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DO & CO AG Annual Report 2019

Jun 14, 2019

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Annual Report

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Konzernlagebericht 2018/2019
1
1. Highlights 1
2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS 3
3. Wirtschaftliches Umfeld 4
4. Geschäftsverlauf 6
4.1. Umsatz 6
4.2. Ergebnis 7
4.3. Bilanz 7
4.4. MitarbeiterInnen 8
4.5. Forschung und Entwicklung 8
4.6. Nicht-finanzielle Leistungsfaktoren 8
4.7. Airline Catering 8
4.8. International Event Catering 11
4.9. Restaurants, Lounges & Hotel 13
4.10. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB 14
5. Ausblick 21
6. Chancen- und Risikomanagement 23
7. Internes Kontrollsystem 28
Konsolidierter Corporate Governance Bericht
30
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex 30
2. Der Vorstand 30
3. Der Aufsichtsrat 31
4. Vergütungsbericht 34
5. Diversitätskonzept 35
6. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden
Stellen 36
Bericht des Aufsichtsrates
37
Konzernabschluss 2018/2019 der DO & CO Aktiengesellschaft nach IFRS
39
1. Konzernbilanz 40
2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 41
3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung 42
4. Konzern-Geldflussrechnung 43
5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 44
6. Segmentberichterstattung 45
Konzernanhang 47
1. Allgemeine Angaben 47
2. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS 48
2.1. Neue und geänderte Standards und Interpretationen 48
2.2. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards 50
3. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze 52
3.1. Konsolidierung 52
3.2. Währungsumrechnung 55
3.3. Rechnungslegungsmethoden 56
3.4. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen 62
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 64
4.1. Immaterielle Vermögenswerte 64
4.2. Sachanlagen 66
4.3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 67
4.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 67
4.5. Vorräte 67
4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68
4.7.
4.8.
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 69
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte / Schulden, die direkt den zur
4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 69
4.10. Eigenkapital 70
4.11. Anleihe 71
4.12. Langfristige Rückstellungen 71
4.13. Ertragsteuern 72
4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 73
4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74
4.16. Kurzfristige Rückstellungen 74
4.17. Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 74
5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung 75
5.1. Umsatzerlöse 75
5.2. Sonstige betriebliche Erträge 75
5.3. Materialaufwand 76
5.4. Personalaufwand 76
5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 76
5.6. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 77
5.7. Finanzergebnis 77
5.8. Ertragsteuern 77
5.9. Ergebnis je Aktie 78
5.10. Vorschlag für die Gewinnverwendung 78
6. Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement) 79
7. Sonstige Angaben 80
7.1. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen 80
7.2. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten 80
7.3. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) 85
7.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen 85
7.5. Beteiligungen 86
7.6. Organe 87
Bestätigungsvermerk 89
Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Börsegesetz 94
Glossar95
Einzelabschluss 2018/2019 der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht
und Bestätigungsvermerk 96

Konzernlagebericht 2018/2019

1. Highlights

Starkes organisches Umsatzwachstum: DO & CO kompensiert negative Währungsverluste von 99 m€ sowie den Wegfall des Zugcaterings von mehr als 46 m€ (negative Effekte in Summe 145 m€) im Umsatz beinahe zur Gänze und steigert die Margen

Innovative Produkte, neue Kunden, eine gute Entwicklung mit bestehenden Kunden und zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sichern auch in diesem Geschäftsjahr ein Top-Ergebnis: Umsatz (847,80 m€ / -1,6 %), Konzernergebnis (26,40 m€ / +8,3 %). Der Gewinn je Aktie liegt damit bei 2,71 € (VJ: 2,50 €). Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende von 0,85 € je Aktie vorschlagen.

British Airways | Iberia & Iberia Express - Gourmet Entertainment by DO & CO ab 2020

Nach einer Ausschreibungsphase von über eineinhalb Jahren hat DO & CO am 11. September 2018 den Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ex London Heathrow erhalten. Gleichzeitig wurde DO & CO von Iberia und Iberia Express für Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge aus Madrid Barajas beauftragt. Beide Aufträge beginnen im Frühjahr 2020 und wurden jeweils für die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Mit British Airways und Iberia/Iberia Express vertrauen zwei weitere Airlines auf DO & CO Catering an ihrer Homebase.

DO & CO baut eine der größten Gourmetküchen Europas in London

Die Vorbereitungen für die Übernahme des Caterings für British Airways in London Heathrow laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang baut DO & CO eine der modernsten und größten Gourmetküchen Europas mit über 30.000 m² Fläche in London. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Verlängerung des Cateringvertrages mit Turkish Airlines

Am 23. Oktober 2018 hat DO & CO eine Einigung über die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre auf dem neuen Flughafen in Istanbul und weiteren Flughäfen in der Türkei erzielt.

Verlängerung des Catering Vertrags mit Austrian Airlines

DO & CO und Austrian Airlines setzen ihre langjährige Partnerschaft fort. Aus einem internationalen Ausschreibungsverfahren ist DO & CO erneut als Bestbieter hervorgegangen. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wurde für die Dauer von drei Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere drei Jahre, abgeschlossen.

Verlängerung des Catering Vertrags mit LOT Polish Airlines

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 ist es DO & CO gelungen den Cateringvertrag mit LOT Polish Airlines an den Standorten in Polen um weitere fünf Jahre und neun Monate zu verlängern.

Neuer Kunde Jet Blue am Standort New York JFK

Besonders erfreulich ist, dass mit Jet Blue eine der coolsten und qualitätsfokussiertesten US-Fluglinien als Kunde gewonnen werden konnte. Seit November 2018 werden auf allen Jet Blue Flügen ex JFK in der "Mint Class" (Business Class) Gourmetmenüs von DO & CO angeboten.

Weitere bedeutende Neukunden 2018/2019 im Airline Catering

  • Qatar Airways und SWISS ex Los Angeles
  • British Airways und Ethiopian Airlines ex Incheon
  • Hainan Airlines, ANA und China Southern ex Wien
  • Saudia ex Mailand Malpensa
  • Middle East Airlines ex Frankfurt

Verlängerung des Vertrages mit der Olympiapark München GmbH

Der Olympiapark München und DO & CO setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. DO & CO hat den Zuschlag für die kulinarische Betreuung der Gäste und Besucher des Münchener Olympiaparks erhalten. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wird für die Dauer von mindestens fünf Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre, abgeschlossen.

Übernahme des Stadion Caterings für Austria Wien in neuer Generali-Arena

Der Traditionsklub Austria Wien und DO & CO vertiefen ihre Zusammenarbeit. Seit Juni 2018 hat DO & CO das komplette Catering nach dem Wiedereinzug in die umgebaute und runderneuerte Generali-Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von Austria Wien. Die Fußball-Arena fasst nach dem Umbau 17.500 Zuschauer. DO & CO hat dabei auch das Design und die komplette Ausstattung der VIP-Lounges gestaltet. DO & CO betreut mit Bayern München, Juventus Turin, Red Bull Salzburg und Austria Wien bereits vier Fußball Clubs kulinarisch.

DO & CO festigt die Führungsposition bei Premium Sportveranstaltungen

Im Geschäftsjahr 2018/2019 betreute DO & CO bereits in seiner 27. Saison insgesamt 19 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern. Weitere Highlights in diesem Geschäftsjahr waren das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid und das UEFA Champions League Finale in Kiew. DO & CO hat im Geschäftsjahr 2018/2019 neben zahlreichen Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft das Catering von jeweils 25 Fußballspielen in der Münchner Allianz Arena sowie im Allianz Stadium in Turin, ausgerichtet.

Eröffnung der neuen Red Bull Mitarbeiterkantine in Salzburg / Elsbethen

Erfreulich ist auch der Zugang eines prestigeträchtigen Kunden im Bereich der Mitarbeiterrestaurants. Seit Anfang Dezember 2018 betreibt DO & CO die neue Red Bull Mitarbeiterkantine für bis zu 1.200 MitarbeiterInnen in Salzburg / Elsbethen.

Sehr gute Entwicklung an der Istanbuler und Wiener Börse

Die DO & CO Aktie konnte sich im Geschäftsjahr 2018/2019 sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse sehr gut entwickeln. In Istanbul erzielte die DO & CO Aktie im Berichtsjahr einen Kursanstieg von 86,5 %, während der Leitindex BIST 100 um -18,4 % gesunken ist. In Wien gewann die DO & CO Aktie 42,3 %. Im selben Zeitraum verzeichnete der ATX eine Kursreduktion von -11,5 %. Die DO & CO Aktie schloss am 29. März 2019 in Istanbul mit einem Kurs von TRY 457,00 und in Wien mit einem Kurs von 73,30 €. Die DO & CO Aktie wurde mit 24. September 2018 erneut in den österreichischen Leitindex ATX aufgenommen.

2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Die Berechnungen der Kennzahlen werden im Kennzahlen Glossar erläutert.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Umsatz m€ 847,80 861,41
EBITDA m€ 80,37 83,41
EBITDA-Marge % 9,5% 9,7%
EBIT m€ 51,45 50,64
EBIT-Marge % 6,1% 5,9%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 48,64 46,17
Konzernergebnis m€ 26,40 24,37
Net Result-Marge % 3,1% 2,8%
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) m€ 54,92 42,40
Cashflow aus der Investitionstätigkeit m€ -45,18 -86,15
Free Cashflow m€ 9,75 -43,75
EBITDA je Aktie 8,25 8,56
EBIT je Aktie 5,28 5,20
Gewinn je Aktie 2,71 2,50
ROS % 5,7% 5,4%
31. März 2019 31. März 2018
Eigenkapital 1 m€ 249,25 240,11
Eigenkapital-Quote 1 % 42,4% 41,9%
Net Debt (Finanzverschuldung) m€ 81,75 75,16
Net Debt to EBITDA 1,02 0,90
Net Gearing % 32,8% 31,3%
Working Capital m€ 50,43 41,26
Buchmäßiges Eigenkapital je Aktie 1 20,68 19,76
Höchstkurs 2 91,50 69,44
Tiefstkurs 2 45,55 38,22
Kurs ultimo 2 73,30 51,50
Aktienanzahl ultimo TStk 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m€ 714,24 501,82
MitarbeiterInnen 9.919 9.587

1… Bereinigt um vorgesehene Dividende

2… Schlusskurs

3. Wirtschaftliches Umfeld1

Das globale Wirtschaftswachstum sank im Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2017. Der Internationale Währungsfond (IWF) reduzierte bereits im Herbst 2018 die Wachstumsprognose von 3,9 % auf 3,7 %. Im April 2019 betrug das geschätzte Wirtschaftswachstum 3,6 % für das Jahr 2018 und lag somit unter dem Vorjahreswert von 3,7 %. Diese Entwicklung ist auf die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Halbjahr des Jahres 2018, insbesondere im Euroraum, Großbritannien und in Asien, zurückzuführen.

Neueste positive Entwicklungen spiegeln sich in den Erwartungen für die folgenden Jahre wieder. Für 2019 und 2020 prognostizieren die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 % und 3,6 %.

Für den Euroraum errechnete der IWF im Jahr 2018 ein Wachstum von 1,8 %, während es im Vorjahr bei 2,4 % lag. Insbesondere in Deutschland mussten u.a. aufgrund von Schwierigkeiten in der Autoindustrie die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum korrigiert werden. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union führten sowohl im Euroraum als auch in Großbritannien zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums. Für die folgenden zwei Jahre wird für den Euroraum weiterhin ein Wirtschaftswachstum prognostiziert, jedoch wurden die Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert.

Im Jahr 2018 verzeichnete die österreichische Wirtschaft ein Wachstum von 2,7 % und lag somit über dem Wert des Vorjahres (2,6 %). Im Vergleich zum Euroraum zeigt sich in Österreich eine deutlich bessere Wirtschaftsentwicklung. Sowohl die Investitionen als auch der öffentliche und private Konsum konnten zum Wirtschaftswachstum beitragen. Der Beitrag des Außenhandels ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2018 mit 4,9 % (nach Eurostat-Definition) wieder gesunken. Der EU-Schnitt der Arbeitslosenquote ist weiterhin gesunken, liegt aber mit 6,8 % deutlich über Österreich. Die heimische Inflationsrate (HVPI) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % auf 2,1 % gesunken. Wie im Vorjahr liegt somit die Inflationsrate über der Rate der europäischen Union mit einer Jahresinflation von 1,9 % im Jahr 2018 (VJ: 1,7 %). Die Wirtschaftskammer Österreich prognostiziert für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Dieses liegt somit um 1,0 % niedriger als im Jahr 2018.

Für das Jahr 2018 wird in der Türkei ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % prognostiziert und liegt somit deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 7,4 %. Diese Entwicklung ist vor allem auf den starken Wertverfall und die hohe Volatilität der türkischen Lira zurückzuführen. Auch für das Jahr 2019 wird ein Wachstum von 2,3 % erwartet.

Das Wirtschaftswachstum der USA lag im Jahr 2018 mit 2,9 % über dem Vorjahreswert von 2,2 %. Dieses Wachstum wurde vor allen durch den privaten Konsum getragen. Für das Jahr 2019 erwartet der IWF einen leichten Rückgang auf 2,3%.

Die Ukraine zeigt auch im Jahr 2018 wieder ein Wachstum von 3,3 % und liegt über dem Wert des Vorjahres von 2,5 %. Für 2019 wird ein Wachstum von 2,7 % prognostiziert.

Das erwartete Wirtschaftswachstum in Südkorea, der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens, beträgt in 2018 2,7 % und liegt somit unter dem Vorjahreswert von 3,1 %.

Aufgrund der Niedrigzinsphase lagen auch 2018 die Erträge von Tages- und Festgeldanlagen deutlich unter dem historischen Durchschnitt, es besteht weiterhin eine hohe Nachfrage an den

https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2019/03/28/world-economic-outlook-april-2019

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/tuerkei-wirtschaftsbericht.pdf

http://wko.at/statistik/prognose/prognose.pdf http://wko.at/statistik/eu/europa-arbeitslosenquoten.pdf

1 Quelle Wirtschaftsdaten:

https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2018/09/24/world-economic-outlook-october-2018

http://wko.at/statistik/eu/europa-inflationsraten.pdf

Finanzmärkten nach ertragreicheren Anlagen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ den Leitzinssatz in der Eurozone unverändert auf dem Rekordtief von 0,0 %. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) erhöhte hingegen den Leitzinssatz zuletzt im Dezember 2018 erneut auf eine Spanne von 2,25 % – 2,5 % aufgrund von starkem Wirtschaftswachstum.

Der österreichische Leitindex ATX verzeichnete im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Verlust von -11,5 %, der türkische Index BIST 100 sank um -18,4 %.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 schwankte der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischen 1,12 und 1,23 EUR/USD. Der Wechselkurs betrug per 31. März 2019 1,12 EUR/USD, damit gewann in der Berichtsperiode der USD gegenüber dem Euro an Wert (VJ: 1,23 EUR/USD per 1. April 2018). Die türkische Lira fiel gegenüber dem Euro von 4,88 EUR/TRY per 1. April 2018 auf 6,34 per 31. März 2019. Nach der Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Franken pro Euro durch die Schweizerische Nationalbank im Jahr 2015 lag der EUR/CHF Kurs bei 1,12 per 31. März 2019 im Vergleich zu 1,18 ein Jahr zuvor. Bei der Ukrainische Hryvnia ist in der Berichtsperiode eine Aufwertung zu verzeichnen, die einen EUR/UAH Kurs von 30,57 per 31. März 2019 zeigt (im Vergleich zu 32,70 EUR/UAH per 1. April 2018).

4. Geschäftsverlauf

Konzern Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 Veränderung Veränderung
in %
Umsatzerlöse m€ 847,80 861,41 -13,62 -1,6%
Sonstige betriebliche Erträge m€ 21,39 23,31 -1,92 -8,2%
Materialaufwand m€ -362,31 -369,12 6,81 1,8%
Personalaufwand m€ -282,29 -288,33 6,04 2,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen m€ -144,59 -143,25 -1,33 -0,9%
Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen m€ 0,38 -0,61 0,98 161,6%
EBITDA - Betriebsergebnis vor Abschreibungen und
Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen
m€ 80,37 83,41 -3,04 -3,6%
Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -28,92 -32,77 3,85 11,7%
EBIT - Betriebsergebnis m€ 51,45 50,64 0,81 1,6%
Finanzergebnis m€ -2,81 -4,47 1,66 37,2%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 48,64 46,17 2,47 5,4%
Ertragsteuern m€ -11,71 -12,80 1,09 8,5%
Ergebnis nach Ertragsteuern m€ 36,93 33,37 3,57 10,7%
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile m€ -10,53 -8,99 -1,54 -17,1%
Davon Anteil der Gesellschafter der DO & CO
Aktiengesellschaft (Konzernergebnis)
m€ 26,40 24,37 2,03 8,3%
EBITDA-Marge % 9,5% 9,7%
EBIT-Marge % 6,1% 5,9%
MitarbeiterInnen 9.919 9.587 332 3,5%

4.1. Umsatz

Umsatz Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 Veränderung Veränderung
in %
Airline Catering m€ 598,09 574,11 23,98 4,2%
International Event Catering m€ 129,53 123,00 6,53 5,3%
Restaurants, Lounges & Hotel m€ 120,17 164,30 -44,12 -26,9%
Konzernumsatz 847,80 861,41 -13,62 -1,6%

Der DO & CO Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 847,80 m€. Dies stellt eine Umsatzreduktion von -13,62 m€ bzw. -1,6 % zum Vorjahr dar. Der DO & CO Konzern konnte dank eines starken organischen Wachstums negative Währungseffekte von knapp 99 m€ sowie den Wegfall des Zugcaterings von mehr als 46 m€ (negative Umsatzeffekte in Summe 145 m€) beinahe zur Gänze kompensieren.

Die Umsätze der Division Airline Catering sind im Geschäftsjahr 2018/2019 von 574,11 m€ um 23,98 m€ auf 598,09 m€ gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung von 4,2 %. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Gesamtumsatz beträgt 70,5 % (VJ: 66,6 %).

Fast alle DO & CO Standorte berichten Umsatzsteigerungen, wobei insbesondere die Standorte in den USA, Großbritannien, Österreich und Polen hervorzuheben sind. In der Türkei ist in der Landeswährung (türkische Lira) ein starkes Umsatzplus von 36,8 % zu verzeichnen, welches unter anderem auf eine erfreuliche Entwicklung der Passagierzahlen bei Turkish Airlines zurückzuführen ist. Der Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro führte allerdings zu einem Umsatzrückgang in der DO & CO Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung von -2,5 %.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind im Geschäftsjahr 2018/2019 von 123,00 m€ um 6,53 m€ auf 129,53 m€ gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung von 5,3 %. Der Anteil der Umsätze der Division International Event Catering am Gesamtumsatz beträgt 15,3 % (VJ: 14,3 %).

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel sind im Geschäftsjahr 2018/2019 von 164,30 m€ um -44,12 m€ auf 120,17 m€ gesunken. Das bedeutet eine Reduktion von -26,9 %. Der Anteil der Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel am Gesamtumsatz beträgt 14,2 % (VJ: 19,1 %).

Der starke Umsatzrückgang in diesem Segment ist auf die Beendigung des Zugcaterings für die Österreichischen Bundesbahnen mit 31. März 2018 (46 m€) zurückzuführen.

4.2. Ergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 21,39 m€ (VJ: 23,31 m€). Dies bedeutet eine Reduktion um -1,92 m€.

Der Materialaufwand reduzierte sich in absoluten Zahlen von 369,12 m€ um -6,81 m€ (-1,8 %) auf 362,31 m€ bei einer Umsatzreduktion von -1,6 %. Damit sank die Relation von Materialaufwendungen zu Umsatz geringfügig von 42,9 % auf 42,7 %.

Der Personalaufwand sank in absoluten Zahlen im Geschäftsjahr 2018/2019 auf 282,29 m€ (VJ: 288,33 m€). Damit liegt der Personalaufwand in Relation zum Umsatz bei 33,3% (VJ: 33,5 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg von 1,33 m€ bzw. 0,9 %. Damit liegt der sonstige betriebliche Aufwand in Relation zum Umsatz bei 17,1 % (VJ: 16,6 %).

Das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 0,38 m€ (VJ: -0,61 m€).

Die EBITDA-Marge beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 9,5 % (VJ: 9,7 %).

Die Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen betragen 28,92 m€ und liegen damit im Geschäftsjahr 2018/2019 unter Vorjahresniveau (VJ: 32,77 m€). Der Rückgang der Abschreibung ist durch eine Verlängerung der Nutzungsdauern aufgrund einer späteren Inbetriebnahme der Cateringunit am neuen Flughafen Istanbul begründet.

Die EBIT-Marge liegt im Geschäftsjahr 2018/2019 bei 6,1 % (VJ: 5,9 %).

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2018/2019 von -4,47 m€ auf -2,81 m€. Die Finanzierungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Zinsen für die Unternehmensanleihe, welche Anfang 2014 platziert wurde. Das sonstige Finanzergebnis enthält Währungseffekte aus Konzernfinanzierungen in Fremdwährung.

Die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2018/2019 betragen 11,71 m€ (VJ: 12,80 m€), dies stellt eine Reduktion um -1,09 m€ dar. Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 24,1 % (VJ: 27,7 %).

Das Ergebnis nach Ertragsteuern des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 36,93 m€ und liegt um 3,57 m€ über jenem des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Das bedeutet eine Steigerung in Höhe von 10,7 % des Ergebnisses nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr. Vom Ergebnis nach Steuern stehen 10,53 m€ (VJ: 8,99 m€) nicht beherrschenden Anteilen zu.

Der auf die Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft entfallende Ergebnisanteil (Konzernergebnis) beträgt daher 26,40 m€ (VJ: 24,37 m€). Der Gewinn je Aktie liegt damit bei 2,71 € (VJ: 2,50 €). Die Net Result-Marge erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf 3,1 % (VJ: 2,8 %).

4.3. Bilanz

Die Abnahme im Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen durch die Umgliederung des in Bau befindlichen Hotels in der Türkei in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" begründet (vgl. Abschnitt 4.8. im Konzernanhang).

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um vorgesehene Dividenden) beträgt zum 31. März 2019 249,25 m€. Damit beträgt die Eigenkapitalquote zum 31. März 2019 42,4 % (31. März 2018 41,9%).

Der Rückgang der Rückstellungen ist durch die Verwendung von Rückstellungen in der Türkei und in Frankreich begründet.

4.4. MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen (Vollzeitäquivalent) betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 9.919 Beschäftigte (VJ: 9.587 Beschäftigte). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit an den amerikanischen, britischen und türkischen Standorten begründet.

4.5. Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Erstellung und Optimierung von Servicekonzepten für Kunden wird im Unternehmen Forschung und Entwicklung im Bereich von Speisen und Design für Verpackungen, Geschirr und Equipment betrieben.

4.6. Nicht-finanzielle Leistungsfaktoren

Gemäß dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) ist DO & CO verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2018/2019 einen nicht-finanziellen Bericht zu veröffentlichen. Dieser ist auf der homepage (www.doco.com) abrufbar.

4.7. Airline Catering

Mit ihrem unverwechselbaren, innovativen und kompetitiven Produktportfolio generiert die Division Airline Catering den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern.

DO & CO betreibt weltweit 31 Gourmetküchen in elf Ländern auf drei Kontinenten.

Mehr als 60 Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Unter diesen finden sich namhafte Kunden wie Austrian Airlines, Asiana Airlines, British Airways, Cathay Pacific, China Airlines, Emirates, Etihad Airways, EVA Air, Egypt Air, Jet Blue, Korean Air, Lufthansa, LOT Polish Airlines, Oman Air, Pegasus Airlines, Qatar Airways, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, Thai Airways und Turkish Airlines.

Airline Catering Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 598,09 574,11 23,98 4,2%
EBITDA m€ 56,24 60,62 -4,38 -7,2%
Abschreibungen m€ -20,03 -23,14 3,11 13,4%
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -1,51 -1,14 -0,37 -32,3%
Wertminderungen m€ -2,69 -1,64 -1,05 -64,3%
Zuschreibungen m€ 1,18 0,49 0,68 138,2%
EBIT m€ 34,69 36,33 -1,64 -4,5%
EBITDA-Marge % 9,4% 10,6%
EBIT-Marge % 5,8% 6,3%
Anteil am Konzernumsatz % 70,5% 66,6%

Die Division Airline Catering erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 598,09 m€ (VJ: 574,11 m€). Dies entspricht einem Anstieg von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr trotz sehr kompetitiven und volatilen Marktumfeld. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz beträgt 70,5 % (VJ: 66,6 %). Insgesamt wurden von den 31 Gourmetküchen der DO & CO Gruppe weltweit über 113 Millionen Passagiere auf mehr als 700 Tausend Flügen kulinarisch versorgt.

Das EBITDA liegt mit 56,24 m€ um -4,38 m€ bzw. -7,2 % unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT beläuft sich auf 34,69 m€ (VJ: 36,33 m€). Die EBITDA-Marge beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 9,4 % (VJ: 10,6 %). Die EBIT-Marge liegt bei 5,8 % (VJ: 6,3 %).

In Hinblick auf die Entwicklung an den internationalen Standorten sind folgende Punkte hervorzuheben.

GEWINN GROSSER AUSSCHREIBUNGEN

Das Management von DO & CO kann in dieser Division von besonders erfreulichen Entwicklungen berichten. Am 11. September 2018 hat DO & CO nach einer Ausschreibungsphase von über eineinhalb Jahren den Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ex London Heathrow erhalten. Gleichzeitig wurde DO & CO von Iberia und Iberia Express für Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge aus Madrid Barajas beauftragt. Beide Aufträge beginnen im Frühjahr 2020 und wurden jeweils für die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Mit British Airways und Iberia/Iberia Express vertrauen zwei weitere Airlines auf DO & CO Catering an ihrer Homebase.

TÜRKEI

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018/2019 war ein deutlicher Verfall der türkischen Lira gegenüber dem Euro zu verzeichnen. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2018/2019 noch 4,88 EUR/TRY betrug, belief sich der Kurs Ende August 2018 nur mehr auf 7,64 EUR/TRY. In der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2018/2019 erholte sich die türkische Lira leicht und schloss Ende März 2019 bei 6,34 EUR/TRY.

In der Türkei ist in der Landeswährung (türkische Lira) ein starkes Umsatzplus von 36,8 % zu verzeichnen, welches unter anderem auf eine erfreuliche Entwicklung der Passagierzahlen bei Turkish Airlines zurückzuführen ist. Der Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro in Höhe von -100 m€ führte allerdings zu einem Umsatzrückgang in der DO & CO Konzern- Gewinnund Verlustrechnung von -2,5 %.

Am 23. Oktober 2018 hat DO & CO eine Einigung über die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre auf dem neuen Flughafen in Istanbul und weiteren Flughäfen in der Türkei erzielt. Die Freigabe durch die nationale Wettbewerbsbehörde ist noch ausstehend.

ÖSTERREICH

DO & CO und Austrian Airlines setzen ihre langjährige Partnerschaft fort, da DO & CO erneut als Bestbieter aus dem internationalen Ausschreibungsverfahren hervorgegangen ist. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wurde für die Dauer von drei Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere drei Jahre, abgeschlossen.

Erfreulicherweise wurde Austrian Airlines bei Skytrax 2018 (www.worldairlineawards.com) zum zweiten Mal seit 2015 mit der prestigeträchtigen Auszeichnung "Best Business Class Onboard Catering" ausgezeichnet.

An den Airline Catering Standorten in Österreich konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Am Standort Wien wird seit Oktober 2018 die Fünfsterne-Airline Hainan Airlines becatert. Im Frühjahr konnten drei zusätzliche Kunden gewonnen werden. Ab Frühjahr 2019 werden ANA, China Southern und Air Canada von DO & CO becatert.

USA

Am Standort New York John F. Kennedy sorgt vor allem die Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden für Umsatzwachstum. Besonders erfreulich ist, dass mit Jet Blue eine der coolsten und qualitätsfokussiertesten US-Fluglinien als Kunde gewonnen werden konnte. Seit November 2018 werden auf allen Jet Blue Flügen ex JFK in der "Mint Class" (Business Class) Gourmetmenüs von DO & CO angeboten. Um weiteres Wachstum am Standort zu ermöglichen, werden seit Jänner 2017 Investitionen für Umbau- und Erweiterungsarbeiten getätigt. Die Fertigstellung befindet sich in den finalen Zügen.

Am zweiten nordamerikanischen Standort, Chicago O'Hare, konnten die Umsätze durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Qatar Airways gesteigert werden. DO & CO betreut an diesem Standort bereits neun Kunden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 intensivierte DO & CO die Zusammenarbeit mit der Lufthansa-Gruppe. Nach Lufthansa in New York JFK sowie der Verlängerung der Partnerschaft mit Austrian Airlines konnte auch erstmals die SWISS als Neukunde gewonnen werden, welche seit Anfang Juli 2018 mit einem täglichen Flug von Los Angeles nach Zürich mit DO & CO Catering beliefert wird. Zusätzlich konnte die Partnerschaft mit Qatar Airways intensiviert werden und als Neukunde mit einem täglichen Flug ab März 2019 am Standort Los Angeles gewonnen werden, womit DO & CO am neu eröffneten Standort bereits vier Kunden hat.

GROSSBRITANNIEN

An dem Standort London Heathrow konnte der Umsatz insbesondere durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. Seit 1. Dezember 2018 becatert DO & CO zehn tägliche British Airways Flüge auf der Mittel- und Langstrecke.

Die Vorbereitungen für die Übernahme des Caterings für British Airways in London Heathrow laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang baut DO & CO in London eine der modernsten und größten Gourmetküchen Europas mit über 30.000 m². Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Gegen Ende des Geschäftsjahres ist es DO & CO gelungen Cathay Pacific auch am Standort London zu gewinnen. Ab Anfang Mai 2019 wird DO & CO fünf tägliche Abflüge ex London Heathrow und einen täglichen Abflug ex London Gatwick becatern. Somit konnte DO & CO die Marktposition auch in London nach dem Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways weiter ausbauen.

DEUTSCHLAND

Leicht rückläufig ist die Geschäftsentwicklung an den deutschen Standorten (Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin). Dies ist vor allem auf die Insolvenz der NIKI Muttergesellschaft Air Berlin zurückzuführen. Allerdings ist es DO & CO gelungen gegen Ende des Geschäftsjahres 2018/2019 Singapore Airlines in Düsseldorf und München als Neukunde zu gewinnen. Ab Juli bzw. August 2019 wird Singapore Airlines für vier Abflüge pro Woche ex Düsseldorf bzw. einen täglichen Abflug ex München becatert.

POLEN

An den Airline Catering Standorten in Polen konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. Des Weiteren ist es DO & CO im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 gelungen den Cateringvertrag mit LOT Polish Airlines an den Standorten in Polen um weitere fünf Jahre und neun Monate zu verlängern.

SÜDKOREA

Am Standort Incheon in Südkorea konnte das Gemeinschaftsunternehmen Sharp DO & CO Korea, welches at-equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden sowie durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Seit Juni 2018 wird Ethiopian auf acht wöchentlichen Flügen von DO & CO becatert. Des Weiteren wird seit Dezember 2018 British Airways mit einem täglichen Flug mit DO & CO Catering beliefert.

UKRAINE

Für den Airline Catering Standort in Kiew können für das Geschäftsjahr 2018/2019 Umsatzzuwächse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres berichtet werden.

ITALIEN

Die Geschäftsentwicklung am Airline Catering Standort in Mailand Malpensa ist rückläufig, was insbesondere auf den Verlust der Kunden Qatar Airways und Singapore Airlines zurückzuführen ist. Dieser Umsatzrückgang konnte durch den Gewinn des Neukunden Saudia mit sechs Abflügen pro Woche ab Juni 2018 teilweise kompensiert werden.

Strategie von DO & CO

  • Ausbau der Positionierung als "der" Premium Anbieter im Airline Catering
  • Unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio
  • Langfristige Partnerschaften mit den Kunden an mehreren Standorten
  • Gesamtanbieter im Airline Catering
  • Gourmetküchen Ansatz: die Speisen für alle Divisionen werden in zentralen Küchen zubereitet, um gleichbleibende Qualität, divisionsübergreifende Nutzung des Know-how und hohe Auslastung zu gewährleisten

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2019/2020

  • Errichtung neuer Gourmetküchen auf den Flughäfen in London Heathrow, Madrid-Barajas und dem neuen Flughafen Istanbul
  • Vorbereitungen für die Übernahme der Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ex London Heathrow ab April 2020
  • Vorbereitungen für die Übernahme der Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge von Iberia und Iberia Express aus Madrid-Barajas ab Mai 2020
  • Abschluss der Erweiterungsinvestitionen in den Standort New York (Flughafen John F. Kennedy)
  • Teilnahme an zahlreichen Ausschreibungen für bestehende bzw. neue Kunden
  • Evaluierung von Übernahmezielen und Expansionsmöglichkeiten

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "Der" Premium Airline Caterer
  • Produktkreativität und -innovation
  • Anbieter von Komplettlösungen

4.8. International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 129,53 m€ (VJ: 123,00 m€). Das EBITDA der Division International Event Catering beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 16,35 m€ (VJ: 12,10 m€). Die EBITDA-Marge liegt bei 12,6 % (VJ: 9,8 %). Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2018/2019 11,77 m€ (VJ: 7,24 m€). Die EBIT-Marge liegt bei 9,1 % (VJ: 5,9 %).

International Event Catering Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 129,53 123,00 6,53 5,3%
EBITDA m€ 16,35 12,10 4,25 35,1%
Abschreibungen m€ -4,57 -4,86 0,28 5,8%
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ 0,00 0,00 0,00 0,0%
Wertminderungen m€ 0,00 0,00 0,00 0,0%
Zuschreibungen m€ 0,00 0,00 0,00 0,0%
EBIT m€ 11,77 7,24 4,53 62,6%
EBITDA-Marge % 12,6% 9,8%
EBIT-Marge % 9,1% 5,9%
Anteil am Konzernumsatz % 15,3% 14,3%

Im International Event Catering übernahm DO & CO bereits in der 27. Saison in Folge die kulinarische Betreuung der Formel 1 Grands Prix. Insgesamt wurden 19 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern becatert.

DO & CO hat im Geschäftsjahr 2018/2019 das Catering von insgesamt 25 Fußballspielen in der Allianz Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Heimspielen des FC Bayern München sowie die Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft in der Allianz Arena. Ein besonderes Highlight war die Wings for Life Charity Gala in der Säbener Lounge im Oktober 2018.

Das Event Business in München wächst kontinuierlich weiter. DO & CO hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 bekanntgeben das Catering für sämtlichen VIP und PublicBereiche sowie Restaurants für die neue Sporthalle der Eishockey-Profis des EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern München ab der Spielsaison 2021 zu übernehmen. Bis zu 11.500 Zuschauer werden in der neuen Spielstätte Platz finden.

Zusätzlich wurden von DO & CO zahlreiche Events im Olympiapark in München ausgerichtet. Der Olympiapark München und DO & CO setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. Nach einem Ausschreibungsverfahren hat DO & CO den Zuschlag für die kulinarische Betreuung der Gäste und Besucher des Münchener Olympiaparks erhalten. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wird für die Dauer von mindestens fünf Jahren mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre abgeschlossen.

DO & CO war im Geschäftsjahr 2018/2019 für das Stadion Catering des Turiner Traditionsclubs für 19 Serie A Spiele, die höchste Spielklasse im italienischen Profifußball, fünf Champions League Spiele sowie ein Spiel im nationalen Pokalwettbewerb verantwortlich. DO & CO ist seit Mitte August 2017 für das Stadion Catering des Turiner Traditionsclubs verantwortlich. Im Schnitt kamen jeweils ca. 4.100 VIP-Gäste sowie 36.000 weitere Stadionbesucher in den Genuss von DO & CO Catering. Weiters fanden zahlreiche Events an Nichtspieltagen statt.

Der Traditionsklub Austria Wien und DO & CO vertiefen ihre Zusammenarbeit. Seit Juni 2018 hat DO & CO das komplette Catering nach dem Wiedereinzug in die umgebaute und runderneuerte Generali-Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von Austria Wien. Die Fußball-Arena fasst nach dem Umbau 17.500 Zuschauer. DO & CO hat dabei auch das Design und die komplette Ausstattung der VIP-Lounges gestaltet. DO & CO betreut mit Bayern München, Juventus Turin, Red Bull Salzburg und Austria Wien bereits vier Fußball Clubs kulinarisch.

Des Weiteren wurden sowohl die ÖFB-Länderspiele im Wiener Ernst-Happel-Stadion als auch die Heimspiele des FC Red Bull Salzburg in der Salzburger Red Bull Arena von DO & CO betreut.

Der Frühsommer startete mit dem alljährlichen Tennisturnier im Zuge der ATP Tennis Masters Series in Madrid. In einem Zeitraum von zehn Tagen verwöhnte DO & CO mehr als 32.000 VIP-Gäste mit exklusivem Catering.

Zusätzlich durfte DO & CO das UEFA Champions League Finale im Stadion NSK Olimpijskyj in Kiew ausrichten. Dies war bereits das 13. Champions League Finale, welches DO & CO für die UEFA ausrichten durfte.

Im Juli 2018 fand das Springreitturnier CHIO Aachen statt, bei welchem DO & CO erneut für das Catering der VIP-Gäste verantwortlich war.

Der Höhepunkt des Sommers war auch dieses Jahr die Beachvolleyball Major Series in Wien Ende Juli bzw. Anfang August 2018. Über einen Zeitraum von sechs Tagen kamen die VIP-Gäste und Spieler in den Genuss von feinstem DO & CO Catering.

Abermals, seit 1992, hat DO & CO das alljährliche Filmfestival am Wiener Rathausplatz Ende Juni bis Anfang September 2018 ausgerichtet. DO & CO ist hier für die Planung, die Organisation, den Aufbau und die gastronomische Logistik für diesen in Europa einzigartigen Gourmet Food Market verantwortlich.

Im Jänner 2019 war das Highlight der Wintersaison erneut das Hahnenkammrennen in Kitzbühel. DO & CO sorgte im Rahmen der Vierschanzentournee am Bergisel und in Bischofshofen sowie beim Nachtslalom in der Flachau und in Schladming für ein einzigartiges Ambiente und Catering auf höchstem Niveau. Auch bei den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften in Seefeld wurden die VIP-Gäste bei den Bewerben am Bergisel kulinarisch verwöhnt.

Strategie von DO & CO

  • Verstärkung der Kernkompetenz als Premium Caterer
  • Ausbau der Positionierung als "Gourmet Entertainment Generalunternehmer" mit "schlüsselfertigen" Kreativlösungen
  • Festigung der Premium Event Marke "DO & CO"
  • Profilierung als starker und verlässlicher Partner

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2019/2020

  • ATP Tennis Masters in Madrid
  • UEFA Champions League Finale 2019 im Estadio Metropolitano in Madrid
  • Beachvolleyball Major Series in Wien
  • Kulinarische Betreuung und Management der VIP-Hospitality-Infrastruktur der Formel 1
  • Betreuung von Fußballspielen für FC Bayern München, Juventus Turin, FC Red Bull Salzburg und FK Austria Wien

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "One stop partner"
  • Einzigartiges Premiumprodukt unverkennbar und nicht austauschbar
  • Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum "no headache partner", der seinen Kunden jederzeit zur Verfügung steht
  • Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam

4.9. Restaurants, Lounges & Hotel

Im Geschäftsjahr 2018/2019 erzielt die Division Restaurants, Lounges & Hotel einen Umsatz von 120,17 m€ (VJ: 164,30 m€). Dies entspricht einer Umsatzreduktion von -44,12 m€ bzw. -26,9 %. Diese Umsatzreduktion ist ausschließlich auf die Beendigung des Zugcaterings für die Österreichischen Bundesbahnen (46 m€) mit 31. März 2018 zurückzuführen. Das EBITDA beträgt 7,79 m€ (VJ: 10,70 m€). Die EBITDA-Marge liegt bei 6,5 % (VJ: 6,5 %). Das EBIT mit 4,98 m€ liegt unter dem Vorjahresniveau (VJ: 7,07 m€). Die EBIT-Marge beträgt 4,1 % (VJ: 4,3 %).

Restaurants, Lounges & Hotel Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 120,17 164,30 -44,12 -26,9%
EBITDA m€ 7,79 10,70 -2,91 -27,2%
Abschreibungen m€ -2,87 -3,39 0,52 15,4%
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ 0,06 -0,24 0,30 126,1%
Wertminderungen m€ 0,06 -0,24 0,30 125,2%
Zuschreibungen m€ 0,00 0,00 0,00 0,0%
EBIT m€ 4,98 7,07 -2,08 -29,5%
EBITDA-Marge % 6,5% 6,5%
EBIT-Marge % 4,1% 4,3%
Anteil am Konzernumsatz % 14,2% 19,1%

Die Division Restaurants, Lounges & Hotel umfasst folgende Geschäftsbereiche: Restaurants und Demel Cafés, Lounges, Hotel, Mitarbeiterrestaurants, Retail und Airport Gastronomie.

Der Bereich Mitarbeiterrestaurants mit Standorten in Österreich und Deutschland berichtet im Geschäftsjahr 2018/2019 stabile Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Erfreulich ist der Gewinn eines prestigeträchtigen Kunden im Bereich der Mitarbeiterrestaurants. Seit Anfang Dezember 2018 betreibt DO & CO die neue Red Bull Mitarbeiterkantine für bis zu 1.200 MitarbeiterInnen in Salzburg / Elsbethen.

Die Restaurants und Demel Cafés verzeichneten im Geschäftsjahr 2018/2019 eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung. Das DO & CO Flagship Restaurant am Stephansplatz, das DO & CO Restaurant Albertina sowie das Restaurant Olympiasee im Münchner Olympiapark entwickelten sich zufriedenstellend.

Der Flagship Store von Hédiard, ein Tochterunternehmen von DO & CO, am Place de la Madeleine in Paris wird derzeit neugestaltet und ist während der Umbauphase geschlossen.

In den von DO & CO weltweit betriebenen 29 Lounges konnten im Geschäftsjahr 2018/2019 über 4,6 Millionen Passagiere kulinarisch versorgt werden. Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Turkish Airlines bei Skytrax 2018 (www.worldairlineawards.com) zum dritten Mal seit 2015 mit der prestigeträchtigen Auszeichnung "Best Business Class Lounge" und zum fünften Mal in Folge "Best Business Class Lounge Dining" ausgezeichnet wurde.

Das Zugcatering für die Österreichischen Bundesbahnen wurde, wie berichtet, am 31. März 2018 beendet.

Strategie von DO & CO

  • Kreatives Herzstück des DO & CO Konzerns
  • Marketinginstrument und Imageträger der Gruppe sowie Markenentwicklung
  • Direktverkauf an Kunden ist ein Garant für höchste Qualität und Gradmesser für Kundenzufriedenheit

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2019/2020

  • Fortsetzung der Expansion im Bereich Retail mit der Eröffnung weiterer Standorte von "Henry - the art of living" Shops
  • Fortsetzung der Expansion in den Bereichen Lounges, Airport Gastronomie und Mitarbeiterrestaurants

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Vorreiter bei Produktinnovationen und der Umsetzung internationaler Trends
  • Starke Marke, die für Spitzenqualität bürgt
  • Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Lounges, Retail, Airport Gastronomie, Restaurants und Demel Cafés, Hotel und Mitarbeiterrestaurants
  • Einzigartige Standorte: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina und Neuer Markt in Wien sowie Place de la Madeleine in Paris

4.10. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB

Aktienmärkte im Überblick

Der gesamteuropäische Aktienindex EuroStoxx 50 ist im Berichtszeitraum um -0,3 % gesunken. Der US-Börsenindex Dow Jones Industrial verzeichnete einen Anstieg um 7,6 %. Der DAX hingegen wies einen Rückgang um -4,7 % auf.

Der Wiener Leitindex ATX verzeichnete im Berichtszeitraum mit einer Entwicklung von 3.428,53 Punkten am 30. März 2018 auf 3.034,04 Punkte am 29. März 2019 einen Verlust von -11,5 %.

Ebenfalls verzeichnete die Istanbuler Börse im Berichtszeitraum einen sukzessiven Abwärtstrend. Der türkische Leitindex BIST 100 sank im Berichtszeitraum um -18,4 % und schloss am 29. März 2019 bei 93.784,18 Punkten.

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie verzeichnete an der Wiener Börse im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Kursanstieg von 42,3 % und schloss am 29. März 2019 mit einem Kurs von 73,30 €.

An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie ebenfalls einen deutlichen Kursanstieg von 86,5 % und schloss am 29. März 2019 mit einem Kurs von TRY 457,00.

Aufnahme in den österreichischen Leitindex ATX

DO & CO wurde per 24. September 2018 erneut in den österreichischen Leitindex ATX aufgenommen. Der ATX Index ist der wichtigste österreichische Aktienindex und beinhaltet die 20 bedeutendsten österreichischen börsennotierten Unternehmen gewichtet nach Handelsumsatz und Kapitalisierung des Streubesitzes.

Dividende

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft wird der Hauptversammlung am 18. Juli 2019 eine Dividende in Höhe von 0,85 € je Aktie vorschlagen. Damit entspricht die Dividende jener des vorangegangen Geschäftsjahres. Die Ausschüttungsquote beträgt 31,4 % vom Konzernergebnis.

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 1.286 t€. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 407 t€. Damit liegt das Handelsvolumen in Wien über jenem an der Istanbuler Börse. Das Handelsvolumen beider Börsen gemeinsam betrug im Tagesdurchschnitt 1.694 t€ bzw. 25.119 Stück. Damit liegt das tägliche Handelsvolumen geringfügig unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Börse Wien Börse Istanbul Summe
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
Volumen in Stk* 18.909 22.677 6.210 12.439 25.119 35.116
Volumen in t€* 1.286 1.139 407 615 1.694 1.754

*Durchschnittliches tägliches Handelsvolumen der DO & CO Aktie

Durchschnittliches tägliches Handelsvolumen*

* H andelsvolumen in Stück

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Höchstkurs 1 91,50 69,44
Tiefstkurs 1 45,55 38,22
Kurs ultimo 1 73,30 51,50
Aktienanzahl ultimo TStk 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m€ 714,24 501,82

1… Schlusskurs

Die Aktionärsstruktur der DO & CO Aktiengesellschaft

Zum Stichtag 31. März 2019 befinden sich 57,63 % der Aktien im Streubesitz. Der verbleibende Aktienanteil wird von der Attila Dogudan Privatstiftung (32,31%) bzw. Kabouter Management LLC (10,06%) gehalten. Der Anteil der Attila Dogudan Privatstiftung beinhaltet einen Anteil von 1,59 %, welcher für Management- und Mitarbeiterbeteiligungen vorgesehen ist.

Informationen zur DO & CO Aktie

ISIN AT0000818802
Reuters Code DOCO.VI, DOCO.IS
Bloomberg Code DOC AV, DOCO. TI
Indizes ATX, ATX Prime, BIST ALL
WKN 081880
Börseplätze Wien, Istanbul
Währung EUR, TRY

Finanzkalender

08.07.2019 Nachweisstichtag Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018/2019
18.07.2019 Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018/2019
22.07.2019 Dividenden-ex-Tag
23.07.2019 Nachweisstichtag Dividenden
05.08.2019 Dividendenzahltag
14.08.2019 Ergebnis für das erste Quartal 2019/2020
14.11.2019 Ergebnis für das erste Halbjahr 2019/2020
12.02.2020 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2019/2020

Investor Relations

Im Geschäftsjahr 2018/2019 hat das Management der DO & CO Aktiengesellschaft Gespräche mit zahlreichen institutionellen Investoren und Finanzanalysten geführt.

Analysen und Berichte über die DO & CO Aktie werden derzeit von neun internationalen Institutionen veröffentlicht:

  • Berenberg
  • Hauck & Aufhäuser
  • Kepler Cheuvreux
  • Erste Bank
  • HSBC
  • Raiffeisen Centrobank
  • İş Investment
  • GSC Research
  • Renaissance Capital

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 92,76 € (Stand: 07. Mai 2019).

Alle Veröffentlichungen, den Corporate Governance Bericht sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Investor Relations Email: [email protected]

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt 19.488.000,00 € und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Zum Bilanzstichtag halten (i) die Attila Dogudan Privatstiftung 32,31 %, sowie (ii) die Kabouter Management, LLC 10,06% am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO MitarbeiterInnen, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen.
    1. Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren ab dem 1. August 2018 ermächtigt,

a) gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale EUR 19.488.000,-- um bis zu weitere EUR 2.000.000,-- durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Barund/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen,

b) vorbehaltlich eines Ausschlusses des Bezugsrechtes gemäß lit. c) die neuen Aktien allenfalls im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gem § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten,

c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen und Betrieben oder Teilen hiervon oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland erfolgt oder (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder (iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu 7.795.200,00 € durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 und vom 4. Juli 2013 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, für eine Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem 27. Juli 2017 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss) zu erwerben, für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre zu beschließen, sowie das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss herabzusetzen.

  1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.

  2. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

5. Ausblick

DO & CO ist durch seine unterschiedlichen Vertriebsmöglichkeiten, einem breiten Markenportfolio sowie Aktivitäten in unterschiedlichen Regionen für herausfordernde Marktbedingungen sehr gut vorbereitet und erwartet auch in Zukunft gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Im Detail ist wie folgt zu berichten:

UMSETZUNG DER GEWONNENEN GROSSAUFTRÄGE

Nach dem Gewinn der beiden wichtigen Ausschreibungen für British Airways und Iberia bzw. Iberia Express sowie der Einigung über die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre auf dem neuen Flughafen in Istanbul und weiteren Flughäfen in der Türkei (vorbehaltlich der Genehmigung durch die Organe und der Behörden) haben die Arbeiten begonnen, um diese Projekte innerhalb der nächsten Jahre erfolgreich umzusetzen.

Nach der erfolgreichen Übernahme weiterer Flüge für British Airways im Dezember 2018 wird DO & CO zwischen April und Juni 2019 zusätzliche sechs Destinationen ex London Heathrow becatern.

VERLÄNGERUNG DES CATERINGVERTRAGES MIT TURKISH AIRLINES

Am 27. Mai 2019 wurde die Vertragsdokumentation für die am 23. Oktober 2018 getroffene und bekanntgegebene Vereinbarung über die Fortsetzung der Kooperation mit der Turkish Airlines im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft Turkish DO & CO unterzeichnet. Diese Vertragsdokumentation sieht insbesondere die Fortsetzung des Cateringliefervertrages zwischen Turkish Airlines und Turkish DO & CO um 15 Jahre sowie den Verkauf des Hotels in Istanbul von Turkish DO & CO an Turkish Airlines vor. Die Durchführung der Transaktionen steht unter dem Vorbehalt aufschiebender Bedingungen, insbesondere der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

NORDAMERIKA: DO & CO GEWINNT BRITISH AIRWAYS AN VIER STANDORTEN

DO & CO hat die IAG Nordamerika Ausschreibung für British Airways, welche alle Cateringleistungen ex Nordamerika umfasst, an vier Standorten gewonnen. Ab Oktober 2019 wird British Airways somit auch an den Standorten Los Angeles und San Diego becatert. Mit einer Entscheidung betreffend der Iberia und Aer Lingus Flüge ex Nordamerika ist in den kommenden Wochen zu rechnen.

VERTIEFUNG DER ZUSAMMENARBEIT MIT CATHAY PACIFIC

Über den Gewinn der Cateringausschreibung in London Heathrow und London Gatwick hinaus werden DO & CO und Cathay Pacific ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. DO & CO wird das komplette Menüdesign der First Class übernehmen und die Qualitätskontrolle für alle Standorte in Europa und Nordamerika durchführen.

LOS ANGELES / USA

Air Italy konnte als Neukunde mit vier Abflügen pro Woche ab April 2019 am Standort Los Angeles gewonnen werden. DO & CO hat somit am neu eröffneten Standort bereits fünf Kunden.

WIEN / ÖSTERREICH

Am Standort Wien hat DO & CO einen weiteren Kunden gewonnen. Ab April 2019 wird Air Canada mit einem täglichen Flug von DO & CO becatert.

GEWINN WEITERER INTERNATIONALER AUSSCHREIBUNGEN IM BEREICH FUSSBALL

DO & CO hat den Zuschlag für die UEFA Champions League Finali der Jahre 2019, 2020 und 2021 sowie für Teile der UEFA EURO 2020 betreffend Hospitality Services bzw. Catering erhalten und einen mehrjährigen Liefervertrag unterschrieben.

FORMEL 1

Derzeit finden mit Liberty Media Gespräche über eine Vertragsverlängerung betreffend der kulinarischen Betreuung der Formel 1 Grands Prix für die Jahre ab 2021 statt. Neben dem Catering umfasst dies auch die Formel 1 VIP-Hospitality-Infrastruktur, für welche DO & CO seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 verantwortlich ist. Ein Abschluss ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

ERWEITERUNG DER PARTNERSCHAFT MIT FC BAYERN MÜNCHEN - FC BAYERN FLAGSHIP STORE | DO & CO HOTEL | DO & CO RESTAURANTS IM ZENTRUM MÜNCHENS

DO & CO und FC Bayern München werden ihre langjährige und sehr erfreuliche Partnerschaft weiter ausbauen. Ende 2020 wird die neue "FC Bayern München Erlebniswelt" unweit des Münchner Marienplatzes eröffnet. DO & CO wird im gleichen Gebäude des FC Bayern Flagship-Stores zwei Restaurants (Bayrisch und international), ein Boutique-Hotel sowie eine Premiumeventfläche betreiben.

ERÖFFNUNG NEUER TURKISH AIRLINES LOUNGEN AM NEUEN FLUGHAFEN ISTANBUL

Im Zuge der Aufnahme des operativen Betriebes am neuen Flughafen Istanbul hat Turkish DO & CO ebenfalls den operativen Betrieb drei neuer Turkish Airlines Loungen übernommen. Diese umfassen eine Domestic, Business sowie eine Miles & Smiles Lounge und sind das Gegenstück zu den bisherigen Loungen am alten Flughafen Istanbul-Atatürk. In den kommenden Monaten wird noch zusätzlich eine Arrival Lounge in Betrieb gehen.

LOUNGE AUSSCHREIBUNGEN

DO & CO nimmt aktuell an zwei großen Lounge Ausschreibungen teil. Diese umfassen die Firstund Business Class Lounges für British Airways in Großbritannien sowie die beiden Business Lounges für Iberia am Flughafen Madrid-Barajas. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

ERWEITERUNG DES RETAIL-GESCHÄFTES

Nach dem erfolgreichen Abschluss der großen Ausschreibungen wird großer Fokus auf die Weiterentwicklung des Retail-Geschäfts, insbesondere auf Hédiard und Henry, gelegt.

BEENDIGUNG DER PARTNERSCHAFT MIT NESPRESSO

Anfang 2015 haben DO & CO und Nespresso eine Zusammenarbeit zum gemeinsamen Betrieb von Nespresso Cafés vereinbart. In den kommenden Wochen werden DO & CO und Nespresso ihre Zusammenarbeit beenden. DO & CO wird die beiden Standorte in London sowie den Standort in New York übernehmen und unter einem neuen Retail-Konzept im Geschäftsjahr 2019/2020 wiedereröffnen.

NEUE AKQUISITIONEN

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten evaluiert.

Das DO & CO Management ist zuversichtlich den erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortzusetzen. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotenziale dar.

6. Chancen- und Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich jedoch auch zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Im Hinblick auf sich bietende Chancen sind die folgenden Ansatzpunkte hervorzuheben, die es dem Konzern ermöglichen, sich positiv weiterzuentwickeln. Die Akquisition von zusätzlichen Kunden wird als Chance erachtet. Ebenso stellt die Ausdehnung des Lieferumfanges mit bestehenden Kunden eine Chance für DO & CO dar. Dies kann einerseits durch das Anbieten umfassenderer Leistungen an bestehenden Standorten, andererseits durch das Erbringen von Leistungen an zusätzlichen Standorten erfolgen. Des Weiteren sieht DO & CO die Möglichkeit, durch innovative Produkte und Dienstleistungen die positive Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken reagiert.

Ausgangsbasis des angewandten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe gesehen und stellt einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse dar. Dies führt zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, dazu gehören eine zentrale Administration, das Controlling, die Rechtsabteilung und die Interne Revision.

Politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen können insbesondere die Sicherheit von Fluggesellschaften, Veranstaltungen, Kunden und MitarbeiterInnen in erheblichem Ausmaß gefährden. Zur Risikoanalyse, -überwachung und -steuerung dieses Sicherheitsrisikos betreibt DO & CO ein umfassendes Monitoring der weltweiten als auch der lokalen Sicherheitslagen und deren aktuellen Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von DO & CO zur Folge haben könnten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurden vor allem die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO.

Die politischen Krisen sowie Terroranschläge haben zu einer Veränderung des Reise- und Freizeitverhaltens von Menschen geführt. Des Weiteren wird die Sicherheit des Flugbetriebes durch direkte Terroranschläge auf Fluggesellschaften bedroht, was zu Mehrkosten für die Gewährleistung der Sicherheit führt.

Nachdem wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Emirates, Etihad Airways, LOT Polish Airlines, Austrian Airlines, Cathay Pacific, British Airways und Pegasus Airlines erwirtschaftet werden, ist ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der Sicherheitslage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit ist es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten hat besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

Risiken für eine fortdauernde Expansion bestehen aus der Sicht von DO & CO durch die permanente weltweite Terrorbedrohung, politische Unruhen und die Veränderung der weltpolitischen Landschaft.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine internationale Diversifikation sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken aufgrund von Terror und politischen Unruhen

Terroranschläge und Terrorbedrohung führen immer wieder zu Sicherheitsrisiken. Dies betrifft sowohl die Luftfahrt direkt als auch indirekt durch dadurch verändertes Reiseverhalten. Auch im Bereich von Großevents kann es zu kurzfristigen Absagen von Veranstaltungen kommen, wenn für den Event eine konkrete Terrorwarnung besteht.

DO & CO betreibt aktives Monitoring, um Entwicklungen in bestimmten Regionen der Welt bereits im Vorfeld einschätzen zu können und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen richten sich dabei nach der Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Schadensereignisses.

Bei der Erstellung umfassender Sicherheitsanalysen für das Unternehmen und dessen Kunden greift DO & CO auf die von nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellten Informationen zurück.

Neben der kontinuierlichen Bewertung von Risiken für das Unternehmen kommt der Sicherheit der MitarbeiterInnen im Ausland ein hoher Stellenwert zu. Entsandte werden vor der Abreise und während des Aufenthalts zeitnahe über die aktuelle Sicherheitslage informiert.

Risiken aufgrund von Naturkatastrophen und Epidemien

Umweltrisiken können sich plötzlich und ohne Vorwarnung konkretisieren, wie Ereignisse in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben. Derartige Ereignisse sind nicht beeinflussbar und können den Flugverkehr einer gesamten Region ganz oder teilweise lahmlegen.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Zu den Risiken, die ebenfalls nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien, wie beispielsweise der Vogelgrippe, des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) oder des Ebolafiebers. Heute muss nach Expertenschätzungen damit gerechnet werden, dass Menschen auf allen Kontinenten innerhalb weniger Wochen durch Krankheitserreger infiziert werden können. Reisebeschränkungen durch die Gesundheitsbehörden können Einfluss auf das Reise- wie Freizeitverhalten von Menschen haben, weshalb Flüge als auch Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden könnten.

Reputationsrisiken

Den möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit einem Regelwerk entgegengewirkt. Dieses Regelwerk gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken. Jede/r MitarbeiterIn hat die Verantwortung, den Ruf von DO & CO zu schützen. Die Hauptverantwortung für die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Schadensrisiken

Dem Schadenspotenzial durch Feuer, Sturm, Überschwemmungen und Erdbeben wird durch entsprechende Sicherheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen sowie Notfallpläne entgegengewirkt, welche regelmäßig trainiert und adaptiert werden. Diese Risiken sind durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die MitarbeiterInnen und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen MitarbeiterInnen den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie beispielsweise der Vogelgrippe können Rohstoffe unter Umständen nur in geringeren Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente, vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulungen von MitarbeiterInnen sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Informationstechnologie

Viele Prozesse innerhalb des DO & CO Konzerns sind IT-unterstützt bzw. von Informationen abhängig, die aus diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme stellt daher ein Risiko dar. Diesem Risiko wird durch intensive Schulungen und dem entsprechenden Einsatz interner und externer Fachkräfte entgegengewirkt. Die IT-Infrastruktur und IT-Systeme werden konzernweit permanent gewartet und optimiert, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten und zu verbessern bzw. das Ausfallsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene – vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben – sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters, zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Vorkehrungen zur Schadensvermeidung nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Akquisition und Integration von Unternehmen

Eines der strategischen Ziele des DO & CO Konzerns ist es, nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch Unternehmen zu akquirieren. In Verfolgung dieses strategischen Ziels wurden und werden Unternehmen akquiriert und in die DO & CO Gruppe eingegliedert. Im Zuge dieses Prozesses stellen sich zahlreiche Herausforderungen, um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken zu vermeiden.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, GBP, CHF und PLN zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen Zahlungsmitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen wird das Bonitätsrisiko der Kunden zeitnahe überwacht und ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation ermöglicht.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO gegenwärtig nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Punkt 7.2. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten des Konzernanhangs) nachzulesen.

7. Internes Kontrollsystem

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollund Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem werden laufend an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Das Konzernrechnungswesen ist zentraler Ansprechpartner in allen Bilanzierungsfragen sowohl auf Einzelgesellschafts- wie auf Konzernebene. Ihm obliegt auch die Erstellung des Konzernabschlusses unter Zuhilfenahme einer anerkannten Konsolidierungssoftware. Das Einspielen der Einzelabschlüsse und Erstellen des Konzernabschlusses samt Anhangsangaben wird begleitet durch zahlreiche Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten sicherstellen. Ein Konzernhandbuch, in dem die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze von DO & CO festgelegt sind und das laufend aktualisiert wird, stellt die einheitliche Verarbeitung der Geschäftsfälle, Bilanzierung und Bewertung sicher und reduziert das Risiko der unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb des Konzerns. Die Bilanzierung nach der aktuellen Rechtslage wird durch die laufende Fortbildung der MitarbeiterInnen sichergestellt. Bei der bilanziellen Abbildung komplexer Sachverhalte zieht DO & CO zur Unterstützung externe Dienstleister hinzu, um deren ordnungsgemäße Abbildung im Jahres- und Konzernabschluss zu gewährleisten. Das gilt etwa für die Akquisition von Unternehmen, die Risiken aus der Zusammenführung unterschiedlicher Buchungssysteme sowie Bewertungsrisiken bergen. Für bestimmte Bewertungen (z.B. Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen) bedient sich die Gesellschaft der Expertise von Sachverständigen.

Zur Vermeidung betrügerischer Handlungen und Missbrauch sind Funktionstrennungen sowie laufende und nachgelagerte Kontrollen im Sinne eines "4-Augen-Prinzips" implementiert. Regelmäßige Audits durch die Interne Revision gewährleisten eine permanente Verbesserung und Optimierung der Prozesse.

Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann kein internes Kontrollsystem das Erreichen der gesetzten Ziele mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Aufgrund der Ausgestaltung des implementierten Kontrollsystems und seiner ständigen Weiterentwicklung erachtet DO & CO das Risiko einer fehlerhaften Abschlusserstellung als begrenzt.

Konsolidierter Corporate Governance Bericht

1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) stellt ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung sowie Leitung von Aktiengesellschaften in Österreich dar.

Seit Februar 2007 bekennt sich DO & CO umfassend zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (abrufbar unter www.corporate-governance.at), hält die im Kodex angeführten L-Regeln (Legal Requirements) dem Gesetz entsprechend ein und erklärt, von den C-Regeln (Comply or Explain) nicht abzuweichen.

Ziel des Managements von DO & CO ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die permanente Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sollen zu einer Unternehmenskultur führen, die Vertrauen schafft und damit langfristige Wertschöpfung ermöglicht.

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex lässt DO & CO in Entsprechung der Regel 62 des ÖCGK seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 regelmäßig durch eine unabhängige, externe Institution evaluieren. Die Evaluierung für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurde durch Dr. Ullrich Saurer, Rechtsanwalt, Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH vorgenommen. Der Bericht über die externe Evaluierung ist auf der Website von DO & CO unter www.doco.com abrufbar.

2. Der Vorstand

Attila DOGUDAN

Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Mag. Gottfried NEUMEISTER

Mitglied des Vorstands; geboren 1977 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Arbeitsweise

In der Satzung sowie in der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt.

Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegen die Gesamtleitung des Unternehmens und die Koordinierung der Tätigkeit des Vorstands. Die Mitglieder des Vorstands unterrichten einander gegenseitig über alle wichtigen Geschäftsvorfälle ihres Geschäftsbereiches.

Der Vorsitzende des Vorstands, Attila Dogudan, ist zuständig für die Strategie und Organisation des Konzerns, für zentrale Einheiten, Personal und Einkauf, M & A, Recht, IT sowie federführend für das gesamte operative Geschäft.

Das Vorstandsmitglied Mag. Gottfried Neumeister ist zuständig für den Finanzbereich, Investor Relations, alle Produktionsstandorte weltweit, den Vertrieb des Airline Catering sowie das Railway Catering und soll den Vorsitzenden des Vorstandes bei der Entwicklung der Strategie und Organisation des Konzerns unterstützen.

Die Geschäftsordnung enthält weiters die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Zum Bilanzstichtag 31. März 2019 hielt Mag. Gottfried Neumeister 10.000 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft.

3. Der Aufsichtsrat

Dr. Andreas BIERWIRTH

Vorsitzender; unabhängig; geboren 1971 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

Mitglied des Verwaltungsrates der EasyJet PLC, Großbritannien

Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF

  1. Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1955

bestellt bis zur 24. o.HV (2022), erstmalig gewählt am 27. Juli 2017

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates bei der Österreichischen Staatsdruckerei Holding AG, Österreich

Dr. Cem KOZLU

  1. Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1946 Repräsentant des Streubesitzes

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Pegasus Hava Tasimaciligi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Efes Biracilik ve Malt Sanayi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Arcelik A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Coca-Cola Icecek A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Sisecam A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Grubu Holding A.S

Ing. Georg THURN-VRINTS

Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied bis zum 12. Juli 2018; unabhängig; geboren 1943 Repräsentant des Streubesitzes bis zum 12. Juli 2018 erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Arbeitsweise

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Satzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018/2019 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen und zwei Umlaufbeschlüssen wahrgenommen. Die Schwerpunkte lagen insbesondere in der Beratung des Vorstands betreffend der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie den Ausbau und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit (Neuerrichtung einer Gourmetküche am Flughafen in London, Übernahme einer Produktionsstätte in Madrid sowie Hinzunahme neuer Geschäftsfelder in München) und den Verbleib von DO & CO in der Türkei, dies verbunden mit dem Abschluss eines langjährigen Cateringvertrages mit Turkish Airlines. Des Weiteren wurde über die Risikoverteilung sowohl in geographischer als auch in strategischer Hinsicht diskutiert und wurden in diesem Zusammenhang bestehende und neue Vertriebskanäle evaluiert. Dabei wurde die Abhängigkeit von Großkunden bewertet und der Erwerb von Beteiligungen abgewogen, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu festigen. Darüber hinaus wurde der Übernahmeprozess ("Transitionplan") für die gewonnenen Accounts British Airways sowie Iberia und Iberia Express besprochen.

Aktienbesitz von Aufsichtsratsmitgliedern

Zum Bilanzstichtag 31. März 2019 hielt Dr. Andreas Bierwirth 450 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft. Dr. Cem Kozlu hielt zum Bilanzstichtag 31. März 2019 14.215 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft.

Unabhängigkeit

Im Aufsichtsrat von DO & CO sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; Überkreuzverflechtungen existieren ebenso nicht. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der DO & CO Aktiengesellschaft tätig sind, erfolgen zu fremdüblichen Konditionen (siehe auch Vergütungsbericht).

Im Zusammenhang mit den Regeln 39 und 53 sowie Anhang 1 des ÖCGK hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14. Februar 2007 nachstehende Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder und Ausschuss-Mitglieder beschlossen:

Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Als weitere Kriterien der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds werden festgelegt:

  1. Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.

  2. Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.

  3. Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

  4. Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.

  5. Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Eltern, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates erklären, dass sie im Sinne dieser Kriterien unabhängig sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

PRÜFUNGSAUSSCHUSS: Dr. Andreas BIERWIRTH: Vorsitzender Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF: 1. Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Cem KOZLU: 2. Stellvertreter des Vorsitzenden Ing. Georg THURN-VRINTS: Mitglied Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD: Mitglied bis 12. Juli 2018

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Erstattung eines Berichtes über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat und die Darlegung, wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat, sowie die Rolle des Prüfungsausschusses dabei, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des konsolidierten Corporate Governance-Berichts und des konsolidierten Nachhaltigkeitsberichtes sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat sowie die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrates für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers).

Die Funktion des Prüfungsausschusses wird derzeit vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses und dessen Finanzexperte. Die Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates sind auch Stellvertreter des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2018/2019 insgesamt zweimal in Anwesenheit des Abschlussprüfers zusammen und hat sich mit dem Abschlussprüfer auch in Abwesenheit des Vorstandes ausgetauscht. Die Tätigkeitsschwerpunkte in diesen Sitzungen lagen bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

PRÄSIDIUM:

Dr. Andreas BIERWIRTH: Vorsitzender Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF: Stellvertreter des Vorsitzenden

Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden und dem 1. Stellvertreter.

Dem Präsidium obliegt auch die Funktion des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses sowie des Ausschusses zur Entscheidung in dringenden Fällen.

Als Nominierungsausschuss unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Im Geschäftsjahr 2018/2019 fand keine Sitzung des Nominierungsausschusses statt.

Als Vergütungsausschuss befasst sich das Präsidium mit den Angelegenheiten, die die Beziehung zu der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, der Vergütung der Vorstandsmitglieder und mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Der Vergütungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018/2019 zweimal und hat sich mit der variablen Vergütung der Vorstände für das Geschäftsjahr 2017/2018 sowie mit den variablen Bezügen bzw. Prämien für 2018/2019 beschäftigt.

Als Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen obliegt dem Präsidium die Entscheidung bei zustimmungspflichtigen Geschäften.

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der DO & CO Aktiengesellschaft angewendet werden.

Vergütungen für den Vorstand

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus fixen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen, wobei sich der Fixbezug der Vorstandsmitglieder am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert. Ein weiteres wichtiges Element für die Vergütung des Vorstandes ist eine variable Komponente, welche sich ebenfalls am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und die Kriterien der Regel 27 des ÖCGK berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die variablen Vergütungsbestandteile somit insbesondere auf mehrjährige, langfristige sowie nachhaltige Kriterien abstellen und nicht finanzielle Kriterien miteinbeziehen.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 berechnet sich die variable Vergütung insbesondere unter Berücksichtigung der EBITDA- und EBIT-Marge in Kombination mit der Umsetzung von strategischen Unternehmenszielen sowie persönlichen Leistungszielen.

Die erfolgsabhängige Komponente stellt auf messbare Leistungskriterien sowie auf betragliche oder als Prozentsätze der fixen Vergütungsbestandteile bestimmte Höchstgrenzen ab und beträgt maximal 100 % des Fixbezuges.

Im September 2019 hat DO & CO nach zweijähriger Verhandlung den Zuschlag für die Ausschreibungen von British Airways in London Heathrow und Iberia/Iberia Express in Madrid erhalten. Der Ausschreibungsprozess beider Großprojekte wurde von Herrn Mag. Gottfried Neumeister geleitet. Er hat persönlich maßgeblich zum Gewinn beider Ausschreibungen beigetragen. Der Aufsichtsrat hat aufgrund dieses außerordentlichen Geschäftserfolges, welcher den DO & CO Konzern in eine neue Größenordnung im Bereich Airline Catering gebracht hat, von der ihm eingeräumten Möglichkeit, auf Basis des Vorstandsvertrags eine zusätzliche Sonderprämie zu beschließen, Gebrauch gemacht.

Bei der Bemessung der Höhe der zusätzliche Prämie wurde berücksichtigt, dass für Herrn Mag. Gottfried Neumeister für das Geschäftsjahr 2017/2018 keine sonstige, für jedes Jahr zu beschließende variable Prämie beschlossen wurde, obwohl ihm aufgrund der Prämienregelung in seinem Vorstandsvertrag eine zugestanden wäre.

Die Bezüge für das Geschäftsjahr 2018/2019 belaufen sich wie folgt:

Bezüge Vorstand 2018/2019
Fixe Variable Gesamt-
in t€ Bezüge Bezüge bezüge
Attila DOGUDAN * 758 600 1.358
Mag. Gottfried NEUMEISTER ** 623 1.350 1.973
Summe 1.380 1.950 3.330

* Inklusive Sachbezug und inklusive 23 t€ für die Tätigkeit als Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie CEO bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

** Inklusive 21 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Vergütungen für den Aufsichtsrat

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2018 für das Geschäftsjahr 2017/2018 eine Vergütung von insgesamt 140 t€ bezahlt. Die Verteilung ist in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Bezüge Aufsichtsrat 2017/2018 *
in t€
Dr. Andreas BIERWIRTH 35
Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF 25
Dr. Cem KOZLU 25
Ing. Georg THURN-VRINTS 20
Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD 20
em. o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD 15
Summe 140

*Sitzungsgelder wurden keine bezahlt

Weiters besteht in der DO & CO Aktiengesellschaft eine aufrechte Vermögensschaden- und Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) zugunsten der Organmitglieder. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

5. Diversitätskonzept

Bei der Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrates stehen fachliche Qualifikation, persönliche Kompetenz und Einsatz, sowie langjährige Erfahrung in Führungspositionen im Vordergrund. Darüber hinaus werden aber auch Aspekte der Diversität, der Internationalität seiner Mitglieder und der Altersstruktur berücksichtigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind zwischen 47 und 75 Jahre alt, wobei ein Mitglied nicht österreichischer Staatsbürger ist und über langjährige Erfahrung auf dem türkischen Markt besitzt.

Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrates soll auf unternehmensspezifische Anforderungen sowie auf die Qualität der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder Bedacht genommen werden. Die Organe der DO & CO Aktiengesellschaft sollen mit Persönlichkeiten besetzt sein, welche die erforderlichen Kenntnisse der für DO & CO relevanten Geschäftsfelder, persönliche Voraussetzungen und Erfahrung mitbringen, die die Leitung und Überwachung eines weltweit tätigen und kapitalmarktorientierten Konzerns erfordern und sicherstellen. Derzeit gehören keine Frauen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat an. In zahlreichen Positionen auf Managementebene haben jedoch Frauen im DO & CO Konzern Führungspositionen inne (siehe dazu auch Punkt 6).

6. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden Stellen

Das Unternehmen legt größten Wert auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen wie auch bei der Gleichstellung der Entlohnung. Die Besetzung der Managementpositionen der DO & CO Aktiengesellschaft wie auch ihrer Tochtergesellschaften erfolgt in ausgeglichenem Maße, welches sich am hohen Anteil von Frauen in der Geschäftsführung der Gesellschaften und in leitender Stellung des Konzerns zeigt. Besonders hervorzuheben ist die Position des Unternehmens bei der Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr von Frauen in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz. In diversen Teilzeitmodellen wird es den Mitarbeiterinnen ermöglicht, in ihre ursprünglichen Managementfunktionen wieder einzusteigen und ihre Führungsaufgaben

Wien, am 29. Mai 2019

wahrzunehmen.

Attila Dogudan e.h. Vorstandsvorsitzender Mag. Gottfried Neumeister e.h. Vorstandsmitglied

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig schriftlich und mündlich in und außerhalb von Sitzungen über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung im Rahmen von offenen Diskussionen eingehend beraten.

Dr. Christian Konrad ist mit Beendigung der 20. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juli 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat möchte sich an dieser Stelle für sein langjähriges Engagement und die sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Der Aufsichtsrat besteht somit derzeit aus 4 Mitgliedern.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018/2019 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen und zwei Umlaufbeschlüssen wahrgenommen. Die Schwerpunkte lagen insbesondere in der Beratung des Vorstands betreffend die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Ausbau und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit (Neuerrichtung einer Gourmetküche am Flughafen in London, Übernahme einer Produktionsstätte in Madrid sowie Hinzunahme neuer Geschäftsfelder in München) und betreffend den Verbleib von DO & CO in der Türkei, dies verbunden mit dem Abschluss eines langjährigen Cateringvertrages mit Turkish Airlines. Des Weiteren wurde über die Risikoverteilung sowohl in geographischer als auch in strategischer Hinsicht diskutiert und wurden in diesem Zusammenhang bestehende und neue Vertriebskanäle evaluiert. Dabei wurden die Abhängigkeiten von Großkunden bewertet und der Erwerb von Beteiligungen abgewogen, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu festigen. Darüber hinaus wurde der "Transition" für die gewonnenen Accounts British Airways sowie Iberia und Iberia Express besprochen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 4. Juni 2019 den Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft und die Vorbereitung seiner Feststellung, den Vorschlag für die Gewinnverteilung, den Lagebericht, den konsolidierten Corporate Governance Bericht sowie den konsolidierten Nachhaltigkeitsbericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht geprüft und weiters vorgeschlagen, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019/2020 zu wählen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2018/2019 insgesamt zweimal zusammen und hat dabei auch den Rechnungslegungsprozess, die Umsetzung von Optimierungen des internen Kontrollsystems, der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht.

Der Vergütungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018/2019 zweimal und hat sich mit der variablen Vergütung der Vorstände für das Geschäftsjahr 2017/2018 sowie mit den variablen Bezügen bzw. Prämien für 2018/2019 beschäftigt.

Der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2019 samt Lagebericht wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungsbestimmungen erstellt und durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat den zusätzlichen Bericht dem Prüfungsausschuss gemäß Artikel 11 der Abschlussprüfer-VO vorgelegt und über das Ergebnis der Abschlussprüfung schriftlich berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Bericht des Vorstands zum Prüfungsergebnis einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2018/2019 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 96 Abs (4) AktG festgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2019 samt Erläuterungen wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und mit dem Konzernlagebericht durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft. Der Abschlussprüfer hat den zusätzlichen Bericht dem Prüfungsausschuss gemäß Artikel 11 der Abschlussprüfer-VO vorgelegt und über das Ergebnis der Konzernabschlussprüfung schriftlich berichtet. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverteilung der DO & CO Aktiengesellschaft geprüft. Der Hauptversammlung wird am 18. Juli 2019 vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von 8.282.400 € zur Gänze auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende von 0,85 € auf jede dividendenberechtigte Aktie.

Die Einklangsprüfung des konsolidierten Corporate Governance Berichtes nach § 243b UGB sowie die Evaluierung der Einhaltung der Regeln des ÖCGK durch die DO & CO Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde von Dr. Ullrich Saurer, Rechtsanwalt, Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH durchgeführt und hat ergeben, dass DO & CO die Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2018/2019 eingehalten hat.

Der Aufsichtsrat hat auch eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durchgeführt. Die Ergebnisse daraus wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 19. Februar 2019 ausführlich diskutiert.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum (Jahres- & Konzern-) Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019/2020 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung und den MitarbeiterInnen für ihren großen persönlichen Einsatz in einem unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.

Wien, am 4. Juni 2019 Dr. Andreas Bierwirth

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Konzernabschluss 2018/2019 der DO & CO Aktiengesellschaft nach IFRS

1. Konzernbilanz

A K T I V A
in m€
31. März 2019 31. März 2018
Anhang
4.1. Immaterielle Vermögenswerte 48,89 53,36
4.2. Sachanlagen 192,93 232,66
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 2,04 2,04
4.3. Nach der Equity Methode bilanzierte Beteiligungen 7,40 7,28
4.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5,20 4,43
4.13. Latente Steueransprüche 5,33 6,64
Übrige langfristige Vermögenswerte 20,32 13,98
Langfristige Vermögenswerte 282,12 320,40
4.5. Vorräte 32,53 25,71
4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110,89 112,42
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12,52 14,39
Steuererstattungsansprüche 4,20 2,27
4.7. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 30,34 21,44
4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 70,45 76,47
4.8. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 45,45 0,00
Kurzfristige Vermögenswerte 306,39 252,71
Summe Aktiva 588,51 573,10
P A S S I V A
in m€
31. März 2019 31. März 2018
Anhang
Grundkapital 19,49 19,49
Kapitalrücklagen 70,51 70,51
Erwirtschaftete Ergebnisse 186,76 168,91
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -66,63 -57,27
Sonderposten aus Gesellschaftertransaktion -0,33 -0,86
Anteile der Anteilseigner der
DO & CO Aktiengesellschaft
209,79 200,78
Nicht beherrschende Anteile 47,74 47,61
4.10. Eigenkapital 257,53 248,39
4.11. Anleihe 149,37 149,06
4.12. Langfristige Rückstellungen 20,31 20,49
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,04 0,04
4.13. Ertragsteuerschulden 0,04 0,00
4.13. Latente Steuerschulden 4,20 2,91
Langfristige Schulden 173,96 172,50
4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 24,50 27,58
4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89,25 76,65
4.16. Kurzfristige Rückstellungen 13,62 22,63
Steuerschulden 13,49 12,11
4.17. Sonstige Verbindlichkeiten 16,09 13,24
Schulden, die direkt den zur Veräußerung gehaltenen 0,06 0,00
Kurzfristige Schulden 157,01 152,21
Summe Passiva 588,51 573,10

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Anhang in m€ 2018/2019 2017/2018
5.1. Umsatzerlöse 847,80 861,41
5.2. Sonstige betriebliche Erträge 21,39 23,31
5.3. Materialaufwand -362,31 -369,12
5.4. Personalaufwand -282,29 -288,33
5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -144,59 -143,25
Ergebnis nach der Equity-Methode 0,38 -0,61
bilanzierten Beteiligungen
EBITDA - Betriebsergebnis vor Abschreibungen und 80,37 83,41
Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen
5.6. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen -28,92 -32,77
EBIT - Betriebsergebnis 51,45 50,64
Finanzierungserträge 3,24 3,58
Finanzierungsaufwendungen -6,47 -6,37
Sonstiges Finanzergebnis 0,43 -1,68
5.7. Finanzergebnis -2,81 -4,47
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,64 46,17
5.8. Ertragsteuern -11,71 -12,80
Ergebnis nach Ertragsteuern 36,93 33,37
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile -10,53 -8,99
Davon Anteil der Gesellschafter der DO & CO
Aktiengesellschaft (Konzernergebnis) 26,40 24,37
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Konzernergebnis in m€ 2018/2019
26,40
2017/2018
24,37
Anzahl (ultimo) der Aktien (in Stück) 9.744.000 9.744.000
5.9. Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 2,71 2,50

3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Ergebnis nach Ertragsteuern 36,93 33,37
Währungsumrechnung -20,27 -33,62
Ertragsteuern -1,25 1,92
Reklassifizierungsfähiges sonstiges Ergebnis -21,53 -31,70
Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen 0,09 1,90
Ertragsteuern -0,02 -0,40
Nicht-Reklassifizierungsfähiges sonstiges Ergebnis 0,07 1,50
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -21,46 -30,21
Gesamtergebnis 15,46 3,15
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile -1,58 -1,52
Davon Anteil der Gesellschafter der DO & CO
Aktiengesellschaft (Gesamtergebnis)
17,04 4,68

4. Konzern-Geldflussrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in m€ 2018/2019 2017/2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,64 46,17
+/- Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 28,92 32,77
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -0,20 0,27
-/+ Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,
soweit nicht zahlungswirksam
-0,38 0,61
+/- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge -0,07 5,31
+/- Zinssaldo 3,71 2,79
+/- Dividenden -0,02 -0,03
Brutto-Cashflow 80,60 87,88
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -27,40 -34,05
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen
+/- Zunahme / Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
-7,09
18,60
-14,69
11,93
Zahlungen für Ertragsteuern
-
-9,79 -8,67
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) 54,92 42,40
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und
+
immateriellen Vermögenswerten
0,68 0,66
Einzahlungen aus Abgängen sonstiger finanzieller Vermögenswerte
+
0,08 0,19
Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagen
-
-41,45 -75,13
Auszahlungen für Zugänge von immateriellen Vermögenswerten
-
-0,39 -0,64
Auszahlungen für Zugänge sonstiger finanzieller Vermögenswerte
-
-6,89 -13,95
erhaltene Dividenden
+
0,02 0,03
erhaltene Zinsen
+
2,77 2,68
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -45,18 -86,15
Dividendenzahlung an Aktionäre der DO & CO Aktiengesellschaft
-
-8,28 -8,28
Dividendenzahlung an Anteilseigner nicht beherrschender Anteile
-
0,00 -2,32
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten
-
0,00 -1,80
gezahlte Zinsen
-
-4,88 -4,69
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13,16 -17,10
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -3,42 -60,85
Anfangsbestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 76,47 143,53
Veränderung aufgrund von Wechselkursänderungen (Anfangsbestand) -2,81 -6,01
Veränderung aufgrund von Wechselkursänderungen (Bewegung) 0,21 -0,20
Endbestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 70,45 76,47
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -3,42 -60,85

Zu den Erläuterungen der Konzern-Geldflussrechnung siehe Abschnitt 6.

5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kumuliertes sonstiges Ergebnis
in m€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Erwirtschaftete
Ergebnisse
Rücklage
Währungs
umrechnung
Neu
bewertung
IAS 19
Sonderposten Gesellschafter
transaktion
Summe Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
Stand per 1. April 2018 19,49 70,51 168,91 -55,27 -1,99 -0,86 200,78 47,61 248,39
Erstanpassung IFRS 9 -0,28 -0,28 -0,28
Angepasster Wert 1. April 2018 19,49 70,51 168,64 -55,27 -1,99 -0,86 200,50 47,61 248,11
Dividendenauszahlungen 2017/2018 -8,28 -8,28 -2,07 -10,35
Veränderungen Konsolidierungskreis 0,00 4,31 4,31
Gesamtergebnis 26,40 -9,39 0,03 17,04 -1,58 15,46
Transaktionen mit anderen Gesellschaftern 0,53 0,53 -0,53 0,00
Stand per 31. März 2019 19,49 70,51 186,76 -64,66 -1,96 -0,33 209,79 47,74 257,53
Stand per 1. April 2017 19,49 70,51 152,83 -34,83 -2,74 -0,32 204,93 50,91 255,84
Dividendenauszahlungen 2016/2017 -8,28 -8,28 -2,32 -10,60
Gesamtergebnis 24,37 -20,44 0,75 4,68 -1,52 3,15
Transaktionen mit anderen Gesellschaftern -0,54 -0,54 0,54 0,00
Stand per 31. März 2018 19,49 70,51 168,91 -55,27 -1,99 -0,86 200,78 47,61 248,39

Das Eigenkapital wird in Abschnitt 4.10. erläutert.

6. Segmentberichterstattung

Der Vorstand von DO & CO ist der Hauptentscheidungsträger für die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente sowie zur Bewertung ihrer Ertragskraft. Er steuert den Konzern auf Basis von nach IFRS ermittelten Finanzdaten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den im Konzernanhang beschriebenen Konzernbilanzierungs- und bewertungsmethoden.

Nach dem Management Approach folgt die Segmentberichterstattung der internen Berichterstattung an den Vorstand von DO & CO für die Geschäftssegmente

  • Airline Catering,
  • International Event Catering und
  • Restaurants, Lounges und Hotel.

Für das Management sind die Ergebnisgrößen EBIT und EBITDA steuerungsrelevant. Für Zwecke der Ressourcenallokation orientiert sich das Management vorrangig am EBIT, das damit das Segmentergebnis im Sinne von IFRS 8 darstellt. Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das operative Ergebnis (EBIT) wird als Segmentergebnis berichtet. Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt.

Das Finanzergebnis und der Steueraufwand werden im Konzern zentral gesteuert.

Das Segmentvermögen umfasst im Wesentlichen Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grund, Anlagen in Bau und darauf geleistete Anzahlungen, Geschäfts- und Firmenwerte und sonstige Rechte, sowie im Segment Restaurant, Lounges und Hotel die Marke Hédiard und im Segment International Event Catering übrige langfristige Vermögenswerte.

Die Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten wird in der internen Berichterstattung nicht durchgeführt.

Auf drei Kontinenten generiert das Geschäftssegment Airline Catering mit einem unverwechselbaren innovativen und kompetitiven Produktportfolio den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern. Herzstück des Segments Airline Catering sind 31 Gourmetküchen an internationalen Flughäfen (unter anderem Istanbul, London, New York, Wien, Frankfurt, Warschau, Mailand), die im Geschäftsjahr 2018/2019 113 Millionen Passagiere auf mehr als 700.000 Flügen kulinarisch versorgten. Zahlreiche Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Unter diesen finden sich namhafte Kunden wie Austrian Airlines, Asiana Airlines, British Airways, Cathay Pacific, China Airlines, Emirates, Etihad Airways, EVA Air, Egypt Air, Jet Blue, Korean Air, Lufthansa, LOT Polish Airlines, Oman Air, Pegasus Airlines, Qatar Airways, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, Thai Airways und Turkish Airlines.

Im Geschäftssegment International Event Catering ist der DO & CO Konzern weltweit aktiv und bietet den Kunden bei den Events neben dem klassischen Catering auch Komplettlösungen einschließlich Logistik, Dekoration, Möbel, Zeltbau, Musik, Entertainment und Beleuchtung. Zu den Referenzen in diesem Geschäftssegment zählen unter anderem das Catering für 19 Formel 1 Grands Prix, die Finalspiele der UEFA Champions League, das Catering der Münchner Allianz Arena und des Münchner Olympiaparks sowie das Stadioncatering für Juventus Turin, FC Red Bull Salzburg und FK Austria Wien. Langjährige Partnerschaften bestätigen: Nationale und internationale Veranstalter vertrauen auf DO & CO als Gastgeber und Gesamtanbieter für Hospitalitylösungen.

In dem Segment Restaurants, Lounges & Hotel liegt der Ursprung des Konzerns. Das Geschäftssegment umfasst eine Reihe unterschiedlicher Bereiche, wie Lounges, Retail, Airport Gastronomie, Restaurants und Demel Café, Hotel und Mitarbeiterrestaurants. Im Vorjahr war in diesem Segment der Bereich Railway Catering abgebildet.

DO & CO hat einen Kunden, dessen Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt und im Geschäftsjahr 2018/2019 237,15 m€ beträgt. Umsätze mit diesem Kunden sind insbesondere in den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges und Hotel enthalten.

Die Segmentberichterstattung zu den Geschäftssegmenten stellt sich für das Geschäftsjahr 2018/2019 bzw. das Geschäftsjahr 2017/2018 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2018/2019
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m€ 598,09 129,53 120,17 847,80
EBITDA m€ 56,24 16,35 7,79 80,37
Planmäßige Abschreibungen m€ -20,03 -4,57 -2,87 -27,47
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -1,51 0,00 0,06 -1,45
Wertminderungen m€ -2,69 0,00 0,06 -2,63
Zuschreibungen m€ 1,18 0,00 0,00 1,18
EBIT m€ 34,69 11,77 4,98 51,45
EBITDA-Marge % 9,4% 12,6% 6,5% 9,5%
EBIT-Marge % 5,8% 9,1% 4,1% 6,1%
Anteil am Konzernumsatz % 70,5% 15,3% 14,2% 100,0%
Gesamtinvestitionen m€ 28,27 1,93 12,86 43,06
Geschäftsjahr
2017/2018
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m€ 574,11 123,00 164,30 861,41
EBITDA m€ 60,62 12,10 10,70 83,41
Planmäßige Abschreibungen m€ -23,14 -4,86 -3,39 -31,39
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -1,14 0,00 -0,24 -1,38
Wertminderungen m€ -1,64 0,00 -0,24 -1,88
Zuschreibungen m€ 0,49 0,00 0,00 0,49
EBIT m€ 36,33 7,24 7,07 50,64
EBITDA-Marge % 10,6% 9,8% 6,5% 9,7%
EBIT-Marge % 6,3% 5,9% 4,3% 5,9%
Anteil am Konzernumsatz % 66,6% 14,3% 19,1% 100,0%
Gesamtinvestitionen m€ 52,72 3,52 15,26 71,49

Die Außenumsatzerlöse des DO & CO Konzerns teilen sich nach dem Sitz des leistungserbringenden Tochterunternehmens wie folgt auf die geographischen Regionen auf:

Geschäftsjahr
2018/2019
Türkei Österreich Groß
britannien
Deutsch
-land
USA Sonstige
Länder
Total
Umsatzerlöse m€ 248,43 160,08 138,40 128,19 113,31 59,40 847,80
Anteil am Konzernumsatz % 29,3% 18,9% 16,3% 15,1% 13,4% 7,0% 100,0%
Geschäftsjahr
2017/2018
Türkei Österreich Groß
britannien
Deutsch
-land
USA Sonstige
Länder
Total
Umsatzerlöse m€ 253,98 193,40 122,99 138,38 94,60 58,07 861,41
Anteil am Konzernumsatz % 29,5% 22,5% 14,3% 16,1% 11,0% 6,7% 100,0%

Die langfristigen Vermögenswerte nach IFRS 8 nach geographischen Regionen (exkl. Ertragssteuerforderungen und latente Steuern) betrugen zum 31. März 2019 bzw. zum 31. März 2018:

Geschäftsjahr
2018/2019
USA Groß
britannien
Deutsch
-land
Türkei Österreich Sonstige
Länder
Total
Langfristige Vermögenswerte m€
68,68
41,70 39,68 32,63 29,95 64,15 276,79
in % 24,8% 15,1% 14,3% 11,8% 10,8% 23,2% 100,0%
Geschäftsjahr
2017/2018
USA Groß
britannien
Deutsch
-land
Türkei Österreich Sonstige
Länder
Total
Langfristige Vermögenswerte m€
61,40
33,07 43,33 81,66 31,46 62,83 313,76

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben

Die DO & CO Aktiengesellschaft (DO & CO, Gesellschaft) mit Sitz in 1010 Wien, Stephansplatz 12, ist das Mutterunternehmen eines international tätigen Cateringkonzerns. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die drei Segmente Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel. Die Aktien der DO & CO Aktiengesellschaft notieren an der Wiener und Istanbuler Börse.

Der Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 (2018/2019) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union für kapitalmarktorientierte Unternehmen anzuwenden sind, sowie den nach § 245a UGB ergänzend zu beachtenden Vorschriften des Unternehmensgesetzbuchs aufgestellt.

Den Anforderungen dieser Vorschriften hat DO & CO uneingeschränkt entsprochen. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DO & CO Konzerns. Die Abschlüsse aller wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden geprüft.

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gem. IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen vorbehaltlich abweichender Angaben in Millionen Euro (m€). Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten.

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sind Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die Höhe und den Ausweis von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen des Vorstandes, basierend auf Erfahrungen aus vergleichbaren Transaktionen erfolgen, können die tatsächlichen Werte von diesen Schätzungen abweichen.

Der Vorstand von DO & CO hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 am 29. Mai 2019 zur Veröffentlichung genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Am 04. Juni 2019 soll der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligt werden.

2. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS

Die in der Berichtsperiode 2018/2019 erstmalig verpflichtende Anwendung folgender, vom IASB bzw. IFRS Interpretations Committee neu erlassener bzw. geänderter und von der Europäischen Union übernommenen Standards und Interpretationen hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis von DO & CO.

2.1. Neue und geänderte Standards und Interpretationen

Standard / Interpretation
(bis zum 31.03.2019)
Veröffentlichung
(EU Übernahme)
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Auswirkung auf den
Konzernabschluss
IFRS 9 Finanzinstrumente Jänner 2018 01. April 2018 keine wesentliche Auswirkung
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Jänner 2018 01. April 2018 keine wesentliche Auswirkung
IFRS 4 Änderungen: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4
Versicherungsverträge
Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung
IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15: Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Jänner 2018 01. April 2018 keine wesentliche Auswirkung
IFRS 1 Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2014-2016
Änderungen zu IFRS 1: Erstmalige Anwendung der IFRS
Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung
IAS 28 Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2014-2016
Klarstellung zu IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint
Ventures
Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung
IFRS 2 Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter
Transaktionen
Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung
IAS 40 Änderungen: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen Jänner 2018 01. April 2018 keine Auswirkung

IFRS 9 Finanzinstrumente

Mit 1. April 2018 wurde IFRS 9 "Finanzinstrumente" erstmalig angewendet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ursprüngliche Bewertungskategorie und den Buchwert, der gemäß IAS 39 bestimmt wurde, sowie die neue Bewertungskategorie und den Buchwert, der gemäß IFRS 9 im Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestimmt wurde. Daraus ist ersichtlich, dass die Umstellung zu keinen wesentlichen Effekten führt.

Bewertungs
kategorie
Bewertungs
kategorie
Buchwert
31.03.2018
Buchwert
01.04.2018
in m€ gem. IAS 39 gem. IFRS 9 gem. IAS 39 gem. IFRS 9 Delta
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)
Beteiligungen und sonstige Wertpapiere
Anteile an verbundenen Unternehmen
Wertpapiere
Sonstige langfristige Vermögenswerte
AfS
AfS
AfS
LaR
FVTPL
FVTPL
FVTPL
A C
4,43
0,38
0,17
0,21
4,05
4,45
0,40
0,17
0,23
4,05
0,02
0,02
0,00
0,02
0,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
LaR
LaR
AfS
A C
A C
A C
112,42
14,39
76,47
112,15
14,39
76,47
-0,28
0,00
0,00
Summe Vermögenswerte 207,71 207,46 -0,26
Anleihe
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)
FLAC FLAC 149,06
27,58
149,06
27,58
0,00
0,00
Darlehen
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
FLAC
FLAC
FLAC
FLAC
FLAC
FLAC
2,57
25,01
76,65
2,57
25,01
76,65
0,00
0,00
0,00
Summe Schulden 253,29 253,29 0,00

AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (financial assets measured at amortised cost)

AfS: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale Financial Assets)

FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities measured at amortised cost)

FVTPL: verpflichtend ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (financial assets mandatorily at fair value through profit or loss)

LaR: Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Die Beteiligungen und sonstige Wertpapiere werden entsprechend der Bewertungskategorie gem. IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Möglichkeit, bei erstmaligem Ansatz zur erfolgsneutralen Bewertung der Beteiligungen zu optieren, wurde nicht wahrgenommen.

Die verbleibenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen die Voraussetzung, dass ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen vorliegen, sodass eine Bewertung zu Anschaffungskosten erfolgt.

Zusätzlich führt IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell ein, welches grundsätzlich auf erwarteten Verlusten basiert (Expected-Credit-Loss-Modell) und das bisherige Modell des IAS 39, das auf dem Prinzip "eingetretener Verluste" basiert, ersetzt. Der Konzern hat ein vereinfachtes Modell (Lifetime-Expected-Loss) zur systematischen Erfassung der zu erwarteten Wertminderungen aufbereitet.

Unter Anwendung der retrospektiven Übergangsvorschriften ergab dieses Modell zum Umstellungszeitpunkt 1. April 2018 einen erwarteten Wertminderungsbedarf bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 0,28 m€, welcher erfolgsneutral im Konzern erfasst wurde. Dies zeigt, dass der Anpassungsbedarf hier von einem geringen Umfang ist.

Geschäftsjahr
in m€ 2018/2019
Stand 31. März 2018 3,56
Anpassung aus erstmaliger Anwendung von IFRS 9 0,28
Stand 1. April 2018 3,83

Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich nur ein unwesentlicher Wertminderungsbedarf.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Mit 1. April 2018 wurde IFRS 15 "Erlöse aus den Verträgen mit Kunden" erstmalig angewendet.

Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DO & CO wurden evaluiert. Die wesentlichen Kundenverträge aus allen Geschäftsbereichen wurden auf separate Leistungsverpflichtungen und auf mögliche zeitliche Verschiebung der Umsatzrealisierung analysiert. In den Segmenten Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel ist keine wesentliche Betroffenheit durch die Separation von Leistungsverpflichtungen gegeben. Anders als in den Bereichen Airline Catering und Restaurant, Lounges & Hotel wurden im Segment International Event Catering mehr als eine Leistungsverpflichtung identifiziert: (1.) Catering Services und (2.) Infrastruktur Services. In diesem Segment wurde ergänzend der Vertrag zur Abwicklung mehrerer Motorsportrennen hinsichtlich der quantitativen Auswirkungen im Detail analysiert. Es ergibt sich hier aufgrund der Preisgestaltungen kein Allokationsbedarf.

Aufgrund der zeitlichen Legung der Renntage und den folgenden Zahlungseingängen können nach wie vor nur im ersten Halbjahr des DO & CO Konzerns Vertragsvermögenswerte entstehen, welche betragsmäßig aus Konzernsicht unwesentlich sind. Am Ende des Geschäftsjahres würden keine Vertragsvermögenswerte mehr bestehen, sodass aus Sicht des DO & CO Konzerns keine wesentlichen Umstellungseffekte durch den IFRS 15 gegeben sind. Unter Anwendung der retrospektiven Übergangsvorschriften ergab sich daher kein Anpassungsbedarf. Der Konzern wird die vertragliche Ausgestaltung aller Segmente laufend evaluieren, um festzustellen, ob sich nach wie vor kein Anpassungsbedarf ergibt.

IFRS 4, Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle, IFRS 2, IAS 40, IFRIC 22

Die Anwendung der neuen bzw. geänderten Standards IFRS 4 (Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge) und die im Rahmen der Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle veröffentlichten Änderungen und Klarstellungen zu IFRS 1 (First Time Adoption of IFRS) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures), sowie die Änderungen zu IFRS 2 (Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen), die Änderungen zu IAS 40 (Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) sowie IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen haben keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen.

2.2. Neue, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die folgenden vom IASB bzw. IFRS Interpretations Committee neu erlassenen bzw. geänderten Standards und Interpretationen wurden in der Berichtsperiode 2018/2019 noch nicht angewendet, da entweder die Übernahme in den Rechtsbestand der EU noch aussteht oder sie noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Von der Möglichkeit einer freiwilligen vorzeitigen Anwendung macht DO & CO keinen Gebrauch.

Standard / Interpretation
(bis zum 31.03.2019)
Endorsed
und anzuwenden ab
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Voraussichtliche Auswirkung
auf den Konzernabschluss
IFRS 16 Leasingverhältnisse Jänner 2019 01. April 2019 wesentliche Auswirkungen
erwartet
IFRS 9 Änderungen zu IFRS 9: Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer
Vorfälligkeitsentschädigung
Jänner 2019 01. April 2019 keine Auswirkung
IFRS 3 Jährlichen Verbesserungen der IFRS Zyklus 2015-2017
Änderungen: Unternehmenszusammenschlüsse
Jänner 2019 01. April 2019 wird evaluiert
IFRS 11 Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2015-2017
Änderungen: Gemeinsame Vereinbarungen
Jänner 2019 01. April 2019 wird evaluiert
IAS 19 Änderungen: Employee Benefits Jänner 2019 01. April 2019 keine Auswirkung
IAS 12 Jährliche Änderungen der IFRS Zyklus 2015-2017
Änderungen: Ertragssteuern
Jänner 2019 01. April 2019 wird evaluiert
IAS 23 Jährliche Änderungen der IFRS Zyklus 2015-2017
Änderungen: Fremdkapitalkosten
Jänner 2019 01. April 2019 keine Auswirkung
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung Jänner 2019 01. April 2019 wird evaluiert
IAS 28 Änderungen: Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
Jänner 2019 01. April 2019 keine Auswirkung
Standard / Interpretation
(bis zum 31.03.2019)
Nicht endorsed
und anzuwenden ab
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Voraussichtliche Auswirkung
auf den Konzernabschluss
IFRS 14 Preisregulierte Absatzgeschäfte Jänner 2016 von EU nicht
übernommen
keine Auswirkung
IFRS 10
IAS 28
Anteile an assoziierten Unternehmen/Konzernabschlüsse: Veräußerung
oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und
einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
keine Auswirkung
Rahmen
werk
Änderungen an den Verweisen auf das Rahmenwerk in den IFRS Jänner 2020 vorläufig 01. April 2020 keine Auswirkung
IFRS 3 Änderungen an IFRS 3: Definition eines Unternehmens Jänner 2020 vorläufig 01. April 2020 keine Auswirkung
IAS 1/
IAS 8
Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit Jänner 2020 vorläufig 01. April 2020 wird evaluiert
IFRS 17 Versicherungsverträge Jänner 2021 vorläufig 01. April 2022 keine Auswirkung

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der im Jänner 2016 verabschiedete Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ersetzt den bisherigen IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen. Er führt ein einheitliches Leasingbilanzierungsmodell für Leasingnehmer ein, bei dem eine Unterscheidung in Operating Lease und Finance Lease zukünftig entfällt, dafür aber die Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten für alle Leasingverträge zu bilanzieren sind. Ausnahmeregelungen sind für kurzfristige Leasingverhältnisse und Vermögenswerte von geringem Wert vorgesehen. Für Leasinggeber, die weiterhin zwischen Operating Lease und Finance Lease unterscheiden, ergeben sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zur Bilanzierung nach IAS 17.

In Bezug auf IFRS 16 wurde die Erhebung und Analyse der Verträge aus sämtlichen Konzerngesellschaften abgeschlossen, womit nun eine konzernübergreifende Übersicht aller bestehenden Leasingvereinbarungen vorliegt. Der Schwerpunkt wird vor allem beim Leasing von Immobilien und gegebenenfalls Untermietverhältnissen liegen. DO & CO hat die voraussichtlichen Laufzeiten und vorläufigen Zinssätze erhoben, welche in den nächsten Wochen aktualisiert werden. Die technische Implementierung ist im Wesentlichen abgeschlossen.

Es wird per 1. April 2019 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zu einer wesentlichen Bilanzverlängerung im Bereich Vermögenswerte und Schulden kommen. Am Berichtsstichtag bestehen im Konzern Verpflichtungen aus nicht vorzeitig auflösbare Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von rund 153,46m€ (vgl. Angabe 7.1. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen). Davon entfallen ca. 0,4 m€ auf Leasingverhältnisse, die am Berichtsstichtag eine Restlaufzeit von maximal 12 Monaten haben. Leasingverhältnisse, bei denen der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist, liegen im unwesentlichen Bereich vor. Derzeit wird davon ausgegangen, dass am 1. April 2019 ein Nutzungsrecht/ eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von rund 193m€ anzusetzen ist. In Bezug auf das Konzernergebnis für kommende Geschäftsjahre werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. Es wird jedoch eine Verschiebung innerhalb der G & V - Positionen Mietaufwand, Abschreibungen und Zinsaufwand geben.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Miet- und Pachtaufwendungen aus den Operating-Leasingverhältnissen in der Position Sonstige Betriebliche Aufwendungen erfasst. Mit Anwendung von IFRS 16 werden die Nutzungsrechte aktiviert und grundsätzlich über die Laufzeit der Leasingvereinbarung innerhalb der Position Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erfasst. Zudem kommt es in der Konzern-Kapitalflussrechnung zu einer Verschiebung aus dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, da die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zu zeigen ist.

DO & CO wird den IFRS 16 erstmals zum 1. April 2019 unter Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes anwenden.

3. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

3.1. Konsolidierung

3.1.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss zum 31. März 2019 umfasst neben DO & CO alle wesentlichen Tochterunternehmen, die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung ist gegeben, wenn DO & CO oder eines seiner Tochterunternehmen die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen innehat, aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen eine Risikobelastung erfährt oder variablen Rückflüssen aus ihm ausgesetzt ist und kraft seiner Macht die variablen Rückflüsse beeinflussen kann. Diese Macht resultiert bei den Tochterunternehmen von DO & CO regelmäßig aus dem Halten der Stimmrechtsmehrheit.

Am Tochterunternehmen THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. hält DO & CO 50 % der Stimmrechte. Das Recht zur Besetzung von Gesellschaftsorganen vermittelt DO & CO die Macht, die relevanten Aktivitäten von THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. zu bestimmen und auf diese Weise die eigene Rendite aus dem Engagement zu beeinflussen. Aufgrund dieses Umstands liegt nach Einschätzung des Vorstands die Beherrschung über THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. bei DO & CO.

Zu den Informationsanforderungen zu Anteilen an Tochterunternehmen nach IFRS 12 siehe Abschnitt 4.10.

Vier ausländische Beteiligungen an Joint Venture Gesellschaften, die DO & CO gemeinschaftlich mit einem anderen Unternehmen über eine mittelbare Beteiligung führt, werden als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss von DO & CO einbezogen.

Bei zwei ausländischen Gesellschaften, an denen DO & CO mittelbar jeweils 40 % der Anteile und Stimmrechte hält, sowie bei einer inländischen Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar 49 % der Stimmrechte hält, hat DO & CO die Möglichkeit, an den Entscheidungen zur Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich mitzuwirken (assoziierte Unternehmen). Sie sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind im Abschnitt 4.3. angemerkt.

3.1.2. Konsolidierungskreisänderungen

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde die Gesellschaft FR freiraum Gastronomie GmbH, ein von DO & CO gegründetes Tochterunternehmen (100 %), erstmals in den Konzern einbezogen.

Die nicht operative und nicht wesentliche 100 % Tochtergesellschaft DO & CO Ukraine LLC wurde zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert.

Zum 31. März 2019 wurde die 51 %ige Tochtergesellschaft Mazlum Ambalaj Sanayi Ve Dis Ticaret A.S. aufgrund des Verlustes der Beherrschung entkonsolidiert.

in m€
Langfristiges Vermögen 0,00
Kurzfristiges Vermögen 0,70
davon liquide Mittel 0,00
Langfristige Schulden -0,18
Kurzfristige Schulden -9,32
Abgegangenes Nettovermögen -8,79
In Zahlungsmittel erhaltenes Entgelt 0,00
Veräußerter Bestand an Zahlungsmittel 0,00
Netto-Zuflüsse an Zahlungsmittel 0,00

3.1.3. Konsolidierungsgrundsätze

Die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem DO & CO die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt hat. Bei Verlust der Beherrschung werden Tochterunternehmen entkonsolidiert.

Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Sie sieht eine Bewertung der vom Mutterunternehmen erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt vor. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung. Soweit die Anschaffungskosten des Erwerbs zuzüglich des Werts der Anteile anderer Gesellschafter und des beizulegenden Zeitwerts etwaiger vor Erlangung der Beherrschung gehaltener Anteile (sukzessiver Erwerb) den beizulegenden Zeitwert der identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigt, setzt DO & CO einen Geschäfts- oder Firmenwert an. Im umgekehrten Fall erfasst die Gesellschaft den Unterschiedsbetrag nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam. Nicht beherrschende Anteile bewertet DO & CO in Höhe ihres Anteils am Nettovermögen der Tochterunternehmen.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer Wertminderung auf ihren niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und an assoziierten Unternehmen bilanziert DO & CO nach der Equity-Methode. Die erworbenen Beteiligungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Anteilserwerbs die erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden, wird ein Firmenwert erfasst. Ein Firmenwert ist Teil des Beteiligungsbuchwerts und wird nicht separat auf Wertminderung geprüft. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort ergebniswirksam erfasst. Die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts erfolgt unter Berücksichtigung der anteilig DO & CO zuzurechnenden Nettovermögensänderungen der Beteiligungsgesellschaft. Fortgeschriebene Verluste eines assoziierten oder eines Gemeinschaftsunternehmens, die den Buchwert des Anteils von DO & CO übersteigen, werden nur in jener Höhe erfasst, als eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Verlustabdeckung eingegangen wurde. Die Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile untersucht DO & CO, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Die Grundlage für die Bilanzierung der Anteile nach der Equity-Methode bildet der Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens oder des assoziierten Unternehmens zum Abschlussstichtag von DO & CO. Bei abweichenden Abschlussstichtagen stützt DO & CO die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts auf einen zum Abschlussstichtag aufgestellten Zwischenabschluss der betreffenden Unternehmen.

Die Einbeziehung der Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss erfolgt nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Wesentliche konzerninterne Transaktionen, Salden und unrealisierte Gewinne aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Bei Transaktionen zwischen dem Mutterunternehmen oder Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen erfolgt die Eliminierung anteilig. Entsprechendes gilt für unrealisierte Verluste, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

3.2. Währungsumrechnung

Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen weicht davon teilweise ab. Die Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagsmethode. Vermögenswerte und Schulden der einzubeziehenden Abschlüsse der Unternehmen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. März 2019, Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkursen in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Die Umrechnung monetärer Posten (insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten) erfolgt in der Folgezeit zum jeweiligen Stichtagskurs. Auftretende Umrechnungsdifferenzen erfasst DO & CO unmittelbar ergebniswirksam. Eine abweichende Behandlung erfahren nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einen Teil der Nettoinvestition in ein ausländisches Tochterunternehmen darstellen. Sie werden erfolgsneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst (Net Investment Approach). Dazu zählen insbesondere bestimmte Ausleihungen an britische, amerikanische und schweizerische Tochtergesellschaften, deren Rückführung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist.

Bewegungen im Anlagevermögen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Auswirkungen von Änderungen des Devisenmittelkurses zum Abschlussstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie aus der Verwendung von Durchschnittskursen sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als Währungsänderungen gesondert ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die aus der Verwendung unterschiedlicher Stichtagskurse bei Posten der Bilanz resultieren oder auf Kursabweichungen zwischen den zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den mit ihnen verbundenen Nettovermögensänderungen in der Bilanz zurückgehen, sind ergebnisneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst. Während der Konzernzugehörigkeit erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen werden bei der Entkonsolidierung des betreffenden Unternehmens in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31. März 2019 31. März 2018 31. März 2019 31. März 2018
US-Dollar 1,1235 1,2324 1,1575 1,1708
Britisches Pfund 0,8583 0,8791 0,8821 0,8823
Türkische Lira 6,3446 4,8772 6,0449 4,3105
Schweizer Franken 1,1181 1,1754 1,1466 1,1358
Polnische Zloty 4,3006 4,2126 4,2913 4,2213
Ukrainische Hrywnja 30,5677 32,7042 31,4673 31,2179
Mexikanischer Peso 21,6910 22,4075 22,3959 21,6866
Südkoreanische Won 1.276,4600 1.309,4300 1.288,8800 1.298,9000

3.3. Rechnungslegungsmethoden

Allgemeines Bewertungsprinzip

Der Konzernabschluss basiert auf historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Ausgenommen hiervon sind Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter dem Bilanzposten Immaterielle Vermögenswerte weist DO & CO im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie erworbene Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte aus. Aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen fallen bei DO & CO nicht an. Die immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer schreibt DO & CO linear über eine Nutzungsdauer von 2 bis 17 Jahren planmäßig ab. Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind nicht planmäßig abzuschreiben. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung immaterieller Vermögenswerte vor, unterzieht DO & CO die entsprechenden Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest. Unabhängig von solchen Indikatoren testet DO & CO Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer jährlich auf Wertminderung. Zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen siehe die Erläuterungen zu Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Aufwendungen, um den Vermögenswert an den Standort und in den vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Aufwendungen für eine etwaige Verpflichtung zum Abbruch und zum Entfernen des Gegenstands sowie für die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Für qualifizierte Vermögenswerte hat DO & CO bislang keine Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da für den Erwerb oder die Herstellung dieser Vermögenswerte keine Fremdmittel aufgewendet wurden.

DO & CO schreibt abnutzbare Sachanlagen linear unter Berücksichtigung wesentlicher Restwerte über folgende Nutzungsdauern ab:

Bauten auf eigenem Grund 25,0 bis 40,0 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 25,0 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 20,0 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen.

Bei Hinweisen auf mögliche Wertminderungen beurteilt DO & CO die Notwendigkeit einer Abwertung der Vermögenswerte nach den in diesem Abschnitt unter Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte dargestellten Grundsätzen.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden durch Vergleich des Nettoveräußerungswertes mit dem Restbuchwert des abgehenden Vermögenswerts im Zeitpunkt der Ausbuchung ermittelt und in den Sonstigen betrieblichen Erträgen oder den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

DO & CO behandelt bebaute Grundstücke, die für eine unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden, als Finanzinvestition gehaltene Immobilie. Beim erstmaligen Ansatz hat DO & CO die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie mit den Anschaffungskosten einschließlich angefallener Nebenkosten angesetzt. In der Folge wird die Immobilie zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen ab Inbetriebnahme und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Leasingverhältnisse

Leasingverträge, die die wesentlichen mit dem Eigentum an den Leasinggütern verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber belassen, behandelt DO & CO als Operating-Leasingverträge. Die aus ihnen geschuldeten Leasingzahlungen erfasst die Gesellschaft regelmäßig auf linearer Basis während der Vertragslaufzeit unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In die Bilanz wird weder der geleaste Vermögenswert noch eine Verbindlichkeit für künftig zu leistende Leasingzahlungen aufgenommen.

Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte

DO & CO prüft aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte jährlich auf Wertminderung. Alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden auf Wertminderungen geprüft, wenn Ereignisse oder Indikatoren darauf hinweisen, dass ihr Buchwert voraussichtlich weder durch Verkauf der Vermögenswerte noch durch ihren Einsatz im Unternehmen erzielbar sein wird. Bestätigt sich diese Vermutung, erfasst DO & CO einen Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und niedrigerem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und den diskontierten Nettoeinzahlungen aus der weiteren Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Lassen sich einzelnen Vermögenswerten keine abgrenzbaren Cashflows zurechnen, erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung auf Basis der kleinsten Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die sich Zahlungsströme identifizieren lassen, die weitgehend unabhängig von den Zahlungsströmen anderer Zahlungsmittel generierender Einheiten (ZGE) sind. Geschäfts- oder Firmenwerte prüft DO & CO auf der niedrigsten Ebene innerhalb des Konzerns auf Werthaltigkeit, auf der das Management diese Vermögenswerte für Zwecke der internen Steuerung überwacht. Die ihnen zugrundeliegende ZGE umfasst maximal ein operatives Segment.

Wertminderungen führen zu einer entsprechenden Verminderung des Buchwerts des Vermögenswerts. Bei Werthaltigkeitsprüfungen auf Basis von Zahlungsmittel generierenden Einheiten kürzen Wertminderungen vorrangig einen der Einheit zugerechneten Geschäfts- oder Firmenwert. Ein danach verbleibender Betrag mindert die langfristigen Vermögenswerte im Verhältnis ihrer Buchwerte, wobei die Abwertung durch den Wert von null und – soweit feststellbar – durch den Nettoveräußerungspreis bzw. den Nutzungswert des betreffenden Vermögenswerts begrenzt wird.

Wertminderungsaufwendungen erfasst DO & CO erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerts vor, überprüft DO & CO dessen Restnutzungsdauer, die angewandte Abschreibungsmethode und einen gegebenenfalls berücksichtigten Restwert unabhängig davon, ob ein Wertminderungsaufwand zu erfassen ist oder nicht.

Steigt der erzielbare Betrag eines wertgeminderten Vermögenswerts (mit Ausnahme eines Geschäfts- oder Firmenwerts) zu einem späteren Stichtag an, passt DO & CO den Buchwert entsprechend an, wobei die fortgeführten Anschaffungskosten die Obergrenze der Bewertung bilden. Erträge aus Zuschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen. Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte lassen die IFRS nicht zu.

Finanzielle Vermögenswerte

DO & CO erfasst finanzielle Vermögenswerte, wenn das Unternehmen Vertragspartei zu den Vereinbarungen über das Finanzinstrument wird. Finanzielle Vermögenswerte sind auszubuchen, wenn die von ihnen gewährten Rechte auf Cashflows auslaufen oder der Vermögenswert wirksam auf einen Dritten übertragen wird. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt weist DO & CO finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden Bewertungskategorien zu. Die Einstufung erfolgt abhängig von der Art des finanziellen Vermögenswerts und dem Zweck des Erwerbs. Sie wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft.

Zum Bilanzstichtag hat DO & CO die finanziellen Vermögenwerte folgenden zwei Klassifizierungen zugeordnet:

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet:

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung von vertraglichen Cash Flows ist.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind jährlich dahingehend zu überprüfen, ob ein Wertminderungsbedarf besteht. Die Ermittlung eines Wertminderungsbedarfes erfolgt auf Basis des Wertminderungsmodells des IFRS 9, welches auf die gesamten erwarteten Kreditausfälle ausgerichtet ist ("Lifetime-Expected-Loss-Modell"). Die Beschreibung des Modells erfolgt unter Abschnitt 7.2. zum Ausfallsrisiko. Wertminderungen, Zinserträge sowie Wechselkursänderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Finanzielle Vermögenwerte erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (FVTPL): Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, wenn sie in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung von vertraglichen Cash Flows als auch die Veräußerung von Vermögenswerten ist. Nettogewinne und –verluste werden erfolgswirksam einschließlich Zins- oder Dividenenerträge erfasst. Dieser Kategorie wurden Beteiligungen und Wertpapiere, die zur Deckung von Pensions- Abfertigungsverpflichtungen gehalten werden, zugeordnet.

Vorräte

Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis am Abschlussstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten ermittelt DO & CO überwiegend nach dem Durchschnittspreisverfahren. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der noch anfallenden Vertriebskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten vor allem Guthaben bei Kreditinstituten und in geringem Umfang Kassenbestände und Schecks. Fremdwährungsbestände werden mit den Tageswerten zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital repräsentiert das nach Abzug aller Schulden verbleibende Vermögen des Konzerns. Es ist in der Konzernbilanz getrennt für die Gesellschafter des Mutterunternehmens und die Anteilseigner nicht beherrschender Anteile ausgewiesen.

DO & CO hat anlässlich eines Unternehmenszusammenschlusses ein Termingeschäft über am Akquisitionsobjekt verbliebene Anteile anderer Gesellschafter abgeschlossen. Diese Transaktion wird im Abschluss wie folgt dargestellt:

Bei der erstmaligen Erfassung des Unternehmenszusammenschlusses ist ein Posten für nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital angesetzt worden, der nach Maßgabe eingetretener Änderungen in der Vermögensposition der anderen Gesellschafter (anteilige Ergebniszuweisungen und Ausschüttungen) fortgeführt wird. Im Gegenzug hat DO & CO für die Verpflichtung aus der Stillhalterposition eine langfristige derivative finanzielle Verbindlichkeit angesetzt. Die Einbuchung der Verbindlichkeit erfolgte erfolgsneutral gegen den Sonderposten

aus Gesellschaftertransaktion im Eigenkapital. Unter der Annahme, DO & CO erwerbe jeweils den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter, wird der zu jedem Abschlussstichtag für die anderen Gesellschafter im Eigenkapital erfasste Betrag ausgebucht. Differenzen zwischen den jeweils ausgebuchten Eigenkapitalbeträgen und jenen Beträgen, mit denen die derivative finanzielle Verbindlichkeit erfasst bzw. fortgeschrieben worden sind, berücksichtigt DO & CO nach den Vorschriften zur Abbildung von Transaktionen zwischen den Gesellschaftergruppen als Anpassung des Eigenkapitals des Mutterunternehmens.

Leistungen an Arbeitnehmer

DO & CO hat sich gegenüber Arbeitnehmern zu Leistungen nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse verpflichtet. Bei beitragsorientierten Plänen ist die Verpflichtung auf den an einen externen Versorgungsträger zu leistenden Beitrag begrenzt. Den Beitrag erfasst DO & CO als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Am Abschlussstichtag nicht erfüllte Verpflichtungen werden als kurzfristige Schulden passiviert.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen hat DO & CO zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu gewähren: Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Januar 2003 begründet worden ist, haben bei einer Kündigung durch den Dienstgeber oder einer Beendigung des Dienstverhältnisses aus wichtigem Grund einen Anspruch auf eine Abfertigung. Entsprechendes gilt bei Erreichen des Pensionsalters nach einer ununterbrochenen Dienstzeit von drei Jahren. Außerdem hat DO & CO einem ehemaligen Mitarbeiter eine lebenslange Pension zugesagt. Hierbei trägt DO & CO das Anlagerisiko und das Risiko, höhere Aufwendungen als erwartet zu tragen (versicherungstechnisches Risiko). Die unter den langfristigen Rückstellungen passivierten Beträge entsprechen dem Barwert der erdienten Ansprüche ("defined benefit obligation" (DBO)). Sie werden jährlich nach der Methode laufender Einmalzahlungen ("projected unit credit method") berechnet und berücksichtigen sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten unter Verwendung eines dienstzeitabhängigen Fluktuationabschlags. Als Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen dient die Rendite erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,00 % p.a. (VJ: 1,30 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 1,90 % p.a. (VJ: 1,80 % p.a.) bei einem angenommenen gesetzlichen Pensionsantrittsalter von 65 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern (VJ: 65/65) ermittelt. Die durchschnittlichen Laufzeiten betragen für Abfertigungen 11,7 Jahre, für Jubiläumsgelder 9,3 Jahre und für Pensionen 4,6 Jahre. Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden ermittelt und passiviert, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen. Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber MitarbeiterInnen in türkischen Konzerngesellschaften erfolgt auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 25,55 % p.a. (VJ: 15,07 %) und zu erwartender inflationsbedingter Bezugssteigerungen von 19,71 % p.a. (VJ: 10,23 %). Nach türkischem Recht besteht der Anspruch für jede/n MitarbeiterIn, der nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit grundlos gekündigt wird, zum Militär einberufen wird, stirbt sowie bei Pensionsantritt nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit für Männer (20 Jahre für Frauen) und einem Pensionsalter von 60 Jahren für Männer (58 Jahren für Frauen). Aus den leistungsorientierten Verpflichtungen ergeben sich nach Einschätzung des Managements keine außergewöhnlichen Risiken oder Risikokonzentrationen. Aus Anpassungen und Änderungen finanzieller und demographischer Annahmen resultierende Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand weist DO & CO im Jahr des Anfalls als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung aus.

Die Bewertung anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer (insbesondere Jubiläumsgelder für in österreichischen Gesellschaften tätige Dienstnehmer) orientiert sich an den für leistungsorientierte Versorgungspläne dargestellten Grundsätzen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Verpflichtungen berücksichtigen einen dienstzeitabhängigen Fluktuationsabschlag. Abweichend von der Behandlung leistungsorientierter Versorgungspläne werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer nicht im Sonstigen Ergebnis, sondern unmittelbar ergebniswirksam im Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sonstige Rückstellungen

DO & CO passiviert Rückstellungen für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, wahrscheinlich zu einem künftigen Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem bestmöglich geschätzten Betrag des erwarteten künftigen Mittelabflusses. Bei längerfristigen Verpflichtungen wird der geschätzte Zahlungsmittelabfluss abgezinst. Erstattungsansprüche gegen Dritte, deren Entstehen so gut wie sicher ist, berücksichtigt DO & CO durch Ansatz eines gesonderten Vermögenswerts.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz passiviert, wenn DO & CO vertraglich verpflichtet ist, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine konzernfremde Partei zu übertragen. Die erstmalige Erfassung der Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, ihre Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie beglichen, aufgehoben oder erloschen sind. Sämtliche Nettogewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst (einschließlich Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet wurden, Wechselkursgewinne oder –verluste sowie Wertminderungen).

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Abschlussstichtag zu verschieben. In allen anderen Fällen erfolgt der Ausweis innerhalb der langfristigen Schulden.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und ihren Steuerwerten, für steuerliche Verlustvorträge und für Steuergutschriften gebildet, soweit ein für ihre Nutzung erforderliches steuerliches Einkommen in der Zukunft wahrscheinlich verfügbar sein wird. Passive latente Steuern setzt DO & CO für zu versteuernde temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden an. Antizipiert wird in beiden Fällen die erwartete künftige Steuerwirkung, die sich aus der Umkehr der temporären Differenzen bzw. aus der Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge oder von Steuergutschriften ergibt. Zur Bestimmung der latenten Ertragsteuern wird der am Abschlussstichtag gültige Steuersatz herangezogen, es sei denn, für den Zeitpunkt der erwarteten Umkehr temporärer Differenzen oder der Nutzung eines steuerlichen Verlustvortrags bzw. einer Steuergutschrift ist ein abweichender Steuersatz bereits beschlossen.

Latente Steuern werden als Ertrag oder Aufwand unter den Ertragsteuern in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Davon ausgenommen sind latente Steuern auf Sachverhalte, die sich unmittelbar auf das Eigenkapital ausgewirkt haben. Sie sind erfolgsneutral erfasst.

Erlösrealisierung

DO & CO erzielt Erlöse aus Verträgen mit Kunden im Wesentlichen in Zusammenhang mit Catering-, Handling- und Infrastrukturleistungen. Diese werden in den Umsatzerlösen dargestellt. Andere operative Erträge werden als Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

Airline Catering

Die Transaktionen im Airline Catering basieren großteils auf globalen Rahmenverträgen mit den Airlines, wobei an bestimmten Standorten zusätzliche lokale Vereinbarungen getroffen werden können, die die gleichen Charakteristika wie die globalen Rahmenverträge aufweisen. In den Rahmenverträgen verpflichtet sich DO & CO zur Belieferung von Airlines mit Food & Beverage und der Durchführung von Handlingleistungen. Aus den Rahmenverträgen werden von den Airlines saisonal und bedarfsorientiert Leistungen abgerufen, wobei die Rahmenverträge teilweise bestimmte Laufzeiten aufweisen können. Diese Abrufe entsprechen somit kurzfristigen Transaktionen. Güter und Services werden zu einem fix vereinbarten Preis angeboten. Sofern

vertraglich vereinbart, werden Rabatte als variable Gegenleistung bei der Bestimmung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.50 ff berücksichtigt und errechnen sich aus der vertraglichen Vereinbarung und den zugrundeliegenden Volumensdaten. Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Übergang der Kontrolle - also aufgrund der Übertragung der physischen Verfügungsmacht, dem Übergang von Chancen und Risiken und der Übertragung des rechtlichen Eigentums, bei Beladung des Flugzeugs. Die Rechnungsstellung mit branchenüblichen Zahlungszielen erfolgt in regelmäßigen Intervallen.

International Event Catering

In diesem Segment gibt es sowohl Verträge mit Großkunden als auch mit Endverbrauchern über die Bereitstellung von Catering, Infrastruktur und Planungsleistungen. Bei großen Kunden gibt es neben fixen Preisen auch variable Bestandteile. Die Erlöse werden zum Veranstaltungszeitpunkt realisiert. Die hier erfassten Dienstleistungen sind grundsätzlich zeitraumbezogen zu erfassen. Da benutzte Inputs für die Leistungserbringung von untergeordneter Bedeutung sind, ist, wenn möglich eine outputbasierende Methode zu wählen. IFRS 15 bietet hier die Erleichterung des "right to invoice", wonach unter bestimmten Voraussetzungen bei der zeitraumbezogenen Umsatzerfassung jene Mengen als Umsatz erfasst werden dürfen, wo ein Recht auf Rechnungstellung besteht. Dieses gilt hier als erfüllt. Bei Großkunden erfolgt die Rechnungslegung nach der Veranstaltung und wird in der Regel innerhalb eines Quartals beglichen.

Restaurants, Lounges & Hotel

Im Bereich Restaurants, Hotels oder der Airport Gastronomie (Shops am Flughafen) ist der Vertragspartner gemäß IFRS 15 der jeweilige Besucher bzw. Endverbraucher. Die Leistungsverpflichtungen können Food & Beverage, Logis, Zimmerservice, Reinigungsservice etc. umfassen. Die Preise für Speisen, Nächtigungskosten, diverse Services sind fixiert. Bisher wurden Umsätze mit Rechnungsstellung bzw. Zahlung an den Kassen durchgeführt.

Im Bereich der Lounges bestehen Verträge zwischen den Airlines bzw. den Flughäfen und DO & CO. Der Kunde ist der Flughafen bzw. die Airline, da die Leistungen den Auftraggebern gegenüber erbracht wird. DO & CO wird ausschließlich für den Betrieb und die Belieferung mit Food & Beverage beauftragt. Güter und Services werden in Rahmenverträgen überwiegend zu einem fix vereinbarten Preis angeboten. Bei Verträgen über den Betrieb von Mitarbeiterrestaurants wurden mehr als eine Kundengruppe identifiziert. Zum einen sind jene Unternehmen als Kunden anzusehen, welche ein Mitarbeiterrestaurant bei DO & CO in Auftrag geben. Zusätzlich sind die Mitarbeiter der Unternehmen ebenfalls als Kunden anzusehen, wenn diese Speisen in den Restaurants konsumieren und auch selbst bezahlen. DO & CO stellt das Personal, Infrastruktur und DO & CO Produkte zur Verfügung. Die Transaktionspreise sind grundsätzlich fixiert und können nur standortbedingt unterschiedlich sein. Die Erlösrealisierung erfolgt bei Zahlung des Essensteilnehmers, bzw. bei subventionierten Modellen bei Rechnungsstellung an den Kunden.

In den Segmenten Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel ist keine wesentliche Betroffenheit durch die Separation von Leistungsverpflichtungen gegeben. Anders als in den Bereichen Airline Catering und Restaurant, Lounges & Hotels wurden im Segment International Event Catering mehr als eine Leistungsverpflichtung identifiziert: (1.) Catering Services und (2.) Infrastruktur Services.

Zinserträge erfasst DO & CO nach der Effektivzinsmethode. Dividenden werden dann erfasst, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.

Ergebnis je Aktie

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis je Aktie ermittelt sich als Verhältnis des auf die Anteilseigner von DO & CO zustehenden Gewinns oder Verlusts und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien.

3.4. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nimmt DO & CO Ermessensentscheidungen und Schätzungen vor und trifft Annahmen, die sich auf die Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen und die jeweils zugehörigen Angaben einschließlich der Angaben von Eventualschulden auswirken. Diese Ermessensentscheidungen und Schätzungen können sich erheblich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DO & CO auswirken.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen sowie mit den gewählten Rechnungslegungsmethoden verbundene Unsicherheiten sind vor allem in den folgenden Sachverhalten immanent. Ergänzend sei auf die Erläuterungen zu den einzelnen Sachverhalten verwiesen.

  • Die erstmalige Erfassung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aus Unternehmenszusammenschlüssen erfordert Schätzungen zur Ermittlung ihres beizulegenden Zeitwerts. Entsprechendes gilt beim Erwerb von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Hinblick auf das von den Anteilen repräsentierte Nettovermögen.
  • Eine wesentliche Beurteilung betrifft die bilanzielle Abbildung eines Terminkaufs über Anteile anderer Gesellschafter. DO & CO nimmt die Vereinbarung zum Anlass, zu jedem Abschlussstichtag den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter als erworben zu betrachten (siehe auch die grundlegenden Erläuterungen zum Eigenkapital in Abschnitt 4.10.). Diese Behandlung der anderen Gesellschafter wirkt sich auf die Struktur des Eigenkapitals aus.
  • Die Folgebewertung abnutzbarer immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien erfordert Schätzungen und Annahmen zur Ermittlung der planmäßigen Abschreibung, insbesondere zur Bestimmung der Nutzungsdauern, der Abschreibungsmethoden und der Restwerte. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungswerten und Beurteilungen des Managements.
  • Obligatorische und ereignisinduzierte Werthaltigkeitstests langfristiger Vermögenswerte erfordern in mehrfacher Hinsicht Beurteilungen und Schätzungen. Diese betreffen vor allem die Identifizierung interner und externer Anhaltspunkte, die auf eine Wertminderung hindeuten. Das Management berücksichtigt hierzu insbesondere Änderungen gegenwärtiger Wettbewerbsbedingungen, signifikante Abweichungen zum erwarteten Ergebnis, Wegfall eines wichtigen Kunden, die Einstellung von Dienstleistungen, nachteilige Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie wesentliche Änderung der Wechselkursparitäten und des Zinsniveaus. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beurteilt das Management das Vorliegen einer Wertminderung anhand von Kriterien, die auf mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten der Unternehmen hindeuten. Mit dieser Prüfung sind Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung einer Wertminderung verbunden. Schätzungen und Annahmen liegen ferner der Ermittlung der erzielbaren Beträge der einzelnen Bewertungsobjekte zugrunde. Soweit diese durch Barwertkalküle bestimmt werden, schätzt DO & CO die erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse auf Basis genehmigter Finanzpläne für eine Detailplanungsphase von fünf Jahren und eine sich anschließende Fortschreibungsphase entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Bewertungsobjekts. Die Cashflow-Schätzung geht von der Unternehmensfortführung aus und stützt sich auf Planungen, in die Erfahrungswerte sowie Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der jeweiligen Branche eingehen. Verbleibende Unsicherheiten werden in angemessener Weise berücksichtigt. Die zur Barwertermittlung verwendeten Zinssätze basieren auf den Kapitalkosten des Unternehmens.
  • Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Ihrer Bewertung liegen insbesondere Annahmen zu den Abzinsungssätzen, den erwarteten Gehalts- und Rententrends, den Fluktuationsraten und den Sterbewahrscheinlichkeiten zugrunde. Bei

der Ermittlung eines angemessenen länderspezifischen Diskontierungszinssatzes orientiert sich DO & CO an den Renditen erstrangiger Industrieschuldverschreibungen mit einer vergleichbaren Restlaufzeit wie die zu bewertende Verpflichtung. Die Schätzung des Mortalitätsrisikos basiert auf öffentlich zugänglichen länderspezifischen Richttafeln. Die berücksichtigten Gehalts- und Rentensteigerungen leiten sich aus erwarteten länderspezifischen Inflationsraten sowie betrieblichen Erfahrungen ab. Leistungsorientierte Verpflichtungen reagieren höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Tatsächlich kann die künftige Entwicklung aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen von den in die Bewertung eingeflossenen Erwartungen abweichen. Die Wertansätze beruhen im Wesentlichen auf Gutachten. Die zugrundeliegenden Annahmen werden jährlich von DO & CO überprüft.

  • Beim Ansatz und der Bewertung von sonstigen Rückstellungen bestehen Schätzungsunsicherheiten über das Vorliegen gegenwärtiger Verpflichtungen sowie über die Höhe des zur Erfüllung der ungewissen Schulden voraussichtlich notwendigen Ressourcenabflusses.
  • Die Bilanzierung latenter Steuern verlangt nach einer Einschätzung, inwieweit der mit ihnen verbundene künftige Steuervorteil wahrscheinlich realisierbar sein wird. Hierzu bedarf es einer Prognose, in welchem Umfang steuerliche Gewinne zur Nutzung des Steuerminderungspotenzials wahrscheinlich zur Verfügung stehen werden. Dabei sind die Auswirkungen der Umkehr zu versteuernder temporärer Differenzen, die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie Steuergestaltungsmaßnahmen zur Erzeugung von verrechenbaren steuerlichen Einkommen in die Beurteilung miteinzubeziehen. Das zukünftige steuerliche Ergebnis und der Zeitpunkt der möglichen Realisierung von aktiven latenten Steuern bedürfen der Schätzung.

Das Management überprüft zu jedem Abschlussstichtag die vorgenommenen Schätzungen und Annahmen. Änderungen führen regelmäßig zu einer erfolgswirksamen Anpassung der Wertansätze in der laufenden Berichtsperiode. Ausgenommen hiervon sind unmittelbar im Eigenkapital erfasste Sachverhalte.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, die Marke Hédiard sowie erworbene Rechte und Lizenzen an solchen Rechten. Zu den Rechten und Lizenzen zählen insbesondere Kundenverträge, Marken- und Nutzungsrechte sowie Softwarelizenzen. Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Marke Hédiard weisen alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmbare Nutzungsdauer auf.

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Geschäfts- oder
Firmenwert
Nutzungsrechte und Marke Hédiard Gesamt
in m€ Kundenverträge
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2018 35,64 59,18 9,94 104,76
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen -2,31 -0,01 0,00 -2,33
Währungsumrechnung -1,54 -0,07 0,00 -1,62
Zugänge 0,00 0,35 0,00 0,35
Abgänge 0,00 -0,09 0,00 -0,09
Umbuchungen 0,00 0,04 0,00 0,04
Stand 31. März 2019 31,78 59,39 9,94 101,11
Kumulierte Abschreibungen und
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2018 12,97 38,42 0,00 51,39
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen -2,32 -0,01 0,00 -2,33
Währungsumrechnung -1,54 -0,06 0,00 -1,60
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0,00 4,83 0,00 4,83
Zugänge (Wertminderungen) 0,00 0,01 0,00 0,01
Zuschreibungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 -0,08 0,00 -0,08
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. März 2019 9,11 43,10 0,00 52,21
Buchwerte Stand 31. März 2019 22,67 16,28 9,94 48,89
Geschäfts- oder
Firmenwert
Nutzungsrechte und
Kundenverträge
Marke Hédiard Gesamt
in m€
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2017
24,55 74,87 9,94 109,36
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 15,59 -15,59 0,00 0,00
Währungsumrechnung -3,08 -0,49 0,00 -3,58
Zugänge 0,00 0,64 0,00 0,64
Abgänge -1,42 -0,25 0,00 -1,67
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. März 2018 35,64 59,18 9,94 104,76
Kumulierte Abschreibungen und
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2017
0,09 49,36 0,00 49,46
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 15,59 -15,59 0,00 0,00
Währungsumrechnung -2,93 -0,26 0,00 -3,19
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0,00 5,12 0,00 5,12
Zugänge (Wertminderungen) 1,64 0,03 0,00 1,67
Zuschreibungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgänge -1,42 -0,22 0,00 -1,65
Umbuchungen 0,00 -0,02 0,00 -0,02
Stand 31. März 2018 12,97 38,42 0,00 51,39
Buchwerte Stand 31. März 2018 22,67 20,75 9,94 53,36

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich auf eine etwaige Wertminderung geprüft. Zu diesem Zweck ordnet DO & CO diese den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zu, die voraussichtlich den Nutzen aus den Synergien des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses ziehen werden. Als Vergleichswert zum Buchwert ermittelt DO & CO den erzielbaren Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheiten.

Auf eine Werthaltigkeitsprüfung für den dem Segment Airline Catering zuzurechnenden Geschäfts- oder Firmenwerte der Lasting Impressions Ltd (31. März 2019: 0,95 m€/ 31. März 2018: 0,93 m€) und der Sky Gourmet (31. März 2019: 4,06 m€/ 31. März 2018: 4,06 m€) hat DO & CO verzichtet. Es hat sich die Zusammensetzung der Vermögenswerte und Schulden nicht wesentlich geändert, die letzte Berechnung des erzielbaren Betrags lag wesentlich über den Buchwerten der Vermögenswerten der ZGE und durch die seither eingetretene Entwicklungen ist eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts praktisch ausgeschlossen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Geschäftsjahr 2018/2019 getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die wesentlichen für die jeweiligen Werthaltigkeitstests getroffenen Annahmen.

Zahlungsmittel generierende Einheit Airline Catering DO &
CO Poland
Arena One Allianz
Arena
Hédiard
Segment Airline Catering International Event
Catering
Restaurants, Lounges
& Hotel
Buchwert des Geschäfts
oder Firmenwerts in m€
1,22 7,76 8,66
Dauer des
Detailplanungszeitraums
in Jahren
5 10 10
Cash Flow Wachstum nach
Ende des Detail- bzw.
Grobplanungszeitraums in %
2 % -1 %* 1,87 %
Diskontierungssatz
(vor Steuern)
7,71 % 8,67 % - 10,21 % 8,85 %
Diskontierungssatz
(nach Steuern)
6,31 % 5,94 % - 6,47 % 7,28 % - 7,31 %
Wertkonzept value in use value in use fair value less
cost to sell

*insgesamt zwei Szenarien, wobei nur ein Szenario eine Fortschreibung nach dem Detailplanungszeitraum vorsieht

Die Schätzung der Cashflows für die Bestimmung des Nutzungswertes basiert in der Regel auf Prognosen, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten basiert ebenfalls auf den genehmigten Finanzplänen sowie den marktüblichen Erwartungen der zukünftigen Entwicklung des Geschäftsmodells der Cash Generating Unit, wobei unternehmensspezifische Synergieeffekte unberücksichtigt bleiben. Aufgrund der verwendeten Planungsannahmen sind die Fair Values dem Level 3 zuzuordnen. Soweit der für die Berechnung der ewigen Rente notwendige stabile Geschäftsausblick am Ende der Detailplanungsphase nicht gewährleistet ist, erweitert DO & CO die Planung um eine Grobplanungsphase. Der erweiterte Detailplanungszeitraum bei der Arena One Allianz Arena resultiert aus der zugrundeliegenden Vertragslaufzeit bzw. bei Hédiard aus der Tatsache, dass nach der Eröffnung eine gewisse Anlaufphase nötig ist, bis der stabile Geschäftsausblick gegeben ist. Die für die Werthaltigkeitstests verwendeten Wachstumsannahmen basieren auf adaptierten Erfahrungen der Vergangenheit. Sie berücksichtigen zusätzlich Annahmen über die Bindung und Neugewinnung wesentlicher Kunden sowie über erwartete Entwicklungen in den entsprechenden Märkten. Die Entwicklung der Kostenstruktur reflektiert ebenso die Erfahrungen der Vergangenheit wie auch eingeleitete Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und erwartete Entwicklungen für die einzelnen Kostenfaktoren.

Zur Fortschreibung der Zahlungsstromprognosen nach dem Ende des Detail- oder Grobplanungszeitraums berücksichtigt DO & CO Wachstumsraten, die sich aus den erwarteten Inflationsraten des jeweiligen lokalen Marktumfelds ableiten. Für die Prognose der Inflationsraten werden externe Quellen herangezogen.

Auch bei einem um 0,5 %-Punkt höheren Diskontierungszinssatz lägen die erzielbaren Beträge der auf Wertminderung getesteten Zahlungsmittel generierenden Einheiten mit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerten über den jeweiligen Buchwerten. Entsprechendes gilt, wenn die in der ewigen Rente berücksichtigten Wachstumsraten um 0,5 %-Punkte oder die Profitabilität um 10 % reduziert würden.

Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden Kundenverträge erworben, die zum damaligen beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden und über die geschätzte Nutzungsdauer von bis zu 17 Jahren linear abgeschrieben werden. Diese sind mit einem Buchwert von 8,73 m€ (VJ: 10,15 m€) in der Position Immaterielle Vermögenswerte erfasst.

4.2. Sachanlagen

In der nachfolgenden Übersicht ist die Entwicklung der Sachanlagen in der Berichts- und der Vergleichsperiode dargestellt:

in m€ Grundstücke und Bauten
einschließlich
der Bauten auf fremdem
Grund
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2018
168,09 45,77 104,27 83,08 401,20
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 0,00 -2,90 -0,24 0,00 -3,14
Währungsumrechnung -1,25 -2,95 -4,56 -9,63 -18,38
Zugänge 0,99 2,12 6,38 32,51 42,01
Abgänge -0,13 -0,34 -2,41 -0,12 -2,99
Umbuchungen 2,39 1,28 7,98 -59,49 -47,84
Stand 31. März 2019 170,09 42,98 111,43 46,37 370,87
Kumulierte Abschreibungen und
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2018
66,88 28,47 72,72 0,46 168,54
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 0,00 -2,90 -0,24 0,00 -3,14
Währungsumrechnung -2,70 -1,30 -3,51 -0,10 -7,62
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 8,37 3,55 10,65 0,00 22,57
Zugänge (Wertminderungen) 0,19 1,29 -0,03 0,00 1,46
Zuschreibungen -1,18 0,00 0,00 0,00 -1,18
Abgänge -0,11 -0,33 -2,25 0,00 -2,69
Stand 31. März 2019 71,45 28,79 77,33 0,36 177,93
Buchwerte Stand 31. März 2019 98,64 14,19 34,09 46,01 192,93
in m€ Grundstücke und Bauten
einschließlich
der Bauten auf fremdem
Grund
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2017
150,91 46,90 102,85 81,31 381,97
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -13,29 -4,49 -9,24 -14,85 -41,87
Zugänge 14,10 3,93 11,34 41,47 70,85
Abgänge -2,84 -1,10 -3,19 -2,69 -9,82
Umbuchungen 19,19 0,52 2,50 -22,15 0,07
Stand 31. März 2018 168,09 45,77 104,27 83,08 401,20
Kumulierte Abschreibungen und
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2017
64,58 27,38 69,30 0,58 161,85
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -6,01 -1,91 -5,73 -0,12 -13,76
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 10,58 3,99 11,69 0,00 26,26
Zugänge (Wertminderungen) -0,06 0,05 0,22 0,00 0,21
Zuschreibungen 0,00 0,00 0,00 -0,01 -0,01
Abgänge -2,20 -1,04 -2,77 0,00 -6,01
Stand 31. März 2018 66,88 28,47 72,72 0,46 168,54
Buchwerte Stand 31. März 2018 101,20 17,29 31,55 82,62 232,66

Die Abnahme im Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen durch Umgliederung des in Bau befindlichen Hotels in der Türkei in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" begründet (vgl. Abschnitt 4.8.).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2018/2019 betreffen im Wesentlichen die Erweiterungen bzw. die Errichtung von Gourmetküchen an den Standorten in der Türkei sowie in New York JFK, Los Angeles und London Heathrow im Segment Airline Catering. Im Segment International Event Catering sind Investitionen für die Formel 1 sowie Investitionen im Zuge der Übernahme des Stadioncaterings von FK Austria Wien erfasst.

Es kam im Geschäftsjahr 2018/2019 im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen, die für ZGEs aufgrund von internen Anhaltspunkten (triggering events) durchgeführt wurden, zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1,46 m€. Diese sind den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel zugeordnet. Im Segment Airline Catering wurden im Laufe des Geschäftsjahres Vermögenswerte in Höhe von 1,29 m€ außerplanmäßig auf einen

Buchwert von Null abgeschrieben bevor das Unternehmen zum 31.März 2019 entkonsolidiert wurde.

Weiters wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 im Segment Airline Catering ein Gebäude in Höhe von 1,18 m€ auf den Fair Value less cost to sell zugeschrieben. Die verwendeten Planungsannahmen des externen Gutachtens zur Berechnung der Fair Values sind dem Level 3 zuzuordnen.

4.3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen betreffen strategische Partnerschaften in den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges und Hotel.

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen haben sich im Geschäftsjahr und in der Vorperiode wie folgt entwickelt:

in m€ Geschäftsjahr
2018/2019
Geschäftsjahr
2017/2018
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Stand 1. April 2,78 4,50 2,25 6,30
Anteile an Periodenergebnissen 0,66 -0,30 0,91 -1,49
Währungsdifferenzen 0,00 0,13 0,00 -0,28
Anteil am sonstigen Ergebnis 0,00 0,02 0,00 -0,03
Anteile an Gewinnausschüttungen -0,38 0,00 -0,38 0,00
Stand 31. März 3,05 4,35 2,78 4,50

Die Veränderung der anteiligen Periodenergebnisse bei den Gemeinschaftsunternehmen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres resultiert aus den Beteiligungen Sharp DO & CO Korea LLC (0,42m€ / VJ: -1,03 m€) und Versilia Solutions Ltd. (-0,72 m€ / VJ: -0,46 m€). Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden 1,08 m€ (VJ: 1,00 m€) anteilige Verluste außerbücherlich erfasst.

Die Anteile an Periodenergebnissen entsprechen den Anteilen am Ergebnis aus fortgeführter Tätigkeit der Unternehmen.

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zeigt die folgende Übersicht:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Buchwerte 3,05 4,35 2,78 4,50
Anteil am sonstigen Ergebnis 0,00 -0,03 0,00 -0,03

4.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

Weitere Erläuterungen zu diesen Finanzinstrumenten enthält Abschnitt 7.2.

4.5. Vorräte

Der Bestand der Vorräte von DO & CO zu den Abschlussstichtagen setzt sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13,86 14,51
Waren 18,67 11,20
Summe 32,53 25,71

Da die Waren überwiegend unmittelbar an Kunden weiterverkauft werden, waren zum Abschlussstichtag Wertminderungen nur in unwesentlichem Umfang zu erfassen. Entsprechendes gilt für die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, die kurzfristig umgeschlagen werden.

4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von höchstens 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag auf. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden permanente Bonitätseinschätzungen vorgenommen. Ein Ausfall wird grundsätzlich auf Basis allgemein anerkannter Ratingklassen sowie extern verfügbarer oder intern ermittelter Bonitäten definiert. Zusätzlich werden weitere intern verfügbare Informationen zur Beurteilung des Ausfallsrisikos herangezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113,61 115,98
Wertberichtigungen -2,55 -3,56
Wertberichtigungen nach IFRS 9 -0,17 0,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110,89 112,42

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Risikokonzentration: Zum 31. März 2019 entfallen auf einen Kunden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,89 m€ (31. März 2018: 23,77 m€). Von diesen Forderungen stehen Mitte Mai 2019 noch 3,16 m€ (VJ: 9,42 m€) aus. Hinweise auf Uneinbringlichkeit der Forderungen liegen nicht vor.

Vom Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2019 78,53 m€ (31. März 2018: 56,46 m€) weder wertgemindert noch überfällig.

Die Wertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen die Forderungen mit einer Überfälligkeit von über 80 Tagen und haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in m€ 2018/2019 2017/2018
Stand 1. April 3,83 2,96
Zuführung 0,37 2,16
Umgliederung / Währungsänderung -0,07 -0,22
Verbrauch -0,30 -0,68
Auflösung -1,12 -0,65
Stand 31. März 2,71 3,56

Zum 31. März 2019 ist eine Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle in Höhe von 0,17 m€ erfasst.

Zum 31. März 2019 und zum 31. März 2018 weisen die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgende Überfälligkeiten auf:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
noch nicht fällig 78,53 56,46
bis 20 Tage überfällig 11,97 23,12
21 Tage bis 40 Tage überfällig 4,36 9,06
41 Tage bis 80 Tage überfällig 7,50 5,78
über 80 Tage überfällig 8,53 17,97
Summe 110,88 112,40

4.7. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig) setzen sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Abgegrenzte Zahlungen 6,17 5,65
Sonstige nicht finanziellen Vermögenswerte 24,18 15,80
Summe 30,34 21,44

Die Wertberichtigungen auf die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in m€ 2018/2019 2017/2018
Stand 1. April 0,14 0,60
Zuführung 0,00 0,00
Verbrauch 0,00 -0,34
Auflösung 0,00 -0,12
Stand 31. März 0,14 0,14

4.8. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte / Schulden, die direkt den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten zugerechnet werden

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft kam im zweiten Quartal 2018/2019 zum Entschluss, eine Veräußerung des in Bau befindlichen Hotels am Bosporus der Gesellschaft Turkish DO & CO an Turkish Airlines anzustreben. Demzufolge werden diese Vermögenswerte bzw. Schulden in der Konzernbilanz ab 30. September 2018 als "Zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert" und "Schulden, die direkt den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten zugerechnet werden" klassifiziert und in Höhe der Buchwerte umgegliedert. Die Transaktion soll im kommenden Halbjahr erfolgen. Diese Vermögenswerte und Schulden sind dem Segment "Restaurants, Lounges & Hotel" zugeordnet.

4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, schwebende Geldbewegungen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Diese werden zu tagesaktuellen Werten am Bilanzstichtag angesetzt. In der Bilanz werden zum Bilanzstichtag 70,45 m€ (31. März 2018: 76,47 m€) angesetzt.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Devisen in fremder Währung u.a. von:

31. März 2019 31. März 2018
mUSD 17,07 16,40
mTRY 52,29 82,66
mUAH 94,66 110,88
mGBP 3,16 3,24
mPLN 3,16 5,03

Hinsichtlich Verfügungsbeschränkungen von Zahlungsmitteln wird auf Abschnitt 4.10. verwiesen.

4.10. Eigenkapital

Die Aktie von DO & CO notiert seit März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse und seit Dezember 2010 zusätzlich an der Istanbuler Börse.

Zum Stichtag 31. März 2019 befinden sich 57,63 % der Aktien im Streubesitz. Der verbleibende Aktienanteil wird von der Attila Dogudan Privatstiftung (32,31%) bzw. Kabouter Management LLC (10,06%) gehalten. Der Anteil der Attila Dogudan Privatstiftung beinhaltet einen Anteil von 1,59 %, welcher für Management- und Mitarbeiterbeteiligungen vorgesehen ist.

Das gezeichnete Kapital von DO & CO beträgt am Abschlussstichtag 19,49 m€. Es sind 9.744.000 voll eingezahlte nennwertlose Aktien ausgegeben. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

In der am 12. Juli 2018 abgehaltenen 20. ordentlichen Hauptversammlung der DO & CO Aktiengesellschaft wurde für das Geschäftsjahr 2017/2018 eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie beschlossen, welche am 30. Juli 2018 ausbezahlt wurde.

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge aus Kapitalerhöhungen der Vergangenheit, die über den Betrag des gezeichneten Kapitals hinaus erzielt worden sind, abzüglich der Kapitalbeschaffungskosten nach Steuern.

Das kumulierte übrige Eigenkapital beinhaltet die Rücklage aus der Währungsumrechnung, die im Geschäftsjahr und in den Vorjahren erfolgsneutral erfassten Unterschiedsbeträge aus der Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung in die Berichtswährung einschließlich der Auswirkungen aus Net Investments und die IAS 19 Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Abzug der darauf entfallenden Ertragsteuern. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden aufgrund der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft Effekte in Höhe von 2,43 m€ aus der Währungsumrechnung in die Gewinn und Verlust Rechnung in die Position Sonstige betriebliche Erträge umgegliedert.

Der innerhalb des Eigenkapitals angesetzte Sonderposten aus Gesellschaftertransaktionen geht auf den Erwerb von 51 % der Anteile und Stimmrechte an der DO AND CO KYIV LLC zurück. Da sich die Gesellschaft zugleich gegenüber den anderen Gesellschaftern verpflichtet hat, die von diesen gehaltenen 49 % der Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben, ist in Höhe des Barwerts der Kaufpreisverbindlichkeit eine Schuld anzusetzen. Ihr erstmaliger Ansatz erfolgte erfolgsneutral gegen den im Eigenkapital ausgewiesenen Sonderposten aus Gesellschaftertransaktionen bei gleichzeitiger Fortführung des Postens für nicht beherrschende Anteile. Unter der Annahme, DO & CO erwerbe jeweils den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter, bucht die Gesellschaft zu jedem Stichtag den für die anderen Gesellschafter im Eigenkapital erfassten Betrag aus. Differenzen zwischen den ausgebuchten Eigenkapitalbeträgen und jenen Beträgen, mit denen die derivative finanzielle Verbindlichkeit erfasst bzw. fortgeschrieben wird, berücksichtigt DO & CO nach den Vorschriften zur Abbildung von Transaktionen zwischen den Gesellschaftergruppen durch Anpassung des Sonderpostens.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, für eine Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem 27. Juli 2017 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß (börslich/außerbörslich) zu erwerben.

Weiters wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2018 ermächtigt, das Grundkapital von derzeit Nominale 19.488.000 € um bis zu weitere 2.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) zu erhöhen; dies entspricht einem Anteil am Grundkapital nach Durchführung der entsprechenden Kapitalerhöhung(en) von bis zu (gerundet) 9,31%.

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die direkten Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş. in Höhe von 50 %, der vollkonsolidierten Lasting Impressions Food Company Ltd. in Höhe von 15 % und der vollkonsolidierten DO & CO Netherlands Holding B.V. in Höhe von 49 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

Den Einfluss von Anteilseignern nicht beherrschender Anteile (NCI – non-controlling interests) mit materieller Beteiligung an Tochterunternehmen auf die Aktivitäten und den Cashflow der Unternehmen stellen die nachstehenden Übersichten dar.

31. März 2019 31. März 2018
Name des Tochterunternehmens niederlassung Haupt
Stimmrechts
anteil Net result
NCI
in m€
Buchwert
NCI
in m€
Net result
NCI
in m€
Buchwert
NCI
in m€
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. Türkei 50% 10,56 45,43 11,15 48,54
Geschäftsjahr 2018/2019
in m€ Ergebnis G&V
Name des Tochterunternehmens Umsatz
erlöse
Auf
wendungen
Mutter
unternehmen
Minderheit Gesamt Sonstiges
Ergebnis
Dividenden
Minderheiten
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 248,13 227,01 10,56 10,56
21,13
-11,61 2,07
Geschäftsjahr 2017/2018
in m€ Ergebnis G&V
Name des Tochterunternehmens Umsatz Auf Mutter Minderheit Gesamt Sonstiges Dividenden
erlöse wendungen unternehmen Ergebnis Minderheiten
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 250,88 228,58 11,15 11,15
22,31
-10,54 2,32
31. März 2019
in m€ Vermögen
Schulden
Eigenkapital
Name des Tochterunternehmens Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig Mutter Nicht
unternehmen beherrschende
Anteile
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 106,16 31,90 41,07 6,12 45,43 45,43
31. März 2018
in m€ Vermögen
Schulden
Eigenkapital
Name des Tochterunternehmens Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig Mutter
unternehmen
Nicht
beherrschende
Anteile
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 62,77 81,26 39,59 7,35 48,54 48,54

Das vollkonsolidierte Tochterunternehmen THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. hat aufgrund gesetzlicher Anforderungen einen abweichenden Bilanzstichtag (31. Dezember).

Am 7. Februar 2019 ist in der Ukraine das neue Gesetz "Über Devisen und Devisentransaktionen" und Vorschriften der Nationalbank der Ukraine ("NBU") im Zusammenhang mit der Devisenkontrolle in Kraft getreten. Ausschüttungen von Dividenden ins Ausland sind für die Zeiträume bis einschließlich 2018 bis zu 7 m€ erlaubt. Ab 1. März 2019 müssen 30 % der Deviseneinnahmen umgetauscht werden (vormals: 50 %). Ausnahme sind Devisen, die für die Zahlung für Kreditverbindlichkeiten angespart werden.

4.11. Anleihe

DO & CO hat Anfang März 2014 eine Unternehmensanleihe mit einem Nominalbetrag von 150,00 m€ platziert. Die Anleihe ist am 4. März 2021 fällig und weist einen Zinssatz von 3,125 % p.a. auf. Der Zinsaufwand nach der Effektivzinsmethode im Geschäftsjahr 2018/2019 beträgt 5,00 m€ (Geschäftsjahr 2017/2018: 4,99 m€). Die Zahlung erfolgt jährlich am 4. März.

4.12. Langfristige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der langfristigen Rückstellungen aus Arbeitsverhältnissen stellen sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Abfertigungsrückstellungen DBO 15,24 15,40
Jubiläumsgeldrückstellungen DBO 4,48 4,09
Pensionsrückstellungen DBO 0,60 0,58
Sonstige Rückstellungen 0,00 0,41
Summe 20,31 20,49

Vom Gesamtbetrag der langfristigen Rückstellungen sind 1,37 m€ kurzfristig fällig.

Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und der Jubiläumsgelder haben sich im Geschäftsjahr 2018/2019 folgendermaßen entwickelt:

Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
in m€ 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
Barwert der Verpflichtungen (DBO)
am 1. April
15,40 17,99 0,58 0,59 4,09 4,65
Währungsänderungen -1,41 -1,50 0,00 0,00 0,00 0,00
Dienstzeitaufwand* 1,20 1,61 0,01 0,01 0,12 0,29
Zinsaufwand 1,23 1,12 0,01 0,01 0,05 0,06
Auszahlungen -1,06 -1,76 -0,08 -0,08 -0,22 -0,36
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen* 0,00 -0,16 0,00 0,00 0,00 -0,14
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ** -0,12 -1,90 0,07 0,05 0,44 -0,40
davon aus erfahrungsbedingten Änderungen -0,37 -0,03 0,04 0,04 -0,08 0,05
davon aus Änderungen der finanziellen Annahmen 0,40 -1,87 0,01 0,00 0,16 0,00
davon aus Änderungen der demografischen Annahmen -0,09 0,00 0,00 0,00 0,37 -0,45
Barwert der Verpflichtungen (DBO)
per 31. März
15,24 15,40 0,60 0,58 4,48 4,09

* Diese Position ist im Personalaufwand erfasst.

** Diese Position ist für Jubiläumsgelder im Personalaufwand erfasst.

Die tatsächliche Entwicklung der Verpflichtungen kann infolge sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen von den Annahmen abweichen, die ihrer Bewertung zugrunde liegen. Die daraus resultierenden Wertanpassungen sind ebenso wie Änderungen dieser Annahmen in der vorstehenden Abbildung als versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ausgewiesen.

DO & CO erfasst versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral als Neubewertung IAS 19. Bei Jubiläumsgeldern werden Neubewertungen der Verpflichtung unmittelbar im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen ist im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus Abfertigungen und Pensionen setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:

in m€ GuV-Position Abfertigungen Pensionen
2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
Laufender Dienstzeitaufwand Personalaufwand 1,20 1,61 0,01 0,01
Zinsaufwand Finanzierungs
aufwendungen
1,23 1,12 0,01 0,01
Summe 2,43 2,72 0,02 0,02

4.13. Ertragsteuern

Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen resultieren aus Steuervorauszahlungen. Sofern ein Rechtsanspruch zur Verrechnung tatsächlicher Steuerforderungen und Steuerschulden besteht, wurde eine Saldierung vorgenommen.

Die latenten Steuern zum 31. März 2019 resultieren aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden und ihren Steuerwerten sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die wesentlichen Ursachen latenter Steuern zeigt die nachstehende Übersicht:

31. März 2019 31. März 2018
in m€ Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Aktive latente
Steuern
Passive latente
Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0,04 -2,26 0,04 -2,64
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12,15 -7,63 0,53 -6,38
Vorräte 0,00 -1,91 0,00 -0,77
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und übrige kurzfristige
Vermögenswerte
0,34 -12,84 2,62 -4,69
Rückstellungen 3,98 0,00 7,89 -2,37
Verbindlichkeiten 1,99 -0,25 1,43 -0,16
Summe aus temporären Differenzen 18,51 -24,88 12,52 -17,01
Steuerliche Verlustvorträge 7,75 0,00 8,04 0,00
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern -0,24 0,00 0,18 0,00
Saldierung von Bestandsdifferenzen gegenüber der selben
Steuerbehörde
-20,68 20,68 -14,10 14,10
Summe 5,33 -4,20 6,64 -2,91

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde ein Steueraufwand in Höhe von 1,27 m€ (31. März 2018: -1,52 m€) aus der Neubewertung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und Net Investments direkt im Eigenkapital erfasst. Der Buchwert der Rücklage der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis weist einen Buchwert von 0,99 m€ (31. März 2018: 2,25 m€) auf. Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile betrug 0,19 m€ (31. März 2018: 0,29 m€).

Die aktivierten und nicht aktivierten Verlustvorträge und die Vortragsfähigkeit nicht aktivierter Verlustvorträge veranschaulicht folgende Übersicht:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Aktivierte Verlustvorträge 28,39 28,37
Nicht aktivierte Verlustvorträge 139,56 137,11
davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge 0,00 0,00
Unverfallbare Verlustvorträge 139,56 137,11
Summe noch nicht genutzter Verlustvorträge 167,95 165,48

DO & CO hat im Geschäftsjahr latente Steuern in Höhe von 0,00 m€ (31. März 2018: 0,72 m€) auf bisher nicht berücksichtigte Verlustvorträge angesetzt. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 139,56 m€ (31. März 2018: 137,11 m€) sind keine latenten Steuern aktiviert, da die Realisierung der potenziellen Steuervorteile innerhalb des Planungszeitraums nicht ausreichend gesichert ist.

Latente Steuerschulden, die aus Anteilen an Tochter-, Gemeinschafts- oder assoziierten Unternehmen resultieren (outside-basis differences), bleiben außer Ansatz, da deren Umkehrung durch die DO & CO Gruppe gesteuert werden kann und in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.

4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Darlehen 2,82 2,57
Rückstellung für Zinsen Anleihe 0,35 0,35
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 21,33 24,67
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 24,50 27,58

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) beinhalten im Wesentlichen anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von 2,81 m€ (31. März 2018: 3,17 m€) sowie Rückstellungen für anteiligen bis zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub in Höhe von 11,29 m€ (31. März 2018: 10,50 m€).

4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80,76 70,53
Noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 8,49 6,12
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89,25 76,65

4.16. Kurzfristige Rückstellungen

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Veränderung
Stand per Währungs Konsolidierungs Stand per
in m€ 1. April 2018 änderungen kreis Verwendung Auflösung Zuführung Transfer 31. März 2019
Sonstige Personalrückstellungen 3,07 -0,54 0,00 -3,99 0,16 3,73 0 2,44
Sonstige Rückstellungen 19,56 -0,30 0,00 -8,77 -3,14 6,90 -3,07 11,18
Summe 22,63 -0,84 0,00 -12,76 -2,97 10,63 -3,07 13,62

Die sonstigen Personalrückstellungen betreffen leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von 2,44 m€ (31. März 2018: 3,07 m€). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Absatzgeschäften, Prüfungs- und Beratungskosten, Prozesskosten sowie weitere gegenwärtige Verpflichtungen und Abgrenzungen enthalten. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist durch Verwendung von Rückstellung für Gerichtsverfahren in der Türkei sowie durch die Auflösung für Verfahren in Frankreich: Letztere wurden im Zuge der Akquisition übernommen und ein korrespondierende Forderung gegenüber den Alteigentümer eingestellt, welche nun ebenfalls aufgelöst wurde.

4.17. Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Die sonstigen Verbindlichkeiten (kurzfristig) setzen sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,97 0,87
Übrige Verbindlichkeiten 11,79 11,22
Abgegrenzte Zahlungen 0,23 1,15
Vertragsverbindlichkeiten 3,10 0,00
Summe 16,09 13,24

Die Erfüllung der Verpflichtungen wird innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet. Die Übrigen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend Umsatzsteuerschulden, Verpflichtungen gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern für laufende Entgeltzahlungen.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

DO & CO erzielt Erlöse aus Verträgen mit Kunden im Wesentlichen in Zusammenhang mit Catering, Handling und Infrastrukturleistungen.

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Segmenten und geografischen Regionen wie folgt:

Länder Airline Catering International Event
Catering
Restaurant,
Lounges & Hotel
Summe
Türkei 234,56 0,04 13,83 248,43
Österreich 87,63 17,38 55,07 160,08
UK 76,88 53,59 7,93 138,40
Deutschland 45,47 46,26 36,45 128,19
USA 113,31 0,00 0,00 113,31
Sonstige Länder 40,25 12,27 6,88 59,40
Total 598,09 129,53 120,17 847,80

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen (vgl. Abschnitt 4.6.), Vertragsvermögenswerte und Vertragverbindlichkeiten:

in m€ 31. März 2019 1. April 2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113,28 115,96
aktivierte Vertragskosten 6,34 0,00
Vertragsverbindlichkeiten 3,10 4,55

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 2,71 m€ gebucht.

Die im Geschäftsjahr 2018/2019 aktivierten Vertragskosten in Höhe von 6,34 m€ betreffen Vertragserfüllungskosten, welche ab Vertragsbeginn im Jahr 2020 linear über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden aktivierte Vertragskosten in Höhe von 0,08 m€ abgeschrieben. Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen nachträglich gewährte Rabatte. Der zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesene Betrag in Höhe von 4,55 m€ wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 als Umsatzerlös erfasst.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Geschäftsjahr 2018/2019 bzw. im Vorjahr:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3,08 11,10
Erträge aus der Währungsumrechnung 5,67 3,01
Übrige sonstige betriebliche Erträge 12,64 9,20
Summe 21,39 23,31

Die Position Erträge aus Auflösung von Rückstellungen ist nach Einmaleffekten im Vorjahr wieder auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

5.3. Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2018/2019 und im Vorjahr sind Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen in folgender Höhe angefallen:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) -278,93 -277,32
Aufwendungen für bezogene Leistungen -83,38 -91,80
Summe -362,31 -369,12

Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Equipment und zugekauftes Personal.

5.4. Personalaufwand

Im DO & CO Konzern waren im Geschäftsjahr 2018/2019 durchschnittlich 9.919 Arbeitnehmer (VJ: 9.587 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Die Personalaufwendungen setzten sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr wie folgt zusammen:

in m€ Geschäftsjahr
2018/2019
Geschäftsjahr
2017/2018
Löhne und Gehälter -223,21 -227,67
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-7,22 -5,70
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-41,46 -43,39
Sonstige Personalaufwendungen -10,39 -11,57
Summe -282,29 -288,33

In Österreich wurden 0,63 m€ in Mitarbeitervorsorgekassen eingezahlt.

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:

in m€ Geschäftsjahr
2018/2019
Geschäftsjahr
2017/2018
Mieten, Pachten und Betriebskosten (inkl. Airportabgaben) -71,34 -69,79
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand -12,03 -15,15
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen -21,95 -21,91
Versicherungen -1,98 -1,76
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand -8,40 -7,26
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige Schadensfälle -1,59 -4,65
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -2,75 -3,75
Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen -0,74 -0,35
Sonstige Steuern -4,93 -4,68
Aufwand aus Entkonsolidierung -3,60 0,00
Übriger sonstiger betrieblicher Aufwand -15,28 -13,95
Summe -144,59 -143,25

In den Mieten, Pachten und Betriebskosten sind fixe Mieten in Höhe von 26,40 m€ (VJ: 28,63 m€) und umsatzbasierte Zahlungen in Höhe von 17,65 m€ (VJ: 11,26 m€) enthalten.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des österreichischen Netzwerkes des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse im Berichtsjahr 0,58 m€ (VJ: 0,50 m€), 0,05 m€ (VJ: 0,02 m€) für Steuerberatung, 0,00 m€ (VJ: 0,00 m€) für sonstige Bestätigungsleistungen und 0,13 m€ (VJ: 0,00 m€) für sonstige Beratungsleistungen.

5.6. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen umfassen:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Planmäßige Abschreibungen -27,47 -31,39
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen -1,45 -1,38
Summe -28,92 -32,77

Die Aufteilung der ausgewiesenen Wertminderungsaufwendungen auf die Geschäftssegmente ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen (vgl. Abschnitt 4.2.).

5.7. Finanzergebnis

Die Zusammensetzung des Finanzergebnisses zeigt folgende Übersicht:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens 0,47 0,71
Zinsen und ähnliche Erträge 2,77 2,87
Erträge aus Beteiligungen 0,00 -0,01
Aufwendungen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,00 -0,01
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6,47 -6,36
Sonstiges Finanzergebnis 0,43 -1,68
Summe -2,81 -4,47

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus Zahlungsmitteläquivalenten in der Türkei und der Ukraine enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen für die Unternehmensanleihe in Höhe von 5,00 m€ (VJ: 4,99 m€) und aus der Aufzinsung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und sonstigen langfristig fälligen Verpflichtungen in Höhe von 1,28 m€ (VJ: 1,18 m€) enthalten. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet Währungseffekte aus Konzernfinanzierungen in Fremdwährung.

5.8. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt aus tatsächlichen und latenten Ertragsteuern zusammen:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Tatsächliche Ertragsteuern -10,19 -11,92
Latente Ertragsteuern -1,52 -0,88
Summe -11,71 -12,80

Von den tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen entfallen -12,43 m€ (VJ: -10,96 m€) auf das laufende Jahr. Ertragsteuergutschriften in Höhe von 2,24 m€ (VJ: -0,96 m€) betreffen Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Steuern.

Die im Geschäftsjahr 2018/2019 ausgewiesenen Ertragsteuern leiten sich wie folgt aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des Ertragsteuersatzes von DO & CO auf das Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte:

in m€ Geschäftsjahr
2018/2019
Geschäftsjahr
2017/2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,64 46,17
Erwarteter Steueraufwand 25 % (VJ: 25 %) -12,16 -11,54
+/- Steuerunterschiede Ausland 2,64 1,63
Rechnerischer Steueraufwand -9,52 -9,91
Überleitungsposten -2,19 -2,89
Ausgewiesener Steueraufwand -11,71 -12,80
Effektiver Steuersatz 24,1% 27,7%

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zum Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 24,1 % (VJ: 27,7 %). Die Treiber der Steuerquote im Geschäftsjahr 2018/2019 liegen vor allem in der Bewertung latenter Steuern aus laufendem Jahr und Vorjahren sowie aus Einmaleffekten aus laufenden Steuern.

5.9. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich als Quotient aus dem auf die Gesellschafter von DO & CO entfallenden Konzernergebnis und der durchschnittlichen Anzahl ausgegebener Aktien während des Geschäftsjahres.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
Konzernergebnis in m€ 26,40 24,37
Anzahl (ultimo) der Aktien (in Stück) 9.744.000 9.744.000
Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 2,71 2,50

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

5.10. Vorschlag für die Gewinnverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2019 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 8,28 m€ aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn der DO & CO Aktiengesellschaft auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie. Die vorgeschlagene Dividende löst im Fall der Ausschüttung keine Steuerwirkungen bei DO & CO aus.

6. Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement)

Die Darstellung der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgte nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten laut Bilanz. Sie umfassen Kassabestände, Schecks und Bankguthaben.

Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.

Der Brutto-Cashflow beträgt 80,60 m€ und liegt um -7,29 m€ unter jenem des Vergleichszeitraumes des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Veränderungen des Working Capital und der Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 54,92 m€ (Geschäftsjahr 2017/2018: 42,40 m€).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -45,18 m€ (Geschäftsjahr 2017/2018: -86,15 m€). Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen -41,83 m€ (Geschäftsjahr 2017/2018: -75,77 m€).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -13,16 m€ (Geschäftsjahr 2017/2018: -17,10 m€).

in m€ Erwirtschaftete
Ergebnisse
Non
controlling
interests
Darlehen Anleihe Gesamt
1. April 2018 144,54 47,61 2,57 149,06 343,79
Dividendenzahlung an Aktionäre der DO & CO Aktiengesellschaft -8,28 0,00 0,00 0,00 -8,28
Dividendenzahlung an andere Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gezahlte Zinsen 0,00 0,00 0,00 -4,88 -4,88
Gesamtänderung des Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -8,28 0,00 0,00 -4,88 -13,16
Auswirkungen aus Wechselkursänderungen 0,00 -12,45 0,25 0,00 -12,20
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 4,31 0,00 0,00 4,31
Zinsaufwand 0,00 0,00 0,00 5,19 5,19
Sonstige Änderungen bezogen auf Eigenkapital 24,10 8,27 0,00 0,00 32,37
31. März 2019 160,35 47,74 2,82 149,37 360,29

7. Sonstige Angaben

7.1. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualschulden des DO & CO Konzerns betragen am 31. März 2019 30,81 m€ (31. März 2018: 34,58 m€) und setzen sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Garantien 30,70 34,47
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 0,11 0,11
Summe 30,81 34,58

Sämtliche unter den Eventualschulden ausgewiesene Sachverhalte betreffen potentielle zukünftige Verpflichtungen, die zum Abschlussstichtag 31. März 2019 ungewiss sind und DO & CO erst bei Eintreten nicht wahrscheinlicher zukünftiger Ereignisse zu Leistungen verpflichten.

Gemäß IAS 37.91 wird aus Praktikabilität auf die Angaben gemäß IAS 37.86 und IAS 37.89 verzichtet.

Zum 31. März 2019 sind schwebende Verträge über den Bezug von Sachanlagen in Höhe von 27,90 m€ (31. März 2018: 3,64 m€) abgeschlossen.

Es bestehen nicht vorzeitig auflösbare Operating-Leasingverhältnisse über Geschäftsräume und Geschäftsausstattungen sowie in kleinerem Umfang über Fahrzeuge und sonstige Vermögenswerte.

Die nach dem Abschlussstichtag zu leistenden Mindestleasingzahlungen aus nicht vorzeitig auflösbare Operating- Leasingverhältnissen betragen:

in m€ 31. März 2019 31. März 2018
Bis ein Jahr 24,28 27,17
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 53,91 50,91
Über fünf Jahre 75,27 80,72
Summe 153,46 158,79

Aus umsatzabhängigen Leasingzahlungen könnten weitere Leasingzahlungen bis zu 17,65 m€ (31. März 2018: 13,91 m€) zu leisten sein.

7.2. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden je nach zugeordneter Stufe (Level) nach folgenden Parametern ermittelt:

  • Stufe 1: Umfasst auf aktiven Märkten quotierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden
  • Stufe 2: Sind direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abgeleitet) beobachtbare Inputfaktoren für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht der Stufe 1 zugeordnet werden können
  • Stufe 3: Dabei handelt es sich um auf nicht beobachtbare Marktdaten basierende Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schulden (d.h. nicht beobachtbare Inputfaktoren). Eine Einordnung der Bewertung in die Stufe 3 erfolgt bereits dann, wenn bei der Bewertung ein nicht beobachtbarer Inputfaktor vorliegt, der die Bewertung signifikant beeinflusst.

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9, und nach ihren Klassen zugeordneten Fair Values (beizulegenden Zeitwerte) sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Buchwert Bewertungs
kategorie gemäß
in m€ 31. März 2019 IFRS 9 Fair Value Level
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 5,20
Beteiligungen und sonstige Wertpapiere 0,39 FVTPL
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,18 FVTPL 3
Wertpapiere 0,21 FVTPL 1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4,81 AC
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110,89 AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 12,52 AC
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 70,45 AC
Summe Vermögenswerte 199,06
Anleihe 149,37 FLAC 155,15 1
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 24,50
Darlehen 2,82 FLAC 2,62 3
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 21,68 FLAC
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89,25 FLAC
Summe Schulden 263,13
Bewertungs
Buchwert kategorie gemäß
in m€ 31. März 2018 IFRS 9 Fair Value Level
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 4,45
Beteiligungen und sonstige Wertpapiere 0,40 FVTPL
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,17 FVTPL 3
Wertpapiere 0,23 FVTPL 1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4,05 AC
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 112,15 AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 14,39 AC
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 76,47 AC
Summe Vermögenswerte 207,46
Anleihe 149,06 FLAC 157,88 1
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 27,58
Darlehen 2,57 FLAC 2,37 3
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 25,01 FLAC
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76,65 FLAC
Summe Schulden 253,29

AC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (financial assets measured at amortised cost)

FLAC: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities measured at amortised cost)

FVTPL: verpflichtend ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (financial assets mandatorily at fair value through profit or loss)

Für liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die anderen kurzfristigen Vermögenswerte stellen die Buchwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten eine angemessene Schätzung ihrer beizulegenden Zeitwerte dar. Entsprechendes gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes wird nach der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 7.29(a) verzichtet.

Der beizulegende Zeitwert des in den Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehens wird durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows ermittelt. Der fristadäquate Abzinsungszinssatz beträgt 7,6 %. Individuellen Merkmalen der Finanzinstrumente wird durch marktübliche Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads Rechnung getragen. Die finanzielle Verbindlichkeit aus der Verpflichtung zum zukünftigen Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter (vgl. Abschnitt 4.10. Eigenkapital) wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich als Barwert der Differenz zwischen dem Kaufpreis, den DO & CO für den Erwerb von 51 % der Anteile abzüglich des vertraglich vereinbarten Kaufpreises für sämtliche Anteile an dem Tochterunternehmen. Wertänderungen werden unmittelbar mit

dem Konzerneigenkapital verrechnet. Aus diesem Grund ist keine Zuordnung zu den Bewertungskategorien nach IFRS 9 möglich. Zum 31. März 2019 beträgt der Buchwert der Verbindlichkeit aus dem Erwerb der Anteile anderer Gesellschafter 0,00 m€ (31. März 2018: 0,00 m€).

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der geschäftlichen Aktivitäten ist DO & CO in erhöhtem Maße dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken betreffen insbesondere die Währungen Türkische Lira (TRY), Britische Pfund (GBP), Ukrainische Hrywnja (UAH), US Dollar (USD) und Polnische Zloty (PLN).

Eine Absicherung gegen Währungsverluste strebt die Gesellschaft vorrangig durch natürliche Sicherungsbeziehungen an, die darauf zielen, Erlöse und Aufwendungen in einer Fremdwährung nach Möglichkeit hinsichtlich Währungsbetrag und Zeitpunkt ihres Anfalls aufeinander abzustimmen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bestrebt, Währungsrisiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen soweit wie möglich auf Kunden und Lieferanten zu übertragen.

Bei Bedarf setzt DO & CO derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken ein. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine derartigen Instrumente im Bestand. Von der Möglichkeit des Hedge Accounting macht DO & CO gegenwärtig keinen Gebrauch.

Um die Abhängigkeit von Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten zu verdeutlichen, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind, verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen. Die anhand dieser Analysen ermittelten Ergebniseffekte aus Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus den zum Abschlussstichtag bestehenden Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die Auswirkungen auf die Höhe des Eigenkapitals ergeben sich aus langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, die Teil des Nettoinvestments in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernberichtswährung bleiben in der Sensitivitätsanalyse unberücksichtigt.

Zum 31. März 2019 wendete DO & CO zur Währungsumrechnung folgende Umrechnungskurse der wesentlichen Fremdwährungen gegenüber dem Euro an:

Währung USD GBP TRY PLN UAH CHF
Stichtagskurs zum 31. März 2019
(Fremdwährung gegenüber Euro)
1,1235 0,8583 6,3446 4,3006 30,5680 1,1181

Nach dem Ergebnis der Sensitivitätsanalyse führte eine Aufwertung (Abwertung) der für DO & CO wesentlichen Fremdwährungen um 10 % gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften zu den folgenden hypothetischen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2018/2019 bzw. auf das Eigenkapital zum 31. März 2019:

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ertragsteuen (m€) USD GBP TRY PLN UAH CHF
Aufwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% 1,59 1,02 0,45 -0,15 0,17 -0,01
Abwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% -1,30 -0,66 -0,45 0,15 -0,17 0,01
Auswirkungen auf das Eigenkapital (m€) USD GBP TRY PLN UAH CHF
Aufwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% 5,73 1,53 - - 1,15 -
Abwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% -4,69 -1,25 - - -0,94 -

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und sonstige Investitionsprojekte ist es wesentlich, die Auswirkungen auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen und deutschen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden. Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Aufgrund des von DO & CO gehaltenen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und nicht ausgenutzter Kreditlinien ist das Liquiditätsrisiko des DO & CO Konzerns gegenwärtig vernachlässigbar.

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering.

Das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden wird durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten seitens der Kunden reduziert.

Nachstehend sind die undiskontierten vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallenden finanziellen Verbindlichkeiten wiedergegeben:

31. März 2019
in m€ Buchwert Mittelabfluss in
der nächsten
Berichtsperiode
Mittelabfluss in
der über
nächsten
Berichtsperiode
Späterer
Mittelabfluss
Mittelabfluss Anleihe 149,37 4,69 154,69 0,00
Mittelabfluss Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89,25 89,25
Mittelabfluss sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 24,50 24,50
Mittelabfluss Verbindlichkeiten
im Anwendungsbereich von IFRS 7
263,13 118,44 154,69 0,00
31. März 2018
in m€ Buchwert Mittelabfluss in
der nächsten
Berichtsperiode
Mittelabfluss in
der über
nächsten
Berichtsperiode
Späterer
Mittelabfluss
Mittelabfluss Anleihe 149,06 4,69 4,69 159,38
Mittelabfluss Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76,65 76,65
Mittelabfluss sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 27,58 27,58
Mittelabfluss Verbindlichkeiten
im Anwendungsbereich von IFRS 7
253,29 108,92 4,69 159,38

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit mindestens der Dauer der Mittelbindung in den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und –aufwendungen dar. Zinsänderungsrisiken bestehen insoweit nicht bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Bei variabel verzinslichen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden wirken sich Marktzinsänderungen dagegen auf die Höhe des Finanzergebnisses aus. Bei DO & CO betrifft das insbesondere Zahlungsmittel. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich aus einer Änderung der Marktzinsen nicht, da die Gesellschaft über keine Derivate verfügt, die zur Absicherung gegen zinsbedingte Cashflow-Schwankungen aus Grundgeschäften designiert sind.

Wäre das Marktzinsniveau am 31. März 2019 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, hätte sich ein um 0,70 m€ höheres (0,17 m€ niedrigeres) Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben. DO & CO ist damit gegenwärtig keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Kalkulation erfolgte unter der Annahme, dass die Depots von DO & CO keine negative Verzinsung haben.

Ausfallrisiko

Die bilanziellen Vorsorgen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Basis des Wertminderungsmodells nach IFRS 9 ermittelt, welches darauf ausgerichtet ist, die erwarteten Kreditausfälle zu ermitteln. Im Konzern wird zur Erfassung der erwarteten Kreditausfälle das vereinfachte Modell in Form einer Wertberichtigungsmatrix über die wahrscheinlichkeitsgewichteten gesamten Kreditausfälle angewandt ("Lifetime-Expected-Loss-Modell").

Zur Ermittlung der erwarteten Ausfälle werden zunächst die historischen Kreditausfälle separat für die Regionen Türkei, Europa und USA der letzten 4 Jahre ermittelt. Zur Berücksichtigung des zukünftigen Ausfallrisikos, werden CDS Spreads in der Berechnung verwendet.

DO & CO betrachtet finanzielle Vermögenswerte als ausgefallen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Verpflichtung vollständig bezahlen kann und entschieden wird, dass die Forderung nicht weiter betrieben wird.

Folgende Indikatoren werden zur Beurteilung herangezogen:

  • Überfälligkeit über 80 Tage
  • Segmentspezifische Analyse
  • Kundenspezifische Analyse
  • Kosten-Nutzen Analyse

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass bei DO & CO aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Ausfälle beobachtet werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte (31. März 2019: 134,95 m€) entsprechen dem maximalen Ausfallsrisiko.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2019 hat DO & CO keine Kreditversicherungen abgeschlossen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Bei den übrigen originären Finanzinstrumenten bestehen keine wesentlichen Ausfallsrisiken. Das verbleibende Risiko wird durch angemessene bilanzielle Vorsorgen abgedeckt.

Kapitalmanagement

Die Kapitalmanagementstrategie von DO & CO zielt auf die Steigerung des Unternehmenswerts und die Beibehaltung einer soliden Kapitalstruktur mit hoher Eigenkapitalausstattung ab. Damit festigt DO & CO das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes und sichert die Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Die Einhaltung der Kapitalmanagementstrategie wird permanent durch das Finanzmanagement überwacht.

Im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung kommen als bedeutende Steuerungsgrößen EBITDA und EBIT sowie EBITDA- und EBIT-Margen zum Einsatz. Im Fokus stehen der erfolgreiche Einsatz des Gesellschaftsvermögens und das Erreichen eines die Kapitalkosten übersteigenden Wertbeitrags. DO & CO überwacht sein Kapital anhand der Kennzahlen Net Gearing (Verschuldungsgrad), Eigenkapitalquote und Net Debt zu EBITDA.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2018/2019 2017/2018
EBITDA m € 80,37 83,41
EBITDA-Marge % 9,5% 9,7%
EBIT m € 51,45 50,64
EBIT-Marge % 6,1% 5,9%
Eigenkapital-Quote 1 % 42,4% 41,9%
Net Debt (Finanzverschuldung) m € 81,75 75,16
Net Debt to EBITDA 1,02 0,90
Net Gearing % 32,8% 31,3%
1… Bereinigt um vorgesehene Dividende
(Inhalte und Berechnung der Kennzahlen sind im Kennzahlen-Glossar erläutert)
Der Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur dient eine Dividendenpolitik, die sich nach dem
Konzernergebnis bemisst. Gemäß dieser Orientierung wird der Vorstand der Hauptversammlung
vorschlagen eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

Der Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur dient eine Dividendenpolitik, die sich nach dem Konzernergebnis bemisst. Gemäß dieser Orientierung wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

Das niedrige Zinsniveau wurde bereits im Jahr 2014 zur Emission einer Anleihe mit einem Volumen von 150 m€ genutzt. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Fixzinskoupon von 3,125 %.

7.3. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Am 27. Mai 2019 wurde bekanntgegeben, dass die THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş., eine gemeinsame Gesellschaft von DO & CO und Türk Hava Yollari A.O (Turkish Airlines), mit Turkish Airlines einen Cateringvertrag für alle Inlandsflüge, internationalen Flüge und Charterflüge von Turkish Airlines von Flughäfen in der Türkei für die Dauer von 15 Jahren unterzeichnet hat. Weiters sieht die Vereinbarung den Verkauf des Hotels in Istanbul von THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş an Turkish Airlines vor. Die Durchführung der Transaktionen steht unter dem Vorbehalt aufschiebender Bedingungen, insbesondere der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

7.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die DO & CO Aktiengesellschaft steht unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Beziehung.

Nahestehende Personen und Unternehmen umfassen im Wesentlichen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder Unternehmen im Einflussbereich von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern.

Geschäftsjahr 2018/2019 Geschäftsjahr 2017/2018
Sonstige Nicht Sonstige Nicht
nahestehende Assoziierte Gemeinschafts konsolidierte nahestehende Assoziierte Gemeinschafts konsolidierte
Personen und Unternehmen unternehmen Tochter Personen und Unternehmen unternehmen Tochter
in m€ Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 0,00 0,68 1,52 0,40 2,70 0,42 6,61 0,37
Empfangene Lieferungen und Leistungen 6,57 8,99 0,06 1,92 6,13 9,59 0,05 1,95
31. März 2019 31. März 2018
Sonstige Nicht Sonstige Nicht
nahestehende Assoziierte Gemeinschafts konsolidierte nahestehende Assoziierte Gemeinschafts konsolidierte
Personen und Unternehmen unternehmen Tochter Personen und Unternehmen unternehmen Tochter
in m€ Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Forderungen 2,43 0,29 1,72 0,04 3,65 0,03 3,02 0,54
Schulden 0,37 2,33 0,16 0,12 0,35 0,86 0,41 0,58
gegebene Darlehen 0,00 0,00 5,17 0,00 0,00 0,00 4,05 0,00

Es bestehen Forderungen aus Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 0,29 Jahren und einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,80 % p.a.

Zur Besicherung von Krediten und Bestandsverträgen gab DO & CO Garantien für Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierte Unternehmen in Höhe von 15,69 m€ (VJ: 15,62 m€). Mit einem Zahlungsabfluss daraus wird nicht gerechnet.

Die Geschäfte mit diesen nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Zur Vergütung der Organmitglieder wird auf Abschnitt 7.6. verwiesen.

7.5. Beteiligungen

Zum 31. März 2019 hält DO & CO folgende Beteiligungen:

Konsolidierung1) Beteiligung in % Obergesellschaft1) Nominalkapital in
Gesellschaft Sitz Land Währung THW2)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A V 100,0 DCAG EUR 36 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH
Wien
Salzburg
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
36 3)
35 3)
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A V 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 150 3)
DO & CO Airline Logistics GmbH
DO & CO Airport Hospitality GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCCC EUR
35 3)
35 4)
DO & CO Albertina GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 35 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DINV EUR
100 3)
36
DO & CO Event Austria GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO Facility Management GmbH
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 35 3)
35 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH
DO & CO Immobilien GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
90,0
100,0
DCCC EUR
DCAG EUR
35
36 3)
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Pastry GmbH
DO & CO Procurement GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
35 3)
35 3)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 35 3)
Henry - the art of living GmbH Wien A
A
V
V
100,0 DCAG EUR
DCCC EUR
36 3)
Henry am Zug GmbH
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H.
Wien
Wien
A V 100,0
100,0
DCAG EUR 35 4)
36 3)
ISS Ground Services GmbH Wien A E 49,0 DTIS EUR 218 13)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH
Wien
Wien-Flughafen
A
A
V
V
100,0
100,0
DCCC EUR
DCCC EUR
799 4)
800 4)
Total Inflight Solution GmbH Wien A V 100,0 DCCC EUR 35 4)
WASH & GO Logistics GmbH
DO & CO International Event AG
Wien A
CH V
N 0,0 DINV CHF EUR 36 13)
100
Nespresso - DO & CO SA Zug
Lausanne
CH E 100,0
50,0
DCAG CHF 1.000 12)
Oleander Group AG Zug CH V 100,0 DINV GBP 67 10)
Arena One Gastronomie GmbH
DO & CO München GmbH
München
München
D
D
V
V
100,0
100,0
DDHO EUR
DDHO EUR
25 5)
100 5)
Arena One Mitarbeiterrestaurants GmbH München D V 100,0 DDHO EUR 25 5)
Arena One Service GmbH München
Kelsterbach
D
D
V
V
100,0 DDHO EUR
DCAG EUR
25 5)
25
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
DO & CO Berlin GmbH
Berlin D V 100,0
100,0
DDHO EUR 25 5)
DO & CO Deutschland Catering GmbH München D V 100,0 DCAG EUR 25
DO & CO Düsseldorf GmbH
DO & CO Frankfurt GmbH
Düsseldorf
Kelsterbach
D
D
V
V
100,0
100,0
DDHO EUR
DDHO EUR
25 5)
25 5)
FR freiraum Gastronomie GmbH Kelsterbach D V 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Lounge Deutschland GmbH
DO & CO Lounge GmbH
München
Frankfurt
D
D
V
V
100,0
100,0
DDHO EUR
DDHO EUR
25 5)
25 5)
DO & CO Catering München GmbH München-Flughafen D V 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Restauración & Catering España, S.L. Barcelona
Madrid
E
E
V
N
100,0 DINV EUR
DCAG EUR
3
0
DO & CO Restauración España, S.L.U.
Financière Hédiard SA
Colombes F V 100,0
100,0
DCAG EUR 5.094
Hédiard Events SAS Paris F V 100,0 DHFI EUR 100
Hédiard SA
Hédiard Traiteur SAS
Paris
Colombes
F
F
V
V
100,0
100,0
DHFI EUR
DHSA EUR
310
40
Hédiard restauration en vol SAS Argenteuil F V 100,0 DHFI EUR 100
Hédiard Fonciere SAS
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LIMITED
Argenteuil
Feltham
F
GB V
V 100,0
100,0
DHFI EUR
DINV EUR
100
0 6)
DO & CO Airport Hospitality UK Ltd. Feltham GB V 100,0 DINV GBP 0
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham
Feltham
GB V
GB V
100,0 DINV GBP
DINV EUR
0
DO & CO International Catering Ltd.
DO & CO International Investments Ltd.
London GB V 100,0
100,0
DCAG EUR 30 6)
5.000 6)
Henry - The Art of Living Ltd. Feltham GB V 100,0 DINV GBP 0
DO & CO Airline Catering Ltd.
Fortnum & Mason Events Ltd.
Feltham
London
GB V
GB E
100,0
50,0
DINV GBP
DLHR GBP
0
0
Lasting Impressions Food Co. Ltd Feltham GB V 85,0 DOLG GBP 0
Versilia Solutions Ltd.
Henry am Zug Hungary Kft.
Northampton
Budapest
GB E
HU N
50,0
100,0
DINV GBP
DRCH EUR
0
9 9)
DO & CO Italy S.r.l. Vizzola Ticino I V 100,0 DCAG EUR 2.900
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MT E
MT E
40,0 DSKY EUR
DSKY EUR
1 8)
Sky Gourmet Malta Ltd.
DO & CO México, S. de R.L. de C.V.
Fgura
Mexiko-Stadt
MX V 40,0
100,0
DNEW MXN 1 8)
50 11)
DO & CO Netherlands Holding B.V. Den Haag NL V 51,0 DINV EUR 20
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda
DO & CO Poland Sp. z o.o.
Lissabon
Warschau
P
PL
V
V
100,0
100,0
DINV EUR
DCAG PLN
5
7.447
DO & CO Real Estate Poland Sp. Z o.o. Warschau PL V 100,0 DCAG PLN 55
Sharp DO & CO Korea LLC
Sky Gourmet Slovensko s.r.o.
Seoul
Bratislava
ROK E
SK V
50,0
100,0
DINV KRW
DSKY EUR
7.000.000
63 7)
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul TK V 100,0 DINV TRY 750
MAZLUM AMBALAJ SANAYİ VE DIŞ TİCARET A.Ş Tekirdag TK N 51,0 DCCC TRY 3.523
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S.
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LLC
Istanbul
Kiew-Boryspil
TK V
UA V
50,0
100,0
DIST TRY
DAGA UAH
30.000
5.055
DO AND CO KYIV LLC Kiew-Boryspil UA V 51,0 DCNL UAH 2.400
DEMEL New York Inc.
DO & CO CHICAGO CATERING, INC.
New York
Wilmington
USA V
USA V
100,0
100,0
DHOL USD
DHOL USD
1
1
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA V 100,0 DINV USD 100
DO & CO Los Angeles, Inc. Wilmington
Miami
USA V
USA V
100,0 DHOL USD
DHOL USD
1
1
DO & CO Miami Catering, Inc.
DO & CO NEW JERSEY CATERING, INC.
Wilmington USA N 100,0
100,0
DHOL USD 0
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA V 100,0 DHOL USD 1

1) 2) V=Vollkonsolidierung, E=at equity, N=Keine Konsolidierung THW = Tausend Heimatwährung

3) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

4) 5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

6) 7) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK

8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL

9) 10) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in HUF Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in CHF

11) 1 % wird von der DO & CO Holdings USA Inc . gehalten

12) 13) Ein Gemeinschaftsunternehmen der DO & CO Aktiengesellschaft mit 3 Tochtergesellschaften Bilanzstichtag WASH & GO Logistics GmbH 30.11.2018, Bilanzstichtag ISS Ground Services GmbH 31.12.2018

7.6. Organe

Als Organe der DO & CO Aktiengesellschaft sind folgende Personen im Geschäftsjahr 2018/2019 tätig gewesen:

Vorstand:

Attila DOGUDAN

Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Mag. Gottfried NEUMEISTER

Mitglied des Vorstands; geboren 1977 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes im Geschäftsjahr 2018/2019 zeigt nachfolgende Übersicht:

Bezüge Vorstand 2018/2019
Fixe Variable Gesamt
in t€ Bezüge Bezüge bezüge
Attila DOGUDAN * 758 600 1.358
Mag. Gottfried NEUMEISTER ** 623 1.350 1.973
Summe 1.380 1.950 3.330

* Inklusive Sachbezug und inklusive 23 t€ für die Tätigkeit als Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie CEO bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

** Inklusive 21 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Aufsichtsrat:

Dr. Andreas BIERWIRTH

Vorsitzender; unabhängig; geboren 1971

Repräsentant des Streubesitzes

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

Mitglied des Verwaltungsrates der EasyJet PLC, Großbritannien

Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF

  1. Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1955

bestellt bis zur 24. o.HV (2022), erstmalig gewählt am 27. Juli 2017

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates bei der Österreichischen Staatsdruckerei Holding AG, Österreich

Dr. Cem KOZLU

  1. Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1946 Repräsentant des Streubesitzes

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Pegasus Hava Tasimaciligi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Efes Biracilik ve Malt Sanayi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Arcelik A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Coca-Cola Icecek A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Sisecam A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Grubu Holding A.S

Ing. Georg THURN-VRINTS

Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied bis zum 12. Juli 2018; unabhängig; geboren 1943 Repräsentant des Streubesitzes bis zum 12. Juli 2018 erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2018 für das Geschäftsjahr 2017/2018 eine Vergütung in Höhe von 0,14 m€ (VJ: 0,14 m€) bezahlt.

Wien, am 29. Mai 2019

Der Vorstand:

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h.

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnis-rechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und der immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte

Beschreibung

Die DO & CO Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. März 2019 Buchwerte für Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer in Höhe von EUR 32,61 Mio. sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 16,28 Mio.

Unter den Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sind Beträge in Höhe von EUR 18,60 Mio. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Frankreich zugeordnet, die derzeit geschlossen ist und umgebaut wird.

Das Management hat im Geschäftsjahr 2018/19 beschlossen, das bisher unter dem Bilanzposten "Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau" ausgewiesene in Bau befindliche Hotel am Bosporus zu veräußern. Das in Bau befindliche Hotel wurde entsprechend den Vorgaben der IFRS als zur Veräußerung gehaltener

langfristiger Vermögenswert umgegliedert. Im Konzernabschluss zum 31. März 2019 wird das zur Veräußerung gehaltene Hotel am Bosporus mit einem Wert in Höhe von EUR 45,45 Mio. ausgewiesen.

Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Geschäfts- und Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen. Zur Veräußerung gehaltene langfriste Vermögenswerte sind gemäß den Vorschriften des IFRS im Umqualifizierungszeitpunkt zum niedrigeren Wert aus Buchwert vor Klassifizierung und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und der immateriellen Vermögenswerte erfordert wesentliche Schätzungen des Vorstandes über künftige Umsatzentwicklungen und Ergebnismargen, Transaktionspreise (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) und daraus resultierenden Zahlungsmittelüberschüssen sowie Annahmen zur Festlegung der verwendeten Diskontierungssätze. Diese Ermessensentscheidungen sind daher mit einer wesentlichen Unsicherheit behaftet. Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und der immateriellen Vermögenswerte.

Auf die Darstellung im Konzernanhang in den Abschnitten 4.1 und 4.8 wird verwiesen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen erhoben.

Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den vorhandenen Business Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen und Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die Übereinstimmung der aktuellen Prognosen der Zahlungsmittelüberschüsse mit den effektiven Ergebnissen der Vergangenheit sowie mit beobachtbaren Marktdaten überprüft, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren.

Weiters haben wir das Berechnungsschema für die Ableitung des Diskontierungszinssatzes nachvollzogen, die angesetzten Parameter durch Datenbankabfragen plausibilisiert und die Auswirkungen von Parameteränderungen auf die Bewertungsergebnisse analysiert. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswertes wurden uns von Seiten des Vorstands entsprechende vertragliche Dokumente vorgelegt, die die Werthaltigkeit dieses Vermögenswertes belegen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind, und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Juli 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Juli 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1998/99 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Karl Prossinger.

Wien, am 29. Mai 2019

PKF CENTURION

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Mag. Karl Prossinger Michael Lembäcker, M.A. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 124 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

  2. dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens vermittelt,

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 29. Mai 2019

Der Vorstand:

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h.

Glossar

Geschäftsjahr
2018/2019
Geschäftsjahr
2017/2018
EBITDA m€ 80,37
EBITDA-Marge in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 847,80 9,5% 9,7%
EBIT m€ 51,45
EBIT-Marge in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 847,80 6,1% 5,9%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 48,64
Return on Sales in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 847,80 5,7% 5,4%
+ Eigenkapital m€ 257,53
Bereinigtes Eigenkapital in m€ - (vorgesehene) Dividende m€ 8,28 249,25 240,11
Bereinigtes Eigenkapital m€ 249,25
Eigenkapitalquote in % Gesamtkapital m€ 588,51 42,4% 41,9%
Ergebnis nach Ertragsteuern m€ 36,93
Return on Equity (ROE; in %) Ø bereinigtes Eigenkapital 1 m€ 240,68 15,3% 13,6%
+ Anleihe m€ 149,37
Debt (finanzielle Verbindlichkeiten) in m€ + Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) m€ 0,00 152,20 151,63
+ Kurzfristige Darlehen m€ 2,82
Net Debt (Nettofinanzverschuldung) in m€ + Debt m€ 152,20 81,75 75,16
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente m€ 70,45
Net Debt to EBITDA Net Debt m€ 81,75
EBITDA m€ 80,37 1,02 0,90
Net Debt m€ 81,75
Net Gearing in % Bereinigtes Eigenkapital m€ 249,25 32,8% 31,3%
+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente m€ 70,45
Surplus Cash in m€ - 2% der Umsatzerlöse m€ 16,96 45,21 50,96
- (vorgesehene) Dividende m€ 8,28
+ Kurzfristige Vermögenswerte m€ 306,39
Working Capital in m€ - Kurzfristige Schulden
- Surplus Cash
m€
m€
157,01
45,21
50,43 41,26
- Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte m€ 45,45
- (vorgesehene) Dividende m€ 8,28
Free Cashflow in m€ + Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) m€ 54,92 9,75 -43,75
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit m€ -45,18
EPS (Ergebnis je Aktie) in € Konzernergebnis m€ 26,40 2,71 2,50
Aktienanzahl MStk 9,74
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) Kurs ultimo (Schlusskurs) 73,30 27,05 20,59
EPS 2,71
Steuerquote in % Ertragsteuern m€ 11,71 24,1% 27,7%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 48,64
EBIT m€ 51,45
Bereinigtes EBIT in m€ - Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
+ Aufwände aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
m€
m€
0,00
0,00
51,45 50,64
+ Bereinigtes Eigenkapital
+ Langfristige Schulden
m€
m€
249,25
173,96
Capital Employed in m€ - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente m€ 70,45 350,73 334,10
- Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien m€ 2,04
Return on Capital Employed (ROCE) in % + Bereinigtes EBIT m€ 51,45 15,0% 16,5%
Ø Capital Employed 1 m€ 342,41

1 … Ermittelt als Durchschnittsbestand zum Ende der letzten vier Quartale und des Bestands zu Beginn des Betrachtungszeitraums

Einzelabschluss 2018/2019 der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfung & Steuerberatung

Hegelgasse 8 I 1010 Wien Tel. +43 1 391700 I Fax +43 1 391700 - 210 www.pkf-centurion.at

DO & CO Aktiengesellschaft

Wien

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2019 und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2018/19

Elektronisches Exemplar Kurzfassung (pdf-Version) vom 29. Mai 2019

Inhaltsverzeichnis Seite
1.
Bestätigungsvermerk
2
Anlagen
Bilanz zum 31. März 2019 Anlage 1
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 Anlage 2
Anhang für das Geschäftsjahr 2018/19 Anlage 3
Entwicklung des Anlagevermögens 2018/19 Anlage 3a
Beteiligungsgesellschaften per 31. März 2019 Anlage 3b
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/19 Anlage 4

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen und an verbundenen Unternehmen

Sachverhalt und Risiken

Die DO & CO Aktiengesellschaft weist in der Bilanz zum 31. März 2019 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 108,24 Mio. sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 150,63 Mio. aus. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer im Vorjahr durchgeführten Sachdividende von Anteilen an verbundenen Unternehmen angestiegen.

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind gem. § 204 Abs. 2 UGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abzuschreiben. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, ist eine Wertaufholung gem. § 208 Abs. 1 UGB vorzunehmen.

Bei der Beurteilung, ob und in welcher Höhe eine Wertminderung oder Zuschreibung vorliegt, sind Ermessensentscheidungen des Managements erforderlich. Die Ermessensentscheidungen sind von der Einschätzung über zukünftige Umsatzentwicklung, daraus abgeleitete Zahlungsüberschüsse sowie Diskontierungszinssätze abhängig und somit mit Unsicherheiten verbunden.

Das Risiko für den Jahresabschluss liegt daher in einer Überbewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundenen Unternehmen.

Im Zusammenhang mit den Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt Finanzanlagen, Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen, Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie den Anlagenspiegel Beilage 3a.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir erhoben, wie die Gesellschaft die Anzeichen für eine Wertminderung überwacht und analysiert sowie den beizulegenden Wert ermittelt.

Zusätzlich haben wir die vom Management getroffenen Annahmen und vorgenommenen Schätzungen kritisch hinterfragt und unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:

  • Beurteilung der Angemessenheit der zukunftsbezogenen Annahmen und Bewertungsmethoden unter Einbeziehung unseres internen Bewertungsspezialisten;
  • Abstimmung der den zukünftigen Zahlungsströmen zugrundeliegenden Unternehmensplanungen mit den vorliegenden Budgets sowie Erörterung der Bewertungsannahmen mit dem Management;
  • Beurteilung der Angemessenheit der verwendeten Diskontierungszinssätze unter Einbeziehung unseres internen Bewertungsspezialisten;
  • Prüfung der entsprechenden Darstellung und Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss (Jahresabschluss), den Konzernlagebericht (Lagebericht) und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Juli 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Juli 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1998/99 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Karl Prossinger.

Wien, am 29. Mai 2019

PKF CENTURION

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Mag. Karl Prossinger Michael Lembäcker M.A. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

BILANZ

Aktiva 2019
EUR
2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 222 912,82 322 475,18
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
2. geleistete Anzahlungen auf immaterielle 380 900,15 297 453,38
Vermögensgegenstände
603 812,97 619 928,56
II. Sachanlagen
1. Bauten 5 477 860,23 5 830 319,49
2. technische Anlagen und Maschinen 140 376,30 200 510,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und 352 423,65 591 179,96
Geschäftsausstattung
4. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und
3 047 975,18 2 368 195,07
Anlagen im Bau
9 018 635,36 8 990 205,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 108 244 568,73 57 784 968,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 150 625 511,54 148 094 591,08
3. Beteiligungen 243 508,04 243 508,04
davon Anteile an assoziierten Unternehmen
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
243 508,04
2 051 218,85
243 508,04
1 988 343,00
Beteiligungsverhältnis besteht
5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 36 651,27 36 651,27
261 201 458,43 208 148 062,12
270 823 906,76 217 758 195,75
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 868 451,25 1 248 772,61
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 808 407,25 1 188 728,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem 60 044,00 60 044,19
Jahr
2. Forderungen gegenüber verbundenen 113 046 143,21 154 265 235,06
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen 19 406 940,32 13 902 036,51
davon sonstige 93 639 202,89 140 363 198,55
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 51 801 992,99 102 166 959,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem 61 244 150,22 52 098 275,74
Jahr
3. sonstige Forderungen und 10 712 278,64 14 209 468,22
Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 6 052 688,92 9 261 222,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem 4 659 589,72 4 948 245,55
Jahr
124 626 873,10 169 723 475,89

DO & CO Aktiengesellschaft

Aktiva 2019 2018
EUR EUR
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24 849 223,96 10 552 743,82
149 476 097,06 180 276 219,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 479 309,39 732 800,36
D. Aktive latente Steuern 1 606 702,00 1 583 937,73
Summe Aktiva 422 386 015,21 400 351 153,55

BILANZ

Passiva 2019 2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. eingefordertes Grundkapital 19 488 000,00 19 488 000,00
gezeichnetes Grundkapital 19 488 000,00 19 488 000,00
einbezahltes Grundkapital 19 488 000,00 19 488 000,00
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene 74 707 498,42 74 707 498,42
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 64 635,22 64 635,22
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 103 677 986,40 86 893 287,44
103 742 621,62 86 957 922,66
IV. Bilanzgewinn 8 282 400,00 8 282 400,00
206 220 520,04 189 435 821,08
B. Rückstellungen
I. Rückstellungen für Abfertigungen 2 357 773,24 2 396 195,50
II. Steuerrückstellungen 5 146 383,88 8 263 905,67
III. sonstige Rückstellungen 5 769 106,87 4 054 865,55
13 273 263,99 14 714 966,72
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 150 000 000,00 150 000 000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem 150 000 000,00 150 000 000,00
Jahr
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 606 396,70 1 274 388,29
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1 326 159,49 975 797,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr
280 237,21 298 590,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 47 056 720,30 40 731 732,61
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen
3 320 682,88 3 508 552,39
davon sonstige 43 736 037,42 37 107 180,22
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 47 056 720,30 40 731 732,61
4. sonstige Verbindlichkeiten 1 517 120,27 1 485 749,78
davon aus Steuern 1 273 388,51 1 079 298,64
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 219 947,12 224 387,23
davon übrige 23 784,64 181 996,52
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1 517 120,27 1 485 749,78
200 180 237,27 193 491 870,68
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 49 900 000,06 43 187 111,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr
150 280 237,21 150 298 590,35
200 180 237,27 193 485 701,63
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2 711 993,91 2 714 664,12
Summe Passiva 422 386 015,21 400 351 153,55

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gewinn- und Verlustrechnung 2018/2019
EUR
2017/2018
EUR
1. Umsatzerlöse 28 935 351,03 27 322 796,49
2. sonstige betriebliche Erträge
a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 145 322,00 2 670 786,89
b. übrige 329 358,11 184 529,39
474 680,11 2 855 316,28
3. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a. Materialaufwand
166 150,70 64 467,42
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 3 966 900,69 4 116 831,92
4 133 051,39 4 181 299,34
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter
aa. Löhne 759 621,19 531 163,08
bb. Gehälter 12 492 340,65 10 556 943,71
13 251 961,84 11 088 106,79
b. Soziale Aufwendungen
aa. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
140 776,22 208 051,13
bb. Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
2 443 428,88 2 514 707,23
Abgaben und Pflichtbeiträge
cc. Sonstige Sozialaufwendungen
93 772,36 115 298,78
2 677 977,46 2 838 057,14
15 929 939,30 13 926 163,93
5. Abschreibungen
a. auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
956 182,35 1 159 616,18
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a. Steuern, soweit nicht vom Einkommen und
406 350,55 219 498,66
Ertrag
b. übrige
12 004 280,81 10 732 383,36
12 410 631,36 10 951 882,02
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) -4 019 773,26 -40 848,70
8. Erträge aus Beteiligungen 32 326 336,28 62 766 992,07
davon aus verbundenen Unternehmen 32 326 336,28 62 766 992,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4 750 689,79 3 309 425,97
davon aus verbundenen Unternehmen 4 566 656,27 3 157 109,37
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 1 106 571,13 740 315,98

Anlage 2

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

DO & CO Aktiengesellschaft

01.04.2018 bis 31.03.2019

Gewinn- und Verlustrechnung 2018/2019 2017/2018
EUR EUR
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
a. Aufwendungen aus verbundenen
Unternehmen
1 844 844,74 3 958 372,42
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 933 091,30 6 009 899,40
davon betreffend verbundene Unternehmen 9 000,00 18 063,00
13. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzerfolg) 31 405 661,16 56 848 462,20
14. Ergebnis vor Steuern 27 385 887,90 56 807 613,50
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 318 788,94 2 779 080,56
davon latente Steuern -22 764,27 1 047 459,89
16. Ergebnis nach Steuern 25 067 098,96 54 028 532,94
17. Jahresüberschuss 25 067 098,96 54 028 532,94
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 16 784 698,96 45 746 132,94
19. Bilanzgewinn 8 282 400,00 8 282 400,00

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 189 ff des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit entsprechend der gesetzlichen Regelungen eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden - soweit gesetzlich geboten berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist Konzernmuttergesellschaft iSd § 15 AktG.

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31. März 2019 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765m erfasst.

Gruppenbesteuerung: Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Steuergruppe iSd § 9 KStG.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Nebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres fand die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung Berücksichtigung.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern berechnet:

Nutzungsdauer in Jahren
Konzessionen 10
Vertragsrecht 3,5 - 6
EDV-Software 3 - 7

Sachanlagevermögen

Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Nebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres fand die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung Berücksichtigung.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern berechnet:

Nutzungsdauer in Jahren
Bauten auf fremdem Gebäude 5 - 25
Maschinen 3 - 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 13 EStG 1988 werden im Zugangsjahr jeweils auf EUR 0,01 abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren als Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Finanzanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und es wurden soweit notwendig außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen durchgeführt. Außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn Wertsteigerungen bzw. – minderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden an in- und ausländische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen. Das Wahlrecht gem. § 906 Abs. 32 UGB wurde in Anspruch genommen und die steuerlich gebildete Zuschreibungsrücklage unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Beteiligungen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter diesem Posten werden an ausländischen Beteiligungen gegebene Ausleihungen ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wurde der niedrigere beizulegende Zeitwert angesetzt.

Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Abfertigungsrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,00% (Vorjahr 1,30%), einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 1,90% (Vorjahr 1,80%) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt.

Ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 0,00% (Vorjahr 0,00%) wurde berücksichtigt.

Der Berechnung wurde die biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P (Vorjahr AVÖ 2008-P) zugrunde gelegt.

Die im Jahr 2018 herausgegebene biometrische Rechnungsgrundlage AVÖ 2018-P der Aktuarsvereinigung Österreich wurde im Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Der daraus sich ergebende Effekt (Erhöhung der Rückstellung) wurde zur Gänze aufwandswirksam im Personalaufwand erfasst.

Der Rechnungszinssatz wurde auf Basis von Renditen hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen in der Währung und erwartenden Laufzeit von rund 11 Jahren zum Bilanzstichtag ermittelt.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde – wie im Vorjahr – das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Zinskomponente der Abfertigungsrückstellung in Höhe von EUR 30.573,48 (Vorjahr EUR 33.577,83) im Finanzerfolg auszuweisen.

Die Veränderungen der Abfertigungsrückstellungen werden bei einer Dotierung unter dem Personalaufwand und bei Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.

Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,00% (Vorjahr 1,30%), einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 1,90% (Vorjahr 1,80%) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden gestaffelt nach Dienstjahren wie folgt berücksichtigt:

Volle Dienstjahre 2018/2019 2017/2018
0 bis 2 34,70 % 28,10 %
3 bis 4 19,20 % 21,60 %
5 bis 9 14,40 % 12,70 %
10 bis 14 5,80 % 6,40 %
15 bis 19 3,80 % 3,60 %
20 bis 34 3,20 % 3,60 %
35 bis 99 0,00 % 0,00 %

Der Rechnungszinssatz wurde auf Basis von Renditen hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen in der Währung und erwartenden Laufzeit von rund 11 Jahren zum Bilanzstichtag ermittelt

Der Berechnung wurde die biometrische Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P (Vorjahr AVÖ 2008-P) zugrunde gelegt.

Die im Jahr 2018 herausgegebene biometrische Rechnungsgrundlage AVÖ 2018-P der Aktuarsvereinigung Österreich wurde im Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Der daraus sich ergebende Effekt (Erhöhung der Rückstellung) wurde zur Gänze aufwandswirksam im Personalaufwand erfasst.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde – wie im Vorjahr – das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Zinsenkomponente

DO & CO Aktiengesellschaft

der Jubiliäumsgeldrückstellung in Höhe von EUR 11.124,71 (Vorjahr EUR 10.793,85) im Finanzerfolg auszuweisen.

Die Veränderungen der Jubiläumsgeldrückstellungen werden bei einer Dotierung unter dem Personalaufwand und bei Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragsteuern wurden in der Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden.

Erläuterungen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs 1 UGB) wird gesondert in der Beilage 3a zu diesem Anhang dargestellt.

Die Angabe zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB erfolgt gesondert in der Anlage 3b zu diesem Anhang.

Ausleihungen an verbunden Unternehmen

Unter diesem Posten werden an in- und ausländische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen. Die Restlaufzeit der Ausleihungen ist über 1 Jahr.

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es bestehen keine Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus überrechneten Jahresgewinnen der inländischen Gruppenmitglieder aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2018/2019 beliefen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 13.139 (Vorjahr TEUR 10.889).

In der Position "sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände" sind Erträge in Höhe von TEUR 27.- (Vorjahr rund TEUR 1.250.-) enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zu Ende des Geschäftsjahres TEUR 479 (Vorjahr TEUR 733). Der Betrag ergibt sich insbesondere dadurch, dass im Zuge der Emission der DO & CO Unternehmensanleihe ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten für das Disagio in Höhe von TEUR 1.143 im Geschäftsjahr 2013/2014 angesetzt wurde. Dieses Disagio wird linear über die Laufzeit der Anleihe (7 Jahre) verteilt und entsprechend im Finanzergebnis der folgenden Perioden ausgewiesen.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages der Gruppenmitglieder im Gruppenträger DO & CO Aktiengesellschaft ausgewiesen.

Die Differenzen der latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Unterschieden in der steuerrechtlichen Bewertung bei Abfertigungsrückstellungen, Jubiläumgeldrückstellungen sowie Geldbeschaffungskosten.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 25%. Die aktiven latenten Steuern veränderten sich zum Vorjahr erfolgswirksam um TEUR 23 (Vorjahr TEUR 1.048).

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

DO & CO Aktiengesellschaft

Zusammensetzung Kapitalrücklagen
---------------------------------- --
EUR EUR
Agio aus Börsegang 1998 (§229 (2) Z 1 i.V.m. (5) UGB) 13.081.110,15
Cent-Differenz aus EUR-Umstellung 2001/2002 0,01
Agio aus Kapitalerhöhung 2006/2007 24.273.186,35
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2007/2008 -1.427.918,09
Agio aus Kapitalerhöhung 2010/2011 38.781.120,00 74.707.498,42

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft hat mit inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Namen der von der Ergebnisabführung umfassten Gesellschaften sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen. Gemäß diesen Verträgen haben die Töchter ihren Jahresgewinn an die Muttergesellschaft abzuführen, wogegen sich die DO & CO Aktiengesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften verpflichtet, allfällige Jahresverluste zu übernehmen und abzudecken.

Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Vorjahr Laufend
Rückstellungen für Abfertigungen 2 396 195,50 2 357 773,24
Steuerrückstellungen 8 263 905,67 5 146 383,88
Rückstellungen für Jubiläumsgeld 742 550,30 862 937,44
Rückstellungen Sonderzahlungen 478 660,00 462 890,00
Rückstellungen Überstunden/Urlaube 1 678 812,61 1 928 086,43
sonstige Rückstellungen 1 154 842,64 2 515 193,00
Summe Rückstellungen 14 714 966,72 13 273 263,99

In der Position "sonstige Rückstellungen" sind Rückstellungen für offene Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 573 (Vorjahr TEUR 331), sowie Rückstellungen für Prämien in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 0,-) enthalten.

Anleihe

Zu Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 hat die DO & CO Aktiengesellschaft eine Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 150.000 platziert. Die Anleihe besitzt eine 7 jährige Laufzeit und einen Fixzinskupon von 3,125% p.a.. Das Disagio der Anleihe wurde in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Verbindlichkeiten

Es gibt wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

In der Position "sonstige Verbindlichkeiten" sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Aufwendungen enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen über die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:

2018/2019 2018/2019 2017/2018 2017/2018
bis 1 Jahr bis 5 Jahre bis 1 Jahr bis 5 Jahre
2.510.824,08 12.554.120,40 1.551.952,21 7.759.761,05
2.510.824,08 12.554.120,40 1.551.952,21 7.759.761,05

Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Sachanlagen und umsatzabhängige Nutzungsentgelte für angemietete Räumlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft gab gegenüber einem Lieferanten eine Rangrücktrittserklärung ab. Die Forderung zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 23). Des Weiteren wurden Bankgarantien in der Höhe von TEUR 19.134 (Vorjahr TEUR 20.430) abgegeben.

Verpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft übernahm für zwei Tochtergesellschaften die Ausfallshaftung von Kundenforderungen. Zum Bilanzstichtag belief sich der Betrag der offenen Forderungen auf TEUR 6.708 (Vorjahr TEUR 8.211)

Zusätzlich hat die Gesellschaft Haftungsübernahmen in der Höhe von TEUR 108 (Vorjahr TEUR 108) und Rangrücktrittserklärungen von TEUR 6.141 (Vorjahr TEUR 5.569) abgegeben.

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit der verbundenen Unternehmen AIOLI Airline Catering Austria GmbH und DO & CO Airline Catering Austria GmbH glaubhaft zu machen, verpflichtet sich die DO & CO Aktiengesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass die AIOLI Airline Catering Austria GmbH und die DO & CO Airlines Catering Austria GmbH ihre Verpflichtungen als Dienstleister auf dem Flughafen Wien gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen können. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der Tochtergesellschaft um eine Bewilligung zur Erbringung eines Bodenverpflegungsdienstes iSd §7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 240 UGB stellte sich wie folgt dar:

2018/2019 2017/2018
Umsatzerlöse Konzernunternehmen 28.272.696,67 26.162.984,75
Umsatzerlöse Dritte 662.654,36 1.159.811,74
28.935.351,03 27.322.796,49

Personalaufwand

In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betrieblichen Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 79) und Leistungen an betrieblichen Mitarbeitervorsorgekassen in der Höhe von TEUR 131 (Vorjahr TEUR 129) enthalten.

Im Posten Löhne und Gehälter sind Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 127 enthalten. Im Vorjahr waren im Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 125 enthalten

Erträge aus der Beteiligung an verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft die aufgrund der Ergebnisabführungsverträge übernommenen Jahresergebnisse 2018/2019 der inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 13.139 (Vorjahr TEUR 10.889) und Ausschüttungen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 19.187 (Vorjahr TEUR 52.878).

Aufwendungen aus Finanzanlagen

Unter den Aufwendungen aus Finanzanlagen werden die Übernahmen der im Geschäftsjahr angefallenen Jahresverluste von Tochtergesellschaften aufgrund von aufrechten Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.798 (Vorjahr TEUR 2.747) sowie Abschreibungen aus Finanzanlagen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 1.212) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Zwischen der Gesellschaft als Gruppenträger und 21 (Vorjahr 21) Tochtergesellschaften als Gruppenmitglieder besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG. Steuerausgleichsvereinbarung mit den inländischen Gruppenmitgliedern wurden aufgrund aufrechter Ergebnisabführungsverträge nicht abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat aktive Steuerabgrenzungen gemäß § 198 Abs 10 UGB vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag der Gruppe beträgt zum 31. März 2019 rund TEUR 1.607 (Vorjahr TEUR 1.584)

Sonstige Angaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die zum Konzern der DO & CO AG gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Angaben zu Geschäften der Gesellschaft mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinn der gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards unterbleiben gemäß § 238 Abs 1 Z 12 UGB, da diese zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden.

Zahl der Arbeitnehmer

Gemäß § 239 Abs 1 Z 1 UGB beträgt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten:

2018/2019 2017/2018
Arbeiter 9 10
Angestellte 129 136
Gesamt 139 146

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2018 für die Dauer von 5 Jahren ab dem 1. August 2018 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 2.000.000 durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli 2013 ermächtigt, das Grundkapital gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuen Stückaktien zur Ausgabe von Gläubiger von Finanzinstrumenten zu erhöhen.

Ergebnisverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2019 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von MEUR 8,28 aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der DO & CO Aktiengesellschaft auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von EUR 0,85 je dividendenberechtigter Aktie.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Angabe der Aufwendungen für den Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 238 Abs 1 Z 18 UGB und kann dem Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft entnommen werden.

DO & CO Aktiengesellschaft

Unternehmensbeziehungen gem. § 237 Abs. 1 Z 7 iVm § 238 Abs. 1 Z 7 UGB

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31.März 2019 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765m erfasst.

Angaben zu Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr 2018/2019 waren als Vorstandmitglieder tätig:

Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Mag. Gottfried NEUMEISTER, Wien.

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2018/2019 TEUR 1.380 (Vorjahr TEUR 1.397). Davon wurden TEUR 45 (Vorjahr TEUR 62) von verbundenen Unternehmen bezogen. Die im Geschäftsjahr 2018/2019 ausbezahlten variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2018/2019 betrugen TEUR 950 (Vorjahr TEUR 965). Für die variablen Vergütungsansprüche für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurde in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 0) rückgestellt. Die Höhe der Aufwendungen für Abfertigungen für den Vorstand beträgt TEUR 24 (Vorjahr TEUR 14).

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstandes eingegangen.

Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2018/2019 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr Dr. Andreas BIERWIRTH, Schwechat, Vorsitzender Herr Dr. Peter HOFFMANN-OSTENHOF, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien (bis 12.07.2018) Herr Cem KOZLU, Istanbul.

An die Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr TEUR 140) bezahlt.

Wien, am 29. Mai 2019

Der Vorstand

……………………………………………………………………………. .……………………………………………………………………………. Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h.

Beilagen

Anlagenspiegel

Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten Entwicklung der Abschreibungen Buchwerte
01.04.2018
Stand
Zugang (davon)
Zinsen
Umbuchung Abgang 31.03.2019
Stand
01.04.2018
Stand
Zugang Umbuchung Abgang Zuschreibung 31.03.2019
Stand
31.03.2018
Stand
31.03.2019
Stand
Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
A. Anlagevermögen
1. Konzessionen,
I. Immaterielle
ähnliche Rechte und
Schutzrechte und
Konzessionen
Gewerbliche
635 768,32 0,00 0,00 0,00 0,00 635 768,32 529 806,95 105 960,37 0,00 0,00 0,00 635 767,32 105 961,37 1,00
Vorteile 822 184,02 0,00 0,00 0,00 0,00 822 184,02 822 184,01 0,00 0,00 0,00 0,00 822 184,01 0,01 0,01
Software 1 589 552,72 80 630,87 0,00 74 828,80 20 724,95 1 724 287,44 1 373 038,96 149 060,62 0,00 20 723,91 0,00 1 501 375,67 216 513,76 222 911,77
Lizenzen 34 819,10 0,00 0,00 0,00 0,00 34 819,10 34 819,06 0,00 0,00 0,00 0,00 34 819,06 0,04 0,04
2. geleistete Anzahlungen
auf immaterielle
3 082 324,16 80 630,87 0,00 74 828,80 20 724,95 3 217 058,88 2 759 848,98 255 020,99 0,00 20 723,91 0,00 2 994 146,06 322 475,18 222 912,82
Vermögensgegenstände 297 453,38 158 275,57 0,00 -74 828,80 0,00 380 900,15 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 297 453,38 380 900,15
II. Sachanlagen 3 379 777,54 238 906,44 0,00 0,00 20 724,95 3 597 959,03 2 759 848,98 255 020,99 0,00 20 723,91 0,00 2 994 146,06 619 928,56 603 812,97
1. Bauten
2. technische Anlagen und
Bauten
6 998 702,37 9 730,00 0,00 0,00 0,00 7 008 432,37 1 168 382,88 362 189,26 0,00 0,00 0,00 1 530 572,14 5 830 319,49 5 477 860,23
3. andere Anlagen,
Maschinen
303 206,42 0,00 0,00 0,00 0,00 303 206,42 102 695,87 60 134,25 0,00 0,00 0,00 162 830,12 200 510,55 140 376,30
Geschäftsausstattung
Betriebs- und
4. geleistete Anzahlungen
geleistete Anzahlungen
Geschäftsausstattung
auf Sachanlagen und
Anlagen im Bau
Betriebs- und
2 827 211,30 40 081,72 0,00 0,00 22 031,48 2 845 261,54 2 236 031,34 278 837,85 0,00 22 031,30 0,00 2 492 837,89 591 179,96 352 423,65
auf Sachanlagen 26 000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 26 000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 26 000,00 26 000,00
Anlagen im Bau 2 342 195,07 679 780,11 0,00 0,00 0,00 3 021 975,18 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2 342 195,07 3 021 975,18
2 368 195,07 679 780,11 0,00 0,00 0,00 3 047 975,18 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2 368 195,07 3 047 975,18
12 497 315,16 729 591,83 0,00 0,00 22 031,48 13 204 875,51 3 507 110,09 701 161,36 0,00 22 031,30 0,00 4 186 240,15 8 990 205,07 9 018 635,36

Anlage 3a

108 244 568,73 150 625 511,54
243 508,04
2 051 218,85 36 651,27
261 201 458,43
270 823 906,76
57 784 968,73 148 094 591,08
243 508,04
1 988 343,00 36 651,27
208 148 062,12
217 758 195,75
671 293,76 1 435 875,87
237 399,91
57 339,22 0,00
2 401 908,76
9 582 294,96
0,00 1 004 251,60
0,00
62 875,85 0,00
1 067 127,45
1 067 127,45
0,00 0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
42 755,21
0,00 0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
956 182,35
671 293,76 2 440 127,47
237 399,91
120 215,07 0,00
3 469 036,21
9 735 995,28
0,00 108 915 862,49 206 023,00 152 061 387,42
480 907,95
2 108 558,07 36 651,27
206 023,00 263 603 367,20
248 779,43 280 406 201,74
0,00 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
0,00 0,00
0,00
0,00
1 732 691,87
0,00
0,00 0,00
58 456 262,49 50 459 600,00 150 534 718,55
480 907,95
2 108 558,07 211 617 098,33 52 192 291,87
36 651,27
227 494 191,03 53 160 790,14
1. Anteile an verbundenen
2. Ausleihungen an
III. Finanzanlagen
Unternehmen
Unternehmen, mit denen
4. Ausleihungen an
Unternehmen
3. Beteiligungen
verbundene
ein Beteiligungsverhältnis
5. Wertpapiere
besteht
Anlagevermögens
(Wertrechte) des
Anlagenspiegel
Summe
ರ್/ಎ
in
Jahresfehlbetrag THW²) in in
Land Konsolidierung4) Beteiligung Obergesellschaft4) Währung Jahresüberschuss Eigenkapital THW²) Nominalkapital
THW2)
Gesellschaft Sitz ui
AIOLI Airline Catering Austria GmbH
B & B Betriebsrestaurants GmbH
Wien-Flughafen
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
-376
388
170
194
36 3)
36 3)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A V 100,0 DCAG EUR O 35 35 3)
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg
Wien
A
A
V
V
100,0 DCAG EUR
DCAG EUR
-86 ਰੇਰੇ 36 3)
DO & CO Airline Catering Austria GmbH
DO & CO Airline Logistics GmbH
Wien A V 100,0
100,0
DCAG EUR 2.166
68
29
45
150 3)
35 3)
DO & CO Airport Hospitality GmbH Wien A V 100,0 DCCC EUR 114 83 35 4)
DO & CO Albertina GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR -207 35 35 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DINV
EUR 212
-173
100
27.207
100 3)
36
DO & CO Event Austria GmbH Wien A > 100,0 DCAG EUR 1.128 250 100 3)
DO & CO Facility Management GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 233 248 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
658
502
79
77
35 3)
35 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A V 100,0 DCAG EUR 548 483 36 3)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A V 90,0 DCCC EUR 175 1.662 35
DO & CO Immobilien GmbH
DO & CO Party-Service & Catering GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100.0
DCAG EUR
DCAG EUR
150
230
246 36 3)
DO & CO Pastry GmbH Wien A > 100.0 DCAG EUR 480 દેવેર
25
રૂદ રો
35 3)
DO & CO Procurement GmbH Wien A V 100.0 DCAG EUR 5.865 198 35 3)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien A
A
V
V
100,0 DCAG EUR 512 75 35 3)
Henry - the art of living GmbH
Henry am Zug GmbH
Wien
Wien
A V 100,0
100,0
DCAG EUR
DCCC EUR
-1.128
1.015
29
35
36 3)
35 4)
Ibrahim Halil Doqudan Gesellschaft m.b.H. Wien A V 100,0 DCAG EUR -1 22 36 3)
ISS Ground Services GmbH Wien A E 49,0 DTIS EUR 986 1.815 218 13)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH
Wien
Wien-Flughafen
A
A
V
>
100,0
100,0
DCCC EUR
DCCC EUR
1.363
1.806
724
4.337
799 4)
800 4)
Total Inflight Solution GmbH Wien A > 100,0 DCCC EUR 375 142 35 4)
WASH & GO Logistics GmbH Wien A N 0,0 EUR 334 619 36 13)
DO & CO International Event AG Zug CH V 100,0 DINV CHF 0 617 100
Nespresso - DO & CO SA
Oleander Group AG
Lausanne
Zug
CH
CH
E
V
50,0
100.0
DCAG CHF
DINV GBP
-2.468
-208
-5.599
-732
1.000 12)
67 10)
Arena One Gastronomie GmbH München D > 100,0 DDHO EUR 425 25 25 5)
DO & CO München GmbH München D V 100,0 DDHO EUR 1.031 100 100 5)
Arena One Mitarbeiterrestaurants GmbH
Arena One Service GmbH
München
München
D
D
V
V
100,0
100,0
DDHO EUR
DDHO EUR
1.050
390
25
25
25 5)
25 5)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D V 100,0 DCAG EUR -145 2.646 25
DO & CO Berlin GmbH Berlin D V 100,0 DDHO EUR -16 25 25 5)
DO & CO Deutschland Catering GmbH
DO & CO Düsseldorf GmbH
München
Düsseldorf
D
D
V
V
100,0
100,0
DCAG EUR
DDHO EUR
139 465 25
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D V 100,0 DDHO EUR -1.647
-726
25
25
25 5)
25 5)
FR freiraum Gastronomie GmbH Kelsterbach D V 100,0 DDHO EUR -200 23 25 5)
DO & CO Lounge Deutschland GmbH
DO & CO Lounge GmbH
München
Frankfurt
D
D
V
>
100,0 DDHO EUR
DDHO EUR
-51 25 25 5)
DO & CO Catering München GmbH München-Flughafen D V 100,0
100,0
DDHO EUR -42
-1.469
25
25
25 5)
25 5)
DO & CO Restauración & Catering España, S.L. Barcelona E V 100,0 DINV EUR 241 346 3
DO & CO Restauración España, S.L.U. Madrid E N 100,0 DCAG EUR 0 O 0
Financière Hédiard SA
Hédiard Events SAS
Colombes
Paris
F
F
V
>
100,0
100,0
DCAG EUR
DHFI
EUR 731
5
-21.687
181
5.094
100
Hédiard SA Paris F V 100,0 DHFI EUR -759 -3.851 310
Hédiard Traiteur SAS Colombes F V 100,0 DHSA EUR 71 1.847 40
Hédiard restauration en vol SAS
Hédiard Fonciere SAS
Argenteuil
Argenteuil
F
F
V
V
100,0
100,0
DHFI
DHFI
EUR
EUR
-75
-263
13
-287
100
100
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LIMITED Feltham GB V 100,0 DINV EUR - 1 -12 0 ല
DO & CO Airport Hospitality UK Ltd. Feltham GB V 100,0 DINV GBP 108 114 0
DO & CO Event & Airline Catering Ltd.
DO & CO International Catering Ltd.
Feltham
Feltham
GB
GB
V
V
100,0
100,0
DINV
DINV EUR
GBP 2.555
6.200
4.290
236
0
DO & CO International Investments Ltd. London GB > 100,0 DCAG EUR 16.683 28.800 30 e)
5.000 6)
Henry - The Art of Living Ltd. Feltham GB V 100,0 DINV GBP -232 -493 O
DO & CO Airline Catering Ltd.
Fortnum & Mason Events Ltd.
Feltham GB V 100,0 DINV GBP 0 O 0
Lasting Impressions Food Co. Ltd London
Feltham
GB
GB
E
V
50,0
85,0
DLHR GBP
DOLG GBP
O
2.014
-247
9.329
0
O
Versilia Solutions Ltd. Northampton GB E 50,0 DINV GBP -1.270 1.391 O
Henry am Zug Hungary Kft. Budapest HU N 100,0 DRCH EUR -32 -356 ਰੇ ਭੇ
DO & CO Italy S.r.l.
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd.
Vizzola Ticino
Fqura
I
MT
V
E
100,0
40,0
DCAG EUR
DSKY
EUR 141
13
533
431
2.900
1 8)
Sky Gourmet Malta Ltd. Fqura MT E 40,0 DSKY EUR 276 2.001 1 8)
DO & CO México, S. de R.L. de C.V. Mexiko-Stadt MX V 100,0 DNEW MXN 2.584 19.044 50 11)
DO & CO Netherlands Holding B.V. Den Haaq NI
P
V
V
51,0 DINV EUR -15 -71 20
DO & CO - Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda
DO & CO Poland Sp. z o.o.
Lissabon
Warschau
PL V 100,0
100,0
DINV
DCAG PLN
EUR O
12.690
-45
26.335
5
7.447
DO & CO Real Estate Poland Sp. Z o.o. Warschau PL V 100,0 DCAG PLN 4.055 63.717 55
Sharp DO & CO Korea LLC Seoul ROK E 50,0 DINV KRW 1.134.912 1.541.088 7.000.000
Sky Gourmet Slovensko s.r.o.
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.
Bratislava
Istanbul
ટાર
TK
V
V
100,0
100,0
DSKY
DINV TRY
EUR -7
6.846
400
73.106
63 7)
750
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK V 50,0 DIST TRY 124.366 586.777 30.000
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LLC Kiew-Boryspil UA V 100,0 DAGA UAH 13.742 -6.664 5.055
DO AND CO KYIV LLC Kiew-Boryspil UA V 51,0 DCNL UAH 4.617 -94.062 2.400
DEMEL New York Inc. New York USA V 100,0 DHOL USD -22 -2.395
DO & CO CHICAGO CATERING, INC. Wilminaton USA V 100,0 DHOL USD -2.237
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilminaton USA V 100,0 DINV USD -246 14.075 (00)
DO & CO Los Angeles, Inc. Wilminaton USA V 100,0 DHOL USD -5.213 -605
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA V 100,0 DHOL USD 3.369
DO & CO NEW JERSEY CATERING, INC. Wilminaton USA N 100.0 DHOL USD
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA V 100.0 DHOL USD 4.893 6.909

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DO & CO Aktiengesellschaft, Wien

LAGEBERICHT 2018/2019

1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die DO & CO Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft eines international tätigen Konzerns, dessen Geschäftsaktivitäten die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel umfassen.

Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Aktiengesellschaft besteht in der zentralen Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.

Wirtschaftliches Umfeld

Das globale Wirtschaftswachstum sank im Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2017. Der Internationale Währungsfond (IWF) reduzierte bereits im Herbst 2018 die Wachstumsprognose von 3,9 % auf 3,7 %. Im April 2019 betrug das geschätzte Wirtschaftswachstum 3,6 % für das Jahr 2018 und lag somit unter dem Vorjahreswert von 3,7 %. Diese Entwicklung ist auf die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Halbjahr des Jahres 2018, insbesondere im Euroraum, Großbritannien und in Asien, zurückzuführen.

Neueste positive Entwicklungen spiegeln sich in den Erwartungen für die folgenden Jahre wieder. Für 2019 und 2020 prognostizieren die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 % und 3,6 %.

Für den Euroraum errechnete der IWF im Jahr 2018 ein Wachstum von 1,8 %, während es im Vorjahr bei 2,4 % lag. Insbesondere in Deutschland mussten u.a. aufgrund von Schwierigkeiten in der Autoindustrie die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum korrigiert werden. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union führten sowohl im Euroraum als auch in Großbritannien zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums. Für die folgenden zwei Jahre wird für den Euroraum weiterhin ein Wirtschaftswachstum prognostiziert, jedoch wurden die Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert.

Im Jahr 2018 verzeichnete die österreichische Wirtschaft ein Wachstum von 2,7 % und lag somit über dem Wert des Vorjahres (2,6 %). Im Vergleich zum Euroraum zeigt sich in Österreich eine deutlich bessere Wirtschaftsentwicklung. Sowohl die Investitionen als auch der öffentliche und private Konsum konnten zum Wirtschaftswachstum beitragen. Der Beitrag des Außenhandels ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2018 mit 4,9 % (nach Eurostat-Definition) wieder gesunken. Der EU-Schnitt der Arbeitslosenquote ist weiterhin gesunken, liegt aber mit 6,8 % deutlich über Österreich. Die heimische Inflationsrate (HVPI) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % auf 2,1 % gesunken. Wie im Vorjahr liegt somit die Inflationsrate über der Rate der europäischen Union mit einer Jahresinflation von 1,9 % im Jahr 2018 (VJ: 1,7 %). Die Wirtschaftskammer Österreich prognostiziert für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 %. Dieses liegt somit um 1,0 % niedriger als im Jahr 2018.

Für das Jahr 2018 wird in der Türkei ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % prognostiziert und liegt somit deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 7,4 %. Diese Entwicklung ist vor allem auf den starken Wertverfall und die hohe Volatilität der türkischen Lira zurückzuführen. Auch für das Jahr 2019 wird ein Wachstum von 2,3 % erwartet.

Das Wirtschaftswachstum der USA lag im Jahr 2018 mit 2,9 % über dem Vorjahreswert von 2,2 %. Dieses Wachstum wurde vor allen durch den privaten Konsum getragen. Für das Jahr 2019 erwartet der IWF einen leichten Rückgang auf 2,3%.

Die Ukraine zeigt auch im Jahr 2018 wieder ein Wachstum von 3,3 % und liegt über dem Wert des Vorjahres von 2,5 %. Für 2019 wird ein Wachstum von 2,7 % prognostiziert.

Das erwartete Wirtschaftswachstum in Südkorea, der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens, beträgt in 2018 2,7 % und liegt somit unter dem Vorjahreswert von 3,1 %.

Auf Grund der Niedrigzinsphase lagen auch 2018 die Erträge von Tages- und Festgeldanlagen deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Es besteht weiterhin eine hohe Nachfrage an den Finanzmärkten nach ertragreicheren Anlagen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ den Leitzinssatz in der Eurozone unverändert auf dem Rekordtief von 0,0%. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) erhöhte hingegen den Leitzinssatz zuletzt im Dezember 2018 erneut auf eine Spanne von 2,25 % – 2,5 % aufgrund von starkem Wirtschaftswachstum.

Der österreichische Leitindex ATX verzeichnete im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Verlust von -11,5 %, der türkische Index BIST 100 sank um -18,4 %.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 schwankte der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischen 1,12 und 1,23 EUR/USD. Der Wechselkurs betrug per 31. März 2019 1,12 EUR/USD, damit gewann in der Berichtsperiode der Euro gegenüber dem USD an Wert (VJ: 1,23 EUR/USD per 1. April 2018). Die türkische Lira fiel gegenüber dem Euro von 4,88 EUR/TRY per 1. April 2018 auf 6,34 per 31. März 2019. Nach der Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Franken pro Euro durch die Schweizerische Nationalbank im Jahr 2015 lag der EUR/CHF Kurs bei 1,12 per 31. März 2019 im Vergleich zu 1,18 ein Jahr zuvor. Bei der Ukrainische Hryvnia ist in der Berichtsperiode eine Aufwertung zu verzeichnen, die einen EUR/UAH Kurs von 30,57 per 31. März 2019 zeigt (im Vergleich zu 32,70 EUR/UAH per 1. April 2018).

Höhepunkte Geschäftsjahr 2018/2019

Starkes organisches Umsatzwachstum

DO & CO kompensiert im Konzern negative Währungsverluste von 99 m€ sowie den Wegfall des Zugcaterings von mehr als 46 m€ (negative Effekte in Summe 145 m€) im Umsatz beinahe zur Gänze und steigert die Margen. Innovative Produkte, neue Kunden, eine gute Entwicklung mit bestehenden Kunden und zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sichern auch in diesem Geschäftsjahr ein Top-Ergebnis: Umsatz (847,80 m€ / -1,6 %), Konzernergebnis (26,40 m€ / +8,3 %). Der Gewinn je Aktie liegt damit bei 2,71 € (VJ: 2,50 €). Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende von 0,85 € je Aktie vorschlagen.

British Airways | Iberia & Iberia Express - Gourmet Entertainment by DO & CO ab 2020

Nach einer Ausschreibungsphase von über eineinhalb Jahren hat DO & CO am 11. September 2018 den Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ex London Heathrow erhalten. Gleichzeitig wurde DO & CO von Iberia und Iberia Express für Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge aus Madrid Barajas beauftragt. Beide Aufträge beginnen im Frühjahr 2020 und wurden jeweils für die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Mit British Airways und Iberia/Iberia Express vertrauen zwei weitere Airlines auf DO & CO Catering an ihrer Homebase.

DO & CO baut eine der größten Gourmetküchen Europas in London

Die Vorbereitungen für die Übernahme des Caterings für British Airways in London Heathrow laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang baut DO & CO eine der modernsten und größten Gourmetküchen Europas mit über 30.000 m² Fläche in London. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Verlängerung des Cateringvertrages mit Turkish Airlines

Am 27. Mai 2019 wurde die Vertragsdokumentation für die am 23. Oktober 2018 getroffene und bekanntgegebene Vereinbarung über die Fortsetzung der Kooperation mit der Turkish Airlines im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft Turkish DO & CO unterzeichnet. Diese Vertragsdokumentation sieht insbesondere die Fortsetzung des Cateringliefervertrages zwischen Turkish Airlines und Turkish DO & CO um 15 Jahre sowie den Verkauf des Hotels in Istanbul von Turkish DO & CO an Turkish Airlines vor. Die Durchführung der Transaktionen steht unter dem Vorbehalt aufschiebender Bedingungen, insbesondere der Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Verlängerung des Catering Vertrags mit Austrian Airlines

DO & CO und Austrian Airlines setzen ihre langjährige Partnerschaft fort. Aus einem internationalen Ausschreibungsverfahren ist DO & CO erneut als Bestbieter hervorgegangen. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wurde für die Dauer von drei Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere drei Jahre, abgeschlossen.

Verlängerung des Catering Vertrags mit LOT Polish Airlines

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 ist es DO & CO gelungen den Cateringvertrag mit LOT Polish Airlines an den Standorten in Polen um weitere fünf Jahre und neun Monate zu verlängern.

Neuer Kunde Jet Blue am Standort New York JFK

Besonders erfreulich ist, dass mit Jet Blue eine der coolsten und qualitätsfokussiertesten US-Fluglinien als Kunde gewonnen werden konnte. Seit November 2018 werden auf allen Jet Blue Flügen ex JFK in der "Mint Class" (Business Class) Gourmetmenüs von DO & CO angeboten.

Weitere bedeutende Neukunden 2018/2019 im Airline Catering

  • Qatar Airways und SWISS ex Los Angeles
  • British Airways und Ethiopian Airlines ex Incheon
  • Hainan Airlines, ANA und China Southern ex Wien
  • Saudia ex Mailand Malpensa
  • Middle East Airlines ex Frankfurt

Verlängerung des Vertrages mit der Olympiapark München GmbH

Der Olympiapark München und DO & CO setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. DO & CO hat den Zuschlag für die kulinarische Betreuung der Gäste und Besucher des Münchener Olympiaparks erhalten. Die neue Vereinbarung hat mit 1. Jänner 2019 begonnen und wird für die Dauer von mindestens fünf Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre, abgeschlossen.

Übernahme des Stadion Caterings für Austria Wien in neuer Generali-Arena

Der Traditionsklub Austria Wien und DO & CO vertiefen ihre Zusammenarbeit. Seit Juni 2018 hat DO & CO das komplette Catering nach dem Wiedereinzug in die umgebaute und runderneuerte Generali-Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von Austria Wien. Die Fußball-Arena fasst nach dem Umbau 17.500 Zuschauer. DO & CO hat dabei auch das Design und die komplette Ausstattung der VIP-Lounges gestaltet. DO & CO betreut mit Bayern München, Juventus Turin, Red Bull Salzburg und Austria Wien bereits vier Fußball Clubs kulinarisch.

DO & CO festigt die Führungsposition bei Premium Sportveranstaltungen

Im Geschäftsjahr 2018/2019 betreute DO & CO bereits in seiner 27. Saison insgesamt 19 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern. Weitere Highlights in diesem Geschäftsjahr waren das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid und das UEFA Champions League Finale in Kiew. DO & CO hat im Geschäftsjahr 2018/2019 neben zahlreichen Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft das Catering von jeweils 25 Fußballspielen in der Münchner Allianz Arena sowie im Allianz Stadium in Turin, ausgerichtet.

Eröffnung der neuen Red Bull Mitarbeiterkantine in Salzburg / Elsbethen

Erfreulich ist auch der Zugang eines prestigeträchtigen Kunden im Bereich der Mitarbeiterrestaurants. Seit Anfang Dezember 2018 betreibt DO & CO die neue Red Bull Mitarbeiterkantine für bis zu 1.200 MitarbeiterInnen in Salzburg / Elsbethen.

Sehr gute Entwicklung an der Istanbuler und Wiener Börse

Die DO & CO Aktie konnte sich im Geschäftsjahr 2018/2019 sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse sehr gut entwickeln. In Istanbul erzielte die DO & CO Aktie im Berichtsjahr einen Kursanstieg von 86,5 %, während der Leitindex BIST 100 um -18,4 % gesunken ist. In Wien gewann die DO & CO Aktie 42,3 %. Im selben Zeitraum verzeichnete der ATX eine Kursreduktion von -11,5 %. Die DO & CO Aktie schloss am 29. März 2019 in Istanbul mit einem Kurs von TRY 457,00 und in Wien mit einem Kurs von 73,30 €. Die DO & CO Aktie wurde mit 24. September 2018 erneut in den österreichischen Leitindex ATX aufgenommen.

Entwicklung der Divisionen

Airline Catering

In Hinblick auf die Entwicklung an den internationalen Standorten sind folgende Punkte hervorzuheben.

GEWINN GROSSER AUSSCHREIBUNGEN

Das Management von DO & CO kann in dieser Division von besonders erfreulichen Entwicklungen berichten. Am 11. September 2018 hat DO & CO nach einer Ausschreibungsphase von über eineinhalb Jahren den Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ex London Heathrow erhalten. Gleichzeitig wurde DO & CO von Iberia und Iberia Express für Catering- und Handlingleistungen für sämtliche Abflüge aus Madrid Barajas beauftragt. Beide Aufträge beginnen im Frühjahr 2020 und wurden jeweils für die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Mit British Airways und Iberia/Iberia Express vertrauen zwei weitere Airlines auf DO & CO Catering an ihrer Homebase.

TÜRKEI

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018/2019 war ein deutlicher Verfall der türkischen Lira gegenüber dem Euro zu verzeichnen. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2018/2019 noch 4,88 EUR/TRY betrug, belief sich der Kurs Ende August 2018 nur mehr auf 7,64 EUR/TRY. In der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2018/2019 erholte sich die türkische Lira leicht und schloss Ende März 2019 bei 6,34 EUR/TRY.

In der Türkei ist in der Landeswährung (türkische Lira) ein starkes Umsatzplus von 36,8 % zu verzeichnen, welches unter anderem auf eine erfreuliche Entwicklung der Passagierzahlen bei Turkish Airlines zurückzuführen ist. Der Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro iHv. -100 m€ führte allerdings zu einem Umsatzrückgang in der DO & CO Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung von -2,5 %.

Am 23. Oktober 2018 hat DO & CO eine Einigung über die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre auf dem neuen Flughafen in Istanbul und weiteren Flughäfen in der Türkei erzielt. Die Freigabe durch die nationale Wettbewerbsbehörde ist noch ausstehend.

ÖSTERREICH

DO & CO und Austrian Airlines setzen ihre langjährige Partnerschaft fort, da DO & CO erneut als Bestbieter aus dem internationalen Ausschreibungsverfahren hervorgegangen ist. Die neue Vereinbarung beginnt mit 1. Jänner 2019 und wurde für die Dauer von drei Jahren, mit einer Verlängerungsoption für weitere drei Jahre abgeschlossen.

Erfreulicherweise wurde Austrian Airlines bei Skytrax 2018 (www.worldairlineawards.com) zum zweiten Mal seit 2015 mit der prestigeträchtigen Auszeichnung "Best Business Class Onboard Catering" ausgezeichnet.

An den Airline Catering Standorten in Österreich konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Am Standort Wien wird seit Oktober 2018 die Fünfsterne-Airline Hainan Airlines becatert. Im Frühjahr konnten drei zusätzliche Kunden gewonnen werden. Ab Frühjahr 2019 werden ANA, China Shoutern und Air Canada von DO & CO becatert.

USA

Am Standort New York John F. Kennedy sorgt vor allem die Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden für Umsatzwachstum. Besonders erfreulich ist, dass mit Jet Blue eine der coolsten und qualitätsfokussiertesten US-Fluglinien als Kunde gewonnen werden konnte. Seit November 2018 werden auf allen Jet Blue Flügen ex JFK in der "Mint Class" (Business Class) Gourmetmenüs von DO & CO angeboten. Um weiteres Wachstum am Standort zu ermöglichen, werden seit Jänner 2017 Investitionen für Umbau- und Erweiterungsarbeiten getätigt. Die Fertigstellung befindet sich in den finalen Zügen.

Am zweiten nordamerikanischen Standort, Chicago O'Hare, konnten die Umsätze durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Qatar Airways gesteigert werden. DO & CO betreut an diesem Standort bereits neun Kunden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 intensivierte DO & CO die Zusammenarbeit mit der Lufthansa-Gruppe. Nach Lufthansa in New York JFK sowie der Verlängerung der Partnerschaft mit Austrian Airlines konnte auch erstmals die SWISS als Neukunde gewonnen werde, welche seit Anfang Juli 2018 mit einem täglichen Flug von Los Angeles nach Zürich mit DO & CO Catering beliefert wird. Zusätzlich konnte die Partnerschaft mit Qatar Airways intensiviert werden und als Neukunde mit einem täglichen Flug ab März 2019 am Standort Los Angeles gewonnen werden, womit DO & CO am neu eröffneten Standort bereits vier Kunden hat.

GROSSBRITANNIEN

An dem Standort London Heathrow konnte der Umsatz insbesondere durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. Seit 1. Dezember 2018 becatert DO & CO zehn tägliche British Airways Flüge auf der Mittel- und Langstrecke.

Die Vorbereitungen für die Übernahme des Caterings für British Airways in London Heathrow laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang baut DO & CO in London eine der modernsten und größten Gourmetküchen Europas mit über 30.000 m². Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Gegen Ende des Geschäftsjahres ist es DO & CO gelungen Cathay Pacific auch am Standort London zu gewinnen. Ab Anfang Mai 2019 wird DO & CO fünf tägliche Abflüge ex London Heathrow und einen täglichen Abflug ex London Gatwick becatern. Somit konnte DO & CO die Marktposition auch in London nach dem Zuschlag für die Erbringung von Catering- und Handlingleistungen für alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways weiter ausbauen.

DEUTSCHLAND

Leicht rückläufig ist die Geschäftsentwicklung an den deutschen Standorten (Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin). Dies ist vor allem auf die Insolvenz der NIKI Muttergesellschaft Air Berlin zurückzuführen. Allerdings ist es DO & CO gelungen gegen Ende des Geschäftsjahres 2018/2019 Singapore Airlines in Düsseldorf und München als Neukunde zu gewinnen. Ab Juli bzw. August 2019 wird Singapore Airlines für vier Abflüge pro Woche ex Düsseldorf bzw. einen täglichen Abflug ex München becatert.

POLEN

An den Airline Catering Standorten in Polen konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. Des Weiteren ist es DO & CO im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 gelungen den Cateringvertrag mit LOT Polish Airlines an den Standorten in Polen um weitere fünf Jahre und neun Monate zu verlängern.

SÜDKOREA

Am Standort Incheon in Südkorea konnte das Gemeinschaftsunternehmen Sharp DO & CO Korea, welches at-equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden sowie durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Seit Juni 2018 wird Ethiopian auf acht wöchentlichen Flügen von DO & CO becatert. Des Weiteren wird seit Dezember 2018 British Airways mit einem täglichen Flug mit DO & CO Catering beliefert.

UKRAINE

Für den Airline Catering Standort in Kiew können für das Geschäftsjahr 2018/2019 Umsatzzuwächse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres berichtet werden.

ITALIEN

Die Geschäftsentwicklung am Airline Catering Standort in Mailand Malpensa ist rückläufig, was insbesondere auf den Verlust der Kunden Qatar Airways und Singapore Airlines zurückzuführen ist. Dieser Umsatzrückgang konnte durch den Gewinn des Neukunden Saudia mit sechs Abflügen pro Woche ab Juni 2018 teilweise kompensiert werden.

International Event Catering

Im International Event Catering übernahm DO & CO bereits in der 27. Saison in Folge die kulinarische Betreuung der Formel 1 Grands Prix. Insgesamt wurden 19 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern becatert.

DO & CO hat im Geschäftsjahr 2018/2019 das Catering von insgesamt 25 Fußballspielen in der Allianz Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Heimspielen des FC Bayern München sowie die Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft in der Allianz Arena. Ein besonderes Highlight war die Wings for Life Charity Gala in der Säbener Lounge im Oktober 2018.

Das Event Business in München wächst kontinuierlich weiter. DO & CO hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 bekanntgeben das Catering für sämtlichen VIP und Public-Bereiche sowie Restaurants für die neue Sporthalle der Eishockey-Profis des EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern München ab der Spielsaison 2021 zu übernehmen. Bis zu 11.500 Zuschauer werden in der neuen Spielstätte Platz finden.

Zusätzlich wurden von DO & CO zahlreiche Events im Olympiapark in München ausgerichtet. Der Olympiapark München und DO & CO setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. Nach einem Ausschreibungsverfahren hat DO & CO den Zuschlag für die kulinarische Betreuung der Gäste und Besucher des Münchener Olympiaparks erhalten. Die neue Vereinbarung beginnt mit 1. Jänner 2019 und wird für die Dauer von mindestens fünf Jahren abgeschlossen mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre.

DO & CO war im Geschäftsjahr 2018/2019 für das Stadion Catering des Turiner Traditionsclubs für 19 Serie A Spiele, die höchste Spielklasse im italienischen Profifußball, fünf Champions League Spiele sowie ein Spiel im nationalen Pokalwettbewerb verantwortlich. DO & CO ist seit Mitte August 2017 für das Stadion Catering des Turiner Traditionsclubs verantwortlich. Im Schnitt kamen jeweils ca. 4.100 VIP-Gäste sowie 36.000 weitere Stadionbesucher in den Genuss von DO & CO Catering. Weiters fanden zahlreiche Events an Nichtspieltagen statt.

Der Traditionsklub Austria Wien und DO & CO vertiefen ihre Zusammenarbeit. Seit Juni 2018 hat DO & CO das komplette Catering nach dem Wiedereinzug in die umgebaute und runderneuerte Generali-Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von Austria Wien. Die Fußball-Arena fasst nach dem Umbau 17.500 Zuschauer. DO & CO hat dabei auch das Design und die komplette Ausstattung der VIP-Lounges gestaltet. DO & CO betreut mit Bayern München, Juventus Turin, Red Bull Salzburg und Austria Wien bereits vier Fußball Clubs kulinarisch.

Des Weiteren wurden sowohl die ÖFB-Länderspiele im Wiener Ernst-Happel-Stadion als auch die Heimspiele des FC Red Bull Salzburg in der Salzburger Red Bull Arena von DO & CO betreut.

Der Frühsommer startete mit dem alljährlichen Tennisturnier im Zuge der ATP Tennis Masters Series in Madrid. In einem Zeitraum von zehn Tagen verwöhnte DO & CO mehr als 32.000 VIP-Gäste mit exklusivem Catering.

Zusätzlich durfte DO & CO das UEFA Champions League Finale im Stadion NSK Olimpijskyj in Kiew ausrichten. Dies war bereits das 13. Champions League Finale, welches DO & CO für die UEFA ausrichten durfte.

Im Juli 2018 fand das Springreitturnier CHIO Aachen statt, bei welchem DO & CO erneut für das Catering der VIP-Gäste verantwortlich war.

Der Höhepunkt des Sommers war auch dieses Jahr die Beachvolleyball Major Series in Wien Ende Juli bzw. Anfang August 2018. Über einen Zeitraum von sechs Tagen kamen die VIP-Gäste und Spieler in den Genuss von feinstem DO & CO Catering.

Abermals, seit 1992, hat DO & CO das alljährliche Filmfestival am Wiener Rathausplatz Ende Juni bis Anfang September 2018 ausgerichtet. DO & CO ist hier für die Planung, die Organisation, den Aufbau und die gastronomische Logistik für diesen in Europa einzigartigen Gourmet Food Market verantwortlich.

Im Jänner 2019 war das Highlight der Wintersaison erneut das Hahnenkammrennen in Kitzbühel. DO & CO sorgte im Rahmen der Vierschanzentournee am Bergisel und in Bischofshofen sowie beim Nachtslalom in der Flachau und in Schladming für ein einzigartiges Ambiente und Catering auf höchstem Niveau. Auch bei den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften in Seefeld wurden die VIP-Gäste bei den Bewerben am Bergisel kulinarisch verwöhnt.

Restaurants, Lounges & Hotel

Der Bereich Mitarbeiterrestaurants mit Standorten in Österreich und Deutschland berichtet im Geschäftsjahr 2018/2019 stabile Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Erfreulich ist der Gewinn eines prestigeträchtigen Kunden im Bereich der Mitarbeiterrestaurants. Seit Anfang Dezember 2018 betreibt DO & CO die neue Red Bull Mitarbeiterkantine für bis zu 1.200 MitarbeiterInnen in Salzburg / Elsbethen.

Die Restaurants und Demel Cafés verzeichneten im Geschäftsjahr 2018/2019 eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung. Das DO & CO Flagship Restaurant am Stephansplatz, das DO & CO Restaurant Albertina sowie das Restaurant Olympiasee im Münchner Olympiapark entwickelten sich zufriedenstellend.

Der Flagship Store von Hédiard, ein Tochterunternehmen von DO & CO, am Place de la Madeleine in Paris wird derzeit neugestaltet und ist während der Umbauphase geschlossen.

In den von DO & CO weltweit betriebenen 29 Lounges konnten im Geschäftsjahr 2018/2019 über 4,6 Millionen Passagiere kulinarisch versorgt werden. Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Turkish Airlines bei Skytrax 2018 (www.worldairlineawards.com) zum dritten Mal seit 2015 mit der prestigeträchtigen Auszeichnung "Best Business Class Lounge" und zum fünften Mal in Folge "Best Business Class Lounge Dining" ausgezeichnet wurde.

Das Zugcatering für die Österreichischen Bundesbahnen wurde, wie berichtet, am 31. März 2018 beendet.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde die Gesellschaft FR freiraum Gastronomie GmbH, ein von DO & CO gegründetes Tochterunternehmen (100 %), erstmals in den Konzern einbezogen.

Die nicht operative und nicht wesentliche 100 % Tochtergesellschaft DO & CO Ukraine LLC wurde zum 31. Dezember 2018 entkonsolidiert. Zum 31. März 2019 wurde die 51 %ige Tochtergesellschaft Mazlum Ambalaj Sanayi Ve Dis Ticaret A.S. entkonsoldiert.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft nunmehr (direkt bzw. indirekt) Beteiligungen an 47 ausländischen und 27 inländischen Gesellschaften, die als verbundene Unternehmen gelten, sowie Beteiligungen an einer inländischen und 6 ausländischen Gesellschaften, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind aufgrund einer Sachausschüttung von einem ausländischen Tochterunternehmen von € 57,78 Mio. auf 108,24 Mio. gestiegen.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2018/2019 sind die Umsatzerlöse der DO & CO Aktiengesellschaft um 1,61 m€ auf 28,94 m€ (VJ: 27,32 m€) gestiegen. Es wurden um 2,16 m€ mehr Overheads sowie um 0,74 m€ mehr Personalkosten an Tochtergesellschaften verrechnet. Des Weiteren wurde eine Erlösabgrenzung für ein Projekt in Höhe von 0,34 m€ gebucht. Gesunken ist die konzerninterne Verrechnung für Produktentwicklung (-0,86 m€); zudem enthielt das Vorjahr einmalige Erlöse in Höhe von 0,70 m€ für Leistungen das Airline Catering betreffend.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 2,46 m€ auf 0,48 m€ gesunken. Im Vorjahr waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (u.a. für Rechtsberatung, Prämien) in Höhe von 2,67 m€ enthalten.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind mit 4,13 m€ auf Vorjahresniveau (4,18 m€).

Die Personalaufwendungen sind um 2,00 m€ auf 15,93 m€ gestiegen. Dies ist vor allem auf die Auszahlung und Rückstellung von Prämien zurückzuführen (1,97 m€).

Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf 0,96 m€ (VJ: 1,16 m€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,46 m€ von 10,95 m€ auf 12,41 m€ gestiegen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 sind aufgrund einer Mietgutschrift im Vorjahr um 1,31 m€ höhere Kosten für Gebäudemieten verbucht. Ebenso sind die Kosten für Rechts- und Beratungsaufwand um 0,76 m€ erhöht, was vor allem auf die Großprojekte British Airways, Iberia und Turkish Airlines zurück zu führen ist. Gesunken sind hingegen die Werbeaufwendungen (- 0,33 m€) sowie die Reisekosten (- 0,22 m€).

Das Betriebsergebnis beträgt somit -4,02 m€ und sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,98 m€.

Das Finanzergebnis beträgt 31,41 m€ (VJ: 56,85 m€). Der Zinsaufwand in Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2013/2014 platzierten Unternehmensanleihe in Höhe von 150,0 m€ beläuft sich auf 4,85 m€.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 sind die Erträge aus Beteiligungen um 30,44 m€ auf 32,33 m€ gesunken. Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Gewinnüberrechnungen von Organgesellschaften sowie Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen. Der Rückgang ist auf eine Sachdividende eines Tochterunternehmens im Vorjahr in Höhe von 50,46 m€ zurückzuführen.

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1,85 m€ (VJ: 3,96 m€). Die darin enthaltenen Verluste aus Organgesellschaften belaufen sich auf 1,80 m€ (VJ: 2,75 m€). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen wurden aufgrund von Wechselkursdifferenzen im Geschäftsjahr 2018/2019 um 0,89 m€ zugeschrieben (VJ: 1,21 m€ Abschreibung).

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 27,39 m€ (VJ: 56,81 m€).

Der Steueraufwand sinkt von 2,78 m€ auf 2,32 m€.

Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von 25,07 m€ gegenüber 54,03 m€ im Vorjahr.

Der Netto-Geldabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 3,97 m€ (VJ: -9,45 m€). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Veränderungen der Konzernforderungen und Konzernverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Netto-Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -7,42 m€ (VJ: -54,20 m€). Die Veränderung begründet sich durch geringe Auszahlungen für Finanzanlagenzugänge sowie einer geringen Veränderung von sonstigen Finanzinvestitionen.

Der Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 17,75 m€ (VJ: -3,58 m€) und resultiert aus dem konzerninternen Cashpooling sowie aus den Dividendenzahlungen an die Aktionäre.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr von 148,09 m€ auf 150,63 m€ gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die aufgelaufenen Zinsen sowie auf die Zuschreibung aufgrund von Wechselkursdifferenzen zurückzuführen. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 2,05 m€ (VJ: 1,99 m€).

Die Eigenkapital-Quote der DO & CO Aktiengesellschaft beträgt zum 31. März 2019 48,8 % (VJ: 47,3 %).

Die DO & CO Aktie verzeichnete im Geschäftsjahr 2018/2019 sowohl an der Wiener Börse, als auch an der Istanbuler Börse einen deutlichen Gewinnanstieg.

An der Wiener Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 42,3 % und schloss am 29. März 2019 mit einem Kurs von 73,30 €.

An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 86,5 % und schloss am 29. März 2018 mit einem Kurs von TRY 457,00.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 1.286 t€. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2018/2019 407 t€. Damit liegt das Handelsvolumen in Wien über jenem an der Istanbuler Börse. Das Handelsvolumen beider Börsen gemeinsam betrug im Tagesdurchschnitt 1.694 t€ bzw. 25.119 Stück. Damit liegt das tägliche Handelsvolumen geringfügig unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Werttreiber eines Unternehmens, die den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen, diese sind für DO & CO:

  • Produktinnovation
  • Mitarbeiter
  • Kundenzufriedenheit
  • Beziehung zu Lieferanten

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich, dass dieser Fokus den Unternehmenserfolg auch zukünftig sichern wird. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards, Kundenorientierung sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Nutzung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

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Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen des Eventteams in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher. Für Schulungen werden u.a. neueste technische Mittel verwendet und die international tätigen Köche weltweit über Videoscreen geschult, um einen einheitlichen Standard in Produktpräsentation und –vielfalt zu gewährleisten.

DO & CO verfügt über langjährige zufriedene Kunden basierend auf gemeinsam entwickelten Produktund Servicepaketen und der Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen. Die Kundenzufriedenheit beweist sich immer wieder, wenn DO & CO neue Standorte für Airline Catering eröffnet und bestehende Kunden auch an diesen Standorten zu DO & CO wechseln.

DO & CO ist bestrebt die Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten langfristig einzugehen. Das setzt voraus, dass die Partnerschaft für beide Seiten eine gewinnbringende ist. Fairness bei der Preisgestaltung, Verlässlichkeit und Flexibilität bei Lieferung der Ware sind Werte, die die Geschäftsgebaren begleiten. Das gemeinsame Entwickeln von Produkten und Dienstleistungen stärkt die Loyalität und darüber hinaus das Verständnis unterschiedlicher Unternehmenskulturen aller Partner. Des Weiteren unterstützt der wertvolle Erfahrungsaustausch die Erreichung der hohen Qualitätsansprüche von DO & CO.

Darüber hinaus legt DO & CO größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.

Im Rahmen der Holdingfunktion, die die DO & CO Aktiengesellschaft innehat, werden die folgenden nichtfinanziellen Kennzahlen im Detail berichtet:

Zum Stichtag 31.03.2019 waren gesamt 143 MitarbeiterInnen angestellt; hiervon 60 männlich und 82 weiblich. Die Frauenquote betrug demnach 57,3%. Die Anzahl der Personen in Führungspositionen belief sich auf 18; hiervon waren 9 Personen männlich und 9 Personen weiblich. Der Anteil der Frauen mit Führungsverantwortung belief sich somit auf 50%. Neben der Gleichbehandlung von Frauen, die auch bei der Entlohnung manifestiert ist, wird besonderer Wert auf die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz gelegt.

Die DO & CO Aktiengesellschaft unterstützt Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Derzeit wird mit drei verschiedenen Institutionen zusammengearbeitet: Über das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum BBRZ werden Personen vermittelt, die den praktischen Teil der Ausbildung bei DO & CO absolvieren können. Junge ÖsterreicherInnen aus sozial benachteiligten Verhältnissen sowie junge MigrantInnen wird über eine Zusammenarbeit mit dem Verein Springboard "Verein zur Förderung von Talenten" der Einstieg in das Berufsleben erleichtert. Mittels dem Projektpraktikum Erasmus+ ermöglicht DO & CO jungen Schülern erste Erfahrungen in wirtschaftlichen Betrieben zu sammeln.

Ein besonderes Augenmerk wird weiters auf die Verhinderung von Korruption, die Einhaltung der wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen und die Einhaltung des Datenschutzes gelegt. Im Geschäftsjahr 2018/2019 sind keine Verstöße gegen Korruptionsbestimmungen oder Wettbewerbsrecht bekannt.

Bezüglich detaillierterer Angaben hinsichtlich der Themenbereiche Qualitätsmanagement, Umweltschutz und Personalwesen wird auf die Ausführungen im konsolidierten nichtfinanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht 2018/2019) verwiesen, welche auch für die DO & CO Aktiengesellschaft zutreffend sind.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Ausblick

DO & CO ist durch seine unterschiedlichen Vertriebsmöglichkeiten, einem breiten Markenportfolio sowie Aktivitäten in unterschiedlichen Regionen für herausfordernde Marktbedingungen sehr gut vorbereitet und erwartet auch in Zukunft gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Im Detail ist wie folgt zu berichten:

UMSETZUNG DER GEWONNENEN GROSSAUFTRÄGE

Nach dem Gewinn der beiden wichtigen Ausschreibungen für British Airways und Iberia bzw. Iberia Express sowie der Einigung über die Verlängerung der Geschäftsbeziehung mit Turkish Airlines für weitere 15 Jahre auf dem neuen Flughafen in Istanbul und weiteren Flughäfen in der Türkei (vorbehaltlich der Genehmigung durch die Organe und der Behörden) haben die Arbeiten begonnen, um diese Projekte innerhalb der nächsten Jahre erfolgreich umzusetzen.

Nach der erfolgreichen Übernahme weiterer Flüge für British Airways im Dezember 2018 wird DO & CO zwischen April und Juni 2019 zusätzliche sechs Destinationen ex London Heathrow becatern.

NORDAMERIKA: DO & CO GEWINNT BRITISH AIRWAYS AN VIER STANDORTEN

DO & CO hat die IAG Nordamerika Ausschreibung für British Airways, welche alle Cateringleistungen ex Nordamerika umfasst, an vier Standorten gewonnen. Ab Oktober 2019 wird British Airways somit auch an den Standorten Los Angeles und San Diego becatert. Mit einer Entscheidung betreffend der Iberia und Aer Lingus Flüge ex Nordamerika ist in den kommenden Wochen zu rechnen.

VERTIEFUNG DER ZUSAMMENARBEIT MIT CATHAY PACIFIC

Über den Gewinn der Cateringausschreibung in London Heathrow und London Gatwick hinaus werden DO & CO und Cathay Pacific ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. DO & CO wird das komplette Menüdesign der First Class übernehmen und die Qualitätskontrolle für alle Standorte in Europa und Nordamerika durchführen.

LOS ANGELES / USA

Air Italy konnte als Neukunde mit vier Abflügen pro Woche ab April 2019 am Standort Los Angeles gewonnen werden. DO & CO hat somit am neu eröffneten Standort bereits fünf Kunden.

WIEN / ÖSTERREICH

Am Standort Wien hat DO & CO einen weiteren Kunden gewonnen. Ab April 2019 wird Air Canada mit einem täglichen Flug von DO & CO becatert.

GEWINN WEITERER INTERNATIONALER AUSSCHREIBUNGEN IM BEREICH FUSSBALL

DO & CO hat den Zuschlag für die UEFA Champions League Finali der Jahre 2019, 2020 und 2021 sowie für Teile der UEFA EURO 2020 betreffend Hospitality Services bzw. Catering erhalten und einen mehrjährigen Liefervertrag unterschrieben.

FORMEL 1

Derzeit finden mit Liberty Media Gespräche über eine Vertragsverlängerung betreffend der kulinarischen Betreuung der Formel 1 Grands Prix für die Jahre ab 2021 statt. Neben dem Catering umfasst dies auch die Formel 1 VIP-Hospitality-Infrastruktur, für welche DO & CO seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 verantwortlich ist. Ein Abschluss ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

ERWEITERUNG DER PARTNERSCHAFT MIT FC BAYERN MÜNCHEN - FC BAYERN FLAGSHIP STORE | DO & CO HOTEL | DO & CO RESTAURANTS IM ZENTRUM MÜNCHENS

DO & CO und FC Bayern München werden ihre langjährige und sehr erfreuliche Partnerschaft weiter ausbauen. Ende 2020 wird die neue "FC Bayern München Erlebniswelt" unweit des Münchner Marienplatzes eröffnet. DO & CO wird im gleichen Gebäude des FC Bayern Flagship-Stores zwei Restaurants (Bayrisch und international), ein Boutique-Hotel sowie eine Premiumeventfläche betreiben.

ERÖFFNUNG NEUER TURKISH AIRLINES LOUNGEN AM NEUEN FLUGHAFEN ISTANBUL

Im Zuge der Aufnahme des operativen Betriebes am neuen Flughafen Istanbul hat Turkish DO & CO ebenfalls den operativen Betrieb drei neuer Turkish Airlines Loungen übernommen. Diese umfassen eine Domestic, Business sowie eine Miles & Smiles Lounge und sind das Gegenstück zu den bisherigen Loungen am alten Flughafen Istanbul-Atatürk. In den kommenden Monaten wird noch zusätzlich eine Arrival Lounge in Betrieb gehen.

LOUNGE AUSSCHREIBUNGEN

DO & CO nimmt aktuell an zwei großen Lounge Ausschreibungen teil. Diese umfassen die First- und Business Class Lounges für British Airways in Großbritannien sowie die beiden Business Lounges für Iberia am Flughafen Madrid-Barajas. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

ERWEITERUNG DES RETAIL-GESCHÄFTES

Nach dem erfolgreichen Abschluss der großen Ausschreibungen wird großer Fokus auf die Weiterentwicklung des Retail-Geschäfts, insbesondere auf Hédiard und Henry, gelegt.

BEENDIGUNG DER PARTNERSCHAFT MIT NESPRESSO

Anfang 2015 haben DO & CO und Nespresso eine Zusammenarbeit zum gemeinsamen Betrieb von Nespresso Cafés vereinbart. In den kommenden Wochen werden DO & CO und Nespresso ihre Zusammenarbeit beenden. DO & CO wird die beiden Standorte in London sowie den Standort in New York übernehmen und unter einem neuen Retail-Konzept im Geschäftsjahr 2019/2020 wiedereröffnen.

NEUE AKQUISITIONEN

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten evaluiert.

Das DO & CO Management ist zuversichtlich den erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortzusetzen. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotenziale dar.

2.2. Chancen- und Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich jedoch auch zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Im Hinblick auf sich bietende Chancen sind die folgenden Ansatzpunkte hervorzuheben, die es dem Konzern ermöglichen, sich positiv weiterzuentwickeln. Die Akquisition von zusätzlichen Kunden wird als Chance erachtet. Ebenso stellt die Ausdehnung des Lieferumfanges mit bestehenden Kunden eine Chance für DO & CO dar. Dies kann einerseits durch das Anbieten umfassenderer Leistungen an bestehenden Standorten, andererseits durch das Erbringen von Leistungen an zusätzlichen Standorten erfolgen. Des Weiteren sieht DO & CO die Möglichkeit, durch innovative Produkte und Dienstleistungen die positive Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken reagiert.

Ausgangsbasis des angewandten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die, in der Chancenund Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe gesehen und stellt einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse dar. Dies führt zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, dazu gehören eine zentrale Administration, das Controlling, die Rechtsabteilung und die Interne Revision.

Politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen können insbesondere die Sicherheit von Fluggesellschaften, Veranstaltungen, Kunden und MitarbeiterInnen in erheblichem Ausmaß gefährden. Zur Risikoanalyse, -überwachung und -steuerung dieses Sicherheitsrisikos betreibt DO & CO ein umfassendes Monitoring der weltweiten als auch der lokalen Sicherheitslagen und deren aktuellen Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von DO & CO zur Folge haben könnten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurden vor allem die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO.

Die politischen Krisen sowie Terroranschläge haben zu einer Veränderung des Reise- und Freizeitverhaltens von Menschen geführt. Des Weiteren wird die Sicherheit des Flugbetriebes durch direkte Terroranschläge auf Fluggesellschaften bedroht, was zu Mehrkosten für die Gewährleistung der Sicherheit führt.

Nachdem wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Emirates, Etihad Airways, LOT Polish Airlines, Austrian Airlines, Cathay Pacific, British Airways und Pegasus Airlines erwirtschaftet werden, ist ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der Sicherheitslage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit ist es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten hat besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

Risiken für eine fortdauernde Expansion bestehen aus der Sicht von DO & CO durch die permanente weltweite Terrorbedrohung, politische Unruhen und die Veränderung der weltpolitischen Landschaft.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine internationale Diversifikation sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken aufgrund von Terror und politischen Unruhen

Terroranschläge und Terrorbedrohung führen immer wieder zu Sicherheitsrisiken. Dies betrifft sowohl die Luftfahrt direkt als auch indirekt durch dadurch verändertes Reiseverhalten.

Auch im Bereich von Großevents kann es zu kurzfristigen Absagen von Veranstaltungen kommen, wenn für den Event eine konkrete Terrorwarnung besteht.

DO & CO betreibt aktives Monitoring, um Entwicklungen in bestimmten Regionen der Welt bereits im Vorfeld einschätzen zu können und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen richten sich dabei nach der Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Schadensereignisses.

Bei der Erstellung umfassender Sicherheitsanalysen für das Unternehmen und dessen Kunden greift DO & CO auf die von nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellten Informationen zurück.

Neben der kontinuierlichen Bewertung von Risiken für das Unternehmen kommt der Sicherheit der MitarbeiterInnen im Ausland ein hoher Stellenwert zu. Entsandte werden vor der Abreise und während des Aufenthalts zeitnahe über die aktuelle Sicherheitslage informiert.

Risiken aufgrund von Naturkatastrophen und Epidemien

Umweltrisiken können sich plötzlich und ohne Vorwarnung konkretisieren, wie Ereignisse in der Vergangenheit immer wieder gezeigt haben. Derartige Ereignisse sind nicht beeinflussbar und können den Flugverkehr einer gesamten Region ganz oder teilweise lahmlegen.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Zu den Risiken, die ebenfalls nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien, wie beispielsweise der Vogelgrippe, des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) oder des Ebolafiebers. Heute muss nach Expertenschätzungen damit gerechnet werden, dass Menschen auf allen Kontinenten innerhalb weniger Wochen durch Krankheitserreger infiziert werden können. Reisebeschränkungen durch die Gesundheitsbehörden können Einfluss auf das Reise- wie Freizeitverhalten von Menschen haben, weshalb Flüge als auch Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden könnten.

Reputationsrisiken

Den möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit einem Regelwerk entgegengewirkt. Dieses Regelwerk gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken. Jede/r MitarbeiterIn hat die Verantwortung, den Ruf von DO & CO zu schützen. Die Hauptverantwortung für die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Schadensrisiken

Dem Schadenspotenzial durch Feuer, Sturm, Überschwemmungen und Erdbeben wird durch entsprechende Sicherheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen sowie Notfallpläne entgegengewirkt, welche regelmäßig trainiert und adaptiert werden. Diese Risiken sind durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die MitarbeiterInnen und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen MitarbeiterInnen den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie beispielsweise der Vogelgrippe können Rohstoffe unter Umständen nur in geringeren Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente, vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulungen von MitarbeiterInnen sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Informationstechnologie

Viele Prozesse innerhalb des DO & CO Konzerns sind IT-unterstützt bzw. von Informationen abhängig, die aus diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme stellt daher ein Risiko dar. Diesem Risiko wird durch intensive Schulungen und dem entsprechenden Einsatz interner und externer Fachkräfte entgegengewirkt. Die IT-Infrastruktur und IT-Systeme werden konzernweit permanent gewartet und optimiert, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten und zu verbessern bzw. das Ausfallsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene – vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben – sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters, zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Vorkehrungen zur Schadensvermeidung nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Akquisition und Integration von Unternehmen

Eines der strategischen Ziele des DO & CO Konzerns ist es, nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch Unternehmen zu akquirieren. In Verfolgung dieses strategischen Ziels wurden und werden Unternehmen akquiriert und in die DO & CO Gruppe eingegliedert. Im Zuge dieses Prozesses stellen sich zahlreiche Herausforderungen, um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken zu vermeiden.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, GBP, CHF und PLN zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen Zahlungsmitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen wird das Bonitätsrisiko der Kunden zeitnahe überwacht und ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation ermöglicht.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO gegenwärtig nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Erstellung und Optimierung von Servicekonzepten für Kunden wird im Unternehmen Forschung und Entwicklung im Bereich von Speisen und Design für Verpackungen, Geschirr und Equipment betrieben.

4. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem werden laufend an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Das Konzernrechnungswesen ist zentraler Ansprechpartner in allen Bilanzierungsfragen sowohl auf Einzelgesellschafts- wie auf Konzernebene. Ihm obliegt auch die Erstellung des Konzernabschlusses unter Zuhilfenahme einer anerkannten Konsolidierungssoftware. Das Einspielen der Einzelabschlüsse und Erstellen des Konzernabschlusses samt Anhangsangaben wird begleitet durch zahlreiche Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten sicherstellen. Ein Konzernhandbuch, in dem die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze von DO & CO festgelegt sind und das laufend aktualisiert wird, stellt die einheitliche Verarbeitung der Geschäftsfälle, Bilanzierung und Bewertung sicher und reduziert das Risiko der unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb des Konzerns. Die Bilanzierung nach der aktuellen Rechtslage wird durch die laufende Fortbildung der MitarbeiterInnen sichergestellt. Bei der bilanziellen Abbildung komplexer Sachverhalte zieht DO & CO zur Unterstützung externe Dienstleister hinzu, um deren ordnungsgemäße Abbildung im Jahres- und Konzernabschluss zu gewährleisten. Das gilt etwa für die Akquisition von Unternehmen, die Risiken aus der Zusammenführung unterschiedlicher Buchungssysteme sowie Bewertungsrisiken bergen. Für bestimmte Bewertungen (z.B. Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen) bedient sich die Gesellschaft der Expertise von Sachverständigen.

Zur Vermeidung betrügerischer Handlungen und Missbrauch sind Funktionstrennungen sowie laufende und nachgelagerte Kontrollen im Sinne eines "4-Augen-Prinzips" implementiert. Regelmäßige Audits durch die Interne Revision gewährleisten eine permanente Verbesserung und Optimierung der Prozesse.

Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann kein internes Kontrollsystem das Erreichen der gesetzten Ziele mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Aufgrund der Ausgestaltung des implementierten Kontrollsystems und seiner ständigen Weiterentwicklung erachtet DO & CO das Risiko einer fehlerhaften Abschlusserstellung als begrenzt.

5. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, für eine Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem 27. Juli 2017 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß (börslich/außerbörslich) zu erwerben.

Weiters wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2018 ermächtigt, das Grundkapital von derzeit Nominale 19.488.000 € um bis zu weitere 2.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) zu erhöhen; dies entspricht einem Anteil am Grundkapital nach Durchführung der entsprechenden Kapitalerhöhung(en) von bis zu (gerundet) 9,31%.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt 19.488.000,00 € und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Zum Bilanzstichtag halten (i) die Attila Dogudan Privatstiftung 32,31 %, sowie (ii) die Kabouter Management, LLC 10,06% am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO MitarbeiterInnen, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Der Aufsichtsrat kann Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, beschließen.
    1. Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren ab dem 1. August 2018 ermächtigt, a) gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale EUR 19.488.000,-- um bis zu weitere EUR 2.000.000,-- durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen,

b) vorbehaltlich eines Ausschlusses des Bezugsrechtes gemäß lit. c) die neuen Aktien allenfalls im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gem § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten,

c) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen und Betrieben oder Teilen hiervon oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland erfolgt oder (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder (iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu 7.795.200,00 € durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 und vom 4. Juli 2013 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, für eine Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem 27. Juli 2017 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann (umgekehrter Bezugsrechtsausschluss) zu erwerben, für die Veräußerung bzw Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre zu beschließen, sowie

das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss herabzusetzen.

    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Wien, am 29. Mai 2019

Der Vorstand

Vorsitzender

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried Neumeister e.h.