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DocCheck AG Annual Report 2008

Mar 31, 2009

4574_10-k_2009-03-31_9e2e97a7-3d16-4e55-8f16-8affcdbc671d.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2008

1 Lagebericht 08
2 Konzern-GuV nach IFRS 32
3 Konzernbilanz nach IFRS 34
4 Konzern-Anlagevermögen 36
5 Konzernanhang 40
6 Eigenkapitalspiegel 76
7 Erklärung der gesetzlichen Vertreter 78
8 Bestätigungsvermerk 82
9 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG 86
10 Bericht des Aufsichtsrats 92
Impressum
Jahresbericht 01.01.2008 -
31.12.2008
in EUR
01.01.2007-
31.12.2007
in EUR
Veränderung
in Prozent
Umsatz 15.439.826 14.693.120 5
- davon antwerpes 5.669.372 6.093.125 -7
- davon DocCheck 3.548.372 3.547.260 0
- davon DocCheck Shop 6.600.004 5.409.393 22
Gesamtleistung 15.328.727 14.701.392 4
EBIT
DA
1.113.687 878.699 27
EBIT 627.827 335.655 87
Konzernjahresüberschuss 601.340 664.040 -10
Jahresüberschuss pro Aktie 0,11 0,12 -5
Liquide Mittel / Wertpapiere 12.306.446 12.825.945 -5
Anzahl der Mitarbeiter zum
31.12.2008
119 119 0

Lagebericht

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2008.

1.1 Aufbau und Struktur des Unternehmens

Der DocCheck Konzern (im Folgenden "DocCheck Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck Aktiengesellschaft ("DocCheck AG") mit Sitz in Köln sowie ihren Tochtergesellschaften:

  • • antwerpes Aktiengesellschaft ("antwerpes ag"), Köln,
  • • DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck GmbH"), Köln, sowie ihren Beteiligungen:
  • • DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck Shop"), Weil im Schönbuch,
  • • medicalpicture Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("medicalpicture"), Köln,
  • • DocCheck TV Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck TV"), Köln.

Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften und Beteiligungen betrieben. Die weiteren Erläuterungen zur Lage des Unternehmens werden daher insgesamt für die DocCheck Gruppe beschrieben.

1.2 Geschäftsmodell der DocCheck Gruppe

Die DocCheck Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Business stehen dafür zwei Marken:

  • • DocCheck, die größte europäische Internet Community für Healthcare Professionals und
  • • antwerpes, die führende Agentur für kreative Healthcarekommunikation

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcaremarkt vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand. Damit erreicht die DocCheck Gruppe eine einzigartige Stellung im Healthcaremarkt.

Marken und Unternehmen im Profil

DocCheck

Unter der Marke DocCheck agieren im operativen Business die DocCheck Medical Services GmbH, die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, die medicalpicture GmbH und die DocCheck TV GmbH zusammengefasst:

I DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die größte europäische Internet- Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit über 605.000 Nutzern1 und über 2.100 Kooperationspartnern2 aus dem gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcaremarkt über eine enorme Reichweite: Jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und 29 der 30 größten pharmazeutischen Unternehmen3 nutzen DocCheck. DocCheck ist die meistbesuchte Ärzteseite in Deutschland4 . Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht auf Deutschland: DocCheck ist derzeit mit 25 Länderversionen weltweit vertreten, der Anteil der internationalen User beträgt inzwischen 20 Prozent.

Reichweite und Marketing haben DocCheck zu einer bekannten Marke bei allen Healthcare-Professionals in Deutschland gemacht. Unter dieser Marke wurden eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

Online-Publishing/Media

DocCheck verfügt mit den DocCheck News über den reichweitenstärksten elektronischen Newsletter für Medical Professionals in Europa mit über 200.000 Abonnenten. Seit Oktober 2008 werden die News 4 x pro Woche an die Ärzte versandt. Die DocCheck News sind damit das bevorzugte Medium bei der Schaltung von elektronischen Anzeigen (Advertorials).

Online-Marktforschung / Market Research

Die DocCheck Online Marktforschung verfügt mit mehr als 145.000 Teilnehmern über das größte Panel medizinischer Fachgruppen in Deutschland. Das Einzigartige dieses Panels ist seine hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch und betreibt Feldvermietung. Mit der Fokussierung auf den Onlinebereich ist sie herkömmlicher Marktforschung hinsichtlich Kosten und Geschwindigkeit deutlich überlegen.

Direct eMail / Direktmarketing

Mit seinem Targetingtool erreicht DocCheck 125.000 Medical Professionals in Europa und ist damit das leistungsstärkste Direct eMarketing Tool im Markt. Über den Service DocCheck Mail können Kunden Ihre Zielgruppe schnell und kostengünstig mit einer extrem hohen eMail Responserate von bis zu 30 Prozent erreichen.

1 www.doccheck.com/de/info_dc_statistics

2 www.doccheck.com

3 PharmaExecutiv, Mai 2008, Pharm Exe TOP 50

4 Vgl. : Studie "Taking the Pulse Europe v8.0", Manhattan Research

Paid Content

Im Bereich Paid Content stehen zwei Services für die DocCheck Nutzer bereit:

Zum einen der Service "DocCheck Pro". Das Premium Abonnement bietet Zugang zu kostenpflichtigen Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 18 Kooperationspartnern hauptsächlich aus der Verlagsbranche.

Zum anderen der neue eBook-Store "DocCheck Load". Hier steht Fachliteratur aus den Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck User bereit. Zum Start im Januar diesen Jahres stellten bereits fünf medizinische Fachverlage rund 500 Buch- und Zeitschriftentitel ein.

Portalgeschäft

Das DocCheck Portal unter www.doccheck.com ist das am häufigsten frequentierte Portal für Ärzte in Deutschland, dies belegt das Ranking der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.)5 bei dem DocCheck im vierten Quartal 2008 bei den Healthcare-Fachmedien mit durchschnittlich mehr als eine Millionen Visits pro Monat Platz Eins belegte.

Diese enorme Präsenz im Healthcare-Markt nutzt DocCheck weniger, um Fremd-Banner zu platzieren, sondern vor allem, um die eigenen Services wie Paid-Content oder eCommerce bei den Usern zu vermarkten.

Die Bekanntheit der Marke DocCheck und der einzigartige Zugang zur Zielgruppe der Healthcare Professionals werden es DocCheck ermöglichen, in den nächsten Jahren weitere Geschäftsmodelle zu etablieren. Das Ziel von DocCheck ist es, stärkster Anbieter für Online Services im europäischen eHealthmarkt zu werden.

II DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheckShop")

Den Bereich Handel unter der Marke DocCheck repräsentiert der DocCheckShop. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizinbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medicalprodukten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 150 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

5 Ranking der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) 10/08 -12/08

Internet

Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als umsatzstärkster Online-Shop für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Jahr 2008 baute der DocCheck Shop sein europäisches Geschäft aus. Seit dem 1. Juli verfügt Österreich über eine eigene Version des DocCheck Online-Shops. Damit kann gezielter auf die Wünsche der österreichischen Kunden eingegangen werden. Ende 2008 wurde ein englischsprachiger Shop gelauncht, der sich mit einem kleineren Sortiment an alle anderen europäischen Nutzer wendet. Weitere Sprachversionen sind für 2009 geplant. Durch den konsequenten Ausbau des Online-Shops konnten die eCommerce-Umsätze im Jahr 2008 fast verdoppelt werden.

Call-Center

DocCheck Shop verfügt auch über einen Versandkatalog, der als Beileger in Publikationen oder per Mailing distribuiert wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center. Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit. eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden Bestellungen bequem über das Internet ab.

Außendienst

Zusätzlich ist der DocCheck Shop mit einem eigenen Außendienst über die Vertriebsstandorte in Stuttgart (Standort Süd), Leipzig (Standort Ost) und Essen (Standort West) in der Arztpraxis präsent.

III medicalpicture GmbH ("medicalpicture")

Die medicalpicture GmbH ist als Bildagentur auf den Gesundheitsmarkt spezialisiert und mit über 100.000 Medien aus den Bereichen Medizin, Pharma und Wissenschaft in Deutschland führend. Neben der Syndication (Lizenzierung) von Bildmedien bietet medicalpicture der Industrie Lösungen und Dienstleistungen rund um das Medienmanagement an.

IV DocCheck TV GmbH ("DocCheck TV")

DocCheck TV produziert im eigenen Studio den IP TV Sender der DocCheck Gruppe. In Kooperation mit dem DocCheck Newsletter sowie der Agentur werden den Ärzten unter www.doccheck.tv

TV-Formate im Web zur Verfügung gestellt und Produktfilme, Werbetrailer und Imagefilme für Pharmakunden realisiert.

antwerpes

Im Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Agenturdienstleister im Healthcaremarkt tätig und heute der größte Dienstleister für Kommunikation mit dem Fokus auf der Zielgruppe Healthcare Professionals in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden aus dem Healthcaremarkt entwickelt und realisiert.

Das Leistungsportfolio teilt sich in vier Units:

Klassische Kommunikation

Die klassische Kommunikation liefert Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie im Bereich Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event.

Digital Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranetanwendungen sowie eMarketing- und eDetailing-Konzepte (personalisiertes und interaktives elektronisches Marketing).

Public Relations (PR)

Die Public Relations bietet neben der klassischen PR im Bereich Laien- und Fachpresse auch webbasierte Tools und Online PR an.

Sales Force Effectiveness (SFE)

Die Unit Sales Force Effectiveness bietet mit Hilfe von Tablet PCs Unterstützung in der Außendienstkommunikation.

antwerpes hat sich zum Ziel gesetzt, für die Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Pharmaagenturen zu sein.

1.3 Markt und Wettbwerb

Kernmarkt 6

Der deutsche Pharmamarkt ist der drittgrößte Gesundheitsmarkt der Welt, der größte europäische Markt und der Anteil der Gesundheitsausgaben gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt wächst weiter 7 . Der Anteil liegt nach den aktuellsten Berechnungen derzeit bei 16,4 Prozent 8 . Zur Verdeutlichung: Damit ist der deutsche Gesundheitsmarkt mit derzeit rund 260 Milliarden Euro größer als der Automobilsektor und zugleich der expansivste Wachstums- und Beschäftigungsmotor aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor mit einer Netto-Wertschöpfung von nahezu 1.000.000 Euro 9 pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit den besten Zukunftsaussichten10.

Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben geholfen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist.

Daher und auf Grund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren ein dramatischer demografischer Wandel, den gleichzeitig der noch in den Kinderschuhen steckende sogenannte zweite Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der so genannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente zunehmen.

In der Gesundheitswirtschaft stecken damit gewaltige Innovationspotentiale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt sie zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit beste Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert.

Der Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Die alte Rechnung "TV-Spot + Anzeige + Geld= Aufmerksamkeit"11 gilt nicht mehr in der Kommunikation mit den relevanten Zielgruppen. Für diesen Werbemarkt zeichnet sich für 2008 eine erneut nachlassende Investitionsdynamik ab. Nachdem der Branchenverband zuerst mit einem Wachstum unter ein Prozent ausging, wird jetzt erstmals seit 2003 mit einem Rückgang von zwei Prozent gerechnet. Damit wird die deutsche Werbewirtschaft ebenso wie andere Branchen in die Rezession abgleiten.

Doch das gilt nur für einen Teilbereich des Werbemarkts, denn Werbung muss sich aufgrund der rasant verändernden Gewohnheiten in Sachen "Medienkonsum" neu definieren. Dies gilt um so mehr für die Zukunft, denn bei der nachwachsenden Zielgruppe, die sogenannten "Digitalen Natives" hat das Internet das Fernsehen als Leitmedium längst abgelöst. Das weitgehend rückkanallose Fernsehen gilt bei dieser Zielgruppe als veraltet. Der Marketing Mix wird sich dadurch noch radikaler verändern, als er sich bereits in den letzten Jahren verändert hat. Die Verlagerung der Budgets von der klassischen Werbung in Richtung Online Kommunikation, stellt dabei nur den Anfang dar.

  • 6 Gesundheitswirtschaft in Deutschland die Zukunftsbranche, Bd.: 1, kmareader
  • 7 Deutschlands Zukunftsbranchen, Institut der deutschen Wirtschaft
  • 8 Deutschlands Zukunftsbranchen, Institut der deutschen Wirtschaft
  • 9 Statistics 2008, VFA 10 Deutschlands Zukunftsbranchen, Institut der deutschen Wirtschaft
  • 11 DE: BUG, Dez. 08

Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen der DocCheck Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Mit Platz 26 im Ranking des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) unter den inhabergeführten Agenturen gehört der Kommunikationsdienstleister zu den größeren Agenturen in Deutschland. Die Spezialisierung auf den Healthcaremarkt sichert antwerpes, ausgehend von den bei der GWA vertretenen rund 20 Healthcare Agenturen, einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für Pharma-Marketing in Deutschland, die Pharma-Units der großen Netzwerk-Agenturen eingeschlossen.

Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcaremarkt als führend an.

DocCheck

DocCheck ist das größte Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck Passwort als Login für über 2.100 Websites garantiert, dass die DocCheck Community dynamisch wächst. Monatlich kommen zirka 6.000 neue User aus ganz Europa hinzu.

Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die User als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Ein konkurrierendes System mit vergleichbaren Services gibt es nicht.

Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline-Welt:

  • • Verlage
  • • Marktforschungsunternehmen
  • • Direktmarketingagenturen
  • • Ärzteportale
  • • Spartenprogramme

Im Verlags-/Media-Bereich ist es DocCheck gelungen, mit über 200.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Nach dem Ranking für medizinische Fachzeitschriften (LA-MED) ist der Newsletter sogar die meistgelesene elektronische Publikation für deutsche Ärzte. Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck Portal hinsichtlich Visits und Page Impressions Ende 2008 auf Platz Eins der medizinischen Angebote. Im vergangenen Jahr konnte DocCheck somit das Online Angebot der Branchenblätter "Ärztezeitung" und "Ärzteblatt" überholen. Damit wächst DocCheck schneller als die Konkurrenz.

Der Markt für Marktforschungsdienstleistungen wird noch immer von der Offline-Marktforschung dominiert. Die DocCheck Marktforschungs-Unit etabliert sich gegenüber der Offline-Konkurrenz mit einem qualifizierten Panel von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern und internetimmanenten Preis- und Geschwindigkeitsvorteilen. Den klaren Fokus auf Online-Healthcaremarktforschung haben nur wenige Unternehmen in Deutschland.

Der Service DocCheck Mail verfügt über einen Verteiler von 133.000 Medical Professionals in

Deutschland. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 30 Prozent dürfte DocCheck Mail marktführend in Deutschland sein.

DocCheck TV

IP TV (Internetfernsehen) hat in Deutschland Marktprognosen zufolge bis 2010 drei Millionen Nutzer und ein Gesamtmarktvolumen von 450 Millionen Euro. DocCheck verfügt über den Zugang zur Zielgruppe, über die Vertriebskontakte und das Marketing Know-how, um in Deutschland einen Internetfernsehkanal für Ärzte zu etablieren. Es ist erklärtes Ziel, den First Mover-Vorsprung stetig auszubauen. Die vorliegenden Erfahrungen aus den USA zeigen, dass auf dem Web TV Markt nur die Unternehmen nachhaltig profitieren, die eine Differenzierung über innovative Mehrwertdienste für spezielle Zielgruppen schaffen.

DocCheck Shop

www.doccheckshop.de dürfte der umsatzstärkste Online-Shop für Praxisbedarf in Deutschland sein. Mit 6,6 Millionen Euro im Jahr 2008 über alle Vertriebskanäle hinweg konnte der Shop seine Umsätze um rund 22 Prozent steigern und baute kontinuierlich sein europäisches Geschäft weiter aus.

Insgesamt konnte die DocCheck Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung der Gruppe auf den Healthcaremarkt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt w&v12 als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Derzeit deckt kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare Kommunikation in vergleichbarer Weise ab

Forschung und Entwicklung

antwerpes

Im Geschäftsbereich antwerpes gab es 2008 die folgenden Entwicklungsschwerpunkte:

SFE ("Sales Force Effectiveness")

Ärzte schätzen das Wissen des Außendienstes13. Zur weiteren Professionalisierung der Kommunikation zwischen dem Pharmaaußendienst und dem Arzt entwickelte antwerpes Konzepte, mit denen der Außendienstmitarbeiter seine Vertriebsarbeit beim Arzt noch effektiver gestalten kann ("Sales Force Effectiveness").

Ein Bestandteil dieser Konzepte ist ISA ("Intelligent Sales Assistance"), ein elektronischer Außendienstfolder auf Tablet PC-Basis, mit dem der Außendienstmitarbeiter die Gespräche beim Arzt deutlich flexibler als mit herkömmlichen Besprechungsunterlagen führen kann. Unterstützend werden im Nachgang zum Gespräch personalisierte Mails an den Arzt versendet ("Aftergate"), mit denen er weitere Informationen zum besprochenen Produkt erhält ("eDetailing"). Anfang 2007 wurden die Vertriebs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich Sales Force Effectiveness in einer eigenständigen Unit zusammengefasst. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Bereich erfolgreich als Service für die Pharmafirmen etabliert. Dementsprechend wurde 2008 die technische Basis weiter

12 Letztmalig durchgeführt im w&v, 44/2007

13 AMZ 11.12.2008, S. 11

entwickelt und es erfolgte ein Relaunch des Konzepts ISA und seiner technischen Umsetzung im Rahmen einer Version 2.0. Ganz klarer Fokus, gerade in Abgrenzung zur technisch fokussierten Konkurrenz, bildet hier die Optimierung der Gesprächsführung. Auch hier versteht sich antwerpes eben nicht als technischer Umsetzer der reine Slideshows liefert, sondern als beratender Dienstleister für Kommunikation.

Online PR

Für jeden dritten Journalisten sind aktuelle Trends im Internet journalistisch relevant14. Dementsprechend bildet die PR-Unit verstärkt Kommunikationsinstrumente für ihre Kunden online ab. Mit den von antwerpes selbst entwickelten PR-Analytics haben die Kunden die Möglichkeit klassische PR Instrumente wie die Medienresonanzanalyse und Meinungsanalyse online abzurufen. Mit dem neuen Online PR Tool "Buzztracking" analysiert antwerpes die digitale Mund-zu-Mund-Propaganda im Netz.

Mit den beschrieben Entwicklungen verfolgt der Geschäftsbereich antwerpes konsequent das Ziel neue Konzepte und Techniken zu entwicklen, die dann im Rahmen des Projektgeschäftes vermarktet und als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb eingesetzt werden.

DocCheck

Im Geschäftsbereich DocCheck gab es 2008 die folgenden Entwicklungsschwerpunkte:

DocCheck Load

Mit DocCheck Load wurde ein eigener eStore entwickelt. DocCheck Load versteht sich als Vertriebsplattform für medizinische Fachliteratur und Zeitschriften, aber auch für Software, Veranstaltungen etc. DocCheck Load ist damit für den Vertrieb aller "nicht-physischen" Güter geeignet. Für physische Güter steht als Vertriebsplattform DocCheckShop zur Verfügung. Zum Start von DocCheck Load stellen dort derzeit fünf medizinische Fachverlage rund 500 Buch- und Zeitschriftentitel ein. Weiterhin vertreibt ein Fortbildungsunternehmen aus dem Healthcare-Markt seine Veranstaltungen über DocCheck Load.

DocCheck News

Die DocCheck News, der Newsletter von DocCheck mit über 200.000 Abonnenten, erscheint seit Oktober 2008 vier M al in der Woche. Um mit einem kleinen Redaktionsteam 20 Ausgaben und den Versand von fast 5.000.000 eMails zu bewältigen, hat DocCheck dafür ein eigenes Redaktionstool entwickelt, mit dem sich auch alle künftigen Herausforderungen hinsichtlich Mehrsprachigkeit und Zielgruppendifferenzierung bewältigen lassen.

DocCheck International

Für den internationalen Ausbau des Portals konnten neue Franchisepartner in Holland gewonnen werden. Für die bereits bestehenden Franchiseländer wurden die Services weiter ausgebaut

Ertragslage

Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Die DocCheck Gruppe konnte den Umsatz im Jahr 2008 um rund fünf Prozent von 14,7 auf 15,4 Millionen Euro steigern. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) wuchs im vergangenen Jahr um vier Prozent von 8,8 auf 9,2 Millionen Euro. Die Kosten (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen gegenüber dem Rohertrag nur unterproportional an und zwar um 0,7 Prozent von 8,7 Millionen auf jetzt 8,8 Millionen Euro.

Mit dem Anstieg des Rohertrages bei gleichzeitig geringeren Kostensteigerungen konnte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) im DocCheck Konzern von 0,3 Millionen Euro auf 0,6 Millionen Euro gesteigert werden.

Das Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens und Aufwendungen für Zinsen) lag 2008 leicht unter dem Niveau des Jahres 2007 (504 Tsd. Euro gegenüber 521 Tsd. Euro).

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 1.131 Tsd. Euro für das Jahr 2008. Nach Steuern verbleibt ein Ergebnis pro Aktie von 11 Cent (2007: 12 Cent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen

Die Ursachen für das deutlich gestiegene operative Ergebnis in der DocCheck Gruppe liegen in der positiven Ertragsentwicklung nahezu aller Geschäftsbereiche begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche im Überblick:

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck Gruppe verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von sieben Prozent und erzielte damit einen Umsatz von 5,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 4,5 Millionen Euro (2007: 4,9 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang resultierte aus einem etwas schwächeren 3. Quartal, hier konnten geringere Budgets bei bestehenden Kunden durch Aufträge von Neukunden nicht völlig aufgefangen werden. Das 4. Quartal hingegen bewegte sich wieder auf dem Umsatzniveau des Vorjahres.

Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen ausschließlich die Lohnkosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, reduzierte sich 2008 um 125 Tsd. Euro auf 2,2 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um fünf Prozent auf 2,2 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank ebenfalls und beträgt nun 76 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 4,4 Millionen Euro lagen damit die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2008 um fünf Prozent niedriger als im Jahr 2007. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2008 im Geschäftsbereich antwerpes eine EBIT-Marge von 8,5 Prozent (486 Tsd. Euro) gegenüber 9 Prozent (542 Tsd. Euro) im Jahr 2007. In diesen Zahlen sind bereits die Sondereffekte von 90 Tsd. Euro enthalten, die sich durch die Schließung des Büros in Basel ergeben.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck Gruppe. Hier werden die Gesellschaften DocCheck Medical Services, DocCheck TV und medicalpicture konsolidiert. Während der Umsatz der DocCheck Medical Services um acht Prozent auf 2,8 Millionen Euro und der Umsatz von Medicalpicture um 32,64 Prozent auf 321 Tsd. Euro anstieg, sank der Umsatz von DocCheck TV um 53,7 Prozent auf 357 Tsd. Euro, da der Vorjahresumsatz 2007 von einem Großauftrag beeinflusst war.

Insgesamt bleibt der Umsatz im Geschäftsbereich damit stabil bei 3,5 Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2008 sanken die Personalkosten in diesem Bereich um ein Prozent, die sonstigen betrieblichen Kosten inklusive Konzernumlage stiegen nur gering von 1,1 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 1,2 Millionen Euro für 2008. In diesen Kosten ist auch der hohe Entwicklungsaufwand der DocCheck Medical Services GmbH für die weitere Internationalisierung und den eBook Store DocCheck Load enthalten.

Für das Gesamtjahr 2008 weist der Geschäftsbereich DocCheck einen ausgeglichenen Ebit in Höhe von 12 Tsd. Euro aus. Im Vorjahr wurde ein Ebit in Höhe von -100 Tsd. Euro ausgewiesen.

DocCheckShop

Im Geschäftsbereich DocCheck Shop wird der Teilkonzern abgebildet, der aus der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH, Weil im Schönbuch, besteht. An der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH, Weil im Schönbuch, hält die DocCheck AG einen Anteil von 51 Prozent.

Der Umsatz im Segment DocCheck Shop konnte um 22 Prozent von 5,4 auf 6,6 Millionen Euro gesteigert werden. Etwa die Hälfte des Wachstums resultierte aus der Steigerung des eCommerce-Umsatzes, die andere Hälfte aus dem Versandhandelsgeschäft. Der Rohertrag stieg um 16,9 Prozent von 1,7 Millionen Euro im Jahr 2007 auf zwei Millionen Euro im Jahr 2008.

Die Steigerung der Kosten verblieb mit 4,6 Prozent auf zwei Millionen Euro unter der Steigerung des Rohertrages, obwohl hier die Kosten für die Verschmelzung der Standorte Leipzig und Essen auf den DocCheck Shop Stuttgart und die Investitionskosten in die neuen internationalen eShops bereits enthalten sind. Insgesamt konnte der DocCheck Shop damit ein positives operatives Ergebnis (EBIT) von 135 Tsd. Euro erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzsumme, liquide Mittel, Wertpapiere und Cash Flow

Die Bilanzsumme des DocCheck Konzerns sank von 22,1 Millionen Euro im Jahr 2007 auf nun 20,7 Millionen Euro im Jahr 2008. Die Liquiden Mittel betragen Ende 2008 12,3 Millionen Euro; davon sind 4,7 Millionen Euro in kurzfristig kündbaren Festgeldanlagen angelegt.

Die Ende 2007 gekauften Goldreserven (Bilanzposition "Anlage in Edelmetallen") werden derzeit mit dem Einkaufswert von zwei Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 22 Prozent von 3,2 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro ergibt sich aus einem konsequenteren Forderungsmanagement.

Die Vorräte sind in der Summe von 795 Tsd. Euro auf 841 Tsd. Euro gestiegen. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts ist absolut um 423 Tsd. Euro auf 236 Tsd. Euro zurückgegangen. Der Warenbestand bezieht sich fast ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist erneut um 21 Prozent auf 637 Tsd. Euro im Jahr 2008 gestiegen. Grund für die erneute Steigerung war der erhöhte Einkauf von Produkten für die Eigenmarke des DocCheck Shops in Asien sowie deren Lagerung.

Auf der Passivseite verringerten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 3,4 Millionen Euro auf jetzt 2,6 Millionen Euro, da sich der Bestand der Anzahlungen sowie einiger Rückstellungspositionen zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr verringert hat.

Das Eigenkapital des Konzerns sank leicht von 18,6 Millionen Euro auf jetzt 18,1 Millionen Euro zum Jahresende 2008. Das Konzerneigenkapital hat sich aufgrund des Aktieneinzuges um 1.078 Tsd. Euro reduziert, während der Kauf eigener Anteile zu einem Rückgang des Eigenkapitals um 39 Tsd. Euro geführt hat. Dem stand im Wesentlichen das Ergebnis vor Minderheitenanteilen in Höhe von 653 Tsd. Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Jahr auf 87 Prozent gegenüber 84 Prozent im Vorjahr erhöht.

Der Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens, der 67 Prozent des Eigenkapitals abdeckt ist um vier Prozent und damit um 522 Tsd. Euro gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 12,3 Millionen Euro gesunken. Der gesunkene Finanzmittelbestand erklärt sich im Wesentlichen aus dem Rückkauf und Einzug von 300.000 Aktien im Wert von 1,1 Millionen Euro im März 2008.

Unternehmensbeteiligungen

Standorte

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz im süddeutschen Weil im Schönbuch sowie Zweigniederlassungen in Ostdeutschland, Eilenburg, sowie eine weitere im Westen, Essen.

Eine Konsolidierung der Umsätze und eine entsprechende Ergebnisrechnung nach Standorten ist kein Bestandteil der Konzern-Rechnungslegung. Die Segmentierung erfolgt daher nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes. Die Angabe von isolierten Umsatzzahlen für die einzelnen DocCheck Shop Standorte besäße nur eine bedingte Aussagekraft. Aus diesem Grund wird auf den Ausweis dieser Zahlen an dieser Stelle verzichtet.

Verschmelzungen

Bezüglicher der Struktur des DocCheck Konzerns ergab sich im Jahr 2008 zum einen eine Änderung bei der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung und zum anderen bei der DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen stellen sich wie folgt dar:

Die medizinstudent.de Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 11. Juli 2008 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlung der DocCheck AG vom selben Tag und der Gesellschafterversammlung der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ebenfalls vom 11. Juli 2008 mit der DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung verschmolzen worden. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der DocCheck Medical Services GmbH erfolgte am 17. Juli 2008.

Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eilenburg, sowie die DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen, sind aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 4. Dezember 2008 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlung der beteiligten Gesellschaften vom selben Tag auf die DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Weil im Schönbuch, verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Weil im Schönbuch, erfolgte für beide Verschmelzungen am 22. Dezember 2008.

Neben den gesellschaftsrechtlichen Änderungen ergab sich eine Neuerung für die Schweizer Kunden der antwerpes ag. Sie werden seit dem 30. Juni 2008 wieder vom Kölner Standort aus betreut, um die Nachfrage nach integrierten Projekten umfassender managen zu können. Allen Mitarbeitern der Schweizer Niederlassung wurde ein Arbeitsplatz am Standort Köln angeboten.

1.4 Vergütungsbericht

Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2008 folgende Vergütungen:

Name des
Vorstands
Gezahltes
Fixum in ¤
Bezogene
Tantieme in ¤
Anzahl der gewährten
Aktienoptionen zum
31.12.2008
Dr. Frank Nicolas Antwerpes,
CEO
180.000 35.450 0
Jan Antwerpes,
CFO
130.000 23.633 0
Helmut Rieger,
Vorstand Handelsgeschäft
24.000 0 0
Su
mme:
334.000 59.084 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB neuer Fassung, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2008 folgende Vergütungen:

Name des Au
fsichts
RATS
mitglieds
Gezahltes
Fixum in ¤
Variable
Vergütung in ¤
Michael Thiess,
Aufsichtsratsvorsitzender
12.000 2.741
Dr. Joachim Pietzko,
stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender
6.000 1.371
Winfried Leimeister
Aufsichtsratsmitglied
6.000 1.371
Su
mme:
24.000 5.483

Mit Herrn Thiess und Herrn Dr. Pietzko bestehen Verträge über allgemeinberatende beziehungsweise rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 11 Tsd. Euro.

1.5 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.

Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Seit dem 29. Februar 2008 notiert die DocCheck AG im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und stellt die Quartalszahlen in Form von Zwischenmitteilungen dar. Die Bilanzierung der Holding erfolgt nach HGB.

Entwicklung und Lage der AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 14 Mitarbeiter, ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Unternehmensfunktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • • Geschäftsführung
  • • Rechnungswesen
  • • Controlling
  • • Facility Management
  • • Human Resources
  • • Organisationsentwicklung
  • • Corporate Communications
  • • Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Die Erlöse, welche die DocCheck AG aus dieser Tätigkeit erzielte, betrugen 2,88 Millionen Euro.

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,5 Millionen Euro sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 0,5 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von 41 Tsd. Euro.

Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 1,07 Millionen Euro, der Jahresüberschuss 0,57 Millionen Euro beziehungsweise 11 Cent pro Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2009 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 5 Cent auszuzahlen.

Aktienrückkäufe

Am 10. März 2008 hat die DocCheck AG das seit dem 29. Juni 2007 über die Börse laufende Aktienrückkaufprogramm 2007/ 2008 gestoppt. Insgesamt konnten im Rahmen diese Programms lediglich 75.351 Aktien zurückgekauft werden. Der Vorstand hielt es daher für angezeigt, über ein öffentliches Kaufangebot einen beschleunigten Rückerwerb von Aktien durchzuführen. Am selben Tag hat die Gesellschaft daher ein außerbörsliches öffentliches Rückkaufprogramm aufgelegt. Das Angebot war auf den Rückkauf von bis zu 300.000 Aktien mit einem Angebotspreis von 3,60 Euro je Aktie limitiert. Mit 813.331 angebotenen Aktien war das Programm mit 171 Prozent deutlich

überzeichnet und musste aufgrund dessen quotiert werden. Bei der Quotierung wurde die Einlieferung geringerer Stückzahlen bis zu 100 Stück bevorzugt.

Kapitalherab- und -heraufsetzung

Unter diesem Tagesordnungspunkt hat die Hauptversammlung am 21. Mai 2008 die bilanzielle Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage in die freie Kapitalrücklage beschlossen. Überführt werden nach Ablauf der gesetzlichen halbjährlichen Gläubigerschutzfrist 10,6 Millionen Euro. Eine unmittelbare Übernahme der gebundenen in die freie Kapitalrücklage ist gesetzlich nicht zulässig. Aus diesem Grund ist ein mehrstufiges Verfahren notwendig. Eine Ausschüttung aus der freien Kapitalrücklage an die Aktionäre war nicht Teil der Beschlussfassung. Vielmehr erhält die Gesellschaft laut Beschluss die Möglichkeit eigene Aktien zum Einzug zurückzuerwerben.

Aktieneinzug

Der Vorstand der DocCheck AG hat am 19. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tage die Einziehung von 260.860 eigenen Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von einem Euro je Aktie beschlossen. Die eigenen Aktien stammten aus dem Aktienrückkaufprogramm über die Börse. Nach dem Einzug betrug das Grundkapital der Gesellschaft 5.643.452 Euro.

Am 31. März 2008 beschloss der Vorstand der DocCheck AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tage erneut die Einziehung von 300.000 eigenen Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von einem Euro je Aktie. Die einzuziehenden Aktien stammen aus dem am 26. März 2008 erfolgreich beschlossenen öffentlichen Rückkaufprogramm. Nach dem Einzug beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 5.343.452 Euro.

Dividende

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 21. Mai 2008 beschlossen für das Geschäftsjahr 2007 keine Dividende auszuschütten, sondern den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen und für weitere Aktienrückkäufe zu verwenden.

Wahl Aufsichtsrat

Die bisherigen Mitlieder des Aufsichtsrats Michael Thiess, Dr. Joachim Pietzko und Winfried Leimeister wurden auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 wiedergewählt. Auf der ersten Sitzung des Aufsichtsrats wurde Michael Thiess erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Pietzko zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Directors Dealings nach § 15a WpHG

Am 14. April 2008 kaufte das Vorstandsmitglied Helmut Rieger 1.200 Aktien zum Preis von 3,40 Euro. Am 15 April 2008 hat die Gesellschaft die Transaktion auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Am 29. Mai 2008 kaufte Herr Rieger erneut 1.030 Aktien zum Preis von 3,65 Euro. Am selben Tag hat die Gesellschaft die Transaktion auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Stock Options

Die Stock Options, die 2007 noch mit einem Bestand von 30.500 Stück ausstanden, sind per 31.12.2007 ausgelaufen. Es wurden 2008 keine neuen Aktienoptionen ausgegeben.

1.6 Nachtragsbericht

Am 12. März 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG beschlossen der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2009 die Umwandlung der Inhaberaktien auf Namensaktien vorzuschlagen.

1.7 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, ein gesonderter Strategietag mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Töchter und Beteiligungen sowie eine regelmäßig durchgeführte Mitarbeiterbefragung.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in vier Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • • Markt | Kunden | Strategie
  • • Systeme
  • • Kosten
  • • Human Resources

Markt | Kunden | Strategie

Die DocCheck Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes. Für Experten stellt sich dieser Markt relativ robust dar, der trotz volatiler weltweiter Wirtschaft noch wachsen könnte. Das Wachstum wird von einer stärkeren Nachfrage aufgrund der demographischen Veränderungen sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge getrieben. Für die DocCheck Gruppe ergibt sich durch die Fokussierung auf den Gesundheitsmarkt zum einen der Vorteil, dass ihr Kernmarkt sich als Zukunftsmarkt darstellt und zum anderen, dass sich dadurch vor allem Synergien in der Entwicklung und dem Vertrieb ergeben.

Risiko

Die besonderen Herausforderungen für die Branche liegen in den staatlichen Vorgaben zur Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des im Zuge von Innovationen und steigender Nachfrage erlebten Wachstums auf. Hersteller müssen in zunehmendem Maße Belege dafür liefern, dass ihre Therapien im Sinne direkter Auswirkungen auf die Gesundheit ihr Geld wert sind. Das kann Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden haben. Dieser ist jedoch nicht immer kalkulierbar.

Als regulative Maßnahme traten im Jahr 2007 bereits erste Teile der Gesundheitsreform (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, GKV-WSG) in Kraft. Zu Beginn diesen Jahres ergeben sich nun mit dem Starts des Gesundheitsfonds weitere tiefgreifende Veränderungen. Die Auswirkungen des Gesundheitsfonds auf die Unternehmen im Gesundheitswesen sind nach wie vor unklar. Es fließt zunächst mehr Geld in das Gesundheitssystem als noch im Jahr 2008. Erwartet wird eine Steigerung der Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen um 8,1 Prozent auf 31,7 Milliarden Euro. Wie sich dieses Geld verteilt, bleibt abzuwarten. Absehbar ist, dass der Rabattwettbewerb unter den Generikaherstellern weiter zunehmen wird. Zu den Kunden des Konzerns zählen jedoch überwiegend die forschenden Arzneimittelhersteller, nicht die Generikahersteller.

Die Krise an den Finanzmärkten bedroht die Finanzierung des DocCheck Konzerns nicht. Dies ist begründet durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln und der damit verbundenen Unabhängigkeit von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesamtwirtschaft stellen gleichwohl ein Risiko dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden des Konzerns negativ beeinflussen kann. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht negativ betroffen. Da der Tiefpunkt der Rezession jedoch erst im Laufe des Jahres 2009 oder noch später erreicht werden wird, können sich entsprechende Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns noch ergeben.

Chance

Die DocCheck Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einer verstärkten Nachfrage nach kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird und in der Folge zu einer verstärkten Nachfrage nach eMarketing- und integrierten Marketingkonzepten. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck Gruppe ausgerichtet. In dieser Entwicklung werden daher mehr Chancen als Risiken gesehen.

Die Krise der Finanzmärkte und der Wirtschaft insgesamt könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte DocCheck aufgrund seiner guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Pläne weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert werden und DocCheck hätte die Möglichkeit dann vom nächsten Konjunkturzyklus überproportional zu profitieren. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie DocCheck bevorzugen, die gleichzeitig leistungs- wie finanzstark sind, um damit auch mittelfristig die Auftragsabwicklung sicher zu stellen.

Systeme

Die Strategie von DocCheck baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. In den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck Gruppe eine einzigartige Marktstellung.

Risiko

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck Gruppe besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Der Erfolg der Strategie kann durch Abteilungsdenken gefährdet werden.

Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen.

Chance

Durch eine Reihe von Maßnahmen im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung ist es der DocCheck Gruppe in den letzten Jahren erfolgreich gelungen, die Unternehmenskultur mit der wachsenden Komplexität des Unternehmens zu entwickeln. Im Jahr 2008 konnte die Konzernstruktur deutlich vereinfacht werden, mit positiven Resultaten für die Prozessgeschwindigkeiten im Konzern. Weitere Maßnahmen in diese Richtung werden angestrebt.

Kosten

Die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2008 trotz starker Inflationstendenzen im 1. Halbjahr weitgehend stabil gehalten werden.

Risiko

Für das Geschäftsjahr 2009 ist aufgrund der rückläufigen Inflation nur mit moderaten Kostensteigerungen zu rechnen. Dennoch handelt es sich bei den Personalkosten, Abschreibungen und sonstigen Aufwänden um Kosten, die einem Rückgang der Auslastung nicht ohne Weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.

Chance

Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im General Standard sowie der komplexen Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich notierten Unternehmen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie des Wachstums des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden. In 2008 wurden Maßnahmen in diese Richtung durchgeführt. Die Standorte Leipzig und Essen der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihre Stellung als eigenständige Unternehmen aufgegeben und wurden gesellschaftsrechtlich mit dem Hauptstandort Stuttgart verschmolzen (sie existieren jedoch als Standorte weiter). Die medizinstudent.de GmbH wurde auf die DocCheck Medical Services GmbH verschmolzen. Dadurch ergeben sich verringerte Managementaufwände sowie Prozessvereinfachungen im Rechnungswesen und Controlling.

Die Verwässerung der Holdingkosten durch das Konzernwachstum hat in der Vergangenheit gut funktioniert. So sind die Overheadkosten (Vorstand, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling) weniger schnell gestiegen als der Konzern gewachsen ist. Diese Entwicklung soll sich in der Zukunft fortsetzen. Voraussetzung dafür ist ein Konzernwachstum oberhalb der Inflationsrate, die in etwa das Wachstum der Overheadkosten bestimmt.

Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer im Branchenvergleich geringen Fluktuation im Unternehmen wider.

Risiko

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist nach wie vor schwierig. Hier steuert das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen.

Weiteres Risikopotential besteht in der Verknüpfung von Know-how, Kapital und familiären Bindungen und kann durch den plötzlichen Ausfall der Vorstände Dr. Frank Antwerpes oder Jan Antwerpes (beide DocCheck AG) zu einer Risikolage führen.

Chance

DocCheck qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben. Mittlerweile existiert eine stabile zweite Führungsschicht, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potential, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln.

Die Chancen bei der Rekrutierung von qualifizierten Berufseinsteigern und Berufserfahrenen verbessern sich für den Konzern in der nun wieder schwierigeren wirtschaftlichen Phase, da der Konzern überaus krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch den zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Zum anderen kann der Konzern mittlerweile auf eine Art Alumni-Netzwerk verweisen, dessen Mitglieder nicht wenigen Bewerbern als positive Referenz dienen.

1.8 Rückblick und Ausblick

Mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent auf 15,4 Millionen Euro konnte der DocCheck Konzern das vierte Jahr in Folge wachsen. 2004 lag der Umsatz noch bei 10,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr um 87 Prozent auf 0,6 Millionen Euro gesteigert werden.

Angesichts des extrem unruhigen gesamtwirtschaftlichen Fahrwassers im zweiten Halbjahr 2008 sind wir mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns zufrieden – glücklich hingegen sind wir über den Umstand, dass unsere Eigenkapitalquote 87 Prozent beträgt und unser Eigenkapital wiederum zu zwei Dritteln aus Cash besteht.

Unsere solide wirtschaftliche Entwicklung resultiert dabei aus zwei Faktoren. Der Gesundheitsmarkt ist weniger zyklisch als andere Märkte. Dies macht sich in der Rezession

bemerkbar. Zum anderen ist es uns auch im Jahr 2008 gelungen, unsere Wettbewerbssituation in allen Geschäftsbereichen weiter zu verbessern:

antwerpes profitiert von unumkehrbaren Trend zu integrierter Kommunikation –schließlich arbeiten wir an diesem Thema schon mehr als zehn Jahre. Unsere Kompetenz im Healthcare Marketing ist unumstritten, durch den rechtzeitigen Einstieg in eMarketing, in Tablet-PC gestützte Außendienstkommunikation und Online-PR konnten wir unsere Kompetenz in Erstellung integrierter Kampagnen weiter ausbauen. Und nicht zuletzt profitieren antwerpes und DocCheck von der immer intensiveren Zusammenarbeit: Kommunikationskonzept und Zielgruppenkanal aus einer Hand gibt es schließlich nur bei antwerpes.

DocCheck ist seit dem vierten Quartal die am meisten besuchte Ärzteseite in Deutschland – bestätigt durch die offizielle Reichweitenmessung des IVW. Ein amerikanisches Marktfoschungsunternehmen kam bei einer Umfrage unter europäischen Ärzten zum gleichen Ergebnis.

Auch im europäischen Vergleich steht DocCheck gut da: Nach einer Umfrage eines amerikanischen Marktforschungsunternehmens unter europäischen Ärzten gehört DocCheck europaweit zu den meist besuchten Ärzteseiten. Unter den europäischen Ärzte-Portalen ist DocCheck das einzige, das über einen klaren europäischen Fokus verfügt. Deshalb haben wir im Jahr 2008 wieder kräftig in DocCheck investiert, die DocCheck News erscheinen jetzt 4 x die Woche, der eStore DocCheck Load wurde gelauncht und neue europäische Franchisepartner wurden ins Boot geholt. Jeder Service, der in Deutschland erfolgreich ist, kann auch in anderen Ländern zum Umsatz beitragen.

DocCheck Shop hatte lange damit zu kämpfen, dass eCommerce für Medizinbedarf sich nur sehr zögerlich entwickelte. Das Jahr 2008 brachte den Durchbruch, der eCommerce-Umsatz verdoppelte sich und klassischer Versandhandel und eCommerce befruchten sich nun gegenseitig. Mit seinen internationalen Shops leistet DocCheck Shop ebenfalls einen Beitrag zur Internationalisierung von DocCheck.

Die DocCheck Gruppe ist also im Jahr 2008 gewachsen, ist profitabel, gut finanziert und strategisch gut aufgestellt. Eine gute Ausgangssituation. Wie wollen wir diese Ausgangssituation im Jahr 2009 nutzen?

Forcierung des integrierten Arbeitens in der DocCheck Gruppe

Mit der Idee, Kampagnen für viele verschiedene Känale aus einer Hand zu entwickeln, sind antwerpes und DocCheck groß geworden. Integriertes Arbeiten zählt zum genetischen Code unseres Unternehmens. Unsere Kunden sollen alles aus einer Hand erhalten und damit den maximalen Werberfolg für ihr Marketing- und Mediabudget bekommen. Unser Ziel ist es, die Kompetenz kontinuierlich auszubauen, und unseren Kunden immer differenzierte, genau auf seine Zielgruppe maßgeschneiderte Kommunikationskonzepte anbieten zu können.

Ausbau der Reichweite von DocCheck

DocCheck konnte seine Reichweite im Jahr 2008 deutlich steigern. Mehr als 1.000.000 Fachbesucher zählt DocCheck pro Monat. Ziel ist es, mit dem Ausbau unserer Angebote wie unserem Social Network "DocCheck Faces" oder unserer neuen Jobbörse "DocCheck Jobs" die Reichweite weiter zu erhöhen.

Etablierung der eCommerce und Paid Content-Services

Erhöhung der Reichweite ist kein Selbstzweck. Fast jeder Besucher von DocCheck ist ein Fachbesucher und damit ein potentieller Kunde für unsere eCommerce- oder Paid-Content-Angebote. Mit dem DocCheck Shop für Medizinbedarf haben wir bereits bei "physischen Gütern" gepunktet. Ziel ist es nun, DocCheck Pro und DocCheck Load als Standard für alle digitalen Waren im Healthcare-Markt zu etablieren: zum Beispiel für eBooks oder medizinsche Software. Dazu werden wir die Marketingaktivitäten im Jahr 2009 sowohl in Richtung Kunden als auch in Richtung Anbieter forcieren.

Ausweitung der internationalen Aktivitäten

Jeder vierte User, der sich bei DocCheck anmeldet, kommt inzwischen aus dem europäischen Ausland. Das sind 1.500 – 2.000 User pro Monat, 120.000 sind es jetzt insgesamt - mit stark steigender Tendenz.

Alle Services, die DocCheck im deutschsprachigen Raum erfolgreich etabliert hat, eignen sich grundsätzlich für eine internationale Einführung. Zusammen mit unseren Franchise-Partnern in Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und Holland schauen wir uns den Markt dabei vorher genau an. Schließlich lebt Europa von seiner Vielfalt. Neben unserem Social-Network DocCheck Faces, welches bereits in fünf Sprachen verfügbar ist, sollen von DocCheck Shop weitere Länderversionen im Jahr 2009 gelauncht und die Bildercommunity DocCheck Pictures soll mehrsprachig zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, die Reichweite bei den internationalen Usern kontinuierlich zu erhöhen.

Die Nutzung des Internets durch Healthcare Professionals und Healthcare Industrie hängt im Vergleich zu anderen Märkten noch zurück. Dieses Segment wird sich daher überproportional entwickeln.

Sowohl DocCheck als auch antwerpes haben sich dafür in eine optimale Position gebracht, um von dem Wachstum überproportional zu profitieren.

1.9 Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2008 5.343.452,00 Euro und ist eingeteilt in 5.343.452 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme am Anteil am Gewinn der Gesellschaft, der dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro.

Am Grundkapital der Gesellschaft bestehen von Dr. Frank Antwerpes und Jan Antwerpes direkte Beteiligungen, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten.

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt:

"Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen."

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und -ergänzen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel sei hier §§ 182ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt.

Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 zu Punkt 9 der Tagesordnung wurde der Vorstand ermächtigt, bis zu 590.431 Stück eigene Aktien zu erwerben. Zum 31. Dezember 2008 hat die Gesellschaft 3216 Stück eigene Aktien in ihrem Bestand.

Die in den Jahren 2006 bis 2008 getätigten Aktienrückkäufe der DocCheck AG wurden, wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 2.952.156 (genehmigtes Kapital) bis zum 14. Juni 2010 zu erhöhen.

Nach § 5 Abs. 5 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 559.931 Euro bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007.

Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 wurde die bilanzielle Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage in die freie Kapitalrücklage beschlossen. Die Gesellschaft erhält mit diesem Beschluss die Möglichkeit eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10,6 Millionen Euro zum Einzug zurückzuerwerben.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zu dem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, im März 2009

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Nicolas Antwerpes Jan Antwerpes

Helmut Rieger

Konzern-gewinn- und verlustrechnung Konzernbilanz Konzernanlagevermögen

Konzern-Gewinn- und Ver lustrechnung nach IFRS

01.01.2008 -
31.12.2008
in EUR
01.01.2007-
31.12.2007
in EUR
1. Umsatzerlöse 15.439.826 14.693.120
2. Sonstige betriebliche Erträge 260.569 212.001
3. Aktivierte Eigenleistungen 0 48.000
4. Bestandsveränderungen an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
-111.098 8.272
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
4.176.715 3.819.492
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen
1.979.036 2.063.660
6.155.751 5.883.153
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.670.673 4.732.451
b) soziale Abgaben 863.602 810.353
5.534.275 5.542.804
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des An
lagevermögens und Sachanlagen
485.860 543.044
8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
2.786.715 2.661.004
9. Erträge aus Beteiligungen 1.131 4.267
10. Betriebsergebnis (EBIT
)
627.827 335.655
nachrichtlich: EBIT
DA
1.113.687 878.699
11. Erträge aus anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzan
lagevermögens
0 0

Konzern-Gewinn- und Ver lustrechnung nach IFRS

01.01.2008 -
31.12.2008
in EUR
01.01.2007-
31.12.2007
in EUR
12. Zinsen und ähnliche Erträge 515.631 533.029
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere des Umlaufver
mögens
2.309 1.613
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.247 9.583
15. Ergebnis vor Steuern
(und Minderheitenanteilen)
1.131.902 857.487
16. Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
475.668 261.271
17. Sonstige Steuern 3.625 3.569
18. Ergebnis vor Minderheitenanteilen 652.609 592.647
19. Minderheitenanteile -51.269 71.393
20. Konzernjahresüberschuss vor
Gewinnverwendung
601.340 664.040
21. Gewinnvortrag 3.322.710 3.228.834
22. Gewinnausschüttung 0 570.166
23. Aufwand aus dem Einzug
von Aktien
-2.175.546
24. Bilanzgewinn 1.748.504 3.322.710
Ergebnis pro Aktie nach IAS
33
(unverwässert)
0,11 0,12
Ergebnis pro Aktie nach IAS
33
(verwässert)
0,11 0,12
Durchschnittl. im Umlauf befindl.
Aktien (unverwässert)
5.415.728 5.703.392
Durchschnittl. im Umlauf befindl.
Aktien (verwässert)
5.415.728 5.704.892

Konzernbilanz nach IFRS

01.01.2008 -

01.01.2007-

AKTI
VA
31.12.2008
in EUR
31.12.2007
in EUR
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 12.303.724 7.847.415
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 4.978.530
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
2.518.366 3.217.515
Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht
8.771 1.577
Sonstige Vermögenswerte 476.006 485.168
Vorräte 841.381 795.315
Rechnungsabgrenzungsposten 18.648 56.845
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 16.166.896 17.382.364
Sachanlagevermögen 1.635.890 1.754.109
Immaterielle Vermögenswerte 143.047 165.960
Beteiligungen 84.422 119.013
Anlage in Edelmetallen 1.983.685 1.983.685
Geschäfts- oder Firmenwert 718.460 718.460
Sonstige Vermögenswerte 52.415 38.735
Latente Steuern 9.013 1.300
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 4.626.932 4.781.261
Ak
tiva, gesamt
20.793.828 22.163.625
Passiva 01.01.2008 -
31.12.2008
in EUR
01.01.2007-
31.12.2007
in EUR
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und kurz
fristiger Anteil an langfristigen
Darlehen
10.977 17.314
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
459.669 669.933
Erhaltene Anzahlungen 766.800 972.540
Sonstige Rückstellungen 542.087 751.962
Steuerrückstellungen 152.202 332.736
Rechnungsabgrenzungsposten und
sonstige kurzfristige Verbindlich
keiten
633.844 643.993
Verbindlichkeiten gegen Unterneh
men mit denen ein Beteiligungsver
hältnis besteht
47.431 45.734
Latente Steuern 41.408 91.000
Kurzfristige Schulden, gesamt 2.654.417 3.525.212
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.343.452 5.904.312
Kapitalrücklage 13.982.269 13.421.409
Bilanzgewinn/-verlust 1.748.504 3.322.710
Gewinnrücklagen 71.700 71.700
Kapitalausgleichsposten -3.300.998 -3.245.570
Neubewertungsrücklage 0 -21.470
Eigene Anteile -11.423 -1.069.315
Minderheitenanteile 305.906 254.638
Eigenkapital, gesamt 18.139.411 18.638.413
Passiva, gesamt 20.793.828 22.163.625

Entwicklung des KonzernAnlagevermögenS zum 31.12.2007

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert
01.01.2007
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen 2.589.326 * 805.383 40.219 3.354.490
II. Immaterielle
Vermögenswerte
255.263 91.486 14.739 332.010
III. Anlage in Edelmetalle 0 1.983.685 0 1.983.685
IV. Beteiligu
ngen
70.804 48.209 0 119.013
V. Geschäfts- oder 1.219.558 * 97.843 0 1.317.401
Firmenwert
Gesamtsumme
4.134.952 3.026.605 54.958 7.106.599

* Anpassung der Vorjahreswerte

Entwicklung des KonzernAnlagevermögenS zum 31.12.2008

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert
01.01.2008
Zugänge Abgänge Wert
31.12.2008
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen 3.354.490 470.470 244.202 3.580.758
II. Immaterielle
Vermögenswerte
332.010 34.106 14.448 351.668
III. Anlage in Edelmetalle 1.983.685 0 0 1.983.685
IV. Beteiligu
ngen
119.013 8.000 42.591 84.422
Geschäfts- oder
V. Firmenwert
Gesamtsumme
1.317.401
7.106.599
0
512.576
0
301.241
1.317.401
7.317.934
Zugänge Abgänge/
Zuschrei
bungen
Wert
31.12.2007
31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR EUR
* 414.409 36.471 1.600.381 1.754.109 1.366.883
51.636 10.136 166.051 165.960 130.713
0 0 0 1.983.685 0
0 0 0 119.013 70.804
* 77.000 0 598.941 718.460 697.617
543.045 46.606 2.365.373 4.741.226 2.266.017
Abschreibung Bilanz
Abschreibung Bilanz
Wert
01.01.2008
Zugänge Abgänge/
Zuschreibungen
Wert
31.12.2008
31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1.600.381 430.374 85.887 1.944.868 1.635.890 1.754.109
166.051 56.370 13.800 208.621 143.047 165.960
0 0 0 0 1.983.685 1.983.685
0 0 0 0 84.422 119.013
598.941 0 0 598.941 718.460 718.460
2.365.373 486.744 99.687 2.752.430 4.565.504 4.741.226

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die DocCheck AG, Köln ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft.

Sitz der Gesellschaft ist:

Vogelsanger Str. 66 50823 Köln

II. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft

Unternehmensgegenstand der DocCheck AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen der Multimediabranche und Informationstechnologie sowie gleichartiger Branchen, deren Förderung und Entwicklung; ferner die Eintragung hiermit verbundener Tätigkeiten und Dienstleistungen für diese Unternehmen.

Die DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften stellen sich am Markt als Internetdienstleister bzw. Multimedia Agentur dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter den Marken antwerpes und DocCheck auf, die die Geschäftsbereiche Agenturgeschäft (antwerpes) sowie Portalund Handelsgeschäft (DocCheck) vertreten.

III. Entsprechenserklärung

Der Konzernabschluss der DocCheck AG entspricht in allen Punkten den IFRS/IAS sowie den IFRIC/SIC.

IV. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss ist in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London sowie der gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt und wird voraussichtlich am 12. März 2009 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben. Der Begriff International Financial Reporting Standards (IFRS) wird seit dem Jahr 2002 für die Gesamtheit der Rechnungslegungsstandards verwendet, die durch das International Accounting Standards Board (IASB), London erstellt wurde. Damit wird der Begriff International Accounting Standards (IAS) ersetzt. Rechnungslegungsstandards, die das IASB vor diesem Namenswechsel herausgegeben hat, werden weiterhin als IAS bezeichnet.

2. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS verlangt, dass das Management Schätzungen und Annahmen trifft, die sich auf die Darstellung der ausgewiesenen Aktiva und Passiva, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Abschlüsse sowie die Darstellung der Erträge und Aufwendungen in den Berichtszeiträumen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden Schätzungen insbesondere in Bezug auf die Höhe der verbleibenden Aufwände der laufenden Projekte im Rahmen der kundenspezifischen Auftragsfertigung (cost to cost method) und die Planungsprämissen zur Durchführung des Impairmenttests auf die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte erforderlich.

Die Bemessung der Aufwendungen für laufende Projekte erfolgt anhand der internen Kalkulationsunterlagen und den in der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnissen aus vergleichbaren Projekten. Die tatsächlichen noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

3. Angaben nach IAS 8.30

Die DocCheck AG hat vom Wahlrecht der vorzeitigen Anwendung der folgenden Standards keinen Gebrauch gemacht:

  • • IAS 1: Darstellung des Abschlusses Überarbeitung einschließlich der Anforderung einer Aufstellung über das vollständige Einkommen sowie Änderungen hinsichtlich der Angaben zu kündbaren Finanzinstrumenten und bei Liquidation entstehenden Verpflichtungen (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009)
  • • IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse umfassende Überarbeitung hinsichtlich der Anwendung der Erwerbsmethode (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009)
  • • IFRS 8: Operating Segments (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009)
  • • IAS 23: Fremdkapitalkosten Überarbeitung, um sofortige Erfassung als Aufwand zu verbieten (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009)

  • • IAS 27: Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS Folgeänderungen von IFRS 3 (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009)

  • • IAS 32: Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung Änderungen hinsichtlich der Angaben zu kündbaren Finanzinstrumenten und bei Liquidation entstehenden Verpflichtungen (verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009)

Der Vorstand erwartet von der Anwendung dieser Standards in zukünftigen Berichtsperioden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Relevanz für den Konzernabschluss haben die folgenden Standards:

  • • IAS 1: Der überarbeitete Standard IAS 1 führt zu einer von der Eigenkapitalveränderungsrechnung gesonderten Darstellung von Eigenkapitalveränderungen resultierend aus Gewinnen und Verlusten aus der Neubewertungsrücklage, aus versicherungsmathematischer Bewertung sowie der Währungsumrechnung. Des Weiteren beinhaltet der Standard geänderte Vorschriften hinsichtlich der Darstellung der rückwirkenden Anwendungen von Bilanzierungsmethoden sowie Restatements.
  • • IFRS 8: Die Segmentberichterstattung wurde vom so genannten risk and reward approach des IAS 14 auf den management approach gemäß IFRS 8 in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind dabei die Informationen, die dem sogenannten chief operating decision maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig wird die Bewertung der Segmente vom financial accounting approach des IAS 14 auf den management approach umgestellt. Aus heutiger Sicht wird es bei der erstmaligen vollständigen Anwendung durch den Konzern im Geschäftsjahr 2009 zu keinen grundlegend geänderten Angaben in der Segmentberichterstattung kommen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG haben am 19. Dezember 2008 die nach §161 Aktiengesetz erforderliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Den Aktionären ist diese auf der Website der DocCheck AG unter der Rubrik "Company" dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Konzernabschluss nach IFRS basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme gewisser Positionen wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente, die mit dem Zeitwert ausgewiesen werden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro (EUR) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschafterversammlungen der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH haben im Dezember 2008 beschlossen, die Erleichterungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen und auf die Erstellung eines Anhangs für das Geschäftsjahr 2008 zu verzichten. Die gesetzlichen Voraussetzungen werden von beiden Tochterunternehmen erfüllt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Anhang erläutert. Die rückwirkende Anwendung von überarbeiteten und neuen Standards verlangt, sofern für den betreffenden Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist, dass die Ergebnisse der Vorjahresvergleichsperiode und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode angepasst werden, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewandt worden wären.

V. Zusammenfassung der wesentlichen vom Deutschen Handelsrecht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach IFRS

1. Allgemeines

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2008 wurde gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Vorschriften des HGB und des AktG unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten von denen der IFRS. Die wesentlichen Unterschiede, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft relevant sein könnten, werden nachfolgend dargestellt.

2. Kapitalausgleichsposten

Im Rahmen der Business Combination antwerpes ag und DocCheck AG wurde gemäß IAS 22.12 ein das Konzernkapital vermindernder Kapitalausgleichsposten in die Bilanz eingestellt.

3. Teilgewinnrealisierung

Die Teilgewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen ist nach herrschender Meinung im Handelsrecht nur unter sehr engen Grenzen zulässig. Grundsätzlich wird nur die Completed-Contract-Methode als zulässig erachtet. IAS 11 i. V. m. IAS 18 erlaubt hingegen Umsätze und entsprechende Gewinne nach der so genannten Percentage-of-Completion-Methode (POC) zu realisieren. Voraussetzung ist die zuverlässige Ermittlung des Fertigungsgrades, sowie die verlässliche Schätzung der Gesamtauftragskosten und -erlöse, ebenso wie deren Einbringbarkeit. Der Fertigstellungsgrad wurde analog zum Stand der Leistungserstellung festgelegt.

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach Handelsrecht zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, sprich die Wertpapiere der Kategorie "available-for-sale" sind in Anwendung des IAS 39 mit dem am Abschlussstichtag ermittelten Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Diese Änderungen werden bis zur Veräußerung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital in einer Neubewertungsrücklage erfasst. Zu einer ergbniswirksamen Erfassung kommt es also erst im Zeitpunkt des Abgangs.

5. Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

Für Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill), auch solche aus Kapitalkonsolidierungen, sind in Einklang mit IFRS 3 (Business Combinations) keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorzunehmen. Für immaterielle Vermögensgegenstände, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen, sind einmal jährlich auf mögliche Wertminderungen zu prüfen (Impairment-only approach). Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen.

6. Eigene Anteile

Anders als im deutschen Handelsrecht werden die eigenen Anteile nicht als Vermögensgegenstand gezeigt. Vielmehr schreibt die Vorschrift des IAS 32.33 f. vor, die eigenen Anteile in der Bilanz als Abzugsposten des Eigenkapitals zu zeigen. Das Eigenkapital nach IFRS wird also niedriger ausgewiesen als in einem handelsrechtlichen Abschluss.

7. Minderheitenanteile

Minderheitenanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals und nicht mehr als separate Position zwischen Eigen- und Fremdkapital auszuweisen. Veränderungen dieser Position sind entsprechend im Eigenkapitalspiegel darzustellen.

8. Finanzierungsleasing

Ein Leasingverhältnis wird nach IAS 17.8 als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Leasingnehmer haben Finanzierungs-Leasingverhältnisse nach IAS 17.20 zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höher in der Bilanz anzusetzen, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mietleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In den Folgeperioden sind die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufzuteilen. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

9. Operating Leasing

Leasingverträge, bei denen wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen verbleiben, werden als Operating Leasing eingestuft. Zahlungen aus dem Operating Leasing werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

10. Latente Steuern auf erfolgsneutral erfasste Geschäftsvorfälle

Nach IAS 12.61 sind latente Steuern unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

11. Transaktionskosten von Eigenkapitaltransaktionen

Gemäß IAS 32.35 sind Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion, gemindert um alle damit verbundenen Ertragssteuervorteile, als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.

VI. Konsolidierung

1. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird als sonstiger betrieblicher Ertrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Anteile konzernfremder Gesellschafter werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bilanziert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 abgegrenzt.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zum Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

2. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle gemäß IAS 27 ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichtsbzw. Verwaltungsrates einer Tochtergesellschaft stellen kann. Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IAS- Konzernabschluss aufgestellt worden.

Der Konsolidierungskreis einschließlich der DocCheck AG umfasst sechs (im Vorjahr neun) voll konsolidierte Unternehmen mit Sitz in Deutschland:

Name und
Sitz der
Gesellschaft
Beteiligungsquote
zum 31.12.2008
Eigenkapital
zum 31.12.2008
in TEUR
Jahresergebnis
2008
in TEUR
antwerpes ag,
Köln
100,00% 298 0 *
DocCheck
Medical Services GmbH,
Köln
100,00% 571 0 *
DocCheck Medizinbedarf
und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch
51,00% 712 15
DocCheck TV GmbH,
Köln
63,46% -31 127
medicalpicture GmbH,
Köln
51,00% -97 51

* Nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Daten erworben:

Name und
Sitz der
Gesellschaft
Datum des
Erwerbs der
Mehrheitsbeteiligu
ng
antwerpes ag,
Köln
30. Dezember 1999
DocCheck
Medical Services GmbH,
Köln
15. November 1999
DocCheck Medizinbedarf
und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch
17. November 2000
DocCheck TV GmbH,
Köln
01. Juli 2004
medicalpicture GmbH,
Köln
01. April 2002

VII. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a. Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse

Umsätze werden nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung realisiert.

Aufwendungen zur Bildung von Rückstellungen für Kundenboni werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Die Umsatzerlöse werden um diese Beträge gekürzt.

Die Erträge aus Auftragsprojekten werden gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 nach der Percentage-of-Completion-Methode nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades erfasst, sofern das Ergebnis zum Bilanzstichtag verlässlich geschätzt werden kann. Für die Ermittlung des Fertigstellungsgrades werden grundsätzlich die bis zum Bilanzstichtag bereits angefallenen Auftragskosten ins Verhältnis zu den am Bilanzstichtag geschätzten Kosten des Gesamtauftrags gesetzt (cost-to-cost method). Neben diesem Inputorientierten Verfahren wird bei Bedarf ein outputorientiertes Verfahren zur Verprobung angewandt, bei dem die zum Bilanzstichtag erbrachte Leistung ins Verhältnis zur Gesamtleistung gesetzt wird.

Drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen zeichneten sich am Bilanzstichtag nicht ab.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein.

Übrige Erträge und Aufwendungen

Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist. Aufwendungen werden nach sachlichen und zeitlichen Kriterien abgegrenzt.

Zinserträge und –aufwendungen

Zinserträge und –aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

b. Firmenwerte

Firmenwerte werden ab dem Geschäftsjahr 2004 gemäß IFRS 3 i. V. mit IAS 36 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird anhand eines Impairmenttests überprüft,

der mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird. Die Höhe der Wertberichtigung ergibt sich dann als Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet ist. Jede Wertberichtigung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Im Konzern werden Impairmenttests auf Geschäfts- und Firmenwerte zum 31. Dezember durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2008 ergab sich auf Grundlage des Werthaltigkeitstestes kein Abwertungsbedarf.

c. Immaterielle Vermögenswerte

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38 erfüllt sind.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre planmäßig linear abgeschrieben.

d. Sachanlagevermögen

Die Bewertung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung
(ohne geringwertige Wirtschaftsgüter)
5 Jahre bis 10 Jahre
Einbauten in fremde Grundstücke 10 Jahre bis 20 Jahre
Anlage in Edelmetalle unbegrenzte Nutzungsdauer

Geringwertige Anlagegüter wurden gemäß § 6 (2) EStG mit ihren Anschaffungskosten ( 123 Tsd. Euro) bewertet und im laufenden und den vier folgenden Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Im Geschäftsjahr beträgt die Auflösung 49 Tsd. Euro.

Es wurden im Rahmen langfristiger Investitionspolitik im Geschäftsjahr 2007 Goldvorräte angeschafft. Diese wurden im Geschäftsjahr 2008 dem Sachanlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung erfolgt nach IAS 16. 15 zu den fortgeführten Anschaffungskosten, da diese Anlage keinem regelmäßigen Werteverzehr unterliegt. Am 31. Dezember 2008 betrug der Buchwert dieser Anteile 1.984 Tsd. Euro.

Im Rahmen von jährlichen Impairmenttests nach IAS 36 i. V. mit IAS 16 wird die Werthaltigkeit des Buchwerts der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens am Ende eines Geschäftsjahres regelmäßig geprüft. Soweit der erlösbare Betrag eines Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2008 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Gliederung des Konzernanlagenspiegels entspricht der Gliederung der Konzernbilanz nach IFRS.

e. Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden nach IAS 39.9 in folgende Kategorien unterteilt:

  • • Herausgereichte und erworbene Kredite und Forderungen (loans and receivables),
  • • Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (held to maturity investments),
  • • Zur ergebniswirksamen Fair-Value-Bewertung designierte Vermögensgegenstände (financial assets at fair value through profit and loss)
  • • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets

In die Kategorie der available for sale financial assets sind im Wesentlichen die Wertpapiere und die Beteiligungen des Anlage- und Umlaufvermögens einzuordnen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nach IAS 39 mit ihrem jeweiligen Börsenkurs (fair value) zum Stichtag bewertet werden, sofern dieser zu ermitteln ist. Ist ein Börsenkurs nicht zu ermitteln, werden die Beteiligungen und Wertpapiere entweder mit fortgeführten historischen Anschaffungskosten (cost model) oder auf der Basis von abgezinsten Cash Flows (fair value model) bewertet.

Im Konzern wurden die Beteiligungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

f. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

g. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden der Kategorie "available-for-sale" zugeordnet und sind lt. IAS 39 zum Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Fair Value-Änderungen werden, saldiert um die darauf entfallenden latenten Steuern, bis zum Abgang der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital, in der Neubewertungsrücklage erfasst. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird ein Impairmenttest durchgeführt und der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bilanzierung von Verkäufen erfolgte zum Handelstag.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, auf Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Sofern der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet, wird die Wertminderung erfolgswirksam erfasst.

h. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte progressiv. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

Kundenspezifische Fertigungssaufträge, die die Voraussetzungen des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage of Completion Methode bewertet. Umsätze und Gewinne werden hierbei entsprechend dem Fertigstellungsgrad des jeweiligen Projektes erfasst.

Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden unabhängig vom erreichten Fertigstellungsgrad unmittelbar in voller Höhe in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie erkennbar waren.

Der Ausweis erfolgt entsprechend unter den Forderungen bzw. Kundenanzahlungen und Umsatzerlösen unter Abgrenzung prozentualer Mehr- oder Wenigerkosten.

Zum 31. Dezember 2008 sind im Zusammenhang mit den am Bilanzstichtag laufenden Projekten im Zusammenhang mit kundenspezifischen Fertigungsaufträgen kumulierte Kosten in Höhe von 162 Tsd. Euro (i. V. 823 Tsd. Euro) und kumulierte Gewinne in Höhe von 110 Tsd. Euro (i. V. 380 Tsd. Euro) erfasst worden. Im Zusammenhang mit solchen Projekten wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 145 Tsd. Euro (i. V. 811 Tsd. Euro) vereinnahmt.

i. Latente Steuern

Der Ansatz der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften.

Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe berücksichtigt, in der sie später genutzt werden können. Bei der Berechnung werden diejenigen Steuersätze angewandt, die zum Bilanzstichtag gelten beziehungsweise die Steuersätze, die zukünftig mit Sicherheit gelten werden.

j. Eigene Anteile

Eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 f. in der Bilanz zu Anschaffungskosten als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

k. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

l. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17.20 mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

m. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

2. AuSSerplanmäSSige Abschreibungen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag gemäß der Vorschriften nach IAS 36 außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag (recoverable amount) der Vermögenswerte unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist hierbei der höhere Betrag zwischen dem Nettoveräußerungswert und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cash Flows der Vermögenswerte.

Seit dem Geschäftsjahr 2004 wird gemäß IFRS 3 i. V. mit IAS 36 und IAS 38 auf die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugunsten eines jährlichen Impairmenttests verzichtet. Im Rahmen der Impairmenttests wurden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag (recoverable amount) d.h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis (net selling price) und seinem Nutzungswert (value in use) verglichen. Die Cash Generating Units im DocCheck Konzern entsprechen dabei grundsätzlich den rechtlichen Einheiten der Tochterunternehmen.

Ist der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Um den ermittelten Abwertungsverlust wird im ersten Schritt der Geschäfts- bzw. Firmenwert der betroffenen strategischen Cash Generating Unit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Cash Generating Unit auf Basis der Restbuchwerte zum Abschlussstichtag jedes einzelnen Vermögenswertes verteilt.

Grundlage für die Ermittlung der Nutzungswerte bildeten jeweils die Jahresergebnisse 2008, Detailplanungen der Jahre 2009 bis 2012 sowie die Annahme einer ewigen Rente (exklusive Wachstumsrate) ab dem Geschäftsjahr 2012. Die Diskontierungssätze (vor Steuern) für die einzelnen Cash Generating Units setzen sich aus einem risikolosen Zins sowie einer unternehmensspezifischen Risikoprämie zusammen und lagen für die getesteten Einheiten bei neun und zwölf Prozent. Die so ermittelten Ertragswerte wurden mit den jeweiligen Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte verglichen.

Sind die Gründe für die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden Zuschreibungen bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ergeben hätte, wenn die außerplanmäßige Abschreibung nicht vorgenommen worden wäre.

3. Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

4. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der antwerpes ag, Zweigniederlassung Basel (Schweiz) wird gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchanges Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Es handelt sich bei der Zweigniederlassung um die Landeswährung Schweizer Franken, da die Gesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreibt. Vermögenswerte und Schulden werden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahressdurchschnittskurs umgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen aus Kursdifferenzen i.H.v. 12 Tsd. Euro und Erträge aus Kursdifferenzen i.H.v. 10 Tsd. Euro erfasst.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2007 um insgesamt 0,7 Mio. EUR bzw. 5 Prozent auf 15,4 Mio. erhöht.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2008 2007
Mio. EUR Mio. EUR
Erlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen
8,4 9,0
Erlöse aus dem Verkauf
von Gütern
6,6 5,4
Nutzungsentgelte 0,4 0,3
Gesamt 15,4 14,7

In der dargestellten Berichtsperiode wurden Umsatzrealisierungen nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 in Höhe von 208 Tsd. Euro (i. V. 892 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Teilgewinnrealisierung führte zu folgenden Ergebnisveränderungen:

Veränderungen durch Anwendung von POC:

2008 2007 Veränderungen
TEUR TEUR TEUR
Vorräte -116 -424 308
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
205 892 -687
Rückstellungen für aus
stehende Kosten
4 175 -171
Ergebnisveränderung 85 293 -208

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

2008
TEUR
Verwendung von Gegenständen 33
Erträge aus Kursdifferenzen 19
Mieterträge -
Anlagenabgänge 1
PWB / EWB 30
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 96
Versicherungsentschädigungen 25
Sonstige betriebliche Erträge 56
260

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand belief sich auf 6.155 Tsd. Euro (i. V. 5.883 Tsd. Euro) und entfiel mit 4.176 Tsd. Euro (i. V. 3.819 Tsd. Euro) auf Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und mit 1.979 Tsd. Euro (i. V. 2.064 Tsd. Euro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand blieb mit 5.534 Tsd. Euro (i. V. 5.543 Tsd. Euro) auf Vorjahresniveau. Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2008 119 (i. V. 119). Im Jahresdurchschnitt waren 112 Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vorjahr war zusätzlich eine Abschreibung auf den Geschäftsoder Firmenwert der medicalpicture GmbH in Höhe von 77 Tsd. Euro enthalten. Im laufenden Jahr ergab sich keine Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus Werbe-, Reise-, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Mietaufwand.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 475 Tsd. Euro betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer 2008 und die Gewerbesteuer 2008, sowie passive latente Steuern in Höhe von 42 Tsd. Euro und aktive latente Steuern in Höhe von 9 Tsd. Euro.

Die Hauptbestandteile des Steueraufwands stellen sich wie folgt dar:

2008
TEUR
Körperschaftssteuer 2008 215
Gewerbesteuer 2008 231
KöSt Nachzahlungen für Vorjahre 42
GewSt Nachzahlungen für Vorjahre 35
Passive latente -49
Aktive latente -7
Ausländische Steuern 8
Tatsächlicher Steueraufwand 475

8. Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt eine Misch-Steuerquote von 31,2 Prozent zugrunde, die sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent, Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer und einem Gewerbesteuersatz von ca. 15,4 Prozent zusammensetzt. Abweichend zum Vorjahr hat sich die Misch-Steuerquote von 39,9 Prozent aufgrund gesetzlicher Änderungen ab 01. Januar 2008 auf 31,2 Prozent verringert.

Aktive latente
Steuern 2008
Aktive latente
Steuern 2007
Passive latente
Steuern 2008
Passive latente
Steuern 2007
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sachanlagen 9 1 0 0
Beteiligungen 0 0 15 0
Vorräte 0 0 -36 -132
Forderungen aus
Lieferung und
Leistung
0 0 64 278
Sonstige
Wertpapiere
0 0 0 0
Rückstellungen 0 0 -1 -55
Gesamt 9 1 42 91

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:

Der tatsächliche Steueraufwand des Geschäftsjahres 2008 von 475 Tsd. Euro weicht um 129 Tsd. Euro von dem erwarteten Steueraufwand von 346 Tsd. Euro ab, der sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes von 31,2 Prozent auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2008
TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 346
Steuererstattungen früherer Jahre -25
Steueraufwand früherer Jahre 112
Steuerminderung aufgrund niedriger
ausländischer Steuersätze
47
Steuerminderung aufgrund von Verlustvorträgen 46
Aktive latente Steuern -9
Passive latente Steuern -42
Tatsächlicher Steueraufwand 475

9. Gewinnausschüttung

Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 21. Mai 2008 wurde für das Geschäftsjahr 2007 keine Dividende ausgeschüttet.

10. Ergebnis pro Aktie

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

Mit Beschluss vom 21. Mai 2008 hat die ordentliche Hauptversammlung die Gesellschaft erneut ermächtigt das Aktienrückkaufprogramm fortzuführen. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2008 3.216 eigene Aktien.

Unter Berücksichtigung dieser im Jahre 2008 getätigten Erwerbe eigener Aktien und den getätigten Aktieneinzügen beträgt die durchschnittliche Aktienanzahl des Geschäftsjahres 2008 5.415.728 Stückaktien (vergleiche dazu auch Punkt VI.18). Das so ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,11 EUR.

IX. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Konsolidierung der DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck TV GmbH, medicalpicture GmbH, medizinstudent.de GmbH und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Danach wurden folgende Firmenwerte ermittelt:

aft
h
c
s
sell
e
G
Firmenwerte der Erst
konsolidierung
Nachträgliche Erhöhung
Anteile
der Firmenwerte durch
Erwerb weiterer
derungen zum 31.12.07
Kumulierte Wertmin
Buchwert Firmenwerte
zum 31.12.07
Wertminderungen
in 2008
Zusätzliche Firmenwerte
in 2008
derungen zum 31.12.08
Kumulierte Wertmin
Buchwert Firmenwerte
zum 31.12.08
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
DocCheck Medical
Services GmbH
29 0 12 17 0 0 12 17
DocCheck TV GmbH 155 5 14 146 0 0 14 146
medicalpicture GmbH 92 0 87 5 0 87 5
medizinstudent.de
GmbH
182 0 131 51 0 0 131 51
DocCheck
Medizinbedarf und
Logistik GmbH
756 97 354 499 0 0 354 499
Su
mme
1.214 102 598 718 0 0 598 718

Bei dem Zugang im Bereich der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH handelt es sich um Zukäufe der Minderheitenanteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH Leipzig und der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH Essen.

3. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2008 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen, der integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden gemäß IAS 17.20 und IAS 17.27 Mietereinbauten in Höhe von ursprünglich 162 Tsd. Euro aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2008 betrug der Buchwert dieser Vermögensgegenstände 30 Tsd. Euro.

4. Beteiligungen

Mit notariellem Kaufvertrag vom 26. September 2008 erwarb die Tochtergesellschaft DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, weitere zehn Prozent der Geschäftsanteile an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH in Essen, sowie weitere 15,4 Prozent der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH in Leipzig. Die Übertragungen erfolgten mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 01. Januar 2008. Die Gesellschafterversammlung hat per 04. Dezember 2008 die Verschmelzungen der vorgenannten Gesellschaften beschlossen. Der Verschmelzungsstichtag war der 01. Oktober 2008. Die Verschmelzung wurde am 22. Dezember 2008 in das Handelsregister B mit der Nummer 244884 beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen.

5. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

2008 2007
TEUR TEUR
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 120 236
Fertigerzeugnisse und Waren 637 529
Geleistete Anzahlungen 84 30
Gesamt 841 795

In den Vorräten zum 31. Dezember 2008 in Höhe von 841 Tsd. Euro (i. V. 795 Tsd. Euro) sind gemäß IAS 2 angesetzte und bewertete unfertige Leistungen in Höhe von 120 Tsd. Euro (i. V. 236 Tsd. Euro) enthalten.

6. Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

7. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 528 Tsd. Euro (i. V. 524 Tsd. Euro) haben eine Laufzeit bis zu fünf Jahren und setzen sich wie folgt zusammen:

Kurzfristig 2008 2007
TEUR TEUR
Forderungen gegen Vorstände und Geschäftsführer 5 2
Forderungen gegen Personal 1 6
Kautionen 2 2
Darlehen 43 78
Steuerüberzahlungen 86 38
KöSt-Rückforderungen 166 144
GewSt-Rückforderungen 96 93
Sonstige Vermögenswerte 77 122
Gesamt 476 485
langfristig 2008 2007
Darlehen 41 28
Kautionen 11 11
52 39

Die Position Sonstige Vermögenswerte beinhaltet im Wesentlichen Zinsabgrenzungen in Höhe von 50 Tsd. Euro (i. V. 112 Tsd. Euro).

8. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Am 13. Mai 2008 wurde das Schuldscheindarlehen der Eurohyp am Endfälligkeitstag abgerechnet und das Kapital zu 100 Prozent in Höhe von 5.000 Tsd. Euro an die Gesellschaft zurückgezahlt. Kursgewinne bzw. –verluste gingen aus der Transaktion nicht hervor. Das freigewordene Kapital wurde je zur Hälfte als Festgeld bei unterschiedlichen Banken angelegt.

Die Position Wertpapiere hat somit zum 31. Dezember 2008 einen Saldo von 0 Tsd. Euro (i. V. 5.000 Tsd. Euro)

9. Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben, Festgelder sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind.

10. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

11. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 9 Tsd. Euro (i. V. 1 Tsd. Euro) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach IAS 17.20.

12. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2008 5.343.452 EUR ( i. V. 5.904.312 EUR) und ist eingeteilt in 5.343.452 Stückaktien à 1 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Veränderung zum Vorjahr (5.904.312 EUR) in Höhe von 560.860 EUR begründet sich auf dem Einzug von 560.860 eigenen Anteilen, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von einem Euro pro Aktie. Die unterjährige Entwicklung des Eigenkapitals ist dem beigefügten Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

b. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln

Das Grundkapital der Gesellschaft von 5.343.452 EUR, eingeteilt in 5.343.452 Stückaktien, wurde nach § 207 ff. AktG um 10.686.904 EUR auf 16.030.356 EUR erhöht. Die Erhöhung erfolgte durch Umwandlung eines Teilbetrages in Höhe von 10.030.356 EUR der in der Bilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 ausgewiesenen Kapitalrücklage. Die Kapitalerhöhung erfolgte ohne Ausgabe neuer Aktien. Der auf jede Stückaktie anteilig entfallende Betrag am Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital.

c. Ordentliche Kapitalherabsetzung

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 16.030.356 EUR, eingeteilt in 5.343.452 Stückaktien, um 10.068.6904 EUR auf 5.343.452 EUR herabgesetzt. Die Herabsetzung um 10.686.904 EUR erfolgt gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§ 222 ff. AktG) durch Herabsetzung des auf jede Aktie entfallenden Anteils am Grundkapital zum Zwecke der Einstellung von 10.686.904 EUR in die freie Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Eine Zusammenlegung oder Einziehung der Aktien erfolgte nicht. Der auf jede Stückaktie entfallende anteilige Betrag am Grundkapital verringerte sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital.

d. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juni 2010 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.952.156 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Dies entspricht 2.952.156 genehmigten Anteilen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.

e. Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 von 559.931 EUR auf 30.500 EUR geändert. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und an Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Führungskräfte und Mitarbeiter mit der Gesellschaft verbundener Unterhemen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001. Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil.

Zusätzlich wird das Grundkapital durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 um bis zu 559.931 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007. Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil.

f. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2008 13.982.269,68 EUR (i. V. 13.421.408,68 EUR). Die Veränderung der Kapitalrücklage ergibt sich aus den unter dem Stichwort "Gezeichnetes Kapital" erläuterten Aktieneinzügen. Die Hauptversammlung hat am 21. Mai 2008 die bilanzielle Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in die freie Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB beschlossen. Überführt werden nach Ablauf der gesetzlichen halbjährlichen Gläubigerschutzfrist 10,6 . Eine unmittelbare Übernahme der gebundenen in die freie Kapitalrücklage ist gesetzlich nicht zulässig. Aus diesem Grund war ein mehrstufiges Verfahren notwendig. Eine Ausschüttung aus der freien Kapitalrücklage an die Aktionäre war nicht Teil der Beschlussfassung. Vielmehr erhielt die Gesellschaft laut Beschluss die Möglichkeit eigene Aktien zum Einzug zurück zu erwerben.

g. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen betrugen zum 31. Dezember 2008 71.700,23 EUR (i. V. 71.700,23 EUR).

h. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beträgt 1.755.786 EUR (i. V. 3.322.708 EUR).

i. Kapitalausgleichsposten

Das Eigenkapital in der Bilanz wurde in der Position Kapitalausgleichsposten um 3.246 Tsd. Euro gemäß IAS 22.12 i. V. mit IAS 8 korrigiert.

Im Berichtsjahr hat sich der Kapitalausgleichsposten aufgrund des Erwerbs der Minderheitenanteile der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg (15,4%) und der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Essen (10%) um 55 Tsd. Euro erhöht.

j. Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage beträgt per 31. Dezember 2008 0 Tsd. Euro (i. V. -22 Tsd. Euro). Die Neubewertungsrücklage beinhaltet im Vorjahr die Fair Value-Änderungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens die gem. IAS 39 bis zur Ausbuchung der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden.

k Eigene Anteile

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2008 10.988 Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von 3,53 EUR zugekauft. Mit Beschluss des Vorstands vom 19. Februar 2008 wurden 260.860 eigene Stückaktien eingezogen. Der Bestand an eigenen Anteilen beträgt somit zum Stichtag 3.216 Stück. Der Kurswert beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2008 9.101,28 EUR.

Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2008 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Eigene Anteile Stück
Im Umlauf befindliche Anteile zum 31.12.2007 5.651.224
Einzug Aktien -300.000
Kauf eigener Anteile im Geschäftsjahr 2008 -10.988
Im Umlauf befindliche Anteile zum 31.12.2008 5.340.236

l. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der medicalpicture GmbH, der DocCheck TV GmbH sowie der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

13. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2008 152 Tsd. Euro (i. V. 332 Tsd. Euro) und betreffen die Gewerbesteuer in Höhe von 78 Tsd. Euro (i. V. 196 Tsd. Euro), die Körperschaftsteuer in Höhe von 64 Tsd. Euro (i. V. 130 Tsd. Euro), sowie ausländische Steuern in Höhe von 10 Tsd. Euro (i. V. 7 Tsd. Euro).

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Rückstellungen haben überwiegend eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

01.01.2008 Verbrauch Au
flösung
Zu
führung
31.12.2008
EUR EUR EUR EUR EUR
Personal 325.707,64 293.548,44- 27.754,35- 307.516,64 311.921,49
Tantiemen 145.474,38 127.790,88- 17.783,55- 180.907,23 180.807,18
Urlaubsrück
stellungen
151.553,26 145.334,61- 1.653,75- 98.479,41 103.044,31
Berufsgenos
senschaft
19.780,00 15.305,87- 4.534,13- 21.730,00 21.670,00
Behinderten
abgabe
8.900,00 5.117,08- 3.782,92- 6.400,00 6.400,00
Verwaltung 426.254,56 268.476,95- 72.014,95- 144.403,28 230.165,94
Boni 54.315,94 54.315,94- 2.700,00- 21.000,00 18.300,00
Künstlersozial
kasse
9.538,54 9.538,49- 0,05- 0,00 0,00
Abschluss- und
Prüfungskosten
138.131,71 68.882,61- 62.884,69- 125.800,00 132.164,41
Aufsichtsrats
vergütung
21.413,01 20.900,00- 513,01- 14.950,79 14.950,79
Sonstige 27.868,14 2.130,00- 5.917,20- 40.963,70 60.784,64
Ausstehende
Kosten IFRS
174.987,22 112.709,91- 0,00 58.311,21- 3.966,10
Gesamtsumme 751.962,20 562.025,39- 99.769,30- 451.919,92 542.087,43

Rückstellungsspiegel der DocCheck AG bis zum 31. Dezember 2008:

14. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

15. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2008 2007
TEUR TEUR
Kreditorische Debitoren 157 159
Lohn- und Kirchensteuer 69 66
Umsatzsteuer 299 222
Soziale Sicherheit 2 6
Lohn und Gehalt 2 6
Reisekosten Angestellte 3 4
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 0 1
Leasingverbindlichkeiten 31 51
Steuern 0 28
Sonstige Verbindlichkeiten 71 101
Gesamt 634 644

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr gemäß IAS 17.20 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 30 Tsd. Euro (i. V. 51 Tsd. Euro) passiviert.

TE
UR
Davon fällig innerhalb eines Jahres 22
Davon fällig nach mehr als ein bis fünf Jahren 8
Davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0
Gesamt 30

Die im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigten bedingten Mietzahlungen betrugen 20 Tsd. Euro (i. V. 19 Tsd. Euro). Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit den unter Abschnitt VI.3 erläuterten Mietereinbauten.

16. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden der Bewertungen in den für die Besteuerung maßgeblichen Einzelabschlüssen nach HGB und der Bewertungen nach IFRS (IAS) im Konzernabschluss (vergleiche hierzu Abschnitt V.8).

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2008 bestanden folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

TE
UR
Aus Miete 908
Aus Leasing 89
997
- davon fällig innerhalb eines Jahres 651
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 346
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0
Barwerte 745

Die Barwerte sind unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinssätze ermittelt worden. Sie zeigen die zur Begleichung der Zinszahlungen aktuell notwendigen Nettoauszahlungen.

Eventualverbindlichkeiten wurden nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind.

18. Finanzinstrumente

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel) ergibt sich aus der Bilanz. Es bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. Grundsätzlich können hierzu Bonitäts- und Ausfallrisiken sowie Zinsrisiken bestehen. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht kein Zinsrisiko von wesentlicher Bedeutung.

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2008 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Es bestanden am Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente, die zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt wurden.

X. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Im Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2008 sind Fremdgelder in Höhe von 29 Tsd. Euro (i. V. 29 Tsd. Euro) enthalten. Hierbei handelt es sich um ausstehende Ärztevergütungen, über die die DocCheck AG nicht anderweitig verfügen kann.

KapitalfluSS
rechnung
(in EUR)
01.01.2008 -
31.12.2008
01.01.2007-
31.12.2007
Periodenüberschuss vor ausserordentlichem Ergebnis 601.340 664.040
- davon erhaltene Finanzmittel aus Zinsen 515.631 533.029
- davon gezahlte Finanzmittel aus Zinsen 9.247 9.583
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
485.860 543.044
+ Verlust aus dem Zugang und Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
0 0
+ Verlust aus dem Abgang von eigenen Anteilen 0 0
+/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen -390.410 74.398
-/+ Zunahme/Abnahme Forderungen 699.149 -1.045.379
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände -11.710 -10.891
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -46.067 -194.711
-/+ Zunahme/Abnahme aktive Rechnungsabgrenzung 38.196 -6.164
+/- Zunahme/Abnahme passive Rechnungsabgrenzung 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern -7.713 1.500
-/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern -49.592 33.000
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis
tungen, passiven Rechnungsabgrenzungsposten, sowie anderer Passiva
-373.188 323.345
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigk
eit
945.865 382.182
+/- Ein-/Auszahlungen für Des-/Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände, Beteiligungen und Firmenwerte
-365.566 -1.034.568
+/- Ein-/Auszahlungen für Des-/Investitionen in Edelmetalle 0 -1.983.685
- Auszahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 0 0
+ Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
+/- Ein-/Auszahlung aus dem Verkauf/Erwerb von Wertpapieren 0 0
Cash Flow aus Investitionstätigk
eit
-365.566 -3.018.253
KapitalfluSS
rechnung
(in EUR)
01.01.2008 -
31.12.2008
01.01.2007-
31.12.2007
- Rückzahlung von Krediten -6.338 -12.460
- Auszahlung an Aktionäre aus Kapitalherabsetzung 0 0
- Auszahlung aus Dividendenzahlungen 0 -570.166
+/- Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf/Kauf eigener Anteile -39.962 -470.923
- Auszahlungen aus Aktieneinzug -1.077.691 0
Cash Flow aus Finanzierungstätigk
eit
-1.123.991 -1.053.549
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -543.691 -3.689.620
+ Bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds
(Neubewertungsrücklage)
21.470 19.082
+ Veränderung des Finanzmittelfonds durch Umgliederung
von Wertpapieren
0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.825.945 16.496.483
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.303.724 12.825.945
Zu sammensetzung
Finanzmittelfond
- Zahlungsmittel 12.303.724 7.847.415
- Wertpapiere 0 4.978.530

XI. Segmentberichterstattung

antwerpes ag
31.12.2008
DocCheck
31.12.2008
DocCheck Shop
31.12.2008
Holding
31.12.2008
Su
mme
31.12.2008
Umsatz der
Bereiche
5.669.372 3.548.372 6.600.004 2.879.022 18.732.630
Umsatz mit
Externen
5.622.542 3.206.470 6.574.184 33.828 15.439.825
Umsatz mit
anderen
Segmenten
46.830 341.902 25.821 2.845.413 3.295.826
EBIT 486.374 11.923 133.194 0 627.825
Ergebnis vor
Ertragsteuern
487.741 -3.158 102.353 570.908 1.131.902
Gesamt
vermögen
1.277.678 763.647 2.182.029 16.566.839 20.793.827
Gesamtver
bindlichkeiten
788.959 502.233 466.438 855.776 2.613.010
Abschrei
bungen auf
Sachanlagen
17.876 23.943 34.305 354.260 430.385
Investitionen 9.378 34.566 39.263 420.474 503.682
Mitarbeiter 40 24 34 14 119

Segmentberichterstattung für den Konzernabschluss 2008:

Das Gesamtvermögen umfasst das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungen.

Das Segment antwerpes ag beinhaltet die antwerpes ag, Köln, mit ihrer Betriebsstätte in Basel, Schweiz.

DocCheck Medical Services GmbH, medicalpicture GmbH und die DocCheck TV GmbH bilden zusammen den Bereich DocCheck.

Das Segment DocCheck Shop setzt sich aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH Stuttgart, Leipzig und Essen zusammen.

Unter dem Segment Holding befindet sich der gesamte administrative und Service-Bereich der DocCheck AG. Aufgrund des derzeit homogenen räumlichen Tätigkeitsgebietes wurde auf eine geografische Segmentierung verzichtet. Lieferungen und Leistungen in den Konzernverbund wurden zu Einkaufspreisen zuzüglich Gewinnaufschlag, Konzernumlagen zu Einkaufspreisen zuzüglich Zins bewertet.

XII. Ergänzende Angaben

1. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen gemäß IAS 24 folgende Unternehmen und Personen dem Konzern nahe:

Ak
tionärsstruk
tur
zum 31. Dezember 2008
in Prozent Stückzahl
Ak
tien
Dr. Frank Nicolas Antwerpes,
CEO*
51,85 2.770.535
Jan Antwerpes,
CFO*
15,16 810.087
Dr. Johannes Kersten,
AR antwerpes ag**
5,17 276.078
Freefloat 27,82 1.486.752
Hermann Korte,
AR antwerpes ag **
0,03 1.624
Roland Ortloff,
GF DocCheck Medizinbedarf GmbH
0,83 44.312
Tanja Antwerpes,
Vorstand antwerpes ag
0,48 25.433
Michael Thiess,
AR-Vorsitzender
0,23 12.060
Dr. Joachim Pietzko,
AR-Mitglied
0,02 866
Winfried Leimeister,
AR-Mitglied****
0,00 0
Helmut Rieger,
Vorstand Handelsgeschäft /
*
0,05 2.630
DocCheck AG 0,06 3.216

* Auf die Herren Antwerpes wurden hälftig die Aktien der Angehörigen ersten Grades verteilt

** Hermann Korte und Dr. Johannes Kersten, Aufsichtsrat bis 25.07.2008

*** Herrn Helmut Rieger wurden die Anteile seiner Ehefrau zugerechnet

**** Aufsichtsrat antwerpes ag seit 25.07.2008

Organe der DocCheck AG hatten folgende Interessen an Konzernunternehmungen oder anderen Gesellschaften:

Organe der DocCheck
AG
Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Vorsitzender des Vorstands, CEO
Arzt, Zahnarzt
DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Jan Antwerpes, Köln antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstandes)
Finanzvorstand, CFO
Diplom Kaufmann
medicalpicture GmbH, Köln (Geschäftsführer ab 03.03.09)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch
Vorstand eCommerce
Kaufmann
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH,
Weil im Schönbuch (Geschäftsführer)
antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Aufsichtsrats ab 25.07.08)
Au
fsichtsrat
Michael Thiess, München
Unternehmensberater
Vorstandsvorsitzender Sanemus AG
Mitglied des Aufsichtsrats ProPharm AG, Aitrach
Aufsichtsratvorsitzender
Dr. Joachim Pietzko, Köln
Rechtsanwalt
Stellvertretender
Aufsichtsratvorsitzender
Winfried Leimeister, Köln
Steuerberater
antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Aufsichtsrats ab 25.07.08)
Mitglied des Aufsichtsrats
Sonstige
Dr. Johannes Kersten, Duisburg antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Aufsichtsrats bis 25.07.2008)
Tanja Antwerpes, Köln
Vorstandsvorsitzende
antwerpes ag, Köln
(Vorsitzende des Vorstands)
Thilo Kölzer, Köln
Unitleiter Digital Communication
antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Vorstandes)
Jens Knoop, Unitleiter IT antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Vorstandes ab 25.07.2008)
Roland Ortloff, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch (Geschäftsführer)
Thomas Schmidt, Köln medicalpicture GmbH, Köln
(Geschäftsführer bis 03.03.2009)
Hermann Korte, Köln antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Aufsichtsrats bis 25.07.2008)
Stephan Feifel, Marburg DocCheck TV GmbH, Köln (Geschäftsführer)

2. Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2008 folgende Vergütungen:

Name des
Vorstands
Gezahltes
Fixum in EUR
Bezogene
Tantieme in EUR
Anzahl der gewährten
Aktienoptionen zum
31.12.2008
Dr. Frank Nicolas Antwerpes,
CEO
180.000 35.450 0
Jan Antwerpes,
CFO
130.000 23.633 0
Helmut Rieger,
Vorstand Handelsgeschäft
24.000 0 0
Su
mme:
334.000 59.084 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB neuer Fassung, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2008 folgende Vergütungen:

Name des Au
fsichts
RATS
mitglieds
Gezahltes
Fixum in EUR
Variable Vergütung
in EUR
Michael Thiess,
Aufsichtsratsvorsitzender
12.000 2.741
Dr. Joachim Pietzko,
stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender
6.000 1.371
Winfried Leimeister
Aufsichtsratsmitglied
6.000 1.371
Su
mme:
24.000 5.483

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 9 Tsd. Euro (i. V. 14 Tsd. Euro).

4. Mitteilungen nach § 20 AktG oder § 21 WpHG

Mitteilungen nach § 20 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG erfolgten im Geschäftsjahr nicht.

5. Honorare des Abschlussprüfers

In den Rechts- und Beratungskosten sind folgende Aufwendungen für den Abschlussprüfer enthalten:

ZUM 31.12.2008
in TE
UR
Abschlussprüfung 64
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
64

6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende von 0,05 EUR pro Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Bruttodividende von 267.011,80. Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt.

Köln, im März 2009

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Nicolas Antwerpes

Jan Antwerpes

Helmut Rieger

eigenkapitalspiegel Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Eigenkapitalspiegel gem. IAS 1 Tz. 96-101 (in EUR)

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzliche
Rücklage
Satzungs
mäSSige
Rücklage
Saldo zum 31.12.2006 5.904.312 13.421.409 39.253 0
Neubewertung von Wertpapieren
Übertragung eigener Anteile
Kauf eigener Anteile
Dividendenausschüttung
Anteilserwerb verbundene Unternehmen
Jahresüberschuss zum 31.12.2007
Saldo zum 31.12.2007 5.904.312 13.421.409 39.253 0
Saldo zum 31.12.2007 5.904.312 13.421.409 39.253 0
Neubewertung von Wertpapieren
Übertragung eigener Anteile
Aktieneinzug -560.860 560.860
Kauf eigener Anteile
Dividendenausschüttung
Anteilserwerb verbundene Unternehmen
Jahresüberschuss zum 31.12.2008
Saldo zum 31.12.2008 5.343.452 13.982.269 39.253 0

Rundungen führen zu geringen Ausweisdifferenzen

Eigenkapitalspiegel

Andere
Gewinn
rücklagen
Neu
bewertungs
rücklage
Bilanz
gewinn
Kapitalaus
gleichsposten
Eigene
Anteile
Minder
heitenanteile
Gesamt
32.448 -40.552 3.228.835 -3.245.570 -598.393 321.891 19.063.633
19.082 -78.807 -59.726
0
-392.115 -392.115
-570.166 -570.166
4.140 4.140
664.040 -71.393 592.647
32.448 -21.470 3.322.710 -3.245.570 -1.069.316 254.638 18.638.413
32.448 -21.470 3.322.710 -3.245.570 -1.069.316 254.638 18.638.413
21.470 21.470
0
-2.175.546 1.097.855 -1.077.690
-39.963 -39.963
0
-55.428 -55.428
601.340 51.269 652.609
32.448 0 1.748.504 -3.300.998 -11.423 305.907 18.139.411

Erklärung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Jahresberichterstattung der Konzernjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) als anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze beachtet.

Der Konzernlagebericht enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie darüber hinaus weitere Angaben, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches erforderlich sind. Im Konzernlagebericht ist der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt, dass auch dort ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr sind im Konzernlagebericht ebenso beschrieben.

Die PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, ist vom Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung der DocCheck AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008 der DocCheck AG bestellt worden. Sie hat den nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellten Konzernabschluss geprüft und den nachfolgend dargestellten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Konzernjahresabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind gemeinsam mit den Abschlussprüfern in der Bilanzsitzung des Aufsichtrats eingehend erörtert worden.

Köln, im März 2009

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Nicolas Antwerpes Jan Antwerpes Helmut Rieger

bestätigungsvermerk

gungsvermerk des Abschlussprüfers

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks:

"Wir haben den von der DocCheck AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Köln, den 12. März 2009

PKF Deutschland GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

U.Meyer Wirtschaftsprüfer

R. van Kerkom Wirtschaftsprüfer

entsprechenserklärung

Entsprechenserklärung

gemäSS § 161 AktG

Entsprechenserklärung vom 21.12.2008

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der DocCheck AG zu der Empfehlung der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG erklären hiermit, dass denVerhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der derzeit aktuellen Fassung vom 14. Juni 2008 bis auf die nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat überprüfen regelmäßig, ob in Zukunft weitere Empfehlungen und Anregungen des Kodex auf die DocCheck AG anwendbar sind.

2 Aktionäre und Hauptversammlung

2.2 Hauptversammlung

2.2.2 Bezugsrecht bei Aktienausgabe

Die DocCheck AG sichert ihren Aktionären grundsätzlich ein ihrem Anteilentsprechendes Bezugsrecht bei der Ausgabe neuer Aktien zu. Laut Hauptversammlungsbeschluss vom 21. Juni 2008 kann das Bezugsrecht im Rahmen einer genehmigten Kapitalerhöhung jedoch eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

Der Ausschluss des Bezugsrechts liegt auch im unmittelbaren Interesse der Aktionäre, da hierdurch eine verstärkte Nutzung des Kapitalmarkts ermöglicht und die Gesellschaft in den Stand gesetzt wird, im Zuge ihrer Expansion weitere Unternehmensbeteiligungen im Tausch gegen eigene Aktien zu erwerben und hierdurch die eigene Liquidität zu schonen.

3 Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

3.8 Regeln ordnungsgemäSSer Unternehmensführung, Absatz 2, Abschluss einer D & O-Versicherung

Die Gesellschaft hat eine D & O-Versicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat folgen der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, die Qualität der Tätigkeit von Vorständen oder Aufsichtsräten spürbar positiv zu beeinflussen.

4 Vorstand

4.2 Zusammensetzung und Vergütung

4.2.3 Zusammensetzung der Vorstandsbezüge, Satz 3 und 4

Die Vergütungen der Vorstände der DocCheck AG erhalten derzeit keine variable

Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, da alle Vorstände wesentlich an der Doc-Check AG bzw. an Tochtergesellschaften beteiligt sind. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass diese Beteiligungen eine ausreichende langfristige Anreizwirkung schaffen.

4.2.4 Offenlegung im Corporate Governance Bericht, Satz 1

Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Vorstandsmitglieder, ebenso wie die der Aufsichtsratsmitglieder, bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002, in ihren Quartalsund Geschäftsberichten.

5 Aufsichtsrat

5.3 Bildung von Ausschüssen

Erläuterung der DocCheck AG zu 5.3 und allen weiteren Punkten, die die Bildung von Ausschüssen betreffen:

Dieser Punkt dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der Doc-Check AG besteht aus nur drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Daher ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung nicht sinnvoll.

5.4. Zusammensetzung und Vergütung

5.4.7 Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder, ebenso wie die der Vorstandsmitglieder, bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002, in ihrem Geschäftsbericht.

6 Transparenz

6.6. Veröffentlichung von Erwerb oder VeräuSSerung von Aktien durch Organe und Insider (Directors Dealings) sowie Angabe von Aktienbesitz im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht alle Angaben zum Directors Dealings auf ihrer Website und meldet diese der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Angaben zum Aktienbesitz der Organe der Gesellschaft sind im Quartals- und Geschäftsbericht veröffentlicht. Auf eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht wird deshalb verzichtet.

7. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

7.1 Rechnungslegung

7.1.3 Angaben über Aktienoptionsprogramme im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht alle Angaben über Aktienoptionsprogramme im Quartals- und Geschäftsbericht. Auf eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht wird deshalb verzichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG

Köln, 19. Dezember 2008

Gez. für den Aufsichtsrat Gez. für den Vorstand

Aufsichtsratvorsitzender - Vorstandsvorsitzender -

Michael Thiess - Dr. Frank Antwerpes -

Transparenz

bericht des aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen Themen seines kontinuierlichen Dialogs mit dem Vorstand, Berichterstattungen sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in sechs ordentlichen Sitzungen am 6. März, 13. März, 20. Mai, 21. Mai, 17. Juli und 6. November 2008 sowie in fernmündlichen Besprechungen. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte

Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2008 fest:

Berichterstattung durch den Vorstand

  • • zum Jahresabschluss 2007
  • • zum Halbjahresabschluss und Zwischenmitteilungen
  • • zur Lage der Gesellschaft
  • • zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
  • • zu den Aktivitäten im Bereich Mergers & Acquisitions
  • • zum Wechsel des Börsensegments

Beratungen

  • • zum Deutschen Corporate Governance Kodex
  • • zur Unternehmensstrategie
  • • zum Risikomanagement
  • • zu den geplanten Kapitalmaßnahmen

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

• Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Mai 2008

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und des Konzerns sind von der PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung 2007 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister im Vorfeld der Sitzung geprüft sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 13. März 2008 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 13. März 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Positive Geschäftsentwicklung 2008

Die DocCheck Gruppe konnte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2008 um fünf Prozent auf 15,4 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis stieg dabei um 79 Prozent von 0,3 Millionen auf 0,6 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat dankt an dieser Stelle den Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren Einsatz.

Hohe Corporate Governance Standards erneut eingehalten

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend beobachtet und hierüber regelmäßig beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 19. Dezember 2008 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die DocCheck AG entspricht auch nach der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom 6. Juni 2008 in den wesentlichen Punkten den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht aus nur drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat nicht sinnvoll.

Wechsel des Börsensegments

Bereits 2007 wurde der Aufsichtsrat umfassend über einen geplanten Wechsel unterrichtet. Die darauf folgende Entscheidung des Vorstand den Wechsel zu vollziehen trägt der Aufsichtsrat in vollem Umfang mit. Am 19. Februar 2008 wurde dann der Wechsel des Börsensegments technisch vollzogen.

KapitalmaSSnahmen 2008

Aktienrückkäufe, öffentliches Rückkaufprogramm und Aktieneinzug

Ausführlich hat uns der Vorstand über die geplanten Kapitalmaßnahmen informiert, so dass der Aufsichtsrat sich ein umfassendes Bild von den Maßnahmen machen konnte. Auf dieser Basis stimmte der Aufsichtsrat dem Vorstandsbeschluss vom 19. Februar 2008 ebenfalls zu. Dabei wurde zunächst die Einziehung von 260.860 eigenen Aktien beschlossen. Zugleich wurde damit das Grundkapital der DocCheck AG von damals 5.904.312 Euro um 260.860 Euro auf 5.643.452 Euro herabgesetzt.

Vorstand und Aufsichtsrat hielten es für angezeigt, über ein öffentliches Kaufangebot einen beschleunigten Rückerwerb von Aktien durchzuführen. Am 10. März 2008 wurde daher das über die Börse laufende Aktienrückkaufprogramm 2007 / 2008 gestoppt. Am selben Tag hat die Gesellschaft daher ein außerbörsliches öffentliches Rückkaufprogramm aufgelegt. Das Angebot war mit 171 Prozent deutlich überzeichnet. Sicherlich spricht das für den Erfolg des Angebots.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand dann am 31. März 2008 die Einziehung der aus dem öffentlichen Rückkauf stammenden eigenen Aktien beschlossen. Das Grundkapital der Doc-Check AG von damals 5.643.452 Euro wurde damit durch den Einzug um 300.000 Euro auf 5.343.452 Euro herabgesetzt.

Hauptversammlung

Im Rahmen der Vorbereitung der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 hat der Aufsichtrat ausgiebig über die Tagesordnung der Hauptversammlung beraten und sie dann einstimmig beschlossen. Auf den Tagesordnungspunkt "Kapitalherab- und heraufsetzung" möchte ich hier kurz noch einmal eingehen. Die Kapitalherab- und heraufsetzung ist ein technisches Verfahren zur bilanziellen Umschichtung eines Teils der gebundenen Kapitalrücklage in die freie Kapitalrücklage. Nach dem Beschluss der Hauptversammlung lief eine gesetzliche halbjährliche Gläubigerschutzfrist. Eine unmittelbare Übernahme der gebundenen in die freie Kapitalrücklage ist gesetzlich nicht zulässig. Aus diesem Grund ist ein mehrstufiges Verfahren notwendig. Eine Ausschüttung aus der freien Kapitalrücklage an die Aktionäre war nicht Teil des Vorschlags und der folgenden Beschlussfassung. Vielmehr erhielt die Gesellschaft mit dem Beschluss die Möglichkeit eigene Aktien zum Einzug zurückzuerwerben.

Dividende

Aufsichtrat und Vorstand haben der Hauptversammlung vorgeschlagen den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen und keine Dividende auszuschütten. Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 21. Mai 2008 beschlossen für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende auszuschütten, sondern den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen und für weitere Aktienrückkäufe zu verwenden.

Wiederwahl Aufsichtratsmitglieder

Auf der Hauptversammlung am 28. Juni 2007 wurde ich erneut als Aufsichtsratsmitglied wiedergewählt. Meine Bestellung durch die Hauptversammlung erfolgte für ein Jahr, um die Wahlperioden der Aufsichtratsmitglieder anzugleichen. Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 entschied die Hauptversammlung über die Neuwahl des gesamten Aufsichtsrats. Gerne stellten sich meine Kollegen Herr Dr. Pietzko und Herr Leimeister sowie ich erneut zur Wahl und die Hauptversammlung hat uns wieder gewählt.

Auf der ersten Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Mai 2008 wurde ich erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Pietzko zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und spreche stellvertretende für den gesamten Aufsichtsrat dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahrs 2009 wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck Gruppe viel Erfolg.

Köln, im März 2009

Gez. Michael Thiess Aufsichtsratsvorsitzender

Redaktion

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