AI assistant
DocCheck AG — Management Reports 2021
Jun 17, 2022
4574_rns_2022-06-17_317224ce-e870-4270-ad7e-0776bbac262f.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
DocCheck AG
Köln
Jahresabschluss Einzelabschluss
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021
der DocCheck AG, Köln
Die DocCheck AG, Köln, fungiert als Holding- und Muttergesellschaft des DocCheck-Konzerns. Da die DocCheck AG im Wesentlichen durch die wirtschaftliche Lage, Chancen, Risiken und Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften definiert ist, basiert der Lagebericht der DocCheck AG im Wesentlichen auf den Aussagen des Konzernabschlusses der DocCheck AG. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf. Wesentliche Zahlenangaben in diesem Lagebericht basieren daher auf den Zahlen des IFRS-Konzernabschlusses.
A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1. Aufbau und Struktur des Konzerns
Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und ihren Tochtergesellschaften. Die folgenden Tochtergesellschaften haben ihren Sitz ebenfalls in Köln:
| ― | antwerpes ag ("antwerpes") |
| ― | antwerpes healthy media gmbh ("antwerpes healthy media") |
| ― | DocCheck Community GmbH ("DocCheck") |
| ― | DocCheck Medical Cloud GmbH ("Medical Cloud") |
| ― | DocCheck Guano AG ("Guano") |
| ― | DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop") |
| ― | DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest") |
| ― | DocCheck Warehouse GmbH ("DocCheck Warehouse") |
Die folgenden Tochtergesellschaften haben ihren Sitz wie angegeben:
| ― | antwerpes münchen gmbh ("antwerpes münchen"), München |
Die Beteiligungsquote beträgt bei allen Gesellschaften 100%, mit der Ausnahme der DocCheck Shop GmbH. Dort beträgt die Beteiligungsquote 90%.
Die DocCheck AG ist die Holdinggesellschaft der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.
Die Segmentierung erfolgte in die Segmente DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes (mit antwerpes ag, antwerpes healthy media gmbh und antwerpes münchen gmbh).
Die DocCheck Guano AG hält wie im Vorjahr eine Beteiligung at equity in Höhe von 33,93 Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.
Die DocCheck Medical Cloud GmbH wurde im Geschäftsjahr 2020 gegründet und übt noch keine Geschäftstätigkeit aus.
Die DocCheck Forest GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet. Sie besitzt zwei Waldflächen von insgesamt 75 Hektar, davon 69 Hektar in Nordrhein-Westfalen und 6 Hektar in Rheinland-Pfalz. Die DocCheck Forest GmbH ist die Trägerin der Nachhaltigkeitsinitiativen der Doc-Check-Gruppe.
Die DocCheck Warehouse GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet und ist eine Zweckgesellschaft zum bereits optionierten Erwerb einer Logistik- und Büroimmobilie in Köln.
Die Gesellschaften MediShopXL B.V. und medweb24 GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020 erworben. Die MediShopXL B.V. wurde im August 2021 planmäßig liquidiert nach der Übernahme aller Assets durch die DocCheck Shop GmbH. Die medweb24 GmbH wurde in 2021 auf die DocCheck Community GmbH verschmolzen.
2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:
| ― | DocCheck, die mitgliederstarke europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals und |
| ― | antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland. |
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.
2.1 DocCheck
Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business fünf Unternehmen:
| ― | die DocCheck Community GmbH, |
| ― | die DocCheck Shop GmbH, |
| ― | die DocCheck Medical Cloud GmbH und |
| ― | die DocCheck Forest GmbH |
| ― | die DocCheck Guano AG. |
Die DocCheck Warehouse GmbH betreibt kein operatives Geschäft.
2.1.1 DocCheck Community GmbH ("DocCheck")
Die DocCheck Community GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 960.000 registrierten Nutzern und über 2.600 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland. Auch in der Schweiz und Österreich ist DocCheck bekannt. Mit der englischen Sprachversion ist DocCheck auch über den deutschsprachigen Raum hinaus relevant. Der Aufbau der Reichweite in Frankreich ist ein Fokus für die kommenden Jahre. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Der Fokus der DocCheck Community GmbH liegt auf der Bereitstellung von interessensbasiertem Content. Das wesentliche Element dabei sind die DocCheck Kanäle, die mit themenspezifischem Content bespielt werden. Der Nutzer erhält so den für ihn relevantesten Content. DocCheck betreibt einige eigene Kanäle. Gleichzeitig sind die Kanäle aber auch für Partner oder Blogger kostenlos nutzbar. Der Industrie bietet DocCheck gegen Entgelt einen Full-Service-Betrieb der Kanäle an.
Die im Folgenden genannten Nutzer- und Nutzungszahlen unterliegen natürlichen Schwankungen im Verlauf der Jahre, die durch Neuregistrierungen auf der einen Seite und durch die Bereinigung von inaktiven Nutzern und Dubletten auf der anderen Seite entstehen.
Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Community GmbH gehören:
DocCheck Media
Der Bereich DocCheck Media erbringt Marketingleistungen für Kunden, die primär der Gesundheitsbranche zugeordnet werden können. Die Produkte sind Display Advertising, also die Vermarktung von Werbeflächen primär auf den Seiten der DocCheck-Gruppe, eine werbliche Beteiligung am Service DocCheck News, dem redaktionellen werktäglichen Newsletter der DocCheck Community sowie DocCheck bMail, ein Direktmail-Service für werbliche Informationen. Jeder DocCheck-Nutzer entscheidet in freiem Ermessen, ob er die DocCheck News und bMails erhalten möchte.
Mit den DocCheck News verfügt DocCheck nach wie vor über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare-Professionals in Europa. Der Content der Newsletter wird individuell und interessensbasiert ausgespielt, so dass der Mehrwert für die Nutzer möglichst hoch ist. Die Redaktion berichtet hierbei inhaltlich unabhängig, jedoch wird es Werbekunden ermöglicht, transparente Werbeschaltungen in Form von Advertorials und diversen Teaserelementen zu belegen.
Neben den Schaltungen in den DocCheck News und verschiedenen Display-Formaten auf den DocCheck-Seiten bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden die Zielgruppe der Medical Professionals schnell und effizient.
DocCheck Insights (vormals DocCheck Research)
DocCheck Insights ist das Institut für Markt- und Werbeforschung bei DocCheck und ein wichtiger Full-Service-Spezialist im Gesundheitsbereich in Deutschland. Durch den Ausbau der quantitativen und qualitativen Marktforschungsservices sowie der Bereiche User Experience (UX) und Data Analytics, gelingt es DocCheck Insights mittels umfangreichem Methodenmix und businessrelevanten Insights, Kunden nachhaltig zu binden. Über das in die DocCheck Community eingebundene Panel verfügt DocCheck Insights über eines der größten HeilberuflerPanels in Deutschland und Europa. Mit knapp über 300.000 Panelmitgliedern in Deutschland und Europa deckt es nahezu alle Heilberufe ab. Die Registrierung der Healthcare-Professionals mit Berufsnachweis sorgt für hohe Glaubwürdigkeit und Datenqualität. DocCheck Insights ist Mitgliedsinstitut der Branchenverbände Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) und BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.
DocCheck Industry
In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben einer kostenlosen Basisvariante des DocCheck Logins ermöglichen verschiedene kostenpflichtige Lizenzvarianten mit zusätzlichen Funktionen den Industriekunden eine passgenaue Lösung für ihre individuellen Access-Anforderungen. Die wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins werden den Industriekunden hierbei jährlich wiederkehrend in Rechnung gestellt.
DocCheck Content Marketing (zuvor: DocCheck Community)
Der Bereich DocCheck Content Marketing beschäftigt sich insbesondere mit dem Betrieb und der Vermarktung der DocCheck Kanäle. Das Angebot trifft auf reges Interesse bei der Industrie, sodass aus der antwerpes ag Ressourcen hinzugezogen wurden, um die Nachfrage befriedigen zu können. Der Bereich betreut namhafte Kunden und wird seine Geschäftsaktivität weiter ausbauen, um sich dauerhaft als vierte tragende Säule der DocCheck Community GmbH zu etablieren.
2.1.2 DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop")
Im DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten des DocCheck-Konzerns gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von rund 8.000 Artikeln wird unter der Marke "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit rund 120 Artikeln angeboten. Der Verkauf erfolgt derzeit ausschließlich über den Onlineshop. Großbesteller haben jedoch die Möglichkeit, individuelle Angebote zu erhalten.
Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Onlineshops für Medizin- und Praxisbedarf in der Region D/A/CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z. B. die Kommunikations-, Innovations- und Kreativkraft des Bereichs antwerpes, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager, aus dem der gesamte Versand erfolgt.
Zielgruppe des Shops sind primär niedergelassene und angestellte Ärzte. Die Integration mit der DocCheck Community GmbH wird kontinuierlich vertieft. Durch die Integration der beiden Plattformen soll dem Kunden auf beiden Plattformen ein Mehrwert geboten werden, indem Content und Produkte so miteinander kombiniert werden, dass der Nutzer in jedem Fall davon profitiert, unabhängig von der Frage, ob er sich gerade primär für den Content oder für das Produkt interessiert.
Die eigene Produktentwicklung entwickelt kontinuierlich neue Produkte, die unter der Marke "DocCheck Things" angeboten werden. Die Markteinführung erster Produkte ist erfolgt. Dadurch konnten erste Umsätze realisiert werden, die allerdings noch nicht kostendeckend sind. Wenn das Produktportfolio aufgebaut ist und vom Markt angenommen wird, ist der Break-Even mittelfristig zu erwarten.
2.1.3 DocCheck Medical Cloud GmbH ("Medical Cloud")
Die DocCheck Medical Cloud wird das Hostinggeschäft für die Kunden der Gruppe sowie für eigene Hostingbedürfnisse bündeln. Dazu entsteht derzeit ein kleines neues Rechenzentrum, um zertifiziertes Hochsicherheitshosting in Deutschland anbieten zu können. Die Gesellschaft entfaltet derzeit noch keine Aktivität.
2.1.4 DocCheck Guano AG ("Guano")
Die DocCheck Guano AG hält Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"). Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren.
Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an vier Start-ups. Die Beteiligungen an der Mammoth Hunters S.L., Barcelona, und der PatientZeroGames GmbH, Hamburg, wurden bereits in den Vorjahren auf Null abgeschrieben. Die Amparo GmbH, Berlin, hat durch die Corona-Pandemie stark gelitten und hat im vierten Quartal 2021 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt; die Eröffnung des Verfahrens erfolgte im Januar 2022. Die Beteiligung wird zum 31. Dezember 2021 vollständig abgeschrieben Es verbleibt die BetterDoc GmbH, Köln, als werthaltige Beteiligung.
Im Geschäftsjahr 2021 ist die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen eingegangen und hat diese auch nicht aktiv verfolgt. Stattdessen wurden die bestehenden drei Beteiligungen betreut, mit dem Ziel zunächst weitere und reinvestierbare Exit-Erlöse zu erwirtschaften. In 2022 sind neue Investments grundsätzlich nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht geplant.
2.1.5 DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest")
Die DocCheck Forest wurde in 2021 gegründet und wird die Nachhaltigkeitsprojekte der Doc-Check-Gruppe betreiben. Als Basis dieser Projekte wurden insgesamt 75 Hektar Wald in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erworben. Die Wälder werden nach FSC- bzw. PEFC-Standard bewirtschaftet. Dort können nun CO2 -Senken entstehen und Projekte zur Stärkung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit initiiert werden. Laufende Erträge aus den Wäldern sind aufgrund der extensiven Bewirtschaftung zunächst nur in geringem Umfang zu erwarten.
2.2 antwerpes
2.2.1 antwerpes ag
Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. Die antwerpes ag ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Markt für verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Medikamente tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert, die sich hauptsächlich an Ärzte und Apotheker richten. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das sich kontinuierlich weiterentwickelnde Leistungsportfolio der Segments antwerpes wird durch verschiedene Firmen und Units erbracht.
Innerhalb der antwerpes ag werden folgende Bereiche unterschieden:
Campaigning
Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Die Campaigning-Bereiche entwickeln individuelle Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Die Bereiche erbringen selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.
