (125,750)
*Thomas Hohmann ** 40,000 - 5,000 17,000 62,000
(2017) (40,000) (-) (6,000) (20,500) (66,500)
Dr. Anja Schuler¹ 50,000 4,500 15,000 17,000 86,500
(2017) (50,000) (3,000) (16,000) (20,500) (89,500)
Dr. Martin Schwarz-Kocher*² 40,000 10,000 8,000 17,000 75,000
(2017) (40,000) (10,000) (10,000) (20,500) (80,500)
Dr. Astrid Ziegler*² 40,000 5,000 8,000 17,000 70,000
(2017) (40,000) (5,000) (8,000) (20,500) (73,500)
Total 648,625 108,500 123,600 270,000 1,150,725
(2017) (645,084) (121,500) (129,600) (324,209) (1,220,393)
  • Employee Representative
    ¹ Also a member of the Supervisory Board of Dürr Systems AG or HOMAG Group AG and HOMAG GmbH respectively
    ² These employee representatives have declared that they will transfer their remuneration according to the guidelines of the German Trade Union Confederation to the Hans Böckler Foundation.
    ³ for Supervisory Board and Committee meetings

44. DEVELOPMENT OF LONG-TERM ASSETS

3.104 - INTANGIBLE ASSETS

Goodwill Concessions, industrial property rights and similar rights Capitalized development costs Advances on intangible assets Dürr Group
Accumulated acquisition costs as of January 1, 2017 401,600 279,076 75,216 21,818 777,710
Currency differences -5,209 -2,042 -26 2 -7,275
Changes in the scope of consolidation - 2,778 - - 2,778
Additions 160 7,287 8,077 7,056 22,580
Disposals - -4,974 -132 - -5,106
Reclassification to assets held for sale - -106 19 - -87
Reclassifications - 9,172 2,085 -6,819 4,438
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2017 396,551 291,191 85,239 22,057 795,038
Currency differences 1,137 202 -11 -7 1,321
Changes in the scope of consolidation - 31,277 - - 31,277
Additions 49,129 4,509 14,524 4,420 72,582
Disposals - -4,056 -1,155 -192 -5,403
Reclassifications - 13,787 4,232 -18,075 -56
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2018 446,817 336,910 102,829 8,203 894,759
Accumulated depreciation as of January 1, 2017 - 125,077 39,384 2,116 166,577
Currency differences - -1,049 -21 - -1,070
Additions from planned depreciation - 22,958 12,662 - 35,620
Additions from unplanned depreciation - 1,483 - - 1,483
Disposals - -4,838 -132 - -4,970
Reclassification to assets held for sale - 136 17 - 153
Reclassifications - 5,311 - -772 4,539
Accumulated depreciation as of December 31, 2017 - 149,078 51,910 1,344 202,332
Currency differences - -2 -9 - -11
Changes in the scope of consolidation - 4 - - 4
Additions from planned depreciation - 25,495 9,892 - 35,387
Additions from unplanned depreciation - - 10,670 - 10,670
Disposals - -3,842 -1,123 - -4,965
Reclassifications - 143 - -143 -
Accumulated depreciation as of December 31, 2018 - 170,876 71,340 1,201 243,417
Carrying amounts as of December 31, 2018 446,817 166,034 31,489 7,002 651,342
Carrying amounts as of December 31, 2017 396,551 142,113 33,329 20,713 592,706
Carrying amounts as of January 1, 2017 401,600 153,999 35,832 19,702 611,133

3.105 - PROPERTY, PLANT AND EQUIPMENT

Land, mineral rights and buildings, including buildings on third-party land Properties held for investment Technical equipment and machinery Other equipment, operating and business equipment Advances on and construction in progress Dürr Group
Accumulated acquisition costs as of January 1, 2017 347,191 43,643 77,024 152,552 11,671 632,081
Currency differences -7,922 - -2,117 -4,217 -436 -14,692
Changes in the scope of consolidation 202 - 449 78 45 774
Additions 27,652 736 10,037 20,117 7,036 65,578
Disposals -840 -457 -5,021 -10,843 -562 -17,723
Reclassification to assets held for sale 267 - 39 -328 -2 -24
Reclassifications 7,007 - 6,292 1,628 -10,460 4,467
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2017 373,557 43,922 86,703 158,987 7,292 670,461
Currency differences 473 - -73 94 30 670
Changes in the scope of consolidation 15,942 - 5,220 1,212 30 22,404
Additions 13,328 124 4,911 20,513 12,040 50,916
Disposals -78 -251 -2,009 -4,953 -206 -7,497
Reclassifications 4,194 - 886 783 -5,807 56
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2018 407,416 43,795 95,784 176,636 13,379 737,010
Accumulated depreciation as of January 1, 2017 71,941 22,979 35,222 86,474 224 216,840
Currency differences -992 - -1,083 -2,316 3 -4,388
Additions from planned depreciation 14,603 1,187 7,666 19,123 - 42,579
Additions from unplanned depreciation - - 375 259 379 1,013
Disposals -315 -424 -3,905 -9,621 -539 -14,804
Reclassification to assets held for sale -2 - 41 -54 - -15
Reclassifications -10 - 1 622 - 613
Accumulated depreciation as of December 31, 2017 85,225 23,742 38,317 94,487 67 241,838
Currency differences -81 - 118 12 - 49
Changes in the scope of consolidation - - - 49 - 49
Additions from planned depreciation 15,167 924 9,472 21,636 - 47,199
Additions from unplanned depreciation - - 113 - - 113
Disposals -36 -74 -782 -4,310 -67 -5,269
Reclassifications 11 - -16 5 - -
Accumulated depreciation as of December 31, 2018 100,286 24,592 47,222 111,879 - 283,979
Carrying amounts as of December 31, 2018 307,130 19,203 48,562 64,757 13,379 453,031
Carrying amounts as of December 31, 2017 288,332 20,180 48,386 64,500 7,225 428,623
Carrying amounts as of January 1, 2017 275,250 20,664 41,802 66,078 11,447 415,241

3.106 - FINANCIAL ASSETS

Investments in equity-accounted companies Other investments Securities of fixed assets Other loans Dürr Group
Accumulated acquisition costs as of January 1, 2017 33,178 3,144 9,388 602 46,312
Currency differences -2,770 13 - - -2,757
Additions 816 2,000 6 - 2,822
Disposals -452 -18 -6,398 - -6,868
Reclassifications - -15 -2,996 - -3,011
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2017 30,772 5,124 - 602 36,498
IFRS 9 adjustment - 6,402 - - 6,402
Accumulated acquisition costs as of January 1, 2018 30,772 11,526 - 602 42,900
Currency differences 2,489 - - - 2,489
Additions 2,457 1 - - 2,458
Disposals - -187 - - -187
Change in value - -478 - - -478
Reclassifications - -257 - - -257
Accumulated acquisition costs as of December 31, 2018 35,718 10,605 - 602 46,925
Accumulated depreciation as of

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Name und Sitz Anteil am Kapital in %* Eigenkapital** in Tsd. € Jahresergebnis** in Tsd. €
A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
DEUTSCHLAND
Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 100,0 17.010 2.546
Carl Schenck AG, Darmstadt 100,0 94.960 -
DUALIS GmbH IT Solution, Dresden 100,0 290 -
Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen 100,0 5.981 -
Dürr International GmbH, Stuttgart 100,0 12.428 -
Dürr IT Service GmbH, Stuttgart 100,0 30 -
Dürr Somac GmbH, Stollberg 100,0 5.015 -
Dürr Systems AG, Stuttgart 100,0 145.363 -
Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg 100,0 1.566 -
Dürr Technologies GmbH, Stuttgart 100,0 304.408 -
Dürr thermea GmbH, Bietigheim-Bissingen 100,0 182 110
HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgebirge 100,0 15.488 -
HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz 100,0 42.585 6.570
HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51,0 1.803 291
HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100,0 62.839 14.411
HOMAG GmbH, Schopfloch 100,0 86.546 -
Homag Group AG, Schopfloch 63,9 106.207 -
HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo 100,0 19.602 -
HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw 100,0 14.025 -
iTAC Software AG, Montabaur 100,0 6.623 -3.128
LOXEO GmbH, Stuttgart 100,0 25 -
Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach 100,0 2.700 -
MTS Environmental GmbH, Maintal 100,0 16 -630
Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal 0,0 2.234 237
Schenck RoTec GmbH, Darmstadt 100,0 9.226 -
Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt 100,0 12.540 -
SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100,0 15 -
tapio GmbH, Nagold 100,0 971 -
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100,0 13 -
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 2.259 -846
SONSTIGE EUROPÄISCHE LÄNDER
AGRAMKOW Fluid Systems A/S, S0nderborg/Dänemark 100,0 -3.610 3.728
Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam/Niederlande 100,0 892 184
Carl Schenck spol. s r.o., Modrice/Tschechische Republik 100,0 633 110
CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100,0 163 -7
CPM S.p.A., Beinasco/Italien 51,0 21.756 6.203
Datatechnic S.A.S., Uxegney/Frankreich 100,0 10.779 2.515
Duerr Cyplan Limited, Aldermaston/Großbritannien 100,0 2.115 -947
Dürr Ltd., Warwick/Großbritannien 100,0 6.307 -536
Dürr Poland Sp. z o.o., Radom/Polen 100,0 11.230 1.978
Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sazavou/Tschechische Republik 100,0 4.670 74
Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli/Türkei 100,0 742 88
Dürr Systems S.A.S., Guyancourt/Frankreich 100,0 20.228 508
Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian/Spanien 100,0 10.632 5.706
Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava/Slowakei 100,0 679 326
Dürr Universal Europe Ltd., Hinckley/Großbritannien 100,0 4.905 -32
Homag (Schweiz) AG, Höri/Schweiz 100,0 3.535 1.932
HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee/Österreich 100,0 1.450 675
HOMAG DANMARK A/S, Galten/Dänemark 100,0 1.981 616
HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valles (Barcelona)/Spanien 100,0 1.941 559
HOMAG France S.A.S., Schiltigheim/Frankreich 100,0 5.735 2.763
HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv/Bulgarien 100,0 923 264
HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano/Italien 100,0 5.271 2.004
HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, L'Ametlla del Valles/Spanien 100,0 5.268 2.016
HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska/Polen 100,0 24.160 5.658
HOMAG Services Poland Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska/Polen 100,0 1.687 121
HOMAG U.K. LTD., Castle Donington/Großbritannien 100,0 6.023 2.415
MEGTEC Environmental Limited, Standish/Großbritannien 100,0 3.850 20
MEGTEC IEPG BV, Amsterdam/Niederlande 100,0 22.225 -6
MEGTEC Systems AB, Göteborg/Schweden 100,0 9.109 67
MEGTEC Systems S.A.S., Lisses/Frankreich 100,0 12.961 113
Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate/Italien 65,0 5.345 150
OOO "Homag Russland", Moskau/Russland 100,0 1.395 449
OOO Dürr Systems RUS, Moskau/Russland 100,0 351 97
Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus/Schweiz 100,0 16.711 1.703
Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano/Italien 100,0 466 10
Schenck Limited, Warwick/Großbritannien 100,0 2.090 272
Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier/Frankreich 100,0 9.086 3.543
Stimas Engineering S.r.l., Turin/Italien 51,0 135 8
Verind S.p.A., Rodano/Italien 50,0 7.355 1.230
NORDAMERIKA/ZENTRALAMERIKA
BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina/USA 100,0 1.879 508
Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro/Mexiko 100,0 13.141 2.148
Dürr Inc., Southfield, Michigan/USA 100,0 108.795 -4.902
Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 32.216 -67
Durr MEGTEC LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 59.040 438
Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan/USA 100,0 121.291 6.103
Durr Universal Inc., Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 33.728 -1.063
Dürr Universal S. de R.L. de C.V., San Luis Potosi/Mexiko 100,0 8.352 371
HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario/Kanada 100,0 4.195 1.367
Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan/USA 100,0 -1.144 -990
iTAC Software Inc., Southfield, Michigan/USA 100,0 394 187
MEGTEC Energy & Environmental LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 3.118 -
MEGTEC India Holdings LLC, De Pere, Wisconsin/USA 100,0 2.778 -
MEGTEC Systems Australia Inc., Wilmington, Delaware/USA 100,0 738 4
MEGTEC Turbosonic Inc., Waterloo/Kanada 100,0 8.237 -315
MEGTEC Turbosonic Technologies Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 11.554 -7
MTS Asia Inc., De Pere, Wisconsin/USA 100,0 8.966 -
Schenck Corporation, Deer Park, New York/USA 100,0 65.216 929
Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100,0 568 22
Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan/USA 100,0 6.679 2.167
Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York/USA 100,0 12.529 545
STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan/USA 100,0 23.179 12.377
Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts/USA 100,0 4.529 245
Universal AET Holdings, LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 1.129 -
Universal Silencer Mexico II LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 82 -
Universal Silencer Mexico LLC, Stoughton, Wisconsin/USA 100,0 8.149 -
SÜDAMERIKA
AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba/Brasilien 100,0 -9 -1.467
CPM DO PERNAMBUCO MANUTENCÄO DE MAQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA., Goiana/Brasilien 99,0 438 427
Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien 100,0 12.187 1.670
HOMAG INDÜSTRIA E COMERCIO DE MAQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboao da Serra/Brasilien 100,0 2.050 156
Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0 46 -
VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. -EPP, Betim/Brasilien 100,0 953 153
AFRIKA/ASIEN/AUSTRALIEN
AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100,0 812 -8
Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 100,0 2.466 87
Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika 100,0 3.856 2.532
Dürr India Private Ltd., Chennai/Indien 100,0 4.876 1.715
Dürr Japan K.K., Tokio/Japan 100,0 -708 -8
Dürr Korea Inc., Seoul/Südkorea 100,0 10.601 -2.042
Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 86.321 39.214
Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100,0 1.432 -37
Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger/Marokko 100,0 405 135
DURR VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100,0 - -
EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika 100,0 10 -
HOMAG Equipment Machinery Trading LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49,0 -596 -155
HA (THAILAND) CO. LTD., Bangkok/Thailand 100,0 377 50
HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong/Malaysia 100,0 -267 120
HOMAG Arabia FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -210 -73
HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur/Singapur 100,0 1.155 1
Homag Australia Pty. Limited, Sydney/Australien 100,0 3.757 837
Homag India Private Limited, Bangalore/Indien 100,0 4.398 658
Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka/Japan 100,0 6.389 901
HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul/Südkorea 100,0 3.715 335
Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai/V. R. China 81,3 23.152 9.436
HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland/Neuseeland 100,0 10 5
HOMAG VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100,0 -4 -47
Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika 75,0 769 215
MEGTEC Systems India Private Ltd., Pune/Indien 100,0 2.883 -70
MEGTEC Systems Shanghai Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 4.380 274
MEGTEC Thermal Energy & Environmental (Shanghai) Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 2.184 -1
PT Durr Systems Indonesia, Jakarta/Indonesien 100,0 805 -51
Schenck RoTec India Limited, Noida/Indien 100,0 7.522 1.162
Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai/V. R. China 100,0 30.677 5.866
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 223 -7
Universal Acoustic & Emission Technologies Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0 1.275 74
Universal Silencer (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai/V. R. China 100,0 -12 1

*** Angabe des Anteils am Grund- oder Stammkapital.
** Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis sind in Tausend Euro (€) ausgewiesen.
1 Eingeschränkt geschäftsfähig.
2 Beteiligung an der Homag Group AG.
3 Beteiligung an der Dürr AG.# NICHT KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Unternehmen Kapitalanteil (%) Werte (in Tsd. EUR)
Aviva Vermögensverwaltung GmbH i.L., München/Deutschland 100,0 -1.077
Futura GmbH, Schopfloch/Deutschland 100,0 25
Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart/Deutschland 50,0 -
Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt/Deutschland 100,0 1.133

C. AT EQUITY BEWERTETE BETEILIGUNGEN

Unternehmen Kapitalanteil (%) Werte (in Tsd. EUR)
HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong/V. R. China 25,0 50.028
Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka/Japan 50,0 41.075

D. SONSTIGE BETEILIGUNGEN

Unternehmen Kapitalanteil (%) Werte (in Tsd. EUR)
ADAMOS GmbH, Darmstadt/Deutschland 14,3 8.428
Fludicon GmbH, Darmstadt/Deutschland 1,4 -
HeatMatrix Group B.V., Utrecht/Niederlande 13,4 1.572
Parker Engineering Co., Ltd., Tokio/Japan 10,0 73.099
SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart/Deutschland 15,0 133.749

** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für jeweils 100 % Kapitalanteil
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
2 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
4 Anteil am Stimmrecht
100 %
5 Verfügungsgewalt über variable Renditen aus dem Beteiligungsunternehmen

Bietigheim-Bissingen, den 12. März 2019

Dürr Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Carlo Crosetto
Pekka Paasivaara
Dr. Jochen Weyrauch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dürr Aktiengesellschaft

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dürr Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde (im Folgenden: "Konzernlagebericht"), geprüft.

Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie auf die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

  1. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte

    • Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
      Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairment Test). Grundlage der Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für vier Detailplanungsjahre zugrunde. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wobei die in die Ermittlung des Abzinsungssatzes eingehenden Parameter teilweise auf geschätzten Markterwartungen beruhen und daher ermessensbehaftet sind. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet.

    • Prüferisches Vorgehen:
      Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budget-Planung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre zur Kenntnis. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Wir haben uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Darüber hinaus haben wir die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit den Angaben zu den Prognosen im Konzernlagebericht verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vorjahresplanung auf der Basis einer Soll-Ist-Abweichungsanalyse analysiert. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrundeliegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Des Weiteren haben wir die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen plausibilisiert. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.

    • Verweis auf zugehörige Angaben:
      Die Angaben der Gesellschaft bzgl. der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den damit in Zusammenhang stehenden Ermessensentscheidungen sind im Konzernanhang in den Textziffern 1 und 18 enthalten.

  2. Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden)

    • Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
      Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach dem Fertigstellungsgrad gemäß IFRS 15 ermittelt. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Auftragsmarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der bisher angefallenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Die Anwendung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 erfordert erhebliche Ermessensausübung, insbesondere bezüglich der Schätzung der Gesamtkosten eines Auftrages sowie der Berücksichtigung von Auftragsänderungen und Projektrisiken.

    • Prüferisches Vorgehen:
      Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 haben wir uns mit den von Dürr eingerichteten Prozessen zur Implementierung des neuen Standards befasst.# 3. Ansatz und Bewertung von Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Der Dürr-Konzern betreibt seine Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsordnungen mit der hiermit einhergehenden Komplexität der sich ändernden Steuergesetze sowie Verrechnungspreisthematik. Die Ermittlung der Rückstellungen für ertragsteuerliche Verpflichtungen sowie die bilanzielle Würdigung und Bewertung latenter und unsicherer Steuerpositionen erfordert, dass die gesetzlichen Vertreter der Dürr Aktiengesellschaft Ermessen bei der Beurteilung von Steuersachverhalten ausüben und Schätzungen bezüglich der ertragsteuerlichen Risiken vornehmen müssen. Für die Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuerposten ist eine Einschätzung über die zukünftige Nutzbarkeit der Verlustvorträge sowie anderer aktiver latenter Steuern aus temporären Differenzen erforderlich. Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge hängt von der Nutzbarkeit der Verluste in den jeweiligen Ländern aufgrund länderspezifischer Regelungen einerseits und von Planungsannahmen über zukünftig zu versteuernde Einkommen andererseits ab. Insbesondere die Unternehmensplanungen in Bezug auf künftige zu versteuernde Einkommen sind stark ermessensbehaftet. Die gesetzlichen Vertreter nehmen Schätzungen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Steuersubjekts, welche vom aktuellen und zukünftigen Marktumfeld beeinflusst wird, vor.

Prüferisches Vorgehen:
Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer Steuerabteilung mit den entsprechenden Kenntnissen in den jeweiligen lokalen Rechtsordnungen und Regelungen in unsere Prüfung eingebunden. Wir beurteilten auch die Korrespondenz mit den zuständigen Steuerbehörden, analysierten und prüften die Annahmen zur Ermittlung der Ertragsteuerrückstellungen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Erfahrungen über die derzeitige Anwendung der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Behörden und Gerichte. Zur Beurteilung des Ansatzes und der Bewertung der latenten Steuern haben wir uns bei den Konzerngesellschaften unter anderem mit den zugrundeliegenden Prozessen zur vollständigen Erfassung und Bewertung latenter Steuern sowie zur Verhinderung oder Aufdeckung und Korrektur von Fehlern befasst. Wir haben zudem in Stichproben die Identifikation und Quantifizierung von Abweichungen zwischen dem Ansatz und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden nach den ertragsteuerlichen Vorschriften und der Rechnungslegung nach IFRS sowie die Berechnung der latenten Steuern in Bezug auf diese Abweichungen unter Anwendung des entsprechenden Ertragsteuersatzes nachvollzogen. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit von latenten Steuerforderungen aus temporären Differenzen sowie aus Verlustvorträgen haben wir anhand von Stichproben nachvollzogen, ob die Steuerplanungen aus der Unternehmensplanung abgeleitet, der konzernweit vorgegebene Planungshorizont für die Beurteilung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen herangezogen und die jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Vorschriften für die Nutzung von Verlustvorträgen beachtet wurden. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2018, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem jeweiligen lokalen Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere ertragsteuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen sowie Feststellungen aus Betriebsprüfungen. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern.

Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern sind im Konzernanhang in den Textziffern 7 und 17 enthalten.

4. Bilanzielle Abbildung des Erwerbs der MEGTEC/ Universal-Gesellschaften einschließlich der Kaufpreisallokation

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Mit der Übernahme von MEGTEC/Universal-Gesellschaften erwarb die Dürr Aktiengesellschaft eine operativ tätige Gruppe, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft einbezogen wird. Die sich aus der Neubewertung der bilanzierten Vermögenswerte und der Identifizierung von erworbenen Vermögenswerten ergebenden beizulegenden Zeitwerte sowie der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen der MEGTEC/Universal-Gesellschaften sind bedeutsam für den Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, zudem unterliegt die Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden Schätz- und Ermessensunsicherheiten, da die Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögenswerte (zum Beispiel Kundenstamm, Technologie und Markenname) von der Unternehmensplanung der erworbenen Gesellschaften abhängig ist.

Prüferisches Vorgehen:
Basierend auf unseren Kenntnissen über das Geschäft der MEGTEC/Universal-Gesellschaften und den Erläuterungen und Plänen des Vorstands, haben wir die Identifizierung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Rahmen der Kaufpreisallokation nachvollzogen. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden haben wir interne Bewertungsexperten mit eingebunden. Hierbei haben wir insbesondere das von der Gesellschaft verwendete Discounted Cash Flow Bewertungsmodell methodisch beurteilt und die rechnerische Richtigkeit nachvollzogen. Die Ableitung des Abzinsungssatzes und dessen einzelner Bestandteile haben wir gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit der Ermittlung nachvollzogen haben. Die in der Cash Flow Planung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden verwendeten Planungsannahmen haben wir mit dem Management diskutiert und wesentliche Planungsannahmen beurteilt. Weiterhin haben wir uns mit der Vollständigkeit der Angaben im Konzernanhang nach den Vorschriften des IFRS 3 befasst. Unsere Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit der bilanziellen Abbildung des Erwerbs der MEGTEC/Universal-Gesellschaften haben zu keinen Einwendungen geführt.

Verweis auf zugehörige Angaben:
Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die bilanzielle Abbildung des Erwerbs der MEGTEC/Universal-Gesellschaften sind im Konzernanhang in Textziffer 18 enthalten.

SONSTIGE INFORMATIONEN
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die weiteren sonstigen Informationen verantwortlich.# Die sonstigen Informationen umfassen insbesondere folgende für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile: Den Brief des Vorstandsvorsitzenden, den Bericht des Aufsichtsrats, das Kapitel "Dürr am Kapitalmarkt", die zum Konzernabschluss dargestellte Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid), die im Kapitel Nachhaltigkeit des Konzernlageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; ― holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.# VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS über eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit

An die Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart

Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft nach § 315b HGB, bestehend aus den im zusammengefassten Lagebericht gesondert durch einen Strich am Spaltenrand und die Abkürzung "NFE" gekennzeichneten Angaben, für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 (nachfolgend: nichtfinanzielle Konzernerklärung) einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.

ERKLÄRUNGEN DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS IN BEZUG AUF DIE UNABHÄNGIGKEIT UND QUALITÄTSSICHERUNG

Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1).

VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Konzernerklärung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, ob die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.

Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung, die wir im Wesentlichen in den Monaten Dezember 2018 bis März 2019 durchgeführt haben, haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

  • Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte von Dürr für die als wesentlich identifizierten Themen,
  • Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung betraut sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben in der nichtfinanziellen Konzernerklärung relevant sind,
  • Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Konzernerklärung,
  • Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Analyse und Aggregation der Daten aus den relevanten Bereichen im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung,
  • analytische Beurteilung von Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung auf Ebene des Konzerns,
  • Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Daten,
  • Beurteilung der Darstellung der Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung.

PRÜFUNGSURTEIL

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.

VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKS

Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Dürr Aktiengesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Dieser Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen.

AUFTRAGSBEDINGUNGEN UND HAFTUNG

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/ IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

München, den 12. März 2019
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nicole Richter, Wirtschaftsprüferin
Annette Johne, Wirtschaftsprüferin

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bietigheim-Bissingen, 12. März 2019

Ralf W. Dieter
Carlo Crosetto
Pekka Paasivaara
Dr. Jochen Weyrauch

FUTURE TRENDS-PIONEERING SOLUTIONS

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 16. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der Dürr Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch.

Stuttgart, 12. März 2019
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marbler, Wirtschaftsprüfer
Koch, Wirtschaftsprüfer

Zusammengefasster Lagebericht

Der Lagebericht der Dürr AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Dürr Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG für das Geschäftsjahr 2018 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Dürr AG sowie der Jahresbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 stehen auch im Internet unter www.durr-group.com/de/investoren/berichte-praesentationen/ zur Verfügung.

Bilanz zum 31. Dezember 2018

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

AKTIVA scroll Tsd. € Anhang 31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagenvermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.229 8.985
II. Sachanlagen 275 336
III.
Finanzanlagen 799.692 768.252 808.196 777.573

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) | 489.696 | 450.528
II. Sonstige Wertpapiere (3) | - | 2.996
III. Flüssige Mittel (4) | 274.116 | 407.053
| 763.812 | 860.577

C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) | 1.028 | 1.404
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (6) | 1.494 | 3.750
Summe AKTIVA | 1.574.530 | 1.643.304

PASSIVA

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital (7) | 177.157 | 88.579
II. Kapitalrücklage (8) | 67.596 | 156.174
III. Bilanzgewinn (9) | 577.647 | 501.421
| 822.400 | 746.174

B. Rückstellungen (11) | 16.463 | 19.775
C. Verbindlichkeiten (12) | 735.667 | 877.355
Summe PASSIVA | 1.574.530 | 1.643.304

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

Tsd. € Anhang 2018 2017
1. Umsatzerlöse (14) 34.488 34.124
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 24.149 28.702
3. Materialaufwand (16) -3.710 -1.851
4. Personalaufwand (17) -20.697 -18.883
5. Abschreibungen (1) -995 -1.173
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -42.795 -48.246
7. Beteiligungsergebnis (19) 193.388 253.160
8. Finanzergebnis (20) -8.858 - 11.757
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) - 22.622 - 23.698
10. Ergebnis nach Steuern 152.348 210.378
11. Jahresüberschuss 152.348 210.378
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 425.299 291.043
13. Bilanzgewinn 577.647 501.421

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

i. Grundlagen und Methoden

Sitz der Dürr Aktiengesellschaft (Dürr AG) ist Stuttgart. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13677 im Register des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

ii. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert.

iii. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt.

