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DocCheck AG Annual Report 2017

Apr 19, 2018

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Annual Report

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Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Jahresfinanzbericht 2017

DocCheck AG

INHALT

Kennzahlen

  • 1 Konzern-Lagebericht
  • 2 Konzernbilanz nach IFRS
  • 3 Konzern-GuV nach IFRS
  • 4 Gesamtergebnisrechnung
  • 5 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 6 Kapitalflussrechnung
  • 7 Konzernanhang
  • 8 Konzernanlagenspiegel
  • 9 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
  • 10 Bilanzeid
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 12 Vorschlag Verwendung Bilanzgewinn

Impressum

KENNZAHLEN 2017

DocCheck Konzern 2017
in EUR
2016
in EUR
Veränderung
in EUR
Veränderung
in Prozent
Umsatzerlöse 28.070.252,32 25.923.401,53 2.146.850,79 8,28
davon antwerpes 14.533.388,91 13.398.821,40 1.134.567,51 8,47
davon DocCheck 4.819.655,26 4.503.139,53 316.515,73 7,03
davon DocCheck Shop 8.966.912,51 8.287.928,49 678.984,02 8,19
Gesamtleistung 28.091.130,43 25.853.341,69 2.237.788,74 8,66
EBIT 3.480.620,30 4.027.041,21 -546.420,91 -13,57
EBITDA 4.330.960,22 4.604.050,16 -273.089,94 -5,93
Konzerngewinn 2.411.286,97 2.664.541,00 -253.254,03 -9,50
Ergebnis pro Aktie 0,48 0,53 -0,05 -9,43
Bestand liquide Mittel 7.975.761,27 8.595.563,20 -619.801,93 -7,21
Anzahl Mitarbeiter 259 222 37,00 16,67

Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2017

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln und aus ihren Tochtergesellschaften:

  • antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
  • DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
  • DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
  • DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch
  • antwerpes münchen gmbh, München

Die antwerpes ag hatte ihrerseits eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit Sitz in Köln. Die Breadcrumb GmbH wurde im Geschäftsjahr 2017 auf die antwerpes ag verschmolzen.

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und der antwerpes münchen gmbh haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH wird ihren Sitz im Geschäftsjahr 2018 von Weil im Schönbuch nach Köln verlegen.

Die DocCheck AG ist die Holdinggesellschaft der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, Guano und antwerpes. Die DocCheck Guano AG hält eine Beteiligung at equity in Höhe von 25,5 Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.

2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

  • DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
  • antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal, alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

  • die DocCheck Medical Services GmbH,
  • die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
  • die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als

1.200.000 registrierten Nutzern und über 2.500 DocCheck-geschützten Websites aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten

Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2017 erreichte DocCheck für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) rund 23 Millionen Page Impressions (im Vorjahr: 21,4 Millionen) und 10,8 Millionen Besuche (im Vorjahr: 9,6 Millionen). Damit konnte DocCheck lt. IVW seinen Abstand zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 262.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner). Neben der Schaltung von Advertorials und Bannern bietet DocCheck mit dem Service "bMail" ein weiteres besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument an. Mit "bMail" erreichen Kunden über 155.000 Medical Professionals und damit ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 35 Prozent.

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland – mit mehr als 237.000 Teilnehmern, davon allein ca. 82.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck Studien für Dritte durch, z.B. für die pharmazeutische Industrie. DocCheck nutzt den Zugang zu den Fachgruppen darüber hinaus, um eigene Studien durchzuführen. Durch die Fokussierung auf Online-Befragungen kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben dem kostenlosen DocCheck Login werden hier die jährlich wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins den Industriekunden in Rechnung gestellt.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2017 eingestellt.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medizinprodukten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit über 200 eigenen Artikeln angeboten. Die Produkte werden derzeit über zwei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizin-und Praxisbedarf in DACH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, zum Beispiel die Kommunikations-, Innovations- und Kreativkraft der antwerpes ag, der Zielgruppenzugang bei Healthcare Professionals über die DocCheck Medical Services GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH selbst. Wie im Lagebericht 2016 angekündigt, soll die Vernetzung des DocCheck Shop mit den Kölner Geschäftsbereichen weiter vorangetrieben werden. Dazu investiert die DocCheck-Gruppe ca. 1,8 Millionen Euro, unter anderem in ein neues hochautomatisiertes Versandlager in Hürth bei Köln. Im Rahmen dessen zieht die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH im März nach Köln um und wird in der Folge auch ihren Sitz verlegen.

Call-Center

Der DocCheck Shop verfügt über gedruckte Kataloge und Broschüren, die als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Auf Wunsch kann der Kunde auf Basis des Katalogs über das eigene Call-Center bestellen.

Weitere Vertriebskanäle

Der DocCheck Shop bedient einige Bestandskunden über einen kleinen Außendienst bzw. freie Handelsvertreter. Im Einzelfall führt DocCheck Shop auf Anfrage auch Großhandelstransaktionen aus.

2.1.3 DocCheck Guano AG ("Guano")

Die DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an sieben Start-ups. Die Beteiligung an der Fysio 24 B.V. wurde zum 30. Juni 2017 außerplanmäßig um ca. 95 TEuro auf null abgeschrieben.

Die DocCheck Guano AG agiert auf demVenture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier, vom nominell investierbaren Kapital her betrachtet, eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck-Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als nur Kapital anbieten, nämlich Know-how und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte insbesondere für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit vier Units:

Campaigning

Von der kreativen Konzeption über die Multichannel-Kampagnenplanung bis zur strategischen Markenführung: Der Campaigning-Bereich entwickelt ungewöhnliche Kampagnen für den internationalen und nationalen Gesundheitsmarkt. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digital, Mobile und IoT

Der Bereich entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps und Lösungen im Bereich Physical Computing und Virtual/Augmented Reality. Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM) runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab. Operativ ist der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM, während die zweite Unit sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen befasst.

Content und Relations

Der Bereich Public Relations und Social Media bietet klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Social-Media-Dienstleistungen, z.B. die Erstellung und Betreuung von Facebook- oder Youtube-Kanälen, runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

Mit der antwerpes münchen gmbh wird die regionale Betreuung der süddeutschen Kunden seit Dezember 2017 verbessert.

3. Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft und Online-Shop (DocCheck Shop), die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckung und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mit Hilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen.

Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der Doc-Check Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen geben werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung versandt werden, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.

Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch aufgrund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck-Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert, um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind, oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im Bedarfsfall weiter.

4. Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Markt und Wettbewerb

1.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2015 bei 11,3 Prozent (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil bleibt relativ konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2014 noch einmal um 15 Mrd. Euro zugelegt. Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen damit 2015 4.213 Euro, im Vergleich zu 4.065 Euro in 2014.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums-und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 115.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern – und damit auch bei deren Zulieferern – für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2018 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer Anzahl von Arzneimittel-Neueinführungen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Verschreiber geht weiter zurück.

Für das Jahr 2018 wird nach einer Prognose von Dentsu Aegis Network (DAN) ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,6 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit nahezu konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze

abgeben muss.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

1.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der Doc-Check-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Gemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes zu den 30 größten Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an. Im "Healthcare Marketing"-Agentur-Kreativranking belegt die antwerpes ag Platz 9 (Stand Dezember 2017) und setzt sich damit gegen eine Vielzahl nationaler und internationaler Konkurrenten durch. Das "Healthcare Marketing"-Kreativranking wertet insgesamt 24 nationale und internationale Wettbewerbe aus, in denen Agenturen für ihre kreativen Leistungen mit Preisen ausgezeichnet wurden.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das Doc-Check-Passwort als Login für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 7.200 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

  • Verlage,
  • Marktforschungsunternehmen,
  • Direktmarketingdienstleister,
  • andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities.

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Laut IVW-Online-Ranking lag das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2017 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals – vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 97.400 Ärzten und rund 26.600 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht die besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten – auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: "bMail") über einen Verteiler von mehr als 155.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 35 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Segmente TETEUDocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und

Zielgruppen wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitliche systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2017 verlief in ruhigen Bahnen auf erneut hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um 8 Prozent von 25,9 Millionen Euro auf nun 28,1 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT sank hingegen von 4,0 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro. Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2017 besser entwickelt als erwartet.

3. Ertragslage der Tochtergesellschaften

3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2017 um 8 Prozent von 25,9 auf 28,1 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg gleichfalls um 8 Prozent von 17,7 Millionen Euro auf 19,0 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken durch entfallene Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Edelmetalle) und Steuererstattungen von 375 TEuro auf 127 TEuro. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von 13,6 Millionen Euro auf 15,6 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 16 Prozent von 3,4 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro. Wesentliche Mehrungen gab es bei den Mieten für zusätzliche Flächen, den Kosten für Freelancer sowie den Rechts- und Beratungskosten. Die Abschreibungen stiegen um 47 Prozent von 0,6 Millionen Euro auf 0,9 Millionen Euro, da erheblich mehr außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen anfielen (Edelmetalle). Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2017, wie auch im Vorjahr, nicht an. Der Personalaufwand stieg um 12 Prozent von 9,6 Millionen Euro auf 10,8 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 3,5 Millionen Euro 14 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (4,0 Millionen Euro). Die Veränderung resultiert aus den vorbeschriebenen Kosteneffekten. Das Finanzergebnis stieg wegen eines verbesserten Beteiligungsergebnisses, höheren Zuschreibungen auf Wertpapiere (Aktien) und trotz der Abschreibung auf die Fysio24 B.V. von 10 TEuro auf 107 TEuro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen ist analog zum EBIT leicht rückläufig von 4,0 Millionen Euro auf 3,6 Millionen Euro. Der Konzerngewinn sinkt leicht von 2,7 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert daraus ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 48 Cent (im Vorjahr: 53 Cent).

3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete einen leicht steigenden Umsatz von 14,0 Millionen Euro auf 14,5 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal leicht ausgebaut werden. Der Rohertrag entwickelte sich noch etwas besser als der Umsatz und stieg um 10 Prozent von 11,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 12,5 Millionen Euro. Die Umsatzveränderung bleibt dabei hinter der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen zurück. Dieser Leistungsindikator wies eine Veränderung von 22 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 82 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (83 Prozent). Im Jahr 2017 war die Auslastung im Wesentlichen stabil, bis auf den Monat August mit der schwächsten Auslastung von knapp unter 80 Prozent. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2017 um 12 Prozent von 4,9 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3 Prozent von 3,3 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und machte in 2017 rund 60 Prozent der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raumund Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus einem verstärken Einsatz freier Mitarbeiter. Mit insgesamt 8,9 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2017 um 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 (8,2 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 3,7 Millionen Euro gegenüber 3,2 Millionen Euro im Jahr 2016.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 7 Prozent von 4,5 Millionen Euro in 2016 auf 4,8 Millionen Euro in 2017. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen. Lediglich der Bereich Paid Content weist erneut einen Umsatzrückgang auf. Er ist wirtschaftlich nicht mehr von Bedeutung und wurde zum Jahresende 2017 eingestellt. Die Mitarbeiter werden in anderen Funktionen weiterbeschäftigt. Der Rohertrag steigt parallel zum Umsatz um 7 Prozent von 3,9 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2017 um 17 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den operativen Bereichen, aber auch in den Servicebereichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen deutlich, und zwar um 30 Prozent von 1,3 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Maßgeblich für den Anstieg ist insbesondere eine um 14 Prozent höhere Konzernumlage als im Vorjahr sowie höhere Messe- und Marketingkosten und Aufwände für Freelancer. Für das Gesamtjahr 2017 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,3 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,7 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 3,9 Millionen Euro in 2016 auf 4,3 Millionen Euro in 2017. Wachstum zeigt sich hier v.a. in den Bereichen Media und Research.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel deutlich besser als im Vorjahr. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 73 Prozent nur knapp unter dem Soll.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von unverändert 90,0 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop stieg deutlich von im Vorjahr 8,3 Millionen Euro auf 9,0 Millionen Euro in 2017. Wesentlicher Grund für den Zuwachs ist das Online-Geschäft. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2017 von 5,1 Millionen Euro auf 6,2 Millionen Euro (+22 Prozent). Der Rohertrag stieg um 7 Prozent von 2,4 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2017 um 20 Prozent von 2,3 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro. Ursächlich sind Rückstellungen für Kosten der Verlagerung des Standortes der Gesellschaft von Weil im Schönbuch nach Köln. Die voranschreitende Integration von Mitarbeitern der Gesellschaft in Köln bringt darüber hinaus auch einen höheren Anteil an der Konzernumlage mit sich (+131 TEuro im Vergleich zum Vorjahr) sowie temporäre Doppelbelastungen bspw. im Bereich der Mieten. DocCheck Shop erzielte in 2017 ein von Sondereffekten geprägtes operatives Ergebnis (EBIT) von -208 TEuro (im Vorjahr: -88 TEuro).

DocCheck Guano AG

Guano erzielte in 2017 Umsätze in Höhe von 1 TEuro (Vorjahr: 0 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwände in Höhe von 69 TEuro (im Vorjahr 64 TEuro) fielen an für den Geschäftsbetrieb. Kosten für eigenes Personal fielen nicht an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2017 -93 TEuro (im Vorjahr: -87 TEuro). Im zweiten Quartal 2017 haben sich deutliche Hinweise auf eine Wertminderung der Beteiligung an der Fysio24 B.V., Oosterbeek (Niederlande), ergeben. Aufgrund dessen wurden die Beteiligung an der Fysio 24 B.V. in Höhe von 95 TEuro sowie ein Darlehen in Höhe von 10 TEuro zum 30. Juni 2017 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Belastung für das EBIT beträgt 10 TEuro, für das Finanzergebnis 95 TEuro.

3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Die antwerpes ag hat mit 14,5 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 14,0 Millionen Euro in 2017 übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da es gelungen ist, bei Bestands- und Neukunden entsprechende Aufträge zu akquirieren. Das Ergebnis liegt mit 3,6 Millionen Euro rund 0,5 Millionen Euro über der Prognose. Diese Entwicklung war aufgrund der geringen Auftragsvorschau nicht vorhersehbar.

DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 5,2 Millionen Euro in 2017 um 400 TEuro verfehlt. Auch das EBIT liegt 175 TEuro unter den erwarteten 0,5 Millionen Euro. Die Differenz resultiert aus den Anlaufkosten für Doc-Check Help und einem schwachen Monat Oktober im Bereich Media.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 9,0 Millionen Euro genau erreicht. Das EBIT bleibt aufgrund der beschriebenen Sondereffekte hinter den Erwartungen zurück. Statt der prognostizierten 180 TEuro kann so lediglich ein Verlust in Höhe von 209 TEuro ausgewiesen werden.

DocCheck Guano hat planmäßig keine relevanten Umsatzerlöse realisiert. Das EBIT liegt mit einem Verlust von 93 TEuro deutlich über dem prognostizierten Ergebnis von -200 TEuro, da der Marketingaufwand unterjährig deutlich zurückgefahren wurde.

Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 28,0 Millionen Euro für 2017 mit einem tatsächlichen Umsatz von 28,1 Millionen Euro leicht übertroffen werden. Das EBIT liegt mit 3,5 Millionen Euro am oberen Ende des prognostizierten Korridors von 3,0 bis 3,5 Millionen Euro.

4. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 8,0 Millionen Euro (Vorjahr 8,6 Millionen Euro).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Guano AG durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen sind davon der DocCheck Shop und die antwerpes münchen gmbh, die der Cash-Pooling-Vereinbarung erst im Januar 2018 beigetreten ist. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit 2,9 Millionen Euro ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 2,7 Millionen Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro angestiegen. Investitionen wurden in 2017 hauptsächlich für die Fertigstellung des 7. Bürobauabschnittes am Standort Köln und das neue Lager des DocCheck Shop am Standort Hürth getätigt. Die DocCheck Guano AG hat einen sechsstelligen Betrag in Kapitalerhöhungen ihrer Beteiligungsunternehmen investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Millionen Euro um 0,1 Millionen Euro auf 2,0 Millionen Euro erhöht. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes nicht beansprucht.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzern ist im Vergleich zu 2016 leicht von 25,8 Millionen Euro auf 27,0 Millionen Euro angestiegen.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 148 TEuro (im Vorjahr: 74 TEuro) - von 1,2 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro leicht gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag, der antwerpes münchen gmbh und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich nach Teilgewinnrealisation von 0,4 Millionen Euro leicht auf 0,5 Millionen Euro erhöht. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager des DocCheck Shops und ist im Jahr 2017 nach Wertberichtigungen leicht um 45 TEuro auf 776 TEuro stiegen (im Vorjahr: 731 TEuro).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 3,4 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro gestiegen und korreliert mit der Umsatzsituation.

Die DocCheck-Gruppe besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposten "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2017 betrug 3,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,1 Millionen Euro).

Darüber hinaus verfügt die Gruppe über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (im Vorjahr: 0,3 Millionen Euro).

Die DocCheck-Gruppe besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2017 ca. 1,2 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,4 Millionen Euro).

Die DocCheck AG hält zum Stichtag drei Anleihen, von ThyssenKrupp, Otto GmbH und Orange. Insgesamt sind zu Nennwerten 1,0 Millionen Euro investiert, davon 0,25 Millionen Euro in Anleihen ohne Rating (Otto GmbH). Die Laufzeit der Anleihen endet im Zeitraum 2018 bis 2019.

Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), zu Fair Value bewertete Aktien mit einem Verkehrswert von 1,15 Millionen Euro (im Vorjahr: 835 TEuro) und Immobilienbesitz im Buchwert von 760 TEuro (im Vorjahr: 783 TEuro).

Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 12 Prozent von 5,2 Millionen Euro auf jetzt 5,9 Millionen Euro. Der Zuwachs geht hauptsächlich auf die Zunahme des Bestandes an erhaltenen Anzahlungen um 460 TEuro zurück sowie auf erheblich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+461 TEuro), denen eine Verminderung der Steuerschulden um 392 TEuro gegenübersteht. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 20,2 Millionen Euro auf 20,6 Millionen Euro zum Jahresende 2017.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 77 Prozent (im Vorjahr: 78 Prozent). Der Konzern ist damit, abgesehen von den kurzfristigen Verbindlichkeiten, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2017 nicht erfolgt und kommen für 2018 primär im Geschäftsbereich Venture Capital in Betracht.

C. NACHTRAGSBERICHT

Im Januar 2018 hat die DocCheck AG ihr vollständigen Bestand an Silber zum Marktwert veräußert.

Hauptsächlich im Januar 2018 wurden die für die Verlagerung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von Weil im Schönbuch nach Köln bzw. Hürth bei Köln notwendigen personellen Restrukturierungen vorgenommen. Die damit verbundenen erwarteten Kosten sind im Abschluss des Jahres 2017 berücksichtigt.

D. PROGNOSE-, CHANCEN-UND RISIKOBERICHT

1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2018

Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360- Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Für das Segment antwerpes (inkl. antwerpes münchen gmbh) ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant wegen der weiterhin guten Konjunktur und einer guten Personalausstattung bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2018 einen leicht steigenden Umsatz von 15,2 Millionen Euro und einen etwas niedrigeren EBIT in Höhe von 3,4 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten sowie der Ausfall wichtiger Kunden.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2018 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz von ca. 5,5 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung 2018 für DocCheck für liegt bei 1,0 Millionen Euro, also deutlich über dem Niveau von 2017.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2018 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2018 auf der Basis der getätigten und noch zu tätigenden Investitionen weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich wegen der ausbleibenden Großhandelstransaktionen weiter rückläufig entwickeln. Dies ist in der Planung berücksichtigt. Es wird erwartet, dass der Umsatz im DocCheck Shop in 2018 mit 9,5 Millionen Euro wieder etwas zulegt, bei einem leicht positiven EBIT von 0,1 Millionen Euro. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Kostenbelastungen aus den Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und zeitanteilig abgeschrieben werden. Die wesentliche Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes, um erneut etwa ein Viertel. Ein Risiko für die Erreichung der Planzahlen liegt in der Standortverlagerung, die zu temporären Beeinträchtigungen der Umsatzrealisation führen könnte.

Für DocCheck Guano ist 2018 kein Umsatz geplant. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -50 TEuro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Marketing- und Personalkosten. Etwaige Abschreibungen auf bestehende Beteiligungen sind in dieser Planung nicht vorgesehen, können aber eintreten.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2018 mit einem leicht steigenden Umsatz von 30,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage leicht über dem Niveau des Vorjahres, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 3,6 bis 4,1 Millionen Euro. Die Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und wurden mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Im Geschäftsjahr 2018 kommen die Risiken aus der Standortverlagerung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hinzu. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 77 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2018 diesbezüglich – vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage – keine tiefgreifenden Veränderungen. Den Investitionen bei der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH steht die Desinvestition der Immobilie am Standort Weil im Schönbuch entgegen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Bestand an liquiden Mitteln durch die Investitionen leicht reduziert werden wird.

1.2 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • Markt | Kunden
  • Systeme | Infrastruktur
  • Kosten
  • Human Resources
  • Finanzen | Recht

1.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Der Doc-Check-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird. Die antwerpes ag realisiert ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und bei der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann – auch kurzfristig – Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2017 für die DocCheck-Gruppe jedoch wenig spürbar. Die noch nicht abgeschlossene Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 birgt das Risiko unerwarteter regulatorischer Eingriffe in den Gesundheitsmarkt.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2018 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher

ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shops ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Die DocCheck-Gruppe ist in einigen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt, der sich in Zukunft weiter intensivieren wird. In den letzen Jahren konnten andere deutschsprachige Internet-Plattformen, die sich an Ärzte richten, in Bezug auf die Mitgliederzahl zu DocCheck aufschließen. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter auf den europäischen Markt. Dadurch konkurrieren im deutschen Markt mehr Anbieter um die Budgets der pharmazeutischen Industrie, was in Zukunft einen Druck auf die Margen der Medialeistungen von Doc-Check ausüben könnte. Diese Entwicklung zwingt DocCheck dazu, seine Ausrichtung im Markt und die Mehrwertangebote für seine Zielgruppen kontinuierlich zu reevaluieren und durch Investitionen in Marketing und IT an die Marktsituation anzupassen.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters, z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen führen, da die Loyalität des Kunden unter Umständen eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind für den DocCheck Shop zwei Außendienstmitarbeiter tätig, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere als freier Handelsvertreter. Darüber hinaus ist der DocCheck Shop intensivem Wettbewerb durch andere Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den eCommerce spezialisert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segments.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren und eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Die Auflockerung des Fernbehandlungsverbots könnte es vereinfachen, digital vermittelte Gesundheitsdienstleistungen anzubieten, die es dem Patienten ermöglichen, per Chat oder Videotelefonie mit einem Arzt in Verbindung zu treten. Die DocCheck-Gruppe beobachtet diese Trends aufmerksam und hat 2017 ein eigenes Chat-basiertes Beratungstool in den Markt eingeführt, mit dem sich Patienten von Ärzten aus der DocCheck-Community online beraten lassen können.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte

Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht ihn krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

1.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der Doc-Check-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten und die Strukturen mit den wachsenden Anforderungen zu skalieren.

Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen intern oder extern. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für die DocCheck Medical Services GmbH relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

1.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2017 stabil gehalten werden bzw. skalierten mit dem Wachstum mit.

Risiken

Es besteht das allgemeine Risiko einer steigenden Inflation bzw. auch einer stark steigenden Geldmenge ohne

offiziellen Ausweis einer Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, führen. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar abgerechnet wird. Auch auf den Wert der Edelmetallbestände und auf einen Teil des Aktiendepots wirkt sich der Dollar-Kurs auf.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden.

1.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter bei allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Ausund Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie der Unitleiter der DocCheck AG, DocCheck Medical Services GmbH und antwerpes ag.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

1.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie der langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist aufgrund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.

Ein weiteres Risiko für den Konzern wird in der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten gesehen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2018 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sodass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist in zwei Anleihen investiert. Diese haben ein Moody´s-Rating von Baa1 (Investment Grade) bzw. kein Rating.

Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung, hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch aufgrund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

Fazit

Wesentliche Veränderungen der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr sind nicht eingetreten. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem Auslastungsrisiko begegnet die Gruppe durch die Diversifizierung des Geschäftes, dem IT-Risiko durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme.

E. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und

gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Die DocCheck AG betrachtet das Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, die Risikoinventur, die IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind ein wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dezidiertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird dem Vorstand wöchentlich berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes ausführliches Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.

Für das Beteiligungs-Controlling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder den Kursschwankungen sowie von Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir aktuell für unwahrscheinlich.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Segment "Open Market" der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

1.1 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hatte am 24. Mai 2017 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 29. Mai 2017 und betrug 1.995.926,40 Euro für 4.989.816 Aktien.

1.2 Stock Options

Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 94.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit drei Tranchen ausgegeben. Davon sind 2.000 Optionen verfallen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019 möglich.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsleitung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 26. August 2020 möglich.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden in einer Tranche insgesamt 26.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsleitung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,46 Euro, der Bezugskurs 7,10 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 28. Januar 2021 möglich.

2. Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2017 folgende Vergütungen:

davon davon gewährte
Total fix variabel Aktien
Name des Vorstandes EUR EUR EUR optionen
Dr. Frank Antwerpes, CEO 237.103 177.103 60.000 60.000
Helmut Rieger, CCO 129.810 99.708 30.609 8.000
Summe 366.913 276.811 90.609 68.000

Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:

Total davon
fix
davon
variabel
gewährte
Aktien
Name des Vorstandes EUR EUR EUR optionen
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 40.000
Helmut Rieger, CCO 113.550 98.883 14.667 8.000
Summe 356.880 282.213 74.667 48.000

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

  • Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
  • Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantiemen und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 367 TEuro (im Vorjahr: 357 TEuro). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Dr. Frank Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Helmut Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und der Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

  • Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis
  • Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) -falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen aus der 1. Tranche verfallen sind. Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben (3. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten der ersten Tranche nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2017 folgende Vergütungen:

davon davon
Total fix variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 13.200 6.000 7.200
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:

davon
Total fix variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von insgesamt 53 TEuro (im Vorjahr: 60 TEuro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEuro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.

3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2017 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2017 von Dr. Frank Antwerpes, Deutschland, und Ben Antwerpes, Deutschland, direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes, Deutschland, zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2017 waren insgesamt 94.000 Aktienoptionen aus drei Tranche zugeteilt, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.

Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder außerhalb der Börse mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots zur Verwendung zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben.

Zum 31. Dezember 2017 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen worden sind.

Köln, 19. März 2018 DocCheck AG Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes gez. Helmut Rieger

DocCheck AG

Köln

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva Passiva
Anhang 31.12.2017 31.12.2016 Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte EUR EUR Eigenkapital III.13. EUR EUR
Geschäfts- oder Firmenwert III.1. 17.237,69 17.237,69 Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 4.989.816,00
Sonstige immaterielle Vermögenswerte III.2. 206.892,00 195.566,00 Kapitalrücklage 12.910.104,28 12.910.104,28
Sachanlagen III.3. 3.682.224,19 3.349.426,07 Gesetzliche Rücklage 39.252,84 39.252,84
Beteiligungen III.4. 1.101.502,95 896.285,62 Übrige Gewinnrücklagen 5.705.677,99 5.290.317,42
Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle III.5. 3.159.386,50 3.341.295,00 Kapitalausgleichsposten -3.245.569,91 -3.245.569,91
Wertpapiere, held-to-maturity III.18. 3.029.042,17 2.758.043,15 Rücklage für Aktienoptionen 102.654,00 45.756,00
Latente Steuern IV.7. 140.108,42 66.700,48 Aktionärseigenkapital 20.501.935,20 20.029.676,63
11.336.393,92 10.624.554,01 Nicht beherrschende Anteile 127.532,34 136.727,65
20.629.467,54 20.166.404,28
Langfristige Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte Rückstellungen III. 14. 219.068,00 139.664,00
Vorräte III.6. 1.290.601,14 1.150.322,02
Finanzverbindlichkeiten III.15. 31.515,92 35.786,50
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III.7. 4.234.430,04 3.439.312,95
Latente Steuern IV.7. 235.169,07 189.798,96
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 485.752,99 365.249,46
gegenüber Kunden III.8. 732.554,10 840.350,62
Sonstige finanzielle Vermögenswerte III.9. 201.678,14 281.574,45 Kurzfristige Schulden
Steuerschulden
III.12. 500.339,00 1.237.780,00
Ertragsteuerforderungen III.12 40.444,14 8.187,19 Sonstige Rückstellungen III.14. 1.174.172,97 1.138.225,22
Wertpapiere, held-for-trading III.10. 1.153.631,88 834.673,02 Erhaltene Anzahlungen 1.429.822,56 969.087,77
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 00 III.11. 7.975.761,27 8.595.563,20 Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo
gegenüber Kunden III.8. 96.093,94 90.684,50
15.629.100,71 15.149.983,45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 00 III.16. 1.539.054,22 676.802,41
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein
11.336.393,92
10.624.554,01
Nicht beherrschende Anteile
127.532,34
136.727,65
20.629.467,54
20.166.404,28
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten
III.15.
31.515,92
35.786,50
Latente Steuern
IV.7.
235.169,07
189.798,96
Kurzfristige Schulden
gegenüber Kunden
III.8.
96.093,94
90.684,50
15.629.100,71
15.149.983,45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 00
III.16.
1.539.054,22
676.802,41
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 00
III.19.
176.553,94
272.639,63
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 00
III.17.
934.237,47
857.664,19
5.850.274,10
5.242.883,72
25.774.537,46
26.965.494,63
25.774.537,46
31.12.2017 31.12.2016 Anhang 31.12.2017 31.12.2016
26.965.494,63

DocCheck AG Köln

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2017 2016
EUR EUR
1. Umsatzerlöse IV.1. 28.070.252,32 25.923.401,53
2. Sonstige betriebliche Erträge IV.2. 126.919,29 375.102,81
3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 20.878,11 -70.059,84
4. Materialaufwand IV.3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 6.371.111,34 6.081.125,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.803.345,46
9.174.456,80
2.497.175,73
8.578.301,48
5. Personalaufwand IV.4.
a) Löhne und Gehälter 9.024.064,39 8.116.265,61
b) soziale Abgaben 1.725.994,85 1.526.365,81
10.750.059,24 9.642.631,42
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlage-
vermögens und Sachanlagen sowie Edelmetalle IV.5. 850.339,92 577.008,95
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV.6. 3.962.573,46 3.403.461,44
8. Betriebsergebnis (EBIT*) 3.480.620,30 4.027.041,21
nachrichtlich: EBITDA** 4.330.960,22 4.604.050,16
9. Erträge aus Beteiligungen 44.231,85 8.400,79
10. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 49.734,93 47.888,78
11. Zinsen und ähnliche Erträge 146.970,01 1.681,08
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 133.827,50 47.474,53
13. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.587.729,59 4.037.537,33
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag IV.7. 1.185.637,93 1.370.007,12
15. Konzernjahresüberschuss 2.402.091,66 2.667.530,21
16. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 2.411.286,97 2.664.541,00
17. Anteil nicht beherrschende Anteile -9.195,31 2.989,21
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) IV.9. 0,48 0,53
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) IV.9. 0,48 0,53
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 5.023.650 5.008.401

*EBIT: Ergebnis vor Steuern und Zinsen

**EBITDA: Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen

DocCheck AG

Köln

Konzerngesamtergebnisrechnung 2017
EUR
2016
EUR
I. Konzernjahresüberschuss 2.402.091,66 2.667.530,21
II. Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00
III. Gesamtergebnis 2.402.091,66 2.667.530,21
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 2.411.286,97 2.664.541,00
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
(non-controlling interests)
-9.195,31 2.989,21

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2017

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzliche
Rücklage
Übrige Gewinn
rücklagen
Kapital
ausgleichs
posten
Rücklage für
Aktienoptionen
Aktionärs
eigenkapital
Nicht be
herrschende
Anteile
Konzern
eigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Saldo zum 31.12.2016 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.290.317,42 -3.245.569,91 45.756,00 20.029.676,63 136.727,65 20.166.404,28
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 2.411.286,97 0,00 0,00 2.411.286,97 -9.195,31 2.402.091,66
Dividendenausschüttung 0,00 0,00 0,00 -1.995.926,40 0,00 0,00 -1.995.926,40 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 56.898,00 56.898,00 0,00 56.898,00
Saldo zum 31.12.2017 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.705.677,99 -3.245.569,91 102.654,00 20.501.935,20 127.532,34 20.629.467,54
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Saldo zum 31.12.2015 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 4.632.991,68 -3.245.569,91 18.626,00 19.345.220,89 312.160,72 19.657.381,61
Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 2.664.541,00 0,00 0,00 2.664.541,00 2.989,21 2.667.530,21
Dividendenausschüttung 0,00 0,00 0,00 -1.995.926,40 0,00 0,00 -1.995.926,40 0,00 -1.995.926,40
Anteilsbasierte Vergütungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 27.130,00 27.130,00 0,00 27.130,00
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 -11.288,86 0,00 0,00 -11.288,86 -178.422,28 -189.711,14
Saldo zum 31.12.2016 4.989.816,00 12.910.104,28 39.252,84 5.290.317,42 -3.245.569,91 45.756,00 20.029.676,63 136.727,65 20.166.404,28

Erläuterungen zum Konzerneigenkapital befinden sich im Konzernanhang unter Abschnitt III.13 und IV.8

DocCheck AG Köln

Konzernkapitalflussrechnung 01.01.2017-
31.12.2017
01.01.2016-
31.12.2016
Anhang EUR EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 3.480.620,30 4.027.041,21
Gezahlte Ertragsteuern -1.983.242,46 -1.265.613,52
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 840.339,92 577.008,95
Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 0,00 -123.305,58
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 52.462,79 -16.672,89
Veränderung der Rückstellungen 115.351,75 -52.320,39
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens -204.641,99 75.257,80
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen -748.359,97 453.686,26
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 1.309.731,93 -946.833,91
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.862.262,27 2.728.247,93
Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -33,60 -48,00
Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 297,60 0,00
Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagen -0,01 0,00
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 42,00 96,00
Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 250.000,00 250.000,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -828.253,03 -662.464,74
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -174.608,51 -61.286,94
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -536.623,90 0,00
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungen und verbundene Unternehmen -300.010,00 -369.793,67
Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen 44.231,85 8.400,79
Zinseinnahmen 65.114,52 57.977,72
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.479.843,08 -777.118,84
Auszahlungen an Aktionäre IV.8 -1.995.926,40 -1.995.926,40
Einzahlungen von Minderheitsgesellschaftern 0,00 60.288,86
Zinsausgaben -2.024,14 -1.156,89
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten III.15 -4.270,58 -4.146,60
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.002.221,12 -1.940.941,03
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -619.801,93 10.188,06
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.595.563,20 8.585.375,14
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.975.761,27 8.595.563,20

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter V.

Konzernanhang der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2017

I. Grundlagen der Berichterstattung

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.

2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beeiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag und die antwerpes münchen gmbh) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH) repräsentieren.

3. Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2017 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der DocCheck AG handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Entry Standard gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Rundungen werden in tausend Euro (TEuro) dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Wertpapiere der Kategorie Held for trading.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 22. März 2018 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue und geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 waren folgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:

Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste

Am 19. Januar 2016 wurden die Änderungen an IAS 12 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 9. November 2017.

Die Änderungen an IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen.

Änderungen an IAS 7: Angabeninitiative

Am 29. Januar 2016 wurden die Änderungen an IAS 7 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 9. November 2017.

Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereitzustellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen bei den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit beurteilen zu lassen.

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Rechnungslegungsvorschriften haben sich keine wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG ergeben.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

Änderung / Standard Datum
der
Veröffentlichung
Datum der
Übernahme in
Anwendungs
zeitpunkt (EU)
EU-Recht
Änderungen an IFRS 10 und IAS 11. Sep 2014 Verschoben Verschoben
28: Veräußerung oder Einbringung
von Vermögenswerten zwischen
einem Investor und einem assoziier
ten Unternehmen oder Joint Venture
IFRS 9 Finanzinstrumente 24. Jul 2014 22. Nov 2016 1. Jan 2018
IFRS 15 Erlöse
aus Verträgen mit
11. Sep 2015 22. Sep 2016 1. Jan 2018
Kunden
Änderungen an IFRS 15: Klarstel
lungen
zum IFRS 15
12.
Apr 2016
9.
Nov
2017
1.
Jan 2018
Änderungen an IFRS 2: Klassifizie 20. Jun 2016 Offen 1. Jan 2018
rung und Bewertung von Geschäfts
vorfällen mit anteilsbasierter Vergü
tung
Änderungen an IFRS 4: Anwendung 12. Sep 2016 9. Nov 2017 1. Jan 2018
von IFRS 9 Finanzinstrumente ge
meinsam mit IFRS 4 Versicherungs
verträge
IFRIC Interpretation 22 Transaktio 8. Dez 2016 Offen 1. Jan 2018
nen in fremder Währung und im
Voraus gezahlter Gegenleistungen
Änderungen an IAS 40: Übertragung 8. Dez 2016 Offen 1. Jan 2018
von als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
Jährliche Verbesserungen der IFRS 8. Dez 2016 8. Feb
2018
1. Jan 2018
Zyklus 2014-2016
(IFRS 1 -
IAS 28)
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Jan 2016 9. Nov 2017 1. Jan 2019
IFRIC Interpretation 23
Unsicher
7. Jun 2017 Offen 1. Jan 2019
heit bezüglich der ertragsteuerlichen
Behandlung
Änderungen an IAS 28:
Langfristige
12. Okt 2017 Offen 1. Jan 2019
Beteiligungen an assoziierten Un
ternehmen und Joint Ventures
Änderungen an IFRS 9: Vorfällig 12. Okt 2017 Offen 1. Jan 2019
keitsregelungen mit negativer Aus
gleichsleistung
Jährliche Verbesserungen der IFRS 12. Dez 2017 Offen 1. Jan 2019
Zyklus 2015-2017
(IFRS 3 –
IFRS 11 –
IAS 12 –
IAS
23)
Änderungen an IAS 19: Planände 7. Feb 2018 Offen 1. Jan 2019
rungen, -kürzungen oder
-abgeltungen
IFRS 17 Versicherungsverträge 18. Mai 2017 Offen 1. Jan 2021

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 wird sich voraussichtlich die Bilanzsumme erhöhen, da die DocCheck AG bzw. ihre Tochtergesellschaften als Leasingnehmer die Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten aus den Leasingverträgen, die im Wesentlichen aus Mietverträgen bestehen, anzusetzen hat. Aus dem Ansatz der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten werden zusätzliche Abschreibungen und Zinsaufwendungen resultieren und der operativen Aufwand wird zurückgehen, da die Leasingaufwendungen künftig in den Abschreibungen und im Zinsergebnis ausgewiesen werden. Derzeit prüft der Konzern die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss. Verlässliche quantitative Informationen liegen noch nicht vor. Eine vorzeitige Anwendung ist nicht geplant.

IFRS 9 enthält umfassende Regelungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten, insbesondere zu deren Einstufung und Bewertung. Die Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte beruhen nach IFRS 9 künftig auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Darüber hinaus wurden die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen grundlegend neu gefasst und basieren künftig auf einem Modell der erwarteten Verluste. Ebenfalls neu geregelt wird die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen – diese basiert künftig u.a. auf den Regelungen im betrieblichen Risikomanagement. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass sich die Änderungen nicht materiell auf den Konzernabschluss der DocCheck AG auswirken werden. Die DocCheck AG erwartet von der erstmaligen Anwendung der geänderten Version des IFRS 9 keine wesentlichen Auswirkungen. Es wir davon ausgegangen, dass sich die Änderungen ausschließlich auf Angaben im Konzernanhang auswirken - nicht jedoch auf den grundsätzlichen Ansatz oder die Bewertung der Finanzinstrumente der DocCheck AG. Insbesondere wird davon ausgegangen, dass sich aus dem expected-loss-Modell keine Änderungen ergeben werden, da etwaige Wertminderungsrisiken bereits heute durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt werden und insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht erst dann wertberichtigt werden, wenn Verlustereignisse final eingetreten sind.

IFRS 15 regelt umfassend, wann und in welcher Höhe Erlöse im Konzernabschluss zu erfassen sind. Des Weiteren wird die Bilanzierung von Vertragskosten konkretisiert. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, insbesondere IAS 18, IAS 11 und IFRIC 13. Derzeit geht der Konzern davon aus, dass durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 insbesondere zusätzliche quantitative und qualitative Anhangangaben erforderlich sein werden. Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisgrößen sind nicht auszuschließen, da die Erfassung von Umsatzerlösen und Vertriebsprovisionen neu geregelt wird. Verlässliche quantitative Informationen liegen noch nicht vor. Für den DocCheck Shop werden, wie für DocCheck keine Auswirkungen erwartet, da die Lizenzen bereits heute quartalsweise abgegrenzt werden. Die Auswirkungen für die antwerpes ag betreffen voraussichtlich die PoC-Projekte. Hier wird eine maximale quantitative Auswirkung durch PoC-Korrekturen in Höhe von 200 TEuro erwartet. Es wird daher davon ausgegangen, dass die Änderungen, die sich bezogen auf die erstmalige Anwendung von IFRS 15 ergeben, für den Konzernabschluss der DocCheck AG unwesentlich sind. Eine finale Eruierung weiterer Änderungen und Ergänzungen der Rechnungslegungsvorschriften erfolgt zum Quartalsabschluss Ende März 2018.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

. Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG unverändert sechs voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden fünf Gesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteili
gungsquote
zum
31.12.2017
Eigenkapital
zum 31.12.2017
(in TEUR)
Jahres
ergebnis
2017
(in TEUR)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100% 643 0 1)
antwerpes ag, Köln 100% 298 0 1)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 0 1)
antwerpes münchen gmbh, München 100% 25 0
DocCheck Medizinbedarf und Logistik
GmbH, Weil im Schönbuch
90% 1.135 -165

1) Nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

Zum 30. November 2017 wurde die Breadcrumb GmbH, Köln, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der antwerpes ag, auf die antwerpes ag verschmolzen und ist somit im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr im Konsolidierungskreis des Konzerns enthalten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde erstmals die antwerpes münchen gmbh in den Konzernabschluss einbezogen. Die antwerpes münchen gmbh ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DocCheck AG und wurde am 14. Dezember 2017 durch Einzahlung des Stammkapitals und Aufnahme des Geschäfstbetriebs gegründet. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht München erfolgte am 30. Januar 2018. Das Stammkapital der antwerpes münchen gmbh beträgt 25 TEuro und wurde im Rahmen der Gründung vollständig durch Übernahme aller Gesellschaftsanteile gegen Hingabe von Zahlungsmitteln erbracht. Gegenstand der antwerpes münchen gmbh ist die Entwicklung und Realisierung von Kommunikationskonzepten in klassischen und die Entwicklung und Realisierung von Kommunikationskonzepten in klassischen und elektronischen Medien; Service, Betreuung und Beratung von Unternehmen im Bereich der Kommunikation; Vermittlung von Dienstleistungen und Waren an Unternehmen im Rahmen der Betreuung von Projekten; Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Servicedienstleistungen in elektronischen Medien für Unternehmen und Privatpersonen, ausschließlich des Betriebs eines Online-Identifikationssystems für Fachkreise im Internet, und von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Durch die erstmalige Einbeziehung der antwerpes münchen gmbh in den Konzernabschluss haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzernabschlusses ergeben, da sich die Gesellschaft noch in der Aufbauphase befindet.

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:

Datum des Erwerbs der
Name und Sitz der Gesellschaft Mehrheitsbeteiligung
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik 17. November 2000
GmbH,
Weil im Schönbuch
DocCheck Guano AG, Köln 15. Oktober 2013
antwerpes münchen gmbh, München 14. Dezember 2017

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäftsoder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens (als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigener der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in Euro auf.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung des Ertragswertes. Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 19 bis 33 Jahre
Betriebs-
und Geschäftsausstattung
3 bis 10 Jahre
(ohne geringwertige Anlagegüter)
Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

5. Leasing

Die Leasingverträge des Konzerns betreffen im Geschäftsjahr 2017 wie auch im Vorjahr ausschließlich operative Leasingverhältnisse als Leasingnehmer. Bei diesen Leasingverträgen handelt es sich um Mietverträge für Immobilien sowie Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Diewesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen verbleiben beim Leasinggeber. Die Leasingzahlungen werden entsprechend den jeweiligen Vereinbarungen linear über die vereinbarte Nutzungszeit als Aufwand der jeweiligen Periode in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Die Mietverträge für Immobilien haben eine Restlaufzeit bis maximal zum Jahr 2022 und sind mit Verlängerungsoptionen seitens der DocCheck AG ausgestaltet.

6. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und sonstige finanzielle Forderungen.

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Transaktionskosten in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge aus finanziellen Vermögenswerten werden realisiert, sobald sie verlässlich schätzbar sind und werden in den Positionen Nr. 9 bis 11 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden für Zwecke der Folgebewertung grundsätzlich in die folgenden Kategorien bzw. Unterkategorien unterteilt:

  • Loans and receivables: Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte
  • Held for trading: Wertpapiere (held-for-trading)

  • Available for sale: Beteiligungen

  • Held to maturity: Wertpapiere (held-to-maturity)

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt unter der Kategorie Available for Sale.

Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (held-tomaturity).

Alle übrigen Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet. Die Kategorisierung dieser Instrumente erfolgt als "zu Handelszwecken gehalten" (held-fortrading), da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel sowie sonstige finanzielle Forderungen werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgelder bei Kreditinstituten sowie aus liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche oder nicht mehr vollständig einbringliche Beträge angesetzt. Wertberichtigungen auf einem separaten Wertberichtigungskonto werden dann erfasst, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass die Forderungen voraussichtlich nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. In der Regel ist dies der Fall, wenn eine Forderung am Bilanzstichtag älter als 180 Tage ist, an ein Inkassounternehmen übergeben wurde oder andere objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen.

Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

7. Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen.

8. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

9. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren und unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet.

Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

10. Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

11. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert.

12. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

13. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bestehen aus Finanzverbindlichkeiten (Kredite), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Der erstmalige Ansatz der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

14. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

15. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2017 keine Entwicklungskosten aktiviert.

16. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung von Nutzungsdauern bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Bei der Bestimmung der Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die einer jährlichen Überprüfung unterliegen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis entsprechend berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 37 TEuro auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen (im Vorjahr: 0 TEuro), da die voraussichtlich verbleibende Nutzungsdauer entgegen der ursprünglichen Schätzung verkürzt wurde.

b) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion Methode erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und der in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 732 TEuro (im Vorjahr: 840 TEuro) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 96 TEuro (im Vorjahr: 91 TEuro) ausgewiesen.

c) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) ausgewiesen.

d) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle

Die Silber- und Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2017 aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände ausgegangen.

Im Geschäftsjahr 2017 waren außerplanmäßigen Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle in Höhe von 182 TEuro erforderlich (im Vorjahr: 0 TEuro). Die Zuschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2017 betragen 0 TEuro (im Vorjahr: 123 TEuro).

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 140 TEuro (im Vorjahr: 67 TEuro) und passive latente Steuern in Höhe von 235 TEuro (im Vorjahr: 190 TEuro) ausgewiesen.

f) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Aus einem Vertrag über rechtliche Beratung bestehen zum Stichtag Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro), die nicht bilanziert sind, da deren Inanspruchnahme von Projektmeilensteinen abhängig ist, die zum Stichtag nicht erfüllt waren und deren voraussichtliche Erfüllung zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Rückstellungen wurden in Höhe von 1.393 TEuro (im Vorjahr: 1.278 TEuro) gebildet.

17. Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Sonstige Rücklagen) gebucht und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Aufwands ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.

Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu erfasst und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEuro (im Vorjahr: 17 TEuro) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Medical Services GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

Gesellschaft Firmenw
erte
der
Erstkonsoli
dierung
TEUR
Nachträgliche
Erhöhung der
Firmenw
erte
durch Erw
erb
w
eiterer
Anteile
TEUR
kumulierte
Wertminde
rungen zum
31.12.2016
TEUR
Buchw
erte
zum
31.12.2016
TEUR
Wertminde
rungen in
2017
TEUR
kumulierte
Wertminde
rungen zum
31.12.2017
TEUR
Buchw
erte
zum
31.12.2017
TEUR
DocCheck
Medical
Services GmbH
DocCheck
Medizinbedarf
und Logistik
GmbH
29
756
0
151
12
907
17
0
0
0
12
907
17
0
Summe 785 151 919 17 0 919 17

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach vier Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die CGU DocCheck Medical Services GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 1,25 Prozent (im Vorjahr: 0,8 Prozent) und eines Risikozuschlags von 4,5 Prozent (im Vorjahr: 4,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 4,6 Prozent (im Vorjahr: 5,4 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr: 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Medical Services GmbH von 14,7 Prozent für 2018 zugrunde (Vorjahr: 18,9 Prozent Umsatzwachstum von 2016 auf 2017). Für die Jahre 2019 bis 2021 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere in den Geschäftsfeldern Media und Research erzielt werden. Doch auch die Geschäftsbereiche Industry und Martkforschung müssten zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt. Bei der Extrapolation der Cashflows für die ewige Rente (terminal value) wurde konservativ ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate kalkuliert.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung in 2018 um mehr als 78 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte nach Bilanzposten bis zum 31. Dezember 2017 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 37 TEuro vorgenommen (im Vorjahr: 0 TEuro), da die voraussichtlich verbleibende Nutzungsdauer entgegen der ursprünglichen Schätzung verkürzt wurde.

3. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2017 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

4. Beteiligungen

Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 1.102 TEuro (im Vorjahr: 896 TEuro) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an zehn (im Vorjahr: acht) Beteiligungsgesellschaften gehalten.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die DocCheck Guano AG zwei weitere Beteiligungen in ihr Portfolio aufgenommen:

Im April 2017 hat die DocCheck Guano AG 5,5 Prozent an der Mammoth Hunters S.L., Barcelona (Spanien), übernommen. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt eine App im Bereich Fitness und Ernährung.

Im Mai 2017 hat die DocCheck Guano AG einen Anteil in Höhe von 7,5 Prozent an der Amparo GmbH, Berlin, übernommen. Das international besetzte Team von Amparo entwickelt eine Prothese für die Erstversorgung von Neuamputierten sowie für Amputierte aus Entwicklungsländern auf der Basis eines neuentwickelten thermoplastischen Materials.

Im zweiten Quartal 2017 haben sich deutliche Hinweise auf eine Wertminderung der Beteiligung an der Fysio24 B.V., Oosterbeek (Niederlande), ergeben. Aufgrund dessen wurden die Beteiligung an der Fysio 24 B.V. in Höhe von 95 TEuro sowie ein Darlehen zur Liquiditätsüberbrückung in Höhe von 10 TEuro zum 30. Juni 2017 außerplanmäßig abgeschrieben.

Name und Sitz der Gesellschaft Beteilgungsquote
zum 31.12.2017
Erstmaliger
Beteiligungserwerb
BetterDoc GmbH, Köln 6,14% 25. November 2013
Fysio24 B.V., Oosterbeek, NL 10,00% 28. September 2015
HRTBT Medical Solutions GmbH, Berlin 8,00% 9. Dezember 2015
PatientZero Games GmbH, Hamburg 33,90% 18. Dezember 2015
Curassist GmbH, Koblenz 5,00% 15. November 2016
Mammoth Hunters S.L, Barcelona, ES 5,50% 7. April 2017
Amparo GmbH, Berlin 7,50% 29. Mai 2017

Die DocCheck Guano AG hält zum Stichtag Anteile an folgenden Gesellschaften:

Weitere drei Beteiligungen werden von der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH gehalten, wobei die Beteiligungsquote jeweils unter fünf Prozent liegt.

Das Eigenkapital der PatientZero Games GmbH, Hamburg, beträgt zum 31. Dezember 2016 15 TEUR, das Ergebnis des letztes Geschäftsjahres -193 TEuro (Angaben zum 31. Dezember 2016, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorlagen). Die Erhöhung der Beteiligungsquote an der PatientZeroGames GmbH (im Vorjahr: 25,5 Prozent) resultiert aus dem Einzug der Geschäftsanteile eines Gesellschafters durch die Gesellschaft.

Die PatientZero Games GmbH ist kein assoziiertes Unternehmen der DocCheck AG, obwohl eine Beteiligung von über 20 Prozent der Stimmrechte vorliegt, da die DocCheck AG bzw. die DocCheck Guano AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Gesellschaft ausübt.

5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 3.140 TEuro (im Vorjahr: 3.138 TEuro). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEuro.

Der Marktpreis der Silberbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 290 TEuro (im Vorjahr: 340 TEuro). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 50 TEuro vorgenommen.

Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 1.247 TEuro (im Vorjahr: 1.378 TEuro). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 132 TEuro vorgenommen.

Es wird angenommen, dass ein nachhaltiges und dauerhaftes Sinken der Marktpreise von Silber und Platin vorliegt.

6. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

2017 2016
TEUR TEUR
Unfertige Leistungen 366 345
Waren 776 731
Geleistete Anzahlungen 148 74
Summe 1.290 1.150

Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 107 TEuro (im Vorjahr: 148 TEuro) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 57 TEuro (im Vorjahr: 66 TEuro) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen auf den voraussichtlich erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungs- und Lagerkosten vorgenommen. Eine Bewertung der unfertigen Leistungen zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten war nicht notwendig. Die im Zusammenhang mit der fortgeführten Geschäftstätigkeit angefallenen Kosten für Vorräte wurden während des Jahres in Höhe von 18,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 16,5 Millionen Euro) erfasst.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig. Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Vortrag 76 65
Zuführung 13 32
Inanspruchnahme 14 9
Auflösung 17 12
Summe 58 76

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2017 2016
TEUR TEUR
Buchwert 4.234 3.439
Wertminderungen 58 76
Buchwert vor Wertminderungen 4.292 3.515
davon nicht fällig 3.013 2.652
davon fällig, weniger als 30 Tage 1.176 634
davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen 14 59
davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen 16 11
davon fällig, mehr als 90 Tage 73 159

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 3.013 TEuro (im Vorjahr: 2.652 TEuro) sind 0 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) wertgemindert.

8. Fertigungsaufträge

Die Gesellschaft weist Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 733 TEuro (im Vorjahr: 840 TEuro) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 96 TEuro (im Vorjahr: 91 TEuro) aus.

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenden erhaltenen Anzahlungen beträgt 414 TEuro (im Vorjahr: 564 TEuro). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 55 TEuro (im Vorjahr: 148 TEuro) bei den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und 359 TEuro (im Vorjahr: 416 TEuro) bei Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo in Abzug gebracht.

9. Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 201 TEuro (im Vorjahr: 282 TEuro) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Aktive Rechnungsabgrenzung 144 121
Zinsabgrenzungen 23 23
Kautionen 19 20
Sonstige Forderungen 9 102
Steuerforderungen 7 14
Darlehen 0 2
Summe 202 282

10. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet und Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden der Kategorie "held-for-trading" zugeordnet und zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (1.154 TEUR; im Vorjahr: 835 TEuro). Die daraus resultierenden Wertminderungen gegenüber den Anschaffungskosten im laufenden Geschäftsjahr 21 TEuro (im Vorjahr: 42 TEuro) und die Werterhöhungen 131 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro) und sind im Finanzergebnis unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 belaufen sich die Dividendenerträge aus diesen Wertpapieren auf 11 TEuro (im Vorjahr: 5 TEuro).

11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Kassenbestand 6 4
Guthaben bei Kreditinstituten 7.970 8.592
Summe 7.976 8.596

12. Ertragsteuerforderungen und -schulden

Die Ertragsteuerforderungen betragen 40 TEuro (im Vorjahr: 8 TEuro) und betreffen die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag.

Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2017 500 TEuro (im Vorjahr: 1.238 TEuro) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 311 TEuro (im Vorjahr: 703 TEuro) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 189 TEuro (im Vorjahr: 535 TEuro).

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf IV.7. verwiesen.

13. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 4.989.816,00 Euro (im Vorjahr: 4.989.816,00 Euro), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt ein Euro.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2020 um bis zu insgesamt 2.494.908,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien (dh. maximal 2.494.908 Stück) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautende Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2017 12.910.104,28 Euro (im Vorjahr: 12.910.104,28 Euro) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 Euro (im Vorjahr: 39.252,84 Euro).

f. Übrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2017 5.705.677,99 Euro (im Vorjahr: 5.290.317,42 Euro) und beinhalten im wesentlichen den Bilanzgewinn der DocCheck AG.

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2017 3.245.569,91 Euro (im Vorjahr: 3.245.569,91 Euro). Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss der antwerpes & partner ag (heutige antwerpes ag) und der Antwerpes AG (heutige DocCheck AG) im Jahr 1999, welche als umgekehrter Unternehmenserwerb (Reverse acquisition) im Sinne der IFRS behandelt wurde, wurde ein Kapitalausgleichsposten als Abzugsposten vom Eigenkapital gebildet.

h. Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die Gesellschaft bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

Zum 31. Dezember 2017 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

i. Rücklage für Aktienoptionen

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2017 57 TEuro in die Rücklage für Aktienoptionen eingestellt. Zum 31. Dezember 2017 beläuft sich die Rücklage für Aktienoptionen damit auf 103 TEuro (im Vorjahr: 46 TEuro).

j. Nicht beherrschende Anteile

Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Die Anteile an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH betragen zum 31. Dezember 2017 90,0 Prozent (im Vorjahr: 90,0 Prozent). Die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2017 betragen 128 TEuro (im Vorjahr: 137 TEuro).

14. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Mit Ausnahme der Rückstellungen aus der Nachhaltigkeitstantieme des Aktienoptionsprogrammes 2012 (Restlaufzeit: zwei Jahre) haben diese ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Langfristige Rückstellungen:

01.01.2017 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Personal
Tantiemen 140 0 0 79 219
Summe 140 0 0 79 219

Kurzfristige Rückstellungen:

01.01.2017
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2017
TEUR
Personal
Tantiemen und
Provisionen 503 -497 -6 502 502
Urlaubsansprüche 213 -213 0 175 175
Berufsgenossenschaft 28 -27 -1 30 30
Ausgleichsabgabe 20 -20 0 22 22
Summe 764 -757 -7 729 729
Übrige
Boni 172 -141 -18 138 151
Abschluss-
und Prü
fungskosten
103 -103 0 97 97
Aufsichtsratsvergütung 54 -48 0 43 49
Nachlaufende Kosten 19 -19 0 18 18
Sonstige 27 -21 -4 128 130
Summe 375 -332 -22 424 445
Gesamtsumme 1.139 -1.089 -29 1.153 1.174

a. Tantiemen (langfristig)

Die Rückstellung betrifft die Nachhaltigkeitstantieme in Bezug auf das Aktienoptionsprogramm 2012. Wir verweisen diesbezüglich auf den entsprechenden Abschnitt im Konzernanhang.

b. Tantiemen und Provisionen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.

c. Urlaubsansprüche

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

d. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2017 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

e. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

f. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie die externen Jahresabschlusskosten.

15. Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Darlehensverpflichtungen 32 36
Summe 32 36
-
davon fällig innerhalb eines Jahres
4 4
-
davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren
28 32
-
davon fällig nach mehr als fünf Jahren
0 0

Die Finanzschulden unterliegen einer Verzinsung von 2,95 Prozent (im Vorjahr: 2,95 Prozent).

Die Entwicklung der Finanzschulden stellt sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt dar:

2017 2016
TEUR TEUR
Vortrag
zum 1.1.
36 40
Annuität 5 5
davon Tilgung 4 4
davon Zinsaufwand 1 1
Saldo per 31.12. 32 36

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

17. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten
Reisekosten Angestellte 4 3
Übrige Verbindlichkeiten 68 124
72 127
2017 2016
TEUR TEUR
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Umsatzsteuer 605 483
Lohn-
und Kirchensteuer
154 131
Abgrenzung Mietzahlung 42 8
Lohn und Gehalt 27 25
Kreditorische Debitoren 12 35
Passive Rechnungsabgrenzung 19 45
Soziale Sicherheit 3 4
862 731
Summe 934 858

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2017 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2017
TEUR
2016
TEUR
Mietverpflichtungen für Immobilien 2.631 2.081
Übrige Leasingverhältnisse 59 60
Sonstige 13 12
2.703 2.153
-
davon fällig innerhalb eines Jahres
-
davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren
-
davon fällig nach mehr als fünf Jahren
906
1.797
0
750
1.503
0

Es handelt sich im Wesentlichen um langfristige Mietverträge für Immobilien.

19. Finanzinstrumente

a. Aktiva

31.12.2017

Kategorie nach IAS 39 Loans and
receivables
Held for
trading
Available for
Sale
Held to ma
turity
Wertansatz Fortgeführte
Anschaf
fungskosten
Fair Value Anschaf
fungskosten
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögens
werte
Beteiligungen 0 0 1.102 0 1.102
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 3.029 3.029
Summe 0 0 1.102 3.029 4.131
Kurzfristige Vermögens
werte
Liquide Mittel 7.976 0 0 0 7.976
Wertpapiere, held-for-trading 0 1.154 0 0 1.154
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
4.234 0 0 0 4.234
Sonstige finanzielle Vermö
genswerte 58 0 0 0 58
Summe 12.268 1.154 0 0 13.422
Gesamtsumme 12.268 1.154 1.102 3.029 17.553

31.12.2016

Kategorie nach IAS 39 Loans and
receivables
Held for
trading
Available for
Sale
Held to ma
turity
Fortgeführte Fortgeführte Fortgeführte
Wertansatz Anschaf Fair Value Anschaf Anschaffungs Gesamt
fungskosten fungskosten kosten
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögens
werte
Beteiligungen 0 0 896 0 896
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 2.758 2.758
Summe 0 0 896 2.758 3.654
Kurzfristige Vermögens
werte
Liquide Mittel 8.596 0 0 0 8.596
Wertpapiere, held-for-trading 0 835 0 0 835
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen 3.439 0 0 0 3.439
Sonstige finanzelle Vermö
genswerte 161 0 0 0 161
Summe 12.196 835 0 0 13.031
Gesamtsumme 12.196 835 896 2.758 16.685

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere, held-to-maturity) beläuft sich auf 16 TEuro (im Vorjahr: 13 TEuro). Die Zinserträge aus diesen festverzinslichen Wertpapieren belaufen sich auf 49 TEuro (im Vorjahr: 48 TEuro).

b. Passiva

31.12.2017

Kategorie nach IAS 39 Financial Liabilities at
Amortized Cost
Wertansatz Fortgeführte Anschaf
fungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.539
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 177
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 72
Gesamtsumme 1.820

31.12.2016

Kategorie nach IAS 39 Financial Liabilities at
Amortized Cost
Wertansatz Fortgeführte Anschaf
fungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 677
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 273
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 127
Gesamtsumme 1.113

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7

in Anspruch
01.01.2017 Zuführung genommen Auflösung 31.12.2017
Wertberichtigung auf TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen 76 13 14 17 58
Summe 76 13 14 17 58
in Anspruch
01.01.2016 Zuführung genommen Auflösung 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen 65 32 9 12 76
Summe 65 32 9 12 76

d. Beizulegende Zeitwerte

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere, held-to-maturity 3.029 3.031 2.758 2.770

Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften und eingetragenen Genossenschaften, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Ausschüttungen von Beteiligungen in Höhe von 44 TEuro vereinnahmt (im Vorjahr: 8 TEuro).

Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert, da sie entweder kurzfristiger Natur sind oder einer marktüblichen Verzinsung unterliegen.

Passiva

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, sodass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen. Für die langfristigen Finanzschulden weicht der Buchwert aufgrund der geringen Höhe nicht wesentlich von dem beizulegenden Zeitwert ab.

Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:

  • Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
  • Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind;
  • Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.
31.12.2017
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere, held-for-trading 1.154 - -
Wertpapiere, held-to-maturity 1.029 - -
31.12.2016
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere, held-for-trading 835 - -
Wertpapiere, held-to-maturity 758 - -

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (held-for-trading) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.

Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (held-to-maturity) setzen sich aus Unternehmensanleihen (1.029 TEUR; im Vorjahr: 758 TEuro) und einem Schuldscheindarlehen (2.000 TEUR; im Vorjahr: 2.000 TEuro) zusammen. Für die erworbenen Unternehmensanleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen. Die in den Anleihen enthaltenen stillen Reserven betragen zum 31. Dezember 2017 2 TEuro (im Vorjahr: 12 TEuro). Die Anleihen sind fällig zwischen 2018 und 2019. Das Schuldscheindarlehen ist in 2020 fällig.

e. Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten

Nettoergebnisse Loans and
receivables
TEUR
Held for
trading
TEUR
Available
for Sale
TEUR
Held to
maturity
TEUR
Gesamt
TEUR
aus Dividenden 0 0 55 0 55
aus Zinsen 5 0 0 33 38
aus Wertberichtigungen 0 0 -95 0 -95
aus Bewertung zum beizulegen
dem Zeitwert 0 110 0 0 110
Ergebnis 2017 5 110 -40 33 108
aus Dividenden 0 0 13 0 13
aus Zinsen 5 0 0 35 40
aus Bewertung zum beizulegen
dem Zeitwert 0 -42 0 0 -42
aus Veräußerung/Ausbuchung 0 0 10 0 10
Ergebnis 2016 5 -42 23 35 21

20. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Die Basis des Risikomanagements der DocCheck-Gruppe ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Es liegen keine Risikokonzentrationen vor. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Aufgrund von Erfahrungen der Vergangenheit geht der Konzern davon aus, dass finanzielle Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, mit einem Ausfallsrisiko von deutlich unter einem Prozent des Buchwertes behaftet sind. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Darüber hinaus liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderung von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko. Die wesentlichen finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2017 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe ergeben.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.

Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns, die sich aus dem Verhältnis des buchmäßigen Eigenkapitals zur gesamten Bilanzsumme ergibt, beträgt zum 31. Dezember 2017 77 Prozent (im Vorjahr: 78 Prozent). Dieses Verhältnis zwischen 75 und 80 Prozent entspricht der Zielgröße der Eigenkapitalquote im Konzern.

Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

IV. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2016 um insgesamt 2.147 TEuro bzw. 8 Prozent auf 28.070 TEuro gestiegen.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2017 2016
TEUR TEUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleis
tungen 19.107 17.642
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 8.963 8.281
Gesamt 28.070 25.923

In den Umsatzerlösen von 28.070 TEuro sind gemäß IAS 11 in Verbindung mit IAS 18 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 898 TEuro (im Vorjahr: 1.094 TEuro) enthalten.

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 428 TEuro (im Vorjahr: 643 TEuro), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 470 TEuro (im Vorjahr: 451 TEuro).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 38 33
Auflösung von Rückstellungen 29 81
Auflösung von Wertberichtigungen 18 12
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 14 13
Kursdifferenzen 9 9
Versicherungsentschädigungen 6 8
Steuererstattungen für Vorjahre 4 81
Zuschreibungen Edelmetalle 0 123
Übrige 9 14
Summe 127 375

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 9.174 TEuro (im Vorjahr: 8.578 TEuro) und entfällt mit 6.371 TEuro (im Vorjahr: 6.081 TEuro) auf bezogene Waren und mit 2.803 TEuro (im Vorjahr: 2.497 TEuro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 10.750 TEuro angestiegen (im Vorjahr: 9.643 TEuro). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2017 259 (im Vorjahr: 222). Im Jahresdurchschnitt waren 247 (im Vorjahr: 224) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Im Personalaufwendungen sind Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (Arbeitgeberanteile) in Höhe von 1.542 TEuro (im Vorjahr: 1.358 TEuro) und Beiträge für Altersversorgung in Höhe von 16 TEuro (im Vorjahr: 16 TEuro) enthalten.

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
Verwaltungsaufwendungen 1.202 1.121
Raumkosten 928 812
Fremdarbeiten, Freelancer 381 300
Rechts-
u. Beratungskosten
262 162
Reisekosten 156 138
Wartung, Reparatur 153 166
Fortbildung 149 79
Messekosten 111 72
Personalbeschaffung 104 71
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 87 76
Fahrzeugkosten 79 72
Aufsichtsrat 56 63
Internetkosten 54 54
Spenden 39 9
Hauptversammlungskosten 36 50
Börsenpräsenz 31 32
Übrige 134 126
Summe 3.962 3.403

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

2017 2016
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszu
schlag 587 644
Gewerbesteuer 627 685
Ertragsteueraufwand 1.214 1.329
latente Steuern -28 41
Gesamtsumme 1.186 1.370

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt wie im Vorjahr ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,45 Prozent zugrunde. Dieser wird wie folgt ermittelt:

2017
In %
2016
In %
Körperschaftsteuer einschließlich Solidari
tätszuschlag (effektiv) 15,83 15,83
Gewerbesteuer 16,63 16,63
kombinierter Ertragsteuersatz 32,45 32,45

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

Aktive latente
Steuern 2017
TEUR
Passive latente
Steuern 2017
TEUR
Aktive latente
Steuern 2016
TEUR
Passive latente
Steuern 2016
TEUR
Vorräte 149 0 222 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
53 0 76 0
Fertigungsaufträge (aktivisch) 0 238 0 273
Wertpapiere, available for sale 0 88 0 50
erhaltene Anzahlungen 0 133 0 183
Fertigungsaufträge (passivisch) 32 0 30 0
Rückstellungen 7 0 8 0
Verlustvorträge 123 0 47 0
Summe 364 459 383 506
Saldierung -224 -224 -316 -316
Gesamt 140 235 67 190

Von den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 123 TEuro (im Vorjahr: 47 TEuro) werden 123 TEuro planmäßig innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre fällig. Alle anderen latenten Steuern sind grundsätzlich kurzfristiger Natur.

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2017 von 1.164 TEuro weicht um 22 TEuro von dem tatsächlichen Steueraufwand von 1.186 TEuro ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,45 Prozent (im Vorjahr: 32,45 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.164 1.310
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 29 26
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 11 8
Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen 0 27
Wiederaufleben von steuerlichen Verlustvorträgen -27 0
Steuersatzdifferenzen 9 -2
Sonstige Differenzen 0 1
Tatsächlicher Steueraufwand 1.186 1.370
Effektiver Steuersatz in % 33,1 33,2

8. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 24. Mai 2017 wurde am 29. Mai 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 40 Cent pro Aktie, insgesamt 1.995.926,40 Euro, ausgeschüttet.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG zur Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 4.989.816). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 2.411 TEuro (Vorjahr: 2.665 TEuro). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,48 Euro (Vorjahr: 0,53 Euro).

b. Verwässert

Der Verwässerungseffekt zum 31. Dezember 2017 resultiert aus der Ausgabe von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm an Vorstände der DocCheck AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen.

Dabei wurden die zum 31. Dezember 2017 ausgegebenen Aktienoptionen bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses nach Maßgabe der sogenannten Treasury-Stock-Methode berücksichtigt. Die Anzahl der so ermittelten Aktien erhöht die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum um 33.834 Aktien (im Vorjahr: 18.585 Aktien).

2017 2016
Den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnender
Anteil am Konzernjahresüberschuss 2.411.286,97 2.664.541,00
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Verwässerungseffekt durch ausgegebene Optionen 33.834 18.585
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(verwässert) 5.023.650 5.008.401
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33
unverwässert (in
Euro)
0,48 0,53
verwässert (in
Euro)
0,48 0,53

10. Gesamtergebnisrechnung

Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

V. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 7.976 TEuro und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 11.

VI. Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2017 und 2016 wie folgt dar:

Überleitung
Summe
DocCheck operativer Nicht zu Konsoli
antwerpes DocCheck Shop Segmente geordnet dierung TEUR
2017 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Konzern
Gesamtumsatz 14.533 4.820 8.967 4.645 4.645 -4.895 28.070
davon Außenumsatz 14.507 4.600 8.963 0 0 0 28.070
davon Umsatz mit anderen Segmenten 26 220 4 250 4.645 -4.895 0
EBIT 3.635 325 -209 3.751 -271 0 3.481
Gesamtvermögen 4.234 1.127 2.335 7.696 27.756 -8.487 26.965
Gesamtverbindlichkeiten 3.587 485 1.059 5.131 3.513 -2.308 6.336
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 2 0 28 30 647 0 677
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 0 0 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 0 197 0 197
Zinsaufwendungen 0 0 1 1 2 1 2
Ertragsteuern 10 -4 -73 -67 1.253 0 1.186
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 0 3 18 21 807 0 828
2016
Gesamtumsatz 13.399 4.503 8.288 26.190 4.130 -4.397 25.923
davon Außenumsatz 13.357 4.284 8.282 25.923 0 0 25.923
davon Umsatz mit anderen Segmenten 42 219 6 267 4.130 -4.397 0
EBIT 3.162 735 88 3.985 42 0 4.027
Gesamtvermögen 3.417 1.172 1.958 6.547 27.183 -7.956 25.774
Gesamtverbindlichkeiten 2.815 523 591 3.929 3.457 -1.778 5.608
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 2 12 29 43 428 0 471
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 123 0 123
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 0 63 -14 49
Zinsaufwendungen 0 0 14 14 0 -13 1
Ertragsteuern -4 0 53 49 1.321 0 1.370
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 15 15 648 0 663
2017 2016
TEUR TEUR
EBIT 3.481 4.027
Erträge aus Beteiligungen 44 8
Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen
Vermögenswerten 50 48
Zinsen und ähnliche Erträge 147 2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -134 -47
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.186 -1.370
Konzernjahresüberschuss 2.402 2.668

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Die Identifizierung der Segmente erfolgt auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger und besteht aus den Geschäftsbereichen antwerpes, Doc-Check, DocCheck Shop und den nicht operativen Segmenten.

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet, und umfasst neben der antwerpes ag auch die antwerpes münchen gmbh (seit Dezember 2017). Die im Vorjahr in diesem Segment enthaltene Breadcrumb GmbH wurde zum 30. November 2017 auf die antwerpes ag verschmolzen.

Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden. Es besteht aus der DocCheck Medical Services GmbH.

Das Segment DocCheck Shop, bestehend aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG und der DocCheck Guano AG ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2017 war die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG gemäß IFRS 8.13 nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die DocCheck Guano AG keine Umätze. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiterberechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, die für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten. Das Segment DocCheck Shop vertreibt materielle und immaterielle Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

  • Umsätze Inland: 23,6 Millionen Euro (im Vorjahr: 21,7 Millionen Euro)
  • Umsätze Ausland: 4,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 4,2 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

Die langfristigen Vermögenswerte teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

  • Vermögenswerte Inland: 10,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 10,0 Millionen Euro)
  • Vermögenswerte Ausland: 0,6 Millionen Euro (im Vorjahr: 0,6 Millionen Euro)

Bei der Darstellung der langfristigen Vermögenswerte nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Vermögenswerte nach dem Sitz der Beteiligung bzw. des wertpapieremittierenden Unternehmens.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VII. Ergänzende Angaben

1. Organe der DocCheck AG

Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes, Köln,
Vorsitzender des Vorstands, CEO
Arzt und Zahnarzt
antwerpes
ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Ge
schäftsführer)
DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand)
Breadcrumb GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch,
Vorstand Handelsgeschäft, CCO
Kaufmann
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil
im Schönbuch (Geschäftsführer)
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
DocCheck Guano AG, Köln
(Aufsichtsratsvorsitzender)
Aufsichtsrat
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Auf
sichtsratsvorsitzender, Rechts
anwalt
-
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düssel
dorf,
stellv. Aufsichtsratsvorsit
zende, Professorin an der Fach
hochschule Dortmund,
Comline AG, Dortmund
(stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)
Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Winfried Leimeister, Köln, Steuer
berater
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Sonstige
Thilo Kölzer, Frechen, Digital
antwerpes ag, Köln (stellv. Vorstandsvorsitzender)
DocCheck Guano AG (Mitglied des Aufsichtsrats)
Jens Knoop, Köln, IT antwerpes
ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Philip Stadtmann, Köln, Finance antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
DocCheck Guano AG, Köln (Mitglied des Vorstands)
Nicole Tappée, Köln, PR, Social
Media, Medical Advising
antwerpes
ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Dr. Johannes Kersten, Düsseldorf antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2017 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2017

Gesamt
bezüge
Davon
fix
Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2017 EUR
Dr. Frank Antwerpes,
CEO 237.103 177.103 60.000 60.000* 153.820
Helmut Rieger, CCO 129.810 99.708 30.609 8.000 19.608
Summe 366.913 276.811 90.609 68.000 173.428
Beizulegender
Zeitwert der
Nachhaltigkeits
prämie
Summe aus
Optionswert und
Nachhaltigkeits
prämie
Davon in
2017 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands EUR EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes,
CEO 158.017 311.837 72.489
Helmut Rieger, CCO 63.208 82.815 18.916
Summe 221.225 394.652 91.405

Vorstandsvergütung 2016

Gesamt
bezüge
Davon
fix
Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Beizulegender
Zeitwert der
gewährten
Optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2016 EUR
Dr. Frank Antwerpes,
CEO 243.330 183.330 60.000 40.000* 91.420
Helmut Rieger, CCO 113.550 98.883 14.667 8.000 19.608
Summe 356.880 282.213 74.667 48.000 111.028
Beizulegender
Zeitwert der
Nachhaltigkeits
prämie
Summe aus
Optionswert und
Nachhaltigkeits
prämie
Davon in
2016 als
Aufwand
erfasst
Name des Vorstands EUR EUR EUR
Dr. Frank Antwerpes,
CEO 158.017 249.437 51.105
Helmut Rieger, CCO 63.207 82.815 18.968
Summe 221.224 332.252 70.073

* Dr. Antwerpes wurde vom Aufsichtsrat eine Zusage über die Gewährung von insgesamt 60.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 erteilt. Diese Optionen wurden in drei jährlichen Tranchen zu jeweils 20.000 Aktienoptionen ab dem Geschäftsjahr 2015 ausgegeben.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2017 folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütung 2017

Gesamt
bezüge
Davon
fix
Davon
variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann, 13.200 6.000 7.200
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Aufsichtsratsvergütung 2016

Gesamt Davon Davon
bezüge fix variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, 15.000 6.000 9.000
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

4. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen werden grundätzlich zu gleichen Bedingungen abgewickelt wie mit unabhängigen Dritten.

Mit Herrn Dr. Joachim Pietzko besteht ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn

Dr. Pietzko 11 TEuro brutto (im Vorjahr: 3 TEuro).

5. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

  • Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis
  • Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 Euro oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 Euro geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG (oder eines an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
  • Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

1. Tranche

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen 2.000 Optionen verfallen sind.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 4,34 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe des Black-and-Scholes Modells ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 58,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4,4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,24 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 25 TEuro (im Vorjahr: 25 TEuro).

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 219 TEuro gebildet (im Vorjahr: 140 TEuro).

2. Tranche

Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden vier Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,62 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 13 TEuro (im Vorjahr: 4 TEuro).

Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

3. Tranche

Am 23. Januar 2017 wurden insgesamt 26.000 Optionen an drei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,1 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,41 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 3,12 Euro je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 3. Tranche beträgt 19 TEuro (im Vorjahr: 0 TEuro).

Die 3. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):

2017 2016
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 66.000 44.000
Neuzusagen 26.000 22.000
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
Erloschen 0 0
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 92.000 66.000
davon ausübbar zum Ende der Periode 0 0

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungskurs der zum Stichtag ausstehenden Aktienoptionen beträgt 5,71 Euro (im Vorjahr: 5,17 Euro).

Der Gesamtbuchwert der Schulden aus anteilsbasierten Vergütungen (Tantiemerückstellungen) beträgt zum Stichtag 219 TEuro (im Vojahr: 140 TEuro).

6. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2017 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

2017 2016
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 47 52
Summe 47 52

7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG, DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Januar 2018 hat die DocCheck AG ihr vollständigen Bestand an Silber zum Marktwert veräußert.

Hauptsächlich im Januar 2018 wurden die für die Verlagerung der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von Weil im Schönbuch nach Köln bzw. Hürth bei Köln notwendigen personellen Restrukturierungen vorgenommen. Die damit verbundenen erwarteten Kosten sind im Abschluss des Jahres 2017 berücksichtigt.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen, der Hauptversammlung am 30. Mai 2018 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 Euro. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 2.870.986,32 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 19. März 2018

DocCheck AG Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes gez. Helmut Rieger

DocCheck AG

Köln

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Wert
01.01.2017
Zugänge Abgänge Umbuchungen Wert
31.12.2017
Wert
01.01.2017
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2017
31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651 634 0 0 634 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 976 175 32 0 1.119 780 163 32 911 208 196
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 0 0 932 147 23 0 170 762 785
Einbauten in fremde Grundstücke 3.096 25 0 0 3.121 1.906 143 0 2.049 1.072 1.190
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.308 305 82 0 3.531 1.933 329 82 2.180 1.351 1.375
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 498 0 0 498 0 0 0 0 498 0
Gesamtsumme 8.963 1.003 114 0 9.852 5.400 658 114 5.944 3.908 3.563
Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Wert
01.01.2016
Zugänge Abgänge Umbuchungen Wert
31.12.2016
Wert
01.01.2016
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2016
31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651 634 0 0 634 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 915 61 0 0 976 674 106 0 780 196 241
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 0 0 932 124 23 0 147 785 808
Einbauten in fremde Grundstücke 2.892 249 45 0 3.096 1.812 139 45 1.906 1.190 1.080
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.871 335 29 131 3.308 1.654 308 29 1.933 1.375 1.217
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53 78 0 -131 0 0 0 0 0 0 53
Gesamtsumme 8.314 723 74 0 8.963 4.898 576 74 5.400 3.563 3.416

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DocCheck AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DocCheck AG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DocCheck AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
  • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse

oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Frankfurt am Main, den 19. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

gez. Lars Müller gez. ppa. Christian Mersch

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 19. März 2018

Der Vorstand der DocCheck AG

gez. Dr. Frank Antwerpes gez. Helmut Rieger

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 16. Februar, 21. März und 24. Mai sowie fernmündlich am 20. November 2017. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder, wie bei der fernmündlichen Sitzung, per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2017 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

  • zum Jahresabschluss 2016 und 2017
  • zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanz- und Unternehmensnachrichten
  • zur Lage der Gesellschaft
  • zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
  • zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
  • zum Stock Options-Programm
  • zum Investitionsvolumen sowie zum Umzug des DocCheck Shops
  • zur Gründung der antwerpes münchen gmbh, München

Beratungen

  • zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im Februar
  • zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
  • zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2017
  • zum Stock Options-Programm
  • zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
  • zur vorgezogenen Vertragsverlängerung von Helmut Rieger
  • zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
  • zur Wiederwahl des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom

  1. März 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2017 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 22. März 2018 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 22. März 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Stock Options-Programm

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat am 23. Januar 2017 an drei Berechtigte Stock Options Verträge mit insgesamt 26.000 Optionen ausgegeben. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. Der Basispreis für eine Aktie wurde entsprechend des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25. Mai 2012 auf 7,46 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 7,10 Euro fixiert.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 24. Mai 2017 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2017 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 24. Mai 2017 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2018 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im April 2018

Dr. Pietzko Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2017 in Höhe von 4.866.912,72 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie. Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 2.870.986,32 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2017 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 19. März 2018

gez. Dr. Frank Antwerpes gez. Helmut Rieger

Impressum

Redaktion

DocCheck AG, Köln

Corporate Communications

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fon: + 49 (0) 2 21. 9 20 53 – 139

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