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DocCheck AG Annual Report 2014

Apr 8, 2015

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Annual Report

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Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Jahresfinanzbericht 2014

DocCheck AG

INHALT

Kennzahlen

  • 1 Konzern-Lagebericht
  • 2 Konzernbilanz nach IFRS
  • 3 Konzern-GuV nach IFRS
  • 4 Gesamtergebnisrechnung
  • 5 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 6 Kapitalflussrechnung
  • 7 Konzernanhang
  • 8 Konzernanlagenspiegel
  • 9 Bilanzeid
  • 10 Bestätigungsvermerk
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 12 Vorschlag Verwendung Bilanzgewinn

Impressum

KENNZAHLEN

DocCheck Konzern 2014
in EUR
2013
in EUR
Veränderung
in EUR
Veränderung in
Prozent
Umsatzerlöse 19.890.520,95 17.781.118,99 2.109.401,96 11,9%
davon antwerpes 9.672.922,91 7.807.395,90 1.865.527,01 23,9%
davon DocCheck 3.427.244,93 3.536.453,43 -109.208,50 -3,1%
davon DocCheck Shop 7.084.836,91 6.725.634,04 359.202,87 5,3%
Gesamtleistung 20.426.906,65 17.772.315,60 2.654.591,05 14,9%
EBIT 2.337.414,48 1.415.414,10 922.000,38 65,1%
EBITDA 2.995.318,08 2.338.392,26 656.925,82 28,1%
Konzernjahresüberschuss 1.651.719,80 1.101.158,11 550.561,69 50,0%
Anteil Aktionäre DocCheck AG 1.693.769,53 1.087.540,25 606.229,28 55,7%
Gewinn pro Aktie 0,34 0,22 0,12 55,7%
Bestand liquide Mittel 8.759.599,89 6.996.249,81 1.763.350,08 25,2%
Anzahl Mitarbeiter am Jahresende 205 176 29 16,5%

Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2014

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1

Aufbau und Struktur des Konzerns

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln sowie ihren Tochtergesellschaften:

  • antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
  • DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
  • DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
  • DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch.

Die antwerpes ag hat im Geschäftsjahr 2014 eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit Sitz in Köln, gegründet. Die weiteren Ausführungen betreffend die antwerpes ag gelten gleichfalls für die Breadcrumb GmbH, soweit nicht anders erläutert. Die Breadcrumb GmbH gehört zum Konzernsegment "antwerpes".

Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.

Die Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und eine Niederlassung in Eilenburg (Sachsen). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes. Die Gründung der Breadcrumb GmbH war die einzige Veränderung im Konsolidierungskreis in 2014.

2

Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert.

Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

  • DocCheck, die mitgliederstärkste Europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
  • antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot im deutschsprachigen Raum: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

  • die DocCheck Medical Services GmbH,
  • die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
  • die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte Europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media (Direktmarketing)

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2014 erreichte DocCheck für alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) 16,9 Millionen Page Impressions (Vorjahr: 15,4 Millionen) und 7,3 Millionen Besuche (Vorjahr: 6,5 Millionen). Damit konnte DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per Email. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland – mit mehr als 209.000 Teilnehmern, davon allein ca. 77.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck bMail (Direktmarketing)

DocCheck bMail (vormals "DocCheck Mail") erreicht über 182.900 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content stellt zwei Services für die DocCheck-Nutzer bereit:

"DocCheck Load": Hier stehen Fachliteratur und andere digitale Erzeugnisse aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck-Nutzer bereit. Zurzeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage fast 8.000 Artikel ein. Das zur Verbesserung des Nutzererlebnisses in den Bereich DocCheck Load integrierte kostenpflichtige Premium-Abonnement "DocCheck Pro" bietet Zugang zu über 40 Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 25 Kooperationspartnern – hauptsächlich aus der Verlagsbranche.

"DocCheck Apps" produziert und vertreibt Anwendungen und Inhalte für mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones. Bereits 2009 wurde die erste mobile Applikation ("App") für den Healthcare-Markt erfolgreich im App Store von Apple veröffentlicht. Im Jahr 2014 stellte DocCheck weitere Kapitel für die multeBook-Ausgabe des "Herold – Innere Medizin" sowie von Dritten lizenzierte Apps bereit.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.

Außendienst

Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst in den Großräumen Stuttgart und Leipzig bei den dort ansässigen Kunden präsent.

2.1.3 DocCheck Guano AG

Die DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen.

Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier nominell von der Größe und dem investierbaren Kapital her eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit drei Units:

Campaigning

Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung der Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digitale Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, Programme für mobile Endgeräte ("Apps") und seit dem Geschäftsjahr 2013 auch Leistungen im Bereich Physical Computing.

Public Relations und Social Media

Public Relations und Social Media ergänzen das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

3

Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor.

Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

4

Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

WIRTSCHAFTSBERICHT

5 Markt und Wettbewerb

5.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2012 bei 11,3 Prozent (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 04. April 2013). Der Anteil ist damit unverändert, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben aber erstmals die Marke von 300 Milliarden Euro überschritten. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sind dies rund 3.740 Euro pro Bundesbürger.

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstumsund Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

5.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern – und damit auch bei deren Zulieferern – für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2015 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) mit zahlreichen Arzneimittel-Neueinführungen. Damit ist zumindest bei den Neueinführungen mit konstantem Geschäft zu rechnen. In welchem Umfang der DocCheck Konzern davon profitieren kann, bleibt abzuwarten.

Für das Jahr 2014 wird laut Magna Global, einem Marktforschungsinstitut im Medienmarkt, ein Wachstum des deutschen Werbemarktes von etwa 2,0 Prozent erwartet. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

5.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Gemessen am Horizont-Ranking der größten inhabergeführten Agenturen Deutschlands gehört antwerpes zu den größeren Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

  • Verlage
  • Marktforschungsunternehmen
  • Direktmarketingdienstleister
  • andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2014 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals – vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten – auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores, die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte besitzen. Das DocCheck multeBook ermöglicht die Einbindung von User Generated Content, der in dieser Form und dieser Spezialisierung so nur bei DocCheck zu finden ist.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

6

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2014 verlief ohne besondere Vorkommnisse. Außerordentliche Belastungen hatte der Konzern nicht zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Umsatzwachstum um 12% von 17,8 Millionen Euro auf nun 19,9 Millionen Euro zu verzeichnen. Der EBIT nimmt dabei um 65% von 1,4 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro zu.

Fazit: Das Geschäft hat sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt leicht besser als erwartet entwickelt.

7

Nachtragsbericht

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

8 Ertragslage

8.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2014 um 12 Prozent von 17,8 auf 19,9 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 12% von 11,7 Millionen Euro auf 13,2 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen dabei von 138 Tsd. Euro auf 120 Tsd. Euro. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von 10,3 Millionen Euro auf 10,9 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände stiegen wegen höherer Miet- und Marketingaufwände von 2,4 auf 2,6 Millionen Euro, während die Abschreibungen von 0,9 auf 0,7 Millionen Euro sanken. In 2013 waren in den Abschreibungen außerplanmäßige Abschreibungen der Silber- und Platinbestände enthalten, die im Geschäftsjahr 2014 nicht mehr in einer vergleichbaren Höhe angefallen sind. Der Personalaufwand stieg um 8% von 7,0 Millionen Euro auf 7,6 Millionen Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 2,3 Millionen Euro deutlich über Vorjahr (1,4 Millionen Euro). Das Zinsergebnis liegt mit 0,21 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresergebnis von 0,23 Millionen Euro. Analog zum EBIT ist das Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich von 1,7 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro gestiegen, der Konzerngewinn steigt von 1,1 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 34 Cent (2013: 22 Cent).

8.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen nach IFRS, vor Konsolidierung):

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete ein kräftiges Wachstum beim Umsatz von 7,8 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit noch einmal gesteigert werden. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 8,5 Millionen Euro (2013: 7,1 Millionen Euro). Die Umsatzentwicklung wird durch die Entwicklung der erhaltenen Aufträge für Eigenleistungen übertroffen. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 33 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte stieg im Jahresdurchschnitt von 79 Prozent auf 87 Prozent. Im Gegensatz zum Jahr 2013 war in 2014 die Auslastung durchgängig gut. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2014 um 14 Prozent auf 3,7 Millionen Euro (von 3,3 Millionen Euro in 2013). Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 12 Prozent von 2,1 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und macht in 2014 auch den wesentlichen Teil der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 6,1 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2014 um 13 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2014 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 2,4 Millionen Euro gegenüber 1,7 Millionen Euro im Jahr 2013.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz fiel leicht von 3,5 Millionen Euro in 2013 auf 3,4 Millionen Euro in 2014. Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich geringeren Umsätzen im Bereich Marktforschung geschuldet. Der Rohertrag liegt unverändert bei 2,7 Millionen Euro. Der Personalaufwand fiel in 2014 erneut deutlich um 10 Prozent von 1,4 auf 1,3 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist eine Straffung des Personalstamms. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage fielen ebenso deutlich von 1,1 Millionen Euro auf 1,0 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2014 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 426 Tsd. Euro aus (2013: 173 Tsd. Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen verringerten sich um 4 Prozent von 3,0 Millionen Euro in 2013 auf 2,8 Millionen Euro in 2014. Maßgeblich dafür waren geringere Auftragseingänge im Bereich Marktforschung.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, weiterhin nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 56 Prozent in 2014 noch einmal unter dem Niveau von 66 Prozent in 2014. Der Marktforschungsbereich wird derzeit unter neuer Leitung neu positioniert.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop stieg von im Vorjahr 6,7 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro in 2014, ein Wachstum von 5 Prozent. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2014 von 2,7 Millionen Euro auf 3,0 Millionen Euro. Der Rohertrag lag in 2014 unverändert bei 2,2 Millionen Euro. Die DocCheck AG stellte Marketingkostenzuschüsse in Höhe von 100 Tsd. Euro bereit (Vorjahr 124 Tsd. Euro). Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2014 um 13% von 2,1 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Ursache sind ein größerer Personalstamm im Onlinebereich und ein höherer Aufwand für Marketing und Zahlungsverkehr. DocCheck Shop erzielte in 2014 ein operatives Ergebnis (EBIT) von

-155 Tsd. Euro (2013: 41 Tsd. Euro).

DocCheck Guano AG

Für die DocCheck Guano AG war das Geschäftsjahr 2014 das erste volle Geschäftsjahr, da die Gesellschaft erst in 2013 gegründet wurde. Guano erzielte in 2014 22 Tsd. Euro an Umsätzen und keine im Vorjahr. Die übrigen Aufwände in Höhe von 115 Tsd. Euro fielen im Wesentlichen an für das MESH Camp, Beratungskosten und die Konzernumlage. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2014 -93 Tsd. Euro (2013 -13 Tsd. Euro).

8.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Die antwerpes ag hat mit 9,7 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel in 2014 deutlich übertroffen. Da die Kosten in geringerem Umfang als der Umsatz und Rohertrag gestiegen sind, konnte das prognostizierte Ergebnis von 1,5 Millionen Euro erheblich um rund 0,9 Millionen Euro übertroffen werden.

DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 3,8 Millionen Euro in 2014 um rund 400 Tsd. Euro verfehlt. Die erwartete Besserung im Bereich Marktforschung konnte nicht erreicht werden. Der mit 0,3 Millionen Euro prognostizierte EBIT in 2014 für DocCheck Medical wird wegen geringerer Kosten dennoch um 0,125 Millionen Euro übertroffen.

Der Bereich DocCheck Shop hat mit 7,1 Millionen Euro Umsatz den prognostizierten Wert von 7,4 Millionen Euro verfehlt. Auch der Online-Umsatz konnte nicht – wie in der Prognose unterstellt – um ein Drittel gesteigert werden, sondern lediglich um ein Siebtel. Da die Kosten jedoch planmäßig erhöht wurden, schlägt sich der fehlende Umsatz direkt im Ergebnis nieder, das mit - 155 Tsd. Euro die Prognose von 200 Tsd. Euro deutlich verfehlt.

DocCheck Guano hat das Ergebnis von -100 Tsd. Euro erreicht, da entgegen den Erwartungen mit dem MESH-Camp Umsätze in Höhe von 22 Tsd. Euro erzielt werden konnten.

Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 19,3 Millionen Euro für 2014 mit einem tatsächlichen Umsatz von 19,9 Millionen Euro leicht übertroffen werden. Da die Margen teilweise etwas besser und die Kosten etwas geringer waren als erwartet, konnte ein EBIT erwirtschaftet werden, der mit 2,3 Millionen Euro um 0,4 Millionen Euro leicht über dem prognostizierten Ergebnis lag.

9 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns stieg im Vergleich zu 2013 leicht von 21,1 Millionen Euro auf 23,5 Millionen Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 8,8 Millionen Euro, im Vergleich zu 7,0 Millionen Euro zum Ende 2013. Maßgeblich für diesen Anstieg ist der operative Mittelzufluss.

Der DocCheck Konzern besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposition "Anlage in Edelmetallen"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2014 betrug ca. 2,8 Millionen Euro.

DocCheck verfügt über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (Vorjahr: 0,3 Millionen Euro).

DocCheck besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2014 ca. 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Millionen Euro).

Die DocCheck AG hält derzeit drei Anleihen, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben. Eine vierte Anleihe (Asklepios Kliniken) hat kein Rating. Insgesamt sind zu Nennwerten 1,25 Millionen Euro investiert, davon 0,5 Millionen Euro in Anleihen mit einem Emittenten- oder Anleihen-Rating im Non-Investment Grade bzw. ohne Rating. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2015 bis 2020.

Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2015 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen Euro (Vorjahr 2,0 Millionen Euro), Aktien mit einem Verkehrswert von 686 Tsd. Euro (Vorjahr: 110 Tsd. Euro) (Bilanzierung zum Fair Value) und Immobilienbesitz im Buchwert von 831 Tsd. Euro (Vorjahr: 854 Tsd. Euro).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medical Services GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet. Die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH sind dem Cashpooling nach Abschluss der Beherrschungsverträge mit der DocCheck AG bzw. der antwerpes ag in 2014 beigetreten. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist bei einem Anstieg von 2,5 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro im Wesentlichen konstant und korreliert mit der verbesserten Umsatzsituation.

Der Bestand an Vorräten im Konzern hat sich – unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 37 Tsd. Euro (im Vorjahr: 44 Tsd. Euro) - von 968 Tsd. Euro auf 1.417 Tsd. Euro deutlich erhöht. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 388 Tsd. Euro sehr stark auf 1.103 Tsd. Euro erhöht. Hintergrund ist ein unfertiges Großprojekt und die insgesamt deutlich verbesserte Auftragslage. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 80 Tsd. Euro auf 705 Tsd. Euro im Jahr 2014 gefallen (2013: 785 Tsd. Euro). Es handelt sich um die üblichen Schwankungen der Bestände. Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 3,1 Millionen Euro deutlich auf jetzt 4,8 Millionen Euro. Der Anstieg geht hauptsächlich auf die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen und die Zunahme der Steuerrückstellungen zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 17,9 Millionen Euro auf 18,6 Millionen Euro zum Jahresende 2014.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 79 Prozent (Vorjahr: 85%). Der Konzern ist damit, abgesehen von den erhaltenen Anzahlungen, im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2014 nicht erfolgt und für 2015 nicht geplant.

Wesentliche Investitionen wurden in 2014 nur in geringer Zahl getätigt. Es wurden durch die DocCheck AG Aktien für rund 500 Tsd. Euro und Anleihen für rund 0,25 Mio. Euro erworben, die ausschließlich Wiederanlagen ausgelaufener Anleihen darstellen.

Die liquiden Mittel des Konzerns werden im Rahmen eines Cashpoolings durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien und Edelmetalle. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2014 wurde, wie auch in den Vorjahren, ein positiver operativer Cashflow erzielt. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes also nicht beansprucht.

10

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

10.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2015

Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360 Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen.

Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2015 einen leicht steigenden Umsatz von 10,1 Millionen Euro und ein leicht reduziertes EBIT von 1,8 Millionen Euro. Um den Umsatz in die geplante Höhe zu entwickeln sind weitere Investitionen in Personalkapazitäten und Büroräume erforderlich, die in 2015 das EBIT auf ein Niveau unter dem von 2014 drücken werden. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte Störungen wären regulierende Eingriffe, die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.

Für Breadcrumb werden keine relevanten Kosten und Umsätze erwartet.

Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2015 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen steigenden Umsatz auf ca. 4,0 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2015 liegt bei 0,5 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber 2014 bedeutet.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Für 2015 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2015 weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich weiter rückläufig entwickeln, dies ist aber nur in organischem Umfang zu erwarten und in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2015 leicht steigen und ca. 7,6 Millionen Euro erreichen, bei einem ausgeglichenen EBIT. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Investitionen in die Software- und Personal-Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten und sich zügig amortisieren. Weitere Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes um etwa ein Drittel.

Für DocCheck Guano ist für 2015 nur geringfügiger Umsatz analog 2014 geplant, der aus dem Verkauf der Tickets für das MESH-Camp resultiert. Das EBIT der Gesellschaft wird bis zu -0,2 Millionen Euro betragen und sich damit weiter reduzieren.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2015 mit einem leicht steigenden Umsatz von 21,5 Millionen Euro bei einer Ertragslage in etwa auf dem Niveau von 2014, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 2,0 bis 2,3 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 80 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2015 diesbezüglich – vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage – keine tiefgreifenden Veränderungen.

10.2 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.

Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • Markt | Kunden
  • Systeme | Infrastruktur
  • Kosten
  • Human Resources
  • Finanzen | Recht

10.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasi-staatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann – auch kurzfristig – Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.

Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2014 weniger spürbar. Das zum 01. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert. Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2014 nicht zu beobachten.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2015 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit rückläufigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen von bis zu 500 Tsd. Euro pro Jahr führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind beim DocCheck Shop zwei reine Außendienstmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, beide in ungekündigten und unbefristeten Arbeitsverhältnissen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotentiale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

10.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Knowhow und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierten Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Serviceund Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

10.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2014 stabil gehalten werden.

Risiken

Für das Geschäftsjahr 2015 könnte eine steigende Inflation bzw. auch eine stark steigende Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne Weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen wird und in Dollar abgerechnet wird.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.

10.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von IT-Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei Mitarbeitern den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

10.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. In 2013 und 2014 hat die DocCheck Guano AG in die BetterDoc GmbH investiert. Die BetterDoc GmbH entwickelt ihr operatives Geschäft gerade erst. Ein Totalverlust der Beteiligungsinvestition in Höhe von 201 Tsd. Euro ist auf Grund des noch nicht etablierten Geschäftsmodells über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum wahrscheinlicher als bei den übrigen Vermögensgegenständen des Konzerns.

Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2015 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist u.a. in Anleihen investiert, die ein Moody´s-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben, bzw. gar kein Rating haben (Asklepios Kliniken).

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotentiale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

11 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

11.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 22 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (Vorjahr: 21). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

  • Geschäftsführung
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Facility-Management
  • Human Resources
  • Organisationsentwicklung
  • Corporate Communications
  • Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.

11.2 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 28. Mai 2014 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 20 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 30. Mai 2014 und betrug 997.963,20 Euro für 4.989.816 Aktien.

11.3 Stock Options

Auch im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben oder neue Aktienoptionsprogramme aufgelegt.

12

Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Adhoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cashrelevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes Rollenund Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.

13

Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2014 folgende Vergütungen:

Gesamt
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2014
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.306 183.306 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 107.817 94.395 13.422 0
Summe 351.123 277.701 73.422 0

Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen:

Gesamt
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2013
Dr. Frank Antwerpes, CEO 243.211 183.211 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 110.747 94.396 16.351 0
Summe 353.958 277.607 76.351 0

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

• Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.

• Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 351 Tsd. Euro (im Vorjahr 354 Tsd. Euro). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht vor. Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2014 folgende Vergütungen:

Gesamt
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann, 13.200 6.000 7.200
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen:

Name des Aufsichtsrates Gesamt
bezüge
EUR
Davon
fix
EUR
Davon
variabel
EUR
Michael Thiess, 9.000 5.000 4.000
Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013)
Dr. Joachim Pietzko, 17.100 9.500 7.600
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013)
Aufsichtsratsvorsitzender (seit 29. Mai 2013)
Winfried Leimeister 10.800 6.000 4.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, 6.300 3.500 2.800
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende (seit 29. Mai 2013)
Summe 43.200 24.000 19.200

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von insgesamt 53 Tsd. Euro (im Vorjahr 43 Tsd. Euro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 Tsd. Euro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt.

14

Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2014 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2014 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Zum 31. Dezember 2014 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.521.726,00 Euro (genehmigtes Kapital) bis zum 11. Mai 2015 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, 6. März 2015

DocCheck AG Vorstand

Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger

Köln

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

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Köln

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2014 2013
EUR EUR
1. Umsatzerlöse V.1. 19.890.520,95 17.781.118,99
2. Sonstige betriebliche Erträge V.2. 120.100,69 137.814,92
3. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 536.385,70 -8.803,39
4. Materialaufwand V.3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 5.136.628,69 4.650.536,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.215.671,65 1.528.777,05
7.352.300,34 6.179.313,79
5. Personalaufwand V.4.
a) Löhne und Gehälter 6.414.061,50 5.945.309,41
b) soziale Abgaben 1.205.834,87 1.093.790,56
7.619.896,37 7.039.099,97
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlage-
vermögens und Sachanlagen sowie Edelmetalle V.5. 468.655,26 922.978,16
7. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 189.248,34 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen V.6. 2.579.492,55 2.353.324,50
9. Betriebsergebnis (EBIT) 2.337.414,48 1.415.414,10
nachrichtlich:
EBITDA
2.995.318,08 2.338.392,26
10. Erträge aus Beteiligungen 10.106,21 10.834,37
11. Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen Vermögenswerten 121.875,42 231.023,01
12. Zinsen und ähnliche Erträge 164.255,19 43.501,48
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76.671,71 48.563,44
14. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.556.979,59 1.652.209,52
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag V.7. 905.259,79 551.051,41
16. Konzernjahresüberschuss 1.651.719,80 1.101.158,11
17. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 1.693.769,53 1.087.540,25
18. Anteil nicht beherrschende Anteile -42.049,73 13.617,86
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) V.9. 0,34 0,22
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) V.9. 0,34 0,22
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 4.989.816 4.989.816

Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 4.989.816 4.989.816

Köln

Konzerngesamtergebnisrechnung 2014
EUR
2013
EUR
I. Konzernjahresüberschuss 1.651.719,80 1.101.158,11
II. Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00
III. Gesamtergebnis 1.651.719,80 1.101.158,11
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 1.693.769,53 1.087.540,25
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen
(non-controlling interests)
-42.049,73 13.617,86

Köln

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2014

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Köln

01.01.2014- 01.01.2013-
Konzernkapitalflussrechnung 31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 2.337.414 1.415.414
Ertragsteueraufwand -905.260 -551.051
Gezahlte Ertragsteuern 545.629 661.171
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 657.904 922.978
Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte -6.427 0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -8.432 0
Veränderung der Rückstellungen -175.772 93.598
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens -498.205 -107.791
Veränderung der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen -436.197 -1.271.873
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 1.140.008 91.365
Veränderung der aktiven latenten Steuern -44.868 0
Veränderung der passiven latenten Steuern 90.083 51.959
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.695.877 1.305.770
Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -776 -4.891
Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 2.192 1.162
Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagen 8.297 0
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 3.486 9.276
Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 753.020 2.500.000
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -409.928 -167.834
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -174.276 -10.061
Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere, held-to-maturity -272.000 -1.296.628
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungsunternehmen -693 -99.960
Einzahlungen aus Ausschüttungen von Beteiligungsunternehmen 10.106 10.834
Zinseinnahmen 151.600 270.731
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 71.028 1.212.629
Auszahlungen an Gesellschafter -997.963 -997.963
Zinsausgaben -650 -1.086
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.942 -7.528
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.003.555 -1.006.577
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 1.763.350 1.511.822
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 6.996.250 5.484.428
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 8.759.600 6.996.250

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter VI.

Konzernanhang der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2014

I. Grundlagen der Berichterstattung

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln, ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln

2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag und die Breadcrumb GmbH) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH) repräsentieren.

3. Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2014 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der DocCheck AG handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Entry Standard gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 25. März 2015 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 waren folgende Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

IFRS 10 Konzernabschlüsse

Am 12. Mai 2011 wurde IFRS 10 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 11. Dezember 2012.

IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsvorschriften des IAS 27. IAS 27 entfällt jedoch nicht ersatzlos. Sein Anwendungsbereich ist aber zukünftig auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Einzelabschluss des Investors beschränkt. IFRS 10 enthält nunmehr die bisher allgemein in IAS 27 und für Zweckgesellschaften in SIC 12 geregelten Aspekte der Vollkonsolidierung. IFRS 10 enthält zudem ein einheitliches Konsolidierungskonzept. Ein Mutter-Tochter-Verhältnis wird anhand der Entscheidungskriterien Entscheidungsgewalt (power) und Ergebnisvariabilität (variability in returns) und deren Verhältnis zueinander bestimmt (link between).

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 10 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 hat sich keine Änderung des Konsolidierungskreises der DocCheck Gruppe ergeben.

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

Am 12. Mai 2011 wurde IFRS 11 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 11. Dezember 2012.

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13. Durch die geänderten Definitionen gibt es nur noch zwei Arten gemeinsamer Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen.

Die Klassifizierung als gemeinschaftlich geführte Vermögenswerte (IAS 31) ging in gemeinschaftliche Tätigkeiten über. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung nach IAS 31 bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Stattdessen ist die Anwendung der Equity-Methode für als Gemeinschaftsunternehmen (joint ventures) klassifizierte gemeinsame Vereinbarungen im Konzernabschluss verpflichtend. Daneben werden gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operations) wie bisher anteilig im Einzel- und Konzernabschluss des übergeordneten Unternehmens bilanziert. Dieser Standard ist für den Konzernabschluss der DocCheck AG zur Zeit nicht relevant und hat daher keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014.

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an Unternehmen

Am 12. Mai 2011 wurde IFRS 12 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 11. Dezember 2012.

IFRS 12 ersetzt die bisherigen Vorschriften zu Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC

  1. Der Standard regelt damit einheitlich die Angabepflichten für alle Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen. Unternehmen müssen Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen verbunden sind. Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 12 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 haben sich keine wesentlichen zusätzlichen Angaben im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

IAS 27 Einzelabschlüsse

Am 12. Mai 2011 wurde die Änderung des IAS 27 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 11. Dezember 2012.

Infolge der neuen Standards zum Konsolidierungspaket (IFRS 10, IFRS 11) wurde IAS 27 geändert. IAS 27 enthält infolge der Veröffentlichung des neuen IFRS 10 nur noch Leitlinien zur Bilanzierung und zu Anhangangaben von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss. Die Änderung von IAS 27 hat zu keinen wesentlichen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Am 12. Mai 2011 wurde die Änderung des IAS 28 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 11. Dezember 2012.

Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt. Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet. Die Änderung von IAS 28 hat zu keinen Veränderungen im Konzernabschluss der DocCheck AG geführt.

IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Am 16. Dezember 2011 wurde die Änderung des IAS 32 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 13. Dezember 2012.

Die Änderungen an IAS 32 stellen lediglich eine Klarstellung der bisherigen Saldierungsregeln dar und haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge.

IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien

Am 28. Juni 2012 wurden die Änderungen der Standards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 4. April 2013.

Die Änderungen dienen der Klarstellung zur Erstanwendung von IFRS 10 und beinhalten zusätzliche Erleichterungen in allen Standards des Konsolidierungspakets. Darüber hinaus wird die wegen der retrospektiven Anwendung gebotene Anpassung der Vergleichszahlen auch bei Berichterstattung von mehr als einer Vergleichsperiode nur für die (unmittelbar vorausgehende) Vorperiode verlangt. Aus der Änderung dieser Standards ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2014

IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten

Am 29. Mai 2013 wurde die Änderung des IAS 36 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 19. Dezember 2013.

Die Änderungen sind auf eine Folgeänderung des IAS 36 im Zuge der Veröffentlichung von IFRS 13 zurückzuführen. Mit der Einführung von IFRS 13 wurden Angabevorschriften in IAS 36 teils zu weit gefasst. So wäre u.a. der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit Geschäfts- oder Firmenwert oder den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer anzugeben gewesen, unabhängig davon, ob eine Wertminderung erfasst wurde. Die Änderungen sehen eine entsprechende Angabepflicht des erzielbaren Betrags hingegen nur dann vor, wenn in dem Geschäftsjahr auch tatsächlich eine Wertminderung erfasst wurde. Zudem beinhalten die Änderungen Klarstellungen und Erweiterungen zu Angabepflichten von wertgeminderten Vermögenswerten, deren erzielbarer Betrag auf der Grundlage ihres beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde. Soweit anwendbar, sind die erweiterten Angaben im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 enthalten (Verweis auf III.1).

IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Am 27. Juni 2013 wurde die Änderung des IAS 39 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 19. Dezember 2013.

Ziel der Änderungen ist, Auswirkungen auf die Sicherungsbilanzierung bei Ausbuchung von Derivaten zu vermeiden, die aufgrund der Novation notwendig werden. Infolge der Änderungen an IAS 39 bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert, wenn bestimmte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Diese Änderung ist für den Konzernabschluss der DocCheck AG zur Zeit nicht relevant und hat daher keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014.

IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 Investmentgesellschaften

Am 31. Oktober 2012 wurden die Änderungen der Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Übernahme in EU-Recht erfolgte am 20. November 2013.

Die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 dienen der Definition einer Investmentgesellschaft. Darüber hinaus wird von einem Mutterunternehmen, welches eine Investmentgesellschaft ist, verlangt, dessen Beteiligungen an einzelnen Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Konzern- und Einzelabschluss zu bewerten. Weiterhin beinhalten die Änderungen die erforderlichen Anhangangaben zu Investmentgesellschaften in IFRS 12 und dem geänderten IAS 27. Diese Änderung ist für den Konzernabschluss der DocCheck AG zur Zeit nicht relevant und hat daher keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene bzw. noch nicht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

Änderung / Standard Datum der Ver Datum der Anwendungs
öffentlichung Übernahme in
EU-Recht
zeitpunkt (EU)
IFRIC 21 - Abgaben 20. Mai 2013 13. Jun 2014 17. Jun 2014
Leistungsorientierte Pläne: 21. Nov 2013 17. Dez 2014 1. Jul 2014
Arbeitnehmerbeiträge
(Änderungen an IAS 19)
Jährliche Verbesserungen der 12. Dez 2013 17. Dez 2014 1. Jul 2014
IFRS – Zyklus 2010-2012
Jährliche Verbesserungen der 12. Dez 2013 18. Dez 2014 1. Jul 2014
IFRS – Zyklus 2011-2013
IFRS 14 Regulatory Deferral 30. Jan 2014 offen 1. Jan 2016
Accounts
Accounting for Acquisitions of 6. Mai 2014 offen 1. Jan 2016
Interests in Joint Operations
(Amendments to IFRS 11)
Clarification of Acceptable 12. Mai 2014 offen 1. Jan 2016
Methods of Depreciation and
Amortisation (Amendments to
IAS 16 and IAS 38)
Bearer Plants (Amendments to 30. Jun 2014 offen 1. Jan 2016
IAS 16 and IAS 41)
Equity Method in Separate 12. Aug 2014 offen 1. Jan 2016
Financial Statements
(Amendments to IAS 27)
Sale or Contribution of Assets 11. Sep 2014 offen 1. Jan 2016
between an Investor and its
Associate or Joint Venture
(Amendments to IFRS 10 and
IAS 28)
Jährliche Verbesserungen der 25. Sep 2014 offen 1. Jan 2016
IFRS – Zyklus 2012-2014
Disclosure Initiative 18. Dez 2014 offen 1. Jan 2016
(Amendments to IAS 1)
Investment Entities: Applying 18. Dez 2014 offen 1. Jan 2016
the Consolidation Exception
(Amendments to IFRS 10, IFRS
12 and IAS 28)
IFRS 15 Revenue from Contracts 28. Mai 2014 offen 1. Jan 2017
with Customers
IFRS 9 Financial Instruments 24. Jul 2014 offen 1. Jan 2018

Aus diesen Rechnungslegungsvorschriften werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschuss der DocCheck Gruppe erwartet.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, welche die Konzernobergesellschaft gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IFRS-Konzernabschluss aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG sechs (im Vorjahr fünf) voll konsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden fünf Gesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungs
quote zum
31.12.2014
Eigenkapital
zum
31.12.2014
Jahres
ergebnis 2014
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100% 643 0*
antwerpes ag, Köln 100% 298 0*
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch
57,5% 879 -143
DocCheck Guano AG, Köln 100% 37 0*
Breadcrumb GmbH, Köln 100%** 25 0***

* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

  • ** über die antwerpes ag
  • *** nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:

Datum des Erwerbs der
Name und Sitz der Gesellschaft Mehrheitsbeteiligung
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch 17. November 2000
DocCheck Guano AG, Köln 15. Oktober 2013
Breadcrumb GmbH, Köln 8. Oktober 2014

Im Geschäftsjahr 2014 wurde erstmals die Breadcrumb GmbH in den Konzernabschluss einbezogen. Die Breadcrumb GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der antwerpes ag und wurde am 8. Oktober 2014 durch Eintragung in das Handelsregister gegründet. Das Stammkapital der Breadcrumb GmbH beträgt 25 TEUR und wurde im Rahmen der Gründung vollständig von der antwerpes ag durch Übernahme aller Gesellschaftsanteile gegen Hingabe von Zahlungsmitteln erbracht. Gegenstand der Breadcrumb GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen und der Handel mit Waren und Dienstleistungen, jeweils für die Konzeption und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen.

Durch die erstmalige Einbeziehung der Breadcrumb GmbH in den Konzernabschluss haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzernabschlusses ergeben, da sich die Gesellschaft noch in der Aufbauphase befindet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligungen und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens (Reassessment nach IFRS 3) als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert. Nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, jedoch getrennt vom Eigenkapital, das auf die Anteilseigener der DocCheck AG entfällt. Die Anteile am Konzernjahresüberschuss und am Gesamtergebnis, die auf nicht beherrschende Anteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH entfallen, sind ebenfalls entsprechend getrennt ausgewiesen.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in EUR umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in EUR auf.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung des Ertragswertes. Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Bisher wurden keine immateriellen Vermögensgegenstände selbst hergestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser in Folge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 19 bis 33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre
(ohne geringwertige Anlagegüter)
Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

5. Leasing

Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, die mit dem Eigentum an den Vermögenswerten verbunden sind, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die entsprechenden Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit passiviert. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten so über die Laufzeit verteilt werden, dass die verbleibende Restschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die im Rahmen von Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder – sofern kürzer – die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingverträge des Konzerns betreffen im Geschäftsjahr 2014 wie auch im Vorjahr ausschließlich operative Leasingverhältnisse als Leasingnehmer.

6. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere und finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt entsprechend IAS 39.46 c) zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt unter der Kategorie Available for Sale.

Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (held-tomaturity).

Alle übrigen Wertpapiere (Aktiendepot) werden erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet. Die Kategorisierung dieser Instrumente erfolgt als "zu Handelszwecken gehalten" (held-for-trading), da sie hauptsächlich mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der künftigen Cashflows. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

7. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

8. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 Waren und unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte retrograd. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten grundsätzlich keinen Zinsanteil und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen angesetzt.

10. Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode). Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgeldern bei Kreditinstituten sowie liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

12. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 ff. in der Bilanz zum Nennwert als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

13. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der erstmalige Ansatz sowie die Folgebewertung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17.20 mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

16. Ertragsrealisierung

Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion Methode realisiert. Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

17. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2014 keine Entwicklungskosten aktiviert und wie auch im Vorjahr keine Abschreibungen als Aufwand erfasst.

18. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion Methode erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und den in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 463 TEUR (im Vorjahr 597 TEUR) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 76 TEUR (im Vorjahr 51 TEUR) ausgewiesen.

b) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmenwerte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (im Vorjahr 206 TEUR) ausgewiesen.

c) Wertminderung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Edelmetalle

Die Silberbestände wurden im Geschäftsjahr 2014 aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Die Wertminderung der Platinbestände aus dem Vorjahr wurde in 2014 aufgrund leicht gestiegener Stichtagskurse wieder teilweise zugeschrieben. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände ausgegangen.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2014 betragen 26 TEUR (im Vorjahr 472 TEUR). Die Zuschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle im Geschäftsjahr 2014 betragen 6 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR).

d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert, wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern in Höhe von 45 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) und passive latente Steuern in Höhe von 145 TEUR (im Vorjahr 55 TEUR) ausgewiesen.

e) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Zum Bilanzstichtag liegen keine Eventualverbindlichkeiten vor. Rückstellungen werden in Höhe von 994 TEUR (im Vorjahr 841 TEUR) ausgewiesen.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 206 TEUR) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Medical Services GmbH und - im Vorjahr - der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

G esellschaft F irmenwerte
der E rstkonsoli
dierung
TEUR
Nachträgliche
E rhöhung der
F irmenwerte
durch E rwerb
weiterer
Anteile
TEUR
kumulierte
W ertminde
rungen zum
31 .1 2.201 3
TEUR
Buchwerte
zum
31 .1 2.201 3
TEUR
W ertminde
rungen in
201 4
TEUR
kumulierte
W ertminde
rungen zum
31 .1 2.201 4
TEUR
Buchwerte
zum
31 .1 2.201 4
TEUR
DocC heck
Medical Services
G mbH
29 0 1 2 1 7 0 1 2 1 7
DocC heck
Medizinbedarf
und Logistik
G mbH
756 151 718 1 89 1 89 907 0
Summe 785 151 730 206 1 89 91 9 1 7

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 30. November ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Im Zuge des Impairment-Tests ergab sich im Geschäftsjahr 2014 ein Abwertungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von 189 TEUR auf 0 EUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde daraufhin vollständig abgeschrieben.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten angenommen. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten. Der Prognosezeitraum umfasst demnach 4 Jahre. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum werden Zahlungsströme in Höhe des letzten Planungszeitraums angenommen. Diese werden mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die CGU DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 1,97 Prozent (im Vorjahr 2,50 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,5 Prozent (im Vorjahr 4,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 6,04 Prozent (im Vorjahr 6,55 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,0 Prozent (im Vorjahr 28,2 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwarteter Umsatzanstieg bei der CGU DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von 7,2 Prozent für 2015 zugrunde (im Vorjahr 9,9 Prozent Umsatzwachstum von 2013 auf 2014). Dieser geplante Anstieg ist im Wesentlichen auf die weitere Stärkung des eCommerce zurückzuführen. Für die Jahre 2016 bis 2018 wird von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 10,0 Prozent ausgegangen. Der Wareneinsatz wird dabei konstant mit 70 Prozent der Umsatzerlöse angesetzt, was sich an historisch belegbaren Entwicklungen orientiert.

Das Wachstum soll, wie schon in den vergangenen Jahren, ganz überwiegend im Versandhandel, insbesondere im eCommerce, erzielt werden. Voraussetzung für die Realisation des Wachstums ist ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt. Für das klassische Außendienstgeschäft ist kein Wachstum zu erwarten. Die Kostenseite wird in den kommenden Jahren weiter leicht steigen, da der Aufbau des Online-Geschäfts Investitionen erfordert und laufende Kosten verursacht. Aufgrund dieser Annahmen entspricht der Value in Use der CGU zum Stichtag dem Nettovermögen der CGU ohne Geschäfts- oder Firmenwert, so dass eine vollständige Abschreibung des Firmenwertes der CGU DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH in Höhe von 189 TEUR erforderlich war.

Für die CGU DocCheck Medical Services GmbH wurde auf Grundlage eines risikolosen Zinssatzes von 1,97 Prozent (im Vorjahr 2,50 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,5 Prozent (im Vorjahr 4,5 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 6,40 Prozent (im Vorjahr 6,55 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 32,5 Prozent (im Vorjahr 32,5 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Medical Services GmbH von 20,1 Prozent für 2015 zugrunde (Vorjahr: 13,5 Prozent Umsatzwachstum von 2013 auf 2014). Für die Jahre 2016 bis 2018 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere im Geschäftsfeld Media erzielt werden. Doch auch die kleineren Geschäftsbereiche müssten zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst dann, wenn die Wachstumserwartung in 2015 um mehr als 74 Prozent hinter dem Plan zurückbleibt, würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte nach Bilanzposten bis zum 31. Dezember 2014 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

3. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2014 ist dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

4. Beteiligungen

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 251 TEUR (im Vorjahr 151 TEUR) ausgewiesen. Insgesamt werden Anteile an vier Beteiligungsgesellschaften gehalten. Die Anteilsquoten liegen jeweils um 5 Prozent oder niedriger. Im Geschäftsjahr 2013 hat die DocCheck Guano AG Anteile an der BetterDoc GmbH, Köln, zu Anschaffungskosten in Höhe von 100 TEUR erworben. Diese Beteiligung wurde im November 2014 im Rahmen einer Kapitalerhöhung der BetterDoc GmbH gegen Leistung von Mediaservices geringfügig erhöht. Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Anteil der DocCheck Guano AG 5,53 Prozent Stammkapital der BetterDoc GmbH.

5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis.

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 2.826 TEUR (im Vorjahr 2.525 TEUR). Die Bilanzierung der Goldbestände erfolgt zu Anschaffungskosten und unverändert in Höhe von 1.624 TEUR.

Der Marktpreis der Silberbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 279 TEUR (im Vorjahr 305 TEUR). Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 26 TEUR vorgenommen.

Der Marktpreis der Platinbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 1.599 TEUR (im Vorjahr 1.593 TEUR). Eine Zuschreibung auf den Marktpreis wurde in Höhe von 6 TEUR vorgenommen.

In Bezug auf die Abschreibung auf die beizulegenden Zeitwerte bei den Edelmetallbeständen Silber und Platin wurde zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses angenommen, dass ein nachhaltiges und dauerhaftes Absinken der Marktpreise vorliegt.

6. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

2014 2013
TEUR TEUR
Unfertige Leistungen 675 139
Fertigerzeugnisse und Waren 705 785
Geleistete Anzahlungen 37 44
Summe 1.417 968

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Eine Bewertung von Vorräten zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten war nicht notwendig.

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb von einem Jahr fällig. Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt zusammen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Vortrag 49 51
Zuführung 50 25
Inanspruchnahme 26 11
Auflösung 12 16
Summe 61 49

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Buchwert 2.676 2.450
Wertminderungen 61 49
Buchwert vor Wertminderungen 2.737 2.499
davon nicht fällig 1.851 1.821
davon fällig, weniger als 30 Tage 782 517
davon fällig, zwischen 30 und 60 Tagen 26 64
davon fällig, zwischen 60 und 90 Tagen 6 51
davon fällig, mehr als 90 Tage 72 46

Von den nicht fälligen Forderungen in Höhe von 1.851 TEUR (im Vorjahr 1.821 TEUR) sind 0 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) wertgemindert.

8. Fertigungsaufträge

Die Gesellschaft weist Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 463 TEUR (im Vorjahr 597 TEUR) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 76 TEUR (im Vorjahr 51 TEUR) aus.

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenen erhaltenen Anzahlungen beträgt 471 TEUR (im Vorjahr 95 TEUR). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 132 TEUR (im Vorjahr 54 TEUR) bei den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und 339 TEUR (im Vorjahr 41 TEUR) bei Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo in Abzug gebracht.

9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 319 TEUR (im Vorjahr 374 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Steuerforderungen 186 234
Aktive Rechnungsabgrenzung 71 66
Zinsabgrenzungen 23 29
Kautionen 29 29
Darlehen 2 1
Übrige Vermögenswerte 8 15
Summe 319 374

10. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden der Kategorie "held-for-trading" zugeordnet und zum Börsenkurs am Stichtag bewertet (686 TEUR; im Vorjahr 110 TEUR). Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 58 TEUR (im Vorjahr 1 TEUR) und die Werterhöhungen 135 TEUR (im Vorjahr 4 TEUR).

11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

2014 2013
TEUR TEUR
Kassenbestand 8 3
Guthaben bei Kreditinstituten 8.752 6.993
Summe 8.760 6.996

12. Steueransprüche und -schulden

Die Steuerschulden betragen zum 31. Dezember 2014 277 TEUR (im Vorjahr 10 TEUR) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 122 TEUR (im Vorjahr 10 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 155 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR).

Steueransprüche werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Steueransprüche betragen 187 TEUR (im Vorjahr 234 TEUR) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 111 TEUR (im Vorjahr 136 TEUR) sowie die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 76 TEUR (im Vorjahr 98 TEUR).

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf V.7. verwiesen.

13. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 4.989.816,00 EUR (im Vorjahr 4.989.816,00 EUR) und ist voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2014 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und beläuft sich auf 4.989.816 Stück nennbetragslose, auf den Namen lautende Stückaktien.

Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 28. Mai 2014 erneut ermächtigt, sowohl über die Börse als auch außerhalb der Börse 2.000.000 Aktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000,00 EUR zum Zwecke der Einziehung zu erwerben. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 29. Mai 2013 aufgehoben.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, durch ein- oder mehrmalige Ausgaben nennbetragsloser, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 2.521.726,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das am 15. Juni 2005 genehmigte Kapital aufgehoben.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG eng verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien gewährt oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2014 12.910.104,28 EUR (im Vorjahr 12.910.104,28 EUR) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die Gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 EUR (im Vorjahr 39.252,84 EUR).

f. Übrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2014 3.498.627,57 EUR (im Vorjahr 2.802.821,25 EUR).

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31. Dezember 2014 3.245.569,91 EUR (im Vorjahr 3.245.569,91 EUR).

h. Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2014 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

i. Nicht beherrschende Anteile

Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

14. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Rückstellungen haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

01.01.2014
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2014
TEUR
Personal
Tantiemen und Provisionen 201 -196 -4 288 289
Urlaubsansprüche 201 -201 0 179 179
Berufsgenossenschaft 20 -20 0 24 24
Ausgleichsabgabe 13 -13 0 14 14
Summe 435 -430 -4 505 506
Übrige
Boni 198 -40 -11 147 294
Abschluss- und
Prüfungskosten
118 -116 -2 116 116
Aufsichtsratsvergütung 33 -32 0 42 43
Nachlaufende Kosten 16 -16 0 20 20
Sonstige 40 -25 -13 13 15
Summe 405 -229 -26 338 488
Gesamtsumme 840 -659 -30 843 994

a. Tantiemen und Provisionen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.

b. Urlaubsansprüche

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

c. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2014 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

d. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

e. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung sowie die externen Jahresabschlusskosten.

15. Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2013
TEUR TEUR
Darlehensverpflichtungen 25 30
Summe 25 30

Von den 25 TEUR (im Vorjahr 30 TEUR) haben 0 TEUR (im Vorjahr 25 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr. Diese unterliegen einer Verzinsung von 1,25 Prozent (im Vorjahr 1,25 Prozent).

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

17. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Umsatzsteuer 509 298
Lohn- und Kirchensteuer 99 89
Passive Rechnungsabgrenzung 16 123
Lohn und Gehalt 16 17
Abgrenzung Mietzahlung 13 0
Kreditorische Debitoren 7 6
Soziale Sicherheit 2 4
Reisekosten Angestellte 6 4
Übrige Verbindlichkeiten 81 63
Summe 749 604

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2014 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Mietverpflichtungen für Immobilien 3.179 3.913
Übrige Leasingverhältnisse 118 91
3.297 4.004
- davon fällig innerhalb eines Jahres 649 683
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf
Jahren
2.359 2.454
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 289 867

Es handelt sich im Wesentlichen um langfristige Mietverträge für Immobilien.

Eventualverbindlichkeiten werden grundsätzlich nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind. Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.

19. Finanzinstrumente

a. Aktiva

31.12.2014

Kategorie nach IAS 39 Loans and
receivables
Held for
trading
Available for
Sale
Held to
maturity
Wertansatz Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Fair Value Anschaffungs
kosten
Anschaffungs
kosten
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 0 251 0 251
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 3.295 3.295
Summe 0 0 251 3.295 3.546
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.760 0 0 0 8.760
Wertpapiere, held-for-trading 0 686 0 0 686
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 2.676 0 0 0 2.676
Sonstige Vermögenswerte 248 0 0 0 248
Summe 11.684 686 0 0 12.370
Gesamtsumme 11.684 686 251 3.295 15.916

31.12.2013

Kategorie nach IAS 39 Loans and
receivables
Held for
trading
Available for
Sale
Held to
maturity
Wertansatz Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Fair Value Anschaffungs
kosten
Anschaffungs
kosten
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 0 151 0 151
Wertpapiere, held-to-maturity 0 0 0 3.802 3.802
Summe 0 0 151 3.802 3.953
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 6.996 0 0 0 6.996
Wertpapiere, held-for-trading 0 110 0 0 110
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
2.450 0 0 0 2.450
Sonstige Vermögenswerte 213 0 0 0 213
Summe 9.659 110 0 0 9.769
Gesamtsumme 9.659 110 151 3.802 13.722

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere, held-to-maturity) beläuft sich auf 18 TEUR (im Vorjahr 46 TEUR).

b. Passiva

31.12.2014

Kategorie nach IAS 39 Financial Liabilities at
Amortized Cost
Wertansatz Fortgeführte
Anschaffungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 25
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 586
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 187
Übrige Verbindlichkeiten 749
Gesamtsumme 1.547

31.12.2013

Kategorie nach IAS 39 Financial Liabilities at
Amortized Cost
Wertansatz Fortgeführte
Anschaffungskosten
TEUR
Kurzfristige Finanzinstrumente
Finanzschulden 30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 614
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 111
Übrige Verbindlichkeiten 604
Gesamtsumme 1.359

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS 7

in Anspruch
01.01.2013 Zuführung genommen Auflösung 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 51 25 11 16 49

d. Beizulegende Zeitwerte Aktiva

31.12.2014 31.12.2013
Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 251 251 151 151
Wertpapiere, held-to-maturity 3.295 3.332 3.802 3.799
Summe 3.546 3.583 3.953 3.950
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.760 8.760 6.996 6.996
Wertpapiere, held-for-trading 686 686 110 110
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
2.676 2.676 2.450 2.450
Sonstige Vermögenswerte 248 248 213 213
Summe 12.370 12.370 9.769 9.769
Gesamtsumme 15.916 15.953 13.722 13.719

Bei den Beteiligungen handelt es sich um GmbH- und KG-Anteile, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt daher zu Anschaffungskosten.

Passiva

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzschulden werden marktüblich verzinst, so dass auch hier keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten bestehen.

Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente lassen sich in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen in die folgenden Stufen der Bewertungsmethodik gemäß IFRS 13 klassifizieren:

  • Stufe 1: Preisnotierungen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, zu denen das Unternehmen am Bemessungsstichtag Zugang hat;
  • Stufe 2: andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind;
  • Stufe 3: Inputfaktoren, die von nicht beobachtbaren Marktdaten für den Vermögenswert oder die Schuld abgeleitet werden.
In TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere, held-for-trading 686 - -
In TEUR Stufe 1 31.12.2013
Stufe 2
Stufe 3
Wertpapiere, held-for-trading 110 - -

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere (held-for-trading) basiert auf dem notierten Preis an der jeweiligen Börse, an der die Wertpapiere gehandelt werden; dieser stellt einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 dar.

Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (held-to-maturity) setzen sich aus Unternehmensanleihen (1.295 TEUR; im Vorjahr 1.802 TEUR) und einem Schuldscheindarlehen (2.000 TEUR; im Vorjahr 2.000 TEUR) zusammen. Für die erworbenen Unternehmensanleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen. Die in den Anleihen enthaltenen stillen Reserven betragen zum 31. Dezember 2014 37 TEUR (im Vorjahr 3 TEUR). Die Anleihen sind fällig zwischen 2016 und 2020. Das Schuldscheindarlehen ist in 2015 fällig.

Die Edelmetallbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Nur dann, wenn die beizulegenden Zeitwerte nachhaltig gesunken und voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen, die einen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Hierarchie des IFRS 13 darstellen.

Für die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die den Bewertungsvorschriften des IAS 39 unterliegen, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

IV. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt.

Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2014 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.

Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Die Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2014 79 Prozent (im Vorjahr 85 Prozent). Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken- und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

Zur Darstellung der Ziele, der Methoden sowie der Prozesse des Risikomanagements wird auf den im Konzernlagebericht enthaltenen Risikobericht verwiesen.

V. Erläuterung zur Konzerngewinn- und –verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2013 um insgesamt 2.110 TEUR bzw. 11,9 Prozent auf 19.891 TEUR erhöht.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2014 2013
TEUR TEUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistung 12.756 11.061
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 7.061 6.613
Nutzungsentgelte 74 107
Gesamt 19.891 17.781

In den Umsatzerlösen von 19.891 TEUR sind gemäß IAS 11 in Verbindung mit IAS 18 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 833 TEUR (im Vorjahr 511 TEUR) enthalten. Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 448 TEUR (im Vorjahr 322 TEUR), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 386 TEUR (im Vorjahr 189 TEUR).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2014
TEUR
2013
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 30 51
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 39 40
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 18 18
Auflösung von Wertberichtigungen 12 16
Versicherungsentschädigungen 6 4
Zuschreibungen Edelmetalle 6 0
Kursdifferenzen 4 1
Anlagenabgänge Sachanlagevermögen 1 5
Übrige 4 3
Summe 120 138

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 7.352 TEUR (im Vorjahr 6.179 TEUR) und entfällt mit 5.136 TEUR (im Vorjahr 4.650 TEUR) auf bezogene Waren und mit 2.216 TEUR (im Vorjahr 1.529 TEUR) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf 7.620 TEUR angestiegen (im Vorjahr 7.039 TEUR). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2014 205 (im Vorjahr 176). Im Jahresdurchschnitt waren 196 (im Vorjahr 178) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2014 2013
TEUR TEUR
Raumkosten 806 686
Rechts- und Beratungskosten 101 135
Internetkosten 58 51
Hauptversammlungskosten 37 34
Wartung, Reparatur 141 167
Übrige Verwaltungsaufwendungen 645 552
Börsenpräsenz 18 17
Reisekosten 145 119
Übrige 628 592
Summe 2.579 2.353

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

2014 2013
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 410 240
Gewerbesteuer 450 259
Ertragsteueraufwand 860 499
latente Steuern 45 52
Gesamtsumme 905 551

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,5 Prozent zugrunde (im Vorjahr 32,5 Prozent).

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

Aktive latente
Steuern 2014
TEUR
Passive latente
Steuern 2014
TEUR
Aktive latente
Steuern 2013
TEUR
Passive latente
Steuern 2013
TEUR
Vorräte 139 0 81 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
14 0 65 0
Fertigungsaufträge (aktivisch) 0 150 0 195
Wertpapiere, available for sale 0 27 0 1
erhaltene Anzahlungen 0 153 0 31
Fertigungsaufträge (passivisch) 25 0 18 0
Rückstellungen 7 0 8 0
Verlustvorträge 45 0 0 0
Summe 230 330 172 227
Saldierung -185 -185 -172 -172
Gesamt 45 145 0 55

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2014 von 830 TEUR weicht um 75 TEUR von dem dem tatsächlichen Steueraufwand von 905 TEUR ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 Prozent (im Vorjahr 32,5 Prozent) auf das

Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2014 2013
TEUR TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 830 536
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge -13 -12
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 61 0
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge -1 -1
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 11 9
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 8 8
Noch nicht genutzter Verlustvortrag / -rücktrag -1 9
Steuersatzdifferenzen 7 -3
Sonstige Differenzen 3 5
Tatsächlicher Steueraufwand 905 551
Effektiver Steuersatz in % 35,4 33,3

8. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 28. Mai 2014 wurde am 30. Mai 2014 für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende in Höhe von 20 Cent pro Aktie, insgesamt 997.963,20 EUR ausgeschüttet.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Mit Beschluss vom 28. Mai 2014 hat die ordentliche Hauptversammlung die Gesellschaft erneut ermächtigt, ein Aktienrückkaufprogramm durchzuführen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine eigenen Aktien erworben. Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 4.989.816). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 1.694 TEUR (Vorjahr: 1.088 TEUR). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,34 EUR (Vorjahr: 0,22 EUR).

b. Verwässert

Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unverwässerten Ergebnis.

10. Gesamtergebnisrechnung

Transaktionen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

VI. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf TEUR 8.760 und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu auch III. 11.

VII.Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2014 und 2013 wie folgt dar:

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TEUR
EBIT 2.337 1.415
Erträge aus Beteiligungen 10 11
Erträge aus Wertpapieren und ähnlichen
Vermögenswerten 122 231
Zinsen und ähnliche Erträge 164 44
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -77 -49
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -905 -551
Konzernjahresüberschuss 1.651 1.101

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung vom EBIT auf den Konzernjahresüberschuss.

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet und umfasst neben der antwerpes ag in 2014 erstmals die Breadcrumb GmbH. Der Ergebnisbeitrag der Breadcrumb GmbH war in 2014 unwesentlich, so dass die erstmalige Einbeziehung in 2014 keinen Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Zahlen des Geschäftsjahres 2014 mit den Vorjahreszahlen hat.

Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden.

Das Segment DocCheck Shop betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Geschäftstätigkeit der DocCheck AG und der DocCheck Guano AG ist keinem operativen Segment zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2014 war die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG gemäß IAS 8.13 nach wie vor von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollte die Geschäftstätigkeit der DocCheck Guano AG im kommenden Geschäftsjahr deutlich zunehmen, wird die Berichterstattung in einem separaten Segment erfolgen. Die der DocCheck AG zuzurechnenden Gesamtumsätze in Höhe von 3.252 TEUR betreffen fast ausschließlich Innenumsätze und werden nahezu vollständig konsolidiert. Für das Management stellt die DocCheck AG als Konzernzentrale kein operatives Segment dar.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiter berechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet. Die Umsätze zwischen den Segmenten basieren auf marktüblichen Preisen.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, wie sie für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten, in den Geschäftsbereichen Pro und Load auch immaterielle Produkte. Das Segment DocCheck Shop vertreibt Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

  • Umsätze Inland: 17,3 Mio. EUR (im Vorjahr 14,9 Mio. EUR)
  • Umsätze Ausland: 2,6 Mio. EUR (im Vorjahr 2,9 Mio. EUR)

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VIII. Ergänzende Angaben

1. Organe der DocCheck AG

Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln,
Vorsitzender des Vorstands, CEO
Arzt und Zahnarzt
antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln
(Geschäftsführer)
DocCheck Guano AG, Köln (Vorstand)
Breadcrumb GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch,
Vorstand Handelsgeschäft, CCO
Kaufmann
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch (Geschäftsführer)
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
DocCheck Guano AG, Köln
(Aufsichtsratsvorsitzender)
Aufsichtsrat
Dr. Joachim Pietzko, Köln,
Rechtsanwalt
Aufsichtsratsvorsitzender
-
Prof. Dr. Britta Böckmann,
Düsseldorf, Professorin an der
Fachhochschule Dortmund, stellv.
Aufsichtsratsvorsitzende
Comline AG, Dortmund
(stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)
Winfried Leimeister, Köln,
Steuerberater
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Sonstige
Thilo Kölzer, Frechen, Digital
antwerpes ag, Köln (stellv. Vorstandsvorsitzender)
DocCheck Guano AG (Mitglied des Aufsichtsrats)
Jens Knoop, Köln, IT antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Philip Stadtmann, Köln, Finance antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
DocCheck Guano AG, Köln (Mitglied des Vorstands)
Nicole Tappée, Köln, PR, Social
Media, Medical Advising
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Dr. Johannes Kersten, Düsseldorf antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
Roland Ortloff, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch (Geschäftsführer – bis 30.06.2014)
Sebastian Eisenbürger, Weil im
Schönbuch
DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch (Geschäftsführer – seit 01.07.2014)
Klaus Colditz, Eilenburg DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch (Geschäftsführer)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2014 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2014

Gesamt
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2014
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.306 183.306 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 107.817 94.395 13.422 0
Summe 351.123 277.701 73.422 0

Vorstandsvergütung 2013

Gesamt
bezüge
Davon fix Davon
variabel
Anzahl der
gewährten
Aktien
optionen
Name des Vorstands EUR EUR EUR 31.12.2013
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 243.211 183.211 60.000 0
Helmut Rieger, CCO 110.747 94.396 16.351 0
Summe 353.958 277.607 76.351 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2014 folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütung 2014

Gesamt Davon
bezüge Davon fix variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Dr. Joachim Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender 26.400 12.000 14.400
Prof. Dr. Britta Böckmann,
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende
13.200 6.000 7.200
Winfried Leimeister 13.200 6.000 7.200
Summe 52.800 24.000 28.800

Aufsichtsratsvergütung 2013

Gesamt
bezüge
Davon
fix
Davon
variabel
Name des Aufsichtsrates EUR EUR EUR
Michael Thiess, 9.000 5.000 4.000
Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013)
Dr. Joachim Pietzko, 17.100 9.500 7.600
stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013)
Aufsichtsratsvorsitzender (seit 29. Mai 2013)
Winfried Leimeister 10.800 6.000 4.800
Prof. Dr. Britta Böckmann, 6.300 3.500 2.800
stellv. Aufsichtsratsvorsitzende (seit 29. Mai 2013)
Summe 43.200 24.000 19.200

4. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2014 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 6 TEUR brutto (im Vorjahr 11 TEUR).

5. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2014 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

2014 2013
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 50 53
Steuerberatungsleistungen 0 16
Summe 50 69

6. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG, DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 20. Mai 2015 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 35 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.746.435,60 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 965.561,85 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 6. März 2015

DocCheck AGVorstand

Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger

Köln

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2013

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Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 6. März 2015

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger

An die DocCheck AG

Wir haben den von der DocCheck AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 6. März 2015

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 24. März, 27. Mai und 28. Mai sowie fernmündlich am 10. November 2014. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2014 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

  • zum Jahresabschluss 2013 und 2014
  • zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
  • zur Lage der Gesellschaft
  • zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
  • zu Entwicklungen im Bereich M & A
  • zum Stock Options-Programm

Beratungen

  • zur Unternehmensstrategie
  • zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
  • zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2014
  • zur Verlängerung der Vorstandsverträge
  • zum Stock Options-Programm
  • zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 29. Mai 2013 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 24. März 2014 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 24. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2014 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2015 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 28. Mai 2014 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2014 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,20 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 28. Mai 2014 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,20 Euro auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2015 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im April 2015

Dr. Pietzko Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2014 in Höhe von 2.711.997,45 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,35 EUR pro Aktie. Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.746.435,60 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs. 1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 965.561,85 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2014 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 6. März 2015

Dr. Frank Antwerpes Helmut Rieger

IMPRESSUM

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