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DocCheck AG — Annual Report 2011
Apr 23, 2012
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Annual Report
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DocCheck AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
INHALT
1 Lagebericht
2 GuV
3 Bilanz
4 Entwicklungen des Anlagevermögens
5 Anhang
6 Bilanzeid
7 Bestätigungsvermerk
8 Bericht des Aufsichtsrats
9 Vorschlag Verwendung Bilanzgewinn
Lagebericht Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
der DocCheck AG, Köln
1 Aufbau und Struktur des Unternehmens
Die DocCheck AG hat ihren Sitz in Köln und ist die geschäftsführende Holding des DocCheck-Konzerns (im Folgenden „DocCheck-Gruppe“ oder „Gruppe“ genannt). Die DocCheck-Gruppe besteht aus der DocCheck AG und den folgenden Tochtergesellschaften:
| • | antwerpes ag (im Weiteren „antwerpes“), Köln |
| • | DocCheck Medical Services GmbH („DocCheck“), Köln |
| • | DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH („DocCheck Shop“), Weil im Schönbuch. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die weiteren Ausführungen zur Lage des Unternehmens werden daher primär für die DocCheck-Gruppe beschrieben. |
Bei der Gesellschaft handelte es sich um eine börsennotierte, kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie war nach § 264d HGB kapitalmarktorientiert. Nach dem im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Wechsel in den Freiverkehr ist die DocCheck AG keine börsennotierte Gesellschaft mehr. Da jedoch der Segmentwechsel erst im Laufe des Geschäftsjahres 2011 erfolgte, hat der Vorstand beschlossen, dass sowohl die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 als auch der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 freiwillig nach den Vorschriften für börsennotierte Gesellschaften erfolgen soll.
2 Geschäftsmodelle der DocCheck AG
Die DocCheck AG erwirbt, verwaltet und verkauft Beteiligungen an Unternehmen. Sie betreibt kein eigenes Geschäft mit konzernexternen Kunden. Die Geschäftsmodelle, die die DocCheck AG verfolgt, werden in den Tochtergesellschaften abgebildet. Diese Geschäftsmodelle stellen sich wie folgt dar:
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Business stehen dafür zwei Marken:
| • | DocCheck, die mitgliederstärkste europäische Internetcommunity für Healthcare Professionals und |
| • | antwerpes, eine der größten inhabergeführten Agenturen für kreative Healthcare-Kommunikation in Deutschland. |
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand. Damit erreicht die DocCheck-Gruppe eine einzigartige Stellung im Healthcare-Markt.
2.1 DocCheck
Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business zwei Unternehmen:
| • | die DocCheck Medical Services GmbH und |
| • | die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. |
2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH („DocCheck“)
Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische Internetcommunity für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit über 800.000 Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und 29 der 30 größten pharmazeutischen Unternehmen nutzen DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Nutzer beträgt inzwischen über 25 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:
DocCheck Media (Anzeigen)
Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2011 erreichte DocCheck mit 7,0 Millionen Pageimpressions und 2,8 Millionen Besuchen ein bisheriges „All-Time-High“ und konnte seinen Abstand zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen. Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 240.000 Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Die DocCheck News sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).
DocCheck Research (Marktforschung)
DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland – mit mehr als 189.000 Teilnehmern, davon allein fast 70.000 Humanmediziner. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen.
DocCheck BusinessMail (Direktmarketing)
DocCheck BusinessMail (vormals „DocCheck Mail“) erreicht über 140.000 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck BusinessMail können Kunden ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen.
DocCheck CRO
DocCheck CRO bietet den Kunden aus der pharmazeutischen Industrie nichtinterventionelle Studien (NIS). Von der Konzeption bis zur Veröffentlichung begleitet der Bereich die Kunden bei dieser inhaltlich wie technisch anspruchsvollen Aufgabenstellung.
DocCheck Paid Content
Der Bereich Paid Content stellte 2011 drei Services für die DocCheck-Nutzer bereit:
„DocCheck Load“: Hier stehen Fachliteratur und andere digitale Erzeugnisse aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck-Nutzer bereit. Zurzeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage fast 8.000 Artikel ein. Das zur Verbesserung des Nutzererlebnisses in den Bereich DocCheck Load integrierte kostenpflichtige Premium-Abonnement „DocCheck Pro“ bietet Zugang zu über 40 Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 25 Kooperationspartnern – hauptsächlich aus der Verlagsbranche.
„DocCheck Apps“ produziert und vertreibt Anwendungen und Inhalte für mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones. Bereits 2009 wurde die erste mobile Applikation („App“) für den Healthcare-Markt erfolgreich im App Store von Apple veröffentlicht. Im Jahr 2011 stellte DocCheck sein völlig neu konzipiertes multeBook-Format für eBooks vor.
„medicalpicture“ agierte als Bildagentur für medizinisch-wissenschaftliche Bilder. Der Betrieb des Bereichs wurde zum 31.12.2011 aufgrund der stetig nachlassenden Nachfrage nach Premium-Bildlizenzen eingestellt.
2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH („DocCheck Shop“)
Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medicalprodukten wird unter dem Label „DocCheck“ auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:
Internet
Unter http://shop.doccheck.com hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Jahr 2011 wurde der Online-Shop vollständig erneuert. Die Online-Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahr im deutlich zweistelligen Prozentbereich zu.
Call-Center
DocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Callcenter. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.
Außendienst
Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst über die Vertriebsstandorte in Stuttgart (Standort Süd), Leipzig (Standort Ost) und Essen (Standort West) in den Arztpraxen präsent.
2.2 antwerpes
Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer der größten Anbieter mit Fokus auf die Zielgruppe Healthcare Professionals in Deutschland (vgl. iBusiness Internet-Agenturranking 2011). Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden aus dem Healthcare-Markt entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio teilt sich in zur Zeit fünf Units:
Campaigning
Der Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche. Der Bereich erbringt selbst auch Leistungen im Bereich Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event.
Digitale Kommunikation
Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte und Programme für mobile Endgeräte („Apps“).
Public Relations und Social Media
Public Relations und Social Media ergänzt das Leistungsportfolio der antwerpes ag um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der Agentur passgenau ab.
Sales Force Effectiveness (SFE)
Die Unit Sales Force Effectiveness bietet Unterstützung in der Außendienstkommunikation mithilfe individuell gestalteter, interaktiver und multimedialer Lösungen für die Produktpräsentation. Als Basis dienen modernste Tablet-Computer wie insbesondere das iPad, aber auch Tablet-PCs und eReader.
Performance Marketing
Der Bereich „Performance Marketing“ konnte sich in 2011 erfolgreich etablieren. Die nachgefragten Leistungen reichen von Suchmaschinenmarketing und -optimierung über Webanalyse bis hin zu kompletten eMarketing-Kampagnen mit dem Ziel der effizienten Kundengewinnung und -bindung.
3 Markt und Wettbewerb
3.1 Kernmarkt
Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse.
Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 11,6 Prozent (2007: 10,5 Prozent). Zur Verdeutlichung: Der deutsche Gesundheitsmarkt ist mit rund 280 Milliarden Euro größer als der Automobilsektor und zugleich der expansivste Wachstums- und Beschäftigungsmotor aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Bruttowertschöpfung von über 106.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beige-tragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren ein dramatischer demografischer Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit beste Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.
3.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen
Der deutsche Werbemarkt ist im Wesentlichen abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Für das Jahr 2012 zeigen sich die Verbände der Kommunikationswirtschaft neutral eingestellt. Die Euro-Krise und der immer noch hohe Ölpreis sind latente Risiken. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikations-dienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360°-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen – von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als „One-Stop-Shop“, der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.
3.3 Wettbewerb
Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:
antwerpes
Mit Platz 34 im Horizonte-Ranking 2010 gehört antwerpes zu den größeren Agenturen in Deutschland. Die Spezialisierung auf den Healthcare-Markt sichert antwerpes – ausgehend von den bei der GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V.) vertretenen rund 20 Healthcare-Agenturen – einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für Healthcare-Marketing in Deutschland. Darin sind die Healthcare-Ableger der großen Netzwerk-Agenturen mit eingeschlossen. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als äußerst wettbewerbsfähig an.
DocCheck
DocCheck ist das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert, dass die DocCheck Community weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt.
Dazu zählen unter anderem:
| • | Verlage |
| • | Marktforschungsunternehmen |
| • | Direktmarketingdienstleister |
| • | andere Ärzteportale |
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 250.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren.
Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen Visits und Page Impressions Ende 2011 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote für Profis vor den Online-Ablegern der Branchenblätter „Ärztezeitung“ und „Ärzteblatt“. Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus schneller als die Wettbewerber.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von ca. 70.000 Ärzten und ca. 20.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten – auch in schwer erreichbaren Zielgruppen. Der Service DocCheck BusinessMail verfügt über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst marktführend in Deutschland sein.
Im Bereich „Paid Content“ konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores, die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte besitzen. Ein wesentlicher Vorteil für DocCheck ist, dass es durch seine Reichweite potenzielle Käufer kostengünstiger erreichen kann als Wettbewerber ohne eigene Community. Darüber hinaus ermöglicht das neue multeBook eine Einbindung von User Generated Content, der in dieser Form und dieser Spezialisierung so nur bei DocCheck zu finden ist.
DocCheck Shop
Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.
Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde quasi ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.
3.4 Forschung und Entwicklung
Kreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich jedoch zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben.
4 Ertragslage
4.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern
Die DocCheck-Gruppe erstellt ihren Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Umsatz der DocCheck-Gruppe stieg im Jahr 2011 um 14 Prozent von 15,4 auf 17,6 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) hingegen stieg von 9,7 auf 10,8 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 185 Tsd. Euro auf 468 Tsd. Euro. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Gewinnen aus dem Verkauf von Edelmetallen und Wertpapieren. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibung) stiegen im Geschäftsjahr um sechs Prozent von 9,0 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro. Ursächlich dafür waren höhere Abschreibungen auf Einbauten in Folge einer Neubewertung der Restnutzungsdauer sowie höherer Personalaufwand auf Grund der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nahezu unverändert. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg von 0,9 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro. Rund ein Drittel des zusätzlichen Betriebsergebnisses resultiert aus Gewinnen aus dem Verkauf von Edelmetallen und Wertpapieren. Das Zinsergebnis liegt mit 0,43 Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis von 0,35 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 2,2 Millionen Euro für das Jahr 2011 im Vergleich zu 1,2 Millionen Euro in 2010. Nach Steuern und Minderheitenanteilen verbleibt ohne Berücksichtigung der eigenen Anteile ein Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 26 Cent (2010: 14 Cent).
4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRS
Die Ursachen für das deutlich gestiegene operative Ergebnis in der DocCheck-Gruppe liegen in der verbesserten Ergebnissituation der antwerpes ag und der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick:
antwerpes
Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 5,8 Millionen Euro in 2010 um 7 Prozent auf 6,3 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 5,8 Millionen Euro (2010: 5,1 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum resultiert, wie es der Rohertrag indiziert, aus einem Anstieg des Verkaufs von Agenturleistungen. Hintergrund dafür sind mehrere Kunden, die in 2011 in deutlich überdurchschnittlichem Umfang Leistungen von der antwerpes ag erwarben. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den erhaltenen Aufträgen für Eigenleistungen wider. Dieser Leistungsindikator wies ein Wachstum von 18 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte stieg im Jahresdurchschnitt auf 82 Prozent, von 76 Prozent in 2010. Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen nahezu ausschließlich die Kosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stiegen in 2011 um 13 Prozent auf 2,6 Millionen Euro (von 2,3 Millionen Euro in 2010). Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um zwei Prozent von 2,2 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 70 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 4,7 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2011 um sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2011 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 1,38 Millionen Euro gegenüber 0,96 Millionen Euro im Jahr 2010.
DocCheck
Der Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH, umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Dank einer insgesamt positiven Marktsituation stieg der Umsatz von 3,6 Millionen Euro in 2010 auf 3,9 Millionen Euro in 2011. Der Rohertrag legte ebenfalls von 2,5 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro zu. Die Personalkosten stiegen in 2011 um 24 Prozent, von 1,2 auf 1,4 Millionen Euro. Hintergrund des Kostenanstiegs ist die Vergrößerung des Personalstamms in mehreren Bereichen. Die sonstigen betrieblichen Kosten inklusive Konzernumlage stiegen von 1,2 auf 1,3 Millionen Euro. Die Hälfte des Zuwachses resultiert aus einer höheren Konzernumlage, die auf Grund der höheren Personalkosten zu entrichten ist. Die übrigen Kostensteigerungen entfallen insbesondere auf die Marketing- und Messeaktivitäten. Für das Gesamtjahr 2011 weist der Geschäftsbereich DocCheck einen positiven EBIT in Höhe von 52 Tsd. Euro aus (2010: 289 Tsd. Euro). Die Investitionen in Marketing, Personal und Produkte werden sich voraussichtlich erst in den kommenden Jahren bezahlt machen.
Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen um 24% von 2,5 Millionen Euro in 2010 auf 3,2 Millionen Euro in 2011. Maßgeblich dafür waren verbesserte Auftragseingänge in den Bereichen Direktmarketing, CRO (onlinebasierte Anwendungsbeobachtungen) und Lizenzen.
Die Auslastung durch Kundenprojekte war in allen Bereichen, in denen sich diese Relation messen lässt, zufriedenstellend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit 79 Prozent in 2011 etwas unter dem Niveau von 82 Prozent in 2010.
DocCheck Shop
Der Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop stieg in 2011 erheblich an, von 6,2 auf 7,6 Millionen Euro (+23 Prozent). Der Umsatzzuwachs resultiert hauptsächlich aus dem Verkauf von Lesegeräten für die elektronische Gesundheitskarte, die im Zeitraum April bis September 2011 von nahezu allen Arztpraxen in Deutschland erworben werden mussten (die Kosten wurden durch die gesetzlichen Krankenkassen getragen). DocCheck Shop hat von diesem Sondereffekt erheblich profitiert und einen hohen sechsstelligen Betrag zusätzlich umgesetzt. Der Handel über den eigenen Online-Shop legte erneut mit einer deutlich zweistelligen Wachstumsrate zu. Im vierten Quartal 2011 reduzierte sich das Wachstum spürbar, da nach dem Relaunch des Online-Shops (shop.doccheck.com) die gesamte Suchmaschinenoptimierung neu aufgebaut werden muss. Der Rohertrag stieg in 2011 auf 2,1 Millionen Euro (2010: 1,8 Millionen Euro). DocCheck Shop erzielte in 2011 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 164 Tsd. Euro (2010: -27 Tsd. Euro).
5 Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns reduzierte sich im Geschäftsjahr 2011 von 21,6 Millionen Euro im Jahr 2010 auf nun 20,9 Millionen Euro. Die Reduktion der Bilanzsumme entspricht im Wesentlichen der Veränderung der liquiden Mittel. Diese verringerten sich in 2011 von 7,9 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen die Auszahlungen für den Aktienrückkauf im Dezember 2011 in Höhe von ca. 1,25 Millionen Euro.
Weitere finanzielle Mittel in Höhe von ca. 5,1 Millionen Euro sind in festverzinsliche Wertpapiere und Schuldscheindarlehen investiert. Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cashpooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medical Services GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck AG verwaltet. Von den Ende 2007 gekauften 110 Goldbarren à 1 kg (Bilanzposition „Anlage in Edelmetallen“) wurden in 2011 20 Barren verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Gewinn in Höhe von 311 Tsd.Euro, der als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen wurde. Die verbleibenden Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2011 beträgt 3,5 Millionen Euro.
Im Dezember 2011 hat die DocCheck AG 675 kg Silber erworben. Die Silberbarren werden in der Bilanz mit dem Anschaffungswert von 0,4 Millionen Euro bilanziert. Der Marktwert zum 31. Dezember 2011 betrug 0,4 Millionen Euro. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschluss hatte sich der Silberkurs wieder erholt, so dass der aktuelle Marktwert wieder oberhalb der Anschaffungskosten liegt.
Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist nahezu konstant.
Der Bestand an Vorräten im Konzern hat sich – unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 7 Tsd. Euro (2010 6 Tsd. Euro) - von 917 Tsd. Euro auf 999 Tsd. Euro erhöht. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts ist absolut um 107 Tsd. Euro auf 357 Tsd. Euro angestiegen. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 26 Tsd. Euro auf 635 Tsd. Euro im Jahr 2011 gesunken.
Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,7 Millionen Euro auf jetzt 2,9 Millionen Euro. Der Anstieg geht auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und höhere Rückstellungen für nicht in Anspruch genommenen Urlaub und für Tantiemen zurück.
Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns verringerte sich von 18,9 Millionen Euro auf 18,0 Millionen Euro zum Jahresende 2011. Die Eigenkapitalquote beträgt weiterhin nahezu unveränderte 86 Prozent (2010: 87 Prozent).
6 Unternehmensbeteiligungen
Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und Standorte in Eilenburg (Sachsen) und Essen (Nordrhein-Westfalen). Die Segmentierung erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes.
Veränderungen im Konsolidierungskreis und bei den Unternehmensbeteiligungen waren in 2011 nicht zu verzeichnen.
7 Vergütungsbericht
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2011 folgende Vergütungen:
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| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Gezahltes Fixum EUR |
Tantiemenzahlung EUR |
Anzahl der gewährten Aktienoptionen zum 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO | 242.917 | 182.923 | 59.994 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft | 47.998 | 36.000 | 11.998 | 0 |
| Summe | 290.915 | 218.923 | 71.992 | 0 |
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
| • | Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. |
| • | Bei Helmut Rieger sind es 1,0 Prozent, begrenzt auf max. 33,33 Prozent vom Fixum. |
Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen Steuern. Im Geschäftsjahr 2011 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 291 Tsd. Euro (2010: 278 Tsd. Euro).
Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht vor.
Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich.
Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2011 folgende Vergütungen:
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| Name des Aufsichtsmitglieds | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender | 24.938 | 12.000 | 12.938 |
| Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender | 12.244 | 6.000 | 6.244 |
| Winfried Leimeister | 12.244 | 6.000 | 6.244 |
| Summe | 49.426 | 24.000 | 25.426 |
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt 50 Tsd. Euro (2010: 39 Tsd. Euro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr sechs Tsd. Euro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung. Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt.
8 DocCheck AG
Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notiert die DocCheck AG im General Standard und seit dem 17. Juni 2011 wird die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Sie stellt die Quartalszahlen in Form von Zwischenmitteilungen dar. Die Bilanzierung der Holding erfolgt nach HGB.
8.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AG
Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 19 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:
| • | Geschäftsführung |
| • | Rechnungswesen |
| • | Controlling |
| • | Facility-Management |
| • | Human Resources |
| • | Organisationsentwicklung |
| • | Corporate Communications |
| • | Front-Office-Services |
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.
Die Erlöse der DocCheck AG aus dieser Tätigkeit betrugen in 2011 2,94 Millionen Euro – gegenüber 2,85 Millionen Euro im Vorjahr. Aus dem Verkauf von Edelmetallen und Finanzanlagen erzielte die DocCheck AG in 2011 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,33 Millionen Euro (Vorjahr: 0 Euro).
Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen Erträgen kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,5 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 Millionen Euro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 1,4 Millionen Euro (2010: 1,3 Millionen Euro). Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 2,1 Millionen Euro (2010: 1,6 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro gestiegen. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie (ohne eigene Anteile) von 28 Cent (2010: 21 Cent).
In 2010 hat die Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen als Gläubigerin mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2011 von 2,0 Millionen Euro begeben, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Finanzanlagevermögens führte. Die Gesellschaft besitzt eine Immobilie zur Nutzung durch eine Tochtergesellschaft im Buchwert von 0,9 Millionen Euro. Der Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr von 7,7 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro. Aus dem Erwerb eigener Aktien resultierte in 2011 ein Mittelabfluss in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro.
Die Bilanzsumme der DocCheck AG veränderte sich von 23,5 Millionen Euro in 2010 auf 22,8 Millionen Euro in 2011. Die Verkürzung der Bilanzsumme resultierte insbesondere aus der Herabsetzung der Kapitalrücklage für den Erwerb eigener Aktien. Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 21,1 Millionen Euro. Ende 2010 betrug das Eigenkapital 22,0 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der DocCheck AG beträgt damit 92 Prozent (2010: 94 Prozent).
8.2 Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 01. Juni 2011 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von zwanzig Cent auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 03. Juni 2011 und betrug 1.057.006,40 Euro für 5.285.032 Aktien.
8.3 Stock Options
Auch im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben oder neue Aktienoptionsprogramme aufgelegt.
8.4 Segmentwechsel
Am 11. November 2010 beschloss der Vorstand der DocCheck AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag, den Wechsel der Notierung der DocCheck-Aktie vom regulierten Markt in den Entry Standard des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse einzuleiten. Mit Schreiben vom selben Tag hat der Vorstand den Widerruf der Zulassung zum regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt. Nach Ablauf der Frist für den Vollzug des Widerrufs wird der Handel der DocCheck-Aktien im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse fortgesetzt. Der Widerruf wird mit einer Frist von sechs Monaten nach Veröffentlichung des Widerrufs durch die Deutsche Börse wirksam. Die Veröffentlichung erfolgte am 17. Dezember 2010 im Internet auf der Homepage der Deutschen Börse, so dass der Widerruf mit Ablauf des 17. Juni 2011 wirksam wurde.
8.5 Meldungen nach § 21 Abs. 1 WpHG
Die Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Deutschland, hat der DocCheck AG gemäß § 21 Absatz 1 WpHG am 6. Dezember 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der DocCheck AG am 1. Dezember 2010 die Schwelle von drei Prozent überschritten hat – ohne Berücksichtigung eigener Anteile - und nun 3,56 Prozent (177.641 Stimmrechte) beträgt. Der Vorstand der DocCheck AG hat diese Mitteilung am 6. Dezember 2010 gemäß § 26 Absatz 1 WpHG europaweit verbreitet.
9 Nachtragsbericht
Es haben sich nach dem Abschlussstichtag keine für den Nachtragsbericht relevanten Sachverhalte ergeben.
10 Risiken und Chancen
Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Töchter sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung.
Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.
Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
| • | Markt | Kunden | Strategie |
| • | Systeme | Infrastruktur |
| • | Kosten |
| • | Human Resources |
| • | Finanzen | Recht |
10.1 Markt | Kunden | Strategie
Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung Wachstumspotenzial hat. Dieses Potenzial resultiert aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.
Risiken
Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt.
Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird.
Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann – auch kurzfristig – Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden der DocCheck AG haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.
Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2011 gering, auch wenn zum 01. Januar 2011 das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) in Kraft trat. Dies hängt damit zusammen, dass auf der Basis des neuen Gesetzes zahlreiche Rechtsverordnungen angepasst werden mussten. Für 2012 wird das AMNOG jedoch Auswirkungen auf den Markt für innovative Medikamente haben, die sich derzeit auf Grund der laufenden Diskussionen aber noch nicht vorhersehen lassen. Insgesamt ist aber mit einer Senkung des Preisniveaus für neu zugelassene Wirkstoffe zu rechnen.
Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck AG negativ beeinflussen können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht negativ betroffen. Für das Geschäftsjahr 2012 können solche Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist der Konzern hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Der Konzern führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen seiner Kunden durch und hat aufgrund seiner Kundenstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Insbesondere im Online-Handel ist ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich.
Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt, bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines Außendienstmitarbeiters z. B. durch Austritt oder Krankheit kann zu spürbaren Umsatzeinbußen führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen gilt.
Chancen
Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird. Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile Anwendungen, Cloud Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Ob durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment Umsatzrückgänge an anderer Stelle aufgefangen werden können, ist jedoch nicht klar abzusehen.
Eine eventuelle Rezession als Folge der Eurokrise könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Strategie weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen.
Die Verschiebung im Pharmamarkt weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern von Generika und Biologicals bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken aus.
10.2 Systeme | Infrastruktur
Die Strategie des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine einzigartige Marktstellung.
Risiken
Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Der Erfolg der Strategie kann durch Abteilungsdenken gefährdet werden. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten.
Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen oder dass sie kriminelle Aktivitäten verfolgen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind nachfolgend beschrieben.
Chancen
Durch eine Reihe von technischen und personellen Maßnahmen ist es der DocCheck-Gruppe im Jahr 2011 erfolgreich gelungen, die Komplexität weiter zu reduzieren. Eine weitere Maßnahme in diese Richtung war der Wechsel vom General in den Entry Standard.
10.3 Kosten
Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2011 stabil gehalten werden.
Risiken
Für das Geschäftsjahr 2012 könnte eine steigende Inflation Kostensteigerungen verursachen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. In 2011 konnten einige Verbesserungen erzielt werden. Dennoch handelt es sich bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.
Chancen
Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden.
Die Strategie der Verwässerung der Holdingkosten durch das Konzernwachstum war auch in 2011 erfolgreich. So sind die Overheadkosten (Vorstand, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling, Facility) stabil, während der Konzern auf Ebene des Rohertrages gewachsen ist. Diese Entwicklung soll sich in der Zukunft fortsetzen. Voraussetzung dafür ist ein Konzernwachstum oberhalb der Inflationsrate, die in etwa das Wachstum der Overheadkosten bestimmt. Durch den Wechsel in den Entry Standard können sich weitere Kosteneinsparungen ergeben.
10.4 Human Resources
Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer im Branchenvergleich geringen Fluktuation im Unternehmen wider.
Risiken
Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist nach wie vor schwierig. Hier steuert das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise, der Beschäftigung freier Mitarbeiter sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen. Ein besonderes Risiko stellt der Mangel an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von IT-Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen.
Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Hier versucht die DocCheck AG durch gezielte Ausbildung von Führungspersonal entgegenzuwirken. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen.
Chancen
Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben. Es existiert eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.
In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern überaus krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiv wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Zum Anderen kann der Konzern mittlerweile auf eine Art Alumni-Netzwerk verweisen, dessen Mitglieder nicht wenigen Bewerbern als positive Referenz dienen.
Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider.
10.5 Finanzen | Recht
Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen eine konservative Anlagestrategie. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen.
Risiken
Ein Teil der Finanzanlagen der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2012 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.
Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2011 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.
Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich der erworbenen Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes.
Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren.
10.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem – wesentliche Merkmale nach §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.
Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert.
Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.
In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen.
Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft.
Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.
Besondere Geschäftsvorfälle, wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.
Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter. Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl. 10.7)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt.
Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird alle zwei Jahre unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen erfolgen nicht.
Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit für überschaubar. Die Realisation bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für unwahrscheinlich.
10.7 Internes Steuerungssystem
Die Verantwortung für das interne Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Dieser hat das Controlling mit der Umsetzung des Systems betraut. Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft (DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten ergänzt um qualitative Informationen. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand.
Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung sind die Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastungen der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck), beziehungsweise der Umsatz (DocCheck Shop).
Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH, handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und Umsatz können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst. Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controllingrunden gemeinsam mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht. Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen) bereinigt, um lediglich den auf uns selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs, z. B. im Bereich Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen zwischen Bestellung und Umsatz vor.
Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz.
Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können, in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert werden, um die Aussagekraft zu erhöhen.
Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen wie Kostendaten, Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden kann und nicht in die Datenbeschaffung.
Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet. Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert. Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.
Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck. Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen in Verbindung mit der Business-Planung.
11 Prognosebericht
11.1 Konjunkturausblick/Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2011 hat Deutschland erneut ein unerwartet starkes Wachstum von 3 Prozent beschert. Die hervorragende konjunkturelle Entwicklung hat zahlreiche Branchen beflügelt. Auch am Arbeitsmarkt sind erheblich geringere Arbeitslosenquoten zu verzeichnen.
Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) für 2012 ein Wachstum von nur noch 0,9 Prozent. Diese Prognose unterstellt einen gemäßigten Verlauf der Schuldenkrise. Sollte sich die Krise stärker verschärfen als erwartet, könnte eine rückläufige Wirtschaftsleistung die Folge sein.
11.2 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen
2011 wurde in Form des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) erneut regulatorisch in den Gesundheitsmarkt eingegriffen, das Gesetz hatte jedoch für 2011 noch keine spürbare Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit. Der Bereich DocCheck Shop konnte durch einen Sondereffekt unvorhergesehene Umsätze erzielen. Die antwerpes ag konnte das Umsatzziel erreichen, der Umsatz war aber profitabler als erwartet durch einen geringer als erwarteten Anteil von Fremdleistungen. Dadurch fällt der EBIT dort höher aus als prognostiziert.
DocCheck Medical hat die angekündigten Investitionen getätigt, der Umsatz blieb jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Daher fällt auch der EBIT niedriger aus als vorhergesagt.
DocCheck Shop profitiert von einem Einmaleffekt (Verkauf von Lesegeräten für die elektronische Gesundheitskarte) und kann so Umsatz- und Gewinnziel deutlich übertreffen. Dieser Effekt ist nicht nachhaltig und kann nicht auf das Jahr 2012 übertragen werden. Die Erstattungsfähigkeit der Lesegeräte durch die Krankenkassen endete am 30. September 2011.
11.3 Entwicklung auf den Absatzmärkten/Ertragslage/Gewinnverwendung
Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer prognostizierbar. Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch den rechtzeitigen Einstieg in eMarketing, in Tablet-PC-gestützte Außendienstkommunikation und Online-PR konnten wir unsere Kompetenz in der Erstellung integrierter Kampagnen weiter ausbauen. In 2011 wurde der Bereich Performance Marketing innerhalb der antwerpes ag neu geschaffen, um der steigenden Nachfrage nach erfolgsorientiertem Marketing gerecht werden zu können.
Nicht zuletzt profitieren antwerpes und DocCheck von der intensiven Zusammenarbeit und sind in der Lage, ein nahezu einmaliges Angebot zu unterbreiten: Kommunikationskonzept und Zielgruppenkanal aus einer Hand.
Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in 2012 einen voraussichtlichen Umsatz von bis zu sieben Millionen Euro und ein EBIT auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro. Eine Störung könnte aus den Auswirkungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) resultieren.
Der Vorstand geht davon aus, dass das Segment DocCheck auch in 2012 von der anhaltenden Intensivierung der Marketingaktivitäten im Internet profitieren wird und das Segment DocCheck auch in 2012 profitabel arbeiten wird. Es stehen allerdings weitere kostenintensive Investitionen in den Ausbau der DocCheck Services an. Diese Investitionen werden das Ergebnis auch in 2012 belasten. Die Erwartung für das Segment DocCheck liegt bei einem Umsatz von 4,0 bis 4,5 Millionen Euro, bei einem Ergebnis, das etwa 0,2 und 0,3 Millionen Euro erreichen sollte.
Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte. Für 2012 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2012 weiter wachsen. Wegen des Einmaleffekts in 2011 wird der Umsatz in 2012 leicht rückläufig sein und bei ca. 7,2 Millionen Euro liegen. Der Bereich soll einen EBIT von ca. 0,1 Millionen Euro erwirtschaften.
Die DocCheck-Gruppe ist im Jahr 2011 deutlich gewachsen, in allen drei Segmenten profitabel, hervorragend finanziert und strategisch gut positioniert. In 2012 sollen die Wettbewerbsvorteile genutzt werden, um weiterhin mit allen drei Segmenten profitabel zu arbeiten. Die Risiken, die sich aus der unternehmerischen Tätigkeit auf dem Gesundheitsmarkt ergeben, werden ausführlich im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2012 mit einem Umsatz von 18,0 bis 18,9 Millionen Euro bei einer Ertragslage in etwa auf Vorjahresniveau, d. h. mit einem EBIT im Korridor von 1,5 bis 1,9 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren auf der internen Businessplanung des Unternehmens und beinhalten bereits einen gewissen Risikoabschlag. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Unternehmen seine Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt.
Sollte die Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.
Finanzlage
Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe weist eine hohe Eigenkapitalquote von deutlich über 80 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Das Unternehmen ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2012 diesbezüglich – vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage – keine tief greifenden Veränderungen.
Ausblick für das Jahr 2013
Für das Jahr 2013 wird mit einem Wachstum des BIP von 1,4 Prozent (Kiel Economics Prognose vom Dezember 2011) bis 2,2 Prozent (DIW Wochenbericht 1+2 2012) gerechnet. Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt sind für 2013 noch nicht absehbar. Sollten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht ändern, gehen wir von einer der Veränderung des BIP entsprechenden leicht positiven Entwicklung des Gesamtkonzerns aus. Insbesondere der Bereich DocCheck könnte vom Trend zu mehr Online-Marketing profitieren. Das Agenturgeschäft der antwerpes ag hängt stark von kurzfristigen Etatgewinnen oder –verlusten ab, sodass eine Prognose für diesen Geschäftsbereich schwierig ist. Der DocCheck Shop wird auch in 2013 noch durch den Wechsel vom Außendienst- hin zum Online-Umsatz beeinträchtigt sein. Die verbesserte Logistikinfrastruktur sollte allerdings einen positiven Ergebniseffekt bringen.
12 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 Nr. 1 ff., 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2011 5.285.032,00 Euro und ist eingeteilt in 5.285.032 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme am Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro.
Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2011 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet.
Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt:
„Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.“
Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juni 2011 ermächtigt, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen EUR herabgesetzt werden. Zum 31. Dezember 2011 verfügt die Gesellschaft über 295.216 Stück eigenen Aktien. Die eigenen Aktien sind zum Einzug bestimmt. Die in den Jahren 2006 bis 2008 getätigten öffentlichen Aktienrückkäufe der DocCheck AG wurden, wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um 2.521.726,00 Euro (genehmigtes Kapital) bis zum 11. Mai 2015 zu erhöhen.
Nach § 5 Abs. 5 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 559.931,00 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 wurde die bilanzielle Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage in die freie Kapitalrücklage beschlossen.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
Köln, 29. Februar 2012
DocCheck AG
gez. Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorstand
gez. Helmut Rieger,Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011
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| EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 2.941.396,57 | 2.853.940,59 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 353.252,50 | 96.123,72 | |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -4.603,39 | -9.702,35 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -111.862,00 | -116.465,39 | -24.094,32 |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -858.293,31 | -935.769,67 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -163.201,72 | -177.867,08 | |
| - davon für Altersversorgung EUR 730,00 (Vorjahr: EUR 4.845,88) | -1.021.495,03 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -460.058,64 | -391.713,40 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.368.000,93 | -1.410.970,16 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.410.202,90 | 1.308.525,61 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 455.075,21 | 373.266,86 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.779,14 (Vorjahr: EUR 26.153,32) | |||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -75.774,52 | -43.596,00 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -33.149,26 | -214,49 | |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.084.983,41 | 1.637.929,31 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -694.521,64 | -514.633,14 | |
| 13. Sonstige Steuern | -426,12 | 0,00 | |
| 14. Jahresüberschuss | 1.390.035,65 | 1.123.296,17 | |
| 15. Gewinnvortrag | 674.891,89 | 608.602,12 | |
| 16. Entnahme aus der Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | 8.672,28 | |
| 17. Aufwand aus der Einziehung von Aktien | 0,00 | -8.672,28 | |
| 18. Aufwand aus dem Erwerb eigener Aktien | -959.452,00 | -171.132,40 | |
| 19. Ertrag aus Kapitalherabsetzung | 0,00 | 58.420,00 | |
| 20. Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG | 0,00 | -58.420,00 | |
| 21. Entnahme aus der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | 959.452,00 | 171.132,40 | |
| 22. Bilanzgewinn | 2.064.927,54 | 1.731.898,29 |
Bilanz zum 31. Dezember 2011
AKTIVSEITE
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| EUR | EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 155.598,00 | 182.690,00 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 895.648,07 | 918.190,44 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 510.828,00 | 498.995,00 | ||
| 3. Einbauten in fremde Grundstücke | 510.513,00 | 717.785,00 | ||
| 4. Anlage in Edelmetalle | 2.135.205,00 | 4.052.194,07 | 1.983.685,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.322.378,05 | 5.322.378,05 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.111.468,51 | 10.433.846,56 | 14.641.638,63 | 5.142.577,95 |
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.042.603,73 | 934.747,56 | ||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 56.568,42 | 1.099.172,15 | 71.292,16 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 7.058.645,18 | 8.157.817,33 | 7.651.598,95 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 16.579,02 | 30.195,79 | ||
| 22.816.034,98 | 23.454.135,90 | |||
| PASSIVSEITE | ||||
| EUR | EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.285.032,00 | 5.285.032,00 | ||
| Bedingtes Kapital EUR 559.931,00 (Vorjahr: 559.931,00) Nennbeträge eigene Aktien | -295.216,00 | 0,00 | ||
| Ausgegebenes Kapital | 4.989.816,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 13.927.915,60 | 14.887.367,60 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 39.166,10 | 39.166,10 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 32.447,39 | 71.613,49 | 32.447,39 | |
| IV. Bilanzgewinn | 2.064.927,54 | 21.054.272,63 | 1.731.898,29 | |
| - davon Gewinnvortrag EUR 674.891,89 (Vorjahr: EUR 608.602,12) | ||||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 415.042,68 | 386.186,11 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 278.100,93 | 693.143,61 | 219.968,99 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 99.659,07 | 81.009,65 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 791.902,27 | 504.598,89 | ||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 177.057,40 | 286.460,88 | ||
| - davon aus Steuern EUR 119.459,51 (Vorjahr: EUR 243.162,13) | 1.068.618,74 | |||
| 22.816.034,98 | 23.454.135,90 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Wert 31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 383.039,60 | 35.766,66 | 0,00 | 0,00 | 418.806,26 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 927.588,90 | 0,00 | 0,00 | 927.588,90 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 1.374.976,51 | 184.270,61 | 125.152,17 | 0,00 | 1.434.094,95 |
| 3. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.814.927,10 | 0,00 | 19.000,00 | 0,00 | 1.795.927,10 |
| 4. Anlage in Edelmetalle | 1.983.685,00 | 512.190,00 | 360.670,00 | 0,00 | 2.135.205,00 |
| 6.101.177,51 | 696.460,61 | 504.822,17 | 0,00 | 6.292.815,95 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.783.321,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.783.321,64 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.228.000,00 | 1.064.750,00 | 1.058.000,00 | 0,00 | 5.234.750,00 |
| 11.011.321,64 | 1.064.750,00 | 1.058.000,00 | 0,00 | 11.018.071,64 | |
| Gesamtsumme | 17.495.538,75 | 1.796.977,27 | 1.562.822,17 | 0,00 | 17.729.693,85 |
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| Abschreibung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Wert 31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 200.349,60 | 62.858,66 | 0,00 | 0,00 | 263.208,26 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 9.398,46 | 22.542,37 | 0,00 | 0,00 | 31.940,83 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 875.981,51 | 167.385,61 | 120.100,17 | 0,00 | 923.266,95 |
| 3. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.097.142,10 | 207.272,00 | 19.000,00 | 0,00 | 1.285.414,10 |
| 4. Anlage in Edelmetalle | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.982.522,07 | 397.199,98 | 139.100,17 | 0,00 | 2.240.621,88 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 460.943,59 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 460.943,59 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 85.422,05 | 75.774,52 | 37.915,08 | 0,00 | 123.281,49 |
| 546.365,64 | 75.774,52 | 37.915,08 | 0,00 | 584.225,08 | |
| Gesamtsumme | 2.729.237,31 | 535.833,16 | 177.015,25 | 0,00 | 3.088.055,22 |
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| Bilanz | ||
|---|---|---|
| Wert 31.12.2011 EUR |
Wert 31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 155.598,00 | 182.690,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten, einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken | 895.648,07 | 918.190,44 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 510.828,00 | 498.995,00 |
| 3. Einbauten in fremde Grundstücke | 510.513,00 | 717.785,00 |
| 4. Anlage in Edelmetalle | 2.135.205,00 | 1.983.685,00 |
| 4.052.194,07 | 4.118.655,44 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.322.378,05 | 5.322.378,05 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.111.468,51 | 5.142.577,95 |
| 10.433.846,56 | 10.464.956,00 | |
| Gesamtsumme | 14.641.638,63 | 14.766.301,44 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
der DocCheck AG, Köln
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Die DocCheck AG erfüllt zum 31. Dezember 2011 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Durch den Wechsel der Notierung der DocCheck Aktie vom regulierten Markt in den Entry Standard des Freiverkehrs im Geschäftsjahr 2011, findet die Vorschrift des § 267 Abs 3 Satz 2 HGB, nach der Kapitalgesellschaften, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG in Anspruch nehmen, stets als große gelten, keine Anwendung mehr. Aufgrund des unterjährigen Segmentwechsels werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften freiwillig weitgehend auf den Jahresabschluss 2011 angewandt.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften der §§ 150 bis 160 AktG sowie der ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.
Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Gebäude und Außenanlagen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 19 bis 33 Jahren abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 5 und 10 Jahren und Einbauten in fremden Grundstücken zwischen 10 und 20 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 erfolgten, sind zum Zeitpunkt des Zugangs in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften nach § 6 Abs. 2a EStG mit ihren Anschaffungskosten bewertet und in einen Sammelposten eingestellt worden und wurden im laufenden Geschäftsjahr zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2011 beträgt die Auflösung der Sammelposten insgesamt 23 TEUR (i.V. 23 TEUR).
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils unter 410 EUR, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 wurden geringwertige Anlagegüter in Höhe von 24 TEUR angeschafft.
Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik im Geschäftsjahr 2007 angeschafften Goldbestände sowie der im Geschäftsjahr 2011 angeschafften Silberbestände erfolgt zu Anschaffungskosten.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit den historischen Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei einem Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.
Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen, an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der DocCheck AG von aktuell 32,7 % (i.V. 31.1 %). Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2011 ergab sich insgesamt eine – nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.
C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs.
Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Die Mietereinbauten wurden bis zum Vorjahresbilanzstichtag über die Laufzeit des Mietvertrages inklusive Optionszeiträume abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Anpassung der Restlaufzeit auf die Laufzeit des Mietvertrages ohne Berücksichtigung der Mietverlängerungsoption vorgenommen, da eine Mietverlängerung nicht mehr realistisch ist.
Die im Rahmen langfristiger Investitionspolitik im Geschäftsjahr 2007 angeschafften Goldbestände sind innerhalb der Sachanlagen unter dem Posten "Anlagen in Edelmetalle" ausgewiesen. In 2011 wurden die Goldbestände teilweise veräußert. Hieraus resultiert ein Abgang in Höhe eines Buchwertes 361 TEUR.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Silbervorräte in Höhe von 512 TEUR angeschafft. Diese werden ebenfalls unter dem Posten „Anlage in Edelmetallen“ ausgewiesen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich zum Vorjahr nicht verändert. Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt.
Der Posten „Wertpapiere des Anlagevermögens“ setzt sich zum 31. Dezember 2011 aus vier Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 76 TEUR (i.V. 44 TEUR) und resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach der Effektivzinsmethode.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.043 TEUR (i.V. 935 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 768 TEUR (i.V. 775 TEUR) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere Forderungen in Höhe von 445 TEUR (i.V. 535 TEUR) resultieren aus zwei gewährten Darlehen gegenüber der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 382 TEUR (i.V. 398 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 56 TEUR (i.V. 71 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen und Steuerrückforderungen zusammen. Von diesen haben 0 TEUR (i.V. 11 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3. Eigenkapital
a.) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 5.285.032,00 EUR (i.V. 5.285.032,00 EUR), ist aufgeteilt in 5.285.032 Stück (i.V. 5.285.032 Stück) nennbetragslose Namensaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.
b.) Eigene Anteile
Im Geschäftsjahr wurden zum 27. Dezember 2011 295.216 Stück Aktien zu einem Kaufpreis von 1.254.668,00 EUR erworben. Der Nennwert der zur Einziehung erworbenen eigenen Anteile in Höhe von 295.216 EUR wird zum Bilanzstichtag in einer Vorspalte offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Nennwert in Höhe von 959.452,00 EUR wurde nach § 272 Abs. 1a HGB mit der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB verrechnet.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 01. Juni 2011 erneut ermächtigt, sowohl über die Börse als auch außerhalb der Börse 2.000.000 Aktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000,00 EUR zum Zwecke der Einziehung zu erwerben. Die Ermächtigung läuft bis zum 30. November 2012. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 12. Mai 2010 aufgehoben.
c.) Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, durch ein- oder mehrmalige Ausgaben nennbetragsloser auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 2.521.726,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das in der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 genehmigte Kapital aufgehoben.
d.) Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist nach § 5 Abs. 4 der Satzung um bis zu 559.931 EUR bedingt erhöht. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräften mit hohem strategischen Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007.
e.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Zum 31. Dezember 2011 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 3.752 TEUR (i.V. 3.752 TEUR).
f.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Zum 31. Dezember 2011 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 9.556 TEUR (i.V. 10.516 TEUR). Die Kapitalrücklage wurde in Höhe von 960 TEUR gemäß § 272 Abs. 1a HGB verwandt.
g.) Kapitalrücklage § 237 Abs. 5 AktG
Zum 31. Dezember 2011 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 619 TEUR (i.V. TEUR 619).
h.) Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 39 | 39 |
| andere Gewinnrücklagen | 33 | 33 |
| Summe | 72 | 72 |
4. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Gewerbesteuer beläuft sich im Geschäftsjahr 2011 auf 190 TEUR (i.V. 141 TEUR) und für Körperschaftsteuer auf 225 TEUR (i.V. 244 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tantiemen und Provisionen | 72 | 71 |
| Urlaub | 52 | 41 |
| Berufsgenossenschaft | 3 | 3 |
| Abschluß - und Prüfungskosten | 114 | 88 |
| Aufsichtsratsvergütung | 34 | 14 |
| Sonstige | 3 | 3 |
| Summe | 278 | 220 |
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 100 TEUR (i.V. 81 TEUR), welche sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 792 TEUR (i.V. 505 TEUR) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten, sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Lohn- und Kirchensteuer | 15 | 16 |
| Umsatzsteuer | 104 | 227 |
| Lohn und Gehalt | 1 | 2 |
| Reisekosten | 1 | 1 |
| Soziale Sicherheit | 1 | 1 |
| Sonstige | 55 | 40 |
| Summe | 177 | 287 |
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.
Zum 31. Dezember 2011 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
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| TEUR | |
|---|---|
| Aus Miete | 1.405 |
| Übrige Leasingverhältnisse | 25 |
| Summe | 1.430 |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres | 456 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 974 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse KölnBonn ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse über insgesamt 2.941 TEUR (i.V. 2.854 TEUR) setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) für die antwerpes ag in Höhe von 1.706 TEUR (i.V. 1.746 TEUR), die DocCheck Medical Services GmbH in Höhe von 1.055 TEUR (i.V. 974 TEUR), die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, in Höhe von 177 TEUR (i.V. 133 TEUR) sowie übrige in Höhe von 3 TEUR (i.V. 1 TEUR) zusammen. Alle Umsatzerlöse werden im Inland erzielt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 353 TEUR (i.V. 96 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verwendung von Gegenständen | 3 | 7 |
| Sonstige betriebl. Erträge 19% USt | 0 | 36 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 335 | 1 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0 | 35 |
| Periodenfremde Erträge | 15 | 15 |
| Versicherungsentschädigungen | 0 | 2 |
| Summe | 353 | 96 |
In den Erträgen aus Anlagenabgängen sind Erträge aus Abgängen von Edelmetallen in Höhe von 311 TEUR und Erträge aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von 20 TEUR enthalten.
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 583 | 613 |
| Rechts- u. Beratungskosten | 119 | 88 |
| Internetkosten | 51 | 64 |
| Hauptversammlungskosten | 33 | 45 |
| Wartung, Reparatur | 107 | 122 |
| Übrige Verwaltungsaufwendungen | 102 | 81 |
| Börsenpräsenz | 30 | 46 |
| Reisekosten | 91 | 68 |
| Übrige | 252 | 284 |
| Summe | 1.368 | 1.411 |
4. Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Wertpapiere in Höhe von 76 TEUR (i.V. 44 TEUR).
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 694 TEUR (i.V. 515 TEUR) setzen sich aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 335 TEUR (i.V. 280 TEUR) und der Gewerbesteuer in Höhe von 359 TEUR (i.V. 235 TEUR) zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck AG zum 31. Dezember 2011 aus zeitlichen Buchungsunterschieden – sowohl eigenen als auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises – eine zukünftige Steuerentlastung von 5 TEUR (i.V. 6 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,7 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.
Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei Rückstellungen für Personalkosten. Unterschiede zwischen handelsbilanziellen Ansätzen und steuerbilanziellen Ansätzen, die eine passive Steuerlatenz zur Folge hätten, liegen nicht vor.
In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.
6. Gewinnausschüttung
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 01. Juni 2011 erfolgte die Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 1.057 TEUR vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen den Betrag von 675 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
C. Sonstige Angaben
1. Anzahl der Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich Mitarbeiter 19 (i. V. 19) beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).
2. Gesellschaftsorgane
Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2011 folgende Mitglieder:
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| Organe der DocCheck AG | Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien |
|---|---|
| Vorstand | |
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt | antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) |
| Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft Kaufmann | DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Aufsichtsrat | |
| Michael Thiess, München, Unternehmensberater Aufsichtsratvorsitzender | Vorstandsvorsitzender Sanemus AG, München Mitglied des Aufsichtsrats ProPharm AG, Aitrach |
| Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellv. Aufsichtsratvorsitzender | |
| Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrates | antwerpes ag, Köln Mitglied des Aufsichtsrates |
Vorstandsvergütung
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2011 folgende Vergütungen:
Vorstandsvergütung
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| Name des Vorstands | Gesamtbezüge EUR |
Gezahltes Fixum EUR |
Tantiemenzahlung EUR |
Anzahl der gewährten Aktienoptionen 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstandes, CEO | 242.917 | 182.923 | 59.994 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft | 47.998 | 36.000 | 11.998 | 0 |
| Summe | 290.915 | 218.923 | 71.992 | 0 |
Der Vorstand Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
3. Aufsichtsratsvergütung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2011 folgende Vergütungen:
Aufsichtsratsvergütung
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| Name des Aufsichtsmitglieds | Gesamtbezüge EUR |
Davon fix EUR |
Davon variabel EUR |
|---|---|---|---|
| Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender | 24.938 | 12.000 | 12.938 |
| Dr. Joachim Pietzko stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender | 12.244 | 6.000 | 6.244 |
| Winfried Leimeister | 12.244 | 6.000 | 6.244 |
| Summe | 49.426 | 24.000 | 25.426 |
Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 6 TEUR (brutto) (i. V. 6 TEUR).
4. Konzernabschluss
Die DocCheck AG stellt zum 31. Dezember 2011 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
5. Anteilsbesitz
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsquote zum 31.12.2011 | Eigenkapital zum 31.12.2011 TEUR |
Jahresergebnis 2011 TEUR |
|---|---|---|---|
| DocCheck Medical Services GmbH, Köln | 100% | 582 | 0* |
| antwerpes ag, Köln | 100% | 298 | 0* |
| DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch | 57,5% | 1.055 | 90 |
* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
6. Stock Options
Die Gesellschaft hat keine laufenden Aktienprogramme.
7. Honorare des Abschlussprüfers
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer enthalten in Höhe von:
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| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 56 | 56 |
| andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 6 | 6 |
| sonstige Leistungen | 15 | 0 |
| Summe | 77 | 62 |
D. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 25 Cent pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.247 TEUR. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 817 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 29. Februar 2012
DocCheck AG
gez. Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorstand
gez. Helmut Rieger, Vorstand
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Köln, 29. Februar 2012
Der Vorstand der DocCheck AG
Dr. Frank Antwerpes
Helmut Rieger
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
An die DocCheck AG
Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 29. Februar 2012
**BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Siebert, Wirtschaftsprüfer
gez. ppa. Bitz, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in vier ordentlichen Sitzungen am 19. April, 1. Juni und 10. November 2011 sowie fernmündlich am 14. Februar 2011. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Beratungsschwerpunkte
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2011 fest:
•
Berichterstattung durch den Vorstand
| ― | zum Jahresabschluss 2010 und 2011 |
| ― | zur Zwischenmitteilung des ersten Quartals, des Zwischenberichts des ersten Halbjahrs sowie der Veröffentlichung von Finanznachrichten |
| ― | zur Lage der Gesellschaft |
| ― | zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen |
| ― | zum Vollzug des Segmentwechsels |
| ― | zur DPR-Prüfung |
| ― | zum öffentlichen Aktienrückkauf |
•
Beratungen
| ― | zur Unternehmensstrategie |
| ― | zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem |
| ― | zum öffentlichen Aktienrückkauf |
| ― | zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 1. Juni 2011 |
| ― | zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats |
| ― | zum Vollzug des Segmentwechsels |
| ― | zur DPR-Prüfung |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals: BDO Deutsche Warentreuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Aktiengesellschaft), Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 12. Mai 2010 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 19. April 2011 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 19. April 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2011 schlug der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 21. März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Ausschussbildung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.
Hauptversammlung
Im Rahmen der Vorbereitung der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 hat der Aufsichtsrat ausgiebig über die Tagesordnung der Hauptversammlung beraten und sie dann einstimmig beschlossen.
Dividendenzahlung
Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung 2011 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,20 Euro je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 1. Juni 2011 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,20 Euro auszuschütten.
Öffentliches Aktienrückkaufprogramm und Aktieneinzug
Der Vorstand der DocCheck AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 09.12.2011 angekündigt bis maximal 350.000 Aktien, dies entspricht zirka 6,62 Prozent des Grundkapitals, ausschließlich über die Börse zurück zu erwerben. Das Angebot war mit einem Angebotspreis von 4,25 Euro je Aktie limitiert. Grundlage für den Aktienrückkauf ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 1. Juni 2011 zu Punkt 6 der Tagesordnung, durch den die Gesellschaft ermächtigt wurde eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der Aktien startete am 12.12.2011 und endete am 22.12.2011. Mit Wirkung zum 30.12.2011 zog das Unternehmen insgesamt 295.216 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie ein.
Das Grundkapital der DocCheck AG von damals 5.285.032,00 Euro wurde durch den Aktieneinzug um 295.216 Euro auf 4.989.816,00 Euro herabgesetzt. Nach der Einziehung verfügt die DocCheck AG über keine eigenen Aktien mehr.
Abschluss der DPR-Prüfung
Die sich aus der Stichprobenprüfung nach § 342 Abs. 2 Satz 3 HGB des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes 2009 sowie des Jahresabschlusses und Lageberichts 2009 durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e. V . (DPR) resultierenden Anpassungen für das Jahr 2009 wurden in den Abschluss 2010 eingearbeitet und dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Im Mai 2011 veröffentlichte das Unternehmen nach § 37q Abs. 2 Satz 1 WpHG die Feststellung der DPR im Bundesanzeiger.
Vollzug des Wechsels in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
Gemäß Beschluss der Frankfurter Wertpapierbörse vom 17.12.2010 erfolgt die Einbeziehung der Aktien in den Entry Standard mit Ablauf des 17.06.2011. Daraus ergibt sich für das Unternehmen nun keine Verpflichtung mehr zur Abgabe einer Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.
Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und spreche, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.
Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2012 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im April 2012
gez. Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2011 in Höhe von 2.064.927,54 EUR vor:
1. Verteilung an die Aktionäre
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 EUR pro Aktie.
Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.846 Aktien beträgt die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.247.454,00 EUR
2. Rücklage
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.
3. Gewinnvortrag
Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum 31. Dezember 2011 hält die DocCheck AG 295.216 Stück zum Einzug vorgesehene eigene Aktien.
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, im März 2012
gez. Dr. Frank Antwerpes
gez. Helmut Rieger