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Dr. Hoenle AG

Annual Report Feb 16, 2011

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Annual Report

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Dr. Hönle Aktiengesellschaft

Gräfelfing

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Inhalt

Auf einen Blick

Brief des Vorstands

Aktie

Konzernlagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Forschung & Entwicklung

Umwelt

Mitarbeiter

Übernahmerechtliche Angaben

Risikobericht

Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Vergütungsbericht

Prognosebericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Anhang

Finanztermine

Auf einen Blick Produkte

Trocknungsgeräte für die Druckindustrie

Rund zwei Drittel der weltweit hergestellten Druckerzeugnisse werden im Offsetverfahren produziert. Hönle liefert UV-Trockner für diesen Markt, ebenso wie für den boomenden digitalen Inkjetdruck. Die UV-Technik sorgt für eine herausragende Druckqualität bei einer – im Vergleich zu herkömmlichen Trocknungsverfahren – deutlich besseren Umwelt- und Energiebilanz. Alternativ bietet Hönle auch Infrarot- und Thermoluft-Trockner an.

Trocknung von Beschichtungen

Hönle entwickelt innovative UV-Trockner zur Lackierung, Beschichtung und Veredelung von bahnförmigen Substraten und 3D-Objekten. Das Ergebnis: kratz- und schlagfeste Endprodukte – wie beispielsweise Streuscheiben für die Automobilindustrie, Gehäuse und Flachbildschirme in der IT-Branche, aber auch Furniere für Möbel oder hochwertige Verpackungen für die Kosmetikindustrie.

Oberflächenentkeimung

In weniger als einer halben Sekunde werden Mikroorganismen durch UVC-Bestrahlung zuverlässig abgetötet: eine effektive und umweltfreundliche Art der Entkeimung. Zu den wichtigsten Einsatzgebieten zählen die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Sonnensimulation

Durch die Bestrahlung mit künstlichem Sonnenlicht werden Prozesse simuliert, die das Lichtalterungsverhalten sowie Veränderungen der Materialeigenschaften durch Sonneneinstrahlung aufzeigen. Die Strahlungsquellen von Hönle emittieren dabei ein kontinuierliches Spektrum, das der natürlichen Sonnenstrahlung sehr nahe kommt.

Klebstoffe

In der industriellen Fertigung ersetzen Klebstoffe heute viele traditionelle Verbindungstechniken wie etwa Löten und Schweißen. Kleben spart je nach Einsatzgebiet Zeit, Material und/oder Gewicht. Dies führte zu einem breiten Anwendungsfeld in der Elektronik, Glasverarbeitung, Medizintechnik, Konstruktion, Optik und vielen weiteren Bereichen.

Geräte zur Klebstoffhärtung

Zusammen mit den Panacol High-Tech-Klebstoffen und- Vergussmassen ist die Hönle Gruppe zu einem weltweit einzigartigen System-Anbieter für UV-Klebetechnik geworden. Das Produktspektrum umfasst Hochleistungs-UV- und innovative LED-UV-Aushärtegeräte.

UV-Strahler zur Entkeimung von Wasser, Luft und Oberflächen Mit der Übernahme der UV-Technik Speziallampen GmbH in Ilmenau baute die Hönle Gruppe ihr Engagement im Bereich Life Science aus. Als leistungsfähiger Partner der Anlagen- und Gerätehersteller im Wachstumsmarkt UV-Umwelttechnik bietet die neu erworbene Gesellschaft ihren Kunden eine breite Palette von UV-Strahlern und dazu passenden Komponenten an.

UV-Strahler für die Trocknung von Farben, Lacken und Klebstoffen Das Herzstück jeder UV-Anlage ist der Strahler. Neben allen gängigen Standardspektren und Lampenlängen bis drei Meter entwickelt Aladin kundenspezifische Sonderstrahler, mit denen sich neue Verfahren entwickeln und herkömmliche Prozesse optimieren lassen.

Auf einen Blick Geschäftsentwicklung

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HÖNLE GRUPPE 2009/2010 2008/2009 Veränderung
T € T € in %
--- --- --- ---
GuV
Umsatzerlöse 54.624 44.985 21,4
EBITDA 6.722 - 2.779 341,9
Betriebsergebnis/EBIT 5.548 - 3.938 240,9
EBT 5.342 - 4.073 231,2
Konzernjahresergebnis 4.806 - 4.083 217,7
Cashflow
Operativer Cashflow 1) 5.105 - 2.458 307,7
Bilanz2)
Langfristige Vermögenswerte 17.124 16.747 2,3
Kurzfristige Vermögenswerte 27.310 21.780 25,4
Eigenkapital 3) 29.866 24.823 20,3
Langfristige Verbindlichkeiten 3.705 4.084 - 9,3
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.960 8.819 12,9
Bilanzsumme 44.434 38.527 15,3
Eigenkapitalquote in % 69,2 66,5 4,1
Mitarbeiter
zum Geschäftsjahresende 276 253 9,1
Aktie
Ergebnis je Aktie 0,89 - 0,80 211,3
Dividende 0,254) 0,00 -
Anzahl Aktien 5.512.930 5.512.930 0,0

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DR. HÖNLE AG 2009/2010 2008/2009 Veränderung
T € T € in %
--- --- --- ---
GuV
Umsatzerlöse 25.887 18.487 40,0
Betriebsergebnis/EBIT 2.121 - 717 395,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/EBT 3.100 - 496 725,0
Jahresfehlbetrag/-überschuss 2.898 - 484 698,8
Ergebnis je Aktie 0,56 - 0,09 722,2

1) aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel

2) zum 30.09.2009 und zum 30.09.2010

3) den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital

4) Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat

Chart

Mit den Firmenübernahmen

und der erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung

haben wir die Basis für weit höhere Umsatz- und Ergebnisniveaus

als in der Vergangenheit geschaffen.

Sehr geehrter Aktionär,

verehrter Geschäftsfreund,

das abgelaufene Geschäftsjahr war eines der erfolgreichsten seit Bestehen der Hönle Gruppe. Die Umsatzerlöse erreichten mit 54,6 Mio. € und einer Steigerung von 21,4 % gegenüber dem Vorjahr Rekordniveau. Zu dem Umsatzsprung trug der Anlagensektor ebenso bei wie die Klebstoffsparte. Basis des Erfolges ist eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen, die eines gemeinsam haben: Sie sind innovativ, qualitativ hochwertig und werden kundenspezifisch angepasst. Wir sind Partner der Industrie und entwickeln gemeinsam mit unserem Kunden die für ihn optimale Lösung.

Unser Erfolg ist vor dem Hintergrund der Ereignisse im letzten Geschäftsjahr um so höher zu bewerten: Noch vor einem Jahr befanden wir uns in einer der größten Wirtschaftskrisen seit Bestehen der Bundesrepublik. Gleichzeitig mussten wir die Integration der neu erworbenen Gesellschaften bewältigen. Das Betriebsergebnis der Hönle Gruppe lag letztes Jahr noch bei -3,9 Mio. €. Die wirtschaftliche Erholung in Verbindung mit einem umfangreichen Kostensenkungsprogramm führten dazu, dass bereits ein Jahr nach der Wirtschaftskrise ein Betriebsergebnis von 5,5 Mio. € erzielt wurde.

Im Dezember 2010 haben wir unser Produktprogramm im Bereich Life Science erweitert. Wie kürzlich veröffentlicht, übernahm die Dr. Hönle AG 51 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau. Die Gesellschaft verfügt über ein langjähriges Knowhow im Bereich UV-Lampen insbesondere für den Wasserentkeimungsmarkt. Wir haben uns damit einen nachhaltigen Wachstumsmarkt im Bereich Umwelttechnik erschlossen.

Mit dieser, aber auch mit den im Jahr 2008 durchgeführten Akquisitionen verbesserten wir unsere Wettbewerbsposition und bauten unsere Umsatz- und Ergebnispotenziale deutlich aus. Darüber hinaus vergrößerten wir in den Bereichen Industrieklebstoffe, UV-Anlagen und Strahler unser Produktspektrum.

Als weltweit zweitgrößter Systemanbieter für industrielle UV-Technologie sind wir nach den Firmenübernahmen im UV-Anlagen und Klebstoffmarkt stärker positioniert denn je. Wir haben nun die Basis für eine nachhaltige positive Unternehmensentwicklung geschaffen. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 haben wir uns auf die Fahne geschrieben, den Umsatz auf 65 Mio. € und das Betriebsergebnis auf 7,5 Mio. € zu steigern.

Wir setzen uns dafür ein, den eingeschlagenen Erfolgskurs kraftvoll fortzusetzen und freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg weiter begleiten.

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Aktie

Positive Entwicklung in 2010

Die Hönle Aktie legte im Jahr 2010 deutlich zu – von 5,15 € zu Beginn des Jahres, auf 9,09 € zum Jahresende um insgesamt 76,5 %. Dabei schlug sie den zugrundeliegenden Technology All Share Index deutlich, der im gleichen Zeitraum lediglich um 9,0 % zulegte.

Bezogen auf 5,51 Mio. ausgegebene Hönle-Aktien ergibt sich zum Jahresende ein Marktwert der Hönle Gruppe von 50,1 Mio. €.

Am 24. Januar 2011 feiert die Dr. Hönle AG ihr zehnjähriges Börsenjubiläum. Mit dem Börsengang legten wir den Grundstein für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Während die Umsätze vor zehn Jahren noch bei 14,2 Mio. € lagen, beliefen sie sich im abgelaufenen Jahr auf 54,6 Mio. €. Das Produktspektrum hat sich seither ebenso vergrößert wie das internationale Vertriebs- und Servicenetz.

Chart

Offene Kommunikation mit dem Finanzmarkt

Die wichtigste Grundlage einer erfolgreichen Investor-Relations-Arbeit ist die zeitnahe, umfassende und offene Information des Kapitalmarktes. Dabei spielt das Internet eine bedeutende Rolle. Daher legt Hönle Wert auf eine übersichtliche, informative und aktuelle Internetseite auf der neben aktuellen Presse- und ad-hoc-Mitteilungen auch Informationen zur Aktie und zur Hauptversammlung sowie Quartals- und Geschäftsberichte zu finden sind.

Vorstand und Investor Relations Manager der Dr. Hönle AG standen den Investoren im letzten Geschäftsjahr Rede und Antwort und erläuterten insbesondere die umfangreichen Maßnahmen zur Restrukturierung der Hönle Gruppe. Dazu führten sie umfangreiche Gespräche mit institutionellen und privaten Investoren.

Aktionärsstruktur

Die Dr. Hönle AG hält 5,91 % des Grundkapitals in eigenen Aktien. Institutionelle Investoren mit einer Beteiligung von jeweils unter 3 % an der Dr. Hönle AG hielten 11,57 % der Aktien. Ferner waren der Gesellschaft zum 30.09.2010 folgende Aktionäre oberhalb der Meldegrenze bekannt:

Dr. Hans-Joachim Vits: 6,41 %

Prof. Dr. Karl Hönle: 4,01 %

Pro Beam AG & Co. KGaA: 8,16 %

Scherzer & Co. AG: 5,32 %

HSBC Trinkaus Investment Managers: 3,17 % Die restlichen 55,45 % werden von Privataktionären bzw. weiteren Aktionären gehalten.

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Daten der Hönle-Aktie
Wertpapierkennnummer 515710
ISIN DE5157101
Börsenkürzel HNL
Transparenzlevel Prime Standard
Indexzugehörigkeit:
Technology All Share DE0008468943
Prime All Share DE0007203325
DAXsubsector Advanced Industrial Equipment DE0007203895
DAXsubsector All Advanced Industrial Equipment DE000A0SM817
DAXsector Industrial DE0009660282
DAXsector All Industrial DE000A0SM7R8
CDAX DE0008469602

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Die Hönle-Aktie im Geschäftsjahr 2009/2010
Kurs zu Beginn des Geschäftsjahres in € 5,15
Kurs zum Ende des Geschäftsjahres in € 6,89
Höchstkurs € 7,20 am 17.06.2010
Tiefstkurs € 4,71 am 02.12.2009
Jahresumsatz in Stück 1.118.513
Jahresumsatz in € 6.812.564
Anzahl der Aktien zum 30.09.2009 5.512.930
Marktkapitalisierung zum 30.09.2009 37.984.088
Ergebnis je Aktie in € 0,89
Dividende je Aktie in € 1 mind. 0,25

1 Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats

Konzernlagebericht der Dr. Hönle AG

über das Geschäftsjahr 2009/2010

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe zählt zu den weltweit führenden Systemanbietern im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Weiterer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Hönle Gruppe sind die Entwicklung und der Vertrieb industrieller Klebstoffe.

Die Dr. Hönle AG ist an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt:

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Nr. Name und Sitz Stammkapital Beteiligung gehalten über
Direkte Beteiligungen der Dr. Hönle AG
1 Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz CHF 50.000 100,00 %
2 Aladin GmbH, Gräfelfing/München 500.000 60,00 %
3 Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg 750.000 100,00 %
4 Honle Spain S.A., Gavà/Barcelona, Spanien 160.200 60,00 %
5 Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon, Frankreich 7.622 100,00 %
6 Honle UV (UK) Ltd., Luton, Großbritannien £ 71.000 100,00 %
7 PrintConcept GmbH, Kohlberg 26.000 90,00 %
8 Solitec GmbH, Gräfelfing/München 25.565 100,00 %
9 PrintDesign Engineering GmbH, Kohlberg 25.000 20,00 %
Indirekte Beteiligungen der Dr. Hönle AG
10 Domino S.à.r.l., Gennevilliers/Paris, Frankreich 7.622 100,00 % 11
11 Eleco Produits E.F.D., Gennevilliers/Paris, Frankreich 352.000 99,96 % 15
12 Eltosch America Inc., Mt. Prospect/Chicago, USA $ 1.000 100,00 % 3
13 Megadustries S.à.r.l., Guadeloupe, Frankreich 15.245 76,00 % 11
14 Megadustries S.à.r.l., Martinique, Frankreich 21.343 75,71 % 11
15 Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz CHF 50.000 100,00 % 1
16 Panacol Elosol GmbH, Steinbach/Ts. 255.646 100,00 % 15

Hönle Gruppe: Die weltweiten Standorte

Die Hönle Gruppe ist weltweit in über 20 Ländern vertreten, in sieben Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Repräsentanzbüros. Sitz aller Produktionsstandorte ist Deutschland. Im Ausland ist Hönle mit eigenen Standorten in jenen Ländern vertreten, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. Hönle verfügt über Vertriebsstandorte in Frankreich, Schweiz, Spanien, England, USA und China und wird darüber hinaus über ein Netz von Vertriebspartnern in weiteren Ländern vertreten.

Chart

Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.

Die Geschäftsbereiche der Dr. Hönle AG arbeiten in einer funktionalen Organisation zusammen. Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Zunahme des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

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Steuerungsgrößen 2009/2010 2008/2009 Veränderung
Umsatz 54.624 T€ 44.985 T€ 21,4 %
Konzernjahresergebnis 4.806 T€ - 4.083 T€ 217,7 %
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 5.105 T€ - 2.458 T€ 307,7 %
Materialaufwandsquote 41,2 % 45,7 % -9,8 %
Personalaufwandsquote 30,8 % 37,4 % -17,6 %
Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 19,1 % 28,1 % -32,0 %
EBIT-Marge 10,2 % - 8,8 % 215,9 %
Nettoumsatzrendite 8,8 % - 9,1 % 196,7 %

Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen.

Marktentwicklung

Die Weltkonjunktur erholte sich von der Wirtschaftskrise in rascherem Tempo als erwartet. Die kräftige Expansion, die etwa zur Jahresmitte 2009 begonnen hatte, setzte sich auch im Jahr 2010 fort. Das Institut für Weltwirtschaft korrigierte seine Prognose nach oben und erwartet für 2010 einen Anstieg der Weltproduktion von 4,7 Prozent. In Deutschland setzte die Konjunkturerholung deutlich schneller ein als in den meisten anderen Industriestaaten. Neben dem boomenden Export legte auch der Konsum wieder zu.

In der Druckindustrie verbesserte sich die konjunkturelle Lage allerdings deutlich später als in der Gesamtwirtschaft: Bis Mitte 2010 waren die Umsätze der Druckindustrie rückläufig. Erst im Sommer setzte eine leichte Nachfragebelebung ein. Insgesamt ist das Marktvolumen der Druckindustrie jedoch weit unter dem Niveau vor der Wirtschaftskrise.

Im verarbeitenden Gewerbe und in der chemischen Industrie nahm die Produktion im letzten Geschäftsjahr dagegen schneller zu, als die Gesamtwirtschaft wuchs. Die Rahmenbedingungen für die Geschäftsfelder Klebstoffe, Oberflächenentkeimung und Sonnensimulation waren daher für die Hönle Gruppe weit besser als im Vorjahr.

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2009/2010 deutlich an. Dabei profitierte Hönle von der konjunkturellen Belebung, die sich über alle Geschäftsbereiche erstreckte. Die Umsatzerlöse stiegen um 21,4 % auf 54.624 T€. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die bereits seit Frühjahr 2009 ansteigenden Quartalsumsätze der Hönle Gruppe.

Chart

Umsatzzuwächse wurden unter anderem in den Bereichen Offsetdruck, Digitaldruck und Telekommunikation erzielt. Insgesamt basierte der Umsatzanstieg jedoch auf einem breiten Fundament von unterschiedlichen Anwendungsbereichen.

Hönle verkaufte deutlich mehr Trocknungsgeräte für Druck- und Beschichtungsanwendungen als im Vorjahr. Die Stimmung in der Druckindustrie verbesserte sich im Laufe des Geschäftsjahres zusehends und die Investitionsbereitschaft nahm wieder zu. Auch bei den Sonderanlagen stiegen die Umsätze: Bereits im letzten Geschäftsjahr war dies der einzige Bereich, der trotz der Wirtschaftskrise gewachsen war und auch im abgelaufenen Jahr legten die Umsätze bei Oberflächenentkeimungs- und bei Sonnenlichtsimulationsanlagen nochmals zu. Insgesamt stiegen die Umsätze im Segment Geräte und Anlagen um 19,6 % auf 38.510 T€.

Am stärksten wuchsen die Umsätze bei den Klebstoffanwendungen. Bei vielen Kunden, etwa aus der Elektronikindustrie und dem Maschinenbau, liefen die Geschäfte wieder besser und so wurden deutlich mehr Klebstoffe als noch vor einem Jahr geordert. Die Optoelektronik ist ein wichtiges Geschäftsfeld für die Panacol Gruppe in dem sie deutliche Umsatzzuwächse erzielen konnte. Auch die elektrisch und thermisch leitfähigen Klebstoffe, die in der Elektronikindustrie Verwendung finden, trugen zum Unternehmenserfolg bei. Die Umsätze im Segment Klebstoffe lagen mit 16.114 T€ um 26,1 % über den Vorjahreszahlen.

Chart

Unter regionalen Gesichtspunkten verlief die Geschäftsentwicklung ebenfalls äußerst positiv. In Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt der Hönle Gruppe, stiegen die Umsätze um 24,6 % auf 22.549 T€. Der in Deutschland traditionell starke Maschinenbausektor profitierte überproportional von dem konjunkturellen Aufschwung. So verkaufte auch Hönle deutlich mehr Anlagen und Klebstoffe als noch vor einem Jahr. Im europäischen Ausland legten die Umsätze um 10,5 % auf 19.929 T€ zu.

Der von der Wirtschaftskrise im letzten Geschäftsjahr am stärksten betroffene Absatzbereich außerhalb der Europäischen Union erfreute im Berichtsjahr mit den prozentual stärksten Zuwächsen. Die Erlöse stiegen um 37,4 % auf 12.146 T€. Dabei profitierten sowohl Nordamerika als auch der südostasiatische Raum von der wirtschaftlichen Belebung.

Chart

Hönle trieb im Geschäftsjahr 2009/2010 die Integration der neuen Tochtergesellschaften weiter voran.

Dazu gehörte die Verlagerung der Eltosch- Fertigung zur Dr. Hönle AG nach Gräfelfing bei München. Eltosch ließ in der Vergangenheit ihre Anlagen von externen Dienstleistern fertigen. Seit 2009 werden Hönle- und Eltosch-Anlagen nun in Eigenregie produziert.

Auch die Vereinheitlichung von Baugruppen vereinfachte die internen Arbeitsabläufe und trug zu einer Senkung der Aufwandspositionen bei. Ferner arbeitete Hönle weiter an einem gemeinsamen modularen Steuerungskonzept für Hönle- und Eltosch-Anlagen und an einer einheitlichen stufenlosen Leistungselektrik. Diese Entwicklungen werden die Herstellungskosten weiter senken und den Service vereinfachen.

Darüber hinaus hat die Dr. Hönle AG die Produktionsabläufe insgesamt optimiert und damit zu einer Effizienzsteigerung in der Fertigung beigetragen. Ferner wurde in neue Produktionsanlagen investiert.

Weitere Einsparpotenziale für Hönle- und Eltosch- Produkte ergaben sich durch die Zentralisierung des Einkaufs. Hier wurden erste Einsparpotenziale analysiert und erschlossen. Auch den strategischen Einkauf organisierte Hönle neu und legte den Schwerpunkt insbesondere auf das Qualitätsmanagement und die Verbesserung der Rohertragsmargen.

Die Feinabstimmung der Integration der neuen Konzerngesellschaften ist abgeschlossen. Alle Bereiche, die von der Integration der neuen Tochtergesellschaften betroffen waren, wurden neu strukturiert und die neuen Aufgaben und Abläufe erfolgreich implementiert.

Aufgrund der verbesserten Auftragslage nahm der Personalbestand in der Hönle Gruppe wieder zu. Die Zuwächse erfolgten vor allem im Bereich Produktion und Service. Wie geplant bezog die Dr. Hönle AG die neuen zusätzlichen Räumlichkeiten in Gräfelfing bei München. Die etwa 1.200 Quadratmeter große angemietete Fläche wird insbesondere für den Bereich Logistik genutzt. Angesichts positiver Wachstumserwartungen fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Entscheidung für eine Vergrößerung der bestehenden Büro- und Produktionskapazitäten am Standort Gräfelfing. Insgesamt werden zusätzliche Flächen von 1.700 Quadratmetern entstehen. Zugleich wurde der Mietvertrag für den Standort Gräfelfing, Lochhamer Schlag 1, neu verhandelt. Der Mietaufwand für das Objekt wird aufgrund der neuen Verträge im nächsten Geschäftsjahr um etwa 20 % sinken.

Hönle nahm an mehreren Fachmessen im In- und Ausland teil, unter anderem an der IPEX. Die IPEX ist die größte englischsprachige Messe für die Druckindustrie, daher fungiert sie als Barometer für die weitere Entwicklung des Druckmarktes. Die Resonanz der Marktteilnehmer war durchweg positiv, sie blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Das Interesse an Druckmaschinen und insbesondere an UV- und thermischen Trocknern nahm zu. Hönle knüpfte interessante Kontakte und führte vielversprechende Gespräche. Auftragseingang und Umsatz stiegen nach der Messe an und auch für die weitere Geschäftsentwicklung erwartet Hönle positive Impulse.

Ferner besuchte Panacol mehrere Klebstoffmessen. Insgesamt kann auch im Klebstoffsegment ein positives Resümee gezogen werden: Die Anzahl der Messeteilnehmer nahm gegenüber dem Vorjahr zu und die Nachfrage nach Industrieklebstoffen stieg an.

Das Geschäftsjahr 2009/2010 war geprägt von der einsetzenden konjunkturellen Belebung, von der vollständigen Integration der Fertigung der Eltosch-Anlagen und der finalen Integration der neuen Konzerngesellschaften. Das gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Umsatzniveau führte zusammen mit den Restrukturierungsmaßnahmen zu einer erheblich verbesserten Ertragssituation. Das Betriebsergebnis kletterte von -3.938 T€ im Vorjahr auf 5.548 T€ im Geschäftsjahr 2009/2010. Im gleichen Zeitraum stieg das Konzernjahresergebnis von -4.083 T€ auf 4.806 T€.

Ertragslage

Zwei Faktoren beeinflussten die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe positiv: die unerwartet schnelle konjunkturelle Erholung, die sich über alle Marktsegmente erstreckte, und die vollständige Integration der Fertigung der Eltosch- Anlagen in die Dr. Hönle AG. Bereits ein Jahr nach der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten schrieb die Hönle Gruppe wieder schwarze Zahlen und erzielte ein Vorsteuerergebnis von über 5 Mio. €.

Die Materialaufwandsquote ging in der Hönle Gruppe um 4,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 41,2 % zurück. Der Anteil margenstarker Produkte am Gesamtumsatz ist gestiegen, wohingegen der margenschwächere Umsatz mit Eltosch-Anlagen gefallen ist. Gleichzeitig trug die Eigenfertigung der Eltosch-Anlagen zu einem Rückgang der Materialaufwandsquote bei. Die Personalaufwandsquote sank von 37,4 % auf 30,8 % aufgrund des insgesamt höheren Umsatzniveaus. Die Restrukturierung der Hönle Gruppe und die Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen machte sich durch einen deutlichen Rückgang des sonstigen betrieblichen Aufwands bemerkbar: Er fiel von 12.226 T€ auf 10.470 T€. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank daher trotz aufwandswirksamen Währungseffekten von ca. 420 T€ von 28,1 % im Vorjahr auf 19,1 % im Berichtsjahr.

Das Betriebsergebnis kletterte von -3.938 T€ im Geschäftsjahr 2008/2009 auf 5.548 T€ im Geschäftsjahr 2009/2010. In diesem Ergebnis sind Erträge in Höhe von 400 T€ enthalten, die aus der Realisierung von Garantieansprüchen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Eltosch GmbH resultierten. Das Finanzergebnis ging von -135 T€ im Vorjahr auf -206 T€ zurück. Das negative Finanzergebnis beinhaltet Bereitstellungszinsen für ein KfW-Darlehen in Höhe von 75 T€. Das Darlehen wurde nicht in Anspruch genommen und bereits gekündigt, sodass hierfür keine weiteren Zinszahlungen mehr erfolgen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) stieg von -4.073 T€ auf 5.342 T€. Ein Sondereffekt wirkte sich im Berichtsjahr auf die Unternehmenssteuern aus: Die Dr. Hönle AG erwarb im Jahr 2008 die Eltosch GmbH. Aufgrund des positiven Ergebnisses der Gesellschaft wurden zum 30.09.2010 für den gesamten, seit dem Erwerb aufgelaufenen Verlustvorträge aktive latente Steuern angesetzt. Die Aktivierung der latenten Steuern auf die Verlustvorträge verminderte den Steueraufwand um 1.051 T€. Mit Steuern in Höhe von 536 T€ im Berichtsjahr lag daher die Steuerquote im Konzern bei lediglich 10,0 %. Das Konzernjahresergebnis sprang von -4.083 T€ auf 4.806 T€, das Ergebnis je Aktie von -0,80 € auf 0,89 €.

Ertragsentwicklung

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in T€ 2009/2010 2008/2009 Veränderung
Umsatzerlöse 54.624 44.985 21,4 %
Rohergebnis 34.095 25.750 32,4 %
Betriebsergebnis (EBIT) 5.548 -3.938 240,9 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 5.342 -4.073 231,2 %
Konzernjahresergebnis 4.806 -4.083 217,7 %
Ergebnis je Aktie in € 0,89 -0,80 211,3 %

Finanzlage

Die konsequente Steuerung im operativen Bereich durch das Cash-Pooling sowie die stetige Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten durch das Treasury trugen zu einem guten Finanzergebnis bei. Verbunden mit einem in den nächsten Jahren nachhaltigen positiven Cash Flow soll die Liquiditätssituation weiter verbessert werden. Der Verschuldungsgrad als Verhältnis von Fremdkapital (13.665 T€) zu Eigenkapital (30.769 T€) sank von 0,50 auf 0,44.

Trotz der Zunahme der Vorräte um 1.742 T€ belief sich der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit im Zuge des gesteigerten Geschäftsvolumens und der damit erwirtschafteten Zahlungsmittel auf 4.644 T€ (VJ: -3.096 T€).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit blieb mit -1.114 T€ im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau (Vj. -1.385 T€). Darin enthalten sind Investitionen in den Erwerb von Anteilen an der PrintConcept GmbH in Höhe von 263 T€ und Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 867 T€.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug -533 T€ und resultierte aus Zahlungsmittelabflüssen für die Tilgung von Bankverbindlichkeiten und Finanzleasingverbindlichkeiten.

Cashflow und Liquiditätsentwicklung

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in T€ 2009/2010 2008/2009 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 5.105 T€ - 2.458 T€ 307,7 %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 4.644 T€ -3.096 T€ 250,0 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.114 T€ -1.385 T€ 19,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -533 T€ -1.482 T€ 64,0 %
Veränderung liquider Mittel 3.585 T€ -5.769 T€ 162,1 %

Vermögenslage

Aufgrund der Umsatzsteigerung, der Integration der Eltosch Fertigung sowie der Verlängerung der Lieferzeiten der Lieferanten erhöhte sich das Vorratsvermögen im Berichtsjahr von 9.392 T€ auf 10.897 T€.

Die liquiden Mittel stiegen insbesondere in Folge der guten Geschäftsentwicklung von 3.158 T€ auf 6.743 T€.

Insgesamt nahmen die Vermögenswerte im Zeitraum 01.10.2009 bis 30.09.2010 um 5.907 T€ zu und beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 44.434 T€.

Insbesondere Personalverbindlichkeiten für die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter, Tantiemen und Provisionen erhöhten die in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1.140 T€. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von 1.133 T€ zum 30.09.2009 auf 703 T€ zum 30.09.2010 deutlich zurück.

Mit einer Eigenkapitalquote von 69,2 % ist die Hönle Gruppe äußerst solide finanziert.

Bilanz

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in T€ 30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 17.124 16.747 2,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte 27.310 21.780 25,4 %
Eigenkapital 30.769 25.624 20,1 %
Langfristige Verbindlichkeiten 3.705 4.084 -9,3 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.960 8.819 12,9 %
Bilanzsumme 44.434 38.527 15,3 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Sowohl der konjunkturelle Aufschwung der Gesamtwirtschaft als auch die nunmehr erfolgreich vollzogene Eigenfertigung der Eltosch- Anlagen wirkten sich positiv auf die wirtschaftliche Lage der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr2009/2010 aus. Die positive Entwicklung des Binnenmarktes und die einsetzende Belebung im Ausland, insbesondere in Südostasien, bildeten die Basis für eine Umsatzseigerung von 21,4 %.Die Restrukturierung und die Integration der 2008 erworbenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 erfolgreich abgeschlossen. Hönle erwirtschaftete ein Vorsteuerergebnis von über5 Mio. €.

Mit über 9 Mio. € kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf lediglich 0,7 Mio. €. Das Unternehmen ist mit seiner starken Marktposition in mehreren Wachstumsfeldern sehr gut für die weitere Geschäftsentwicklung aufgestellt.

Forschung & Entwicklung

Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im letzten Geschäftsjahr lag auf der Erweiterung der Produktpalette. Eine wichtige Rolle spielte außerdem die Optimierung der Systeme in Hinblick auf ihre Funktionalität, Qualität und Energieeffizienz. Dabei spielten die Ideen der Mitarbeiter und das Wissen externer Partner wie Industrieunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle. Nachfolgend werden die wichtigsten Entwicklungsprojekte des letzten Geschäftsjahres dargestellt:

Green Printing ist ein zentrales Thema in der Druckindustrie. UV-Trockner der Hönle Gruppe leisten einen Beitrag zum umweltschonenden Drucken. Die UV-Technologie kommt nahezu ohne Lösemittel aus und verbraucht meist weniger Energie als herkömmliche Trocknungsverfahren. Natürlich haben es sich die Trocknungs-Profis zur Aufgabe gemacht, ihre Entwicklungen ständig weiter zu optimieren – hinsichtlich der Technik, aber auch unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit. Die Kombination dieser beiden Ansätze zeigt sich in Neuentwicklungen und in der Verbesserung bereits bewährter Produkte der Hönle Gruppe.

Wie kundennah und zukunftsorientiert die Forschung und Entwicklung von Hönle arbeitet, zeigte die Prämierung der Bundesgenossenschaft für Druck und Papierverarbeitung: Sie zeichnete Hönle für leistungsstarke und umweltschonende Produkte aus. Auf der Fachmesse ICE erhielt das Unternehmen das BG-Prüfzertifikat für “Energieminimierte Trocknung”. Zuvor hatte die Bundesgenossenschaft das Eltosch UV-Modul Light Guide umfangreich getestet. Ausgehend von dem bereits guten Wirkungsgrad des Vorgänger- Modells bestätigten die Testreihen, dass das neue Eltosch-Modul die Effizienz nochmals um 20% steigern kann. Bessere Effizienz bei gleichem Energieaufwand führt zu einer Kostenersparnis für den Kunden bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt.

Elektronische Vorschaltgeräte ermöglichen die optimale Regelung der UV-Intensität während des Druckprozesses und erhöhen die UV-Ausbeute. Hönle hat ein neues 10kW-Vorschaltgerät entwickelt und damit die Produktpalette weiter ausgebaut. Die Geräte können für die Leistungsregelung sowohl bei Hönle- als auch bei Eltosch- Trocknern verwendet werden.

Im Bereich der Vereinheitlichung von Baugruppen von Hönle- und Eltosch-Anlagen laufen mehrere Entwicklungsprojekte. Diese betreffen das modulare Steuerungskonzept sowie die einheitliche stufenlose Leistungselektrik.

Die zukunftsträchtige UV-LED-Technologie hält Einzug in die Druckindustrie. Dieser Entwicklung trägt Hönle Rechnung: So entstanden in den vergangenen Monaten mehrere neue Hochleistungsprodukte wie beispielsweise die LED Powerline. Dieses Hochleistungs-Array ist ideal für die Zwischen- (Pinning) und Endtrocknung. Das Gerät verfügt über eine hohe Intensität und ermöglicht das flexible Programmieren von Abläufen, was es insbesondere zum Einsatz in vollautomatischen Fertigungslinien prädestiniert.

Panacol führte zwei neue Spezialklebstoffe für das universelle Glaskleben im Markt ein: Mit den UV-härtenden High-Tech-Produkten der Vitralit- Reihe entstanden einkomponentige, lösungsmittelfreie Produkte, die schnell und komfortabel verarbeitet werden können. Sie härten unter UV-Licht sekundenschnell aus und ihre Endfestigkeit hält Kräften stand, die die Belastungsgrenzen von Glas oder anderen Materialien meist übertrifft. Neu ist auch ein innovativer Klebstoff für die Leiterplattenfertigung. Eine auf LED-Basis entwickelte Härtungsanlage gewährleistet die anschließende prozessoptimale sekundenschnelle Trocknung des Produktes.

Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe stiegen insgesamt von 656 T€ im Vorjahr auf 688 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter blieb mit jeweils 41 zum Ende des Geschäftsjahres unverändert. Insgesamt arbeiteten damit 15,0 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Umweltaspekte

Die UV-Trocknung zeichnet sich im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern wesentlich günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus werden durch die Verwendung der UV-Technologie erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln bei Farben, Lacken und Klebstoffen eingespart. Schließlich trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Lacke dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Die VOC-Verordnung der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 als 31. Bundes-Immissionsschutzverordnung in deutsches Recht umgesetzt. Die Richtlinie begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC - volatile organic compounds). Der Zeitplan zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis sieht 2013 als Ende der Übergangsfristen vor; die Verordnung wird dann in vollem Umfang wirksam. Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Daher ergeben sich in naher Zukunft gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der "National Emission Ceilings Directive", geht länderübergreifend weiter. Eine nochmalige Absenkung der Grenzwerte birgt weitere Umsatzpotenziale für die UV-Technologie.

Mitarbeiter

Aufgrund der positiven Auftragslage erhöhte Hönle die Zahl der jeweils zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter von 253 auf 276. Insbesondere in den Bereichen Produktion, Service und Verwaltung wurden neue Mitarbeiter eingestellt. Von den 276 Mitarbeitern der Hönle Gruppe arbeiteten 31 in Teilzeit; dies entspricht 11,2 % der Angestellten. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig:

Funktionsbereiche

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30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
Vertrieb 68 63 7,9 %
Forschung, Entwicklung 41 41 0,0 %
Produktion, Service 93 83 12,0 %
Logistik 30 29 3,4 %
Verwaltung 44 37 18,9 %
gesamt 276 253 9,1 %

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Durchschnitt 2009/2010 2008/2009 Veränderung
Vertrieb 66 63 4,8 %
Forschung, Entwicklung 41 44 -6,8 %
Produktion, Service 88 92 -4,3 %
Logistik 26 32 -18,8 %
Verwaltung 42 45 -6,7 %
gesamt 263 276 -4,7 %

Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 16.303 T€ auf 16.903 T€. Dabei erhöhten Tantiemen, Provisionen, das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sowie Rückstellungen für Weihnachtsgeld, Urlaub und Gleitzeitkonten den Personalaufwand, der sich wie folgt aufteilte:

Personalaufwand

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in T€ 2009/2010 2008/2009 Veränderung
Löhne und Gehälter 13.870 13.259 4,6 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 3.033 3.044 -0,4 %
gesamt 16.903 16.303 3,7 %

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 23 Auszubildende in der Unternehmensgruppe beschäftigt, sieben mehr als im Vorjahr. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Zeichner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Diplomanden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei seinen Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren elf Personen im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung bei Hönle beschäftigt.

Nachtragsbericht

Im November 2010 hat ein Brand in einem Außenlager Teile des Vorratsvermögens der Dr. Hönle AG vernichtet. Die Dr. Hönle AG geht davon aus, dass der entstandene Schaden über eine Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung in voller Höhe versichert ist und die Liefertermine trotz des Brandschadens weitgehend eingehalten werden können.

Nach dem Ende des Geschäftsjahres hat die Dr. Hönle AG weitere 35 % an der Honle Spain S.A., Gavá/Barcelona erworben. Die Gesellschaft vertreibt Produkte der Hönle Gruppe auf der iberischen Halbinsel. Seit November 2010 hält die Dr. Hönle AG damit 95 % der Anteile an der Honle Spain S.A..

Ferner erwarb die Dr. Hönle AG nach Geschäftsjahresende 51 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau. Hönle erschloss sich damit einen nachhaltigen Wachstumsmarkt im Bereich Life Science. Die UV-Technik Speziallampen GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt UV-Strahler, Vorschaltgeräte und Messtechnik. Die Geräte werden zur Entkeimung, Härtung und zur Materialanalyse eingesetzt. Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages erhielt die Dr. Hönle AG ein Anrecht auf den Erwerb der restlichen 49 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH.

Darüber hinaus hat die Dr. Hönle AG ein Anrecht auf den Erwerb der UV-Electronic GmbH, Durchhausen. Die Gesellschaft vertreibt elektronische Vorschaltgeräte für UV-Lampen.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2010 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Einziger Aktionär, der einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG gemeldet hat, ist Herr Dietrich Freiherr von Dobeneck. Herr von Dobeneck teilte am 12. Februar 2006 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 25. Januar 2006 bei 10,28 % lag. Davon waren ihm 8,41 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Deshalb hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2014 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 289 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Risikobericht

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen Risiken frühestmöglich erkannt, bewertet und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen mögliche negative Auswirkungen begrenzt sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens verhindert werden.

Zur Überwachung der Risiken wurde bei Hönle ein formalisiertes Risikomanagementsystem eingeführt. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Gegenmaßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Unternehmens informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Risiken für die Dr. Hönle AG:

Marktrisiken

Die konjunkturelle Lage verbesserte sich deutlich. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der positive Trend im neuen Geschäftsjahr anhält; die Aussichten für die Weltkonjunktur trübten sich zuletzt leicht ein. Die gegenwärtige Verschnaufpause des konjunkturellen Wachstums in den Industrieländern dürfte jedoch nur kurzfristig sein und die Dynamik des weltwirtschaftlichen Aufschwungs nicht aufhalten. Ein konjunktureller Abschwung würde auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinflussen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, welche es ermöglicht, auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell zu reagieren.

Operative Risiken

Die Preise für Rohstoffe und Betriebsstoffe werden voraussichtlich weiter ansteigen. Es besteht auch das Risiko, dass es in einzelnen Fällen zu Lieferengpässen kommen kann. Hönle wird, wann immer möglich, gestiegene Herstellungskosten durch Preiserhöhungen kompensieren und die Lieferfähigkeit durch die Auswahl von Alternativlieferanten sowie gegebenenfalls eine Erhöhung der Vorräte weitestgehend sicherstellen.

Die Dr. Hönle AG übernahm im Mai 2008 die Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Bei deutlich rückläufigen Umsätzen der Gesellschaft resultierte ein negatives Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2008/2009. Hönle setzte ein Maßnahmenpaket um, um die Ertragskraft zu verbessern. So wurden die Personalkosten stark gesenkt, die bisher fremdvergebene Eltosch- Fertigung in die Dr. Hönle AG verlagert und mit der Entwicklung gleicher Baugruppen für Eltosch- und Hönle-Anlagen begonnen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 erzielte Eltosch ein positives Ergebnis, jedoch muss die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaft kritisch verfolgt werden.

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Account Kunden wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an.

Theoretisch besteht das Risiko, dass eine andere Technologie die UV-Technik zukünftig teilweise oder gänzlich ersetzen wird. Unseres Wissens sind jedoch die Chancen für eine weitere Ausbreitung der UV-Technologie demgegenüber als deutlich größer einzuschätzen.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Unsere betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von entscheidender Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung, bietet vielversprechende berufliche Perspektiven und arbeitet eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen. Dem möglichen Wegfall von wesentlichen Know-how- Trägern wirkt Hönle durch ein Stellvertreterprinzip entgegen, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet.

Finanzrisiken

Der Euro verlor im Geschäftsjahr 2009/2010 gegenüber dem Dollar zwar an Wert, verteuerte sich jedoch seit Juni 2010 wieder. Bereits seit 2001 sinkt der Dollarkurs im Vergleich zum Euro. Es ist davon auszugehen, dass weiter steigende Kurswerte des Euros sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da sämtliche Umsätze in Euro fakturiert wurden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Andererseits birgt ein zukünftig wieder schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft im europäischen Ausland.

Die Hönle Gruppe hält Finanzanlagen in Aktien in Höhe von 219 T€. Es handelt sich dabei überwiegend um internationale Standardwerte. Der Buchwert der Wertpapiere blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Es ist jedoch möglich, dass die Aktienkurse etwa infolge eines erwarteten Konjunkturabschwungs nachgeben und eine Wertberichtigung durchgeführt werden muss. Andererseits besteht die Chance einer künftig wieder positiven Kursentwicklung und einer entsprechenden Zuschreibung.

Gesamtrisiko

Hönle ist mit leistungsstarken Produkten und einer soliden finanziellen Basis gut aufgestellt. Ein wirtschaftlicher Abschwung würde auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen. Insgesamt überwiegen aus heutiger Sicht jedoch die Chancen auf eine positive Geschäftsentwicklung bei weitem die potenziellen Risiken. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Nachfolgend sind die Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB dargestellt.

Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem auch mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung derjenigen Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Konzernabschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben der eingehenden Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind untrennbare Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung zukünftiger Chancen und Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, erkannte Risiken und eingeleitete Gegenmaßnahmen zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst auch den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich der Finanzbuchhaltung zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen beziehungsweise Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene geboten.

Die Gestaltung des IT-Systems trägt weiterhin zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung konzernrelevanter Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei. So gewährleistet Hönle den Konzernunternehmen, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Nachfolgend sind die Angaben gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt.

Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft ständig die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit garantiert.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe ihre Geschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen an Kunden vermieden. Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen, ist jedoch für Hönle von untergeordneter Relevanz.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Kosten-Nutzen- Analyse hat sich die Hönle Gruppe gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch Chancen für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
09/10 08/09 09/10 08/09 09/10 08/09
--- --- --- --- --- --- ---
Norbert Haimerl 211 204 19 14 230 218
Heiko Runge 210 203 11 10 221 213
Summe 421 407 30 24 451 431

Erfolgsabhängige Bezüge

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in T€ Tantieme
09/10 08/09
--- --- ---
Norbert Haimerl 143 0
Heiko Runge 143 0
Summe 286 0

Pensionen

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in T€ Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls Zuführung zu den Pensionsrückstellungen
Stand 30.09.2010 Stand 30.09.2009 2009/2010 2008/2009
--- --- --- --- ---
Norbert Haimerl 36 36 23 17
Heiko Runge 36 36 19 14
Summe 72 72 42 31

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von T€ 12 geleistet.

Die Mitglieder des Vorstands der Dr. Hönle AG hielten zu Beginn des Geschäftsjahres jeweils 10.000 Stück Aktienoptionen. Da die Erfolgsziele nicht erreicht wurden, war eine Ausübung nicht möglich. Das Aktienoptionsprogramm ist im Geschäftsjahr ausgelaufen, die Optionen sind vollständig verfallen.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 ist keine ergebnisabhängige Komponente mehr enthalten. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt.

Die Bedeutung des Aufsichtsrats als Beratungs- und Überwachungsorgan und seine Verantwortung für das Wohl der Gesellschaft sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Diesem Umstand soll auch im Rahmen der Aufsichtsratsvergütung Rechnung getragen werden. Die Hauptversammlung vom 23. März 2010 hat daher beschlossen, die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder erstmals für das am 30. September 2009 abgelaufene Geschäftsjahr anzupassen.

Die angegebene Vergütung im Geschäftsjahr 2009/2010 enthält die rückwirkende Anpassung der Vergütung für das Geschäftsjahr 2008/2009.

Bezüge des Aufsichtsrats

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in T€ Gesamt
2009/2010 2008/2009
--- --- ---
Dr. Hans-Joachim Vits 56 8
Prof. Dr. Karl Hönle 42 6
Eckhard Pergande 28 4
Summe 126 18

Die Beträge verteilen sich wie folgt auf die satzungsgemäße Vergütung für das Geschäftsjahr 2009/2010 und die rückwirkende Anpassung für das Geschäftsjahr 2008/2009:

Rückwirkende Anpassung in T€

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satzungsgemäße Vergütung rückwirkende Anpassung für 2008/2009 Gesamt
Dr. Hans-Joachim Vits 32 24 56
Prof. Dr. Karl Hönle 24 18 42
Eckhard Pergande 16 12 28
Summe 72 54 126

Prognosebericht

Marktausblick

Die kräftige Expansion der Weltwirtschaft setzte sich nach der Jahreswende 2009/2010 fort und hielt auch im dritten Quartal 2010 an. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich zuletzt leicht eingetrübt. Die gegenwärtige Abflachung des konjunkturellen Wachstums in den Industrieländern dürfte jedoch nur kurzfristig sein und die Dynamik des weltwirtschaftlichen Aufschwungs nicht aufhalten. In den Schwellenländern wird die Abschwächung wohl nur moderat ausfallen und die Wirtschaft auch 2011 kräftig expandieren. Im Ergebnis erwarten die Experten, dass sich das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion zwar verlangsamt, die gesamtwirtschaftliche Produktion aber deutlich aufwärts gerichtet bleibt.

Chart

Erstmals seit dem Beginn der Wirtschaftskrise wird die Geschäftslage in der deutschen Druckindustrie wieder positiv eingeschätzt. Die Werte des ifo-Konjunkturtests zur Lage der deutschen Druckindustrie stiegen zum Ende des Geschäftsjahres um beachtliche 32 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat auf ein Plus von 9 %. Die Bewertungen für die Nachfrage, die Produktionsentwicklung und die Auftragsbestände haben sich demnach weiter verbessert und sind nun alle positiv.

Der Klebstoffmarkt wird sich aufgrund des konjunkturellen Aufschwungs voraussichtlich auch im nächsten Geschäftsjahr positiv entwickeln. Es wird erwartet, dass das Wachstum der Absatzmärkte Elektronik-, Medizintechnik- und Glasindustrie zu einer erhöhten Nachfrage nach Industrieklebstoffen führt.

Ausblick für die Hönle Gruppe

Nach der Akquisition mehrerer Gesellschaften wurden nahezu alle Funktionsbereiche der Hönle Gruppe restrukturiert: Die Fertigung der Eltosch-Anlagen ist inzwischen vollständig in die Dr. Hönle AG integriert – sie erfolgte in der Vergangenheit bei externen Dienstleistern. Die Eigenfertigung senkte die Produktionskosten und ermöglicht eine effektive Qualitätssicherung. Die Buchhaltung der Tochtergesellschaften wurde zentralisiert und erfolgt nun in der Dr. Hönle AG. Und auch die IT, der Einkauf und die Logistik erfolgen zentral am Standort Gräfelfing für mehrere Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Die Schaffung eines zentralen Klebstoffstandortes für die internationalen Klebstoffaktivitäten führte zu einer Bündelung der Kompetenzen und zu einer deutlichen Verbesserung der Kostenstrukturen bei der Panacol Gruppe.

Dies alles trug zu einer Verbesserung der Abläufe und zu einer Reduzierung der Aufwandspositionen im Konzern bei.

Die Dr. Hönle AG wird die Produktionskapazitäten der geplanten Umsatzentwicklung anpassen. Daher wird die Gesellschaft zusätzlich zu der bereits erfolgten Erweiterung der Gewerbeflächen um 1.200 qm die Räumlichkeiten um weitere 1.700 qm vergrößern. So ist eine effiziente Fertigung und Inbetriebnahme auch in Zukunft sichergestellt. Der Bezug der neuen Flächen ist für Ende des Jahres 2011 geplant. Auch der Personalbestand wird der geplanten Unternehmensentwicklung angepasst: Im Zuge des erwarteten weiteren Wachstums werden insbesondere in der Fertigung, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb neue Mitarbeiter eingestellt.

Hönle entwickelt für ihren größten Absatzmarkt, die Druckmaschinenindustrie, ein einheitliches Steuerungskonzept für Hönle- und Eltosch- Anlagen. Mit dem neuen Steuerungskonzept lassen sich Fertigungsabläufe optimieren und der Service vereinfachen. Für den Klebstoffmarkt wird Hönle ihr Produktspektrum im Bereich UV-Härtungsgeräte auf LED-Basis erweitern. Ziel ist es, die Effizienz der Produkte weiter zu erhöhen und die Intensität zu steigern. Neue intelligente Klebstoffe, die thermisch oder elektrisch leitfähig sind, werden das Produktspektrum ergänzen und neue Absatzmärkte erschließen. Das neue Steuerungskonzept, die neuen LED-Produkte und intelligente Klebstoffe werden zusätzliche Verkaufsimpulse geben und zu einer positiven Umsatzentwicklung der Hönle Gruppe beitragen.

Zur weiteren Erschließung des chinesischen Marktes beabsichtigt Hönle in der Freihandelszone in Shanghai eine Handelsgesellschaft zu eröffnen. Auch die Panacol Gruppe hat ihr Vertriebsnetz in Südostasien erweitert und neue Vertriebspartner hinzugewonnen. Hönle setzt damit den dynamischen Ausbau des Vertriebsnetzes insbesondere im Südostasiatischen Raum fort.

Nordamerika ist ein wichtiger Absatzmarkt für Industrieklebstoffe. Panacol beabsichtigt daher über eine Firmengründung oder eine Akquisition den amerikanischen Markt zu erschließen.

Die Dr. Hönle AG hat begonnen, den strategischen Einkauf neu zu strukturieren. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Kostenanalyse, Lieferantenauswahl und Volumenbündelung. Die eingeleiteten Maßnahmen werden dazu beitragen, die Qualität zu sichern und gleichzeitig neue Einsparpotentiale zu erschließen.

Aufgrund der unsicheren konjunkturellen Entwicklung im letzten Geschäftsjahr hatte Hönle einen hohen Bestand an Zeitarbeitern in der Fertigung. Dieser wird im neuen Geschäftsjahr reduziert und gleichzeitig werden neue qualifizierte Fachkräfte eingestellt. Dadurch steigt die Effizienz im Produktionsbereich und die Aufwandspositionen reduzieren sich. Die Umsetzung dieser Maßnahme soll bereits im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres erfolgen.

Das geplante Investitionsvolumen für den organischen Ausbau der Geschäftsaktivitäten liegt im laufenden Geschäftsjahr bei unter einer Million Euro. Hönle wird vorrangig in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie im Bereich Vertrieb investieren. Die Entwicklung neuer Produkte soll die Wettbewerbsposition stärken und die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten soll neue Kunden und Marktsegmente erschließen. Darüber hinaus plant Hönle nach der erfolgreichen Integrationen der neuen Gesellschaften durch Firmenzukäufe in Wachstumsmärkten nachhaltig zu expandieren.

Der anhaltende konjunkturelle Aufschwung, der sich über alle Absatzmärkte der Hönle Gruppe erstreckt, wird sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Druckmarkt, dem größten Absatzbereich der Hönle Gruppe, nahmen die Auftragseingänge weiter zu. Von den in den nächsten Jahren erwarteten steigenden Umsatzniveaus in der Druckindustrie wird Hönle voraussichtlich überproportional profitieren. Auch in den anderen Absatzsegmenten der Hönle Gruppe wird die konjunkturelle Belebung die Umsätze positiv beeinflussen. Der Vorstand geht davon aus, dass der Aufschwung im Segment Klebstoffe weiter voranschreiten wird.

Ziel des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010/2011 ist es, den Konzernumsatz – einschließlich der Effekte aus der Übernahme der UV-Technik Speziallampen GmbH – auf 65 Mio. € und das Betriebsergebnis (EBIT) auf 7,5 Mio. € zu steigern. Im darauffolgenden Geschäftsjahr geht der Vorstand von weiter steigenden Betriebsergebnissen und Umsätzen aus.

Gräfelfing, 20. Dezember 2010

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl Vorstand

Heiko Runge Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance Bericht

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 8. Dezember 2010

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, Empfehlungen der Regierungskommission sowie Anregungen der Regierungskommission.

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen.

Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodex häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, in der Fassung vom 26. Mai 2010, ab:

Briefwahl

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Gesellschaft den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte auf der Hauptversammlung erleichtern und sie hierzu auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll (Kodexziffer 2.3.3 Satz 2). Die Dr. Hönle AG stellt einen Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts, die alternative Möglichkeit einer Briefwahl bietet die Gesellschaft jedoch nicht an.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Beide Vorstände arbeiten seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht.

Struktur der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei ist bei variablen Vergütungsbestandteilen grundsätzlich auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu achten (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG enthalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable Vergütungsbestandteile.

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs- Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Eine Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Abfindung für die Vorstandsmittglieder hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) bilden soll (Kodexziffer 5.3.1 Satz 1). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden zurzeit keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber das Geschlecht oder das Alter bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Die Dr. Hönle AG wird daher auch nicht die Zielsetzung der Neubesetzung des Aufsichtsrats und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen auch eine erfolgsabhängige Vergütung erhalten sollen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 2). Die Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente die Qualität der Tätigkeit des Aufsichtsrats erhöht. Die Aufsichtsräte der Dr. Hönle AG enthalten daher ausschließlich feststehende Bezüge.

Rechnungslegung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden sollen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun.

Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

Angaben gemäß Deutscher Corporate Governance Kodex

Vergütung der Vorstände

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Vorstände in einem Vergütungsbericht, der Teil des Corporate Governance Berichts ist, offenzulegen (Kodexziffer 4.2.5). Dabei soll auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert werden. Die Dr. Hönle AG weist die Vergütung der Vorstände im Lagebericht im Kapitel Vergütungsbericht detailliert aus und erläutert dabei die Grundzüge des Vergütungssystems in einer allgemein verständlichen Form.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen auszuweisen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG legt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Lagebericht des Geschäftsberichtes im Kapitel Vergütungsbericht individualisiert offen.

Directors Dealings

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Geschäfte in Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht zu veröffentlichen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen auf der Homepage www.hoenle.de unter der Rubrik "Investor Relations", "Directors' Dealings". Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurden der Dr. Hönle AG keine mitteilungspflichtigen Wertpapiergeschäfte gemeldet.

Wertpapierbesitz der Organe

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt im Corporate Governance Bericht Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente im Geschäftsbericht in der Rubrik Corporate Governance im Kapitel "Aktienbesitz und Bezugsrechte der Organe" detailliert aus.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und deren Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der nachfolgende Risikobericht.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Vorstand

Norbert Haimerl

Diplom-Betriebswirt (FH) (48 Jahre)

verantwortlich für Finanzen und Personal

Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung der Schiessl GmbH & Co. KG startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei der MAN Roland Vertrieb Bayern GmbH als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Heiko Runge

Diplom-Ingenieur (FH) (46 Jahre)

verantwortlich für Vertrieb und Technik

Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits

Rechtsanwalt

Aufsichtsratsvorsitzender

Hans-Joachim Vits verantwortete fünf Jahre die kaufmännische Geschäftsführung der Robert Bosch Espanola S.A., Madrid, bevor er als geschäftsführender Gesellschafter zwölf Jahre in der mittelständischen Familiengruppe Schwelmer Eisenwerk, Schwelm, arbeitete. Nach Auseinandersetzung der Familienstämme der Eisenwerksgruppe brachte er seine Beteiligung in eine Vermögensverwaltung ein und arbeitete als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschafts-/Anwaltskanzlei. Er hatte zahlreiche Ehrenämter inne, u.a. im Bundesvorstand der Johanniter- Unfall-Hilfe. Ferner übernahm er zahlreiche Aufsichtsmandate, u.a. als Vorsitzender der IVECO Magirus Brandschutztechnik AG und als Mitglied der Salzgitter Maschinenbau AG, der Gothaer Versicherungsgruppe und der Sintermetallwerk Krebsöge GmbH.

Prof. Dr. Karl Hönle

Diplom-Physiker

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Karl Hönle ist emeritierter Professor der Fachhochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig.

Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH und der A.L.T. Lichttherapietechnik GmbH.

Eckhard Pergande

Bankkaufmann, Bankfachwirt

Aufsichtsrat

Eckhard Pergande war von 1980 bis 1990 Sprecher des Vorstands der Münchner Bank e.G.. Danach übernahm er bis 2002 den Vorstandsvorsitz der Lagerland AG. Er bekleidete in dieser Zeit diverse Ehrenämter in berufsständischen Verbänden auf Bundesebene.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

wir haben die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden.

Wir freuen uns, auf ein Geschäftsjahr zurückblicken zu können, in dem bereits ein Jahr nach einer der größten Wirtschaftskrisen, wieder ein gutes Unternehmensergebnis erwirtschaftet werden konnte. Mit der Restrukturierung und Neuausrichtung der Hönle Gruppe haben wir die Basis für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung geschaffen und wollen so weit höhere Umsatz- und Ergebnisniveaus als in der Vergangenheit erreichen.

Zur Vorbereitung von Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet. Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in fünf Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder vollzählig vertreten waren. Auf der Grundlage umfassender Berichte des Vorstands und anschließender Beratungen befassten wir uns unter anderem mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder ein Aufsichtsratsbeschluss erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands.

Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen.

Schwerpunkte der Beratungen

In der Sitzung am 30. Oktober 2009 erhielten wir einen Bericht über die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe, der auch aktuelle Konzernzahlen und einen Vergleich mit den prognostizierten Zahlen beinhaltete. Der Vorstand ging in seinem Bericht dabei auch detailliert auf die Sondereffekte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 ein. Dabei wirkten sich insbesondere Restrukturierungskosten ergebnismindernd aus. Ein weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung war die Erörterung der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Aufgrund der guten Auftragslage ging der Vorstand von steigenden Umsätzen und wieder positiven Ergebnisbeiträgen im nächsten Quartal aus.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Darstellung der voraussichtlichen strukturellen Entwicklung des Druckmarktes. Dabei ging der Vorstand unter anderem auf Spekulationen hinsichtlich der Fusion von führenden Druckmaschinenherstellern ein. Ferner erläuterte uns der Vorstand die strategische Ausrichtung der Hönle Gruppe und legte die Entwicklungsmöglichkeiten in bestehenden und potenziellen Marktsegmenten dar.

Am 12. Januar 2010 legte der Vorstand uns den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2009 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse. Auf der gleichen Sitzung beschlossen wir die Tagesordnung und legten wir die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung am 23. März 2010 fest. Aufgrund des im letzten Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrages beschlossen wir, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Dividendenzahlung auszusetzen. Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Beteiligungsunternehmen und ging danach auf deren geplante weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2009/2010 ein. In diesem Zusammenhang legte der Vorstand Möglichkeiten der weiteren Konzernentwicklung mittels der Akquisition potenziell geeigneter Unternehmen dar. Schließlich gaben wir eine mit dem Vorstand abgestimmte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz ab.

Die Geschäftsentwicklung des ersten Quartals war Thema der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2010. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Einzelgesellschaften und informierte uns über den Stand der Kostensenkungsmaßnahmen. Anschließend gab der Vorstand einen Ausblick über die erwartete Entwicklung der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Hönle Gruppe. Auch die Aktivitäten im Bereich Akquisitionen waren Gegenstand der Aufsichtsratssitzung.

Vorstand und Aufsichtsrat trafen sich am 7. April 2010 erneut zu einer gemeinsamen Sitzung. Gegenstand der Gespräche war im Wesentlichen die Erörterung einer möglichen Akquisition.

In der Sitzung am 7. Juni 2010 berichtete der Vorstand über die ersten sieben Monate des Geschäftsjahres 2009/2010. Dabei ging er auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung und die aktuelle Lage ein. Er informierte uns über die Entwicklung der einzelnen Absatzmärkte und ging dabei insbesondere auf den Druckmarkt detailliert ein. Ein weiterer Gesprächsgegenstand war die Vereinbarung eines neuen Mietvertrages für die Dr. Hönle AG, auf dessen Eckpunkte sich Aufsichtsrat und Vorstand verständigten.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde in einigen Bereichen geändert und ergänzt. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Hauptversammlung am 23. März 2010 wählte einen neuen Aufsichtsrat. Der bestehende Aufsichtsrat wurde vollständig wiedergewählt, sodass die Besetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009/2010 unverändert blieb. Auch bei der Besetzung des Vorstands der Dr. Hönle AG ergaben sich keine Änderungen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 23. März 2010 wählte die AWT Horwath GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009/2010.

Die AWT Horwath GmbH prüfte den Jahresabschluss zum 30. September 2010 und den Lagebericht der Dr. Hönle AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Aufsichtsratssitzung vom 12. Januar 2011 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden uns zur Einsichtnahme ausgehändigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.

Sehr geehrte Aktionäre,

beflügelt von einem unerwartet starken konjunkturellen Aufschwung, gelang es der Hönle Gruppe die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 21,4 % auf 54,6 Mio. € zu steigern. Die Kostenbasis haben wir deutlich gesenkt und erzielten somit ein Konzernergebnis von 4,8 Mio. € – nach einem Konzernergebnis von noch minus 4,1 Mio. € in letzten Geschäftsjahr.

Wir danken den Vorständen und allen Mitarbeitern der Hönle Gruppe für ihren Einsatz und freuen uns auf das neue Geschäftsjahr, in dem wir alles daran setzen werden, es zu einem noch Erfolgreichen als das letzte Geschäftsjahr werden zu lassen.

Gräfelfing, den 12. Januar 2011

*Dr. Hans-Joachim Vits

Vorsitzender des Aufsichtsrats*

Aktienbesitz und Bezugsrechte der Organe

Wertpapierbestand zum 30. September 2010

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Aktien Anzahl Aktien in % vom Grundkapital Optionen Anzahl
Vorstand
Norbert Haimerl 25.000 0,45 0
Heiko Runge 16.100 0,29 0
Aufsichtsrat
Dr. Hans-Joachim Vits 353.444 6,41 0
Prof. Dr. Karl Hönle 221.000 4,01 0
Eckhard Pergande 4.200 0,07 0
Summe 619.744 11,24 0
Anzahl Aktien Gesamt 5.512.930 100,00 0

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffen-des Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 10. Januar 2011

**AWT Horwath GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

ppa. A. Haas Wirtschaftsprüfer

ppa. S. Spitaler Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Gräfelfing, den 20. Dezember 2010

Dr. Hönle AG

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Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

für die Zeit vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 nach IFRS

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01.10.2009 – 30.09.2010 01.10.2008 – 30.09.2009
Anhang in T in T
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Umsatzerlöse (6) 54.624 44.985
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 201 -1.410
Sonstige betriebliche Erträge (7) 1.880 2.081
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen (8) 22.610 19.906
Personalaufwand (9) 16.903 16.303
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens (10) 1.174 1.159
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 10.470 12.226
Betriebsergebnis/EBIT 5.548 -3.938
Zinserträge (12) 44 112
Zinsaufwendungen (13) 250 247
Finanzergebnis -206 -135
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen/EBT 5.342 -4.073
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) 536 10
Konzernjahresergebnis 4.806 -4.083
Ergebnisanteil, der den Minderheitenanteilen zuzurechnen ist (15) 205 80
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 4.601 -4.163
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (18) 0,89 -0,80
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (18) 0,89 -0,80
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 5.187.091 5.187.091
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 5.187.091 5.187.091

Konzerngesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 01.10.2009 bis 30.09.2010 nach IFRS

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01.10.2009 - 31.12.2010 01.10.2008 - 31.12.2009
in T€ in T€
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Konzernergebnis 4.806 -4.083
Übriges kumuliertes Einkommen der Periode:
- Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente nach IAS 39 3 -3
- Währungsdifferenzen 541 195
Summe übriges kumuliertes Einkommen der Periode nach Ertragssteuern 544 192
Gesamteinkommen der Periode 5.350 -3.891
Davon entfallen auf:
- Ergebnisanteil der den Minderheitenanteilen zuzuordnen ist 205 80
- Ergebnisanteil der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnen ist 5.145 -3.971

Konzernbilanz

zum 30.09.2010 nach IFRS

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AKTIVA 30.09.2010 30.09.2009
Anhang in T€ in T€
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LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwert (19) 6.927 6.927
Immaterielle Vermögenswerte (19) 1.746 1.899
Sachanlagevermögen (19) 6.027 6.210
Finanzanlagen (19) 249 241
Sonstige langfristige Vermögenswerte (20) 810 751
Latente Steuern (21) 1.365 719
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 17.124 16.747
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte (22) 10.897 9.392
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (23) 8.396 7.678
Forderungen gegen Unternehmen im Verbundbereich 0 1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (24) 1.031 1.082
Steuererstattungsansprüche (25) 243 469
Liquide Mittel (26) 6.743 3.158
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 27.310 21.780
AKTIVA GESAMT 44.434 38.527

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PASSIVA 30.09.2010 30.09.2009
Anhang in T€ in T€
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EIGENKAPITAL (27)
Gezeichnetes Kapital 5.513 5.513
Eigene Anteile -2.531 -2.531
Kapitalrücklage 16.325 16.427
Gesetzliche Rücklage 49 49
Sonderposten Neubewertung -262 -265
Bilanzgewinn 9.747 5.146
Währungsdifferenzen 1.025 484
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital 29.866 24.823
Minderheitenanteile 903 801
Eigenkapital, gesamt 30.769 25.624
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) (28) 635 682
Langfristige Finanzleasingverpflichtungen (29) 69 172
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (30) 187 486
Pensionsrückstellungen (31) 1.853 1.805
Latente Steuern (21) 961 939
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 3.705 4.084
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (32) 2.689 2.578
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (33) 0 2
Erhaltene Anzahlungen (34) 640 616
Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten (29) 102 108
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (35) 68 451
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (36) 4.122 2.982
Sonstige Rückstellungen (37) 1.320 1.785
Steuerrückstellungen (38) 1.019 297
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 9.960 8.819
PASSIVA GESAMT 44.434 38.527

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

für die Zeit vom 01.10.2009 – 30.09.2010 nach IFRS

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gezeichnetes Kapital eigene Anteile Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Sonderposten Neube- wertung Konzernbilanz- gewinn/ -verlust
in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
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Stand 01.10.2008 5.513 -2.531 16.916 49 -262 10.605
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von Minderheitenanteilen -489
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39 -3
Dividendenausschüttung -1.296
Währungsdifferenzen
Ertragswirksame Veränderung der Minderheitenanteile
Veränderung der Minderheitenanteile aufgrund von Unternehmenserwerben
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2008/2009 -4.163
Stand 30.09.2009 5.513 -2.531 16.427 49 -265 5.146

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Währungsdifferenzen Aktionären zuzuordn. Eigenkapital*) Minderheitenanteile Gesamt
in T€ in T€ in T€ in T€
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Stand 01.10.2008 289 30.579 841 31.420
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von Minderheitenanteilen -489 -489
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39 -3 -3
Dividendenausschüttung -1.296 -45 -1.341
Währungsdifferenzen 195 195 195
Ertragswirksame Veränderung der Minderheitenanteile 0 80 80
Veränderung der Minderheitenanteile aufgrund von Unternehmenserwerben 0 -75 -75
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2008/2009 -4.163 -4.163
Stand 30.09.2009 484 24.823 801 25.624

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gezeichnetes Kapital eigene Anteile Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage Sonderposten Neubewertung Konzernbilanz- gewinn/ -verlust
in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
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Stand 01.10.2009 5.513 -2.531 16.427 49 -265 5.146
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von Minderheitenanteilen -102
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39 3
Dividendenausschüttung
Währungsdifferenzen
Ertragswirksame Veränderung der Minderheitenanteile
Veränderung der Minderheitenanteile aufgrund von Unternehmenserwerben
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2009/2010 4.601
Stand 30.09.2010 5.513 -2.531 16.325 49 -262 9.747

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Währungsdifferenzen Aktionären zuzuordn. Eigenkapital*) Minderheitenanteile Gesamt
in T€ in T€ in T€ in T€
--- --- --- --- ---
Stand 01.10.2009 484 24.823 801 25.624
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von Minderheitenanteilen -102 -102
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39 3 3
Dividendenausschüttung 0 -31 -31
Währungsdifferenzen 541 541 541
Ertragswirksame Veränderung der Minderheitenanteile 0 205 205
Veränderung der Minderheitenanteile aufgrund von Unternehmenserwerben 0 -72 -72
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2009/2010 4.601 4.601
Stand 30.09.2010 1.025 29.866 903 30.769

Die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung wird unter der Anhangsangabe (27) erläutert.

*) Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital

Konzernkapitalflussrechnung

für die Zeit vom 01.10.2009 – 30.09.2010 nach IFRS

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01.10.2009- 30.09.2010 01.10.2008- 30.09.2009
in T€ in T€
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Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:
Jahresergebnis vor Minderheitenanteilen und Steuern 5.342 -4.073
Berichtigungen für: Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 1.174 1.159
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3 240
Finanzerträge -44 -113
Zinsaufwendungen 250 247
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 237 97
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 6.962 -2.443
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen -417 220
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -718 2.712
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 52 -51
Zunahme/Abnahme der Vorräte -1.742 1.550
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111 -2.849
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -2 -2
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 24 104
Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 835 -1.699
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 5.105 -2.458
Gezahlte Zinsen -250 -247
Gezahlte Ertragsteuern -211 -391
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 4.644 -3.096
Cashflow aus Investitionstätigkeit:
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (inkl. Rückerstattung Genussscheine) 36 -11
Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen -263 -100
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -867 -1.366
Veränderung der Finanzanlagen -5 0
Einzahlungen aus langfristigen Forderungen 50 0
Auszahlungen für langfristige Forderungen 0 -128
Veränderung der Rückdeckungsversicherung -109 107
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 34 102
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 10 11
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.114 -1.385
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:
Auszahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten -533 -142
Auszahlungen für Dividenden 0 -1.340
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -533 -1.482
Währungsdifferenzen 411 127
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 177 67
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln 3.585 -5.769
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 3.158 8.927
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 6.743 3.158
Veränderung liquider Mittel 3.585 -5.769

Die Kapitalflussrechnung wird unter der Anhangsangabe (43) erläutert.

Anhang zum IFRS - Konzernabschluss

für das Geschäftsjahr 2009/2010 der Dr. Hönle AG, Gräfelfing

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland.

Die Dr. Hönle AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern industrieller UV-Technologie. Zusammen mit seinen Tochterfirmen entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern UV-Strahlungssysteme, UV-Strahler, UV-Klebstoffe und Vergussmassen für industrielle Anwendungen.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes).

Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September.

Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro).

Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 20. Dezember 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

2. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 19), sowie der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 31), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 37) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz 21) getroffen worden.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2010 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

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Name Sitzland Beteiligungsquote Berichtsjahr Beteiligungs- quote Vorjahr Gehalten Über
Unmittelbare Beteiligungen:
(1) Aladin GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 60,00 % 60,00 %
(2) Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon Frankreich 100,00 % 100,00 %
(3) Honle UV UK Ltd., Luton England 100,00 % 100,00 %
(4) Honle Spain S.A., Gavá/Barcelona Spanien 60,00 % 60,00 %
(5) PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg Deutschland 90,00 % 80,00 %
(6) Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg Deutschland 100,00 % 100,00 %
(7) Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00 % 100,00 %

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Name Sitzland Beteiligungs- quote Berichtsjahr Beteiligungs- quote Vorjahr Gehalten über
Mittelbare Beteiligungen:
(8) Panacol AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00 % 100,00 % (7)
(9) Panacol-Elosol GmbH, Stein- bach/Frankfurt/M. Deutschland 100,00 % 100,00 % (8)
(10) Eleco Produits EFD, SAS, Paris Frankreich 99,96 % 99,96 % (8)
(11) Domino S.à.r.l., Paris Frankreich 100,00 % 100,00 % (10)
(12) Megadustries Martinique S.à.r.l. Frankreich 75,71 % 75,71 % (10)
(13) Megadustries Guadeloupe S.à.r.l. Frankreich 76,00 % 76,00 % (10)
(14) Eltosch America Inc., Mt. Prospect/Chicago USA 100,00 % 100,00 % (6)

Die Beteiligungsquote repräsentiert zugleich die Stimmrechtsquote.

Die genannten Unternehmen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH (im Folgenden Solitec GmbH) wurde trotz Vorliegens einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis der Solitec beträgt 1 (Vj. T€ 2), die Höhe des Eigenkapitals beträgt T€ 38 (Vj. T€ 36).

Die mit notarieller Urkunde vom 21. Dezember 2009 übernommenen Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH in Höhe von 20% des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Beteiligung“ im Konzernabschluss ausgewiesen, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausübt.

Das Geschäftsjahresergebnis der PrintDesign Engineering GmbH beträgt T€ 1, die Höhe des Eigenkapitals beträgt T€ 25.

Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:

Zum 01.01.2010 wurden weitere 10% an der bereits voll einbezogenen Tochtergesellschaft PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg (im folgenden PrintConcept GmbH) erworben. Zum Bilanzstichtag werden 90% der Anteile an der PrintConcept GmbH gehalten.

Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Firmenwert bilanziert. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von Minderheiten werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Bewertung von Minderheitenanteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert (»Full-Goodwill-Methode«) oder zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Alle konzerninterne Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€).

Für die Tochtergesellschaften in England und in der Schweiz ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP) bzw. der Schweizer Franken (CHF). Für die amerikanische Tochtergesellschaft der US Dollar (USD). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.09.2010 in € 30.09.2009 in € 2009/2010 in € 2008/2009 in €
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1 Britisches Pfund GBP 1,1610 1,0997 1,1538 1,1375
1 Schweizer Franken CHF 0,7445 0,6541 0,7044 0,6574
1 US-Dollar USD 0,7348 0,6853 0,7387 0,7156

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sicherungsgeschäfte wurden nicht vorgenommen.

4. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2009/2010 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB bzw. IFRIC erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.

Anpassung IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung “. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2009). Die Veränderung des Standards macht deutlich und erklärt, dass Ausübungsbedingungen Dienstzeitbedingung und Leistungsbedingung sind. Die Änderungen werde keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben.
Anpassung IFRS 3 (rev. 2008):„Unternehmenszusammenschlüsse“: Umfassende Überarbeitung zur Anwendung der Akquisitionsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2009). Die überarbeitete Fassung beinhaltet die wesentlichen Änderungen bei der Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben, die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Die Behandlung von Anschaffungsnebenkosten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, wesentlichen Änderungen bei der Behandlung bedingter Kaufpreiszahlungen, wesentliche Änderungen bei Abbildung von stufenweisen Hinzuerwerben und -veräußerungen und wesentliche Änderungen bei der Abbildung von Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen. Die erstmalige Anwendung der Anpassung zu IFRS 3 wirkt sich in der Darstellung des Konzernabschlusses aus.
Anpassung IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 1. Januar 2009,): Einführung eines Drei-Stufen-Modells zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts und Erweiterung der Angabepflichten dafür. Mit diesen Änderungen werden die Angaben zum Liquiditätsrisiko verbessert.
Anpassung IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“: Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Darstellung der Abschlüsse, um Vergleichszahlen bzw. Auswertungen besser zu analysieren. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2009).
Anpassung IAS 23 „Fremdkapitalkosten“: Diese Anpassung stellt klar, dass Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, zu aktivieren sind. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2009). Die erstmalige Anwendung hat keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns.
IAS 27 (rev. 2008) “Konzern- und Einzelabschlüsse“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2009) Die wesentlichen Änderungen betreffen die Bilanzierung von Transaktionen ohne Kontrollübergang und Transaktionen mit Kontrollwechsel. Erfolgen Transaktionen mit einem Verlust der Kontrolle, so sind diese erfolgsneutral als Eigenkaptaltransaktion zu erfassen. Die Bewertung der verbleibenden Anteile zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Durch die Änderung ist der Ausweis von Negativsalden bei nicht beherrschenden Anteilen zulässig.
Anpassung IAS 32 „ Finanzinstrumente: Darstellung “ und IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“: Diese Anpassungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Klassifizierung bestimmter Finanzinstrumenten (Eigenkapital/Fremdkapital). In Zusammenhang mit der neuen Klassifizierung wurden die entsprechenden Anhangsangaben geändert (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2009). Die erstmalige Anwendung hat Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Anpassung IAS 39 „Finanzinstrumente“ Klarstellung hinsichtlich der Absicherung von Inflationsrisiken bei bestimmten Grundgeschäften sowie der Designation von Optionen mit ihrem inneren Wert bzw. Zeitwert“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2009). Die Anpassung wird keinen Einfluss auf den Abschluss des Hönle Konzern haben.
Anpassung IFRIC 9 „Neubeurteilung eingebetteter Derivate“ und IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“: (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2009) Mit dieser Änderung wird im Wesentlichen die Bilanzierung von eingebetteten Derivaten bei Umklassifizierungen von Finanzinstrumenten verdeutlicht. Diese Anpassungen haben keine Auswirkung auf den Abschluss des Hönle Konzerns.

Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC im Laufe des Geschäftsjahres 2009/2010 folgende neuen Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich:

IFRS 9 „Finanzinstrumente“ Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten“. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Der Grundgedanke des Standard ist die finanziellen Vermögenswerte entweder nach dem Anschaffungskostenmodell oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Standard soll IAS 39 vollständig ablösen. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.
IAS 24: „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2011). Mit den Änderungen wird die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen klargestellt. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.
IFRIC 14 „Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung “ Die Interpretation wird im Zusammenhang mit dem Standard IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ gesehen und regelt die Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und deren Wechselwirkungen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2011). Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.
Anpassung IFRIC 17 „Sachausschüttungen an Eigentümer“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. November 2009): Diese Interpretation behandelt die Frage, wann und in welcher Höhe eine Sachdividende zu bilanzieren ist. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns sind daraus nicht zu erwarten.
Anpassung IFRIC 18 „Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 1 November 2009): Dieser Standard betrifft in erster Linie den Energiesektor und regelt die Fragen in Zusammenhang mit der Bereitstellung eines Leistungsnetzes oder eines Zugangs zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen. Eine Auswirkung auf den Abschluss des Hönle Konzerns ist nicht zu erwarten.
IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2010) Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden derzeit geprüft.
Im April 2009 hat das IASB den zweiten Sammelstandard „Improvements to IFRSs“ zur Vornahme von 15 kleineren Änderungen an 12 Standards veröffentlicht. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: überwiegend 01. Januar 2010).

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitieren. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der dieser der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrages wird mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash-Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst.

Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.

Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Textziffer 19.

Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt:

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Markennamen 15 Jahre
Kundenstamm und andere Rechte 1 bis 20 Jahre
Software 1 bis 10 Jahre
Lizenzen 8 bis 10 Jahre
Urheberrechte, Patente und sonst. gewerbliche Schutzrecht 7 Jahre
Rezepte, Geheimverfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 10 Jahre

Abweichend davon können sich – bei im Rahmen von akquisitionsbedingten Erstkonsolidierungen übernommenen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer – andere Nutzungszeiträume ergeben. Diese immateriellen Vermögenswerte beziehen sich insbesondere auf Kundenbeziehungen und Technologie. Die entsprechenden voraussichtlichen gewichteten durchschnittlichen Nutzungszeiträume lagen bei spezifischen Transaktionen zwischen zehn und 20 Jahren für Kundenbeziehungen.

Sachanlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrunde gelegt:

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Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 19 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Unter der Position „Gebäude“ werden Mietereinbauten mit erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird im Zusammenhang mit der Laufzeit der Mietverträge festgelegt.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab.

Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zugeordnet, sie werden jedoch mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Anteile existiert kein aktiver Markt und die Zeitwerte lassen sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln.

Die ausgewiesenen Aktien werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Sie werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der sich aus dem Börsenpreis zum Stichtag ergibt. Die aus Änderungen des Zeitwertes entstehenden Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 39 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zu dem Zeitpunkt, an dem die finanziellen Vermögenswerte ausgebucht werden oder an dem eine dauerhafte Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die kurzfristigen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugerechnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertminderungen berücksichtigt.

Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert.

Latente Steuern

Zur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebenen Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporären Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.

Für die Bilanzierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen werden nachfolgende Annahmen zu Grunde gelegt:

Im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 wurde der § 8 c Abs. 1a des (deutschen) Körperschaftsteuergesetz durch den Gesetzgeber neu gefasst und eine Ausnahmeregelung für die Berücksichtigung der Verlustvorträge mit eingeräumt. Die Regelung sagt aus, dass Verluste vollständig berücksichtigt werden können, wenn ein Anteilsübergang (über 50%) zum Zwecke der Sanierung erfolgt. Zu dieser sogenannten „Sanierungsklausel“ erhebt die EU-Kommission jedoch Bedenken und hat ein förmliches Prüfverfahren nach Art. 108 Abs. 2 AEUV eingeleitet. Hiermit zeigt die EU-Kommission an, dass sie Zweifel an der Vereinbarkeit der Regelung mit dem europäischen Beihilferecht hat. Zum Bilanzstichtag war das vom 24. Februar 2010 eingeleitete Verfahren noch nicht abgeschlossen. Im Hinblick auf den Ansatz latenter Steuern aus Verlustvorträgen geht der Vorstand davon aus, dass das Sanierungsprivileg als europarechtswidrig eingestuft wird. Der Vorstand geht daher momentan davon aus, dass die Verlustvorträge der im Geschäftsjahr 2007/2008 erworbenen Tochtergesellschaft durch den Erwerb der Anteil untergegangen sind. Aktive Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden deshalb nur für Verluste ab dem Zeitpunkt des Erwerbes angesetzt. Sofern die Sanierungsklausel von der EU-Kommission als rechtsmäßig bestätigt wird, sind auch auf die vor dem Erwerb erwirtschafteten Verluste aktive latente Steuern anzusetzen.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:

Konzernunternehmen in Deutschland: 24,58 % bis 32,28% (Vj. 25 % bis 32,28 %)
Konzernunternehmen in England: 28 % (Vj. 28 %)
Konzernunternehmen in Frankreich: 33 1/3 % (Vj. 33 1/3 %)
Konzernunternehmen in Spanien: 25 % (Vj. 30 %)
Konzernunternehmen in der Schweiz: 25,9 % (Vj. 21 %)
Konzernunternehmen in den USA: 38,82 % (Vj. 30,40 %)

Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten, ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze.

Latente Steuern werden grundsätzlich mit dem zum Stichtag gültigen Steuersatz bewertet.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) als Verbrauchsfolgeverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann.

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Forderungen, sonstige Vermögenswerte, aktive Rechnungsabgrenzung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Valutaforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde nicht vorgenommen, da eine marktübliche Verzinsung gegeben ist bzw., - im Fall des Rückkaufwerts der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter - der Bilanzansatz dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag entspricht.

Leasing

In den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 zu qualifizieren sind, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand aktiviert und die Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten als finanzielle Verbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode passiviert. Die Behandlung als Finanzierungsleasing führt in der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Abschreibungsaufwand in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes sowie zu Finanzierungsaufwendungen.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigene Anteile

Erworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Bilanz angesetzt. Dazu zählen in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie erhaltene Darlehen.

Kurzfristige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten stehen mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag in der Bilanz.

Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus Tantiemen und Prämien, Weihnachtsgeld, ausstehendem Resturlaub und Gleitzeitüberhängen erfasst.

Valutaverbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von Defined-Benefit-Plänen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der so genannten Korridormethode entsprechend IAS 19.92 berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen Betrages.

Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Aktienbasierte Vergütung

Die Bilanzierung des Aktienoptionsprogramms für Vorstand und Mitarbeiter erfolgt gemäß IFRS 2 anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen. Dabei werden die Optionen am Tag der Gewährung zum Zeitwert bewertet. Dieser wird dann als Vergütungsaufwand über den Zeitraum verteilt, innerhalb dessen die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die Instrumente erwerben.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert.

Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden in der Periode, für die sie gewährt wurden, als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

6. Umsatzerlöse

Zur Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Angaben der Segmentberichterstattung.

T€ 7 (Vj. T€ 7) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen.

7. Sonstige betriebliche Erträge

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Auflösung von Rückstellungen 425 310
private Kfz-Nutzung 16 17
Erhöhung Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen 109 107
periodenfremde Erträge 116 92
Mieterträge 35 27
Zuschüsse/Investitionsförderung 25 80
Ertrag aus passivischem Unterschiedsbetrag 0 212
Sonstige 1.154 1.236
1.880 2.081

Unter der Position Sonstige sind in Höhe von T€ 414 außerordentliche Erträge sowie T€ 60 Versicherungs-/Schadensersatzzahlungen enthalten.

8. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.870 18.994
Aufwendungen für bezogene Leistungen 740 912
22.610 19.906

9. Personalaufwand

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Löhne und Gehälter 13.870 13.259
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.033 3.044
16.903 16.303

Im Geschäftsjahr 2009/2010 sind keine Aufwendungen aufgrund IFRS 2 im Personalaufwand enthalten (Vj. T€ 0).

Zu den Aktienoptionen vgl. auch Tz. 48.

10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2008/2009 waren aufgrund der jährlich durchzuführenden Wertminderungstests keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte vorzunehmen. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 19) enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Raumkosten 2.191 3.117
Versicherung, Beiträge und Gebühren 452 537
Reparaturen und Instandhaltung 109 141
Kfz-Kosten 816 721
Werbung und Repräsentation 546 570
Reisekosten 973 1.231
Versand, Warenabgabe und Verpackung 2.077 1.379
Porto und Telefon 360 366
Bürobedarf und Fachbücher 133 301
Beratung, Buchführung, Abschlusskosten und Kosten des "Being Public" 746 1.145
sonstige Kosten 2.067 2.718
10.470 12.226

In den sonstigen Kosten sind im wesentlichen T€ 66 Aufwendungen aus Forderungsverluste enthalten. Hinzu kommen T€ 45 für die Wertberichtigungen auf Forderungen und T€ 34 Ausgaben für Lizenzen. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 23. März 2010 wurde die rückwirkende Anpassung der Vergütung des Aufsichtsrates beschlossen. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von T€ 72 sind unter den „sonstigen Kosten“ erfasst.

Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2009/2010 T€ 443 (Vj. T€ 484). Davon entfallen T€ 337 auf Fahrzeuge.

12. Zinserträge

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 10 11
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34 101
44 112

Die Erträge aus Finanzanlagen und sonstigen Wertpapieren in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 11) resultieren in erster Linie aus Ausschüttungen des Wertpapierdepots der Dr. Hönle AG und einer den Zahlungsmitteläquivalenten zugeordneten Geldmarktfondsanlage der Hönle France. Im Geschäftsjahr wurde die Geldmarktfondsanlage der Hönle France verkauft.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von T€ 34 (Vj. T€ 79) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen.

In Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 16) entfällt der Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegen die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH.

13. Zinsaufwendungen

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 28 (Vj. T€ 30), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeit des Konzerns entfallen.

Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt T€ 15 (Vj. T€ 22).

Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von T€ 12 (Vj. T€ 13) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt.

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Laufender Ertragsteueraufwand und -ertrag:
Laufender Ertragsteueraufwand der Periode 1.178 268
Aufwendungen/Erträge für periodenfremde Ertragsteuern 0 -3
1.178 265
Latenter Steueraufwand und -ertrag:
aus der Veränderung des Anlagevermögens -14 -12
aus der Veränderung des Umlaufvermögens -2 -241
aus der Veränderung der Rückstellungen 60 -42
aus der Veränderung der Verbindlichkeiten 45 25
aus der Veränderung der Verlustvorträge -755 -104
aus der Veränderung des latenten Steuersatzes 33 21
aus Konsolidierungseffekten -30 -74
aus Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 0 145
aus Währungsdifferenzen 21 27
-642 -255
Gesamter Steueraufwand 536 10

In der Position „Latenter Steueraufwand und -ertrag“ ist im Geschäftsjahr 2009/2010 ein latenter Steuerertrag in Höhe von T€ 1.051 enthalten, der aus der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge der Eltosch Torsten Schmidt GmbH resultiert.

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzernabschluss dar:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.342 -4.073
Theoretischer Steuersatz in % 24,58 25,0
Rechnerischer Steueraufwand 1.313 -1.018
Veränderungen des rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand durch:
- Steuereffekt aus nicht angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge 0 1.245
- Steuereffekt aus dem Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge des Vorjahres -984 0
- abweichende Steuerbasis 68 -47
- periodenfremde Effekte -40 -3
- abweichende lokaler Steuersätze 152 -189
- Steuersatzänderungen 27 22
Tatsächlicher Steueraufwand 536 10
Effektiver Konzernsteuersatz in % 10,03 -0,25

Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder:

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Deutschland

%
Schweiz

%
England

%
Frankreich

%
Spanien

%
USA

%
Ertragsteuer 24,58 25,9 28,0 33,33 25,0 38,82

15. Ergebnisanteil, der den Minderheitenanteilen zuzuordnen ist

Die Minderheitenanteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Gewinnanteile:
Aladin GmbH 148 81
PrintConcept GmbH 55 13
Megadustries S.a.r.l., Martinique 3 0
Megadustries S.a.r.l., Guadeloupe 1 -3
Verlustanteile:
Honle Spain S.A. -2 -11
205 80

16. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind T€ 116 (Vj. T€ 92) periodenfremde Erträge und T€ 425 (Vj. T€ 310) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Davon entfallen T€ 102 auf eine Auflösung für Pensionsrückstellungen aufgrund einer Planänderung bei einer Tochtergesellschaft. Daneben wurden in dieser Position T€ 414 aus Erträgen erfasst, die im Wesentlichen aus dem Erhalt einer Vergleichszahlung resultieren.

In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ist periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 123 (Vj. T€ 284) enthalten. Davon entfallen T€ 54 auf die die durch die Hauptversammlung vom 23. März 2010 beschlossene rückwirkende Anpassung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2008/2009 und in Höhe von T€ 36 auf Vertriebsbonusregelungen.

17. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe entweder nicht vollständig erfüllt werden oder weil die zu aktivierenden Beträge, bedingt durch die kurze Zeitspanne zwischen technischer Realisierbarkeit und tatsächlicher Markteinführung, unwesentlich sind.

Die Ausgaben für auftragsunabhängige Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen T€ 688 (Vj. T€ 656).

18. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet.

Die Gewichtung der durchschnittlichen Anzahl der Aktien bzw. der potentiellen Aktien berücksichtigt grundsätzlich den Zeitpunkt der Emission der Aktien bzw. der Bezugsrechte auf potentielle Aktien. Der durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien (325.839 Stück) wurden sowohl beim unverwässerten als auch beim verwässerten Ergebnis je Aktie von der gewichteten Anzahl der Aktien in Abzug gebracht.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

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2009/2010 2008/2009
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, in T€ 4.601 -4.163
Gewichtete Anzahl der Aktien in Stück 5.512.930 5.512.930
Abzüglich eigene Aktien -325.839 -325.839
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.187.091 5.187.091
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,89 -0,80

Die im Rahmen des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms ausgegebenen Aktienoptionen führten zu keinem Verwässerungseffekt, da die Optionen aufgrund der Nichterfüllung der Erfolgsziele nicht ausübbar sind und der Ausübungspreis über dem durchschnittlichen Marktpreis der Aktie lag. Zum Geschäftsjahresende sind keine Optionen mehr ausübbar.

Verwässertes Ergebnis je Aktie

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2009/2010 2008/2009
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, in T€ 4.601 -4.163
Gewichtete Anzahl der Aktien in Stück 5.512.930 5.512.930
Abzüglich eigene Aktien -325.839 -325.839
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.187.091 5.187.091
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,89 -0,80

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

19. Anlagevermögen

Unter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:

Geschäfts- oder Firmenwert
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagevermögen
Finanzanlagen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Dr. Hönle AG für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.10.09 Zugang Abgang Umbuchungen Währungsparitäten Stand 30.09.10
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T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 6.955 0 0 0 0 6.955
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 127 0 0 0 0 127
Kundenstamm und andere Rechte 909 0 0 0 0 909
Computersoftware 1.398 184 57 0 0 1.525
Lizenzen und Franchiseverträge 32 0 0 0 0 32
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 591 0 0 0 0 591
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 770
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 0 0 0 0 0 0
3.827 184 57 0 0 3.954
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 2.776 0 0 0 0 2.776
technische Anlagen und Maschinen 3.705 249 13 0 0 3.941
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.121 417 123 0 5 5.420
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 24 4 0 0 23
11.605 690 140 0 5 12.160
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 0 0 0 0 26
Wertpapiere des Anlagevermögens 543 0 0 0 0 543
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 5 0 0 0 5
569 5 0 0 0 574
22.956 879 197 0 5 23.643

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kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.09 Zugang Zuschreibung Abgang Währungsparitäten
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T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 00 0 0 0
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 14 8 0 0 0
Kundenstamm und andere Rechte 199 86 0 0 0
Computersoftware 1.155 194 0 57 0
Lizenzen und Franchiseverträge 16 4 0 0 0
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 160 31 0 0 0
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 384 14 0 0 0
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 0 0 0 0 0
1.928 337 0 57 0
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 419 77 0 0 0
technische Anlagen und Maschinen 2.036 268 0 10 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.940 493 24 66 0
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
5.395 838 24 76 0
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 63 0 0 0 0
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
63 0 0 0 0
7.414 1.175 24 133 0

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kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand 30.09.09 Neubewertung 30.09.10 Buchwert 30.09.10 Buchwert 30.09.09
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T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 6.927 6.927
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 22 0 105 113
Kundenstamm und andere Rechte 285 0 624 710
Computersoftware 1.292 0 233 243
Lizenzen und Franchiseverträge 20 0 12 16
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 191 0 400 431
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 398 0 372 386
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 0 0 0 0
2.208 0 1.746 1.899
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 496 0 2.280 2.357
technische Anlagen und Maschinen 2.294 0 1.647 1.669
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.343 0 2.077 2.181
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 23 3
6.133 0 6.027 6.210
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 26 26
Wertpapiere des Anlagevermögens 63 -262 218 215
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 0 5 0
63 -262 249 241
8.432 -262 14.949 15.277

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Dr. Hönle AG für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.10.08 Zugang Abgang Umbuchungen Währungsparitäten Stand 30.09.09
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 6.955 0 0 0 0 6.955
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 127 0 0 0 0 127
Kundenstamm und andere Rechte 909 0 0 0 0 909
Computersoftware 1.352 122 76 0 0 1.398
Lizenzen und Franchiseverträge 50 0 18 0 0 32
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 591 0 0 0 0 591
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 739 6 0 25 0 770
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 25 0 0 - 25 0 0
3.793 128 94 0 0 3.827
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 2.776 0 0 0 0 2.776
technische Anlagen und Maschinen 3.619 73 4 17 0 3.705
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.258 1.163 1.299 2 - 3 5.121
geleistete Anzahlungen 17 5 0 - 19 0 3
11.670 1.241 1.303 0 - 3 11.605
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 0 0 0 0 26
Wertpapiere des Anlagevermögens 543 0 0 0 0 543
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
569 0 0 0 0 569
22.987 1.369 1.397 0 - 3 22.956

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kumulierte Abschreibungen
01.10.08 Zugang Zuschreibung Abgang Währungsparitäten
--- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 0 0 0
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 6 8 0 0 0
Kundenstamm und andere Rechte 113 86 0 0 0
Computersoftware 1.154 78 0 77 0
Lizenzen und Franchiseverträge 30 4 0 18 0
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 94 66 0 0 0
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 310 74 0 0 0
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 0 0 0 0 0
1.707 316 0 95 0
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 342 77 0 0 0
technische Anlagen und Maschinen 1.767 271 0 2 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.516 495 0 1.068 - 1
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
5.625 843 0 1.070 - 1
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 63 0 0 0 0
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
63 0 0 0 0
7.423 1.159 0 1.165 - 1

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kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand 30.09.09 Neubewertung 30.09.09 30.09.09 30.09.08
--- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 6.927 6.927
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Markennamen 14 0 113 121
Kundenstamm und andere Rechte 199 0 710 796
Computersoftware 1.155 0 243 198
Lizenzen und Franchiseverträge 16 0 16 20
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 160 0 431 497
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 384 0 386 429
Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 0 0 0 25
1.928 0 1.899 2.086
SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 419 0 2.357 2.434
technische Anlagen und Maschinen 2.036 0 1.669 1.852
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.940 0 2.181 1.742
geleistete Anzahlungen 0 0 3 17
5.395 0 6.210 6.045
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 26 26
Wertpapiere des Anlagevermögens 63 - 265 215 218
Beteiligungen/sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
63 - 265 241 244
7.414 - 265 15.277 15.302

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen. Im Dr. Hönle-Konzern sind die Geschäfts- und Firmenwerte unverändert zum Vorjahr in Höhe von T€ 6.927 (Vj. T€ 6.927) bilanziert. Sie sind ausschließlich der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Geschäftsbereich UV-Geräte und -Anlagen bildet.

Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der unter Tz. 5 dargestellten Vorgehensweise.

Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich etwaiger Verkaufskosten und ihrem Nutzungswert. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für den Geschäftsbereich UV-Geräte und -Anlagen erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cash Flows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen.

Die Prognose der Cash Flows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, gestützt auf interne Erfahrungswerte und externe Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum werden Wachstumsraten für den Umsatz mit bis zu 11,6 % pro Jahr berechnet.

Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts werden für die folgenden Cash Flows Wachstumssteigerungen in Höhe von 1 % angenommen. Diese liegen nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Auf der Grundlage dieser Cash-Flow-Prognosen wurde der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung eines Kapitalkostensatzes vor Ertragsteuern von 8,6117 % (Vj. 9,4997 %) ermittelt.

Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine nach vernünftigen Ermessen mögliche Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Im Zuge der Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2007/2008 wurden Marken, Kundenstämme, sowie Fertigungstechnologie erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie Anpassungsaufwendungen für ERP-Software.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und mit dem Anschaffungskostenmodell in Folge bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben

• Grundstücke und Gebäude

In dieser Position wird das im Geschäftsjahr 2004/2005 durch die Dr. Hönle AG erworbene Firmengebäude der Aladin GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird für die Bestimmung der Nutzungsdauer in zwei wesentliche identifizierbare Komponenten aufgeteilt. Der Gebäudeteil für die betriebliche Nutzung wird planmäßig über 33,33 Jahre abgeschrieben. Der Gebäudeteil, welcher zu Wohnzwecke dient, wird planmäßig über 50 Jahre abgeschrieben. Zur Absicherung des Immobiliendarlehens wurde eine erstrangige Grundschuld über T€ 800 zugunsten der Darlehensgeberin bestellt (vgl. Tz. 28).

Ebenfalls in dieser Position ist das im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages bilanzierte Firmengebäude der Domino S.a.r.l. ausgewiesen. Der Buchwert zum 30.09.2010 beträgt T€ 720 (Vj. T€ 744). Das Gebäude wird über eine Nutzungsdauer von 33,33 Jahren linear abgeschrieben. Im Gegenzug wurde eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing passiviert (vgl. Tz. 29). Über das Gebäude kann aufgrund des bestehenden Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Zum Ende der Vertragslaufzeit April 2012 wird die Immobilie vertragsgemäß auf den Konzern übertragen.

• Technische Anlagen und Maschinen

Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 - 19 Jahren linear abgeschrieben.

• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 – 23 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind Fahrzeuge enthalten, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden. Die Buchwerte der Fahrzeuge belaufen sich zum 30.09.2010 auf T€ 32 (Vj. T€ 32). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 29). Über die Fahrzeuge kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Die zum Vertragsende vereinbarte Kaufoption soll nach gegenwärtigen Planungen in Anspruch genommen werden.

Finanzanlagen

Die unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 26 betreffen die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH. Die 20%ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH wird separat ausgewiesen. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Weiterhin enthält die Position Wertpapiere des Anlagevermögens. Dabei handelt es sich ausschließlich um Aktien internationaler Unternehmen.

Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte für diese Aktien werden erfolgsneutral in dem „Sonderposten Neubewertung“ im Eigenkapital erfasst und sind in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter die Anschaffungskosten.

Zum Bilanzstichtag lag der Börsenwert der noch gehaltenen Aktien bei T€ 218 (Vj. T€ 215). Für die zum Bilanzstichtag gehaltenen Aktien ergab sich aus der Anpassung der Zeitwerte zum 30.09.2010 eine Reduzierung des „Sonderpostens Neubewertung“. Insgesamt reduzierte sich der „Sonderposten Neubewertung“ somit um T€ 3 und beträgt zum 30.09.2010 T€ -262 (Vj. T€ -265).

20. Sonstige langfristige Vermögenswerte

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Darlehen 96 134
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 684 575
übrige 30 42
810 751

In den Darlehen ist im Wesentlichen ein von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichtes Annuitätendarlehen enthalten, das durch Bürgschaften von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert ist.

Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2010 T€ 137 (Vj. T€ 195). Der hier ausgewiesene langfristige Anteil beträgt T€ 91 (Vj. T€ 103), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 92) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 24).

Das Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2013. Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf T€ 54 jährlich.

21. Latente Steueransprüche und -schulden

Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen:

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30.09.2010 30.09.2009
aktivisch

T€
passivisch

T€
aktivisch

T€
passivisch

T€
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 7 253 7 270
Umlaufvermögen 2 46 24 58
Rückstellungen 110 93 201 118
Verbindlichkeiten 56 0 157 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.125 0 371 0
Konsolidierungseffekt 65 569 82 616
Gesamt vor Saldierung und Aufrechnung 1.365 961 842 1.062
Saldierung Aktive/Passive Latente Steuern 0 0 -123 -123
Gesamt 1.365 961 719 939

Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrunde gelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet.

Die Gesellschaften Honle Spain S.A., Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Panacol GmbH und Eltosch America Inc. verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2010. Auf die Verlustvorträge der Honle Spain S.A. Eltosch Torsten Schmidt GmbH sowie der Panacol GmbH wurden in voller Höhe aktive latente Steuern angesetzt. Von den steuerlichen Verlustvorträgen der Eltosch America Inc. in Höhe von T€ 50 (Vj: T€ 27), auf die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, verfallen T€ 50 im Zeitraum bis 2030 (VJ: 2029).

Die Anteile an der Eltosch Torsten Schmidt GmbH wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 von der Dr. Hönle AG erworben. Zum Erwerbszeitpunkt belief sich der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag auf T€ 4.726 und der gewerbesteuerlichen Verlustvortrag T€ 4.581. Die Verlustvorträge, die vor dem Erwerb der Anteile entstanden sind, sind nur durch die sog. Sanierungsklausel in § 8c KStG vor dem Untergang bewahrt worden. Im Geschäftsjahr hat die EU-Kommission ein Prüfungsverfahren eingeleitet, da sie davon ausgeht, dass die von der Bundesregierung eingeführte Sanierungsklausel gegen das EU-Beihilferecht verstößt. Sollte die Sanierungsklausel als europarechtswidrig eingestuft werden, sind die bis zum Erwerb aufgelaufenen Verlustvorträge verfallen. Der Vorstand geht momentan davon aus, dass die EU-Kommission das laufende Verfahren nach Art. 108 Abs. 2 AEUV unter dem Aktenzeichen C7/2010 (ex NN 5/10) als europarechtswidrig einstuft. Es wurden daher ausschließlich aktive latente Steuern auf die Verlustvorträge angesetzt, die bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH nach dem 15. Mai 2008 (Erwerbszeitpunkt) entstanden sind.

22. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Prospektmaterial (zu Anschaffungskosten) 8.581 7.428
abzüglich Abwertung 1.962 1.648
6.619 5.780
fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 5.663 4.159
abzüglich Abwertung 1.459 668
4.204 3.491
geleistete Anzahlungen 74 121
10.897 9.392

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt T€ 3.672 (Vj. T€ 2.224).

In der Berichtsperiode 2009/2010 wurden T€ 21.936 (Vj. T€ 17.872) Vorräte als Aufwand gebucht sowie T€ 1.105 (Vj. T€ 1.122) als Wertminderungen auf Vorräte als Aufwand erfasst.

Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte.

23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Gesamtforderungen 8.926 8.349
abzüglich Wertberichtigungen 530 671
8.396 7.678

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 1).

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Stand per 01.10. 671 542
Änderung Konsolidierungskreis 0 0
- Verbrauch -9 -12
- Auflösung (ohne Verbrauch) -276 -281
- Zuführung 167 422
- Währungsdifferenzen 0 0
Stand per 30.09. 553 671

24. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Rechnungsabgrenzungsposten 213 237
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 818 845
1.031 1.082

Der Rechnungsabgrenzungsposten gliedert sich wie folgt:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Versicherungen 45 32
Wartungsverträge 9 10
Messen 32 61
übrige 127 134
213 237

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrats 28 25
Umsatzsteuer 99 355
Bonusforderungen aus Lieferantenbeziehungen 0 0
kurzfristiger Anteil Darlehen 76 192
Forderungen an Mitarbeiter 77 24
übrige 538 249
818 845

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

Die kurzfristigen Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrats sind in Höhe von T€ 28 (Vj. T€ 25) mit 5 % verzinst, Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Der kurzfristige Tilgungsanteil des an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichten Annuitätendarlehens beträgt T€ 46 (Vj. T€ 92). Der langfristige Anteil ist in der Position „Sonstige langfristige Vermögenswerte“ (s. Tz. 20) enthalten.

Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

25. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Dr. Hönle AG 74 135
Honle UV UK Ltd. 0 4
Honle UV France S.a.r.l. 0 50
Aladin GmbH 0 38
PrintConcept GmbH 0 8
Eltosch Torsten Schmidt GmbH 59 66
Eleco S.A.S. 0 37
Panacol AG 89 67
Panacol GmbH 20 27
Agita AG 1 37
243 469

In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von T€ 127 (Vj. T€ 153) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Dr. Hönle AG und der Eltosch Torsten Schmidt GmbH enthalten.

26. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar.

Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Zinssätzen von etwa 0,1 % bis 0,9 % p.a.

27. Eigenkapital

Eigenkapitalmanagement

Neben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2009/2010 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum 30.09.2010 im Umlauf:

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30.09.2010 Stück 30.09.2009 Stück
Anzahl ausgegebene Aktien 5.512.930 5.512.930
abzüglich eigene Anteile 325.839 325.839
im Umlauf befindliche Anteile 5.187.091 5.187.091

Eigene Anteile

Die Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10% des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben.

Am 23.03.2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erneut zu ermächtigen, bis zum 22.03.2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2009/2010 keinen Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben:

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Geschäftsjahr 2001/2002 2002/2003 2005/2006 2006/2007 2007/2008 Gesamt
Anzahl eigene Aktien 23.039 120.000 142.250 5.000 35.550 325.839
Anschaffungskosten in T€ 120 823 1.235 41 312 2.531
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 5,20 6,86 8,68 8,05 8,77 7,77

Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit Ihren Anschaffungskosten von T€ 2.531 offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 7,77. Der Kurswert der eigenen Aktien zum 30.09.2010 beläuft sich auf T€ 2.245 (Vj. T€ 1.662). Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf € 6,89.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001. Die Reduzierung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 102 resultiert in Höhe von T€ 191 aus dem Erwerb von weiteren 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH sowie der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit für die restlichen 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH an den aktuell geschätzten Kaufpreis in Höhe von T€ 395. Die Aufstockung der bestehenden Mehrheitsbeteiligung durch den Erwerb der Anteile des Minderheitengesellschafters stellt eine erfolgsneutrale Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern dar.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet.

Sonderposten Neubewertung

Der Sonderposten Neubewertung enthält Wertänderungen aus Änderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und beträgt zum 30.09.2010 T€ -262 (Vj. T€ -265). Die Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der noch im Depot befindlichen Aktien beträgt T€ 3.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn des Vorjahres betrug T€ 5.146. Nach Berücksichtigung des Ergebnisanteils der Aktionäre der Dr. Hönle AG für 2009/2010 in Höhe von T€ 4.601 ergibt sich zum 30.09.2010 ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 9.747.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Dividende ausgeschüttet.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2011 vor, eine Dividende in Höhe von mindestens T€ 1.297 für das Geschäftsjahr 2009/2010 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 0,25 € je Aktie.

Genehmigtes Kapital 2010

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23.03.2010 wurde der Vorstand bis zum 22.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.750 zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Bedingte Kapitalerhöhung

Aktienoptionsplan 2002 vom 27.02.2002

Die Hauptversammlung vom 20.11.2000 hatte die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu T€ 364 zum Zweck der Bedienung von Optionsrechten beschlossen, zu deren Ausgabe der Vorstand entsprechend dem Aktienoptionsplan (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) ermächtigt wurde. Das Aktienoptionsprogramm 2000/2002 lief im Geschäftsjahr 2008/2009 aus. Aus diesem Aktienoptionsprogramm können keine Optionen mehr ausgeübt werden.

Aktienoptionsplan 2004 vom 26.02.2004

Um der Gesellschaft auch zukünftig die weitere Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter zu ermöglichen, hat die Hauptversammlung 2004 ein neues bedingtes Kapital („bedingtes Kapital II“) in Höhe von T€ 160 beschlossen. Aus diesem Aktienoptionsprogramm können ebenfalls keine Optionen mehr ausgeübt werden.

Nähere Erläuterungen zu dem im laufenden Geschäftsjahr bestehenden Aktienoptionsprogramm finden sich unter Tz. 48.

Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile setzen sich wie folgt zusammen

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Aladin GmbH 743 595
Honle Spain S.A. 40 43
PrintConcept GmbH 94 143
Eleco Produits EFD SAS 2 1
Megadustries Guadeloupe SARL 6 5
Megadustries Martinique SARL 18 14
903 801

Bei der Berücksichtigung der auf Minderheitenanteile entfallenden Ergebnisse der Tochterunternehmen wurde die Verrechnung mit noch nicht übernommenen Verlustanteilen der jeweiligen Gesellschaft aus Vorjahren beachtet.

28. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)

In dieser Position ist der langfristige Anteil des Bankdarlehens zur Finanzierung des Erwerbs für das Firmengebäude der Aladin GmbH in Höhe T€ 635 (Vj. T€ 682) ausgewiesen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum Bilanzstichtag T€ 682 (Vj. T€ 729). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2025 und wird in 34 Halbjahresraten seit September 2008 getilgt. Der Zinssatz beträgt 3,90% (ab März 2005). Als Sicherheit wurde zugunsten der Darlehensgeberin eine erstrangige Grundschuld über den vollen Betrag bestellt.

29. Finanzierungsleasingverbindlichkeiten

Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für ein Gebäude und für mehrere PKWs zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet.

Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt:

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Stand 30.09.2010 Restlaufzeit bis zu einem Jahr

T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren

T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

T€
Mindestleasingzahlung 110 71 0
Zinsanteil 8 2 0
Barwert 102 69 0

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Stand 30.09.2009 Restlaufzeit bis zu einem Jahr

T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren

T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

T€
Mindestleasingzahlung 123 182 0
Zinsanteil 15 10 0
Barwert 108 172 0

30. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Im Vorjahr wurde in dieser Position ein Darlehen gegenüber dem Mitgesellschafter einer Tochtergesellschaft mit einem Restbuchwert von T€ 100 ausgewiesen. Durch neu vereinbarte Vertragskonditionen und Rückzahlungsvereinbarungen wird das Darlehen zum Bilanzstichtag 2009/2010 unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Außerdem enthält diese Position die Verbindlichkeit aus einer Altersteilzeitvereinbarung der Panacol GmbH in Höhe von T€ 100 (Vj. T€ 87).

31. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften. Zusagen werden von den Mitarbeitern grundsätzlich nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit erworben.

Für Versorgungsbezüge an Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern ist ein Betrag von T€ 194 (Vj. T€ 208) in den Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Barwert der Pensionsverpflichtung am Beginn des Jahres 1.926 1.692
Dienstzeitaufwand 85 100
Zinsaufwand 99 101
nicht in der Bilanz erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 459 90
Tilgungsbetrag für rückwirkende Pensionsplanänderungen 2 0
Auswirkungen von Kürzungen und Abgeltungen -74 0
Rentenzahlungen -33 -57
Barwert der Pensionsverpflichtung am Ende des Jahres 2.464 1.926

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z.B. Einkommens- oder Zinserhöhungen) gegenüber den Berechnungsannahmen.

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird bis auf einen Teilbetrag von T€ 43 (Vj. T€ 31) nicht über einen Fonds finanziert.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von T€ 1.820 die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird.

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
laufender Dienstzeitaufwand 85 100
Zinsaufwand 99 101
Tilgungsbetrag für versicherungsmathematische Verluste -2 0
Tilgungsbetrag für rückwirkende Pensionsplanänderungen 0 -104
Auswirkungen von Kürzungen und Abgeltungen -89 0
93 97

Vom Zinsaufwand entfallen T€ 11 (Vj. T€ 13) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Wert der Pensionsrückstellung zu Beginn des Jahres 1.835 1.796
Pensionsaufwand 93 97
Zahlungen / Rentenzahlungen -33 -57
Fondvermögen -42 -31
Wert der Pensionsrückstellung zum Ende des Jahres 1.853 1.805

Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung:

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01.10.2010 01.10.2009 01.10.2008
Diskontierungszinssatz 4,25% 5,25% 6,25%
Steigerungsrate der Pensionszahlungen 2,00% - 3,00 % 2,00% - 3,00% 2,00%

In den zum 30.09.2010 nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von T€ 459 (Vj. T€ -90) spiegelt sich im Wesentlichen der Effekt aus Änderungen der Pensionszusagen und auch der Effekt der Änderung des Diskontierungszinssatzes wider.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung sowie die beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens über die letzten fünf Bilanzstichtage:

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
30.09.2008

T€
30.09.2007

T€
30.09.2006

T€
Barwert der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 2.464 1.926 1.656 1.359 1.297
Beizulegende Zeitwerte des Planvermögens 43 31 31 0 0
Unterdeckung des Plans 2.421 1.895 1.625 1.359 1.297

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hat sich im Geschäftsjahr 2009/2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf einen von 5,25% auf 4,25% verringerten Diskontierungszinssatz zurückzuführen. Des Weiteren wurde die Pensionszusage eines Mitarbeiters erhöht.

32. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten.

33. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In dieser Position wurde im Vorjahr das Verrechnungskonto mit der Solitec Gesellschaft für technischen Produktbetrieb mbH ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich kein Saldo.

34. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, ohne Umsatzsteuer.

35. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von T€ 68 (Vj. T€ 451).

Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2010 insgesamt T€ 3.088 (Vj. T€ 3.090), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind T€ 772 durch Avale beansprucht.

36. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
Lohn- und Umsatzsteuer 500 498
Sozialversicherungsbeiträge 293 357
Tantiemen und Prämien 1.026 231
Weihnachtsgeld 551 400
Ausstehende Urlaube 359 326
Gleitzeitüberhänge 214 152
sonstige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 292 367
Lizenzverbindlichkeiten und ähnliches 0 0
Kaufpreisverpflichtungen 395 165
übrige 492 486
4.122 2.982

Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie auch gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften.

Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung (10/12) des Weihnachtsgeldes. Für Arbeitgeberanteile an Sozialkosten wurde bei der Berechnung ein entsprechender Zuschlag mit eingerechnet.

Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen. Für Arbeitgeberanteile an Sozialkosten wurde bei der Berechnung ein entsprechender Zuschlag mit eingerechnet.

Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter, welche unter Einbezug des Arbeitgeberanteils an den Sozialkosten bewertet wurden.

Die Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen T€ 72 (Vj. T€ 18).

Der kurzfristige Anteil der Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb von weiteren 10 % der Anteile an der PrintConcept GmbH beträgt T€ 395.

37. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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Stand 01.10.2009

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung

T€
Fremd-

währungs-

effekte

T€
Stand 30.09.2010

T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:
Gewährleistungen und Garantien 389 107 4 190 1 470
Renovierungskosten 380 197 157 24 0 50
ausstehende Rechnungen 982 646 112 549 7 781
übrige 34 2 15 3 1 19
Gesamt 1.785 952 288 766 9 1.320

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % bis 2 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet.

Der Vorjahreswert der Rückstellung für Renovierungskosten betraf die Renovierungsverpflichtung bei Auszug aus den angemieteten Betriebsgebäuden der Dr. Hönle AG in Gräfelfing sowie dem früheren Betriebsgebäude der Panacol GmbH in Oberursel. In Zusammenhang mit der Erweiterung der Räumlichkeiten für die Dr. Hönle AG in Gräfelfing wurden zum Ende der Geschäftsjahres 2009/2010 die Mietkonditionen neu vertraglich geregelt. Im Zuge der Neuregelung verzichtete der Vermieter auf den Rückbau der bisher erfolgten Mietereinbauten. Zusammen mit einer Neueinschätzung der erwarteten Renovierungskosten bei Vertragsablauf wurde die Rückstellung für Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis in Höhe von T€ 150 aufgelöst. Hinsichtlich der Renovierungsverpflichtung für das alte Betriebsgebäude der Panacol GmbH in Oberursel wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Vergleichszahlung in Höhe von T€ 204 an den Mieter geleistet.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wurde für Rechnungen gebildet, die erst im neuen Geschäftsjahr eingehen, jedoch den Berichtszeitraum betreffen. Zudem sind die voraussichtlichen Kosten für die Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sowie des Konzernabschlusses und dessen Veröffentlichung enthalten. Die Höhe der angesetzten Beträge basiert auf den vereinbarten Lieferkonditionen und auf getroffenen Absprachen.

Der erwartete Zahlungsabfluss der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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30.09.2010

in %
30.09.2009

in %
Im Folgejahr 96 74
In den folgenden 2 - 5 Jahren 0 13
In den folgenden 6 - 10 Jahren 4 13
100 100

Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden 2 bis 10 Jahren betrifft in erster Linie die Renovierungskosten für die gemieteten Gebäude bis zum Vertragsende.

38. Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre gebildet.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

39. Eventualschulden

Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt.

Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben.

40. Eventualforderungen

Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.

41. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

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Jahresverpflichtung Gesamtverpflichtung
30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
30.09.2010

T€
30.09.2009

T€
--- --- --- --- ---
Gerätemietverträge 326 264 625 437
Raummietverträge 1.451 1.718 14.635 5.988
1.777 1.982 15.260 6.425

42. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden.

Da die möglichen Risiken derzeit als gering eingestuft werden, sind am Bilanzstichtag keine Derivate zur Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken im Hönle Konzern eingesetzt.

Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern.

Liquiditätsrisiken

Unter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen.

Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent überwacht.

Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt:

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Stand 30.09.2010 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Zinsen

T€
Tilgung

T€
Zinsen

T€
Tilgung

T€
Zinsen

T€
Tilgung

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26 68 86 188 87 447
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.689 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11 3.708 2 256 0 0
Gesamtsumme 37 6.465 88 444 87 447

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Stand 30.09.2010 Gesamtbetrag
Zinsen

T€
Tilgung

T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200 703
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.689
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12 3.964
Gesamtsumme 212 7.356

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Stand 30.09.2009 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Zinsen

T€
Tilgung

T€
Zinsen

T€
Tilgung

T€
Zinsen

T€
Tilgung

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti- tuten 28 451 94 188 106 494
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.578 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 20 3.180 13 571 0 0
Gesamtsumme 48 6.209 107 759 106 494

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Stand 30.09.2009 Gesamtbetrag
Zinsen

T€
Tilgung

T€
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti- tuten 228 1.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.578
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33 3.751
Gesamtsumme 261 7.462

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte.

Die Außenstände werden im Zuge des Forderungsmanagements fortlaufend überwacht. Bei Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit. Aufträge werden teilweise durch Kreditauskünfte sowie durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden Bonitätsauskünfte eingeholt.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Soweit am Bilanzstichtag Ausfallrisiken erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Altersstruktur der überfälligen Forderungen

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davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
Netto

T€
davon noch nicht fällig

T€
< 90 Tage

T€
90 bis 180 Tage

T€
>180

T€
--- --- --- --- --- ---
Forderungen LuL 8.396 6.700 1.014 228 454

In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten.

Marktrisiken

Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs-, Zins- und andere Aktienkursrisiken.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird, außerdem aus der Gewährung von Intercompany Darlehen zwischen Gesellschaften deren funktionale Währungen sich nicht entsprechen.

Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken und Britischen Pfund.

Zum Bilanzstichtag waren für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsmaßnahmen getroffen.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10% stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um T€ 235 (Vj. T€ 297) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hätte zu einer Reduzierung des Konzernergebnisses von T€ 288 (Vj. T€ 363) geführt.

Bei einem um 10% stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um T€ 14 (Vj. T€ 36) verschlechtert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem britischen Pfund hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses von T€ 17 (Vj. T€ 44) geführt)

Die Auswirkung eines um 10% stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um T€ 23 (Vj. T€ 17) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverbesserung von T€ 28 (Vj. T€ 21) beigetragen hätte.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten.

Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, werden als wenig bedeutend eingeschätzt.

Bezüglich Darlehen bestehen am Bilanzstichtag ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Lediglich kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Aus diesen Finanzinstrumenten werden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben.

Aktienkursrisiken

Nach IFRS 7 sind die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen von Risikovariablen auf Finanzinstrumente, wie z.B. die Entwicklung von Börsenkursen, anzugeben. Zum 30.09.2010 hält der Hönle Konzern keine wesentlichen Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen, deren Preisschwankungen einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis entwickeln könnten.

Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39, sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge:

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Buchwerte 30.09.2010 Kredite und Forderungen

T€
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

T€
fortgeführte Anschaffungskosten

T€
Finanzanlagen 0 244 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte 91 0 0
Forderungen aus LuL 8.396 0 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte 719 0 0
Liquide Mittel 6.743 0 0
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 891
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 3.755
Verbindlichkeiten LuL 0 0 2.689
Gesamt 15.949 244 7.335
Betrag der erfolgswirksam gebuch- ten Wertminderungen -345 0 0
Nettogewinn/-verlust 250 0 0
Gesamtzinsaufwendungen 0 0 -230
Gesamtzinserträge 37 0 0

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Buchwerte 30.09.2009 Kredite und Forderungen

T€
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

T€
fortgeführte Anschaffungskosten

T€
Finanzanlagen 0 241 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte 177 0 0
Forderungen aus LuL 7.678 0 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte 491 0 0
Liquide Mittel 3.158 0 0
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 1.253
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 3.631
Verbindlichkeiten LuL 0 0 2.578
Gesamt 11.504 241 7.462
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen -422 0 0
Nettogewinn/-verlust 212 7 0
Gesamtzinsaufwendungen 0 0 -146
Gesamtzinserträge 100 0 0

Die folgende Tabelle stellt die Markwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten dar, die beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden und in Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode bewertet werden:

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Marktwert

T€
30.09.2010 Buchwert

T€
Marktwert

T€
30.09.2009 Buchwert

T€
Sonstige lfr. Vermögenswerte 91 91 177 177
Forderungen aus LuL 8.396 8.396 7.678 7.678
Sonstige kfr. Vermögenswerte 719 719 491 491
Liquide Mittel 6.743 6.743 3.158 3.158
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 891 891 1.253 1.253
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 3.755 3.755 3.631 3.631
Verbindlichkeiten LuL 2.689 2.689 2.578 2.578

Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individuellen Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30.09.2010 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche, variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der vertraglich zukünftigen Cashflows über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Aktien, die nach IAS 39 beim erstmaligen Ansatz in die Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Folgebewertung dieser Finanzanlagen folgt den Vorschriften des IAS 39 und wird zum beizulegenden Zeitwert, der den Börsenkurs zum Bilanzstichtag entspricht, weitergeführt. Die notierten Marktpreise auf aktiven Märkten fallen unter die 1. Stufe der Fair-Value-Hierarchie.

Eine Zuordnung der zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zu den weiteren Stufen der Fair-Value-Hierarchie (2. Stufe und 3. Stufe) erfolgen im Geschäftsjahr 2009/2010 nicht.

43. Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind als wesentliche Zahlungsmittelabflüsse die Tilgung kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von T€ 383 und die Reduzierung der Leasingverbindlichkeiten von T€ 103 zu nennen.

Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 1.114 (Vj. T€ 1.385) resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 867 (Vj. T€ 1.366). Die Position beinhaltet auch die Zahlung der Kaufpreisrate für den Erwerb an weitere 10 % Beteiligung an der PrintConcept GmbH.

Im operativen Bereich ist in erster Linie das positive Jahresergebnis vor Minderheitenanteilen und Steuern in Höhe von T€ 5.342 (VJ: T€ -4.073) zu erwähnen, welches sich in den erwirtschafteten Zahlungsmitteln aus laufender Geschäftstätigkeit in voller Höhe widerspiegelt.

44. Konzernsegmentberichterstattung

Seit Beginn des Geschäftsjahres sind die Angaben zur Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 vorzunehmen.

Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen.

Die Hönle-Gruppe wird über die Segmente „Geräte und Anlagen“ und „Klebstoffe“ gesteuert. Die Hauptaktivitäten stellen sich wie folgt dar:

- Geräte und Anlagen: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen zur Trocknung und Härtung

- Klebstoffe: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen

Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert.

Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten.

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Geräte und Anlagen Klebstoffe Eliminie- rungen
per 09/10

T€
per 09/09

T€
per 09/10

T€
per 09/09

T€
09/10

T€
per 09/09

T€
--- --- --- --- --- --- ---
ERTRÄGE:
Umsatzerlöse 38.510 32.206 16.114 12.778 0 0
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 556 252 91 221 -647 -473
gesamte Verkäufe 39.066 32.458 16.205 12.999 -647 -473
ERGEBNIS:
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 4.508 -2.502 1.134 -847 -94 -589
Zinserträge 306 331 136 71 -408 -301
Zinsaufwendungen 475 417 163 131 -388 -301
Wertpapiererträge
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen
Ertragsteuern 1.004 190 174 79 0 -4
Latente Steuern -911 52 299 -234 -30 -73
Ergebnis vor Minderheitenanteilen
ANDERE INFORMATIONEN:
Segmentvermögen: 31.656 28.845 14.701 13.401 -4.594 -5.899
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:
Finanzanlagen
Langfristige Forderungen
Steuererstattungsansprüche
Aktive latente Steuern
Konsolidierte Vermögenswerte
Segmentschulden 16.119 17.578 7.357 7.518 -12.597 -14.391
Passive latente Steuern
Steuerrückstellungen
Langfristige Darlehen
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)
Investitionen: 572 477 295 892 0 0
Segment-Abschreibungen 858 753 316 406 0 0
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 231 1.209 32 296 0 0

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Konsolidiert
per 09/10

T€
per 09/09

T€
--- --- ---
ERTRÄGE:
Umsatzerlöse 54.624 44.985
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 0 0
gesamte Verkäufe 54.624 44.985
ERGEBNIS:
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 5.548 -3.938
Zinserträge 34 101
Zinsaufwendungen 250 247
Wertpapiererträge 10 11
Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen 5.342 -4.073
Ertragsteuern 1.178 265
Latente Steuern -642 -255
Ergebnis vor Minderheitenanteilen 4.806 -4.083
ANDERE INFORMATIONEN:
Segmentvermögen: 41.763 36.347
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:
Finanzanlagen 249 241
Langfristige Forderungen 810 751
Steuererstattungsansprüche 247 469
Aktive latente Steuern 1.365 719
Konsolidierte Vermögenswerte 44.434 38.527
Segmentschulden 10.879 10.705
Passive latente Steuern 961 939
Steuerrückstellungen 1.019 297
Langfristige Darlehen 806 962
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) 13.665 12.903
Investitionen: 867 1.369
Segment-Abschreibungen 1.174 1.159
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 263 1.505

Geografische Angaben

Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden.

Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar:

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2009/2010

in T€
2008/2009

in T€
Gesamtumsatzerlöse 54.624 44.985
Deutschland 22.549 18.103
Ausland 32.075 26.882
davon Frankreich: 9.614 7.680

Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde in Frankreich ein Umsatz von T€ 9.614 (VJ: T€ 7.680) erwirtschaftet, der einem Anteil von 17,6% (VJ: 17,1%) des Gesamtumsatzes entspricht.

Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Deutschland: T€ 13.016 (VJ: T€ 13.242)
Ausland: T€ 1.626 (VJ: T€ 1.734)

Im Segment „Geräte/Anlagen“ und dort in der Region Deutschland sind Umsatzerlöse in Höhe von T€ 8.488 (VJ: T€ 0) enthalten, welche nach IFRS 8.34 mit einem wichtigen Kunden erzielt worden sind.

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

45. Angaben zu den Veränderungen im Zusammenhang mit Tochterunternehmen

PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg

Die Dr. Hönle AG übernahm zum 1. Januar 2008 insgesamt 70 % der Anteile an der PrintConcept GmbH, Kohlberg bei Stuttgart. Der Kaufvertrag beinhaltet auch die Verpflichtung zum Erwerb von jeweils weiteren 10 % der Anteile zu Beginn der Jahre 2009, 2010 und 2011.

Aus dem Erwerb der weiteren 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH im Jahr 2010 für einen Kaufpreis von T€ 263 resultiert eine Reduzierung der Minderheitenanteile in Höhe von T€ 72. Die Differenz in Höhe von T€ 191 wurde der Kapitalrücklage belastet.

46. Angabe über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt. Den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben, verweisen wir auf die in Tz. 47 dargestellten Erläuterungen.

Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren.

Beherrschte Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:

Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing

Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns:

Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering

Das von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichte Annuitätendarlehen ist durch Bürgschaften von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2010 T€ 137 (Vj. T€ 195). Der langfristige Anteil beträgt T€ 91 (Vj. T€ 103), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 92) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 20 u. 24).

Das Darlehen wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf jeweils T€ 54 in den verbleibenden Jahren.

In Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 16) entfällt der Zinsertrag auf das Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH.

Siehe auch Tz. 12, 20, 23.

47. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH)
Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH)

Die Gesellschaft wird entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen vertreten.

Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf:

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Herr Norbert Haimerl T€ 372 (Vj. T€ 218)
Herr Heiko Runge T€ 364 (Vj. T€ 213)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf T€ 126 (Vj. T€ 18).

An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von T€ 194 durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 30). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von T€ 11 enthalten.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal - VorsitzenderRechtsanwalt, selbstständig
Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Fachhochschule München (emeritiert),

Geschäftsführer der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH
Eckhard Pergande, Seefeld, Bankkaufmann.

Kein Mitglied des Aufsichtsrats ist im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten.

Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten.

48. Aktienoptionspläne

Eine Bilanzierung der Aktienoptionen erfolgte gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der Fair Value wurde im Zeitpunkt der Ausgabe der Option ermittelt und als Personalaufwand über den Zeitraum der jeweiligen Erdienungszeitraumes verteilt und gegen die Kapitalrücklage gebucht. Die Ermittlung der Fair Values erfolgte auf Grundlage der Monte-Carlo-Simulation.

Die Ausgabe der einzelnen Aktienoptionen erfolgte im Rahmen von zwei unterschiedlichen Aktienoptionsplänen (Aktienoptionsplan 2002 und Aktienoptionsplan 2004). Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2004 wurden wiederum zu zwei unterschiedlichen Terminen (1. Tranche und 2. Tranche) ausgegeben.

Aus dem Aktienoptionsplan 2002 bestehen zum Bilanzstichtag keine Aktienoptionen mehr.

Aus dem Aktienoptionsplan 2004 kann zum 30. September 2010 keine Ausübung mehr erfolgen, da Ausübungszeitraum die Erfolgsziele nicht erreicht wurden.

Im Folgenden wird der Aktienoptionsplan 2004 vom 26.02.2004 erläutert:

Um der Gesellschaft die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter zu ermöglichen, hat die Hauptversammlung 2004 ein neues bedingtes Kapital („bedingtes Kapital II“) beschlossen.

Der Aktienoptionsplan 2004 umfasst insgesamt 160.000 Bezugsrechte (Gesamtvolumen). Die Verteilung der Bezugsrechte gliedert sich wie folgt:

Auf die Mitarbeiter der Dr. Hönle Aktiengesellschaft bzw. mit ihr verbundener Unternehmen im In- und Ausland entfallen insgesamt Stück 120.000 Bezugsrechte (75,0 %),
auf die Mitglieder des Vorstands der Dr. Hönle Aktiengesellschaft entfallen insgesamt Stück 20.000 Bezugsrechte (12,5 %)
und auf die Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Dr. Hönle Aktiengesellschaft verbundener Unternehmen im In- und Ausland entfallen insgesamt Stück 20.000 Bezugsrechte (12,5 %).

Die Bezugsrechte dürfen innerhalb eines Zeitraumes von 6 Jahren ausgeübt werden. Maximal können von jedem Berechtigten nach zwei Jahren 40 %, nach drei Jahren weitere 30 % und nach vier Jahren die restlichen 30 % ausgeübt werden.

Während der Laufzeit können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn der durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse während der Zeitspanne vom 6. bis zum 25. Handelstag (je einschließlich) vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem maßgeblichen Wert am Ausgabetag („Ausgangswert“) um durchschnittlich 10 % pro Jahr („Erfolgsziel“) gestiegen ist.

Nachfolgend werden weitere wesentliche Bedingungen des Aktienoptionsprogramm 2004 erläutert:

Der Aktienoptionsplan 2004 hat eine Laufzeit bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2009/2010 der Dr. Hönle Aktiengesellschaft.
Die Gewährung der Bezugsrechte erfolgt jeweils in einem Zeitraum von vier Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung der Dr. Hönle Aktiengesellschaft oder nach Bekanntgabe eines Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsgeschäftsberichts der Gesellschaft („Erwerbszeiträume“).
Der von den Bezugsberechtigten für den Erwerb der Aktien zu zahlende Preis („Ausübungspreis“) ist der Ausgangswert abzüglich 75 % der Differenz zwischen dem Betrag des aktuellen Börsenkurses und dem indexierten Ausgangswert, mindestens aber 65 % des Ausgangswertes, jedenfalls aber, falls höher, der Mindestausgabebetrag.
Die Bezugsrechte können vorbehaltlich des Ablaufs der Wartezeiten und vorbehaltlich des Erreichens des Erfolgsziels innerhalb von vier Wochen nach dem Tag der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung des Quartalsberichts für das 3. Quartal eines Geschäftsjahres ausgeübt werden („Ausübungszeiträume“).

Der vor Beginn eines Ausübungszeitraumes zur Erreichung des Erfolgszieles erforderliche durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie wird der „indexierte Ausgangswert“ genannt. Ist während der Laufzeit das Erfolgsziel von Bezugsrechten zu Beginn eines Ausübungszeitraumes überschritten, ist die Überschreitung des Erfolgszieles für die Ausübung der betroffenen Bezugsrechte während weiterer Ausübungszeiträume nicht erforderlich.

Der aktuelle Börsenkurs der Dr. Hönle AG-Aktie ist der ermittelte arithmetische durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse während der Zeitspanne 6. bis 25. Handelstag (je einschließlich) vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes.

Die Bezugsrechte sind nicht übertragbar und können nur durch den Bezugsberechtigten ausgeübt werden.

Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Verpflichtungen zur Aktienverschaffung nach Ausübung der Bezugsrechte wahlweise durch

(1) Ausgabe von Aktien aus dem hierfür geschaffenen bedingten Kapital, durch
(2) Veräußerung eigener Aktien, durch
(3) Zahlung des Differenzbetrages je Aktie zwischen dem Ausübungspreis und dem aktuellen Börsenkurs

nachzukommen.

Die durch die Bezugsberechtigten im Rahmen der Optionsausübung zu erwerbenden Aktien unterliegen keiner Sperrfrist hinsichtlich ihrer Veräußerung.

Das Aktienoptionsprogramm gewährt der Dr. Hönle AG das Wahlrecht, die Optionen im Zeitpunkt der Ausübung entweder in Aktien oder in Cash zu bedienen. Die Dr. Hönle AG hat sich entschieden, die Optionen durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital zu bedienen, was zu einer Verwässerung der Anteile führen kann.

Die Gewährung derartiger Optionsrechte bedeutet, dass für zukünftig zu erbringende Arbeitsleistungen ein um den Gesamtwert der Option im Zusagezeitpunkt erhöhtes Arbeitsentgelt vereinbart ist. Mit der Erbringung der Arbeitsleistung im Zeitraum nach Gewährung der Optionen bis zum Zeitpunkt der frühestmöglichen Ausübung der jeweiligen Tranche der Optionen (Vesting Period) erzielt die Gesellschaft das Entgelt für die Option (Arbeitsleistung).

Die Kapitalrücklage ist daher ratierlich über diesen Zeitraum, in dem die Mitarbeiter die Arbeitsleistung (Entgelt) erbringen, aufzubauen.

Die Bilanzierung der Aktienoptionen erfolgt gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der Fair Value wird im Zeitpunkt der Ausgabe der Option ermittelt und als Personalaufwand über den Zeitraum der jeweiligen Vesting Period verteilt und gegen die Kapitalrücklage gebucht. Die Ermittlung der Fair Values erfolgt auf Grundlage der Monte-Carlo-Simulation. Die Ausgabe der einzelnen Aktienoptionen erfolgte zu zwei unterschiedlichen Terminen (1. Tranche und 2. Tranche), sodass sich daraus auch zwei unterschiedliche Fair Values ergeben.

Aus diesem Aktienoptionsprogramm sind im Geschäftsjahr 2003/2004 in zwei Tranchen insgesamt 125.700 Optionen gewährt worden. Von diesen ursprünglich gewährten 125.700 Optionen existieren zum 30.09.2010 keine ausübbaren Optionen mehr.

Eine Ausübung der Aktienoptionen zum 30.09.2010 war nicht möglich, da der maßgebliche Börsenkurs unter dem Erfolgsziel lag.

Es wurden für die noch ausübbaren Optionen der ersten Tranche folgende Modellparameter und Prämissen für die Optionspreisermittlung herangezogen:

1) Der Ausgangswert je Aktie beträgt € 8,12.
2) Die Laufzeit der Optionen erstreckt sich aufgrund der drei Vesting Periods über einen Zeitraum von sechs Jahren.
3) Der Marktpreis der zu Grunde liegenden Aktie zum Ausgabezeitpunkt beträgt € 6,76.
4) Die Fluktuation ist gemäß IFRS 2 nicht bei der Bewertung des Fair Value anzusetzen, sondern bei der Anzahl der voraussichtlich gültigen Optionsrechte.
5) Die zukünftig erwartete Volatilität des Aktienkurses liegt bei 30 %. Die Volatilität wurde auf Grundlage der historischen Volatilität aus einem Zeitraum von zwei vergangenen Jahren ermittelt. Vorhergehende Jahre wurden, um Sondereffekte auszuschließen, nicht in die Ermittlung der historischen Volatilität einbezogen.
6) Es wird von einer jährlichen Dividendenauszahlung von € 0,30 je dividendenberechtigter Aktie ausgegangen.
7) Der risikolose Zins für die Laufzeit der Option beträgt 3,63 %.

Es wurde auf Basis der dargestellten Annahmen ein beizulegender Zeitwert (Fair Value) einer Option von € 1,79 ermittelt.

Im Berichtsjahr war kein Aufwand für das Aktienoptionsprogramm zu erfassen (Vj. T€ 0).

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Bestandsentwicklung der Aktienoptionen und die Ausübungspreise für die jeweiligen Ausgabezeitpunkte für die 1. Tranche des Aktienoptionsprogrammes 2004. Aus der 2. Tranche stehen keine Optionen mehr aus.

Aktienoptionsprogramm 2004 (1. Tranche)

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30.09.2010 30.09.2009
Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis je Aktie

in €
Anzahl der Optionen in Stück Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis je Aktie

in €
Anzahl der Optionen in Stück
--- --- --- --- ---
Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehende Optionen 8,12 € 116.200 8,12 € 118.700
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 0,00 € 0 0,00 € 0
In der Berichtsperiode verfallene Optionen 8,12 € 116.200 8,12 € 2.500
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 0,00 € 0 0,00 € 0
In der Berichtsperiode eingezogene und wiederaus- gebbare Optionen 0,00 € 0 0,00 € 0
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen 0,00 € 0 8,12 € 116.200
Am Ende der Berichtsperiode ausübbare Optionen 0,00 € 0 0,00 € 0

49. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Im Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

50. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden von dem Abschlussprüfer AWT Horwath GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

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2009/2010

T€
2008/2009

T€
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 113 110
Steuerberatungsleistungen 29 18
sonstige Leistungen 32 4
Gesamt 174 132

51. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar:

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2009/2010 2008/2009
Vertrieb 66 63
Forschung, Entwicklung 41 44
Produktion, Service 88 92
Logistik 26 32
Verwaltung 42 45
Gesamt 263 276

52. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 01.01.2011 hat die Dr. Hönle AG 51% der Anteile sowie der Stimmrechte an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau, erworben. Der Erwerbszeitpunkt (01. Januar 2011) ist der Tag, an dem die Beherrschung des erworbenen Unternehmens auf den Erwerber übergeht, dieser also die Möglichkeit erlangt, die Finanz- und Geschäftspolitik des erworbenen Unternehmens zu bestimmen. Die UV-Technik Speziallampen GmbH wird ab dem 01. Januar 2011 in den Konsolidierungskreis einbezogen. Zu diesem Zeitpunkt erlangt erstmals die Dr. Hönle AG die Beherrschung gem. IFRS 3.

Die UV-Technik Speziallampen GmbH entwickelt, produziert und vertreibt UV-Strahler und die dazu passenden Komponenten insbesondere im Bereich Wasserentkeimung.

Der Kaufpreis für 51% der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH beträgt T€ 820, wobei T€ 320 durch liquide Mittel und T€ 500 durch eigene Aktien aufgebracht werden.

Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages vom 07. Dezember 2010 erhielt die Dr. Hönle AG ein Anrecht auf den Erwerb der restlichen 49 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH. Darüber hinaus hat die Dr. Hönle AG ein Anrecht auf den Erwerb der UV-Electronic GmbH, Durchhausen. Die UV-Electronic GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt elektronische Vorschaltgeräte für UV-Lampen.

Die UV-Technik Speziallampen GmbH war aufgrund der deutschen Rechnungslegungsvorschriften nicht verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufzustellen. Die Aufteilung des Kaufpreises auf die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu den beizulegenden Zeitwerten erfolgt im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 (rev 2008), die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vorgenommen wurde.

Die nach IFRS 3 geforderten Angaben werden auf Basis des letzten verfügbaren Abschlusses per 31. Dezember 2009 nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften dargestellt:

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31.12.2009
Anlagevermögen 756 T€
Umlaufvermögen 1.907 T€
Eigenkapital 1.130 T€
Fremdkapital 1.533 T€
Umsatzerlöse 5.457 T€
Jahresüberschuss 255 T€

Desweiteren hat die Dr. Hönle AG nach dem Geschäftsjahresende weitere 35 % an der Honle Spain S.A., Gavá/Barcelona erworben. Damit hält die Dr. Hönle AG seit November 2010 nunmehr 95 % der Anteile an der Honle Spain S.A..

Im November 2010 hat ein Brand in einem Außenlager Teile des Vorratsvermögens der Dr. Hönle AG vernichtet. Die Dr. Hönle AG geht davon aus, dass der entstandene Schaden über eine Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung in voller Höhe versichert ist und die Liefertermine trotz des Bandschadens weitgehend eingehalten werden können.

53. Unterzeichnung des Konzernabschlusses

Gräfelfing, den 20. Dezember 2010

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Norbert Haimerl (Vorstand) Heiko Runge (Vorstand)

Finanztermine

26. Februar 2011

3 - Monatsbericht 2010/2011

16. März 2011

Hauptversammlung in München

27. Mai 2011

6 - Monatsbericht 2010/2011

25. August 2011

9 - Monatsbericht 2010/2011

Investor Relations

Peter Weinert

Telefon +49 (0)89 85608-173

E-Mail [email protected]

Dr. Hönle AG • UV Technology

Lochhamer Schlag 1 • D- 82166 Gräfelfing/München

Telefon +49 (0)89 85608-0 • Fax +49 (0)89 85608-148

E-Mail: [email protected] • Internet: www.hoenle.de

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