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DocCheck AG — Annual Report 2018
May 23, 2019
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Annual Report
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DocCheck AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Einzelabschluss 2018
Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2018
A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1. Aufbau und Struktur des Konzerns
Die DocCheck AG mit Sitz in Köln ("DocCheck AG") ist oberste Gesellschaft des DocCheck-Konzerns (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt). Dieser besteht neben der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und aus ihren Tochtergesellschaften:
| ― | antwerpes ag ("antwerpes"), Köln |
| ― | DocCheck Community GmbH ("DocCheck"), Köln |
| ― | DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln |
| ― | DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop"), Köln |
| ― | antwerpes münchen gmbh, München |
Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.
Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der antwerpes münchen gmbh haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Shop GmbH hat ihren Sitz im Geschäftsjahr 2018 von Weil im Schönbuch nach Köln verlegt.
Die DocCheck Shop GmbH hat im Geschäftsjahr 2018 umfirmiert und hieß zuvor DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Auch die DocCheck Community GmbH hat in 2018 umfirmiert und hieß zuvor DocCheck Medical Services GmbH.
Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, Guano und antwerpes. Die DocCheck Guano AG hält eine Beteiligung at equity in Höhe von 33,3 Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.
2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:
| ― | DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals und |
| ― | antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland. |
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.
2.1 DocCheck
Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:
| ― | die DocCheck Community GmbH, |
| ― | die DocCheck Shop GmbH und |
| ― | die DocCheck Guano AG. |
2.1.1 DocCheck Community GmbH ("DocCheck")
Die DocCheck Community GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare-Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 500.000 aktiven Nutzern und über 2.500 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Die Zahl der registrierten Nutzer seit Gründung von DocCheck liegt etwa um den Faktor 2,4 höher. DocCheck verfügt im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare-Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Community GmbH gehören:
DocCheck Media
Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare-Professionals in Deutschland. Im November 2018 erreichte DocCheck für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) rund 20 Millionen Page Impressions (im Vorjahr: 23 Millionen) und 9,5 Millionen Besuche (im Vorjahr: 10,8 Millionen). Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare-Professionals in Europa. Über 238.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner). Neben der Schaltung von Advertorials und Bannern bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden rund 95.000 Medical Professionals und damit ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 35 Prozent.
DocCheck Research (Marktforschung)
DocCheck Research ist das Institut für Markt- und Werbeforschung bei DocCheck und ein wichtiger Full-Service-Spezialist im Gesundheitsbereich in Deutschland. Über das in die DocCheck Community eingebundene Online-Panel verfügt es über eines der größten Heilberufler-Panels in Deutschland und Europa. Mit seinen über 225.000 Teilnehmern allein in Deutschland deckt es nahezu alle Heilberufe ab. Die Registrierung der Healthcare-Professionals mit Berufsnachweis sorgt für hohe Glaubwürdigkeit und Datenqualität. Durch den Ausbau der quantitativen und qualitativen Marktforschungsservices, verbunden mit Beratungsleistungen rund um Produkt-Launches und strategischer Markenführung, gelingt es DocCheck Research, seine Kunden im Rahmen von mittel- und langfristig angelegten Projekten nachhaltig zu binden. DocCheck Research ist Mitgliedsinstitut der Branchenverbände Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) und BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V.
DocCheck Industry
In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben dem kostenlosen DocCheck Login werden hier die jährlich wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins den Industriekunden in Rechnung gestellt.
2.1.2 DocCheck Shop GmbH ("DocCheck Shop")
Im DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten des DocCheck-Konzerns gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Artikeln wird unter der Marke "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit über 200 eigenen Artikeln angeboten. Die Verkaufsaktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2018 nahezu exklusiv im Online-Shop gebündelt.
Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizin-und Praxisbedarf in der Region D/A/CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, zum Beispiel die Kommunikations-, Innovations- und Kreativkraft der antwerpes ag, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager aus dem der gesamte Versand erfolgt.
Weitere Vertriebskanäle
Der DocCheck Shop bedient noch einige Bestandskunden über einen Außendienstmitarbeiter und einen freien Handelsvertreter.
2.1.3 DocCheck Guano AG ("Guano")
Die DocCheck Guano AG hält Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"). Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an sechs Start-ups. Die Beteiligungen an der Mammoth Hunters S.L. und der Curassist GmbH wurden auf Null abgeschrieben. Die ehemalige (siebte) Beteiligung an der Fysio 24 B.V. ist nach der Liquidation der Gesellschaft erloschen.
Die DocCheck Guano AG agiert auf dem Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier, vom nominell investierbaren Kapital her betrachtet, eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck-Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als nur Kapital anbieten, nämlich Know-how und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Diese Erfahrung und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.
Im Geschäftsjahr 2018 ist die DocCheck Guano AG keine neuen Beteiligungen eingegangen und hat diese auch nicht aktiv verfolgt. Stattdessen wurden die bestehenden Beteiligungen betreut.
2.2 antwerpes
Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. Die antwerpes ag ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Zum 01. Juli 2018 hat Thilo Kölzer die Funktion des CEO von Dr. Frank Antwerpes übernommen. Thilo Kölzer war zuvor bereits als Vorstand für die digitalen Beratungsunits verantwortlich. Das Leistungsportfolio der antwerpes ag teilt sich in zurzeit vier Units:
Campaigning
Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Der Campaigning-Bereich entwickelt ungewöhnliche Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.
Digital, Mobile und IoT
Der Bereich entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps und Lösungen im Bereich Physical Computing und Virtual/Augmented Reality. Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM) runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab. Operativ ist der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM, während die zweite Unit sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen befasst.
Content & Relations
Der Bereich Content steht für qualitative hochwertige Inhalte - ob Text, Bild, Video, Infografik oder Post. Die Qualität gliedert sich dabei in die inhaltliche Komponente, z.B. durch Storytelling und medizinisches Know-How, und eine Kanal-bezogene Komponente mit dem jeweils passenden Format. Der Bereich Relations umfasst den Beziehungsaufbau zu bestimmten Teilzielgruppen - ob mittelbar über Multiplikatoren wie Journalisten, Key Opinion Leader (KOL) und Influencer oder unmittelbar mit der Zielgruppe zum Beispiel bei Events oder in der Social Media Kommunikation.
Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.
Mit der antwerpes münchen gmbh wird die regionale Betreuung der süddeutschen Kunden seit Dezember 2017 verbessert.
3. Steuerungssystem
Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft und Online-Shop (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).
Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Community GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen.
Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und die DocCheck Community GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist, neben dem Headcount und der nominellen Kapazität, für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Community GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine untergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus haben die Führungkräfte die Möglichkeit, über das intern entwickelte Business Intelligence Portal die vorgenannten Daten nahezu in Echtzeit zu verfolgen.
Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische PerformanceIndikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert.
Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der BusinessPlanung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.
Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.
Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch aufgrund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck-Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert, um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind, oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im Bedarfsfall weiter.
4. Forschung und Entwicklung
Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.
B. WIRTSCHAFTSBERICHT
1. Markt und Wettbewerb
1.1 Kernmarkt
Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2016 bei 11,3 Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt - Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil bleibt relativ konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2015 noch einmal um 13 Mrd. Euro zugelegt. Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen damit 2016 4.330 Euro, im Vergleich zu 4.205 Euro in 2015.
Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums-und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 115.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die OnlineSprechstunde verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft.
In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.
1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen
Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2019 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer Anzahl von ArzneimittelNeueinführungen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück.
Für das Jahr 2019 wird nach einer Prognose von Magna Global ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,4 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit nahezu konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss. Online-Medien sind mitlerweile der größte Werbemarkt, deutlich vor TV und Print.
Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten Multichannel-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.
1.3 Wettbewerb
Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:
antwerpes
Gemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes zu den 30 größten Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als wettbewerbsfähig an. Im "Healthcare Marketing"-Agentur-Kreativranking belegte die antwerpes ag Platz 10 (Stand Dezember 2018) und setzte sich damit gegen eine Vielzahl nationaler und internationaler Konkurrenten durch. Das "Healthcare Marketing"-Kreativranking wertete insgesamt 24 nationale und internationale Wettbewerbe aus, in denen Agenturen für ihre kreativen Leistungen mit Preisen ausgezeichnet wurden.
DocCheck
DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare-Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 7.000 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
| ― | Verlage, |
| ― | Marktforschungsunternehmen, |
| ― | Direktmarketingdienstleister, |
| ― | andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities. |
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 238.000 aktiven Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Laut IVW-Online-Ranking lag das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2018 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare-Professionals - vor den OnlineAblegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 97.400 Ärzten und rund 26.600 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.
Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: "bMail") über einen Verteiler von mehr als 95.000 aktiven Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 35 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.
DocCheck Shop
Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.
Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitliche systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.
2. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2018 verlief wirtschaftlich auf erneut hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um 1 Prozent von 28,1 Millionen Euro auf nun 28,3 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT stieg leicht von 3,5 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro. Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2018 etwas schwächer als erwartet entwickelt.
Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis waren strukturelle Änderungen im Unternehmen und Investitionen in den Geschäftsbetrieb. Im Bereich DocCheck Community wurde die Entwicklung der neuen Website vorangetrieben, um den Relaunch des Portals im 1. Quartal 2019 zu ermöglichen. Der Softlaunch der Betaversion begann bereits im 4. Quartal 2018. Der Relaunch wird für die Industriekunden von DocCheck neue Werbe- und Kommunikationsmöglichkeiten schaffen und stellt DocCheck auf eine solide und zukunftsfähige technische und konzeptionelle Basis. Die DSGVO hat durch die Verpflichtung zur Datensparsamkeit die Fortführung der Metrik "registrierte Nutzer" unmöglich gemacht. Sie wurde ersetzt durch die Metrik "aktive Nutzer".
Größere Veränderungen mit Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe sind für den Bereich DocCheck Shop zu berichten. Der Standort in Weil im Schönbuch wurde vollständig aufgegeben und alle geschäftlichen Aktivitäten an den Hauptsitz in Köln verlagert. Lediglich der Außendienst ist an seinen Standorten verblieben. Lager und Logistik werden seit dem 1. Quartal 2018 in einer gemieteten Logistikimmobilie in Hürth bei Köln betrieben. Umzug, Personalbeschaffung und Migration der IT und Prozesse haben das Geschäftspotential in 2018 deutlich und stärker als erwartet belastet, so dass ein erheblicher Verlust realisiert wurde. Um die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells im DocCheck Shop zu verbessern, wurden in 2018 Investitionen in Höhe von ca. 1,7 Millionen Euro für den Lagerausbau, die Errichtung eines AutoStore-Lagersystems und den Relaunch des Onlineshops freigegeben und bis zum Stichtag weitgehend auch durchgeführt. Lediglich der Relaunch des Onlineshops wird erst im Januar und Februar 2019 erfolgen.
3. Ertragslage der Tochtergesellschaften
Die Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie nachfolgend dargestellt entwickelt.
3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern
Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2018 um 1 Prozent von 28,1 auf 28,3 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 6 Prozent von 19,0 Millionen Euro auf 20,2 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen dabei stark durch Erträge aus dem Verkauf der Immobilie in Weil im Schönbuch von 127 TEuro auf 672 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 10 Prozent von 4,0 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro. Wesentliche Mehrungen gab es bei den Mieten für zusätzliche Flächen, den Kosten für Freelancer sowie den Marketingaufwänden. Die Abschreibungen stiegen um 4 Prozent von 0,85 Millionen Euro auf 0,88 Millionen Euro. Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2018, wie auch im Vorjahr, nicht an. Der Personalaufwand stieg um 4 Prozent von 10,8 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 3,7 Millionen Euro 8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (3,5 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Effekten. Das Finanzergebnis sank aufgrund der Abschreibung der Beteiligungen an der Mammoth Hunters S.L. und der Curassist GmbH sowie der Wertminderung des Aktienportfolios von 107 TEuro auf -351 TEuro.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen ist leicht rückläufig von 3,6 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss sinkt leicht von 2,4 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert daraus ein unverwässertes Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 46 Cent (im Vorjahr: 48 Cent).
3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS
Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):
antwerpes
Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag und die antwerpes münchen gmbh, verzeichnete einen leicht steigenden Umsatz von 14,5 Millionen Euro auf 15,2 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal leicht ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich noch etwas besser als der Umsatz und stieg um 6 Prozent von 12,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 13,2 Millionen Euro. Die Umsatzveränderung lag damit auf dem Niveau der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator weist ebenfalls eine Veränderung von 6 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 86 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (82 Prozent). Im Jahr 2018 war die Auslastung im Wesentlichen stabil, bis auf den Monat Januar mit der schwächsten Auslastung von knapp 80 Prozent. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter und des Vorstandes der antwerpes ag erfasst sind, stieg in 2018 um 7 Prozent von 5,5 Millionen Euro auf 5,9 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 12 Prozent von 3,4 Millionen Euro auf 3,8 Millionen Euro. Der Anteil der um 2,9 Prozent gestiegenen Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt bei 70 Prozent und machte in 2018 rund 21 Prozent der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus einem verstärken Einsatz freier Mitarbeiter. Diese Entwicklung ist zum Teil dem Fachkräftemangel geschuldet, der es schwierig macht, ausreichend passend qualifiziertes Personal zu beschäftigen. Mit insgesamt 9,7 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2018 um 9 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 (8,9 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT auf Vorjahresniveau von 3,6 Millionen Euro.
DocCheck
Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Community GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 4 Prozent von 4,8 Millionen Euro in 2017 auf 5,0 Millionen Euro in 2018. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen, primär jedoch DocCheck Research. Der Rohertrag stieg um 10 Prozent von 4,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2018 um 13 Prozent von 2,2 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den operativen Bereichen, sowie allgemeine Vergütungsanpassungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage sind nach dem Anstieg im Vorjahr wieder rückläufig und zwar um 10 Prozent von 1,7 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Maßgeblich für den Rückgang sind geringere Aufwände für Freelancer und eine rückläufige Konzernumlage. Gestiegen sind hingegen die Marketingaufwände. Für das Gesamtjahr 2018 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,6 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,3 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 4,3 Millionen Euro in 2017 auf 4,6 Millionen Euro in 2018. Wachstum zeigt sich hier v.a. im Bereich Research.
Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel deutlich besser als im Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 81 Prozent 6 Prozentpunkte über dem Vorjahr.
DocCheck Shop
Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Shop GmbH, Köln. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop sank deutlich von im Vorjahr 9,0 Millionen Euro auf 8,3
Millionen Euro in 2018. Wesentlicher Grund für die Veränderung ist der Rückgang im OfflineGeschäft. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2018 von 6,1 Millionen Euro auf 6,8 Millionen Euro (+12 Prozent). Der Rohertrag fiel um 20 Prozent von 2,6 Millionen Euro auf 2,0 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2018 um 2 Prozent von 2,76 Millionen Euro auf 2,83 Millionen Euro. Ursächlich ist eine höhere Beteiligung an der Konzernumlage, gestiegene Mieten für die vergrößerte Logistikfläche sowie umzugsbedingte Mehraufwände. Der DocCheck Shop erzielte in 2018 ein von den strukturellen Veränderungen geprägtes operatives Ergebnis (EBIT) von -0,8 Millionen Euro (im Vorjahr: -0,2 Millionen Euro).
DocCheck Guano AG
Guano erzielte in 2018 keine Umsätze (Vorjahr: 1 TEuro). Die sonstigen betrieblichen Aufwände in Höhe von 5 TEuro (im Vorjahr 69 TEuro) fielen an für den Geschäftsbetrieb. Kosten für eigenes Personal fielen nicht an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2018 -7 TEuro (im Vorjahr: -93 TEuro). Zum 30. November2018 haben die Prognosen für die Entwicklung der Beteiligungen Curassist GmbH und Mammoth Hunters S.L. bereits ergeben, dass die Beteiligungen trotz des fortgesetzten Geschäftsbetriebs nicht mehr als werthaltig zu betrachten sind. Wesentlich schlechter als erwartete Umsatzentwicklungen und erhebliche Liquiditätsengpässe machen eine Abschreibung der Beteiligungen notwendig. Die Belastung für das Finanzergebnis beträgt in Summe 250 TEuro. Die Beteiligungen an den Unternehmen Amparo GmbH, Betterdoc GmbH, HRTBT Medical Solutions GmbH und PatientZero Games GmbH sind weiter werthaltig.
3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen
Im Segment antwerpes ist mit 15,2 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel in 2018 exakt erreicht. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da es gelungen ist, bei Bestands- und Neukunden entsprechende Aufträge zu akquirieren. Das Ergebnis liegt mit 3,6 Millionen Euro rund 0,2 Millionen Euro über der Prognose. Diese Entwicklung liegt im Rahmen der Vorhersagegenauigkeit.
DocCheck Community hat das Umsatzziel von 5,5 Millionen Euro in 2018 um 500 TEuro verfehlt. Das EBIT liegt 400 TEuro unter dem prognostizierten Wert von 1 Millionen Euro. Die Differenz resultiert aus den Anlaufkosten für DocCheck Help und einem schwächer als erwarteten Wachstum im Bereich Media.
Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 9,5 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 8,3 Millionen Euro nicht erreicht. Die in der Prognose beschriebenen Störungen der Umsatzrealisation sind im Geschäftsjahr 2018 eingetreten. Einerseits musste das Geschäft mit nicht per Onlineshop bestellenden Kunden erheblich schneller reduziert werden als vorgesehen. Zum anderen hat sich der Relaunch des Onlineshops verzögert, so dass der erwartete Wachstumsschub aus dieser Richtung ausblieb. Das EBIT bleibt aufgrund der beschriebenen Sondereffekte hinter den Erwartungen zurück. Statt der prognostizierten 100 TEuro kann so lediglich ein Verlust in Höhe von 800 TEuro ausgewiesen werden.
DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert. Das EBIT liegt mit einem Verlust von 7 TEuro deutlich besser als die prognostizierten Verluste von 50 TEuro, da die Kosten ingesamt deutlich zurückgefahren wurden.
Die DocCheck AG konnte die Immobilie in Weil im Schönbuch, die bislang von der DocCheck Shop GmbH genutzt wurde, schneller als erwartet veräußern. Sie erzielte dadurch einen sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 1,3 Millionen Euro, mit einem Ergebnisbeitrag in Höhe von etwa 0,4 Millionen Euro.
Vor dem Hintergrund der schwächer als erwarteten Entwicklung insbesondere im DocCheck Shop wurde die Ergebnis-Prognose im Juli 2018 um 500 TEuro auf einen Korridor von 3,1 bis 3,6 Mio. Euro gesenkt.
Im Konzern ist die Umsatzprognose von 30 Millionen Euro für 2018 mit einem tatsächlichen Umsatz von 28,3 Millionen Euro verfehlt worden. Die Erträge aus dem Immobilienverkauf sind sonstige betriebliche Erträge und in der Umsatzangabe nicht berüchsichtigt. Das EBIT liegt mit 3,7 Millionen Euro knapp über der revidierten Prognose vom 26. Juli 2018.
4. Finanzlage
Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 9,4 Millionen Euro (Vorjahr 8,0 Millionen Euro).
Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, antwerpes münchen gmbh, DocCheck Community GmbH und die DocCheck Guano AG durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen davon ist der DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.
Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde mit 3,8 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 2,9 Millionen Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Millionen Euro auf -0,4 Millionen Euro angestiegen. Investitionen wurden in 2018 hauptsächlich für die Fertigstellung des 7. Bürobauabschnittes am Standort Köln und das neue Lager des DocCheck Shop am Standort Hürth getätigt. Die DocCheck Guano AG hat nur wenige Tausend Euro in eine einzelne Kapitalerhöhung einer bestehenden Beteiligung investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, ist gegenüber dem Vorjahr mit -2,0 Millionen Euro konstant geblieben. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht.
5. Vermögenslage
Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzern ist im Vergleich zu 2017 leicht von 27,0 Millionen Euro auf 27,9 Millionen Euro angestiegen.
Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 68 TEuro (im Vorjahr: 148 TEuro) - von 1,3 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro leicht gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag, der antwerpes münchen gmbh und der DocCheck Community GmbH hat sich nach Teilgewinnrealisation von 0,5 Millionen Euro leicht auf 0,7 Millionen Euro erhöht. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager des DocCheck Shops und ist im Jahr 2018 nach Wertberichtigungen leicht um 89 TEuro auf 687 TEuro gesunken (im Vorjahr: 776 TEuro).
Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 4,2 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro gesunken, da die unfertigen Projekte in der antwerpes ag im Durchschnitt einen höheren Fertigungsgrad aufwiesen.
Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2018 betrug 3,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,1 Millionen Euro).
Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2018 1,1 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,2 Millionen Euro).
Die Silberbarrren, die zum letzten Stichtag noch im Bestand waren, sind im Geschäftsjahr 2018 veräußert worden.
Die DocCheck AG hält zum Stichtag zwei Anleihen, von ThyssenKrupp und Otto GmbH. Insgesamt sind sie zu Nennwerten von 0,5 Millionen Euro investiert, davon 0,25 Millionen Euro in Anleihen ohne Rating (Otto GmbH). Die Laufzeit der Anleihen endet in 2019.
Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), zu Fair Value bewertete Aktien mit einem Verkehrswert von 1,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,15 Millionen Euro). Über eigene Immobilien verfügt der Konzern nicht mehr (Buchwert im Vorjahr: 760 TEuro). Die einzige Immobilie wurde im Geschäftsjahr 2018 veräußert.
Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 14,6 Prozent von 5,9 Millionen Euro auf jetzt 6,7 Millionen Euro. Der Zuwachs geht hauptsächlich auf die Zunahme des Bestandes an erhaltenen Anzahlungen um 357 TEuro zurück sowie auf den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 337 TEuro zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 20,6 Millionen Euro auf 20,9 Millionen Euro zum Jahresende 2018.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 75 Prozent (im Vorjahr: 77 Prozent). Der Konzern ist damit, abgesehen von den kurzfristigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind überwiegend kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2018 nicht erfolgt und kommen für 2019 primär im Geschäftsbereich Venture Capital in Betracht.
6. Entwicklung und Lage der DocCheck AG
Ende 2018 beschäftigt die DocCheck AG 37 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 32). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:
| ― | Geschäftsführung |
| ― | Rechnungswesen |
| ― | Controlling |
| ― | Facility-Management |
| ― | Human Resources |
| ― | Organisationsentwicklung |
| ― | Corporate Communications |
| ― | Front-Office-Services |
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.
Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden:
Die Umsatzerlöse der DocCheck AG betrugen in 2018 5,1 Millionen Euro - gegenüber 4,7 Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 512 TEuro (im Vorjahr: 11 TEuro). Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Veräußerungsgewinn der Immobilie in Weil im Schönbuch.
Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Erträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe 59 TEuro (im Vorjahr: 65 TEuro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen von 3,9 Millionen Euro (im Vorjahr: 3,9 Millionen Euro). Der Anstieg der Personalaufwendungen um 126 TEuro ist im Wesentlichen durch das leichte Mitarbeiterwachstum und dem Anstieg des allgemeinen Gehaltsniveaus verursacht.
Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro gestiegen. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 52 Cent (Vorjahr: 48 Cent).
Die Investitionen in den DocCheck Shop in Höhe von 1,7 Millionen Euro sind überwiegend bei der DocCheck AG angefallen und prägen damit auch die Veränderungen in den immateriellen Vermögensgegenständen und im Sachanlagevermögen der DocCheck AG.
Die Verminderung der Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung einer planmäßig ausgelaufenen Unternehmensanleihe. Der Finanzmittelfonds stieg im Berichtsjahr von 7,3 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro.
Die Bilanzsumme der DocCheck AG ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Millionen Euro auf 27,5 Millionen Euro angestiegen (im Vorjahr: 26,4 Millionen). Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 24,6 Millionen Euro (im Vorjahr: 24,0 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote der DocCheck AG ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt nunmehr 89,3 Prozent (im Vorjahr: 90,9 Prozent).
C. NACHTRAGSBERICHT
Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu berichten.
D. PROGNOSE-, CHANCEN-UND RISIKOBERICHT
1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2019
Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360-Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.
Für das Segment antwerpes (inkl. antwerpes münchen gmbh) ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant wegen der weiterhin guten Konjunktur und einer guten Personalausstattung bei störungsfreiem Jahresverlauf für das Segment antwerpes in 2019 einen leicht steigenden Umsatz von 16,1 Millionen Euro und einen stabilen EBIT in Höhe von 3,6 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden.
Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2019 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz von ca. 6,5 Millionen Euro. Dabei sollen insbesondere die durch den geplanten Website-Relaunch erweiterten Möglichkeiten monetarisiert werden. Auch der Bereich Media soll in 2019 wieder stärker zum Wachstum beitragen. Die EBIT-Erwartung 2019 für DocCheck liegt bei 1 Millionen Euro, also über dem Niveau von 2018.
Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2019 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2019 auf der Basis der getätigten und noch zu tätigenden Investitionen weiter wachsen. Das Offlinegeschäft wird sich weiter rückläufig entwickeln. Dies ist in der Planung berücksichtigt. Es wird erwartet, dass der Umsatz im DocCheck Shop in 2019 mit 9,5 bis 9,8 Millionen Euro wieder etwas zulegt, bei einem ausgeglichenen EBIT. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Kostenbelastungen aus den Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und zeitanteilig abgeschrieben werden. Die wesentliche Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des OnlineUmsatzes um etwa 50 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen der Relaunch des Onlineshops und die Umsetzung der neuen Marketingkampagnen zeitnah erfolgen und ihre Umsatzrelevanz beweisen. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar mit einem negativen EBIT bemerkbar machen.
Für DocCheck Guano ist 2019 kein Umsatz geplant. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -18 TEuro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Umlagen und Kosten für die Betreuung der Beteiligungen. Etwaige Abschreibungen auf bestehende Beteiligungen sind in dieser Planung nicht vorgesehen, können aber eintreten.
Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2019 mit einem leicht steigenden Umsatz von 30 bis 32 Millionen Euro bei einer Ertragslage leicht über dem Niveau des Vorjahres, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 3,6 bis 4,1 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Die Risiken aus der Erneuerung der gesamten DocCheck Shop Aktivitäten fallen geringer aus als im Vorjahr, bleiben aber bestehen. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.
Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 75 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2019 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. Den Investitionen bei der DocCheck Shop GmbH steht die Desinvestition der Immobilie am Standort Weil im Schönbuch entgegen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Bestand an liquiden Mitteln durch die Investitionen leicht reduziert werden wird.
1.2 Risiken und Chancen
Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
| ― | Markt | Kunden |
| ― | Systeme | Infrastruktur |
| ― | Kosten |
| ― | Human Resources |
| ― | Finanzen | Recht |
1.2.1 Markt | Kunden
Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.
Risiken
Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.
Die antwerpes ag realisiert ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.
Für die Realisation der Kundenprojekte ist die Mitwirkung des Kunden unverzichtbar. Verspätete, unzureichende oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden kann zu Mehrauwänden führen, die die Rentabilität eines Projektes erheblich beeinträchtigen können. Die schnelle Veränderung der technologischen Grundlagen macht es regelmäßig erforderlich auch solche Projekte zu realisieren, deren technologische Tiefe im Rahmen der Projektanbahnung nicht vollständig erruiert werden kann. Daraus können sich in der Umsetzungsphase Aufwände ergeben, die nicht geplant waren und auch dem Kunden nicht belastet werden können.
Viele Kunden aus dem Bereich Pharma unterliegen erheblichen Auflagen im Hinblick auf die Arzneimittelsicherheit (Pharmakovigilanz). Die DocCheck-Gruppe kann sich als spezialisierter Dienstleister für diese Kundengruppe den an sie durch diese Kunden gestellen Anforderungen an die Mitwirkung im Rahmen der Pharmakovigilanz nicht entziehen. Entsprechend sind Vorkehrungen zu treffen, um insbesondere den Anforderungen an das Berichtswesen und zeitnahe Meldungen gerecht zu werden.
Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck-Gruppe die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativen Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberchtiger Ansprüche ist ein Kostenfaktor. Insbesondere die noch relativ neue DSGVO mit dem geringen Maß an Rechtssprechung und einigen Unklarheiten stellt in diesem Kontext ein relevantes Risiko da.
Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig -Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2018 für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig spürbar.
Der Absatzmarkt des Konzerns befindet sich in stetigem Wandel. Immer wieder werden Bestandskunden von anderen Unternehmen aufgekauft. Dieser Vorgang kann zur Folge haben, dass der Marketingspend des Bestandskunden unter dem Einfluss des neuen beherrschenden Unternehmens an Vertragspartner des neuen Eigentümers geht und für den DocCheck-Konzern verloren ist. Darüber hinaus zeigt sich zunehmend, dass Mediabudgets bei einzelnen Mediaagenturen gebündelt werden. Dadurch steigt insbesondere bei der DocCheck Community GmbH die Abhängigkeit von diesen Mediaagenturen.
Zahlreiche Kunden-Etats, die im Segment antwerpes gehalten werden, betreffen verschreibungspflichtige Medikamente, die einem Patentschutz unterliegen. Mit dem Ablauf des Patentschutzes wird der Marketingaufwand in der Regel erheblich reduziert, so dass viele Bestandsetats ein immanentes Ablaufdatum haben.
Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen auch für die DocCheck-Gruppe ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2019 können weiter reichende Folgen der schwelenden Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.
Von den Auswirkungen eines möglichen Brexits sieht sich die DocCheck-Gruppe primär indirekt betroffen. Die direkten Geschäfte mit den vom Brexit betroffenen Ländern sind gering. Jedoch ist nicht ausgeschlossen, dass sich Kunden der DocCheck-Gruppe genötigt sehen, Kosten zu senken, weil ihre Geschäfte vom Brexit beeinträchtigt werden.
Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle durch die Implementierung einer PayPal-Lösung deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.
Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzen Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen in Bezug auf die Zahl der ärztlichen Nutzer zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von DocCheck ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.
Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeitern. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters, z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen führen, da die Loyalität des Kunden unter Umständen eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind für den DocCheck Shop zwei Außendienstmitarbeiter tätig, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere als freier Handelsvertreter. Darüber hinaus ist der DocCheck Shop intensivem Wettbewerb durch andere Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen.
Chancen
Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segments.
Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Die DocCheck-Gruppe beobachtet diese Trends aufmerksam und hat 2017 ein eigenes Chat-basiertes Beratungstool in den Markt eingeführt, mit dem sich Patienten von Ärzten aus der DocCheck-Community online beraten lassen können.
Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.
Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.
Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.
1.2.2 Systeme | Infrastruktur
Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, MarketingKnow-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.
Risiken
Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.
Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen intern oder extern. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.
Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden ganz überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet, um die notwendige Flexibilität im Hinblick auf die sich verändernden technologischen Entwicklungen schnell gewährleisten zu können. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Überprüfungen.
Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich nur zu einem Teil in der Cloud. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen dennoch zu gravierenden Konsequenzen führen.
Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen.
Chancen
Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.
Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für die DocCheck Community GmbH relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.
1.2.3 Kosten
Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2018 stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen.
Risiken
Es besteht das allgemeine Risiko einer steigenden Inflation bzw. auch einer stark steigenden Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen.
Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Da Gehälter und Mieten für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen.
Im DocCheck Shop wurden erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen ab dem Geschäftsjahr 2019 zu einer erheblich gestiegenen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste.
Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestands- und Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Mindesthaltbarkeit überschreiten.
Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar abgerechnet wird. Auch auf den Wert der Edelmetallbestände und auf einen Teil des Aktiendepots wirkt sich der Dollar-Kurs auf. Dollar-Geschäfte werden aufgrund des vergleichsweise kleinen Umfangs und der hohen Kosten der Bilanzierung solcher Geschäfte, nicht abgesichert.
Chancen
Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.
Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden.
1.2.4 Human Resources
Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter bei allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.
Risiken
Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen.
Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Shop GmbH sowie der Unitleiter der DocCheck AG, DocCheck Community GmbH und antwerpes ag. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben.
Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen.
Chancen
Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.
In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.
1.2.5 Finanzen | Recht
Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.
Risiken
Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert oder ganz verfällt.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist aufgrund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich und auch bereits mehrfach eingetreten. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.
Ein weiteres Risiko für den Konzern wird in der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten gesehen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2019 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sodass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist in zwei Anleihen investiert. Eine Anleihe hat ein Moody's-Rating von Ba2 (Non-Investment Grade), die andere verfügt über kein Rating. Beide Anleihen laufen im Herbst 2019 aus.
Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung, hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.
Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.
Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation im DocCheck-Konzern birgt damit besondere Risiken.
Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten und entsprechend qualifizierte externe Wirtschaftsprüfer. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden.
Es bestehen weiterhin Risiken aus ertragsteuerlicher Organschaft aufgrund abgeschlossener Ergebnis-abführungsverträge.
Chancen
Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.
Die Regulierung des Marktes stellt eine Markteintrittsbarriere dar. Auch etablierte Agenturen können das erforderliche Know-how für einen Eintritt in das Marketing von verschreibungspflichtigen Produkten nicht ohne weiteres aufbieten. Auch der Handel mitMedizin- und Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet.
Fazit
Wesentliche Veränderungen der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr sind nicht eingetreten. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme.
E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.
Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um-und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.
Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.
Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die Risikoinventur, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.
In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.
Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt.
Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dezidiertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.
Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.
Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.
Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.
Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.
Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.
Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.
Für das Beteiligungs-Controlling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.
Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen
der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.
Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.
F. SONSTIGE ANGABEN
1. DocCheck AG
Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Segment "Basic Board" des Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
1.1 Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 30. Mai 2018 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 4. Juni 2018 und betrug 1.995.926,40 Euro für 4.989.816 Aktien.
1.2 Stock Options
Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon sind 6.000 Optionen erloschen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen erloschen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019 möglich.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 26. August 2020 möglich.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 28. Januar 2021 möglich.
2. Vergütungsbericht
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2018 folgende Vergütungen:
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| Total | davon fix | davon variabel | gewährte Aktien- | |
|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstandes | EUR | EUR | EUR | optionen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 244.037 | 184.037 | 60.000 | 60.000 |
| Helmut Rieger, CCO | 117.261 | 102.594 | 14.667 | 8.000 |
| Summe | 361.298 | 286.631 | 74.667 | 68.000 |
Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:
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| Total | davon fix | davon variabel | gewährte Aktien- | |
|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstandes | EUR | EUR | EUR | optionen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 237.103 | 177.103 | 60.000 | 60.000 |
| Helmut Rieger, CCO | 129.810 | 99.708 | 30.609 | 8.000 |
| Summe | 366.913 | 276.811 | 90.609 | 68.000 |
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
| ― | Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. |
| ― | Bei Helmut Rieger ist es 1 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern. |
Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 361 TEuro (im Vorjahr: 367 TEuro). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.
Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte
Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Helmut Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
| ― | Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis |
| ― | Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus. |
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) -falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse -innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1) |
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2) |
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.
Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen aus der 1. Tranche erloschen sind. Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.
Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten der ersten Tranche nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2018 folgende Vergütungen:
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| Total | davon fix | davon variabel | |
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrates | EUR | EUR | EUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 28.800 | 12.000 | 16.800 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 14.400 | 6.000 | 8.400 |
| Winfried Leimeister | 14.400 | 6.000 | 8.400 |
| Summe | 57.600 | 24.000 | 33.600 |
Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat der DocCheck AG folgende Vergütungen:
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| Total | davon fix | davon variabel | |
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrates | EUR | EUR | EUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 26.400 | 12.000 | 14.400 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Winfried Leimeister | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Summe | 52.800 | 24.000 | 28.800 |
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von insgesamt 58 TEuro (im Vorjahr: 53 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.
Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.
3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2018 von Dr. Frank Antwerpes, Deutschland, und Ben Antwerpes, Deutschland, direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes, Deutschland, zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.
Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.
Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.
Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2018 waren insgesamt 94.000 Aktienoptionen aus drei Tranchen zugeteilt, von denen zum Stichtag 6.000 Optionen erloschen sind.
Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder außerhalb der Börse mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots zur Verwendung zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben.
Zum 31. Dezember 2018 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen worden sind.
Köln, 25. März 2019
DocCheck AG
Vorstand
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| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |
Bilanz zum 31. Dezember 2018
AKTIVSEITE
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Anlagevermögen | ||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. | Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 96.775,00 | 96.003,00 | ||
| 2. | Geleistete Anzahlungen | 324.929,98 | 421.704,98 | 34.900,00 | |
| 130.903,00 | |||||
| II. | Sachanlagen | ||||
| 1. | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 760.396,07 | ||
| 2. | Technische Anlagen und Maschinen | 997.413,00 | 139.581,00 | ||
| 3. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.247.092,00 | 1.103.827,00 | ||
| 4. | Einbauten in fremde Grundstücke | 1.895.625,00 | 1.072.055,00 | ||
| 5. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.395,00 | 497.397,12 | ||
| 6. | Anlage in Edelmetallen | 2.737.006,00 | 6.880.531,00 | 3.159.386,50 | |
| 6.732.642,69 | |||||
| III. | Finanzanlagen | ||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.189.977,75 | 6.189.977,75 | ||
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000,00 | 100.000,00 | ||
| 3. | Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.514.367,77 | 8.804.345,52 | 16.106.581,50 | 3.029.042,17 |
| 9.319.019,92 | |||||
| B. | Umlaufvermögen | ||||
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.450.469,75 | 1.903.210,86 | ||
| 2. | Sonstige Vermögensgegenstände | 62.150,22 | 1.512.619,97 | 64.871,27 | |
| 1.968.082,13 | |||||
| II. | Sonstige Wertpapiere | 759.155,43 | 818.883,27 | ||
| III. | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 9.061.282,43 | 11.333.057,83 | 7.317.358,19 | |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 99.698,93 | 83.741,39 | ||
| 27.539.338,26 | 26.370.630,59 |
PASSIVSEITE
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. | Eigenkapital | ||||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 4.989.816,00 | 4.989.816,00 | ||
| Bedingtes Kapital EUR 498.981,00 (Vorjahr: EUR 498.981,00) | |||||
| II. | Kapitalrücklage | 14.078.703,60 | 14.030.569,60 | ||
| III | . Gewinnrücklagen | ||||
| 1. | Gesetzliche Rücklage | 39.166,10 | 39.166,10 | ||
| 2. | Andere Gewinnrücklagen | 32.447,39 | 71.613,49 | 32.447,39 | |
| 71.613,49 | |||||
| IV | . Bilanzgewinn | 5.453.851,10 | 24.593.984,19 | 4.866.912,72 | |
| - davon Gewinnvortrag EUR 2.870.986,32 (Vorjahr: EUR 2.478.217,31) | |||||
| B | Rückstellungen | ||||
| 1. | Steuerrückstellungen | 841.605,00 | 500.300,00 | ||
| 2. | Sonstige Rückstellungen | 661.353,66 | 1.502.958,66 | 557.318,85 | |
| 1.057.618,85 | |||||
| C | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 255.081,59 | 451.251,81 | ||
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 430.554,29 | 224.039,47 | ||
| 3. | Sonstige Verbindlichkeiten | 756.759,53 | 678.808,65 | ||
| - davon aus Steuern EUR 566.745,38 (Vorjahr: EUR 603.439,53) | |||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 809,78 (Vorjahr: EUR 800,40) | 1.442.395,41 | ||||
| 1.354.099,93 | |||||
| 27.539.338,26 | 26.370.630,59 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
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| 2018 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Umsatzerlöse | 5.106.818,67 | 4.666.437,75 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 512.497,52 | 10.553,83 | |
| 3. | Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -6.509,25 | -6.194,67 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -179.353,67 | -185.862,92 | -92.507,83 | |
| 4. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -1.653.945,19 | -1.542.219,62 | ||
| b) Soziale Abgaben | -335.533,07 | -1.989.478,26 | -320.776,19 | |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -778.694,66 | -685.949,52 | |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.338.058,76 | -2.211.292,47 | |
| 7. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 3.865.390,84 | 3.940.715,53 | |
| 8. | Aufwendungen aus der Verlustübernahme | -265.742,59 | -188.160,59 | |
| 9. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 42.292,80 | 50.234,93 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 500,00 (Vorjahr: EUR 500,00) | ||||
| 10. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 16.891,47 | 15.239,59 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.169,92 (Vorjahr: EUR 0,00) | ||||
| 11. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -82.235,60 | -37.010,69 | |
| 12. | Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0,00 | -1.026,00 | |
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.320.953,73 | -1.213.637,44 | |
| 14. | Ergebnis nach Steuern | 2.582.864,78 | 2.384.406,61 | |
| 15. | Sonstige Steuern | 0,00 | 4.288,80 | |
| 16. | Jahresüberschuss | 2.582.864,78 | 2.388.695,41 | |
| 17. | Gewinnvortrag | 2.870.986,32 | 2.478.217,31 | |
| 18. | Bilanzgewinn | 5.453.851,10 | 4.866.912,72 |
Anhang der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2018
Die DocCheck AG hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2018 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2018 angewandt.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.
Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 6 bis 20 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 10 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 1 und 10 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 800 EUR (im Vorjahr: bis 410 EUR), die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 40 TEuro angeschafft (im Vorjahr: 16 TEuro).
Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren angeschafften Gold-, und Platinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung ganz oder teilweise in Folgeperioden wieder, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei einem Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt. Für den Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.
3. Sonstige Wertpapiere
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.
6. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Personalaufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfasst und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Zeitwerts ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.
7. Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.
Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu ermittelt und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
9. Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgren-zungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von unverändert 32,5 Prozent. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung.
10. Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.
C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in den Ausbau eines neuen Gebäudeabschnitts in Höhe von 665 TEuro vorgenommen, die über die Restlaufzeit des Mietvertrages einschließlich Verlängerungsoption abgeschrieben werden. Darüber hinaus wurde in den Umbau des neuen Lagers in Hürth sowie in ein neues Shopsystem und in ein automatisches Lagersystem ca. 1,7 Millionen Euro investiert.
Im Gegenzug dazu ist die Immobilie in Weil im Schönbuch im November 2018 veräußert worden. Der Buchwert zum Zeitpunkt der Veräußerung betrug 0,7 Millionen Euro.
Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold- und Platinbestände werden unter dem Posten "Anlage in Edelmetallen" ausgewiesen. In 2018 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Platinbestände in Höhe von insgesamt 133 TEuro vorgenommen (im Vorjahr: Abschreibung in Höhe von 182 TEuro).
Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Platinbestände ausgegangen.
Die Silberbestände wurden im Januar 2018 vollständig veräußert.
Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von 100 TEuro an die DocCheck Guano AG. Das Darlehen hat eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren und wird verzinst.
Der Posten Wertpapiere des Anlagevermögens setzt sich zum 31. Dezember 2018 aus zwei (im Vorjahr: drei) Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 15 TEuro (im Vorjahr: 16 TEuro) und resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach der Effektivzinsmethode. Zum Bilanzstichtag lag der Börsenkurs beider Unternehmensanleihen um insgesamt 7 TEuro unter dem Buchwert. Eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB ist unterblieben, da nicht von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.450 TEuro (im Vorjahr: 1.903 TEuro). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1.855 TEUR; im Vorjahr: 1.652 TEuro) sowie sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (54 TEUR; im Vorjahr: 252 TEuro). Die kurzfristigen Forderungen sind mit den Verbindlichkeiten aus den Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von 506 Teuro (im Vorjahr: Cashpoolforderungen in Höhe von 251 TEuro ) verrechnet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 62 TEuro (im Vorjahr: 65 TEuro) setzen sich im Wesentlichen aus Körperschaftsteuerrückforderungen und Zinsabgrenzungen zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
3. Sonstige Wertpapiere
Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 68 TEuro (im Vorjahr: 21 TEuro).
4. Eigenkapital
a. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 4.989.816,00 Euro (im Vorjahr: 4.989.816,00 Euro), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro. Es wurden ausschließlich Stammaktien ausgegeben.
b. Eigene Anteile
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die Gesellschaft bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.
Zum 31. Dezember 2018 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.
c. Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. Mai 2023 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautende Stückaktien (d.h. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2018). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.
d. Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
e. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 3.752 TEuro (im Vorjahr: 3.752 TEuro).
f. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB
Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2018 48 TEuro in die Kapitalrücklage eingestellt. Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB damit auf 151 TEuro (im Vorjahr: 103 TEuro).
g. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.261 TEuro (im Vorjahr: 9.261 TEuro).
h. Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG
Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 914 TEuro (im Vorjahr: 914 TEuro).
i. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Gesetzliche Rücklage | 39 | 39 |
| andere Gewinnrücklagen | 33 | 33 |
| Summe | 72 | 72 |
5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Tantiemen und Provisionen (langfristig) | 0 | 219 |
| Tantiemen und Provisionen (kurzfristig) | 430 | 167 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 110 | 95 |
| Aufsichtsratsvergütung | 72 | 41 |
| Urlaub | 39 | 21 |
| Berufsgenossenschaft | 4 | 3 |
| Sonstige | 6 | 11 |
| Summe | 661 | 557 |
6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 255 TEuro (im Vorjahr: 451 TEuro) und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 431 TEuro (im Vorjahr: 224 TEuro) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten betreffen ebenfalls wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling.
Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse Köln-Bonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Community GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die DocCheck Guano AG ebenfalls in die zentrale Liquiditätsdisposition aufgenommen. Die antwerpes münchen gmbh ist dieser Vereinbarung im Januar 2018 beigetreten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzsteuer | 531 | 571 |
| Abgrenzung Mietzahlungen | 155 | 42 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 36 | 32 |
| Lohn und Gehalt | 7 | 8 |
| Soziale Sicherheit | 1 | 1 |
| Reisekosten | 0 | 1 |
| Sonstige | 27 | 24 |
| Summe | 757 | 679 |
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2018 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.
Zum 31. Dezember 2018 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
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| TEUR | |
|---|---|
| Aus Miete | 3.331 |
| Aus Leasingverhältnissen | 14 |
| Sonstige | 16 |
| Summe | 3.361 |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres | 857 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 2.504 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse von insgesamt 5.107 TEuro (im Vorjahr: 4.666 TEuro) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| antwerpes ag | 3.052 | 2.931 |
| DocCheck Community GmbH | 1.114 | 1.218 |
| DocCheck Shop GmbH | 878 | 481 |
| antwerpes münchen gmbh | 34 | 2 |
| DocCheck Guano AG | 8 | 12 |
| Sonstige | 21 | 22 |
| Summe | 5.107 | 4.666 |
Die Umsatzerlöse wurden in 2018 ausschließlich im Inland erzielt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 512 TEuro (im Vorjahr: 11 TEuro) setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 423 | 0 |
| Auflösung von Rückstellungen | 36 | 1 |
| Zuschreibungen Wertpapiere des Umlaufvermögens | 26 | 0 |
| Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens | 20 | 4 |
| Versicherungsentschädigungen | 0 | 4 |
| Übrige | 7 | 2 |
| Summe | 512 | 11 |
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Raumkosten | 1.100 | 878 |
| Verwaltungsaufwendungen | 283 | 274 |
| Wartungen und Reparaturen | 142 | 134 |
| Reisekosten | 131 | 119 |
| Rechts- und Beratungskosten | 119 | 245 |
| Fahrzeugkosten | 67 | 57 |
| Fortbildungen | 64 | 83 |
| Internetkosten | 60 | 47 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 60 | 43 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 58 | 53 |
| Personalbeschaffung | 43 | 80 |
| Hauptversammlungskosten | 39 | 36 |
| Börsenpräsenz | 32 | 31 |
| Freelancer | 18 | 8 |
| Messekosten | 6 | 26 |
| Übrige | 116 | 97 |
| Summe | 2.338 | 2.211 |
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen 42 TEuro (im Vorjahr: 50 TEuro) und betreffen Zinserträge.
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 82 TEuro (im Vorjahr: 37 TEuro) betreffen Unternehmensanleihen und Aktien.
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.321 TEuro (im Vorjahr: 1.214 TEuro) setzen sich aus der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 637 TEuro (im Vorjahr: 586 TEuro) und der Gewerbesteuer in Höhe von 693 TEuro (im Vorjahr: 626 TEuro) zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2018 aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 40 TEuro (im Vorjahr: 26 TEuro). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.
Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen für Personalkosten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens. Zukünftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.
In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.
7. Gewinnausschüttung
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 30. Mai 2018 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1.996 TEuro vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 2.871 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen.
C. Sonstige Angaben
1. Anzahl der Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 36 (im Vorjahr: 35) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Verwaltungsmitarbeiter.
2. Gesellschaftsorgane
Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2018 folgende Mitglieder:
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| Organe der DocCheck AG | Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien |
|---|---|
| Vorstand | |
| Dr. Frank Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt |
antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) DocCheck Community GmbH, Köln (Geschäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand) |
| Helmut Rieger, Köln Vorstand Handelsgeschäft, CCO Kaufmann |
DocCheck Shop GmbH, Köln (Geschäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Aufsichtsrat | |
| Dr. Joachim Pietzko, Köln, Aufsichtsratsvorsitzender, Rechtsanwalt | - |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Professorin an der Fachhochschule Dortmund |
Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater | antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) |
Vorstandsvergütung
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2018 folgende Vergütungen:
Vorstandsvergütung 2018
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| Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | Anzahl der gewährten Aktienoptionen | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2018 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 244.037 | 184.037 | 60.000 | 60.000 | 153.820 |
| Helmut Rieger, CCO | 117.261 | 102.594 | 14.667 | 8.000 | 19.608 |
| Summe | 361.298 | 286.631 | 74.667 | 68.000 | 173.428 |
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| Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie | Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie | Davon als Aufwand erfasst | |
|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 158.017 | 311.837 | 73.472 |
| Helmut Rieger, CCO | 63.208 | 82.815 | 18.916 |
| Summe | 221.225 | 394.652 | 92.388 |
Vorstandsvergütung 2017
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| Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | Anzahl der gewährten Aktienoptionen | Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 237.103 | 177.103 | 60.000 | 60.000 | 153.820 |
| Helmut Rieger, CCO | 129.810 | 99.708 | 30.609 | 8.000 | 19.608 |
| Summe | 366.913 | 276.811 | 90.609 | 68.000 | 173.428 |
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| Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie | Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie | Davon als Aufwand erfasst | |
|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Frank Antwerpes, CEO | 158.017 | 311.837 | 72.489 |
| Helmut Rieger, CCO | 63.208 | 82.815 | 18.916 |
| Summe | 221.225 | 394.652 | 91.405 |
Der Vorstand Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
3. Aufsichtsratsvergütung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen: Aufsichtsratsvergütung 2018
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| Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | |
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrats | EUR | EUR | EUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 28.800 | 12.000 | 16.800 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 14.400 | 6.000 | 8.400 |
| Winfried Leimeister | 14.400 | 6.000 | 8.400 |
| Summe | 57.600 | 24.000 | 33.600 |
Aufsichtsratsvergütung 2017
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| Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | |
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrats | EUR | EUR | EUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 26.400 | 12.000 | 14.400 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Winfried Leimeister | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Summe | 52.800 | 24.000 | 28.800 |
Mit Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umfang der Geschäfte mit Dr. Pietzko 0 TEuro (brutto) (im Vorjahr: 0 TEuro).
4. Konzernabschluss
Die DocCheck AG erstellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
5. Anteilsbesitz
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| Beteiligungsquote zum | Eigenkapital zum 31.12.2018 | Jahresergebnis 2018 | |
|---|---|---|---|
| Name und Sitz der Gesellschaft | 31.12.2018 | (in TEUR) | (in TEUR) |
| --- | --- | --- | --- |
| DocCheck Community GmbH, Köln | 100% | 643 | 01) |
| antwerpes ag, Köln | 100% | 398 | 01) |
| DocCheck Guano AG, Köln | 100% | 37 | 01) |
| antwerpes münchen gmbh, München | 100% | 93 | 68 |
| DocCheck Shop GmbH, Köln | 90% | 364 | -771 |
| PatientZero Games GmbH, Hamburg2) 3) | 33,3%3) | 132) | -12) |
1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
2) über die DocCheck Guano AG
3) Angaben zum 31. Dezember 2017, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorlagen.
6. Aktienbasierte Vergütungen
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 201 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
| ― | Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und |
| ― | Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus. |
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, dem Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1) |
| ― | Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2) |
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.
1. Tranche
Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen 2.000 Optionen verfallen sind.
Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 22 TEuro (im Vorjahr: 25 TEuro).
Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 271 TEuro gebildet (im Vorjahr: 219 TEuro).
2. Tranche
Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.
Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 12 TEuro (im Vorjahr: 8 TEuro).
Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.
3. Tranche
Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben. Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,41 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 20 TEuro (im Vorjahr: 19 TEuro).
Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.
Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode | 92.000 | 66.000 |
| Neuzusagen | 0 | 26.000 |
| Verfallen | 0 | 0 |
| Ausgeübt | 0 | 0 |
| Erloschen | 4.000 | 0 |
| Ausstehende Optionen zum Ende der Periode | 88.000 | 92.000 |
| davon ausübbar zum Ende der Periode | 0 | 0 |
7. Honorare des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 54 | 47 |
| Summe | 54 | 47 |
8. Nachtragsbericht
Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.
D. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 3.457.924,70 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 25. März 2019
DocCheck AG
Vorstand
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| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018
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| Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Wert 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 634.448,81 | 9.936,88 | 0,00 | 33.972,50 | 678.358,19 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 34.900,00 | 324.002,48 | 0,00 | -33.972,50 | 324.929,98 |
| 669.348,81 | 333.939,36 | 0,00 | 0,00 | 1.003.288,17 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 927.588,90 | 0,00 | 927.588,90 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 207.540,04 | 50.000,00 | 207.540,04 | 964.318,44 | 1.014.318,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.809.410,87 | 479.620,89 | 104.585,21 | 21.615,42 | 3.206.061,97 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 3.121.686,50 | 26.838,36 | 0,00 | 1.008.121,67 | 4.156.646,53 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 497.397,12 | 1.500.053,41 | 0,00 | -1.994.055,53 | 3.395,00 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 4.087.030,00 | 0,00 | 512.190,00 | 0,00 | 3.574.840,00 |
| 11.650.653,43 | 2.056.512,66 | 1.751.904,15 | 0,00 | 11.955.261,94 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.650.921,34 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.650.921,34 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 100.000,00 |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 3.043.473,90 | 0,00 | 506.850,00 | 0,00 | 2.536.623,90 |
| 9.794.395,24 | 0,00 | 506.850,00 | 0,00 | 9.287.545,24 | |
| Gesamtsumme | 22.114.397,48 | 2.390.452,02 | 2.258.754,15 | 0,00 | 22.246.095,35 |
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| Abschreibung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | Wert 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 538.445,81 | 43.137,38 | 0,00 | 581.583,19 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 538.445,81 | 43.137,38 | 0,00 | 581.583,19 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 167.192,83 | 11.269,00 | 178.461,83 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 67.959,04 | 24.278,44 | 75.332,04 | 16.905,44 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.705.583,87 | 355.949,31 | 102.563,21 | 1.958.969,97 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 2.049.631,50 | 211.390,03 | 0,00 | 2.261.021,53 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 927.643,50 | 132.670,50 | 222.480,00 | 837.834,00 |
| 4.918.010,74 | 735.557,28 | 578.837,08 | 5.074.730,94 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 460.943,59 | 0,00 | 0,00 | 460.943,59 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 14.431,73 | 14.674,40 | 6.850,00 | 22.256,13 |
| 475.375,32 | 14.674,40 | 6.850,00 | 483.199,72 | |
| Gesamtsumme | 5.931.831,87 | 793.369,06 | 585.687,08 | 6.139.513,85 |
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| Bilanz | ||
|---|---|---|
| Wert 31.12.2018 | Wert 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 96.775,00 | 96.003,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 324.929,98 | 34.900,00 |
| 421.704,98 | 130.903,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 760.396,07 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 997.413,00 | 139.581,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.247.092,00 | 1.103.827,00 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.895.625,00 | 1.072.055,00 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.395,00 | 497.397,12 |
| 6. Anlage in Edelmetalle | 2.737.006,00 | 3.159.386,50 |
| 6.880.531,00 | 6.732.642,69 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.189.977,75 | 6.189.977,75 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000,00 | 100.000,00 |
| 3 Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.514.367,77 | 3.029.042,17 |
| 8.804.345,52 | 9.319.019,92 | |
| Gesamtsumme | 16.106.581,50 | 16.182.565,61 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die DocCheck AG, Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der DocCheck AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DocCheck AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Aufsichtsrat dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. März 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| gez. Lars Müller | gez. ppa. Dennis Kleinhans |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand und seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in fünf ordentlichen Sitzungen am 22. März, 30. Mai und 18. September sowie fernmündlich am 08. Februar und 13. November 2018.
Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Aufsichtsratsmitglied verhindert war, waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2018 entweder persönlich anwesend oder, wie bei der fernmündlichen Sitzung, per Telefonkonferenz zugeschaltet.
Ferner hat mindestens ein Mitglied des Vorstands an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Nur Beratungen zu Personalangelegenheiten des Vorstands und die geschlossene Sitzung des Aufsichtsrats erfolgten ohne Beteiligung des Vorstands.
Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Beratungsschwerpunkte
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2018 fest:
Berichterstattung durch den Vorstand
| ― | zum Jahresabschluss 2017 und 2018 |
| ― | zum Zwischenbericht des ersten Halbjahres und Veröffentlichungen von Finanz- und Unternehmensnachrichten |
| ― | zur Lage der Gesellschaft |
| ― | zur Geschäftsentwicklung der Holding sowie ihrer Töchter und Beteiligungen |
| ― | zu personellen Veränderungen bei Töchtern und Beteiligungen |
| ― | zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG |
| ― | zum Umzug des DocCheck Shops sowie zur Implementierung der Lagerautomation |
Beratungen
| ― | zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem |
| ― | zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Mai 2018 |
| ― | zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG |
| ― | zur Vertragsverlängerung von Dr. Frank Antwerpes |
| ― | zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats |
| ― | zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im September |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 22. März 2018 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 22. März 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2018 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht in der Aufsichtsratssitzung am 27. März 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Ausschussbildung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.
Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 30. Mai 2018 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.
Dividendenzahlung
Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2018 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 30. Mai 2018 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.
Wahlen zum Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat wurde am 30. Mai 2018 erneut gewählt. Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 30. Mai wurde ich, Dr. Joachim Pietzko, als Aufsichtsratsvorsitzender und Frau Prof. Dr. Britta Böckmann als meine Stellvertreterin gewählt. Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die Wahl und die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.
Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahrs 2018 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im April 201
Dr. Pietzko
Aufsichtsratsvorsitzender
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Köln, 25. März 2019
Der Vorstand der DocCheck AG
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| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2018 in Höhe von 5.453.851,10 EUR vor:
1. Verteilung an die Aktionäre
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie.
Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR
2. Rücklage
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.
3. Gewinnvortrag
Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 3.457.924,70 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum 31. Dezember 2018 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, 25. März 2019
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| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |