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DocCheck AG — Annual Report 2001
Mar 20, 2003
4574_10-k_2003-03-20_51216340-c744-4e3e-a156-8731f9427843.pdf
Annual Report
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Ein hartes Jahr 2001 liegt hinter uns
Deshalb kommt unser Geschäftsbericht diesmal recht derb daher. Lassen Sie sich von der rauen Hülle nicht abschrecken: Mit einer Umsatzsteigerung von 49%, einer EBIT-Steigerung um 23% und liquiden Mitteln von 28,7 Mio. EUR steht die antwerpes ag besser da als je zuvor. Auch unser Aktienkurs ist nichts für zarte Gemüter. Mit Kursen von 5 EUR und darunter hat der Kursverlauf deutlich an den Nerven der Aktionäre gezerrt. Die Marktkapitalisierung lag teilweise unter dem Cash-Bestand. Unser gut aufgestelltes Unternehmen gab es sozusagen umsonst dazu.
S.01–05_intro 08.05.2002 12:23 Uhr Seite 1
Börsenirrfahrt hin oder her: 2001 war ein erfolgreiches Jahr. In erster Linie ist das ein Verdienst unserer Mitarbeiter, der Medianauten. Unabhängig davon, ob sie nun den Spaten in der Hand hatten oder im Container gesessen haben. Wir danken ihnen für das harte Jahr. Und wir danken den zahlreichen Kunden, die uns in 2001 das Vertrauen geschenkt haben. Ein Unternehmen, das wächst, ist niemals fertig. Nutzen Sie die Gelegenheit und werfen Sie jetzt einen Blick auf das, was wir liebevoll "Baustelle" nennen. Es lohnt sich. Denn hier wird an den Kommunikationskonzepten der Zukunft gehämmert.
Der Vorstand der antwerpes ag S.01–05_intro 08.05.2002 12:39 Uhr Seite 2
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| in K ürz ant we rpe s e |
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|---|---|---|---|
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01.0 1.20 01 –31 .12. 200 1 |
01.0 1.20 00 –31 .12. 200 0 |
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15.4 05.0 21 |
10.3 34.6 89 |
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10.2 22.4 70 |
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4.61 3.21 8 |
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15.4 67.3 27 |
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1.86 2.87 4 |
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| EBIT | 838 .926 |
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| 4.3. 2 |
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4.3.3
medizinstudent.de GmbH

S.01–05_intro 08.05.2002 12:39 Uhr Seite 4

Highlights
Die wichtigsten Trends und Entwicklungen auf einen Blick.
News
Neue Etats
Aventis Behring GmbH, BERLIN-CHEMIE AG, Janssen-Cilag GmbH, Kaufhof AG, Madaus AG, Midray GmbH, Roland Assistance GmbH, Schering AG u.v. a.
Neue Dienstleistungen
Busse (MediBus, KlinikBus, ApoBus) für Online-Marktforschung, Online-Ärztetypologie, "eHealthCheck" für Pharmafirmen
Neue Softwarelösungen Web-to-Print-Services (W2P), MafoMaker®, Version 2.0
Neue Initiativen
Gründung des Beirates der antwerpes ag, Gründung des Arbeitskreises für Online-Studien (AKOS)
Neue Partner
Pilotprojekt mit TNS EMNID auf der Internet World, Kooperation mit dem belgischen Apothekerverband, Kooperation mit der Schweizer MedNet AG
Neuer Ruhm
www.fuehrerschein.de erhält Auszeichnung der Zeitschrift "auto motor und sport" und ist auf der Shortlist des begehrten EMMA-Awards, Platz 3 für den Auftritt von Galeria Kaufhof im großen eCommerce-Test der com.online
Basics
Solides Wachstum
Umsatz um 49% auf 15,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gesteigert
Positives Ergebnis
EBIT steigt um 23% auf 0,84 Mio. EUR, 22 Cent Gewinn/Aktie
Hohe Liquidität
Liquide Mittel um 8% auf 28,7 Mio. EUR gesteigert
Gesteigerte Performance
31 Wettbewerbspräsentationen, rund 2.000 Seiten Kommunikationskonzepte, 220.000 programmierte Codezeilen
Mehr Nutzer
130.000 User in unserem Portal DocCheck® und mehr als 500medizinische Websites mit DocCheck®-Passwortschutz


1 Das Interview
S.06-11_interview 08.05.2002 11:54 Uhr Seite 6
Fragen an Dr. Frank Antwerpes (CEO), Jan Antwerpes (CFO) und Herman Korte (Business Development, M & A)


Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr?
S.06-11_interview 08.05.2002 11:54 Uhr Seite 8
Frank Antwerpes
Die Konjunktur ist leider etwas stotternd ins Jahr 2002 gestartet. Da heißt es als Dienstleister: den Ball flach halten und genau auf die Kosten gucken. Wir sind aber deshalb nicht weinerlich und verfallen in Investitionsstarre. Auch in schlechten Zeiten kann man gute Geschäfte machen. Das haben wir uns für 2002 vorgenommen.
Jan Antwerpes
Mit dem Geld aus dem Börsengang haben wir unser Wachstum enorm beschleunigt. Unser Unternehmen hat es geschafft, den Umsatz innerhalb von zwei Jahren zu verdreifachen – ohne dabei die Profitabilität aus den Augen zu verlieren. Wir sind von 40 auf 125 Mitarbeiter gewachsen. Für dieses Geschäftsjahr stehen keine exponentiellen Wachstumsraten auf der Agenda, sondern die Anpassung unserer Strukturen und Prozesse an die geschaffene Größenordnung.
Frank Antwerpes
Der gelernte Arzt der Human- und Zahnmedizin grub bereits während des Studiums als freiberuflicher Texter und Konzeptioner nach Kommunikationslösungen für Werbeagenturen, Pharmaindustrie und Investitionsgüterbranche. 1990 gründete er die antwerpes & partner GmbH. Seit Bestehen der antwerpes ag ist er ihr Vorstandsvorsitzender und zuständig für Business Development Healthcare sowie dem Bereich Marketing & Vertrieb.


Jan Antwerpes
Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium an der FU Berlin stieg Jan Antwerpes 1993 bei der antwerpes & partner GmbH ein. Seit Gründung der antwerpes ag ist er Finanzvorstand und setzt Zeichen in Sachen Personal & Organisation, Finanzen & Controlling sowie Public & Investor Relations.
Die Aktionäre interessieren auch die Dividendenaussichten. Wie sieht es da 2002 aus?
Frank Antwerpes
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir den Grundstock für eine Auszahlung gelegt. Fünf Cent pro Aktie wären drin gewesen. Wir haben uns aber entschlossen, die Gewinnentwicklung im Jahr 2002 abzuwarten. Dividenden machen nur Sinn, wenn sie regelmäßig ausgeschüttet werden. Es ist aber unser Ziel, für das Geschäftsjahr 2002 eine Dividende auszuschütten.
Thema Mitarbeiter: Gut ausgebildete und kreative Mitarbeiter sind für Ihr Unternehmen wichtig. Was können Sie uns zu Ihrer Personalpolitik sagen?
Jan Antwerpes
Im 1. Halbjahr lag der Schwerpunkt unserer Personalmaßnahmen vor allem auf der Rekrutierung. Jetzt konzentrieren wir uns stärker auf die Personalentwicklung, um die Qualität zu sichern. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern kann man gute Jobs für seine Kunden machen.

Hermann Korte
Der Geschäftsführer der antwerpes.korte consulting und Vorstand der antwerpes ag hat seit Anfang 2000 die Bauleitung für Mergers & Acquisitions und Business Development im Bereich B2B. Vor seiner Vorstandstätigkeit für die antwerpes ag lagen zehn Jahre Beratertätigkeit bei Roland Berger, seit 1996 als Mitglied der Geschäftsleitung.
S.06-11_interview 08.05.2002 11:54 Uhr Seite 10
antwerpes hat noch 29 Mio. EUR auf dem Konto.Was wollen Sie 2002 damit tun?
Hermann Korte
Wir haben im Jahr 2001 weiter in Wachstum und Unternehmenskäufe investiert. Aber aufgrund unseres positiven Cashflows schmilzt unser Kassenbestand nicht. Letztes Jahr haben wir zwei Transaktionen durchgeführt. Im März diesen Jahres haben wir die Mehrheit an der medicalpicture GmbH erworben. Weitere Zukäufe sind in der Vergangenheit häufig an den Preisvorstellungen der Verkäufer gescheitert. Wir stellen uns Firmen in der Größenordnung von maximal 20 Mitarbeitern und einer Million EUR Umsatz vor.
Sie haben im letzten Jahr Aktien dazugekauft. Wie werden sich die Altaktionäre in diesem Jahr verhalten?
Jan Antwerpes
Seit dem Börsengang hat sich der Vorstand von keiner Aktie getrennt. Man verkauft nichts, woran man glaubt. Die freiwillige Poolvereinbarung zwischen den Altaktionären haben wir bis zum April 2003 verlängert. Dieser Pool umfasst mehr als 70% der Aktien der antwerpes ag.
Ihre Visionen für die antwerpes ag im Jahr 2010:
Frank Antwerpes
Medianauten in allen wichtigen europäischen Hauptstädten. Wöchentliche Avatar-Meetings mit unseren Kunden. Eine lispelnde Droidin als Empfangsdame. Und ein halb automatisches Synthesegerät für Currywürste in unserer Kantine ...
Hermann Korte
Auf die erfolgreiche Integration von mehr als zehn akquirierten Firmen zurückzublicken.
Jan Antwerpes
Da ich ja eher für das Nüchterne verantwortlich bin: Jahresüberschüsse zu erwirtschaften und zum achten Mal Dividende auszuschütten.




2 Das Unternehmen
S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:58 Uhr Seite 12
2.4
- 2.1 Consulting
- 2.2 Research
- 2.3 Communication
- Customer Care
- 2.5 Commerce & Logistic

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S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:58 Uhr Seite 14
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Das Kerngeschäft der antwerpes ag ist Kommunikation. Wir entwickeln für unsere Kunden Ideen und Tools, die dabei helfen, Produkte besser zu verkaufen. Das klingt banal und ist es eigentlich auch. Als das Verkaufen noch relativ einfach war, etwa im Spätmittelalter, machte diesen Job ein Marktschreier.
Das Setting war einfach. Hier war der Apfel, dort der Käufer. Alles andere regelte man über Sprache und Mimik. Heute ist Kommunikation sehr viel komplexer. Sie verlangt eine Analyse des Marktes, eine Befragung der Zielgruppen, die Produktion von Broschüren und Webseiten, Customer Relationship Management und vieles mehr. Das Verkaufen als solches ist dasselbe geblieben. Nur braucht man heute eine Menge Spezialisten, um dasselbe zu erreichen wie der Marktschreier vor 500 Jahren.
2
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Die Medianauten
Unser Markt
Wer Kommunikationsprobleme schnell lösen will, holt sich nicht irgendwelche Spezialisten, sondern Medianauten. So nennen sich die Mitarbeiter der antwerpes ag. Medianauten kennen sich aus mit Kommunikation. Sie sind frech und neugierig und haben Spaß daran, clevere Ideen auszubrüten und neue Kommunikationswege aufzuspüren. Damit der Kunde für sein Produkt bekommt, was flüchtiger als Äther und wertvoller als Platin ist: Die Rede ist von Aufmerksamkeit.
S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:58 Uhr Seite 16
Wie erreichen Medianauten Aufmerksamkeit? Müssen sie dazu so kompliziert denken wie das Umfeld, in dem sie arbeiten? Die Antwort ist nein. Menschen lieben einfache Lösungen. Dinge, die sich leicht bedienen lassen. Ideen, die Spaß machen und leicht zu verstehen sind. Genau die entwickeln und liefern wir.
Da Medianauten die Challenge lieben, haben sie eine Vorliebe für besonders schwere Fälle. Deshalb konzentrieren wir uns auf die B2B-Kommunikation. Dort wo Firmen mit anderen Firmen reden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Healthcare-Sektor. In diesem Markt kennen wir uns gut aus, weil wir schon viele Kunden erfolgreich betreut haben. Wir kennen die speziellen Regeln der Branche. Und die Kunden unserer Kunden.
Aber auch in anderen Märkten schlagen wir uns nicht schlecht. Denn letztlich ist es egal, ob man Mullbinden, Feinstrumpfhosen oder Birnen verkauft: Die Qualität der Idee entscheidet, ob Kommunikation ein Erfolg wird oder nicht.
Die fünf Elemente
Dienstleistung ist gut, mehr Dienstleistung ist besser. Rund um den Kernbereich "Communication" sind weitere Services der antwerpes ag angesiedelt. Ziel ist es, unsere Kunden früh anzusprechen und über eine lange Strecke zu begleiten. Deshalb bieten wir zusätzliche Module an, die eng mit "Communication" verzahnt sind: Consulting, Research, Customer Care und Commerce & Logistic.
Die fünf Elemente zusammen bieten alles, was unsere Kunden brauchen, um ihre Produkte erfolgreich im Markt unterzubringen. Gleichzeitig ist damit gesagt, wie wir unsere Geschäftsfelder auswählen.


Die antwerpes ag bietet ihren Kunden fünf verschiedene Dienstleistungmodule an.

Definition Medianaut:
der, die, m, f: seltene Art auffällig neugieriger, kreativer Menschen, deren Leben um die Kommunikation kreist. Zentrale Aufgabe des Medianauten ist das Aufspüren neuer Kommunikationswege, -konzepte und -formen.
S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:58 Uhr Seite 18
2.1 Consulting
2.1
Unternehmensberatung ist eine Dienstleistung, die in die Hände erfahrener Berater gehört. Hier geht es nicht um schnelle Schüsse aus der Hüfte, sondern um langfristiges Standing im Markt. Die Berater der antwerpes.korte consulting GmbH sehen daher genauso seriös aus wie andere Berater. Mit einem kleinen Unterschied vielleicht. Sie werfen nicht nur mit Charts um sich, sondern kümmern sich intensiv um das Rapid Prototyping und die anschließende Implementierung. Denn PowerPoint allein hat noch kein Unternehmen erfolgreich gemacht.

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Ums etzu ngs konz epte : Intra net basi Inte rnet erte ketin Mar g konz epte eCom mer ce Ansä tze |
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antwerpes.korte consulting deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab von der Konzeption bis zur Implementierung von eBusiness-Lösungen.



S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:59 Uhr Seite 20

2.2 Research
Wahrheiten sind oft tief im Markt verbuddelt. Um sie auszugraben, braucht man zwei Dinge: Menschen und Schaufeln. Beides bietet der Research-Bereich der antwerpes ag.
Fangen wir mit den Schaufeln an: Unsere webbasierte Softwarelösung MafoMaker® (www.mafomaker.de) erstellt interaktive Fragebögen, ohne dass man eine einzige Programmzeile schreiben müsste. Die Ausgabe erfolgt über Browser, Palm oder Handy. Bei so viel Vielfalt braucht es Disziplin: Deshalb laufen alle Ergebnisse brav in einer Datenbank zusammen. MafoMaker® ist das ideale Tool, um Marktforschungserhebungen zu beschleunigen und komplexe Abläufe zu vereinfachen.
Software ist Software. Deshalb hat sie einen Nachteil. Sie denkt nicht. Das tun unsere Researcher. Sie bieten unseren Kunden das notwendige Know-how für Marktforschung und Clinical Research. Weil auf ihrer Fahne steht, alles online zu erledigen, arbeiten sie schnell, effizient und präzise. Im Healthcare-Bereich ist unser Research besonders stark. Denn hier können wir auf unsere in Deutschland einmalige Ärzte- und Apotheker-Datenbank mit mehr als 130.000 Nutzern zugreifen.

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2.3

Communication ist unser größtes und wichtigstes Geschäftsfeld. Hier leisten die Medianauten solide Agenturarbeit mit neuen und klassischen Medien. Sind wir nun eine Werbeagentur oder ein Systemhaus? Wir wissen es auch nicht genau. Fest steht, dass wir Anzeigen genauso gerne und gut machen wie datenbankgestützte Webapplikationen oder Flash-Trailer.
Wir halten Technik aber nicht für einen Dämon, der alle Probleme löst. Für Medianauten steht immer die Idee im Vordergrund, nicht das Medium. Diese Herangehensweise nutzen Kunden wie Aral, Aventis, Bayer, Degussa, Kaufhof, Novartis, Pfizer, Stada und viele andere.

Communication: Das Angebot
- . Projektmanagement und Kundenberatung
- . Konzeption und Planung von Marketingkonzepten und CRM-Programmen
- . Layout und Gestaltung von Printmedien
- . Screendesign und Navigationsarchitektur
- . Full-Service-Produktionsabwicklung
- . Programmierung komplexer Websites und Webapplikationen
- . Implementierung von Content-Management-Systemen
- . Implementierung von Online-Shopsystemen (Oracle, Intershop)
- . eMarketing (Viral Strategies, Banner, Microsites)

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2.4 Customer Care
Kunden zu gewinnen ist eine Sache, sie zu halten, eine andere. Deshalb erfanden innovative Kaufleute in den USA das Customer Relationship Management. Wir sagen lieber Customer Care, weil wir Europäer sind und weil man Kunden nicht managen, sondern pflegen sollte. Der Bereich Customer Care entwickelt Marketingwerkzeuge für spezielle Märkte und Zielgruppen, vorzugsweise auf der Basis von Datenbanken.
Ein wichtiges Standbein dieses Bereichs ist DocCheck® (www. doccheck.com). DocCheck® ist das größte und am schnellsten wachsende B2B-Portal für medizinische Fachkreise in Europa. Seit dem Launch 1996 haben sich über 130.000 Angehörige medizinischer Berufe registriert. Das sind drei Fußballstadien, aber es reicht uns nicht. Weil wir die Kunden unserer Kunden möglichst früh kennen lernen wollen, sind wir darüber hinaus am führenden Studentenportal medizinstudent.de beteiligt.
19 der 20 marktführenden Pharmafirmen in Deutschland nutzen DocCheck® als Zugangssystem für ihre Websites. DocCheck® basiert, im Gegensatz zu anderen Portalen, auf einem reinen Transaktionsmodell ohne kostspieligen Content. Die Inhalte werden durch die angeschlossenen Websites der Healthcare-Industrie geliefert, die vom DocCheck®-System durch deutlich höhere Besucherzahlen profitieren. Umgekehrt gewinnt DocCheck® durch die Healthcare-Websites kontinuierlich neue Nutzer. Im Zentrum des Business-Modells von DocCheck® stehen Online-Research (Marktforschung und klinische Forschung), eDetailing (Außendienstaktivitäten via Internet) und Online-Direktmarketing.
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DocCheck®: Der Zwischenstand
.
- . Mehr als 500 angeschlossene Websites
- .130.000 registrierte Nutzer (Stand: 31. Dezember 2001)
- Mehr als 5.000 Neuanmeldungen monatlich
- . Führende Plattform für Online-Research im dt. Healthcare Markt
- .15% ausländische DocCheck®-Nutzer
- . in 7 europäischen Sprachen verfügbar
S.12-27_unternehmen 08.05.2002 11:59 Uhr Seite 26
2.5

Kann denn Liefern Sünde sein? Für die Medianauten nicht. Wenn man viel über das Verkaufen im Internet erzählt, ist es gut, eigene Erfahrungen gesammelt zu haben. Aber unser Engagement im eCommerce ist nicht nur dazu da, die Lernkurve steiler zu machen.
Unter dem Label "DocCheck®/Shop" betreibt unsere Tochterfirma Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH einen der größten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland. Pharmafirmen bieten wir die Möglichkeit, geschlossene Bestellzirkel für den Außendienst einzurichten oder fertige Shops mit individuellem Warenangebot in ihre Internetauftritte zu integrieren. Mailorder funktioniert aber nicht nur mit Spritzen. Daher nutzen wir die vorhandene Infrastruktur auch für Kunden außerhalb des Healthcare-Marktes, z.B. für den Werbeartikelversand oder Sonderverkaufsaktionen.

Commerce & Logistic: Die Dienstleistungen
- . mehr als 15.000 online bestellbare Artikel (DocCheck®/Shop)
- . Shop-in-Site-Systeme für die Pharmaindustrie
- . Geschlossene Außendienst-Shops (RepShops)
- . Werbeartikellagerung und -versand



3 Die Mitarbeiter
S.28-31_mitarbeiter 08.05.2002 12:10 Uhr Seite 28
Informationen, Zahlen und Einblicke in die Arbeitswelt einer besonderen Spezies: Der Medianauten.

S.28-31_mitarbeiter 08.05.2002 12:10 Uhr Seite 30
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Haltung
Medianauten sind typische Bürobewohner. Da sich die Freilufthaltung bei Bildschirmarbeitern negativ auswirkt, stehen in Köln und Berlin rund 3.000 qm Fläche als helles, warmes und trokenes Gehege zur Verfügung – pro Mitarbeiter durchschnittlich 24 qm. Damit liegen wir zwar unter dem Flächenangebot des neuen Bundeskanzleramtes, aber deutlich über den Platzverhältnissen in indischen Überlandzügen.
Mitte 2001 haben wir unsere Büroräume in Berlin vom Prenzlauer Berg nach Berlin-Mitte in die Nähe des Alexanderplatzes verlegt. Gastronomisch gesehen war der Tausch Fallafel gegen Broiler-Grill eine Verschlechterung. Die neuen Räume in der ehemaligen DDR-Staatsdruckerei haben dies aber wettgemacht.
Training
Hamster können sich erlauben, auf der Stelle zu treten, Medianauten nicht. Das sich rasch ändernde technische Umfeld erfordert ständige Fortbildung und den Erwerb neuer Kompetenzen. Deshalb steht das Training aller Mitarbeiter bei uns hoch im Kurs. Neben der Schulung von "Hard Skills", meistens Programmen, die wir für unsere tägliche Arbeit benötigen, werden auch die "Soft Skills" in Form von Kommunikationsseminaren, Rhetorikkursen und Führungskräftetrainings geschult. Denn Medianauten müssen auch das wichtigste GUI – die menschliche Mimik – ohne Probleme lesen können.
Nahrungsaufnahme
In engem Zusammenhang mit der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit der Medianauten steht das Frühstücksbüfett. Pro Jahr und Medianaut steht dafür ein Betrag von 336 EUR zur Verfügung. Bei der statistischen Analyse der Kantinendaten konnte übrigens ein klarer Zusammenhang zwischen steigendem Nutellaverbrauch und Umsatzwachstum der antwerpes ag nachgewiesen werden. Der Versuch, diese Erkenntnis unternehmensstrategisch zu nutzen, wird vom Vorstand jedoch kritisch beurteilt.

Vermehrung
Das Geschäftsjahr 2001 brachte bei der antwerpes ag ein Mitarbeiterwachstum von 30% mit sich – immer schön im Gleichschritt mit steigenden Umsätzen. Aufgrund der konjunkturellen Abkühlung gegen Ende des Jahres ließen die Einstellungsaktivitäten im 4. Quartal allerdings etwas nach. Zum 31. Dezember 2001 waren 125 Medianauten bei antwerpes beschäftigt. Damit beträgt der Pro-Kopf-Umsatz im Durchschnitt 114 Tsd. EUR und liegt damit deutlich über dem Branchenschnitt.
antwerpes erhält pro Monat etwa 850 Bewerbungen und führt rund 85 Vorstellungsgespräche. Für die Mitarbeiter unserer Human Resource Abteilung bedeutet das eine Menge Arbeit. Um die Abläufe zu beschleunigen, haben wir Ende 2001 ein Tool entwickelt, das den gesamten Workflow für Bewerbungen komplett im Intranet abbildet. Trotzdem müssen alle Bewerbungen nach wie vor sehr sorgsam einzeln gesichtet werden. Denn echte Medianauten lassen sich nicht durch Formblätter und automatisierte Einstellungstests finden.


4 Der Output
S.32-47_output 08.05.2002 11:56 Uhr Seite 32
4.1 antwerpes & partner ag 4.2 DocCheck Medical Services GmbH 4.3 Beteiligungen

4.1 antwerpes & partner ag
4.1
Die Agentur steht für das Kerngeschäft "Communication" und ist mit 66 Prozent der Hauptumsatzträger der antwerpes Gruppe. In absoluten Zahlen bedeutet das in 2001 einen Umsatz von 10,2 Mio. EUR bei einer Wachstumsrate von 19 Prozent. Dabei lieferten sich die beiden Bereiche Digital Communication mit 5,6 Mio. EUR und Classical Communication mit 4,6 Mio. EUR ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
www.galeria-kaufhof.de
Eifriges Pixelmischen
Mit dem Gewinn des Web-Etats der Kaufhof AG Ende des 2. Quartals sicherte sich antwerpes & partner den Auftrag für ein interessantes eCommerce-Projekt. Aufgabe der Medianauten war die Entwicklung eines runderneuerten Frontends, um den Galeria-Brand ins Web zu übertragen. Der komplette Relaunch des Internetauftritts der Warenhausgruppe ist im Herbst letzten Jahres online gegangen und unter www.galeriakaufhof.de zu besichtigen.
Auch im Versicherungssektor legten die Medianauten Hand an: Für die Roland Assistance GmbH wurde die Corporate Website www.roland-assistance.de neu konzipiert und Ende Mai online gestellt.

www.galeria-kaufhof.de


www.aral-lubricants .de
Einen extrem vielseitigen Baugrund hatten unsere "Blaumänner" zu beackern. Und das nicht ohne Erfolge: Ein neuer Corporate Look des langjährigen Kunden Aral AG ist seit Anfang August im Web präsent. Monatelang schwitzte ein neunköpfiges Medianauten-Team an der Vollendung des neuen Auftritts der deutschen Aral-Site. Im Fokus stand die Personalisierung: Per "Quick Finder" gibt sich der User ein bestimmtes Profil, nach dem sich dann das Angebot ausrichtet. Unzählige Microsites von www.aral-kart.de bis www.fuehrerschein.de sowie diverse B2B-Sites wie www.trucker-des-monats.de sind dabei "mit links" entstanden. Außerdem wurde ein weiterer praktischer Service entwickelt: WAP-Handy-Nutzer können sich die aktuellen Benzinpreise ihrer lokalen Tankstelle anzeigen lassen. Nachdem das Team Anfang des Jahres auch für verschiedene österreichische Aral-Websites ein paar Finger krumm gemachthatte, sammelte es bei der Realisierung eines Bonuspunkte-Systems für die Aral Lubricants GmbH & Co. KG ein paar wichtige B2B-Punkte, um schließlich noch – last, but not least – einen sauberen Relaunch des Aral-Produkte-Stores hinzulegen.
www.führerschein.de

4.1

Für den Neukunden Midray GmbH (www.midray.com) wurde 2001 tüchtig am Launch der Internetseiten geschraubt. Für den Messeauftritt auf der Systems wurde außerdem eine Microsite mit Flashanimation produziert.
Nach so viel Tastaturakrobatik gönnte die Bauleitung den Medianauten dann noch ein süffiges Projekt in Sachen "Beverage": den Relaunch der Website www.licher.de für die Licher Privatbrauerei GmbH & Co. KG.
Gesundheitsfördernder Bit-Bau
Im Bereich Pharma online hat antwerpes & partner das Betätigungsfeld auf vielen Ebenen erweitert. Als Neukunde konnte die Schering AG, Berlin, gewonnen werden. Beim langjährigen Kunden Woelm Pharma GmbH wurde das Geschäft ausgebaut und ein kostenfreier Homepageservice für Apotheker unter www.apo-go.de realisiert.
Neue Web-Fassaden gab auch die Novartis Deutschland GmbH in Auftrag, die seit August unter www.novartis.de und auf der Site www.novartisoncology.de (Novartis Pharma GmbH) zu besichtigen sind. Erneut von Novartis als Online-Leadagentur auserkoren, verzichteten die Medianauten gern auf manche Brotzeit und entwickelten rund ein Dutzend Produkt-Microsites.
Natürlich wurde auch für den Kunden Wyeth Pharma GmbH kräftig gewerkelt. Unter anderem wurden die Sites www.dieschlanke.de und www.rheumabeschwerden.de gelauncht.
Im Sommer war dann Spezialgerät gefragt, um die Websubstanz der Special Interest-Site der Bayer Vital GmbH, www.Diabetes Haus.de, zu überarbeiten.
Für die Pfizer GmbH brachten die Medianauten während der hitzeträchtigen Sommermonate die Website www.cholesterin.de auf den neuesten Stand; für Procter & Gamble Pharmaceuticals-Germany GmbH und Aventis Pharma Deutschland GmbH standen Design und Programmierung von www.osteoporose.com auf dem Bauplan. In Sachen eDetailing hat antwerpes für Aventis Pharma außerdem ein Pilotprojekt aufgesetzt, Ziel: "Proof of Concept". Dabei war der DocCheck®-Ärztepool ein tragendes Element.

Zuprosten konnten sich am Jahresende auch die Nachwuchstalente der Medianauten (Tarnname: Azubis). Durch ihren kreativen Werkzeugeinsatz erhielt die Funsite der Medianauten www.weihnachtsmann.com neuen Schliff und wurde später sogar vergoldet – mit dem intermedia-globe beim worldmediafestival 2002.



4.1
Stabile klassische Bausubstanz
Vier Neukunden erschienen im Bereich Classical Communication auf dem Plan. Im Frühjahr zimmerten die Medianauten für fünf Immunglobuline von Aventis Behring GmbH ein stabiles Dach. Diese Präparate werden zur Abwehrsteigerung bei Infektionskrankheiten eingesetzt – unter anderem bei Tollwut. Die Kommunikationsidee war schnell gefunden: Football. Denn auch hier spielt die Abwehr eine tragende Rolle.


Für den 3. Virtuellen Phytokongress der MADAUS AG mussten die Kreativen dann kräftig anbaggern. Allerdings nicht das Erdreich, sondern Kunden. Neben dem Fundament – der Logoentwicklung – wurden Anzeige und Einladungskarte konzipiert. Die Referenten freuten sich über sauber gestaltete Folien.
Noch auf dem Reißbrett ist eine Neueinführung von BERLIN-CHEMIE AG, für die die Medianauten fleißig die Stifte spitzen. Das Richtfest mit allem was dazu gehört – Anzeigen, Salesfoldern, Abgabeartikeln und Außendienst-Motivation – findet in 2002 statt.
Bei der Ausschreibung für das Lead-Produkt der Janssen-Cilag GmbH (Durogesic®, ein Opioid-Pflaser gegen Schmerzen) krempelte das Team die Ärmel gleich mehrfach hoch. Ein halbes Jahr lang hämmerte antwerpes & partner an der neuen Kampagne, die über Schmerzchronifizierung informiert. Anhand ungewöhnlicher Besprechungsmaterialien wurde der komplizierte Prozess des Schmerzgedächtnisses einfach und anschaulich erklärt. Weil Medianauten ungern halbe Sachen machen, freuten sie sich dann doppelt über den Gewinn des Gesamtetats. Jetzt wird vom Klinik-Salesfolder bis hin zum einfachen Schmerzfragebogen für Patienten alles mit orange angehauchten Ideen verputzt.



Für den langjährigen Kunden Pfizer GmbH legten die Kundenberater der Agentur die Wasserwaage an. Genauigkeit war gefragt, denn es hieß zur Einführung einer neuen Dosisstärke von Sortis® (Cholesterinsenker) die richtige Positionierung zu finden. Zielgenau auf den Arzt ausgerichtet entstand für die einzelnen Außendienstlinien ein individuell konzipiertes Besprechungskonzept.
Aufgestockt wurde auch bei der Boehringer Ingelheim Pharma KG. Für die Neueinführung frubiase SPORT plus arbeitete antwerpes & partner im Minutentakt: Apothekendekoration, Endverbraucher-Anzeigen und Verkaufsunterlagen. Müdigkeitsattacken in der Reinzeichnung konnten durch nächtliche Produktverkostung erfolgreich bekämpft werden.
Auch bei bestehenden Kunden stand der Besen nicht still. Für die Bayer Vital GmbH entstaubte die Agentur-Putzkolonne das Antidiabetikum Glucobay®. Mit elegantem Hüftschwung wurde die alte Kampagne weggefegt. So kann sich die Wirkung auf den erhöhten Blutzucker jetzt frech und sexy präsentieren.
Im Atelier für Aufregung, im Schlafzimmer für Ruhe sorgte Zolpidem STADA® von der STADA Arzneimittel AG. Die umfangreiche Neueinführung wurde von den Medianauten mit sämtlichen Extras ausgestattet – bis hin zum "Schlafscreening" für menschliche Murmeltiere.





Vereinigte Mobile in Berlin
Im Bann der silbernen Sichel pilgerte ein Dutzend Medianauten Mitte Mai zur Internet World nach Berlin. Das Motto "Vereinigte Mobile Emirate" kam nicht von ungefähr, schließlich startete die Agentur gemeinsam mit TNS EMNID zur Messe ein Pilotprojekt für mobile Marktforschung. Den Messebesuchern wurden drei bis fünf Fragen zum Thema Internet gestellt, die Ergebnisse waren direkt am Stand zu sehen.

Während sich die angereisten Kölner mit einem "Salaam Mobileikum" wieder aus Berlin verabschiedeten, hielten die Berliner Medianauten tapfer die Stellung. Neben den Vor- und Nachbereitungen der Messe waren sie mit neuen Projekten für die Berliner Energieriesen Bewag AG und GASAG beschäftigt: Nach dem Relaunch der Website erhielt Bewag ein konzernweites Intranet. Ein Händchen fürs Praktische haben die Medianauten auch bewiesen: Auf der neu gestalteten Homepage von GASAG können Kunden ihre Verträge nun online abschließen.

42 _ 43
Die Corporate Site der Degussa AG stand das ganze Jahr über im Fokus: Im Backend wurde kräftigst gehämmert und die gesamte Website auf ein Content Management System umgestellt. Darüber hinaus entwickelten die Berliner die Microsite "Degussa Meets Science" und arbeiteten bei weiteren Projekten mit, beispielsweise für "Energy Management".

www.mobile-emirate.de

4.2 DocCheck Medical Services GmbH
4.2
Als starker Umsatztreiber erwiesen sich alle Aktivitäten rund um das Healthcare-Portal DocCheck®. Der Umsatz mit Research, Customer Care und Commerce & Logistic legte um 200 Prozent auf 4,85 Mio. EUR zu.
Mitte Juli gewann das in Europa größte und am schnellsten wachsende Internetportal für medizinische Fachkreise den 100.000sten User. Ende des Jahres waren es dann schon 130.000 Nutzer. Vor allem im Bereich Online-Studien, Online-Marktforschung und bei der Einbindung von DocCheck®-User-Services auf Pharmasites erwirtschaftete DocCheck® erfreuliche Umsätze. Trotzdem keine Spur von Höhenangst – DocCheck® leistete sogar einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen. Mit www.nebenwirkung.de schufen sie einen Webservice, der Ärzten und Apothekern die einfache Online-Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen ermöglicht.
Die DocCheck®er waren auch in eigener Sache aktiv. Mit der für Eigenprojekte typischen langen Tragzeit wurde die neue Homepage des Research-Bereichs gelauncht. Außerdem schritt der internationale Ausbau des DocCheck®-Netzwerks mit schnellen Schritten voran. In diesem Sinne hat DocCheck® sein Wirkungsfeld erweitert und in der Schweizer Bergwelt auf den Stein geklopft. So wird auch Medizinern und Apothekern vom Aletschgletscher bis nach Zürich unter www.doccheck.ch der kostenlose Passwortzugang DocCheck®Go! ermöglicht. In Belgien schloss DocCheck® einen Franchise-Vertrag mit dem belgischen Apothekerverband ab und eröffnete sich damit ein zusätzliches Nutzerpotential von 50.000 belgischen Ärzten und Apothekern.
www.doccheck.de

Produktrenovierung per eDetailing
Für die Aventis Pharma Deutschland GmbH baute DocCheck® die eDetailing-Services rund um den interaktiven Newsletter "zinapse" für Neurologen und Psychiater weiter aus. eDetailing, die Abbildung und Unterstützung von Außendiensttätigkeiten via Internet, eignet sich besonders für die Kellerkinder pharmazeutischer Unternehmen, die so genannten Second-Line-Produkte. Auf www.zinapse.de wurde in mehreren Bauphasen ein vorbildliches eDetailing-Konzept errichtet. Attraktive Services aktivieren hier den Arzt – z.B. ein persönlicher, multifunktionaler Terminplaner oder individualisierbare Patientenblätter zum direkten Download.
Shuttle-Service für Eilige
In Anlehnung an die klassische Marktforschung baut DocCheck® seit Mitte Mai erstmals auf Online-Bus-Umfragen mit Ärzten und Apothekern. Bei den Mehrthemenumfragen über MediBus, ApoBus oder KlinikBus werden Fragebögen auf Basis von Fragenkatalogen mehrerer Auftraggeber erstellt und durch die deutsche Netzwelt geschickt. Das große Plus für die Auftraggeber sind die Qualität der Daten und die Schnelligkeit der Antworten. Eine saubere Konstruktion, wie das Feedback beweist: Schering, Aventis, Merckle, Bayer Vital und weitere Pharmafirmen sattelten um und nutzen fortan auch die Vorteile der digitalen Marktforschung.
Forschung am Fundament
Während andere Dienstleister darauf warten, dass die Kunden den Klingelknopf drücken, preschte DocCheck® vor. Auf Basis der Befragung von über 1.200 Ärzten wurde die erste repräsentative Ärzte-Typologie in Deutschland entwickelt. Die Studie liefert erstmals einen fundierten Überblick über Verschreibungsund Behandlungsverhalten, den Einsatz von Praxis-Marketing, die technische und wissenschaftliche Ausrichtung sowie die Internetnutzung.
Studien im Cyberspace
2001 hat DocCheck® auch wieder diverse klinische Studien online auf den Weg gebracht. So wurde beispielsweise die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Novartis mit einem neuen Projekt im Bereich Neurologie/Psychiatrie weiter fortgesetzt. Für Novo Nordisk Pharma GmbH wickelte das Team ein Pilotprojekt für eine große Online-AWB im Fachgebiet Gynäkologie ab. Außerdem konnte eine attraktive AWB-Lösung für die Schering AG realisiert werden. Ferner stand die Weiterentwicklung von mobilen Studien auf PDA oder Handy auf der To-do-Liste ganz oben.

4.3 Beteiligungen
Nicht nur in den medianautischen Heimstätten wird genagelt und gehämmert, sondern auch auswärts bei den Beteiligungen. 2001 war für alle Partnerfirmen der antwerpes ag ein sehr erfolgreiches Jahr.

4.3.1 antwerpes.korte consulting GmbH
Die Berater der antwerpes.korte consulting GmbH entwickelten im letzten Jahr den "eHealthCheck". Dieses Spezialwerkzeug ermöglicht Pharmafirmen die Überprüfung und Validierung ihrer Internetstrategien. Des Weiteren arbeitete die Consulting an Konzepten zur Nutzung des Internets im Rahmen von Disease-Management-Programmen.
Auch außerhalb der Pharmabranche konnten unsere chronischen Anzugträger Akzente setzen und führten ihre Beratungstätigkeit für DaimlerChrysler weiter fort. Dabei unterstützt das Team um Hermann Korte den Nutzfahrzeugbereich des Konzerns bei der Umsetzung der zuvor entwickelten Telematikstrategie.
4.3.2 Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH
Die schlauen Schwaben aus Weil legten 2001 vor allem beim eCommerce kräftig zu. Höchste Priorität genoss der Relaunch des Online-Shops (www.doccheckshop.de) und dessen nahtlose Integration in das DocCheck®-System. Neben dem neuen DocCheck®-Shop betreut Geisselmann die MERCK dura GmbH, für die die Stuttgarter eine Extranet-Einkaufslösung für den pharmazeutischen Außendienst sowie einen Ärzteshop betreiben. Im Juni startete außerdem eine Kooperation mit dem Pharmaindex Gelbe Liste (www.gelbe-liste.de).
Die Zahlen des DocCheck®-Shops können sich sehen lassen: 120% mehr Aufträge, 96% mehr Kunden und ein um 188% höherer Umsatz. Alle Synergien innerhalb von antwerpes werden dabei genutzt. So betreut Geisselmann seit April für medizinstudent.de den Online-Shop von der Logistik bis zum Inkasso.
4.3.3 medizinstudent.de GmbH
Dass an deutschen Unis nicht geschlafen wird, beweisen vier Essener Studenten, die das größte deutsche Portal für junge Mediziner (www.medizinstudent.de) betreiben. Seit der 30 Prozent-Beteiligung der antwerpes ag Anfang März 2001 bauten die Medizinstudenten ihre umfassenden Services für die Zielgruppe weiter aus. Die gesamte Palette wurde unter einem einheitlichen Dach zusammengefasst: der "Console", die natürlich mit dem DocCheck®-Passwort nutzbar ist.
In Kooperation mit dem Urban & Fischer Verlag, München, entwickelte medizinstudent.de außerdem einen personalisierbaren Online-Examensplaner. Auch den Vertrieb haben die Jungmediziner fest im Griff: Bestellungen werden in Zusammenarbeit mit dem Online-Bookshop der Lehmanns Fachbuchhandlung GmbH abgewickelt.


5 Die Aktie
S.48-53_aktie 08.05.2002 12:06 Uhr Seite 48
Die wichtigsten Fakten für Aktionäre und Anleger. Mit Anmerkungen zu Emission und Entwicklung.


50 _ 51
Schnäppchen für Hingucker
Die antwerpes Aktie fand Anfang Juli mit einem Wert von 3,89 EUR ihr Allzeittief. Das freut weder die Aktionäre noch den Vorstand, der mehr als 60% der Aktien hält. Die Kursentwicklung spiegelt nicht das Potential der antwerpes ag wider. antwerpes erzielte durch den Börsengang einen Netto-Emissionserlös von knapp 28 Mio. EUR. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wurde kein Geld verbrannt. Striktes Ausgabenmanage-
S.48-53_aktie 08.05.2002 12:06 Uhr Seite 50
ment und risikoadäquates Vorgehen ließen den Kassenbestand in 2001 auf rund 28,7 Mio. EUR anwachsen. Das sind 4,86 EUR pro Aktie. Unser dynamisch wachsendes und strategisch gut ausgerichtetes Unternehmen gibt es bei diesem Kurs fast umsonst dazu. Wenn wir unsere Aktien nicht am Neuen Markt, sondern bei Aldi anbieten würden, wären wir jetzt ausverkauft.
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|---|---|---|
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Aktieninvestitionen sind langfristige Anlagen. Was kann dabeiberuhigender sein als ein Vorstand, der Vertrauen in das eigene Unternehmen hat und Aktien kauft? Vielleicht noch dieTatsache, dass Altaktionäre die Poolvereinbarung um ein weiteres Jahr verlängern. Wenn dann auch noch die Dividenden inAussicht gestellt werden, bleibt für Aktionäre eigentlich keinWunsch offen.
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illige lvere inba bis Freiw Poo 17.0 4.20 03 rung |



6 Der Jahresabschluss
S.54–87_Jahresab 08.05.2002 12:03 Uhr Seite 54
- 6.1 Lagebericht
- 6.2 Bilanz
- 6.3 GuV
- 6.4 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2001
- 6.5 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
- 6.6 Bericht des Aufsichtsrates

6.1.1 Entwicklung und Lage des Konzerns
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Insgesamt hat sich antwerpes mit einem Umsatzwachstum von fast 50 Prozent im Geschäftsjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr gut behauptet, denn der Markt für Internetagenturen erlebte im Jahr 2001 eine deutliche Konsolidierung. Der Nachfragerückgang nach der Konzeption und Realisierung von digitalen Medien traf bei einigen Wettbewerbern auf massiv aufgebaute Kapazitäten und potenzierte damit deren Kostenprobleme. Der daraus resultierende Restrukturierungsbedarf äußerte sich u. a. in der Freisetzung von Mitarbeitern, der Schließung von Niederlassungen und der Trennung von Randaktivitäten. Einige Wettbewerber, darunter auch zwei börsennotierte Agenturen, mussten in der Folge Insolvenz anmelden. Andere Agenturen lehnten sich stärker an die Muttergesellschaft an (Pixelpark) oder beteiligten strategische Partner (GFT).
Von großen internationalen Werbeagenturen wurde der Konsolidierungsprozess als Gelegenheit erkannt, die Versäumnisse, die durch den verspäteten Markteintritt entstanden waren, wieder aufzuholen. Teilweise wurden Internetagenturen akquiriert (Concept!), teilweise bediente man sich aus deren Insolvenzmasse (Kabel, Popnet).
Dieser Konsolidierungsprozess wird sich im Jahr 2002 weiter fortsetzen. Aufgrund der schwachen Konjunktur in Deutschland wird es zu keiner deutlichen Nachfragesteigerung kommen und es wird weiterer Wettbewerbs- und Preisdruck durch IT-Systemund Softwarehäuser entstehen, die ihren Marktanteil bei der Konzeption und Produktion von digitalen Medien zu Lasten der Agenturen vergrößern wollen.
antwerpes geht davon aus, gestärkt aus dem Konsolidierungsprozess hervorzugehen. Insgesamt konnte im Jahr 2001 die Wettbewerbsstellung verbessert werden. Durch überdurchschnittliches Wachstum im Verhältnis zur Branche wurde der Abstand zu vormals größeren und marktführenden Agenturen verkleinert. In Kombination mit einer kontinuierlichen Unternehmensentwicklung empfiehlt sich antwerpes damit weiter als Partner für große Unternehmen. Zudem erweist sich die vertikale Ausrichtung im Healthcare-Markt mit den Geschäftsfeldern Tools & Commerce, Communication und Consulting als weniger empfindlich gegenüber konjunkturellen Schwankungen.
6.1 Lagebericht
6.1
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht der antwerpes ag, Köln, für das Geschäftsjahr 2001.
Der Jahresabschluss
S.54–87_Jahresab 08.05.2002 12:03 Uhr Seite 56
Lagebericht
Der antwerpes Konzern ("antwerpes",oder "Konzern") besteht aus der antwerpes Aktiengesellschaft ("antwerpes ag") und ihren Tochtergesellschaften antwerpes & partner Aktiengesellschaft ("antwerpes & partner"), DocCheck® Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck®"), DocCheck® Medical Services Limited ("DocCheck® Ltd."), antwerpes romania Societate comerciala cu raspundere limitata ("antwerpes romania"), der Albert Geisselmann Medizinbedarf Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("Geisselmann") und der antwerpes.korte consulting GmbH ("antwerpes.korte").
Die antwerpes ag nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die Erläuterungen im Anhang erfolgen daher gemeinsam mit denen des Konzerns. Sofern nicht ausdrücklich auf die ag hingewiesen wird, beziehen sich alle Ausführungen auf den Konzern. Der Abschluss für den Konzern ist nach §292 a HGB mit befreiender Wirkung nach den International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standards Committee (IASC), London, erstellt worden. Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) des IASC, London, wurden beachtet.
Das Geschäftsjahr von ag und Konzern erstreckte sich vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2001.

Dienstleistungen und Produkte
6.1
antwerpes hat die grundsätzliche Ausrichtung seiner Marktstrategie im Jahr 2001 nicht verändert. Weiterhin liegt der strategische Fokus auf großen Kunden aus den Bereichen Healthcare und B2B. Für diese Kunden hat antwerpes das Produkt- und Dienstleistungsportfolio weiter ausgebaut. Im Healthcare-Markt ist es antwerpes dabei gelungen, die einzelnen Geschäftsbereiche weiter zu verknüpfen und damit seinen Kunden ein umfassendes Dienstleistungsportfolio anzubieten:
Classic Media liefert Kommunikationskonzepte auf hohem fachlichem und kreativem Niveau für die Healthcare-Industrie im Bereich Print, Direktmarketing und Event.
New Media entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und Extranetanwendungen.
DocCheck® betreibt den Zugangsservice für über 500 Websites und verfügt über 130.000 User aus dem Healthcare-Bereich. Auf Basis des Zugangsservice werden bei DocCheck® Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die Transaktionen zwischen den Usern und der Healthcare-Industrie generieren, z. B. eDetailing, Direktmarketing, Clinical Research und Marktforschung. Diese Produkte werden von DocCheck® zum Teil selbst vertrieben bzw. im Rahmen der Konzeption und Realisierung von Inter-, Intraund Extranetanwendungen für Kunden aus der Healthcare-Industrie eingesetzt. Durch Kooperation mit einer Verlagstochter in der Schweiz und medizinischen Fachverbänden in Belgien konnte DocCheck® im Jahr 2001 auch die Internationalisierung seiner Services vorantreiben.
Geisselmann ist der eCommerce- und Logistik-Dienstleister innerhalb der antwerpes-Gruppe. Geisselmann betreibt eine eCommerce-Plattform für Medizinbedarf und kleinere Medizintechnik mit der Zielgruppe Arztpraxen und übernimmt logistische Aufgaben innerhalb des Projektgeschäftes der antwerpes-Gruppe wie Beschaffung und Versendung von Werbeartikeln oder Prämien.
Die Produktentwicklung ist eine Unit innerhalb der antwerpes & partner ag. Diese Unit hat im Geschäftsjahr 2001 mit MafoMaker® ein webbasiertes Tool für die Online- und Offline-Marktforschung entwickelt. Der Vertrieb erfolgt über die Produktentwicklung selbst wie auch über die anderen Geschäftsbereiche von antwerpes.
medizinstudent.de betreibt das größte deutsche Portal für Medizinstudenten und dient als Brückenkopf zu zukünftigen DocCheck®-Usern und damit zu den angehenden Kunden der Healthcare-Industrie.
antwerpes.korte entwickelt strategische Konzepte für den Einsatz neuer Medien. Für den antwerpes-Konzern führt antwerpes.korte alle M & A-Transaktionen durch und screent den Markt nach Unternehmen, die das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von antwerpes sinnvoll ergänzen können. Dieses Dienstleistungsportfolio versetzt antwerpes in die Lage, für seine Kunden aus dem Healthcare-Bereich Strategien zu entwickeln, diese in klassische und digitale Marketingkonzepte umzusetzen, über DocCheck® den entsprechenden Zielgruppenkanal darzustellen und mit Geisselmann die anfallenden logistischen Aufgaben zu übernehmen.
Außerhalb des Healthcare-Marktes bedient antwerpes sehr erfolgreich auch Kunden aus dem B2B- und B2C-Bereich. Neben der hohen technischen und kreativen Kompetenz kann antwerpes bei diesen Kunden auch das aggregierte Know-how, das durch Aufbau, Betrieb und Vermarktung einer eigenen B2B-Plattform entstanden ist, erfolgreich einsetzen.
Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Geschäfts- und Umsatzentwicklung von antwerpes im Geschäftsjahr 2001 lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Im 1. Halbjahr konnte antwerpes seinen Wachstumskurs mit fast unverminderter Geschwindigkeit fortsetzen. Der Umsatz konnte im 1. Halbjahr auf 7,7 Mio. EUR gesteigert werden und lag damit doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Erst als es im 2. Halbjahr zu einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur kam, veränderte sich die Nachfragesituation auch für antwerpes. Die Umsätze im 2. Halbjahr konnten gegenüber dem 1. Halbjahr nicht mehr gesteigert werden. Vor allem im Bereich New Media wurde in der 2. Jahreshälfte deutlich spürbar, dass die Großunternehmen aufgrund von sinkenden Gewinnen und verhaltenem Wachstum ihre Budgets reduziert und geplante Projekte verschoben oder gestrichen haben. Trotzdem konnte dieser Bereich aber im gesamten Geschäftsjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 19,5 Prozent auf 5,6 Mio. EUR erzielen.
Der Bereich Classic Media konnte um 17,5 Prozent auf 4,6 Mio. EUR wachsen und liegt damit deutlich über dem Marktwachstum für klassische Medien.
Mit einem Umsatzsprung von 1,6 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR (200 Prozent) sorgte der Bereich Tools & Commerce wieder für das dynamischste Wachstum innerhalb des antwerpes-Konzerns.
Die Auftragsentwicklung konnte bei antwerpes über das Geschäftsjahr weitgehend stabil gehalten werden. Der Großteil der Aufträge von antwerpes resultiert aus langfristigen Kundenbeziehungen und der Weiterentwicklung von bestehenden Projekten. Darüber hinaus konnte antwerpes auch im Jahr 2001 regelmäßig neue Kunden über Kundenempfehlungen und im Rahmen von Wettbewerbspräsentationen gewinnen.
Betriebsergebnis und Cash-flow
Mit einem Betriebsergebnis von 0,8 Mio. EUR, einer EBIT-Marge von 5 Prozent und einer EBITDA-Marge von 12 Prozent gehört antwerpes zu den profitabelsten Unternehmen seiner Branche. Die Bereiche New Media und Classic Media liegen in ihrer Profitabilität (gemessen am Deckungsbeitrag I) in etwa gleichauf. Der Bereich Tools & Commerce weist aufgrund seines schnellen Wachstums und der Entwicklung von zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern noch einen negativen Ergebnisbeitrag aus, liefert aber deutliche Vertriebsimpulse für die anderen Geschäftsbereiche.
antwerpes hat nach dem Börsengang im April 2000 massiv in Infrastruktur und neue Geschäftsfelder investiert. Diese Investitionen bedingten bis zum Ende des 1. Quartals 2001 einen negativen Cash-flow. Ab dem 2. Quartal wurde dann wieder Liquidität aufgebaut, davon fast 3 Mio. EUR im 2. Halbjahr. Am Ende des Jahres 2001 verfügt antwerpes mit 28,7 Mio. EUR über höhere liquide Mittel, als seinerzeit durch den Börsengang zugeflossen sind. Die liquiden Mittel hat antwerpes ausschließlich in risikolose Festgelder angelegt.

Neue Unternehmensbeteiligungen
6.1
Im Jahr 2001 hat es zwei Veränderungen im Beteiligungsportfolio von antwerpes gegeben:
1. Erhöhung der Beteiligung an der antwerpes.korte consulting GmbH, Köln
Die antwerpes ag erhöhte am 12. Februar 2001 mit Wirkung zum 1. Januar 2001 ihre Beteiligung von bisher 30 auf 51 Prozent. Von den verbleibenden 49 Prozent hält Hermann Korte, Geschäftsführer der antwerpes.korte.consulting und Vorstandsmitglied der antwerpes ag, 46 Prozent, Herr Oliver Haydt 3 Prozent.
2. Erwerb von 30 Prozent der Anteile an der medizinstudent.de GmbH, Essen
Am 7. März 2001 hat antwerpes die Beteiligung von 30 Prozent an der medizinstudent.de GmbH bekannt gegeben. www.medizinstudent.de bietet ein umfassendes Informationsangebot und ist mit 400.000 Page Views pro Monat das führende Portal für junge Mediziner. Die Beteiligungssumme in Höhe von 150 Tsd. EUR wurde bar bezahlt. antwerpes hat die Option, die Beteiligung in zwei Jahren in eine Mehrheitsbeteiligung umzuwandeln.
Personal
Parallel zum Umsatzwachstum verlief auch das Personalwachstum bei antwerpes. Während im 1. Halbjahr der Schwerpunkt auf der Rekrutierung neuer Mitarbeiter lag, um bestehende Aufträge abzuarbeiten, wurde im 2. Halbjahr stärker die Personalentwicklung fokussiert, um die Dienstleistungsqualität im Unternehmen abzusichern.
Am Ende des Jahres waren bei antwerpes 125 Mitarbeiter beschäftigt gegenüber 96 Mitarbeitern Ende 2000. Damit waren Ende des Jahres 2001 geringfügig weniger Mitarbeiter beschäftigt als zum Ende des 3. Quartals. Im Durchschnitt waren im Jahr 2001 135 Mitarbeiter in der antwerpes-Gruppe beschäftigt, der Pro-Kopf-Umsatz betrug im Durchschnitt 114 Tsd. EUR und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der Branche.
6.1.2 Entwicklung und Lage der ag
Die antwerpes ag nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Die Aktien sind seit dem 17. April 2000 am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die antwerpes ag beschäftigte zum Jahresende 17 Mitarbeiter. Ihren Tochtergesellschaften bietet die antwerpes ag die Übernahme von administrativen Unternehmensfunktionen an, dazu gehören u. a.:
- •Geschäftsführung
-
• Rechnungswesen
-
• Controlling
- • Facility-Management
- • Human Resource
- • Organisationsentwicklung
- • Frontoffice
- • Corporate Communications
Abhängig vom Grad der Beteiligung und dem Standort werden diese Unternehmensfunktionen in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert.
Die Erlöse, die die antwerpes ag aus dieser Tätigkeit erzielte, betrugen 3,1Mio. EUR. Mit dem Vorjahr ist diese Zahl nur bedingt vergleichbar, da die Zentralisierung der Unternehmensfunktionen erst im Laufe des Jahres 2000 erfolgte. Hinzu kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von
1,2 Mio. EUR sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 1,9 Mio. EUR. Durch den Jahresüberschuss in Höhe von 2,2 Mio. EUR konnten die ausstehenden steuerlichen Verlustvorträge aus dem Börsengang in Höhe von 1,8 Mio. EUR aufgezehrt werden. Die antwerpes ag wird damit formal in die Lage versetzt, ab dem Geschäftsjahr 2002 Dividenden an ihre Aktionäre auszuschütten.
Die zukünftige Geschäftsentwicklung der antwerpes ag ist an die wirtschaftliche Entwicklung des antwerpes-Konzerns gekoppelt.
6.1.3 Risiken
Die künftige Geschäftsentwicklung von antwerpes unterliegt Risiken. Diese Risiken können das Wachstum, die Ertrags- und Finanzlage sowie die zukünftige Geschäftsentwicklung von antwerpes gefährden. Im Rahmen seines Risikomanagementsystems prüft und bewertet das Management von antwerpes regelmäßig mögliche Risiken und entscheidet über Maßnahmen zur Risikoabwehr oder zur Risikobegrenzung.
Das Management von antwerpes hat folgende wesentlicheRisiken identifiziert:
a. Konjunkturelle Risiken und ihre Auswirkungen auf die Auftragslage
Seit Beginn des 2. Halbjahres 2001 hat sich das konjunkturelle Klima in Deutschland deutlich abgekühlt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat 2001 nur noch real 0,6 Prozent zugelegt nach 3 Prozent im Jahr 2000. 2001 war damit das schwächste Jahr seit 1993. Eine wirtschaftliche Erholung ist nach Einschätzung vieler Experten frühestens im 2. Halbjahr 2002 zu erwarten. Die Auftragslage von antwerpes könnte durch die geringe wirtschaftliche Dynamik beeinträchtigt werden, da die Investitionsbereitschaft vieler Kunden von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig ist.
b. Abhängigkeit von Schlüsselpersonen
Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der antwerpes Gruppe steht in Abhängigkeit von einigen Schlüsselpersonen. Sollte es nicht gelingen, diese Schlüsselpersonen an das Unternehmen zu binden, oder sollten einige dieser Schlüsselpersonen dauerhaft ausfallen, könnte die erfolgreiche Geschäftstätigkeit gefährdet werden.
c. Gefährdung der Profitabilität und des Wachstums des Geschäftsbereiches New Media
Es gibt einige Marktentwicklungen, die das Geschäftsmodell von Internetagenturen gefährden. Auf Seiten der technischen Implementation konkurrieren die Internetagenturen immer stärker mit IT-Systemhäusern, beim Design und der Kommunikationsberatung mit klassischen Werbeagenturen und beim Preis mit kleineren Agenturen. Durch diese Entwicklung können die Profitabilität und das Wachstum des Geschäftsbereiches New Media dauerhaft gefährdet werden.
d. Veränderung von rechtlichen Rahmenbedingungen im Healthcare-Markt
antwerpes erwirtschaftet zwei Drittel seiner Umsätze im Healthcare-Markt. Dieser Markt ist einerseits mit einem Anteil von über zehn Prozent am Bruttoinlandsprodukt sehr groß, zeichnet sich aber auch durch besondere rechtliche Rahmenbedingungen aus. antwerpes erwartet in Zukunft sowohl Regulierungen aufgrund der rapide steigenden Kosten im Gesundheitswesen als auch Deregulierungen im Rahmen der informationellen Selbstbestimmung der medizinischen Laien. Beide Entwicklungen können einen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von antwerpes haben.
62 _ 63
6.1.5 Ausblick
e. Neuartige Großprojekte
6.1
Die Internetprojekte der Kunden der antwerpes ag werden beständig komplexer und weisen höhere Volumen auf. Da die antwerpes ag viele Projekte auf Festpreisbasis abwickelt, steigt das Risiko, dass bei neuartigen Projekten die ursprüngliche Kalkulation überschritten wird.
f. Integration und Steuerung von Akquisitionen
Die antwerpes ag ist als Holding organisiert und hat in der Vergangenheit Unternehmen akquiriert und beabsichtigt, dies auch in Zukunft zu tun. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von antwerpes ist davon abhängig, inwieweit es antwerpes gelingt, die akquirierten Unternehmen in die bestehende Organisation zu integrieren und sie zu steuern.
6.1.4 Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der zwischen Dr. Frank Antwerpes, Jan Antwerpes, Dr. Johannes Kersten und Edelgard Lessing im April 2001 abgeschlossene Poolvertrag hat sich im Januar 2002 automatisch bis zum April 2003 verlängert. Die am Poolvertrag Beteiligten halten mehr als 70 Prozent des Kapitals der antwerpes ag. Der Vertrag verpflichtet die Unterzeichner dazu, bei einem beabsichtigten Verkauf von Aktien den anderen am Poolvertrag Beteiligten den Mitverkauf im Verhältnis ihrer Anteile untereinander anzubieten. Durch diese Regelung soll ein unabgestimmter und unkontrollierter Verkauf von Aktien aus dem Bestand der Poolbeteiligten verhindert werden.
antwerpes hat den Umsatz innerhalb von zwei Jahren von 4,5 auf 15,4 Mio. EUR mehr als verdreifacht und seine Stellung im Markt deutlich verbessert. Die Chancen, die sich aus dem Wachstum des Marktes und aus dem Börsengang ergaben, wurden genutzt. Die derzeit unsicheren konjunkturellen Aussichten können dazu führen, dass antwerpes kurzfristig nicht mehr an das Wachstum der zurückliegenden Jahre anknüpfen kann. Die langfristigen Aussichten werden aber positiv beurteilt, da die Chancen in den Märkten von antwerpes deutlich größer sind als die Risiken:
- • Fast jeder zweite erwachsene Deutsche ist inzwischen online; im Jahr 2001 stieg die Nutzerzahl laut einer Forsa-Studie um 56 Prozent auf fast 28 Millionen Nutzer. Die hohe Nutzerzahl und die rasante technologische Entwicklung werden dazu führen, dass das Internet von nahezu jedem genutzt wird und alle Lebensbereiche durchdringt.
- • Die Durchdringung des Internets eröffnet den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschäftsprozesse immer weiter zu digitalisieren und damit ihre Produktivität zu steigern. Deswegen werden die Unternehmen ihre Investitionen in die Nutzung der Internettechnologie kontinuierlich ausdehnen.
- • Der Healthcare-Markt hat in Deutschland einen Anteil von über zehn Prozent an der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Die prognostizierten Wachstumsraten liegen zwischen drei Prozent und sechs Prozent p. a. und damit deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum in den nächsten Jahren.
antwerpes geht aufgrund dieser Chancen davon aus, dass das Geschäftsjahr 2002 nur ein Übergangsjahr zur nächsten Wachstumsphase bleiben wird. Ein Ziel für das Geschäftsjahr 2002 ist es deswegen, Prozesse und Strukturen innerhalb der Company zu optimieren, um auch in der nächsten Wachstumsphase leistungsfähig und profitabel zu bleiben.
Die gute strategische Positionierung mit Fokus auf den Healthcare-Markt, die hohe Cash-Position und die exzellenten Mitarbeiter von antwerpes bilden für das Erreichen dieses Ziels eine hervorragende Ausgangsbasis.
Köln, den 11. März 2002
64 _ 65
S.54–87_Jahresab 08.05.2002 12:03 Uhr Seite 64
6.2 Bilanz
6.2
| / b i lan kt iva Kon A zer n z |
|||
|---|---|---|---|
| frist Kurz ige de Verm öge stän nsge gen |
Erlä ute run gen |
01.0 1.20 01 31.1 2.2 001 – |
01.0 1.20 00 –31 .12. 200 0 |
| ide el in e Liqu Mitt |
25 | 28.7 05.9 49 |
11.9 13.9 28 |
| iere des Uml aufv Wer tpap öge erm ns |
0 | 14.7 30.7 50 |
|
| Ford Liefe nd L eistu erun gen aus rung en u nge n |
21 | 2.64 5.45 0 |
2.20 9.57 9 |
| Ford neh im Verb und bere ich en U nter erun gen geg men |
21 | 107. 099 |
379 .249 |
| Vorr äte |
20 | 279 .936 |
221. 452 |
| Rech bgre und sten nun gsa nzun gspo tige kur zfris tige nde Ver mög nstä sons ensg ege |
26 | 26.9 02 |
34.7 34 |
| frist ige de, Kurz Verm öge stän mt nsge gen gesa |
31.7 65.3 36 |
29.4 89.6 92 |
|
| Sach anla rmö geve gen |
18 | 1.87 0.00 6 |
1.19 7.53 5 |
| ielle nde Imm ater Ver mög nstä ensg ege |
16 | 403 .708 |
380 .332 |
| Fina lage nzan n |
19 | 171. 494 |
40.9 94 |
| häft s- od Gesc er F irme rt nwe |
17 | 791. 975 |
763 .867 |
| Late nte Steu ern |
24 | 0 | 522 .975 |
| nde Sons tige Ver mög nstä ensg ege |
22 | 299 .961 |
1.40 6.32 0 |
| Akti mt va, gesa |
35.3 02.4 80 |
33.8 01.7 15 |
|
| b i lan / iva Pas Kon zer n z s |
|||
|---|---|---|---|
| frist ige Verb indl ichk eite Kurz n |
Erlä uter ung en |
01.0 1.20 01 –31 .12. 200 1 |
01.0 1.20 00 –31 .12. 200 |
| frist rzfri ige Darl ehe d ku stige teil Kurz r An n un in e an l frist lehe igen Dar ang n |
61 | 8.07 | |
| Verb indli chke iten Liefe nd L eistu aus rung en u nge n |
30 | 525 .197 |
671. 595 |
| Erha lten zahl e An ung en |
115. 216 |
||
| Rück stell ung en |
29 | 836 .111 |
589 .481 |
| Verb indli chke iten Ertra gste aus uern |
151. 310 |
43.7 | |
| tige kur zfris tige bind lichk eite Sons Ver n |
31 | 896 .387 |
529 .030 |
| Verb indli chke neh iten en U nter geg men im V erbu ndb erei ch |
12.5 89 |
335 .934 |
|
| frist ige Verb indl ichk eite Kurz t n, g esam |
2.53 6.87 1 |
2.17 7.81 |
|
| Late nte Steu ern |
32 | 77.5 00 |
275 .543 |
| Mind erhe ile iten ante |
190. 253 |
140. 850 |
|
| Eige nka ital p |
|||
| ichn ital Geze etes Kap |
27 | 5.90 4.31 2 |
5.90 4.31 |
| italr ückl Kap age |
28.1 79.6 20 |
28.1 79.6 |
|
| Bilan inn/ lust zgew -ver |
1.58 6.80 8 |
318. 411 |
|
| innr ückl Gew age n |
72.6 86 |
50.7 | |
| itala leich Kap ten usg spos |
28 | 3.24 5.57 0 – |
3.24 5.57 – |
| Eige nka ital, (o hne Min derh eite teile ) amt p ges nan |
32.4 97.8 56 |
31.2 07.5 |
|
| 35.3 02.4 80 |
33.8 01.7 |
6.3 GuV
6.3
| Erlä ute run gen |
01.0 1.20 01 –31 .12. 200 1 |
01.0 1.20 –31 .12. |
|
|---|---|---|---|
| rlöse in e 1. Ums atze |
05.0 21 15.4 |
10.3 34.6 |
|
| tige bet rieb liche 2. Sons Ertr äge |
36 | 529 .302 |
73.0 |
| ands nde n fe 3. Best verä rtige rung en a n |
119. 667 – |
172. – |
|
| und unfe rtige niss n Erz eug en |
|||
| And aktiv enle 4. ierte Eig istun ere gen |
34 | 181. 973 |
255 |
| eria laufw and 5. Mat |
|||
| a) A ufw end n fü h-, H ilfs- und iebs stoff r Ro Betr unge e und für b War ezog ene en |
3.23 3.80 3 |
2.45 | |
| b) A ufw end n fü r be ne L eistu unge zoge nge n |
1.68 7.61 5 |
1.39 | |
| 4.92 1.41 8 |
3.85 | ||
| laufw and 6. Pers ona |
|||
| a) L öhn d Ge hält e un er |
5.38 4.33 1 |
2.94 | |
| b) s ozia le A bga ben |
880 .670 |
382 | |
| 6.26 5.00 1 |
3.33 | ||
| Absc hrei bun auf imm ielle 7. ater Ver mög gen ensg e de d nlag und Sach anla mög stän es A gen ever ens gen |
35 | 1.02 3.94 8 |
542 |
| tige bet rieb liche Auf dun 8. Sons wen gen |
37 | 3.03 8.04 0 |
2.06 |
| ligun etei 9. Erträ us B ge a gen |
90.7 05 |
23.2 – |
|
| 10. EBIT |
838 .927 |
683 | |
| nach richt lich: EBI TDA |
1.86 2.87 5 |
1.22 | |
| nd ä hnlic he E 11. Zins rträg en u e |
1.19 6.53 9 |
958 | |
| Zins nd ä hnlic he A ufw end 12. en u unge n |
35.0 75 |
268 | |
| bnis (un d M inde rhei ntei len) 13. Erge Ste tena |
2.00 0.39 1 |
1.37 |
| inn d V lust hnu Kon n-G zer ew - un er rec ng |
|||
|---|---|---|---|
| Erlä ute run gen |
01.0 1.20 01 –31 .12. 200 1 |
01.0 1.20 00 –31 .12. 200 0 |
|
| kom und in e 14. Steu Ein Ertr ern vom men vom ag |
687. 929 |
595 .060 |
|
| tige 15. Sons Ste uern |
0 | 648 | |
| Auß den tlich 16. e Er träg eror e |
0 | 0 | |
| Auß den tlich fwe ndu 17. e Au eror nge n |
0 | 26.4 35 |
|
| Auß den tlich bnis 18. es E eror rge |
0 | 26.4 35 |
|
| bnis Min derh eite teile 19. Erge vor nan n |
1.31 2.46 2 |
751. 692 |
|
| Mind erhe ile 20. iten ante |
22.1 14 |
12.1 89 – |
|
| ja hres übe rsch 21. Kon zern uss |
1.29 0.34 8 |
763 .881 |
|
| /Ve rlust dem hr 22. Gew innv ja ortra vort Vor g rag aus |
318 .411 |
445 .470 – |
|
| Eins tellu in d ie G ewin klag 23. nrüc ng e a) in d zlich ckla ie g eset e Rü ge b) in d äßig ckla ie sa tzun e Rü gsm ge |
20.9 66 985 |
0 0 |
|
| Bila win 24. nzge n |
1.58 6.80 8 |
318 .411 |
|
| bnis Akt ach 33 ( sert) Erge ie n IAS rwäs pro unve |
0,22 | 0,14 | |
| 33 ( rt) bnis Akt ie n ach Erge IAS ässe pro verw |
0,22 | 0,14 | |
| hsch nittl lauf befi ndl. Akti en ( sert) Durc . im Um rwäs unve |
5.90 4.31 2 |
5.37 3.33 3 |
|
| en ( rt) hsch nittl . im lauf befi ndl. Akti Durc Um ässe verw |
5.90 4.31 2 |
5.37 3.33 3 |
|

6.4 Konzernanhang
Konzernanhang der antwerpes ag zum 31. Dezember 2001
6.4.1 Struktur und Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
-
- Der antwerpes Konzern ("antwerpes" oder "Konzern") besteht aus der antwerpes Aktiengesellschaft ("antwerpes ag" oder "ag") und ihren Tochtergesellschaften antwerpes & partner Aktiengesellschaft ("antwerpes & partner" oder "a&p"), DocCheck® Medical Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("DocCheck® GmbH" oder "DocCheck®"), antwerpes.korte consulting Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("antwerpes.korte consulting GmbH" oder "antwerpes.korte"), DocCheck® Medical Services Limited ("DocCheck® Ltd." oder "Ltd."), antwerpes romania Societate comerciala cu raspundere limitata ("antwerpes SRL" oder "romania") und der Albert Geisselmann Medizinbedarf Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("Geisselmann GmbH" oder "Geisselmann"). Zur detaillierten Konzernstruktur verweisen wir auf Abschnitt 6.4.4 "Grundsätze der Konsolidierung".
-
- Die antwerpes ag nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Das Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.
-
- antwerpes & partner ag ist als Full-Service-Agentur in der Multimediabranche tätig. Dabei begleitet sie ihre Kunden sowohl im klassischen Werbebereich als auch durch alle Phasen von Maßnahmen im Internet, Intranet oder Extranet.
-
- Die DocCheck® GmbH bietet speziell auf den Healthcare-Markt fokussierte Dienstleistungen und Produkte im Internet an. Dabei betreibt sie ein Healthcare-Portal mit 130.000 registrierten Usern zum Jahresende 2001.
-
- Die antwerpes.korte consulting GmbH ist ein strategisches Beratungsunternehmen im Bereich Pharma/Healthcare. Sie entwickelt eBusiness-Konzepte und Unternehmensstrategien für ihre Kunden und begleitet deren Implementierung.
-
- Die DocCheck® Ltd. wurde gegründet, um das mit DocCheck® in Deutschland bereits erfolgreich aufgebaute Geschäftsmodell auf den angelsächsischen Raum auszuweiten.
-
- Die antwerpes SRL erbrachte vor allem Programmierleistungen für die deutschen Tochterunternehmen.
-
- Mit Geisselmann verfügt Antwerpes über eine eCommerce-Lösung für Praxisbedarf in Deutschland.
6.4.2 Grundsätze der Rechnungslegung
- Der Abschluss für den Konzern ist nach § 292 a HGB mit befreiender Wirkung auf der Grundlage der am Abschlussstichtag gültigen Grundsätze des International Accounting Standards Committee (IASC), London, sowie der Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) des IASC, London, erstellt worden.
Die Berichtswährung lautet auf Euro (EUR).
- Der Konzernabschluss nach IAS basiert auf den geprüften Einzelabschlüssen der antwerpes ag (Mutterunternehmen), der antwerpes & partner ag, der DocCheck® GmbH, der antwerpes.korte consulting GmbH und der Geisselmann GmbH.
Das Geschäftsjahr sowohl für den Konzern-, als auch für den Einzelabschluss der antwerpes ag läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres.
6.4.3 Konsolidierungskreis
-
- Der Konzernabschluss umfasst verbundene Unternehmen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungsund Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrates einer Tochtergesellschaft stellen kann. Zum 31. Dezember 1999 ist erstmals ein IAS-Konzernabschluss aufgestellt worden.
- In den Konzernabschluss wurden neben der antwerpes ag als Muttergesellschaft folgende Gesellschaften einbezogen (siehe unten stehende Tabelle):
-
- Die 30-prozentige Beteiligung an der medizinstudent.de GmbH ("medizinstudent.de") wurde gem. IAS 28 Tz. 8 mit der Equity-Methode konsolidiert.
-
- Auf eine Konsolidierung der DocCheck® Ltd., der antwerpes SRL sowie der indirekten 30-prozentigen Beteiligung an der Albert Geisselmann GmbH, Eilenburg, wurde gem. der Materiality-Klausel des IASC verzichtet.
68 _ 69
in Prozent
100
100
51
51
Konsolidierungskreis
| ells | cha |
|---|---|
| Ges | ft |
antwerpes & partner ag, Köln
DocCheck® Medical Services GmbH, Köln
antwerpes.korte consulting GmbH
Albert Geisselmann Medizinbedarf GmbH, Weil im Schönbuch
6.4.4 Grundsätze der Konsolidierung
6.4
- Für den Zeitpunkt der Kapitalerstkonsolidierung wurde gem. IAS 22 Tz. 18–20 auf den jeweiligen Erwerbszeitpunkt abgestellt.
Die Anteile an der DocCheck® GmbH wurden am 15. November 1999, die Anteile an der antwerpes & partner ag am 30. Dezember 1999, die Mehrheitsbeteiligung an der Geisselmann GmbH zum 17. November 2000 sowie die Mehrheitsbeteiligung an der antwerpes.korte consulting GmbH mit Wirkung vom 1. Januar 2001 erworben.
Die Anteile an den voll konsolidierten Tochtergesellschaften wurden mit dem Kapital der Gesellschaften im Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung nach der beteiligungsproportionalen Buchwertmethode verrechnet. Danach wurden die unten stehenden Firmenwerte ermittelt.
15.
Die Firmenwerte werden über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Es wird davon ausgegangen, dass der Firmenwert der DocCheck® Medical Services GmbH innerhalb von zehn Jahren und der Firmenwert der Geisselmann GmbH sowie der antwerpes.korte consulting GmbH innerhalb von 15 Jahren aufgebraucht werden.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze zugrunde.
| irm F erte enw |
|||
|---|---|---|---|
| ells cha ft Ges |
Firm de erte enw r kon soli dier Erst ung |
hwe Buc rt Firm erte enw 31. 12.2 001 zum |
dau Nut zun gs er hren in Ja |
| d. e in Ts heck ® Med ical ices Gmb DocC Serv H |
29 | 23 | 10 |
| s.ko lting bH antw rte c Gm epe onsu |
74 | 70 | 15 |
| Albe eiss elm Med izinb eda rf G mbH rt G ann |
756 | 699 | 15 |
| Ges amt |
859 | 792 | |
Alle wesentlichen konzerninternen Transaktionen wurden im Rahmen der Konsolidierung gem. IAS 27 konsolidiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden konsolidiert. Auf eine Konsolidierung der Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurde gem. der Materiality-Klausel des IASC verzichtet. Innenumsätze und sonstige konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.
6.4.5 Erläuterungen zur Konzernbilanz
- Die gesondert als Anlage zur Konzernbilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten eigenentwickelte und zugekaufte Software sowie die Geschäftsoder Firmenwerte. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 182 Tsd. EUR erfüllen die Voraussetzungen an die Aktivierung nach IAS 38, sind dementsprechend aktiviert worden und werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von sechs Jahren linear abgeschrieben. Soweit der erlösbare Betrag eines Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung gem. IAS 36 vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 246 Tsd. EUR vorgenommen.
-
Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Konsolidierung der DocCheck® GmbH, antwerpes.korte consulting GmbH und Geisselmann GmbH. Sie werden über den Zeitraum ihrer wirtschaftlichen Nutzbarkeit von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Vorjahreszahl in der Bilanz wurde um –2.921 Tsd. EUR auf 791 Tsd. EUR gem. IAS 22.12 i. V. mit IAS 8 korrigiert.
-
Die Bewertung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens erfolgt gem. IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden unter analoger Anwendung der steuerlichen Vereinfachungsregeln des Abschnitts R 44 (2) EStR i. V. m. IAS 4 nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter wurden gem. § 6 (2) EStG i. V. m. IAS 4 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über 3 bis 25 Jahre abgeschrieben. Die Werthaltigkeit des Buchwerts der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens am Ende des Geschäftsjahres wird überprüft. Sofern der erlösbare Betrag eines Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2001 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen sind nicht vorgenommen worden. Anpassungen an das Anlagevermögen zum Vorjahr führten im Geschäftsjahr zu Zuschreibungen in Höhe von 86 Tsd. EUR. Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr gem. IAS 17.8 Mietereinbauten in Höhe von 162 Tsd. EUR (i. V. 0 EUR) aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren in Höhe von 16 Tsd. EUR (i. V. 0 EUR) linear abgeschrieben.

6.4
-
- Die Finanzanlagen beinhalten die at equity konsolidierte Beteiligung an medizinstudent.de GmbH, Essen. Daneben sind die gem. IAS 39 zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen an der DocCheck® Ltd., der antwerpes SRL und der Albert Geisselmann GmbH, Eilenburg enthalten. Gem. IAS 28.6 wurden bei der nach at equity konsolidierten Beteiligung an der medizinstudent.de GmbH, Essen, die Anschaffungskosten in Höhe von 168 Tsd. EUR um das anteilige Jahresergebnis in Höhe von –13 Tsd. EUR gemindert und die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 13 Tsd. EUR berücksichtigt.
-
- In den Vorräten sind gem. IAS 2 angesetzte und bewertete unfertige Erzeugnisse in Höhe von 232 Tsd. EUR (i. V. 128 Tsd. EUR) enthalten. Sie wurden zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die Herstellungskosten den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert übersteigen, wurden Abschreibungen vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte progressiv. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen
Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.
Unfertige Leistungen, deren Gesamtauftragskosten und zu erwartende Auftragserlöse sicher geschätzt werden können, wurden auf der Basis der ermittelten Fertigstellungsgrade nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC), IAS 11, bewertet. Der Ausweis erfolgt entsprechend unter den Forderungen bzw. Kundenanzahlungen und Umsatzerlösen unter Abgrenzung prozentualer Mehr- oder Wenigerkosten. Im Einzelnen vgl. 6.4.12 Abschnitt 5 Teilgewinnrealisierung.
-
- Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.
-
- Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Zinsabgrenzungen sowie Steuerforderungen.
-
- Im Zusammenhang mit Konsolidierungsbuchungen des Vorjahres wurden die Vorjahreszahlen der Positionen "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen", "Sonstige Vermögensgegenstände", "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sowie "Sonstige Verbindlichkeiten" angepasst. Die Anpassungen führten in der Summe zu einer Erhöhung des Gewinnvortrages aus den Jahren 1999 und 2000 um 270 Tsd. EUR auf 318 Tsd. EUR.
-
- Die aktiven latenten Steuernwurden durch die Aufzehrung der steuerlichen Verlustvorträge aufgelöst.
-
- Liquide Mittel umfassen Bankguthaben sowie Kassenbestände, die mit ihrem Nominalwert angesetzt sind.
-
- Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Geschäftsjahr erfasst.
-
- Das gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2001 5.904 Tsd. EUR und ist eingeteilt in 5.904.312 Stückaktien à 1 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die unterjährige
Entwicklung des Eigenkapitals verdeutlicht die unten stehende Tabelle.
Der Vorstand ist entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001 ermächtigt, in der Zeit bis zum 15. März 2006 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 2.952 Tsd. EUR durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe zu entscheiden. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu bestimmen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.
Das Grundkapital wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001 um bis zu 590 Tsd. EUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 590 Tsd. EUR neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgte.

72 _ 73

| eich Gez nete s ital Kap |
ital- Kap rück lage |
etzl iche Ges klag Rüc e |
ßige Satz smä ung klag Rüc e |
And ere innr ück lage Gew n |
Bila ewi nzg nn |
ital- Kap leic hsp oste aus g n |
Ges amt |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sald in e m 3 1.12 .200 0 vo r An o zu pass ung |
5.90 4.31 2 |
28.1 79.6 20 |
18.2 87 |
0 | 32.4 48 |
47.9 25 |
0 | 34.1 82.5 92 |
| * Anp assu ng |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 270 .486 |
–3.2 45.5 70 |
–2.9 75.0 84 |
| Sald ch A m 3 1.12 .200 0 na o zu npas sung |
5.90 4.31 2 |
28.1 79.6 20 |
18.2 87 |
0 | 32.4 48 |
318 .411 |
–3.2 45.5 70 |
31.2 07.5 08 |
| hres bnis 31. 12.2 001 Ja erge zum |
0 | 0 | 20.9 66 |
985 | 0 | 1.26 8.39 7 |
0 | 1.29 0.34 8 |
| Sald m 3 1.12 .200 1 o zu |
5.90 4.31 2 |
28.1 79.6 20 |
39.2 53 |
985 | 32.4 48 |
1.58 6.80 8 |
–3.2 70 45.5 |
32.4 97.8 56 |
* vgl. 6.4.5 Abschnitte 27, 28 und 6.4.12 Abschnitt 3
Auftragskosten, die wahrscheinlich einbringbar sind, erfasst.
Die Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen zeichneten sich am Bilanzstichtag nicht ab.
Gewinne werden, soweit die Voraussetzungen an die Ermittlung des Fertigstellungsgrads, die Schätzung der Gesamtauftragskosten sowie Gesamtauftragserlöse und deren
Einbringbarkeit erfüllt sind, realisiert. In der dargestellten Berichtsperiode wurden so in Höhe von 76 Tsd.
EUR) Umsatzrealisierungen vorgenommen.
EUR
S.54–87_Jahresab 08.05.2002 12:03 Uhr Seite 74
Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und an die Mitarbeiter der antwerpes ag sowie an Geschäftsleiter und Mitarbeiter mit der antwerpes ag verbundener Unternehmen. Der Vorstand und – soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands erfolgt – der Aufsichtsrat sind ermächtigt, die Bezugsrechte an die Bezugsberechtigten zu gewähren. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben (zur Gewährung der Bezugsrechte siehe 6.4.9 Abschnitt 6 Stock Options).
-
- Das Eigenkapital in der Bilanz wurde in der Position Kapitalausgleichsposten um 3.246 Tsd. EUR gem. IAS 22.12 i. V. mit IAS 8 korrigiert. Vgl. hierzu 6.4.12 Abschnitt 3.
-
- Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (siehe Tabelle S. 75).
-
Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht.
Nach den Regelungen zur Behandlung von Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr gem. IAS 17.8 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 162 Tsd. EUR (i. V. 0 EUR ) passiviert. Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit den unter 6.4.5 Abschnitt 18 erläuterten Mietereinbauten.
-
- Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich laut unten stehender Tabelle zusammen.
-
- Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden der Bewertungen in den für die Besteuerung maßgeblichen Einzelabschlüssen nach HGB und der Bewertungen nach IAS im Konzernabschluss. (Vgl. hierzu die Erläuterungen unter 6.4.12.)
| b d l h ke ig in ic iten Son st e V er |
||
|---|---|---|
| 200 1 |
200 0 |
|
| d. e in Ts Lohn d Ki rche nste - un uer |
203 | 108 |
| Ums atzs teue r |
326 | 149 |
| Sozi ale Sich erhe it |
159 | 108 |
| Lohn und Geh alt |
47 | 14 |
| Reis ekos llte ten Ang este |
6 | 19 |
| bind lichk Sons tige Ver eite n |
155 | 131 |
| Ges amt |
896 | 529 |
6.4.6 Erläuterungen zu Konzern-Gewinnund Verlustrechnung
- Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.
Auftragsprojekte werden gem. IAS 11 i. V. m. IAS 18 nach der Percentage-of-Completion-Methode bewertet. Sofern das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird der Ertrag nur in Höhe der angefallenen
Rückstellungsspiegel der antwerpes ag zum 31.12.2001
in e Stand Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 01.01.2001 31.12.2001 Personal a) Tantiemen 25.257 –20.460 0 155.546 160.343 b) Boni 0 0 0 147.030 147.030 c) Urlaubsrückstellungen 145.667 –34.205 –21.133 47.564 137.892 d) Reisekosten 5.522 –2.668 0 7.832 10.686 e) Berufsgenossenschaft 9.459 –3.648 0 16.296 22.107 f) Künstlersozialkasse 0 0 0 8.168 8.168 g) Behindertenabgabe 2.659 0 0 4.806 7.465 Verwaltung und Betrieb h) Abschluss- und Prüfungskosten 196.080 –151.518 – 848 144.577 188.291 i) ausstehende Rechnungen 114.031 – 41.484 – 47.264 43.335 68.618 j) Aufsichtsratvergütung 12.066 –16.977 –7.612 31.969 19.446 k) nachlaufende Kosten 0 0 0 7.780 7.780 l) Prozesskosten 000 58.284 58.284 m) Drohverluste 78.739 0 –78.739 0 0 Gesamt 589.480 –270.960 –155.596 673.187 836.110
(i. V. 321 Tsd.

6.4
-
- Die Zunahme der anderen aktivierten Eigenleistungen ergibt sich aus der Aktivierung eigenerstellter Software.
-
- In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 58 Tsd. EUR (i. V. 10 Tsd. EUR) enthalten. Die Vorjahreszahl in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um – 325 Tsd. EUR auf 543 Tsd. EUR gem. IAS 22.12 i. V. mit IAS 8 korrigiert.
-
- Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Kursgewinnen im Geschäftsjahr verkaufter festverzinslicher Wertpapiere in Höhe von 123 Tsd. EUR.
-
- Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus Werbe-, Reise-, Rechts- und Beratungskosten, Mietaufwand und sonstigem Personalaufwand.
| der late Zus tzu nte n S teu am me nse ng ern |
||||
|---|---|---|---|---|
| Akt late ive nte Steu 200 1 ern |
Akt late ive nte Steu 200 0 ern |
late ive Pass nte Steu 200 1 ern |
late ive Pass nte Steu 200 ern |
|
| ielle nde d. e ater mög nstä in Ts Imm Ver ensg ege |
0 | 0 | 70 | 98 |
| Vorr äte |
0 | 0 | –20 | 69 – |
| Ford Liefe nd L eistu erun gen aus rung en u nge n |
0 | 0 | 36 | 197 |
| tige iere Sons We rtpa p |
0 | 0 | 0 | |
| Rück stell ung en |
0 | 0 | –3 | |
| Erha lten zahl e An unge n |
0 | 0 | –6 | |
| Verl ustv orträ ge |
0 | 523 | 0 | |
| Ges amt |
0 | 523 | 77 | 275 |
38.
Der Berechnung der latenten Steuern
der Berechnung der Körperschaftsteuer abzugsfähigen Ge-
Nach IAS 12 sind aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge abzugrenzen, sofern es wahrscheinlich ist, dass dem
Unternehmen der Nutzen aus dem Erstattungsanspruch
zufließen wird und dieser verlässlich gemessen werden
kann. Die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern
des Verbrauchs der Verlustvorträge vollständig aufgelöst.
Prozent auf die Körperschaftsteuer und einer bei
Prozent zusammensetzt.
EUR wurden im Geschäftsjahr aufgrund
Steuerquote von 39,9
werbesteuer von 18,37
in Höhe von 523 Tsd.
von 5,5
Körperschaftsteuersatz von 25
Prozent zugrunde, die sich aus einem
Prozent, Solidaritätszuschlag
liegt eine Misch-
6.4.7 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung
| 01.0 1.20 01 –31 .12. 200 1 |
01.0 1.20 –31 .12. 200 |
||
|---|---|---|---|
| in e Peri ode nüb huss auß den tlich bnis Erge ersc vor eror em |
1.29 0.34 8 |
763 .881 |
|
| Absc hrei bun auf imm ielle nde ater Ver mög nstä + gen ensg ege des Anla d Sa chan lage rmö geve gen s un n |
915. 045 |
542 | |
| Verl us d Abg ände ust a Geg enst + em ang von n des Anla rmö geve gen s |
36.3 85 |
||
| +/– hme /A bnah Rück stell Zuna me ung en |
354 .237 |
380 | |
| –/+ hme /A bnah Ford Zuna me erun gen |
–16 3.72 1 |
59.5 –1.7 |
|
| –/+ hme /A bnah der ände Zuna tige n Ve rmö enst me sons gen sgeg |
1.10 6.35 9 |
–1.3 13.8 |
|
| –/+ hme /A bnah der Zuna Vorr äte me |
58.4 84 – |
83.2 | |
| –/+ hme /A bnah aktiv chnu bgre Zuna e Re me ngsa nzun g |
7.83 2 |
||
| +/– Abn ahm e/Zu nahm e ak laten tive te S teue rn |
522 .975 |
522 – |
|
| –/+ Abn ahm e/Zu nahm late ssive nte Steu e pa ern |
–19 8.04 3 |
275 | |
| +/– hme /A bnah der Verb indli chke Liefe Zuna iten me aus rung en und Leist owie and siva Pas ung en s erer |
62.2 34 |
239 | |
| -flow fend äfts Cash lau esch tätig keit er G aus |
3.87 5.16 7 |
–1.3 09.6 |
|
| ahlu n fü Sach anla und Ausz r Inv estit ione n in nge gen – imm ielle nde ater Ver mög nstä ensg ege |
–1.6 36.9 39 |
–1.6 36.4 |
|
| ahlu n fü estit ione n in iligu n/ Ausz r Inv Bete nge nge – ile v erb. Ante Unte rn. |
–16 8.94 6 |
40.9 – |
|
| +/– Abn ahm e/Zu nahm e ku rzfri Anl ittel stige Fina age von nzm n |
14.8 53.7 50 |
–14 .730 |
|
| hsel kurs d be sbed nahm ingt Wec tung e Zu - un wer e – der kurz frist ittel anla igen Fina nzm gen |
–12 3.00 0 |
||
| Cash -flow esti tion ig keit Inv stät aus |
12.9 24.8 65 |
–16 .408 |
|
| itale rhöh im Z des Kap IPO + ung uge |
0 | 29.0 24.3 |
|
| +/– Rück zahl okor kred iten Kont rent ung von |
8.01 1 – |
||
| Cash -flow keit Fin anzi gstä tig aus erun |
8.01 1 – |
29.0 24.3 |
|
| fond Zah lung swir ksam ränd des Fina ittel e Ve erun g nzm s |
16.7 92.0 21 |
11.3 06.4 |
|
| ittel fond Anf der ode Fina Peri + nzm s am ang |
11.9 13.9 28 |
607. | |
| 28.7 05.9 49 |
11.9 13.9 |



6.4
- Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.
In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind nach der indirekten Methode aufgestellt worden (siehe Tabelle S. 77).
6.4.8 Segmentberichterstattung
Segmentberichterstattung für den Konzernabschluss 2001 (siehe unten stehende Tabelle)
6.4.9 Ergänzende Angaben
1. Finanzinstrumente
Der Bestand an originären Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel) ergibt sich aus der Bilanz. Es bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. Grundsätzlich können hierzu Bonitäts- und Ausfallrisiken sowie Zinsrisiken bestehen. Für die originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen ihrer Kunden durch und hat aufgrund ihrer Kundenstruktur in der Vergangenheit kaum Forderungsausfälle zu beklagen gehabt.
| ber ic hte Seg nt rsta ttu me |
ng | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| dia New Me |
Clas sic Med ia |
ls & Too Com mer ce |
Hol ding / Son stig e |
Sum me |
|
| atz d Ums er in e iche Bere |
5.60 9.25 2 |
4.61 3.21 8 |
4.85 7.27 5 |
325 .276 |
15.4 05.0 21 |
| Konz erni nter ner Ums atz |
6.91 6 |
6.01 0 |
137. 140 |
3.12 0.19 6 |
3.27 0.26 2 |
| bnis Erge Ertra gste vor uern |
876 .056 |
725 .802 |
543 .168 – |
941. 700 |
2.00 0.39 0 |
| Gesa mtv öge erm n |
5.26 6.12 6 |
4.36 2.92 1 |
1.62 0.65 6 |
24.0 52.7 77 |
35.3 02.4 80 |
| hl Anza Mita rbei ter a m 3 1.12 |
54 | 21 | 31 | 19 | 125 |
Das Gesamtvermögen umfasst das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungen.
Die Segmente New Media und Classic sind der Tochtergesellschaft antwerpes & partner ag zugehörig. Im Segment New Media ist die Berliner Betriebsstätte enthalten. DocCheck®, Geisselmann sowie die Poduktentwicklung und das Team New Medical, die zur Tochtergesellschaft antwerpes & partner ag gehören, bilden zusammen den Bereich Tools & Commerce. Unter dem Segment Holding/Sonstige befindet sich der gesamte administrative und Service-Bereich der antwerpes ag sowie die antwerpes.korte consulting GmbH. Aufgrund des derzeit homogenen räumlichen Tätigkeitsgebietes wurde auf eine geografische Segmentierung verzichtet. Lieferungen und Leistungen in den Konzernverbund wurden zu EK-Preisen zzgl. Gewinnaufschlag, Konzernumlagen zu EK-Preisen zzgl. Zins bewertet.
Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht kein Zinsrisiko von wesentlicher Bedeutung.
Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2001 keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag kein Wechselkursrisiko.
Es bestanden am Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente, die zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt wurden.
2. Arbeitnehmerzahl
Die Arbeitnehmerzahl beträgt am 31. Dezember 2001 125. Im Jahresdurchschnitt waren 135 Mitarbeiter beschäftigt.
Organe der antwerpes ag und deren weitere Mitgliedschaften
Organe der antwerpes ag
Weitere Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien
Vorstand
| rank Nic olas Köl Dr. F Ant wer pes, n der des tand Vors itzen Vors es, C EO |
Köln (Vo end er d ande s) antw s & part rsitz es V orst erpe ner ag, heck dica l Ser vice bH, Köln (Ge schä ftsfü hrer ) DocC Me s Gm |
||
|---|---|---|---|
| ln Jan Antw s, Kö erpe |
Köln (M itg lied des tand es) antw s & part Vors erpe ner ag, |
||
| Fina d, C rstan FO nzvo öln Herm Kort e, K ann lied des tand Mitg & A Vors es, M er M anag |
Köln (M lied des Aufs ichts s) antw s & part itg rate erpe ner ag, s.ko lting bH, Köln (Ge schä ftsfü hrer ) antw rte c Gm erpe onsu |
||
Aufsichtsrat
PD Dr. Dr. Christian Dierks, Berlin, Rechtsanwalt antwerpes & partner ag, Köln Aufsichtsratvorsitzender (Vorsitzender des Aufsichtsrates)Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrates Weitere Gremien Beirat
Dr. Ronaldo Schmitz Volker Keitel Michael Thies
Sonstige
Dr. Johannes Kersten
Tanja Antwerpes, Unitleiterin Classic Media antwerpes & partner ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrates)antwerpes & partner ag, Köln (Mitglied des Vorstandes)

3. Beziehungen zu nahe stehenden Personen
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen gemäß IAS 24 folgende Unternehmen und Personen dem Konzern nahe. Organe der antwerpes ag hatten folgende Interessen an Konzernunternehmungen oder anderen Gesellschaften: (siehe Tabelle S. 79).
Der Vorstand der antwerpes ag bezog im Jahr 2001 Vergütungen von insgesamt 394 Tsd. EUR. An Aufsichts- und Beiratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 35 Tsd. EUR gezahlt.
Anteilsbesitz
| d Si Nam tz e un |
eil a ital Ant m K ap 31.1 2.2 001 per |
Wäh run g |
nka ital Eige p 31.1 2.2 001 |
hres bnis Ja erge 200 1 |
|---|---|---|---|---|
| heck ® Med ical ices Gmb öln DocC Serv H, K |
100 % |
Tsd. e |
514 | 0* |
| Köln antw s & part erpe ner ag, |
100 % |
e Tsd. |
246 | 0* |
| heck dica l Se rvice s Ltd ndo DocC Me ., Lo n |
100 % |
GBP | 2 | 0 |
| Buk antw ia S RL, t erpe s ro man ares |
100 % |
Tsd. ROL |
210. 978 |
13.8 56 |
| Albe eiss elm Med izinb eda rf G mbH rt G ann , l im Sch önb uch Wei |
51% | e Tsd. |
297 | 10 |
| s.ko lting bH, Köln antw rte c Gm erpe onsu |
51% | Tsd. e |
104 | 35 |
| med tude nt.d bH, izins e Gm Esse n |
30% | e Tsd. |
31 | 44 – |
* nach Ergebnisabführung an die antwerpes ag
| 88.0 |
|---|
| 34.0 |
| 54.0 |
| 68.0 |
| 20.0 |
4. Ergebnis pro Aktie
Für die Berechnung des Ergebnisses pro Aktie gem. IAS 33 wird das Grundkapital der antwerpes ag aus der Ermittlung der durchschnittlichen Aktienanzahl des Geschäftsjahres zugrunde gelegt – diese betrug 5.904.312 Stückaktien. Das so ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,22 EUR.
5. Anteilsbesitz der antwerpes ag zum 31. Dezember 2001 (siehe Tabelle S. 80)
6. Stock Options
Die Gesellschaft gewährt bestimmten Arbeitnehmern entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2001 durch Abschluss eines Optionsvertrages Bezugsrechte auf den Erwerb einer Aktie der antwerpes ag. Entsprechend der Stellung des Arbeitnehmers bietet die Gesellschaft bestimmten Arbeitnehmern Verträge über die Gewährung von Aktienoptionen (Optionsvertrag) an. Per 31. Dezember 2001 waren 88.000 (i. V. 109.250) Stock Options ausgegeben. Die Bestandsverminderung resultiert aus der Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. Dezember 2001. (siehe Tabelle S. 80)
Die Ausübung eines Bezugsrechtes hängt davon ab, dass jeweils die folgenden Erfolgsziele erreicht worden sind:
- • Der Kurs der Aktie der antwerpes ag hat sich besser entwickelt als der Nemax-All-Share-Index.
- • Der aktuelle Kurs der Aktie muss höher als der Vergleichskurs sein, wobei der Vergleichskurs der Aktie
- – für bis fünf Tage vor der Börseneinführung gewährte Bezugsrechte der im Bookbuilding-Verfahren festgestellte Emissionspreis für die Aktie der antwerpes ag bei der Börseneinführung,
für in einem Erwerbszeitraum ein oder zwei gewährte Bezugsrechte der Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse an den 20 Handelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Erwerbszeitraums ist.
80 _ 81
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Miet Aus e |
d. e in Ts |
4.77 6 |
|---|---|---|
| ing Aus Leas |
74 | |
| Ges amt |
4.85 0 |
|
| davo n fä llig rhal b ei hres inne Ja nes – |
611 | |
| davo n fä llig n ach meh r als bis f ünf hren ein Ja em – |
2.42 7 |
|
| n fä fün f Ja davo llig n ach meh r als hren – |
1.81 2 |
|
–
6.4
Der Aktienkurs der Gesellschaft ist nach der Ausgabe der Stock Options nachhaltig gesunken. Aus diesem Grund wurde im Jahresabschluss keine Bewertung zum Fair Value vorgenommen, da insoweit von einem inneren Wert zzgl. einem Zeitwert (= Fair Value) von 0 EUR auszugehen war.
7. Mitteilungen nach § 20 AktG oder § 21 WpHG
Mitteilungen nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG erfolgten im Geschäftsjahr nicht.
6.4.10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2001 bestanden die auf Seite 81 stehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
6.4.11 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.
6.4.12 Zusammenfassung der wesentlichen vom deutschen Handelsrecht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach IAS
1. Allgemeines
Der Konzernabschluss der antwerpes ag zum 31. Dezember 2001 wurde entsprechend § 292 a HGB nach den International Accounting Standards (IAS) als befreiender Konzernabschluss aufgestellt. Die Vorschriften des HGB und des AktG unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten von denen der IAS. Die wesentlichen Unterschiede, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relevant sein könnten, werden nachfolgend dargestellt.
2. Selbst entwickelte Software
Die Herstellungskosten selbst entwickelter Software können nach IAS 38 unter bestimmten Voraussetzungen aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Nach HGB darf selbst erstellte Software des Anlagevermögens nicht aktiviert werden. Die Gesellschaft hat 2001 im Konzernabschluss nach IAS selbst entwickelte Software in Höhe von 182 Tsd. EUR nach anteiligen Abschreibungen in Höhe von 6 Tsd. EUR und außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 246 Tsd. EUR erfolgswirksam aktiviert. Andere Entwicklungskosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und im Personalaufwand enthalten und somit im Geschäftsjahr ertragsmindernd erfasst.
auftragskosten sowie Gesamtauftragserlöse und deren Einbringbarkeit erfüllt sind, zu realisieren. Der Fertigstellungsgrad wurde analog zum Stand der Leistungserstellung festgelegt. In der dargestellten Berichtsperiode führte die Teilgewinnrealisierung zu folgenden Veränderungen (siehe Tabelle S. 82).
3. Kapitalausgleichsposten
Als ein besonderer Anwendungsfall der Kapitalkonsolidierung wurde IAS 22.12 auf die business combination antwerpes & partner ag und die antwerpes ag angewandt. Dies führt zu einem geringeren Konzernkapital, welches in Form eines Kapitalausgleichspostens dargestellt wird.
4. Latente Steuern auf Verlustvorträge
Nach HGB dürfen latente Steuererstattungsansprüche, die sich aus steuerlichen Verlustvorträgen ergeben, in der Bilanz nicht ausgewiesen werden, da die erwarteten zukünftigen Steuerersparnisse als noch nicht realisiert gelten. Nach IAS 12 sind solche zukünftigen Steuerminderungsansprüche zu aktivieren. Ihre Bewertung richtet sich danach, ob die Inanspruchnahme innerhalb der Nutzbarkeit der Verlustvorträge eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist.
5. Teilgewinnrealisierung
Die Teilgewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen ist nach h. M. im Handelsrecht nur innerhalb sehr enger Grenzen zulässig. Demnach ist grundsätzlich nur die Completed-Contract-Methode möglich. IAS 11 i. V. m. IAS 18 erlaubt hingegen Umsätze und entsprechende Gewinne nach der sog. Percentage-of-Completion-Methode (POC), soweit die Voraussetzungen an die Ermittlung des Fertigstellungsgrads, die Schätzung der GesamtKöln, den 11. März 2002
Hermann Louis Korte Vorstand
Jan Antwerpes
Vorstand

Der Vorstand der antwerpes ag
Dr. Frank Nicolas AntwerpesVorstand
82 _ 83
Veränderung durch POC Vorräte +125 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 403 Rückstellungen für ausstehende Kosten – 8 Erhaltene Anzahlungen –16 Ergebnisveränderung – 302 in Tsd. e
6.5 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
S.54–87_Jahresab 08.05.2002 12:03 Uhr Seite 84
Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir der antwerpes ag, Köln, für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2001 (Konzernbilanzsumme 35.302 Tsd. EUR; Konzernjahresüberschuss 1.290 Tsd. EUR) sowie für den Konzernlagebericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den von der antwerpes ag aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang inklusive Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001, geprüft.
Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den International Accounting Standards (IAS) entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das rechtliche und wirtschaftliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mög-
liche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss der antwerpes ag, Köln, in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht zusammen mit den übrigen Angaben des Konzernabschlusses insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht erfüllen. Die Prüfung des für die Befreiung von der handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungspflicht erforderlichen Einklangs der Konzernrechnungslegung mit der 7. EU-Richtlinie haben wir auf der Grundlage des Rechnungs- legungsstandards des DRSC DRS 1 vorgenommen."
6.5
Köln, den 11. März 2002 HERFORT VAN KERKOM HOWER STREIT Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
W. van Kerkom Wirtschaftsprüfer
ppa. M.Wickert Wirtschaftsprüferin

6.6 Bericht des Aufsichtsrates
6.6
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und sich in vier Sitzungen sowie durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftslage unterrichten lassen. Darüber hinaus wurden eilbedürftige Beschlüsse im Rahmen des Umlaufverfahrens gefasst.
Schwerpunkte der Aufsichtsratsitzungen im Geschäftsjahr 2001 waren:
- • Berichterstattung durch den Vorstand zu den Quartalsabschlüssen, zur Lage der Gesellschaft, zur Geschäftsentwicklung und zu den Aktivitäten im Bereich Mergers & Akquisitions
- • Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2001
- •Verabschiedung einer Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat
Der Vorstand der antwerpes ag hat durch seine Strategie der Fokussierung auf den Healthcare- und B2B-Markt sowie der Diversifizierung des Dienstleistungs- und Produktportfolios eine stabile Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2001 sichergestellt. Den Übergang von einer Phase mit sehr hohen Wachstumsraten im 1. Halbjahr zu einer Phase der Konsolidierung im 2. Halbjahr hat die antwerpes ag im Gegensatz zu vielen anderen Marktteilnehmern ohne operative Verluste bewältigt. Dieser Übergang wurde von einem positiven Cash-flow begleitet. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand bei dem Ziel, für das Geschäftsjahr 2002 Prozesse und Strukturen innerhalb der Company zu optimieren, um auch in der nächsten Wachstumsphase leistungsfähig und profitabel zu bleiben.
Die Berichte der Herfort, van Kerkom, Hower, Streit Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates vom 12. März 2002 wurden die Berichte in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an. Dem Vorschlag des Vorstandes, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen, stimmte der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; dieser ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss wurde ebenfalls gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre überdurchschnittlichen Leistungen und wünscht ihnen für die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2002 viel Erfolg.
Köln, im März 2002
PD Dr. Dr. Christian Dierks Vorsitzender des Aufsichtsrates

7 Der Finanzkalender 2002
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