Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

DocCheck AG Annual Report 2016

Apr 20, 2017

4574_rns_2017-04-20_e4ada175-662a-48c9-ab82-b8a452f2b861.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

DocCheck AG

Köln

Jahresfinanzbericht 2016

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Jahresfinanzbericht 2016

KENNZAHLEN 2016

scroll

DocCheck Konzern 2016

in EUR
2015

in EUR
Veränderung

in EUR
Veränderung

in Prozent
Umsatzerlöse 25.923.401,53 26.803.655,11 -880.253,58 -3,28
davon antwerpes 13.398.821,40 13.979.745,68 -580.924,28 -4,16
davon DocCheck 4.503.139,53 3.969.117,31 534.022,22 13,45
davon DocCheck Shop 8.287.928,49 9.154.854,25 -866.925,76 -9,47
Gesamtleistung 25.853.341,69 26.543.540,30 -690.198,61 -2,60
EBIT 4.027.041,21 4.033.819,51 -6.778,30 -0,17
EBITDA 4.604.050,16 4.802.839,87 -198.789,71 -4,14
Konzerngewinn 2.664.541,00 2.880.799,71 -216.258,71 -7,51
Ergebnis pro Aktie 0,53 0,58 -0,05 -8,62
Bestand liquide Mittel 8.595.563,20 8.585.375,14 10.188,06 0,12
Anzahl Mitarbeiter 222 213 9,00 4,23

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der DocCheck AG, Köln

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1. Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln sowie ihren Tochtergesellschaften:

antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch.

Die antwerpes ag hat ihrerseits eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit Sitz in Köln. Die weiteren Ausführungen betreffend die antwerpes ag gelten gleichfalls für die Breadcrumb GmbH, soweit nicht anders erläutert. Die Breadcrumb GmbH gehört zum Konzernsegment "antwerpes".

Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Sitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes.

Die DocCheck Guano AG hält eine Beteiligung in Höhe von 25,5 Prozent an der PatientZero Games GmbH, Hamburg.

2. Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert.

Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

die DocCheck Medical Services GmbH,
die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media (Direktmarketing)

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2016 erreichte DocCheck für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) 21,4 Millionen Page Impressions (im Vorjahr: 20,4 Millionen) und 9,6 Millionen Besuche (im Vorjahr: 9,1 Millionen). Damit konnte DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per Email. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland - mit mehr als 209.000 Teilnehmern, davon allein ca. 77.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck Studien für Dritte durch, z.B. für die pharmazeutische Industrie. DocCheck nutzt den Zugang zu den Fachgruppen darüber hinaus, um eigene Studien durchzuführen. Durch die Fokussierung auf Online-Befragungen kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck bMail (Direktmarketing)

DocCheck bMail erreicht über 182.900 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben dem kostenlosen DocCheck Login werden hier die jährlich wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen Varianten des DocCheck Logins vereinnahmt.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content entwickelt das DocCheck multeBook sowie Apps für die Anwendung auf dem Smartphone. Beide Produkte werden insbesondere über die Appstores von Apple und Google vertrieben. Beim multeBook handelt es sich um multimedial aufbereitete und mit dynamischen Inhalten angereicherte Fachbücher, die auf handelsübliche Tablets heruntergeladen werden können.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten angeboten. Die Produkte werden derzeit über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizin- und Praxisbedarf in Deutschland etabliert. DocCheck Shop übernimmt auch den Vertrieb digitaler Produkte, wie z.B. eBooks, sodass nahezu das gesamte Endkundengeschäft der Gruppe in den Händen des DocCheck Shop gebündelt ist. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z.B. die Kommunikations-, Innovations- und Kreativkraft der antwerpes ag, der Zielgruppenzugang bei Healthcare Professionals über die DocCheck Medical Services GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-How der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH selbst. Die Vernetzung des DocCheck Shop mit den Kölner Geschäftsbereichen wird daher weiter vorangetrieben werden, insbesondere durch eine Integration von Mitarbeitern der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH am Standort Köln.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt über gedruckte Kataloge und Broschüren, die als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Auf Wunsch kann der Kunde auf Basis des Katalogs über das eigene Call-Center bestellen.

Weitere Vertriebskanäle

DocCheck Shop bedient einige Bestandskunden über einen kleinen Außendienst bzw. freie Handelsvertreter. Im Einzelfall führt DocCheck Shop auf Anfrage auch Großhandelstransaktionen aus.

2.1.3 DocCheck Guano AG

Die DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an fünf Start-ups.

Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier, vom nominell investierbaren Kapital her betrachtet, eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als nur Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit drei Units:

Campaigning

Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digitale Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und ExtranetAnwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps und Lösungen im Bereich Physical Computing und Virtual/Augmented Reality. Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM) runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab.

Operativ ist der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM, während die zweite Unit sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen befasst.

Public Relations und Social Media

Der Bereich Public Relations und Social Media bietet klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Social-Media-Dienstleistungen, z.B. die Erstellung und Betreuung von Facebook- oder Youtube-Kanälen, runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

3. Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft und Online-Shop (DocCheck Shop) die in Excel und einem Business Intelligence System aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der Doc-Check Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor.

Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.

Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch auf Grund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im Bedarfsfall weiter.

4. Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der Doc-Check-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die Doc-Check-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Markt und Wettbewerb

1.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2014 bei 11,2 Prozent (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil bleibt relativ konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2013 noch einmal um 13,3 Mrd. Euro zugelegt. Die Prokopf-Ausgaben betrugen damit 2014 4.050 EUR, im Vergleich zu 3.902 EUR in 2013.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

1.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2017 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer Anzahl von Arzneimittel-Neueinführungen auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Ver-schreiber geht weiter zurück.

Für das Jahr 2017 wird nach einer Prognose von Magna Global ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,5 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit nahezu konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

1.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Gemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes zu den 25 größten Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

Verlage
Marktforschungsunternehmen
Direktmarketingdienstleister
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2016 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen Verteiler von mehr als 182.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck hauptsächlich mit den Anbietern anderer medizinischer Apps bzw. klassischen Verlagen im Bereich des multeBooks.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2016 verlief in ruhigen Bahnen auf erneut hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um lediglich 3 Prozent von 26,8 Millionen Euro auf nun 25,9 Millionen Euro zurückgegangen. Das EBIT bleibt konstant bei 4,0 Millionen Euro.

Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2016 besser entwickelt als erwartet.

3. Ertragslage

3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe sank im Jahr 2016 um 3 Prozent von 26,8 auf 25,9 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 2 Prozent von 17,3 Millionen Euro auf 17,7 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen durch Zuschreibungen auf Anlagevermögen (Edelmetalle) und Steuererstattungen von 287 TEUR auf 375 TEUR. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von 13,3 Millionen Euro auf 13,6 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände lagen konstant bei 3,4 Millionen Euro. Die Abschreibungen fielen von 0,8 auf 0,6 Millionen Euro, da erheblich weniger außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen anfielen (Edelmetalle). Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2016 wie im Vorjahr nicht an. Der Personalaufwand stieg um 6 Prozent von 9,1 Millionen Euro auf 9,6 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 4,0 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (4,0 Millionen Euro). Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken wegen sinkender Zinseinnahmen aus liquiden Mitteln und geringeren Zuschreibungen auf das Aktienportfolio von 144 TEUR auf 2 TEUR. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen ist analog zum Finanzergebnis leicht rückläufig von 4,2 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro gesunken. Der Konzerngewinn sinkt leicht von 2,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 53 Cent (im Vorjahr: 58 Cent).

3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete einen leicht rückläufigen Umsatz von 13,4 Millionen Euro von 14,0 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit nicht ganz gehalten werden. Der Rohertrag entwickelte sich analog zum Umsatz und ging leicht von 11,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 11,3 Millionen Euro zurück. Die Umsatzveränderung entspricht dabei der Veränderung des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator wies eine Veränderung von minus drei Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 83 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (84 Prozent). Im Jahr 2016 war die Auslastung im Wesentlichen stabil, mit den Monaten März und Oktober mit den schwächsten Auslastungen von knapp unter 80 Prozent. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2016 um 10 Prozent von 4,4 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt . Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 10 Prozent von 3,0 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und machte in 2016 rund 60 Prozent der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus höherem Marketingaufwand. Der Einsatz freier Mitarbeiter, der im Vorjahr ein Kostentreiber war, konnte um rund 20 Prozent reduziert werden. Mit insgesamt 8,2 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2016 um 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 (7,4 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 3,2 Millionen Euro gegenüber 4,3 Millionen Euro im Jahr 2015.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent von 4,0 Millionen Euro in 2015 auf 4,5 Millionen Euro in 2016. Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen. Lediglich der Bereich Paid Content weist erneut einen Umsatzrückgang auf, da Teile des Geschäftes an die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH abgegeben wurden.

Der Rohertrag steigt parallel zum Umsatz um 21 Prozent von 3,2 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2016 um 22 Prozent von 1,5 auf 1,8 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den operativen Bereichen, aber auch in den Servicebereichen und im Vertrieb. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen in deutlich geringerem Umfange als der Rohertrag, und zwar um 7 Prozent von 1,2 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro. Maßgeblich für den Anstieg ist insbesondere eine um 16 Prozent höhere Konzernumlage als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2016 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,7 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,5 Millionen Euro).

Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 3,5 Millionen Euro in 2015 auf 3,9 Millionen Euro in 2016. Auch hier zeigt sich das Wachstum in allen Bereichen, mit Ausnahme des Bereichs Paid Content.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 61 Prozent in 2016 wieder leicht unter dem Niveau von 63 Prozent in 2015. Das erste Halbjahr war dabei mit einer Auslastung von 49 Prozent deutlich schwächer als das zweite Halbjahr mit einer Auslastung von 75 Prozent.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von nunmehr 90,0 Prozent (Vorjahr: 57,5 Prozent). Der Umsatz im Segment DocCheck Shop sank deutlich von im Vorjahr 9,2 Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro in 2016. Wesentlicher Grund für den Rückgang ist ein Einmaleffekt aus einem niedrigstmargigen Großhandelsgeschäft in 2015, das in diesem Umfang in 2016 nicht wiedergekehrt ist. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2016 von 4,1 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro (+24 Prozent). Der Rohertrag war um 3 Prozent rückläufig und sank leicht von 2,5 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Die DocCheck AG stellte in 2016 keinen Marketingkostenzuschuss bereit. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) sanken in 2016 um 15 Prozent von 2,7 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro. Ursache ist der Entfall der im Jahr 2015 einmalig entstandenen Kosten für die Schließung des Standortes Eilenburg. Zu verzeichnen sind jedoch erneut höhere Marketingkosten. DocCheck Shop erzielte in 2016 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 88 TEUR (im Vorjahr: -262 TEUR).

DocCheck Guano AG

Guano erzielte in 2016 keine Umsätze. In 2015 wurden 11 TEUR umgesetzt. Die sonstigen betrieblichen Aufwände in Höhe von 64 TEUR (im Vorjahr 227 TEUR) fielen an für den Geschäftsbetrieb.

Kosten für eigenes Personal fielen keine an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2016 -87 TEUR (im Vorjahr: -230 TEUR).

3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Die antwerpes ag hat mit 13,4 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 12,2 Millionen Euro in 2016 übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da es gelungen ist, bei Bestands- und Neukunden entsprechende Aufträge zu akquirieren. Höherer Aufwand für Wettbewerbspräsentationen und Akquise hat die Effizienz etwas gedrückt, so dass mit 3,1 Millionen Euro ein EBIT 1,2 Millionen Euro unter Vorjahr, jedoch 700 TEUR über der Prognose erzielt wurde. Diese Entwicklung war aufgrund der geringen Auftragsvorschau nicht vorhersehbar.

DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 4,3 Millionen Euro in 2016 um 200 TEUR leicht übertroffen. Auch das EBIT liegt 200 TEUR über den erwarteten 0,5 Millionen Euro.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 7,6 Millionen Euro mit 8,3 Millionen Euro deutlich übertroffen. Der Online-Umsatz hat seinen Teil planmäßig beigetragen. Die Großhandelsaktivitäten, die für 2016 nicht mehr erwartet wurden, setzten sich jedoch noch kurzzeitig fort, so dass der Rückgang der Umsätze geringer ausfiel als prognostiziert. Das EBIT bleibt dabei jedoch hinter den Erwartungen zurück. Statt der prognostizierten 200 TEUR konnten lediglich 88 TEUR realisiert werden. Auch hier machen sich höhere Marketingaufwände bemerkbar.

DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert und auch das planmäßige Ergebnis von -100 TEUR erreicht.

Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 24,0 Millionen Euro für 2016 mit einem tatsächlichen Umsatz von 25,9 Millionen Euro übertroffen werden. Die zusätzlichen Umsätze wirken sich auch auf das Ergebnis aus, denn das EBIT liegt mit 4,0 Millionen Euro deutlich über der prognostizierten und erwarteten Größenordnung von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro.

4. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag unverändert bei 8,6 Millionen Euro.

Der DocCheck Konzern besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposition "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2016 betrug 3,1 Millionen Euro (Vorjahr ca. 2,8 Millionen Euro).

DocCheck verfügt über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (im Vorjahr: 0,3 Millionen Euro).

DocCheck besitzt 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2016 ca. 1,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,3 Millionen Euro).

Die DocCheck AG hält zum Stichtag zwei Anleihen. Eine Anleihe hat ein Moody's-Rating für Anleihen von Baa1 (Investment Grade). Die zweite Anleihe (Asklepios Kliniken) hat kein Rating. Die dritte Anleihe, die zum vorherigen Stichtag noch im Portfolio befindlich war, wurde zum Fälligkeitstermin zum Nominalwert vom Emittenten zurückgezahlt. Insgesamt sind zu Nennwerten 0,75 Millionen Euro investiert, davon 0,25 Millionen Euro in Anleihen ohne Rating. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2017 bis 2018.

Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen EUR (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), zu Fair Value bewertete Aktien mit einem Verkehrswert von 835 TEUR (im Vorjahr: 956 EUR) und Immobilienbesitz im Buchwert von 783 TEUR (im Vorjahr: 805 TEUR).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck Guano AG und Breadcrumb GmbH durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit 2,7 Mio. EUR ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 3,6 Millionen EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Millionen EUR auf -0,8 Millionen EUR zurückgegangen. Investitionen wurden in 2016 hauptsächlich für die Fertigstellung des 6. Bauabschnittes am Standort Köln getätigt. Die DocCheck AG hat ihren Anteil an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von 57,5 Prozent auf 90 Prozent erhöht. Die DocCheck Guano AG hat einen sechsstelligen Betrag in Kapitalerhöhungen ihrer Beteiligungsunternehmen investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist, hat sich gegen über dem Vorjahr von -1,7 Millionen EUR um 0,2 Millionen EUR auf -1,9 Millionen EUR verringert.

Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes also nicht beansprucht.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns sank im Vergleich zu 2015 leicht von 26,2 Millionen Euro auf 25,8 Millionen Euro.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 74 TEUR (im Vorjahr: 106 TEUR) - von 1,3 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro leicht rückläufig. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich nach Teilgewinnrealisation von 0,5 Millionen Euro leicht auf 0,4 Millionen Euro reduziert. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist im Jahr 2016 nach Wertberichtigungen leicht um 10 TEUR auf 731 TEUR gesunken (im Vorjahr: 741 TEUR).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 3,7 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro gesunken und korreliert mit der Umsatzsituation.

Auf der Passivseite sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch einmal deutlich von 6,3 Millionen Euro auf jetzt 5,2 Millionen Euro. Der Rückgang geht hauptsächlich auf die Abnahme des Bestandes an erhaltenen Anzahlungen um 480 TEUR zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 19,6 Millionen Euro auf 20,2 Millionen Euro zum Jahresende 2016.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 78 Prozent (im Vorjahr: 75 Prozent). Der Konzern ist damit, abgesehen von den erhaltenen Anzahlungen, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2016 nicht erfolgt und kommen für 2017 primär im Geschäftsbereich Venture Capital in Betracht.

C. NACHTRAGSBERICHT

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognose für das Geschäftsjahr 2017

Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360 Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant wegen der weiterhin guten Konjunktur und einer guten Personalausstattung bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2017 einen leicht steigenden Umsatz von 14,0 Millionen Euro und einen nahezu stabilen EBIT in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.

Für Breadcrumb werden keine relevanten Kosten und Umsätze erwartet.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2017 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz von ca. 5,2 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2017 liegt bei 0,5 Millionen Euro, also leicht unter dem Niveau von 2016.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2017 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2017 weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich wegen der ausbleibenden Großhandelstransaktionen weiter rückläufig entwickeln. Dies ist in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2017 mit 9,0 Millionen Euro Umsatz wieder etwas zulegen, bei einem leicht positiven EBIT von 180 TEUR. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Kostenbelastungen aus Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten. Wesentliche Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes um erneut etwa ein Viertel. Für DocCheck Guano ist für 2017 nur marginaler Umsatz geplant. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -0,2 Millionen Euro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Marketing- und Personalkosten. Etwaige Abschreibungen auf bestehende Beteiligungen sind in dieser Planung nicht vorgesehen, können aber eintreten.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2017 mit einem leicht steigenden Umsatz von 28,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 3,0 bis 3,5 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 78 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2017 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen.

2. Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.

Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

Markt | Kunden
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasi-staatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Die antwerpes ag realisiert ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und der späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt. Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.

Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2016 für die DocCheck Gruppe weniger spürbar. Das zum 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert. Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2016 nicht zu beobachten.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2017 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten das Zinsergebnis belasten.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters, z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen führen, da die Loyalität des Kunden unter Umständen eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind für DocCheck Shop zwei Außendienstmitarbeiter tätig, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere als freier Handelsvertreter.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen.

Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.

Die Digitalisierung führt zu einer höheren Selbstbestimmung der Patienten. Die pharmazeutische Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten, bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2016 stabil gehalten werden, bzw. skalierten mit dem Wachstum mit.

Risiken

Für das Geschäftsjahr 2017 könnte eine steigende Inflation bzw. auch eine stark steigende Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen wird und in Dollar abgerechnet wird.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.

2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG, DocCheck Medical Services GmbH und antwerpes ag.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei Mitarbeitern den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist auf Grund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.

Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2017 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag Forderungen im niedrigen sechsstelligen Bereich in ausländischer Währung, so dass am Bilanzstichtag nur ein geringes Wechselkursrisiko besteht.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist in zwei Anleihen investiert. Diese haben ein Moody's-Rating von Baal (Investment Grade) bzw. kein Rating.

Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

E. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.

Für das Beteiligungscontrolling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

1.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Ende 2016 beschäftigt die DocCheck AG 32 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 29). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

Geschäftsführung
Rechnungswesen
Controlling
Facility-Management
Human Resources
Organisationsentwicklung
Corporate Communications
Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.

