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DocCheck AG — Annual Report 2009
Apr 20, 2010
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Annual Report
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DocCheck AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Der Jahresabschluss
1. Lagebericht
2. GuV
3. Bilanz
4 Entwicklung des Anlagevermögens
5. Anhang
6. Bestätigungsvermerk
7. Bericht des Aufsichtsrats
8. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
1. Lagebericht
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2009.
1 Aufbau und Struktur des Unternehmens
Der DocCheck-Konzern (im Folgenden „DocCheck-Gruppe“ oder „Gruppe“ genannt) besteht aus der DocCheck Aktiengesellschaft („DocCheck AG“) mit Sitz in Köln, sowie ihren Tochtergesellschaften:
| • | antwerpes Aktiengesellschaft („antwerpes ag“), Köln, |
| • | DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung („DocCheck GmbH“), Köln, |
| • | DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung („DocCheck Shop“), Weil im Schönbuch. |
Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften und Beteiligungen betrieben. Die weiteren Erläuterungen zur Lage des Unternehmens werden daher insgesamt für die DocCheck-Gruppe beschrieben.
2 Geschäftsmodelle der DocCheck-Gruppe
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Business stehen dafür zwei Marken:
| • | DocCheck, die größte europäische Internetcommunity für Healthcare Professionals und |
| • | antwerpes, die führende Agentur für kreative Healthcarekommunikation |
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcaremarkt vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand. Damit erreicht die DocCheck-Gruppe eine einzigartige Stellung im Healthcaremarkt.
2.1 DocCheck®
Unter der Marke DocCheck® agieren im operativen Business zwei Unternehmen: die DocCheck Medical Services GmbH und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.
2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH („DocCheck”)
Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die größte europäische Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit über 680.000 Nutzern und über 2.200 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcaremarkt über eine sehr große Reichweite: Fast jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und 29 der 30 größten pharmazeutischen Unternehmen nutzen DocCheck. DocCheck ist die meistbesuchte Ärzteseite in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht auf Deutschland: DocCheck ist derzeit mit 25 Länderversionen weltweit vertreten, der Anteil der internationalen User beträgt inzwischen 20 Prozent. Reichweite und Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare-Professionals in Deutschland gemacht. Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:
DocCheck Media (Anzeigen)
Das DocCheck Portal ist nach Angaben der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) das am häufigsten frequentierte Internetangebot für Healthcare-Professionals in Deutschland. Im vierten Quartal 2009 belegte DocCheck unter den Fachmedien mit durchschnittlich mehr als einer Million Visits pro Monat mit Abstand Platz Eins.
Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über den reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Healthcare-Professionals in Europa. Über 200.000 Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck Publikationen per e-Mail. Seit Oktober 2008 erscheint die Arztausgabe der DocCheck News vier mal pro Woche. Das DocCheck Portal und die DocCheck News sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner).
DocCheck Research (Marktforschung)
DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panel in Deutschland - mit mehr als 145.000 Teilnehmern. Das Besondere dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck Marktforschung kostengünstig und schnell erbringen.
DocCheck Mail (Direktmarketing)
Mit seinem Targetingtool erreicht DocCheck über 140.000 Medical Professionals in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck Mail können Kunden Ihre Zielgruppe schnell und kostengünstig mit einer hohen e-Mail-Responserate von bis zu 30 Prozent erreichen.
DocCheck Paid Content
Im Bereich Paid Content stehen drei Services für die DocCheck Nutzer bereit:
„DocCheck Pro“: Das Premium-Abonnement bietet Zugang zu kostenpflichtigen Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit mehr als 20 Kooperationspartnern - hauptsächlich aus der Verlagsbranche.
„DocCheck Load“: Hier steht Fachliteratur aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck Nutzer bereit. Zur Zeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage über 2.500 Buch- und Zeitschriftentitel ein.
„medicalpicture“: medicalpicture ist eine auf medizinische Fotos und Illustrationen fokussierte Bildagentur. Sie bietet über 100.000 Medienassets aus den Bereichen Medizin, Pharma und Wissenschaft und verkauft Nutzungslizenzen für den visuellen Content der teilnehmenden Bildautoren.
2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH („DocCheck Shop“)
Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck mit Medizinbedarf gebündelt. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Verbrauchsmaterialien und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medikalprodukten wird unter dem Label „DocCheck“ auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:
Internet
Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als umsatzstärkster Online-Shop für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Jahr 2009 baute der DocCheck Shop sein europäisches Geschäft aus. Ende 2008 wurde ein englischsprachiger Shop gelauncht, der sich mit an alle anderen europäischen Nutzer wendet. 2009 ging als nächste Sprachversion der frankophone DocCheck Shop für Frankreich und Belgien online. Durch den konsequenten Ausbau des Online-Shops konnten die eCommerce-Umsätze im Jahr 2009 weiter deutlich gesteigert werden.
Call-Center
DocCheck Shop verfügt auch über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.
Außendienst
Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst über die Vertriebsstandorte in Stuttgart (Standort Süd), Leipzig (Standort Ost) und Essen (Standort West) in der Arztpraxis präsent.
2.2 antwerpes
Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Agenturdienstleister im Healthcaremarkt tätig und heute einer der größten Dienstleister für Kommunikation mit dem Fokus auf der Zielgruppe Healthcare-Professionals in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden aus dem Healthcaremarkt entwickelt und realisiert. Das Leistungsportfolio teilt sich in vier Units:
Klassische Kommunikation
Die klassische Kommunikation liefert Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie im Bereich Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event.
Digitale Kommunikation
Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranetanwendungen, innovative e-Marketing- und eDetailing-Konzepte und Programme für mobile Endgeräte („Apps“).
Public Relations (PR)
Die Public Relations bietet neben der klassischen PR im Bereich Laien- und Fachpresse auch webbasierte Tools und Online PR an.
Sales Force Effectiveness (SFE)
Die Unit Sales Force Effectiveness bietet mit Hilfe von Tablet PCs Unterstützung in der Außendienstkommunikation.
antwerpes hat sich zum Ziel gesetzt, für die Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Pharmaagenturen zu sein.
3 Markt und Wettbewerb
3.1 Kernmarkt
Der deutsche Pharmamarkt ist der viertgrößte Gesundheitsmarkt der Welt, der größte europäische Markt. Der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt, ist seit 10 Jahren stabil bzw. leicht steigend. Der Anteil liegt nach den aktuellsten Berechnungen derzeit bei 10,6 Prozent. Zur Verdeutlichung: Damit ist der deutsche Gesundheitsmarkt mit derzeit rund 260 Milliarden Euro größer als der Automobilsektor und zugleich der expansivste Wachstums- und Beschäftigungsmotor aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Brutto-Wertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit den besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben geholfen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und auf Grund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren ein dramatischer demografischer Wandel, den gleichzeitig der noch in den Kinderschuhen steckende sogenannte zweite Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde.
Dagegen dürfte der so genannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen, beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotentiale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit beste Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.
3.2 Markt für Kommunikationsdienstleistungen
Der deutsche Werbemarkt ist im Wesentlichen abhängig von konjunkturellen Einflüssen und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Für das Jahr 2010 lassen sich nur eingeschränkte Aussagen machen, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich noch nicht gefestigt haben.
Durch die zunehmende Anzahl an Informationskanälen sind die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden. Der Trend geht hin zu so genannten 360°-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen – von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich ebenfalls als „One-Stop-Shop“, der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten.
3.3 Wettbewerb
Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcaremarktes begegnen die Unternehmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:
antwerpes
Mit Platz 29 im Ranking des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) unter den inhabergeführten Agenturen gehört antwerpes zu den größeren Agenturen in Deutschland. Die Spezialisierung auf den Healthcaremarkt sichert antwerpes - ausgehend von den bei der GWA vertretenen rund 20 Healthcare-Agenturen - einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für Pharma-Marketing in Deutschland. Dabei sind die Pharma-Ableger der großen Netzwerk-Agenturen eingeschlossen.
Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcaremarkt als äußerst wettbewerbsfähig an.
DocCheck
DocCheck ist das reichweitenstärkste Portal für Healthcare-Professionals in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Login für über 2.200 Websites garantiert, dass die DocCheck Community weiter dynamisch wächst. Monatlich kommen zirka 6.000 neue Nutzer aus ganz Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
| • | Verlage |
| • | Marktforschungsunternehmen |
| • | Direktmarketingdienstleister |
| • | Andere Ärzteportale |
Im Bereich des Online-Publishing ist es DocCheck gelungen, mit über 200.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck Portal bei der Messgröße „Visits“ Ende 2009 auf Platz Eins der medizinischen Angebote – vor den Online-Ablegern der Branchenblätter „Ärztezeitung“ und „Ärzteblatt“. Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus schneller als die Wettbewerber.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes Panel von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle Gewinnung von Rohdaten – auch in schwer erreichbaren Zielgruppen.
Der Service DocCheck Mail verfügt über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 30 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst marktführend in Deutschland sein.
Im Bereich „Paid Content“ konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores, die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte haben. Ein wesentlicher Vorteil für DocCheck ist, dass es durch seine Reichweite potenzielle Käufer kostengünstiger erreichen kann als Wettbewerber ohne eigene Community.
DocCheck Shop
Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internet-Versendern für Medizinbedarf. Mit einem Gesamtumsatz von sechs Millionen Euro bewegt sich der DocCheck Shop hier im Mittelfeld. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Praxisbedarf in Deutschland gehören. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht.
Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcaremarkt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde quasi ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt w & v als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.
3.4 Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung in den Kernbereichen des Unternehmens sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
antwerpes
Im Geschäftsbereich antwerpes gab es 2009 die folgenden Entwicklungsschwerpunkte:
Entwicklung der Unit SFE („Sales Force Effectiveness“)
Ärzte schätzen das Wissen des Außendienstes. Zur weiteren Professionalisierung der Kommunikation zwischen dem Pharmaaußendienst und dem Arzt entwickelte antwerpes Konzepte, mit denen der Außendienstmitarbeiter seine Vertriebsarbeit beim Arzt noch effektiver gestalten kann („Sales Force Effectiveness“). Ein Bestandteil dieser Konzepte ist ISA („Intelligent Sales Assistance“), ein elektronischer Außendienstfolder auf Tablet PC-Basis, mit dem der Außendienstmitarbeiter die Gespräche beim Arzt deutlich flexibler als mit herkömmlichen Besprechungsunterlagen führen kann. Seit der Zusammenfassung als eigene Unit 2007 hat sich dieser Bereich erfolgreich als Service für die Pharmafirmen etabliert. Dementsprechend wurde 2009 laufend die technische Basis weiter entwickelt. Im vergangenen Jahr wurde dazu das Konzept auf digitale Lesegeräte („eBook Reader“) übertragen. Neben der technischen Weiterentwicklung liegt der Fokus bei antwerpes aber - gerade in Abgrenzung zur technisch fokussierten Konkurrenz - auf der Optimierung der Gesprächsführung.
Entwicklungen Unit Digital
Inzwischen erobern mehr als sieben Millionen Deutsche mit ihrem Handy das Internet. Mit der mobilen Internetnutzung nimmt auch die Nachfrage nach mobilen Anwendungen zu. Auch im medizinischen Bereich werden solche Anwendungen zunehmend genutzt. Aus diesem Grund hat antwerpes 2009 eine mobile Applikation für den Healthcaremarkt entwickelt: iPill. Diese App ist ein mobiler Pillen-Einnahmekalender und damit ein intelligenter Therapiebegleiter. Die Applikation kann über den AppStore von Apple heruntergeladen werden.
DocCheck
Im Geschäftsbereich DocCheck gab es 2009 die folgenden Entwicklungsschwerpunkte:
DocCheck Load
Mit DocCheck Load wurde eine eigene Vertriebsplattform für digitale Inhalte entwickelt und im Jahr 2009 kontinuierlich in Richtung „Services rund um die digitalen Inhalte“ ausgebaut. So können jetzt Inhalte kapitelweise gekauft werden, Verlage können ein Online-Glossar integrieren und es besteht die Möglichkeit über das Netzwerk DocCheck Faces mit den Autoren direkt zu kommunizieren.
Neben medizinischer Fachliteratur und Zeitschriften finden sich bei DocCheck Load Software und Veranstaltungen. DocCheck Load ist damit für den Vertrieb aller „nichtphysischen“ Güter geeignet. Derzeit stellen bei DocCheck Load mehr als 20 Anbieter, meist medizinische Fachverlage, rund 3.000 Items ein.
DocCheck Faces
Das medizinisches Online-Netzwerk DocCheck Faces wurde 2009 vollständig überarbeitet. Den Nutzer bieten sich viele nützliche Zusatzfeatures: Das eigene Profil kann durch das Hinzufügen praktischer Module erweitert werden. Mit wenigen Klicks können beispielsweise aktuelle Jobangebote hinzugefügt werden, die individuell auf das eigene Nutzerprofil zugeschnitten sind. Mit Faces setzt DocCheck konsequent auf die Vernetzung seiner Services.
DocCheck CReaM
Im vergangenen Jahr hat DocCheck massiv in den Relaunch von DocCheck CReaM investiert. CReaM ist das Customer Relationship Management-System von DocCheck. Hier finden Firmenkunden alles rund um den DocCheck-Passwortschutz. In DocCheck CReaM können zum Beispiel neue DocCheck-Logins für Websites angelegt und diese verwaltet werden. Detaillierte Auswertungsmöglichkeiten und Statistiken erlauben es den Unternehmen, mehr über die Besucherzusammensetzung ihrer Websites zu erfahren.
4 Ertragslage
4.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern
Die DocCheck-Gruppe konnte den Umsatz im Jahr 2009 um gute fünf Prozent von 15,4 auf 16,3 Millionen Euro steigern. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) wuchs im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent von 9,2 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro. Die Kosten (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen - bedingt durch Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 453 Tsd. Euro - um 5,7 Prozent von 8,8 Millionen auf 9,3 Millionen Euro. Der Gewinn (EBIT) liegt bei 0,6 Millionen Euro. Das reine Zinsergebnis liegt mit 440 Tsd. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 506 Tsd. Euro. Jedoch wurde trotz der Finanzmarktkrise und der resultierenden niedrigen Marktzinsen ein noch immer befriedigendes Zinsergebnis erzielt. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 1.012 Tsd. Euro für das Jahr 2009. Nach Steuern verbleibt ein Ergebnis pro Aktie von 10 Cent (2008: 11 Cent).
4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen
Die Ursachen für das deutlich gestiegene operative Ergebnis in der DocCheck-Gruppe liegen in der positiven Ertragsentwicklung, insbesondere der antwerpes ag, begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick:
antwerpes
Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 21 Prozent und erzielte damit einen Umsatz von 6,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2009. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 5,5 Millionen Euro (2008: 4,5 Millionen Euro). Die positive Umsatz- und Rohertragsentwicklung resultiert aus einer durchgehend hohen Auslastung der Mitarbeiter sowie durch den Gewinn zahlreicher, allerdings vielfach zeitlich befristeter neuer Etats. Der Umsatz im 4. Quartal stieg um 10 Prozent auf 1,9 Millionen Euro. Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen ausschließlich die Lohnkosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2009 um 125 Tsd. Euro auf 2,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um zwei Prozent auf 2,3 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging leicht zurück und beträgt nun 73 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 4,6 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2009 um vier Prozent gegenüber dem Jahr 2008 an. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2009 im Geschäftsbereich antwerpes eine EBIT-Marge von 17,4 Prozent (1.191 Tsd. Euro) gegenüber 8,5 Prozent (486 Tsd. Euro) im Jahr 2008.
DocCheck
Der Geschäftsbereich DocCheck umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Im Jahr 2009 wurden die in den Vorjahren in diesem Segment gebündelten Gesellschaften DocCheck TV und medicalpicture auf die DocCheck Medical Services GmbH verschmolzen. Somit wird das Segment nun allein von der DocCheck Medical Services GmbH repräsentiert. Die Vorjahreszahlen beziehen sich somit auf die im Vorjahr durch das Segment erreichten Zahlen. Der Gesamtumsatz der DocCheck Medical Services sowie der DocCheck TV und der medicalpicture bis zum Verschmelzungszeitpunkt sank leicht von 3,5 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2009 stiegen die Personalkosten in diesem Bereich um neun Prozent, die sonstigen betrieblichen Kosten inklusive Konzernumlage stiegen um 120 Tsd. Euro im Jahr 2009 auf 1,3 Millionen Euro. In diesen sind Kosten enthalten, die einmalig für die Verschmelzung der DocCheck TV GmbH und der medicalpicture anfielen. Darüber hinaus wurde verstärkt in Messeaktivitäten und F & E investiert. Für das Gesamtjahr 2009 weist der Geschäftsbereich DocCheck einen negativen EBIT in Höhe von 305 Tsd. Euro aus.
DocCheck Shop
Im Geschäftsbereich DocCheck Shop wird der Teilkonzern abgebildet, der aus der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH, Weil im Schönbuch, besteht. An der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH, Weil im Schönbuch, hält die DocCheck AG einen Anteil von 57,5 Prozent. Im Jahr 2009 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, wodurch der Anstieg im Anteilsbesitz zu erklären ist. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop sank um 3,8 Prozent von 6,6 auf 6,3 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer Kaufzurückhaltung der Ärzte im ersten Halbjahr 2009, die auf starke Verunsicherungen durch die Budgetreform zurückzuführen ist. Der Online-Handel entwickelt sich positiv. Der Rohertrag sank um 192 Tsd. Euro von zwei Millionen Euro im Jahr 2008 auf 1,8 Millionen Euro im Jahr 2009. Der DocCheck Shop konnte trotzdem noch ein positives operatives Ergebnis (EBIT) von 35 Tsd. Euro erzielen.
5 Vermögens- und Finanzlage
5.1 Bilanzsumme, liquide Mittel, Wertpapiere und Cash Flow
Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns stieg von 20,8 Millionen Euro im Jahr 2008 auf nun 21,5 Millionen Euro im Jahr 2009. Die liquiden Mittel betragen Ende 2009 10,7 Millionen Euro; davon sind 6,9 Millionen Euro in kurzfristig kündbaren Festgeldanlagen angelegt. Die liquiden Mittel sind im Jahr 2009 zurückgegangen. Der Bestand verringerte sich von 12,3 Millionen Euro auf 10,7 Millionen Euro. Der geringere Ausweis in der Bilanz 2009 ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2009 für 3,2 Millionen Euro Wertpapiere des Anlagevermögens angeschafft wurden. Die Ende 2007 gekauften Goldreserven (Bilanzposition „Anlage in Edelmetallen“) werden derzeit mit dem Einkaufswert von zwei Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 17 Prozent von 2,3 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro ergibt sich aus der Tatsache, dass Forderungen zeitnah abgerechnet werden und einem konsequenteren Forderungsmanagement unterliegen. Die Vorräte sind in der Summe von 841 Tsd. Euro auf 972 Tsd. Euro gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts ist absolut um 223 Tsd. Euro auf 459 Tsd. Euro zurückgegangen. Der Warenbestand bezieht sich fast ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 26 Prozent auf 806 Tsd. Euro im Jahr 2009 gestiegen.
Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,6 Millionen Euro auf jetzt 2,9 Millionen Euro. Der Anstieg erklärt sich durch einen Anstieg in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Rückstellungen und Zahlungsverpflichtungen aus Steuern. Das Eigenkapital des Konzerns stieg von 18,1 Millionen Euro auf 18,6 Millionen Euro zum Jahresende 2009. Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Jahr um 1 Prozent auf 86 Prozent gegenüber 87 Prozent im Vorjahr leicht verringert.
Der Bestand an liquiden Mitteln, der 57 Prozent des Eigenkapitals abdeckt, ist um 13 Prozent und damit um 1,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 10,7 Millionen Euro gesunken. Der gesunkene Finanzmittelbestand resultiert aus dem Kauf von den schon vorher erwähnten Wertpapieren des Anlagevermögens.
6 Unternehmensbeteiligungen
6.1 Standorte
Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz im süddeutschen Weil im Schönbuch sowie eine Zweigniederlassung in Eilenburg (Sachsen) und Essen (NRW). Eine Segmentierung der Umsätze und eine entsprechende Ergebnisrechnung nach Standorten ist kein Bestandteil der Konzern-Rechnungslegung. Die Segmentierung erfolgt daher nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes. Die Angabe von isolierten Umsatzzahlen für die einzelnen DocCheck Shop Standorte besäße nur eine bedingte Aussagekraft. Aus diesem Grund wird auf den Ausweis dieser Zahlen an dieser Stelle verzichtet.
6.2 Verschmelzungen
Bezüglicher der Struktur des DocCheck-Konzerns ergaben sich im Jahr 2009 weitere gesellschaftsrechtliche Änderungen. Auf die DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurden die Gesellschaften medicalpicture Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die DocCheck TV Gesellschaft mit beschränkter Haftung verschmolzen. Die medicalpicture Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 17. Juni 2009, sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlung der DocCheck AG vom selben Tag und der Gesellschafterversammlung der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ebenfalls vom 17. Juni 2009 mit der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung verschmolzen worden. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der DocCheck Medical Services GmbH erfolgte am 23. Juni 2009. Weiter wurde die DocCheck TV Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 02. September 2009 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlung der DocCheck AG vom selben Tag und der Gesellschafterversammlung der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ebenfalls vom 02. September 2009 mit der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der DocCheck Medical Services GmbH erfolgte am 11. September 2009.
7 Vergütungsbericht
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| Name des Vorstands | Gesamtbezüge | Gezahltes Fixum in € |
Tantiemen- zahlung in € |
Anzahl der gewährten Aktienoptionen zum 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO | 241.802 | 181.808 | 59.994 | 0 |
| Jan Antwerpes, CFO | 90.273 | 46.944 | 43.329 | 0 |
| Pia Antwerpes, Rechtsnachfolgerin von Jan Antwerpes | 72.583 | 72.583 | 0 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft | 33.000 | 33.000 | 0 | 0 |
| Summe: | 437.659 | 334.336 | 103.323 | 0 |
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands individuell offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrates sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der DocCheck AG vor Steuern und nach Ergebnisabführung der 10-prozentigen Tochtergesellschaften. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Im Einzelnen lautet die Tantiemenregelung wie folgt:
| • | Bei Dr. Frank Antwerpes sind es 7,5 Prozent vom Jahresüberschuss vor Tantiemen und nach Steuern; gedeckelt bei max. 33 Prozent vom Fixum. |
| • | Bei Jan Antwerpes († 10. Mai 2009) belief sich die variable Vergütung auf fünf Prozent vom Jahresüberschuss vor Tantiemen und nach Steuern; gedeckelt bei maximal 33 Prozent vom Fixum. |
| • | Helmut Rieger hat ausschließlich ein Fixum |
Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht vor. Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführer abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich. Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 437 TEUR.
Die Vorstände Dr. Frank Nicolas Antwerpes und Jan Antwerpes († 10. Mai 2009) haben im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens eines Vorstandmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
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| Name des Aufsichtsmitglieds | Gesamtbezüge € |
davon fix € |
davon variabel € |
|---|---|---|---|
| Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender | 16.880 | 12.000 | 4.880 |
| Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender | 8.440 | 6.000 | 2.440 |
| Winfried Leimeister | 8.440 | 6.000 | 2.440 |
| Summe: | 33.759 | 24.000 | 9.759 |
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat in Höhe von insgesamt 34 Tsd. Euro (im Vorjahr 29 Tsd. Euro) gewährt. Die Mitglieder erhalten pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung. Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt.
8 DocCheck AG
Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notiert die DocCheck AG im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und stellt die Quartalszahlen in Form von Zwischenmitteilungen dar. Die Bilanzierung der Holding erfolgt nach HGB.
8.1 Entwicklung und Lage der AG
Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 15 Mitarbeiter ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Unternehmensfunktionen. Dazu gehören unter anderem:
| • | Geschäftsführung |
| • | Rechnungswesen |
| • | Controlling |
| • | Facility Management |
| • | Human Resources |
| • | Organisationsentwicklung |
| • | Corporate Communications |
| • | Front-Office-Services |
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Die Erlöse, welche die DocCheck AG aus dieser Tätigkeit erzielte, betrugen 2,95 Millionen Euro – gegenüber 2,88 Millionen im Vorjahr.
Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,5 Millionen Euro sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 1,1 Millionen Euro und Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 260 Tsd. Euro. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 317 Tsd. Euro auf die Anteile der DocCheck Medical Services GmbH vorgenommen. Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 998 Tsd. Euro. Trotz der Finanzkrise ist der Jahresüberschuss der DocCheck AG im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 15 Tsd. Euro auf 551 Tsd. Euro gefallen. Das Ergebnis pro Aktie beträgt somit 10 Cent. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Unternehmensanleihen mit einem Wert zum 31. Dezember 2009 von 3.186 Tsd. Euro erworben, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Finanzanlagevermögens führte. Der Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr von 11.924 Tsd. Euro auf 10.239 Tsd. Euro. Dabei resultierte aus dem Erwerb der Unternehmensanleihen ein Mittelabfluss i.H.v. 3.277 Tsd. Euro, welcher sich aus dem Kaufpreis der Unternehmensanleihen und den aufgelaufenen Stückzinsen zum Erwerbszeitpunk zusammensetzte.
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2010 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 5 Cent auszuzahlen.
8.2 Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 20. Mai 2009 beschlossen für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 5 Cent auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgte zum 22.05.2009 und betrug 267.011,80 Euro. Die Anteile, welche die Gesellschaft als eigene Anteile hält, waren nicht dividendenberechtigt.
8.3 Stock Options
Im Geschäftsjahr 2009 bestanden weiterhin keine Aktienoptionsprogramme.
9 Nachtragsbericht
9.1 Dividende
Am 4. März 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2010 vorzuschlagen, eine Dividende von 0,05 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
9.2 Meldungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG
Pia Antwerpes, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.02.2010 nun 0,0 Prozent (0,0 Stimmrechte) beträgt. Ferner hat Pia Antwerpes, Deutschland, uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an unserer Gesellschaft nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG als Zurechnung von Ben Antwerpes am 10.02.2010 nun 7,58 Prozent (405.043,5 Aktien) beträgt.
Ben Antwerpes, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.02.2010 nun 15,16 Prozent (810.087 Stimmrechte) beträgt.
9.3 Geplante Kapitalmaßnahme
In der Aufsichtsratssitzung vom 4. März 2010 wurde vom Vorstand die geplante Kapitalmaßnahme „Öffentlicher Aktienrückkauf“ inklusive der Eckdaten mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Eine endgültige Entscheidung über die Durchführung der Maßnahme erfolgt erst am Tag der Bilanzsitzung und damit am 11. März 2010.
10 Risiken und Chancen
Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Töchter sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert.
Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
| • | Markt | Kunden | Strategie |
| • | Systeme |
| • | Kosten |
| • | Human Resources |
| • | Finanzanlagen |
10.1 Markt | Kunden | Strategie
Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes. Dieser Markt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung Wachstumspotential hat. Dieses Potential resultiert aus der demographischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen.
Risiken
Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird. Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch spontan - Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden der DocCheck AG haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar.
Die Einflussnahme der Politik auf den Gesundheitsmarkt war im Wahljahr 2009 gering. In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2010 ist mit erhöhten Kostendämpfungsmaßnahmen zu rechnen, die sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bereits absehbar auf den Arzneimittelmarkt fokussieren. Dabei soll es auch bei den Arzneimittelinnovationen, die bislang von Sparmaßnahmen weitgehend verschont blieben, zu Preisfestsetzungen kommen. Auch wenn der vom Gesetzgeber geplante Maßnahmenkatalog noch nicht in allen Details bekannt ist, rechnet die DocCheck AG mit einem deutlich schwierigeren Marktumfeld, das Einfluss auf die Umsätze und das operative Ergebnis des Unternehmens haben kann.
Aus der Finanzmarktkrise könnten ebenfalls Risiken für den Konzern erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns nicht negativ beeinflusst. Dies ist begründet durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln und der damit verbundenen Unabhängigkeit von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Auf Grund des gesunkenen Zinsniveaus fallen die Zinserträge aus den liquiden Mitteln niedriger aus. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2010 nicht ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge angewiesen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesamtwirtschaft stellen gleichwohl ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck AG negativ beeinflussen kann. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht negativ betroffen. Für das Geschäftsjahr 2010 können solche Folgen der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögensgegenstände vor. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als 6 Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten.
Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit entfällt in den Bereichen ein Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur.
Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2009 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.
Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt.
In Bezug auf mögliche Preisrisiken lässt sich festhalten, dass die Gesellschaft am Bilanzstichtag Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen hält. Hinsichtlich der erworbenen Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ist die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt.
Chancen
Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einer verstärkten Nachfrage nach kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird und in der Folge zu einer verstärkten Nachfrage nach eMarketing-Maßnahmen und integrierten Marketingkonzepten. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Ob durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment Umsatzrückgänge an anderer Stelle aufgefangen werden können, ist jedoch nicht klar abzusehen.
Die Krise der Finanzmärkte und der Wirtschaft insgesamt könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Strategie weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden. Die DocCheck-Gruppe hätte dann die Möglichkeit, vom nächsten Konjunkturzyklus überproportional zu profitieren. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe bevorzugen, die sowohl leistungsals auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die vertragsgerechte Leistungserstellung sicher zu stellen.
10.2 Systeme
Die Strategie des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine einzigartige Marktstellung.
Risiken
Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck- Gruppe, das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur.
Der Erfolg der Strategie kann durch Abteilungsdenken gefährdet werden. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen. Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer würde den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach, Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten.
Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten doppelt gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Software- Komponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen.
Chancen
Durch eine Reihe von Maßnahmen im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung ist es der DocCheck-Gruppe in den letzten Jahren erfolgreich gelungen, die Unternehmenskultur mit der wachsenden Komplexität des Unternehmens zu entwickeln. Im Jahr 2009 konnte die Konzernstruktur weiter vereinfacht werden, mit positiven Resultaten für die Komplexitätskosten im Konzern. Weitere Maßnahmen in diese Richtung werden angestrebt.
10.3 Kosten
Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2009 stabil gehalten werden.
Risiken
Für das Geschäftsjahr 2010 ist aufgrund einer anziehenden Inflation mit Kostensteigerungen zu rechnen, insbesondere bei den Personalkosten. Dem gegenüber stehen Kostenreduktionen aus strukturellen Veränderungen und Nachverhandlungen. Dennoch handelt es sich bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden um Kosten, die einem Rückgang der Auslastung nicht ohne Weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.
Chancen
Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im General Standard sowie der vergleichsweise komplexen Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich notierten Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie des Wachstums des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden. In 2009 wurden weitere Maßnahmen in diese Richtung durchgeführt. Die medicalpicture GmbH und die DocCheck TV GmbH wurden auf die DocCheck Medical Services GmbH verschmolzen. Dadurch ergeben sich verringerte Personalkosten, Managementbelastungen sowie Prozessvereinfachungen im Rechnungswesen und Controlling.
Die Strategie der Verwässerung der Holdingkosten durch das Konzernwachstum war auch in 2009 erfolgreich. So sind die Overheadkosten (Vorstand, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling) weniger schnell gestiegen als der Konzern gewachsen ist. Diese Entwicklung soll sich in der Zukunft fortsetzen. Voraussetzung dafür ist ein Konzernwachstum oberhalb der Inflationsrate, die in etwa das Wachstum der Overheadkosten bestimmt.
10.4 Human Resources
Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer im Branchenvergleich geringen Fluktuation im Unternehmen wider.
Risiken
Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist nach wie vor schwierig. Hier steuert das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise, der Beschäftigung freier Mitarbeiter sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen. Ein besonderes Risiko stellt der Mangel an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Die erfolglose Rekrutierung von IT-Fachkräften kann zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck AG und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen.
Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf zu wenige Personen. Hier versucht die Gesellschaft durch gezielte Ausbildung von Führungspersonal entgegen zu wirken. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen.
Chancen
Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben. Es existiert eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potential, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.
Die Chancen bei der Rekrutierung von qualifizierten Berufseinsteigern und Berufserfahrenen verbessern sich für den Konzern in der nun wieder schwierigeren wirtschaftlichen Phase, da der Konzern überaus krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Zum Anderen kann der Konzern mittlerweile auf eine Art Alumni-Netzwerk verweisen, dessen Mitglieder nicht wenigen Bewerbern als positive Referenz dienen.
Die Angaben der Chancen aus dem Human Resources Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wider wie sie nach § 289 Abs. 3 HGB anzugeben sind.
10.5 Finanzanlagen
Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen eine konservative Anlagestrategie. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft.
Risiken
Ein Teil der Finanzanlagen der DocCheck-Gruppe sind in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen dienen in erster Linie zur Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung dieser Anlage ist nicht vorhersehbar. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert.
10.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem – wesentliche Merkmale nach §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Die Basis des Kontroll- und Risikomanagements des DocCheck-Konzerns ist die Unternehmensstrategie. Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinaus gehende Risiken werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist.
Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine ad hoc Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt.
Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse, konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen. Auf Grund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert.
In die Rechnungslegungsprozesse selbst integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens dem Vier-Augen-Prinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen. Zur Erstellung des Abschlusses wird mit der Diamant/3 ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter Konsolidierung eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft.
Auf Grund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten Unternehmen ist die Komplexität in der Konzernrechungslegung deutlich reduziert. Daher kommen keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages oder für die Erstellung des Anhangs zum Einsatz.
Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens, in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet.
Besondere Geschäftsvorfälle, wie z.B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte, Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern.
Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen.
Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstandes, verringert das Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter.
Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren (Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes Reporting erstellt.
Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden, Fachfirmen sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer.
Im Rahmen der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird jährlich unter den Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen.
Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht, aus dem Untergang des Firmenvermögens, sowie aus Betriebsunterbrechungen abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen erfolgen nicht.
Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen, punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen nie gänzlich ausgeschlossen werden.
11 Prognosebericht
11.1 Konjunkturausblick / Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Bezogen auf die Weltwirtschaft hat die Finanzkrise 2009 vor allem die konjunkturelle Entwicklung der Gütermärkte belastet und dann in der Folge auf die Dienstleistungsmärkte übergegriffen. In der zweiten Jahreshälfte entspannte sich die Lage etwas auf Grund der greifenden stabilisierenden Maßnahmen von staatlicher Seite. Für die Weltwirtschaft wird für das Jahr 2010 mit einem globalen Wachstum von 3,1 Prozent gerechnet - allerdings hier vor allem getrieben von den aufstrebenden Staaten aus dem asiatischen Raum.
Für Europa wird 2010 derzeit eine verhalten positive Entwicklung erwartet. Prognostiziert ist ein Wachstum von 0,3 Prozent über den gesamten Euroraum. Allerdings muss für den Euroraum einschränkend erwähnt werden, dass die Entwicklung in Europa sicher stark davon abhängig ist, wie die Länder, die von Überschuldung bedroht sind, in der Lage und Willens sind ihre Schulden in den Griff zu bekommen.
Für Deutschland wird, der Prognose über den gesamten Euroraum folgend, ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet. Allerdings hatte 2009 die Finanzkrise auf das deutsche Konsumverhalten noch nicht die prognostizierten starken Auswirkungen, wie sie das auf das Investitionsverhalten der Unternehmen hatte. Für 2010 ist hier sicher mit einer verstärkten Unsicherheit der Verbraucher zu rechnen und damit einhergehend mit einem Rückgang des privaten Konsums.
11.2 Entwicklung auf den Absatzmärkten / Ertragslage / Dividende
Die DocCheck AG ist in erster Linie im Bereich Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Dies macht sich vor allem in der Rezession, wie sie sich 2009 zeigte, bemerkbar. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Für das 2. Halbjahr 2010 sind umfangreiche staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt absehbar. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die DocCheck-Gruppe vom Trend zu integrierter Kommunikation profitiert. Durch den rechtzeitigen Einstieg in e-Marketing, in Tablet-PC gestützte Außendienstkommunikation und Online-PR konnten wir unsere Kompetenz in Erstellung integrierter Kampagnen weiter ausbauen. Und nicht zuletzt profitieren antwerpes und DocCheck von der intensiven Zusammenarbeit und sind in der Lage ein nahezu einmaliges Angebot zu unterbreiten: Kommunikationskonzept und Zielgruppenkanal aus einer Hand.
Für das Segment antwerpes ist eine konkrete Umsatz- und Ertragsprognose zur Zeit nicht möglich, da der Markt für Kommunikationsdienstleistungen extrem volatil ist. Nach einem umsatzseitig sehr guten Jahr 2009 wird es schwierig bei dem gegebenen gesamtwirtschaftlichen Umfeld diese Umsatzzahlen für 2010 zu wiederholen.
Die Unternehmensführung geht davon aus, dass das Segment DocCheck umsatzmäßig von der Verlagerung der Marketingaktivitäten ins Internet weiterhin profitieren wird, allerdings könnten gegebenenfalls einen Verringerung der Marketingbudgets insgesamt in 2010 dazu führen, dass auch die Ausgaben für das e-Marketing sinken. Ertragsseitig stehen Investitionen in den weiteren Ausbau der DocCheck Services an, um die gute Marktposition auch für 2010 zu festigen. Für die Erträge des DocCheck Segments bedeutet diese Zukunftsinvestition weiterhin eine Belastung.
Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft der Ärzte. Bei der gesamtwirtschaftlichen Lage und der derzeit noch unklaren politischen Pläne zur weiteren Regulierung des Gesundheitsmarktes lässt sich auch hier keine Prognose treffen.
Die DocCheck-Gruppe ist im Jahr 2009 gewachsen, profitabel, gut finanziert und strategisch gut positioniert. Die gute Marktposition und solide Finanzierung verschafft der DocCheck-Gruppe auch 2010 eine gute Startposition. Die Risiken, die sich aus der unternehmerischen Tätigkeit auf dem Gesundheitsmarkt ergeben, werden ausführlich im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe rechnet auf Grund der genannten Einschränkungen maximal mit einer Ertragslage auf Vorjahresniveau.
Die bereits beschriebenen Markt- und Geschäftsrisiken führen dazu, dass die DocCheck AG noch keine Prognose bezüglich einer möglichen Dividende trifft. Allerdings hat das Unternehmen, kontinuierlich, sofern es die Ertragslage erlaubte, eine Dividende ausgeschüttet und tut dies für das Geschäftsjahr 2009 erneut. Sollte es die Ertragslage ermöglichen, so ist davon auszugehen, dass das Unternehmen an seiner Dividendenpolitik festhält.
Finanzlage
Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. An dieser Stelle erwähnt werden sollte allerdings die hohe Eigenkapitalquote von rund 80 Prozent und der hohe Cashanteil des Eigenkapitals der DocCheck-Gruppe. Das Unternehmen ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2010 diesbezüglich – vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage – keine tiefgreifenden Veränderungen.
Ausblick für das Jahr 2011
So schwer wie sich derzeit schon für 2010 verbindliche Aussagen treffen lassen, um so schwerer ist dies für das Jahr 2011. Es lässt sich an dieser Stelle nur festhalten, dass, sollten die im Risikobericht beschriebenen Marktrisiken eintreten, davon auszugehen ist, dass sich die Umsatz- und Ertragslage der DocCheck-Gruppe vermutlich verschlechtern wird. Vor allem die möglichen staatlichen Regulierungen würden, so sie denn kämen, erst 2011 greifen und damit die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens nachhaltig beeinflussen.
12 Bericht zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Börsennotierte Aktiengesellschaften haben über die Corporate Governance und die Unternehmensführungspraktiken in einer sogenannten „Erklärung zur Unternehmensführung“ zu informieren (§ 289a HGB). Die Erklärung ist dabei entweder in einem gesonderten Teil des Lageberichts aufzunehmen oder auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen. Die DocCheck AG veröffentlicht die Erklärung zur Unternehmensführung auf ihrer Internetseite www.doccheck.ag unter der Rubrik Company/Erklärung Unternehmensführung.
13 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2009 5.343.452,00 Euro und ist eingeteilt in 5.343.452 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme am Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.
Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro.
Am Grundkapital der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2009 von Dr. Frank Antwerpes und Pia Antwerpes direkte Beteiligungen, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten.
Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt:
„Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.“
Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel sei hier §§ 182ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 zu Punkt 6 der Tagesordnung wurde der Vorstand ermächtigt bis zu 590.431 Stück eigene Aktien zu erwerben. Zum 31. Dezember 2009 hat die Gesellschaft 3216 Stück eigene Aktien in ihrem Bestand. Die in den Jahren 2006 bis 2008 getätigten Aktienrückkäufe der DocCheck AG wurden, wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 2.952.156 (genehmigtes Kapital) bis zum 14. Juni 2010 zu erhöhen.
Nach § 5 Abs. 5 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 559.931 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007.
Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 wurde die bilanzielle Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage in die freie Kapitalrücklage beschlossen. Die Gesellschaft erhält mit diesem Beschluss die Möglichkeit eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10,6 Millionen Euro zum Einzug zurück zu erwerben. Auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 wurde dieser Beschluss unter Tagesordnungspunkt 8 verlängert.
Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
Köln, 4. März 2010
DocCheck AG
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes
Helmut Rieger
2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009
scroll
| 01.01.2009 - 31.12.2009 EUR |
01.01.2008 - 31.12.2008 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 2.951.656,08 | 2.879.021,76 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 77.560,35 | 157.640,85 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -8.873,96 | -29.214,58 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -69.047,88 | -64.300,03 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -969.553,79 | -936.308,92 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -163.358,43 | -152.822,96 |
| - davon für Altersversorgung EUR 5.028,36 (Vorjahr EUR 1.506,00) | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -353.904,74 | -362.299,80 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.466.018,48 | -1.498.792,48 |
| 7. Erträge aus Gewinnabführung | 1.094.886,35 | 548.588,42 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 533.082,22 | 558.952,66 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 45.437,78 (Vorjahr EUR 40.569,20) | ||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -317.363,36 | -2.329,94 |
| 10. Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 21.470,00 |
| 11. Aufwand aus Verlustübernahme | -260.305,00 | -41.388,56 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -50.269,42 | -5.079,50 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) | ||
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 998.489,94 | 1.073.136,92 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -446.488,60 | -505.106,96 |
| 15. Sonstige Steuern | -589,00 | -827,00 |
| 16. Jahresüberschuss | 551.412,34 | 567.202,96 |
| 17. Gewinnvortrag | 588.033,41 | 1.138.462,51 |
| 18. Entnahme aus der Rücklage für eigene Anteile | 419,77 | 997.691,93 |
| 19. Einstellungen in die Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | 0,00 |
| 20. Aufwand aus der Einziehung von Aktien | 0,00 | -2.115.323,99 |
| 21. Erträge aus Kapitalherabsetzung | 0,00 | 560.860,00 |
| 22. Einstellung in die Kapitalrücklage | 0,00 | -560.860,00 |
| 23. Gewinnausschüttung | -267.011,80 | 0,00 |
| 24. Bilanzgewinn | 872.853,72 | 588.033,41 |
3. Bilanz zum 31. Dezember 2009
AKTIVSEITE
scroll
| 31.12.2009 EUR |
31.12.2008 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 11.939.926,00 | 8.714.855,03 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 168.974,00 | 51.345,00 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 168.974,00 | 51.345,00 |
| II. Sachanlagen | 3.262.400,00 | 3.481.792,66 |
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 410.380,00 | 460.190,34 |
| 2. Einbauten in fremde Grundstücke | 868.335,00 | 1.037.917,32 |
| 3. Anlage in Edelmetalle | 1.983.685,00 | 1.983.685,00 |
| III. Finanzanlagen | 8.508.552,00 | 5.181.717,37 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.322.378,05 | 5.181.717,37 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 3.186.173,95 | 0,00 |
| B. Umlaufvermögen | 11.085.385,07 | 13.610.259,80 |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 837.629,25 | 1.677.720,87 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.362,55 | 0,00 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 642.807,34 | 1.328.110,22 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 193.459,36 | 349.610,65 |
| II. Wertpapiere | 8.672,28 | 9.092,05 |
| 1. Eigene Anteile | 8.672,28 | 9.092,05 |
| 2. Sonstige Wertpapiere | 0,00 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 10.239.083,54 | 11.923.446,88 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 36.770,85 | 11.678,31 |
| 23.062.081,92 | 22.336.793,14 | |
| PASSIVSEITE | ||
| 31.12.2009 EUR |
31.12.2008 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 21.296.671,49 | 21.012.270,95 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.343.452,00 | 5.343.452,00 |
| II. Kapitalrücklage | 15.000.080,00 | 15.000.080,00 |
| III. Gewinnrücklagen | 80.285,77 | 80.705,54 |
| 1. Gesetzliche Rücklage | 39.166,10 | 39.166,10 |
| 2. Rücklagen für eigene Anteile | 8.672,28 | 9.092,05 |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 32.447,39 | 32.447,39 |
| IV. Bilanzgewinn | 872.853,72 | 588.033,41 |
| - davon Gewinnvortrag EUR 588.033,41 (Vorjahr EUR 1.138.462,51) | ||
| B. Rückstellungen | 406.414,48 | 419.700,71 |
| 1. Steuerrückstellungen | 184.203,76 | 141.709,67 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 222.210,72 | 277.991,04 |
| C. Verbindlichkeiten | 1.358.995,95 | 904.821,48 |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 74.887,18 | 76.002,63 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 976.128,45 | 499.276,75 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 307.980,32 | 329.542,10 |
| - davon aus Steuern EUR 316.536,74 (Vorjahr EUR 247.828,57) | ||
| 23.062.081,92 | 22.336.793,14 |
4. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009
scroll
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Wert 31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten | 165.724,41 | 149.877,92 | -3.841,60 | 0,00 | 311.760,73 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 1.135.887,14 | 139.226,25 | -75.323,27 | -24.454,86 | 1.175.335,26 |
| 2. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.806.427,51 | 13.405,91 | -24.218,94 | 24.454,86 | 1.820.069,34 |
| 3. Anlage in Edelmetalle | 1.983.685,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.983.685,00 |
| 4.925.999,65 | 152.632,16 | -99.542,21 | 0,00 | 4.979.089,60 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.325.717,37 | 457.604,27 | 0,00 | 0,00 | 5.783.321,64 |
| 2. festverzinsliche Wertpapiere | 0,00 | 3.228.000,00 | 0,00 | 0,00 | 3.228.000,00 |
| 5.325.717,37 | 3.685.604,27 | 0,00 | 0,00 | 9.011.321,64 | |
| Gesamtsumme | 10.417.441,43 | 3.988.114,35 | -103.383,81 | 0,00 | 14.302.171,97 |
scroll
| Abschreibung | Abschreibung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wert 01.01.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge / Zuschreibungen EUR |
Umbuchungen EUR |
Wert 31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten | 114.379,41 | 29.580,92 | -1.173,60 | 0,00 | 142.786,73 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 675.696,80 | 152.475,25 | -41.094,27 | -16.830,86 | 770.246,92 |
| 2. Einbauten in fremde Grundstücke | 768.510,19 | 171.848,57 | -10.746,94 | 16.830,86 | 946.442,68 |
| 3. Anlage in Edelmetalle | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.444.206,99 | 324.323,82 | -51.841,21 | 0,00 | 1.716.689,60 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 144.000,00 | 316.943,59 | 0,00 | 0,00 | 460.943,59 |
| 2. festverzinsliche Wertpapiere | 0,00 | 41.826,05 | 0,00 | 0,00 | 41.826,05 |
| 144.000,00 | 358.769,64 | 0,00 | 0,00 | 502.769,64 | |
| Gesamtsumme | 1.702.586,40 | 712.674,38 | -53.014,81 | 0,00 | 2.362.245,97 |
scroll
| Bilanz | ||
|---|---|---|
| Wert 31.12.2009 EUR |
Wert 31.12.2008 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten | 168.974,00 | 51.345,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 405.088,34 | 460.190,34 |
| 2. Einbauten in fremde Grundstücke | 873.626,66 | 1.037.917,32 |
| 3. Anlage in Edelmetalle | 1.983.685,00 | 1.983.685,00 |
| 3.262.400,00 | 3.481.792,66 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.322.378,05 | 5.181.717,37 |
| 2. festverzinsliche Wertpapiere | 3.186.173,95 | 0,00 |
| 8.508.552,00 | 5.181.717,37 | |
| Gesamtsumme | 11.939.926,00 | 8.714.855,03 |
5. Anhang für das Geschäftsjahr 2009
der DocCheck AG, Köln
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Die DocCheck AG erfüllt zum 31. Dezember 2009 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft, aufgrund der Börsennotierung gilt diese jedoch als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242ff., 264ff. HGB sowie unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurden unverändert übernommen. Die Vorjahresangaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008.
B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit den historischen Abschaffungskosten gezeigt, sofern nicht aufgrund dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen wurden.
Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung).
Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Die Mietereinbauten werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter sind im Geschäftsjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten bewertet worden und im laufenden Geschäftsjahr und in den vier folgenden zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2009 beträgt die Auflösung der Sammelposten insgesamt 72 TEUR (i.V. 49 TEUR).
Die im Rahmen langfristiger Investitionspolitik im Geschäftsjahr 2007 angeschafften Goldvorräte sind innerhalb der Sachanlagen unter dem eigenen Posten "Anlage in Edelmetalle" ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu den Anschaffungskosten.
Der Posten „Wertpapiere des Anlagevermögens“ setzt sich zum 31. Dezember 2009 aus drei Unternehmensanleihen zusammen. Die Anleihen wurden zum Bilanzstichtag mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und als Zinsaufwand ausgewiesen. Dieser Betrag beläuft sich im Geschäftsjahr 2009 auf 41 TEUR.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den jeweiligen Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 1 TEUR (i.V. 0 TEUR) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 643 TEUR (i.V. 1.328 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 74 TEUR (i.V. 976 TEUR) mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die verbleibende Forderung in Höhe von 569 TEUR (i.V. 976 TEUR) resultiert aus einem gewährten Darlehen gegenüber der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben 515 TEUR (i.V. 569 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 193 EUR (i.V. 350 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen und Steuerrückforderungen zusammen. Von diesen haben 11 TEUR (i.V. 52 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3. Wertpapiere
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Ergibt sich am Bilanzstichtag ein niedriger Börsen- oder Marktpreis wurden entsprechende Abschreibungen auf diesen Wert vorgenommen.
Zum 31. Dezember 2009 hält die DocCheck AG 3.216 Stück eigene Aktien mit einem Kurswert von 9 TEUR. Die Anschaffungskosten haben 11 TEUR betragen. Die eigenen Anteile machen insgesamt 9 TEUR des Grundkapitals aus.
Auf den Wertpapierbestand wurden im Geschäftsjahr keine Abschreibungen vorgenommen.
4. Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bank- und Barguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 37 TEUR (i.V. 11 TEUR) enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres. Der Ansatz erfolgt zu Nennwerten.
6. Eigenkapital
a.) Gezeichnetes Kapital
Die Zahl der am 31. Dezember 2009 von der DocCheck AG ausgegebenen Stammaktien im Nennwert von einem Euro beträgt 5.343.452 Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Namen.
b.) Eigene Anteile
Am 31. Dezember 2009 hielt die DocCheck AG 3.216 Stück eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 3.216 EUR. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % am Grundkapital.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 20. Mai 2009 erneut ermächtigt, sowohl über die Börse als auch außerhalb der Börse eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 21. Mai 2008 aufgehoben.
c.) Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juni 2010 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.952.156 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden.
d.) Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital nach § 5 Abs. 4 der Satzung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der DocCheck AG sowie Führungskräfte nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007.
Das bedingte Kapital wurde nach § 218 AktG bei der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im gleichen Verhältnis erhöht wie das Grundkapital. Im Anschluss daran wurde es mit Beschluss der Hauptversammlung von 21. Mai 2008 auf 559.931 EUR herabgesetzt.
e.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf 3.752 TEUR.
f.) Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf 10.687 TEUR.
g.) Kapitalrücklage § 237 Abs. 5 AktG
Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf 561 TEUR.
h.) Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
scroll
| 31.12.2009 in TEUR |
31.12.2008 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 39 | 39 |
| Rücklage für eigene Anteile | 9 | 9 |
| andere Gewinnrücklagen | 32 | 32 |
| Summe Gewinnrücklagen | 80 | 80 |
7. Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Abschluss- und Prüfungskosten 66 TEUR (i. V. 94 TEUR) und für Tantiemen und Provisionen 63 TEUR (i. V. 89 TEUR).
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 75 TEUR (i.V. 76 TEUR), welche sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 976 TEUR (i.V. 499 TEUR) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten, sämtlich mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2009 in TEUR |
31.12.2008 in TEUR |
|
|---|---|---|
| Lohn- und Kirchensteuer | 16 | 18 |
| Umsatzsteuer | 273 | 299 |
| Betriebssteuern | 0 | 0 |
| Soziale Sicherheit | 1 | 0 |
| Übrige | 18 | 13 |
| 308 | 330 |
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2009 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
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| TEUR | |
|---|---|
| Aus Miete | 2.244 |
| Übrige Leasingverhältnisse | 19 |
| 2.263 | |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres | 430 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 1.833 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Stadtsparkasse Köln ein Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich aus Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten etc.) für die antwerpes ag, die DocCheck Medical Services GmbH sowie die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, zusammen.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen 21 TEUR (i.V. 82 TEUR), den Erlösen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 0,9 TEUR (i.V. 4 TEUR) und aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 0 TEUR (i.V. 22 TEUR) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 56 TEUR aus Schadensersatzzahlungen.
3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge werden aus Geldanlagen und der Verzinsung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit denen keine Gewinnabführungsverträge bestehen erzielt.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2009 in EUR |
31.12.2008 in EUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 660.845,47 | 648.222,52 |
| Rechts- u. Beratungskosten | 79.541,05 | 181.292,15 |
| Internetkosten | 65.166,69 | 69.151,36 |
| Hauptversammlungskosten | 42.497,00 | 70.740,53 |
| Betrieb, Wartung Reparatur | 70.073,41 | 56.476,09 |
| Übrige Verwaltungsaufwendungen | 81.438,70 | 70.383,21 |
| Börsenpräsenz | 20.938,15 | 53.704,00 |
| Reisekosten | 57.874,41 | 67.236,13 |
| EWB auf Ford. g. verbundene Unternehmen | 107.763,94 | 0,00 |
| Übrige | 279.879,66 | 281.586,49 |
| Summe | 1.466.018,48 | 1.498.792,48 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodische fremde Aufwendungen in Höhe von 107 TEUR (i.V. 0 TEUR).
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens bestehen aus Abschreibungen der Beteiligungsbuchwerte der medicalpicture GmbH und der DocCheck TV GmbH in Höhe von insgesamt 317 TEUR (i.V. 0 TEUR) und Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 0 TEUR (i.V. 2 TEUR).
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 446 TEUR setzen sich aus der Körperschaftsteuer 2009 in Höhe von 210 TEUR und der Gewerbesteuer 2009 in Höhe von 236 TEUR zusammen.
7. Gewinnausschüttung
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 20. Mai 2009 erfolgte die Beschlussfassung die Dividendenauszahlung des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 267 TEUR.
C. Sonstige Angaben
1. Anzahl der Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr werden durchschnittlich 15 Mitarbeiter (i. V. 14) beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).
2. Gesellschaftsorgange
Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2009 folgende Mitglieder:
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| Organe der DocCheck AG Vorstand | Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien |
|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt, Zahnarzt | antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Aufsichtsrates) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) |
| Jan Antwerpes, Köln († 10.05.2009) Finanzvorstand, CFO Diplom Kaufmann | |
| Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand eCommerce, COO Kaufmann | DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Aufsichtsrat Michael Thiess, München, Unternehmensberater Aufsichtsratvorsitzender | Vorstandsvorsitzender Sanemus AG, München Mitglied des Aufsichtsrats ProPharm AG, Aitrach |
| Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellv. Aufsichtsratvorsitzender | |
| Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrates | antwerpes ag, Köln |
3. Vorstandsvergütung
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2009 folgende Vergütungen:
Vorstandsvergütung
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| Name des Vorstands | Gesamtbezüge in € |
Gezahltes Fixum in € |
Tantiemenzahlung in € |
Anzahl der gewährten Aktienoptionen zum 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO | 241.802 | 181.808 | 59.994 | 0 |
| Jan Antwerpes, CFO († 10.05.2009) | 90.273 | 46.944 | 43.329 | 0 |
| Pia Antwerpes, Rechtsnachfolgerin von Jan Antwerpes | 72.583 | 72.583 | 0 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft | 33.000 | 33.000 | 0 | 0 |
| Summe: | 437.659 | 334.336 | 103.323 | 0 |
Die Vorstände Dr. Frank Nicolas Antwerpes und Jan Antwerpes haben im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens eines Vorstandmitgliedes erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung des Gehaltes jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
4. Aufsichtsratsvergütung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2009 folgende Vergütungen:
Aufsichtsratsvergütung
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| Name des Aufsichtsratsmitglieds | Gesamtbezüge € |
davon fix € |
davon variabel € |
|---|---|---|---|
| Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender | 16.880 | 12.000 | 4.880 |
| Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzend | 8.440 | 6.000 | 2.440 |
| Winfried Leimeister | 8.440 | 6.000 | 2.440 |
| Summe: | 33.759 | 24.000 | 9.759 |
Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 38 TEUR (i. V. 11 TEUR).
5. Konzernabschluss
Die DocCheck AG ist Mutterunternehmen und somit zum 31. Dezember 2009 verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
6. Anteilsbesitz
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsquote zum 31.12.2009 | Eigenkapital zum 31.12.2009 in TEUR |
Jahresergebnis 2009 in TEUR |
|---|---|---|---|
| DocCheck Medical Services GmbH, Köln | 100% | 582 | 0* |
| antwerpes ag, Köln | 100% | 298 | 0* |
| DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch | 57,5% | 1015 | 3 |
* nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
Die Gesellschaften DocCheck TV GmbH und medicalpicture GmbH, die sich noch im Vorjahr im Anteilsbesitz der DocCheck AG befunden haben, sind im Wirtschaftsjahr 2009 auf die DocCheck Medical Services GmbH verschmolzen worden.
7. Meldungen gemäß § 21 Absatz 1 WpHG
Pia Antwerpes, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.02.2010 nun 0,0 Prozent (0,0 Stimmrechte) beträgt. Ferner hat Pia Antwerpes, Deutschland, uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG am mitgeteilt, dass ihr Anteil an unserer Gesellschaft nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG als Zurechnung von Ben Antwerpes am 10.02.2010 nun 7,58 Prozent (405.043,5 Aktien) beträgt.
Ben Antwerpes, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.02.2010 nun 15,16 Prozent (810.087 Stimmrechte) beträgt.
8. Stock Options
Die Gesellschaft hat keine laufenden Aktienprogramme.
9. Honorare des Abschlussprüfers
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer enthalten in Höhe von:
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| 31.12.2009 in TEUR |
|
|---|---|
| Abschlussprüfung | 41 |
| sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| sonstige Leistungen | 0 |
| Summe | 41 |
Die Kosten der Abschlussprüfung betragen insgesamt 60 TEUR wurden jedoch im Rahmen der Umlage an die einzelnen Gesellschaften verteilt.
10. Erklärung zum Corporate Government Kodex
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG haben am 11. Dezember 2009 eine Erklärung zum Corporate Government Kodex gem. §161 AktG abgegeben und diese auf der Website der DocCheck AG unter der Rubrik „Company / Corp. Governance“ den Aktionären zugänglich gemacht.
D. Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 12. Mai 2010 vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 872.853,72 EUR eine Dividende in Höhe von 0,05 EUR pro Aktie auszuzahlen. Der Restgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, 04. März 2010
DocCheck AG
Vorstand
Dr. Frank Antwerpes
Helmut Rieger
6. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung der DocCheck AG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung der DocCheck AG und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Köln, den 04.März 2010
**PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
R. van Kerkom Wirtschaftsprüfer
U. Meyer Wirtschaftsprüfer
7. Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand sowie seine Berichterstattung, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex, die personelle Veränderung im Vorstand der Gesellschaft sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in fünf ordentlichen Sitzungen am 5. März, 12. März, 19. Mai, 23. Juli und 22. Oktober 2009. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich sowie fernmündlich vom Vorstand über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens vom Finanzvorstand oder Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen.
Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Beratungsschwerpunkte
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert.
Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2009 fest:
•
Berichterstattung durch den Vorstand
| • | zum Jahresabschluss 2009 |
| • | zum Halbjahresabschluss und Zwischenmitteilungen |
| • | zur Lage der Gesellschaft |
| • | zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen |
•
Beratungen
| • | zum Deutschen Corporate Governance Kodex |
| • | zur Unternehmensstrategie |
| • | zum Tod des Finanzvorstands |
| • | zum Risikomanagement |
| • | zur Umstellung Namensaktie |
| • | zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2009 |
| • | zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats |
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und des Konzerns sind von der PKF Deutschland GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung 2009 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister im Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 12. März 2009 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 12. März 2009 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Erfreuliche Geschäftsentwicklung im Krisenjahr 2009
Die DocCheck Gruppe konnte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um gut fünf Prozent auf 16,3 Millionen Euro steigern. Der Gewinn liegt bei 0,6 Millionen Euro. Das ist – in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage – eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat dankt an dieser Stelle den Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren Einsatz.
Hohe Corporate Governance Standards erneut eingehalten
Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend beobachtet und hierüber regelmäßig beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 11. Dezember 2009 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die DocCheck AG entspricht auch nach der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 18. Juni 2009 in den wesentlichen Punkten den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Ausschussbildung
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.
Hauptversammlung
Im Rahmen der Vorbereitung der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 hat der Aufsichtsrat ausgiebig über die Tagesordnung der Hauptversammlung beraten und sie dann einstimmig beschlossen.
Umstellung auf Namensaktien
Auf den Tagesordnungspunkt „Umstellung auf Namensaktien“ möchte ich hier kurz noch einmal eingehen. Die Aktien der Gesellschaft lauteten bis zum Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG am 20. Mai 2009 auf den Inhaber. Die vom Vorstand geplante Umstellung auf Namensaktien wurde während des gesamten Entscheidungsprozesses vom Aufsichtsrat begleitet und in jeder Phase intensiv diskutiert. Der Aufsichtsrat folgte der Auffassung des Vorstands, dass Namensaktien die Kontaktaufnahme der Gesellschaft mit ihren Aktionären erleichtern und die Transparenz in Bezug auf den Aktionärskreis verbessert.
Jan Antwerpes
Die diesjährige Hauptversammlung fand zum ersten Mal ohne den Mitbegründer und Finanzvorstand der DocCheck AG, Jan Antwerpes, statt. Er war unerwartet im Alter von 44 Jahren am 10. Mai 2009 verstorben. An dieser Stelle habe ich die traurige Pflicht zu berichten, dass uns Dr. Frank Antwerpes sofort und umfassend dazu informierte. Im Rahmen einer geschlossenen Aufsichtsratssitzung am 19. Mai beschäftigte sich der Aufsichtsrat sehr intensiv mit der Situation der Gesellschaft nach dem Tod von Jan Antwerpes. Auch in den Tagen zuvor war der Aufsichtsrat untereinander hierzu in engem telefonischen Kontakt. Es wird keine Notwendigkeit gesehen, das Finanzressort unmittelbar neu zu besetzen. Die Vorstandsaufgaben von Jan Antwerpes werden damit, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, von Dr. Frank Antwerpes übernommen.
Dividende
Aufsichtsrat und Vorstand haben der Hauptversammlung vorgeschlagen, eine Dividende von 0,05 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 20. Mai 2009 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,05 Euro auszuschütten.
Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und spreche, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.
Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahrs 2010 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im März 2010
Gez. Michael Thiess, Aufsichtsratsvorsitzender
8. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes zum 31.12.2009 in Höhe von 872.853,72 EUR vor:
1. Verteilung an die Aktionäre
Ausschüttung des Gewinnes an die Aktionäre: EUR 267.011,80
2. Rücklage
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs. 1 und 2 AktG entfällt.
3. Gewinnvortrag
Der Gewinnvortrag beträgt: EUR 605.841,92
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, im März 2010
Dr. Frank Antwerpes
Helmut Rieger