Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

DocCheck AG Annual Report 2019

May 7, 2020

4574_rns_2020-05-07_7e5c16e4-1e3b-40ea-9707-eaea8a31ccdf.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

DocCheck AG

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Jahresfinanzbericht 2019

KENNZAHLEN 2019

scroll

2019

in EUR
2018

in EUR
Veränderung

in EUR
Veränderung

in Prozent
DocCheck Konzern
Umsatzerlöse 32.380.824,32 28.329.350,24 4.051.474,08 14,30
davon antwerpes 18.757.559,21 15.175.062,58 3.582.496,63 23,61
davon DocCheck 5.440.748,43 5.022.258,24 418.490,19 8,33
davon DocCheck Shop 8.501.338,78 8.313.105,69 188.233,09 2,26
Gesamtleistung 32.324.837,54 28.624.540,55 3.700.296,99 12,93
EBIT 4.575.367,58 3.728.594,19 846.773,39 22,71
EBITDA 6.245.014,61 4.612.096,01 1.632.918,60 35,41
Konzernjahresüberschuss (Anteil Aktionäre DocCheck AG) 3.139.756,60 2.274.801,28 864.955,32 38,02
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) 0,63 0,46 0,17 38,19
Bestand liquide Mittel (31.12.) 7.985.887,73 9.413.582,32 -1.427.694,59 -15,17
Anzahl Mitarbeiter (31.12.) 282 248 34 13,71

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der DocCheck AG, Köln

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und aus ihren Tochtergesellschaften:

antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
DocCheck Community GmbH ("DocCheck"), Köln
DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop"), Köln
antwerpes münchen gmbh, München

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der antwerpes münchen gmbh haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).

Die DocCheck AG ist die Holdinggesellschaft der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck Community, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes. Die DocCheck Guano AG hält wie im Vorjahr eine Beteiligung at equity in Höhe von 33,93 (Vorjahr 33,3 Prozent) Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.

2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

die DocCheck Community GmbH,
die DocCheck Shop GmbH und
die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Community GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Community GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 500.000 aktiven Nutzern und über 2.500 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland. Auch in der Schweiz und Österreich ist DocCheck bekannt. Mit der englischen Sprachversion ist DocCheck auch über den deutschsprachigen Raum hinaus relevant. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Das Portal wurde im Jahr 2019 in weiten Teilen erneuert. Der Fokus liegt nun stärker auf der Bereitstellung von interessensbasiertem Content. Das wesentliche Element dabei sind die DocCheck Kanäle, die mit themenspezifischem Content bespielt werden. Der Nutzer erhält so den für ihn relevantesten Content. DocCheck betreibt einige eigene Kanäle. Gleichzeitig sind die Kanäle aber auch für Partner oder Blogger kostenlos nutzbar. Der Industrie bietet DocCheck gegen Entgelt einen Full-Service-Betrieb der Kanäle an.

Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Community GmbH gehören:

DocCheck Media

Die bisher an dieser Stelle angegebenen IVW-Daten sind seit dem Relaunch von Doccheck nicht mehr verfügbar. Mit den DocCheck News verfügt DocCheck nach wie vor über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 238.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Auch die DocCheck News profitieren vom DocCheck Relaunch, da der Content der Newsletter nun individuell und interessensbasiert ausgespielt werden kann.

Die DocCheck Webseiten sind mit dem Relaunch noch attraktiver für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Bannern) geworden. Das Geschäft hat zwar nur einen relativ geringen Stellenwert für DocCheck, doch konnte hier dank der noch stärkeren Fokussierung auf die Kernzielgruppe "Ärzte" eine erkennbare Erhöhung der Nachfrage festgestellt werden.

Eine vergleichbare Entwicklung lässt sich im Bereich der Advertorials erkennen, die in den DocCheck News geschaltet werden. Hier hat sich die Nachfrage in Richtung des Premiumangebotes verschoben.

Neben den News und der Schaltung von Advertorials und Bannern bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden rund 95.000 Medical Professionals und damit ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 35 Prozent.

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck Research ist das Institut für Markt- und Werbeforschung bei DocCheck und ein wichtiger Full-Service-Spezialist im Gesundheitsbereich in Deutschland. Über das in die DocCheck Community eingebundene Online-Panel verfügt es über eines der größten Heilberufler-Panels in Deutschland und Europa. Mit seinen über 225.000 Teilnehmern allein in Deutschland deckt es nahezu alle Heilberufe ab. Die Registrierung der Healthcare-Professionals mit Berufsnachweis sorgt für hohe Glaubwürdigkeit und Datenqualität. Durch den Ausbau der quantitativen und qualitativen Marktforschungsservices, verbunden mit Beratungsleistungen rund um Produkt-Launches und strategischer Markenführung, gelingt es DocCheck Research, seine Kunden im Rahmen von mittel- und langfristig angelegten Projekten nachhaltig zu binden. DocCheck Research ist Mitgliedsinstitut derBranchenverbände Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) und BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben dem kostenlosen DocCheck Login werden hier die jährlich wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins den Industriekunden in Rechnung gestellt.

DocCheck Community

Der Bereich DocCheck Community wurde 2019 gegründet und beschäftigt sich mit dem Betrieb und der Vermarktung der neuen DocCheck Kanäle. Das neue Angebot stieß schnell auf reges Interesse bei Industrie, sodass aus der antwerpes ag Ressourcen hinzugezogen wurden, um die Nachfrage befriedigen zu können. Der Bereich hat innerhalb weniger Monate mehr als ein halbes Dutzend namhafter Neukunden gewonnen und wird seine Geschäftsaktivität weiter ausbauen um sich dauerhaft als vierte tragende Säule der DocCheck Community GmbH zu etablieren.

2.1.2 DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten des DocCheck-Konzerns gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von rund 7.000 Artikeln wird unter der Marke "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit über 200 eigenen Artikeln angeboten. Die Verkaufsaktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2019 exklusiv im Onlineshop gebündelt.

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Onlineshops für Medizin- und Praxisbedarf in der Region D/A/CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z. B. die Kommunikations-, Innovations- und Kreativkraft der antwerpes ag, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager aus dem der gesamte Versand erfolgt.

Zielgruppe des Shops sind primär niedergelassene und angestellte Ärzte. Die Integration mit der DocCheck Community GmbH wurde im Geschäftsjahr 2019 deutlich erweitert und soll auch in Zukunft vertieft werden. Durch die Integration der beiden Plattformen soll dem Kunden auf beiden Plattformen ein Mehrwert geboten werden, indem Content und Produkte so miteinander kombiniert werden, dass der Nutzer in jedem Fall davon profitiert, unabhängig von der Frage, ob er sich gerade primär für den Content oder für das Produkt interessiert.

Weitere Vertriebskanäle

Der Vertrieb über den Außendienst und freie Handelsvertreter wurde im 1. Halbjahr 2019 aufgegeben. Der Vertrieb läuft nun exklusiv über Onlinekanäle und dabei ganz überwiegend über den eigenen Webshop.

2.1.3 DocCheck Guano AG ("Guano")

Die DocCheck Guano AG hält Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"). Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an sechs Start-ups. Die Beteiligungen an der Mammoth Hunters S.L. und der Curassist GmbH wurden bereits in den Vorjahren auf Null abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 wurde die Beteiligung an der PatientZeroGames GmbH vollständig abgeschrieben. Die ehemalige (siebte) Beteiligung an der Fysio 24 B.V. ist nach der Liquidation der Gesellschaft erloschen.

Im Geschäftsjahr 2019 ist die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen eingegangen und hat diese auch nicht aktiv verfolgt. Stattdessen wurden die bestehenden Beteiligungen betreut. In 2020 sind neue Investments grundsätzlich möglich.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. Die antwerpes ag ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio der antwerpes ag teilt sich in zurzeit fünf Units:

Campaigning

Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Der Campaigning-Bereich entwickelt ungewöhnliche Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Web & Mobile

Der Bereich entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte und mobile Apps. Das Aufgreifen neuer technologischer Entwicklungen ist hierbei eine wesentliche Aufgabenstellung. Genauso wichtig ist jedoch die Fähigkeit, Kundensysteme und branchenspezifische Lösungen zu integrieren. Dazu zählen CRM-Systeme wie Salesforce, Zahlungssysteme und Content-Management-Lösungen wie die von Veeva. antwerpes bildet seine Mitarbeiter entsprechend aus und ist im Bedarfsfall auch entsprechend lizenziert.

Innovation & Activation

Neue Technologien aufzugreifen und Nutzer zur Teilnahme an Angeboten zu bewegen ist das differenzierende Merkmal dieser Unit. Insbesondere große Projekte mit hohen Ansprüchen an das Projektmanagement sind hier angesiedelt. Passend dazu sind hier auch Mitarbeiter tätig, die digital Kampagenen konzipieren und umsetzen, um die Kundenprojekte nach dem Launch auch mit den notwendigen Besucherströmen zu versorgen. Google Adwords ist dabei ein wesentliches, aber nicht das einzige Mittel.

Content & Relations

Der Bereich Content steht für qualitativ hochwertige Inhalte - ob Text, Bild, Video, Infografik oder Social-Media-Post. Die Qualität gliedert sich dabei in eine inhaltliche Komponente, z. B. durch Storytelling und medizinisches Know-how, und eine Kanalbezogene Komponente mit dem jeweils passenden Format. Der Bereich Relations umfasst den Beziehungsaufbau zu bestimmten Teilzielgruppen - ob mittelbar über Multiplikatoren wie Journalisten, Key Opinion Leader (KOL) und Influencer oder unmittelbar mit der Zielgruppe z. B. bei Events. Das Themenfeld Social Media wurde in eine eigene Unit ausgegliedert.

Social Media

In der Unit Social Media sind die Aktivitäten der antwerpes ag gebündelt, die aus der Betreuung und Bearbeitung Sozialer Netzwerke im Kundenauftrag bestehen. Dazu zählen die Themen Influencer Relations, Social Research und die Betreuung von Aktivitäten in Business-to-Business und Business-to-Consumer-Netzwerken (z. B. Xing, LinkedIn, DocCheck oder Facebook). Influencer, Blogger und andere Partner können die Arbeit hier in relevanter Weise unterstützen. Leistungen im Bereich der Pharmakovigilanz runden das Angebot zielgruppenspezifisch ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

Mit der antwerpes münchen gmbh wird die regionale Betreuung der süddeutschen Kunden seit Dezember 2017 verbessert.

3. Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) bzw, der Warenwirtschaft und des Onlineshops (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Die Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) bzw. Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Community GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Werbekanälen und Regionen.

Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und die DocCheck Community GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist, neben dem Headcount und der nominellen Kapazität, für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Community GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine untergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus haben die Führungkräfte die Möglichkeit, über das intern entwickelte Business Intelligence Portal die vorgenannten Daten nahezu in Echtzeit zu verfolgen.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT basierend auf dem Abschluss nach IFRS und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen.

Für die DocCheck Shop GmbH wurde ein eigenes Berichtswesen aufgebaut. Täglich wird über die Leistungen und etwaige Rückstände in der Logistik berichtet. Wöchentlich wird vom Controlling ein Bericht erstellt, der wesentliche KPI abdeckt, darunter den Umsatz (u. a. nach Regionen und Kanälen), Conversion Rates und Supportaufkommen. Einmal im Monat erfolgt eine erweiterte Berichterstattung, die weitere Analysen umfasst. Die Daten werden kommentiert und wöchentlich mit den Führungskräften besprochen.

Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.

Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch aufgrund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck-Konzerns. Dies ist konzeptionell gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert, um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind, oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten.

4. Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Markt und Wettbewerb

1.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2016 bei 11,5 Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt - Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil am BIP wächst langsam aber stetig. Durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2016 noch einmal um 17 Mrd. Euro zugelegt. Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen damit 2017 4.544 Euro, im Vergleich zu 4.355 Euro in 2016.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Bruttowertschöpfung von über 141.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören z. B. der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen bzw. nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die Online-Sprechstunde, verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes, sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2020 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer Anzahl von ArzneimittelNeueinführungen rund 20 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück.

Für das Jahr 2020 wird nach einer Prognose von Magna Global ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 1,8 Prozent (2019 ca. 2,0 Prozent Wachstum) erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit nahezu konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss. Online-Medien sind mittlerweile der größte Werbemarkt, deutlich vor TV und Print.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten Multichannel-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

1.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

antwerpes ist spezialisiert auf den Healthcare-Markt und steht im Wettbewerb mit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Agenturen im ansonsten sehr unübersichtlichen Agenturmarkt. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.

DocCheck

Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort kontinuierlich wächst. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

Verlage,
Marktforschungsunternehmen,
Direktmarketingdienstleister,
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities.

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 238.000 aktiven Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber. Das Tracking von Visits und Page Impressions ist auf Grund des dynamischen Seitenaufbaus technisch nur noch eingeschränkt möglich, bzw. von der Aussagekraft nur noch eingeschränkt relevant. DocCheck fokussiert sich daher derzeit darauf, die Kanäle weiter aufzubauen und die Nutzer zu einer aktiven Auswahl der für sie wichtigen Kanäle zu bewegen.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 97.400 Ärzten und rund 26.600 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: "bMail") über einen Verteiler von mehr als 95.000 aktiven Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 35 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Onlineshops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht und das Nutzererlebnis deutlich über den reinen "Beschaffungsvorgang" hinaus erweitern kann.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitliche systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2019 verlief wirtschaftlich auf erneut hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um 14 Prozent von 28,3 Millionen Euro auf nun 32,4 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT stieg um 23% von 3,7 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro. Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2019 damit etwas besser als erwartet entwickelt.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis waren strukturelle Änderungen im Unternehmen, Investitionen in den Geschäftsbetrieb und ein stabiles Marktumfeld. Im Bereich DocCheck Community wurde der Relaunch des Portals im 2. Quartal 2020 durchgeführt und so neue geschäftliche Impulse gesetzt. Die Auswirkungen der 2018 durch die EU eingeführten DSGVO, die möglicherweise auf Grund einiger Unsicherheiten zu einer kurzzeitigen Nachfragereduktion geführt hatte, waren in 2020 nicht mehr zu spüren.

Die Investitionen im Bereich DocCheck Shop wurden reduziert, da der größte Teil des Umzugs und der Neuausrichtung in 2019 erfolgt waren. Der Relaunch des Onlineshops im Q1-2019 hat jedoch noch einmal eine Investition erfordert. Auch mussten im Jahr 2020 die Prozesse weiterentwickelt und das Geschäftsmodell geschärft werden. Der Austritt der Außendienstmitarbeiter im ersten Halbjahr 2020 hat einen unmittelbaren Einfluss auf den Umsatz gehabt.

3. Ertragslage der Tochtergesellschaften

3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2019 um 14 Prozent von 28,3 auf 32,4 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg ebenfalls um 14 Prozent von 20,2 Millionen Euro auf 22,9 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nach dem Sondereffekt aus dem Verkauf der Immobilie in Weil im Schönbuch in 2019 von 672 TEuro auf 413 TEuro gesunken. Mehr als die Hälfte dieser Erträge resultiert aus Zuschreibungen auf das Anlagevermögen, ganz überwiegend auf die Platinbestände.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 5 Prozent von 4,4 Millionen Euro auf 4.2 Millionen Euro. Die Zahlen für 2019 sind mit den Zahlen von 2018 durch die Erstanwendung des IFRS 16 allerdings nur sehr eingeschränkt vergleichbar, da nach IFRS 16 Leasingverhältnisse (darunter fallen auch z. B. die Büromieten) seit 2019 passiviert und über die Laufzeit abgeschrieben werden. Dadurch sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2019 um 765 TEuro entlastet, die Abschreibungen hingegen um rund 745 TEuro erhöht. Ohne diesen Effekt zeigt sich eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 565 TEuro, das entspricht 13 Prozent. Größter Kostentreiber sind die Aufwendungen für Freelancer, die benötigt werden, um den Personalbestand zu ergänzen. Diese Kosten sind um knapp 400 TEuro gestiegen. Ursächlich ist der Fachkräftemangel.

Einige Kosten, wie z. B. Verpackungsmaterial im Shop, skalieren mit dem Umsatz mit, während andere Kosten mit dem wachsenden Mitarbeiterstamm mitskalieren (z. B. Softwarelizenzen). Andere Positionen, wie z. B. die Kosten für Versicherungen oder Reisekosten, konnten reduziert werden.

Die Abschreibungen haben sich durch den beschriebenen Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 nahezu verdoppelt. Ohne den Effekt aus IFRS 16 wäre ein Wachstum von 5 Prozent zu verzeichnen, wobei im Vorjahr Abschreibungen auf Platin und Aktien vorzunehmen waren, die in 2019 nicht anfielen bzw. aufgeholt wurden. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind um jeweils ca. 30 Prozent gewachsen. Hier machen sich die Investitionen in das AutoStore-Lagersystem und den neuen Onlineshop bemerkbar.

Der Personalaufwand stieg um 12 Prozent von 11,2 Millionen Euro auf 12,5 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern sowie steigender Kostendruck beim Bestandspersonal. Der Fachkräftemangel macht ein stärkeres Retentionmanagement bei den Mitarbeitern erforderlich, das u. a. Konzessionen bei den Vergütungen erforderlich macht. Der DocCheck-Konzern ist nicht tarifgebunden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 4,6 Millionen Euro 23 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (3,7 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Effekten.

Das Finanzergebnis hat sich deutlich verbessert. Nach -351 TEuro in 2018 ist es in 2019 auf 42 TEuro gestiegen. Die geringeren Abschreibungen in der DocCheck Guano AG sowie Zuschreibungen auf die Wertpapiere sind die wesentlichen Faktoren für diese positive Entwicklung.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen steigt analog zum besseren operativen und Finanzergebnis um 37 Prozent von 3,4 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss steigt ebenfall um hier 40 Prozent von 2,2 Millionen Euro auf 3,1 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert daraus ein unverwässertes Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 63 Cent (im Vorjahr: 46 Cent). Das verwässerte Ergebnis pro Aktie liegt bei 63 Cent im Berichtsjahr und 45 Cent im Vorjahr.

3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag und die antwerpes münchen gmbh, verzeichnete einen deutlich steigenden Umsatz von 15,2 Millionen Euro auf 18,8 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich ähnlich wie der Umsatz und stieg um 18 Prozent von 13,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,6 Millionen Euro. Die Rohertragsentwicklung lag damit leicht unter dem Niveau der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator weist für 2019 ein Wachstum von 22 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 90 Prozent und damit noch einmal höher als im Vorjahr (86 Prozent). Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter und des Vorstandes der antwerpes ag erfasst sind, stieg in 2019 um 12 Prozent von 5,9 Millionen Euro auf 6,6 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 27 Prozent von 3,8 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an der Kostensteigerung beträgt rund 50 Prozent und resultiert aus dem überproportionalen Wachstum der Personalkosten im Vergleich zu den Schwestergesellschaften. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten inkl. der Abschreibungen enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus einem verstärken Einsatz freier Mitarbeiter. Diese Entwicklung ist zum Teil dem Fachkräftemangel geschuldet, der es schwierig macht, ausreichend passend qualifiziertes Personal zu beschäftigen. Mit insgesamt 11,4 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2019 um 18 Prozent gegenüber dem Jahr 2018 (9,7 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT, der mit 4,2 Millionen Euro 17 Prozent über dem des Vorjahres von 3,6 Millionen Euro liegt.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Community GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 8 Prozent von 5,0 Millionen Euro in 2018 auf 5,4 Millionen Euro in 2019. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen, primär jedoch DocCheck Media. Der Rohertrag stieg um 7 Prozent von 4,6 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro. Der Personalaufwand sank in 2019 um 1 Prozent von 2,44 Millionen Euro auf 2,42 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung waren einige Austritte zum Ende des Geschäftsjahres 2018 und ein langsamer als geplanter Ausbau des Personalstamms in den operativen Bereichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen um 17 Prozent von 1,5 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro. Maßgeblich für das Wachstum waren rund 170 TEuro Mehraufwand für die Beschäftigung freier Mitarbeiter. Für das Gesamtjahr 2019 wies der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,7 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,6 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 4,6 Millionen Euro in 2018 auf 5,7 Millionen Euro in 2019. Wachstum zeigte sich hier v. a. im Bereich Media und Community (DocCheck Kanäle).

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel deutlich besser als im Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 71 Prozent 10 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Dies entspricht dem schwächeren Geschäftsverlauf im Bereich DocCheck Research.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Shop GmbH, Köln. An der Gesellschaft hält die DocCheck aG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Gesamtumsatz im Segment DocCheck Shop, bestehend aus dem Onlineshop und den OfflineAktivitäten, stieg leicht um 2 Prozent von im Vorjahr 8,3 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro in 2019. Der dem Onlineshop zuzurechnende Umsatz wuchs um 24 Prozent von 6,4 Millionen Euro auf 8,0 Millionen Euro in 2019. Der den Offline-Aktivitäten (insbesondere Außendienst) zuzurechnende Umsatz fiel hingegen von 1,4 Millionen Euro um 74 Prozent auf 0,5 Millionen Euro. Der Rohertrag stieg um 17 Prozent von 2,0 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2019 um 7 Prozent von 2,8 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Ursächlich ist erneut die etwas höhere Beteiligung an der Konzernumlage, der steigende Marketingaufwand, die gestiegenen Mieten für die vergrößerte Logistikfläche sowie die Abschreibungen für das AutoStore und den neuen Onlineshop. Reduziert werden konnten die Kosten für Aushilfen und Freelancer, da der Personalstamm in 2019, anders als in 2018, weitgehend vollständig war. Der DocCheck Shop erzielte in 2019 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -0,6 Millionen Euro (im Vorjahr: -0,8 Millionen Euro).

DocCheck Guano AG

Guano erzielte wie im Vorjahr in 2019 keine Umsätze. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 11 TEuro (im Vorjahr 12 TEuro) fielen an für den formalen Geschäftsbetrieb. Kosten für eigenes Personal fielen nicht an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2019 -13 TEuro (im Vorjahr: -15 TEuro). Zum 30. November 2019 haben die Prognosen für die Entwicklung der Beteiligung PatientZero Games GmbH ergeben, dass die Beteiligungen trotz des fortgesetzten Geschäftsbetriebs als nicht mehr werthaltig zu betrachten ist. Insbesondere entwickeln sich die Umsätze schwächer als erhofft und eine deutliche Besserung ist nicht zu erwarten. Die Belastung für das Finanzergebnis beträgt in Summe 200 TEuro. Die Beteiligungen an den Unternehmen Amparo GmbH, Betterdoc GmbH und HRTBT Medical Solutions GmbH sind weiter werthaltig.

3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Im Segment antwerpes ist mit 18,8 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 16,1 Millionen Euro für 2019 deutlich übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da sich die Nachfrage auf Grund des Trends zu digitaler Kommunikation deutlich besser als erwartet entwickelt hat und zusätzlich wichtige neue Kunden gewonnen werden konnten. Das Ergebnis liegt mit 4,1 Millionen Euro rund 0,5 Millionen Euro über der Prognose. Diese Entwicklung liegt in der besser als erwarteten Geschäftsentwicklung begründet.

DocCheck Community hat das Umsatzziel von 6,5 Millionen Euro in 2019 um 1,1 Millionen Euro verfehlt. Das EBIT liegt 300 TEuro unter dem prognostizierten Wert von 1 Millionen Euro. Die Differenz resultiert aus unterplanmäßigen Umsätze in allen Bereichen, mit Ausnahme von DocCheck Industry. Die Planung für das Jahr 2019 war ambitioniert und setzte auf einen pünktlichen Relaunch des Portals.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 9,5 bis 9,8 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 8,5 Millionen Euro nicht erreicht. Wesentlicher Faktor war der verzögerte Relaunch des Onlineshops, so dass der erwartete Wachstumsschub aus dieser Richtung ausblieb. Die fehlende Marge konnte nicht kompensiert werden, so dass der EBIT mit -600 TEuro deutlich schlechter ausfällt als das prognostizierte ausgeglichene Ergebnis.

DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert. Das EBIT liegt mit einem Verlust von 13 TEuro im Rahmen der erwarteten Entwicklung von -18 TEuro.

Die DocCheck AG konnte Zuschreibungen auf die Platinanlage in Höhe von rund 269 TEuro verbuchen. Die Prognose berücksichtigt solche Schwankungen grundsätzlich nicht.

Im Konzern ist die Umsatzprognose von 30 bis 32 Millionen Euro für 2019 mit einem tatsächlichen Umsatz von 32,4 Millionen Euro leicht übertroffen. Das EBIT liegt mit 4,5 Millionen Euro über der Prognose von 3,6 bis 4,1 Millionen Euro.

4. Finanzlage des Konzerns

Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns lag zum Stichtag bei 8,0 Millionen Euro (Vorjahr 9,4 Millionen Euro).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, antwerpes münchen gmbh, DocCheck Community GmbH und die DocCheck Guano AG durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen davon ist der DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u. a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2019 wurde mit 1,8 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 3,8 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Forderungen und Vorräte im Vergleich zum Vorjahr sowie aus höheren Steuerzahlungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt zum Vorjahr unverändert bei -0,4 Millionen Euro. Investitionen wurden in 2019 hauptsächlich für das neue Lager des DocCheck Shops am Standort Hürth getätigt. Die DocCheck Guano AG hat nicht investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, ist gegenüber dem Vorjahr von -2,0 Millionen Euro auf -2,8 Millionen Euro gefallen. Ursächlich sind die Mietzahlungen, die aufgrund der geänderten Leasingbilanzierung nach IFRS jetzt im Cashflow aus der Finanzierungsttätigkeit ausgewiesen sind, während diese Position in den Vorjahren im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten war. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht.

5. Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns ist im Vergleich zu 2018 leicht von 27,9 Millionen Euro auf 31,6 Millionen Euro angestiegen.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 59 TEuro (im Vorjahr: 68 TEuro) - von 1,4 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag, der antwerpes münchen gmbh und der DocCheck Community GmbH hat sich nach Teilgewinnrealisation von 0,8 Millionen Euro auf 0,6 Millionen Euro vermindert. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager des DocCheck Shops und ist im Jahr 2019 nach Wertberichtigungen stark um 0,4 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro gestiegen (im Vorjahr: 0,7 Millionen Euro).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 3,6 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro gestiegen, da mehr Kunden mit langfristigen Zahlungszielen im Forderungsbestand zu verzeichnen waren.

Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2019 betrug 3,9 Millionen Euro (Vorjahr: 3,2 Millionen Euro).

Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2019 1,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,1 Millionen Euro).

Die DocCheck AG hält zum Stichtag keine Anleihen. Die Anleihen, die zum letzten Stichtag noch im Bestand waren, sind endfällig bzw. vorfristig durch die Emittenten zurückgezahlt worden.

Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), zu Fair Value bewertete Aktien mit einem Verkehrswert von 1,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,0 Millionen Euro). Über eigene Immobilien verfügt der Konzern zum Stichtag nicht, jedoch wurde ein notarieller Kaufvertrag über den Erwerb einer Immobilie in Köln geschlossen, der allerdings erst in 2020 vollzogen wird (mehr dazu im Nachtragsbericht).

Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 13 Prozent von 6,7 Millionen Euro auf jetzt 7,6 Millionen Euro. Geringeren Steuerrückstellungen stehen hier höheren Bonusrückstellungen für Kunden, höhere Rückstellungen für Tantiemen und Provisionen sowie die in 2019 aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 erstmals bilanzierten Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtunge entgegen. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 20,9 Millionen Euro auf 22,0 Millionen Euro zum Jahresende 2019.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 70 Prozent (im Vorjahr: 75 Prozent). Hier macht sich die Bilanzverlängerung durch die Erstanwendung von IFRS 16 bemerkbar. Der Konzern ist, abgesehen von den kurzfristigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2019 nicht erfolgt.

C. NACHTRAGSBERICHT

Der Aufsichtsrat hat am 27. Dezember 2019 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft um 40.000 Euro auf dann 5.029.816 Euro durch die Ausgabe von 40.000 neuen Aktien zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgt aus dem bedingten Kapital und dient der Zuteilung von Aktien aus dem Stock Options Programm. Damit sind alle Optionen aus der ersten Tranche des Optionsprogramms ausgeübt. Die Kapitalerhöhung wurde im Januar 2020 vollzogen und im Handelsregister eingetragen.

Im 4. Quartal 2019 wurde ein Programm für Belegschaftsaktien aufgelegt. Insgesamt wurden nach Ablauf der Anmeldefristen im Januar 2020 194 Mitarbeitern zunächst einmalig jeweils 20 Aktien zugesagt, in Summe also 3.880 Aktien. Die Aktien werden im Rahmen eines Rückkaufsprogramms am Markt erworben.

Mit notarieller Urkunde vom November 2019 wurde eine Immobilie in Köln erworben. Der Kaufpreis liegt im untersten siebenstelligen Bereich. Die Fälligkeit des Kaufpreises wurde mit dem 1. Januar 2020 festgelegt. Die Kaufpreiszahlung und der wirtschaftliche Übergang erfolgten entsprechend im Januar 2020. In dem Objekt, das in unmittelbarer Nähe der Hauptverwaltung der DocCheck-Gruppe liegt, sollen Wohnungen für Mitarbeiter bereitgestellt werden, um die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu erhöhen. Darüber hinaus dient das Objekt der Kapitalanlage.

Die ab Februar 2020 in Deutschland aufgetretenen Corona-Infektionen haben zu erheblicher Verunsicherung in der deutschen Wirtschaft geführt. insbesondere durch die schnell steigenden Fallzahlen. Das Institut für Weltwirtschaft (IFW) erwartet für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 eine Rezession. Zwar kam es im Bereich DocCheck Shop zu temporär stark steigenden Umsätzen auf Grund der Corona-Pandemie. An einzelnen Tagen betrug der Tagesumsatz das Dreifache des Normalumsatzes. Gleichzeitig besteht eine Bedrohung durch Quarantänemaßnahmen. Lieferausfälle und Krankheitsfälle, die die Funktionsfähigkeit des gesamten Konzerns beeinträchtigen könnten. Zum Berichtszeitpunkt sind die Folgen noch nicht vollständig absehbar. Der Vorstand hat Maßnahmen zum Risikomanagement eingeleitet. Ihre Wirksamkeit hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und des noch nicht abzuschätzenden Konjunkturabsturzes ab. Daraus können sich auch entsprechende Auswirkungen auf gehaltene Wertpapiere ergeben. Im Hinblick auf die Edelmetallbestände ist eine verstärkte Nachfrage zu erwarten, was sich positiv auf die Werte auswirken kann.

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2020

Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360-Grad-Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind zum Berichtszeitpunkt nicht zuverlässig prognostizierbar. Je nach Entwicklung der Pandemie können einzelnen positiven Effekten, zum Beispiel Umsatzsteigerungen im DocCheck Shop, gravierende negative Effekten in anderen Bereichen gegenüberstehen, beispielsweise wenn Kunden Aufträge nicht erteilen können oder die Betriebsbereitschaft der Gruppe beeinträchtigt wird. Die Prognose berücksichtigt die Corona-Krise für die Segmente antwerpes und DocCheck mit einem pauschalen Abschlag auf Umsatz und EBIT in Höhe von 25% auf die Ursprungsprognose. Im Segment DocCheck Shop beträgt der pauschale Abschlag 10%, da die Auswirkungen hier derzeit positiv sind und sich erst im Laufe des Jahres negativ bemerkbar machen könnten (z.B. durch Liefer-Kontingentierungen).

Für das Segment antwerpes (inkl. antwerpes münchen gmbh) ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant unter Berücksichtigung des pauschalen Abschlags von 25% auf den ursprünglichen Plan wegen der Corona-Krise für das Segment antwerpes in 2020 einen deutlich geringeren Umsatz von 14,7 Millionen Euro und einen geringeren EBIT in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Die EBIT-Prognose nimmt Rücksicht auf die Risiken, die sich aus dem Fachkräftemangel ergeben. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe, die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2020 unter Berücksichtigung des pauschalen Abschlags von 25% wegen der Corona-Krise einen fallenden Umsatz von ca. 4,9 Millionen Euro. Die EBIT-Erwartung 2020 für DocCheck liegt bei 0,5 Millionen Euro, also unter dem Niveau von 2019.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in 2020 geprägt von der Corona-Krise. DocCheck Shop soll in 2020 auf der Basis der getätigten und noch zu tätigenden Investitionen weiter wachsen. Das Offlinegeschäft spielt in 2020 keine Rolle mehr. Dies ist in der Planung berücksichtigt. Es wird erwartet, dass der Umsatz im DocCheck Shop unter Berücksichtigung des pauschalen Abschlags auf den ursprünglichen Plan von 10% wegen der Corona-Krise in 2020 mit 9,0 bis 9,9 Millionen Euro wieder etwas zulegt, bei einem negativen EBIT von -0,7 bis -0,4 Mio. EUR. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Kostenbelastungen aus den Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und zeitanteilig abgeschrieben werden. Die wesentliche Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Umsatzes um etwa 10 Prozent. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar deutlich negativ auf den EBIT auswirken.

Für DocCheck Guano ist 2020 kein Umsatz geplant. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -12 TEuro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Umlagen und Kosten für die Betreuung der Beteiligungen. Etwaige Abschreibungen auf bestehende Beteiligungen sind in dieser Planung nicht vorgesehen, können aber eintreten.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2020 unter Berücksichtigung der pauschalen Abschläge wegen der Corona-Krise mit einem rückläufigen Umsatz von 26,5 bis 29,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, d. h. mit einem EBIT im Korridor von 2,4 bis 3,4 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Die Risiken aus der Erneuerung der gesamten DocCheck Shop Aktivitäten fallen geringer aus als im Vorjahr, bleiben aber bestehen. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 70 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2020 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. Die andauernde Zinskrise erhöht allerdings die Anforderungen an die Finanzdisposition, so dass sich die Struktur und Laufzeit der Finanzanlagen verändern kann.

1.2 Risiken und Chancen

Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

Markt | Kunden
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

Allgemeine Risiken, wie innere Unruhen, Naturgewalten, Krieg oder Epidemien finden in dieser Darstellung als unspezifische externe Risiken keine Berücksichtigung.

1.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Die antwerpes ag realisiert ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.

Für die Realisation der Kundenprojekte ist die Mitwirkung des Kunden unverzichtbar. Verspätete, unzureichende oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden kann zu Mehrauwänden führen, die die Rentabilität eines Projektes erheblich beeinträchtigen können. Die schnelle Veränderung der technologischen Grundlagen macht es regelmäßig erforderlich auch solche Projekte zu realisieren, deren technologische Tiefe im Rahmen der Projektanbahnung nicht vollständig erruiert werden kann. Daraus können sich in der Umsetzungsphase Aufwände ergeben, die nicht geplant waren und auch dem Kunden nicht belastet werden können.

Viele Kunden aus dem Bereich Pharma unterliegen erheblichen Auflagen im Hinblick auf die Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die DocCheck-Gruppe kann sich als spezialisierter Dienstleister für diese Kundengruppe den an sie durch diese Kunden gestellen Anforderungen an der Mitwirkung im Rahmen der Pharmakovigilanz nicht entziehen. Entsprechend sind Vorkehrungen zu treffen, um insbesondere den Anforderungen an das Berichtswesen und zeitnahe Meldungen gerecht zu werden.

Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck-Gruppe die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativen Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist ein Kostenfaktor. Insbesondere die noch relativ neue DSGVO mit dem geringen Maß an Rechtssprechung und einigen Unklarheiten stellt in diesem Kontext ein relevantes Risiko da.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2019 für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig spürbar.

Der Absatzmarkt des Konzerns befindet sich in stetigem Wandel. Immer wieder werden Bestandskunden von anderen Unternehmen aufgekauft. Dieser Vorgang kann zur Folge haben, dass der Marketingspend des Bestandskunden unter dem Einfluss des neuen beherrschenden Unternehmens an Vertragspartner des neuen Eigentümers geht und für den DocCheck-Konzern verloren ist. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend, dass Mediabudgets bei einzelnen Mediaagenturen gebündelt werden. Dadurch steigt insbesondere bei der DocCheck Community GmbH die Abhängigkeit von diesen Mediaagenturen.

Zahlreiche Kunden-Etats, die im Segment antwerpes gehalten werden, betreffen verschreibungspflichtige Medikamente, die einem Patentschutz unterliegen. Mit dem Ablauf des Patentschutzes wird der Marketingaufwand in der Regel erheblich reduziert, so dass viele Bestandsetats ein immanentes Ablaufdatum haben.

Für das Geschäftsjahr 2020 können weiter reichende Folgen der schwelenden Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ferner bestehen Risiken für die Geschäftstätigkeit aus den Einflüssen der Corona-Pandemie. Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt 1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2020.

Von den Auswirkungen des Brexits sieht sich die DocCheck-Gruppe primär indirekt betroffen. Die direkten Geschäfte mit den vom Brexit betroffenen Ländern sind gering. Jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass sich Kunden der DocCheck-Gruppe genötigt sehen, Kosten zu senken, weil ihre Geschäfte vom Brexit beeinträchtigt werden.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Darüber hinaus besteht im Hinblick auf die Anleihen und Schuldscheindarlehen ein Risiko aus der von der Corona-Pandemie verursachten bzw. erwarteten Rezession und den Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der betroffenen Unternehmen. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle bereits in der Vergangenheit durch die Implementierung einer PayPal-Lösung deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzen Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen in Bezug auf die Zahl der ärztlichen Nutzer zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von DocCheck ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.

DocCheck Shop ist intensivem Wettbewerb durch andere Online-Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segments.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Die DocCheck-Gruppe beobachtet diese Trends aufmerksam und hat 2017 ein eigenes Chat-basiertes Beratungstool in den Markt eingeführt, mit dem sich Patienten von Ärzten aus der DocCheck-Community online beraten lassen können.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

1.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.

Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme der DocCheck-Gruppe sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen intern oder extern. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden ganz überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet, um die notwendige Flexibilität im Hinblick auf die sich verändernden technologischen Entwicklungen schnell gewährleisten zu können. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Überprüfungen.

Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich nur zu einem Teil in der Cloud. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen im schlimmsten Fall dennoch zu gravierenden Konsequenzen führen.

Die zentrale Speicherung der Unternehmensdaten sowie die Dateigrößen lassen ein Arbeiten jenseits der Büroräume in vielen Fällen nur beschränkt zu. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit, bei Verlust oder Sperrung der Büroräume den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für die DocCheck Community GmbH relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

1.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2019 stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen.

Risiken

Es besteht das allgemeine Risiko einer steigenden Inflation bzw. auch einer stark steigenden Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen. Steigende Personalkosten können bei laufenden Kundenverträgen nicht oder nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden, so dass hier ein Verlustrisiko resultiert.

Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwenndungen handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste, da beispielsweise Gehälter und Mieten für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen.

Im DocCheck Shop wurden erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen auch hier zu einer erheblichen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste.

Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestands- und Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Mindesthaltbarkeit überschreiten.

Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar abgerechnet wird. Auch auf den Wert der Edelmetallbestände und auf einen Teil des Aktiendepots wirkt sich der Dollar-Kurs auf. Dollar-Geschäfte werden aufgrund des vergleichsweise kleinen Umfangs und der hohen Kosten der Bilanzierung solcher Geschäfte, nicht abgesichert.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie z. B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.

Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden.

1.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter bei allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal und dem erweiterten Vorstand der DocCheck AG entgegen.

Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Shop GmbH sowie der Unitleiter der DocCheck AG, DocCheck Community GmbH und antwerpes ag. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben.

Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

Die schwierige Lage bei der Personalbeschaffung kann ein relativer Wettbewerbsvorteil für die DocCheck-Gruppe sein. Die DocCheck-Gruppe positioniert sich schon seit Jahrzenten als attraktiver Arbeitgeber, z. B. über herausragend gestaltete Büroräume, modernste Technik, hohe Aufgabenvielfalt, frühe Verantwortungsübergabe und einen formlosen Umgang untereinander. So kann sich die DocCheck-Gruppe authentisch als Mitarbeiterzentriert positionieren, während viele andere Unternehmen erst einen kulturellen Wandel durchlaufen müssen.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

1.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Die Notwendigkeit, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen bzw. Finanzmittel überhaupt ohne negative Zinsen anzulegen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Auf Grund der Zinskrise kündigen zahlreiche Geschäftsbanken Tagesgeldkonten oder belegen diese mit Negativzinsen. Davon ist die DocCheck AG in erheblichem Umfang betroffen. Die Finanzdisposition wird daher in Zukunft weniger auf Tagesgeldkosten setzen können und statt dessen auf alternative Anlagen wie Fonds, Aktien, Anleihen oder auch Immobilien etc. zurückgreifen müssen.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Der Wert der Aktien unterliegt größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder ganz verfällt.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist aufgrund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum wahrscheinlich und auch bereits mehrfach eingetreten. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.

Ein weiteres Risiko für den Konzern besteht in der anhaltenden Krise der Finanzmärkte (Eurokrise). Diese Krise ist zum Stichtag wenig präsent. Die Ungleichgewichte zwischen den Euroländern bestehen jedoch nach wie vor und können wieder virulent werden. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2020 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation im DocCheck-Konzern birgt damit besondere Risiken.

Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten und entsprechend qualifizierte externe Wirtschaftsprüfer. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden.

Es bestehen weiterhin Risiken aus ertragsteuerlicher Organschaft aufgrund abgeschlossener Ergebnisabführungsverträge.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

Die Regulierung des Marktes stellt eine Markteintrittsbarriere dar. Auch etablierte Agenturen können das erforderliche Know-how für einen Eintritt in das Marketing von verschreibungspflichtigen Produkten nicht ohne weiteres aufbieten. Auch der Handel mit Medizin- und Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet.

Fazit

Wesentliche Veränderungen der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr sind in der IstEntwicklung bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht eingetreten. Jedoch wurde in der Unternehmensplanung im Hinblick auf die dynamische Situation vorsichtshalber ein Abschlag vorgenommen (s. Abschn. D 1.1). Je nach Verlauf der Auswirkungen aus der Corona-Krise können sich jedoch die Risikoeinschätzungen im Jahresverlauf ändern. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme.

E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die Risikoinventur, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dezidiertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand, stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3.)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online-Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.

Für das Beteiligungs-Controlling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Segment "Basic Board" des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus Dr. Frank Antwerpes (CEO), Philip Stadtmann (CFO, seit 1. August 2019), Thilo Kölzer (COO, seit 1. August 2019) und Jens Knoop (CTO, seit 1. August 2019). Helmut Rieger war Vorstand der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2019 und konzentriert sich nun auf die Aufgabe als Geschäftsführer der DocCheck Shop GmbH.

1.1 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 29. Mai 2019 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 04. Juni 2019 und betrug 1.995.926,40 Euro für 4.989.816 Aktien.

1.2 Stock Options

Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon sind 6.000 Optionen erloschen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen erloschen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre. Die Ausübung der übrigen 40.000 Optionen wurde durch die Berechtigten im November 2019 erklärt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Aktien Ende Dezember 2019 aus dem bedingten Kapital geschaffen. Die Einzahlung des Kapitals, die Ausgabe der Aktien und die Eintragung der Kapitalerhöhung erfolgte im Januar 2020.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 26. August 2020 möglich.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 28. Januar 2021 möglich.

2. Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2019 folgende Vergütungen:

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 244.718 184.718 60.000 60.000 153.820
Helmut Rieger, CCO 74.603 59.937 14.667 8.000 19.608
Thilo Kölzer, COO 81.533 56.533 25.000 6.000 16.044
Philip Stadtmann, CFO 69.417 52.752 16.665 4.000 9.804
Jens Knoop, CTO 68.608 51.943 16.665 8.000 22.284
Summe 538.879 405.883 132.997 84.000 221.560

scroll

Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Davon in 2019 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 158.017 311.837 55.463
Helmut Rieger, CCO 63.208 82.815 18.916
Thilo Kölzer, COO 31.603 47.647 7.415
Philip Stadtmann, CFO 31.603 41.407 5.856
Jens Knoop, CTO 31.603 53.887 8.974
Summe 316.034 537.593 96.624

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Bei Helmut Rieger ist es 1 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum
Bei Philip Stadtmann sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum
Bei Jens Knoop sind es 2,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum
Bei Thilo Kölzer sind es ist es 2 Prozent (bezogen auf das EBIT der antwerpes ag) begrenzt auf maximal 60.000 Euro pro Geschäftsjahr.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 539 TEuro (im Vorjahr: 361 TEuro). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Helmut Rieger (ausgeschieden zum 31. Juli 2019) hatte im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Helmut Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Thilo Kölzer hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Thilo Kölzer erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Philip Stadtmann hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Philip Stadtmann erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Jens Knoop hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von drei Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Jens Knoop erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis.
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) -falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse -innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen aus der 1. Tranche erloschen sind. Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten der ersten Tranche nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2019 folgende Vergütungen:

scroll

Name des Aufsichtsrates Total

EUR
davon fix

EUR
davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 28.800 12.000 16.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Vorsitzende 14.400 6.000 8.400
Winfried Leimeister 14.400 6.000 8.400
Summe 57.600 24.000 33.600

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat der DocCheck AG folgende Vergütungen:

scroll

Name des Aufsichtsrates Total

EUR
davon fix

EUR
davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 28.800 12.000 16.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Vorsitzende 14.400 6.000 8.400
Winfried Leimeister 14.400 6.000 8.400
Summe 57.600 24.000 33.600

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von insgesamt 58 TEuro (im Vorjahr: 58 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.

3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2019 insgesamt 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2019 von Dr. Frank Antwerpes, Deutschland, und Ben Antwerpes, Deutschland, direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes, 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes, Deutschland, zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen bzw. verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2019 waren insgesamt 94.000 Aktienoptionen aus drei Tranchen zugeteilt, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen verfallen sind.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat am 27. Dezember 2019 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft um 40.000 Euro aus dem bedingten Kapital zu erhöhen, zum Zwecke der Bedienung von 40.000 Optionen aus der ersten Tranche des Stock Option Programms. Die Einzahlung des Kapitals und die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte im Januar 2020.

Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder außerhalb der Börse mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots zur Verwendung zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben.

Zum 31. Dezember 2019 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen worden sind.

Köln, 14. April 2020

DocCheck AG

Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Philip Stadtmann

gez. Thilo Kölzer

gez. Jens Knoop

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

scroll

Anhang 31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert III.1. 17.237,69 17.237,69
Sonstige immaterielle Vermögenswerte III.2. 484.784,75 495.730,98
Sachanlagen III.3. 4.266.061,94 4.263.114,00
Vermögenswerte aus Mietverhältnissen III.4. 2.238.115,39 0,00
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien III.5. 104.784,48 0,00
Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle III.6. 3.006.266,72 2.737.006,00
Beteiligungen III.7. 661.785,46 861.784,46
Wertpapiere III.22. 2.000.000,00 2.514.367,77
Latente Steuern IV.7. 591.252,27 368.096,88
Sonstige finanzelle Vermögenswerte 23.218,14 45.035,00
13.393.506,84 11.302.372,78
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte III.8. 1.756.001,16 1.416.223,19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III.9. 5.083.049,10 3.644.237,78
Vertragliche Vermögenswerte III.10. 1.583.827,52 803.515,68
Sonstige finanzielle Vermögenswerte III.11. 539.905,00 269.727,68
Ertragsteuerforderungen III.14. 21.541,15 42.026,64
Wertpapiere III.12 1.268.021,27 1.008.116,74
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente III.13. 7.985.887,73 9.413.582,32
18.238.232,93 16.597.430,03
31.631.739,77 27.899.802,81
Passiva
Anhang 31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
Eigenkapital III.15.
Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 4.989.816,00
Kapitalrücklage 12.910.104,28 12.910.104,28
Gesetzliche Rücklage 39.252,84 39.252,84
Übrige Gewinnrücklagen 7.128.383,07 5.984.552,87
Kapitalausgleichsposten -3.245.569,91 -3.245.569,91
Rücklage für Aktienoptionen 196.571,00 150.788,00
Aktionärseigenkapital 22.018.557,28 20.828.944,08
Nicht beherrschende Anteile 34.645,04 73.209,21
22.053.202,32 20.902.153,29
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten III.17. 1.558.575,35 0,00
Latente Steuern IV.7. 461.231,38 266.351,03
2.019.806,73 266.351,03
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden III.14. 557.443,00 874.615,00
Sonstige Rückstellungen III.16. 2.072.099,64 1.511.217,43
Vertragliche Verbindlichkeiten III.10. 1.963.738,44 1.968.410,79
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen III.18. 917.810,63 1.108.077,36
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht III.22. 104.156,81 88.313,52
Finanzverbindlichkeiten III.19. 0,00 27.117,66
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III.20. 1.943.482,20 1.153.546,73
7.558.730,72 6.731.298,49
31.631.739,77 27.899.802,81

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

Anhang 2019

EUR
2018

EUR
1. Umsatzerlöse IV.1. 32.380.824,32 28.329.350,24
2. Sonstige betriebliche Erträge IV.2. 413.037,66 671.637,85
3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -55.986,78 295.190,31
4. Materialaufwand IV.3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.347.616,99 6.064.103,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.458.906,71 3.030.124,65
9.806.523,70 9.094.228,50
5. Personalaufwand IV.4.
a) Löhne und Gehälter 10.470.885,11 9.436.384,06
b) soziale Abgaben 2.051.084,79 1.788.490,45
12.521.969,90 11.224.874,51
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie Edelmetalle IV.5. 1.669.647,03 883.501,82
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV.6. 4.149.526,87 4.346.687,40
8. Wertminderungsaufwand auf finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte 14.840,12 18.291,98
9. Betriebsergebnis (EBIT *) 4.575.367,58 3.728.594,19
nachrichtlich: EBITDA ** 6.245.014,61 4.612.096,01
10. Erträge aus Beteiligungen 13.611,68 10.264,51
11. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 30.551,41 41.792,80
12. Zinsen und ähnliche Erträge 273.463,73 14.917,17
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 275.761,98 417.972,29
14. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.617.232,42 3.377.596,38
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag IV.7. 1.516.039,99 1.157.118,23
16. Konzernjahresüberschuss 3.101.192,43 2.220.478,15
17. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 3.139.756,60 2.274.801,28
18. Anteil nicht beherrschende Anteile -38.564,17 -54.323,13
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) IV.9. 0,63 0,46
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) IV.9. 0,63 0,45
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 5.018.973 5.022.615

* EBIT: Ergebnis vor Steuern und Zinsen

** EBITDA: Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen

Konzerngesamtergebnisrechnung

scroll

2019

EUR
2018

EUR
I. Konzernjahresüberschuss 3.101.192,43 2.220.478,15
II. Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00
III. Gesamtergebnis 3.101.192,43 2.220.478,15
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 3.139.756,60 2.274.801,28
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (non-controlling interests) -38.564,17 -54.323,13

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

der DocCheck AG, Köln

I. Grundlagen der Berichterstattung

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.

2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag und die antwerpes münchen gmbh) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Community GmbH und die DocCheck Shop GmbH) repräsentieren.

3. Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2019 wurde unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der DocCheck AG handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Basic Board gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Rundungen werden in tausend Euro (TEuro) dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Wertpapiere (Aktien).

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 21. April 2020 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue und geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 waren folgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:

IFRS 16: Leasingverhältnisse

Am 13. Januar 2016 wurde IFRS 16 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 31. Oktober 2017. IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen und führt ein einheitliches Bilanzierungsmodell für Leasingnehmer ein, bei dem Vermögenswerte für gewährte Nutzungsrechte sowie korrespondierende Leasingverbindlichkeiten zu bilanzieren sind.

Der DocCheck Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 rückwirkend ohne Änderung der Vorjahreszahlen angewendet. Dabei hat die DocCheck AG Wahlrechte bzw. Erleichterungen, u.a. die Vereinfachungsregelung für geringwertige Leasingverhältnisse, in Anspruch genommen. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung wurde keine erneute Beurteilung dahingehend vorgenommen, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder enthält. Für bisher als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Verträge hat die DocCheck AG zum Erstanwendungszeitpunkt die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen angesetzt, wobei die Abzinsung unter Verwendung des jeweiligen Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung erfolgt ist. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 1,2 Prozent.

Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wurde zum Erstanwendungszeitpunkt grundsätzlich mit einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeit bewertet. Bei der Anmietung von Büroräumen erhält die DocCheck AG u.a. mietfreie Zeiten, die zum 31. Dezember 2018 in den sonstigen Verbindlichkeiten (155 TEUR) ausgewiesen wurden und nun in der Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen berücksichtigt werden. Die sonstige Verbindlichkeit wurde dementsprechend erfolgsneutral zum 1. Januar 2019 ausgebucht.

Bei der Ausübung von Ermessensentscheidungen wurde der aktuelle Wissensstand zum Erstanwendungszeitpunkt berücksichtigt.

Die DocCheck AG hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, immaterielle Vermögenswerte vom Anwendungsbereich von IFRS 16 auszunehmen und einzelne Leasingverhältnisse, die in 2019 enden, in Übereinstimmung mit den Befreiungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse zu behandeln. Diese Regelung wird auch für kurzfristige Leasingverhältnisse in Anspruch genommen. Die Aufwendungen für Leasingverhältnisse, die unter diese Regelung fallen, betragen im Geschäftsjahr 2019 2 TEUR (im Vorjahr: 2 TEUR). Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wuden Vermögenswerte aus Nutzungsrechten in Höhe von 3,0 Mio. Euro sowie Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe erfasst.

Die wesentlichen Effekte auf die einzelnen Bilanzposten, die per 31. Dezember 2018 in Einklang mit bisherigen Regelungen bilanziert wurden, sind im Folgenden dargestellt:

scroll

31.12.2018

TEUR
Anpassung IFRS 16 01.01.2019

TEUR
Sachanlagen 4.263 2.853 7.116
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 3.008 3.008
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.154 -155 999
Sonstige finanzielle Verplichtungen
Mietverpflichtungen für Immobilien 3.335 -3.335 0
übrige Leasingverhältnisse 14 -14 0

Im Hinblick auf die Gewinn- und Verlustrechnung wurden anstelle der bisher im operativen Ergebnis erfassten Mietaufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse unter IFRS 16 die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 ergeben sich dementsprechend folgende Auswirkungen aller Leasingverhältnisse auf die Gewinn- und Verlustrechnung:

scroll

2019

TEUR
Abschreibungen (Erhöhung) +745
Sonstige betriebliche Aufwendungen (Verminderung) -765
EBIT (Erhöhung) +20
Zinsaufwendungen (Verminderung) -32
Gesamtergebnis (Erhöhung) +12

Entsprechend wirkt sich dies in der Kapitalflussrechnung aus. Durch die Anwendung von IFRS 16 ergibt sich im operativen Bereich eine Verbesserung des operativen Cashflows, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen und der Zinsaufwand als Bestandteile des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit eingehen.

IFRIC Interpretation 23: Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Am 7. Juni 2017 wurden die Änderungen an IFRIC 23 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte 23. Oktober 2018.

IFRIC 23 legt die Bilanzierung laufender und latenter Steuerschulden aus, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung bestehen. Die erstmalige Anwendung von IFRIC 23 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da keine entsprechenden Transaktionen erfolgt sind.

Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Am 12. Oktober 2017 wurden die Änderungen an IAS 28 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 8. Februar 2019.

Die Änderungen stellen klar, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist, IFRS 9 Finanzinstrumente einschließlich dessen Wertminderungsvorschriften auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestition in das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nicht nach der Equity-Methode abgebildet werden. Die Anwendung von IFRS 9 geht somit der Anwendung von IAS 28 vor. Die Anwendung der Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

Am 12. Oktober 2017 wurden die Änderungen an IFRS 9 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 22. März 2018.

Es handelt sich um geringfügige Änderungen an IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte mit sogenannten symmetrischen Kündigungsrechten, um deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt zur Modifikation von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zur Ausbuchung führen, eine Klarstellung.

Die Anwendung der Änderungen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da keine Finanzinstrumente mit entsprechenden Kündigungsrechten bestehen.

Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2015-2017

Am 12. Dezember 2017 wurden Jährlichen Verbesserungen der IFRS Zyklus 2015-2017 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 14. März 2019.

Aus der erstmaligen Anwendung der Verbesserungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 haben sich keine wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG ergeben.

Änderungen an IAS 19: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen

Am 7. Februar 2018 wurden die Änderungen an IAS 19 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 13. März 2019.

Durch die Änderungen an IAS 19 wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden. Der IASB hat ferner in IAS 19 Ergänzungen zur Klarstellung aufgenommen, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt.

Die Anwendung der Änderungen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da entsprechende Pläne nicht bestehen.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

scroll

Änderung / Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 11. Sep 2014 verschoben verschoben
Überarbeitetes Rahmenkonzept 29. März 2018 29. Nov 2019 1. Jan 2020
Änderungen an IFRS 3: Definition eines Geschäftsbetriebs 22. Okt 2018 offen 1. Jan 2020
Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition der Wesentlichkeit 31. Okt 2018 29. Nov 2019 1. Jan 2020
Interest Rate Benchmark Reform -Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 26. Sep 2019 15. Jan 2020 1. Jan 2020
IFRS 17 Versicherungsverträge 18. Mai 2017 offen 1. Jan 2021
Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurzoder langfristig 23. Jan 2020 offen 1. Jan 2022

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Rechnungslegungsvorschriften werden sich nach heutigem Kenntnissstand keine wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG ergeben.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG unverändert sechs voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden fünf Gesellschaften:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2019 Eigenkapital zum 31.12.2019

(in TEUR)
Jahresergebnis 2019

(in TEUR)
DocCheck Community GmbH, Köln 100% 643 0 1)
antwerpes ag, Köln 100% 298 0 1)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 0 1)
antwerpes münchen gmbh, München 100% 173 79
DocCheck Shop GmbH, Köln 90% -245 -609

1) Nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Datum des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung
DocCheck Community GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Shop GmbH, Köln 17. November 2000
DocCheck Guano AG, Köln 15. Oktober 2013
antwerpes münchen gmbh, München 14. Dezember 2017

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Shop GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigner der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Shop GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in Euro auf.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften entstanden sind, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposa) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung der diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse. Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Fall von unterjährigen Zugängen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

scroll

Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung (ohne geringwertige Anlagegüter) 3 bis 10 Jahre
Einbauten in fremde Grundstücke 1 bis 10 Jahre

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

5. Nicht-finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen

Die in den nicht-finanziellen Vermögenswerten aus Mietverhältnissen betreffen im Geschäftsjahr 2019 ausschließlich Leasingverhältnisse, bei der die DocCheck AG als Leasingnehmer fungiert. Bei diesen Leasingverträgen handelt es sich um Mietverträge für Immobilien sowie Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Die aktivierten Nutzungsrechte umfassen typischerweise eine Periode von bis zu fünf Jahren, wobei teiweise eine Verlängerungsoption seitens der DocCheck AG möglich ist. Eine Inanspruchnahme der Verlängerungsoptionen wurde aufgrund beabsichtigter anderweitiger Optionen nicht unterstellt. Die genauen Ausgestaltungen der Verträge sind je nach Miet- bzw. Leasingobjekt unterschiedlich. Die Mietverhältnisse werden ab dem Zeitpunkt Verfügbarkeit des Mietobjekts als Nutzungsrecht nebst entsprechender Verbindlichkeit bilanziert.

Nichtleasingkomponenten wie z.B. Mietnebenkosten sind nicht in Ermittlung der Vermögenswerte aus Mietverhältnissen eingeflossen. Diese werden weiter unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Das Nutzungsrecht wird über den kürzeren der beiden Zeiträume aus voraussichtlicher Nutzungsdauer und Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrags planmäßig linear abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden grundsätzlich mit dem Zinssatz abgezinst, der dem jeweiligen Leasingverhältnis zugrunde liegt. Sofern dieser nicht ermittelt werden kann, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz verwendet, der zur Refinanzierung des Leasingguts von Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden müsste. Die Zinsen und die Tilgung werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erfasst. Miet- bzw. Leasingverträge mit Laufzeiten bis zu einem Jahr sowie Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert werden weiterhin als Aufwand erfasst.

Der Wertansatz von nicht-finanziellen Vermögenswerten aus Mietverhältnissen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

6. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und sonstige finanzielle Forderungen.

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Transaktionskosten in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge aus finanziellen Vermögenswerten werden realisiert, sobald sie verlässlich schätzbar sind und werden in den Positionen Nr. 9 bis 12 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden für Zwecke der Folgebewertung grundsätzlich in die folgenden Kategorien unterteilt:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet: Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte, Wertpapiere (Anleihen und Schuldscheindarlehen)
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet: Beteiligungen, Wertpapiere (Aktien)

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt in Ermangelung feststellbarer aktiver Marktpreise zu Anschaffungskosten. Diese werden als bestmögliche Schätzung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen.

Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode ergebniswirksam bewertet.

Alle übrigen Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet, da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel sowie sonstige finanzielle Forderungen werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgelder bei Kreditinstituten sowie aus liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Erwartete Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche oder nicht mehr vollständig einbringliche Beträge angesetzt. Wertberichtigungen auf einem separaten Wertberichtigungskonto werden dann erfasst, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass die Forderungen voraussichtlich nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. In der Regel ist dies der Fall, wenn eine Forderung am Bilanzstichtag älter als 180 Tage ist, an ein Inkassounternehmen übergeben wurde oder andere objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.

Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

7. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten, einschließlich Transaktionskosten, angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.

8. Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen.

9. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen und darüber hinaus auch für steuerliche Verlustvorträge. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

10. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren und unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet.

Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

11. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

12. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

13. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bestehen aus Finanzverbindlichkeiten (Kredite), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Der erstmalige Ansatz der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

14. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden regelmäßig mit Erbringung der Leistung ertragswirksam.

Umsatzerlöse aus der Gewährung von Lizenzen werden ratierlich über die Laufzeit der Lizenz verteilt und vereinnahmt.

Dabei werden die Erlöse jeweils in der Höhe angesetzt, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen, also die Übertragung von Waren bzw. die Erbringung von Dienstleistungen, Gegenleistungen erwartet werden. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

Kosten der Vertragserlangung werden nicht auf einzerlvertraglicher Basis erfasst und können nicht verlässlich geschätzt werden. Die Kosten werden daher nicht als Vermögenswert erfasst.

Die Umsatzerlöse im Konzern werden durch folgende Leistungen erbracht:

Im Segement antwerpes werden Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes erzielt. Dabei werden digitale und klassische Marketing-, PR- und Kommunkationsdienstleistungen für Unternehmen im Gesundheitsmarkt erbracht. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt.
Im Segment DocCheck werden die Umsatzerlöse einerseits ebenfalls im Projektgeschäft (Marktforschung) aber auch in der Schaltung von Advertorials und Bannern sowie der Versendung von bMails erbracht. Ein weiterer Teilt der Umsatzerlöse in diesem Segment wird durch den Verkauf von Lizenzen für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins. Diese Lizenzen haben in der Regel eine Laufzeit von zwölf Monaten und verlängern sich automatisch, sofern keine Kündigung erfolgt. Die Kunden von DocCheck sind einerseits Unternehmen im Gesundheitsmarkt aner auch andere Kommunikationsagenturen.
Im Segment DocCheck Shop werden die Umsatzerlöse durch den Verkauf von Produkten im Bereich Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik erzielt. Die Kunden in diesem Segment sind überwiegend niedergelassene Ärzte, Medizinstudenten und aber auch Kliniken, behördliche Einrichtungen oder Unternehmen.

Ein Teil der Kundenverträge des Konzern erfüllt die Voraussetzungen des IFRS 15.35, da der Konzern mit seiner Leistung Vermögenswerte erzeugt, die vom Unternehmen nicht anderweitig genutzt werden können. Dabei hat der Konzern einen Zahlungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen und kann zudem erwarten, dass der Vertrag wie vereinbart erfüllt wird. Diese kundenspezifischen Fertigungsaufträge werden nach der Maßgabe des Fertigstellungsgrades bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

15. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2019 keine Entwicklungskosten aktiviert.

16. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung von Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Bei der Bestimmung der Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die einer jährlichen Überprüfung unterliegen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis entsprechend berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen.

b) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung zeitraumbezogen erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und der in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnisse aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden vertragliche Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.584 TEuro (im Vorjahr: 804 TEuro) und Schulden aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 202 TEuro (im Vorjahr: 182 TEuro) ausgewiesen.

c) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) ausgewiesen.

d) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle

Die Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2019 aufgrund gestiegener Marktpreise auf den Stichtagskurs zugeschrieben. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Platinbestände gegenüber den urspünglichen Anschaffungskosten ausgegangen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Zuschreibungen auf die als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle in Höhe von 267 TEuro vorgenommen (im Vorjahr: außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 132 TEuro).

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 591 TEuro (im Vorjahr: 368 TEuro) und passive latente Steuern in Höhe von 461 TEuro (im Vorjahr: 266 TEuro) ausgewiesen.

f) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Rückstellungen wurden in Höhe von 2.072 TEuro (im Vorjahr: 1.511 TEuro) gebildet.

17. Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Sonstige Rücklagen) gebucht und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Aufwands ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.

Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu erfasst und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Die Bewertungseffekte der anteilsbasierten Vergütung werden im Eigenkapital separat in der Rücklage für Aktienoptionen erfasst.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Community GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

scroll

Gesellschaft Firmenwerte der Erstkonsolidierung

TEUR
Nachträgliche Erhöhung der Firmenwerte durch Erwerb weiterer Anteile

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2018

TEUR
Buchwerte zum 31.12.2018

TEUR
Wertminderungen in 2019

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2019

TEUR
DocCheck Community GmbH 29 0 12 17 0 12
DocCheck Shop GmbH 756 151 907 0 0 907
Summe 785 151 919 17 0 919

scroll

Gesellschaft Buchwerte zum 31.12.2019

TEUR
DocCheck Community GmbH 17
DocCheck Shop GmbH 0
Summe 17

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach vier Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die CGU DocCheck Community GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 0,1 Prozent (im Vorjahr: 1,25 Prozent) und eines Risikozuschlags von 7,0 Prozent (im Vorjahr: 5,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 6,3 Prozent (im Vorjahr: 5,9 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr: 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Community GmbH von 32,5 Prozent für 2020 zugrunde (Vorjahr: 31,6 Prozent Umsatzwachstum von 2018 auf 2019). Für die Jahre 2021 bis 2023 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere in den Geschäftsfeldern Media und Research erzielt werden. Doch auch der Geschäftsbereich Community Kanäle muss zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt. Bei der Extrapolation der Cashflows für die ewige Rente (terminal value) wurde konservativ ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate kalkuliert.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung in 2020 um mehr als 63 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte bis zum 31. Dezember 2019 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear und bei unterjährigen Zugängen pro rata temporis über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden - wie im Vorjahr - keine außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen.

3. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2019 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

4. Nicht-finanzielle Vermögenswerte aus Mietverhältnissen

Der zur Diskontierung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen herangezogene Grenzfremdkapitalzinssatz beträgt bei den aktuell bestehenden Mietverhältnissen im Durchschnitt 1,2 Prozent. Es ist derzeit noch nicht final absehbar, ob und inwieweit die in den Mietverträgen konstatierten einseitigen Verlängerungsoptionen seitens der DocCheck AG ausgeübt werden. Falls die Mietverträge verlängert werden, werden die Nutzungsrechte zu diesem Zeitpunkt neu bewertet. Es ist davon auszugehen, dass die DocCheck AG auch über das Jahr 2022 hinaus jährliche Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von 750-800 TEUR/Jahr haben wird.

Nach der Erstanwendung sind im Geschäftsjahr 2019 Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen in Höhe von 130 TEUR zugegangen.

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 730 TEUR auf Immobilien und mit 15 TEUR auf Fahrzeuge.

Zum 31. Dezember 2020 beträgt der Restbuchwert der Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen in Höhe von insgesamt 2.238 TEUR und entfällt mit 2.142 TEUR auf Immobilien und mit 96 TEUR auf Fahrzeuge.

Die Gesamtzahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjar 2019 765 TEUR.

Die korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen betragen zum 31. Dezember 2019 2.365 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).

5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Wohnimmobilien

Mit rechtlicher und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 hat die DocCheck AG eine Wohnimmobilie in Köln-Ehrenfeld zum Zwecke der Vermietung und Wertanlage erworben.

Zum 31. Dezember 2019 sind Transaktionskosten in Höhe von 105 TEuro angefallen, die als Teil der Anschaffungskosten für die Wohnimmobilie ausgewiesen werden.

Im Geschäftsjahr 2019 sind noch keine Abschreibungen für die Wohnimmobilie angefallen. Die planmäßige Abschreibung wird erst mit Übernahme des rechlichen und wirtschaftlichen Eigentums zum 1. Januar 2020 beginnen.

6. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 3.913 TEuro (im Vorjahr: 3.237 TEuro). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEuro.

Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 1.383 TEuro (im Vorjahr: 1.114 TEuro). Eine Zuschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 267 TEuro vorgenommen.

Es wird angenommen, dass ein nachhaltiges und dauerhaftes Sinken des Marktpreises von Platin vorliegt.

7. Beteiligungen

Beteiligungen werden mangels beobachtbarer Marktpreise zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 662 TEuro (im Vorjahr: 862 TEuro) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an neun (im Vorjahr: neun) Beteiligungsgesellschaften gehalten.

Im Geschäftsjahr 2019 hat die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen in ihr Portfolio aufgenommen.

Aufgrund wirtschaftlicher Stagnation haben sich im vierten Quartal 2019 deutliche Hinweise auf eine Wertminderung der Beteiligung an der PatientZero Games GmbH, Hamburg, ergeben. Daher wurde die Beteiligung an der PatientZero Games GmbH in Höhe von 200 TEuro außerplanmäßig abgeschrieben.

Die DocCheck Guano AG hält zum Stichtag Anteile an folgenden Gesellschaften:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Beteilgungsquote zum 31.12.2019 Erstmaliger Beteiligungserwerb
BetterDoc GmbH, Köln 5,15% 25. November 2013
HRTBT Medical Solutions GmbH, Berlin 5,37% 9. Dezember 2015
PatientZero Games GmbH, Hamburg 33,93% 18. Dezember 2015
Curassist GmbH, Koblenz 3,33% 15. November 2016
Mammoth Hunters S.L, Barcelona, Spanien 5,24% 7. April 2017
Amparo GmbH, Berlin 7,50% 29. Mai 2017

Weitere drei Beteiligungen werden von der DocCheck Shop GmbH gehalten, wobei die Beteiligungsquote jeweils unter fünf Prozent liegt.

Das Eigenkapital der PatientZero Games GmbH, Hamburg, beträgt zum 31. Dezember 2018 16,9 TEUR, das Ergebnis des letztes Geschäftsjahres 4,2 TEuro (Angaben zum 31. Dezember 2018, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorlagen).

Die PatientZero Games GmbH ist kein assoziiertes Unternehmen der DocCheck AG, obwohl eine Beteiligung von über 20 Prozent der Stimmrechte vorliegt, da die DocCheck AG bzw. die DocCheck Guano AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Gesellschaft ausübt.

8. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Unfertige Leistungen 605 661
Waren 1.092 687
Geleistete Anzahlungen 59 68
Summe 1.756 1.416

Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 62 TEuro (im Vorjahr: 107 TEuro) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 35 TEuro (im Vorjahr: 47 TEuro) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen auf den voraussichtlich erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungs- und Lagerkosten vorgenommen. Eine Bewertung der unfertigen Leistungen zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten war nicht notwendig. Die im Zusammenhang mit der fortgeführten Geschäftstätigkeit angefallenen Kosten für Vorräte wurden während des Jahres in Höhe von 19,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 18,6 Millionen Euro) erfasst.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Vortrag 41 58
Zuführung 16 17
Inanspruchnahme 15 18
Auflösung 11 16
Summe 40 41

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Buchwert 5.083 3.644
Wertminderungen 40 41
Buchwert vor Wertminderungen 5.123 3.685
davon nicht fällig 3.539 2.733
davon fällig, weniger als 30 Tage 1.354 761
davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen 116 67
davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen 61 33
davon fällig, mehr als 90 Tage 53 92

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 3.539 TEuro (im Vorjahr: 2.733 TEuro) sind 0 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) wertgemindert.

10. Vertragliche Vermögenswerte und Schulden

Die Gesellschaft weist vertragliche Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 1.584 TEuro (im Vorjahr: 804 TEuro) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Schulden aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden in Höhe von 202 TEuro (im Vorjahr: 182 TEuro) aus.

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenden erhaltenen Anzahlungen beträgt 598 TEuro (im Vorjahr: 611 TEuro). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 27 TEuro (im Vorjahr: 46 TEuro) bei den vertragliche Vermögenswerten aus Fertigungsaufträgen und 571 TEuro (im Vorjahr: 565 TEuro) bei den Schulden aus Fertigungsaufträgen in Abzug gebracht.

11. Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 540 TEuro (im Vorjahr: 270 TEuro) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Aktive Rechnungsabgrenzung 353 199
Sonstige Forderungen 137 15
Kautionen 27 27
Zinsabgrenzungen 17 20
Steuerforderungen 4 6
Darlehen 2 3
Summe 540 270

12. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet und Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (1.268 TEUR; im Vorjahr: 1.008 TEuro). Die daraus resultierenden Wertminderungen gegenüber den Anschaffungskosten bzw. dem beizulegenden Wert des Vorjahres betragen im laufenden Geschäftsjahr 24 TEuro (im Vorjahr: 48 TEuro) und die Werterhöhungen 284 TEuro (im Vorjahr: 175 TEuro) und sind im Finanzergebnis unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich die Dividendenerträge aus diesen Wertpapieren auf 17 TEuro (im Vorjahr: 12 TEuro).

13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Kassenbestand 5 2
Guthaben bei Kreditinstituten 7.981 9.412
Summe 7.986 9.414

14. Ertragsteuerforderungen und -schulden

Die Ertragsteuerforderungen betragen 22 TEuro (im Vorjahr: 42 TEuro) und betreffen die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag.

Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2019 557 TEuro (im Vorjahr: 875 TEuro) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 387 TEuro (im Vorjahr: 426 TEuro) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 170 TEuro (im Vorjahr: 449 TEuro).

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf IV.7. verwiesen.

15. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 4.989.816,00 Euro (im Vorjahr: 4.989.816,00 Euro), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Mai 2023 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (dh. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2019 12.910.104,28 Euro (im Vorjahr: 12.910.104,28 Euro) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 Euro (im Vorjahr: 39.252,84 Euro).

f. Übrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2019 7.128.383,07 Euro (im Vorjahr: 5.984.552,87 Euro) und beinhalten im wesentlichen den Bilanzgewinn der DocCheck AG.

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2019 3.245.569,91 Euro (im Vorjahr: 3.245.569,91 Euro). Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss der antwerpes & partner AG (heutige antwerpes AG) und der Antwerpes AG (heutige DocCheck AG) im Jahr 1999, welche als umgekehrter Unternehmenserwerb (Reverse acquisition) im Sinne der IFRS behandelt wurde, wurde ein Kapitalausgleichsposten als Abzugsposten vom Eigenkapital gebildet.

h. Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die Gesellschaft bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2019 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

i. Rücklage für Aktienoptionen

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2019 46 TEuro in die Rücklage für Aktienoptionen eingestellt. Zum 31. Dezember 2019 beläuft sich die Rücklage für Aktienoptionen damit auf 197 TEuro (im Vorjahr: 151 TEuro).

j. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Shop GmbH. Die Anteile an der DocCheck Shop GmbH betragen wie im Vorjahr 90,0 Prozent. Die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2019 betragen 35 TEuro (im Vorjahr: 73 TEuro).

16. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Diese haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

scroll

01.01.2019

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
31.12.2019

TEUR
Personal
Tantiemen und Provisionen 817 -529 -17 756 1.027
Urlaubsansprüche 199 -199 0 184 184
Berufsgenossenschaft 32 -31 -1 35 35
Ausgleichsabgabe 26 -26 0 26 26
Summe 1.074 -785 -18 1.001 1.272
Übrige
Boni 187 -77 -1 301 410
Abschluss- und Prüfungskosten 111 -111 0 104 104
Aufsichtsratsvergütung 76 -43 0 49 82
Nachlaufende Kosten 17 -17 0 68 68
Sonstige 46 -42 -1 133 136
Summe 437 -290 -2 655 800
Gesamtsumme 1.511 -1.075 -20 1.656 2.072

a. Tantiemen und Provisionen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.

b. Urlaubsansprüche

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

c. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2019 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

d. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

e. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie die externen Jahresabschlusskosten.

17. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen die nicht finanziellen Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen (IFRS 16) und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem bis maximal vier Jahren.

18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

19. Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Darlehensverpflichtungen 0 27
Summe 0 27
- davon fällig innerhalb eines Jahres 0 27
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 0 0
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0

Die Finanzschulden unterliegen einer Verzinsung von 2,95 Prozent (im Vorjahr: 2,95 Prozent).

Die Entwicklung der Finanzschulden stellt sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt dar:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Vortrag zum 1.1. 27 32
Annuität 6 6
davon Tilgung 5 5
davon Zinsaufwand 1 1
Schlusszahlung 22 -
Saldo per 31.12. 0 27

20. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten
Reisekosten ngestellte 2 2
Übrige Verbindlichkeiten 107 106
109 108

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen (Restlaufzeit < 1 Jahr) 806 155
Umsatzsteuer 538 563
Passive Rechnungsabgrenzung 247 131
Lohn- und Kirchensteuer 174 153
Lohn und Gehalt 49 27
Kreditorische Debitoren 12 9
Soziale Sicherheit 8 8
1.834 1.046
Summe 1.943 1.154

21. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2019 bestanden keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 sind die nicht-finanziellen Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen in 2019 vollständig bilanziert.

22. Finanzinstrumente

a. Finanzielle Vermögenswerte

31.12.2019

scroll

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 662 662
Wertpapiere 2.000 0 2.000
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23 0 23
Summe 2.023 662 2.685
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 7.986 0 7.986
Wertpapiere 0 1.268 1.268
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.083 0 5.083
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 208 0 72
Summe 13.277 1.268 14.409
Gesamtsumme 15.300 1.930 17.094

31.12.2018

scroll

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 861 861
Wertpapiere 2.514 0 2.514
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 45 0 45
Summe 2.559 861 3.420
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 9.414 0 9.414
Wertpapiere 0 1.008 1.008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.644 0 3.644
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 72 0 72
Summe 13.130 1.008 14.138
Gesamtsumme 15.689 1.869 17.558

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere, held-to-maturity) beläuft sich auf 15 TEuro (im Vorjahr: 15 TEuro). Die Zinserträge aus diesen festverzinslichen Wertpapieren belaufen sich auf 31 TEuro (im Vorjahr: 42 TEuro).

b. Finanzielle Verbindlichkeiten

31.12.2019

scroll

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 918
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 104
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 109
Gesamtsumme 1.131

31.12.2018

scroll

Kategorie nach IFRS 9 Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.108
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 88
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 108
Gesamtsumme 1.331

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7

scroll

Wertberichtigung auf 01.01.2019

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2019

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41 16 15 11 40
Summe 41 16 15 11 40

scroll

Wertberichtigung auf 01.01.2018

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2018

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58 17 18 16 41
Summe 58 17 18 16 41

d. Beizulegende Zeitwerte Aktiva

scroll

31.12.2019 31.12.2018
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
--- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte Wertpapiere 2.000 2.000 2.514 2.507

Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften und eingetragenen Genossenschaften, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt mangels beobachtbarer Marktpreise daher zu fortgeführten Anschaffungskosten. I m Geschäftsjahr 2019 wurden Ausschüttungen von Beteiligungen in Höhe von 14 TEuro vereinnahmt (im Vorjahr: 10 TEuro).

Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IFRS 9 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert, da sie entweder kurzfristiger Natur sind oder einer marktüblichen Verzinsung unterliegen.

Passiva

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IFRS 9 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, sodass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen.

Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:

Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind;
Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.

scroll

31.12.2019
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Wertpapiere (Aktien) 1.268 - -
Wertpapiere (Anleihen, Schuldscheindarlehen) - - 2.000
Beteiligungen - - 662

scroll

31.12.2018
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Wertpapiere (Aktien) 1.008 - -
Wertpapiere (Anleihen, Schuldscheindarlehen) 514 - 2.000
Beteiligungen - - 861

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (Aktien) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.

Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (Anleihen, Schuldscheindarlehen) setzen sich aus Unternehmensanleihen (0 TEUR; im Vorjahr: 514 TEuro) und einem Schuldscheindarlehen (2.000 TEUR; im Vorjahr: 2.000 TEuro) zusammen. Für die erworbenen Unternehmensanleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen. Die in den Anleihen enthaltenen stillen Lasten betragen zum 31. Dezember 2019 0 TEuro (im Vorjahr: 7 TEuro). Die Anleihen waren vollständig in 2019 fällig. Das Schuldscheindarlehen ist in 2020 fällig.

e. Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

scroll

Nettoergebnisse 2019

TEUR
2018

TEUR
aus finanziellen Vermögenswerten
- erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertet 279 -95
- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -166 -211
aus finanziellen Verbindlichkeiten
- zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -1 -1
Summe 112 -307

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 12 TEuro (im Vorjahr: 15 TEuro).

23. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Die Basis des Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Es liegen keine Risikokonzentrationen vor. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit geht der Konzern davon aus, dass finanzielle Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, mit einem Ausfallsrisiko von deutlich unter einem Prozent des Buchwertes behaftet sind. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Darüber hinaus liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderung von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko. Die wesentlichen finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2019 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.

Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns, die sich aus dem Verhältnis des buchmäßigen Eigenkapitals zur gesamten Bilanzsumme ergibt, beträgt zum 31. Dezember 2019 70 Prozent (im Vorjahr: 75 Prozent). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus der Erstanwendung von IFRS 16 und dem damit einhergehenden Anstieg der Bilanzsumme. Ohne diesen Effekt, läge die Eigenkapitalquote in 2019 bei knapp über 75 Prozent und damit im Rahmen der Zielgröße der Eigenkapitalquote im Konzern (zwischen 75 und 80 Prozent).

Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

IV. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2018 um insgesamt 4.051 TEuro bzw. 14,3 Prozent auf 32.381 TEuro gestiegen.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 22.611 18.904
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 8.501 8.313
Erlöse aus Lizenzen 1.269 1.112
Gesamt 32.381 28.329

In den Umsatzerlösen von 32.381 TEuro sind gemäß IFRS 15.35 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 2.389 TEuro (im Vorjahr: 1.559 TEuro) enthalten.

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen TEuro 1.047 (im Vorjahr: 860 TEuro), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 1.342 TEuro (im Vorjahr: 699 TEuro).

Im Segment DocCheck Shop haben die Privatkunden, die einen Vetrag über das Internet abgeschlossen haben, bei bestimmten Produkten das Recht, innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss vom Kaufvertrag gegen Kaufpreiserstattung zurückzutreten. In den anderen Segmenten ist ein vertragliches Rücktritts- oder Umtauschrecht ausgeschlossen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Zuschreibungen Edelmetalle 267 0
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 37 36
Zuschreibungen Wertpapiere 35 26
Auflösung von Rückstellungen 19 101
Auflösung von Wertberichtigungen 11 16
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 10 423
Kursdifferenzen 9 16
Versicherungsentschädigungen 9 2
Steuererstattungen für Vorjahre 2 0
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 0 20
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 0 12
Übrige 14 19
Summe 413 671

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 9.807 TEuro (im Vorjahr: 9.094 TEuro) und entfällt mit 6.348 TEuro (im Vorjahr: 6.064 TEuro) auf bezogene Waren und mit 3.459 TEuro (im Vorjahr: 3.030 TEuro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 12.522 TEuro angestiegen (im Vorjahr: 11.225 TEuro). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2019 282 (im Vorjahr: 248). Im Jahresdurchschnitt waren 267 (im Vorjahr: 249) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Im Personalaufwendungen sind Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (Arbeitgeberanteile) in Höhe von 1.794 TEuro (im Vorjahr: 1.586 TEuro) und Beiträge für Altersversorgung in Höhe von 26 TEuro (im Vorjahr: 18 TEuro) enthalten.

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Verwaltungsaufwendungen 1.452 1.266
Raumkosten 396 1.167
Fremdarbeiten, Freelancer 929 531
Fortbildung 204 153
Wartung, Reparatur 182 170
Reisekosten 150 171
Rechts- u. Beratungskosten 126 173
Personalbeschaffung 109 72
Fahrzeugkosten 92 83
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 91 111
Messekosten 82 64
Internetkosten 62 66
Aufsichtsrat 58 62
Börsenpräsenz 35 32
Hauptversammlungskosten 26 39
Spenden 3 4
Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen 1 25
Übrige 166 176
Summe 4.164 4.365

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 747 654
Gewerbesteuer 797 700
Ertragsteueraufwand 1.544 1.354
latente Steuern -28 -197
Gesamtsumme 1.516 1.157

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt wie im Vorjahr ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,45 Prozent zugrunde. Dieser wird wie folgt ermittelt:

scroll

2019

in %
2018

in %
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (effektiv) 15,83 15,83
Gewerbesteuer 16,63 16,63
kombinierter Ertragsteuersatz 32,45 32,45

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

scroll

Aktive latente Steuern 2019

TEUR
Passive latente Steuern 2019

TEUR
Aktive latente Steuern 2018

TEUR
Passive latente Steuern 2018

TEUR
Sachanlagen (Leasing) 0 726 0 0
Vorräte 429 0 286 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 116 0 98
Vermögenswerte aus Fertigungsaufträgen 0 507 0 261
Wertpapiere 0 134 0 48
erhaltene Anzahlungen 0 192 0 197
Schulden aus Fertigungsaufträgen 60 0 59 0
Rückstellungen 7 0 8 0
Sonstige Verbindlichkeiten 730 0 0 0
Verlustvorträge 579 0 353 0
Summe 1.805 1.675 706 604
Saldierung -1.214 -1.214 -338 -338
Gesamt 591 461 368 266

Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 580 TEuro (im Vorjahr: 386 TEuro) werden 580 TEuro planmäßig innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre fällig. Alle anderen latenten Steuern sind grundsätzlich kurzfristiger Natur.

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2019 von 1.498 TEuro weicht um 18 TEuro von dem tatsächlichen Steueraufwand von 1.516 TEuro ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,45 Prozent (im Vorjahr: 32,45 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.498 1.094
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 27 26
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 15 14
Steuersatzdifferenzen 1 13
Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen 0 12
Wiederaufleben von steuerlichen Verlustvorträgen -12 0
Sonstige Differenzen -13 -2
Tatsächlicher Steueraufwand 1.516 1.157
Effektiver Steuersatz in % 32,8 34,3

8. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 29. Mai 2019 wurde am 4. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 40 Cent pro Aktie, insgesamt 1.995.926,40 Euro, ausgeschüttet.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG zur Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 4.989.816). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 3.140 TEuro (Vorjahr: 2.275 TEuro). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,63 Euro (Vorjahr: 0,46 Euro).

b. Verwässert

Der Verwässerungseffekt zum 31. Dezember 2019 resultiert aus der Ausgabe von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm an Vorstände der DocCheck AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen.

Dabei wurden die zum 31. Dezember 2019 ausgegebenen Aktienoptionen bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses nach Maßgabe der sogenannten Treasury-Stock-Methode berücksichtigt. Die Anzahl der so ermittelten Aktien erhöht die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum um 29.157 (im Vorjahr: 32.799 Aktien).

scroll

2019 2018
Den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnender Anteil am Konzernjahresüberschuss 3.139.756,60 2.274.801,28
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Verwässerungseffekt durch ausgegebene Optionen 29.157 32.799
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 5.018.973 5.022.615
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33
unverwässert (in Euro) 0,63 0,46
verwässert (in Euro) 0,63 0,45

10. Gesamtergebnisrechnung

Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 7.986 TEuro und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 13.

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 ergeben sich folgende Änderungen auf die Kapitalflussrechnung in 2019 gegenüber dem Vorjahr:

scroll

2019

TEUR
EBIT +20
Abschreibungen +745
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +765
Zinsausgaben -32
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -733
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -765
Finanzmittelbestand 0

V. Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2019 und 2018 wie folgt dar:

scroll

Überleitung
2019 antwerpes

TEUR
DocCheck

TEUR
DocCheck Shop

TEUR
Summe operativer Segmente

TEUR
Nicht zugeordnet

TEUR
Konsolidierung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsatz 18.758 5.441 8.501 32.700 6.006 -6.325
davon Außenumsatz 18.749 5.130 8.500 32.379 2 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 9 311 1 321 6.004 -6.325
EBIT 4.173 728 -614 4.287 288 0
Gesamtvermögen 6.451 1.592 2.403 10.446 31.859 -10.673
Gesamtverbindlichkeiten 5.309 909 2.056 8.274 5.804 -4.499
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 1 1 21 23 1.497 0
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 267 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 1 0 0 1 311 -8
Zinsaufwendungen 0 0 8 8 39 -8
Ertragsteuern 137 15 -223 -71 1.587 0
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 4 0 11 15 928 0
2018
Gesamtumsatz 15.175 5.022 8.313 28.510 5.085 -5.266
davon Außenumsatz 15.160 4.858 8.311 28.329 0 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 15 164 2 181 5.085 -5.266
EBIT 3.565 626 -778 3.413 311 5
Gesamtvermögen 4.337 1.261 1.956 7.554 28.599 -8.253
Gesamtverbindlichkeiten 3.479 610 1.224 5.313 3.766 -2.081
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 3 1 101 105 779 0
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 0 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 0 57 0
Zinsaufwendungen 0 0 0 3 417 -2
Ertragsteuern 101 4 -228 -123 1.280 0
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 2 8 128 138 2.390 0

scroll

2019 TEUR Konzern
Gesamtumsatz 32.381
davon Außenumsatz 32.381
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 4.575
Gesamtvermögen 31.632
Gesamtverbindlichkeiten 9.579
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 1.520
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 267
Wertminderung Goodwill 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 304
Zinsaufwendungen 39
Ertragsteuern 1.516
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 943
2018
Gesamtumsatz 28.329
davon Außenumsatz 28.329
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 3.729
Gesamtvermögen 27.900
Gesamtverbindlichkeiten 6.998
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 884
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0
Wertminderung Goodwill 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 57
Zinsaufwendungen 418
Ertragsteuern 1.157
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 2.528

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
EBIT 4.575 3.729
Erträge aus Beteiligungen 14 10
Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen
Vermögenswerten 31 42
Zinsen und ähnliche Erträge 273 15
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -276 -418
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.516 -1.157
Konzernjahresüberschuss 3.101 2.221

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Die Identifizierung der Segmente erfolgt auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger und besteht aus den Geschäftsbereichen antwerpes, DocCheck, DocCheck Shop und den nicht operativen Segmenten.

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet, und umfasst neben der antwerpes ag auch die antwerpes münchen gmbh (seit Dezember 2017).

Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden. Es besteht aus der DocCheck Community GmbH.

Das Segment DocCheck Shop, bestehend aus der DocCheck Shop GmbH, betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG und der DocCheck Guano AG ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2019 war die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG gemäß IFRS 8.13 nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die DocCheck Guano AG keine Umätze. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiterberechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, die für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten. Das Segment DocCheck Shop vertreibt materielle und immaterielle Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

Umsätze Inland: 28,8 Millionen Euro (im Vorjahr: 24,5 Millionen Euro)
Umsätze Ausland: 3,6 Millionen Euro (im Vorjahr: 3,8 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

Die langfristigen Vermögenswerte teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

Vermögenswerte Inland: 13,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 11,3 Millionen Euro)
Vermögenswerte Ausland: 0,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 0,0 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der langfristigen Vermögenswerte nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Vermögenswerte nach dem Sitz der Beteiligung bzw. des wertpapieremittierenden Unternehmens.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VI. Ergänzende Angaben

1. Organe der DocCheck AG

scroll

Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) DocCheck Community GmbH, Köln (Geschäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand)
Helmut Rieger, Köln, Vorstand Handelsgeschäft, CCO Kaufmann (bis 31. Juli 2019) DocCheck Shop GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Thilo Kölzer, Frechen, Betriebswirt, COO (seit 1. August 2019) antwerpes ag, Köln (Vorstandsvorsitzender) DocCheck Guano aG, Köln (Aufsichtsrat)
Philip Stadtmann, Köln, MBA, CFO (seit 1. August 2019) antwerpes ag, Köln (Vorstand - bis 31.Juli 2019) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand)
Jens Knoop, Köln, Bauingenieur, CTO (seit 1. August 2019) antwerpes ag, Köln (Vorstand - bis 31.Juli 2019)
Aufsichtsrat
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Aufsichtsratsvorsitzender, Rechtsanwalt -
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Professorin an der Fachhochschule Dortmund, Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2019 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2019

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 244.718 184.718 60.000 60.000 153.820
Helmut Rieger, CCO 74.603 59.937 14.667 8.000 19.608
Thilo Kölzer, COO 81.533 56.533 25.000 6.000 16.044
Philip Stadtmann, CFO 69.417 52.752 16.665 4.000 9.804
Jens Knoop, CTO 68.608 51.943 16.665 8.000 22.284
Summe 538.879 405.883 132.997 86.000 221.560

scroll

Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Davon in 2019 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 157.874 311.694 55.606
Helmut Rieger, CCO 61.708 81.316 13.212
Thilo Kölzer, COO 30.884 46.928 6.575
Philip Stadtmann, CFO 33.132 42.937 5.887
Jens Knoop, CTO 33.134 55.418 7.444
Summe 316.732 538.293 88.724

Vorstandsvergütung 2018

Vorstandsvergütung 2018

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 244.037 184.037 60.000 60.000 153.820
Helmut Rieger, CCO 117.261 102.594 14.667 8.000 19.608
Summe 361.298 286.631 74.667 68.000 173.428

scroll

Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie

EUR
Davon in 2017 als Aufwand erfasst

EUR
Dr. Frank Antwerpes, CEO 158.017 311.837 73.472
Helmut Rieger, CCO 63.208 82.815 18.916
Summe 221.225 394.652 92.388

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Mit Herrn Kölzer besteht ein Darlehensvertrag über ursprünglich 45.000 Euro mit einer Laufzeit vom 17. November 2018 bis zum 30. September 2020. Das Darlehen wird mit 2,0 Prozent p.a. verzinst und regelmäßig im März und September jedes Jahres in gleicher Höhe getilgt. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Restbetrag (inkl. aufgelaufener Zinsen) 23.218,14 Euro (im Vorjahr: 45.035,00 Euro).

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2019 folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütung 2019

scroll

Name des Aufsichtsrates Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 28.800 12.000 16.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 14.400 6.000 8.400
Winfried Leimeister 14.400 6.000 8.400
Summe 57.600 24.000 33.600

Aufsichtsratsvergütung 2018

scroll

Name des Aufsichtsrates Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 28.800 12.000 16.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 14.400 6.000 8.400
Winfried Leimeister 14.400 6.000 8.400
Summe 57.600 24.000 33.600

4. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen werden grundätzlich zu gleichen Bedingungen abgewickelt wie mit unabhängigen Dritten.

Mit Herrn Dr. Joachim Pietzko besteht ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 14 TEuro brutto (im Vorjahr: 7 TEuro).

5. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

1. Tranche

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen 6.000 Optionen erloschen sind.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe des Black-and-Scholes Modells ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 58,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4,4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,24 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 14 TEuro (im Vorjahr: 22 TEuro).

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 317 TEuro gebildet (im Vorjahr: 271 TEuro).

Am 6. November 2019 haben die Optionsberechtigten die Annahme der Optionen erklärt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin am 27. Dezember 2019 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft um 40.000 Euro auf dann 5.029.816 Euro durch die Ausgabe von 40.000 neuen Aktien zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgt aus dem bedingten Kapital und dient der Zuteilung von Aktien aus dem Stock Options Programm. Damit sind alle Optionen aus der ersten Tranche des Optionsprogramms ausgeübt. Die Kapitalerhöhung wurde im Januar 2020 vollzogen und im Handelsregister eingetragen.

Die Ausgabe der Aktien aus dieser Tranche erfolgte im März 2020.

2. Tranche

Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden vier Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,62 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 12 TEuro (im Vorjahr: 12 TEuro).

Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

3. Tranche

Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,48 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 3. Tranche beträgt 20 TEuro (im Vorjahr: 20 TEuro).

Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):

scroll

2019 2018
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 88.000 92.000
Neuzusagen 0 0
Verfallen 0 0
Ausgeübt 40.000 0
Erloschen 0 4.000
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 48.000 88.000
davon ausübbar zum Ende der Periode 0 0

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungskurs der zum Stichtag ausstehenden Aktienoptionen beträgt 5,77 Euro (im Vorjahr: 5,77 Euro).

Der Gesamtbuchwert der Schulden aus anteilsbasierten Vergütungen (Tantiemerückstellungen) beträgt zum Stichtag 317 TEuro (im Vojahr: 271 TEuro).

6. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2019 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

scroll

2019

TEUR
2018

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 64 54
Summe 64 54

7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG, DocCheck Community GmbH und die DocCheck Guano AG sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Der Aufsichtsrat hat am 27. Dezember 2019 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft um 40.000 Euro auf dann 5.029.816 Euro durch die Ausgabe von 40.000 neuen Aktien zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgt aus dem bedingten Kapital und dient der Zuteilung von Aktien aus dem Stock Options Programm. Damit sind alle Optionen aus der ersten Tranche des Optionsprogramms ausgeübt. Die Kapitalerhöhung wurde im Januar 2020 vollzogen und im Handelsregister eingetragen.

Im 4. Quartal 2019 wurde ein Programm für Belegschaftsaktien aufgelegt. Insgesamt wurden nach Ablauf der Anmeldefristen im Januar 2020 194 Mitarbeitern zunächst einmalig jeweils 20 Aktien zugesagt, in Summe also 3.880 Aktien. Die Aktien werden im Rahmen eines Rückkaufsprogramms am Markt erworben.

Mit notarieller Urkunde vom November 2019 wurde eine Immobilie in Köln erworben. Der Kaufpreis liegt im untersten siebenstelligen Bereich. Die Fälligkeit des Kaufpreises wurde mit dem 1. Januar 2020 festgelegt. Die Kaufpreiszahlung und der wirtschaftliche Übergang erfolgten entsprechend im Januar 2020. In dem Objekt, das in unmittelbarer Nähe der Hauptverwaltung der DocCheck-Gruppe liegt, sollen Wohnungen für Mitarbeiter bereitgestellt werden, um die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu erhöhen. Darüber hinaus dient das Objekt der Kapitalanlage.

Die ab Februar 2020 in Deutschland aufgetretenen Corona-Infektionen haben zu erheblicher Verunsicherung in der deutschen Wirtschaft geführt. insbesondere durch die schnell steigenden Fallzahlen. Das Institut für Weltwirtschaft (IFW) erwartet für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 eine Rezession. Zwar kam es im Bereich DocCheck Shop zu temporär stark steigenden Umsätzen auf Grund der Corona-Pandemie. An einzelnen Tagen betrug der Tagesumsatz das Dreifache des Normalumsatzes. Gleichzeitig besteht eine Bedrohung durch Quarantänemaßnahmen. Lieferausfälle und Krankheitsfälle, die die Funktionsfähigkeit des gesamten Konzerns beeinträchtigen könnten. Zum Berichtszeitpunkt sind die Folgen noch nicht vollständig absehbar. Der Vorstand hat Maßnahmen zum Risikomanagement eingeleitet. Ihre Wirksamkeit hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und des noch nicht abzuschätzenden Konjunkturabsturzes ab.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 10 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 498.981,60 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 5.972.010,88 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 14. April 2020

DocCheck AG

Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Thilo Kölzer

gez. Philip Stadtmann

gez. Jens Knoop

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019

scroll

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
Wert 01.01.2019

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2019

TEUR
Wert 01.01.2019

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651 634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.514 140 236 0 1.418 1.017
Sachanlagen
Einbauten in fremde Grundstücke 4.156 109 0 110 4.375 2.260
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.657 569 92 2 5.136 2.293
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 125 0 -112 17 0
Vermögenswerte aus Mietverhältnissen 0 2.983 0 0 2.983 0
Gesamtsumme 10.982 3.926 328 0 14.580 6.204

scroll

Abschreibungen Buchwerte
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Wert 31.12.2019

TEUR
31.12.2019

TEUR
31.12.2018

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 634 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 152 236 933 485 497
Sachanlagen
Einbauten in fremde Grundstücke 288 0 2.548 1.827 1.896
Betriebs- und Geschäftsausstattung 487 66 2.714 2.422 2.364
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 17 4
Vermögenswerte aus Mietverhältnissen 745 0 745 2.238 0
Gesamtsumme 1.672 302 7.574 7.006 4.778

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018

scroll

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
Wert 01.01.2018

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2018

TEUR
Wert 01.01.2018

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651 634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.119 404 9 0 1.514 911
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 932 0 0 170
Einbauten in fremde Grundstücke 3.121 27 0 1.008 4.156 2.049
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.531 597 457 986 4.657 2.180
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 498 1.500 0 -1.994 4 0
Gesamtsumme 9.852 2.528 1.398 0 10.982 5.944

scroll

Abschreibungen Buchwerte
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Wert 31.12.2018

TEUR
31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 634 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 115 9 1.017 497 208
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 12 182 0 0 762
Einbauten in fremde Grundstücke 211 0 2.260 1.896 1.072
Betriebs- und Geschäftsausstattung 413 300 2.293 2.364 1.351
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 4 498
Gesamtsumme 751 491 6.204 4.778 3.908

Konzernkapitalflussrechnung

scroll

Anhang 01.01.2019- 31.12.2019

EUR
01.01.2018- 31.12.2018

EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 4.575.367,58 3.728.594,19
Gezahlte Ertragsteuern -1.841.001,54 -981.231,23
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 1.669.647,03 883.500,82
Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte -269.260,72 0,00
Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -9.965,31 -422.627,24
Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 893,13 22.280,06
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen 1.940,81 1,00
Verlust aus dem Abgang von Edelmetallen 0,00 4.860,00
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1.123,39 13.307,54
Veränderung der Rückstellungen 560.882,21 117.976,46
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 18.008,84
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen -2.817.392,52 290.428,42
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -79.050,65 142.586,27
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.793.183,41 3.817.685,13
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 35.357,18 1.307.737,25
Einzahlungen aus Abgängen Anlagen in Edelmetallen 0,00 284.850,00
Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 500.000,00 500.000,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -907.562,32 -2.124.171,84
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -140.373,30 -403.778,34
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0,00 0,00
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungen und verbundene Unternehmen 0,00 -10.280,51
Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen 13.611,68 10.264,51
Einzahlungen aus sonstigen Ausleihungen 21.816,86 0,00
Zinseinnahmen 52.355,54 56.709,97
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -424.794,36 -378.668,96
Auszahlungen an Aktionäre IV.8 -1.995.926,40 -1.995.926,40
Zinsausgaben -39.455,57 -870,46
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -760.701,67 -4.398,26
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.796.083,64 -2.001.195,12
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -1.427.694,59 1.437.821,05
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 9.413.582,32 7.975.761,27
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.985.887,73 9.413.582,32

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter V.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2019

scroll

Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gesetzliche Rücklage

EUR
Übrige Gewinnrücklagen

EUR
Saldo zum 31.12.2018 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.984.552,87
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 3.139.756,60
Dividendenausschüttung 0,00 0,00 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Saldo zum 31.12.2019 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 7.128.383,07
EUR EUR EUR EUR
Saldo zum 31.12.2017 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.705.677,99
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 2.274.801,28
Dividendenausschüttung 0,00 0,00 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Saldo zum 31.12.2018 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.984.552,87

scroll

Kapitalausgleichsposten

EUR
Rücklage für Aktienoptionen

EUR
Saldo zum 31.12.2018 -3.245.569,91 150.788,00
Gesamtergebnis 0,00 0,00
Dividendenausschüttung 0,00 0,00
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 45.783,00
Saldo zum 31.12.2019 -3.245.569,91 196.571,00
EUR EUR
Saldo zum 31.12.2017 -3.245.569,91 102.654,00
Gesamtergebnis 0,00 0,00
Dividendenausschüttung 0,00 0,00
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 48.134,00
Saldo zum 31.12.2018 -3.245.569,91 150.788,00

scroll

Aktionärseigenkapital

EUR
Nicht beherrschende Anteile

EUR
Konzerneigenkapital

EUR
Saldo zum 31.12.2018 20.828.944,08 73.209,21 20.902.153,29
Gesamtergebnis 3.139.756,60 -38.564,17 3.101.192,43
Dividendenausschüttung -1.995.926,40 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 45.783,00 0,00 45.783,00
Saldo zum 31.12.2019 22.018.557,28 34.645,04 22.053.202,32
EUR EUR EUR
Saldo zum 31.12.2017 20.501.935,20 127.532,34 20.629.467,54
Gesamtergebnis 2.274.801,28 -54.323,13 2.220.478,15
Dividendenausschüttung -1.995.926,40 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 48.134,00 0,00 48.134,00
Saldo zum 31.12.2018 20.828.944,08 73.209,21 20.902.153,29

Erläuterungen zum Konzerneigenkapital befinden sich im Konzernanhang unter Abschnitt 111.13 und IV.8

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DocCheck AG, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DocCheck AG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DocCheck AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Frankfurt am Main, den 21 April 2020

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Lars Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Dennis Kleinhans, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 14. April 2020

Der Vorstand der DocCheck AG

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Philip Stadtmann

gez. Thilo Kölzer

gez. Jens Knoop

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand und seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in sieben ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen am 25. März, 29. Mai und 19. September sowie fernmündlich am 08. Februar, 27. März, 6. Juni und 14. November 2019. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Jahr 2019 entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet.

Ferner hat mindestens ein Mitglied des Vorstands an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Nur Beratungen zu Personalangelegenheiten des Vorstands und die geschlossene Sitzung des Aufsichtsrats erfolgten ohne Beteiligung des Vorstands.

Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2019 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

zum Jahresabschluss 2018 und 2019
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahres 2019 und Veröffentlichungen von Finanz- und Unternehmensnachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding sowie ihrer Töchter und Beteiligungen
zu personellen Veränderungen bei Töchtern und Beteiligungen und hier im Besonderen bei der antwerpes ag sowie der DocCheck Shop GmbH
zur Einführung von Mitarbeiteraktien
zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zur Entwicklung der DocCheck Shop GmbH

Beratungen

zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
zum Wechsel der Wirtschaftsprüfer
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2019
zu den Vorstandsverträgen für die DocCheck AG
zur Ausübung der Aktienoptionen
zur Einführung von Mitarbeiteraktien
zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im September

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 30. Mai 2018 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 27. März 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2019 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 27. März 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 21. April 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 29. Mai 2019 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2019 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 29. Mai 2019 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahrs 2020, gerade auch in den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie, wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe Gesundheit und viel Erfolg.

Köln, im April 2020

Dr. Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 6.470.992,48 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,10 EUR pro Aktie.

Vom zurzeit in Umlauf befindlichen Aktienbestand von 5.029.816 Aktien waren 4.989.816 Aktien zum 31. Dezember 2020 in Umlauf und sind damit dividendenberechtigt. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre beträgt somit 498.981,60 EUR.

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 5.972.010,88 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2019 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 14. April 2020

DocCheck AG

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Thilo Kölzer

gez. Philip Stadtmann

gez. Jens Knoop

Impressum

Redaktion

DocCheck AG, Köln

Corporate Communications

Tanja Mumme

fon: + 49 (0) 2 21. 9 20 53 - 139

eMail: [email protected]