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DocCheck AG Annual Report 2015

Apr 19, 2016

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Annual Report

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DocCheck AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der DocCheck AG, Köln

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1 Aufbau und Struktur der DocCheck AG

Die DocCheck AG mit Sitz in Köln ("DocCheck AG") ist oberste Gesellschaft des DocCheck-Konzerns (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt). Dieser besteht neben der DocCheck AG aus ihren Tochtergesellschaften:

antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch.

Die antwerpes ag hat ihrerseits eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit Sitz in Köln. Die weiteren Ausführungen betreffend die antwerpes ag gelten gleichfalls für die Breadcrumb GmbH, soweit nicht anders erläutert. Die Breadcrumb GmbH gehört zum Konzernsegment "antwerpes".

Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und unterhielt bis zum 30. September 2015 eine Niederlassung in Eilenburg (Sachsen). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes.

Die DocCheck Guano AG hat im Dezember 2015 eine Beteiligung in Höhe von 25,5% an der PatientZero Games GmbH, Hamburg, erworben.

2 Geschäftsmodelle der DocCheck AG

Die DocCheck AG hat sich mit ihren Tochtergesellschaften auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert.

Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot im deutschsprachigen Raum: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

die DocCheck Medical Services GmbH,
die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media (Direktmarketing)

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2015 erreichte DocCheck für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) 14,8 Millionen Page Impressions (im Vorjahr: 13,2 Millionen) und 6,5 Millionen Besuche (im Vorjahr: 5,5 Millionen). Damit konnte DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per Email. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland - mit mehr als 209.000 Teilnehmern, davon allein ca. 77.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck bMail (Direktmarketing)

DocCheck bMail erreicht über 182.900 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.

DocCheck Industry

In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content entwickelt das DocCheck multeBook sowie Apps für die Anwendung auf dem Smartphone. Beide Produkte werden insbesondere über die Appstores von Apple und Google vertrieben. Beim multeBook handelt es sich um multimedial aufbereitete und mit dynamischen Inhalten angereicherte Fachbücher, die auf handelsübliche Tablets heruntergeladen werden können.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Sommer 2015 hat der DocCheck Shop auch den Vertrieb digitaler Produkte übernommen, der zuvor durch die DocCheck Medical Service GmbH betrieben wurde. Damit ist nun nahezu das gesamte Endkundengeschäft in den Händen des DocCheck Shop gebündelt.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.

Außendienst

Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst in den Großräumen Stuttgart und Leipzig bei den dort ansässigen Kunden präsent.

2.1.3 DocCheck Guano AG

Die DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an vier Start-ups. Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier nominell von der Größe und dem investierbaren Kapital her eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit drei Units:

Campaigning

Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung der Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digitale Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, Programme für mobile Endgeräte ("Apps") und seit dem Geschäftsjahr 2013 auch Leistungen im Bereich Physical Computing. Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM) runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM kümmert, während die zweite Unit sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen befasst.

Public Relations und Social Media

Public Relations und Social Media ergänzen das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

3 Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor.

Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.

Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch auf Grund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im Bedarfsfall weiter.

4 Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

WIRTSCHAFTSBERICHT

5 Markt und Wettbewerb

5.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2013 bei 11,2 Prozent (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil ist bleibt relativ konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2012 noch einmal um 12 Mrd. Euro zugelegt. Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen damit 2013 3.910 EUR, im Vergleich zu 3.770 EUR in 2012.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potentiale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch gar nicht absehbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite schreitet jedoch unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

5.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2016 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer weiterhin überdurchschnittlichen Anzahl von Arzneimittel-Neueinführungen. Damit ist zumindest bei den Neueinführungen mit konstantem Geschäft zu rechnen. In welchem Umfang der DocCheck Konzern davon profitieren kann, bleibt abzuwarten.

Für das Jahr 2016 wird nach einer Prognose der Agenturgruppe KOM, ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,0 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu so-genannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

5.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Gemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes auf Platz 25 zu den größeren Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

Verlage
Marktforschungsunternehmen
Direktmarketingdienstleister
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2015 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen Verteiler von mehr als 182.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck hauptsächlich mit den Anbietern anderer medizinischer Apps bzw. klassichen Verlagen im Bereich des multeBooks.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

6 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2015 verlief in geordneten Bahnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Umsatzwachstum im Konzern um 35% von 19,9 Millionen Euro auf nun 26,8 Millionen Euro zu verzeichnen. Das EBIT nimmt dabei um 73% von 2,3 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro zu. Das Ergebnis ist belastet durch 0,3 Millionen Euro Kosten für die Schließung des Standortes Eilenburg der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und 0,1 Millionen Euro Kosten aus der Neubewertung des Warenbestandes derselben Gesellschaft.

Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2015 besser entwickelt als erwartet.

7 Nachtragsbericht

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

8 Ertragslage der Tochter Gesellschaften

Die Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2015 wie nachfolgend dargestellt entwickelt.

8.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2015 um 35 Prozent von 19,9 auf 26,8 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 31% von 13,2 Millionen Euro auf 17,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen durch realisierte Kursgewinne bei Aktienverkäufen und der Auflösung von Rückstellungen von 120 TEUR auf 288 TEUR. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von 10,9 Millionen Euro auf 13,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände stiegen u.a. wegen höherer Ausgaben für freiberufliche Mitarbeiter und steigenden Marketingausgaben von 2,6 auf 3,4 Millionen Euro. Die Abschreibungen stiegen von 0,7 auf 0,8 Millionen Euro. Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2015 nicht an (im Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Dafür wurden 0,3 Millionen Euro auf die Edelmetallbestände in der DocCheck AG abgeschrieben. Der Personalaufwand stieg um 19% von 7,6 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 4,0 Millionen Euro erneut deutlich über Vorjahr (2,3 Millionen Euro). Das Zinsergebnis sank wegen sinkender Zinseinnahmen aus liquiden Mitteln von 0,21 Millionen Euro auf 0,14 Millionen Euro. Analog zum EBIT ist das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen deutlich von 2,6 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro gestiegen. Der Konzerngewinn steigt von 1,7 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 58 Cent (im Vorjahr: 34 Cent).

8.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete ein kräftiges Wachstum beim Umsatz von 9,7 Millionen Euro auf 14,0 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal gesteigert werden. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 11,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 8,5 Millionen Euro). Die Umsatzwachstum ist dabei stärker als das Wachstum des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 11 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 84 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (87 Prozent). Wie im Jahr 2014 gab es auch im Jahr 2015 keine Phasen schwacher Auslastung zu verzeichnen. Die hohe Auslastung ist vor dem Hintergrund des kräftig gewachsenen Personalstamms von besonderer Bedeutung. Die Kombination aus mehr Personal und gleichbleibend hoher Auslastung ist der Hauptgrund für das stark verbesserte Ergebnis. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2015 um 20 Prozent von 3,7 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 26 Prozent von 2,4 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und macht in 2015 erneut den wesentlichen Teil der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum und Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus dem verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter. Mit insgesamt 7,4 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2014 um 22 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 (6,1 Millionen Euro).

Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 4,3 Millionen Euro gegenüber 2,4 Millionen Euro im Jahr 2014.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 16% von 3,4 Millionen Euro in 2014 auf 4,0 Millionen Euro in 2015. Das Umsatzwachstum resultiert aus einem gleichmäßigen Wachstum über alle Geschäftsbereiche. Lediglich der Bereich Paid Content weist einen Umsatzrückgang auf, da dort in 2015 der Fokus auf einer Umstrukturierung der Geschäftsaktivitäten lag. Teile des Geschäftes wurden an die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH abgegeben, was die personellen Kapazitäten stark gebunden hat.

Der Rohertrag steigt parallel zum Umsatz um 18% von 2,7 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2015 in leicht geringerem Umfang als der Rohertrag, nämlich um 15 Prozent von 1,3 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den Kernbereichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen in ähnlichem Tempo wie der Rohertrag, und zwar um 23% von 1,0 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro. Maßgeblich für den Anstieg sind Marketing- und Messekosten sowie Kosten der Personalbeschaffung. Für das Gesamtjahr 2015 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,5 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,4 Millionen Euro).

Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 2,8 Millionen Euro in 2014 auf 3,5 Millionen Euro in 2015. Auch hier ist ein gleichmäßiges Wachstum in allen Bereichen zu konstatieren, mit Ausnahme des Bereichs Paid Content.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 63 Prozent in 2015 wieder über dem Niveau von 56 Prozent in 2014. Die Phasen niedriger Auslastung lagen hier jedoch am Beginn des Jahres. Durch die im Laufe des Jahres verbesserte Führungssituation hat die Auslastung im zweiten Halbjahr bei 69% gelegen, während sie im ersten Halbjahr noch unzureichende 52% betrug.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop stieg stark von im Vorjahr 7,1 Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro in 2015. Dies entspricht einem Wachstum von 29 Prozent. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2015 von 3,0 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro (+25%). Der Rohertrag stieg spürbar von 2,2 Millionen Euro um 15% auf 2,5 Millionen Euro. Der Rohertrag ist um einen Betrag von 0,1 Millionen für Wertberichtigungen auf den Warenbestand belastet. Die DocCheck AG stellte erneut Marketingkostenzuschüsse in Höhe von 100 TEUR bereit. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2015 um 14% von 2,3 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro. Ursache sind Rückstellungen für in 2016 fällige Freistellungskosten und Abfindungen am Standort Eilenburg sowie höhere Marketingkosten. DocCheck Shop erzielte in 2015 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -262 TEUR (im Vorjahr: -155 TEUR).

DocCheck Guano AG

Guano erzielte in 2015 11 TEUR an Umsätzen im Vergleich zu 22 TEUR im Vorjahr. In beiden Jahren waren die Verkäufe von Tickets für das MESH-Camp die einzige Erlösquelle. Die übrigen Aufwände in Höhe von 227 TEUR fielen im Wesentlichen an für das MESH-Camp, Beratungskosten und die Konzernumlage. Kosten für eigenes Personal fielen keine an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2015 -230 TEUR (im Vorjahr: -93 TEUR).

8.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Die antwerpes ag hat mit 14,0 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel in 2015 deutlich übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da es erfolgreich gelungen ist, die gute Marktsituation zu nutzen und durch den Aufbau von Kapazitäten die stark steigende Zahl an Aufträge reibungslos umzusetzen. Der Kapazitätsaufbau hat zusätzliche Kosten verursacht. Der effiziente Einsatz der zusätzlichen Ressourcen hat direkt auf das Ergebnis eingewirkt, das mit 4,3 Millionen Euro mehr doppelt so hoch liegt, wie erwartet. Diese Entwicklung war aufgrund der geringen Auftragsvorschau nicht vorhersehbar. Die volle Wirkung der eingeleiteten Skalierungsmaßnahmen hat sich erst im vierten Quartal des Jahres 2015 entfaltet.

DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 4,0 Millionen Euro in 2015 exakt erreicht. Auch dsa EBIT liegt mit 0,5 Millionen Euro exakt auf Planniveau.

Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 7,6 Millionen Euro mit 9,2 Millionen Euro erheblich übertroffen. Der Online-Umsatz hat dazu beigetragen. Noch wichtiger waren jedoch Großhandelsgeschäfte mit einem einzelnen Kunden, die in 2015 rund 1,3 Millionen zum Umsatz beigetragen haben. Die Schließung des Standortes in Eilenburg sowie Wertberichtigungen auf den Warenbestand haben das Ergebnis deutlich belastet, so dass das Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses verfehlt und stattdessen ein negatives EBIT in Höhe von -262 TEUR auszuweisen ist.

DocCheck Guano hat planmäßig kaum Umsatzerlöse realisiert und das planmäßige Ergebnis von -200 TEUR erreicht. Dies ist Ausdruck der Investitionen in das neue Geschäftsfeld.

Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 21,5 Millionen Euro für 2015 mit einem tatsächlichen Umsatz von 26,8 Millionen Euro deutlich übertroffen werden. Die zusätzlichen Kosten in den Bereichen Personal und Marketing haben sich offenbar ausgezahlt, denn das EBIT liegt mit 4,0 Millionen Euro erheblich über der prognostizierten und erwarteten Größenordnung von 2,0 bis 2,3 Millionen Euro.

9 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns stieg im Vergleich zu 2014 leicht von 23,5 Millionen Euro auf 26,2 Millionen Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag nahezu unverändert bei 8,6 Millionen Euro, im Vergleich zu 8,8 Millionen Euro zu Ende 2014.

Die DocCheck AG besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposition "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2015 betrug unverändert ca. 2,8 Millionen Euro.

DocCheck verfügt über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (im Vorjahr: 0,3 Millionen Euro).

DocCheck besitzt 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2015 ca. 1,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,6 Millionen Euro).

Die DocCheck AG hält derzeit zwei Anleihen, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis Ba3 (Non-Investment Grade) haben. Eine dritte Anleihe (Asklepios Kliniken) hat kein Rating. Insgesamt sind zu Nennwerten 1,0 Millionen Euro investiert, davon 0,5 Millionen Euro in Anleihen mit einem Emittenten- oder Anleihen-Rating im Non-Investment Grade bzw. ohne Rating. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2016 bis 2018. Eine Anleihe mit Fälligkeit 2020 wurde im Oktober 2015 wegen drohenden Wertverfalls vollständig veräußert.

Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen EUR (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), Aktien mit einem Verkehrswert von 956 TEUR (im Vorjahr: 686 EUR) (Bilanzierung zum Fair Value) und Immobilienbesitz im Buchwert von 805 TEUR (im Vorjahr: 831 TEUR).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck Guano AG und Breadcrub GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 2,7 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro deutlich gestiegen und korreliert mit der verbesserten Umsatzsituation.

Der Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 106 TEUR (im Vorjahr: 37 TEUR) - von 1,4 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro leicht rückläufig. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 1,1 Millionen Euro leicht auf 0,9 Millionen Euro reduziert. Hintergrund ist die Fertigstellung zahlreicher Kundenprojekte noch vor dem Stichtag. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist nach Wertberichtigungen leicht um 36 TEUR auf 741 TEUR im Jahr 2015 gestiegen (im Vorjahr: 705 TEUR). Es handelt sich um die üblichen Schwankungen der Bestände, sowie um Bestände für einen unmittelbar nach dem Stichtag auszuführenden größeren Auftrag. Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch einmal deutlich von 4,8 Millionen Euro auf jetzt 6,3 Millionen Euro. Der Anstieg geht hauptsächlich auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Zunahme der Steuerrückstellungen zurück. Die erhaltenen Anzahlungen sind um rund 0,4 Millionen Euro rückläufig. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 18,6 Millionen Euro auf 19,7 Millionen Euro zum Jahresende 2015.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 75 Prozent (im Vorjahr: 79 Prozent). Der Konzern ist damit, abgesehen von den erhaltenen Anzahlungen im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2015 nicht erfolgt und für 2016 mit Ausnahme der DocCheck Guano AG nicht geplant.

Wesentliche Investitionen wurden in 2015 hauptsächlich für den 6. Bauabschnitt am Standort Köln getätigt. Zum 31. Dezember 2015 wurden Investitionen im Volumen von 1,1 Millionen Euro aktiviert. Die DocCheck Guano AG hat einen sechsstelligen Betrag in vier Kapitalerhöhungen ihrer Beteiligungsunternehmen investiert.

Die liquiden Mittel des Konzerns werden im Rahmen eines Cashpoolings durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2015 wurde, wie auch in den Vorjahren, ein positiver operativer Cash Flow erzielt. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes also nicht beansprucht.

10 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

10.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2016

Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360-Grad-Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2016 einen leicht rückläufigen Umsatz von 12,2 Millionen Euro und ein deutlich niedrigeres EBIT in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.

Für Breadcrumb werden keine relevanten Kosten und Umsätze erwartet.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2016 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz von ca. 4,3 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2016 liegt bei 0,5 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber 2015 bedeutet.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2016 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2016 weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich weiter rückläufig entwickeln, diese ist aber nur in organischem Umfang zu erwarten und in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2016 mit 7,6 Millionen Euro deutlich rückläufig sein, bei einem leicht positiven EBIT von 200 TEUR. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Investitionen in die Software- und Personal-Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und sich zügig amortisieren. Darüber gehen wir davon aus, dass die Großhandelsgeschäfte des Jahres 2015 in diesem Umfange nicht wieder zu verzeichnen sein werden. Weitere Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes um etwa ein Viertel.

Für DocCheck Guano ist für 2016 kein Umsatz geplant, da es in 2016 kein MESH-Camp geben wird. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -0,1 Millionen Euro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Marketing- und Personalkosten.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2016 mit einem leicht rückläufigen Umsatz von 24,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Rekordjahres 2015, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 75 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2016 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen.

10.2 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.

Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

Markt | Kunden
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

10.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge.

Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasi-staatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig -Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck-Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.

Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2015 weniger spürbar. Das zum 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert. Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2015 nicht zu beobachten.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2016 können weitreichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit rückläufigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen von bis zu 500 TEUR pro Jahr führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind beim DocCheck Shop zwei reine Außendienstmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere mit langfristiger Perspektive.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotentiale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

10.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben. Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

10.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2015 stabil gehalten werden.

Risiken

Für das Geschäftsjahr 2016 könnte eine steigende Inflation bzw. auch eine stark steigende Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation, Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen wird und in Dollar abgerechnet wird.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.

10.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG und antwerpes ag.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei Mitarbeiten den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

10.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist auf Grund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.

Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2016 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist u.a. in Anleihen investiert, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben, bzw. gar kein Rating haben (Asklepios Kliniken).

Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck-Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotentiale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

11 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

11.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Ende 2015 beschäftigt die DocCheck AG 26 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 24). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

Geschäftsführung
Rechnungswesen
Controlling
Facility-Management
Human Resources
Organisationsentwicklung
Corporate Communications
Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.

Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden:

Die Umsatzerlöse der DocCheck AG betrugen in 2015 3,8 Millionen Euro - gegenüber 3,3 Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 104 TEUR (im Vorjahr: 34 TEUR). Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus Erträgen aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Auf die Edelmetallbestände wurden in 2015 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 282 TEUR vorgenommen wegen voraussichtlich nicht nur vorübergehender Wertminderung (im Vorjahr: 26 TEUR).

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 88 TEUR (im Vorjahr: 198 TEUR) sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 4,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,5 Millionen Euro). Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 4,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 2,5 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro angestiegen. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 57 Cent (Vorjahr: 34 Cent).

Die Gesellschaft besitzt eine Immobilie zur Nutzung durch eine Tochtergesellschaft im Buchwert von 0,8 Millionen Euro (im Vorjahr: 0,8 Millionen Euro). Der Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr von 8,5 Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro. Die DocCheck AG hat in 2015 Aktien im Wert von 0,3 Millionen Euro erworben.

Die Bilanzsumme der DocCheck AG ist gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro angestiegen (im Vorjahr: 23,9 Millionen). Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 22,8 Millionen Euro (im Vorjahr: 21,7 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote der DocCheck ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und beträgt nunmehr 89% (im Vorjahr: 91%).

11.2 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 20. Mai 2015 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 35 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 21. Mai 2015 und betrug 1.746.435,60 Euro für 4.989.816 Aktien.

11.3 Stock Options

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019 möglich.

12 Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um-und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online-Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.

Für das Beteiligungscontrolling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.

13 Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2015
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 20.000
Helmut Rieger, CCO 58.667 44.000 14.667 8.000
Summe 301.997 227.330 74.667 28.000

Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2014
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.306 183.306 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 53.333 40.000 13.333 0
Summe 296.639 223.306 73.333 0

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 302 TEUR (im Vorjahr: 297 TEUR). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Dementsprechend wurde der Basispreis für eine Aktie auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung bei 2,45 EUR je Option.

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 13.200 6.000 7.200
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von insgesamt 60 TEUR (im Vorjahr: 53 TEUR) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt.

14 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2015 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zweck des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Zum 31. Dezember 2015 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2015 waren insgesamt 46.000 Aktienoptionen aus einer Tranche zugeteilt.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, 7. März 2016

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVSEITE

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EUR EUR 31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.820,00 45.686,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 52.820,00 3.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 805.480,07 828.022,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 169.073,00 183.820,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 903.708,00 518.129,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.080.097,00 36.464,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.090,27 170.899,74
6. Anlage in Edelmetallen 3.220.600,31 6.232.048,65 3.502.159,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.372.378,05 5.372.378,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 100.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.021.254,84 8.493.632,89 14.778.501,54 3.294.904,98
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.713.232,57 503.126,16
2. Sonstige Vermögensgegenstände 25.886,48 1.739.119,05 187.038,45
II. Sonstige Wertpapiere 739.747,33 584.393,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.266.153,24 10.745.019,62 8.497.506,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.036,67 58.213,18
25.585.557,83 23.885.741,78
PASSIVSEITE
EUR EUR 31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 4.989.816,00
Bedingtes Kapital EUR 498.981,00 (Vorjahr: EUR 498.981,00)
II. Kapitalrücklage 13.946.541,60 13.927.915,60
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 39.166,10 39.166,10
2. Andere Gewinnrücklagen 32.447,39 71.613,49 32.447,39
IV. Bilanzgewinn 3.827.509,17 22.835.480,26 2.711.997,45
- davon Gewinnvortrag EUR 965.561,85 (Vorjahr: EUR 1.036.912,22)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.183.786,00 277.077,00
2. Sonstige Rückstellungen 436.327,33 1.620.113,33 299.018,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 147.704,14 88.517,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 528.194,53 991.020,71
3. Sonstige Verbindlichkeiten 454.065,57 528.765,61
- davon aus Steuern EUR 412.388,39 (Vorjahr: EUR 498.718,09)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 742,50 (Vorjahr: EUR 855,12)
1.129.964,24
25.585.557,83 23.885.741,78

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

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EUR 2015

EUR
2014

EUR
1. Umsatzerlöse 3.825.314,22 3.251.606,87
2. Sonstige betriebliche Erträge 103.979,82 34.128,15
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.113,37 -8.169,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -62.725,91 -64.839,28 -46.370,72
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.242.622,08 -1.005.488,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -241.349,70 -1.483.971,78 -200.678,76
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -656.258,69 -402.050,37
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.947.331,40 -1.648.668,81
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.694.809,87 2.542.900,10
8. Aufwendungen aus der Verlustübernahme -230.746,82 -93.156,11
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 59.061,80 122.375,42
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 500,00 (Vorjahr: EUR 49,32)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.908,64 75.443,24
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 9.420,57 (Vorjahr: EUR 15.749,77)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -57.764,32 -76.021,18
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.271.162,06 2.545.849,72
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.409.214,74 -870.764,49
15. Jahresüberschuss 2.861.947,32 1.675.085,23
16. Gewinnvortrag 965.561,85 1.036.912,22
17. Bilanzgewinn 3.827.509,17 2.711.997,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

der DocCheck AG, Köln

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die DocCheck AG erfüllt zum 31. Dezember 2015 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2015 angewandt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG sowie der ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2015 unverändert fortgeführt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.

Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 19 bis 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 6 bis 20 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 10 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 10 und 20 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 410 EUR, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 31 TEUR angeschafft (im Vorjahr: 7 TEUR).

Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren angeschafften Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung ganz oder teilweise in Folgeperioden wieder, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei einem Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt. Für den Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Personalaufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfasst und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Zeitwerts ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.

Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu ermittelt und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von aktuell 32,5 % (im Vorjahr: 32,5 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Investitionen in den Ausbau eines neuen Gebäudeabschnitts in Höhe von 974 TEUR vorgenommen, die über die Restlaufzeit des Mietvertrages einschließlich Verlängerungsoption abgeschrieben werden.

Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold-, Silber- und Platinbestände werden unter dem Posten "Anlage in Edelmetallen" ausgewiesen. Die Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2015 weiterhin aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Bei den Silberbeständen wurde die Abschreibung des Vorjahres beibehalten, da sich der Stichtagskurs auf Vorjahresniveau bewegt. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände ausgegangen.

Die Bilanzwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von 100 TEUR an die DocCheck Guano AG. Das Darlehen hat eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren und wird verzinst.

Der Posten Wertpapiere des Anlagevermögens setzt sich zum 31. Dezember 2015 aus drei (im Vorjahr: vier) Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 57 TEUR (im Vorjahr: 18 TEUR) und resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach der Effektivzinsmethode sowie aus der unterjährigen Abschreibung einer inzwischen abgegangenen Anleihe auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zum Bilanzstichtag liegt der Börsenkurs von einer Unternehmensanleihe um 4 TEUR unter dem Buchwert. Eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 S. 3 HGB ist unterblieben, da nicht von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.713 TEUR (im Vorjahr: 503 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 1.191 TEUR (im Vorjahr: 46 TEUR). Weitere Forderungen in Höhe von 522 TEUR (im Vorjahr: 457 TEUR) resultieren aus fünf (im Vorjahr: vier) gewährten Darlehen gegenüber der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Von diesen Darlehensforderungen haben 110 TEUR (im Vorjahr: 234 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 26 TEUR (im Vorjahr: 187 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 1 TEUR (im Vorjahr: 58 TEUR).

4. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 4.989.816,00 EUR (im Vorjahr: 4.989.816,00 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.

b. Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2015 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

c. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2020 um bis zu insgesamt EUR 2.494.908,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.

d. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

e. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 3.752 TEUR (im Vorjahr: 3.752 TEUR).

f. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2015 19 TEUR in die Kapitalrücklage eingestellt. Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB damit auf 19 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).

g. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.261 TEUR (im Vorjahr: 9.261 TEUR).

h. Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG

Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 914 TEUR (im Vorjahr: 914 TEUR).

i. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Gesetzliche Rücklage 39 39
andere Gewinnrücklagen 33 33
Summe 72 72

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Abschluss- und Prüfungskosten 114 114
Tantiemen und Provisionen (kurzfristig) 151 99
Tantiemen und Provisionen (langfristig) 60 0
Aufsichtsratsvergütung 62 41
Urlaub 38 40
Berufsgenossenschaft 3 3
Sonstige 8 2
Summe 436 299

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 148 TEUR (im Vorjahr: 89 TEUR) und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 528 TEUR (im Vorjahr: 991 TEUR) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Umsatzsteuer 386 481
Lohn- und Kirchensteuer 26 18
Abgrenzung Mietzahlungen 11 13
Lohn und Gehalt 4 2
Soziale Sicherheit 1 1
Sonstige 26 14
Summe 454 529

Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2015 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Zum 31. Dezember 2015 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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TEUR
Aus Miete 2.623
Aus Leasingverhältnissen 10
Sonstige 15
Summe 2.648
- davon fällig innerhalb eines Jahres 596
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 2.322
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0

Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse KölnBonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH ebenfalls in die zentrale Liquiditätsdisposition aufgenommen.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von insgesamt 3.825 TEUR (im Vorjahr: 3.252 TEUR) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
antwerpes ag 2.610 2.160
DocCheck Medical Services GmbH 939 842
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 213 196
DocCheck Guano AG 58 43
Breadcrumb GmbH 5 1
Sonstige 0 10
Summe 3.825 3.252

Die Umsatzerlöse wurden in 2015 ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 104 TEUR (im Vorjahr: 34 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens 76 0
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 17 18
Erlöse aus dem Verkauf Sachanlagevermögen 8 1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 7
Zuschreibungen des Anlagevermögens 0 6
Übrige 3 2
Summe 104 34

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne von § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB auf Edelmetallbestände in Höhe von 282 TEUR (im Vorjahr: 26 TEUR).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Raumkosten 716 707
Verwaltungsaufwendungen 252 192
Wartungen und Reparaturen 184 97
Rechts- und Beratungskosten 103 85
Reisekosten 99 94
Marketingzuschuss DocCheck Shop 97 100
Personalbeschaffung 69 34
Aufsichtsratsvergütungen 60 53
Hauptversammlungskosten 54 37
Fortbildungen 52 21
Internetkosten 45 54
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 40 31
Fahrzeugkosten 37 37
Börsenpräsenz 22 18
Übrige 117 88
Summe 1.947 1.648

5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen 59 TEUR (im Vorjahr: 122 TEUR) und betreffen Zinserträge.

6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 58 TEUR (im Vorjahr: 76 TEUR) betreffen Unternehmensanleihen und Aktien.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.409 TEUR (im Vorjahr: 871 TEUR) setzen sich aus der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 683 TEUR (im Vorjahr: 421 TEUR) und der Gewerbesteuer in Höhe von 726 TEUR (im Vorjahr: 450 TEUR) zusammen.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2015 aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 23 TEUR (im Vorjahr: 14 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 % (im Vorjahr: 32,5 %), der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.

Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen für Personalkosten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens. Zukünftig nutzbare steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.

8. Gewinnausschüttung

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 20. Mai 2015 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1.746 TEUR vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 966 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

C. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 26 (im Vorjahr: 24) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Verwaltungsmitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2015 folgende Mitglieder:

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Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand) Breadcrumb GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft, CCO Kaufmann DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) DocCheck Guano AG, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
Aufsichtsrat
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt Aufsichtsratsvorsitzender -
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, Professorin an der Fachhochschule Dortmund, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)

Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2015

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen 31.12.2015
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.330 183.330 60.000 20.000* 49.020
Helmut Rieger, CCO 58.667 44.000 14.667 8.000 19.608
Summe 301.997 227.330 74.667 28.000 68.628

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Name des Vorstands Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2015 Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeitsprämie 31.12.2015 Davon als Aufwand erfasst 2015
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 158.017 207.037 35.759
Helmut Rieger, CCO 19.608 63.207 14.303
Summe 177.625 270.244 50.062

* Dr. Antwerpes wurde vom Aufsichtsrat eine Zusage über die Gewährung von insgesamt 60.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 erteilt. Diese Optionen werden in drei jährlichen Tranchen zu jeweils 20.000 Aktienoptionen ab dem Geschäftsjahr 2015 ausgegeben. Für die beiden Tranchen 2016 und 2017 sind Bezugskurs und Basispreis vom Aufsichtsrat jeweils zum Zeitpunkt der Optionsgewährung der jeweiligen Tranche durch Aufsichtsratsbeschluss und gesonderten Vertrag erneut festzulegen.

Vorstandsvergütung 2014

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2014
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.306 183.306 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 53.333 40.000 13.333 0
Summe 296.639 223.306 73.333 0

Der Vorstand Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütung 2015

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 30.000 12.000 18.000
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 15.000 6.000 9.000
Winfried Leimeister 15.000 6.000 9.000
Summe 60.000 24.000 36.000

Aufsichtsratsvergütung 2014

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Name des Aufsichtsrats Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende 13.200 6.000 7.200
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 2 TEUR (brutto) (im Vorjahr: 1 TEUR).

4. Konzernabschluss

Die DocCheck AG stellt zum 31. Dezember 2015 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards auf, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Anteilsbesitz

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteilgungsquote zum 31.12.2015 Eigenkapital zum 31.12.2015 (in TEUR) Jahresergebnis 2015 (in TEUR)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100% 643 01)
antwerpes ag, Köln 100% 298 01)
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 01)
Breadcrumb GmbH, Köln 100%2) 25 03)
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 57,5% 615 -264
PatientZero Games GmbH, Hamburg 25,5%4) 345) 6) -6)

1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

2) über die antwerpes ag

3) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag

4) über die DocCheck Guano AG

5) Stammkapital in TEUR

6) Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschluss lagen noch keine aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vor.

6. Aktienbasierte Vergütungen

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:

Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.

Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.

Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Dementsprechend wurde der Basispreis für eine Aktie auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert.

Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:

Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)

Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 EUR je Option.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 19 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).

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2015 2014
Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode 0 0
Neuzusagen 46.000 0
Verfallen 0 0
Ausgeübt 0 0
Erloschen -2.000 0
Ausstehende Optionen zum Ende der Periode 44.000 0
davon ausübbar zum Ende der Periode 0 0

Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 60 TEUR gebildet (im Vorjahr: 0 TEUR).

7. Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

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2015

TEUR
2014

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 51 50
Steuerberatungsleistungen 0 0
Summe 51 50

D. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.831.582,77 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 7. März 2016

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Wert 31.12.2015

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 488.719,12 36.137,55 0,00 0,00 524.856,67
2. Geleistete Anzahlungen 3.000,00 0,00 3.000,00 0,00 0,00
491.719,12 36.137,55 3.000,00 0,00 524.856,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken 927.588,90 0,00 0,00 0,00 927.588,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 207.540,04 0,00 0,00 0,00 207.540,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.687.308,67 597.800,86 150.919,77 26.560,00 2.160.749,76
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.778.156,14 973.652,10 3.773,30 144.339,74 2.892.374,68
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 170.899,74 53.090,27 0,00 -170.899,74 53.090,27
6. Anlage in Edelmetalle 4.087.030,00 0,00 0,00 0,00 4.087.030,00
8.858.523,49 1.624.543,23 154.693,07 0,00 10.328.373,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.833.321,64 0,00 0,00 0,00 5.833.321,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 3.305.127,28 2.000.000,00 2.261.452,75 0,00 3.043.674,53
9.238.448,92 2.000.000,00 2.261.452,75 0,00 8.976.996,17
Gesamtsumme 18.588.691,53 3.660.680,78 2.419.145,82 0,00 19.830.226,49

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Abschreibung
Wert 01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Wert 31.12.2015

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 443.033,12 29.003,55 0,00 472.036,67
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
443.033,12 29.003,55 0,00 472.036,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken 99.566,83 22.542,00 0,00 122.108,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.720,04 14.747,00 0,00 38.467,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.179,67 234.047,86 146.185,77 1.257.041,76
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.741.692,14 74.358,84 3.773,30 1.812.277,68
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Anlage in Edelmetalle 584.870,25 281.559,44 0,00 866.429,69
3.619.028,93 627.255,14 149.959,07 4.096.325,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 460.943,59 0,00 0,00 460.943,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 10.222,30 56.635,14 44.437,75 22.419,69
471.165,89 56.635,14 44.437,75 483.363,28
Gesamtsumme 4.533.227,94 712.893,83 194.396,82 5.051.724,95

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Bilanz
Wert 31.12.2015

EUR
Wert 31.12.2014

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.820,00 45.686,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.000,00
52.820,00 48.686,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken 805.480,07 828.022,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 169.073,00 183.820,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 903.708,00 518.129,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.080.097,00 36.464,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.090,27 170.899,74
6. Anlage in Edelmetalle 3.220.600,31 3.502.159,75
6.232.048,65 5.239.494,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.372.378,05 5.372.378,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 100.000,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 3.021.254,84 3.294.904,98
8.493.632,89 8.767.283,03
Gesamtsumme 14.778.501,54 14.055.463,59

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die DocCheck AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 7. März 2016

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Bitz, Wirtschaftsprüfer

gez. Seifert, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Köln, 7. März 2016

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 10. Februar, 25. März und 20. Mai sowie fernmündlich am 9. November 2015. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2015 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

zum Jahresabschluss 2014 und 2015
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
zur Schließung der Niederlassung in Eilenburg
zum Stock Options-Programm
zur bevorstehenden MAR (Market Abuse Regulation)

Beratungen

zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im Februar
zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015
zum Stock Options-Programm
zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
zu den Auswirkungen der MAR (Market Abuse Regulation)

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 28. Mai 2014 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2015 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2015 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 17. März 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 17. März 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Stock Options-Programm

Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat den Aktienoptionsplan (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. Der Basispreis für eine Aktie wurde entsprechend des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25. Mai 2012 auf 4,34 Euro und der Bezugskurs auf 4,30 Euro festgelegt. Es wurden an sieben Berechtigte Stock Options Verträge mit insgesamt 46.000 Optionen ausgegeben.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 20. Mai 2015 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2015 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,35 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 20. Mai 2015 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,35 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2016 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im März 2016

Dr. Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2015 in Höhe von 3.827.509,17 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie.

Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs. 1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.831.582,77 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2015 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 7. März 2016

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger