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DocCheck AG Annual Report 2012

May 17, 2013

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Annual Report

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DocCheck AG

Köln

Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Jahresfinanzbericht 2012

KENNZAHLEN 2012

DOCCHECK KONZERN

scroll

JAHRESBERICHT 2012

in EUR
2011

in EUR
Veränderung

in EUR
Veränderung in Prozent
Umsatzerlöse 18.292.986,73 17.567.234,08 725.752,65 4,13
davon antwerpes 7.871.330,00 6.251.460,15 1.619.869,85 25,91
davon DocCheck 3.656.436,29 3.896.014,29 -239.578,00 -6,15
davon DocCheck Shop 6.914.754,86 7.621.991,09 -707.236,23 -9,28
Gesamtleistung 18.083.209,93 17.674.422,83 408.787,10 2,31
EBIT 1.486.833,77 1.837.618,05 -350.784,28 -19,09
EBITDA 2.172.969,53 2.464.398,15 -291.428,62 -11,83
Konzerngewinn 1.079.409,41 1.436.601,41 -357.192,00 -24,86
Gewinn pro Aktie 0,22 0,26 -0,04 -15,38
Bestand liquide Mittel 5.484.428,19 7.258.980,01 -1.774.551,82 -24,45
Anzahl Mitarbeiter 182 165

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der DocCheck AG, Köln

1 Aufbau und Struktur des Unternehmens

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln sowie ihren Tochtergesellschaften:

antwerpes ag ("antwerpes"), Köln
DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck"), Köln
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch. Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die weiteren Ausführungen zur Lage des Unternehmens werden für die DocCheck-Gruppe insgesamt beschrieben.

2 Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe

Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:

DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internet-Community für Healthcare Professionals, und
antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand. Damit bietet die DocCheck-Gruppe ein einzigartiges Angebot im deutschsprachigen Healthcare-Markt.

2.1 DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business zwei Unternehmen:

die DocCheck Medical Services GmbH und
die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit knapp 900.000 Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

DocCheck Media (Direktmarketing)

Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2012 erreichte DocCheck mit 10,0 Millionen Page Impressions und 4,1 Millionen Besuchen ein bisheriges "AllTime-High" und konnte seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Die DocCheck News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).

DocCheck Research (Marktforschung)

DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland - mit mehr als 194.000 Teilnehmern, davon allein ca. 70.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.

DocCheck BusinessMail (Direktmarketing)

DocCheck BusinessMail (vormals "DocCheck Mail") erreicht über 140.000 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck BusinessMail können Kunden ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.

DocCheck CRO

DocCheck CRO bietet den Kunden aus der pharmazeutischen Industrie nicht-interventionelle Studien (NIS). Von der Konzeption bis zur Veröffentlichung begleitet der Bereich die Kunden bei dieser inhaltlich wie technisch anspruchsvollen Aufgabenstellung.

Das Angebot des Geschäftsbereichs CRO wird zum Ende des Geschäftsjahres 2012 nicht mehr fortgesetzt. Es werden nur noch die bestehenden Aufträge zu Ende geführt. Die Beendigung dieser Aufträge wird ca. 2015 erfolgen.

DocCheck Paid Content

Der Bereich Paid Content stellte 2012 zwei Services für die DocCheck-Nutzer bereit:

"DocCheck Load": Hier stehen Fachliteratur und andere digitale Erzeugnisse aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck-Nutzer bereit. Zurzeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage fast 8.000 Artikel ein. Das zur Verbesserung des Nutzererlebnisses in den Bereich DocCheck Load integrierte kostenpflichtige Premium-Abonnement "DocCheck Pro", bietet Zugang zu über 40 Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 25 Kooperationspartnern -hauptsächlich aus der Verlagsbranche.

"DocCheck Apps" produziert und vertreibt Anwendungen und Inhalte für mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones. Bereits 2009 wurde die erste mobile Applikation ("App") für den Healthcare-Markt erfolgreich im App Store von Apple veröffentlicht. Im Jahr 2012 stellte DocCheck neue Kapitel für die multeBook-Ausgabe des "Herold - Innere Medizin" bereit.

2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter http://shop.doccheck.com hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Jahr 2011 wurde der Online-Shop vollständig erneuert.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.

Außendienst

Zusätzlich ist der DocCheck Shop derzeit noch mit einem eigenen Außendienst über die Vertriebsstandorte in Stuttgart (Standort Süd), Leipzig (Standort Ost) und Essen (Standort West) in den Arztpraxen präsent.

2.2 antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter mit Fokus auf die Zielgruppe Healthcare Professionals in Deutschland (vgl. iBusiness Internet-Agenturranking 2011). Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zur Zeit fünf Units:

Campaigning

Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst auch Leistungen in den Bereichen Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter Einbeziehung der Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche.

Digitale Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte sowie Programme für mobile Endgeräte ("Apps").

Public Relations und Social Media

Public Relations und Social Media ergänzt das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.

Mobile Sales

Die Unit Mobile Sales (früher: Sales Force Effectiveness) bietet Unterstützung in der Außendienstkommunikation mithilfe individuell gestalteter, interaktiver und multimedialer Lösungen für die Produktpräsentation. Als Basis dienen modernste Tablet-Computer wie insbesondere das iPad, aber auch Tablet-PCs und eReadern.

Performance Marketing

Der Bereich "Performance Marketing" konnte sich in 2012 erfolgreich behaupten. Die nachgefragten Leistungen reichen von Suchmaschinenmarketing und -optimierung über Webanalyse bis hin zu kompletten eMarketing-Kampagnen mit dem Ziel der effizienten Kundengewinnung und -bindung.

Im Jahr 2013 werden die Bereiche Digitale Kommunikation, Mobile Sales und Performance Marketing zusammengefasst, da die Tätigkeitsprofile große Überschneidungen aufweisen und bereichsübergreifendes Arbeiten von den Kunden gefordert wird. Die Verzahnung mit den übrigen beiden Bereichen wird ebenfalls unter dem Gedanken "360 Grad-Betreuung" ausgebaut.

3 Markt und Wettbewerb

3.1 Kernmarkt

Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse.

Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 11,6 Prozent (bis 2009 kleiner 11 Prozent). Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Bruttowertschöpfung von über 106.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren ein dramatischer demografischer Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit beste Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

3.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der deutsche Werbemarkt ist im Wesentlichen abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Das in 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) könnte die Anzahl von Produktneueinführungen verringern. Dadurch würde die Nachfrage nach, die Produkteinführung begleitender Kommunikation, im Healthcaremarkt nachlassen.

Für das Jahr 2013 wird laut Magna Global nur ein geringes Wachstum des Werbemarktes von bis zu einem Prozent erwartet. Die Euro-Krise und der immer noch hohe Ölpreis sind latente Risiken. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.

3.3 Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Mit Platz 34 im Horizont-Ranking 2010 gehört antwerpes zu den größeren Werbeagenturen in Deutschland. Die Spezialisierung auf den Healthcare-Markt sichert antwerpes - ausgehend von den bei der GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V.) vertretenen rund 20 Healthcare-Agenturen - einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für Healthcare-Marketing in Deutschland. Darin sind die Healthcare-Ableger der großen Netzwerk-Agenturen mit eingeschlossen. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als ausreichend wettbewerbsfähig an.

DocCheck

DocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:

Verlage
Marktforschungsunternehmen
Direktmarketingdienstleister
andere Ärzteportale bzw. Ärzte-Communities

Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2012 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber. Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 70.000 Ärzten und ca. 20.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen. Der Service DocCheck BusinessMail verfügt über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein.

Noch ungehobenes Wachstumspotential steckt in der Vermarktung der Werbeplätze auf den DocCheck eigenen Web-Seiten. Hier wird im Jahr 2013 angesetzt, um neue Umsatzquellen zu erschließen.

Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores, die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte besitzen. Ein wesentlicher Vorteil für DocCheck ist, dass es durch seine Reichweite potenzielle Käufer kostengünstiger erreichen kann als Wettbewerber ohne eigene Community. Darüber hinaus ermöglicht das neue multeBook eine Einbindung von User Generated Content, der in dieser Form und dieser Spezialisierung so nur bei DocCheck zu finden ist.

DocCheck Shop

Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören (exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde quasi ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

3.4 Forschung und Entwicklung

Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.

4 Ertragslage

4.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2012 um 4 Prozent von 17,6 auf 18,3 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) hingegen stieg von 10,8 auf 11,6 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen von 468 TEUR auf 179 Tsd. Euro. In 2012 sind, anders als in 2011, keine sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Verkauf von Edelmetallen und Finanzanlagen angefallen. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr um 8 Prozent von 9,5 Millionen Euro auf 10,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände bleiben dabei nahezu unverändert. Der wesentliche Zuwachs ist bei den Personalkosten zu beobachten, diese stiegen von 6,3 Millionen Euro in 2011 auf 7,0 Millionen Euro in 2012. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel von 1,8 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Das Zinsergebnis liegt mit 0,24 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis von 0,32 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 1,7 Millionen Euro für das Jahr 2012 im Vergleich zu 2,2 Millionen Euro in 2011. Nach Steuern und Minderheitenanteilen verbleibt ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 22 Cent (2011: 26 Cent).

4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS

Die Ursachen für das operative Ergebnis in der DocCheck-Gruppe liegen in der verbesserten Ergebnissituation der antwerpes ag begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick:

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 6,3 Millionen Euro in 2011 um 26 Prozent auf 7,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 7,0 Millionen Euro (2011: 5,8 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum resultiert aus einem Anstieg des Verkaufs von Agenturleistungen. Hintergrund dafür sind mehrere Kunden, die in 2012 in deutlich überdurchschnittlichem Umfang Leistungen von der antwerpes ag erwarben, sowie ein substantieller Übertrag von Projekten aus 2011 nach 2012. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den erhaltenen Aufträgen für Eigenleistungen wider. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 8 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte stieg im Jahresdurchschnitt auf 85 Prozent, von 82 Prozent in 2011.

Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stiegen in 2012 um 19 Prozent auf 3,1 Millionen Euro (von 2,6 Millionen Euro in 2011). Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 4 Prozent von 2,1 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 5,3 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2012 um 12 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2012 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 1,8 Millionen Euro gegenüber 1,4 Millionen Euro im Jahr 2011.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz fiel von 3,9 Millionen Euro in 2011 auf 3,6 Millionen Euro in 2012. Der Rohertrag sank von 2,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Die Personalkosten stiegen in 2012 um 10 Prozent - von 1,4 auf 1,6 Millionen Euro. Hintergrund des Kostenanstiegs sind allgemeine Anpassungen der Vergütungen sowie die Vergrößerung des Personalstamms u.a. im Vertrieb. Die sonstigen betrieblichen Kosten inklusive Konzernumlage blieben konstant bei 1,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2012 weist der Geschäftsbereich DocCheck einen negativen EBIT in Höhe von 144 Tsd. Euro aus (2011: 52 Tsd. Euro).

Die Auftragseingänge für Eigenleistungen verringerten sich um 6 Prozent von 3,1 Millionen Euro in 2011 auf 2,9 Millionen Euro in 2012. Maßgeblich dafür waren geringere Auftragseingänge im Bereich CRO.

Die Auslastung durch Kundenprojekte war in allen Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, zufriedenstellend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 63 Prozent in 2012 unter dem Niveau von 79 Prozent in 2011.

DocCheck Shop

Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop fiel von im Vorjahr 7,6 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro in 2012, ein Rückgang von 9 Prozent. In 2011 konnte durch den Verkauf der Lesegeräte für die neue Gesundheitskarte ein Umsatzzuwachs erzielt werden, der in 2012 nicht wiederholt werden konnte. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop veränderte sich in 2012 auf 2,2 Millionen Euro von 2,3 Millionen Euro in 2011. Auch hier spielt der Sondereffekt eine Rolle.

Der Rohertrag fiel in 2012 auf 2,0 Millionen Euro (2011: 2,1 Millionen Euro). DocCheck Shop erzielte in 2012 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -70 Tsd. Euro (2011: 164 Tsd. Euro).

5 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns lag zum Stichtag im Vergleich zu 2011 bei unverändert 20,8 Millionen Euro.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 5,5 Millionen Euro, im Vergleich zu 7,3 Millionen Euro zu Ende 2011. Maßgeblich für diesen Rückgang ist eine im Juni 2012 getätigte Investition in 50 Barren Platin a ein Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2012 ca. 1,9 Millionen Euro.

Die DocCheck AG besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposition "Anlage in Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2012 betrug ca. 3,6 Millionen Euro. Im Dezember 2011 hat die DocCheck AG 675 Kilogramm Silber erworben. Die Silberbarren werden in der Bilanz zum Marktwert in Höhe von 0,5 Millionen Euro bilanziert. Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Änderungen in der Finanzdisposition des Konzerns. Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medical Services GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist nahezu konstant. Der Bestand an Vorräten im Konzern hat sich - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 39 Tsd. Euro (im Vorjahr: 6 Tsd. Euro) - von 999 Tsd. Euro auf 805 Tsd. Euro verringert. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 527 Tsd. Euro auf 344 Tsd. Euro verringert. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 14 Tsd. Euro auf 621 Tsd. Euro im Jahr 2012 gesunken (2011: 635 Tsd. Euro). Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,8 Millionen Euro auf jetzt 2,9 Millionen Euro. Der Anstieg geht auf einen Anstieg der erhaltenen Anzahlungen und - im Gegenzug - geringere Steuerrückstellungen auf Grund höherer Vorauszahlungen zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns verringerte sich von 18,0 Millionen Euro auf 17,8 Millionen Euro zum Jahresende 2012. Die Eigenkapitalquote beträgt weiterhin unveränderte 86 Prozent.

6 Unternehmensbeteiligungen

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und Standorte in Eilenburg (Sachsen) und Essen (Nordrhein-Westfalen). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes.

Veränderungen im Konsolidierungskreis und bei den Unternehmensbeteiligungen waren in 2012 nicht zu verzeichnen.

7 Vergütungsbericht

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen:

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2012
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 242.912 182.918 59.994 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft 140.124 94.195 45.929 0
Summe 383.036 277.113 105.923 0

Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:

Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.
Bei Helmut Rieger ist es ein Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum.

Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern. In 2012 hat der Vorstand Helmut Rieger eine Prämie in Höhe von 20 Tsd. Euro erhalten. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 383 Tsd. Euro (im Vorjahr 291 Tsd. Euro).

Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht vor.

Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich.

Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.

Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

in EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender 22.481 12.000 10.481
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender 11.015 6.000 5.015
Winfried Leimeister 11.015 6.000 5.015
Summe 44.511 24.000 20.511

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von insgesamt 45 Tsd. Euro (im Vorjahr 50 Tsd. Euro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 Tsd. Euro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung.

Eine Pensionszusage für Aufsichtsratmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine D&O Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt.

8 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Sie stellt die Quartalszahlen in Form von Zwischenmitteilungen dar. Die Check AG stellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB auf.

8.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 21 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:

Geschäftsführung
Rechnungswesen
Controlling
Facility-Management
Human Resources
Organisationsentwicklung
Corporate Communications
Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.

Im Geschäftsjahr 2012 hat sich die DocCheck AG bei der "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" (ICANN) um den Betrieb der neuen Top-Level-Domain "med" beworben. Zum Abschlussstichtag war das Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen.

8.2 Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 25. Mai 2012 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 25 Cent pro Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 29. Mai 2012 und betrug 1.247.454,00 Euro für 4.989.816 Aktien.

8.3 Stock Options

Auch im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben oder neue Aktienoptionsprogramme aufgelegt.

9 Nachtragsbericht

Im Februar 2013 wurde beschlossen, den Standort Essen der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH Ende März 2013 zu schließen. Die betroffenen Mitarbeiter scheiden freiwillig aus dem Unternehmen aus und wechseln in anderweitige Beschäftigungsverhältnisse. Restrukturierungskosten oder ähnliche Kosten fallen nicht in wesentlichem Umfang an. Der Umsatz wird sich im Vergleich zu 2012 in 2013 um etwa 600 Tsd. Euro verringern, Auswirkungen auf die Profitabilität der Gesellschaft und des Konzerns resultieren daraus voraussichtlich nicht. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH fokussiert sich damit planmäßig noch stärker auf den Distanzhandel.

10 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratsitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.

Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

Markt | Kunden | Strategie
Systeme | Infrastruktur
Kosten
Human Resources
Finanzen | Recht

10.1 Markt | Kunden | Strategie

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotentiale auf. Diese Potentiale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.

Risiken

Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt.

Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.

Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden der DocCheck AG haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.

Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2012 spürbar. Unter anderem das zum 01. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) haben die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente verringert. Dadurch sinkt auch die Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations- und Marktforschungsleistungen.

Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck AG negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang in einzelnen Bereichen negativ betroffen. Für das Geschäftsjahr 2013 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist der Konzern hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Der Konzern führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen seiner Kunden durch und hat aufgrund seiner Kundenstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Insbesondere im Online-Handel ist ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich.

Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters z. B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt.

Chancen

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb eines Segmentes.

Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Strategie weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.

Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus. Ein neues aussichtsreiches Geschäftsfeld könnte sich für den DocCheck-Konzern durch die Bewerbung um die Top-Level-Domain ".med" eröffnen, wenn das Bewerbungsverfahren in 2013 oder 2014 abgeschlossen würde, und DocCheck den Zuschlag für die Top-Level-Domain bekommen sollte.

10.2 Systeme | Infrastruktur

Die Strategie des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine einzigartige Marktstellung.

Risiken

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind nachfolgend beschrieben.

Chancen

Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. Im DocCheck Konzern konnte so im Jahr 2012 ein neues Intranet für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit binnen weniger Wochen implementiert werden, bei Kosten im unteren fünfstelligen Bereich pro Jahr. In diesem Bereich liegen - auch durch die Anbieter solcher Lösungen - noch ungehobene Potentiale. Die DocCheck AG kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert.

10.3 Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2012 stabil gehalten werden. Allerdings wurden Aufwendungen in Höhe von 144 Tsd. Euro für die Bewerbung um die neue Top-Level-Domain "med" verursacht und als solche erfasst. Es handelt sich dabei um Aufwendungen für Beratungsleistungen und Bearbeitungsgebühren der ICANN.

Risiken

Für das Geschäftsjahr 2013 könnte eine steigende Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. In 2012 konnten einige Verbesserungen erzielt werden. Dennoch handelt es sich bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.

Chancen

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie z.B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.

10.4 Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer im Branchenvergleich geringen Fluktuation im Unternehmen wider.

Risiken

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise, der Beschäftigung freier Mitarbeiter sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen. Ein besonderes Risiko stellt der Mangel an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von IT-Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen.

Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt die DocCheck AG durch gezielte Ausbildung von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

Chancen

Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben. Es existiert eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern überaus krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Zum anderen kann der Konzern mittlerweile auf eine Art Alumni-Netzwerk verweisen, dessen Mitglieder nicht wenigen Bewerbern als positive Referenz dienen. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.

10.5 Finanzen | Recht

Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen eine konservative Anlagestrategie. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.

Risiken

Ein Teil der Finanzanlagen der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.

Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2013 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen. Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2012 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit.

10.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem - wesentliche Merkmale nach §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und / oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist. Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert. In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen. Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft.

Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand, stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.

Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte und Steuerberater durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.

Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.

Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 10.7)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt.

Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht.

Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.

10.7 Internes Steuerungssystem

Die Verantwortung für das interne Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Dieser hat das Controlling mit der Umsetzung des Systems betraut. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist der EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop).

Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf uns selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, z. B. im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor. Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet.

Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Kostendaten, Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung. Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.

11 Prognosebericht

11.1 Konjunkturausblick/Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2012 hat Deutschland laut Statistischem Bundesamt ein moderates Wachstum von ca. 0,7 Prozent gebracht.

Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) für 2013 ein Wachstum von ca. 0,8 Prozent. Diese Prognose unterstellt einen gemäßigten Verlauf der Schuldenkrise. Sollte sich die Krise stärker verschärfen als erwartet, könnte eine rückläufige Wirtschaftsleistung die Folge sein. Die Bundesregierung unterstellt im Jahreswirtschaftsbericht 2013 ein Wachstum für 2013 von nur 0,4 Prozent.

11.2 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen

Der Bereich DocCheck Shop hat nach einer Systemumstellung die prognostizierten Umsätze nicht erreicht. Maßgeblich dafür waren vergleichsweise schwache Quartale zu Beginn des Jahres. Im vierten Quartal konnte DocCheck Shop die Erwartungen übertreffen. Die antwerpes ag hat das Umsatzziel deutlich übertroffen, dank einer gesteigerten Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen. Da sich die Kosten nicht in gleichem Maße erhöht haben, liegt der EBIT der antwerpes ag ebenfalls über den prognostizierten Erwartungen.

DocCheck Medical hat die Umsatz- und Ergebnisziele deutlich verfehlt. Ursächlich dafür ist ein geringerer Zuwachs bei Kerndienstleistungen wie Direktmarketing und Marktforschung, sowie ausbleibende Neuaufträge im Bereich der nicht-interventionellen Studien (NIS). Der EBIT in 2012 für DocCheck Medical fällt dadurch negativ aus.

Dank der guten Entwicklung in der antwerpes ag bleibt der EBIT im Konzern innerhalb des prognostizierten Korridors.

11.3 Entwicklung auf den Absatzmärkten/Ertragslage/Gewinnverwendung

Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer prognostizierbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch den rechtzeitigen Einstieg in das eMarketing, in Tablet-gestützte Außendienstkommunikation und Online-PR konnten wir unsere Kompetenz in der Erstellung integrierter Kampagnen weiter ausbauen. Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2013 einen voraussichtlichen Umsatz von 7 bis 8 Millionen Euro und ein EBIT etwas unterhalb des Niveaus des Jahres 2012 in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro. Mögliche Störungen sind regulierende Eingriffe, die sich bereits im Bundestagswahlkampf abzeichnen könnten und die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten.

Der Vorstand erwartet für DocCheck für 2013 einen stabilen Ausblick hinsichtlich des Umsatzes, also ca. 3,6 Millionen Euro. Es stehen allerdings weitere Investitionen in den Ausbau der DocCheck Services an. Diese Investitionen werden das Ergebnis auch in 2013 belasten. Die Erwartung für DocCheck liegt bei einem etwa ausgeglichenen Ergebnis. Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte. Für 2013 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2013 weiter wachsen. Da das klassische Außendienstgeschäft weiter rückläufig sein wird, ist in Summe kein Umsatzwachstum zu erwarten. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2013 ca. 6,8 Millionen Euro erreichen, bei einem ausgeglichenen EBIT. Hierbei ist berücksichtigt, dass in 2013 Investitionen in die Software-Infrastruktur des Unternehmens erforderlich sein werden. 2012 war für die DocCheck-Gruppe ein Jahr mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen der Bereiche.

In 2013 sollen die Wettbewerbsvorteile weiter gestärkt werden, um alle drei Segmente nachhaltig profitabel zu machen. Die Risiken, die sich aus der unternehmerischen Tätigkeit auf dem Gesundheitsmarkt ergeben, werden ausführlich im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2013 mit einem Umsatz von 18,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage unter Vorjahresniveau, d. h. mit einem EBIT im Korridor von 1,0 bis 1,3 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung des Unternehmens und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Unternehmen seine Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Finanzlage

Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von deutlich über 80 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Das Unternehmen ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2013 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tief greifenden Veränderungen.

Ausblick für das Jahr 2014

Belastbare Vorhersagen für das Wirtschaftsjahr 2014 liegen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nur eingeschränkt vor. Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2013 für das Jahr 2014 ein Wachstum von 1,6 Prozent, also eine deutliche Verbesserung gegenüber 2013. Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt sind für 2014 noch nicht absehbar. Sollten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht ändern, gehen wir von einer der Veränderung des BIP entsprechenden leicht positiven Entwicklung des Gesamtkonzerns aus. Insbesondere der Bereich DocCheck könnte vom Trend zu mehr Online-Marketing profitieren. Das Agenturgeschäft der antwerpes ag hängt stark von kurzfristigen Etatgewinnen oder -verlusten ab, sodass eine Prognose für diesen Geschäftsbereich schwierig ist. Der DocCheck Shop wird auch in 2014 noch durch den Wechsel vom Außendienstumsatz hin zum Online-Umsatz beeinträchtigt sein.

Für den Konzern ist ein Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2012 zu erwarten in Höhe von ca. 18 Millionen Euro, bei einem vermutlich niedrigeren EBIT von ca. 1 Million Euro.

11.4 Weitere Entwicklungen

Im November 2012 hat die DocCheck AG einen Anwalt mit der Vorbereitung der Gründung einer Tochtergesellschaft in den USA beauftragt. Zum Stichtag 31.12.2012 sind die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen, eine Eintragung ist auch für den Nachtragszeitraum nicht zu erwarten. Die Tochtergesellschaft soll zunächst mit minimalem Aufwand betrieben werden und dient der Marktsondierung.

12 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2012 4.989.816,00 Euro und ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2012 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt: "Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen." Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden.

Zum 31. Dezember 2012 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien. Die in den Jahren 2006 bis 2008 getätigten öffentlichen Aktienrückkäufe der DocCheck AG wurden, wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.521.726,00 Euro (genehmigtes Kapital) bis zum 11. Mai 2015 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, 13. März 2013

DocCheck AG

Vorstand

Dr. Frank Antwerpes

Helmut Rieger

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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Anhang 31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert III.1. 206.486,03 288.486,03
Sonstige immaterielle Vermögenswerte III.2. 174.928,65 247.284,00
Sachanlagen III.3. 2.022.212,07 2.127.793,07
Beteiligungen III.4. 50.700,00 50.700,00
Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle III.5. 3.993.693,25 2.049.210,00
Wertpapiere, held-to-maturity 5.051.962,14 5.111.468,51
11.499.982,14 9.874.941,61
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte III.6. 805.288,63 999.249,12
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III.7. 2.366.802,76 2.178.198,96
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden III.8. 313.025,14 347.082,65
Sonstige finanzielle Vermögenswerte III.9. 292.404,11 184.822,91
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente III.10. 5.484.428,19 7.258.980,01
9.261.948,83 10.968.333,65
20.761.930,97 20.843.275,26
Passiva
Anhang 31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Eigenkapital III.12.
Gezeichnetes Kapital 4.989.816,00 5.285.032,00
Eigene Anteile 0,00 -295.216,00
Kapitalrücklage 12.910.104,28 12.910.104,28
Gesetzliche Rücklage 39.252,84 39.252,84
Übrige Gewinnrücklagen 2.713.244,20 2.853.302,61
Kapitalausgleichsposten -3.245.569,91 -3.245.569,91
Aktionärseigenkapital 17.406.847,41 17.546.905,82
Nicht beherrschende Anteile 421.685,67 449.671,85
17.828.533,08 17.996.577,67
Langfristige Schulden
Latente Steuern V.7 3.047,34 10.952,01
3.047,34 10.952,01
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden III.11. 12.778,00 442.391,94
Sonstige Rückstellungen III.13. 743.536,89 659.311,25
Finanzschulden III.14. 37.540,87 60.893,78
Erhaltene Anzahlungen 893.671,36 516.818,35
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden III.8. 78.914,30 19.269,75
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen III.15. 576.698,75 607.702,19
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.405,98 40.240,01
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten III.16. 553.804,40 489.118,31
2.930.350,55 2.835.745,58
20.761.930,97 20.843.275,26

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang 01.01.2012 - 31.12.2012

EUR
01.01.2011 - 31.12.2011

EUR
1. Umsatzerlöse V.1. 18.292.986,68 17.567.234,08
2. Aktivierte Eigenleistungen 0,00 70.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge V.2. 179.223,75 468.246,97
4. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -209.776,75 107.188,75
5. Materialaufwand V.3.
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.856.667,33 5.375.652,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.650.549,93 1.474.820,77
6.507.217,26 6.850.473,01
6. Personalaufwand V.4.
a) Löhne und Gehälter 5.928.402,50 5.334.033,92
b) soziale Abgaben 1.116.340,10 1.001.080,18
7.044.742,60 6.335.114,10
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen V.5. 604.135,76 626.780,11
8. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 82.000,00 0,00
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen V.6. 2.547.349,65 2.571.729,82
10. Erträge aus Beteiligungen 9.845,36 9.045,28
11. Betriebsergebnis (EBIT) 1.486.833,77 1.837.618,04
nachrichtlich: EBITDA 2.172.969,53 2.464.398,15
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 175.000,00 263.196,72
13. Zinsen und ähnliche Erträge 136.476,67 170.286,08
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 68.771,48 110.088,40
15. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.729.538,96 2.161.012,44
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag V.7. 650.129,55 724.411,03
17. Konzernjahresüberschuss 1.079.409,41 1.436.601,41
18. Anteil Aktionäre der DocCheck AG 1.107.395,59 1.396.877,96
19. Anteil nicht beherrschende Anteile -27.986,18 39.723,45
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) V.9. 0,22 0,26
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) V.9. 0,22 0,26
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 4.989.816 5.281.797
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 4.989.816 5.281.797

Konzerngesamtergebnisrechnung

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01.12.2012 - 31.12.2012

EUR
01.12.2011 - 31.12.2011

EUR
I. Konzernjahresüberschuss 1.079.409,41 1.436.601,41
II. Sonstiges Ergebnis 0,00 0,00
III. Gesamtergebnis 1.079.409,41 1.436.601,41
davon den Aktionären der DocCheck AG zuzurechnen 1.107.395,59 1.396.877,96
davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen (non-controlling interests) -27.986,18 39.723,45

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2012

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Gezeichnetes Kapital

EUR
Kapitalrücklage

EUR
Gesetzliche Rücklage

EUR
Übrige Gewinnrücklagen

EUR
Kapitalausgleichsposten

EUR
Eigene Anteile

EUR
Saldo zum 31.12.2011 5.285.032 12.910.105 39.253 2.853.302 -3.245.570 -295.216
Gesamtergebnis 1.107.396
Aktieneinzug -295.216 0 0 0 0 295.216
Dividendenausschüttung -1.247.454
Saldo zum 31.12.2012 4.989.816 12.910.105 39.253 2.713.244 -3.245.570 0
Saldo zum 31.12.2010 5.285.032 13.869.557 39.253 2.513.430 -3.245.570 0
Gesamtergebnis 1.396.878
Aktieneinzug -959.452 -295.216
Dividendenausschüttung -1.057.006
Saldo zum 31.12.2011 5.285.032 12.910.105 39.253 2.853.302 -3.245.570 -295.216

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Aktionärseigenkapital

EUR
Nicht beherrschende Anteile

EUR
Konzerneigenkapital

EUR
Saldo zum 31.12.2011 17.546.906 449.671 17.996.577
Gesamtergebnis 1.107.396 -27.986 1.079.409
Aktieneinzug 0 0 0
Dividendenausschüttung -1.247.454 -1.247.454
Saldo zum 31.12.2012 17.406.847 421.685 17.828.533
Saldo zum 31.12.2010 18.461.702 409.948 18.871.650
Gesamtergebnis 1.396.878 39.723 1.436.601
Aktieneinzug -1.254.668 -1.254.668
Dividendenausschüttung -1.057.006 -1.057.006
Saldo zum 31.12.2011 17.546.906 449.671 17.996.577

Konzernkapitalflussrechnung

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01.01.2012 - 31.12.2012

EUR
01.01.2011 - 31.12.2011

EUR
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und Zinsen 1.486.834 1.837.618
- Ertragsteuern -650.130 -724.411
+ Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 686.136 626.780
- Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte -71.381 0
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, Forderungen sowie anderer Forderungen -68.167 -6.064
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Vermögensgegenstände 463.346 -134.724
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -345.388 235.870
-/+ Abnahme / Zunahme passive latente Steuern -7.905 -29.592
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.493.345 1.805.476
- Gewinn aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -4.251 -4.380
+ Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 8.160 14.915
- Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagen 0 -19.915
- Gewinn aus dem Abgang von Edelmetallen 0 -310.744
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 23.748 8.307
+ Einzahlungen aus Abgängen Anlagen in Edelmetallen 0 671.414
+ Einzahlung aus Abgängen Finanzanlagen 0 1.040.000
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -345.821 -301.282
- Auszahlungen in Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29.312 -119.933
- Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere, held-to-maturity 0 -1.064.750
- Auszahlungen für Investitionen in Edelmetalle -1.951.825 -512.190
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.299.301 -598.559
- Auszahlungen an Gesellschafter -1.247.454 -1.057.006
+ Zinseinnahmen 311.477 433.483
- Zinsausgaben -9.265 -34.314
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0 55.466
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -23.353 -18.872
- Auszahlung aus Aktieneinzug 0 -1.254.668
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -968.595 -1.875.911
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -1.774.552 -668.995
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.258.980 7.927.975
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.484.428 7.258.980

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung befinden sich im Anhang unter VI.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2012

der DocCheck AG, Köln

I. Grundlagen der Berichterstattung

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft.

Sitz der Gesellschaft: Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln.

2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimedia-Branche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Erbringung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen. Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia-Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (vertreten durch die antwerpes ag) sowie Portal- und Handelsgeschäft (vertreten durch die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH) repräsentieren.

3. Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2012 wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Boards erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards anzuwenden sind.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie befindet sich seit dem Segmentwechsel in 2011 im Freiverkehr und ist im Entry Standard gelistet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 als auch des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt weiterhin freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften.

Der Konzernlagebericht und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben, alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 25. März 2013 zur Veröffentlichung freigeben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 waren folgende Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Änderungen an IFRS 7 "Übertragung finanzieller Vermögenswerte"

Im Oktober 2010 wurde die Änderung des IFRS 7 veröffentlicht. Eine Übernahme in EU-Recht erfolgte zum 22. November 2011. Aus der Änderung ergeben sich erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte (etwa Verbriefungen). Die Änderung sieht erweiterte Offenlegungsvorschriften vor, um die Beziehung zwischen übertragenen, aber nicht oder nicht vollständig ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten und den zugehörigen Verbindlichkeiten zu zeigen. So ist zum Beispiel die Art der Chancen und Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, anzugeben. Weiterhin ist bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten Art und Risiko aus dem anhaltenden Engagement offenzulegen. Vorgesehen sind hier unter anderem die Angabe des maximalen Verlustpotenzials aus dem anhaltenden Engagement sowie eine Restlaufzeitenanalyse zukünftiger Zahlungsabflüsse. Im ersten Jahr der Anwendung sind Unternehmen von Vergleichsangaben für Vorperioden befreit. Diese Änderungen sind für die DocCheck-Gruppe nicht relevant.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Folgende in EU-Recht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden. Der DocCheck Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

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Änderung / Standard Datum der Veröffentlichung Datum der Übernahme in EU-Recht Anwendungszeitpunkt (EU)
Presentation of Items of Other Comprehensive Income (Amendments to IAS 1) 16. Jun 2011 5. Jun 2012 1. Jul 2012
Amendments to IAS 19 Employee Benefits 16. Jun 2011 5. Jun 2012 1. Jan 2013
IFRS 10 Consolidated Financial Statements 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2014
IFRS 11 Joint Arrangements 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2014
IFRS 12 Disclosures of Interests in Other Entities 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2014
IFRS 13 Fair Value Measurement 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2013
IAS 27 Separate Financial Statements 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2014
IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures 12. Mai 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2014
Deferred tax: Recovery of Underlying Assets (Amendments to IAS 12) 20. Dez 2010 11. Dez 2012 Beginn des ersten bei oder nach Inkrafttreten der Verordnung beginnenden Geschäftsjahres*
Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-Time Adopters (Amendments to IFRS 1) 20. Dez 2010 11. Dez 2012 Beginn des ersten bei oder nach Inkrafttreten der Verordnung beginnenden Geschäftsjahres**
Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IFRS ) 16. Dez 2011 13. Dez 2012 1. Jan 2013
Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IAS 32) 16. Dez 2011 13. Dez 2012 1. Jan 2014
IFRIC 20 Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine 19. Okt 2011 11. Dez 2012 1. Jan 2013

* Die Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

** Die Veröffentlichung im Amtsblatt erfolgte am 29. Dezember 2012.

II. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle gemäß IAS 27 ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrates einer Tochtergesellschaft stellen kann. Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IFRS-Konzernabschluss aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der DocCheck AG vier voll konsolidierte (im Vorjahr vier) Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Dies sind neben der DocCheck AG die folgenden drei Gesellschaften:

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Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote zum 31.12.2012 Eigenkapital zum 31.12.2012

TEUR
Jahresergebnis 2012

TEUR
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100% 582 0*
antwerpes AG, Köln 100% 298 0*
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 57,5% 995 -70

* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu folgenden Zeitpunkten erworben:

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Name und Sitz der Gesellschaft Datum des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 17. November 2000

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird nach Überprüfung der Anschaffungskosten der Beteiligung und der Wertansätze des übernommenen Nettovermögens (Reassessment nach IFRS 3) als sonstiger betrieblicher Ertrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Transaktionszeitpunkt in Euro umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Alle Konzerngesellschaften stellen in Übereinstimmung mit dem Konzernabschluss ihre Abschlüsse in Euro auf.

Nach IAS 27 in Verbindung mit SIC 12 sind Zweckgesellschaften unter bestimmten Umständen in die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung einzubeziehen, obwohl der Konzern nicht die Mehrheit der Stimmrechte hält. Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine konsolidierungspflichtigen Zweckgesellschaften.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird anhand eines Impairment-Tests überprüft, der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use) einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt durch die Ermittlung des Ertragswertes.

Wertminderungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine immateriellen Vermögensgegenstände selbst hergestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswerts wird überprüft, wenn dieser in Folge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich dauernd wertgemindert ist.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwertes des Vermögensgegenstandes mit seinem erzielbaren Betrag bewertet ("Impairment-Test"). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag erfolgt eine Abwertung. Der erzielbare Betrag ermittelt sich aus dem value in use oder fair value less cost to sale. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Die wahlweise zulässige Neubewertungsmethode findet keine Anwendung.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2012 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Nutzungsdauern der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:

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Gruppe von Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
Gebäude und Aussenanlagen 19 bis 33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung (ohne geringwertige Anlagegüter) 5 bis 10 Jahre
Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen als Abgang erfasst, wobei die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Nettobuchwert erfolgswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst wird.

5. Leasing

Leasingverträge, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, die mit dem Eigentum an den Vermögenswerten verbunden sind, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die entsprechenden Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit passiviert. In der Folge werden die Mindestleasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten so über die Laufzeit verteilt werden, dass die verbleibende Restschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die im Rahmen von Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder - sofern kürzer - die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingverträge des Konzerns betreffen im Geschäftsjahr 2012 wie auch im Vorjahr ausschließlich operative Leasingverhältnisse als Leasingnehmer.

6. Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte umfassen Beteiligungen, Wertpapiere und finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt unter Inanspruchnahme der Ausnahmevorschrift in IAS 39 zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist.

Als Wertpapiere verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, wobei Wertschwankungen erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis erfasst werden. Die Kategorisierung dieser Instrumente als "zur Veräußerung verfügbar" erfolgt nur dann, wenn keine andere Kategorie sachgerecht erscheint.

Die finanziellen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungsbetrag relevant. Die Bilanzierung zum Erfüllungsbetrag bedeutet den Ansatz eines Vermögenswertes am Tag seines Eingangs beim Unternehmen und die Ausbuchung eines Vermögenswertes und die Erfassung eines etwaigen Gewinns oder Verlustes aus dem Abgang am Tag der Übergabe durch das Unternehmen.

Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der künftigen Cashflows. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.

7. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und bilanziellen Wertansätzen sowie für Konsolidierungsmaßnahmen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht auf Saldierung der Rückforderungsansprüche mit den Steuerschulden bei der gleichen Steuerbehörde besteht.

8. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte retrograd. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Eine Abzinsung entfällt wegen der kurzen Restlaufzeit bis zur Fälligkeit.

10. Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungssaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst (cost to cost-Methode).

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Sofern die angefallenen Auftragskosten sowie die erfassten Gewinne und Verluste die Abschlagsrechnungen übersteigen, wird der Überschuss als Vermögenswert aktiviert. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt unter einem separaten Posten. Soweit die erhaltenen Teilabrechnungen die aktivierten Kosten und erfassten Gewinne und erfassten Verluste am Stichtag übersteigen, erfolgt ein passivischer Ausweis unter einem separaten Posten.

Sofern das Auftragsergebnis nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Umsätze lediglich in Höhe angefallener Auftragskosten erfasst ("Zero-Profit-Method"). Eine Gewinnrealisierung erfolgt erst, wenn das Auftragsergebnis zuverlässig geschätzt werden kann.

11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus den frei verfügbaren Mitteln wie Schecks, Kassenbestände, Guthaben und Festgeldern bei Kreditinstituten sowie liquiditätsnahen Vermögenswerten mit einer Laufzeit bis zu maximal drei Monaten.

12. Gezeichnetes Kapital

Die ausgegebenen Aktien der DocCheck AG werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 ff. in der Bilanz zum Nennwert als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

13. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit dem wahrscheinlichen Betrag (Erwartungswert) angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der erstmalige Ansatz sowie die Folgebewertung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17.20 mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

16. Ertragsrealisierung

Erlöse aus Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion Methode realisiert. Umsatzerlöse, die aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren resultieren, werden realisiert, wenn alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesen Erzeugnissen und Waren verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe der Erlöse verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließt und die im Zusammenhang mit dem Verkauf anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Leistung ertragswirksam. Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.

17. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien gemäß IAS 38.57 kumulativ erfüllt sein. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden grundsätzlich zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.

Erforderliche Entwicklungskosten im Rahmen von Fertigungsaufträgen werden als Herstellungskosten bei den Projektkosten berücksichtigt.

Eine buchhalterische Trennung von Forschungs- und Entwicklungskosten ist aufgrund der Untrennbarkeit der Prozesse von Forschung und Entwicklung im DocCheck Konzern in der Regel nicht möglich. Aus diesem Grund wurden in 2012 keine Entwicklungskosten aktiviert und wie auch im Vorjahr keine Kosten als Aufwand erfasst.

18. Wesentliche Einschätzungen und Beurteilungen bei Bilanzansätzen

Die Erstellung des Konzernabschlusses der DocCheck AG verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

a) Schätzung und Ermessen bei Fertigungsaufträgen

Bei Fertigungsaufträgen, bei denen die Umsatzrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion Methode erfolgt, sind Schätzungen hinsichtlich des Fertigstellungsgrades erforderlich. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und den in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlich noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Zum Bilanzstichtag werden Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 313 Tsd. Euro (im Vorjahr 347 Tsd. Euro) und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 79Tsd. Euro (im Vorjahr 19 Tsd. Euro) ausgewiesen.

b) Schätzung und Ermessen der Wertminderung der Firmen werte

Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen des Nutzungswertes liegen Annahmen des Managements zugrunde. Für den Fall, dass sich die vom Management getroffenen Annahmen zukünftig als nicht realistisch erweisen, kann sich hieraus ein weiteres Wertminderungspotenzial ergeben. Zu den Annahmen des Managements wird auf Abschnitt III.1. verwiesen.

Zum Bilanzstichtag wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 206 Tsd. Euro (im Vorjahr 288 Tsd. Euro) ausgewiesen.

c) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bestimmung der Steuerverbindlichkeiten erfordert eine Reihe von Einschätzungen des Managements. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung der steuerlichen Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Gleichwohl kann nicht zugesichert werden, dass der tatsächliche Ausgang der Unwägbarkeiten mit den angenommenen Einschätzungen übereinstimmt. Etwaige Abweichungen können sich in dem Jahr der Entscheidung auf die Höhe der Steuerverbindlichkeiten oder der latenten Steuern auswirken.

Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Umfang steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, gegen welches die temporären Differenzen verrechnet werden können. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage des erwarteten zukünftigen steuerlichen Einkommens geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivischen latenten Steuern aus. Die aktivischen latenten Steuern verringern sich, wenn sich die Schätzung der geplanten steuerlichen Einkommen mindert, sich die durch Steuerstrategien zur Verfügung stehenden Steuervorteile reduzieren oder der Umfang der künftigen Steuervorteile durch Gesetzesänderungen der Höhe nach oder in zeitlicher Hinsicht beschränkt wird.

Zum Bilanzstichtag werden per Saldo passive latente Steuern in Höhe von 3 Tsd. Euro (im Vorjahr 11 Tsd. Euro) ausgewiesen.

d) Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Änderungen in der Wahrscheinlichkeitseinschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellungen zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern.

Zum Bilanzstichtag liegen keine Eventualverbindlichkeiten vor. Rückstellungen werden in Höhe von 744 Tsd. Euro (im Vorjahr 659 Tsd. Euro) ausgewiesen.

III. Erläuterung zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 206 Tsd. Euro (Vorjahr: 288 Tsd. Euro) resultiert aus dem Erwerb der DocCheck Medical Services GmbH und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden folgende Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt und wie folgt fortgeschrieben:

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Gesellschaft Firmenwerte der Erstkonsolidierung

TEUR
Nachträgliche Erhöhung der Firmenwerte durch Erwerb weiterer Anteile

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2011

TEUR
Buchwerte zum 31.12.2011

TEUR
Wertminderungen in 2012

TEUR
kumulierte Wertminderungen zum 31.12.2012

TEUR
DocCheck Medical Services GmbH 29 0 12 17 0 12
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 756 151 636 271 82 718
Summe 785 151 648 288 82 730

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Gesellschaft Buchwerte zum 31.12.2012

TEUR
DocCheck Medical Services GmbH 17
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 189
Summe 206

Die Cash Generating Units (CGUs) innerhalb des DocCheck Konzerns stellen die rechtlichen Einheiten der Unternehmensgruppe dar. Die Einteilung der CGUs basiert auf den Managementreports.

Berechnungen der erzielbaren Beträge der jeweiligen CGUs wurden auf Basis des value in use unter Verwendung des DCF-Verfahrens zum 31. Dezember ermittelt. Dieser wurde mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes verglichen.

Im Zuge des Impairment Tests ergab sich im Geschäftsjahr 2012 eine Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwerts der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von 271 Tsd. Euro auf 189 Tsd. Euro. Hierdurch entstanden Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 82 Tsd. Euro.

Die im Rahmen des Wertminderungstests getätigten Prognosen basieren auf vom Management für einen Detailplanungszeitraum von einem Jahr genehmigten Finanzplänen, die jährlich aktualisiert werden. Für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden Ertragsentwicklungen auf Basis des letzten Planjahres angenommen unter Berücksichtigung realistischer Wachstumsraten. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts beruht, gehören Annahmen zu den jährlichen Wachstumsraten.

Für die CGU DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH wurde auf Grundlage eines Zinssatzes für Staatsanleihen von 0,15 Prozent (im Vorjahr 3,25 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,5 Prozent (im Vorjahr 4,5 Prozent ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 4,89 Prozent (im Vorjahr 7,25 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,9 Prozent (im Vorjahr 31,9 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt eine erwartete Umsatzreduzierung bei der CGU DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von -0,9 Prozent (im Vorjahr -5,2 Prozent Umsatzrückgang von 2011 auf 2012) für 2013 zugrunde. Diese Umsatzreduzierung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in 2011 deutliche Umsatzsteigerungen aufgrund von Einmaleffekten eingetreten sind. Für die Jahre 2014 bis 2016 wird von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 5 Prozent ausgegangen. Der Wareneinsatz wird dabei konstant mit 70 Prozent der Umsatzerlöse angesetzt, was sich an historisch belegbaren Entwicklungen orientiert.

Das Wachstum soll, wie schon in den vergangenen Jahren, ganz überwiegend im Versandhandel, insbesondere im eCommerce, erzielt werden. Das Außendienstgeschäft wird voraussichtlich stagnieren. Die Stagnation in diesem Bereich wird die Wachstumsraten noch mehrere Jahre lang belasten. Voraussetzung für die Realisation des Wachstums ist ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt. Die Kostenstruktur soll stabil bleiben, das Wachstum über Skaleneffekte finanziert werden.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Eine Verminderung der Wachstumsrate für 2013 um 10 Prozent würde dazu führen, dass der Value in Use sich um 0,3 Prozent vermindern würde. Dies hätte eine weitere Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 3 Tsd. Euro zur Folge.

Für die CGU DocCheck Medical Services GmbH wurde auf Grundlage eines Zinssatzes für Staatsanleihen von 0,15 Prozent (im Vorjahr 3,25 Prozent) und einem Risikozuschlag von 4,50 Prozent (im Vorjahr 4,50 Prozent) ein WACC (Weighted Average Cost of Capital) nach Steuern von 5,70 Prozent (im Vorjahr 7,30 Prozent) zugrunde gelegt. Hierbei fand ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,9 Prozent (im Vorjahr 31,9 Prozent) Berücksichtigung. Den Geschäftsplanungen liegt ein erwartetes Umsatzwachstum bei der CGU DocCheck Medical Services GmbH von 2,4 Prozent (Vorjahr: 25,1 Prozent Umsatzwachstum von 2011 und 2012) für 2013 zugrunde. Für die Jahre 2014 bis 2016 wird von einem konservativen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 5,2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum soll insbesondere in den größeren Geschäftsfeldern Media, Marktforschung und Industry erzielt werden. Doch auch die kleineren Geschäftsbereiche müssten zu diesem Wachstum beitragen. Voraussetzung ist in jedem Fall ein von regulatorischen Eingriffen nicht betroffener Absatzmarkt.

Sollten sich die wesentlichen Annahmen zu den Wachstumsraten verändern, hat dies Auswirkungen auf den Value in Use der CGU. Erst bei einem Rückgang der Wachstumsrate von mehr als 70 Prozent würde sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

3. Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum 31. Dezember 2012 ist dem nachfolgenden Konzernanlagengitter zu entnehmen, das integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen.

4. Beteiligungen

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 51 Tsd. Euro (im Vorjahr 51 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Die Bewertung erfolgt unter Inanspruchnahme der Ausnahmevorschrift in IAS 39 zu Anschaffungskosten, da eine zuverlässige Bewertung mangels feststellbarer aktiver Marktpreise nicht möglich ist. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt unter der Kategorie Available for Sale (AFS).

5. Als Finanzinvestitionen gehaltene Edelmetalle

Der Ausweis der Gold- und Silberbestände sowie der in 2012 erworbenen Platinbestände erfolgt analog nach IAS 40. Die Bewertung erfolgt demnach in Ausübung des Wahlrechtes nach IAS 40 zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis.

Der Marktpreis der Goldbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 3.622 Tsd. Euro.

Der Marktpreis der Silberbestände beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 498 Tsd. Euro. Eine Zuschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde in Höhe von 71 Tsd. Euro vorgenommen.

Im Juli 2012 wurden 50 Stück Platinbarren zu je ein Kilogramm mit Anschaffungskosten in Höhe von 1.952 Tsd. Euro erworben. Der Marktpreis beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 1.873 Tsd. Euro. Eine Abwertung auf den Marktpreis wurde in Höhe von 79 Tsd. Euro vorgenommen.

6. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 147 358
Fertigerzeugnisse und Waren 621 635
Geleistete Anzahlungen 37 6
Summe 805 999

7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen werden innerhalb von einem Jahr fällig.

Die Entwicklung der Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Vortrag 54 22
Zuführung 0 32
Inanspruchnahme 3 0
Auflösung 0 0
Stand zum 31.12.2012 51 54

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Buchwert 2.367 2.179
Wertminderungen 51 54
Buchwert vor Wertminderungen 2.418 2.233
davon nicht überfällig 1.749 993
davon überfällig, weniger als 30 Tage 627 1.150
davon überfällig, zwischen 30 und 60 Tagen 22 24
davon überfällig, zwischen 60 und 90 Tagen 2 23
davon überfällig, mehr als 90 Tage 18 43

Von den nicht überfälligen Forderungen in Höhe von 1.749 Tsd. Euro (im Vorjahr 993 Tsd. Euro) sind 0 Tsd. Euro (im Vorjahr 0 Tsd. Euro) wertgemindert.

8. Fertigungsaufträge

Die Gesellschaft weist Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 313 Tsd. Euro (im Vorjahr 347 Tsd. Euro) aus. Des Weiteren weist die Gesellschaft Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Höhe von 79 Tsd. Euro (im Vorjahr 19 Tsd. Euro) aus.

Die Summe der auf die Fertigungsaufträge entfallenen erhaltenen Anzahlungen beträgt 155 Tsd. Euro (im Vorjahr 120 Tsd. Euro). Davon sind entsprechend dem Leistungsfortschritt 27 Tsd. Euro (im Vorjahr 26 Tsd. Euro) bei den Forderungen mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden in Abzug gebracht und 128 Tsd. Euro (im Vorjahr 94 Tsd. Euro) bei Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo gegenüber Kunden in Abzug gebracht.

9. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 292 Tsd. Euro (im Vorjahr 185 Tsd. Euro) setzten sich wie folgt zusammen:

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Kurzfristig 2012

TEUR
2011

TEUR
Zinsabgrenzungen 33 49
Kautionen 27 22
Darlehen 0 2
KSt-Rückforderungen 25 40
GewSt-Rückforderungen 39 4
Aktive Rechnungsabgrenzung 41 46
Übrige Vermögenswerte 127 22
Summe 292 185

Die übrigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen in Höhe von 99 Tsd. Euro (im Vorjahr 46 Tsd. Euro).

10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Kassenbestand 4 5
Guthaben bei Kreditinstituten 5.480 7.254
Summe 5.484 7.259

11. Steueransprüche und -schulden

Die Steuerverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2012 13 Tsd. Euro (im Vorjahr 442 Tsd. Euro) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 8 Tsd. Euro (im Vorjahr 209 Tsd. Euro) sowie die Körperschaftsteuer in Höhe von 5 Tsd. Euro (im Vorjahr 233 Tsd. Euro).

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Zur Darstellung der aktiven und passiven latenten Steuern wird auf V.7. verwiesen.

12. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 4.989.816,00 Euro (im Vorjahr 5.285.032,00 Euro), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr 5.285.032 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautenden Stückaktien und voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.

Im Geschäftsjahr wurden zum 19. März 2012 295.216 Stück eigene Anteile in Höhe von 295.216 Euro eingezogen. Diese wurden bereits im Vorjahr zur Einziehung erworben.

b. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, durch ein- oder mehrmalige Ausgaben nennbetragsloser auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 2.521.726,00 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das am 15. Juni 2005 genehmigte Kapital aufgehoben.

c. Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 Euro bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder, der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG eng verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien gewährt oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

d. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2012 12.910.104,28 Euro (im Vorjahr 12.910.104,28 Euro) und resultiert im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsenganges vereinnahmten Aufgeld.

e. Gesetzliche Rücklage

Die Gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG beträgt 39.252,84 Euro (im Vorjahr 39.252,84 Euro). f Übrige Gewinnrücklagen

Die übrigen Gewinnrücklagen betrugen zum 31. Dezember 2012 2.713.244,20 Euro (im Vorjahr 2.853.302,61 Euro).

g. Kapitalausgleichsposten

Der Kapitalausgleichsposten beträgt zum 31.12.2012 3.245.569,91 Euro (im Vorjahr 3.245.569,91 Euro).

h. Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2012 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile mehr. Alle zu Beginn des Geschäftsjahres im Bestand befindlichen eigenen Anteile wurden in 2012 eingezogen.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 25. Mai 2012 erneut ermächtigt, sowohl über die Börse als auch außerhalb der Börse 2.000.000 Aktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000,00 Euro zum Zwecke der Einziehung zu erwerben. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 01. Juni 2011 aufgehoben.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2012 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und beläuft sich auf 4.989.816 Stück.

i. Nicht beherrschende Anteile

Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen zum 31. Dezember 2012 die Minderheitenanteile am Eigenkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

13. Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Rückstellungen haben ausschließlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

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01.01.2012

TEUR
Verbrauch

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
31.12.2012

TEUR
Personal
Tantiemen und Provisionen 206 -193 -7 188 194
Urlaub 190 -190 0 201 201
Berufsgenossenschaft 24 -20 -4 24 24
Ausgleichsabgabe 6 -6 0 7 7
Summe 426 -409 -11 420 426
Übrige
Boni 47 -3 0 66 110
Künstlersozialkasse 1 -1 0 2 2
Abschluss- u. Prüfungskosten 123 -123 0 119 119
Aufsichtsratsvergütung 34 4 0 27 27
Sonstige 28 -21 -7 38 38
nachlaufende Kosten 0 0 0 21 21
Summe 233 -182 -7 273 317
Gesamtsumme 659 -591 -18 693 743

a. Tantiemen

Die Rückstellung betrifft die ergebnisabhängigen Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie die ergebnisabhängigen Tantiemen und Provisionen für einzelne Mitarbeiter der Führungsebene.

b. Urlaubsrückstellungen

Die Rückstellungen wurden gebildet für im Geschäftsjahr entstandene, aber noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche.

c. Berufsgenossenschaft

Die Rückstellung betrifft den Berufsgenossenschaftsbeitrag 2012 und wurde auf Basis der Gehaltssumme des Geschäftsjahres gebildet.

d. Boni

Die Rückstellung für Boni betrifft umsatzabhängige Kundenboni, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben wurden.

e. Abschluss- und Prüfungskosten

Die Rückstellung umfasst die Kosten zur Aufbewahrung sowie die externen Jahresabschlusskosten.

14. Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Darlehensverpflichtungen 37 61
Summe 37 61

Von den 37 Tsd. Euro haben 30 Tsd. Euro eine Laufzeit von über einem Jahr. Diese unterliegen einer Verzinsung von 1,25 Prozent.

15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

16. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Fristigkeit

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Kreditorische Debitoren 70 173
Lohn- und Kirchensteuer 89 86
Umsatzsteuer 301 104
Soziale Sicherheit 4 5
Lohn und Gehalt 12 11
Reisekosten Angestellte 1 1
Übrige Verbindlichkeiten 77 109
Summe 554 489

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2012 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Aus Miete 1.087 1.444
Übrige Leasingverhältnisse 90 65
1.177 1.509
- davon fällig innerhalb eines Jahres 537 491
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 640 1.018
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0

Es handelt sich im Wesentlichen um langfristige Mietverträge für Immobilien.

Eventualverbindlichkeiten werden grundsätzlich nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind. Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.

18. Finanzinstrumente

a. Aktiva

31.12.2012

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Loans and receivables Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Available for Sale Anschaffungskosten

TEUR
Held to maturity Anschaffungskosten

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 51 0 51
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 5.052 5.052
Sonstige Vermögenswerte 0 0 0 0
Summe 0 51 5.052 5.103
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 5.484 0 0 5.484
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 2.367 0 0 2.367
Sonstige Vermögenswerte 252 0 0 252
Summe 8.103 0 0 8.103
Gesamtsumme 8.103 51 5.052 13.206

31.12.2011

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Loans and receivables Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Available for Sale Anschaffungskosten

TEUR
Held to maturity Anschaffungskosten

TEUR
Gesamt

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 0 51 0 51
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 5.111 5.111
Sonstige Vermögenswerte 0 0 0 0
Summe 0 51 5.111 5.162
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 7.259 0 0 7.259
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 2.178 0 0 2.178
Sonstige Vermögenswerte 139 0 0 139
Summe 9.576 0 0 9.576
Gesamtsumme 9.576 51 5.111 14.738

Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere des Anlagevermögens) belief sich auf 59 Tsd. Euro (im Vorjahr 76 Tsd. Euro).

b. Passiva

31.12.2012

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Financial Liabilities at Amortized Cost Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzschulden
Finanzschulden 38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 577
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33
Übrige Verbindlichkeiten 554
Gesamtsumme 1.202

31.12.2011

scroll

Kategorie nach IAS 39 Wertansatz Financial Liabilities at Amortized Cost Fortgeführte Anschaffungskosten

TEUR
Kurzfristige Finanzschulden
Finanzschulden 61
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 607
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40
Übrige Verbindlichkeiten 489
Gesamtsumme 1.197

c. Wertberichtigungen gemäß IFRS7

scroll

Wertberichtigung auf 01.01.2012

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2012

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54 0 3 0 51
Summe 54 0 3 0 51

scroll

Wertberichtigung auf 01.01.2011

TEUR
Zuführung

TEUR
in Anspruch genommen

TEUR
Auflösung

TEUR
31.12.2011

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 32 0 0 54
Summe 22 32 0 0 54

d. Beizulegende Zeitwerte

Aktiva

scroll

31.12.2012 31.12.2011
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
Buchwert

TEUR
Marktwert

TEUR
--- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Beteiligungen 51 51 51 51
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.052 5.155 5.111 5.219
Sonstige Vermögenswerte 0 0 0 0
Summe 5.103 5.206 5.162 5.270
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 5.484 5.484 7.258 7.258
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 2.367 2.367 2.179 2.179
Sonstige Vermögenswerte 252 252 138 138
Summe 8.103 8.103 9.575 9.575
Gesamtsumme 13.206 13.309 14.737 14.845

Bei den Beteiligungen handelt es sich um GmbH- und KG-Anteile, die nicht auf einem standardisierten aktiven Markt gehandelt werden. Die DocCheck AG plant derzeit keine Veräußerung von Beteiligungen. Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt daher zu Anschaffungskosten.

Für die erworbenen Anleihen existiert ein standardisierter Markt. Die beizulegenden Werte basieren auf veröffentlichten Börsenkursen. Die in den Anleihen in Höhe von 3.052 Tsd. Euro enthaltenen stillen Reserven betragen zum 31. Dezember 2012 103 Tsd. Euro. Von diesen

Anleihen sind mit einem Buchwert von 2.540 Tsd. Euro fällig in 2013 und 512 Tsd. Euro fällig in 2014. Ein Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 2.000 Tsd. Euro ist fällig in 2015.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind kurzfristiger Natur, so dass sich keine wesentlichen Abweichungen zwischen Buchwert und Marktwert ergeben.

Passiva

Es bestehen lediglich kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Diese enthalten keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten.

IV. Finanzrisikomanagement/Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko, dass die Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt den Betrag dar, der die maximale Kreditrisikoexposition am Abschlussstichtag am besten widerspiegelt.

Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen seine aus Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen kann.

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.

Marktrisiken

Währungsrisiko

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2012 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Währungsrisiko.

Zinsrisiko

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.

Sonstige Preisrisiken

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen.

Hinsichtlich der erworbenen Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten, werden ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement

Die finanzpolitische Zielsetzung des DocCheck-Konzerns soll die Balance zwischen Eigenkapitalrentabilität, finanzieller Sicherheit und Wachstum herstellen. Der finanziellen Sicherheit wird hierbei herausragende Bedeutung zugemessen, denn die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2012 bereits 85,87 Prozent. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln resultiert noch aus dem Börsengang der DocCheck AG.

Bei den Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen, Rückstellungen etc. Der Konzern ist damit unabhängig von Banken- und sonstigen Fremdkapitalgebern, soweit es sich nicht um Lieferanten handelt. Damit entfällt derzeit das Erfordernis, den Verschuldungsgrad oder die Bonität aktiv zu steuern. Ziel ist es, den Finanzmittelbestand zu erhalten oder zu vergrößern.

Zur Darstellung der Ziele, der Methoden sowie der Prozesse des Risikomanagements wird auf den im Konzernlagebericht enthaltenen Risikobericht verwiesen.

V. V. Erläuterung zur Konzerngewinn und -verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2012 um insgesamt 0,73 Mio. Euro bzw. 4 Prozent auf 18,3 Mio. Euro erhöht.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

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2012

Mio. EUR
2011

Mio. EUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistung 11,3 9,8
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 6,9 7,6
Nutzungsentgelte 0,1 0,2
Gesamt 18,3 17,6

In den Umsatzerlösen von 18.293 Tsd. Euro sind gemäß IAS 11 in Verbindung mit IAS 18 ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 452 Tsd. Euro enthalten.

Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen 299 Tsd. Euro, die kumulierten ausgewiesenen Gewinne 143 Tsd. Euro.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
PKW-Gestellung an Mitarbeiter 43 53
Kursdifferenzen 5 44
Anlagenabgänge Sachanlagevermögen 4 4
Anlagenabgänge Edelmetalle und Finanzanlagen 0 331
Wertberichtigungen 24 3
Auflösung von Rückstellungen 18 17
Versicherungsentschädigungen 3 1
Periodenfremde Erträge 0 15
Zuschreibungen Sachanlagevermögen 71 0
Übrige 11 0
Summe 179 468

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand beläuft sich auf 6.507 Tsd. Euro (im Vorjahr 6.850 Tsd. Euro) und entfällt mit 4.857 Tsd. Euro (im Vorjahr 5.375 Tsd. Euro) auf bezogene Waren und mit 1.650 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.475 Tsd. Euro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen auf 7.045 Tsd. Euro (i.V. 6.335 Tsd. Euro). Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2012 182 (im Vorjahr 165). Im Jahresdurchschnitt waren 178 (im Vorjahr 161) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).

5. Abschreibungen

Zur Aufgliederung der Abschreibungen auf die jeweiligen Bilanzposten wird auf das Konzernanlagengitter verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2012

TEUR
2011

TEUR
Raumkosten 670 690
Rechts- u. Beratungskosten 249 144
Internetkosten 54 52
Hauptversammlungskosten 38 33
Wartung, Reparatur 163 147
Übrige Verwaltungsaufwendungen 564 538
Börsenpräsenz 37 30
Reisekosten 141 126
Übrige 631 812
Summe 2.547 2.572

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Körperschaftsteuer 313 361
Gewerbesteuer 337 385
Ertragssteueraufwand 650 746
latente Steuern 0 -22
Gesamtsumme 650 724

Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 32,7 Prozent zugrunde.

Steuerliche Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

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Aktive latente Steuern 2012

TEUR
Aktive latente Steuern 2011

TEUR
Passive latente Steuern 2012

TEUR
Passive latente Steuern 2011

TEUR
Sachanlagen 31 28 0 0
Vorräte 0 0 -64 -56
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 116 103
Rückstellungen 13 7 -5 -1
Summe 44 35 47 46
Saldierung -44 -35 -44 -35
Gesamt 0 0 3 11

Steuerüberleitungsrechnung

Der erwartete Steueraufwand des Geschäftsjahres 2012 von 566 Tsd. Euro weicht um 84 Tsd. Euro von dem tatsächlichen Steueraufwand von 650 Tsd. Euro ab, der sich bei Anwendung eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,7 Prozent auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 566 707
Steueraufwand frühere Jahre 14 8
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert 27 0
Steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwand 43 31
aktive latente Steuern -1 -28
passive latente Steuern 1 6
Tatsächlicher Steueraufwand 650 724

8. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 25. Mai 2012 wurde am 29. Mai 2012 für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 25 Cent pro Aktie, insgesamt 1.247.454,00 Euro ausgeschüttet.

9. Ergebnis pro Aktie

a. Unverwässert

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Mit Beschluss vom 25. Mai 2012 hat die ordentliche Hauptversammlung die Gesellschaft erneut ermächtigt ein Aktienrückkaufprogramm durchzuführen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine eigenen Aktien erworben. Die durchschnittliche Aktienanzahl beträgt demnach 4.989.816 (Vorjahr: 5.281.797). Der Anteil der DocCheck-Aktionäre am Konzerngewinn beträgt 1.107 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.397 Tsd. Euro). Das in der Folge ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,22 Euro (Vorjahr: 0,26 Euro).

b. Verwässert

Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unverwässerten Ergebnis.

10. Gesamtergebnisrechnung

Transkationen, die das sonstige Ergebnis berühren würden, liegen nicht vor.

VI. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des DocCheck-Konzerns wurde auf der Grundlage von IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cash Flow aus Investitionstätigkeit und Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit.

VII. Segmentberichterstattung

Die Segmente stellen sich für 2012 und 2011 wie folgt dar:

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antwerpes 31.12.2012 DocCheck 31.12.2012 DocCheck Shop 31.12.2012 Summe operativer Segmente Überleitung
TEUR TEUR TEUR TEUR nicht zugeordnet

TEUR
Konsolidierung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsatz 7.871 3.656 6.915 18.442 3.212 -3.361
davon Aussenumsatz 7.849 3.565 6.876 18.290 3 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 22 91 39 152 3.209 -3.361
EBIT 1.775 -144 -70 1.561 -75 0
Gesamtvermögen 2.387 1.508 1.976 5.871 21.654 -6.763
Gesamtverbindlichkeiten 1.991 921 984 3.896 679 -1.642
Abschreibungen auf Sachanlagen 1 4 39 44 458 0
Wertminderung Goodwill 0 0 82 82 0 0
Zinserträge 0 1 1 2 328 -19
Zinsaufwendungen 0 0 19 19 68 -19
Ertragssteuern 1 -1 -22 -22 672 0
Investitionen Sachanlagen 0 0 22 22 321 0

scroll

Konzern 31.12.2012

TEUR
Gesamtumsatz 18.293
davon Aussenumsatz 18.293
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 1.486
Gesamtvermögen 20.762
Gesamtverbindlichkeiten 2.933
Abschreibungen auf Sachanlagen 502
Wertminderung Goodwill 82
Zinserträge 311
Zinsaufwendungen 68
Ertragssteuern 650
Investitionen Sachanlagen 343

Vorjahr

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antwerpes 31.12.2011 DocCheck 31.12.2011 DocCheck Shop 31.12.2011 Summe operativer Segmente Überleitung
TEUR TEUR TEUR TEUR nicht zugeordnet

TEUR
Konsolidierung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsatz 6.251 3.896 7.622 17.769 2.941 -3.143
davon Aussenumsatz 6.167 3.801 7.597 17.565 2 0
davon Umsatz mit anderen Segmenten 84 95 25 204 2.939 -3.143
EBIT 1.377 52 164 1.593 245 0
Gesamtvermögen 1.875 1.653 2.132 5.660 21.996 -6.813
Gesamtverbindlichkeiten 1.483 1.065 1.074 3.622 999 -1.775
Abschreibungen auf Sachanlagen 0 6 38 44 483 0
Wertminderung Goodwill 0 0 0 0 0 0
Zinserträge 1 0 2 3 455 -25
Zinsaufwendungen 0 0 26 26 33 -25
Ertragssteuern 5 6 47 58 666 0
Investitionen Sachanlagen 0 0 117 117 184 0

scroll

Konzern 31.12.2011

TEUR
Gesamtumsatz 17.567
davon Aussenumsatz 17.567
davon Umsatz mit anderen Segmenten 0
EBIT 1.838
Gesamtvermögen 20.843
Gesamtverbindlichkeiten 2.846
Abschreibungen auf Sachanlagen 527
Wertminderung Goodwill 0
Zinserträge 433
Zinsaufwendungen 34
Ertragssteuern 724
Investitionen Sachanlagen 301

1. Grundlagen der Segmentabgrenzung

Das Segment antwerpes steht für das Agenturgeschäft, das projektbezogene Kommunikationsdienstleistungen für Dritte leistet. Das Segment DocCheck steht für das Access- und Portalgeschäft des Konzerns, bei dem heilmittelwerbegesetzkonforme Zugriffsberechtigungen überprüft und erteilt werden sowie Forschungs- und Kommunikationsdienstleistungen mit und für Mitglieder der medizinischen Fachgruppen durchgeführt werden. Das Segment DocCheck Shop betreibt Handel mit Medizinbedarfsartikeln und kleiner Medizintechnik im Online- und Offline-Handel.

Die Identifizierung der Segmente erfolgte auf Basis der regelmäßigen internen Berichterstattung an die Entscheidungsträger.

Als Ergebnisgröße wurde das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) definiert.

2. Angaben zu Verrechnungspreisen

Stundenleistungen am Standort Köln werden mit einem definierten Prozentsatz des Verkaufspreises weiter berechnet. Diese interne Leistungsverrechnung erhöht die Bemessungsgrundlage für die Konzernumlage beim beziehenden Unternehmensteil beziehungsweise verringert sie beim abgebenden Unternehmensteil.

Sonstige Eigenleistungen wie zum Beispiel Lizenzen werden mit einem Konzernrabatt von 30 Prozent verrechnet. Fremdleistungen werden zum Einkaufspreis weiterberechnet.

3. Angaben zur Segmentdatenermittlung

Die Rechnungslegungsgrundsätze für den Ansatz und die Bewertung des Segmentvermögens und der Segmentschulden wie auch für die Ermittlung des Segmentergebnisses sind die gleichen, wie sie für den Konzernabschluss gelten und in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben worden sind.

4. Segmentübergreifende Angaben

Innerhalb des Segments antwerpes werden bis auf wenige Ausnahmen Dienstleistungen erbracht. Im Einzelfall werden Druckleistungen oder Werbemittel an Kunden weiterverkauft. Im Segment DocCheck werden Dienstleistungen angeboten, in den Geschäftsbereichen Pro und Load auch immaterielle Produkte. Das Segment DocCheck Shop vertreibt Produkte. Im Einzelfall werden Logistikdienstleistungen erbracht.

a. Geographische Regionen

Die Umsätze teilen sich auf das Inland und Ausland wie folgt auf:

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Umsätze Inland 15,2 Mio. Euro
Umsätze Ausland 3,1 Mio. Euro

Bei der Darstellung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen erfolgt die Zuordnung der Umsätze nach dem Verbringungsort der Leistung bzw. nach dem Sitz des Kunden.

b. Wesentliche Kunden

Mit keinem einzelnen Kunden wurden mehr als zehn Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet.

VIII. Ergänzende Angaben

1. Aktionärsstruktur

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Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2012* : in Prozent Stückzahl Aktien
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 55,92 2.790.535
Ben Antwerpes* 16,23 810.087
Investmentgemeinschaft für langfristige Investoren TGV** 8,95 446.841
Freefloat 18,90 942.353
Sonstige aus Freefloat:
Roland Ortloff, Geschäftsführer DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH 0,97 48.501
Dr. Johannes Kersten, Aufsichtsratsvorsitzender der antwerpes ag 1,00 50.000
Michael Thiess, Vorsitzender Aufsichtsrat 0,24 12.060
Dr. Joachim Pietzko, Mitglied Aufsichtsrat 0,02 866
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft 0,05 2.630

* davon sind 7,58 Prozent nach §22 Absatz 1 Satz Nr. 4 WpHG Pia Antwerpes zuzurechnen

** Stand zum 31.12.2012 lt. eigenen Angaben der TGV

2. Organe der DocCheck AG

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Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft Kaufmann DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Aufsichtsrat
Michael Thiess, München, Unternehmensberater Aufsichtsratvorsitzender Vorstandsvorsitzender Sanemus AG, München Mitglied des Aufsichtsrats ProPharm AG, Aitrach
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellv. Aufsichtsratvorsitzender
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Sonstige
Thilo Kölzer, Köln Digital antwerpes ag, Köln (stellvertretender Vorstandsvorsitzender)
Jens Knoop, Köln IT antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Philip Stadtmann, Köln Finance antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstands)
Dr. Johannes Kersten antwerpes ag, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
Roland Ortloff, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil i. Schönbuch (Geschäftsführer)
Klaus Colditz, Eilenburg DocCheck Medizinbedarf & Logistik GmbH, Weil i. Schönbuch (Geschäftsführer)

3. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen:

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Name des Vorstands Gesamtbezüge

EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2012
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstands, CEO 242.912 182.918 59.994 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft 140.124 94.195 45.929 0
Summe 383.036 277.113 105.923 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

4. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen:

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Name des Aufsichtsratsmitglieds Gesamtbezüge

in EUR
Davon fix

EUR
Davon variabel

EUR
Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender 22.481 12.000 10.481
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender 11.015 6.000 5.015
Winfried Leimeister 11.015 6.000 5.015
Summe 44.511 24.000 20.511

5. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über rechtsberatende Tätigkeiten zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 13 Tsd. Euro (im Vorjahr 16 Tsd. Euro).

6. Honorare des Abschlussprüfers

Folgende Beträge sind in 2012 bzw. im Vorjahr für Honorare des Abschlussprüfers in den Aufwendungen enthalten:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Abschlussprüfung 56 56
andere Beratungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 6 6
sonstige Leistungen 0 15
Summe 62 77

7. Befreite Gesellschaften nach § 264 Abs. 3 HGB

Die antwerpes AG und die DocCheck Medical Services GmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden ergänzenden Bilanzierungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften befreit.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Februar 2013 wurde beschlossen, den Standort Essen der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH zum Ende März 2013 zu schließen. Die betroffenen Mitarbeiter scheiden freiwillig aus dem Unternehmen aus und wechseln in anderweitige Beschäftigungsverhältnisse. Restrukturierungskosten oder ähnliche Kosten fallen nicht im wesentlichen Umfang an. Der Umsatz wird sich im Vergleich zu 2012 in 2013 um etwa 600 Tsd. Euro verringern. Auswirkungen auf die Profitabilität der Gesellschaft und des Konzerns resultieren daraus voraussichtlich nicht. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH fokussiert sich damit planmäßig noch stärker auf den Distanzhandel.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 29. Mai 2013 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 20 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 997.963,20 Euro. Der verbleibende Bilanzgewinn der DocCheck AG in Höhe von 1.047.614,83 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Köln, 13. März 2013

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Antwerpes, Vorstandsvorsitzender

Helmut Rieger, Vorstand

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2012

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Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
Wert 01.01.2012

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2012

TEUR
Wert 01.01.2012

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 1.558 0 0 0 1.558 1.270
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 607 29 1 0 635 359
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 932 0 0 0 932 32
Einbauten in fremde Grundstücke 1.796 0 0 0 1.796 1.286
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.170 343 106 0 2.407 1.452
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 2.135 1.952 0 0 4.087 86
Gesamtsumme 9.198 2.324 107 0 11.415 4.485

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Abschreibungen Buchwerte
Zugänge

TEUR
Abgänge/ Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2012

TEUR
31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 82 0 0 1.352 206 288
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 102 1 0 460 175 248
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 23 0 0 55 877 900
Einbauten in fremde Grundstücke 175 0 0 1.461 335 510
Betriebs- und Geschäftsausstattung 225 80 0 1.597 810 718
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 79 72 0 93 3.994 2.049
Gesamtsumme 686 153 0 5.018 6.397 4.713

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2011

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Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
Wert 01.01.2011

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2011

TEUR
Wert 01.01.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 1.558 0 0 0 1.558 1.270
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 600 120 64 -49 607 364
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 927 5 0 0 932 9
Einbauten in fremde Grundstücke 1.815 0 19 0 1.796 1.098
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.157 296 216 -67 2.170 1.514
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 1.984 512 361 0 2.135 0
Gesamtsumme 9.041 933 660 -116 9.198 4.255

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Abschreibungen Buchwerte
Zugänge

TEUR
Abgänge/ Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Wert 31.12.2011

TEUR
31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 1.270 288 288
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 100 56 -49 359 248 236
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 23 0 0 32 900 918
Einbauten in fremde Grundstücke 207 19 0 1.286 510 717
Betriebs- und Geschäftsausstattung 211 205 -68 1.452 718 643
Als Finanzinvestition gehaltene Edelmetalle 86 0 0 86 2.049 1.984
Gesamtsumme 627 280 -117 4.485 4.713 4.786

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Köln, 13. März 2013

Der Vorstand der DocCheck AG

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DocCheck AG

Wir haben den von der DocCheck AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 13. März 2013

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Herrlein, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Bitz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in drei ordentlichen Sitzungen am 21. März und 25. Mai sowie fernmündlich am 8. November 2012. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2012 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

zum Jahresabschluss 2011 und 2012
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten
zur Lage der Gesellschaft
zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
zum Stock Options-Programm

Beratungen

zur Unternehmensstrategie
zur Vertragsverlängerung von Dr. Frank Antwerpes
zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Mai 2012
zur Effizienzprufung des Aufsichtsrats

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals: BDO Deutsche Warentreuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Aktiengesellschaft), Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 21. März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2012 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2013 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 25. Mai 2012 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.

Dividendenzahlung

Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2012 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,25 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 25. Mai 2012 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,25 Euro auszuschütten.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und spreche, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2013 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.

Köln, im April 2013

gez. Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes

Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2012 in Höhe von 2.045.578,03 EUR vor:

1. Verteilung an die Aktionäre

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 EUR pro Aktie.

Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 997.963,20 EUR

2. Rücklage

Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.

3. Gewinnvortrag

Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2012 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien mehr.

Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Köln, im März 2013

gez. Dr. Frank Antwerpes

gez. Helmut Rieger

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