Digital
Die Bereiche entwickeln und implementieren Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps sowie Anwendungen im Bereich Virtual Reality. Das Aufgreifen neuer technologischer Entwicklungen ist hierbei eine wesentliche Aufgabenstellung. Genauso wichtig ist jedoch die Fähigkeit, Kundensysteme und branchenspezifische Lösungen zu integrieren. Dazu zählen CRM-Systeme wie Salesforce, Zahlungssysteme und Content-Management-Lösungen wie die von Veeva. antwerpes bildet seine Mitarbeiter entsprechend aus und ist im Bedarfsfall auch entsprechend zertifiziert und lizenziert.
Fortlaufend neue Technologien aufzugreifen und Nutzer zur Teilnahme an Angeboten zu bewegen ist eine wesentliche Aufgabe des Digitalbereichs. Viele dieser Projekte stellen hohe Anforderungen an das Projektmanagement. Passend dazu sind hier auch Mitarbeiter tätig, die digital Kampagnen konzipieren und umsetzen, um die Kundenprojekte nach dem Launch auch mit den notwendigen Besucherströmen zu versorgen. Google Adwords sind dabei ein wesentliches, aber nicht das einzige Mittel.
Den sozialen Medien kommt auch im Healthcare-Marketing eine hohe Bedeutung zu. Zum Leistungsspektrum zählen z.B. die Themen Influencer Relations, Social Research und die Betreuung von Aktivitäten in Business-to-Business und Business-to-Consumer-Netzwerken (z.B. Xing, LinkedIn, DocCheck oder Facebook). Influencer, Blogger und andere Partner können die Arbeit hier in relevanter Weise unterstützen. Leistungen im Bereich der Pharmakovigilanz runden das Angebot zielgruppenspezifisch ab.
Medical
Als Healthcare-Agentur verfügt antwerpes auch über medizinische Kompetenzen, um hochwertige Inhalte - gleich ob Text, Bild, Video, Infografik oder Social-Media-Post - für die Kommunikationsmaßnahmen der Kunden zu erstellen. Die Qualität gliedert sich dabei in eine inhaltliche Komponente, z. B. durch Storytelling und medizinisches Know-how, und eine Kanalbezogene Komponente mit dem jeweils passenden Format.
Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.
2.2.2 antwerpes münchen gmbh ("antwerpes münchen")
Mit der antwerpes münchen gmbh wurde die regionale Betreuung der süddeutschen Kunden verbessert und gefördert. Die COVID-19 Pandemie hat die regionale Präsenz überflüssig gemacht. Die Gesellschaft wird in 2022 unter neuer Firma und Leitung am Standort Köln die im Kundenauftrag durchgeführten Social Media Projekte bündeln.
2.2.3 antwerpes healthy media gmbh ("antwerpes healthy media")
Zum 1. Oktober 2021 hat die antwerpes healthy media gmbh ihren Betrieb aufgenommen. Mit zum Stichtag 17 Mitarbeitern konnten bereits erste Umsätze realisiert werden. Das Geschäft wird in den folgenden Jahren erheblich ausgebaut werden.
Die antwerpes healthy media ist ein Spin-off der antwerpes ag. Die Gesellschaft fokussiert sich auf die Konzeption, Planung, Durchführung und Steuerung von Omnichannel Kampagnen für Healthcare-Kunden. Die Gesellschaft organisiert sich nach einem datengetriebenen Modell, was im Healthcare-Markt nach unserer Auffassung eine Besonderheit darstellt.
3. Steuerungssystem
Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise der Warenwirtschaft und des Onlineshops (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Die Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Zielgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, mit den wesentlichen Steuerungsgrößen in Form der Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) bzw. Umsatz (DocCheck Shop).
Bei dem Segment antwerpes, aber in Teilen auch bei dem Segment DocCheck, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze und Einzahlungen ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten und den weitgehend zentral im Controlling eingehenden Aufträgen überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druckoder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Werbekanälen und Regionen.
Der größte Kostenblock sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist, neben dem Headcount und der nominellen Kapazität, für antwerpes sowie für Teile der DocCheck Community GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die IstKosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine untergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus haben die Führungskräfte die Möglichkeit, über das interne Business Intelligence Portal die vorgenannten Daten über ein speziell entwickeltes Dashboard nahezu in Echtzeit zu verfolgen.
Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Das gleiche Reporting, ggf. leicht verkürzt, wird wöchentlich zur Verfügung gestellt. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT basierend auf dem Abschluss nach IFRS und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen.
Für die DocCheck Shop GmbH wurde ein eigenes Berichtswesen aufgebaut. Wöchentlich wird vom Controlling ein Bericht erstellt, der wesentliche KPI abdeckt, darunter den Umsatz (u. a. nach Regionen und Kanälen), Conversion Rates, Lieferrückstände und Auftragszahlen. Einmal im Monat erfolgt eine erweiterte Berichterstattung, die weitere Analysen umfasst. Die Daten werden kommentiert und regelmäßig mit den Führungskräften besprochen.
Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.
Über die Finanzanlagen erfolgt derzeit kein regelmäßiges Reporting. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts beobachtet der Vorstand die Marktentwicklung kontinuierlich und bewertet die Situation situativ.
Die drei Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen, abhängig von der individuellen Entwicklung, unbedeutende bis wesentliche Vermögenswerte des Konzerns dar, entziehen sich jedoch aufgrund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck-Konzerns. Dies ist konzeptionell gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert, um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind, oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten.
4. Forschung und Entwicklung
Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.
B. WIRTSCHAFTSBERICHT
1. Markt und Wettbewerb
1.1 Kernmarkt
Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse.
Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Die Gesundheitsbranche profitiert dabei von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen könnte. Dazu gehören z. B. der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen bzw. nicht verschreibungspflichtigen Medikamente könnte zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind bis heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die Online-Sprechstunde, verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes, sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft.
In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Der Gesundheitsbranche werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.
Die COVID-19-Pandemie hat auch im Geschäftsjahr 2021 die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Gesellschaft deutlich hervorgehoben. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bedeutungsgewinn vielen Akteuren im Gesundheitswesen langfristig Rückenwind verschaffen wird, auch wenn sich die tatsächlichen wirtschaftlichen Konsequenzen für die Marktteilnehmer derzeit noch nicht präzise absehen lassen. Wir gehen nach eigener Auffassung davon aus, dass eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern eine höhere Priorität erhalten wird und die Existenzbasis dieser Gruppen gestärkt werden wird. Von dieser Entwicklung können dann auch nachgelagerte Branchen, wie zum Beispiel Hersteller und Händler von Medikamenten und Medizinprodukten, profitieren.
1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen
Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit.
Für das Jahr 2022 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit rund 45 Arzneimittel-Neueinführungen. Damit läge diese Zahl nur knapp unter dem Niveau des Jahres 2021, in dem mit 46 außerordentlich viele Neueinführungen verzeichnet wurden.
Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück. Diesen Trend hat die Corona-Pandemie massiv beschleunigt, da auch Messen und Kongresse nicht stattfinden konnten. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen ist in der DocCheck-Gruppe daher so hoch wie nie zuvor.
Der allgemeine Werbemarkt dürfte im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland um ca. 6% wachsen, nachdem er zuvor um ca. 13% geschrumpft war. Für das Jahr 2022 wird ein weiteres Wachstum in Höhe von ca. 4,6% erwartet. Das dürfte nur gegeben sein, wenn die weltweiten Impfkampagnen gegen das Sars-CoV-2-Virus erfolgreich verlaufen.
Für die DocCheck-Gruppe sind diese Daten derzeit nur eingeschränkt anwendbar, da sich das Marketing im Gesundheitswesen erneut als vergleichsweise krisenresistent erweist und die Leistungserbringer darüber hinaus weiter vollumfänglich tätig sind.
Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten Multichannel-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.
1.3 Wettbewerb
Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:
antwerpes
antwerpes ist spezialisiert auf den Healthcare-Markt und steht im Wettbewerb mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Agenturen im ansonsten sehr unübersichtlichen Agenturmarkt. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als wettbewerbsfähig an.
DocCheck
Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.600 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort kontinuierlich wächst. Der PasswortService selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
| ― | Verlage, |
| ― | Marktforschungsunternehmen, |
| ― | Direktmarketingdienstleister, |
| ― | andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities. |
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 280.000 aktiven Abonnenten einen reichweitenstarken Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Das Tracking von Visits und Page Impressions ist aufgrund des dynamischen Seitenaufbaus technisch nur noch eingeschränkt möglich, bzw. von der Aussagekraft nur noch eingeschränkt relevant. DocCheck fokussiert sich daher derzeit darauf, die Kanäle weiter aufzubauen und die Nutzer zu einer aktiven Auswahl der für sie wichtigen Kanäle zu bewegen.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 89.000 Ärzten und rund 27.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.
Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: "bMail") über einen Verteiler von mehr als 98.000 aktiven Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben.
DocCheck Shop
Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht und das Nutzererlebnis deutlich über den reinen "Beschaffungsvorgang" hinaus erweitern kann.
Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.
2. Geschäftsverlauf aus Konzernsicht
Das Geschäftsjahr 2021 war das erfolgreichste Jahr in der Konzerngeschichte und übertrifft das schon sehr gute Vorjahr noch einmal. Die COVID-19-Pandemie hat sich von Anfang an stark bemerkbar gemacht durch eine extrem ansteigende Nachfrage im DocCheck Shop. Die Umsätze normalisierten sich ab dem zweiten Quartal, blieben aber für alle Segmente über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um 36 Prozent von 63,1 Millionen Euro auf nun 85,9 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT stieg um 21 Prozent von 13,8 Millionen Euro auf 16,6 Millionen Euro. Die unterproportionale Entwicklung des EBITs im Vergleich zum Umsatz spiegelt die rückläufigen Margen im Jahresverlauf im DocCheck Shop im Bereich der Pandemieprodukte wider.
Wesentlicher Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis war also wie im Vorjahr die Covid-19-Pandemie. Diese beflügelte im Segment antwerpes die Nachfrage nach digitalen Kommunikationslösungen und im Segment DocCheck die Nachfrage nach digitalen Werbemedien. Das Segment DocCheck Shop profitierte erneut von einer massiven Steigerung der Nachfrage nach Schnelltests. Diese Nachfrage konnte nur aufgrund der in den letzten beiden Jahren stark erhöhten Kapazitäten bedient werden.
Die Investitionstätigkeit der Gruppe wurde fortgesetzt. Die Kapazitäten im Bereich DocCheck Shop wurden weiter ausgebaut und in die Automatisierung investiert. Die DocCheck Forest hat Waldflächen erworben, darüber hinaus wurde durch die DocCheck AG am Standort Köln-Ehrenfeld mit dem Ausbau weiterer neu angemieteter Büroflächen begonnen.
3. Ertragslage der Tochtergesellschaften
Die Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie nachfolgend dargestellt entwickelt.
3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern
Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2021 um 36 Prozent von 63,1 auf 85,9 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 23 Prozent von 35,8 Millionen Euro auf 44,0 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2021 von 615 TEuro auf 528 TEuro gesunken. Der Rückgang ist bedingt durch den Entfall des Einmaleffektes aus dem Verkauf der Beteiligung an der HRTBT Medical GmbH in 2020, der in 2021 nicht vollständig kompensiert werden konnte.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 28 Prozent von 4,2 Millionen Euro auf 5,4 Millionen Euro. Zahlreiche Kostenpositionen wachsen zusammen mit dem Geschäft, so zum Beispiel die Kosten für Mieten, Softwarelizenzen, Fortbildung und Personalbeschaffung. Andere Kostenpositionen, wie zum Beispiel die Kosten für Zahlungsdienstleister, konnten durch den Austausch von Dienstleistern trotz steigenden Volumens leicht reduziert werden.
Kostenpositionen, die vor der Pandemie relevant waren, befinden sich nach wie vor auf niedrigem Niveau, insbesondere die Reise- und Messekosten.
Die Abschreibungen sind um 39 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro gewachsen. Maßgeblich ist hier der Zuwachs bei Abschreibungen auf Sachanlagen und GWGs, die aus den Neu- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Homeoffice-Ausstattungen resultieren.
Der Personalaufwand stieg um 22 Prozent von 15,9 Millionen Euro auf 19,4 Millionen Euro. Die im Jahresdurchschnitt von 303 auf 391 gestiegene Anzahl von Mitarbeitern hat die Kosten erhöht. Darüber hinaus gab es regelmäßige Anpassungen der Vergütungen bei festangestellten Mitarbeitern. Dadurch sind die reinen Lohn- und Gehaltskosten um 2,6 Millionen Euro gestiegen und machen zusammen den größten Teil des Zuwachses aus. Die Sonderzahlung nach § 3 Nr. 11a EstG an nahezu alle festangestellten Mitarbeiter, die es im Geschäftsjahr 2020 gab, konnte im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der ausgeschöpften gesetzlichen Betragsgrenze nicht wiederholt werden. Die Aufwände für Tantiemen sind damit um rund 197 TEuro rückläufig. Eine weitere Steigerung der Kosten ist im Bereich der Werkstudenten und geringfügig beschäftigten Mitarbeiter zu verzeichnen. Der Kostenanstieg beträgt rund 272 TEuro. Zu den genannten Effekten kommen, soweit erforderlich, noch die Kosten der Sozialversicherungen hinzu.
Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 16,6 Millionen Euro 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (13,8 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Effekten.
Das Finanzergebnis hat sich erheblich erhöht. Nach 105 TEuro in 2020 ist es in 2021 auf 644 TEuro gestiegen. Zuschreibungen zum Aktienportfolio (Finanzanlagen des Umlaufvermögens) aufgrund der guten Entwicklung der Aktienmärkte in 2021 sind für diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen steigt analog zum besseren operativen und Finanzergebnis um 25 Prozent von 13,9 Millionen Euro auf 17,3 Millionen Euro. Der Anteil der Aktionäre der DocCheck AG am Ergebnis nach Steuern steigt um 24 Prozent von 9.2 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro. Daraus resultiert ein unverwässertes Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 227 Cent (im Vorjahr: 183 Cent). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie liegt bei 225 Cent im Berichtsjahr und 182 Cent im Vorjahr.
3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS
Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):
Segment antwerpes
Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, die antwerpes münchen gmbh und die antwerpes healthy media gmbh, verzeichnete einen deutlich steigenden Umsatz (inkl. Innenumsätzen) von 23,2 Millionen Euro auf 28,6 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich ähnlich wie der Umsatz und stieg um 28 Prozent von 18,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 23,5 Millionen Euro. Die Rohertragsentwicklung lag damit leicht über dem Niveau der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen und damit im normalen Rahmen, der sich aus den unterschiedlichen Realisationszeitpunkten von Umsatz und Auftragseingang erwarten lässt. Dieser Leistungsindikator weist für 2021 für das Segment ein Wachstum von 21 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 82 Prozent und damit etwas unter dem hohen Niveau des Vorjahres (88 Prozent). Die Einarbeitungsaufwände für neue Mitarbeiter machen sich hier bemerkbar.
Aus Gründen der Klarheit wurde der Vorjahresausweis im Bereich der Fremdarbeiten, Freelancer um 848 TEuro erhöht und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb des Materialaufwandes umgegliedert.
Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter und des Vorstandes des Segments erfasst sind, stieg in 2021 um 26 Prozent von 8,5 Millionen Euro auf 10,7 Millionen Euro. Kostentreiber ist die höhere Anzahl an Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 29 Prozent von 4,5 Millionen Euro auf 5,8 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an der Kostensteigerung beträgt rund 72 Prozent und resultiert aus dem überproportionalen Wachstum der Personalkosten im Vergleich zu den Schwestergesellschaften. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten inkl. der Abschreibungen enthalten. Mit insgesamt 16,5 Millionen Euro stiegen die Kosten für Personal, Abschreibungen und Sonstige betriebliche Aufwände im Segment antwerpes im Jahr 2021 um 27 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 (13,0 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT, der mit 7,0 Millionen Euro 30 Prozent über dem des Vorjahres von 5,4 Millionen Euro liegt. Das Segment antwerpes ist damit in 2021 wieder das ergebnisstärkste Segment der Gruppe.
Segment DocCheck
Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Community GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 31 Prozent von 7,5 Millionen Euro in 2020 auf 9,8 Millionen Euro in 2021. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen, primär jedoch DocCheck Media. Der Bereich macht etwa die Hälfte des Umsatzes aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge legten um 113% auf 568 TEuro von im Vorjahr 267 TEuro zu. Maßgeblich ist der Anstieg der internen Verrechnung von Leistungen im Bereich Marketing, Design und Support an die Schwestergesellschaft DocCheck Shop GmbH. Der Rohertrag der DocCheck Community GmbH stieg um 36 Prozent von 7,0 Millionen Euro auf 9,4 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2021 um 14 Prozent von 3,1 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Maßgeblich ist hier das Wachstum der Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen um 24 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf jetzt 2,2 Millionen Euro. Der Zuwachs bei den Kosten für die Konzernumlage sowie der Aufwände für freiberufliche Mitarbeiter sind für die Entwicklung maßgeblich. Für das Gesamtjahr 2021 wies der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 3,7 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen analog zum Umsatz deutlich von 7,5 Millionen Euro in 2020 auf 9,4 Millionen Euro in 2021. Wachstum zeigte sich hier v. a. im Bereich Media und Content Marketing (DocCheck Kanäle).
Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel deutlich besser als im Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 87 Prozent 6 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dies entspricht dem besseren Geschäftsverlauf im Bereich DocCheck Research.
Segment DocCheck Shop
Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Shop GmbH, Köln. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Gesamtumsatz im Segment DocCheck Shop stieg stark um 46 Prozent von im Vorjahr 33,1 Millionen Euro auf 48,4 Millionen Euro in 2021. Treibender Faktor ist der Umsatz mit Medizinbedarf für den Schutz vor und für die Diagnose von Covid19-Erkrankungen.
Die Nachfrage nach diesen Produkten ist ein Sondereffekt, der nicht von Dauer sein wird!
Der Rohertrag stieg um 11 Prozent von 10,1 Millionen Euro auf 11,3 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2020 um 23 Prozent von 4,2 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro. Überwiegende Kostentreiber waren Kosten für Umlagen von der DocCheck AG und der DocCheck Community GmbH, unter anderem für Kundensupport, Marketing und Design. Der DocCheck Shop erzielte in 2021 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 6,2 Millionen Euro (im Vorjahr: 6,0 Millionen Euro).
Zusätzliche Informationen zu nicht operativen Gesellschaften ohne Segmentzuordnung
DocCheck Guano AG
Guano erzielte wie im Vorjahr in 2021 keine Umsätze. Abschreibungen in Höhe von 102 TEuro waren für ein Darlehen an die Amparo GmbH zu verzeichnen. Weitere Kosten in Höhe von 20 TEuro fielen im Wesentlichen für die Erhaltung der Betriebsbereitschaft an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2021 -122 TEuro (im Vorjahr: 389 TEuro).
DocCheck Medical Cloud GmbH
Die DocCheck Medical Cloud GmbH hat in 2021 kein aktives Geschäft betrieben und keine Umsätze erzielt. Der EBIT beträgt -6 TEuro und resultiert aus den Verwaltungskosten für die Aufrechterhaltung des Betriebs inklusiver anteiliger Konzernumlage (im Vorjahr -8 TEuro).
DocCheck Forest GmbH
Die DocCheck Forest GmbH hat 1 TEuro Erlöse aus dem Verkauf von Restholz erzielt. Demgegenüber stehen Sonstige Betriebliche Aufwände in Höhe von 19 TEuro für Konzernumlage, Beiträge und Gebühren und sonstige Kosten der Betriebsbereitschaft. Die Gesellschaft ist erst im Jahr 2021 gegründet worden und soll einen langfristigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und damit auch zur Wertschöpfung im Konzern leisten.
3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen
Im Segment antwerpes ist mit 28,6 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 24,3 Millionen Euro für 2021 deutlich übertroffen (inkl. Innenumsätze). Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da sich die Nachfrage aufgrund des Trends zu digitaler Kommunikation erneut deutlich besser als erwartet entwickelt hat und durch die COVID-19-Pandemie noch einen zusätzlichen Schub erhielt. Eine in der Planung berücksichtigte Normalisierung der Nachfrage ist insofern nicht eingetreten. Das Ergebnis liegt entsprechend mit 7,0 Millionen Euro rund 2,9 Millionen Euro über der Prognose von 4,1 Millionen Euro.
Das Segment DocCheck hat das Umsatzziel von 8,0 Millionen Euro in 2021 um 1,8 Millionen Euro übertroffen. Das EBIT liegt 1,9 Millionen Euro über dem prognostizierten Wert von 1,8 Millionen Euro. Die Differenz resultiert aus überplanmäßigen Umsätzen in allen Bereichen. Die Planung für das Jahr 2021 war von einem gemäßigten Wachstum ausgegangen. Tatsächlich hat die Pandemie die Umsatzentwicklung jedoch erneut spürbar begünstigt, da digitale Werbeformate verstärkt nachgefragt wurden.
Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 31,8 bis 34,8 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 48,4 Millionen Euro deutlich übertroffen. Wesentlicher Faktor war die COVID-19-Pandemie, die eine erhebliche - aber nicht nachhaltige - Nachfrage in bestimmten Produktgruppen verursacht hat. Entsprechend übertrifft der EBIT die Prognose von 2,5 bis 3,2 Millionen Euro sehr deutlich und ist mit 6,2 Millionen Euro erneut klar positiv und in 2021 das umsatzstärkste Segment der Gruppe.
DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert. Aufgrund der weiter anhaltenden hohen Nachfrage in den anderen Geschäftsbereichen wurden im Bereich DocCheck Guano die Aktivitäten im Vergleich zur Planung reduziert. Die geringeren Kosten äußern sich im EBIT, das mit -122 TEuro trotz der unerwarteten Abschreibungen bei der Amparo GmbH besser als prognostiziert (-185 TEuro) ausfiel.
Für die DocCheck Medical Cloud GmbH gilt wie für die DocCheck Guano AG, dass aufgrund der allgemein hohen Nachfrage die Aktivitäten nicht planmäßig entwickelt wurden und entsprechend geringere Kosten anfielen. Der Umsatz liegt planmäßig bei Null, das EBIT ist mit -6 TEuro deutlich besser als erwartet (-178 TEuro).
Im Konzern ist die ursprüngliche Umsatzprognose aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2020 von 63,4 bis 66,4 Millionen Euro für 2021 mit einem tatsächlichen Umsatz von 85,9 Millionen Euro erheblich übertroffen. Das EBIT liegt mit 16,6 Millionen Euro ebenfalls erheblich über der Prognose von 9,2 bis 10,0 Millionen Euro. Diese Prognose war zuletzt im November 2021 angepasst worden. Die Anpassung lautete auf eine Prognose von 77,0 bis 79,5 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT im Korridor von 14,5 bis 15,5 Millionen Euro.
4. Finanzlage des Konzerns
Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns lag zum Stichtag bei 18,2 Millionen Euro (Vorjahr 17,5 Millionen Euro).
Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen davon ist der DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u. a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle, Kryptowährungen und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Dennoch ist die DocCheck AG nicht jederzeit in allen genannten Anlageformen investiert. Zum Stichtag wurden keine Anleihen gehalten. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.
Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde mit 10,9 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 11,5 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Vorauszahlungen auf Ertragsteuern für 2021 und 2020. Investitionen in Wertpapiere des Umlaufvermögens und in der Position "Vorräte, Forderungen und andere Forderungen" belasten den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 2,0 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (4,8 Millionen Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei -4,3 Millionen Euro (Vorjahr: -0,9 Millionen Euro). Investitionen wurden in 2021 hauptsächlich für den Erwerb von Waldflächen in der DocCheck Forest GmbH, Um- und Ausbauten der Büroflächen am Standort Köln-Ehrenfeld, Automatisierung der Logistik im DocCheck Shop sowie Ausstattung der Arbeitsplätze im Office und Homeoffice getätigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, ist gegenüber dem Vorjahr von -1,1 Millionen Euro auf -6,0 Millionen Euro gestiegen, da die Dividendenzahlung im Jahr 2021 mit 1,00 Euro je Aktie gegenüber 0,10 Euro je Aktie deutlich besser ausgefallen ist als im Vorjahr. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht, sondern dienen der Realisation der strategischen Ziele der Gruppe.
5. Vermögenslage des Konzerns
Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns ist im Vergleich zu 2020 stark von 45,0 Millionen Euro auf 56,7 Millionen Euro angestiegen. Der Gewinnvortrag und die Aktivierung von Mietverhältnissen nach IFRS 16 aufgrund der Erneuerung eines Mietvertrages sind für den Zuwachs maßgeblich.
Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 58 TEuro (im Vorjahr: 104 TEuro) - von 3,8 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Veränderung liegt im Rahmen der üblichen Schwankungen der Bestände.
Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 5,9 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro angestiegen. Der Zuwachs resultiert aus dem Wachstum des laufenden Geschäftes bei antwerpes und DocCheck Community. In beiden Bereichen haben die Großkunden aus der Industrie vergleichsweise lange Zahlungsziele.
Die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden haben sich von 2,2 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro verringert.
Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2021 betrug 4,6 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro).
Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, da dieser zum Stichtag unter den Anschaffungskosten lag. Der Marktwert betrug zum 31. Dezember 2021 wie im Vorjahr 1,4 Millionen Euro.
Die zu Fair Value bewerteten Aktien und Anteile an einem Investment-Fonds mit einem Verkehrswert von 3,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,5 Millionen Euro) ergänzen das Investmentportfolio ebenso wie Anlagen in Kryptowährungen im Wert von 0,4 Millionen Euro, die erst im Geschäftsjahr 2021 angeschafft wurden.
Die DocCheck AG verfügt über eine eigene Immobilie, die für einen knapp siebenstelligen Betrag erworben wurde und die zu einem Wohnhaus insbesondere für Mitarbeiter umgebaut werden soll. Voraussetzung für den Beginn des Umbaus ist die Erteilung der erforderlichen und weiterhin ausstehenden Baugenehmigung. Diese wird für Sommer 2022 erwartet.
Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Schulden von 1,4 Millionen Euro auf jetzt 6,5 Millionen Euro. Maßgeblich für die Erhöhung ist der Neuabschluss des Mietvertrages der Büroimmobilie in Köln-Ehrenfeld. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich deutlich von 31,4 Millionen Euro auf 38,2 Millionen Euro zum Jahresende 2021.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt nun 67 Prozent (im Vorjahr: 70 Prozent). Der Konzern ist, abgesehen von den Verbindlichkeiten, frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus bestehenden Mietverhältnissen, Personalrückstellungen, vertraglichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen sind die Verbindlichkeiten des Konzerns kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2021 nicht erfolgt.
6. Entwicklung und Lage der DocCheck AG
Ende 2021 beschäftigt die DocCheck AG 54 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 43). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:
| ― | Accounting |
| ― | Business Development |
| ― | Central Procurement |
| ― | Controlling |
| ― | Corporate Communications |
| ― | Human Resources Management |
| ― | Internal Services |
| ― | Legal |
| ― | Systemadministration |
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.
Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden:
Die Umsatzerlöse der DocCheck AG betrugen in 2021 8,6 Millionen Euro - gegenüber 6,7 Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 254 TEuro (im Vorjahr: 119 TEuro). Die Veränderung der Sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der Mietabgrenzung aufgrund der Neufassung des Mietvertrages in der Vogelsanger Straße in Köln-Ehrenfeld.
Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den Sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Erträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe 21 TEuro (im Vorjahr: 28 TEuro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 11,2 Millionen Euro (im Vorjahr: 6,8 Millionen Euro). Die Gewinnabführungsverträge betreffen die antwerpes ag und die DocCheck Community GmbH. Außerdem fand eine Verlustübernahme von der Guano AG in Höhe von 0,3 Millionen Euro statt. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 0,7 Millionen Euro ist durch das Mitarbeiterwachstum, den Anstieg des allgemeinen Gehaltsniveaus sowie die auf Basis des deutlich verbesserten Konzernergebnisses höher ausfallenden Tantiemen verursacht.
Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro gestiegen. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 143 Cent (Vorjahr: 89 Cent).
Im Jahr 2021 wurde seitens der DocCheck AG moderat in den Umbau bzw. die Erneuerung von Flächen in Köln-Ehrenfeld investiert - diese Maßnahmen werden in 2022 weitergeführt. In 2021 hat die DocCheck AG verstärkt in die weitere Automatisierung der Logistik im Lager der DocCheck Shop GmbH sowie in die Hardware-Ausstattung von Arbeitsplätzen im Office und im Homeoffice investiert.
Der Anstieg der Finanzanlagen resultiert aus der Neugründung von drei Gesellschaften in 2021. Der Finanzmittelfonds ist im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Investitionstätigkeit sowie der Erhöhung von Vorauszahlungen auf Ertragsteuern im Berichtsjahr von 15,6 Millionen Euro auf 12,1 Millionen Euro gesunken.
Die Bilanzsumme der DocCheck AG ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Millionen Euro auf 37,2 Millionen Euro angestiegen (im Vorjahr: 34,7 Millionen Euro). Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 32,2 Millionen Euro (im Vorjahr: 29,9 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote der DocCheck AG ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und beträgt nunmehr 86,5 Prozent (im Vorjahr: 86,0 Prozent).
C. NACHTRAGSBERICHT
Im Januar 2022 wurde die Umfirmierung der antwerpes münchen gmbh in antwerpes health share gmbh beim Handelsregister eingereicht. Die Firma positioniert sich nicht mehr regional als Vertriebsgesellschaft für den Süden Deutschlands, sondern differenziert sich inhaltlich und wird die Social Media Dienstleistungen des antwerpes Segments bündeln. Die regionale Positionierung war durch die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende Stärkung des ortsunabhängigen Arbeitens hinfällig geworden.
Die DocCheck Warehouse GmbH hat im März 2022 eine Option auf den Erwerb einer Büro-und Logistikimmobilie im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld ausgeübt. Insgesamt wurden ca. 6.000 Quadratmeter Grundstück und ca. 5.100 Quadratmeter Büro- und Logistikfläche für einen Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich erworben. Die Immobilie wird zunächst umfassend um- und neu aufgebaut und in der Folge als Standort für verschiedene Geschäftsbereiche genutzt werden. Die Stadt Köln hat ein Vorkaufsrecht; die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass sie keinen Gebrauch von diesem Recht machen wird.
Im März 2022 konnte die DocCheck Guano AG ihre Beteiligung an der Betterdoc GmbH, Köln, erfolgreich veräußern. Es wurde ein Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich und ein Buchgewinn in ähnlicher Höhe erzielt. Bei dem Kauf der Betterdoc GmbH durch einen Investor im Jahr 2022 handelt es sich um die strategische Entscheidung des Investors, die zum Stichtag noch nicht absehbar war und keinen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2021 hatte.
Der im Februar ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die wirtschaftliche Unsicherheit durch Störungen in den Lieferketten und das allgemeine Bedrohungsgefühl erhöht. Die DocCheck-Gruppe hat selbst keine direkten Störungen verzeichnet, muss aber damit rechnen, dass Kunden betroffen sind. Dadurch könnte die DocCheck-Gruppe indirekt unter den Auswirkungen leiden. Diese lassen sich derzeit nicht quantifizieren.
Ähnliches gilt für die in der ganzen Welt immer wieder aufflammenden Corona-Hotspots und den folgenden lokalen Shut-downs, insbesondere in China. Auch hieraus könnten Störungen des Wirtschaftslebens resultieren, die sich zumindest indirekt auf die DocCheck-Gruppe auswirken könnten.
D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2022
Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Für das Jahr 2022 stellen die im Koalitionsvertrag geplanten Änderungen im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar, das jedoch noch nicht quantifiziert und in der Planung berücksichtigt werden konnte. Höhere Arzneimittelrabatte könnten zu Ausgabenreduktionen bei den Pharmakunden der DocCheck-Gruppe führen. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation, der durch die COVID-19-Pandemie noch einmal beschleunigt wird. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes-Gruppe auf 360-Grad-Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind zum Berichtszeitpunkt auch weiterhin nicht zuverlässig prognostizierbar. Bislang hatte die Pandemie eher positive Auswirkungen auf den Konzern, dies kann sich im Geschäftsjahr 2022 jedoch noch ändern. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn die Lieferketten von Lieferanten oder Kunden unterbrochen werden. Auch Maßnahmen zur Quarantäne oder schwere Erkrankungen von Schlüsselpersonen infolge einer Infektion sind Risiken, die aus der Pandemiesituation erwachsen.
Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant für das Segment antwerpes in 2022 einen leicht steigenden Umsatz von 30,8 Millionen Euro und einen niedrigeren EBIT in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose nimmt Rücksicht auf die Risiken, die sich aus dem Fachkräftemangel ergeben. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe, die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden. Als positive Einflussfaktoren sind die Impulse aus den beiden Bereichen antwerpes healthy media gmbh und antwerpes münchen gmbh (nach Umfirmierung: antwerpes health share gmbh) eingepreist.
Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2022 einen leicht geringeren Umsatz von ca. 8,6 Millionen Euro. Die EBIT-Erwartung 2022 für DocCheck liegt bei 1,7 Millionen Euro, also unter dem Niveau von 2021. Die abflauende Pandemie könnte auch für eine Verschiebung von Werbebudgets zurück in den Offline-Sektor führen, weshalb die Prognose zurückhaltend ist.
Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop waren in 2021 geprägt von der Covid-19-Pandemie. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein geringerer Einfluss der Pandemie erwartet. Die Margen sind so stark unter Druck, dass eine Skalierung im Bereich der Pandemieprodukte immer weniger interessant ist. Hinzu kommt die abnehmende Nachfrage aufgrund der Aufhebung der COVID-Maßnahmen im Frühjahr 2022. Der DocCheck Shop kehrt insofern im Laufe des Jahres 2022 auf den etablierten Pfad des organischen Wachstums im Stammgeschäft zurück. Wir erwarten für den DocCheck Shop daher stark rückläufige Umsätze auf dann 20,0 Millionen Euro. Dies bei einem EBIT von -0,3 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar deutlich negativ auf das EBIT auswirken.
Die DocCheck AG plant für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 9,4 Millionen Euro, ausschließlich aus der Umlage der eigenen Kosten auf die Tochtergesellschaften. Durch die Umlage der Kosten beträgt der geplante EBIT Null Euro. Außerordentliche Gewinne oder Verluste, z. B. aus Anlagen in Edelmetallen oder Kryptowährungen, werden auf die Tochtergesellschaften nicht umgelegt. Solche Gewinne oder Verluste sind nicht geplant und würden Abweichungen vom geplanten EBIT verursachen. Aus Ergebnisabführungsverträgen wird ein Ergebnis zwischen 6,2 und 8,2 Millionen Euro erwartet.
Für DocCheck Guano ist für 2022 ein EBIT in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro geplant. Das EBIT resultiert aus sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Veräußerung einer Beteiligung abzüglich des Abgangs des Buchwerts der Beteiligung und abzüglich der Betriebskosten der Gesellschaft.
Für die DocCheck Medical Cloud GmbH werden für das Geschäftsjahr 2022 Umsätze in Höhe von ca. 40 TEuro erwartet aus dem Eintritt in die bestehenden Hostingverträge. Die Kosten im Jahr 2022 werden sich inklusive Umlagen auf ca. 270 TEuro belaufen, so dass sich ein negativer EBIT in Höhe von circa 230 TEuro ergibt.
Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2022 mit einem Umsatz zwischen 53,0 und 57,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, d. h. mit einem EBIT in Höhe von 6,2 bis 8,2 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und fortlaufenden Updates und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Ereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Risiken aus Erweiterungsinvestitionen im DocCheck Shop bestehen und verändern das Risikoprofil der Gruppe im Vergleich zu den Vorjahren. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2022 an die Aktionäre auszuschütten.
Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine ausreichende Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 67 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2022 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. Es werden jedoch erhebliche Investitionen in die neu erworbenen bzw. optionierten Immobilien erforderlich werden, so dass sich die liquiden Mittel deutlich reduzieren könnten. Fremdfinanzierungen oder andere Kapitalmaßnahmen sind nicht geplant, können jedoch auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
1.2 Risiken und Chancen
Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Analysen in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft situativ Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt.
Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
| ― | Markt | Kunden |
| ― | Systeme | Infrastruktur |
| ― | Kosten |
| ― | Human Resources |
| ― | Finanzen | Recht |
Allgemeine Risiken, wie innere Unruhen, Naturgewalten finden in dieser Darstellung als unspezifische externe Risiken keine Berücksichtigung.
1.2.1 Markt | Kunden
Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem in den Teilbereichen Pharmamarkt (Rx und OTC) und Praxisbedarf. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.
Risiken
Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.
Das Segment antwerpes und in zwei Bereichen auch das Segment DocCheck realisieren ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.
Für die Realisation der Kundenprojekte ist die Mitwirkung des Kunden unverzichtbar. Verspätete, unzureichende oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden kann zu Mehraufwänden führen, die die Rentabilität eines Projektes erheblich beeinträchtigen können. Die schnelle Veränderung der technologischen Grundlagen macht es regelmäßig erforderlich auch solche Projekte zu realisieren, deren technologische Tiefe im Rahmen der Projektanbahnung nicht vollständig eruiert werden kann. Daraus können sich in der Umsetzungsphase Aufwände ergeben, die nicht geplant waren und auch dem Kunden nicht belastet werden können.
Viele Kunden aus dem Bereich Pharma unterliegen erheblichen Auflagen im Hinblick auf die Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die DocCheck-Gruppe kann sich als spezialisierter Dienstleister für diese Kundengruppe den an sie durch diese Kunden gestellten Anforderungen an der Mitwirkung im Rahmen der Pharmakovigilanz nicht entziehen. Entsprechend sind Vorkehrungen zu treffen, um insbesondere den Anforderungen an das Berichtswesen und zeitnahe Meldungen gerecht zu werden. Hieraus entsteht ein Kostenrisiko, aber auch ein Risiko durch einen mangelhaften Vollzug der Pharmakovigilanzvereinbarungen, wie zum Beispiel beschädigte Kundenbeziehungen oder Reputationsschäden.
Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck-Gruppe, die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativem Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist ein Kostenfaktor.
Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war in 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie erheblich, für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig nachteilig. Neue Eingriffe sind jedoch zu erwarten, um die aus der COVID-19-Pandemie resultierenden Kosten wieder auszugleichen.
Der Absatzmarkt des Konzerns befindet sich in stetigem Wandel. Immer wieder werden Bestandskunden von anderen Unternehmen aufgekauft. Dieser Vorgang kann zur Folge haben, dass die Marketingausgaben des Bestandskunden unter dem Einfluss des neuen beherrschenden Unternehmens an Vertragspartner des neuen Eigentümers geht und für den DocCheck-Konzern verloren ist. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend, dass Mediabudgets bei einzelnen Mediaagenturen gebündelt werden. Dadurch steigt insbesondere bei der DocCheck Community GmbH die Abhängigkeit von diesen Mediaagenturen.
Zahlreiche Kunden-Etats, die im Segment antwerpes gehalten werden, betreffen verschreibungspflichtige Medikamente, die einem Patentschutz unterliegen. Mit dem Ablauf des Patentschutzes wird der Marketingaufwand in der Regel erheblich reduziert, so dass viele Bestandsetats ein immanentes Ablaufdatum haben.
Der DocCheck-Konzern handelt nahezu ausschließlich in Euro. Der Wareneinkauf des Doc-Check Shop kann unmittelbar nachteilig durch Währungsschwankungen betroffen werden, da hier auch in größerem Umfang in Asien beschafft wird.
Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, staatliche Eingriffe sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ferner bestehen Risiken für die Geschäftstätigkeit aus den Einflüssen der Covid-19-Pandemie. Risiken auf der Beschaffungsseite betreffen die DocCheck-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt. Unmittelbar ist der DocCheck Shop auf kontinuierlichen Nachschub an Waren angewiesen. Dieser Nachschub kann aus vielfältigen Gründen stocken, einige Beispiele sind staatliche Stellen, die Produkte aufkaufen, die stockende Produktionen beim Hersteller aufgrund von Infektionen, nicht ausreichende Produktionskapazitäten um die Nachfrage zu befriedigen oder Verzögerungen bei der Verschiffung aus Asien aufgrund zu geringer Transportkapazitäten. Indirekte Risiken resultieren daraus, dass auch viele Kunden in den Segmenten DocCheck und antwerpes auf die Produktion in Asien angewiesen sind. Fällt diese aus oder stockt, können die entsprechenden Produkte (zumeist Humanarzneimittel) nicht mehr verkauft werden. Der Bedarf nach Marketingmaßnahmen könnte dadurch situativ bei einzelnen oder auch mehreren Kunden stark einbrechen.
Weltpolitische Risiken sind für die DocCheck grundsätzlich ebenfalls relevant, da die Beschaffung zum Teil in Asien erfolgt und Kunden global agieren. Der Krieg in der Ukraine birgt voraussichtlich keine unmittelbaren Risiken. Er könnte aber auf andere europäische Länder übergreifen. Dann könnten die Risiken erheblich sein. Diesen und vergleichbaren Risiken begegnet die DocCheck-Gruppe überwiegend durch Diversifikation.
Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur wenige Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle bereits in der Vergangenheit durch die Implementierung verschiedener Payment-Provider deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Bei bestehenden Kunden wird im DocCheck Shop teilweise der Kauf auf offene Rechnung angeboten. Diese Option kann durch kriminelle Personen ausgenutzt werden und zu Forderungsausfällen führen. Bonitätsprüfungen können dieses Risiko nur begrenzt reduzieren, wenn mit entsprechend hoher krimineller Energie vorgegangen wird. Für die bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns sind am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung bekannt.
Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden, wann immer möglich, durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzten Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen in Bezug auf die Zahl der ärztlichen Nutzer zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von DocCheck ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.
DocCheck Shop ist intensivem Wettbewerb durch andere Online-Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisiert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen und zur Differenzierung stark auf Innovationen setzen.
Chancen
Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, wenn auch nicht immer innerhalb eines Segments.
Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Daraus ergeben sich weitere Chancen für die Digitalisierung der vor- und nachgelagerten Prozesse.
Eine eventuelle Rezession als Folge steigender Zinsen, der COVID-19-Pandemie oder dem Russland-Ukraine-Konflikt könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache, weniger spezialisierte oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern in Zukunft wieder weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.
Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.
Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Dies zeigt die aktuelle Pandemie, in der lieferfähige Pharmaunternehmen und viele Kliniken erheblich von zusätzlichen staatlichen Leistungen profitieren. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch könnten sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.
1.2.2 Systeme | Infrastruktur
Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.
Risiken
Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen und eCommerce aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.
Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme der DocCheck-Gruppe sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten könnte die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen durch interne oder externe Personen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.
Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden ganz überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet, um die notwendige Flexibilität im Hinblick auf die sich verändernden technologischen Entwicklungen schnell gewährleisten zu können. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Überprüfungen.
Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich nur zu einem geringen Teil in der Cloud. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen im schlimmsten Fall dennoch zu gravierendsten Konsequenzen führen.
Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall krimineller Aktivitäten, eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen.
Solche katastrophalen Ereignisse könnten auch die Gebäude an den Standorten in Köln und Hürth insgesamt vernichten. In diesem Fall wären nicht nur Daten, sondern auch viele andere relevante Infrastrukturteile vernichtet. Dieser Zustand wäre existenzbedrohend.
Chancen
Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.
1.2.3 Kosten
Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2021 weitgehend stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen.
Risiken
Es besteht das allgemeine Risiko einer dauerhaft hohen Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen. Steigende Personalkosten können bei laufenden Kundenverträgen nicht oder nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden, so dass hier ein Margen- oder sogar Verlustrisiko resultiert.
Bei den Personalkosten, Mieten, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste, da beispielsweise Gehälter und Mieten für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen.
Im DocCheck Shop wurden und werden erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen auch hier zu einer erheblichen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste.
Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestands- und Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Mindesthaltbarkeit überschreiten.
Der DocCheck Shop handelt derzeit in sehr erheblichem Umfang mit Produkten, deren Nachfrage maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie erzeugt wird. Der Markt für diese Produkte ist äußerst dynamisch. Trotz einer vorsichtigen Beschaffungspolitik ist es nicht auszuschließen, dass kurzfristige Änderungen der Absatzpreise oder -chancen spürbare Korrekturen bei der Bewertung von Beständen erforderlich machen.
Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar abgerechnet wird. Auch auf den Wert der Edelmetall- und Kryptowährungsbestände und auf einen Teil des Aktiendepots wirkt sich der Dollar-Kurs aus. Dollar-Geschäfte werden aufgrund des vergleichsweise kleinen Umfangs und der hohen Kosten der Bilanzierung solcher Geschäfte, nicht abgesichert.
Chancen
Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Basic Bord sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie z. B. inhabergeführte EinproduktUnternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.
Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden.
1.2.4 Human Resources
Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding.
Risiken
Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal und dem erweiterten Vorstand der DocCheck AG entgegen.
Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Vorstände und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Shop GmbH sowie den Unitleitern in den Tochtergesellschaften. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber hinaus sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben.
Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen.
Chancen
Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.
Die schwierige Lage bei der Personalbeschaffung kann ein relativer Wettbewerbsvorteil für die DocCheck-Gruppe sein. Die DocCheck-Gruppe positioniert sich schon seit Jahrzenten als attraktiver Arbeitgeber, z. B. über herausragend gestaltete Büroräume, modernste Technik, hohe Aufgabenvielfalt, frühe Verantwortungsübergabe und einen formlosen Umgang untereinander sowie monetären Incentives wie Stock Options, persönlichen Fortbildungsbudgets und Sonderzahlungen. So kann sich die DocCheck-Gruppe authentisch als Mitarbeiter-zentriert positionieren, während viele andere Unternehmen erst einen kulturellen Wandel durchlaufen müssen. Der Übergang in das Homeoffice konnte nahtlos sichergestellt werden und wird auch in Zukunft ein relevanter Aspekt in der Gestaltung der Arbeitswelt bei DocCheck sein. Die Möglichkeit, mobil oder aus dem Homeoffice zu arbeiten gilt für fast alle Mitarbeiter der Gruppe, was die Wettbewerbsfähigkeit mindestens erhält oder sogar verbessert.
In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Zudem vermuten wir, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die weitere attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.
1.2.5 Finanzen | Recht
Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.
Risiken
Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Die Notwendigkeit, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen bzw. Finanzmittel überhaupt ohne negative Zinsen anzulegen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.
Aufgrund der Zinskrise kündigen zahlreiche Geschäftsbanken Tagesgeldkonten oder belegen diese mit Negativzinsen. Davon ist die DocCheck AG in erheblichem Umfang betroffen. Die Finanzdisposition wird daher in Zukunft weniger auf Tagesgeldkosten setzen können und stattdessen auf alternative Anlagen wie Fonds, Aktien, Anleihen oder auch Immobilien etc. zurückgreifen müssen.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Aktien unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder ganz verfällt.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Kryptowährungen (Bitcoin, Ether) angelegt. Durch die Anlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Kryptowährungen unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder sogar ganz verfällt. Die Risiken dieser Anlageform sind aus Sicht der DocCheck AG insgesamt noch höher als die Risiken von Aktien. Jedoch sind auch die Renditechancen höher. Gleichzeitig werden wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Blockchain-basierten Technologien zum Beispiel im Hinblick auf Erwerbsprozess, Transaktionsgeschwindigkeit und Sicherheit gesammelt, die in die Produktentwicklung und das Leistungsportfolio der DocCheck-Gruppe zu Gunsten der Kunden mit einfließen können.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Diese wurden bis auf eine abgeschrieben oder, in einem Fall, auch verkauft. Ein Totalverlust auch der letzten verbliebenen werthaltigen Beteiligung ist aufgrund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle denkbar.
Ein weiteres Risiko für den Konzern besteht in der anhaltenden Niedrigzinsphase. Bis zum Bilanzstichtag hat das negative Leitzinsniveau die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2022 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf Zinserträge angewiesen.
Die DocCheck-Gruppe strebt erhebliche Investitionen im Bereich DocCheck Shop an. Dazu zählt insbesondere die Investition in eine eigene Immobilie. Der Umfang der Investitionen, bestehend aus Neu-/Umbau, Ausstattung und automatischer Lagertechnik, zur Errichtung von Büro- und Lagerflächen ist noch nicht vollständig abzusehen. Die Investitionen werden die Finanzmittel der Gruppe jedoch erheblich in Anspruch nehmen und sich über mehrere Jahre hinziehen, so dass die tatsächliche Inanspruchnahme der bisherigen Überhangsliquidität von den reinvestierbaren Cash-Flows der kommenden Jahre abhängt. Sollten diese niedriger als erwartet ausfallen, könnte sich das Risikoprofil der DocCheck-Gruppe insgesamt ändern, da liquide Mittel langfristig in Sachanlagen gebunden werden müssten. Die Erschließung zusätzlichen Fremd- oder Eigenkapitals ist derzeit nicht vorgesehen, im Worst Case aber nicht auszuschließen.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.
Die DocCheck AG hat einzelnen Schlüsselpersonen innerhalb der DocCheck-Gruppe Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.
Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der Doc-Check-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft.
Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation im DocCheck-Konzern birgt damit besondere Risiken im Hinblick auf Vertragsstrafen sowie zum Beispiel Ordnungs- und Bußgelder.
Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten. Zudem wurde eine entsprechend qualifizierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden.
Es bestehen weiterhin Risiken aus ertragsteuerlicher Organschaft aufgrund abgeschlossener Ergebnisabführungsverträge.
Chancen
Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.
Die Regulierung des Marktes stellt eine Markteintrittsbarriere dar. Auch etablierte Agenturen können das erforderliche Know-how für einen Eintritt in das Marketing von verschreibungspflichtigen Produkten nicht ohne weiteres aufbieten. Auch der Handel mit Medizin- und Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet.
Fazit
Wesentliche Veränderungen der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr sind mit Ausnahme der Einschätzung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Ist-Entwicklung bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht eingetreten; hinsichtlich der COVID-19-Pandemie besteht die Hoffnung, dass die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit weiterhin eher positiv sein werden. Je nach Verlauf der COVID-19-Pandemie können sich jedoch die Risikoeinschätzungen und die tatsächlichen Auswirkungen auf die DocCheck-Gruppe im Jahresverlauf ändern. Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte indirekte Auswirkungen haben. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme. Die Immobilieninvestitionen könnten das Risikoprofil des Konzerns langfristig verändern.
E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüberhinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.
Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um-und durchsetzt. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.
Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.
Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand regelmäßig in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über viele laufende Geschäftsvorfälle gut informiert.
In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.
Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Es existiert ein dezidiertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.
Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.
Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten und börsengehandelten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung etwas reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand, stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.
Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.
Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.
Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3.)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online-Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.
Für das Beteiligungs-Controlling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.
Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.
Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.
F. SONSTIGE ANGABEN
1. DocCheck AG
Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Segment "Basic Board" des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus Dr. Frank Antwerpes (CEO), Philip Stadtmann (CFO), Thilo Kölzer (COO) und Jens Knoop (CTO).
1.1 Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 28. Mai 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 2. Juni 2021 und betrug 5.033.876,00 Euro für 5.033.876 dividendenberechtigte Aktien.
1.2 Stock Options
Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon wurden 40.000 Optionen bereits ausgeübt; 10.060 Optionen sind erloschen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Diese sind zwischenzeitlich entweder erloschen oder ausgeübt.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitarbeiter der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre und ist zwischenzeitlich abgelaufen.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre und ist zwischenzeitlich abgelaufen.
2. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2021 folgende Vergütungen:
Vorstandsvergütung 2021
| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 249.996 | 189.996 | 60.000 |
| Thilo Kölzer, COO | 244.582 | 149.582 | 95.000 |
| Philip Stadtmann, CFO | 206.606 | 126.606 | 80.000 |
| Jens Knoop, CTO | 184.471 | 124.471 | 60.000 |
| Summe | 885.655 | 590.655 | 295.000 |
| Name des Vorstands | Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2021 | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen EUR |
Davon in 2021 als Aufwand erfasst EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 35.940 | 96.193 | 982 |
| Thilo Kölzer, COO | 2.000 | 6.240 | 98 |
| Philip Stadtmann, CFO | 0 | 0 | 0 |
| Jens Knoop, CTO | 4.000 | 12.480 | 197 |
| Summe | 41.940 | 114.913 | 1.277 |
Vorstandsvergütung 2020
| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 211.410 | 151.410 | 60.000 |
| Thilo Kölzer, COO | 193.969 | 133.969 | 60.000 |
| Philip Stadtmann, CFO | 166.606 | 126.606 | 40.000 |
| Jens Knoop, CTO | 164.567 | 124.567 | 40.000 |
| Summe | 736.552 | 536.552 | 200.000 |
| Name des Vorstands | Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2020 | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen EUR |
Davon in 2020 als Aufwand erfasst EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 35.940 | 95.210 | 21.160 |
| Thilo Kölzer, COO | 2.000 | 6.142 | 1.563 |
| Philip Stadtmann, CFO | 0 | 0 | 0 |
| Jens Knoop, CTO | 4.000 | 12.283 | 3.126 |
| Summe | 41.940 | 113.635 | 25.849 |
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Bericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der obenstehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
| ― | Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. |
| ― | Bei Philip Stadtmann sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 50,00 Prozent vom Fixum |
| ― | Bei Jens Knoop sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum |
| ― | Bei Thilo Kölzer sind es 2 Prozent (bezogen auf das EBIT des Segment antwerpes), begrenzt auf maximal 75.000 Euro pro Geschäftsjahr. |
Einmalig für das Geschäftsjahr 2021 wurde den Vorständen Knoop, Kölzer und Stadtmann vom Aufsichtsrat eine Sondertantieme bei der Erreichung vereinbarter außerordentlicher Ziele in Höhe von jeweils 20 TEuro gewährt.
Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern.
Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 886 TEuro (im Vorjahr: 737 TEuro). Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.
Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Thilo Kölzer hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Thilo Kölzer erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Philip Stadtmann hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Philip Stadtmann erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Jens Knoop hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Jens Knoop erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB Abs. 1 Nummer 6, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
| ― | Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis. |
| ― | Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus. |
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1) |
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2) |
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.
Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben. Von diesen sind 6.000 Optionen erloschen, die übrigen Optionen wurden ausgeübt.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option. Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2020 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.
Aufsichtsratsvergütung 2021
| Name des Aufsichtsrates | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 34.800 | 12.000 | 22.800 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 17.400 | 6.000 | 11.400 |
| Winfried Leimeister | 17.400 | 6.000 | 11.400 |
| Summe | 69.600 | 24.000 | 45.600 |
Aufsichtsratsvergütung 2020
| Name des Aufsichtsrates | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 36.000 | 12.000 | 24.000 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 18.000 | 6.000 | 12.000 |
| Winfried Leimeister | 18.000 | 6.000 | 12.000 |
| Summe | 72.000 | 24.000 | 48.000 |
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von insgesamt 70 TEuro (im Vorjahr: 72 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.
Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.
Köln, 23. März 2022
DocCheck AG
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes
Philip Stadtmann
Thilo Kölzer
Jens Knoop
Bilanz zum 31. Dezember 2021
der DocCheck AG, Köln
Aktiva
| Stand am 31.12.2021 EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 279.862,00 | 320.172,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 51.941,25 |
| 3. Anlage in Kryptowährungen | 399.780,49 | 0,00 |
| 679.642,49 | 372.113,25 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.743.399,38 | 1.781.412,38 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.369.774,00 | 862.171,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.887.483,00 | 1.730.138,00 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.269.728,00 | 1.558.611,00 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 795.448,48 | 748.883,82 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 2.980.594,37 | 3.035.636,38 |
| 11.046.427,23 | 9.716.852,58 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.317.478,75 | 6.264.978,75 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000,00 | 100.000,00 |
| 6.417.478,75 | 6.364.978,75 | |
| 18.143.548,47 | 16.453.944,58 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.570.659,69 | 672.160,63 |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 295,20 | 0,00 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 297.440,79 | 94.638,62 |
| 4.868.395,68 | 766.799,25 | |
| II. Wertpapiere | 1.756.506,02 | 1.709.101,90 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 12.055.336,58 | 15.585.657,04 |
| 18.680.238,28 | 18.061.558,19 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 368.000,01 | 219.250,29 |
| 37.191.786,76 | 34.734.753,06 | |
| Passiva | ||
| Stand am 31.12.2021 EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.033.876,00 | 5.029.816,00 |
| - Bedingtes Kapital: EUR 502.981,00 (i. V. EUR 502.981,00) | ||
| II. Kapitalrücklage | 14.302.686,60 | 14.275.831,60 |
| III. Gewinnrücklagen | 71.613,49 | 71.613,49 |
| IV. Bilanzgewinn | 12.764.716,28 | 10.495.220,03 |
| - davon Gewinnvortrag: EUR 5.461.344,03 (i. V. EUR 5.972.010,88) | ||
| 32.172.892,37 | 29.872.481,12 | |
| B. Geleistete Einlagen zur beschlossenen Kapitalerhöhung | 0,00 | 29.638,00 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.100.805,00 | 1.164.451,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.126.578,15 | 1.046.044,81 |
| 2.227.383,15 | 2.210.495,81 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 531.124,51 | 229.274,97 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.084.572,11 | 1.499.533,46 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.171.814,62 | 893.329,70 |
| - davon aus Steuern: EUR 1.086.990,21 (i. V. EUR 744.753,06) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.267,76 (i. V. EUR 4.353,47) | ||
| 2.787.511,24 | 2.622.138,13 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.000,00 | 0,00 |
| 37.191.786,76 | 34.734.753,06 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
der DocCheck AG, Köln
| 2021 EUR |
2020 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 8.612.067,14 | 6.696.575,52 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 254.398,26 | 118.630,88 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 2.138,49 | 5.104,58 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 230.775,42 | 113.887,61 |
| 232.913,91 | 118.992,19 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 3.022.844,20 | 2.528.716,99 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 593.464,55 | 393.203,32 |
| - davon für Altersversorgung: EUR 15.143,20 (i. V. EUR 14.596,75) | ||
| 3.616.308,75 | 2.921.920,31 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.430.172,45 | 998.522,35 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.586.463,53 | 2.793.494,69 |
| 7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 11.166.876,79 | 6.795.911,41 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 500,00 | 1.535,61 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 500,00 (i. V. EUR 500,00) | ||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 20.292,48 | 26.074,95 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (i. V. EUR 7.316,29) | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 4.907,59 | 168.749,07 |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 270.408,99 | 0,00 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3.609.587,20 | 2.107.864,19 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 7.303.372,25 | 4.529.185,57 |
| 14. Sonstige Steuern | 0,00 | 5.976,42 |
| 15. Jahresüberschuss | 7.303.372,25 | 4.523.209,15 |
| 16. Gewinnvortrag | 10.495.220,03 | 6.470.992,48 |
| 17. Ausschüttungen | 5.033.876,00 | 498.981,60 |
| 18. Bilanzgewinn | 12.764.716,28 | 10.495.220,03 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2021
der DocCheck AG, Köln
Die DocCheck AG hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2021 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2021 angewandt.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, den Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.
Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 6 bis 15 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 15 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 1 und 20 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 800 Euro werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 136 TEuro angeschafft (im Vorjahr: 31 TEuro).
Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren angeschafften Gold- und Platinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung ganz oder teilweise in Folgeperioden wieder, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.
Die Bewertung der in 2021 erworbenen Kryptowährungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
3. Sonstige Wertpapiere
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.
6. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Personalaufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfasst und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden.
7. Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
9. Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von unverändert 32,5 Prozent. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung.
10. Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.
C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Aus Gründen der Klarheit werden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.
Mit rechtlicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 hat die DocCheck AG eine Wohnimmobilie in Köln-Ehrenfeld zum Zwecke der Vermietung und Wertanlage erworben.
Die Immobilie wird planmäßig über 40 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2021 betragen 38 TEuro (im Vorjahr: 38 TEuro).
Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold- und Platinbestände werden unter dem Posten "Anlage in Edelmetalle" ausgewiesen. In 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Platinbestände in Höhe von 55 TEuro vorgenommen (im Vorjahr Zuschreibungen in Höhe von 29 TEuro).
Die Platinbestände werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert, der unterhalb der Anschaffungskosten liegt, bewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiter von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Platinbestände ausgegangen.
Die DocCheck hat für weitere langfristige Investitionszwecke im Kalenderjahr 2021 Anlagen in Kryptowährungen in Höhe von 400 TEuro erworben. Die Anlagen in Kryptowährungen werden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr sind folgende Gesellschaften hinzugekommen:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsquote zum 31.12.2021 | Eigenkapital zum 31.12.2021 (in TEUR) |
Jahresergebnis 2021 (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| DocCheck Forest GmbH, Köln1) | 100% | 7 | -18 |
| antwerpes healthy media gmbh. Köln1) | 100% | 25 | 02) |
| DocCheck Warehouse GmbH, Köln1) | 100% | -22 | -47 |
1) Gesellschaft wurde in 2021 neu gegründet
2) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von 100 TEuro an die DocCheck Guano AG. Das Darlehen hat eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren und wird verzinst.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 4.571 TEuro (im Vorjahr: 672 TEuro) und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cash-Pooling und GuV-Ausgleich | 2.822 | -2.056 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.749 | 2.761 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | -34 |
| Sonstige Forderungen | 0 | 1 |
| Summe | 4.571 | 672 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 297 TEuro (im Vorjahr: 95 TEuro) setzen sich im Wesentlichen aus Guthaben auf Firmenkreditkarten und Forderungen aus der Vermietung einer Wohnimmobilie zusammen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
3. Sonstige Wertpapiere
Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen verschiedener Branchen und Anteile an einem börsengehandelten Aktienfonds (ETF) erworben. Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 5 TEuro (im Vorjahr: 88 TEuro); die Zuschreibungen betragen zum Stichtag 52 TEuro (im Vorjahr: 13 TEuro).
4. Eigenkapital
a. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 5.033.876,00 Euro (im Vorjahr: 5.029.816,00 Euro), ist aufgeteilt in 5.033.876 Stück (im Vorjahr: 5.029.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro.
b. Eigene Anteile
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 wurde die Gesellschaft bis zum 28. Mai 2025 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2021 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.
c. Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Mai 2023 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautende Stückaktien (d.h. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen. Das Genehmigtes Kapital 2018 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung zum 31. Dezember 2021 noch 2.490.848,00 EUR.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.
d. Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist um bis zu 502.981,00 Euro (im Vorjahr: 502.981,00 Euro) bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 502.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
e. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 4.008 TEuro (im Vorjahr: 3.982 TEuro).
f. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB
Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2021 1 TEuro in die Kapitalrücklage eingestellt. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB damit auf 119 TEuro (im Vorjahr: 118 TEuro).
g. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.261 TEuro (im Vorjahr: 9.261 TEuro).
h. Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG
Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 914 TEuro (im Vorjahr: 914 TEuro).
i. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 39 | 39 |
| Andere Gewinnrücklagen | 33 | 33 |
| Summe | 72 | 72 |
5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tantiemen und Provisionen | 584 | 504 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 140 | 153 |
| Aufsichtsratsvergütung | 100 | 107 |
| Urlaub | 84 | 64 |
| Mietnebenkosten | 20 | 30 |
| Berufsgenossenschaft | 8 | 6 |
| Sonstige | 191 | 182 |
| Summe | 1.127 | 1.046 |
6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 531 TEuro (im Vorjahr: 229 TEuro) und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.085 TEuro (im Vorjahr: 1.500 TEuro) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten betreffen ebenfalls wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling und GuV-Ausgleich.
Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse KölnBonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition (Cash-Pooling) abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Community GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die DocCheck Guano AG ebenfalls in die zentrale Liquiditätsdisposition aufgenommen. Die antwerpes münchen gmbh ist dieser Vereinbarung im Januar 2018 beigetreten. Die DocCheck Medical Cloud GmbH ist dieser Vereinbarung im März 2020 beigetreten. Die DocCheck Forest GmbH, die antwerpes healthy media gmbh und die DocCheck Warehouse GmbH sind dieser Vereinbarung in 2021 beigetreten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzsteuer | 1.027 | 700 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 60 | 45 |
| Lohn und Gehalt | 15 | 11 |
| Soziale Sicherheit | 2 | 4 |
| Abgrenzung Mietzahlungen | 0 | 77 |
| Sonstige | 68 | 56 |
| Summe | 1.172 | 893 |
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.
Zum 31. Dezember 2021 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| TEUR | |
|---|---|
| Aus Miete | 7.356 |
| Aus Leasingverhältnissen | 67 |
| Sonstige | 4 |
| Summe | 7.427 |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres | 928 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 3.164 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 3.335 |
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse von insgesamt 8.612 TEuro (im Vorjahr: 6.697 TEuro) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagten Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| antwerpes ag | 5.216 | 4.035 |
| DocCheck Community GmbH | 1.696 | 1.402 |
| DocCheck Shop GmbH | 1.510 | 1.039 |
| antwerpes münchen gmbh | 103 | 137 |
| antwerpes healty media gmbh | 32 | 0 |
| Mieterlöse | 14 | 58 |
| DocCheck Forest GmbH | 10 | 0 |
| DocCheck Guano AG | 9 | 8 |
| DocCheck Medical Cloud GmbH | 5 | 14 |
| DocCheck Warehouse GmbH | 2 | 0 |
| Sonstige | 15 | 4 |
| Summe | 8.612 | 6.697 |
Die Umsatzerlöse wurden in 2021 ausschließlich im Inland erzielt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 254 TEuro (im Vorjahr: 119 TEuro) setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Auflösung Mietabgrenzung | 77 | 0 |
| Auflösung von Rückstellungen | 66 | 4 |
| Zuschreibungen Wertpapiere des Umlaufvermögens | 52 | 13 |
| PKW-Gestellung an Mitarbeiter | 33 | 30 |
| Mietnebenkosten | 11 | 0 |
| Zuschreibungen Edelmetalle | 0 | 29 |
| Versicherungsentschädigungen | 0 | 24 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 0 | 5 |
| Übrige | 15 | 14 |
| Summe | 254 | 119 |
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 1.413 | 1.114 |
| Lizenzen | 383 | 232 |
| Wartungen und Reparaturen | 300 | 234 |
| Fortbildungen | 154 | 39 |
| Personalbeschaffung | 143 | 134 |
| Rechts- und Beratungskosten | 133 | 302 |
| Freelancer | 129 | 24 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 92 | 83 |
| Fahrzeugkosten | 84 | 65 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 77 | 53 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 70 | 74 |
| Internetkosten | 70 | 61 |
| Börsenpräsenz | 65 | 40 |
| Marketing | 50 | 51 |
| Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 43 | 2 |
| Verwaltungsaufwendungen | 39 | 33 |
| Mobiltelefon, Telefon | 35 | 32 |
| Hauptversammlungskosten | 25 | 43 |
| Reisekosten | 20 | 27 |
| Bürobedarf | 9 | 7 |
| Messekosten | 0 | 9 |
| Sonstiger Betriebsbedarf, Bewirtung etc. | 252 | 135 |
| Summe | 3.586 | 2.794 |
4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 5 TEuro (im Vorjahr: 169 TEuro) betreffen Aktien (im Vorjahr: Aktien und Beteiligungen).
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3.610 TEuro (im Vorjahr: 2.108 TEuro) setzen sich aus der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.726 TEuro (im Vorjahr: 1.023 TEuro) und der Gewerbesteuer in Höhe von 1.830 TEuro (im Vorjahr: 1.085 TEuro) zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2021 aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 10 TEuro (im Vorjahr: 13 TEuro). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.
Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen für Personalkosten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens. Zukünftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.
6. Gewinnausschüttung
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 28. Mai 2021 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 5.033.876 Euro vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 5.461.344,03 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
D. Sonstige Angaben
1. Anzahl der Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 54 (im Vorjahr: 43) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Verwaltungsmitarbeiter.
2. Gesellschaftsorgane
Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2021 folgende Mitglieder:
Vorstand
| ― | Dr. Frank Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, CEO, Arzt und Zahnarzt |
| ― | Thilo Kölzer, Frechen, Betriebswirt, COO |
| ― | Philip Stadtmann, Köln, MBA, CFO |
| ― | Jens Knoop, Köln, Bauingenieur, CTO |
Aufsichtsrat
| ― | Dr. Joachim Pietzko, Köln, Aufsichtsratsvorsitzender, Rechtsanwalt |
| ― | Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Professorin an der Fachhochschule Dortmund |
| ― | Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater |
Vorstandsvergütung
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2021 folgende Vergütungen: Vorstandsvergütung 2021
| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 249.996 | 189.996 | 60.000 |
| Thilo Kölzer, COO | 244.582 | 149.582 | 95.000 |
| Philip Stadtmann, CFO | 206.606 | 126.606 | 80.000 |
| Jens Knoop, CTO | 184.471 | 124.471 | 60.000 |
| Summe | 885.655 | 590.655 | 295.000 |
| Name des Vorstands | Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2021 | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen EUR |
Davon in 2021 als Aufwand erfasst EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 35.940 | 96.193 | 982 |
| Thilo Kölzer, COO | 2.000 | 6.240 | 98 |
| Philip Stadtmann, CFO | 0 | 0 | 0 |
| Jens Knoop, CTO | 4.000 | 12.480 | 197 |
| Summe | 41.940 | 114.913 | 1.277 |
Vorstandsvergütung 2020
| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 211.410 | 151.410 | 60.000 |
| Thilo Kölzer, COO | 193.969 | 133.969 | 60.000 |
| Philip Stadtmann, CFO | 166.606 | 126.606 | 40.000 |
| Jens Knoop, CTO | 164.567 | 124.567 | 40.000 |
| Summe | 736.552 | 536.552 | 200.000 |
| Name des Vorstands | Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2020 | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen EUR |
Davon in 2020 als Aufwand erfasst EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 35.940 | 95.210 | 21.160 |
| Thilo Kölzer, COO | 2.000 | 6.142 | 1.563 |
| Philip Stadtmann, CFO | 0 | 0 | 0 |
| Jens Knoop, CTO | 4.000 | 12.283 | 3.126 |
| Summe | 41.940 | 113.635 | 25.849 |
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Mit Herrn Kölzer bestanden zwei Darlehensverträge über ursprünglich 55.000 Euro mit einer Laufzeit bis Ende Juni 2021. Die Darlehen wurden mit 1,5 bzw. 2,0 Prozent p.a. verzinst. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Restbetrag (inkl. aufgelaufener Zinsen) 0,00 Euro (im Vorjahr: 22.429,81 Euro).
Aufsichtsratsvergütung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen:
Aufsichtsratsvergütung 2021
| Name des Aufsichtsrats | Gesamt-Bezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 34.800 | 12.000 | 22.800 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 17.400 | 6.000 | 11.400 |
| Winfried Leimeister | 17.400 | 6.000 | 11.400 |
| Summe | 69.600 | 24.000 | 45.600 |
Aufsichtsratsvergütung 2020
| Name des Aufsichtsrats | Gesamt-Bezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 36.000 | 12.000 | 24.000 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 18.000 | 6.000 | 12.000 |
| Winfried Leimeister | 18.000 | 6.000 | 12.000 |
| Summe | 72.000 | 24.000 | 48.000 |
Neben den Vorstandsvergütungen und Darlehensverträgen (siehe 2.) und den Aufsichtsratsvergütungen (siehe 3.), besteht mit Dr. Pietzko ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate gegenüber Dritten. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Umfang der Geschäfte mit Dr. Pietzko 4 TEuro (brutto) (im Vorjahr: 3 TEuro).
3. Konzernabschluss
Die DocCheck AG erstellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
4. Anteilsbesitz
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsquote zum 31.12.2021 | Eigenkapital zum 31.12.2021 (in TEUR) |
Jahresergebnis 2021 (in TEUR) |
|---|---|---|---|
| DocCheck Community GmbH, Köln | 100% | 643 | 0 1) |
| antwerpes ag, Köln | 100% | 298 | 0 1) |
| DocCheck Guano AG, Köln | 100% | 37 | 0 1) |
| antwerpes münchen gmbh, München | 100% | 513 | 114 |
| DocCheck Medical Cloud GmbH, Köln | 100% | 14 | -6 |
| DocCheck Shop GmbH, Köln | 90% | 8.591 | 4.245 |
| PatientZero Games GmbH, Hamburg2) | 33,93%2) | 53 3) | 10 3) |
| MediShop XL BV, Zeist, Niederlande | 100% | 04) | 0 4) |
| DocCheck Forest GmbH | 100% | 7 | -18 |
| antwerpes healthy media gmbh | 100% | 25 | 0 5) |
| DocCheck Warehouse GmbH | 100% | -22 | -47 |
1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
2) über die DocCheck Guano AG
3) Angaben zum 31. Dezember 2020, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vorlagen.
4) Die Gesellschaft wurde im August 2021 liquidiert und im Januar 2022 final abgewickelt.
5) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag
5. Aktienbasierte Vergütungen
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
| ― | Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis |
| ― | Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus. |
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) -falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1) |
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2) |
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.
1. Tranche
Die 1. Tranche wurde im Kalenderjahr 2020 komplett ausgeübt und Aktien ausgegeben.
2. Tranche
Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben.
Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden vier Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,62 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 0 TEuro (im Vorjahr: 6 TEuro).
Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2020 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet.
Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.
3. Tranche
Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben.
Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,48 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 3. Tranche beträgt 1 TEuro (im Vorjahr: 20 TEuro).
Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.
Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode | 43.940 | 48.000 |
| Neuzusagen | 0 | 0 |
| Verfallen | 0 | 0 |
| Ausgeübt | 0 | 0 |
| Erloschen | 0 | 4.060 |
| Ausstehende Optionen zum Ende der Periode | 43.940 | 43.940 |
| davon ausübbar zum Ende der Periode | 43.940 | 17.940 |
6. Honorare des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 65 | 90 |
| Summe | 65 | 90 |
7. Nachtragsbericht
Im Januar 2022 wurde die Umfirmierung der antwerpes münchen gmbh in antwerpes health share gmbh beim Handelsregister eingereicht. Die Firma positioniert sich nicht mehr regional als Vertriebsgesellschaft für den Süden Deutschlands, sondern differenziert sich inhaltlich und wird die Social Media Dienstleistungen des antwerpes Segments bündeln. Die regionale Positionierung war durch die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende Stärkung des ortsunabhängigen Arbeitens hinfällig geworden.
Die DocCheck Warehouse GmbH hat im März 2022 eine Option auf den Erwerb einer Büro- und Logistikimmobilie im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld ausgeübt. Insgesamt wurden ca. 6.000 Quadratmeter Grundstück und ca. 5.100 Quadratmeter Büro- und Logistikfläche für einen Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich erworben. Die Immobilie wird zunächst umfassend um- und neu aufgebaut und in der Folge als Standort für verschiedene Geschäftsbereiche genutzt werden. Die Stadt Köln hat ein Vorkaufsrecht; die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass sie keinen Gebrauch von diesem Recht machen wird.
Im März 2022 konnte die DocCheck Guano AG ihre Beteiligung an der Betterdoc GmbH, Köln, erfolgreich veräußern. Es wurde ein Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich und ein Buchgewinn in ähnlicher Höhe erzielt. Bei dem Kauf der Betterdoc GmbH durch einen Investor im Jahr 2022 handelt es sich um die strategische Entscheidung des Investors, die zum Stichtag noch nicht absehbar war und keinen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2021 hatte.
Der im Februar ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die wirtschaftliche Unsicherheit durch Störungen in den Lieferketten und das allgemeine Bedrohungsgefühl erhöht. Die DocCheck-Gruppe hat selbst keine direkten Störungen verzeichnet, muss aber damit rechnen, dass Kunden betroffen sind. Dadurch könnte die DocCheck-Gruppe indirekt unter den Auswirkungen leiden. Diese lassen sich derzeit nicht quantifizieren.
Ähnliches gilt für die in der ganzen Welt immer wieder aufflammenden Corona-Hotspots und den folgenden lokalen Shut-downs, insbesondere in China. Auch hieraus könnten Störungen des Wirtschaftslebens resultieren, die sich zumindest indirekt auf die DocCheck-Gruppe auswirken könnten.
E. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,00 EUR pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 5.033.876,00 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 7.730.840,28 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 23. März 2022
DocCheck AG
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes
Philip Stadtmann
Thilo Kölzer
Jens Knoop
Entwicklung des Anlagevermögens der DocCheck AG, Köln im Geschäftsjahr 2021
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2021 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 31.12.2021 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.150.357,42 | 111.174,00 | 614.215,69 | 0,00 | 647.315,73 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 51.941,25 | 0,00 | 51.941,25 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Anlage in Kryptowährungen | 0,00 | 399.780,49 | 0,00 | 0,00 | 399.780,49 |
| 1.202.298,67 | 510.954,49 | 666.156,94 | 0,00 | 1.047.096,22 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.819.425,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.819.425,71 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.014.318,44 | 7.280,00 | 0,00 | 1.647.444,22 | 2.669.042,66 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.446.939,27 | 895.552,49 | 909.340,99 | 0,00 | 4.433.150,77 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 4.426.662,67 | 2.192,48 | 0,00 | 0,00 | 4.428.855,15 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 748.883,82 | 1.694.008,88 | 0,00 | -1.647.444,22 | 795.448,48 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 3.574.840,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.574.840,00 |
| 16.031.069,91 | 2.599.033,85 | 909.340,99 | 0,00 | 17.720.762,77 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.806.431,99 | 52.500,00 | 0,00 | 0,00 | 6.858.931,99 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 100.000,00 |
| 6.906.431,99 | 52.500,00 | 0,00 | 0,00 | 6.958.931,99 | |
| 24.139.800,57 | 3.162.488,34 | 1.575.497,93 | 0,00 | 25.726.790,98 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2021 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2021 EUR |
Stand am 31.12.2021 EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 830.185,42 | 151.484,00 | 614.215,69 | 367.453,73 | 279.862,00 | 320.172,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 51.941,25 | 51.941,25 | 0,00 | 0,00 | 51.941,25 |
| 3. Anlage in Kryptowährungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 399.780,49 | 0,00 |
| 830.185,42 | 203.425,25 | 666.156,94 | 367.453,73 | 679.642,49 | 372.113,25 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 38.013,33 | 38.013,00 | 0,00 | 76.026,33 | 1.743.399,38 | 1.781.412,38 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 152.147,44 | 147.121,22 | 0,00 | 299.268,66 | 2.369.774,00 | 862.171,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.716.801,27 | 695.495,49 | 866.628,99 | 2.545.667,77 | 1.887.483,00 | 1.730.138,00 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 2.868.051,67 | 291.075,48 | 0,00 | 3.159.127,15 | 1.269.728,00 | 1.558.611,00 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 795.448,48 | 748.883,82 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 539.203,62 | 55.042,01 | 0,00 | 594.245,63 | 2.980.594,37 | 3.035.636,38 |
| 6.314.217,33 | 1.226.747,20 | 866.628,99 | 6.674.335,54 | 11.046.427,23 | 9.716.852,58 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 541.453,24 | 0,00 | 0,00 | 541.453,24 | 6.317.478,75 | 6.264.978,75 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 100.000,00 | 100.000,00 |
| 541.453,24 | 0,00 | 0,00 | 541.453,24 | 6.417.478,75 | 6.364.978,75 | |
| 7.685.855,99 | 1.430.172,45 | 1.532.785,93 | 7.583.242,51 | 18.143.548,47 | 16.453.944,58 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die DocCheck AG, Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der DocCheck AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 23. März 2022
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer
Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Auch in diesem Jahr möchte ich mich gerne zu Beginn des Berichts des Aufsichtsrats, auch im Namen meiner Aufsichtsratskolleg:innen, bei allen Mitarbeiterinnen der DocCheck-Gruppe für ihren erneut starken Einsatz in der andauernden Pandemie im Jahr 2021 bedanken!
Der Vorstand hat mögliche Auswirkungen der anhaltenden Pandemie frühzeitig antizipiert und im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 entschlossen und konsequent auf diese Herausforderungen reagiert. Dabei haben wir im Aufsichtsrat den Vorstand eng begleitet und standen im kontinuierlichen Dialog.
Im Mittelpunkt der weiteren Erläuterungen stehen nun dieser genannte kontinuierliche Dialog, die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in fünf ordentlichen und außerordentlichen virtuellen Sitzungen am 30. März, 14. April, 28. Mai, 18. Oktober sowie 24. November.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Jahr 2021 entweder per Telefonkonferenz zugeschaltet oder fehlten entschuldigt. Ferner hat mindestens ein Mitglied des Vorstands an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Nur Beratungen zu Personalangelegenheiten des Vorstands und die geschlossene Sitzung des Aufsichtsrats erfolgten ohne Beteiligung des Vorstands.
Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Beratungsschwerpunkte
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2021 fest:
Berichterstattung durch den Vorstand
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner ging er pandemiebedingt auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein.
Es erfolgte die Berichterstattung unter anderem zu den folgenden Punkten:
| ― | zum pandemiebedingten Vorgehen |
| ― | zum Jahresabschluss 2020 und 2021 |
| ― | zum Zwischenbericht des ersten Halbjahres 2021 und Veröffentlichungen von Finanz- und Unternehmensnachrichten |
| ― | zur Lage der Gesellschaft |
| ― | zur Geschäftsentwicklung der Holding sowie ihrer Töchter, Beteiligungen sowie der Neugründungen |
| ― | zu personellen Veränderungen bei Töchtern, Beteiligungen und den Neugründungen |
| ― | zur Annahme von Stock-Optionen |
| ― | zu anstehenden Investitionen in Wald und Immobilien |
| ― | zu bestehenden Beteiligungen der DocCheck Guano AG |
| ― | zur Entwicklung der DocCheck Shop GmbH |
Beratungen
| ― | zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem |
| ― | zur Verlängerung von Vorstandsverträgen |
| ― | zur Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer |
| ― | zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2021 |
| ― | zur Ausübung von Aktienoptionen |
| ― | zu bestehenden und möglichen Beteiligungen der DocCheck Guano AG |
| ― | zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden.
Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 30. März und 14. April 2021 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 14. April 2021 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2021 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. März und 24. März 2022 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt.
Ausschussbildung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.
Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 28. Mai 2021 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.
Dividendenzahlung
Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik sowie die durch die pandemiebedingte Wirtschaftslage ausgiebig erörtert und diesem zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2021 vorgeschlagen, eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 28. Mai 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.
Für die weiteren durch den ukrainischen Krieg bedingten ökonomischen Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2022 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im März 2022
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Köln, 23. März 2022
Der Vorstand der DocCheck AG
Dr. Frank Antwerpes
Philip Stadtmann
Thilo Kölzer
Jens Knoop
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2021 in Höhe von 12.764.716,28 EUR vor:
1. Verteilung an die Aktionäre
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,00 EUR pro Aktie.
Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 5.033.876 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 5.033.876,00 EUR
2. Rücklage
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.
3. Gewinnvortrag
Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 7.730.840,28 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum 31. Dezember 2021 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, 23. März 2022
Der Vorstand der DocCheck AG
Dr. Frank Antwerpes
Philip Stadtmann
Thilo Kölzer
Jens Knoop