Immaterielles Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Sachanlagen

Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 800,00 € (Vorjahr: 410,00 €) werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag beziehungsweise mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 473.993 297.966
Sonstige Vermögensgegenstände 15.703 152.562
489.696 450.528

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.706 Tsd. € ausgewiesen.

(3) Sonstige Wertpapiere

Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

(4) Flüssige Mittel

Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern werden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

(5) Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Position beinhaltet ein Disagio in Höhe von 751 Tsd. € aus der im Geschäftsjahr 2014 begebenen Anleihe (Vorjahr: 1.085 Tsd. €). Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von der Dürr AG begebenen Anleihe wird auf Textziffer 12 verwiesen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt.

(6) Aktiver Unterschiedsbeitrag aus Vermögensrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen sowie im Geschäftsjahr zur Sicherung der Lebensarbeitszeitkonten der Mitarbeiter dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen.

ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB (PENSIONSVERPFLICHTUNG):
Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 8.827 8.597
davon aktivisch ausgewiesen 8.428 8.239
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 9.922 10.107
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 9.922 10.107
davon aktivisch ausgewiesen 9.922 10.107
Verrechnete Erträge 777 636
Verrechnete Aufwendungen 23 23
ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR ALTERSVERSORGUNGSVERPFLICHTUNGEN (VORAB-PROGRAMM):
Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden - 3.654
davon aktivisch ausgewiesen - 3.654
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände - 5.535
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände - 5.535
davon aktivisch ausgewiesen - 5.535
Verrechnete Erträge - 67
Verrechnete Aufwendungen - 954

Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen aus dem "VORaB"-Programm wurde im Geschäftsjahr 2018 von § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB auf § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB umgestellt, weil die Voraussetzungen nunmehr erfüllt sind. Sofern die Bewertung bereits zum 31. Dezember 2017 nach diesen Grundsätzen erfolgt wäre, wäre der Bilanzansatz des aktiven Unterschiedsbetrags aus Vermögensverrechnung um 1.881 Tsd. € niedriger ausgefallen. Dementsprechend ist das handelsrechtliche Ergebnis im Jahr 2018 in dieser Größenordnung beeinträchtigt. Auswirkungen auf die Finanzlage ergaben sich hieraus nicht. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestand im Vorjahr aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung). Im Vorjahr wurden für die Mitarbeiter neue Lebensarbeitszeitkonten eingeführt. Durch Einbringung von angesammelten Überstunden oder Gehaltsbestandteilen können Mitarbeiter Wertguthaben für Zeiten einer Freistellung von der Arbeit aufbauen. Die Gesellschaft hat die Ansprüche durch Rückdeckungsversicherungen finanziell abgedeckt und gegen die Insolvenz der Gesellschaft abgesichert. Die Rückstellungen für diese Lebensarbeitszeitkonten wurden saldiert mit den entsprechenden Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen.

ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR LEBENSARBEITSZEITKONTEN:
Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 309 245
davon aktivisch ausgewiesen 309 -
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 322 245
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 322 245
davon aktivisch ausgewiesen 322 -

(7) Gezeichnetes Kapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2018 177.157 Tsd. € (Vorjahr: 88.579 Tsd. €) und setzte sich aus 69.202.080 Stückaktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Am 22. Juni 2018 erfolgte die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 an die bestehenden Aktionäre im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei der ein Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 88.579 Tsd. € in das gezeichnete Kapital umgewandelt wurde. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren vollständig eingezahlt.

Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden.# Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10 %-Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 44.289 Tsd. €) durch Ausgabe von bis zu 34.601.040 (Vorjahr: 17.300.520) neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht.

(8) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2018 67.596 Tsd. € (Vorjahr: 156.174 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.

(9) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

Tsd. €
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2017 501.421
Dividendenausschüttung -76.122
Jahresüberschuss 2018 152.348
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2018 577.647

(10) Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre (VGL. § 253 (6) HGB)

Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 931 Tsd. € (Vorjahr: 1.505 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist.

(11) Rückstellungen

31.12.2018 31.12.2017
Rückstellungen für Pensionen 399 358
Steuerrückstellungen 5.104 7.833
Sonstige Rückstellungen 10.960 11.584
Gesamt 16.463 19.775

Pensionsverpflichtungen

Die Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: "Richttafeln 2005 G") von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen

Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %). Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB in 2016 ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische alters- und dienstzeitabhängige Fluktuationstabelle ist daher in die Berechnungen eingeflossen. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtungen eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung eines Teils der Pensionsverpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6).

b) VoRaB-programm

Die Gesellschaft bietet ihren Beschäftigten die Möglichkeit, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Im Vorjahr bilanzierte die Gesellschaft die Verpflichtung aus der Versorgungszusage saldiert mit dem Planvermögen aus der Rückdeckungsversicherung, wobei sich durch versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste eine Über- beziehungsweise Unterdeckung ergeben konnte. Der verwendete Rechnungszinssatz betrug 3,68 %. Des Weiteren ist im Vorjahr eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen. Im Vorjahr ergab sich aus der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6). Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen aus dem "VORaB"-Programm wurde im Geschäftsjahr 2018 von § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB auf § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB umgestellt, weil die Voraussetzungen nunmehr erfüllt sind. Sofern die Bewertung bereits zum 31. Dezember 2017 nach diesen Grundsätzen erfolgt wäre, wäre der Bilanzansatz des aktiven Unterschiedsbetrags aus Vermögensverrechnung um 1.881 Tsd. € niedriger ausgefallen. Dementsprechend ist das handelsrechtliche Ergebnis im Jahr 2018 in dieser Größenordnung beeinträchtigt. Auswirkungen auf die Finanzlage ergaben sich hieraus nicht. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Hauptversammlung beziehungsweise des Geschäftsberichts. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

(12) Verbindlichkeiten

Tsd. € davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Anleihe 300.000 - 300.000 -
(2017) (300.000) (-) (300.000) (-)
Schuldscheindarlehen 300.000 - 200.000 100.000
(2017) (300.000) (-) (100.000) (200.000)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96 96 - -
(2017) (-) (-) (-) (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.405 1.405 - -
(2017) (184) (184) (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124.520 124.520 - -
(2017) (267.512) (267.512) (-) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.646 9.646 - -
(2017) (9.659) (9.659) (-) (-)
davon aus Steuern 269 269 - -
(2017) (273) (273) (-) (-)
31. Dezember 2018 735.667 135.667 500.000 100.000
(31. Dezember 2017) (877.355) (277.355) (400.000) (200.000)

Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet.

Anleihe

Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an den Dürr-Konzern und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating.

Schuldscheindarlehen

Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016.## Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 Tsd. € und einer Avallinie über 215.000 Tsd. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung des vereinbarten Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 153.707 Tsd. € (Vorjahr: 143.185 Tsd. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling) und weitere Finanzdarlehen.

(13) Latente Steuern

Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Aktive latente Steuern
Geschäfts- und Firmenwerte 916 963
Andere immaterielle Vermögensgegenstände 582 653
Sachanlagen 164 95
Wertpapiere des Anlagevermögens 569 336
Sonstige Ausleihungen 5.215 4.715
Vorräte 1.005 986
Sonstige Vermögensgegenstände 15.493 9.066
Sonstige Rückstellungen 5.080 9.045
Summe aktive latente Steuern 29.024 25.859
Passive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 7.105 4.211
Langzeitkonten 5.042 4.320
Summe passive latente Steuern 12.147 8.531
Summe latente Steuern 16.877 17.328
Nicht angesetzte latente Steuern -16.877 -17.328
Bilanzausweis 0 0

Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Verlustvorträge wurden verbraucht, sodass keine aktiven latenten Steuern hierauf zu berücksichtigen sind. Soweit vororganschaftliche Verlustvorträge bestehen, sind diese nicht angesetzt. Berichtet wird über die Gesellschaften der Dürr-Systems-Gruppe, der Schenck-Gruppe und der HOMAG Group, soweit ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(14) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten vor allem Erträge aus Konzernumlagen und Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 34.486 Tsd. €. Die weiterbelasteten Kosten beinhalten überwiegend Personalaufwendungen der unterstützenden Fachabteilungen.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position beinhaltet unter anderem Erträge von 18.461 Tsd. € (Vorjahr: 27.885 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung, einen Kostenersatz durch verbundene Unternehmen von 5.307 Tsd. € und Erträge von 204 Tsd. € (Vorjahr: 816 Tsd. €) aus Rückstellungsauflösungen.

(16) Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen.

(17) Personalaufwand

Tsd. € 2018 2017
Gehälter 16.733 17.697
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.964 1.186
davon für Altersversorgung 2.846 108
20.697 18.883

Im Jahresdurchschnitt wurden 85 Angestellte (Vorjahr: 82 Angestellte) beschäftigt.

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 20.251 Tsd. € (Vorjahr: 28.198 Tsd. €). Darüber hinaus werden Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen ausgewiesen.

(19) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis beinhaltet Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen. Für weitere Angaben zu den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

(20) Finanzergebnis

Tsd. € 2018 2017
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.549 907
davon aus verbundenen Unternehmen 1.549 907
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.199 4.309
davon aus verbundenen Unternehmen 3.702 1.757
davon aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 52 167
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.606 -16.973
davon aus verbundenen Unternehmen -1.858 -2.032
davon aus Abzinsungen -383 -646
-8.858 -11.757

(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den inländischen laufenden Steueraufwand in Höhe von 22.450 Tsd. € (Vorjahr: 29.661 Tsd. €), anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 37 Tsd. € (Vorjahr: 1 Tsd. €) sowie Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 134 Tsd. € (Vorjahr: Erträge von 5.965 Tsd. €).

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften 153.707 Tsd. €. Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 300.000 Tsd. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 131.451 Tsd. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine ungenutzte Avallinie in Höhe von 10.000 Tsd. €. Zudem bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften in Höhe von 175.215 Tsd. € gegenüber Banken für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 39.558 Tsd. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank. Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 338.427 Tsd. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT Service GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 164 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2018, 122 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2019 und 70 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2020. Weiterhin sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems AG, Stuttgart, in Höhe von 82 Tsd. € enthalten.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

4. Finanzderivate

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist: 1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen. 2.) Es erfordert entweder keine Anschaffungsauszahlung oder eine Anschaffungsauszahlung, die geringer ist als bei anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren. 3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der Dürr AG und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte). Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.# scroll währungsbezogene Geschäfte:

Nominalbetrag Positiver beizulegender Zeitwert Negativer beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
Devisentermingeschäfte
Mit Banken
76 kCAD - - 1 Tsd. €
16.000 kCZK 3 Tsd. € - -
82.551 kDKK - -47 Tsd. € -
5.127 kDKK - -2 Tsd. € -
17.120 kDKK - -106 Tsd. € -
13.560 kDKK 8 Tsd. € - -
293 kAUD - 1 Tsd. € -
3.448 kAUD 49 Tsd. € - -
1.513 kCAD 31 Tsd. € - -
450 kCHF 1 Tsd. € - -
4.235 kCHF - -61 Tsd. € -
72.633 kCZK - -7 Tsd. € -7 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
76.792 kDKK - -77 Tsd. € -
85.011 kDKK 34 Tsd. € - -
2.217 kGBP - -6 Tsd. € -
7.368 kGBP 89 Tsd. € - -
13.685.098 kIDR - -66 Tsd. € -66 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
780.524 kJPY - -133 Tsd. € -24 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
286.063 kMXN - -431 Tsd. € -3 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
35.849 kMXN 12 Tsd. € - -
1.535 kMYR - -6 Tsd. € -6 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
81 kNZD 1 Tsd. € - -
9.791 kPLN - -20 Tsd. € -15 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
69.926 kPLN 42 Tsd. € - -
53.395 kUSD - 1.437 Tsd. € -
Sonstige Rückstellungen
50.690 kUSD 229 Tsd. € - -
445 kGBP - -6 Tsd. € -
1.200 kGBP 10 Tsd.€ - -
228.500 kJPY - -17 Tsd. € -
31.120 kJPY 2 Tsd.€ - -
3.020 kMXN - - -
53.410 kMXN 49 Tsd.€ - -
-10.148 kUSD - 267 Tsd. € -
-36.228 kUSD 1.081 Tsd. € - -
11.820 kPLN 13 Tsd. € - -
350 kSGD - - -
1.946 kSGD 8 Tsd.€ - -
1.000 kUSD 21 Tsd. € - -
2.941 kUSD - -22 Tsd. € -
14.396 kUSD 202 Tsd.€ - -
528 kUSD - -8 Tsd. € -
Mit verbundenen Unternehmen
3.448 kAUD - -49 Tsd. € -
293 kAUD 1 Tsd. € - -
1.513 kCAD - -31 Tsd. € -
450 kCHF - -1 Tsd. € -
4.235 kCHF 61 Tsd. € - -
39.111 kDKK - -33 Tsd. € -
76.792 kDKK 77 Tsd. € - -
6.213 kDKK - -21 Tsd. € -
16.000 kCZK - -3 Tsd. € -
82.551 kDKK 47 Tsd. € - -
1.200 kGBP - 10 Tsd. € -
445 kGBP 6 Tsd. € - -
53.410 kMXN - -49 Tsd. € -
3.020 kMXN - - -
11.820 kPLN - 13 Tsd. € -
1.946 kSGD - -8 Tsd. € -
350 kSGD - - -
1.782 kUSD - -49 Tsd. € -
2.941 kUSD 22 Tsd. € - -
620 kGBP 2 Tsd.€ - -
7.368 kGBP - -89 Tsd. € -
2.217 kGBP 6 Tsd.€ - -
435.524 kJPY 109 Tsd. € - -
35.849 kMXN - 12 Tsd. € -
267.063 kMXN 427 Tsd. € - -
-528 kUSD 8 Tsd. € - -
81 kNZD - -1 Tsd. € -
8.423 kPLN - -2 Tsd. € -
5.466 kPLN 4 Tsd.€ - -
57 kUSD 1 Tsd. € - -
2.092 kUSD - -8 Tsd. € -
2.803 kUSD 106 Tsd. € - -
45.452 kUSD - -205 Tsd. € -
32.696 kUSD 815 Tsd. € - -
281 kUSD - -2 Tsd. € -
2.112 kUSD 17 Tsd. € - -
36.228 kUSD - -1.080 Tsd. € -
10.148 kUSD 267 Tsd. € - -

Zinsbezogene Geschäfte:

Mit Banken
100.000 kEUR - -324 Tsd. € -

Der Betrag der Wertänderung eines Derivats wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde. Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

5. Bewertungseinheiten

Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.

In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden:

scroll Betrag Bilanzposition Art der abgesicherten Risiken Art der Bewertungseinheit Gesichertes Volumen
Bilanzunwirksame Geschäfte:
Mit Banken
49 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 3.448 kAUD
1 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 293 kAUD
31 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 1.513 kCAD
1 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 450 kCHF
61 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 4.235 kCHF
33 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 39.111 kDKK
77 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 76.792 kDKK
21 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 6.213 kDKK
3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.000 kCZK
47 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 82.551 kDKK
10 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.200 kGBP
6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 445 kGBP
49 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 53.410 kMXN
0 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.020 kMXN
13 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 11.820 kPLN
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.946 kSGD
0 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 350 kSGD
49 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.782 kUSD
22 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.941 kUSD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 620 kGBP
89 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 7.368 kGBP
6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.217 kGBP
109 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 435.524 kJPY
12 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 35.849 kMXN
427 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 267.063 kMXN
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge -528 kUSD
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 81 kNZD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.423 kPLN
4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.466 kPLN
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57 kUSD
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.092 kUSD
106 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.803 kUSD
205 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 45.452 kUSD
815 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 32.696 kUSD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 281 kUSD
17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.112 kUSD
1.080 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 36.228 kUSD
267 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 10.148 kUSD
Mit verbundenen Unternehmen
49 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.448 kAUD
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 293 kAUD
31 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.513 kCAD
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 450 kCHF
61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.235 kCHF
33 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 39.111 kDKK
77 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 76.792 kDKK
21 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 6.213 kDKK
3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.000 kCZK
47 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 82.551 kDKK
10 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.200 kGBP
6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 445 kGBP
49 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 53.410 kMXN
0 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.020 kMXN
13 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 11.820 kPLN
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.946 kSGD
0 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 350 kSGD
49 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.782 kUSD
22 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.941 kUSD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 620 kGBP
89 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 7.368 kGBP
6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.217 kGBP
109 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 435.524 kJPY
12 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 35.849 kMXN
427 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 267.063 kMXN
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge -528 kUSD
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 81 kNZD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.423 kPLN
4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.466 kPLN
1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57 kUSD
8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.092 kUSD
106 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.803 kUSD
205 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 45.452 kUSD
815 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 32.696 kUSD
2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 281 kUSD
17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.112 kUSD
1.080 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 36.228 kUSD
267 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 10.148 kUSD

Bilanzwirksame Geschäfte:

Mit Banken
324 Tsd. € - Zinsrisiko Micro Hedge

Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da gemäß Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 46 Monaten.6. Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Jahresabschluss der Dürr AG zum 31. Dezember 2018 weist einen Bilanzgewinn von 577.647 Tsd. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 69.202 Tsd. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszuschütten und 508.445 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 1,00 €.

  1. Konzernabschluss
    Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www. durr-group.de veröffentlicht.

  2. Deutscher Corporate Governance Kodex/ Erklärung nach § 161 AKTG
    Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 12. Dezember 2018 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht.

  3. Abschlussprüferhonorar
    Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben.

  4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
    Herr Pekka Paasivaara ist seit 1. Januar 2019 Mitglied des Vorstands. Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.

  5. MITGLIEDER DES VORSTANDS

Ralf W. Dieter
Vorsitzender des Vorstands
* Carl Schenck AG, Darmstadt¹(Vorsitzender)
* Dürr Systems AG, Stuttgart¹(Vorsitzender)
* Homag Group AG, Schopfloch¹,²(Vorsitzender)
* iTAC Software AG, Montabaur¹(Vorsitzender)
* Körber AG, Hamburg
* Schuler AG, Göppingen²
* Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V.R. China¹(Supervisor)

Carlo Crosetto
Mitglied des Vorstands - Finanzvorstand
* Carl Schenck AG, Darmstadt¹
* Dürr Systems AG, Stuttgart¹
* Homag Group AG, Schopfloch¹²,²

Pekka Paasivaara
Mitglied des Vorstands (seit 01.01.2019)
* Deutsche Messe AG, Hannover (seit 01.01.2019)
* Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan, USA¹(Vorsitzender)

Dr. Jochen Weyrauch
Mitglied des Vorstands

■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
□ Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
¹ Konzernmandat
² börsennotiert

Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Grundvergütung in Höhe von 1.838 Tsd. € sowie Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) in Höhe von 82 Tsd. €. Die variable Vergütung betrug 3.949 Tsd. €. Darin enthalten sind beizulegende Zeitwerte aktienbasierter Vergütung in Höhe von 1.475 Tsd. € für 64.000 virtuellen Aktien ("Performance-Share-Units"). Für Versorgungszusagen wurden Beiträge in Höhe von 868 Tsd. € abgeführt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 6.737 Tsd. €.

An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € (Vorjahr: 550 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind im Geschäftsjahr 2018 in einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 1.008 Tsd. € (Vorjahr: 1.451 Tsd. €) ausgewiesen. Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.375 Tsd. € (Vorjahr: 8.106 Tsd. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 9.383 Tsd. € (Vorjahr: 9.557 Tsd. €).

  1. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Karl-Heinz Streibich¹,4,5
Aufsichtsrat, Frankfurt
Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt (bis 31.07.2018)
Vorsitzender seit 01.01.2018
* Deutsche Telekom AG, Bonn⁶
* Deutsche Messe AG, Hannover (bis 31.07.2018)
* Siemens Healthineers AG, München⁶(seit 01.03.2018)
* WITTENSTEIN SE, Igersheim

Hayo Raich*¹,3,4
Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Stv. Vorsitzender
* Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)

Richard Bauer¹,4,5
Aufsichtsrat, Wentorf bei Hamburg
Weiterer Stv. Vorsitzender seit 01.01.2018
* Körber AG, Hamburg (Vorsitzender)

Mirko Becker²,3
Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim Bissingen

Dr. Rolf Breidenbach
Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt (seit 01.01.2018)

Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr²,5
Professorin für medizinische Genetik an der Sorbonne Universite und dem ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle epiniere), Paris, Frankreich

Gerhard Federer²
Selbstständiger Berater, Gengenbach
* Homag Group AG, Schopfloch⁶(Weiterer Stv. Vorsitzender)

Carmen Hettich-Günther³,4
Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der Homag Group AG, Schopfloch
Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der HOMAG GmbH, Schopfloch
* HOMAG GmbH, Schopfloch (Stv. Vorsitzende)
* Homag Group AG, Schopfloch⁶(Stv. Vorsitzende)

Thomas Hohmann³
Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart

Dr. Anja Schuler
Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz
* Homag Group AG, Schopfloch⁶

Dr. Martin Schwarz-Kocher²,3
Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart

Dr. Astrid Ziegler¹,3
Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main
* Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

¹ Mitglied Präsidium und Personalausschuss
² Mitglied Prüfungsausschuss
³ Vertreter der Arbeitnehmer
4 Mitglied Vermittlungsausschuss
5 Mitglied Nominierungsausschuss
6 börsennotiert

■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

DIE INDIVIDUELLEN VERGÜTUNGEN DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER SETZEN SICH WIE FOLGT ZUSAMMEN:

Grundvergütung Vergütung Ausschussmitgliedschaft Sitzungsgeld² Variable Vergütung Gesamt
Karl-Heinz Streibich 120.000,00 7.500,00 8.000,00 51.000,00 186.500,00
(2017) (60.000,00) (10.000,00) (8.000,00) (30.750,00) (108.750,00)
Klaus Eberhardt
(bis 31.12.2017) (120.000,00) (15.000,00) (8.000,00) (61.500,00) (204.500,00)
Hayo Raich*¹ 60.000,00 5.000,00 8.000,00 25.500,00 98.500,00
(2017) (60.000,00) (5.000,00) (8.000,00) (30.750,00) (103.750,00)
Richard Bauer 60.000,00 5.000,00 6.000,00 25.500,00 96.500,00
(seit 05.05.2017) (26.666,67) (-) (2.000,00) (13.666,67) (42.333,34)
Mirko Becker*¹ 40.000,00 10.000,00 8.000,00 17.000,00 75.000,00
(2017) (40.000,00) (10.000,00) (10.000,00) (20.500,00) (80.500,00)
Dr. Rolf Breidenbach 40.000,00 - 5.000,00 17.000,00 62.000,00
(seit 01.01.2018) (-) (-) (-) (-) (-)
Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 40.000,00 10.000,00 8.000,00 17.000,00 75.000,00
(2017) (40.000,00) (15.000,00) (9.000,00) (20.500,00) (84.500,00)
Gerhard Federer 40.000,00 20.000,00 8.000,00 17.000,00 85.000,00
(2017) (40.000,00) (20.000,00) (10.000,00) (20.500,00) (90.500,00)
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka - - - - -
(bis 05.05.2017) (16.666,67) (-) (3.000,00) (8.541,67) (28.208,34)
Carmen Hettich-Günther*¹ 40.000,00 - 5.000,00 17.000,00 62.000,00
(2017) (40.000,00) (-) (6.000,00) (20.500,00) (66.500,00)
Thomas Hohmann* 40.000,00 - 5.000,00 17.000,00 62.000,00
(2017) (40.000,00) (-) (6.000,00) (20.500,00) (66.500,00)
Dr. Anja Schuler 40.000,00 - 5.000,00 17.000,00 62.000,00
(2017) (40.000,00) (-) (6.000,00) (20.500,00) (66.500,00)
Dr. Martin Schwarz-Kocher*¹ 40.000,00 10.000,00 8.000,00 17.000,00 75.000,00
(2017) (40.000,00) (10.000,00) (10.000,00) (20.500,00) (80.500,00)
Dr. Astrid Ziegler*¹ 40.000,00 5.000,00 8.000,00 17.000,00 70.000,00
(2017) (40.000,00) (5.000,00) (8.000,00) (20.500,00) (73.500,00)
Gesamt 600.000,00 72.500,00 82.000,00 255.000,00 1.009.500,00
(Gesamt 2017) (603.333,34) (90.000,00) (94.000,00) (309.208,34) (1.096.541,68)
  • Arbeitnehmervertreter
    1 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
    2 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen

  • OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN
    Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht:

Stimmrechtsmitteilung vom 26.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 21.06.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,80 % 0,38 % 3,18 % 34601040
letzte Mitteilung 3,01 % 0,33 % 3,34 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
DE0005565204 0 0,00 % 968819 2,80 %
Summe 968819 2,80 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Wertpapierleihe n/a n/a 117886 0,34 %
Summe 117886 0,34 %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Contract for Difference n/a n/a Bar 12093 0,03 %
Summe 12093 0,03 %
  1. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    *

  2. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    *

10.# Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 26.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    20.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,01 % 0,33 % 3,34 % 34601040
letzte Mitteilung 2,91 % 0,33 % 3,24 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,0 % 1040474 3,01 %
    Summe 3,01 % 1040474

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 103047 0,30 %
    Summe 103047 0,30 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Contract for Difference n/a n/a Bar 12302 0,04 %
    Summe 12302 0,04 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Meldung zur Gesamtzahl der Stimmrechte vom 27.06.2018

Korrektur einer Veröffentlichung vom 25.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Art der Kapitalmaßnahme

    Art der Kapitalmaßnahme Stand zum / Datum der Wirksamkeit
    Ausgabe von Bezugsaktien (§ 41 Abs. 2 WpHG)
    x Sonstige Kapitalmaßnahme (§ 41 Abs. 1 WpHG) 11.06.2018
  3. Neue Gesamtzahl der Stimmrechte:
    69202080

Meldung zur Gesamtzahl der Stimmrechte vom 25.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Art der Kapitalmaßnahme

    Art der Kapitalmaßnahme Stand zum / Datum der Wirksamkeit
    Ausgabe von Bezugsaktien (§ 41 Abs. 2 WpHG)
    x Sonstige Kapitalmaßnahme (§ 41 Abs. 1 WpHG) 22.06.2018
  3. Neue Gesamtzahl der Stimmrechte:
    69202080

Stimmrechtsmitteilung vom 22.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    AXA S.A., Paris, Frankreich

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    19.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 4,97 % 0,02 % 4,99 % 34601040
letzte Mitteilung 4,74 % 0,33 % 5,07 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,0 % 1718340 4,97 %
    Summe 4,97 % 1718340

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: -

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    CFD n/a n/a Bar 9340 0,02 %
    Summe 9340 0,02 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Stimmrechtsmitteilung vom 22.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock, Inc., Wilmington,DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    19.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,91 % 0,33 % 3,24 % 34601040
letzte Mitteilung 3,02 % 0,23 % 3,25 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,0 % 1007262 2,91 %
    Summe 2,91 % 1007262

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe N/A N/A 103047 0,30 %
    Summe 103047 0,30 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Contract for Difference N/A N/A Bar 12302 0,04 %
    Summe 12302 0,04 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Stimmrechtsmitteilung vom 18.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    13.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,02 % 0,23 % 3,25 % 34601040
letzte Mitteilung 2,88 % 0,21 % 3,08 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,00 % 1043582 3,02 %
    Summe 3,02 % 1043582

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe N/A N/A 68652 0,20 %
    Summe 68652 0,20 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Contract for Difference N/A N/A Bar 11210 0,03 %
    Summe 11210 0,03 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Stimmrechtsmitteilung vom 15.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    08.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,88 % 0,21 % 3,08 % 34601040
letzte Mitteilung 3,04 % 0,21 % 3,24 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt zugerechnet (§ 33 WpHG) direkt zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,0 % 995113 2,88 %
    Summe 2,88 % 995113

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 69486 0,20 %
    Summe 69486 0,20 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Contract for Difference n/a n/a Bar 1879 0,01 %
    Summe 1879 0,01 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Stimmrechtsmitteilung vom 12.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    07.06.2018

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,04 % 0,21 % 3,24 % 34601040
letzte Mitteilung 2,96 % 0,13 % 3,09 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 0,00 % 1051100 3,04 %
    Summe 3,04 % 1051100

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 69486 0,20 %
    Summe 69486 0,20 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Differenzenkontrakte n/a n/a Bar 1879 0,01 %
    Summe 1879 0,01 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):
    -

  4. Sonstige Erläuterungen:
    -

Stimmrechtsmitteilung vom 12.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.# Stimmrechtsmitteilung vom 06.06.2018

  5. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft

  6. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  7. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika
  8. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  9. Datum der Schwellenberührung: 06.06.2018
  10. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,96 % 0,13 % 3,09 % 34601040
letzte Mitteilung 3,06 % 0,18 % 3,25 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 1024390 0,0 % 2,96 %
    Summe 1024390 2,96 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 42729 0,12 %
    Summe 42729 0,12 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Differenzenkontrakte n/a n/a Bar 1574 0,005 %
    Summe 1574 0,005 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 11.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 05.06.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,06 % 0,18 % 3,25 % 34601040
letzte Mitteilung 2,998 % 0,10 % 3,09 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 1059113 0 % 3,06 %
    Summe 1059113 3,06 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 63500 0,18 %
    Summe 63500 0,18 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Differenzenkontrakte n/a n/a Bar 275 0,001 %
    Summe 275 0,001 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 04.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 30.05.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,998 % 0,10 % 3,09 % 34601040
letzte Mitteilung 3,19 % 0,11 % 3,30 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 1037411 0,0 % 2,998 %
    Summe 1037411 2,998 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 33154 0,10 %
    Summe 33154 0,10 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Differenzenkontrakte n/a n/a Bar 275 0,001 %
    Summe 275 0,001 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 04.06.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,19 % 0,11 % 3,30 % 34601040
letzte Mitteilung 2,94 % n/a % n/a %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 1104931 0,0 % 3,19 %
    Summe 1104931 3,19 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Wertpapierleihe n/a n/a 36154 0,1 %
    Summe 36154 0,1 %

    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
    Differenzenkontrakte n/a n/a Bar 275 0,001 %
    Summe 275 0,001 %
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: -

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 17.05.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 16.05.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 4,69 % 0 % 4,69 % 34601040
letzte Mitteilung 5,01 % 0 % 5,01 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 1623292 4,69 % 0 %
    Summe 1623292 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: -
    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -

  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 14.05.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 09.05.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 5,01 % 0 % 5,01 % 34601040
letzte Mitteilung 3,21 % 0 % 3,21 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 1734849 5,01 % 0 %
    Summe 1734849 5,01 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: -
    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -

  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 28.02.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 22.02.2018
  6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,68 % 0 % 2,68 % 34601040
letzte Mitteilung 3,21 % 0 % 3,21 %
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
    a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

    scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
    DE0005565204 0 928573 0 % 2,68 %
    Summe 928573 2,68 %

    b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: -
    b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: -

  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

  3. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): -
  4. Sonstige Erläuterungen: -

Stimmrechtsmitteilung vom 14.02.2018

  1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft
  2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: AXA S.A., Paris, Frankreich
  4. Namen der Aktionäre: siehe 3.
  5. Datum der Schwellenberührung: 07.02.2018
    6.# Stimmrechtsmitteilung vom 31.01.2018

  6. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  7. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  8. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg

  9. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  10. Datum der Schwellenberührung:
    25.01.2018

  11. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,21 % 0 % 3,21 % 34601040
letzte Mitteilung 2,83 % 0 % 2,83 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
DE0005565204 1109040 3,21 % 0 % 0
Summe 1109040 3,21

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG:

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):

10. Sonstige Erläuterungen:

Stimmrechtsmitteilung vom 10.11.2017

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    03.11.2017

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,23 % 3,52 % 4,75 % 34601040
letzte Mitteilung 1,23 % 3,81 % 5,03 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen/

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 423937 1,23 % 0 % 0
Summe 423937 1,23

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Wertpapierleihe offen - 1218129 3,52
Summe 1218129 3,52

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):

10. Sonstige Erläuterungen:

Stimmrechtsmitteilung vom 02.03.2016

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
    Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    24.02.2016

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,69 % 3,04 % 4,73 % 34601040
letzte Mitteilung 1,93 % 3,32 % 5,25 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 583236 1,69 0 % 0,00 %
Summe 583236 1,69

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Optionsscheine 14.12.2016 - 81837 0,24
Rückerwerbsansprüche - - 16822 0,05
Kaufoption 16.12.2016 Jederzeit / Anytime 120500 0,35
Summe 219159 0,63

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Verkaufsoption 16.12.2016 Jederzeit Physisch 288053 0,83
Swaps 04.01.2018 - Bar 545056 1,58
Summe 833109 2,41
  1. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:
    Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):

Stimmrechtsmitteilung vom 11.01.2016

  1. Angaben zum Emittenten:
    Dürr Aktiengesellschaft

  2. Grund der Mitteilung:
    Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen:
    Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika

  4. Namen der Aktionäre:
    siehe 3.

  5. Datum der Schwellenberührung:
    31.12.2015

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,52 % 2,49 % 4,01 % 34601040
letzte Mitteilung 1,60 % 6,54 % 8,14 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 0 % 525832 0 % 1,52
Summe 525832 1,52

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
Rückforderungsanspruch aus Wertpapierdarlehensverträgen zu jeder Zeit zu jeder Zeit 860672 2,49
Summe 860672 2,49

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG):

Stimmrechtsmitteilung vom 17.11.2014

Die ALECTA PENSIONSFÖRSÄKRING, Stockholm, Schweden hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 11.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 1090000 Stimmrechten) betragen hat.

Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013

Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat.

Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011

Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN : 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. 28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen.

Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.

Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat.

Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.

Bietigheim-Bissingen, den 12. März 2019
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Ralf W. Dieter
Carlo Crosetto
Pekka Paasivaara
Dr. Jochen Weyrauch

ANLAGE A Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Tsd. € Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geleistete Anzahlungen Sachanlagen* Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Gesamt
Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2018 15.368 59 795.744 23.340 784.474 -
Zugänge 146 - 68 34.802 - 35.016
Abgänge - - -75 -8 -3.354 -3.437
Umbuchungen 59 -59 - - - -
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2018 15.573 - 788 779.706 19.986 816.053
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2018 6.442 - 459 - - 6.901
Abschreibungen 902 - 93 - - 995
Abgänge - - -39 - - -39
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2018 7.344 - 513 - - 7.857
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2018 8.229 - 275 779.706 19.986 808.196
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 8.926 59 336 744.912 23.340 777.573
  • Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

ANLAGE B Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB zum 31.12.2018

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen.Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar.

Name und Sitz Anteil am Kapital in %* Eigenkapital** in Tsd. € Jahresergebnis** in Tsd.€
A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Deutschland
Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 100,0 17.010 2.546
Carl Schenck AG, Darmstadt 100,0 94.960 -
DUALIS GmbH IT Solution, Dresden 100,0 290 -
Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen 100,0 5.981 -
Dürr International GmbH, Stuttgart 100,0 12.428 -
Dürr IT Service GmbH, Stuttgart 100,0 30 -
Dürr Somac GmbH, Stollberg 100,0 5.015 -
Dürr Systems AG, Stuttgart 100,0 145.363 -
Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg 100,0 1.566 -
Dürr Technologies GmbH, Stuttgart 100,0 304.408 -
Dürr thermea GmbH, Bietigheim-Bissingen 100,0 182 110
HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgebirge 100,0 15.488 -
HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz 100,0 42.585 6.570
HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51,0 1.803 291
HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100,0 62.839 14.411
HOMAG GmbH, Schopfloch 100,0 86.546 -
Homag Group AG, Schopfloch 63,9 106.207 -
HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo 100,0 19.602 -
HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw 100,0 14.025 -
iTAC Software AG, Montabaur 100,0 6.623 -3.128
LOXEO GmbH, Stuttgart 100,0 25 -
Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach 100,0 2.700 -
MTS Environmental GmbH, Maintal 100,0 16 -630
Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal 0,0 2.234 237
Schenck RoTec GmbH, Darmstadt 100,0 9.226 -
Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt 100,0 12.540 -
SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100,0 15 -
tapio GmbH, Nagold 100,0 971 -
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100,0 13 -
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 2.259 -846
Sonstige europäische Länder
AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sonderborg / Dänemark 100,0 -3.610 3.728
Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande 100,0 892 184
Carl Schenck spol. s r.o., Modrice / Tschechische Republik 100,0 633 110
CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100,0 163 -7
CPM S.p.A., Beinasco / Italien 51,0 21.756 6.203
Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich 100,0 10.779 2.515
Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien 100,0 2.115 -947
Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100,0 6.307 -536
Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen 100,0 11.230 1.978
Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sazavou / Tschechische Republik 100,0 4.670 74
Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei 100,0 742 88
Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100,0 20.228 508
Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian / Spanien 100,0 10.632 5.706
Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100,0 679 326
Dürr Universal Europe Ltd., Barleyfield, Hinckley / Großbritannien 100,0 4.905 -32
Homag (Schweiz) AG, Höri / Schweiz 100,0 3.535 1.932
HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee / Österreich 100,0 1.450 675
HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark 100,0 1.981 616
HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valles (Barcelona) / Spanien 100,0 1.941 559
HOMAG France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich 100,0 5.735 2.763
HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100,0 923 264
HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano / Italien 100,0 5.271 2.004
HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, L'Amettla del Valles / Spanien 100,0 5.268 2.016
HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen 100,0 24.160 5.658
HOMAG Services Poland Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen 100,0 1.687 121
HOMAG U.K. LTD., Castle Donington / Großbritannien 100,0 6.023 2.415
MEGTEC Environmental Limited, Standish / Großbritannien 100,0 3.850 20
MEGTEC IEPG BV, Amsterdam / Niederlande 100,0 22.225 -6
MEGTEC Systems AB, Göteborg / Schweden 100,0 9.109 67
MEGTEC Systems S.A.S., Lisses / Frankreich 100,0 12.961 113
Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65,0 5.345 150
OOO "Homag Russland", Moskau / Russland 100,0 1.395 449
OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100,0 351 97
Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100,0 16.711 1.703
Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100,0 466 10
Schenck Limited, Warwick / Großbritannien 100,0 2.090 272
Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich 100,0 9.086 3.543
Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51,0 135 8
Verind S.p.A., Rodano / Italien 50,0 7.355 1.230
Nordamerika / Zentralamerika
BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina / USA 100,0 1.879 508
Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro / Mexiko 100,0 13.141 2.148
Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 108.795 -4.902
Durr MEGTEC Holdings Inc., De Pere, Wisconsin / USA 100,0 32.216 -67
Durr MEGTEC LLC, De Pere, Wisconsin / USA 100,0 59.040 438
Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 121.291 6.103
Durr Universal Inc., Stoughton, Wisconsin / USA 100,0 33.728 -1.063
Dürr Universal S. de R.L. de C.V., San Luis Potosi / Mexiko 100,0 8.352 371
HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario / Kanada 100,0 4.195 1.367
Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 -1.144 -990
iTAC Software Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 394 187
MEGTEC Energy & Environmental LLC, De Pere, Wisconsin / USA 100,0 3.118 -
MEGTEC India Holdings LLC, De Pere, Wisconsin / USA 100,0 2.778 -
MEGTEC Systems Australia Inc., Wilmington, Delaware / USA 100,0 738 4
MEGTEC Turbosonic Inc., Waterloo / Kanada 100,0 8.237 -315
MEGTEC Turbosonic Technologies Inc., De Pere, Wisconsin / USA 100,0 11.554 -7
MTS Asia Inc., De Pere, Wisconsin / USA 100,0 8.966 -
Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 65.216 929
Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt / Mexiko 100,0 568 22
Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan / USA 100,0 6.679 2.167
Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 12.529 545
STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 23.179 12.377
Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts / USA 100,0 4.529 245
Universal AET Holdings, LLC, Stoughton, Wisconsin / USA 100,0 1.129 -
Universal Silencer Mexico II LLC, Stoughton, Wisconsin / USA 100,0 82 -
Universal Silencer Mexico LLC, Stoughton, Wisconsin / USA 100,0 8.149 -
Südamerika
AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100,0 -9 -1.467
CPM DO PERNAMBUCO MANUTENCAO DE MÄQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA., Goiana / Brasilien 99,0 438 427
Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien 100,0 12.187 1.670
HOMAG INDÜSTRIA E COMERCIO DE MÄQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboao da Serra / Brasilien 100,0 2.050 156
Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien 100,0 46 -
VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP, Betim / Brasilien 100,0 953 153
Afrika / Asien / Australien
AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100,0 812 -8
Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100,0 2.466 87
Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0 3.856 2.532
Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien 100,0 4.876 1.715
Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100,0 -708 -8
Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea 100,0 10.601 -2.042
Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 86.321 39.214
Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100,0 1.432 -37
Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100,0 405 135
DURR VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam 100,0 0 -
EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0 10 -
H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 49,0 -596 -155
HA (THAILAND) CO. LTD., Bangkok / Thailand 100,0 377 50
HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong / Malaysia 100,0 -267 120
HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -210 -73
HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur 100,0 1.155 1
Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien 100,0 3.757 837
Homag India Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 4.398 658
Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan 100,0 6.389 901
HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul / Südkorea 100,0 3.715 335
Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 23.152 9.436
HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland 100,0 10 5
HOMAG VIETNAM COMPANY LIMITED, Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam 100,0 -4 -47
Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 75,0 769 215
MEGTEC Systems India Private Ltd., Pune / Indien 100,0 2.883 -70
MEGTEC Systems Shanghai Ltd., Schanghai / V.R. China 100,0 4.380 274
MEGTEC Thermal Energy & Environmental (Shanghai) Ltd., Schanghai / V.R. China 100,0 2.184 -
PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100,0 805 -51
Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100,0 7.522 1.162
Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China 100,0 30.677 5.866
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 223 -7
Universal Acoustic & Emission Technologies Pvt. Ltd., Pune / Indien 100,0 1.275 74
Universal Silencer (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V.R. China 100,0 -12 1
B. Nicht konsolidierte Gesellschaften
Aviva Vermögensverwaltung GmbH i.L., München / Deutschland 100,0 -1.077 -2
Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100,0 25 -
Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart / Deutschland 50,0 - -
Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100,0 1.133 -5
C. Assoziierte Beteiligungen
HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China 25,0 50.028 12.688
Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50,0 41.075 4.022
D.
ADAMOS GmbH, Darmstadt / Deutschland 14,3 8.428 -4.438
Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 - -
HeatMatrix Group B.V., Utrecht / Niederlande 13,4 1.572 49
Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10,0 73.099 3.832
SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland 15,0 133.749 3.981

* Beteiligung gemäß § 16 AktG
** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für 100% Kapitalanteil
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
3 Aufgrund von vertraglichen Vereinbarungen beträgt der Anteil am Stimmrecht 100%
4 Beherrschender Einfluss aufgrund der Mehrheit der Chancen und Risiken (§ 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB)

Bestätigungsvermerk

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

"Wir haben den Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Dürr Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 (im Folgenden: "Lagebericht") geprüft. Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

(1) WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

  • Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Anteile an verbundenen Unternehmen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Hierzu werden die Ertragswerte einer jeden Beteiligung ermittelt. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Erträge des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Nur bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Wertberichtigungen auf die Beteiligungsansätze. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen für vier Detailplanungsjahre zugrunde, die vom Management erstellt und verabschiedet werden. Die Abzinsung erfolgt mittels der jeweils unternehmensspezifischen risikoadjustierten Kapitalisierungszinssätze. Die in die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ermessensbehaftet. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet.

  • Prüferisches Vorgehen: Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budgetplanung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre zur Kenntnis. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Wir haben uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Darüber hinaus haben wir die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit den Angaben zu den Prognosen im Lagebericht verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vorjahresplanung auf der Basis einer Soll-Ist-Abweichungsanalyse analysiert. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrundeliegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, in dem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Des Weiteren haben wir die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen plausibilisiert. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen.

  • Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft bzgl. der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den damit in Zusammenhang stehenden Ermessensentscheidungen sind in III. Textziffer (1) des Anhangs enthalten.

(2) ANSATZ UND BEWERTUNG VON STEUERRÜCKSTELLUNGEN:

  • Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von Ertragsteuern war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da dies in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter der Dürr Aktiengesellschaft erfordert. Dies betrifft insbesondere die bilanzielle Würdigung und Bewertung von unsicheren Steuerpositionen und deren Vollständigkeit. Steuerliche Sachverhalte haben daher einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft.

  • Prüferisches Vorgehen: Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer Steuerabteilung in unsere Prüfung eingebunden. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den von der Dürr Aktiengesellschaft eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Ertragsteuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu ertragsteuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2018, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Feststellungen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Steuerrückstellungen.# Verweis auf zugehörige Angaben:
    Die Angaben der Gesellschaft in Bezug auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Ertragsteuerrückstellungen sind in III. Textziffer (11) des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen:

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Kapitel Nachhaltigkeit des Lageberichts markierten Bestandteile der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die Erklärung zur Unternehmensführung. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.# SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 16. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Abschlussprüfer der Dürr Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch.

Stuttgart, 12. März 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marbler, Wirtschaftsprüfer
Koch, Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 13. Dezember 2017 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 - vollumfänglich entsprochen wurde und wird.

Bietigheim-Bissingen, den 12. Dezember 2018

Für den Aufsichtsrat
Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für den Vorstand
Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands