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DocCheck AG Annual Report 2022

Jun 27, 2023

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Annual Report

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Finanzbericht: 32649754

DocCheck AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Einzelabschluss 2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

DocCheck AG, Köln

der DocCheck AG, Köln

Die DocCheck AG, Köln, fungiert als Holding- und Muttergesellschaft des DocCheck-Konzerns. Da die DocCheck AG im Wesentlichen durch die wirtschaftliche Lage, Chancen, Risiken und Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften definiert ist, basiert der Lagebericht der DocCheck AG im Wesentlichen auf den Aussagen des Konzernabschlusses der DocCheck AG. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf. Wesentliche Zahlenangaben in diesem Lagebericht basieren daher auf den Zahlen des IFRS-Konzernabschlusses.

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und ihren Tochtergesellschaften. Die folgenden Tochtergesellschaften haben ihren Sitz ebenfalls in Köln:

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antwerpes ag ("antwerpes")
antwerpes healthy media gmbh ("antwerpes healthy media")
antwerpes health share gmbh ("antwerpes health share"), bis Februar 2022 firmierend als antwerpes münchen gmbh
DocCheck Community GmbH ("DocCheck")
DocCheck Medical Cloud GmbH ("Medical Cloud")
DocCheck Guano AG ("Guano")
DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop")
DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest")
DocCheck Warehouse GmbH ("DocCheck Warehouse")

Die Beteiligungsquote beträgt bei allen Gesellschaften 100%, mit der Ausnahme der DocCheck Shop GmbH. Dort beträgt die Beteiligungsquote 90%.

Die DocCheck AG ist die Holdinggesellschaft der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die Segmentierung erfolgte in die Segmente DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes (mit antwerpes ag, antwerpes healthy media gmbh und antwerpes health share gmbh).

Die Beteiligung der DocCheck Guano AG an der PatientZero Games GmbH, Hamburg wurde im April 2022 aufgelöst.

2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

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DocCheck, die mitgliederstarke europäische Internet-Community für HealthcareProfessionals und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business fünf Unternehmen:

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die DocCheck Community GmbH,
die DocCheck Shop GmbH,
die DocCheck Medical Cloud GmbH,
die DocCheck Forest GmbH und
die DocCheck Guano AG.

Die DocCheck Warehouse GmbH betreibt kein operatives Geschäft.

2.1.1 DocCheck Community GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Community GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.700 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland. Auch in der Schweiz und Österreich ist DocCheck bekannt. Mit der englischen Sprachversion ist DocCheck auch über den deutschsprachigen Raum hinaus relevant. Der Aufbau der Reichweite in Frankreich ist ein Fokus für die kommenden Jahre.

Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Der Fokus der DocCheck Community GmbH liegt auf der Bereitstellung von interessensbasiertem Content. Das wesentliche Element dabei sind die DocCheck Kanäle, die mit themenspezifischem Content bespielt werden. Der Nutzer erhält so den für ihn relevantesten Content. DocCheck betreibt einige eigene Kanäle. Gleichzeitig sind die Kanäle aber auch für Partner oder Blogger kostenlos nutzbar. Der Industrie bietet DocCheck gegen Entgelt einen Full-Service-Betrieb der Kanäle an.

Die im Folgenden genannten Nutzer- und Nutzungszahlen unterliegen natürlichen Schwankungen im Verlauf der Jahre, die durch Neuregistrierungen auf der einen Seite und durch die Bereinigung von inaktiven Nutzern und Dubletten auf der anderen Seite entstehen.

Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Community GmbH gehören:

DocCheck Media

Der Bereich DocCheck Media erbringt Marketingleistungen für Kunden, die primär der Gesundheitsbranche zugeordnet werden können. Die Produkte sind Display Advertising, also die Vermarktung von Werbeflächen primär auf den Seiten der DocCheck-Gruppe, eine werbliche Beteiligung am Service DocCheck News, dem redaktionellen werktäglichen Newsletter der DocCheck Community sowie DocCheck bMail, ein Direktmail-Service für werbliche Informationen. Jeder DocCheck-Nutzer entscheidet in freiem Ermessen, ob er die DocCheck News und bMails erhalten möchte.

Mit den DocCheck News verfügt DocCheck nach wie vor über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare-Professionals in Europa. Der Content der Newsletter wird individuell und interessensbasiert ausgespielt, so dass der Mehrwert für die Nutzer möglichst hoch ist. Die Redaktion berichtet hierbei inhaltlich unabhängig, jedoch wird es Werbekunden ermöglicht, transparente Werbeschaltungen in Form von Advertorials und diversen Teaserelementen zu belegen.

Neben den Schaltungen in den DocCheck News und verschiedenen Display-Formaten auf den DocCheck-Seiten bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden die Zielgruppe der Medical Professionals schnell und effizient.

DocCheck Insights (vormals DocCheck Research)

DocCheck Insights ist das Institut für Markt- und Werbeforschung bei DocCheck und ein wichtiger Full-Service-Spezialist im Gesundheitsbereich in Deutschland. Durch den Ausbau der quantitativen und qualitativen Marktforschungsservices sowie der Bereiche User Experience (UX) und Data Analytics, gelingt es DocCheck Insights mittels umfangreichem Methodenmix und businessrelevanten Insights, Kunden nachhaltig zu binden. Über das in die DocCheck Community eingebundene Panel verfügt DocCheck Insights über eines der größten Heilberufler-Panels in Deutschland und Europa. Mit knapp über 230.000 Panelmitgliedern allein in Deutschland deckt es nahezu alle Heilberufe ab. Die Registrierung der Healthcare-Professionals mit Berufsnachweis sorgt für hohe Glaubwürdigkeit und Datenqualität. DocCheck Insights ist Mitgliedsinstitut der Branchenverbände Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) und BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben einer kostenlosen Basisvariante des DocCheck Logins ermöglichen verschiedene kostenpflichtige Lizenzvarianten mit zusätzlichen Funktionen den Industriekunden eine passgenaue Lösung für ihre individuellen Access-Anforderungen. Die wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins werden den Industriekunden hierbei jährlich wiederkehrend in Rechnung gestellt.

DocCheck Content Marketing

Der Bereich DocCheck Content Marketing beschäftigt sich insbesondere mit dem Betrieb und der Vermarktung der DocCheck Kanäle. Das Angebot trifft auf reges Interesse bei der Industrie, sodass aus der antwerpes ag Ressourcen hinzugezogen wurden, um die Nachfrage befriedigen zu können. Der Bereich betreut namhafte Kunden und wird seine Geschäftsaktivität weiter ausbauen, um sich dauerhaft als vierte tragende Säule der DocCheck Community GmbH zu etablieren.

2.1.2 DocCheck Shop GmbH

Im DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten des DocCheck-Konzerns gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von rund 8.900 Artikeln wird unter der Marke "Doc-Check" auch eine eigene Produktlinie mit rund 250 Artikeln angeboten. Der Verkauf erfolgt derzeit ausschließlich über den Onlineshop. Großbesteller haben jedoch die Möglichkeit, individuelle Angebote zu erhalten.

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Onlineshops für Medizin- und Praxisbedarf in der Region D/​A/​CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z. B. die Kommunikations-, Innovationsund Kreativkraft des Bereichs antwerpes, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager, aus dem der gesamte Versand erfolgt.

Zielgruppe des Shops sind primär niedergelassene und angestellte Ärzte. Die Integration mit der DocCheck Community GmbH wird kontinuierlich vertieft. Durch die Integration der beiden Plattformen soll dem Kunden auf beiden Plattformen ein Mehrwert geboten werden, indem Content und Produkte so miteinander kombiniert werden, dass der Nutzer in jedem Fall davon profitiert, unabhängig von der Frage, ob er sich gerade primär für den Content oder für das Produkt interessiert.

Die eigene Entwicklungsabteilung entwickelt kontinuierlich neue Produkte, die unter der Marke "DocCheck Thïngs" angeboten werden. Die Markteinführung erster Produkte ist erfolgt. Dadurch konnten erste Umsätze realisiert werden, die allerdings noch nicht kostendeckend sind. Wenn das Produktportfolio aufgebaut ist und vom Markt angenommen wird, ist der Break-Even mittelfristig zu erwarten.

2.1.3 DocCheck Medical Cloud GmbH

Die DocCheck Medical Cloud wird das Hostinggeschäft für die Kunden der Gruppe sowie für eigene Hostingbedürfnisse bündeln. Dazu entsteht derzeit ein kleines neues Rechenzentrum, um zertifiziertes Hochsicherheitshosting in Deutschland anbieten zu können. Die Gesellschaft entfaltet derzeit noch keine Aktivität.

2.1.4 DocCheck Guano AG

Die DocCheck Guano AG hält Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"). Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren.

Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG noch eine Beteiligung, nämliche an der Amparo GmbH, Berlin, über deren Vermögen im Januar 2022 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Alle übrigen Beteiligungen wurden entweder veräußert oder wurden in geordneten Insolvenzverfahren abgewickelt. Aus einer Veräußerung in 2022 wurde ein Ertrag von 1,2 Millionen Euro erzielt.

Im Geschäftsjahr 2022 ist die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen eingegangen und hat diese auch nicht aktiv verfolgt. In 2023 sind neue Investments grundsätzlich nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht geplant.

2.1.5 DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest")

Die DocCheck Forest betreibt die Nachhaltigkeitsprojekte der DocCheck-Gruppe. Als Basis dieser Projekte wurden insgesamt 79 Hektar Wald in Nordrhein-Westfalen (73 ha) und Rheinland-Pfalz (6 ha) erworben. Die Wälder werden nach FSC- bzw. PEFC-Standard bewirtschaftet. Dort können nun CO 2-Senken entstehen und Projekte zur Stärkung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit initiiert werden. Laufende Erträge aus den Wäldern sind aufgrund der extensiven Bewirtschaftung zunächst nur in geringem Umfang zu erwarten.

2.2 antwerpes

2.2.1 antwerpes ag

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. Die antwerpes ag ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Markt für verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Medikamente tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert, die sich hauptsächlich an Ärzte und Apotheker richten. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das sich kontinuierlich weiterentwickelnde Leistungsportfolio der Segments antwerpes wird durch verschiedene Firmen und Units erbracht.

Innerhalb der antwerpes ag werden folgende Bereiche unterschieden:

Campaigning

Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Die Campaigning-Bereiche entwickeln individuelle Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Die Bereiche erbringen selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digital

Die Bereiche entwickeln und implementieren Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps sowie Anwendungen im Bereich Virtual Reality. Das Aufgreifen neuer technologischer Entwicklungen ist hierbei eine wesentliche Aufgabenstellung. Genauso wichtig ist jedoch die Fähigkeit, Kundensysteme und branchenspezifische Lösungen zu integrieren. Dazu zählen CRM-Systeme wie Salesforce, Zahlungssysteme und Content-Management-Lösungen wie die von Veeva. antwerpes bildet seine Mitarbeiter entsprechend aus und ist im Bedarfsfall auch entsprechend zertifiziert und lizenziert.

Fortlaufend neue Technologien aufzugreifen und Nutzer zur Teilnahme an Angeboten zu bewegen ist eine wesentliche Aufgabe des Digitalbereichs. Viele dieser Projekte stellen hohe Anforderungen an das Projektmanagement. Passend dazu sind hier auch Mitarbeiter tätig, die digital Kampagnen konzipieren und umsetzen, um die Kundenprojekte nach dem Launch auch mit den notwendigen Besucherströmen zu versorgen. Google Adwords sind dabei ein wesentliches, aber nicht das einzige Mittel.

Den sozialen Medien kommt auch im Healthcare-Marketing eine hohe Bedeutung zu. Zum Leistungsspektrum zählen z.B. die Themen Influencer Relations, Social Research und die Betreuung von Aktivitäten in Business-to-Business und Business-to-Consumer-Netzwerken (z.B. Xing, LinkedIn, DocCheck oder Facebook). Influencer, Blogger und andere Partner können die Arbeit hier in relevanter Weise unterstützen. Leistungen im Bereich der Pharmakovigilanz runden das Angebot zielgruppenspezifisch ab.

Medical

Als Healthcare-Agentur verfügt antwerpes auch über medizinische Kompetenzen, um hochwertige Inhalte - gleich ob Text, Bild, Video, Infografik oder Social-Media-Post - für die Kommunikationsmaßnahmen der Kunden zu erstellen. Die Qualität gliedert sich dabei in eine inhaltliche Komponente, z. B. durch Storytelling und medizinisches Knowhow, und eine Kanal-bezogene Komponente mit dem jeweils passenden Format.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

2.2.2 antwerpes health share gmbh

Die Gesellschaft ist im Februar 2022 durch Umfirmierung aus der antwerpes münchen gmbh entstanden. Sie berät Kunden im Kontext von Social Media Projekten, übernimmt die Durchführung und darüber hinaus begleitende Aktivitäten wie das Pharmkovigilanz-Monitoring. Die ersten Projekte und Mitarbeiter waren Spin-offs der antwerpes ag. Mittlerweile agiert die Gesellschaft operativ in enger Abstimmung und Kooperation mit ihren Schwestergesellschaften, akquiriert ihr Geschäft jedoch in eigener Verantwortung.

2.2.3 antwerpes healthy media gmbh

Die antwerpes healthy media ist ein Spin-off der antwerpes ag. Die Gesellschaft fokussiert sich auf die Konzeption, Planung, Durchführung und Steuerung von Omnichannel Kampagnen für Healthcare-Kunden. Die Gesellschaft organisiert sich nach einem datengetriebenen Modell, was im Healthcare-Markt nach unserer Auffassung eine Besonderheit darstellt.

3. Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise der Warenwirtschaft und des Onlineshops (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Die Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Zielgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, mit den wesentlichen Steuerungsgrößen in Form der Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) bzw. Umsatz (DocCheck Shop).

Bei dem Segment antwerpes, aber in Teilen auch bei dem Segment DocCheck, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze und Einzahlungen ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten und den weitgehend zentral im Controlling eingehenden Aufträgen überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/​Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Werbekanälen und Regionen.

Der größte Kostenblock sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist, neben dem Headcount und der nominellen Kapazität, für antwerpes sowie für Teile der DocCheck Community GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine untergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus haben die Führungskräfte die Möglichkeit, über das interne Business Intelligence Portal die vorgenannten Daten über ein speziell entwickeltes Dashboard nahezu in Echtzeit zu verfolgen.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Das gleiche Reporting, ggf. leicht verkürzt, wird wöchentlich zur Verfügung gestellt. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT basierend auf dem Abschluss nach IFRS und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen.

Für die DocCheck Shop GmbH wurde ein eigenes Berichtswesen aufgebaut. Wöchentlich wird vom Controlling ein Bericht erstellt, der wesentliche KPI abdeckt, darunter den Umsatz (u. a. nach Regionen und Kanälen), Conversion Rates, Lieferrückstände und Auftragszahlen. Einmal im Monat erfolgt eine erweiterte Berichterstattung, die weitere Analysen umfasst. Die Daten werden kommentiert und regelmäßig mit den Führungskräften besprochen. Ergänzt wird das Berichtswesen um self-service Dashboards im Business Intelligence System.

Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

Über die Finanzanlagen erfolgt derzeit kein regelmäßiges Reporting. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts beobachtet der Vorstand die Marktentwicklung kontinuierlich und bewertet die Situation situativ.

4. Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der Doc-Check-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben. Im Segment DocCheck Shop werden kontinuierlich neue Produkte, die unter der Marke "DocCheck Thïngs" angeboten werden, entwickelt.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Markt und Wettbewerb

1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Die Folgen der vom Energiesektor getriebenen Inflation als Folge des Ukrainekriegs lasten auf der Gesamtwirtschaft. Die Realeinkommen schrumpfen, entsprechend sinkt die Nachfrage nach zahlreichen Gütern und Dienstleistungen. Das steigende Zinsniveau lastet auf dem Investitionsgütersektor, hier insbesondere auf der Bauindustrie.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund der genannten Faktoren, insbesondere der Energiekrise und den Lieferkettenproblemen, wuchs die deutsche Wirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, um 1,9 Prozent in 2022.

1.2 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Die Gesundheitsbranche profitiert dabei von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen könnte. Dazu gehören z. B. der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen bzw. nicht verschreibungspflichtigen Medikamente könnte zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind bis heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/​Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die Online-Sprechstunde, verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes sowie das eRezept, sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Der Gesundheitsbranche werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

Die COVID-19-Pandemie hat auch im Geschäftsjahr 2022 die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Gesellschaft noch einmal deutlich unterstrichen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bedeutungsgewinn vielen Akteuren im Gesundheitswesen langfristig Rückenwind geben wird, auch wenn sich die tatsächlichen wirtschaftlichen Konsequenzen für die Marktteilnehmer derzeit noch nicht genau absehbar sind. Wir gehen davon aus, dass die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern eine höhere Priorität erhalten wird und die Existenzgrundlage dieser Gruppen gestärkt werden wird. Von dieser Entwicklung können dann auch nachgelagerte Branchen, wie zum Beispiel die Hersteller und Händler von Arzneimitteln und Medizinprodukten, profitieren.

1.3 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit.

Für das Jahr 2023 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit rund 45 Arzneimittel-Neueinführungen. Damit läge diese Zahl nur knapp unter dem Niveau des Jahres 2022, in dem mit 49 außerordentlich viele Neueinführungen verzeichnet wurden.

Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück. Diesen Trend hat die Corona-Pandemie massiv beschleunigt, da auch Messen und Kongresse nicht stattfinden konnten. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen ist in der DocCheck-Gruppe daher so hoch wie nie zuvor.

Der allgemeine Werbemarkt dürfte im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland stabil bleiben, nachdem er zuvor um ca. 3% gewachsen war.

Für die DocCheck-Gruppe sind diese Daten derzeit nur eingeschränkt anwendbar, da sich das Marketing im Gesundheitswesen regelmäßig als vergleichsweise krisenresistent erweist, da die pharmazeutische Industrie unabhängig von kurzfristigen Konjunkturzyklen agiert.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten Multichannel-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

1.4 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

antwerpes ist spezialisiert auf den Healthcare-Markt und steht im Wettbewerb mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Agenturen im ansonsten sehr unübersichtlichen Agenturmarkt. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als wettbewerbsfähig an.

DocCheck

Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.700 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort kontinuierlich wächst. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

scrollen

Verlage,
Marktforschungsunternehmen,
Direktmarketingdienstleister,
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities.

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 273.100 aktiven Abonnenten einen reichweitenstarken Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Das Tracking von Visits und Page Impressions ist aufgrund des dynamischen Seitenaufbaus technisch nur noch eingeschränkt möglich, bzw. von der Aussagekraft nur noch eingeschränkt relevant. DocCheck fokussiert sich daher derzeit darauf, die Kanäle weiter aufzubauen und die Nutzer zu einer aktiven Auswahl der für sie wichtigen Kanäle zu bewegen.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Insights hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 91.000 Ärzten und rund 26.500 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck bMail über einen Verteiler von mehr als 90.000 aktiven Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinzu kommt ein erweiterter Verteiler mit Medizinstudierenden, Pflegekräften und vergleichbaren Gruppen.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht und das Nutzererlebnis deutlich über den reinen "Beschaffungsvorgang" hinaus erweitern kann.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

2. Geschäftsverlauf aus Konzernsicht

Das Geschäftsjahr 2022 war wie beim Umsatz und beim Ergebnis schwächer als das Vorjahr. Die durch die COVID-19 hervorgerufene Sonderkonjunktur im DocCheck Shop ist stark rückläufig gewesen. Die Umsätze in den übrigen Bereichen waren stabil bis leicht steigend. Die Rückgänge im DocCheck Shop haben die positiven Entwicklungen erwartungsgemäß überwogen. Diese Entwicklung lag im Rahmen der Erwartungen, so dass die Geschäftsentwicklung insgesamt als gut zu beurteilen ist.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der aus der gewöhnlichen Tätigkeit des Konzerns resultierende Bruttozufluss wirtschaftlichen Nutzens während der Berichtsperiode, der zu einer Erhöhung des Eigenkapitals führt, soweit er nicht aus Einlagen der Anteilseigner stammt (Umsatz) im Konzern um 29 Prozent von 85,9 Millionen Euro auf nun 60,9 Millionen Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 37 Prozent von 16,6 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro zurück.

Der Einfluss der Covid-19-Pandemie war erheblich geringer als im Vorjahr. Zu Beginn des Jahres 2022 gab es noch eine erhöhte Nachfrage nach COVID-19-Schnelltests im DocCheck Shop. Danach normalisierte sich das Geschäft zunehmend. Die Nachfrage in den Segmenten antwerpes und DocCheck war dabei stabil bis leicht wachsend.

Die Investitionstätigkeit der Gruppe wurde fortgesetzt. Der Ausbau einer gemieteten Bürofläche wurde abgeschlossen und nach Erwerb eines geeigneten Grundstücks in 2022 mit der Planung eines eigenen kombinierten Büro- und Fulfillment-Standortes im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld wurde durch ein Architektur-Büro begonnen.

3. Ertragslage der Tochtergesellschaften

Die Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie nachfolgend dargestellt entwickelt.

3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe fiel im Jahr 2022 um 29 Prozent von 85,9 auf 60,9 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) sank um 9 Prozent von 44,0 Millionen Euro auf 40,2 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2022 von 528 TEuro auf 2,0 Millionen Euro gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Verkauf einer Beteiligung durch die DocCheck Guano AG.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 4 Prozent von 5,4 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro. Die Veränderung resultiert aus zahlreichen Positionen, ohne eine einzelne signifikante Veränderung. Die Veränderung spiegelt damit insbesondere die steigenden Preise wieder, sowie wieder ansteigende Kosten für Messen oder Reisen.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund der Zuwächse im Anlagevermögen, unter anderem im Bereich der Mieterausbauten für Büroflächen, um 13 Prozent von 2,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,9 Millionen Euro.

Der Personalaufwand stieg um 10 Prozent von 19,4 Millionen Euro auf 21,3 Millionen Euro. Die im Jahresdurchschnitt von 391 auf 416 gestiegene Anzahl von Mitarbeitern hat die Kosten erhöht. Darüber hinaus gab es regelmäßige Anpassungen der Vergütungen bei festangestellten Mitarbeitern. Dadurch sind die reinen Lohn- und Gehaltskosten um 1,7 Millionen Euro gestiegen und machen zusammen den größten Teil des Zuwachses aus. Im Dezember wurde eine Sonderzahlung nach § 3 Nr. 11c EstG an nahezu alle festangestellten Mitarbeiter und Führungskräfte geleistet. Dabei wurden 60% des gesetzlich maximal zulässigen Betrags ausgeschöpft. Zu den genannten Effekten kommen, soweit erforderlich, noch die Kosten der Sozialversicherungen hinzu.

Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 10,4 Millionen Euro 37 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (16,6 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Effekten.

Das Finanzergebnis ist stark rückläufig. Nach 644 TEuro in 2021 ist es in 2022 auf -1.085 TEuro gefallen. Die Zuschreibungen zum Aktienportfolio (Finanzanlagen des Umlaufvermögens) aufgrund der guten Entwicklung der Aktienmärkte in 2021 sind im Geschäftsjahr 2022 entsprechend der Entwicklung an den Aktienmärkten zu korrigieren. Nach Zuschreibungen in Höhe von 810 TEuro im Jahr 2021 waren zum Stichtag 984 TEuro als Saldo aus Zu- und Abschreibungen abzuschreiben

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen fällt aufgrund der beschriebenen Entwicklungen um 46 Prozent von 17,3 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro. Der Anteil der Aktionäre der DocCheck AG am Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 45 Prozent von 11,4 Millionen Euro auf 6,3 Millionen Euro. Daraus resultiert ein unverwässertes Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 von 125 Cent (im Vorjahr: 227 Cent). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie liegt bei 124 Cent im Berichtsjahr und 225 Cent im Vorjahr.

3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

Segment antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, die ant-werpes health share gmbh und die antwerpes healthy media gmbh, verzeichnete einen leicht um 6 Prozent steigenden Umsatz von 28,5 Millionen Euro auf 30,2 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal etwas ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich ähnlich wie der Umsatz und stieg um 4 Prozent von 23,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 24,4 Millionen Euro. Die Rohertragsentwicklung lag damit leicht unter dem Niveau der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen und damit im normalen Rahmen, der sich aus den unterschiedlichen Realisationszeitpunkten von Umsatz und Auftragseingang erwarten lässt. Dieser Leistungsindikator weist für 2022 für das Segment ein Wachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 77 Prozent und damit etwas unter dem hohen Niveau des Vorjahres (82 Prozent). Rund 800 zusätzliche Krankheitstage in Folge der Corona-Wellen machen sich hier bemerkbar.

Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter und des Vorstandes des Segments erfasst sind, stieg in 2022 um 6 Prozent von 10,7 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro. Kostentreiber ist die höhere Anzahl an Mitarbeitern sowie allgemeine Vergütungsanpassungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 11 Prozent von 5,8 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an der Kostensteigerung beträgt rund 60 Prozent und resultiert aus dem überproportionalen Wachstum der Personalkosten im Vergleich zu den Schwestergesellschaften. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten inkl. der Abschreibungen enthalten. Mit insgesamt 17,8 Millionen Euro stiegen die Kosten für Personal, Abschreibungen und Sonstige betriebliche Aufwände im Segment antwerpes im Jahr 2022 um 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 (16,5 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 im Segment antwerpes ein EBIT, der mit 6,6 Millionen Euro 6 Prozent unter dem des Vorjahres von 7,0 Millionen Euro liegt. Das Segment antwerpes ist damit in 2022 immer noch das ergebnisstärkste Segment der Gruppe.

Segment DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Community GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent von 9,8 Millionen Euro in 2021 auf 9,9 Millionen Euro in 2022. Die Entwicklung ist bei allen Geschäftsbereichen des Segmentes ähnlich verlaufen. Der Bereich Media macht wie im Vorjahr in etwa die Hälfte des Umsatzes aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen praktisch unverändert bei 557 Teuro (im Vorjahr 568 Teuro). Die interne Verrechnung von Leistungen im Bereich Marketing, Design und Support an die Schwestergesellschaft DocCheck Shop GmbH ist dabei erneut der wesentliche Treiber in dieser Position. Der Rohertrag der DocCheck Community GmbH liegt unverändert bei 9,46 Millionen Euro (im Vorjahr 9,45 Millionen Euro). Der Personalaufwand stieg in 2022 um 11 Prozent von 3,6 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro. Maßgeblich ist hier das Wachstum der Mitarbeiterzahl sowie allgemeine Kostensteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen um 5 Prozent von 2,2 Millionen Euro auf jetzt 2,3 Millionen Euro. Der Zuwachs bei den Kosten geht auf die nun wieder anfallenden Kosten für die Teilnahme an Messen als Aussteller zurück. Für das Gesamtjahr 2022 wies der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 3,2 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 3,7 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen fielen leicht von 9,4 Millionen Euro in 2021 auf 9,3 Millionen Euro in 2022. Wachstum erzielte DocCheck Industry, die übrigen Bereiche erhielten geringfügig weniger Aufträge als in 2021.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel vergleichbar zum Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 76 Prozent 11 Prozentpunkte unter dem Vorjahr Es wurde verstärkt Zeit in die Weiterentwicklung des Produktportfolios investiert.

Segment DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Shop GmbH, Köln. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Gesamtumsatz im Segment DocCheck Shop ging stark um 56 Prozent von im Vorjahr 48,4 Millionen Euro auf 21,3 Millionen Euro in 2022 zurück. Maßgeblich ist der nachlassende Sondereffekt aus dem Verkauf von Medizinbedarf für den Schutz vor und für die Diagnose von Covid19-Erkrankungen. Die Umsatzsituation hat sich insofern stark normalisiert, auch wenn in 2022 immer noch Umsätze mit Pandemieartikeln im unteren einstelligen Millionenbereich realisiert wurden.

Der Rohertrag sank parallel zum Umsatz 54 Prozent von 11,3 Millionen Euro auf 5,2 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2022 um 7 Prozent von 5,1 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro. Überwiegende Kostentreiber waren Kosten für zusätzliches Personal. Der DocCheck Shop erzielte in 2022 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -0,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 6,2 Millionen Euro).

Zusätzliche Informationen zu nicht operativen Gesellschaften ohne Segmentzuordnung:

DocCheck Guano AG

Guano erzielte wie im Vorjahr in 2022 keine Umsätze. Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1,2 Millionen Euro konnten aus dem Verkauf einer Beteiligung realisiert werden. Nach Abzug der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 22 Teuro (Vorjahr: 20 TEuro) verbleibt ein EBIT in Höhe von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: -0,1 Millionen Euro).

Die letzte verbliebene Beteiligung ist mit 1 Euro (in Worten: ein Euro) bewertet, da über das Vermögen der betreffenden Gesellschaft ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Weitere Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen sind derzeit nicht zu erwarten.

DocCheck Medical Cloud GmbH

Die DocCheck Medical Cloud GmbH hat in 2022 kein aktives Geschäft betrieben und keine Umsätze erzielt. Der EBIT beträgt -7 TEuro und resultiert aus den Verwaltungskosten für die Aufrechterhaltung des Betriebs inklusiver anteiliger Konzernumlage (im Vorjahr -6 TEuro).

DocCheck Forest GmbH

Die DocCheck Forest GmbH hat keine Erlöse erzielt (im Vorjahr 1 TEuro). 25 TEuro für den Erwerb von Baum-Setzlingen wurden im Materialaufwand erfasst (im Vorjahr kein Aufwand). Sonstige betriebliche Aufwände in Höhe von 44 TEuro für Konzernumlage, Dienstleister und Instandhaltungen wurden im Geschäftsjahr erfasst (im Vorjahr 19 TEuro). Das EBIT beläuft sich auf -70 TEuro, nach -18 TEuro im Vorjahr.

DocCheck Warehouse GmbH

Die DocCheck Warehouse GmbH verwaltet eine Büro- und Logistikimmobilie im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld. Das Objekt wurde im Jahr 2022 erworben. Für Mieten, Abschreibungen und Bewirtschaftung des Objektes resultiert ein EBIT in Höhe von -239 TEuro. Umsätze wurden nicht erzielt, da das Objekt leer steht und zum Abriss bestimmt ist.

3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Im Segment antwerpes ist mit 30,2 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 30,8 Millionen Euro für 2022 um 2 Prozent verfehlt. In den neuen Geschäftsmodellen der antwerpes health share gmbh und der antwerpes healthy media ist das Neugeschäft im ersten Quartal des Berichtsjahres etwas langsamer in Fahrt gekommen als erwartet. Davon abgesehen hat sich das Jahr im Verlauf entwickelt wie erwartet. Da die Kosten sich etwas langsamer entwickelt haben als erwartet, fällt das Ergebnis mit 6,6 Millionen Euro rund 1,1 Millionen Euro höher aus als die Prognose von 5,6 Millionen Euro.

Das Segment DocCheck hat das Umsatzziel von 8,6 Millionen Euro in 2022 um 1,3 Millionen Euro übertroffen. Das EBIT liegt mit 3,2 Millionen Euro über dem prognostizierten Wert von 1,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Differenz resultiert aus überplanmäßigen Umsätzen in allen Bereichen. Die Planung für das Jahr 2022 war von einem leichten Rückgang der Umsätze ausgegangen. Tatsächlich hat sich die Nachfrage jedoch stabilisiert.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 20,0 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 21,3 Millionen Euro leicht übertroffen. Der EBIT liegt auf der Prognose von -0,3 Millionen Euro. Die im letzten Lagebericht prognostizierten Entwicklungen sind weitgehend eingetroffen. Entsprechend hat sich das Geschäft erwartungsgemäß entwickelt.

DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert. Der EBIT in Höhe von 1,2 Millionen Euro wurde exakt erreicht, da sich die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2022 in der Praxis wie erwartet entwickelt haben.

Die DocCheck Medical Cloud GmbH hat, anders als prognostiziert, noch keine Umsatzerlöse realisieren können. Ursächlich sind Verzögerungen bei der Errichtung des neuen Rechenzentrums. Die prognostizierten Erlöse in Höhe von 40 TEuro sind jedoch nicht entfallen, sondern wurden in der antwerpes ag realisiert. Der EBIT beläuft sich durch den Entfall der erwarteten Betriebskosten so auch nur auf -7 TEuro, statt auf -230 TEuro wie ursprünglich prognostiziert. Wie bei den Umsätzen sind auch die Betriebskosten weitgehend in anderen Geschäftsbereichen angefallen und nicht ersatzlos entfallen. Die Abweichungen bei der Prognose stehen also weitgehend für konzerninterne Verschiebungen.

Im Konzern ist die ursprüngliche Umsatzprognose aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2022 von 53,0 bis 57,0 Millionen Euro für 2022 mit einem tatsächlichen Umsatz von 60,9 Millionen Euro deutlich übertroffen. Das EBIT liegt mit 10,4 Millionen Euro ebenfalls erheblich über der Prognose von 6,2 bis 8,2 Millionen Euro. Diese Prognose war im November 2022 angepasst worden. Die Anpassung lautete auf eine Prognose von 58,0 bis 60,0 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT im Korridor von 9,0 bis 10,0 Millionen Euro.

4. Finanzlage des Konzerns

Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns lag zum Stichtag bei 13,4 Millionen Euro (Vorjahr 18,2 Millionen Euro).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen davon ist der DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u. a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle, Kryptowährungen und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Dennoch ist die DocCheck AG nicht jederzeit in allen genannten Anlageformen investiert. Zum Stichtag wurden keine Anleihen gehalten, d.h. dass veränderte Marktzinsniveau aufgrund der stark gestiegenen Inflation schlägt sich daher auch nicht in Kursverlusten nieder. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden, gegebenenfalls mit einem reduzierten Ausschüttungsvolumen, um dem Liquiditätsbedarf der laufenden Bauprojekte Rechnung zu tragen.

Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit 6,0 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 10,9 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Konzernjahresüberschuss. Der Cash Flow profitiert hier ebenfalls vom Abgang der Beteiligung in die Firma betterdoc. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei -4,8 Millionen Euro (Vorjahr: -4,3 Millionen Euro). Investitionen wurden in 2022 hauptsächlich für den Erwerb einer Immobilie im Stadtbezirk Ehrenfeld, einer Waldfläche in der DocCheck Forest GmbH sowie Um- und Ausbauten der Büroflächen am Standort Köln-Ehrenfeld getätigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, ist gegenüber dem Vorjahr von -6,0 Millionen Euro auf -5,9 Millionen Euro nahezu unverändert, da die Dividendenzahlung im Jahr 2022 mit 1,00 Euro konstant war. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht, sondern dienen der Realisation der strategischen Ziele der Gruppe.

Die Bauaktivitäten der DocCheck-Gruppe finden in einem volatilen Umfeld statt. Der Inflationsdruck kann dazu führen, dass die Liquidität aufgrund inflationsgetriebener Kostensteigerungen in größerem Umfang belastet wird als bisher geplant. Gleichzeitig sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes im Jahr 2022 in der Bundesrepublik stark rückläufig, was wiederum wegen einer sinkenden Auslastung der Baukapazitäten zu stagnierenden oder sogar fallenden Kosten führen könnte. Wir gehen derzeit davon aus, im Geschäftsjahr 2024 konkretere Daten im Rahmen der ersten größeren Vergaben zu erhalten.

5. Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns ist im Vergleich zu 2021 leicht von 56,7 Millionen Euro auf 60,1 Millionen Euro angestiegen. Die Veränderung geht auf diverse Positionen zurück, insbesondere bspw. im Bereich der Gewerbe- und Körperschaftssteuerrückstellungen sowie -forderungen.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 72 TEuro (im Vorjahr: 58 TEuro) - von 3,6 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Veränderung liegt im Rahmen der üblichen Schwankungen der Bestände.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 8,5 Millionen Euro auf 10,1 Millionen Euro angestiegen. Der Zuwachs resultiert aus dem Wachstum des laufenden Geschäftes bei antwerpes und DocCheck Community. In beiden Bereichen haben die Großkunden aus der Industrie vergleichsweise lange Zahlungsziele.

Die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden haben sich von 1,7 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro erhöht.

Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2022 betrug 4,9 Millionen Euro (Vorjahr: 4,6 Millionen Euro).

Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, da dieser zum Stichtag unter den Anschaffungskosten lag. Der Marktwert betrug zum 31. Dezember 2022 1,6 Millionen Euro (im Vorjahr 1,4 Millionen Euro).

Die zu Fair Value bewerteten Aktien und Anteile an einem Investment-Fonds mit einem Verkehrswert von 2,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 3,3 Millionen Euro) ergänzen das Investmentportfolio ebenso wie Anlagen in Kryptowährungen im Wert von 0,2 Millionen Euro (im Vorjahr 0,4 Millionen Euro).

Die DocCheck Gruppe verfügt über Immobilienbesitz in Form eines zu sanierenden Mehrfamilienhauses im Stadtteil Köln-Ehrenfeld im Wert von 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro), über eine im Geschäftsjahr 2022 angeschaffte und zum Abriss bestimmten Büro- und Logistikimmobilie im Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld im Wert von 3,9 Millionen Euro sowie über forstwirtschaftliche Flächen im Wert von 1,2 Millionen Euro (im Vorjahr 1,0 Millionen Euro).

Auf der Passivseite liegen die langfristigen Schulden mit 6,4 Millionen Euro leicht unter denen des Vorjahres mit 6,5 Millionen Euro. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 38,2 Millionen Euro auf 39,4 Millionen Euro zum Jahresende 2022.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt nun 66 Prozent statt im Vorjahr 67 Prozent. Der Konzern ist, abgesehen von den Verbindlichkeiten, frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus bestehenden Mietverhältnissen, Personalrückstellungen, vertraglichen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen sind die Verbindlichkeiten des Konzerns kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2022 nicht erfolgt.

6. Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Ende 2022 beschäftigt die DocCheck AG 68 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 54). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

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Accounting
Business Development
Central Procurement
Controlling
Corporate Communications
Internal Services
Legal
People Management
Systemadministration

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften angefordert.

Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden:

Die Umsatzerlöse der DocCheck AG betrugen in 2022 9,6 Millionen Euro - gegenüber 8,6 Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 373 TEuro (im Vorjahr: 254 TEuro). Die Veränderung der Sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus Zuschreibungen auf den Platinbestand aufgrund gestiegener Marktpreise.

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den Sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Erträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe 22 TEuro (im Vorjahr: 21 TEuro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 11,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 11,2 Millionen Euro). Die Gewinnabführungsverträge betreffen die antwerpes ag, die DocCheck Community GmbH, die DocCheck Guano AG und die antwerpes health share gmbh.

Außerdem fand eine Verlustübernahme von der DocCheck Medical Cloud GmbH und der DocCheck Forest GmbH in Höhe von 77 TEuro statt. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 0,6 Millionen Euro ist durch das Mitarbeiterwachstum sowie den Anstieg des allgemeinen Gehaltsniveaus verursacht.

Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro gestiegen. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 153 Cent (Vorjahr: 143 Cent).

Im Jahr 2022 wurde seitens der DocCheck AG weiter in den Umbau bzw. die Erneuerung von Flächen in Köln-Ehrenfeld investiert - diese Maßnahmen werden in 2023 weitergeführt. In 2022 hat die DocCheck AG darüber hinaus weiter in die Hardware-Ausstattung von Arbeitsplätzen im Office und im Homeoffice investiert.

Der Rückgang der Finanzanlagen resultiert aus der Liquidation der MediShop XL B.V. Der Finanzmittelfonds (Guthaben bei Kreditinstituten) ist im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Investitionstätigkeit sowie der Erhöhung von Vorauszahlungen auf Ertragsteuern im Berichtsjahr von 12,1 Millionen Euro auf 10,2 Millionen Euro gesunken.

Die Bilanzsumme der DocCheck AG ist gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Millionen Euro auf 42,0 Millionen Euro angestiegen (im Vorjahr: 37,2 Millionen Euro). Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 34,9 Millionen Euro (im Vorjahr: 32,2 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote der DocCheck AG ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt nunmehr 83,0 Prozent (im Vorjahr: 86,5 Prozent).

C. NACHTRAGSBERICHT

Die Kapitalerhöhung aus der zweiten und dritten Tranche des Aktienoptionsprogrammes wurde am 4. Januar 2023 vollzogen und im Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach der Kapitalerhöhung 5.052.816,00 Euro. Das genehmigte Kapital 2018 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 2.471.908,00 Euro.

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2023

Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Im Jahr 2023 tritt das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz in Kraft, das Eingriffe an diversen Stellen in den Markt für Arzneimittel vorsieht. Die Konsequenzen für die Kunden in der Pharmaindustrie sind derzeit noch nicht quantifizierbar und in der Planung entsprechend mit einem erhöhten Maß an Vorsicht berücksichtigt. Die beschlossenen höheren Arzneimittelrabatte könnten zu Ausgabenreduktionen bei den Pharmakunden der DocCheck-Gruppe führen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind zum Berichtszeitpunkt auch weiterhin nicht zuverlässig prognostizierbar, da auch der weitere Verlauf der Pandemie unklar ist. Der Prognose liegt die Annahme zu Grunde, dass das Pandemiegeschehen weiter nachlässt und sich die Nachfrage nach Pandemieprodukten im DocCheck Shop auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Effekte der Digitalisierung von Marketingmaßnahmen bleiben ebenfalls auf hohem Niveau, werden aber nicht mehr so stark wachsen wie in den letzten beiden Jahren.

Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant für das Segment antwerpes in 2023 einen leicht steigenden Umsatz in Höhe von 31,3 Millionen Euro und einen niedrigeren EBIT in Höhe von 5,0 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose nimmt Rücksicht auf die Risiken, die sich aus dem Fachkräftemangel ergeben. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe, die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden. Als positive Einflussfaktoren sind die Impulse aus den beiden Bereichen antwerpes healthy media gmbh und antwerpes health share gmbh eingepreist.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2023 einen weitgehend stabilen Umsatz von ca. 9,5 Millionen Euro. Die EBIT-Erwartung 2023 für DocCheck liegt bei 1,9 Millionen Euro, also unter dem Niveau von 2022.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop haben sich im Geschäftsjahr 2022 stark normalisiert. Für das Geschäftsjahr 2023 wird eine weiter abnehmende Relevanz der Pandemie erwartet. Der DocCheck Shop wird in 2023 im Stammgeschäft organisch wachsen, wobei die durch den Inflationsdruck verursachte sinkende Kaufbereitschaft mit gleichzeitig steigendem Druck auf die Margen eine erhebliche Herausforderung darstellt. Wir erwarten für den DocCheck Shop leicht rückläufige Umsätze auf dann 19,0 Millionen Euro und damit eine zumindest teilweise Kompensation der in 2022 noch realisierten Umsätze mit Pandemieartikeln. Dies bei einem EBIT von -0,5 bis -0,8 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar und deutlich negativ auf das EBIT auswirken.

Die DocCheck AG plant für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 10,5 Millionen Euro, ausschließlich aus der Umlage der eigenen Kosten auf die Tochtergesellschaften. Durch die Umlage der Kosten beträgt der geplante EBIT Null Euro. Außerordentliche Gewinne oder Verluste, z. B. aus Anlagen in Edelmetallen oder Kryptowährungen, werden auf die Tochtergesellschaften nicht umgelegt. Solche Gewinne oder Verluste sind nicht geplant und würden Abweichungen vom geplanten EBIT verursachen. Aus Ergebnisabführungsverträgen wird ein Ergebnis zwischen 5,7 und 6,9 Millionen Euro erwartet.

Für DocCheck Guano ist für 2023 ein negativer EBIT in Höhe von ca. 10 TEuro geplant. Das EBIT resultiert aus den Kosten der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Mit Erlösen oder sonstigen Erträgen ist derzeit nicht zu rechnen.

Für die DocCheck Medical Cloud GmbH werden für das Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von ca. 40 TEuro erwartet aus dem Eintritt in die bestehenden Hostingverträge. Die Kosten im Jahr 2023 werden sich inklusive Umlagen auf ca. 188 TEuro belaufen, so dass sich ein negativer EBIT in Höhe von circa 148 TEuro ergibt.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2023 mit einem Umsatz zwischen 54,0 und 58,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, d. h. mit einem EBIT in Höhe von 5,3 bis 6,5 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und fortlaufenden Updates und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Ereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Risiken aus der Errichtung des Büro- und Fulfillmentstandortes bestehen und verändern das Risikoprofil der Gruppe im Vergleich zu den Vorjahren. Ebenfalls steigt der Bedarf an liquiden Mitteln zur Finanzierung der Investitionen, so dass die Ausschüttungspolitik in den kommenden Jahren deutlich zurückhaltender ausfallen könnte, als in der Vergangenheit.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine gute Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 66 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2023 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. Es werden jedoch erhebliche Investitionen in die Immobilienprojekte erforderlich werden, so dass sich die liquiden Mittel deutlich reduzieren könnten. Fremdfinanzierungen oder andere Kapitalmaßnahmen sind nicht geplant, können jedoch auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

1.2 Risiken und Chancen

Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Analysen in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft situativ Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

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Markt | Kunden
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

Allgemeine Risiken, wie innere Unruhen, Naturgewalten finden in dieser Darstellung als unspezifische externe Risiken keine Berücksichtigung.

1.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem in den Teilbereichen Pharmamarkt (Rx und OTC) und Praxisbedarf. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Das Segment antwerpes und in zwei Bereichen auch das Segment DocCheck realisieren ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.

Für die Realisation der Kundenprojekte ist die Mitwirkung des Kunden unverzichtbar. Verspätete, unzureichende oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden kann zu Mehraufwänden führen, die die Rentabilität eines Projektes erheblich beeinträchtigen können.

Die schnelle Veränderung der technologischen Grundlagen macht es regelmäßig erforderlich auch solche Projekte zu realisieren, deren technologische Tiefe im Rahmen der Projektanbahnung nicht vollständig eruiert werden kann. Daraus können sich in der Umsetzungsphase Aufwände ergeben, die nicht geplant waren und auch dem Kunden nicht belastet werden können.

Viele Kunden aus dem Bereich Pharma unterliegen erheblichen Auflagen im Hinblick auf die Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die DocCheck-Gruppe kann sich als spezialisierter Dienstleister für diese Kundengruppe den an sie durch diese Kunden gestellten Anforderungen an der Mitwirkung im Rahmen der Pharmakovigilanz nicht entziehen. Entsprechend sind Vorkehrungen zu treffen, um insbesondere den Anforderungen an das Berichtswesen und zeitnahe Meldungen gerecht zu werden. Hieraus entsteht ein Kostenrisiko, aber auch ein Risiko durch einen mangelhaften Vollzug der Pharmakovigilanzvereinbarungen, wie zum Beispiel beschädigte Kundenbeziehungen oder Reputationsschäden.

Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck-Gruppe, die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativem Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist ein Kostenfaktor.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des Doc-Check-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war in 2022 aufgrund der COVID-19-Pandemie erheblich, für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig nachteilig. Neue Eingriffe sind jedoch zu erwarten, um die aus der COVID-19-Pandemie resultierenden Kosten wieder auszugleichen.

Der Absatzmarkt des Konzerns befindet sich in stetigem Wandel. Immer wieder werden Bestandskunden von anderen Unternehmen aufgekauft. Dieser Vorgang kann zur Folge haben, dass die Marketingausgaben des Bestandskunden unter dem Einfluss des neuen beherrschenden Unternehmens an Vertragspartner des neuen Eigentümers geht und für den DocCheck-Konzern verloren ist. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend, dass Mediabudgets bei einzelnen Mediaagenturen gebündelt werden. Dadurch steigt insbesondere bei der DocCheck Community GmbH die Abhängigkeit von diesen Mediaagenturen.

Zahlreiche Kunden-Etats, die im Segment antwerpes gehalten werden, betreffen verschreibungspflichtige Medikamente, die einem Patentschutz unterliegen. Mit dem Ablauf des Patentschutzes wird der Marketingaufwand in der Regel erheblich reduziert, so dass viele Bestandsetats ein immanentes Ablaufdatum haben.

Künstliche Intelligenz wird in vielen Geschäftsfeldern zu einem relevanten Faktor in der Leistungserbringung. Dies betrifft die Generierung von Texten, Programmcode, Designs und Übersetzungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die exakten Konsequenzen sind noch nicht absehbar. Es ist jedoch denkbar, dass wesentliche Teile des Leistungsportfolios der DocCheck-Gruppe in Zukunft durch künstliche Intelligenzen erbracht werden. Dieser Herausforderung muss sich die Gruppe stellen, um nicht marginalisiert und aus dem Wettbewerb gedrängt zu werden. Strategisch bedeutet dies vor allem, künstliche Intelligenzen sinnvoll für Kunden nutzbar zu machen und schnellstmöglich in die Leistungsprozesse zu integrieren.

Der DocCheck-Konzern handelt nahezu ausschließlich in Euro. Der Wareneinkauf des DocCheck Shop kann unmittelbar nachteilig durch Währungsschwankungen betroffen werden, da hier auch in größerem Umfang in Asien beschafft wird.

Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, staatliche Eingriffe sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ferner bestehen Rest-Risiken für die Geschäftstätigkeit aus den Einflüssen der Covid-19-Pandemie oder anderen noch unbekannten leicht übertragbaren Krankheiten. Risiken auf der Beschaffungsseite betreffen die DocCheck-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt. Unmittelbar ist der DocCheck Shop auf kontinuierlichen Nachschub an Waren angewiesen. Dieser Nachschub kann aus vielfältigen Gründen stocken, einige Beispiele sind staatliche Stellen, die Produkte aufkaufen, die stockende Produktionen beim Hersteller aufgrund von Infektionen, nicht ausreichende Produktionskapazitäten um die Nachfrage zu befriedigen oder Verzögerungen bei der Verschiffung aus Asien aufgrund zu geringer Transportkapazitäten. Indirekte Risiken resultieren daraus, dass auch viele Kunden in den Segmenten DocCheck und antwerpes auf die Produktion in Asien angewiesen sind. Fällt diese aus oder stockt, können die entsprechenden Produkte (zumeist Humanarzneimittel) nicht mehr verkauft werden. Der Bedarf nach Marketingmaßnahmen könnte dadurch situativ bei einzelnen oder auch mehreren Kunden stark einbrechen.

Weltpolitische Risiken sind für die DocCheck grundsätzlich ebenfalls relevant, da die Beschaffung zum Teil in Asien erfolgt und Kunden global agieren. Der Krieg in der Ukraine birgt voraussichtlich auch weiterhin keine unmittelbaren Risiken. Er könnte aber auf andere europäische Länder übergreifen. Dann könnten die Risiken erheblich sein. Diesen und vergleichbaren Risiken begegnet die DocCheck-Gruppe überwiegend durch Diversifikation.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur wenige Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle bereits in der Vergangenheit durch die Implementierung verschiedener Payment-Provider deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Bei bestehenden Kunden wird im DocCheck Shop teilweise der Kauf auf offene Rechnung angeboten. Diese Option kann durch kriminelle Personen ausgenutzt werden und zu Forderungsausfällen führen. Bonitätsprüfungen können dieses Risiko nur begrenzt reduzieren, wenn mit entsprechend hoher krimineller Energie vorgegangen wird. Für Risiken in den bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ist am Bilanzstichtag bilanziell in angemessenem Maß Vorsorge getroffen.

Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden, wann immer möglich, durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzten Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen in Bezug auf die Zahl der ärztlichen Nutzer zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von DocCheck ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.

DocCheck Shop ist intensivem Wettbewerb durch andere Online-Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisiert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen und zur Differenzierung stark auf Innovationen setzen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, wenn auch nicht immer innerhalb eines Segments.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Daraus ergeben sich weitere Chancen für die Digitalisierung der vor- und nachgelagerten Prozesse.

Zu der Digitalisierung zählen auch die verstärkt aufkommenden künstlichen Intelligenzen. Neben den weiter oben beschriebenen Risiken bietet sich die Chance, bisher zeitaufwändige Prozesse stark zu beschleunigen, die Produktivität zu erhöhen und gerade im Marketingumfeld sehr viel mehr zu leisten, als mit den beschränkten Budgets bisher möglich war. Kreativität und Innovationskraft sind in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld gefragt. Zwei Werte, die die DocCheck-Gruppe schon immer verkörpert hat.

Eine eventuelle Rezession als Folge steigender Inflation und Zinsen, der COVID-19-Pandemie oder dem Russland-Ukraine-Krieg könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache, weniger spezialisierte oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern in Zukunft wieder weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Dies zeigt die aktuell auslaufende Pandemie, in der lieferfähige Pharmaunternehmen und viele Kliniken erheblich von zusätzlichen staatlichen Leistungen profitieren. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch könnten sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

1.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der Doc-Check-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen und eCommerce aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.

Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme der DocCheck-Gruppe sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten könnte die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen durch interne oder externe Personen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden ganz überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet, um die notwendige Flexibilität im Hinblick auf die sich verändernden technologischen Entwicklungen schnell gewährleisten zu können. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Überprüfungen.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich zum Stichtag nur zu einem geringen Teil in der Cloud. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen im schlimmsten Fall dennoch zu gravierendsten Konsequenzen führen.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall krimineller Aktivitäten, eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen.

Solche katastrophalen Ereignisse könnten auch die Gebäude an den Standorten in Köln und Hürth insgesamt vernichten. In diesem Fall wären nicht nur Daten, sondern auch viele andere relevante Infrastrukturteile vernichtet. Dieser Zustand wäre existenzbedrohend.

Diese Risiken sind derzeit teilweise nicht versichert und nach unserer Erkenntnis derzeit auch nicht ohne weiteres versicherbar.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

1.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2022 weitgehend stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen.

Risiken

Es besteht das allgemeine Risiko einer dauerhaft hohen Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen. Steigende Personalkosten können bei laufenden Kundenverträgen nicht oder nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden, so dass hier ein Margen- oder sogar Verlustrisiko resultiert.

Die steigenden Energiepreise betreffen auch die DocCheck-Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2023 ist mit zusätzlichen Kosten im unteren sechsstelligen Bereich zu rechnen. Die Umlage der Kostensteigerung durch Lieferanten auf die Einkaufspreise wird für zusätzliche Kostensteigerungen sorgen, deren Höhe derzeit noch nicht zu quantifizieren ist.

Die DocCheck-Gruppe verfolgt im Stadtbezirk Ehrenfeld ein ehrgeiziges Neubauprojekt, mit einem Kostenvolumen zwischen 20 und 30 Mio. Euro. Die genauen Kosten sind auf Grund der noch laufenden Planungen noch unbekannt. Die teilweise stark fluktuierenden Baukosten können im weiteren Verlauf zu erheblichen zusätzlichen und ungeplanten Kosten führen, die sich zumindest in der Liquidität des Konzern spürbar negativ bemerkbar machen könnten.

Bei den Personalkosten, Mieten, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste, da beispielsweise Gehälter und Mieten für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen.

Im DocCheck Shop wurden und werden erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen auch hier zu einer erheblichen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste.

Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestandsund Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Mindesthaltbarkeit überschreiten.

Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses können sich Risiken für die Beschaffung im DocCheck Shop ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar fakturiert wird. Der Dollarkurs beeinflusst auch den Wert der Edelmetall- und Kryptowährungsbestände sowie einen Teil des Aktiendepots. Aufgrund des vergleichsweise geringen Volumens und der hohen Kosten für die Bilanzierung solcher Geschäfte werden Dollargeschäfte nicht abgesichert.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Basic Bord sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie z. B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.

Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden.

1.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal und dem erweiterten Vorstand der DocCheck AG entgegen.

Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Vorstände und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sowie den Unitleitern in den Tochtergesellschaften. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber hinaus sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben.

Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

Die schwierige Lage bei der Personalbeschaffung kann ein relativer Wettbewerbsvorteil für die DocCheck-Gruppe sein. Die DocCheck-Gruppe positioniert sich schon seit Jahrzenten als attraktiver Arbeitgeber, z. B. über herausragend gestaltete Büroräume, modernste Technik, hohe Aufgabenvielfalt, frühe Verantwortungsübergabe und einen formlosen Umgang untereinander sowie monetären Incentives wie Stock Options, persönlichen Fortbildungsbudgets und Sonderzahlungen. So kann sich die DocCheck-Gruppe authentisch als Mitarbeiter-zentriert positionieren, während viele andere Unternehmen erst einen kulturellen Wandel durchlaufen müssen. Der Übergang in das Homeoffice konnte nahtlos sichergestellt werden und wird auch in Zukunft ein relevanter Aspekt in der Gestaltung der Arbeitswelt bei DocCheck sein. Die Möglichkeit, mobil oder aus dem Homeoffice zu arbeiten gilt für fast alle Mitarbeiter der Gruppe, was die Wettbewerbsfähigkeit mindestens erhält oder sogar verbessert.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Zudem vermuten wir, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die weitere attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

1.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Das nach wie vor relativ geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG derzeit noch wenig rentabel. Kurzfristig ist daher zunächst weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen, bis die höheren Zinsen auch bei den Anlagechancen verfügbar werden. Die Notwendigkeit, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Aktien unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder ganz verfällt.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Kryptowährungen (Bitcoin, Ether) angelegt. Durch die Anlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Kryptowährungen unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder sogar ganz verfällt. Die Risiken dieser Anlageform sind aus Sicht der DocCheck AG insgesamt noch höher als die Risiken von Aktien. Jedoch sind auch die Renditechancen höher. Gleichzeitig werden wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Blockchain-basierten Technologien zum Beispiel im Hinblick auf Erwerbsprozess, Transaktionsgeschwindigkeit und Sicherheit gesammelt, die in die Produktentwicklung und das Leistungsportfolio der DocCheck-Gruppe zu Gunsten der Kunden mit einfließen können.

Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2023 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf Zinserträge angewiesen.

Die DocCheck-Gruppe strebt erhebliche Investitionen an. Dazu zählt insbesondere die Investition in eine eigene Immobilie. Der Umfang der Investitionen, bestehend aus Neu-/​Umbau, Ausstattung und automatischer Lagertechnik, zur Errichtung von Büro- und Lagerflächen ist noch nicht vollständig abzusehen. Die Investitionen werden die Finanzmittel der Gruppe jedoch erheblich in Anspruch nehmen und sich über mehrere Jahre hinziehen, so dass die tatsächliche Inanspruchnahme der bisherigen Überhangsliquidität von den reinvestierbaren Cash-Flows der kommenden Jahre abhängt. Sollten diese niedriger als erwartet ausfallen, könnte sich das Risikoprofil der DocCheck-Gruppe insgesamt ändern, da liquide Mittel langfristig in Sachanlagen gebunden werden müssten. Die Erschließung zusätzlichen Fremd- oder Eigenkapitals ist derzeit nicht vorgesehen, im Worst Case aber nicht auszuschließen.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Die DocCheck AG hat einzelnen Schlüsselpersonen innerhalb der DocCheck-Gruppe Aktienoptionen gewährt, bzw. verfügt über die Berechtigung dies in der Zukunft zu tun. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft.

Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation im DocCheck-Konzern birgt damit besondere Risiken im Hinblick auf Vertragsstrafen sowie zum Beispiel Ordnungs- und Bußgelder.

Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten. Zudem wurde eine entsprechend qualifizierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden.

Es bestehen weiterhin Risiken aus ertragsteuerlicher Organschaft aufgrund abgeschlossener Ergebnisabführungsverträge.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

Die Regulierung des Marktes stellt eine Markteintrittsbarriere dar. Auch etablierte Agenturen können das erforderliche Know-how für einen Eintritt in das Marketing von verschreibungspflichtigen Produkten nicht ohne weiteres aufbieten. Auch der Handel mit Medizin- und Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet.

Fazit

Wesentliche Veränderungen der Risikolage mit Ausnahme der auslaufenden COVID-19-Pandemie sind im Vergleich zum Vorjahr bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht eingetreten. Hinsichtlich der COVID-19-Pandemie sind derzeit weder besondere Chancen noch besondere Risiken zu erwarten. Je nach Verlauf der COVID-19-Pandemie können sich jedoch die Risikoeinschätzungen und die tatsächlichen Auswirkungen auf die Doc-Check-Gruppe im Jahresverlauf ändern. Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte indirekte Auswirkungen haben. Es gibt jedoch keine direkten Geschäftsbeziehungen mit den beiden Ländern. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme. Die Immobilieninvestitionen könnten das Risikoprofil des Konzerns kurz- bis mittelfristig verändern.

E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüberhinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/​oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand regelmäßig in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über viele laufende Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Es existiert ein dezidiertes Rollen-und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten und börsengehandelten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung etwas reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand, stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3.)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online-Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Segment "Basic Board" des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus Dr. Frank Antwerpes (CEO), Philip Stadtmann (CFO), Thilo Kölzer (COO) und Jens Knoop (CTO).

1.1 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 31. Mai 2022 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 3. Juni 2022 und betrug 5.033.876,00 Euro für 5.033.876 dividendenberechtigte Aktien.

1.2 Stock Options

Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon wurden 58.940 Optionen bereits ausgeübt; 10.060 Optionen sind erloschen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Diese sind zwischenzeitlich entweder erloschen oder ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitarbeiter der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Diese sind zwischenzeitlich entweder erloschen oder ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre und ist zwischenzeitlich abgelaufen.

2. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2022 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2022

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249.996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 241.367 166.367 75.000
Philip Stadtmann, CFO 220.622 139.372 81.250
Jens Knoop, CTO 177.240 133.907 43.333
Summe 889.225 629.642 259.583

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Name des Vorstands Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2022 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Davon in 2022 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 20.000 62.400 0
Thilo Kölzer, COO 1.000 3.120 0
Philip Stadtmann, CFO 0 0 0
Jens Knoop, CTO 4.000 12.480 0
Summe 25.000 78.000 0

Vorstandsvergütung 2021

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249.996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 244.582 149.582 95.000
Philip Stadtmann, CFO 206.606 126.606 80.000
Jens Knoop, CTO 184.471 124.471 60.000
Summe 885.655 590.655 295.000

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Name des Vorstands Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2021 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Davon in 2021 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35.940 96.193 982
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.240 98
Philip Stadtmann, CFO 0 0 0
Jens Knoop, CTO 4.000 12.480 197
Summe 41.940 114.913 1.277

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Bericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der obenstehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

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Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Bei Philip Stadtmann sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 50,00 Prozent vom Fixum
Bei Jens Knoop sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum
Bei Thilo Kölzer sind es 2 Prozent (bezogen auf das EBIT des Segment antwerpes), begrenzt auf maximal 75.000 Euro pro Geschäftsjahr.

Zusätzlich hat Philip Stadtmann Anspruch auf eine Leistungsprämie in Höhe von 25 TEuro, wenn der Konzern-EBIT der DocCheck-Gruppe nach IFRS in einem Geschäftsjahr den Betrag von 10 Millionen Euro übersteigt und auf weitere 25 TEuro, wenn der Konzern-EBIT der DocCheck-Gruppe nach IFRS in einem Geschäftsjahr den Betrag von 15 Millionen Euro übersteigt.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 889 TEuro (im Vorjahr: 886 TEuro). Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Thilo Kölzer hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Thilo Kölzer erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Philip Stadtmann hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Philip Stadtmann erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Jens Knoop hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Jens Knoop erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB Abs. 1 Nummer 6, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

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Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis.
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der Doc-Check-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

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Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben. Von diesen sind 6.000 Optionen erloschen, die übrigen Optionen wurden ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2021 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet, die übrigen Optionen wurden ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Aufsichtsratsvergütung 2022

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 32.400 12.000 20.400
Winfried Leimeister, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (seit 11. August 2022) 16.200 6.000 10.200
Prof. Dr. Britta Böckmann (bis 31. Mai 2022), stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 6.750 2.500 4.250
Karin Immenroth (seit 31. Mai 2022) 9.450 3.500 5.950
Summe 64.800 24.000 40.800

Aufsichtsratsvergütung 2021

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Name des Aufsichtsrates Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 34.800 12.000 22.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 17.400 6.000 11.400
Winfried Leimeister 17.400 6.000 11.400
Summe 69.600 24.000 45.600

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von insgesamt 65 TEuro (im Vorjahr: 70 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.

Köln, 11. April 2023

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

Bilanz zum 31. Dezember 2022

der DocCheck AG, Köln

Aktiva

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Stand am 31.12.2022

EUR
Stand am 31.12.2021

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.693,00 279.862,00
2. Anlage in Kryptowährungen 167.543,56 399.780,49
365.236,56 679.642,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.711.249,38 1.743.399,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.173.218,00 2.369.774,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.880.871,00 1.887.483,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 2.811.269,00 1.269.728,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 358.751,23 795.448,48
6. Anlage in Edelmetalle 3.235.436,91 2.980.594,37
12.170.795,52 11.046.427,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.267.478,75 6.317.478,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 100.000,00
6.267.478,75 6.417.478,75
18.803.510,83 18.143.548,47
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.639.673,00 4.570.659,69
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 295,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 282.262,75 297.440,79
10.921.935,75 4.868.395,68
II. Wertpapiere 1.678.614,31 1.756.506,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.160.573,80 12.055.336,58
22.761.123,86 18.680.238,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 401.186,09 368.000,01
41.965.820,78 37.191.786,76
Passiva
Stand am 31.12.2022

EUR
Stand am 31.12.2021

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.033.876,00 5.033.876,00
- Bedingtes Kapital: EUR 502.981,00 (i. V. EUR 502.981,00)
II. Kapitalrücklage 14.302.686,60 14.302.686,60
III. Gewinnrücklagen 71.613,49 71.613,49
IV. Bilanzgewinn 15.422.599,36 12.764.716,28
- davon Gewinnvortrag: EUR 7.730.840,28 (i. V. EUR 5.461.344,03)
34.830.775,45 32.172.892,37
B. Geleistete Einlagen zur beschlossenen Kapitalerhöhung 130.886,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.304.682,95 1.100.805,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.017.001,73 1.126.578,15
4.321.684,68 2.227.383,15
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 294.795,50 531.124,51
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 612.239,32 1.084.572,11
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.773.439,87 1.171.814,62
- davon aus Steuern: EUR 1.750.939,44 (i. V. EUR 1.086.990,21)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.503,20 (i. V. EUR 2.267,76)
2.680.474,69 2.787.511,24
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.999,96 4.000,00
41.965.820,78 37.191.786,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

der DocCheck AG, Köln

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2022

EUR
2021

EUR
1. Umsatzerlöse 9.631.719,47 8.612.067,14
2. Sonstige betriebliche Erträge 373.078,84 254.398,26
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.130,45 2.138,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 221.344,05 230.775,42
230.474,50 232.913,91
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.565.051,79 3.022.844,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 665.902,32 593.464,55
- davon für Altersversorgung: EUR 18.906,97 (i. V. EUR 15.143,20)
4.230.954,11 3.616.308,75
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.685.168,26 1.430.172,45
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.815.451,94 3.586.463,53
7. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 11.003.256,21 11.166.876,79
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 141,10 500,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 141,10 (i. V. EUR 500,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.097,71 20.292,48
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 77.319,77 4.907,59
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 76.838,36 270.408,99
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.222.327,31 3.609.587,20
13. Ergebnis nach Steuern 7.691.759,08 7.303.372,25
14. Jahresüberschuss 7.691.759,08 7.303.372,25
15. Gewinnvortrag 12.764.716,28 10.495.220,03
16. Ausschüttungen 5.033.876,00 5.033.876,00
17. Bilanzgewinn 15.422.599,36 12.764.716,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der DocCheck AG, Köln

Die DocCheck AG hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2022 gemäß § 267 Abs. 1 HGB erstmals die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2022 angewandt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, den Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.

Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 6 bis 15 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 15 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 1 und 20 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 800 Euro werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 51 TEuro angeschafft (im Vorjahr: 136 TEuro).

Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren angeschafften Gold- und Platinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Entfällt der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung ganz oder teilweise in Folgeperioden wieder, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

Die Bewertung der Kryptowährungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.

3. Sonstige Wertpapiere

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Personalaufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfasst und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die vor dem Stichtag beschlossene und nach dem Stichtag eingetragene Kapitalerhöhung ist in Bilanzposition B. geleistete Einlagen zur beschlossenen Kapitalerhöhung mit TEUR 131 berücksichtigt.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von unverändert 32,5 Prozent. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung.

10. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Aus Gründen der Klarheit werden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

Mit rechtlicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 hat die DocCheck AG eine Wohnimmobilie in Köln-Ehrenfeld zum Zwecke der Vermietung und Wertanlage erworben.

Die Immobilie wird planmäßig über 40 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 betragen 38 TEuro (im Vorjahr: 38 TEuro).

Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold- und Platinbestände werden unter dem Posten "Anlage in Edelmetalle" ausgewiesen. In 2022 wurden Zuschreibungen auf die Platinbestände in Höhe von 255 TEuro vorgenommen (im Vorjahr Abschreibungen in Höhe von 55 TEuro).

Die Platinbestände werden zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert, der unterhalb der Anschaffungskosten liegt, bewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiter von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Platinbestände ausgegangen.

Die DocCheck hat für weitere langfristige Investitionszwecke im Kalenderjahr 2021 Anlagen in Kryptowährungen in Höhe von 400 TEuro erworben. In 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen in Kryptowährungen in Höhe von 231 TEuro vorgenommen (im Vorjahr: 0 TEuro).

Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende Änderungen ergeben:

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Liquidation der MediShopXL GmbH, Zeist/​Niederlande
Veräußerung der mittelbaren Beteiligung an der PatientZero Games GmbH, Hamburg (über die DocCheck Guano AG)

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestanden im Vorjahr aus einem Darlehen in Höhe von 100 TEuro an die DocCheck Guano AG. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Darlehen vollständig zurückgezahlt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 10.640 TEuro (im Vorjahr: 4.571 TEuro) und setzen sich wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Cash-Pooling und GuV-Ausgleich 6.810 2.822
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.841 1.749
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -11 0
Summe 10.640 4.571

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 282 TEuro (im Vorjahr: 297 TEuro) setzen sich im Wesentlichen aus Guthaben auf Firmenkreditkarten und Forderungen aus der Vermietung einer Wohnimmobilie zusammen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Sonstige Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen verschiedener Branchen und Anteile an einem börsengehandelten Aktienfonds (ETF) erworben. Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 77 TEuro (im Vorjahr: 5 TEuro); die Zuschreibungen betragen zum Stichtag 33 TEuro (im Vorjahr: 52 TEuro).

4. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 5.033.876,00 Euro (im Vorjahr: 5.033.876,00 Euro), ist aufgeteilt in 5.033.876 Stück (im Vorjahr: 5.033.876 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro.

b. Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 wurde die Gesellschaft bis zum 28. Mai 2025 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2022 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

c. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Mai 2023 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautende Stückaktien (d.h. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen. Das Genehmigte Kapital 2018 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung zum 31. Dezember 2022 noch 2.490.848,00 Euro.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

d. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 502.981,00 Euro (im Vorjahr: 502.981,00 Euro) bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 502.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

e. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 4.008 TEuro (im Vorjahr: 4.008 TEuro).

f. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2022 keine Beträge in die Kapitalrücklage eingestellt. Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB damit auf 119 TEuro (im Vorjahr: 119 TEuro).

g. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.261 TEuro (im Vorjahr: 9.261 TEuro).

h. Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG

Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 914 TEuro (im Vorjahr: 914 TEuro).

i. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Gesetzliche Rücklage 39 39
Andere Gewinnrücklagen 33 33
Summe 72 72

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Tantiemen und Provisionen 493 584
Abschluss- und Prüfungskosten 148 140
Urlaub 85 84
Aufsichtsratsvergütung 59 100
Mietnebenkosten 30 20
Berufsgenossenschaft 2 8
Sonstige 200 191
Summe 1.017 1.127

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 295 TEuro (im Vorjahr: 531 TEuro) und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 612 TEuro (im Vorjahr: 1.085 TEuro) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten betreffen ebenfalls wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling und GuV-Ausgleich.

Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse Köln-Bonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition (Cash-Pooling) abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der ant-werpes ag und der DocCheck Community GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die DocCheck Guano AG ebenfalls in die zentrale Liquiditätsdisposition aufgenommen. Die antwerpes health share gmbh ist dieser Vereinbarung im Januar 2018 beigetreten. Die DocCheck Medical Cloud GmbH ist dieser Vereinbarung im März 2020 beigetreten. Die DocCheck Forest GmbH, die antwerpes healthy media gmbh und die DocCheck Warehouse GmbH sind dieser Vereinbarung in 2021 beigetreten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Umsatzsteuer 1.709 1.027
Lohn- und Kirchensteuer 42 60
Lohn und Gehalt 18 15
Soziale Sicherheit 4 2
Sonstige 0 68
Summe 1.773 1.172

Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Zum 31. Dezember 2022 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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TEUR
Aus Miete 7.271
Aus Leasingverhältnissen 119
Sonstige 31
Summe 7.421
- davon fällig innerhalb eines Jahres 986
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 3.906
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 2.529

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von insgesamt 9.632 TEuro (im Vorjahr: 8.612 TEuro) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagten Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
antwerpes ag 4.794 5.216
DocCheck Community GmbH 1.739 1.696
DocCheck Shop GmbH 1.889 1.510
antwerpes healty media gmbh 714 32
antwerpes health share gmbh 372 103
DocCheck Warehouse GmbH 81 2
DocCheck Forest GmbH 9 10
DocCheck Guano AG 9 9
Mieterlöse 7 14
DocCheck Medical Cloud GmbH 5 5
Sonstige 13 15
Summe 9.632 8.612

Die Umsatzerlöse wurden in 2022 nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 373 TEuro (im Vorjahr: 254 TEuro) setzen sich wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Zuschreibungen Edelmetalle (periodenfremd) 255 0
Zuschreibungen Wertpapiere des Umlaufvermögens (periodenfremd) 38 52
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 35 33
Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) 24 66
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens 10 0
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 4 0
Mietnebenkosten 2 11
Auflösung Mietabgrenzung 0 77
Übrige 5 15
Summe 373 254

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Raumkosten 1.561 1.413
Lizenzen 475 383
Wartungen und Reparaturen 309 300
Fortbildungen 158 154
Rechts- und Beratungskosten 154 133
Fahrzeugkosten 116 84
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 102 92
Reisekosten 91 20
Personalbeschaffung 81 143
Internetkosten 66 70
Aufsichtsratsvergütungen 65 70
Nebenkosten Geldverkehr 59 77
Hauptversammlungskosten 53 25
Verwaltungsaufwendungen 45 39
Freelancer 42 129
Börsenpräsenz 42 65
Mobiltelefon, Telefon 35 35
Marketing 32 50
Messekosten 20 0
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 18 43
Bürobedarf 9 9
Sonstiger Betriebsbedarf, Bewirtung etc. 282 252
Summe 3.815 3.586

4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 77 TEuro (im Vorjahr: 5 TEuro) betreffen Aktien (im Vorjahr: Aktien).

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3.222 TEuro (im Vorjahr: 3.610 TEuro) setzen sich aus der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.563 TEuro (im Vorjahr: 1.726 TEuro) und der Gewerbesteuer in Höhe von 1.659 TEuro (im Vorjahr: 1.830 TEuro) zusammen.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2022 aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 14 TEuro (im Vorjahr: 10 TEuro). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.

Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen für Personalkosten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens. Zukünftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.

6. Gewinnausschüttung

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 31. Mai 2022 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 5.033.876 Euro vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 7.730.840,28 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 68 (im Vorjahr: 54) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Verwaltungsmitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2022 folgende Mitglieder:

Vorstand

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Dr. Frank Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, CEO, Arzt und Zahnarzt
Thilo Kölzer, Frechen, Betriebswirt, COO
Philip Stadtmann, Köln, MBA, CFO
Jens Knoop, Köln, Bauingenieur, CTO

Aufsichtsrat

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Dr. Joachim Pietzko, Köln, Aufsichtsratsvorsitzender, Rechtsanwalt
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Professorin an der Fachhochschule Dortmund (Mitglied bis 31. Mai 2022)
Winfried Leimeister, Köln, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (seit 11. August 2022), Steuerberater
Karin Immenroth, Chief Data & Analytics Officer (Mitglied seit 31. Mai 2022)

Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2022 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2022

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249.996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 241.367 166.367 75.000
Philip Stadtmann, CFO 220.622 139.372 81.250
Jens Knoop, CTO 177.240 133.907 43.333
Summe 889.225 629.642 259.583

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Name des Vorstands Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2022 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Davon in 2022 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 20.000 62.400 0
Thilo Kölzer, COO 1.000 3.120 0
Philip Stadtmann, CFO 0 0 0
Jens Knoop, CTO 4.000 12.480 0
Summe 25.000 78.000 0

Vorstandsvergütung 2021

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249.996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 244.582 149.582 95.000
Philip Stadtmann, CFO 206.606 126.606 80.000
Jens Knoop, CTO 184.471 124.471 60.000
Summe 885.655 590.655 295.000

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Name des Vorstands Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2021 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Davon in 2021 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35.940 96.193 982
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.240 98
Philip Stadtmann, CFO 0 0 0
Jens Knoop, CTO 4.000 12.480 197
Summe 41.940 114.913 1.277

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütung 2022

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Name des Aufsichtsrats _​ Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 32.400 12.000 20.400
Winfried Leimeister, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (seit 11. August 2022) 16.200 6.000 10.200
Prof. Dr. Britta Böckmann (bis 31. Mai 2022), stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 6.750 2.500 4.250
Karin Immenroth (seit 31. Mai 2022) 9.450 3.500 5.950
Summe 64.800 24.000 40.800

Aufsichtsratsvergütung 2021

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 34.800 12.000 22.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 17.400 6.000 11.400
Winfried Leimeister 17.400 6.000 11.400
Summe 69.600 24.000 45.600

Neben den Vorstandsvergütungen und den Aufsichtsratsvergütungen besteht mit Dr. Pietzko ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate gegenüber Dritten. Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Umfang der Geschäfte mit Dr. Pietzko 18 TEuro (brutto) (im Vorjahr: 4 TEuro).

3. Konzernabschluss

Die DocCheck AG erstellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

4. Anteilsbesitz

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2022 Eigenkapital zum 31.12.2022

(in TEUR)
Jahresergebnis 2022

(in TEUR)
DocCheck Community GmbH, Köln 100% 643 0 1)
antwerpes ag, Köln 100% 298 0 1)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 50 13 2)
antwerpes health share gmbh, Köln 100% 514 0 1)
DocCheck Medical Cloud GmbH, Köln 100% 4 0 1)
DocCheck Shop GmbH, Köln 90% 8.432 -258
DocCheck Forest GmbH, Köln 100% 7 0 1)
antwerpes healthy media gmbh, Köln 100% 25 0 3)
DocCheck Warehouse GmbH, Köln 100% -231 -209

1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

2) vor Verlustausgleich, nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

3) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag

5. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

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Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der Doc-Check-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

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Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

1. Tranche

Die 1. Tranche wurde im Kalenderjahr 2020 komplett ausgeübt und Aktien ausgegeben.

2. Tranche

Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden vier Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,62 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 0 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro).

Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2020 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet.

Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

3. Tranche

Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,48 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 3. Tranche beträgt 0 TEuro (im Vorjahr: 1 TEuro).

Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

Am 8. März 2022 haben alle Optionsberechtigten der zweiten Tranche sowie ein Optionsberechtigter der dritten Tranche die Annahme von insgesamt 18.940 Optionen erklärt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin am 7. Dezember 2022 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft um 18.940 Euro auf 5.052.816 Euro durch die Ausgabe von 18.940 neuen Aktien zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgt aus dem genehmigten Kapital und dient der Zuteilung von Aktien aus dem Stock Options Programm. Damit sind alle Optionen aus der zweiten Tranche des Optionsprogramms ausgeübt. Die Kapitalerhöhung wurde im Januar 2023 vollzogen und im Handelsregister eingetragen.

Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):

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2022 2021
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 43.940 43.940
Neuzusagen 0 0
Verfallen 0 0
Ausgeübt 18.940 0
Erloschen 0 0
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 25.000 43.940
davon ausübbar zum Ende der Periode 25.000 43.940

6. Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

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2022

TEUR
2021

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 72 65
Summe 72 65

7. Nachtragsbericht

Die Kapitalerhöhung aus der zweiten und dritten Tranche des Aktienoptionsprogrammes wurde am 4. Januar 2023 vollzogen und im Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach der Kapitalerhöhung 5.052.816,00 Euro. Das genehmigte Kapital 2018 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 2.471.908,00 Euro.

E. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 0,75 EUR pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 3.789.612,00 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 11.632.987,36 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 11. April 2023

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

der DocCheck AG, Köln

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Stand am 31.12.2022

EUR
Stand am 1.1.2022

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 647.315,73 62.506,00 0,00 0,00 709.821,73 367.453,73
2. Anlage in Kryptowährungen 399.780,49 0,00 2.242,52 0,00 397.537,97 0,00
1.047.096,22 62.506,00 2.242,52 0,00 1.107.359,70 367.453,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.819.425,71 6.013,67 0,00 0,00 1.825.439,38 76.026,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.669.042,66 0,00 0,00 0,00 2.669.042,66 299.268,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.433.150,77 561.640,09 191.901,40 129.071,38 4.931.960,84 2.545.667,77
4. Einbauten in fremde Grundstücke 4.428.855,15 19.169,42 0,00 1.909.058,44 6.357.083,01 3.159.127,15
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 795.448,48 1.601.432,57 0,00 -2.038.129,82 358.751,23 0,00
6. Anlage in Edelmetalle 3.574.840,00 0,00 0,00 0,00 3.574.840,00 594.245,63
17.720.762,77 2.188.255,75 191.901,40 0,00 19.717.117,12 6.674.335,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.858.931,99 0,00 78.037,72 0,00 6.780.894,27 541.453,24
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00 0,00 0,00
6.958.931,99 0,00 178.037,72 0,00 6.780.894,27 541.453,24
25.726.790,98 2.250.761,75 372.181,64 0,00 27.605.371,09 7.583.242,51

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge

EUR
Zuschreibungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand am 31.12.2022

EUR
Stand am 31.12.2022

EUR
Stand am 31.12.2021

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.675,00 0,00 0,00 512.128,73 197.693,00 279.862,00
2. Anlage in Kryptowährungen 231.023,26 0,00 1.028,85 229.994,41 167.543,56 399.780,49
375.698,26 0,00 1.028,85 742.123,14 365.236,56 679.642,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.163,67 0,00 0,00 114.190,00 1.711.249,38 1.743.399,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.556,00 0,00 0,00 495.824,66 2.173.218,00 2.369.774,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 688.063,47 0,00 182.641,40 3.051.089,84 1.880.871,00 1.887.483,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 386.686,86 0,00 0,00 3.545.814,01 2.811.269,00 1.269.728,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 358.751,23 795.448,48
6. Anlage in Edelmetalle 0,00 254.842,54 0,00 339.403,09 3.235.436,91 2.980.594,37
1.309.470,00 254.842,54 182.641,40 7.546.321,60 12.170.795,52 11.046.427,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 28.037,72 513.415,52 6.267.478,75 6.317.478,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
0,00 0,00 28.037,72 513.415,52 6.267.478,75 6.417.478,75
1.685.168,26 254.842,54 211.707,97 8.801.860,26 18.803.510,83 18.143.548,47

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DocCheck AG, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DocCheck AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Bericht des Aufsichtsrats und die übrigen Teile des veröffentlichten "Geschäftsberichts", aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen - sobald sie verfügbar sind - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, 12. April 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Das vergangene Jahr 2022 war das dritte von der Pandemie geprägte Jahr. Dies und der Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 haben viel Leid verursacht und die gesamte Wirtschaft national und international beeinträchtigt.

Der Vorstand hat mögliche Auswirkungen der wirtschaftlichen Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg frühzeitig antizipiert und im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 entschlossen und konsequent auf diese Herausforderungen reagiert. Dabei haben wir im Aufsichtsrat den Vorstand eng begleitet und standen in einem kontinuierlichen Dialog.

Im Mittelpunkt der weiteren Erläuterungen stehen nun dieser genannte kontinuierliche Dialog, die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in sechs ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen vor Ort sowie virtuell am 23. und 24. März, 31. Mai, 09. August, 14. September sowie 24. November.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Jahr 2022 entweder per virtueller Konferenz zugeschaltet oder fehlten entschuldigt. Ferner hat mindestens ein Mitglied des Vorstands an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Nur Beratungen zu Personalangelegenheiten des Vorstands und die geschlossene Sitzung des Aufsichtsrats erfolgten ohne Beteiligung des Vorstands.

Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2022 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner ging er pandemie- und durch den Krieg in der Ukraine bedingt auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein.

Es erfolgte die Berichterstattung unter anderem zu den folgenden Punkten:

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zum pandemiebedingten Vorgehen
zu durch den Krieg in der Ukraine bedingten Herausforderungen
zum Jahresabschluss 2021 und 2022
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahres 2022 und Veröffentlichungen von Finanz-und Unternehmensnachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding sowie ihrer Töchter, Beteiligungen sowie Neugründungen und Umfirmierungen
zu personellen Veränderungen bei Töchtern und Beteiligungen
zur Annahme von Stock-Optionen
zu anstehenden Investitionen in Wald und Immobilien
zur Nachhaltigkeitsstrategie
zu bestehenden Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zur Prognoseanhebung
zur Umsetzung der Energiesparverordnung
zur Entwicklung der DocCheck Shop GmbH

Beratungen

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zu Risikoumfrage, -management und internen Kontrollsystemen
zur Vorbereitung der Vertragsverlängerungen von Vorstandsverträgen
zur Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer sowie deren Wahl
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2022
zur Ausübung von Aktienoptionen
zu bestehenden und möglichen Beteiligungen der DocCheck Guano AG sowie deren Veräußerung
zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart -Zweigniederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 28. Mai 2021 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden.

Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. und 24. März 2022 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 24. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2022 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Zweigniederlassung Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Zweigniederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Zweigniederlassung Köln, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. März und 11. und 13. April 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 13. April 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Wiederwahl sowie Wechsel im Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat der DocCheck AG kam es im Berichtsjahr zu folgenden personellen Veränderungen: Frau Prof. Britta Böckmann schied mit Ablauf der Hauptversammlung am 31. Mai 2022 aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolgerin wurde Frau Karin Immenroth von der Hauptversammlung gewählt.

Im Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats bedanken wir uns an dieser Stelle bei Frau Prof. Böckmann für die langjährige gute und konstruktive Zusammenarbeit und begrüßen Frau Immenroth als neues Mitglied.

Herr Leimeister und ich haben uns erneut zur Wahl in den Aufsichtsrat gestellt und wurden von der Hauptversammlung wiedergewählt. Auch an dieser Stelle möchte ich mich, auch im Namen von Herrn Leimeister, für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 31. Mai 2022 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik sowie die durch die pandemie- und ökonomisch bedingte Lage ausgiebig erörtert und diesem zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2022 vorgeschlagen, eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 31. Mai 2022 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Auch in diesem Jahr möchte ich mich gerne, auch im Namen meiner Aufsichtsratskolleg:innen, bei allen Mitarbeiter:innen der DocCheck-Gruppe für ihren erneut starken Einsatz in der andauernden Pandemie sowie den durch den Krieg in der Ukraine bedingten Herausforderungen im Jahr 2022 bedanken!

Für das laufenden Geschäftsjahr 2023 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiter:innen der DocCheck-Gruppe weiterhin viel Erfolg.

Köln, im April 2023

Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Köln, 11. April 2023

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2022 in Höhe von 15.422.599,36 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie.

Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 5.052.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 3.789.612,00 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 11.632.987,36 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2022 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 11. April 2023

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop