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DocCheck AG Audit Report / Information 2006

Mar 30, 2007

4574_10-k_2007-03-30_365133d6-c87f-4bfb-9fba-e297eb41997f.pdf

Audit Report / Information

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VORABVERSION DES GESCHÄFTSBERICHTS DER DOCCHECK AG, KÖLN, FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006

DER LOHN DES ER SCHWEISSES SCHWEISSES

KENNZAHLEN DER 1.01.200631.12.2006 3.595.691

UMSATZ davon Umsatz Communication 6.612.721 davon DocCheck, Commerce & Logistic 6.979.143 Gesamtleistung 3.692.616 EBITDA .574.119 EBIT .094.319 Konzernjahresüberschuss 907.207 Jahresüberschuss pro Aktie Liquide Mittel/Wertpapiere 6.496.483 Anzahl der Mitarbeiter zum 31.12. 115

,16

DOCCHECK AG IN EUR

Veränderung in %

1

0

3

2

4

20

2

3

7

1.01.200531.12.2005

1.201.613

.506.622

.694.799

1.244.093

54.266

96.815

39.411

,11

8

7.099.512 -4

  • LAGEBERICHT
  • GUV
  • BILANZ
  • ANLAGEVERMÖGEN
  • KONZERNANHANG
  • EK-SPIEGEL
  • BESTÄTIGUNGSVERMERK
  • ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
  • AR-BERICHT

1.1

LAGEBERICHT DER DOCCHECK AG 2006

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2006.

1.1.1 STRUKTUR

Die DocCheck-Gruppe besteht aus der DocCheck Aktiengesellschaft ("DocCheck AG") sowie ihren Tochtergesellschaften:

antwerpes + partner Aktiengesellschaft ("antwerpes + partner ag"),

  • DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck GmbH"),
  • DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Weil im Schönbuch und DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eilenburg ("DocCheckShop"),
  • medicalpicture Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("medicalpicture"),
  • medizinstudent.de Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("medizinstudent"),
  • DocCheck TV Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck TV").

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die folgenden Erläuterungen erfolgen daher gemeinsam mit denen der Gruppe.

1.1.2 EINLEITUNG

Die DocCheck AG hat sich mit ihren Tochterfi rmen auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Agentur-, Portal- und Handelsgeschäft sind die Geschäftsschwerpunkte. Im operativen Business stellt sich der Doc-Check-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe") mit zwei Marken auf:

antwerpes + partner

DocCheck

antwerpes + partner steht für das Agenturgeschäft. Unter dieser Marke werden integrierte und crossmediale Kommunikationskonzepte für den Healthcare- und Business-to-Business-Markt entwickelt. Zum Leistungsportfolio gehören klassische Werbekampagnen, Direktmarketing, eMarketing und Public Relations.

DocCheck repräsentiert das Portal- und Handelsgeschäft in der Gruppe. Unter www.doccheck.com wird das größte europäische Portal für medizinische Fachkreise betrieben. Grundlage des Portals ist ein Passwortsystem für Medical Professionals. Mit dem kostenlosen DocCheck-Passwort bekommen Nutzer Zugang zu Informationen auf den Internetseiten von pharmazeutischen Unternehmen und medizinischen Verlagen, die nur für medizinische Fachkreise bestimmt sind. Auf Basis des Portals entwickelt DocCheck Services, die Transaktionen zwischen den Nutzern und der Industrie ermöglichen. Online-Marktforschung, Publishing, Customer Relationship Management, IP-TV (Internetfernsehen) und Paid Content sind die derzeit wichtigsten Geschäftsmodelle.

Unter DocCheck Shop werden die Handels-, Logistik- und eCommerce-Aktivitäten innerhalb der DocCheck-Gruppe zusammengefasst. DocCheck Shop ist ein Multichannel Distributor für Medizinbedarf. Über den Versandhandel, den Internetshop unter www.doccheckshop.de und über den eigenen Außendienst werden Medicalprodukte an niedergelassene Ärzte vertrieben. Darüber hinaus übernimmt DocCheck Shop Logistik-Services für die Pharmaindustrie.

Ziel der DocCheck-Gruppe ist es, das Agentur-, Portal- und Handelsgeschäft stetig enger zu verknüpfen, passende Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Vertriebsaktivitäten zu bündeln. Damit soll eine einzigartige Präsenz im Healthcare-Markt geschaffen werden, die es den Kunden der DocCheck-Gruppe ermöglicht, viele ihrer Kommunikations-, Vertriebs- und Logistikaufgaben effi zient und aus einer Hand lösen zu können. Aus dieser Stellung heraus will die DocCheck-Gruppe in den nächsten Jahren stärker wachsen als der Markt.

1.1.3 ENTWICKLUNG UND LAGE DES KONZERNS

Der Markt

Mit einem Wachstum in Deutschland von 2,5 Prozent1 im Jahr 2006 wurden die optimistischen Prognosen, die zu Beginn des letzten Jahres getroffen wurden (1,7 Prozent2), sogar noch deutlich übertroffen. Selbst ein starker

1 Reales Bruttoinlandsprodukt, Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (ifo), München, 12/2006

2 Prognose reales Bruttoinlandsprodukt, Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (ifo), München, 12/2005

Euro und zwischendurch auf Rekordhöhe gekletterte Rohölpreise konnten den einmal angefahrenen Konjunkturzug nicht aufhalten. Damit knüpft Deutschland an die Wachstumsraten zu Beginn dieses Jahrtausends an. Im Sog dieses kräftigen Aufschwungs sank sogar die Arbeitslosenquote und die Sozialkassen wurden wieder aufgefüllt – nach der rezessiven Grundstimmung in Deutschland in den Jahren 2002 bis 2005 kam diese Entwicklung selbst für einige Wirtschaftsforschungsinstitute überraschend3 .

Auch für 2007 werden derzeit Wachstumswerte von 2,1 bis 2,8 Prozent 4 gehandelt. Mit einer wachsenden Wirtschaft geraten wieder verstärkt Infl ationsrisiken und Fachkräftemangel 5 in den Fokus der Wirtschaftspolitik. Insgesamt ist die deutsche Wirtschaft – allen voran der Export – in guter Verfassung und die letzten Jahre sind von den meisten deutschen Unternehmen genutzt worden, die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu verbessern. Ob es sich um eine nachhaltige Entwicklung oder nur um ein Zwischenhoch handelt, wird maßgeblich davon abhängen, ob es in Deutschland gelingt, die Sozialsysteme weiter zu reformieren und mehr Menschen für die Jobs der Zukunft zu qualifi zieren. Betrachtet man die Diskussion um die Gesundheitsreform und berücksichtigt, dass bis 2009 fast kontinuierlich in den Ländern und dann im Bund gewählt wird, sieht es derzeit aber nicht nach großen Würfen aus.

Die im Jahresverlauf immer deutlicher anziehende Konjunktur wirkte sich auch positiv auf das Werbeklima aus. Für den klassischen Werbemarkt ermittelte Nielsen Media Research im Jahr 2006 ein Plus von 5,2 Prozent auf rund 14 Milliarden Euro Bruttoinvestitionsvolumen6. Das Zugpferd der Kommunikationsbranche bleibt aber die Online-Werbung mit einem Plus von 65,5 Prozent auf 692,4 Millionen Euro7 .

Für das Jahr 2007 erwartet die Kommunikationsbranche, wie schon in diesem Jahr, fünfprozentige Steigerungsraten8 für den gesamten Werbemarkt. Mit der zunehmenden Bedeutung der Online Werbung, wird die Vernetzung zwischen Online und Offl ine der wichtigste Trend der Werbebranche. So erreichte das Statement "Interaktion in der Werbung nimmt zu" im

  • 4 Prognose ifo, München 12/2006 und Institut für Weltwirtschaft, Kiel, 3/2007
  • 5 Studie zum Arbeitskräftemangel, DIHK, Herbst 2006

7 Bruttowerbeinvestitionen lt. Nielsen Media Research, 01/2007

GWA-Herbstmonitor 2006 den höchsten Wert mit einer Zustimmungsrate von 97 Prozent 9.

Die Entwicklung im Gesundheitsmarkt stellt sich etwas differenzierter dar: Aufgrund des technischen Fortschritts und der demographischen Entwicklung ist das Wachstumspotential des Gesundheitsmarktes weiterhin sehr hoch: allein seit 197010 hat sich der Anteil des Gesundheitsmarktes am Bruttoinlandsprodukt auf 11,3 Prozent11 fast verdoppelt und den Automobilsektor übertroffen12. Da der überwiegende Teil der Gesundheitsdienstleistungen aber aus den Sozialabgaben bestritten wird, reagiert der Gesetzgeber seit Jahren mit staatlichen Eingriffen, um das unkontrollierte Ansteigen der Krankenkassenbeiträge zu verhindern: Nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (Stichwort: "Praxisgebühr") im Jahr 2004, wurde 2006 das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (Stichwort: "Jumbogruppen"13) beschlossen und 2009 kommt die "Große Gesundheitsreform" (Stichwort: "Gesundheitsfonds").

Jede dieser Reformen erhöht den Kostendruck im Gesundheitswesen und eine positive konjunkturelle Entwicklung im Gesamt- und Werbemarkt bedeutet damit nicht automatisch, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitsmarkt, in dem die DocCheck AG 75 Prozent der Umsätze erzielt, auch positiv entwickeln. Für 2007 geht die DocCheck-Gruppe eher von Verschiebungen der Marketingbudgets aus. So wird sich der Pharmaaußendienst als wichtigstes Vertriebsinstrument der Arzneimittelindustrie stärker auf die Kernzielgruppen konzentrieren und andere Zielgruppenkanäle werden an Bedeutung gewinnen. Das Internet wird aufgrund der stetig steigenden Nutzung und Akzeptanz des Mediums, des höheren Anteils an Breitbandzugängen und der überlegenen Möglichkeiten der Zielgruppenansprache von dieser Entwicklung profi tieren: Laut einer Studie von Frost & Sullivan wird eMarketing im Healthcare-Markt in Europa bis 2008 um jährlich 80 Prozent wachsen14. Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung, die elektronische Medien auf dem Healthcare-Markt in den USA bereits jetzt haben, besteht hier im europäischen Markt noch deutliches Nachholpotential15.

  • 11 Statistisches Bundesamt: Gesundheitsausgaben und Gesundheitspersonalrechnung, 2005
  • 12 Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Branchenbericht, 11/2006
  • 13 Defi nition "Jumbogruppe": Arzneimittelgruppe mit festgelegter Oberpreisgrenze
  • 14 Studie von Frost und Sullivan, 2006

3 Pressemitteilung, ifo, 01/2007

6 Nielsen Media Research, Jahresbilanz 2006

8 Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA), Herbstmonitor 2006

9 GWA-Herbstmonitor 2006

10 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD),Health Data 2004

15 Mercer-Studie, 10/2006

Mit dem Healthcare-, Marketing- und Internet-Know-How sowie dem entsprechenden Zielgruppenkanal ist die DocCheck-Gruppe für diese künftige Entwicklung im Healthcare-Markt gut gerüstet und wird von den Veränderungen im Marketing-Mix überproportional profi tieren.

Firmen der DocCheck-Gruppe im Profi l

antwerpes + partner

Im Agenturgeschäft liegen die Wurzeln des DocCheck-Konzerns. antwerpes + partner ist seit 1990 als Agentur im Healthcare-Markt tätig und verfügt über Standorte in Köln und Basel. Das Dienstleistungsportfolio teilt sich in drei Units:

Classical Communication

Classical Communication liefert Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie im Bereich Print, Direktmarketing und Event.

Digital Communication

Digital Communication entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranetanwendungen sowie eMarketing- und eDetailing-Konzepte (personalisiertes und interaktives elektronisches Marketing).

Public Relations

Public Relations bietet neben der klassischen PR auch webbasierte Tools und Online-PR an.

DocCheck

In dem Geschäftsbereich DocCheck sind die DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, die medicalpicture GmbH, die DocCheck TV GmbH und die medizinstudent.de GmbH zusammengefasst:

I. DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt das größte europäische Portal für Healthcare-Professionals mit rund 470.000 Nutzern und über 1.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Fast jeder zweite Arzt in Deutschland ist ein DocCheck-User und fast alle namhaften Arzneimittelhersteller in Deutschland nutzen DocCheck. Auf Basis des Portals entwickelt DocCheck beständig neue Services, die Transaktionen zwischen den Nutzern und der Industrie ermöglichen.

Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

Media

DocCheck verfügt mit dem DocCheck-Newsletter über die reichweitenstärkste elektronische Publikation für Medical Professionals in Europa. Er wird an 240.000 Abonnenten verschickt und erscheint in Deutsch und Englisch.

Online-Marktforschung

Die DocCheck Online-Marktforschung verfügt über ein Panel mit einer Reichweite von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern und ist herkömmlicher Marktforschung hinsichtlich Kosten und Geschwindigkeit deutlich überlegen.

Direktmarketing

DocCheck erreicht per Mail fast 120.000 Medical Professionals. Über den Service DocCheck Mail kann der Kunde seine Zielgruppe schnell und kostengünstig mit einer extrem hohen eMail-Responserate von bis zu 40 Prozent erreichen.

Paid Content

Im November 2006 erfolgte der Launch des Premium-Service-Abonnements "DocCheck Pro" für DocCheck User. Der Service bietet Zugang zu kostenpfl ichtigen Premium-Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. In nur wenigen Monaten verkaufte DocCheck Pro bereits rund 1.000 Abonnements.

II. DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

DocCheck Shop hat den Medicalhandel im Fokus. Neben einem Sortiment von 15.000 Medicalprodukten werden unter der Eigenmarke "DocCheck" auch ca. 150 eigene Produkte gefertigt und vertrieben. Die Medicalprodukte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich DocCheck Shop als umsatzstärkster Online-Shop für Medizinbedarf in Deutschland etabliert.

Versandhandel

DocCheck Shop verfügt über einen eigenen Katalog, der als Beileger in Publikationen für Ärzte und an DocCheck-User distribuiert wird. Die Bestellung erfolgt über das eigene Callcenter.

Außendienst

DocCheck Shop ist mit einem eigenen Außendienst in der Arztpraxis präsent. 2006 wurde dafür das Vertriebsnetz ausgebaut, so dass DocCheck

Shop neben Stuttgart als Standort Süd jetzt auch in Leipzig mit dem Standort Ost bei seinen Kunden präsent ist. Mit dem Kauf der Medilab, Essen, am 13. März 2007, durch die DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, verfügt der DocCheck Shop nun auch über einen Vertriebsstandort West. Damit wurde bereits im ersten Quartal 2007 die für 2007 geplante Ausweitung der Vertriebsstandorte in Angriff genommen. Weitere Standorte sollen 2007 hinzukommen.

Logistik-Services für die Pharmaindustrie runden das Angebot von Doc-Check Shop ab und nutzen die bestehenden Ressourcen des Logistikcenters in Stuttgart.

III. medicalpicture GmbH ("medicalpicture")

Die medicalpicture GmbH ist als Bildagentur auf den Gesundheitsmarkt spezialisiert und mit über 100.000 Medien aus den Bereichen Medizin, Pharma und Wissenschaft in Deutschland führend. Neben der Syndication (Lizenzierung) von Bildmedien bietet medicalpicture der Industrie Lösungen und Dienstleistungen rund um das Medienmanagement an.

IV. DocCheck TV GmbH ("DocCheck TV")

DocCheck TV produziert im eigenen Studio den IP-TV-Sender der DocCheck-Gruppe. Unter www.doccheck.tv und in Kooperation mit dem DocCheck-Newsletter werden die TV-Formate den Ärzten im Web zur Verfügung gestellt.

V. medizinstudent.de GmbH ("medizinstudent")

Die medizinstudent.de GmbH betreibt das größte deutsche Portal für Medizinstudenten und dient als Brücke zu zukünftigen DocCheck Usern und damit zu den angehenden Kunden der Healthcare-Industrie.

Das integrierte Arbeiten von DocCheck und antwerpes + partner versetzt den Konzern in die Lage, die komplette Kommunikationswertschöpfungskette des Healthcaremarkts zu managen. Angefangen bei der Entwicklung innovativer und crossmedialer Produkte und Dienstleistungen, über passende Kommunikationskonzeptionen, bis hin zur Vermittlung an die Zielgruppe. Die DocCheck-Gruppe wird damit zum One-Stop-Shop für die Vermarktung von Gesundheitsdienstleistungen und -produkten.

Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Markts begegnet die DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern. Über alle Produkte und Dienstleistungen hinweg sieht die DocCheck-Gruppe ihre sehr gute Wettbewerbsfähigkeit durch die Zusammenarbeit mit fast allen großen Pharmaunternehmen in Deutschland bewiesen.

antwerpes + partner

antwerpes + partner nimmt in der Rangliste der Spezialdienstleister für Fachwerbung (B-to-B-Ranking) im Jahr 200516 unter mehr als 2.000 befragten Unternehmen Platz 7 ein. Im Ranking des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) erreichte die DocCheck-Gruppe im Jahr 2006 Platz 24 unter den inhabergeführten Agenturen. Im Jahr 2006 steigerte die Doc-Check-Gruppe im Ranking der Multimedia-Agenturen ihre Platzierung auf nunmehr Platz 14 (Vorjahr: Platz 17)17 und sicherte sich somit erneut einen Platz unter den ersten 20 New Media-Agenturen in Deutschland.

Ausgehend von den bei der GWA vertretenen rund 20 Healthcare-Agenturen dürfte antwerpes + partner zu den fünf umsatzstärksten Agenturen für Pharmamarketing in Deutschland gehören, die Pharma-Units der großen Netzwerk-Agenturen eingeschlossen.

DocCheck

DocCheck ist das größte Portal für Healthcare-Professionals in Deutschland. Der Passwort-Service garantiert, dass die DocCheck-Community dynamisch wächst. Monatlich kommen ca. 7.500–9000 neue User hinzu.

Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die User als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Ein konkurrierendes System mit vergleichbaren Services gibt es nicht.

Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieses Portals entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offl ine-Welt:

  • Verlage
  • Marktforschungsunternehmen
  • Direktmarketingagenturen
  • Ärzteportale
  • Spartenprogramme

Im Verlags-/Media-Bereich ist es DocCheck gelungen, mit über 240.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals

16 B-to-B Ranking 2005, Zeitschrift Horizont

17 New Media Service Ranking 2006 und 2005

im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Nach dem Ranking für medizinische Fachzeitschriften (LA-MED18) ist der Newsletter sogar die meistgelesene elektronische Publikation für deutsche Ärzte. Laut IVW-Online-Ranking19 liegt das DocCheck-Portal hinsichtlich Visits und Page Impressions auf Platz drei der medizinischen Angebote, nur noch knapp hinter den Online-Angeboten der etablierten Medien Ärzteblatt und Ärztezeitung, und wächst schneller als die Konkurrenz.

Vorherrschend auf dem Markt für Marktforschungsdienstleistungen liegt der Fokus noch immer auf der Offl ine-Marktforschung. Die DocCheck Marktforschungs-Unit etabliert sich gegenüber der Offl ine-Konkurrenz mit einem qualifi zierten Panel von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern und internettypischen Preis- und Geschwindigkeitsvorteilen. Den klaren Fokus auf Online-Healthcare-Marktforschung haben nur wenige Unternehmen in Deutschland. So konnte die Unit den Umsatz im Jahr 2006 um über 60 Prozent steigern.

Der Service DocCheck Mail profi tiert von einem Verteiler mit 120.000 Medical Professionals und von einer hohen Responserate von bis zu 40 Prozent. Mit einem Umsatzwachstum von 100 Prozent profi tiert dieser Bereich von der starken Marktstellung des DocCheck Portals. DocCheck Mail ist damit der am schnellsten wachsende Bereich in der ganzen DocCheck-Gruppe.

Mit DocCheck Pro ist DocCheck im November 2006 auch in direkte Konkurrenz zu anderen kostenpfl ichtigen Online-Abonnements für Ärzte getreten wie zum Beispiel Business Solutions Medicine Online (BSMO). In nur wenigen Monaten verkaufte DocCheck Pro bereits rund 1.000 Abonnements. Gegenüber der Konkurrenz versteht sich DocCheck Pro als offene Plattform für Services und Content mit der Zielgruppe Healthcare-Professionals. Angestrebt wird eine Marktführerschaft vergleichbar der des kostenlosen Basis-Service: DocCheck wurde für die Ärzte durch die steigende Anzahl von Kooperationspartnern interessant und für Kooperationspartner durch die steigende Anzahl von DocCheck-Usern.

DocCheck TV

IP-TV (Internetfernsehen) hat in Deutschland Marktprognosen zufolge bis 2010 drei Millionen Nutzer und ein Gesamtmarktvolumen von 450 Millionen Euro20. DocCheck verfügt über den Zugang zur Zielgruppe, über die Vertriebskontakte und das Marketing-Know-how, um in Deutschland einen

19 IVW – Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.,

vergleichbar mit der Zählung von Printaufl agen oder TV-Einschaltquoten

20 Mercer-Studie, 10/2006

Internetfernsehkanal für Ärzte zu etablieren. Es ist erklärtes Ziel, den First Mover-Vorsprung stetig auszubauen. Die vorliegenden Erfahrungen aus den USA21 zeigen, dass auf dem Web-TV Markt nur die Unternehmen nachhaltig profi tieren, die eine Differenzierung über innovative Mehrwertdienste für spezielle Zielgruppen schaffen.

DocCheck Shop

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH konnte im Bereich Medizinbedarf gegen den Trend im Markt den Umsatz deutlich ausbauen. Neben einem guten Management war die Nutzung der Marke DocCheck, die inzwischen fast jeder Arzt in Deutschland kennt, maßgebend für den Erfolg. www. doccheckshop.de dürfte der umsatzstärkste Online-Shop für Praxisbedarf in Deutschland sein. Allerdings ist beim Praxisbedarf der Anteil des eCommerce am gesamten Marktvolumen derzeit noch gering und mit etwa fünf Millionen Euro im Jahr 2006 über alle Vertriebskanäle hinweg bewegt sich der Umsatz von DocCheck Shop gegenüber der Konkurrenz nur im Mittelfeld.

Um die Konkurrenzfähigkeit zu steigern, wird deswegen für die nächsten Jahre das Erreichen einer kritischen Größe angestrebt. Dafür soll ein Netz von vier Standorten mit eigener Vertriebsmannschaft geschaffen werden, da der Vertrieb im Medicalhandel noch stark durch den Außendienst geprägt ist. Mit der Akquisition des Standortes Leipzig wurde im Jahr 2006 der erste Schritt gegangen. Im März 2007 ist mit dem Kauf der Medilab, Essen, der Standort West hinzugekommen. Weitere Standorte sollen folgen.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung der Gruppe auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes + partner und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Derzeit deckt kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

Ertragslage

Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Die DocCheck-Gruppe konnte den Umsatz im Jahr 2006 um 21 Prozent von 11,2 auf 13,6 Millionen Euro steigern – das stärkste Umsatzwachstum seit dem Jahr 2001. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand)

18 Arbeitsgemeinschaft LA-MED e.V., 2006

21 Mercer-Studie, 10/200

entwickelte sich noch stärker und legte um 30 Prozent von 6,7 auf 8,7 Millionen Euro zu. Die Kosten (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen gegenüber dem Rohertrag nur unterproportional an, und zwar um 21 Prozent von 6,3 auf 7,6 Millionen Euro.

Damit konnten 2006 in der Gruppe Skaleneffekte erreicht werden: Bei einem Anstieg des Rohertrages um 2 Millionen Euro und höheren Kosten von 1,3 Millionen Euro konnte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) im DocCheck-Konzern um 0,5 Millionen auf 1,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden.

Das Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens) lag 2006 unter dem Niveau des Jahres 2005 (447 TEUR gegenüber 517 TEUR) und resultiert aus den Zinserträgen der Finanzmittel in Höhe von durchschnittlich 16 Millionen Euro.

Durch die Verdoppelung des operativen Ergebnisses und ein Finanzergebnis etwas unterhalb des Vorjahresniveaus konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 50 Prozent von 1,0 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 1,5 Millionen Euro im Jahr 2006 gesteigert werden. Nach Steuern verbleibt ein Ergebnis pro Aktie von 16 Cent (2005: 11 Cent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen antwerpes + partner und DocCheck

Zur deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in der DocCheck-Gruppe lieferten beide Geschäftsbereiche ihren Beitrag:

antwerpes + partner

Der Geschäftsbereich antwerpes + partner konnte den Umsatz im Jahr 2006 um 20 Prozent von 5,5 auf 6,6 Millionen Euro steigern. Die gute Entwicklung des Agenturgeschäftes der DocCheck-Gruppe im Jahr 2006 deutete sich bereits im zweiten Halbjahr 2005 an, als der Umsatz – nach einigen Jahren der Konsolidierung – um 11 Prozent über dem Vorjahreszeitraum lag.

Aufgrund einer leicht gesunkenen Materialeinsatzquote (2006: 22 Prozent, 2005: 24 Prozent) stieg der Rohertrag in diesem Segment mit 29 Prozent überproportional gegenüber dem Umsatz an und erreichte einen Wert von 5,3 Millionen Euro.

Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen ausschließlich die Lohnkosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, entwickelten sich mit einem Plus von 20 Prozent auf 2,2 Millionen Euro im Gleichschritt zum Umsatz, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen hingegen mit 15 Prozent auf 2,2 Millionen Euro etwas geringer an. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt etwa 88 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 4,5 Millionen Euro lagen damit die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes + partner im Jahr 2006 um 18 Prozent höher als im Jahr 2005. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2006 im Geschäftsbereich antwerpes + partner eine leichte Verbesserung der EBIT-Marge auf 15,2 Prozent (1,1 Millionen Euro) gegenüber 14,3 Prozent (0,8 Millionen Euro) im Jahr 2005.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck konnte ein Umsatzwachstum um 23 Prozent von 5,7 Millionen Euro auf 7,0 Millionen Euro verbuchen. Davon entfallen 0,8 Millionen Euro auf den seit dem zweiten Halbjahr 2006 neu konsolidierten DocCheck Shop Standort bei Leipzig. Gleichzeitig hat die DocCheck Medical Services GmbH gegenüber 2005 ihr Projektgeschäft im Bereich eDetailing in Höhe von 0,4 Millionen Euro an den Geschäftsbereich antwerpes + partner abgegeben, so dass sich saldiert für DocCheck ein organisches Umsatzwachstum von ca. 14 Prozent ergibt.

Im Bereich DocCheck Shop konnte margenschwächeres Großkundengeschäft durch profi tableres Endkundengeschäft substituiert werden, und die Wareneinsatzquote sank im gesamten Segment deutlich um 11 Prozent und der Rohertrag stieg überproportional um 41 Prozent von 2,2 auf 3,1 Millionen Euro an.

Da die Kosten mit einem Plus von 33 Prozent auf 3,2 Millionen Euro unterhalb der Steigerung des Rohertrages verblieben, konnte das Ergebnis von –250 TEUR auf –91 TEUR verbessert werden. Während im Bereich Shop mit 204 TEUR ein deutlich positives Ergebnis erzielt wurde und die Beteiligungen DocCheck TV und medicalpicture das Geschäftsjahr nur mit einem leichten Fehlbetrag abschließen konnten, verbuchte die DocCheck Medical Services GmbH aufgrund des weiterhin forcierten Investitionskurses einen Verlust von –260 TEUR. Kostentreiber waren die Marketing-, Personal- und Entwicklungkosten für den Start des Paid-Content-Services DocCheck Pro, für den Relaunch des DocCheck-Portals und für die Internationalisierung. Aufgrund der Ausstrahlung der Marke DocCheck für die gesamte Gruppe und die Bedeutung der DocCheck-Marketingtools für die Entwicklung der eMarketing-Aktivitäten des Geschäftsbereichs antwerpes + partner sind diese Investitionen für die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gruppe von hoher Bedeutung.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzsumme, liquide Mittel, Wertpapiere und Cash Flow

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns hat sich mit 22,1 Millionen Euro im Jahr 2006 gegenüber 21,6 Millionen Euro im Jahr 2005 nur unwesentlich verändert. Die liquiden Mittel in Höhe von 4,0 Millionen Euro und die Wertpapiere des Umlaufvermögens mit 12,4 Millionen Euro bilden 75 Prozent der Aktiva ab. Ende 2006 sind Finanzmittel in Höhe von 12,4 Millionen Euro in einem Hypothekenpfandbrief und zwei Schuldscheindarlehen mit einer durchschnittlichen Laufzeit bis Juli 2007 und einer durchschnittlichen Rendite von 3,16 Prozent investiert sowie 2,4 Millionen Euro in täglich kündbaren Festgeldanlagen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 57 Prozent von 1,4 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro ergibt sich aus dem Unternehmenswachstum und einem sehr starken vierten Quartal mit entsprechendem Forderungsaufbau. Die anderen Aktivapositionen befi nden sich auf dem Niveau des Vorjahres.

Auf der Passivaseite hat sich aufgrund des zweiten Aktienrückkaufprogrammes der Bestand an eigenen Anteilen von 411.449 auf 598.393 Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt bei 86 Prozent gegenüber 87 Prozent im Vorjahr.

Der Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens ist um 0,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 16,5 Millionen Euro gesunken. Das höhere Betriebsergebnis und der Nettomittelzufl uss aus dem Zinsergebnis in Höhe von 0,7 Millionen Euro stehen dabei der Dividendenauszahlung am 1. Juni 2006 in Höhe von 0,5 Millionen Euro, dem Kauf eigener Anteile in Höhe von 0,2 Millionen Euro und dem Anstieg der Forderungen um 0,7 Millionen Euro als wesentliche Einfl ussfaktoren auf den Cash Flow gegenüber.

Unternehmensbeteiligungen

Im Geschäftsjahr 2006 haben sich im Beteiligungsportfolio der DocCheck-Gruppe nur Veränderungen bei der Beteiligung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, ergeben. Das Unternehmen stockte seine Beteiligung an der Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH, Eilenburg, am 27. April 2006 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2006 von 33,3 Prozent auf nun 84,6 Prozent auf. Daran anschließend folgte eine Umbenennung der Beteiligung in die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg, zum 2. November 2006. In Zukunft wird Eilenburg als Standort Ost für die Handels- und Logistikaktivitäten von DocCheck entwickelt werden.

Standorte

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln. Die antwerpes + partner ag unterhält zusätzlich eine Niederlassung in Basel und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat einen Standort in Süddeutschland, Weil im Schönbuch, und einen weiteren in Ostdeutschland, Eilenburg.

Eine Konsolidierung der Umsätze und eine entsprechende Ergebnisrechnung nach Standorten ist kein Bestandteil der Konzern-Rechnungslegung. Die Segmentierung erfolgt daher nach den Geschäftbereichen DocCheck und antwerpes + partner (ehemals Communication). Aus diesem Grund besitzt die Angabe von einzelnen Umsatzzahlen an den Standorten nur eine bedingte Aussagekraft. Am Standort Basel wurden im Jahr 2006 0,6 Millionen Euro Umsatz – so wie schon im Jahr 2005 – erwirtschaftet. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, erwirtschaftete unkonsolidiert 4,0 Millionen Euro gegenüber 3,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg, erwirtschaftete unkonsolidiert 0,8 Millionen Euro. Am Standort Köln ergeben sich inklusive der Umsätze, die die Holding über die Konzernumlage mit den Tochtergesellschaften erwirtschaftet, 11 Millionen Euro Umsatz im Vergleich zu neun Millionen Euro im Jahr 2005.

Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstamm des DocCheck-Konzerns ist im Jahr 2006 um 37 Mitarbeiter auf 115 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Gezählt werden dabei nur festangestellte Mitarbeiter, ohne Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende. Bezieht man diese Gruppe zusätzlich in die Berechnung mit ein, ergibt sich eine Zahl von 150 Mitarbeitern zum Jahresende.

Forschung und Entwicklung

antwerpes + partner

Im Geschäftsbereich antwerpes + partner liegt der Entwicklungsschwerpunkt derzeit auf Konzepten, mit denen der Außendienstmitarbeiter seine Vertriebsarbeit beim Arzt erfolgreicher gestalten kann ("Sales Force Effectiveness").

Ein Bestandteil dieser Konzepte ist ISA ("Intelligent Sales Assistance"), ein elektronischer Außendienstfolder auf Tablet PC-Basis, mit dem der Außendienstmitarbeiter die Gespräche beim Arzt deutlich fl exibler als mit herkömmlichen Besprechungsunterlagen führen kann. Unterstützend werden im Nachgang zum Gespräch personalisierte Mails an den Arzt versendet ("Aftergate"), mit denen er weitere Informationen zum besprochenen Produkt erhält ("eDetailing"). Anfang 2007 wurden die Vertriebs- und Entwicklungstätigkeiten zum Thema Sales Force Effectiveness in einer eigenständigen Unit zusammengefasst.

Ziel der Entwicklungstätigkeit im Geschäftsbereich antwerpes + partner ist es, neue Konzepte und Techniken im Rahmen des Projektgeschäftes zu vermarkten und als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb einzusetzen.

DocCheck

Im Geschäftsbereich DocCheck gab es 2006 drei Entwicklungsschwerpunkte:

DocCheck Pro

Bereits im ersten Quartal 2006 began die Entwicklung des Paid Content Service "DocCheckPro" sowie die Rekrutierung der Kooperationspartner. Nach sechs-monatiger Entwicklungszeit wurde dann im November DocCheck Pro gestartet.

DocCheck 4.0

Seit Dezember 2006 präsentiert sich DocCheck im neuen Design und endgültig nicht mehr als Passwort- und Zugangsservice, sondern als vollwertiges Web 2.0-Portal für Healthcare-Professionals mit redaktionellen Inhalten, User Generated Content und vielfältigen Transaktionsmöglichkeiten für den Nutzer.

DocCheck TV

Im Sommer 2006 ging DocCheck TV mit einem eigenen Studio in der Vogelsanger Straße in Köln auf Sendung. DocCheck TV ist noch kein Vollprogramm. In der ersten Phase werden für den DocCheck-Newsletter regelmäßig eigene Formate platziert, um die Akzeptanz des Mediums in der Zielgruppe zu testen. Populärstes Format ist der "DocCheck Fight Club", in dem zwei Meinungsbildner im "DocCheck-Boxring" kontrovers über aktuelle Themen aus dem Gesundheitswesen diskutieren.

1.1.4 DOCCHECK AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.

Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Sie ist im TecAll Share und GEX vertreten. Die Bilanzierung der Holding erfolgt nach HGB.

Entwicklung und Lage der AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 12 Mitarbeiter, ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Unternehmensfunktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • Geschäftsführung
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Facility Management
  • Human Resources
  • Organisationsentwicklung
  • Corporate Communications
  • Front-Offi ce-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Die Erlöse, welche die DocCheck AG aus dieser Tätigkeit erzielte, betrugen 2,7 Millionen Euro.

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,5 Millionen Euro sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 1,1 Millionen Euro und Aufwände in Höhe von 0,3 Millionen Euro

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 0,7 Millionen Euro, der Jahresüberschuss 0,9 Millionen Euro bzw. 16 Cent pro Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der diesjährigen Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2006 die Dividende von acht Cent auf 10 Cent zu erhöhen.

Aktienrückkäufe

Der Vorstand der DocCheck AG hat am 7. September 2006 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm zu starten. Basis für den Aktienrückkauf ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2006, der die Gesellschaft ermächtigt bis zum 30. November 2007 maximal 590.431 Aktien zurückzukaufen. Aus einem früheren Rückkaufprogramm hält die Gesellschaft bereits 91.500 Aktien. Der Rückkauf ist zunächst begrenzt auf weitere 100.000 Aktien (1,7 Prozent des Grundkapitals). Der Erwerb der Aktien startete am 11. September 2006 und fi ndet ausschließlich über die Börse statt. Im Zeitraum von September bis Dezember 2006 wurden insgesamt 53.098 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 4,11 Euro zurückgekauft. Auf diesem Kursniveau ergibt sich eine Marktkapitalisierung der DocCheck AG von 24,27 Millionen Euro. Unter Abzug des durchschnittlichen Finanzmittelbestandes 2006 von 16 Millionen Euro errechnet sich damit für das Geschäftsmodell ein Wert von 8 Millionen Euro – nach Meinung des Vorstandes ist damit das Potential von DocCheck im Kurs nicht ausreichend berücksichtigt und ein Aktienrückkauf auf diesem Kursniveau gerechtfertigt.

1.1.5 NACHTRAGSBERICHT

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf des DocCheck-Konzerns hatten.

1.1.6 RISIKEN UND CHANCEN

Grundlage für die Identifi zierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, ein gesonderter Workshop zum Risikomanagement aller Führungskräfte sowie die Ergebnisse der ersten umfassenden Mitarbeiterbefragung, an der 95 Prozent aller Kölner und Baseler Mitarbeiter teilgenommen haben.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken vier Themenkomplexen zugeordnet. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • Markt | Kunden | Strategie
  • Systeme
  • Kosten
  • Human Resources

Markt | Kunden | Strategie

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt. Durch diese Fokussierung werden Synergien in der Entwicklung und dem Vertrieb erreicht.

