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Dürr AG — Annual Report 2013
Jun 13, 2014
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Annual Report
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Dürr Aktiengesellschaft
Stuttgart
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Jahresabschluss 2013 Dürr AG Einzelabschluss
LAGEBERICHT DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013
Die Entwicklung, die Erfolge und die Risiken einer Holdinggesellschaft hängen im Wesentlichen vom Geschäftsverlauf der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ab. Der Abschluss der Dürr Aktiengesellschaft (im Folgenden Dürr AG genannt) wurde nach HGB erstellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU zum Abschlussstichtag anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss entspricht sämtlichen bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS. Aufgrund der reinen Holdingfunktion der Dürr AG wurde für die Darstellung der Lage des Unternehmens im Wesentlichen auf die Konzernzahlen nach IFRS zurückgegriffen.
WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| Veränderung gegenüber Vorjahr, in % |
2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Welt | 2,8 | 3,0 | 3,8 |
| Deutschland | 0,4 | 0,7 | 3,0 |
| Eurozone | -0,4 | -0,6 | 1,4 |
| Russland | 1,5 | 3,4 | 4,3 |
| USA | 1,8 | 2,8 | 1,8 |
| China | 7,8 | 7,8 | 9,3 |
| Indien | 4,3 | 4,1 | 7,9 |
| Japan | 1,6 | 1,4 | -0,5 |
| Brasilien | 2,2 | 0,9 | 2,7 |
Quelle: Deutsche Bank 12/2013
ERMUTIGENDE KONJUNKTURSIGNALE IM ZWEITEN HALBJAHR 2013
Im Jahr 2013 wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,8 % und blieb damit leicht hinter dem Vorjahreswert zurück (Quelle: Deutsche Bank). Zu Jahresbeginn war noch ein Zuwachs von 3,1 % erwartet worden; diese Prognose konnte angesichts der verhaltenen Dynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern jedoch nicht aufrechterhalten werden. In China blieb der BIP-Zuwachs im Gesamtjahr 2013 mit 7,8 % konstant, nach einem schwachen Start verbesserten sich die Frühindikatoren im zweiten Halbjahr spürbar. Die anderen BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien) verfehlten die Erwartungen. In der Eurozone verlangsamte sich der BIP-Rückgang auf 0,4 % (Vorjahr: 0,6 % Rückgang); nach dem Tiefpunkt im zweiten Quartal setzte eine leichte Konjunkturaufhellung ein. Deutschland entwickelte sich mit einem Plus von 0,4 % vergleichsweise positiv. In den USA setzten sich im Jahresverlauf die Aufschwungkräfte durch; begünstigt durch niedrige Zinsen und weiter rückläufige Energiepreise nahm das BIP um 1,8 % zu.
Der Euro wertete im zweiten Halbjahr 2013 gegenüber den anderen Leitwährungen deutlich auf. Im Jahresdurchschnitt schlug sich dies im Vergleich mit US-Dollar, britischem Pfund und chinesischem Renminbi jedoch kaum nieder. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro dagegen um durchschnittlich 26 % zu.
DURCHSCHNITTLICHE WECHSELKURSE
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| 1 € entspricht | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| USD | 1,3301 | 1,2927 | 1,3983 |
| GBP | 0,8503 | 0,8115 | 0,8694 |
| JPY | 130,1308 | 103,5000 | 111,2300 |
| CNY | 8,1691 | 8,1462 | 9,0204 |
Quelle: Commerzbank
Unter dem Einfluss der Notenbanken blieben die kurzfristigen Zinsen im Jahr 2013 auf niedrigem Niveau. Die Renditen längerfristiger Anleihen legten leicht zu, nachdem sie im ersten Halbjahr ihren Tiefpunkt erreicht hatten. In Deutschland stieg die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen im Jahresverlauf von rund 1 % auf 1,5 %. An den Kapitalmärkten setzte sich die positive Stimmung insbesondere im zweiten Halbjahr fort; vor diesem Hintergrund konnten sich viele Unternehmen zu günstigeren Konditionen refinanzieren.
/UMLAUFRENDITE (%) IN DEUTSCHLAND 2012 UND 2013

Quelle: Deutsche Bundesbank
AUTOMOBILPRODUKTION: +4,2 % WELTWEIT
Im Jahr 2013 stieg die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 4,2 % auf 82,5 Mio. Einheiten. Damit übertraf das Produktionswachstum das weltweite BIP-Wachstum (2,8 %) spürbar. China, der größte Automobilmarkt der Welt, erreichte mit 12,7 % ein deutlich höheres Plus als im Vorjahr (8,5 %). Der brasilianische Automobilmarkt zeigte sich in guter Verfassung (+9,7 %), Indien wies nach dem Rückgang des Vorjahres wieder ein Produktionsplus von 2,9 % aus. In Nordamerika setzte sich der positive Trend fort: Nach dem kräftigen Zuwachs von 17,6 % im Vorjahr legte die Automobilproduktion nochmals um 5,8 % zu.
Mit Ausnahme Westeuropas sicherte die starke Automobilnachfrage der Industrie eine zumeist gute Auslastung ihrer Fabriken. In China, wo eine Vielzahl lokaler und ausländischer Produzenten aktiv ist, variierte die Auslastung von Hersteller zu Hersteller. Die meisten weltweit aufgestellten Automobilkonzerne erzielten im Jahr 2013 hohe Erträge und Cashflows; den japanischen Anbietern kam dabei der schwache Yen zugute.
PRODUKTION LIGHT VEHICLES
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| Mio. Einheiten | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Welt | 82,5 | 79,2 | 74,6 |
| Westeuropa | 12,4 | 12,4 | 13,6 |
| Deutschland | 5,7 | 5,6 | 5,8 |
| Osteuropa | 7,1 | 6,9 | 6,3 |
| Russland | 2,0 | 2,1 | 1,8 |
| Nordamerika (inkl. Mexiko) | 16,3 | 15,4 | 13,1 |
| USA | 11,0 | 10,1 | 8,5 |
| Südamerika | 4,5 | 4,2 | 4,2 |
| Brasilien | 3,4 | 3,1 | 3,1 |
| Asien | 40,7 | 38,4 | 34,9 |
| China | 18,7 | 16,6 | 15,3 |
| Japan | 9,0 | 9,3 | 7,9 |
| Indien | 3,5 | 3,4 | 3,5 |
Quelle: PwC 1/2014, eigene Schätzungen
WEITERE ZUWÄCHSE IN LUFTFAHRT UND FLUGZEUGINDUSTRIE
Mit einem Plus von rund 6 % wuchs das weltweite Luftverkehrsaufkommen im Jahr 2013 erneut deutlich stärker als die Weltwirtschaft (Quelle: IATA). Dazu trug insbesondere ein starkes zweites Halbjahr bei. Viele Fluglinien erwirtschaften zwar niedrige Erträge, mit Blick auf die hohe Auslastung erwarten Branchenanalysten jedoch einen Anstieg von Ergebnissen und Investitionen. Die Flugzeugbauer Airbus und Boeing verzeichneten 2013 einen regen Bestelleingang, nicht zuletzt anlässlich der Pariser Flugmesse im Sommer. Airbus verfügte erstmals über einen Auftragsbestand von deutlich über 5.000 Flugzeugen und steigerte seine Auslieferungen auf 626 Maschinen nach 588 im Vorjahr. Bei Boeing erhöhten sich die Auslieferungen von 601 auf 648 Flugzeuge.
LEICHT SCHWÄCHERE NACHFRAGE IM MASCHINEN - UND ANLAGENBAU
Während die deutsche Investitionsgüterindustrie im Jahr 2013 insgesamt einen Bestellzuwachs von 3,8 % erzielte, fiel der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau leicht niedriger aus als im Vorjahr. Die Produktion erreichte nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) 195 Mrd. € und lag damit um 0,5 % unter dem Vorjahreswert.
GESCHÄFTSVERLAUF DES KONZERNS
IFRS, DRS 20 UND AUSWEISPRAXIS
Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2011 bis 2013. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 weitgehend unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Seit dem Jahresabschluss 2011 weisen wir die Zinsanteile bei den Pensionsrückstellungen im Zinsergebnis und nicht mehr in den Funktionskosten aus; damit folgen wir der branchenüblichen Praxis.
Änderungen der IFRS hatten im Geschäftsjahr 2013 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, ihre Nutzung beeinflusst unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig. Wahlrechte bestehen zum Beispiel bei Positionen wie Vorratsvermögen oder Sachanlagevermögen, die für Dürr von untergeordneter Bedeutung sind. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Zum Beispiel werden Finanzinstrumente, soweit möglich, zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zu Zeitwerten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir sämtliche Wahlrechte unverändert wahrgenommen, sodass ein vollständiger Vergleich der Perioden 2011, 2012 und 2013 möglich ist.
Bei der Erstellung des vorliegenden Lageberichts haben wir erstmals die Vorgaben des neuen Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) angewandt. Der DRS 20 enthält zum Beispiel veränderte Anforderungen an den Prognosebericht, den Chancen- und Risikobericht sowie die Berichterstattung über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Da wir mehrere Anforderungen des DRS 20 bereits im Vorjahr freiwillig umgesetzt hatten, waren die Auswirkungen der Umstellung im Berichtsjahr begrenzt.
Der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen hat bei Dürr kaum Einfluss auf die Darstellung der operativen Ertragslage. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Transparenz.
AUFTRAGSEINGANG IM RAHMEN DER ERWARTUNGEN
Der Auftragseingang erreichte im Geschäftsjahr 2013 das erwartete Niveau. Mit 2.387,1 Mio. € lag er ungefähr in der Mitte unserer Zielbandbreite (2,3 bis 2,5 Mrd. €), gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Rückgang von 8,1 %. Die Automobilindustrie, auf die der Großteil der erhaltenen Bestellungen entfällt, investierte verstärkt in die Modernisierung vorhandener Automobilfabriken. Die Investitionen in Kapazitätserweiterungen gingen im Rahmen einer Normalisierung etwas zurück. Dank des hohen Auftragsvolumens waren unsere Kapazitäten meist voll ausgelastet, obwohl wir die Belegschaft seit Beginn des Jahres 2012 um 1.319 Mitarbeiter vergrößert haben.
/KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN
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| Mio. € | 2013 | 2013 in % |
2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 323,1 | 13,6 | 387,1 | 322,2 |
| Sonstige europäische Länder | 566,3 | 23,7 | 742,0 | 589,4 |
| Nord-/Zentralamerika | 507,1 | 21,2 | 381,1 | 463,4 |
| Südamerika | 224,9 | 9,4 | 102,6 | 185,2 |
| Asien/Afrika/Australien | 765,7 | 32,1 | 984,0 | 1.124,7 |
| Gesamt | 2.387,1 | 100,0 | 2.596,8 | 2.684,9 |
Das Bestellvolumen aus den Emerging Markets (Mexiko, Brasilien, Osteuropa, Asien ohne Japan) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,5 % auf 1.286,5 Mio. €. Der nahezu unverändert hohe Anteil von 54 % am Auftragseingang des Konzerns (Vorjahr: 55 %) belegt unsere starke Position in diesen Märkten. In China, unserem größten Markt, gingen die Bestellungen um 23,6 % auf 651,1 Mio. € zurück, auch in Indien und Russland blieben sie spürbar unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Dagegen legte das Geschäft in Brasilien und Mexiko deutlich zu. In den USA übertraf das Bestellvolumen nach einem starken vierten Quartal das Vorjahresniveau. Die Bestellungen aus Deutschland (-16,5 %) und den anderen europäischen Ländern (-23,7 %) konnten erwartungsgemäß nicht an das hohe Niveau der Vorjahre anknüpfen. Großaufträge in der Lackiertechnik erhielten wir unter anderem in China, Spanien, Italien, Deutschland, Brasilien, Mexiko und den USA.
/KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 680,4 | 679,1 | 557,0 |
| 2. Quartal | 613,1 | 725,2 | 643,4 |
| 3. Quartal | 504,0 | 550,0 | 866,0 |
| 4. Quartal | 589,6 | 642,5 | 618,4 |
Im ersten und zweiten Quartal 2013 verzeichneten wir Bestellungen von jeweils über 600 Mio. €, auch im vierten Quartal näherte sich der Auftragseingang dieser Marke. Der deutlich niedrigere Wert im dritten Quartal (504,0 Mio. €) resultierte nicht aus einer Nachfrageschwäche, sondern aus den zeitlichen Dispositionen unserer Kunden bei der Vergabe von Großaufträgen. Derartige Schwankungen zwischen Quartalen sind typisch für unser Geschäft, daher haben Quartalsvergleiche nur begrenzte Aussagekraft.
GERINGFÜGIGES UMSATZWACHSTUM
Mit 2.406,9 Mio. € überstieg der Konzernumsatz den Vorjahreswert nur geringfügig (+0,3 %), dies resultierte im Wesentlichen aus kundenseitigen Verzögerungen bei einigen Projekten. Zu Jahresbeginn hatten wir einen Zielkorridor von 2,4 bis 2,6 Mrd. € angegeben. Positive Impulse für den Umsatz gingen von unserem hohen Orderbestand und dem guten Auftragseingang aus. Nach einem verhaltenen Auftakt beschleunigte sich die Umsatzrealisierung im Jahresverlauf sukzessive, im vierten Quartal stiegen die Erlöse auf 660,8 Mio. €. Starke Schlussquartale sind bei Dürr üblich, da am Jahresende verstärkt Projekte abgerechnet werden.
Eine Aufteilung von Umsatzzuwächsen nach Mengenwachstum und Preisentwicklung ist aufgrund des Systemcharakters unseres Anlagenbaugeschäfts kaum möglich. Im Anlagenbaugeschäft ergeben sich die Preise aus den aktuell kalkulierten Herstell- und Overhead-Kosten sowie einem Ergebnisanteil.
/KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN
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| Mio. € | 2013 | 2013 in % |
2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 381,2 | 15,8 | 325,0 | 281,5 |
| Sonstige europäische Länder | 654,2 | 27,2 | 555,4 | 476,5 |
| Nord-/Zentralamerika | 316,7 | 13,1 | 478,5 | 303,5 |
| Südamerika | 124,1 | 5,2 | 127,4 | 127,4 |
| Asien/Afrika/Australien | 930,7 | 38,7 | 913,5 | 733,1 |
| Gesamt | 2.406,9 | 100,0 | 2.399,8 | 1.922,0 |
/KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 542,5 | 562,4 | 358,6 |
| 2. Quartal | 589,2 | 600,9 | 424,9 |
| 3. Quartal | 614,4 | 594,2 | 523,8 |
| 4. Quartal | 660,8 | 642,3 | 614,7 |
Der Service-Umsatz stieg im Jahr 2013 um 5,7 % und damit überproportional zum Gesamtumsatz. Mit 535,6 Mio. € erhöhte sich sein Anteil am Konzernumsatz von 21 % auf 22 %. Längerfristig streben wir Service-Anteile von 25 bis 30 % an. Die Ausgangsposition dafür ist gut, da unsere installierte Basis durch die zahlreichen Neubauten der vergangenen Jahre weiter gewachsen ist. Zudem setzen wir ein umfassendes Optimierungsprojekt um, das die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum im Service-Geschäft legt.
Dank unserer weltweiten Präsenz verteilte sich der Umsatz im Jahr 2013 ausgewogen auf die einzelnen Marktregionen. Den größten Beitrag steuerte Asien (zusammen mit Afrika und Australien) bei: Dort stieg der Umsatz um 1,9 % auf 930,7 Mio. €, was einem Anteil von 38,7 % am Gesamtvolumen entspricht. Aus den Emerging Markets kam wiederum deutlich mehr als die Hälfte aller Erlöse (55,4 %, Vorjahr: 58,1 %), dazu trugen neben den BRIC-Staaten auch die Türkei und Mexiko bei. 15,8 % des Umsatzes entfielen auf Deutschland, 27,2 % auf die weiteren europäischen Länder und 18,3 % auf Nord- und Südamerika.
AUFTRAGSBESTAND BEI KNAPP 2,2 MRD. €
Mit 2.150,1 Mio. € verfügten wir zum Jahresende 2013 abermals über einen hohen Auftragsbestand. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag (2.316,8 Mio. €) ergab sich allerdings ein Rückgang von 7,2 %, der vorwiegend währungs- und stornierungsbedingt war. 43 % des Auftragsbestands entfielen auf Asien und hier besonders auf China.
Wir weisen darauf hin, dass der Großteil unseres Service-Geschäfts aufgrund seines kurzfristigen Charakters nicht im Auftragsbestand enthalten ist. Addiert man das kurzfristige Service-Geschäft zum Auftragsbestand, erscheint unser Umsatzziel von 2,4 bis 2,5 Mrd. € im Jahr 2014 gut erreichbar
Mit 10,7 Monaten ist die rechnerische Reichweite des Auftragsbestands nach wie vor komfortabel (31.12.2012: 11,6 Monate). Der Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems verfügt als Anlagenbauer mit 13,3 Monaten über die höchste Auftragsreichweite (31.12.2012: 15,4 Monate), gefolgt von Clean Technology Systems (10,3 Monate, 31.12.2012: 9,2 Monate) und Application Technology (9,5 Monate, 31.12.2012: 9,9 Monate). Etwas geringer ist die Reichweite wie üblich im Maschinenbaugeschäft von Measuring and Process Systems (6,7 Monate, 31.12.2012: 6,7 Monate).
/KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN
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| Mio. € | 2013 | 2013 in % |
2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 193,8 | 9,0 | 255,1 | 191,4 |
| Sonstige europäische Länder | 471,4 | 21,9 | 585,1 | 405,9 |
| Nord-/Zentralamerika | 365,8 | 17,0 | 193,2 | 293,2 |
| Südamerika | 194,3 | 9,1 | 104,7 | 134,2 |
| Asien/Afrika/Australien | 924,8 | 43,0 | 1.178,7 | 1.118,0 |
| Gesamt | 2.150,1 | 100,0 | 2.316,8 | 2.142,7 |
GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN
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| 2013 | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.406,9 | 2.399,8 | 1.922,0 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 487,3 | 437,8 | 331,4 |
| Overhead-Kosten1) | Mio. € | -280,7 | -262,9 | -225,5 |
| EBITDA | Mio. € | 230,4 | 205,4 | 127,1 |
| EBIT | Mio. € | 203,0 | 176,9 | 106,5 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -18,4 | -29,2 | -20,7 |
| EBT | Mio. € | 184,6 | 147,7 | 85,8 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -43,7 | -36,3 | -21,6 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 140,9 | 111,4 | 64,3 |
| Ergebnis je Aktie2) | € | 4,05 | 3,10 | 1,79 |
| Bruttomarge | % | 20,2 | 18,2 | 17,2 |
| EBITDA-Marge | % | 9,6 | 8,6 | 6,6 |
| EBIT-Marge | % | 8,4 | 7,4 | 5,5 |
| EBT-Marge | % | 7,7 | 6,2 | 4,5 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 5,9 | 4,6 | 3,3 |
| Zinsdeckungsgrad | 10,7 | 6,0 | 5,0 | |
| Steuerquote | % | 23,7 | 24,6 | 25,1 |
| Eigenkapitalrendite | % | 27,6 | 25,8 | 17,6 |
| Gesamtkapitalrendite | % | 8,2 | 8,0 | 5,5 |
| ROCE | % | 66,2 | 43,9 | 28,4 |
1) Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
2) Die Werte für 2012 und 2011 wurden infolge der Ausgabe von Gratisaktien am 27. Mai 2013 angepasst (Verdoppelung der Aktienstückzahl auf 34.601.040).
BRUTTOMARGE ÜBERTRIFFT SPITZENNIVEAU VON 2009
Die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen) fielen im Jahr 2013 um 1,0 % geringer aus als im Vorjahr. In Summe erreichten sie 2.224,9 Mio. € nach 2.247,4 Mio. €. Auch die Umsatzkosten (1.919,5 Mio. €) verringerten sich um 2,2 %, obwohl der Umsatz geringfügig anstieg. Sie enthalten sämtliche Anschaffungs- und Herstellkosten für unsere Produkte und Dienstleistungen. Die Bruttomarge, also die Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz, übertraf mit 20,2 % nicht nur den Vorjahreswert (18,2 %), sondern auch den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2009 (19,6 %). Dies resultierte aus der moderaten Kostenentwicklung, der Qualität unserer Auftragsabwicklung und dem überproportional gewachsenen Service-Geschäft. Absolut erhöhte sich das Bruttoergebnis um 49,5 Mio. € auf 487,3 Mio. €.
MATERIALKOSTEN RÜCKLÄUFIG
Die konsolidierten Materialkosten1) sanken um 8,0 % auf 1.032,6 Mio. €, obwohl sich der Umsatz geringfügig erhöhte. Ihr Anteil am Umsatz ging von 46,8 % auf 42,9 % zurück. Dieser Erfolg resultiert zu großen Teilen aus dem Ausbau unserer Eigenfertigung, durch den wir das Fremdvergabevolumen reduzieren konnten, aber auch aus Mengen- und Bündelungseffekten im Einkauf. Die Materialkosten werden komplett in den Umsatzkosten erfasst und entfielen hauptsächlich auf den Einkauf von Teilen und Fertigungsdienstleistungen.
OVERHEAD-KOSTEN DER GESCHÄFTSEXPANSION ANGEPASST
Die Vertriebskosten stiegen im Jahr 2013 um 3,6 % auf 128,2 Mio. €. Darin sind Marketing-Aufwendungen von 5,8 Mio. € enthalten (Vorjahr: 6,7 Mio. €), die zu rund einem Drittel auf Personalkosten entfielen. Mit 0,3 % vom Umsatz fallen die Marketingaufwendungen bei Dürr sehr niedrig aus. Unser Kundenkreis - besonders im Automobilbereich - ist sehr konzentriert, zudem verfügen wir über einen hohen Bekanntheitsgrad. Daher ist der Marketingbedarf überschaubar.
Im Rahmen der Strategie "Dürr 2017" haben wir im Jahr 2013 so stark in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert wie nie zuvor. Der F&E-Aufwand erhöhte sich um 15,6 % auf 43,0 Mio. €. Die Overhead-Kosten, in die neben dem F&E-Aufwand auch die Vertriebs- und Verwaltungskosten einfließen, stiegen aufgrund des Belegschaftswachstums und höherer Vergütungen von 262,9 Mio. € auf 280,7 Mio. €; ihr Anteil am Umsatz betrug 11,7 % (Vorjahr: 11,0 %).
1) Die konsolidierten Materialkosten umfassen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für den Einkauf bei Sublieferanten.
/OVERHEAD 2013
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| Mitarbeiter | Kosten (Mio. €) | Personalaufwendungen (Mio. €) | Abschreibungen (Mio. €) | Sonstige Kosten (Mio. €) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vertrieb | 887 | -128,2 | -92,9 | -1,6 | -33,7 |
| (2012) | 849 | -123,7 | -88,0 | -1,1 | -34,6 |
| Verwaltung | 836 | -109,5 | -68,9 | -4,2 | -36,4 |
| (2012) | 759 | -102,0 | -66,9 | -4,4 | -30,7 |
| F&E | 248 | -43,0 | -20,6 | -5,2 | -17,2 |
| (2012) | 199 | -37,2 | -16,4 | -7,2 | -13,6 |
Der Ausbau unserer internen Wertschöpfung trug dazu bei, dass die Belegschaft im Jahr 2013 um 6,4 % auf 8.142 Mitarbeiter wuchs. Ein weiterer Faktor war die Erstkonsolidierung der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH (LTB) mit 110 Beschäftigten. Im Jahresdurchschnitt stieg die Mitarbeiterzahl um 8,7 % auf 7.973 Personen.
Die Personalkosten, die sich auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung verteilen, erhöhten sich um 9,1 % auf 519,9 Mio. €. Maßgeblich dafür waren der Stellenaufbau sowie höhere Löhne, Gehälter und erfolgsabhängige Tantiemen; kostendämpfend wirkten Produktivitätseffekte und der gestiegene Mitarbeiteranteil in den Emerging Markets. Da die Personalkosten stärker stiegen als der Umsatz, erhöhte sich die Personalkostenquote von 19,9 % auf 21,6 %. Der Umsatz je Mitarbeiter bewegte sich mit 302 Tsd. € im Jahresdurchschnitt auf hohem Niveau; gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Rückgang von 7,7 % infolge der höheren internen Wertschöpfung.
/MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter (31.12.) | 8.142 | 7.652 | 6.823 |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 7.973 | 7.337 | 6.423 |
| Personalkosten (Mio. €) | -519,9 | -476,4 | -402,6 |
| Personalkostenquote (%) | 21,6 | 19,9 | 20,9 |
| Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) | -65.200 | -64.900 | -62.700 |
| Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) | 301.900 | 327.100 | 299.200 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen hatten mit einem Saldo von -3,7 Mio. € (Vorjahr: +2,0 Mio. €) wenig Einfluss auf die Ertragslage. Sie enthalten Wertberichtigungen von 4,5 Mio. €, die bei der Neustrukturierung des Geschäftsbereichs Cleaning and Surface Processing sowie bei einem zum Verkauf stehenden Gebäude vorgenommen wurden. Im Vorjahr hatte sich eine Rückstellungsauflösung in Höhe von 1,3 Mio. € ergebniserhöhend ausgewirkt. Weitere Informationen finden Sie unter Textziffer 13 im Konzernanhang zum Konzernabschluss.
EBIT WIEDERUM ANGESTIEGEN
Das hohe Bruttoergebnis hatte maßgeblichen Anteil daran, dass das EBIT - unsere wichtigste Ergebnisgröße bei der Unternehmenssteuerung - im Jahr 2013 um 14,8 % auf 203,0 Mio. € stieg (Vorjahr: 176,9 Mio. €). Die EBIT-Marge verbesserte sich nach 7,4% im Vorjahr auf 8,4 % und erreichte damit ein sehr erfreuliches Niveau. Ähnlich wie der Umsatz legte die EBIT-Marge im Jahresverlauf kontinuierlich zu und erreichte mit 10,4 % im vierten Quartal ihren Höchststand. Das EBITDA verbesserte sich in etwa parallel zum EBIT und stand am Jahresende 2013 bei 230,4 Mio. € (Vorjahr: 205,4 Mio. €). Der Impairment-Test ergab erneut keine Indikation für einen Abschreibungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten.
/EBIT NACH QUARTALEN
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| 1. Quartal | 36,1 | 29,6 | 9,8 |
| 2. Quartal | 46,6 | 42,7 | 24,1 |
| 3. Quartal | 51,5 | 46,5 | 29,6 |
| 4. Quartal | 68,9 | 58,0 | 43,0 |
FINANZERGEBNIS STARK VERBESSERT
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Mio. € auf -18,4 Mio. €. Diese deutliche Entlastung resultierte aus verbesserten Konditionen für unseren syndizierten Kredit sowie niedrigeren Zinsaufwendungen infolge verringerter Pensionsverpflichtungen. Zudem entfielen Sonderaufwendungen, die das Finanzergebnis im Jahr 2012 belastet hatten. Das Finanzergebnis enthält zahlungswirksame Zinsaufwendungen von 20,4 Mio. €, die in erster Linie für unsere Unternehmensanleihe anfielen.
5,9 % UMSATZRENDITE NACH STEUERN
Obwohl das Ergebnis vor Steuern von 147,7 Mio. € auf 184,6 Mio. € stieg, reduzierte sich die Steuerquote im Jahr 2013 nochmals leicht auf 23,7 % (Vorjahr: 24,6 %). Wir konnten aktive latente Steuern bilden, da das Ergebnis in den USA höher als erwartet ausfiel und wir dort noch über Verlustvorträge verfügten. Bei einem Steueraufwand von 43,7 Mio. € (Vorjahr: 36,3 Mio. €) verbesserte sich der Jahresüberschuss deutlich auf 140,9 Mio. € (Vorjahr: 111,4 Mio. €). Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite nach Steuern von 5,9 % (Vorjahr: 4,6 %). Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich das Ergebnis je Aktie auf 4,05 € (Vorjahr: 3,10 €; angepasst an die höhere Aktienstückzahl infolge der Ausgabe von Gratisaktien im Mai 2013).
Aufgrund der guten Ertragsentwicklung schlagen wir für 2013 eine Dividende von 1,45 € je Aktie vor. Dies entspricht einer Anhebung um 28,3 % gegenüber dem Vorjahr (1,13 €) und einer Ausschüttungssumme von 50,2 Mio. € (Vorjahr: 38,9 Mio. €). Die daraus resultierende Ausschüttungsquote von 36 % des Konzernergebnis nach Steuern (Vorjahr: 35 %) liegt in der oberen Hälfte der Bandbreite von 30 bis 40 %, die wir gemäß unserer langfristigen Dividendenpolitik anstreben. Der verbleibende Bilanzgewinn der Dürr AG in Höhe von 217,6 Mio. € (Vorjahr: 74,1 Mio. €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2013 DES KONZERNS
Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf im Jahr 2013 positiv. Der Dürr-Konzern hat bei Ergebnis und Cashflow neuerliche Höchstwerte erzielt. Alle Kennzahlen haben die für 2013 gesetzten Ziele erreicht oder übertroffen. Dies gilt insbesondere für die EBIT-Marge, deren Zielkorridor wir am 30. September 2013 angehoben hatten.
Der Auftragseingang lag mit 2.387,1 Mio. € in der prognostizierten Bandbreite (2,3 bis 2,5 Mrd. €). Besonders mit Blick auf das herausfordernde Marktumfeld in Europa und Indien sehen wir das erreichte Bestellvolumen als zufriedenstellend an.
Der Umsatz bewegte sich mit 2.406,9 Mio. € ebenfalls im erwarteten Bereich (2,4 bis 2,6 Mrd. €). Während die Personalkosten plangemäß um 9,1 % zunahmen, konnten wir die Materialkosten infolge des Ausbaus unserer internen Produktionskapazitäten um 8,0 % senken. Die F&E-Ausgaben wurden etwas stärker als geplant angehoben. Das zeigt, dass wir unseren Innovationskurs im Rahmen der Strategie "Dürr 2017" weiter forcieren. Der EBIT-Anstieg auf 203,0 Mio. € basiert vor allem auf der Qualität unserer Auftragsabwicklung, die sich positiv auf die Projektmargen auswirkte. Die EBIT-Marge erreichte mit 8,4 % einen guten Wert. Ursprünglich hatten wir 7,0 bis 7,5 % angestrebt, diese Prognose haben wir am Ende des dritten Quartals auf 7,5 bis 8,0 % angehoben.
Auch das Finanzergebnis entwickelte sich zufriedenstellend und konnte wie geplant deutlich verbessert werden. Hauptgründe waren der Wegfall von Einmalbelastungen und verbesserte Konditionen für unseren syndizierten Kredit. Mit 23,7 % fiel die Steuerquote niedriger aus als erwartet; angesichts verbesserter Ergebnisse und eines positiven Ausblicks konnten wir weitere aktive latente Steuern auf vorhandene steuerliche Verlustvorträge bilden. Vor diesem Hintergrund stieg das Ergebnis nach Steuern um 26,5 % - und damit stärker als erwartet - auf 140,9 Mio. €.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 179,8 % auf 329,1 Mio. € und übertraf unsere ursprünglichen Erwartungen deutlich. Maßgeblich dafür war der starke Anstieg der Erlöse und Erträge im Verbund mit einem stark reduzierten Net Working Capital. Auch der Free Cashflow erreichte mit 261,9 Mio. € trotz höherer Investitionen ein gutes Niveau. Der Nettofinanzstatus verbesserte sich das siebte Jahr in Folge. Zum 31. Dezember 2013 belief er sich auf 280,5 Mio. €, obwohl wir mehr Mittel für Akquisitionen und die Dividendenzahlung ausgegeben haben als in den Vorjahren. Da wir im vierten Quartal außerordentlich hohe Anzahlungen und Fortschrittszahlungen von Kunden erhielten, erhöhten sich die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag auf 458,5 Mio. €. Die Investitionen (ohne Beteiligungen) haben wir stärker angehoben als ursprünglich geplant. Sie erreichten mit 51,2 Mio. € einen Spitzenwert, da wir unser Standortnetzwerk und den Eigenfertigungsanteil mit Blick auf das gestiegene Geschäftsvolumen ausgebaut haben.
/ZIELERREICHUNG KONZERN 2013
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| Ist 2012 | Ziel 2013 (Prognose Februar 2013) | Ist 2013 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.399,8 Mio. € | 2.400 bis 2.600 Mio. € | 2.406,9 Mio. € |
| Auftragseingang | 2.596,8 Mio. € | 2.300 bis 2.500 Mio. € | 2.387,1 Mio. € |
| Auftragsbestand (31.12.) | 2.316,8 Mio. € | >2.000 Mio. € | 2.150,1 Mio. € |
| Personalkosten | 476,4 Mio. € | rund 525 Mio. € | 519,9 Mio. € |
| Materialkosten | 1.123,0 Mio. € | unterproportional zur Umsatzentwicklung | 1.032,6 Mio. € |
| F&E-Kosten | 37,2 Mio. € | 39 bis 41 Mio. € | 43,0 Mio. € |
| EBIT-Marge | 7,4 % | 7,0 bis 7,5 % Ab 30.09.2013: 7,5 bis 8,0% | 8,4 % |
| Finanzergebnis | -29,2 Mio. € | deutliche Verbesserung | -18,4 Mio. € |
| Steuerquote | 24,6 % | rund 25 % | 23,7 % |
| Ergebnis nach Steuern | 111,4 Mio. € | leichter Anstieg | 140,9 Mio. € |
| Operativer Cashflow | 117,6 Mio. € | >120 Mio. € | 329,1 Mio. € |
| Free Cashflow | 65,9 Mio. € | >70 Mio. € | 261,9 Mio. € |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | + 96,7 Mio. € | >+100 Mio. € | + 280,5 Mio. € |
| Liquidität (31.12.) | 349,3 Mio. € | >250 Mio. € | 458,5 Mio. € |
| Investitionen* | 32,5 Mio. € | 35 bis 40 Mio. € | 51,2 Mio. € |
* in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)
GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG IM ZIEL-IST-VERGLEICH
Die maßgeblichen Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind:
| ― | Auftragseingang |
| ― | Umsatz |
| ― | EBIT und EBIT-Marge |
| ― | ROCE (EBIT zu Capital Employed). |
Zudem orientieren wir uns besonders auf Konzernebene am Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und am Free Cashflow.
Wie die Tabelle zeigt, haben wir unsere Zielgrößen bei Auftragseingang und Umsatz erreicht. Die EBIT-Marge überschritt die zu Jahresbeginn formulierte Zielmarge und ging auch über die im September 2013 angehobene Bandbreite hinaus. Mit 66,2 % lag der ROCE deutlich über den Kapitalkosten und dem bisherigen Spitzenwert aus dem Vorjahr (43,9 %).
UNTERNEHMENSBEREICHE
Zwei der vier Unternehmensbereiche haben ihre Ertragsziele im Jahr 2013 deutlich übertroffen: Paint and Assembly Systems mit einer EBIT-Marge von 8,4 % (Vorjahr: 6,7 %) sowie Clean Technology Systems, wo die EBIT-Marge trotz Anlaufkosten im Geschäftsfeld Energieeffizienz auf 5,7 % stieg (Vorjahr: 4,2 %). Application Technology konnte ebenfalls zulegen und erreichte mit einer EBIT-Marge von 11,0 % exakt das obere Ende des Zielkorridors (Vorjahr: 10,1 %). Measuring and Process Systems lag mit 7,9 % (Vorjahr: 8,9 %) nur knapp unter der angestrebten Bandbreite, obwohl der Geschäftsbereich Cleaning and Surface Processing (bis Ende 2013: Cleaning and Filtration Systems) infolge seiner Neuausrichtung ein negatives EBIT auswies.
Der Umsatz erreichte in zwei von vier Unternehmensbereichen die Zielbandbreite. Paint and Assembly Systems und Clean Technology Systems blieben infolge von Verzögerungen in der Projektabwicklung etwas hinter der Planung zurück. Beim Auftragseingang übertraf Application Technology die Zielsetzung, während die drei anderen Unternehmensbereiche im Rahmen der Erwartungen abschnitten. Die Ziele der Unternehmensbereiche für 2014 finden Sie im Prognosebericht.
/ZIELERREICHUNG UNTERNEHMENSBEREICHE 2013
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| Umsatz (Mio. €) | Auftragseingang (Mio. €) | EBIT-Marge (%) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ziel 2013 | Ist 2013 | Ziel 2013 | Ist 2013 | Ziel 2013 | Ist 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Paint and Assembly Systems | 1.200 bis 1.350 | 1.176,9 | 1.100 bis 1.300 | 1.124,7 | 6 bis 7 | 8,4 |
| Application Technology | 500 bis 580 | 540,0 | 450 bis 550 | 567,6 | 10 bis 11 | 11,0 |
| Measuring and Process Systems | 550 bis 600 | 583,6 | 500 bis 600 | 561,1 | 8 bis 9 | 7,9 |
| Clean Technology Systems | 130 bis 150 | 106,3 | 120 bis 140 | 133,7 | 3,5 bis 5 | 5,7 |
WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine singulären Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Wie im Vorjahr wurde unser Geschäftsverlauf von zwei übergeordneten Faktoren geprägt: der starken Automobilnachfrage und den entsprechend hohen Investitionen der Automobilindustrie.
GESCHÄFTSVERLAUF DER DÜRR AG
Das nach dem HGB ermittelte Ergebnis der Dürr AG wird im Wesentlichen durch den Geschäftsverlauf und die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen geprägt. Die operative Führungsgesellschaft der Unternehmensbereiche Paint and Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems, die Dürr Systems GmbH, ist mit der Dürr AG über einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden. Im Berichtsjahr führte die Dürr Systems GmbH einen Gewinn in Höhe von 195,9 Mio. € ab (Vorjahr: 53,5 Mio. €).
Die operativen Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Balancing and Assembly Products (Schenck RoTec GmbH) und Cleaning and Surface Processing (Dürr Ecoclean GmbH) sind mit Ergebnisabführungsverträgen mit der Carl Schenck AG verbunden. Nahezu das gesamte Jahresergebnis der Carl Schenck AG wurde im Berichtsjahr durch eine Dividende in Höhe von 32,6 Mio. € durch die Dürr AG phasengleich vereinnahmt. Im Vorjahr wurden auf der Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Dürr AG und der Carl Schenck AG 37,8 Mio. € an die Dürr AG abgeführt. Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen Dürr AG und Carl Schenck AG wurde zum Jahresende 2012 aufgehoben und mit Zustimmung der Hauptversammlung 2013 durch einen Beherrschungsvertrag ersetzt.
Die Dürr IT Service GmbH ist seit dem 1. Januar 2011 durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Dürr AG verbunden. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die Dürr IT Service GmbH mit 0,1 Mio. € einen geringfügigen Gewinn, der an die Dürr AG abgeführt wurde (Vorjahr: Verlust von 0,1 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Mio. € auf 29,6 Mio. €, da insbesondere die Erträge aus konzerninternen Umlagen um 5,7 Mio. € anstiegen.
Die Verringerung der Personalaufwendungen um 0,8 Mio. € auf 12,5 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €) ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr aufgrund von Nachholeffekten höhere Zuführungen zu den langfristigen Tantiemerückstellungen für die Vorstandsvergütung gebucht wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,9 Mio. € auf 21,7 Mio. € (Vorjahr: 19,8 Mio. €). Dies ist auf gestiegene externe Beratungsleistungen zurückzuführen. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zudem einmalige Transaktionskosten von 0,5 Mio. € in Zusammenhang mit dem syndizierten Kredit beziehungsweise der EIB-Darlehenszusage.
Das Finanzergebnis hat sich von -13,1 Mio. € auf -24,3 Mio. € abgeschwächt. Neben geringeren Zinserträgen resultiert dies vor allem auf Abschreibungen in Höhe von 10,0 Mio. € auf Finanzanlagen (Vorjahr 0,0 Mio. €). Die Abschreibungen betreffen langfristige Ausleihungen und Cash-Pooling-Forderungen gegenüber der französischen Dürr Ecoclean S.A.S. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die begebene Anleihe.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern betreffen inländische Ertragsteuern im Rahmen der steuerlichen Organschaft (8,2 Mio. €, Vorjahr: 8,0 Mio. €) sowie Erträge in Höhe von 2,7 Mio. € aus der Auflösung von Rückstellungen für ausländische Quellensteuern (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 3,7 Mio. € aus Quellensteuern).
Gegenüber dem Jahr 2012 hat sich das Jahresergebnis der Dürr AG von 56,8 Mio. € auf 193,7 Mio. € erhöht. Saldiert mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 74,1 Mio. € aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 267,8 Mio. €.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 50,2 Mio. € für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten und 217,6 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf jede Stückaktie eine Bardividende von 1,45 €.
VERMÖGENSSTRUKTUR DER DÜRR AG
Die Erhöhung der Finanzanlagen um 28,2 Mio. € auf 512,6 Mio. € ist auf die Gewährung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie den Erwerb von Wertpapieren zurückzuführen. Um das Zinsergebnis zu optimieren, wurde ein Teil der mittelfristigen Liquidität in Unternehmensanleihen angelegt.
Die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und phasengleicher Gewinnvereinnahmung von 91,4 Mio. € im Vorjahr auf 228,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2013. In den sonstigen Vermögensgegenständen stiegen zudem die Termingelder mit Laufzeiten größer drei Monate um 37,5 Mio. € auf 51,3 Mio. €.
Der Anstieg der flüssigen Mittel und Termingelder um zusammen 87,5 Mio. € korrespondiert mit der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ihre aus der guten Geschäftslage resultierende hohe Liquidität haben die verbundenen Unternehmen des Dürr-Konzerns bei der Dürr AG angelegt.
Der Jahresüberschuss abzüglich der gezahlten Dividende für das Geschäftsjahr 2012 führte zum 31. Dezember 2013 zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 512,5 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich daher von 43,0 % am Vorjahresstichtag auf 47,8 % zum 31. Dezember 2013.
FINANZSTRUKTUR DER DÜRR AG
Im September und Dezember 2010 platzierte die Dürr AG in zwei Tranchen eine Unternehmensanleihe mit einem Gesamtvolumen von 225 Mio. €. Sie dient der langfristigen Finanzierung des Konzerns; für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung des Konzerns" (Unterpunkt Finanzierung).
FINANZWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DES KONZERNS
FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT
Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Hauptziele: Ertrags- und Kostenoptimierung, Transparenz sowie die Begrenzung aller finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, um unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist der operative Cashflow. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Dürr AG. Sie organisiert ein Cash-Pooling-System, bei dem - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns konzentriert werden. Dürr-Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Südkorea) finanzieren sich lokal.
Das Konzern-Treasury steuert die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Wir arbeiten nur mit Banken guter Bonität zusammen und nutzen ein Limitsystem, um die Risiken mit einzelnen Kontrahenten zu reduzieren. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 31,3 % auf 458,5 Mio. € erhöht; ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 23,0 % (31.12.2012: 349,3 Mio. € / 19,3 %). Berücksichtigt man auch Termingelder und Finanzanlagen, beliefen sich die flüssigen Mittel Ende 2013 auf 547,6 Mio. € (31.12.2012: 378,4 Mio. €).
Im Rahmen des Finanz- und Liquiditätsmanagements optimieren wir unsere Innenfinanzierungskraft durch ein aktives Net Working Capital Management. Dies reduziert die Mittelbindung und wirkt sich positiv auf Kennzahlen wie Bilanzstruktur und Kapitalrentabilität aus. Das Net Working Capital Management ist Aufgabe der Unternehmens- und Geschäftsbereiche und berücksichtigt die Anforderungen des operativen Geschäfts. Die Dürr AG als Konzern-Holding formuliert Vorgaben und überwacht die Zielerreichung.
Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im Risikobericht.
FINANZIERUNG
Unsere Fremdkapitalfinanzierung setzt sich im Wesentlichen aus drei Bausteinen zusammen:
| ― | Unsere Unternehmensanleihe aus dem Jahr 2010 hat ein Volumen von 225 Mio. €, eine Laufzeit bis 28. September 2015 und eine Effektivverzinsung von 6,83 %. Wir erwägen, diese Anleihe unter Einhaltung der in den Anleihebedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen frühestens zum 28. September 2014 und zu 100 % zu kündigen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Nachtragsbericht und im Prognosebericht. |
| ― | Der im Jahr 2011 vereinbarte syndizierte Kredit gliedert sich in eine Barkreditlinie über 50 Mio. € und eine Avallinie über 180 Mio. €. Ende 2013 haben wir seine Laufzeit ohne zusätzliche Kosten um ein Jahr bis Juni 2015 verlängert. Für 2014 streben wir den Abschluss eines neuen syndizierten Kredits an, auch hierzu finden Sie weitere Informationen im Nachtragsbericht und im Prognosebericht. |
| ― | Beim Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen haben wir Ende 2011 die zugehörige Finanzierung in Höhe von 45,8 Mio. € (langfristig) und 1,3 Mio. € (kurzfristig) übernommen. Der Buchwert der Darlehen belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 41,9 Mio. € (31.12.2012: 43,9 Mio. €). Die langfristigen Fest- und Annuitätendarlehen laufen bis 30. September 2024, können jedoch gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig getilgt werden. |
Darüber hinaus verfügen wir über bilaterale Kreditfazilitäten in geringerem Umfang sowie über Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Neben Geld- und Kapitalmarktinstrumenten nutzen wir auch außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Forderungsverkaufsprogramme wurden zum Jahresende 2013, anders als in den Vorjahren, nicht eingesetzt.
Die Barkreditlinie des syndizierten Kredits wurde 2013 nicht in Anspruch genommen. Avale nutzen wir üblicherweise, um erhaltene Anzahlungen von Kunden abzusichern. Von der Avallinie aus dem syndizierten Kredit (180 Mio. €) waren am Bilanzstichtag 145,1 Mio. € genutzt (31.12.2012: 64,4 Mio. €). Insgesamt standen uns zum Jahresende 2013 Barkreditlinien von 99,0 Mio. € und Avallinien von 620,5 Mio. € zur Verfügung (31.12.2012: 148,9 Mio. € und 632,2 Mio. €).
Bis zum 25. November 2013 konnten wir auf ein zweckgebundenes F&E-Darlehen über 40 Mio. € zugreifen, das uns die Europäische Investitionsbank (EIB) im Jahr 2011 zugesagt hat. Da wir das Darlehen nicht mehr benötigen, haben wir die Zusage gekündigt. Auch zuvor haben wir das Darlehen nicht in Anspruch genommen.
/FINANZVERBINDLICHKEITEN (31.12.)
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Anleihe | 225,2 | 225,4 | 225,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 41,9 | 56,5 | 57,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 4,0 | 4,2 | 3,5 |
| Gesamt | 271,1 | 286,1 | 286,2 |
| davon innerhalb eines Jahres fällig | 2,5 | 14,8 | 13,3 |
Die Financial Covenants des syndizierten Kredits haben wir im Jahr 2013 sowohl zum Bilanzstichtag als auch zu allen Quartalsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des Kredits ergibt sich aus dem laufzeitkongruenten Refinanzierungssatz (EURIBOR) zuzüglich einer variablen Marge, für die das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Ergebnis (Adjusted Total Net Debt to EBITDAR) maßgeblich ist. Die Kreditkonditionen blieben im Jahr 2013 unverändert, nachdem wir bereits im Vorjahr eine Anpassung zu unseren Gunsten mit den Konsortialbanken vereinbart hatten. Weitere Informationen zur Fremdkapitalfinanzierung enthält der Konzernanhang zum Konzernabschluss unter Textziffer 29.
CASHFLOW STARK VERBESSERT
/CASHFLOW
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 184,6 | 147,7 | 85,8 |
| Abschreibungen | 27,4 | 28,5 | 20,6 |
| Zinsergebnis | 19,0 | 29,6 | 21,3 |
| Ertragsteuerzahlungen | -35,9 | -21,3 | -14,3 |
| Veränderung Rückstellungen | 12,8 | -17,2 | 0,6 |
| Veränderung Net Working Capital | 122,6 | -69,1 | -2,3 |
| Sonstiges | -1,4 | 19,4 | 16,2 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 329,1 | 117,6 | 127,9 |
| Zinszahlungen (netto) | -16,2 | -20,3 | -16,5 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -51,0 | -31,4 | -19,6 |
| Free Cashflow | 261,9 | 65,9 | 91,8 |
| Sonstige Zahlungsströme | -78,1 | -21,0 | -63,6 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | +183,8 | +44,9 | +28,2 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte im Jahr 2013 mit 329,1 Mio. € ein außergewöhnlich hohes Niveau (Vorjahr: 117,6 Mio. €). Nach -29,7 Mio. € im ersten Quartal verbesserte er sich im Jahresverlauf sukzessive. Basis dafür war der starke Ergebnis- und Erlösanstieg; zudem erhielten wir im vierten Quartal außerordentlich hohe Anzahlungen und Fortschrittszahlungen von Kunden. Dies bewirkte, dass sich das Net Working Capital um 122,6 Mio. € verringerte, nachdem es im Vorjahr um 69,1 Mio. € angestiegen war. Die anderen Positionen des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit weisen per Saldo keine größeren Veränderungen auf, wie die Tabelle zeigt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf -111,4 Mio. € (2012: -23,4 Mio. €). Ein wichtiger Einflussfaktor waren die deutlich erhöhten Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen. Zudem haben wir in Termingelder und sonstige Finanzanlagewerte (zum Beispiel Anleihen) investiert, während im Vorjahr Termingelder aufgelöst worden waren.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte -100,9 Mio. € (Vorjahr: -43,6 Mio. €). Neben den Mittelabflüssen für Dividende und Zinsen enthält er die Zahlung für die restlichen Anteile an der Agramkow Fluid Systems A/S. Auch der Abbau der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt.
Infolge des hohen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit stieg der Free Cashflow im Jahr 2013 auf 261,9 Mio. € (Vorjahr: 65,9 Mio. €). Die Kennzahl drückt aus, welche Mittel für Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe, Akquisitionen und die Verbesserung des Nettofinanzstatus verfügbar sind. Neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält der Free Cashflow auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten). Die sonstigen Zahlungsströme (-78,1 Mio. €) in der Tabelle beinhalten unter anderem die Abflüsse für Beteiligungserwerbe, Finanzierungsleasing und die Dividendenausschüttung. Aufgrund des hohen Free Cashflows verbesserte sich der Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2013 um 183,8 Mio. € auf 280,5 Mio. €.
Bei der Beurteilung des außergewöhnlich hohen Cashflows im Jahr 2013 sollte folgender Sachverhalt berücksichtigt werden: Durch die umfangreichen Zahlungseingänge von Kunden im vierten Quartal haben sich die passivisch ausgewiesen Anzahlungen zum Jahresende 2013 auf 596,8 Mio. € erhöht. Allerdings enthält die Aktivseite unserer Bilanz künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die direkt mit den passivisch ausgewiesenen Anzahlungen korrespondieren. Daher sollten die passivisch ausgewiesenen Anzahlungen nicht separat betrachtet werden. Aussagekräftiger ist der Saldo aus künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen und erhaltenen Anzahlungen. Er zeigt, mit welchem Betrag unsere Kunden in Vorleistungen gegangen sind. Zum 31. Dezember 2013 erhöhte sich der negative Saldo (inklusive Kleinserienfertigung) gegenüber dem Vorjahresstichtag um 97,3 Mio. € auf -206,5 Mio. €. Diese zusätzlichen knapp 100 Mio. € gehen über die typische Größenordnung hinaus und sollten der besseren Vergleichbarkeit halber vom ausgewiesenen Free Cashflow abgezogen werden, da sie in den kommenden Monaten im Zuge der Auftragsabwicklung wieder abfließen werden.
OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE
/STEUERUNGSGRÖSSEN
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| 2013 | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 2.387,1 | 2.596,8 | 2.684,9 |
| Umsatz | Mio. € | 2.406,9 | 2.399,8 | 1.922,0 |
| EBIT | Mio. € | 203,0 | 176,9 | 106,5 |
| ROCE | % | 66,2 | 43,9 | 28,4 |
Bei der Steuerung unseres Unternehmens stehen vier Kennzahlen im Vordergrund: Auftragseingang, Umsatz, EBIT/EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed). Besonders auf Konzernebene legen wir darüber hinaus großen Wert auf den operativen Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit) und den Free Cashflow. Auf Ebene der Unternehmens- und Geschäftsbereiche stehen die Margen der einzelnen Aufträge und das EBIT im Mittelpunkt. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterzufriedenheit oder ökologische Kennzahlen werden im Konzern ebenfalls regelmäßig ermittelt, aber nicht zur monatlichen Geschäftssteuerung herangezogen.
Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus resultierenden Umsatzes ist besonders wichtig, um die Auslastung unserer Kapazitäten vorausschauend zu steuern. Im Jahr 2013 lagen beide Kennzahlen innerhalb der geplanten Bandbreite. Anhand von EBIT und EBIT-Marge beurteilen wir die Ergebnisqualität des operativen Geschäfts, beide Größen lagen im Berichtsjahr über unseren ursprünglichen Erwartungen. Der ROCE gibt Auskunft darüber, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erzielen. Auf dieser Basis lässt sich die Mittelallokation effektiv steuern. Im Jahr 2013 lag der ROCE des Dürr-Konzerns mit 66,2 % deutlich über dem Vorjahreswert und erreichte auch im Branchenvergleich ein außerordentlich hohes Niveau. Maßgeblich dafür war zum einen das hohe EBIT, zum anderen bewirkten die umfangreichen Anzahlungen und Fortschrittszahlungen von Kunden am Jahresende, dass das Capital Employed trotz hoher Investitionen auf 306,4 Mio. € sank (31.12.2012: 402,6 Mio. €).
Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt:

Das Capital Employed ist das im operativen Geschäft gebundene Kapital. Es berücksichtigt alle Aktiva ohne die liquiden Mittel, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten auf der Passivseite.
Infolge des starken EBIT-Anstiegs war der Economic Value Added (EVA) mit 121,6 Mio. € klar positiv. Der EVA zeigt den Wert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert oder vernichtet, und wird wie folgt berechnet:
EVA = NOPAT - (WACC x Capital Employed)
| ― | NOPAT = Net Operating Profit After Taxes/EBIT nach fiktiven Steuern |
| ― | WACC = Weighted Average Cost of Capital/Gewichteter Kapitalkostensatz |
WACC2) : Anteil Eigenkapital (82,5 %) x Eigenkapitalkosten (7,44 %) + Anteil Fremdkapital (17,5 %) x Fremdkapitalkosten (4,53 %) x (1 - Steuersatz (29,5 %)) = 6,69 %
Eigenkapitalkosten: Risikoloser Zins (2,75 %) + Risikoprämie (6,00 %) x Betafaktor (0,781) = 7,44 %
/WERTBEITRAG
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| 2013 | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Capital Employed (31.12.) | Mio. € | 306,4 | 402,6 | 374,8 |
| ROCE | % | 66,2 | 43,9 | 28,4 |
| NOPAT | Mio. € | 142,1 | 123,8 | 74,6 |
| Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) | % | 6,69 | 6,58 | 7,64 |
| EVA | Mio. € | 121,6 | 97,3 | 45,9 |
2) Der WACC wird gemäß IAS 36 auf Basis der Parameter unserer Peer Group berechnet, also ohne Berücksichtigung der Kapitalstruktur des Dürr-Konzerns. Dagegen wird in der Literatur zur Ermittlung des WACC für Unternehmensbewertungen üblicherweise das gewogene arithmetische Mittel aus Eigen- und Fremdkapital der Gesellschaft herangezogen.
In den Unternehmensbereichen Application Technology und Clean Technology Systems erhöhte sich der ROCE infolge des Ergebnisanstiegs auf 43,2 % beziehungsweise 17,1 %. Bei Measuring and Process Systems verringerte er sich angesichts des Ergebnisrückgangs auf 16,2 %, überstieg die Kapitalkosten jedoch deutlich. Für Paint and Assembly Systems lässt sich der ROCE nicht sinnvoll ermitteln, da das Capital Employed negativ war. Die unterschiedlichen ROCE-Niveaus der Unternehmensbereiche resultieren daraus, dass die Kapitalbindung im Anlagenbau üblicherweise geringer ist als im Maschinenbau.
/ROCE DER UNTERNEHMENSBEREICHE
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| % | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Paint and Assembly Systems* | >100 | >100 | >100 |
| Application Technology | 43,2 | 41,1 | 25,9 |
| Measuring and Process Systems | 16,2 | 18,0 | 9,2 |
| Clean Technology Systems | 17,1 | 15,6 | >100 |
* negatives Capital Employed
BILANZKENNZAHLEN STARK VERBESSERT
/BILANZKENNZAHLEN
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| 2013 | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | 280,5 | 96,7 | 51,8 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA | - | - | - | |
| Gearing (31.12.) | % | -121,5 | -28,8 | -16,6 |
| Net Working Capital (NWC) (31.12.) | Mio. € | -33,1 | 98,6 | 32,6 |
| Days Working Capital | Tage | -4,9 | 14,8 | 6,1 |
| Umschlagdauer Vorräte | Tage | 22,1 | 21,7 | 23,3 |
| Umschlagdauer Forderungen / Days Sales Outstanding | Tage | 101,1 | 104,3 | 117,2 |
| Anlagendeckungsgrad (31.12.) | % | 86,5 | 78,3 | 68,9 |
| Vermögensdeckungsgrad (31.12.) | % | 153,3 | 151,2 | 144,8 |
| Anlagenintensität (31.12.) | % | 29,7 | 30,5 | 31,8 |
| Umlaufintensität (31.12.) | % | 70,3 | 69,5 | 68,2 |
| Anlagenabnutzungsgrad (31.12.) | % | 43,9 | 48,4 | 48,8 |
| Anlagenabschreibungsquote | % | 4,3 | 4,2 | 3,3 |
| Liquidität ersten Grades (31.12.) | % | 42,4 | 35,9 | 33,4 |
| Liquidität zweiten Grades (31.12.) | % | 104,5 | 107,3 | 103,3 |
| Eigenkapitalquote (31.12.) | % | 25,7 | 23,9 | 21,9 |
| Bilanzsumme (31.12.) | Mio. € | 1.991,8 | 1.807,7 | 1.661,0 |
Zum 31. Dezember 2013 wuchs die Bilanzsumme um 10,2 % auf 1.991,8 Mio. €. Die Aktivseite war geprägt von einer signifikanten Zunahme der liquiden Mittel, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und übrigen Finanzanlagen (zum Beispiel Anleihen und Termingelder). Die Basis hierfür bildete der hohe Free Cashflow. Die Ausweitung der Investitionen zog einen Anstieg des Sachanlagevermögens um 14,1 % auf 173,8 Mio. € nach sich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte reduzierten sich leicht um insgesamt 15,8 Mio. €.
Auf der Passivseite bewirkten die hohen Anzahlungen von Kunden (596,8 Mio. €), dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende um 115,9 Mio. € stiegen. Vor diesem Hintergrund verringerte sich das Net Working Capital (NWC) gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 131,7 Mio. € auf -33,1 (bereinigt um Währungseffekte und Erstkonsolidierungen). Die rechnerische Umschlagdauer des Nettoumlaufvermögens (Days Working Capital) betrug zum Bilanzstichtag -4,9 Tage. Bereinigt um die außerordentlich hohen Anzahlungen am Jahresende (rund 100 Mio. €) betrugen die Days Working Capital rund 10 Tage und lagen damit unterhalb unseres Zielkorridors von 20 bis 25 Tagen.
/LANG - UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.)
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| Mio. € | 2013 | in % der Bilanzsumme | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 322,0 | 16,2 | 326,3 | 326,7 |
| Sachanlagen | 173,8 | 8,7 | 152,3 | 144,9 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 95,1 | 4,8 | 73,3 | 57,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 590,9 | 29,7 | 551,9 | 529,0 |
| Vorräte | 148,0 | 7,4 | 144,5 | 124,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 675,7 | 33,9 | 694,6 | 625,6 |
| Liquide Mittel | 458,5 | 23,0 | 349,3 | 298,6 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 118,7 | 6,0 | 67,4 | 83,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.400,9 | 70,3 | 1.255,8 | 1.132,0 |
Mit 287,0 Mio. € blieben die Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) zum Bilanzstichtag nahezu konstant (31.12.2012: 288,2 Mio. €), ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 14,4 %. Weitere Informationen zu den immateriellen Vermögenswerten enthält Textziffer 18 im Konzernanhang zum Konzernabschluss. Maschinen, Gebäude und andere Gegenstände des Sachanlagevermögens haben bei Dürr eine vergleichsweise untergeordnete Bedeutung.
/EIGENKAPITAL (31.12.)
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| Mio. € | 2013 | in % der Bilanzsumme | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 88,6 | 4,4% | 44,3 | 44,3 |
| Sonstiges Eigenkapital | 415,9 | 20,9% | 379,5 | 314,6 |
| Eigenkapital Aktionäre | 504,5 | 25,3% | 423,8 | 358,9 |
| Nicht beherrschende Anteile | 6,9 | 0,3% | 8,3 | 5,4 |
| Summe Eigenkapital | 511,4 | 25,7% | 432,1 | 364,3 |
Der hohe Jahresüberschuss bewirkte einen deutlichen Anstieg des Eigenkapitals. Gegenüber dem 31. Dezember 2012 erhöhte es sich um 18,4 % auf 511,4 Mio. €. Gegenläufige Effekte hatten die Dividendenzahlung für 2012 (38,9 Mio. €) sowie Verluste in Höhe von 14,1 Mio. €, die bei der Umrechnung von Wechselkursen entstanden. Da das Eigenkapital stärker zunahm als die Bilanzsumme, erhöhte sich die Eigenkapitalquote zum Jahresende 2013 spürbar auf 25,7 % (31.12.2012: 23,9 %).
Am 27. Mai 2013 hat die Dürr AG Gratisaktien im Verhältnis 1:1 ausgegeben. Dadurch verdoppelte sich die Gesamtzahl an Aktien von 17.300.520 Stück auf 34.601.040 Stück. Voraussetzung für die Ausgabe der Gratisaktien war die Verdoppelung des Grundkapitals von 44.289 Tsd. € auf 88.579 Tsd. € im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Dabei wurden offene Rücklagen in gezeichnetes Kapital umgewandelt; die Höhe des Eigenkapitals und der Beteiligungsanteil der Aktionäre haben sich dadurch nicht verändert. Die neuen Aktien sind rückwirkend seit dem 1. Januar 2013 gewinnberechtigt. Über die Ausgabe von Gratisaktien informiert auch Textziffer 25 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss.
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gab es keine gravierenden Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag. Die größte Position in diesem Bereich ist unsere Unternehmensanleihe mit 225,2 Mio. €. Bezogen auf die gesamte Passivseite bilden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 856,8 Mio. € die umfangreichste Position. Davon entfallen 596,8 Mio. € auf von Kunden erhaltene Anzahlungen (31.12.2012: 486,3 Mio. €). Der Rückgang der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 66,6 Mio. € auf 36,0 Mio. € hatte zwei Hauptursachen: den Verzicht auf Factoring-Transaktionen und den Erwerb der restlichen Agramkow-Anteile, durch den die Verpflichtung aus der entsprechenden Verkaufsoption entfiel. Die Rückstellungen stiegen von 113,5 Mio. € auf 122,8 Mio. €; der wichtigste Faktor hierfür war die Erhöhung der Auftragsrückstellungen um 13,1 Mio. €. Über die Zusammensetzung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie der erhaltenen Anzahlungen informiert Textziffer 21 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss.
/KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.)
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| Mio. € | 2013 | in % der Bilanzsumme | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) | 271,1 | 13,6 | 286,1 | 286,2 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 122,8 | 6,2 | 113,5 | 110,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 856,8 | 43,0 | 740,9 | 717,7 |
| davon erhaltene Anzahlungen | 596,8 | 30,0 | 486,3 | 446,8 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 30,7 | 1,5 | 19,0 | 8,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, | ||||
| Rechnungsabgrenzungsposten) | 199,0 | 10,0 | 216,1 | 173,6 |
| Gesamt | 1.480,4 | 74,3 | 1.375,6 | 1.296,7 |
/VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.)

* ohne liquide Mittel
STILLE RESERVEN/ZEITWERTE
Die Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bilanzieren wir in der Regel zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, dabei werden Niederstwerttests berücksichtigt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode (POC) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte sowie Verpflichtungen aus Verkaufsoptionen und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten ermitteln wir zu Zeitwerten. Erläuterungen zur Buchwertermittlung bei Finanzinstrumenten enthält Textziffer 34 im Konzernanhang zum Konzernabschluss.
Auf der Aktivseite werden die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, die hauptsächlich Rechte, Konzessionen und aktivierte Entwicklungskosten umfassen, gemäß der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. In dieser Position können meist keine stillen Reserven gebildet werden. Im Sachanlagevermögen können stille Reserven in erster Linie bei Grundstücken und Immobilien vorhanden sein. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP) in Darmstadt; nach unserer Einschätzung übersteigt deren Zeitwert den Buchwert um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. In den Finanzanlagen können sich nur bei Anleihen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, Bewertungsreserven bilden. Im Jahr 2013 war dies nicht der Fall. In den langfristigen Vermögenswerten sind latente Steuern in Höhe von 23,7 Mio. € aktiviert. Die noch nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge, die nicht verfallbar sind, betragen insgesamt rund 51 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) und stellen einen nicht bilanzierten Wert dar. Diesen Verlustvorträgen lässt sich rechnerisch ein Wert von rund 15 Mio. € zuordnen. F&E-Kosten, die nicht aktiviert wurden, sind im F&E-Aufwand berücksichtigt. Sie betreffen auch den Aufwand für Patente in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Der Wert dieser Patente lässt sich bei über 3.700 Einzelpatenten schwer beziffern. Der Zeitwert aller zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte unterschreitet deren Buchwert um 1,0 Mio. €, die Differenz besteht bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen.
Auf der Passivseite liegen die Bilanzansätze der Verbindlichkeiten in drei Fällen unter den Zeitwerten: bei der Anleihe, den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und dem Darlehen für die Campus-Finanzierung. Insgesamt beträgt die Differenz 20,3 Mio. € (31.12.2012: 28,1 Mio. €; Textziffer 34 im Konzernanhang zum Konzernabschluss) und entspricht somit lediglich 1,0 % der Bilanzsumme.
HOHE INVESTITIONEN IN UNSERE STANDORTE
Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Investitionen (ohne Akquisitionen) um 57,5 % auf 51,2 Mio. € angehoben (Vorjahr: 32,5 Mio. €). Den größten Anteil hatten die Investitionen in Sachanlagen, die um 82,6 % auf 42,9 Mio. € stiegen. Im Rahmen eines im Vorjahr begonnenen Investitionsprogramms haben wir mehrere Standorte und Technologiezentren erweitert oder neu gebaut. Dadurch passen wir unsere Kapazitäten an das gestiegene Geschäftsvolumen an. Zudem haben wir unsere interne Wertschöpfung erhöht, was sich positiv auf Qualität und Termintreue auswirkt. Vor allem anspruchsvolle Produkte und Komponenten werden nun verstärkt in Eigenfertigung hergestellt. Die Maßnahmen wurden größtenteils im Berichtsjahr abgeschlossen, in einigen Fällen werden im Jahr 2014 noch nachlaufende Aufwendungen anfallen.
Die Investitionen in Lizenzen, Software und weitere immaterielle Vermögenswerte verringerten sich im Geschäftsjahr 2013 von 9,0 Mio. € auf 8,3 Mio. €. Die Beteiligungsinvestitionen stiegen um 31,9 Mio. € auf 34,8 Mio. €. Sie flossen in den Erwerb der Vermögenswerte der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH sowie in den Kauf der restlichen 45 % der Anteile an der Agramkow Fluid Systems A/S.
/INVESTITIONEN * UND ABSCHREIBUNGEN**
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen | 42,9 | 23,5 | 13,6 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 8,3 | 9,0 | 9,8 |
| Beteiligungsinvestitionen | 34,8 | 2,9 | 13,7 |
| Abschreibungen | 27,4 | 28,5 | 20,6 |
* Gemäß den IFRS weichen die Investitionen in dieser Übersicht von den Angaben in der Cashflow-Rechnung ab.
** Inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten.
Der Ausbau unseres Standortnetzwerks bewirkte eine vorübergehende Verschiebung in der Struktur der Sachinvestitionen. Wie die Tabelle zeigt, hat der Anteil der Erweiterungsinvestitionen im Vergleich zu den Ersatzinvestitionen deutlich zugenommen.
/SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN
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| Mio. € | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Ersatzinvestitionen | 8,0 | 8,4 | 6,7 |
| Erweiterungsinvestitionen | 34,9 | 15,1 | 6,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | 42,9 | 23,5 | 13,6 |
/LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

Durch den hohen operativen Cashflow ergab sich eine deutliche Überdeckung der Ausgaben für Investitionen, Dividende und Zinszahlungen. Daher verbesserte sich der Nettofinanzstatus zum Jahresende 2013 um 183,8 Mio. € auf 280,5 Mio. €. Die flüssigen Mittel erhöhten sich weiter und erreichten 458,5 Mio. €.
Auch im Jahr 2014 dürften der Cashflow und der hohe Finanzmittelbestand den operativen Finanzierungsbedarf problemlos abdecken. Darüber hinaus können wir auf unsere Kredit- und Avallinien zugreifen. Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) belaufen sich im Jahr 2014 auf 18,7 Mio. €. Aus Finanzierungs-Leasingverträgen sind 0,7 Mio. € fällig, aus der Verpflichtung zum Erwerb von Sachanlagen weitere 1,4 Mio. €. Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung erreichen im Jahr 2014 lediglich 2,5 Mio. €.
/FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN
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| Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 und später |
|---|---|---|---|---|---|
| 2,5 | 227,8 | 2,7 | 2,8 | 35,4 |
AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN
Zu unseren außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten und Verpflichtungen zählen Operating-Lease-Verträge und Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten. Auf Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) haben wir komplett verzichtet, zum 31. Dezember 2012 hatte ihr Volumen 21,9 Mio. € betragen.
Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen sanken zum Jahresende 2013 auf 97,6 Mio. € (31.12.2012: 110,9 Mio. €). Bitte beachten Sie hierzu Textziffer 39 im Konzernanhang zum Konzernabschluss. Außer Einkaufskontrakten bestanden keine weiteren wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verringern die Bilanzsumme und verbessern bestimmte Kapitalkennziffern. Ihr Umfang steht bei Dürr in angemessenem Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Die mit Abstand größte außerbilanzielle Finanzierungsposition sind die Operating-Lease-Verträge. Würden wir auf Operating-Lease-Verträge verzichten, würde die Bilanzsumme um rund 5 % steigen und die Eigenkapitalquote um 1,2 Prozentpunkte sinken. Auch die Ergebniszusammensetzung würde sich verändern: Das EBIT würde ungefähr um denselben Betrag steigen, um den sich das Zinsergebnis abschwächen würde. Folglich wären die Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern begrenzt.
MITARBEITER DES KONZERNS
Im Geschäftsjahr 2013 hat sich die Mitarbeiterzahl des Konzerns um 6,4 % auf 8.142 Personen erhöht. Den Großteil der 490 zusätzlichen Beschäftigten haben wir eingestellt, um die Personalstärke an das gewachsene Geschäftsvolumen anzupassen. 115 Mitarbeiter traten mit der Erstkonsolidierung der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH im Juli 2013 in den Konzern ein. Um flexibel zu sein, beschäftigen wir neben der Stammbelegschaft auch externe Mitarbeiter. Deren Zahl erreichte zum Jahresende rund 1.530 Personen.
Die LTB-Erstkonsolidierung trug dazu bei, dass sich die Beschäftigtenzahl in Deutschland um 9,9 % auf 3.749 Mitarbeiter erhöhte. In den Emerging Markets erreichte die Zuwachsrate 10,2 %, zum Jahresende 2013 waren dort 2.771 Mitarbeiter beziehungsweise 34,0 % der Stammbelegschaft beschäftigt (31.12.2012: 2.514 / 32,9 %). In China arbeiteten Ende 2013 über 1.800 Menschen für Dürr (einschließlich externer Mitarbeiter), vor Jahresfrist waren es gut 1.600. Die Belegschaft in Nordamerika verringerte sich seit Ende 2012 von 850 auf 726 Mitarbeiter. Dem leichten Stellenaufbau in Mexiko stand eine Reduktion in den USA gegenüber. Sie resultierte aus dem verringerten Geschäftsvolumen bei Cleaning and Surface Processing und dem Verkauf des Filtrationstechnikgeschäfts. In Brasilien haben wir unseren Expansionskurs fortgesetzt und die Personalstärke um 19,2 % auf 335 Mitarbeiter angehoben.
/MITARBEITER NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN (31.12.)
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| 2013 | 2013 (%) | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Assembly Systems | 3.075 | 37,8 | 2.856 | 2.524 |
| Application Technology | 1.546 | 19,0 | 1.379 | 1.203 |
| Measuring and Process Systems | 2.967 | 36,4 | 3.017 | 2.790 |
| Clean Technology Systems | 426 | 5,2 | 278 | 205 |
| Corporate Center | 128 | 1,6 | 122 | 101 |
| Gesamt | 8.142 | 100,0 | 7.652 | 6.823 |
/MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.)
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| 2013 | 2013 (%) | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 3.749 | 46,1 | 3.412 | 3.128 |
| Sonstige europäische Länder | 1.361 | 16,7 | 1.282 | 1.176 |
| Nord-/Zentralamerika | 726 | 8,9 | 850 | 768 |
| Südamerika | 335 | 4,1 | 281 | 186 |
| Asien/Afrika/Australien | 1.971 | 24,2 | 1.827 | 1.565 |
| Gesamt | 8.142 | 100,0 | 7.652 | 6.823 |
WEITERBILDUNG UND PERSONALENTWICKLUNG
Im Jahr 2013 haben wir das Trainingsangebot für unsere Mitarbeiter weiter ausgebaut. In Deutschland nahmen die Schulungsteilnahmen von 6.737 auf 7.032 zu. Rund 80 % der Belegschaft in Deutschland haben an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen, damit liegen wir deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Unternehmen (43 %).
An den Auslandsstandorten haben wir neben lokal organisierten Schulungen auch verstärkt zentral geplante Trainings angeboten. Diese Schulungen zu konzernübergreifenden Themen wie Mitarbeiterführung, Projektmanagement und Vertriebsprozesse sind meist international besetzt. Im Jahr 2013 nahmen daran 567 Mitarbeiter aus dem Ausland teil - das sind knapp 50 % mehr als im Vorjahr (383).
Für die Auswahl und Buchung von Trainings steht unseren Mitarbeitern ein neues Online-Seminarportal zur Verfügung; dort können auch Feedbacks zur Erfolgsmessung abgegeben werden. Das Weiterbildungsbudget pro Mitarbeiter erreichte in Deutschland mit 650 € einen hohen Wert.
Am stärksten wurden Software-Trainings nachgefragt, auf sie entfielen 24 % aller Teilnahmen. An zweiter Stelle standen Fachschulungen mit technischen und kaufmännischen Inhalten. Stark frequentiert waren auch unsere mehrtägigen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter. Bei der Konzeption neuer Trainingsformate nahm das Thema Kundendialog und -zufriedenheit breiten Raum ein. Außerdem entwickelten wir ein spezielles Schulungsprogramm für Service-Mitarbeiter, das 2014 eingeführt wird.
Bei den Schulungen im Rahmen des Dürr-Führungskompetenzmodells stieg die Teilnahmezahl von 332 im Vorjahr auf nunmehr 396. Diese Leadership-Trainings haben wir mit Blick auf den Bedarf nachrückender Abteilungs- und Teamleiter erweitert. Erstmalig eingesetzt wurden zum Beispiel das Modul "Fit für Führung" und das "Führungsplanspiel", in dem typische Führungssituationen simuliert werden. Der Führungsnachwuchs steht auch bei unserem neu konzipierten Personalentwicklungsprozess "People Development" im Mittelpunkt. Dessen Ziel ist es, konzernweit Potenzial- und Leistungsträger zu ermitteln und individuelle Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für sie zu erarbeiten.
PERSONAL- UND HOCHSCHULMARKETING
Im Jahr 2013 konnten wir die offenen Stellen im Konzern insgesamt gut besetzen. Dies gilt trotz des Fachkräftemangels auch für Deutschland. Unserer erfolgreichen Personalbeschaffung liegt eine mehrgliedrige Strategie zugrunde:
| ― | Wir haben das Hochschulmarketing gezielt ausgebaut, um gut qualifizierte Absolventen frühzeitig anzusprechen. Im Jahr 2013 waren wir auf 32 Hochschulmessen vertreten, damit haben wir unsere Präsenz gegenüber 2011 verdoppelt. Zudem haben wir diverse Kolloquien durchgeführt und Vorträge gehalten. Studentenwettbewerbe wie die im Jahr 2013 erstmals durchgeführte Dürr Challenge unterstreichen unser Image als innovatives Unternehmen. |
| ― | Schon während des Studiums führen wir angehende Ingenieure und Techniker an Dürr heran. Im Berichtsjahr beschäftigten wir 66 Werkstudenten und 113 Praktikanten, weitere 61 Studierende schrieben ihre Master- oder Bachelorarbeit bei Dürr. |
| ― | Professionals mit Berufserfahrung sprechen wir mit einem attraktiven Arbeitgeberprofil an. Wichtige Elemente sind unsere Weltmarktführerschaft, die Nähe zur Automobilindustrie, Hightech, Innovationskraft sowie die Kombination aus Internationalität und mittelständischen Werten wie Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität. Hinzu kommen eine attraktive Vergütung, flache Hierarchien, gute Karrierechancen sowie das positive Image eines weltweit erfolgreichen Maschinen- und Anlagenbauers. Auch diverse Arbeitgeberauszeichnungen sprechen für Dürr. |
| ― | Über verschiedene Ausbildungsmodelle ziehen wir Spezialisten und Führungskräfte von morgen heran. Neben der klassischen Berufsausbildung setzen wir auf das duale Studium und unser internationales Trainee-Programm. Nach Ausbildungsende bieten wir Azubis und Studierenden größtenteils unbefristete Anstellungsverhältnisse an. Unsere Trainees statten wir von Anfang an mit unbefristeten Verträgen aus. |
AUSBILDUNG
Im Jahr 2013 durchliefen 75 junge Menschen in den verschiedensten Fachbereichen eine Ausbildung bei uns, sei es als Industriemechaniker, Mechatroniker, technischer Produktdesigner, Industriekaufmann oder Kaufmann für Speditions- und Lagerdienstleistungen. Zudem waren 73 Studierende an Dualen Hochschulen sowie 8 Studierende im Studium Plus bei Dürr angestellt. Sie absolvierten ihre Praxisphasen in den Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, technische Informatik und Betriebswirtschaft. Um den internationalen Charakter unseres Unternehmens kennenzulernen, verbringen alle Studierenden 3 bis 5 Monate bei einer Auslandsgesellschaft.
VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, über die Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht zu informieren. Dagegen sieht das Handelsgesetzbuch diese Angaben im Lagebericht und im Konzernanhang des Konzernabschlusses vor (§§ 315 und 314 HGB). Die Angaben in den folgenden Absätzen erfüllen die Offenlegungspflichten nach § 315 HGB.
NEBENTÄTIGKEITEN
Die Mitglieder des Vorstands üben außer den Mandaten, die unter Textziffer 42 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen beiden Herren und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse.
REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG
Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und erarbeitet gegebenenfalls Empfehlungen zur Weiterentwicklung. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Vorschlägen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Um die Angemessenheit der Vorstandsvergütung zu beurteilen, werden mehrere Kriterien herangezogen. Dazu zählen die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Ferner beobachtet der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Unternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft bei Dürr entwickelt.
Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010 und berücksichtigt die im selben Jahr in Kraft getretenen Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsbezüge (VorstAG). Folglich enthalten die Verträge beider Vorstandsmitglieder so genannte Short Term und Long Term Incentives (kurzfristige und langfristige erfolgsabhängige Vergütungskomponenten), definierte Höchstgrenzen (Caps) sowie einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung).
BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS
Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten.
Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen das feste Jahresgehalt (Fixum), das in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die sonstigen Vergütungen. Letztere setzen sich aus der Dienstwagennutzung und den Beiträgen zur Risikolebensversicherung zusammen, beides wird von Dürr versteuert.
Die erfolgsabhängige Vergütung wird aus den Short Term und Long Term Incentives gebildet; außerdem sind Sondervergütungen möglich. Das Short Term Incentive (STI) besteht aus einem vereinbarten Anteil des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) eines jeden Geschäftsjahres, wobei der Auszahlungsbetrag eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten darf.
Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden vier LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, so genannte Performance Share Units. Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der dreijährigen LTI-Laufzeit erzielte. Für die LTI-Auszahlung bestehen Höchstgrenzen. Zusätzlich ist der EBIT-Multiplikator nach oben begrenzt. Darüber hinaus gilt bei den LTI-Tranchen 2010 bis 2012, 2011 bis 2013 und 2012 bis 2014 eine Höchstgrenze für den Aktienkurs-Multiplikator. Diese wurde bei der Tranche 2013 bis 2015 angesichts der Aktienkursentwicklung aufgehoben. Während der Laufzeit des LTI-Programms müssen die Teilnehmer dauerhaft eine bestimmte Anzahl von Dürr-Aktien halten, die aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Einen weiteren Vergütungsbestandteil bildet der arbeitgeberfinanzierte Beitrag für die Altersversorgung. Er orientiert sich an Fixum und STI und wird in unser "VORaB"-Programm ("Vorsorge aus Bruttogehalt") einbezahlt. VORaB ist ein betriebliches Altersvorsorgeinstrument, das in Form einer aufgeschobenen Vergütung als rückgedeckte Pensionszusage ausgestaltet ist. Nach Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds fallen daraus keine Aufwendungen mehr an. Ferner wurden für beide Mitglieder des Vorstands Unfall- und Risikolebensversicherungen abgeschlossen.
Der Aufsichtsrat kann mit den Vorstandsmitgliedern Ziele zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vereinbaren und bei erfolgreicher Umsetzung eine zusätzliche Sondervergütung gewähren. Auch für außerordentliche Leistungen und Erfolge eines Vorstandsmitglieds ist eine Sondervergütung möglich.
Neben dem Vorstand können auch die 15 weiteren Mitglieder des obersten Führungskreises des Konzerns (Dürr Management Board) am LTI-Programm teilnehmen. Auch sie müssen dazu eine individuell definierte Anzahl von Dürr-Aktien kaufen und während der Teilnahmedauer halten.
Im Berichtsjahr blieb das Vergütungssystem für den Vorstand unverändert. Allerdings hat der Aufsichtsrat angesichts der positiven Entwicklung von EBIT und Aktienkurs einige Parameter der Tranche 2013 bis 2015 an das höhere Performance-Niveau angepasst. Die Anzahl der ausgegebenen Performance Share Units wurde für Ralf W. Dieter auf 12.500 und für Ralph Heuwing auf 11.250 gesenkt (Vorjahr: 25.000 und 21.500). Die für die Berechnung des EBIT-Multiplikators relevante Mindest-Margenschwelle wurde auf 4 % angehoben. Im Vorgriff auf eine geplante Anhebung der Grundvergütung ab dem 1. Januar 2014 wurde die Höchstgrenze (Cap) für die LTI-Auszahlungen ab der Tranche 2013 bis 2015 von 1,5 Mio. € pro Tranche und Person auf 1,2 Mio. € verringert. Mit der Ausgabe der Gratisaktien im Mai 2013 wurden die Bestimmungen des LTI-Programms an die neue Anzahl und den Wert der Aktien angepasst, ohne dass dies wirtschaftliche Auswirkungen auf das Programm hatte. Unter Berücksichtigung der Gratisaktienausgabe beträgt die Anzahl der im Jahr 2013 gewährten Performance Share Units 25.000 Stück für Ralf W. Dieter und 22.500 Stück für Ralph Heuwing.
VERGÜTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013
Im Jahr 2013 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 6.174 Tsd. €. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresbetrag (7.355 Tsd. €) resultiert aus der verringerten Höchstgrenze für die LTI-Tranche 2013 bis 2015. Außerdem gab es, anders als im Vorjahr, keine Nachholeffekte bei der Zuführung zu den Verbindlichkeiten für frühere Tranchen. An frühere Vorstandsmitglieder wurden Pensionsbezüge in Höhe von 926 Tsd. € ausbezahlt (Vorjahr: 836 Tsd. €).
Der in der Tabelle gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die im Jahr 2013 zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden. Für die Buchung waren zwei Größen maßgeblich: der durchschnittliche Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2013 sowie die jeweils erzielte beziehungsweise geplante durchschnittliche EBIT-Marge für die Laufzeiten der drei laufenden Tranchen. Die tatsächlichen LTI-Bezüge können, je nach weiterer Entwicklung von Aktienkurs und EBIT, von den passivierten Beträgen abweichen, unterliegen jedoch den Höchstgrenzen. Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2010 bis 2012 erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 Tsd. €. Davon wurden 2.675 Tsd. € nach der Hauptversammlung 2013 ausbezahlt, 325 Tsd. € waren bereits im Jahr 2011 als Abschlagszahlung gewährt worden. Aus der LTI-Tranche 2011 bis 2013 erhielt der Vorstand im Jahr 2012 eine Abschlagszahlung von 560 Tsd. €, die mit der Auszahlung im Jahr 2014 verrechnet wird. Nachdem die Einführung des LTI-Programms nunmehr abgeschlossen ist, wurden auf die LTI-Tranchen 2012 bis 2014 und 2013 bis 2015 keine Abschlagszahlungen geleistet.
Auch bei der STI-Vergütung sind Abschlagszahlungen möglich. Sie werden mit der STI-Auszahlung verrechnet, die nach Billigung des Konzernabschlusses für das betreffende Geschäftsjahr fällig wird. Im Geschäftsjahr 2013 erhielt der Vorstand eine STI-Abschlagszahlung von 1.500 Tsd. € (Vorjahr: 1.500 Tsd. €)
/VERGÜTUNGSAUFWAND FÜR DEN VORSTAND 2013
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| Erfolgsunabhängig | Erfolgsabhängig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | Grundvergütung | Sonstige Vergütungen* | Langfristiger Vergütungsaufwand (LTI) | Kurzfristig (STI) | Vergütungsaufwand ohne Altersversorgung | Aufwand für Altersversorgung** |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ralf W. Dieter | 600.000,00 | 47.153,18 | 1.400.000,00 | 1.000.000,00 | 3.047.153,18 | 160.000,00 |
| Ralph Heuwing | 500.000,00 | 26.784,54 | 1.400.000,00 | 900.000,00 | 2.826.784,54 | 140.000,00 |
| Gesamt | 1.100.000,00 | 73.937,72 | 2.800.000,00 | 1.900.000,00 | 5.873.937,72 | 300.000,00 |
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| € | Gesamtaufwand | In 2013 ausbezahlt |
|---|---|---|
| Ralf W. Dieter | 3.207.153,18 | 2.972.153,18 |
| Ralph Heuwing | 2.966.784,54 | 2.776.784,54 |
| Gesamt | 6.173.937,72 | 5.748.937,72 |
* Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.
** Im Geschäftsjahr 2013 erfasste Dienstzeitaufwendungen
/VERGÜTUNGSAUFWAND FÜR DEN VORSTAND 2012
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| Erfolgsunabhängig | Erfolgsabhängig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | Grundvergütung | Sonstige Vergütungen* | Langfristiger Vergütungsaufwand (LTI) | Kurzfristig (STI) | Vergütungsaufwand ohne Altersversorgung | Aufwand für Altersversorgung** |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ralf W. Dieter | 550.000,00 | 57.049,31 | 1.904.985,73 | 1.000.000,00 | 3.512.035,04 | 150.000,00 |
| Ralph Heuwing | 425.455,44 | 24.948,19 | 2.215.099,68 | 900.000,00 | 3.565.503,31 | 127.500,00 |
| Gesamt | 975.455,44 | 81.997,50 | 4.120.085,41 | 1.900.000,00 | 7.077.538,35 | 277.500,00 |
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| € | Gesamtaufwand | In 2012 ausbezahlt |
|---|---|---|
| Ralf W. Dieter | 3.662.035,04 | 2.107.049,31 |
| Ralph Heuwing | 3.693.003,31 | 1.735.403,63 |
| Gesamt | 7.355.038,35 | 3.842.452,94 |
* Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.
** Im Geschäftsjahr 2012 erfasste Dienstzeitaufwendungen
VORSTANDSVERTRÄGE UND CHANGE-OF-CONTROL-REGELUNG
Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Die Dienstverträge beider Vorstandsmitglieder haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Vertrag von Ralf W. Dieter endet am 31. Dezember 2015, der Vertrag von Ralph Heuwing am 14. Mai 2017.
Im Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control), also einer Übernahme von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG, haben beide Vorstandsmitglieder eine Option auf Weiterbeschäftigung. Alternativ gilt ein Eigenkündigungsrecht, das beiden Herren die Möglichkeit gibt, innerhalb von fünf Monaten nach Bekanntgabe der Übernahme ihr Amt niederzulegen und den Dienstvertrag zu kündigen. Bei Eigenkündigung besteht Anspruch auf maximal drei Jahresvergütungen - wie im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen. Allerdings darf dabei nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergütet werden.
VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN AUFSICHTSRAT
Die Vergütung des Aufsichtsrats regelt § 15 der Satzung der Dürr AG; den Text finden Sie auf www. durr.de unter Investor Relations/Corporate Governance/Satzung. Um das Vergütungssystem anzupassen, ist eine Satzungsänderung durch die Hauptversammlung erforderlich.
Im Jahr 2013 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 991 Tsd. € (Vorjahr: 986 Tsd. €). Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert Textziffer 42 im Konzernanhang zum Konzernabschluss. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats steht eine feste Vergütung von 20.000 € jährlich sowie ein Sitzungsgeld von 1.000 € pro Sitzung zu, ferner werden ihre Auslagen ersetzt. Wie alle Mitarbeiter im Inland erhalten auch die Aufsichtsratsmitglieder eine variable Vergütung. Pro Mitglied beträgt sie grundsätzlich 0,4 vom Tausend des Konzernergebnisses vor Steuern, darf aber 35.000 € nicht überschreiten. Die feste Vergütung wird am Ende des Geschäftsjahres ausgezahlt.
Der Vorsitzende erhält das Dreifache, die stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds. Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten 9.000 € pro Jahr, der Ausschussvorsitzende erhält das Zweifache. Die Mitgliedschaft im Personalausschuss wird mit 5.000 € pro Jahr vergütet, der Vorsitzende erhält das Eineinhalbfache. Den Mitgliedern des Nominierungsausschusses stehen 2.500 € pro Sitzung zu, dem Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig.
ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE
Die Vergütung von außertariflich bezahlten Mitarbeitern besteht aus dem Jahresgrundgehalt und einer erfolgsabhängigen Tantieme. Maßgeblich für die Tantieme sind das Konzernergebnis und die individuelle Zielerreichung. Meist beträgt der variable Anteil zwischen 5 und 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften ist er höher. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter in Deutschland erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Konzernergebnis einen zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt. Die Erfolgsbeteiligung für das Jahr 2013 beträgt 2.750 € (Vorjahr: 2.000 € zuzüglich 500 € Sonderprämie), bezugsberechtigt sind alle Vollzeit-Tarifmitarbeiter an den deutschen Standorten.
WEITERE ANGABEN ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG BEI DÜRR3)
VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte, definiert die Strategie und setzt sie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat um. Dabei ist er dem Interesse und den geschäftspolitischen Grundsätzen des Unternehmens verpflichtet. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über Geschäftsverlauf, Strategie und Risiken. Die Ressortzuständigkeiten im Vorstand, die Modalitäten der Beschlussfassung sowie weitere Aspekte regelt eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung.
Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu beraten und zu überwachen. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz setzt er sich paritätisch aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die sechs Vertreter der Anteilseigner werden von den Aktionären auf der Hauptversammlung gewählt, die sechs Arbeitnehmervertreter werden von den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Standorte gewählt. Herrscht bei Abstimmungen im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, zählt das Votum des Vorsitzenden doppelt. Eilbedürftige Beschlüsse kann der Aufsichtsrat auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen. Im Jahr 2013 geschah dies zwei Mal: im Juni bei der Zustimmung zum Erwerb der Vermögenswerte von LTB und im September bei der Zustimmung zum Erwerb der restlichen 45 % der Anteile an Agramkow.
Die Aufsichtsratswahlen finden turnusgemäß alle fünf Jahre statt, zuletzt wurde im Jahr 2011 gewählt. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats vor Ende seiner Amtszeit ausscheidet, wird gerichtlich ein Nachfolger bestellt, sofern kein bereits gewähltes Ersatzmitglied zur Verfügung steht. Gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglieder müssen beim nächsten Wahltermin gewählt werden.
Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Sie behandeln Spezialthemen und bereiten Beschlüsse vor. Die Ausschussvorsitzenden unterrichten das Plenum anschließend über die Ergebnisse.
| ― | Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, beschäftigt sich vor allem mit der Bestellung und Vergütung der Vorstandsmitglieder und bereitet die entsprechenden Plenumsbeschlüsse vor. |
| ― | Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Schwerpunktthemen Rechnungslegung, Risikomanagement, internes Kontrollsystem und interne Revision. Zudem kontrolliert er das Compliance-Management-System, das die Einhaltung interner und externer Regeln unterstützt. Der Ausschuss prüft die Jahresabschlüsse von Dürr-Konzern und Dürr AG und bereitet die damit verbundenen Beschlüsse des Plenums vor. |
| ― | Der Vermittlungsausschuss tagt, falls im Aufsichtsrat Meinungsverschiedenheiten bei der Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern auftreten. Bei Dürr musste dieser Ausschuss noch nie einberufen werden. |
| ― | Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter auf der Hauptversammlung vor. Mit Blick auf das Postulat der Diversity (Vielfalt) strebt er eine angemessene Berücksichtigung von Frauen und Personen mit Auslandserfahrung an. |
3) Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter www.durr.com/de/investor/corporate-governance
Mit Ausnahme des Nominierungsausschusses, dem drei Vertreter der Anteilseigner angehören, setzen sich alle Ausschüsse paritätisch aus vier Mitgliedern zusammen.
HAUPTVERSAMMLUNG
Die Hauptversammlung ist das Forum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner können die Anteilseigner dort ihr Stimmrecht wahrnehmen. Die Beschlussanträge - etwa zu Gewinnverwendung und Kapitalmaßnahmen - werden in der Tagesordnung erläutert, die vom Unternehmen fristgerecht vor der Hauptversammlung zu versenden ist. Den Vorsitz auf der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Er berichtet den Aktionären über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im zurückliegenden Geschäftsjahr.
TRANSPARENZ
Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit informieren wir umfassend, konsistent und zeitnah über Dürr. Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung finden sich im Geschäftsbericht, in den Quartals- und Halbjahresfinanzberichten sowie in unseren Presse- und Ad-hoc-Meldungen. Bei wichtigen Anlässen veranstalten wir Presse- und Telefonkonferenzen. Sämtliche Mitteilungen, Berichte und Präsentationen sind auch unter www.durr.de zugänglich. Fragen werden von unserer Investor-Relations- und Presseabteilung beantwortet.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Wir erstellen unsere Konzernabschlüsse seit dem Jahr 2003 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Abschlussprüfer ist seit mehreren Jahren die Ernst &Young GmbH, die auf Vorschlag des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung bestellt wurde. Der Abschlussprüfer prüft den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss, danach wird der Abschluss vom Aufsichtsrat geprüft, gebilligt und spätestens 90 Tage nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht. Gemäß Ziffer 7.2.3 des Corporate Governance Kodex benachrichtigt der Abschlussprüfer den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich, sollte er bei der Prüfung Erkenntnisse erlangen, die für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlich sind. Auch über Abweichungen von der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz soll der Prüfer den Aufsichtsrat informieren. Vor Erhalt des Prüfungsmandats versichert der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit.
STEUERUNGSGRÖSSEN, KONTROLLSYSTEM, INSIDERVERZEICHNIS
Unsere wichtigsten Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE. Über die im Jahr 2013 erzielten Werte und die Berechnungsmethoden informiert das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung des Konzerns.
Wir haben ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, das 15 spezifische Risikofelder umfasst und die Risikolage des Konzerns transparent macht. Ein Bestandteil des Risikomanagementsystems ist das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS). Ausführliche Informationen finden Sie im Risikobericht.
Gemäß § 15b Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) haben wir ein Insiderverzeichnis angelegt, das regelmäßig gepflegt und auf Vollständigkeit überprüft wird. Alle Insider wurden über die damit verbundenen gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.
ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT BEI DÜRR
Der Vorstand der Dürr AG besteht aus zwei Mitgliedern. Dies erhöht die Effizienz, da Kommunikations-, Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse wesentlich schlanker ausfallen als bei größeren Gremien. Neben dem Vorstand verfügt Dürr auch auf Ebene der Unternehmens- und Geschäftsbereiche über ein qualifiziertes und erfahrenes Top-Management. Die Leiter dieser Bereiche tragen die weltweite Ergebnisverantwortung für ihr Geschäft und stehen in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Zudem wird der Vorstand von den Fachabteilungen der Dürr AG unterstützt.
Der Vorstandsvorsitzende Ralf W. Dieter leitet verschiedene Zentralfunktionen sowie die Unternehmensbereiche Paint and Assembly Systems, Application Technology und Measuring and Process Systems. Er steht an der Spitze des Vertriebs und vertritt Dürr auf den Entscheidungsebenen der Kunden. Finanzvorstand Ralph Heuwing verantwortet neben dem Finanzbereich und weiteren Zentralfunktionen auch den Unternehmensbereich Clean Technology Systems sowie den Bereich Dürr Consulting. Eine komplette Übersicht zur Geschäftsverteilung im Vorstand bietet die beigefügte Tabelle.
/GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND
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| Ralf W. Dieter (Vorsitzender) | Ralph Heuwing (Finanzvorstand) | |
|---|---|---|
| Unternehmensbereiche/operative Verantwortung | ■ Paint and Assembly Systems | ■ Clean Technology Systems |
| ■ Application Technology | ■ Dürr Consulting | |
| ■ Measuring and Process Systems | ||
| Zentralfunktionen | ■ Unternehmenskommunikation | ■ Finanzen/Controlling |
| ■ Personal (Arbeitsdirektor) | ■ Investor Relations | |
| ■ Forschung & Entwicklung | ■ Risikomanagement | |
| ■ Qualitätsmanagement | ■ Recht/Patente | |
| ■ Interne Revision | ■ Informationstechnologie | |
| ■ Corporate Compliance | ■ Global Sourcing |
Auf Konzernebene gibt es bei Dürr zwei internationale Führungskreise: Dem obersten Führungskreis (Dürr Management Board) gehören neben dem Vorstand die Leiter und Finanzverantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie einige weitere Führungskräfte an. Die weiter gefasste Senior Management Group setzt sich aus den Geschäftsführern und Führungskräften der Konzerngesellschaften und der Dürr AG zusammen.
KONTROLLE
Nach § 6 der Satzung der Dürr AG bestimmt der Aufsichtsrat Größe und Besetzung des Vorstands. Die vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte und einen Geschäftsverteilungsplan. Der Vorstand nimmt in den Aufsichtsratssitzungen schriftlich und mündlich zu den Tagesordnungspunkten Stellung und beantwortet Fragen. Die Beschlussanträge für den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern mindestens eine Woche vor der Sitzung zusammen mit einer ausführlichen Unterlage in schriftlicher Form zugestellt. Meist finden am Sitzungstag getrennte Vorgespräche der Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter statt, dabei steht der Vorstand für Erläuterungen zur Verfügung. Auch außerhalb der Sitzungen tauscht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand aus.
AKTIENBESITZ UND DIRECTORS' DEALINGS
Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WpHG, die so genannten Directors' Dealings, umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht zu diesen Transaktionen finden Sie in der Tabelle.
Heinz Dürr, der 23 Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG war, ist am 26. April 2013 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Dürr ist Geschäftsführer der Heinz Dürr GmbH, die als Ankeraktionär 25,1 % der Aktien der Dürr AG hält und zusammen mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung über 28,6 % der Anteile verfügt (31.12.2013). Daher waren Käufe und Verkäufe von Dürr-Aktien durch die Heinz Dürr GmbH bis zum Ausscheiden von Herrn Dürr aus dem Aufsichtsrat gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz meldepflichtig.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen 0,01 % der Anteile an der Dürr AG (31.12.2013). Der Vorstand hält in Summe 0,7 % der Aktien. Auf Ralf W. Dieter entfallen 0,3 %, auf Ralph Heuwing 0,4 % (31.12.2013). Im Lauf des Jahres 2013 haben die Vorstandsmitglieder ihren Anteil mit Blick auf eine angemessene Diversifikation ihrer persönlichen Investment-Portfolios reduziert (zuvor in Summe 1,0 %). Beide Herren sind auch weiterhin von den guten Perspektiven von Dürr überzeugt, daher haben sie nach wie vor einen erheblichen Anteil ihres Vermögens in Dürr-Aktien angelegt.
/DIRECTORS' DEALINGS MIT DÜRR-AKTIEN IM JAHR 2013
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| Käufer/Verkäufer | Wertpapierkauf | Wertpapierverkauf | Stückpreis1) in € |
Stückzahl | Gesamtwert in € |
|---|---|---|---|---|---|
| Heinz Dürr GmbH | 20.02.20132) | 83,28 | 20.658 | 1.720.466,41 | |
| Heinz Dürr GmbH | 21.02.20132) | 82,23 | 32.842 | 2.700.755,30 | |
| Heinz Dürr GmbH | 24.02.20132) | 81,70 | 8.899 | 727.054,53 | |
| Heinz Dürr GmbH | 25.02.20132) | 81,44 | 70.601 | 5.749.794,86 | |
| Heinz Dürr GmbH | 26.02.20132) | 80,75 | 60.000 | 4.845.054,00 | |
| Hayo Raich | 01.03.20132) | 85,25 | 72 | 6.138,00 | |
| Thomas Hohmann | 01.03.20132) | 84,66 | 55 | 4.656,52 | |
| Ralf W. Dieter | 13.03.20132) | 84,51 | 15.000 | 1.267.642,50 | |
| Mirko Becker | 08.05.20132) | 94,15 | 230 | 21.654,50 | |
| Ralph Heuwing | 24.06.20133) | 42,72 | 2.700 | 115.346,70 | |
| Ralf W. Dieter | 25.06.20133) | 45,85 | 2.700 | 123.793,04 | |
| Ralf W. Dieter | 11.11.20133) | 64,24 | 2.700 | 173.448,00 | |
| Ralph Heuwing | 13.11.20133) | 63,32 | 21.080 | 1.334.785,60 | |
| Ralph Heuwing | 20.11.20133) | 63,72 | 43.920 | 2.798.758,08 | |
| Thomas Hohmann | 27.11.20133) | 65,12 | 1.040 | 67.720,98 | |
| Thomas Hohmann | 28.11.20133) | 65,52 | 90 | 5.897,09 |
1) gerundet
2) Transaktion vor der Ausgabe von Gratisaktien (27. Mai 2013)
3) Transaktion nach der Ausgabe von Gratisaktien (27. Mai 2013). Durch die Ausgabe der Gratisaktien verdoppelte sich die Gesamtzahl an Aktien der Dürr AG auf 34.601.040 Stück, während sich der Kurs halbierte.
Bei der Heinz Dürr GmbH gab es im September 2013 eine Veränderung in der Gesellschafterstruktur Im Zuge einer Erbschaftsregelung haben Heinz Dürr und seine Ehefrau Heide Dürr knapp 55 % der Anteile an der Heinz Dürr GmbH in die neu gegründete Dürr-Familienstiftung eingebracht. Damit ist die Dürr-Familienstiftung der größte Anteilseigner der Heinz Dürr GmbH. Die übrigen Anteile werden nach wie vor von Mitgliedern der Familie Heinz Dürr persönlich gehalten. Heinz Dürr ist Vorsitzender sowohl des Vorstands als auch des Stiftungsrats der Dürr-Familienstiftung. Die Dürr-Familienstiftung hat den wesentlichen Stiftungszweck, kraft ihrer Beteiligung an der Heinz Dürr GmbH für die wirtschaftliche Sicherung, den Fortbestand und das Wachstum des Dürr-Konzerns zu sorgen. Daher soll die Beteiligung der Heinz Dürr GmbH an der Dürr AG (derzeit 25,1 %) langfristig gehalten werden.
NACHTRAGSBERICHT DES KONZERNS
Mit Schreiben vom 27. Februar 2014 hat Herr Professor Dr. Norbert Loos mitgeteilt, dass er sein Mandat im Aufsichtsrat mit Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2014 aus Altersgründen niederlegen wird.
Wir beachsichtigen, im Jahr 2014 eine neue Anleihe zu begeben. Zudem streben wir für 2014 den Abschluss eines neuen syndizierten Kredits an. Wir gehen in beiden Fällen davon aus, dass wir uns bei der Refinanzierung günstigere Konditionen als bisher sichern können. Des Weiteren erwägen wir, die im Jahr 2010 emittierte Anleihe (Kupon 7,25 %, Laufzeit bis 28. September 2015) unter Einhaltung der in den Anleihebedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen frühestens zum 28. September 2014 und zu 100 % zu kündigen.
Zum 1. März 2014 wurden bei deutschen Dürr-Gesellschaften Rückdeckungsversicherungen mit einem Zeitwert von 13,7 Mio. € erworben, um Zins- und Langlebigkeitsrisiken bei bedeutenden Pensionszusagen zu reduzieren.
Weitere Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussten oder beeinflussen könnten, sind zwischen dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres und dem 6. März 2014 nicht eingetreten.
RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT DES KONZERNS
RISIKEN
Den Chancen unseres Geschäfts stehen entsprechende Risiken gegenüber. Wir verfolgen die Strategie, die Risiken mithilfe eines wirksamen Risikomanagementsystems so zu steuern und zu reduzieren, dass die Chancen eindeutig überwiegen.
ZIELE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Unser Risikomanagementsystem zielt zunächst darauf ab, Risiken systematisch und konzernweit einheitlich zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Dadurch gewinnen wir eine hohe Risikotransparenz, auf deren Basis wir effektive Gegenmaßnahmen auswählen und einsetzen können. Wir erfassen alle spezifischen Risiken unseres Geschäfts, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit nicht zu beurteilen ist, werden nicht quantitativ berücksichtigt. Dazu zählen beispielsweise Naturkatastrophen.
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM: METHODEN UND PROZESSE
Das Dürr-Risikomanagementsystem orientiert sich an den spezifischen Merkmalen unseres Geschäftsmodells. Es wurde in seiner heutigen Form im Jahr 2008 eingeführt und seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen. Parallel zur Verankerung des Systems in den operativen Geschäfts- und Entscheidungsprozessen haben wir auch das Risikobewusstsein unserer Mitarbeiter und Gremien geschärft - durch Kommunikation und einen offenen Umgang mit Risiken. Diese offene Risikokultur entspricht unserem Mitarbeiter-Leitbild des Unternehmers im Unternehmen. Unsere Mitarbeiter sollen sich mit ihrer Aufgabe identifizieren, eigenständig agieren und Verantwortung übernehmen. Im Gegenzug haben sie die Gewissheit, dass wir Risiken als Teil unseres Geschäfts akzeptieren, sofern sie vertretbar sind und unverzüglich kommuniziert werden.
Unser Risikomanagementsystem deckt den gesamten Konsolidierungskreis des Dürr-Konzerns ab. Ähnlich wie die Risiken werden auch die Chancen unseres Geschäfts systematisch erfasst und bewertet. Über diesen Prozess und unser aktuelles Chancenprofil informiert der Chancenbericht.
Im Rahmen unseres Risikomanagementprozesses werden alle Risiken im Konzern systematisch erfasst. Das bei der Dürr AG angesiedelte zentrale Risikomanagement stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich von Neuem an. Im Zentrum dieses Standardrisikozyklus steht die Risikoinventur durch das Management der operativen Einheiten. Dabei werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (siehe Abbildung). Die Risikofelder decken sämtliche Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse sowie die externen Risikobereiche ab.
Die Bewertung der Einzelrisiken wird von den Risikomanagern vorgenommen, als Leitfaden dienen das Risikomanagement-Handbuch sowie die Risikostrukturblätter des Konzerns. Der Bewertungsprozess unterteilt sich in drei Stufen:
| ― | Im ersten Schritt wird das Schadenspotenzial berechnet, also die maximale Auswirkung, die ein Risiko innerhalb der nächsten 24 Monate auf das Konzern-EBIT haben kann. Das Schadenspotenzial jedes Einzelrisikos wird einer von vier Kategorien zugeordnet: gering (bis 5 Mio. €), mittel (5 bis 10 Mio. €), hoch (10 bis 20 Mio. €) und existenzgefährdend (> 20 Mio. €). |
| ― | Danach wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos ermittelt. Dies geschieht anhand der Kategorien gering (circa 5 %), mittel (circa 15 %), hoch (circa 40 %) und sehr hoch (circa 60 %). |
| ― | Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet. Auch die Maßnahmenwirksamkeit wird in vier Kategorien eingeteilt: hohe, befriedigende, geringe und keine Effektivität; letzteres bedeutet, dass keine geeigneten Maßnahmen existieren. |
Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je höher die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen ist, desto stärker verringert sich das EBIT-Risiko, also das konkrete Schadenspotenzial. Unter dem Strich steht das Netto-Risikopotenzial, also das EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Effektivität geeigneter Gegenmaßnahmen verbleibt. Aus der Summe aller einzelnen Netto-Risikopotenziale ergibt sich das Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte werden dabei nicht berücksichtigt. Das Gesamtrisikopotenzial lässt sich in Risiken der Geschäftsbereiche einerseits und übergreifende Konzernrisiken andererseits unterteilen.
Die Ergebnisse der Risikoinventur werden zunächst in dezentralen Risikoberichten der Konzerngesellschaften und Geschäftsbereiche zusammengefasst. Daraus erstellt das Risikomanagement der Dürr AG den Konzernrisikobericht, der über alle wesentlichen Einzelrisiken und das Gesamtrisiko des Konzerns informiert. Nach der Analyse im Vorstand und im Dürr Management Board wird der Konzernrisikobericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats durchgesprochen. Dessen Vorsitzender nimmt danach im Aufsichtsrat dazu Stellung.
Akute Risiken werden ad hoc an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter gemeldet. Die Verantwortung für den Standardrisikozyklus liegt bei den Risikomanagern des Konzerns, der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften; in der Regel sind dies die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist eng in den Prozess eingebunden.
/RISIKOFELDER BEI DÜRR

WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (RMS) für den Rechnungslegungsprozess umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die als Bestandteil des Risikomanagementsystems die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und der Konzerngesellschaften gemäß den IFRS erstellt werden. Die Gesamtverantwortung für das IKS/RMS obliegt dem Vorstand. Er hat eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation für das IKS/RMS eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Für die Überwachung des IKS/RMS ist die interne Revision der Dürr AG zuständig.
Das von uns entwickelte interne Kontrollsystem orientiert sich eng an den inhaltlichen, organisatorischen und prozessualen Spezifika der Rechnungslegung im Dürr-Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen des IKS/RMS für den Rechnungslegungsprozess sind:
| ― | Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG definiert den Rechnungslegungsprozess der Einzelgesellschaften und die Konsolidierung auf Konzernebene. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und behandelt alle von Dürr anzuwendenden IFRS-Regelungen. Darüber hinaus gibt es separate interne Bilanzierungsstandards, die zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen beschreiben. |
| ― | In einem mehrstufigen Validierungsprozess führen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung bei Dürr durch. Daran sind sechs Instanzen beteiligt: operative Gesellschaften, Geschäftsbereiche, Unternehmensbereiche, Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf 35 für den Dürr-Konzern priorisierte Bereiche, zum Beispiel Zuverlässigkeit, Sicherheit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert, durch das Risikomanagement der Dürr AG erfasst und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgelegt. Nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation informiert der Ausschussvorsitzende den Aufsichtsrat ausführlich über seine Erkenntnisse. |
| ― | Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Über die konzernweite Datenbank GCP (Group Company Platform) werden die Dokumentationen dem Konzernrechnungswesen zugeleitet und hinterlegt. Die interne Revision überprüft die Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente. |
| ― | Unser weltweit durchgängiges ERP-System und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte in den korrekten Bilanzpositionen berücksichtigt sind. Weitere manuelle Prüfungen sind ebenfalls Teil des Risikomanagements. |
| ― | Eine Zugangsberechtigung zum Konsolidierungssystem erhalten nur ausgewählte Mitarbeiter. Nur ein kleiner Mitarbeiterkreis aus Konzernrechnungswesen und Konzern-Controlling der Dürr AG hat Zugriff auf alle Daten. Bei anderen Nutzern ist der Zugriff auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten begrenzt. Daten, die auf Ebene der Konzerngesellschaften eingegeben werden, müssen in einem zweistufigen Prozess kontrolliert werden. Zunächst erfolgt eine Prüfung durch die Controlling-Abteilung des zuständigen Geschäftsbereichs, die zweite Kontrolle nimmt das Konzernrechnungswesen vor. |
| ― | Für die kaufmännischen Prozesse, die den Buchungen im Konsolidierungssystem zugrunde liegen, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Rechnungen dürfen darüber hinaus nur freigegeben werden, wenn im Einkaufsbereich eine entsprechende Bestellung ausgelöst wurde. Je nach Höhe des Rechnungsbetrags ist eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich. |
Im Rahmen des IKS/RMS legen wir großen Wert darauf, die Mitarbeiter der Finanzabteilungen bestmöglich für ihre Aufgaben zu qualifizieren. Wir bieten eine breite Trainingspalette, um das Wissen über Rechnungslegungsstandards und Bilanzierungsregeln zu vertiefen. Auch der Umgang mit den eingesetzten Software-Tools wird systematisch geschult.
Um Risiken vorzubeugen und eine hohe Qualität unserer Abschlüsse sicherzustellen, beschäftigen wir uns intensiv mit Kernthemen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung. Ein zentraler Aspekt ist die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC). Sie erfordert unter anderem eine sorgfältige Abschätzung der erwarteten Gesamtkosten und -erlöse laufender Aufträge. Weitere wesentliche Themen sind der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht.
BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATION DURCH DEN VORSTAND
Aus heutiger Sicht beurteilen wir die Gesamtrisikosituation des Konzerns als gut beherrschbar und weitgehend vergleichbar mit der Situation am Jahresende 2012. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage mit hinreichender Wahrscheinlichkeit signifikant und nachhaltig beeinträchtigen könnten. Auch Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind aktuell nicht in Sicht.
Das Gesamtrisikopotenzial des Konzerns belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2013 auf rund 45 % des im Berichtsjahr erzielten EBIT. Es stellt die Summe der Netto-Risikopotenziale von rund 160 identifizierten Einzelrisiken dar, die den 15 Risikofeldern des Konzerns zugeordnet wurden. In den Netto-Risikopotenzialen sind die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und die Effektivität eingeleiteter Gegenmaßnahmen berücksichtigt.
Mit Blick auf unser Geschäftsvolumen, die gesamtwirtschaftliche Situation und unseren konservativen Ansatz in der Risikoanalyse beurteilen wir das Gesamtrisikopotenzial als branchentypisch und angemessen. Im Vergleich zum Jahresende 2012 hat sich das Gesamtrisikopotenzial nur unwesentlich erhöht. Rund zwei Drittel des Gesamtrisikopotenzials entfallen auf die Geschäftsbereiche, ein Drittel bezieht sich auf Konzernfunktionen.
Das wichtigste Risikofeld ist - unserem Geschäftsmodell entsprechend - der Bereich "Projektabwicklung/Engineering". Dort hat sich das Risikopotenzial seit Ende 2012 verringert, da die Auslastungs- und Terminrisiken in der Auftragsabwicklung abgenommen haben und wir mit operativen Maßnahmen gegengesteuert haben. An zweiter Stelle in der Rangfolge der Risikofelder steht der Bereich Finanzen/Controlling (unter anderem Währungsrisiken), gefolgt von den Marktrisiken. Insgesamt entfallen 54 % des Gesamtrisikopotenzials auf die drei wichtigsten Risikofelder (Vorjahr: 55 %).
BEDEUTUNG DER 15 RISIKOFELDER BEI DÜRR*
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| 1. | Projektabwicklung, Engineering |
| 2. | Finanzen, Controlling |
| 3. | Markt |
| 4. | Wirtschaftliches Umfeld, Kapitalmarkt |
| 5. | Wettbewerb |
| 6. | Beschaffung |
| 7. | Recht, Steuern, Compliance |
| 8. | F&E |
| 9. | Personal |
| 10. | After-Sales-Phase |
| 11. | Fertigung |
| 12. | Angebotsphase |
| 13. | IT |
| 14. | Führungsprozess |
| 15. | Gesellschaft, Umwelt |
* gemessen an ihrem Anteil am Gesamtrisikopotenzial
EINZELRISIKEN
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD/KONJUNKTUR
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verbessert. China erzielte im Jahr 2013 ein BIP-Wachstum von knapp 8 %, in Europa und Japan hellt sich die Konjunktur zusehends auf. Allerdings gehen von der unverändert hohen Staatsverschuldung in Europa und den USA nach wie vor Konjunkturrisiken aus.
Wir stufen Dürr als robust gegenüber konjunkturellen Risiken ein. Maßgeblich dafür sind unsere globale Aufstellung und die starke Position in den Emerging Markets, mit der wir die Auswirkungen der schwachen Konjunktur in Westeuropa auf unser Unternehmen begrenzen konnten. Hinzu kommt der hohe Auftragsbestand, der Auslastung und Umsatz für 2014 größtenteils absichert. Auch unsere weiter wachsende installierte Basis und der damit verbundene Ausbau des Service-Geschäfts tragen zur Stabilisierung der Ertragslage bei. Die Auswirkungen möglicher Konjunkturabschwächungen simulieren wir in regelmäßigen Szenarioanalysen.
Im Maschinenbaugeschäft des Konzerns, das von kleineren Auftragswerten geprägt ist, machen sich Konjunkturabkühlungen meist früher bemerkbar als im spätzyklischen Anlagenbau. Dieses Geschäft wird stärker von den langfristigen Investitionsplänen der Automobilindustrie beeinflusst, zudem liegen meist 12 bis 18 Monate zwischen Auftragseingang und Umsatz. Temporäre Nachfrageschwankungen in einzelnen Marktregionen können wir dank unserer breiten internationalen Präsenz und der globalen Arbeitsteilung im Konzern meist kompensieren.
KAPITALMARKT
Eine erneute Eskalation der europäischen Schuldenkrise oder des US-Haushaltsstreits könnte die Stabilität an den Kapitalmärkten erschüttern.
Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG stufen wir als relativ gering ein. Die Gründerfamilie Dürr, deren Anteile bei der Heinz Dürr GmbH und der Heinz und Heide Dürr Stiftung liegen, hält als Ankeraktionär 28,6 % der Anteile und besitzt eine starke Abstimmungsposition auf der Hauptversammlung. Knapp 55 % der Anteile an der Heinz Dürr GmbH wurden im September 2013 in die neu gegründete Dürr-Familienstiftung eingebracht, damit hat die Familie Dürr ihr Bekenntnis zum Unternehmen unterstrichen.
OPERATIVE RISIKEN: ANGEBOTSPHASE
Bei der Kalkulation langfristiger Aufträge im Anlagenbau ist nicht auszuschließen, dass wir Kosten falsch einschätzen und dadurch Margenrisiken entstehen. Dem beugen wir vor, indem wir stets aktuelle Marktpreise einholen und die Kalkulationsannahmen durch die Zentralabteilung Global Proposal Assurance prüfen lassen, bevor sie in das Angebot an den Kunden einfließen.
OPERATIVE RISIKEN: PROJEKTABWICKLUNG/ENGINEERING
Zu den wichtigsten Risiken unseres Geschäfts gehören mögliche Mehrkosten in der Auftragsabwicklung. Sie können entstehen, falls wir Termine oder andere Zusagen aufgrund von Kapazitätsengpässen oder technischen Problemen nicht einhalten. Das Mehrkostenrisiko hat im Jahr 2013 abgenommen, nachdem es infolge des starken Umsatzwachstums der Jahre 2011 und 2012 gestiegen war. Maßgeblich für den Rückgang im Berichtsjahr war, dass wir unsere Kapazitäten an das höhere Geschäftsvolumen angepasst haben. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte, Geschäftsprozesse und IT-Systeme in der Lage, die Arbeit an Aufträgen kapazitätsorientiert auf unsere Standorte weltweit zu verteilen.
Auch die technische und logistische Komplexität von Projekten kann zu Risiken führen. Zur Vorbeugung haben wir spezielle Risikomanagement-Instrumente für die Auftragsabwicklung etabliert. Dazu gehören die Einbindung des System Centers Bietigheim-Bissingen, ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring, das Vertrags- und Claim-Management sowie regelmäßige Projekt-Reviews.
GESETZE UND STEUERN
Da wir weltweit agieren, müssen wir unterschiedliche Rechtsnormen beachten. Um Gesetzesverstöße zu vermeiden, ziehen wir Experten für das jeweilige nationale Recht hinzu.
Durch veränderte rechtliche Rahmenbedingungen können unsere Kosten steigen und die Absatzchancen sinken. Sollte die neue deutsche Bundesregierung ihre Pläne zur Regulierung des Einsatzes von Werkverträgen und zur Ausweitung von Rentenleistungen umsetzen, hätten auch wir mit Mehrkosten zu rechnen. Neue Handelsbarrieren, die in einigen Weltregionen zu erkennen sind, könnten unseren internationalen Warenverkehr beeinträchtigen. Darüber hinaus sehen wir derzeit keine konkreten Steuer- und Gesetzesvorhaben, die zu gravierenden Nachteilen führen könnten. Allerdings sind Steuererhöhungen angesichts der angespannten Haushaltslage in vielen Ländern nicht auszuschließen.
Im Jahr 2013 haben die deutschen Steuerbehörden die Betriebsprüfungen für die Jahre 2005 bis 2010 bei allen wesentlichen deutschen Dürr-Tochtergesellschaften fortgeführt. Für erkennbare Steuernachforderungen haben wir entsprechende Rückstellungen gebildet. Wir erwarten, dass die inländischen Betriebsprüfungen Ende 2014 abgeschlossen werden. Die steuerlichen Außenprüfungen, die in verschiedenen Auslandsgesellschaften durchgeführt werden, lassen derzeit keinen Nachzahlungsbedarf erkennen.
MARKT
Die Auswirkungen der europäischen Absatzkrise auf die Automobilindustrie variieren von Hersteller zu Hersteller. Während französische und italienische Produzenten, die ihre Fahrzeuge hauptsächlich in Europa verkaufen, stark betroffen sind, können Automobilkonzerne mit weltweiter Reichweite das schwache Europageschäft besser kompensieren. Auch wir spüren die Auswirkungen der Krise, da die Automobilindustrie die Ausrüstungsinvestitionen in Westeuropa seit Jahren einschränkt. Allerdings entfällt nur ein relativ kleiner Teil unseres Auftragseingangs auf Westeuropa (2013: 16,7 %, ohne Deutschland). Zudem scheint der Tiefpunkt der Absatzkrise überwunden, wie der leichte Aufwärtstrend seit September 2013 zeigt.
Weltweit ist die Anzahl der Automobilhersteller begrenzt. Dementsprechend ist unsere Kundenbasis relativ konzentriert, was zu Abhängigkeitsrisiken führen kann. Im Jahr 2013 entfielen 56,9 % unseres Umsatzes auf die zehn größten Kunden (Vorjahr: 60,9 %), der größte Einzelkunde steuerte 13,4 % zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 11,7 %).
Auf den Preisdruck in unseren Märkten reagieren wir mit unterschiedlichen Maßnahmen:
| ― | Stückkostensenkung: Wir entwickeln Produkte, mit denen unsere Kunden die Stückkosten in der Fertigung senken können. So können wir den Blick der Kunden von den reinen Investitionskosten auf die langfristigen Gesamtkostenvorteile lenken, die eine höherpreisige Anlage gegenüber einer preisgünstigeren, aber weniger effizienten Lösung auszeichnen. |
| ― | Design to Budget: Auf Basis einer Grobspezifikation und eines Zielbudgets planen wir Anlagen, die sowohl den Budgetvorstellungen des Kunden als auch unseren Margenansprüchen gerecht werden. |
| ― | Lokalisierung: Für die Emerging Markets entwickeln wir lokale Produkte, die an spezifische Bedürfnisse und das Preisgefüge vor Ort angepasst sind. Dadurch sind wir auch bei geringen Investitionsbudgets wettbewerbsfähig. |
Das Risiko von Forderungsausfällen ist in der Regel gut beherrschbar. Unser Forderungsvolumen ist gering, da wir üblicherweise hohe Anzahlungen von Kunden erhalten. Hohe Forderungen bestehen vor allem gegenüber Automobilherstellern mit guten Erträgen und Cashflows. Die Mehrzahl unserer Kunden aus der Automobilindustrie verfügt über ein Investment-Grade-Rating.
Die Zahlungseingänge von Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir engmaschig.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN
Geschäftsschwerpunkt Emerging Markets
Die starke Ausrichtung unseres Geschäfts auf die Emerging Markets ist mit einigen spezifischen Risiken verbunden:
| ― | In den Emerging Markets können kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen zu Nachteilen führen. Die Personalfluktuation ist in Schwellenländern wie China und Indien im Industriedurchschnitt höher als in Deutschland. Bei Dürr liegt sie allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Leistungsfähige Mitarbeiter binden wir durch gezielte Personalentwicklung sowie attraktive Karrieremöglichkeiten und Vergütungspakete an das Unternehmen. Auch unsere Weltmarktführerschaft ist in den Emerging Markets wichtig für unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Zudem legen wir besonderen Wert auf eine Unternehmenskultur, die von Wertschätzung und Gemeinschaftsgefühl geprägt ist. Die Produkt- und Markenpiraterie ist in den Emerging Markets ausgeprägter als in den etablierten Märkten. Die Risiken für Dürr beurteilen wir jedoch als beherrschbar. Unsere Kerntechnologien entwickeln wir ausschließlich in Deutschland. Sie werden durch Patente abgesichert und erfordern viel Prozess-Know-how, Erfahrung und Spezialwissen, sodass sie kaum ohne Qualitätsverluste kopierbar sind. Zum Schutz unseres Geschäfts trägt auch bei, dass unsere Kunden aus der Automobilindustrie sehr qualitätssensibel sind und keine Risiken durch den Einsatz minderwertiger Kopien eingehen wollen. Low-Cost-Wettbewerbern in den Emerging Markets treten wir mit einer Kombination aus Technologie- und Kostenführerschaft entgegen. Unseren technischen Vorsprung sichern wir durch kontinuierliche Produktinnovationen. Unsere Kosten passen wir durch lokale Produktentwicklung (Local Design) und lokale Wertschöpfung an das Marktniveau an. Um Überlastungsrisiken zu vermeiden, passen wir unsere Kapazitäten an das hohe Geschäftsvolumen in den Emerging Markets an. Seit dem Jahr 2005 haben wir die Belegschaft in diesen Märkten mehr als verdreifacht, im Jahr 2013 wuchs sie um weitere 275 Mitarbeiter auf 2.771. |
| ― | Um in den etablierten Märkten (Westeuropa und Nordamerika) das Risiko einer Unterauslastung zu vermeiden, haben wir unsere Kapazitäten vor allem in den Jahren 2008 und 2009 angepasst. Im Jahr 2013 haben wir die Personalstärke des Geschäftsbereichs Cleaning and Surface Processing in den USA nochmals deutlich reduziert. Eine Sonderrolle nehmen die deutschen Konzernunternehmen ein: Als Leitgesellschaften unterstützen sie das Geschäft in allen Teilen der Welt, daher haben wir ihre Belegschaft seit 2005 um 17 % angehoben. Wir erwarten, dass das Marktvolumen für die Modernisierung bestehender Anlagen in Europa und den USA zukünftig wächst. In den USA generiert der steigende Automobilabsatz Nachfrage für unsere Produkte. |
Strategische Risiken/neue Geschäftsfelder
Beim Eintritt in neue Geschäftsfelder, zum Beispiel Klebetechnik oder Energieeffizienztechnik, besteht das Risiko, dass wir Kundenanforderungen, Ressourceneinsatz oder die Nachfrage- und Wettbewerbssituation falsch einschätzen. Dieses Risiko stufen wir als beherrschbar ein: Wir erschließen nur Bereiche, die an das Kerngeschäft angrenzen, führen im Vorfeld intensive Analysen durch und tätigen Akquisitionen erst, wenn belastbare Due-Diligence-Ergebnisse und Integrationspläne vorliegen. Außerdem folgt die Kapitalallokation einer systematischen Rendite-/Risikoabwägung.
Die Energieeffizienztechnik ist ein junger Markt in der Formierungsphase. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentierter und weniger übersichtlich als in unserem Kerngeschäft. Zugleich beeinflussen staatliche Lenkungsmaßnahmen wie Förderprogramme und Emissionsregeln den Markt. Daher bestehen Unsicherheiten über die zukünftige Wettbewerbs- und Nachfragestruktur sowie über das Durchsetzungspotenzial einzelner Technologien. Dies kann zu einem erhöhten Abschreibungsrisiko bei Investitionen und Firmenbeteiligungen führen. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir unsere Anteile an dem auf Latentwärmespeicher spezialisierten Start-up-Unternehmen LaTherm abgeschrieben, nachdem LaTherm einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Die Abschreibung führte zu einer überschaubaren Ergebnisbelastung von 0,6 Mio. € (inklusive Forderungsabschreibung).
Auch beim strategischen Ausbau des Geschäfts mit Flugzeugproduktionstechnik bestehen spezifische Risiken, sowohl in der Auftragsabwicklung als auch bei der Sicherstellung einer ausreichenden Auslastung. Um unser Angebotsspektrum über die Kernkompetenz der Positioniertechnik hinaus zu erweitern, sind beträchtliche F&E-Aufwendungen erforderlich. Die Investitionszyklen sind länger als in der Automobilindustrie, es werden weniger Einzelprojekte vergeben und die Kundenanzahl ist geringer. Um unsere Marktbasis zu verbreitern, haben wir seit dem Jahr 2008 rund 20 Neukunden gewonnen.
KUNDEN/PRODUKTE
Bei unseren Kunden sind derzeit keine grundlegenden Entwicklungen zu erkennen, die zu wesentlichen Nachteilen für uns führen könnten. Vieles spricht dafür, dass Verbrennungsmotoren zumindest mittelfristig der Standard in der Automobilantriebstechnik bleiben werden. Ein Durchbruch der Elektromobilität im Massenmarkt ist noch nicht absehbar, vielmehr investiert die Branche stark in die Entwicklung sparsamer Verbrennungsaggregate. Dies eröffnet uns Geschäftschancen in der Reinigungs- und Auswuchttechnik.
Der Karosseriebau wird weiterhin von den Werkstoffen Aluminium und Stahl dominiert werden. Im Lackiertechnikgeschäft sehen wir daher keine gravierenden Substitutionsrisiken. Allerdings nutzt die Automobilindustrie verstärkt Kunst- und Verbundwerkstoffe, um Fahrzeuggewicht und Kraftstoffverbrauch zu senken. Auch diese neuen Materialien müssen lackiert werden, daher entwickeln wir spezielle Produkte für die Kunststofflackierung. Kunst- und Verbundwerkstoffe lassen sich nicht schweißen, sondern müssen geklebt werden. Entsprechend wächst die Nachfrage in der Klebetechnik.
F&E- UND PRODUKTHAFTUNGSRISIKEN
Technischen Risiken und einer ungenügenden Akzeptanz von Innovationen beugen wir vor, indem wir den Marktbedarf intensiv analysieren, Pilotkunden am Innovationsprozess beteiligen und Produkte mit hohem Return on Investment für den Kunden entwickeln. Dies senkt auch das Risiko, aktivierte Entwicklungsleistungen außerplanmäßig abschreiben zu müssen.
Um mit neuen Produkten keine Schutzrechte Dritter zu verletzen, beobachten wir alle relevanten Patentanmeldungen. Produkthaftungsfälle sind in unserem Geschäft selten, dennoch schließen wir Produkthaftungsversicherungen ab und stellen sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften entsprechen.
WETTBEWERBSRISIKEN
Derzeit sehen wir keine Anhaltspunkte für geplante Zusammenschlüsse zwischen Wettbewerbern. Auch Konkurrenzprodukte, die unsere Marktstellung signifikant bedrohen könnten, sind uns nicht bekannt. Weder in China noch in anderen wichtigen Märkten werden inländische Wettbewerber uns gegenüber systematisch bevorzugt.
BESCHAFFUNGSRISIKEN
Die Risiken im Beschaffungsbereich haben sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verringert. Der Hauptgrund dafür ist, dass wir unsere Lieferantenbasis in den Emerging Markets verbreitert haben. Dadurch ist das Risiko von Engpässen bei der Belieferung unserer Baustellen gesunken. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass einzelne Lieferanten unsere Qualitäts- und Terminanforderungen nicht erfüllen. Daher überprüfen wir bei kritischen Lieferanten regelmäßig den Auftragsfortschritt. Um unser geistiges Eigentum zu schützen, geben wir keine anspruchsvollen Konstruktionen an Auftragsfertiger.
Das Preissteigerungsrisiko hat sich infolge der leichten Nachfrageberuhigung etwas verringert. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten spielt in den meisten Ländern keine größere Rolle. Um uns gegen Verfügbarkeits- und Preisrisiken in der Beschaffung abzusichern, schließen wir Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten ab und bündeln Einkaufsvolumina. Die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen stufen wir als gering ein, da wir über eine breite Lieferantenbasis verfügen. Rahmenverträge über größere Volumina werden nur mit Vorzugslieferanten guter Bonität vereinbart.
PERSONALRISIKEN
Unser Geschäft ist von anspruchsvoller Technik und komplexen Prozessen in der Auftragsabwicklung geprägt. Um uns gegen Know-how-Verluste zu schützen, verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Wissensträger. Dazu fördern wir den internen Wissenstransfer durch Dokumentationen, Schulungen, Patenschaften und das konzernweite Intranet.
Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Zeitarbeitskräfte ein.
Der Personalaufbau im Konzern fiel im Jahr 2013 moderater aus als in den beiden Vorjahren. Die meisten offenen Stellen konnten wir adäquat besetzen. In Deutschland decken die Absolventenzahlen in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, IT, Naturwissenschaft, Technik) den Bedarf der Wirtschaft nicht vollständig ab. Bei Dürr begegnen wir diesem Risiko, indem wir Experten durch eine langfristige Karriereplanung an das Unternehmen binden. Zudem haben wir unser Personal- und Hochschulmarketing deutlich ausgebaut. Auszubildende, Trainees und Studierende an Dualen Hochschulen übernehmen wir nach Möglichkeit in feste Arbeitsverhältnisse.
IT-RISIKEN
Die Hauptrisiken im IT-Bereich sind Datenverlust, Hacking und Virenangriffe, sie haben in den vergangenen Jahren parallel zum wachsenden Einsatz unterschiedlicher IT-Lösungen zugenommen. Um uns zu schützen, setzen wir auf eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation, einheitliche IT-Sicherheitsrichtlinien und eine robuste IT-Infrastruktur mit modernen Firewall- und Antivirenprogrammen. Die Gefahr von Produktivitätsverlusten oder gar Komplettausfällen reduzieren wir durch Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen. Unser Risiko, Hacker- und Ausspähungsangriffen ausgesetzt zu sein, stufen wir als branchenüblich ein.
UMWELT- UND ARBEITSSICHERHEITSRISIKEN
Im Anlagenbau können auf unseren Baustellen Arbeitssicherheitsrisiken auftreten. Daher haben wir eine umfassende Health & Safety-Richtlinie mit konzernweiten Sicherheitsstandards entwickelt. Zudem arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um eine hohe Arbeitssicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten. Aufgrund unserer geringen Fertigungstiefe sind die Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken in unseren Produktionswerken überschaubar. Zuletzt haben wir viele Produktionsstandorte neu gebaut oder modernisiert und mit Maschinen mit hohen Sicherheitsstandards ausgerüstet. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe werden nur in begrenztem Umfang eingesetzt, zum Beispiel bei Versuchen in der Reinigungs- und Lackiertechnik. In allen Bereichen des Emissions- und Arbeitsschutzes beachten wir neben gesetzlichen Regelungen auch interne Richtlinien sowie Vorgaben der entsprechenden Zertifizierungssysteme.
RECHTLICHE RISIKEN
Unsere bedeutendsten rechtlichen Risiken sind Gewährleistungsansprüche sowie Schadenersatzforderungen von Kunden bei Produktionsausfällen. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht einhalten, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusagen abgeben, etwa zur Verfügbarkeit einer Anlage, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir grundsätzlich aus. Auch Patentstreitigkeiten sind in unserem Geschäft möglich. Zurzeit sind wir in keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Bei keinem der anhängigen Verfahren überschreitet der Streitwert einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag.
WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKOMINIMIERUNG
Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden ausführlich im Konzernanhang zum Konzernabschluss beschrieben. Bitte beachten Sie auch Textziffer 40 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss.
Das Management von Fremdwährungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken ist in einer speziellen Richtlinie definiert. Im Zentrum steht das Finanzrisiko-Komitee, dem der Finanzvorstand, die Leiter von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie die Finanzverantwortlichen der Geschäftsbereiche angehören. Dieses Gremium befasst sich mit finanzstrategischen Fragen und bereitet entsprechende Vorstandsbeschlüsse vor.
Absicherung von Fremdwährungsrisiken
Im Rahmen des Risikomanagements setzen wir derivative Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Der Schwerpunkt liegt auf Devisentermingeschäften zur Währungssicherung. Der Nominalwert der Devisenterminkontrakte im Konzern belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 250,9 Mio. € (31.12.2012: 172,2 Mio. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter Textziffer 40 im Konzernanhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind. Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung wurden im Geschäftsjahr 2013 nicht eingesetzt.
Bei Projekten mit Fremdwährungsrisiken sichern wir unmittelbar nach Erhalt des Auftrags den Umsatzanteil ab, der über die Kosten in der entsprechenden Fremdwährung hinausgeht. Grundsätzlich schließen wir für jedes Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ab (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir angesichts der kleineren Auftragsvolumina auch Macro Hedges für mehrere Aufträge, um den Transaktionsaufwand zu senken. Hedging-Geschäfte führt in der Regel das Konzern-Treasury der Dürr AG durch.
Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.
Unser wichtigstes Währungsrisiko ist das Translationsrisiko, das bei der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro besteht. Transaktionsrisiken beim Export von Produkten sind von untergeordneter Bedeutung, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen (Natural Hedge).
Absicherung von Zinsrisiken
Wir verfolgen eine konservative und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Zins- und Finanzierungsstrategie. Ihre Hauptmerkmale sind langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung entfällt hauptsächlich auf die festverzinsliche Anleihe und die langfristige Campus-Finanzierung. Daher spielen Zinsänderungsrisiken keine wesentliche Rolle.
Unser Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig identifizieren und ihre Auswirkungen simulieren. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell im Konzern-Treasury angesiedelt; ab einer definierten Größenordnung sind Ausnahmen dem Finanzvorstand zur Genehmigung vorzulegen.
Absicherung von Liquiditätsrisiken
Unser Ziel ist es, den Liquiditätsbedarf weitestgehend aus dem Cashflow abzudecken. Darauf legen wir bei der Steuerung des operativen Geschäfts großen Wert. Bei vorübergehend negativen Cashflows - etwa in Phasen mit höherem Net-Working-Capital-Bedarf - bieten unsere gute Liquiditätsposition und die Kreditlinie des syndizierten Kredits Spielraum. Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Dank eines internationalen Cash-Pooling-Systems können wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften anderen Konzerntöchtern zur Verfügung stellen. Dadurch vermeiden wir die Inanspruchnahme externer Kredite und die damit verbundenen Zinsaufwendungen. Einige Landesgesellschaften nehmen nicht am Cash Pooling teil, da nationales Recht den Kapitaltransfer einschränkt. Cash Pooling und externe Liquiditätsbeschaffung werden durch das Konzern-Treasury gesteuert.
Unsere Liquidität ist mit 458,5 Mio. € sehr komfortabel. Aus heutiger Perspektive bestehen keine außergewöhnlichen Liquiditäts- und Verschuldungsrisiken. Die Barlinie über 50 Mio. €, die unser syndizierter Kredit vorsieht, wurde im Jahr 2013 nicht beansprucht. Die Darlehenszusage der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 40 Mio. € haben wir zum 25. November 2013 gekündigt, da wir sie nicht mehr benötigen.
Im Jahr 2014 bestehen keine Risiken bei der Fremdkapitalversorgung. Die Laufzeit unseres syndizierten Kredits haben wir Ende 2013 um ein Jahr bis Mitte 2015 verlängert. Auch die im Jahr 2010 emittierte Unternehmensanleihe ist erst im Jahr 2015 fällig. Die Anleihebedingungen sind unter www.durr.de einsehbar und enthalten die marktüblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Sollten wir dagegen verstoßen, könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden.
Der Vertrag zu unserem syndizierten Kredit verpflichtet uns, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Diese so genannten Financial Covenants werden vierteljährlich ermittelt, dabei gilt ein rollierender Berechnungszeitraum von zwölf Monaten. Im Jahr 2013 haben wir die Financial Covenants zu jedem Stichtag eingehalten. Sollten wir die Covenants nicht einhalten, kann das Bankenkonsortium den Kredit mit einer Zweidrittelmehrheit der beteiligten Banken fällig stellen.
Absicherung von Anlagerisiken
Mithilfe einer Richtlinie für das Financial Asset Management reduzieren wir Risiken bei der Anlage freier Mittel. Sie regelt zum Beispiel die zulässigen Asset-Klassen, Bonitätsanforderungen und den Umgang mit Klumpenrisiken. Im Einklang mit der Richtlinie besitzen wir keine Staatsanleihen, deren fristgerechte Rückzahlung unsicher ist. Daher besteht kein erhöhtes Risiko einer außerplanmäßigen Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte oder Finanzanlagen.
RATINGS
Seit September 2010 beauftragen wir keine Ratings mehr. Kursentwicklung und Rendite unserer Anleihe sind verlässliche Indikatoren dafür, dass die Investoren unsere Bonität hoch einstufen. Daher erscheint es realistisch, dass wir künftige Anleihen zu günstigeren Konditionen begeben können.
CHANCEN
CHANCENMANAGEMENTSYSTEM
Unser Chancenmanagementsystem basiert genauso wie das Risikomanagementsystem auf einem Bottom-up-Prozess. Im Zentrum des Prozesses stehen die Geschäftsbereiche: Über die Konzerngesellschaften kommunizieren sie mit Kunden, Lieferanten, Partnern und Marktbeobachtern und erfassen Marktinformationen sowie neue Anforderungen und Trends. Diese Informationen werden zu Chancenkomplexen verdichtet und bewertet. Chancenkomplexe, die nachhaltiges Geschäftspotenzial bieten, werden in Strategie-Workshops mit dem Vorstand nochmals ganzheitlich analysiert. Danach integrieren Geschäftsbereiche und Konzern die jeweiligen Vorhaben in ihre Strategien. Zudem werden Budgetziele definiert sowie Finanzierungsmittel und Personalressourcen zugewiesen.
Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Leiter der Geschäftsbereiche steuern. Bei Chancen mit erheblicher strategischer Bedeutung bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse, Organisationsaufbau und - gegebenenfalls - Akquisitionsprozesse.
Zum Chancenmanagement gehört auch die Kooperation mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Auf diesem Weg prüfen wir, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse für unsere Produkte nutzbar sind. Zudem verfolgen wir, ob rechtliche Regelungen, zum Beispiel im Emissionsschutz, neue Produktionstechnologien erfordern. Neben produktbezogenen Chancen bewerten wir auch Potenziale, die sich in einzelnen Regionen, mit bestimmten Kunden oder durch neue Geschäftsmodelle und Prozesse ergeben.
CHANCENPOTENZIAL
Der folgende Überblick zeigt die wichtigsten Chancen des Gesamtkonzerns und der Geschäftsbereiche. In der Geschäftsplanung für 2014 und der strategischen Planung bis 2017 haben wir das Umsatz- und Ertragspotenzial, das sich aus den Chancen ergeben kann, realistisch berücksichtigt. Sollten wir die sich bietenden Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten im Jahr 2014 der Umsatz um bis zu 7 % und das EBIT um bis zu 10 % höher ausfallen, als in der Planung beziehungsweise im Ausblick angenommen. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die genannten Zusatzpotenziale bei Umsatz und EBIT Best-Case-Werte sind.
STRATEGISCHE CHANCEN
| ― | Wachstum in den Emerging Markets: Die Automobilindustrie bleibt auf Jahre eine Wachstumsbranche, besonders in den Emerging Markets. Weltweit dürfte die Produktion zwischen 2013 und 2018 Experten zufolge um knapp 5 % pro Jahr zunehmen, in China und anderen Emerging Markets wird mit Zuwachsraten von 8 % und mehr gerechnet. Dies führt dazu, dass auch weiterhin regelmäßig neue Automobilwerke gebaut werden. Dürr kann von dem überproportionalen Wachstum in den Emerging Markets profitieren, da wir in diesen Märkten teils deutlich stärker aufgestellt sind als unsere Wettbewerber. |
| ― | Zukunftsmärkte Südostasien und Afrika: In Südostasien erwarten Experten zwischen 2013 und 2018 ein Wachstum der Automobilproduktion von durchschnittlich 7,2 % pro Jahr. Entsprechend werden zusätzliche Fertigungskapazitäten benötigt. Um am Marktwachstum in Südostasien zu partizipieren, haben wir im Jahr 2012 die Gesellschaft Dürr Thailand gegründet. Zudem verbessern wir unseren Zugang zur japanischen Automobilindustrie, die den Markt in Südostasien dominiert. Hierfür nutzen wir unsere 10%-Beteiligung an dem japanischen Lackieranlagenbauer Parker Engineering, zudem errichten wir ein Lackier-Testzentrum in Tokio. Auch auf dem afrikanischen Kontinent, der immer stärker in den Fokus der Automobilindustrie rückt, bauen wir unsere Kapazitäten aus. |
| ― | Wachsendes Modernisierungsgeschäft: In den reifen Märkten Westeuropa und Nordamerika wird es immer wichtiger, ältere Produktionsanlagen zu modernisieren. Hintergrund sind die Investitionszurückhaltung der vergangenen zehn Jahre und der technische Fortschritt. Wir haben zahlreiche neue Produkte entwickelt, die bei kurzen Payback-Zeiten mehr Produktionseffizienz ermöglichen. Auch in China führen Produktivitätsdruck und neue Umweltnormen verstärkt zu Investitionen in bestehende Automobilwerke. Zuletzt wurde dort der Einsatz von lösemittelhaltigen Lacken gesetzlich eingeschränkt, daher müssen ältere Lackierereien für den Einsatz von Wasserlacken umgerüstet werden. |
| ― | Potenzial im Service: Unsere installierte Basis ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass das margenstärkere Service-Geschäft überproportional zum Konzernumsatz zunimmt. Potenzial besteht vor allem in den Emerging Markets, wo der Service-Anteil am Umsatz derzeit unter dem Konzerndurchschnitt liegt. Um unsere Chancen zu nutzen, bauen wir Belegschaft und Organisation im Service-Geschäft aus und treiben Optimierungsinitiativen voran. Unter anderem beschleunigen wir die Ersatzteillieferung und weiten die Präsenz in den Werken unserer Kunden aus. |
| ― | Neue Geschäftsfelder: In den zurückliegenden Jahren haben wir verschiedene kleinere Unternehmen mit zukunftsträchtigen Technologien akquiriert. Dadurch verfügen wir über Wachstumschancen in attraktiven, an das Kerngeschäft angrenzenden Geschäftsfeldern. Dazu zählen die Klebetechnik, die Feinstreinigungstechnik, die Auswuchttechnik für Turbolader und die Befülltechnik. In der Energieeffizienztechnik bauen wir ein Produktportfolio für die Nutzung von Wärme und Abwärme auf. In allen Fällen internationalisieren wir das Geschäft mithilfe des weltweiten Dürr-Netzwerks. |
| ― | Nachhaltige Produktion: Die Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards, an denen unsere Kunden ihre Produktion ausrichten, ziehen weltweit an. Infolgedessen wächst der Bedarf an umweltschonenden und energieeffizienten Produktionsprozessen. Dieser Trend prägt unser Geschäft immer stärker und löst umfangreiche Investitionen in nachhaltige Technologien aus. |
| ― | Aufstrebende Hersteller in der Automobilindustrie: Automobilhersteller aus China und anderen Emerging Markets wollen nicht nur in ihren Heimatmärkten, sondern auch im Weltmarkt expandieren. Dafür benötigen sie weitere Fertigungskapazitäten und wettbewerbsfähige Produktionstechnologien. |
| ― | Produktion/leistungswirtschaftliche Chancen: Der Ausbau unserer internen Wertschöpfung eröffnet Qualitätsvorteile und reduziert mögliche Kontroll- und Nacharbeitskosten bei Zulieferungen. Wir haben gezielt in die Effizienz unserer Werke investiert, daher ist die Eigenfertigung von Produkten oft wirtschaftlicher als der Einkauf bei Lieferanten. Weitere Kostenvorteile können wir erschließen, indem wir unsere verbreiterte Produktionsbasis in China verstärkt auch für den Export nutzen. |
| ― | Interne Effizienzsteigerung: Wir optimieren kontinuierlich unsere internen Prozesse, Strukturen und Systeme. Der Fokus liegt dabei auf der internationalen Kooperation unserer Standorte. Dadurch erschließen wir weitere Effizienzpotenziale. |
CHANCEN IN DEN GESCHÄFTSBEREICHEN
| ― | Paint and Final Assembly Systems hat seine Kompetenzen und Kapazitäten in den Emerging Markets ausgebaut und verfügt dadurch über Vorteile im Wettbewerb, zum Beispiel Kostensenkungspotenziale. Die erweiterten Fertigungskapazitäten in China, Mexiko, Polen und Brasilien ermöglichen mehr interne und lokale Wertschöpfung, was sich positiv auf Qualität, Kosten und Liefertreue auswirkt. In Asien und den USA strebt der Geschäftsbereich weiteres Wachstum an. Großes Potenzial bietet sich weltweit im Modernisierungs- und Service-Geschäft, da die installierte Basis in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. |
| ― | Aircraft and Technology Systems verfügt über gute Voraussetzungen, um das Geschäft mit Flugzeugbauern auszuweiten - vor allem in den Emerging Markets. Referenzaufträge aus Russland, China und Brasilien sowie die internationale Präsenz von Dürr bieten eine gute Basis. Der Ausbau des Technologiespektrums für die Flugzeugmontage und der Transfer etablierter Verfahren aus der Automobilproduktion eröffnen die Chance, sich als internationaler Komplettanbieter zu positionieren und von der Konsolidierung des Wettbewerbsumfelds zu profitieren. |
| ― | Application Technology sieht weiteres Wachstumspotenzial durch die Vollautomatisierung des Lackauftrags. Beispiele sind der zunehmende Einsatz von Robotern in der Fahrzeug-Innenlackierung sowie die Substitution älterer Lackiermaschinen durch neue Technologien. Zusätzliche Chancen bieten die verstärkte Bearbeitung der Märkte in Japan und Südostasien, der Ausbau des Klebetechnik- und Produktgeschäfts und das verstärkte Insourcing bei der Produktion von Schlüsselkomponenten. |
| ― | Balancing and Assembly Products hat in der Auswuchttechnik zwei Chancenkomplexe im Blick: Wachstum bei Auswuchtanlagen für Turbolader und den Ausbau der Marktposition bei Standard-Auswuchtmaschinen. Im Befülltechnikgeschäft will der Geschäftsbereich von seinem Technologievorsprung bei der Befüllung mit CO2 -haltigen Kältemitteln sowie vom Marktwachstum in Südostasien profitieren. Auch in der Prüftechnik wächst das Marktpotenzial in Südostasien; weitere Chancen bietet das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge, insbesondere durch die Automatisierung von Prüfvorgängen. |
| ― | Cleaning and Surface Processing sieht im Automotive-Geschäft Chancen durch eine breite Vermarktung seiner neuen Roboter-Reinigungsanlagen EcoCFlex und EcoCAgile. Im Service-Geschäft sollen Schlagkraft und Angebotstiefe ausgebaut werden. Wachstumspotenzial besteht zudem im neuen Geschäftsfeld Oberflächenreinigung und -behandlung, zum Beispiel mit der Hochdruck-Wasserstrahlanlage EcoCBooster. Im Geschäft mit der allgemeinen Industrie bieten sich Chancen durch den Ausbau der weltweiten Präsenz in Service und Vertrieb. Optimierungen in Fertigung und Logistik sollen zu kürzeren Lieferzeiten und Skaleneffekten führen. |
| ― | Clean Technology Systems will in der Abluftreinigungstechnik das Geschäft in den Emerging Markets und dort vor allem in China weiter ausbauen. Die Integration der Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH (LTB) eröffnet Zugang zu neuen Kundengruppen (zum Beispiel Graphitindustrie) und Technologien (Wäschertechnologie, Entstaubung), zudem bieten sich Synergiepotenziale in Bereichen wie Fertigung, Vertrieb und Produktentwicklung. Im Geschäftsfeld VAM (Ventilation Air Methane), in dem Anlagen zur Reinigung und Verstromung methanhaltiger Grubenabluft angeboten werden, soll der Vertrieb in China intensiviert werden. Gute Wachstumschancen bieten sich mittel- und langfristig auch in der Energieeffizienztechnik. Dabei kann Clean Technology Systems mit neuen Technologien von den Trends zu dezentraler Energieerzeugung, nachhaltiger Produktion und Kostensenkung durch Energieeinsparung profitieren. |
WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT
PROGNOSE
POSITIVE KONJUNKTURAUSSICHTEN
Europa scheint die wirtschaftliche Talsohle durchschritten zu haben, seit dem zweiten Halbjahr 2013 zeigen die Konjunkturindikatoren wieder nach oben. In Nordamerika setzt sich der stetige Wachstumskurs fort. In China hat sich die wirtschaftliche Entwicklung auf hohem Niveau stabilisiert. Vor diesem Hintergrund erwarten Konjunkturexperten im Jahr 2014 eine beschleunigte Ausweitung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7 % (2013: 2,8 %). Aufgrund der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Perspektiven ist davon auszugehen, dass die Notenbanken die großzügige Geldversorgung der vergangenen Jahre sukzessive einschränken werden.
2015 soll das weltweite BIP aktuellen Prognosen zufolge um 4,0 % zunehmen. In Westeuropa ist mit einer leichten Beschleunigung zu rechnen, allerdings dürfte die Region weiterhin unter ihren Möglichkeiten bleiben. Für Deutschland rechnen Konjunkturforscher mit einer Fortsetzung des stetigen Wachstumskurses. In den Emerging Markets wird für 2015 ein BIP-Plus von 5,4 % und damit eine leichte Ausweitung gegenüber 2014 (5,3 %) prognostiziert. China hat gute Chancen, sein BIP-Wachstum wieder auf über 8,0 % zu steigern. In den USA dürfte die Konjunktur im Jahr 2015 weiter Fahrt aufnehmen, sodass ein BIP-Plus von 3,8 % realistisch erscheint. Dagegen sind die Erwartungen für Japan angesichts der hohen Staatsverschuldung verhalten. Eine Übersicht zu den Wachstumserwartungen für 2014 und 2015 gibt die Tabelle.
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| Veränderung gegenüber Vorjahr, in % |
2013 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Welt | 2,8 | 3,7 | 4,0 |
| Eurozone | -0,4 | 1,0 | 1,4 |
| USA | 1,8 | 3,2 | 3,8 |
| China | 7,8 | 8,6 | 8,2 |
| Indien | 4,3 | 5,5 | 6,0 |
| Brasilien | 2,2 | 1,9 | 1,7 |
| Japan | 1,6 | 0,7 | 1,3 |
Quelle: Deutsche Bank 12/2013
AUTOMOBILPRODUKTION: STETIGER AUFWÄRTSTREND
PricewaterhouseCoopers (PwC) erwartet, dass die Weltautomobilproduktion im Jahr 2014 um knapp 6 % und damit stärker als das globale BIP zunimmt. Der für 2015 prognostizierte Zuwachs liegt mit knapp 7 % nochmals etwas höher; absolut dürfte das Produktionsvolumen 2015 auf gut 93 Mio. Einheiten steigen. Nach der überraschend kräftigen Produktionsausweitung des Jahres 2013 wird China voraussichtlich auch 2014 und 2015 zweistellige Steigerungsraten erreichen. In den USA dürfte das Wachstum der Automobilproduktion zwar etwas abflachen, die für 2014 und 2015 angenommenen Zuwächse überschreiten mit 6,4 % beziehungsweise 4,3 % aber die jeweiligen BIP-Prognosen. In Westeuropa sollte die Automobilfertigung nach dem starken Einbruch der vergangenen Jahre wieder spürbar zulegen, für 2015 rechnet PwC basisbedingt mit einem Zuwachs von knapp 7 %. Nach dem Rückgang des Jahres 2013 dürfte die Automobilproduktion in Russland im Jahr 2014 wieder um rund 10 % zulegen und auch 2015 weiter wachsen. In Indien rechnet PwC für 2014 mit einem Wachstum auf Vorjahresniveau und für 2015 mit einer zweistelligen Zuwachsrate. In Brasilien dürfte sich das Produktionswachstum in beiden Jahren auf hohem Niveau bewegen.
/PRODUKTION PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE IN MIO. EINHEITEN (VERÄNDERUNG GEGENÜBER VORJAHR)
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| Region | 2011 | 2012 | 2013 | 2014* | 2015* | 2016* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nordamerika | 13,1 (10,1%) | 15,4 (17,6 %) | 16,3 (5,8 %) | 17,0 (4,3 %) | 17,6 (3,5 %) | 17,9 (1,7 %) |
| Mercosur | 4,2 (0,0 %) | 4,2 (0,0 %) | 4,5 (7,1 %) | 4,7 (4,4 %) | 5,1 (8,5 %) | 5,6 (9,8 %) |
| Westeuropa | 13,6 (2,3 %) | 12,4 (-8,8 %) | 12,4 (0,0 %) | 13,0 (4,8 %) | 13,9 (6,9 %) | 14,8 (6,5 %) |
| Osteuropa | 6,3 (12,5 %) | 6,9 (9,5 %) | 7,1 (2,9 %) | 7,4 (4,2 %) | 7,8 (5,4 %) | 8,1 (3,8 %) |
| Asien | 34,9 (2,6 %) | 38,4 (10,0 %) | 40,7 (6,0 %) | 43,6 (7,1 %) | 46,9 (7,6 %) | 50,0 (6,6 %) |
| davon China | 15,3 (6,3 %) | 16,6 (8,5 %) | 18,7 (12,7 %) | 20,8 (11,2 %) | 23,4 (12,5 %) | 25,5 (9,0 %) |
| Sonstige | 2,5 (0,0 %) | 1,9 (-24,0 %) | 1,5 (-21,1 %) | 1,7 (13,3 %) | 2,0 (17,6 %) | 2,1 (5,0 %) |
| Gesamt | 74,6 (4,3 %) | 79,2 (6,2 %) | 82,5 (4,2 %) | 87,4 (5,9 %) | 93,3 (6,8 %) | 98,5 (5,6 %) |
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| Region | 2017* | 2018* | CAGR** 2013-2018 |
|---|---|---|---|
| Nordamerika | 18,6 (3,9 %) | 18,5 (-0,5 %) | 2,6 % |
| Mercosur | 5,9 (5,4 %) | 6,2 (5,1 %) | 6,6 % |
| Westeuropa | 15,2 (2,7 %) | 15,4 (1,3 %) | 4,4 % |
| Osteuropa | 8,4 (3,7 %) | 8,5 (1,2 %) | 3,7 % |
| Asien | 52,0 (4,0%) | 53,2 (2,3%) | 5,5 % |
| davon China | 26,8 (5,1 %) | 27,6 (3,0 %) | 8,1 % |
| Sonstige | 2,1 (0,0 %) | 2,3 (9,5 %) | 8,9 % |
| Gesamt | 102,2 (3,8 %) | 104,1 (1,9 %) | 4,8 % |
* Prognose
** CAGR = Compound Annual Growth Rate (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate)
Quelle: PwC 1/2014, eigene Schätzungen
STEIGENDE FLUGGASTZAHLEN ERWARTET
Nach Schätzungen der International Air Transport Association (IATA) werden die Passagierzahlen in der Luftfahrt in den Jahren 2013 bis 2017 im Schnitt um 5,4 % p.a. zunehmen; dagegen soll das Transportaufkommen nur leicht ansteigen. Angesichts einer hohen Auslastung und sinkender Kerosinpreise dürften die Fluglinien ihre Ertragslage verbessern können. Vor diesem Hintergrund ist mit höheren Investitionen in neue Flugzeuge und Produktionsanlagen zu rechnen.
Für unser Geschäft mit der Flugzeugindustrie erwarten wir in den Jahren 2014 und 2015 kontinuierliche Volumenzuwächse. Die wesentlichen Investitionstreiber bei unseren Kunden sind Effizienzsteigerungen in der Produktion, die termingerechte Einführung neuer Modelle und die Senkung des Kerosinverbrauchs. Hinzu kommt, dass Produzenten aus Russland und China auf den Weltmarkt drängen und dafür moderne Produktionskapazitäten benötigen.
BRANCHENVERBAND SIEHT POSITIVE PERSPEKTIVEN IM MASCHINEN- UND ANLAGENBAU
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) prognostiziert für 2014 ein Produktionsplus von 3 %. Der Branchenumsatz dürfte in Deutschland um 4 % zulegen und den Spitzenwert des Jahres 2008 leicht übertreffen. Zum Vergleich: Der Umsatz von Dürr dürfte im Jahr 2014 rund 50 % über dem Niveau des Jahres 2008 liegen.
SCHWERPUNKT WEITERHIN AUF DER AUTOMOBILINDUSTRIE
Das für uns relevante Projektvolumen der Automobilhersteller hat sich im Jahr 2013 auf hohem Niveau stabilisiert, auch 2014 und 2015 dürfte es sich in der erreichten Größenordnung bewegen. Die Automobilindustrie bleibt unser mit Abstand wichtigster Absatzmarkt. In den kommenden Jahren dürften gut 80 % des Umsatzes auf sie entfallen. Das Geschäft mit Umwelttechnik und energieeffizienten Technologien bauen wir weiter aus; für 2015 strebt der Unternehmensbereich Clean Technology Systems inklusive Akquisitionen ein Umsatzvolumen von 200 Mio. € an (2013: 106,3 Mio. €).
UMSATZ LEICHT STEIGEND
Unser Geschäftsausblick für die Jahre 2014 und 2015 setzt voraus, dass sich die Wirtschaft in den BRIC-Staaten positiv entwickelt und die Konjunktur in den etablierten Ländern weiter an Dynamik gewinnt.
Die insgesamt erfreulichen Absatzprognosen für die Automobilindustrie sprechen dafür, dass die Branche ihre Investitionen in neue Werke (Greenfield-Projekte] auf dem hohen Niveau des Jahres 2013 belassen sollte. Die Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen (Brownfield-Projekte) dürften mit Blick auf die Altersstruktur der bestehenden Werke leicht steigen. Die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilhersteller sind der wachsende Kapazitätsbedarf sowie die Senkung der Stückkosten durch höhere Produktionseffizienz.
Im Rahmen der Strategie "Dürr 2017" werden wir besonderes Augenmerk auf den Ausbau des Service-Geschäfts legen. In den kommenden Jahren soll der Umsatz im Service stärker zulegen als im Neuanlagengeschäft und einen Anteil am Konzernumsatz von über 25 % erreichen.
Dank unserer starken Position in den Emerging Markets dürften wir dort weiterhin von der hohen Marktdynamik profitieren. In den Jahren 2014 und 2015 sollen die Emerging Markets jeweils mindestens 50 bis 60 % zu Auftragseingang und Umsatz des Konzerns beisteuern. Der westeuropäische Markt, dessen Bedeutung für Dürr in den vergangenen Jahren nachgelassen hat, dürfte stabil bleiben. Nordamerika wird auch weiterhin zu unseren wichtigsten Absatzregionen zählen.
Langfristig streben wir im Konzern ein nachhaltiges organisches Umsatzwachstum von bis zu 5 % pro Jahr an. Voraussetzung dafür ist, dass der Ausbau unserer neuen Geschäftsfelder planmäßig voranschreitet. Im Geschäftsjahr 2014 erwarten wir aus heutiger Sicht einen Umsatz zwischen 2,4 und 2,5 Mrd. €; dafür sprechen der hohe Auftragsbestand und die starke Nachfrage in unseren Märkten. Der Auftragseingang soll im Jahr 2014 zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. € erreichen. Beim Auftragsbestand rechnen wir zum Jahresende 2014 mit einer Größenordnung zwischen 1,95 und 2,25 Mrd. €.
PARALLELE ENTWICKLUNG VON KOSTEN UND UMSATZ REALISTISCH
Wir erwarten, dass die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten sowie sonstige betriebliche Kosten) im Jahr 2014 etwa parallel zum Umsatz steigen. Personal- und Materialkosten bleiben die größten Einzelpositionen. Bei den Personalkosten ist 2014 mit einem Zuwachs von rund 10 % zu rechnen, maßgeblich dafür sind das steigende Lohnniveau in den Emerging Markets und die höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Den Ausbau unserer Eigenfertigung werden wir 2014 fortsetzen; vor diesem Hintergrund dürften die Materialkosten stabil bleiben oder leicht sinken. Unser grundsätzliches Ziel ist es, die Materialkosten nicht stärker als den Umsatz ansteigen zu lassen. Daher werden wir die Beschaffung in Osteuropa und Asien weiter ausbauen, um Preisvorteile zu nutzen.
OPERATIVES ERGEBNIS: FÜR 2014 LEICHTER ANSTIEG ERWARTET
Das Ergebnis soll im Jahr 2014 ungefähr parallel zum Umsatz steigen. Im Konzern streben wir eine EBIT-Marge zwischen 8,0 und 8,5 % an. Basis dafür sind die hohe Auslastung und die gute Qualität des Auftragsbestands, zudem soll der Service-Anteil am Umsatz zunehmen. Das Finanzergebnis wird sich nach der deutlichen Verbesserung des Jahres 2013 vorübergehend leicht verschlechtern, ausschlaggebend dafür sind die geplante Refinanzierung und die mit ihr verbundenen Aufwendungen. In der Folgezeit dürften die besseren Finanzierungskonditionen, die wir mit der Refinanzierung anstreben, zu einer deutlichen Verbesserung des Finanzergebnisses führen. Der Steueraufwand sollte langsam ansteigen, da die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge nur noch bedingt möglich ist. Für 2014 halten wir eine Steuerquote von 27 bis 28 % für realistisch. Folglich dürfte das Ergebnis nach Steuern in etwa konstant bleiben. Entsprechend unserer langfristigen Ausschüttungspolitik soll die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns betragen.
Der ROCE soll im Jahr 2014 zwischen 30 und 40 % betragen. Damit streben wir einen im internationalen Vergleich sehr hohen Wert an. Im Jahr 2013 stieg der ROCE auf 66,2 %, da das Capital Employed infolge außergewöhnlich hoher Anzahlungen und Fortschrittszahlungen von Kunden stark sank, während das EBIT zunahm.
/AUSBLICK KONZERN
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| 2013 | Ziel 2014 | |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 2.387,1 Mio. € | 2.300 bis 2.500 Mio. € |
| Auftragsbestand (31.12.) | 2.150,1 Mio. € | 1.950 bis 2.250 Mio. € |
| Umsatz | 2.406,9 Mio. € | 2.400 bis 2.500 Mio. € |
| EBIT-Marge | 8,4 % | 8,0 bis 8,5 % |
| ROCE | 66,2 % | 30 bis 40 % |
| Finanzergebnis | -18,4 Mio. € | leicht schwächer |
| Steuerquote | 23,7 % | 27 bis 28 % |
| Ergebnis nach Steuern | 140,9 Mio. € | stabil |
| Operativer Cashflow | 329,1 Mio. € | deutlich schwächer |
| Free Cashflow | 261,9 Mio. € | leicht negativ |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | 280,5 Mio. € | 150 bis 250 Mio. € |
| Liquidität (31.12.) | 458,5 Mio. € | 330 bis 430 Mio. € |
| Investitionen* | 51,2 Mio. € | 40 bis 50 Mio. € |
* in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)
UNTERNEHMENSBEREICHE
Die Unternehmensbereiche Application Technology, Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems planen für 2014 Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Paint and Assembly Systems erwartet nach dem außergewöhnlich hohen Ergebnis des Jahres 2013 allenfalls eine konstante EBIT-Marge, der Umsatz dürfte eine ähnliche Größenordnung wie im Jahr 2013 erreichen.
/AUSBLICK UNTERNEHMENSBEREICHE
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| Umsatz (Mio. €) | Auftragseingang (Mio. €) | EBIT-Marge (%) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | Ziel 2014 | 2013 | Ziel 2014 | 2013 | Ziel 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Paint and Assembly Systems | 1.176,9 | 1.100 bis 1.200 | 1.124,7 | 1.050 bis 1.150 | 8,4 | 7 bis 8,4 |
| Application Technology | 540,0 | 550 bis 580 | 567,6 | 550 bis 600 | 11,0 | 11 bis 12 |
| Measuring and Process Systems | 583,6 | 580 bis 630 | 561,1 | 560 bis 620 | 7,9 | 8 bis 9 |
| Clean Technology Systems | 106,3 | 120 bis 140 | 133,7 | 120 bis 150 | 5,7 | 5 bis 6 |
CASHFLOW
Der starke Cashflow des Jahres 2013 profitierte von außergewöhnlich hohen Fortschrittszahlungen und Anzahlungen am Jahresende und dürfte 2014 kaum zu wiederholen sein. Bereinigt um die einmalig hohen, zum Teil vorgezogenen Zahlungseingänge im Schlussquartal 2013 würden operativer Cashflow und Free Cashflow auch 2014 hohe Niveaus erreichen. Der ausgewiesene operative Cashflow dürfte deutlich zurückgehen, der ausgewiesene Free Cashflow könnte leicht negativ ausfallen. Wir gehen davon aus, dass der Cashflow und die hohen liquiden Mittel im Jahr 2014 sowohl den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) als auch die Dividendenzahlung sicher abdecken werden.
INVESTITIONEN
Infolge des Ausbaus mehrerer Standorte haben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Jahr 2013 ein Rekordniveau erreicht. Auch 2014 werden sie den Wert des Jahres 2012 (32,5 Mio. €) überschreiten, da noch Aufwendungen für einige Erweiterungsmaßnahmen anfallen. Insgesamt rechnen wir mit Investitionen von 40 bis 50 Mio. € (ohne Akquisitionen); diese dürften sich ungefähr zu gleichen Teilen auf Standortprojekte/Erweiterungsmaßnahmen einerseits und Ersatzbeschaffungen andererseits verteilen.
Wir planen weitere Technologieakquisitionen, um das Kerngeschäft zu stärken und die Energieeffizenz-Aktivitäten von Clean Technology Systems auszubauen. Das Volumen der beabsichtigten Zukäufe lässt sich noch nicht angeben, sollte die durchschnittliche Akquisitionssumme der vergangenen Jahre aber deutlich übersteigen. Zur Finanzierung stehen die hohen liquiden Mittel und der Cashflow zur Verfügung.
LIQUIDITÄT, EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG
Aus heutiger Sicht rechnen wir zum Bilanzstichtag 2014 mit einem Nettofinanzstatus von 150 bis 250 Mio. €. Dabei sind mögliche größere Akquisitionen nicht berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sollten Ende 2014 zwischen 330 und 430 Mio. € betragen. Informationen zu den voraussichtlichen Auszahlungen aus den Finanzverbindlichkeiten und den derivativen Finanzinstrumenten finden Sie unter Textziffer 40 im Konzernanhang zum Konzernabschluss. Das Eigenkapital wird 2014 voraussichtlich weiter zunehmen, sodass die Eigenkapitalquote am Jahresende auf über 28 % steigen sollte. Unseren syndizierten Kredit wollen wir allenfalls zum Ausgleich temporärer Schwankungen im Net Working Capital oder im Fall einer außergewöhnlich großen Akquisition in Anspruch nehmen.
Wir beabsichtigen, im Jahr 2014 eine neue Anleihe zu begeben. Zudem streben wir für 2014 den Abschluss eines neuen syndizierten Kredits an. Wir gehen in beiden Fällen davon aus, dass wir uns bei der Refinanzierung günstigere Konditionen als bisher sichern können. Des Weiteren erwägen wir, die im Jahr 2010 emittierte Anleihe (Kupon 7,25 %, Laufzeit bis 28. September 2015) unter Einhaltung der in den Anleihebedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen frühestens zum 28. September 2014 und zu 100 % zu kündigen. Den derzeitigen Konsortialkredit aus dem Jahr 2011 haben wir Ende 2013 ohne zusätzliche Kosten um ein Jahr bis Juni 2015 verlängert. Folglich sind wir bei der Refinanzierung keinem Zeitdruck ausgesetzt. Eine Kapitalerhöhung ist aus heutiger Sicht nicht geplant.
MITARBEITER
Die Mitarbeiterzahl dürfte im Lauf des Jahres 2014 nochmals zunehmen, und zwar um rund 5 %. Der Zuwachs wird größtenteils auf die Emerging Markets entfallen; deren Anteil an der Gesamtbelegschaft sollte zum Jahresende gut 35 % erreichen (2013: 34,0 %). In den etablierten Märkten werden wir die Mitarbeiterzahl allenfalls geringfügig anheben.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, KÜNFTIGE PRODUKTE/DIENSTLEISTUNGEN
Nachdem wir den F&E-Aufwand und die F&E-Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren deutlich angehoben haben, planen wir zukünftig weitere Zuwächse.
In der Produktentwicklung stehen folgende Themen im Fokus:
| ― | Stückkostenreduktion im Automobilbau, |
| ― | Umwelttechnik, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, |
| ― | Flexibilisierung und Modularisierung von Produktionsanlagen. |
Wir erwarten, dass der Umsatzanteil vollautomatisierter und hochflexibler Produkte und Anlagen in den kommenden Jahren steigt, da unsere Kunden damit effektiv ihre Stückkosten senken können. In der Lackiertechnik rechnen wir mit einer weiter wachsenden Nachfrage für unser Eco+Paintshop-Konzept, das unterschiedliche Technologien mit verringertem Material- und Energiebedarf bündelt. Dazu zählt auch das neue Lackierkabinensystem EcoReBooth, das wir im Jahr 2013 bei einem deutschen Automobilhersteller erstmals installiert haben. Im Service sehen wir unter anderem im Geschäft mit Anlagen-Audits und Ersatzteilen wachsendes Potenzial.
2015: STETIGE ENTWICKLUNG ERWARTET
2015 wollen wir an das hohe Ergebnisniveau der beiden Vorjahre anknüpfen. Wir erwarten ein leicht steigendes Geschäftsvolumen bei ungefähr konstanter EBIT-Marge. Sowohl der operative Cashflow als auch der Free Cashflow sollten klar positiv ausfallen. Unsere Prognose für 2015 werden wir zu gegebener Zeit konkretisieren.
ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Die Automobilhersteller planen zahlreiche Investitionsvorhaben, zudem verfügen wir über einen hohen Auftragsbestand und zusätzliches Potenzial im Service-Geschäft. Die Automobilindustrie wird weiterhin eine Wachstumsbranche bleiben, dies unterstreichen die prognostizierten Produktionszuwächse von 6 % beziehungsweise 7 % für 2014 und 2015. Den Bau neuer Automobilwerke erwarten wir vor allem in den Emerging Markets, wo zusätzliche Produktionskapazitäten benötigt werden. Zudem steigt - vor allem in den etablierten Märkten - der Bedarf an Erhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen, da viele Automobilfabriken in die Jahre gekommen sind. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den hohen Auftragsbestand stufen wir die Visibilität unseres Geschäftsverlaufs in den beiden kommenden Jahren als gut ein.
Wir rechnen für 2014 mit einem Umsatz zwischen 2,4 und 2,5 Mrd. €. Das EBIT soll ungefähr parallel zum Umsatz steigen, das Ziel für die EBIT-Marge beträgt 8,0 bis 8,5 %. Der Cashflow dürfte 2014 nicht an das außergewöhnlich hohe Niveau des Jahres 2013 anknüpfen. Dennoch streben wir im Jahresdurchschnitt einen steigenden und positiven Nettofinanzstatus an (2012: -14,0 Mio. €, 2013: 60,4 Mio. €). Zum Jahresende 2014 erwarten wir einen Rückgang des Nettofinanzstatus gegenüber dem außerordentlich hohen Wert am 31. Dezember 2013. Die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2013 wird sich - die Zustimmung zu unserem Dividendenvorschlag vorausgesetzt - auf 36 % belaufen. Für 2014 soll die Dividende zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns betragen und mindestens das Vorjahresniveau erreichen.
Insgesamt sehen wir unser Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt: Dürr verfügt über eine überdurchschnittlich starke Präsenz in den Emerging Markets. Die konzernweite Kooperation bei der weltweiten Auftragsabwicklung weist dank durchgängiger Geschäftsprozesse und IT-Strukturen eine hohe Effizienz auf. Ausgehend von unserer gewachsenen installierten Basis wollen wir das Service-Geschäft überproportional zum Neuanlagengeschäft ausbauen. Zudem werden wir im Rahmen der Strategie "Dürr 2017" an unserem Innovationskurs festhalten und damit das Fundament für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung legen.
ANGABEN GEMÄSS §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB
| ― | Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals: Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 34.601.040 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. |
| ― | Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen: Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 28 S. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkollisionen). |
| ― | Beteiligungen, die 10 % überschreiten: Die Heinz Dürr GmbH ist mit 25,1 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung (3,5 %) kontrolliert die Familie Dürr 28,6 % der Aktien (Stand: 31. Dezember 2013). |
| ― | Aktien mit Sonderrechten: Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen. |
| ― | Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben: Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. |
| ― | Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder: Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 des Aktiengesetzes (AktG) sowie in § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann. |
| ― | Bestimmungen zur Änderung der Satzung: Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern. |
| ― | Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter Textziffer 25 im Konzernanhang zum Konzernabschluss. |
| ― | Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots: § 5 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Falle eines Kontrollwechsels die vorzeitige Rückzahlung ihrer Schuldverschreibungen von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 101 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist. Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber. Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Falle eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem können alle Kreditzusagen durch die Mehrheitsbanken aufgehoben werden, sodass der gesamte syndizierte Kredit zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn (i) die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar abhängiges Unternehmen einer anderen Person außer denjenigen Mitgliedern der Familie Dürr, die im Zeitpunkt des Abschlusses der Neufassung des Kreditvertrags direkte oder indirekte Aktionäre der Dürr AG waren, oder einer Gesellschaft wird, die nicht von den vorgenannten Mitgliedern der Familie Dürr oder deren gesetzlichen Erben beherrscht wird; (ii) eine Person oder gemeinsam handelnde Personen im Sinne des § 2 Abs. 5 WpÜG (außer den vorgenannten Mitgliedern der Familie Dürr oder deren gesetzlichen Erben) beherrschenden Einfluss auf die Dürr AG erlangen. Abhängiges Unternehmen in diesem Sinne bedeutet ein Unternehmen, auf das eine andere Person direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss ausübt oder dessen Anteile zu mehr als 50 % direkt oder indirekt durch eine andere Person gehalten werden. Beherrschender Einfluss in diesem Sinne bedeutet die Fähigkeit, die Angelegenheiten der Dürr AG zu lenken oder die Zusammensetzung des Vorstands oder des Aufsichtsrats der Dürr AG (soweit er durch die Aktionäre bestimmt wird) zu kontrollieren. |
| ― | Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten: Die Mitglieder des Vorstands verfügen im Fall einer Übernahme über eine Option auf Weiterbeschäftigung oder Ausscheiden gegen eine Entschädigung. Details enthält der Corporate-Governance-Bericht. Weitere diesbezügliche Vereinbarungen bestehen nicht. |
BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN (ABHÄNGIGKEITSBERICHT)
Der Vorstand der Dürr AG hat gemäß § 312 Aktiengesetz einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Unsere Gesellschaft sowie die mit unserer Gesellschaft verbundenen Unternehmen erhielten bei jedem im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Dieser Beurteilung liegen Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
Bietigheim-Bissingen, den 6. März 2014
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
RALF W. DIETER
RALPH HEUWING
/BILANZ DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, ZUM 31. DEZEMBER 2013
AKTIVA
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| Tsd. € | Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (1) | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 310 | 511 | |
| II. Sachanlagen | 117 | 118 | |
| III. Finanzanlagen | 512.567 | 484.388 | |
| 512.994 | 485.017 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (2) | 302.230 | 146.118 |
| II. Sonstige Wertpapiere | (3) | 9.937 | 3.990 |
| III. Flüssige Mittel | (4) | 246.686 | 196.675 |
| 558.853 | 346.783 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | (5) | 243 | 79 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | (6) | 1.150 | 987 |
| Summe AKTIVA | 1.073.240 | 832.866 | |
| Passiva | |||
| Tsd. € | Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (7) | 88.579 | 44.289 |
| II. Kapitalrücklage | (8) | 156.174 | 200.464 |
| III. Bilanzgewinn | (9) | 267.784 | 113.006 |
| 512.537 | 357.759 | ||
| B. Rückstellungen | (11) | 16.978 | 17.675 |
| C. Verbindlichkeiten | (12) | 542.395 | 455.341 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | (13) | 1.330 | 2.091 |
| Summe PASSIVA | 1.073.240 | 832.866 |
/GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013
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| Tsd. € | Anhang | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| 1. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | (15) | 195.988 | 91.366 |
| 2. Erträge aus Beteiligungen | (15) | 32.576 | 0 |
| 3. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | (15) | -1 | -104 |
| 4. Beteiligungsergebnis | (15) | 228.563 | 91.262 |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | (16) | 29.557 | 23.733 |
| 6. Personalaufwand | (17) | -12.536 | -13.324 |
| 7. Abschreibungen | (1) | -305 | -379 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (18) | -21.744 | -19.773 |
| 9. Finanzergebnis | (19) | -24.335 | -13.054 |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 199.200 | 68.465 | |
| 11. Steuern | (20) | -5.496 | -11.660 |
| 12. Jahresüberschuss | 193.704 | 56.805 | |
| 13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 74.080 | 56.201 | |
| 14. Bilanzgewinn | 267.784 | 113.006 |
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART
I. GRUNDLAGEN UND METHODEN
Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert.
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1. ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt.
IMMATERIELLES ANLAGEVERMÖGEN
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
SACHANLAGEN
Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 410,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bis 2009 wurde für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen; pauschaliert wurden jeweils 20 % p.a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.
FINANZANLAGEN
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag bzw. mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die langfristige Ausleihung gegenüber der Dürr Ecoclean S.A.S, Loué, wurde vollständig wertberichtigt.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Unternehmensanleihen erworben, die zum 31. Dezember 2013 mit einem Buchwert von 27.355 Tsd. € (Vorjahr: 10.909 Tsd. €) ausgewiesen sind.
2. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 247.976 | 130.719 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 54.254 | 15.399 |
| 302.230 | 146.118 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet.
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 Tsd. € ausgewiesen (Vorjahr: 0 Tsd. €).
3. SONSTIGE WERTPAPIERE
Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.
4. FLÜSSIGE MITTEL
Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern wurden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
5. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt.
6. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG
Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und der Sicherung betrieblicher Wertguthaben dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen zur Sicherung der Altersversorgungsverpflichtungen und um Wertpapiere und Bankguthaben zur Sicherung der betrieblichen Wertguthaben.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Altersversorgungsverpflichtungen (VORaB-Programm):
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 1.555 | 1.270 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 2.380 | 1.999 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 2.654 | 2.257 |
| Verrechnete Erträge | 300 | 331 |
| Verrechnete Aufwendungen | 219 | 182 |
Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).
Die Rückstellungen für betriebliche Wertguthaben werden saldiert mit der entsprechenden Insolvenzsicherung gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für betriebliche Wertguthaben:
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 258 | 263 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 256 | 169 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 309 | 256 |
7. GEZEICHNETES KAPITAL
Grundkapital
Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2013 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 44.289 Tsd. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 17.300.520 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt.
Die Hauptversammlung der Dürr AG stimmte am 26. April 2013 der vorgeschlagenen Ausgabe von Gratisaktien zu. Durch die Ausgabe der Gratisaktien am 27. Mai 2013 verdoppelte sich die Gesamtzahl an Aktien der Dürr AG von 17.300.520 Stück auf 34.601.040 Stück. Voraussetzung für die Ausgabe der Gratisaktien war die Verdoppelung des Grundkapitals von 44.289 Tsd. € auf 88.579 Tsd. € im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Dabei wurden offene Rücklagen in Gezeichnetes Kapital umgewandelt. Der Beteiligungsanteil jedes Aktionärs blieb unverändert. Die neuen Aktien sind rückwirkend seit dem 1. Januar 2013 gewinnberechtigt.
Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien
Die Hauptversammlung vom 30. April 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 29. April 2015 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke, eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Falle des Erwerbs über die Börse vom Börsenkurs nicht um mehr als 5 % abweichen. Im Falle eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre darf der Erwerbspreis bis zu 20 % über dem Börsenkurs liegen, muss jedoch mindestens dem Börsenkurs entsprechen.
Ferner wurde der Vorstand von der Hauptversammlung am 30. April 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats aufgrund der vorgenannten oder einer früheren Ermächtigung erworbene Aktien über die Börse oder durch ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre zu veräußern. In näher bestimmten Fällen dürfen die Aktien auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden. Schließlich ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien ohne Kapitalherabsetzung ganz oder teilweise einzuziehen, ohne dass dies eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 30. April 2009 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2014 um bis zu 22.145 Tsd. € gegen Sach - oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 8.650.260 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 30. April 2010 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 442.893 Tsd. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien in der Form von Stammaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die im Vergleich zum Vorjahr erfolgte Verdoppelung des Bedingten Kapitals einschließlich der Anzahl der zu begebenden Aktien folgt aus der von der Hauptversammlung am 26. April 2013 beschlossenen Verdoppelung des Gezeichneten Kapitals der Dürr AG (§ 218 Abs. 1 AktG).
8. KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2013 156.174 Tsd. € (Vorjahr: 200.464 Tsd. €). Kapitalrücklagen in Höhe von 44.289 Tsd. € wurden im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in Gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG.
9. BILANZGEWINN
Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
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| Tsd. € | |
|---|---|
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2012 | 113.006 |
| Dividendenausschüttung | -38.926 |
| Jahresüberschuss 2013 | 193.704 |
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2013 | 267.784 |
10. AUSSCHÜTTUNGS-, ABFÜHRUNGS- UND ENTNAHMESPERRE (vgl. § 285 Nr. 28 HGB)
Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von 1.266 Tsd. € (Vorjahr: 1.099 Tsd. €).
11. RÜCKSTELLUNGEN
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 613 | 659 |
| Steuerrückstellungen | 7.605 | 8.829 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.760 | 8.187 |
| 16.978 | 17.675 |
Pensionsverpflichtungen
Die Pensionsverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.
Die Beträge, die aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes resultieren, wurden im Geschäftsjahr 2009 vollständig dem außerordentlichen Ergebnis zugeführt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Planvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.
a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen
Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,91 % (Vorjahr: 5,07 %).
Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 3,0 % (Vorjahr: 3,1 %) ist daher in die Berechnungen eingeflossen.
Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,5 % (Vorjahr: 3,5 %) verwendet.
Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 8.120 | 8.063 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 6.038 | 6.190 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 7.507 | 7.405 |
| Verrechnete Erträge | 4 | - |
| Verrechnete Aufwendungen | 140 | 120 |
Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).
b) VORaB-Prograrnrn
Die Gesellschaft hat ihren Beschäftigten die Möglichkeit angeboten, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert die Gesellschaft saldiert mit dem Planvermögen aus der Rückdeckungsversicherung, wobei sich durch versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste eine Über- bzw. Unterdeckung ergeben kann.
Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,91 % (Vorjahr: 5,07 %).
Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen.
Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6).
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Hauptversammlung bzw. des Geschäftsberichts.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.
12. VERBINDLICHKEITEN
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| davon mit einer Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|
| Tsd. € | Gesamt | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- |
| Anleihe | 225.000 | - | 225.000 |
| (2012) | (225.000) | - | (225.000) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 390 | 390 | - |
| (2012) | (343) | (343) | (-) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 311.853 | 311.853 | - |
| (2012) | (224.375) | (224.375) | (-) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.152 | 5.152 | - |
| (2012) | (5.623) | (5.623) | (-) |
| davon aus Steuern | 883 | 883 | - |
| (2012) | (1.319) | (1.319) | (-) |
| 31. Dezember 2013 | 542.395 | 317.395 | 225.000 |
| 31. Dezember 2012 | (455.341) | (230.341) | (225.000) |
Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese grundsätzlich mit dem Stichtagskurs bewertet.
Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet.
Anleihe
Im Geschäftsjahr 2010 platzierte die Dürr AG eine festverzinsliche Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 225.000 Tsd. €, einem Kupon von 7,25 % und einer Laufzeit von fünf Jahren, die am 28. September 2015 endet. Die Anleihe dient der langfristigen Finanzierung des Konzerns. Die Dürr AG ist berechtigt, die Unternehmensanleihe frühestens zum 28. September 2014 insgesamt, jedoch nicht teilweise zu kündigen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Laufzeit des am 31. März 2011 unterzeichneten Vertrags über einen syndizierten Kredit wurde auf Wunsch von Dürr um ein Jahr bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Die bestehenden Sicherheiten aus dem Anlage- und Umlaufvermögen wurden, bis auf die Verpfändung der Anteile an Tochtergesellschaften, freigegeben. Das Bankenkonsortium besteht aus der Baden-Württembergischen Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Unicredit Bank AG und KfW IPEX-Bank GmbH.
Die Gesamtkreditlinie des syndizierten Kredits beläuft sich weiterhin auf 230.000 Tsd. €. Sie besteht aus einer Barkreditlinie in Höhe von 50.000 Tsd. € und einer Avalkreditlinie in Höhe von 180.000 Tsd. €. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung vereinbarter Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Die Verzinsung erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge.
Am 25.11.2013 wurde der Vertrag mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Gewährung eines Darlehens über 40.000 Tsd. € für die Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch Dürr gekündigt.
Nach den Berechnungen des Vorstands wurden die vereinbarten Financial Covenants für den syndizierten Kredit zum Bilanzstichtag eingehalten.
Zum Bilanzstichtag wurden 145.115 Tsd. € aus der Avallinie in Anspruch genommen (Vorjahr: 64.426 Tsd. €). Die Barlinie des syndizierten Kredits wurde in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 nicht in Anspruch genommen.
Als Sicherheit für den syndizierten Kredit waren zum Bilanzstichtag Anteile an Tochtergesellschaften verpfändet.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling).
13. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG
In dieser Position ist ein Agio in Höhe von 1.330 Tsd. € (Vorjahr: 2.091 Tsd. €) aus der im Jahr 2010 begebenen Anleihe enthalten. Der Restbuchwert des Agios wird planmäßig über die verbleibende Restlaufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von Dürr begebenen Anleihe wird auf Textziffer 12 verwiesen.
14. LATENTE STEUERN
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| Tsd. € | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Sonstige Rückstellungen | 1.184 | 1.085 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 7.437 | 4.964 |
| Beteiligungen | - | - |
| Sonstige Ausleihungen | 3.398 | 1.766 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 922 | 3.723 |
| Zins- und Verlustvortrag | 3.390 | 9.527 |
| Summe aktive latente Steuern | 16.331 | 21.065 |
| Passive latente Steuern | ||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 319 | 542 |
| Pensionsrückstellungen | 3.286 | 3.120 |
| Langzeitkonten | 5.157 | 5.081 |
| Summe passive latente Steuern | 8.762 | 8.743 |
| Summe latente Steuern | 7.569 | 12.322 |
| Nicht angesetzte latente Steuern | -7.569 | -12.322 |
| Bilanzausweis | 0 | 0 |
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes.
Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Mit Ablauf des 31. Dezember 2012 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der Carl Schenk AG aufgehoben. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29,5 % (Vorjahr: 29,5 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge sind in der Höhe bilanziert, mit deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann.
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) mit folgenden Ausnahmen (Anwendung § 265 Abs. 6 und Abs. 7 HGB) gegliedert:
Dem Charakter der Dürr Aktiengesellschaft als Holding-Gesellschaft entsprechend, werden die Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung in der branchenüblichen Darstellungsweise ausgewiesen. In der Position "Beteiligungsergebnis" werden "Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen" sowie "Erträge aus Beteiligungen" ausgewiesen.
15. BETEILIGUNGSERGEBNIS
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| Tsd. € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 195.988 | 91.366 |
| Erträge aus Beteiligungen | 32.576 | - |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 32.576 | - |
| Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -1 | -104 |
| 228.563 | 91.262 |
Für weitere Angaben zu den Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.
16. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Diese Position beinhaltet unter anderem einen Kostenersatz durch verbundene Unternehmen in Höhe von 21.576 Tsd. € (Vorjahr: 15.822 Tsd. €), Erträge von 7.721 Tsd. € (Vorjahr: 7.175 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung und Erträge von 95 Tsd. € (Vorjahr: 67 Tsd. €) aus der Rückstellungsauflösung.
17. PERSONALAUFWAND
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| Tsd. € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Gehälter | 11.828 | 12.616 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 708 | 708 |
| davon für Altersversorgung | (55) | (129) |
| 12.536 | 13.324 |
Im Jahresdurchschnitt wurden 49 Angestellte (Vorjahr: 46 Angestellte) beschäftigt.
18. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen. Darüber hinaus werden Aufwendungen von 7.617 Tsd. € (Vorjahr: 7.143 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Des Weiteren sind im Vorjahr einmalige Transaktionskosten für die Anpassungen eines syndizierten Kredits enthalten.
19. FINANZERGEBNIS
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| Tsd. € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 468 | 465 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 468 | 465 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.214 | 5.806 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 2.023 | 2.820 |
| davon aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 512 | 13 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -10.000 | - |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -19.017 | -19.325 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -721 | -1.042 |
| davon aus Abzinsungen | -458 | -488 |
| -24.335 | -13.054 |
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen Wertberichtigungen auf langfristige Ausleihungen und Cash-Pooling-Forderungen gegenüber der Dürr Ecoclean S.A.S., Loué.
20. STEUERN
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| Tsd. € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -5.495 | -11.659 |
| Sonstige Steuern | -1 | -1 |
| -5.496 | -11.660 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den inländischen Steueraufwand in Höhe von 11.368 Tsd. € (Vorjahr: 8.564 Tsd. €), anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 3.679 Tsd. €), Erträge in Höhe von 3.145 Tsd. € aus Steuererstattungen und Auflösungen von Steuerrückstellungen inländischer Ertragsteuern (Vorjahr: 584 Tsd. €) sowie Erträge in Höhe von 2.729 Tsd. € aus der Auflösung von Rückstellungen für ausländische Quellensteuern.
V. SONSTIGE ANGABEN
1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochtergesellschaften 145.115 Tsd. €.
Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 240.000 Tsd. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 139.050 Tsd. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine Avallinie in Höhe von 10 Mio. €. Zum Bilanzstichtag waren davon 316 Tsd. € genutzt.
Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften gegenüber Banken für Tochtergesellschaften in Höhe von 92.606 Tsd. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 35.440 Tsd. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank.
Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 231.451 Tsd. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen.
Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.
2. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 159 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2014, 64 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2015 und 22 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2016. Darin enthalten sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, in Höhe von 65 Tsd. €.
3. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.
4. FINANZDERIVATE
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist:
1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen.
2.) Es erfordert keine Anschaffungsauszahlung oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist.
3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen.
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen Dürr und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte).
Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt:
Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinswährungssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.
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| Währungs- bezogene Geschäfte | Nominalbetrag | Positiver beizulegender Zeitwert | Negativer beizulegender Zeitwert | Buchwert (sofern vorhanden) | In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst) |
|---|---|---|---|---|---|
| Devisen- termin- geschäfte | |||||
| Mit Banken | 992 kCHF | - | 2 Tsd. € | - | - |
| 3.287 kCHF | 10 Tsd. € | - | - | - | |
| 14.827 kCZK | - | 23 Tsd. € | - | - | |
| 91.737 kCZK | 25 Tsd. € | - | - | - | |
| 25.075 kDKK | - | 8 Tsd. € | - | - | |
| 78 kCHF | - | - | - | - | |
| 5.000 kCHF | 6 Tsd. € | - | - | - | |
| 58.769 kCZK | 128 Tsd. € | - | - | - | |
| 80.925 kDKK | - | 60 Tsd. € | - | - | |
| 170.696 kDKK | 61 Tsd. € | - | - | - | |
| 5.123 kGBP | - | 90 Tsd. € | - | - | |
| 23.327 kJPY | 3 Tsd. € | - | - | - | |
| 40.300 kMXN | 36 Tsd. € | - | - | - | |
| 7.200 kPLN | - | 29 Tsd. € | -26 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen | |
| 27.436 kUSD | 614 Tsd. € | - | - | - | |
| 4.568 kGBP | - | 217 Tsd. € | - | - | |
| 23.265 kGBP | 149 Tsd. € | - | - | - | |
| 33.594 kHUF | - | - | - | - | |
| 18.926 kMXN | - | 15 Tsd. € | -12 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen | |
| 8.325 kUSD | - | 180 Tsd. € | - | - | |
| 8.288 kUSD | 161 Tsd. € | - | - | - | |
| 667 kPLN | 2 Tsd. € | - | - | ||
| 57.224 kUSD | - | 82 Tsd. € | -68 Tsd. € | Sonstige Rückstellungen | |
| 171 kUSD | - | - | - | - | |
| 173 kUSD | - | 3 Tsd. € | - | - | |
| 71 kUSD | - | - | - | - | |
| Mit verbundenen Unternehmen | |||||
| 992 kCHF | 2 Tsd. € | - | - | - | |
| 3.287 kCHF | - | 10 Tsd. € | - | - | |
| 14.827 kCZK | 23 Tsd. € | - | - | - | |
| 91.737 kCZK | - | 25 Tsd. € | - | - | |
| 25.075 kDKK | 8 Tsd. € | - | - | - | |
| 78 kCHF | - | - | - | - | |
| 3.500 kCHF | - | 4 Tsd. € | - | - | |
| 58.769 kCZK | - | 128 Tsd. € | - | - | |
| 80.925 kDKK | 60 Tsd. € | - | - | - | |
| 170.696 kDKK | - | 61 Tsd. € | - | - | |
| 5.123 kGBP | 90 Tsd. € | - | - | - | |
| 1.160 kPLN | 3 Tsd. € | - | - | - | |
| 27.436 kUSD | - | 614 Tsd. € | - | - | |
| 4.568 kGBP | 217 Tsd. € | - | - | - | |
| 4.139 kGBP | - | 122 Tsd. € | - | - | |
| 33.594 kHUF | - | - | - | - | |
| 3.187 kMXN | 3 Tsd. € | - | - | - | |
| 8.325 kUSD | 180 Tsd. € | - | - | - | |
| 8.288 kUSD | - | 161 Tsd. € | - | - | |
| 667 kPLN | - | 2 Tsd. € | - | - | |
| 594 kUSD | 13 Tsd. € | - | - | - | |
| 171 kUSD | - | - | - | - | |
| 173 kUSD | 3 Tsd. € | - | - | - | |
| 71 kUSD | - | - | - | - |
Der Betrag der Wertänderung eines Derivates wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde.
Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
5. BEWERTUNGSEINHEITEN
Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB n.F.
In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden:
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| Betrag | Bilanz- position | Art der abgesicherten Risiken | Art der Bewertungseinheit | Gesichertes Volumen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzunwirksame Geschäfte | |||||
| Mit Banken | 2 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 992 kCHF |
| 10 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.287 kCHF | |
| 23 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 14.827 kCZK | |
| 25 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 91.737 kCZK | |
| 8 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 25.075 kDKK | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 78 kCHF | |
| 4 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.500 kCHF | |
| 128 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 58.769 kCZK | |
| 60 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 80.925 kDKK | |
| 61 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 170.696 kDKK | |
| 90 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 5.123 kGBP | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.160 kPLN | |
| 614 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 27.436 kUSD | |
| 217 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 4.568 kGBP | |
| 122 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 4.139 kGBP | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 33.594 kHUF | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.187 kMXN | |
| 180 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 8.325 kUSD | |
| 161 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 8.288 kUSD | |
| 2 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 667 kPLN | |
| 13 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 594 kUSD | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 171 kUSD | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 173 kUSD | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 71 kUSD | |
| Mit verbundenen Unternehmen | |||||
| 2 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 992 kCHF | |
| 10 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.287 kCHF | |
| 23 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 14.827 kCZK | |
| 25 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 91.737 kCZK | |
| 8 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 25.075 kDKK | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 78 kCHF | |
| 4 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.500 kCHF | |
| 128 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 58.769 kCZK | |
| 60 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 80.925 kDKK | |
| 61 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 170.696 kDKK | |
| 90 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 5.123 kGBP | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 1.160 kPLN | |
| 614 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 27.436 kUSD | |
| 217 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 4.568 kGBP | |
| 122 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 4.139 kGBP | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 33.594 kHUF | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 3.187 kMXN | |
| 180 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 8.325 kUSD | |
| 161 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 8.288 kUSD | |
| 2 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 667 kPLN | |
| 13 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 594 kUSD | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 171 kUSD | |
| 3 Tsd. € | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 173 kUSD | |
| - | - | Währungsrisiko | Micro Hedge | 71 kUSD |
Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.
Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren.
Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird.
Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt:
Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt.
Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da laut Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden.
Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 82 Monaten.
Im Wesentlichen schließt die Dürr AG kurzfristige Devisentermingeschäfte im Auftrag von Tochtergesellschaften ab und leitet die Konditionen entsprechend weiter, sodass eine Bewertungseinheit zwischen dem externen und internen Devisentermingeschäft vorliegt und somit für diese Geschäfte auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wird.
6. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2013 weist einen Bilanzgewinn von 267.784 Tsd. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 50.172 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten und 217.612 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Danach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 1,45 €.
7. KONZERNABSCHLUSS
Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2013 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www.durr.de veröffentlicht.
8. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX / ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 11. Dezember 2013 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht.
9. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR
Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben.
10. MITGLIEDER DES VORSTANDS
RALF W. DIETER
Vorsitzender
• Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Interne Revision, Corporate Compliance
• Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems
• Unternehmensbereich Application Technology
• Unternehmensbereich Measuring and Process Systems
■ Carl Schenck AG, Darmstadt* (Vorsitzender)
■ Dürr Systems GmbH, Stuttgart* (Vorsitzender)
■ Körber AG, Hamburg
■ Schuler AG, Göppingen (seit 18.04.2013)
□ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China* (Supervisor)
RALPH HEUWING
• Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Informationstechnologie, Global Sourcing
• Unternehmensbereich Clean Technology Systems
• Dürr Consulting
■ Carl Schenck AG, Darmstadt*
■ Dürr Systems GmbH, Stuttgart*
■ MCH Management Capital Holding AG, München
□ Dürr India Pvt. Ltd., Chennai, Indien*
• Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder
■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
□ Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
* Konzernmandat
Die individuellen Vergütungsaufwendungen für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:
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| Erfolgsunabhängig | Erfolgsabhängig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| € | Grundvergütung | Sonstige Vergütungen1) | Langfristiger Vergütungsaufwand (LTI) | Kurzfristige Vergütung (STI) | Vergütungsaufwand ohne Altersversorgung | Aufwand für Altersversorgung2) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ralf W. Dieter | 600.000,00 | 47.153,18 | 1.400.000,00 | 1.000.000,00 | 3.047.153,18 | 160.000,00 |
| (2012) | (550.000,00) | (57.049,31) | (1.904.985,73) | (1.000.000,00) | (3.512.035,04) | (150.000,00) |
| Ralph Heuwing | 500.000,00 | 26.784,54 | 1.400.000,00 | 900.000,00 | 2.826.784,54 | 140.000,00 |
| (2012) | (425.455,44) | (24.948,19) | (2.215.099,68) | (900.000,00) | (3.565.503,31) | (127.500,00) |
| Gesamt | 1.100.000,00 | 73.937,72 | 2.800.000,00 | 1.900.000,00 | 5.873.937,72 | 300.000,00 |
| (2012) | (975.455,44) | (81.997,50) | (4.120.085,41) | (1.900.000,00) | (7.077.538,35) | (277.500,00) |
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| € | Gesamtaufwand3) | Im Berichtsjahr ausbezahlt |
|---|---|---|
| Ralf W. Dieter | 3.207.153,18 | 2.972.153,18 |
| (2012) | (3.662.035,04) | (2.107.049,31) |
| Ralph Heuwing | 2.966.784,54 | 2.776.784,54 |
| (2012) | (3.693.003,31) | (1.735.403,63) |
| Gesamt | 6.173.937,72 | 5.748.937,72 |
| (2012) | (7.355.038,35) | (3.842.452,94) |
1) Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.
2) Im Geschäftsjahr erfasste Dienstzeitaufwendungen
Als Zahlung aus der ersten LTI-Tranche (Laufzeit 2010 bis 2012) erhielt der Vorstand insgesamt 3.000 Tsd. €. Davon wurden 2.675 Tsd. € nach der Hauptversammlung 2013 ausbezahlt. 325 Tsd. € waren bereits im Jahr 2011 als Abschlagszahlung gewährt worden. Aus der zweiten LTI-Tranche (Laufzeit 2011 bis 2013) erhielt der Vorstand im Jahr 2012 eine Abschlagszahlung von 560 Tsd. €, die mit der Abschlusszahlung im Jahr 2014 verrechnet wird.
Im Dezember 2013 erhielt der Vorstand eine Abschlagszahlung auf die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr in Höhe von 1.500 Tsd. € (Vorjahr: 1.500 Tsd. €).
An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 475 Tsd. € (Vorjahr: 374 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betragen 128 Tsd. € (Vorjahr: 194 Tsd. €). Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.635 Tsd. € (Vorjahr: 7.599 Tsd. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 7.507 Tsd. € (Vorjahr: 7.405 Tsd. €).
11. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
DR.-ING. E.H. HEINZ DÜRR1)4)5)
Unternehmer, Berlin
(bis 26.04.2013, Vorsitzender)
KLAUS EBERHARDT1)4)5)
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG
Vorsitzender seit 26.04.2013
■ ElringKlinger AG, Dettingen/Erms (seit 16.05.2013)
■ KSPG AG, Neckarsulm (Vorsitzender)
■ MTU Aero Engines AG, München (Vorsitzender)
HAYO RAICH1)3)4)
Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
Stv. Vorsitzender
■ Dürr Systems GmbH, Stuttgart (Stv. Vorsitzender)
PROF. DR. NORBERT LOOS1)2)4)5)
Geschäftsführender Gesellschafter der Loos Beteiligungs-GmbH, Stuttgart
Weiterer Stv. Vorsitzender
■ BHS tabletop AG, Selb (Vorsitzender)
■ Hans R. Schmid Holding AG, Offenburg (Vorsitzender)
■ LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach (Vorsitzender)
STEFAN ALBERT3)4)
Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Schenck RoTec GmbH, Darmstadt
■ Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt
MIRKO BECKER2)3)
Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart
Freigestellter Betriebsrat der Dürr Systems GmbH, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen
DR. DR. ALEXANDRA DÜRR2)5)
Oberärztin an der Neurogenetischen Klinik des Département de Génétique, Hôpital de la Salpêtrière, Paris, Frankreich
THOMAS HOHMANN3)
Personalleiter der Dürr Systems GmbH, Stuttgart
GUIDO LESCH1)3)
Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle, Völklingen
■ Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen (Stv. Vorsitzender)
DR. HERBERT MÜLLER
Rechtsanwalt
(seit 26.04.2013)
DR. MARTIN SCHWARZ-KOCHER2)3)
Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart
KARL-HEINZ STREIBICH
Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt
■ Deutsche Telekom AG, Bonn (seit 01.10.2013)
■ Deutsche Messe AG, Hannover (seit 01.01.2013)
■ Mann + Hummel GmbH, Ludwigsburg (seit 03.06.2013)
■ Mann + Hummel Holding GmbH, Ludwigsburg (seit 03.06.2013)
PROF. DR.-ING. DR.-ING. E.H. KLAUS WUCHERER
Geschäftsführer der Dr. Klaus Wucherer Innovations- und Technologieberatung GmbH, Erlangen
■ Festo AG & Co. KG, Esslingen (Vorsitzender seit 19.04.2013)
■ Heitec AG, Erlangen (Stv. Vorsitzender seit 27.06.2013)
■ Leoni AG, Nürnberg (Stv. Vorsitzender)
■ SAP AG, Walldorf
1) Mitglied Präsidium und Personalausschuss
2) Mitglied Prüfungsausschuss
3) Vertreter der Arbeitnehmer
4) Mitglied Vermittlungsausschuss
5) Mitglied Nominierungsausschuss
■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder setzen sich wie folgt zusammen:
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| Grundvergütung | Vergütung Ausschussmitgliedschaft | Sitzungsgeld3) | Variable Vergütung | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Vorsitzender (bis 26. April 2013) | 20.000,00 | 6.250,00 | 3.000,00 | 35.000,00 | 64.250,00 |
| (2012) | (60.000,00) | (11.250,00) | (8.000,00) | (105.000,00) | (184.250,00) |
| Klaus Eberhardt2) Vorsitzender (ab 26. April 2013) | 46.666,67 | 5.000,00 | 6.000,00 | 81.666,67 | 139.333,34 |
| (2012) | (13.333,33) | - | (2.000,00) | (23.333,33) | (38.666,66) |
| Hayo Raich*1) Stellvertretender Vorsitzender | 30.000,00 | 5.000,00 | 5.000,00 | 52.500,00 | 92.500,00 |
| (2012) | (30.000,00) | (5.000,00) | (8.000,00) | (52.500,00) | (95.500,00) |
| Prof. Dr. Norbert Loos Stellvertretender Vorsitzender | 30.000,00 | 25.500,00 | 10.000,00 | 52.500,00 | 118.000,00 |
| (2012) | (30.000,00) | (25.500,00) | (11.000,00) | (52.500,00) | (119.000,00) |
| Stefan Albert*1) | 20.000,00 | - | 6.000,00 | 35.000,00 | 61.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (-) | (5.000,00) | (35.000,00) | (60.000,00) |
| Mirko Becker*1) | 20.000,00 | 9.000,00 | 9.000,00 | 35.000,00 | 73.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (9.000,00) | (8.000,00) | (35.000,00) | (72.000,00) |
| Dr. Dr. Alexandra Dürr | 20.000,00 | 11.500,00 | 9.000,00 | 35.000,00 | 75.500,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (8.500,00) | (7.000,00) | (35.000,00) | (70.500,00) |
| Thomas Hohmann* | 20.000,00 | - | 6.000,00 | 35.000,00 | 61.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (-) | (5.000,00) | (35.0000) | (60.000,00) |
| Guido Lesch*1)2) | 20.000,00 | 5.000,00 | 7.000,00 | 35.000,00 | 67.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (5.000,00) | (8.000,00) | (35.000,00) | (68.000,00) |
| Dr. Herbert Müller (ab 26. April 2013) | 13.333,33 | - | 4.000,00 | 23.333,33 | 40.666,66 |
| Dr. Martin Schwarz-Kocher*1) | 20.000,00 | 9.000,00 | 9.000,00 | 35.000,00 | 73.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (9.000,00) | (8.000,00) | (35.0000,00) | (72.000,00) |
| Karl-Heinz Streibich | 20.000,00 | - | 6.000,00 | 35.000,00 | 61.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (-) | (4.000,00) | (35.000,00) | (59.000,00) |
| Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer | 20.000,00 | - | 6.000,00 | 35.000,00 | 61.000,00 |
| (2012) | (20.000,00) | (-) | (4.000,00) | (35.000,00) | (59.000,00) |
| Gesamt | 300.000,00 | 76.250,00 | 86.000,00 | 525.000,00 | 987.250,00 |
| (Gesamt 2012) | (300.000,00) | (76.250,00) | (81.000,00) | (525.000,00) | (982.250,00) |
* Arbeitnehmervertreter
1) Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckle Stiftung abzuführen.
2) ab dem 26. April 2013 Vorsitzender Personalausschuss
3) für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen
12. OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 21 ABS. 1 WPHG
Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht:
Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität (DGAP) Stimmrechtsmitteilung vom 25.03.2013
Die BlackRock, Inc., New York, NY, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.03.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 20.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,04 % (das entspricht 525401 Stimmrechten) betragen hat. 3,04 % der Stimmrechte (das entspricht 525401 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.
Die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25.03.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 20.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 524429 Stimmrechten) betragen hat. 3,03 % der Stimmrechte (das entspricht 524429 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.
Die BlackRock Financial Management, Inc., New York, NY, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.03.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 20.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 524429 Stimmrechten) betragen hat. 3,03 % der Stimmrechte (das entspricht 524429 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 zuzurechnen.
DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013
Die Heinz und Heide Dürr Stiftung GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013
Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat.
DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011
Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat.
28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen.
Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.
Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat.
Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens.
DGAP Stimmrechtsmitteilung vom 24.02.2012 (korrigiert am 16.03.2012)
Die Harris Associates L.P., 2 N. LaSalle Street, Suite 500; Chicago, IL 60602, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.02.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 22.02.2012 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,93 % (das entspricht 852509 Stimmrechten) betragen hat.
4,93 % der Stimmrechte (das entspricht 852509 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Bietigheim-Bissingen, den 6. März 2014
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
RALF W. DIETER
RALPH HEUWING
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2013
DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART
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| Tsd. € | Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | Sachanlagen* | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | Wertpapiere | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2013 | 3.799 | 454 | 462.739 | 10.741 | 11.149 | 488.882 |
| Zugänge | 66 | 37 | - | 22.486 | 19.890 | 42.479 |
| Abgänge | - | -75 | - | -2.754 | -2.990 | -5.819 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2013 | 3.865 | 416 | 462.739 | 30.473 | 28.049 | 525.542 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2013 | 3.288 | 336 | - | - | 241 | 3.865 |
| Abschreibungen | 267 | 38 | - | 8.000 | 636 | 8.941 |
| Abgänge | - | -75 | - | - | -183 | -258 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2013 | 3.555 | 299 | - | 8.000 | 694 | 12.548 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 | 310 | 117 | 462.739 | 22.473 | 27.355 | 512.994 |
| Restbuchwerte zum 31. Dezember 2012 | 511 | 118 | 462.739 | 10.741 | 10.908 | 485.017 |
* Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM 31.12.2013
Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar.
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| Name und Sitz | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital* in Tsd. € |
Jahresergebnis* in Tsd. € |
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| Carl Schenck AG, Darmstadt2) | 100 | 127.287 | 33.308 |
| Landwehr Elfte Vermögensverwaltung GmbH, Darmstadt2)5) (vormals Schenck Atis GmbH) | 100 | 511 | -1 |
| Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1)2) | 100 | 9.226 | 0 |
| Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1)2) | 100 | 12.540 | 0 |
| Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt6) | 100 | 1.112 | 1 |
| LaTherm GmbH, Dortmund3)5) | 28 | -186 | -438 |
| Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt1)2) | 100 | 46.617 | 0 |
| Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach2) (vormals Dürr EES GmbH) | 80 | 1.044 | -1.525 |
| Thermea Energiesysteme GmbH, Ottendorf-Okrilla2) | 28 | -1.210 | 384 |
| Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1)2) | 100 | 5.981 | 0 |
| Dürr Somac GmbH, Stollberg1)2) | 100 | 519 | 3 |
| Dürr International GmbH, Stuttgart1)2) | 100 | 68 | 0 |
| Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1)2) | 100 | 42 | 0 |
| Dürr Parata GmbH, Stuttgart2) (vormals Dürr EDAG Aircraft Systems GmbH) | 100 | 50 | -2 |
| Dürr Systems GmbH, Stuttgart1)2) | 100 | 145.363 | 0 |
| Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart3) | 50 | 0 | 0 |
| Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1)2) | 100 | 1.566 | 0 |
| Andere EU-Länder | |||
| Agramkow Fluid Systems A/S, Sonderborg / Dänemark2) | 100 | 16.882 | 1.714 |
| Carl Schenck Denmark ApS, Sonderborg / Dänemark2) | 100 | 7.030 | 1.231 |
| Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich2) | 100 | 4.755 | 587 |
| Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich2) | 100 | 16.857 | 1.777 |
| Dürr Cleaning France S.A.S., Loué / Frankreich2) | 100 | 1.677 | -276 |
| Dürr Ecoclean S.A.S., Loué / Frankreich2) | 100 | -3.233 | -3.020 |
| Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich2) | 100 | 8.429 | 1.045 |
| Dürr Cyplan Ltd., Aldermaston / Großbritannien2) | 50 | 3.303 | -1.023 |
| Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien2) | 100 | 7.483 | 2.793 |
| Schenck Ltd., Warwick / Großbritannien2) | 100 | 2.747 | 739 |
| CPM S.p.A., Beinasco / Italien2) | 51 | 8.361 | 2.778 |
| Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien2) | 65 | 6.527 | 1.245 |
| Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien2) | 100 | 419 | 16 |
| Verind S.p.A., Rodano / Italien2) | 50 | 6.744 | 304 |
| Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien2) | 51 | 71 | 9 |
| Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande2) | 100 | 805 | 185 |
| Dürr Anlagenbau Ges. m.b.H., Zistersdorf / Österreich2) | 100 | 2.513 | 557 |
| Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen2) | 100 | 3.828 | 666 |
| Dürr Systems Slovakia spol. s r.o., Bratislava / Slowakei2) | 100 | 348 | 219 |
| Dürr Systems Spain S.A., San Sebastián / Spanien2) | 100 | 8.980 | 4.985 |
| Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany / Tschechische Republik2) | 100 | 521 | 329 |
| Sonstige europäische Länder | |||
| OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland2) | 100 | 1.396 | 877 |
| Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz2) | 100 | 16.427 | 146 |
| UCM AG, Rheineck / Schweiz2) | 100 | 4.705 | 272 |
| CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien2) | 51 | 334 | 112 |
| Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Istanbul / Türkei2) | 100 | 12 | -13 |
| Nordamerika/Zentralamerika | |||
| Dürr Systems Canada Corp., Windsor, Ontario / Kanada2) | 100 | 0 | 0 |
| Dürr de México, S.A. de C.V., Querétaro / Mexiko2) | 100 | 8.851 | 3.039 |
| Schenck RoTec Corporation, Auburn Hills, Michigan / USA2) | 100 | 1.041 | 741 |
| Dürr Inc., Plymouth, Michigan / USA2) | 100 | 44.324 | -662 |
| Dürr Systems Inc., Plymouth, Michigan / USA2) | 100 | 78.870 | 25.633 |
| Dürr Ecoclean Inc., Wixom, Michigan / USA2) | 100 | 8.728 | -4.059 |
| Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA2) | 100 | 63.413 | 995 |
| Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA2) | 100 | 18.053 | 2.051 |
| Südamerika | |||
| Irigoyen 330 S.A., Cap. Fed. Buenos Aires / Argentinien2)5) | 100 | 231 | 0 |
| Agramkow do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien2) | 100 | 372 | -229 |
| Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien2) | 100 | 13.513 | 3.382 |
| Afrika/Asien/Australien | |||
| Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko2) | 100 | 388 | 114 |
| Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika2) | 100 | 587 | 306 |
| Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien2) | 100 | 4.963 | 2.888 |
| Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien2) | 100 | 2.737 | 217 |
| Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan3) | 50 | 22.403 | 2.868 |
| Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan4) | 10 | 35.868 | 7.595 |
| Dürr Japan K.K., Yokohama / Japan2) | 100 | 164 | 0 |
| Agramkow Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur2) | 100 | 410 | 133 |
| Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea2) | 100 | 10.701 | 4.587 |
| Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China2) | 100 | 28.386 | 19.727 |
| Schenck Shanghai Machinery Corporation Ltd., Schanghai / V. R. China2) | 100 | 23.059 | 7.481 |
| Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China3) | 49 | 949 | -109 |
| Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand2) | 100 | 2.290 | 20 |
| Dürr Pty. Ltd., Adelaide / Australien2) | 100 | 0 | 0 |
1) Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft
2) Vollkonsolidiertes Unternehmen im Dürr-Konzern
3) At equity bilanziertes Unternehmen im Dürr-Konzern
4) Nicht konsolidiertes Unternehmen im Dürr-Konzern
5) In Liquidation
6) Nicht konsolidiertes Unternehmen im Dürr-Konzern. Es liegt keine Beherrschung vor, da Dürr keinen wirtschaftlichen Nutzen aus der Tätigkeit der Gesellschaft ziehen kann.
* Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte
BESTÄTIGUNGSVERMERK
ZU DEM JAHRESABSCHLUSS UND DEM LAGEBERICHT HABEN WIR FOLGENDEN BESTÄTIGUNGSVERMERK ERTEILT:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 6. März 2014
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
SKIRK, Wirtschaftsprüfer
HUMMEL, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
mit diesem Bericht darf ich mich zum ersten Mal als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dürr AG an Sie wenden. Am 26. April 2013 wurde ich vom Aufsichtsrat als Nachfolger von Heinz Dürr in dieses Amt gewählt. Heinz Dürr stand diesem Gremium seit 23 Jahren vor. Sein Wirken war geprägt von außerordentlicher Erfahrung, Sachkenntnis und leidenschaftlichem Einsatz für das von seinem Großvater gegründete Unternehmen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats darf ich Heinz Dürr herzlichst für seinen hervorragenden Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung des Dürr-Konzerns danken. In seiner Sitzung vom 12. März 2013 hat der Aufsichtsrat Heinz Dürr zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit ernannt. Dadurch wird diese prägende Persönlichkeit dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern auch weiterhin verbunden bleiben.
Im Geschäftsjahr 2013 konnte Dürr den Erfolg der vergangenen Jahre fortsetzen. Das Ergebnis erreichte einen neuen Höchststand, der Nettofinanzstatus ist deutlich positiv, im operativen Geschäft wurde ein beträchtlicher Mittelüberschuss erwirtschaftet. Das Unternehmen profitiert von seinem Innovationskurs und der starken Präsenz in den Wachstumsmärkten. Ein weiteres wichtiges Strategieelement ist die Expansion im Service- und Modernisierungsgeschäft, die der Vorstand mit Nachdruck vorantreibt. Mit dem Ausbau der Energieeffizienz-Aktivitäten widmet sich Dürr einem der bedeutendsten Zukunftsthemen überhaupt. Gleichzeitig investiert Dürr in den Ausbau seines Standortnetzwerks und legt damit die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung im Kerngeschäft. Der Aufsichtsrat hat diese strategischen Maßnahmen im Jahr 2013 intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Auch weiterhin wird der Aufsichtsrat dem Vorstand konstruktiv, aber auch mit kritischer Distanz zur Seite stehen.
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2013 umfassend beraten und sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Durch den Vorstand wurde er stets zeitnah und ausführlich über Geschäftsentwicklung, strategische Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtige Geschäfte informiert. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden schriftlichen Entscheidungsvorlagen.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands gewissenhaft kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsmäßig und wirtschaftlich gehandelt hat. In operativen, finanzwirtschaftlichen, juristischen und sonstigen Fragen hat der Vorstand das Risikomanagementsystem effektiv genutzt; dabei wurden die Bereiche Compliance, Recht, Controlling und interne Revision stets hinzugezogen. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig und umfassend über Risiken informiert und hat den Vorstand bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems wirkungsvoll unterstützt.
Im Jahr 2013 fanden sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Kein Mitglied nahm an weniger als vier Sitzungen teil. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats traf sich regelmäßig persönlich mit dem Vorstand. Über die Ergebnisse dieser Unterredungen wurden die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats zeitnah unterrichtet.
WICHTIGE THEMEN DER SITZUNGEN
Der Geschäftsverlauf und die Finanzlage des Konzerns und seiner Segmente wurden in allen Sitzungen des Jahres 2013 ausführlich analysiert. Besonderer Wert wurde dabei auf die Entwicklung der wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen wie Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge, ROCE, Net Working Capital, Cashflow und Nettofinanzstatus gelegt. Außerdem gab der Vorstand regelmäßige Ausblicke auf das Marktvolumen und anstehende Projektvergaben der Automobilindustrie.
In der Sitzung am 12. März 2013 beschäftigte sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2012. Zudem wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 26. April 2013 behandelt. Dabei konzentrierte sich die Diskussion besonders auf die vorgeschlagene Ausgabe von Gratisaktien. Weitere Themen waren die Wettbewerbssituation im Lackieranlagenbau und - unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" -die Bedeutung der fortschreitenden Digitalisierung von Produktionsprozessen für Dürr Die Durchsprache des ersten Personalberichts des Jahres drehte sich unter anderem um die Personalentwicklung. Auf Vorschlag des Personalausschusses beschloss der Aufsichtsrat außerdem Anpassungen der festen Vergütung sowie der Parameter und der Obergrenze der LTI-Zahlungen für den Vorstand.
Im Fokus der Sitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 26. April 2013 stand die Analyse von Auftragsbestand und flüssigen Mitteln. Nach der Hauptversammlung traf sich der Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung, um die eingangs angesprochene Wahl des Vorsitzenden vorzunehmen.
Die Sitzung am 31. Juli 2013 stand zunächst im Zeichen von Belegschaftsthemen wie Mitarbeiterbefragung, Personalaufbau und Vergütung. Zudem erläuterte der Vorstand den Integrationsplan für die am 4. Juli erworbene Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH (LTB). Dem Kauf der LTB-Vermögenswerte hatte der Aufsichtsrat zuvor im schriftlichen Umlaufverfahren zugestimmt. Weitere Themen waren der aktuelle Risikobericht und die strategische Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Cleaning and Surface Processing (ehemals Cleaning and Filtration Systems). Ferner stimmte der Aufsichtsrat einer Anhebung des Investitionsrahmens im Jahr 2013 zu und ließ sich von Herrn Professor Dr. Loos über die vor der Aufsichtsratssitzung abgehaltene Sitzung des Prüfungsausschusses unterrichten. Auf Vorschlag des Prüfungsausschusses ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand zur Ausfinanzierung weiterer Pensionsverpflichtungen.
In der Sitzung am 2. Oktober 2013 berichtete der Vorstand über die Anhebung der Ergebnisprognose am 30. September und die Geschäftserwartungen bis zum Jahresende. Weitere Sitzungsthemen waren der Bezug des neuen Maschinenbau-Standorts in Schanghai-Baoshan, das Geschäft mit Flugzeugproduktionstechnik sowie Wachstumsinitiativen im Service-Geschäft. Schließlich skizzierte der Vorstand seine Strategie im Befülltechnikgeschäft. Hintergrund war die am 1. Oktober vollzogene Aufstockung der Beteiligung an dem dänischen Befülltechnikunternehmen Agramkow auf 100 %. Seine Zustimmung dazu hatte der Aufsichtsrat zuvor im schriftlichen Umlaufverfahren erteilt.
Einen Schwerpunkt der Sitzung am 11. Dezember 2013 bildete die Strategie für die Jahre 2014 bis 2017. Neben den Herren des Vorstands präsentierten hierzu auch die Leiter der Geschäftsbereiche. Darauf aufbauend genehmigte der Aufsichtsrat die Unternehmensplanung für 2014 und nahm die Planung für 2015 bis 2017 zur Kenntnis. Außerdem analysierte er den aktualisierten Risikobericht. Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichneten die neue Entsprechenserklärung zur Corporate Governance, ausführliche Informationen dazu finden Sie im Lagebericht (Seite 69 bis 77). Abschließend gab der Vorstand einen Überblick über die Pensionspläne bei Dürr in den USA.
VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT
Im Zuge des Ausscheidens von Herrn Dürr gab es neben der Neubesetzung des Aufsichtsratsvorsitzes weitere Veränderungen in Plenum und Ausschüssen. Am 26. April 2013 wählte die Hauptversammlung Herrn Dr. Herbert Müller als neuen Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat. Von Herrn Dürr habe ich am selben Tag den Vorsitz des Personalausschusses (kraft Satzung) sowie des Vermittlungsausschusses (kraft Gesetzes) übernommen. Darüber hinaus haben mich die Vertreter der Anteilseigner zum Nachfolger von Herrn Dürr im Vorsitz des Nominierungsausschusses gewählt.
Mit Schreiben vom 27. Februar 2014 hat Herr Professor Dr. Norbert Loos mitgeteilt, dass er sein Mandat im Aufsichtsrat mit Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2014 aus Altersgründen niederlegen wird. Herr Loos gehört dem Aufsichtsrat seit dem Jahr 1999 an und ist seit 2002 Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Mit seinen profunden Kenntnissen hat er die Arbeit beider Gremien stark geprägt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Loos für seine wertvollen Beiträge und sein langjähriges Engagement zum Wohle des Dürr-Konzerns. Auf Vorschlag des Nominierungsausschusses wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung Herrn Professor Dr. Holger Hanselka als Nachfolger von Herrn Loos zur Wahl vorschlagen. Herr Hanselka gehörte dem Aufsichtsrat der Dürr AG bereits in den Jahren 2006 bis 2009 an. Seine berufliche Situation lässt es nun wieder zu, dass sich Herr Hanselka für die Arbeit im Aufsichtsrat zur Verfügung stellt. Als Fachmann für Maschinenbau kann er wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Dürr-Konzerns geben.
ARBEIT DER AUSSCHÜSSE
Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, traf sich im Jahr 2013 zu einer Sitzung. Er beschäftigte sich in erster Linie mit Fragen der Vorstandsvergütung, unter anderem bereitete er den Beschluss zur Anpassung des Fixums sowie der LTI-Parameter und -Obergrenzen vor, den das Plenum am 12. März 2013 fasste. Weitere Informationen dazu finden Sie im Vergütungsbericht ab Seite 74. Darüber hinaus geht die Ernennung von Herrn Dürr zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats auf eine Initiative aus dem Präsidium zurück.
Der Nominierungsausschuss trat im Berichtsjahr einmal zusammen. Er empfahl dem Plenum am 12. März 2013, Herrn Dr. Müller für die Wahl in den Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung zu nominieren.
Der Prüfungsausschuss hielt unter Vorsitz von Herrn Professor Dr. Loos drei Sitzungen ab. Er analysierte die Quartals-, Jahres- und Konzernabschlüsse und beschäftigte sich mit Bilanzierungssachverhalten. Zu den weiteren Themen zählten Währungssicherung, Pensionsverpflichtungen und Werthaltigkeitsprüfung der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte. Darüber hinaus schlug der Prüfungsausschuss die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung vor und überwachte die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften. Der Ausschuss kontrollierte und bestätigte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems; ferner überprüfte er das Compliance-Managementsystem und den Rechnungslegungsprozess. Die Prüfungsergebnisse wurden dem Aufsichtsrat am 11. Dezember 2013 dargelegt und im Plenum diskutiert. Weitere Berichte erstattete der Prüfungsausschuss in den Sitzungen am 12. März und 31. Juli 2013. Eine Einberufung des Vermittlungsausschusses war wie in den Vorjahren nicht erforderlich.
PRÜFUNG UND FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2013 aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht der Dürr AG geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. März 2014 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am selben Tag teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses nahm Herr Professor Dr. Loos in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich zu den Prüfungsunterlagen Stellung, berichtete über die Vorgespräche mit den Wirtschaftsprüfern und erläuterte den Vorschlag, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 1,45 € je Aktie auszuschütten. Zudem ging er ausführlich auf die Prüfungsschwerpunkte ein. Diese waren die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode und der Einsatz der Risiko-/Chancen-Checklisten bei der Auftragsannahme.
Auf Grundlage der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an.
Den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht), den der Vorstand gemäß § 312 Aktiengesetz für den Zeitraum 1. Januar bis 26. April 2013 erstellte, hat der Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 Aktiengesetz: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Aufsichtsrat stimmt diesem Prüfungsergebnis zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.
Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich dem Vorstand, den Leitern der Geschäftsbereiche, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dürr-Konzerns für ihren Beitrag zum Erfolg des Geschäftsjahres 2013. Den Aktionären der Dürr AG dankt der Aufsichtsrat für das in ihn und in das gesamte Unternehmen gesetzte Vertrauen.
Bietigheim-Bissingen, 17. März 2014
KLAUS EBERHARDT, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 12. Dezember 2012 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Kodex") zunächst in der Fassung vom 15. Mai 2012 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 15. Juni 2012 - und im Anschluss daran in der Fassung vom 13. Mai 2013 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 10. Juni 2013 - mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3)
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt (Gruppenversicherung). Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher nicht entsprochen. Die Einführung eines Selbstbehalts für Mitglieder des Aufsichtsrats ist nicht geplant, weil die Dürr AG nicht der Auffassung ist, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass für die sechs Arbeitnehmervertreter des paritätisch besetzten Aufsichtsrats der Dürr AG die persönliche Versicherung des verbleibenden Restrisikos (in Höhe des Selbstbehalts) auf eigene Kosten unverhältnismäßig teuer wäre.
Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3)
Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats geht mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die nochmals gestiegene Arbeitsbelastung des Gremiums aufgrund gesetzlicher Neuerungen nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Außerdem ginge mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Der Aufsichtsrat wird sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums befassen. Dabei wird er auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien berücksichtigen. Im Zeitpunkt dieser Erklärung verfügt der Aufsichtsrat über ein weibliches Mitglied und über mehrere Mitglieder, die fundierte Auslandserfahrung mitbringen.
Eine Altersgrenze, wie sie Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex fordert, ist für Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vorgesehen, weil nach Auffassung der Dürr AG die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig ist. Darüber hinaus wird sich die Dürr AG auch in Zukunft nicht pauschal auf eine Altersgrenze festlegen, weil die Gesellschaft hierdurch der Möglichkeit beraubt würde, herausragend geeignete Persönlichkeiten, die diese Altersgrenze bereits überschritten haben oder während der Laufzeit ihres Mandats überschreiten werden, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen.
Variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2)
Die variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats, die sich am Konzernergebnis vor Steuern (EBT) orientiert, wurde von den Aktionären beschlossen und in § 15 Absatz 1 der Satzung geregelt. Sie hat sich bewährt. Dürr möchte dem allgemeinen Trend, die variablen Vergütungsbestandteile in eine fixe Vergütung umzuwandeln, nicht folgen. In der Anerkennung einer erfolgreichen Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr in Verbindung mit einer Begrenzung der variablen Vergütung auf einen vernünftigen Höchstbetrag sieht Dürr ein geeignetes variables Vergütungsinstrument.
Bietigheim-Bissingen, den 11. Dezember 2013
Für den Aufsichtsrat
Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bietigheim-Bissingen, den 11. Dezember 2013
Für den Vorstand
Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands