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DocCheck AG Annual Report 2007

Mar 31, 2008

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Annual Report

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Vorabversion des Geschäftsberichts der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2007

Kennzahlen der DocCheck AG

Jahresbericht 01.01.2007-
31.12.2007
EUR
01.01.2006-
31.12.2006
EUR
Veränderung
in Prozent
Umsatz 14.693.120 13.595.691 8
davon antwerpes 5.997.294 6.612.721 -9
davon DocCheck 3.284.601 2.345.736 40
davon DocCheck Shop 5.395.181 4.633.408 16
Gesamtleistung 14.701.392 13.692.616 7
EBITDA 878.699 1.574.119 -43
EBIT 335.655 1.094.319 -69
Konzernjahresüberschuss 664.040 907.207 -27
Jahresüberschuss pro Aktie 0,12 0,16 -25
Liquide Mittel / Wertpapiere 12.825.945 16.496.483 -22
Anzahl der Mitarbeiter zum
31.12.2007 119 115 3

Der Jahresabschluss

  • 1 Lagebericht
  • 2 Konzern-GuV nach IFRS
  • 3 Konzernbilanz nach IFRS
  • 4 Konzern-Anlagevermögen
  • 5 Konzernanhang
  • 6 Eigenkapitalspiegel
  • 7 Erklärung der gesetzlichen Vertreter
  • 8 Bestätigungsvermerk
  • 9 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
  • 10 Bericht des Aufsichtsrats
  • 11 Finanzkalender

Impressum

1 Lagebericht

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2007.

1.1 Struktur

Der DocCheck-Konzern (im Folgenden " DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt) besteht aus der DocCheck Aktiengesellschaft ("DocCheck AG") sowie ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

  • antwerpes Aktiengesellschaft ("antwerpes ag"),
  • DocCheck Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck GmbH"),
  • DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Weil im Schönbuch, DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eilenburg, DocCheck Medizinbedarf und Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen ("DocCheck Shop"),
  • medicalpicture Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("medicalpicture"),
  • medizinstudent.de Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("medizinstudent"),
  • DocCheck TV Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck TV").

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften und Beteiligungen betrieben. Die Erläuterungen erfolgen daher gemeinsam mit den Ausführungen für die DocCheck-Gruppe.

1.2 Einleitung

Die DocCheck AG hat sich mit ihren Tochterfirmen und Beteiligungen auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen Business stellt sich DocCheck mit zwei Marken auf:

  • DocCheck, die größte europäische Internet Community für Healthcare Professionals
  • antwerpes, die führende Agentur für kreative Healthcarekommunikation

DocCheck

DocCheck betreibt die größte Internet Community für Healthcare Professionals in Europa mit mehr als 530.000 Mitgliedern und über 1.800 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitsmarkt.

DocCheck verfügt im Healthcaremarkt über eine enorme Reichweite: Jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied bei DocCheck und 18 der 20 der größten pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland kooperieren mit DocCheck.

Unter DocCheck werden Geschäftsmodelle entwickelt:

  • die Kunden den Zugang zur Zielgruppe Healthcare Professionals ermöglichen und
  • die sich direkt an die Mitglieder von DocCheck richten.

DocCheck will die Stellung als führende Community für Healthcare Professionals in Europa ausbauen und stärkster Anbieter für Online Services im europäischen eHealth-Markt werden.

antwerpes

antwerpes ist die größte Agentur für Kommunikation in Richtung der Zielgruppe Healthcare Professionals in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte, crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden aus dem Healthcaremarkt entwickelt und realisiert.

Zum Leistungsportfolio gehören:

  • klassische Kommunikation
  • digitale Kommunikation
  • Direktmarketing
  • Public Relations
  • Sales Force Effectiveness (Tablet PC gestützte Außendienstkommunikation)

antwerpes hat sich zum Ziel gesetzt, für die Kunden die innovativste und kreativste unter den deutschen Pharmaagenturen zu sein.

antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcaremarkt vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal Alles aus einer Hand. Damit erreicht die DocCheck-Gruppe eine einzigartige Stellung im Healthcaremarkt.

1.3 Entwicklung und Lage des Konzerns

Der Healthcaremarkt

International

Der internationale Pharmamarkt wird im abgelaufen Jahr mit einem Wachstum von 6 - 7 Prozent abschließen. Dies entspräche einem Umsatz von 735 bis 745 Milliarden US-Dollar. Die Prognose für das kommende Jahr liegt derzeit bei einem Wachstum von

5 - 6 Prozent1 . Grund für den leichten Rückgang des Wachstums sind die anhaltenden Kosteneinsparungen in den westlichen Industrieländern.

In den USA, derzeit noch der weltgrößte Pharmamarkt, wird für das Jahr 2008 mit einem Wachstum von 4 - 5 Prozent eine historische niedrige Wachstumsrate erwartet. Zweistellige Wachstumsraten von 12 bis 13 Prozent sind dagegen für Länder wie China, Brasilien oder Indien, zu erwarten2 . Das geografische Gleichgewicht des Pharmamarktes verschiebt sich damit fort von den USA hin zu den aufstrebenden Märkten der Welt. Diese Länder stellen derzeit 17 Prozent des globalen Marktes dar, doch werden sie im kommenden Jahr für 30 Prozent des Wachstums verantwortlich sein3 .

Europa

In den größten europäischen Märkten Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien erwartet IMS Health für den Abschluss des Jahres 2007 ebenfalls insgesamt ein Wachstum zwischen 4 - 5 Prozent4 . In diesen Ländern steigt zwar die Nachfrage aufgrund der demographischen Veränderungen, aber das Wachstum wird durch kostensenkende Maßnahmen, Anreize für die Verwendung von Generika und intensiveren Kosten- / Nutzenanalysen von Arzneimitteln gebremst. Die Initiativen zur Kosteneindämmung bieten allerdings auch bestimmten Marktsektoren höheres Wachstumspotential. So wird im Generikamarkt im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 13 - 14 Prozent gerechnet.

Deutschland

Der deutsche Pharmamarkt ist der drittgrößte Gesundheitsmarkts der Welt. Und der Anteil der Gesundheitsausgaben gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt wächst weiter5 . Er liegt nach den aktuellsten Berechnungen derzeit bei 11 Prozent und damit ungefähr gleichauf mit der Schweiz (11,5 Prozent). Nur in den USA liegt er mit 15 Prozent deutlich höher. Zur Verdeutlichung: Damit ist der deutsche Gesundheitsmarkt größer als der Automobilsektor mit 10 Prozent.

1 Studie "IMS Health 2008 Global Pharmaceutical Market and Therapy Forecast", Januar 2008

2 Interview, IMS Health, Januar 2008

3 Interview, IMS Health, Januar 2008

4 Studie "IMS Health 2008 Global Pharmaceutical Market and Therapy Forecast", Januar 2008

5 Gesundheitsberichterstattung des Bundes, 2006

Die Wachstumsdynamik des deutschen Gesundheitsmarkt im Jahr 2007 ist allerdings erneut durch kostendämpfende Maßnahmen des Gesetzgebers geprägt. So erfolgte im Rahmen der großen Gesundheitsreform zum 1. April die Einführung des Arzneimittel-Versorgungs-Wirtschaftlichkeits-Gesetzes (AVWG). Die Unsicherheit über die Auswirkungen dieser Reform führte bei der Pharmaindustrie zur einer temporären Reduzierung der Marketingbudgets. Diese abwartende Haltung nahm im Laufe des Jahres wieder ab. Laut aktueller Zahlen liegt der Anteil der Ausgaben für Arzneimittel gemessen an dem gesamten Gesundheitsausgeben derzeit bei 16,3 Prozent. Der hieraus erzielte Inlandsumsatz der pharmazeutischen Industrie liegt damit bei 13,2 Milliarden Euro6 .

Neben Patentausläufen liegen die besonderen Herausforderungen für die Branche in den Kostenkürzungen im Gesundheitswesen. Hier ist die stärkste Gegenkraft zum Wachstum derzeit zweifellos der Druck öffentlicher und privater Zahler, die ihre Arzneimittelkosten senken möchten. Ihr Einfluss hebt einen Großteil des im Zuge von Innovationen und steigender Nachfrage erlebten Wachstums auf. Hersteller müssen in zunehmendem Maße Belege dafür liefern, dass ihre Therapien im Sinne direkter Auswirkungen auf die Gesundheit ihr Geld wert sind7 .

Der Markt für Kommunikationsdienstleistungen

Der Werbemarkt ist trotz Kreditkrise weiterhin auf Wachstumskurs. Laut einer Studie von Zenith Optimedia8 sollen in 2008 die Ausgaben für Werbung weltweit um 6,7 Prozent von 455,12 Milliarden US-Dollar auf 485,57 Milliarden US Dollar ansteigen. Damit wächst der globale Werbemarkt im laufendem Jahr noch stärker als bereits 2007 (5,3 Prozent). Treibende Kräfte für das Wachstum 2008 sind die Fußball-Europameisterschaft, die Olympischen Spiele in Peking sowie die amerikanischen Präsidentschafts- und Kongresswahlen.

Für den deutschen Werbemarkt insgesamt wird ein nicht ganz so rasantes Wachstum prognostiziert. Die Unternehmen in Deutschland investieren nur zögerlich in ihre Markenkommunikation. Derzeit geht der ZAW von einem Wachstum der

6 VFA, 2008, Zahlen für 2006

7 Interview Strategieberater, iBusiness Januar 2008

Werbeausgaben von rund zwei Prozent aus. Im Vorjahr lag das Wachstum noch bei 2,1 Prozent.

Der Marketing Mix hat sich allerdings in den letzten Jahren von der klassischen Werbung deutlich in Richtung Online Kommunikation verschoben. Im Online Werbemarkt wird für den Zeitraum 2007 bis 2010 eine weltweite Wachstumsrate von 69 Prozent9 erwartet. Der klassische Werbemarkt bleibt dagegen 2007 hinter dem Wachstum des Gesamtmarktes zurück. Für das Gesamtjahr 2007 prognostiziert der Branchenverband ZAW10 Nettowerbeeinnahmen von rund 21 Milliarden Euro. Das wäre ein Wachstum von lediglich 1,2 Prozent gegen für die klassischen Medien. Für die weitere Zukunft sehen die Forscher die Online-Werbung als drittgrößtes Segment hinter Fernseh- und Printwerbung.

Auch für die deutsche Internetwirtschaft war 2007 ein Rekordjahr11. Laut Branchenverband BITKOM kletterten die Umsätze für Online-Werbung um 103 Prozent, dass sind 976 Millionen Euro12. 75 Prozent der Spendings entfielen auf die Telekommunikationsindustrie, Internetplattformen, Entertainment Anbieter und Automobilfirmen. Die Pharmaindustrie spielte mit einem Anteil von weniger als ein Prozent beziehungsweise 6,5 Millionen Euro nur eine untergeordnete Rolle, was belegt, dass eMarketing im Healthcare Bereich gegenüber anderen Branchen immer noch in den Kinderschuhen steckt.

Diese Wachstumsraten sind die direkte Folge der stetig wachsenden Internet-Nutzung: 63 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren nutzten das Internet, 70 Prozent der Haushalte verfügen über einen Internetzugang, eine Mehrheit der Nutzer von 45 Prozent sind drei bis zehn Stunden pro Woche im Internet13. Profitiert haben davon auch die deutschsprachigen Internet Agenturen. Wachstumstreiber waren vor allem dass Brotund Buttergeschäft der Agenturen: Online-Projekte rund um Website-Programmierung und Online-Marketing. Die gute Stimmung ist laut Einschätzung von Branchenkennern14 vor allem auf die Fähigkeit der Branche zurück zuführen, sich auf Ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

8 Institut ZenithOptimedia"Advertising Expenditure Forecast"

9 Zenith Optimedia

10 ZAW, Presseerklärung "Investitionen in die Werbung", Oktober 2007

11 Spiegel online, 07. Januar 2008

12 BITKOM, Presseerklärung, Januar 2008

13 Repräsentative Umfrage IV. Quartal 2007, Forschungsgruppe Wahlen online, 08.01.08

14 vgl. Interview Olaf Groß, iBusiness, Jan' 08

Firmen der DocCheck-Gruppe im Profil

antwerpes

Im Agenturgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit 1990 als Agentur im Healthcaremarkt tätig und verfügt über Standorte in Köln und Basel. Das Dienstleistungsportfolio teilt sich in vier Units:

Klassische Kommunikation

Die klassische Kommunikation liefert Kommunikationskonzepte für die Healthcare-Industrie im Bereich Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event.

Digital Kommunikation

Der Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranetanwendungen sowie eMarketing- und eDetailing Konzepte (personalisiertes und interaktives elektronisches Marketing).

Public Relations (PR)

Die Public Relations bietet neben der klassischen PR im Bereich Laien- und Fachpresse auch webbasierte Tools und Online-PR an.

SalesForceEffectivess (SFE)

Die im Jahr 2007 neu gegründete Unit SalesForceEffectivess bietet mit Hilfe von Tablet PCs Unterstützung in der Außendienstkommunikation.

DocCheck

In dem Geschäftsbereich DocCheck sind die DocCheck Medical Services GmbH, die medicalpicture GmbH, die DocCheck TV GmbH und die medizinstudent.de GmbH zusammengefasst:

I DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")

Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die größte europäische Community für

Healthcare Professionals mit über 530.000 Nutzern und über 1.800 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor. Nahezu alle namhaften Arzneimittelhersteller in Deutschland nutzen DocCheck und jeder zweite Arzt in Deutschland gehört mittlerweile zur DocCheck Community. Auf Basis der Community entwickelt DocCheck beständig neue Services, die entweder direkt die User adressieren oder Transaktionen zwischen den Nutzern und der Industrie ermöglichen. Zu den wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören:

Portalgeschäft

Das DocCheck Portal unter www.doccheck.de ist das reichweitenstärkste Portal für Ärzte in Deutschland und damit eine wichtige Plattform für Bannerschaltung im Markt.

Online Publishing / Media

DocCheck verfügt mit dem DocCheck Newsletter über die reichweitenstärkste elektronische Publikation für Medical Professionals in Europa und damit bevorzugtes Medium bei der Schaltung von Advertorials. Er wird an 180.000 Abonnenten verschickt und erscheint in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Online-Marktforschung / Market Research

Die DocCheck Online Marktforschung verfügt über ein Panel mit einer Reichweite von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern und führt auf dieser Basis eigene Studien und betreibt Feldvermietung. Mit der Fokussierung auf den Onlinebereich ist sie herkömmlicher Marktforschung hinsichtlich Kosten und Geschwindigkeit deutlich überlegen.

Direct eMail / Direktmarketing

Mit seinem Targetingtool erreicht DocCheck 125.000 Medical Professionals in Europa und ist damit das leistungsstärkste Direct eMarketing Tool im Markt. Über den Service DocCheck Mail können Kunden Ihre Zielgruppe schnell und kostengünstig mit einer extrem hohen eMail Responserate von bis zu 30 Prozent erreichen.

Paid Content

Ende 2006 erfolgte der Launch des Premium Service Abonnements "DocCheck Pro" für DocCheck User. Der Service bietet Zugang zu kostenpflichtigen Premium Angeboten und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit 18 Kooperationspartnern hauptsächlich aus der Verlagsbranche. Zum Ende des Jahrs 2007 kann DocCheck Pro bereits auf 3.000 verkaufte Abonnements zurückblicken. Dabei erwies sich gerade der Dezember als der stärkste Verkaufsmonat mit 300 neuen Abos.

II DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")

Den Bereich Handel unter der Marke DocCheck repräsentiert der DocCheck Shop. Der Fokus des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizinbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medicalprodukten wird unter dem Label "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit ca. 150 eigenen Produkten gefertigt. Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben:

Internet

Unter www. DocCheck Shop.de hat sich DocCheck Shop als umsatzstärkster Online-Shop für Medizinbedarf in Deutschland etabliert. Im Jahr 2007 fokussiert sich DocCheck Shop ganz auf den Ausbau seines virtuellen Standorts und investierte hier vor allem in ein nutzerfreundlicheres System und Design.

Versandhandel

DocCheck Shop verfügt über einen eigenen Katalog, der als Beileger in Publikationen für Ärzte und an DocCheck User distribuiert wird. Die Bestellung erfolgt über ein eigenes Callcenter.

Außendienst

DocCheck Shop ist mit einem eigenen Außendienst in der Arztpraxis präsent. Auch 2007 wurde dafür das Vertriebsnetz ausgebaut. So ist der DocCheck Shop neben Stuttgart (Standort Süd) und Leipzig (Standort Ost) nun auch mit einen Vertriebsstandort in Essen (Standort West) bei seinen Kunden präsent. Logistik-Services für die Pharmaindustrie runden das Angebot von DocCheck Shop ab und nutzen die bestehenden Ressourcen des Logistikcenters in Stuttgart.

III medicalpicture GmbH ("medicalpicture")

Die medicalpicture GmbH ist als Bildagentur auf den Gesundheitsmarkt spezialisiert und mit über 100.000 Medien aus den Bereichen Medizin, Pharma und Wissenschaft in Deutschland führend. Neben der Syndication (Lizenzierung) von Bildmedien bietet medicalpicture der Industrie Lösungen und Dienstleistungen rund um das Medienmanagement an.

IV DocCheck TV GmbH ("DocCheck TV")

DocCheck TV produziert im eigenen Studio den IP TV Sender der DocCheck-Gruppe. In Kooperation mit dem DocCheck Newsletter sowie der Agentur werden den Ärzten unter www.doccheck.tv TV-Formate im Web zur Verfügung gestellt und Produktfilme, Werbetrailer und Imagefilme für Pharmakunden realisiert.

V medizinstudent.de GmbH ("medizinstudent")

Die medizinstudent.de GmbH betreibt die größte deutsche Community für Medizinstudenten und bindet schon jetzt die zukünftigen DocCheck User und damit die angehenden Kunden der Healthcare-Industrie.

Wettbewerb

Aufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Firmen der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen Wettbewerbern:

antwerpes

Mit Platz 2415 im Ranking des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) unter den inhabergeführten Agenturen sowie einer Platzierung unter den ersten 20 New Mediaagenturen in Deutschland (Platz 11 (Vorjahr: Platz 17)16gehört die Agentur zu den größeren Agenturen in Deutschland. Unter den wachstumsstärksten Agenturen über 2,5 Millionen Euro steht sie sogar auf Platz sechs.

Die Spezialisierung auf den Healthcaremarkt sichert antwerpes, ausgehend von den bei der GWA vertretenen rund 20 Healthcare Agenturen, einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für Pharma-Marketing in Deutschland, die Pharma-Units der

15 GWA Ranking inhabergeführte Agenturen, 2005

16 New Media Service Ranking, 2007

großen Netzwerk-Agenturen eingeschlossen.

Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung von integrierten, crossmedialen Multichannel Marketingkampagnen sieht sich antwerpes aufgrund seines Know hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen Healthcaremarkt als führend an.

DocCheck

DocCheck ist das größte Portal für Healthcare Professionals in Deutschland. Das DocCheck Passwort als Login für über 1.800 Websites garantiert, dass die DocCheck Community dynamisch wächst. Monatlich kommen zirka 6.000 neue User aus ganz Europa hinzu.

Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die User als auch für Kooperationspartner in der Basisversion kostenlos. Ein konkurrierendes System mit vergleichbaren Services gibt es nicht.

Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern aus der On- und Offline Welt:

  • Verlage
  • Marktforschungsunternehmen
  • Direktmarketingagenturen
  • Ärzteportale
  • Spartenprogramme

Im Verlags-/Media Bereich ist es DocCheck gelungen, mit über 180.000 Abonnenten den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Nach dem Ranking für medizinische Fachzeitschriften (LA-MED18) ist der Newsletter sogar die meistgelesene elektronische Publikation für deutsche Ärzte. Laut IVW-Online-Ranking19 liegt das DocCheck Portal hinsichtlich Visits und Page Impressions Ende 2007 auf Platz zwei der medizinischen Angebote und damit nur noch knapp hinter dem Online Angebot des etablierten Mediums "Ärzteblatt". Im vergangenen Jahr konnte DocCheck sogar das Online Angebot des Branchenblatts "Ärztezeitung" überholen. DocCheck wächst damit schneller als die Konkurrenz.

Der Markt für Marktforschungsdienstleistungen wird noch immer von Offline-Marktforschung dominiert. Die DocCheck Marktforschungs-Unit etabliert sich gegenüber der Offline Konkurrenz mit einem qualifizierten Panel von 60.000 Ärzten und 16.000 Apothekern und internetimmanenten Preis- und Geschwindigkeitsvorteilen. Den klaren Fokus auf Online Healthcaremarktforschung haben nur wenige Unternehmen in Deutschland. So konnte die Unit den Umsatz im Jahr 2007 um über 15 Prozent steigern.

Der Service DocCheck Mail verfügt über einen Verteiler von 125.000 Medical Professionals in Deutschland. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 30 Prozent dürfte DocCheck Mail marktführend in Deutschland sein. Mit einem Umsatzwachstum von 100 Prozent im Jahr 2007 konnte dieser Bereich die starke Marktstellung der DocCheck Community wirtschaftlich nutzen.

Mit DocCheck Pro ist DocCheck seit dem Jahr 2006 in direkter Konkurrenz zu anderen kostenpflichtigen Online-Abonnements für Ärzte getreten wie zum Beispiel Business Solutions Medicine Online (BSMO). In nur einem Jahr verkaufte DocCheck Pro bereits rund 3.000 Abonnements. Gegenüber der Konkurrenz versteht sich DocCheck Pro als offene Plattform für Services und Content mit der Zielgruppe Healthcare Professionals. Angestrebt wird eine Marktführerschaft vergleichbar der des kostenlosen Basisservice: DocCheck wurde für die Ärzte durch die steigende Anzahl von Kooperationspartnern interessant und für Kooperationspartner durch die steigende Anzahl von DocCheck Usern.

DocCheck TV

IP TV (Internetfernsehen) hat in Deutschland Marktprognosen zufolge bis 2010 drei Millionen Nutzer und ein Gesamtmarktvolumen von 450 Millionen Euro20. DocCheck verfügt über den Zugang zur Zielgruppe, über die Vertriebskontakte und das Marketing Know how, um in Deutschland einen Internetfernsehkanal für Ärzte zu etablieren. Es ist erklärtes Ziel, den First Mover Vorsprung stetig auszubauen. Die vorliegenden Erfahrungen aus den USA21 zeigen, dass auf dem Web TV Markt nur die Unternehmen nachhaltig profitieren, die eine Differenzierung über innovative Mehrwertdienste für spezielle Zielgruppen schaffen.

DocCheck Shop

www. DocCheck Shop.de dürfte der umsatzstärkste Online-Shop für Praxisbedarf in Deutschland sein. Allerdings ist beim Praxisbedarf der Anteil des eCommerce am gesamten Marktvolumen derzeit noch gering und mit etwa 5,4 Millionen Euro im Jahr 2007 über alle Vertriebskanäle hinweg bewegt sich der Umsatz von DocCheck Shop gegenüber der Konkurrenz nur im Mittelfeld.

Um die Konkurrenzfähigkeit zu steigern, wird deswegen für die nächsten Jahre das Erreichen einer kritischen Größe angestrebt. Dafür wurde 2007 ein weiterer Standort mit eigener Vertriebsmannschaft in Essen akquiriert und die Online-Aktivitäten deutlich ausgebaut.

Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung der Gruppe auf den Healthcaremarkt, die Konzentration auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten, Marketingtools und Zielgruppe wurde ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade dieser ganzheitlich systemische Ansatz – den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren erfolgreich am Markt umsetzt – wird vom Branchenblatt w&v17 als eines der Business-Modelle für die Zukunft beschrieben. Derzeit deckt kein Wettbewerber in Deutschland den Markt für Healthcare Kommunikation in vergleichbarer Weise ab.

Ertragslage

Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im Konzern

Die DocCheck-Gruppe konnte den Umsatz im Jahr 2007 um acht Prozent von 13,6 auf 14,7 Millionen Euro steigern. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) wuchs um ein Prozent von 8,8 auf 9,0 Millionen Euro. Die Kosten (Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen gegenüber dem Rohertrag überproportional an, und zwar um 14 Prozent von 7,6 auf 8,7 Millionen Euro. Bei einem Anstieg des Rohertrages um 0,1 Millionen Euro und höheren Kosten von 1,1 Millionen Euro sank der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) im DocCheck-Konzern von 1,1 Millionen EUR um 0,8 Millionen auf 0,3 Millionen Euro. In diesen Zahlen ist eine Firmenwert-Abschreibung auf die medicalpicture GmbH in Höhe von 77 TEUR enthalten, da diese Beteiligung die Ziele der Businessplanung für das Jahr 2007 nicht erreicht hatte.

Das Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens und Aufwendungen für Zinsen)

17 Letztmalig durchgeführt im w&v, 44/2007

lag 2007 über dem Niveau des Jahres 2006 (440 TEUR gegenüber 522 TEUR) und resultiert aus den Zinserträgen der Finanzmittel in Höhe von durchschnittlich 14,7 Millionen Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank damit von 1,5 Millionen EUR Millionen Euro im Jahr 2006 auf 0,6 Millionen Euro im Jahr 2007. Nach Steuern verbleibt ein Ergebnis pro Aktie von 12 Cent (2006: 16 Cent).

Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen

antwerpes und DocCheck

Die Ursachen für das deutlich gesunkene operative Ergebnis in der DocCheck-Gruppe bei einer leichten Umsatzsteigerung liegen in der Entwicklung der Geschäftsbereiche im 1. Halbjahr.

antwerpes

Das Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe konnte an das gute Geschäftsjahr 2006 mit einem starken Wachstum von 20 Prozent nicht nahtlos anknüpfen. Im Geschäftsjahr 2007 sank der Umsatz von antwerpes um 10 Prozent von 6,6 Millionen EUR auf 6,1 Millionen Euro. Nach einem guten Start in das Jahr 2007 mit einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau im 1. Quartal kam es im 2. und 3. Quartal aufgrund des Arzneimittel-Versorgungs-Wirtschaftlichkeits-Gesetzes zu einem Rückgang des Umsatzes und des Ergebnisses. Im 4. Quartal wurden fast wieder die Umsätze des Vorjahrsquartals erreicht.

Bei einer leicht gesunkenen Materialeinsatzquote von 18,98 Prozent (2006: 21,72 Prozent) sank der Rohertrag in diesem Segment um 15 Prozent und erreichte einen Wert von 4,9 Millionen Euro.

Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen ausschließlich die Lohnkosten der operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, entwickelten sich mit einem leichten Plus von 4 Prozent auf 2,3 Millionen Euro überproportional zum Umsatz. Dies ist zum einem auf gestiegene Gehälter zurückzuführen, zum anderen auf die Gründung der neuen Unit Sales Force Effektiveness zu Beginn des Jahres, die wie geplant erst im 2. Halbjahr signifikante Umsätze erwirtschaftete.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um drei Prozent auf 2,3 Millionen Euro im Verhältnis der Personalkosten an. Der Anteil der Konzernumlage an den

sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt etwa 88 Prozent. In der Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Mit insgesamt 4,6 Millionen Euro lagen damit die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2007 um vier Prozent höher als im Jahr 2006. Aus dieser Entwicklung ergibt sich für 2007 im Geschäftsbereich antwerpes eine EBIT-Marge auf neun Prozent (0,5 Millionen Euro) gegenüber 15,4 Prozent (1,1 Millionen Euro) im Jahr 2006. Für das Jahr 2008 wird wieder eine zweistellige Umsatzmarge erwartet.

DocCheck

Der Geschäftsbereich DocCheck umfasst die Community- und Portalaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Hier werden die Gesellschaften DocCheck Medical Services, DocCheck TV, medicalpicture und medizinstudent.de konsolidiert. In diesem Segment konnte ein deutliches Umsatzwachstum um 40 Prozent auf 3,6 Millionen Euro erreicht werden. Die Entwicklung in den beiden Jahreshälften war sehr unterschiedlich. Bei einem Umsatzwachstum von 29 Prozent, war das 1. Halbjahr noch von Investitionen und zurückhaltenden Marketingbudgets geprägt und es wurde ein negativer EBIT von 268 TEUR erwirtschaftet. Im 2. Halbjahr erhöhte sich die Nachfrage nach eMarketing-Services, Market-Research und Filmproduktion, bei einer Umsatzsteigerung von 38 Prozent wurde ein deutlich positives operatives Ergebnis von 170 TEUR erzielt, welches einer Umsatzmarge von acht Prozent entspricht.

Im Gesamtjahr stiegen die Personalkosten um 30 Prozent, die sonstigen betrieblichen Kosten inkl. Konzernumlage um 13 Prozent auf 1,1 Millionen EUR. Die Kosten spiegeln v.a. die Investitionen der DocCheck Medical Services GmbH in weitere Internationalisierung und den Paid-Content-Service DocCheck Pro sowie in die dazugehörigen Entwicklungskapazitäten wieder. Insgesamt stehen hier für diese Projekte Personalkosten für sechs Mitarbeiter und sonstige Aufwendungen in Höhe von ca. 169 TEUR einem Rohertrag von 34 TEUR entgegen. Die Marge im 2. Halbjahr, die trotz dieser hohen Investitionen in zukünftige Geschäftsfelder erreicht werden konnte, spiegelt die mittelfristigen Ertragsperspektiven dieses Segmentes wieder. Für das Gesamtjahr 2007 weist der Geschäftsbereich DocCheck damit noch ein leicht negatives Ergebnis von 0,1 Millionen EUR aus. Für das Geschäftsjahr 2008 wird trotz anhaltend hoher Investitionen erstmals mit einem positiven operativen Ergebnis im Segment DocCheck gerechnet.

DocCheck Shop

Im Geschäftsbereich DocCheck Shop wird der Teilkonzern abgebildet, der aus der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH Stuttgart sowie deren beiden Beteiligungen an der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH Leipzig (85 Prozent) und DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH Essen (90 Prozent), vormals Medilab GmbH, besteht. Die Medilab wird seit dem 01.04.2007 im Teilkonzern konsolidiert. An der DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH Stuttgart hält die DocCheck AG einen Anteil von 51 Prozent.

Der Umsatz im Segment DocCheck Shop konnte um 12 Prozent von 4,8 auf 5,4 Millionen EUR gesteigert werden. Im Vorjahr wurde die DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH in Leipzig nur mit zwei Quartalen, die DocCheck Logistik und Medizinbedarf GmbH Essen noch überhaupt nicht konsolidiert. Insgesamt belaufen sich diese Konsolidierungseffekte auf ca. 0,9 Millionen EUR, so dass organisch ein leichter Umsatzrückgang zu verbuchen war. Vor allem das 1. Quartal 2007 war durch Vorzugseffekte durch die Mehrwertsteuererhöhung zum 01.01.2007 und die Anlaufzeiten bei der Integration mit einem Umsatz von knapp 1 Millionen EUR noch sehr schwach. Die Umsatztendenz war im Laufe des Jahres ansteigend und im 4. Quartal konnte dann ein Rekordumsatz von 1,7 Millionen EUR erzielt werden. Die Wareneinsatzquote blieb mit 6 Prozent auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, so dass der Rohertrag fast parallel zum Umsatz um 13 Prozent von 1,6 auf 1,8 Millionen gestiegen ist.

Die neuen Standorte und deren logistische und organisatorische Integration sowie neue Außendienstmitarbeiter haben im Jahresvergleich zu einer Steigerung der Kosten um 36 Prozent von 1,4 auf 1,9 Millionen EUR geführt. Im Gesamtjahr verbleibt damit im Segment DocCheck Shop ein operativer Fehlbetrag von 77 TEUR gegenüber einem positiven operativen Ergebnis von 200 TEUR im Geschäftsjahr 2006. Auch beim Ergebnis war im Jahresverlauf die Tendenz positiv, im 4. Quartal konnte ein EBIT von 102 TEUR erzielt werden. Nachdem die Integration der neuen Standorte im Geschäftjahr 2007 abgeschlossen werden konnten, wird für das Geschäftsjahr 2008 im Segment DocCheck Shop bei weiter steigenden Umsätzen wieder ein positives operatives Ergebnis erwartet.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzsumme, liquide Mittel, Wertpapiere und Cash Flow

Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns hat sich mit 22,2 Millionen Euro im Jahr 2007 gegenüber 22,1 Millionen Euro im Jahr 2006 nur unwesentlich verändert. Die liquiden Mittel betragen Ende 2007 7,9 Millionen Euro, davon sind 6,5 Millionen Euro in kurzfristig kündbaren Festgeldanlagen angelegt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens betragen Fünf Millionen Euro und bestehen aus einem Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis Mai 2008 und einer Rendite von 3,4 Prozent. Zusätzlich wurde Ende 2007 für zwei Millionen EUR Gold zur Inflationsabsicherung gekauft (Bilanzposition Anlage in Edelmetallen). Mit 14,9 Millionen EUR bilden diese drei Positionen 68 Prozent der Aktiva ab. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 48 Prozent von 2,1 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro ergibt sich aus dem Unternehmenswachstum, längeren Zahlungszielen für Großkunden und einem starken vierten Quartal mit entsprechendem Forderungsaufbau.

Die Vorräte sind in der Summe von 600 TEUR auf 795 TEUR gestiegen. Der Bestand im Dienstleistungsgeschäft an unfertigen Leistungen ist um 80 Prozent auf 0,6 Millionen EUR gestiegen, der Bestand an teilfertigen Projekten nach IFRS ist jedoch nur um 17 Prozent auf 237 TEUR zurückgegangen Die Fertigungsgradschwelle von 60 Prozent ist nach internen Bilanzierungsrichtlinien Voraussetzung für den Ausweis von Projekten als teilfertige Projekte nach der Percentage of Completion-Methode (POC). Der Warenbestand bezieht sich fast ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist um 40 Prozent auf 529 TEUR aufgrund des vermehrten Einkaufes von DocCheck Shop-Produkten in Asien und deren Lagerung gestiegen. Bedingt durch die Einbauten in die neue Büroetage im 1. OG in der Kölner Zentrale ist das Sachanlagevermögen um 0,4 Millionen von 1,4 Millionen EUR auf 1,8 Millionen gestiegen. Bei den sonstigen Aktivapositionen gab es keine signifikanten Veränderungen.

Auf der Passivaseite wuchsen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,9 auf 3,4 Millionen EUR, Das Eigenkapital sank leicht von 19,0 auf 18,6 Millionen EUR, da sich aufgrund des zweiten Aktienrückkaufprogramms der Bestand an eigenen Anteilen von 598 TEUR auf 1.069 TEUR erhöht hat, die gegen das Eigenkapital gebucht werden. Die

Eigenkapitalquote liegt damit bei 84 Prozent gegenüber 87 Prozent im Vorjahr.

Der Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens ist um 3,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 12,8 Millionen Euro gesunken. Bezieht man die Position Anlage in Edelmetallen in Höhe von 2 Mio. EUR in die Liquidität mit ein, beträgt der tatsächliche Cash-Abfluss 1,7 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis von 0,3 Millionen EUR und der Nettomittelzufluss aus dem Zinsergebnis in Höhe von 0,5 Millionen Euro stehen dabei der Dividendenauszahlung am 31.5.2007 in Höhe von 0,5 Millionen Euro, dem Kauf eigener Anteile in Höhe von 0,5 Millionen Euro, den Anstieg der Forderungen um 1,1 Millionen Euro, und den Investitionen in Einbauten und Betriebsausstattung in Höhe von 0,7 Millionen als wesentliche Einflussfaktoren auf den Cash Flow gegenüber.

Unternehmensbeteiligungen

Im Geschäftsjahr 2007 erfolgte eine Beteiligung im Bereich DocCheck Shop. Zur Stärkung der Handelsaktivitäten erfolgte am 13.03.2007 eine 90 Prozent Beteiligung an der Medilab GmbH in Essen. Sie fungiert seitdem als Vertriebsstandort West für die Außenhandelsaktivitäten des DocCheck Shops.

Standorte

Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln. Die antwerpes ag unterhält zusätzlich eine Niederlassung in Basel und die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH hat einen Standort in Süddeutschland, Weil im Schönbuch sowie einen in Ostdeutschland, Eilenburg und einen weiteren in Essen.

Eine Konsolidierung der Umsätze und eine entsprechende Ergebnisrechnung nach Standorten ist kein Bestandteil der Konzern-Rechnungslegung. Aus diesem Grund besitzt die Angabe von einzelnen Umsatzzahlen an den Standorten nur eine bedingte Aussagekraft.

Am Standort Basel wurden im Jahr 2007 0,85 Millionen Euro Umsatz – so wie schon im Jahr 2006 – erwirtschaftet. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im

Schönbuch, erwirtschaftete unkonsolidiert 3,2 Millionen Euro gegenüber 4 Millionen Euro im Vorjahr. Die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg, erwirtschaftete unkonsolidiert 1,4 Millionen Euro. Am Standort Köln ergeben sich inklusive der Umsätze, die die Holding über die Konzernumlage mit den Tochtergesellschaften erwirtschaftet, 13 Millionen Euro Umsatz im Vergleich zu 12 Millionen Euro im Jahr 2006.

Mitarbeiter

Der Mitarbeiterstamm des DocCheck-Konzerns ist im Jahr 2007 um 4 Mitarbeiter auf 119 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Gezählt werden dabei nur festangestellte Mitarbeiter, ohne Vorstände, Geschäftsführer und Auszubildende. Bezieht man diese Gruppe zusätzlich in die Berechnung mit ein, ergibt sich eine Zahl von 176 Mitarbeitern zum Jahresende.

Forschung und Entwicklung

antwerpes

Im Geschäftsbereich antwerpes liegt der Entwicklungsschwerpunkt derzeit auf Konzepten, mit denen der Außendienstmitarbeiter seine Vertriebsarbeit beim Arzt erfolgreicher gestalten kann ("Sales Force Effectiveness"). Ein Bestandteil dieser Konzepte ist ISA ("Intelligent Sales Assistance"), ein elektronischer Außendienstfolder auf Tablet PC-Basis, mit dem der Außendienstmitarbeiter die Gespräche beim Arzt deutlich flexibler als mit herkömmlichen Besprechungsunterlagen führen kann. Unterstützend werden im Nachgang zum Gespräch personalisierte Mails an den Arzt versendet ("Aftergate"), mit denen er weitere Informationen zum besprochenen Produkt erhält ("eDetailing"). Anfang 2007 wurden die Vertriebs- und Entwicklungstätigkeiten zum Thema Sales Force Effectiveness in einer eigenständigen Unit zusammengefasst. Ziel der Entwicklungstätigkeit im Geschäftsbereich antwerpes ist es, neue Konzepte und Techniken im Rahmen des Projektgeschäftes zu vermarkten und als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb einzusetzen.

DocCheck

Im Geschäftsbereich DocCheck gab es 2007 vier Entwicklungsschwerpunkte:

DocCheck Faces

Mit Faces launchte DocCheck das erste medizinisches Social-Network und baute damit seine Web 2.0 Services weiter aus.

DocCheck Pro

Nach dem Launch Ende November 2006 baute DocCheck Pro 2007 seine Premium Services beständig weiter aus. Schwerpunkt war hier vor allem die Einbindung des medizinischen Standardwerks "Herold". Mit dieser Kooperation und der Weiterentwicklung der Onlinefunktionalität des Standardwerks entwickelt sich DocCheck verstärkt zum Anbieter von eBooks.

DocCheck International

Für den internationalen Ausbau des Portals konnten neue Franchisepartner in Israel und Spanien gewonnen werden. Für die bereits bestehenden Franchiseländer wurden die Services weiter ausgebaut. So ging das gerade neu entwickelte medizinische Social-Network DocCheck Faces in Italien und Frankreich online und eine erfolgreiche Roadshow in Frankreich unterstützte den dortigen Franchisepartner.

Ixxer

medizinstudent.de entwickelte mit "Ixxer" ein Online-Lernprogramm für Studenten. Mit dem Ixxer können Studenten Original Prüfungsfragen des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen der vergangenen Jahre durchsuchen, einsehen und für ihre Prüfungsvorbereitung nutzen. Dabei können Studenten individuelle Fragensets zusammenstellen und schwache Fachgebiete gezielt vertiefen. Ixxer ist über DocCheck Pro verfügbar.

1.4 Vergütungsbericht

Vorstandsvergütung

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2007 folgende Vergütungen:

Name des Vorstands gezahltes Fixum in € bezogene Tantieme Anzahl der
in € gewährten
Aktienoptionen
zum 31.12.2007
Dr. Frank Nicolas 175.666 50.212 0
Antwerpes, CEO
Jan Antwerpes, CFO 128.145 37.224 0
Helmut Rieger, 20.004 0 0
Vorstand
Handelsgeschäft
Summe: 323.815 87.435 0

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB neuer Fassung, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2007 folgende Vergütungen:

Name des gezahltes Fixum in € variable Vergütung
Aufsichtsmitglieds in €
Michael Thiess,
Aufsichtsratvorsitzender
12.000 6.395
Dr. Joachim Pietzko,
stellvertretender
Aufsichtsratvorsitzender
6.000 2.416
Winfried Leimeister,
Aufsichtsratsmitglied
6.000 2.416
Summe: 24.000 11.227

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2007 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 14 TEUR (i. V. 1 TEUR)

1.5 DocCheck AG

Die DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.

Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard. Mit Wirkung zum 29. Februar 2008 ist die DocCheck AG im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Bilanzierung der Holding erfolgt nach HGB.

Entwicklung und Lage der AG

Die DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 11 Mitarbeiter, ohne Geschäftsführer und Auszubildende. Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Unternehmensfunktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • Geschäftsführung
  • Rechnungswesen
  • Controlling
  • Facility Management
  • Human Resources
  • Organisationsentwicklung
  • Corporate Communications
  • Front-Office-Services

Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Die Erlöse, welche die DocCheck AG aus dieser Tätigkeit erzielte, betrugen drei Millionen Euro.

Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,5 Millionen Euro sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 0,6 Millionen Euro und Aufwände in Höhe von 0,2 Millionen Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 0,35 Millionen Euro, der Jahresüberschuss 0,49 Millionen Euro bzw. 8 Cent pro Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der diesjährigen Hauptversammlung vorschlagen, den Gewinn des Geschäftsjahres 2007 auf neue Rechnung vorzutragen.

Aktienrückkäufe

Die ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG am 28. Juni 2007 hat die Gesellschaft erneut ermächtigt, eigene Aktien zurück zu kaufen. Der Vorstand der DocCheck AG beendete das laufende Aktienrückkaufprogramm auf Basis des alten Hauptversammlungsbeschlusses und setzte die Aktienrückkäufe mit Wirkung zum 29.06.2007 auf Basis des aktuellen Beschlusses fort. Die Ermächtigung gilt bis zum 27. Dezember 2008. Insgesamt ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zu 590.431 Stück eigene Aktien zurück zu kaufen. Der Anteil eigener Aktien betrug am 31. Dezember 2007 4,3 Prozent. Das entspricht 253.088 Stück Aktien von insgesamt 5.904.312 ausgegebenen Aktien. Die Rückkäufe finden ausschließlich über die Börse statt und werden wöchentlich auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Im Zeitraum von September bis Dezember 2006 wurden insgesamt 53.098 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 4,11 Euro zurückgekauft. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 164.916 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 4,26 Euro gekauft. Auf diesem Kursniveau ergibt sich eine Marktkapitalisierung der DocCheck AG von 25,16 Millionen Euro. Unter Abzug des durchschnittlichen Finanzmittelbestandes 2007 von

14,7 Millionen Euro errechnet sich damit für das Geschäftsmodell ein Wert von 10,5 Millionen Euro – nach Meinung des Vorstandes ist damit das Potential von DocCheck im Kurs nicht ausreichend berücksichtigt und ein Aktienrückkauf auf diesem Kursniveau gerechtfertigt.

1.6 Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahrs hat der Vorstand der DocCheck AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 19.02.2008 die Einziehung von 260.860 eigenen Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie beschlossen. Dies entspricht 4,42 Prozent des Grundkapitals. Zugleich wurde das Grundkapital der DocCheck AG von

derzeit EUR 5.904.312,00 um EUR 260.860,00 auf EUR 5.643.452,00 herabgesetzt. Das derzeit laufende Aktienrückkaufprogramm wird weiter fortgesetzt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 06. März 2008 wurde beschlossen, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 vorschlagen werden, für das Geschäftsjahr 2007 keine Dividende auszuschütten, sondern den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen und für weitere Aktienrückkäufe zu verwenden.

1.7 Risiken und Chancen

Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, ein gesonderter Strategietag mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung sowie den Geschäftsführern aller Töchter und Beteiligungen.

Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken vier Themenkomplexen zugeordnet. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:

  • Markt | Kunden | Strategie
  • Systeme
  • Kosten
  • Human Resources

Markt | Kunden | Strategie

Die DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt. Durch diese Fokussierung werden Synergien in der Entwicklung und dem Vertrieb erreicht.

Risiko

Die besonderen Herausforderungen für die Branche liegen, wie bereits in den Marktausführungen beschrieben, in den staatlichen Vorgaben zur Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt, die in ihren Auswirkungen auf Höhe und Struktur der Marketingbudgets nicht immer kalkulierbar sind. So kam es in der Mitte des 1. Quartals 2007 aufgrund des AVWGs zu überraschenden Kürzungen

der Marketingbudgets auf Kundenseite. Erst in der Mitte des 3. Quartals zogen die Budgets wieder an. Welche Auswirkungen zum Beispiel die Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 auf das Marketing im Gesundheitsbereich haben wird, ist derzeit noch völlig unklar. Es ist aber zu erwarten, dass der Kostendruck auf alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt zunehmen wird. Dieser Einfluss hebt einen Großteil des im Zuge von Innovationen und steigender Nachfrage erlebten Wachstums auf.

Chance

Die DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck zu einer verstärkten Nachfrage nach kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird, und in der Folge zu einer verstärkten Nachfrage nach eMarketing- und integrierten Marketingkonzepten. Auf diese Trends ist die Strategie der DocCheck-Gruppe ausgerichtet. In dieser Entwicklung werden daher mehr Chancen als Risiken gesehen.

Systeme

Die Strategie von DocCheck baut auf die Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. In den einzelnen Bereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. Nur in der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how und Zielgruppenkanal kann das Geschäftsmodell seine ganze Wirkung entfalten.

Risiko

Im Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe besondere Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit an die Unternehmenskultur. Der Erfolg der Strategie kann durch Abteilungsdenken gefährdet werden.

Chance

Durch eine Reihe von Maßnahmen im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung ist es der DocCheck-Gruppe in den letzten Jahren erfolgreich gelungen, die Unternehmenskultur mit der wachsenden Komplexität des

Unternehmens zu entwickeln.

Kosten

Eine höhere Inflationsrate, steigende Löhne, die Anmietung einer neuen Büroetage, ein schwaches 2. Quartal im Agenturgeschäft, Integrationskosten der neuen Standorte bei DocCheck Shop und ein noch von Investitionen geprägtes 1. Halbjahr bei DocCheck Medical Services haben das Ergebnis in der DocCheck-Gruppe deutlich sinken lassen: Die Kosten sind in der DocCheck-Gruppe im Jahr 2007 um 14 Prozent auf 8,7 Millionen Euro gestiegen, der Rohertrag stieg nur unterproportional um 3 Prozent auf 9 Millionen EUR. Die Umsatzrendite in der DocCheck-Gruppe ist damit gegenüber 2006 von 7 Prozent auf 5 Prozent gefallen.

Risiko

Für das Geschäftsjahr 2008 rechnet der Vorstand mit weiterem Kostendruck durch inflationsbedingte Lohn- und Preissteigerungen. Um diese Kostensteigerungen zu kompensieren und gleichzeitig die Marge zu steigern, muss dafür der Umsatz beziehungsweise der Rohertrag in der Gruppe deutlich überproportional zu den Kosten gesteigert werden. Sollte das nicht gelingen, müssen Organisationsstruktur und Beteilungsportfolio überprüft werden.

Chance

Auf Ertragsseite konnte zum Ende des Jahres 2007 wieder deutliche Fortschritte erzielt werden. Rechnet man die Firmenwertabschreibungen heraus, so konnte fast wieder das operative Ergebnis des sehr erfolgreichen 4. Quartals 2006 erreicht werden. Auf Agenturseite fiel das Ergebnis zwar erneut schwächer aus, aber der Geschäftsbereich DocCheck konnte im 4. Quartal eine Ebit-Marge von 9 Prozent erwirtschaften. Für das Geschäftsjahr 2008 ergibt sich damit die Chance, wieder an das Ertragsniveau des Geschäftsjahres 2006 anzuschließen, indem der Geschäftsbereich DocCheck erstmals ein positives Ergebnis erwirtschaftet, der Geschäftsbereich antwerpes das derzeitige Ertragsniveau leicht steigert und der Geschäftsbereich DocCheck Shop auf Ertragsseite davon profitiert, dass die Integrationskosten der neuen Standorte in diesem Jahr entfallen.

Human Resources

Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen und einer, im Branchenvergleich, geringen Fluktuation im Unternehmen wider.

Risiko

Die verstärkte Suche nach qualifizierten Werbe- und Internetexperten sowie die sinkende Arbeitslosenquote führt in den beiden Branchen zu wachsenden Problemen bei der Beschaffung von qualifizierten Mitarbeitern. Hier steuert das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen.

Weiteres Risikopotential besteht in der Verknüpfung von Know how, Kapital und familiären Bindungen und kann durch den plötzlichen Ausfall der Vorstände Dr. Frank Antwerpes, Jan Antwerpes (DocCheck AG) oder Tanja Antwerpes (antwerpes ag) eine Risikolage entstehen lassen.

Chance

Schwerpunkt der Personalentwicklung seit dem Jahr 2004 war die Entwicklung einer stabilen zweiten Führungsebene. Im Jahr 2004 waren acht, im Jahr 2007 insgesamt 19 Mitarbeiter unterhalb des Vorstandes in einem Führungskräfteprogramm eingebunden und wurden konsequent für ihre Führungsaufgaben qualifiziert. Im Jahr 2008 werden über 20 Führungskräfte an der "DocCheck Führungsakademie" für ihre Aufgaben gerüstet. Insgesamt gibt es in der DocCheck-Gruppe mit allen Vorständen und Geschäftsführern 33 Mitarbeiter mit Personalverantwortung, keine Führungskraft führt mehr als fünf Mitarbeiter direkt. Mit dieser qualifizierten Führungsmannschaft kann die DocCheck-Gruppe die Wachstumschancen der Zukunft gezielt wahrnehmen.

1.8 Rückblick und Ausblick

Mit einem Umsatzwachstum von 8 Prozent auf 14,7 Millionen und einem Gewinn von 12 Cent pro Aktie konnten wir im Geschäftsjahr 2007 auf operativer Ebene unsere Ziele nicht vollständig erreichen. Vor allem das 1. Halbjahr war von einem volatilen Agenturgeschäft und Investitionen in DocCheck geprägt.

Dennoch hat die DocCheck-Gruppe im Geschäftsjahr 2007 einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht: Die Reichweite von DocCheck wurde ausgebaut, die Verlagsaktivitäten wurden erweitert, der Abodienst DocCheck Pro wurde etabliert, die Internationalisierung wurde vorangetrieben und die Zusammenarbeit zwischen antwerpes und DocCheck wurde intensiviert.

Damit sind wir auf dem richtigen Weg, unser langfristiges Ziel zu erreichen: Wir wollen die Stellung von DocCheck als führende Community für Healthcare Professionals in Europa ausbauen und stärkster Anbieter für Online Services im europäischen eHealth-Markt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns für unsere Arbeit in den nächsten Jahren folgende Schwerpunkte gesetzt:

  1. Forcierung des integrierten Arbeitens in der DocCheck-Gruppe DocCheck will das integrierte Arbeiten innerhalb von antwerpes und die Zusammenarbeit mit DocCheck innerhalb der nächsten Jahre stark forcieren. Der Kunde soll vom umfassenden integrierten kreativen Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand erhalten und damit den maximalen Werberfolg für sein Marketing- und Mediabudget bekommen.

2. Ausbau des Mediageschäfts

DocCheck will die Erscheinungsfrequenz des DocCheck Newsletters steigern und damit die Werbebudgets stärker in den Onlinemarkt umleiten.

  1. Stärkung des Community Aspekts

DocCheck wird in den nächsten Jahren die Funktionalität des Social-Networks DocCheck Faces deutlich ausbauen und in fünf Sprachen anbieten. DocCheck Faces soll das führende Social-Network für Ärzte in Europa werden.

4. Erweiterung von DocCheckPro

DocCheckPro soll in den nächsten Jahren kontinuierlich um weitere externe und eigene Angebote erweitert werden. Bis zum Jahr 2010 sollen so 10.000 zahlende Abonnenten gewonnen werden.

5. Ausweitung der internationalen Aktivitäten

DocCheck ist neben Deutschland in der Schweiz und Österreich präsent und verfügt über Franchise Partner in Frankreich, Belgien, Spanien und Italien. Bereits jetzt hat DocCheck über 100.000 Nutzer aus anderen europäischen Ländern und der DocCheck Newsletter wird in fünf Sprachen publiziert. Hinzu kommt die mehrsprachige Version von DocCheck Faces. DocCheck will die Anzahl der User in Europa kontinuierlich steigern um die Community und Agentur Angebote der DocCheck-Gruppe europaweit zu vermarkten.

Die Nutzung des Internets durch die Healthcare Professionals und die Healthcare-Industrie steckt in Europa immer noch in den Anfängen. Der Markt wird in den nächsten Jahren rasant wachsen. DocCheck wird aufgrund seiner Reichweite seiner Angebote von diesem Wachstum überproportional profitieren.

1.9 Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2007 5.904.312,00 Euro und ist eingeteilt in 5.904.312 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Die Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme am Anteil am Gewinn der Gesellschaft, der dem rechnerischen Anteil der Aktie am Grundkapital entspricht.

Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen. Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro.

Am Grundkapital der Gesellschaft bestehen von Dr. Frank Antwerpes und Jan Antwerpes direkte Beteiligungen, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten.

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt:

"Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen."

Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen und ergänzen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel sei hier §§ 182ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 zu Punkt 9 der Tagesordnung wurde der Vorstand ermächtigt, bis zu 590.431 Stück eigene Aktien zu erwerben. Zum 31. Dezember 2007 hat die Gesellschaft 253.088 Stück eigene Aktien in ihrem Bestand.

Die Aktienrückkäufe der DocCheck AG sind, wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um EUR 2.952.156 (Genehmigtes Kapital) bis zum 14. Juni 2010 zu erhöhen.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zu dem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines

Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Köln, im März 2008 Der Vorstand der DocCheck AG Dr. Frank Nicolas Antwerpes Jan Antwerpes Helmut Rieger

2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS (in Euro)

Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS in EUR 01.01.2007-
31.12.2007
01.01.2006-
31.12.2006
1. Umsatzerlöse 14.693.120 13.595.691
2. Sonstige betriebliche Erträge 212.001 181.344
3. Aktivierte Eigenleistungen 48.000
4. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 8.272 96.925
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 3.819.492 3.470.494
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.063.660 1.663.312
5.883.153 5.133.806
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.732.451 4.073.059
b) soziale Abgaben 810.353 710.716
5.542.804 4.783.775
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen 543.044 479.799
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.661.004 2.379.174
9. Erträge aus Beteiligungen 4.267 -3.085
10. Betriebsergebnis (EBIT) 335.655 1.094.320
nachrichtlich: EBITDA 878.699 1.574.119
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0
12. Zinsen und ähnliche Erträge 533.029 563.402
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.613 116.449
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.583 7.271
15. Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) 857.487 1.534.002
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 261.271 588.602
17. Sonstige Steuern 3.569 1.699
18. Ergebnis vor Minderheitenanteilen 592.647 943.701
19. Minderheitenanteile 71.393 -36.494
20. Konzernjahresüberschuss vor Gewinnverwendung 664.040 907.207
21. Gewinnvortrag 3.228.834 2.785.972
22. Gewinnausschüttung 570.166 464.345
23. Bilanzgewinn 3.322.708 3.228.834
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (unverwässert) 0,12 0,16
Ergebnis pro Aktie nach IAS 33 (verwässert) 0,12 0,16
Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (unverwässert) 5.703.392 5.802.510

Durchschnittl. im Umlauf befindl. Aktien (verwässert) 5.704.892 5.808.132

3 Konzernbilanz nach IFRS

Konzernbilanz

Aktiva 01.01.2007-
31.12.2007
01.01.2006-
31.12.2006
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel 7.847.415 4.048.223
Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.978.530 12.448.260
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.217.515 2.172.136
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 1.577 0
Vorräte 795.315 600.604
Rechnungsabgrenzungsposten 56.845 50.681
Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt 16.897.196 19.319.903
Sachanlagevermögen 1.754.109 1.366.883
Immaterielle Vermögensgegenstände 165.960 130.713
Beteiligungen 119.013 70.804
Anlage in Edelmetallen 1.983.685 0
Anzahlungen auf Finanzanlagen 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 718.460 697.617
Sonstige Vermögensgegenstände 523.903 514.588
Latente Steuern 1.300 2.800
Aktiva, gesamt 22.163.625 22.103.309
Passiva 01.01.2007-
31.12.2007
01.01.2006-
31.12.2006
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an lang
fristigen Darlehen
17.314 29.775
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 669.933 477.610
Erhaltene Anzahlungen 972.540 928.500
Sonstige Rückstellungen 751.962 625.384
Steuerrückstellungen 332.736 384.917
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurz
fristige Verbindlichkeiten
643.993 470.927
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
45.734 64.564
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 3.434.212 2.981.676
Latente Steuern 91.000 58.000
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.904.312 5.904.312
Kapitalrücklage 13.421.409 13.421.409
Bilanzgewinn/-verlust 3.322.710 3.228.836
Gewinnrücklagen 71.700 71.700
Kapitalausgleichsposten -3.245.570 -3.245.570
Neubewertungsrücklage -21.470 -40.552
Eigene Anteile -1.069.315 -598.393
Minderheitenanteile 254.638 321.891
Eigenkapital, gesamt 18.638.413 19.063.633
Passiva, gesamt 22.163.625 22.103.309

4 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögen zum 31.12.2007

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*Anpassung der Vorjahreswerte

5 Konzernanhang der DocCheck AG, Köln für das Geschäftsjahr 2007

I. Grundsätze und Methoden der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss ist in Anwendung des § 315a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt und wird voraussichtlich am 13. März 2008 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben. Der Begriff International Financial Reporting Standards (IFRS) wird seit dem Jahr 2002 für die Gesamtheit der Rechnungslegungsstandards verwendet, die durch das International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt wurde. Damit wird der Begriff International Accounting Standards (IAS) ersetzt. Rechnungslegungsstandards, die das IASB vor diesem Namenswechsel herausgegeben hat, werden weiterhin als IAS bezeichnet.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG haben am 21. Dezember 2007 die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Den Aktionären ist diese auf der Website der DocCheck AG unter der Rubrik "Company" dauerhaft zugänglich gemacht.

Der Konzernabschluss nach IFRS basiert auf dem Grundsatz des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme gewisser Positionen wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente, die mit dem Zeitwert ausgewiesen werden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro (EUR) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschafterversammlungen der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH haben im Juni 2007 beschlossen, die Erleichterungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen und auf die Erstellung eines Anhangs für das Geschäftsjahr 2007 zu verzichten. Die gesetzlichen Voraussetzungen werden von beiden Tochterunternehmen erfüllt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Anhang erläutert. Die rückwirkende Anwendung von überarbeiteten und neuen Standards verlangt, sofern für den betreffenden Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist, dass die Ergebnisse der Vorjahresvergleichsperiode und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode angepasst werden, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewandt worden wären.

II. Zusammenfassung der wesentlichen vom Deutschen Handelsrecht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach IFRS

1. Allgemeines

Der Konzernabschluss der DocCheck AG zum 31. Dezember 2007 wurde gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Vorschriften des HGB und des AktG unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten von denen der IFRS. Die wesentlichen Unterschiede, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relevant sein könnten, werden nachfolgend dargestellt.

2. Kapitalausgleichsposten

Im Rahmen der business combination antwerpes ag und DocCheck AG wurde gemäß IFRS 3.21 ein das Konzernkapital vermindernder Kapitalausgleichsposten in die Bilanz eingestellt.

3. Teilgewinnrealisierung

Die Teilgewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen ist nach herrschender Meinung im Handelsrecht nur unter sehr engen Grenzen zulässig. Grundsätzlich wird nur die Completed-Contract-Methode als zulässig erachtet. IAS 11 i. V. m. IAS 18 erlaubt hingegen Umsätze und entsprechende Gewinne nach der so genannten Percentage-of-Completion-Methode (POC) zu realisieren. Voraussetzung ist die zuverlässige Ermittlung des Fertigungsgrades, sowie die verlässliche Schätzung der Gesamtauftragskosten und -erlöse, ebenso wie deren Einbringbarkeit. Der Fertigstellungsgrad wurde analog zum Stand der Leistungserstellung festgelegt.

  1. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach Handelsrecht zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, sprich die Wertpapiere der Kategorie "available-forsale", sind in Anwendung des IAS 39 mit dem am Abschlussstichtag ermittelten Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Diese Änderungen werden bis zur Veräußerung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital in einer Neubewertungsrücklage erfasst. Zu einer ergbniswirksamen Erfassung kommt es also erst im Zeitpunkt des Abgangs.

5. Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

Für Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill), auch solche aus Kapitalkonsolidierungen, sind in Einklang mit IFRS 3 (Buisiness Combinations) keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorzunehmen. Für immaterielle Vermögensgegenstände, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen, sind einmal jährlich auf mögliche Wertminderungen zu prüfen (Impairment-only approach). Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung häufiger durchzuführen.

6. Eigene Anteile

Anders als im deutschen Handelsrecht werden die eigenen Anteile nicht als Vermögensgegenstand gezeigt. Vielmehr schreibt die Vorschrift des IAS 32.33 f. vor, die eigenen Anteile in der Bilanz als Abzugsposten des Eigenkapitals zu zeigen. Das Eigenkapital nach IFRS wird also niedriger ausgewiesen als in einem handelsrechtlichen Abschluss.

7. Minderheitenanteile

Minderheitenanteile konzernfremder Gesellschafter sind als Bestandteil des Eigenkapitals und nicht mehr als separate Position zwischen Eigen- und Fremdkapital auszuweisen. Veränderungen dieser Position sind entsprechend im Eigenkapitalspiegel darzustellen.

8. Finanzierungsleasing

Ein Leasingverhältnis wird nach IAS 17.8 als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt. Leasingnehmer haben Finanzierungs-Leasingverhältnisse nach IAS 17.20 zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höher in der Bilanz anzusetzen, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mietleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In den Folgeperioden sind die Mindestleasingzahlungen in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufzuteilen. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

9. Latente Steuern auf erfolgsneutral erfasste Geschäftsvorfälle

Nach IAS 12.61 sind latente Steuern unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder

gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

  1. Transaktionskosten von Eigenkapitaltransaktionen

Gemäß IAS 32.35 sind Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion, gemindert um alle damit verbundenen Ertragssteuervorteile, als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.

III. Grundlagen des Konzernabschlusses

  1. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte bilanziert, ein negativer Unterschiedsbetrag hingegen wird als sonstiger betrieblicher Ertrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei der die DocCheck AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt. Die Einbeziehung beginnt zum Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Nach der Equity-Methode werden dagegen solche Beteiligungen bewertet, bei denen die DocCheck AG - in der Regel auf Grund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 und 50 Prozent einen maßgeblichen Einfluss ausübt.

    1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
  • a. Umsatzerlöse

Umsätze werden nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. der Leistungserbringung realisiert.

Aufwendungen zur Bildung von Rückstellungen für Kundenboni werden in der Periode berücksichtigt, in der die Umsatzrealisierung erfolgt. Die Umsatzerlöse werden um diese Beträge gekürzt.

Auftragsprojekte werden gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 nach der Percentage-of-Completion-Methode bewertet. Soweit das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Ertrag nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten, die wahrscheinlich einbringbar sind, erfasst. Die Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen zeichneten sich am Bilanzstichtag nicht ab. Gewinne werden, soweit die Voraussetzungen an die Ermittlung des Fertigstellungsgrads, die Schätzung der Gesamtauftragskosten sowie Gesamtauftragserlöse und deren Einbringbarkeit erfüllt sind, realisiert.

b. Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein. Diese Voraussetzungen sind wie im Vorjahr nicht gegeben.

c. Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre planmäßig linear abgeschrieben.

d. Firmenwerte

Firmenwerte werden ab dem Geschäftsjahr 2004 gemäß IFRS 3 i.V. mit IAS 36 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird anhand von Impairmenttests regelmäßig überprüft, und sofern erforderlich werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. In Geschäftsjahr 2007 ergab sich auf Grundlage des Werthaltigkeitstestes ein Abwertungsbedarf in Höhe von 77 TEUR für die medicalpicture GmbH.

e. Sachanlagevermögen

Die Bewertung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter wurden gemäß § 6 (2) EStG i. V. m. IAS 16 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über drei bis 33 Jahre abgeschrieben.

Im Rahmen von jährlichen Impairment-Tests nach IAS 36 i.V. mit IAS 16 wird die Werthaltigkeit des Buchwerts der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens am Ende eines Geschäftsjahres regelmäßig geprüft. Soweit der erlösbare Betrag eines Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2007 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Gliederung des Konzernanlagenspiegels entspricht der Gliederung der Konzernbilanz nach IFRS.

f. Beteiligungen

Mit notariellem Kaufvertrag vom 13. März 2007 erwarb die Tochtergesellschaft DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 90 Prozent der Geschäftsanteile an der Medilab Vertrieb medizinischer und labortechnischer Geräte GmbH, Essen (kurz: Medilab GmbH). Die Übertragung wurde zum 01. April 2007 wirksam und ab diesem Zeitpunkt voll konsolidiert.

Die Erstkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten betrugen 135 TEUR und wurden in bar geleistet. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens wurden im Zeitpunkt des Zusammenschlusses (01. April 2007) mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Rahmen der Erstkonsolidierung angesetzt. Die jeweiligen beizulegenden Zeitwerte entsprachen im Erwerbszeitpunkt den Buchwerten, d.h. stille Reserven und stille Lasten waren insoweit nicht vorhanden.

Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 97 TEUR. Der Betrag am Jahresergebnis seit dem Erwerbszeitpunkt beträgt 41 TEUR.

Es ist im Geschäftsjahr 2007 beschlossen worden eine Umfimierung der Medilab GmbH in DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Essen vorzunehmen. Die Eintragung ist bis zum Bilanzstichtag noch nicht erfolgt.

g. Anlagen in Edelmetallen

Es wurden im Rahmen langfristiger Investitionspolitik im Geschäftsjahr 2007 Goldvorräte angeschafft. Diese wurden dem Finanzanlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung erfolgt zu den Anschaffungskosten.

h. Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 fertige Erzeugnisse und Waren sowie unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert.

Unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte progressiv. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der

notwendigen Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

Unfertige Leistungen, deren Gesamtauftragskosten und zu erwartende Auftragserlöse sicher geschätzt werden können, wurden auf der Basis der ermittelten Fertigstellungsgrade nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC), IAS 11, bewertet. Der Ausweis erfolgt entsprechend unter den Forderungen bzw. Kundenanzahlungen und Umsatzerlösen unter Abgrenzung prozentualer Mehr- oder Wenigerkosten.

i. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

j. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden der Kategorie "available-for-sale" zugeordnet und sind lt. IAS 39 zum Fair Value (Kurswert) zu bewerten. Fair Value-Änderungen werden, saldiert um die darauf entfallenden latenten Steuern, bis zum Abgang der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital, in der Neubewertungsrücklage erfasst. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird ein Impairmenttest durchgeführt und der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bilanzierung von Verkäufen erfolgte zum Handelstag.

k. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Handels- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie aus Unterschieden zwischen den Wertansätzen nach HGB und IFRS ermittelt.

l. Eigene Anteile

Eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 f. in der Bilanz zu Anschaffungskosten als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen.

m. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten aus vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen gebildet, bei denen der Zeitpunkt oder die Höhe des Vermögensabflusses am Bilanzstichtag unsicher ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37. Sie werden zum Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt.

n. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17.20 mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.

o. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

3. Impairmenttests

Ab dem Geschäftsjahr 2004 wird gemäß IFRS 3 i.V. mit IAS 36 und IAS 38 auf die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugunsten eines jährlichen Impairment-Tests verzichtet. Im Rahmen der Impairment-Tests wurden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag (recoverable amount), d.h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis (net selling price) und seinem Nutzungswert (value in use) verglichen. Die Cash Generating Units im DocCheck–Konzern entsprechen dabei grundsätzlich den rechtlichen Einheiten der Tochterunternehmen. Lediglich der Bereich DocCheck Shop wird als einheitliche Cash Generating Unit betrachtet.

Ist der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust vor. Um den ermittelten Abwertungsverlust wird im ersten Schritt der Geschäfts- bzw. Firmenwert der betroffenen strategischen Cash Generating Unit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Cash Generating Unit auf Basis der Restbuchwerte zum Abschlussstichtag jedes einzelnen Vermögenswertes verteilt.

Grundlage für die Ermittlung der Nutzungswerte bildeten jeweils die Jahresergebnisse 2007, Detailplanungen der Jahre 2008 bis 2011 sowie die Annahme einer ewigen Rente (exklusive Wachstumsrate) ab dem Geschäftsjahr 2012. Die Diskontierungssätze (vor Steuern) für die einzelnen Cash Generating Units setzen sich aus einem risikolosen Zins sowie einer unternehmensspezifischen Risikoprämie zusammen und lagen für die getesteten Einheiten bei 16 und 17 Prozent. Die so ermittelten Ertragswerte wurden mit den jeweiligen Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte verglichen.

Die Impairment-Tests für die Cash Generating Units des DocCheck-Konzerns führten zum Stichtag 31. Dezember 2007 bei der medicalpicture GmbH zu einem Abwertungsbedarf auf die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte

in Höhe von 77 TEUR.

4. Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des DocCheck-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden. Nicht zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds werden separat ausgewiesen.

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens.

5. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der antwerpes ag, Zweigniederlassung Basel (Schweiz), wird gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchanges Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Es handelt sich bei der Zweigniederlassung um die Landeswährung Schweizer Franken, da die Gesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreibt. Vermögenswerte und Schulden werden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahressdurchschnittskurs umgerechnet.

IV. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrates einer Tochtergesellschaft stellen kann. Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IAS-Konzernabschluss aufgestellt worden.

In den Konzernabschluss wurden neben der DocCheck AG als Muttergesellschaft folgende Gesellschaften mit Sitz in Deutschland einbezogen:

Die Gesellschaften und ihre Beteiligungen

Eigenkapital
Beteiligungs zum Jahresergebnis
quote zum 31.12.2007 in 2007
Name und Sitz der Gesellschaft 31.12.2007 TEUR in TEUR
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 100,00% 514 0 *
antwerpes ag, Köln 100,00% 298 0 *
medizinstudent.de GmbH, Köln 100,00% 57 46
DocCheck TV GmbH, Köln 63,46% -159 -43
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 51,00% 706 -71
medicalpicture GmbH, Köln 51,00% -149 -64
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg 84,60% 81 -86 **
Medilab Vertrieb medizinischer und labortechnischer Geräte GmbH,
Essen 90,00% 89 41 ***
*
nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
** Die Beteiligung in Höhe von 84,6% an der DocCheck
Medizinbedarf GmbH, Eilenburg wird indirekt über die
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch gehalten
*** Die Beteiligung in Höhe von 90,00 % an der
Medilab GmbH, Essen wird indirekt über die
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im
Schönbuch gehalten

Die Mehrheitsanteile an den Tochterunternehmen wurden zu den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Daten erworben:

Datum des Erwerbes der
Mehrheitsbe
teiligung
antwerpes ag, Köln 30. Dezember 1999
DocCheck Medical Services GmbH, Köln 15. November 1999
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 17. November 2000
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Eilenburg 01. Juli 2006
Medilab Vertrieb medizinischer und labortechnischer Geräte GmbH,
Essen 01. April 2007
DocCheck TV GmbH 01. Juli 2004
medicalpicture GmbH 01. April 2002

Die indirekte Beteiligung an der Medilab GmbH, Essen in Höhe von 90 Prozent wurde gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode in den Konzernabschluss mit aufgenommen.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2006 um insgesamt 1,1 Mio. EUR bzw. 8 Prozent auf 14,7 Mio. EUR erhöht.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

2007 2006
Mio. EUR Mio. EUR
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9,0 8,4
Erlöse aus dem Verkauf von Gütern 5,4 4,8
Nutzungsentgelte 0,3 0,4
Gesamt 14,7 13,6

In der dargestellten Berichtsperiode wurden Umsatzrealisierungen nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 i. V. m. IAS 18 in Höhe von TEUR 892 (i. V. TEUR 309) vorgenommen. Die Teilgewinnrealisierung führte zu folgenden Ergebnisveränderungen:

Veränderungen durch Anwendung von POC:

2007 2006
TEUR TEUR
Vorräte -424 -150
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 892 309
Rückstellungen für ausstehende Kosten 175 -12
Ergebnisveränderung 643 147

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

2007
TEUR
Verwendung von Gegenständen 46
Erträge aus Kursdifferenzen 13
Mieterträge 8
Anlagenabgänge 4
PWB / EWB 8
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 56
Versicherungsentschädigungen 24
Sonstige betriebliche Erträge 53
212

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand belief sich auf 5.883 TEUR (i.V. 5.134 TEUR) und entfiel mit 3.819 TEUR (i.V. 3.471 TEUR) auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und mit 2.064 TEUR (i.V. 1.663 TEUR) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2007 um 760 TEUR auf 5.543 TEUR (i.V. 4.783). Der Anstieg resultiert aus der generellen Anhebung der Gehälter. Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2007 119 (i. V. 115). Im Jahresdurchschnitt waren 111 Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder).

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten eine Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der medicalpicture GmbH in Höhe von 77 TEUR.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus Werbe-, Reise-, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Mietaufwand.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 262 TEUR betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer 2007 in Höhe von 152 TEUR, die Gewerbesteuer 2007 in Höhe von 130 TEUR, Gewerbesteuernachzahlung für Vorjahre in einer gesamten Höhe von 17 TEUR, Körperschaftssteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von 44 TEUR. Passive latente Steuern in Höhe von -33 TEUR sowie aktive latente Steuern in Höhe von -1 TEUR.

8. Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt eine Misch-Steuerquote von 31,2 Prozent zugrunde, die sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent, Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer und einem Gewerbesteuersatz von ca. 15,4 Prozent zusammensetzt. Abweichend zum Vorjahr hat sich die Misch-Steuerquote von 39,9 Prozent aufgrund gesetzlicher Änderungen ab 01.01.2008 auf 31,2 Prozent verringert.

Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern:
------------------------------------------------------- -- --
Aktive
latente
Steuern
2007
TEUR
Aktive
latente
Steuern
2006
TEUR
Passive
latente
Steuern
2007
TEUR
Passive
latente
Steuern
2006
TEUR
Sachanlagen 1 3 0 0
Vorräte 0 0 -132 -60
Forderungen
aus Lieferung
und Leistung
0 0 278 123
Sonstige
Wertpapiere
0 0 0 0
Rückstellungen 0 0 -55 -5
Gesamt 1 3 91 58

Der tatsächliche Steueraufwand des Geschäftsjahres 2007 von 262 TEUR weicht um -51 TEUR von dem erwarteten Steueraufwand von 342 TEUR ab, der sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes von 39,9 Prozent auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Die Ursachen zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand im Konzern begründen sich wie folgt:

2007
TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 342
Steuererstattungen frühere Jahre -93
Steueraufwand frühere Jahre
Steuerminderung aufgrund niedriger
33
ausländischer Steuersätze -55
aktive latente Steuern 1,5
passive latente Steuern 33
Tatsächlicher Steueraufwand 262

9. Gewinnausschüttung

Per 29. Juni 2007 erfolgte auf Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 28. Juni 2007 die Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von 570 TEUR.

10. Ergebnis pro Aktie

Für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie gemäß IAS 33 wird das Grundkapital der DocCheck AG für die Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zu Grunde gelegt.

Mit Beschluss vom 28. Juni 2007 hat die ordentliche Hauptversammlung die Gesellschaft erneut ermächtigt das Aktienrückkaufprogramm fortzuführen. Basis für diesen Aktienrückkauf ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2006. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2007 253.088 eigene Aktien.

Unter Berücksichtigung dieser im Jahre 2007 getätigten Erwerbe eigener Aktien beträgt die durchschnittliche Aktienanzahl des Geschäftsjahres 2007 5.703.392 Stückaktien (vergleiche dazu auch Punkt VI.18). Das so ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,12 EUR. Unter Berücksichtigung der Anzahl der Aktienoptionen der dritten Tranche in Höhe von 1.500 Stück ergibt sich ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 0,12 EUR.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz

  1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr wurde eine selbsterstellte Website in Höhe von 48 TEUR aktiviert. Die Ermittlung der aktivierten Kosten erfolgte unter Berücksichtigung von SIC – 32 i.V. mit IAS 38.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Konsolidierung der DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck TV GmbH, medicalpicture GmbH, medizinstudent.de GmbH und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Danach wurden folgende Firmenwerte ermittelt:

Gesellschaft Firmenwerte
der Erstkon
solidierung in
TEUR
nachträgliche
Erhöhung der
Firmenwerte
durch Erwerb
weiterer Anteile
in TEUR
kumulierte Wert
minderungen
zum 31.12.06 in
TEUR
Buchwert
Firmenwerte
zum 31.12.06 in
TEUR
Wert
minderungen
in 2007 in
TEUR
zusätzliche
Firmenwerte
in 2007 in
TEUR
kumulierte
Wert
minderungen
zum 31.12.07
in TEUR
Buchwert
Firmenwerte
zum 31.12.07
in TEUR
DocCheck Medical
Services GmbH
29 0 12 17 0 0 12 17
DocCheck TV GmbH 155 5 14 146 0 0 14 146
medicalpicture GmbH 92 0 10 82 77 0 87 5
medizinstudent.de
GmbH
182 0 131 51 0 0 131 51
DocCheck
Medizinbedarf und
Logistik GmbH
756 0 354 402 0 97 354 499
Summe 1.214 5 521 698 77 97 598 718

Bei dem Zugang im Bereich der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH handelt es sich um den aktivierten Firmenwert von 97 TEUR aus dem Erwerb der Beteiligung an der Medilab Vertrieb medizinischer und labortechnischer Geräte GmbH, Essen in 2007.

  1. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2007 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen, der integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden gemäß IAS 17.20 und IAS 17.27 Mietereinbauten in Höhe von ursprünglich 162 TEUR aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben.

4. Beteiligungen

Mit Wirkung zum 01. April 2007 wurden durch die Tochter DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch 90 Prozent an der Medilab GmbH, Essen erworben. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Vollkonsolidierung der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2007 wird folglich kein Beteiligungsbuchwert ausgewiesen.

5. Vorräte

Die Vorräte lassen sich wie folgt aufteilen:

Gesamt 795 601
Geleistete Anzahlungen 30 20
Fertigerzeugnisse und Waren 529 383
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 236 198
TEUR TEUR
2007 2006

In den Vorräten zum 31. Dezember 2007 in Höhe von 795 TEUR (i. V. 601 TEUR) sind gemäß IAS 2 angesetzte und bewertete unfertige Leistungen in Höhe von 424 TEUR (i. V. 150 TEUR) enthalten.

6. Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

7. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 524 TEUR (i.V. 515 TEUR) haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und setzen sich wie folgt zusammen:

2007
TEUR
Forderungen gegen Vorstände und
Geschäftsführer 2
Forderungen gegen Personal 6
Kautionen 13
Darlehen 106
Steuerüberzahlungen 38
KöSt-Rückforderungen 144
GewSt- Rückforderungen 93
Sonstige Vermögensgegenstände 122
Gesamt 524

Die Position Sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet im Wesentlichen Zinsabgrenzungen in Höhe von 112 TEUR (i.V. 116 TEUR).

8. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die kumulierten Fair Value-Änderungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von -22 TEUR erfolgsneutral im Eigenkapital in eine Neubewertungsrücklage eingestellt.

Am 29. Mai 2007 wurde das Schuldscheindarlehen der Hypovereinsbank und am 04. Juli 2007 der Hypothekenpfandbrief der Düsseldorfer Hypothekenbank AG am Endfälligkeitstag abgerechnet und das Kapital zu 100 Prozent in Höhe von 2.500 TEUR und 5.000 TEUR an die Gesellschaft zurückgezahlt. Kursgewinne bzw. –verluste gingen aus der Transaktion nicht hervor. Das freigewordene Kapital wurde auf einem Tagesgeldkonto angelegt. Auf eine entsprechende Änderung der Position "Wertpapiere des Umlaufvermögens" und "liquide Mittel" sei hingewiesen.

Die Position Wertpapiere besteht zum 31. Dezember 2007 nunmehr aus einem Schuldscheindarlehen (Nennwert: 5.000 TEUR bzw. Fälligkeit: Mai 2008). Finanzrisiken nach IAS 32.51 ff. bestehen aufgrund der Rückzahlung der Wertpapiere zu 100 Prozent bei Endfälligkeit nicht.

9. Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind.

10. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.

11. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1 TEUR (i.V. 3 TEUR) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach IAS 17.20.

12. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2007 5.904.312,00 EUR und ist eingeteilt in 5.904.312 Stückaktien à 1 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die unterjährige Entwicklung des Eigenkapitals ist dem beigefügten Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Der Vorstand ist entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2005 ermächtigt, in der Zeit bis zum 14. Juni 2010 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.952.156 EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Barund / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.

Das bedingte Kapital wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 von 559.931 EUR auf 30.500 EUR geändert. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und an Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Führungskräfte und Mitarbeiter mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001. Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil.

Zusätzlich wird das Grundkapital durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 um bis zu 559.931 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen, Geschäftsführer der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007. Diese wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil.

13. Kapitalrücklage

Das Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2007 13.421.408,68 EUR (i.V. 13.421.408,68 EUR).

14. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen betrugen zum 31. Dezember 2007 71.700,23 EUR (i.V. 71.700,23 EUR).

15. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn beträgt 3.322.708 EUR (i.V. 3.228.834 EUR).

16. Kapitalausgleichsposten

Das Eigenkapital in der Bilanz wurde in der Position Kapitalausgleichsposten um 3.246 TEUR gemäß IFRS 3.21 i. V. mit IAS 8 korrigiert (Vergleiche hierzu Abschnitt II.2.).

17. Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage in Höhe von -22 TEUR (i.V. -41 TEUR) beinhaltet die Fair Value-Änderungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens die gem. IAS 39 bis zur Ausbuchung der Wertpapiere zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden.

18. Eigene Anteile

Der Bestand an eigenen Anteilen beträgt zum Stichtag 253.088 Stück. Sie wurden im Zeitraum von April 2005 bis Dezember 2007 gemäß Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlungen zu einem Durchschnittskurs von 4,26 EUR erworben. Der Kurswert beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2007 1.012.352 EUR. Die Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile zum 31. Dezember 2007 ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Im Umlauf befindliche Anteile zum 01.01.2007 5.759.714 St.
Abgang eigener Aktien durch Optionsausübung 1.500 St.
Kauf eigener Anteile im Geschäftsjahr 2007 -108.490 St.
Im Umlauf befindliche Anteile zum 31.12.2007 5.651.224 St.

19. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der medicalpicture GmbH, der DocCheck TV GmbH sowie der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH.

20. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2007 332 TEUR (i. V. 385 TEUR) und betreffen im Wesentlichen die Gewerbesteuer in Höhe von 196 TEUR (i. V. 250 TEUR) sowie die Körperschaftssteuer in Höhe von 130 TEUR (i. V. 130 TEUR).

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Rückstellungen haben überwiegend eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

01.01.2007
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
31.12.2007
EUR
Personal 358.534,51 352.327,90- 6.206,61- 325.707,64 325.707,64
Tantiemen 187.304,51 183.562,52- 3.741,99- 145.474,38 145.474,38
Urlaubsrückstellungen 150.800,00 150.800,00- 0,00 151.553,26 151.553,26
Berufsgenossenschaft 18.080,00 15.615,39- 2.464,61- 19.780,00 19.780,00
Behindertenabgabe 2.350,00 2.349,99- 0,01- 8.900,00 8.900,00
Verwaltung 266.848,45 203.807,26- 50.341,19- 413.554,56 426.254,56
Boni 51.177,28 44.810,00- 6.367,28- 54.315,94 54.315,94
Künstlersozialkasse 3.900,00 3.850,79- 49,21- 9.538,54 9.538,54
Abschluß- und Prüfungskosten 147.349,00 109.724,30- 37.624,70- 138.131,71 138.131,71
Aufsichtsratsvergütung 18.021,00 18.021,00- 0,00 21.413,01 21.413,01
Sonstige 34.220,00 15.220,00- 6.300,00- 15.168,14 27.868,14
ausstehende Kosten IFRS 12.181,17 12.181,17- 0,00 174.987,22 174.987,22
Gesamtsumme 625.382,96 556.135,16- 56.547,80- 739.262,20 751.962,20

Rückstellungsspiegel der DocCheck AG bis zum 31. Dezember 2007:

  1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

22. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Kreditorische Debitoren 159 0
Lohn- und Kirchensteuer 66 66
Umsatzsteuer 222 194
Soziale Sicherheit 6 42
Lohn und Gehalt 6 0
Reisekosten Angestellte 4 2
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 1 1
Leasingverbindlichkeit 51 71
Steuern 28 9
Sonstige Verbindlichkeiten 101 85
Gesamt 644 470

Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr gemäß IAS 17.20 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 51 TEUR (i. V. 71 TEUR) passiviert.

TEUR
davon fällig innerhalb eines Jahres 21
davon fällig nach mehr als ein bis fünf 30
davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0
Gesamt 51

Die im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigten bedingten Mietzahlungen betrugen 19 TEUR (i. V. TEUR 18). Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit den unter Abschnitt VI.3 erläuterten Mietereinbauten.

23. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden der Bewertungen in den für die Besteuerung maßgeblichen Einzelabschlüssen nach HGB und der Bewertungen nach IFRS (IAS) im Konzernabschluss (vergleiche hierzu Abschnitt V.8).

24. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2007 bestanden folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
Aus Miete 1.550
Aus Leasing 112
1.662
- davon fällig innerhalb eines Jahres 699
- davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 964
- davon fällig nach mehr als fünf Jahren 0

Eventualverbindlichkeiten wurden nur in der Höhe ausgewiesen, wie sie nicht in den sonstigen Rückstellungen enthalten sind.

25. Finanzinstrumente

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel) ergibt sich aus der Bilanz. Es bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. Grundsätzlich können hierzu Bonitäts- und Ausfallrisiken sowie Zinsrisiken bestehen. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht kein Zinsrisiko von wesentlicher Bedeutung.

Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2007 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.

Es bestanden am Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente, die zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt wurden.

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Im Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2007 sind Fremdgelder in Höhe von 29 TEUR (i.V. 29 TEUR) enthalten. Hierbei handelt es sich um ausstehende Ärztevergütungen, über die die DocCheck AG nicht anderweitig verfügen kann.

Kapitalflußrechnung (in EUR) 31.12.2007 31.12.2006
Periodenüberschuss vor ausserordentlichem Ergebnis 664.040 907.207
davon erhaltene Finanzmittel aus Zinsen 533.029 563.402
davon gezahlte Finanzmittel aus Zinsen 9.583 7.271
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 543.044 479.799
+ Verlust aus dem Zugang und Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 16.917
+ Verlust aus dem Abgang von eigenen Anteilen 0 13.036
+/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen 74.398 420.430
-/+ Zunahme/Abnahme Forderungen -1.045.379 -727.153
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände -10.891 66.679
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -194.711 -194.618
-/+ Zunahme/Abnahme aktive Rechnungsabgrenzung -6.164 -26.566
+/- Zunahme/Abnahme passive Rechnungsabgrenzung 0 -10.891
-/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern 1.500 500
-/+ Abnahme/Zunahme passive latente Steuern 33.000 -43.600
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- 323.345 -110.290
tungen, passiven Rechnungsabgrenzungsposten, sowie anderer Passiva
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 382.182 791.450
+/- Ein-/Auszahlungen für Des-/Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände, Beteiligungen und Firmenwerte -1.034.568 -682.846
+/- Ein-/Auszahlungen für Des-/Investitionen in Edelmetalle -1.983.685 0
- Auszahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 0 0
+ Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
+/- Ein-/Auszahlung aus dem Verkauf/Erwerb von Wertpapieren 0 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -3.018.253 -682.846
- Rückzahlung von Krediten -12.460 25.753
- Auszahlung an Aktionäre aus Kapitalherabsetzung 0 0
- Auszahlung aus Dividendenzahlungen -570.166 -464.345
+/- Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf/Kauf eigener Anteile -470.923 -199.980
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.053.549 -638.572
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.689.620 -529.968
+ Bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (Neubewertungsrücklage) 19.082 -73.061
+ Veränderung des Finanzmittelfonds durch Umgliederung von Wertpapieren 0 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.496.483 17.099.512
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.825.945 16.496.483
Zusammensetzung Finanzmittelfond
- Zahlungsmittel 7.847.415 4.048.223
- Wertpapiere 4.978.530 12.448.260

VIII. Segmentberichterstattung

DocCheck
antwerpes ag DocCheck Shop Holding Summe
31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007
Umsatz der Bereiche 6.090.909 3.605.179 5.418.050 2.948.907 18.063.045
Umsatz mit Externen 5.997.294 3.284.601 5.395.181 16.045 14.693.120
Umsatz mit anderen Segmenten 93.615 320.578 22.869 2.932.863 3.369.926
EBIT 542.458 -100.291 -77.639 -28.873 335.655
Ergebnis vor Ertragsteuern 542.610 -116.715 -103.597 535.188 857.487
Gesamtvermögen 2.474.225 2.596.966 1.649.071 15.443.362 22.163.625
Gesamtverbindlichkeiten 611.060 760.278 421.605 1.641.269 3.434.212
Abschreibungen auf Sachanlagen 23.715 24.207 38.687 327.764 414.373
Investitionen 88.285 60.640 81.606 666.338 896.869
Mitarbeiter 49 26 33 11 119

Segmentberichterstattung für den Konzernabschluss 2007:

Das Gesamtvermögen umfasst das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungen.

Das Segment antwerpes AG beinhaltet die antwerpes AG, Köln mit ihrer Betriebsstätte in Basel, Schweiz. DocCheck Medical Services GmbH, medicalpicture GmbH, medizinstudent.de GmbH und die DocCheck TV GmbH bilden zusammen den Bereich DocCheck. Das Segment DocCheck Shop setzt sich aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH Stuttgart, Leipzig und der Medilab GmbH zusammen. Unter dem Segment Holding befindet sich der gesamte administrative und Service-Bereich der DocCheck AG. Aufgrund des derzeit homogenen räumlichen Tätigkeitsgebietes wurde auf eine geografische Segmentierung verzichtet. Lieferungen und Leistungen in den Konzernverbund wurden zu Einkaufspreisen zuzüglich Gewinnaufschlag, Konzernumlagen zu Einkaufspreisen zuzüglich Zins bewertet.

IX. Ergänzende Angaben

1. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen gemäß IAS 24 folgende Unternehmen und Personen dem Konzern nahe:

in Stückzahl
Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2007: Prozent Aktien
Dr. Frank Antwerpes, CEO* 47,15 2.770.535
Jan Antwerpes, CFO* 13,95 810.087
Dr. Johannes Kersten, AR antwerpes ag 7,32 432.031
Freefloat 31,58 1.891.659
Hermann Korte, AR antwerpes AG 0,95 56.038
Roland Ortloff, GF DocCheck Medizinbedarf GmbH 0,75 44.312
Tanja Antwerpes, Vorstand antwerpes AG 0,43 25.433
Michael Thiess, AR Vorsitzender 0,20 12.060
Dr. Joachim Pietzko, AR Mitglied 0,01 866
Winfried Leimeister, AR Mitglied 0,00 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft ** 0,01 400
DocCheck AG 4,29 253.088

* Auf die Herren Antwerpes wurden hälftig die Aktien der Angehörigen ersten Grades verteilt.

** Herrn Helmut Rieger wurden die Anteile seiner Ehefrau zugerechnet.

Organe der DocCheck AG hatten folgende Interessen an Konzernunternehmungen oder anderen Gesellschaften:

Organe der DocCheck AG Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien
Vorstand
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln
Vorsitzender des Vorstands, CEO
antwerpes ag, Köln
(Vorsitzender des Aufsichtsrates)
DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer)
medizinstudent.de GmbH, Köln (Geschäftsführer )
Jan Antwerpes, Köln
Finanzvorstand, CFO
antwerpes ag, Köln
(Mitglied des Vorstandes)
Helmut Rieger, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch
(Geschäftsführer)
Aufsichtsrat
Michael Thiess, Feldkirchen, Unternehmensberater
Aufsichtsratvorsitzender
Vorstandsvorsitzender Sanemus AG
Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt
stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender
Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater
Mitglied des Aufsichtsrats
Sonstige
Dr. Johannes Kersten, Duisburg
antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Tanja Antwerpes, Köln antwerpes ag, Köln (Vorsitzende des Vorstands)
Thilo Kölzer, Köln, Unitleiter Digital Communication antwerpes ag, Köln (Mitglied des Vorstandes)
Roland Ortloff, Weil im Schönbuch DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch
(Geschäftsführer)
Thomas Schmidt, Köln medicalpicture GmbH, Köln (Geschäftsführer)
Hermann Korte, Köln antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats)
Stephan Feifel, Marburg DocCheck TV GmbH, Köln (Geschäftsführer)

2. Vorstandsvergütung

Name des Vorstands Gezahltes
Fixum in €
Bezogene
Tantieme in €
Anzahl der
gewährten
Aktienoptionen zum
31.12.2007
Dr. Frank Nicolas Antwerpes, CEO 175.666 50.212 0
Jan Antwerpes, CFO 128.145 37.223 0
Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft 20.004 0 0
Summe: 323.815 87.435 0

Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2007 folgende Vergütungen:

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB neuer Fassung, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.

3. Aufsichtsratsvergütung

Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2007 folgende Vergütungen:

Name des Aufsichtsmitglieds gezahltes
Fixum in €
variable
Vergütung in €
Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender 12.000 6.395
Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender 6.000 2.416
Winfried Leimeister 6.000 2.416
Summe: 24.000 11.227

Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2007 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 14 TEUR (i. V. 1 TEUR).

4. Mitteilungen nach § 20 AktG oder § 21 WpHG

Mitteilungen nach § 20 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG erfolgten im Geschäftsjahr nicht.

5. Stock Options

Die Gesellschaft gewährt bestimmten Arbeitnehmern entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001 durch Abschluss eines Optionsvertrags Bezugsrechte auf den Erwerb einer Aktie der DocCheck AG. Entsprechend der Stellung des Arbeitnehmers bietet die Gesellschaft bestimmten Arbeitnehmern Verträge über die Gewährung von Aktien-Optionen (Optionsvertrag) an. Per 31. Dezember 2007 waren 0 (i. V. 30.500) Stock Options ausgegeben. Die Bestandsverminderung resultiert aus der Ausübung von 1.500 Optionen. Die restlichen 29.000 Stock Options sind im Jahr 2007 verfallen.

Zusammensetzung Stock Options zum 31. Dezember 2007:

Bestand an ausgegebenen Aktienoptionen zum 31.12.2006 30.500
In 2007 gewährte Optionen 0
In 2007 ausgeübte Optionen 1.500
In 2007 verfallene Optionen 29.000
Bestand an ausgegebenen Aktienoptionen zum 31.12.2007 0

6. Honorare des Abschlussprüfers

In den Rechts- und Beratungskosten sind folgende Aufwendungen für den Abschlussprüfer enthalten:

in TEUR
31.12.2007
Abschlussprüfung 59
sonstige Bestätigungs- und
Bewertungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
59
  1. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG werden der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2007 den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Köln, im März 2008

Der Vorstand der DocCheck AG

Dr. Frank Nicolas Antwerpes Vorstandsvorsitzender

Jan Antwerpes Vorstand

Helmut Rieger Vorstand

6 Eigenkapitalspiegel

Eigenkapitalspiegel gem. IAS 1 Tz. 96-101 (in EUR)

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Rundungen führen zu geringen Ausweisdifferenzen

7 Erklärung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Jahresberichterstattung der Konzernjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) als anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen beachtet.

Der Konzernlagebericht enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie darüber hinaus weitere Angaben, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches erforderlich sind. Im Konzernlagebericht ist der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt, dass auch dort ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr sind im Konzernlagebericht ebenso beschrieben.

Die PKF Herfort van Kerkom Streit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, ist vom Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung der DocCheck AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2007 der DocCheck AG bestellt worden. Sie hat den nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellten Konzernabschluss geprüft und den nachfolgend dargestellten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernjahresabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind gemeinsam mit den Abschlussprüfern in der Bilanzsitzung des Aufsichtrats eingehend erörtert worden.

Köln, im März 2008

Der Vorstand der DocCheck AG Dr. Frank Nicolas Antwerpes Jan Antwerpes Helmut Rieger

8 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

zum Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2007 (Konzernbilanzsumme EUR 22.163.625; Konzernjahresüberschuss EUR 664.040) und zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 der DocCheck AG, Köln:

Wir haben den von der DocCheck AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 (Konzernbilanzsumme EUR 22.163.635; Konzernjahresüberschuss EUR 664.040) und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 der DocCheck AG.

Köln, den 12. März 2008

PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT Offene Handelsgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

M. Brechters R. van Kerkom

9 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Entsprechenserklärung vom 21.12.2007

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der DocCheck AG zu der Empfehlung der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DocCheck AG erklären hiermit, dass den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der derzeit aktuellen Fassung vom 14. Juni 2007 bis auf die nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wird. Vorstand und Aufsichtsrat überprüfen regelmäßig, ob in Zukunft weitere Empfehlungen und Anregungen des Kodex auf die DocCheck AG anwendbar sind.

  • 2 Aktionäre und Hauptversammlung
  • 2.2 Hauptversammlung
  • 2.2.2 Bezugsrecht bei Aktienausgabe

Die DocCheck AG sichert ihren Aktionären grundsätzlich ein ihrem Anteil entsprechendes Bezugsrecht bei der Ausgabe neuer Aktien zu. Laut Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juni 2007 kann das Bezugsrecht im Rahmen einer genehmigten Kapitalerhöhung jedoch eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Der Ausschluss des Bezugsrechts liegt auch im unmittelbaren Interesse der Aktionäre, da hierdurch eine verstärkte Nutzung des Kapitalmarkts ermöglicht und die Gesellschaft in den Stand gesetzt wird, im Zuge ihrer Expansion weitere Unternehmensbeteiligungen im Tausch gegen eigene Aktien zu erwerben und hierdurch die eigene Liquidität zu schonen.

3 Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

3.8 Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung, Absatz 2, Abschluss einer D & O-Versicherung

Die Gesellschaft hat eine D & O-Versicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat folgen der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, die Qualität der Tätigkeit von Vorständen oder Aufsichtsräten spürbar positiv zu beeinflussen.

4 Vorstand

4.2 Zusammensetzung und Vergütung

4.2.3 Zusammensetzung der Vorstandsbezüge, Satz 3 und 4 Die Vergütungen der Vorstände der DocCheck AG erhalten derzeit keine variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, da alle Vorstände wesentlich an der DocCheck AG bzw. an Tochtergesellschaften beteiligt sind. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass diese Beteiligungen eine ausreichende langfristige Anreizwirkung schaffen.

4.2.4 Offenlegung im Corporate Governance Bericht, Satz 1

Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Vorstandsmitglieder, ebenso wie die der Aufsichtsratsmitglieder, bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002, in ihren Quartals- und Geschäftsberichten.

5 Aufsichtsrat

5.3 Bildung von Ausschüssen

Erläuterung der DocCheck AG zu 5.3 und allen weiteren Punkten, die die Bildung von Ausschüssen betreffen:

Dieser Punkt dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG besteht aus nur drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig. Daher ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung nicht sinnvoll.

5.4. Zusammensetzung und Vergütung

5.4.7 Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder, ebenso wie die der Vorstandsmitglieder, bereits seit Einführung des Corporate Governance Berichts 2002, in ihrem Geschäftsbericht.

6 Transparenz

6.6. Veröffentlichung von Erwerb oder Veräußerung von Aktien durch Organe und Insider (Directors Dealings) sowie Angabe von Aktienbesitz im Corporate Governance Bericht

Die Gesellschaft veröffentlicht alle Angaben zum Directors Dealings auf ihrer Website und meldet diese der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Angaben zum Aktienbesitz der Organe der Gesellschaft sind im Quartals- und Geschäftsbericht veröffentlicht. Auf eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht wird deshalb verzichtet.

  1. Rechnungslegung und Abschlussprüfung

7.1 Rechnungslegung

7.1.3 Angaben über Aktienoptionsprogramme im Corporate Governance Bericht Die Gesellschaft veröffentlicht alle Angaben über Aktienoptionsprogramme im Quartalsund Geschäftsbericht. Auf eine zusätzliche Angabe im Corporate Governance Bericht wird deshalb verzichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG

Köln, 21. Dezember 2007

Gez. für den Aufsichtsrat Gez. für den Vorstand

  • Michael Thiess - - Dr. Frank Antwerpes -

  • Aufsichtsratvorsitzender - - Vorstandsvorsitzender -

10 Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2007. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen Themen seines kontinuierlichen Dialogs mit dem Vorstand, Berichterstattungen sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte in sechs ordentlichen Sitzungen am 6. März, 19. März, 27. April, 27. Juni, 5. September sowie am 8. November 2007. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftslage unterrichten lassen. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich Offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2007 waren:

  • Berichterstattung durch den Vorstand
  • o zum Jahresabschluss 2006
  • o zu den Quartalsabschlüssen
  • o zur Lage der Gesellschaft
  • o zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen
  • o zu den Aktivitäten im Bereich Mergers & Acquisitions
  • o zum Deutschen Corporate Governance Kodex
  • o zur Unternehmensstrategie
  • o zum Risikomanagement
  • Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
  • Verlängerung der Vorstandsverträge Dr. Frank Antwerpes, Jan Antwerpes und Helmut Rieger
  • Aktienoptionsprogramm
  • Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Juni 2007

Hohe Corporate Governance Standards erneut eingehalten

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards fortlaufend beobachtet und hierüber regelmäßig beraten. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 21. Dezember 2007 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die DocCheck AG entspricht auch nach der neuen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodexes vom

  1. Juni 2007 in den wesentlichen Punkten den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007 und der Lagebericht der DocCheck AG sind von der PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister im Vorfeld der Sitzung geprüft sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 19. März 2007 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 19. März 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.

Wiederwahl Aufsichtratsmitglied

Auf der Hauptversammlung am 28. Juni 2007 wurde ich erneut als Aufsichtsratsmitglied wiedergewählt. Die Amtszeit meiner Person endete mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Juni 2007. Meine Bestellung durch die Hauptversammlung erfolgte für ein Jahr, um die Wahlperioden der Aufsichtratsmitglieder anzugleichen. Auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 entscheidet die Hauptversammlung nun über die Wahl des gesamten Aufsichtsrats. Gerne stellen sich meine Kollegen Herr Dr. Pietzko und Herr Leimeister sowie ich erneut zur Wiederwahl.

Geschäftsentwicklung 2007

Das erste Halbjahr war für die DocCheck AG von einem volatilen Agenturgeschäft und Investitionen in die Marke DocCheck geprägt. Das führte dazu, dass sie ihre Ziele im Geschäftsjahr 2007 nicht vollständig erreichte.

Aussichten für 2008

Mit der Strategie, im Gesundheitsmarkt integrierte und innovative Dienstleistungen für Marketing, Logistik und Handel anzubieten, sieht der Aufsichtsrat die DocCheck-Gruppe optimal aufgestellt. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand bei dem Ziel die Stellung von DocCheck als führende Community für Healthcare Professionals in Europa ausbauen und stärkster Anbieter für Online Services im europäischen eHealthmarkt zu werden und damit den Umsatz und das Ergebnis im Geschäftsjahr 2008 weiter zu steigern.

Dividende

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung vorzuschlagen keine Dividendenausschüttung vorzunehmen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und wünscht ihnen für die Herausforderungen des Geschäftsjahrs 2008 viel Erfolg.

Köln, im März 2008

Gez. Michael Thiess Vorsitzender des Aufsichtsrats

Impressum

Redaktion DocCheck AG, Köln
DocCheck AG Corporate Communications
Tanja Mumme
fon: +49(0)221.92053-139
eMail: [email protected]