Risiko

Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich fi nanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt, die in ihren Auswirkungen auf Höhe und Struktur der Marketingbudgets nicht immer kalkulierbar sind. Welche Auswirkungen zum Beispiel die Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 auf das Marketing im Gesundheitsbereich haben wird, ist derzeit noch völlig unklar. Es ist aber zu erwarten, dass der Kostendruck auf alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt zunehmen wird.

Chance

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck zu einer verstärkten Nachfrage nach kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird, und in der Folge zu einer verstärkten Nachfrage nach eMarketing- und integrierten Marketingkonzepten. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. In dieser Entwicklung werden daher mehr Chancen als Risiken gesehen.

Systeme

Die Strategie von DocCheck baut auf die Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. In den einzelnen Bereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. Nur in der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal kann das Geschäftsmodell seine ganze Wirkung entfalten.

Risiko

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Der Erfolg der Strategie kann durch Abteilungsdenken gefährdet werden.

Chance

Durch eine Reihe von Maßnahmen im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung ist es der DocCheck-Gruppe in den letzten Jahren erfolgreich gelungen, die Unternehmenskultur mit der wachsenden Komplexität des Unternehmens zu entwickeln. Dies wird auch an den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung deutlich, die durchweg eine hohe Identifi kation mit den Unternehmenszielen widerspiegelt. Die Unternehmenskultur wird so zur tragenden Säule für die Unternehmensstrategie.

Kosten

Die Steuerung der Kosten in der DocCheck-Gruppe funktionierte in den letzten Jahren trotz volatiler Umsätze zuverlässig. Die Holdingkosten konnten zwischen 2002 und 2005 von 3,3 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro gesenkt werden und die Personalkosten in den operativen Bereichen entwickelten sich proportional zum Rohertrag. Der geringe Infl ations- und Lohndruck begünstigte die moderate Entwicklung der Kosten zusätzlich.

Risiko

Das gesamtwirtschaftliche Bild hat sich im Laufe des Jahres 2006 geändert: Eine höhere Infl ationsrate und steigende Löhne haben erstmals seit 2001 wieder zu einer deutlichen Steigerung der Holdingkosten von 2,3 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro geführt. Die Personalkosten der operativ tätigen Tochtergesellschaften stiegen bereinigt um die Akquisition DocCheck Shop Leipzig von 3,1 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro. Weitere sprungfi xe Kosten wie Miete und Abschreibungen für eine neue Büroetage am Standort Köln kommen 2007 hinzu. Um die angestrebten Skaleneffekte in der DocCheck-Gruppe zu realisieren, hat der Vorstand Mitte 2006 ein Programm angestoßen, mit dem gewährleistet werden soll, dass die Steigerungsraten der Plankosten in den nächsten Jahren geringer ausfallen als die Wachstumsraten.

Chance

Als Ergebnis dieser Kostensteuerung konnte 2006 bei einer Umsatzsteigerung von 21 Prozent das operative Ergebnis mehr als verdoppelt werden. Der DocCheck-Gruppe bietet sich damit die Chance, durch die Realisierung von Skaleneffekten die Umsatzrendite in den nächsten Jahren nachhaltig zu steigern.

Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifi kation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer geringen Fluktuation im Unternehmen wider.

Risiko

Aufgrund der Verknüpfung von Know-how, Kapital und familiären Bindungen kann durch den plötzlichen Ausfall der Vorstände Herr Dr. Frank Antwerpes, Herr Jan Antwerpes (DocCheck AG) oder Frau Tanja Antwerpes (antwerpes + partner ag) eine Risikolage entstehen.

Chance

Schwerpunkt der Personalentwicklung seit dem Jahr 2004 war die Entwicklung einer stabilen zweiten Führungsebene. Im Jahr 2005 waren acht, im Jahr 2006 insgesamt 16 Mitarbeiter unterhalb des Vorstandes in einem Führungskräfteprogramm eingebunden und wurden konsequent für ihre Führungsaufgaben qualifi ziert. Im Jahr 2007 werden über 20 Führungskräfte an der "DocCheck Führungsakademie" für ihre Aufgaben gerüstet. Insgesamt gibt es in der DocCheck-Gruppe mit allen Vorständen und Geschäftsführern 30 Mitarbeiter mit Personalverantwortung, keine Führungskraft führt mehr als fünf Mitarbeiter direkt. Mit dieser qualifi zierten Führungsmannschaft kann die DocCheck-Gruppe die Wachstumschancen der Zukunft gezielt wahrnehmen.

1.1.7 RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Mit einem Umsatzwachstum von 21 Prozent und einer Steigerung des Ergebnisses pro Aktie um 50 Prozent konnte die DocCheck-Gruppe im Jahr 2006 das stärkste Wachstum beim Umsatz und Ertrag seit dem Jahr 2001 erzielen.

Die Arbeit der letzten Jahre hat sich damit ausgezahlt: Wir haben unseren Fokus wieder stärker auf den Healthcare-Markt gelegt und den Vertrieb intensiviert. Die Entwicklung neuer Produkte wurde beschleunigt und die Dienstleistungsqualität verbessert. Es sind neue Geschäftsfelder entwickelt worden und die Internationalisierung wurde vorangetrieben. Die Führungsmannschaft wurde deutlich ausgebaut und die Zusammenarbeit zwischen antwerpes + partner und DocCheck wurde verstärkt. Und wir haben DocCheck zu einer Marke im Gesundheitsmarkt geformt. Kurzum, wir sind der Meinung: So gut war DocCheck noch nie in Form.

Mit Selbstbewusstsein gehen wir deswegen in das Jahr 2007: Wachstum, Akquisitionen und Steigerung des Firmenwertes stehen auf der Agenda.

Wir wollen 2007 den Umsatz um mindestens 10 Prozent auf über 15 Millionen Euro steigern. Nachdem das Agenturgeschäft unter antwerpes + partner im Jahr 2006 einen deutlichen Umsatzsprung gemacht hat, sehen wir 2007 beim Wachstum den Geschäftsbereich DocCheck wieder vorne.

Das qualitative und quantitative Wachstum der DocCheck-Gruppe wird im Jahr 2007 zusätzlich durch Akquisitionen unterstützt werden. Durch den Ausbau unserer Marktposition sind wir als strategischer Partner attraktiver geworden und unser Ziel ist es, im Jahr 2007 die Mehrheit an ein bis zwei Unternehmen zu erwerben.

Die Entwicklung der letzten Jahre im Aktienkurs abzubilden gehört aber zu den größten Herausforderungen im Jahr 2007. Kurse von 5,00 Euro und eine Marktkapitalisierung von knapp 30 Millionen Euro spiegeln nicht das Wachstums- und Ertragspotential der DocCheck-Gruppe wider. Den Unternehmenswert zu steigern gehört noch zu den unerledigten Arbeiten in der Gruppe. Das wollen wir im Jahr 2007 ändern.

Köln, im März 2007

Der Vorstand der DocCheck AG Dr. Frank Nicolas Antwerpes Jan Antwerpes Helmut Rieger

1 1.2

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH IFRS

in Euro

01.01.2006
– 31.12.2006
01.01.2005
– 31.12.2005
1. Umsatzerlöse 13.595.691 11.201.613
2. Sonstige betriebliche Erträge 181.344 138.512
3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen
96.925 42.479
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
3.470.494 3.118.643
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.663.312 1.444.726
5.133.806 4.563.370
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.073.059 3.399.509
b) soziale Abgaben 710.716 585.629
4.783.775 3.985.138
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
479.799 357.451
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.379.174 1.998.183
8. Erträge aus Beteiligungen –3.085 18.353
9. Betriebsergebnis (EBIT) 1.094.319 496.815
nachrichtlich: EBITDA 1.574.119 854.266
10. Zinsen und ähnliche Erträge 563.402 574.551
01.01.2006
– 31.12.2006
01.01.2005
– 31.12.2005
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens
116.449 57.746
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.271 7.041
13. Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) 1.534.002 1.006.579
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 588.602 335.350
15. Sonstige Steuern 1.699 2.327
16. Ergebnis vor Minderheitenanteilen 943.701 668.902
17. Minderheitenanteile 36.494 29.490
18. Konzernjahresüberschuss 907.207 639.411
19. Gewinnvortrag 2.785.972 2.616.110
20. Gewinnausschüttung 464.345 469.549
21. BILANZGEWINN 3.228.834 2.785.972
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) 0,16 0,11
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) 0,16 0,11
Durchschnittl. im Umlauf befi ndl. Aktien (unverwässert) 5.802.510 5.858.182
Durchschnittl. im Umlauf befi ndl. Aktien (verwässert) 5.808.132 5.868.182

Rundungen führen zu geringen Ausweisdifferenzen

AKTIVA 01.01.2006
– 31.12.2006
01.01.2005
– 31.12.2005
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel 4.048.223 2.230.712
Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.448.260 14.868.800
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.172.136 1.403.455
Forderungen gegen Unternehmen im Verbundbereich 0 41.528
Vorräte 600.604 405.986
Rechnungsabgrenzungsposten 50.681 24.114
KURZFRISTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE, GESAMT 19.319.904 18.974.595
Sachanlagevermögen 1.366.883 1.219.433
Immaterielle Vermögensgegenstände 130.713 92.144
Beteiligungen 70.804 70.694
Geschäfts- oder Firmenwert 697.617 697.617
Sonstige Vermögensgegenstände 514.588 581.267
Latente Steuern 2.800 3.300

AKTIVA, GESAMT 22.103.309 21.639.050

PASSIVA 01.01.2006
– 31.12.2006
01.01.2005
– 31.12.2005
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil
an langfristigen Darlehen
29.775 4.022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 477.610 410.656
Erhaltene Anzahlungen 928.500 1.070.170
Sonstige Rückstellungen 625.384 523.598
Steuerrückstellungen 384.917 66.273
Rechnungsabgrenzungsposten und
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
470.927 626.912
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen im Verbundbereich 64.564 12.462
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN, GESAMT 2.981.676 2.714.093
Latente Steuern 58.000 101.600
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.904.312 5.904.312
Kapitalrücklage 13.421.409 13.421.409
Bilanzgewinn/-verlust 3.228.836 2.785.972
Gewinnrücklagen 71.700 71.700
Kapitalausgleichsposten –3.245.570 –3.245.570
Neubewertungsrücklage –40.552 32.509
Eigene Anteile –598.393 –411.449
Minderheitenanteile 321.891 264.472
Eigenkapital, gesamt 19.063.633 18.823.357
PASSIVA, GESAMT 22.103.309 21.639.050

zum 31.12.2006 in Euro

Wert
01.01.2006
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2006
Wert
01.01.2006
Zugänge Abgänge/Zu
schreibungen
Wert
31.12.2006
31.12.2006 31.12.2005
3.108.331 641.743 1.161.843 2.588.230 1.888.897 474.874 1.139.924 1.223.847 1.364.383 1.219.433
487.442 82.563 314.741 255.264 395.298 43.907 314.655 124.551 130.713 92.144
4.205 0 4.205 0 4.205 0 4.205 0 0 0
70.694 45.404 45.294 70.804 0 0 0 0 70.804 70.694
74.899 45.404 49.499 70.804 4.205 0 4.205 0 70.804 70.694
1.191.667 0 0 1.191.667 494.050 0 0 494.050 697.617 697.617
4.862.339 769.710 1.526.083 4.105.966 2.782.450 518.781 1.458.783 1.842.448 2.263.517 2.079.888
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNG BILANZ

Konzernanhang der Dockcheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2006

1.5.1 GRUNDSÄTZE UND METHODEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 315 a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt und wird voraussichtlich am 6. März 2007 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben. Der Begriff International Financial Reporting Standards (IFRS) wird seit dem Jahr 2002 für die Gesamtheit der Rechnungslegungsstandards verwendet, die durch das International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt wurden. Er ersetzt den Begriff International Accounting Standards (IAS). Rechnungslegungsstandards, die das IASB vor diesem Namenswechsel herausgegeben hat, werden weiterhin als IAS bezeichnet.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG haben am 21. Dezember 2006 die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Den Aktionären ist diese auf der Website der DocCheck AG unter der Rubrik "Company" dauerhaft zugänglich.

Der Konzernabschluss nach IFRS basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme gewisser Positionen wie zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente, die mit dem Zeitwert ausgewiesen werden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euros (EUR) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschafterversammlungen der antwerpes + partner ag und der DocCheck Medical Services GmbH haben im September 2006 beschlossen, die Erleichterungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen und auf die Erstellung eines Anhangs für das Geschäftsjahr 2006 zu verzichten. Die gesetzlichen Voraussetzungen werden von beiden Tochterunternehmen erfüllt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Anhang erläutert. Die rückwirkende Anwendung von überarbeiteten und neuen Standards verlangt, sofern für den betreffenden Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist, dass die Ergebnisse der Vorjahresvergleichsperiode und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode angepasst werden, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewandt worden wären. Der Abschluss zum 31. Dezember 2005 wurde an die vom Konzern zum 1. Januar 2006 erstmals angewendeten überarbeiteten und neuen Standards angepasst.

1.5.2 ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN VOM DEUTSCHEN HANDELSRECHT ABWEICHENDEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSO-LIDIERUNGSGRUNDSÄTZE NACH IFRS

1. Allgemeines

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2006 wurde gemäß § 315 a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Vorschriften des HGB und des AktG unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten von denen der IFRS. Die wesentlichen Unterschiede, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relevant sein könnten, werden nachfolgend dargestellt.

2. Kapitalausgleichsposten

Im Rahmen der Business Combination antwerpes + partner ag und Doc-Check AG wurde gemäß IFRS 3.21 ein das Konzernkapital vermindernder Kapitalausgleichsposten in die Bilanz eingestellt.

3. Teilgewinnrealisierung

Die Teilgewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen ist nach herrschender Meinung im Handelsrecht nur unter sehr engen Grenzen zulässig. Grundsätzlich wird nur die Completed Contract-Methode als zulässig erachtet. IAS 11 i. V. m. IAS 18 erlaubt hingegen, Umsätze und entsprechende Gewinne nach der so genannten Percentage of Completion-Methode (POC) zu realisieren. Voraussetzung sind die zuverlässige Ermittlung des Fertigungsgrades sowie die verlässliche Schätzung der Gesamtauftragskosten und -erlöse, ebenso wie deren Einbringbarkeit. Der Fertigstellungsgrad wurde analog zum Stand der Leistungserstellung festgelegt.

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach Handelsrecht zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet. Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte, sprich die Wertpapiere der Kategorie "Available for Sale", sind in Anwendung des IAS 39 mit dem am Abschlussstichtag ermittelten Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Diese Änderungen werden bis zur Veräußerung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital in einer Neubewertungsrücklage erfasst. Zu einer ergebniswirksamen Erfassung kommt es also erst im Zeitpunkt des Abgangs.

5. Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

Für Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill), auch solche aus Kapitalkonsolidierungen, sind in Einklang mit IFRS 3 (Business Combinations) keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorzunehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen sind einmal jährlich auf mögliche Wertminderungen zu prüfen (Impairment only Approach). Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufi ger durchzuführen.

6. Eigene Anteile

Anders als im deutschen Handelsrecht werden die eigenen Anteile nicht als Vermögensgegenstand gezeigt. Vielmehr schreibt die Vorschrift des IAS 32.33 f. vor, die eigenen Anteile in der Bilanz als Abzugsposten des Eigenkapitals zu zeigen. Das Eigenkapital nach IFRS wird also niedriger ausgewiesen als in einem handelsrechtlichen Abschluss.

7. Minderheitenanteile

Minderheitenanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals und nicht mehr als separate Position zwischen Eigenund Fremdkapital auszuweisen. Veränderungen dieser Position sind entsprechend im Eigenkapitalspiegel darzustellen.

8. Finanzierungsleasing

Ein Leasingverhältnis wird nach IAS 17.8 als Finanzierungsleasing klassifi ziert, wenn es im wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Leasingnehmer haben Finanzierungs-Leasingverhältnisse nach IAS 17.20 zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz anzusetzen, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mietleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In den Folgeperioden sind die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufzuteilen. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

9. Latente Steuern auf erfolgsneutral erfasste Geschäftsvorfälle Nach IAS 12.61 sind latente Steuern unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

10. Transaktionskosten von Eigenkapitaltransaktionen

Gemäß IAS 32.35 sind Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion, gemindert um alle damit verbundenen Ertragsteuervorteile, als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.

1.5.3 GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

1. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird als sonstiger betrieblicher Ertrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zum Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Nach der Equity-Methode werden dagegen solche Beteiligungen bewertet, bei denen die DocCheck AG – in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 und 50 Prozent – einen maßgeblichen Einfl uss ausübt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a. Umsatzerlöse

Umsätze werden nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung realisiert.

Aufwendungen zur Bildung von Rückstellungen für Kundenboni werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Die Umsatzerlöse werden um diese Beträge gekürzt.

Auftragsprojekte werden gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 nach der Percentage of Completion-Methode bewertet. Soweit das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Ertrag nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten, die wahrscheinlich einbringbar sind, erfasst. Die Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen zeichneten sich am Bilanzstichtag nicht ab. Gewinne werden, soweit die Voraussetzungen an die Ermittlung des Fertigstellungsgrads, die Schätzung der Gesamtauftragskosten sowie Gesamtauftragserlöse und deren Einbringbarkeit erfüllt sind, realisiert.

b. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzufl üssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein. Diese Voraussetzungen sind wie im Vorjahr nicht gegeben.

c. Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre planmäßig linear abgeschrieben.

d. Firmenwerte

Firmenwerte werden ab dem Geschäftsjahr 2004 gemäß IFRS 3 i. V. m. IAS 36 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird anhand von Impairment-Tests regelmäßig überprüft, und sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2006 ergab sich auf Grundlage des Werthaltigkeitstests kein Abwertungsbedarf.

e. Sachanlagevermögen

Die Bewertung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter wurden gemäß § 6 (2) EStG i. V. m. IAS 16 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über drei bis 33 Jahre abgeschrieben.

Im Rahmen von jährlichen Impairment-Tests nach IAS 36 i. V. m. IAS 16 wird die Werthaltigkeit des Buchwerts der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens am Ende eines Geschäftsjahres regelmäßig geprüft. Soweit der erlösbare Betrag eines Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2006 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Gliederung des Konzernanlagespiegels entspricht der Gliederung der Konzernbilanz nach IFRS.

f. Beteiligungen

Mit notariellem Kaufvertrag vom 27. April 2006 erwarb die Tochtergesellschaft DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, weitere 51,3 Prozent der Geschäftsanteile an der Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH, Eilenburg. Die Übertragung wurde zum 1. Juli 2006 wirksam und ab diesem Zeitpunkt voll konsolidiert.

Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Beteiligung an der Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH, Eilenburg, nach der Equity-Methode bewertet und mit dem anteiligen Eigenkapital entsprechend der Buchwertmethode angesetzt.

Am 2. November 2006 wurde die Umfi rmierung in DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH in das Handelsregister eingetragen.

g. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte progressiv. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

Unfertige Leistungen, deren Gesamtauftragskosten und zu erwartende Auftragserlöse sicher geschätzt werden können, wurden auf der Basis der ermittelten Fertigstellungsgrade nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC), IAS 11, bewertet. Der Ausweis erfolgt entsprechend unter den Forderungen bzw. Kundenanzahlungen und Umsatzerlösen unter Abgrenzung prozentualer Mehr- oder Wenigerkosten.

h. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

i. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet und sind laut IAS 39 zum Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Fair Value-Änderungen werden, saldiert um die darauf entfallenden latenten Steuern, bis zum Abgang der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital, in der Neubewertungsrücklage erfasst. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird ein Impairment-Test durchgeführt und der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bilanzierung von Verkäufen erfolgte zum Handelstag.

j. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Handels- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie aus Unterschieden zwischen den Wertansätzen nach HGB und IFRS ermittelt.

k. Eigene Anteile

Eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 f. in der Bilanz zu Anschaffungskosten als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

l. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabfl usses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt.

m. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17.20 mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

n. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

3. Impairment-Tests

Ab dem Geschäftsjahr 2004 wird gemäß IFRS 3 i. V. m. IAS 36 und IAS 38 auf die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugunsten eines jährlichen Impairment-Tests verzichtet. Im Rahmen der Impairment-Tests wurden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag (Recoverable Amount), d.h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis (Net Selling Price) und seinem Nutzungswert (Value in Use) verglichen. Die Cash Generating Units im DocCheck-Konzern entsprechen dabei den rechtlichen Einheiten der Tochterunternehmen.

Ist der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Um den ermittelten Abwertungsverlust wird im ersten Schritt der Geschäfts- bzw. Firmenwert der betroffenen strategischen Cash Generating Unit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Cash Generating Unit auf Basis der Restbuchwerte zum Abschlussstichtag jedes einzelnen Vermögenswertes verteilt.

Grundlage für die Ermittlung der Nutzungswerte bildeten jeweils die Jahresergebnisse 2006, Detailplanungen der Jahre 2007 bis 2010 sowie die Annahme einer ewigen Rente (exklusive Wachstumsrate) ab dem Geschäftsjahr 2011. Die Diskontierungssätze (vor Steuern) für die einzelnen Cash Generating Units setzen sich aus einem risikolosen Zins sowie einer unternehmensspezifi schen Risikoprämie zusammen und lagen für die getesteten Einheiten zwischen 14 und 16 Prozent. Die so ermittelten Ertragswerte wurden mit den jeweiligen Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte verglichen.

Die Impairment-Tests für die Cash Generating Units des DocCheck-Konzerns führten zum Stichtag 31. Dezember 2006 zu keinem Abwertungsbedarf auf die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte.

4. Kapitalfl ussrechnung

Die Konzernkapitalfl ussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Doc-Check-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abfl üsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

5. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der antwerpes + partner ag, Zweigniederlassung Basel (Schweiz), wird gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Es handelt sich bei der Zweigniederlassung um die Landeswährung Schweizer Franken, da die Gesellschaft ihr Geschäft in fi nanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreibt. Vermögenswerte und Schulden werden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

1.5.4 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrates einer Tochtergesellschaft stellen kann. Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IAS- Konzernabschluss aufgestellt worden.

In den Konzernabschluss wurden neben der DocCheck AG als Muttergesellschaft folgende Gesellschaften mit Sitz in Deutschland einbezogen.

Die Gesellschaften und ihre Beteiligungen:

NAME UND SITZ
DER GESELLSCHAFT
Beteiligungsquote
zum 31.12.2006
Eigenkapital
zum 31.12.2006
Jahresergebnis
2006
DocCheck Medical Services GmbH,
Köln
100,00 % 514 0 *
antwerpes + partner ag, Köln 100,00 % 298 0 *
medizinstudent.de GmbH, Köln 100,00 % 11 7
DocCheck TV GmbH, Köln 63,46 % –115 –22
DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH, Weil im Schönbuch
51,00 % 793 103
medicalpicture GmbH, Köln 51,00 % –84 –17
DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH, Eilenburg ***
84,60 % 167 –4 **

* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

  • ** Die Beteiligung in Höhe von 84,6% an der DocCheck Medizinbedarf GmbH, Eilenburg, wird indirekt über die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, gehalten.
  • *** ehemals Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Daten erworben:

DATUM DES ERWERBS DER MEHRHEITSBETEILIGUNG

antwerpes + partner ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 17. November 2000
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg 1. Juli 2006
DocCheck TV GmbH 1. Juli 2004
medicalpicture GmbH 1. April 2002
medizinstudent.de GmbH 15. Oktober 2003

Die indirekte 33-prozentige Beteiligung an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg (ehemals Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH), wurde bis zum 30. Juni 2006 gemäß IAS 28.13 mit der Equity Methode konsolidiert. Mit Wirkung vom 1. Juli 2006 erwarb die Tochter der DocCheck AG, die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, weitere 51,3 Prozent an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg. Die indirekte Beteiligung liegt seit diesem Zeitpunkt bei 84,6 Prozent. Die Konsolidierung nach der bisher angewandten Methode ist nicht mehr zulässig. Gemäß IFRS 3 erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss nach der Erwerbsmethode. Der sich aufgrund der Erstkonsolidierung ergebende negative Unterschiedsbetrag in Höhe von 40 TEUR wurde sofort ertragswirksam erfasst.

Die Antwerpes Romania S.R.L., die aus Gründen der Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, wurde im Jahr 2006 aufgelöst. Der Beteiligungsbuchwert lag im Zeitpunkt der Aufl ösung bei 0 EUR, so dass sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergeben.

1.5.5 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2005 um insgesamt 2,4 Mio. EUR bzw. 21,4 Prozent auf 13,6 Mio. EUR erhöht.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2006
in Mio. EUR
2005
in Mio. EUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 8,4 7,0
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 4,8 3,9
Nutzungsentgelte 0,4 0,3
GESAMT 13,6 11,2

In der dargestellten Berichtsperiode wurden Umsatzrealisierungen nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 in Höhe von 309 TEUR (i. V. 332 TEUR) vorgenommen. Die Teilgewinnrealisierung führte zu folgenden Ergebnisveränderungen:

Veränderungen durch Anwendung von POC:

2006
in TEUR
2005
in TEUR
Vorräte –150 –116
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 309 332
Rückstellungen für ausstehende Kosten –12 –13
ERGEBNISVERÄNDERUNG 147 203

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich im Wesentlichen aus Mieterlösen und der Aufl ösung von Rückstellungen zusammen.

Aus der Erstkonsolidierung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg, ergab sich ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 40 TEUR. Dieser ist gemäß IFRS 3.56 sofort ertragswirksam zu erfassen und ist daher ebenfalls in der Position sonstige betriebliche Erträge enthalten.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand belief sich auf 5.134 TEUR (i. V. 4.563 TEUR) und entfi el mit 3.471 TEUR (i. V. 3.119 TEUR) auf Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und mit 1.663 TEUR (i. V. 1.445 TEUR) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2006 um 799 TEUR auf 4.784 TEUR (i. V. 3.985 TEUR). Der Anstieg resultiert aus der Aufstockung des Personalstammes sowie der Erstkonsolidierung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg. Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2006 115 (i. V. 97). Im Jahresdurchschnitt waren 97 Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten Nutzungsdaueranpassungen bei Mietereinbauten in Höhe von 56 TEUR. Im Vorjahr ist in den Abschreibungen eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der Doc-Check TV GmbH in Höhe von 14 TEUR enthalten.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich im wesentlichen aus Werbe-, Reise-, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Mietaufwand. Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2006 als Aufwand erfasste Honorar für die Abschlussprüfungen beträgt 55 TEUR, das Honorar für Steuerberatungsleistungen beträgt 14 TEUR sowie für sonstige Leistungen 2 TEUR.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 589 TEUR betreffen im wesentlichen die Körperschaftsteuer 2006 in Höhe von 340 TEUR, die Gewerbesteuer 2006 in Höhe von 288 TEUR, die Körperschaftsteuernachzahlung für Vorjahre in Höhe von 18 TEUR, Steuern resultierend aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet worden sind, in Höhe von 27 TEUR, Korrektur der in Vorjahren aufgrund einer Betriebsprüfung gebildeten Ertragsteuerrückstellungen in Höhe von –61 TEUR, passive latente Steuern in Höhe von –22 TEUR sowie aktive latente Steuern in Höhe von –1 TEUR.

8. Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt eine Misch-Steuerquote von 39,9 Prozent zugrunde, die sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent, Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer und einer bei der Berechnung der Körperschaftsteuer abzugsfähigen Gewerbesteuer von 18,37 Prozent zusammensetzt.

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

GESAMT 3 3 58 102
Rückstellungen 0 0 –5 –5
Sonstige Wertpapiere 0 0 0 22*
Forderungen aus Lie
ferung und Leistung
0 0 123 131
Vorräte 0 0 –60 –46
Sachanlagen 3 3 0 0
Aktive latente
Steuern 2006
Aktive latente
Steuern 2005
Passive latente
Steuern 2006
Passive latente
Steuern 2005

* gem. IAS 12.61 erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet

Der tatsächliche Steueraufwand des Geschäftsjahres 2006 von 589 TEUR weicht um -23 TEUR von dem erwarteten Steueraufwand von 612 TEUR ab, der sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes von 39,9 Prozent auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Differenz zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2006
in TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 612
Steuerneutraler Ertrag aus Erstkonsolidierung Eilenburg –10
Fiktive Steuern auf in den Konzernabschluss einbezogenen
Halbjahresgewinn Eilenburg
–13
Steuerminderung aufgrund niedrigerer ausländischer Steuersätze –18
Steueraufwand frühere Jahre 18

TATSÄCHLICHER STEUERAUFWAND 589

9. Gewinnausschüttung

Per 1. Juni 2006 erfolgte auf Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 31. Mai 2006 die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2005 in Höhe von 464 TEUR.

10. Ergebnis pro Aktie

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Am 7. September 2006 hat der Vorstand beschlossen, ein weiteres Aktienrückkaufprogramm zu starten. Basis für diesen Aktienrückkauf ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2006, welcher die Gesellschaft ermächtigt, bis 30. November 2007 maximal 590.431 eigene Aktien zurückzukaufen. Aus einem früheren Aktienrückkaufprogramm werden bereits 91.500 Aktien gehalten. Der Rückkauf wurde zunächst auf weitere 100.000 Aktien, das entspricht 1,7 Prozent des Grundkapitals, beschränkt. Das Programm startete am 11. September 2006. Am 31. Dezember 2006 hält die Gesellschaft 144.598 eigene Aktien.

Unter Berücksichtigung dieser im Jahre 2006 getätigten Erwerbe eigener Aktien beträgt die durchschnittliche Aktienanzahl des Geschäftsjahres 2006 5.802.510 Stückaktien (vgl. dazu auch Punkt VI.18). Das so ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,16 EUR. Unter Berücksichtigung der Anzahl der Aktienoptionen der dritten Tranche in Höhe von 1.500 Stück ergibt sich ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 0,16 EUR.

1.5.6 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im wesentlichen zugekaufte Software.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Konsolidierung der DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck TV GmbH, medicalpicture GmbH, medizinstudent.de GmbH und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Danach wurden folgende Firmenwerte ermittelt (siehe Tabelle auf den Seiten 48 und 49).

3. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2006 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen, der integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden gemäß IAS 17.20 und IAS 17.27 Mietereinbauten in Höhe von ursprünglich 162 TEUR aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben.

4. Beteiligungen

Die Beteiligungen beinhalten die bis 30. Juni 2006 nach der Equity Methode konsolidierte Beteiligung an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH (ehemals Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH), Eilenburg, bei der der Buchwert um die Differenz zum anteiligen Jahresergebnis 2005 in Höhe von 8 TEUR erhöht und um das Ergebnis des ersten Halbjahres 2006 in Höhe von 12 TEUR gemindert wurde. Mit Wirkung zum 1. Juli 2006 wurde durch die Tochter DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, die Mehrheit an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg erworben. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Vollkonsolidierung der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2006 wird folglich kein Beteiligungsbuchwert ausgewiesen.

5. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen (siehe Tabelle auf der nächsten Seite).

In den Vorräten zum 31. Dezember 2006 in Höhe von 601 TEUR (i. V. 406 TEUR) sind gemäß IAS 2 angesetzte und bewertete unfertige Erzeugnisse in Höhe von 309 TEUR (i. V. 223 TEUR) enthalten.

VORRÄTE 2006
in TEUR
2005
in TEUR
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 198 106
Fertigerzeugnisse und Waren 383 261
Geleistete Anzahlungen 20 39

GESAMT 601 406

Gesellschaft Firmenwerte der
Erstkonsolidierung
Nachträgliche Erhöhung
der Firmenwerte durch
Erwerb weiterer Anteile
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwert
Firmenwerte
Wert
minderungen
Zusätzliche
Firmenwerte
Kumulierte
Wertminderungen
Buchwert
Firmenwerte
zum 31.12.2005 zum 31.12.2005 in 2006 in 2006 zum 31.12.2006 zum 31.12.2006
DocCheck Medical Services GmbH 29 0 12 17 0 0 12 17
DocCheck TV GmbH 155 5 14 146 0 0 14 146
medicalpicture GmbH 92 0 10 82 0 0 10 82
medizinstudent.de GmbH 182 0 131 51 0 0 131 51
DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH
756 0 354 402 0 0 354 402
SUMME 1.214 5 521 698 0 0 521 698

DIE FIRMENWERTE (IN TEUR)

6. Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

7. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Zinsabgrenzungen sowie Steuerforderungen. In dieser Position sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 116 TEUR (i. V. 104 TEUR) enthalten, deren Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren liegt.

8. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2006 wurden die kumulierten Fair Value-Änderungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von –67 TEUR, saldiert um die darauf entfallenden Steuern in Höhe von 27 TEUR, erfolgsneutral im Eigenkapital in eine Neubewertungsrücklage eingestellt.

Am 20. Oktober 2006 wurde der Hypothekenpfandbrief der Bayrischen Hypotheken- und Vereinsbank AG am Endfälligkeitstag abgerechnet und das Kapital zu 100% in Höhe von 2.250 TEUR an die Gesellschaft zurückgezahlt. Kursgewinne bzw. -verluste gingen aus der Transaktion nicht hervor. Das frei gewordene Kapital wird bis zu einer Investitionsentscheidung auf einem Tagesgeldkonto angelegt. Auf eine entsprechende Änderung der Position "Wertpapiere des Umlaufvermögens" und "liquide Mittel" sei hingewiesen.

Die Wertpapiere setzten sich zum 31. Dezember 2006 aus einem Hypothekenpfandbrief (Nennwert: 5.000 TEUR; Fälligkeit: Juli 2007) und zwei Schuldscheindarlehen (Nennwert: 5.000 bzw. 2.500 TEUR; Fälligkeit: Mai 2008 bzw. Mai 2007) zusammen. Finanzrisiken nach IAS 32.51 ff. bestehen aufgrund der Rückzahlung der Wertpapiere zu 100 Prozent bei Endfälligkeit nicht.

9. Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind.

10. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

11. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 3 TEUR (i. V. 3 TEUR) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach IAS 17.20.

12. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2006 5.904.312,00 EUR und ist eingeteilt in 5.904.312 Stückaktien à 1 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die unterjährige Entwicklung des Eigenkapitals ist dem beigefügten Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Der Vorstand ist entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juni 2010 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.952.156 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.

Das Grundkapital wird, durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001, um bis zu 590.431 EUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 590.431 neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgte.

Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und an die Mitarbeiter der Doc-Check AG sowie an Geschäftsleiter und Mitarbeiter mit der DocCheck AG verbundener Unternehmen. Der Vorstand und, soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat sind ermächtigt, die Bezugsrechte an die Bezugsberechtigten zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.

13. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2006 13.421.408,68 EUR (i. V. 13.421.408,68 EUR). Die 2004 vorgenommene Anpassung der Kapitalrücklage in Höhe von 89.592,52 EUR wurde im Berichtsjahr und Vorjahr rückgängig gemacht. Durch geänderte Rechtsprechung ist die Vorsteuer aus IPO-Aufwendungen, entgegen der damals vertretenen Auffassung des Konzernbetriebsprüfers, abziehbar. Die Umsatzsteuerverbindlichkeit und die daraus resultierenden Ertragsteuererstattungen wurden entsprechend aufgelöst. Insoweit war auch die Kapitalrücklage zu korrigieren.

14. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen betrugen zum 31. Dezember 2006 71.700,23 EUR (i. V. 71.700,23 EUR).

15. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beträgt 3.228.834 EUR (i. V. 2.785.972 EUR).

16. Kapitalausgleichsposten

Das Eigenkapital in der Bilanz wurde in der Position Kapitalausgleichsposten um 3.246 TEUR gemäß IFRS 3.21 i. V. mit IAS 8 korrigiert (vgl. hierzu Punkt 2.5.2 Abschnitt 2).

17. Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage in Höhe von –41 TEUR (i. V. 32 TEUR) beinhaltet die, um die darauf entfallenden Steuern saldierten, Fair Value-Änderungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens, die gemäß IAS 39 bis zur Ausbuchung der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

18. Eigene Anteile

Der Bestand an eigenen Anteilen beträgt zum Stichtag 144.598 Stück. Sie wurden im Zeitraum von April bis Oktober 2005 sowie September bis Dezember 2006 gemäß Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlungen vom 30. Juni 2004 und 15. Juni 2005 und 31. Mai 2006 zu einem Durchschnittskurs von 4,11 EUR erworben. Der Kurswert beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2006 596.332,24 EUR. Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befi ndlichen Anteile zum 31. Dezember 2006 ist der Tabelle auf der nächsten Seite zu entnehmen.

19. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der medicalpicture GmbH, der DocCheck TV GmbH sowie der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

EIGENE ANTEILE Stück
IM UMLAUF BEFINDLICHE ANTEILE zum 01.01.2006 5.802.314
Abgang eigener Aktien durch Optionsausübung 8.500
Kauf eigener Anteile im Geschäftsjahr 2006 –53.098

IM UMLAUF BEFINDLICHE ANTEILE zum 31.12.2006 5.749.216

20. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2006 385 TEUR (i. V. 66 TEUR) und betreffen im Wesentlichen die Gewerbesteuer in Höhe von 289 TEUR (i. V. 61 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer in Höhe von 96 TEUR (i. V. 5 TEUR).

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (siehe Tabelle auf der Seite 54).

21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr gemäß IAS 17.20 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 71 TEUR (i. V. 89 TEUR) passiviert (siehe Tabelle auf der Seite 55).

Die im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigten bedingten Mietzahlungen betrugen 18 TEUR (i. V. 15 TEUR). Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit den unter Punkt 2.5.6 Abschnitt 3 erläuterten Mietereinbauten.

RÜCKSTELLUNGSSPIEGEL DER DOCCHECK AG bis zum 31. Dezember 2006 (IN EUR)

STAND
01.01.2006
Verbrauch Aufl ösung Zuführung STAND
31.12.2006
PERSONAL
a) Tantiemen 120.998,58 –120.521,78 –476,80 187.304,51 187.304,51
b) Urlaubsrückstellungen 127.000,00 –122.100,00 –4.900,00 150.800,00 150.800,00
c) Berufsgenossenschaft 14.355,00 –13.582,95 –772,05 18.080,00 18.080,00
d) Behindertenabgabe 4.320,00 –722,70 –3.597,30 2.350,00 2.350,00

VERWALTUNG UND BETRIEB

e) Boni 83.200,00 –74.809,46 –8.390,54 51.177,28 51.177,28
f) Künstlersozialkasse 0,00 0,00 0,00 3.900,00 3.900,00
g) Abschluss- und
Prüfungskosten
120.004,42 –104.387,92 –12.035,50 143.768,00 147.349,00
h) Aufsichtsratvergütung 26.311,00 –24.830,19 –1.480,81 18.021,00 18.021,00
i) Nachlaufende Kosten 12.964,78 –12.964,78 0,00 12.181,17 12.181,17
j) Prozesskosten 2.173,18 –1.608,50 –564,68 0,00 0,00
k) Sonstige 12.270,91 0,00 0,00 21.949,09 34.220,00

SUMME 523.597,87 –475.528,28 –32.217,68 609.531,05 625.382,96

22. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen (siehe Tabelle auf der nächsten Seite).

23. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden der Bewertungen in den für die Besteuerung maßgeblichen Einzelabschlüssen nach HGB und der Bewertungen nach IFRS (IAS) im Konzernabschluss (vgl. hierzu Abschnitt V.8).

VERBINDLICHKEITEN TEUR
Davon fällig innerhalb eines Jahres 20
Davon fällig nach mehr als ein bis fünf Jahren 51
Davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0

GESAMT 71

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 2006
in TEUR
2005
in TEUR
Kreditorische Debitoren 0 1
Lohn- und Kirchensteuer 75 51
Umsatzsteuer 325 428
Soziale Sicherheit 43 104
Lohn und Gehalt 0 5
Reisekosten Angestellte 3 3
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 1 1
Sonstige Verbindlichkeiten 13 12
GESAMT 460 605

24. Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen

Zum 31. Dezember 2006 bestanden folgende sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen:

2006
in TEUR
2.247
127
2.374
730
1.644
0

Aus dem Mietvertrag für die Zweigniederlassung Basel, Schweiz, der mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündbar ist, ergeben sich für das Folgejahr fi nanzielle Verpfl ichtungen in Höhe von 12 TEUR. Eventualverbindlichkeiten wurden nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind.

25. Finanzinstrumente

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel) ergibt sich aus der Bilanz. Es bestehen keine signifi kanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. Grundsätzlich können hierzu Bonitäts- und Ausfallrisiken sowie Zinsrisiken bestehen. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen bei ihren Kunden durch und hatte aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht kein Zinsrisiko von wesentlicher Bedeutung.

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2006 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Es bestanden am Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente, die zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt wurden.

1.5.7 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Im Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2006 sind Fremdgelder in Höhe von 29 TEUR (i. V. 28 TEUR) enthalten. Hierbei handelt es sich um ausstehende Ärztevergütungen, über die die DocCheck AG nicht anderweitig verfügen kann. (Vgl. Tabelle Kapitalfl ussrechnung auf den Seiten 58 und 59.)

1.5.8 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Segmentberichterstattung für den Konzernabschluss 2006 (in Euro):

Jahresabschluss 2006 antwerpes
+ partner
DocCheck Holding SUMME
Nettoumsatz der Bereiche 6.612.721 6.979.143 3.827 13.595.691
Konzerninterner Umsatz 68.237 412.935 2.669.513 3.150.685
EBIT 1.051.811 –41.425 83.933 1.094.319
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.056.553 –57.690 535.138 1.534.002
Gesamtvermögen 1.986.948 3.264.673 16.851.688 22.103.309
Gesamtverbindlichkeiten 939.895 595.846 424.402 1.960.143
Abschreibungen auf
Sachanlagen
26.138 92.707 360.955 479.799
Investitionen 23.633 62.374 546.141 632.148
Mitarbeiter 50 53 12 115
KAPITALFLUSSRECHNUNG (IN EURO) 01.01.2006
–31.12.2006
01.01.2005
–31.12.2005
Periodenüberschuss vor außerordentlichem Ergebnis 907.207 642.704
davon erhaltene Finanzmittel aus Zinsen 563.402 574.551
davon gezahlte Finanzmittel aus Zinsen 7.271 7.041
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
479.799 357.451
+ Verlust aus dem Zugang und Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens
16.917 23
+ Verlust aus dem Abgang von eigenen Anteilen 13.036 0
+/– Zunahme/Abnahme Rückstellungen 420.430 –120.480
–/+ Zunahme/Abnahme Forderungen –727.153 –286.225
–/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände 66.679 380.247
–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte –194.618 –140.240
–/+ Zunahme/Abnahme aktive Rechnungsabgrenzung –26.566 24.661
+/– Zunahme/Abnahme passive Rechnungsabgrenzung –10.891 12.944
–/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern 500 4.415
–/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern –43.600 18.400
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva
–110.290 951.178

CASH FLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 791.451 1.845.078

–31.12.2006 –31.12.2005
+/– Ein-/Auszahlungen für Desinvestitionen/Investitionen
in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände,
Beteiligungen und Firmenwerte
–682.846 -246.654
– Auszahlung aus dem Verkauf von konsolidierten
Unternehmen
0 0
+ Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
+/– Ein-/Auszahlung aus dem Verkauf/Erwerb von
Wertpapieren
0 0
CASH FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –682.846 –246.654
– Rückzahlung von Krediten 25.753 –6.317
– Auszahlung an Aktionäre aus Kapitalherabsetzung 0 –14.760.780
– Auszahlung aus Dividendenzahlungen –464.345 –469.549
+/– Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf/Kauf eigener Anteile –199.980 –411.449
CASH FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –638.573 –15.648.095
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –529.968 –14.049.670
+ Bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds
(Neubewertungsrücklage)
–73.061 –56.058
+ Veränderung des Finanzmittelfonds durch Umgliederung
von Wertpapieren
0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.099.512 31.205.241
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.496.483 17.099.512
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
– Zahlungsmittel 4.048.223 2.230.712

– Wertpapiere 12.448.260 14.868.800

01.01.2006

01.01.2005

1.5.9 ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen gemäß IAS 24 folgende Unternehmen und Personen dem Konzern nahe:

AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2006: in Prozent Stückzahl
Aktien
Dr. Frank Antwerpes, CEO* 47,15 2.783.925
Jan Antwerpes, CFO* 13,95 823.477
Dr. Johannes Kersten, AR antwerpes + partner ag 7,32 432.031
Freefl oat 31,58 1.864.879
Hermann Korte, AR antwerpes + partner ag 0,95 56.038
Roland Ortloff, GF DocCheck Medizinbedarf GmbH 0,75 44.312
Tanja Antwerpes, Vorstand antwerpes + partner ag 0,41 23,933
Michael Thiess, AR Vorsitzender 0,10 6.060
Dr. Joachim Pietzko, AR Mitglied 0,01 866
Winfried Leimeister, AR Mitglied 0,00 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft 0,01 400
DocCheck AG 2,45 144.598

* Auf die Herren Antwerpes wurden hälftig die Aktien der Angehörigen ersten Grades verteilt. Bei Helmut Rieger wurden die Anteile seiner Ehefrau hinzugerechnet.

Die Organe der DocCheck AG hatten folgende Interessen an Konzernunternehmungen oder anderen Gesellschaften (siehe Tabelle auf der nächsten Seite).

ORGANE DER DOCCHECK AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien Vorstand Dr. Frank Antwerpes, Köln Vorstandsvorsitzender, CEO antwerpes + partner ag, Köln (Vorstandsvorsitzender bis 15.07.2006) (Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.07.2006) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) medizinstudent.de GmbH, Köln (Geschäftsführer ) Jan Antwerpes, Köln Finanzvorstand, CFO antwerpes + partner ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender bis 15.07.2006) (Mitglied des Vorstands seit 15.07.2006) Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) Aufsichtsrat Michael Thiess, Feldkirchen, Unternehmensberater Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender Sanemus AG Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrats Sonstige Dr. Johannes Kersten, Duisburg antwerpes + partner ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) Tanja Antwerpes, Köln antwerpes + partner ag, Köln (Mitglied des Vorstands) (Mitglied des Vorstands bis 15.07.2006) (Vorstandsvorsitzende seit 15.07.2006) Thilo Kölzer, Köln antwerpes + partner ag, Köln (Vorstand Digital Communication) Roland Ortloff, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) Thomas Schmidt, Köln medicalpicture GmbH, Köln (Geschäftsführer) Hermann Korte, Köln antwerpes + partner ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) Stephan Feifel, Köln DocCheck TV GmbH, Köln (Geschäftsführer)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2006 folgende Vergütungen:

NAME DES VORSTANDS Gezahltes
Fixum
in EUR
Bezogene
Tantiemen
in EUR
Anzahl der gewähr
ten Aktienoptionen
zum 31.12.2005
Dr. Frank Antwerpes, CEO 152.823 41.948 0
Jan Antwerpes, CFO 111.057 27.965 0
Helmut Rieger,
Vorstand Handelsgeschäft
20.004 0 0
SUMME 283.884 69.913 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB neuer Fassung, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2006 folgende Vergütungen (siehe Tabelle auf der nächsten Seite).

Mit Herrn Thiess und Herrn Dr. Pietzko bestehen Verträge über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2006 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Thiess 0 TEUR (i. V. 1 TEUR), mit Herrn Dr. Pietzko 1 TEUR (i. V. 5 TEUR) und Herrn Leimeister 0 TEUR (i. V. 1 TEUR).

NAME DES AUFSICHTSRATSMITGLIEDS Gezahltes
Fixum
in EUR
Bezogene
Tantiemen
in EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender 12.000 8.700
Dr. Joachim Pietzko,
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
6.000 4.300
Winfried Leimeister 6.000 4.300
SUMME 24.000 17.300

4. Mitteilungen nach § 20 AktG oder § 21 WpHG

Mitteilungen nach § 20 Abs. 1 AktG , § 20 Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder 1 a WpHG erfolgten im Geschäftsjahr nicht.

5. Stock Options

Die Gesellschaft gewährt bestimmten Arbeitnehmern entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001 durch Abschluss eines Optionsvertrages Bezugsrechte auf den Erwerb einer Aktie der DocCheck AG. Entsprechend der Stellung des Arbeitnehmers bietet die Gesellschaft bestimmten Arbeitnehmern Verträge über die Gewährung von Aktienoptionen (Optionsvertrag) an. Per 31. Dezember 2006 waren 30.500 (i. V. 42.000) Stock Options ausgegeben. Die Bestandsverminderung resultiert aus der Ausübung von 8.500 Optionen, sowie dem Ausscheiden bezugsberechtigter Mitarbeiter in 2006.

Die Ausübung eines Bezugsrechtes hängt davon ab, dass jeweils die nachstehenden Erfolgsziele erreicht worden sind:

  • Der Kurs der Aktie der DocCheck AG hat sich besser entwickelt als der Nemax-All-Share-Index (jetzt Technology-All-Share-Index)
  • Der aktuelle Kurs der Aktie muss höher als der Vergleichskurs sein, wobei der Vergleichskurs der Aktie
  • für bis fünf Tage vor der Börseneinführung gewährte Bezugsrechte der im Bookbuilding-Verfahren festgestellte Emissionspreis für die Aktie der DocCheck AG bei der Börseneinführung
  • für in einem Erwerbszeitraum ein oder zwei gewährte Bezugsrechte der Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse an den 20 Handelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Erwerbszeitraums ist.
  • Der Mitarbeiter steht in einem ungekündigten oder nicht anderweitig beendeten Anstellungsverhältnis zu einem Unternehmen der DocCheck-Gruppe.

Die Ausübung der gewährten Optionen ist jeweils nur während der folgenden Zeiträume zulässig:

  • Am jeweils vierten und den 19 folgenden Bankarbeitstagen nach einer ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG.
  • Am jeweils vierten und den 19 Bankarbeitstagen nach der Veröffentlichung des Quartalsberichtes der DocCheck AG über das 3. Quartal eines Geschäftsjahres.

Das IASB hat am 19. Februar 2004 den Standard IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Der Standard sieht die Bewertung von Aktienoptionen zum Fair Value und die Erfassung als Personalaufwand vor. IFRS 2 ist erstmals in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2005 beginnen, sowie retrospektiv auf Aktienoptionspläne, die nach dem 7. November 2002 (Zeitpunkt der Veröffentlichung des Standardentwurfs) gewährt wurden, anzuwenden. Die DocCheck AG hat sich aus Wesentlichkeitsgründen entschieden, auf eine rückwirkende Bilanzierung ihrer vor dem 7. November 2002 ausgegebenen Aktienoptionen zu verzichten. Eine Bewertung der zum 31. Dezember 2006 ausgegebenen Aktienoptionen anhand des Black-Scholes-Modells hätte im Geschäftsjahr 2006 zu einem Personalaufwand von 2 TEUR (i. V. 4 TEUR) geführt.

Zusammensetzung Stock Options zum 31. Dezember 2006 siehe Tabelle auf der nächsten Seite.

STOCK OPTIONS (IN EURO)

BESTAND AN AUSGEGEBENEN AKTIENOPTIONEN ZUM 31.12.2005 42.000
Im Jahr 2006 gewährte Optionen 0
Im Jahr 2006 ausgeübte Optionen 8.500
Im Jahr 2006 verfallene Optionen 3.000
BESTAND AN AUSGEGEBENEN AKTIENOPTIONEN ZUM 31.12.2006 30.500
der ersten Tranche
(Ausgabe: April 2000, Bezugskurs: 18,50 €, Laufzeit: 7 Jahre)
27.000
davon an Geschäftsführung ausübbar zum 30.09.2006 22.000
davon an Arbeitnehmer ausübbar zum 30.09.2006 5.000
der zweiten Tranche
(Ausgabe: Dezember 2000, Bezugskurs: 15,46 €, Laufzeit: 7 Jahre)
2.000
davon an Arbeitnehmer ausübbar zum 30.09.2006 2.000
der dritten Tranche
(Ausgabe: Mai 2002, Bezugskurs: 2,66 €, Laufzeit: 7 Jahre)
1.500
davon an Geschäftsführung 1.500
davon mit einer Wartezeit bis zur erstmaligen Ausführung am 31.05.2007 1.500

Vor dem Hintergrund der Anfang Februar 2005 erfolgten Sonderausschüttung in Höhe von 2,50 EUR pro Aktie wurden die Bezugskurse der Optionen der ersten Tranche von 21,00 EUR um 2,50 EUR auf 18,50 EUR, der zweiten Tranche von 17,96 EUR um 2,50 EUR auf 15,46 EUR und der dritten Tranche von 5,16 EUR um 2,50 EUR auf 2,66 EUR angepasst.

6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der diesjährigen Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividende von 10 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende in Höhe von 590.431,20 EUR. Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt.

Köln, den 6. März 2007

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Nicolas Antwerpes Vorstandsvorsitzender

Jan Antwerpes Vorstand

Helmut Rieger Vorstand

1 EIGENKAPITALSPIEGEL GEM. IAS 1 TZ. 96 –101 1.6

in Euro

Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gesetzliche
Rücklage
Satzungsmäßige
Rücklage
Andere Gewinn
rücklagen
Neubewertungs
rücklage
Bilanz
gewinn
Kapitalaus
gleichsposten
Eigene
Anteile
Minderheiten
anteile
Gesamt
SALDO ZUM 31.12.2004 5.904.312 13.421.409 39.253 0 32.448 88.567 2.616.112 -3.245.570 0 229.645 19.086.175
Zusätzlicher Anteilserwerb
DocCheck TV GmbH
5.338 5.338
Kauf eigener Anteile –411.449 –411.449
Neubewertung von Wertpapieren –56.058 –56.058
Dividendenausschüttung –469.549 –469.549
Jahresüberschuss zum 31.12.2005 * 639.410* 29.490 668.901
SALDO ZUM 31.12.2005 5.904.312 13.421.409 39.253 0 32.448 32.509 2.785.973 –3.245.570 –411.449 264.473 18.823.358
Saldo zum 31.12.2005 5.904.312 13.421.409 39.253 0 32.448 32.509 2.785.973 –3.245.570 –411.449 264.473 18.823.358
Anteilserwerb DocCheck Medizin
bedarf, Eilenburg
20.924 20.924
Neubewertung von Wertpapieren –126.905 –126.905
Übertragung eigener Anteile 35.646 35.646
Eigene Anteile –222.590 –222.590
Dividendenausschüttung –464.345 –464.345
Jahresüberschuss zum 31.12.2006 0 934.051 36.494 970.545
SALDO ZUM 31.12.2006 5.904.312 13.421.409 39.253 0 32.448 –94.396 3.255.680 –3.245.570 –598.393 321.891 19.063.633

* Rückgängigmachung BP Buchung gem. SIC 17 i.V.m. IAS 8

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir der Doc-Check AG, Köln, für den als Anlage 1 bis 5 beigefügten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 sowie den in Anlage 6 wiedergegebenen Konzernlagebericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der DocCheck AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalfl ussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 (Konzernbilanzsumme 22.103.309 EUR; Konzernjahresüberschuss 907.207 EUR) und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2006 der DocCheck AG haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450) erstattet.

Köln, im März 2007

PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT Offene Handelsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft

R. van Kerkom Wirtschaftsprüfer

W. van Kerkom Wirtschaftsprüfer 1 1.8

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEM. § 161 AKTG

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der DocCheck AG zu der Empfehlung der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG erklären hiermit, dass den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der derzeit aktuellen Fassung vom 12. Juni 2006 bis auf die nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat überprüfen regelmäßig, ob in Zukunft weitere Empfehlungen und Anregungen des Kodex auf die DocCheck AG anwendbar sind.

2 AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

2.2 Hauptversammlung

2.2.2 Bezugsrecht bei Aktienausgabe

Die DocCheck AG sichert ihren Aktionären grundsätzlich ein ihrem Anteil entsprechendes Bezugsrecht bei der Ausgabe neuer Aktien zu. Laut Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2006 kann das Bezugsrecht im Rahmen einer genehmigten Kapitalerhöhung jedoch eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Der Ausschluss des Bezugsrechts liegt auch im unmittelbaren Interesse der Aktionäre, da hierdurch eine verstärkte Nutzung des Kapitalmarkts ermöglicht und die Gesellschaft in den Stand gesetzt wird, im Zuge ihrer Expansion weitere Unternehmensbeteiligungen im Tausch gegen eigene Aktien zu erwerben und hierdurch die eigene Liquidität zu schonen.

3 ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

3.8 Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung, Abs. 2, Abschluss einer D&O-Versicherung

Die Gesellschaft hat eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat folgen der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, die Qualität der Tätigkeit von Vorständen oder Aufsichtsräten spürbar positiv zu beeinfl ussen.

4 VORSTAND

4.2 Zusammensetzung und Vergütung

4.2.3 Zusammensetzung der Vorstandsbezüge, Satz 3 und 4

Die Vergütungen der Vorstände der DocCheck AG erhalten derzeit keine variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, da alle Vorstände wesentlich an der DocCheck AG bzw. an Tochtergesellschaften beteiligt sind. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass diese Beteiligungen eine ausreichende langfristige Anreizwirkung schaffen.

4.2.4 Offenlegung im Corporate Governance Bericht, Satz 1 Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Vorstandsmitglieder ebenso wie die der Aufsichtsratsmitglieder bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002 in ihrem Geschäftsbericht.

5 AUFSICHTSRAT

5.3 Bildung von Ausschüssen

Erläuterung der DocCheck AG zu 5.3 und allen weiteren Punkten, die die Bildung von Ausschüssen betreffen:

Dieser Punkt dient der Förderung einer effi zienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht aus nur drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Daher ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung nicht sinnvoll.

5.4 Zusammensetzung und Vergütung

5.4.7 Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ebenso wie die der Vorstandsmitglieder bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002 in ihrem Geschäftsbericht.

6 TRANSPARENZ

6.6 Veröffentlichung von Erwerb oder Veräußerung von Aktien durch Organe und Insider (Directors' Dealing) sowie Angabe von Aktienbesitz im Corporate-Governance-Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht alle Angaben zum Directors' Dealing auf ihrer Website und meldet diese der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Angaben zum Aktienbesitz der Organe der Gesellschaft sind im Geschäftsbericht veröffentlicht. Auf eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht wird deshalb verzichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG

Köln, 19. Dezember 2005

Gez. für den Aufsichtsrat Gez. für den Vorstand Michael Thiess Dr. Frank Antwerpes Aufsichtratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen Themen seines kontinuierlichen Dialogs mit dem Vorstand, Berichterstattungen sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in fünf ordentlichen Sitzungen am 2. März 2006, 14. März 2006, 30. Mai 2006, 27. Juli 2006 sowie am 9. November 2006. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftslage unterrichten lassen. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst – so geschehen am 3. April 2006.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2006 waren:

  • Berichterstattung durch den Vorstand
  • zum Jahresabschluss 2005
  • zu den Quartalsabschlüssen
  • zur Lage der Gesellschaft
  • zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
  • zu den Aktivitäten im Bereich Mergers & Acquisitions
  • zum Deutschen Corporate Governance Kodex
  • zur Unternehmensstrategie
  • zum Risikomanagement
  • Effi zienzprüfung des Aufsichtsrats
  • Verlängerung der Vorstandsverträge (für die Herren Antwerpes, DocCheck AG, sowie Tanja Antwerpes, antwerpes + partner ag)
  • Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2006

Hohe Corporate Governance Standards erneut eingehalten

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend beobachtet und hierüber regelmäßig beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 21. Dezember 2006 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die DocCheck AG entspricht auch nach der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 12. Juni 2006 in den wesentlichen Punkten den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 und der Lagebericht der DocCheck AG sind von der PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister im Vorfeld der Sitzung geprüft sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 19. März 2007 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 19. März 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Positive Geschäftsentwicklung 2006

Mit einer Umsatzsteigerung von 21 Prozent auf 13,6 Millionen Euro sowie einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 120 Prozent auf 1,1 Millionen Euro kann die DocCheck-Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurückblicken. Mit diesen Zahlen hat das Unternehmen die eigene, im Verlauf des Jahres bereits erhöhte Umsatzprognose übertroffen.

Als besonders positiv wertet der Aufsichtsrat, dass beide Geschäftsbereiche im Unternehmen ein dynamisches Wachstum aufweisen konnten.

Gute Aussichten für 2007

Mit der Strategie, im Gesundheitsmarkt integrierte und innovative Dienstleistungen für Marketing, Logistik und Handel anzubieten, sieht der Aufsichtsrat den DocCheck-Konzern auf dem richtigen Weg, um in den nächsten Jahren Umsatz, Ergebnis und Unternehmenswert steigern zu können. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand bei dem Ziel, den Umsatz und das Ergebnis im Geschäftsjahr 2007 weiter zu steigern.

Erhöhte Dividende

Aufgrund der guten Entwicklung im Geschäftsjahr 2006 schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an, die Dividendenausschüttung von 8 Cent pro Aktie auf 10 Cent pro Aktie zu erhöhen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und wünscht ihnen für die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2007 viel Erfolg.

Köln, im März 2007

Gez. Michael Thiess Vorsitzender des Aufsichtsrats

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Redaktion DocCheck AG, Köln

Layout Katrin Hinrichs

Gestaltung antwerpes + partner ag, Köln

Druck Heggendruck GmbH, Leverkusen

DocCheck AG Corporate Communications Tanja Mumme fon: +49(0)221.92053-139 eMail: [email protected]