Annual / Quarterly Financial Statement • Mar 17, 2014
Annual / Quarterly Financial Statement
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| 30.09.2013 EUR |
30.09.2012 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 611.848,91 | 660.637,68 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.003.167,10 | 1.037.345,74 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 890.977,43 | 728.905,60 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 945.222,50 | 849.220,05 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.481,76 | 12.000,00 |
| 2.855.848,79 | 2.627.471,39 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 28.733.256,39 | 28.920.381,39 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.219.230,86 | 4.652.730,86 |
| 3. Beteiligungen | 13.750,00 | 5.000,00 |
| 4. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 584.766,00 | 651.562,00 |
| 39.551.003,25 | 34.229.674,25 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.315.084,76 | 6.343.156,73 |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 1.931.563,73 | 1.639.954,83 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 1.374,78 | 360,85 |
| 8.248.023,27 | 7.983.472,41 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.778.975,24 | 2.245.536,78 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 9.850.818,51 | 6.356.184,59 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 51.600,08 | 0,00 |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 985.969,22 | 310.329,24 |
| 12.667.363,05 | 8.912.050,61 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 318.986,89 | 2.584.159,79 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 139.331,31 | 147.356,74 |
| D. Aktive latente Steuern | 45.281,94 | 0,00 |
| 64.437.687,41 | 57.144.822,87 | |
| Passiva | ||
| 30.09.2013 EUR |
30.09.2012 EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.512.930,00 | 5.512.930,00 |
| Rechnerischer Wert eigener Anteile | -1.076,00 | -1.076,00 |
| 5.511.854,00 | 5.511.854,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 18.449.827,33 | 18.449.827,33 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. gesetzliche Rücklage | 48.871,56 | 48.871,56 |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 2.524.484,51 | 2.524.484,51 |
| 2.573.356,07 | 2.573.356,07 | |
| IV. Bilanzgewinn | 15.361.237,18 | 11.089.003,74 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.577.456,93 | 1.458.357,11 |
| 2. Steuerrückstellungen | 93.625,70 | 276.574,80 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 2.081.550,70 | 2.017.139,07 |
| 3.752.633,33 | 3.752.070,98 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.840.483,74 | 3.288.230,00 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 77.758,00 | 116.337,15 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 796.804,96 | 697.781,70 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.959.547,66 | 3.961.698,01 |
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 4.113.755,14 | 7.567.948,52 |
| • davon aus Steuern: EUR 376.304,54 (EUR 118.124,70) | ||
| • davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.587,45 (EUR 2.240,06) | ||
| 18.788.349,50 | 15.631.995,38 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 430,00 | 430,00 |
| E. Passive latente Steuern | 0,00 | 136.285,37 |
| 64.437.687,41 | 57.144.822,87 |
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| 2012/2013 EUR |
2011/2012 EUR |
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|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 27.207.366,25 | 27.642.740,62 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 296.643,92 | -199.069,31 |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 1.645.392,02 | 1.817.307,74 |
| • davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 1.094,46 (EUR 1.165,50) | ||
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -11.991.061,02 | -11.789.606,36 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -168.255,29 | -114.493,39 |
| -12.159.316,31 | -11.904.099,75 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -7.623.324,11 | -6.733.144,33 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.318.249,11 | -1.231.775,84 |
| • davon für Altersversorgung: EUR -17.727,32 (EUR -46.588,55) | ||
| -8.941.573,22 | -7.964.920,17 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -643.869,33 | -624.599,15 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.083.199,35 | -4.838.159,52 |
| • davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -5.722,77 (EUR -11.205,61) | ||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 5.379.283,12 | 1.437.069,20 |
| • davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 5.379.283,12 (EUR 1.437.069,20) | ||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 311.828,39 | 236.607,58 |
| • davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 311.216,62 (EUR 228.425,49) | ||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 135.563,48 | 145.979,29 |
| • davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 108.040,47 (EUR 116.473,77) | ||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -1.258,80 | -12.090,09 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -422.682,91 | -277.508,66 |
| • davon an verbundene Unternehmen: EUR -116.150,66 (EUR -53.000,00) | ||
| • davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR - 107.543,00 (EUR -94.770,00) | ||
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.724.177,26 | 5.459.257,78 |
| 14. außerordentliche Aufwendungen | -18.028,91 | -18.028,91 |
| • davon Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften BilMoG: EUR -18.028,91 (EUR -18.028,91) | ||
| 15. außerordentliches Ergebnis | -18.028,91 | -18.028,91 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -672.792,19 | -1.101.776,81 |
| • davon Erträge aus der Zuführung oder Auflösung latenter Steuern: EUR 181.567,31 (EUR -136.285,37) | ||
| 17. sonstige Steuern | -5.195,72 | -5.834,00 |
| -677.987,91 | -1.107.610,81 | |
| 18. Jahresüberschuss | 7.028.160,44 | 4.333.618,06 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 8.333.076,74 | 8.333.076,74 |
| 20. Bilanzgewinn | 15.361.237,18 | 11.089.003,74 |
Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB n. F.) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind – sofern nachfolgend nicht gesondert aufgeführt – unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend:
Umsatzerlöse
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Dr. Hönle AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Davon ausgenommen ist die gesetzlich vorgeschriebene Saldierung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen stehen und durch Verpfändung an die Pensionsberechtigten dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), mit den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.
Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.
Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungspostennach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.
Bewertungsgrundsätze
Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind alle berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Von dem Aktivierungswahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wird kein Gebrauch gemacht.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Betriebsgebäude werden linear mit 3 %, die Wohnteile mit 2 % abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Die Einbauten in das Fremdgebäude werden über die Laufzeit des Mietvertrags (10 Jahre) abgeschrieben. Für die Zugänge bei den geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der in den Finanzanlagen ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtungen wird mit dem Deckungskapital angesetzt.
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen teilweise mit den Pensionsrückstellungen saldiert, soweit sog. Planvermögen vorliegt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung.
Die fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten enthalten sind anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. In der Bewertung der Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.
Fertigerzeugnisse mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden anhand von Einzelwertberichtigungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos (Delkredere, Zinsen, Skontierungen) Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB auch im Falle eines Aktivüberhangs angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,58%.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, der rechnerische Wert der eigenen Anteile wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Bei der Bewertung kamen die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Zur Absicherung von Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Termin-/ Optionsgeschäften oder Swaps eingesetzt. Soweit die Bildung von Bewertungseinheiten möglich ist und die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese nach § 254 HGB bilanziert.
Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief – bzw. -geldkurs (ggf. Devisenkassamittelkurs) umgerechnet.
Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet.
Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:
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| Höhe des Eigenkapitals T€ |
Anteile vom Eigenkapital % |
Ergebnis des Geschäftsjahres 01.10.2012 – 30.09.2013 T€ |
Gehalten über Nr. T€ |
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|---|---|---|---|---|---|
| Direkte Beteiligungen | |||||
| (1) Solitec Gesellschaft für technischen Produkt vertrieb mbH, Gräfelfing/München | 35 | 100,00 | 35 | -1 | |
| (2) Honle UV (UK) Ltd., Luton, Großbritannien | 29 | 100,00 | 29 | 3 | |
| (3) Honle UV France S.a.r.l., Bron/Lyon, Frankreich | 250 | 100,00 | 250 | -107 | |
| (4) Aladin GmbH, Gräfelfing/München | 2.151 | 60,00 | 1.291 | -68 | |
| (5) Honle Spain S.A.U., Olesa de Bonesvalls/ Barcelona, Spanien | 44 | 100,00 | 44 | 13 | |
| (6) PrintConcept GmbH, Kohlberg | 996 | 100,00 | 996 | 226 | |
| (7) Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg | -3.530 | 100,00 | -3.530 | 810 | |
| (8) Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz | 722 | 100,00 | 722 | 627 | |
| (9) PrintDesignEngineering GmbH, Kohlberg | 38 | 20,00 | 8 | 2 | |
| (10) UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau | 2.350 | 51,00 | 1.199 | 490 | |
| (11) Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Company Ltd., China | 231 | 100,00 | 231 | 43 | |
| (12) Mitronic GmbH, Gräfelfing/München | 177 | 51,00 | 90 | -62 | |
| (13) Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen | 2.885 | 80,00 | 2.308 | -429 | |
| (14) Raesch Quarz (Malta) Ltd, Mosta, Malta | 791 | 80,00 | 633 | 540 | |
| (15) Grafix GmbH, Stuttgart | 533 | 100,00 | 533 | 508 | |
| (16) Tecinvent GmbH, Schömberg | -14 | 35,00 | -5 | -39 | |
| Indirekte Beteiligungen: | |||||
| (17) Eltosch America Inc, Batavia /Chicago, USA | -17 | 100,00 | -17 | -19 | (7) |
| (18) Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz | 3.893 | 100,00 | 3.893 | 760 | (8) |
| (19) Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Ts. | 3.178 | 100,00 | 3.178 | 1.767 | (18) |
| (20) Eleco Produits EFD, SAS, Paris, Frankreich | 1.517 | 99,96 | 1.516 | 379 | (18) |
| (21) Tangent Industries, Winsted, USA | 341 | 32,00 | 109 | 104 | (18) |
| (22) Metamorphic Materials Inc. Winsted, USA | -64 | 30,00 | -19 | -48 | (18) |
Die Eigenkapitalbeträge in Fremdwährung werden mit dem amtlichen Mittelkurs, die Jahresergebnisse in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
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| Restlaufzeit bis zu einem Jahr € |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € |
Gesamtbetrag € |
|
|---|---|---|---|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.778.975,24 | 0,00 | 1.778.975,24 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen • davon aus Lieferungen und Leistungen: € 1.569.334,47 (Vj. € 3.011.090,51) | 9.383.449,77 | 467.368,74 | 9.850.818,51 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.600,08 | 50.000,00 | 51.600,08 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 928.013,91 | 57.955,31 | 985.969,22 |
| Gesamtsumme | 12.092.039,00 | 575.324,05 | 12.667.363,05 |
| Vorjahr: | 6.850.219,08 | 2.061.831,53 | 8.912.050,61) |
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 18 (Vj. T€ 20) enthalten.
Infolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Pensionsrückstellungen, die als temporäre Differenzen einzuordnen sind, ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 0).
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,58%.
Das gezeichnete Kapital stellt sich – unverändert zum Vorjahr – wie folgt dar:
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| Gezeichnetes Kapital gesamt | € 5.512.930,00 |
| Rechnerischer Wert der eigenen Anteile | € - 1.076,00 |
| Ausgegebenes Gezeichnetes Kapital | € 5.511.854,00 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist in 5.512.930 nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber.
Infolge der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG ist der rechnerische Wert (1€ je Aktie) der eigenen Aktien offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt worden. Der den rechnerischen Wert der eigenen Aktien übersteigende Teil der Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. März 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.03.2015 das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.750 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.
Der Gesamtwert der Kapitalrücklage ist mit EUR 18.449.827,33 unverändert zum Vorjahr und betrifft geleistete Aufgelder aus Kapitalerhöhungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
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| gesetzliche Rücklage | |
|---|---|
| Stand zum 30.09.2013 (unverändert zum Vj.) | € 48.871,56 |
Die gesetzliche Rücklage übersteigt zusammen mit den Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals.
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| Andere Gewinnrücklagen | |
|---|---|
| Stand zum 30.09.2013 (unverändert zum Vj.) | € 2.524.484,51 |
Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 wie folgt:
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| Stand zum 01.10.2012 | € 11.089.003,74 |
| Jahresüberschuss 2012/2013 | € 7.028.160,44 |
| Ausschüttung Dividende für das Geschäftsjahr 2011/2012 | € - 2.755.927,00 |
| Stand zum 30.09.2013 | € 15.361.237,18 |
Der Bestand der eigenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gegenüber Vorjahr nicht geändert.
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| Stand 30.09.2013 | 1.076 Stück |
Zum 30.09.2013 befanden sich 1.076 Stück eigene Aktien im Bestand der Dr. Hönle AG (0,02 % des gezeichneten Kapitals). Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt T€ 8, der durchschnittliche Stückpreis lag bei € 7,77.
Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte im Wesentlichen zum Zweck der Schaffung einer Akquisitionswährung im Hinblick auf geplante Unternehmenserwerbe. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aktien einzuziehen.
Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu. Insbesondere sind diese Aktien nicht stimm- und dividendenberechtigt.
Am 23. März 2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben.
Im Eigenkapital ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von T€ 45 (Vj. T€ 0) aus der Aktivierung latenter Steuern zur Ausschüttung gesperrt.
Die Dr. Hönle AG gewährt ihren Mitarbeitern nach der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen betriebliche Altersversorgung in Form von Direktzusagen. Für die Bewertung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode)verwendet. Es wurden folgende Annahmen und Parameter zugrunde gelegt:
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| Zinssatz | 4,91 % |
| Rentendynamik | 2,00 % |
Der Zuführungsbetrag 2012/2013 in Höhe von T€ 113 (Vj. T€ 320) setzt sich aus der Zinskomponente T€ 107 (Vj. T€ 95) und einem Verlust aus Rückdeckungsversicherung T€ 11 (Vj. T€ 16), die innerhalb des Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand T€ -5 (Vj. T€ 209), ausgewiesen im Personalaufwand, zusammen. Der sich im Geschäftsjahr 2010/2011 aus der Umstellung durch das BilMoG insgesamt ergebende Erhöhungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 257 und wurde wiederum im laufenden Geschäftsjahr mit 1/15 bzw. T€ 18 als Aufwand erfasst und unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Der zum 30.09.2013 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt somit T€ 203 (Vj. T€ 221).
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen stehen und an die Pensionsberechtigten verpfändet wurden und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen sind (Planvermögen), in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes von T€ 656 (Vj. T€ 443) mit den betreffenden Pensionsrückstellungen saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von T€ 1.552 (Vj. T€ 1.329) Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Hierzu gehören im Wesentlichen abgegrenzte Urlaubs-, Gleitzeit- und Weihnachtsgeldansprüche sowie Tantiemen- und Provisionsansprüche von Vorstand und Mitarbeitern. Die Verpflichtungen im Kreditorenbereich in Höhe von T€ 392 (Vj. T€ 550) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen, Kosten für den Jahresabschluss und die Steuererklärungen sowie Aufwendungen, die im Zusammenhang mit unseren Investor-Relation-Aktivitäten stehen, zusammen. In Höhe von T€ 138 (Vj. T€ 138) wurden Rückstellungen für Gewährleistungen und Gutschriften gebildet.
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| Restlaufzeit bis zu einem Jahr € |
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren € |
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren € |
Gesamtbetrag € |
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert € |
Art und Form der Sicherheit | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.283.179,97 | 4.997.687,74 | 559.616,03 | 7.840.483,74 | 3.041.170,00 | Grund- schuld |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 77.758,00 | 0,00 | 0,00 | 77.758,00 | 0,00 | |
| • davon gegen verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vj. € 0,00) | ||||||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen | 796.804,96 | 0,00 | 0,00 | 796.804,96 | 0,00 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.729.547,66 | 0,00 | 2.230.000,00 | 5.959.547,66 | 0,00 | |
| • davon aus Lieferungen und Leistungen: € 57.373,88 (Vj. € 66.941,08) | ||||||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 4.113.755,14 | 0,00 | 0,00 | 4.113.755,14 | 3.634.000,00 | Verpfändung von Geschäftsanteilen |
| • davon aus Steuern: € 376.304,54 (Vj. € 118.124,79) | ||||||
| • davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.587,45 (Vj. € 2.240,06) | ||||||
| Gesamtsumme | 11.001.045,73 | 4.997.687,74 | 2.789.616,03 | 18.788.349,50 | 6.675.170,00 | |
| Vorjahr: | 6.356.825,38 | 6.692.240,00 | 2.582.930,00 | 15.631.995,38 | 7.856.230,00 |
Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. In diesen Fällen wird das Grundgeschäft zu dem vertraglich vereinbarten Sicherungskurs bilanziert, ein separater Ausweis des derivativen Finanzinstrumentes erfolgt jedoch nicht.
Die Dr. Hönle AG hat in diesem Geschäftsjahr wie im Vorjahr auch ein derivatives Finanzinstrument in Form eines micro hedges abgeschlossen, das in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang steht. Für die Dr. Hönle AG besteht daher kein bilanzierungspflichtiges Risiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen.
Die abzusichernden Grundgeschäfte sind Bankdarlehen für
| ― | den Erwerb von 80% der Geschäftsanteile der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd.: T€ 2.100, (ursprünglich T€ 3.000) mit einer 5- jährigen Laufzeit vom 30.03.2012 bis 31.03.2017 |
| ― | die Finanzierung eines Unternehmenserwerbes der Tochtergesellschaft Grafix GmbH: T€ 3.825 (ursprünglich T€ 4.500) mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 28.03.2013 bis 29.12.2017. |
Das gesicherte Risiko ist die Veränderung des 3-Monats-EURIBOR-Zins. Die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen PAYER-Zinsswaps dienen als Sicherungsinstrumente. Für die prospektive Beurteilung der Effektivität wird die Methode des „critical terms match“ herangezogen. Bei Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen alle bewertungsrelevanten Parameter überein, daher liegt eine perfekte Sicherungsbeziehung vor. Bei der retrospektiven Bewertung der Effektivität des Sicherungsinstrumentes kommt die finanzmathematische Methode „hypothetical derivative method“ zur Anwendung, es ergibt sich eine Effektivität von 100%. Die Bewertungseinheit wird bilanziell nach der „Einfrierungsmethode“ abgebildet. Danach werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert.
Zinsswap Darlehen Raesch:Nominalwert zum 30.09.2013: T€: 0
Beizulegender Zeitwert: T€ -34 (Vj. T€ -61)
Zinsswap Darlehen Grafix:
Nominalwert zum 30.09.2013: T€: 0
Beizulegender Zeitwert: T€-6 (Vj. T€ 0)
Die Umsatzerlöse setzen sich - unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten – wie folgt zusammen:
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| 2012/2013 T€ |
2011/2012 T€ |
|
|---|---|---|
| Inland | 12.806 | 13.681 |
| Europäische Union | 7.465 | 6.829 |
| übriges Ausland | 6.936 | 7.133 |
| Gesamt | 27.207 | 27.643 |
In der Position sonstige betriebliche Erträge sind T€ 74 (Vj. T€ 51) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 81 (Vj. T€ 1) erfasst.
In diesem Jahr ist in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen ein periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 21 (Vj. T€ 0) erfasst.
Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 18 (Vj. T€ 18) resultieren aus dem sich im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach Bil-MoG bei den Pensionsrückstellungen ergebenden anteiligen (1/15) Erhöhungsbetrag.
Die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag beziehen sich in Höhe von T€ 854 (Vj. T€ 965) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:
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| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | T€ 870 (Vj. T€ 860) |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0 (Vj. T€ 0) |
Die Bürgschaften wurden zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen. Die Dr. Hönle AG tritt zusätzlich als Erfüller von Verbindlichkeiten aus abgeschlossenen Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen gegenüber der Volkswagen Leasing GmbH auf.
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der begünstigten Gesellschaft als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
An sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum 30.09.2013 zu nennen:
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| Verpflichtungen aus: Leasingverträgen | im Folgejahr | T€ | 109 | gesamt | T€ | 208 |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen: | T€ | 20 | gesamt | T€ | 27 | |
| Mietverträgen Betriebs- und Geschäftsausstattung | im Folgejahr | T€ | 26 | gesamt | T€ | 96 |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen: | T€ | 0 | gesamt | T€ | 0 | |
| Gebäudemietverträgen | im Folgejahr | T€ | 1.415 | gesamt | T€ | 9.911 |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen: | T€ | 45 | gesamt | T€ | 45 | |
| Rahmenverträgen | im Folgejahr | T€ | 2.782 | gesamt | T€ | 2.782 |
| • davon gegenüber verbundenen Unternehmen: | T€ | 252 | gesamt | T€ | 252 | |
| Gesamt | im Folgejahr | T€ | 4.332 | gesamt | T€ | 12.997 |
| (Im Vorjahr | im Folgejahr | T€ | 2.986 | gesamt | T€ | 12.705) |
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden von dem Abschlussprüfer die folgenden Honorare
berücksichtigt:
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| Abschlussprüfungsleistungen | T€ 134 (Vj. T€ 138) |
| Steuerberatungsleistungen | T€ 3 (Vj. T€ 27) |
| Sonstige Leistungen | T€ 18 (Vj. T€ 30) |
| Gesamt | T€ 155 (Vj. T€ 195) |
Am 18.11.2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Folgende Stimmrechtsmitteilungen wurden der Dr. Hönle AG als veröffentlichungspflichtigen Emittenten übermittelt:
Herr Dr. Hans-Joachim Vits teilte der Dr. Hönle AG am 28.08.2002 gemäß § 41 Abs. 2 WpHG a.F. mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 01.04.2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 6,33 % betrug.
Herr Prof. Dr. Karl Hönle teilte der Dr. Hönle AG am 16.08.2005 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 28.07.2005 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95 % betrug.
Die Alceda Fund Management SA, Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 09.09.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Dr. Hönle AG Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07.09.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,12 % (172.245 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Alceda Fund Management SA 3,12 % (172.245 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Alceda Fund Management SA dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav
Die LOYS Sicav, Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 13.09.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 07.09.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,12 % (172.245 Stimmrechte) betrug.
Herr Frithjof Raesch, Schweiz, teilte der Dr. Hönle AG am 17.02.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 16.02.2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,26 % (235.000 Stimmrechte) betrug.
Der Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.08.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005157101, WKN: 515710 am 23.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,32 % (das entspricht 183.000 Stimmrechten) betragen hat.
Der Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.08.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005157101, WKN: 515710 am 23.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,32 % (das entspricht 183.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon werden der Taaleritehdas Fund Management Ltd. 3,32% (das entspricht 183.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der Gesellschaft Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, zugerechnet.
Der Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.08.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005157101, WKN: 515710 am 23.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,32 % (das entspricht 183.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon werden der Taaleritehdas Wealth Management Ltd. 3,32% (das entspricht 183.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der Gesellschaft Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, zugerechnet.
Der Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27.08.2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG, München, Deutschland, ISIN: DE0005157101, WKN: 515710 am 23.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,32 % (das entspricht 183.000 Stimmrechten) betragen hat. Davon werden der Taaleritehdas Plc 3,32% (das entspricht 183.000 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der Gesellschaft Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, zugerechnet.
Die LOYS AG, Oldenburg, Deutschland teilte uns am 18.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27.11.2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind der LOYS AG 5,16 % (284.645 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden der LOYS AG dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav.
Die Alceda Fund Management SA, Senningerberg, Luxemburg teilte uns am 18.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Alceda Fund Management SA 4,58 % (252.756 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden der Alceda Fund Management SA dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav.
Dr. Christoph Bruns, USA teilte uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27.11.2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind Herrn Dr. Christoph Bruns 5,16 % (284.645 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Dr. Christoph Bruns dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav.
Herr Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement, gesamtvertretungsberechtigt
Herr Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik, gesamtvertretungsberechtigt.
Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf T€ 888 (Vj. T€ 762).
Die Mitglieder des Vorstands sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten.
Zusätzlich zu dem oben genannten Betrag wurden für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 12) geleistet. Die Rückstellung hierzu beträgt T€ 229 (Vj. T€ 228).
Die Versorgungsansprüche sind zum Bilanzstichtag mit einem Betrag von T€ 645 (Vj. T€ 443) durch die Rückdeckungsversicherung gedeckt.
Herr Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal – Vorsitzender
Rechtsanwalt, selbstständig
Herr Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender
Diplom-Physiker, Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH
Herr Eckhard Pergande, Seefeld
Bankkaufmann
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten.
Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012/2013 belaufen sich auf T€ 72 (Vj. T€ 72).
Die Forderungen gegen die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, die unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsratsmitglieds steht, setzen sich aus 2 Darlehen zusammen, von denen eines in diesem Jahr vollständig getilgt wurde (Vj. T€ 134). Das Darlehen I (T€ 64; Vj. T€ 92) läuft insgesamt über einen Zeitraum von 37 Monaten bis 31.07.2015 und wird mit 6 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein Annuitätendarlehen, welches monatlich zu T€ 3 getilgt wird.
Entwicklung dieser Forderungen:
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| Stand 01.10.2012 T€ |
Zugang T€ |
Rückzahlungen T€ |
Stand 30.09.2013 T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Darlehen Dr. Hönle Medizintechnik I | 92 | 0 | 28 | 64 |
| Darlehen Dr. Hönle Medizintechnik II | 42 | 0 | 42 | 0 |
| 134 | 0 | 70 | 64 |
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 147 Mitarbeiter (Vj. 130) (ohne Vorstand) beschäftigt, die in folgenden Funktionsbereichen tätig waren:
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| Vertrieb | 19 (Vj. 19) |
| Forschung und Entwicklung | 21 (Vj. 17) |
| Produktion, Service | 63 (Vj. 58) |
| Logistik | 22 (Vj. 17) |
| Verwaltung | 22 (Vj. 19) |
| Gesamt | 147 (Vj. 130) |
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 15.361.237,18 wie folgt zu verwenden:
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| Ausschüttung einer Dividende | € 2.755.927,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € 12.605.310,18 |
| Bilanzgewinn zum 30.09.2013 | € 15.361.237,18 |
Gräfelfing, den 8. Januar 2014
Norbert Haimerl, Vorstand
Heiko Runge, Vorstand
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.10.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
30.09.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.279.060,44 | 198.701,10 | 0,00 | 2.477.761,54 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.297.297,09 | 0,00 | 0,00 | 1.297.297,09 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.487.227,85 | 282.376,83 | 0,00 | 1.769.604,68 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.860.285,60 | 337.898,27 | 0,00 | 3.198.183,87 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 12.000,00 | 4.481,76 | 0,00 | 16.481,76 |
| 5.656.810,54 | 624.756,86 | 0,00 | 6.281.567,40 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 28.920.381,39 | 45.975,00 | 233.100,00 | 28.733.256,39 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 4.652.730,86 | 5.566.500,00 | 0,00 | 10.219.230,86 |
| 3. Beteiligungen | 5.000,00 | 8.750,00 | 0,00 | 13.750,00 |
| 4. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 651.562,00 | 87.660,00 | 154.456,00 | 584.766,00 |
| 34.229.674,25 | 5.708.885,00 | 387.556,00 | 39.551.003,25 | |
| 42.165.545,23 | 6.532.342,96 | 387.556,00 | 48.310.332,19 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.10.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
30.09.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.618.422,76 | 247.489,87 | 0,00 | 1.865.912,63 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 259.951,35 | 34.178,64 | 0,00 | 294.129,99 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 758.322,25 | 120.305,00 | 0,00 | 878.627,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.011.065,55 | 241.895,82 | 0,00 | 2.252.961,37 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.029.339,15 | 396.379,46 | 0,00 | 3.425.718,61 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 4.647.761,91 | 643.869,33 | 0,00 | 5.291.631,24 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 30.09.2013 EUR |
30.09.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 611.848,91 | 660.637,68 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.003.167,10 | 1.037.345,74 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 890.977,43 | 728.905,60 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 945.222,50 | 849.220,05 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.481,76 | 12.000,00 |
| 2.855.848,79 | 2.627.471,39 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 28.733.256,39 | 28.920.381,39 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.219.230,86 | 4.652.730,86 |
| 3. Beteiligungen | 13.750,00 | 5.000,00 |
| 4. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 584.766,00 | 651.562,00 |
| 39.551.003,25 | 34.229.674,25 | |
| 43.018.700,95 | 37.517.783,32 |
Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München.
Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte und Anlagen, Glas und Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment Glas und Strahler umfasst Quarzglasrohre für die Lampen-, Halbleiter- und Automobilindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2013 an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt:
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| Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) | Sitz |
|---|---|
| Segment Geräte und Anlagen | |
| Eltosch America Inc. | Batavia/Chicago, USA |
| Eltosch Torsten Schmidt GmbH | Hamburg, Deutschland |
| Grafix GmbH | Stuttgart, Deutschland |
| Honle Spain S.A.U. | Olesa de Bonesvalls/Barcelona, Spanien |
| Honle UV France S.à.r.l. | Bron/Lyon, Frankreich |
| Honle UV (UK) Ltd. | Luton, Großbritannien |
| Mitronic GmbH | Gräfelfing/München, Deutschland |
| PrintConcept GmbH | Kohlberg, Deutschland |
| PrintDesign Engineering GmbH 1, 2 | Kohlberg, Deutschland |
| Solitec GmbH 2 | Gräfelfing/München, Deutschland |
| TECINVENT GmbH 1, 2 | Schömberg, Deutschland |
| Segment Glas und Strahler | |
| Aladin GmbH | Gräfelfing/München, Deutschland |
| Raesch Quarz (Germany) | GmbH Langewiesen, Deutschland |
| Raesch Quarz (Malta) Ltd. | Mosta, Malta |
| UV-Technik Speziallampen | GmbH Wümbach, Deutschland |
| Segment Klebstoffe | |
| Agita Holding AG | Regensdorf/Zürich, Schweiz |
| Eleco Produits E.F.D. | Gennevilliers/Paris, Frankreich |
| Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd. | Shanghai, China |
| Metamorphic Materials Inc. 1, 2 | Winsted, USA |
| Panacol AG | Regensdorf/Zürich, Schweiz |
| Panacol Elosol GmbH | Steinbach/Ts., Deutschland |
| Tangent Industries Inc. 1, 2 | Winsted, USA |
1 Minderheitsbeteiligung
2 nicht konsolidiert
Die Hönle Gruppe ist an 69 Standorten in 27 Ländern weltweit vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. In Deutschland, USA und Malta ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern. Seit Anfang 2013 ist die Grafix GmbH Teil der Hönle Gruppe. In diesem Zusammenhang hat Hönle auch das Netz an Partnerunternehmen deutlich ausgebaut. Dabei kamen insbesondere in Asien sowie in Nord- und Südamerika neue Vertriebs- und Servicepartner hinzu.
Hönle Gruppe: Standorte

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.
Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.
Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Erhöhung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung.
Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:
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| Steuerungsgrößen | 2012/2013 | 2011/2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 77.273 T€ | 72.092 T€ | 7,2 % |
| EBIT | 7.705 T€ | 8.309 T€ | -7,3 % |
| Jahresergebnis | 6.712 T€ | 6.209 T€1 | 8,1 % |
1) angepasster Vorjahreswert (IAS 8), es wird ergänzend auf die Erläuterungen im Konzernanhang Tz. 4 verwiesen
Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen.
Die globale Konjunkturdynamik blieb 2013 hinter den Erwartungen zurück. Dabei enttäuschte insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern. Der Euro-Raum befand sich 2013 das zweite Jahr in Folge in einer Rezession.
Das Wachstum der Weltproduktion fand seit dem Jahr 2000 zum überwiegenden Teil in den Schwellenländern statt. Die Verlangsamung dieses Wachstums trug daher zu einem großen Teil zur Verringerung der globalen Wachstumsrate bei. Gleichwohl wurde die weltwirtschaftliche Expansion weiterhin zum überwiegenden Teil von den Entwicklungs- und Schwellenländern getragen.
In den Industrieländern blieben die Rahmenbedingungen angesichts des anhaltenden Konsolidierungsdrucks der öffentlichen Haushalte schwierig. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die durchschnittliche Schuldenquote der Industrieländer bei 110 % des Bruttoinlandsproduktes. Die hohe Staatsverschuldung war nach wie vor die größte Bremse und das größte Risiko für die Weltwirtschaft.
Die mangelnde Investitionsbereitschaft wirkte sich insbesondere negativ auf den Maschinenbau aus. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) senkte die im September 2012 aufgestellte Prognose für 2013 von plus zwei Prozent im Juli 2013 auf minus ein Prozent. Seit Veröffentlichung der ursprünglichen Prognose im September 2012 entwickelten sich wichtige Rahmendaten weniger dynamisch als zunächst vom Verband angenommen. Noch deutlicher als in Deutschland schrumpfte laut VDMA der Investitionsgütermarkt im Euro-Raum.
Die Umsatzerlöse der Hönle Gruppe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 77.273 T€. Dies ist auf die Erstkonsolidierung der Grafix GmbH zurückzuführen. In den Bereichen 'Geräte und Anlagen' und 'Glas und Strahler' waren die Umsätze in mehreren Gesellschaften der Hönle Gruppe rückläufig. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der anhaltend schwache Halbleiter- und Photovoltaikmarkt. Auch der Offsetdruckmarkt blieb 2013 hinter den Erwartungen zurück.
Eine positive Geschäftsentwicklung war im Segment 'Klebstoffe' zu verzeichnen. Vor allem steigende Umsätze im Bereich Consumer Electronics trugen zu dieser Entwicklung bei. Die Integration der Grafix GmbH verlief erfolgreich. Die Gesellschaft erzielte in den ersten neun Monaten der Zugehörigkeit zur Hönle Gruppe ein positives Betriebsergebnis.
Insgesamt ging das Betriebsergebnis (EBIT) von 8.309 T€ im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 7.705 T€ im Geschäftsjahr 2012/2013 zurück. Die Geschäftsentwicklung wird in der nachfolgenden Segmentberichterstattung ausführlich erläutert.
Im Segment 'Geräte und Anlagen' wurde erstmals die Grafix GmbH in den Konsolidierungskreis mit aufgenommen. Zum 8. Januar 2013 wurden alle wesentlichen Vermögensgegenstände der insolventen Grafix GmbH und Platsch GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset Deals erworben. Zu den übernommenen Vermögensgegenständen gehörten Teile des Anlage- und Umlaufvermögens, eine Betriebsimmobilie am Standort Unterlüß (Celle) sowie die gesamte Geschäftstätigkeit der insolventen Grafix GmbH. Der Kaufpreis des Asset Deals betrug 4,5 Mio. €.
Die Grafix GmbH in Stuttgart ist ein weltweit führender Hersteller für Peripheriegeräte im Bereich Farbfixierung. Das Produktprogramm der Gesellschaft umfasst Trocknungs- und Bestäubungssysteme, Systeme für die Feuchtmittelaufbereitung und die Farbwerkstemperierung. Damit ergänzt es optimal das Produktprogramm der Hönle Gruppe für die Druckindustrie. Grafix beliefert sowohl Druckereien als auch Druckmaschinenhersteller. Als wichtiger Lieferant hat Grafix Zugang zu führenden Herstellern von Offset- und Digitaldruckmaschinen weltweit. Zusätzlich bietet Grafix Lösungen für weitere Branchen an, darunter die Glas-, Kunststoff- und Pharmaindustrie.
Die Gesellschaft wurde 1947 in Stuttgart gegründet und im Jahr 2000 um einen zweiten Produktionsstandort in Unterlüß erweitert. Mit rund 100 Mitarbeitern erzielte die Grafix GmbH im Jahr 2012 einen Umsatz von 9 Mio. €. Am 15. Oktober 2012 beantragte die Gesellschaft die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens. Hönle übernahm rund 40 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart-Vaihingen, Unterlüß bei Celle und Schömberg.
Hönle erwarb im Rahmen des Grafix Asset Deals einen umfangreichen Maschinenpark. Die Metallbearbeitungsmaschinen wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr vom Standort Stuttgart in den bestehenden Standort Unterlüß verlagert. Das neue Metallbearbeitungszentrum in Unterlüß wird die gesamte Hönle Gruppe zukünftig mit mechanischen Komponenten versorgen. Die damit verbundene Steigerung der Fertigungstiefe soll ab dem kommenden Geschäftsjahr zu einer Senkung der Materialaufwandsquote beitragen.
Die Zentrale der Grafix GmbH am Standort Stuttgart wurde verlagert. Der neue Firmensitz befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Standortes und ermöglicht es, auf deutlich kleinerer Fläche die Geschäftsabläufe effizienter abzubilden. In diesem Zusammenhang werden auch die Mietaufwendungen sinken.
Die Integration der Mitronic GmbH in den Hönle Verbund gestaltete sich aufwändiger als zunächst gedacht. Auch die Umsatzentwicklung blieb deutlich unter den Erwartungen. Die Gesellschaft erwirtschaftete daher im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Ergebnisbeitrag.
Wie geplant, bezog die Mitronic GmbH im laufenden Geschäftsjahr das komplette Produktspektrum von der Dr. Hönle AG. Ein neuer Geschäftsführer der Mitronic GmbH richtete das Unternehmen neu aus und baute in diesem Zusammenhang wichtige Vertriebsstrukturen in China auf.
Sowohl in den Bereichen Sonnenlichtsimulationsanlagen und Anlagen für Crashtests als auch in der Lichttechnik erwartet die Unternehmensleitung im kommenden Jahr eine positive Geschäftsentwicklung.
Untermauert wird diese Erwartung durch einen Großauftrag mit einem Auftragsvolumen von 1,1 Mio. €, den die Mitronic GmbH von einem führenden Automobilhersteller in China erhielt.
Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Bereich Offsetdruck machte sich bei der Geschäftsentwicklung der Eltosch Torsten Schmidt GmbH bemerkbar. Die Umsätze lagen hier unter denen des Vorjahres. Im Digitaldruckbereich konnte dagegen eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet werden. Nach einer verhaltenen Geschäftsentwicklung im Vorjahr stiegen die Umsätze im Digitaldruck im Berichtsjahr wieder deutlich.
Die Umsätze im Segment 'Glas und Strahler' lagen im Geschäftsjahr 2012/2013 bei 17.731 T€. Obwohl die Raesch Gruppe im Vorjahr nur für neun Monate konsolidiert wurde, lagen die Umsätze damit unter denen des Vorjahres von 18.109 T€. Grund dafür war die anhaltende Schwäche vor allem im Photovoltaik- und Halbleitermarkt und der unerwartete Ausfall von zwei Schmelzöfen.
Raesch hat aus diesem Grund umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um das Umsatz- und Ertragsniveau zukünftig zu erhöhen. Neben dem Ausbau der Vertriebskapazitäten durch neue Vertriebspartnerschaften im nordamerikanischen Absatzmarkt wurde das eigene Vertriebsteam personell verstärkt.
Darüber hinaus hat Raesch neue Produkte für die weitere Erschließung insbesondere des Halbleitermarktes entwickelt und eingeführt. Zusätzlich wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt, um die Ausschussquoten zu reduzieren und so die Materialaufwandsquote zu senken. Die daraus resultierenden Effekte werden sich voraussichtlich ab Anfang 2014 positiv auswirken.
Auch bei der UV-Technik Speziallampen GmbH und der Aladin GmbH lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau und erfüllten damit nicht die Erwartungen. Die Nachfrage nach Strahlern für das Geschäftsfeld Wasserentkeimung lag insbesondere im amerikanischen Wirtschaftsraum deutlich unter den Vorjahreswerten.
Die UV-Technik Speziallampen GmbH entwickelte im Geschäftsjahr 2012/2013 Systeme für die Ballastwasserentkeimung für Schiffe. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet das Unternehmen einen wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus diesem Geschäftsfeld. Auch in der Aladin GmbH wurden Maßnahmen eingeleitet, um das Umsatz- und Ergebnisniveau wieder zu gewohnter Stärke zurückzuführen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Erweiterung der Geschäftsführung durch einen erfahrenen Spezialisten im Bereich der Mitteldruckstrahler.
Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Die Umsätze stiegen von 15.647 T€ im Vorjahr auf 17.872 T€ im aktuellen Geschäftsjahr. Dabei trugen insbesondere der Consumer Electronics Markt und die Automobilindustrie zur Belebung bei. Die Automobilindustrie setzt leitfähige Klebstoffe im Bereich Sensorik ein. Die gute Umsatzentwicklung bei der Panacol Gruppe ist auch darauf zurückzuführen, dass im abgelaufen Geschäftsjahr mehrere neue Klebstoffe in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Optoelektronik zur Marktreife gebracht wurden.
Hönle investierte in den personellen Ausbau der Bereiche Anwendungstechnik und Vertrieb, um das geplante Wachstum, insbesondere in der Elektronik und Medizintechnik, abbilden zu können. Unter regionalen Gesichtspunkten stehen die Absatzgebiete Nordamerika und Asien im Fokus der weiteren Expansionspolitik.
Hönle ist mit den drei Segmenten 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' strategisch gut aufgestellt. In den letzten Jahren wurden die Geschäftsfelder 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' über Investitionen und Unternehmenszukäufe schrittweise auf- und weiter ausgebaut. Der Hönle Gruppe ist es damit gelungen, den Anteil kurzlebiger Wirtschaftgüter am Gesamtumsatz deutlich zu erhöhen.
Im Segment 'Geräte und Anlagen', das seit 8. Januar 2013 auch die Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH umfasst, erzielte die Hönle Gruppe 53,9 % ihrer Gesamtumsätze (Vj. 53,2 %). Mit 41.670 T€ lagen die Umsätze hier über den Vorjahresumsätzen von 38.336 T€. 23,1 % ihrer Umsätze erwirtschaftete Hönle im Segment 'Klebstoffe' (Vj. 21,7 %) und 23,0 % im Segment 'Glas und Strahler' (Vj. 25,1 %).
Mit 47.363 T€ erzielte Hönle 61,3 % ihrer Umsätze im Ausland und konnte damit den Auslandsanteil weiter steigern. Im Vorjahr erlöste Hönle mit 42.311 T€ noch 58,7 % ihrer Umsätze im Ausland. Wichtigste Absatzregion blieb Deutschland mit 29.910 T€ (Vj. 29.779 T€). Im europäischen Ausland erwirtschaftete die Hönle Gruppe Umsatzerlöse von 21.686 T€ (Vj. 19.124 T€) und in den Absatzmärkten außerhalb Europas von 25.677 T€ (Vj. 23.187 T€).
Damit erzielte Hönle 38,7 % (Vj. 41,3 %) der Umsätze im Inland, 28,1 % (Vj. 26,5 %) im europäischen Ausland und 33,2 % (Vj. 32,2 %) außerhalb der Europäischen Union. Die deutliche Veränderung der regionalen Umsatzanteile ist sowohl auf eine stärkere Präsenz der Hönle Gruppe im asiatischen Wirtschaftsraum als auch auf die neu konsolidierte Grafix GmbH zurückzuführen. Die Grafix GmbH erzielt einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb Europas.
Umsatzentwicklung nach Unternehmenssegmenten in T€

Umsatzentwicklung nach Regionen in T€

Die Hönle Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2012/2013 in den Segmenten 'Geräte und Anlagen' und 'Glas und Strahler' eine eingeschränkte Investitionsbereitschaft, die Auftragslage verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen dennoch von 72.092 T€ im Vorjahr auf 77.273 T€ im laufenden Geschäftsjahr. Der Umsatzanstieg resultierte aus der erstmaligen Konsolidierung der Grafix GmbH, die im Zeitraum Januar bis September 2013 einen Umsatz von 6.880 T€ erzielte.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.749 T€ (Vj. 2.748 T€) beinhalten Versicherungsleistungen für die entstandenen Schäden an Schmelzöfen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie Lizenzeinnahmen für Klebstoffe in Höhe von 450 T€ (Vj. 720 T€). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 37,0 % im Vorjahr auf 38,4 % im aktuellen Geschäftsjahr. Der Grund hierfür lag unter anderem in der Konsolidierung der Raesch Gruppe. Insbesondere die Schäden an den Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH führten zu hohen Ausschussraten an den betroffenen Öfen und damit zu einem höheren Materialaufwand. Darüber hinaus wurden die betroffenen Anlagengegenstände abgeschrieben und entsprechende Ersatzinvestitionen getätigt. Die Schäden an den Schmelzöfen führten zudem zu unvorhersehbaren Umsatz- und Ergebnisausfällen, die bei der Betriebsunterbrechungsversicherung angemeldet wurden.
Die Personalaufwandsquote stieg von 31,5 % auf 33,0 %. Die Personalaufwandsquote stieg insbesondere aufgrund der Übernahme der Mitarbeiter der Grafix GmbH im Zusammenhang mit einer verhaltenen Umsatzentwicklung in den Segmenten 'Geräte und Anlagen' bzw. 'Glas und Strahler'. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging von 20,5 % auf 19,1 % zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 15.026 T€ auf Vorjahresniveau (Vj. 14.854 T€). Die Hönle Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis (EBIT) von 7.705 T€ (Vj. 8.309 T€).
Die Bilanzierung von Put-Optionen für nicht beherrschende Anteile an der Mitronic GmbH und der Raesch Gruppe führte zu einem zusätzlichen Finanzergebnis von 1,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2012/2013 und von 0,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/2012.
Die Dr. Hönle AG hat insofern die Bilanzierung rückwirkend auch für das Vorjahr entsprechend den Vorschriften des IAS 8 angepasst. Die Erträge entstehen aufgrund der Wertveränderungen der Verbindlichkeiten, welche für die geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter zu bilanzieren waren. Die Verringerungen der Verbindlichkeiten im Berichtsjahr und im Geschäftsjahr 2011/2012 ergeben sich auf Grund von nachträglichen neu getroffenen Vereinbarungen bei der Mitronic GmbH sowie einem schlechteren als zum Erwerbszeitpunkt erwarteten Geschäftsverlauf der beiden Unternehmen.
Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich auf 8,6 Mio. € nach 8,4 Mio. € im Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg von 6.209 T€ auf 6.712 T€. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,20 € (Vj.1,08 €). Damit sank die EBIT-Marge nach 11,5 % im Vorjahr auf 9,8 % im Berichtsjahr. Die Nettoumsatzrendite verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 8,6 % auf 8,7 %.
Ertragsentwicklung
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| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 1 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 77.273 | 72.092 | 7,2 % |
| Rohergebnis | 51.181 | 48.286 | 6,0 % |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 7.705 | 8.309 | -7,3 % |
| Vorsteuerergebnis (EBT) | 8.637 | 8.431 | 2,4 % |
| Konzernjahresergebnis | 6.712 | 6.209 | 8,1 % |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,20 | 1,08 | 11,1 % |
1) angepasste Vorjahreswerte (IAS 8); es wird ergänzend auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen
Das Vorsteuerergebnis von 8.637 T€ trug maßgeblich zu einem operativen Cashflow von 9.020 T€ bei. Hingegen wirkte sich insbesondere die Erhöhung der Vorräte um 1.994 T€ liquiditätsmindernd aus. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Vorratsbestände bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Grafix GmbH zurückzuführen. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 377 T€ und Ertragssteuern in Höhe von 3.281 T€ ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 5.363 T€ (Vj. 3.624 T€).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -10.424 T€ betragsmäßig über dem Niveau des Vorjahres von -5.763 T€. Er resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung einer Kaufpreisrate für den Kauf der Raesch Gruppe in Höhe von 3.391 T€, welcher in der Position 'Auszahlungen von Unternehmenserwerben aus Vorjahren' ausgewiesen wurde, sowie Auszahlungen aufgrund von Unternehmenserwerben in Höhe von 4.500 T€ für den Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH. Darüber hinaus wurden Auszahlungen in Höhe 2.659 T€ für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten getätigt. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus Investitionen in Maschinen und Anlagen bei der UV-Technik Speziallampen GmbH sowie der Panacol Elosol GmbH zusammen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 139 T€ (Vj. -1.506 T€). Er enthielt den Mittelzufluss aus Bankdarlehen, in Höhe von 5.653 T€, die insbesondere im Zusammenhang mit dem Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH und des neuen Firmengebäudes der Tangent Industries Inc., USA, standen. Auf der anderen Seite wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2.136 T€ getilgt. Die Auszahlung von Dividenden in Höhe von 2.876 T€ ist hauptsächlich auf die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der Dr. Hönle AG zurückzuführen.
Insgesamt reduzierten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2012/2013 damit von 9.321 T€ auf 4.378 T€.
Im März 2014 wird die Dr. Hönle AG die letzte Kaufpreisrate für 80 % der Anteile an der Raesch Gruppe in Höhe von 3,6 Mio. € zahlen. Darüber hinaus wird im März 2014 die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der Dr. Hönle AG in Höhe von 2,8 Mio. € erfolgen. Die Finanzierung der letzten Kaufpreisrate für die Raesch Gruppe wird voraussichtlich über ein Bankdarlehen in entsprechender Höhe sichergestellt.
Mit einer Eigenkapitalquote von 59,9 % und einem Liquiditätsstand von 4,4 Mio. € weist die Hönle Gruppe in Verbindung mit der Unternehmensplanung 2013/2014 und den freien Kreditlinien in Höhe von 1,2 Mio. € eine gesicherte Finanzierungsstruktur auf.
Liquiditätsentwicklung
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| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 9.020 | 7.235 | 24,7 % |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 5.363 | 3.624 | 48,0 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -10.424 | -5.763 | -80,9 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 139 | -1.506 | 109,2 % |
| Veränderung liquider Mittel | -4.942 | -3.542 | -39,6 % |
Der Erwerb der Vermögenswerte der Grafix GmbH führte zu wesentlichen Veränderungen in der Bilanzstruktur der Hönle Gruppe: Zum 30.09.2013 erhöhten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte um 763 T€ auf 18.849 T€, die immateriellen Vermögenswerte um 509 T€ auf 3.588 T€, das Sachanlagevermögen um 2.072 T€ auf 15.182 T€ und die Vorräte um 2.807 T€ auf 19.386 T€. Das erworbene Sachanlagevermögen beinhaltet eine Gewerbeimmobilie in Unterlüß bei Celle mit 19.500 qm Grund und 4.500 qm Gewerbeflächen. Der Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte der Grafix GmbH betrug 4.500 T€. Für die Finanzierung des Erwerbs wurde ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit aufgenommen.
Die liquiden Mittel gingen insgesamt um 4.942 T€ auf 4.378 T€ zurück. Die langfristigen Darlehen erhöhten sich im laufenden Geschäftsjahr um 2.665 T€ auf 6.329 T€. Sie resultieren im Wesentlichen aus Bankdarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Raesch Gruppe und der Vermögenswerte der Grafix GmbH. Die beiden Darlehen haben eine Laufzeit von 5 Jahren.
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 76.938 T€ zu Beginn des Geschäftsjahres auf 79.488 T€ zum 30.09.2013.
Mit einer Eigenkapitalquote von 59,9 % hat die Hönle Gruppe auch nach dem Erwerb der Vermögenswerte der Grafix GmbH eine solide Finanzierungsstruktur.
Bilanz
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| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 40.044 | 36.462 | 9,8 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 39.444 | 40.476 | -2,5 % |
| Eigenkapital | 47.637 | 43.830 | 8,7 % |
| Langfristige Schulden | 12.698 | 15.633 | -18,8 % |
| Kurzfristige Schulden | 19.153 | 17.475 | 9,6 % |
| Bilanzsumme | 79.488 | 76.938 | 3,3 % |
Der Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden erstmals im Geschäftsjahr 2012/2013 nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellt.
Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Buchhaltung, IT und Produktion. Die Dr. Hönle AG erzielte mit durchschnittlich 147 (Vj. 130) Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 27.207 T€ (Vj. 27.643 T€).
Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG lagen nach 586 T€ im Vorjahr bei 506 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter stieg von 17 auf 21. Insgesamt arbeiteten damit 14,3 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG stieg insbesondere im Zuge des Personalaufbaus von 7.965 T€ auf 8.942 T€.
Der Materialaufwand der Dr. Hönle AG lag mit 12.159 T€ um 2,1 % über dem des Vorjahres. Grund dafür ist unter anderem der zunehmende margenschwächere Umsatz der Dr. Hönle AG mit Tochtergesellschaften.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 4.838 T€ auf 5.083 T€. Das Betriebsergebnis belief sich nach 3.929 T€ im Vorjahr auf 2.321 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis in Höhe von 5.403 T€ (Vj. 1.530 T€). Dieses beinhaltet ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 3.465 T€ von der Raesch Quarz (Malta) Ltd.. Der Jahresüberschuss stieg damit von 4.334 T€ im Vorjahr auf 7.028 T€ im Berichtsjahr.
Investitionen in Sachanlagen erfolgten im Wesentlichen für die Anschaffung von Anlagen für die Fertigung von LED-Arrays in Höhe von 248 T€. Das Sachanlagevermögen stieg insgesamt von 2.627 T€ auf 2.856 T€.
Die Finanzanlagen erhöhten sich von 34.230 T€ auf 39.551 T€ insbesondere aufgrund gestiegener Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
Die Vorräte erhöhten sich um 265 T€ auf 8.248 T€.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30.09.2013 auf 319 T€ (Vj. 2.585 T€). Die liquiden Mittel der Dr. Hönle AG reduzierten sich insbesondere aufgrund einer im März 2013 geleisteten Ratenzahlung für die erworbenen Anteile an der Raesch Gruppe sowie die im März 2013 erfolgte Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der Dr. Hönle AG.
Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG lag nach 37.624 T€ im Vorjahr bei 41.896 T€ zum Bilanzstichtag, die Verbindlichkeiten erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 15.632 T€ auf 18.788 T€. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ für den Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH zurückzuführen. Von diesem Darlehen wurden zum 30.09.2013 insgesamt 675 T€ wieder getilgt.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Dr. Hönle AG blieb im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Dies erklärt sich vor allem durch die anhaltende Schwäche im Bogenoffsetdruckmarkt. Im laufenden Geschäftsjahr wird im Bereich Inkjet-Druck eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Ferner werden durch die neue Grafix GmbH voraussichtlich positive Skaleneffekte bei der Dr. Hönle AG entstehen. Darüber hinaus werden in den Bereichen Wasserentkeimung und LED-Anwendungen positive Umsatzbeiträge erwartet. Insgesamt geht die Dr. Hönle AG von einem Umsatzplus von etwa 8 % im Geschäftsjahr 2013/2014 aus
Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Dr. Hönle AG (HGB)
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| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27.207 | 27.643 | -1,6 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.645 | 1.817 | -9,5 % |
| Materialaufwand | 12.159 | 11.904 | 2,1 % |
| Rohergebnis | 16.990 | 17.357 | -2,1 % |
| Personalaufwand | 8.942 | 7.965 | 12,3 % |
| Abschreibungen | 644 | 625 | 3,0 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.083 | 4.838 | 5,1 % |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.321 | 3.929 | -40,9 % |
| Finanzergebnis | 5.403 | 1.530 | 253,1 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.724 | 5.459 | 41,5 % |
| Steuern | 678 | 1.108 | -38,8 % |
| Jahresüberschuss | 7.028 | 4.334 | 62,2 % |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,28 | 0,80 | 60,0 % |
Verkürzte Bilanz der Dr. Hönle AG (HGB)
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| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 612 | 661 | -7,4 % |
| Sachanlagen | 2.856 | 2.627 | 8,7 % |
| Finanzanlagen | 39.551 | 34.230 | 15,5 % |
| Anlagevermögen | 43.019 | 37.518 | 14,7 % |
| Vorräte | 8.248 | 7.983 | 3,3 % |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 12.667 | 8.912 | 42,1 % |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 319 | 2.584 | -87,7 % |
| Umlaufvermögen | 21.234 | 19.479 | 9,0 % |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 139 | 147 | -5,4 % |
| Aktive latente Steuern | 45 | 0 | - % |
| Ausgegebenes Kapital | 5.512 | 5.512 | 0,0 % |
| Kapitalrücklage | 18.450 | 18.450 | 0,0 % |
| Gewinnrücklage | 2.573 | 2.573 | 0,0 % |
| Bilanzgewinn | 15.361 | 11.089 | 38,5 % |
| Eigenkapital | 41.896 | 37.624 | 11,4 % |
| Rückstellungen | 3.753 | 3.752 | 0,0 % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.840 | 3.288 | 138,4 % |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 78 | 116 | -32,8 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 797 | 698 | 14,2 % |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.960 | 3.962 | 50,4 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.114 | 7.568 | -45,6 % |
| Verbindlichkeiten | 18.788 | 15.632 | 20,2 % |
| Passive latente Steuern | 0 | 136 | -100,0 % |
| Bilanzsumme | 64.438 | 57.145 | 12,8 % |
Die Weltwirtschaft befand sich 2013 in einer schwachen Verfassung. Die globale Konjunkturdynamik blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Euroraum befand sich das zweite Jahr in Folge in einer Rezession.
Auch in wichtigen Absatzmärkten der Hönle Gruppe war die Investitionsbereitschaft schwächer als erwartet. Dies betraf insbesondere den Druckmarkt und den Halbleitermarkt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2012/2013 deshalb insgesamt hinter den Erwartungen zurück.
Während die Umsätze akquisitionsbedingt von 72,1 Mio. € auf 77,3 Mio. € stiegen, lag das Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging von 8,3 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück.
Mit 4,4 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 9,0 Mio. €.
Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert. In diesem Zusammenhang wurden neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Oberstes Ziel ist es, durch ein nachhaltiges profitables Wachstum den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden umfangreiche Maßnahmen zur Umsatz- und Ertragssteigerung umgesetzt. Die neuen Tochterunternehmen wurden erfolgreich integriert und notwendige organisatorische Änderungen durchgeführt. Es sind damit gute Voraussetzungen in allen Unternehmen der Hönle Gruppe gegeben, das Umsatz- und Ergebnisniveau im kommenden Jahr weiter auszubauen.
Die Eltosch America Inc. erwarb nach dem Bilanzstichtag Vermögensgegenstände, insbesondere Vorräte der Grafix LP. Der Kaufpreis betrug 250 T$.
Ferner kaufte die Dr. Hönle AG eine Immobilie in Torrington (CT), USA, zu einem Preis von 940 T$. Hintergrund für diese Investition war das geplante Wachstum im Segment Klebstoffe im amerikanischen Markt.
Die Raesch Quarz (Germany) GmbH führte im Zuge eines Kostensenkungsprogramms im Dezember 2013 einen Personalabbau durch, der die Personalkosten künftig um ca. 400 T€ pro Jahr verringern wird.
Die Unternehmen der Hönle Gruppe entwickelten im Geschäftsjahr 2012/2013 neue leistungsstarke Produkte und passten bestehende Produkte individuellen kundenspezifischen Anforderungen an. Wichtige externe Partner bei der Realisierung neuer Projekte waren neben Geschäftskunden auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe stiegen von 1.034 T€ im Vorjahr auf 1.138 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich in diesem Zeitraum von 54 auf 64, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 12,2 % der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung im letzten Geschäftsjahr dargestellt:
Seit knapp zwei Jahren bietet Hönle eine Seminar-Reihe an, die Themen rund um die UV-Technologie behandelt. Über zweihundert Interessierte kamen seither in die Konzernzentrale nach Gräfelfing bei München. Das Angebot reicht von Basiswissen und UV-Grundlagen bis hin zur zukunftsträchtigen UV-LED-Technologie. Auch in diesem Jahr konnte Hönle wieder hochrangige Gastreferenten aus der chemischen Industrie gewinnen, die das anlagentechnische Expertenwissen der Hönle-Referenten optimal ergänzten. Im Jahr 2013 wurden mehrere Seminare zu den Themenkreisen Aushärtung mit UV-LEDs, Grundlagen der UV-Technik sowie UV-Härtung von Farben und Lacken durchgeführt. Die Erkenntnisse, die sich aus dem Erfahrungsaustausch mit den Gastreferenten und den Teilnehmern ergeben, fließen auch in die Entwicklung neuer Produkte ein.
Die Eltosch Torsten Schmidt GmbH entwickelte ein Trocknungsverfahren für energieminimierte Druckanwendungen (LEC: Low Energy Curing). Das System ermöglicht das Trocknen hochreaktiver UV-Farben mit leistungsreduzierten UV-Einheiten. Die innovative Formulierung der LEC-Farben gestattet eine Leistungsreduzierung der UV-Trocknereinheit um bis zu 50 %. Dies hat eine deutliche Energiekosteneinsparung zur Folge. Spezielle Dotierungen der UV-Strahler erlauben eine einzigartige Abstimmung des Spektrums auf die Farbformulierung.
Im März 2013 präsentierte die Hönle Gruppe auf der Messe 'ICE Europe' High End UV-Trocknungssysteme für Druck- und Beschichtungsanwendungen. Die Systeme kommen unter anderem bei der Veredelung technischer Folien zum Einsatz, etwa um deren Kratzfestigkeit zu erhöhen. Typische Endprodukte sind Handy-Displays oder LCD-Bildschirme.
Als Marktführer für UV-Trockner für den großformatigen Inkjet-Druck stellte Hönle auf der FESPA, der internationalen Fachmesse für Sieb- und Digitaldruck, die innovative jetCure-Serie aus. Sie ermöglicht eine gute Aushärtung selbst bei hohen Geschwindigkeiten und verbessert damit die Druckqualität erheblich. jetCure-Geräte sind mit Kaltlichtreflektoren für temperaturempfindliche Materialien ausgestattet und mit auf die Druckfarbe angepassten Strahlungsspektren erhältlich.
Das Ballastwasser-Übereinkommen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) fordert ein Ballastwasser-Management, das die bisher übliche unkontrollierte Wasserabgabe verhindert. Nach umfangreichen Untersuchungen brachte die UV-Technik Speziallampen GmbH UV-Strahler zur Behandlung von Ballastwasser zur Marktreife. Diese kommen auf Schiffen zum Einsatz, welche Ballastwasser zur Stabilisierung aufnehmen müssen. Die ultravioletten Strahlen entkeimen das Wasser und erhalten dessen Selbstreinigungskräfte. Der Einsatz von Chemie wird dadurch minimiert oder kann vollkommen unterbleiben.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte die UV-Technik Speziallampen GmbH erstmals eigene Infrarot-Strahler. Die Strahler, die bisher fremdbezogen wurden, werden beispielsweise in der Druck-, Automobil- und Holzindustrie für unterschiedliche wärmetechnische Prozesse verwendet.
Die Raesch Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012/2013 zwei neue Produkte entwickelt und im Markt eingeführt. Dabei handelt es sich zum einen um Quarzglasrohre mit einem Durchmesser von 300 mm, die überwiegend im Bereich der Halbleiterindustrie eingesetzt werden. Darüber hinaus wurden Quarzglasstäbe für die Lichtleiterindustrie entwickelt und produziert. Beide Produkte sollen zum geplanten Umsatzwachstum wesentlich beitragen.
Die Hönle Gruppe, vertreten durch den UV-Spezialisten Dr. Hönle AG und den Klebstoff-Experten Panacol GmbH, zeigte auf der Bondexpo neue Produkte und zukunftsweisende Systemtechnologie für industrielle Klebeanwendungen. Schwerpunkt der Messe waren, neben Klebstoffen für die Mikro- und Optoelektronik, innovative UV-/UV-LED-Aushärtegeräte. Die Panacol GmbH präsentierte hier ihre neuen Optocast-Klebstoffe, die typischerweise für Verklebungen in der Elektronik eingesetzt werden. Hohe optische Reinheit und geringer Härtungsschrumpf zeichnen diese Klebstoffe aus. Verglichen mit herkömmlichen optischen Klebstoffen verfügen Optocast-Klebstoffe zudem über eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit. Optocast-Klebstoffe können sowohl mit UV-/ UVLED-Geräten als auch thermisch getrocknet werden. Die Produkte der Optocast-Reihe sind optimal auf die UV-Aushärtegeräte von Hönle abgestimmt.
Darüber hinaus erweiterte die Panacol GmbH ihr Sortiment an Sekundenklebstoffen. Durch gezielte Weiterentwicklung der Cyanacrylat-Klebstoffe wurden im Rahmen des Cyanolit-Programms neue Formulierungen entwickelt und bewährte Produkte weiter verbessert. Das erweiterte Produktprogramm ermöglicht es, nahezu alle Materialkombinationen in wenigen Sekunden zu kleben. Herausragend ist dabei auch die hohe Temperaturbeständigkeit von bis zu 150°C.
Die Miniaturisierung beeinflusste in den letzten Jahrzehnten vor allem die Informations- und Kommunikationsindustrie stark. Jetzt ist die LifeScience-Industrie dabei, die enormen Potenziale dieser Technologie zu nutzen. Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts arbeitet die Panacol Elosol GmbH an einem entsprechenden EU-Förderprojekt: Das Projekt „multi layer micro lab“ (ml.2) beschäftigt sich mit medizinischer Diagnostik mittels Mikrofluidik. Es läuft bis Herbst 2016 und erforscht dabei Micro-Nano Bio Systeme (MNBS). Die Panacol Elosol GmbH ist an dem Projekt mit Klebstoffen beteiligt, die für die Laminierung benötigt werden. Die Mikrofluidik und On-Chip-Diagnostik ist eine Technologie mit großem Wachstumspotenzial.
In zunehmendem Maße werden Klebstoffe als moderne und innovative Verbindungstechnologien in Industrie und Medizin eingesetzt. Panacol stößt dabei mit der Produktreihe Vitralit 7041 in eine neue Dimension der effizienten Fertigung vor, insbesondere von medizinischen Einmalartikeln. Durch den Einsatz neuer, höherwertiger Kunststoffe, die zunehmend schwieriger zu verkleben sind, müssen häufig zusätzlich teure Oberflächen-Aktivierungen der Substrate durchgeführt werden. Panacol entwickelte mit den lichthärtbaren Klebstoffen der Vitralit 7041 Reihe ein System, das vielfach ohne Oberflächenaktivierung auskommt. In der Anwendung auf inerten Kunstoffen und Polypropylen werden Haftwerte erreicht, die die geforderten Haftkräfte oft um das Doppelte übersteigen. Zudem erlaubt die sehr hohe Feuchtestabilität der Klebstoffe eine Dampfsterilisation. Auch Umwelteinflüsse durch hohe Luftfeuchtigkeit verringern die Haftwerte nicht.
Diese neue Generation von Klebstoffen hält mittlerweile Einzug vor allem in der Medizinindustrie. Panacol und Hönle arbeiten als einzige Klebstoff- und Gerätepartner in einem der weltweit größten Projekte zur Herstellung von Injektionsnadeln und -spritzen mit namhaften europäischen Partnern zusammen.
Darüber hinaus arbeitete die Panacol Gruppe an der Entwicklung und Weiterentwicklung ein- und zweikomponentiger Epoxidharzklebstoffe. Im Fokus standen verbesserte Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haftung auf verschiedenen Substraten, ihrer Einsatzmöglichkeit bei hohen Temperaturen sowie die Entwicklung thermisch und UV-härtender sowie dual härtender Klebstoffe.
Die UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.
Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Verwendung von UV-Farben und Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie, geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.
Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Entkeimung wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt.
Auch bei der Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie bei der Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen kommen Hönle UV-Strahler zum Einsatz. Die ultravioletten Strahlen reinigen das Wasser und erreichen dabei sehr hohe Keimabtötungsraten. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemie und damit umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte bleiben erhalten.
Die Raesch Quarz (Germany) GmbH, ein Unternehmen der Hönle Gruppe, stellt Quarzglasrohre her. Mittels Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang. Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm
DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Ein weiterer Geschäftszweig der Hönle Gruppe sind die Industrieklebstoffe. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe. Bei diesen Klebstoffen erfolgt die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus.
Firmenkäufe führten sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahlen in der Hönle Gruppe. Die Dr. Hönle AG übernahm im Rahmen eines Asset Deals die operative Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH. In diesem Zusammenhang kamen 40 neue Mitarbeiter zur Hönle Gruppe hinzu. Die Zahl der jeweils zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter stieg von 473 auf 526. Von den durchschnittlich 509 Mitarbeitern der Hönle Gruppe arbeiteten 50 in Teilzeit; dies entspricht 9,8 % der Beschäftigten. Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 22.768 T€ auf 25.920 T€. Dabei wuchs der Aufwand im Vergleich zur durchschnittlichen Mitarbeiterentwicklung unterproportional.
Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 19 Auszubildende (Vj. 25) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Zeichner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Diplomanden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.
Funktionsbereiche
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| Stichtag | 30.09.2013 | 30.09.2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vertrieb | 84 | 78 | 7,7 % |
| Forschung, Entwicklung | 64 | 54 | 18,5 % |
| Produktion, Service | 247 | 229 | 7,9 % |
| Logistik | 58 | 50 | 16,0 % |
| Verwaltung | 73 | 62 | 17,7 % |
| gesamt | 526 | 473 | 11,2 % |
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| Durchschnitt | 2012/2013 | 2011/2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vertrieb | 82 | 72 | 13,9 % |
| Forschung, Entwicklung | 61 | 53 | 15,1 % |
| Produktion, Service | 242 | 212 | 14,2 % |
| Logistik | 56 | 45 | 24,4 % |
| Verwaltung | 68 | 60 | 13,3 % |
| gesamt | 509 | 442 | 15,2 % |
Personalaufwand
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| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 21.480 4.440 | 18.947 3.821 | 13,4 % 16,2 % |
| gesamt | 25.920 | 22.768 | 13,8 % |
Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2013 dargestellt.
Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.
Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.
Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.
Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2014 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.
Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.
Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.
Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.
Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.
Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern.
Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).
Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe:
Die Weltwirtschaft befindet sich in einer ausgeprägten Schwächephase. Insbesondere von der hohen Staatsverschuldung mehrerer Volkswirtschaften gehen nicht unerhebliche Risiken aus. Mehrere große Notenbanken betreiben derzeit eine expansive Geldpolitik, um die Staatsverschuldung in den Hintergrund zu drängen. Die weiteren Aussichten hängen daher maßgeblich von der Entwicklung der Staatsschulden insbesondere im Euroraum und den davon ausgehenden Einflüssen auf den Konsum ab. Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Die für 2014 prognostizierte konjunkturelle Belebung, die auch den Euroraum mit einschließt, würde sich hingegen positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
Weitere Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer KostenNutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden.
Die EU-Kommission will ein förmliches Prüfverfahren zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen einleiten. Mit der Eröffnung des Prüfverfahrens bringt die EU-Kommission ihre vorläufige Auffassung zum Ausdruck, dass sie Zweifel an der Vereinbarkeit der sogenannten "besonderen Ausgleichsregelung" mit dem EU-Beihilferecht hat. Die Bundesregierung vertritt dagegen die Auffassung, dass die im EEG enthaltenen Entlastungsregelungen für stromintensive Unternehmen tatbestandlich keine Beihilfen im Sinne des Artikel 107 AEUV sind, da sie nach der europäischen höchstrichterlichen Rechtsprechung keine staatlichen Mittel darstellen bzw. beinhalten (PreussenElektra Urteil).
Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erhielt als energieintensives Unternehmen Ökostromrabatte ab dem 01.01.2013. Aufgrund des voraussichtlichen Prüfverfahrens der EU-Kommission besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Gesellschaft erhaltene Ökostromrabatte zurückzahlen muss. Der Vorstand schließt sich den Argumenten der Bundesregierung an, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsneutralität im internationalen Umfeld. Insofern wurde auf Basis der aktuell vorliegenden Erkenntnisse auf eine entsprechende Rückstellungsbildung verzichtet.
Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.
Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an.
Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte theoretisch dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen.
Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, insbesondere durch die Energie-wende, entstehen kann, auch wenn dies in den letzten 15 Jahren nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen der Raesch Gruppe entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe entsprechende Absicherungsmaßnahmen einleiten.
Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit sicherstellen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.
Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Dem möglichen Wegfall von wesentlichen Knowhow-Trägern entgegnet Hönle mit einem Stellvertreterprinzip, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet.
Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Auf der anderen Seite birgt ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage.
Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe sowie von Vermögensgegenständen der Grafix GmbH nahm die Dr. Hönle AG Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz.
Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit 4,4 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe grundsätzlich solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken.
Es ist nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge einer dauerhaft außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte bzw. Beteiligungswerten entstehen kann.
Darüber hinaus ist nicht gänzlich auszuschließen, dass bilanzierte Versicherungserträge trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger deutlich übersteigen.
Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB dargestellt. Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.
Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.
Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand. Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.
Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus verfügt die Hönle Gruppe über ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleister die Buchhaltung zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft.
Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene geboten. Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.
Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 2, 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt. Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.
Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.
Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.
Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.
Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Geschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen an Kunden weitgehend vermieden.
Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zusätzlich wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen.
In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch die Chance für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Hönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung, etwa bedingt durch die hohe Staatsverschuldung mehrerer Industrieländer dar. Es ist davon auszugehen, dass ein Abschwung auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Wachstumsmärkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in der Wasserentkeimung oder der Medizintechnik sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden.
Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten
Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.
Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
Erfolgsunabhängige Bezüge
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| Gehalt | sonstige Bezüge | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 12/13 | 11/12 | 12/13 | 11/12 | 12/13 | 11/12 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Norbert Haimerl | 211 | 211 | 21 | 21 | 232 | 232 |
| Heiko Runge | 211 | 211 | 15 | 11 | 226 | 222 |
| Summe | 422 | 422 | 36 | 32 | 458 | 454 |
Erfolgsabhängige Bezüge
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| Tantieme | ||
|---|---|---|
| in T€ | 12/13 | 11/12 |
| --- | --- | --- |
| Norbert Haimerl | 215 | 154 |
| Heiko Runge | 215 | 154 |
| Summe | 430 | 308 |
Davon entfallen im Geschäftsjahr 2012/2013 Tantiemen in Höhe von jeweils 22 T€ auf das Vorjahr.
Pensionen
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| Pensionsaufwand nach IAS 19 | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 |
| --- | --- | --- |
| Norbert Haimerl | 170 | 107 |
| Heiko Runge | 144 | 94 |
| Summe | 314 | 201 |
Pensionen
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| Anwartschaftsbarwert der Pensionszusage (Defined Benefit Obligations) | ||
|---|---|---|
| in T€ | Stand 30.09.2013 |
Stand 30.09.2012 |
| --- | --- | --- |
| Norbert Haimerl | 620 | 494 |
| Heiko Runge | 561 | 460 |
| Summe | 1.181 | 954 |
Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.
Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.
Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor der Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn ein Vorstandsmitglied mindestens für 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen und können dies mindern bzw. kann das Übergangsgeld dadurch auch völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.
Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.
Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt.
Bezüge des Aufsichtsrats
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| Gesamt | ||
|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 | 2011/2012 |
| --- | --- | --- |
| Dr. Hans-Joachim Vits | 32 | 32 |
| Prof. Dr. Karl Hönle | 24 | 24 |
| Eckhard Pergande | 16 | 16 |
| Summe | 72 | 72 |
Die weltwirtschaftliche Dynamik nahm in den Sommermonaten etwas zu. Vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hellten sich die Perspektiven auf. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2014 einen Zuwachs der Weltwirtschaft um 3,8 Prozent.
Die Krise im Euroraum ist jedoch nach wie vor nicht gelöst, Rückschläge sind möglich. Die expansive Geldpolitik in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften birgt Stabilitätsrisiken. Eine mögliche Abkehr von der massiven Liquiditätsausweitung durch die amerikanische Notenbank Fed birgt andererseits das Risiko, dass die internationalen Finanzmärkte destabilisiert werden. Auch das Risiko eines deutlichen Ölpreisanstiegs ist vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Unsicherheit in Nahen Osten hoch. All dies könnte die sich anbahnende Erholung der Weltkonjunktur empfindlich beeinflussen.
Der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf kletterten auf den höchsten Wert seit Juni 2011. Auch vom Export werden positive Impulse erwartet.
Die Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Die Planung umfasst alle im Geschäftsjahr 2012/2013 konsolidierten Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe.
Das Segment 'Geräte und Anlagen' umfasst seit 08.01.2013 auch die Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH. Die Gesellschaft erzielte in den ersten neun Monaten ihrer Zugehörigkeit zur Hönle Gruppe einen positiven Ergebnisbeitrag. Hönle erwarb im Rahmen des Asset Deals einen umfangreichen Maschinenpark, der unter anderem Metallbearbeitungsmaschinen umfasst. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres soll am Grafix Standort Unterlüß bei Celle ein Metallbearbeitungszentrum entstehen und seinen Betrieb aufnehmen. Dieses Zentrum wird künftig mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe liefern und externe Zulieferer ersetzen. Dies wird positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Grafix GmbH haben.
Die Mitronic GmbH wurde erfolgreich in den Hönle Verbund integriert. Ein neuer Geschäftsführer hat die Gesellschaft personell neu ausgerichtet und wichtige Vertriebspartnerschaften insbesondere für den chinesischen Markt aufgebaut. Die Unternehmensleitung erwartet ab dem nächsten Geschäftsjahr eine positive Geschäftsentwicklung in den Bereichen Sonnenlichtsimulationsanlagen und Crashtest-Beleuchtungssysteme. Vor kurzem erhielt die Gesellschaft einen Großauftrag über 1,1 Mio. € von einem chinesischen Automobilkonzern. Der Bereich Lichttechnik wurde über Investitionen in den Vertrieb weiter ausgebaut. Die Lichttechnik umfasst im Wesentlichen Tageslichtleuchten für Messeveranstaltungen.
Der Vorstand geht im nächsten Geschäftsjahr von einer positiven Geschäftsentwicklung im Bereich Druck aus. Bei UV- bzw. IR-Anlagen für den Offsetdruck wird eine stabile Umsatzentwicklung erwartet. Positive Effekte werden voraussichtlich zudem durch den Kauf der Grafix GmbH entstehen. Bei Digitaldruckanwendungen wird eine steigende Umsatzentwicklung angenommen. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe stark positioniert ist.
Zur Verbesserung des Umsatz- und Ertragsniveaus leitete die Raesch Gruppe ein umfangreiches Maßnahmenpaket ein. Dazu gehört der Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowohl durch neue Vertriebspartnerschaften im nordamerikanischen Absatzmarkt als auch durch die personelle Verstärkung des eigenen Vertriebsteams. Darüber hinaus hat Raesch neue Produkte unter anderem für die Halbleiterindustrie entwickelt und im Markt eingeführt.
Auch die Optimierung der Ausschussquoten und die damit verbundene Verbesserung der Materialaufwandsquote stehen im Fokus. Die daraus resultierenden positiven Effekte werden sich voraussichtlich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres bemerkbar machen.
Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Halbleitermarkt und der Photovoltaikmarkt in den nächsten Quartalen sukzessive erholen werden.
Darüber hinaus wird erwartet, dass die Hönle Gruppe die Umsätze im Bereich der Ballastwasserentkeimung ab dem nächsten Geschäftsjahr deutlich steigern kann. Getragen wird diese Prognose von einem Ballastwasser-Übereinkommen, das künftig eine Entkeimung des Ballastwassers von Schiffen vor dem Auslass vorschreibt. Eine umweltschonende Möglichkeit hierfür stellt die Entkeimung mittels UV-Bestrahlung dar.
Die UV-Technik Speziallampen GmbH bietet entsprechende Entkeimungssysteme an, beliefert bereits mehrere Kunden und betreut vielversprechende Projekte in diesem Bereich. Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat nach einer zweijährigen Entwicklungsphase die Serienproduktion von Infrarotstrahlern, vorerst für den Eigenbedarf der Hönle Gruppe, begonnen. Die Gesellschaft erschließt sich dadurch ein zusätzliches Geschäftsfeld, welches durch den Vertrieb an weitere Kunden außerhalb der Hönle Gruppe ausgebaut werden soll.
Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich 'Glas und Strahler' in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird.
Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief im laufenden Geschäftsjahr erfreulich. Kundenaufträge aus der Elektronikindustrie trugen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei. Zur Steigerung des Umsatzes wurden der Vertrieb und die Entwicklung personell verstärkt. Der Fokus richtet sich zukünftig auf die weitere Erschließung bestehender Umsatzpotenziale in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Optoelektronik sowie der Automobilindustrie. Darüber hinaus soll der Bereich Medizintechnik weiter ausgebaut werden.
Ferner ist geplant, die Umsätze im nordamerikanischen und chinesischen Vertriebsraum über Investitionen in die Tangent Industries Inc. und in die Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd. auszubauen.
Das Investitionsvolumen für den Erhalt und den Ausbau der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe wird in den nächsten zwei Geschäftsjahren voraussichtlich bei jeweils ein bis 1,5 Mio. € liegen. Es umfasst unter anderem Investitionen in eine Anlage zur Fertigung von LED-Feldern, eine Fräsmaschine sowie eine Anlage zur Bearbeitung von Quarzglasrohren.
Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz der Hönle Gruppe von 80 bis 85 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 9 bis 10 Mio. € an. Im Geschäftsjahr 2014/2015 geht der Vorstand bei einem Fortbestehen der konjunkturellen Rahmenbedingungen von weiter steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Dabei wird ein moderates Wachstum im Segment 'Geräte und Anlagen' erwartet. In den Segmenten 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' wird von einem stärkeren Wachstum ausgegangen. Ertragsseitig wird ebenfalls in allen Segmenten mit einer Verbesserung der EBIT-Margen gerechnet, wobei insbesondere im Bereich 'Glas und Strahler' von einem deutlich höheren Ergebnisniveau ausgegangen wird.
Die Hönle Gruppe ist mit den drei Geschäftsfeldern 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' gut aufgestellt. Die Unternehmensgruppe ist zugleich in Märkten vertreten, die viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten. Dies sind insbesondere die klebstoffverarbeitende Industrie, die Lichtleiterindustrie, die Halbleiterindustrie, der Wasserentkeimungsmarkt sowie der Digitaldruckmarkt. Der Vorstand hält daher an seinem Ziel fest, in den nächsten zwei Jahren die Umsatzschwelle von 100 Mio. € zu erreichen. Neben dem rein organischen Wachstum wird dabei auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt Hönle, ihre Marktposition weiter auszubauen.
Gräfelfing, den 8. Januar 2014
Norbert Haimerl, Vorstand
Heiko Runge, Vorstand
Zukunftsbezogene Aussagen
Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
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