AI assistant
DocCheck AG — Annual Report 2015
Mar 30, 2016
4574_10-k_2016-03-30_98525c4c-3186-4f49-bbe9-83127c70c090.pdf
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Köln
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Jahresfinanzbericht 2015
DocCheck AG
INHALT
Kennzahlen
- 1 Konzernlagebericht
- 2 Konzernbilanz
- 3 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 4 Konzerngesamtergebnisrechnung
- 5 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
- 6 Konzernkapitalflussrechnung
- 7 Konzernanhang
- 8 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
- 9 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
- 10 Bilanzeid
- 11 Bericht des Aufsichtsrats
- 12 Vorschlag Verwendung Bilanzgewinn
Impressum
KENNZAHLEN 2015
| DocCheck Konzern | 2015 in EUR |
2014 in EUR |
Veränderung in EUR |
Veränderung in Prozent |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 26.803.655,11 | 19.890.520,95 | 6.913.134,16 | 34,76% |
| davon antwerpes | 13.979.745,68 | 9.672.922,91 | 4.306.822,77 | 44,52% |
| davon DocCheck | 3.969.117,31 | 3.427.244,93 | 541.872,38 | 15,81% |
| davon DocCheck Shop | 9.154.854,25 | 7.084.836,91 | 2.070.017,34 | 29,22% |
| Gesamtleistung | 26.543.540,30 | 20.426.906,65 | 6.116.633,65 | 29,94% |
| EBIT | 4.033.819,51 | 2.337.414,48 | 1.696.405,03 | 72,58% |
| EBITDA | 4.802.839,87 | 2.995.318,08 | 1.807.521,79 | 60,34% |
| Konzerngewinn | 2.880.799,71 | 1.693.769,53 | 1.187.030,18 | 70,08% |
| Ergebnis pro Aktie | 0,58 | 0,34 | 0,24 | 70,59% |
| Bestand liquide Mittel 31.12. | 8.585.375,14 | 8.759.599,89 | -174.224,75 | -1,99% |
| Anzahl Mitarbeiter 31.12. | 213 | 205 | 8 | 3,90% |
Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2015
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1
Aufbau und Struktur des Konzerns
Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln sowie ihren Tochtergesellschaften:
- antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
- DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
- DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
- DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch.
Die antwerpes ag hat ihrerseits eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit Sitz in Köln. Die weiteren Ausführungen betreffend die antwerpes ag gelten gleichfalls für die Breadcrumb GmbH, soweit nicht anders erläutert. Die Breadcrumb GmbH gehört zum Konzernsegment "antwerpes".
Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.
Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).
Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und unterhielt bis zum 30. September 2015 eine Niederlassung in Eilenburg (Sachsen). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes.
Die DocCheck Guano AG hat im Dezember 2015 eine Beteiligung in Höhe von 25,5% an der PatientZero Games GmbH, Hamburg, erworben.
2
Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert.
Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:
- DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
- antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot im deutschsprachigen Raum: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand.
2.1 DocCheck
Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:
- die DocCheck Medical Services GmbH,
- die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
- die DocCheck Guano AG.
2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")
Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:
DocCheck Media (Direktmarketing)
Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2015 erreichte Doc-Check für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) 14,8 Millionen Page Impressions (im Vorjahr: 13,2 Millionen) und 6,5 Millionen Besuche (im Vorjahr: 5,5 Millionen). Damit konnte DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per Email. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).
DocCheck Research (Marktforschung)
DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland – mit mehr als 209.000 Teilnehmern, davon allein ca. 77.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.
DocCheck bMail (Direktmarketing)
DocCheck bMail erreicht über 182.900 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.
DocCheck Industry
In diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten.
DocCheck Paid Content
Der Bereich Paid Content entwickelt das DocCheck multeBook sowie Apps für die Anwendung auf dem Smartphone. Beide Produkte werden insbesondere über die Appstores von Apple und Google vertrieben. Beim multeBook handelt es sich um multimedial aufbereitete und mit dynamischen Inhalten angereicherte Fachbücher, die auf handelsübliche Tablets heruntergeladen werden können.
2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")
Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:
Internet
Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Sommer 2015 hat der DocCheck Shop auch den Vertrieb digitaler Produkte übernommen, der zuvor durch die DocCheck Medical Service GmbH betrieben wurde. Damit ist nun nahezu das gesamte Endkundengeschäft in den Händen des DocCheck Shop gebündelt.
Call-Center
DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.
Außendienst
Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst in den Großräumen Stuttgart und Leipzig bei den dort ansässigen Kunden präsent.
2.1.3 DocCheck Guano AG
Die DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an vier Start-ups.
Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier nominell von der Größe und dem investierbaren Kapital her eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.
2.2 antwerpes
Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit drei Units:
Campaigning
Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung der Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.
Digitale Kommunikation
Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, Programme für mobile Endgeräte ("Apps") und seit dem Geschäftsjahr 2013 auch Leistungen im Bereich Physical Computing. Search Engine Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM) runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM, während die zweite Unit sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen befasst.
Public Relations und Social Media
Public Relations und Social Media ergänzen das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.
Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.
3
Steuerungssystem
Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).
Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der Doc-Check Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor.
Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.
Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.
Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting. Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert.
Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des Konzerns dar, entziehen sich jedoch auf Grund der geringen Beteiligungsquoten dem direkten Einfluss des DocCheck Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte definiert um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innert drei Monaten nach Jahresende vorzulegen sind oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung, eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im Bedarfsfall weiter.
4
Forschung und Entwicklung
Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der Doc-Check-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die Doc-Check-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.
WIRTSCHAFTSBERICHT
5
Markt und Wettbewerb
5.1 Kernmarkt
Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2013 bei 11,2 Prozent (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil bleibt relativ konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2012 noch einmal um 12 Mrd. Euro zugelegt. Die Prokopf-Ausgaben betrugen damit 2013 3.910 EUR, im Vergleich zu 3.770 EUR in 2012.
Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. Die Potentiale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch gar nicht absehbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite schreitet jedoch unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern.
In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.
5.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen
Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern – und damit auch bei deren Zulieferern – für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2016 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit einer weiterhin überdurchschnittlichen Anzahl von Arzneimittel-Neueinführungen.
Damit ist zumindest bei den Neueinführungen mit konstantem Geschäft zu rechnen. In welchem Umfang der DocCheck Konzern davon profitieren kann, bleibt abzuwarten.
Für das Jahr 2016 wird nach einer Prognose der Agenturgruppe KOM ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,0 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss.
Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.
5.3 Wettbewerb
Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:
antwerpes
Gemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes auf Platz 25 zu den größeren Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Knowhows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.
DocCheck
DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
- Verlage
- Marktforschungsunternehmen
- Direktmarketingdienstleister
- andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.
Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2015 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals – vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten – auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.
Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen Verteiler von mehr als 182.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.
Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck hauptsächlich mit den Anbietern anderer medizinischer Apps bzw. klassischen Verlagen im Bereich des multeBooks.
DocCheck Shop
Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.
Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.
6
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2015 verlief in geordneten Bahnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Umsatzwachstum im Konzern um 35% von 19,9 Millionen Euro auf nun 26,8 Millionen Euro zu verzeichnen. Das EBIT nimmt dabei um 73% von 2,3 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro zu. Das Ergebnis ist belastet durch 0,3 Millionen Euro Kosten für die Schließung des Standortes Eilenburg der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und 0,1 Millionen Euro Kosten aus der Neubewertung des Warenbestandes derselben Gesellschaft.
Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2015 besser entwickelt als erwartet.
7
Nachtragsbericht
Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.
8 Ertragslage
8.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern
Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2015 um 35 Prozent von 19,9 auf 26,8 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 31% von 13,2 Millionen Euro auf 17,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen durch realisierte Kursgewinne bei Aktienverkäufen und der Auflösung von Rückstellungen von 120 TEUR auf 288 TEUR. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von 10,9 Millionen Euro auf 13,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände stiegen u.a. wegen höherer Ausgaben für freiberufliche Mitarbeiter und steigenden Marketingausgaben von 2,6 auf 3,4 Millionen Euro. Die Abschreibungen stiegen von 0,7 auf 0,8 Millionen Euro. Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2015 nicht an (im Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Dafür wurden 0,3 Millionen Euro auf die Edelmetallbestände in der Doc-Check AG abgeschrieben. Der Personalaufwand stieg um 19% von 7,6 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 4,0 Millionen Euro erneut deutlich über Vorjahr (2,3 Millionen Euro). Das Zinsergebnis sank wegen sinkender Zinseinnahmen aus liquiden Mitteln von 0,21 Millionen Euro auf 0,14 Millionen Euro. Analog zum EBIT ist das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitenanteilen deutlich von 2,6 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro gestiegen. Der Konzerngewinn steigt von 1,7 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 58 Cent (im Vorjahr: 34 Cent).
8.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS
Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):
antwerpes
Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete ein kräftiges Wachstum beim Umsatz von 9,7 Millionen Euro auf 14,0 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal gesteigert werden. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 11,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 8,5 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum ist dabei stärker als das Wachstum des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 11 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag im Jahresdurchschnitt bei 84 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (87 Prozent). Wie im Jahr 2014 gab es auch im Jahr 2015 keine Phasen schwacher Auslastung zu verzeichnen. Die hohe Auslastung ist vor dem Hintergrund des kräftig gewachsenen Personalstamms von besonderer Bedeutung. Die Kombination aus mehr Personal und gleichbleibend hoher Auslastung ist der Hauptgrund für das stark verbesserte Ergebnis. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2015 um 20 Prozent von 3,7 Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 26 Prozent von 2,4 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und macht in 2015 erneut den wesentlichen Teil der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum und Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert aus dem verstärkten Einsatz freier Mitarbeiter. Mit insgesamt 7,4 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2014 um 22 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 (6,1 Millionen Euro).
Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 4,3 Millionen Euro gegenüber 2,4 Millionen Euro im Jahr 2014.
DocCheck
Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz wuchs um 16% von 3,4 Millionen Euro in 2014 auf 4,0 Millionen Euro in 2015. Das Umsatzwachstum resultiert aus einem gleichmäßigen Wachstum über alle Geschäftsbereiche. Lediglich der Bereich Paid Content weist einen Umsatzrückgang auf, da dort in 2015 der Fokus auf einer Umstrukturierung der Geschäftsaktivitäten lag. Teile des Geschäftes wurden an die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH abgegeben, was die personellen Kapazitäten stark gebunden hat.
Der Rohertrag steigt parallel zum Umsatz um 18% von 2,7 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2015 in leicht geringerem Umfang als der Rohertrag, nämlich um 15 Prozent von 1,3 auf 1,5 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den Kernbereichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen in ähnlichem Tempo wie der Rohertrag, und zwar um 23% von 1,0 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro. Maßgeblich für den Anstieg sind Marketing- und Messekosten sowie Kosten der Personalbeschaffung. Für das Gesamtjahr 2015 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 0,5 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,4 Millionen Euro).
Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 2,8 Millionen Euro in 2014 auf 3,5 Millionen Euro in 2015. Auch hier ist ein gleichmäßiges Wachstum in allen Bereichen zu konstatieren, mit Ausnahme des Bereichs Paid Content.
Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, im Jahresmittel nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 63 Prozent in 2015 wieder über dem Niveau von 56 Prozent in 2014. Die Phasen niedriger Auslastung lagen hier jedoch am Beginn des Jahres. Durch die im Laufe des Jahres verbesserte Führungssituation hat die Auslastung im zweiten Halbjahr bei 69% gelegen, während sie im ersten Halbjahr noch unzureichende 52% betrug.
DocCheck Shop
Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop stieg stark von im Vorjahr 7,1 Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro in 2015. Dies entspricht einem Wachstum von 29 Prozent. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2015 von 3,0 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro (+25%). Der Rohertrag stieg spürbar von 2,2 Millionen Euro um 15% auf 2,5 Millionen Euro. Der Rohertrag ist um einen Betrag von 0,1 Millionen für Wertberichtigungen auf den Warenbestand belastet. Die DocCheck AG stellte erneut Marketingkostenzuschüsse in Höhe von 100 TEUR bereit. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2015 um 14% von 2,3 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro. Ursache sind Rückstellungen für in 2016 fällige Freistellungskosten und Abfindungen am Standort Eilenburg sowie höhere Marketingkosten. DocCheck Shop erzielte in 2015 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -262 TEUR (im Vorjahr: -155 TEUR).
DocCheck Guano AG
Guano erzielte in 2015 11 TEUR an Umsätzen im Vergleich zu 22 TEUR im Vorjahr. In beiden Jahren waren die Verkäufe von Tickets für das MESH Camp die einzige Erlösquelle. Die übrigen Aufwände in Höhe von 227 TEUR fielen im Wesentlichen an für das MESH Camp, Beratungskosten und die Konzernumlage. Kosten für eigenes Personal fielen keine an. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2015 -230 TEUR (im Vorjahr: -93 TEUR).
8.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen
Die antwerpes ag hat mit 14,0 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel in 2015 deutlich übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden, da es erfolgreich gelungen ist die gute Marktsituation zu nutzen und durch den Aufbau von Kapazitäten die stark steigende Zahl an Aufträgen reibungslos umzusetzen. Der Kapazitätsaufbau hat zusätzliche Kosten verursacht. Der effiziente Einsatz der zusätzlichen Ressourcen hat direkt auf das Ergebnis eingezahlt, das mit 4,3 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch liegt wie erwartet. Diese Entwicklung war aufgrund der geringen Auftragsvorschau nicht vorhersehbar. Die volle Wirkung der eingeleiteten Skalierungsmaßnahmen hat sich erst im vierten Quartal des Jahres 2015 entfaltet.
DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 4,0 Millionen Euro in 2015 exakt erreicht. Auch das EBIT liegt mit 0,5 Millionen Euro exakt auf Planniveau.
Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 7,6 Millionen Euro mit 9,2 Millionen Euro erheblich übertroffen. Der Online-Umsatz hat dazu beigetragen. Noch wichtiger waren jedoch Großhandelsgeschäfte mit einem einzelnen Kunden, die in 2015 rund 1,3 Millionen zum Umsatz beigetragen haben. Die Schließung des Standortes in Eilenburg sowie Wertberichtigungen auf den Warenbestand haben das Ergebnis deutlich belastet, so dass das Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses verfehlt und stattdessen ein negatives EBIT in Höhe von -262 TEUR auszuweisen ist.
DocCheck Guano hat planmäßig kaum Umsatzerlöse realisiert und das planmäßige Ergebnis von -200 TEUR erreicht. Dies ist Ausdruck der Investitionen in das neue Geschäftsfeld.
Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 21,5 Millionen Euro für 2015 mit einem tatsächlichen Umsatz von 26,8 Millionen Euro deutlich übertroffen werden. Die zusätzlichen Kosten in den Bereichen Personal und Marketing haben sich offenbar ausgezahlt, denn das EBIT liegt mit 4,0 Millionen Euro erheblich über der prognostizierten und erwarteten Größenordnung von 2,0 bis 2,3 Millionen Euro.
9
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns stieg im Vergleich zu 2014 leicht von 23,5 Millionen Euro auf 26,2 Millionen Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag nahezu unverändert bei 8,6 Millionen Euro, im Vergleich zu 8,8 Millionen Euro zu Ende 2014.
Der DocCheck Konzern besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposition "Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2015 betrug unverändert ca. 2,8 Millionen Euro.
DocCheck verfügt über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (im Vorjahr: 0,3 Millionen Euro).
DocCheck besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2015 ca. 1,3 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,6 Millionen Euro).
Die DocCheck AG hält derzeit zwei Anleihen, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis Ba3 (Non-Investment Grade) haben. Eine dritte Anleihe (Asklepios Kliniken) hat kein Rating. Insgesamt sind zu Nennwerten 1,0 Millionen Euro investiert, davon 0,5 Millionen Euro in Anleihen mit einem Emittenten- oder Anleihen-Rating im Non-Investment Grade bzw. ohne Rating. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2016 bis 2018. Eine Anleihe mit Fälligkeit 2020 wurde im Oktober 2015 wegen drohenden Wertverfalls vollständig veräußert.
Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen EUR (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), Aktien mit einem Verkehrswert von 956 TEUR (im Vorjahr: 686 EUR) (Bilanzierung zum Fair Value) und Immobilienbesitz im Buchwert von 805 TEUR (im Vorjahr: 831 TEUR).
Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag, DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck Guano AG und Breadcrub GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 2,7 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro deutlich gestiegen und korreliert mit der verbesserten Umsatzsituation.
Der Bestand an Vorräten im Konzern ist – unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 106 TEUR (im Vorjahr: 37 TEUR) - von 1,4 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro leicht rückläufig. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 1,1 Millionen Euro leicht auf 0,9 Millionen Euro reduziert. Hintergrund ist die Fertigstellung zahlreicher Kundenprojekte noch vor dem Stichtag. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist nach Wertberichtigungen leicht um 36 TEUR auf 741 TEUR im Jahr 2015 gestiegen (im Vorjahr: 705 TEUR). Es handelt sich um die üblichen Schwankungen der Bestände, sowie um Bestände für einen unmittelbar nach dem Stichtag auszuführenden größeren Auftrag. Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch einmal deutlich von 4,8 Millionen Euro auf jetzt 6,3 Millionen Euro. Der Anstieg geht hauptsächlich auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Zunahme der Steuerrückstellungen zurück. Die erhaltenen Anzahlungen sind um rund 0,4 Millionen Euro rückläufig. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 18,6 Millionen Euro auf 19,7 Millionen Euro zum Jahresende 2015.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 75 Prozent (im Vorjahr: 79 Prozent). Der Konzern ist damit, abgesehen von den erhaltenen Anzahlungen, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2015 nicht erfolgt und für 2016 mit Ausnahme der DocCheck Guano AG nicht geplant.
Wesentliche Investitionen wurden in 2015 hauptsächlich für den 6. Bauabschnitt am Standort Köln getätigt. Zum 31. Dezember 2015 wurden Investitionen im Volumen von 1,1 Millionen Euro aktiviert. Die DocCheck Guano AG hat einen sechsstelligen Betrag in vier Kapitalerhöhungen ihrer Beteiligungsunternehmen investiert.
Die liquiden Mittel des Konzerns werden im Rahmen eines Cashpoolings durch die Doc-Check AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.
Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2015 wurde, wie auch in den Vorjahren, ein positiver operativer Cash Flow erzielt. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes also nicht beansprucht.
10
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
10.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2016
Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360 Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.
Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2016 einen leicht rückläufigen Umsatz von 12,2 Millionen Euro und ein deutlich niedrigeres EBIT in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.
Für Breadcrumb werden keine relevanten Kosten und Umsätze erwartet.
Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2016 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz von ca. 4,3 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2016 liegt bei 0,5 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber 2015 bedeutet.
Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2016 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2016 weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich weiter rückläufig entwickeln, diese ist aber nur in organischem Umfang zu erwarten und in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2016 mit 7,6 Millionen Euro deutlich rückläufig sein, bei einem leicht positiven EBIT von 200 TEUR. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Investitionen in die Software- und Personal-Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und sich zügig amortisieren. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Großhandelsgeschäfte des Jahres 2015 in diesem Umfange nicht wieder zu verzeichnen sein werden. Weitere Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes um etwa ein Viertel.
Für DocCheck Guano ist für 2016 kein Umsatz geplant, da es in 2016 kein MESH-Camp geben wird. Das EBIT der Gesellschaft wird sich auf ca. -0,1 Millionen Euro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend aus Marketing- und Personalkosten.
Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2016 mit einem leicht rückläufigen Umsatz von 24,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Rekordjahres 2015, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.
Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 75 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2016 diesbezüglich – vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage – keine tiefgreifenden Veränderungen.
10.2 Risiken und Chancen
Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.
Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.
Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
- Markt | Kunden
- Systeme | Infrastruktur
- Kosten
- Human Resources
- Finanzen | Recht
10.2.1 Markt | Kunden
Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.
Risiken
Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasi-staatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.
Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann – auch kurzfristig – Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.
Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2015 weniger spürbar. Das zum 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AM-NOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert. Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2015 nicht zu beobachten.
Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2016 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfallund Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.
Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit rückläufigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen.
Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.
Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters, z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen von bis zu 500 Tsd. Euro pro Jahr führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind beim DocCheck Shop zwei reine Außendienstmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere mit langfristiger Perspektive.
Chancen
Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.
Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.
Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.
Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotentiale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.
10.2.2 Systeme | Infrastruktur
Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung.
Risiken
Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.
Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist.
Chancen
Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.
Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.
10.2.3 Kosten
Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2015 stabil gehalten werden.
Risiken
Für das Geschäftsjahr 2016 könnte eine steigende Inflation bzw. auch eine stark steigende Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen wird und in Dollar abgerechnet wird.
Chancen
Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.
10.2.4 Human Resources
Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.
Risiken
Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG und antwerpes ag.
Chancen
Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei Mitarbeiten den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.
In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.
10.2.5 Finanzen | Recht
Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.
Risiken
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist auf Grund der noch nicht etablierten Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich. Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen.
Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2016 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.
Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist u.a. in Anleihen investiert, die ein Moody´s-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben, bzw. gar kein Rating haben (Asklepios Kliniken).
Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren Optionen in der Zukunft verursachen.
Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.
Chancen
Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotentiale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.
11
DocCheck AG
Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
11.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG
Ende 2015 beschäftigt die DocCheck AG 26 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 24). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:
- Geschäftsführung
- Rechnungswesen
- Controlling
- Facility-Management
- Human Resources
- Organisationsentwicklung
- Corporate Communications
- Front-Office-Services
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.
11.2 Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 20. Mai 2015 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 35 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 21. Mai 2015 und betrug 1.746.435,60 Euro für 4.989.816 Aktien.
11.3 Stock Options
Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Der Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019 möglich.
12
Kontroll- und Risikomanagementsystem
Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.
Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen umund durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.
Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.
In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.
Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.
Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.
Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.
Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.
Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.
Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.
Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling.
Für das Beteiligungscontrolling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert, die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen statt.
Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.
Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.
13
Vergütungsbericht
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:
| Gesamt bezüge |
Davon fix |
Davon variabel |
Anzahl der gewährten Aktien optionen |
|
|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2015 |
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO | 243.330 | 183.330 | 60.000 | 20.000 |
| Helmut Rieger, CCO | 113.290 | 98.623 | 14.667 | 8.000 |
| Summe | 356.620 | 281.953 | 74.667 | 28.000 |
Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:
| Gesamt bezüge |
Davon fix |
Davon variabel |
Anzahl der gewährten Aktien optionen |
|
|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2014 |
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO | 243.306 | 183.306 | 60.000 | 0 |
| Helmut Rieger, CCO | 107.817 | 94.395 | 13.422 | 0 |
| Summe | 351.123 | 277.701 | 73.422 | 0 |
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
• Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
• Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern.
Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 302 TEUR (im Vorjahr: 297 TEUR). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.
Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) 2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
- Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
- Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Dementsprechend wurde der Basispreis für eine Aktie auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
- Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
- Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 EUR je Option.
Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:
| Gesamt | Davon | Davon | |
|---|---|---|---|
| bezüge | fix | variabel | |
| Name des Aufsichtsrats | EUR | EUR | EUR |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 30.000 | 12.000 | 18.000 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, | 15.000 | 6.000 | 9.000 |
| stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | |||
| Winfried Leimeister | 15.000 | 6.000 | 9.000 |
| Summe | 60.000 | 24.000 | 36.000 |
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen:
| Gesamt bezüge |
Davon fix |
Davon variabel |
|
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrats | EUR | EUR | EUR |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 26.400 | 12.000 | 14.400 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | |||
| Winfried Leimeister | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Summe | 52.800 | 24.000 | 28.800 |
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von insgesamt 60 TEUR (im Vorjahr: 53 TEUR) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.
Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt.
14 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2015 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.
Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.
Zum 31. Dezember 2015 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015) bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen.
Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der Doc-Check AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2015 waren insgesamt 46.000 Aktienoptionen aus einer Tranche zugeteilt, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
Köln, 9. März 2016
DocCheck AG Vorstand
Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger
DocCheck AG
Köln
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
| Aktiva | Anhang | 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
Passiva | Anhang | 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | Eigenkapital | III.13. | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | III.1. | 17.237,69 | 17.237,69 | Gezeichnetes Kapital | 4.989.816,00 | 4.989.816,00 | ||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | III.2. | 240.664,00 | 195.859,00 | Kapitalrücklage | 12.910.104,28 | 12.910.104,28 | ||
| Sachanlagen | III.3. | 3.157.633,34 | 1.859.257,81 | Gesetzliche Rücklage | 39.252,84 | 39.252,84 | ||
| Beteiligungen | III.4. | 776.491,95 | 251.360,00 | Übrige Gewinnrücklagen | 4.632.991,68 | 3.498.627,57 | ||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle | III.5. | 3.217.989,42 | 3.502.159,75 | Kapitalausgleichsposten | -3.245.569,91 | -3.245.569,91 | ||
| Wertpapiere, held-to-maturity | III.19. | 3.021.254,84 | 3.294.904,98 | Sonstige Rücklagen | 18.626,00 | 0,00 | ||
| Latente Steuern | IV.7. | 119.358,90 | 44.868,20 | Aktionärseigenkapital | 19.345.220,89 | 18.192.230,78 | ||
| 10.550.630,14 | 9.165.647,43 | Nicht beherrschende Anteile | 312.160,72 | 393.253,80 |
Langfristige Schulden
| Vorräte | III.6. | 1.262.628,85 | 1.416.845,71 | 301.129,72 | 145.090,05 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III.7. | 3.744.265,27 | 2.676.036,52 | Kurzfristige Schulden | |||
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo | Steuerschulden | III.12. | 1.183.786,00 | 277.077,00 | |||
| gegenüber Kunden | III.8. | 945.688,83 | 462.969,07 | Sonstige Rückstellungen | III.14. | 1.270.166,61 | 994.239,73 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | III.9. | 181.114,57 | 318.581,54 | Finanzschulden | III.15. | 0,00 | 25.071,67 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
146,33 | 1.534,25 | Erhaltene Anzahlungen | 1.451.994,50 | 1.860.700,76 | ||
| Wertpapiere, held-for-trading | III.10. | 956.327,22 | 685.547,86 | Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 00 | III.11. | 8.585.375,14 | 8.759.599,89 | gegenüber Kunden | III.8. | 45.840,05 | 76.251,15 |
| 15.675.546,21 | 14.321.114,84 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 00 | III.16. | 1.067.640,22 | 586.017,35 |
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | Eigenkapital | III.13. | |||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | III.1. | 17.237,69 | 17.237,69 | Gezeichnetes Kapital | 4.989.816,00 | 4.989.816,00 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | III.2. | 240.664,00 | 195.859,00 | Kapitalrücklage | 12.910.104,28 | 12.910.104,28 | |
| Sachanlagen | III.3. | 3.157.633,34 | 1.859.257,81 | Gesetzliche Rücklage | 39.252,84 | 39.252,84 | |
| Beteiligungen | III.4. | 776.491,95 | 251.360,00 | Übrige Gewinnrücklagen | 4.632.991,68 | 3.498.627,57 | |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle | III.5. | 3.217.989,42 | 3.502.159,75 | Kapitalausgleichsposten | -3.245.569,91 | -3.245.569,91 | |
| Wertpapiere, held-to-maturity | III.19. | 3.021.254,84 | 3.294.904,98 | Sonstige Rücklagen | 18.626,00 | 0,00 | |
| Latente Steuern | IV.7. | 119.358,90 | 44.868,20 | Aktionärseigenkapital | 19.345.220,89 | 18.192.230,78 | |
| 10.550.630,14 | 9.165.647,43 | Nicht beherrschende Anteile | 312.160,72 | 393.253,80 | |||
| 19.657.381,61 | 18.585.484,58 | ||||||
| Langfristige Schulden | |||||||
| Rückstellungen | 60.043,00 | 0,00 | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 39.933,10 | 0,00 | |||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | Latente Steuern | V.7. | 201.153,62 | 145.090,05 | |||
| Vorräte | III.6. | 1.262.628,85 | 1.416.845,71 | 301.129,72 | 145.090,05 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | III.7. | 3.744.265,27 | 2.676.036,52 | Kurzfristige Schulden | |||
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo | Steuerschulden | III.12. | 1.183.786,00 | 277.077,00 | |||
| gegenüber Kunden | III.8. | 945.688,83 | 462.969,07 | Sonstige Rückstellungen | III.14. | 1.270.166,61 | 994.239,73 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | III.9. | 181.114,57 | 318.581,54 | Finanzschulden | III.15. | 0,00 | 25.071,67 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
146,33 | 1.534,25 | Erhaltene Anzahlungen | 1.451.994,50 | 1.860.700,76 | ||
| Wertpapiere, held-for-trading | III.10. | 956.327,22 | 685.547,86 | Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 00 | III.11. | 8.585.375,14 | 8.759.599,89 | gegenüber Kunden | III.8. | 45.840,05 | 76.251,15 |
| 15.675.546,21 | 14.321.114,84 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 00 | III.16. | 1.067.640,22 | 586.017,35 | ||
| Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 00 |
III.19. | 516.402,76 | 187.417,86 | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 00 | III.17. | 731.834,88 | 749.412,12 | ||||
| 6.267.665,02 | 4.756.187,64 | ||||||
| 26.226.176,35 | 23.486.762,27 | 26.226.176,35 | 23.486.762,27 |
DocCheck AG
Köln
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | Anhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| 1. Umsatzerlöse | IV.1. | 26.803.655,11 | 19.890.520,95 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | IV.2. | 287.432,32 | 120.100,69 |
| 3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -260.114,81 | 536.385,70 | |
| 4. Materialaufwand | IV.3. | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
7.013.089,84 | 5.136.628,69 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.521.817,81 | 2.215.671,65 | |
| 9.534.907,65 | 7.352.300,34 | ||
| 5. Personalaufwand | IV.4. | ||
| a) Löhne und Gehälter | 7.698.391,73 | 6.414.061,50 | |
| b) soziale Abgaben | 1.406.216,82 | 1.205.834,87 | |
| 9.104.608,55 | 7.619.896,37 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlage- | |||
| vermögens und Sachanlagen sowie Edelmetalle | IV.5. | 769.020,36 | 468.655,26 |
| 7. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0,00 | 189.248,34 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | IV.6. | 3.388.616,55 | 2.579.492,55 |
| 9. Betriebsergebnis (EBIT) | 4.033.819,51 | 2.337.414,48 | |
| nachrichtlich: EBITDA |
4.802.839,87 | 2.995.318,08 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 13.466,39 | 10.106,21 | |
| 11. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten | 58.561,80 | 121.875,42 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Erträge | 143.391,37 | 164.255,19 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 58.281,99 | 76.671,71 | |
| 14. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.190.957,08 | 2.556.979,59 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | IV.7. | 1.391.250,45 | 905.259,79 |
| 16. Konzernjahresüberschuss | 2.799.706,63 | 1.651.719,80 | |
| 17. Anteil Aktionäre der DocCheck AG | 2.880.799,71 | 1.693.769,53 | |
| 18. Anteil nicht beherrschende Anteile | -81.093,08 | -42.049,73 | |
| Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) | IV.9. | 0,58 | 0,34 |
| Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) | IV.9. | 0,58 | 0,34 |
| Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) | 4.989.816 | 4.989.816 |
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 4.999.629 4.989.816
DocCheck AG Köln
| Konzerngesamtergebnisrechnung | 2015 EUR |
2014 EUR |
|
|---|---|---|---|
| I. | Konzernjahresüberschuss | 2.799.706,63 | 1.651.719,80 |
| II. | Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 |
| III. | Gesamtergebnis | 2.799.706,63 | 1.651.719,80 |
| davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen | 2.880.799,71 | 1.693.769,53 | |
| davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (non-controlling interests) |
-81.093,08 | -42.049,73 |
DocCheck AG
Köln
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2015
| Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapital rücklage EUR |
Gesetzliche Rücklage EUR |
Übrige Gewinn rücklagen EUR |
Kapital ausgleichs posten EUR |
Eigene Anteile EUR |
Sonstige Rücklagen EUR |
Aktionärs eigenkapital EUR |
Nicht be herrschende Anteile EUR |
Konzern eigenkapital EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Saldo zum 31.12.2014 | 4.989.816 | 12.910.105 | 39.253 | 3.498.628 | -3.245.570 | 0 | 0 | 18.192.232 | 393.253 | 18.585.485 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 2.880.800 | 0 | 0 | 0 | 2.880.800 | -81.093 | 2.799.707 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -1.746.436 | 0 | 0 | 0 | -1.746.436 | 0 | -1.746.436 |
| Personalkosten Aktienoptionsprogramm | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 18.626 | 18.626 | 0 | 18.626 |
| Saldo zum 31.12.2015 | 4.989.816 | 12.910.105 | 39.253 | 4.632.992 | -3.245.570 | 0 | 18.626 | 19.345.222 | 312.160 | 19.657.382 |
| Gezeichnetes Kapital EUR |
Kapital rücklage EUR |
Gesetzliche Rücklage EUR |
Übrige Gewinn rücklagen EUR |
Kapital ausgleichs posten EUR |
Eigene Anteile EUR |
Sonstige Rücklagen EUR |
Aktionärs eigenkapital EUR |
Nicht be herrschende Anteile EUR |
Konzern eigenkapital EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Saldo zum 31.12.2013 | 4.989.816 | 12.910.105 | 39.253 | 2.802.821 | -3.245.570 | 0 | 0 | 17.496.425 | 435.303 | 17.931.728 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 1.693.770 | 0 | 0 | 0 | 1.693.770 | -42.050 | 1.651.720 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | -997.963 | 0 | 0 | 0 | -997.963 | 0 | -997.963 |
| Saldo zum 31.12.2014 | 4.989.816 | 12.910.105 | 39.253 | 3.498.628 | -3.245.570 | 0 | 0 | 18.192.232 | 393.253 | 18.585.485 |
DocCheck AG
Köln
| 01.01.2015- | 01.01.2014- | |
|---|---|---|
| Konzernkapitalflussrechnung | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| EUR | EUR | |
| Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen | 4.033.820 | 2.337.414 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -332.650 | -545.937 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 769.020 | 657.904 |
| Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 0 | -6.427 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 142.748 | -8.432 |
| Veränderung der Rückstellungen | 335.970 | 153.584 |
| Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens | -156.134 | -498.205 |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen | -1.542.267 | -533.420 |
| Veränderung der erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva | 356.683 | 1.140.008 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 3.607.190 | 2.696.490 |
| Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -15.890 | -776 |
| Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 9.195 | 2.192 |
| Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagen | 0 | 8.297 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 32.496 | 3.486 |
| Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen | 2.217.015 | 753.020 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.705.179 | -409.928 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -148.653 | -174.276 |
| Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -2.000.000 | -272.000 |
| Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungsunternehmen | -525.132 | -693 |
| Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen | 13.466 | 10.106 |
| Zinseinnahmen | 73.358 | 150.979 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.049.323 | 70.407 |
| Auszahlungen an Aktionäre | -1.746.436 | -997.963 |
| Zinsausgaben | -518 | -643 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen und (Finanz-) Krediten | 40.951 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten | -26.089 | -4.942 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.732.092 | -1.003.547 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -174.225 | 1.763.350 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 8.759.600 | 6.996.250 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 8.585.375 | 8.759.600 |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter VI.
Konzernanhang der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2015
I. Grundlagen der Berichterstattung
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln
2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft
Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag und die Breadcrumb GmbH) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH) repräsentieren.
3. Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2015 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.
Bei der DocCheck AG handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Entry Standard gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.
Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.
Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.
Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 17. März 2016 zur Veröffentlichung freigeben.
Neue und geänderte Rechnungslegungsvorschriften
Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 waren folgende Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Jährliche Verbesserungen der IFRS – Zyklus 2011 bis 2013
Am 12. Dezember 2013 wurden die jährlichen Verbesserungen der IFRS – Zyklus 2011- 2013 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 18. Dezember 2014.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
Die Änderung verdeutlicht das Wahlrecht des Unternehmens bei seinem ersten IFRS-Abschluss zwischen der Anwendung von derzeit verpflichtend anwendbaren IFRS und der vorzeitigen Anwendung von neuen oder veränderten IFRS, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine kontinuierliche Anwendung der gleichen Fassung eines Standards über alle Perioden hinweg ist verpflichtend. Die Änderung von IFRS 1 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
Der Anwendungsbereich von IFRS 3 wird klargestellt: Die Gründungen aller Arten von gemeinsamen Vereinbarungen sind außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 3. Der Ausschluss aus dem Anwendungsbereich gilt nur für den Abschluss der gemeinsamen Vereinbarung selbst und nicht für die Abschlüsse der beteiligten Unternehmen der gemeinsamen Vereinbarung. Die Änderung von IFRS 3 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.
IFRS 13 Bewertung des beizulegenden Zeitwerts
Die Änderungen konkretisieren den Anwendungsbereich von den Portfolioausnahmen in IFRS 13.52. Die Ausnahme umfasst alle Verträge, die nach IAS 39 oder IFRS 9 bilanziert werden, unabhängig davon, ob sie die Definition eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit in IAS 32 erfüllen. Die Änderung von IFRS 13 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.
IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Abgrenzung von IFRS 3 und IAS 40 wird konkretisiert. Erfüllt die Transaktion die Voraussetzungen eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 und gehört zur Transaktion eine Renditeimmobilie, sind für diese Transaktion sowohl IFRS 3 als auch IAS 40 (unabhängig voneinander) anzuwenden (IAS 40.14A). Der Erwerb einer Renditeimmobilie kann demnach die Voraussetzung für den Erwerb eines einzelnen Vermögenswertes (oder Gruppe) aber auch die eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 erfüllen. Die Änderung von IFRS 40 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.
IFRIC 21 Abgaben
Am 20. Mai 2013 wurde IFRIC 21 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 13. Juni 2014.
IFRIC 21 beinhaltet Leitlinien, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, die nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen bilanziert werden, als auch für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind. IFRIC 6 bleibt in Kraft und steht im Einklang mit IFRIC 21.
Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften
Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.
| Änderung / Standard | Datum der Ver öffentlichung |
Datum der Über nahme in EU Recht |
Anwendungs zeitpunkt (EU) |
|---|---|---|---|
| Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge (Ände rungen an IAS 19) |
21. Nov 2013 | 17. Dez 2014 | 1. Feb 2015 |
| Jährliche Verbesserungen der IFRS – Zyklus 2010-2012 |
12. Dez 2013 | 17. Dez 2014 | 1. Feb 2015 |
| Fruchttragende Pflanzen (Än derungen an IAS 16 und IAS 41) |
30. Jun 2014 |
23. Nov 2015 |
1. Jan 2016 |
| Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaft lichen Tätigkeiten (Änderun gen an IFRS 11) |
06. Mai 2014 |
24. Nov 2015 | 1. Jan 2016 |
| Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden (Änderungen an IAS 16 und IAS 38) |
12. Mai 2014 | 02. Dez 2015 | 1. Jan 2016 |
| Jährliche Verbesserungen der IFRS – Zyklus 2012-2014 |
25. Sep 2014 | 15. Dez 2015 | 1. Jan 2016 |
| Angabeinitiative (Änderungen an IAS 1) |
18. Dez 2014 | 18. Dez 2015 | 1. Jan 2016 |
| Equity-Methode in Einzelab schlüssen (Änderungen an IAS 27) |
12. Aug 2014 |
18. Dez 2015 | 1. Jan 2016 |
| IFRS 9 Financial Instruments | 24. Jul 2014 | 1. Halbjahr 2016 | 1. Jan 2018 |
| IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts |
30. Jan 2014 | Ausgesetzt | 1. Jan 2016 |
| IFRS 15 Revenue from Con tracts with Customers |
28. Mai 2014 | 1. Quartal 2016 | 1. Jan 2018 |
| Änderung / Standard | Datum der Ver öffentlichung |
Datum der Über nahme in EU Recht |
Anwendungs zeitpunkt (EU) |
|---|---|---|---|
| Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (Amendmentsto IFRS 10 and IAS 28) |
11. Sep 2014 | offen | 1. Jan 2018 |
| Investment Entities – Applying the Consolidation Exception (Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28) |
18. Dez 2014 | 1. Quartal 2016 | 1. Jan 2018 |
Die Prüfung der Auswirkungen aus diesen Rechnungslegungsvorschriften ist noch nicht abgeschlossen.
II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung
1. Konsolidierung
Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.
Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IFRS-Konzernabschluss aufgestellt worden. Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die Doc-Check AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG unverändert sechs voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden fünf Gesellschaften:
| Eigenkapital Jahres zum |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Beteilgungs quote zum |
31.12.2015 | ergebnis 2015 |
|||
| Name und Sitz der Gesellschaft | 31.12.2015 | (in TEUR) | (in TEUR) | ||
| DocCheck Medical Services GmbH, Köln | 100% | 643 | 1) 0 |
||
| antwerpes ag, Köln | 100% | 298 | 1) 0 |
||
| DocCheck Guano AG, Köln | 100% | 37 | 1) 0 |
||
| Breadcrumb GmbH, Köln | 2) 100% |
25 | 3) 0 |
||
| DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch |
57,5% | 615 | -264 |
1) nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
2) über die antwerpes ag
3) nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag
Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Datum des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung |
|---|---|
| DocCheck Medical Services GmbH, Köln | 15. November 1999 |
| antwerpes ag, Köln | 30. Dezember 1999 |
| DocCheck Medizinbedarf und Logistik | 17. November 2000 |
| GmbH, Weil im Schönbuch |
|
| DocCheck Guano AG, Köln | 15. Oktober 2013 |
| Breadcrumb GmbH, Köln | 8. Oktober 2014 |
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäftsoder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens (Reassessment nach IFRS 3) als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.
Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigener der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.
Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.
Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in EUR umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in EUR auf.
2. Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung des Ertragswertes.
Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Bisher wurden keine immateriellen Vermögensgegenstände selbst hergestellt.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser in Folge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.
4. Sachanlagen
Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungsoder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.
Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.
Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.
Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:
| Gruppe von Sachanlagevermögen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Gebäude und Außenanlagen | 19 bis 33 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3 bis 10 Jahre |
| (ohne geringwertige Anlagegüter) | |
| Einbauten in fremde Grundstücke | 10 bis 20 Jahre |
Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.
5. Leasing
Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, die mit dem Eigentum an den Vermögenswerten verbunden sind, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die entsprechenden Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit passiviert. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten so über die Laufzeit verteilt werden, dass die verbleibende Restschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die im Rahmen von Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder – sofern kürzer – die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingverträge des Konzerns betreffen im Geschäftsjahr 2015 wie auch im Vorjahr ausschließlich operative Leasingverhältnisse als Leasingnehmer.
6. Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere und finanzielle Forderungen.
Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt entsprechend IAS 39.46 c) zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt unter der Kategorie Available for Sale.
Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (held-tomaturity).
Alle übrigen Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet. Die Kategorisierung dieser Instrumente erfolgt als "zu Handelszwecken gehalten" (held-fortrading), da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.
Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.
7. Latente Steuern
Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.
Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.
8. Vorräte
Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren und unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.
Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte retrograd. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.
Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen angesetzt.
10. Fertigungsaufträge
Kundenspezifische Fertigungsaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).
Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.
Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.
Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.
11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgeldern bei Kreditinstituten sowie liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.
12. Gezeichnetes Kapital
Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert.
13. Rückstellungen
Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.
14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der erstmalige Ansatz sowie die Folgebewertung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
16. Ertragsrealisierung
Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion Methode realisiert. Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.
Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.
17. Forschungs- und Entwicklungskosten
Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.
Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.
Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2015 keine Entwicklungskosten aktiviert und wie auch im Vorjahr keine Abschreibungen als Aufwand erfasst.
18. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen
Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
a) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen
Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion Methode erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.
Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.
Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und den in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.
Zum Bilanzstichtag werden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 946 TEUR (im Vorjahr 463 TEUR) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 46 TEUR (im Vorjahr 76 TEUR) ausgewiesen.
b) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte
Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.
Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr 17 TEUR) ausgewiesen.
c) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle
Die Silber- und Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2015 aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände ausgegangen.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2015 betragen 284 TEUR (im Vorjahr 26 TEUR). Die Zuschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2015 betragen 0 TEUR (im Vorjahr 6 TEUR).
d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.
Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.
Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 119 TEUR (im Vorjahr: 45 TEUR) und passive latente Steuern in Höhe von 201 TEUR (im Vorjahr: 145 TEUR) ausgewiesen.
e) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.
Zum Bilanzstichtag liegen keine Eventualverbindlichkeiten vor. Rückstellungen werden in Höhe von 1.270 TEUR (im Vorjahr: 994 TEUR) ausgewiesen.
19. Anteilsbasierte Vergütungen
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände, Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Sonstige Rücklagen) gebucht und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Die Ermittlung des Zeitwerts ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden diese erfolgswirksam erfasst.
Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Abschlussstichtag neu erfasst und eventuelle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.
III. Erläuterung zur Konzernbilanz
1. Geschäfts- oder Firmenwerte
Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr: 17 TEUR) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Medical Services GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:
| Nachträgliche | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erhöhung der | |||||||
| Firmenwerte | Firmenwerte | kumulierte | kumulierte | ||||
| der | durch Erwerb | Wertminde | Buchwerte | Wertminde | Wertminde | Buchwerte | |
| Erstkonsoli | weiterer | rungen zum | zum | rungen in | rungen zum | zum | |
| dierung | Anteile | 31 .1 2.201 4 |
31 .1 2.201 4 |
201 5 |
31 .1 2.201 5 |
31 .1 2.201 5 |
|
| Ge se llscha ft |
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| DocCheck Medical Services GmbH DocCheck |
29 | 0 | 1 2 |
1 7 |
0 | 1 2 |
1 7 |
| Medizinbedarf und Logistik GmbH |
756 | 151 | 907 | 0 | 0 | 907 | 0 |
| Sum m e |
78 5 |
1 5 1 |
91 9 |
1 7 |
0 | 91 9 |
1 7 |
Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.
Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.
Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach vier Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.
Für die CGU DocCheck Medical Services GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 1,5 Prozent (im Vorjahr 1,97 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,5 Prozent (im Vorjahr 4,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 6,0 Prozent (im Vorjahr 6,40 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Medical Services GmbH von 17,5 Prozent für 2016 zugrunde (Vorjahr: 20,1 Prozent Umsatzwachstum von 2014 auf 2015). Für die Jahre 2017 bis 2019 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere im Geschäftsfeld Media erzielt werden. Doch auch die kleineren Geschäftsbereiche müssten zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt.
Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung in 2016 um mehr als 66 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte nach Bilanzposten bis zum 31. Dezember 2015 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.
3. Sachanlagen
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2015 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.
Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.
4. Beteiligungen
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 776 TEUR (im Vorjahr 251 TEUR) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an sieben Beteiligungsgesellschaften gehalten.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die DocCheck Guano AG Anteile an der BetterDoc GmbH, Köln, erworben. Diese Beteiligung wurde im November 2014 im Rahmen einer Kapitalerhöhung der BetterDoc GmbH gegen Leistung von Mediaservices sowie im September 2015 durch eine weitere Kapitalerhöhung geringfügig erhöht. Zum 31. Dezember 2015 beträgt der Anteil der DocCheck Guano AG 6,14 Prozent Stammkapital der BetterDoc GmbH.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die DocCheck Guano AG folgende weitere Beteiligungen erworben:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteilgungsquote zum 31.12.2015 |
|---|---|
| Fysio24 B.V., Oosterbeek, NL | 10,0% |
| PatientZero Games GmbH, Hamburg | 25,5% |
| HRTBT Medical Solutions GmbH, Berlin | 8,0% |
5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle
Der Ausweis der Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis.
Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 2.827 TEUR (im Vorjahr 2.826 TEUR). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEUR.
Der Marktpreis der Silberbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 277 TEUR (im Vorjahr 279 TEUR). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 2 TEUR vorgenommen.
Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 1.318 TEUR (im Vorjahr 1.599 TEUR). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 281 TEUR vorgenommen.
In Bezug auf die Abschreibung auf die beizulegenden Zeitwerte bei den Platinbeständen wurde zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses angenommen, dass ein nachhaltiges und dauerhaftes Absinken der Marktpreise vorliegt.
6. Vorräte
Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Unfertige Leistungen | 415 | 675 |
| Fertigerzeugnisse und Waren | 741 | 705 |
| Geleistete Anzahlungen | 107 | 37 |
| Summe | 1.263 | 1.417 |
Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 159 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 115 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen auf den voraussichtlich erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungs- und Lagerkosten vorgenommen. Eine Bewertung der unfertigen Leistungen zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten war nicht notwendig. Die im Zusammenhang mit der fortgeführten Geschäftstätigkeit angefallenen Kosten für Vorräte wurden während des Jahres in Höhe von 16,9 Mio. EUR (im Vorjahr 14,3 Mio. EUR) erfasst.
7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig.
Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Vortrag | 61 | 49 |
| Zuführung | 22 | 50 |
| Inanspruchnahme | 8 | 26 |
| Auflösung | 10 | 12 |
| Summe | 65 | 61 |
Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Buchwert | 3.744 | 2.676 |
| Wertminderungen | 65 | 61 |
| Buchwert vor Wertminderungen | 3.809 | 2.737 |
| davon nicht fällig | 2.812 | 1.851 |
| davon fällig, weniger als 30 Tage | 909 | 782 |
| davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen | 29 | 26 |
| davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen | 6 | 6 |
| davon fällig, mehr als 90 Tage | 53 | 72 |
Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 2.812 TEUR (im Vorjahr 1.851 TEUR) sind 0 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) wertgemindert.
8. Fertigungsaufträge
Die Gesellschaft weist Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 945 TEUR (im Vorjahr 463 TEUR) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 46 TEUR (im Vorjahr 76 TEUR) aus.
Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenen erhaltenen Anzahlungen beträgt 231 TEUR (im Vorjahr 471 TEUR). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 14 TEUR (im Vorjahr 132 TEUR) bei den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und 217 TEUR (im Vorjahr 339 TEUR) bei Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo in Abzug gebracht.
9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 181 TEUR (im Vorjahr 319 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2015 TEUR |
2014 TEUR |
|
|---|---|---|
| Steuerforderungen | 17 | 186 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 84 | 71 |
| Zinsabgrenzungen | 25 | 23 |
| Kautionen | 38 | 29 |
| Darlehen | 1 | 2 |
| Übrige Vermögenswerte | 16 | 8 |
| Summe | 181 | 319 |
10. Wertpapiere
Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden der Kategorie "held-for-trading" zugeordnet und zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (956 TEUR; im Vorjahr: 686 TEUR). Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 22 TEUR (im Vorjahr: 58 TEUR) und die Werterhöhungen 217 TEUR (im Vorjahr 135 TEUR).
11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Kassenbestand | 6 | 8 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 8.579 | 8.752 |
| Summe | 8.585 | 8.760 |
12. Steueransprüche und -schulden
Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2015 1.184 TEUR (im Vorjahr 277 TEUR) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 589 TEUR (im Vorjahr 122 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 596 TEUR (im Vorjahr 155 TEUR).
Steueransprüche werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Steueransprüche betragen 17 TEUR (im Vorjahr 187 TEUR) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 0 TEUR (im Vorjahr 111 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr 76 TEUR).
Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf IV.7. verwiesen.
13. Eigenkapital
a. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 4.989.816,00 EUR (im Vorjahr: 4.989.816,00 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr: 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.
b. Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2020 um bis zu insgesamt EUR 2.494.908,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen werden.
c. Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
d. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2015 12.910.104,28 EUR (im Vorjahr 12.910.104,28 EUR) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.
e. Gesetzliche Rücklage
Die Gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 EUR (im Vorjahr 39.252,84 EUR).
f. Übrige Gewinnrücklagen
Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2015 4.632.991,68 EUR (im Vorjahr 3.498.627,57 EUR).
g. Kapitalausgleichsposten
Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2015 3.245.569,91 EUR (im Vorjahr 3.245.569,91 EUR). Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss der antwerpes & partner ag (heutige antwerpes ag) und der Antwerpes AG (heutige DocCheck AG) im Jahr 2009, welche als umgekehrter Unternehmenserwerb (Reverse acquisition) im Sinne der IFRS behandelt wurde, wurde ein Kapitalausgleichsposten als Abzugsposten vom Eigenkapital gebildet.
h. Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2015 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.
i. Sonstige Rücklagen
Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2015 19 TEUR in die sostigen Rücklagen eingestellt. Zum 31. Dezember 2015 belaufen sich die sonstigen Rücklagen damit auf 19 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).
j. Nicht beherrschende Anteile
Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.
14. Rückstellungen
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Mit Ausnahme der Rückstellungen aus der Nachhaltigkeitstantieme des Aktienoptionsprogrammes 2012 (Restlaufzeit: vier Jahre) haben diese ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Langfristige Rückstellungen:
| 01.01.2015 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Personal | |||||
| Tantiemen | 0 | 0 | 0 | 60 | 60 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 60 | 60 |
Kurzfristige Rückstellungen:
| 01.01.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Personal | |||||
| Tantiemen und | |||||
| Provisionen | 289 | -285 | -4 | 494 | 494 |
| Urlaubsansprüche | 179 | -179 | 0 | 161 | 161 |
| Berufsgenossenschaft | 24 | -23 | -1 | 26 | 26 |
| Ausgleichsabgabe | 14 | -14 | 0 | 18 | 18 |
| Summe | 506 | -501 | -5 | 699 | 699 |
| Übrige | |||||
| Boni | 294 | -151 | -77 | 126 | 192 |
| Abschluss- und Prü fungskosten |
116 | -116 | 0 | 116 | 116 |
| Aufsichtsratsvergütung | 43 | -26 | 0 | 49 | 66 |
| Nachlaufende Kosten | 20 | -20 | 0 | 5 | 5 |
| Sonstige | 15 | -9 | -3 | 189 | 192 |
| Summe | 488 | -322 | -80 | 485 | 571 |
| Gesamtsumme | 994 | -823 | -85 | 1.184 | 1.270 |
a. Tantiemen und Provisionen
Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.
b. Tantiemen (langfristig)
Die Rückstellung betrifft die Nachhaltigkeitstantieme in Bezug auf das Aktienoptionsprogramm 2012. Wir verweisen diesbezüglich auf den entsprechenden Abschnitt im Konzernanhang.
b. Urlaubsansprüche
Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.
c. Berufsgenossenschaft
Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2015 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.
d. Boni
Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.
e. Abschluss- und Prüfungskosten
Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung sowie die externen Jahresabschlusskosten.
15. Finanzschulden
Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Darlehensverpflichtungen | 40 | 25 |
| Summe | 40 | 25 |
Von den 40 TEUR (im Vorjahr 25 TEUR) haben 36 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr. Diese unterliegen einer Verzinsung von 2,95 Prozent (im Vorjahr 1,25 Prozent).
16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
17. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzsteuer | 432 | 509 |
| Lohn- und Kirchensteuer |
120 | 99 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 7 | 16 |
| Lohn und Gehalt | 23 | 16 |
| Abgrenzung Mietzahlung | 11 | 13 |
| Kreditorische Debitoren | 5 | 7 |
| Soziale Sicherheit | 3 | 2 |
| Reisekosten Angestellte | 5 | 6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 126 | 81 |
| Summe | 732 | 749 |
18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2015 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Mietverpflichtungen für Immobilien | 2.658 | 3.179 |
| Übrige Leasingverhältnisse | 25 | 100 |
| Sonstige | 15 | 18 |
| 2.698 | 3.297 | |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres |
638 | 649 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren |
2.060 | 2.359 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren |
0 | 289 |
Es handelt sich im Wesentlichen um langfristige Mietverträge für Immobilien. Eventualverbindlichkeiten werden grundsätzlich nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind. Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.
19. Finanzinstrumente
a. Aktiva
31.12.2015
| Kategorie nach IAS 39 | Loans and receivables |
Held for trading |
Available for Sale |
Held to ma turity |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz | Fortgeführte Anschaf fungskosten |
Fair Value | Anschaf fungskosten |
Anschaffungs kosten |
Gesamt |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Langfristige Vermögens | |||||
| werte | |||||
| Beteiligungen | 0 | 0 | 776 | 0 | 776 |
| Wertpapiere, held-to-maturity | 0 | 0 | 0 | 3.021 | 3.021 |
| Summe | 0 | 0 | 776 | 3.021 | 3.797 |
| Kurzfristige Vermögens | |||||
| werte | |||||
| Liquide Mittel | 8.585 | 0 | 0 | 0 | 8.585 |
| Wertpapiere, held-for-trading | 0 | 956 | 0 | 0 | 956 |
| Forderungen aus Lieferun | |||||
| gen und Leistungen | 3.744 | 0 | 0 | 0 | 3.744 |
| Sonstige Vermögenswerte | 97 | 0 | 0 | 00 | 97 |
| Summe | 12.426 | 956 | 0 | 0 | 13.382 |
| Gesamtsumme | 12.426 | 956 | 776 | 3021 | 17.179 |
31.12.2014
| Kategorie nach IAS 39 | Loans and receivables |
Held for trading |
Available for Sale |
Held to ma turity |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz | Fortgeführte Anschaf fungskosten |
Fair Value | Anschaf fungskosten |
Anschaffungs kosten |
Gesamt |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Langfristige Vermögens | |||||
| werte | |||||
| Beteiligungen | 0 | 0 | 251 | 0 | 251 |
| Wertpapiere, held-to-maturity | 0 | 0 | 0 | 3.295 | 3.295 |
| Summe | 0 | 0 | 251 | 3.295 | 3.546 |
| Kurzfristige Vermögens | |||||
| werte | |||||
| Liquide Mittel | 8.760 | 0 | 0 | 0 | 8.760 |
| Wertpapiere, held-for-trading | 0 | 686 | 0 | 0 | 686 |
| Forderungen aus Lieferun | |||||
| gen und Leistungen | 2.676 | 0 | 0 | 0 | 2.676 |
| Sonstige Vermögenswerte | 248 | 0 | 0 | 0 | 248 |
| Summe | 11.684 | 686 | 0 | 0 | 12.370 |
| Gesamtsumme | 11.684 | 686 | 251 | 3.295 | 15.916 |
Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere, held-to-maturity) beläuft sich auf 14 TEUR (im Vorjahr 18 TEUR).
b. Passiva
31.12.2015
| Kategorie nach IAS 39 | Financial Liabilities at Amortized Cost |
|---|---|
| Wertansatz | Fortgeführte Anschaf fungskosten TEUR |
| Kurzfristige Finanzinstrumente | |
| Finanzschulden | 40 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.068 |
| Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen | |
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 516 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 732 |
| Gesamtsumme | 2.356 |
31.12.2014
| Kategorie nach IAS 39 | Financial Liabilities at | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz | Amortized Cost Fortgeführte Anschaf |
||||
| fungskosten | |||||
| TEUR | |||||
| Kurzfristige Finanzinstrumente | |||||
| Finanzschulden | 25 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistun | |||||
| gen | 586 | ||||
| Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit de nen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
187 | ||||
| Übrige Verbindlichkeiten | 749 | ||||
| Gesamtsumme | 1.547 | ||||
| c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7 | |||||
| in Anspruch | |||||
| 01.01.2015 | Zuführung | genommen | Auflösung | 31.12.2015 | |
| Wertberichtigung auf | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Forderungen aus Lieferun gen und Leistungen |
61 | 22 | 8 | 10 | 65 |
| Summe | 61 | 22 | 8 | 10 | 65 |
| in Anspruch | |||||
| 01.01.2014 | Zuführung | genommen | Auflösung | 31.12.2014 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferun | |||||
| gen und Leistungen | 49 | 50 | 26 | 12 | 61 |
| Summe | 49 | 50 | 26 | 12 | 61 |
d. Beizulegende Zeitwerte
Aktiva
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Langfristige Vermögenswer | ||||
| te | ||||
| Beteiligungen | 776 | 776 | 251 | 251 |
| Wertpapiere, held-to-maturity | 3.021 | 3.036 | 3.295 | 3.332 |
| Summe | 3.797 | 3.812 | 3.546 | 3.583 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Liquide Mittel | 8.585 | 8.585 | 8.760 | 8.760 |
| Wertpapiere, held-for-trading | 956 | 956 | 686 | 686 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.744 | 3.744 | 2.676 | 2.676 |
| Sonstige Vermögenswerte | 181 | 181 | 248 | 248 |
| Summe | 13.466 | 13.466 | 12.370 | 12.370 |
| Gesamtsumme | 17.263 | 17.278 | 15.916 | 15.953 |
Bei den Beteiligungen handelt es sich um GmbH- und KG-Anteile, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt daher zu Anschaffungskosten.
Passiva
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, so dass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen.
Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes
Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:
- Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
- Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind;
- Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.
| 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|
| In TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Wertpapiere, held-for-trading | 956 | - | - |
| 31.12.2014 | |||
| In TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Wertpapiere, held-for-trading | 686 | - | - |
Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (held-for-trading) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.
Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (held-to-maturity) setzen sich aus Unternehmensanleihen (1.021 TEUR; im Vorjahr 1.295 TEUR) und einem Schuldscheindarlehen (2.000 TEUR; im Vorjahr 2.000 TEUR) zusammen. Für die erworbenen Unternehmensanleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen. Die in den Anleihen enthaltenen stillen Reserven betragen zum 31. Dezember 2015 15 TEUR (im Vorjahr 37 TEUR). Die Anleihen sind fällig zwischen 2016 und 2018. Das Schuldscheindarlehen ist in 2020 fällig.
Die Edelmetallbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen.
Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.
20. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko
Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten.
Liquiditätsrisiko
Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko.
Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Marktrisiken
Währungsrisiko
Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2015 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.
Zinsrisiko
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.
Sonstige Preisrisiken
Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.
Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.
Kapitalrisikomanagement
Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2015 75 Prozent (im Vorjahr 79 Prozent). Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.
Bei den Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken- und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.
Zur Darstellung der Ziele, der Methoden sowie der Prozesse des Risikomanagements wird auf den im Konzernlagebericht enthaltenen Risikobericht verwiesen.
IV. Erläuterung zur Konzerngewinn- und –verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2014 um insgesamt 6.913 TEUR bzw. 34,8 Prozent auf 26.804 TEUR erhöht.
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleis | ||
| tung | 17.614 | 12.756 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Gütern | 9.149 | 7.061 |
| Nutzungsentgelte | 41 | 74 |
| Gesamt | 26.804 | 19.891 |
In den Umsatzerlösen von 26.804 TEUR sind gemäß IAS 11 in Verbindung mit IAS 18 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 938 TEUR (im Vorjahr 833 TEUR) enthalten.
Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 482 TEUR (im Vorjahr 448 TEUR), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 456 TEUR (im Vorjahr 386 TEUR).
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Auflösung von Rückstellungen | 85 | 30 |
| PKW-Gestellung an Mitarbeiter | 34 | 39 |
| Erträge aus einer Photovoltaikanlage | 16 | 18 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 10 | 12 |
| Versicherungsentschädigungen | 5 | 6 |
| Zuschreibungen Edelmetalle | 0 | 6 |
| Kursdifferenzen | 19 | 4 |
| Anlagenabgänge Sachanlagevermögen | 16 | 1 |
| Übrige | 102 | 4 |
| Summe | 287 | 120 |
3. Materialaufwand
Der Materialaufwand beläuft sich auf 9.535 TEUR (im Vorjahr 7.352 TEUR) und entfällt mit 7.013 TEUR (im Vorjahr 5.136 TEUR) auf bezogene Waren und mit 2.522 TEUR (im Vorjahr 2.216 TEUR) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.
4. Personalaufwand
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 9.105 TEUR angestiegen (im Vorjahr 7.620 TEUR). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2015 213 (im Vorjahr 205). Im Jahresdurchschnitt waren 214 (im Vorjahr 196) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).
5. Abschreibungen
Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Verwaltungsaufwendungen | 888 | 645 |
| Raumkosten | 818 | 806 |
| Fremdarbeiten, Freelancer | 415 | 118 |
| Wartung, Reparatur | 228 | 141 |
| Reisekosten | 144 | 145 |
| Rechts- u. Beratungskosten |
134 | 101 |
| Personalbeschaffung | 118 | 45 |
| Fahrzeugkosten | 89 | 97 |
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 86 | 71 |
| Fortbildung | 82 | 46 |
| Aufsichtsrat | 63 | 56 |
| Hauptversammlungskosten | 54 | 37 |
| Internetkosten | 53 | 58 |
| Börsenpräsenz | 22 | 18 |
| Übrige | 195 | 195 |
| Summe | 3.389 | 2.579 |
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszu | ||
| schlag | 682 | 410 |
| Gewerbesteuer | 728 | 450 |
| Ertragsteueraufwand | 1.410 | 860 |
| latente Steuern | -19 | 45 |
| Gesamtsumme | 1.391 | 905 |
Latente Steuern
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,5 Prozent zugrunde (im Vorjahr 32,5 Prozent).
Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:
| Aktive latente | Passive latente | Aktive latente | Passive latente | |
|---|---|---|---|---|
| Steuern 2015 | Steuern 2015 | Steuern 2014 | Steuern 2014 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Sachanlagen | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Vorräte | 195 | 0 | 139 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
56 | 0 | 14 | 0 |
| Fertigungsaufträge (aktivisch) | 0 | 306 | 0 | 150 |
| Wertpapiere, available for sale | 0 | 65 | 0 | 27 |
| Eigenkapital | 6 | 0 | 0 | 0 |
| erhaltene Anzahlungen | 0 | 75 | 0 | 153 |
| Fertigungsaufträge (passivisch) | 15 | 0 | 25 | 0 |
| Rückstellungen | 4 | 0 | 7 | 0 |
| Verlustvorträge | 86 | 0 | 45 | 0 |
| Summe | 363 | 446 | 230 | 330 |
| Saldierung | -244 | -244 | -185 | -185 |
| Gesamt | 119 | 202 | 45 | 145 |
Steuerüberleitungsrechnung
Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2015 von 1.360 TEUR weicht um 31 TEUR von dem tatsächlichen Steueraufwand von 1.391 TEUR ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent (im Vorjahr 32,5 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 1.360 | 830 |
| Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge | -1 | -13 |
| Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert |
0 | 61 |
| Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand | 12 | 11 |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen |
8 | 8 |
| Noch nicht genutzter Verlustvortrag / -rücktrag | 0 | -1 |
| Steuersatzdifferenzen | 11 | 7 |
| Sonstige Differenzen | 1 | 2 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 1.391 | 905 |
| Effektiver Steuersatz in % | 33,2 | 35,4 |
8. Gewinnausschüttung
Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 20. Mai 2015 wurde am 21. Mai 2015 für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 35 Cent pro Aktie, insgesamt 1.746.435,60 EUR ausgeschüttet.
9. Ergebnis pro Aktie
a. Unverwässert
Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine eigenen Aktien erworben.
Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 4.989.816). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 2.719 TEUR (Vorjahr: 1.694 TEUR). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,58 EUR (Vorjahr: 0,34 EUR).
b. Verwässert
Der Verwässerungseffekt zum 31. Dezember 2015 resultiert aus der Ausgabe von Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm an Vorstände der DocCheck AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen und Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen.
Dabei wurden die zum 31. Dezember 2015 ausgegebenen Aktienoptionen bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses nach Maßgabe der sogenannten Treasury-Stock-Methode berücksichtigt. Die Anzahl der so ermittelten Aktien erhöht die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum um 9.733 Aktien (im Vorjahr: 0 Aktien).
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnender | ||
| Anteil am Konzernjahresüberschuss | 2.880.799,71 | 1.693.769,53 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien | ||
| (unverwässert) | 4.989.816 | 4.989.816 |
| Verwässerungseffekt durch ausgegebene Optionen | 9.813 | 0 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien |
||
| (verwässert) | 4.999.629 | 4.989.816 |
| Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 | ||
| unverwässert (in EUR) | 0,58 | 0,34 |
| Verwässert (in EUR) | 0,58 | 0,34 |
10. Gesamtergebnisrechnung
Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.
V. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 8.585 TEUR und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 11.
VI. Segmentberichterstattung
Die Segmente stellen sich für 2015 und 2014 wie folgt dar:
| Überleitung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe | |||||||
| DocCheck | operativer | Nicht zu | Konsoli | ||||
| Antwerpes | DocCheck | Shop | Segmente | geordnet | dierung | TEUR | |
| 2015 | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | Konzern |
| Gesamtumsatz | 13.980 | 3.969 | 9.154 | 27.104 | 3.836 | -4.136 | 26.804 |
| davon Außenumsatz | 13.790 | 3.853 | 9.149 | 26.793 | 11 | 0 | 26.804 |
| davon Umsatz mit anderen Segmenten | 190 | 116 | 5 | 311 | 3.825 | -4.136 | 0 |
| EBIT | 4.285 | 480 | -262 | 4.503 | -469 | 0 | 4.034 |
| Gesamtvermögen | 4.121 | 1.174 | 2.203 | 7.498 | 26.525 | -7.797 | 26.226 |
| Gesamtverbindlichkeiten | 3.489 | 528 | 1.468 | 5.485 | 3.495 | -2.411 | 6.569 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle | 1 | 2 | 35 | 38 | 630 | 0 | 668 |
| Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertminderung Goodwill | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren | 0 | 0 | 0 | 0 | 217 | -15 | 202 |
| Zinsaufwendungen | 0 | 0 | 15 | 15 | 58 | -15 | 58 |
| Ertragsteuern | 26 | -2 | -73 | -49 | 1.440 | 0 | 1.391 |
| Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle | 4 | 14 | 64 | 82 | 1.625 | 0 | 1.707 |
| 2014 | |||||||
| Gesamtumsatz | 9.673 | 3.427 | 7.085 | 20.185 | 3.275 | -3.569 | 19.891 |
| davon Außenumsatz | 9.520 | 3.271 | 7.066 | 19.857 | 34 | 0 | 19.891 |
| davon Umsatz mit anderen Segmenten | 153 | 156 | 19 | 328 | 3.241 | -3.569 | 0 |
| EBIT | 2.374 | 426 | -155 | 2.645 | -119 | -189 | 2.337 |
| Gesamtvermögen | 3.098 | 1.308 | 1.952 | 6.358 | 24.189 | -7.060 | 23.487 |
| Gesamtverbindlichkeiten | 2.518 | 657 | 1.027 | 4.202 | 2.374 | -1.675 | 4.901 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle | 1 | 0 | 36 | 37 | 352 | 0 | 389 |
| Zuschreibungen auf Sachanlagen und Edelmetalle | 0 | 0 | 0 | 0 | 6 | 0 | 6 |
| Wertminderung Goodwill | 0 | 0 | 189 | 189 | 0 | 0 | 189 |
| Zinserträge und Erträge aus Wertpapieren | 1 | 0 | 0 | 1 | 295 | -10 | 286 |
| Zinsaufwendungen | 0 | 0 | 10 | 10 | 77 | -10 | 77 |
| Ertragsteuern | 59 | 4 | -55 | 8 | 897 | 0 | 905 |
| Investitionen in Sachanlagen und Edelmetalle | 1 | 0 | 22 | 23 | 387 | 0 | 410 |
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| EBIT | 4.034 | 2.337 |
| Erträge aus Beteiligungen | 13 | 10 |
| Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen | ||
| Vermögenswerten | 59 | 122 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 143 | 164 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -58 | -77 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.391 | -905 |
| Konzernjahresüberschuss | 2.800 | 1.651 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.
1. Grundlagen der Segmentabgrenzung
Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet und umfasst neben der antwerpes ag auch die Breadcrumb GmbH.
Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden.
Das Segment DocCheck Shop betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.
Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG und der DocCheck Guano AG ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2015 war die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG gemäß IAS 8.13 nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Die der DocCheck AG zuzurechnenden Gesamtumsätze in Höhe von 3.825 TEUR betreffen fast ausschließlich Innenumsätze und werden nahezu vollständig konsolidiert. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.
Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.
Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.
2. Angaben zu Verrechnungspreisen
Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiter berechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.
Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.
3. Angaben zur Segmentdatenermittlung
Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, wie sie für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.
4. Segmentübergreifende Angaben
Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten, in den Geschäftsbereichen Pro und Load auch immaterielle Produkte. Das Segment DocCheck Shop vertreibt materielle und immaterielle Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.
a. Geographische Regionen
Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:
- Umsätze Inland: 22,6 Mio. EUR (im Vorjahr 17,3 Mio. EUR)
- Umsätze Ausland: 4,2 Mio. EUR (im Vorjahr 2,6 Mio. EUR)
Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.
b. Wesentliche Kunden
Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.
VII. Ergänzende Angaben
1. Organe der DocCheck AG
| Organe der DocCheck AG | Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien |
|---|---|
| Vorstand Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln, Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt |
antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Ge schäftsführer) DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand) Breadcrumb GmbH, Köln (Geschäftsführer) |
| Helmut Rieger, Weil im Schönbuch, Vorstand Handelsgeschäft, CCO Kaufmann |
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) DocCheck Guano AG, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Aufsichtsrat Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechts anwalt Aufsichtsratsvorsitzender |
- |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, Düssel dorf, Professorin an der Fach hochschule Dortmund, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende |
Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) Philips GmbH, Hamburg (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Winfried Leimeister, Köln, Steuer berater |
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Sonstige Thilo Kölzer, Frechen, Digital |
antwerpes ag, Köln (stellv. Vorstandsvorsitzender) DocCheck Guano AG (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Jens Knoop, Köln, IT | antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands) |
| Philip Stadtmann, Köln, Finance | antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands) DocCheck Guano AG, Köln (Mitglied des Vorstands) |
| Nicole Tappée, Köln, PR, Social Media, Medical Advising |
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands) |
| Dr. Johannes Kersten, Düsseldorf | antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Sebastian Eisenbürger, Weil im Schönbuch |
DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer – bis 28.2.2016) |
| Klaus Colditz, Eilenburg | DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer – bis zum 30.9.2015) |
2. Vorstandsvergütung
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:
Vorstandsvergütung 2015
| Gesamt bezüge |
Davon fix |
Davon variabel |
Anzahl der gewährten Aktien optionen |
Beizulegender Zeitwert der gewährten Optionen |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2015 | 31.12.2015 |
| Dr. Frank Nicolas Ant | |||||
| werpes, CEO | 243.330 | 183.330 | 60.000 | 20.000* | 49.020 |
| Helmut Rieger, CCO | 113.290 | 98.623 | 14.667 | 8.000 | 19.608 |
| Summe | 356.620 | 281.953 | 74.667 | 28.000 | 68.628 |
| Beizulegender Zeitwert der Nachhaltigkeits prämie |
Summe aus Optionswert und Nachhaltigkeits prämie |
Davon als Aufwand erfasst |
|
|---|---|---|---|
| Name des Vorstands | 31.12.2015 | 31.12.2015 | 2015 |
| Dr. Frank Nicolas Ant | |||
| werpes, CEO | 158.017 | 207.037 | 35.759 |
| Helmut Rieger, CCO | 19.608 | 63.207 | 14.303 |
| Summe | 177.625 | 270.244 | 50.062 |
* Dr. Antwerpes wurde vom Aufsichtsrat eine Zusage über die Gewährung von insgesamt 60.000 Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 erteilt. Diese Optionen werden in drei jährlichen Tranchen zu jeweils 20.000 Aktienoptionen ab dem Geschäftsjahr 2015 ausgegeben. Für die beiden Tranchen 2016 und 2017 sind Bezugskurs und Basispreis vom Aufsichtsrat jeweils zum Zeitpunkt der Optionsgewährung der jeweiligen Tranche durch Aufsichtsratsbeschluss und gesonderten Vertrag erneut festzulegen.
Vorstandsvergütung 2014
| Name des Vorstands | Gesamt bezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
Anzahl der gewährten Aktien optionen 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, | ||||
| CEO | 243.306 | 183.306 | 60.000 | 0 |
| Helmut Rieger, CCO | 107.817 | 94.395 | 13.422 | 0 |
| Summe | 351.123 | 277.701 | 73.422 | 0 |
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
3. Aufsichtsratsvergütung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2015 folgende Vergütungen:
Aufsichtsratsvergütung 2015
| Gesamt | Davon | Davon | |
|---|---|---|---|
| bezüge | fix | variabel | |
| Name des Aufsichtsrates | EUR | EUR | EUR |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 30.000 | 12.000 | 18.000 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, | 15.000 | 6.000 | 9.000 |
| stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | |||
| Winfried Leimeister | 15.000 | 6.000 | 9.000 |
| Summe | 60.000 | 24.000 | 36.000 |
Aufsichtsratsvergütung 2014
| Gesamt bezüge |
Davon fix |
Davon variabel |
|
|---|---|---|---|
| Name des Aufsichtsrates | EUR | EUR | EUR |
| Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender | 26.400 | 12.000 | 14.400 |
| Prof. Dr. Britta Böckmann, | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| stellv. Aufsichtsratsvorsitzende | |||
| Winfried Leimeister | 13.200 | 6.000 | 7.200 |
| Summe | 52.800 | 24.000 | 28.800 |
4. Beziehungen zu nahestehenden Personen
Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 7 TEUR brutto (im Vorjahr 6 TEUR).
5. Aktienbasierte Vergütungen
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen. Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der Doc-Check AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender Erfolgsziele geknüpft:
- Der Kurs der Aktie der Gesellschaft erreicht bei Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren mindestens den Basispreis, und
- Mindestens drei von vier der festgestellten und veröffentlichten Konzernjahresabschlüsse der Gesellschaft zu den Abschlussstichtagen, die unmittelbar nacheinander auf den Zeitpunkt der Optionseinräumung folgen, weisen ein EBIT von 500.000 EUR oder mehr aus.
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner ursprünglichen Form durchgeführt worden.
Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie, ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Dementsprechend wurde der Basispreis für eine Aktie auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert.
Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
- Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 1)
- Ab der zweiten bis zur sechsten Woche nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Gesellschaft (Ausübungszeitraum 2)
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000 Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde mit Hilfe des Black-and-Scholes Modells ermittelt. Die erwartete Volatilität wurde mit 58,3 Prozent berücksichtigt. Als Laufzeit wurden 4,4 Jahre angesetzt. Der laufzeitäquivalente risikolose Zinssatz wurde mit -0,24 Prozent ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung bei 2,45 EUR je Option.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 19 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR).
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Optionen zu Beginn der Periode | 0 | 0 |
| Neuzusagen | 46.000 | 0 |
| Verfallen | 0 | 0 |
| Ausgeübt | 0 | 0 |
| Erloschen | -2.000 | 0 |
| Ausstehende Optionen zum Ende der Periode | 44.000 | 0 |
| davon ausübbar zum Ende der Periode | 0 | 0 |
Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm. Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 60 TEUR gebildet (im Vorjahr: 0 TEUR).
6. Honorare des Abschlussprüfers
Folgende Beträge sind in 2015 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Abschlussprüfungsleistungen | 51 | 50 |
| Summe | 51 | 50 |
7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB
Die antwerpes AG, DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.
8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.
9. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.831.582,77 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 9. März 2016
DocCheck AG Vorstand
Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger
DocCheck AG
Köln
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2015 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Wert 31.12.2015 |
Wert 01.01.2015 |
Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Wert 31.12.2015 |
31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 651 | 0 | 0 | 0 | 651 | 634 | 0 | 0 | 0 | 634 | 17 | 17 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 776 | 149 | 10 | 0 | 915 | 580 | 101 | 7 | 0 | 674 | 241 | 196 |
| Sachanlagen | ||||||||||||
| Grundstücke und Gebäude | 932 | 0 | 0 | 0 | 932 | 101 | 23 | 0 | 0 | 124 | 808 | 831 |
| Einbauten in fremde Grundstücke | 1.778 | 974 | 3 | 144 | 2.893 | 1.742 | 74 | 3 | 0 | 1.813 | 1.080 | 36 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.404 | 679 | 239 | 27 | 2.871 | 1.583 | 287 | 216 | 0 | 1.654 | 1.217 | 821 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 171 | 53 | 0 | -171 | 53 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 53 | 171 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle | 4.087 | 0 | 0 | 0 | 4.087 | 585 | 284 | 0 | 0 | 869 | 3.218 | 3.502 |
| Gesamtsumme | 10.799 | 1.855 | 252 | 0 | 12.402 | 5.225 | 769 | 226 | 0 | 5.768 | 6.634 | 5.574 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2014 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Wert 31.12.2014 |
Wert 01.01.2014 |
Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Wert 31.12.2014 |
31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.558 | 0 | 907 | 0 | 651 | 1.352 | 189 | 907 | 0 | 634 | 17 | 206 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 645 | 174 | 43 | 0 | 776 | 544 | 79 | 43 | 0 | 580 | 196 | 101 |
| Sachanlagen | ||||||||||||
| Grundstücke und Gebäude | 932 | 0 | 0 | 0 | 932 | 78 | 23 | 0 | 0 | 101 | 831 | 854 |
| Einbauten in fremde Grundstücke | 1.796 | 0 | 18 | 0 | 1.778 | 1.610 | 148 | 16 | 0 | 1.742 | 36 | 186 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.215 | 242 | 53 | 0 | 2.404 | 1.441 | 192 | 50 | 0 | 1.583 | 821 | 774 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3 | 168 | 0 | 171 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 171 | 3 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle | 4.087 | 0 | 0 | 0 | 4.087 | 565 | 26 | 0 | 6 | 585 | 3.502 | 3.522 |
| Gesamtsumme | 11.236 | 584 | 1.021 | 0 | 10.799 | 5.590 | 657 | 1.016 | 6 | 5.225 | 5.574 | 5.646 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die DocCheck AG
Wir haben den von der DocCheck AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 9. März 2016
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Bitz gez. Seifert
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, 9. März 2016
Der Vorstand der DocCheck AG
Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 10. Februar, 25. März und 20. Mai sowie fernmündlich am 9. November 2015. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Beratungsschwerpunkte
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2015 fest:
Berichterstattung durch den Vorstand
- zum Jahresabschluss 2014 und 2015
- zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
- zur Lage der Gesellschaft
- zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
- zu bestehenden und zukünftigen Beteiligungen der DocCheck Guano AG
- zur Schließung der Niederlassung in Eilenburg
- zum Stock Options-Programm
- zur bevorstehenden MAR (Market Abuse Regulation)
Beratungen
- zur Unternehmensstrategie mit eigener Aufsichtsratssitzung im Februar
- zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
- zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015
- zum Stock Options-Programm
- zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
- zu den Auswirkungen der MAR (Market Abuse Regulation)
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 28. Mai 2014 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2015 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2015 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 17. März 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 17. März 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Ausschussbildung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.
Stock Options-Programm
Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat den Aktienoptionsplan (AOP) in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25. März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. Der Basispreis für eine Aktie wurde entsprechend des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25. Mai 2012 auf 4,34 Euro und der Bezugskurs auf 4,30 Euro festgelegt. Es wurden an sieben Berechtigte Stock Options Verträge mit insgesamt 46.000 Optionen ausgegeben.
Hauptversammlung
Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 20. Mai 2015 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.
Dividendenzahlung
Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2015 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,35 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 20. Mai 2015 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,35 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten.
Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.
Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2016 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im März 2016
Dr. Pietzko Aufsichtsratsvorsitzender
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2015 in Höhe von 3.827.509,17 EUR vor:
1. Verteilung an die Aktionäre
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie. Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR
2. Rücklage
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs. 1 und 2 AktG entfällt.
3. Gewinnvortrag
Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.831.582,77 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum 31. Dezember 2015 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, 7. März 2016
Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger
Impressum
Redaktion
DocCheck AG, Köln
Corporate Communications
Tanja Mumme
fon: + 49 (0) 2 21. 9 20 53 – 139
eMail: [email protected]