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DocCheck AG Annual Report 2021

Apr 14, 2022

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Annual Report

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Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Jahresfinanzbericht 2021

DocCheck AG, Köln

INHALT

Kennzahlen

  • 1 Konzernlagebericht
  • 2 Konzernbilanz
  • 3
  • 4 Konzerngesamtergebnisrechnung
  • 5 Konzernanhang
  • රි Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 7 Konzernkapitalflussrechnung
  • ထ Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
  • の Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 10 Bilanzeid
  • Bericht des Aufsichtsrats 11
  • 12

Impressum

DocCheck AG

KENNZAHLEN

DocCheck Konzern 2021
in EUR
2020
in EUR
Veränderung
in EUR
Veränderung
in Prozent
Umsatzerlöse 85.921.323,86 63.100.412,78 22,820,911,08 36.17
davon antwerpes 28.620.935,76 23.231.304,54 5.389.631,22 23.20
davon DocCheck 9.760.834.09 7.458.150.41 2.302.683.68 30,87
davon DocCheck Shop 48.442.461.14 33.106.865.04 15.335.596.10 46,32
EBIT 16.643.237,17 13.760.907.27 2.882.329,90 20,95
EBITDA 19.198.206,66 15.601.666.98 3.596.539.68 23,05
Konzernjahresüberschuss
(Anteil Aktionäre DocCheck AG)
11.404.548,91 9.202.338,16 2.202.210,75 23,93
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) 2,27 1,83 0,44 24,04
Bestand liquide Mittel (31.12.) 18.189.305.19 17.514.206.13 675.099.06 3,85
Anzahl Mitarbeiter (31.12.) 372 341 31 9,09

Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2021

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und ihren Tochtergesellschaften. Die folgenden Tochtergesellschaften haben ihren Sitz ebenfalls in Köln:

  • antwerpes ag ("antwerpes")
  • antwerpes healthy media gmbh ("antwerpes healthy media")
  • DocCheck Community GmbH ("DocCheck")
  • DocCheck Medical Cloud GmbH ("Medical Cloud")
  • DocCheck Guano AG ("Guano")
  • -
  • DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest")
  • DocCheck Warehouse GmbH ("DocCheck Warehouse")

Die folgenden Tochtergesellschaften haben ihren Sitz wie angegeben:

  • antwerpes münchen gmbh ("antwerpes münchen"), München

Die Beteiligungsquote beträgt bei allen Gesellschaften 100%, mit der Ausnahme der Doc-Check Shop GmbH. Dort beträgt die Beteiligungsquote 90%.

Die DocCheck AG ist die Holdinggesellschaft der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die Segmentierung erfolgte in die Segmente DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes (mit antwerpes ag, antwerpes healthy media gmbh und antwerpes münchen gmbh).

Die DocCheck Guano AG hält wie im Vorjahr eine Beteiligung at equity in Höhe von 33,93 Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.

Die DocCheck Medical Cloud GmbH wurde im Geschäftsjahr 2020 gegründet und übt noch keine Geschäftstätigkeit aus.

Die DocCheck Forest GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet. Sie besitzt zwei Waldflächen von insgesamt 75 Hektar, davon 69 Hektar in Nordrhein-Westfalen und 6 Hektar in Rheinland-Pfalz. Die DocCheck Forest GmbH ist die Trägerin der Nachhaltigkeitsinitiativen der DocCheck-Gruppe.

Die DocCheck Warehouse GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 gegründet und ist eine Zweckgesellschaft zum bereits optionierten Erwerb einer Logistik- und Büroimmobilie in Köln.

Die Gesellschaften MediShopXL B.V. und medweb24 GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020 erworben. Die MediShopXL B.V. wurde im August 2021 planmäßig liquidiert nach der Ubernahme aller Assets durch die DocCheck Shop GmbH. Die medweb24 GmbH wurde in 2021 auf die DocCheck Community GmbH verschmolzen.

2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

  • DocCheck, die mitgliederstarke europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals und
  • antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business fünf Unternehmen:

  • die DocCheck Community GmbH,
  • die DocCheck Shop GmbH,
  • die DocCheck Medical Cloud GmbH und
  • die DocCheck Forest GmbH
  • die DocCheck Guano AG

Die DocCheck Warehouse GmbH betreibt kein operatives Geschäft.

2.1.1 DocCheck Community GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Community GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals (vor allem Arzte und Apotheker) mit mehr als 960.000 registrierten Nutzern und über 2.600 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland. Auch in der Schweiz und Osterreich ist DocCheck bekannt. Mit der englischen Sprachversion ist DocCheck auch über den deutschsprachigen Raum hinaus relevant. Der Aufbau der Reichweite in Frankreich ist ein Fokus für die kommenden Jahre. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Der Fokus der DocCheck Community GmbH liegt auf der Bereitstellung von interessensbasiertem Content. Das wesentliche Element dabei sind die DocCheck Kanäle, die mit themenspezifischem Content bespielt werden. Der Nutzer erhält so den für ihn relevantesten Content. DocCheck betreibt einige eigene Kanäle. Gleichzeitig sind die Kanäle aber auch für Partner oder Blogger kostenlos nutzbar. Der Industrie bietet DocCheck gegen Entgelt einen Full-Service-Betrieb der Kanäle an.

Die im Folgenden genannten Nutzer- und Nutzungszahlen unterliegen natürlichen Schwankungen im Verlauf der Jahre, die durch Neuregistrierungen auf der einen Seite und durch die Bereinigung von inaktiven Nutzern und Dubletten auf der anderen Seite entstehen.

Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Community GmbH gehören:

DocCheck Media

Der Bereich DocCheck Media erbringt Marketingleistungen für Kunden, die primär der Gesundheitsbranche zugeordnet werden können. Die Produkte sind Display Advertising, also die Vermarktung von Werbeflächen primär auf den Seiten der DocCheck-Gruppe, eine werbliche Beteiligung am Service DocCheck News, dem redaktionellen werktäglichen Newsletter der DocCheck Community sowie DocCheck bMail, ein Direktmail-Service für werbliche Informationen. Jeder DocCheck-Nutzer entscheidet in freiem Ermessen, ob er die DocCheck News und bMails erhalten möchte.

Mit den DocCheck News verfügt DocCheck nach wie vor über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare-Professionals in Europa. Der Content der Newsletter wird individuell und interessensbasiert ausgespielt, so dass der Mehrwert für die Nutzer möglichst hoch ist. Die Redaktion berichtet hierbei inhaltlich unabhängig, jedoch wird es Werbekunden ermöglicht, transparente Werbeschaltungen in Form von Advertorials und diversen Teaserelementen zu belegen.

Neben den Schaltungen in den DocCheck News und verschiedenen Display-Formaten auf den DocCheck-Seiten bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden die Zielgruppe der Medical Professionals schnell und effizient.

DocCheck Insights (vormals DocCheck Research)

DocCheck Insights ist das Institut für Markt- und Werbeforschung bei DocCheck und ein wichtiger Full-Service-Spezialist im Gesundheitsbereich in Deutschland. Durch den Ausbau der quantitativen und qualitativen Marktforschungsservices sowie der Bereiche User Experience (UX) und Data Analytics, gelingt es DocCheck Insights mittels umfangreichem Methodenmix und businessrelevanten Insights, Kunden nachhaltig zu binden. Über das in die DocCheck Community eingebundene Panel verfügt DocCheck Insights über eines der größten Heilberufler-Panels in Deutschland und Europa. Mit knapp über 300.000 Panelmitgliedern in Deutschland und Europa deckt es nahezu alle Heilberufe ab. Die Registierung der Healthcare-Professionals mit Berufsnachweis sorgt für hohe Glaubwürdigkeit und Datenqualität. DocCheck Insights ist Mitgliedsinstitut der Branchenverbände Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) und BVM Berufsverband Deutscher Marktund Sozialforscher e.V.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben einer kostenlosen Basisvariante des DocCheck Logins ermöglichen verschiedene kostenpflichtige Lizenzvarianten mit zusätzlichen Funktionen den Industriekunden eine passgenaue Lösung für ihre individuellen Access-Anforderungen. Die wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins werden den Industriekunden hierbei jährlich wiederkehrend in Rechnung gestellt.

DocCheck Content Marketing (zuvor: DocCheck Community)

Der Bereich DocCheck Content Marketing beschäftigt sich insbesondere mit dem Betrieb und der Vermarktung der DocCheck Kanäle. Das Angebot trifft auf reges Interesse bei der Industrie, sodass aus der antwerpes ag Ressourcen hinzugezogen wurden, um die Nachfrage befriedigen zu können. Der Bereich betreut namhafte Kunden und wird seine Geschäftsaktivität weiter ausbauen, um sich dauerhaft als vierte tragende Säule der DocCheck Community GmbH zu etablieren.

2.1.2 DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop")

lm DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten des DocCheck-Konzerns gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von rund 8.000 Artikeln wird unter der Marke "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit rund 120 Artikeln angeboten. Der Verkauf erfolgt derzeit ausschließlich über den Onlineshop. Großbesteller haben jedoch die Möglichkeit, individuelle Angebote zu erhalten.

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Onlineshops für Medizin- und Praxisbedarf in der Region D/A/CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z. B. die Kommunikations-, Innovationsund Kreativkraft des Bereichs antwerpes, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager, aus dem der gesamte Versand erfolgt.

Zielgruppe des Shops sind primär niedergelassene und angestellte Ärzte. Die Integration mit der DocCheck Community GmbH wird kontinuierlich vertieft. Durch die Integration der beiden Plattformen soll dem Kunden auf beiden Plattformen ein Mehrwert geboten werden, indem Content und Produkte so miteinander kombiniert werden, dass der Nutzer in jedem Fall davon profitiert, unabhängig von der Frage, ob er sich gerade primär für den Content oder für das Produkt interessiert.

Die eigene Produktentwicklung entwickelt kontinuierlich neue Produkte, die unter der Marke "DocCheck Things" angeboten werden. Die Markteinführung erster Produkte ist erfolgt. Dadurch konnten erste Umsätze realisiert werden, die allerdings noch nicht kostendeckend sind. Wenn das Produktportfolio aufgebaut ist und vom Markt angenommen wird, ist der Break-Even mittelfristig zu erwarten.

2.1.3 DocCheck Medical Cloud GmbH ("Medical Cloud")

Die DocCheck Medical Cloud wird das Hostinggeschäft für die Kunden der Gruppe sowie für eigene Hostingbedürfnisse bündeln. Dazu entsteht derzeit ein kleines neues Rechenzentrum, um zertifiziertes Hochsicherheitshosting in Deutschland anbieten zu können. Die Gesellschaft entfaltet derzeit noch keine Aktivität.

2.1.4 DocCheck Guano AG ("Guano")

Die DocCheck Guano AG hält Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"). Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren.

Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an vier Start-ups. Die Beteiligungen an der Mammoth Hunters S.L., Barcelona, und der PatientZeroGames GmbH, Hamburg, wurden bereits in den Vorjahren auf Null abgeschrieben. Die Amparo GmbH, Berlin, hat durch die Corona-Pandemie stark gelitten und hat im vierten Quartal 2021 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt; die Eröffnung des Verfahrens erfolgte im Januar 2022. Die Beteiligung wird zum 31. Dezember 2021 vollständig abgeschrieben Es verbleibt die BetterDoc GmbH, Köln, als werthaltige Beteiligung.

Im Geschäftsjahr 2021 ist die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen eingegangen und hat diese auch nicht aktiv verfolgt. Stattdessen wurden die bestehenden drei Beteiligungen betreut, mit dem Ziel zunächst weitere und reinvestierbare Exit-Erlöse zu erwirtschaften. In 2022 sind neue Investments grundsätzlich nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht geplant

2.1.5 DocCheck Forest GmbH ("DocCheck Forest")

Die DocCheck Forest wurde in 2021 gegründet und wird die Nachhaltigkeitsprojekte der DocCheck-Gruppe betreiben. Als Basis dieser Projekte wurden insgesamt 75 Hektar Wald in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erworben. Die Wälder werden nach FSC- bzw. PEFC-Standard bewirtschaftet. Dort können nun CO2-Senken entstehen und Projekte zur Stärkung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit initiiert werden. Laufende Erträge aus den Wäldern sind aufgrund der extensiven Bewirtschaftung zunächst nur in geringem Umfang zu erwarten.

2.2 antwerpes

2.2.1 antwerpes ag

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. Die antwerpes ag ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Markt für verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Medikamente tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert, die sich hauptsächlich an Arzte und Apotheker richten. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das sich kontinuierlich weiterentwickelnde Leistungsportfolio der Segments antwerpes wird durch verschiedene Firmen und Units erbracht.

Innerhalb der antwerpes ag werden folgende Bereiche unterschieden:

Campaigning

Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Die Campaigning-Bereiche entwickeln individuelle Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Die Bereiche erbringen selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digital

Die Bereiche entwickeln und implementieren Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps sowie Anwendungen im Bereich Virtual Reality. Das Aufgreifen neuer technologischer Entwicklungen ist hierbei eine wesentliche Aufgabenstellung. Genauso wichtig ist jedoch die Fähigkeit, Kundensysteme und branchenspezifische Lösungen zu integrieren. Dazu zählen CRM-Systeme wie Salesforce, Zahlungssysteme und Content-Management-Lösungen wie die von Veeva. antwerpes bildet seine Mitarbeiter entsprechend aus und ist im Bedarfsfall auch entsprechend zertifiziert und lizenziert.

Fortlaufend neue Technologien aufzugreifen und Nutzer zur Teilnahme an Angeboten zu bewegen ist eine wesentliche Aufgabe des Digitalbereichs. Viele dieser Projekte stellen hohe Anforderungen an das Projektmanagement. Passend dazu sind hier auch Mitarbeiter tätig, die digital Kampagnen konzipieren und umsetzen, um die Kundenprojekte nach dem Launch auch mit den notwendigen Besucherströmen zu versorgen. Google Adwords sind dabei ein wesentliches, aber nicht das einzige Mittel.

Den sozialen Medien kommt auch im Healthcare-Marketing eine hohe Bedeutung zu. Zum Leistungsspektrum zählen z.B. die Themen Influencer Relations, Social Research und die Betreuung von Aktivitäten in Business und Business-to-Consumer-Netzwerken (z.B. Xing, LinkedIn, DocCheck oder Facebook). Influencer, Blogger und andere Partner können die Arbeit hier in relevanter Weise unterstützen. Leistungen im Bereich der Pharmakovigilanz runden das Angebot zielgruppenspezifisch ab.

Medical

Als Healthcare-Agentur verfügt antwerpes auch über medizinische Kompetenzen, um hochwertige Inhalte - gleich ob Text, Bild, Video, Infografik oder Social-Media-Post - für die Kommunikationsmaßnahmen der Kunden zu erstellen. Die Qualität gliedert sich dabei in eine inhaltliche Komponente, z. B. durch Storytelling und medizinisches Know-how, und eine Kanal-bezogene Komponente mit dem jeweils passenden Format.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

2.2.2 antwerpes münchen gmbh ("antwerpes münchen")

Mit der antwerpes münchen gmbh wurde die regionale Betreuung der süddeutschen Kunden verbessert und gefördert. Die COVID-19 Pandemie hat die regionale Präsenz überflüssig gemacht. Die Gesellschaft wird in 2022 unter neuer Firma und Leitung am Standort Köln die im Kundenauftrag durchgeführten Social Media Projekte bündeln.

2.2.3 antwerpes healthy media gmbh ("antwerpes healthy media")

Zum 1. Oktober 2021 hat die antwerpes healthy media gmbh ihren Betrieb aufgenommen. Mit zum Stichtag 17 Mitarbeitern konnten bereits erste Umsätze realisiert werden. Das Geschäft wird in den folgenden Jahren erheblich ausgebaut werden.

Die antwerpes healthy media ist ein Spin-off der antwerpes ag. Die Gesellschaff fokussiert sich auf die Konzeption, Planung, Durchführung und Steuerung von Omnichannel Kampagnen für Healthcare-Kunden. Die Gesellschaft organisiert sich nach einem datengetriebenen Modell, was im Healthcare-Markt nach unserer Auffassung eine Besonderheit darstellt.

3. Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise der Warenwirtschaft und des Onlineshops (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Die Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Zielgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, mit den wesentlichen Steuerungsgrößen in Form der Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) bzw. Umsatz (DocCheck Shop).

Bei dem Segment antwerpes, aber in Teilen auch bei dem Segment DocCheck, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze und Einzahlungen ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten und den weitgehend zentral im Controlling eingehenden Aufträgen überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Werbekanälen und Regionen.

Der größte Kostenblock sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschafflichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist, neben dem Headcount und der nominellen Kapazität, für antwerpes sowie für Teile der DocCheck Community GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des

Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine untergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus haben die Führungskräfte die Möglichkeit, über das interne Business Intelligence Portal die vorgenannten Daten über ein speziell entwickeltes Dashboard nahezu in Echtzeit zu verfolgen.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Das gleiche Reporting, ggf. leicht verkürzt, wird wöchentlich zur Verfügung gestellt. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT basierend auf dem Abschluss nach IFRS und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Uberprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen.

Für die DocCheck Shop GmbH wurde ein eigenes Berichtswesen aufgebaut. Wöchentlich wird vom Controlling ein Bericht erstellt, der wesentliche KPI abdeckt, darunter den Umsatz (u. a. nach Regionen und Kanälen), Conversion Rates, Lieferrückstände und Auftragszahlen. Einmal im Monat erfolgt eine erweiterte Berichterstattung, die weitere Analysen umfasst. Die Daten werden kommentiert und regelmäßig mit den Führungskräften besprochen.

Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung

Über die Finanzanlagen erfolgt derzeit kein regelmäßiges Reporting. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts beobachtet der Vorstand die Marktentwicklung kontinuierlich und bewertet die Situation situativ.

Die drei Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen, abhängig von der individuellen Entwicklung, unbedeutende bis wesentliche Vermögenswerte des Konzerns dar, entziehen sich jedoch aufgrund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des Doc-Check-Konzerns. Dies ist konzeptionell gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert, um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind, oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der Doc-Check AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten.

4. Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der Doc-Check-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die Doc-Check-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Markt und Wettbewerb

1.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Die Gesundheitsbranche profitiert dabei von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen könnte. Dazu gehören z. B. der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen bzw. nicht verschreibungspflichtigen Medikamente könnte zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind bis heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die Online-Sprechstunde,

verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes, sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Der Gesundheitsbranche werden damit weiterhin gute Wachstumsund Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

Die COVID-19-Pandemie hat auch im Geschäftsjahr 2021 die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Gesellschaft deutlich hervorgehoben. Es ist davon auszugehen, dass dieser Bedeutungsgewinn vielen Akteuren im Gesundheitswesen langfristig Rückenwind verschaffen wird, auch wenn sich die tatsächlichen wirtschafflichen Konsequenzen für die Marktteilnehmer derzeit noch nicht präzise absehen lassen. Wir gehen nach eigener Auffassung davon aus, dass eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern eine höhere Priorität erhalten wird und die Existenzbasis dieser Gruppen gestärkt werden wird. Von dieser Entwicklung können dann auch nachgelagerte Branchen, wie zum Beispiel Hersteller und Händler von Medikamenten und Medizinprodukten, profitieren.

1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit.

Für das Jahr 2022 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit rund 45 Arzneimittel-Neueinführungen. Damit läge diese Zahl nur knapp unter dem Niveau des Jahres 2021, in dem mit 46 außerordentlich viele Neueinführungen verzeichnet wurden.

Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück. Diesen Trend hat die Corona-Pandemie massiv beschleunigt, da auch Messen und Kongresse nicht stattfinden konnten. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen ist in der DocCheck-Gruppe daher so hoch wie nie zuvor.

Der allgemeine Werbemarkt dürfte im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland um ca. 6% wachsen, nachdem er zuvor um ca. 13% geschrumpft war. Für das Jahr 2022 wird ein weiteres Wachstum in Höhe von ca. 4,6% erwartet. Das dürfte nur gegeben sein, wenn die weltweiten Impfkampagnen gegen das Sars-CoV-2-Virus erfolgreich verlaufen.

Für die DocCheck-Gruppe sind diese Daten derzeit nur eingeschränkt anwendbar, da sich das Marketing im Gesundheitswesen erneut als vergleichsweise krisenresistent erweist und die Leistungserbringer darüber hinaus weiter vollumfänglich tätig sind.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten Multichannel-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

1.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

antwerpes ist spezialisiert auf den Healthcare-Markt und steht im Wettbewerb mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Agenturen im ansonsten sehr unübersichtlichen Agenturmarkt. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als wettbewerbsfähig an.

DocCheck

Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.600 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort kontinuierlich wächst. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

  • Verlage,
  • Marktforschungsunternehmen,
  • Direktmarketingdienstleister,
  • andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities.

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 280.000 aktiven Abonnenten einen reichweiten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Das Tracking von Visits und Page Impressions ist aufgrund des dynamischen Seitenaufbaus technisch nur noch eingeschränkt möglich, bzw. von der Aussagekraft nur noch eingeschränkt relevant. DocCheck fokussiert sich daher derzeit darauf, die Kanäle weiter aufzubauen und die Nutzer zu einer aktiven Auswahl der für sie wichtigen Kanäle zu bewegen.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 89.000 Arzten und 27.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: "bMail") über einen Verteiler von mehr als 98.000 aktiven Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht und das Nutzererlebnis deutlich über den reinen "Beschaffungsvorgang" hinaus erweitern kann.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

2. Geschäftsverlauf aus Konzernsicht

Das Geschäftsjahr 2021 war das erfolgreichste Jahr in der Konzerngeschichte und übertrifft das schon sehr gute Vorjahr noch einmal. Die COVID-19-Pandemie hat sich von Anfang an stark bemerkbar gemacht durch eine extrem ansteigende Nachfrage im DocCheck Shop. Die Umsätze normalisierten sich ab dem zweiten Quartal, blieben aber für alle Segmente über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um 36 Prozent von 63,1 Millionen Euro auf nun 85,9 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT stieg um 21 Prozent von 13,8 Millionen Euro auf 16,6 Millionen Euro. Die unterproportionale Entwicklung des EBITs im Vergleich zum Umsatz spiegelt die rückläufigen Margen im Jahresverlauf im DocCheck Shop im Bereich der Pandemieprodukte wider.

Wesentlicher Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis war also wie im Vorjahr die Covid-19-Pandemie. Diese beflügelte im Segment antwerpes die Nachfrage nach digitalen Kommunikationslösungen und im Segment DocCheck die Nachfrage nach digitalen Werbemedien. Das Segment DocCheck Shop profitierte erneut von einer massiven Steigerung der Nachfrage nach Schnelltests. Diese Nachfrage konnte nur aufgrund der in den letzten beiden Jahren stark erhöhten Kapazitäten bedient werden.

Die Investitionstätigkeit der Gruppe wurde fortgesetzt. Die Kapazitäten im Bereich Doc-Check Shop wurden weiter ausgebaut und in die Automatisierung investiert. Die DocCheck Forest hat Waldfächen erworben, darüber hinaus wurde durch die DocCheck AG am Standort Köln-Ehrenfeld mit dem Ausbau weiterer neu angemieteter Büroflächen begonnen.

3. Ertragslage

3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2021 um 36 Prozent von 63,1 auf 85,9 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 23 Prozent von 35,8 Millionen Euro auf 44,0 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2021 von 615 TEuro auf 528 TEuro gesunken. Der Rückgang ist bedingt durch den Entfall des Einmaleffektes aus dem Verkauf der Beteiligung an der HRTBT Medical GmbH in 2020, der in 2021 nicht vollständig kompensiert werden konnte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 28 Prozent von 4,2 Millionen Euro auf 5,4 Millionen Euro. Zahlreiche Kostenpositionen wachsen zusammen mit dem Geschäft, so zum Beispiel die Kosten für Mieten, Softwarelizenzen, Fortbildung und Personalbeschaffung. Andere Kostenpositionen, wie zum Beispiel die Kosten für Zahlungsdienstleister, konnten durch den Austausch von Dienstleistern trotz steigenden Volumens leicht reduziert werden.

Kostenpositionen, die vor der Pandemie relevant waren, befinden sich nach wie vor auf niedrigem Niveau, insbesondere die Reise- und Messekosten.

Die Abschreibungen sind um 39 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro gewachsen. Maßgeblich ist hier der Zuwachs bei Abschreibungen auf Sachanlagen und GWGs, die aus den Neu- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Homeoffice-Ausstattungen resultieren.

Der Personalaufwand stieg um 22 Prozent von 15,9 Millionen Euro auf 19,4 Millionen Euro. Die im Jahresdurchschnitt von 303 auf 391 gestiegene Anzahl von Mitarbeitern hat die Kosten erhöht. Darüber hinaus gab es regelmäßige Anpassungen der Vergütungen bei festangestellten Mitarbeitern. Dadurch sind die reinen Lohn- und Gehaltskosten um 2,6 Millionen Euro gestiegen und machen zusammen den größten Teil des Zuwachses aus. Die Sonderzahlung nach § 3 Nr. 11a EstG an nahezu alle festangestellten Mitarbeiter, die es im Geschäftsjahr 2020 gab, konnte im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der ausgeschöpften gesetzlichen Betragsgrenze nicht wieden. Die Aufwände für Tantiemen sind damit um rund 197 TEuro rückläufig. Eine weitere Steigerung der Kosten ist im Bereich der Werkstudenten und geringfügig beschäftigten Mitarbeiter zu verzeichnen. Der Kostenanstieg beträgt rund 272 TEuro. Zu den genannten Effekten kommen, soweit erforderlich, noch die Kosten der Sozialversicherungen hinzu.

Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 16,6 Millionen Euro 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (13,8 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Effekten.

Das Finanzergebnis hat sich erhöht. Nach 105 TEuro in 2020 ist es in 2021 auf 644 TEuro gestiegen. Zuschreibungen zum Aktienportfolio (Finanzanlagen des Umlaufvermögens) aufgrund der guten Entwicklung der Aktienmärkte in 2021 sind für diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen steigt analog zum besseren operativen und Finanzergebnis um 25 Prozent von 13,9 Millionen Euro auf 17,3 Millionen Euro. Der Anteil der Aktionäre der DocCheck AG am Ergebnis nach Steuern steigt um 24 Prozent von 9,2 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro. Daraus resultiert ein unverwässertes Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 227 Cent (im Vorjahr: 183 Cent). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie liegt bei 225 Cent im Berichtsjahr und 182 Cent im Vorjahr.

3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Uberblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

Segment antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, die antwerpes münchen gmbh und die antwerpes healthy media gmbh, verzeichnete einen deutlich steigenden Umsatz (inkl. Innenumsätzen) von 23,2 Millionen Euro auf 28,6 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich ähnlich wie der Umsatz und stieg um 28 Prozent von 18,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 23,5 Millionen Euro. Die Rohertragsentwicklung lag damit leicht über dem Niveau der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen und damit im normalen Rahmen, der sich aus den unterschiedlichen Realisationszeitpunkten von Umsatz und Auftragseingang erwarten läst. Dieser Leistungsindikator weist für 2021 für das Segment ein Wachstum von 21 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 82 Prozent und damit etwas unter dem hohen Niveau des Vorjahres (88 Prozent). Die Einarbeitungsaufwände für neue Mitarbeiter machen sich hier bemerkbar.

Aus Gründen der Klarheit wurde der Vorjahresausweis im Bereich der Fremdarbeiten, Freelancer um 848 TEuro erhöht und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb des Materialaufwandes umgegliedert.

Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter und des Vorstandes des Segments erfasst sind, stieg in 2021 um 26 Prozent von 8,5 Millionen Euro auf 10,7 Millionen Euro. Kostentreiber ist die höhere Anzahl an Mitarbeitern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 29 Prozent von 4,5 Millionen Euro auf 5,8 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an der Kostensteigerung beträgt rund 72 Prozent und resultiert aus dem überproportionalen Wachstum der Personalkosten im Vergleich zu den Schwestergesellschaften. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten inkl. der Abschreibungen enthalten. Mit insgesamt 16,5 Millionen Euro stiegen die Kosten für Personal, Abschreibungen und Sonstige betriebliche Aufwände im Segment antwerpes im Jahr 2021 um 27 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 (13,0 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT, der mit 7,0 Millionen Euro 30 Prozent über dem des Vorjahres von 5,4 Millionen Euro liegt. Das Segment antwerpes ist damit in 2021 wieder das ergebnisstärkste Segment der Gruppe.

Segment DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Community GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 31 Prozent von 7,5 Millionen Euro in 2020 auf 9,8 Millionen Euro in 2021. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen, primär jedoch Doc-Check Media. Der Bereich macht etwa die Hälfte des Umsatzes aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge legten um 113 Prozent auf 568 TEuro von im Vorjahr 267 TEuro zu. Maßgeblich ist der Anstieg der internen Verrechnung von Leistungen im Bereich Marketing, Design und Support an die Schwestergesellschaft DocCheck Shop GmbH. Der Rohertrag der DocCheck Community GmbH stieg um 36 Prozent von 7,0 Millionen Euro auf 9,4 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2021 um 14 Prozent von 3,1 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Maßgeblich ist hier das Wachstum der Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen um 24 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf jetzt 2,2 Millionen Euro. Der Zuwachs bei den Kosten für die Konzernumlage sowie der Aufwände für freiberufliche Mitarbeiter sind für die Entwicklung maßgeblich. Für das Gesamtjahr 2021 wies der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 3,7 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen analog zum Umsatz deutlich von 7,5 Millionen Euro in 2020 auf 9,4 Millionen Euro in 2021. Wachstum zeigte sich hier v. a. im Bereich Media und Content Marketing (DocCheck Kanäle).

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel deutlich besser als im Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 87 Prozent 6 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Dies entspricht dem besseren Geschäftsverlauf im Bereich DocCheck Research.

Segment DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Shop GmbH, Köln. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Gesamtumsatz im Segment DocCheck Shop stieg stark um 46 Prozent von im Vorjahr 33,1 Millionen Euro auf 48,4 Millionen Euro in 2021. Treibender Faktor ist der Umsatz mit Medizinbedarf für den Schutz vor und für die Diagnose von Covid19-Erkrankungen.

Die Nachfrage nach diesen Produkten ist ein Sondereffekt, der nicht von Dauer sein wird!

Der Rohertrag stieg um 11 Prozent von 10,1 Millionen Euro auf 11,3 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2020 um 23 Prozent von 4,2 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro. Überwiegende Kostentreiber waren Kosten für Umlagen von der DocCheck AG und der DocCheck Community GmbH, unter anderem für Kundensupport, Marketing und Design. Der DocCheck Shop erzielte in 2021 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 6,2 Millionen Euro (im Vorjahr: 6,0 Millionen Euro).

Zusätzliche Informationen zu nicht operativen Gesellschaften ohne Segmentzuordnung DocCheck Guano AG

Guano erzielte wie im Vorjahr in 2021 keine Umsätze. Abschreibungen in Höhe von 102 TEuro waren für ein Darlehen an die Amparo GmbH zu verzeichnen. Weitere in Höhe von 20 TEuro fielen im Wesentlichen für die Erhaltung der Betriebsbereitschaft an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2021 -122 TEuro (im Vorjahr: 389 TEuro).

DocCheck Medical Cloud GmbH

Die DocCheck Medical Cloud GmbH hat in 2021 kein aktives Geschäft betrieben und keine Umsätze erzielt. Der EBIT beträgt -6 TEuro und resultiert aus den Verwaltungskosten für die Aufrechterhaltung des Betriebs inklusiver anteiliger Konzernumlage (im Vorjahr -8 TEuro).

DocCheck Forest GmbH

Die DocCheck Forest GmbH hat 1 TEuro Erlöse aus dem Verkauf von Restholz erzielt. Demgegenüber stehen Sonstige Betriebliche Aufwände in Höhe von 19 TEuro für Konzernumlage, Beiträge und Gebühren und sonstige Kosten der Betriebsbereitschaft. Die Gesellschaft ist erst im Jahr 2021 gegründet worden und soll einen langfristigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und damit auch zur Wertschöpfung im Konzern leisten.

3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Im Segment antwerpes ist mit 28,6 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 24,3 Millionen Euro für 2021 deutlich übertroffen (inkl. Innenumsätze). Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da sich die Nachfrage aufgrund des Trends zu digitaler Kommunikation erneut deutlich besser als erwartet entwickelt hat und durch die COVID-19-Pandemie noch einen zusätzlichen Schub erhielt. Eine in der Planung berücksichtigte Normalisierung der Nachfrage ist insofern nicht eingetreten. Das Ergebnis liegt entsprechend mit 7,0 Millionen Euro rund 2,9 Millionen Euro über der Prognose von 4,1 Millionen Euro.

Das Segment DocCheck hat das Umsatzziel von 8,0 Millionen Euro in 2021 um 1,8 Millionen Euro übertroffen. Das EBIT liegt 1,9 Millionen Euro über dem prognostizierten Wert von 1,8 Millionen Euro. Die Differenz resultiert aus überplanmäßigen Umsätzen in allen Bereichen. Die Planung für das Jahr 2021 war von einem gemäßigten Wachstum ausgegangen. Tatsächlich hat die Pandemie die Umsatzentwicklung jedoch erneut spürbar begünstigt, da digitale Werbeformate verstärkt nachgefragt wurden.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 31,8 bis 34,8 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 48,4 Millionen Euro deutlich übertroffen. Wesentlicher Faktor war die COVID-19-Pandemie, die eine erhebliche - aber nicht nachhaltige - Nachfrage in bestimmten Produktgruppen verursacht hat. Entsprechend übertrifft der EBIT die Prognose von 2,5 bis 3,2 Millionen Euro sehr deutlich und ist mit 6,2 Millionen Euro erneut klar positiv und in 2021 das umsatzstärkste Segment der Gruppe.

Doc Check Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert. Aufgrund der weiter anhaltenden hohen Nachfrage in den anderen Geschäftsbereichen wurden im Bereich Doc-Check Guano die Aktivitäten im Vergleich zur Planung reduziert. Die geringeren Kosten äußern sich im EBIT, das mit -122 TEuro trotz der unerwarteten Abschreibungen bei der Amparo GmbH besser als prognostiziert (-185 TEuro) ausfiel.

Für die DocCheck Medical Cloud GmbH gilt wie für die DocCheck Guano AG, dass aufgrund der allgemein hohen Nachfrage die Aktivitäten nicht planmäßig entwickelt wurden und entsprechend geringere Kosten anfielen. Der Umsatz liegt planmäßig bei Null, das EBIT ist mit -6 TEuro deutlich besser als erwartet (-178 TEuro).

Im Konzern ist die ursprüngliche Umsatzprognose aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2020 von 63,4 bis 66,4 Millionen Euro für 2021 mit einem tatsächlichen Umsatz von 85,9 Millionen Euro erheblich übertroffen. Das EBIT liegt mit 16,6 Millionen Euro ebenfalls erheblich über der Prognose von 9,2 bis 10,0 Millionen Euro. Diese Prognose war zuletzt im November 2021 angepasst worden. Die Anpassung lautete auf eine Prognose von 77,0 bis 79,5 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT im Korridor von 14,5 bis 15,5 Millionen Euro.

4. Finanzlage des Konzerns

Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns lag zum Stichtag bei 18,2 Millionen Euro (Vorjahr 17,5 Millionen Euro).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen davon ist der DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u. a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle, Kryptowährungen und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Dennoch ist die DocCheck AG nicht jederzeit in allen genannten Anlageformen investiert. Zum Stichtag wurden keine Anleihen gehalten. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2021 wurde mit 10,9 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 11,5 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Vorauszahlungen auf Ertragsteuern für 2021 und 2020. Investitionen in Wertpapiere des Umlaufvermögens und in der Position "Vorräte, Forderungen und andere Forderungen" belasten den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 2,0 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (4,8 Millionen Euro), Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei 4,3 Millionen Euro (Vorjahr: -0,9 Millionen Euro). Investitionen wurden in 2021 hauptsächlich für den Erwerb von Waldflächen in der DocCheck Forest GmbH, Um- und Ausbauten der Büroflächen am Standort Köln-Ehrenfeld, Automatisierung der Logistik im DocCheck Shop sowie Ausstattung der Arbeitsplätze im Office und Homeoffice getätigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, ist gegenüber dem Vorjahr von -1,1 Millionen Euro auf -6,0 Millionen Euro gestiegen, da die Dividendenzahlung im Jahr 2021 mit 1,00 Euro je Aktie gegenüber 0,10 Euro je Aktie deutlich besser ausgefallen ist als im Vorjahr. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht, sondern dienen der Realisation der strategischen Ziele der Gruppe.

5. Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns ist im Vergleich zu 2020 stark von 45,0 Millionen Euro auf 56,7 Millionen Euro angestiegen. Der Gewinnvortrag und die Aktivierung von Mietverhältnissen nach IFRS 16 aufgrund der Erneuerung eines Mietvertrages sind für den Zuwachs maßgeblich.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 58 TEuro (im Vorjahr: 104 TEuro) – von 3,8 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Veränderung liegt im Rahmen der üblichen Schwankungen der Bestände.

Der Bestand an Forderungen und Leistungen im Konzern ist von 5,9 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro angestiegen. Der Zuwachs resultiert aus dem Wachstum des laufenden Geschäftes bei antwerpes und DocCheck Community. In beiden Bereichen haben die Großkunden aus der Industrie vergleichsweise lange Zahlungsziele.

Die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden haben sich von 2,2 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro verringert.

Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2021 betrug 4,6 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro).

Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, da dieser zum Stichtag unter den Anschaffungskosten lag. Der Marktwert betrug zum 31. Dezember 2021 wie im Vorjahr 1,4 Millionen Euro.

Die zu Fair Value bewerteten Aktien und Anteile an einem Investment-Fonds mit einem Verkehrswert von 3,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,5 Millionen Euro) ergänzen das Investmentportfolio ebenso wie Anlagen in Kryptowährungen im Wert von 0,4 Millionen Euro, die erst im Geschäftsjahr 2021 angeschafft wurden.

Die DocCheck AG verfügt über eine eigene Immobilie, die für einen knapp siebenstelligen Betrag erworben wurde und die zu einem Wohnhaus insbesondere für Mitarbeiter umgebaut werden soll. Voraussetzung für den Beginn des Umbaus ist die Erteilung der erforderlichen und weiterhin ausstehenden Baugenehmigung. Diese wird für Sommer 2022 erwartet.

Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Schulden von 1,4 Millionen Euro auf jetzt 6,5 Millionen Euro. Maßgeblich für die Erhöhung ist der Neuabschluss des Mietvertrages der Büroimmobilie in Köln-Ehrenfeld. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich deutlich von 31,4 Millionen Euro auf 38,2 Millionen Euro zum Jahresende 2021.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt nun 67 Prozent (im Vorjahr: 70 Prozent). Der Konzern ist, abgesehen von den Verbindlichkeiten, frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus bestehenden Mietverhältnissen, Personalrückstellungen, vertraglichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen sind die Verbindlichkeiten des Konzerns kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2021 nicht erfolgt.

C. NACHTRAGSBERICHT

Im Januar 2022 wurde die Umfirmierung der antwerpes münchen gmbh in antwerpes health share gmbh beim Handelsregister eingereicht. Die Firma positioniert sich nicht mehr regional als Vertriebsgesellschaft für den Süden Deutschlands, sondern differenziert sich inhaltlich und wird die Social Media Dienstleistungen des antwerpes Segments bündeln. Die regionale Positionierung war durch die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehende Stärkung des ortsunabhängigen Arbeitens hinfällig geworden.

Die DocCheck Warehouse GmbH hat im März 2022 eine Option auf den Erwerb einer Büround Logistikimmobilie im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld ausgeübt. Insgesamt wurden ca. 6.000 Quadratmeter Grundstück und ca. 5.100 Quadratmeter Büro- und Logistikfläche für einen Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich erworben. Die Immobilie wird zunächst

umfassend um- und neu aufgebaut und in der Folge als Standort für verschiedene Geschäftsbereiche genutzt werden. Die Stadt Köln hat ein Vorkaufsrecht; die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass sie keinen Gebrauch von diesem Recht machen wird.

Im März 2022 konnte die DocCheck Guano AG ihre Beteiligung an der Betterdoc GmbH, Köln, erfolgreich veräußern. Es wurde ein Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich und ein Buchgewinn in ähnlicher Höhe erzielt. Bei dem Kauf der Betterdoc GmbH durch einen Investor im Jahr 2022 handelt es sich um die strategische Entscheidung des Investors, die zum Stichtag noch nicht absehbar war und keinen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2021 hatte.

Der im Februar ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die wirtschaftliche Unsicherheit durch Störungen in den Lieferketten und das allgemeine Bedrohungsgefühl erhöht. Die DocCheck-Gruppe hat selbst keine direkten Störungen verzeichnet, muss aber damit rechnen, dass Kunden betroffen sind. Dadurch könnte die DocCheck-Gruppe indirekt unter den Auswirkungen leiden. Diese lassen sich derzeit nicht quantifizieren.

Ähnliches gilt für die in der ganzen Welt immer wieder aufflammenden Corona-Hotspots und den folgenden lokalen Shut-downs, insbesondere in China. Auch hieraus könnten Störungen des Wirtschaftslebens resultieren, die sich zumindest indirekt auf die DocCheck-Gruppe auswirken könnten.

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2022

Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Für das Jahr 2022 stellen die im Koalitionsvertrag geplanten Anderungen im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar, das jedoch noch nicht quantifiziert und in der Planung berücksichtigt werden konnte. Höhere Arzneimittelrabatte könnten zu Ausgabenreduktionen bei den Pharmakunden der DocCheck-Gruppe führen. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation, der durch die COVID-19-Pandemie noch einmal beschleunigt wird. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes-Gruppe auf 360-Grad-Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind zum Berichtszeitpunkt auch weiterhin nicht zuverlässig prognostizierbar. Bislang hatte die Pandemie eher positive Auswirkungen auf den Konzern, dies kann sich im Geschäftsjahr 2022 jedoch noch ändern. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn die Lieferketten von Lieferanten oder Kunden unterbrochen werden. Auch Maßnahmen zur Quarantäne oder schwere Erkrankungen von Schlüsselpersonen infolge einer Infektion sind Risiken, die aus der Pandemiesituation erwachsen.

Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des

Umsatzes aus. Der Vorstand plant für das Segment antwerpes in 2022 einen leicht steigenden Umsatz von 30,8 Millionen Euro und einen niedrigeren EBIT in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose nimmt Rücksicht auf die Risiken, die sich aus dem Fachkräftemangel ergeben. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe, die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden. Als positive Einflussfaktoren sind die Impulse aus den beiden Bereichen antwerpes healthy media gmbh und antwerpes münchen gmbh (nach Umfirmierung: antwerpes health share gmbh) eingepreist.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2022 einen leicht geringeren Umsatz von ca. 8,6 Millionen Euro. Die EBIT-Erwartung 2022 für DocCheck liegt bei 1,7 Millionen Euro, also unter dem Niveau von 2021. Die abflauende Pandemie könnte auch für eine Verschiebung von Werbebudgets zurück in den Offline-Sektor führen, weshalb die Prognose zurückhaltend ist.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop waren in 2021 geprägt von der Covid-19-Pandemie. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein geringerer Einfluss der Pandemie erwartet. Die Margen sind so stark unter Druck, dass eine Skalierung im Bereich der Pandemieprodukte immer weniger interessant ist. Hinzu kommt die abnehmende Nachfrage aufgrund der Aufhebung der COVID-Maßnahmen im Frühjahr 2022. Der DocCheck Shop kehrt insofern im Laufe des Jahres 2022 auf den etablierten Pfad des organischen Wachstums im Stammgeschäft zurück. Wir erwarten für den DocCheck Shop daher stark rückläufige Umsätze auf dann 20,0 Millionen Euro. Dies bei einem EBIT von -0,3 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar deutlich negativ auf das EBIT auswirken.

Die DocCheck AG plant für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 9,4 Millionen Euro, ausschließlich aus der Umlage der eigenen Kosten auf die Tochtergesellschaften. Durch die Umlage der Kosten beträgt der geplante EBIT Null Euro. Außerordentliche Gewinne oder Verluste, z. B. aus Anlagen in Edelmetallen oder Kryptowährungen, werden auf die Tochtergesellschaften nicht umgelegt. Solche Gewinne oder Verluste sind nicht geplant und würden Abweichungen vom geplanten EBIT verursachen. Aus Ergebnisabführungsverträgen wird ein Ergebnis zwischen 6,2 und 8,2 Millionen Euro erwartet.

Für DocCheck Guano ist für 2022 ein EBIT in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro geplant. Das EBIT resultiert aus sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Veräußerung einer Beteiligung abzüglich des Abgangs des Buchwerts der Beteiligung und abzüglich der Betriebskosten der Gesellschaft.

Für die DocCheck Medical Cloud GmbH werden für das Geschäftsjahr 2022 Umsätze in Höhe von ca. 40 TEuro erwartet aus dem Eintritt in die bestehenden Hostingverträge. Die Kosten im Jahr 2022 werden sich inklusive Umlagen auf ca. 270 TEuro belaufen, so dass sich ein negativer EBIT in Höhe von circa 230 TEuro ergibt.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2022 mit einem Umsatz zwischen 53,0 und 57,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, d. h. mit einem EBIT in Höhe von 6,2 bis 8,2 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und fortlaufenden Updates und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Ereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen

oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Risiken aus Erweiterungsinvestitionen im DocCheck Shop bestehen und verändern das Risikoprofil der Gruppe im Vergleich zu den Vorjahren. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2022 an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine ausreichende Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die Doc-Check-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 67 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2022 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschafflichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. Es werden jedoch erhebliche Investitionen in die neu erworbenen bzw. optionierten Immobilien erforderlich werden, so dass sich die liquiden Mittel deutlich reduzieren könnten. Fremdfinanzierungen oder andere Kapitalmaßnahmen sind nicht geplant, können jedoch auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

1.2 Risiken und Chancen

Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Analysen in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft situativ Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • Markt | Kunden -
  • Systeme | Infrastruktur
  • Kosten
  • Human Resources
  • Finanzen | Recht

Allgemeine Risiken, wie innere Unruhen, Naturgewalten finden in dieser Darstellung als unspezifische externe Risiken keine Berücksichtigung.

1.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem in den Teilbereichen Pharmamarkt (Rx und OTC) und Praxisbedarf. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Das Segment antwerpes und in zwei Bereichen auch das Segment DocCheck realisieren ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.

Für die Realisation der Kundenprojekte ist die Mitwirkung des Kunden unverzichtbar. Verspätete, unzureichende oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden kann zu Mehraufwänden führen, die die Rentabilität eines Projektes erheblich beeinträchtigen können. Die schnelle Veränderung der technologischen Grundlagen macht es regelmäßig erforderlich auch solche Projekte zu realisieren, deren technologische Tiefe im Rahmen der Projektanbahnung nicht vollständig eruiert werden kann. Daraus können sich in der Umsetzungsphase Aufwände ergeben, die nicht geplant waren und auch dem Kunden nicht belastet werden können.

Viele Kunden aus dem Bereich Pharma unterliegen erheblichen Auflagen im Hinblick auf die Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die DocCheck-Gruppe kann sich als spezialisierter Dienstleister für diese Kundengruppe den an sie durch diese Kunden gestellten Anforderungen an der Mitwirkung im Rahmen der Pharmakovigilanz nicht entziehen. Entsprechend sind Vorkehrungen zu treffen, um insbesondere den Anforderungen an das Berichtswesen und zeitnahe Meldungen gerecht zu werden. Hieraus entsteht ein Kostenrisiko, aber auch ein Risiko durch einen mangelhaften Vollzug der Pharmakovigilanzvereinbarungen, wie zum Beispiel beschädigte Kundenbeziehungen oder Reputationsschäden.

Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck-Gruppe, die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativem Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist ein Kostenfaktor.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann- auch kurzfristig -Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war in 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie erheblich, für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig nachteilig. Neue Eingriffe sind jedoch zu erwarten, um die aus der COVID-19-Pandemie resultierenden Kosten wieder auszugleichen.

Der Absatzmarkt des Konzerns befindet sich in stetigem Wandel. Immer wieder werden Bestandskunden von anderen Unternehmen aufgekauft. Dieser Vorgang kann zur Folge haben, dass die Marketingausgaben des Bestandskunden unter dem Einfluss des neuen beherrschenden Unternehmens an Vertragspartner des neuen Eigentümers geht und für den DocCheck-Konzern verloren ist. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend, dass Mediabudgets bei einzelnen Mediaagenturen gebündelt werden. Dadurch steigt insbesondere bei der DocCheck Community GmbH die Abhängigkeit von diesen Mediaagenturen.

Zahlreiche Kunden-Etats, die im Segment antwerpes gehalten werden, betreffen verschreibungspflichtige Medikamente, die einem Patentschutz unterliegen. Mit dem Ablauf des Patentschutzes wird der Marketingaufwand in der Regel erheblich reduziert, so dass viele Bestandsetats ein immanentes Ablaufdatum haben.

Der DocCheck-Konzern handelt nahezu ausschließlich in Euro. Der Wareneinkauf des DocCheck Shop kann unmittelbar nachteilig durch Währungsschwankungen betroffen werden, da hier auch in größerem Umfang in Asien beschafft wird.

Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, staatliche Eingriffe sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ferner bestehen Risiken für die Geschäftstätigkeit aus den Einflüssen der Covid-19-Pandemie. Risiken auf der Beschaffungsseite betreffen die Doc-Check-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt. Unmittelbar ist der DocCheck Shop auf kontinuierlichen Nachschub an Waren angewiesen. Dieser Nachschub kann aus vielfältigen Gründen stocken, einige Beispiele sind staatliche Stellen, die Produkte aufkaufen, die stockende Produktionen beim Hersteller aufgrund von Infektionen, nicht ausreichende Produktionskapazitäten um die Nachfrage zu befriedigen oder Verzögerungen bei der Verschiffung aus Asien aufgrund zu geringer Transportkapazitäten. Indirekte Risiken resultieren daraus, dass auch viele Kunden in den Segmenten DocCheck und antwerpes auf die Produktion in Asien angewiesen sind. Fällt diese aus oder stockt, können die entsprechenden Produkte (zumeist Humanarzneimittel) nicht mehr verkauft werden. Der Bedarf nach Marketingmaßnahmen könnte dadurch situativ bei einzelnen oder auch mehreren Kunden stark einbrechen.

Weltpolitische Risiken sind für die DocCheck grundsätzlich ebenfalls relevant, da die Beschaffung zum Teil in Asien erfolgt und Kunden global agieren. Der Ukraine birgt voraussichtlich keine unmittelbaren Risiken. Er könnte aber auf andere europäische Länder übergreifen. Dann könnten die Risiken erheblich sein. Diesen und vergleichbaren Risiken begegnet die DocCheck-Gruppe überwiegend durch Diversifikation.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen und Leistungen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur wenige Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle bereits in der Vergangenheit durch die Implementierung verschiedener Payment-Provider deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Bei bestehenden Kunden wird im DocCheck Shop teilweise der Kauf auf offene Rechnung angeboten. Diese Option kann durch kriminelle Personen ausgenutzt werden und zu Forderungsausfällen führen. Bonitätsprüfungen können dieses Risiko nur begrenzt reduzieren, wenn mit entsprechend hoher krimineller

Energie vorgegangen wird. Für die bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns sind am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung bekannt.

Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden, wann immer möglich, durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzten Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen in Bezug auf die Zahl der ärztlichen Nutzer zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von Doc-Check ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.

DocCheck Shop ist intensivem Wettbewerb durch andere Online-Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisiert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen und zur Differenzierung stark auf Innovationen setzen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, wenn auch nicht immer innerhalb eines Segments.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Daraus ergeben sich weitere Chancen für die Digitalisierung der vor- und nachgelagerten Prozesse.

Eine eventuelle Rezession als Folge steigender Zinsen, der COVID-19-Pandemie oder dem Russland-Ukraine-Konflikt könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache, weniger spezialisierte oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern in Zukunft wieder weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs-als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Dies zeigt die aktuelle Pandemie, in der lieferfähige Pharmaunternehmen und viele Kliniken erheblich von zusätzlichen staatlichen Leistungen profitieren. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch könnten sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

1.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.

Risiken

lm Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen und eCommerce aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.

Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme der DocCheck-Gruppe sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten könnte die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen durch interne oder externe Personen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden ganz überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet, um die notwendige Flexibilität im Hinblick auf die sich verändernden technologischen Entwicklungen schnell gewährleisten zu können. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Uberprüfungen.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich nur zu einem geringen Teil in der Cloud. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen im schlimmsten Fall dennoch zu gravierendsten Konsequenzen führen,

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall krimineller Aktivitäten, eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen.

Solche katastrophalen Ereignisse könnten auch die Gebäude an den Standorten in Köln und Hürth insgesamt vernichten. In diesem Fall wären nicht nur Daten, sondern auch viele andere relevante Infrastrukturteile vernichtet. Dieser Zustand wäre existenzbedrohend.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

1.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2021 weitgehend stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen.

Risiken

Es besteht das allgemeine Risiko einer dauerhaft hohen Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen. Steigende Personalkosten können bei laufenden Kundenverträgen nicht oder nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden, so dass hier ein Margen- oder sogar Verlustrisiko resultiert.

Bei den Personalkosten, Mieten, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste, da beispielsweise Gehälter und Mieten für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen.

lm DocCheck Shop wurden und werden erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen auch hier zu einer erheblichen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste.

Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestands- und Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Mindesthaltbarkeit überschreiten.

Der DocCheck Shop handelt derzeit in sehr erheblichem Umfang mit Produkten, deren Nachfrage maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie erzeugt wird. Der Markt für diese Produkte ist äußerst dynamisch. Trotz einer vorsichtigen Beschaffungspolitik ist es nicht auszuschließen, dass kurzfristige Änderungen der Absatzpreise oder -chancen spürbare Korrekturen bei der Bewertung von Beständen erforderlich machen.

Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar abgerechnet wird. Auch auf den Wert der Edelmetall- und Kryptowährungsbestände und auf einen Teil des Aktiendepots wirkt sich der Dollar-Geschäfte werden aufgrund des vergleichsweise kleinen Umfangs und der hohen Kosten der Bilanzierung solcher Geschäfte, nicht abgesichert.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Basic Bord sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie z. B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.

Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden.

1.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Knowhow, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal und dem erweiterten Vorstand der Doc-Check AG entgegen.

Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Vorstände und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Shop GmbH sowie den Unitleitern in den Tochtergesellschaften. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber hinaus sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben.

Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiternin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

Die schwierige Lage bei der Personalbeschaffung kann ein relativer Wettbewerbsvorteil für die DocCheck-Gruppe sein. Die DocCheck-Gruppe positioniert sich schon seit Jahrzenten als attraktiver Arbeitgeber, z. B. über herausragend gestaltete Büroräume, modernste Technik, hohe Aufgabenvielfalt, frühe Verantwortungsübergabe und einen formlosen Umgang untereinander sowie monetären Incentives wie Stock Options, persönlichen

Fortbildungsbudgets und Sonderzahlungen. So kann sich die DocCheck-Gruppe authentisch als Mitarbeiter-zentriert positionieren, während viele andere Unternehmen erst einen kulturellen Wandel durchlaufen müssen. Der Ubergang in das Homeoffice konnte nahtlos sichergestellt werden und wird auch in Zukunft ein relevanter Aspekt in der Gestaltung der Arbeitswelt bei DocCheck sein. Die Möglichkeit, mobil oder aus dem Homeoffice zu arbeiten gilt für fast alle Mitarbeiter der Gruppe, was die Wettbewerbsfähigkeit mindestens erhält oder sogar verbessert.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Zudem vermuten wir, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die weitere attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

1.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen zu rechnen. Die Notwendigkeit, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen bzw. Finanzmittel überhaupt ohne negative Zinsen anzulegen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Aufgrund der Zinskrise kündigen zahlreiche Geschäftsbanken Tagesgeldkonten oder belegen diese mit Negativzinsen. Davon ist die DocCheck AG in erheblichem Umfang betroffen. Die Finanzdisposition wird daher in Zukunft weniger auf Tagesgeldkosten setzen können und stattdessen auf alternative Anlagen wie Fonds, Aktien, Anleihen oder auch Immobilien etc. zurückgreifen müssen.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Aktien unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder ganz verfällt.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Kryptowährungen (Bitcoin, Ether) angelegt. Durch die Anlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Kryptowährungen unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder sogar ganz verfällt. Die Risiken dieser Anlageform sind aus Sicht der DocCheck AG insgesamt noch höher als die Risiken von Aktien. Jedoch sind auch die Renditechancen höher. Gleichzeitig werden wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Blockchain-basierten Technologien zum Beispiel im Hinblick auf Erwerbsprozess, Transaktionsgeschwindigkeit und Sicherheit gesammelt, die in die Produktentwicklung und das Leistungsportfolio der DocCheck-Gruppe zu Gunsten der Kunden mit einfließen können.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Diese wurden bis auf eine abgeschrieben oder, in einem Fall, auch verkauft. Ein Totalverlust auch der letzten verbliebenen werthaltigen Beteiligung ist aufgrund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle denkbar.

Ein weiteres Risiko für den Konzern besteht in der anhaltenden Niedrigzinsphase. Bis zum Bilanzstichtag hat das negative Leitzinsniveau die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2022 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf Zinserträge angewiesen.

Die DocCheck-Gruppe strebt erhebliche Investitionen im Bereich DocCheck Shop an. Dazu zählt insbesondere die Investition in eine eigene Immobilie. Der Umfang der Investitionen, bestehend aus Neu-/Umbau, Ausstattung und automatischer Lagertechnik, zur Errichtung von Büro- und Lagerflächen ist noch nicht vollständig abzusehen. Die Investitionen werden die Finanzmittel der Gruppe jedoch erheblich in Anspruch nehmen und sich über mehrere Jahre hinziehen, so dass die tatsächliche Inanspruchnahme der bisherigen Überhangsliquidität von den reinvestierbaren Cash-Flows der kommenden Jahre abhängt. Sollten diese niedriger als erwartet ausfallen, könnte sich das Risikoprofil der DocCheck-Gruppe insgesamt ändern, da liquide Mittel langfristig in Sachanlagen gebunden werden müssten. Die Erschließung zusätzlichen Fremd- oder Eigenkapitals ist derzeit nicht vorgesehen, im Worst Case aber nicht auszuschließen.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Die DocCheck AG hat einzelnen Schlüsselpersonen innerhalb der DocCheck-Gruppe Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft.

Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation im DocCheck-Konzern birgt damit besondere Risiken im Hinblick auf Vertragsstrafen sowie zum Beispiel Ordnungs- und Bußgelder.

Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten. Zudem wurde eine entsprechend qualifizierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden.

Es bestehen weiterhin Risiken aus ertragsteuerlicher Organschaft aufgrund abgeschlossener Ergebnisabführungsverträge.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

Die Regulierung des Markteintrittsbarriere dar. Auch etablierte Agenturen können das erforderliche Know-how für einen Eintritt in das Marketing von verschreibungspflichtigen Produkten nicht ohne weiteres aufbieten. Auch der Handel mit Medizinund Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet.

Fazit

Wesentliche Veränderungen der Risikolage im Verjahr sind mit Ausnahme der Einschätzung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Ist-Entwicklung bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht eingetreten; hinsichtlich der COVID-19-Pandemie besteht die Hoffnung, dass die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit weiterhin eher positiv sein werden. Je nach Verlauf der COVID-19-Pandemie können sich jedoch die Risikoeinschätzungen und die tatsächlichen Auswirkungen auf die DocCheck-Gruppe im Jahresverlauf ändern. Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte indirekte Auswirkungen haben. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme. Die Immobilieninvestitionen könnten das Risikoprofil des Konzerns langfristig verändern.

E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüberhinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand regelmäßig in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über viele laufende Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Uberwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Uberwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Es existiert ein dezidiertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten und börsengehandelten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung etwas reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand, stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Uberwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3.)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online-Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Für das Beteiligungs-Controlling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.

F. SONSTIGE ANGABEN

1 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni2011 ist die DocCheck AG im Segment "Basic Board" des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus Dr. Frank Antwerpes (CEO), Philip Stadtmann (CFO), Thilo Kölzer (COO) und Jens Knoop (Сто).

1.1 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 28. Mai 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 2. Juni 2021 und betrug 5.033.876,00 Euro für 5.033.876 dividendenberechtigte Aktien.

1.2 Stock Options

Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon wurden 40.000 Optionen bereits ausgeübt; 10.060 Optionen sind erloschen.

lm Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Diese sind zwischenzeitlich entweder erloschen oder ausgeübt.

lm Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitarbeiter der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre und ist zwischenzeitlich abgelaufen.

lm Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre und ist zwischenzeitlich abgelaufen.

2. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2021 folgende Vergütungen:

Davon Davon
Gesamtbezüge fix variabel
Name des Vorstands EUR EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249.996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 244.582 149,582 95.000
Philip Stadtmann, CFO 206.606 126.606 80.000
Jens Knoop, CTO 184.471 124 471 60.000
Summe 885.655 590-655 295.000
Anzahl der
newahrten
Beizulegender
Zeitwert der
Davon in
2021 als

Vorstandsvergütung 2021

Anzahl der
gewährten
Aktien-
optionen
Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Davon in
2021 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands 31.12.2021 EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35 940 96.193 982
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.240 ರಿಕ
Philip Stadtmann, CFO O O 0
Jens Knoop, CTO 4.000 12 480 197
Summe 41.940 114.913 1.277

Vorstandsvergütung 2020

Gesamt- Davon
fix
Davon
Name des Vorstands bezüge
EUR
EUR variabel
EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 211 410 151 410 60.000
Thilo Kölzer. COO 193.969 133.969 60.000
Philip Stadtmann, CFO 166.606 126.606 40.000
Jens Knoop, CTO 164.567 124 567 40.000
Summe 736.552 536.552 200.000
Anzahl der
gewährten
Aktien-
optionen
Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Davon in
2020 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands 31.12.2020 EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35.940 95.210 21.160
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.142 1.563
Philip Stadtmann, CFO O O O
Jens Knoop, CTO 4.000 12.283 3.126
Summe 41.940 113.635 25.849

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Bericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der obenstehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

  • Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
  • Bei Philip Stadtmann sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 50,00 Prozent vom Fixum
  • Bei Jens Knoop sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum
  • Bei Thilo Kölzer sind es 2 Prozent (bezogen auf das EBIT des Segment antwerpes), begrenzt auf maximal 75.000 Euro pro Geschäftsjahr.

Einmalig für das Geschäftsjahr 2021 wurde den Vorständen Knoop, Kölzer und Stadtmann vom Aufsichtsrat eine Sondertantieme bei der Erreichung vereinbarter außerordentlicher Ziele in Höhe von jeweils 20 TEuro gewährt.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern.

lm Geschäftsjahr 2021 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 886 TEuro (im Vorjahr: 737 TEuro. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Thilo Kölzer hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Thilo Kölzer erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Philip Stadtmann hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Philip Stadtmann erhalten die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Jens Knoop hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Jens Knoop erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB Abs. 1 Nummer 6, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

  • Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis.
  • Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresab-. schlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option

ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben. Von diesen sind 6.000 Optionen erloschen, die übrigen Optionen wurden ausgeübt

lm Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option. Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2020 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Gesamt-
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 34.800 12.000 22.800
Prof. Dr. Britta Böckmann. 17.400 6.000 11 400
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
Winfried Leimeister 17.400 6.000 11.400
Summe 69.600 24.000 45.600

Aufsichtsratsvergütung 2021

Aufsichtsratsvergütung 2020

Gesamt- Davon
bezüge Davon fix variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 36.000 12.000 24.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, 18.000 6.000 12.000
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
Winfried Leimeister 18.000 6.000 12.000
Summe 72.000 24.000 48.000

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von insgesamt 70 TEuro (im Vorjahr: 72 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.

Köln, 23. März 2022

DocCheck AG Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

DocCheck AG

Köln

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Anhang 31.12.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte EUR EUR
Geschäfts- oder Firmenwert III.1. 19.737,69 17,237,69
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11.2. 327.264,00 451.938,25
Anlage in Kryptowährungen III 3. 399.780,49 0,00
Sachanlagen .4 7.600.648,78 4.947.284,82
Nicht finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen 11.5. 6.922.739,43 1.520.070,61
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien III 6. 1.805.769,38 1.816.412.38
Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle III.7. 2.980.594,37 3.035.636,38
Beteiligungen 111.8. 361.775,46 511.785.46
Latente Steuern IV.7. 17.000,36 50.965,40
Sonstige finanzelle Vermögenswerte 0,00 22.429,81
20.435.309,96 12.373.760,80
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte III.9. 3.639.212,64 3.769.563,15
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III.10. 8.502.693,11 5.897.093,81
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 295,20 0,00
Vertragliche Vermögenswerte III.11. 1.663.591,36 2.155.387,28
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte III.12. 969.462,77 827.028,35
Ertragsteuerforderungen III.15. 6.880,65 23.386,76
Wertpapiere 11.13. 3.335.001,64 2.478.250,63
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 - 18.189.305,19 17.514.206,13
36.306.442,56 32.664.916,11

45.038.676,91

56.741.752,52

r obsiva Anhang 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital III.16. EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 5.033.876,00 5.029.816,00
Kapitalrücklage 13.165.722,28 13.140.144.28
Gesetzliche Rücklage 39.252,84 39.252,84
Ubrige Gewinnrücklagen 22.202.412,54 15.831.739,63
Kapitalausgleichsposten -3.245.569,91 -3.245.569,91
Rücklage für Aktienoptionen 119.153,00 117.876,00
Aktionärseigenkapital 37.314.846,75 30.913.258,84
Nicht beherrschende Anteile 860.768,53 440.625,25
38.175.615,28 31.353.884,09
Geleistete Einlagen zur beschlossenen Kapitalerhöhung 0,00 29.638,00
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 11.18. 6.196.828,20 804.817,64
Latente Steuern IV 7. 303.347,17 557.584.22
6.500.175,37 1.362.401,86
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden 11.15. 1.212.668,11 2.650.203,00
Sonstige Rückstellungen 11.17. 3.791 420,09 3.592.608,54
Vertragliche Verbindlichkeiten III.11. 1.963.884,03 2.033.363,20
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.19. 1.997 136,65 1.229.260,24
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht III.22. 350.003,54 294.026,06
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III.20. 2.750.849,45 2.493.291,92
12.065.961,87 12.292.752,96
56.741.752.52 45,038,676.91

DocCheck AG

Köln

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse IV 1. 85.921.323,86 63.100.412,78
2. Sonstige betriebliche Erträge V.2. 528.146,57 614.981,19
3. Materialaufwand IV 3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 36,210,733,12 22.781.269,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.221 430,39 5.175.231,73
42.432.163,51 27.956.501,64
4. Personalaufwand IV 4.
a) Löhne und Gehälter 16.221.388,07 13.438.750,54
b) soziale Abgaben 3.169.783,24
19.391.171,31
2.452.821,40
15.891.571,94
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlage-
vermögens, Sachanlagen, Edelmetalle sowie auf kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte IV 5. 2.554.969,49 1.840.759,71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV 6. 5.385.150,76 4.195.176,56
7. Wertminderungsaufwand auf finanzielle Vermögenswerte
und Vertragsvermögenswerte
42 778,19 70.476,85
8. Betriebsergebnis (EBIT*) 16.643.237,17 13.760.907,27
nachrichtlich: EBITDA** 19.198.206,66 15.601.666,98
11.13.
9. Erträge aus Beteiligungen 11.13. 55,426,99 8.802,21
10. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 11.13. 0,00 1.035,61
11. Zinsen und ähnliche Erträge
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
III.13. 832.832,33
243.932,09
287.647,06
192.343,68
13. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.287.564,40 13.866.048,47
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag IV 7. 5.462.872,21 4 257 730,10
15. Konzernjahresüberschuss 11.824.692,19 9.608.318,37
16. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 11.404.548,91 9.202.338.16
17. Anteil nicht beherrschende Anteile 420.143,28 405.980,21
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) IV 9. 2,27 1,83
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) IV 9. 2,25 1,82
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 5.033.374 5.026.528
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 5.066.055 5.049.415

*EBIT: Ergebnis vor Steuern und Zinsen

**EBITDA: Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen

Konzerngesamtergebnisrechnung 2021
EUR
2020
EUR
Konzernjahresüberschuss 11.824.692,19 9.608.318,37
Sonstiges Ergebnis 0,00 0.00
Gesamtergebnis 11.824.692.19 9.608.318,37
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 11.404.548.91 9.202.338,16
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
(non-controlling interests)
420.143.28 405.980,21

Konzernanhang der DocCheck AG, Köln,

für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen der Berichterstattung

Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.

Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag, die antwerpes münchen gmbh und die antwerpes healthy media gmbh) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Community GmbH und die DocCheck Shop GmbH) repräsentieren.

Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2021 wurde unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der DocCheck AG als Mutteruntenehmen handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Basic Board gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2021 erfolgt unter freiwilliger teilweiser Anwendung von ergänzenden Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Rundungen werden in tausend Euro (TEuro) dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie die finanziellen Vermögenswerte.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse verändert haben. In Ubereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 23. März 2022 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue und geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 waren folgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:

Änderungen an IFRS 4 Versicherungsverträge: Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9

Am 25. Juni 2020 wurden die Änderungen an IFRS 9 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 15. Dezember 2020. Mit den Anderungen wird das festgelegte Auslaufen der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 in IFRS 4 auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Anwendung der Anderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DocCheck AG.

Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16: Reform der Referenzzinssätze (Phase 2)

Am 27. August 2020 wurden die Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 13. Januar 2021 und war erstmals ab dem 1. Januar 2021 anzuwenden. Die Standardänderungen stellen das Ergebnis der zweiten Phase dar und adressieren Sachverhalte, die die Finanzberichterstattung nach der Reform eines Referenzzinssatzes beeinflussen könnten, einschließlich seiner Ersetzung durch alternative Referenzzinssätze. Die Anwendung der Änderung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DocCheck AG.

Änderungen an IFRS 16: Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession

Am 31. März 2021 wurden die Änderungen an IFRS 16 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 30. August 2021 und war erstmals ab dem 1. April 2021 anzuwenden. Diese Anderung verlängert den Anwendungszeitraum der Anderungen an IFRS 16 vom Mai 2020 um ein Jahr, mit der Leasingnehmern eine Befreiung von der Beurteilung gewährt wird, ob eine auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession eine Leasingmodifikation darstellt. Die Anwendung der Anderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DocCheck AG.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

Anderung / Standard Datum der
Veröffentli-
chung
Datum der
Ubernahme in
EU-Recht
Anwendungs-
zeitpunkt (EU)
Anderungen an IFRS 3 Unternehmenszusam- 14. Mai 2020 28. Juni 2021 1. Jan 2022
menschlüsse: Verweis auf das Rahmenkon-
zept
Anderungen an IAS 16 Sachanlagen: Erträge 14. Mai 2020 28. Juni 2021 1. Jan 2022
vor Erreichen des betriebsbereiten Zustands
Änderungen an IAS 37 Rückstellungen, Even- 14. Mai 2020 28. Juni 2021 1. Jan 2022
tualverbindlichkeiten und Eventualforderun-
gen: Umfang der Erfüllungskosten bei belas-
tenden Verträgen
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Zyklus 14. Mai 2020 28. Juni 2021 1. Jan 2022
2018-2020: Verbesserungen an IFRS 1, IFRS
9, IFRS 16 und IAS 41
IFRS 17 Versicherungsverträge 18. Mai 2017
25. Jun 2020
19. Nov 2021 1. Jan 2023
Anderungen an IAS 1: Klassifizierung von Ver- 23. Jan 2020
15. Jul 2020
offen 1. Jan 2023
bindlichkeiten als kurz- oder langfristig
Anderungen an IAS 1: Offenlegung von Bilan- 12. Feb 2021 2. März 2022 1. Jan 2023
zierungs- und Bewertungsmethoden
Änderungen an IAS 8: Definition von rech- 12. Feb 2021 2. März 2022 1. Jan 2023
nungslegungsbezogenen Schätzungen
Anderungen an IAS 12: Bildung von latenten 7. Mai 2021 offen 1. Jan 2023
Steuern, die sich auf Vermögenswerte und
Schulden beziehen, die aus einer einzigen
Transaktion entstehen
Änderungen an IFRS 17: Erstanwendung von 9. Dez 2021 offen 1. Jan 2023
IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsangaben

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Rechnungslegungsvorschriften werden sich nach heutigem Kenntnisstand keine wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG ergeben.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG zehn (im Vorjahr: sieben) voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Die Erweiterung des Konsolidierungskreises ist auf die Neugründung der DocCheck Forest GmbH, der antwerpes healthy media gmbh sowie dem Erwerb der DocCheck Warehouse GmbH zurückzuführen. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden neun (im Vorjahr: sechs) Gesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungs-
quote zum
31.12.2021
Eigenkapital
HGB zum
31.12.2021
(in TEUR)
Jahres-
ergebnis HGB
2021
(in TEUR)
DocCheck Community GmbH, Köln 100% 643 (01)
antwerpes ag, Köln 100% 298 (01)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 01)
antwerpes münchen gmbh, München 100% 513 114
DocCheck Medical Cloud GmbH, Köln 100% 14 -6
DocCheck Shop GmbH, Köln 90% 8.591 4 245
DocCheck Forest GmbH, Köln 100% 7 -18
antwerpes healthy media gmbh. Köln 100% 25 (02)
DocCheck Warehouse GmbH, Köln 100% -22 -47

1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

2) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden Zeitpunkten erworben:

Datum des Erwerbs der Mehr-
Name und Sitz der Gesellschaft heitsbeteiligung
DocCheck Community GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Shop GmbH, Köln 17. November 2000
DocCheck Guano AG, Köln 15. Oktober 2013
antwerpes münchen gmbh, München 14. Dezember 2017
DocCheck Medical Cloud GmbH. Köln 28. Februar 2020
DocCheck Forest GmbH, Köln 18. Februar 2021
antwerpes healthy media gmbh. Köln 13. Juli 2021
DocCheck Warehouse GmbH, Köln 5.Oktober 2021

Die MediShop XL BV, Zeist, Niederlande wurde im August 2021 liquidiert und im Januar 2022 final abgewickelt. Sie ist nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Die medweb24 GmbH, Dorsten, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die DocCheck Community GmbH verschmolzen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Shop GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigner der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Shop GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in Furo auf

2. Geschäfts-oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften entstanden sind, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposa) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung der diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse. Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von einem bis sechs Jahren abgeschrieben.

4. Anlage in Kryptowährungen

Entgeltlich erworbene Anlagen in Kryptowährungen (in 2021: Bitcoin und Ethereum) sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden nach IAS 38 bilanziert und bewertet. Der Wertansatz der Anlagen in Kryptowährungen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Uberprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Anlagen in Kryptowährungen unterliegen keiner planmäßigen Wertminderung und werden daher nicht regelmäßig abgeschrieben. Vom Wahlrecht der Anwendung der Neubewertungsmethode nach IAS 38 wird kein Gebrauch gemacht.

5. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Fall von unterjährigen Zugängen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Unbebaute Grundstücke unterliegen keiner planmäßigen Abnutzung und werden daher nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre
(ohne geringwertige Anlagegüter)
Einbauten in fremde Grundstücke 1 bis 20 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

6. Nicht-finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen

Die nicht-finanziellen Vermögenswerte aus Mietverhältnissen betreffen im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich Leasingverhältnisse, bei denen die DocCheck AG als Leasingnehmer fungiert. Bei diesen Leasingverträgen handelt es sich um Mietverträge für Immobilien sowie Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Die aktivierten Nutzungsrechte umfassen typischerweise eine Periode von bis zu fünf Jahren, wobei teiweise eine Verlängerungsoption seitens der DocCheck AG möglich ist. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Mietvertrag der Büroimmobilie in Köln Ehrenfeld neu vereinbart. Der neue Mietvertrag hat eine feste Laufzeit von sieben Jahren. Die DocCheck AG hat in Bezug auf das Mietobjekt das einmalige Recht, das Mietverhältnis um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2030 zu verlängern. Die Inanspruchnahme der Verlängerungsoptionen wurde bei der Bewertung des aktivierten Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit unterstellt. Die genauen Ausgestaltungen der Verträge sind je nach Miet- bzw. Leasingobjekt unterschiedlich. Die Mietverhältnisse werden ab dem Zeitpunkt Verfügbarkeit des Mietobjekts als Nutzungsrecht nebst entsprechender Verbindlichkeit bilanziert.

Nichtleasingkomponenten wie z.B. Mietnebenkosten sind nicht in die Ermittlung der Vermögenswerte aus Mietverhältnissen eingeflossen. Diese werden weiter unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Das Nutzungsrecht wird über den kürzeren der beiden Zeiträume aus voraussichtlicher Nutzungsdauer und Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrags planmäßig linear abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden grundsätzlich mit dem Zinssatz abgezinst, der dem jeweiligen Leasingverhältnis zugrunde liegt. Sofern dieser nicht ermittelt werden kann, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet, der zur Refinanzierung des Leasingguts von Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden müsste. Die Zinsen und die Tilgung werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erfasst. Miet- bzw. Leasingverträge mit Laufzeiten bis zu einem Jahr sowie Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert werden weiterhin als Aufwand erfasst.

Der Wertansatz von nicht-finanziellen Vermögenswerten aus Mietverhältnissen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test (Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit seinem erzielbaren Betrag) durchgeführt. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

7. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und sonstige finanzielle Forderungen.

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Transaktionskosten in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge aus finanziellen Vermögenswerten werden realisiert, sobald sie verlässlich schätzbar sind und werden in den Positionen Nr. 9 bis 12 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden für Zwecke der Folgebewertung grundsätzlich in die folgenden Kategorien unterteilt:

  • Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet: Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte
  • Zum beizulegenden Zeitwert bewertet: Beteiligungen, Wertpapiere (Aktien)

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt grundsätzlich zu beizulegenden Zeitwerten. Beteiligungen an Start-up-Unternehmen, bei denen eine weite Bandbreite möglicher Zeitwerte existiert, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als bestmögliche Schätzung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Wertbegründende Ereignisse nach dem Abschlussstichtag fließen in die Bewertung nicht ein. Bei dem Kauf der Betterdoc GmbH durch einen Investor im Jahr 2022 handelt es sich um die strategische Entscheidung eines Investors, die zum Stichtag noch nicht absehbar war und keinen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2021 hatte.

Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet, da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forderungen aus Lieferungen, Zahlungsmittel sowie sonstige finanzielle Forderungen werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Ubergabe durch das Unternehmen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände sowie Guthaben und Festgelder bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Erwartete Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Forderungen und Leistungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle angesetzt. Wertberichtigungen auf einem separaten Wertberichtigungskonto werden dann erfasst, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass die Forderungen voraussichtlich nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. In der Regel ist dies der Fall, wenn eine Forderung am Bilanzstichtag älter als 180 Tage ist, an ein Inkassounternehmen übergeben wurde oder andere objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.

Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

8. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten, einschließlich Transaktionskosten, angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Abschreibung der im Januar 2020 übernommenen Wohnimmobilie in Köln erfolgt planmäßig unter der Annahme einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 40 Jahren.

9. Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen.

10. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen und darüber hinaus auch für steuerliche Verlustvorträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

11. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

12. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

13. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bestehen aus Finanzverbindlichkeiten (Kredite), Verbindlichkeiten aus Lieferungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Der erstmalige Ansatz der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

15. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden können, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden regelmäßig mit Erbringung der Leistung ertragswirksam.

Umsatzerlöse aus der Gewährung von Lizenzen werden ratierlich über die Laufzeit der Lizenz verteilt und vereinnahmt.

Dabei werden die Erlöse jeweils in der Höhe angesetzt, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen, also die Ubertragung von Waren bzw. die Erbringung von Dienstleistungen, Gegenleistungen erwartet werden. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

Kosten der Vertragserlangung werden nicht auf einzelvertraglicher Basis erfasst und können nicht verlässlich geschätzt werden. Die Kosten werden daher nicht als Vermögenswert erfasst. Die Umsatzerlöse im Konzern werden durch folgende Leistungen erbracht:

  • Im Segment antwerpes werden Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes erzielt. Dabei werden digitale und klassische Marketing-, PR- und Kommunikationsdienstleistungen für Unternehmen im Gesundheitsmarkt erbracht. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt.
  • Im Segment DocCheck werden die Umsatzerlöse einerseits ebenfalls im Projektgeschäft (Marktforschung), aber auch in der Schaltung von Advertorials und Bannern sowie der Versendung von bMails erbracht. Ein weiterer Teil der Umsatzerlöse in diesem Segment wird durch den Verkauf von Lizenzen für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins erzielt. Diese Lizenzen haben in der Regel eine Laufzeit von zwölf Monaten und verlängern sich automatisch, sofern keine Kündigung erfolgt. Die Kunden von DocCheck sind einerseits Unternehmen im Gesundheitsmarkt aber auch andere Kommunikationsagenturen.
  • Im Segment DocCheck Shop werden die Umsatzerlöse durch den Verkauf von Produkten im Bereich Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik erzielt. Die Kunden in diesem Segment sind überwiegend niedergelassene Ärzte, Medizinstudenten aber auch Kliniken, behördliche Einrichtungen oder Unternehmen.

Ein Teil der Kundenverträge des Konzerns erfüllt die Voraussetzungen des IFRS 15.35, da der Konzern mit seiner Leistung Vermögenswerte erzeugt, die nicht anderweitig genutzt werden können. Dabei hat der Konzern einen Zahlungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen und kann zudem erwarten, dass der Vertrag wie vereinbart erfüllt wird. Diese kundenspezifischen Fertigungsaufträge werden nach der Maßgabe des Fertigstellungsgrades bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Uberschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter dem separaten Vertragliche Vermögenswerte. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst (Zero-Profit-Methode). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

16. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts

und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2021 keine Entwicklungskosten aktiviert.

17. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung von Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Bei der Bestimmung der Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die einer jährlichen Uberprüfung unterliegen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Anderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis entsprechend berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund der Einstellung eines Softwareprojektes außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 52 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) vorgenommen.

b) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung zeitraumbezogen erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwänden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost-Methode) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und der in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnisse aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.664 TEuro (im Vorjahr: 2.155 TEuro) und Schulden aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.681 TEuro (im Vorjahr: 1.763 TEuro) ausgewiesen.

c) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag werden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 20 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) ausgewiesen.

d) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle

Die Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2021 aufgrund gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin davon ausgegangen, das der zwischenzeitliche Kursanstieg aufgrund des sich ausbreitenden Krieges in der Ukraine nicht von nachhaltiger Natur ist.

lm Geschäftsjahr 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die als Finanzinvestition gehaltenen Edelmetalle in Höhe von 55 TEuro vorgenommen (im Vorjahr: Zuschreibungen in Höhe von 29 TEuro).

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Öb die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hieffür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 51 TEuro) und passive latente Steuern in Höhe von 303 TEuro (im Vorjahr: 558 TEuro) ausgewiesen.

f) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Rückstellungen wurden in Höhe von 3.791 TEuro (im Vorjahr: 3.593 TEuro) gebildet.

18. Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Sonstige Rücklagen) gebucht und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 20 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Community GmbH sowie dem Erwerb der DocCheck Warehouse GmbH im Jahr 2021 (Kauf einer Vorratsgesellschaft). Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

Gesellschaft Firmenwerte
der Erstkonso-
lidierung
TEUR
Nachträgliche
Erhöhung der
Firmenwerte
durch Erwerb
weiterer
Anteile
TEUR
kumulierte
Wertminde-
rungen zum
31.12.2020
TEUR
Buchwerte
zum
31.12.2020
TEUR
Wertminde-
rungen in
2021
TEUR
kumulierte
Wertminde-
rungen zum
31.12.2021
TEUR
Buchwerte
zum
31.12.2021
TEUR
DocCheck
Community 29 O 12 17 0 12 17
GmbH
DocCheck 756 151 907 O 0 907 O
Shop GmbH
DocCheck
Warehouse 3 O O O O O
GmbH
Summe 788 151 919 17 0 919 20

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November 2021 ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getääigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach vier Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die CGU DocCheck Community GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 0,1 Prozent (im Vorjahr: -0,1 Prozent) und eines Risikozuschlags von 7,0 Prozent (im Vorjahr: 7,0 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 6,3 Prozent (im Vorjahr: 6,1 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr: 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwarteter Umsatzrückgang bei der CGU DocCheck Community GmbH von -8,0 Prozent für 2022 zugrunde (im Vorjahr: 12,8 Prozent Umsatzwachstum von 2020 auf 2021). Für die Jahre 2023 bis 2025 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 5 Prozent ausgegangen. Die abflauende Pandemie könnte auch für eine Verschiebung von Werbebudgets zurück in den Offline-Sektor führen, weshalb die Prognose in dieer CGU zurückhaltend ist. Bei der Extrapolation der Cashflows für die ewige Rente (terminal value) wurde konservativ ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate kalkuliert.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung des Umsatzes um mehr als 18 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

Aufgrund des Erwerbs der CGU DocCheck Warehouse GmbH in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 wurde für diese CGU zum Stichtag kein Wertminderungstest durchgeführt. Die Gesellschaft soll nachhaltige Gewinne erzielen. Aus diesem Grund ergibt sich kein Anhaltspunkt für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31. Dezember 2021.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte bis zum 31. Dezember 2021 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear und bei unterjährigen Zugängen pro rata temporis über einen Zeitraum von einem bis sechs Jahren abgeschrieben.

lm Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund der Einstellung eines Softwareprojektes außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 52 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) vorgenommen.

3. Anlage in Kryptowährungen

Der Marktpreis der Bitcoinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 151 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro). Die Bilanzierung der Bitcoinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten in Höhe von 150 TEuro,

Der Marktpreis der Ethereumbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 320 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro). Die Bilanzierung der Ethereumbestände erfolgt zu Anschaffungskosten in Höhe von 250 TEuro.

4. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2021 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

5. Nicht-finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen

Der zur Diskontierung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen herangezogene Grenzfremdkapitalzinssatz beträgt bei den aktuell bestehenden Mietverhältnissen zwischen 0,84 und 1,2 Prozent.

lm Geschäftsjahr 2021 wurde der Mietvertrag der Büroimmobilie in Köln-Ehrenfeld neu vereinbart. Der neue Mietvertrag hat eine feste Laufzeit von sieben Jahren. Die DocCheck AG hat in Bezug auf das Mietobjekt das einmalige Recht, das Mietverhältnis um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2030 zu verlängern. Die Inanspruchnahme der Verlängerungsoptionen wurde bei der Bewertung des aktivierten Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit unterstellt.

lm Geschäftsjahr 2021 sind die Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen vor Abschreibungen um 5.148 TEuro (im Vorjahr: 72 TEuro) angestiegen.

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 890 TEuro (im Vorjahr: 745 TEuro) auf Immobilien und mit 53 TEuro (im Vorjahr: 45 TEuro) auf Fahrzeuge.

Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Restbuchwert der Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen insgesamt 6.923 TEuro (im Vorjahr: 1.520 TEuro) und entfällt mit 6.847 TEuro (im Vorjahr: 1.425 TEuro) auf Immobilien und mit 75 TEuro (im Vorjahr: 95 TEuro) auf Fahrzeuge.

Die Gesamtzahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2021 910 TEuro (im Vorjahr: 811 TEuro).

Die korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen betragen zum 31. Dezember 2021 7.032 TEuro (im Vorjahr: 1.611 TEuro).

6. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Mit rechtlicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 hat die DocCheck AG eine Wohnimmobilie in Köln-Ehrenfeld zum Zwecke der Vermietung und Wertanlage erworben.

Die Anschaffungkosten der Immobilie betragen unverändert 1.819 TEuro. Im Geschäftsjahr 2021 sind weitere 27 TEuro (im Vorjahr: 35 TEuro) für Planungskosten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Sanierung der Immobilie angefallen.

Die Immobilie wird planmäßig über 40 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2021 betragen 38 TEuro (im Vorjahr: 38 TEuro). Aufgrund der Nähe zum Anschaffungszeitpunkt und einer vergleichbaren Marktsituation entspricht der beizulegende Zeitwert den Anschaffungskosten.

7. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 4.634 TEuro (im Vorjahr: 4.487 TEuro). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEuro.

Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1.358 TEuro (im Vorjahr: 1.413 TEuro). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 55 TEuro (im Vorjahr: Zuschreibung in Höhe von 29 TEuro) vorgenommen.

Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin davon ausgegangen, das der zwischenzeitliche Kursanstieg aufgrund des sich ausbreitenden Krieges in der Ukraine nicht von nachhaltiger Natur ist

8. Beteiligungen

Beteiligungen werden in Höhe von insgesamt 362 TEuro (im Vorjahr: 512 TEuro) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an acht (im Vorjahr: neun) Beteiligungsgesellschaften gehalten.

Die MediShop XL BV wurde im August 2021 liquidiert und im Januar 2022 final abgewickelt. Sie ist nicht im Konsolidierungskreis enthalten und wird zum 31. Dezember 2021 unverändert in den Beteiligungen ausgewiesen. Die medweb24 GmbH wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die DocCheck Community GmbH verschmolzen und ist zum 31. Dezember 2021 nicht mehr in den Beteiligungen enthalten.

Aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahren haben sich im dritten Quartal 2021 deutliche Hinweise auf eine Wertminderung der Beteiligung an der Amparo GmbH, Berlin, ergeben. Daher wurde die Beteiligung an der Amparo GmbH in Höhe von 150 TEuro außerplanmäßig abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2021 hat die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen in ihr Portfolio aufgenommen.

Die DocCheck Guano AG hält zum Stichtag Anteile an folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteilgungsquote
zum 31.12.2021
Erstmaliger
Beteiligungserwerb
BetterDoc GmbH, Köln 5.15% 25. November 2013
PatientZero Games GmbH, Hamburg 33.93% 18. Dezember 2015
Mammoth Hunters S.L, Barcelona, Spanien 5.24% 7. April 2017
Amparo GmbH, Berlin 7.50% 29. Mai 2017

Weitere drei Beteiligungen werden von der DocCheck Shop GmbH gehalten, wobei die Beteiligungsquote jeweils unter fünf Prozent liegt.

Das Eigenkapital der PatientZero Games GmbH, Hamburg, beträgt zum 31. Dezember 2020 53,3 TEuro (im Vorjahr: 42,8 TEuro), das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 10,4 TEuro (im Vorjahr: 25,9 TEuro) (Angaben zum 31. Dezember 2020, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vorlagen),

Die PatientZero Games GmbH ist kein assoziiertes Unternehmen der DocCheck AG, obwohl eine Beteiligung von über 20 Prozent der Stimmrechte vorliegt, da die DocCheck AG bzw. die DocCheck Guano AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Gesellschaft ausübt.

9. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

2021 2020
TEUR TEUR
Waren 3.581 3.666
Geleistete Anzahlungen 58 104
Summe 3.639 3.770

Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 86 TEuro (im Vorjahr: 478 TEuro) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 47 TEuro (im Vorjahr: 137 TEuro) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen auf den voraussichtlich erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungs- und Lagerkosten vorgenommen.

10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Vortrag 76 31
Zuführung 43 54
Inanspruchnahme 2
Auflösung 5
Summe 108 76

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2021 2020
TEUR TEUR
Buchwert 8.503 5.897
Wertminderungen 108 76
Buchwert vor Wertminderungen 8.611 5.973
davon nicht fällig 6.927 4 531
davon fällig, weniger als 30 Tage 1.062 1.210
davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen 466 68
davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen 94
davon fällig, mehr als 90 Tage 152 70

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 6.927 TEuro (im Vorjahr: 4.531 TEuro) sind 0 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) wertgemindert.

11. Vertragliche Vermögenswerte und Schulden

Die Gesellschaft weist vertragliche Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.664 TEuro (im Vorjahr: 2.155 TEuro) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Schulden aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.681 TEuro (im Vorjahr: 1.763 TEuro) aus

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenden erhaltenen Anzahlungen beträgt 3.096 TEuro (im Vorjahr: 4.007 TEuro). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 1.473 TEuro (im Vorjahr: 2.265 TEuro) bei den vertraglichen Vermögenswerten aus Fertigungsaufträgen und 1.623 TEuro (im Vorjahr: 1.742 TEuro) bei den Schulden aus Fertigungsaufträgen in Abzug gebracht.

12. Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 969 TEuro (im Vorjahr: 827 TEuro) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Aktive Rechnungsabgrenzung 516 283
Guthaben auf Kreditkarten 216 O
Sonstige Forderungen 203 519
Kautionen 29 21
Steuerforderungen 5 4
Summe ರಿಕರಿ 827

13. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet und Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (3.335 TEuro; im Vorjahr: 2.478 TEuro). Die daraus resultierenden Wertminderungen gegenüber den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert des Vorjahres betragen im laufenden Geschäftsjahr 6 TEuro (im Vorjahr: 131 TEuro) und die Werterhöhungen 863 TEuro (im Vorjahr: 324 TEuro) und sind im Finanzergebnis unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 belaufen sich die Dividendenerträge aus diesen Wertpapieren auf 19 TEuro (im Vorjahr: 19 TEuro).

14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Kassenbestand 5 2
Guthaben bei Kreditinstituten 18.184 17.512
Summe 18.189 17.514

15. Ertragsteuerforderungen und -schulden

Die Ertragsteuerforderungen betragen 7 TEuro (im Vorjahr: 23 TEuro) und betreffen die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag.

Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2021 1.213 TEuro (im Vorjahr: 2.650 TEuro) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 689 TEuro (im Vorjahr: 1.366 TEuro) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 524 TEuro (im Vorjahr: 1.284 TEuro).

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf IV.7. verwiesen.

16. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 5.033.876,00 Euro (im Vorjahr: 5.029.816,00 Euro), ist aufgeteilt in 5.033.876 Stück (im Vorjahr: 5.029.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro.

lm 4. Quartal 2019 wurde ein Programm für Mitarbeiteraktien aufgelegt. Im Dezember 2020 wurde das Grundkapital auf Basis neuer Beschlüsse um 4.060,00 EUR erhöht zum Zwecke der Ausgabe von 4.060 Mitarbeiteraktien an 203 Mitarbeiter. Die Einreichung der Kapitalerhöhung erfolgte im Dezember 2020, die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte im Februar 2021.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Mai 2023 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Baroder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautende Stückaktien (d.h. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen. Das genehmigte Kapital 2018 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung zum 31. Dezember 2021 noch 2.490.848,00 EUR.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 502.981,00 Euro (im Vorjahr: 502.981,00 Euro) bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 502.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2021 13.165.722,28 Euro (im Vorjahr: 13.140.144,28 Euro) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 Euro (im Vorjahr: 39.252,84 Euro).

f. Ubrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2021 22.202.412,54 Euro (im Vorjahr: 15.831.739,63 Euro) und beinhalten im Wesentlichen den Bilanzgewinn des Konzerns.

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2021 3.245.569,91 Euro (im Vorjahr: 3.245.569,91 Euro). Im Zusammenhang mit dem Unternehmenschluss der antwerpes & partner ag (heutige antwerpes ag) und der Antwerpes AG (heutige DocCheck AG) im Jahr 1999, welcher als umgekehrter Unternehmenserwerb (Reverse acquisition) im Sinne der IFRS behandelt wurde, wurde ein Kapitalausgleichsposten vom Eigenkapital gebildet.

h. Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 wurde die Gesellschaft bis zum 28. Mai 2025 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2021 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

i. Rücklage für Aktienoptionen

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2021 1 TEuro in die Rücklage für Aktienoptionen eingestellt. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich die Rücklage für Aktienoptionen damit auf 119 TEuro (im Vorjahr: 118 TEuro).

j. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Shop GmbH. Die Anteile an der DocCheck Shop GmbH betragen wie im Vorjahr 90,0 Prozent. Die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2021 betragen 861 TEuro (im Vorjahr: 441 TEuro).

17. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Diese haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

01.01.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Persona
Tantiemen und
Provisionen 1.977 -1.893 -84 2.065 2.065
Urlaubsansprüche 233 -233 0 274 274
Berufsgenossenschaft 44 -44 0 60 60
Ausgleichsabgabe 30 -30 0 42 42
Summe 2.284 -2.200 -84 2.441 2.441
Ubrige
Boni 570 -382 -81 540 647
Abschluss- und Prü-
fungskosten
157 -134 -6 130 147
Aufsichtsratsvergütung 113 -71 0 ଚିତ୍ର 108
Nachlaufende Kosten 29 -29 0 73 73
Abraum- und Abfallbe-
seitiung
3 -3 0 4 4
Sonstige 436 -271 -1 206 370
Summe 1.308 -890 -88 1.019 1.349
Gesamtsumme 3.592 -3.090 -172 3.460 3.790

a. Tantiemen und Provisionen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen der Mitarbeiter des Konzerns.

b. Urlaubsansprüche

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

c. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2021 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

d. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

e. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie die externen Jahresabschlusskosten.

18. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen die Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen (IFRS 16) und haben eine Restlaufzeit von einem bis maximal neun Jahren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (IFRS 16) werden unter Punkt 20 ausgewiesen.

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

20. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten (IFRS 9)
Reisekosten Angestellte 3 1
Ubrige Verbindlichkeiten 176 149
179 150
2021 2020
TEUR TEUR
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten und
Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16
Umsatzsteuer 1.142 885
Leasingverbindlichkeiten nach IRFS 16
(Restlaufzeit < 1 Jahr) 835 806
Passive Rechnungsabgrenzung 228 257
I ohn- und Kirchensteuer 230 191
Kreditorische Debitoren 61 126
Lohn und Gehalt 62 63
Soziale Sicherheit 14 15
2.572 2.343
Summe 2.751 2.493

21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

22. Finanzinstrumente

a. Finanzielle Vermögenswerte

31.12.2021

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte An-
schaffungskosten
ertolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 362 362
Sonstige finanzielle Vermögens-
werte 0 0 0
Summe 0 362 362
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 18.189 O 18.189
Wertpapiere O 3.335 3.335
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 8.503 0 8.503
Sonstige finanzielle Vermögens-
werte රිළිබ 0 વેલું એક ગામના લોકોનો મુખ્ય વ્યવસાય ખેતી, ખેતમજૂરી તેમ જ પશુપાલન છે. આ ગામમાં મુખ્યત્વે ખેત
Summe 27.661 3.335 30.996
Gesamtsumme 27.661 3.697 31.358

. .

. .

31.12.2020

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte An-
schaffungskosten
erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet
Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen
Sonstige finanzielle Vermögens-
O 512 512
werte 22 0 22
Summe 22 512 534
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel
Wertpapiere
17.514
0
O
2.478
17 514
2.478
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögens-
werte
5.897
827
O
0
5.897
827
Summe 24.238 2 478 26.716
Gesamtsumme 24.260 2.990 27.250

b. Finanzielle Verbindlichkeiten

31.12.2021

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaf-
fungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.997
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 350
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 179
Gesamtsumme 2 526

31.12.2020

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaf-
fungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1. 296
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 228
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 150
Gesamtsumme 1 674

Aufgrund des gestiegenden Geschäftsumfangs wurden zwischen der DocCheck-Gruppe und der medichem Vertriebs GmbH die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der medichem Vertriebs GmbH (auch für den Vorjahresausweis) in die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umgegliedert.

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7

in Anspruch
01.01.2021 Zuführung Auflösung 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
76 43 2 9 108
76 43 2 9 108
in Anspruch
01.01.2020 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
31 54 4 5 76
31 54 4 5 76
Zuführung genommen
genommen
Auflösung

d. Beizulegende Zeitwerte Aktiva

Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften und eingetragenen Genossenschaften, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plante zum Stichtag keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt grundsätzlich zu beizulegenden Zeitwerten, wobei die Anschaffungskosten aufgrund der weiten Bandbreite als bestmögliche Schätzung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen werden. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Ausschüttungen von Beteiligungen in Höhe von 55 TEuro vereinnahmt (im Vorjahr: 9 TEuro). Beteiligungen mit unwesentlichen Anschaffungskosten werden aufgrund des Betrages und der konstanten Ertragssituation zu diesen bewertet. Es sind außerdem keine wesentlichen stillen Reserven bekannt. Daher entspricht der beizulegende Zeitwert zum Stichtag den Anschaffungskosten.

Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IFRS 9 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert, da sie entweder kurzfristiger Natur sind oder einer marktüblichen Verzinsung unterliegen.

Passiva

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IFRS 9 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, sodass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen.

Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:

  • Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
  • · Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar zu beobachten sind;
  • Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.
31.12.2021
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere (Aktien) 3 335
Beteiligungen 362
31.12.2020
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere (Aktien) 2 478 I
Beteiligungen 512

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (Aktien) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.

e. Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Nettoergebnisse 2021 2020
TEUR TEUR
aus finanziellen Vermögenswerten
- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
909
-127
212
-143
aus finanziellen Verbindlichkeiten
- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
O 0
Summe 782 69

23. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Die Basis des Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt.

Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Es liegen keine Risikokonzentrationen vor. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den vertraglichen Vermögenswerten ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit geht der Konzern davon aus, dass finanzielle Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, mit einem Ausfallsrisiko von deutlich unter einem Prozent des Buchwertes behaftet sind. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Attersstruktur wertberichtigt. Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Darüber hinaus liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderung von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko. Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2021 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Im Fall von verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens werden überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anlagen in Kryptowährungen sowie Anteile in Form von Aktien an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der Anlagen in Kryptowährungen und der erworbenen Aktien besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Kryptowährungen und Aktien an Börsen gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Kryptowährungen und Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns, die sich aus dem Verhältnis des buchmäßigen Eigenkapitals zur gesamten Bilanzsumme ergibt, beträgt zum 31. Dezember 2021 67 Prozent (im Vorjahr: 70 Prozent).

Der hohe Bestand an liquiden Mitteln übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 6,1 Millionen Euro. Daher ist die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

IV. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2020 um insgesamt 22.821 TEuro bzw. 36 Prozent auf 85.921 TEuro gestiegen.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2021 2020
TEUR TEUR
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 35.769 33.082
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 48.442 28.577
Erlöse aus Lizenzen 1.710 1 441
Gesamt 85.921 63.100

In den Umsatzerlösen von 85.921 TEuro sind gemäß IFRS 15.35 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 1.301 TEuro (im Vorjahr: 1.472 TEuro) enthalten. Dieser Betrag beschreibt die zusätzlichen Umsätze nach IFRS 15.35 im Vergleich zum Stand nach HGB, die nicht bereits in Vorjahren realisiert worden sind.

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 1.341 TEuro (im Vorjahr: 1.690 TEuro), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 1.001 TEuro (im Vorjahr: 1.705 TEuro). Das Verhältnis von kumulierten Gewinnen und kumulierten Kosten kann zwischen den Perioden je nach Bearbeitungsstand der Projekte variieren. (Siehe zum Vorgehen II.15).

lm Segment DocCheck Shop haben die Privatkunden, die einen Vertrag über das Internet abgeschlossen haben, bei bestimmten Produkten das Recht, innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss vom Kaufvertrag gegen Kaufpreiserstattung zurückzutreten. In den anderen Segmenten ist ein vertragliches Rücktritts- oder Umtauschrecht ausgeschlossen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Auflösung von Rückstellungen 172 49
Auflösung Mietabgrenzung 92 O
Kursdifferenzen 83 11
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 50 47
Zuschreibungen Wertpapiere 52 13
Versicherungsentschädigungen 11 33
Auflösung von Wertberichtigungen ರಿ 5
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 9 5
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 0 400
Zuschreibungen Edelmetalle 0 29
Ubrige 50 23
Summe 528 615

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 42.432 TEuro (im Vorjahr: 27.957 TEuro) und entfällt mit 36.211 TEuro (im Vorjahr: 22.781 TEuro) auf bezogene Waren und mit 6.221 TEuro (im Vorjahr: 5.175 TEuro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Aus Gründen der Klarheit wurde der Vorjahresausweis im Bereich der Fremdarbeiten, Freelancer um 848 TEuro erhöht und von den sonstigen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb des Materialaufwandes umgegliedert.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 19.391 TEuro angestiegen (im Vorjahr: 15.892 TEuro). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2021 372 (im Vorjahr: 341). lm Jahresdurchschnitt waren 391 (im Vorjahr: 303) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

In den Personalaufwendungen sind Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (Arbeitgeberanteile) in Höhe von 3.130 TEuro (im Vorjahr: 2.253 TEuro) und Beiträge für Altersversorgung in Höhe von 40 TEuro (im Vorjahr: 38 TEuro) enthalten.

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Marketing 899 905
Raumkosten 568 352
Nebenkosten Geldverkehr 531 560
Lizenzen 521 347
Wartung, Reparatur 487 286
Fremdarbeiten, Freelancer 483 208
Fortbildung 291 143
Ubrige Verwaltungsaufwendungen 277 272
Rechts- und Beratungskosten 272 307
Personalbeschaffung 207 148
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 170 125
Fahrzeugkosten 89 68
Aufsichtsrat 73 77
nternetkosten 70 63
Börsenpräsenz 65 40
Wertberichtigungen und Forderungsverluste 43 79
Mobiltelefon, Telefon 36 34
Reisekosten 31 32
Hauptversammlungskosten 25 43
Bürobedarf 15 16
Messekosten 18
Spenden 2 2
Ubrige 269 141
Summe 5.428 4.266

Aus Gründen der Klarheit wurde der Vorjahresausweis im Bereich der Fremdarbeiten, Freelancer um 848 TEuro vermindert und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb des Materialaufwandes umgegliedert.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

2021 2020
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 2 760 1.764
Gewerbesteuer 2 923 1.857
Ertragsteueraufwand 5.683 3.621
latente Steuern 220 637
Gesamtsumme 5.463 4 258

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt wie im Vorjahr ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,45 Prozent zugrunde. Dieser wird wie folgt ermittelt:

2021
in %
2020
in %
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritäts-
zuschlag (effektiv) 15,83 15,83
Gewerbesteuer 16.63 16.63
kombinierter Ertragsteuersatz 32.45 32.45

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

Aktive latente Passive latente Aktive latente Passive latente
Steuern 2021 Steuern 2021 Steuern 2020 Steuern 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen (Leasing) 0 2.246 O 493
Vorräte 691 O 922 0
Vermögenswerte aus Fertigungs-
aufträgen
0 540 O 700
Wertpapiere O 24 0 18
erhaltene Anzahlungen 0 1.004 0 1.302
Schulden aus Fertigungsaufträgen 545 O 572 O
Rückstellungen 10 O 9 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.282 0 498 0
Verlustvorträge 0 0 5 0
Summe 3.528 3.814 2.006 2.514
Saldierung -3.511 -3.511 -1.955 -1.955
Gesamt 17 303 51 259

Alle anderen latenten Steuern sind grundsätzlich kurzfristiger Natur. Latente Steuern auf Verlustvorträge bei drei Tochtergesellschaften werden nicht angesetzt, da diese aufgrund geplanter Organschaften nicht innerhalb von 5 Jahren nutzbar werden. Die gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlagen der nicht angesetzten Verlustvorträge betragen 87 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro). Die körperschaftsteuerlichen Bemessungsgrundlagen der nicht angesetzten Verlustvorträge betragen 39 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro).

Für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine passiven latenten Steuern bilanziert. Dies ist darin begründet, dass DocCheck den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen steuern kann und keine Umkehr der Differenzen (durch Veräußerung oder Ausschüttung) geplant ist. Die Summe der nicht bilanzierten temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen beträgt 112 TEuro (Vorjahr: 49 TEuro.

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2021, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,45 Prozent (im Vorjahr: 32,45 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde, beträgt 5.610 TEuro und weicht um 147 TEuro von dem tatsächlichen Steueraufwand von 5.463 TEuro ab. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2021 2020
TEUR TEUR
5.610 4.500
65 40
-264 -300
17 12
14 14
20 0
-8
5.463 4.258
31.6 30.7

8. Gewinnausschüttung

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 28. Mai 2021 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 5.033.876 Euro vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 5.461.344,03 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG zur Ermittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

lm Geschäftsjahr 2021 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 5.033.374 (Vorjahr: 5.026.528). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 11.405 TEuro (Vorjahr: 9.202 TEuro). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 2,27 Euro (Vorjahr: 1,83 Euro).

b. Verwässert

Der Verwässerungseffekt zum 31. Dezember 2021 resultiert aus der Ausgabe von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm an Vorstände der DocCheck AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen.

Dabei wurden die zum 31. Dezember 2021 ausgegebenen Aktienoptionen bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses nach Maßgabe der sogenannten Treasury-Stock-Methode berücksichtigt. Die Anzahl der so ermittelten Aktien erhöht die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum um 32.681 Aktien (im Vorjahr: 22.886 Aktien).

2021 2020
Den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnender An-
teil am Konzernjahresüberschuss 11.824.692,19 9.202.338,16
im Umlauf befindliche Aktien am 1.1. 5.029.816 4.989.816
Kapitalerhöhung am 15.2.2021/30.1.2020 4 060 40.000
im Umlauf befindliche Aktien am 31.12. 5.033.876 5.029.816
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(unverwässert) 5.033.374 5.026.528
Verwässerungseffekt durch ausgegebene Optionen
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
32.681 22.886
(verwässert) 5.066.055 5.049.415
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33
unverwässert (in Euro) 2.27 1,83
verwässert (in Euro) 2,25 1,82

10. Gesamtergebnisrechnung

Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

V. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 18.189 TEuro (im Vorjahr: 17.514 TEuro) und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 14.

VI. Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2021 und 2020 wie folgt dar:

DocCheck
antwerpes DocCheck Shop
2021 TEUR TEUR TEUR
Gesamtumsatz 28.621 9.761 48.442
davon Außenumsatz 28.478 9.038 48.375
davon Umsatz mit anderen Segmenten 143 723 67
EBIT 6.986 3.656 6.201
Gesamtvermögen 9 492 1.959 10.781
Gesamtverbindlichkeiten 8.004 1.288 2.168
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 2 2 22
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle O 0 O
Wertminderung Goodwill 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren O 0 0
Zinsaufwendungen O 0 O
Ertragsteuern -158 -10 2 041
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 0 2 156
DocCheck
antwerpes DocCheck Shop
2020 TEUR TEUR TEUR
Gesamtumsatz 23.231 7.458 33.107
davon Außenumsatz 23.182 6.774 33.084
davon Umsatz mit anderen Segmenten 49 684 23
EBIT 5.360 2.040 5.990
Gesamtvermögen 6.360 1.937 7 268
Gesamtverbindlichkeiten 4 556 1.249 2.876
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 1 1 14
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle O 0 O
Wertminderung Goodwill 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren O 0 0
Zinsaufwendungen O 0 7
Ertragsteuern 322 4 1.947
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle O 0
Summe Überleitung
operativer Nicht zuge- Konsoli-
Segmente ordnet dierung TEUR
TEUR TEUR TEUR Konzern
86.824 8.612 -9.515 85.921
85.891 30 0 85.921
933 8.582 -9.515 O
16.843 -200 0 16.643
22.232 47 098 -12 588 56.742
11.460 13.417 -6.311 18.566
26 2.170 O 2.196
O O 0 O
O 0 0 0
0 833 0 833
0 88 0 88
1.873 3.590 0 5.463
158 3.698 0 3.856
Summe Uberleitung
operativer Nicht zuge- Konsoli-
Segmente ordnet dierung TEUR
TEUR TEUR TEUR Konzern
63.796 6.696 -7.392 63.100
63.040 60 0 63.100
756 6.636 -7.392 O
13.390 371 0 13.761
15.565 35.671 -6.197 45.039
8.681 5.004 O 13.685
16 1.626 O 1.642
0 29 0 29
0 0 0 O
O 297 -8 289
7 24 -7 24
2.272 1.986 O 4 258
1 605 O 1 609

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.

2021
TEUR
2020
TEUR
EBIT 16.643 13.761
Erträge aus Beteiligungen 55
Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Ver-
mögenswerten 0 1
Zinsen und ähnliche Erträge 833 287
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -243 -192
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.463 -4.258
Konzernjahresüberschuss 11.825 9.608

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Die Identifizierung der Segmente erfolgt auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger und besteht aus den Geschäftsbereichen antwerpes, DocCheck, DocCheck Shop und den nicht operativen Segmenten.

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet, und umfasst neben der antwerpes ag auch die antwerpes health münchen gmbh (seit Dezember 2017) und die antwerpes healthy media gmbH (seit Juli 2021).

Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüff und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden. Es besteht aus der DocCheck Community GmbH.

Das Segment DocCheck Shop, bestehend aus der DocCheck Shop GmbH, betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG, der DocCheck Guano AG, der DocCheck Medical Cloud GmbH, der DocCheck Forest GmbH und der DocCheck Warehouse GmbH ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2021 waren die Geschäftstätigkeit der Doc-Check Guano AG, der DocCheck Medical Cloud GmbH, der DocCheck Forest GmbH und der DocCheck Warehouse GmbH gemäß IFRS 8.13 von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG, der DocCheck Medical Cloud GmbH, der DocCheck Forest GmbH und der Doc-Check Warehouse GmbH im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Im Geschäftsjahr 2021 erzietten die Doc-Check Guano AG, die DocCheck Medical Cloud GmbH, die DocCheck Forest GmbH und die DocCheck Warehouse GmbH in Summe Umsätze in Höhe von 1 TEuro. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Anlassbezogen werden Arbeitsstunden von Mitarbeitern für andere Konzerngesellschaften geleistet, die mit einem definierten Prozentsatz des externen Verkaufspreises weiter berechnet werden. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, die für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten. Das Segment DocCheck Shop vertreibt materielle und immaterielle Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erhracht

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

  • · Umsätze Inland: 77,9 Millionen Euro (im Vorjahr: 52,9 Millionen Euro)
  • · Umsätze Ausland: 8,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 10,2 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

Die langfristigen Vermögenswerte teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

  • · Vermögenswerte Inland: 20,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 12,4 Millionen Euro)
  • · Vermögenswerte Ausland: 0,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 0,0 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der langfristigen Vermögenswerte nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Vermögenswerte nach dem Sitz der Beteiligung.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VII. Ergänzende Angaben

1. Organe der DocCheck AG

Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2021 folgende Mitglieder:

Vorstand

  • · Dr. Frank Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, Arzt und Zahnarzt, CEO
  • · Thilo Kölzer, Frechen, Betriebswirt, COO
  • Philip Stadtmann, Köln, MBA, CFO
  • · Jens Knoop, Köln, Bauingenieur, CTO

Aufsichtsrat

  • · Dr. Joachim Pietzko, Köln, Aufsichtsratsvorsitzender, Rechtsanwalt
  • · Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Professorin an der Fachhochschule Dortmund
  • · Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2021 folgende Vergütungen:

Gesamtbe-
züge
Davon
fix
Davon
variabel
Name des Vorstands EUR EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 249 996 189.996 60.000
Thilo Kölzer, COO 244 582 149,582 95.000
Philip Stadtmann, CFO 206.606 126.606 80.000
Jens Knoop, CTO 184 471 124 471 60.000
Summe 885-655 590.655 295.000
gewährten
Aktien-
optionen
Anzahl der Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Davon in
2021 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands 31.12.2021 EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35.940 96.193 982
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.240 98
Philip Stadtmann, CFO 0 0 O
Jens Knoop, CTO 4.000 12.480 197
Summe 41.940 114.913 1.277

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2020 folgende Vergütungen:

Gesamt- Davon Davon
bezüge fix variabel
Name des Vorstands EUR EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 211 410 151 410 60.000
I hilo Kölzer, COO 193.969 133.969 60.000
Philip Stadtmann, CFO 166 606 126.606 40.000
Jens Knoop, CTO 164.567 124.567 40.000
Summe 736.552 536.552 200.000
Anzahl der
gewährten
Aktien-
optionen
Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Davon in
2020 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands 31.12.2020 EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 35.940 95.210 21.160
Thilo Kölzer, COO 2.000 6.142 1.563
Philip Stadtmann, CFO O O 0
Jens Knoop, CIO 4.000 12.283 3.126

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Mit Herrn Kölzer bestanden zwei Darlehensverträge über ursprünglich 55.000 Euro mit einer Laufzeit bis Ende Juni 2021. Die Darlehen wurden mit 1,5 bzw. 2,0 Prozent p.a. verzinst. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Restbetrag (inkl. aufgelaufener Zinsen) 0,00 Euro (im Vorjahr: 22.429,81 Euro).

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2021 folgende Vergütungen:

Gesamt-
Bezüge
Davon
fix
Davon
variabel
Name des Aufsichtsrats EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 34.800 12.000 22.800
Prof, Dr. Britta Böckmann.
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
17 400 6.000 11 400
Winfried Leimeister 17 400 6.000 11 400
Summe 69.600 24.000 45.600

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2020 folgende Vergütungen:

Gesamt-
Bezüge
Davon
tix
Davon
variabel
Name des Aufsichtsrats EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 36.000 12.000 24.0000
Prof. Dr. Britta Böckmann.
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
18.000 6.000 12.000
Winfried Leimeister 18.000 6.000 12.000
Summe 72-000 24.000 48.000

4. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen werden grundätzlich zu gleichen Bedingungen abgewickelt wie mit unabhängigen Dritten.

Neben den Vorstandsvergütungen und Darlehensverträgen (siehe 2.) und den Aufsichtsratsvergütungen (siehe 3.), besteht mit Herrn Dr. Joachim Pietzko ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate gegenüber Dritten. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 4 TEuro brutto (im Vorjahr: 5 TEuro).

5. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

  • Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis
  • Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene

Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

1. Tranche

Die 1. Tranche wurde im Kalenderjahr 2020 komplett ausgeübt und die Aktien ausgegeben.

2. Tranche

Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben. Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden vier Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,62 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 0 TEuro (im Vorjahr: 6 TEuro).

Einer der Berechtigten hat im Geschäftsjahr 2020 auf einen Teil der Optionen (4.060 Stück) verzichtet.

Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

3. Tranche

Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,48 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 3. Tranche beträgt 1 TEuro (im Vorjahr: 20 TEuro).

Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

Ubersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):

2021 2020
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 43.940 48.000
Neuzusagen O O
Verfallen O 0
Ausgeübt O O
Erloschen O 4.060
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 43.940 43.940
davon ausübbar zum Ende der Periode 43.940 17.940

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungskurs der zum Stichtag ausstehenden Aktienoptionen beträgt 7,02 Euro (im Vorjahr: 7,02 Euro).

6. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2021 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

2021 2020
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 70 90
Summe 70 90

7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG, DocCheck Community GmbH, die DocCheck Guano AG und die healthy media gmbh sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Januar 2022 wurde die Umfirmierung der antwerpes münchen gmbh in antwerpes health share gmbh beim Handelsregister eingereicht. Die Firma positioniert sich nicht mehr regional als Vertriebsgesellschaft für den Süden Deutschlands, sondern differenziert sich inhaltlich und wird die Social Media Dienstleistungen des antwerpes Segments bündeln. Die regionale Positionierung war durch die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehende Stärkung des ortsunabhängigen Arbeitens hinfällig geworden.

Die DocCheck Warehouse GmbH hat im März 2022 eine Option auf den Erwerb einer Büround Logistikimmobilie im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld ausgeübt. Insgesamt wurden ca. 6.000 Quadratmeter Grundstück und ca. 5.100 Quadratmeter Büro- und Logistikfläche für einen Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich erworben. Die Immobilie wird zunächst umfassend um- und neu aufgebaut und in der Folge als Standort für verschiedene Geschäftsbereiche genutzt werden. Die Stadt Köln hat ein Vorkaufsrecht; die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass sie keinen Gebrauch von diesem Recht machen wird.

lm März 2022 konnte die DocCheck Guano AG ihre Beteiligung an der Betterdoc GmbH, Köln, erfolgreich veräußern. Es wurde ein Kaufpreis im unteren siebenstelligen Bereich und ein Buchgewinn in ähnlicher Höhe erzielt.

Der im Februar ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die wirtschaftliche Unsicherheit durch Störungen in den Lieferketten und das allgemeine Bedrohungsgefühl erhöht. Die DocCheck-Gruppe hat selbst keine direkten Störungen verzeichnet, muss aber damit rechnen, dass Kunden betroffen sind. Dadurch könnte die DocCheck-Gruppe indirekt unter den Auswirkungen leiden. Diese lassen sich derzeit nicht quantifizieren.

Ähnliches gilt für die in der ganzen Welt immer wieder aufflammenden Corona-Hotspots und den folgenden lokalen Shut-downs, insbesondere in China. Auch hieraus könnten Störungen des Wirtschaftslebens resultieren, die sich zumindest indirekt auf die DocCheck-Gruppe auswirken könnten.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung am 31. Mai 2022 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,00 EUR pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 5.033.876,00 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 7.730.840,28 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 23. März 2022

DocCheck AG Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert
01.01.2021
Zugänge Abgänge Umbuchungen Wert
31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Geschäfts- oder Firmenwert 29.340,48 2.500,00 0,00 0,00 31.840.48
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.543.612.07 132.255,48 713.255,86 0.00 962.611.69
Anlage in Kryptowährungen 0,00 399.780,49 0,00 0,00 399.780.49
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 0,00 1.045.135,30 0,00 0.00 1.045.135,30
Einbauten in fremde Grundstücke 4.426.662,67 2.192,48 0,00 0,00 4.428.855.15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.708.439,12 1.061.665,02 985.633,78 1.647 444.22 7.431.914.58
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 713.883.82 1.747.338.88 0.00 -1.647.444,22 813.778.48
10.848.985,61 3.856.331,68 985.633,78 0,00 13.719.683,51
Nicht finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen 3.055.276.95 7 524 734.79 2.376.095.09 0,00 8.203.916.65
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1.854 425,71 27.370,00 0,00 0,00 1.881.795.71
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 3.574.840,00 0,00 0,00 0,00 3.574.840.00
Beteiligungen 942.293,11 0,00 52.472,93 0,00 889.820,18
Gesamtsumme 21.848.773.93 11.942.972.44 4.127.457.66 0.00 29.664.288,71
Abschreibungen Buchwerte
Wert
01.01.2021
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2021
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
12.102.79 0.00 0.00 12.102.79 19.737,69 17.237,69
1.091.673.82 256.929.73 713.255.86 635.347.69 327.264.00 451.938.25
0.00 0.00 0.00 0.00 399.780,49 0,00
0,00 0.00 0.00 0.00 1.045.135,30 0,00
2.868.051.67 291.075,48 0,00 3.159.127.15 1.269.728,00 1.558.611.00
3.033.649,12 868.823,24 942.564.78 2.959.907,58 4.472.007.00 2.674.790,00
0.00 0.00 0.00 0.00 813.778.48 713.883.82
5.901.700,79 1.159.898,72 942.564,78 6.119.034,73 7.600.648,78 4.947.284,82
1.535.206.34 943.466.85 1.197.495,97 1.281.177.22 6.922.739.43 1.520.070.61
38.013.33 38.013,00 0.00 76.026,33 1.805.769,38 1.816.412,38
539.203.62 55.042.01 0.00 594.245.63 2.980.594.37 3.035.636.38
430.507,65 150.009,00 52 471,93 528.044,72 361 775,46 511 785,46
9.548.408,34 2.603.359,31 2.905.788,54 9.245.979,11 20.418.309,60 12.300.365,59

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert
01.01.2020
Zugänge Abgänge Umbuchungen Wert
31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
Geschäfts- oder Firmenwert 29.340.48 0,00 0.00 0.00 29.340,48
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.417.819.37 125.792,70 0.00 0,00 1.543.612,07
Sachanlagen
Einbauten in fremde Grundstücke 4.375.212.49 51.450,18 0.00 0,00 4.426.662,67
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.135.784,92 668.042,33 54.125,22 121.181,93 5.870.883,96
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.652,94 818.412,81 0.00 -121.181,93 713.883,82
9.527.650,35 1.537.905,32 54,125,22 0,00 11.011.430,45
Nicht finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen 2.982.897.99 72.378.96 0.00 0.00 3.055.276,95
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 104.784,48 1.749.641.23 0,00 0,00 1.854.425.71
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 3.574.840.00 0,00 0.00 0,00 3.574.840,00
Beteiligungen 1.111.782.46 130.510.65 300.000,00 0,00 942.293.11
Wertpapiere, held-to-maturity 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 20.749.115.13 3.616.228,86 2.354.125,22 0,00 22.011.218,77
Abschreibungen Buchwerte
Wert
01.01.2020
Zugänge Abgänge Zuschreibungen Wert
31.12.2020
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
12.102.79 0.00 0.00 0.00 12.102,79 17.237,69 17.237,69
933.034.62 158.639.20 0.00 0.00 1.091.673,82 451.938.25 484.784.75
2.548.125,49 319.926.18 0.00 0,00 2.868.051,67 1.558.611.00 1.827.087,00
2.713.832,92 533.387,26 51 126,22 0,00 3.196.093,96 2.674.790,00 2.421.952,00
0.00 0.00 0.00 0,00 0,00 713.883,82 16.652,94
5.261.958,41 853.313.44 51 126,22 0,00 6.064.145,63 4.947.284,82 4.265.691,94
744 782,60 790.423.74 0.00 0.00 1.535.206.34 1.520.070.61 2.238.115.39
0,00 38.013.33 0,00 0,00 38.013.33 1.816.412.38 104.784.48
568.573.28 0,00 0.00 29.369,66 539.203,62 3.035.636,38 3.006.266,72
449.997.00 80.509.65 99.999.00 0,00 430.507.65 511.785.46 661.785.46
0.00 0.00 0.00 0,00 0,00 0,00 2.000.000,00
7.970.448,70 1.920.899,36 151.125,22 29.369,66 9.710.853,18 12.300.365,59 12.778.666,43
01.01.2021 -
31.12.2021
01.01.2020 -
31.12.2020
Konzernkapitalflussrechnung Anhang EUR EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern, Zinsen
und Beteiligungsergebnis 16.643.237,17 13.760.907,27
Gezahlte Ertragsteuern -7 104 173,00 -1.530.176,00
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 2.453.350,31 1.840.759,71
Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 0.00 -29.369.66
Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -9.250,00 -5.300,10
Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 43.070,00 1.891,44
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen 0,00 -400.087,40
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -160.719,55 106.953,92
Veränderung der Rückstellungen 198.811,55 1.520.508,90
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -1.016.811,87
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva -2.036.407,57 -3.787.876,12
Veränderung der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 905.847,76 1.082.976,55
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.933.766,67 11.544.376,64
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 9.250,00 6.407,66
Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 0,00 2.600.088,40
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.883.701,68 -3.287.546,55
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -134.755,48 -125.792,70
Auszahlungen für Investitionen in Kryptowährungen -399.780,49 0,00
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungen
und verbundene Unternehmen 0,00 -130.510,65
Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen 55.426,99 8.802,21
Einzahlungen aus sonstigen Ausleihungen 22,429,81 10.788,33
Auszahlungnen für sonstige Ausleihungen 0,00 -10.000,00
Zinseinnahmen 22.498,03 20.154,85
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.308.632,82 -907.608,45
Auszahlungen an Aktionäre 11.8 -5.033.876,00 -498.981,60
Einzahlungen von Aktionären 0,00 201.638,00
Zinsausgaben -89.015,50 -23.594,61
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -827 143,29 -787.511,58
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.950.034,79 -1.108.449,79
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 675.099,06 9.528.318,40
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 17.514.206,13 7.985.887.73
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 18.189.305,19 17.514.206,13

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter V.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2021

Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapital-
rücklage
EUR
Gesetzliche
Rücklage
EUR
Ubrige Gewinn-
rücklagen
EUR
Saldo zum 31.12.2020 5.029.816.00 13,140,144,28 39,252,84 15.831.739.63
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0.00 11.404.548.91
Kapitalerhöhung 4.060.00 25.578,00 0,00 0,00
Dividendenausschüttung 0.00 0.00 0.00 -5.033.876.00
Personalkosten Aktienoptionsprogramm 0,00 0,00 0.00 0.00
Saldo zum 31.12.2021 5.033.876.00 13.165.722,28 39.252.84 22.202.412,54
Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapital-
rücklage
EUR
Gesetzliche
Rücklage
EUR
Ubrige Gewinn-
rücklagen
EUR
Saldo zum 31.12.2019 4.989.816.00 12.910.104.28 39,252,84 7.128.383.07
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 9.202.338,16
Kapitalerhöhung 40,000.00 230.040,00 0,00 0,00
Dividendenausschüttung 0,00 0,00 0,00 -498.981,60
Personalkosten Aktienoptionsprogramm 0,00 0,00 0,00 0,00
Saldo zum 31.12.2020 5.029.816.00 13.140.144.28 39,252,84 15.831.739,63

Erläuterungen zum Konzerneigenkapital befinden sich im Konzernanhang unter Abschnitt III.16. und IV.8

Kapital- Nicht be-
ausgleichs- Rücklage für Aktionärs- herrschende Konzern-
posten Aktienoptionen eigenkapital Anteile eigenkapītai
EUR EUR EUR EUR EUR
-3.245.569.91 117,876,00 30.913.258.84 440.625.25 31.353.884.09
0.00 0,00 11.404.548.91 420.143.28 11.824.692.19
0.00 0.00 29.638.00 0.00 29.638.00
0.00 0.00 -5.033.876.00 0.00 -5.033.876.00
0.00 1.277.00 1.277.00 0.00 1.277.00
-3.245.569.91 119.153.00 37.314.846.75 860.768.53 38.175.615.28
Konzern-
eigenkapital
EUR
Nicht be-
herrschende
Anteile
EUR
Aktionärs-
eigenkapital
EUR
Sonstige
Rücklagen
EUR
Kapital-
ausgleichs-
posten
EUR
22.053.202,32 34.645.04 22.018.557.28 196,571,00 -3,245,569,91
9.608.318.37 405.980.21 9.202.338,16 0.00 0.00
172.000,00 0.00 172.000.00 -98.040.00 0.00
-498,981,60 0.00 -498.981.60 0.00 0.00
19.345.00 0,00 19.345.00 19.345.00 0.00
31.353.884,09 440,625,25 30,913,258,84 117.876.00 -3.245.569.91

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DocCheck AG, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DocCheck AG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
  • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats und die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Der Bericht des Aufsichtsrats und der Geschäftsbericht werden uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es bestische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

■ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • qewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Anqaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslequngsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • · beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, 23. März 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Werner Holzmayer Wirtschaftsprüfer

Marcus Lauten Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 23. März 2022

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

Bericht des Aufsichtsrats

Auch in diesem Jahr möchte ich mich gerne zu Beginn des Berichts des Aufsichtsrats, auch im Namen meiner Aufsichtsratskolleg:innen, bei allen Mitarbeiter:innen der Doc-Check-Gruppe für ihren erneut starken Einsatz in der andauernden Pandemie im Jahr 2021 bedanken!

Der Vorstand hat mögliche Auswirkungen der anhaltenden Pandemie frühzeitig antizipiert und im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 entschlossen und konsequent auf diese Herausforderungen reagiert. Dabei haben wir im Aufsichtsrat den Vorstand eng begleitet und standen im kontinuierlichen Dialog.

lm Mittelpunkt der weiteren Erläuterungen stehen nun dieser genannte kontinuierliche Dialog, die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in fünf ordentlichen und außerordentlichen virtuellen Sitzungen am 30. März, 14. April, 28. Mai, 18. Oktober sowie 24. November.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Jahr 2021 entweder per Telefonkonferenz zugeschaltet oder fehlten entschuldigt. Ferner hat mindestens ein Mitglied des Vorstands an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Nur Beratungen zu Personalangelegenheiten des Vorstands und die geschlossene Sitzung des Aufsichtsrats erfolgten ohne Beteiligung des Vorstands.

Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten |assen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2021 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Ferner ging er pandemiebedingt auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein.

Es erfolgte die Berichterstattung unter anderem zu den folgenden Punkten:

  • · zum pandemiebedingten Vorgehen
  • zum Jahresabschluss 2020 und 2021
  • · zum Zwischenbericht des ersten Halbjahres 2021 und Veröffentlichungen von Finanz- und Unternehmensnachrichten
  • zur Lage der Gesellschaft
  • · zur Geschäftsentwicklung der Holding sowie ihrer Töchter, Beteiligungen sowie der Neugründungen
  • · zu personellen Veränderungen bei Töchtern, Beteiligungen und den Neugründungen
  • zur Annahme von Stock-Optionen ●
  • · zu anstehenden Investitionen in Wald und Immobilien
  • · zu bestehenden Beteiligungen der DocCheck Guano AG
  • · zur Entwicklung der DocCheck Shop GmbH

Beratungen

  • · zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
  • · zur Verlängerung von Vorstandsverträgen
  • · zur Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer
  • · zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2021
  • · zur Ausübung von Aktienoptionen
  • · zu bestehenden und möglichen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
  • · zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Stuttgart - Niederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 30. März und 14. April 2021 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 14. April 2021 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2021 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart - Niederlassung Köln, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. März und 24. März 2022 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand

aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitqliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 28. Mai 2021 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik sowie die durch die pandemiebedingte Wirtschaftslage ausgiebig erörtert und diesem zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2021 vorgeschlagen, eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 28. Mai 2021 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Für die weiteren durch den ukrainischen Krieg bedingten ökonomischen Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2022 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiter:innen der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im März 2022

Dr. Joachim Pietzko Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2021 in Höhe von 12.764.716,28 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,00 EUR pro Aktie. Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 5.033.876 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 5.033.876,00 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 7.730.840,28 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2021 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 23. März 2022

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Philip Stadtmann

Thilo Kölzer

Jens Knoop

lmpressum

Redaktion

DocCheck AG, Köln Corporate Communications Tanja Mumme fon: + 49 (0) 2 21. 9 20 53 – 139 eMail: [email protected]