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DO & CO AG Interim / Quarterly Report 2010

Nov 8, 2010

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Interim / Quarterly Report

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DO & CO Restaurants & Catering AG

Halbjahresfinanzbericht 2010/2011

Konzernlagebericht 1. Halbjahr 2010/20111
Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS 2
Wirtschaftliches Umfeld 3
Risikomanagement 4
Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in
Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses 8
Umsatz 9
Ergebnis 10
Bilanz 10
Cash Flow 11
MitarbeiterInnen 11
Airline Catering 12
International Event Catering 14
Restaurants, Lounges & Hotel 15
Aktie / Investor Relations 16
Ausblick 18
Kennzahlen Glossar 20
Konzernabschluss 1. Halbjahr 2010/2011 21
Konzernbilanz zum 30. September 2010 22
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 22
Konzern-Geldflussrechnung 23
Konzern-Eigenkapitalveränderung 24
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 24
Beteiligungsgesellschaften 25
Konzernanhang zum 1. Halbjahr 2010/2011 26
I. Allgemeine Erläuterungen 26
I.1. Grundlagen 26
I.1.1. Allgemein 26
I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards 27
I.2. Konsolidierungsgrundsätze 27
I.2.1. Konsolidierungskreis 27
I.2.2. Konsolidierungsmethoden 28
I.2.3. Geschäftssegmente 28
I.2.4. Währungsumrechnung 28
I.3. Saisonalität 29
I.4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 29
II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 34
II.1. Konzernbilanz zum 30. September 2010 34
II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2010/2011 41
III. Sonstige Angaben 44
Konzern-Anlagespiegel 52
Bestätigungsvermerk 53

Konzernlagebericht 1. Halbjahr 2010/2011

Highlights

Umsätze gesteigert und Margen verbessert

Umsätze, EBITDA, EBIT und Konzernergebnis konnten im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres weiter gesteigert werden. Der Konzern kann eine EBITDA Marge von 10,7 % (VJ: 10,4 %) und eine EBIT Marge von 6,8 % (VJ: 5,8 %) berichten. Die Earnings per Share liegen bei EUR 1,00 (VJ: EUR 0,71).

Start-up des Airline Caterings für Emirates am Standort London Heathrow erfolgreich abgeschlossen

Seit Juli 2010 werden sämtliche Flüge von Emirates ex London Heathrow nach Dubai, die mit A-380 und B-777 Großraumflugzeugen durchgeführt werden, von DO & CO gecatert.

Gute Entwicklung bei Turkish DO & CO

In der Türkei setzt sich die dynamische Aufwärtsentwicklung der Turkish Airlines und anderer Drittkunden fort. Der Einsatz von "DO & CO flying chefs" soll auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines mit dem Ziel forciert werden, sämtliche Destinationen der Langstrecke abzudecken. Weiters wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres die erste Lounge für Turkish Airlines in Adana eröffnet.

ATP Tennis Masters Series in Madrid wieder von DO & CO betreut

DO & CO verwöhnte auch in diesem Jahr beim ATP Tennis Masters Series in Madrid über 35.000 VIP-Gäste gastronomisch auf allerhöchstem Niveau.

DO & CO beim UEFA Champions League Finale 2010 in Madrid

Beim UEFA Champions League Finale 2010 in Madrid kamen wie in den Vorjahren über 5.000 VIP-Gäste in den Genuss des DO & CO Caterings.

Start-up des Eventcaterings in der Türkei

Das in diesem Geschäftsjahr angelaufene Eventcatering in der Türkei fand mit dem Catering der Endrundenspiele der Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 seinen bisherigen Höhepunkt.

Erstes gemeinsames Event mit Fortnum & Mason veranstaltet

Im Zuge der neuen Partnerschaft mit Fortnum & Mason ist das erste gemeinsame Event, das Catering der "Tatton Flower Show", welche im Juli 2010 stattfand, hervorzuheben.

Tender für die Emirates Lounge am Standort London Heathrow gewonnen

Emirates, der qualitätsorientierte Carrier aus Dubai, hat sich für das Catering seiner Lounge am Standort London Heathrow für DO & CO entschieden. Ab Oktober 2010 übernimmt DO & CO die kulinarische Betreuung der Premium-Passagiere von Emirates.

Hervorragende Aktienkursentwicklung

Die DO & CO Aktie verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 einen Kursanstieg von 20,6 % und schloss am 30. September 2010 mit einem Kurs von EUR 19,29.

Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Die Abkürzungen und Berechnungen der Kennzahlen werden im Kennzahlen Glossar erläutert.

2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Umsatz in m € 120,59 96,14 222,72 184,47
EBITDA in m € 14,94 11,62 23,92 19,14
EBITDA-Marge in % 12,4% 12,1% 10,7% 10,4%
EBIT in m € 10,41 7,34 15,22 10,78
EBIT-Marge in % 8,6% 7,6% 6,8% 5,8%
EGT in m € 11,05 7,74 16,31 11,30
Konzernergebnis in m € 5,32 3,62 7,67 5,47
MitarbeiterInnen 3.951 3.756 3.794 3.623
Eigenkapital 1 in m € 98,12 82,44 98,12 82,44
Eigenkapital-Quote1 in % 45,4% 48,1% 45,4% 48,1%
Nettozinsverbindlichkeiten in m € -57,29 -16,76 -57,29 -16,76
Net Gearing in % -58,4% -20,6% -58,4% -20,6%
Working Capital in m € 27,63 10,11 27,63 10,11
Operativer Cash-Flow in m € 24,50 13,04 40,65 25,23
Abschreibungen in m € -4,54 -4,28 -8,70 -8,36
Free Cash-Flow in m € 18,63 10,09 31,19 18,95
ROS in % 9,2% 8,1% 7,3% 6,1%
Capital Employed in m € 56,23 78,65 56,23 78,65
ROCE in % 12,0% 5,9% 16,0% 8,7%
ROE in % 5,6% 4,5% 8,3% 7,0%

1… Bereinigt um Buchwerte der Firmenwerte

Kennzahlen je Aktie

(berechnet mit der gewichteten Anzahl an ausgegebenen Aktien)

2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
EBITDA je Aktie in € 1,95 1,50 3,12 2,47
EBIT je Aktie in € 1,36 0,95 1,99 1,39
Gewinn je Aktie in € 0,70 0,47 1,00 0,71
buchmäßiges Eigenkapital 1 in € 12,83 10,48 12,82 10,47
Höchstkurs2 in € 19,50 11,20 19,75 11,20
Tiefstkurs 2 in € 17,79 8,28 15,00 7,70
Kurs ultimo 2 in € 19,29 10,70 19,29 10,70
Aktienanzahl gewichtet 3 in TPie 7.650 7.754 7.655 7.761
Aktienanzahl ultimo 3 in TPie 7.648 7.748 7.648 7.748
Marktkapitalisierung ultimo in m € 147,53 82,91 147,53 82,91

1 ... Bereinigt um Buchwerte der Firmenwerte

2 ... Schlusskurs

3 ... Bereinigt um die bis zum jeweiligen Stichtag rückgekauften eigenen Aktien

Wirtschaftliches Umfeld

Die Erholung der Weltwirtschaft setzte sich auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 fort. Sie wurde insbesondere durch geld- und fiskalpolitische Impulse, gestiegenen Konsum sowie Unternehmervertrauen gestützt. Allerdings begann das Geschäftsjahr 2010/2011 mit unvorhergesehenen Hürden: Im April 2010 musste der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas aufgrund des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise eingestellt werden, was eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Europa darstellte.

Der konjunkturelle Aufschwung im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde dabei insbesondere von den lateinamerikanischen und asiatischen Schwellenländern getragen. Dieser resultiert vor allem aus einer kräftigen Auslandsnachfrage, der positiven Wirkung der staatlichen Konjunkturpakete sowie der wachsenden Binnennachfrage in einigen Ländern.

Auch in den USA hat sich die Konjunktur weiter erholt, was vor allem auf zunehmenden privaten Konsum und steigende Investitionen zurückzuführen ist. Belastend wirkten hingegen die Entwicklung der gesamtstaatlichen Ausgaben und Investitionen sowie der vergleichsweise stärkere Anstieg der Importe als jener der Exporte.

Afrika und der Nahe Osten profitieren weiterhin von höheren Rohstoffpreisen und einer größeren Exportnachfrage.

Europa hingegen hatte Anfang des Jahres mit der ungewöhnlich kalten Witterung, den Auswirkungen des Vulkanausbruchs sowie der Schuldenkrise in einigen Ländern zu kämpfen. Seit dem Frühjahr hat die Wirtschaft hingegen deutlich an Fahrt gewonnen und profitiert vor allem vom globalen Konjunkturaufschwung, starken Exporten nach Asien sowie den jüngsten Verschiebungen im internationalen Währungsgefüge.

Aufgrund der zunehmenden Besorgnis hinsichtlich der Schuldenlage einiger Euro-Länder sank der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar. Von 1,43 USD zu Beginn des Jahres wertete der Euro bis Juni auf 1,22 USD ab, um Ende September 2010 mit 1,36 USD abzuschließen.

Der Ölpreis erholte sich aufgrund des zügig wachsenden Bedarfs der Schwellenländer.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2010 wird von einer fortschreitenden Entspannung der weltweiten Wirtschaftslage ausgegangen. Die Wirtschaftsforscher prognostizieren für 2010 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4,6 % und für 2011 von 4,3 %. Die österreichische Realwirtschaft wird laut Prognosen der OeNB im Jahr 2010 um rund 1,6 % wachsen, nachdem diese 2009 noch um 3,4 % geschrumpft war. In den Jahren 2011 und 2012 wird ein Wachstum von 1,8 % bzw. 2,1 % prognostiziert.

Risikomanagement

DO & CO ist weltweit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel tätig und mit unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich gleichzeitig zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen sicher und zeitnah reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind standardisierte, konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe wahrgenommen, vom Corporate Riskmanager koordiniert und bildet einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch das permanente Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung generiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die interne Revision gehören.

Durch die enge Zusammenarbeit von Risikomanagement und Versicherungsunternehmen soll sichergestellt werden, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das erste Halbjahr 2010/2011 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO. Die Luftfahrtindustrie ihrerseits ist besonders von der Entwicklung der Treibstoffpreise, der Besteuerung sowie den Flughafen- und Sicherheitsgebühren abhängig.

1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Da wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Austrian Airlines, Niki, Emirates, Etihad und British Airways erwirtschaftet werden, ist zusätzlich ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Lage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit wird es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an den der Konzernstrategie entsprechenden Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns auf mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt. Die konjunkturelle Lage hat sich in den vergangenen Monaten schrittweise verbessert, sodass mit weiteren Umsatzzuwächsen gerechnet wird.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit negativen entsprechenden Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards an die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen reduziert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Zu den Risiken, die nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). Auch Naturkatastrophen wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010, welcher den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmlegte, zählen zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neu hinzutretende Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen YTL, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 4 Forderungen und Punkt 25 Finanzinstrumente) nachzulesen.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

Umsatz

Die DO & CO Gruppe erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 einen Umsatz von EUR 222,72 Mio. Dies bedeutet eine wesentliche Umsatzsteigerung von 20,7 % bzw. EUR 38,25 Mio gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Umsatz Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
Airline Catering in m € 94,82 72,68 22,13 30,5% 170,56 134,08 36,49 27,2%
International Event Catering in m € 11,20 8,91 2,29 25,7% 22,57 20,85 1,72 8,2%
Restaurants, Lounges & Hotel in m € 14,57 14,55 0,03 0,2% 29,58 29,54 0,04 0,1%
Konzernumsatz 120,59 96,14 24,45 25,4% 222,72 184,47 38,25 20,7%
Anteil am Konzernumsatz Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 2010/2011 2009/2010
Airline Catering in % 78,6% 75,6% 76,6% 72,7%
International Event Catering in % 9,3% 9,3% 10,1% 11,3%
Restaurants, Lounges & Hotel in % 12,1% 15,1% 13,3% 16,0%
Konzernumsatz 100,0% 100,0% 100,0% 100,0%

Die Umsätze der Division Airline Catering sind trotz schwieriger Marktbedingungen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 von EUR 134,08 Mio um EUR 36,49 Mio auf EUR 170,56 Mio gestiegen. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz erhöht sich damit von 72,7 % auf 76,6 %.

Der Anstieg der Umsätze in der Division Airline Catering ist vor allem an türkischen und anderen internationalen Standorten zu verzeichnen. An den türkischen Standorten ist die Entwicklung der Umsätze mit Turkish Airlines und jener mit anderen Airlines gleichermaßen positiv hervorzuheben. Der Umsatzanstieg an den anderen internationalen Standorten ist vor allem auf zahlreiche Akquisitionen von Neukunden zurückzuführen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf die Entwicklung am Standort London Heathrow hinzuweisen, an dem im 2. Quartal der Startup für den Kunden Emirates erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Entwicklung auf dem österreichischen Markt hat sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 stabilisiert. Eine positive Entwicklung ist vor allem beim Kunden NIKI durch die Ausweitung des Streckennetzes zu verzeichnen.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von EUR 20,85 Mio auf EUR 22,57 Mio gestiegen. Damit beträgt der Anteil am Konzernumsatz 10,1 %.

Der Anstieg der Umsätze der Division Event Catering im Vergleich zum Vorjahr ist zum einen durch zahlreiche Großveranstaltungen im Bereich des Sports und zum anderen durch eine gute Entwicklung der Classic Events am nationalen Markt begründet. Weiters wurde im Zuge des Joint Ventures mit Fortnum & Mason erstmals die "Tatton Flower Show" in Großbritannien durchgeführt.

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel in Höhe von EUR 29,58 Mio liegen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 auf Vorjahresniveau (VJ: EUR 29,54 Mio). Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 13,3 %.

Ergebnis

Das konsolidierte Betriebsergebnis (EBIT) der DO & CO Gruppe beträgt für das erste Halbjahr im Geschäftsjahr 2010/2011 EUR 15,22 Mio und liegt damit um EUR 4,44 Mio höher als das Betriebsergebnis des Vergleichszeitraumes des Vorjahres.

Das EBITDA der DO & CO Gruppe liegt bei EUR 23,92 Mio. Das bedeutet einen Anstieg von EUR 4,78 Mio gegenüber dem EBITDA des Vergleichszeitraumes des Vorjahres.

Konzern Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz in m € 120,59 96,14 24,45 25,4% 222,72 184,47 38,25 20,7%
EBITDA in m € 14,94 11,62 3,33 28,6% 23,92 19,14 4,78 25,0%
Abschreibungen in m € -4,54 -4,28 0,26 6,1% -8,70 -8,36 0,34 4,1%
EBIT in m € 10,41 7,34 3,07 41,8% 15,22 10,78 4,44 41,2%
EBITDA-Marge in % 12,4% 12,1% 10,7% 10,4%
EBIT-Marge in % 8,6% 7,6% 6,8% 5,8%
MitarbeiterInnen 3.951 3.756 195 5,2% 3.794 3.623 171 4,7%

Im Bereich des Materialaufwandes und Aufwandes für bezogene Leistungen erhöhten sich die Kosten in Relation zum Umsatz von 39,8 % im Vorjahr auf 41,5 %. In absoluten Zahlen stieg der Materialaufwand um EUR 19,05 Mio (25,9 %) bei einem Umsatzwachstum von 20,7 %.

Der Personalaufwand in Relation zum Umsatz konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 von 33,2 % auf 30,8 % reduziert werden. In absoluten Zahlen stiegen die Personalkosten von EUR 61,24 Mio auf EUR 68,68 Mio.

Die Abschreibungen sind von EUR 8,36 Mio im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 auf EUR 8,70 Mio gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg von EUR 4,77 Mio bzw. 13,5 %. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Mieten, Pachten und Betriebskosten und höhere Reisekosten begründet.

Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) beträgt im ersten Halbjahr 2010/2011 31,2 % (1. Halbjahr 2009/2010: 31,7 %).

Das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2010/2011 beträgt EUR 7,67 Mio und liegt um EUR 2,19 Mio über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Earnings per share liegen damit bei EUR 1,00.

Bilanz

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens kommt es zu einer Erhöhung von EUR 43,33 Mio gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2010. Dies ist zum einen auf einen sehr deutlichen Anstieg der liquiden Mittel, zum anderen auf einen saisonal bedingten Anstieg der Forderungen zurückzuführen.

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um Buchwerte der Firmenwerte) verzeichnet im Vergleich zum Bilanzstichtag einen Anstieg um EUR 10,79 Mio von EUR 87,34 Mio zum 31. März 2010 (zusätzlich bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen) auf EUR 98,12 Mio zum 30. September 2010, was im Wesentlichen durch das Konzernergebnis bedingt ist.

Die Eigenkapitalquote (nach Bereinigung um Buchwerte der Firmenwerte) liegt bei 45,4 % im Vergleich zu 50,9 % zum 31.März 2010 (zusätzlich bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verzeichnen einen deutlichen Anstieg um EUR 35,08 Mio auf EUR 100,45 Mio im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit begründet.

Cash Flow

Der operative Cash Flow von EUR 40,65 Mio liegt um EUR 15,42 Mio höher als jener des Vorjahres. Dieser Anstieg ist vor allem durch das deutlich verbesserte Periodenergebnis bedingt. Zusätzlich wurde der operative Cash Flow durch eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und eine Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen gestärkt.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist aufgrund höherer Investitionstätigkeit auf EUR -9,46 Mio gestiegen (VJ: EUR -6,28 Mio).

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -3,47 Mio (VJ: EUR -15,96 Mio). Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 wurden Finanzverbindlichkeiten zurückgeführt.

MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 3.623 auf 3.794 Beschäftigte. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens in der Türkei begründet.

Airline Catering

Mit der deutlichen Schwerpunktsetzung auf höchste Qualität und Service konnte die größte DO & CO Division, Airline Catering, das starke Wachstum des ersten Quartals von Umsatz und Ergebnis fortsetzen.

Weltweit setzen 19 DO & CO Gourmetküchen in New York, London, Frankfurt, München, Mailand, Malta, Salzburg, Wien, Linz, Graz sowie an weiteren neun Standorten in der Türkei neue Standards im Premiumsegment des Airline Caterings.

Mehr als 60 Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Darunter finden sich die wichtigen nationalen Kunden wie Austrian Airlines Group und NIKI sowie zahlreiche namhafte internationale Airlines wie Turkish Airlines, British Airways, Singapore Airlines, Oman Air, Cathay Pacific, Emirates Airlines, Etihad Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, South African Airways, KLM, Iberia und Air France.

Airline Catering Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz in m € 94,82 72,68 22,13 30,5% 170,56 134,08 36,49 27,2%
EBITDA in m € 12,47 9,39 3,08 32,9% 19,19 14,79 4,40 29,7%
Abschreibungen in m € -3,91 -3,51 0,40 11,5% -7,32 -6,97 0,36 5,2%
EBIT in m € 8,56 5,88 2,68 45,6% 11,86 7,83 4,04 51,6%
EBITDA-Marge in % 13,2% 13,1% 11,3% 11,1%
EBIT-Marge in % 9,0% 8,1% 7,0% 5,8%
Anteil am Konzernumsatz in % 78,6% 75,6% 76,6% 72,7%

EBITDA und EBIT verbesserten sich daher gegenüber den Ergebnissen des ersten Halbjahres des Vorjahres erheblich. Das EBITDA liegt mit EUR 19,19 Mio um EUR 4,40 Mio (29,7 %) über dem Vorjahr. Das EBIT ist von EUR 7,83 Mio auf EUR 11,86 Mio gestiegen. Die EBIT Marge konnte im Airline Catering von 5,8 % im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 auf 7,0 % erhöht werden.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 hat sich die Verbesserung der Margen weiter fortgesetzt. Alle wichtigen Märkte der Division verzeichneten ein Wachstum. Besonders in der Türkei und an den anderen internationalen Standorten konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden.

In der Türkei ist sowohl die Entwicklung bei den Drittkunden als auch bei dem Hauptkunden Turkish Airlines als überaus positiv hervorzuheben. Das Umsatzwachstum von Turkish Airlines ist in der Flottenexpansion und im verstärkten Returncatering auf der Kurzstrecke begründet. Weiters erfolgte eine Ausdehnung des Dienstleistungsspektrums für die Turkish Airlines. Dazu zählen das weltweite Equipment- und Beveragemanagement für die Turkish Airlines und ein modernes Trainingscenter zur Ausbildung der Cabin Crew von Turkish Airlines. Zusätzlich sorgen "DO & CO Flying Chefs" seit Beginn des Wirtschaftsjahres für das leibliche Wohl der Firstund Business- Class Passagiere auf Langstreckenflügen von Turkish Airlines.

An beinahe allen internationalen DO & CO Standorten ist ein deutliches Umsatzwachstum zu verzeichnen. Dies ist vor allem auf zahlreiche Akquisitionen von Neukunden zurückzuführen.

Im Besonderen ist in diesem Zusammenhang der Standort London Heathrow mit dem erfolgreich abgeschlossenen Catering Start-up für den Kunden Emirates zu erwähnen. Mit Beginn des zweiten Quartals 2010/2011 hat DO & CO für alle der 5 täglichen Flüge von London Heathrow nach Dubai das Catering übernommen. Dabei werden First-, Business- und Economy-Class Passagiere von Emirates unter anderem in modernen Airbus A380 Großraumflugzeugen mit frischen Speisen von höchster DO & CO Qualität verwöhnt.

Weiters konnte DO & CO Italien im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 dank der Akquirierung der Neukunden Cathay Pacific und Singapore Airlines den Vorjahresumsatz deutlich übertreffen. An den deutschen DO & CO Standorten Frankfurt und München konnten Oman Air und Qatar Airways zum Umsatzwachstum beitragen.

In Österreich zeigt sich über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 eine stabile Entwicklung beim wichtigsten Airline Kunden Austrian Airlines. Bei den Dritt-Airlines zeigt sich ein erfreuliches Wachstum vor allem beim Kunden NIKI. Dieses beruht größtenteils auf dem Ausbau des Streckennetzes und der Flotte.

International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering betrug im ersten Halbjahr 2010/2011 EUR 22,57 Mio und wies damit eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf (VJ: EUR 20,85 Mio).

International Event Catering Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz in m € 11,20 8,91 2,29 25,7% 22,57 20,85 1,72 8,2%
EBITDA in m € 1,32 1,13 0,19 16,6% 2,43 2,12 0,31 14,8%
Abschreibungen in m € -0,25 -0,28 -0,04 -12,6% -0,51 -0,37 0,14 36,6%
EBIT in m € 1,07 0,85 0,22 26,4% 1,92 1,75 0,18 10,1%
EBITDA-Marge in % 11,8% 12,7% 10,8% 10,2%
EBIT-Marge in % 9,6% 9,5% 8,5% 8,4%
Anteil am Konzernumsatz in % 9,3% 9,3% 10,1% 11,3%

Nach einem Rückgang im ersten Quartal 2010/2011, der aus dem Formel 1 Kalender resultiert, zeigen die Umsätze im zweiten Quartal 2010/2011 für die Bereiche Major Events und Classic Events eine Steigerung.

Die positive Entwicklung der Major Events ist vor allem auf die zahlreichen Großveranstaltungen im Bereich des Sports zurückzuführen.

Zu diesen zählen unter anderem das UEFA Champions League Finale 2010 in Madrid im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011. Bei dem wichtigsten europäischen Fußballereignis sind über 5.000 VIP Gäste in den Genuss des DO & CO Caterings gekommen.

Weiters wurden beim alljährlichen ATP Tennis Masters in Madrid – ebenfalls im ersten Quartal über 35.000 VIP-Gäste gastronomisch verwöhnt.

Das in diesem Geschäftsjahr angelaufene Eventcatering in der Türkei fand im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 seinen bisherigen Höhepunkt. Bei den Endrundenspielen der Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul konnte das lokale DO & CO Team mit Unterstützung und Know How aus Österreich sowohl für ein außergewöhnliches Ambiente als auch für das leibliche Wohl sorgen.

Ein Kernelement der Division International Event Catering ist nach wie vor die kulinarische Betreuung der Formel 1 Grands Prix. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 konnte DO & CO bei 12 Grands Prix mit insgesamt 34.000 VIP Gästen eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass die höchste Klasse des Motorsports mit feinstem DO & CO Catering perfekt harmoniert.

Das Wachstum bei den Classic Events beruht vor allem auf der guten Auslastung im Bereich des nationalen Eventcaterings am heimischen Markt. DO & CO betreute zahlreiche Veranstaltungen aus Wirtschaft, Politik und Sport einerseits sowie private Events andererseits. Höchste Qualität und vollste Kundenzufriedenheit als oberste Prämissen werden von Kunden aus allen Segmenten besonders geschätzt und stellen die Basis für den kontinuierlichen Erfolg dar.

Außerhalb von Österreich ist der erste Event im Zuge der neuen Partnerschaft mit Fortnum & Mason in Großbritannien besonders zu erwähnen. Das Catering bei der "Tatton Flower Show", welche im Juli stattfand, ist der Start für die Expansion im Königreich.

Das EBITDA der Division International Event Catering liegt im ersten Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2010/2011 mit EUR 2,43 Mio über jenem des Vergleichszeitraumes des Vorjahres (EUR 2,12 Mio). Die EBITDA Marge konnte von 10,2 % im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 10,8 % gesteigert werden. Das EBIT stieg von EUR 1,75 Mio auf EUR 1,92 Mio. Die EBIT Marge liegt mit 8,5 % auf Vorjahresniveau (8,4 %).

Restaurants, Lounges & Hotel

Restaurants, Lounges & Hotel Zweites Quartal 1. Halbjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz in m € 14,57 14,55 0,03 0,2% 29,58 29,54 0,04 0,1%
EBITDA in m € 1,15 1,10 0,05 4,8% 2,30 2,22 0,07 3,3%
Abschreibungen in m € -0,38 -0,49 -0,11 -21,9% -0,87 -1,02 -0,15 -15,0%
EBIT in m € 0,77 0,61 0,16 25,9% 1,43 1,20 0,23 18,8%
EBITDA-Marge in % 7,9% 7,6% 7,8% 7,5%
EBIT-Marge in % 5,3% 4,2% 4,8% 4,1%
Anteil am Konzernumsatz in % 12,1% 15,1% 13,3% 16,0%

Im ersten Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2010/2011 konnte in der Division Restaurants, Lounges & Hotel ein Umsatz von EUR 29,58 Mio erzielt werden. Damit liegt der Umsatz der Division auf Vorjahresniveau.

Klassische DO & CO Restaurantstandorte wie am Stephansplatz und in der Albertina konnten sich im ersten Halbjahr 2010/2011 sehr gut behaupten. Die Umsätze wurden an diesen Standorten im Vergleich zum Vorjahr übertroffen. Umsatzeinbußen mussten hingegen am Standort Casino Baden hingenommen werden. Darüber hinaus sind die Umsätze der "Swarovski Kristallwelten" am Standort Wattens in den Segmenterlösen des ersten Halbjahres des Wirtschaftsjahres 2010/2011 im Unterschied zum Vorjahr nicht mehr enthalten, da dieser Standort geschlossen wurde.

Das Segment der Lounges weist eine zufriedenstellende Entwicklung auf. So verzeichnen die bestehenden Lounges in New York deutliche Zuwächse bei den Gästezahlen. In der Türkei wurde mit der Turkish Airlines Lounge am Flughafen Adana ein weiterer Expansionsschritt gesetzt. In den First Class Lounges in Frankfurt, die für Lufthansa betrieben werden, konnten gleich viele Gäste wie im Vorjahreszeitraum kulinarisch betreut werden. In den Austrian Airlines Lounges in Wien mussten hingegen Umsatzeinbußen hingenommen werden.

Die Demel Cafés in Wien und Salzburg konnten ihre Umsätze steigern. Das verzeichnete Wachstum liegt über jenem der gesamten Division Restaurants, Lounges & Hotel.

Ebenso äußerst zufriedenstellende Ergebnisse weist auch das DO & CO Hotel in Wien aus. Diese konnten im ersten Halbjahr sowohl durch eine höhere Auslastung als auch durch höhere Logiserlöse erzielt werden.

Im Segment der Mitarbeiter-Restaurants ist von einer stabilen Entwicklung zu berichten.

Das EBITDA in Höhe von EUR 2,30 Mio liegt damit leicht über dem Vorjahr (EUR 2,22 Mio), ebenso konnte das EBIT mit EUR 1,43 Mio gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht gesteigert werden. Sowohl die EBITDA Marge als auch die EBIT Marge konnten auf 7,8 % (VJ: 7,5 %) bzw. auf 4,8 % (VJ: 4,1 %) leicht verbessert werden.

Aktie / Investor Relations

Die Aktienmärkte waren im ersten Halbjahr 2010 durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die Griechenlandkrise und die Herabstufung der Bonität europäischer Schuldnerländer negativ geprägt. Der ATX ist im Berichtszeitraum um 3,5 % gesunken und schloss am 30. September 2010 bei 2.542 Punkten (31.3.2010: 2.634 Punkte).

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Kursanstieg um 20,6 % und schloss am 30. September 2010 mit einem Kurs von EUR 19,29. Dieser Kurs entspricht einer Marktkapitalisierung von EUR 147,53 Mio (unter Berücksichtigung der bis zum Stichtag rückgekauften Aktien).

DO & CO Aktie in EUR | ATX (Austrian Traded Index)

Das am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde per 23. September 2010 beendet. Insgesamt wurden im Rahmen dessen 147.078 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %.

Die an der Wiener Börse im Prime Market gelistete DO & CO Restaurants & Catering AG hat bei der türkischen Finanzmarktaufsicht (Capital Markets Board) einen Antrag auf Registrierung von Aktien eingebracht, damit sämtliche Aktien nicht nur an der Wiener Börse sondern in Zukunft auch an der Börse in Istanbul gehandelt werden können. Weiters wird angedacht, aus dem genehmigten Kapital eine Kapitalerhöhung um bis zu 25 % des Grundkapitals durchzuführen, wobei die Mittel aus einer solchen Kapitalerhöhung zur Stärkung der Gesellschaft für Investitionen, zum Ausbau ihrer Marktpräsenz sowie für allfällige Akquisitionsmöglichkeiten verwendet werden sollen. Zur weiteren Erhöhung des Free Float ist zusätzlich angedacht, dass die bestehenden Kernaktionäre in ihrem Besitz befindliche Aktien im Ausmaß von insgesamt bis zu knapp 13 % des Grundkapitals (vor Kapitalerhöhung) und die Gesellschaft ihre eigenen Aktien, die im Zuge des Aktienrückkaufprogramms erworben wurden, verkaufen. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung und der Verkäufe würde somit der Streubesitz in der Gesellschaft auf rund 47 % erhöht werden.

Aktionärsstruktur

Die Attila Dogudan Privatstiftung ist mit 55,45 % Mehrheitsaktionär der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 25,22 %. Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (sämtliche Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den Stichtag 30. September 2010 und berücksichtigen die zu diesem Zeitpunkt rückgekauften eigenen Anteile).

Finanzkalender

4.11.2010 Ergebnis für das erste Halbjahr 2010/2011
10.02.2011 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2010/2011

Investor Relations

DO & CO bekennt sich zu hoher Transparenz gegenüber allen Zielgruppen der Financial Community. In diesem Sinne wurden im Laufe des Jahres regelmäßig die Konzernergebnisse veröffentlicht sowie relevante Ereignisse in Presseaussendungen bekanntgegeben.

Alle Veröffentlichungen sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Ausblick

In der Division Airline Catering hat die Volatilität des Marktgeschehens weiter abgenommen und die Erholung von der Wirtschafts- und Finanzkrise hält an. DO & CO konnte in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres einen Anstieg der Passagierzahlen bei den Fluglinien feststellen. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend, zumindest moderat, auch in den nächsten Monaten weiter fortsetzen wird.

In der Türkei setzt sich die dynamische Aufwärtsentwicklung der Turkish Airlines und anderer Airlines fort. Der Einsatz von "DO & CO flying chefs" soll auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines in den Folgemonaten weiter forciert werden mit dem Ziel, sämtliche Destinationen der Langstrecke abzudecken. Seit Mitte Oktober dieses Geschäftsjahres werden 8 Langstreckendestinationen von "DO & CO flying chefs" betreut.

DO & CO konnte in London Heathrow mit dem Kunden Emirates das Start-up erfolgreich absolvieren. Derzeit werden täglich 5 Flüge von London Heathrow nach Dubai von DO & CO in bewährter Qualität betreut. Dabei werden von Emirates unter anderem moderne Airbus A380 Großraumflugzeuge eingesetzt. In den nächsten Monaten liegt der Fokus auf der Optimierung der Prozessabläufe.

In der Division International Event Catering sind neben nationalen und internationalen Veranstaltungen von Privat- und Firmenkunden vor allem die Formel 1 Grands Prix in Süd-Korea und Abu Dhabi als Highlights der nächsten Monate zu sehen. Insbesondere beim Grand Prix am Circuit in Abu Dhabi werden 15.000 VIP Gäste erwartet, die auf höchster kulinarischer Ebene von DO & CO verwöhnt werden. Zusätzlich wurden erste Vorbereitungen für die in der Ukraine und Polen stattfindende EURO 2012 begonnen, welche sich in den nächsten Monaten noch weiter intensivieren werden. Weiters nimmt DO & CO an Ausschreibungen für internationale Großveranstaltungen teil.

Die Division Restaurants, Lounges und Hotel wird mit dem weltweit ersten HENRY Gourmet Shop um ein weiteres Segment erweitert. Dieser wurde Ende Oktober im neuen Billa Corso am Neuen Markt, in der Wiener Innenstadt, eröffnet. 'Henry – the art of living' bietet dem Kunden gesunde, leichte, unkomplizierte und authentische Küche – für zu Hause, Büro und zwischendurch. Die Kombination von Handels- und Gastronomiekompetenz bietet ein innovatives Gourmetkonzept an, welches bei Erfolg an Hochfrequenzstandorten vervielfältigt werden soll.

Ebenso ist hinsichtlich der Entwicklung der klassischen DO & CO Restaurantstandorte und dem DO & CO Hotel in Wien ein weiteres Wachstum zu erwarten.

Im Bereich der Lounges konnte am Flughafen London Heathrow Emirates als neuer Kunde gewonnen werden. Ab Oktober 2010 übernimmt DO & CO die kulinarische Betreuung der Premium-Passagiere von Emirates. Im Vordergrund steht die Optimierung der Prozessabläufe, um dem Kunden einen auf höchstem Qualitätsniveau beruhenden Service bieten zu können. Weltweit werden insgesamt 12 Lounges von DO & CO betrieben.

Des Weiteren nimmt DO & CO aktuell an internationalen Ausschreibungen teil.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre sehr zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards und sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Für das 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 wird daher – sollten keine unvorhergesehenen, insbesondere nicht im Einfluss von DO & CO liegenden Umstände eintreten – eine plankonforme Entwicklung der Ergebnisse erwartet.

Wien, am 3. November 2010

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Kennzahlen Glossar

EBITDA-Marge

Setzt das EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Relation zum Umsatz

EBIT-Marge

Setzt das EBIT (Betriebsergebnis) in Relation zum Umsatz

Eigenkapital-Quote

Zeigt das Verhältnis des um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte bereinigten Eigenkapitals zum Gesamtkapital

Nettozinsverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Gearing Ratio

Zeigt die Finanzierungsgebarung als Verhältnis Nettozinsverbindlichkeiten zu Eigenkapital (bereinigt um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte)

Working Capital

Ist der Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital

Free Cash-Flow

Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit zuzüglich Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit

ROS – Return on sales

Ist die Umsatzrendite und wird durch Gegenüberstellung des EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) zu Umsatz ermittelt

Capital Employed

Eigenkapital nach Dividendenzahlungen abzüglich der Buchwerte der Firmenwerte zuzüglich verzinsliches Fremdkapital und Nettozinsverbindlichkeiten abzüglich Finanzanlagen

ROCE – Return on capital employed

Zeigt die Verzinsung des investierten Kapitals durch Gegenüberstellung des EBIT vor Firmenwertabschreibungen abzüglich der bereinigten Steuern im Vergleich zum durchschnittlichen Capital Employed

ROE – Return on equity

Versteuertes Ergebnis (vor Firmenwertabschreibungen) wird dem durchschnittlichen Eigenkapital nach Dividendenausschüttungen und nach Abzug der Buchwerte der Firmenwerte gegenübergestellt

Konzernabschluss 1. Halbjahr 2010/2011

der DO & CO Gruppe nach IFRS

Konzernbilanz zum 30. September 2010

A K T I V A
in TEUR
30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Immaterielle Vermögenswerte 23.379 27.020 25.352 28.733
Sachanlagen 61.547 55.444 59.143 57.548
Finanzanlagen 2.004 1.971 1.645 1.536
Anlagevermögen 86.930 84.434 86.140 87.817
Übriges langfristiges Vermögen 1.201 947 1.770 1.046
Langfristiges Vermögen 88.131 85.381 87.910 88.863
Vorräte 12.393 11.767 10.333 11.238
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.060 36.424 31.213 31.875
Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen 16.324 18.249 14.026 18.022
Liquide Mittel 57.294 17.676 29.171 15.132
Kurzfristiges Vermögen 128.071 84.115 84.742 76.267
Latente Steuern 3.830 5.952 3.116 4.227
Summe Aktiva 220.033 175.448 175.768 169.357
P A S S I V A
in TEUR
30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Grundkapital 15.590 15.590 15.590 15.590
Kapitalrücklagen 34.066 34.464 34.464 34.464
Gewinnrücklagen 31.787 24.043 24.043 23.124
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -4.708 -6.951 -5.636 -6.502
Eigene Anteile -1.495 -439 -1.221 -162
Konzernergebnis 7.667 5.474 9.659 2.084
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 82.908 72.181 76.898 68.598
Anteile anderer Gesellschafter 19.270 14.320 16.442 12.075
Eigenkapital 102.177 86.501 93.340 80.672
Langfristige Rückstellungen 17.410 15.896 16.805 14.771
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 8.503
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0 214 257 225
Langfristige Verbindlichkeiten 17.410 16.109 17.062 23.499
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 56.633 44.044 36.185 31.767
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 916 0 6.699
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.853 20.736 21.625 17.979
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 11.960 7.142 7.555 8.740
Kurzfristige Verbindlichkeiten 100.445 72.838 65.366 65.185
Summe Passiva 220.033 175.448 175.768 169.357

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das 1. Halbjahr 2010/2011

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Umsatzerlöse 120.590 96.139 222.717 184.467
Sonstige betriebliche Erträge 445 2.546 2.437 4.640
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -50.051 -38.845 -92.488 -73.435
Personalaufwand -35.383 -30.512 -68.684 -61.242
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -4.536 -4.276 -8.700 -8.358
Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.660 -17.712 -40.063 -35.294
EBIT - Operatives Betriebsergebnis 10.406 7.341 15.217 10.779
Finanzergebnis 642 404 1.089 524
davon aus assoziierten Unternehmen 222 321 359 435
EGT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.048 7.744 16.306 11.303
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3.190 -2.639 -5.088 -3.586
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.858 5.105 11.218 7.717
Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis -2.534 -1.488 -3.550 -2.243
Konzernergebnis 5.324 3.617 7.667 5.474

Kennzahlen je Aktie

2. Quartal 2. Quartal 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010
Anzahl der Aktien (in Stk) 7.648.122 7.748.180 7.648.122 7.748.180
Gewichtete Aktien (in Stk) 7.650.477 7.753.670 7.655.119 7.761.453
Ergebnis je Aktie 0,70 0,47 1,00 0,71

Konzern-Geldflussrechnung

für das 1. Halbjahr 2010/2011

1. Halbjahr 1. Halbjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010 / 2011 2009 / 2010 2009 / 2010 2008 / 2009
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.306 11.303 19.257 8.835
+ Abschreibungen und Wertminderungen 8.706 8.358 17.460 20.220
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Investitionsbereiches
-65 -3 374 432
+/- Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -359 -435 -110 -78
-/+ sonstige nicht zahlungswirksame Erträge / Aufwendungen 0 0 0 -838
Cash-Flow aus dem Ergebnis 24.589 19.223 36.982 28.570
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der kurzfristigen
Vermögenswerte
-13.127 -5.346 2.092 4.944
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 16.442 11.395 9.781 5.644
+/- Zunahme / Abnahme von Lieferverbindlichkeiten sowie der
übrigen Verbindlichkeiten
15.315 2.157 2.804 -11.843
+/- Währungsbedingte Veränderung des Nicht-Fondsvermögen -760 1.136 -1.383 -422
+/- Veränderung des Ausgleichsposten aus der
Schuldenkonsolidierung
373 -901 242 761
- Zahlungen für Ertragsteuern sowie Veränderung latenter
Steuern
-2.179 -2.438 -4.662 -2.991
Cash-Flow aus dem operativen Bereich 40.652 25.227 45.854 24.662
+/- Veränderungen aus Abgängen von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
129 3 104 211
- Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
-9.553 -5.556 -13.544 -24.234
-/+ Zunahme / Abnahme der langfristigen Forderungen -36 -725 -944 112
Cash-Flow aus dem Investitionsbereich -9.461 -6.279 -14.385 -23.912
- Dividendenzahlung an Aktionäre -1.914 -1.165 -1.165 -1.169
- Dividendenzahlung an Minderheitsgesellschafter -1.278 -233 -233 0
+/- Zahlungsströme aus dem Erwerb eigener Aktien -274 -277 -1.059 -162
+/- Zunahme / Abnahme der Finanzverbindlichkeiten 0 -14.285 -15.202 -10.522
Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich -3.466 -15.960 -17.659 -11.853
Cash-Flow gesamt 27.725 2.988 13.811 -11.103
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 29.171 15.132 15.132 26.069
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den
Finanzmittelbestand
399 -443 228 166
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 57.294 17.676 29.171 15.132
Fondsveränderung 27.725 2.988 13.811 -11.103

Konzern-Eigenkapitalveränderung

für das 1. Halbjahr 2010/2011

Den Anteilse ignern der DO & CO AG zurechenbarer Anteil
Übriges kum. Ergebnis
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Währungs
differenzen
ausländ. Tochter
unternehmen
Auswirkungen
Net Invest
ment
Latente
Steuer
Eigene
Ante ile
Summe Anteile
anderer
Gesell
schafter
Eigenkapital
Stand per 31. März 2009 15.590 34.464 23.124 2.084 -120 -8.720 2.338 -162 68.598 12.075 80.672
Dividendenauszahlungen 2008/2009 -1.165 -1.165 -233 -1.398
Ergebnisvortrag 2008/2009 2.084 -2.084 0 0
Gesamtergebnis 5.474 452 -1.180 278 5.025 2.478 7.504
Veränderung eigener Anteile -277 -277 -277
Stand per 30. September 2009 15.590 34.464 24.043 5.474 332 -9.899 2.617 -439 72.181 14.320 86.501
Stand per 31. März 2010 15.590 34.464 24.043 9.659 503 -8.346 2.207 -1.221 76.898 16.442 93.340
Dividendenauszahlungen 2009/2010 -1.914 -1.914 -1.278 -3.192
Eigenkapitaltransaktionskosten -398 -398 -398
Ergebnisvortrag 2009/2010 9.659 -9.659 0 0
Gesamtergebnis 7.667 555 575 -202 8.595 4.106 12.701
Veränderung eigener Anteile -274 -274 -274
Stand per 30. September 2010 15.590 34.066 31.787 7.667 1.059 -7.771 2.005 -1.495 82.908 19.270 102.177

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das 1. Halbjahr 2010/2011

2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.858 5.105 11.218 7.717
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung 60 6 1.110 687
Auswirkungen des Net Investment Approach -2.419 -1.110 575 -1.180
Ertragsteuern auf andere erfasste Erträge und Aufwendungen 615 291 -202 278
Übriges kumuliertes Ergebnis der Periode nach Steuern -1.744 -813 1.483 -214
Gesamtergebnis der Periode 6.114 4.292 12.701 7.503
Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 2.153 1.395 4.106 2.478
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Gesamtergebnis 3.961 2.897 8.595 5.025

Beteiligungsgesellschaften

der DO & CO Restaurants & Catering AG per 30. September 2010

Land Beteiligung in % 1
Obergesellschaft
Währung Nominalkapital in
THW2
Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH
Wien
Salzburg
A
A
100,0
100,0
DINV
DCAG
EUR
EUR
36
36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCAG EUR 36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH
Wien
Wien
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCCC
EUR
EUR
36 3)
799 4)
Demel Salzburg Café-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
Cafe-Restaurant & Catering im Casino Wien GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A 90,0 DCCC EUR 35
DO & CO Airline Catering Austria GmbH
Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH
Wien
Wien-Flughafen
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCCC
EUR
EUR
150 3)
800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR 25
DO & CO München GmbH Schwaig/Oberding D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Lounge GmbH
DO & CO Italy S.r.l.
Frankfurt
Vizzola Ticino
D
I
100,0
100,0
DDHO
DCAG
EUR
EUR
25 5)
1.275
DO & CO Restauración & Catering Espana, S.L. Barcelona E 100,0 DINV EUR 3
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 30 6)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 0 6)
Total Inflight Solution GmbH
DO & CO Museum Catering Ltd.
Wien
London
A
GB
100,0
100,0
DCCC
DINV
EUR
GBP
35 4)
0
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA 100,0 DINV USD 100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.
Lissabon
Istanbul
P
TK
100,0
100,0
DINV
DINV
EUR
TL
5
750
THY DO&CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK 50,0 DIST TL 30.000
DO & CO Event Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF 100
DO & CO International Catering & Logistics AG
Sky Gourmet Slovensko s.r.o.
Zürich
Bratislava
CH
SK
100,0
100,0
DINV
DSKY
CHF
EUR
100
63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DEMEL New York Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 1 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 1 8)
Giava Demel S.r.l. Mailand I 100,0 DCCC EUR 30
ISS Ground Services GmbH Wien A 49,0 DTIS EUR 218
In Gründung
Fortnum & Mason Events Ltd.
1)
DCAG = DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft
DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc.
DINV = DO & CO International Investments Ltd.
DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
DSKY = Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH
DIST = DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.
DTIS = Total Inflight Solution GmbH
2) THW = Tausend Heimatwährung
3)
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
4)
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
5)
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
6)
Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP.
7)
Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK.
London GB 50,0 DLHR GBP 0

Konzernanhang zum 1. Halbjahr 2010/2011

Der Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 30. September 2010 wurde in Anwendung der Bestimmung des § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

I. Allgemeine Erläuterungen

I.1. Grundlagen

I.1.1. Allgemein

Die DO & CO Restaurants & Catering AG ist ein international tätiger Cateringkonzern mit Sitz in Wien. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die folgenden drei Bereiche: Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel.

Die Zwischenabschlüsse der vollkonsolidierten inländischen und ausländischen Gesellschaften wurden, sofern diese nicht hinsichtlich der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die ordnungsgemäße Aufstellung der Zwischenabschlüsse aller einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgte unter Beachtung der für das Geschäftsjahr 2010/2011 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und unter Anwendung der konzerneinheitlich vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Muttergesellschaft.

Der Konzernabschluss zum 1. Halbjahr 2010/2011 entspricht den für das Geschäftsjahr 2010/2011 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Vom IASB verabschiedete neue Standards werden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet, soweit sie bis zum 30. September 2010 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, und wirken sich auf den Konzernabschluss der DO & CO – Gruppe wie folgt aus:

Die seit diesem Geschäftsjahr (2010/2011) verpflichtend anzuwendenden Regelungen der IFRS 1 revised (Erstmalige Anwendung der IFRS), IFRS 2 (Barerfüllte anteilsbasierte Vergütung), IFRS 3 revised (Unternehmenszusammenschlüsse - umfassende Überarbeitung hinsichtlich der Anwendung der Erwerbsmethode) mit den damit zusammenhängenden Folgeänderungen der IAS 27, 28 und 31, von IAS 32 (Klassifizierung von Bezugsrechten) und den Ergänzungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente, Eingebettete Derivative) hatten für den Konzern keine oder nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Auswirkungen auf die Konzernrechnungslegung der erstmaligen Anwendung von IAS 24 revised (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen) ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 sind noch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmbar bzw. haben für den Konzern nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Vorschriften des ab diesem Geschäftsjahr (2010/2011) verpflichtend anzuwendenden IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten von Kunden) sowie der ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 geltenden IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente) und Ergänzungen zu IFRIC 14 (Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes) beziehen sich auf Sachverhalte, die die DO & CO – Gruppe nicht betreffen.

I.2. Konsolidierungsgrundsätze

I.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgte nach den Grundsätzen des IAS 27 (Consolidated Financial Statements). Dementsprechend wurden in den Konzernabschluss zum 30. September 2010 neben der DO & CO Restaurants & Catering AG siebzehn inländische und zweiundzwanzig ausländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält. An einer inländischen vollkonsolidierten Gesellschaft besitzt der Konzern 90 % der Anteile. Eine ausländische Gesellschaft, welche im Ausmaß von 50 % im Eigentum des Konzerns steht, wird auf Grund des Vorliegens von beherrschendem Einfluss vollkonsolidiert.

Eine ausländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 100 %-ige Beteiligung hält, wurde, wie zwei weitere ausländische Gesellschaften, an der die Gesellschaft mittelbar jeweils eine 40 %-ige Beteiligung hält, sowie eine inländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 49 %-ige Beteiligung hält, nach der Equity-Methode bilanziert.

Der Konsolidierungskreis (einschließlich der DO & CO Restaurants & Catering AG) hat sich im 1. Halbjahr 2010/2011 im Vergleich zum 31. März 2010 nicht verändert.

I.2.2. Konsolidierungsmethoden

Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. April 1997, zum späteren Erwerbszeitpunkt bzw. zum zeitnahen Bilanzstichtag vorgenommen, sofern die Auswirkungen gegenüber dem Zeitpunkt des Erwerbes von untergeordneter Bedeutung waren. Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgte auf Grundlage der Erwerbsmethode. Dabei wurde den Anschaffungskosten das neu bewertete Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt ("purchase method"). Aktive Unterschiedsbeträge wurden, soweit sie nicht den neu bewerteten Vermögenswerten zugerechnet werden konnten, als Firmenwert ausgewiesen. Gemäß dem Standard IFRS 3 Business Combinations werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment - Test) und nur im Falle einer Wertminderung abgeschrieben.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei bei unwesentlichen Auswirkungen auf das anteilig übernommene Jahresergebnis die nationalen Bewertungsmethoden beibehalten wurden.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Weiters wurden Umsatzerlöse und andere Erträge (überwiegend aus Lieferungen und Leistungen) zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen wurden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung waren. Abzinsungen und andere einseitig ergebniswirksame Buchungen wurden im Konzernabschluss berichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

I.2.3. Geschäftssegmente

DO & CO steuert die Geschäftstätigkeit nach divisionalen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt gemäß IFRS 8 ("Management Approach") und folgt den internen Berichten an den Vorstand als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (key operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

DO & CO hat Kunden, deren Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt. Umsätze mit diesen Kunden sind in allen Divisionen enthalten und belaufen sich insgesamt auf weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

I.2.4. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Zwischenabschlüsse der ausländischen Gesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung entsprechend den Vorgaben des IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates). Die funktionale Währung ist, mit Ausnahme von zwei britischen Gesellschaften, bei den ausländischen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Tochtergesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben.

Die Zwischenabschlüsse von acht ausländischen Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb des Gemeinschaftsgebietes der Staaten der Europäischen Union bzw. von zwei Tochtergesellschaften mit Sitz in Großbritannien wurden nach den Grundsätzen des modifizierten Stichtagskursverfahrens umgerechnet. Die Bilanzposten wurden mit dem Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2010 bewertet, in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs des ersten Halbjahres umgerechnet.

Stichtagsumrechnungsdifferenzen aus der Bilanz wurden ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Währungsumrechungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Eigenkapital verrechnet, wobei im Berichtsjahr ergebnisneutral insgesamt passive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von TEUR 1.371 in das Eigenkapital eingestellt wurden.

Die Bewegungen im Anlagevermögen wurden zu Durchschnittskursen dargestellt. Veränderungen des Devisenmittelkurses zum Bilanzstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnittskursen entstanden sind, wurden im Konzernanlagenspiegel als "Währungsänderungen" gesondert ausgewiesen.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einem Anteil an einem verbundenen Unternehmen zuzurechnen sind, wie insbesondere Ausleihungen aus gegebenen Darlehen an türkische, britische und amerikanische Tochtergesellschaften, wurden ergebnisneutral in einen Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt und im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs kum. Durchschnittskurs
in EUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 30. Sep 2010 30. Sep 2009
1 US-Dollar 0,732708 0,682920 0,777906 0,710173
1 Britisches Pfund 1,162858 1,099747 1,187289 1,140283
1 Türkische Lira 0,504898 0,460109 0,511127 0,466741
1 Schweizer Franken 0,752615 0,663218 0,736182 0,659206

I.3. Saisonalität

Schwankungen des Geschäftsvolumens sind im Bereich Airline Catering und International Event Catering von Bedeutung. Während das höhere Flug- und Passagieraufkommen bei Airline Kunden vor allem im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres aufgrund der Urlaubsund Chartersaison maßgeblichen Einfluss hat, sind die wechselnden Termine für Sportgroßveranstaltungen im International Event Catering ausschlaggebend.

I.4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum vorjährigen Konzernabschluss unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag (höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes) unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung gem. IAS 36 erfasst.

Die Anschaffungskosten von Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen entstehen, werden im Erwerbszeitpunkt als Überschuss der Ausgaben für den Erwerb über den Fair Value der erworbenen Vermögenswerte abzüglich der Schulden und Eventualverbindlichkeiten bewertet.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrages jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf Wertminderung geprüft ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten möglichen Ebene, die selbständig Zahlungsströme generiert, gebildet. Dieser Werthaltigkeitstest wird jährlich oder bei Vorliegen von Anzeichen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert ist, durchgeführt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, dann ist der Firmenwert um den Differenzbetrag abzuschreiben. Eine Zuschreibung in Folgejahren, bei Wegfall des Grundes der Wertminderung, ist nicht zulässig. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwertes, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung der Buchwerte der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch Berechnung des Nutzwertes nach der Discounted Cash-Flow (DCF) Methode ermittelt. Diese Berechnung basiert auf vom Management genehmigten Finanzplänen für 5 Jahre und einer ewigen Rente. Die Abzinsungsfaktoren richten sich nach den durchschnittlich gewogenen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital"). Für das erste Halbjahr 2010/2011 wurde ein WACC von 8 % herangezogen.

Beim Verkauf von Beteiligungen werden zuordenbare Firmenwerte anteilig erfolgswirksam ausgebucht.

Die aus der Kapitalkonsolidierung fortgeschriebenen Unterschiedsbeträge ergaben sich zum 30. September 2010 wie folgt:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
Im Anlagevermögen aktivierte Firmenwerte 4.056 4.056

Wertminderungen des Firmenwertes gemäß IAS 36 wurden im Berichtjahr keine vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, abzüglich von planmäßig verteilten Abschreibungen bzw. von vorgenommenen und fortgeführten Wertminderungen, bewertet. Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und die Barwerte der künftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, werden gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert wertgemindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Für Zugänge in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde die volle Jahresabschreibung, für Zugänge nach dem 30. September 2009 die halbe Jahresabschreibung verrechnet bzw. wurden Abschreibungen pro rata temporis angesetzt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Anlagevermögens lagen unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen bzw. technischen Nutzungsmöglichkeiten überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

a) Immaterielle Vermögenswerte 2,0 bis 25,0 Jahre
b) Grundstücke und Bauten 25,0 und 40,0 Jahre
c) Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 10,0 Jahre
d) Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 10,0 Jahre
e) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Geringwertige Vermögenswerte wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten im Jahr des Zugangs jeweils auf einen Merkposten abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Vermögenswerte überwiegend nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren als Abgang dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand und Baukostenzuschüsse Dritter (Investitionszuschüsse) wurden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des geförderten Vermögenswertes ergebniswirksam aufgelöst.

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen waren und bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die sich aus dem Eigentum an einem Vermögenswert ergeben, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), wurden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leases) mit dem Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden abgezinst und unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu den Anschaffungskosten. Der Buchwert der ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt zum Stichtag unverändert zum Vorjahr TEUR 0,00.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bewertet.

Die Wertpapiere werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit aktuellen beizulegenden Werten basierend auf Börsenotierungen bewertet. Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Vorräte

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen am Stichtag. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte überwiegend nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren sowie nach dem FIFO-Verfahren. Die mengenmäßige Erfassung erfolgte durch eine zeitnahe körperliche Bestandsaufnahme zu den Stichtagen.

Liefer- und sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen vorgenommen wurden und der niedrigere beizulegende Wert anzuwenden war. Zinsenlose oder nicht verzinste langfristige Forderungen wurden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften wurden mit dem Devisengeldkurs zum Stichtag bewertet.

Kurzfristiges Finanzvermögen

Das kurzfristige Finanzvermögen (Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten) wurde unter den liquiden Mitteln ausgewiesen und im Falle von Fremdwährungsbeständen mit den Tageswerten zum Stichtag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Übereinstimmung mit IAS 12 (Income Taxes) für alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und der Steuerbilanz eingestellt. Die Abgrenzungen wurden unter Beachtung des landesüblichen Ertragsteuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens zum Zeitpunkt der Umkehr der Wertdifferenz ermittelt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden in dem Umfang angesetzt, in dem mit einer zukünftigen Verwertung derselben innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes gerechnet werden kann.

Rechnungsabgrenzungen

Rechnungsabgrenzungen wurden unter den sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es handelte sich hierbei um Ausgaben oder Einzahlungen vor den Stichtagen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach den Stichtagen sind.

Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern österreichischer Konzerngesellschaften zur Entrichtung einer einmaligen Abfertigung im Kündigungsfall oder zum Zeitpunkt des Pensionsantrittes erfolgte nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Benefit-Obligation Method"). Dabei wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,0 % p.a. (31.3.2010: 5,0 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 3,0 % p.a. (31.3.2010: 3,0 % p.a.) bei einem angenommenen Pensionsantrittsalter von 60 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern ermittelt.

Für in österreichischen Gesellschaften beschäftigte Dienstnehmer wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen als abfertigungsähnliche Verpflichtung passiviert. Die Berechnung derselben erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Rückstellungen wurden unter Ansatz eines altersabhängigen Fluktuationsabschlages passiviert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden unverändert zu den Vorjahren sofort im Jahr des Entstehens ergebniswirksam im Personalaufwand verrechnet. Leistungsorientierte Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden rückgestellt, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen.

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgt (unverändert zum 31.3.2010) unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 14,25 % p.a. sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 11,0 % p.a.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen aus der einem ehemaligen Mitarbeiter eingeräumten Pensionszusage erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen der österreichischen Konzerngesellschaften.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen wurden für alle rechtlichen oder tatsächlichen Verpflichtungen gegenüber Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses angesetzt, wenn es wahrscheinlich war, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Die Rückstellungen wurden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Zwischenabschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden konnte.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisenbriefkurs am Stichtag.

Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Stichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die in der Zukunft tatsächlich zu realisierenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Kundenverträgen und Sachanlagen und in den Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen und Fluktuationsraten bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen, Abfertigungsansprüchen und ähnlichen Ansprüchen. Weiters erfolgt die Beurteilung über die Realisierbarkeit von latenten Steuern durch die Einschätzung des Managements, ob eine Verwertbarkeit aller latenten Steuern gegeben ist.

Vor allem bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und sonstigem Anlagevermögen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die erwarteten abgezinsten Nettogeldflüsse und Kapitalkostensätze getroffen. Diese Schätzungen werden aufgrund von Erfahrungswerten und unter der Prämisse der Unternehmensfortführung und nach bestem Wissen vorgenommen. Die verbleibende Unsicherheit wird somit in angemessener Weise berücksichtigt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Änderungen von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Es kam im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu keinen Änderungen der Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

II.1. Konzernbilanz zum 30. September 2010

(1) Anlagevermögen

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Immaterielle Vermögenswerte 23.379 27.020 25.352 28.733
Sachanlagen 61.547 55.444 59.143 57.548
Finanzanlagen 2.004 1.971 1.645 1.536
Summe 86.930 84.434 86.140 87.817

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im ersten Halbjahr 2010/2011 sowie im Vorjahr sind im beiliegenden Konzern-Anlagespiegel angegeben. Als Währungsänderungen sind jene Beträge ausgewiesen, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte der ausländischen Tochtergesellschaften mit den unterschiedlichen Bilanzstichtagskursen und durch die Verwendung des Durchschnittskurses für unterjährige Bewegungen resultierten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde Airline Catering Equipment mit einem Buchwert von TEUR 884 in einer türkischen Tochtergesellschaft vom Anlagevermögen in die Vorräte umgegliedert.

Als immaterielle Vermögenswerte wurden zum Stichtag ausschließlich Firmenwerte und sonstige Rechte, wie insbesondere Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte, sowie Softwarelizenzen ausgewiesen. Aktivierbare selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen im Konzern nicht vor.

Der Grundwert der im Sachanlagevermögen erfassten Grundstücke beträgt TEUR 667 (31.3.2010: TEUR 675).

Das Bestellobligo zum 30. September 2010 für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt TEUR 2.377 (31.3.2010: TEUR 1.119).

Im Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurden aufgrund von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen folgende Beträge berücksichtigt:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
Anschaffungskosten 2.299 2.299
Kumulierte Abschreibung 2.299 2.299
Buchwert 0 0

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen resultierten aus Miet- oder Leasingverträgen für bewegliche Vermögenswerte sowie aus Miet- und Pachtverträgen für Immobilien wie folgt:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
in den folgenden 12 Monaten 23.773 20.822
in den folgenden fünf Jahren 118.871 104.720

Darüber hinaus bestehen aufgrund langfristiger Mietverträge (Kündigungsverzicht bis längstens 2035) Verpflichtungen in Höhe von TEUR 91.423 (31.3.2010: TEUR 93.879).

Im Posten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Festwerte in Höhe von TEUR 956 (31.3.2010: TEUR 956) für Geschirr, Besteck, Tischwäsche und Gebinde enthalten. Die Festwerte wurden überwiegend bei den Gesellschaften aktiviert, welche Umsätze aus dem Bereich Restaurants, Lounges & Hotel erzielten.

Finanzanlagen

Die assoziierten Unternehmen sind zur Gänze at-equity bilanziert und haben sich wie folgt entwickelt:

1. Halbjahr 1. Halbjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4 1.432 1.322
Gewinnausschüttung 0 0
Anteilige Periodenergebnisse 359 435
Summe 1.790 1.757

Der Bilanzansatz der assoziierten Unternehmen, welche sämtlich nicht-börsennotierte Gesellschaften sind, ergibt sich aus nachfolgender Aufstellung:

1. Halbjahr 1. Halbjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Sky Gourmet Malta Ltd. 318 382
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. 114 94
Giava Demel S.r.l. 0 0
ISS Ground Services GmbH 1.358 1.282
Summe 1.790 1.757

Die sonstigen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kurswerten bewertet.

(2) Übriges langfristiges Vermögen

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.201 947 1.770 1.046
Summe 1.201 947 1.770 1.046

Das übrige langfristige Vermögen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften umfasste im Wesentlichen die aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres zum 31. März 2010 langfristigen Charakter darstellenden aktivierten Ertragsteuervorauszahlungen der DO & CO Restaurants & Catering AG sowie geleistete Kautionen für angemietete Räumlichkeiten.

(3) Vorräte

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.886 5.193 4.931 5.460
Waren 6.507 6.574 5.402 5.778
Summe 12.393 11.767 10.333 11.238

Im Posten Waren wurden mit TEUR 2.442 (31.3.2010: TEUR 2.427) Festwerte für Geschirr, Besteck, Tischwäsche, Servierbehelfe und Gebinde sowie sonstige Arbeitsbehelfe unter Berücksichtigung des zukünftigen Nutzens erfasst.

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen

Die Zusammensetzung des kurzfristigen Umlaufvermögens mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zeigte sich wie folgt:

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.060 36.424 31.213 31.875
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
720 631 697 631
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13.829 16.158 12.653 16.509
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.776 1.460 676 882
Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie
sonstiges kurzfristiges Vermögen
16.324 18.249 14.026 18.022
Summe 58.385 54.673 45.239 49.897

Die Wertberichtigungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für allfällige Ausfallsrisiken sowie für Zinsverluste stellen sich wie folgt dar:

1. Halbjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4. 1.498 1.663
Zuführung 247 551
Umgliederung / Währungsänderung 9 12
Verbrauch -72 -569
Auflösung -56 -159
Summe 1.627 1.498

Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
noch nicht fällig 31.015 20.480
weniger als 20 Tage 4.296 4.239
mehr als 20 Tage aber weniger als 40 Tage überfällig 3.145 2.688
mehr als 40 Tage aber weniger als 80 Tage überfällig 1.513 1.897
mehr als 80 Tage überfällig 1.620 1.419
Summe 41.590 30.723

Die Wertberichtigung zu den sonstigen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

1. Halbjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4. 130 86
Zuführung 0 48
Umgliederung / Währungsänderung 0 0
Verbrauch 0 -4
Auflösung 0 0
Summe 130 130

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 30. September in der Höhe von TEUR 16.318 (31.3.2010: TEUR 7.841) Forderungen gegenüber einzelnen Kunden enthalten, die zum Stichtag 30. September 2010 mehr als 20 % der insgesamt ausstehenden Forderungen betragen. Diese Forderungen sind bis Ende Oktober 2010 fast zur Gänze beglichen. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Stichtag schließen lassen. In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind in Höhe von TEUR 10.332 Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden enthalten, die laufend gutgeschrieben werden. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Stichtag schließen lassen.

(5) Liquide Mittel

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Kassabestände, erhaltene Schecks 317 641 888 499
Guthaben bei Kreditinstituten 56.977 17.035 28.282 14.633
Summe 57.294 17.676 29.171 15.132

Die durchschnittliche Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten betrug im ersten Halbjahr 2010/2011 1,1 % (31.3.2010: 1,1 %).

(6) Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultierten aus folgenden zeitlich begrenzten Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 11 -3.053 16 -2.711
Sachanlagen 647 -1.171 332 -1.019
Finanzanlagen 0 -977 0 -931
Vorräte 0 -35 9 0
Forderungen 99 -53 107 -44
Konsolidierungsbuchungen 2.021 0 2.280 0
Rückstellungen 6.639 -3 4.720 -3
Verbindlichkeiten 1.035 0 198 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -34 0 -21
Summe aus Bilanzabweichungen 10.452 -5.325 7.662 -4.730
Steuerliche Verlustvorträge 6.631 0 6.047 0
Bewertungsabweichung für aktive latente
Steuern
-7.934 0 -6.040 0
Aufrechnung von Bestandsdifferenzen
gegenüber der selben Steuerbehörde
-5.319 5.319 -4.553 4.553
Summe 3.830 -6 3.116 -176

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden für aktive Bestandsdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.934 (31.3.2010: TEUR 6.040) keine latenten Steuern aktiviert, da die Realisierung dieser latenten Steueransprüche in Form künftiger Steuerentlastungen noch nicht ausreichend gesichert ist.

(7) Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital für das erste Halbjahr 2010/2011 und Vorperioden stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Grundkapital 15.590 15.590 15.590 15.590
Kapitalrücklagen 34.066 34.464 34.464 34.464
Gewinnrücklagen 31.787 24.043 24.043 23.124
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -4.708 -6.951 -5.636 -6.502
Eigene Anteile -1.495 -439 -1.221 -162
Konzernergebnis 7.667 5.474 9.659 2.084
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 82.908 72.181 76.898 68.598
Anteile anderer Gesellschafter 19.270 14.320 16.442 12.075
Summe Eigenkapital 102.177 86.501 93.340 80.672

Das Grundkapital der DO & CO Restaurants & Catering AG beträgt EUR 15.590.400,00 und entfällt auf 7.795.200 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 30. Juni 2012 um bis zu weitere EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingtes Kapital).

Das am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde per 23. September 2010 beendet. Insgesamt wurden im Rahmen dessen 147.078 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %.

Die Aktie der DO & CO Restaurants & Catering AG notiert seit 19. März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse. Die Attila Dogudan Privatstiftung ist mit 55,45 % Mehrheitsaktionär der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 25,22 %. Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (sämtliche Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den Stichtag und berücksichtigen die zu diesem Zeitpunkt rückgekauften eigenen Anteile).

In den Gewinnrücklagen sind neben den Reserven aus thesaurierten Gewinnen die Gewinnrücklagen in Höhe der in österreichischen Einzelabschlüssen in Anspruch genommenen steuerlichen Investitionsbegünstigungen ausgewiesen, wobei eine auf diese unversteuerten Rücklagen entfallende latente Steuerrückstellung unterlassen wurde. Darüber hinaus beinhalten diese neben gesetzlichen Gewinnrücklagen einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen.

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die direkt bestehenden Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO&CO Đkram Hizmetleri A.Ş. in der Höhe von 50 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis des Minderheitenanteils von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

Die Hauptversammlung vom 8. Juli 2010 hat dem Vorschlag des Vorstands der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft zugestimmt, eine Dividende von EUR 0,25 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2009/2010 auszuschütten. Dies entspricht, bezogen auf den Schlusskurs von EUR 16,0 am 31. März 2010, einer Dividendenrendite von 1,56 % (2008/2009: 1,85 %).

(8) Langfristige Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der langfristigen Rückstellungen zum Stichtag ergab sich wie folgt:

in TEUR Stand per
31. März 2010
Währungs
änderungen
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
30. Sep 2010
Abfertigungsrückstellungen PBO 11.863 204 611 0 1.091 12.547
Pensionsrückstellungen PBO 549 0 15 0 8 542
Jubiläumsgeldrückstellungen PBO 3.185 0 108 0 248 3.325
Latente Steuerrückstellungen 176 71 402 1 162 6
Sonstige Rückstellungen 1.032 -1 41 0 0 990
Summe 16.805 274 1.178 1 1.510 17.410

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder in den österreichischen Konzerngesellschaften wurden zum Stichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Projected-Benefit-Obligation Methode ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes in Höhe von 5,0 % (31.3.2010: 5,0 %), von Bezugserhöhungen in Höhe von 3,0 % (31.3.2010: 3,0 %) und von Rentensteigerungen in Höhe von 3,0 % (31.3.2010: 3,0 %).

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgte unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 14,25 % (31.3.2010: 14,25 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 11,0 % (31.3.2010: 11,0 %).

in TEUR Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010
Barwert der Verpflichtungen (PBO) am 1. April 11.863 9.744 549 533 3.185 2.824
Währungsänderungen 208 194 0 0 0 0
Dienstzeitaufwand* 869 1.170 0 0 270 197
Zinsaufwand* 296 272 13 29 72 76
Abfertigungs-/ Jubiläumsgeldzahlungen -611 -1.001 -25 -25 -108 -105
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen* 0 0 0 0 0 0
Versicherungstechnisches Ergebnis* -79 159 6 -3 -94 -21
Barwert der Verpflichtungen (PBO) per 30. September 12.547 10.538 542 534 3.325 2.970

* Diese Positionen sind im Personalaufwand erfasst

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unverändert im Entstehungsjahr ergebniswirksam berücksichtigt.

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen umfassten zum Stichtag Rückstellungen für Prozessrisiken sowie Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen.

(9) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 8.503
Summe 0 0 0 8.503

Langfristige Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von EUR 7,00 Mio waren aufgrund einer Aufrechnungsvereinbarung mit dem Guthaben bei einem Kreditinstitut saldiert auszuweisen (IAS 32.42). Demgemäß waren beide Posten um diesen Betrag reduziert darzustellen.

(10) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Sonstige Verbindlichkeiten 0 214 257 225
Summe 0 214 257 225

(11) Kurzfristige sonstige Rückstellungen

in TEUR Stand per
31. März 2010
Währungs
änderungen
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
30. Sep 2010
Steuerrückstellungen 5.553 -19 311 0 4.713 9.936
Sonstige Personalrückstellungen 10.558 23 2.350 0 5.380 13.612
Noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 1.778 19 1.612 134 5.171 5.222
Sonstige Rückstellungen 18.296 349 2.306 148 11.672 27.863
Summe 36.185 372 6.579 282 26.936 56.633

Die Vorsorgen für Personalaufwendungen umfassten im Wesentlichen die Rückstellungen für anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von TEUR 1.943 (31.3.2010: TEUR 1.676), Rückstellungen für bis zum Stichtag noch nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 6.191 (31.3.2010: TEUR 5.878) sowie andere Rückstellungen für leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von TEUR 5.478 (31.3.2010: TEUR 2.781). Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Periodenabgrenzungen.

(12) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Barvorlage 0 916 0 6.699
Summe 0 916 0 6.699

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 30. Sep 2010 30. Sep 2009 31. März 2010 31. März 2009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.853 20.736 21.625 17.979
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.014 1.595 350 989
Sonstige Verbindlichkeiten 9.468 5.298 7.054 7.655
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 479 249 151 96
Summe übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 11.960 7.142 7.555 8.740
Summe 43.813 27.877 29.180 26.719

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr resultierten aus Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden aus Umsatzsteuern und anderen vom Entgelt abhängigen Abgaben, aus Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern in Höhe der laufenden Entgeltzahlungen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
Garantien 12.798 12.659

Bei den ausgewiesenen Beträgen handelt es sich unverändert zum Vorjahr um Liefergarantien aus der Türkei und um Bankgarantien zur Sicherstellung von Ansprüchen aus Mietverhältnissen sowie zur Sicherstellung von Abgabenrückzahlungen an die italienischen Finanzbehörde.

II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2010/2011

Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

(14) Umsatzerlöse

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Airline Catering 94.819 72.684 170.565 134.078
International Event Catering 11.197 8.906 22.573 20.853
Restaurants, Lounges & Hotel 14.575 14.549 29.579 29.536
Summe 120.590 96.139 222.717 184.467

(15) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2. Quartal 2. Quartal 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010
Buchgewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen 23 7 116 40
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 104 1.676 282 1.775
Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 11 0 56 5
Versicherungsvergütungen 1 20 4 41
Mieterträge 54 59 119 97
Kursdifferenzen 9 124 964 1.178
Übrige sonstige betriebliche Erträge 242 659 896 1.505
Summe 445 2.546 2.437 4.640

(16) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) 41.789 32.954 78.309 62.215
Aufwand für bezogene Leistungen 8.261 5.890 14.180 11.220
Summe 50.051 38.845 92.488 73.435

(17) Personalaufwand

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Löhne 22.308 18.760 43.803 38.830
Gehälter 5.492 4.950 10.690 9.734
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
902 944 1.447 1.618
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
5.389 4.816 10.391 9.323
Sonstige Sozialaufwendungen 1.292 1.041 2.353 1.736
Summe 35.383 30.512 68.684 61.242

Im Rahmen einer beitragsorientierten Mitarbeitervorsorge zahlt die DO & CO Gruppe festgelegte Beiträge in Höhe von TEUR 293 (1. Halbjahr 2009/2010: TEUR 239) an Mitarbeitervorsorgekassen ein. Die Verpflichtung der DO & CO Gruppe ist durch Zahlung der Beiträge erfüllt.

(18) Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in TEUR 2. Quartal 2. Quartal 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010
Planmäßige Abschreibungen 4.536 4.276 8.700 8.358
Summe 4.536 4.276 8.700 8.358

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich wie folgt:

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen
und Ertrag fallen
427 303 727 557
Mieten, Pachten und Betriebskosten
(inkl. Airportabgaben)
11.761 10.290 22.172 19.758
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand 1.959 1.122 3.878 2.775
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen 2.393 1.987 5.128 4.319
Versicherungen 207 276 451 448
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 263 942 1.291 1.731
Werbeaufwand 264 191 436 343
Sonstiger Personalaufwand 161 76 327 162
Übriger sonstiger betrieblicher Aufwand 1.099 1.243 1.970 2.517
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige
Schadensfälle
752 199 838 296
Kursdifferenzen 702 673 1.568 1.483
Buchverluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen 12 7 51 38
Sonstiger Verwaltungsaufwand 658 404 1.227 868
Summe 20.660 17.712 40.063 35.294

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen durch höhere umsatzabhängige Flughafengebühren und höhere Reisekosten begründet.

(20) Finanzergebnis

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Beteiligungsergebnis
Ergebnis aus Beteiligungen 222 321 359 435
davon aus assoziierten Unternehmen 222 321 359 435
Summe Beteiligungsergebnis 222 321 359 435
Sonstiges Finanzergebnis
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des
Anlagevermögens
0 0 5 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 452 117 783 222
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -31 -34 -58 -133
Summe sonstiges Finanzergebnis 421 83 730 89
Summe 642 404 1.089 524

(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in TEUR 2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Ertragsteueraufwand 3.373 2.202 6.471 3.836
davon aperiodisch 0 0 0 0
Latente Steuern -183 437 -1.383 -250
Summe 3.190 2.639 5.088 3.586

Als Ertragsteuern wurden sowohl die von der DO & CO Restaurants & Catering AG und ihren Tochtergesellschaften entrichteten bzw. geschuldeten einkommensabhängigen Steuern sowie die latenten Steuerabgrenzungen erfasst.

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des gesamten Steueraufwandes zum Ergebnis vor Steuern beträgt 31,2 % (31. März 2010: 31,9 %). Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 anzuwendenden Körperschaftsteuersatz von 25 % (VJ: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote ergaben sich wie folgt:

in TEUR 30. Sep 2010 31. März 2010
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 16.306 19.257
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz 4.076 4.814
von 25 % (VJ: 25 %)
Nicht temporäre Differenzen sowie Steueraufwendungen bzw.
Steuererträge und -aufwendungen aus Vorperioden
700 446
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern sowie
Verluste, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden 648 1.310
Steuersatzänderungen und -differenzen -337 -432
Effektivsteuerbelastung 5.088 6.138
Effektivsteuersatz in % 31,2 31,9

(22) Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis

Die Anteile von Konzernfremden am Jahresgewinn von vollkonsolidierten Gesellschaften mit Minderheitenanteilen beliefen sich auf TEUR 3.550 (1. Halbjahr 2009/2010: TEUR 2.243).

III. Sonstige Angaben

(23) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2010 beträgt 7.795.200 Stück (VJ: 7.795.200 Stück). DO & CO setzte im 2. Quartal 2010/2011 das Aktienrückkaufprogramm fort. Es wurden im 2. Quartal 2010/2011 8.353 Aktien zurückgekauft. Der Stand an zurückgekauften Aktien zum Stichtag 30. September 2010 beträgt damit 147.078 Stück. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %. Dieses am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde per 23. September 2010 beendet.

2. Quartal
2010 / 2011
2. Quartal
2009 / 2010
1. Halbjahr
2010 / 2011
1. Halbjahr
2009 / 2010
Anzahl der Aktien (in Stk) zum Stichtag 7.648.122 7.748.180 7.648.122 7.748.180
Gewichtete Aktien (in Stk) 7.650.477 7.753.670 7.655.119 7.761.453
Ergebnis je Aktie 0,70 0,47 1,00 0,71

Das Ergebnis je Aktie auf Basis des Konzernergebnisses von TEUR 11.218 (1. Halbjahr 2009/2010: TEUR 7.717) beträgt EUR 1,00 (1. Halbjahr 2009/2010: EUR 0,71).

(24) Konzern-Geldflussrechnung für das 1. Halbjahr 2010/2011

Die Darstellung der Geldflussrechnung erfolgte nach der indirekten Methode, wobei der Fonds der liquiden Mittel den Kassenbeständen, Schecks und den Bankguthaben entspricht. Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cash-Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen. Zinsenein- und -auszahlungen wurden ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenzahlungen an Aktionäre der DO & CO Restaurants & Catering AG wurden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Eine Erläuterung der Konzern-Geldflussrechnung befindet sich im Konzernlagebericht.

(25) Finanzinstrumente und Risikobericht

Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values (Zeitwerte) stellt sich, unterteilt in die Kategorien Kredite und Forderungen (KuF), Finanzielle Schulden (FS), Zur Veräußerung verfügbar (ZVF), Bis zur Endfälligkeit gehalten (BZEG) sowie Fair Value erfolgswirksam (FVE) wie folgt dar:

Aktiva in TEUR 30.9.2010
Buchwert
Kein Finanz
instrument
30.9.2010
Buchwert der
Finanz
instrumente
30.9.2010
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Finanzanlagen 2.004 1.790 214 214 FV 0 214 0 0
Übriges langfristiges Vermögen 1.201 39 1.163 1.163 AK 1.163 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.060 0 42.060 42.060 AK 42.060 0 0 0
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 720 0 720 720 AK 720 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenwerte 13.829 11.825 2.004 2.004 AK 2.004 0 0 0
Liquide Mittel 57.294 0 57.294 57.294 AK 57.294 0 0 0
Summe 117.107 13.654 103.453 103.453 103.240 214 0 0
Passiva in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.853 0 31.853 31.853 AK 31.853 0 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 11.960 10.223 1.738 1.738 AK 1.738 0 0 0
Summe 43.813 10.223 33.590 33.590 33.590 0 0 0
Aktiva in TEUR 31.3.2010
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2010
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2010
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Finanzanlagen 1.645 1.432 214 214 FV 0 214 0 0
Übriges langfristiges Vermögen 1.770 605 1.165 1.165 AK 1.165 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.213 0 31.213 31.213 AK 31.213 0 0 0
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 697 0 697 697 AK 697 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenwerte 12.653 10.821 1.831 1.831 AK 1.831 0 0 0
Liquide Mittel 29.171 0 29.171 29.171 AK 29.171 0 0 0
Summe 77.149 12.858 64.291 64.291 64.077 214 0 0
Passiva in TEUR
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 257 0 257 257 AK 257 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.625 0 21.625 21.625 AK 21.625 0 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.555 5.317 2.238 2.238 AK 2.238 0 0 0
Summe 29.437 5.317 24.120 24.120 24.120 0 0 0

Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten nach den Kategorien gemäß IAS 39 resultiert im 1. Halbjahr 2010/2011 und 2009/2010 aus Zinsen und enthält keine Folgebewertungen.

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen YTL, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Die gemäß IAS 39 durchgeführte Sensitivitätsanalyse unter Berücksichtigung der Transaktionsund Translationsrisiken zeigt folgende Ergebnisveränderungen (EGT) unter Annahme von Wechselkursschwankungen bezogen auf den Stichtagskurs und den Jahresdurchschnittskurs der wichtigsten Fremdwährungen (Aufwertung der Fremdwährung):

Wechselkursänderung EUR zu USD um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 569 (GJ 2009/2010: TEUR 523)

Wechselkursänderung EUR zu GBP um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 195 (GJ 2009/2010: TEUR 216)

Wechselkursänderung EUR zu YTL um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 106 (GJ 2009/2010: TEUR 340)

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko der DO & CO Gruppe ist aufgrund der geringen Verschuldung begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiko

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Es wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht so ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Die auf der Aktivseite ausgewiesenen und um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Forderungen stellen das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da die Bonität bestehender und neuer Kunden laufend überprüft wird, kann das Kreditrisiko aus Forderungen gegenüber Kunden aus heutiger Sicht als gering eingeschätzt werden und ist in Abhängigkeit der Marktentwicklung zu sehen.

Bezüglich des kundenseitigen Ausfallsrisikos wird auf die Aufstellung über die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstigen Forderungen unter Ziffer (4) des Anhanges verwiesen.

Das Kreditrisiko aus der Anlage von liquiden Mitteln von Wertpapieren ist infolge der besten Bonität der Vertragspartner bzw. des niedrigen in Wertpapieren gebundenen Vermögens als nicht gegeben anzusehen.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

DO & CO hat per 30. September 2010 keine Finanzverbindlichkeiten und konnte im ersten Halbjahr 2010/2011 seine liquiden Mittel weiter erhöhen. Eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes um 1 %-Punkt hätte eine positive Auswirkung von rund 1,2 % bezogen auf das Konzernergebnis (EGT) zur Folge. Es sind daher keine negativen Auswirkungen im Fall von Zinsänderungen zu erwarten.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des DO & CO Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auch auf die Erhaltung und Verbesserung der Kapitalstruktur ab. Diese Kapitalstruktur ist insofern eine wichtige Voraussetzung für ein profitables Wachstum des Unternehmens, da diese Finanzstrategie darauf abzielt, Rentabilität, Stabilität, Liquidität und finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern. Dafür wurden die folgenden strategischen Eckpfeiler definiert:

  • Vorhandensein einer strategischen Mindestliquidität
  • Nachhaltige Eigenkapitalquote in angemessener Höhe
  • Wahrung der finanziellen und operativen Flexibilität durch Nichtbelastung des verfügbaren Vermögens

Auch die Dividendenpolitik des Konzerns folgt diesen Prämissen. Die vorgeschlagenen Dividendenzahlungen berücksichtigen daher den für die folgenden Jahre benötigten Kapitalbedarf.

(26) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung nach Divisionen stellt sich für das 1. Halbjahr 2010/2011 wie folgt dar:

1. Halbjahr
2010/2011
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz in m € 170,56 22,57 29,58 222,72
EBITDA in m € 19,19 2,43 2,30 23,92
Abschreibungen in m € -7,32 -0,51 -0,87 -8,70
EBIT in m € 11,86 1,92 1,43 15,22
EBITDA-Marge in % 11,3% 10,8% 7,8% 10,7%
EBIT-Marge in % 7,0% 8,5% 4,8% 6,8%
Anteil am Konzernumsatz in % 76,6% 10,1% 13,3% 100,0%
Gesamtinvestitionen in m € 8,27 0,21 0,11 8,59

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

1. Halbjahr
2009/2010
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz in m € 134,08 20,85 29,54 184,47
EBITDA in m € 14,79 2,12 2,22 19,14
Abschreibungen in m € -6,97 -0,37 -1,02 -8,36
EBIT in m € 7,83 1,75 1,20 10,78
EBITDA-Marge in % 11,1% 10,2% 7,5% 10,4%
EBIT-Marge in % 5,8% 8,4% 4,1% 5,8%
Anteil am Konzernumsatz in % 72,7% 11,3% 16,0% 100,0%
Gesamtinvestitionen in m € 4,29 0,02 0,11 4,42

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

30. September 2010 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Anlagevermögen in m € 79,98 1,53 5,42 86,93
Vorräte in m € 8,46 2,87 1,06 12,39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 33,96 5,75 2,35 42,06

Im Vergleich zum Bilanzstichtag stellt sich das Segmentvermögen wie folgt dar:

31. März 2010 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Anlagevermögen in m € 78,35 1,81 5,98 86,14
Vorräte in m € 6,64 2,65 1,04 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 23,53 5,07 2,61 31,21

Die Segmentberichterstattung nach Regionen (Sitz der Gesellschaften) stellt sich für das 1. Halbjahr 2010/2011 wie folgt dar:

1. Halbjahr 2010/2011 Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz in m € 76,13 89,93 56,66 222,72
Anteil am Konzernumsatz 34,2% 40,4% 25,4% 100,0%

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

1. Halbjahr 2009/2010 Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz in m € 72,72 63,04 48,71 184,47
Anteil am Konzernumsatz 39,4% 34,2% 26,4% 100,0%

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

30. September 2010 Austria Türkei Sonstige
Länder
TOTAL
Anlagevermögen in m € 26,94 36,59 23,40 86,93
Vorräte in m € 4,72 6,18 1,49 12,39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 14,01 12,77 15,28 42,06

Im Vergleich zum Bilanzstichtag stellt sich das Segmentvermögen wie folgt dar:

31. März 2010 Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen in m € 28,58 35,18 22,38 86,14
Vorräte in m € 4,66 4,44 1,23 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 12,61 6,17 12,43 31,21

(27) Wesentliche Ereignisse nach dem 30. September 2010 (Nachtragsbericht)

Ereignisse nach dem 30. September 2010, die für die Bewertung am Stichtag von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle, Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 (Events after the Balance Sheet Date) gebucht oder offen zu legen sind, wurden im vorliegenden Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG berücksichtigt oder sind nicht bekannt.

(28) Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, die über die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m.b.H. bzw. der mit dieser mittelbar zu 100 % verbundenen DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH als Aktionär der DO & CO Restaurants & Catering AG mittelbar ein nahe stehendes Unternehmen ist, wurden die Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 467 angefallen sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (31.3.2010: TEUR 0) enthalten. Mit dem ebenfalls verbundenen Unternehmen UNIQA bestehen Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 462 (1. Halbjahr 2009/2010: TEUR 451) enthalten.

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen bzw. Privatstiftungen, in denen Aufsichtsratsmitglieder bzw. Vorstandsmitglieder der DO & CO Restaurants & Catering AG tätig bzw. begünstigt sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab. Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im ersten Halbjahr 2010/2011 für juristische Beratungstätigkeiten Honorare in der Höhe von TEUR 174 erbracht. Es bestehen Mietverträge mit einer Privatstiftung im wirtschaftlichen Einflussbereich von Attila Dogudan im Umfang von TEUR 612 im ersten Halbjahr 2010/2011 (1. Halbjahr 2009/2010: TEUR 421).

Der Konzern hält 50 % an der THY DO&CO Đkram Hizmetleri A.Ş. Die restlichen 50 % an dieser Gesellschaft werden von Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.) gehalten. Die THY DO&CO Đkram Hizmetleri A.Ş. beliefert Turkish Airlines mit Airline Catering-Leistungen. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber Turkish Airlines in Höhe von TEUR 9.277 (31.3.2010: TEUR 4.325) enthalten.

DO & CO ist zu 49 % an der ISS Ground Services GmbH (assoziertes Unternehmen) beteiligt und bezog im 1. Halbjahr 2010/2011 Leistungen in der Höhe von TEUR 3.796 (1. Halbjahr 2009/2010: 3.055). Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 524 (31.3.2010: TEUR 723) gegenüber der ISS Ground Services GmbH enthalten. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt.

(29) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ergab sich wie folgt:

1. Halbjahr 1. Halbjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Arbeiter 3.360 3.193
Angestellte 434 430
Gesamt 3.794 3.623

Zusätzlich zu den in den Vergleichsjahren beschäftigten Arbeitern waren 233 (VJ: 134) Personen in Form von Teilzeitarbeitsverpflichtungen (fallweise Beschäftigung) tätig.

Als Organe der DO & CO Restaurants & Catering AG sind folgende Personen im 1. Halbjahr 2010/2011 tätig gewesen:

Vorstand: Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Michael DOBERSBERGER, Wien.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen ersten Halbjahr TEUR 227, wobei davon auf Herrn Attila Dogudan rund TEUR 137 und auf Herrn Michael Dobersberger rund TEUR 90 entfielen.

Aufsichtsrat: Herr o.Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2010 für das Geschäftsjahr 2009/2010 eine Vergütung in Höhe von TEUR 25 für das erste Halbjahr (VJ: TEUR 19) aufgewendet.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Wien, am 3. November 2010

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS Rechnungslegungsvorschriften

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung: Während das UGB für Firmenwerte entweder eine erfolgsneutrale Rücklagenverrechnung oder eine Aktivierung mit linearer Abschreibung vorsieht, sind gemäß IFRS 3 Firmenwerte zu aktivieren und jährlich einem Impairment-Test zu unterziehen. Eine planmäßige Abschreibung ist hingegen nicht mehr vorgesehen.

Latente Steuern: Nach den IAS/IFRS sind für alle temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern zu bilanzieren, wogegen gemäß UGB latente Steuern nur für passive zeitliche Differenzen verpflichtend zu bilden sind. Abweichend zum Unternehmensrecht sind innerhalb IFRS auch für steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern zu bilden, wenn diese durch zukünftige steuerliche Gewinne verwertet werden können.

Sonstige Rückstellungen: Im Gegensatz zum UGB, dem das unternehmerische Vorsichtsprinzip zugrunde liegt, stellen die IAS/IFRS tendenziell höhere Anforderungen an die Bestimmbarkeit der rückzustellenden Zahlungsverpflichtung und die Eintrittswahrscheinlichkeit. Aufwandsrückstellungen sind im Gegensatz zum österreichischen Unternehmensrecht nicht zulässig.

Personalrückstellungen: Nach IAS/IFRS wird der Berechnung der Personalrückstellungen (Abfertigungsrückstellungen, Pensionsrückstellungen, Jubiläumsgeldrückstellungen) die Projected-Benefit-Obligation-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) basierend auf dem aktuellen Kapitalmarktzinssatz unter Berücksichtigung von künftigen Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt. Im Gegensatz dazu findet nach österreichischem Unternehmensrecht das Teilwertverfahren Anwendung.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Gemäß UGB sind kurzfristige Finanzvermögenswerte mit den Marktwerten, höchstens jedoch mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS/IFRS sind generell die Marktwerte anzusetzen.

Bewertung von Fremdwährungsbeträgen: Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag, sodass jede Währungsschwankung ergebniswirksam erfasst wird. Abweichend davon sind nach UGB entsprechend dem Imparitätsprinzip nur nicht realisierte Verluste zu bilanzieren. Umrechnungsbedingte Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung im Zusammenhang mit konzerninternen langfristigen Darlehen werden gemäß IFRS als nicht realisierte Kursgewinne oder -verluste ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

Außerordentliches Ergebnis: Nach IFRS ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses im Gegensatz zur österreichischen Rechnungslegung nicht erlaubt.

Erweiterte Ausweispflicht: Nach den IAS/IFRS sind die Positionen der Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Geldflussrechnung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals im Anhang (Notes) detailliert zu erläutern. Weitere Informationspflichten bestehen insbesondere hinsichtlich der Geschäftssegmente und derivativer Finanzinstrumente.

KONZERN- ANLAGESPIEGEL

zum 30. September 2010

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Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernzwischenabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernzwischenabschluss der

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien,

für den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2010 geprüft. Dieser Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernzwischenbilanz zum 30. September 2010, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum 1. April bis 30. September 2010 sowie den Konzernanhang.

Unsere Verantwortlichkeit und Haftung bei der Prüfung ist analog zu § 275 Abs 2 UGB (Haftungsregelung bei der Abschlussprüfung) gegenüber der Gesellschaft und auch gegenüber Dritten mit insgesamt 12 Millionen Euro begrenzt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernzwischenabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie die Aufstellung eines Konzernzwischenabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den lnternational Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernzwischenabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernzwischenabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernzwischenabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernzwischenabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernzwischenabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernzwischenabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernzwischenabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für die Periode vom 1. April 2010 bis 30. September 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht für das 1. Halbjahr 2010/2011

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernzwischenabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernzwischenabschluss in Einklang steht.

Der Konzernlagebericht für das erste Halbjahr 2010/2011 steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2010.

Wien, am 3. November 2010

PKF CENTURION

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MBH MEMBER FIRM OF PKF INTERNATIONAL LIMITED

Mag. Wolfgang Adler e.h. Dr. Stephan Maurer e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer