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Dürr AG Annual Report 2015

Jul 5, 2016

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Annual Report

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Dürr Aktiengesellschaft

Stuttgart Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr 2015 hat sich im Dürr-Konzern viel bewegt. Die HOMAG Group wurde erfolgreich integriert und macht gute Fortschritte bei der Umsetzung des Optimierungsprogramms FOCUS. Damit ist dieses neue Standbein des Dürr-Konzerns auf dem richtigen Weg, um seine EBIT-Zielmarge von 8 bis 10 % mittelfristig zu erreichen. Auch die bisherigen Divisions haben ihre strategischen Projekte vorangetrieben. Die Expansion im Service-Geschäft, der Bau neuer Campus-Standorte in China und den USA sowie Investitionen im Bereich Industrie 4.0 - speziell der Kauf der iTAC Software AG - waren wichtige Meilensteine. Im operativen Geschäft hat sich Dürr sehr gut behauptet, obwohl das Marktumfeld nicht überall einfach war. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis haben historische Höchstwerte erreicht.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Jahr 2015 konstruktiv und mit kritischem Rat begleitet und sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung zukommen. Er wurde vom Vorstand stets zeitnah und ausführlich über Geschäftsentwicklung, strategische Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtige Geschäfte informiert. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung und Erörterung der entsprechenden schriftlichen Entscheidungsvorlagen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsmäßig und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat das Risikomanagementsystem in operativen, finanzwirtschaftlichen und juristischen Fragen effektiv genutzt und wurde dabei von den Funktionen Compliance, Recht, Controlling und interne Revision unterstützt. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig und umfassend über Risiken und Chancen unterrichtet und hat den Vorstand bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems wirkungsvoll unterstützt.

Im Jahr 2015 traf sich der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen. Kein Mitglied hat an weniger als fünf Sitzungen teilgenommen, bei den Ausschusssitzungen waren stets alle Mitglieder anwesend. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand darüber hinaus regelmäßig in persönlichem und telefonischem Kontakt mit dem Vorstand. Über die Ergebnisse dieser Gespräche informierte er die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats zeitnah. Die regelmäßig vorzunehmende Selbstevaluierung des Aufsichtsrats ergab, dass die Anforderungen an eine effiziente Arbeit erfüllt sind.

Wichtige Themen der Sitzungen

In allen ordentlichen Sitzungen des Jahres 2015 wurden Marktentwicklung, Geschäftsverlauf, Finanzlage und Ausblick eingehend besprochen. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung achtete der Aufsichtsrat in erster Linie auf die Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge und ROCE. Besonderes Augenmerk legte er darüber hinaus auf die Integration und die Optimierung der HOMAG Group sowie auf die Entwicklung des Service-Geschäfts. Auch über die größten Aufträge der Divisions und bevorstehende Projektvergaben wurde der Aufsichtsrat regelmäßig unterrichtet.

Am 14. Januar 2015 kam der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Darin stimmte er dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG zu. Vor dem Zustimmungsbeschluss ließ er sich das dem Vertragsentwurf zugrunde liegende Bewertungsgutachten für die HOMAG Group AG ausführlich erläutern. Die Aktionäre der HOMAG Group stimmten dem Vertragsabschluss auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 5. März 2015 mit großer Mehrheit zu.

Einen Großteil der Sitzung am 27. März 2015 beanspruchte die Prüfung des Jahresabschlusses 2014. Dabei wurden unter anderem Fragen zur Erstkonsolidierung der HOMAG Group behandelt. Auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 15. Mai 2015 wurde ausführlich besprochen. Zudem erneuerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dieter zum Vorstandsvorsitzenden der Dürr AG. Der neue Dienstvertrag von Herrn Dieter läuft vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020. Auf Empfehlung des Personalausschusses passte der Aufsichtsrat verschiedene Parameter für die STI-Vergütung des Vorstands an und verabschiedete die LTI-Tranche 2015 bis 2017. Ferner gewährte er beiden Vorstandsmitgliedern eine Sondervergütung von jeweils 200.000 €. Sie steht in Zusammenhang mit der Akquisition der HOMAG Group sowie dem Verkauf des Geschäfts mit Flugzeugmontagetechnik. Bei der Ergebnisanalyse wurden die Effekte der HOMAG-Kaufpreisallokation und der Garantiedividende für die HOMAG-Aktionäre erörtert. Bei der Durchsprache des ersten Personalberichts des Jahres lag der Schwerpunkt auf der Führungskräfteentwicklung, der Weiterbildung und dem Frauenanteil in Führungspositionen.

In der Sitzung am 15. Mai 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat unter anderem mit der regionalen Geschäftsentwicklung. Weitere Diskussionsschwerpunkte bildeten die Integration der HOMAG Group in die Dürr-Finanzierungsstruktur und die beabsichtigte Ablösung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei verschiedenen Gesellschaften der HOMAG Group. Diesem Schritt stimmte der Aufsichtsrat am 18. Juni 2015 per schriftlichem Umlaufbeschluss zu.

In der Sitzung am 29. Juli 2015 diskutierte der Aufsichtsrat intensiv über das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Es wurde festgestellt, dass Frauen bei Dürr bereits heute gefördert werden. Gleichzeitig herrschte Konsens darüber, dass der Spielraum dafür aufgrund des geringen Frauenanteils in technischen Studiengängen begrenzt ist. Die bis 30. Juni 2017 umzusetzende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand wurde auf 0 % festgelegt. Der Aufsichtsrat sieht keine Veranlassung dafür, Struktur und Besetzung des bestehenden, sehr erfolgreich agierenden Vorstands zu verändern. Zudem kam der Aufsichtsrat überein, dass Kapital- und Arbeiternehmerseite die Frauenquote von mindestens 30 % im Aufsichtsrat bei den nächsten Wahlen jeweils getrennt erfüllen sollen.

Weitere wichtige Tagesordnungspunkte waren der Ausbau des Applikationstechnikgeschäfts in der allgemeinen Industrie, der erste Risikobericht des Jahres, die Entwicklung der erhaltenen Anzahlungen und die Vorstellung von Herrn Paasivaara als neuem Vorstandsvorsitzenden der HOMAG Group AG.

Die Sitzung am 1. Oktober 2015 begann mit einer ausführlichen Analyse des zweiten Personalberichts 2015. Im weiteren Sitzungsverlauf berichtete der Vorstand über die aktuelle Marktlage in China und das US-Geschäft der HOMAG Group. Ferner informierte er den Aufsichtsrat über den angestrebten Kauf der iTAC Software AG. Aufgrund des planmäßigen Ausscheidens von Herrn Heuwing aus dem Vorstand der HOMAG Group AG passte der Aufsichtsrat dessen Vorstandsvertrag mit der Dürr AG formal entsprechend an.

Am 25. November 2015 traf sich der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung. Darin gab er seine Zustimmung zum Erwerb der iTAC Software AG.

In der Sitzung am 16. Dezember 2015 präsentierten der Vorstand und die Leiter der Divisions die Eckpunkte der zukünftigen Entwicklung des Konzerns im Rahmen der Strategie "Dürr 2020". Auf dieser Basis genehmigte der Aufsichtsrat das Budget für 2016 und nahm die Planung für 2017 bis 2019 zur Kenntnis. Ein weiterer Schwerpunkt war die Analyse des zweiten Risikoberichts sowie des Berichts zum Internen Kontrollsystem. Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichneten die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Zudem erhielt der Aufsichtsrat ausführliche Informationen über den Baufortschritt bei den beiden neuen Campus-Standorten in Southfield (USA) und Schanghai.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Herr Professor Dr. Dr. E.h. Klaus Wucherer, der dem Aufsichtsrat seit dem Jahr 2009 angehört hatte, hat sein Mandat zum 31. Dezember 2015 aus persönlichen Gründen niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine wertvollen Beiträge und das Know-how, das er insbesondere in den Bereichen Technologie und Auslandsmärkte einbrachte. Als Nachfolgerin von Herrn Wucherer wurde Frau Dr. Anja Schuler mit Wirkung vom 3. Februar 2016 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Auf der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 wird sich Frau Dr. Schuler zur Wahl stellen.

Herr Dr. Herbert Müller hat mitgeteilt, dass er sich auf der Hauptversammlung 2016 aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen wird. Auch ihm gilt großer Dank für sein Engagement und die sachkundige Leitung des Prüfungsausschusses. Als Kandidaten für die Nachfolge von Herrn Dr. Müller schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung Herrn Gerhard Federer vor.

Arbeit der Ausschüsse

Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, traf sich im Jahr 2015 zu einer Sitzung.

Neben dem neuen Dienstvertrag für Herrn Dieter bereitete er auch die Beschlüsse zur Anpassung der Struktur der Vorstandsvergütung vor, die der Aufsichtsrat in der Sitzung am 27. März 2015 fasste.

Der Nominierungsausschuss trat im Jahr 2015 zwei Mal zusammen.

In der Sitzung vom 15. Mai 2015 beschäftigte er sich mit den Anforderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und sondierte potenzielle Kandidatinnen für die Aufsichtsratswahl auf der Hauptversammlung 2016. Am 16. Dezember empfahl er dem Aufsichtsrat, Frau Dr. Schuler gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellen zu lassen. Darüber hinaus fand am 29. Januar 2016 eine telefonische Sitzung statt. Darin empfahl der Nominierungsausschuss, Herrn Federer der Hauptversammlung am 4. Mai 2016 zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Der Prüfungsausschuss trat vier Mal zusammen und beschäftigte sich intensiv mit den Quartals-, Jahres- und Konzernabschlüssen sowie mit diversen Bilanzierungssachverhalten.# Dürr AG

Dürr-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015

Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bildeten Fragen zur Erstkonsolidierung der HOMAG Group und zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Langzeitarbeitskonten, dem Rechnungszinsfuß für Pensionsrückstellungen und der Integration der HOMAG Group in das Risikomanagementsystem von Dürr. Der Prüfungsausschuss schlug die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung vor und überwachte die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften. Er kontrollierte und bestätigte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems; ferner überprüfte er das Compliance-Management-System und den Rechnungslegungsprozess. Die Prüfungsergebnisse wurden dem Aufsichtsrat am 16. Dezember 2015 dargelegt und im Plenum diskutiert. Weitere Berichte erstattete der Prüfungsausschuss in den Sitzungen am 27. März und 29. Juli 2015. Eine Einberufung des Vermittlungsausschusses war wie in den Vorjahren nicht erforderlich.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2015 aufgestellten Jahresabschluss der Dürr AG, den Dürr-Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. März 2016 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am selben Tag teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer für Dürr ist bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Herr Heiko Hummel. Er hat diese Funktion bisher in sechs Abschlussprüfungen wahrgenommen. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses nahm Herr Dr. Herbert Müller in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich zu den Prüfungsunterlagen Stellung, berichtete über die Vorgespräche mit den Wirtschaftsprüfern und erläuterte den Vorschlag, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,85 € je Aktie auszuschütten. Zudem ging er ausführlich auf die Prüfungsschwerpunkte ein. Dazu zählten die Bilanzierung der neuen Finanzierungsstruktur, die latenten Steuern, die Sicherung der Lieferungen und Leistungen in Fremdwährungen sowie die Folgewirkungen der HOMAG-Erstkonsolidierung und des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG.

Auf Grundlage der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Leitern der Divisions, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2015 und ihren Beitrag zum Erfolg von Dürr. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für das Vertrauen, das sie in das Unternehmen gesetzt haben.

BIETIGHEIM-BISSINGEN, 16. MÄRZ 2016

KLAUS EBERHARDT, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Wir haben den Dürr-Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB mit dem Lagebericht der Dürr AG zusammengefasst. Der Lagebericht wird daher als zusammengefasster Lagebericht bezeichnet. Soweit nichts anderes vermerkt ist, gelten die folgenden Informationen sowohl für den Dürr-Konzern als auch für die Dürr AG. Aussagen, die sich ausschließlich auf die Dürr AG beziehen, sind entsprechend gekennzeichnet. Sie finden sich am Ende des zusammengefassten Lageberichts.

SEITENVERWEISE

Die im Text in Klammern gesetzten Seitenangaben verweisen auf weitere Informationen im Lagebericht, im Anhang zum Konzernabschluss oder im Glossar.

DER KONZERN IM ÜBERBLICK

PROFIL

Dürr zählt zu den weltweit führenden Engineering-Konzernen. Unsere Maschinen, Anlagen und Services ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60 % des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel der Maschinenbau, die Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie und – seit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 – die holzbearbeitende Industrie. Wir betreiben 92 Standorte in 28 Ländern. Mit unseren Marken Dürr, Schenck und HOMAG operieren wir weltweit; neben Nordamerika und Westeuropa sind wir auch in den Emerging Markets¹ stark vertreten. Dort erzielten wir im Geschäftsjahr 2015 50,2 % des Auftragseingangs sowie 50,8 % des Umsatzes und beschäftigten 29,8 % unserer Mitarbeiter. Knapp 60 % des Geschäftsvolumens des Konzerns entfallen auf den Maschinenbau und gut 40 % auf den Anlagenbau.

ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS

Die Dürr AG ist eine Management-Holding, die übergreifende Aufgaben im Konzern wahrnimmt. Dazu zählen neben der Steuerung der Divisions auch Aufgaben wie Finanzierung, Konzern-Controlling und -Rechnungswesen sowie Recht, Steuern, interne Revision, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Gemeinsam mit der Beteiligungs-Holding Dürr Technologies GmbH und der Dürr IT Service GmbH, die IT-Dienstleistungen für den Konzern erbringt, bildet die Dürr AG das Corporate Center. Unser operatives Geschäft führen wir in fünf Divisions, die auch die berichtspflichtigen Segmente im Sinne der IFRS bilden:

  • Paint and Final Assembly Systems
  • Application Technology
  • Measuring and Process Systems
  • Clean Technology Systems
  • Woodworking Machinery and Systems

DIVISIONS, ABSATZMÄRKTE, MARKTANTEILE², WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Paint and Final Assembly Systems

Paint and Final Assembly Systems plant, baut und modernisiert schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. Als Systempartner übernehmen wir die komplette Projektabwicklung von der Layout-Planung bis zur Inbetriebnahme. In der Lackieranlagentechnik bieten wir Hard- und Software-Lösungen für alle Prozessstufen. Ein Schlüsselprodukt am Anfang des Lackierprozesses ist unser Tauchlackiersystem RoDip. Damit werden die aus dem Rohbau kommenden Karosserien gereinigt, vorbehandelt und mit einer Korrosionsschutzschicht versehen. Ein weiteres Kernprodukt ist das energieeffiziente Lackierkabinensystem EcoDryScrubber, das beim Auftrag von Füller-, Basis- und Klarlack eingesetzt wird. In der Regel umfasst unser Lieferumfang auch Trockner- und Fördertechnik [ S. 224 ] sowie die Zu- und Ablufttechnik. Zudem bieten wir mit dem Manufacturing-Execution-System (MES) [ S. 224 ] EcoEMOS eine Software für die Vernetzung und Steuerung kompletter Produktionsanlagen. MES sind ein Kernbereich von Industrie 4.0 [ S. 224 ]. Daher haben wir unsere Kompetenzen in diesem Bereich mit dem Kauf der iTAC Software AG erheblich ausgebaut. Details zu der Akquisition finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Akquisitionen und Desinvestitionen" sowie im Kapitel Strategie [ S. 39 ].

2.1 - KONZERNSTRUKTUR
Management-Holding • Dürr AG
Divisions • Paint and Final Assembly Systems
• Application Technology
• Measuring and Process Systems
• Clean Technology Systems
• Woodworking Machinery and Systems

¹ Asien (ohne Japan), Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa
² intern ermittelt

Zusammen mit der Division Application Technology sind wir der einzige Systemanbieter weltweit, der Lackieranlagentechnik sowie Applikations- und Robotertechnik aus einer Hand liefert. Mit rund 50 % Weltmarktanteil stehen wir an der Spitze des Wettbewerbs, auf den Plätzen zwei und drei folgen Unternehmen aus Japan und Deutschland mit Marktanteilen von 20 % beziehungsweise 10 bis 15 %. Zur Division Paint and Final Assembly Systems gehört auch die Einheit Dürr Consulting. Sie berät Kunden bei der Planung und Optimierung ihrer Produktion, vor allem in der Lackier- und Endmontagetechnik sowie in der Logistik.

Application Technology

Application Technology erwirtschaftet rund 85 % seines Umsatzes mit Hard- und Software-Lösungen für den automatischen Sprühauftrag von Lack. Wichtigste Produkte sind der Hochrotationszerstäuber [ S. 224 ] EcoBell3, der Farbwechsler EcoLCC2 und die Lackierroboterfamilie EcoRP. Hinzu kommen unter anderem Systeme für Farbversorgung, Qualitätssicherung sowie Prozesssteuerung und -auswertung. Im Automotive-Geschäft sind wir mit über 50 % Weltmarktanteil der führende Anbieter. Unsere zwei wichtigsten Wettbewerber sind Hersteller von Industrierobotern mit Marktanteilen zwischen 15 und 20 %. Neben der Lackapplikationstechnik sind wir in zwei angrenzenden Geschäftsfeldern aktiv: der Sealing-Technik und der Klebetechnik [ S. 224 ]. Sealing-Verfahren dienen zur Schweißnahtversiegelung, zum Auftrag des Unterbodenschutzes und zum Spritzen von Dämmmatten in Automobilen. Mithilfe der Klebetechnik lassen sich Fahrzeugbauteile im Rohbau und in der Endmontage fügen. Kleben ist eine zunehmend gefragte Alternative zum Schweißen und ermöglicht den Einsatz nicht schweißbarer Leichtbau-Materialien [ S.# 224 ] (zum Beispiel Carbon, Magnesium) im Karosseriebau. In der Endmontage dient die Klebetechnik unter anderem zum Einbau von Scheiben, Glasdächern und Cockpits. Seit dem Jahr 2014 baut Application Technology neben seinen Automobil-Aktivitäten auch das Geschäft mit der allgemeinen Industrie aus. Der hierfür gegründete Bereich Industrial Products bietet Produkte für Branchen wie Kunststoff, Keramik, Schiffsbau, Holz und Möbel.

Measuring and Process Systems

Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnikprodukte [ S. 224 ] an. Diese Aktivitäten sind im Bereich Balancing and Assembly Products angesiedelt. Unser zweiter Bereich - Cleaning and Surface Processing - ist auf industrielle Reinigungstechnik [ S. 224 ] und Systeme zur Oberflächenbearbeitung spezialisiert. Auswuchtanlagen der Marke Schenck kommen in verschiedenen Branchen zum Einsatz. Mit rund 40 % Marktanteil sind wir der weltweit größte Anbieter. Die beiden nachfolgenden Wettbewerber haben Marktanteile von rund 15 und 10 %. In der Montage-, Prüf- und Befülltechnik rüsten wir vor allem die Automobilindustrie aus. Mit Marktanteilen von jeweils 25 bis 30 % sind wir auch in diesen Bereichen weltweit führend. In der Befülltechnik bieten wir über die Agramkow-Gruppe auch Anlagen zur automatisierten Befüllung von Kühlschränken, Klimageräten und Wärmepumpen mit Kältemitteln. Hauptprodukte in der Prüftechnik sind Teststände für Bremsen, Elektronik und Fahrwerkgeometrie. In der Montagetechnik bieten wir vor allem Hochzeitsstationen [ S. 224 ] an, in denen Karosserie und Antriebsstrang zusammengeführt werden. Unsere Systeme zur Werkstückreinigung und Oberflächenbearbeitung vertreiben wir unter den Markennamen Dürr Ecoclean und ucm. Als weltweit größter Anbieter verfügen wir über einen Marktanteil von rund 40 %. Unsere Wettbewerber sind überwiegend regional tätige mittelständische Unternehmen mit deutlich geringeren Marktanteilen. Zu unseren wichtigsten Produkten zählen die Universalreinigungssysteme EcoCCore und EcoCWave, die EcoCDuty für große Werkstücke sowie das roboterbasierte Reinigungssystem EcoCFlex3.

Clean Technology Systems

Clean Technology Systems bietet Abluftreinigungstechnik und Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz von Industrieprozessen. Unsere Ecopure-Abluftreinigungssysteme kommen vor allem in der Chemie- und Pharmaindustrie zum Einsatz, aber auch in Branchen wie Druck, Holzbearbeitung und Carbonfaserherstellung. Rund 30 % des Umsatzes entfielen im Jahr 2015 auf die Ausrüstung von Automobillackierereien. In diesem Geschäft liegt unser Marktanteil bei 40 bis 50 %, auch im stärker fragmentierten Non-Automotive-Segment gehören wir zu den größten Anbietern. Unser wichtigstes Verfahren ist die thermische Abluftreinigung, bei der Schadstoffe in Abluftströmen bei bis zu 1.000 °C verbrannt werden. Da thermische Abluftreinigungsanlagen viel Energie benötigen, rüsten wir sie oft mit Systemen zur Wärmerückgewinnung aus. Dieser Fokus auf nachhaltige Verfahren bildet die Brücke zum Geschäftsfeld Energieeffizienz. Es wurde im Jahr 2011 gegründet und bietet ein Produktportfolio rund um die effiziente Erzeugung und Nutzung von Wärme, Kälte und Strom. Dazu gehören die ORC-Technologie (Organic Rankine Cycle), das Dürr Compact Power System (Mikrogasturbine) zur Stromerzeugung sowie Großwärmepumpen von Dürr Thermea.

Woodworking Machinery and Systems

Woodworking Machinery and Systems bündelt die Aktivitäten der HOMAG Group. Die HOMAG Group ist der weltweit führende Anbieter von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk. Mit rund 30 % Weltmarktanteil liegen wir deutlich vor den beiden nächstplatzierten Wettbewerbern, die 10 % beziehungsweise 7 % auf sich vereinen. Auf unseren Maschinen und Anlagen produzieren Kunden Wohn- und Büromöbel, Küchen, Parkett- und Laminatfußböden, Fenster, Türen, Treppen sowie komplette Holzsystemhäuser. Das Angebot reicht von der Einstiegsmaschine bis zur kompletten, vollautomatisierten Produktionslinie. Zu unseren Kernprodukten zählen Plattenaufteilsägen, Durchlaufsägen, Durchlaufbohrmaschinen und Schleifmaschinen sowie Kantenanleimmaschinen, CNC-Bearbeitungszentren und Handling-Systeme. Eine besondere Stärke der HOMAG Group sind Losgröße-1-Konzepte für eine flexible und kundenindividuelle Möbelproduktion.

UMFANGREICHES SERVICE-ANGEBOT

Die hohen Auftragseingänge nach der Wirtschaftskrise von 2008/2009 haben dazu geführt, dass unsere installierte Basis, also die Summe aller Dürr-Maschinen und -Anlagen im Markt, stark gewachsen ist. Dadurch bieten sich uns zusätzliche Chancen im After-Sales-Geschäft. Um sie zu nutzen, haben wir unsere Service-Organisation durch das konzernweite Programm CustomerExcellence@Dürr ausgebaut und optimiert. Detaillierte Informationen dazu finden Sie im Kapitel Strategie [ S. 39 ]. Unser Service-Spektrum umfasst Planung, Umbau, Modernisierung, Optimierung und Verlagerung von Anlagen und Maschinen, ferner Audits zu Anlagenproduktivität und Energieeffizienz, Software-Updates, Schulung, Wartung, Remote-Diagnose, Reparatur und Ersatzteillieferung. Im Geschäftsjahr 2015 stieg der Service-Umsatz um 39,5 % auf 884,9 MIO. € und erreichte einen Anteil von 23,5 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 24,6 %). Langfristig streben wir einen Service-Anteil von bis zu 30 % an. Zum 31. Dezember 2015 waren 2.407 Mitarbeiter beziehungsweise 16 % der Belegschaft im Service beschäftigt (31.12.2014: 2.087 Personen/15 %).

TIP: TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK IN DARMSTADT

Die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP) ist Teil der Division Measuring and Process Systems. Als Immobiliendienstleister vermarktet und betreibt sie am Schenck-Standort Darmstadt Büros sowie Produktions- und Logistikflächen. Auf 105.000 m2 Grund und Boden werden 109.900 m2 Fläche vermietet; davon entfallen 46 % auf Büros.

FINANZIELLE BEDEUTUNG EINZELNER PRODUKTE, DIENSTLEISTUNGEN UND ABSATZMÄRKTE

Angesichts unseres breiten Angebotsspektrums ist die finanzielle Bedeutung einzelner Produkte und Dienstleistungen relativ gering. Der Erfolg im Lackieranlagengeschäft basiert in hohem Maße auf unserer Systemkompetenz, also der Fähigkeit, komplette Anlagen schlüsselfertig zu realisieren. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist unser Know-how in Auftragsabwicklung und Projektmanagement. Das Service-Geschäft leistet in allen Divisions einen überproportionalen Ergebnisbeitrag und wird daher ausgebaut. Aufgrund unserer breiten internationalen Aufstellung erzielen wir 86 % des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands; 26 % des Umsatzes entfallen auf China. Der Ergebnisbeitrag in den einzelnen Marktregionen entspricht ungefähr der regionalen Umsatzaufteilung. In Regionen mit überdurchschnittlich hohen Marktanteilen erzielen wir tendenziell etwas höhere Margen.

RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Die Dürr AG hält jeweils 100 % der Anteile an folgenden Gesellschaften: Dürr Systems GmbH, Dürr International GmbH, Dürr Technologies GmbH, Carl Schenck AG und Dürr IT Service GmbH. Zwischen den vier erstgenannten Unternehmen und der Dürr AG bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Der Vertrag mit der Dürr Technologies GmbH wurde im Berichtsjahr geschlossen, 2.2 - TÄTIGKEITSFELDER UND ABSATZMÄRKTE

DIVISION PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS

Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen/Absatzmärkte
• Anlagenbau • Komplette Lackierereien
• Einzelne Lackierprozessstationen
• Endmontagesysteme
• Service
• Consulting
• Software-Geschäft
• Manufacturing-Execution-Systeme (MES)
• Automobilhersteller
• Automobilzulieferer
• Allgemeine Industrie (z. B. Bau- u. Landmaschinen)
• Automobilhersteller
• Automobilzulieferer
• Allgemeine Industrie
• Automobilhersteller
• Automobilzulieferer
• Allgemeine Industrie (z. B. Elektrotechnik)

DIVISION APPLICATION TECHNOLOGY

Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen/Absatzmärkte
• Maschinenbau und Komponentengeschäft • Produkte für den automatischen Sprühauftrag von Lack
• Sealing-Technik
• Klebetechnik
• Service
• Automobilhersteller
• Automobilzulieferer
• Allgemeine Industrie (z. B. Kunststoff, Keramik, Holz, Schiffsbau)

DIVISION MEASURING AND PROCESS SYSTEMS

Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen/Absatzmärkte
• Maschinenbau • Auswucht- und Diagnosetechnik
• Montagetechnik für die Fahrzeugendmontage
• Prüftechnik für die Fahrzeugendmontage
• Befülltechnik
• Industrielle Reinigungstechnik
• Systeme zur Oberflächenbearbeitung
• Service
• Automobilhersteller
• Automobilzulieferer
• Elektroindustrie
• Turbomaschinenbau/Kraftwerke
• Maschinenbau
• Luftfahrt- und Raumfahrt
• Haushaltsgeräteindustrie
• Medizin- und Labortechnik

DIVISION CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS

Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen/Absatzmärkte
• Anlagenbau und Komponentengeschäft • Abluftreinigungsanlagen
• Energiemanagement und -beratung
• Service
• Energieeffizienztechnologien (Verstromung von Wärme, Strom- und Wärmeerzeugung, Wärmepumpen)
• Chemie
• Pharma
• Carbonfaserproduktion
• Druck/Beschichtung
• Automobilhersteller (Lackierereien)
• Automobilzulieferer (Lackierereien)
• Holzbearbeitung
• Betreiber dezentraler Kraftanlagen (Blockheizkraftwerke, Biogasanlagen, stationäre Verbrennungsmotoren)
• Prozessindustrie
• Energiewirtschaft
• Allgemeine Industrie

DIVISION WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS

Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen/Absatzmärkte
• Maschinen- und Anlagenbau • Holzbearbeitungstechnik
• Service
• Holzbearbeitende Industrie
• Holzbearbeitendes Handwerk

ferner wurde im Berichtsjahr der bestehende Beherrschungsvertrag mit der Carl Schenck AG um einen Gewinnabführungsvertrag ergänzt. Zwischen der Dürr AG und der Dürr IT Service GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Am 5. März 2015 stimmte die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG mit großer Mehrheit einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG zu. Der Vertrag wurde am 17.# März 2015 im Handelsregister eingetragen und ist seitdem wirksam, wobei die Vereinbarung über die Gewinnabführung erstmals für den Gewinn des Geschäftsjahres 2016 gelten wird. Dürr Systems GmbH, Dürr International GmbH, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG halten direkte oder indirekte Beteiligungen an den übrigen Konzerngesellschaften, meist handelt es sich um 100 %ige Beteiligungen. Die Vorstandsmitglieder von Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG sowie die Geschäftsführer der Dürr Systems GmbH sind in den Aufsichtsgremien aller wesentlichen Auslandsgesellschaften vertreten.

AKQUISITIONEN UND DESINVESTITIONEN

Im Jahr 2015 haben wir vier Unternehmens- und Beteiligungserwerbe durchgeführt und uns von einer Aktivität getrennt.

Akquisitionen

  • Am 3. Dezember 2015 haben wir 100 % der Anteile der iTAC Software AG (Deutschland) übernommen. Das Unternehmen ist auf MES-Software (MES: Manufacturing-Execution-System [ S. 224 ]) spezialisiert, die eine durchgängige Digitalisierung, Vernetzung und Steuerung von Maschinen und Produktionslinien ermöglicht. Der Erwerb von iTAC ist ein wichtiger Bestandteil unserer Industrie-4.0-Strategie. Das Unternehmen hat bereits rund 150 Fabriken und Produktionslinien ausgestattet, zum Beispiel in der Automobil-, Elektronik- und Medizintechnikindustrie.
  • In der industriellen Reinigungstechnik [ S. 224 ] haben wir zum 16. November 2015 100 % der Anteile des indischen Anbieters Mhitraa Engineering Equipments (Pvt.) Ltd. erworben. Mhitraa verfügt über enge Lieferbeziehungen zu Automobil- und Motorradherstellern sowie zu Motorenlieferanten und hat seit 1988 über 500 Reinigungsanlagen in Indien installiert. Durch die Übernahme erweitern wir unser Produktangebot im Einstiegssegment, das in Indien besonders wichtig ist.
  • Die im Jahr 2013 erworbene Beteiligung an der Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co. Ltd. haben wir zum 5. August 2015 von 49 % auf 100 % aufgestockt. Mit dem chinesischen Unternehmen, das vor allem Universal-Auswuchtanlagen für das untere Preis- und Technologiesegment anbietet, haben wir unseren Zugang zum Low-End-Marktsegment verbessert.
  • Im Februar und März 2015 haben wir unseren Anteilsbesitz an der Thermea Energiesysteme GmbH in zwei Schritten von 30,0 % auf 87,6 % erhöht. Zugleich wurde die Gesellschaft, die auf umweltfreundliche Großwärmepumpen spezialisiert ist, in Dürr Thermea GmbH umbenannt.
Beteiligung Konsolidierungsart In Konzernabschluss einbezogen seit Mitarbeiter (31.12.2015)
iTAC Software AG Paint and Final Assembly Systems 100,0 % Vollkonsolidiert 03.12.2015
Mhitraa Engineering Equipments (Pvt.) Ltd. Measuring and Process Systems 100,0 % Vollkonsolidiert 16.11.2015
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co. Ltd. Measuring and Process Systems 100,0 % (2013: 49,0 %) Vollkonsolidiert1 12.10.2013
Dürr Thermea GmbH2 Clean Technology Systems 87,6 % (2014: 30,0 %, 2012: 27,5 %) Vollkonsolidiert 03.10.2012

1 Vor Beteiligungsaufstockung (5. August 2015) at equity konsolidiert
2 Bis 15. April 2015 als Thermea Energiesysteme GmbH firmierend

Desinvestition

Mit Wirkung zum 14. Januar 2015 haben wir die Dürr Automation S.A.S. (Frankreich) veräußert. Käufer war die Automation Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der Quantum International Partners GmbH. Die verkauften Aktivitäten waren Teil des bei Measuring and Process Systems angesiedelten Geschäfts mit industrieller Reinigungstechnik [ S. 224 ] und gehörten nicht mehr zum Kerngeschäft. Die Transaktion war mit einem Verlust von 4,3 MIO. € verbunden, der bereits im Geschäftsjahr 2014 erfasst wurde.

Weitere Informationen zu unseren Akquisitionen finden Sie in Tabelle 2.3 und im Kapitel Strategie [ S. 39 ]. Zudem verweisen wir auf Textziffer 19 [ S. 143 ] im Anhang zum Konzernabschluss.

GESCHÄFTSPROZESSE/PROZESSVORTEILE

Die wichtigsten Geschäftsprozesse im Dürr-Konzern sind Planung, Engineering/Konstruktion [ S. 224 ], Auftragsabwicklung und Service. Zudem haben wir unsere Eigenfertigung in den vergangenen Jahren ausgebaut, um Qualitätssicherung, Liefertreue und Know-how-Schutz zu verbessern. Besonders bei Großprojekten im Anlagenbau hängt unser Geschäftserfolg von der Qualität der Auftragsabwicklung und professionellem Projektmanagement ab. Ein Großprojekt benötigt meist 15 bis 24 Monate, bei Aufträgen im Maschinenbau sind es zwischen 2 und 12 Monate bis zur Fertigstellung. Kleinere Umbau-, Modernisierungs- und Service-Projekte haben kürzere Laufzeiten. Vor allem komplexe Projekte erfordern eine reibungslose Kooperation verschiedener Abteilungen und Standorte. Daher arbeiten wir mit standardisierten Prozessen in Planung, Auftragsabwicklung, Einkauf, Service und Verwaltung. Unsere Prozesse werden durch weltweit durchgängige IT-Systeme unterstützt. Dies vermeidet Schnittstellenprobleme, automatisiert Abläufe und ermöglicht den internationalen Austausch von Arbeitspaketen und damit eine effektive Kapazitätssteuerung. Durch die Standardisierung von Prozessen und IT-Tools können wir bei reduziertem Risiko mehr Aufträge gleichzeitig abwickeln als zuvor. Die HOMAG Group haben wir im Jahr 2015 in eine Reihe von Prozessen und IT-Systemen des Dürr-Konzerns eingebunden. Zugleich hat die HOMAG Group im Zuge des Optimierungsprogramms FOCUS begonnen, ihre internen geschäftsspezifischen Abläufe und Systeme zu harmonisieren.

KUNDENBEZIEHUNGEN

Die meisten Automobilhersteller und viele Zulieferer produzieren mit Dürr-Technik. Das Geschäft mit ihnen ist technisch komplex und langfristig, daher pflegen wir enge Kontakte und einen regelmäßigen Austausch. Wir fungieren als Planer, Berater und Anlagenlieferant. Daher werden wir bei großen Investitionsprojekten bis zu zwei Jahre vor der Auftragsvergabe hinzugezogen. Als Service-Partner unterstützen wir unsere Kunden auch im After-Sales-Bereich, zum Beispiel mit Ersatzteilen, Umbauten und Modernisierungen. Oft binden uns Kunden in die Entwicklung neuer Produkte ein. Das stellt sicher, dass wir die erforderliche Produktionstechnik rechtzeitig bereitstellen können. Das Anlagenbaugeschäft von Clean Technology Systems ist ebenfalls von engen Projektkooperationen mit vergleichsweise wenigen Kunden geprägt. In den Maschinenbau-Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems ist die Marktbasis mit mehreren zehntausend Kunden sehr breit. Folglich ist der Vertriebsaufwand höher als im Anlagenbau. Neben der Lieferung einzelner Maschinen gibt es jedoch auch hier größere Projekte mit längeren Laufzeiten und intensiver Zusammenarbeit.

LIEFERANTENBEZIEHUNGEN

Wir beziehen Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen von über 12.000 Lieferanten. Wichtig sind vor allem Teile- und Komponentenzulieferer sowie Auftragsfertiger, auch Ingenieurdienstleister und Logistikunternehmen werden häufig beauftragt. Bei bedeutenden Warengruppen, zum Beispiel Pumpen und Antrieben, schließen wir weltweit gültige Rahmenverträge mit langfristig orientierten Vorzugslieferanten. Dadurch können wir Bedarfe mehrerer Gesellschaften bündeln und Mengenvorteile nutzen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 76 ].

MERKMALE UNSERES GESCHÄFTSMODELLS

Unsere Kernkompetenz ist das Engineering [ S. 224 ] effizienter Lösungen in der Produktionstechnik. Häufig realisieren wir komplette Produktionssysteme für unsere Kunden, dementsprechend sind auch Projektmanagement und Auftragsabwicklung zentrale Kompetenzen von Dürr. Die Fertigungstiefe [ S. 224 ] des Konzerns ist mit 34 % relativ gering, hat sich in den vergangenen Jahren aber moderat erhöht. Gründe dafür sind der gezielte Ausbau der Eigenfertigung im Kerngeschäft und die Übernahme der HOMAG Group mit einer Fertigungstiefe von 46 %. In der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems beträgt die Fertigungstiefe lediglich 24 %. Besonders im Anlagenbau arbeiten wir mit einem so genannten Asset-light-Geschäftsmodell. Aufgrund der niedrigen Fertigungstiefe sind Anlagenintensität [ S. 225 ] und Kapitalbindung im Konzern gering, was sich positiv auf den ROCE [ S. 225 ] auswirkt. Zudem erhalten wir Anzahlungen von Kunden, sodass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die Forderungen und Vorräte im Umlaufvermögen meist abdecken. Folglich ist unser Net Working Capital (NWC) [ S. 225 ] im Anlagenbau gering, zum Teil ist es sogar negativ. Auch die Fixkosten sind aufgrund der niedrigen Fertigungs- und Anlagenintensität gering, was uns flexibler bei zyklischen Auftragsschwankungen macht. Im Jahr 2015 benötigten wir durchschnittlich 22,6 Tage, um unser Nettoumlaufvermögen in Umsatz umzuwandeln (Days Working Capital). Damit haben wir unsere Zielbandbreite von 20 bis 25 Tagen erreicht. Gemessen am Umsatz ist unser jährlicher Investitionsbedarf (ohne Akquisitionen) mit 70 bis 80 MIO. € vergleichsweise gering. Besonders im Anlagenbau sind wir stärker auf das Know-how unserer Mitarbeiter angewiesen als auf umfangreiche Sachanlagen. In den Jahren 2015 bis 2016 fallen die Investitionen wegen des Baus neuer Standorte in China und den USA allerdings höher aus. Die im Jahr 2014 erworbene HOMAG Group investiert mit rund 30 MIO. € pro Jahr mehr als die anderen Divisions, da ihre Fertigungstiefe höher ist. In der Materialkostenquote1 (Anteil Materialkosten am Umsatz) spiegelt sich wider, dass wir unsere Eigenfertigung in den vergangenen drei Jahren erhöht haben und den Aufwand für externe Produktionsdienstleister daher senken konnten. Während die Materialkostenquote im Jahr 2012 noch 46,8 % betragen hatte, belief sie sich 2015 auf 42,8 %. Die meisten Dürr-Divisions verfügen in großen Auslandsmärkten über lokale Wertschöpfungs- und Beschaffungsstrukturen.# STANDORTE UND ARBEITSTEILUNG IM KONZERN

Unsere 92 Standorte sichern uns weltweite Kundennähe. Parallel zum Umsatzwachstum in den Emerging Markets haben unsere dortigen Standorte in den zurückliegenden Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Ende 2015 waren 29,8 % der Belegschaft in den Emerging Markets angestellt. Der mit Abstand größte Standort in den Emerging Markets ist Schanghai mit rund 2.800 Mitarbeitern (inklusive rund 800 externer Mitarbeiter).

Unsere weltweiten Geschäfte werden von den Leitstandorten in Deutschland aus gesteuert. Der Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen - das Zentrum des Konzerns - ist mit rund 2.000 Mitarbeitern die Drehscheibe für die Aktivitäten von Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems. Der Standort Darmstadt (rund 550 Mitarbeiter) ist die Zentrale von Measuring and Process Systems und unser Kompetenzzentrum für Auswuchttechnik [S. 224]. Der Stammsitz der HOMAG Group in Schopfloch (rund 1.700 Mitarbeiter) steuert das Geschäft von Woodworking Machinery and Systems.

Seit dem Jahr 2012 haben wir rund 15 Konzernstandorte modernisiert, erweitert oder neu gebaut, zudem entstanden zusätzliche Test- und Technologiezentren außerhalb Deutschlands. Die damit verbundenen Erweiterungsinvestitionen beliefen sich in den Jahren 2012 bis 2015 auf 113,6 Mio. € (ab 2015 inklusive HOMAG Group). Zwei weitere große Investitionsprojekte treiben wir zurzeit in Southfield (USA) und Schanghai voran. Dort entstehen große Campus-Standorte, an denen wir bisher getrennte Aktivitäten zusammenführen, um effizienter zu werden. Die Investitionen für die beiden Projekte werden insgesamt rund 60 Mio. € erreichen, davon waren zum Jahresende 2015 bereits 30,7 Mio. € gebucht.

Richtlinien und Prozessvorgaben definieren, wie die Konzerngesellschaften bei länderübergreifenden Systemprojekten im Anlagenbau zusammenarbeiten. Bei Großaufträgen von Paint and Final Assembly Systems hat stets das System Center Bietigheim-Bissingen die Projektführerschaft inne. Die Auslandsgesellschaften übernehmen Vertrieb und Service vor Ort und unterstützen die Auftragsabwicklung, zum Beispiel durch Engineering- [S. 224], Einkaufs- und Fertigungsleistungen. Auch im Maschinenbau werden unsere internationalen Aktivitäten von den deutschen Hauptstandorten koordiniert und unterstützt.

ANGABEN GEMÄSS §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 34.601.040 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz.

Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 28 S. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkollisionen).

Beteiligungen, die 10 % überschreiten

Die Heinz Dürr GmbH ist mit 25,3 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung (3,5 %) kontrolliert die Familie Dürr 28,8 % der Aktien (Stand: 31. Dezember 2015).

Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann.

Bestimmungen zur Änderung der Satzung

Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter Textziffer 26 [S. 162] im Anhang zum Konzernabschluss.

Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots

Anleihe:

§ 7 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Fall eines Rückzahlungsereignisses die vorzeitige Rückzahlung ihrer Schuldverschreibungen von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 100 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Rückzahlungsereignis tritt ein, wenn kumulativ ein Kontrollwechsel und ein Ratingereignis vorliegen. Ein Kontrollwechsel bedeutet hierbei (a), dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist, oder (b) dass wir sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögenswerte der Dürr AG an Dritte (außer einer Tochtergesellschaft der Dürr AG) veräußern oder anderweitig abgeben werden. Ein Ratingereignis liegt in den folgenden Fällen vor: Die Schuldverschreibungen weisen kein Rating auf und keine Ratingagentur vergibt binnen 90 Tagen nach Eintritt des Kontrollwechsels ein Investmentgrade-Rating für die Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen verfügen zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels über ein Rating und am Ende einer 90-Tage-Periode nach dem Kontrollwechsel stellt dieses Rating kein Investmentgrade-Rating dar oder wurde entzogen. Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber.

Syndizierter Kredit:

Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem kann jeder Kreditgeber seine gewährten Kreditzusagen kündigen, was dazu führen könnte, dass der syndizierte Kredit teilweise oder sogar insgesamt zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden. Ein Kontrollwechsel tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der Dürr AG von einer oder mehreren Personen, die sich über die Ausübung von Stimmrechten verständigen oder mit dem Ziel einer dauerhaften und erheblichen Änderung der unternehmerischen Ausrichtung der Dürr AG in sonstiger Weise zusammenwirken, gehalten oder kontrolliert werden.

Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten

Die Mitglieder des Vorstands verfügen im Fall einer Übernahme über eine Option auf Weiterbeschäftigung oder Ausscheiden gegen eine Entschädigung. Details enthält der Corporate-Governance-Bericht. Weitere diesbezügliche Vereinbarungen bestehen nicht.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Seit dem Jahr 2002 setzt der Deutsche Corporate Governance Kodex Leitplanken für eine verlässliche, nachhaltige und transparente Unternehmensführung. Dürr bekennt sich zu den Prinzipien guter Corporate Governance, da sie Vertrauen schaffen - bei Investoren und Kunden genauso wie bei Geschäftspartnern, Mitarbeitern und in der Öffentlichkeit. Wir verfolgen den Meinungsaustausch über neue Aspekte der Corporate Governance aufmerksam, prüfen ihre Bedeutung für Dürr und setzen neue Regulierungsvorschriften mit Bedacht um.

DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX: DREI MATERIELLE ANPASSUNGEN

Im Jahr 2015 hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex drei materielle Kodexanpassungen vorgenommen. Ziffer 5.4.7 empfiehlt erweiterte Angaben zur Sitzungspräsenz im Aufsichtsrat. Dürr befolgt dies im Bericht des Aufsichtsrats. Auch die Neuerung in Ziffer 5.4.1 Absatz 4 beachtet der Aufsichtsrat.# Darin wird empfohlen, dass sich der Aufsichtsrat bei seinen Vorschlägen zur Wahl neuer Mitglieder an die Hauptversammlung vergewissern soll, ob diese den erwarteten Zeitaufwand erbringen können. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat, wie sie Ziffer 5.4.1 Absatz 2 empfiehlt, hält der Aufsichtsrat nicht für sinnvoll. Die Begründung dafür sowie für vier weitere Kodexabweichungen enthält die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom 16. Dezember 2015. Die Entsprechenserklärung bezieht sich für den Zeitraum 10. Dezember 2014 bis 11. Juni 2015 auf die alte Fassung des Kodex und ab dem 12. Juni 2015 auf die aktuelle Fassung. Einen Auszug mit den materiellen Aussagen finden Sie unten, der vollständige Wortlaut ist im Internet abrufbar: www.durr.com/de/investor/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/entsprechenserklaerung.

AUSZUG ENTSPRECHENSERKLÄRUNG VOM 16. DEZEMBER 2015

Selbstbehalt bei der D&o-Versicherung (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3)

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht eine D&o-Versicherung ohne Selbstbehalt (Gruppenversicherung). Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher nicht entsprochen. Die Einführung eines Selbstbehalts für Mitglieder des Aufsichtsrats ist nicht geplant, weil die Dürr AG nicht der Auffassung ist, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass für die sechs Arbeitnehmervertreter des paritätisch besetzten Aufsichtsrats der Dürr AG die persönliche Versicherung des verbleibenden Restrisikos (in Höhe des Selbstbehalts) auf eigene Kosten unverhältnismäßig teuer wäre.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3)

Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats geht mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die nochmals gestiegene Arbeitsbelastung des Gremiums aufgrund gesetzlicher Neuerungen nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Außerdem ginge mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Gleiches gilt für eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer. Zudem ist die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nach Auffassung der Dürr AG nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig. Der Aufsichtsrat wird sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums und der Thematik der Zugehörigkeitsdauer befassen. Dabei wird er möglicherweise auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien berücksichtigen. Im Zeitpunkt dieser Erklärung verfügt der Aufsichtsrat über mehrere Mitglieder, die fundierte Auslandserfahrung mitbringen, die zwei "dienstältesten" Mitglieder arbeiten seit 2006 im Aufsichtsrat mit.

Variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2)

Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats, die sich am Konzernergebnis vor Steuern (EBT) bzw. ab 2017 an der durchschnittlichen EBT-Marge des Konzerns orientiert, wurde von den Aktionären beschlossen und in § 15 Absatz 1 der Satzung geregelt. Sie hat sich bewährt. Die Dürr AG möchte dem allgemeinen Trend, die variablen Vergütungsbestandteile in eine fixe Vergütung umzuwandeln, nicht folgen. In der Anerkennung einer erfolgreichen Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr in Verbindung mit einer Begrenzung der variablen Vergütung auf einen vernünftigen Höchstbetrag sieht die Dürr AG ein geeignetes variables Vergütungsinstrument.

GESETZ FÜR DIE GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Seit dem 1. Mai 2015 gilt in Deutschland das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Seine wesentlichen Bestimmungen wurden auch in den Corporate Governance Kodex inkorporiert. Das Gesetz schreibt eine Mindestquote von 30 % für Frauen und Männer (so genannte Geschlechterquote) in den Aufsichtsräten von Unternehmen vor, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen. Die Geschlechterquote ist ab 2016 für die neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten zu beachten. Dürr wird voraussichtlich bereits im Jahr 2016 einen Frauenanteil von 30 % umsetzen, da reguläre Aufsichtsratswahlen anstehen. 2015 betrug die Frauenquote im Aufsichtsrat 8 %.

Unternehmen, die börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, sind gemäß dem neuen Gesetz ferner dazu verpflichtet, sich selbst verbindliche Ziele hinsichtlich des Frauenanteils in ihren Vorständen und in ihren beiden obersten Managementebenen unterhalb des Vorstands zu setzen und diese eigenständig definierten Ziele zusammen mit einer Frist für die Zielerreichung zu veröffentlichen. Dabei ist, in den Grenzen des Verschlechterungsverbots, auch eine Null-Prozent-Quote zulässig.

Der Vorstand der Dürr AG besteht aus Herrn Ralf W. Dieter und Herrn Ralph Heuwing, folglich beträgt der Frauenanteil 0 %. Derzeit ist nicht vorgesehen, den Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG zu erhöhen. In den beiden obersten Managementebenen der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 8 %. Das Ziel sind 10 %, dies soll bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden.

Weitere Angaben zur Unternehmensführung bei Dürr

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte, definiert die Strategie und setzt sie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat um. Dabei ist er dem Interesse und den geschäftspolitischen Grundsätzen des Unternehmens verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über Geschäftsverlauf, Strategie und Risiken. Die Ressortzuständigkeiten im Vorstand, die Modalitäten der Beschlussfassung sowie weitere Aspekte regelt eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz setzt er sich paritätisch aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die sechs Vertreter der Anteilseigner werden von den Aktionären auf der Hauptversammlung gewählt, die sechs Arbeitnehmervertreter werden von den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Standorte gewählt. Herrscht bei Abstimmungen im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, zählt das Votum des Vorsitzenden doppelt. Eilbedürftige Beschlüsse kann der Aufsichtsrat auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen. Im Jahr 2015 machte er einmal von dieser Möglichkeit Gebrauch, als er am 18. Juni der Ablösung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung der HOMAG Group zustimmte.

Der Aufsichtsrat wird turnusgemäß alle fünf Jahre neu gewählt. Die nächsten Wahlen finden im laufenden Jahr statt - im April für die Arbeitnehmervertreter und im Mai für die Anteilseignervertreter. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats vor Ende seiner Amtszeit ausscheidet, wird gerichtlich ein Nachfolger bestellt, sofern kein bereits gewähltes Ersatzmitglied zur Verfügung steht. Gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglieder müssen sich beim nächsten Wahltermin zur Wahl stellen.

Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Sie setzen sich mit Spezialthemen auseinander und bereiten Beschlüsse vor. Die Ausschussvorsitzenden informieren das Plenum anschließend über die Ergebnisse.

  • Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, beschäftigt sich vor allem mit der Bestellung und Vergütung der Vorstandsmitglieder und bereitet entsprechende Plenumsbeschlüsse vor.
  • Der Prüfungsausschuss ist zuständig für Rechnungslegung, Risikomanagement, internes Kontrollsystem und interne Revision. Zudem kontrolliert er das Compliance-Management-System. Der Ausschuss prüft die Jahresabschlüsse von Dürr-Konzern und Dürr AG und bereitet die damit verbundenen Beschlüsse des Plenums vor.
  • Der Vermittlungsausschuss tritt zusammen, falls im Aufsichtsrat Meinungsverschiedenheiten bei der Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern auftreten. Bei Dürr musste dieser Ausschuss noch nie einberufen werden.
  • Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat fachlich und persönlich geeignete Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter auf der Hauptversammlung vor. Dabei beachtet er die Bestimmungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und strebt darüber hinaus eine angemessene Berücksichtigung von Personen mit Auslandserfahrung an.

Mit Ausnahme des dreiköpfigen Nominierungsausschusses, dem naturgemäß ausschließlich Vertreter der Anteilseigner angehören, setzen sich alle Ausschüsse paritätisch aus vier Mitgliedern zusammen.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Anteilseigner ihr Stimmrecht aus. Sämtliche Beschlussanträge werden in der Tagesordnung erläutert, die vom Unternehmen fristgerecht vor der Hauptversammlung zu versenden ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Hauptversammlung und berichtet über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im zurückliegenden Geschäftsjahr.

TRANSPARENZ

Im Rahmen der Unternehmenskommunikation informieren wir umfassend, konsistent und zeitnah über Dürr.

1 Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter http://www.durr.com/de/investor/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/# Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung

Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung finden sich im Geschäftsbericht, in den Quartals- und Halbjahresfinanzberichten sowie in unseren Presse- und Ad-hoc-Meldungen. Bei wichtigen Anlässen veranstalten wir Presse- und Telefonkonferenzen. Alle Mitteilungen, Berichte und Präsentationen sind auch unter www.durr.de zugänglich. Fragen beantwortet unsere Investor-Relations- und Presseabteilung.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Wir erstellen unsere Konzernabschlüsse seit dem Jahr 2003 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Abschlussprüfer ist seit mehreren Jahren die Ernst & Young GmbH, die die Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats auch für den Jahresabschluss 2015 bestellt hat. Der Abschlussprüfer prüft den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss sowie den Einzelabschluss der Dürr AG, danach werden die Abschlüsse vom Aufsichtsrat geprüft, gebilligt und spätestens 90 Tage nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht.

Gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex informiert der Abschlussprüfer den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich, falls er bei der Prüfung Erkenntnisse erlangt, die für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlich sind. Auch über Abweichungen von der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz unterrichtet der Prüfer den Aufsichtsrat. Vor Erteilung des Prüfungsmandats versichert der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit.

2.5 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND

  • Ralf W. Dieter (Vorsitzender)
    • Divisions/operative Verantwortung
      • Paint and Final Assembly Systems
      • Clean Technology Systems
      • Application Technology
      • Woodworking Machinery and Systems
      • Measuring and Process Systems
      • Dürr Consulting
    • Zentralfunktionen
      • Unternehmenskommunikation
      • Finanzen/Controlling
      • Personal (Arbeitsdirektor)
      • Investor Relations
      • Forschung & Entwicklung
      • Risikomanagement
      • Qualitätsmanagement
      • Recht/Patente
      • Interne Revision
      • Informationstechnologie
      • Corporate Compliance
      • Sourcing
  • Ralph Heuwing (Finanzvorstand)

STEUERUNGSGRÖSSEN, KONTROLLSYSTEM, INSIDERVERZEICHNIS

Die wichtigsten Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge und ROCE [S. 225]. Über die im Jahr 2015 erzielten Werte und die Berechnungsmethoden informiert das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [S. 61].

Wir nutzen ein umfassendes Risikomanagementsystem, das 15 spezifische Risikofelder abdeckt und die weltweite Risikolage des Konzerns transparent macht. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS). Ausführliche Informationen finden Sie im Risikobericht [S. 81].

Das Insiderverzeichnis nach § 15b Wertpapierhandelsgesetz wird regelmäßig gepflegt und auf Vollständigkeit überprüft. Alle Insider wurden über die damit verbundenen gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT BEI DÜRR

Der Vorstand der Dürr AG besteht aus zwei Mitgliedern. Entsprechend zügig und effizient sind die Kommunikations-, Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse. Die Leiter der Divisions bilden die zweite Top-Management-Ebene. Sie tragen die weltweite Ergebnisverantwortung für ihr jeweiliges Geschäft und arbeiten eng mit dem Vorstand zusammen. Darüber hinaus wird der Vorstand von den Fachabteilungen der Dürr AG unterstützt.

Der Vorstandsvorsitzende Ralf W. Dieter verantwortet die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Measuring and Process Systems sowie verschiedene Zentralfunktionen. Er steht an der Spitze des Vertriebs und vertritt Dürr auf den Entscheidungsebenen der Kunden.

Finanzvorstand Ralph Heuwing verantwortet die Aktivitäten der Divisions Woodworking Machinery and Systems und Clean Technology Systems sowie das Beratungsgeschäft von Dürr Consulting und verschiedene Zentralfunktionen. Nach dem Erwerb der HOMAG Group übernahm Herr Heuwing am 1. Dezember 2014 vorübergehend den Vorstandsvorsitz der HOMAG Group AG, um die Integration und Neuausrichtung zügig einzuleiten. Zum 31. August 2015 legte er dieses Amt wieder nieder. Seither ist Pekka Paasivaara, der seit 15. Juni 2015 Co-Vorsitzender war, alleiniger Vorstandsvorsitzender. Herr Paasivaara soll die angelaufene Optimierung der HOMAG Group dauerhaft vorantreiben. Herr Heuwing wurde im September 2015 in den Aufsichtsrat der HOMAG Group AG berufen und übernahm dessen Vorsitz zum 8. Oktober 2015.

Eine komplette Übersicht zur Geschäftsverteilung im Vorstand der Dürr AG bietet Tabelle 2.5.

Auf Konzernebene gibt es bei Dürr zwei Führungskreise: Dem obersten Führungskreis (Dürr Management Board) gehören neben dem Vorstand die Leiter und Finanzverantwortlichen der Divisions sowie einige weitere Führungskräfte an. Die weiter gefasste Senior Management Group setzt sich aus Geschäftsführern und Führungskräften der Konzerngesellschaften und der Dürr AG zusammen. Eine Übersicht über die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über deren Mandate findet sich unter Textziffer 42 [S. 204] im Anhang zum Konzernabschluss.

2.6 - DIRECTORS' DEALINGS MIT DÜRR-AKTIEN IM JAHR 2015

Käufer/Verkäufer Wertpapierkauf Wertpapierverkauf Stückpreis¹ in € Stückzahl Gesamtwert in €
Ralf W. Dieter 11.03.2015 98,94 30.000 2.968.080,00
Ralph Heuwing 11.03.2015 99,59 30.000 2.987.700,00
Mirko Becker 09.04.2015 108,34 100 10.834,00
Ralph Heuwing 02.09.2015 66,64 2.000 133.284,00
Ralph Heuwing 07.12.2015 80,76 38.000 3.068.880,00

¹ gerundet

KONTROLLE

Gemäß § 6 der Satzung der Dürr AG bestimmt der Aufsichtsrat Größe und Besetzung des Vorstands. Die Geschäftsordnung, die der Aufsichtsrat für den Vorstand beschlossen hat, enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan.

In den Aufsichtsratssitzungen nimmt der Vorstand Stellung zu den Tagesordnungspunkten und beantwortet Fragen. Die schriftlichen Beschlussanträge für den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern mindestens eine Woche vor der Sitzung zusammen mit einer ausführlichen Unterlage zugestellt. Meist finden am Sitzungstag getrennte Vorgespräche der Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter statt, dabei steht der Vorstand für Erläuterungen zur Verfügung. Auch außerhalb der Sitzungen tauscht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand aus.

AKTIENBESITZ UND DIRECTORS' DEALINGS

Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WpHG, die so genannten Directors' Dealings, umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht finden Sie in Tabelle 2.6.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 31. Dezember 2015 0,1 % der Anteile an der Dürr AG. Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2015 in Summe 0,48 % der Aktien. Auf Ralf W. Dieter entfielen 0,25 % und auf Ralph Heuwing 0,23 %.

Vergütungsbericht

Neben den folgenden Angaben enthält Textziffer 42 [S. 204] des Anhangs zum Konzernabschluss weitere Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie sind ausdrücklicher Bestandteil dieses Vergütungsberichts.

NEBENTÄTIGKEITEN

Herr Heuwing gehörte vom 27. Oktober 2014 bis zum 31. August 2015 in Personalunion dem Vorstand der HOMAG Group AG an, seit dem 1. Dezember 2014 war er dessen Vorsitzender. Herr Dieter und Herr Heuwing üben außer den Mandaten, die unter Textziffer 42 [S. 204] des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen beiden Herren und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse.

REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG

Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und formuliert gegebenenfalls Vorschläge zur Weiterentwicklung. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Empfehlungen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Um die Angemessenheit der Vorstandsvergütung zu beurteilen, werden mehrere Kriterien herangezogen. Dazu zählen die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Ferner verfolgt der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Unternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft bei Dürr entwickelt.

Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010. Seine Struktur wurde anlässlich der Vertragsverlängerung von Herrn Dieter im Jahr 2015 überprüft und als angemessen bestätigt. Gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsbezüge (VorstAG) enthalten die Verträge beider Vorstandsmitglieder Short Term und Long Term Incentives (einjährige und mehrjährige variable Vergütung), definierte Höchstgrenzen (Caps) sowie einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung).

BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS

Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen die Grundvergütung (Festvergütung), die in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die Nebenleistungen. Letztere umfassen die Dienstwagennutzung und die Beiträge zur Risikolebens- und Unfallversicherung, beides wird von Dürr versteuert. In dem Zeitraum, in dem Herr Heuwing in Personalunion Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG war (1. Dezember 2014 bis 31. August 2015), wurde seine Grundvergütung jeweils hälftig von der Dürr AG und der HOMAG Group AG getragen.

Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus den Short Term und Long Term Incentives zusammen; ferner sind Sondervergütungen möglich. Das Short Term Incentive (STI) besteht aus einem vereinbarten Anteil des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) eines jeden Geschäftsjahres, wobei die Vergütung eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten darf. Die STI-Höchstgrenze wurde im Jahr 2015 für Herrn Dieter auf 1,60 Mio. € und für Herrn Heuwing auf 1,44 Mio. € angehoben.# Vergütung

Im Gegenzug wurde festgelegt, dass beide Herren erst ab einem EBT von 100 MIO. € Anspruch auf eine STI-Zahlung haben. Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden sechs LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, so genannte Performance Share Units. Im Jahr 2015 erhielten Ralf W. Dieter 25.000 und Ralph Heuwing 22.500 Performance Share Units (Vorjahr: 25.000 und 22.500). Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der dreijährigen LTI-Laufzeit erzielte. Für die LTI-Vergütung und den EBIT-Multiplikator bestehen Höchstgrenzen. Darüber hinaus galt bei den LTI-Tranchen 2010 bis 2012, 2011 bis 2013 und 2012 bis 2014 eine Höchstgrenze für den Aktienkurs-Multiplikator. Diese wurde für die seit dem Jahr 2013 aufgelegten Tranchen angesichts der Aktienkursentwicklung aufgehoben. Während der Laufzeit des LTI-Programms müssen die Teilnehmer dauerhaft eine bestimmte Anzahl von Dürr-Aktien halten, die aus eigenen Mitteln zu finanzieren sind. Ein weiterer Vergütungsbestandteil ist der arbeitgeberfinanzierte Beitrag für die Altersversorgung. Er orientiert sich an Grundvergütung und STI und wird in unser "VORaB"-Programm ("Vorsorge aus Bruttogehalt") einbezahlt. VORaB ist ein betriebliches Altersvorsorgeinstrument, das in Form einer aufgeschobenen Vergütung als rückgedeckte Pensionszusage ausgestaltet ist. Nach Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds fallen daraus keine Aufwendungen mehr an. Ferner wurden für beide Mitglieder des Vorstands Unfall- und Risikolebensversicherungen abgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann mit den Vorstandsmitgliedern Ziele zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vereinbaren und bei erfolgreicher Umsetzung eine zusätzliche Sondervergütung gewähren. Auch für außerordentliche Leistungen und Erfolge eines Vorstandsmitglieds ist eine Sondervergütung möglich. Auch für diese Vergütungen besteht eine Höchstgrenze. Neben dem Vorstand können auch die 16 weiteren Mitglieder des obersten Führungskreises des Konzerns (Dürr Management Board) am LTI-Programm teilnehmen. Auch sie können dazu eine individuell definierte Anzahl von Dürr-Aktien erwerben und während der Teilnahmedauer halten. Der Aufsichtsrat hat die Grundvergütung der Vorstandsmitglieder in den beiden vergangenen Jahren in zwei Schritten angehoben: bei Herrn Dieter von ursprünglich 600 TSD. € auf 700 TSD. € im Jahr 2014 und auf 800 TSD. € im Jahr 2015, bei Herrn Heuwing von ursprünglich 500 TSD. € auf 575 TSD. € (2014) und 650 TSD. € (2015). Im Vorgriff darauf hat der Aufsichtsrat im Jahr 2013 die Höchstgrenze für die LTI-Auszahlungen gesenkt. Seit der Tranche 2013 bis 2015 beträgt das LTI-Cap 1,20 MIO. € pro Tranche und Person, zuvor waren es 1,50 MIO. €.

Vergütung für das Geschäftsjahr 2015

Im Jahr 2015 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 7.454 TSD. € (Vorjahr: 6.547 TSD. €). An frühere Vorstandsmitglieder wurden Pensionsbezüge in Höhe von 1.876 TSD. € ausbezahlt (Vorjahr: 1.811 TSD. €). Der in Tabelle 2.7 gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die in den Jahren 2015 und 2014 zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden. Für die Buchung waren zwei Größen maßgeblich: der durchschnittliche Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2015 und 2014 sowie die jeweils erzielte beziehungsweise geplante durchschnittliche EBIT-Marge für die Laufzeiten der drei laufenden Tranchen. Die tatsächlichen LTI-Bezüge können, je nach weiterer Entwicklung von Aktienkurs und EBIT, von den passivierten Beträgen abweichen, unterliegen jedoch den Höchstgrenzen. Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2012 bis 2014 erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 TSD. €. Im Geschäftsjahr 2015 erhielt der Vorstand eine STI-Abschlagszahlung von 1.500 TSD. € (Vorjahr: 1.500 TSD. €). Abschlagszahlungen werden mit der STI-Auszahlung verrechnet, die nach der Hauptversammlung fällig wird, in der der Konzernabschluss für das betreffende Geschäftsjahr vorgelegt wird. Ferner wurde beiden Vorstandsmitgliedern eine Sonderzahlung von jeweils 200 TSD. € gewährt. Damit honoriert der Aufsichtsrat die Leistungen beider Herren bei der Akquisition der HOMAG Group sowie beim Verkauf des Geschäfts mit Flugzeugmontagetechnik im Jahr 2014.

2.7 - Vorstandsvergütung: Gewährte Zuwendungen

RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER RALPH HEUWING FINANZVORSTAND
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max) 2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Grundvergütung (Festvergütung) 700.000 800.000 800.000 800.000 575.000 650.000 650.000 650.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 26.103 47.594 47.594 47.594 28.023 35.938 35.938 35.938
Summe 726.103 847.594 847.594 847.594 603.023 685.938 685.938 685.938
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.200.000 1.445.120 0 1.600.000 1.100.000 1.300.608 0 1.440.000
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.300.000 1.200.000 0 1.200.000 1.300.000 1.200.000 0 1.200.000
Variable Vergütung - LTI 2012 - 2014 500.000 0 0 0 500.000 0 0 0
Variable Vergütung - LTI 2013 - 2015 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung - LTI 2014 - 2016 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung - LTI 2015 - 2017 0 400.000 0 400.000 0 400.000 0 400.000
Sonstige variable Vergütung 0 200.000 0 350.000 0 200.000 0 300.000
Summe 3.226.103 3.692.714 847.594 3.997.594 3.003.023 3.386.546 685.938 3.625.938
Beitrag Versorgungszusage 170.000 200.000 200.000 200.000 147.500 175.000 175.000 175.000
Gesamtvergütung 3.396.103 3.892.714 1.047.594 4.197.594 3.150.523 3.561.546 860.938 3.800.938

2.8 - Vorstandsvergütung: Zufluss

RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER RALPH HEUWING FINANZVORSTAND
2014 2015
Grundvergütung (Festvergütung) 700.000 800.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 26.103 47.594
Summe 726.103 847.594
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.000.000 1.200.000
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.200.000 1.500.000
Sonstige variable Vergütung 0 200.000
Summe 2.926.103 3.747.594
Beitrag Versorgungszusage 170.000 200.000
Gesamtvergütung 3.096.103 3.947.594

Vorstandsverträge und Change-of-Control-Regelung

Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Die aktuellen Dienstverträge beider Vorstandsmitglieder haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Im März 2015 hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dieter zum Vorstandsvorsitzenden erneuert, da Herrn Dieters Dienstvertrag am 31. Dezember 2015 endete. Der neue Vertrag von Herrn Dieter läuft vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020. Der Vertrag von Herrn Heuwing endet am 14. Mai 2017. Bei einem Kontrollwechsel (Change of Control), also einer Übernahme von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG, haben beide Vorstandsmitglieder eine Option auf Weiterbeschäftigung. Alternativ können sie innerhalb von fünf Monaten nach Bekanntgabe der Übernahme ihr Amt niederlegen und ein Eigenkündigungsrecht ausüben. In diesem Fall besteht gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex Anspruch auf maximal drei Jahresvergütungen, wobei nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergütet werden darf.

Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

§ 15 der Satzung der Dürr AG regelt die Vergütung des Aufsichtsrats. Die Satzung ist auf www.durr.de unter Investor Relations/Corporate Governance/Satzung einsehbar. Im Jahr 2015 hat die Hauptversammlung einer Änderung von § 15 der Satzung und damit einer Anpassung der Aufsichtsratsvergütung zugestimmt. Demnach gilt für den Aufsichtsrat ab 2016 folgendes Vergütungssystem: Die jährliche Festvergütung beträgt 40.000 € pro Mitglied. Ferner besteht Anspruch auf ein Sitzungsgeld von 1.000 € pro Sitzung, Auslagen werden ersetzt. Die variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder errechnet sich aus dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge und darf 24.000 € nicht überschreiten; sie wird erstmals im Jahr 2017 zur Auszahlung kommen. Die feste Vergütung wird am Jahresende ausgezahlt. Der Vorsitzende erhält das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, dem stellvertretenden Vorsitzenden steht das Eineinhalbfache zu. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss wird mit 10.000 € pro Jahr vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält 20.000 €. Die Vergütung für die Mitarbeit in weiteren Ausschüssen verändert sich im Vergleich zum bisherigen Vergütungssystem nicht: Mitglieder des Personalausschusses erhalten weiterhin 5.000 € pro Jahr, der Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache. Den Mitgliedern des Nominierungsausschusses stehen 2.500 € pro Sitzung zu, dem Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig. Im Jahr 2015 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1.009 TSD. € (Vorjahr: 1.004 TSD. €). Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert Textziffer 42 [ S. 204 ] im Anhang zum Konzernabschluss.# Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Jahr 2015 eine feste Vergütung von 20.000 €, ein Sitzungsgeld von 1.000 € pro Sitzung und die Erstattung ihrer Auslagen. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats betrug 0,4 vom Tausend des Konzern-EBT, die Höchstgrenze der variablen Vergütung betrug 35.000 €. Der Vorsitzende erhielt im Jahr 2015 das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, der stellvertretende Vorsitzende erhielt das Eineinhalbfache. Mitglieder des Prüfungsausschuss erhielten 9.000 €, der Ausschussvorsitzende erhielt 18.000 €. Die Mitgliedschaft im Personalausschuss wurde mit 5.000 € vergütet, der Vorsitzende erhielt das Eineinhalbfache. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses erhielten 2.500 € pro Sitzung, der Vorsitzende das Eineinhalbfache.

ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE

Außertariflich bezahlte Mitarbeiter erhalten ein Jahresgrundgehalt und eine erfolgsabhängige Tantieme. Die Tantieme hängt vom Konzernergebnis und von der individuellen Zielerreichung ab. Meist beträgt sie 5 bis 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften ist sie höher. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter von Dürr und Schenck in Deutschland erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Ergebnis einen mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt. Die Erfolgsbeteiligung für 2015 beträgt wie im Vorjahr 2.750 €, bezugsberechtigt sind die jeweiligen Vollzeit-Tarifmitarbeiter. Die deutschen Standorte der HOMAG Group werden ab 2016 ebenfalls in das Erfolgsbeteiligungsmodell einbezogen. Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die bisher bei mehreren HOMAG-Group-Gesellschaften bestand, wurde zum Jahresende 2015 gekündigt.

STRATEGIE

"DÜRR 2020": KENNZAHLENZIELE

Die Strategie "Dürr 2020" ist unsere Roadmap für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Wir verfolgen damit folgende Kennzahlenziele:

  • Umsatz: Bis 2020 wollen wir den Konzernumsatz auf bis zu 5 MRD. € steigern. Dazu sollen neben organischem Wachstum auch weitere Akquisitionen beitragen.
  • EBIT-Marge: Die EBIT-Marge des Konzerns soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen.
  • ROCE: Der ROCE [ S. 224 ] soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen.

Die Umsätze der Divisions wollen wir bis 2020 organisch um durchschnittlich 3 % pro Jahr steigern. Falls wir Unternehmen hinzukaufen, kann der Umsatzzuwachs in der jeweiligen Division höher ausfallen. Die ROCE-Ziele der Divisions variieren. Im Anlagenbaugeschäft von Paint and Final Assembly Systems liegt der ROCE meist weit über dem Konzerndurchschnitt, was unter anderem aus der geringen Kapitalbindung resultiert. In den weiteren Divisions streben wir in den Jahren 2016 bis 2020 einen ROCE von jeweils 20 bis 30 % an, Woodworking Machinery and Systems wird sich diesem Ziel allerdings erst sukzessive nähern. Weitere Informationen zu unseren Zielen finden Sie im Prognosebericht [ S. 91 ]. Abgesehen von den Jahren 2008/2009, die von der weltweiten Finanzkrise geprägt waren, haben wir unsere jeweiligen Kennzahlenziele seit dem Jahr 2006 stets erreicht. Die Grundlage dafür bildeten unsere gute Marktposition, unser Innovationskurs sowie die fortschreitende Globalisierung des Geschäfts und kontinuierliche Prozessoptimierungen.

NEUE WACHSTUMSFELDER ERSCHLIESSEN

Ein zentrales Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Wachstumsfelder im Maschinen- und Anlagenbau. Hintergrund ist, dass das Kerngeschäft mit der Automobilindustrie angesichts unseres hohen Marktanteils nicht mehr so stark wächst wie in den Vorjahren. Für die kommenden Jahre erwarten wir in unserem Automobilgeschäft Wachstumsraten von durchschnittlich rund 3 % pro Jahr.

OPTIMIERUNG HOMAG GROUP

Ein großer Schritt hin zur Erweiterung unseres Portfolios im Maschinen- und Anlagenbau war die Übernahme der HOMAG Group im Oktober 2014. Die HOMAG Group ist mit knapp 30 % Weltmarktanteil der größte Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Holzbearbeitung. Durch die Akquisition haben wir über 1 MRD. € Geschäftsvolumen außerhalb der Automobilindustrie hinzugewonnen. Die HOMAG Group besitzt noch deutliches Potenzial zur Ertragssteigerung, daher setzt sie das Optimierungsprogramm FOCUS um. Auf dieser Basis soll das Unternehmen im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 1,25 MRD. € und eine EBIT-Marge von 8 bis 10 % erzielen. Die Integration der HOMAG Group haben wir im Jahr 2015 planmäßig abgeschlossen, dies ermöglicht Synergieeffekte von bis zu 10 MIO. €. Mit dem Leitgedanken ONE HOMAG wurde Mitte 2015 eine neue, effizientere Organisationsstruktur eingeführt. Sie ist gekennzeichnet durch Business Units mit weltweiter Geschäftsverantwortung und eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Standorte. Darüber hinaus hat die HOMAG Group im Rahmen von FOCUS folgende Wachstums- und Optimierungsinitiativen auf den Weg gebracht:

  • Ausbau des Geschäfts in China und den USA
  • Ausbau des Service-Geschäfts
  • Stärkung des Projektgeschäfts mit kompletten Produktionslinien
  • Innovationsprogramm
  • Standardisierung und Modularisierung des Produktspektrums
  • Prozessoptimierung
  • IT-Optimierung/einheitliches ERP-System [ S. 224 ]
  • Ausrichtung der Incentive-Systeme an der ONE-HOMAG-Struktur und den Ergebniszielen

2.9 - "DÜRR 2020": VIER STRATEGIEFELDER

WEITERE AKQUISITIONEN GEPLANT

In den kommenden Jahren wollen wir weitere Unternehmen akquirieren, um profitabel zu wachsen. Die Basis dafür bildet unsere gute Kapitalausstattung. Die Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind klar definiert:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Führende Markt- und Technologieposition (Nummer eins oder zwei im Wettbewerb)
  • Nischenmarkt ohne Großkonzerne als Wettbewerber
  • Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung
  • Zu Dürr passende Unternehmenskultur

WEITERE STRATEGIEFELDER IM KONZERN UND IN DEN DIVISIONS

Neben dem Ziel einer breiteren Aufstellung im Maschinen- und Anlagenbau umfasst unsere Strategie vier weitere Felder: Innovation, Globalisierung, Service und Effizienz. Sie gruppieren sich um den Claim "Leading in Production Efficiency", also das Versprechen an unsere Kunden, die Effizienz ihrer Produktionsprozesse zu erhöhen. Die Strategiefelder gelten für alle fünf Divisions, wobei wir bei der Umsetzung Division-spezifische Akzente setzen.

STRATEGIEFELD INNOVATION

Durch Innovation schaffen wir Investitionsanreize für unsere Kunden und sichern unseren Wettbewerbsvorsprung. An jedes neue Produkt haben wir den Anspruch, dass es die Stückkosten unserer Kunden weiter senkt und die Produktionseffizienz steigert. Durch vergleichsweise hohe F&E-Budgets können wir neue Technologien schneller und in größerer Zahl als unsere Wettbewerber anbieten. Weitere Informationen und aktuelle Innovationsbeispiele finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 70 ].

Industrie 4.0

Der Bereich Industrie 4.0 [ S. 224 ] hat sich zu einem wichtigen Innovationsfeld entwickelt. Wir verstehen darunter zum einen die intelligente digitale Vernetzung von Produktionsanlagen, zum anderen die automatische Anlagenoptimierung mithilfe der Big-Data-Analyse von Informationen aus dem Produktionsprozess. Die Basis aller Industrie-4.0-Aktivitäten bei Dürr bildet unsere Smart-Strategie mit drei Säulen:

  • Smart Products: Wir entwickeln intelligente Produkte, die sich selbst regulieren, wechselnde Produktionsaufgaben erkennen und Service-Bedarf frühzeitig melden.
  • Smart Services: Wir nutzen das Internet, um Anlagen bei Kunden online zu analysieren und zu warten.
  • Smart Processes: Wir optimieren unsere Auftragsabwicklung durch intelligente Software und Simulationen. Beispiele sind die virtuelle Inbetriebnahme oder virtuell begehbare Anlagenmodelle.

Die Schlüsseltechnologie für jede digitale Smart-Fabrik ist eine leistungsfähige MES-Software (MES: Manufacturing-Execution-System [ S. 224 ]). Sie vernetzt die einzelnen Anlagen, aggregiert Prozessdaten und wertet diese aus. Auf dieser Basis können Fabrikbetreiber ihre Produktion effizienter gestalten. Aufgrund der überragenden Bedeutung der MES-Technik für Industrie 4.0 haben wir im Dezember 2015 mit der iTAC Software AG einen der führenden Anbieter in diesem Bereich übernommen. iTAC ist ein etabliertes Unternehmen, dessen MES-Software weltweit bereits 150 Fabriken steuert und vernetzt. Die größten Kunden von iTAC sind Automobilzulieferer und Elektronikunternehmen. Mit iTAC sind wir gut für die Herausforderungen von Industrie 4.0 gerüstet. Gemeinsam verfolgen wir drei Ziele:

  • Ausbau iTAC-Geschäft: Mit Dürr als Partner wird iTAC sein MES-Geschäft weiter ausbauen und neue Kunden gewinnen. Im Jahr 2015 stieg der Umsatz bei klar positivem Ergebnis um 62 % auf 15,1 MIO. €, bis 2020 streben wir rund 40 MIO. € an.
  • Optimierung EcoEMOS: Unter der Produktmarke EcoEMOS bietet Dürr schon seit Langem eine eigene MES-Software an. Sie kommt in über 60 Automobilwerken zum Einsatz, vorwiegend in Lackierereien. Gemeinsam mit iTAC werden wir EcoEMOS weiterentwickeln.
  • Industrie-4.o-Consulting: Im Rahmen unserer Smart-Strategie entwickeln alle Dürr-Divisions Industrie-4.0-Lösungen für ihre Kunden. Diese Aktivitäten wird iTAC als interner Dienstleister mit Software-Lösungen und Know-how unterstützen.

STRATEGIEFELD GLOBALISIERUNG

Weltweite Aufstellung

Dank unserer breiten internationalen Präsenz verfügen wir über eine ausgewogene Umsatzverteilung. Wir können regionale Nachfrageschwächen kompensieren und Zuwächse in anderen Märkten nutzen. Unsere Kunden - nicht nur aus der Automobilindustrie -setzen zunehmend auf eine marktnahe Produktion. Daher entstehen in vielen Schwellenländern neue Fabriken. Um von diesem Trend zu profitieren, expandieren wir kontinuierlich in neue Regionen. Dadurch können wir unsere Kunden beim Auf- und Ausbau lokaler Fertigungsstätten effektiv unterstützen.

2.10 - GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION

| 1 Prognose Quelle: PwC 01/2016 # STRATEGIEFELD GLOBALISIERUNG
Besonders in China sind wir mit rund 2.800 Mitarbeitern (inklusive rund 800 externer Mitarbeiter) stark vertreten. In den Jahren 2012 bis 2014 haben wir unsere Präsenz in Südostasien verstärkt, indem wir Konzerngesellschaften in Indonesien, Malaysia und Thailand gründeten. Ein weiterer Zielmarkt, der langfristig großes Potenzial verspricht, ist Afrika. Wir verfügen über einen leistungsfähigen Standort in Südafrika, haben zuletzt in Marokko eine große Lackiererei gebaut und planen den Markteintritt in weiteren Ländern.

Globale Expansion in neuen Geschäftsfeldern

Zum Strategiefeld Globalisierung gehört auch der Ansatz, neue Geschäftsfelder, die an das Kerngeschäft angrenzen, zu erschließen und international auszubauen. Mit dem neuen Geschäftsfeld Industrial Products expandiert Application Technology seit 2014 in die allgemeine Industrie. Zielbranchen sind zum Beispiel Kunststoff, Schiffsbau, Keramik, Holz und Möbel. In diesem Geschäft positionieren wir uns nicht als Systemintegrator, sondern als Anbieter von Produkten und Komponenten zur Oberflächenbehandlung. Experten schätzen das jährliche Marktvolumen in der Applikationstechnik [ S. 224 ] für die allgemeine Industrie auf rund 3 MRD. €. Bis 2020 streben wir im Industrial-Geschäft einen Umsatz von rund 50 MIO. € an.

Weitere neue Geschäftsfelder, die wir seit dem Jahr 2009 international ausbauen, sind:
* Klebetechnik für die Automobilindustrie
* Befülltechnik für die Haushaltsgeräteindustrie
* Auswuchttechnik für Turbolader
* Feinstreinigungstechnik für Medizintechnik, Präzisionsoptik und andere Branchen
* Energieeffizienztechnik für ein breites Branchenspektrum

STRATEGIEFELD SERVICE

Systematischer Ausbau des Service-Geschäfts

Der Ausbau des Service-Geschäfts hat aus mehreren Gründen strategische Priorität:
* Unsere installierte Basis ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, da wir nach der Finanzkrise 2008/2009 überdurchschnittlich viele Anlagen ausgeliefert haben. Entsprechend hoch ist das Wachstumspotenzial im Service.
* Eine maximale Verfügbarkeit unserer Maschinen und Anlagen ist für unsere Kunden außerordentlich wichtig. Durch ein professionelles Service-Geschäft können wir diese Anforderung bestmöglich erfüllen und somit zur Zufriedenheit und Loyalität unserer Kunden beitragen.
* Das Service-Geschäft generiert höhere Ergebnisbeiträge als das Neugeschäft. Durch die Steigerung des Service-Anteils am Umsatz können wir unsere Profitabilität auch bei moderaten Wachstumsraten im Neugeschäft sichern.

Um das Geschäftspotenzial im Service effektiv auszuschöpfen, haben wir in den beiden vergangenen Jahren das Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr umgesetzt. Wichtige Maßnahmen waren zum Beispiel die Implementierung neuer IT-Systeme, die Beschleunigung der Ersatzteillogistik und die Optimierung unserer weltweiten Service-Hotline. Außerdem haben wir unsere Service-Organisation effizienter gestaltet, Kundenorientierungstrainings für einen Großteil unserer Mitarbeiter durchgeführt und unsere Service-Standorte und -Kapazitäten erweitert. Mit dem Feedback-Prozess "Dürr Promoter Score" messen wir die Zufriedenheit unserer Kunden - in der Vertriebsphase, während der Auftragsabwicklung und beim Service. Auf dieser Basis können wir Schwachpunkte erkennen und Prozesse verbessern. Auf Basis von CustomerExcellence@Dürr wollen wir den Service-Anteil am Konzernumsatz auf bis zu 30 % zu steigern. Im Jahr 2015 waren es 23,5 %.

Wachsendes Marktpotenzial im Modernisierungsgeschäft

Unsere Kunden investieren zunehmend in größere Anlagenmodernisierungen. Im Jahr 2015 machten diese so genannten Brownfield-Projekte bereits knapp ein Drittel unseres Lackiertechnikgeschäfts aus. Rund die Hälfte der über 600 Automobillackierereien weltweit ist älter als 20 Jahre. Selbst in China zeigen immer mehr Anlagen Modernisierungsbedarf. Modernisierungsinvestitionen haben meist kurze Amortisationszeiten, da sie die Produktivität beträchtlich steigern. Zudem schaffen wir Investitionsanreize, indem wir gezielt neue Produkte mit messbaren Effizienzgewinnen und kurzen Payback-Zeiten entwickeln.

STRATEGIEFELD EFFIZIENZ

In unserem komplexen Geschäft ist es wichtig, Prozesse und Strukturen immer wieder rasch an neue Kundenanforderungen anzupassen. Auch 2015 haben wir daher in allen Divisions Effizienzsteigerungsprogramme auf den Weg gebracht. Die HOMAG Group hat mit FOCUS ein breit angelegtes Optimierungsprogramm angestoßen, das über mehrere Jahre laufen wird. Informationen dazu finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Neue Wachstumsfelder erschließen".

Ein entscheidender Schlüssel zur kontinuierlichen Effizienzsteigerung im Konzern ist die Optimierung der internationalen Zusammenarbeit unserer Standorte, zum Beispiel in Einkauf, Engineering [ S. 224 ] und Auftragsabwicklung. In diesem Bereich haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht. Die wichtigsten Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen sind:
* Globale Prozesse: Eine international arbeitsteilige Auftragsabwicklung setzt konzernweit einheitliche Prozesse voraus. Im Sinne eines Best-Practice-Ansatzes berücksichtigen wir kontinuierlich neue Erkenntnisse und Erfahrungen in unseren Standardprozessen.
* Globale IT-Integration: Weltweit durchgängige IT-Systeme ermöglichen es, von jedem Standort aus auf dieselben Daten zuzugreifen und Arbeitspakete an verschiedene Konzerngesellschaften zu vergeben.
* Globale Technologie: Wir entwickeln modulare Produkte, die sich schnell an spezifische Kundenwünsche anpassen lassen. Dies spart Kosten, beschleunigt die Inbetriebnahme und erhöht die Verlässlichkeit im Betrieb.
* Globales Wissensmanagement: Wir schaffen die Strukturen dafür, dass unsere Mitarbeiter ihr Know-how konzernweit austauschen können. Säulen des weltweiten Wissenstransfers sind unser Intranet sowie weltweite Produkt- und Prozessschulungen, die zunehmend auf unserer E-Learning-Plattform stattfinden.

KONJUNKTUR UND BRANCHENUMFELD

WELTWIRTSCHAFT UM 3,1 % GEWACHSEN

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2015 um 3,1 % und damit etwas weniger stark als im Vorjahr. Zunächst war ein kräftigeres Wachstum erwartet worden, diese Prognose ließ sich angesichts der nachlassenden Wirtschaftsdynamik in einigen Schwellenländern und der diversen politischen Krisen aber nicht aufrechterhalten. China erreichte 2015 einen BIP-Zuwachs von 6,9 % nach 7,3 % im Vorjahr. Russland und Brasilien rutschten in eine tiefe Rezession. Dagegen setzte sich die ökonomische Erholung in Indien fort. In der Eurozone gewann der Aufschwung nach der Rezession des Jahres 2013 weiter an Fahrt; Deutschland verzeichnete mit 1,7 % ein relativ hohes Plus. Vor allem in Nordamerika, Asien und China profitierten Unternehmen und Verbraucher von den weiter rückläufigen Rohstoff- und Energiepreisen. Im Vergleich zu US-Dollar und anderen Leitwährungen verlor der Euro im Jahr 2015 weiter an Wert. Ausschlaggebend dafür waren die relativ moderaten europäischen Wachstums- und Zinsperspektiven, insbesondere im Vergleich zu den USA. Allerdings kommt der niedrige Euro exportorientierten Unternehmen in Europa entgegen. Bei rückläufiger Inflation setzten viele Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik fort, um das moderate Wirtschaftswachstum zu stimulieren. Im Dezember 2015 erhöhte die US Federal Reserve den Leitzins erstmals seit 2006 wieder leicht um 0,25 Prozentpunkte. Dagegen blieben die Zinsen in der Eurozone per Saldo nahezu unverändert. Die Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen lag Ende 2015 bei 0,6 %; die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen stagnierte bei rund 0,5 %. An den Aktienmärkten war angesichts politischer Krisen und niedriger Rohstoffpreise kein einheitlicher Trend zu erkennen.

WELTWEITE AUTOMOBILPRODUKTION UM 2,4 % GESTIEGEN

Die weltweite Automobilproduktion (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) stieg im Jahr 2015 um 2,4 % auf den historischen Höchstwert von 88,4 MIO. Einheiten. Die einzelnen Regionen entwickelten sich heterogen. China, der größte Automobilmarkt der Welt, erreichte ein Produktionsplus von 5,4 % und lag damit unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend dafür war eine Wachstumsschwäche im Sommer; gegen Jahresende zeigte sich der chinesische Automarkt - unterstützt durch steuerliche Kaufanreize - allerdings wieder in guter Verfassung. Die Automobilmärkte in Brasilien und Russland blieben weit unter ihrem Potenzial, während in Indien eine spürbare Erholung einsetzte.

In Nordamerika stiegen Light-Vehicle-Produktion und -Absatz auf neue Höchstwerte, angesichts des hohen Niveaus flachte das Produktionswachstum auf 2,3 % ab. Der westeuropäische Markt entwickelte sich mit einem Plus von 9,8 % deutlich dynamischer. Wie im Vorjahr waren die Automobilfabriken Nordamerikas stark ausgelastet. In Westeuropa nahm die Auslastung im Zuge der guten Nachfrageentwicklung deutlich zu. In China variierte sie von Hersteller zu Hersteller, insgesamt ging sie etwas zurück. Schwache Auslastungen wiesen erwartungsgemäß die Automobilwerke in Brasilien und Russland auf. Da die meisten Automobilkonzerne hohe Erträge und Cashflows erzielten, blieben die Investitionen der Branche auf hohem Niveau. Bei Volkswagen hatte die Diesel-Problematik im Jahr 2015 kaum Einfluss auf das Investitionsverhalten.

2.11 - WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT

Veränderung gegenüber Vorjahr, in %
2015 2014 2013
Welt 3,1 3,4 3,2
Deutschland 1,7 1,6 0,1
Eurozone 1,5 0,9 -0,4
Russland -3,7 0,6 1,5
USA 2,4 2,4 2,2
China 6,9 7,3 7,7
Indien 7,3 7,1 4,7
Japan 0,7 -0,1 1,6
Brasilien -3,7 0,1 2,2
Quelle: Deutsche Bank 12/2015

2.12 - DURCHSCHNITTLICHE WECHSELKURSE

1 € entspricht 2015 2014 2013
USD 1,1044 1,3217 1,3301
GBP 0,7240 0,8034 0,8503
JPY 133,5808 140,4908 130,1308
CNY 6,8898 8,1544 8,1691
Quelle: Commerzbank

2.13 - UMLAUFRENDITE (%) IN DEUTSCHLAND

Quelle: Deutsche Bundesbank

2.14 - PRODUKTION LIGHT VEHICLES

Mio. Einheiten
2015 2014 2013
Welt 88,4 86,3 82,6
Westeuropa 14,5 13,2 12,4
Deutschland 6,2 5,8 5,7
Osteuropa 6,7 6,8 7,1
Russland 1,3 1,8 2,0
Nordamerika (inkl.

POSITIVER NACHFRAGETREND IM MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Der Auftragseingang der deutschen Industrie stieg 2015 um 2 %. Im Maschinen- und Anlagenbau blieb die Produktion nach Angaben des Branchenverbands VDMA gegenüber 2014 unverändert; der Auftragseingang legte um 1 % zu. Die Branche exportierte weniger nach China und Russland, dafür zog der US-Absatz an. Das Produktionsvolumen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus lag mit 199 MRD. € geringfügig über dem Vorkrisenniveau von 2008. Dagegen konnte Dürr seine Erlöse im selben Zeitraum von 1,6 MRD. € auf über 3,7 MRD. € erhöhen, rund 50 % der Zunahme resultierten aus organischem Wachstum. Der VDMA-Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen meldet für 2015 ein Umsatzplus von 10 % und einen Bestellzuwachs von 6 %. Gute Geschäfte verzeichneten die Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen besonders in Europa und Nordamerika. Dagegen machte sich die russische Wirtschaftskrise in der Branche deutlich bemerkbar. Die HOMAG Group ist aufgrund der breiten internationalen Streuung ihres Geschäfts weniger stark vom Investitionsrückgang in Russland betroffen als andere Unternehmen.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS UND ZIELERREICHUNG

Dürr blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Wie angestrebt stiegen Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis auf neue Höchstwerte. Umsatz und ROCE [ S. 225 ] übertrafen die im Februar 2015 formulierte Prognose. Operativer Cashflow, Free Cashflow und Nettofinanzstatus [ S. 225 ] lagen im erwarteten Rahmen. Der Auftragseingang erreichte mit 3.467,5 MIO. € den oberen Bereich des ursprünglichen Zielkorridors (3,2 bis 3,5 MRD. €), den wir Anfang November 2015 auf 3,4 bis 3,5 MRD. € präzisiert hatten. Das Bestellvolumen fiel angesichts der Marktschwächen in Russland und Brasilien sehr zufriedenstellend aus; der gedämpfte Automobilabsatz in China während der Sommermonate führte bei Dürr nicht zu Bestelleinbußen. Der Umsatz übertraf mit 3.767,1 MIO. € sowohl die zunächst erwarteten 3.400 bis 3.500 MIO. € als auch die im November angehobene Zielbandbreite von 3.600 bis 3.700 MIO. €. Einen wesentlichen Beitrag zur Umsatzausweitung von 46,3 % leistete die erstmals über zwölf Monate konsolidierte HOMAG Group; ihr Umsatz überschritt erstmals in der Unternehmensgeschichte den Wert von 1 MRD. €. Darüber hinaus konnten wir kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 aufholen. Das EBIT stieg um 21,2 % auf den neuen Höchstwert von 267,8 MIO. €. Ausschlaggebend für die gute Ertragslage war die Performance aller Divisions, vor allem aber die ganzjährige Einbeziehung der HOMAG Group, die im Dürr-Konzern die Division Woodworking Machinery and Systems bildet. Trotz Sondereffekten von - 26,6 MIO. €, die vor allem aus der Kaufpreisallokation resultierten, steuerte Woodworking Machinery and Systems ein positives EBIT von 36,6 MIO. € bei. Im Vorjahr hatte die Kaufpreisallokation noch zu einem negativen EBIT-Beitrag der Division geführt (- 7,9 MIO. €). Die EBIT-Marge des Konzerns lag mit 7,1 % im Zielkorridor (7,0 bis 7,5 %). Das um die oben genannten Sondereffekte bereinigte operative EBIT erreichte mit 294,3 MIO. € einen sehr erfreulichen Wert, die operative Marge betrug dementsprechend 7,8 %. Der ROCE lag mit 45,3 % oberhalb der angestrebten Bandbreite (30 bis 40 %), dies unterstreicht die finanzielle Attraktivität unseres Geschäftsmodells. Das Finanzergebnis bewegte sich mit - 23,3 MIO. € im erwarteten Rahmen. Genauso wie die Steuerquote (31,9 %) enthielt es Einmaleffekte infolge der HOMAG-Group-Optimierung und des seit März 2015 geltenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG. Trotz der höheren Steuerquote stieg das Ergebnis nach Steuern um 10,8 % auf 166,6 MIO. €. Wie angekündigt hat sich das Net Working Capital (NWC) [ S. 225 ] im Jahr 2015 deutlich erhöht. Zu den Bilanzstichtagen 2014 und 2013 war es außerordentlich gering ausgefallen, da wir zum Jahresende jeweils hohe Anzahlungen und vorgezogene Zahlungen von Kunden erhalten hatten. Ein Großteil dieser Überschussliquidität ist 2015 in die Auftragsabwicklung geflossen. Vor diesem Hintergrund bewerten wir den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 173,0 MIO. € als sehr positiv. Der Free Cashflow belief sich aufgrund deutlich höherer Investitionen auf 62,8 MIO. €. Der Nettofinanzstatus erreichte am Jahresende 2015 mit 129,4 MIO. € den oberen Bereich des Zielkorridors (50 bis 150 MIO. €), obwohl Anfang Dezember 31,2 MIO. € für den Erwerb der iTAC Software AG abgeflossen sind. Die flüssigen Mittel bewegten sich zum Bilanzstichtag mit 435,6 MIO. € in der angestrebten Spanne. Die Investitionen (ohne Beteiligungen) lagen mit 102,3 MIO. € etwas über der prognostizierten Größenordnung; dazu trugen neben dem Bau neuer Campus-Standorte in den USA und China auch umfangreiche IT-Investitionen bei.

ZIELERREICHUNG KONZERN 2015

Ist 2014 (Dürr-Konzern ohne HOMAG Group) Ist 2014 (Dürr-Konzern einschl. HOMAG Group¹) Ist 2015 Ziel 2015 (Prognose Februar 2015)
Umsatz Mio. € 2.322,1 2.574,9 3.767,1 3.400 bis 3.500
Auftragseingang Mio. € 2.574,8 2.793,0 3.467,5 3.200 bis 3.500
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.421,3 2.725,3 2.465,7 2.400 bis 2.800
EBIT-Marge % 9,9 8,6 7,1 7,0 bis 7,5
ROCE % 161,9 38,7 45,3 30 bis 40
Finanzergebnis Mio. € -14,2 -16,2 -23,3 schwächer
Ergebnis nach Steuern Mio. € 160,0 150,3 166,6 leicht steigend
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 241,7 291,3 173,0 schwächer
Free Cashflow Mio. € 185,6 221,1 62,8 schwächer
Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 424,0 167,8 129,4 50 bis 150
Liquidität Mio. € 700,1 522,0 435,6 400 bis 500
Investitionen² Mio. € 42,1 54,9 102,3 70 bis 80

¹ HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
² in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)

DIVISIONS: UMSATZZIELE MEHRHEITLICH ÜBERTROFFEN

Die fünf Divisions haben ihre Ziele zumeist erreicht, in einigen Fällen wurden die Erwartungen übertroffen. Der Vorstand ist mit der operativen Entwicklung der Divisions insgesamt zufrieden. Paint and Final Assembly Systems übertraf sein Umsatzziel deutlich, da die Division kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Vorjahr aufholen konnte. Dieser Sondereffekt trug rund 200 MIO. € zum Umsatz bei. Die EBIT-Marge normalisierte sich nach dem außergewöhnlichen Spitzenniveau des Vorjahres auf einen sehr zufriedenstellenden Wert von 7,3 %. Neben einem veränderten Umsatzmix machte sich ein stärkerer Preiswettbewerb bemerkbar. Der Auftragseingang erfüllte die Erwartungen. In der Division Application Technology lag der Umsatz am oberen Ende des Zielkorridors, der Auftragseingang erreichte knapp das untere Ende. Mit der EBIT-Marge sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Sie erreichte 10,1 %, obwohl Anlaufkosten im Geschäft mit Lackierprodukten für die allgemeine Industrie anfielen. Bei Measuring and Process Systems lagen Umsatz und Ergebnis leicht über den Erwartungen. Mit 11,6 % erreichte die EBIT-Marge einmal mehr ein sehr gutes Niveau. Der Auftragseingang bewegte sich im Zielkorridor. Clean Technology Systems konnte Umsatz und Auftragseingang wie geplant deutlich ausweiten. Die rückläufige EBIT-Marge resultiert aus dem Geschäft mit Energieeffizienztechnik, dort verschlechterte sich das Marktumfeld infolge der niedrigen Energiepreise.

ZIELERREICHUNG DIVISIONS 2015

UMSAT (Mio. €) AUFTRAGSEINGANG (Mio. €) EBIT-MARGE (%) ROCE (%)
Ziel 2015 2015 Ziel 2015 2015
Paint and Final Assembly Systems 1.100 bis 1.180 1.364,6 1.050 bis 1.200 1.125,5
Application Technology 570 bis 600 599,7 550 bis 600 538,3
Measuring and Process Systems 570 bis 600 603,7 560 bis 600 578,2
Clean Technology Systems 150 bis 170 159,2 160 bis 180 166,3
Woodworking Machinery and Systems 950 bis 980 1.039,3 930 bis 965 1.058,4

¹ negatives Capital Employed

Woodworking Machinery and Systems konnte bei Umsatz und Auftragseingang stärker zulegen als geplant, beide Kennzahlen überschritten erstmals die Marke von 1 MRD. €. Gründe dafür waren die gestiegene Nachfrage nach Automatisierungslösungen, aber auch die Euro-Schwäche. Die Marge erreichte den angestrebten Korridor; das Ergebnis enthält hohe Sonderaufwendungen, die hauptsächlich aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group resultierten. Die Ziele der Divisions für 2016 finden Sie im Prognosebericht [ S. 91 ].

GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung im Dürr-Konzern sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE (EBIT zu Capital Employed [ S. 225 ]). Weitere wichtige finanzielle Kennzahlen - besonders auf Konzernebene - sind der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Free Cashflow [ S. 225 ]. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiterzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden unter anderem in den Kapiteln Nachhaltigkeit [ S. 77 ] und Mitarbeiter [ S. 74 ] diskutiert.# WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

Der wichtigste Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung war 2015 die ganzjährige Konsolidierung der HOMAG Group (Vorjahr: Konsolidierung ab 3. Oktober). Sie bewirkte Zuwächse von 786,5 MIO. € beim Umsatz und 44,5 MIO. € beim EBIT. In der Finanz- und Vermögenslage hatte sich die Konsolidierung der HOMAG Group bereits zum 31. Dezember 2014 vollständig niedergeschlagen. Insgesamt beurteilen wir die Bilanz- und Finanzrelationen des Dürr-Konzerns als solide. Die wichtigsten Einflussfaktoren im Geschäft mit der Automobilindustrie waren das Wachstum der Automobilproduktion, der steigende Modernisierungs- und Flexibilisierungsbedarf und die entsprechend hohen Ausrüstungsinvestitionen der Branche. Wichtige Impulse für das Geschäft der HOMAG Group gingen von der zunehmenden Automatisierung der Möbelproduktion aus.

GESCHÄFTSVERLAUF

IFRS, AUSWEISPRAXIS, KONSOLIDIERUNG HOMAG GROUP

Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2013 bis 2015. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Beim "EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group" addieren wir dem EBIT die Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation und der Ablösung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung der HOMAG Group hinzu. Änderungen der IFRS hatten im Geschäftsjahr 2015 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, ihre Nutzung beeinflusst unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei Positionen wie Vorratsvermögen oder Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Zum Beispiel werden Finanzinstrumente, soweit möglich, zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zu Zeitwerten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir sämtliche Wahlrechte in unveränderter Form wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen hat kaum Einfluss auf die Darstellung unserer operativen Ertragslage. Zudem ist er in vielen Fällen unvereinbar mit unserem Streben nach Kontinuität und nachhaltiger periodenübergreifender Transparenz.

HOMAG Group

Die HOMAG Group wird seit dem 3. Oktober 2014 als vollkonsolidierte Unternehmensgruppe in den Konzernabschluss der Dürr AG einbezogen. Sie wird als Division Woodworking Machinery and Systems in der Segmentberichterstattung des Dürr-Konzerns berücksichtigt. Bei Angaben zum Dürr-Konzern für 2013 ist die HOMAG Group naturgemäß nicht berücksichtigt, in den Werten für 2014 ist sie erst ab dem 3. Oktober berücksichtigt. Folglich ergeben sich beim Periodenvergleich zwischen 2015 und den Vorjahren teils erhebliche Niveauunterschiede und Zuwachsraten. Die Divisions, die schon vor der Akquisition der HOMAG Group zu Dürr gehörten, bezeichnen wir zusammenfassend als bisherige Aktivitäten.

AUFTRAGSEINGANG 2015 UM 24,1 % GESTIEGEN

Der Auftragseingang des Dürr-Konzerns erhöhte sich im Jahr 2015 um 24,1 % auf 3.467,5 MIO. €. Wäre die HOMAG Group im Vorjahr ganzjährig bei Dürr konsolidiert worden, hätte sich für die Jahre 2014 und 2015 ein ungefähr konstanter Auftragseingang ergeben. Drei unserer fünf Divisions konnten ihr Bestellvolumen steigern. Lediglich bei Paint and Final Assembly Systems und Application Technology ergaben sich Rückgänge (- 12,9 % und - 4,0 %), da die beiden Divisions im Vorjahr einen außerordentlich großen Auftrag aus Polen erhalten hatten. Der Anteil des Modernisierungsgeschäfts am Auftragseingang ist weiter gestiegen, im Lackiertechnikgeschäft erreichte er 29 % nach 26 % im Vorjahr. Infolge des hohen Auftragseingangs waren unsere Kapazitäten im Jahr 2015 voll ausgelastet. 6,2 Prozentpunkte des Zuwachses von 24,1 % beim Auftragseingang resultierten aus Wechselkursveränderungen.

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
2.17 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN
2.18 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

In den Emerging Markets stieg der Auftragseingang um 8,5 % auf 1.741,6 MIO. €. Daraus ergibt sich ein Anteil von 50,2 % am Auftragseingang des Konzerns (2014: 57,5 %). Im Vergleich zum Gesamtauftragseingang wuchs das Geschäft in den Emerging Markets unterproportional. Gründe dafür sind die hohe Vorjahresbasis infolge eines Großauftrags in Polen und der geringere Geschäftsanteil der HOMAG Group in den Emerging Markets. Das Bestellvolumen in China, unserem größten Einzelmarkt, erhöhte sich um 8,6 % auf 953,3 MIO. €. Die bisherigen Aktivitäten, die vor allem die Automobilindustrie beliefern, konnten in China nahezu den Rekordauftragseingang des Jahres 2014 behaupten. In Brasilien und Indien blieb das Ordervolumen auf niedrigem Niveau stabil. Das Russlandgeschäft nahm weiter ab, sein Anteil am Konzernauftragseingang betrug weniger als 1 %. In Nord- und Zentralamerika konnten wir den Auftragseingang bei starker Nachfrage um 64,7 % steigern, besonders erfolgreich waren dort die HOMAG Group und Paint and Final Assembly Systems. Das Bestellplus von 13,2 % in Europa (ohne Deutschland) ist vorwiegend auf die Einbeziehung der HOMAG Group zurückzuführen. In Deutschland erhöhte sich der Auftragseingang um 22,4 %. Mit 772,9 MIO. € erreichte der Auftragseingang im vierten Quartal 2015 nicht das hohe Niveau der drei vorangegangenen Quartale (jeweils rund 900 MIO. €). Aufgrund des starken Einflusses großer Systemprojekte sind derartige Schwankungen zwischen Quartalen jedoch typisch für unser Geschäft und haben nur begrenzte Aussagekraft. Folglich ist aus der Entwicklung im vierten Quartal kein genereller Trend für das Jahr 2016 abzuleiten.

UMSATZSCHUB DURCH ZUWÄCHSE IN ALLEN DIVISIONS

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2015 um 46,3 % auf den Spitzenwert von 3.767,1 MIO. €. Dazu trugen neben der ganzjährigen Konsolidierung der HOMAG Group auch Umsatzzuwächse in allen Divisions bei. Das größte Plus in den bisherigen Aktivitäten verzeichnete Paint and Final Assembly Systems mit 26,6 %. Dort erreichten viele größere Systemprojekte ein Stadium mit hoher Umsatzrealisierung. Zudem konnte die Division kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 aufholen; dieser Sondereffekt erhöhte die Erlöse im Jahr 2015 um rund 200 MIO. €. Dadurch konnte Paint and Final Assembly Systems auch den Wegfall des im Dezember 2014 veräußerten Geschäfts mit Flugzeugmontagetechnik kompensieren.

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
2.19 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN

6,8 Prozentpunkte des Umsatzzuwachses von 46,3 % im Konzern gingen auf Wechselkurseffekte zurück. Wäre die HOMAG Group bereits im Jahr 2014 ganzjährig bei Dürr konsolidiert worden, hätte sich für 2015 ein Umsatzplus von 16,4 % ergeben. Die regionale Verteilung des Konzernumsatzes war 2015 gewohnt ausgewogen. Die umsatzstärkste Region war erneut Asien (inklusive Afrika und Australien) mit einem Anteil von 32,3 %. Auf die Emerging Markets entfielen 50,8 % nach 53,5 % im Vorjahr. Weitere Informationen enthält die Tabelle 2.19. Die Umsatzgenerierung hat sich 2015 von Quartal zu Quartal beschleunigt: Nach 849,2 MIO. € im Auftaktquartal folgten 924,4 MIO. € und 988,2 MIO. € sowie 1.005,4 MIO. € im vierten Quartal. Starke Schlussquartale sind typisch für Dürr, da am Jahresende verstärkt Projekte zur Endabrechnung kommen. Der Service-Umsatz stieg von 634,1 MIO. € im Vorjahr auf 884,9 MIO. €. Die Steigerungsrate war mit 39,5 % etwas geringer als beim Konzernumsatz, da dieser von den hohen Abrechnungsvolumina im Anlagenbaugeschäft von Paint and Final Assembly Systems geprägt war. Aus demselben Grund blieb der Service-Anteil am Konzernumsatz mit 23,5 % leicht unter dem Vorjahreswert (24,6 %). Bereinigt um den Beitrag der HOMAG Group erhöhte sich der Service-Umsatz im Jahr 2015 um erfreuliche 9,6 %.

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
2.20 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN
2.21 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

Im Jahr 2015 haben wir das Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr abgeschlossen. Damit wurden die organisatorischen, prozessualen und IT-seitigen Grundlagen geschaffen, um das wachsende Service-Potenzial, das unsere breite installierte Basis bietet, noch effektiver zu nutzen. Daher sehen wir auch längerfristig gute Perspektiven im Service-Geschäft. Unser Ziel ist es, den Anteil des Service-Geschäfts am Konzernumsatz auf bis zu 30 % zu erhöhen.

AUFTRAGSBESTAND BEI KNAPP 2,5 MRD. €

Da der Umsatz den Auftragseingang überschritt, belief sich die Book-to-Bill-Ratio¹ auf 0,92. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Auftragsbestand 2.465,7 MIO. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag sank er um 9,5 % beziehungsweise 259,6 MIO. €. Gut 75 % dieses Rückgangs - also etwa 200 MIO. € - resultieren daraus, dass Paint and Final Assembly Systems für 2014 geplante Umsätze infolge kundenseitiger Projektverzögerungen erst 2015 realisieren konnte. Der Großteil des Service-Geschäfts wird aufgrund seines kurzfristigen Charakters nicht im Auftragsbestand berücksichtigt. Rechnet man ihn hinzu, erscheint unser Umsatzziel von 3,4 bis 3,6 MRD. € im Jahr 2016 gut erreichbar. Am Jahresende 2015 deckte der Auftragsbestand rund 70 % des für 2016 erwarteten Umsatzes ab.

EFFEKTE HOMAG GROUP: BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAG, KONSOLIDIERUNG, INTEGRATION/OPTIMIERUNG

Seit dem 17. März 2015 besteht ein wirksamer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG. Er ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann erstmals zum Jahresende 2020 ordentlich gekündigt werden.# Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bildet eine sichere Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Dürr und der HOMAG Group und erleichtert die Umsetzung des Optimierungsprogramms FOCUS. Aufgrund des Vertrags fließt Dürr seit dem 1. Januar 2016 das gesamte Jahresergebnis der HOMAG Group AG zu; konsolidiert wird die HOMAG Group bereits seit dem 3. Oktober 2014. Die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG haben keinen variablen Dividendenanspruch mehr, sondern erhalten während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Garantiedividende in Höhe von 1,18 € pro Aktie (brutto). Alternativ können sie unser Barabfindungsangebot aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Group-Aktie annehmen. Seit April 2015 ist, wie in solchen Situationen üblich, beim Landgericht Stuttgart ein Spruchverfahren anhängig, in dem einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe der Garantiedividende und des Barabfindungsangebots gerichtlich überprüfen lassen.

1 Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz

Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie die Konsolidierung, Integration und Optimierung der HOMAG Group führten im Jahr 2015 zu folgenden, überwiegend einmaligen Mehraufwendungen im Dürr-Konzern:

  • Das EBIT enthält Sonderaufwendungen von insgesamt 26,6 MIO. €:
    • 18,1 MIO. € entfielen auf die Kaufpreisallokation für die HOMAG Group. Ab 2016 reduziert sich der Aufwand aus der Kaufpreisallokation auf rund 9 MIO. € pro Jahr.
    • 8,5 MIO. € fielen einmalig für die Ablösung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei einigen deutschen HOMAG-Group-Gesellschaften an.
  • Im Finanzergebnis sind verschiedene Mehraufwendungen berücksichtigt:
  • 3,7 MIO. € fielen einmalig für die Beendigung des syndizierten Kredits der HOMAG Group und die Integration in die günstigere Konzernfinanzierung von Dürr an (siehe Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 61 ]).
  • 11,7 MIO. € resultierten aus dem oben genannten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zum einen entfielen sie hauptsächlich auf die Garantiedividende, die den Aktionären der HOMAG Group während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zusteht. Abgestellt wurde dabei auf den Zeitraum beginnend ab dem Geschäftsjahr 2015 bis zur ersten Möglichkeit der Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags durch ordentliche Kündigung (Ende 2020). Zum anderen entfielen sie hauptsächlich auf die Verzinsung der Barabfindung gemäß § 305 Abs. 3 des Aktiengesetzes. Der Aufwand für die Garantiedividende wird sich bis einschließlich 2020 auf voraussichtlich 7,0 MIO. € pro Jahr belaufen.
    • 2,0 MIO. € wurden als Zinsaufwand für die zwischenzeitlich gekündigte Mitarbeiterkapitalbeteiligung diverser Gesellschaften der HOMAG Group gebucht.
  • Der Steueraufwand wurde durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group einmalig mit 8,9 MIO. € belastet. Ausschlaggebend dafür war zum einen, dass die Aufwendungen für die Garantiedividende steuerlich nicht abzugsfähig sind; zum anderen sind wir zur Zahlung von Steuern auf die Garantiedividende verpflichtet. Infolge der Einmalbelastungen stieg die Steuerquote im ersten Quartal 2015 auf 52,7 % und lag mit 31,9 % auch im Gesamtjahr über dem Vorjahreswert (26,6 %).

Den Aufwendungen stand im Jahr 2015 der positive Ergebnisbeitrag der Division Woodworking Machinery and Systems gegenüber.

Effekte in der Bilanz

Zwischen der Dürr Technologies GmbH und der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann, die rund 22,1 % der Anteile an der HOMAG Group AG hält, besteht eine Pool-Vereinbarung. Der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann gehören die HOMAG-Gründerfamilie Schuler und die Klessmann Stiftung an. Nach Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG haben wir die Anteile derjenigen Aktionäre der HOMAG Group AG, die nicht der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann und damit auch nicht dem Stimmenpool mit Dürr angehören, aus den nicht beherrschenden Anteilen des Eigenkapitals ausgebucht. Diese Anteile haben ein Volumen von 91,5 MIO. €. Gleichzeitig haben wir eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und daraus resultierender Steuern erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen den ausgebuchten nicht beherrschenden Anteilen und der neuen sonstigen finanziellen Verbindlichkeit hat die Gewinnrücklagen im Konzern-Eigenkapital um weitere 35,0 MIO. € vermindert. Hintergrund ist, dass Dürr die HOMAG Group durch den Vertrag beherrscht und die freien Aktionäre der HOMAG Group keinen variablen Dividendenanspruch mehr haben. Das Recht der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann, Dürr weitere Aktien anzudienen (Put-Option), haben wir bereits Ende 2014 als Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst.

2.22 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN

2015 2014 2013
Umsatz Mio. € 3.767,1 2.574,9 2.406,9
Bruttoergebnis Mio. € 828,0 591,1 487,3
Overhead-Kosten¹ Mio. € -566,4 -359,5 -280,7
EBITDA Mio. € 348,2 262,9 230,4
EBIT Mio. € 267,8 220,9 203,0
EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group² Mio. € 294,3 237,4 203,0
Finanzergebnis Mio. € -23,3 -16,2 -18,4
EBT Mio. € 244,5 204,7 184,6
Ertragsteuern Mio. € -78,0 -54,4 -43,7
Ergebnis nach Steuern Mio. € 166,6 150,3 140,9
Ergebnis je Aktie € 4,67 4,33 4,05
Bruttomarge % 22,0 23,0 20,2
EBITDA-Marge % 9,2 10,2 9,6
EBIT-Marge % 7,1 8,6 8,4
EBIT-Marge vor Sondereffekten HOMAG Group² % 7,8 9,2 8,4
EBT-Marge % 6,5 8,0 7,7
Umsatzrendite nach Steuern % 4,4 5,8 5,9
Zinsdeckungsgrad 10,7 12,6 10,7
Steuerquote % 31,9 26,6 23,7
Eigenkapitalrendite % 23,3 20,7 27,6
Gesamtkapitalrendite % 6,7 5,9 8,2
ROCE % 45,3 38,7 76,2
  • HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
  • ¹ Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
  • ² Aufwand aus Kaufpreisallokation und Ablösung Mitarbeiterkapitalbeteiligung HOMAG Group

BRUTTOMARGE MIT 22,0 % AUF HOHEM NIVEAU

Unsere Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen im Jahr 2015 auf 3.576,0 MIO. € (2014: 2.391,2 MIO. €), der Zuwachs war mit 49,5 % leicht höher als der Umsatzanstieg. Dasselbe gilt für die Umsatzkosten als Einzelposition: Sie nahmen um 48,2 % auf 2.939,1 MIO. € zu und enthalten sämtliche Anschaffungs- und Herstellungskosten für unsere Produkte und Dienstleistungen. Das Bruttoergebnis stieg um 40,1 % auf 828,0 MIO. €. Die Bruttomarge, also die Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz, erreichte mit 22,0 % den zweithöchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Nur im Jahr 2014 war sie mit 23,0 % höher ausgefallen. Unterstützt wurde die Bruttomarge im Berichtsjahr durch eine moderate Kostenentwicklung, die Qualität unserer Auftragsabwicklung und das Wachstum im Service-Geschäft. Dagegen verspürten wir im Lackieranlagengeschäft ein leichtes Anziehen des Preiswettbewerbs, zudem übte das schwierige Marktumfeld in der Energieeffizienztechnik Margendruck aus. Bei der HOMAG Group verbesserte sich die Bruttomarge deutlich, Grund dafür waren Fortschritte beim Optimierungsprogramm FOCUS.

MATERIALKOSTENQUOTE PROJEKTBEDINGT ANGESTEIGEN

Die Materialkosten stiegen überproportional zum Umsatz um 61,9 % auf 1.613,3 MIO. €. Ausschlaggebend dafür war, dass viele große Lackieranlagenaufträge von Paint and Final Assembly Systems die Montagephase erreichten. In dieser Phase benötigen wir viele Komponenten von Zulieferern, was zu höheren Materialkosten führt. Der Anteil der Materialkosten am Umsatz nahm von 38,7 % auf 42,8 % zu. Für 2016 erwarten wir einen Rückgang der Materialkosten. Dafür sprechen moderate Materialpreise, Skaleneffekte im Einkauf und eine Verschiebung im Auftragsmix hin zu mehr Modernisierungs- und Service-Projekten. Die Materialkosten werden komplett in den Umsatzkosten gebucht, sie entfallen hauptsächlich auf den Einkauf von Teilen sowie Fertigungs- und Montagedienstleistungen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 76 ].

2.23 - OVERHEAD-KOSTEN UND MITARBEITER

Mitarbeiter Kosten (Mio. €) Personalaufwendungen (Mio. €) Abschreibungen (Mio. €) Sonstige Kosten (Mio. €)
Vertrieb 1.566 -282,7 -179,7 -5,1 -97,9
(2014) 1.507 -171,4 -118,2 -2,8 -50,4
Verwaltung 1.352 -186,5 -110,6 -9,6 -66,3
(2014) 1.296 -132,7 -83,4 -5,0 -44,3
F&E 667 -97,1 -75,1 -9,5 -12,6
(2014) 619 -55,4 -35,2 -3,9 -16,3
  • HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

F&E-AUSGABEN DEUTLICH ERHÖHT

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich im Jahr 2015 stärker als der Umsatz - um 54,3 % auf 469,3 MIO. €. Neben einer höheren Mitarbeiterzahl machten sich auch steigende Vergütungen bemerkbar. Der Hauptfaktor war jedoch die erstmalige Konsolidierung der HOMAG Group über zwölf Monate. Im Vergleich zu unseren bisherigen Aktivitäten falIen die Vertriebskosten bei der HOMAG Group stärker ins Gewicht, da die Kundenbasis größer und fragmentierter ist. Dagegen weist die HOMAG Group einen niedrigeren Umsatzkostenanteil auf. Die Ausgaben für Forschung- und Entwicklung (F&E) haben sich um 75,3 % auf 97,1 MIO. € erhöht. In den bisherigen Aktivitäten (ohne HOMAG Group) haben wir die F&E-Ausgaben im Rahmen unserer Innovationsstrategie um 4,6 % angehoben.

2.24 - MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN

2015 2014 2013
Mitarbeiter (31.12.) 14.850 14.151 8.142
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 14.489 9.794 7.973
Personalkosten (Mio. €) -970,2 -634,9 -519,9
Personalkostenquote (%) 25,8 24,7 21,6
Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) -67.000 -64.800 -65.200
Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) 260.000 262.900 301.900
  • HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

Zum 31. Dezember 2015 wuchs die Stammbelegschaft um 4,9 % auf 14.850 Personen. Dies resultiert vor allem aus einer verstärkten Lokalisierung.# Im Jahresdurchschnitt wuchs die Belegschaft um 47,9 % auf 14.489 Personen, da die HOMAG Group im Vorjahr erst ab dem 3. Oktober konsolidiert wurde. Infolge höherer Löhne stiegen die Personalkosten mit 52,8 % stärker als die durchschnittliche Mitarbeiterzahl und erreichten 970,2 MIO. €. Sie verteilen sich auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Personalkostenquote betrug 25,8 % nach 24,7 % im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter sank im Vergleich zum Jahr 2013 um 13,9 %. Dabei machte sich neben der Akquisition der HOMAG Group auch unsere höhere Eigenfertigung bemerkbar. Im Jahr 2015 ergab sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ein positiver Saldo von 6,2 MIO. € (2014: - 10,7 MIO. €). Die größten Einzelpositionen waren Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung, sie saldierten sich auf 5,6 MIO. €. Einen positiven Effekt hatte der Rückgang der Transaktionskosten für Akquisitionen. Ferner hatte der Verkauf der Flugzeugmontagetechnik und der französischen Gesellschaft Dürr Automation S.A.S. im Vorjahr zu einem negativen Saldo aus Buchgewinnen und -verlusten geführt.

EBIT ZUM SECHSTEN MAL IN FOLGE GESTIEGEN

Das EBIT ist unsere wichtigste Ergebnisgröße für die Unternehmenssteuerung. Im Jahr 2015 stieg es das sechste Mal in Folge an, bei einem Plus von 21,2 % erreichte es den Rekordwert von 267,8 MIO. €. Zur Zunahme trug vor allem die ganzjährige Einbeziehung der Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) bei.

2.25 - EBIT NACH QUARTALEN

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

Sie erzielte trotz hoher Sondereffekte (- 26,6 MIO. €) ein EBIT von 36,6 MIO. €. Im Vorjahr hatte das EBIT von Woodworking Machinery and Systems - 7,9 MIO. € betragen. Die EBIT-Marge des Konzerns verringerte sich um 1,5 Prozentpunkte, mit 7,1 % lag sie aber auf zufriedenstellendem Niveau und innerhalb des Zielkorridors von 7,0 bis 7,5 %. Bereinigt um die Sondereffekte bei Woodworking Machinery and Systems ergaben sich für 2015 ein operatives Konzern-EBIT von 294,3 MIO. € und eine operative EBIT-Marge von 7,8 %. Die Sondereffekte resultierten größtenteils aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group. Details finden sich weiter oben unter der Zwischenüberschrift "Effekte HOMAG Group". 8,6 Prozentpunkte des EBIT-Anstiegs von 21,2 % resultierten im Jahr 2015 aus veränderten Wechselkursen. Die drei im Jahr 2015 akquirierten Firmen (iTAC, Mhitraa, Shenlian) trugen jeweils weniger als 1 % zu Umsatz und EBIT des Konzerns bei.

FINANZero ErgebnIS DURCH SONDEREFFEKTE HOMAG GROUP GEPRÄGT

Das Finanzergebnis betrug - 23,3 MIO. € nach - 16,2 MIO. € im Vorjahr. Die Veränderung resultierte aus Sondereffekten infolge der HOMAG-Group-Optimierung und des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG. Bitte beachten Sie dazu die Erläuterungen unter der Zwischenüberschrift "Effekte HOMAG Group". Für 2016 erwarten wir eine Verbesserung des Finanzergebnisses, da die Sondereffekte zurückgehen werden. Weitere Informationen enthält der Prognosebericht [ S. 91 ].

ERGEBNIS NACH STEUERN ERREICHT HÖCHSTWERT

Der Steueraufwand stieg im Jahr 2015 um 43,2 % auf 78,0 MIO. €. Er enthielt einen Einmalaufwand von 8,9 MIO. € infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich die Steuerquote von 26,6 % im Vorjahr auf 31,9 %. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 10,8 % auf 166,6 MIO. € (Vorjahr: 150,3 MIO. €), während sich die Umsatzrendite nach Steuern auf 4,4 % reduzierte (2014: 5,8 %). Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 4,67 € (Vorjahr: 4,33 €). Unsere Aktionäre sollen durch eine höhere Dividende am Erfolg des Geschäftsjahres 2015 teilhaben. Wir schlagen vor, die Ausschüttung je Aktie gegenüber dem Vorjahr um 12,1 % auf 1,85 € zu steigern. Dies wäre die sechste Anhebung in Folge. Aus unserem Dividendenvorschlag ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 64,0 MIO. € (Vorjahr: 57,1 MIO. €). Wie im Vorjahr liegt die Ausschüttungsquote bei 38 % des Konzernergebnisses nach Steuern und damit im oberen Bereich der bei Dürr üblichen Spanne von 30 bis 40 %. Der verbleibende Bilanzgewinn der Dürr AG in Höhe von 281,5 MIO. € (Vorjahr: 226,0 MIO. €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

SEGMENTBERICHT: DIVISIONS

Das EBIT des Corporate Centers verbesserte sich im Jahr 2015 um 5,0 MIO. € auf - 5,4 MIO. €. Im Vorjahr war es im Wesentlichen durch die Transaktionskosten für die HOMAG-Group-Akquisition belastet worden. Im EBIT des Corporate Centers sind Konsolidierungseffekte in Höhe von 1,2 MIO. € berücksichtigt (Vorjahr: 0,4 MIO. €).

2.26 - UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND MITARBEITER (31.12.2015) NACH DIVISIONS

  • 3.767,1 Mio. € (Umsatz gesamt) UMSATZ
  • 3.467,5 Mio. € (Auftragseingang gesamt) AUFTRAGSEINGANG
  • 14.850 (Mitarbeiter gesamt) MITARBEITER

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

2.27 - EBIT NACH DIVISIONS

scroll Mio. € 2015 2014 2013
Paint and Final Assembly Systems 100,2 106,2 98,3
Application Technology 60,8 55,1 59,6
Measuring and Process Systems 69,8 70,3 46,3
Clean Technology Systems 5,8 7,6 6,1
Woodworking Machinery and Systems 36,6 -7,9 -
Corporate Center/Konsolidierung -5,4 -10,4 -7,3
Gesamt 267,8 220,9 203,0

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

2.28 - INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE NACH DIVISIONS¹

scroll Mio. € 2015 2014 2013
Paint and Final Assembly Systems 22,9 13,9 12,2
Application Technology 27,8 11,1 16,0
Measuring and Process Systems 9,5 9,8 14,4
Clean Technology Systems 7,5 3,9 5,3
Woodworking Machinery and Systems 29,7 12,8 -
Corporate Center/Konsolidierung 4,8 3,4 3,3
Gesamt 102,3 54,9 51,2

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
¹ Ohne Akquisitionen

2.29 - ABSCHREIBUNGEN NACH DIVISIONS¹ (INKL. AUSSERPLANMÄSSIGER ABSCHREIBUNGEN UND ZUSCHREIBUNGEN)

scroll Mio. € 2015 2014 2013
Paint and Final Assembly Systems -9,2 -7,0 -5,8
Application Technology -8,2 -6,7 -5,0
Measuring and Process Systems -9,3 -9,0 -10,8
Clean Technology Systems -2,3 -2,1 -1,5
Woodworking Machinery and Systems -47,5 -13,9 -
Corporate Center/Konsolidierung -4,0 -3,3 -4,3
Gesamt -80,5 -42,0 -27,4

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
¹ Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten.

2.30 - KENNZAHLEN PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS

scroll Mio. € 2015 2014 2013 2012
Auftragseingang 1.125,5 1.291,8 1.124,7 1.326,1
Umsatz 1.364,6 1.078,2 1.176,9 1.125,2
Materialkosten (konsolidiert) -709,5 -493,6 -602,0 -619,9
EBITDA 109,4 113,2 104,1 80,6
EBIT 100,2 106,2 98,3 75,2
EBIT-Marge 7,3 % 9,8 % 8,4 % 6,7 %
Investitionen 22,9 13,9 12,2 11,3
Mitarbeiter (31.12.) 3.374 3.069 3.075 2.856

Paint and Final Assembly Systems verzeichnete ein weiterhin reges China-Geschäft, auch aus Nordamerika und Europa kamen mehrere Systemaufträge. Dass der Auftragseingang dennoch um 12,9 % sank, lag an dem außerordentlich hohen Vorjahreswert, der von einem umfangreichen Auftrag in Polen geprägt war. Angesichts unserer breiten installierten Basis gewann das Modernisierungsgeschäft im Jahr 2015 weiter an Gewicht. Auf die Emerging Markets entfielen 66 % des Bestellvolumens (Vorjahr: 70 %). Der Umsatz stieg mit 26,6 % stärker als geplant. Zum einen konnte die Division kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 aufholen; dieser Sondereffekt erhöhte die Erlöse im Jahr 2015 um rund 200 MIO. €. Zum anderen generierte die planmäßige Abwicklung neuer Projekte hohe Umsatzbeiträge. Trotz höherer Erlöse verringerte sich das EBIT aufgrund eines veränderten Umsatzmix um 5,7 %. Die EBIT-Marge normalisierte sich nach dem Spitzenwert des Vorjahres (9,8 %) auf nunmehr 7,3 %. Dieses Niveau sollte auch weiterhin erreichbar sein, obwohl die Margenqualität des Auftragseingangs im Jahr 2015 etwas nachgelassen hat. Um dies zu kompensieren, setzt Paint and Final Assembly Systems ein Effizienzsteigerungsprogramm um. Der starke Anstieg der Investitionen (+ 65,1 %) resultiert vor allem aus dem Bau der neuen Campus-Standorte in Southfield (USA) und Schanghai. Beide Projekte werden im Jahr 2016 abgeschlossen. Die Ende 2015 erworbene iTAC Software AG ist der Division Paint and Final Assembly Systems zugeordnet. iTAC wird aber weiterhin selbstständig am Markt agieren und plant für die kommenden Jahre eine deutliche Geschäftsausweitung.

2.31 - KENNZAHLEN APPLICATION TECHNOLOGY

scroll Mio. € 2015 2014 2013 2012
Auftragseingang 538,3 560,9 567,6 556,6
Umsatz 599,7 526,0 540,0 531,2
Materialkosten (konsolidiert) -267,3 -213,4 -211,1 -241,2
EBITDA 69,1 61,8 64,6 61,1
EBIT 60,8 55,1 59,6 53,4
EBIT-Marge 10,1 % 10,5 % 11,0 % 10,1 %
Investitionen 27,8 11,1 16,0 7,1
Mitarbeiter (31.12.) 1.858 1.784 1.546 1.379

Application Technology Der Auftragseingang von Application Technology reduzierte sich im Jahr 2015 um lediglich 4,0 %, obwohl der Vorjahreswert auch hier von dem Großprojekt in Polen geprägt war. Wie bei Paint and Final Assembly Systems kamen die größten Bestellungen aus China, Europa und Nordamerika. Das im Jahr 2014 gegründete Geschäftsfeld Industrielackierung erzielte wie geplant noch einen geringen Umsatz, der EBIT-Beitrag war aufgrund der Anlaufkosten negativ. Das Geschäftsfeld, in dem wir Branchen wie Kunststoff, Waggon- und Schiffsbau, Keramik sowie Holz und Möbel ansprechen, bietet interessante Wachstumspotenziale. Bei einem Umsatz von knapp 600 MIO. € (+14,0 %) wies Application Technology eine Book-to-Bill-Ratio von 0,9 aus. Das EBIT erhöhte sich um 10,4 % und damit nahezu im Gleichschritt mit dem Umsatz. Die EBIT-Marge lag mit 10,1 % trotz der Anlaufkosten im Industrielackiergeschäft im zweistelligen Bereich. Die Belegschaft wuchs seit Ende 2014 um 4,1 %. Die Investitionen erreichten ein außerordentlich hohes Niveau.# Ursache dafür war - wie bei Paint and Final Assembly Systems - der Bau der neuen Campus-Standorte in Southfield (USA) und Schanghai.

Measuring and Process Systems

Measuring and Process Systems konnte seinen Auftragseingang im Jahr 2015 leicht steigern. Der Bereich Balancing and Assembly Products (Auswucht-, Befüll- und Prüftechnik [ S. 224 ]) verzeichnete Bestellzuwächse, Cleaning and Surface Processing (Reinigungs- und Oberflächenbearbeitungstechnik) konzentrierte sich weiterhin auf die Akquisition margenstarker Projekte und nahm dafür ein etwas geringeres Bestellvolumen in Kauf. Der Umsatz von Measuring and Process Systems wuchs um 3,7 % auf 603,7 MIO. €, die Book-to-Bill-Ratio betrug 0,96. Die EBIT-Marge erreichte mit 11,6 % ein hohes Niveau, kam aber nicht ganz an den Vorjahreswert (12,1 %) heran. Nach der Ergebniswende im Jahr 2014 konnte Cleaning and Surface Processing sein EBIT weiter verbessern. Balancing and Assembly Products erreichte erneut ein beachtliches Margenniveau. Mit 9,5 MIO. € lagen die Investitionen wie im Vorjahr auf dem Normalniveau. 2013 waren sie wegen eines Standortneubaus in China deutlich höher ausgefallen. Der Schenck Technologie- und Industriepark (TIP) verzeichnete einen geringfügigen Rückgang der externen Umsätze und der darin enthaltenen externen Mieterlöse. Dies resultierte aus einer geringeren vermieteten Fläche und leicht rückläufigen Logistikumsätzen. Ferner sanken die Verrechnungspreise für Strom und Wärme. Das Ergebnis blieb trotzdem auf zufriedenstellendem Niveau. 2016 dürfte sich der Umsatz stabilisieren.

2.32 - KENNZAHLEN MEASURING AND PROCESS SYSTEMS

Mio. € 2015 2014 2013 2012
Auftragseingang 578,2 577,1 561,1 600,6
Umsatz 603,7 581,9 583,6 647,9
Materialkosten (konsolidiert) -206,0 -187,5 -211,4 -253,3
EBITDA 79,1 79,3 57,2 68,2
EBIT 69,8 70,3 46,3 57,6
EBIT-Marge 11,6 % 12,1 % 7,9 % 8,9 %
Investitionen 9,5 9,8 14,4 5,7
Mitarbeiter (31.12.) 2.992 3.018 2.967 3.017

2.33 - KENNZAHLEN SCHENCK TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK

Mio. € 2015 2014 2013 2012
Externe Umsätze 10,8 11,1 12,0 14,5
davon externe Mieterlöse 5,5 5,6 6,1 6,9

2.34 - KENNZAHLEN CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS

Mio. € 2015 2014 2013 2012
Auftragseingang 166,3 144,9 133,7 113,5
Umsatz 159,2 136,0 106,3 95,5
Materialkosten (konsolidiert) -83,6 -73,4 -57,2 -54,7
EBITDA 8,1 9,8 7,5 4,6
EBIT 5,8 7,6 6,1 4,0
EBIT-Marge 3,6 % 5,6 % 5,7 % 4,2 %
Investitionen 7,5 3,9 5,3 3,7
Mitarbeiter (31.12.) 499 473 426 278

Clean Technology Systems Das Geschäft von Clean Technology Systems entfällt größtenteils auf die Abluftreinigungstechnik. Der im Jahr 2011 gegründete Bereich Energieeffizienztechnik hat einen Anteil von unter 10 % am Auftragsvolumen. Trotz eines schwachen Auftakts konnte Clean Technology Systems Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2015 um 17,1 % beziehungsweise 14,8 % steigern. Besonders in China verzeichnete die Division eine stark wachsende Nachfrage. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,04. Der EBIT-Rückgang um 24,2 % resultierte aus einem verschärften Wettbewerb in Europa, zudem war der Bereich Energieeffizienztechnik angesichts niedriger Energiepreise unterausgelastet. Die EBIT-Marge war mit 3,6 % unbefriedigend, mit einem Effizienzsteigerungsprogramm legen wir derzeit die Basis für Margenverbesserungen. Die Mitarbeiterzahl stieg um 5,5 %, da wir unsere Marktpräsenz in China, Südkorea und den USA ausgebaut haben.

Woodworking Machinery and Systems

Die Division Woodworking Machinery and Systems umfasst die Aktivitäten der HOMAG Group. Die starken Unterschiede zwischen den Jahren 2015 und 2014 in Tabelle 2.35 resultieren daraus, dass die HOMAG Group im Vorjahr erst ab dem 3. Oktober 2014 konsolidiert wurde. Die Ermittlung des Auftragseingangs haben wir bei Woodworking Machinery and Systems an die bei Dürr angewendete Berechnungsweise angepasst. Auftragseingang und Umsatz von Woodworking Machinery and Systems überschritten 2015 erstmals die Marke von 1 MRD. €. Im Vergleich zum gesamten Geschäftsjahr 2014 stieg der Umsatz der HOMAG Group um 13,6 % (gemäß Konzernabschluss 2014 HOMAG Group AG), während der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 16,1 % zunahm. Besonders in Westeuropa und Nordamerika entwickelte sich das Geschäft positiv. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte 1,02. Das EBIT von Woodworking Machinery and Systems erreichte 36,6 MIO. €. Es enthielt Sonderaufwendungen in Höhe von 26,6 MIO. €, davon resultierten 18,1 MIO. € aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group und 8,5 MIO. € aus der Kündigung und dem Ausgleich der Mitarbeiterkapitalbeteiligung der HOMAG Group. Bereinigt um die Sondereffekte ergaben sich ein operatives EBIT von 63,2 MIO. € und eine operative EBIT-Marge von 6,1 %. Das Ergebnis profitierte von operativen Verbesserungen, Volumeneffekten und dem starken US-Dollar. Im Jahr 2014 hatte die EBIT-Marge der HOMAG Group 4,9 % betragen (gemäß Konzernabschluss 2014 HOMAG Group AG). Die Belastungen aus der Kaufpreisallokation fielen hauptsächlich im ersten Quartal 2015 an (11,5 MIO. €), in den Folgequartalen normalisierten sie sich auf rund 2 MIO. € pro Quartal. Ab 2016 werden sie rund 9 MIO. € pro Jahr ausmachen. Eine ausführliche Erläuterung zu den Sondereffekten finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Effekte HOMAG Group" in diesem Kapitel.

2.35 - KENNZAHLEN WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS

Mio. € 2015 2014
Auftragseingang 1.058,4 218,3
Umsatz 1.039,3 252,8
Materialkosten (konsolidiert) -403,9 -86,0
EBITDA 84,2 6,0
EBIT 36,6 -7,9
EBIT-Marge 3,5 % -3,1 %
Investitionen 29,7 12,8
Mitarbeiter (31.12.) 5.906 5.659

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

FINANZWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT

Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Kosten sowie die Reduktion und Abwehr finanzwirtschaftlicher Risiken. Darüber hinaus schafft es Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern. Ein wesentlicher Grundsatz der Liquiditätssteuerung bei Dürr ist, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist unsere wichtigste Finanzierungsquelle. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und den Konzerngesellschaften je nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Dürr AG. Sie organisiert ein Cash-Pooling-System, das - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zusammenfasst. Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Südkorea) finanzieren sich lokal. Die HOMAG Group wurde im Jahr 2015 in das Finanz- und Liquiditätsmanagement und damit auch in das Cash-Pooling-System des Dürr-Konzerns integriert. Die Anlage überschüssiger Liquidität wird durch eine Richtlinie für das Financial Asset Management geregelt und ist Aufgabe des Konzern-Treasury. Unsere Partner sind ausschließlich Banken mit guter Bonität; Kontrahentenrisiken reduzieren wir durch ein Limitsystem. Mit 435,6 MIO. € lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2015 zwar unter dem Vorjahreswert, aber nach wie vor auf einem komfortablen Niveau. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 14,6 % nach 17,5 % am Vorjahresstichtag. Unsere Gesamtliquidität, die zusätzlich auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere enthält, belief sich Ende 2015 auf 469,2 MIO. € (31.12.2014: 582,0 MIO. €). Wir betreiben ein systematisches Net Working Capital [ S. 225 ] Management, um unsere Innenfinanzierungskraft zu optimieren und die Mittelbindung zu reduzieren. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und Kapitalrentabilität. Das Net Working Capital Management liegt in der Verantwortung der Divisions und berücksichtigt neben dem operativen Finanzierungsbedarf auch die Vorgaben der Dürr AG. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im Risikobericht [ S. 81 ].

FINANZIERUNGSSTRUKTUR DES DÜRR-KONZERNS

Zum 31. Dezember 2015 bestand unsere Finanzierungsstruktur aus folgenden Komponenten:

  • Unternehmensanleihe: Unsere im Jahr 2014 emittierte Unternehmensanleihe über nominal 300 MIO. € verfügt über eine Laufzeit bis 2021 und einen Kupon von 2,875 % (Effektivverzinsung: 3,085 %). Zum Jahresende 2015 rentierte sie mit 2,0 %. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich.
  • Syndizierter Kredit: Der syndizierte Kredit im derzeitigen Gesamtvolumen von 465 MIO. € läuft ebenfalls seit 2014. Er teilt sich auf in eine Barlinie über 250 MIO. € und eine Avallinie über 215 MIO. €. Im Jahr 2015 haben wir die Laufzeit mit Zustimmung der Banken und ohne zusätzliche Kosten um ein Jahr bis 2020 verlängert. Eine weitere, ebenfalls kostenneutrale Verlängerung bis 2021 wurde im ersten Quartal 2016 vorgenommen.
  • Immobiliendarlehen: Beim Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen im Jahr 2011 haben wir die dazugehörigen Immobiliendarlehen übernommen. Ihr Buchwert belief sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 37,7 MIO. € (31.12.2014: 39,9 MIO. €). Die langfristigen Fest- und Annuitätendarlehen laufen bis 30. September 2024. Zum 30. September 2017 besteht die Option, sie nach Ablauf der Zinsbindung ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig zu tilgen.
  • Leasing: Ende 2015 bestanden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 10,8 MIO. €. Hinzu kamen Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form von Operating Leases (31.12.2015: 122,1 MIO. €) und Forfaitierungen (31.12.2015: 17,4 MIO. €).
  • Bilaterale Kreditfazilitäten: Ihr Volumen belief sich zum Bilanzstichtag 2015 auf 12,2 MIO. €.

Eine größere Veränderung an unserer Finanzierungsstruktur haben wir im zweiten Quartal 2015 vorgenommen.# Im Zuge der Integration der HOMAG Group wurde der syndizierte Kredit der HOMAG Group AG über 210,00 MIO. € zum 29. Mai 2015 gekündigt. Stattdessen nutzt die HOMAG Group seither die günstigere Finanzierung des Dürr-Konzerns. Dafür wurde das Volumen des syndizierten Kredits der Dürr AG von ursprünglich 300 MIO. € auf die oben genannten 465 MIO. € aufgestockt (Aufstockung Barlinie von 100 MIO. € auf 250 MIO. €, Aufstockung Avallinie von 200 MIO. € auf 215 MIO. €). Die Neustrukturierung der Finanzierung war 2015 mit einem Einmalaufwand von 3,7 MIO. € verbunden. Wie Tabelle 2.36 zeigt, führte sie zum Jahresende 2015 zu einem Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 75,6 MIO. €. Ab 2016 erwarten wir durch die neue Struktur eine jährliche Entlastung von 2,3 MIO. € im Finanzergebnis. Zum 31. Dezember 2015 erreichte das Gesamtvolumen aller verfügbaren Kredit- und Avallinien 1.034,9 MIO. €. Davon wurden 359,9 MIO. € in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits blieb im Jahr 2015 ungenutzt. Das Gesamtvolumen unserer Avallinien betrug 745,9 MIO. €. Neben der Avallinie aus dem syndizierten Kredit enthält es weitere Avallinien in Höhe von 520,9 MIO. €, die von Versicherungen und Banken bereitgestellt wurden. Den Financial Covenant unseres syndizierten Kredits haben wir 2015 zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Die Verzinsung ergibt sich aus dem laufzeitkongruenten Refinanzierungssatz zuzüglich einer variablen Marge. Weitere Informationen zur Fremdkapitalfinanzierung enthält der Anhang zum Konzernabschluss unter Textziffer 31 [ S. 174 ].

2.36 - FINANZVERBINDLICHKEITEN (31.12.)

Mio. € 2015 2014 2013
Anleihe 296,9 296,4 225,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43,2 118,4 41,9
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 10,8 11,7 4,0
Gesamt 350,9 426,5 271,1
davon innerhalb eines Jahres fällig 6,8 17,1 2,5

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

2.37 - CASHFLOW

Mio. € 2015 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 244,5 204,7 184,6
Abschreibungen 80,5 42,0 27,4
Zinsergebnis 25,2 17,7 19,0
Ertragsteuerzahlungen -88,6 -51,6 -35,9
Veränderung Rückstellungen 20,6 -4,6 12,8
Veränderung Net Working Capital -137,8 74,3 122,6
Sonstiges 28,6 8,8 -1,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 173,0 291,3 329,1
Zinszahlungen (netto) -10,4 -16,6 -16,2
Investitionen -99,8 -53,6 -51,0
Free Cashflow 62,8 221,1 261,9
Sonstige Zahlungsströme -101,2 -333,8 -78,1
Veränderung Nettofinanzstatus -38,4 -112,7 183,8

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POSITIVER FREE CASHFLOW TROTZ NWC-NORMALISIERUNG

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 173,0 MIO. € im Rahmen unserer Erwartungen. Der Rückgang gegenüber dem hohen Vorjahresniveau resultierte aus dem ungewöhnlich hohen Abrechnungsvolumen im Anlagenbau und einem damit verbundenen Aufbau des Net Working Capital (NWC) [ S. 225 ] um 137,8 MIO. €. Zum 31. Dezember 2014 hatten wir infolge umfangreicher Anzahlungen eine hohe Überschussliquidität ausgewiesen. Wie geplant floss ein Großteil davon im Jahr 2015 in die Auftragsabwicklung. Infolgedessen lag die Überschussliquidität zum 31. Dezember 2015 bei rund 200 MIO. € und damit nur noch rund 100 MIO. € über dem Normalniveau. Im Jahr 2014 war das NWC um 74,3 MIO. € zurückgegangen; bereinigt um die großen NWC-Schwankungen wäre der operative Cashflow 2015 auf ein Rekordniveau gestiegen. Für 2016 rechnen wir mit einem weiteren, jedoch moderateren NWC-Anstieg. Die hohen Abschreibungen im Jahr 2015 sind zum einen eine Folge der umfangreichen Erweiterungsinvestitionen der Vorjahre. Zum anderen machte sich die ganzjährige Konsolidierung der HOMAG Group in dieser Position bemerkbar, unter anderem enthält sie die Abschreibungen infolge der Kaufpreisallokation. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2015 auf - 94,4 MIO. € (2014: - 224,3 MIO. €). Er enthält Mittelzuflüsse aus der Auflösung von Termingeldern sowie den Mittelabfluss für Akquisitionen und höhere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Im Vorjahr hatte vor allem die Mehrheitsübernahme der HOMAG Group für 228,1 MIO. € zu einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit geführt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte - 162,4 MIO. € (2014: - 20,0 MIO. €). Die wichtigsten Einflussfaktoren dafür waren der Abfluss der Dividende, die Rückführung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG durch Mittel aus dem Liquiditätsbestand von Dürr sowie Zinszahlungen. Auf Basis des positiven operativen Cashflows erzielten wir 2015 einen Free Cashflow [ S. 225 ] von 62,8 MIO. € (2014: 221,1 MIO. €). Er drückt aus, welche Mittel für Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe, Akquisitionen und die Verbesserung des Nettofinanzstatus [ S. 225 ] verfügbar sind. Neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält der Free Cashflow auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten). Mit 129,4 MIO. € erreichte der Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2015 einen klar positiven Wert. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag betrug lediglich 38,4 MIO. €, obwohl Mittelabflüsse in Höhe von 39,7 MIO. € für Unternehmenszukäufe (vor allem iTAC) sowie von 57,1 MIO. € für die Dividendenzahlung anfielen.

OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE

Die wichtigsten Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung bei Dürr sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT/EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed) [ S. 225 ]. Vor allem auf Konzernebene spielen auch der operative Cashflow und der Free Cashflow eine zentrale Rolle. Auf Division-Ebene stehen vor allem die Auftragsmargen und das EBIT im Fokus.

2.38 - STEUERUNGSGRÖSSEN

2015 2014 2013
Auftragseingang Mio. € 3.467,5 2.793,0 2.387,1
Umsatz Mio. € 3.767,1 2.574,9 2.406,9
EBIT Mio. € 267,8 220,9 203,0
EBIT-Marge % 7,1 8,6 8,4
ROCE¹ % 45,3 38,7 76,2

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¹ Bei der ROCE-Berechnung gab es 2014 eine Umstellung: Wir haben die Finanzanlagen aus den Aktiva eliminiert, da auch das Finanzergebnis nicht im EBIT berücksichtigt wird. Die Vergleichswerte für 2013 wurden entsprechend angepasst.

Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiterzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/ Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden unter anderem in den Kapiteln Nachhaltigkeit [ S. 77 ] und Mitarbeiter [ S. 74 ] diskutiert. Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus folgenden Umsatzes ermöglicht eine vorausschauende Kapazitätsplanung. Im Jahr 2015 erreichte der Auftragseingang das obere Ende des ursprünglichen Zielkorridors, der Umsatz überstieg das Zielniveau. Ein Grund für die gute Umsatzentwicklung war, dass wir kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 vollständig aufholen konnten. Anhand von EBIT und EBIT-Marge messen wir unsere operative Ertragskraft. 2015 stieg das EBIT auf einen neuen Höchstwert. Die EBIT-Marge erreichte die Zielbandbreite. Gegenüber dem außerordentlich hohen Vorjahresniveau ging sie jedoch zurück, da sich die Margensituation im Lackieranlagengeschäft (Paint and Final Assembly Systems) normalisierte und Woodworking Machinery and Systems noch eine unterdurchschnittliche EBIT-Marge auswies. Der ROCE [ S. 225 ] zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erzielen, und bildet damit die Basis für eine effektive Kapitalallokation. Das Capital Employed [ S. 225 ] berücksichtigt alle Aktiva ohne liquide Mittel und ohne Finanzanlagen, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten. 2015 erreichte der ROCE mit 45,3 % erneut einen im internationalen Vergleich hohen Wert, er überschritt sowohl das Vorjahresniveau als auch unsere Zielbandbreite von 30 bis 40 %. Maßgeblich dafür war der EBIT-Beitrag von Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) in Höhe von 36,6 MIO. € (Vorjahr: - 7,9 MIO. €). Im Jahr 2013 hatten wir mit 76,2 % einen außerordentlich hohen ROCE erzielt; dieses Niveau war 2015 aufgrund des unterdurchschnittlichen ROCE-Niveaus der HOMAG Group nicht möglich. Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt: Die Economic Value Added (EVA) zeigt den Wert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert. In den vergangenen drei Jahren konnten wir stets einen hohen Wertzuwachs im dreistelligen Millionenbereich erzielen. Der Anstieg auf 146,2 MIO. € im Jahr 2015 kam zustande, weil der Ergebnisbeitrag (NOPAT) stark zunahm, während das Capital Employed ungefähr konstant blieb. Die höheren gewichteten Kapitalkosten resultieren hauptsächlich aus einer veränderten Zusammensetzung der relevanten Peer Group. Der EVA wird wie folgt ermittelt:

2.39 - WERTBEITRAG

2015 2014 2013
Capital Employed (31.12.) Mio. € 590,6 571,5 266,4
ROCE % 45,3 38,7 76,2
NOPAT Mio. € 187,5 154,6 142,1
Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) % 6,98 5,78 6,69
EVA Mio. € 146,2 121,6 124,3

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2.40 - CAPITAL EMPLOYED DER DIVISIONS

Mio. € 2015 2014 2013
Paint and Final Assembly Systems -104,4 -216,5 -162,1
Application Technology 188,3 170,8 138,8
Measuring and Process Systems 283,8 250,9 278,2
Clean Technology Systems 49,4 43,7 35,8
Woodworking Machinery and Systems 413,1 430,2 -

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3.# 2.41 - ROCE DER DIVISIONS

% 2015 2014 2013
Paint and Final Assembly Systems >100 >100 >100
Application Technology 32,3 32,3 42,9
Measuring and Process Systems 24,6 28,0 16,7
Clean Technology Systems 11,7 17,5 16,9
Woodworking Machinery and Systems 8,9 -1,8 -

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1 negatives Capital Employed

In allen fünf Divisions überstieg die Rendite auf das eingesetzte Kapital die Kapitalkosten. Bei Paint and Final Assembly Systems ergibt die ROCE-Berechnung kein sinnvolles Resultat, da das Capital Employed negativ war. Dies liegt an den hohen Anzahlungen von Kunden und dem strukturell geringen Bedarf an Sachanlagen. Der ROCE von Application Technology erreichte mit 32,3 % das Vorjahresniveau. In der Division Measuring and Process Systems nahm der ROCE bei nahezu konstantem EBIT etwas ab, lag mit 24,6 % aber auf einem guten Niveau. Bei Clean Technology Systems ging der EBIT-Rückgang mit einem niedrigeren ROCE einher. Der ROCE von Woodworking Machinery and Systems (8,9 %) hat noch Verbesserungspotenzial, wenngleich die Division aufgrund ihrer hohen Wertschöpfungstiefe das höchste Capital Employed im Konzern aufweist.

2.42 - BILANZKENNZAHLEN

2015 2014 2013
Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 129,4 167,8 280,5
Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA - - -
Gearing (31.12.) % -22,1 -30,1 -121,5
Net Working Capital (NWC) (31.12.) Mio. € 236,8 87,6 -33,1
Days Working Capital Tage 22,6 12,2 -4,9
Umschlagdauer Vorräte Tage 37,0 51,0 22,1
Umschlagdauer Forderungen/Days Sales Outstanding Tage 51,9 67,8 47,6
Anlagendeckungsgrad (31.12.) % 60,4 64,6 86,5
Vermögensdeckungsgrad (31.12.) % 109,9 121,8 153,3
Anlagenintensität (31.12.) % 39,6 37,8 29,7
Umlaufintensität (31.12.) % 60,4 62,2 70,3
Anlagenabnutzungsgrad % 32,1 30,7 43,9
Anlagenabschreibungsquote % 6,4 4,2 4,3
Liquidität ersten Grades (31.12.) % 26,4 32,6 42,4
Liquidität zweiten Grades (31.12.) % 80,8 85,7 104,5
Eigenkapitalquote (31.12.) % 23,9 24,4 25,7
Bilanzsumme (31.12.) Mio. € 2.986,7 2.976,1 1.991,8

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SOLIDE BILANZ

Mit 2.986,7 MIO. € blieb die Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2014 so gut wie unverändert, obwohl sich die veränderten Wechselkurse erhöhend auf Sachanlagevermögen, Vorräte und liquide Mittel auswirkten. Die im Jahr 2015 getätigten Unternehmenszukäufe und Beteiligungserwerbe hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz. Eine Übersicht zu diesen Transaktionen enthält der Abschnitt "Akquisitionen und Desinvestitionen" im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. Die Bilanzstruktur wurde zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahresstichtag vor allem von drei Faktoren geprägt:

  1. Aufbau Net Working Capital: Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte erhöhten sich planmäßig um insgesamt 68,3 MIO. €, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 82,2 MIO. € sanken. In der Konsequenz stieg das um Wechselkursveränderungen bereinigte Net Working Capital [ S. 225 ] um 137,8 MIO. € auf 236,8 MIO. €. Die Days Working Capital lagen mit 22,6 Tagen in der angestrebten Bandbreite von 20 bis 25 Tagen.
  2. Rückgang flüssige Mittel: Die flüssigen Mittel verringerten sich um 86,4 MIO. € auf 435,6 MIO. €. Hauptgrund dafür war die Rückführung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG im Rahmen der Optimierung der Finanzierungsstruktur.
  3. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag: Am 17. März 2015 trat der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG in Kraft. In der Folge haben wir die Anteile derjenigen Aktionäre der HOMAG Group AG (22,1 %), die nicht der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann und damit auch nicht dem Stimmenpool mit Dürr angehören, aus den nicht beherrschenden Anteilen des Eigenkapitals ausgebucht. Diese Anteile haben ein Volumen von 91,5 MIO. €. Gleichzeitig haben wir eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und daraus resultierender Steuern erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen den ausgebuchten nicht beherrschenden Anteilen und der neuen sonstigen finanziellen Verbindlichkeit hat die Gewinnrücklagen im Konzern-Eigenkapital um weitere 35,0 MIO. € vermindert. Grund für die Umgliederung ist, dass Dürr die HOMAG Group beherrscht und die freien Aktionäre der HOMAG Group eine Garantiedividende in Höhe von 1,18 € je Aktie (brutto) erhalten, aber keinen variablen Gewinnanspruch mehr haben.

2.43 - LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.)

Mio. € 2015 in % der Bilanzsumme 2015 2014 2013
Immaterielle Vermögenswerte 648,9 21,7 617,9 322,0
Sachanlagen 394,7 13,2 362,1 173,8
Sonstige langfristige Vermögenswerte 138,4 4,6 144,2 95,1
Langfristige Vermögenswerte 1.182,0 39,6 1.124,2 590,9
Vorräte 386,7 12,9 364,8 148,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 895,8 30,0 849,4 675,7
Liquide Mittel 435,6 14,6 522,0 458,5
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 86,4 2,9 115,7 118,7
Kurzfristige Vermögenswerte 1.804,6 60,4 1.851,9 1.400,9

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2.44 - EIGENKAPITAL (31.12.)

Mio. € 2015 in % der Bilanzsumme 2015 2014 2013
Gezeichnetes Kapital 88,6 3,0 88,6 88,6
Sonstiges Eigenkapital 608,5 20,4 526,7 415,9
Eigenkapital Aktionäre 697,1 23,3 615,3 504,5
Nicht beherrschende Anteile 17,3 0,6 110,4 6,9
Summe Eigenkapital 714,4 23,9 725,8 511,4

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2.45 - KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.)

Mio. € 2015 in % der Bilanzsumme 2015 2014 2013
Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) 350,9 11,7 426,5 271,1
Rückstellungen (einschl. Pensionen) 185,7 6,2 180,8 122,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.046,1 35,0 1.128,3 856,8
davon erhaltene Anzahlungen 647,0 21,7 763,3 596,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten 41,7 1,4 29,5 30,7
Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) 647,8 21,7 485,3 199,0
Gesamt 2.272,2 76,1 2.250,4 1.480,4

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2.46 - VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.)

1 ohne liquide Mittel

Zum Bilanzstichtag 2015 erhöhte sich das Eigenkapital der Aktionäre der Dürr AG um 13,3 % auf 697,1 MIO. €. Gründe dafür waren der einbehaltene Konzerngewinn von 104,5 MIO. € sowie Wechselkursgewinne in Höhe von 21,9 MIO. €. Die Eigenkapitalquote (einschließlich nicht beherrschender Anteile) sank geringfügig von 24,4 % auf 23,9 %. Ausschlaggebend dafür waren die oben beschriebenen Effekte des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG. Die Summe der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten stieg gegenüber dem 31. Dezember 2014 geringfügig an. Eine deutliche Zunahme wiesen die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten auf, da dort der Garantiedividenden-Anspruch der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG berücksichtigt ist. Die größte Position auf der Passivseite bildeten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 1.046,1 MIO. €. Die darin enthaltenen Anzahlungen von Kunden verminderten sich seit dem Jahresende 2014 um 116,3 MIO. € auf 647,0 MIO. €. Die Finanzverbindlichkeiten nahmen infolge der Tilgung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG deutlich ab. Die Rückstellungen blieben per Saldo nahezu konstant. Die Pensionsrückstellungen verringerten sich sogar um 4,0 MIO. € auf 49,7 MIO. €. Den Finanzverbindlichkeiten steht eine Gesamtliquidität von 469,2 MIO. € gegenüber; sie enthält neben den flüssigen Mitteln auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere.

STILLE RESERVEN/ZEITWERTE

In der Regel bilanzieren wir die Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, dabei werden Niederstwerttests berücksichtigt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode (POC) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, Verpflichtungen aus Optionen im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten ermitteln wir zu Zeitwerten. Die Buchwertermittlung bei Finanzinstrumenten erläutert Textziffer 35 [ S. 180 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Im Sachanlagevermögen können sich stille Reserven vor allem bei Grundstücken und Immobilien entwickeln. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP) in Darmstadt. Ihr Zeitwert übersteigt den Buchwert nach unserer Einschätzung um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Nicht aktivierte F&E-Kosten sind im F&E-Aufwand berücksichtigt. Sie betreffen auch den Aufwand für Patente in Höhe von 6,3 MIO. € (Vorjahr: 6,0 MIO. €). Der Wert unserer rund 5.400 Patente lässt sich schwer beziffern. Der Zeitwert aller zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte überschreitet deren Buchwert um 0,5 MIO. €, die Differenz besteht bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen. Auf der Aktivseite bestehen keine weiteren nennenswerten stillen Reserven. Auf der Passivseite unterschreiten die Bilanzansätze der Verbindlichkeiten die Zeitwerte in folgenden Fällen: bei der Anleihe, den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und bei verschiedenen Darlehen. Die Differenz beträgt wie im Vorjahr rund 1 % der Bilanzsumme (siehe Textziffer 35 [ S. 180 ] im Anhang zum Konzernabschluss).

INVESTITIONEN AUF HOHEM NIVEAU

Die Investitionen (ohne Akquisitionen) erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 um 86,3 % auf 102,3 MIO. €. Ein Grund für den starken Anstieg war die ganzjährige Konsolidierung der HOMAG Group mit Investitionen von 29,7 MIO. € (Vorjahr: 12,8 MIO. €).# INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN

Hinzu kam der Bau der neuen Campus-Standorte in Southfield (USA) und Schanghai, der Investitionsaufwand hierfür betrug im Berichtsjahr 30,7 MIO. €. Auch die Investitionen in Lizenzen, Software und weitere immaterielle Vermögenswerte stiegen im Konzern deutlich an: von 15,0 MIO. € auf 27,0 MIO. €. Hauptgrund waren höhere Ausgaben für die Optimierung der IT-Struktur.

2.47 - INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN

Mio. € 2015 2014 2013
Investitionen in Sachanlagen 75,2 39,9 42,9
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 27,0 15,0 8,3
Beteiligungsinvestitionen 42,0 242,1 34,8
Abschreibungen -80,5 -42,0 -27,4

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

1 Gemäß den IFRS weichen die Investitionen in dieser Übersicht von den Angaben in der Cashflow-Rechnung ab.
2 Inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten.

2.48 - SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN

Mio. € 2015 2014 2013
Ersatzinvestitionen 31,8 18,0 8,0
Erweiterungsinvestitionen 43,4 21,9 34,9
Investitionen in Sachanlagen 75,2 39,9 42,9

HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

2.49 - LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

2.50 - FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN

Aufgrund der beiden Standortprojekte in den USA und China erreichten die Erweiterungsinvestitionen im Jahr 2015 43,4 MIO. € und damit ein deutlich höheres Volumen als die Ersatzinvestitionen (31,8 MIO. €). Der Anstieg der Ersatzinvestitionen resultiert aus der ganzjährigen Konsolidierung der HOMAG Group. Nach dem Mehrheitserwerb der HOMAG Group im Vorjahr haben sich die Beteiligungsinvestitionen mit 42,0 MIO. € auf ein normales Maß reduziert. Die mit Abstand größte Akquisition war die Übernahme der iTAC Software AG im Dezember 2015. Weitere Informationen dazu enthält das Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deckte die Investitionen (inklusive Akquisitionen) komfortabel ab. Die Tilgung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG wurde aus dem Liquiditätsbestand finanziert. Wir erwarten, dass der Cashflow und der hohe Finanzmittelbestand den operativen Finanzierungsbedarf auch im Jahr 2016 sicher abdecken werden. Bei Bedarf können wir auf die Barlinie des syndizierten Kredits zugreifen, ferner planen wir die Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 250 bis 300 MIO. € im ersten Halbjahr 2016. Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) belaufen sich im Jahr 2016 auf 28,7 MIO. €. Die Fälligkeiten aus Finanzierungsleasing betragen 2,9 MIO. €, zudem bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 6,5 MIO. €. Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung betragen im Jahr 2016 lediglich 6,8 MIO. €.

AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN

Ende 2015 betrug das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen insgesamt 140,8 MIO. € (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten), damit bewegte es sich auf dem Niveau des Vorjahres (31.12.2014: 150,7 MIO. €). Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen beliefen sich auf 122,1 MIO. € (31.12.2014: 135,1 MIO. €). Die Operating-Lease-Verträge sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2015 Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) im Volumen von 17,4 MIO. € vorgenommen (2014: 25,0 MIO. €). Die in Anspruch genommenen Avale in Höhe von 317,2 MIO. € umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und stellen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente dar. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente reduzieren die Bilanzsumme und verbessern bestimmte Kapitalkennziffern. Ihr Umfang steht bei Dürr in angemessenem Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Würden wir auf Operating-Lease-Verträge verzichten, würde die Bilanzsumme um rund 5 % steigen und die Eigenkapitalquote um rund 1 Prozentpunkt sinken. Zudem würde sich die Ergebniszusammensetzung verändern: Das EBIT würde ungefähr um denselben Betrag steigen, um den sich das Zinsergebnis abschwächen würde. Die Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern wären daher überschaubar.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

F&E-ZIELE

Das F&E-Management von Dürr hat den Anspruch, Lösungen zu entwickeln, mit denen unsere Kunden die Stückkosten in der Produktion senken können. Dafür steht unser Claim "Leading in Production Efficiency". Darüber hinaus trägt unser Innovationskurs als Teil der Strategie "Dürr 2020" dazu bei, unsere führende Marktposition abzusichern.

F&E-KENNZAHLEN UND -MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2015 sind die direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 75,3 % auf 97,1 MIO. € gestiegen. Hauptgrund für die starke Zunahme war die ganzjährige Konsolidierung der HOMAG Group. Auch auf vergleichbarer Basis - ohne Berücksichtigung der HOMAG Group - erhöhten sich die F&E-Ausgaben um 4,6 %. Die F&E-Quote erreichte 2,6 % nach 2,2 % im Vorjahr. Weitere Entwicklungskosten, die im Rahmen einzelner Aufträge entstanden, sind in den Umsatzkosten enthalten. Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 11,5 MIO. € (Vorjahr: 5,5 MIO. €). Gemessen an den direkten F&E-Ausgaben errechnet sich daraus eine Aktivierungsquote von 11,8 %. Die Mitarbeiterzahl im F&E-Bereich stieg seit dem Jahresende 2014 um 7,8 % auf 667 Personen. Dies entspricht 4,5 % der Konzernbelegschaft. Zudem arbeiten zahlreiche weitere Experten im Rahmen von Kundenaufträgen an neuen Lösungen. Unserem Innovationsmanagement liegt ein übergreifender F&E-Prozess zugrunde, in den auch die HOMAG Group weitgehend eingebunden ist. An allen F&E-Projekten sind neben der Entwicklungsabteilung auch die Bereiche Vertrieb, Engineering [ S. 224 ] und Beschaffung beteiligt. Dies stellt sicher, dass Kundenbedürfnisse, konstruktive Anforderungen sowie die Verfügbarkeit von Lieferanten und Produktionskapazitäten gleichermaßen berücksichtigt werden. Das Querschnittsteam "F&E/Technologie" koordiniert die Innovationsaktivitäten zwischen den Divisions und sorgt für einen systematischen Wissenstransfer. Rund 70 % der F&E-Mittel fließen in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Etwa 30 % entfallen auf die Optimierung vorhandener Produkte sowie die bei Dürr besonders wichtige Standardisierung und Modularisierung.

NEUENTWICKLUNGEN UND PATENTE

Im Jahr 2015 wurden konzernweit 57 Produktinnovationen abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2015 umfasste unser Patentportfolio 1.075 Patentfamilien und 5.395 Einzelpatente. Den größten Anteil an den Patenten hatte die Division Application Technology mit 37 %. Für den Schutz unseres geistigen Eigentums fielen 6,3 MIO. € an (Vorjahr: 6,0 MIO. €).

2.51 - F&E-KENNZAHLEN

2015 2014 2013
F&E-Quote % 2,6 2,2 1,8
Paint and Final Assembly Systems % 0,8 1,0 0,9
Application Technology % 3,6 3,9 3,6
Measuring and Process Systems % 1,9 1,9 1,8
Clean Technology Systems % 2,0 1,5 1,6
Woodworking Machinery and Systems % 4,7 3,8 -
Aktivierte Entwicklungskosten Mio. € -11,5 -5,5 -3,4
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten Mio. € -10,4 -4,3 -3,9
F&E-Mitarbeiter (31.12.) 667 619 248
F&E-Personalkosten Mio. € -75,1 -35,2 -20,6

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2.52 - F&E-MITARBEITER

2015
Konzern Gesamt 667
Paint and Final Assembly Systems 50
Application Technology 156
Measuring and Process Systems 86
Clean Technology Systems 20
Woodworking Machinery and Systems 355
In % der jeweiligen Mitarbeiterzahl
Konzern 4,5
Paint and Final Assembly Systems 1,5
Application Technology 8,4
Measuring and Process Systems 2,9
Clean Technology Systems 4,0
Woodworking Machinery and Systems 6,0

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FORSCHUNGSKOOPERATIONEN UND ZUKAUF VON F&E-LEISTUNGEN

Durch den Kontakt zu rund 120 wissenschaftlichen Einrichtungen und externen Entwicklungspartnern gewinnen wir Zugang zu neuen Forschungsergebnissen. Im Jahr 2015 haben wir 24,8 MIO. € (Vorjahr: 21,8 MIO. €) für den Zukauf externer F&E-Dienstleistungen aufgewendet. Von der öffentlichen Hand erhielten wir Forschungsgelder in Höhe von 0,7 MIO. € (Vorjahr: 0,8 MIO. €); dies entspricht 0,7 % der gesamten F&E-Kosten.

F&E-AUSRICHTUNG

Unsere F&E-Arbeit ist meist produkt- und anwendungsorientiert, insbesondere in unseren Technologiezentren betreiben wir auch Grundlagenforschung. Unsere Entwicklungsarbeit wird derzeit von folgenden Trends bestimmt:

  • Industrie 4.0/Digitalisierung: Die digitale Vernetzung von Maschinen und Anlagen ist einer der wichtigsten Trends in der Industrie. Wir beschäftigen uns intensiv mit Manufacturing-Execution-Systemen (MES) [ S. 224 ] sowie Smart Products, die sich selbst regulieren und optimieren. Zudem entwickeln wir Software-Werkzeuge, mit denen sich Produktionsanlagen vorab simulieren, optimieren und virtuell in Betrieb nehmen lassen.
  • Flexibilisierung: Um eine große Modell- und Variantenvielfalt anbieten zu können, benötigen unsere Kunden flexible Produktionslinien.
  • Stückkostenoptimierung: Ein wichtiger Schlüssel zu Effizienzsteigerungen in der Produktion ist die Reduktion der Betriebskosten. Daher entwickeln wir neue Produkte und Prozesse mit verringertem Material-, Energie-, Wartungs- und Personalbedarf.
  • Automatisierung: Reproduzierbare Spitzenqualität ist in der Großserienfertigung nur durch einen hohen Automatisierungsgrad erzielbar. Daran orientieren wir uns, zum Beispiel mit Roboteranwendungen für die Fahrzeuginnenlackierung, vollautomatischen Auswuchtanlagen oder verketteten Produktionsanlagen für die Möbelfertigung in Losgröße 1.
  • Mensch-Roboter-Kollaboration [ S. 224 ]:** Die Verbindung von menschlichem Geschick und maschineller Effizienz kann Arbeitsprozesse beschleunigen und vereinfachen. In diesem Bereich geht es darum, unser Know-how in Feldern wie Robotik, Sensortechnik, Steuerungstechnik und Arbeitssicherheit für neue Arbeitsprozesse zu nutzen.# F&E-ERGEBNISSE

Paint and Final Assembly Systems

Das Trocknen des Lacks mit heißer Luft ist ein besonders energieintensiver Schritt in der Automobillackierung. Daher bildet die energetische Optimierung dieses Prozesses einen Schwerpunkt in der F&E-Arbeit von Paint and Final Assembly Systems. Eine aktuelle Innovation ist das intelligente Luftmanagementsystem EcoSmart VEC. Diese vorausschauende Steuerung passt den Energieeinsatz für die Beheizung des Trockners [ S. 224 ] automatisch an - je nach Anzahl und Position der Karosserien im Trocknertunnel.

In einem Endmontagewerk in Mexiko haben wir eine steuerungstechnische Innovation für die Karosserie-Fördertechnik realisiert. Wir haben das bisherige gekapselte Steuerungssystem durch eine moderne SPS-Generation [ S. 224 ] mit offener Architektur ersetzt. Die neue Lösung bietet zwei Vorteile: Zum einen kann der Kunde dank der offenen Architektur selbst Fehler beheben und Wartungen durchführen. Zum anderen haben wir das Leistungsvermögen der neuen SPS-Generation voll ausgeschöpft und die Steuerungen so programmiert, dass auch komplexe Bewegungen der Fördertechnik möglich sind. Das Projekt in Mexiko ist eine wichtige Referenz, da in Nordamerika viele Kunden mit demselben Steuerungstyp arbeiten.

Application Technology

Application Technology hat eines der ersten Konzepte für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) [ S. 224 ] präsentiert. Beim Einkleben von Kraftstofftanks in der Fahrzeugendmontage erhöht es die Qualität, spart Zeit und senkt die Stückkosten. Ein Facharbeiter führt den Tank an den Arbeitsplatz und reinigt ihn. Dann bringt ein Roboter eine gleichmäßige Kleberaupe auf die Umrandung des Tanks auf, bevor der Arbeiter den Tank in der Karosserie fixiert. Zur Technik für diesen Prozess gehören auch die Materialversorgung, die Dosiertechnik für einen geregelten Klebstofffluss sowie die Steuerungseinheit. Obwohl der Roboter nicht in einer separaten Zelle arbeitet, ist ein direkter Kontakt mit dem menschlichen Kollegen so gut wie ausgeschlossen. Sollte es doch dazu kommen, steht der mit Sensoren ausgestattete Roboter innerhalb von Millisekunden still.

Pumpen für unterschiedliche Lacke und Dickstoffe sind ein zentraler Bestandteil im Produktspektrum von Application Technology. 2015 haben wir drei neue Pumpenbaureihen für unterschiedliche Förderaufgaben zur Marktreife gebracht: Die EcoPump HP für Wasser- und Lösemittellacke bietet dank eines Druckluftmotors niedrige Investitionskosten und ist einfach zu installieren und zu betreiben. Das Schwesterprodukt EcoPump HPE nutzt einen besonders energieeffizienten Elektroantrieb. Für hochviskose Materialien, beispielsweise Dichtungsmittel und Kleber, haben wir die pneumatisch angetriebene EcoPump VP konzipiert. Alle drei Pumpentypen sind modular aufgebaut und dadurch sehr wartungsfreundlich.

Measuring and Process Systems

Measuring and Process Systems bietet mit der Anlage Cardano eine Innovation für das Auswuchten von Gelenkwellen für Nutzfahrzeuge. Cardano kombiniert eine manuelle Bedienung mit vollautomatischen Prozessen. Dies macht das Auswuchten schwerer Gelenkwellen, die in kleinen bis mittleren Losgrößen produziert werden, besonders effektiv. Weitere Vorteile sind ein intuitives Bedienkonzept mit dem Mess- und Steuergerät CAB 950, die einfache Zugänglichkeit aller Komponenten sowie die platzsparende und schwingungsarme Konstruktion.

Auch in den Emerging Markets werden Nutzfahrzeuge zunehmend mit Sicherheitssystemen wie ABS und ESP ausgestattet. Die Funktion dieser Systeme muss nach der Endmontage geprüft werden. Dafür haben wir den Teststand "x-road medium truck" vorgestellt, der sich für Roll-, Brems- und ABS-Prüfungen bei Nutzfahrzeugen mit einer Achslast von bis zu 4 Tonnen eignet. Der Teststand ermöglicht aufwändige Prüfungen mithilfe einer Steuergerätekommunikation. Dennoch ist es uns gelungen, Komplexität und Kosten im Vergleich zu existierenden Produkten deutlich zu senken. Die Vermarktung ist erfolgreich angelaufen, in Indien konnten wir bereits zwei Prüfstände bei Kunden in Betrieb nehmen.

In der Befülltechnik [ S. 224 ] haben wir unsere Compact-Baureihe für Nutz- und Agrarfahrzeuge erweitert. Ein neues Element ist die Version Multi-Compact, die über eine gemeinsame Steuerung bis zu sieben Medien einfüllen kann. Dies senkt die Investitionskosten und den Platzbedarf in der Montagelinie. Zudem rüsten wir alle Compact-Anlagen mit der neuen Adaptergeneration G3 Blue aus, die wesentlich leichter und schneller ist als frühere Modelle.

In der Motoren- und Getriebeproduktion müssen die Bauteile zwischen verschiedenen Bearbeitungsschritten gereinigt werden. Dafür haben wir mit dem Trockenreinigungssystem EcoCVac eine energieeffiziente Lösung entwickelt. Anders als herkömmliche Anlagen arbeitet EcoCVac nicht mit energieintensiv erzeugter Druckluft, sondern mit der neuen Technologie des schlagartigen Vakuumsaugens. Daraus resultieren Energieeinsparungen von über 50 %. Ein weiterer Vorteil des neuen Trockenreinigungssystems: Die vom Bauteil entfernten Späne verteilen sich nicht in der Arbeitskammer, dadurch sinkt das Risiko von Rückverschmutzungen.

Clean Technology Systems

In der thermischen Abluftreinigung haben wir die Entwicklung einer neuen Gasbrenner-Generation vorangetrieben. Unsere Gasbrenner der TARCOM-Baureihe erhitzen Abluft aus Produktionsprozessen und machen dadurch Schadstoffe zunichte. Die Geometrie der neuen Version TARCOM VI haben wir so optimiert, dass im Verbrennungsprozess deutlich weniger Emissionen anfallen. Derzeit testen wir den TARCOM VI unter realen Bedingungen im Technologiezentrum Bietigheim-Bissingen. Danach wird er als neuer Standardbrenner in unseren Abluftreinigungsanlagen zum Einsatz kommen.

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Kombination von Mikrogasturbinentechnik und Abluftreinigungstechnik. Bei der Verbrennung flüchtiger organischer Stoffe - so genannter VOC [ S. 224 ] - ermöglicht diese integrierte Lösung einen doppelten Nutzen. Denn mit der Mikrogasturbine kann der Betreiber nicht nur die zur VOC-Verbrennung benötigte Temperatur von rund 1.100 °C erzeugen, sondern parallel auch Strom produzieren und damit seine Betriebskosten senken. Die Markteinführung des Systems planen wir für 2017, einen wichtigen Meilenstein haben wir bereits erreicht: Im Jahr 2015 haben wir eine spezielle Mikrogasturbinen-Brennkammer entwickelt, die sehr gute Abreinigungsgrade und Emissionswerte erreicht.

Woodworking Machinery and Systems

Auf der LIGNA, der Weltleitmesse für die Holzbearbeitung, präsentierte die HOMAG Group mit der roboterbasierten Aufteilzelle HPS 320 flexTec eine Weltneuheit in der Plattenaufteilung. Die vollautomatische Anlage ermöglicht einen flexiblen Individualzuschnitt. Das Herzstück bildet ein Industrieroboter mit Saugtraverse, der das komplette Handling der Werkstücke übernimmt. Die energieeffiziente Aufteilzelle ist wartungsarm und erreicht eine hohe Verfügbarkeit. Durch den modularen Aufbau können wir individuelle Zuschnittlinien nach Kundenwunsch zusammenstellen.

Für die Fensterfertigung haben wir das System powerProfiler vorgestellt. Damit lassen sich alle benötigten Bauteile auf einer Maschine bearbeiten. Die innovative Greif- und Spanntechnik ermöglicht Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität in der Fertigung. Der zugehörige Werkzeugspeicher verfügt über eine hohe Kapazität und ist für die Aufnahme großer und schwerer Werkzeuge ausgelegt. Mit dem powerProfiler lassen sich auch Bogenteile, Rundfenster, Türen und Wintergartenteile komplett bearbeiten.

MITARBEITER

Die Belegschaft des Konzerns vergrößerte sich im Jahr 2015 um 4,9 % auf 14.850 Personen (31.12.2014: 14.151). 191 neue Mitarbeiter kamen durch den Erwerb der Unternehmen iTAC, Mhitraa und Shenlian hinzu. Neben der Stammbelegschaft beschäftigen wir auch externe Mitarbeiter, um uns flexibel an unterschiedliche Auslastungsniveaus anpassen zu können. 54 % unserer Mitarbeiter waren zum Jahresende 2015 in Deutschland angestellt, dort nahm die Beschäftigtenzahl um 3,6 % zu. Die stärksten Belegschaftszuwächse entfielen auf unsere beiden größten Märkte China (+ 12,4 %) und Nordamerika (+ 10,8 %). In den Emerging Markets (inklusive China) waren 4.419 Mitarbeiter aktiv, dies entspricht einem Zuwachs von 11,2 % seit Ende 2014. Der Mitarbeiteranteil in den Emerging Markets war mit 30 % nochmals etwas höher als vor Jahresfrist (28 %).

WEITERBILDUNG UND PERSONALENTWICKLUNG

Die Arbeitsinhalte bei Dürr unterliegen einem permanenten Wandel - zum Beispiel durch neue IT-Systeme, Technologien oder Marktanforderungen. Daher bieten wir unseren Mitarbeitern ein breites Weiterbildungsangebot. Im Jahr 2015 haben wir den Schulungsaufwand pro Mitarbeiter in Deutschland von 720 € auf 780 € angehoben. Die Zahl der Schulungsteilnahmen in Deutschland erhöhte sich deutlich: von 7.739 auf 11.848 (+ 53 %).# Personalwesen

Der Hauptgrund dafür war die erstmalige Einbeziehung der HOMAG Group, ohne Berücksichtigung der HOMAG Group ergab sich ein Plus von 14 %. Im Rahmen des Optimierungsprogramms CustomerExcellence@Dürr schulen wir weltweit fast alle Mitarbeiter von Dürr und Schenck. Ziel ist es, die Interaktion mit den Kunden zu verbessern. Daher bildete der Bereich "Kundenorientierung und Service" im Jahr 2015 den Schwerpunkt bei den Schulungsteilnahmen. An zweiter und dritter Stelle folgten Trainings zu IT-Applikationen und zum Komplex "Technik und kaufmännisches Know-how". Etwa ein Viertel aller Trainings bei Dürr werden von Fachleuten aus dem eigenen Haus angeboten. Dies sichert einen hohen Praxisbezug und reduziert die Kosten. Die ausgeprägte länderübergreifende Zusammenarbeit im Konzern spiegelt sich auch im Weiterbildungssektor wider. Die Zahl der Mitarbeiter, die an international besetzten Corporate Trainings teilnahmen, stieg deutlich: von 307 auf 528. In diesen Trainings vermitteln wir konzernweite Best Practices in Projektmanagement, Vertrieb, Compliance und anderen Bereichen. Unsere Management-Seminare, die auf dem Dürr-Führungskompetenzmodell aufbauen, wurden ebenfalls gut angenommen. 267 Teilnehmer besuchten die Lehrgänge "Führen bei Dürr" und "Fit für Führung". Weitere 354 Führungskräfte zählten wir bei den so genannten Update-Trainings zu bestimmten Management-Themen sowie im "Dürr-Führungscollege". Die Neuorganisation der HOMAG Group wurde von diversen Change-Seminaren und Qualifizierungsmaßnahmen für Führungskräfte begleitet. Auch die zukünftige Besetzung von Management- und Führungspositionen haben wir im Blick: Mithilfe des Personalentwicklungsprozesses People Development wurden in den beiden vergangenen Jahren über 600 aktive und potenzielle Führungskräfte evaluiert.

MITARBEITER NACH DIVISIONS

2015 2014
HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

MITARBEITER NACH REGIONEN

2015 2014
HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert

Die HOMAG Group ist seit dem Jahr 2015 in die Personalentwicklungsstrukturen von Dürr eingebunden. In einigen Fällen sind Fachleute von Dürr zur HOMAG Group gewechselt, um ihr Know-how bei der Umsetzung des Optimierungsprogramms FOCUS einzubringen. Mitarbeiter der HOMAG Group können das Dürr-Weiterbildungsangebot nutzen, darüber hinaus organisiert die HOMAG Group -wie andere Konzerngesellschaften auch - Schulungen zu geschäftsspezifischen Themen.

PERSONAL- UND HOCHSCHULMARKETING

Im Jahr 2015 konnten wir die meisten freien Stellen problemlos besetzen. Dabei profitierten wir von unserer guten wirtschaftlichen Lage und einem erfolgreichen Personalmarketing in Web und Print. Zudem gibt es bei Dürr attraktive Vergütungen, internationale Karrierechancen und Work-Life-Balance-Angebote in Bereichen wie Arbeitszeitflexibilität, Kinderbetreuung sowie Sport und Gesundheit. Die Attraktivität von Dürr als Arbeitgeber bestätigen einmal mehr unsere guten Platzierungen in einschlägigen Rankings (siehe Kapitel Nachhaltigkeit [ S. 77 ]). Mit Blick auf das starke Wachstum von Dürr haben wir in den vergangenen Jahren gezielt unsere Bekanntheit als Arbeitgeber erhöht. Dadurch können wir Bewerber besser auf das breite Job-Spektrum des Konzerns aufmerksam machen. Talentierte Nachwuchsakademiker sprechen wir über unser Hochschulmarketing an. Im Jahr 2015 besuchten wir 24 Hochschul- und Recruiting-Messen, davon 19 in Deutschland. Zahlreiche Studentengruppen waren an unseren Standorten zu Gast. Im Rahmen des Deutschlandstipendiums unterstützten wir zehn Studierende, zudem erhielten diverse START-Stipendiaten mit Migrationshintergrund eine Förderung. Konzernweit beschäftigten wir 108 Praktikanten und 91 Werkstudenten. 81 Studierende stellten ihre Abschlussarbeit bei Dürr fertig.

AUSBILDUNG

Die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften trägt dazu bei, unseren Fachkräftebedarf zu decken und künftige Spezialisten frühzeitig an uns zu binden. Im Jahr 2015 bereiteten sich konzernweit 481 Auszubildende sowie Studierende an Dualen Hochschulen und im Studium plus auf ihr Berufsleben vor. Rund zwei Drittel waren bei der HOMAG Group angestellt. In der klassischen Ausbildung bieten wir 15 kaufmännische und gewerblich-technische Berufe an - von Elektronik und Fachinformatik über Logistik und Produktdesign bis hin zu diversen Mechanikdisziplinen. Zu den zehn kooperativen Studiengängen, die wir unterstützen, gehören beispielsweise Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen sowie Informatik, Betriebswirtschaft und Consulting & Controlling. Besonders leistungsfähige Hochschulabsolventen bereiten wir mit dem Dürr Graduate Program auf eine Fach- oder Führungslaufbahn bei Dürr vor. Dieses Trainee-Programm bieten wir unter anderem für Projektmanagement, Vertrieb, Betriebswirtschaft und Engineering [ S. 224 ] an. Jedes Jahr starten circa 15 Trainees bei Dürr, im Jahr 2015 beteiligte sich die HOMAG Group erstmals daran.

BESCHAFFUNG

Die Materialkosten stiegen im Jahr 2015 um 61,9 % auf 1.613,3 MIO. €. Dies resultiert zum einen aus der ganzjährigen Konsolidierung der HOMAG Group. Zum anderen erreichten viele große Lackieranlagenaufträge von Paint and Final Assembly Systems die Montagephase. In dieser Phase benötigen wir viele Komponenten von Zulieferern, was zu höheren Materialkosten führt. Der Großteil unseres Beschaffungsvolumens entfällt auf Fertig- und Halbfertigprodukte sowie Fertigungs-, Montage- und Konstruktionsumfänge. Unverarbeitete Rohstoffe benötigen wir nur in geringerem Umfang. Unsere Beschaffungspreise blieben im Jahr 2015 weitgehend konstant, in einigen Fällen konnten wir Preissenkungen über Volumennachlässe durchsetzen. In den Verhandlungen mit Lieferanten profitierten wir davon, dass die Preise für Kupfer, Stahl, Edelstahl und Energie zurückgingen. Allerdings versuchten viele Fertigungs- und Montagelieferanten, ihre Preise angesichts hoher Auslastung und steigender Personalkosten anzuheben. Ein wichtiges Instrument, um die Beschaffungskosten zu begrenzen, sind weltweite Rahmenvereinbarungen mit Vorzugslieferanten. Darüber hinaus nutzen wir Kostenvorteile durch lokale Beschaffung in den Emerging Markets und Osteuropa. Mengenvorteile erzielen wir, indem wir Einkaufsbedarfe mithilfe unseres Pooling-Systems international bündeln. Dabei sorgen Lead Buyer, die weltweit für bestimmte Warengruppen zuständig sind, für die notwendige Markttransparenz. Das beträchtliche Geschäftsvolumen und mehrere Großprojekte in Europa, China und Mexiko stellten im Jahr 2015 hohe Anforderungen an die Beschaffung. Hinzu kamen viele Ferienumbauten in Automobilwerken. Insgesamt konnten unsere rund 500 Einkaufs- und Supply-Chain-Mitarbeiter den Beschaffungsbedarf aber gut decken. Dazu trugen auch unsere internen Fertigungskapazitäten bei, die wir in den Vorjahren ausgebaut haben. Damit konnten wir das mitunter knappe Angebot beim Bezug externer Fertigungs- und Montagedienstleistungen kompensieren. Wie im Vorjahr erforderte das umfangreiche Beschaffungsvolumen besonders im Anlagenbau ein Höchstmaß an Koordination, um Bedarfe, Termine und Kapazitäten aufeinander abzustimmen. Bei der Entscheidung, in welchen Ländern gefertigt und eingekauft wird, haben wir neben den Logistikkosten stets auch die entsprechenden Wechselkursauswirkungen berücksichtigt. 2015 haben wir zahlreiche Schritte zur weiteren Verbesserung unserer Prozesse und Strukturen im Einkauf unternommen. Dazu zählen die qualitätsorientierte Expansion unserer Lieferantenbasis in China und anderen Emerging Markets und - damit einhergehend - der Ausbau unseres internationalen Qualitäts- und Lieferantenmanagements. Optimierungsschwerpunkte bei den IT-Prozessen sind die durchgängige WEB-EDI-Integration von Lieferanten, die teilautomatische Auftragsbestätigung sowie die Datenstammpflege und das Handling von Exportdaten und Lieferantenerklärungen. Ferner war der Einkauf in diverse Effizienzsteigerungsprogramme auf Division-Ebene eingebunden. Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) verfügt - wie die anderen Divisions auch - über einen selbstständigen Einkauf. Dieser wird derzeit im Rahmen des Optimierungsprogramms FOCUS reorganisiert; einen Schwerpunkt bildet der Ausbau der Beschaffungskooperation zwischen den Gesellschaften. Darüber hinaus wurde die HOMAG Group im Jahr 2015 in die Dürr-Einkaufsorganisation eingebunden. Unter anderem ist sie im Dürr Global Sourcing Board vertreten, das den konzernweiten Einkauf steuert. Durch die Teilnahme an Rahmenverträgen sowie unseren Lead-Buying- und Pooling-Systemen profitiert sie von Mengenvorteilen.

NACHHALTIGKEIT

Unsere Produkte helfen überall auf der Welt, umweltfreundlicher zu produzieren und den Herausforderungen der knappen Ressourcen und des Klimawandels innovative Lösungen entgegenzusetzen. Wir fördern die weltweite Dürr-Mannschaft und unterstützen die Mitarbeiter in ihrer persönlichen Entwicklung. Eingebettet in unsere gesellschaftliche Umgebung tragen wir zu einem lebenswerten Umfeld bei und engagieren uns für Projekte im sozialen Bereich sowie in Sport und Kultur. Nachhaltigkeit messen wir an Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterzufriedenheit sowie Verbrauchs- und Emissionswerten.

COMPLIANCE

Dürr handelt innerhalb der Grenzen der geltenden Gesetze. Gleichzeitig fühlen wir uns ethischen und moralischen Standards verpflichtet. Eine weltweite Compliance-Organisation unterstützt unsere Mitarbeiter dabei, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Bei der Integration der HOMAG Group in den Dürr-Konzern haben wir die beiden bestehenden Compliance-Systeme zusammengeführt und einen einheitlichen Verhaltenskodex sowie eine konzernweite Organisationsanweisung zum Compliance-Management-System in Kraft gesetzt. ― Im Zentrum unserer Compliance-Organisation steht das Corporate Compliance Board.# Es besteht aus dem Corporate Compliance Officer, dem Leiter der internen Revision, dem Corporate Risk Manager, den Finanzverantwortlichen der Divisions sowie weiteren Führungskräften. Das Corporate Compliance Board verantwortet die Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems. Mutmaßliche Verstöße können dem Corporate Compliance Officer gemeldet werden, der diese prüft und bei entsprechenden Verdachtsmomenten den Vorstandsvorsitzenden sowie das Corporate Compliance Board informiert. In seiner Arbeit unterstützt ihn die interne Revision.

― Den im Jahr 2011 veröffentlichten Dürr-Verhaltenskodex haben wir 2015 überarbeitet und um die Aspekte Geldwäsche-Prävention und Umgang mit Vertriebspartnern aus dem HOMAG-Kodex erweitert. Der Kodex unterstreicht das Diskriminierungsverbot und das Recht aller Mitarbeiter auf faire Behandlung. Ferner erläutert er den korrekten Umgang mit vertraulichen Daten, Insiderwissen oder Interessenkonflikten. Der neue Dürr-Verhaltenskodex steht in zehn Sprachen zur Verfügung.

― Basierend auf dem neuen Verhaltenskodex starten wir in den nächsten Monaten ein Online-Schulungsprogramm für alle Konzernmitarbeiter. Das Training behandelt den Kodex und das Compliance-Management-System anhand konkreter Beispiele, auch Schulungsmodule zu Spezialbereichen wie Korruptionsschutz und fairer Wettbewerb stehen zur Verfügung.

― In den meisten Konzerngesellschaften beantworten geschulte Compliance Manager Fragen der Mitarbeiter. Darüber hinaus ist der Corporate Compliance Officer in der Konzernzentrale Ansprechpartner für die Compliance Manager und alle Mitarbeiter - auch anonym.

― Alle Mitarbeiter können sich im Compliance-Bereich des konzernweiten Intranets informieren. Dort finden sie zum Beispiel Ansprechpartner, Ablaufpläne sowie einen Frage-und-Antwort-Katalog.

MITARBEITER

Als Engineering-Konzern [ S. 224 ] sind wir auf das Engagement, das Wissen und die professionelle Einstellung unserer knapp 15.000 Mitarbeiter angewiesen. Es ist uns wichtig, jedem Einzelnen attraktive und faire Arbeitsbedingungen zu bieten und eine nachhaltige Personalpolitik zu betreiben. Wir bieten ein breites Weiterbildungsspektrum an, schaffen Möglichkeiten für interkulturellen Austausch und motivieren unsere Mitarbeiter mit Sport-, Gesundheits- und Kulturangeboten. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter. Deswegen steigern wir unseren Bekanntheitsgrad bei Studierenden und Hochschulabsolventen - beispielsweise mit der Dürr Challenge, einem studentischen Filmwettbewerb für Reportagen aus internationalen Metropolen.

2.55 - KENNZAHLEN SOZIALES (SEIT 2015 INKLUSIVE HOMAG GROUP)

2015 2014 2013
Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 14.850 8.492 8.142
davon Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (31.12.) 481 158 148
Anteil weiblicher Mitarbeiter (31.12.) (%) 16 18 17
Teilzeitarbeitnehmer (31.12.) 464 213 198
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) 11 10 10
Krankenquote (%) 3,1 2,1 2,1
Fluktuation (%) 7,2 4,4 6,0
Anzahl Unfälle pro Tsd. Mitarbeiter (Deutschland) 15,61 7,81 13,1
1 ohne Wegeunfälle

Dürr ist als attraktiver Arbeitgeber bekannt. Diverse Auszeichnungen unterstreichen diesen Ruf:

― Im FOCUS-Ranking "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2015" erreichte Dürr den sechsten Platz im Maschinen- und Anlagenbau. Auch die HOMAG Group ist auf Platz 9 eine beliebte Adresse für Bewerber.

― Die Plattform karriere.de hat uns als "Fair Company" ausgezeichnet. Diesen Titel erhalten Unternehmen, die Absolventen nicht als Praktikanten beschäftigen, sondern ihnen angemessen vergütete Festanstellungen anbieten. Zudem verpflichten sich Fair-Company-Unternehmen, Praktikanten in anspruchsvolle Projekte einzubinden und angemessen zu entlohnen.

― Wir engagieren uns im Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie", dessen Mitglieder sich zu einer familienbewussten Personalpolitik bekennen.

UMWELT UND STANDORTE

Bei den Ökologie-Kennzahlen haben wir im Jahr 2015 erstmals die HOMAG Group mitberücksichtigt. Zudem wurden weitere Anpassungen zur Verbesserung der Datenqualität bei den weltweiten Fuhrparkemissionen vorgenommen. Folglich haben sich die Werte im Vergleich zum Vorjahr signifikant erhöht. In einigen Fällen stiegen die Verbrauchs- und Emissionswerte überproportional zum Umsatzbeitrag der HOMAG Group, dies liegt insbesondere an der höheren Fertigungstiefe [ S. 224 ] der HOMAG Group. Die Fertigungsverfahren in unseren Werken sind gekennzeichnet durch einen effizienten Einsatz von Energie, Material und Ressourcen. Wir suchen systematisch nach Potenzialen zur Verbrauchsreduzierung. Entwickeln wir neue Produkte, achten wir auf deren Energieeffizienz. In der Auswuchttechnik [ S. 224 ] gilt für jede neue Maschine die Konstruktionsvorgabe, die Lärmemissionen zu verringern. Papier, Kunststoffe, Stahl, Altholz und Elektroaltgeräte geben wir nach dem Gebrauch weitgehend an Recycling-Dienstleister. Am größten Dürr-Standort in Bietigheim-Bissingen können wir auf diese Weise jährlich rund 2.000 Tonnen an Ressourcen und rund 300 Tonnen CO2 einsparen. Beim Betrieb unserer Standorte versuchen wir, den Verbrauch von Strom, Heizenergie und Wasser weitestmöglich zu reduzieren. Der Austausch alter Leuchtstoffröhren durch umweltfreundliche LED-Beleuchtungen ist ein Beispiel. Auch bei Neubauten legen wir großen Wert auf Energieeffizienz. Der Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen ist mit seinem nachhaltigen Energiekonzept "Campus Energy 21" das Vorbild für die neuen Standorte in Southfield (USA) und Schanghai. Im Rahmen des Regenwald-Schutzprojekts Mai Ndombe REDD in der Demokratischen Republik Kongo schützen wir Waldflächen, die klimaschädliche Treibhausgase neutralisieren. Damit kompensieren wir die CO2 -Emissionen, die durch den Erdgasverbrauch des Schenck Technologie- und Industrieparks (TIP) in Darmstadt entstehen (rund 487 Tonnen p.a.). Weitere 225 Tonnen CO2 , die aus dem Fernwärmebezug des tip resultieren, werden durch das Aufforstungsprojekt "Permanent Forest Sink Initiative" in Neuseeland ausgeglichen. Gefahrenstoffe setzen wir an unseren Standorten nur in geringem Umfang ein.

VERBRAUCHSOPTIMIERTE PRODUKTE

Mit Produktoptimierungen sorgen wir dafür, dass unsere Kunden kostengünstig, in bester Qualität und umweltschonend fertigen können. Durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit gelingen uns immer neue verbrauchsreduzierende Innovationen. Beispiele finden Sie im separaten Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015 (Seiten 3 bis 5) und im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 70 ] des vorliegenden Berichts.

PROZESSE

Interne Audits und externe Zertifizierungen stellen sicher, dass unsere Geschäftsprozesse und Managementsysteme eingehalten und fortentwickelt werden. Viele Standorte lassen wir regelmäßig nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 und den Qualitätsmanagementsystemen ISO 9001 und VDA 6.4 zertifizieren. Eine vollständige Übersicht dazu ist unter www.durr.com im Bereich Unternehmen/ Nachhaltigkeit verfügbar.

GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Ob humanitär-karitative Projekte, Bildung, Kultur, Breiten-, Jugend- oder Behindertensport: Wir bringen uns aktiv in die Gesellschaft ein. Im Jahr 2015 spendeten wir 0,7 MIO. €. Gefördert wurden unter anderem das Festival "Best of Music" in Bietigheim-Bissingen und die Gustav-Werner-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Stuttgart. Nicht immer leisten wir eine große finanzielle Zuwendung - wir sehen unsere Verantwortung auch in praktischen Partnerschaften vor Ort. Zum Beispiel unterstützen wir Schulen durch Bewerbertrainings, Technikpräsentationen und Unternehmensführungen; zuletzt sind wir in Bietigheim-Bissingen eine Industrie-4.0-Partnerschaft eingegangen. Ausführliche Informationen zu unserem gesellschaftlichen Engagement finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2014/2015 auf den Seiten 22 bis 27.

TRANSPARENZ

Unser separater Nachhaltigkeitsbericht informiert jedes Jahr ausführlich darüber, wie wir Nachhaltigkeit bei Dürr leben. Wir arbeiten mit Instituten, Nichtregierungsorganisationen und Ratingagenturen zusammen, die in Rankings die Nachhaltigkeit von Unternehmen öffentlich bewerten. Das internationale Carbon Disclosure Project betreibt die weltweit größte Datenbank mit Umweltdaten von Unternehmen. Als teilnehmender Konzern informieren wir dort über Verbrauchswerte, Emissionsdaten und Klimarisiken sowie über Einsparziele und nachhaltige Produkte.

2.56 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (ABSOLUT)

2015 2014¹ 2013¹
Anzahl Standorte 92 53 50
davon mit Qualitätsmanagementzertifikat nach ISO 9001 51 38 39
davon mit Umweltmanagementzertifikat nach ISO 14001² 21 18 19
Verbrauch Strom (MWh) 60.640 33.443 32.723
Gas/Öl/Fernwärme (MWh) 67.717 39.667 42.478
Wasser (m3 ) 191.918 130.685 124.555
Abwasseraufkommen (m3 ) 175.489 122.022 119.663
Abfall (t) 12.123 4.525 4.797
davon wiederverwertet (t) 9.737 3.191 3.232
Emissionen CO2 (t) 62.097 33.493 33.254
davon auf Dürr-Fuhrpark entfallend (t) 9.481 3.965 3.555
SO2 (t) 32 18 17
NOx (t) 48 27 27
1 Ohne HOMAG Group
2 Standorte, die von mehreren Dürr-Gesellschaften genutzt werden, verfügen zum Teil über mehrere Umweltmanagementzertifikate nach ISO 14001.

2.57 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (INDEXIERT)

2015 2014¹ 2013¹
Verbrauch Strom 72,2 64,6 61,0
Gas/Öl/Fernwärme 54,4 51,7 53,4
Wasser 83,6 92,3 84,9
Abwasseraufkommen 86,2 97,2 92,0
Abfall 140,3 85,0 86,7
Abfall wiederverwertet 147,7 78,5 76,7
Emissionen CO2 69,1 60,5 58,0
CO2 auf Dürr-Fuhrpark entfallend 92,8 63,0 54,5
SO2 71,3 63,9 59,4
NOx 67,0 61,0 59,0
(2010 = 100; im Verhältnis zum Umsatz)
1 Ohne HOMAG Group

NACHTRAGSBERICHT

Zwischen dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres und dem 8. März 2016 sind keine Ereignisse eingetreten, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.

RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Risiken

Jede unternehmerische Entscheidung bei Dürr beruht auf einer sorgfältigen Abwägung der Chancen und Risiken.# Unsere Strategie ist es, die Risiken so zu steuern und zu reduzieren, dass die Chancen eindeutig überwiegen. Dafür setzen wir ein effektives Risikomanagementsystem ein.

DÜRR-RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Anwendungsbereich

Wir haben das Dürr-Risikomanagementsystem im Geschäftsjahr 2015 konzernweit eingesetzt. Die seit 3. Oktober 2014 konsolidierte HOMAG Group wurde erstmals einbezogen, nachdem sie im Vorjahr noch ein eigenes System eingesetzt hatte. Unser System wurde in seiner heutigen Form im Jahr 2008 eingeführt und seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Jahr 2015 blieb seine Grundstruktur unverändert.

Ziele

Das Dürr-Risikomanagementsystem ist auf das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau zugeschnitten. Es zielt zunächst darauf ab, Risiken systematisch und einheitlich zu erfassen, zu analysieren und - soweit möglich - zu bewerten. Auf dieser Basis können wir frühzeitig effektive Gegenmaßnahmen ergreifen. Wir erfassen alle spezifischen Risiken unseres Geschäfts, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken mit sehr niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden bewusst nicht berücksichtigt. Auch unsere Chancen erfassen und bewerten wir systematisch. Darüber und über unser aktuelles Chancenprofil informiert der Chancenbericht [ S. 90 ].

Methoden und Prozesse

Unser Risikomanagementsystem ist in allen wesentlichen operativen Geschäfts- und Entscheidungsprozessen verankert. Wir bestärken die Mitarbeiter darin, Risiken offen und frühzeitig anzusprechen. Unser Risikomanagementprozess erfasst systematisch die Risiken aller beteiligten Gesellschaften. Das zentrale Risikomanagement bei der Dürr AG stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich an. Ein wesentliches Element dieses Standardrisikozyklus bildet die Risikoinventur durch die operativen Einheiten. Darin werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (Abbildung 2.58). Die Risikofelder decken alle Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse sowie die externen Risikobereiche ab. Die Bewertung der Einzelrisiken ist Aufgabe der Risikomanager der operativen Einheiten und der Dürr AG. Als Leitfaden dienen das Risikomanagement-Handbuch sowie Risikostrukturblätter. Der Bewertungsprozess besteht aus drei Schritten: Zunächst wird das Schadenspotenzial berechnet, also der maximale Effekt, den ein Risiko innerhalb der nächsten 24 Monate auf das Konzern-EBIT haben kann. Danach ermitteln wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos. Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet. Unter dem Strich steht das Netto-Risikopotenzial, also das Netto-EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Maßnahmeneffektivität verbleibt. Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je höher die Effektivität der Gegenmaßnahmen ist, desto stärker sinkt das Netto-EBIT-Risiko. Die Nettorisiken (Netto-EBIT-Risiken) der 15 Risikofelder errechnen sich aus der Summe der Netto-EBIT-Risiken aller zugeordneten Einzelrisiken. Je nach Höhe des Nettorisikos wird jedes Risikofeld einer der folgenden Kategorien zugeteilt:

  • Sehr gering (≤ 5 MIO. €)
  • Gering (> 5 bis < 20 MIO. €)
  • Mittel (> 20 bis ≤ 40 MIO. €)
  • Hoch (> 40 MIO. €)

Die Nettorisiken der Risikofelder summieren sich zum Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte werden dabei nicht berücksichtigt. Nach der Risikoinventur fertigen die Konzerngesellschaften und Divisions ihre jeweiligen Risikoberichte an. Auf dieser Basis erstellt das Risikomanagement der Dürr AG den Konzernrisikobericht, der über wesentliche Einzelrisiken und das Gesamtrisiko informiert. Nach Analyse und Diskussion im Dürr Management Board und im Vorstand wird der Konzernrisikobericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats durchgesprochen. Dessen Vorsitzender nimmt danach im Aufsichtsrat dazu Stellung.

2.58 - RISIKOFELDER BEI DÜRR

Über akute Risiken werden der Vorstand und die Leiter der betreffenden Divisions unmittelbar informiert. Verantwortlich für die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken sowie für die Berichterstattung sind die Risikomanager von Konzern, Divisions und Konzerngesellschaften; meist handelt es sich um die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist eng eingebunden.

WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS BEI DÜRR

Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (rms) für den Rechnungslegungsprozess ist Teil des Dürr-Risikomanagementsystems. Es umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und der Konzerngesellschaften gemäß den IFRS erstellt werden. Die Gesamtverantwortung für das IKS/RMS obliegt dem Vorstand. Er hat eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation für das IKS/RMS eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Die Überwachung des IKS/RMS ist Aufgabe der internen Revision der Dürr AG. Das im Folgenden beschriebene interne Kontrollsystem orientiert sich eng an den inhaltlichen, organisatorischen und prozessualen Merkmalen der Rechnungslegung im Dürr-Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind:

  • Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG definiert den Rechnungslegungsprozess der Einzelgesellschaften und die Konzernkonsolidierung. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab. Zudem gibt es separate interne Bilanzierungsstandards, die zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen beschreiben.
  • In einem mehrstufigen Validierungsprozess führen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung durch. Daran sind fünf Ebenen beteiligt: operative Gesellschaften, Divisions, Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf 35 Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit, Sicherheit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert und durch das Risikomanagement der Dürr AG erfasst. Danach gehen sie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zu; nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation trägt dessen Vorsitzender seine Erkenntnisse dem Aufsichtsrat vor.
  • Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Die Dokumentationen, die im Rahmen des Dürr-IKS/RMS entstehen, werden in der Datenbank gcp (Group Company Platform) hinterlegt und dem Konzernrechnungswesen zugeleitet. Die interne Revision überprüft die Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente.
  • Unser ERP-System [ S. 224 ] und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte in den korrekten Bilanzpositionen berücksichtigt sind. Zudem nehmen wir manuelle Prüfungen vor.
  • Eine Zugangsberechtigung zum Konsolidierungssystem erhalten nur ausgewählte Mitarbeiter. Nur ein kleiner Mitarbeiterkreis aus Konzernrechnungswesen und Konzern-Controlling hat Zugriff auf alle Daten. Bei anderen Nutzern ist der Zugriff auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten begrenzt. Daten, die auf Ebene der Konzerngesellschaften eingegeben werden, müssen in einem zweistufigen Prozess kontrolliert werden - zunächst durch die Controlling-Abteilung der zuständigen Division, danach durch das Konzernrechnungswesen.
  • Für die kaufmännischen Prozesse, die den Buchungen im Konsolidierungssystem zugrunde liegen, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Bei Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich. Um Risiken vorzubeugen und einwandfreie Abschlüsse zu gewährleisten, setzen wir uns intensiv mit zentralen Aspekten und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung auseinander. Wichtige Themen sind zum Beispiel die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC), der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht. Zum IKS/RMS gehört auch, dass wir die Mitarbeiter unserer Finanzabteilungen regelmäßig schulen. Unter anderem veranstalten wir Trainings zur Anwendung von Rechnungslegungsstandards, Bilanzierungsregeln und Software-Tools. Bei Firmenakquisitionen passen wir die Rechnungslegungsprozesse zügig an und machen neue Mitarbeiter mit allen relevanten Prozessen, Inhalten und Systemen vertraut.

GESAMTRISIKOSITUATION

Den oben beschriebenen Bewertungsmaßstäben entsprechend belief sich das Gesamtrisikopotenzial des Konzerns Ende 2015 auf rund 175 MIO. €. Darin sind die Netto-Risikopotenziale von 252 bewerteten Einzelrisiken enthalten. Mit Blick auf das Geschäftsvolumen und die gesamtwirtschaftliche Situation erachten wir das Gesamtrisikopotenzial als angemessen. Wir stufen unsere Gesamtrisikosituation derzeit als gut beherrschbar ein. Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die separat oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten. 30 % des Gesamtrisikopotenzials entfielen auf die erstmals in der Risikobewertung berücksichtigte HOMAG Group. Dies entspricht in etwa dem Anteil der HOMAG Group am Konzernumsatz von 28 %. Im Vorjahr hatte das Gesamtrisikopotenzial - ohne die HOMAG Group - bei gut 90 MIO. € gelegen.# Folglich hat sich das Gesamtrisikopotenzial auf vergleichbarer Basis, also ohne die HOMAG Group, im Jahr 2015 um 33 % erhöht. Dies resultiert zum einen aus dem Umsatzanstieg in den bisherigen Aktivitäten. Zum anderen haben sich Marktrisiken in den bisherigen Aktivitäten erhöht. Ein Grund dafür sind die neu hinzugekommenen Risiken in Zusammenhang mit den von Volkswagen angekündigten Investitionskürzungen, die bisher jedoch keine größeren Auswirkungen auf unseren Auftragseingang hatten. Hinzu kommen die Marktschwächen in Brasilien, Russland und Teilen Asiens. Auch die Währungsrisiken - besonders die Translationsrisiken - haben zugenommen. Vor diesem Hintergrund war der Bereich "Finanzen/Controlling" Ende 2015 das wichtigste Risikofeld des Konzerns (inklusive HOMAG Group).

2.59 - RISIKOFELDER UND NETTORISIKO

RISIKOFELD NETTORISIKO
Sehr gering (≤ 5 Mio. €)
Gering (> 5 bis ≤ 20 Mio. €)
Mittel (> 20 bis ≤ 40 Mio. €)
Hoch (> 40 Mio. €)
• Wirtschaftliches Umfeld/Kapitalmarkt
• Vertriebs-/Angebotsphase
• Projektabwicklung/Engineering
• Steuern, Gesetze, Compliance
• Markt
• Forschung- und Entwicklung
• Wettbewerb
• Beschaffung
• Personal
• IT
• Fertigung
• Gesellschaft/Umwelt
• After-Sales-Phase
• Finanzen/Controlling
• Führungsprozess

RISIKOFELDER UND BEDEUTENDE EINZELRISIKEN

Wirtschaftliches Umfeld

Das von der chinesischen Regierung angestrebte BIP-Wachstum von 6 bis 7 % jährlich sichert aus unserer Sicht ein ausreichendes Investitionsniveau. Sollte es in China jedoch zu einer gravierenden Konjunkturabkühlung kommen, hätte dies deutliche Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Die europäische Schuldenproblematik ist trotz der Griechenlandeinigung noch nicht bewältigt. Konjunkturrisiken gehen auch von den Konflikten in Nahost und der gestiegenen Terrorgefahr aus. Ferner ist die Konjunktur in Brasilien, Russland und Südostasien anhaltend schwach. Die Effekte der Rezession in Brasilien auf unser Ergebnis sind jedoch begrenzt, da wir das Ausbleiben großer Aufträge durch Kostensenkungen und unsere gute Position im Service- und Modernisierungsgeschäft in hohem Maße kompensieren können. Die sanktionsbedingte Konjunkturschwäche Russlands spüren wir zwar, das Russland-Geschäft hat aber mit einem Umsatzanteil von 1,1 % nur geringes Gewicht. Szenarioberechnungen zeigen, dass Dürr relativ robust gegenüber Konjunkturschwächen in Einzelmärkten ist. Denn solche Konjunkturschwächen können wir durch unsere weltweite Präsenz und die ausgewogene Geschäftsverteilung relativ gut überbrücken. Konjunkturschwächen wirken sich relativ spät auf Dürr aus, da unser Anlagenbaugeschäft von langfristigen Investitionsentscheidungen der Automobilindustrie geprägt ist. Zudem verfügen wir über einen hohen Auftragsbestand. Dadurch haben wir genügend Zeit, um gegenzusteuern. Im frühzyklischen Maschinenbaugeschäft machen sich Konjunkturabkühlungen meist schneller bemerkbar. Die Übernahme der HOMAG Group hat den Maschinenbauanteil am Konzernumsatz auf rund 60 % erhöht, daher reagiert unser Geschäft tendenziell etwas schneller auf Konjunkturschwankungen als zuvor.

Kapitalmarkt

Eine Wirtschaftskrise in China oder eine neuerliche Verschärfung der europäischen Schuldenproblematik könnte die Kapitalmärkte erschüttern und neue Finanzierungen verteuern. Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG beurteilen wir als relativ gering. Die Gründerfamilie Dürr hält 28,8 % der Anteile und besitzt damit eine starke Abstimmungsposition auf der Hauptversammlung.

Operative Risiken: Vertriebs- und Angebotsphase

Bei hoher Wettbewerbsintensität ist nicht auszuschließen, dass wir unsere Margenziele nicht durchsetzen können. Ferner besteht vor allem bei der Kalkulation von Großaufträgen das Risiko, dass wir Kosten falsch einschätzen. Um dem vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung ständig aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern stets gegenprüfen. In der Regel verfügen wir über eine gute Vertriebsposition in den einzelnen Marktregionen. Woodworking Machinery and Systems hat in China einen eingeschränkten Endkundenkontakt, da der Vertrieb über ein Partnerunternehmen erfolgt, an dem die HOMAG Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Im Rahmen des Optimierungsprogramms FOCUS soll der HOMAG-Vertrieb in China jedoch durch eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner gestärkt werden.

Operative Risiken: Projektabwicklung/Engineering

In der Auftragsabwicklung können Mehrkosten entstehen, falls wir Termine oder andere Zusagen nicht einhalten, etwa aufgrund von Kapazitätsengpässen. Dieses Risiko stufen wir als beherrschbar ein, da Kapazitäten und Geschäftsvolumen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte, Geschäftsprozesse und IT-Systeme in der Lage, Projekte auch bei hoher Auslastung effizient abzuwickeln. Auch die technische Komplexität von Projekten oder logistische Probleme können zu Risiken führen. Zur Vorbeugung setzen wir unter anderem auf ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews. Im Projektgeschäft von Woodworking Machinery and Systems kam es mitunter zu Mehrkosten infolge unzureichender Spezifikationen und Prozesse. Diesem Risiko tritt die HOMAG Group entgegen, indem sie das Projektgeschäft im Rahmen von FOCUS optimiert. Dabei profitiert sie von den bei Dürr bewährten Projektmanagement-Prozessen.

Steuern, Gesetze, Compliance

Aufgrund unseres weltweiten Geschäfts müssen wir viele unterschiedliche Rechtsnormen beachten. Wir vermeiden Gesetzesverstöße, indem wir Experten für das jeweilige nationale Recht hinzuziehen. Neue Handelsbarrieren, Gesetze oder Steuerregelungen könnten unsere Kosten erhöhen und die Absatzchancen mindern. Zurzeit erkennen wir aber keine entsprechenden Vorhaben, die zu gravierenden Nachteilen für uns führen könnten. Gewährleistungsansprüche, Schadenersatzforderungen bei Produktionsausfällen und Patentauseinandersetzungen sind die wichtigsten rechtlichen Risiken bei Dürr. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht erfüllen, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusicherungen abgeben, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir prinzipiell aus. Zurzeit bestehen keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten. Bei keinem der anhängigen Verfahren überschreitet der Streitwert einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Auch wesentliche Compliance-Verstöße liegen nicht vor. Im Jahr 2015 haben die Steuerbehörden die Betriebsprüfungen für die Jahre 2005 bis 2010 bei allen wesentlichen deutschen Dürr-Tochtergesellschaften abgeschlossen. Die Auswirkungen dieser Prüfungen haben wir in früheren Abschlüssen bereits durch Rückstellungen berücksichtigt. Die Betriebsprüfungen für den Zeitraum 2011 bis 2013 haben bei allen wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bereits begonnen und werden voraussichtlich Ende 2016 abgeschlossen. Bisher sind keine negativen Auswirkungen aus den laufenden Betriebsprüfungen erkennbar. Auch die steuerlichen Außenprüfungen in verschiedenen Auslandsgesellschaften lassen derzeit keinen Nachzahlungsbedarf erkennen. Der Bundesfinanzhof hat dem Bundesverfassungsgericht eine Vorlage zur Feststellung der Verfassungsmäßigkeit von § 8a Körperschaftsteuergesetz eingereicht. Gegenstand des Paragrafen ist die in Deutschland geltende Zinsschranke. Aufgrund des derzeit nicht abschätzbaren Ausgangs des Verfahrens haben wir keine bilanziellen Auswirkungen erfasst.

Markt

Das Risiko, dass die Automobilindustrie ihre Investitionen in China nachhaltig reduziert, stufen wir als moderat ein. Nicht auszuschließen ist aber, dass das Bestellvolumen in China im Jahr 2016 vorübergehend leicht abnimmt. Allerdings sind die Automobilverkäufe in China nach den schwachen Sommermonaten 2015 wieder gestiegen. Zu berücksichtigen ist auch, dass mehrere rein chinesische Automobilhersteller mit preiswerten SUVs [ S. 224 ] sehr erfolgreich sind. Diese Hersteller gehören zu unseren Kunden und treiben ihre Investitionsprojekte voran. Von 2016 bis 2020 erwarten Experten einen durchschnittlichen Anstieg der Automobilproduktion in China von 6,0 % pro Jahr. Im Geschäft mit der Automobilindustrie können Abhängigkeitsrisiken auftreten, da es weltweit nur eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugproduzenten gibt. Im Jahr 2015 entfielen 35,2 % unseres Umsatzes auf die zehn größten Kunden; im Vorjahr, also vor der ganzjährigen Einbeziehung der HOMAG Group, waren es 50,5 %. Im Geschäft außerhalb der Automobilindustrie verfügen wir über eine sehr breite Kundenbasis. Daher ist das Abhängigkeitsrisiko deutlich geringer. Volkswagen war im Jahr 2015 unser größter Einzelkunde. Der Konzern hat angekündigt, die Investitionen von durchschnittlich rund 13 MRD. € auf rund 12 MRD. € pro Jahr zu kürzen. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 10 %. Bisher hat sich dies nicht wesentlich in unserem Auftragseingang niedergeschlagen, auch derzeit sehen wir dafür keine Anzeichen. Sollte Volkswagen sein Bestellvolumen zukünftig jedoch reduzieren, könnte das zu spürbaren Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Eine Stornierung bereits erteilter Großaufträge halten wir für wenig wahrscheinlich. In unseren Absatzmärkten sind wir einem stetigen Preisdruck ausgesetzt, dem wir durch Innovation, Prozessoptimierung und Kostenkontrolle begegnen. Das Risiko von Forderungsausfällen ist meist gut beherrschbar. Das Gesamtvolumen der Forderungen ist moderat. Einem großen Teil unserer Forderungen stehen erhaltene Anzahlungen von Kunden gegenüber. Hohe Forderungen existieren vor allem gegenüber Cashflow- und bonitätsstarken Automobilherstellern. Forderungen gegenüber Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir engmaschig. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass es bei Kunden zu Forderungsausfällen kommt, die sich negativ auf uns auswirken können.In der Abluftreinigungstechnik verspüren wir derzeit eine Investitionszurückhaltung in Europa, dies können wir aber durch Zuwächse insbesondere in China, Südkorea und den USA kompensieren. Derzeit sehen wir bei unseren Kunden keine Produktinnovationen, Prozessveränderungen und Geschäftsmodelle, die die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäfts grundsätzlich gefährden. Verbrennungsmotoren, deren Produktion wir mit Auswucht- und Reinigungstechnik [ S. 224 ] unterstützen, dürften auch mittelfristig die vorherrschende Antriebstechnik bleiben. Die Automobilindustrie investiert stark in die Entwicklung sparsamer Verbrennungsaggregate. In der Lackiertechnik bestehen keine gravierenden Substitutionsrisiken, da Aluminium, Stahl und Kunststoffe im Großserien-Karosseriebau aus heutiger Sicht alternativlos sind. Auch die im Leichtbau [ S. 224 ] verstärkt eingesetzten Kunst- und Verbundwerkstoffe müssen konventionell lackiert werden. In der Möbelfertigung dominieren weiterhin Holz und Spanplatten, daher bestehen keine wesentlichen Substitutionsrisiken für die HOMAG Group.

Unternehmensstrategische Risiken in den Emerging Markets

Wir haben den Umsatzanteil in den Emerging Markets in der vergangenen Dekade von 27 % auf gut 50 % erhöht. Auch die HOMAG Group arbeitet daran, ihren Geschäftsanteil in China und anderen Schwellenländern auszubauen. In den Emerging Markets sind wir einigen spezifischen Risiken ausgesetzt:

  • Kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen können zu Nachteilen führen.
  • Die Personalfluktuation ist in Ländern wie China und Indien generell höher als in Deutschland. Bei Dürr liegt sie allerdings auf relativ niedrigem Niveau. Attraktive Vergütungspakete, unsere Weltmarktführerschaft und eine gezielte Karriereplanung helfen uns, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden.
  • Produkt- und Markenpiraterie sind in den Emerging Markets stärker verbreitet als in den etablierten Märkten. Die damit verbundenen Risiken beurteilen wir als beherrschbar. Kerntechnologien werden durch Patente abgesichert. Sie erfordern viel Prozess-Know-how und Spezialwissen, sodass sie kaum ohne Qualitätseinbußen kopierbar sind.
  • Dem Risiko von Kostennachteilen gegenüber einheimischen Low-Cost-Wettbewerbern begegnen wir mit einer Kombination aus Technologieführerschaft und Lokalisierung. Durch lokale Wertschöpfung passen wir unsere Kosten an das marktübliche Niveau an. Kontinuierliche Innovation sichert unseren technischen Vorsprung. Mit lokaler Produktentwicklung können wir uns gut an den Kundenanforderungen vor Ort orientieren und vermeiden Marktakzeptanzrisiken.
  • Trotz des hohen Geschäftsvolumens ist das Überlastungsrisiko in China gering, da wir unsere lokalen Kapazitäten sukzessive ausgebaut haben. Einschließlich externer Kräfte beschäftigen wir in China rund 2.800 Mitarbeiter.

Unternehmensstrategische Risiken: Akquisitionen/neue Geschäftsfelder

Bei Firmenakquisitionen können Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte trotz umfassender Due Diligence hinter den Zielen zurückbleiben. Nach der Akquisition der HOMAG Group sind derartige Risiken nicht eingetreten. Vielmehr liegt der Umsatz über dem Planziel, das Ergebnis bewegt sich im erwarteten Rahmen. Auch die Integration des Unternehmens verlief nach Plan. Vor der Übernahme der iTAC Software AG haben wir mögliche Risiken genau überprüft, unter anderem in den Bereichen Kaufpreis, Technologie und Know-how-Sicherung. Bei der Erschließung und dem Ausbau neuer Geschäftsfelder können Risiken auftreten. Dazu zählen Fehlannahmen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kundenanforderungen und Preiszielen sowie Nachfrage-, Markt- und Wettbewerbsentwicklung. Diese können das Abschreibungsrisiko bei Investitionen und Firmenbeteiligungen erhöhen. Um vorzubeugen, nutzen wir in neuen Geschäftsfeldern bewährte Prozesse und Technologien sowie unser weltweites Standortnetzwerk. In der Energieeffizienztechnik blieb das Geschäft im Jahr 2015 infolge niedriger Energiepreise hinter der ursprünglichen Planung zurück.

F&E und Produkthaftung

Um uns bei Innovationen gegen Marktakzeptanzrisiken zu schützen, analysieren wir den Bedarf genau, binden Pilotkunden in den Innovationsprozess ein und entwickeln Produkte mit hohem Return on Investment für den Kunden. Dies reduziert auch das Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen. Ein weiteres F&E-Risiko ist, dass wir Entwicklungskosten nicht ausreichend auf die Produktpreise umlegen können. Damit neue Produkte nicht mit Schutzrechten Dritter kollidieren, prüfen wir die jeweilige Patentsituation genau. Um Produkthaftungsfällen vorzubeugen, schließen wir entsprechende Versicherungen ab und stellen sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften entsprechen.

Wettbewerb

Unsere Abnehmer verfolgen den Wettbewerb ihrer Lieferanten aufmerksam. Mit Blick auf unsere hohen Marktanteile verstärken einige Kunden die Zusammenarbeit mit kleineren Wettbewerbern. Dies kann die Durchsetzung unserer Preisziele erschweren. Im unteren Marktsegment sehen wir aufgrund der geringeren technischen Komplexität eine zunehmende Anzahl an Wettbewerbsprodukten. Dies gilt besonders für die Emerging Markets. Dem treten wir durch weitere Lokalisierung und die Übernahme kleinerer lokaler Anbieter wie Shenlian (Auswuchttechnik) und Mhitraa (Reinigungstechnik) entgegen. Uns sind keine Zusammenschlüsse oder Fusionsabsichten von Wettbewerbern bekannt, die unsere Marktstellung substanziell gefährden könnten. Auch Konkurrenzprodukte mit entsprechendem Potenzial sind nicht erkennbar. Zudem sind wir in der Lage, durch eigene Entwicklungen auf Innovationen unserer Wettbewerber zu reagieren. Der Wettbewerb ist in einzelnen Märkten unterschiedlich stark ausgeprägt. In der Lackiertechnik verzeichnen wir in Nordamerika eine überdurchschnittlich hohe Wettbewerbsintensität. In keinem wichtigen Markt werden inländische Wettbewerber uns gegenüber systematisch bevorzugt.

Beschaffung und Fertigung

Vor allem in den Emerging Markets besteht das Risiko, dass Lieferanten zugesagte Leistungen nicht in der vereinbarten Qualität oder Zeit erbringen. Dem begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl und ein regelmäßiges Lieferanten-Monitoring während der Auftragsabwicklung. Zudem haben wir die Abhängigkeit von Lieferanten durch den Ausbau unserer Eigenfertigung reduziert. Um unser geistiges Eigentum zu schützen, geben wir keine anspruchsvollen Konstruktionen an Auftragsfertiger. Bei steigenden Lieferantenpreisen können wir die höheren Kosten häufig nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Allerdings ist das Preissteigerungsrisiko angesichts niedriger Energie- und Rohstoffpreise derzeit gering. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten ist in den meisten Ländern niedrig. Gegen Verfügbarkeits- und Preisrisiken in der Beschaffung sichern wir uns durch Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und die Bündelung von Einkaufsvolumina ab. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen gering, da wir über eine breite Lieferantenbasis verfügen. Rahmenverträge über große Volumina werden nur mit Vorzugslieferanten guter Bonität abgeschlossen.

Personal

Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Zeitarbeitskräfte ein. Angesichts des hohen Qualifikationsniveaus in unserer Belegschaft kann es zu Know-how-Verlusten kommen, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Daher verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Wissensträger, indem wir den Know-how-Transfer durch Dokumentationen, Schulungen, Patenschaften und das konzernweite Intranet unterstützen. Im Ingenieur- und IT-Bereich besteht das Risiko, dass wir gut qualifizierte Kräfte nicht in ausreichender Zahl gewinnen können. Daher sind wir bestrebt, Experten durch eine langfristige Karriereplanung an das Unternehmen zu binden. Zudem unterstützt uns unser Personal- und Hochschulmarketing bei der Gewinnung von Nachwuchskräften. Auszubildende, Trainees und Studierende an Dualen Hochschulen übernehmen wir nach Möglichkeit in feste Arbeitsverhältnisse.

IT

Angesichts des steigenden IT-Einsatzes haben Risiken wie Datenverlust, Hacking und Virenangriffe in den vergangenen Jahren zugenommen. Wir schützen uns durch eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation und eine robuste IT-Infrastruktur mit stets aktuellen Firewall- und Antivirenprogrammen. Zudem nutzen wir Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen, um Ausfälle zu vermeiden. Das Risiko von Hacker- und Ausspähungsangriffen stufen wir als branchenüblich ein.

Umwelt und Arbeitssicherheit

Zum Schutz vor Arbeitsunfällen haben wir umfassende Sicherheitsstandards entwickelt, die in unserer Health & Safety-Richtlinie zusammengefasst sind. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig und kooperieren eng mit unseren Kunden, um eine hohe Arbeitssicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten. Viele Produktionsstandorte wurden in den vergangenen Jahren neu gebaut oder modernisiert, dabei haben wir auch in Maschinen mit hohen Sicherheitsstandards investiert. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe werden nur in begrenztem Umfang verwendet, zum Beispiel bei Versuchen in der Reinigungs- und Lackiertechnik. Beim Emissions- und Arbeitsschutz beachten wir neben gesetzlichen Regelungen auch interne Richtlinien sowie Vorgaben der entsprechenden Zertifizierungssysteme.

WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKOMINIMIERUNG

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss beschrieben. Bitte beachten Sie Textziffer 41 [ S. 198 ]. Die HOMAG Group AG wurde im Jahr 2015 in unser Währungs-, Zins-, Liquiditäts- und Anlagemanagement sowie in das Cash-Pooling-System integriert. Das Management von Fremdwährungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken wird im Dürr-Konzern durch eine spezielle Richtlinie geregelt.# Im Zentrum steht das Finanzrisiko-Komitee, dem der Finanzvorstand, die Leiter von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie die Finanzverantwortlichen der Divisions angehören. Es diskutiert finanzstrategische Fragen und bereitet entsprechende Vorstandsbeschlüsse vor.

Absicherung von Fremdwährungsrisiken

Im Rahmen des Risikomanagements nutzen wir derivative Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken. Meist handelt es sich um Devisentermingeschäfte zur Währungssicherung. Der Nominalwert der Devisenterminkontrakte belief sich Ende 2015 auf 736,0 MIO. € (31.12.2014: 522,0 MIO. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter Textziffer 5 [ S. 119 ] im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind.

Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung haben wir im Geschäftsjahr 2015 nicht eingesetzt.

Fremdwährungsrisiken in Projekten sichern wir in der Regel unmittelbar nach dem Auftragseingang ab. Grundsätzlich vereinbaren wir für jedes Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir angesichts der geringeren Auftragswerte auch Macro Hedges für mehrere Aufträge. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung des operativen Geschäfts und zur Absicherung von Darlehen eingesetzt.

Die Translationsrisiken bei der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro haben im Jahr 2015 zugenommen - auch bei Bereinigung um den Anteil der HOMAG Group. Dies resultierte aus dem Ergebnisanstieg sowie höheren Währungsvolatilitäten. Die exportbedingten Transaktionsrisiken fallen bei Dürr weniger ins Gewicht, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen. Allerdings haben sie durch die Mehrheitsübernahme der HOMAG Group zugenommen, da die HOMAG Group infolge ihres hohen Fertigungsanteils in Deutschland mehr exportiert.

Absicherung von Zinsrisiken

Wir verfolgen eine konservative Zins- und Finanzierungsstrategie mit den Vorgaben langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung besteht hauptsächlich aus der im April 2014 begebenen festverzinslichen Anleihe und der langfristigen Campus-Finanzierung. Insgesamt weist unsere Konzernfinanzierung ein begrenztes Zinsänderungsrisiko auf. Unser Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig identifizieren und ihre Auswirkungen simulieren.

Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell Aufgabe des Konzern-Treasury; ab einer definierten Größenordnung sind Ausnahmen dem Finanzvorstand zur Genehmigung vorzulegen.

Das Risiko, die Pensionsrückstellungen infolge des niedrigen Zinsniveaus anheben zu müssen, hat sich im Geschäftsjahr 2015 reduziert, da der Abzinsungsfaktor in Deutschland von 2,0 % auf 2,4 % gestiegen ist.

Absicherung von Liquiditätsrisiken

Soweit möglich decken wir unseren Liquiditätsbedarf aus dem Cashflow. Bei vorübergehend negativen Cashflows können wir auf den Bestand an flüssigen Mitteln und gegebenenfalls auf die Barlinie des syndizierten Kredits zurückgreifen. Letzteres war im Jahr 2015 nicht erforderlich. Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 61].

Durch unser Cash Pooling können wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften anderen Konzerntöchtern zur Verfügung stellen, sofern dem keine einzelstaatlichen Kapitaltransferbeschränkungen entgegenstehen. Dadurch vermeiden wir die Inanspruchnahme von Krediten und damit verbundene Zinsaufwendungen.

Finanzierungsrisiken

Aus heutiger Sicht bestehen keine Risiken bei der Fremdkapitalversorgung. Unsere im April 2014 emittierte Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Den bis 2020 laufenden syndizierten Kredit der Dürr AG haben wir im ersten Quartal 2016 ohne zusätzliche Kosten um ein Jahr verlängert.

Unsere Anleihebedingungen enthalten die üblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Bei einem Verstoß könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden. Der Vertrag zu unserem syndizierten Kredit sieht die Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl vor. Bei Nichteinhaltung dieses Financial Covenants kann das Bankenkonsortium den Vertrag vorzeitig kündigen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten.

Absicherung von Anlagerisiken

Mithilfe einer Richtlinie für das Financial Asset Management reduzieren wir Anlagerisiken. Sie definiert zum Beispiel die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Wir halten keine Staatsanleihen, deren fristgerechte Rückzahlung unsicher ist. Daher besteht kein erhöhtes Risiko einer außerplanmäßigen Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte oder Finanzanlagen.

RATINGS

Wir lassen keine Ratings zur Bonitätsbewertung durchführen.

Chancen

CHANCENMANAGEMENTSYSTEM

Die fünf Divisions stehen im Zentrum des Chancenmanagementsystems bei Dürr. Im Dialog mit Kunden, Lieferanten und Partnern gewinnen sie Informationen über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Informationen werden zu Chancenkomplexen aggregiert und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichem Potenzial werden in Strategie-Workshops mit dem Vorstand und den Leitern der Divisions analysiert. Die Divisions verankern die gebilligten Chancenkomplexe im Rahmen des Strategie- und Planungsprozesses in ihren jeweiligen strategischen Aktionsplänen. Darüber hinaus definieren sie Budgetziele, Maßnahmen und Zeitpläne. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Leiter der Divisions steuern. Auf Ebene der Dürr AG sind der Vorstand und die Abteilung Unternehmensentwicklung zuständig.

Bei Chancen mit großer strategischer Bedeutung bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse, Organisationsaufbau und - gegebenenfalls - Akquisitionsprozesse. Ein weiterer Baustein des Chancenmanagements ist die Kooperation mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Dadurch können wir wissenschaftliche Fortschritte auf ihre Eignung für unser Geschäft überprüfen. Auch durch gesetzliche Neuregelungen, beispielsweise zu Emissionsschutz und Freihandel, können sich neue Chancen ergeben. Unser Chancenmanagementsystem berücksichtigt sowohl weltweite als auch regionale Geschäftschancen sowie Potenziale mit bestimmten Produkten, Kunden und Geschäftsmodellen.

CHANCENPOTENZIAL

In der Geschäftsplanung für 2016 und der strategischen Planung bis 2019 haben wir das Umsatz- und Ertragspotenzial, das sich aus den Chancen ergeben kann, realistisch veranschlagt. Sollten wir die sich bietenden Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten im Jahr 2016 der Umsatz um bis zu 5 % und das EBIT um bis zu 11 % höher ausfallen als in der Planung beziehungsweise im Ausblick angenommen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Zusatzpotenziale bei Umsatz und EBIT nur im besten Fall ausgeschöpft werden können.

STRATEGISCHE CHANCEN

  • Wachstum in den Emerging Markets: Die Automobilindustrie ist ein Wachstumsmarkt, im Zeitraum 2015 bis 2020 erwarten Experten ein weltweites Produktionsplus von durchschnittlich 4 %. In Emerging Markets wie China, Mexiko oder Indien wird der Zuwachs voraussichtlich deutlich höher ausfallen. Davon können wir aufgrund unserer starken Präsenz vor Ort profitieren.
  • Industrie 4.0: Das Thema Industrie 4.0 [ S. 224 ] bietet beträchtliche Chancen für Dürr. Durch die Übernahme der iTAC Software AG haben wir unsere vorhandenen Kompetenzen auf diesem Gebiet erheblich ausgebaut. iTAC ist einer der führenden Anbieter von Manufacturing-Execution-Systemen (MES) [ S. 224 ] - einem der wesentlichen Bestandteile von Industrie 4.0. Die MES-Software von iTAC entspricht dem neuesten Stand der Technik und ermöglicht eine durchgängige Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Fabriken. Beides wird für unsere Kunden beim Kauf von Produktionsanlagen immer wichtiger.
  • HOMAG Group: Die Übernahme der HOMAG Group eröffnet Dürr zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale, die wir durch das Optimierungsprogramm FOCUS erschließen. Durch FOCUS soll der Umsatz der HOMAG Group bis zum Jahr 2020 auf 1,25 MRD. € steigen, während die EBIT-Marge 8 bis 10 % erreichen soll. Das Programm umfasst die Optimierung von Prozessen, IT, Unternehmensorganisation und Produktspektrum. Zugleich zielt es auf Wachstum in China und den USA, im Service und im Projektgeschäft ab.
  • Service: Mit jeder verkauften Anlage und Maschine wächst unsere installierte Basis und damit das Potenzial im Service-Geschäft. Um dieses Potenzial effektiv auszuschöpfen, haben wir unsere Strukturen und Prozesse im Service mithilfe des Programms CustomerExcellence @Dürr optimiert. Auf dieser Basis wollen wir den Service-Anteil am Konzernumsatz von 23,5 % (2015) auf bis zu 30 % erhöhen.
  • Wachsendes Modernisierungsgeschäft: Das Geschäft mit Anlagenmodernisierungen wächst. Angesichts schnell umsetzbarer Produktivitätssteigerungen und kurzer Payback-Zeiten nimmt die Bereitschaft unserer Kunden zu Modernisierungsinvestitionen zu. Das gilt auch für China, wo immer mehr Anlagen mittlerweile Modernisierungsbedarf aufweisen.
  • Langfristige Finanzierung: Unsere Finanzierung ist bis 2021 gesichert. Dadurch können wir uns auf das operative Geschäft konzentrieren, zugleich verfügen wir über finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns.
  • Interne Effizienzsteigerung: Wir überprüfen regelmäßig unsere internen Prozesse, Strukturen und Systeme. In allen Divisions laufen derzeit Optimierungsprogramme, um die Effizienz weiter zu steigern.

CHANCEN IN DEN DIVISIONS

Paint and Final Assembly Systems sieht Ergebnispotenziale durch Volumeneffekte sowie durch das laufende Effizienzsteigerungsprogramm.# In Nordamerika bieten sich mit Blick auf das hohe Alter vieler Anlagen gute Chancen im Service- und Modernisierungsgeschäft. Seine gute Präsenz in Südostasien will Paint and Final Assembly Systems nutzen, um das Geschäft mit der dort dominierenden japanischen Automobilindustrie auszubauen. Application Technology wird die Expansion in die allgemeine Industrie fortsetzen und will in diesem Bereich bis 2020 rund 50 MIO. € Umsatz erwirtschaften. Im Automobilgeschäft will die Division das Geschäft mit japanischen Automobilherstellern ausbauen, dazu soll auch unser neues Testzentrum in Tokio beitragen. Als Roboterspezialist kann Application Technology im Neu- und Modernisierungsgeschäft von zwei übergeordneten Trends profitieren: der Vollautomatisierung des Lackierprozesses (inklusive Fahrzeuginnenlackierung) sowie der Typ- und Volumenflexibilisierung in der Produktion. In der Klebetechnik [ S. 224 ] bieten sich Chancen, da die Automobilindustrie verstärkt auf Klebetechnologien anstelle des herkömmlichen Schweißens setzt. Measuring and Process Systems sieht insbesondere in Nordamerika Chancen im Geschäft mit Auswuchttechnik für Turbolader. In der Befülltechnik [ S. 224 ] dürfte die Umstellung auf das natürliche Kältemittel R744 die Nachfrage unterstützen. Zudem ist die Division im Befülltechnik-Wachstumsmarkt Asien gut aufgestellt, nicht zuletzt durch ihre lokale Fertigung in China. In der Prüftechnik [ S. 224 ] bieten sich Chancen im wachsenden Geschäft mit der Nutzfahrzeugindustrie. In der industriellen Reinigungstechnik [ S. 224 ] bestehen drei Chancenkomplexe: ein junges, modulares Produktspektrum, der Ausbau der Produktion in Asien und Osteuropa für das Low-End-Geschäft und die Expansion im neuen Geschäftsfeld Oberflächenbearbeitung. Clean Technology Systems erwartet deutlich steigende Investitionen von Kunden in China. Dort rückt der Emissionsschutz immer stärker in den Fokus. Zuletzt verabschiedete die Regierung einen "Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung und Überwachung der Luftverschmutzung". In China besteht auch das größte Potenzial für das Geschäftsfeld VAM (Ventilation Air Methane), in dem Clean Technology Systems Anlagen zur Reinigung und Verstromung methanhaltiger Grubenabluft anbietet. 2015 konnte die Division in der Provinz Shanxi ein großes VAM-Referenzprojekt erfolgreich abschließen. Effizienzgewinne erwartet die Division durch ein laufendes Optimierungsprogramm. Woodworking Machinery and Systems sieht umfangreiches Potenzial für Wachstum und Optimierung mithilfe des Programms FOCUS. Die größten Wachstumschancen bestehen in China und den USA sowie im Service und im Projektgeschäft. Der Trend zur Individualisierung beim Möbelkauf sollte weiteres Geschäftspotenzial für intelligente Losgröße-1-Anlagen bieten. Woodworking Machinery and Systems ist in diesem Bereich gut aufgestellt, weil die Division die digitale Vernetzung komplexer Produktionslinien beherrscht. Ergebnischancen resultieren aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung von Produktprogramm und Prozessen sowie aus der Globalisierung der Wertschöpfung.

Prognose

WELTKONJUNKTUR: 3,1 % BIP-WACHSTUM ERWARTET

Für das Jahr 2016 prognostizieren Experten, dass das weltweite BIP trotz geopolitischer und konjunktureller Risiken erneut um 3,1 % zunimmt. Dafür sprechen das niedrige Zinsniveau, das Preistief bei Öl und Rohstoffen und das weiterhin ausgeprägte Konsumentenvertrauen. In den USA beeinträchtigt der Dollar-Anstieg den Export, daher dürfte sich das Wirtschaftswachstum abschwächen. Die Eurozone wird ihren wirtschaftlichen Erholungskurs voraussichtlich mit moderatem Tempo fortsetzen. Das BIP-Wachstum in Deutschland dürfte knapp 2 % erreichen, für die Emerging Markets werden gut 4 % vorhergesagt. China und Indien dürften Wachstumsraten von jeweils rund 7 % erzielen. Für Japan wird eine anhaltend moderate BIP-Zunahme von etwa 0,9 % erwartet. Eine Übersicht zu den Wachstumsprognosen für 2016 und 2017 gibt Tabelle 2.60.

2.60 - WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT

scroll Veränderung gegenüber Vorjahr, % 2015 2016 2017
Welt 3,1 3,1 3,7
Eurozone 1,5 1,6 1,5
USA 2,4 1,2 2,2
China 6,9 6,7 6,7
Indien 7,3 7,5 7,8
Brasilien -3,7 -2,4 1,0
Japan 0,7 0,9 0,7
Quelle: Deutsche Bank 02/2016

Viele Notenbanken dürften ihre expansive Geldpolitik fortsetzen, da sie weiterhin konjunkturellen Stützungsbedarf sehen; zudem ist die Inflation angesichts der niedrigen Energie- und Rohstoffpreise gering. In den USA ist allerdings damit zu rechnen, dass die Federal Reserve ihren Kurs einer moderaten Zinserhöhung fortsetzt.

AUTOMOBILPRODUKTION: 4,9 % WACHSTUM IN AUSSICHT

PricewaterhouseCoopers (PwC) erwartet, dass die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2016 um 4,9 % zunimmt - unter dieser Annahme würde sich die Wachstumsrate gegenüber 2015 (+ 2,4 %) verdoppeln. Die niedrigen Kraftstoffpreise und Finanzierungskosten dürften die Automobilnachfrage weiterhin positiv beeinflussen. Bei Pkws und leichten Nutzfahrzeugen ist 2016 mit einem weltweiten Produktionsvolumen von knapp 93 MIO. Einheiten zu rechnen. Der Anteil Chinas wird voraussichtlich rund 27 % betragen, dort dürfte der Zuwachs mehr als 8 % erreichen, nachdem er 2015 auf 5,4 % gesunken war. Der Automobilabsatz in China dürfte weiter von den Steuervergünstigungen profitieren, die im Oktober 2015 eingeführt wurden. Bis Ende 2016 gilt beim Kauf von Autos mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern ein halbierter Mehrwertsteuersatz. In den USA hat sich das Produktionsvolumen seit dem Tief des Jahres 2009 mehr als verdoppelt und mit 11,9 MIO. Einheiten ein historisch hohes Niveau erreicht. Angesichts dessen dürfte der Zuwachs im Jahr 2016 mit 2,5 % etwas geringer ausfallen als in den Vorjahren. Westeuropa sollte das mittlerweile erreichte Produktionsvolumen von 14,5 MIO. Einheiten behaupten können. Im russischen und brasilianischen Markt erwarten wir im laufenden Jahr keine Wachstumsimpulse. Dagegen dürfte Indien seinen Erholungskurs fortsetzen, PwC stellt dort für 2016 einen Produktionszuwachs von gut 13 % auf 4,3 MIO. Einheiten in Aussicht. Längerfristig sieht PwC für die Automobilindustrie anhaltend gute Wachstumschancen. Für den Zeitraum 2015 bis 2020 wird ein durchschnittliches weltweites Produktionswachstum von 4 % pro Jahr angenommen.

BRANCHENVERBAND SIEHT GEDÄMPFTE PERSPEKTIVEN IM MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Nach Einschätzung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dürfte die Produktion der Branche im Jahr 2016 trotz des schwächeren Euros konstant bleiben. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet, dass die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland im Jahr 2016 um 3,4 % zunehmen, im Jahr 2015 lag das Plus bei 4,5 %. Die globale Möbelindustrie wächst nach einer Studie des Centre for Industrial Studies (CSIL) ungefähr im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft. 2016 dürfte das weltweite Nachfrageplus 3,6 % erreichen, für China wird beim Möbelabsatz ein Zuwachs von 6 % prognostiziert.

AUTOMOBILINDUSTRIE BLEIBT WICHTIGSTE ABNEHMERBRANCHE

Im Jahr 2015 ist das für uns relevante Projekt- und Investitionsvolumen der Automobilindustrie leicht zurückgegangen. Maßgeblich dafür waren die Marktschwäche in Russland und Brasilien sowie das relativ moderate Wachstum des Automobilabsatzes in China. Für 2016 erwarten wir ein Projekt- und Investitionsvolumen auf dem Niveau des Jahres 2015. Die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilhersteller sind Kapazitätsbedarf und Stückkostensenkungen durch effizientere und flexiblere Produktionsanlagen. Wir erwarten, dass die Automobilindustrie mit einem Umsatzanteil von rund 60 % auch in den kommenden Jahren unsere wichtigste Kundengruppe bleibt. Die Absatzchancen der Automobilhersteller bewerten wir nach wie vor positiv. Im Investitionsverhalten der Branche nehmen wir eine Verschiebung wahr: Die Investitionen in den Bau neuer Werke (Greenfield-Projekte) gehen vorübergehend etwas zurück. Denn in den vergangenen Jahren sind insbesondere in China zahlreiche Automobilfabriken entstanden, deren Kapazitäten erst ausgelastet werden müssen. Gleichzeitig verzeichnen wir einen Anstieg der Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen (Brownfield-Projekte), da die installierte Basis wächst und älter wird. Diese gegenläufigen Trends bei Greenfield- und Brownfield-Investitionen sollten sich in etwa ausgleichen.

2.61 - PRODUKTION PKWS UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE IN MIO. EINHEITEN (Veränderung gegenüber Vorjahr)

scroll 2015 2016¹ 2017¹ 2018¹ 2019¹ 2020¹
Region
Nordamerika 17,5 18,0 18,2 18,7 19,6 20,1
(2,3 %) (2,9 %) (1,1 %) (2,7 %) (4,8 %) (2,6 %)
Mercosur 3,1 3,2 3,6 3,8 3,9 3,9
(-18,4 %) (3,2 %) (12,5 %) (5,6 %) (2,6 %) (0,0 %)
Westeuropa 14,5 14,5 14,9 15,6 16,0 15,9
(9,8 %) (0,0 %) (2,8 %) (4,7 %) (2,6 %) (-0,6 %)
Osteuropa 6,7 7,0 7,2 7,5 7,7 8,1
(-1,5 %) (4,5 %) (2,9 %) (4,2 %) (2,7 %) (5,2 %)
Asien 44,5 47,7 50,8 53,3 55,5 56,9
(2,3 %) (7,2 %) (6,5 %) (4,9 %) (4,1 %) (2,5 %)
davon China 23,3 25,3 27,2 29,0 30,1 31,2
(5,4 %) (8,6 %) (7,5 %) (6,6 %) (3,8 %) (3,7 %)
Sonstige 2,1 2,3 2,3 2,5 2,8 2,9
(10,5 %) (9,5 %) (0,0 %) (8,7 %) (12,0 %) (3,6 %)
Gesamt 88,4 92,7 97,0 101,4 105,5 107,8
(2,4 %) (4,9 %) (4,6 %) (4,5 %) (4,0 %) (2,2 %)
Region CAGR² 2015-2020
Nordamerika 2,8 %
Mercosur 4,7 %
Westeuropa 1,9 %
Osteuropa 3,9 %
Asien 5,0 %
davon China 6,0 %
Sonstige 6,7 %
Gesamt 4,0 %
1 Prognose
2 CAGR = Compound Annual Growth Rate (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate)
Quelle: PwC 01/2016, eigene Schätzungen

UMSATZZIEL 2016: 3,4 BIS 3,6 MRD. €

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten haben in den vergangenen Monaten zugenommen, dies erschwert die Geschäftsprognose. Die folgende Prognose für 2016 setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin positiv entwickelt und keine stärkere Konjunkturabkühlung eintritt. In den kommenden Jahren streben wir ein organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 3 % p.a. an. Für 2016 erwarten wir aus heutiger Sicht einen Umsatz von 3,4 bis 3,6 MRD.# 2.62 - AUSBLICK KONZERN

2015 Ziel 2016
Auftragseingang (Mio. €) 3.467,5 3.300 bis 3.600
Auftragsbestand (31.12.) 2.465,7 2.200 bis 2.600
Umsatz (Mio. €) 3.767,1 3.400 bis 3.600
EBIT-Marge (%) 7,1 7,0 bis 7,5
ROCE (%) 45,3 30 bis 40
Finanzergebnis -23,3 Mio. € verbessert
Steuerquote (%) 31,9 ca. 30
Ergebnis nach Steuern 166,6 Mio. € leicht steigend
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 173,0 Mio. € steigend
Free Cashflow 62,8 Mio. € steigend
Nettofinanzstatus (31.12.) 129,4 Mio. € 130 bis 230
Liquidität (31.12.) 435,6 Mio. € 440 bis 540 1
Investitionen2 102,3 Mio. € 90 bis 100

1 vor geplanter Emission eines Schuldscheindarlehens über 250 bis 300 MIO. €
2 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)

LEICHT STEIGENDES ERGEBNIS NACH STEUERN ERWARTET

Das EBIT soll 2016 aus heutiger Sicht ungefähr das Rekordniveau des Jahres 2015 erreichen. Die EBIT-Marge dürfte erneut zwischen 7,0 und 7,5 % liegen. Das Finanzergebnis wird sich 2016 verbessern. Ein Grund dafür ist, dass sich die im Zinsergebnis berücksichtigten Aufwendungen infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG verringern werden. Zudem sparen wir rund 2,3 MIO. € durch die im Mai 2015 vorgenommene Integration der HOMAG Group in den Dürr-Finanzierungsverbund. Für das erste Halbjahr 2016 planen wir die Emission eines Schuldscheindarlehens über voraussichtlich 250 bis 300 MIO. €, nähere Informationen dazu finden Sie im Unterkapitel "Liquidität, Eigenkapital und Finanzierung". Dies wird das Zinsergebnis jedoch nur moderat belasten und der Verbesserung des Finanzergebnisses nicht im Wege stehen. Die Steuerquote wird 2016 nach den Sondereffekten des Vorjahres voraussichtlich wieder auf das Normalniveau von rund 30 % zurückgehen. Vor diesem Hintergrund ist mit einem leicht steigenden Ergebnis nach Steuern zu rechnen. Unsere langfristige Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 30 bis 40 % des Konzerngewinns vor. Der Dividendenvorschlag für 2015 entspricht einer Ausschüttungsquote von 38 %. 2016 soll die Quote ungefähr konstant bleiben, die Dividende soll leicht zunehmen. Der ROCE [ S. 225 ] soll 2016 30 bis 40 % erreichen, obwohl wir einen leichten Net-Working-Capital-Anstieg und damit ein höheres Capital Employed [ S. 225 ] erwarten.

2.63 - AUSBLICK DIVISIONS

DIVISIONS

Paint and Final Assembly Systems

Der Umsatz von Paint and Final Assembly Systems wird sich nach dem Sondereffekt des Vorjahres normalisieren und 2016 voraussichtlich 1.100 bis 1.200 MIO. € erreichen. Die Division erwartet eine EBIT-Marge von 6,75 bis 7,25 %. Der ROCE wird voraussichtlich wieder größer 100 % sein, da das Capital Employed aufgrund hoher Abschlags- und Fortschrittszahlungen negativ bleiben sollte.

Application Technology

Der Umsatz von Application Technology dürfte im Jahr 2016 bei 530 bis 600 MIO. € liegen. Die EBIT-Marge der Division soll in etwa das Vorjahresniveau erreichen.

Division Umsatz (Mio. €) 2015 Umsatz (Mio. €) Ziel 2016 Auftragseingang (Mio. €) 2015 Auftragseingang (Mio. €) Ziel 2016 EBIT-Marge (%) 2015 EBIT-Marge (%) Ziel 2016
Paint and Final Assembly Systems 1.364,6 1.100 bis 1.200 1.125,5 950 bis 1.150 7,3 6,75 bis 7,25
Application Technology 599,7 530 bis 600 538,3 530 bis 600 10,1 9,5 bis 10,5
Measuring and Process Systems 603,7 550 bis 600 578,2 525 bis 575 11,6 10 bis 11
Clean Technology Systems 159,2 180 bis 200 166,3 180 bis 200 3,6 3,5 bis 4,5
Woodworking Machinery and Systems 1.039,3 1.000 bis 1.100 1.058,4 1.000 bis 1.100 3,5 5,0 bis 6,0
Division ROCE (%) 2015 ROCE (%) Ziel 2016
Paint and Final Assembly Systems > 100 1 > 100 1
Application Technology 32,3 25 bis 30
Measuring and Process Systems 24,6 20 bis 25
Clean Technology Systems 11,7 15 bis 20
Woodworking Machinery and Systems 8,9 10 bis 15

1 negatives Capital Employed

Measuring and Process Systems

Bei Measuring and Process Systems ist ein Umsatz von 550 bis 600 MIO. € zu erwarten. Die EBIT-Marge soll sich zwischen 10 und 11 % bewegen.

Clean Technology Systems

Die Division Clean Technology Systems erwartet, dass Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2016 weiter wachsen und ein Niveau von jeweils 180 bis 200 MIO. € erreichen, dazu soll vor allem das Geschäft in China und Nordamerika beitragen. Der Zielkorridor für die EBIT-Marge beträgt 3,5 bis 4,5 %.

Woodworking Machinery and Systems

Bei Woodworking Machinery and Systems dürften Auftragseingang und Umsatz 2016 leicht wachsen, aber im Korridor von 1.000 bis 1.100 MIO. € bleiben. Das Ziel für die EBIT-Marge ist eine weitere Verbesserung auf 5,0 bis 6,0 %, eine wichtige Grundlage dafür ist das Optimierungsprogramm FOCUS. In den Folgejahren soll die EBIT-Marge schrittweise weiter steigen, um 2020 das Zielniveau von 8 bis 10 % zu erreichen. Die Effekte aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group, die im EBIT von Woodworking Machinery and Systems enthalten sind, werden sich 2016 auf rund 9 MIO. € halbieren. Auch die Sonderaufwendungen im Rahmen von FOCUS dürften abnehmen. Der ROCE von 10 bis 15 % ist ein Zwischenziel und wird im Zuge der angestrebten EBIT-Verbesserung ebenfalls weiter steigen.

Im Jahr 2016 dürften sich die Kosten auf Ebene der Divisions ähnlich wie im Konzern entwickeln. Die Kostenstrukturen der einzelnen Divisions unterscheiden sich jedoch. Zum Beispiel machen die Personalkosten in der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems nur etwa 15 % des Umsatzes aus, in den Maschinenbau-Divisions sind es aufgrund der höheren Wertschöpfung rund 30 %.

CASHFLOW

Für 2016 rechnen wir mit einem steigenden operativen Cashflow, wenngleich die Zunahme durch eine leichte Ausweitung des Net Working Capital [ S. 225 ] begrenzt werden dürfte. Der um Net-Working-Capital-Schwankungen bereinigte operative Cashflow sollte erneut 250 bis 300 MIO. € betragen. Der Free Cashflow [ S. 225 ] wird 2016 voraussichtlich ebenfalls steigen. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften sowohl den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) als auch die Dividendenausschüttung gut abdecken. Auch für einen möglichen Aktienrückkauf stünden ausreichend Mittel zur Verfügung. Hierzu bestehen jedoch keine Festlegungen, zudem ist im ersten Schritt eine Ermächtigung durch die Hauptversammlung 2016 erforderlich.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden 2016 voraussichtlich etwas geringer ausfallen als im Vorjahr (102,3 MIO. €). Die umfangreichsten Einzelprojekte sind die Fertigstellung des Standorts Southfield (USA) und das Campus-Projekt in Schanghai. Rund 45 % der Gesamtinvestitionen dürften auf Standortprojekte entfallen, etwa 55 % sollen in Ersatzbeschaffungen fließen. Ab 2017 rechnen wir mit einem normalisierten Investitionsvolumen von unter 80 MIO. € pro Jahr. Weitere Firmen- und Technologieakquisitionen zur Arrondierung unseres Portfolios sind Teil unserer Strategie. Sollten sich passende Gelegenheiten ergeben, werden wir diese 2016 nutzen Zur Finanzierung können wir auf die hohen liquiden Mittel und den Cashflow zurückgreifen.

LIQUIDITÄT, EIGENKAPITEL UND FINANZIERUNG

Für das Jahresende 2016 planen wir derzeit einen Nettofinanzstatus [ S. 225 ] zwischen 130 und 230 MIO. €. Dabei sind mögliche Akquisitionen nicht berücksichtigt. Bei der Liquidität erwarten wir einen Anstieg auf 440 bis 540 MIO. € durch die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft. Im ersten Halbjahr 2016 planen wir die Emission eines Schuldscheindarlehens über voraussichtlich 250 bis 300 MIO. €. Damit wollen wir das niedrige Zinsniveau nutzen und uns eine zusätzliche Liquiditätsreserve sichern. Informationen zu den voraussichtlichen Auszahlungen aus den Finanzverbindlichkeiten und den derivativen Finanzinstrumenten enthält Textziffer 41 [ S. 198 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Das Eigenkapital sollte sich im Jahr 2016 durch den einbehaltenen Gewinnanteil deutlich erhöhen. Voraussichtlich werden wir die Barlinie des syndizierten Kredits allenfalls vorübergehend nutzen, um Net-Working-Capital-Schwankungen auszugleichen. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht Teil unserer Finanzierungsüberlegungen. Durch die bestehende Finanzierung und das geplante Schuldscheindarlehen sind wir bis 2021 stabil finanziert.

MITARBEITER

Der Mitarbeiterzahl des Konzerns wird 2016 voraussichtlich um 3 % steigen und damit die Marke von 15.000 Beschäftigten überschreiten. Der Anteil der in den Emerging Markets angestellten Mitarbeiter wird aller Voraussicht nach auf über 30 % anwachsen. In den etablierten Märkten ist allenfalls in Deutschland ein moderater Ausbau des Mitarbeiterstamms geplant.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir planen für 2016 eine weitere Anhebung der F&E-Aufwendungen, auch die Mitarbeiterzahl im F&E-Bereich soll steigen.# Ein Schwerpunkt unserer Innovationsarbeit wird auf dem Thema Industrie 4.0 [ S. 224 ] liegen.

Weitere Fokusthemen sind die Automatisierung und Flexibilisierung von Produktionsprozessen, um Stückkostensenkungen für unsere Kunden zu ermöglichen.

2017: ANHALTEND HOHES AUFTRAGSVOLUMEN

Aus heutiger Sicht erwarten wir, dass das Auftragsvolumen 2017 das hohe Niveau des Jahres 2016 erreichen wird. Diese Prognose setzt voraus, dass sich das weltwirtschaftliche Umfeld nicht verschlechtert. Der operative Cashflow und der Free Cashflow [ S. 225 ] dürften klar positiv ausfallen. Wir werden unsere Prognose für 2017 zu gegebener Zeit präzisieren.

ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Unsere Geschäftsplanung für 2016 und 2017 setzt voraus, dass die Weltwirtschaft weiter stabil wächst und die Automobilproduktion in beiden Jahren um jeweils knapp 5 % steigt. Die Investitionen der Automobilindustrie dürften 2016 und 2017 ihr hohes Niveau beibehalten. Wir rechnen mit einer Nachfrageverschiebung hin zu mehr Modernisierungsinvestitionen, da viele Automobilwerke nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik sind. Durch Modernisierungen lassen sich Effizienzpotenziale mit überschaubaren Investitionen und kurzen Pay-back-Zeiten erschließen. Die Greenfield-Investitionen in neue Fabriken dürften etwas abnehmen und sich vor allem auf die Emerging Markets konzentrieren. China wird auf lange Sicht der wichtigste Markt der Automobilindustrie und der Möbelindustrie bleiben. Beide Branchen dürften ihre Produktion in China in den kommenden Jahren um durchschnittlich rund 6 % steigern.

Der Konzernumsatz dürfte 2016 zwischen 3,4 und 3,6 Mrd. € betragen und damit ungefähr das um Sondereffekte bereinigte Niveau des Jahres 2015 erreichen. Das EBIT soll aus heutiger Sicht in etwa das Vorjahresniveau erreichen, die EBIT-Marge dürfte erneut zwischen 7,0 und 7,5 % liegen. Nach Steuern erwarten wir einen leichten Ergebnisanstieg, da die Sonderaufwendungen infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG abnehmen werden und die Steuerquote leicht sinken dürfte. Der Cashflow dürfte 2016 steigen, für den Nettofinanzstatus planen wir am Jahresende eine Bandbreite von 130 bis 230 MIO. €.

Unser Dividendenvorschlag für 2015 (1,85 € je Aktie) entspricht einer Ausschüttungsquote von 38 % des Konzerngewinns. Auch im Folgejahr streben wir eine Quote in dieser Größenordnung an, folglich soll die Dividende für 2016 ungefähr parallel zum Ergebnis nach Steuern steigen. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Märkten blicken wir wachsam, aber durchaus zuversichtlich auf die Jahre 2016 und 2017.

Besonders im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie spüren wir nach den überaus starken Jahren 2012 bis 2014 wieder einen anziehenden Wettbewerbs- und Margendruck. Darauf haben wir uns mit Programmen zur Effizienzsteigerung und dem Ausbau des margenstarken Service-Geschäfts vorbereitet. Zudem verfügt die HOMAG Group über weiteres Ertragssteigerungspotenzial und wird ihren Ergebnisbeitrag sukzessive erhöhen. Alle fünf Divisions werden ihren Innovationskurs fortsetzen. Den Megatrend Industrie 4.0 begreifen wir als Chance: Wir verfügen über breite Kompetenz in den Bereichen virtuelle Prozesse, Smart Products und Smart Services. Durch die Akquisition des Software-Hauses iTAC haben wir einen der führenden Hersteller von Manufacturing-Execution-Systemen [ S. 224 ] in den Konzern eingebunden. Dürr verbindet Know-how in den Wachstumssektoren Automatisierung und Digitalisierung. Damit sind wir gut gerüstet, um die technologische Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau in den kommenden Jahren als einer der führenden Player mitzugestalten.

DÜRR AG (HGB)

Der Jahresabschluss der Dürr AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Dürr AG umfasst als Holding-Gesellschaft die Zentralfunktionen des Konzerns und betreibt keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die Dürr AG hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 123 Gesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Dürr AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Kapitel Konjunktur und Branchenumfeld [ S. 44] beschrieben sind.

ERTRAGSLAGE

Die der Dürr AG zugeflossenen Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht und erreichten im Jahr 2015 151,2 MIO. €. Dies resultierte einerseits aus dem hohen Ergebnis der Dürr Systems GmbH, das sich aus einer guten operativen Performance sowie hohen Dividendenerträgen der chinesischen Tochtergesellschaft speiste. Andererseits machte sich der Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrags mit der Carl Schenck AG bemerkbar. Deren Ergebnis war im Vorjahr noch als phasengleich vereinnahmte Dividende in der Position Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen worden. Da in dieser Position im Berichtsjahr keine Dividendenerträge gebucht wurden, entspricht das Beteiligungsergebnis der Dürr AG mit 151,2 MIO. € exakt den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erhöhte sich von 6,0 MIO. € auf 21,1 MIO. €. Maßgeblich dafür waren höhere Umlagezahlungen von Tochtergesellschaften und der Wegfall von Rechts- und Beratungskosten, die im Vorjahr bei der Akquisition der HOMAG Group angefallen waren. Darüber hinaus enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr Transaktionskosten, die bei der Begebung der Anleihe und dem Abschluss des Konsortialkredits im Jahr 2014 angefallen waren.

Der Personalaufwand stieg im Jahr 2015 um 20,1 %. Ausschlaggebend dafür war vor allem, dass einige Funktionen des zentralen Personalbereichs in die Dürr AG umgegliedert wurden. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2015 aufgrund der günstigeren Finanzierungsstruktur um 2,1 MIO. €. Im Vorjahr hatte es einmalig Aufwendungen für zwei Unternehmensanleihen enthalten: die im April 2014 emittierte neue Anleihe und die im September 2014 zurückgezahlte Altanleihe aus dem Jahr 2010.

Der Anstieg der Steuern von 6,1 auf 26,9 MIO. € ist ebenfalls eine Folge des Ergebnisabführungsvertrags mit der Carl Schenck AG. Durch den Vertrag gehört Schenck dem steuerlichen Organkreis der Dürr AG an; in den Vorjahren hatte Schenck bereits versteuerte Dividenden an die Dürr AG ausgeschüttet. Der Jahresüberschuss in Höhe von 119,5 MIO. € deckt die vorgeschlagene Dividendenausschüttung von 64,0 MIO. € komfortabel ab.

2.64 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)

Mio. € 2015 2014
Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen 151,2 47,5
Erträge aus Beteiligungen - 42,7
Beteiligungsergebnis 151,2 90,2
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 21,1 6,0
Personalaufwand -17,0 -14,2
Abschreibungen -0,9 -0,4
Finanzergebnis -8,0 -10,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 146,4 71,6
Steuern -26,9 -6,1
Jahresüberschuss 119,5 65,5
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 226,0 217,6
Bilanzgewinn 345,5 283,1

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme der Dürr AG stieg zum 31. Dezember 2015 um 4,9 % auf 1.184,3 MIO. €. Im Anlagevermögen erhöhten sich die Finanzanlagen auf 782,5 MIO. €, da die Dürr AG 37,7 MIO. € in die Kapitalrücklage der mit ihr verbundenen Dürr Technologies GmbH einzahlte. Die Dürr Technologies GmbH verwendete die Mittel für die Akquisition der iTAC Software AG im Dezember 2015.

Im Umlaufvermögen ist ein Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 152,4 MIO. € auf 231,1 MIO. € zu verzeichnen. Diese Position enthält hohe Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen, vor allem gegenüber der Dürr Systems GmbH und der Carl Schenck AG.

Die flüssigen Mittel sanken gegenüber dem Bilanzstichtag 2014 um 51,0 MIO. € auf 154,7 MIO. €. Dies resultiert zum einen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage der Dürr Technologies GmbH. Zum anderen stiegen die Ausleihungen im Rahmen des Cash-Pooling-Systems der Dürr AG, an dem die HOMAG Group im Jahr 2015 erstmals beteiligt wurde.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 345,5 MIO. € wurde im Wesentlichen durch die Dividendenausschüttung für 2014 und den hohen Jahresüberschuss beeinflusst. Die Zunahme der Rückstellungen auf 19,6 MIO. € geht vor allem auf steigende Steuerrückstellungen infolge des höheren Ergebnisses zurück.

2.65 - BILANZ EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB)

Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 10,4 11,1
Sachanlagen 0,3 0,1
Finanzanlagen 782,5 748,3
793,2 759,5
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 231,1 152,4
Wertpapiere 0 5,0
Flüssige Mittel 154,7 205,7
Rechnungsabgrenzungsposten, Sonstiges 5,3 6,1
391,1 369,2
Summe Aktiva 1.184,3 1.128,7
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 88,6 88,6
Kapitalrücklage 156,2 156,2
Bilanzgewinn 345,5 283,1
590,3 527,9
Fremdkapital
Rückstellungen 19,6 14,9
Verbindlichkeiten 574,3 585,9
593,9 600,8
Summe Passiva 1.184,3 1.128,7

RISIKEN UND CHANCEN

Die Dürr AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu den Risiko-, Chancen und Prognosebericht [ S. 81 ]. Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften existieren.

PROGNOSE

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Dürr AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht. Der vollständige Einzelabschluss der Dürr AG findet sich auf den Investor-Relations-Seiten von www.durr.com/de unter "Finanzberichte".

Bietigheim-Bissingen, 8. März 2016

Dürr Aktiengesellschaft

Der Vorstand

RALF W. DIETER RALPH HEUWING

3.1 - KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

  1. Januar bis 31.# Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart

3.2 - KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

  1. Januar bis 31. Dezember 2015
Tsd. € ANHANG 2015 2014
Umsatzerlöse (8) 3.767.094 2.574.907
Umsatzkosten (9) -2.939.111 -1.983.837
Bruttoergebnis vom Umsatz 827.983 591.070
Vertriebskosten (10) -282.739 -171.394
Allgemeine Verwaltungskosten (11) -186.544 -132.678
Forschungs- und Entwicklungskosten (12) -97.115 -55.397
Sonstige betriebliche Erträge (14) 76.728 37.239
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -70.527 -47.927
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 267.786 220.913
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen (16) 1.576 1.429
Sonstiges Beteiligungsergebnis 358 49
Zinsen und ähnliche Erträge (17) 8.246 8.686
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) -33.454 -26.356
Ergebnis vor Ertragsteuern 244.512 204.721
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) -77.950 -54.422
Ergebnis des Dürr-Konzerns 166.562 150.299
Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5.002 453
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 161.560 149.846
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) 4,67 4,33

3.2 - KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

  1. Januar bis 31. Dezember 2015
Tsd. € ANHANG 2015 2014
Ergebnis des Dürr-Konzerns 166.562 150.299
Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen (26) 3.703 -15.153
darauf entfallende latente Steuern (26) -1.319 4.194
Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (26) -1.961 -7.883
Gewinne/Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren (26) -6 29
Ergebniswirksame Reklassifizierungen aus Währungsumrechnung (26) - -4
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (26) 18.866 30.840
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer at equity bilanzierter Unternehmen (26) 1.992 136
darauf entfallende latente Steuern (26) 407 2.332
Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern (26) 21.682 14.491
Gesamtergebnis nach Steuern 188.244 164.790
Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 4.018 1.587
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 184.226 163.203

3.3 - KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2015

AKTIVA Tsd. € ANHANG 31.12.2015 31.12.2014
Geschäfts- oder Firmenwerte (19, 43) 415.162 397.311
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (19, 43) 233.744 220.545
Sachanlagen (19, 43) 394.716 362.072
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (19, 43) 21.261 21.601
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (20, 43) 28.222 24.587
Übrige Finanzanlagen (20, 43) 41.407 41.854
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 560 1.759
Ertragsteuerforderungen (18) 573 1.190
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 7.910 6.684
Sonstige Vermögenswerte (24) 555 3.042
Latente Steuern (18) 35.535 41.030
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 2.391 2.501
Langfristige Vermögenswerte 1.182.036 1.124.176
Vorräte und geleistete Anzahlungen (21) 386.740 364.846
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 895.752 849.443
Ertragsteuerforderungen (18) 20.981 11.343
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 24.600 53.606
Sonstige Vermögenswerte (24) 29.144 36.819
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 435.633 521.957
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 5.461 5.356
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (25) 6.315 8.578
Kurzfristige Vermögenswerte 1.804.626 1.851.948
Summe Aktiva Dürr-Konzern 2.986.662 2.976.124

3.3 - KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2015

PASSIVA Tsd. € ANHANG 31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital (26) 88.579 88.579
Kapitalrücklage (26) 155.896 155.896
Gewinnrücklagen (26) 473.662 414.567
Kumuliertes übriges Eigenkapital (26) -21.054 -43.699
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 697.083 615.343
Nicht beherrschende Anteile (27) 17.335 110.425
Summe Eigenkapital 714.418 725.768
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (28) 49.677 53.702
Übrige Rückstellungen (29) 16.035 30.806
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 4.437 5.945
Anleihe (31) 296.910 296.388
Übrige Finanzverbindlichkeiten (31) 47.210 113.039
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (32) 37.776 12.225
Ertragsteuerverbindlichkeiten (18, 33) 8.821 478
Übrige Verbindlichkeiten (33) 5.988 4.222
Latente Steuern (18) 118.133 125.896
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 44 374
Langfristige Verbindlichkeiten 585.031 643.075
Übrige Rückstellungen (29) 119.949 96.328
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30) 1.041.626 1.122.351
Finanzverbindlichkeiten (31) 6.782 17.110
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (32) 266.491 157.068
Ertragsteuerverbindlichkeiten (18, 33) 32.907 28.996
Übrige Verbindlichkeiten (33) 217.655 177.047
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.803 1.782
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (25) - 6.599
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.687.213 1.607.281
Summe Passiva Dürr-Konzern 2.986.662 2.976.124

3.4 - KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

  1. Januar bis 31. Dezember 2015
Tsd. € ANHANG (36) 2015 2014
Ergebnis vor Ertragsteuern 244.512 204.721
Ertragsteuerzahlungen -88.572 -51.554
Zinsergebnis 25.208 17.670
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -1.576 -1.429
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 80.462 41.966
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 326 341
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -295 1.007
Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva
Vorräte -8.018 -1.165
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -26.146 -6.003
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 10.726 -4.034
Rückstellungen 20.595 -4.552
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -103.699 81.419
Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) 20.797 7.568
Sonstige Aktiva und Passiva -1.352 5.298
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 172.968 291.253
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -27.021 -14.976
Erwerb von Sachanlagen -72.748 -38.605
Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten -321 -4.317
Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte 4.217 8.317
Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel -31.509 -207.349
Anlage in Termingeldern 26.098 26.593
Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -155 -2.500
Erhaltene Zinseinnahmen 7.009 8.518
Cashflow aus Investitionstätigkeit -94.430 -224.319
Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten 1.580 -5.511
Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten - 27
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -75.494 -6.770
Tilgung der Anleihe aus dem Jahr 2010 - -225.000
Aufnahme einer Anleihe - 296.021
Zahlungen für Finanzierungsleasing -3.580 -1.079
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - 500
Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -8.234 -1.405
Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft -57.092 -50.172
Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile -2.169 -1.463
Geleistete Zinsausgaben -17.361 -25.136
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -162.350 -19.988
Einfluss von Wechselkursänderungen -2.512 16.498
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -86.324 63.444
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenanfang 521.957 458.513
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenende 435.633 521.957

3.5 - KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

  1. Januar bis 31. Dezember 2015

KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL

Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Pläne Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
Tsd. € (26) (26) (26) (26) (26) (26)
1. Januar 2014 88.579 155.896 317.059 -26.939 877 30
Ergebnis - - 149.846 - - -
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - -10.839 -5.553 22
Gesamtergebnis nach Steuern - - 149.846 -10.839 -5.553 22
Dividenden - - -50.172 - - -
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -2.287 - - -
Übrige Veränderungen - - 121 - - -
31. Dezember 2014 88.579 155.896 414.567 -37.778 -4.676 52
Ergebnis - - 161.560 - - -
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 2.345 -1.555 -5
Gesamtergebnis nach Steuern - - 161.560 2.345 -1.555 -5
Dividenden - - -57.092 - - -
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -9.775 - - -
Übrige Veränderungen - - -35.598 - - -

KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL

Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Änderung Konsolidierungskreis / Umgliederung Währungs- umrechnung Kumuliertes übriges Eigenkapital Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Tsd. € (26) (26) (26) (26) (27)
1. Januar 2014 715 -31.718 -57.035 504.499 6.875 511.374
Ergebnis - - - 149.846 453 150.299
Kumuliertes übriges Eigenkapital 29.727 13.357 13.357 1.134 14.491
Gesamtergebnis nach Steuern 29.727 13.357 163.203 1.587 164.790
Dividenden - - -50.172 -1.463 -51.635
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -2.287 -902 -3.189
Übrige Veränderungen -21 - -21 100 104.328 104.428
31. Dezember 2014 694 -1.991 -43.699 615.343 110.425 725.768
Ergebnis - - - 161.560 5.002 166.562
Kumuliertes übriges Eigenkapital 21.881 22.666 22.666 -984 21.682
Gesamtergebnis nach Steuern 21.881 22.666 184.226 4.018 188.244
Dividenden - - -57.092 -2.169 -59.261
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -9.775 -1.858 -11.633
Übrige Veränderungen -21 - -21 -35.619 -93.081 -128.700
31. Dezember 2015 88.579 155.896 473.662

GRUNDLAGEN UND METHODEN

1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Das Unternehmen

Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern") besteht aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften. Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern an der Spitze des Weltmarkts steht und rund 60 % seines Umsatzes im Geschäft mit der Automobilindustrie erwirtschaftet. Darüber hinaus werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie, die Flugzeugindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Dürr ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie, sowie Software zur Produktionssteuerung. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Endmontage zum Einsatz. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards angewandt, die für das Geschäftsjahr 2015 erstmals verpflichtend anzuwenden waren.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergaben sich aus der Anwendung der folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen:

  • Die verabschiedeten Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des Zyklus 2011-2013 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 begonnen haben oder beginnen. Sie dienen zur Klarstellung von verschiedenen IFRS-Regelungen und haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.
  • IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": Die Änderung formuliert die bestehende Ausnahme von Gemeinschaftsunternehmen vom Anwendungsbereich des IFRS 3 neu.
  • IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Die Änderungen stellen klar, dass sich der Anwendungsbereich des Paragraphen 52 (Portfolioausnahme) von IFRS 13 auf alle Verträge erstreckt, die nach International Accounting Standard (IAS) 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" oder IFRS 9 "Finanzinstrumente" bilanziert werden, selbst wenn diese nicht die Definition eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" erfüllen.
  • IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien": Die Änderung stellt klar, dass die Anwendungsbereiche des IAS 40 und des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unabhängig voneinander sind.
  • International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) 21 "Abgaben": Die Interpretation stellt klar, dass eine Verbindlichkeit für Abgaben erfasst werden muss, sobald eine per Gesetz festgelegte Aktivität eintritt, die eine entsprechende Zahlungsverpflichtung auslöst. Ferner müssen an Schwellenwerte gekoppelte Abgaben erst erfasst werden, wenn der Schwellenwert erreicht wird. Die Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

3.6 - VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Standard/Interpretation Erstmalige Anwendung¹ Übernahme durch die EU-Kommission Voraussichtliche Auswirkungen auf Dürr
Neue Standards
IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2018 Nein Grundsätzlich von Bedeutung
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" 1. Januar 2018 Nein Grundsätzlich von Bedeutung
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 1. Januar 2019 Nein Grundsätzlich von Bedeutung
Geänderte Standards
IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 1. Januar 2016 Nein Keine
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" 1. Januar 2016 Ja Keine
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" 1. Januar 2016 Ja Unwesentlich
IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" 1. Januar 2017 Nein Grundsätzlich von Bedeutung
IAS 12 "Ertragsteuern" 1. Januar 2017 Nein Unwesentlich
IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" 1. Januar 2016 Ja Keine
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 1. Februar 2015 Nein Unwesentlich
IAS 27 "Einzelabschlüsse" 1. Januar 2016 Ja Keine
Jährlicher Verbesserungsprozess 2010-2012 1. Februar 2015 Ja Unwesentlich
Jährlicher Verbesserungsprozess 2012-2014 1. Januar 2016 Ja Unwesentlich

¹ Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem genannten Datum beginnen

Im Folgenden werden neue Standards oder Änderungen von Standards erläutert, die für den Konzernabschluss der Gesellschaft grundsätzlich von Bedeutung sind.

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Der Standard führt alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammen. Die Änderungen umfassen insbesondere die Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, die nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. Dürr wird eine detaillierte Analyse durchführen, um das Ausmaß dieser Auswirkungen festzustellen.
  • IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Standards IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe erlösbezogener Interpretationen. In IFRS 15 werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für fast alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Die Frage, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, ist mithilfe eines Fünf-Stufen-Modells zu beantworten. Außerdem enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangsangaben. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden verschiedene Vereinfachungsoptionen gewährt. Des Weiteren berücksichtigt Dürr die vom International Accounting Standards Board (IASB) im Juli 2015 in einem Entwurf veröffentlichten Klarstellungen. Derzeit analysiert Dürr die Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss, die Prüfung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
  • IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Der neue Standard zur Leasingbilanzierung ersetzt die bisherigen Regelungen von IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Die wesentlichen Neuerungen des am 13. Januar 2016 veröffentlichten Standards betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Künftig wird der Leasingnehmer die meisten Leasingverhältnisse und die damit verbundenen Rechte und Verpflichtungen bilanziell erfassen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Für Leasinggeber gibt es hingegen lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. Eine vorzeitige Anwendung ist nur unter der zeitgleichen Anwendung von IFRS 15 gestattet. Dürr wird die Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch die Anwendung des IFRS 16 untersuchen.
  • Änderungen zu IAS 7 "Kapitalflussrechnungen": Ziel der am 29. Januar 2016 veröffentlichten Änderungen ist es, die Regelungen von IAS 7 klarzustellen und die Informationslage der Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten zu verbessern. Diese Zielsetzung wird durch zusätzliche Anhangsangaben erreicht, die die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten des Unternehmens nachvollziehbarer gestalten. Dürr analysiert die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss, geht allerdings derzeit allein von Darstellungsänderungen bei einigen Angaben aus, die keine finanziellen Auswirkungen haben werden.

Der Konzern hat Standards und IFRIC-Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt. Dürr beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu berücksichtigen. Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt. Der Abschluss vermittelt damit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Cashflows des Konzerns.# KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE UND BILANZIERUNGSMETHODEN

Das Geschäftsjahr von Dürr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (TSD. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich mit historischen beziehungsweise fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Ausnahmen bilden derivative Finanzinstrumente, Verpflichtungen aus Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile, Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten, Verpflichtungen aus anteilsbasierter Vergütung sowie finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar oder als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert sind. Diese sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als kurzfristig behandelt, sofern sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Innerhalb der Bilanz erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristig. Abweichend hiervon werden im Konzernanhang Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren als mittelfristig, bei einer Restlaufzeit von über fünf Jahren als langfristig ausgewiesen.

2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlage für den Konzernabschluss von Dürr sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2015 erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften IFRS-Abschlüsse der Dürr AG sowie ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften und at equity bilanzierten Unternehmen.

Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten gehen vollständig zum Anschaffungszeitpunkt in die Konzernbilanz ein, dabei werden stille Reserven und Lasten berücksichtigt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Bei der Entkonsolidierung wird der Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam aufgelöst. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zwischen der Erfassung des beteiligungsproportionalen Geschäfts- oder Firmenwerts (Purchased-Goodwill-Methode) und der Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full-Goodwill-Methode) vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Dürr prüft für jeden einzelnen Unternehmenserwerb, welche Methode zur Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts angewandt wird. Zur Ausübung des Wahlrechts bei einzelnen Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 19 - Akquisitionen.

Anteilsveränderungen bei Tochtergesellschaften, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung erhöht oder vermindert, werden als erfolgsneutrale Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Ergebnisse zwischen konsolidierten Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden herausgerechnet.

Tochtergesellschaften, die aufgrund ihrer nur geringen oder ruhenden Geschäftstätigkeit für den Konzern und die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Sie werden unter den nicht konsolidierten Tochterunternehmen aufgeführt.

Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanz- und Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken. Die erstmalige Erfassung von Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten, die den Anteil am Reinvermögen des at equity bilanzierten Unternehmens nach der Berücksichtigung stiller Reserven oder Lasten übersteigen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des at equity bilanzierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem at equity bilanzierten Unternehmen auf eine mögliche Wertminderung überprüft. In der Folgebewertung wird der Anteil, der Dürr vom Ergebnis des at equity bilanzierten Unternehmens zusteht, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Beteiligungsergebnis erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des at equity bilanzierten Unternehmens. Erhaltene Dividenden mindern den Buchwert. Entsprechen die Verluste eines at equity bilanzierten Unternehmens, die Dürr zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Dürr ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das at equity bilanzierte Unternehmen geleistet.

Alle übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da Marktwerte nicht zur Verfügung stehen und Zeitwerte auch anderweitig nicht zuverlässig ermittelt werden können.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei zwei Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl Dürr nur jeweils 50 % der Anteile der Gesellschaft besitzt. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert.

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.

3.7 - ANZAHL VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN

31.12.2015 31.12.2014
Inland 29 30
Ausland 78 79
Gesamt 107 109

Der Konzernabschluss enthält 13 (Vorjahr: 51) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Die Verringerung der Anzahl der Gesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen ist im Wesentlichen auf den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG zurückzuführen (wir verweisen auf Textziffer 7). Es bestehen acht Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.

At equity bilanzierte Unternehmen

Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 ausüben kann (assoziierte Unternehmen), und Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen. Assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht.

3.8 - ANZAHL AT EQUITY BILANZIERTER GESELLSCHAFTEN

31.12.2015 31.12.2014
Inland 2 2
Ausland 2 3
Gesamt 4 5

Sonstige Beteiligungen

Bei Stimmrechtsanteilen unter 20 % werden in der Regel Anteile an Gesellschaften unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.

3.9 - ANZAHL SONSTIGER BETEILIGUNGEN

31.12.2015 31.12.2014
Inland 2 2
Ausland 2 2
Gesamt 4 4

4. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

3.10 - ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN

Gesellschaft Beteiligungsquote Mit Wirkung zum Art des Anteilserwerbs Anmerkung
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai/V. R. China 100% 5. August 2015 Akquisition vormals at equity bilanzierte Gesellschaft
Schenck México S.A. de C.V., Ciudad de México/Mexiko 100% 11. November 2015 Gründung
Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur/Indien 100% 16. November 2015 Akquisition
iTAC Software AG, Montabaur/Deutschland 100% 3. Dezember 2015 Akquisition
iTAC Software Inc., Novi, Michigan/USA 100% 3. Dezember 2015 Akquisition

3.11 - ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN

Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung
Homag US, Inc., Grand Rapids, Michigan/USA 1. Januar 2015 Verschmelzung auf Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan/USA
Howard S. Twichell Company, Inc., Coppell, Texas/USA 1. Januar 2015 Verschmelzung auf Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan/USA
Dürr Automation S.A.S., Loué/Frankreich 14.

3.12 - ABGÄNGE AT EQUITY BILANZIERTER UNTERNEHMEN

Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai/V. R. China 5. August Vollkonsolidierung der Gesellschaft ab dem 5. August 2015

5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" in Euro. Bei der überwiegenden Anzahl der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Dürr AG und ihrer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bewertet; laufende Geschäftsvorfälle werden zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für eine betragsmäßige Darstellung der erfolgswirksamen Kursgewinne und -verluste wird auf die Textziffern 9 und 14 verwiesen.

In den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Kurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die aus Akquisitionen aufgedeckten stillen Reserven werden größtenteils in der funktionalen Währung der erworbenen Gesellschaft bilanziert. Bei den unterjährig erstkonsolidierten Gesellschaften wurde ein angepasster Durchschnittskurs verwendet.

3.13 - MASSGEBENDE WECHSELKURSE

im Verhältnis zu einem Euro STICHTAGSKURS 31.12.2015 STICHTAGSKURS 31.12.2014 DURCHSCHNITTSKURS 2015 DURCHSCHNITTSKURS 2014
US-Dollar (USD) 1,0892 1,2155 1,1044 1,3217
Chinesischer Renminbi (CNY) 7,0728 7,4373 6,8898 8,1544
Brasilianischer Real (BRL) 4,3141 3,2301 3,7444 3,1027
Mexikanischer Peso (MXN) 18,9225 17,8638 17,6675 17,6429
Indische Rupie (INR) 72,0666 76,6159 71,0018 80,7120
Britisches Pfund (GBP) 0,7351 0,7786 0,7240 0,8034
Koreanischer Won (KRW) 1.281,4865 1.324,8649 1.252,8974 1.391,4993
Dänische Krone (DKK) 7,4623 7,4452 7,4608 7,4546
Schweizer Franken (CHF) 1,0823 1,2024 1,0641 1,2128

6. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, selbsterstellte Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenbeziehungen, Aufträge und erworbenes technologisches Know-how. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert. Neben anderen Kriterien muss mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich sein; zudem müssen die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmbar sein.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Amortisation von immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgt planmäßig linear über die Nutzungsdauer, soweit keine außerplanmäßige Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird einmal jährlich überprüft, ob die Ereignisse und Umstände die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Nutzungsdauer von unbestimmt auf bestimmt als Schätzungsänderung gemäß IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" prospektiv bilanziert. Ebenfalls einmal jährlich oder wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird auf Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer geprüft.

Neben Geschäfts- oder Firmenwerten werden im Dürr-Konzern Markennamen als weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Die Werthaltigkeit dieser Markennamen wird jährlich im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Die Markennamen sind - wie die Geschäfts- oder Firmenwerte - Teil des zugeordneten Nettovermögens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Im Konzern werden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nur unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert. Danach müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllt sein:
* technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf,
* Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils aus der Nutzung des Vermögenswerts,
* Fähigkeit, die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewerten zu können.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten ab dem Zeitpunkt, an dem die Ansatzkriterien erstmals erfüllt werden. Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten ausgewiesen.

3.14 - NUTZUNGSDAUERN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE (GESCHÄTZT)

Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 2 bis 8
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2 bis 20
Markenname Stiles 5
Kundenbeziehungen 8 bis 10
Technologisches Know-how 10 bis 15
Übrige Markennamen unbestimmt
Geschäfts- oder Firmenwerte unbestimmt

Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses.

3.15 - NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN (GESCHÄTZT)

Jahre
EDV-Hardware 2 bis 5
Maschinen und Ausrüstungen 2 bis 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25
Gebäude, Erbbaurechte, Um- und Einbauten 3 bis 50
Grundstücke unbestimmt

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Sachanlagen enthalten größere Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen. Bei verkauften und verschrotteten Anlagegütern werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses mit einer anderen Partei belegt wird. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Der Buchwert enthält die Kosten für Ersatzinvestitionen einer bestehenden, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum Zeitpunkt des Anfalls dieser Kosten, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der täglichen Instandhaltung dieser Immobilien. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst.

Wertminderungsprüfung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Bei den weiteren immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, das heißt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht erzielbar ist. Überwiegend fremdvermietete, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen.# Anhang

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, ermittelt. Für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechen die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Bereichen des Dürr-Konzerns aufgrund der internen Berichtsstrukturen. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Frühere Wertminderungen werden erfolgswirksam revidiert, soweit sie nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Die Werterhöhung beziehungsweise die Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht vorgenommen werden. Weitere Erläuterungen zu den Bilanzpositionen Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen finden sich unter Textziffer 19.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sofern die Zuwendungen eine Investition betreffen, werden sie vom Buchwert des geförderten Vermögenswerts abgesetzt. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden passivisch abgegrenzt und dann periodengerecht aufgelöst.

Leasingvereinbarungen

Mehrere Gesellschaften des Dürr-Konzerns sind Leasingnehmer von Grundstücken, Bauten sowie Maschinen und technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software. Die Mehrheit der Leasingverträge wird als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasingvermögenswerts zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig wird eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gebildet. Der Leasingvermögenswert wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - geschätzte Nutzungsdauer oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:
* ― zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte,
* ― bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
* ― vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen,
* ― zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
* ― finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und
* ― finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Dies gilt nicht, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und - mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte - den Transaktionskosten zusammen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese erfolgswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn eine Wertaufholung objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird nur insoweit erfasst, wie sie denjenigen Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat Dürr bislang keinen Gebrauch gemacht.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrument designiert und sind als solches effektiv. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat Dürr von dem Wahlrecht, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Dürr setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Bilanzierung und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Um dessen Veränderungen zu erfassen, sei es erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage), ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht.# Sind die Voraussetzungen des IAS 39, die die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting ermöglichen, nicht erfüllt, werden die Veränderungen der Zeitwerte erfolgswirksam erfasst.

Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

  • als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es darum geht, das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts, einer Schuld, einer noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung oder eines identifizierbaren Teils solcher Vermögenswerte, Schulden oder festen Verpflichtungen abzusichern, das Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Fair Value Hedge),
  • als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Schuld oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge), oder
  • als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation).

Die Behandlung erfolgt analog der eines Cashflow Hedges.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge Accounting)

Bei Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird der Buchwert eines gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam um den Gewinn oder Verlust angepasst, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist. Ferner wird das derivative Finanzinstrument mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Gewinne oder Verluste, die sich daraus ergeben, werden ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einem perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus.

Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, werden die Buchwertanpassungen ergebniswirksam über die Laufzeit des Buchwerts bis zur Fälligkeit aufgelöst. Jede Anpassung des Buchwerts eines gesicherten Finanzinstruments wird ergebniswirksam aufgelöst. Dabei wird die Effektivzinsmethode angewandt. Die Auflösung kann beginnen, sobald eine Anpassung vorgenommen wird. Sie muss aber spätestens dann beginnen, wenn das Grundgeschäft nicht mehr um die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts angepasst wird, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind.

Wird das Grundgeschäft ausgebucht, so wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wird eine bilanzunwirksame feste Verpflichtung als Grundgeschäft designiert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung ihres beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments werden ebenfalls im Periodenergebnis erfasst. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn es sich um die Absicherung des Währungsrisikos handelt, da dieses als Absicherung von Cashflows behandelt wird.

Die Bilanzierung eines Sicherungsgeschäfts zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird oder die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht weiter erfüllt.

Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge Accounting)

Bei der Absicherung des Risikos von Schwankungen in Zahlungsströmen wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil wird dagegen erfolgswirksam erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derjenigen Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst.

Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Schuld, so werden die Beträge, die im Eigenkapital erfasst werden, im Zugangszeitpunkt Teil der Anschaffungskosten des nichtfinanziellen Vermögenswerts beziehungsweise der nichtfinanziellen Schuld.

Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die Beträge, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in das Periodenergebnis umgegliedert.

Wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dasselbe gilt, wenn das Sicherungsinstrument ohne Ersatz oder ohne Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird und wenn die Voraussetzungen für ein Cashflow Hedge Accounting nicht mehr vorliegen.

Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst.

Weitere Ausführungen zu derivativen Finanzinstrumenten enthält Textziffer 41.

Übrige Finanzanlagen

Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen marktgängigen Wertpapiere enthalten als zur Veräußerung verfügbar eingestufte Papiere, die am Bilanzstichtag zum Marktwert bewertet werden, sowie als bis zur Endfälligkeit gehalten eingestufte Papiere, die zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet werden.

Vorräte und geleistete Anzahlungen

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung und Fertigerzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen.

Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf der Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen, sofern sie nicht qualifizierte Vermögenswerte betreffen.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Dürr erwirtschaftet seine Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) gemäß IAS 11 "Fertigungsaufträge" ausgewiesen. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Bruttomarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten und damit die Ergebnisse periodengerecht realisiert.

Die Zero-Profit-Methode (ZP-Methode) wird bei Aufträgen angewandt, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrags anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können, die Erstattung der angefallenen Kosten jedoch wahrscheinlich ist. Bei dieser Methode werden Umsatzerlöse und zugehörige Kosten bis zum Abschluss des Auftrags in gleicher Höhe realisiert. Die Bruttomarge wird damit erst mit Abschluss des Auftrags erfolgswirksam.

An Kunden gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen werden erfolgsneutral mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen verrechnet oder unter den erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen erfasst.

Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen unter den Forderungen ausgewiesen. Die Fakturierung dieser Beträge ist vom Erreichen vertraglich festgelegter Größen (Meilensteine) abhängig.

Die noch nicht abgerechneten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten unmittelbar zurechenbare Einzelkosten (Material- und Personalkosten sowie Fremdleistungen) sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den anteiligen Gewinn. In den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die Dürr diesen Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden mit den zu erwartenden Werten angesetzt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Zusätzlich zu den aufgelaufenen Kosten werden keine Gewinne ausgewiesen.

Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden. Die POC-Methode und die ZP-Methode basieren auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden.

Verkauf von Gütern/Sonstige Umsatzerlöse

Neben den Umsatzerlösen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen generiert Dürr Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Leistungen mit vergleichsweise hohem Standardisierungsgrad.# Sonstige Umsatzerlöse

Diese sonstigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Erträge" erfasst, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmen lässt. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, an dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden, das heißt bei Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken, ungeachtet des Zahlungszeitpunkts.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte

Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Konzern bewertet deren Einbringlichkeit auf Grundlage mehrerer Faktoren. Für den Fall, dass Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, bucht Dürr eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und setzt die erfassten Nettovermögenswerte auf den Betrag herab, der angemessenerweise als einbringbar erscheint. Die Wertminderungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten gebucht. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Die Einschätzung einzelner debitorischer Konten als überfällig beziehungsweise in Verzug erfolgt durch das Management. Für sämtliche anderen Schuldner bildet der Konzern auf Grundlage des Zeitraums, in dem die Forderungen beziehungsweise originären finanziellen Vermögenswerte überfällig sind, des aktuellen Geschäftsumfelds und von Vergangenheitswerten pauschalierte Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen beziehungsweise originäre finanzielle Vermögenswerte. Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassen regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert angesetzt.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Der zugehörige Buchwert muss überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Die Veräußerungsgruppe kann auch direkt mit den Vermögenswerten in Verbindung stehende Verbindlichkeiten umfassen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind als gesonderter Posten in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten auszuweisen. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (zum Beispiel Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische und erfahrungsbedingte Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und von derivativen Finanzinstrumenten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten umfassen Zinsaufwendungen, zinsähnliche Aufwendungen, sonstige Finanzierungsaufwendungen und Anschaffungskosten des Fremdkapitals. Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" wurden die durch die Begebung einer Anleihe entstandenen Fremdkapitalkosten in der Konzernbilanz passivisch von der Anleihe gekürzt ausgewiesen. Die Amortisation der Fremdkapitalkosten - berechnet nach der Effektivzinsmethode - erfolgt über die Laufzeit der Anleihe. Entsprechend IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, zu aktivieren. Die Anwendung des Standards führt im Zusammenhang mit der kundenspezifischen Auftragsfertigung dazu, dass entsprechende Finanzierungsaufwendungen in den Umsatzkosten erfasst werden.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen

Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungs- und Beitragszusagen. Bei den Beitragszusagen (Defined Contribution Plans) zahlt Dürr aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) garantieren den Begünstigten grundsätzlich eine monatliche Altersrente oder einen einmaligen Betrag beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Leistungszusagen sind sowohl unternehmens- als auch mitarbeiterfinanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem in IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (zum Beispiel bezüglich Gehaltsentwicklungen oder Rententrend) für die relevanten Größen berücksichtigt, die sich auf die Leistungshöhe auswirken. Der Aufwand für leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Cost) unterteilt sich in Dienstzeitaufwand und Nettozinsen, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sowie Neubewertungen, die ergebnisneutral nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen werden. Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen werden nach den Kriterien des IAS 19 mit dem darauf entfallenden Fondsvermögen (Planvermögen) unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung saldiert. Als Planvermögen unter IAS 19 werden Vermögenswerte eines externen Versorgungsträgers anerkannt, wenn diese Vermögenswerte ausschließlich dem Versorgungszweck dienen und dem Zugriff möglicher Gläubiger entzogen sind.

Verpflichtungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung

Im Geschäftsjahr 2015 wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 die an einigen deutschen HOMAG-Standorten existierende Mitarbeiterkapitalbeteiligung gekündigt. Der Ausweis der zu zahlenden Verpflichtungen erfolgt somit als kurzfristig innerhalb der übrigen Verbindlichkeiten. Die im Rahmen der Kündigung angefallenen Einmalaufwendungen sind in den Umsatz- und Funktionskosten als Teil des Personalaufwands sowie anteilig im Zinsergebnis enthalten. Seit 1974 hatte die HOMAG Group ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer stillen Beteiligung am Unternehmen gewährt. Die Finanzierung der Beteiligung erfolgte in der Regel durch Darlehensgewährung seitens des Unternehmens. Mit Vereinbarung der stillen Beteiligung erwarb der Mitarbeiter einen Anspruch auf Beteiligung am handelsrechtlichen Ergebnis des Unternehmens. Diese Ergebnisbeteiligung wurde teilweise zur Tilgung des Darlehens verwendet, der Restbetrag wurde an die beteiligten Mitarbeiter ausbezahlt. Verlustzuweisungen minderten künftige Gewinnzuweisungen. Die Leistungen an Mitarbeiter im Rahmen des stillen Beteiligungsverhältnisses stellten Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne des IAS 19 dar. Soweit unmittelbar eine Auszahlung des Ergebnisanteils an den Arbeitnehmer erfolgte, handelte es sich um kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Soweit der Ergebnisanteil zur Tilgung des an den Arbeitnehmer zur Finanzierung der Beteiligung gewährten Darlehens verwendet wurde, entstand beim Unternehmen eine andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer, die im Fall der Beendigung des stillen Beteiligungsverhältnisses fällig wurde. Im Regelfall war dies bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Fall. Die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtung aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung demografischer Daten. Der langfristige Anteil der Verpflichtung wurde bisher als Teil der Personalrückstellungen erfasst.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtungen erfasst werden. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der gewichtete Durchschnittswert erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.# Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden zu Leasingbeginn mit dem Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt (wir verweisen auf die vorgenannten Erläuterungen zu den Leasingvereinbarungen). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten für Restrukturierung werden gebildet, sofern ein detaillierter, formaler Plan aufgestellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Verbindlichkeiten, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden zum Bilanzstichtag mit Marktzinssätzen abgezinst.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode nach IAS 12 "Ertragsteuern" gebildet. Danach werden latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden nicht gebildet, wenn die zu versteuernde temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion (soweit sie kein Unternehmenszusammenschluss ist) entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen sowie aus Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenz steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden, auf Basis des geltenden Steuerrechts beziehungsweise von sicher einzuschätzenden Steuerrechtsänderungen. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die die jeweiligen latenten Steuerverbindlichkeiten übersteigen, werden nur bilanziert, wenn deren Realisierung von zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen gedeckt sind.

Anteilsbasierte Vergütung

Die aktienbasierte Vergütung gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" umfasst Vergütungssysteme, deren Ausgleich in bar erfolgt. Bis zu ihrer Abgeltung werden die Verpflichtungen aus den Vergütungsinstrumenten mit Barausgleich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und in den übrigen Verbindlichkeiten erfasst. Die Verbindlichkeiten werden zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.

Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten

Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst.

Eventualverbindlichkeiten

Als Eventualverbindlichkeiten werden Schulden ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil ― der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder ― die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind übernommene Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt selbst dann anzusetzen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Erfüllung dieser Verpflichtung erforderlich ist.

3.16 - ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzposten Bewertungsmethode
Geschäfts- oder Firmenwerte Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode
Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode
mit bestimmter Nutzungsdauer (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sachanlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (Fortgeführte) Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode
zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Percentage-of-Completion-Methode/Zero-Profit-Methode
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Buchwert
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag
Finanzielle Verbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten/beizulegender Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus anteilsbasierter Vergütung Beizulegender Zeitwert
Übrige Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag

Beim Vorliegen von Wertminderungen können sich abweichende Bewertungsmaßstäbe ergeben.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" ermittelt. Es resultiert aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Dürr AG durch den gewogenen Durchschnitt der Zahl der ausgegebenen Aktien. Die Berechnung ist in nachfolgender Übersicht dargestellt. In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 gab es keine Verwässerungseffekte.

3.17 - ERGEBNIS JE AKTIE

2015 2014
Ergebnisanteil auf Aktionäre der Dürr AG entfallend (Tsd. €) 161.560 149.846
Anzahl ausgegebener Aktien (gewogener Durchschnitt) (Tsd.) 34.601 34.601
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (€) 4,67 4,33

Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den IFRS-Regelungen macht Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

  • Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasinggeber
    Der Konzern hat Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung seiner als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde festgestellt, dass alle maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum dieser im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermieteten Immobilien verbunden sind, im Konzern verbleiben.

  • Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer
    Der Konzern hat Leasingverträge zur Anmietung von Immobilien geschlossen. Dabei wurde festgestellt, dass die mit dem Eigentum an diesen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen angemieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken bei den Vermietern verbleiben.

Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer sich im nächsten Geschäftsjahr das Risiko einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden ergeben könnte, werden nachstehend erläutert.

  • Künftige Forderungen aus Auftragsfertigung
    Kundenspezifische Fertigungsaufträge machen den Großteil des Geschäfts von Dürr aus. Die Umsatzrealisierung und die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen erfolgen in der Regel gemäß Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode). Wesentlich hierbei ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Diese Schätzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst.

  • Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte
    Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind.# H1-H3 Tags based on Document Structure

Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Dazu muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Darüber hinaus muss ein angemessener Abzinsungssatz gewählt werden, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte betrug zum 31. Dezember 2015 415.162 TSD. € (Vorjahr: 397.311 TSD. €). Für weitere Informationen wird auf Textziffer 19 verwiesen.

Ertragsteuern

Dürr ist in zahlreichen Ländern tätig und unterliegt daher unterschiedlichen Steuerhoheiten. Für jedes Besteuerungssubjekt müssen die erwarteten laufenden und latenten Ertragsteuern bestimmt werden. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie voraussichtlich genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beurteilt. Derartige Faktoren sind zum Beispiel zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in den Planperioden, Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen, Steuerstrategien und erreichte Ergebnisse der Vergangenheit. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Die Unternehmensleitung beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern. Da bei diesen Beurteilungen teilweise zukünftige Annahmen zugrunde gelegt werden, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Sie werden dann entsprechend der ursprünglichen Bildung erfolgswirksam oder erfolgsneutral angepasst. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden zukünftigen Einkommens geht Dürr davon aus, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Verpflichtung gültig sind. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 18 verwiesen.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2015 49.677 TSD. € (Vorjahr: 53.702 TSD. €). Für weitere Informationen wird auf Textziffer 28 verwiesen.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend den unter Textziffer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2015 39.140 TSD. € (Vorjahr: 29.567 TSD. €).

Optionen in Zusammenhang mit dem Besitz nicht beherrschender Anteile

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der CPM S.p.A. im Geschäftsjahr 2007 und der Dürr Thermea GmbH im Geschäftsjahr 2012 wurden Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile über den Verkauf von deren Geschäftsanteilen nach IAS 32 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als sonstige finanzielle Verbindlichkeit bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt. Im Fall der CPM S.p.A. erfordert dies eine Schätzung der zukünftigen Erträge. Für die Option der Dürr Thermea GmbH ist der höhere Betrag aus dem anteiligen Unternehmenswert, der mittels eines Multiplikatorverfahrens bestimmt wird, und einem anteiligen Festpreis maßgeblich.

Optionen im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG

Bei den Ansprüchen der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG kann es grundsätzlich zu Anpassungen der Abfindung und Ausgleichszahlung durch das Spruchverfahren gegenüber dem Dürr-Konzern kommen. Dürr geht allerdings zum Stichtag nicht davon aus, dass es zu solchen Anpassungen kommen wird. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7.

Anteilsbasierte Vergütung

Die Bewertung der Vergütungsinstrumente mit Barausgleich basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie auf Ergebnisgrößen im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendeten Ergebnisgrößen basieren auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, beinhaltet Schätzungen und Annahmen der Unternehmensleitung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Die tatsächlich eintretenden Verkaufserlöse können von den getroffenen Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind zudem erforderlich für die Bilanzierung und Bewertung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (wir verweisen auf die Textziffern 22 und 41) sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen, ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.

7. BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAG MIT DER HOMAG GROUP AG

Zum 31. Dezember 2015 hielt die Dürr AG über ihre Tochtergesellschaft Dürr Technologies GmbH 55,85 % der Anteile an der HOMAG Group AG. Zudem hat Dürr mit der Aktionärsgruppe Schuler/ Klessmann, die 22,05 % der Aktien der HOMAG Group AG hält, eine Stimmrechtsvereinbarung getroffen. Am 5. März 2015 hat die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dürr Technologies GmbH zugestimmt. Mit diesem Vertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen, sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtet sich Dürr zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für ein volles Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Für das Geschäftsjahr 2015 und die Folgejahre garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Mit Eintragung des Vertrags in das Handelsregister am 17. März 2015 werden dem Dürr-Konzern gemäß den Regelungen der IFRS für Zwecke der Konsolidierung sämtliche Anteile zugerechnet. Daher wurden zu diesem Zeitpunkt die nicht beherrschenden Anteile an der HOMAG Group AG in Höhe von 91.523 TSD. € aus dem Eigenkapital des Konzerns ausgebucht. Gleichzeitig wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und in diesem Zusammenhang entstehende Steuern erfasst. Der sich ergebende Differenzbetrag zwischen den ausgebuchten nicht beherrschenden Anteilen und der neu erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit verminderte die Gewinnrücklagen im Konzern-Eigenkapital um 28.961 TSD. €. Fortan wird das Ergebnis der HOMAG Group AG vollständig den Dürr-Aktionären zugeordnet, es entfällt kein Ergebnis auf nicht beherrschende Anteile. Aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG wurde die sonstige finanzielle Verbindlichkeit aus Optionen gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann ergebniswirksam neu bewertet, da diese Aktionärsgruppe fortan auch Anspruch auf Ausgleichszahlungen hat.

ERLÄUTERUNGEN DER ABSCHLUSSPOSTEN

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

In den Vorjahresangaben sind die Werte der HOMAG Group ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 3. Oktober 2014 enthalten. Folglich ergeben sich im Vergleich zwischen den Geschäftsjahren 2015 und 2014 teils erhebliche Niveauunterschiede und Zuwachsraten.

8. UMSATZERLÖSE

Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen Sonstige Umsatzerlöse Summe Umsatzerlöse davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft
2.386.210 1.380.884 3.767.094 884.876
1.833.413 741.494 2.574.907 634.104

scroll Tsd. € 2015 2014

9. UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten umfassen die gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die für die verkauften Produkte und Dienstleistungen anfallen. Sie betrugen im Geschäftsjahr 2015 2.939.111 TSD. € (Vorjahr: 1.983.837 TSD. €), was zu einer Bruttomarge von 22,0 % (Vorjahr: 23,0 %) führte. Auf den Umsatzprozess entfallene Währungsgewinne in Höhe von 41.643 TSD. € (Vorjahr: 16.937 TSD. €) und Währungsverluste in Höhe von 43.781 TSD. € (Vorjahr: 15.308 TSD. €) sind in den Umsatzkosten berücksichtigt. Ebenfalls in den Umsatzkosten ausgewiesen sind Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von 56.154 TSD. € (Vorjahr: 30.216 TSD. €). Von den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte entfallen 10.427 TSD.# 10. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten umfassen Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs. Zudem sind in den Vertriebskosten Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

3.19 - VERTRIEBSKOSTEN

Tsd. € 2015 2014
Personalaufwand 179.719 118.188
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 5.075 2.818
Ausbuchung von Forderungen 954 908
Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.700 3.556
Übrige Vertriebskosten 94.291 45.924
Gesamt 282.739 171.394

Für nähere Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen verweisen wir auf Textziffer 22.

11. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, die nicht mit Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb oder Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen.

3.20 - ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Tsd. € 2015 2014
Personalaufwand 110.648 83.358
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 9.603 4.990
Übrige Verwaltungskosten 66.293 44.330
Gesamt 186.544 132.678

12. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln oder Produkte und Produktionsprozesse zu verbessern. Sie enthalten Personal- und Sachkosten. Vermindert werden die Forschungs- und Entwicklungskosten um die Entwicklungskosten, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung erfüllen.

3.21 - FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Tsd. € 2015 2014
Personalaufwand 75.051 35.225
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 9.493 3.902
Aktivierte Entwicklungskosten -11.534 -5.522
Übrige Forschungs- und Entwicklungskosten 24.105 21.792
Gesamt 97.115 55.397

13. PERSONALAUFWENDUNGEN

In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Personalaufwendungen enthalten:

3.22 - PERSONALAUFWENDUNGEN

Tsd. € 2015 2014
Löhne und Gehälter 820.634 534.437
Sozialaufwendungen 149.558 100.428
Summe Personalaufwendungen 970.192 634.865
davon Altersversorgung 51.467 37.380

14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

3.23 - SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Tsd. € 2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge
Währungsgewinne 64.508 26.411
Auflösung von Rückstellungen 1.742 647
Zuwendungen der öffentlichen Hand 1.448 2.057
Anpassung bedingter Kaufpreisraten 877 183
Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 590 370
Miet- und Pachterträge 272 292
Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 119 1.833
Erträge aus der Neubewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 3.045
Übrige 7.172 2.401
Summe Erträge 76.728 37.239
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Währungsverluste 58.857 27.503
Aufwendungen für sonstige lokale Steuern 1.775 2.416
Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 916 711
Aufwendungen für ein Ausbildungszentrum 689 621
Aufwendungen aus der Wertberichtigung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 484 4.267
Aufwendungen für Nebenkosten des Geldverkehrs 452 333
Aufwendungen aus Transaktionskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen 434 6.466
Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten 408 1.739
Übrige 6.512 3.871
Summe Aufwendungen 70.527 47.927

Abgesehen von dem Ergebnis aus Rechtsstreitigkeiten und der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen gibt es keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen.

15. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 1.448 TSD. € (Vorjahr: 2.134 TSD. €) erfasst. Die Zuwendungen beinhalten unter anderem die Förderung kostenintensiver Innovationsprojekte sowie die Förderung von Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus führten Zuwendungen der öffentlichen Hand zu einer Reduzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 356 TSD. € (Vorjahr: 77 TSD. €). Die Gewährung der Zuwendungen ist mit Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird.

16. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrug 1.576 TSD. € (Vorjahr: 1.429 TSD. €). Es beinhaltet die Ergebnisanteile aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode und Wertberichtigungen auf Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen und auf Forderungen gegenüber diesen Unternehmen. Ergebnisse aus dem Verkauf von Gütern durch konsolidierte Gesellschaften an at equity bilanzierte Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden im Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen herausgerechnet. Fremdwährungseffekte wurden im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfasst.

17. ZINSERGEBNIS

3.24 - ZINSERGEBNIS

Tsd. € 2015 2014
Zinsen und ähnliche Erträge 8.246 8.686
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.454 -26.356
davon: Nominaler Zinsaufwand aus Unternehmensanleihen -8.625 -18.519
Zinsaufwand aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG -11.659 -
Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe und Aufnahme von Krediten -4.428 -650
Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing -484 -348
Nettozinsaufwand aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen -1.109 -1.515
Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung -2.047 -810
Sonstige Zinsaufwendungen -5.102 -4.514
Zinsergebnis -25.208 -17.670

Der Zinsaufwand wurde im Geschäftsjahr 2015 im Rahmen der Anwendung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" nicht um Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der kundenspezifischen Auftragsfertigung verringert (Vorjahr: 0 TSD. €), da die Aufträge keiner externen Finanzierung bedurften.

18. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, die Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den Steuersätzen und -regelungen des jeweiligen nationalen Steuerrechts gebildet. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) herangezogen.

3.25 - ZUSAMMENSETZUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS

Tsd. € 2015 2014
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ertragsteueraufwand Inland 37.696 13.261
Ertragsteueraufwand Ausland 53.036 28.168
Anpassung für Vorjahre -4.196 -1.588
Summe tatsächliche Steuern 86.536 39.841
Latente Steuern
Latenter Steueraufwand/-ertrag (-) Inland -8.716 21.920
Latenter Steueraufwand/-ertrag (-) Ausland 732 -11.590
Anpassung für Vorjahre -602 4.251
Summe latente Steuern -8.586 14.581
Gesamtsteueraufwand 77.950 54.422

Die folgende Tabelle leitet den theoretischen Ertragsteueraufwand auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand über. Für das Geschäftsjahr 2015 sah das deutsche Körperschaftsteuerrecht einen gesetzlichen Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung betrug für 2015 12,9 % (Vorjahr: 12,9 %). Damit basiert die Überleitung auf der inländischen Gesamtsteuerbelastung von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %).

3.26 - ÜBERLEITUNG ERTRAGSTEUERAUFWAND

Tsd. € 2015 2014
Ergebnis vor Ertragsteuern 244.512 204.721
Theoretischer Ertragsteueraufwand in Deutschland von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) 70.175 58.755
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Ertragsteuern -4.797 2.663
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 5.747 4.756
Quellensteuern 11.417 6.986
Besteuerungsunterschied Ausland -8.215 -5.925
Sondereffekt Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (HOMAG Group AG) 8.920 -
Nicht aktivierte latente Steuern insbesondere auf Verlustvorträge 1.472 1.861
Genutzte Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden -1.842 -420
Veränderung von Steuersätzen 495 -4.660
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern -3.601 1.598
Nachaktivierung von latenten Steuern insbesondere auf Verlustvorträge -538 -9.510
Steuerfreie Erträge -1.331 -698
Sonstiges 48 -984
Effektiver Ertragsteueraufwand des Dürr-Konzerns 77.950 54.422

Im Inland bestanden zum 31. Dezember 2015 bewertete Verlustvorträge in Höhe von 57.533 TSD. € (Vorjahr: 40.282 TSD. €) für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Verlustvorträge für Gewerbesteuer in Höhe von 61.305 TSD. € (Vorjahr: 37.740 TSD. €) sowie Zinsvorträge in Höhe von 7.020 TSD. € (Vorjahr: 8.680 TSD. €). Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge ist nach IAS 12 "Ertragsteuern" nur in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus und berücksichtigt die in einigen Ländern anzuwendende Mindestbesteuerung bei der Bestimmung der Verlustnutzungsmöglichkeiten. Im Geschäftsjahr 2014 wurden in den USA aufgrund einer verbesserten Ergebnissituation weitere aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 9.100 TSD. € bilanziert. Zum 31. Dezember 2015 bestanden insgesamt Verlustvorträge in Höhe von 186.969 TSD. € (Vorjahr: 181.411 TSD. €).## 3.27 - AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN

KONZERNBILANZ

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Latente Ertragsteueransprüche
Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten 3.597 3.935
Neubewertung der Grundstücke und Gebäude 1.505 1.165
Wertberichtigungen auf Forderungen 1.306 1.554
Zins-/Währungsgeschäfte 4.412 4.268
Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte 21.572 20.407
Sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten 13.800 11.977
Pensionen 7.299 8.085
Steuerlich nicht zulässige Rückstellungen 9.419 8.618
Steuerliche Zins- und Verlustvorträge 32.607 36.279
Summe aktive latente Ertragsteueransprüche vor Wertberichtigungen 95.517 96.288
Wertberichtigungen -14.781 -21.847
Summe aktive latente Steueransprüche 80.736 74.441
Saldierungen -45.201 -33.411
Alle aktiven latenten Steuern 35.535 41.030
Latente Ertragsteuerschulden
Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten -44.011 -41.793
Aktivierte Entwicklungskosten -11.139 -9.027
Steuerlich absetzbare Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -16.441 -15.444
Neubewertung der Grundstücke und Gebäude -21.992 -24.119
Bewertung von Anteilen an Tochtergesellschaften -14.874 -12.943
Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte -48.035 -46.328
Sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten -6.458 -8.849
Amortisation der Kosten für Anleihe und syndizierte Kredite -384 -804
Summe passive latente Ertragsteuerschulden -163.334 -159.307
Saldierungen 45.201 33.411
Alle passiven latenten Steuern -118.133 -125.896

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. € 2015 2014
Latente Ertragsteueransprüche
Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten -338 2.486
Neubewertung der Grundstücke und Gebäude 340 793
Wertberichtigungen auf Forderungen -248 1.195
Zins-/Währungsgeschäfte -263 1.879
Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte 1.165 2.424
Sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten 1.823 3.767
Pensionen 533 -1.761
Steuerlich nicht zulässige Rückstellungen 801 4.802
Steuerliche Zins- und Verlustvorträge -3.672 14.649
Wertberichtigungen 7.066 -15.892
Saldierungen -11.790 -8.619
Alle aktiven latenten Steuern -11.790 -8.619
Latente Ertragsteuerschulden
Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten -2.218 -35.352
Aktivierte Entwicklungskosten -2.112 -9.676
Steuerlich absetzbare Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -997 -1.107
Neubewertung der Grundstücke und Gebäude 2.127 -13.775
Bewertung von Anteilen an Tochtergesellschaften -1.931 -6.799
Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte -1.707 -11.147
Sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten 2.391 -8.849
Amortisation der Kosten für Anleihe und syndizierte Kredite 420 -470
Saldierungen 11.790 8.619
Alle passiven latenten Steuern -11.790 -8.619
Überleitungseffekt aus der Erstkonsolidierung (2014: vor allem aus der HOMAG Group) 5.563 60.093
Währungseffekte, die im Eigenkapital ausgewiesen werden -157 -1.841
Latenter Ertragsteuerertrag/-aufwand (-) 8.586 -14.581

Die Währungseffekte von - 157 Tsd. € (Vorjahr: - 1.841 Tsd. €) korrigieren die rechnerischen Differenzen der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen latenten Steuern. Im Geschäftsjahr 2015 wurden latente Steuern in Höhe von 912 Tsd. € (Vorjahr: 6.526 Tsd. €) erfolgsneutral erfasst. Der Steueraufwand 2015 ist durch einmalige Sondereffekte aus der bilanziellen Abbildung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gekennzeichnet. Insbesondere aus einmaligen Abzinsungseffekten und zukünftigen Steuerzahlungen über die Laufzeit des Vertrags ergeben sich Steueraufwendungen in Höhe von 7.070 Tsd. €. Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Zinsaufwendungen erfasst, die steuerlich nicht abzugsfähig sind. Bei Abzugsfähigkeit hätten diese Zinsaufwendungen den Steueraufwand um 1.850 Tsd. € vermindert. Der Aufwand aus Quellensteuern ist aufgrund erhöhter Ausschüttungen aus China im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen. Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt, wenn eine Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden einklagbar ist. Ferner müssen sich die Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern eines Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochtergesellschaften werden im Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertrag- und Quellensteuern als passive latente Steuern ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, diese Gewinne auf Dauer nicht zu reinvestieren. Für aufgelaufene Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 236.482 Tsd. € (Vorjahr: 318.275 Tsd. €) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Die Reduzierung ist vor allem auf die Einbeziehung der HOMAG Group AG sowie der Carl Schenck AG in die ertragsteuerliche Organschaft der Dürr AG zurückzuführen. Dürr geht davon aus, dass während bestehender Organschaftsverhältnisse keine Rücklagen an den jeweiligen Organträger ausgeschüttet werden.

Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva

19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Einzelheiten zu Veränderungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen des Konzerns sind aus der Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte unter Textziffer 43 ersichtlich.

Planmäßige Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in folgenden Funktionskosten ausgewiesen.

3.28 - PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN

Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -29.744 -25.474
Sachanlagen -14.891 -14.895
Summe planmäßige Abschreibungen -44.635 -40.369
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
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Sachanlagen -29.786 -29.786
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Sachanlagen -29.786 -29.786
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Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
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Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
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Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572
Tsd. € 2015 2014
Immaterielle Vermögenswerte -55.218 -29.786
Sachanlagen -29.786 -29.786
Summe planmäßige Abschreibungen -85.004 -59.572

| Tsd. € | 2# Materialpreissteigerungen

Die zukünftigen Preissteigerungen bei von Dürr benötigten Vorprodukten und Materialien werden vorrangig abgeleitet aus den erwarteten Preisänderungen der zu ihrer Herstellung notwendigen Rohstoffe. Bei diesen wiederum werden die Preisindizes der Länder zugrunde gelegt, aus denen die Vorprodukte und Materialien durch die jeweiligen Konzerngesellschaften bezogen werden.

Steigerung von Lohn- und Gehaltskosten

Die deutschen Tochtergesellschaften haben für die Vierjahresplanung Entgeltsteigerungen von durchschnittlich 2,6 % p.a. ab dem Jahr 2016 (Vorjahr: 2,9 % p.a.) unterstellt. Alle ausländischen Tochtergesellschaften haben für die jeweilige Planungsperiode ihre jeweiligen nationalen Steigerungsraten verwendet.

Sensitivitätsanalyse von Geschäfts- oder Firmenwerten

Unabhängig von der aktuellen und erwarteten wirtschaftlichen Lage hat Dürr Sensitivitätsanalysen zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Aktivitäten vorgenommen. Geprüft wurden die Auswirkungen folgender Szenarien:
― EBIT-Rückgang um 10 % in allen Planjahren ab 2016 (im Vergleich zu den verabschiedeten Unternehmensplanungen),
― Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte,
― Verringerung der Wachstumsrate in der ewigen Rente auf 0,75 %.

Die Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keinem Bereich ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht.

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Bereichen und Divisions.

3.30 - ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTS- ODER FIRMEN WERTE

Tsd. € Buchwert zum 1. Januar 2014 Währungsdifferenz Zugänge Umgliederung in zur Veräußerung gehalten Umgliederung Buchwert zum 31. Dezember 2014
Paint and Final Assembly Systems 88.808 1.722 1.032 - - 2.161 93.723
Aircraft and Technology Systems 7.563 - - - -5.402 -2.161
Paint and Final Assembly Systems 96.371 1.722 1.032 -5.402 - 93.723
Application Technology 62.168 454 3.141 - - 65.763
Application Technology 62.168 454 3.141 - - 65.763
Balancing and Assembly Products 100.159 1.133 - - - 101.292
Cleaning and Surface Processing 16.254 1.715 - - - 17.969
Measuring and Process Systems 116.413 2.848 - - - 119.261
Clean Technology Systems 12.019 699 - - - 12.718
Clean Technology Systems 12.019 699 - - - 12.718
Woodworking Machinery and Systems - 127 105.719 - - 105.846
Woodworking Machinery and Systems - 127 105.719 - - 105.846
Dürr-Konzern 286.971 5.850 109.892 -5.402 - 397.311
Tsd. € Währungsdifferenz Zugänge Umgliederung in zur Veräußerung gehalten Umgliederung Buchwert zum 31. Dezember 2015
Paint and Final Assembly Systems 1.111 11.192 - - 106.026
Aircraft and Technology Systems - - - - -
Paint and Final Assembly Systems 1.111 11.192 - - 106.026
Application Technology 274 - - - 66.037
Application Technology 274 - - - 66.037
Balancing and Assembly Products 1.099 272 - - 102.663
Cleaning and Surface Processing 1.862 962 - - 20.793
Measuring and Process Systems 2.961 1.234 - - 123.456
Clean Technology Systems 690 - - - 13.408
Clean Technology Systems 690 - - - 13.408
Woodworking Machinery and Systems 389 - - - 106.235
Woodworking Machinery and Systems 389 - - - 106.235
Dürr-Konzern 5.425 12.426 - - 415.162

Im Vorjahr wurde mit dem Übergang der verbliebenen Consulting-Aktivitäten aus dem Bereich Aircraft and Technology Systems in den Bereich Paint and Final Assembly Systems ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.161 TSD. € umgegliedert. Ebenso entfiel im Vorjahr die Verringerung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte auf den veräußerten Bereich Flugzeugmontagetechnik. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus Zugängen wird nachfolgend erläutert.

Akquisitionen iTAC

Die Dürr Technologies GmbH hat mit Wirkung zum 3. Dezember 2015 100 % der Anteile an dem deutschen Software-Unternehmen iTAC Software AG und ihrer Tochtergesellschaft iTAC Software Inc. erworben. Der Sitz der iTAC Software AG ist in Montabaur, die Tochtergesellschaft iTAC Software Inc. hat ihren Sitz in Novi, Michigan/USA. Mit dieser Akquisition baut Dürr seine bestehenden Aktivitäten im Bereich Manufacturing-Execution-Systeme (MES) - einem zentralen Bestandteil von Industrie 4.0 - erheblich aus. Mit MES-Software lassen sich Maschinen und Anlagen in Produktionslinien und Fabriken intelligent vernetzen. iTAC gehört zu den führenden Anbietern in diesem Zukunftsmarkt.

Die Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Purchased-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Gesellschaften wurden ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition der iTAC-Gesellschaften betrug 31.239 TSD. € und wurde bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 392 TSD. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2015 erfasst wurden. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der erworbenen iTAC-Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen stellen sich wie folgt dar:

3.31 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION ITAC

Tsd. € Kaufpreis Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens Geschäfts- oder Firmenwert
31.239 -20.047 11.192

Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt in Höhe von 11.192 TSD. € Vertriebs- und Ertragssynergien auf dem Gebiet Industrie 4.0 wider und wurde dem Bereich Paint and Final Assembly Systems zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht absetzbar.

Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie folgt zugerechnet:

3.32 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION ITAC

Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition
Immaterielle Vermögenswerte 4.216 23.515 27.731
Sachanlagen 692 - 692
Aktive latente Steuern - 3.037 3.037
Vorräte und geleistete Anzahlungen 14 - 14
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.040 -1.306 4.734
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.376 - 1.376
Langfristige Verbindlichkeiten -1.126 1.126 -
Passive latente Steuern - -8.366 -8.366
Kurzfristige Verbindlichkeiten -10.981 1.810 -9.171
Nettovermögen 231 19.816 20.047

Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how, Kundenbeziehungen und der Markenname iTAC aktiviert wurden. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.

3.33 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN AKQUISITION ITAC

Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Technologisches Know-how 14.862
Kundenbeziehungen 4.869
Markenname 3.784
Gesamt 23.515

Die beizulegenden Zeitwerte des technologischen Know-hows und des Markennamens wurden anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, der Zeitwert der Kundenbeziehungen nach der Residualwert-Methode.

Der Ergebnisbeitrag der iTAC-Gesellschaften vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:

3.34 - ERGEBNISBEITRAG DER AKQUISITION ITAC AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT

Tsd. € Umsatzerlöse Ergebnis nach Steuern
2.209 -37

Im Ergebnis nach Steuern sind die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallenden Effekte aus der Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation enthalten. Wären die erworbenen iTAC-Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2015 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 3.779.995 TSD. € sowie das Ergebnis des Konzerns 168.363 TSD. € betragen.

Sonstige Akquisitionen

Zur Stärkung seiner Präsenz in den Wachstumsmärkten China und Indien übernahm Dürr die Aktivitäten zweier Gesellschaften in den Bereichen Auswucht- und Reinigungstechnik. In der Auswuchttechnik wurde die Beteiligung an dem chinesischen Anbieter Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., mit Sitz in Schanghai, V. R. China, am 5. August 2015 von 49 % auf 100 % aufgestockt. Das Unternehmen entwickelt und produziert vor allem Universal-Auswuchtanlagen für das untere Preis- und Technologiesegment. Die Gesellschaft wurde bisher im Dürr-Konzern at equity bilanziert.

In der Reinigungstechnik hat Dürr zum 16. November 2015 100 % der Anteile am indischen Anbieter Mhitraa Engineering Equipments Private Limited mit Sitz in Sriperumbudur (Chennai, Tamil Nadu), Indien, übernommen. Mhitraa ist ein führender lokaler Spezialist für industrielle Reinigungsanlagen. Das Unternehmen verfügt über enge Lieferbeziehungen zu Automobil- und Motorradherstellern sowie zu Motorenlieferanten in Indien.

Die Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Purchased-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Gesellschaften wurden ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die sonstigen Akquisitionen betrug 2.196 TSD. € und wurde bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 42 TSD. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2015 erfasst wurden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen stellen sich wie folgt dar:

3.35 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE SONSTIGE AKQUISITIONEN

Tsd. € Kaufpreis Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens Geschäfts- oder Firmenwerte
2.196 -962 1.234

Die Geschäfts- oder Firmenwerte spiegeln in Höhe von 1.234 TSD. € Synergien im Bereich Vertrieb und die Ertragsaussichten in den Wachstumsmärkten China und Indien wider und wurden in Höhe von 272 TSD. € dem Bereich Balancing and Assembly Products sowie in Höhe von 962 TSD.# 3.36 - KAUFPREISALLOKATION SONSTIGE AKQUISITIONEN

Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition
Immaterielle Vermögenswerte - 747 747
Sachanlagen 633 601 1.234
Aktive latente Steuern 1 - 1
Vorräte und geleistete Anzahlungen 850 - 850
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 516 -17 499
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 950 - 950
Langfristige Verbindlichkeiten -64 - -64
Passive latente Steuern - -235 -235
Kurzfristige Verbindlichkeiten -3.020 - -3.020
Nettovermögen -134 1.096 962

Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how und Kundenbeziehungen aktiviert wurden. Des Weiteren wurden Immobilien mit dem Marktwert erfasst. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.

3.37 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN SONSTIGER AKQUISITIONEN

Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Technologisches Know-how 552
Kundenbeziehungen 195
Gesamt 747

Der beizulegende Zeitwert des technologischen Know-hows wurde anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, der Zeitwert der Kundenbeziehungen nach der Multi-Period-Excess-Earnings-Methode.

Der Ergebnisbeitrag der erstkonsolidierten Gesellschaften vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:

3.38 - ERGEBNISBEITRAG DER SONSTIGEN AKQUISITIONEN AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT

Tsd. € Wert
Umsatzerlöse 1.111
Ergebnis nach Steuern -80

Im Ergebnis nach Steuern sind die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallenden Effekte aus der Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation enthalten.

Wären die beiden erworbenen Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2015 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 3.770.697 TSD. € sowie das Ergebnis des Dürr-Konzerns 165.673 TSD. € betragen.

Wesentliche Akquisitionen des Vorjahres

HOMAG Group

Im Oktober 2014 hat die Dürr AG über ihre Tochtergesellschaft Dürr Technologies GmbH von verschiedenen Aktionären der HOMAG Group AG insgesamt 55,85 % der HOMAG-Aktien erworben. Mit Zugang der letzten erforderlichen Zustimmung der Kartellbehörden am 3. Oktober 2014 erfolgte die Erstkonsolidierung der HOMAG Group. Zudem hat Dürr mit der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann, die 22,05 % der Aktien der HOMAG Group AG hält, eine Stimmrechtsvereinbarung getroffen. Diese sieht unter anderem eine gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in Bezug auf die Abstimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG vor. Ferner haben sich die Dürr Technologies GmbH und die Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann auf Options- und Vorkaufsrechte über die von der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann gehaltenen 22,05 % der Aktien der HOMAG Group AG verständigt.

Durch die Stimmrechtsvereinbarung und die Options-/Vorkaufsrechte sind die Aktionärsrechte der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann beschränkt. Daher wurden gemäß den Regelungen der IFRS Dürr insgesamt 77,90 % der Anteile im Rahmen der Bilanzierung zugerechnet.

Die HOMAG Group ist der weltweit führende Anbieter von Maschinen und Systemen zur Holzbearbeitung und verfügt über einen Weltmarktanteil von knapp 30 %. Die Kunden der HOMAG Group stammen aus den Bereichen Möbelfertigung, Bauelementefertigung und Holzhausbau. Mit der Akquisition erweiterte Dürr sein Portfolio im Maschinen- und Anlagenbau und erschloss neue Wachstumsmöglichkeiten. Durch systematische Optimierung sollen die Effizienz und die Profitabilität der HOMAG Group weiter gestärkt werden.

Die Erstkonsolidierung der HOMAG Group erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Dementsprechend wurden zum Erwerbszeitpunkt die Bestandteile der nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert inklusive eines anteiligen Geschäfts- oder Firmenwerts bewertet. Die Ergebnisse der Gesellschaften der HOMAG Group wurden beginnend mit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen.

3.39 - KAUFPREIS HOMAG GROUP

Tsd. € Wert
Beizulegender Zeitwert der Anteile der HOMAG Group AG 409.127
davon auf Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallend -94.592
Kaufpreis der Anteile der HOMAG Group AG 314.535

Die Bewertung des auf Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Teils des beizulegenden Zeitwerts basierte auf dem Börsenkurs zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung. Anschaffungskosten in Höhe von 228.053 TSD. € wurden bar beglichen. Für Optionen in Höhe von 86.482 TSD. € wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit passiviert. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen zum 31. Dezember 2014 6.055 TSD. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2014 erfasst wurden.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der erworbenen HOMAG Group und das erworbene Nettovermögen stellten sich wie folgt dar:

3.40 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION HOMAG GROUP

Tsd. € Wert
Beizulegender Zeitwert der Anteile der HOMAG Group AG 409.127
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -313.166
abzüglich Buchwert der nicht beherrschenden Anteile 9.758
Geschäfts- oder Firmenwert 105.719

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 105.719 TSD. € beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte und Ertragsaussichten der HOMAG Group. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht absetzbar und wurde dem Bereich Woodworking Machinery and Systems zugeordnet.

Der Kaufpreis wurde den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie folgt zugerechnet:

3.41 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION HOMAG GROUP

Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition
Immaterielle Vermögenswerte 57.945 130.672 188.617
Sachanlagen 127.526 40.959 168.485
Aktive latente Steuern 9.683 - 9.683
Vorräte und geleistete Anzahlungen 186.180 20.926 207.106
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 179.264 6.238 185.502
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 32.383 - 32.383
Langfristige Verbindlichkeiten -100.726 - -100.726
Passive latente Steuern -14.703 -54.788 -69.491
Kurzfristige Verbindlichkeiten -303.996 -4.397 -308.393
Nettovermögen 173.556 139.610 313.166

Die Buchwerte nach Akquisition entsprachen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entsprach nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how, Kundenbeziehungen, Markennamen und Auftragsbestände aktiviert wurden. Bei den Sachanlagen wurden Immobilien mit dem Marktwert erfasst. Des Weiteren wurden bei den Vorräten stille Reserven aufgedeckt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert.

3.42 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN AKQUISITION HOMAG GROUP

Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Technologisches Know-how 34.099
Kundenbeziehungen 33.807
Auftragsbestand 6.973
Markennamen 55.793
Gesamt 130.672

Die beizulegenden Zeitwerte des technologischen Know-hows und der Markennamen wurden anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, die Zeitwerte der Kundenbeziehungen und des Auftragsbestands nach der Residualwert-Methode.

Der Ergebnisbeitrag der erstkonsolidierten Gesellschaften der HOMAG Group vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2014 stellte sich wie folgt dar:

3.43 - ERGEBNISBEITRAG DER HOMAG GROUP AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT

Tsd. € Wert
Umsatzerlöse 252.815
Ergebnis nach Steuern -9.731

Im Ergebnis nach Steuern waren die Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in Höhe von - 12.625 TSD. € enthalten.

Wäre die erworbene HOMAG Group bereits zum 1. Januar 2014 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätte sich die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt dargestellt:

3.44 - PRO-FORMA-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG GESCHÄFTSJAHR 2014

Tsd. € 2014
Umsatzerlöse 3.236.786
Umsatzkosten -2.441.683
Bruttoergebnis vom Umsatz 795.103
Vertriebskosten -260.737
Allgemeine Verwaltungskosten -198.528
Forschungs- und Entwicklungskosten -85.448
Sonstige betriebliche Erträge 40.779
Sonstige betriebliche Aufwendungen -53.747
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 237.422
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 2.050
Sonstiges Beteiligungsergebnis 49
Zinsergebnis -23.977
Ergebnis vor Ertragsteuern 215.544
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -53.687
Ergebnis des Dürr-Konzerns 161.857

Sachanlagen

Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- und/oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. Zum 31. Dezember 2015 entfiel der Großteil der Anlagen im Bau auf den Bau des neuen Dürr-Campus in Southfield, Michigan, USA.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 6.467 TSD. € (Vorjahr: 2.230 TSD. €). Von diesem Betrag entfielen 3.541 TSD. € auf den Dürr-Campus in Southfield. Die weiteren Verpflichtungen entstanden aufgrund der Modernisierung von Standorten.# 3.45 - ALS FINANZIERUNGSLEASING AKTIVIERTE IMMOBILIEN

Der Konzern hat im Eigentum stehende Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 63.289 TSD. € (Vorjahr: 19.836 TSD. €) als Sicherheit gewährt.

Grundstücke und Gebäude

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 14.320 TSD. € in Immobilien investiert. Davon entfällt ein Teil auf ein Trainingscenter in Ulsan in Südkorea sowie auf den Erwerb eines Grundstücks für den künftigen Dürr-Campus in Schanghai, V. R. China. Darüber hinaus wurde in den USA eine Produktionsstätte im Rahmen eines Finanzierungsleasings aktiviert. Neben dem Zugang verschiedener Grundstücke und Gebäude im Rahmen der Akquisitionen erwarb Dürr im Vorjahr mehrere Immobilien zur Erweiterung der Produktionskapazitäten, unter anderem an den Standorten Bietigheim-Bissingen und Püttlingen. In Polen wurde eine bisher gemietete Fertigungshalle gekauft.

Finanzierungsleasing

Am 31. Dezember 2015 waren ein Gebäude in Großbritannien, ein unter den Grundstücken und Gebäuden aktiviertes Heizwasserverteilnetz in Deutschland, ein Gebäude in Italien sowie eine Produktionshalle in den USA als Finanzierungsleasing aktiviert. Dürr ist nicht rechtlicher Eigentümer der Gebäude und des Heizwasserverteilnetzes. Die Produktionsstätte in den USA wurde im Geschäftsjahr 2015 erstmalig als Finanzierungsleasing aktiviert. Die Abschreibungen auf diese Immobilien sind in den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen enthalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die in den Sachanlagen enthaltenen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen für die als Finanzierungsleasing aktivierten Immobilien.

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Historische Anschaffungskosten 12.633 10.076
Kumulierte Abschreibungen -3.996 -3.268
Restbuchwert 8.637 6.808

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Dürr unterscheidet zwischen überwiegend fremd- und überwiegend eigengenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn der selbstgenutzte Anteil unbedeutend ist. Dürr bewertet diese als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell. Bei den Immobilien handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden sowie anteilige Infrastrukturflächen der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt. Mit diesen Immobilien wurden im Geschäftsjahr 2015 Mieteinnahmen in Höhe von 3.354 TSD. € (Vorjahr: 3.337 TSD. €) erlöst. Die künftigen Mieteinnahmen auf Basis der bestehenden Verträge setzen sich wie folgt zusammen:

3.46 - KÜNFTIGE MIETEINNAHMEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Innerhalb eines Jahres 3.266 3.296
Zwischen einem und fünf Jahren 5.053 5.512
Über fünf Jahre 1.064 1.376
Summe 9.383 10.184

Die direkt zurechenbaren Aufwendungen betrugen 1.351 TSD. € (Vorjahr: 1.587 TSD. €). Auf leer stehende Immobilien entfielen direkt zurechenbare Aufwendungen von 142 TSD. € (Vorjahr: 164 TSD. €). Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2015 hat sich die Zusammensetzung der Gruppe der Immobilien, die nach IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bilanziert wird, im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2015 lag unter Berücksichtigung des Zugangs der nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei 31.070 TSD. € (Vorjahr: 31.070 TSD. €) und wird Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet (Erläuterungen zu den Fair-Value-Hierarchie-Stufen finden sich unter Textziffer 35). Grundlage für die Wertermittlung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bildet eine jährlich erstellte interne Berechnung; ein Gutachter wurde zur Bestimmung der Werte nicht herangezogen. Der Zeitwert der Immobilien wird anhand der kapitalisierten Erträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt; Basis hierfür sind die Marktmieten unter Berücksichtigung regional üblicher Risikoabschläge. Für die Berechnung wurden eine Leerstandsquote von 10 % (Vorjahr: 10 %) und ein Liegenschaftszins von 7,5 % (Vorjahr: 7,5 %) zugrunde gelegt. Die kumulierten Anschaffungswerte der Grundstücke und Gebäude betrugen zum 1. Januar 2015 42.845 TSD. € und zum 31. Dezember 2015 43.365 TSD. €. Die kumulierten Abschreibungen einschließlich aller Wertminderungen beziehungsweise Zuschreibungen erhöhten sich von 21.244 TSD. € zum 1. Januar 2015 auf 22.104 TSD. € zum 31. Dezember 2015. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung des Buchwerts der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die der Division Measuring and Process Systems zugeordnet sind, von Beginn bis Ende des Geschäftsjahres.

3.47 - ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Tsd. € 2015 2014
Stand 1. Januar 21.601 22.245
Zugänge Gebäude aus Nutzungsänderung - 390
Zugänge aus nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 609 128
Abgänge Anschaffungs- oder Herstellungskosten -89 -48
Zugänge planmäßiger Abschreibungen -949 -850
Veränderung Abschreibungen aus Nutzungsänderung - -304
Abgänge Abschreibungen 89 40
Stand 31. Dezember 21.261 21.601

20. BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND ÜBRIGE FINANZANLAGEN

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

Mit Wirkung zum 5. August 2015 wurden weitere 51 % der Anteile an der Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd. mit Sitz in Schanghai, V. R. China, erworben. Die Gesellschaft wird seit diesem Zeitpunkt als konsolidiertes Unternehmen ausgewiesen. Im Vorjahr übernahm Dürr im Rahmen der Akquisition der HOMAG Group Anteile an dem assoziierten Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. mit Sitz in Hongkong, V. R. China, in Höhe von 11.308 TSD. €.

Wesentliche at equity bilanzierte Unternehmen

Homag China Golden Field Ltd.

Das Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. hat seinen Sitz in Hongkong, V. R. China, und ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft, die die Produkte der produzierenden Gesellschaften der HOMAG Group vertreibt und für eine funktionierende Serviceorganisation und die Bearbeitung des chinesischen Markts zuständig ist.

3.48 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD.
Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 7.640 6.729
Kurzfristige Vermögenswerte 81.223 75.425
Kurzfristige Schulden 65.347 63.675
Eigenkapital 23.516 18.479
Buchwert der Beteiligung 10.913 11.067
Beteiligungsquote Dürr (gemäß IFRS, quotal durchgerechnet) 25,0% 19,5%

Darüber hinaus ist der Buchwert der Beteiligung durch Währungseffekte beeinflusst.

3.49 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD.
Tsd. € 2015 2014
Umsatzerlöse 197.586 123.594
Ergebnis nach Ertragsteuern 3.076 1.814
Erhaltene Dividenden - -

Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2015 keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. Die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Ertragsteuern beziehen sich auf das gesamte Geschäftsjahr.

3.50 - AGGREGIERTE ANGABEN ZU DEN WEITEREN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN
Tsd. € 2015 2014
Buchwert der weiteren at equity bilanzierten Unternehmen (Stand 31. Dezember) 17.309 13.520
Ergebnis nach Ertragsteuern 4.717 3.624

Ein assoziiertes Unternehmen hat den Abschlussstichtag 30. September und wird auf Basis seiner Abschlussdaten in die Equity-Bewertung einbezogen. Wesentliche Effekte zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember werden berücksichtigt. Für weitere Informationen zu den einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die Textziffern 3 und 4.

Übrige Finanzanlagen

3.51 - ÜBRIGE FINANZANLAGEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Sonstige Beteiligungen 15.845 15.588
Wertpapiere des Anlagevermögens 25.257 25.698
Sonstige Ausleihungen 305 568
Summe 41.407 41.854

Die sonstigen Beteiligungen enthalten im Wesentlichen die 11-%-Beteiligung an der Tec4Aero GmbH mit Sitz in Wiefelstede mit einem Buchwert von 12.360 TSD. €. Die Beteiligung ging im Geschäftsjahr 2014 in Verbindung mit der Einbringung des Bereichs Aircraft in die Broetje-Gruppe zu. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich überwiegend um Unternehmensanleihen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der Buchwert dieser Wertpapiere betrug 24.878 TSD. € (Vorjahr: 25.313 TSD. €). Im Rahmen der Anlagestrategie investiert Dürr zur Verbesserung des Zinsergebnisses freie Liquidität in höher verzinsliche Wertpapiere europäischer Emittenten.

21. VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN

3.52 - VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 171.243 151.922
abzüglich Wertberichtigungen -17.246 -13.331
Unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung 85.467 83.058
abzüglich Wertberichtigungen -4.012 -2.297
Fertigerzeugnisse und Handelswaren 129.320 115.170
abzüglich Wertberichtigungen -20.071 -14.129
Geleistete Anzahlungen 42.039 44.453
Summe 386.740 364.846

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Summe der Wertberichtigungen auf die Vorräte erhöhte sich nach Berücksichtigung von Wechselkursdifferenzen sowie Verbräuchen auf 41.329 TSD. € (Vorjahr: 29.757 TSD. €). Die Zuführung zu den Wertberichtigungen von 11.137 TSD. € im Geschäftsjahr 2015 (Vorjahr: 14.450 TSD. €) wurde erfolgswirksam erfasst.

22. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

3.53 - FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig
31.12.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 353.617 353.617 - 366.308 366.308 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 536.732 536.172 560 479.493 477.734 1.759
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 5.963 5.963 - 5.401 5.401 -
Summe 896.312 895.752 560 851.202 849.443 1.759

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Fälligkeitsanalyse der bilanzierten, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.# 3.54 - FÄLLIGKEITSANALYSE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (L&L) GEGEN DRITTE

FORDERUNGEN AUS L&L GEGEN AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 353.617 366.308 396.229 350.751 4.320 5.055
Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 3 Monate - - 72.622 80.711 1.229 248
zwischen 3 und 6 Monaten - - 33.194 18.288 55 58
zwischen 6 und 9 Monaten - - 8.757 11.622 307 33
zwischen 9 und 12 Monaten - - 5.384 3.246 7 2
mehr als 12 Monate - - 12.700 12.940 45 5
Gesamt - - 132.657 126.807 1.643 346
Einzelwertberichtigte Forderungen (netto) - - 7.846 1.935 - -
Buchwert (netto) 353.617 366.308 536.732 479.493 5.963 5.401

Bei den weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sowie gegen at equity bilanzierte Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

3.55 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN

Tsd. € 2015 2014
Stand 1. Januar 8.897 5.613
Währungsdifferenz 146 133
Verbrauch -711 -438
Auflösung -2.170 -711
Zugang (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 4.870 4.267
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten - 33
Stand 31. Dezember 11.032 8.897

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Forderungen in Höhe von 954 TSD. € (Vorjahr: 908 TSD. €) ausgebucht, wovon 711 TSD. € (Vorjahr: 438 TSD. €) bereits in der Vergangenheit wertberichtigt worden waren. Die Ausbuchung der restlichen 243 TSD. € (Vorjahr: 470 TSD. €) wurde im Geschäftsjahr 2015 ergebniswirksam.

3.56 - ZUSAMMENSETZUNG DER KÜNFTIGEN FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN SOWIE ERHALTENEN ANZAHLUNGEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig
Aktivischer Ausweis
Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 1.865.703 1.865.703 - 1.550.124 1.550.124 -
Abzüglich fakturierter Beträge 1.512.086 1.512.086 - 1.183.816 1.183.816 -
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 353.617 353.617 - 366.308 366.308 -
Passivischer Ausweis
Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 1.895.690 1.895.690 - 1.695.009 1.695.009 -
Abzüglich fakturierter Beträge 2.430.002 2.426.174 3.828 2.370.218 2.366.316 3.902
Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 534.312 530.484 3.828 675.209 671.307 3.902
Gesamt
Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 3.761.393 3.761.393 - 3.245.133 3.245.133 -
Abzüglich fakturierter Beträge 3.942.088 3.938.260 3.828 3.554.034 3.550.132 3.902
Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 180.695 176.867 3.828 308.901 304.999 3.902

Diese Beträge sind je Auftrag saldiert entweder in den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Ausweis) oder in den Verbindlichkeiten (passivischer Ausweis) enthalten; wir verweisen auch auf Textziffer 30.

23. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

3.57 - SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig
Derivative finanzielle Vermögenswerte 4.471 4.273 198 3.099 3.009 90
Mietkautionen und sonstige hinterlegte Sicherheiten 7.762 3.281 4.481 6.909 3.135 3.774
Termingelder 8.682 8.682 - 29.419 29.419 -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2 2 - 5.350 5.350 -
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 11.593 8.362 3.231 15.513 12.693 2.820
32.510 24.600 7.910 60.290 53.606 6.684

In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem Guthaben bei Lieferanten in Höhe von 2.523 TSD. € (Vorjahr: 3.083 TSD. €) und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 1.530 TSD. € (Vorjahr: 1.827 TSD. €) enthalten. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 35 dargestellt.

24. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

3.58 - SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig
Steuererstattungsansprüche ohne Ertragsteuern 29.689 29.134 555 37.921 34.879 3.042
Übrige 10 10 - 1.940 1.940 -
29.699 29.144 555 39.861 36.819 3.042

25. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE VERBINDLICHKEITEN

Im Rahmen des Umzugs in den Dürr-Campus in Southfield, Michigan, USA, werden das nicht länger benötigte Gebäude in Auburn Hills, ebenfalls in Michigan, USA, und weitere technische Anlagen und Büroausstattung an diesem Standort als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Die Vermögenswerte sind mit dem Buchwert zum Umgliederungszeitpunkt bewertet. Dürr geht davon aus, dass diese Immobilie und die damit verbundenen Sachanlagen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2016 veräußert werden. Zum 31. Dezember 2015 waren diese als zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte der Division Application Technology zugeordnet. Darüber hinaus sind in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten ein bebautes Grundstück sowie verschiedene weitere Sachanlagen in Deutschland enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Im Geschäftsjahr 2015 wurden diese Vermögenswerte um 442 TSD. € aufwandswirksam wertberichtigt. Dürr geht davon aus, dass diese Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016 veräußert werden. Zum 31. Dezember 2015 waren diese als zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte der Division Woodworking Machinery and Systems zugeordnet. Die Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten der Gesellschaft Dürr Automation S.A.S. in Frankreich, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft waren, wurden am 14. Januar 2015 veräußert. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 4.267 TSD. € aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie aus Transaktionskosten. Zum 31. Dezember 2014 waren die als zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Division Measuring and Process Systems zugeordnet.

Vorjahr
Im Geschäftsjahr 2014 wurde der Bereich Flugzeugmontagetechnik in Deutschland und den USA an die Broetje-Gruppe veräußert. Im Gegenzug erhielt Dürr eine Beteiligung von 11 % an der Tec4Aero GmbH mit Sitz in Wiefelstede in Höhe von 12.360 TSD. €. Die Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten wurden zuvor als zur Veräußerung gehalten eingestuft und mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bilanziert. Der Nettoveräußerungserlös betrug 2.779 TSD. € und ist als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Ein Grundstück mit Gebäude in den USA wurde am 16. Juni 2014 verkauft. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ergab sich im Geschäftsjahr 2014 eine Wertaufholung in Höhe von 266 TSD. €, die als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde. Der Nettoveräußerungserlös betrug 1.276 TSD. €.

3.59 - ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte - -
Sachanlagen 6.315 3.347
Vorräte und geleistete Anzahlungen - 822
Forderungen und sonstige Vermögenswerte - 4.409
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - -
Langfristige Verbindlichkeiten - -1.823
Kurzfristige Verbindlichkeiten - -4.776
Nettovermögen 6.315 1.979

Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva

26. EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT

Gezeichnetes Kapital (Dürr AG)

Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2015 88.579 TSD. € (Vorjahr: 88.579 TSD. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt.

Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 30. April 2010 hatte den Vorstand ermächtigt, bis zum 29. April 2015 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien durfte zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung durfte nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien durfte im Fall des Erwerbs über die Börse vom Börsenkurs nicht um mehr als 5 % abweichen. Im Fall eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre durfte der Erwerbspreis bis zu 20 % über dem Börsenkurs liegen, musste jedoch mindestens dem Börsenkurs entsprechen. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Genehmigtes Kapital (Dürr AG)

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 TSD. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen.

Bedingtes Kapital (Dürr AG)

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 TSD. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 TSD. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.# Kapitalrücklage (Dürr AG)

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2015 155.896 TSD. € (Vorjahr: 155.896 TSD. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, und betrugen zum 31. Dezember 2015 473.662 TSD. € (Vorjahr: 414.567 TSD. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Einstellung des Jahresergebnisses, der Erfassung und Bewertung der auf die Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Optionen sowie der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014. Im Geschäftsjahr 2015 beinhaltete die Veränderung der Gewinnrücklagen auch einmalig die Effekte aus dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit den außenstehenden Aktionären der HOMAG Group AG. Die Gewinnrücklagen unterliegen nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 1.749 TSD. € (Vorjahr: 1.455 TSD. €) einer Ausschüttungssperre, da gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Dürr AG Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden.

Dividende

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die Ausschüttung nach dem Bilanzgewinn, den die Dürr AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2015 schüttete die Dürr AG aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2014 eine Dividende von 1,65 € je Aktie an ihre Aktionäre aus (Vorjahr: 1,45 €). Die Gesamtausschüttungssumme betrug 57.092 TSD. € (Vorjahr: 50.172 TSD. €). Aufgrund der Ertragslage des Geschäftsjahres 2015 schlägt der Vorstand der Dürr AG dem Aufsichtsrat vor, bei 34.601.040 Aktien eine Dividende in Höhe von 1,85 € je Aktie auszuschütten.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals und der damit verbundenen Steuereffekte aus ergebnisneutralen Bestandteilen des Gesamtergebnisses unter Berücksichtigung der Veränderung der Position "Nicht beherrschende Anteile".

3.60 - KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL

vor Steuern Steuereffekt Netto vor Steuern Steuereffekt Netto
Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 3.703 -1.319 2.384 -15.153 4.194 -10.959
Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Nettogewinne/Nettoverluste aus Derivaten zur Absicherung von Zahlungsströmen -1.961 406 -1.555 -7.883 2.339 -5.544
Gewinne/Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung gehaltenen Wertpapieren -6 1 -5 29 -7 22
Ergebniswirksame Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung - - - -4 - -4
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 18.866 - 18.866 30.840 - 30.840
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung von at equity bilanzierten Unternehmen 1.992 - 1.992 136 - 136
Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals 22.594 -912 21.682 7.965 6.526 14.491

Der Anstieg der währungsabhängigen ergebnisneutralen Bestandteile des Gesamtergebnisses ist im Wesentlichen auf die Abwertung des Euro gegenüber US-Dollar und Schweizer Franken zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Stärkung des Euro gegenüber dem brasilianischen Real aus. In der Veränderung des kumulierten Eigenkapitals aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen sind -574 TSD. € (Vorjahr: 821 TSD. €) aus der Vermögenswertbegrenzung enthalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 28.

Auswirkungen im Eigenkapital aufgrund der Veränderungen der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung

Thermea

Bei der Dürr Thermea GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla wurde im Geschäftsjahr 2015 die Beteiligungsquote von 30,0 % auf 87,6 % erhöht. Das Unternehmen war zuvor aufgrund vertraglicher Regelungen bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

3.61 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG THERMEA

2015
Gewinnrücklagen -6.665
Nicht beherrschende Anteile -1.569
-8.234

HOMAG Group

Am 5. März 2015 stimmte die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dürr Technologies GmbH zu. Mit Eintragung des Vertrags in das Handelsregister am 17. März 2015 übernahm der Dürr-Konzern gemäß den Regelungen der IFRS für Zwecke der Konsolidierung die Kontrolle über alle Anteile an der HOMAG Group AG. Gleichzeitig wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und in diesem Zusammenhang entstehender Steuern erfasst. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7.

3.62 - AUSWIRKUNGEN DES BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAGS MIT DER HOMAG GROUP AG

2015
Gewinnrücklagen -28.961
Nicht beherrschende Anteile -91.523
-120.484

Angaben zum Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die operative Geschäftstätigkeit zu unterstützen, eine angemessene Eigenkapitalquote sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Dürr überwacht sein Kapital auf monatlicher Basis mithilfe der so genannten Gearing Ratio. Dabei handelt es sich um eine Kapitalausstattungskennzahl, die das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung wiedergibt. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll die Kennzahl keinen größeren Wert als 30 % annehmen. Dieser Wert wurde am Bilanzstichtag 2015 mit - 22,1 % (Vorjahr: - 30,1 %) signifikant unterschritten, da wie im Vorjahr ein Nettofinanzguthaben anstelle einer Nettofinanzverschuldung bestand.

3.63 - GEARING RATIO

31.12.2015 31.12.2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -435.633 -521.957
Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere -8.684 -34.769
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen -25.183 -25.881
Anleihe 296.910 296.388
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.177 118.414
Nettofinanzverschuldung -129.413 -167.805
Eigenkapital 714.418 725.768
Nettofinanzverschuldung -129.413 -167.805
Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 585.005 557.963
Nettofinanzverschuldung -129.413 -167.805
Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 585.005 557.963
Gearing Ratio -22,1% -30,1%

27. NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Die nicht beherrschenden Anteile beinhalten Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung für Inhaber nicht beherrschender Anteile am konsolidierungspflichtigen Kapital sowie die ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. In den Konzernabschluss sind 13 (Vorjahr: 51) Gesellschaften einbezogen, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Mit Eintragung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags in das Handelsregister am 17. März 2015 werden dem Dürr-Konzern gemäß den Regelungen der IFRS für Zwecke der Konsolidierung sämtliche Anteile an der HOMAG Group AG zugerechnet. Seither wird das Ergebnis der HOMAG Group AG vollständig den Dürr-Aktionären zugeordnet, es entfällt kein Ergebnis auf nicht beherrschende Anteile. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. Entsprechend IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" wurden die Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Die Finanzinformationen zu Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stellten sich in 2014 wie folgt dar:

3.64 - ANTEILE AN DER HOMAG GROUP AG

31.12.2014
Anteile am Kapital 55,85%
Über Optionen Dürr zurechenbare Anteile 22,05%
Dürr zurechenbare Anteile 77,90%

3.65 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014

HOMAG Group
Langfristige Vermögenswerte 226.979
Kurzfristige Vermögenswerte 383.861
Langfristige Schulden 124.961
Kurzfristige Schulden 291.208
Eigenkapital 194.671
Kumulierter Saldo nicht beherrschender Anteile 103.700

3.66 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

HOMAG Group
Umsatzerlöse 914.758
Ergebnis nach Ertragsteuern 20.380
Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses 2.179
Gesamtergebnis 22.559
Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis -1.880
Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividenden -
Operativer Cashflow 90.305

Die ausgewiesenen Beträge für Umsatzerlöse, Ergebnis nach Ertragsteuern, ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses, Gesamtergebnis und operativem Cashflow basieren auf den Werten der HOMAG Group für das gesamte Geschäftsjahr 2014 ohne Effekte aus der Aufdeckung stiller Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation.

28. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Beitrags- und Leistungszusagen.

Beitragsorientierte Pensionszusagen

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) entrichtet Dürr Beitragszahlungen an einen staatlichen oder privaten Versorgungsträger. Neben der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bestehen keine weiteren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für Dürr. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Wesentlichen im Personalaufwand erfasst. Den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Gesellschaften steht im Rahmen der Altersversorgung ein der Tarifgruppe entsprechendes Lebensversicherungsprogramm (Betriebliche Zusatzversorgung - BZV) beziehungsweise eine betriebliche Altersversorgung (dazu) zur Verfügung, für die der Konzern Beiträge von 907 TSD. € (Vorjahr: 826 TSD. €) als Aufwand erfasst hat. Darüber hinaus hat Dürr Beiträge von 36.037 TSD. € (Vorjahr: 26.073 TSD. €) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt.Die US-Tochtergesellschaften entrichten für die einer Gewerkschaft angehörenden Arbeitnehmer Beiträge an externe Pensionsfonds. Die Pensionsaufwendungen für diese Arbeitnehmer betrugen im Geschäftsjahr 2015 5.904 TSD. € (Vorjahr: 3.056 TSD. €). Die Zahlungen für sonstige beitragsorientierte Pläne in weiteren Ländern, unter anderem für staatliche Rentenversicherungssysteme, betrugen 8.709 TSD. € (Vorjahr: 6.657 TSD. €). Dürr hat für seine US-Tochtergesellschaften darüber hinaus einen Gewinnbeteiligungsplan nach dem Regelwerk "401(k)" für bestimmte Beschäftigte eingerichtet. Grundlage für die Gewinnbeteiligung sind die geleisteten Dienstjahre und die Höhe der Vergütung der Angestellten. Dürr leistet hierzu nach seinem Ermessen Beiträge, die durch die Geschäftsleitung jährlich festgelegt werden. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2015 rund 2.610 TSD. € (Vorjahr: 1.150 TSD. €).

Leistungsorientierte Pensionszusagen
Gegenüber einzelnen ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Dürr AG sowie Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen, die sich nach den zuletzt bezogenen Festgehältern und der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten. Für die außertariflich Beschäftigten der deutschen Dürr-Gesellschaften inklusive der Vorstände der Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG besteht die Möglichkeit, neben laufenden arbeitgeberfinanzierten Beiträgen auch arbeitnehmerfinanzierte Beiträge in eine Versorgungszusage umzuwandeln. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat Dürr eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich Dürr zu. Für Dürr besteht daher kein wesentliches versicherungsmathematisches oder Anlagerisiko. Die Höhe der Altersrente entspricht der Leistung aus der von Dürr abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert Dürr saldiert mit dem Fondsvermögen aus der Rückdeckungsversicherung. Bei den deutschen Dürr-Gesellschaften haben die zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigten Mitarbeiter des Standorts Filderstadt sowie der Schenck-Gesellschaften Pensionszusagen. Grundlage dafür sind die geleisteten Dienstjahre. Die nach den Pensionsplänen vorgesehenen Zahlungen bestehen aus Festbeträgen zuzüglich einer Komponente, die von den geleisteten Dienstjahren abhängt. In der HOMAG Group bestehen in geringem Umfang Verpflichtungen für Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter der HOMAG Group sowie deren Hinterbliebene. Diese Verpflichtungen bestehen ausschließlich bei deutschen Gesellschaften der HOMAG Group. Bei verschiedenen ausländischen Unternehmen bestehen Verpflichtungen zur Zahlung eines Einmalbetrags bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses. Die Höhe der Verpflichtung hängt im Wesentlichen von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab. Bei einer US-amerikanischen Dürr-Gesellschaft existiert für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ein Pensionsplan. Dieser Plan wurde 2003 geschlossen, die Ansprüche für aktive Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. Die Höhe der zukünftigen Pensionsleistungen basiert auf den durchschnittlich verdienten Gehältern und Dienstzeiten vor dem Einfrieren der Pensionszusagen im Jahr 2003. Eine US-amerikanische Dürr-Tochtergesellschaft ist mit circa 39 % an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Metallverarbeitungsunternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Der leistungsorientierte Versorgungsplan wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da keine anteilige Zuordnung von Verpflichtungen und Planvermögen zu den einzelnen Trägerunternehmen möglich ist. Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Zum 31. März 2015 betrugen die nicht ausfinanzierten Versorgungsverpflichtungen aus dem Plan 23.425 TSD. € (Vorjahr: 23.498 TSD. €). Für das Jahr 2015 erwartet Dürr Beitragszahlungen in den Pensionsplan in Höhe von 1.365 TSD. € (Vorjahr: 1.420 TSD. €). Darüber hinaus existieren in verschiedenen Ländern Pläne, die Auszahlungen im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsehen, sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Pensionspläne.

Planpopulation und Risikomanagement
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Altersversorgung variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des betreffenden Landes und beruht dabei in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2015 bestanden Zusagen an 2.517 Anspruchsberechtigte: 1.934 aktive Mitarbeiter, 122 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 461 Pensionäre und Hinterbliebene. Die leistungsorientierten Pensionspläne sind größtenteils über Rückstellungen finanziert, denen als Planvermögen qualifiziertes Fondsvermögen gegenübersteht, das mit den Verpflichtungen saldiert wird. Der überwiegende Teil des Fondsvermögens besteht in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Um den mit Pensionsverbindlichkeiten einhergehenden Risiken hinreichend Rechnung zu tragen, hat Dürr vor einigen Jahren das Corporate Pension Committee (CPC) ins Leben gerufen. Dieses tagt vierteljährlich und überprüft und bewertet sämtliche weltweiten Pensionssysteme im Dürr-Konzern. Regelmäßige Teilnehmer des CPC sind der Finanzvorstand der Dürr AG sowie die Leiter der konzernübergreifenden Funktionsbereiche Personal, Rechnungswesen & Controlling, Finanzen und Recht. Weiterhin werden bereits seit vielen Jahren zur Verminderung des Risikos aus Pensionsverpflichtungen in Deutschland keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen mehr gewährt, deren Wert nicht überwiegend durch eine externe Gegenfinanzierung abgesichert ist. Gleichzeitig sehen die aktuellen Pensionspläne mehrheitlich eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung vor. Im Vorjahr wurden bei deutschen Dürr-Gesellschaften weitere Rückdeckungsversicherungen mit einem Zeitwert von 13.786 TSD. € erworben, um Zins- und Langlebigkeitsrisiken weiterer bedeutender Pensionszusagen zu reduzieren.

Entwicklung der Pensionspläne

3.67 - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS

scroll Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 114.478 88.475
Währungsdifferenz 1.528 1.323
Laufender Dienstzeitaufwand 3.096 2.625
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -93 9
Gewinne und Verluste aus Abgeltungen -10 -
Zinsaufwand 2.536 3.163
Neubewertung des Anwartschaftsbarwerts -4.885 20.075
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen -28 205
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen -6.800 18.055
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 1.943 1.815
Arbeitnehmerbeiträge zu den Pensionsplänen 645 689
Pensionszahlungen -5.871 -5.657
Zahlungen aus Planabgeltungen -544 -154
Änderungen Konsolidierungskreis 427 4.276
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten - -414
Sonstiges 87 68
Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 111.394 114.478

3.68 - VERÄNDERUNG DES FONDSVERMÖGENS

scroll Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Fondsvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres 62.526 41.241
Währungsdifferenz 1.097 965
Zinsertrag 1.440 1.691
Neubewertung des Fondsvermögens -521 4.100
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen -18 -
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen -951 3.778
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 448 322
Arbeitgeberbeiträge zu den Pensionsplänen 1.910 15.601
Arbeitnehmerbeiträge zu den Pensionsplänen 1.341 1.342
Pensionszahlungen -3.708 -3.385
Zahlungen aus Planabgeltungen -366 -73
Änderungen Konsolidierungskreis 354 1.144
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten - -118
Sonstiges -19 18
Fondsvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 64.054 62.526
Effekt aus der Vermögenswertbegrenzung -2.337 -1.750
Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 61.717 60.776
Finanzierungsstatus1 49.677 53.702
1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung

3.69 - FINANZIERUNGSSTATUS

scroll Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Anwartschaftsbarwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 104.633 108.049
Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 61.717 60.776
Das Fondsvermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 42.916 47.273
Anwartschaftsbarwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 6.761 6.429
Finanzierungsstatus1 49.677 53.702
1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung

3.70 - BILANZPOSITIONEN BEI DER BILANZIERUNG DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

scroll Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Pensionsrückstellungen 49.677 53.702
Kumuliertes übriges Eigenkapital (inklusive Differenzen aus Währungsumrechnung) -46.778 -49.203

Der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt zusammen:

3.71 - ZUSAMMENSETZUNG DES FONDSVERMÖGENS

| scroll | Tsd. € |
|---|---|# 3.72 - IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER ANTEIL DER PENSIONSAUFWENDUNGEN

scroll Tsd. € | 2015 | 2014
---|---|---|
Laufender Dienstzeitaufwand | 3.096 | 2.625
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -93 | 9
Nettozinsaufwand | 1.109 | 1.515
Kürzung von Pensionszusagen oder Planabgeltungen | -10 | -
Sonstiges | 70 | 24
| 4.172 | 4.173

3.73 - PENSIONSAUFWENDUNGEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

scroll Tsd. € | 2015 | 2014
---|---|---|
Umsatzkosten | 969 | 841
Vertriebskosten | 318 | 243
Allgemeine Verwaltungskosten | 1.746 | 1.551
Forschungs- und Entwicklungskosten | 30 | 23
Zinsergebnis | 1.109 | 1.515
| 4.172 | 4.173

Aus der Vermögenswertbegrenzung ergab sich im Gesamtergebnis eine Veränderung von - 587 TSD. € (Vorjahr: 778 TSD. €). Davon wurden - 574 TSD. € (Vorjahr: 821 TSD. €) ergebnisneutral und - 13 TSD. € (Vorjahr: -43 TSD. €) im Zinsergebnis erfasst.

Der Stichtag für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist der 31. Dezember; der Bewertungsstichtag für die Pensionsaufwendungen ist der 1. Januar. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung, die für die deutschen Konzernunternehmen aus den biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entnommen wurden, sind folgende Prämissen für die Berechnung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zugrunde gelegt worden:

3.74 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

scroll 2015 2014
% Deutschland USA Restliche Welt Deutschland USA Restliche Welt
Abzinsungsfaktor 2,40 3,95 2,09 2,00 3,70
Langfristige Entgeltsteigerungen 3,00 - 2,50 3,00 -

Der Rententrend, der in Deutschland eine wesentliche Wirkung auf den Anwartschaftsbarwert zum Bilanzstichtag hat, betrug im Geschäftsjahr 2015 1,75 % (Vorjahr: 2,00 %).

3.75 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER PENSIONSAUFWENDUNGEN

scroll 2015 2014
% Deutschland USA Restliche Welt Deutschland USA Restliche Welt
Abzinsungsfaktor 2,00 3,70 2,42 3,50 4,25
Langfristige Entgeltsteigerungen 3,00 - 2,76 3,50 -

Die Berechnung der durchschnittlichen Faktoren basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der Pensionsverpflichtungen. Die durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen zum Ende des Geschäftsjahres 2015 betrug 13 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2016 werden Dotierungen in das Fondsvermögen durch die Arbeitgeber in Höhe von 1.493 TSD. € erwartet. Für die kommenden Geschäftsjahre werden folgende Zahlungen für Leistungszusagen erwartet.

3.76 - ERWARTETE PENSIONSZAHLUNGEN

scroll Tsd. € | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 bis 2025 | Gesamt
---|---|---|---|---|---|---|---|
Erwartete Pensionszahlungen | 5.436 | 5.856 | 5.804 | 5.563 | 5.936 | 31.138 | 59.733

Sensitivitäten
Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen weltweit sind der Abzinsungsfaktor und für Pensionsverpflichtungen in Deutschland zusätzlich der Rententrend. Durch Absicherung der wesentlichen Pensionsrisiken durch Rückdeckungsversicherungen spielt das Langlebigkeitsrisiko für die Verpflichtungen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Die nachstehenden Sensitivitätsanalysen in Form von Szenarien zeigen, wie die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst werden.

3.77 - SENSITIVITÄTEN - FIKTIVER RÜCKSTELLUNGSBETRAG

scroll Tsd. € | 31.12.2015 | 31.12.2014
---|---|---|
Abzinsungsfaktor + 1 %-Punkt | 40.182 | 43.092
Abzinsungsfaktor - 1 %-Punkt | 62.043 | 67.430
Rententrend + 0,25 %-Punkte | 51.878 | 56.200
Rententrend - 0,25 %-Punkte | 47.608 | 51.476

Zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht.

29. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

3.78 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

scroll 31.12.2015 31.12.2014
Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig
Auftragsrückstellungen 110.076 108.427 1.649 86.307 84.400
Personalrückstellungen 18.802 7.594 11.208 32.632 7.057
Sonstige Rückstellungen 7.106 3.928 3.178 8.195 4.871
135.984 119.949 16.035 127.134 96.328 30.806

Die Auftragsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen, Garantien und drohende Verluste im Auftragsbestand. Rund 75 % der Auftragsrückstellungen entfallen auf Rückstellungen für Garantien und Nachtragsaufwendungen. Die Personalrückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für Jubiläumsaufwendungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. Die als kurzfristig eingestuften übrigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen. Die Auszahlungen für langfristige Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre anfallen.

3.79 - ENTWICKLUNG DER ÜBRIGEN RÜCKSTELLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2015

scroll Tsd. € | Auftragsrückstellungen | Personalrückstellungen | Sonstige Rückstellungen
---|---|---|---|
Stand 1. Januar 2015 | 86.307 | 32.632 | 8.195
Änderungen | | |
Konsolidierungskreis | 176 | - | 50
Währungsdifferenz | 941 | 23 | 124
Verbrauch | -45.410 | -19.739 | -1.844
Auflösung | -10.480 | -443 | -1.667
Zuführung | 78.346 | 6.329 | 2.444
Umgliederung | 196 | - | -196
Stand 31. Dezember 2015 | 110.076 | 18.802 | 7.106

30. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

3.80 - VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

scroll Tsd. € | Summe | Kurzfristig | Summe Mittelfristig | Langfristig
---|---|---|---|---|
Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Kleinserienfertigung resultierend) | 112.676 | 112.676 | - | - | -
(2014) | (88.093) | (86.558) | (1.535) | (1.535) | (-)
Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Auftragsfertigung resultierend) | 534.312 | 530.484 | 3.828 | 3.828 | -
(2014) | (675.209) | (671.307) | (3.902) | (3.902) | (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (L&L) | 398.559 | 397.950 | 609 | 439 | 170
(2014) | (364.538) | (364.030) | (508) | (296) | (212)
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 516 | 516 | - | - | -
(2014) | (456) | (456) | (-) | (-) | (-)
31. Dezember 2015 | 1.046.063 | 1.041.626 | 4.437 | 4.267 | 170
(31. Dezember 2014) | (1.128.296) | (1.122.351) | (5.945) | (5.733) | (212)

In den erhaltenen Anzahlungen sind 14.379 TSD. € (Vorjahr: 5.830 TSD. €) von at equity bilanzierten Unternehmen enthalten.

31. ANLEIHE UND ÜBRIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Unter "Anleihe und übrige Finanzverbindlichkeiten" werden alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen.

3.81 - FINANZVERBINDLICHKEITEN

scroll Tsd. € | Summe | Kurzfristig | Summe Mittelfristig | Langfristig
---|---|---|---|---|
Anleihe | 296.910 | - | 296.910 | - | 296.910
(2014) | (296.388) | (-) | (296.388) | (-) | (296.388)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 43.177 | 4.325 | 38.852 | 12.783 | 26.069
(2014) | (118.414) | (13.192) | (105.222) | (75.806) | (29.416)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 10.815 | 2.457 | 8.358 | 6.792 | 1.566
(2014) | (11.735) | (3.918) | (7.817) | (5.581) | (2.236)
31. Dezember 2015 | 350.902 | 6.782 | 344.120 | 19.575 | 324.545
(31. Dezember 2014) | (426.537) | (17.110) | (409.427) | (81.387) | (328.040)

Finanzierung des Konzerns

Anleihe
Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 TSD. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an Dürr und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. Am 28. September 2014 wurde die im Geschäftsjahr 2010 emittierte Anleihe mit einem Betrag von 225.000 TSD. € vorzeitig zum Nominalwert in voller Höhe zurückgezahlt.

Syndizierter Kredit
Dürr AG
Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen neuen Konsortialkredit mit einem Gesamtvolumen von 300.000 TSD. € und einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, hsbc Trinkaus & Burkhardt AG und KfW IPEX-Bank GmbH. Mit Wirkung zum 29. Mai 2015 wurde der syndizierte Kredit der HOMAG Group gekündigt. Im Gegenzug wurden die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG um 150.000 TSD. € und die Avallinie um 15.000 TSD. € erhöht sowie die BNP Paribas als neue Kreditgeberin in das Bankenkonsortium aufgenommen.# 3.82 - WESENTLICHE DARLEHEN

31. Dezember 2015
Währung Buchwert Tsd. € Restlaufzeit Monate Effektiver Zinssatz in %
Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien EUR 37.730 105 4,49
Bilaterale Darlehen EUR 4.690 bis 76 3,49 - 6,04
31. Dezember 2014
Währung Buchwert Tsd. € Restlaufzeit Monate Effektiver Zinssatz in %
Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien EUR 39.874 117 4,49
Konsortialkredit Tranche A - Barlinie EUR 55.025 bis 53 Euribor + Marge
Konsortialkredit Tranche B - Barziehung EUR/SGD 2.554 - -1,63 - 2,35
Bilaterale Darlehen EUR 7.398 bis 88 3,46 - 6,04
Bilaterales Darlehen USD 12.341 bis 48 Libor + Marge

Kredit- und Avallinien

Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 133.136 TSD. € (Vorjahr: 116.533 TSD. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 nicht in Anspruch genommen. Im Vorjahr wurde die Tranche B des syndizierten Kredits der HOMAG Group in Höhe von 7.353 TSD. € als Aval genutzt. Die Barinanspruchnahmen aus beiden Tranchen betrugen 60.054 TSD. €. Zusätzlich bestehen bei verschiedenen Kreditinstituten und Versicherungen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 12.244 TSD. € zur Ausnutzung im Rahmen der Betriebsmittelfinanzierung oder Avalinanspruchnahmen, Avallinien in Höhe von 520.549 TSD. € sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Kreditlinien.

3.83 - KREDIT- UND AVALLINIEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Gesamtbetrag der zur Verfügung stehenden Kredit- und Avallinien 1.034.948 1.111.240
Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Kredite/Avale 359.950 495.650
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 294.956 335.467
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 64.994 160.183

32. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

3.84 - SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 22.833 21.778 1.055
(2014) (15.702) (13.745) (1.957)
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung 6.589 6.589 -
(2014) (6.576) (6.576) (-)
Verpflichtungen aus Optionen 241.205 211.724 29.481
(2014) (105.176) (105.176) (-)
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 1.180 540
(2014) (3.143) (1.072) (2.071)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 31.920 25.220 6.700
(2014) (38.696) (30.499) (8.197)
31. Dezember 2015 304.267 266.491 37.776
(31. Dezember 2014) (169.293) (157.068) (12.225)

Die Verpflichtungen aus Optionen in Höhe von 210.878 TSD. € (Vorjahr: 86.482 TSD. €) betreffen die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Darüber hinaus betreffen die Optionen Geschäftsanteile, die sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befinden, in Höhe von 30.327 TSD. € (Vorjahr: 18.694 TSD. €). Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Verbindlichkeit aus bedingten Kaufpreisraten für die Dürr Systems Wolfsburg GmbH in Höhe von 400 TSD. € (Vorjahr: 396 TSD. €) beglichen. Zum 31. Dezember 2015 waren die Verpflichtungen für die Dürr Cyplan Ltd. in Höhe von 1.000 TSD. € (Vorjahr: 1.847 TSD. €) enthalten. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 35 dargestellt.

33. ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN UND ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN

3.85 - ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig
Ertragsteuerverbindlichkeiten 41.728 32.907 8.821
(2014) (29.474) (28.996) (478)
31. Dezember 2015 41.728 32.907 8.821
(31. Dezember 2014) (29.474) (28.996) (478)

3.86 - ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig
Steuerverbindlichkeiten, die nicht Ertragsteuern betreffen 46.261 46.174 87
(2014) (39.702) (39.505) (197)
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.181 7.181 -
(2014) (6.437) (6.437) (-)
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 168.456 162.555 5.901
(2014) (132.661) (128.636) (4.025)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.745 1.745 -
(2014) (2.469) (2.469) (-)
31. Dezember 2015 223.643 217.655 5.988
(31. Dezember 2014) (181.269) (177.047) (4.222)

Mitarbeiterkapitalbeteiligung

Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten unter anderem den Buchwert der zu zahlenden Verpflichtungen aus der Kündigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei einigen Gesellschaften der HOMAG Group in Höhe von 31.229 TSD. €. Der Großteil des Betrags (19.591 TSD. €) resultiert aus der Kapitalrückzahlung. Auf die regulären vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung entfallen 7.591 TSD. €. Die restlichen 4.047 TSD. € betreffen eine freiwillige Ausgleichszahlung, die Mitarbeitern der HOMAG Group im Zuge der Beendigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung einmalig angeboten wird. Im Vorjahr enthielten die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern den kurzfristigen Anteil der Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Höhe von 6.116 TSD. €. Der Aufwand aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung ist in den Umsatz- und Funktionskosten als Teil des Personalaufwands und im Zinsergebnis enthalten.

3.87 - AUFWAND AUS MITARBEITERKAPITALBETEILIGUNG

Tsd. € 2015 2014
Personalaufwand 16.073 1.411
Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung 2.047 810
Aufwand aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung 18.120 2.221

Auch die im Rahmen der Planbeendigung angefallenen Einmalaufwendungen aufgrund versicherungsmathematischer Anpassungen in Höhe von 4.435 TSD. € sind in den Umsatz- und Funktionskosten als Teil des Personalaufwands enthalten. Für die grundsätzlichen Ausführungen zur Mitarbeiterkapitalbeteiligung in der HOMAG Group wird auf Textziffer 6 verwiesen.

34. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG

Für die Mitglieder des Vorstands und des obersten Führungskreises der Dürr-Gruppe existiert ein langfristiges aktienbasiertes Incentive-Programm (Long Term Incentive - LTI). Die Ausgestaltung erfolgt in Tranchen, die jedes Jahr herausgegeben werden und jeweils eine Laufzeit von drei Jahren haben. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine weitere Tranche mit einer Laufzeit von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017 aufgelegt. Die Auszahlungen erfolgen nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit jeweils im Anschluss an die darauffolgende Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, den Mitgliedern des Vorstands Abschlagszahlungen auf die späteren Auszahlungsbeträge des LTI zu gewähren. Unterschreitet der nach Ablauf der Tranche tatsächlich fällige Zahlbetrag die Abschlagszahlung, ist das jeweilige Vorstandsmitglied zur Rückzahlung des Differenzbetrags verpflichtet. Ansonsten ist eine vorzeitige anteilige Auszahlung nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Dürr-Konzern möglich. Gemäß dem Programm erhalten die Berechtigten eine individuell festgelegte Anzahl virtueller Dürr-Aktien (Performance Share Units). Zum 31. Dezember 2015 betrug die Anzahl der ausgegebenen virtuellen Aktien 166.680 Stück (Vorjahr: 207.300 Stück). Am Ende der Laufzeit des Incentive-Programms erfolgt eine Barvergütung der erworbenen Ansprüche.Die Vergütung ermittelt sich aus der Anzahl der virtuellen Aktien, dem geglätteten Stichtagsaktienkurs (Aktienkurs-Multiplikator) und einem EBIT-Multiplikator gemäß der erzielten durchschnittlichen EBIT-Marge während der Laufzeit. Für den EBIT-Multiplikator besteht eine Höchstgrenze. Ein maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) ist individuell festgelegt. Im Gegenzug zu den Ansprüchen aus dem LTI sind die Teilnehmer des Incentive-Programms verpflichtet, während der Laufzeit des Programms ein individuell bestimmtes Eigeninvestment in realen Dürr-Aktien zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 3.617 TSD. € (Vorjahr: 3.355 TSD. €) als Aufwendungen für das LTI-Programm in den Verwaltungskosten erfasst. Der in den übrigen Verbindlichkeiten passivierte Betrag betrug zum 31. Dezember 2015 6.819 TSD. € (Vorjahr: 6.627 TSD. €). Zu den Zahlungen für den Vorstand aus der anteilsbasierten Vergütung verweisen wir auf die Angaben zur Vorstandsvergütung unter Textziffer 42.

35. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien

Aus der nachfolgenden Tabelle sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

3.88 - BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN

WERTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2015 Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam)
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 435.633 - 435.633 - -
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen¹ 353.617 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 536.732 - 536.732 - -
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 5.963 - 5.963 - -
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.342 - 28.342 - -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2 - - - 2
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 24.878 - 24.878 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16.224 15.845 - 379 -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.100 - - - 1.100
Derivate mit Hedge-Beziehung 3.371 - 2.349 1.022 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus L&L 398.559 - 398.559 - -
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 516 - 516 - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 38.509 - 38.509 - -
Anleihe 296.910 - 296.910 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.177 - 43.177 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.815 - 10.815 - -
Verpflichtungen aus Optionen 241.205 - 210.878 30.327 -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 - - - 1.720
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - - - 452
Derivate mit Hedge-Beziehung 22.381 - 16.992 5.389 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1.102 - - - 1.102
Kredite und Forderungen 1.360.287 - 1.006.670 - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 24.878 - 24.878 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16.224 15.845 - 379 -
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 32.499 - - 30.327 2.172
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 999.364 - 999.364 - -

¹ Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze.

WERTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2014 Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam)
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 521.957 - 521.957 - -
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen¹ 366.308 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 479.493 - 479.493 - -
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 5.401 - 5.401 - -
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 52.409 - 52.409 - -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 5.350 - - - 5.350
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 25.313 - 25.313 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 15.973 15.588 - 385 -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.438 - - - 1.438
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.661 - 1.115 546 -
Passiva
Verbindlichkeiten aus L&L 364.538 - 364.538 - -
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierte Unternehmen 456 - 456 - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 45.272 - 45.272 - -
Anleihe 296.388 - 296.388 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.414 - 118.414 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 11.735 - 11.735 - -
Verpflichtungen aus Optionen 105.176 - 86.482 18.694 -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 3.143 - - - 3.143
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.660 - - - 2.660
Derivate mit Hedge-Beziehung 13.042 - 12.264 778 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6.788 - - - 6.788
Kredite und Forderungen 1.425.568 - 1.059.260 - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 25.313 - 25.313 - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 15.973 15.588 - 385 -
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 24.497 - - 18.694 5.803
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 923.285 - 923.285 - -

¹ Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt:
― Notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1);
― Andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2);
― Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3).

Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchie-Stufen auf:

3.89 - ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIE-STUFEN

FAIR-VALUE-HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 379 379 - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.349 - 2.349 -
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2 2 - -
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.100 - 1.100 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.022 - 1.022 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Verpflichtungen aus Optionen 30.327 - - 30.327
Derivate mit Hedge-Beziehung 16.992 - 16.992 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 - - 1.720
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - 452 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.389 - 5.389 -
FAIR-VALUE-HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2014 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 385 385 - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.115 - 1.115 -
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 5.350 5.350 - -
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.438 - 1.438 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 546 - 546 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Verpflichtungen aus Optionen 18.694 - - 18.694
Derivate mit Hedge-Beziehung 12.264 - 12.264 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 3.143 - - 3.143
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.660 - 2.660 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 778 - 778 -

Zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfolgt die Beurteilung, ob es zu Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2015 fanden keine Umgliederungen zwischen einzelnen Fair-Value-Hierarchie-Stufen statt.

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum 31. Dezember 2015 im Bestand befindlichen Finanzinstrumente der Stufen 1, 2 und 3 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden:

3.90 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN

Tsd. € 2015 2014
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 25 286
Derivative Finanzinstrumente 2.104 1.742
Im Eigenkapital erfasst
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -6 29
Derivative Finanzinstrumente 2.265 1.141

3.91 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € 2015 2014
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 843 -152
Derivative Finanzinstrumente -5.524 -2.656
Im Eigenkapital erfasst
Verpflichtungen aus Optionen -11.633 -2.032
Derivative Finanzinstrumente -15.351 -11.817

3.92 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3

Tsd. € 2015 2014
Stand 1. Januar 21.837 18.605
Änderungen Konsolidierungskreis - 900
Abgänge -580 -1.405
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 10.790 3.737
Stand 31. Dezember 32.047 21.837

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Verbindlichkeiten wurden erfolgswirksam beziehungsweise direkt im Eigenkapital berücksichtigt.# Bewertungstechniken

Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet. Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die Dürr von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für Dürr abzuleiten.

Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen und bedingten Kaufpreisraten basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Plandaten. Dazu zählen vor allem erwartete Ergebnisse der jeweiligen Gesellschaft, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeit abhängt. Eine Anpassung der Plandaten wird vorgenommen, wenn dafür Anhaltspunkte vorliegen. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen.

Sensitivitäten Stufe 3

Für die im Rahmen des Erwerbs der HOMAG Group erfassten Verpflichtungen aus Optionen ergeben sich keine Sensitivitäten, da ein Festpreis für die Anteile vereinbart wurde. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. Unterstellt man zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt um 10 % höhere (niedrigere) zugrunde liegende Parameter (Eigenkapital und kumulierte Ergebnisse vor Ertragsteuern), wäre der Wert der unter Stufe 3 berichteten Verkaufsoption für die CPM S.p.A. 2.748 TSD. € höher (niedriger) ausgefallen (Vorjahr: keine Sensitivität). Die Verkaufsoption im Zusammenhang mit dem Erwerb der Dürr Thermea GmbH würde sich nicht verändern, wenn sich das geplante EBIT der Gesellschaft für die nächsten drei Jahre um 10 % erhöht (verringert). Unverändert bleibt in diesem Fall auch die Kaufoption (derzeit 0 TSD. €), da der anteilige Unternehmenswert der Dürr Thermea GmbH den nach oben begrenzten Ausübungspreis durch die 10-%-Variation im EBIT nicht übersteigt.

Beizulegende Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten (mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist).

3.93 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE BILANZIERTER FINANZINSTRUMENTE

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Beizulegender Zeitwert Buchwert
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 435.633 435.633
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 353.617 353.617
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 536.732 536.732
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 5.963 5.963
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.342 28.342
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 25.420 24.878
Passiva
Verbindlichkeiten aus L&L 398.559 398.559
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 516 516
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 38.509 38.509
Anleihe 313.500 296.910
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.366 43.177
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12.105 10.815
Verpflichtungen aus Optionen 210.878 210.878
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen 1.006.670 1.006.670
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 25.420 24.878
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.019.433 999.364

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert für bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) entspricht dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung des jeweiligen Finanzinstruments. Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 15.845 TSD. € konnten keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Diese sind in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Anteile an zwölf nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Zahlungsflüsse auf eine Bewertung mittels Diskontierung von erwarteten Zahlungsflüssen verzichtet wurde. In diesem Fall wurde angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Aus heutiger Sicht plant Dürr nicht, die Eigenkapitalanteile zu veräußern.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit - mit Ausnahme der Anleihe, des Darlehens zur Campus-Finanzierung sowie mehrerer Darlehen der HOMAG Group - kaum vom Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 31. Dezember 2015 notierte die Anleihe mit 104,50 % (Vorjahr: 106,50 %), was einem Marktwert von 313.500 TSD. € (Vorjahr: 319.500 TSD. €) entspricht. Die beizulegenden Zeitwerte des Campus-Darlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) und der Darlehen der HOMAG Group (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermitteln sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme mit den aktuellen Marktzinsen vergleichbarer Darlehen. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verpflichtungen aus Optionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) handelt es sich um im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Des Weiteren wurde die sonstige finanzielle Verbindlichkeit gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann aus Optionen aus dem Vorjahr neu bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten Barabfindung einschließlich Ausgleichszahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung und einem laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssatz basiert.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

3.94 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

Tsd. € aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 25 - - - -
(2014) (286) (-) (-) (-) (-)
Kredite und Forderungen 7.171 - 7.430 -835 -243
(2014) (7.514) (-) (937) (-3.353) (-470)
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 657 - - - -
(2014) (675) (-) (-) (-) (-)
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden -34 867 - - -
(2014) (-318) (183) (-) (-) (-)
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -30.264 - -398 - -
(2014) (-23.658) (-) (-126) (-) (-)
2015 -22.445 867 7.032 -835 -243
(2014) (-15.501) (183) (811) (-3.353) (-470)

Aus der Bewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere wurden - 6 TSD. € (Vorjahr: 29 TSD. €) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen

Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es Dürr im Fall einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen.

3.95 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN

| Tsd. |# 36. ERLÄUTERUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr 2015 verändert haben und gibt somit Auskunft über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Die gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" erstellte Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Aufgrund gesetzlicher Kapitalverkehrsbeschränkungen in einigen asiatischen Ländern ist ein Betrag von 163.576 TSD. € (Vorjahr: 176.213 TSD. €) eingeschränkt verfügbar.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet. Dem Ergebnis vor Ertragsteuern werden die Ertragsteuerzahlungen hinzugerechnet, zudem wird es um das Zinsergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt. Letztere umfassen unter anderem die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen. Um auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überzuleiten, werden Veränderungen von Bilanzpositionen, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, berücksichtigt. Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen werden herausgerechnet. Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva in der Konzern-Kapitalflussrechnung stimmen daher nicht notwendigerweise mit den Veränderungen der betreffenden Positionen in der Konzernbilanz überein. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Abschreibungen wurden um 1.867 TSD. € (Vorjahr: 1.213 TSD. €) reduziert, da diese Abschreibungen bereits im Zinsergebnis oder Beteiligungsergebnis enthalten sind. In den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen sind -442 TSD. € (Vorjahr: -1.222 TSD. €) aus der Wertberichtigung von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten enthalten. Der Betrag entfällt auf die Wertberichtigung des in Deutschland ausgewiesenen bebauten Grundstücks. Darüber hinaus sind 877 TSD. € aus der Anpassung der bedingten Kaufpreisraten für die Dürr Cyplan Ltd. in den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen enthalten. Im Vorjahr entfielen 2.779 TSD. € auf die Veräußerung des Bereichs Flugzeugmontagetechnik, - 4.267 TSD. € auf die Veräußerung der Dürr Automation S.A.S. und 266 TSD. € auf die veräußerte Immobilie in den USA. Gegenläufig wirkte sich die Bewertung der Kaufpreisverpflichtungen der Dürr Systems Wolfsburg GmbH in Höhe von 183 TSD. € aus. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Effekte in Höhe von 17.355 TSD. € aus Forfaitierungen (Vorjahr: 8.003 TSD. €).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus Zahlungsmittelabflüssen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte und Akquisitionen. Zuflüsse an Zahlungsmitteln entstehen durch den Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie durch erhaltene Zinsen. Investitionen in das Anlagevermögen aus dem Abschluss oder der Verlängerung von Finanzierungs-Leasingverträgen mit simultaner Erfassung entsprechender Verbindlichkeiten werden in der Kapitalflussrechnung nicht ausgewiesen, da hiermit kein Zahlungsmittelabfluss verbunden ist. Im Geschäftsjahr 2015 hatte der Dürr-Konzern keine Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Abgang von sonstigen Finanzanlagewerten (Vorjahr: 5.427 TSD. €), jedoch Zahlungsmittelzuflüsse aus der Anlage in Termingeldern in Höhe von 26.098 TSD. € (Vorjahr: 26.593 TSD. €). Die Zahlungsmittelabflüsse aus dem Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten betrugen 6 TSD. € (Vorjahr: 4.014 TSD. €). Die Zahlungsströme resultieren aus der Anlagestrategie zur Verbesserung des Zinsergebnisses. Im Rahmen dieser Anlagestrategie investiert Dürr freie Liquidität in höher verzinsliche Wertpapiere europäischer Emittenten. Die im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesenen Zahlungsmittelabflüsse aus Firmenerwerben abzüglich erhaltener flüssiger Mittel in Höhe von 31.509 TSD. € (Vorjahr: 207.349 TSD. €) entfallen in Höhe von 29.863 TSD. € auf den Kauf der iTAC-Gesellschaften und in Höhe von 1.246 TSD. € auf die sonstigen Akquisitionen. In der Position sind erhaltene flüssige Mittel in Höhe von 2.326 TSD. € enthalten, von denen 1.376 TSD. € auf die Akquisition der iTAC-Gesellschaften und 950 TSD. € auf die sonstigen Akquisitionen entfallen. Darüber hinaus ist in der Position noch die Bezahlung der bedingten Kaufpreisrate für die Dürr Systems Wolfsburg GmbH in Höhe von 400 TSD. € enthalten. Im Vorjahr resultierten die Zahlungsmittelabflüsse aus Firmenerwerben abzüglich erhaltener flüssiger Mittel in Höhe von 207.349 TSD. € aus dem Erwerb der HOMAG Group in Höhe von 228.053 TSD. € und in Höhe von 12.322 TSD. € aus sonstigen Akquisitionen. In der Position waren erhaltene flüssige Mittel in Höhe von 33.026 TSD. € enthalten, von denen 32.383 TSD. € auf die Akquisition der HOMAG Group und 643 TSD. € auf die sonstigen Akquisitionen entfielen. Für weitere Angaben zu den Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 19. Im Vorjahr ergab sich aus dem Verkauf des Bereichs Flugzeugmontagetechnik an die Broetje-Gruppe, der als zur Veräußerung gehalten umklassifiziert war, ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 2.967 TSD. € aus angefallenen Einmalaufwendungen aufgrund der Veräußerung. Die in diesem Zusammenhang erhaltene Beteiligung in Höhe von 12.360 TSD. € wurde mit den veräußerten Vermögenswerten saldiert. Aus der Veräußerung einer Immobilie in den USA, die ebenfalls als zur Veräußerung gehalten eingestuft war, flossen Dürr 1.276 TSD. € zu. Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Dürr Automation S.A.S. in Frankreich führten zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 809 TSD. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Er enthält Dividenden und Auszahlungen an Aktionäre und Inhaber nicht beherrschender Anteile, geleistete Zinszahlungen für die Anleihe und sonstige Finanzierungstätigkeiten. Auch Tilgungen für im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen passivierte Verbindlichkeiten und weitere langfristige Darlehen werden erfasst. In der Position "Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten" werden unter anderem Zu- und Abflüsse aus Kontokorrentkrediten zusammengefasst. Im Rahmen der Einbindung der HOMAG Group in die Konzernfinanzierung wurden langfristige Darlehen getilgt, darunter der syndizierte Kredit der HOMAG Group in Höhe von 60.054 TSD. € und ein Darlehen in US-Dollar in Höhe von 13.582 TSD. €. Im Geschäftsjahr 2015 erwarb Dürr weitere 57,6 % der Anteile an der Dürr Thermea GmbH. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 8.234 TSD. €. Der Zahlungsmittelabfluss für die weiteren Anteile war gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in der Position "Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen" enthalten, da die Gesellschaft bereits zuvor vollständig in den Dürr-Konzern einbezogen wurde. Im Vorjahr erwarb Dürr die restlichen 19,9 % der Anteile an der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH. Der Kaufpreis für die zweite Tranche betrug 1.405 TSD. €, der Gesamtkaufpreis für 100 % der Anteile belief sich auf 10.387 TSD. €. Bei der Dürr Thermea GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1.000 TSD. € vorgenommen. Von dieser Kapitalerhöhung entfielen 500 TSD. € auf Dürr und 500 TSD. € auf Inhaber nicht beherrschender Anteile.

Der Konzern verfügt über nicht genutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 674.998 TSD. € (Vorjahr: 615.590 TSD. €). Für nähere Informationen zur Finanzierung des Konzerns verweisen wir auf Textziffer 31. Eine Aufgliederung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit nach den Divisions des Dürr-Konzerns enthält Textziffer 37. Eine detaillierte wirtschaftliche Erläuterung der Kapitalflussrechnung enthält das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" im Lagebericht.

SONSTIGE ANGABEN

37. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen. Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 31.# 3.97 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Dezember 2015 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und fünf nach Produkt- und Leistungsspektrum differenzierten Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen. Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Dürr AG und die Dürr Technologies GmbH als Holdings und die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip).

Division Paint and Final Assembly Systems

Paint and Final Assembly Systems plant und baut schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. Als Systempartner übernimmt die Division die komplette Projektabwicklung von der Layout-Planung bis zur Inbetriebnahme. Darüber hinaus bietet sie Software für die übergeordnete Produktionssteuerung.

Division Application Technology

Application Technology entwickelt und produziert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag, zum Beispiel Lackierroboter, Zerstäuber und Farbversorgungen. Weitere Tätigkeitsbereiche sind die Sealing-Technik zur Versiegelung von Schweißnähten aus dem Karosserierohbau sowie die Klebetechnik für den Rohbau und die Endmontage von Fahrzeugen. Auch das Geschäft mit Lackiertechnikprodukten für die allgemeine Industrie gehört zu den Aktivitäten der Division.

Division Measuring and Process Systems

Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik, Prüf-, Befüll- und Montagetechnik sowie industrielle Reinigungstechnik und Systeme zur Oberflächenbearbeitung. Neben der Automobilindustrie bedient die Division Branchen wie den Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Luft- und Raumfahrttechnik.

Division Clean Technology Systems

Clean Technology Systems bietet Abluftreinigungstechnik und Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz von Industrieprozessen. Die Abluftreinigungssysteme kommen unter anderem in der Chemie- und Pharmaindustrie zum Einsatz, aber auch in Branchen wie Druck, Holzbearbeitung, Carbonfaserherstellung und Automobilherstellung. Die Division entwickelt und vermarktet Anlagen zur Stromgewinnung aus Wärme und Abwärme sowie weitere Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz.

Division Woodworking Machinery and Systems

Zu den Kernprodukten der Division Woodworking Machinery and Systems zählen Verbund- und Leichtbauplattenanlagen, Durchlaufsägen, Kaschiersysteme für Flächen und Kanten sowie Kantenanleimmaschinen, Bearbeitungszentren und Handlingsysteme. Kunden sind die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk. Auf den Maschinen und Anlagen produzieren die Kunden Wohn- und Büromöbel, Küchen, Parkett- und Laminatfußböden, Fenster, Türen, Treppen sowie komplette Holzsystemhäuser.

Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung (Management Approach). Das EBIT (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern) jeder der fünf Divisions wird vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Measuring and Process Systems Clean Technology Systems Wood working Machinery and Systems Summe Segmente
2015
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.364.551 599.672 603.670 159.234 1.039.323 3.766.450
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 8.068 4.842 11.379 3.135 2 27.426
Summe Umsatzerlöse 1.372.619 604.514 615.049 162.369 1.039.325 3.793.876
EBIT 100.182 60.826 69.772 5.790 36.647 273.217
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 2.306 - -730 1.576
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.144 64.745 45.523 7.257 75.911 203.580
Cashflow aus Investitionstätigkeit -44.287 -26.980 -9.664 -7.348 -24.963 -113.242
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -7.282 -26.014 -34.381 2.533 -57.663 -122.807
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -9.160 -8.232 -9.321 -2.283 -45.144 -74.140
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - - - - -2.368 -2.368
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 3 - -16 876 -566 297
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 12.263 2.498 2.806 1.563 16.230 35.360
Zugänge zu Sachanlagen 21.850 25.344 7.880 5.945 13.511 74.530
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - 17.309 - 10.913 28.222
Vermögen (zum 31.12.) 551.282 480.638 490.812 114.292 795.410 2.432.434
Schulden (zum 31.12.) 665.068 298.238 201.416 61.491 321.470 1.547.683
Beschäftigte (zum 31.12.) 3.374 1.858 2.992 499 5.906 14.629
Tsd. € Überleitung1 Dürr-Konzern 2015
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 644
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 3.766.450
Summe Umsatzerlöse -27.426
EBIT -26.782
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -5.431
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -
Cashflow aus Investitionstätigkeit -30.612
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 18.812
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -39.543
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -5.183
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten -2
Zugänge zu Sachanlagen 4.087
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 710
Vermögen (zum 31.12.) -
Schulden (zum 31.12.) -583
Beschäftigte (zum 31.12.) 213.798

1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.

Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Measuring and Process Systems Clean Technology Systems Wood working Machinery and Systems2 Summe Segmente
2014
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.078.234 525.980 581.909 135.951 252.815 2.574.889
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 7.782 11.407 9.970 2.504 - 31.663
Summe Umsatzerlöse 1.086.016 537.387 591.879 138.455 252.815 2.606.552
EBIT 106.204 55.108 70.303 7.640 -7.866 231.389
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 1.839 - -410 1.429
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 141.795 36.665 83.734 3.681 49.566 315.441
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.074 -22.188 -7.765 -4.371 -9.630 -45.028
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -140.669 16.485 -70.847 -1.198 -22.483 -218.712
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -6.997 -6.723 -8.991 -1.960 -13.615 -38.286
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - - - -160 -395 -571
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -2 181 -4.000 -2 31 -3.792
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 2.012 4.648 1.392 1.355 112.867 122.274
Zugänge zu Sachanlagen 12.899 9.580 8.416 2.531 5.658 39.084
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - 13.520 - 11.067 24.587
Vermögen (zum 31.12.) 500.509 463.333 460.043 97.969 798.923 2.320.777
Schulden (zum 31.12.) 725.087 294.124 205.803 50.670 304.861 1.580.545
Beschäftigte (zum 31.12.) 3.069 1.784 3.018 473 5.659 14.003
Tsd. € Überleitung1 Dürr-Konzern 2014
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 18
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 2.574.907
Summe Umsatzerlöse -31.663
EBIT -31.645
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -10.476
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -
Cashflow aus Investitionstätigkeit -24.188
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -179.291
Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 198.724
Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -3.495
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten -
Zugänge zu Sachanlagen 2.594
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 845
Vermögen (zum 31.12.) -
Schulden (zum 31.12.) -5.410
Beschäftigte (zum 31.12.) 87.904

1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.
2 Werte ab Erstkonsolidierungszeitpunkt 3. Oktober 2014

3.98 - ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS

Tsd. € 2015 2014
EBIT der Segmente 273.217 231.389
EBIT Corporate Center -6.668 -10.826
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen 1.237 350
EBIT des Dürr-Konzerns 267.786 220.913
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 1.576 1.429
Sonstiges Beteiligungsergebnis 358 49
Zinsen und ähnliche Erträge 8.246 8.686
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.454 -26.356
Ergebnis vor Ertragsteuern 244.512 204.721
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -77.950 -54.422
Ergebnis des Dürr-Konzerns 166.562 150.299

In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standorts des Projekts beziehungsweise des Lieferstandorts zugewiesen. Die Vermögenswerte des Konzerns werden auf der Grundlage des Standorts der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die diese Vermögenswerte ausweist. Sie beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen.

Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder Nord-/ Zentralamerika Südamerika Asien/ Afrika/ Australien Dürr- Konzern
2015
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 528.085 1.126.860 775.002 120.784 1.216.363 3.767.094
Zugänge zu Sachanlagen 21.581 5.790 32.389 565 14.915 75.240
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 708.417 192.005 119.807 12.033 63.807 1.096.069
Beschäftigte (zum 31.12.) 8.026 2.165 1.256 382 3.021 14.850
2014
Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 391.741 693.311 434.415 178.029 877.411 2.574.907
Zugänge zu Sachanlagen 24.384 7.209 4.112 1.308 2.916 39.929
Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 675.628 196.711 90.350 15.388 51.730 1.029.807
Beschäftigte (zum 31.12.) 7.749 2.180 1.134 419 2.669 14.151

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Umsatzerlöse in China 989.359 TSD. € (Vorjahr: 720.277 TSD. €) und in den USA 537.722 TSD. € (Vorjahr: 289.777 TSD. €). Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2015 13,9 % (Vorjahr: 14,7 %) der konsolidierten Nettoumsatzerlöse erzielt. Sie entfielen auf die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Measuring and Process Systems, Clean Technology Systems und Woodworking Machinery and Systems. Die Anteile des zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 5,1 % (Vorjahr: 7,0 %) und 4,7 % (Vorjahr: 5,2 %) und entfielen auf die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems. Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie unter einheitlicher Kontrolle stehen, werden als ein Kunde betrachtet.

38. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN

Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dürr AG können Textziffer 42 entnommen werden. Nahestehende Parteien beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2015 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 95.536 TSD. € (Vorjahr: 18.316 TSD. €). Der Anstieg resultiert aus der Einbeziehung der HOMAG Group in den Konzernabschluss für das gesamte Geschäftsjahr, im Vorjahr waren Lieferungs- und Leistungsbeziehungen der HOMAG Group erst ab dem 3. Oktober 2014 berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 7.140 TSD. € (Vorjahr: 5.457 TSD. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 2.129 TSD. € (Vorjahr: 7.051 TSD. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 14.379 TSD. € (Vorjahr: 5.830 TSD. €) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten. Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären.

39. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Garantien, Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 11.662 4.462
Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 10.552 16.143
Sonstige 24.479 38.670
Gesamt 46.693 59.275

Im Zusammenhang mit der Einbringung des Bereichs Flugzeugmontagetechnik in die Broetje-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 wurden Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gestellt und Eventualverbindlichkeiten erfasst. Die verbleibenden Eventualverbindlichkeiten betreffen überwiegend Forfaitierungen sowie anhängige Steuerverfahren in Brasilien. Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden. Zur Besicherung des Konsortialkreditvertrags der HOMAG Group gab es bis zu dessen Kündigung eine Globalzession aus Forderungen aus Warenlieferungen, Dienstleistungen und Werkverträgen.

40. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge 122.059 135.106
Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 12.245 13.380
Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen 6.467 2.230
Gesamt 140.771 150.716

In den Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen sind im Wesentlichen Verpflichtungen für den Bau eines neuen Campus-Standortes in den USA enthalten. Neben den in der Tabelle aufgeführten Verpflichtungen bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.

Miet- und Leasingverträge (Operating-Leasingverhältnisse)

Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Einrichtungen, Büroräume und Fahrzeuge. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten möglichen Kündigungstermin setzen sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Innerhalb eines Jahres 28.680 26.881
Zwischen einem und fünf Jahren 52.813 56.816
Über fünf Jahre 40.566 51.409
Gesamt 122.059 135.106

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Aufwendungen in Höhe von 36.974 TSD. € (Vorjahr: 29.387 TSD. €) für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen und Software Finanzierungs-Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Die künftigen Mindestleasingzahlungen können auf die Verbindlichkeiten wie folgt übergeleitet werden:

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Mindest- leasing- zahlungen In den Leasing- zahlungen enthaltene Zinsen
Innerhalb eines Jahres 2.876 419
Zwischen einem und fünf Jahren 7.661 869
Über fünf Jahre 1.708 142
Gesamt 12.245 1.430

41. RISIKOMANAGEMENT UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Der Konzern betreibt Geschäfte in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Im Geschäftsjahr 2015 hatten diese Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Dürr kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten einschließlich Fragen der Produkthaftung verwickelt werden. Gegenwärtig bestehen nach Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf das Geschäft des Konzerns und seine Finanzlage keine wesentlichen Risiken dieser Art. Erwartete Prozesskosten wurden zurückgestellt. Dürr ist grundsätzlich finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Darunter fallen insbesondere Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Die Regelungen für die konzernweite Risikopolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns sind im Kapitel "Risikobericht" im Lagebericht enthalten.

Bonitäts- oder Ausfallrisiko

Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Gefahr, dass Geschäftspartner bei einem Geschäft mit einem originären oder derivativen Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste entstehen können. Bei Neukunden werden Bonitätsanalysen getätigt. Bestandskunden werden laufend anhand ihres Zahlungsverhaltens analysiert. Zur weiteren Limitierung des Ausfallrisikos werden bei Dürr entsprechende Zahlungsbedingungen sowie Akkreditive, Warenkreditversicherungen und Bundesdeckungen eingesetzt.

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Akkreditive 7.422 5.419
Warenkreditversicherungen 7.574 19.045
Bundesdeckungen 799 1.668
Gesamt 15.795 26.132

Des Weiteren hatte der Dürr-Konzern zum 31.# Dürr AG

3. Finanzinstrumente

Kreditrisiken

Forfaitierungen

Zum 31. Dezember 2015 bestanden Forfaitierungen im Rahmen der Absatzfinanzierung in Höhe von 17.355 TSD. € (Vorjahr: 25.028 TSD. €). Bei der Anlage von liquiden Mitteln, Investitionen im Rahmen des Financial Asset Managements sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten im Zusammenhang mit Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute und Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Dürr steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel, Investitionen des aktiven Asset Managements oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt.

Konzentration des Geschäfts auf wenige Kunden

Die Entwicklung von Dürr hängt auch nach der Akquisition der HOMAG Group in hohem Maße von der Investitionsbereitschaft der Automobilbranche ab. Ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse wird mit einer überschaubaren Zahl von Kunden erwirtschaftet, da im weltweiten Automobilmarkt vergleichsweise wenige Hersteller aktiv sind. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegenüber Automobilherstellern. Diese Forderungen sind in der Regel nicht durch Bankbürgschaften oder sonstige Sicherheiten besichert. Zum 31. Dezember 2015 entfielen 50,7 % (Vorjahr: 51,0 %) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf zehn (Vorjahr: zehn) Kunden. Der ausgewiesene Gesamtbestand an Forderungen enthält Wertberichtigungen für risikobehaftete Forderungen in Höhe von 11.032 TSD. € (Vorjahr: 8.897 TSD. €). Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert der Forderungen ersichtlich. Trotz der Verteilung des Geschäfts auf verhältnismäßig wenige Kunden sieht Dürr aufgrund der Konzernstruktur seiner Kunden mit internationalen Tochterunternehmen keine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern beziehungsweise Schuldnergruppen. Die Kundendiversifikation ist im Vergleich zu anderen Automobilzulieferern als hoch zu bewerten und wurde durch die Übernahme der HOMAG Group weiter erhöht.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, das entsteht, wenn der Konzern nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu einem angemessenen Preis zu erfüllen. Die Liquiditätsversorgung wird durch vorhandene Finanzmittelbestände sowie dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien sichergestellt. Sie wird durch eine auf einen Planungshorizont von 18 Monaten ausgerichtete Liquiditätsplanung und eine kurzfristige Liquiditätsvorschau überwacht und gesteuert. Zudem führt der Einsatz von länderübergreifenden Cash-Pooling-Strukturen durch eine Liquiditätskonzentration zu einer verbesserten Bilanzstruktur, zu reduzierten Fremdfinanzierungsvolumina und dadurch zu einem verbesserten Finanzergebnis. Gleichzeitig ergibt sich eine erhöhte Transparenz der Liquiditätssituation. Zudem werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Mittelbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Der syndizierte Kredit der Dürr AG mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2021 kann bei Verletzung einer bestimmten Kennzahl (Financial Covenant) durch das Bankenkonsortium vorzeitig gekündigt werden. Der Financial Covenant beinhaltet bestimmte Zielgrößen in Bezug auf den Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Financial Covenants zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 31.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten.

3.105 - ZINS- UND TILGUNGSZAHLUNGEN FÜR FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

CASHFLOWS Tsd. €
Buchwert 31.12.2015 2016 2017 2018 2019 2020 und später
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus L&L 398.559 397.950 54 43 299
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 516 516 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 38.509 31.809 5.145 920 21
Anleihe 296.910 8.625 8.625 8.625 8.625
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.177 6.176 5.609 4.879 4.022
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.815 2.876 2.239 2.055 1.756
Verpflichtungen aus Optionen 241.205 211.7241 29.481 - -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 1.180 180 180 180
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 438 14 - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 22.381 21.340 1.041 - -
CASHFLOWS Tsd. €
Buchwert 31.12.2014 2015 2016 2017 2018 2019 und später
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus L&L 364.538 364.030 161 49 43
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 456 456 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 45.272 37.075 6.755 1 920
Anleihe 296.388 8.625 8.625 8.625 8.625
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.414 19.940 11.844 8.565 8.574
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 11.735 4.393 2.210 1.438 1.485
Verpflichtungen aus Optionen 105.176 105.1762 - - -
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 3.143 1.080 180 680 680
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.660 2.646 14 - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 13.042 11.099 1.943 - -

1 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betreffen im Jahr 2016 überwiegend die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeit. Die erwarteten Cashflows wurden als kurzfristig vereinbart eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7.
2 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betrafen im Jahr 2015 im Wesentlichen Optionen über sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befindliche Aktien, die im Rahmen des Erwerbs der HOMAG Group als sonstige finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von 86.482 TSD. € bilanziert wurden. Die erwarteten Cashflows wurden ebenfalls als kurzfristig eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft existieren beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsflüsse des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Zahlungsflüsse des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt, die Risiken, die aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung Euro resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem Zahlungsmittelzufluss und -abfluss erwarteter Einkaufs- und Verkaufstransaktionen wurden Devisentermingeschäfte mit ursprünglichen Laufzeiten von bis zu 86 Monaten (Vorjahr: 86 Monate) abgeschlossen.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Dürr Finanzinstrumente besitzt. Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken für Dürr bestehen, sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften, die eine unterschiedliche funktionale Währung haben. Originäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, werden in der Regel durch derivative Finanzinstrumente gesichert, die als Fair Value Hedges bilanziert werden. Hierbei wird sowohl die Veränderung des originären Finanzinstruments als auch die Wertänderung des derivativen Finanzinstruments erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Des Weiteren bestehen Währungsrisiken durch den Einsatz von Derivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der Währungen, die diesen Geschäften zugrunde liegen, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte. Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für Dürr wesentlichsten Währungspaare betrachtet. Hierbei wurden eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung des Euro um 10 % zu US-Dollar, chinesischem Renminbi, britischem Pfund, dänischer Krone sowie eine Aufbeziehungsweise Abwertung des US-Dollar zum mexikanischen Peso angenommen.

3.106 - ERGEBNISEFFEKTE AUF GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND EIGENKAPITAL

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31.12.2015 31.12.2014
Tsd. Tsd.
EUR/USD EUR +10% 252 12.357 3.081 8.630
EUR -10% -293 -15.070 -3.295 -10.572
EUR/CNY EUR +10% -2.517 4.602 -2.691 458
EUR -10% 2.625 -4.072 3.289 -559
EUR/GBP EUR +10% 225 507 307 810
EUR -10% -271 -617 -249 -946
EUR/DKK EUR +10% 51 230 -366 312
EUR -10% -342 -309 458 -369
USD/MXN USD +10% 918 -2.911 1.722 -1.779
USD -10% -1.119 3.510 -2.103 2.162

Zinsrisiko

Zinsrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Zinsschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsergebnisses sowie der Bilanzwerte der verzinslichen Vermögenswerte. Im Jahr 2014 hat die HOMAG Group AG auf Basis des im Jahr 2012 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrags Zinsswaps für bestehende Kredite in Höhe von ursprünglich 60.000 TSD. € abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Nominalwert der Zinsswaps 52.500 TSD. €. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderung (Ausgleichszahlung) des Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wurde das Ziel verfolgt, variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken waren nicht Teil der Sicherung. Dürr verfügt über liquide Mittel, die zum 31. Dezember 2015 Zinssatzänderungen unterlagen. Eine hypothetische Erhöhung dieser Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des Zinsertrags um 1.049 TSD. € (Vorjahr: 1.196 TSD. €) geführt. Eine hypothetische Verringerung um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des Zinsertrags um 1.049 TSD. € (Vorjahr: 1.196 TSD. €) geführt.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben zu den Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf die Preise von Finanzinstrumenten. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Zum 31. Dezember 2015 hatte Dürr keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand, weshalb sonstige Preisrisiken bei Dürr nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zur Darstellung des Preisrisikos der als Finanzinstrument der Stufe 3 berichteten Optionen und der Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten verweisen wir auf Textziffer 35.

Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Der Konzern verwendet Finanzderivate zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinssatzänderungen auf Zahlungsströme sowie von Änderungen des Zeitwerts der Forderungen und Verbindlichkeiten. Dürr trägt für den Fall, dass die Geschäftspartner (Kreditinstitute) bei den nachfolgend beschriebenen Finanzinstrumenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, das Wiedereindeckungsrisiko. Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts und auf die Absicherung von Darlehen begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während des gesamten Zeitraums, für den die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

3.107 - UMFANG UND ZEITWERT DER FINANZINSTRUMENTE

NOMINALWERT POSITIVER MARKTWERT NEGATIVER MARKTWERT
Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges - 52.500
Devisenterminkontrakte 735.951 521.960
davon in Verbindung mit Cashflow Hedges 417.065 232.189
davon in Verbindung mit Fair Value Hedges 130.900 54.500
davon ohne Hedge-Beziehung 187.986 235.271

Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.

Bilanzierung und Ausweis von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting

Währungssicherungskontrakte, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cashflows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden als Cashflow Hedge bilanziert. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Hedge-effektiven Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion (Grundgeschäft) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr 2015 wurde im kumulierten übrigen Eigenkapital ein unrealisiertes Ergebnis ausgewiesen. Es resultiert aus der ergebnisneutralen Buchung von Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von - 1.973 TSD. € (Vorjahr: - 7.895 TSD. €). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2015 2.744 TSD. € (Vorjahr: 5.254 TSD. €) aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und dort erfolgsmindernd in den Umsatzerlösen oder den Umsatzkosten ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2016 erwarteten Ergebnisauswirkungen (vor Steuern) aus den zum Bilanzstichtag im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Werten betragen - 6.154 TSD. €. In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 werden kumulierte Ergebnisauswirkungen von - 200 TSD. € erwartet. Aus derivativen Finanzinstrumenten, die als Fair Value Hedges klassifiziert waren, wurde ein Aufwand von 4.428 TSD. € (Vorjahr: Aufwand von 527 TSD. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus der Stichtagsbewertung der gesicherten Grundgeschäfte resultierte ein Ertrag in etwa gleicher Größenordnung. In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 ergaben sich außer dem oben beschriebenen Effekt keine weiteren wesentlichen Ergebniseffekte aufgrund von Ineffektivität. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Anforderungen an ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

42. WEITERE ANGABEN

Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 16. Dezember 2015 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf den Konzernlagebericht.

Beschäftigtenzahl

Die Anzahl der Mitarbeiter im Dürr-Konzern stellte sich zum 31. Dezember 2015 und im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2015 wie folgt dar:

3.108 - BESCHÄFTIGTE ZUM STICHTAG

31.12.2015 31.12.2014
Gewerbliche Mitarbeiter 6.995 6.374
Angestellte 6.942 6.919
Mitarbeiter ohne Praktikanten/Auszubildende/Übrige 13.937 13.293
Praktikanten/Auszubildende/Übrige 913 858
Mitarbeiter gesamt 14.850 14.151

3.109 - BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT

2015 2014
Gewerbliche Mitarbeiter 6.778 4.093
Angestellte 6.818 5.145
Mitarbeiter ohne Praktikanten/Auszubildende/Übrige 13.596 9.238
Praktikanten/Auszubildende/Übrige 893 556
Mitarbeiter gesamt 14.489 9.794

Honorarvolumen des Konzernabschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers teilt sich wie folgt auf:

3.110 - HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Tsd. € 2015 2014
Abschlussprüfung 1.414 1.449
Sonstige Bestätigungsleistungen 13 106
Steuerberatungsleistungen 330 168
Sonstige Leistungen 133 5
1.890 1.728

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.

Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015

Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2015 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Dürr AG wurden in der Vorstandssitzung am 8. März 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und werden voraussichtlich am 17. März 2016 mit dem Geschäftsbericht 2015 veröffentlicht.

MITGLIEDER DES VORSTANDS Ralf W.# 3.111 - VORSTANDSVERGÜTUNG: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN

2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max) 2014 2015 2015 (Min)
RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER
RALPH HEUWING FINANZVORSTAND
Grundvergütung (Festvergütung) 700.000 800.000 800.000 800.000 575.000 650.000 650.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 26.103 47.594 47.594 47.594 28.023 35.938 35.938
Summe 726.103 847.594 847.594 847.594 603.023 685.938 685.938
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.200.000 1.445.120 - 1.600.000 1.100.000 1.300.608 -
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.300.000 1.200.000 - 1.200.000 1.300.000 1.200.000 -
Variable Vergütung LTI 2012 - 2014 500.000 - - - 500.000 - -
Variable Vergütung LTI 2013 - 2015 400.000 400.000 - 400.000 400.000 400.000 -
Variable Vergütung LTI 2014 - 2016 400.000 400.000 - 400.000 400.000 400.000 -
Variable Vergütung LTI 2015 - 2017 - 400.000 - 400.000 - 400.000 -
Sonstige variable Vergütung - 200.000 - 350.000 - 200.000 -
Summe 3.226.103 3.692.714 847.594 3.997.594 3.003.023 3.386.546 685.938
Beitrag Versorgungszusage 170.000 200.000 200.000 200.000 147.500 175.000 175.000
Gesamtvergütung 3.396.103 3.892.714 1.047.594 4.197.594 3.150.523 3.561.546 860.938

Die Grundvergütung von Herrn Heuwing, der vom 1. Dezember 2014 bis zum 31. August 2015 den Vorstandsvorsitz der HOMAG Group AG übernommen hatte, trugen die Dürr AG und die HOMAG Group AG in diesem Zeitraum zu jeweils 50 %.

3.112 - VORSTANDSVERGÜTUNG: ZUFLUSS

2014 2015 2014 2015
RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER
RALPH HEUWING FINANZVORSTAND
Grundvergütung (Festvergütung) 700.000 800.000 575.000 650.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 26.103 47.594 28.023 35.938
Summe 726.103 847.594 603.023 685.938
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.000.000 1.200.000 900.000 1.100.000
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.200.000 1.500.000 1.240.000 1.500.000
Sonstige variable Vergütung - 200.000 - 200.000
Summe 2.926.103 3.747.594 2.743.023 3.485.938
Beitrag Versorgungszusage 170.000 200.000 147.500 175.000
Gesamtvergütung 3.096.103 3.947.594 2.890.523 3.660.938

Als Zahlung aus der dritten LTI-Tranche (Laufzeit 2012 bis 2014) erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 TSD. €, die nach der Hauptversammlung 2015 ausbezahlt wurden. Im Vorjahr erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 TSD. € aus der zweiten LTI-Tranche (Laufzeit 2011 bis 2013). Davon wurden 2.440 TSD. € nach der Hauptversammlung 2014 ausbezahlt. 560 TSD. € waren bereits im Jahr 2012 als Abschlagszahlung gewährt worden. Im Dezember 2015 erhielt der Vorstand eine Abschlagszahlung in Höhe von 1.500 TSD. € (Vorjahr: 1.500 TSD. €) auf die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr. Die Bewertung der langfristigen erfolgsabhängigen Vergütung (LTI) basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie einer durchschnittlichen Ergebnisgröße im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendete durchschnittliche Ergebnisgröße basiert auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen. Dies kann dazu führen, dass die endgültigen Zahlungen aus den jeweiligen LTI-Tranchen die passivierten Beträge über- oder unterschreiten. Für nähere Informationen zur anteilsbasierten Vergütung verweisen wir auf Textziffer 34. An frühere Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2015 Pensionsbezüge in Höhe von 1.876 TSD. € (Vorjahr: 1.811 TSD. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen zum 31. Dezember 2015 4.730 TSD. € (Vorjahr: 3.188 TSD. €).

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

  • Klaus Eberhardt¹ ,⁴ ,⁵ Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf
    • Vorsitzender
    • ElringKlinger AG, Dettingen/Erms⁶
    • MTU Aero Engines AG, München⁶ (Vorsitzender)
  • Hayo Raich¹ ,³ ,⁴ Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
    • Stv. Vorsitzender
    • Dürr Systems GmbH, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)
  • Karl-Heinz Streibich¹ ,⁴ ,⁵ Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt
    • Weiterer stv. Vorsitzender
    • Deutsche Telekom AG, Bonn⁶
    • Deutsche Messe AG, Hannover
  • Stefan Albert³ ,⁴ Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Schenck RoTec GmbH, Darmstadt
    • Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt
  • Mirko Becker² ,³ Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
  • Prof. Dr. Alexandra Dürr² ,⁵ Professorin für medizinische Genetik an der Universität Pierre et Marie Curie (UPMC) und Oberärztin im Département de Génétique, Groupe Hospitalier Pitié-Salpêtrière, Paris, Frankreich
  • Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe
    • Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn
    • MAFA-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Aalen
  • Thomas Hohmann³ Personalleiter der Dürr Systems GmbH, Stuttgart
  • Guido Lesch¹ ,³ Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle, Völklingen
    • Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen (Stv. Vorsitzender)
  • Dr. Herbert Müller² Rechtsanwalt
  • Dr. Anja Schuler Fachärztin fmh für Psychiatrie und Psychotherapie, Basel, Schweiz (seit 03.02.2016)
    • HOMAG Group AG, Schopfloch⁶
  • Dr. Martin Schwarz-Kocher² ,³ Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart
  • Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer Geschäftsführer der Dr. Klaus Wucherer Innovations- und Technologieberatung GmbH, Erlangen (bis 31.12.2015)
    • Festo AG & Co. KG, Esslingen (Vorsitzender)
    • Heitec AG, Erlangen (Stv. Vorsitzender)
    • Leoni AG, Nürnberg⁶ (Stv. Vorsitzender)
    • SAP SE, Walldorf⁶
  • Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

¹ Mitglied Präsidium und Personalausschuss
² Mitglied Prüfungsausschuss
³ Vertreter der Arbeitnehmer
⁴ Mitglied Vermittlungsausschuss
⁵ Mitglied Nominierungsausschuss
⁶ börsennotiert

  • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2015 teilen sich nach Bestandteilen wie folgt auf:

3.113 - AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG 2015

€ Grundvergütung Vergütung Ausschussmitgliedschaft Sitzungsgeld³ Variable Vergütung Gesamt
Klaus Eberhardt, Vorsitzender 60.000 11.250 9.000 105.000 185.250
(2014) (60.000) (11.250) (9.000) (105.000) (185.250)
Hayo Raich*¹ ,² , Stellvertretender Vorsitzender 33.000 5.000 9.900 52.500 100.400
(2014) (33.000) (5.000) (9.900) (52.500) (100.400)
Prof. Dr. Norbert Loos, Stellvertretender Vorsitzender (bis 30. April 2014) - - - - -
(2014) (10.000) (10.167) (4.000) (17.500) (41.667)
Karl-Heinz Streibich, Stellvertretender Vorsitzender seit 30. April 2014 30.000 7.500 9.000 52.500 99.000
(2014) (26.667) (3.333) (6.000) (46.667) (82.667)
Stefan Albert*² 20.000 - 7.000 35.000 62.000
(2014) (20.000) (-) (7.000) (35.000) (62.000)
Mirko Becker*² 20.000 9.000 11.000 35.000 75.000
(2014) (20.000) (9.000) (10.000) (35.000) (74.000)
Prof. Dr. Alexandra Dürr 20.000 11.500 11.000 35.000 77.500
(2014) (20.000) (11.500) (10.000) (35.000) (76.500)
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka (seit 30. April 2014) 20.000 - 6.000 35.000 61.000
(2014) (13.333) (-) (4.000) (23.333) (40.666)
Thomas Hohmann* 20.000 - 7.000 35.000 62.000
(2014) (20.000) (-) (7.000) (35.000) (62.000)
Guido Lesch*² 20.000 5.000 8.000 35.000 68.000
(2014) (20.000) (5.000) (9.000) (35.000) (69.000)
Dr. Herbert Müller 20.000 18.000 11.000 35.000 84.000
(2014) (20.000) (12.000) (9.000) (35.000) (76.000)
Dr. Martin Schwarz-Kocher*² 20.000 9.000 10.000 35.000 74.000
(2014) (20.000) (9.000) (9.000) (35.000) (73.000)
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer 20.000 - 6.000 35.000 61.000
(2014) (20.000) (-) (6.000) (35.000) (61.000)
Gesamt 303.000 76.250 104.900 525.000 1.009.150
(2014) (303.000) (76.250) (99.900) (525.000) (1.004.150)

* Arbeitnehmervertreter
¹ ebenfalls im Aufsichtsrat der Dürr Systems GmbH
² Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
³ für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen

43. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE

3.114 - IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Tsd.# Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte

Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2014 Währungsdifferenz Änderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederung in zur Veräußerung gehalten Umgliederungen Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2014 Währungsdifferenz Änderungen Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederungen Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015
Geschäfts- oder Firmenwerte 286.971 5.850 109.892 -5.402 397.311 5.425 12.426 415.162
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 86.262 1.254 -151.189 6.471 -2.367 -145 426 243.090 1.154 24.557 11.494 -11.240 6.481 275.536
Aktivierte Entwicklungskosten 24.984 55 18.373 4.133 -623 -620 707 47.009 74 3.921 9.743 -330 -11.171 66.800
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 102 -72 20.849 4.372 -413 23.777 12 5.784 -1.690 16.712
Dürr-Konzern 398.319 7.087 190.411 124.868 -3.403 -6.167 72 711.187 6.665 28.478 39.447 -13.260 1.693 774.210
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2014
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -708 -14.598 -1.927 -116 75.889 -390 -29.662 -10.771 119 95.528
Aktivierte Entwicklungskosten 13.659 49 4.328 -403 -586 -823 17.442 54 10.427 -263 27.660
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.116
Dürr-Konzern 76.285 -757 -18.926 -2.330 -702 -823 93.331 -444 -40.089 -11.034 119 125.304
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 415.162 39.140 648.906
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 397.311 29.567 617.856
Restbuchwerte zum 1. Januar 2014 286.971 11.325 322.034

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2014
Dürr-Konzern 349.341 349.341
Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2014 182.352 42.375 34.146 84.523 5.945 349.341
Währungsdifferenz 2.908 1.285 2.379 276 6.848
Änderungen Konsolidierungskreis 130.242 18.085 22.968 1.365 172.660
Zugänge 13.572 518 5.353 16.618 3.868 39.929
Abgänge -1.621 -48 -768 -5.075 -217 -7.729
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten -5.365 -866 -708 -6.939
Umgliederungen 3.288 1.200 1.064 -5.749 -197
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2014 325.376 42.845 58.435 121.769 5.488 553.913
Währungsdifferenz 1.789 -719 1.459 689 4.656
Änderungen Konsolidierungskreis 1.082 67 778 1.927
Zugänge 14.320 609 5.559 21.657 33.095 75.240
Abgänge -1.130 -89 -1.620 -8.381 -67 -11.287
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten -11.672 -17 -97 -11.786
Umgliederungen 924 1.494 718 -2.997 139
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 330.689 43.365 64.637 137.903 36.208 612.802
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2014 153.247
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2014 55.626 20.130 22.359 55.132 153.247
Währungsdifferenz 1.119 -869 1.707 3.695
Zugänge planmäßiger Abschreibungen 7.122 1.154 3.419 11.160 22.855
Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen 16 160 176
Zuschreibungen -141 -141
Abgänge -850 -40 -650 -4.140 -5.680
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten -3.352 -120 -315 -3.787
Umgliederungen 834 -823 -125
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2014 60.499 21.244 25.070 63.267 160 170.240
Währungsdifferenz 707 -650 1.148 2.505
Zugänge planmäßiger Abschreibungen 13.239 949 6.599 18.447 39.234
Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen 13 13
Abgänge -831 -89 -1.340 -6.817 -9.077
Umgliederung in zur Veräußerung gehalten -6.321 -3 -25 -6.349
Umgliederungen 1 620 -362 259
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 67.294 22.104 31.609 75.658 160 196.825
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 263.395 21.261 33.028 62.245 36.048 415.977
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 264.877 21.601 33.365 58.502 5.328 383.673
Restbuchwerte zum 1. Januar 2014 126.726 22.245 11.787 29.391 5.945 196.094

Finanzanlagen

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2014
Dürr-Konzern 43.640 43.640
Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2014 12.151 2.482 28.405 602 43.640
Währungsdifferenz 192 -8 -4 180
Änderungen Konsolidierungskreis 11.308 472 217 11.997
Zugänge 2.188 12.660 4.043 3 18.894
Abgänge -418 -5.863 -109 -6.390
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2014 25.421 15.606 26.585 709 68.321
Währungsdifferenz 2.106 -10 2.096
Zugänge 3.299 315 6 3.620
Abgänge -1.740 -6 -107 -1.853
Umgliederungen -471 59 -412
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 28.615 15.970 26.585 602 71.772
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2014 1.323
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2014 452 26 694 151 1.323
Währungsdifferenz 33 -8 25
Zugänge Abschreibungen 629 629
Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen 349 349
Zuschreibungen -10 -10
Abgänge -436 -436
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2014 834 18 887 141 1.880
Währungsdifferenz 30 -10 20
Zugänge Abschreibungen 441 441
Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen 58 156 214
Zuschreibungen -17 -17
Umgliederungen -454 59 -395
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 393 125 1.328 297 2.143
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 28.222 15.845 25.257 305 69.629
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 24.587 15.588 25.698 568 66.441
Restbuchwerte zum 1. Januar 2014 11.699 2.456 27.711 451 42.317

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS

## Name und Sitz Anteil am Kapital in %*
A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
Deutschland
Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal
Brandt Kantentechnik GmbH Lemgo¹ , ²
Carl Schenck AG Darmstadt¹ , ²
Dürr Assembly Products GmbH Püttlingen¹ , ²
Dürr Clean Energy GmbH Stuttgart (vormals Dürr Parata GmbH)
Dürr Ecoclean GmbH Filderstadt¹ , ²
Dürr International GmbH Stuttgart¹ , ²
Dürr IT Service GmbH Stuttgart¹ , ²
Dürr Somac GmbH Stollberg¹ , ²
Dürr Systems GmbH Stuttgart¹ , ²
Dürr Systems Wolfsburg GmbH Wolfsburg¹ , ²
Dürr Technologies GmbH Stuttgart¹ , ²
Dürr Thermea GmbH Ottendorf-Okrilla (vormals Thermea Energiesysteme GmbH)
Friz Kaschiertechnik GmbH Weinsberg
Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH Calw¹ , ²
Homag Automation GmbH Lichtenberg im Erzgebirge¹ , ²
Homag Deutschland GmbH Schopfloch
Homag eSolution GmbH Schopfloch
Homag Finance GmbH Schopfloch
Homag Group AG Schopfloch
Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH Schopfloch¹ , ²
iTAC Software AG Montabaur
Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH Goldkronach¹ , ²
Schenck RoTec GmbH Darmstadt¹ , ²
Schenck Technologie- und Industriepark GmbH Darmstadt¹ , ²
Schuler Consulting GmbH Pfalzgrafenweiler
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH Löhne
Weeke Bohrsysteme GmbH Herzebrock-Clarholz
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH St. Johann-Lonsingen
Andere EU-Länder
Agramkow Fluid Systems A/S Sonderborg / Dänemark
Carl Schenck Denmark ApS Sonderborg / Dänemark
Carl Schenck Machines en Installaties B.V. Rotterdam/ Niederlande
CPMS.p.A. Beinasco / Italien
Datatechnic S.A.S. Uxegney / Frankreich
Dürr Anlagenbau Ges. m.b.H. Zistersdorf / Österreich
Dürr Cleaning France S.A.S. Le Mans / Frankreich
Dürr Cyplan Ltd. Aldermaston / Großbritannien³
Dürr Ecoclean spol. s r.o. Oslavany / Tschechische Republik
Dürr Ltd. Warwick / Großbritannien
Dürr Poland Sp. z o.o. Radom / Polen
Dürr Systems Czech Republic a.s. Ledeč nad Sázavou / Tschechische Republik
Dürr Systems S.A.S. Guyancourt / Frankreich
Dürr Systems Spain S.A. San Sebastián / Spanien
Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal L'Ametlla del Vallès / Spanien
Homag Austria Gesellschaft mbH Oberhofen am Irrsee / Österreich
Homag Danmark A/S Galten / Dänemark
Homag España Maquinaria S.A. Llinars del Vallès / Spanien
Homag France S.A.S. Schiltigheim/Frankreich
Homag Italia S.p.A. Giussano / Italien
Homag Machinery Środa Sp. z o. o. Środa Wielkopolska / Polen
Homag Polska Sp. z o.o. Środa Wielkopolska / Polen
Homag U.K. Ltd. Castle Donington / Großbritannien
Olpidürr S.p.A. Novegro di Segrate / Italien
Schenck Italia S.r.l. Paderno Dugnano / Italien
Schenck Ltd. Warwick / Großbritannien
Schenck S.A.S. Jouy-le-Moutier / Frankreich
Stimas Engineering S.r.l. Turin / Italien
Verind S.p.A. Rodano /Italien³
Sonstige europäische Länder
CPM Automation d.o.o. Beograd Belgrad / Serbien
Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi Izmit / Türkei
Homag (Schweiz) AG Höri / Schweiz
OOO "Homag Russland" Moskau / Russland
OOO Dürr Systems RUS Moskau / Russland
Schenck Industrie-Beteiligungen AG Glarus / Schweiz
UCM AG Rheineck / Schweiz
Nordamerika / Zentralamerika
Benz Incorporated Charlotte, North Carolina / USA
Dürr de México, S.A. de C.V. Santiago de Querétaro / Mexiko
Dürr Ecoclean Inc. Auburn Hills, Michigan / USA
Dürr Inc. Plymouth, Michigan / USA
Dürr Systems Canada Corp. Windsor, Ontario / Kanada
Dürr Systems Inc. Plymouth, Michigan / USA
Homag Canada Inc. Mississauga, Ontario / Kanada
iTAC Software Inc. Novi, Michigan / USA
Schenck Corporation Deer Park, New York / USA
Schenck México S.A.
# Schenck RoTec Corporation, Auburn Hills, Michigan / USA 100,0
# Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0
# Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0
# Weeke North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0

Südamerika

Agramkow do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100,0

Dürr Brasil Ltda., São Paulo / Brasilien 100,0

Homag Indústria e Comércio de Máquinas para Madeira Ltda., Taboão da Serra/ Brasilien (vormals Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias para Madeira Ltda.) 100,0

Irigoyen 330 S.A., Cap. Fed. Buenos Aires / Argentinien 100,0

Afrika / Asien/ Australien

Agramkow Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/ Singapur 100,0

Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100,0

Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0

Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien 100,0

Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100,0

Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea 100,0

Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0

Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia 100,0

Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger/ Marokko 100,0

HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok / Thailand 100,0

HA Malaysia SDN Bhd, Puchong / Malaysia 100,0

Homag Asia (PTE) Ltd., Singapur / Singapur 100,0

Homag Australia Pty. Ltd., Sydney / Australien 100,0

Homag India Private Ltd., Bangalore / Indien 99,9

Homag Japan Co. Ltd., Higashiosaka / Japan 100,0

Homag Korea Co. Ltd., Bucheon-City / Südkorea 54,6

Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3

Homag Machinery Bangalore Pvt. Ltd., Bangalore / Indien 100,0

Homag New Zealand Ltd., Auckland / Neuseeland 100,0

Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur / Indien 100,0

PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100,0

Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100,0

Schenck Shanghai Machinery Corporation Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0

Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0

B. NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN

Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100,0

Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100,0

Homag Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100,0

Homag Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate4 49,0

Homag Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100,0

Hüllhorst GmbH, Barntrup / Deutschland 100,0

OOO "FAYZ-Homag GUS", Taschkent/ Usbekistan 33,0

Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100,0

C. AT EQUITY BILANZIERTE BETEILIGUNGEN

Homag China Golden Field Ltd., Hongkong / V. R. China 25,0

LaTherm GmbH, Dortmund / Deutschland 28,1

Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50,0

Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart /Deutschland 50,0

D. SONSTIGE BETEILIGUNGEN

Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4

HeatMatrix Group BV, Utrecht/ Niederlande 14,8

Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10,0

Tec4Aero GmbH, Wiefelstede / Deutschland 11,0

  • Beteiligung gemäß § 16 AktG
    1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
    2 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
    3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
    4 Anteil am Stimmrecht 100 %

Bietigheim-Bissingen, den 8. März 20l6
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
RALF W. DIETER
RALPH HEUWING

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns (Mitteilung nach § 325 Abs. 2 HGB)

Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat am 4. Mai 2016 beschlossen, den im Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 345.536.006,44 € zur Ausschüttung einer Dividende von 1,85 € je Stückaktie auf 34.601.040 Stückaktien zu verwenden. Der Restbetrag in Höhe von 281.524.082,44 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bietigheim-Bissingen, den 6. Mai 2016
Dürr Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart
Der Vorstand

Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Stuttgart, 8. März 2016
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
SKIRK, Wirtschaftsprüfer
HUMMEL, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

BIETIGHEIM-BISSINGEN, 8. MÄRZ 2016
RALF W. DIETER, Vorsitzender des Vorstands
RALPH HEUWING, Finanzvorstand

Jahresabschluss 2015

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Der Lagebericht der Dürr AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Dürr Jahresabschluss 2015 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG für das Geschäftsjahr 2015 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Dürr AG sowie der Jahresbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 stehen auch im Internet unter www.durr.com/de/investor/finanzberichte/ zur Verfügung.

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

AKTIVA Tsd. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 10.355
2. geleistete Anzahlungen 47
10.402 11.116
II. Sachanlagen 285 144
III. Finanzanlagen 782.488 748.258
793.175 759.518
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 231.133 152.443
II. Sonstige Wertpapiere (3) - 5.000
III. Flüssige Mittel (4) 154.680 205.685
385.813 363.128
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 1.964 2.332
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (6) 3.298 3.751
Summe AKTIVA 1.184.250 1.128.729
PASSIVA Tsd. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (7) 88.579 88.579
II. Kapitalrücklage (8) 156.174 156.174
III. Bilanzgewinn (9) 345.536 283.122
590.289 527.875
B. Rückstellungen (11) 19.625 14.924
C. Verbindlichkeiten (12) 574.336 585.930
Summe PASSIVA 1.184.250 1.128.729

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

scroll Tsd. € Anhang 2015 2014
1. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen (14) 151.223 47.535
2. Erträge aus Beteiligungen (14) - 42.653
3. Beteiligungsergebnis (14) 151.223 90.188
4. Sonstige betriebliche Erträge (15) 77.129 48.418
5. Personalaufwand (16) -17.001 -14.150
6. Abschreibungen (1) -945 -379
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -56.017 -42.423
8.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 146.384 71.572
Steuern (19) -26.878 -6.063
Jahresüberschuss 119.506 65.509
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 226.030 217.613
Bilanzgewinn 345.536 283.122

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART

I. GRUNDLAGEN UND METHODEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt.

IMMATERIELLES ANLAGEVERMÖGEN

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

SACHANLAGEN

Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 410,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

FINANZANLAGEN

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag beziehungsweise mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die Gesellschaft hat Unternehmensanleihen erworben, die zum 31. Dezember 2015 mit einem Buchwert von 24.878 TSD. € (Vorjahr: 25.314 TSD. €) ausgewiesen sind.

2. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 198.942 107.510
Sonstige Vermögensgegenstände 32.191 44.933
231.133 152.443

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 TSD. € ausgewiesen (Vorjahr: 4 TSD. €).

3. SONSTIGE WERTPAPIERE

Im Vorjahr erfolgte der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

4. FLÜSSIGE MITTEL

Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern wurden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

5. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG

Die Position beinhaltet ein Disagio in Höhe von 1.753 TSD. € aus der im Vorjahr begebenen Anleihe (Vorjahr: 2.087 TSD. €). Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von der Dürr AG begebenen Anleihe wird auf Textziffer 12 verwiesen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt.

6. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und der Sicherung betrieblicher Wertguthaben dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen zur Sicherung der Altersversorgungsverpflichtungen und um Wertpapiere und Bankguthaben zur Sicherung der betrieblichen Wertguthaben.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (Pensionsverpflichtung):

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 8.685 8.304
davon aktivisch ausgewiesen 8.043 7.759
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 8.396 8.834
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 10.432 10.537
davon aktivisch ausgewiesen 10.126 10.255
Verrechnete Erträge 3 0
Verrechnete Aufwendungen 620 442

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Altersversorgungsverpflichtungen (VORaB-Programm):

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2.489 1.914
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 3.236 2.784
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 3.652 3.122
Verrechnete Erträge 432 362
Verrechnete Aufwendungen 486 283

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung).

7. GEZEICHNETES KAPITAL

Die Rückstellungen für betriebliche Wertguthaben werden saldiert mit der entsprechenden Insolvenzsicherung gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für betriebliche Wertguthaben:

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 261 263
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 312 310
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 312 310

Grundkapital

Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2015 88.579 TSD. € (Vorjahr: 88.579 TSD. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt.

Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien

Die Hauptversammlung vom 30. April 2010 hatte den Vorstand ermächtigt, bis zum 29. April 2015 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien durfte zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung durfte nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien durfte im Fall des Erwerbs über die Börse vom Börsenkurs nicht um mehr als 5 % abweichen. Im Fall eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre durfte der Erwerbspreis bis zu 20 % über dem Börsenkurs liegen, musste jedoch mindestens dem Börsenkurs entsprechen. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 TSD. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 TSD. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 TSD. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.

8. KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2015 156.174 TSD. € (Vorjahr: 156.174 TSD. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.

9. BILANZGEWINN

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

Tsd. €
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2014 283.122
Dividendenausschüttung 57.092
Jahresüberschuss 2015 119.506
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2015 345.536

10. AUSSCHÜTTUNGS-, ABFÜHRUNGS- UND ENTNAHMESPERRE (vgl. § 285 Nr. 28 HGB)

Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von 1.749 TSD. € (Vorjahr: 1.455 TSD. €).

11. RÜCKSTELLUNGEN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen für Pensionen 336 263
Steuerrückstellungen 9.397 4.698
Sonstige Rückstellungen 9.892 9.963
19.625 14.924

Pensionsverpflichtungen

Die Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S.## HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen

Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,89 % (Vorjahr: 4,66 %). Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 3,0 % (Vorjahr: 4,4 %) ist daher in die Berechnungen eingeflossen. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtungen eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung eines Teils der Pensionsverpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6).

b) VORaB-Programm

Die Gesellschaft hat ihren Beschäftigten die Möglichkeit angeboten, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert die Gesellschaft saldiert mit dem Planvermögen aus der Rückdeckungsversicherung, wobei sich durch versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste eine Über- beziehungsweise Unterdeckung ergeben kann. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,89 % (Vorjahr: 4,66 %). Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Hauptversammlung beziehungsweise des Geschäftsberichts. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

12. VERBINDLICHKEITEN

Tsd. € Gesamt bis Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Anleihen 300.000 - -
(2014) (300.000) (-) (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 241 241 -
(2014) (274) (274) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 266.610 266.610 -
(2014) (278.234) (278.234) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 7.485 7.485 -
(2014) (7.422) (7.422) (-)
davon aus Steuern 991 991 -
(2014) (908) (908) (-)
31. Dezember 2015 574.336 274.336 300.000
(31. Dezember 2014) (585.930) (285.930) (300.000)

Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet.

Anleihe

Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 TSD. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an die Dürr AG und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. Am 28. September 2014 wurde die im Geschäftsjahr 2010 emittierte Anleihe mit einem Betrag von 225.000 TSD. € vorzeitig zum Nominalwert in voller Höhe zurückgezahlt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einem Gesamtvolumen von 300.000 TSD. € und einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und KfW IPEX-Bank GmbH. Mit Wirkung zum 29. Mai 2015 wurde der syndizierte Kredit der HOMAG Group AG gekündigt. Im Gegenzug wurden die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG um 150.000 TSD. € und die Avallinie um 15.000 TSD. € erhöht sowie die BNP Paribas als neue Kreditgeberin in das Bankenkonsortium aufgenommen Die HOMAG Group wurde in die Konzernfinanzierung der Dürr AG eingebunden, um die Finanzierungskosten für den Gesamtkonzern zu verringern. Der seit diesem Stichtag vereinbarte syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 TSD. € und einer Avallinie über 215.000 TSD. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es besteht die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung vereinbarter Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Die Verzinsung erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Nach den Berechnungen des Vorstands wurden die vereinbarten Financial Covenants für den syndizierten Kredit zum Bilanzstichtag eingehalten. Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 133.136 TSD. € (Vorjahr: 116.534 TSD. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling) und weitere Finanzdarlehen.

13. LATENTE STEUERN

Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Aktive latente Steuern
Geschäfts- und Firmenwerte 245 -
Andere immaterielle Vermögensgegenstände 734 -
Sachanlagen 4 -
Wertpapiere des Anlagevermögens 90 898
Sonstige Ausleihungen 6.549 5.590
Sonstige Vermögensgegenstände 12.024 5.575
Sonstige Rückstellungen 2.225 1.188
Zins- und Verlustvortrag 570 -
Summe aktive latente Steuern 21.871 13.821
Passive latente Steuern
Geschäfts- und Firmenwerte - 93
Pensionsrückstellungen 6.097 3.692
Langzeitkonten 6.245 5.511
Summe passive latente Steuern 12.342 9.296
Summe latente Steuern 9.529 4.525
Nicht angesetzte latente Steuern -9.529 -4.525
Bilanzausweis 0 0

Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Verlustvorträge wurden verbraucht, sodass keine aktiven latenten Steuern hierauf zu berücksichtigen sind. Berichtet werden Dürr- und Schenck-Gesellschaften, soweit Ergebnisabführungsverträge bestehen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2016 hat die Dürr Technologies GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Homag Group AG abgeschlossen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) mit folgenden Ausnahmen (Anwendung § 265 Abs. 6 und Abs. 7 HGB) gegliedert: Dem Charakter der Dürr AG als Holding-Gesellschaft entsprechend, werden die Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung in der branchenüblichen Darstellungsweise ausgewiesen. In der Position Beteiligungsergebnis werden Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen.

14. BETEILIGUNGSERGEBNIS

Tsd. € 2015 2014
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 151.223 47.535
Erträge aus Beteiligungen - 42.653
davon aus verbundenen Unternehmen - 42.653
151.223 90.188

Für weitere Angaben zu den Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

15. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Diese Position beinhaltet unter anderem Erträge von 43.420 TSD. € (Vorjahr: 19.254 TSD. €) aus der Währungsumrechnung, einen Kostenersatz durch verbundene Unternehmen in Höhe von 33.320 TSD. € (Vorjahr: 28.854 TSD. €) und Erträge von 214 TSD. € (Vorjahr: 170 TSD. €) aus Rückstellungsauflösungen.

16. PERSONALAUFWAND

| Tsd. € |# 17. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 42.076 TSD. € (Vorjahr: 19.116 TSD. €). Darüber hinaus werden Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren Transaktionskosten aus der Begebung der Anleihe und für den Abschluss des Konsortialkredits enthalten.

18. FINANZERGEBNIS

Tsd. € 2015 2014
Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 4.150
davon aus verbundenen Unternehmen - 4.150
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 692 1.097
davon aus verbundenen Unternehmen 692 1.097
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.315 6.530
davon aus verbundenen Unternehmen 1.630 2.764
davon aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 657 675
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.012 -21.859
davon aus verbundenen Unternehmen -1.713 -2.118
davon aus Abzinsungen -426 -460
-8.005 -10.082

Im Vorjahr waren in den Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Zuschreibungen aus im Jahr 2013 abgeschriebenen langfristigen Ausleihungen und Cash-Pooling-Forderungen gegenüber der Dürr Ecoclean S.A.S., Loué, in Höhe von 4.150 TSD. € enthalten.

19. STEUERN

Tsd. € 2015 2014
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.878 -6.063
Sonstige Steuern - -
-26.878 -6.063

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 5 TSD. € (Vorjahr: 5 TSD. €), den inländischen laufenden Steueraufwand in Höhe von 25.132 TSD. € (Vorjahr: 6.058 TSD. €) sowie Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1.741 TSD. €.

SONSTIGE ANGABEN

1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften 133.136 TSD. €. Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 250.000 TSD. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 113.008 TSD. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine ungenutzte Avallinie in Höhe von 10 MIO. €. Zudem bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften gegenüber Banken für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 117.362 TSD. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 16.313 TSD. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank. Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 476.523 TSD. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.

2. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 54 TSD. € für das Geschäftsjahr 2016, 28 TSD. € für das Geschäftsjahr 2017 und 10 TSD. € für das Geschäftsjahr 2018. Darin enthalten sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, in Höhe von 66 TSD. €.

3. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

4. FINANZDERIVATE

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist: 1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen. 2.) Es erfordert entweder keine Anschaffungsauszahlung oder eine Anschaffungsauszahlung, die geringer ist als bei anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren. 3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der Dürr AG und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte). Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinswährungssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.

Währungsbezogene Geschäfte

Nominalbetrag Positiver beizulegender Zeitwert Negativer beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
Mit Banken
5.913 kCHF 130 Tsd. € - -
640 kCHF 2 Tsd.€ - -
416.561 kCNH - 1.122 Tsd. € -
71.508 kCZK - 13 Tsd. € -
7.707 kCZK 3 Tsd.€ - -
7.950 kCZK - 5 Tsd. € -
5.960 kDKK - 2 Tsd. € -
7.363 kCHF -43 Tsd. € -5 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
57.000 kCNH 209 Tsd. € - -
3.773 kCZK - - -
46.177 kCZK 4 Tsd. € - -
115.385 kDKK - 62 Tsd. € -2 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
93.725 kDKK 27 Tsd. € - -
2.588 kGBP - 215 Tsd. € -
2.854 kGBP 76 Tsd. € - -
130.000 kJPY - 10 Tsd. € -10 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
20.000 kJPY 1 Tsd.€ - -
20.554 kMXN 30 Tsd. € - -
2.303 kMXN - 1 Tsd.€ -
13.941 kPLN - 51 Tsd. € -26 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
24.994 kPLN 80 Tsd. € - -
50.000 kRUB 55 Tsd. € - -
29.764 kUSD - 1.010 Tsd. € -
12.235 kUSD 124 Tsd. € - -
1.361 kMYR - 1 Tsd. € -1 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
1.415 kMYR 45 Tsd. € - -
1.260 kGBP - 22 Tsd. € -
15.566 kGBP 12 Tsd. € - -
4.719 kMXN - 2 Tsd. € -
148.000 kMXN 6 TSD. € - -
66.431 kUSD - 5.820 Tsd. € -
2.223 kUSD 2 Tsd. € - -
1.107 kPLN 3 Tsd. € - -
64.955 kPLN - 94 Tsd. € -88 Tsd. €
Sonstige Rückstellungen
525 kUSD - 12 Tsd. € -
115.111 kUSD 849 Tsd. € - -
6.727 kUSD 220 Tsd. € - -
Mit verbundenen Unternehmen
5.913 kCHF 130 Tsd. € - -
640 kCHF - 2 Tsd. € -
3.000 kCNH 11 Tsd. € - -
71.508 kCZK 13 Tsd. € - -
7.707 kCZK - 3 Tsd. € -
7.950 kCZK 5 Tsd. € - -
5.960 kDKK 2 Tsd. € - -
4.903 kCHF 38 Tsd. € - -
57.000 kCNH - 209 Tsd. € -
2.693 kCZK - 1 Tsd. € -
72.585 kDKK 60 Tsd. € - -
93.725 kDKK - 27 Tsd. € -
2.588 kGBP 215 Tsd. € - -
2.854 kGBP - 76 Tsd. € -
20.554 kMXN - 30 Tsd. € -
2.303 kMXN 1 Tsd. € - -
11.425 kPLN 25 Tsd. € - -
24.994 kPLN - 80 Tsd. € -
29.764 kUSD 1.010 Tsd. € - -
12.235 kUSD - 124 Tsd. € -
1.260 kGBP 22 Tsd. € - -
4.719 kMXN 2 Tsd. € - -
66.431 kUSD 5.820 Tsd. € - -
2.223 kUSD - 2 Tsd. € -
1.107 kPLN - 3 Tsd. € -
4.955 kPLN 5 Tsd. € - -
525 kUSD 12 Tsd. € - -
950 kUSD - 23 Tsd. € -
6.727 kUSD - 220 Tsd. € -

Der Betrag der Wertänderung eines Derivats wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde. Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

5. BEWERTUNGSEINHEITEN

Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB n.F.

Bilanzposition Art der abgesicherten Risiken Art der Bewertungseinheit Gesichertes Volumen Bilanzunwirksame Geschäfte
Mit Banken
130 Tsd. € Währungsrisiko Micro Hedge 5.913 kCHF 2 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 640 kCHF 11 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 3.000 kCNH 13 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 71.508 kCZK 3 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 7.707 kCZK 5 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 7.950 kCZK 2 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 5.960 kDKK 38 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 4.903 kCHF 209 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kCNH 1 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 2.693 kCZK 60 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 72.585 kDKK 27 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 93.725 kDKK 215 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 2.588 kGBP 76 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 2.854 kGBP 30 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 20.554 kMXN 1 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 2.303 kMXN 25 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 11.425 kPLN 80 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 24.994 kPLN 1.010 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 29.764 kUSD 124 Tsd. €
Währungsrisiko Micro Hedge 12.235 kUSD 22 Tsd.

Der Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 weist einen Bilanzgewinn von 345.536 TSD. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 64.012 TSD. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten und 281.524 TSD. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 1,85 €.

7. KONZERNABSCHLUSS

Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2015 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www.durr.de veröffentlicht.

8. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX/ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 16. Dezember 2015 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht.

9. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben.

10. MITGLIEDER DES VORSTANDS

RALF W. DIETER

Vorsitzender
* Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Interne Revision, Corporate Compliance
* Division Paint and Final Assembly Systems
* Division Application Technology
* Division Measuring and Process Systems
■ Carl Schenck AG, Darmstadt¹ (Vorsitzender)
■ Dürr Systems GmbH, Stuttgart¹ (Vorsitzender)
■ HOMAG Group AG, Schopfloch¹, ² (Vorsitzender bis 08.10.2015)
■ iTAC Software AG, Montabaur¹ (seit 04.12.2015, Vorsitzender)
■ Körber AG, Hamburg
■ Schuler AG, Göppingen²
□ Andritz AG, Graz, Österreich² (niedergelegt zum 30.03.2016)
□ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China¹ (Supervisor)

RALPH HEUWING

  • Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Informationstechnologie, Global Sourcing
  • Division Clean Technology Systems
  • Division Woodworking Machinery and Systems
  • Dürr Consulting
    ■ Carl Schenck AG, Darmstadt¹
    ■ Dürr Systems GmbH, Stuttgart¹ (seit 01.03.2016)
    ■ HOMAG Group AG, Schopfloch¹, ² (seit 01.10.2015, Vorsitzender seit 08.10.2015)
    ■ MCH Management Capital Holding AG, München
    □ Dürr India Pvt. Ltd., Chennai, Indien¹ (bis 27.05.2015)

  • Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder

  • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
    □ Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
    ¹ Konzernmandat
    ² börsennotiert

GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN

VORSTANDSVORSITZENDER 2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max) FINANZVORSTAND 2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Grundvergütung¹ (Festvergütung) 700.000 800.000 800.000 800.000 551.046 409.382 409.382 409.382
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen, etc.) 26.103 47.594 47.594 47.594 28.023 35.938 35.938 35.938
Summe 726.103 847.594 847.594 847.594 579.069 445.320 445.320 445.320
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.200.000 1.445.120 0 1.600.000 1.100.000 1.300.608 0 1.440.000
Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.300.000 1.200.000 0 1.200.000 1.300.000 1.200.000 0 1.200.000
Variable Vergütung LTI 2012-2014 500.000 0 0 0 500.000 0 0 0
Variable Vergütung LTI 2013-2015 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung LTI 2014-2016 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 0 400.000
Variable Vergütung LTI 2015-2017 0,00 400.000 0 400.000 0 400.000 0 400.000
Sonstige variable Vergütung 0,00 200.000 0 350.000 0 200.000 0 300.000
Summe 3.226.103 3.692.714 847.594 3.997.594 2.979.069 3.145.928 445.320 3.385.320
Versorgungsaufwand 170.000 200.000 200.000 200.000 147.500 175.000 175.000 175.000
Gesamtvergütung 3.396.103 3.892.714 1.047.594 4.197.594 3.126.569 3.320.928 620.320 3.560.320

ZUFLUSS

VORSTANDSVORSITZENDER FINANZVORSTAND
2014 2015
Grundvergütung¹ (Festvergütung) 700.000 800.000
Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen, etc.) 26.103 47.594
Summe 726.103 847.594
Einjährige variable Vergütung (STI) 1.000.000 1.200.000
Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.200.000 1.500.000
Sonstige variable Vergütung 0 200.000
Summe 2.926.103 3.747.594
Beitrag Versorgungszusage 170.000 200.000
Gesamtvergütung 3.096.103 3.947.594

¹ In dem Zeitraum, in dem Herr Heuwing in Personalunion Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG war (1. Dezember 2014 bis 31. August 2015], wurde seine Grundvergütung jeweils hälftig von der Dürr AG und der HOMAG Group AG getragen. Als Zahlung aus der LTI-Tranche 2012 bis 2014 erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 TSD. €. Diese wurden mit der Entgeltabrechnung nach der Hauptversammlung 2015 ausbezahlt. Aus der LTI-Tranche 2011 bis 2013 erhielt der Vorstand im Jahr 2012 eine Abschlagszahlung von 560 TSD. €, die mit der Abschlusszahlung in Höhe von 3.000 TSD. € im Jahr 2014 verrechnet wurde.

€ - Währungsrisiko Micro Hedge 1.260 kGBP 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.719 kMXN 5.820 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 66.431 kUSD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.223 kUSD 3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.107 kPLN 5 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.955 kPLN 12 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 525 kUSD 23 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 950 kUSD 220 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 6.727 kUSD Mit verbundenen Unternehmen 130 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.913 kCHF 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 640 kCHF 11 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.000 kCNH 13 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 71.508 kCZK 3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 7.707 kCZK 5 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 7.950 kCZK 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.960 kDKK 38 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.903 kCHF 209 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kCNH 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.693 kCZK 60 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 72.585 kDKK 27 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 93.725 kDKK 215 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.588 kGBP 76 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.854 kGBP 30 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 20.554 kMXN 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.303 kMXN 25 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 11.425 kPLN 80 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 24.994 kPLN 1.010 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 29.764 kUSD 124 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 12.235 kUSD 22 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.260 kGBP 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.719 kMXN 5.820 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 66.431 kUSD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.223 kUSD 3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.107 kPLN 5 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 4.955 kPLN 12 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 525 kUSD 23 Tsd.€ - Währungsrisiko Micro Hedge 950 kUSD 220 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 6.727 kUSD - Währungsrisiko Bilanzwirksame Geschäfte Mit Banken 1.112 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 413.561 kCNH Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da gemäß Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 58 Monaten. Im Wesentlichen schließt die Dürr AG kurzfristige Devisentermingeschäfte im Auftrag von Tochtergesellschaften ab und leitet die Konditionen entsprechend weiter, sodass eine Bewertungseinheit zwischen dem externen und internen Devisentermingeschäft vorliegt und somit für diese Geschäfte auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wird.Im Dezember 2015 erhielt der Vorstand eine Abschlagszahlung auf die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1.500 TSD. € (Vorjahr: 1.500 TSD. €). An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 545 TSD. € (Vorjahr: 522 TSD. €) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind im Geschäftsjahr 2015 in einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 1.677 TSD. € ausgewiesen. Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.186 TSD. € (Vorjahr: 7.819 TSD. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 9.863 TSD. € (Vorjahr: 9.961 TSD. €).

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

  • KLAUS EBERHARDT 1 ,5 Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf Vorsitzender
    • ElringKlinger AG, Dettingen/Erms 6
    • MTU Aero Engines AG, München 6 (Vorsitzender)
  • HAYO RAICH 1 ,3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Stv. Vorsitzender
    • Dürr Systems GmbH, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)
  • KARL-HEINZ STREIBICH 1 ,4 ,5 Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt Weiterer Stv. Vorsitzender
    • Deutsche Telekom AG, Bonn 6
    • Deutsche Messe AG, Hannover
  • STEFAN ALBERT 3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Schenck RoTec GmbH, Darmstadt
    • Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt
  • MIRKO BECKER 2 ,3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrat der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
  • PROF. DR. ALEXANDRA DÜRR 2 ,5 Professorin für medizinische Genetik an der Universität Pierre et Marie Curie (UPMC) und Oberärztin im Département de Génétique, Groupe Hospitalier Pitié-Salpêtrière, Paris, Frankreich
  • PROF. DR.-ING. HOLGER HANSELKA Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe
    • Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn
    • MAFA-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Aalen
  • THOMAS HOHMANN 3 Personalleiter der Dürr Systems GmbH, Stuttgart
  • GUIDO LESCH 1 ,3 Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle, Völklingen
    • Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen (Stv. Vorsitzender)
  • DR. HERBERT MÜLLER 2 Rechtsanwalt
  • DR. ANJA SCHULER Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Basel, Schweiz (seit 03.02.2016)
    • HOMAG Group AG, Schopfloch 6
  • DR. MARTIN SCHWARZ-KOCHER 2 ,3 Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart
  • PROF. DR.-ING. DR.-ING. E.H. KLAUS WUCHERER Geschäftsführer der Dr. Klaus Wucherer Innovations- und Technologieberatung GmbH, Erlangen (bis 31.12.2015)
    • Festo AG & Co. KG, Esslingen (Vorsitzender)
    • Heitec AG, Erlangen (Stv. Vorsitzender)
    • Leoni AG, Nürnberg 6 (Stv. Vorsitzender)
    • SAP SE, Walldorf
  • DR.-ING. E.H. HEINZ DÜRR Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss
2 Mitglied Prüfungsausschuss
3 Vertreter der Arbeitnehmer
4 Mitglied Vermittlungsausschuss
5 Mitglied Nominierungsausschuss
6 börsennotiert

  • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder setzen sich wie folgt zusammen:

Grundvergütung Vergütung Ausschussmitgliedschaft Sitzungsgeld 2 Variable Vergütung Gesamt
Klaus Eberhardt Vorsitzender 60.000,00 11.250,00 9.000,00 105.000,00 185.250,00
(2014) (60.000,00) (11.250,00) (9.000,00) (105.000,00) (185.250,00)
Hayo Raich* 1 Stv. Vorsitzender 30.000,00 5.000,00 9.000,00 52.500,00 96.500,00
(2014) (30.000,00) (5.000,00) (9.000,00) (52.500,00) (96.500,00)
Prof. Dr. Norbert Loos Stv. Vorsitzender (bis 30. April 2014) - - - - -
(2014) (10.000,00) (10.166,67) (4.000,00) (17.500,00) (41.666,67)
Karl-Heinz Streibich Weiterer Stv. Vorsitzender 30.000,00 7.500,00 9.000,00 52.500,00 99.000,00
(2014) (26.666,67) (3.333,33) (6.000,00) (46.666,67) (82.666,67)
Stefan Albert* 1 20.000,00 - 7.000,00 35.000,00 62.000,00
(2014) (20.000,00) (-) (7.000,00) (35.000,00) (62.000,00)
Mirko Becker* 1 20.000,00 9.000,00 11.000,00 35.000,00 75.000,00
(2014) (20.000,00) (9.000,00) (10.000,00) (35.000,00) (74.000,00)
Prof. Dr. Alexandra Dürr 20.000,00 11.500,00 11.000,00 35.000,00 77.500,00
(2014) (20.000,00) (11.500,00) (10.000,00) (35.000,00) (76.500,00)
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka 20.000,00 - 6.000,00 35.000,00 61.000,00
(2014) (13.333,33) (-) (4.000,00) (23.333,33) (40.666,66)
Thomas Hohmann* 20.000,00 - 7.000,00 35.000,00 62.000,00
(2014) (20.000,00) (5.000,00) (9.000,00) (35.000,00) (69.000,00)
Guido Lesch* 1 20.000,00 5.000,00 8.000,00 35.000,00 68.000,00
(2014) (20.000,00) (5.000,00) (9.000,00) (35.000,00) (69.000,00)
Dr. Herbert Müller 20.000,00 18.000,00 11.000,00 35.000,00 84.000,00
(2014) (20.000,00) (12.000,00) (9.000,00) (35.000,00) (76.000,00)
Dr. Martin Schwarz-Kocher* 1 20.000,00 9.000,00 10.000,00 35.000,00 74.000,00
(2014) (20.000,00) (9.000,00) (9.000,00) (35.000,00) (73.000,00)
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer (bis 31. Dezember 2015) 20.000,00 - 6.000,00 35.000,00 61.000,00
(2014) (20.000,00) (-) (6.000,00) (35.000,00) (61.000,00)
Gesamt 300.000,00 76.250,00 104.000,00 525.000,00 1.005.250,00
(Gesamt 2014) (300.000,00) (76.250,00) (99.000,00) (525.000,00) (1.000.250,00)

* Arbeitnehmervertreter
1 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
2 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen

OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 20 ABS. 1 ODER ABS. 4 AKTG ODER NACH § 21 ABS. 1 ODER ABS. 1A WPHG

Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht:

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 02.03.2016

  1. Angaben zum Emittenten
    Dürr Aktiengesellschaft
    Carl-Benz-Str. 34
    74321 Bietigheim-Bissingen
    Deutschland

  2. Grund der Mitteilung

    • Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
    • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
    • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
    • Sonstiger Grund:
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
    Name: Deutsche Bank AG
    Registrierter Sitz und Staat: Frankfurt am Main Deutschland

  4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

  5. Datum der Schwellenberührung
    24.02.2016

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,69 % 3,04 % 4,73 % 34601040
letzte Mitteilung 1,93 % 3,32 % 5,25 % /
  1. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

    | ISIN           | absolut | in %    | direkt (§ 21 WpHG) | zugerechnet (§ 22 WpHG) | direkt (§ 21 WpHG) | zugerechnet (§ 22 WpHG) |
    | :------------- | :------ | :------ | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- |
    | DE0005565204   | 583236  | 1,69 %  | 0,00%              |                         |                    |                         |
    | Summe          | 583236  | 1,69 %  |                    |                         |                    |                         |
    

    b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    | Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
    | :------------------ | :------------------- | :--------------------------- | :------------------ | :--------------- |
    | Optionsscheine      | 14.12.2016           |                              | 81837               | 0,24 %           |
    | Rückerwerbsansprüche|                      |                              | 16822               | 0,05 %           |
    | Kaufoption          | 16.12.2016           | Jederzeit / Anytime          | 120500              | 0,35 %           |
    | Summe               |                      |                              | 219159              | 0,63 %           |
    

    b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    | Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
    | :------------------ | :------------------- | :--------------------------- | :------------------------------------- | :------------------ | :--------------- |
    | Verkaufsoption      | 16.12.2016           | Jederzeit / Anytime          | Physisch                               | 288053              | 0,83 %           |
    | Swaps               | 04.01.2018           |                              | Bar                                    | 545056              | 1,58 %           |
    | Summe               |                      |                              |                                        | 833109              | 2,41 %           |
    
  2. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

    • Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

    Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

    Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
  3. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
    Datum der Hauptversammlung:
    Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 23.02.2016

  1. Angaben zum Emittenten
    Dürr Aktiengesellschaft
    Carl-Benz-Str. 34
    74321 Bietigheim-Bissingen
    Deutschland

  2. Grund der Mitteilung

    • Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
    • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
    • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
    • Sonstiger Grund:
  3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
    Name: Deutsche Bank AG
    Registrierter Sitz und Staat: Frankfurt am Main Deutschland

  4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

  5. Datum der Schwellenberührung
    16.02.2016

  6. Gesamtstimmrechtsanteile

    Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
    neu 1,93 % 3,32 % 5,25 % 34601040
    letzte Mitteilung % % % /
  7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

    a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

    | ISIN           | absolut | in %   | direkt (§ 21 WpHG) | zugerechnet (§ 22 WpHG) | direkt (§ 21 WpHG) | zugerechnet (§ 22 WpHG) |
    | :------------- | :------ | :----- | :----------------- | :---------------------- | :----------------- | :---------------------- |
    | DE0005565204   | 668779  | 1,93 % | 0,00%              |                         |                    |                         |
    | Summe          | 668779  | 1,93 % |                    |                         |                    |                         |
    

    b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

    | Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
    | :------------------ | :------------------- | :--------------------------- | :------------------ | :--------------- |
    | Optionsscheine      | 14.12.2016           |                              | 77837               | 0,22 %           |
    | Rückerwerbsansprüche|                      |                              | 32876               | 0,10 %           |
    | Kaufoption          | 16.12.2016           | Jederzeit / Anytime          | 121500              | 0,35 %           |
    | Summe               |                      |                              | 232213              | 0,67 %           |
    

    b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

    | Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
    | :------------------ | :------------------- | :--------------------------- | :------------------------------------- | :------------------ | :--------------- |
    | Verkaufsoption      | 16.12.2016           | Jederzeit / Anytime          | Physisch                               | 289364              | 0,84 %           |
    | Swaps               | 04.01.2018           |                              | Bar                                    | 626727              | 1,81 %           |
    | Summe               |                      |                              |                                        | 916091              | 2,65 %           |
    

8.# DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 11.02.2016

1. Angaben zum Emittenten

Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

  • x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
  • Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

  • Name: MainFirst SICAV
  • Registrierter Sitz und Staat: Senningerberg Luxemburg

4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

11.02.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,83 % % 2,83 % 34601040
letzte Mitteilung 3,56 % % 3,56 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 977901 2,83 % %
Summe 977901 2,83 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

  • x Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  • Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

  • Datum der Hauptversammlung:
  • Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 08.02.2016

1. Angaben zum Emittenten

Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

  • x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
  • Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

  • Name: Henderson Group plc
  • Registrierter Sitz und Staat: London Großbritannien

4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

02.02.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,0005 % 0,00 % 3,0005 % 34601040
letzte Mitteilung % % % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 1038201 3,0005 % %
Summe 1038201 3,0005 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

  • Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  • x Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
Henderson Group plc % % %
Henderson Group Holdings Asset Management Limited % % %
HGI Asset Management Group Limited % % %
Henderson Global Group Limited % % %
Henderson Holdings Group BV % % %
Henderson Management SA % % %
Henderson Group plc % % %
Henderson Group Holdings Asset Management Limited % % %
HGI Asset Management Group Limited % % %
Henderson Global Group Limited % % %
Henderson Holdings Group Limited % % %
HGI Group Limited % % %
Henderson Global Investors (Holdings) Limited % % %
Henderson Investment Funds Ltd % % %
Henderson Group plc % % %
Henderson Group Holdings Asset Management Limited % % %
HGI Asset Management Group Limited % % %
Henderson Global Group Limited % % %
Henderson Holdings Group Limited % % %
HGI Group Limited % % %
Henderson Global Investors (Holdings) Limited % % %
Alphagen Capital Limited % % %
Henderson Group plc % % %
Henderson Group Holdings Asset Management Limited % % %
HGI Asset Management Group Limited % % %
Henderson Global Group Limited % % %
Henderson Holdings Group Limited % % %
HGI Group Limited % % %
Henderson Global Investors (Holdings) Limited % % %
Henderson Global Investors Limited % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

  • Datum der Hauptversammlung:
  • Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 11.01.2016

1. Angaben zum Emittenten

Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

  • x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
  • Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

  • Name: Morgan Stanley
  • Registrierter Sitz und Staat: Wilmington, Delaware Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

31.12.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,52 % 2,49 % 4,01 % 34601040
letzte Mitteilung 1,60 % 6,54 % 8,14 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 0 525832 0 % 1,52 %
Summe 525832 1,52 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Right of recall over securities lending agreements / Rückforderungsanspruch aus Wertpapierdarlehensverträgen at any time / zu jeder Zeit at any time / zu jeder Zeit 860672 2,49 % Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

  • Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
  • x Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley International Holdings Inc. % % %
MS Equity Financing Services (Luxembourg) S.A. % % %
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley Investment Management Inc. % % %
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley Capital Management, LLC % % %
Morgan Stanley Domestic Holdings, Inc. % % %
Morgan Stanley & Co. LLC % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

  • Datum der Hauptversammlung:
  • Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 08.01.2016

1. Angaben zum Emittenten

Dürr Aktiengesellschaft
Carl-Benz-Str. 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

2. Grund der Mitteilung

  • x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
  • Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
  • Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
  • Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

  • Name: Morgan Stanley
  • Registrierter Sitz und Staat: Wilmington, Delaware Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

31.12.2015

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 1,60 % 6,54 % 8,14 % 34601040
letzte Mitteilung % % % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE0005565204 0 553021 0 % 1,60 %
Summe 553021 1,60 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr.# 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Right of recall over securities lending agreements / Rückforderungsanspruch aus Wertpapierdarlehensverträgen at any time / zu jeder Zeit at any time / zu jeder Zeit 2259467 6,53 % Futures 18.03.2016 18.03.2016 3000 0,01 % Summe 2262467 6,54 %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % % Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen scroll Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

x Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen: scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley International Holdings Inc. % % %
MS Equity Financing Services (Luxembourg) S.A. % % %
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley International Holdings Inc. % % %
Morgan Stanley International Limited % % %
Morgan Stanley UK Group % % %
Morgan Stanley Investments (UK) % % %
Morgan Stanley & Co. International plc % 5,13 % %
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley Investment Management Inc. % % %
Morgan Stanley % % %
Morgan Stanley Capital Management, LLC % % %
Morgan Stanley Domestic Holdings, Inc. % % %
Morgan Stanley & Co. LLC % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung: scroll
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.11.2015

Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 30.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,94% (das entspricht 1018401 Stimmrechten) betragen hat.

1,94% der Stimmrechte (das entspricht 671540 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,06% der Stimmrechte (das entspricht 366153 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 30.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,94% (das entspricht 1018260 Stimmrechten) betragen hat.

1,94% der Stimmrechte (das entspricht 671540 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,06% der Stimmrechte (das entspricht 366012 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Financial Management, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 30.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,94% (das entspricht 1018260 Stimmrechten) betragen hat.

1,94% der Stimmrechte (das entspricht 671540 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

0,15% der Stimmrechte (das entspricht 50952 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

1,00% der Stimmrechte (das entspricht 344343 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 03.11.2015

Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 28.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,001% (das entspricht 1038266 Stimmrechten) betragen hat.

1,98% der Stimmrechte (das entspricht 684909 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,08% der Stimmrechte (das entspricht 373625 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 28.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,0003% (das entspricht 1038125 Stimmrechten) betragen hat.

1,98% der Stimmrechte (das entspricht 684909 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,08% der Stimmrechte (das entspricht 373484 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Financial Management, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 28.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,0003% (das entspricht 1038125 Stimmrechten) betragen hat.

1,98% der Stimmrechte (das entspricht 684909 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

0,15% der Stimmrechte (das entspricht 52521 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

1,01% der Stimmrechte (das entspricht 350246 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 29.10.2015

Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 23.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 1030414 Stimmrechten) betragen hat.

1,97% der Stimmrechte (das entspricht 680216 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,07% der Stimmrechte (das entspricht 370282 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 23.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 1030273 Stimmrechten) betragen hat.

1,97% der Stimmrechte (das entspricht 680216 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

1,07% der Stimmrechte (das entspricht 370141 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Financial Management, Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bie-tigheim-Bissingen, Deutschland am 23.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 1030273 Stimmrechten) betragen hat.

1,97% der Stimmrechte (das entspricht 680216 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs.# DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 20.10.2015

Die BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 08.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 1035961 Stimmrechten) betragen hat. 2,42% der Stimmrechte (das entspricht 837512 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte (das entspricht 198449 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 08.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% [das entspricht 1035961 Stimmrechten] betragen hat. 2,42% der Stimmrechte [das entspricht 837512 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte [das entspricht 198449 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 08.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% [das entspricht 1035961 Stimmrechten] betragen hat. 2,42% der Stimmrechte [das entspricht 837512 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte [das entspricht 198449 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 10.04.2015

Die BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 07.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% [das entspricht 1039221 Stimmrechten] betragen hat. 2,43% der Stimmrechte [das entspricht 840720 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte [das entspricht 198501 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 07.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% [das entspricht 1039221 Stimmrechten] betragen hat. 2,43% der Stimmrechte [das entspricht 840720 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte [das entspricht 198501 Stimmrechten] sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 07.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 1039221 Stimmrechten) betragen hat. 2,43% der Stimmrechte (das entspricht 840720 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,57% der Stimmrechte (das entspricht 198501 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 10.04.2015

Die BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 02.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,9997% (das entspricht 1037914 Stimmrechten) betragen hat. 2,43% der Stimmrechte (das entspricht 842488 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,56% der Stimmrechte (das entspricht 195426 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 02.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,9997% (das entspricht 1037914 Stimmrechten) betragen hat. 2,43% der Stimmrechte (das entspricht 842488 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,56% der Stimmrechte (das entspricht 195426 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 08.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 02.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,9997% (das entspricht 1037914 Stimmrechten) betragen hat. 2,43% der Stimmrechte (das entspricht 842488 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,56% der Stimmrechte (das entspricht 195426 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 01.04.2015

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 30.03.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,97% (das entspricht 1028998 Stimmrechten) betragen hat. 2,97% der Stimmrechte (das entspricht 1028998 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.03.2015

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 03.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 26.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,12% (das entspricht 1079420 Stimmrechten) betragen hat. 3,12% der Stimmrechte (das entspricht 1079420 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 03.03.2015

Die BlackRock Holdco 4, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.02.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 25.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 1044217 Stimmrechten) betragen hat. 2,47% der Stimmrechte (das entspricht 856365 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,54% der Stimmrechte (das entspricht 187852 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Holdco 6, LLC, Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.02.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 25.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 1044217 Stimmrechten) betragen hat. 2,47% der Stimmrechte (das entspricht 856365 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,54% der Stimmrechte (das entspricht 187852 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

Die BlackRock Delaware Holdings Inc., Wilmington, DE, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 25.02.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02% (das entspricht 1044217 Stimmrechten) betragen hat. 2,47% der Stimmrechte (das entspricht 856365 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,54% der Stimmrechte (das entspricht 187852 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Bitte beachten Sie, dass die oben genannte Gesamtbeteiligung nicht notwendigerweise der Summe der aufgeführten Zurechnungen entspricht. Dies rührt daher, dass für die Stimmrechte mehrere Zurechnungen innerhalb der BlackRock Gruppe existieren.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 17.11.2014

Die ALECTA PENSIONSFÖRSÄKRING, Stockholm, Schweden hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 11.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 1090000 Stimmrechten) betragen hat.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013

Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat.

DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011

Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN : DE0005565204, WKN : 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. 28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.

Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.

Bietigheim-Bissingen, den 8. März 2016
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
RALF W. DIETER
RALPH HEUWING

ANLAGE A

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

Tsd. € Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geleistete Anzahlungen Sachanlagen* Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Wertpapiere Gesamt
Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2015 14.705 0 428 703.182 19.762 26.201 764.278
Zugänge 128 47 224 37.730 11 5 38.145
Abgänge - - -61 - -3.075 - -3.136
Umbuchungen - - - - - - -
Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 14.833 47 591 740.912 16.698 26.206 799.287
Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2015 3.589 - 284 - - 887 4.760
Abschreibungen 889 - 56 - - 441 1.386
Abgänge - - -34 - - - -34
Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 4.478 - 306 - - 1.328 6.112
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 10.355 47 285 740.912 16.698 24.878 793.175
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2014 11.116 - 144 703.182 19.762 25.314 759.518
  • Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

ANLAGE B

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES GEMÄSS §§ 28 5 UND 313 HGB ZUM 31.12.2015

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar.

Name und Sitz Anteil am Kapital in %* Eigenkapital** in Tsd. € Jahresergebnis** in Tsd. €
A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN
Deutschland
Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 51 9.533 2.073
Brandt Kantentechnik GmbH, Lemgo1 100 19.602 0
Carl Schenck AG, Darmstadt1) 100 94.960 0
Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1 100 5.981 0
Dürr Clean Energy GmbH, Stuttgart (vormals Dürr Parata GmbH) 100 46 -3
Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt1 100 46.617 0
Dürr International GmbH, Stuttgart1 100 12.428 0
Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1 100 43 0
Dürr Somac GmbH, Stollberg1 100 516 -2
Dürr Systems GmbH, Stuttgart1 100 145.363 0
Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1 100 1.566 0
Dürr Technologies GmbH, Stuttgart1 100 265.606 0
Dürr Thermea GmbH, Ottendorf-Okrilla (vormals Thermea Energiesysteme GmbH) 87,6 -966 -1.130
Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg 100 2.319 -608
Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw1 100 14.025 0
Homag Automation GmbH, Lichtenberg im Erzgebirge1 100 15.488 0
Homag Deutschland GmbH, Schopfloch 100 1.602 391
Homag eSolution GmbH, Schopfloch 51 1.587 591
Homag Finance GmbH, Schopfloch 100 56.441 14.959
Homag Group AG, Schopfloch 55,9 122.679 13.529
Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch1 100 82.284 0
iTAC Software AG, Montabaur 100 8.710 -946
Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach1 100 1.838 0
Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1 100 9.226 0
Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1 100 12.540 0
Schuler Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100 551 17
Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne 100 -856 -379
Weeke Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz 100 31.788 2.770
Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen 75,9 2.179 472
Andere EU-Länder
Agramkow Fluid Systems A/S, Sonderborg / Dänemark 100 12.009 461
Carl Schenck Denmark ApS, Sonderborg / Dänemark 100 12.492 1.756
Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande 100 843 163
CPM S.p.A., Beinasco / Italien 51 14.474 6.126
Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich 100 9.241 1.718
Dürr Anlagenbau Ges. m.b.H., Zistersdorf / Österreich 100 2.669 306
Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans / Frankreich 100 231 -489
Dürr Cyplan Ltd., Aldermaston / Großbritannien2 50 3.992 -618
Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany / Tschechische Republik 100 1.839 737
Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100 8.629 3.370
Dürr Poland sp. z o.o., Radom / Polen 100 8.489 2.812
Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sázavou / Tschechische Republik 100 4.765 -218
Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100 20.781 2.083
Dürr Systems Spain S.A., San Sebastián / Spanien 100 8.025 3.901
Holzma Plattenaufteiltechnik S.A. Unipersonal, L'Ametlla del Vallès / Spanien 100 4.253 1.439
Homag Austria Gesellschaft mbH, Oberhofen am Irrsee / Österreich 100 756 24
Homag Danmark A/S, Galten / Dänemark 100 1.846 824
Homag España Maquinaria S.A., Llinars del Vallès / Spanien 100 1.634 596
Homag France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich 100 6.561 1.873
Homag Italia S.p.A., Giussano / Italien 100 2.776 646
Homag Machinery Sroda Sp. z o. o., Sroda Wielkopolska / Polen 100 7.323 1.605
Homag Polska Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen 100 2.572 1.323
Homag U.K.
Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65 6.592 1.344
Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100 576 66
Schenck Ltd., Warwick / Großbritannien 100 2.820 664
Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich 100 7.212 1.355
Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51 95 21
Verind S.p.A., Rodano / Italien2 50 6.993 1.085
CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100 132 28
Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit / Türkei 100 583 -349
Homag (Schweiz) AG, Höri / Schweiz 100 6.238 1.825
OOO "Homag Russland", Moskau / Russland 100 -860 -697
OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100 975 -48
Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100 16.258 -34
UCM AG, Rheineck/ Schweiz 100 2.937 -1.751
Benz Incorporated, Charlotte, North Carolina / USA 100 940 678
Dürr de México, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro / Mexiko 100 12.478 6.692
Dürr Ecoclean Inc., Auburn Hills, Michigan / USA 100 12.035 539
Dürr Inc., Plymouth, Michigan / USA 100 38.872 0
Dürr Systems Canada Corp., Windsor, Ontario / Kanada 100 0 0
Dürr Systems Inc., Plymouth, Michigan / USA 100 125.792 7.547
Homag Canada Inc., Mississauga, Ontario / Kanada 100 4.569 1.124
iTAC Software Inc., Novi / USA 100 -811 517
Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA 100 71.547 237
Schenck RoTec Corporation, Auburn Hills, Michigan / USA 100 3.053 685
Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100 24.084 1.408
Schenck México S.A. de C.V., Ciudad de México / Mexiko 100 696 0
Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100 17.755 9.685
Weeke North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100 39 104
Agramkow do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100 -225 -687
Dürr Brasil Ltda., Säo Paulo / Brasilien 100 10.425 727
Homag Indústria e Comércio de Máquinas para Madeira Ltda., Taboão da Serra / Brasilien (vormals Homag Machinery (São Paulo) Maquinas Especias para Madeira Ltda.) 100 3.398 -462
Irigoyen 330 S.A., Cap. Fed. Buenos Aires / Argentinien 100 141 0
Agramkow Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 547 108
Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100 1.874 -768
Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100 2.206 1.327
Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien 100 5.186 1.685
Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100 -135 -293
Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea 100 10.643 3.335
Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100 67.409 54.248
Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia 100 1.053 -465
Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100 561 97
HA (Thailand) Co. Ltd., Bangkok / Thailand 100 113 92
HA Malaysia SDN Bhd, Puchong / Malaysia 100 -201 -17
Homag Asia (PTE) Ltd., Singapur / Singapur 100 1.187 762
Homag Australia Pty. Ltd., Sydney / Australien 100 1.761 890
Homag India Private Ltd., Bangalore / Indien 99,9 950 183
Homag Japan Co. Ltd., Higashiosaka / Japan 100 6.464 1.430
Homag Korea Co. Ltd., Bucheon-City / Südkorea 54,6 2.455 816
Homag Machinery (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 22.674 1.643
Homag Machinery Bangalore Pvt. Ltd., Bangalore / Indien 100 1.963 -693
Homag New Zealand Ltd., Auckland / Neuseeland 100 0 0
Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur / Indien 100 1.800 -92
PT Durr System Indonesia, Jakarta / Indonesien 100 869 -189
Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100 5.891 516
Schenck Shanghai Machinery Corporation Ltd., Schanghai / V. R. China 100 32.060 6.191
Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100 304 12
Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100 -1.069 -11
Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100 25 0
Homag Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100 219 -31
Homag Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate3 100 -329 -215
Homag Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100 614 87
Hüllhorst GmbH, Barntrup / Deutschland 100 0 0
OOO "FAYZ-Homag GUS", Taschkent / Usbekistan 33 0 0
Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100 1.122 8
Homag China Golden Field Ltd., Hongkong / V. R. China 25 23.516 3.076
LaTherm GmbH, Dortmund / Deutschland 28,1 0 0
Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50 34.335 4.717
Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart / Deutschland 50 0 0
Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 0 0
HeatMatrix Group BV, Utrecht / Niederlande 14,8 0 0
Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10 59.155 6.419
Tec4Aero GmbH, Wiefelstede / Deutschland 11 0 0
  • Beteiligung gemäß § 16 AktG
    ** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte
    1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
    2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten
    3 Anteil am Stimmrecht 100%

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Stuttgart, 8. März 2016 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SKIRK, Wirtschaftsprüfer HUMMEL, Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2014 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Kodex") zunächst in der Fassung vom 24. Juni 2014 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 30. September 2014 - und im Anschluss daran in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3)

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt (Gruppenversicherung). Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher nicht entsprochen. Die Einführung eines Selbstbehalts für Mitglieder des Aufsichtsrats ist nicht geplant, weil die Dürr AG nicht der Auffassung ist, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass für die sechs Arbeitnehmervertreter des paritätisch besetzten Aufsichtsrats der Dürr AG die persönliche Versicherung des verbleibenden Restrisikos (in Höhe des Selbstbehalts) auf eigene Kosten unverhältnismäßig teuer wäre.

Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3)

Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 des Kodex wird nicht entsprochen.# DÜRR AG

Corporate Governance Report

Statement of the Supervisory Board

The Supervisory Board is of the opinion that the nomination and publication of specific targets for its composition and their regular adjustment involve a considerable amount of effort, which, in view of the size of the Supervisory Board and the further increased workload of the committee due to legal innovations, no longer appears to be justified. Furthermore, the setting of rigid targets would mean losing the opportunity to attract outstanding personalities for cooperation on the Supervisory Board who do not fit the defined framework. The same applies to a blanket age limit and a limitation on the duration of membership. In addition, Dürr AG is of the opinion that the performance of Supervisory Board members does not depend on reaching an inflexible age limit. The Supervisory Board will therefore only deal with the desired composition of the committee and the issue of the duration of membership in the run-up to the resolution on its proposals to the General Meeting for the election of Supervisory Board members. In doing so, it may also take into account criteria other than those mentioned in Section 5.4.1, Paragraph 2 of the Code. At the time of this declaration, the Supervisory Board has several members with sound international experience; the two "longest-serving" members have been on the Supervisory Board since 2006.

Variable remuneration of Supervisory Board members (Section 5.4.6 Paragraph 2 Sentence 2)

The variable remuneration of Supervisory Board members, which is based on the consolidated earnings before taxes (EBT) or, from 2017 onwards, on the average EBT margin of the Group, was decided by the shareholders and regulated in Section 15 Paragraph 1 of the Articles of Association. It has proven itself. Dürr AG does not wish to follow the general trend of converting variable remuneration components into fixed remuneration. Dürr AG sees a suitable variable remuneration instrument in acknowledging successful work in the past financial year in conjunction with a limitation of variable remuneration to a reasonable maximum amount.

Bietigheim-Bissingen, December 16, 2015

For the Supervisory Board

Klaus Eberhardt, Chairman of the Supervisory Board

Bietigheim-Bissingen, December 16, 2015

For the Management Board

Ralf Dieter, Chairman of the Management Board