1.2 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 12. Mai 2016 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 13. Mai 2016 und betrug 1.995.926,40 Euro für 4.989.816 Aktien.

1.3 Stock Options

Die DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 68.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in derzeit zwei Tranchen ausgegeben. Davon sind im Vorjahr bereits 2.000 Optionen verfallen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019 möglich.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsleitung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs 6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 26. August 2020 möglich.

2. Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen:

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2016
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 40.000
Helmut Rieger, CCO 113.550 98.883 14.667 8.000
Summe 356.880 282.213 74.667 48.000

Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2015
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 20.000
Helmut Rieger, CCO 113.290 98.623 14.667 8.000
Summe 356.620 281.953 74.667 28.000

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 357 TEUR (im Vorjahr: 357 TEUR). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind (1. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 EUR je Option.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben (2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 EUR fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,18 EUR je Option.

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten der ersten Tranche nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen:

scroll

Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister Summe 15.000 6.000 9.000
60.000 24.000 36.000

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen:

scroll

Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von insgesamt 60 TEUR (im Vorjahr: 60 TEUR) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat.

3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2016 von Dr. Frank Antwerpes, Deutschland, und Ben Antwerpes, Deutschland, direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes, Deutschland, 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes, Deutschland, zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2016 waren insgesamt 68.000 Aktienoptionen aus zwei Tranche zugeteilt, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.

Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder außerhalb der Börse mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots zur Verwendung zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben.

Zum 31. Dezember 2016 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, 10. März 2017

DocCheck AG

Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

scroll

Anhang 31.12.16

EUR
31.12.15

EUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert III. 1. 17.237,69 17.237,69
Sonstige immaterielle Vermögenswerte III. 2. 195.566,00 240.664,00
Sachanlagen III. 3. 3.349.426,07 3.157.633,34
Beteiligungen III. 4. 896.285,62 776.491,95
Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle III. 5. 3.341.295,00 3.217.989,42
Wertpapiere, held-to-maturity III. 18. 2.758.043,15 3.021.254,84
Latente Steuern IV. 7. 66.700,48 119.358,90
10.624.554,01 10.550.630,14
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte III. 6. 1.150.322,02 1.262.628,85
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III. 7. 3.439.312,95 3.744.265,27
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden III. 8. 840.350,62 945.688,83
Sonstige finanzielle Vermögenswerte III. 9. 289.761,64 181.114,57
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 146,33
Wertpapiere, held-for-trading III. 10. 834.673,02 956.327,22
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente III. 11. 8.595.563,20 8.585.375,14
15.149.983,45 15.675.546,21
25.774.537,46 26.226.176,35
Passiva
Anhang 31.12.16

EUR
31.12.15

EUR
Eigenkapital III. 13.
Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 4.989.816,00
Kapitalrücklage 12.910.104,28 12.910.104,28
Gesetzliche Rücklage 39.252,84 39.252,84
Übrige Gewinnrücklagen 5.290.317,42 4.632.991,68
Kapitalausgleichsposten -3.245.569,91 -3.245.569,91
Sonstige Rücklagen 45.756,00 18.626,00
Aktionärseigenkapital 20.029.676,63 19.345.220,89
Nicht beherrschende Anteile 136.727,65 312.160,72
20.166.404,28 19.657.381,61
Langfristige Schulden
Rückstellungen III. 14. 139.664,00 60.043,00
Finanzverbindlichkeiten III. 15. 35.786,50 39.933,10
Latente Steuern IV. 7. 189.798,96 201.153,62
365.249,46 301.129,72
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden III. 12. 1.237.780,00 1.183.786,00
Sonstige Rückstellungen III. 14. 1.138.225,22 1.270.166,61
Erhaltene Anzahlungen 969.087,77 1.451.994,50
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden III. 8. 90.684,50 45.840,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen III. 16. 676.802,41 1.067.640,22
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht III. 19. 272.639,63 516.402,76
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III. 17. 857.664,19 731.834,88
5.242.883,72 6.267.665,02
25.774.537,46 26.226.176,35

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

Anhang 2016

EUR
2015

EUR
1. Umsatzerlöse IV. 1. 25.923.401,53 26.803.655,11
2. Sonstige betriebliche Erträge IV. 2. 375.102,81 287.432,32
3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -70.059,84 -260.114,81
4. Materialaufwand IV. 3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.081.125,75 7.013.089,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.497.175,73 2.521.817,81
8.578.301,48 9.534.907,65
5. Personalaufwand IV. 4.
a) Löhne und Gehälter 8.116.265,61 7.698.391,73
b) soziale Abgaben 1.526.365,81 1.406.216,82
9.642.631,42 9.104.608,55
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie Edelmetalle IV. 5. 577.008,95 769.020,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen IV. 6. 3.403.461,44 3.388.616,55
8. Betriebsergebnis (EBIT) 4.027.041,21 4.033.819,51
nachrichtlich: EBITDA 4.604.050,16 4.802.839,87
9. Erträge aus Beteiligungen 8.400,79 13.466,39
10. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 47.888,78 58.561,80
11. Zinsen und ähnliche Erträge 1.681,08 143.391,37
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.474,53 58.281,99
13. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.037.537,33 4.190.957,08
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag IV.7. 1.370.007,12 1.391.250,45
15. Konzernjahresüberschuss 2.667.530,21 2.799.706,63
16. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 2.664.541,00 2.880.799,71
17. Anteil nicht beherrschende Anteile 2.989,21 -81.093,08
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) IV. 9. 0,53 0,58
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) IV. 9. 0,53 0,58
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 5.008.401 4.999.629

Konzerngesamtergebnisrechnung

scroll

2016

EUR
2015

EUR
I. Konzernjahresüberschuss 2.667.530,21 2.799.706,63
II. Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00
III. Gesamtergebnis 2.667.530,21 2.799.706,63
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 2.664.541,00 2.880.799,71
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (non-controlling interests) 2.989,21 -81.093,08

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2016

scroll

Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gesetzliche Rücklage

EUR
Übrige Gewinnrücklagen

EUR
Kapitalausgleichsposten

EUR
Sonstige Rücklagen

EUR
Saldo zum 31.12.2015 4.989.816 12.910.104 39.253 4.632.992 -3.245.570 18.626
Gesamtergebnis 0 0 0 2.664.541 0 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 -1.995.926 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 0 0 0 0 27.130
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0 0 0 -11.290 0 0
Saldo zum 31.12.2016 4.989.816 12.910.104 39.253 5.290.317 -3.245.570 45.756

scroll

Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gesetzliche Rücklage

EUR
Übrige Gewinnrücklagen

EUR
Kapitalausgleichsposten

EUR
Sonstige Rücklagen

EUR
Saldo zum 31.12.2014 4.989.816 12.910.104 39.253 3.498.628 -3.245.570 0
Gesamtergebnis 0 0 0 2.880.800 0 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 -1.746.436 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 0 0 0 0 18.626
Saldo zum 31.12.2015 4.989.816 12.910.104 39.253 4.632.992 -3.245.570 18.626

scroll

Aktionärseigenkapital

EUR
Nicht beherrschende Anteile

EUR
Konzerneigenkapital

EUR
Saldo zum 31.12.2015 19.345.221 312.161 19.657.382
Gesamtergebnis 2.664.541 2.989 2.667.530
Dividendenausschüttung -1.995.926 0 -1.995.926
Anteilsbasierte Vergütungen 27.130 0 27.130
Veränderung Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -11.290 -178.422 -189.712
Saldo zum 31.12.2016 20.029.676 136.728 20.166.404

scroll

Aktionärseigenkapital

EUR
Nicht beherrschende Anteile

EUR
Konzerneigenkapital

EUR
Saldo zum 31.12.2014 18.192.231 393.254 18.585.485
Gesamtergebnis 2.880.800 -81.093 2.799.707
Dividendenausschüttung -1.746.436 0 -1.746.436
Anteilsbasierte Vergütungen 18.626 0 18.626
Saldo zum 31.12.2015 19.345.221 312.161 19.657.382

Konzernkapitalflussrechnung

scroll

01.01.2016- 31.12.2016

EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 4.027.041,21
Gezahlte Ertragsteuern -1.265.613,52
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 577.008,95
Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte -123.305,58
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -16.672,89
Veränderung der Rückstellungen -52.320,39
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens 75.257,80
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen 453.686,26
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -946.833,91
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.728.247,93
Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -48,00
Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 0,00
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 96,00
Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 250.000,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -662.464,74
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -61.286,94
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0,00
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungen und verbundene Unternehmen -369.793,67
Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen 8.400,79
Zinseinnahmen 57.977,72
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -777.118,84
Auszahlungen an Aktionäre -1.995.926,40
Einzahlungen von Minderheitsgesellschaftern 60.288,86
Zinsausgaben -1.156,89
Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0,00
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.146,60
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.940.941,03
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 10.188,06
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.585.375,14
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 8.595.563,20

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter V.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

der DocCheck AG, Köln

I. Grundlagen der Berichterstattung

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen.

2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag und die Breadcrumb GmbH) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH) repräsentieren.

3. Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2016 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der DocCheck AG handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Entry Standard gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 21. März 2017 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue und geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 waren folgende Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2010 bis 2012

Am 12. Dezember 2013 wurden die jährlichen Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2010 bis 2012 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 17. Dezember 2014.

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung

Die Definition von Ausübungsbedingung und Marktbedingung werden erläutert, in dem Leistungsbedingung und Dienstbedingung definiert werden. Beide Bedingungen waren vorher in der Definition der Ausübungsbedingung zusammengefasst und wurden nicht separat definiert. Die Änderung von IFRS 2 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Die Änderung erläutert, dass bedingte Gegenleistungen entweder als Schuld oder als Eigenkapitalinstrument auf Basis der Vorgaben des IAS 32 Finanzinstrumente: Ausweis zu klassifizieren sind. Bedingte Gegenleistungen, die nicht als Eigenkapital klassifiziert werden, werden zu jedem Bilanzstichtag neu zum beizulegenden Zeitwert bemessen. Die Änderungen im beizulegenden Zeitwert werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Änderung von IFRS 3 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IFRS 8 Geschäftssegmente

Sofern operative Segmente zum Zweck der Berichterstattung zusammengefasst werden, werden zusätzliche Offenlegungspflichten notwendig. Die Ausführungen sollen die Ermessensentscheidungen, die das Management bei der Anwendung der Zusammenfassungskriterien des IFRS 8 Geschäftssegmente zur Erfassung ähnlicher ökonomischer Eigenschaften der Segmente getroffen hat, verdeutlichen. Eine weitere Änderung bezieht sich darauf, dass eine Überleitung der Vermögenswerte der gesamten zu berichtenden Segmente nur notwendig ist,wenn die Vermögenswerte des Segments regelmäßig intern berichtet werden. Die Änderungen von IFRS 8 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IFRS 13 Bewertung des beizulegenden Zeitwerts

Durch die Änderung wird klargestellt, dass kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zins weiterhin ohne Abzinsung zum Rechnungsbetrag bemessen werden können, wenn der Abzinsungseffekt unwesentlich ist. Eine vorherige Änderung hatte die Vorstellung erweckt, dass eine bestehende praktische Vereinfachung, die die Forderung der Diskontierung eliminiert, gestrichen worden wäre. Die Änderung von IFRS 13 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 16 Sachanlagen

Die Berechnung der kumulierten Abschreibung bei der Neubewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten wird adressiert. Der Nettobuchwert eines Vermögensgegenstandes wird um den neubewerteten Betrag angepasst und entweder:

a) werden die gesamten und kumulierten Abschreibungsbeträge angepasst; oder

b) die kumulierte Abschreibung wird mit dem Bruttobuchwert verrechnet.

Die Änderung von IAS 16 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Änderung stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung für das berichtende Unternehmen (oder die Mutter des berichtenden Unternehmens) erbringt, als ein nahestehendes Unternehmen des berichtenden Unternehmens gilt. Eine Analyse der gesamten Beträge, die den Kategorien des IAS 24.17 zuzurechnen sind, muss nicht vorgenommen werden. Die Änderung von IAS 24 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IAS 19: Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen

Am 21. November 2013 wurden die Änderungen an IAS 19 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 17. Dezember 2014.

Die Änderungen an IAS 19 betreffen einen engen Anwendungsbereich, der sich auf die Bilanzierung der Beiträge von Arbeitnehmern und Dritten im Rahmen leistungsorientierter Pensionspläne bezieht (IAS 19.92 f.). Konkret wurden mit dieser Änderung an IAS 19 dahingehende Klarstellungen herbeigeführt, in welchem Zeitpunkt bzw. für welchen Zeitraum die Minderung eines zu erfassenden Dienstzeitaufwands (service costs) bzw. der zu bilanzierenden Pensionsverpflichtung eintritt. Die Änderung von IAS 19 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IAS 16 und IAS 41: Fruchttragende Pflanzen

Am 30. Juni 2014 wurden die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 23. November 2015.

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 betreffen die Bilanzierung von Pflanzen, die nur zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen verwendet werden. Im Rahmen der Änderung wurden solche fruchttragenden Pflanzen in den Anwendungsbereich von IAS 16 aufgenommen bzw. aus dem Anwendungsbereich von IAS 41 ausgeschlossen. Somit gelten für sie die Folgebewertungsvorschriften, wie sie auch auf das Sachanlagevermögen anzuwenden sind. Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert scheidet für dieses Vermögenswerte somit künftig aus. Die Änderung von IAS 16 und IAS 41 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IFRS 11: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Am 6. Mai 2014 wurden die Änderungen an IFRS 11 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 24. November 2015.

Die Änderungen an IFRS 11 betreffen die Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Erwerber muss diese Anteile nach den Prinzipien von IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) und anderer IFRS bilanzieren, sofern diese Prinzipien nicht im Widerspruch zu den Regelungen des IFRS 11 stehen. Folgendes ist bei der Bilanzierung von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen, zu beachten:

a. Identifizierbare Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten.

b. Die erwerbsbezogenen Kosten sind grundsätzlich als Aufwand zu erfassen. Eine Ausnahme stellen die Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Eigenkapitaltiteln dar.

c. Latente Steuern sind gem. IAS 12 (Ertragsteuern) anzusetzen.

d. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und Gewinne aus vorteilhaften Erwerben sind zu erfassen.

e. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugerechnet wurde, sind entsprechend des Vorschriften des IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) einem Wertminderungstest zu unterziehen.

f. Die entsprechenden Angaben zu Unternehmenszusammenschlüssen sind bereitzustellen.

Die Änderung von IFRS 11 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38: Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden

Am 12. Mai 2014 wurden die Änderungen an IAS 16 und IAS 38 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 2. Dezember 2015.

Für Zwecke der IFRS-Rechnungslegung sind erlösbasierte Abschreibungsmethoden nicht sachgerecht, da an der künftigen Erlöserwartung ausgerichtete Abschreibungen nicht - wie in IAS 16 und IAS 38 gefordert - auf den Verbrauch der zugrundeliegenden Vermögenswerte abstellen. Dies gilt sowohl für Sachanlagen nach IAS 16 als auch für immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38. Für immaterielle Vermögenswerte kann eine erlösbasierte Abschreibung unter begrenzten Umständen indes zugrunde gelegt werden (widerlegbare Vermutung; IAS 38.98A). Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Erreichen einer Erlösschwelle den bestimmenden begrenzenden Faktor darstellt. Darüber hinaus muss nachgewiesen sein, dass die Erlöse und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark korrelieren. Sowohl IAS 16 als auch IAS 38 wurden darüber hinaus um Leitlinien ergänzt, die erläutern, dass ein stärkerer Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts durch die erwartete künftige Verringerung des Veräußerungspreises impliziert werden kann. Die Änderung von IAS 16 und IAS 38 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2012 bis 2014

Am 25. September 2014 wurden die jährlichen Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2012 bis 2014 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 15. Dezember 2015.

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Die zusätzlich in den Standard aufgenommenen Leitlinien betreffen das Verhältnis von IFRS 5 zu IFRIC 17. Sie erläutern das Vorgehen für den Fall, dass ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräußerung gehalten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken an Eigentümer gehalten umqualifiziert. Auch der umgekehrte Fall ist von den nunmehr in den Standard aufgenommenen Regelungen abgedeckt. Die Änderung von IFRS 5 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Die Änderung stellt zusätzliche Leitlinien zur Verfügung, die verdeutlichen, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Vertrag zur Verwaltung eines Portfolios von veräußerten finanziellen Vermögenswerten ein fortgesetztes Engagement (continuing involvement) darstellt. In Abhängigkeit von dieser Entscheidung sind (bzw. sind nicht) die Angaben nach IFRS 7.42E-42H seitens des Berichtsunternehmens bereitzustellen. Darüber hinaus stellt die Änderung klar, dass aufgrund der Änderung Disclosure-Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities an IFRS 7 nicht in allen Zwischenabschlüssen, die nach dem 1. März 2013 veröffentlicht wurden, die entsprechenden Angaben zu der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden gemacht werden müssen. Die Änderung von IFRS 7 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

In Bezug auf die Auswahl des Zinssatzes zur Barwertbestimmung von Leistungszusagen des Unternehmens wird durch die Änderung klargestellt, dass eine Währungsäquivalenz zwischen dem Zinssatz und der Zusage aus dem Versorgungswert bestehen muss. Nach IAS 19.83 richtet sich die Auswahl des heranzuziehenden Zinssatzes nach den Stichtags-Marktrenditen langfristiger Industrieanleihen mit hoher Qualität. Für Länder ohne liquiden Markt für Industrieanleihen waren bisher die (am Abschlussstichtag geltenden) Marktrenditen für Staatsanleihen zu verwenden. Ergänzend wird durch die Änderung auf die Beachtung der Währungsäquivalenz bei der Auswahl hingewiesen, d.h. ein Zurückgreifen auf die Marktrenditen von Staatsanleihen in der entsprechenden Währung ist nur dann zulässig, wenn in der Währung (bzw. "in dem Währungsraum", nicht mehr "in dem Land") kein liquider Markt für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen vorhanden ist. Die Änderung von IAS 19 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 34 Zwischenberichterstattung

Gem. IAS 34.16A sind neben den Angaben zu bedeutenden Ereignissen und Transaktionen ausgewählte weitere Angaben in den Anhang des Zwischenberichts aufzunehmen. Solche Angaben sind indes nur dann in den Anhang zum Zwischenbericht aufzunehmen, wenn sie nicht bereits an anderer Stelle im Zwischenbericht bereitgestellt werden. Die Änderung definiert an anderer Stelle als ein Dokument, das gemeinsam mit dem Zwischenabschluss zugänglich ist und auf das der Zwischenabschluss hinweist. Die Änderung von IAS 34 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IAS 1: Angabeninitiative

Am 18. Dezember 2014 wurden die Änderungen an IAS 1 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 18. Dezember 2015.

Wesentlichkeit: In Zusammenhang mit dem Wesentlichkeitskonzept - hier vor allem in Bezug auf Anhangangaben - wird durch diese Änderung folgendes klargestellt:

a. Angaben dürfen durch Aggregationen nicht verschleiert werden.

b. Die Wesentlichkeitserwägungen müssen auf alle Bestandteile des Abschlusses angewendet werden.

c. Die Wesentlichkeit ist auch dann zu beachten, wenn in einem Standard gewisse Angaben vorgegeben sind.

Darstellung der Vermögenslage und Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Gesamtergebnis:

a. Die Auflistung der Ausweiszeilen in den einzelnen Bestandteilen eines IFRS-Abschlusses können hinsichtlich ihrer Darstellung auf Basis ihrer Relevanz entweder weiter aufgegliedert oder zusammengefasst werden. Mit Bezugnahme zu zusätzlichen Posten, Überschriften und Zwischensummen werden durch die Änderung weitergehende Leitlinien zur Verfügung gestellt.

b. Werden Anteile eines Unternehmens am sonstigen Gesamtergebnis von assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures nach der Equity Methode bilanziert, sind hieraus resultierende, im sonstigen Ergebnis zu erfassende Posten in Abhängigkeit davon, ob sie später in der Gewinn- und Verlustrechnung recycelt werden, aggregiert als einzelne Ausweiszeilen auszuweisen.

Angaben: Durch die Änderung wird klargestellt, dass die Reihenfolge der Angaben nicht zwingend gem. der Vorgabe des IAS 1.114 zu erfolgen hat. Die Reihenfolge der Angaben ist vielmehr vor dem Hintergrund der Verständlichkeit und Vergleichbarkeit festzulegen. Im Rahmen der Änderung werden neue Beispiele in den Standard aufgenommen und gleichzeitig die Vorschriften und Beispiele bezüglich der Nennung bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gestrichen.

Die Änderung von IAS 1 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IAS 27: Equity Methode im separaten Abschluss

Am 12. August 2014 wurden die Änderungen an IAS 27 veröffentlicht. Die Übernahme in EURecht erfolgte am 18. Dezember 2015.

Durch die Änderung wird die Anwendung der in IAS 28 dargelegten Equity-Methode zur Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder ermöglicht (diese Möglichkeit war im Jahre 2003 gestrichen worden). Die Änderung von IAS 27 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme

Am 18. Dezember 2014 wurden die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 22. September 2016.

Die Änderungen betreffen verschiedene Regelungen zur Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften.

a. Die Ausnahme von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gilt gem. IFRS 10.4 (a) (iv) auch für Mutterunternehmen, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind.

b. Gem. IFRS 10.31 sind die Tochtergesellschaften einer Investmentgesellschaft grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten (somit nicht zu konsolidieren). Dies gilt gem. IFRS 10.32 indes nicht für eine solche Tochtergesellschaft der Investmentgesellschaft, die selbst keine Investmentgesellschaft ist und deren Hauptgeschäftszweck und -tätigkeit darin besteht, Dienstleistungen in Bezug auf die Investitionstätigkeit der Investmentgesellschaft zu erbringen. Solche Tochtergesellschaften sind gem. den Vorschriften des IFRS 10 zu konsolidieren.

c. Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen zum Fair Value bewerten, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich von IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen).

d. Besitzt ein Unternehmen, das selbst keine Investmentgesellschaft ist, Anteile an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen, das eine Investmentgesellschaft ist, darf es unbeschadet der Bestimmung in IAS 28.36 bei der Anwendung der Equity-Methode die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die diese Investmentgesellschaft (assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) auf ihre Anteile an Tochtergesellschaften anwendet, beibehalten.

Die Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

scroll

Änderung / Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 11. Sep 2015 22. Sep 2016 1. Jan 2018
IFRS 9 Finanzinstrumente 24. Jul 2014 2. Nov 2016 1. Jan 2018
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30. Jan 2014 Ausgesetzt Ausgesetzt
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Jan 2016 2. Halbjahr 2017 1. Jan 2019
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture 11. Sep 2014 Verschoben Verschoben
Änderungen an IAS 40: Übertragung von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 8. Dez 2016 2. Halbjahr 2017 1. Jan 2018
Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 19. Jan 2016 2. Quartal 2017 1. Jan 2017
Änderungen an IAS 7: Angabeninitiative 29. Jan 2016 2. Quartal 2017 1. Jan 2017
Klarstellung zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12. Apr 2016 2. Quartal 2017 1. Jan 2018
Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung 20. Jun 2016 2. Halbjahr 2017 1. Jan 2018
Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 12. Sep 2016 2017 1. Jan 2018
Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2014-2016 8. Dez 2016 2. Halbjahr 2017 1. Jan 2017 / 1. Jan 2018
IFRIC Interpretation 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlter Gegenleistungen 8. Dez 2016 2. Halbjahr 2017 1. Jan 2018

Die Prüfung der Auswirkungen aus diesen Rechnungslegungsvorschriften ist noch nicht abgeschlossen.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IFRS-Konzernabschluss aufgestellt worden. Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG unverändert sechs voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden fünf Gesellschaften:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2016 Eigenkapital zum 31.12.2016 (in TEUR) Jahresergebnis 2016 (in TEUR)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100% 643 01)
antwerpes ag, Köln 100% 298 01)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 01)
Breadcrumb GmbH, Köln 100%2) 25 03)
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 90% 1.301 83

1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

2) über die antwerpes ag

3) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Datum des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 17. November 2000
DocCheck Guano AG, Köln 15. Oktober 2013
Breadcrumb GmbH, Köln 8. Oktober 2014

Die DocCheck AG hat am 28. Juni 2016 weitere 32,5 Prozent der Anteile an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, erworben. Damit beträgt die Beteiligungsquote an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH zum 31. Dezember 2016 90,0 Prozent (im Vorjahr: 57,5 Prozent). Die Anteilsübertragung fand mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 statt.

Da die Gesellschaft bereits vor Erwerb der zusätzlichen Anteile im Konzernabschluss der DocCheck AG vollkonsolidiert wurde, wirkt sich diese Änderung des Konsolidierungskreises lediglich auf die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2016 aus. Die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2016 betragen 137 TEUR (im Vorjahr: 312 TEUR). Der Anteil der Minderheiten am Konzernjahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr 2016 3,0 TEUR (im Vorjahr: -81,1 TEUR).

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens (Reassessment nach IFRS 3) als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigener der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in EUR umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in EUR auf.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung des Ertragswertes. Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Bisher wurden keine immateriellen Vermögenswerte selbst hergestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser in Folge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

scroll

Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 19 bis 33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung (ohne geringwertige Anlagegüter) 3 bis 10 Jahre
Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

5. Leasing

Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, die mit dem Eigentum an den Vermögenswerten verbunden sind, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die entsprechenden Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit passiviert. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten so über die Laufzeit verteilt werden, dass die verbleibende Restschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die im Rahmen von Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder - sofern kürzer - die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingverträge des Konzerns betreffen im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Vorjahr ausschließlich operative Leasingverhältnisse als Leasingnehmer.

6. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere und finanzielle Forderungen.

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt entsprechend IAS 39.46 c) zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt unter der Kategorie Available for Sale.

Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (held-to-maturity).

Alle übrigen Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet. Die Kategorisierung dieser Instrumente erfolgt als "zu Handelszwecken gehalten" (held-for-trading), da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

7. Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis.

8. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

9. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren und unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen angesetzt.

11. Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

12. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgeldern bei Kreditinstituten sowie liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

13. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert.

14. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der erstmalige Ansatz sowie die Folgebewertung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

17. Ertragsrealisierung

Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion Methode realisiert. Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

18. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2016 keine Entwicklungskosten aktiviert und wie auch im Vorjahr keine Abschreibungen als Aufwand erfasst.

19. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion Methode erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und den in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 840 TEUR (im Vorjahr: 946 TEUR) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 91 TEUR (im Vorjahr: 46 TEUR) ausgewiesen.

b) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr: 17 TEUR) ausgewiesen.

c) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle

Die Silber- und Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2016 aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände ausgegangen.

Im Geschäftsjahr 2016 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle erforderlich (im Vorjahr: 284 TEUR). Die Zuschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2016 betragen 123 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).

d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 67 TEUR (im Vorjahr: 119 TEUR) und passive latente Steuern in Höhe von 190 TEUR (im Vorjahr: 201 TEUR) ausgewiesen.

e) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Aus einem Vertrag über rechtliche Beratung bestehen zum Stichtag Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 17 TEUR, die nicht bilanziert sind, da deren Inanspruchnahme von Projektmeilensteinen abhängig ist, die zum Stichtag nicht erfüllt waren und deren voraussichtliche Erfüllung zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Rückstellungen wurden in Höhe von 1.278 TEUR (im Vorjahr: 1.330 TEUR) gebildet.

20. Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Sonstige Rücklagen) gebucht und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Zeitwerts ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.

Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu erfasst und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr: 17 TEUR) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Medical Services GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

scroll

Gesellschaft Firmenwerte der Erstkonsolidierung

TEUR
Nachträgliche Erhöhung der Firmenwerte durch Erwerb weiterer Anteile

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2015

TEUR
Buchwerte zum 31.12.2015

TEUR
Wertminderungen in 2016

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2016

TEUR
Buchwerte zum 31.12.2016

TEUR
DocCheck Medical Services GmbH 29 0 12 17 0 12 17
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 756 151 907 0 0 907 0
Summe 785 151 919 17 0 919 17

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach vier Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die CGU DocCheck Medical Services GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 0,8 Prozent (im Vorjahr: 1,5 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,5 Prozent (im Vorjahr: 4,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 5,4 Prozent (im Vorjahr: 6,0 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr: 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Medical Services GmbH von 18,9 Prozent für 2017 zugrunde (Vorjahr: 17,5 Prozent Umsatzwachstum von 2015 auf 2016). Für die Jahre 2018 bis 2020 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere im Geschäftsfeld Media erzielt werden. Doch auch die Geschäftsbereiche Industry und Martkforschung müssten zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt. Bei der Extrapolation der Cashflows für die ewige Rente (terminal value) wurde konservativ ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate kalkuliert.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung in 2017 um mehr als 67 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte nach Bilanzposten bis zum 31. Dezember 2016 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

3. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2016 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

4. Beteiligungen

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 896 TEUR (im Vorjahr: 776 TEUR) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an acht (im Vorjahr: sieben) Beteiligungsgesellschaften gehalten. Im Geschäftsjahr 2016 hat die DocCheck Guano AG 5,0 Prozent der Anteile an der Curassist GmbH, Koblenz, erworben.

Die DocCheck Guano AG hält zum Stichtag Anteile an folgenden Gesellschaften:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2016 Erstmaliger Beteiligungserwerb
BetterDoc GmbH, Köln 6,14% 25. November 2013
Fysio24 B.V., Oosterbeek, NL 10,00% 28. September 2015
HRTBT Medical Solutions GmbH, Berlin 8,00% 9. Dezember 2015
PatientZero Games GmbH, Hamburg 25,50% 18. Dezember 2015
Curassist GmbH, Koblenz 5,00% 15. November 2016

Das Eigenkapital der PatientZero Games GmbH, Hamburg, beträgt zum 31. Dezember 2016 16 TEUR (Stammkapital), das Ergebnis des letztes Geschäftsjahres -47 TEUR (Angaben zum 31. Dezember 2015, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorlagen).

Weitere drei Beteiligungen werden von der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH gehalten, wobei die Beteiligungsquote jeweils unter fünf Prozent liegt.

Die PatientZero Games GmbH ist kein assoziiertes Unternehmen der DocCheck AG, obwohl eine Beteiligung von über 25 Prozent der Stimmrechte vorliegt, da die DocCheck AG bzw. die DocCheck Guano AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Gesellschaft haben.

5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 3.138 TEUR (im Vorjahr: 2.827 TEUR). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEUR.

Der Marktpreis der Silberbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 340 TEUR (im Vorjahr: 277 TEUR). Eine Zuschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 63 TEUR vorgenommen.

Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 1.378 TEUR (im Vorjahr: 1.318 TEUR). Eine Zuschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 60 TEUR vorgenommen.

Der beizulegende Zeitwert der Silber- und Platinbestände liegt zum Stichtag weiterhin unter den ursprünglichen Anschaffungskosten. Es wird weiterhin angenommen, dass in soweit ein nachhaltiges und dauerhaftes Sinken der Marktpreise vorliegt.

6. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Unfertige Leistungen 345 415
Fertigerzeugnisse und Waren 731 741
Geleistete Anzahlungen 74 107
Summe 1.150 1.263

Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 148 TEUR (im Vorjahr: 159 TEUR) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 66 TEUR (im Vorjahr: 115 TEUR) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen auf den voraussichtlich erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungs- und Lagerkosten vorgenommen. Eine Bewertung der unfertigen Leistungen zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten war nicht notwendig. Die im Zusammenhang mit der fortgeführten Geschäftstätigkeit angefallenen Kosten für Vorräte wurden während des Jahres in Höhe von 16,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 16,9 Mio. EUR) erfasst.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Vortrag 65 61
Zuführung 32 22
Inanspruchnahme 9 8
Auflösung 12 10
Summe 76 65

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Buchwert 3.439 3.744
Wertminderungen 76 65
Buchwert vor Wertminderungen 3.515 3.809
davon nicht fällig 2.652 2.812
davon fällig, weniger als 30 Tage 634 909
davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen 59 29
davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen 11 6
davon fällig, mehr als 90 Tage 159 53

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 2.652 TEUR (im Vorjahr: 2.812 TEUR) sind 0 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) wertgemindert.

8. Fertigungsaufträge

Die Gesellschaft weist Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 840 TEUR (im Vorjahr: 945 TEUR) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 91 TEUR (im Vorjahr: 46 TEUR) aus.

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenen erhaltenen Anzahlungen beträgt 564 TEUR (im Vorjahr: 231 TEUR). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 148 TEUR (im Vorjahr: 14 TEUR) bei den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und 416 TEUR (im Vorjahr: 217 TEUR) bei Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo in Abzug gebracht.

9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 290 TEUR (im Vorjahr: 181 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Aktive Rechnungsabgrenzung 121 84
Sonstige Forderungen 102 16
Zinsabgrenzungen 23 25
Steuerforderungen 22 17
Kautionen 20 38
Darlehen 2 1
Summe 290 181

10. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden der Kategorie "held-for-trading" zugeordnet und zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (835 TEUR; im Vorjahr: 956 TEUR). Die daraus resultierenden Wertminderungen gegenüber den Anschaffungskosten betragen zum Stichtag kumuliert 55 TEUR (im Vorjahr: 22 TEUR) und die Werterhöhungen 203 TEUR (im Vorjahr: 217 TEUR).

11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Kassenbestand 4 6
Guthaben bei Kreditinstituten 8.592 8.579
Summe 8.596 8.585

12. Steueransprüche und -schulden

Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2016 1.238 TEUR (im Vorjahr: 1.184 TEUR) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 703 TEUR (im Vorjahr: 589 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 535 TEUR (im Vorjahr: 595 TEUR).

Steueransprüche werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Steueransprüche betragen 22 TEUR (im Vorjahr: 17 TEUR) und betreffen die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 8 TEUR (im Vorjahr: 17 TEUR) sowie Umsatzsteuervorauszahlungen in Höhe von 14 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf IV.7. verwiesen.

13. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 4.989.816,00 EUR (im Vorjahr: 4.989.816,00 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt 1 EUR.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2020 um bis zu insgesamt 2.494.908,00 EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 12.910.104,28 EUR (im Vorjahr: 12.910.104,28 EUR) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die Gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 EUR (im Vorjahr: 39.252,84 EUR).

f. Übrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2016 5.290.317,42 EUR (im Vorjahr: 4.632.991,68 EUR).

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2016 3.245.569,91 EUR (im Vorjahr: 3.245.569,91 EUR). Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss der antwerpes & partner ag (heutige antwerpes ag) und der Antwerpes AG (heutige DocCheck AG) im Jahr 2009, welche als umgekehrter Unternehmenserwerb (Reverse acquisition) im Sinne der IFRS behandelt wurde, wurde ein Kapitalausgleichsposten als Abzugsposten vom Eigenkapital gebildet.

h. Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die Gesellschaft bis zum 11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

Zum 31. Dezember 2016 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

i. Sonstige Rücklagen

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2016 27 TEUR in die sonstigen Rücklagen eingestellt. Zum 31. Dezember 2016 belaufen sich die sonstigen Rücklagen damit auf 46 TEUR (im Vorjahr: 19 TEUR).

j. Nicht beherrschende Anteile

Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Anteile an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH beträgt die Beteiligungsquote zum 31. Dezember 2016 90,0 Prozent (im Vorjahr: 57,5 Prozent). Die Minderheitenanteile zum 31. Dezember 2016 betragen 137 TEUR (im Vorjahr: 312 TEUR).

14. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Mit Ausnahme der Rückstellungen aus der Nachhaltigkeitstantieme des Aktienoptionsprogrammes 2012 (Restlaufzeit: drei Jahre) haben diese ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Langfristige Rückstellungen:

scroll

01.01.2016

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
31.12.2016

TEUR
Personal
Tantiemen 60 0 0 80 140
Summe 60 0 0 80 140

Kurzfristige Rückstellungen:

scroll

01.01.2016

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
31.12.2015

TEUR
Personal
Tantiemen und Provisionen 494 -490 -4 503 503
Urlaubsansprüche 161 -161 0 213 213
Berufsgenossenschaft 26 -25 -1 28 28
Ausgleichsabgabe 18 -18 0 20 20
Summe 699 -694 -5 764 764
Übrige
Boni 192 -138 -36 154 172
Abschluss- und Prüfungskosten 116 -116 0 103 103
Aufsichtsratsvergütung 66 -62 0 50 54
Nachlaufende Kosten 5 -5 0 19 19
Sonstige 192 -143 -40 18 27
Summe 571 -464 -76 344 375
Gesamtsumme 1.270 -1.158 -81 1.108 1.139

a. Tantiemen und Provisionen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.

b. Tantiemen (langfristig)

Die Rückstellung betrifft die Nachhaltigkeitstantieme in Bezug auf das Aktienoptionsprogramm 2012. Wir verweisen diesbezüglich auf den entsprechenden Abschnitt im Konzernanhang.

c. Urlaubsansprüche

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

d. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2016 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

e. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

f. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung sowie die externen Jahresabschlusskosten.

15. Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Darlehensverpflichtungen 36 40
Summe 36 40

Von den 36 TEUR (im Vorjahr: 40 TEUR) haben 32 TEUR (im Vorjahr: 36 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr. Diese unterliegen einer Verzinsung von 2,95 Prozent (im Vorjahr: 2,95 Prozent).

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

17. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Umsatzsteuer 483 432
Lohn- und Kirchensteuer 131 120
Passive Rechnungsabgrenzung 45 7
Kreditorische Debitoren 35 5
Lohn und Gehalt 25 23
Abgrenzung Mietzahlung 8 11
Soziale Sicherheit 4 3
Reisekosten Angestellte 3 5
Übrige Verbindlichkeiten 124 126
Summe 858 732

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2016 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Mietverpflichtungen für Immobilien 2.081 2.658
Übrige Leasingverhältnisse 60 25
Sonstige 112 15
2.253 2.698
- davon fällig innerhalb eines Jahres 750 638
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 1.503 2.060
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0

Es handelt sich im Wesentlichen um langfristige Mietverträge für Immobilien.

19. Finanzinstrumente

a. Aktiva

31.12.2016

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Loans and receivables Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Held for trading Fair Value

TEUR
Available for Sale Anschaffungskosten

TEUR
Held to maturity Anschaffungskosten

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 0 896 0 896
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 2.758 2.758
Summe 0 0 896 2.758 3.654
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.596 0 0 0 8.596
Wertpapiere, held-for-trading 0 835 0 0 835
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.439 0 0 0 3.439
Sonstige Vermögenswerte 169 0 0 0 169
Summe 12.204 835 0 0 13.039
Gesamtsumme 12.204 835 896 2.758 16.693

31.12.2015

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Loans and receivables Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Held for trading Fair Value

TEUR
Available for Sale Anschaffungskosten

TEUR
Held to maturity Anschaffungskosten

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 0 776 0 776
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 3.021 3.021
Summe 0 0 776 3.021 3.797
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.585 0 0 0 8.585
Wertpapiere, held-for-trading 0 956 0 0 956
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.744 0 0 0 3.744
Sonstige Vermögenswerte 97 0 0 0 97
Summe 12.426 956 0 0 13.382
Gesamtsumme 12.426 956 776 3.021 17.179

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere, held-to-maturity) beläuft sich auf 13 TEUR (im Vorjahr: 14 TEUR).

b. Passiva

31.12.2016

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Financial Liabilities at Amortized Cost Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 677
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 273
Übrige Verbindlichkeiten 858
Gesamtsumme 1.844

31.12.2015

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Financial Liabilities at Amortized Cost Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.068
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 516
Übrige Verbindlichkeiten 732
Gesamtsumme 2.356

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7

scroll

Wertberichtigung auf 01.01.2016

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2016

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65 32 9 12 76
Summe 65 32 9 12 76

scroll

01.01.2015

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2015

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61 22 8 10 65
Summe 61 22 8 10 65

d. Beizulegende Zeitwerte Aktiva

scroll

31.12.2016 31.12.2015
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
--- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 896 896 776 776
Wertpapiere, held-to-maturity 2.758 2.770 3.021 3.036
Summe 3.654 3.666 3.797 3.812
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.596 8.596 8.585 8.585
Wertpapiere, held-for-trading 835 835 956 956
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.439 3.439 3.744 3.744
Sonstige Vermögenswerte 290 290 181 181
Summe 13.160 13.160 13.466 13.466
Gesamtsumme 16.814 16.826 17.263 17.278

Bei den Beteiligungen handelt es sich um GmbH- und KG-Anteile, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt daher zu Anschaffungskosten.

Passiva

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, sodass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen.

Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:

Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind;
Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.

scroll

31.12.2016
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Wertpapiere, held-for-trading 835 - -

scroll

31.12.2015
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Wertpapiere, held-for-trading 956 - -

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (held-for-trading) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.

Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (held-to-maturity) setzen sich aus Unternehmensanleihen (758 TEUR; im Vorjahr: 1.021 TEUR) und einem Schuldscheindarlehen (2.000 TEUR; im Vorjahr: 2.000 TEUR) zusammen. Für die erworbenen Unternehmensanleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen. Die in den Anleihen enthaltenen stillen Reserven betragen zum 31. Dezember 2016 12 TEUR (im Vorjahr: 15 TEUR). Die Anleihen sind fällig zwischen 2017 und 2018. Das Schuldscheindarlehen ist in 2020 fällig.

Die Edelmetallbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen.

Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

20. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann.

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2016 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.

Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2016 78 Prozent (im Vorjahr: 75 Prozent). Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken- und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

Zur Darstellung der Ziele, der Methoden sowie der Prozesse des Risikomanagements wird auf den im Konzernlagebericht enthaltenen Risikobericht verwiesen.

IV. Erläuterung zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2015 um insgesamt 881 TEUR bzw. 3,3 Prozent auf 25.923 TEUR gesunken.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistung 17.642 17.614
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 8.281 9.190
Gesamt 25.923 26.804

In den Umsatzerlösen von 25.923 TEUR sind gemäß IAS 11 in Verbindung mit IAS 18 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 1.094 TEUR (im Vorjahr: 938 TEUR) enthalten.

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 643 TEUR (im Vorjahr: 482 TEUR), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 451 TEUR (im Vorjahr: 456 TEUR).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Zuschreibungen Edelmetalle 123 0
Auflösung von Rückstellungen 81 85
Steuererstattungen für Vorjahre 81 0
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 33 34
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 13 16
Auflösung von Wertberichtigungen 12 10
Kursdifferenzen 9 19
Versicherungsentschädigungen 8 5
Anlagenabgänge Sachanlagevermögen 0 16
Übrige 14 102
Summe 375 287

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 8.578 TEUR (im Vorjahr: 9.535 TEUR) und entfällt mit 6.081 TEUR (im Vorjahr: 7.013 TEUR) auf bezogene Waren und mit 2.497 TEUR (im Vorjahr: 2.522 TEUR) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 9.643 TEUR angestiegen (im Vorjahr: 9.105 TEUR). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2016 222 (im Vorjahr: 213). Im Jahresdurchschnitt waren 224 (im Vorjahr: 214) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Verwaltungsaufwendungen 1.121 888
Raumkosten 812 818
Fremdarbeiten, Freelancer 300 415
Wartung, Reparatur 166 228
Reisekosten 138 144
Rechts- u. Beratungskosten 162 134
Personalbeschaffung 71 118
Fahrzeugkosten 72 89
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 76 86
Fortbildung 79 82
Aufsichtsrat 63 63
Hauptversammlungskosten 50 54
Internetkosten 54 53
Börsenpräsenz 32 22
Übrige 207 195
Summe 3.403 3.389

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 644 682
Gewerbesteuer 685 728
Ertragsteueraufwand 1.329 1.410
latente Steuern 41 -19
Gesamtsumme 1.370 1.391

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt wie im Vorjahr ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,5 Prozent zugrunde.

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

scroll

Aktive latente Steuern 2016

TEUR
Passive latente Steuern 2016

TEUR
Aktive latente Steuern 2015

TEUR
Passive latente Steuern 2015

TEUR
Sachanlagen 0 0 1 0
Vorräte 222 0 195 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76 0 56 0
Fertigungsaufträge (aktivisch) 0 273 0 306
Wertpapiere, available for sale 0 50 0 65
Eigenkapital 0 0 6 0
erhaltene Anzahlungen 0 183 0 75
Fertigungsaufträge (passivisch) 30 0 15 0
Rückstellungen 8 0 4 0
Verlustvorträge 47 0 86 0
Summe 383 506 363 446
Saldierung -316 -316 -244 -244
Gesamt 67 190 119 202

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2016 von 1.310 TEUR weicht um 60 TEUR von dem tatsächlichen Steueraufwand von 1.370 TEUR ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent (im Vorjahr: 32,5 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.310 1.360
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge 0 -1
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 26 12
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 8 8
Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen 27 0
Steuersatzdifferenzen -2 11
Sonstige Differenzen 1 1
Tatsächlicher Steueraufwand 1.370 1.391
Effektiver Steuersatz in % 33,2 33,2

8. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 12. Mai 2016 wurde am 13. Mai 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 40 Cent pro Aktie, insgesamt 1.995.926,40 EUR ausgeschüttet.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 4.989.816). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 2.665 TEUR (Vorjahr: 2.881 TEUR). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,53 EUR (Vorjahr: 0,58 EUR).

b. Verwässert

Der Verwässerungseffekt zum 31. Dezember 2016 resultiert aus der Ausgabe von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm an Vorstände der DocCheck AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen.

Dabei wurden die zum 31. Dezember 2016 ausgegebenen Aktienoptionen bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses nach Maßgabe der sogenannten Treasury-Stock-Methode berücksichtigt. Die Anzahl der so ermittelten Aktien erhöht die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum um 18.585 Aktien (im Vorjahr: 9.813 Aktien).

scroll

2016 2015
Den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnender Anteil am Konzernjahresüberschuss 2.664.541,00 2.880.799,71
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816
Verwässerungseffekt durch ausgegebene Optionen 18.585 9.813
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 5.008.401 4.999.629
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33
unverwässert (in EUR) 0,53 0,58
Verwässert (in EUR) 0,53 0,58

10. Gesamtergebnisrechnung

Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

V. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 8.596 TEUR und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 11.

VI. Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2016 und 2015 wie folgt dar:

scroll

Überleitung
2016 Antwerpes

TEUR
DocCheck

TEUR
DocCheck Shop

TEUR
Summe operativer Segmente

TEUR
Nicht zugeordnet

TEUR
Konsolidierung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsatz 13.399 4.503 8.288 26.190 4.130 -4.397
davon Außenumsatz 13.357 4.284 8.282 25.923 0 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 42 219 6 267 4.130 -4.397
EBIT 3.162 735 88 3.985 42 0
Gesamtvermögen 3.417 1.172 1.958 6.547 27.183 -7.956
Gesamtverbindlichkeiten 2.815 523 591 3.929 3.457 -1.778
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 2 12 29 43 428 0
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 123 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 0 63 -14
Zinsaufwendungen 0 0 14 14 0 -13
Ertragsteuern -4 0 53 49 1.321 0
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 15 15 648 0
2015
Gesamtumsatz 13.980 3.969 9.154 27.104 3.836 -4.136
davon Außenumsatz 13.790 3.853 9.149 26.793 11 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 190 116 5 311 3.825 -4.136
EBIT 4.285 480 -262 4.503 -469 0
Gesamtvermögen 4.121 1.174 2.203 7.498 26.525 -7.797
Gesamtverbindlichkeiten 3.489 528 1.468 5.485 3.495 -2.411
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 1 2 35 38 630 0
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0 0 0 0 0 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 0 217 -15
Zinsaufwendungen 0 0 15 15 58 -15
Ertragsteuern 26 -2 -73 -49 1.440 0
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 4 14 64 82 1.625 0

scroll

2016 TEUR Konzern
Gesamtumsatz 25.923
davon Außenumsatz 25.923
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 4.027
Gesamtvermögen 25.774
Gesamtverbindlichkeiten 5.608
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 471
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 123
Wertminderung Goodwill 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 49
Zinsaufwendungen 1
Ertragsteuern 1.370
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 663
2015
Gesamtumsatz 26.804
davon Außenumsatz 26.804
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 4.034
Gesamtvermögen 26.226
Gesamtverbindlichkeiten 6.569
Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 668
Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle 0
Wertminderung Goodwill 0
Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren 202
Zinsaufwendungen 58
Ertragsteuern 1.391
Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle 1.707

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
EBIT 4.027 4.034
Erträge aus Beteiligungen 8 13
Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 48 59
Zinsen und ähnliche Erträge 2 143
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -47 -58
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.370 -1.391
Konzernjahresüberschuss 2.668 2.800

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet und umfasst neben der antwerpes ag auch die Breadcrumb GmbH.

Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden.

Das Segment DocCheck Shop betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG und der DocCheck Guano AG ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2016 war die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG gemäß IFRS 8.13 nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die DocCheck Guano AG keine Umätze. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiter berechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, wie sie für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten. Das Segment DocCheck Shop vertreibt materielle und immaterielle Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

Umsätze Inland: 21,9 Mio. EUR (im Vorjahr: 22,6 Mio. EUR)
Umsätze Ausland: 4,0 Mio. EUR (im Vorjahr: 4,2 Mio. EUR)

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VII. Ergänzende Angaben

1. Organe der DocCheck AG

scroll

Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand) Breadcrumb GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch, Vorstand Handelsgeschäft, CCO Kaufmann DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) DocCheck Guano AG, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
Aufsichtsrat
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt Aufsichtsratsvorsitzender -
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, Professorin an der Fachhochschule Dortmund, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Sonstige
Thilo Kölzer, Frechen, Digital antwerpes ag, Köln (stellv. Vorstandsvorsitzender) DocCheck Guano AG (Mitglied des Aufsichtsrats)
Jens Knoop, Köln, IT antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Philip Stadtmann, Köln, Finance antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands) DocCheck Guano AG, Köln (Mitglied des Vorstands)
Nicole Tappee, Köln, PR, Social Media, Medical Advising antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Dr. Johannes Kersten, Düsseldorf antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2016

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen 31.12.2016
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 40.000* 91.420
Helmut Rieger, CCO 113.550 98.883 14.667 8.000 19.608
Summe 356.880 282.213 74.667 48.000 111.028

scroll

Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2016 Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2016 Davon als Aufwand erfasst 2016
Dr. Frank Antwerpes, CEO 158.017 249.437 51.105
Helmut Rieger, CCO 19.608 63.207 18.968
Summe 177.625 312.644 70.073

* Dr. Antwerpes wurde vom Aufsichtsrat eine Zusage über die Gewährung von insgesamt 60.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 erteilt. Diese Optionen werden in drei jährlichen Tranchen zu jeweils 20.000 Aktienoptionen ab dem Geschäftsjahr 2015 ausgegeben. Für die Tranche 2017 sind Bezugskurs und Basispreis vom Aufsichtsrat jeweils zum Zeitpunkt der Optionsgewährung der jeweiligen Tranche durch Aufsichtsratsbeschluss und gesonderten Vertrag erneut festzulegen.

Vorstandsvergütung 2015

scroll

Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen 31.12.2015
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 20.000* 49.020
Helmut Rieger, CCO 113.290 98.623 14.667 8.000 19.608
Summe 356.620 281.953 74.667 28.000 68.628

scroll

Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2015 Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2015 Davon als Aufwand erfasst 2015
Dr. Frank Antwerpes, CEO 158.017 207.037 35.759
Helmut Rieger, CCO 19.608 63.207 14.303
Summe 177.625 270.244 50.062

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen: Aufsichtsratsvergütung 2016

scroll

Name des Aufsichtsrates Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

Aufsichtsratsvergütung 2015

scroll

Name des Aufsichtsrates Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

4. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 3 TEUR brutto (im Vorjahr: 7 TEUR).

5. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme (1. Tranche) sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos.

1. Tranche

Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen 2.000 Optionen verfallen sind.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe des Black-and-Scholes Modells ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 58,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4,4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,24 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 EUR je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 25 TEUR (im Vorjahr: 19 TEUR).

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 140 TEUR gebildet (im Vorjahr: 60 TEUR).

2. Tranche

Am 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben.

Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 EUR fixiert.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Zukünftige Dividendenzahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. Die erwartete Volatilität wurde mit 35,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,53 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,12 EUR je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 4 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).

Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben.

Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen):

scroll

2016 2015
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 44.000 0
Neuzusagen 22.000 46.000
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
Erloschen 0 -2.000
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 66.000 44.000
davon ausübbar zum Ende der Periode 0 0

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungskurs der zum Stichtag ausstehenden Aktienoptionen beträgt 5,17 EUR (im Vorjahr: 4,30 EUR).

Der Gesamtbuchwert der Schulden aus anteilsbasierten Vergütungen beträgt zum Stichtag 140 TEUR (im Vorjahr: 60 TEUR).

6. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2016 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

scroll

2016

TEUR
2015

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 52 51
Summe 52 51

7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG, DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 EUR. Die Zahlung der Dividende hat keine steuerlichen Konsequenzen für die DocCheck AG und den Konzern. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 2.478.217,31 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 10. März 2017

DocCheck AG

Vorstand

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

scroll

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.01.16

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.16

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 915 61 0 0 976
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 0 0 932
Einbauten in fremde Grundstücke 2.892 249 45 0 3.096
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.871 335 29 131 3.308
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53 78 0 -131 0
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 4.087 0 0 0 4.087
Gesamtsumme 12.401 723 74 0 13.050

scroll

Abschreibungen
Wert 01.01.16

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Wert 31.12.16

TEUR
--- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 634 0 0 634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 674 106 0 780
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 124 23 0 147
Einbauten in fremde Grundstücke 1.812 139 45 1.906
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.654 308 29 1.933
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 869 0 123 746
Gesamtsumme 5.767 576 197 6.146

scroll

Buchwerte
31.12.16

TEUR
31.12.15

TEUR
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 196 241
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 785 808
Einbauten in fremde Grundstücke 1.190 1.080
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.375 1.217
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 53
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 3.341 3.218
Gesamtsumme 6.904 6.634

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015

scroll

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.01.15

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.15

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 651 0 0 0 651
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 776 149 10 0 915
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 0 0 932
Einbauten in fremde Grundstücke 1.778 974 3 144 2.893
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.404 679 239 27 2.871
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171 53 0 -171 53
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 4.087 0 0 0 4.087
Gesamtsumme 10.799 1.855 252 0 12.402

scroll

Abschreibungen
Wert 01.01.15

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Wert 31.12.15

TEUR
--- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 634 0 0 634
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 580 101 7 674
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 101 23 0 124
Einbauten in fremde Grundstücke 1.742 74 3 1.813
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.583 287 216 1.654
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 585 284 0 869
Gesamtsumme 5.225 769 226 5.768

scroll

Buchwerte
31.12.15

TEUR
31.12.14

TEUR
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 17 17
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 241 196
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 808 831
Einbauten in fremde Grundstücke 1.080 36
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.217 821
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53 171
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 3.218 3.502
Gesamtsumme 6.634 5.574

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die DocCheck AG

Wir haben den von der DocCheck AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 10. März 2017

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Bitz, Wirtschaftsprüfer

gez. Pitzen, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 10. März 2017

Der Vorstand der DocCheck AG

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 11. Februar, 17. März und 12. Mai sowie fernmündlich am 16. November 2016. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder, wie bei der fernmündlichen Sitzung, per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2016 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

zum Jahresabschluss 2015 und 2016
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zum Stock Options-Programm

Beratungen

zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im Februar
zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2016
zum Stock Options-Programm
zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zur Erhöhung der Beteiligungsquote an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH
zur vorgezogenen Vertragsverlängerung von Helmut Rieger
zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 20. Mai 2015 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 17. März 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 17. März 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2016 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 21. März 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Stock Options-Programm

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat am 26. August 2016 an zwei Berechtigte Stock Options Verträge mit insgesamt 22.000 Optionen ausgegeben. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. Der Basispreis für eine Aktie wurde entsprechend des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25. Mai 2012 auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 12. Mai 2016 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2016 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 12. Mai 2016 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2017 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im März 2017

Dr. Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2016 in Höhe von 4.474.143,71 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie.

Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 2.478.217,31 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2016 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 10. März 2017

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

Impressum

Redaktion

DocCheck AG, Köln

Corporate Communications

Tanja Mumme

fon: + 49 (0) 2 21. 9 20 53 - 139

eMail: [email protected]