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DocCheck AG Annual Report 2013

Jun 10, 2014

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Annual Report

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DocCheck AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Einzelabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

DocCheck AG

Einzelabschluss 2013

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2013 in Höhe von 2.034.875,42 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 EUR pro Aktie.

Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 997.963,20 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.036.912,22 EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2013 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, 7. März 2014

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

der DocCheck AG, Köln

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1 Aufbau und Struktur des Unternehmens

Die DocCheck AG hat ihren Sitz in Köln und ist die geschäftsführende Holding des DocCheck Konzerns (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt). Die DocCheck-Gruppe besteht aus der DocCheck AG (".DocCheck AG") und den folgenden Tochtergesellschaften:

antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
DocCheck Guano AG ("Guano"), Köln
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch

Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die weiteren Ausführungen zur Lage des Unternehmens werden für die DocCheck-Gruppe insgesamt beschrieben.

Die Gesellschaften des Konzerns mit Ausnahme der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente.

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen).

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und eine Niederlassung in Eilenburg (Sachsen). Die Niederlassung in Essen (Nordrhein-Westfalen) wurde im März 2013 geschlossen. Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes. Abgesehen von der Gründung der DocCheck Guano AG waren weitere Veränderungen im Konsolidierungskreis in 2013 nicht zu verzeichnen. Die Beteiligung der DocCheck Guano AG an der betterdoc GmbH wird nicht konsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert.

2 Geschäftsmodelle der DocCheck AG

Die DocCheck AG erwirbt, verwaltet und verkauft Beteiligungen an Unternehmen. Sie betreibt kein eigenes Geschäft mit konzernexternen Kunden. Die Geschäftsmodelle, die die DocCheck AG verfolgt, werden in den Tochtergesellschaften abgebildet. Diese Geschäftsmodelle stellen sich wie folgt dar:

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges Angebot im deutschsprachigen Raum: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:

die DocCheck Medical Services GmbH,
die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH und
die DocCheck Guano AG.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit mehr als 975.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media (Direktmarketing)

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2013 erreichte DocCheck 15,3 Millionen Page Impressions (Vorjahr: 10,0 Mio.) und 6,4 Millionen Besuche (Vorjahr: 4,1 Millionen). Damit konnte DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per Email. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland - mit mehr als 206.000 Teilnehmern, davon allein ca. 73.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck bMail (Direktmarketing)

DocCheck bMail (vormals "DocCheck Mail") erreicht über 140.000 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content stellt zwei Services für die DocCheck-Nutzer bereit:

"DocCheck Load": Hier stehen Fachliteratur und andere digitale Erzeugnisse aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck-Nutzer bereit. Zurzeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage fast 8.000 Artikel ein. Das zur Verbesserung des Nutzererlebnisses in den Bereich DocCheck Load integrierte kostenpflichtige Premium-Abonnement "DocCheck Pro", bietet Zugang zu über 40 Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 25 Kooperationspartnern - hauptsächlich aus der Verlagsbranche.

"DocCheck Apps" produziert und vertreibt Anwendungen und Inhalte für mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones. Bereits 2009 wurde die erste mobile Applikation ("App") für den Healthcare-Markt erfolgreich im App Store von Apple veröffentlicht. Im Jahr 2013 stellte DocCheck weitere Kapitel für die multeBook-Ausgabe des "Herold - Innere Medizin" sowie von Dritten lizenzierte Apps bereit.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.

Außendienst

Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst in den Großräumen Stuttgart und Leipzig bei den dort ansässigen Kunden präsent.

2.1.3 DocCheck Guano AG

Die DocCheck Guano AG wurde im Oktober 2013 in das Handelsregister eingetragen und soll Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), eingehen. Die DocCheck Guano AG will damit junge Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen.

Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt hier nominell von der Größe und dem investierbaren Kapital her eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start Ups und jungen Unternehmen jedoch mehr als Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang. Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000 erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als Investor.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zurzeit drei Units:

Campaigning

Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event.

Digitale Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, Programme für mobile Endgeräte ("Apps") und seit dem Geschäftsjahr 2013 auch Leistungen im Bereich Physical Computing.

Public Relations und Social Media

Public Relations und Social Media ergänzen das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut.

3 Steuerungssystem

Die Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor. Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu.

Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter, bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

4 Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

Die DocCheck AG entwickelt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

WIRTSCHAFTSBERICHT

5 Markt und Wettbewerb

5.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2011 bei 11,3 Prozent (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 04. April 2013).

Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Bruttowertschöpfung von über 106.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

5.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt im Healthcarebereich ist darüber hinaus abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen. Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2014 wird mit im Schnitt zwei Neueinführungen pro Monat gerechnet, das entspräche dem Niveau des Jahres 2013. Damit ist zumindest bei den Neueinführungen mit konstantem Geschäft zu rechnen. In welchem Umfang der DocCheck Konzern davon profitieren kann, bleibt abzuwarten.

Für das Jahr 2014 wird laut Magna Global, einem Marktforschungsinstitut im Medienmarkt, nur ein geringes Wachstum des Werbemarktes von etwa 1,3 Prozent erwartet. Die Schätzung liegt damit über der Schätzung für das Jahr 2013, dies allerdings auf Grund der olympischen Winterspiele und der Fußball Weltmeisterschaft. Diese Ereignisse dürften auf die Werbeausgaben insbesondere für verschreibungspflichtige Arzneimittel keine signifikanten Auswirkungen haben.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

5.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Mit Platz 46 im Horizont-Ranking 2012 gehört antwerpes zu den größeren Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

Verlage
Marktforschungsunternehmen
Direktmarketingdienstleister
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2013 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.

Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.

Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores, die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte besitzen. Ein wesentlicher Vorteil für DocCheck ist, dass es durch seine Reichweite potenzielle Käufer kostengünstiger erreichen kann als Wettbewerber ohne eigene Community. Darüber hinaus ermöglicht das neue multeBook eine Einbindung von User Generated Content, der in dieser Form und dieser Spezialisierung so nur bei DocCheck zu finden ist.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde quasi ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich-systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

6 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2013 verlief für die DocCheck AG und für deren Tochtergesellschaften ohne besondere Ereignisse. Die Schließung der Niederlassung Essen des DocCheck Shop war bereits in 2012 angekündigt worden und konnte zum 31. März 2013 planmäßig abgeschlossen werden. Außerordentliche Belastung hatte die Tochtergesellschaft dadurch nicht zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Umsatzrückgang von rund 580 TEUR für den DocCheck Shop. Dieser Rückgang konnte durch Zugewinne insbesondere im Online-Bereich nahezu kompensiert werden. Lediglich Wachstum konnte so in 2013 für den DocCheck Shop nicht erzielt werden. Andere Ereignisse von besonderer Bedeutung waren nicht zu verzeichnen.

Fazit: Das Geschäft hat sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt erwartungsgemäß, in den Bereichen DocCheck und DocCheck Shop leicht besser als erwartet entwickelt. Ohne die Abschreibung auf Edelmetalle hätte das prognostizierte Ergebnis noch deutlicher übertroffen werden können.

7 Nachtragsbericht

Bei der DocCheck AG haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

8 Ertragslage der Tochtergesellschaften

Die Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2013 wie nachfolgend dargestellt entwickelt.

8.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe sank im Jahr 2013 um 3 Prozent von 18,3 auf 17,8 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) hingegen blieb konstant bei 11,8 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen dabei leicht von 179 TEUR auf 138 TEUR. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) blieben im Geschäftsjahr konstant bei 10,3 Millionen Euro. Während die sonstigen betrieblichen Aufwände sich von 2,5 auf 2,4 Millionen Euro leicht reduzierten, stiegen die Abschreibungen von 0,6 auf 0,9 Millionen Euro erheblich. Für diesen Anstieg sind die Abschreibungen auf die Silber- und Platinbestände maßgeblich. Der Personalaufwand liegt konstant bei 7,0 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt ebenfalls konstant bei 1,5 Millionen Euro. Das Zinsergebnis liegt mit 0,23 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresergebnis von 0,24 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt konstant bei 1,7 Millionen Euro, der Konzerngewinn verbleibt bei 1,1 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 22 Cent (2012: 22 Cent).

8.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Das Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick:

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete einen leichten Rückgang beim Umsatz von 7,9 Millionen Euro auf 7,8 Millionen Euro. Das hohe Niveau des Jahres 2012 konnte damit nahezu gehalten werden. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 7,1 Millionen Euro (2012: 7,0 Millionen Euro). Die Umsatzentwicklung wird durch die Entwicklung der erhaltenen Aufträge für Eigenleistungen übertroffen. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 14 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte reduzierte sich im Jahresdurchschnitt auf 79 Prozent, von 85 Prozent in 2012. Ursache hierfür ist eine Auslastungsschwäche im Juli. Der Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2013 um 6 Prozent auf 3,3 Millionen Euro (von 3,1 Millionen Euro in 2012). Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt . Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 3 Prozent von 2,2 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 5,4 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2013 um 2 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2013 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 1,7 Millionen Euro gegenüber 1,8 Millionen Euro im Jahr 2011.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz fiel leicht von 3,7 Millionen Euro in 2012 auf 3,5 Millionen Euro in 2013. Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich geringeren Umsätzen im Bereich Marktforschung geschuldet. Der Rohertrag sank von 2,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Der Personalaufwand fiel in 2013 deutlich um 9 Prozent von 1,6 auf 1,4 Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist eine Straffung des Personalstamms. Die sonstigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage fielen ebenso deutlich von 1,3 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2013 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT in Höhe von 173 TEUR aus (2012: -144 TEUR). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen verringerten sich um 2 Prozent von 3,0 Millionen Euro in 2012 auf 2,9 Millionen Euro in 2013. Maßgeblich dafür waren geringere Auftragseingänge im Bereich Marktforschung.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, noch nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 66 Prozent in 2013 nur leicht über dem Niveau von 63 Prozent in 2012.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop fiel von im Vorjahr 6,9 Millionen Euro leicht auf 6,7 Millionen Euro in 2013, ein Rückgang von 3 Prozent. Begründet ist dieser Umsatzrückgang durch die Schließung der Niederlassung in Essen. Damit ging ein Umsatzverlust von ca. 580 TEUR einher. Dieser konnte in weiten Teilen durch ein wachsendes Online-Geschäft kompensiert werden. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2013 in relevantem Umfang auf 2,7 Millionen Euro von 2,2 Millionen Euro in 2012. Der Rohertrag stieg in 2013 maßvoll auf 2,2 Millionen Euro (2012: 2,0 Millionen Euro). Ursache ist ein geringerer Wareneinsatz. Die DocCheck AG stellte Marketingkostenzuschüsse in Höhe von 124 TEUR bereit. DocCheck Shop erzielte in 2012 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 85 TEUR (2012: -61 TEUR).

DocCheck Guano AG

Für die DocCheck Guano AG war 2013 ein Rumpfgeschäftsjahr, da die Gesellschaft erst in 2013 gegründet wurde. Guano erzielte in 2013 keine Umsätze. Die sonstigen betrieblichen Aufwände in Höhe von 13 TEUR fielen an für Gründungskosten und Beratungsleistungen. Das EBIT der Gesellschaft beträgt in 2013 -13 TEUR.

9 Vermögens- und Finanzlage der DocCheck AG und der Tochtergesellschaften

Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS auf. Die nachfolgenden Erläuterungen stellen ebenfalls auf den Konzernabschluss ab.

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns stieg im Vergleich zu 2012 leicht von 20,8 Millionen Euro auf 21,2 Millionen Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 7,0 Millionen Euro, im Vergleich zu 5,5 Millionen Euro zum Ende 2012. Maßgeblich für diesen Anstieg ist die Rückzahlung von zwei Anleihen im Herbst 2013, die die DocCheck AG als Vermögensanlage erworben hatte. Die zurückfließenden Mittel wurden zum Stichtag nicht vollumfänglich reinvestiert.

Die DocCheck AG besitzt 90 Goldbarren à ein Kilogramm (Bilanzposition "Anlage in Edelmetallen"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Konzernbilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2013 betrug ca. 2,5 Millionen Euro.

Im Dezember 2011 hat die DocCheck AG 675 Kilogramm Silber erworben. Die Silberbarren werden in der Konzernbilanz zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (Vorjahr: 0,5 Millionen Euro).

Die DocCheck AG besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2013 ca. 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,9 Millionen Euro).

Im Herbst 2013 wurden vier Anleihen erworben, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben. Insgesamt wurden 1,25 Millionen Euro investiert, davon 0,5 Millionen Euro in Anleihen mit einem Emittenten- oder Anleihen-Rating im Non-Investment Grade. Insgesamt sind 1,75 Millionen Euro in Anleihen investiert. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2014 bis 2020.

Darüber hinaus verfügt die DocCheck AG über ein in 2015 fälliges Schuldscheindarlehen im Wert von 2,0 Millionen Euro (Vorjahr 2,0 Millionen Euro), Aktien im Wert von 110 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Immobilienbesitz im Wert von rund 850 TEUR (Vorjahr: 873 TEUR).

Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medical Services GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet. Die DocCheck Guano AG wird dem Cashpooling nach Abschluss des Beherrschungsvertrages in 2014 beitreten. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist nahezu konstant.

Der Bestand an Vorräten im Konzern hat sich - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 44 TEUR (im Vorjahr: 37 TEUR) - von 805 TEUR auf 1.024 TEUR leicht erhöht. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 344 TEUR leicht auf 388 TEUR erhöht. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 221 TEUR auf 842 TEUR im Jahr 2013 gestiegen (2012: 621 TEUR). Hier wurden einzelne Produkte in besonders hohem Umfang bevorratet, um anstehenden Preiserhöhungen wichtiger Lieferanten so lange wie möglich zu entgehen. Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,9 Millionen Euro leicht auf jetzt 3,1 Millionen Euro. Der Anstieg geht auf einen Anstieg der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 17,8 Millionen Euro auf 18,0 Millionen Euro zum Jahresende 2013.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 85 Prozent. Der Konzern ist damit im Wesentlichen frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus fälligen Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2013 nicht erfolgt und für 2014 nicht geplant.

Wesentliche Investitionen wurden in 2013 nur in geringer Zahl getätigt. Es wurden durch die DocCheck AG Aktien für rund 100 Tsd. Euro und Anleihen für rund 1,25 Millionen Euro erworben, die ausschließlich Wiederanlagen ausgelaufener Anleihen darstellen. Darüber hinaus wurde durch die DocCheck Guano AG eine Beteiligung an der betterdoc GmbH, Köln, für ca. 100 Tsd. Euro erworben.

Die liquiden Mittel des Konzerns werden im Rahmen eines Cashpoolings durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien und Edelmetalle. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden.

Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2013 wurde, wie auch in den Vorjahren, ein positiver operativer Cash Flow erzielt. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes also nicht beansprucht.

10 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

10.1 Prognosebericht

10.1.1 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Die antwerpes ag hat mit 7,8 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel in 2013 am oberen Ende des Korridors erreicht. Da sich die Kosten nur in geringerem als erwartetem Umfang erhöht haben, konnte das prognostizierte Ergebnis von 1,3 Millionen Euro um rund 0,4 Millionen Euro übertroffen werden.

DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 3,6 Millionen Euro in 2013 um rund 65 TEUR verfehlt. Das mit einem ausgeglichenen Ergebnis prognostizierte EBIT in 2013 für DocCheck Medical fällt aufgrund geringerer Personalkosten mit 173 TEUR deutlich besser aus als erwartet.

Der Bereich DocCheck Shop hat mit 6,7 Millionen Euro Umsatz den prognostizierten Wert von 6,8 Millionen Euro nur knapp verfehlt. Dies trotz der Unsicherheit, die aus der Schließung der Niederlassung in Essen resultierte. Das prognostizierte ausgeglichene EBIT konnte dank leicht verbesserter Margen um rund 0,1 Millionen Euro übertroffen werden.

Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 18,0 Millionen Euro für 2013 mit einem tatsächlichen Umsatz von 17,8 Millionen Euro nahezu erfüllt werden. Da die Margen teilweise etwas besser und die Kosten etwas geringer waren als erwartet, konnte ein EBIT erwirtschaftet werden, der mit 1,5 Millionen Euro 0,2 Millionen Euro über dem prognostizierten Ergebnis lag.

10.1.2 Prognose für das Geschäftsjahr 2014

Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360 Grad Kampagnen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen. Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2014 einen leicht steigenden Umsatz von 8,3 Millionen Euro und ein leicht reduziertes EBIT von 1,5 Millionen Euro. Um den Umsatz in die geplante Höhe zu entwickeln sind zunächst Investitionen in Personalkapazitäten erforderlich, die in 2014 das EBIT auf ein Niveau unter dem von 2013 drücken werden. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte, Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.

Der Vorstand erwartet für DocCheck für 2014 bei einem störungsfreien Jahresverlauf einen leicht steigenden Umsatz von ca. 3,8 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2014 liegt bei 0,3 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber 2013 bedeutet.

Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte. Für 2014 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2014 weiter wachsen. Das klassische Geschäft könnte sich weiter rückläufig entwickeln, dies ist aber nur in organischem Umfang zu erwarten und in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2014 leicht steigen und ca. 7,4 Millionen Euro erreichen, bei einem stark gestiegenen EBIT von 0,2 Millionen Euro. Hierbei ist berücksichtigt, dass weiterhin Investitionen in die Software-Infrastruktur des Unternehmens erforderlich sein werden. Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes um etwa ein Drittel.

Für DocCheck Guano ist für 2014 kein Umsatz geplant, da diese Gesellschaft im Wesentlichen auf Wertsteigerungen ihrer Beteiligungen setzt. Das EBIT der Gesellschaft wird bis zu -0,1 Millionen Euro betragen und sich damit stark reduzieren.

Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2014 mit einem leicht steigenden Umsatz von 19,3 Millionen Euro bei einer Ertragslage moderat über dem Niveau von 2013, d.h. mit einem EBIT im Korridor von 1,7 bis 1,9 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung des Unternehmens und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Unternehmen seine Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von deutlich über 80 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Das Unternehmen ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2014 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen.

10.2 Risiken und Chancen

Die Risiken und Chancen der DocCheck AG werden maßgeblich von den Risiken und Chancen der Tochtergesellschaften bestimmt.

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratsitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.

Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

Markt | Kunden
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

10.2.1 Markt | Kunden

Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften erzielen mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotentiale auf. Diese Potentiale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasi-staatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.

Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2013 weniger spürbar. Das zum 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert. Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2013 nicht zu beobachten.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht betroffen. Für das Geschäftsjahr 2014 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten.

Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger rentabel. Daher ist weiterhin mit rückläufigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen.

Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen von bis zu 500 Tsd. Euro pro Jahr führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt. Durch die Schließung des Standortes Essen hat sich dieses Risiko in 2013 mit einem Umsatzrückgang in Höhe von rund 580 Tsd. Euro teilweise realisiert. Die Risikoexposition für die Folgejahre ab 2014 hat sich dadurch in entsprechendem Umfang reduziert. Zum Stichtag sind beim DocCheck Shop zwei reine Außendienstmitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, beide in ungekündigten und unbefristeten Arbeitsverhältnissen.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.

Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen. Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer. Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren. Dadurch würden sich die Umsatzpotentiale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen.

10.2.2 Systeme | Infrastruktur

Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben.

Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den DocCheck Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen sind getroffen, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen.

10.2.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2013 stabil gehalten werden.

Risiken

Für das Geschäftsjahr 2014 könnte eine steigende Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.

10.2.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen der Personalführung und -entwicklung.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von IT-Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei Mitarbeiten den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

10.2.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen größeren Kursschwankungen, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht vorhersehbar. In 2013 hat die DocCheck Guano AG in die betterdoc GmbH investiert. Die betterdoc GmbH entwickelt ihr operatives Geschäft gerade erst. Ein Totalverlust der Beteiligungsinvestition in Höhe von 100 Tsd. Euro ist auf Grund des noch nicht etablierten Geschäftsmodells über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum wahrscheinlicher als bei den übrigen Vermögensgegenständen des Konzerns.

Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2014 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.

Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Die DocCheck AG ist u.a. in Anleihen investiert, die ein Moody's-Rating für Emittent oder Anleihe im Bereich A3 (Investment Grade) bis B1 (Non-Investment Grade) haben.

Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

Chancen

Aus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotentiale, wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten.

11 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

11.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 21 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (Vorjahr: 21). Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

Geschäftsführung
Rechnungswesen
Controlling
Facility-Management
Human Resources
Organisationsentwicklung
Corporate Communications
Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.

Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden:

Die Erlöse der DocCheck AG betrugen in 2013 3,1 Millionen Euro - gegenüber 3,2 Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 29 Tsd. Euro (Vorjahr: 4 Tsd. Euro). Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus den Erlösen aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage am Standort Weil im Schönbuch.

Auf die Edelmetallbestände wurden in 2013 außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 565 Tsd. Euro vorgenommen wegen voraussichtlich nicht nur vorübergehender Wertminderung (Vorjahr: Null Euro).

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 Millionen Euro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 1,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Millionen Euro). Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,9 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Millionen Euro auf 1,0 Millionen Euro gesunken. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 16 Cent (Vorjahr: 25 Cent).

Die Gesellschaft besitzt eine Immobilie zur Nutzung durch eine Tochtergesellschaft im Buchwert von 0,9 Millionen Euro. Der Finanzmittelfonds stieg im Berichtsjahr von 5,1 Millionen Euro auf 6,6 Millionen Euro. Die DocCheck AG hat in 2013 Aktien im Wert von ca. 110 Tsd. Euro erworben.

Darüber hinaus hat sie ihrer Tochtergesellschaft DocCheck Guano AG 100 Tsd. Euro zweckgebunden für den Erwerb einer Beteiligung geliehen.

Die Bilanzsumme der DocCheck AG beträgt 22,4 Millionen Euro und ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag unverändert 21,0 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der DocCheck AG beträgt damit unverändert 94 %.

Das Bewerbungsverfahren um die Top Level Domain ".med" wurde in 2013 durch die DocCheck AG wegen unkalkulierbarer zeitlicher, juristischer und finanzieller Risiken abgebrochen.

11.2 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 29. Mai 2013 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 20 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 31. Mai 2013 und betrug 997.963,20 Euro für 4.989.816 Aktien.

11.3 Stock Options

Auch im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben oder neue Aktienoptionsprogramme aufgelegt.

12 Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.

Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.

In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cashrelevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen.

Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.

Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme.

Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen Händen. Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 3.)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.

13 Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen (ohne Vergütungen von Tochtergesellschaften):

Vorstandsvergütung 2013

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2013
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 243.211 183.211 60.000 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft, COO 72.049 40.000 11.501 0
Summe 315.260 223.211 71.501 0

Vorstandsvergütung 2012

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2012
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 242.918 182.918 60.000 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft, COO 72.049 40.000 32.050 0
Summe 314.967 222.918 92.050 0

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5%, begrenzt auf max. 33,33% vom Fixum,
bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33% vom Fixum.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern.

Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 295 TEUR (im Vorjahr 315 TEUR). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht vor. Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2013 folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) 9.000 5.000 4.000
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) Aufsichtsratsvorsitzender (seit 29. Mai 2013) 17.100 9.500 7.600
Winfried Leimeister 10.800 6.000 4.800
Prof. Dr. Britta Böckmann stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende (seit 29. Mai 2013) 6.300 3.500 2.800
Summe 43.200 24.000 19.200

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender 22.031 12.000 10.031
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender 11.015 6.000 5.015
Winfried Leimeister 11.015 6.000 5.015
Summe 44.061 24.000 20.061

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von insgesamt 43 TEUR (im Vorjahr 45 TEUR) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt.

14 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2013 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2013 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, oder die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 133, 179, 181 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Zum 31. Dezember 2013 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.521.726,00 Euro (genehmigtes Kapital) bis zum 11. Mai 2015 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ist der Vorstand der DocCheck AG ermächtigt, bis zu 2.000.000 eigene Aktien zum Zwecke der Einziehung zu erwerben. Die Einziehung erfolgt ggf. nach den Vorschriften der vereinfachten Kapitalherabsetzung. Das Grundkapital der DocCheck AG kann dazu um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, 7. März 2014

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

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EUR 2013

EUR
2012

EUR
1. Umsatzerlöse 3.105.317,18 3.211.551,40
2. Sonstige betriebliche Erträge 28.808,96 4.286,82
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.450,29 -8.088,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -64.895,51 -90.345,80 -116.107,58
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -930.934,65 -906.049,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -181.154,63 -1.112.089,28 -172.235,34
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -953.282,06 -450.846,95
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.543.658,00 -1.550.351,26
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.814.024,58 1.770.705,84
8. Aufwendungen aus der Verlustübernahme 0,00 -142.649,14
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 231.072,33 224.603,32
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 49,32 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.999,14 103.300,91
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 15.749,77 (Vorjahr: EUR 18.770,91)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -47.475,92 -59.506,37
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10,44 -8.560,76
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.486.360,69 1.900.052,65
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -499.100,10 -671.948,16
15. Jahresüberschuss 987.260,59 1.228.104,49
16. Gewinnvortrag 1.047.614,83 817.473,54
17. Aufwand aus der vereinfachten Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien 0,00 -295.216,00
18. Ertrag aus Kapitalherabsetzung 0,00 -295.216,00
19. Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG 0,00 -295.216,00
20. Ertrag aus der Auflösung freier Rücklagen 0,00 295.216,00
21. Bilanzgewinn 2.034.875,42 2.045.578,03

Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVSEITE

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EUR EUR 31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.746,00 106.723,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 850.564,07 873.106,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 157.170,00 165.628,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481.484,00 480.477,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 186.154,00 335.063,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.500,00 0,00
6. Anlage in Edelmetallen 3.521.781,00 5.199.653,07 4.087.030,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.372.378,05 5.322.378,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.802.230,62 9.274.608,67 14.526.007,74 5.051.962,14
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3.450,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 837.484,60 613.005,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 225.220,45 1.062.705,05 170.365,55
II. Wertpapiere 106.674,62 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.597.534,40 7.766.914,07 5.094.232,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.901,29 28.789,64
22.338.823,10 22.332.210,57
Passivseite
EUR EUR 31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 4.989.816,00
Bedingtes Kapital EUR 498.981,00 (Vorjahr: EUR 498.981,00)
II. Kapitalrücklage 13.927.915,60 13.927.915,60
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 39.166,10 39.166,10
2. Andere Gewinnrücklagen 32.447,39 71.613,49 32.447,39
IV. Bilanzgewinn 2.034.875,42 21.024.220,51 2.045.578,03
- davon Gewinnvortrag EUR 1.047.614,83 (Vorjahr: EUR 817.473,54)
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 291.010,35 284.987,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75.425,61 46.393,33
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 630.447,04 640.407,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 317.719,59 325.498,57
- davon aus Steuern EUR 299.100,47 (Vorjahr: EUR 301.828,78) 1.023.592,24
22.338.823,10 22.332.210,57

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.01.2013

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Wert 31.12.2013

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 441.075,09 4.157,93 0,00 445.233,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 927.588,90 0,00 0,00 927.588,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 169.152,70 0,00 0,00 169.152,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.571.517,22 149.996,13 181.058,41 1.540.454,94
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.795.927,10 0,00 0,00 1.795.927,10
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.500,00 0,00 2.500,00
6. Anlage in Edelmetallen 4.087.030,00 0,00 0,00 4.087.030,00
8.551.215,92 152.496,13 181.058,41 8.522.653,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.783.321,64 50.000,00 0,00 5.833.321,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 100.000,00 0,00 100.000,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 5.234.750,00 1.296.627,72 2.705.250,00 3.826.127,72
11.018.071,64 1.446.627,72 2.705.250,00 9.759.449,36
Gesamtsumme 20.010.362,65 1.603.281,78 2.886.308,41 18.727.336,02

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Abschreibung
Wert 01.01.2013

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Wert 31.12.2013

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 334.352,09 59.134,93 0,00 393.487,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.482,83 22.542,00 0,00 77.024,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.524,70 8.458,00 0,00 11.982,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091.040,22 148.989,13 181.058,41 1.058.970,94
4. Einbauten in fremde Grundstücke 1.460.864,10 148.909,00 0,00 1.609.773,10
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Anlage in Edelmetallen 0,00 565.249,00 0,00 565.249,00
2.609.911,85 894.147,13 181.058,41 3.323.000,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 460.943,59 0,00 0,00 460.943,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 182.787,86 46.359,24 205.250,00 23.897,10
643.731,45 46.359,24 205.250,00 484.840,69
Gesamtsumme 3.587.995.39 999.641,30 386.308,41 4.201.328,28

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Bilanz
Wert 31.12.2013

EUR
Wert 31.12.2012

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.746,00 106.723,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 850.564,07 873.106,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 157.170,00 165.628,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481.484,00 480.477,00
4. Einbauten in fremde Grundstücke 186.154,00 335.063,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.500,00 0,00
6. Anlage in Edelmetallen 3.521.781,00 4.087.030,00
5.199.653,07 5.941.304,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.372.378,05 5.322.378,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000,00 0,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 3.802.230,62 5.051.962,14
9.274.608,67 10.374.340,19
Gesamtsumme 14.526.007,74 16.422.367,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

der DocCheck AG

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die DocCheck AG erfüllt zum 31. Dezember 2013 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2013 angewandt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG sowie der ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.

Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleich-mäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 19 bis 33 Jahren abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 10 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 10 und 20 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte, sind zum Zeitpunkt des Zugangs in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften nach § 6 Abs. 2a EStG mit ihren Anschaffungskosten bewertet und in einen Sammelposten eingestellt worden und wurden im laufenden Geschäftsjahr zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2013 beträgt die Auflösung der Sammelposten insgesamt 4 TEUR (i.V. 23 TEUR).

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 410 EUR, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2013 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 6 TEUR angeschafft (i.V. 18 TEUR).

Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren angeschafften Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden grundsätzlich mit den historischen Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei einem Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt. Für den Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von aktuell 32,5 % (i.V. 32,7 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung.

Aus Gründen der Klarheit werden Erträge aus einem Schuldscheindarlehen sowie Zinsabgrenzungen für Unternehmensanleihen im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 unter den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Die Mietereinbauten werden bis zum 31. März 2015 abgeschrieben.

Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold-, Silber- und Platinbestände werden unter dem Posten "Anlage in Edelmetallen" ausgewiesen. Die Silber- und Platinbestände wurden im Geschäftsjahr 2013 aufgrund nachhaltig gesunkener Marktpreise auf den Stichtagskurs abgewertet. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wird von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten zum Bilanzstichtag neben den im Vorjahr bestehenden Anteilen erstmals auch die Anteile an der DocCheck Guano AG. Die DocCheck Guano AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der DocCheck AG und wurde am 15. Oktober 2013 durch Eintragung in das Handelsregister gegründet. Das Grundkapital der DocCheck Guano AG beträgt 50 TEUR. Gegenstand der DocCheck Guano AG ist die Gründung von Unternehmen und der Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen aus den Branchen Healthcare und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen und deren Verwaltung und Veräußerung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen und die Förderung und Entwicklung dieser als auch verbundener Unternehmen.

Die Bilanzwerte der übrigen Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von 100 TEUR an die DocCheck Guano AG. Das Darlehen hat eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren und wird verzinst.

Der Posten Wertpapiere des Anlagevermögens setzt sich zum 31. Dezember 2013 aus fünf Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 46 TEUR (i.V. 59 TEUR) und resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach der Effektivzinsmethode. Zum Bilanzstichtag liegt der Börsenkurs von vier Unternehmensanleihen um 11 TEUR unter dem Buchwert. Eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 S. 3 HGB ist unterblieben, da es sich im Wesentlichen um Differenzen aus den über dem Nennwert der Anleihen liegenden Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten handelt, die nach der Effektivzinsmethode bis zur Fälligkeit der Wertpapiere abgeschrieben werden.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 837 TEUR (i.V. 613 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 554 TEUR (i.V. 262 TEUR). Weitere Forderungen in Höhe von 283 TEUR (i.V. 351 TEUR) resultieren aus zwei gewährten Darlehen gegenüber der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Von diesen Darlehensforderungen haben 206 TEUR (i.V. 283 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 225 TEUR (i.V. 170 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen und Steuerrückforderungen zusammen. Von diesen haben 0 TEUR (i.V. 50 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Wertpapiere

Zur Risikostreuung hat die DocCheck AG im Dezember 2013 Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen aus den Bereichen Internet &Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum Stichtag 1 TEUR (i.V. 0 TEUR).

4. Eigenkapital

a.) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 4.989.816,00 EUR (i.V. 4.989.816,00 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (i.V. 4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.

b.) Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2013 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 29. Mai 2013 erneut ermächtigt, sowohl über die Börse als auch außerhalb der Börse bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000,00 EUR zum Zwecke der Einziehung zu erwerben. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 25. Mai 2012 aufgehoben.

c.) Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch ein- oder mehrmalige Ausgaben nennbetragsloser auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 2.521.726,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das in der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 genehmigte Kapital aufgehoben.

d.) Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautender Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG eng verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien gewährt oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

e.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Zum 31. Dezember 2013 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 3.752 TEUR (i.V. 3.752 TEUR).

f.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Zum 31. Dezember 2013 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.261 TEUR (i.V. 9.261 TEUR).

g.) Kapitalrücklage § 237 Abs. 5 AktG

Zum 31. Dezember 2013 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 914 TEUR (i.V. TEUR 914).

h.) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Gesetzliche Rücklage 39 39
andere Gewinnrücklagen 33 33
Summe 72 72

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Abschluss- und Prüfungskosten 118 115
Tantiemen und Provisionen 80 72
Urlaub 53 64
Aufsichtsratsvergütung 32 27
Berufsgenossenschaft 2 2
Sonstige 6 5
Summe 291 285

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 75 TEUR (i.V. 46 TEUR), welche wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 630 TEUR (i.V. 640 TEUR) haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Umsatzsteuer 281 287
Lohn- und Kirchensteuer 18 15
Lohn und Gehalt 3 1
Soziale Sicherheit 1 1
Reisekosten 0 1
Sonstige 15 20
Summe 318 325

Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Zum 31. Dezember 2013 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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TEUR
Aus Miete 3.742
Übrige Leasingverhältnisse 56
Summe 3.798
- davon fällig innerhalb eines Jahres 586
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 2.345
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 867

Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse KölnBonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von insgesamt 3.105 TEUR (i.V. 3.212 TEUR) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) wie folgt zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
antwerpes ag 1.971 1.932
DocCheck Medial Services GmbH 940 1.097
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 186 180
DocCheck Guano AG 8 0
Übrige 0 3
Summe 3.105 3.212

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 29 TEUR (i.V. 4 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Erträge aus einer Photovoltaikanlage 18 1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7 1
Verwendung von Gegenständen 2 0
Übrige 2 2
Summe 29 4

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne von § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB auf Edelmetallbestände in Höhe von 565 TEUR (i.V. 0 TEUR).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Raumkosten 602 580
Verwaltungsaufwendungen 142 153
Marketingzuschuss DocCheck Shop 124 0
Wartung, Reparatur 120 120
Rechts- u. Beratungskosten 115 219
Reisekosten 79 97
Internetkosten 50 53
Hauptversammlungskosten 34 39
Börsenpräsenz 17 37
Übrige 261 252
Summe 1.544 1.550

5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen 231 TEUR (i.V. 225 TEUR).

6. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 47 TEUR (i.V. 59 TEUR) betreffen Wertpapiere.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 499 TEUR (i.V. 672 TEUR) setzen sich aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 240 TEUR (i.V. 322 TEUR) und der Gewerbesteuer in Höhe von 259 TEUR (i.V. 350 TEUR) zusammen.

Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2013 aus zeitlichen Buchungsunterschieden - sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung von 7 TEUR (i.V. 5 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 % (i.V. 32,7 %), der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.

Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen für Personalkosten. Unterschiede zwischen handelsbilanziellen Ansätzen und steuerbilanziellen Ansätzen, die eine passive Steuerlatenz zur Folge hätten, liegen nicht vor. Steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.

8. Gewinnausschüttung

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 29. Mai 2013 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 998 TEUR vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den Betrag von 1.048 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

C. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 21 (i.V. 21) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Verwaltungsmitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2013 folgende Mitglieder:

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Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft, COO Kaufmann DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) DocCheck Guano AG, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
Aufsichtsrat
Michael Thiess, München, Unternehmensberater Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) Sanemus AG, München (Vorstandsvorsitzender) ProPharm AG, Aitrach (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellv. Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) Aufsichtsratsvorsitzender (seit 29. Mai 2013)
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Prof. Dr. Britta Böckmann, Düsseldorf, Professorin an der Fachhochschule Dortmund, stellv. Aufsichtsratsvorsitzende (seit 29. Mai 2013) Comline AG, Dortmund (stellv. Aufsichtsratsvorsitzende)

Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2013 folgende Vergütungen:

Vorstandsvergütung 2013

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2013
Dr- Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 243.211 183.211 60.000 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft, COO 72.049 40.000 11.501 0
Summe 315.260 223.211 71.501 0

Vorstandsvergütung 2012

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2012
Dr- Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 242.918 182.918 60.000 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft, COO 72.049 40.000 32.050 0
Summe 314.967 222.918 92.050 0

Der Vorstand Dr- Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages- Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages- Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind-

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2013 folgende Vergütungen: Aufsichtsratsvergütung 2013

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) 9.000 5.000 4.000
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (bis 29. Mai 2013) Aufsichtsratsvorsitzender (seit 29. Mai 2013) 17.100 9.500 7.600
Winfried Leimeister 10.800 6.000 4.800
Prof- Dr- Britta Böckmann stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende (seit 29. Mai 2013) 6.300 3.500 2.800
Summe 43.200 24.000 19.200

Aufsichtsratsvergütung 2012

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender 22.031 12.000 10.031
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender 11.015 6.000 5.015
Winfried Leimeister 11.015 6.000 5.015
Summe 44.061 24.000 20.061

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 2 TEUR (brutto) (i.V. 8 TEUR).

4. Konzernabschluss

Die DocCheck AG stellt zum 31. Dezember 2013 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

5. Anteilsbesitz

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2013 Eigenkapital zum 31.12.2013

TEUR
Jahresergebnis 2013

TEUR
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100,0% 582 0*
antwerpes ag, Köln 100,0% 298 0*
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 57,5% 1.023 36
DocCheck Guano AG, Köln 100,0% 37 -13

* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

6. Stock Options

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2013 keine laufenden Aktienprogramme.

7. Honorare des Abschlussprüfers

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer enthalten in Höhe von:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 53 56
Steuerberatungsleistungen 10 6
Summe 63 62

D. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 28. Mai 2014 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 20 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 997.963,20 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.036.912,22 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 7. März 2014

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Köln, 7. März 2014

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DocCheck AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 7. März 2014

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Herrlein, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Bitz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 25. März, 28. Mai und 29. Mai sowie fernmündlich am 19. November 2013. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte sbeschl mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2013 fest:

• Berichterstattung durch den Vorstand

zum Jahresabschluss 2012 und 2013
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
zum Stock Options-Programm

• Beratungen

zur Unternehmensstrategie
zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2013
zum Stock Options-Programm
zur Neuwahl und Aufgabenverteilung des Aufsichtsrats
zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals: BDO Deutsche Warentreuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Aktiengesellschaft), Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2013 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2013 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 24. März 2014 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 24. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 29. Mai 2013 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2013 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,20 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 29. Mai 2013 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,20 Euro auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und hier vor allem meinem scheidenden Vorgänger in diesem Amt, Herrn Michael Thiess. Weiterhin spreche ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2014 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im April 2014

gez. Dr. Pietzko, Aufsichtsratsvorsitzender