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DO & CO AG Annual Report 2016

Jun 29, 2017

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Annual Report

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DO & CO Aktiengesellschaft

Jahresfinanzbericht Geschäftsjahr 2016/2017

Konzernlagebericht 2016/2017
1
1. Highlights 1
2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS 3
3. Wirtschaftliches Umfeld 4
4. Geschäftsverlauf 6
4.1. Umsatz 6
4.2. Ergebnis 7
4.3. Bilanz 8
4.4. MitarbeiterInnen 8
4.5. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren 8
4.6. Airline Catering 10
4.7. International Event Catering 13
4.8. Restaurants, Lounges & Hotel 15
4.9. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB 17
4.10. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 23
5. Ausblick 23
6. Chancen- und Risikomanagement 24
7. Internes Kontrollsystem 30
Corporate Governance Bericht
32
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex 32
2. Der Vorstand 32
3. Der Aufsichtsrat 33
4. Vergütungsbericht 36
5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden
Stellen 38
Bericht des Aufsichtsrates
39
Konzernabschluss 2016/2017 der DO & CO Aktiengesellschaft nach IFRS
41
1. Konzernbilanz 42
2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 43
3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung 44
4. Konzern-Geldflussrechnung 45
5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 46
6. Segmentberichterstattung 47
Konzernanhang 49
1. Allgemeine Angaben 49
2. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS 50
3. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze 53
3.1. Konsolidierung 53
3.2. Währungsumrechnung 55
3.3. Rechnungslegungsmethoden 56
3.4. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen 61
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 64
4.1. Immaterielle Vermögenswerte 64
4.2. Sachanlagen 66
4.3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 67
4.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 68
4.5. Vorräte 68
4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68
4.7. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 69
4.8. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 69
4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 69
4.10. Eigenkapital 70
4.11.
4.12.
Anleihe 72
Langfristige Rückstellungen 72
4.13. Ertragsteuern 73
4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 74
4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74
4.16. Kurzfristige Rückstellungen 74
4.17. Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 75
5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 76
5.1. Umsatzerlöse 76
5.2. Sonstige betriebliche Erträge 76
5.3. Materialaufwand 76
5.4. Personalaufwand 77
5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 77
5.6. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 78
5.7. Finanzergebnis 78
5.8. Ertragsteuern 78
5.9. Ergebnis je Aktie 79
5.10. Vorschlag für die Gewinnverwendung 79
6. Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement) 80
7. Sonstige Angaben 81
7.1. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten 81
7.2. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen 85
7.3. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) 85
7.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen 85
7.5. Beteiligungen 87
7.6. Organe 88
Bestätigungsvermerk 91
Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz
97
Glossar 98
Einzelabschluss 2016/2017 der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht
und Bestätigungsvermerk 99

Konzernlagebericht 2016/2017

1. Highlights

Top-Ergebnis durch konsequente Positionierung im Premiumsegment und weitere Diversifizierung

Innovative Produkte, neue Kunden, eine gute Entwicklung mit bestehenden Kunden und zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sichern auch in diesem Geschäftsjahr ein Top-Ergebnis: Umsatz (913,44 m€ / -0,3 %), EBITDA (91,89 m€ / -0,8 %), EBIT (56,24 m€ / +1,3 %), Konzernergebnis (20,83 m€ / -26,3 %). Der Gewinn je Aktie liegt damit bei 2,14 € (VJ: 2,90 €). Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende von 0,85 € je Aktie vorschlagen.

DO & CO als Gourmet Entertainer bei der UEFA EURO 2016

DO & CO war 2016 für das VIP Catering der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich zuständig. Bei 51 Spielen in 10 Stadien und 9 verschiedenen Städten wurden 110.000 VIP-Gäste kulinarisch verwöhnt. Zusätzlich agierte DO & CO für die UEFA im Rahmen des Projekts als Hospitality Production Manager und übernahm als solcher neben dem Catering auch die Verantwortung für die gesamte Infrastruktur.

DO & CO bestätigt die Führungsposition bei Premium Sportveranstaltungen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 betreute DO & CO in seiner bereits 25. Saison insgesamt 18 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern. Weitere Highlights waren in diesem Geschäftsjahr das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid, das UEFA Europa League Cup Finale in Basel sowie das UEFA Champions League Finale in Mailand. DO & CO hat im Geschäftsjahr 2016/2017 neben zahlreichen Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft das Catering von 45 Fußballspielen in der Münchner Allianz Arena ausgerichtet.

Verlängerung des Cateringvertrages mit Turkish Airlines

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 gelang es Turkish DO & CO eine Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines, mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einer Verlängerungsoption für Turkish Airlines für ein weiteres Jahr, zu unterzeichnen.

Neue Airline Catering Standorte in Los Angeles und Paris

Am Flughafen Los Angeles wurde im Frühjahr 2017 mit der Errichtung einer neuen Gourmetküche begonnen. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 vorgesehen. Der Flughafen Los Angeles gehört mit bis zu 75 Millionen Fluggästen pro Jahr zu den sieben größten Flughäfen der Welt und ist der drittgrößte Flughafen der USA. DO & CO verzeichnet an diesem neuen Standort bereits reges Kundeninteresse.

Eine weitere Gourmetküche, die Kunden künftig auch am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle bedienen wird, befindet sich in Umsetzung. Die Fertigstellung ist bis Ende 2017 geplant. Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist mit bis zu 66 Millionen Fluggästen der zweitgrößte Flughafen Europas.

Neue Buy-on-Board Lösungen im Airline Catering

DO & CO hat mit seinem 2016 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd., welches sich ausschließlich auf die Entwicklung von Buy-on-Board Lösungen für das Airline Catering konzentriert, im März 2017 mit der Belieferung von NIKI in Deutschland, Österreich und der Schweiz seinen operativen Betrieb aufgenommen.

Bedeutende neue Kunden 2016/2017 im Airline Catering

  • Lufthansa ex New York John F. Kennedy
  • Thai Airways ex Frankfurt und München
  • Cathay Pacific ex London Gatwick
  • EVA Air ex Chicago O'Hare
  • Etihad Airways ex Incheon
  • Air China ex Warschau
  • Saudia (vormals: Saudi Arabian Airlines) ex Ankara

Eröffnung des ersten Nespresso Cafés in London

DO & CO und Nespresso haben mit ihrem Joint Venture Ende Juni 2016 das erste Nespresso Café in London eröffnet. Im Stadtteil City of London, am prominenten Standort zwischen Bank of England und St. Pauls Kathedrale, werden frische Produkte aus der Londoner DO & CO Gourmetküche und Nespresso Kaffee serviert.

2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Die Berechnungen der Kennzahlen werden im Kennzahlen Glossar erläutert.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Umsatz m€ 913,44 916,47
EBITDA m€ 91,89 92,68
EBITDA-Marge % 10,1% 10,1%
EBIT m€ 56,24 55,51
EBIT-Marge % 6,2% 6,1%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 49,86 50,83
Konzernergebnis m€ 20,83 28,25
Net Result-Marge % 2,3% 3,1%
MitarbeiterInnen 9.576 9.655
Eigenkapital 1 m€ 247,56 246,09
Eigenkapital-Quote 1 % 39,8% 39,2%
Net Debt (Finanzverschuldung) m€ 10,08 -18,87
Net Debt to EBITDA 0,11 -0,20
Net Gearing % 4,1% -7,7%
Working Capital m€ -8,22 -13,78
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) m€ 56,36 91,73
Cashflow aus der Investitionstätigkeit m€ -65,17 51,89
Free Cashflow m€ -8,81 143,62
ROS % 5,5% 5,5%

1… Bereinigt um vorgesehene Dividende

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
EBITDA je Aktie 9,43 9,51
EBIT je Aktie 5,77 5,70
Gewinn je Aktie 2,14 2,90
Buchmäßiges Eigenkapital je Aktie 1 20,18 20,10
Höchstkurs 2 107,60 106,00
Tiefstkurs 2 52,42 64,03
Kurs ultimo 2 60,89 106,00
Aktienanzahl ultimo TPie 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m€ 593,31 1.032,86

1… Bereinigt um vorgesehene Dividende und Anteile anderer Gesellschafter

2… Schlusskurs

3. Wirtschaftliches Umfeld1

Das globale Wirtschaftswachstum bewegte sich im Jahr 2016 auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2015 und blieb hinter den Erwartungen. Im Jahresverlauf 2016 reduzierte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumserwartungen von 3,4 % zu Beginn des Jahres auf 3,1 %, während im Vorjahr das Wachstum bei 3,4 % lag. Die vom IWF beobachtete Verlangsamung der weltweiten Geschäftsaktivität beruht auf mehreren Faktoren, wie unter anderem der Verlangsamung des Wachstums in China, weiter fallende Rohstoffpreise, insbesondere des Ölpreises mit beträchtlichen Umverteilungseffekten über Branchen und Länder und entsprechendem Rückgang von Investitionen in Schwellenländer, sowie die hohe Volatilität an den Finanzmärkten, die ein schwächeres Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften bedingt. Politische Unsicherheiten wie der zunehmende Nationalismus in Ländern Europas und den USA beeinflussten das Wirtschaftswachstum ebenfalls negativ.

Für 2017 prognostizieren die Ökonomen des IWF ein Weltwirtschaftswachstum von 3,5 % und für 2018 von 3,6 %.

Für die Eurozone errechnete der IWF im Jahr 2016 ein moderates Wachstum von 1,7 %, welches auf die mäßige Binnennachfrage und die zögerliche Investitionstätigkeit der meisten Industrien, aufgrund von Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, zurückzuführen ist. Auch für 2017 werden aufgrund des geplanten Austritts Großbritanniens und den daraus resultierenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten entsprechend negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Europa erwartet.

Im Jahr 2016 verzeichnete die österreichische Wirtschaft ein Wachstum von 1,5 %, welches deutlich über dem Vorjahr (1,0 %) lag. Damit zeigt sich für Österreich im Vergleich zum Euroraum eine deutlich bessere Wirtschaftsentwicklung. Für die Investitionen sowie den öffentlichen und privaten Konsum ist ein Anstieg zu verzeichnen, während der Beitrag des Außenhandels im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte. Bei der Arbeitslosenquote ist im Jahr 2016, wie in den beiden Vorjahren, mit 6,0 % (nach Eurostat-Definition) wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Im Vergleich zum EU-Schnitt ist damit eine entgegengesetzte Entwicklung erkennbar. Der EU-Schnitt ist wie in den beiden Vorjahren wieder gesunken, liegt aber mit 8,5 % weit über diesem von Österreich. Die heimische Inflationsrate (HVPI) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % auf 1,0 % gestiegen und liegt damit auch heuer, so wie im Vorjahr, deutlich über der Rate der europäischen Union mit einer Jahresinflation von 0,3 % im Jahr 2016 (VJ: 0,0 %). Laut Wirtschaftskammer Österreich (Wirtschaftslage und Prognose aus dem März 2017) befindet sich die österreichische Volkswirtschaft in einer Aufschwungsphase und prognostiziert für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,0 %, das somit um 0,5 % höher ist als im Jahr 2016.

Nach einem Plus von 6,1 % im Jahr 2015 muss die Türkei für das Jahr 2016 ein geringeres Wirtschaftswachstum verzeichnen. Trotz Turbulenzen und Unruhen hat die türkische Wirtschaft im letzten Quartal 2016, nachdem die Wirtschaft im Quartal davor erstmals seit dem Krisenjahr 2009 geschrumpft war, ein Wachstum von 3,5 % gezeigt und erreichte somit im Gesamtjahr 2016 ein Wachstum von 2,9 %. Haupttreiber des Wirtschaftswachstums waren vor allem der private Konsum, die Bauwirtschaft und Investitionen der öffentlichen Hand.

Das Wirtschaftswachstum der USA lag im Jahr 2016 mit 1,6 % deutlich unter dem Vorjahr mit 2,6 %. Der Privatkonsum, der mit rund 70 % der gesamten Wirtschaftsleistung der wesentliche Wachstumstreiber in den USA ist, entwickelte sich weiter positiv.

Die Ukraine zeigt 2016 wieder ein Wachstum von 2,3 %, welches im Jahr 2015 noch bei -9,8 % lag. Für 2017 wird zwar wieder ein schwacher Rückgang auf 2,0 % prognostiziert, aber bereits für 2018 wird eine weitere Steigerung des Wachstums erwartet und ein BIP-Wachstum von 3,2 % prognostiziert.

1 Quelle Wirtschaftsdaten: http://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2017/04/04/world-economic-outlookapril-2017

Das Wachstum in Südkorea, der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens, lag 2016 bei 2,6 % und zeigt sich somit unverändert zum Vorjahr mit ebenfalls 2,6 %.

Aufgrund der Niedrigzinsphase lagen auch 2016 die Erträge von Tages- und Festgeldanlagen deutlich unter dem historischen Durchschnitt, wodurch ein signifikanter Anstieg der Nachfrage an den Finanzmärkten nach ertragreicheren Anlagen zu verzeichnen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, den Leitzinssatz in der Eurozone unverändert auf dem Rekordtief von 0,0 % zu belassen. Um die Konjunktur anzukurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0 % anzuheben, kauft die EZB weiterhin monatlich Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von rund 80 Milliarden Euro. Das auf 1,74 Billionen Euro angelegte Programm soll noch bis mindestens Ende 2017 laufen. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) erhöhte hingegen den Leitzinssatz im März 2016 erneut auf eine Spanne von 0,75 % – 1,00 % aufgrund guter Konjunkturdaten und einer geringen Arbeitslosenrate.

Vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 verbuchte der österreichische Leitindex ATX ein Plus von fast rd. 25 %, der türkische Index BIST 100 stieg um mehr als 7 %.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 schwankte der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischen 1,05 und 1,14 EUR/USD. Der Wechselkurs betrug per 31. März 2017 1,07 EUR/USD, damit verlor in der Berichtsperiode der Euro gegenüber dem USD etwas an Wert (VJ: 1,14 EUR/USD per 1. April 2016). Die türkische Lira fiel gegenüber dem Euro von 3,21 EUR/TRY per 1. April 2016 auf 3,89 per 31. März 2017. Der EUR/CHF Kurs bei 1,07 per 31. März 2017 im Vergleich zu 1,09 ein Jahr zuvor. Eine leichte Aufwertung ist in der Berichtsperiode bei der Ukrainische Hryvnia zu verzeichnen, die einen EUR/UAH Kurs von 28,96 per 31.03.2017 zeigt (im Vergleich zu 29,69 EUR/UAH per 1.April 2016).

4. Geschäftsverlauf

Konzern Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 Veränderung Veränderung
in %
Umsatzerlöse m€ 913,44 916,47 -3,02 -0,3%
Sonstige betriebliche Erträge m€ 28,72 24,67 4,06 16,4%
Materialaufwand m€ -383,50 -396,71 13,21 3,3%
Personalaufwand m€ -315,13 -302,74 -12,39 -4,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen m€ -149,55 -148,26 -1,29 -0,9%
Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen m€ -2,09 -0,74 -1,35 -181,4%
EBITDA - Betriebsergebnis vor Abschreibungen und
Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen
m€ 91,89 92,68 -0,78 -0,8%
Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -35,66 -37,16 1,51 4,1%
EBIT - Betriebsergebnis m€ 56,24 55,51 0,72 1,3%
Finanzergebnis m€ -6,38 -4,69 -1,69 -36,0%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 49,86 50,83 -0,97 -1,9%
Ertragsteuern m€ -16,06 -6,14 -9,92 -161,6%
Ergebnis nach Ertragsteuern m€ 33,80 44,69 -10,88 -24,4%
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile m€ -12,97 -16,43 3,46 21,1%
Davon Anteilseignern der DO & CO Aktiengesellschaft
zustehend (Konzernergebnis)
m€ 20,83 28,25 -7,42 -26,3%
EBITDA-Marge % 10,1% 10,1%
EBIT-Marge % 6,2% 6,1%
MitarbeiterInnen 9.576 9.655 -79 -0,8%

4.1. Umsatz

Der DO & CO Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 913,44 m€. Dies stellt eine Umsatzreduktion von -0,3 % bzw. -3,02 m€ gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar.

Umsatz Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 Veränderung Veränderung
in %
Airline Catering m€ 597,46 631,26 -33,80 -5,4%
International Event Catering m€ 146,33 117,68 28,65 24,3%
Restaurants, Lounges & Hotel m€ 169,66 167,52 2,13 1,3%
Konzernumsatz 913,44 916,47 -3,02 -0,3%
Anteil am Konzernumsatz Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Airline Catering % 65,4% 68,9%
International Event Catering % 16,0% 12,8%
Restaurants, Lounges & Hotel % 18,6% 18,3%
Konzernumsatz 100,0% 100,0%

Die Umsätze der Division Airline Catering sind im Geschäftsjahr 2016/2017 von 631,26 m€ um -33,80 m€ auf 597,46 m€ gesunken. Das bedeutet eine Reduktion von -5,4 %. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Gesamtumsatz beträgt 65,4 % (VJ: 68,9 %).

In Hinblick auf die Reduktion des Umsatzes in der Division Airline Catering ist vor allem die deutliche Abwertung der türkischen Lira und des britischen Pfund gegenüber dem Euro hervorzuheben. Auf Basis der historischen Durchschnittskurse aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2015/2016 würde die Division Airline Catering ein Umsatzwachstum von ca. +2 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ausweisen.

Des Weiteren hat Turkish DO & CO im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Sparprogramm für seinen Hauptkunden Turkish Airlines initiert, welches eine entsprechende Reduktion der Umsätze zur Folge hatte.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind im Geschäftsjahr 2016/2017 von 117,68 m€ um +28,65 m€ auf 146,33 m€ gestiegen. Das bedeutet ein Wachstum von +24,3 %. Der Anteil der Umsätze der Division International Event Catering am Gesamtumsatz beträgt 16,0 % (VJ: 12,8 %).

Das deutliche Umsatzwachstum in der Division International Event Catering ist insbesondere auf die Aktivitäten während der Fußballeuropameisterschaft UEFA EURO 2016 in Frankreich zurückzuführen. Des Weiteren konnten die Umsätze der Formel 1 Grands Prix, insbesondere aufgrund der Übernahme des Caterings für das Mercedes Motorhome, gesteigert werden.

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel sind im Geschäftsjahr 2016/2017 von 167,52 m€ um +2,13 m€ auf 169,66 m€ gestiegen. Das bedeutet ein Wachstum von +1,3 %. Der Anteil der Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel am Gesamtumsatz beträgt 18,6 % (VJ: 18,3 %).

In der Division Restaurants, Lounges & Hotel tragen insbesondere die Geschäftsbereiche der Lounges und der Mitarbeiterrestaurants zu diesem Umsatzwachstum bei.

4.2. Ergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 28,72 m€. Dies bedeutet einen Anstieg von +4,06 m€ (VJ: 24,67 m€).

Der Materialaufwand reduzierte sich in absoluten Zahlen von 396,71 m€ um -13,21 m€ (-3,3 %) auf 383,50 m€ bei einer Umsatzreduktion von -0,3 %. Damit reduzierte sich die Relation von Materialaufwendungen zu Umsatz geringfügig von 43,3 % auf 42,0 %.

Der Personalaufwand stieg in absoluten Zahlen im Geschäftsjahr 2016/2017 von 302,74 m€ auf 315,13 m€ (+4,1 %). Damit erhöhte sich der Personalaufwand in Relation zum Umsatz von 33,0 % auf 34,5 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg von +1,29 m€ bzw. +0,9 %. Damit liegt der sonstige betriebliche Aufwand in Relation zum Umsatz bei 16,4 % (VJ: 16,2 %).

Das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beträgt für das Geschäftsjahr 2016/2017 -2,09 m€ (VJ: -0,74 m€). Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres resultiert aus den Beteiligungen Versilia Solutions Ltd. und Soon Sharp DO & CO Korea LLC und ist durch Start-up Kosten begründet.

Die EBITDA-Marge beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 10,1 % (VJ: 10,1 %).

Die Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen betragen 35,66 m€ und liegen damit im Geschäftsjahr 2016/2017 um -1,51 m€ unter dem Vorjahr (VJ: 37,16 m€). Der Hauptgrund für diese Reduktion ist, dass im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 die Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H., die Eigentümerin der Haas Haus Immobilie war, aus dem Konzern ausgeschieden ist.

Die EBIT-Marge liegt im Geschäftsjahr 2016/2017 bei 6,2 % (VJ: 6,1 %).

Das Finanzergebnis verringerte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 von -4,69 m€ auf -6,38 m€ und umfasst im Wesentlichen die Zinsen für die Unternehmensanleihe, welche Anfang 2014 platziert wurde.

Die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2016/2017 betragen 16,06 m€ (VJ: 6,14 m€), dies stellt einen Anstieg um 9,92 m€ dar. Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 32,2 % (VJ: 12,1 %). Die Treiber der Steuerquote im Geschäftsjahr 2016/2017 liegen vor allem in der Bewertung latenter Steuern aus laufendem Jahr und Vorjahren sowie aus Einmaleffekten aus laufenden Steuern. Die niedrige Steuerquote des Vorjahres ist auf erhöhte Ergebnisbeiträge aus Ländern mit niedrigerem Steuersatz, auf Gewinne in Ländern mit nicht aktivierten Verlustvorträgen sowie auf Einmaleffekte aus der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 33,80 m€ und liegt um -10,88 m€ unter jenem des Vergleichszeitraums des Vorjahres und reflektiert somit den Anstieg des Ertragsteueraufwandes. Das bedeutet einen Rückgang in Höhe von -24,4 % des Ergebnisses nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr. 12,97 m€ (VJ: 16,43 m€) vom Ergebnis nach Steuern stehen anderen Gesellschaften zu.

Der auf die Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft entfallende Ergebnisanteil (Konzernergebnis) beträgt daher 20,83 m€ (VJ: 28,25 m€). Der Gewinn je Aktie liegt damit bei 2,14 € (VJ: 2,90 €).

4.3. Bilanz

Im Bereich des langfristigen Vermögens kommt es bei der Position "Sachanlagen" zu einer Erhöhung aufgrund von Investitionstätigkeiten insbesondere in der Türkei, den USA und Großbritannien im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2016. Die Abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2016 ist ebenso auf diese Transaktionen zurückzuführen.

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um vorgesehene Dividenden) beträgt zum 31. März 2017 247,56 m€. Damit beträgt die Eigenkapitalquote zum 31. März 2017 39,8 %.

Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Fristenänderung eines Darlehens sowie einer Verpflichtung für einen Baukostenzuschuss für den Ausbau der Gastronomieflächen der Arena One in München im Zuge der Vertragsverlängerung. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen Abschluss der UEFA EURO 2016 zurückzuführen.

4.4. MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen (Vollzeitäquivalent) betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 9.576 Beschäftigte (VJ: 9.655 Beschäftigte). Dies ist eine Reduktion von -79 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr. Gründe dafür sind insbesondere der Abbau der Beschäftigten in der Ukraine und der Türkei als Reaktion auf die geringere Auftragslage. Diese Rückgänge wurden teilweise kompensiert durch den Aufbau von MitarbeiterInnen an Standorten in Deutschland, Großbritannien und den USA.

4.5. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Werttreiber eines Unternehmens, die den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen, diese sind für DO & CO:

  • Produktinnovation
  • MitarbeiterInnen
  • Kundenzufriedenheit
  • Beziehung zu Lieferanten

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich, dass dieser Fokus den Unternehmenserfolg auch zukünftig sichern wird. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards, Kundenorientierung sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Nutzung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen des Eventteams in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher. Für Schulungen werden u.a. neueste technische Mittel verwendet und die international tätigen Köche weltweit über Videoscreen geschult, um einen einheitlichen Standard in Produktpräsentation und -vielfalt zu gewährleisten.

DO & CO verfügt über langjährige zufriedene Kunden basierend auf gemeinsam entwickelten Produkt- und Servicepaketen und der Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen. Die Kundenzufriedenheit beweist sich immer wieder, wenn DO & CO neue Standorte für Airline Catering eröffnet und bestehende Kunden auch an diesen Standorten zu DO & CO wechseln.

DO & CO ist bestrebt die Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten langfristig einzugehen. Das setzt voraus, dass die Partnerschaft für beide Seiten eine gewinnbringende ist. Fairness bei der Preisgestaltung, Verlässlichkeit und Flexibilität bei Lieferung der Ware sind Werte, die die Geschäftsgebaren begleiten. Das gemeinsame Entwickeln von Produkten und Dienstleistungen stärkt die Loyalität und darüber hinaus das Verständnis unterschiedlicher Unternehmenskulturen aller Partner. Des Weiteren unterstützt der wertvolle Erfahrungsaustausch die Erreichung der hohen Qualitätsansprüche von DO & CO.

4.6. Airline Catering

Mit einem unverwechselbaren, innovativen und kompetitiven Produktportfolio generiert die Division Airline Catering den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern.

Weltweit setzen die 30 DO & CO Gourmetküchen in New York, Chicago, London, Istanbul, Frankfurt, München, Mailand, Malta, Warschau, Kiew, Seoul und Wien sowie an weiteren Standorten in Österreich, Deutschland, der Türkei und Polen neue Standards im Premiumsegment des Airline Caterings.

Zahlreiche Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Darunter finden sich namhafte Kunden wie Austrian Airlines, British Airways, Emirates, Turkish Airlines, Etihad Airways, Cathay Pacific, Qatar Airways, Singapore Airlines, Air France, South African Airways, LOT Polish Airlines, Oman Air, Ukraine International Airlines, Royal Air Maroc, Korean Air, EVA Air, Egypt Air, Royal Jordanian, China Airlines, NIKI, Pegasus Airlines, Asiana Airlines, und seit Kurzem auch Lufthansa und Thai Airways.

Airline Catering Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 597,46 631,26 -33,80 -5,4%
EBITDA m€ 70,63 75,35 -4,71 -6,3%
Abschreibungen m€ -25,20 -22,18 -3,02 -13,6%
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -0,49 -3,23 2,74 84,8%
EBIT m€ 44,94 49,94 -4,99 -10,0%
EBITDA-Marge % 11,8% 11,9%
EBIT-Marge % 7,5% 7,9%
Anteil am Konzernumsatz % 65,4% 68,9%

Die Division Airline Catering erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 597,46 m€ (VJ: 631,26 m€). Dies entspricht einem Rückgang von -5,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz beträgt 65,4 % (VJ: 68,9 %). Insgesamt wurden von den 30 Gourmetküchen der DO & CO Gruppe weltweit über 94 Millionen Passagiere auf mehr als 646 Tausend Flügen kulinarisch versorgt.

EBITDA und EBIT liegen im Geschäftsjahr 2016/2017 aufgrund des Umsatzrückganges bzw. gestiegener Abschreibungen unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBITDA liegt mit 70,63 m€ um -4,71 m€ (-6,3 %) unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT reduzierte sich von 49,94 m€ auf 44,94 m€ (-10,0 %). Die EBITDA-Marge beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 11,8 % (VJ: 11,9 %). Die EBIT-Marge liegt bei 7,5 % (VJ: 7,9 %).

Die Division Airline Catering war auch im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem sehr kompetitiven und volatilen Marktumfeld konfrontiert. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen konnte DO & CO die EBITDA-Marge nahezu halten und Neukunden gewinnen.

In Hinblick auf die Entwicklung an den internationalen Standorten sind folgende Punkte hervorzuheben.

TÜRKEI

Das Geschäftsjahr 2016/2017 war für den Standort Türkei und dessen Luftfahrt ein herausforderndes Jahr. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Terroranschläge am Flughafen Istanbul Atatürk Ende Juni 2016 und in der Istanbuler Innenstadt zu Jahreswechsel sowie der vereitelte Putsch Mitte Juli 2016 zu erwähnen.

Bedingt durch einen Rückgang der Passagierzahlen und in Folge sinkender Ergebnisse bei Turkish Airlines war Turkish DO & CO im Geschäftsjahr 2016/2017 veranlasst, für seinen Hauptkunden Turkish Airlines im Airline Catering Einsparungen durchzuführen. Dieses Sparprogramm hatte eine entsprechende Reduktion der Umsätze und des Personalstandes zur Folge. Es ist Turkish DO & CO gelungen, dieses Sparprogramm ohne wesentliche Effekte auf die Margen umzusetzen.

Zusätzlich war im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/2017 ein deutlicher Verfall der türkischen Lira gegenüber dem Euro zu verzeichnen. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/2017 noch 3,21 EUR/TRY betrug, belief sich der Kurs der türkischen Lira Ende Jänner 2017 nur mehr auf 4,06 EUR/TRY und war damit um -26,5 % gefallen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 war eine leichte Erholung der türkischen Lira eingetreten. Der Wert gegenüber dem Euro zum 31. März 2017 betrug 3,89 EUR/TRY und war damit um -21,1 % gegenüber dem letzten Stichtag per 31. März 2016 gefallen. Nachdem der wesentliche Teil der Kosten in lokaler Währung anfällt, bleiben die Margen davon größtenteils unberührt. Der Durchschnittskurs EUR/TRY ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2016/2017 um -11,9 % gesunken.

In der Türkei ist in der Landeswährung (türkische Lira) eine Umsatzreduktion von -1,7 % zu verzeichnen, welche sich durch den Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro in der DO & CO Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit einem Umsatzrückgang von insgesamt -12,2 % widerspiegelt.

Am Standort Sabiha Gökçen, dem zweiten Flughafen in Istanbul, welcher sich auf der asiatischen Seite befindet, wurden die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der bestehenden Gourmetküche fertiggestellt, womit auch zukünftig weiteres Wachstum an diesem Standort möglich ist.

Weiters ist zu berichten, dass Saudia (vormals: Saudi Arabian Airlines) ex Ankara als Neukunde gewonnen werden konnte.

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 gelang es Turkish DO & CO eine weitere Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einer Verlängerungsoption für Turkish Airlines für ein weiteres Jahr zu unterzeichnen.

ÖSTERREICH

Für den Standort Österreich können für das Geschäftsjahr 2016/2017 stabile Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres berichtet werden.

USA

Umsatzzuwächse sind für den Standort New York John F. Kennedy zu berichten. Zu dieser Entwicklung tragen vor allem bestehende Kunden wie Etihad Airways, Emirates und Ukraine International Airlines bei. Seit März 2017 wird Lufthansa mit einem täglichen Abflug nach München bzw. zwei täglichen Abflügen nach Frankfurt als Neukunde am Standort New York John F. Kennedy beliefert. Somit konnte DO & CO die Marktposition an diesem strategisch wichtigen Standort weiter ausbauen. Des Weiteren werden am Standort Investitionen für Umbau- und Erweiterungsarbeiten seit Jänner 2017 getätigt, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant.

Das Geschäftsvolumen am zweiten nordamerikanischen Standort, Chicago O'Hare, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Mit EVA Air konnte im Geschäftsjahr 2016/2017 ein weiterer Kunde gewonnen werden. DO & CO betreut an diesem Standort mit Emirates, British Airways, Cathay Pacific, Turkish Airlines, Austrian Airlines, Finnair, Etihad Airways und EVA Air bereits acht Kunden.

GROSSBRITANNIEN

Für den Standort London Heathrow ist ein Umsatzrückgang in Höhe von -6,7 % zu berichten. Dieser Umsatzrückgang ist einzig und alleine auf die Abwertung des Britischen Pfunds gegenüber der Berichtswährung zurückzuführen. In lokaler Berichtswährung ist eine Umsatzsteigerung von +7,1 % (3,6 mGBP) zu verzeichnen. Nachdem der wesentliche Teil der Kosten in der Landeswährung anfällt, bleiben die Margen von der Abwertung des Britischen Pfunds weitgehend unberührt. Erfreulich ist zu berichten, dass Cathay Pacific am Flughafen London Gatwick als Neukunde mit wöchentlich vier Flügen ab Anfang September 2016 gewonnen werden konnte. Die Zusammenarbeit mit China Southern Airways wurde beendet. Um auch weiterhin Wachstum ermöglichen zu können, werden an der bestehenden Gourmetküche Investitionen für Umbauund Erweiterungsarbeiten getätigt, welche im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 abgeschlossen werden.

DEUTSCHLAND

An den deutschen Standorten (Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin) konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Neukunden, die bereits im Herbst 2015 gewonnen werden konnten, gesteigert werden. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls zu berichten, dass gegen Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 Thai Airways in Frankfurt und München als Neukunde gewonnen wurde. Ab April 2017 wird Thai Airways für einen täglichen Abflug ex München bzw. zwei tägliche Abflüge ex Frankfurt becatert werden.

POLEN

An den Airline Catering Standorten in Polen konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Hervorzuheben ist, dass in Warschau seit September 2016 Air China als Neukunde betreut wird.

ITALIEN

Am Standort Mailand Malpensa konnte das Geschäftsvolumen weiter gesteigert werden, was insbesondere auf die bestehenden Kunden Singapore Airlines und Oman Air zurückzuführen ist.

UKRAINE

Für den Airline Catering Standort in Kiew ist eine stark rückläufige Geschäftsentwicklung zu berichten. Die deutliche Reduktion des Lieferumfangs an Ukraine International Airlines im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/2017, dem größten Kunden am Airline Catering Standort in Kiew, hat zu einem Umsatzrückgang geführt.

Strategie von DO & CO

  • Ausbau der Positionierung als "der" Premium Anbieter im Airline Catering
  • Ein unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio
  • Langfristige Partnerschaften mit den Kunden an mehreren Standorten
  • Gesamtanbieter im Airline Catering
  • Gourmetküchen Ansatz: die Speisen für alle Divisionen werden in zentralen Küchen zubereitet, um gleichbleibende Qualität, divisionsübergreifende Nutzung des Know-how und hohe Auslastung zu gewährleisten

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2017/2018

  • Teilnahme an zahlreichen Ausschreibungen für bestehende bzw. neue Kunden
  • Fortführung der Verhandlungen mit Turkish Airlines über eine weitere Verlängerung des Cateringliefervertrages am dritten Flughafen in Istanbul
  • Errichtung neuer Gourmetküchen für die Flughäfen Los Angeles in den USA und Paris-Charles-de-Gaulle in Frankreich
  • Abschluss der Erweiterungsinvestitionen in die Standorte New York (Flughafen John F. Kennedy) und London Heathrow
  • Entwicklung eines neuen Geschirr- und Servicekonzeptes für British Airways Business Class, während einer 6-monatigen Testphase auf der Strecke LHR-JFK werden auch die Speisen in der First und Business Class von DO & CO zubereitet
  • Expansion des Buy-on-Board Geschäftes mit dem von DO & CO und Partnern gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd.
  • Evaluierung von Übernahmezielen und Expansionsmöglichkeiten

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "Der" Premium Airline Caterer
  • Produktkreativität und -innovation
  • Anbieter von Komplettlösungen

4.7. International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 146,33 m€ (VJ: 117,68 m€). Das EBITDA der Division International Event Catering beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 11,79 m€ (VJ: 9,30 m€). Die EBITDA-Marge liegt bei 8,1 % (VJ: 7,9 %). Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2016/2017 6,72 m€ (VJ: 4,23 m€). Die EBIT-Marge liegt bei 4,6 % (VJ: 3,6 %).

International Event Catering Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 146,33 117,68 28,65 24,3%
EBITDA m€ 11,79 9,30 2,49 26,8%
Abschreibungen m€ -5,07 -5,07 0,00 -0,1%
EBIT m€ 6,72 4,23 2,49 58,9%
EBITDA-Marge % 8,1% 7,9%
EBIT-Marge % 4,6% 3,6%
Anteil am Konzernumsatz % 16,0% 12,8%

Der starke Umsatzanstieg in dieser Division ist insbesondere auf die Fußballeuropameisterschaft UEFA EURO 2016 in Frankreich zurückzuführen. DO & CO bzw. Hédiard Paris war die Hospitality Production Management Company bei einer der größten Sportveranstaltungen, die jemals in Europa stattgefunden hat. Dabei wurden bei 51 Spielen über 110.000 VIP Gäste in 9 Städten und 10 verschiedenen Stadien kulinarisch verwöhnt.

Im International Event Catering übernahm DO & CO bereits in der 25. Saison die kulinarische Betreuung der Formel 1 Grands Prix. Es wurden insgesamt 18 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern becatert. Zusätzlich ist DO & CO seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 auch für den Bereich der Formel 1 VIP-Hospitality-Infrastruktur verantwortlich. Dieser beinhaltet die Bereitstellung von Nicht-Catering Leistungen wie Zelte, Mobiliar, Security, Dekoration und Entertainment. Des Weiteren hat DO & CO im Geschäftsjahr 2016/2017 das Catering für das Mercedes Motorhome für sämtliche Formel 1 Grands Prix übernommen.

DO & CO hat im Geschäftsjahr 2016/2017 das Catering von insgesamt 45 Fußballspielen in der Allianz Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von FC Bayern München und 1860 München sowie die Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft in der Allianz Arena. Zusätzlich wurden von Arena One, ein Tochterunternehmen von DO & CO, zahlreiche Events im Olympiapark in München ausgerichtet.

DO & CO konnte eine Vertragsverlängerung zur Bewirtschaftung der Allianz Arena mit der Allianz Arena München Stadion GmbH bis ins Jahr 2030 erzielen. Zur Weiterentwicklung der Allianz Arena sowie zur Erweiterung der bestehenden Hospitality- und Gastronomieflächen wird sich DO & CO mit einem Baukostenzuschuss beteiligen.

Im Mai 2016 richtete DO & CO gleich mehrere sportliche Großereignisse aus. Beim ATP Tennis Masters Series in Madrid war das DO & CO Eventteam auch heuer wieder für die kulinarische Betreuung der VIP-Gäste sowie der Tennisspieler selbst verantwortlich. Mitte Mai 2016 war DO & CO kulinarischer Gastgeber des Finales der UEFA Europa League in Basel. Zusätzliches Highlight im Eventkalender war Ende Mai 2016 die Ausrichtung des UEFA Champions League Finales im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. Dies war bereits das elfte Champions League Finale, welches DO & CO für die UEFA ausrichten durfte.

Im Juli 2016 fand das Springreitturnier CHIO Aachen statt. DO & CO war erneut für das Catering der VIP-Gäste verantwortlich. Der Höhepunkt des Sommers war auch dieses Jahr das Beach Volleyball Turnier in Klagenfurt am Wörthersee im Juli 2016. Innerhalb von sechs Tagen kamen die VIP-Gäste in den Genuss von feinstem DO & CO Catering. Zusätzlich betreute DO & CO in diesem Geschäftsjahr auch die VIP-Gäste beim Beachvolleyball Miami Major im Februar 2017 in Fort Lauderdale in den USA.

Ebenfalls ist das alljährliche Filmfestival am Wiener Rathausplatz im Juli und August 2016 hervorzuheben. DO & CO ist hier seit 1992 für die Planung, die Organisation, den Aufbau und die gastronomische Logistik für diesen in Europa einzigartigen Gourmet Food Market verantwortlich. Die Aktivitäten am Wiener Rathausplatz starteten aufgrund des Public Viewings während der UEFA EURO 2016 bereits Anfang Juni 2016 und gingen nahtlos in das Filmfestival über.

Des Weiteren wurden sowohl die ÖFB-Länderspiele im Wiener Ernst-Happel-Stadion als auch die Heimspiele des FC Red Bull Salzburg in der Salzburger Red Bull Arena von DO & CO betreut.

Mit Beginn der Fußball Bundesliga Saison 2016/2017 hat DO & CO das Catering für die VIP-Gäste des Traditionsklubs Austria Wien im Ernst-Happel-Stadion übernommen.

Im Jänner 2017 war das Highlight der Wintersaison erneut das Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Ebenfalls sorgte DO & CO im Rahmen der Vierschanzentournee am Bergisel und in Bischofshofen sowie beim Nachtslalom in Schladming für ein einzigartiges Ambiente und Catering auf höchstem Niveau.

Strategie von DO & CO

  • Verstärkung der Kernkompetenz als Premium Caterer
  • Ausbau der Positionierung als "Gourmet Entertainment Generalunternehmer" mit "schlüsselfertigen" Kreativlösungen
  • Festigung der Premium Event Marke "DO & CO"
  • Profilierung als starker und verlässlicher Partner

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2017/2018

  • ATP Tennis Masters in Madrid
  • UEFA Champions League Finale 2017 im Nationalstadion von Wales in Cardiff
  • Beachvolleyball Major Series in Poreč
  • Kulinarische Betreuung und Management der VIP-Hospitality-Infrastruktur der Formel 1
  • Betreuung von Fußballspielen in der Allianz Arena
  • Ausbau des Bereichs Stadion Catering Neukunde Juventus Turin ist neben Bayern München, Red Bull Salzburg und Austria Wien der vierte Fußball Club, den DO & CO kulinarisch betreut.

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "One stop partner"
  • Einzigartiges Premiumprodukt unverkennbar und nicht austauschbar
  • Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum "no headache partner", der seinen Kunden jederzeit zur Verfügung steht
  • Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam

4.8. Restaurants, Lounges & Hotel

Im Geschäftsjahr 2016/2017 erzielte die Division Restaurants, Lounges & Hotel einen Umsatz von 169,66 m€ (VJ: 167,52 m€). Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 1,3 %. Das EBITDA beträgt 9,47 m€ (VJ: 8,04 m€). Die EBITDA-Marge liegt bei 5,6 % (VJ: 4,8 %). Das EBIT mit 4,58 m€ liegt über dem Vorjahresniveau (VJ: 1,35 m€). Die EBIT-Marge beträgt 2,7 % (VJ: 0,8 %).

Restaurants, Lounges & Hotel Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 Veränderung Veränderung
in %
Umsatz m€ 169,66 167,52 2,13 1,3%
EBITDA m€ 9,47 8,04 1,43 17,8%
Abschreibungen m€ -3,59 -6,03 2,43 40,4%
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -1,30 -0,66 -0,64 -97,3%
EBIT m€ 4,58 1,35 3,23 238,9%
EBITDA-Marge % 5,6% 4,8%
EBIT-Marge % 2,7% 0,8%
Anteil am Konzernumsatz % 18,6% 18,3%

Die Division Restaurants, Lounges & Hotel umfasst folgende Geschäftsbereiche: Restaurants und Demel Cafés, Lounges, Hotel, Mitarbeiterrestaurants, Retail, Airport Gastronomie und Railway Catering.

Insbesondere der Bereich der Lounges erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 Umsatzzuwächse. In diesem Zusammenhang ist zu berichten, dass DO & CO für Emirates seit Oktober 2015 eine Lounge in Frankfurt und seit November 2015 jeweils eine Lounge in München und Düsseldorf betreibt. Des Weiteren tragen insbesondere die Emirates Lounges in London Heathrow und New York John F. Kennedy zum Wachstum bei.

In den von DO & CO weltweit betriebenen 30 Lounges, bestehend aus den Austrian Airlines und Flughafen Wien Lounges in Wien, den Lufthansa Lounges in Frankfurt und London Heathrow, den Emirates Lounges in London Heathrow, New York John F. Kennedy, Mailand Malpensa, München, Frankfurt und Düsseldorf, Etihad Lounge in Frankfurt sowie den Turkish Airlines Lounges in Istanbul, Dalaman, Trabzon, Adana und Bodrum, konnten im Geschäftsjahr 2016/2017 über 4,1 Millionen Passagiere kulinarisch versorgt werden.

Der Bereich der Mitarbeiterrestaurants mit Standorten in Österreich und Deutschland verzeichnete im Geschäftsjahr 2016/2017 ebenso Umsatzzuwächse.

Die Restaurants verzeichneten im Geschäftsjahr 2016/2017 eine stabile Umsatzentwicklung. Das DO & CO Flagship Restaurant am Stephansplatz, das DO & CO Restaurant Albertina sowie die beiden Restaurants im Münchner Olympiapark, Restaurant 181 und Restaurant Olympiasee, entwickelten sich zufriedenstellend.

Für das Geschäftsfeld Railway Catering ist zu berichten, dass DO & CO sich nach der außerordentlichen Kündigung mit ÖBB-Personenverkehr AG geeinigt hat, den Vertrag bis Ende April 2018 fortzuführen. DO & CO wird an der neuen Ausschreibung, die für Herbst 2017 erwartet wird, teilnehmen.

DO & CO und Nespresso haben mit ihrem Joint Venture Ende Juni 2016 das erste Nespresso Café in London eröffnet. Im Stadtteil City of London am prominenten Standort zwischen Bank of England und St. Pauls Kathedrale werden frische Produkte aus der Londoner DO & CO Gourmetküche und Nespresso Kaffee serviert. Das Nespresso Café in Wien wurde im Juni 2016 aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Entwicklung geschlossen.

Der Flagship Store von Hédiard, ein Tochterunternehmen von DO & CO, am Place de la Madeleine in Paris wird derzeit neu gestaltet und ist während der Umbauphase geschlossen. DO & CO hat im März 2017 angekündigt Reorganisationsmaßnahmen und Konzeptveränderungen bei Hédiard durchzuführen, welche in einem Personalabbau münden werden. Die soziale Verträglichkeit dieses Personalabbaus wird durch einen Sozialplan sichergestellt. Die zu erwartenden Kosten dieser Maßnahme sind in der Ergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2016/2017 berücksichtigt.

Die Bauarbeiten für das Hotel in Istanbul sind weiter vorangeschritten. Die Eröffnung des Hotels und des Restaurants sowie der Eventlocation ist für 2018 vorgesehen.

Strategie von DO & CO

  • Kreatives Herzstück des DO & CO Konzerns
  • Marketinginstrument und Imageträger der Gruppe sowie Markenentwicklung

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2017/2018

  • Fortsetzung der Expansion im Bereich Retail mit der Eröffnung weiterer Standorte von Nespresso Cafés und "Henry - the art of living" Shops
  • Fortsetzung der Expansion in den Bereichen Lounges, Airport Gastronomie und Mitarbeiterrestaurants

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Vorreiter bei Produktinnovationen und der Umsetzung internationaler Trends
  • Starke Marke, die für Spitzenqualität bürgt
  • Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Lounges, Retail, Airport Gastronomie, Restaurants und Demel Cafés, Hotel, Mitarbeiterrestaurants und Railway Catering
  • Einzigartige Standorte: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina und Neuer Markt in Wien, Place de la Madeleine in Paris sowie Istanbul Ortaköy

4.9. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB

Aktienmärkte im Überblick

Die großen internationalen Aktienmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Berichtszeitraum gut. Daran konnten auch die überraschenden politischen Wahlausgänge beim "Brexit-Referendum" in Großbritannien und bei der US-Präsidentschaftswahl nichts ändern. Die Märkte profitierten von positiven Wirtschaftsdaten, vor allem auch in Europa. Unterstützend wirkte hier die anhaltend expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Während auch die japanische Notenbank an ihrem lockeren Kurs festhielt, schritt die Federal Reserve Bank in den USA sehr vorsichtig mit ihrem Straffungskurs fort. Einer in naher Zukunft wahrscheinliche Zinserhöhung wurde seitens der Anlegern noch nicht Rechnung getragen. Nach den Unsicherheiten rund um die chinesische Wirtschaft, die zu Beginn des Jahres 2016 vorherrschten, normalisierte sich das Wachstum in der fernöstlichen Wirtschaftsmacht.

Der gesamteuropäische Aktienindex EuroStoxx 50 ist im Berichtszeitraum um 16,5 % gestiegen. Der US-Börsenindex Dow Jones Industrial bzw. der DAX verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 16,8 % bzw. 23,6 %.

Der Wiener Leitindex ATX zeigte einen sukzessiven Aufwärtstrend. Insgesamt verzeichnete der ATX im Berichtszeitraum mit einer Entwicklung von 2.270,38 Punkten am 31. März 2016 auf 2.828,79 Punkte am 31. März 2017 einen Kursanstieg von 24,6 %.

Die Istanbuler Börse verzeichnete im Berichtszeitraum eine leicht positive Entwicklung. Der türkische Leitindex BIST 100 stieg im Berichtszeitraum um 6,8 % und schloss am 31. März 2017 bei 88.947,40 Punkten.

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie verzeichnete sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse im Geschäftsjahr 2016/2017 Kursverluste.

An der Wiener Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursverlust von -42,6 % und schloss am 31. März 2017 mit einem Kurs von 60,89 €.

An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursverlust von -30,2 % und schloss am 31. März 2017 mit einem Kurs von TRY 235,90.

DO & CO wurde am 1. Oktober 2015 in den BIST 100 Index, den Leitindex für den türkischen Aktienmarkt, aufgenommen. Der BIST 100 Index ist der wichtigste türkische Aktienindex und beinhaltet die 100 größten türkischen Werte gewichtet nach der Marktkapitalisierung.

Dividende

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft wird der Hauptversammlung am 27. Juli 2017 eine Dividende in Höhe von 0,85 € je Aktie vorschlagen. Damit entspricht die Dividende jener des vorangegangen Geschäftsjahres. Die Ausschüttungsquote beträgt 39,8 %.

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 1.452 t€. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 684 t€. Damit liegt das Handelsvolumen in Wien über jenem an der Istanbuler Börse. Das Handelsvolumen beider Börsen gemeinsam betrug im Tagesdurchschnitt 2.136 t€ bzw. 31.097 Stück. Damit liegt das tägliche Handelsvolumen sowohl in Anzahl als auch in Wert über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Börse Wien Börse Istanbul Summe
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Volumen in Stk* 21.413 9.360 9.684 10.502 31.097 19.861
Volumen in t€* 1.452 808 684 895 2.136 1.704

*Durchschnittliches tägliches Handelsvolumen der DO & CO Aktie

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Höchstkurs 1 107,60 106,00
Tiefstkurs 1 52,42 64,03
Kurs ultimo 1 60,89 106,00
Aktienanzahl ultimo TPie 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m€ 593,31 1.032,86

1… Schlusskurs

Die Aktionärsstruktur der DO & CO Aktiengesellschaft

Zum Stichtag 31. März 2017 befinden sich 67,69 % der Aktien im Streubesitz. Der verbleibende Aktienanteil von 32,31 % wird von der Attila Dogudan Privatstiftung gehalten. Darin ist ein Aktienanteil von 1,59 % beinhaltet, welcher für Management- und Mitarbeiterbeteiligungen vorgesehen ist.

Informationen zur DO & CO Aktie

ISIN AT0000818802 Reuters Code DOCO.VI, DOCO.IS Bloomberg Code DOC AV, DOCO TI WKN 081880 Börseplätze Wien, Istanbul Währung EUR, TRY

Indizes ATX Prime, WBI, BIST ALL, BIST 100

Finanzkalender

17.07.2017 Nachweisstichtag Hauptversammlung
27.07.2017 Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016/2017
31.07.2017 Dividenden Ex-Tag
01.08.2017 Nachweisstichtag Dividenden
14.08.2017 Dividendenzahltag
17.08.2017 Ergebnis für das erste Quartal 2017/2018
16.11.2017 Ergebnis für das erste Halbjahr 2017/2018
15.02.2018 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2017/2018

Investor Relations

Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat das Management der DO & CO Aktiengesellschaft Gespräche mit zahlreichen institutionellen Investoren und Finanzanalysten geführt. Diese Gespräche fanden in Frankfurt, Istanbul, London, Stegersbach, Wien und Zürs statt.

Analysen und Berichte über die DO & CO Aktie werden derzeit von elf internationalen Institutionen veröffentlicht:

  • Kepler Cheuvreux
  • Renaissance Capital
  • Wood & Company
  • Erste Bank
  • HSBC
  • Raiffeisen Centrobank
  • İş Investment
  • Ünlü & Co
  • Garanti Securities
  • GSC Research
  • Globul Menkul Degerler

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 75,23 € (Stand: 31. März 2017).

Alle Veröffentlichungen, der Corporate Governance Bericht sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Investor Relations Email: [email protected]

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt 19.488.000,00 € und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 32,31 % hält zum Bilanzstichtag zumindest 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO MitarbeiterInnen, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist bis 30. Juni 2017 ermächtigt,

a) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale 19.488.000,00 € um bis zu weitere 9.744.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen,

b) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, oder
  • (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder
  • (iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu 7.795.200,00 € durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 und vom 4. Juli 2013 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

4.10. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach dem 31. März 2017 ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse und Entwicklungen, die für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des DO & CO Konzerns von Bedeutung wären.

5. Ausblick

DO & CO ist durch seine unterschiedlichen Vertriebsmöglichkeiten, einem breiten Markenportfolio sowie Aktivitäten in unterschiedlichen Regionen für herausfordernde Marktbedingungen sehr gut vorbereitet und erwartet auch in Zukunft gute Entwicklungsmöglichkeiten.

NEUE GOURMETKÜCHEN ENTSTEHEN IN LOS ANGELES UND PARIS

Im Geschäftsjahr 2017/2018 ist vorgesehen zwei neue Gourmetküchen in Los Angeles und Paris zu eröffnen. Am Flughafen Los Angeles wurde im Frühjahr 2017 mit der Errichtung einer neuen Gourmetküche begonnen. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 vorgesehen. Zusätzlich hat DO & CO die Planungen für die Errichtung einer Gourmetküche in Paris aufgenommen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2017 geplant. Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist mit bis zu 66 Millionen Fluggästen der zweitgrößte Flughafen Europas.

TÜRKEI

Betreffend das Engagement in der Türkei ist festzuhalten, dass DO & CO seine Aktivitäten in der Türkei wie geplant fortsetzen wird. DO & CO hat ein uneingeschränktes Kommitment für seine langfristigen Projekte in der Türkei.

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 hat DO & CO Verhandlungen über eine weitere Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines aufgenommen. Dieser in Verhandlung befindliche Vertrag soll an die Vertragsverlängerung, die im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 abgeschlossen wurde, anknüpfen und insbesondere die Modalitäten in Zusammenhang mit dem neuen, noch zu eröffnenden dritten Flughafen in Istanbul regeln.

Seit April 2017 machte Turkish Airlines mit steigenden Passagierzahlen auf sich aufmerksam. Die Passagierzahlen von Turkish Airlines lagen im April um +8,0 % und im Mai 2017 um +4,5 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 wurden von Turkish Airlines negative Abweichungen gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten berichtet. DO & CO erwartet sich daraus abgeleitet zukünftig eine stabile Umsatzentwicklung.

BUY-ON-BOARD BEI NIKI

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 kam es bei NIKI zu weitreichenden Veränderungen. Seit Beginn des Sommerflugplans sind nur noch 5 von bisher 22 Flugzeugen in Österreich stationiert. Die übrigen 17 Flugzeuge fliegen seit April 2017 aus Deutschland und der Schweiz, wodurch es zu einer Verlagerung des Geschäfts kommt. Dies hat zur Folge, dass die Anzahl der Abflüge ex Österreich auf rund ein Viertel gesunken ist. Im Ausgleich dazu bedient NIKI nun europäische Destinationen ex Düsseldorf, Hamburg, München, Basel und Zürich. Parallel dazu wurde das Catering auf ein Buy-on-Board Konzept auf allen City-Shuttle Flügen umgestellt. Das Catering-Konzept für die Charter-Flüge bleibt unverändert. Das neue Buy-on-Board Konzept wurde von dem von DO & CO und Partnern gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd. gestaltet und wird von Versilia weiterhin betreut. Damit gelang es NIKI als Kunden für den DO & CO Konzern zu halten, wobei mittelfristig die historischen Umsätze nicht weiterhin erzielt werden können.

AUSBAU STADIUMCATERING

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/2018 ist es DO & CO gelungen, Juventus Turin als Neukunden zu gewinnen. Ab Mitte August wird das Stadion Catering des Turiner Traditionsclubs übernommen. Dies ist ein ganz bedeutender und wichtiger Schritt für den Ausbau dieses

Geschäftsbereiches. Juventus Turin ist neben Bayern München, Red Bull Salzburg und Austria Wien der 4. Fußball Club, den DO & CO kulinarisch betreut.

AUSSCHREIBUNG BEI HENRY AM ZUG UND AUSTRIAN AIRLINES

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 haben sowohl die ÖBB-Personenverkehr AG als auch Austrian Airlines die Ausschreibungsprozesse für die Cateringverträge ab April 2018 bzw. Jänner 2019 begonnen.

BEENDIGUNG EMIRATES LOUNGES IN NEW YORK JOHN F. KENNEDY UND MAILAND Die Verträge betreffend die Emirates Lounges in Mailand und New York John F. Kennedy wurden beendet. Die beiden Lounges werden bis Anfang Juli 2017 bzw. Anfang September 2017 noch von DO & CO betrieben.

RETAIL & HENRY GOURMET SHOPS

Im Bereich Retail werden im Geschäftsjahr 2017/2018 weitere Gourmetshops unter der Marke Henry in Wien bzw. London eröffnet.

NEUE AKQUISITIONEN

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten evaluiert.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotenziale dar.

6. Chancen- und Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich jedoch auch zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Im Hinblick auf sich bietende Chancen sind die folgenden Ansatzpunkte hervorzuheben, die es dem Konzern ermöglichen, sich positiv weiterzuentwickeln. Die Akquisition von zusätzlichen Kunden wird als Chance erachtet. Ebenso stellt die Ausdehnung des Lieferumfanges mit bestehenden Kunden eine Chance für DO & CO dar. Dies kann einerseits durch das Anbieten umfassenderer Leistungen an bestehenden Standorten, andererseits durch das Erbringen von Leistungen an zusätzlichen Standorten erfolgen. Des Weiteren sieht DO & CO die Möglichkeit, durch innovative Produkte und Dienstleistungen die positive Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken reagiert.

Ausgangsbasis des angewandten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die, in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe gesehen und stellt einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse dar. Dies führt zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, dazu gehören eine zentrale Administration, das Controlling, die Rechtsabteilung und die Interne Revision.

Politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen können insbesondere die Sicherheit von Fluggesellschaften, Veranstaltungen, Kunden und MitarbeiterInnen in erheblichem Ausmaß gefährden. Zur Risikoanalyse, -überwachung und -steuerung dieses Sicherheitsrisikos betreibt DO & CO ein umfassendes Monitoring der weltweiten als auch der lokalen Sicherheitslagen und deren aktuellen Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von DO & CO zur Folge haben könnten.

Durch die enge Zusammenarbeit des Risikomanagements mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurden vor allem die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO.

Die politischen Krisen sowie Terroranschläge haben zu einer Veränderung des Reise- und Freizeitverhaltens von Menschen geführt. Des Weiteren wird die Sicherheit des Flugbetriebes durch direkte Terroranschläge auf Fluggesellschaften bedroht, was zu Mehrkosten für die Gewährleistung der Sicherheit führt.

Nachdem wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Emirates, Etihad Airways, LOT Polish Airlines, Austrian Airlines, Cathay Pacific, British Airways, NIKI und Pegasus Airlines erwirtschaftet werden, ist ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der Sicherheitslage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit ist es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten hat besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

Risiken für eine fortdauernde Expansion bestehen aus der Sicht von DO & CO durch die permanente weltweite Terrorbedrohnung, politische Unruhen und die Veränderung der weltpolitischen Landschaft.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine internationale Diversifikation sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken aufgrund von Terror und politischen Unruhen

Terroranschläge im Nahen Osten sowie in Europa haben zu einem beträchtlichen Sicherheitsrisiko für Kunden als auch MitarbeiterInnen geführt.

Es ist daher mit negativen Auswirkungen auf die Airline Branche als auch auf das Freizeitverhalten zu rechnen. Im Bereich von Großevents kann es zu kurzfristigen Absagen von Veranstaltungen kommen, wenn für den Event eine konkrete Terrorwarnung besteht.

DO & CO erstellt in Zusammenarbeit mit den Behörden fortlaufend Sicherheitsanalysen, um Entwicklungen in bestimmten Regionen der Welt bereits im Vorfeld einschätzen zu können und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen richten sich dabei nach der Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Schadensereignisses.

Bei der Erstellung umfassender Sicherheitsanalysen für das Unternehmen und dessen Kunden greift DO & CO auf die von nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellten Informationen zurück.

Neben der kontinuierlichen Bewertung von Risiken für das Unternehmen kommt der Sicherheit der MitarbeiterInnen im Ausland ein hoher Stellenwert zu. Entsandte werden vor der Abreise und während des Aufenthalts zeitnahe über die aktuelle Sicherheitslage informiert.

Risiken aufgrund von Naturkatastrophen und Epidemien

Umweltrisiken können sich plötzlich und ohne Vorwarnung konkretisieren, wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 gezeigt hat. Der Ausbruch hat den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmgelegt. Ebenso zählen Katastrophen, wie der Atomreaktorzwischenfall in Japan im März 2011 mit einer entsprechenden Verstrahlung der Umwelt, zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Zu den Risiken, die ebenfalls nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien, wie beispielsweise der Vogelgrippe, des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) oder des Ebolafiebers. Heute muss nach Expertenschätzungen damit gerechnet werden, dass Menschen auf allen Kontinenten innerhalb weniger Wochen durch Krankheitserreger infiziert werden können. Reisebeschränkungen durch die Gesundheitsbehörden können Einfluss auf das Reise- wie Freizeitverhalten von Menschen haben, weshalb Flüge als auch Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden könnten. Sollten Risiken aufgrund von epidemischen oder pandemischen Gefahren auftreten, stehen DO & CO professionelle medizinische Dienste zur Verfügung, um im Ernstfall frühzeitig und angemessen reagieren zu können.

Reputationsrisiken

Den möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit einem Regelwerk entgegengewirkt. Dieses Regelwerk gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken. Jede/r MitarbeiterIn hat die Verantwortung, den Ruf von DO & CO zu schützen. Die Hauptverantwortung für die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Schadensrisiken

Dem Schadenspotenzial durch Feuer, Sturm, Überschwemmungen und Erdbeben wird durch entsprechende Sicherheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen sowie Notfallpläne entgegengewirkt, welche regelmäßig trainiert und adaptiert werden. Diese Risiken sind durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die MitarbeiterInnen und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen MitarbeiterInnen den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie beispielsweise der Vogelgrippe können Rohstoffe unter Umständen nur in geringeren Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente, vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulungen von MitarbeiterInnen sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Informationstechnologie

Viele Prozesse innerhalb des DO & CO Konzerns sind IT-unterstützt bzw. von Informationen abhängig, die aus diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme stellt daher ein Risiko dar. Diesem Risiko wird durch intensive Schulungen und dem entsprechenden Einsatz interner und externer Fachkräfte entgegengewirkt. Die IT-Infrastruktur und IT-Systeme werden konzernweit permanent gewartet und optimiert, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten und zu verbessern bzw. das Ausfallsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene – vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben – sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters, zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung und ein auf Vorstandsebene installiertes Risk- & Compliance-Comittee gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Vorkehrungen zur Schadensvermeidung nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Akquisition und Integration von Unternehmen

Eines der strategischen Ziele des DO & CO Konzerns ist es, nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch Unternehmen zu akquirieren. In Verfolgung dieses strategischen Ziels wurden und werden Unternehmen akquiriert und in die DO & CO Gruppe eingegliedert. Im Zuge dieses Prozesses stellen sich zahlreiche Herausforderungen, um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken zu vermeiden.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, GBP, CHF und PLN zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen Zahlungsmitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen wird das Bonitätsrisiko der Kunden zeitnahe überwacht und ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation ermöglicht.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO gegenwärtig nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Punkt 7.1. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten) nachzulesen.

7. Internes Kontrollsystem

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollund Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem werden laufend an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Das Konzernrechnungswesen ist zentraler Ansprechpartner in allen Bilanzierungsfragen sowohl auf Einzelgesellschafts- wie auf Konzernebene. Ihm obliegt auch die Erstellung des Konzernabschlusses unter Zuhilfenahme einer anerkannten Konsolidierungssoftware. Das Einspielen der Einzelabschlüsse und Erstellen des Konzernabschlusses samt Anhangsangaben wird begleitet durch zahlreiche Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten sicherstellen. Ein Konzernhandbuch, in dem die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze von DO & CO festgelegt sind und das laufend aktualisiert wird, stellt eine die einheitliche Verarbeitung der Geschäftsfälle, Bilanzierung und Bewertung sicher und reduziert das Risiko der unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb des Konzerns. Die Bilanzierung nach der aktuellen Rechtslage wird durch die laufende Fortbildung der MitarbeiterInnen sichergestellt. Bei der bilanziellen Abbildung komplexer Sachverhalte zieht DO & CO zur Unterstützung externe Dienstleister hinzu, um deren ordnungsgemäße Abbildung im Jahres- und Konzernabschluss zu gewährleisten. Das gilt etwa für die Akquisition von Unternehmen, die Risiken aus der Zusammenführung unterschiedlicher Buchungssysteme sowie Bewertungsrisiken bergen. Für bestimmte Bewertungen (z.B. Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen) bedient sich die Gesellschaft der Expertise von Sachverständigen.

Zur Vermeidung betrügerischer Handlungen und Missbrauch sind Funktionstrennungen sowie laufende und nachgelagerte Kontrollen im Sinne eines "4-Augen-Prinzips" implementiert. Regelmäßige Audits durch die Interne Revision gewährleisten eine permanente Verbesserung und Optimierung der Prozesse.

Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann kein internes Kontrollsystem das Erreichen der gesetzten Ziele mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Aufgrund der Ausgestaltung des implementierten Kontrollsystems und seiner ständigen Weiterentwicklung erachtet DO & CO das Risiko einer fehlerhaften Abschlusserstellung als begrenzt.

Corporate Governance Bericht

1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) stellt ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung sowie Leitung von Aktiengesellschaften in Österreich dar.

Seit Februar 2007 bekennt sich DO & CO umfassend zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (abrufbar unter www.corporate-governance.at), hält die im Kodex angeführten L-Regeln (Legal Requirements) dem Gesetz entsprechend ein und erklärt, von den C-Regeln (Comply or Explain) nicht abzuweichen.

Ziel des Managements von DO & CO ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die permanente Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sollen zu einer Unternehmenskultur führen, die Vertrauen schafft und damit langfristige Wertschöpfung ermöglicht.

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex lässt DO & CO in Entsprechung der Regel 62 des ÖCGK seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 regelmäßig durch eine unabhängige, externe Institution evaluieren. Die Evaluierung für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde durch Dr. Ullrich Saurer, Rechtsanwalt, Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH vorgenommen. Der Bericht über die externe Evaluierung ist auf der Website unter www.doco.com von DO & CO abrufbar.

2. Der Vorstand

Attila DOGUDAN

Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Mag. Gottfried NEUMEISTER

Mitglied des Vorstands; geboren 1977 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren Dr. Haig Asenbauer und Dr. Klaus Petermann im Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2016 Mitglieder des Vorstandes der DO & CO Aktiengesellschaft.

Dr. Haig ASENBAUER

geboren 1967; Mitglied des Vorstands bis 30. September 2016 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften (bis 30. September 2016):

Aufsichtsrat der MOUVI Holding AG, Österreich

Dr. Klaus PETERMANN

geboren 1966; Mitglied des Vorstands bis 30. September 2016 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften (bis 30. September 2016)

  • Verwaltungsrat der Indivis S.A., Luxemburg
  • Verwaltungsrat der Libidama International S.A. SPF, Luxemburg (bis 29. April 2016)

Dr. Haig Asenbauer war als Chief Investment Officer zuständig für M & A, Recht, IT sowie für das Wachstum und die Entwicklung des Retailgeschäftes und die Airport Gastronomie.

Dr. Klaus Petermann war als Chief Financial Officer zuständig für Finanzen, Controlling und Investor Relations.

Arbeitsweise

In der Satzung sowie in der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt.

Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegen die Gesamtleitung des Unternehmens und die Koordinierung der Tätigkeit des Vorstands. Die Mitglieder des Vorstands unterrichten einander gegenseitig über alle wichtigen Geschäftsvorfälle ihres Geschäftsbereiches.

Der Vorsitzende des Vorstands, Attila Dogudan, ist zuständig für die Strategie und Organisation des Konzerns, für zentrale Einheiten, Personal und Einkauf, M & A, Recht, IT sowie federführend für das gesamte operative Geschäft.

Das Vorstandsmitglied Mag. Gottfried Neumeister ist zuständig für den Finanzbereich, Investor Relations, alle Produktionsstandorte weltweit, den Vertrieb des Airline Catering sowie das Railway Catering und soll den Vorsitzenden des Vorstandes bei der Entwicklung der Strategie und Organisation des Konzerns unterstützen.

Die Geschäftsordnung enthält weiters die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

Aktienbesitz von Vorstandsmitgliedern

Zum Bilanzstichtag 31. März 2017 hielt Mag. Gottfried Neumeister 10.000 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft.

3. Der Aufsichtsrat

em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD

Vorsitzender; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

RA Dr. Werner SPORN

Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1935 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ing. Georg THURN-VRINTS

Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied; unabhängig; geboren 1943 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Dr. Andreas BIERWIRTH

Mitglied; unabhängig; geboren 1971

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der EasyJet PLC, Großbritannien
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Casinos Austria Aktiengesellschaft, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Telekom Deutschland GmbH, Deutschland
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Avcon Jet AG, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der FK Austria Wien AG, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Deutschland

Dr. Cem KOZLU

Mitglied; unabhängig; geboren 1946

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Pegasus Hava Tasimaciligi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Endüstri Holding A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Efes Biracilik ve Malt Sanayi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Yazicilar Holding A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Coca-Cola Satis ve Dagitim A.Ş., Türkei

Arbeitsweise

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Satzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/2017 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen sowie einen Beschluss im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Erwerb von Beteiligungen, den Ausbau des Vertriebsnetzes sowie organische Expansionsmöglichkeiten, Erweiterungsinvestitionen und laufende Themen, insbesondere Zugcatering, Airline Catering, insbesondere die Verlängerung des Vertrages mit Turkish Airlines, sowie Nespresso-DO & CO Cafés.

Aktienbesitz von Aufsichtsratsmitgliedern

Zum Bilanzstichtag 31. März 2017 hielt Dr. Andreas Bierwirth 450 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft. Dr. Cem Kozlu hielt zum Bilanzstichtag 31. März 2017 14.215 Stückaktien an der DO & CO Aktiengesellschaft.

Unabhängigkeit

Im Aufsichtsrat von DO & CO sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; Überkreuzverflechtungen existieren ebenso nicht. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der DO & CO Aktiengesellschaft tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab (siehe auch Vergütungsbericht).

Im Zusammenhang mit den Regeln 39 und 53 sowie Anhang 1 des ÖCGK hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14. Februar 2007 nachstehende Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder und Ausschuss-Mitglieder beschlossen:

Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Als weitere Kriterien der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds werden festgelegt:

  1. Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.

  2. Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.

  3. Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

  4. Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist.

  5. Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Eltern, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates erklären, dass sie im Sinne dieser Kriterien unabhängig sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

PRÜFUNGSAUSSCHUSS: em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden Ing. Georg THURN-VRINTS: Mitglied Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD: Mitglied Dr. Andreas BIERWIRTH: Mitglied seit 21. Juli 2016 Dr. Cem KOZLU: Mitglied seit 21. Juli 2016

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat sowie die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrates für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers).

Die Funktion des Prüfungsausschusses wird derzeit vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses und dessen Finanzexperte. Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist auch Stellvertreter des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt zweimal in Anwesenheit des Abschlussprüfers zusammen und hat sich mit dem Abschlussprüfer auch in Abwesenheit des Vorstandes ausgetauscht. Die Tätigkeitsschwerpunkte in diesen Sitzungen lagen bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

PRÄSIDIUM: em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden

Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter.

Dem Präsidium obliegt auch die Funktion des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses sowie des Ausschusses zur Entscheidung in dringenden Fällen.

Als Nominierungsausschuss unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Im Geschäftsjahr 2016/2017 tagte der Nominierungsausschuss einmal und hat sich im Rahmen dieser Sitzung mit der neuen Organisation und Geschäftsverteilung im Vorstand sowie mit der Neufassung der Geschäftsordnung für den Vorstand beschäftigt.

Als Vergütungsausschuss befasst sich das Präsidium mit den Angelegenheiten, die die Beziehung zu der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, der Vergütung der Vorstandsmitglieder und mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Der Vergütungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016/2017 einmal und hat sich mit der variablen Vergütung der Vorstände für das Geschäftsjahr 2015/2016 beschäftigt.

Als Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen obliegt dem Präsidium die Entscheidung bei zustimmungspflichtigen Geschäften.

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der DO & CO Aktiengesellschaft angewendet werden.

Vergütungen für den Vorstand

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus fixen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen, wobei sich der Fixbezug der Vorstandsmitglieder am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert. Ein weiteres wichtiges Element für die Vergütung des Vorstandes ist eine variable Komponente, welche sich ebenfalls am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und die Kriterien der Regel 27 des ÖCGK berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die variablen Vergütungsbestandteile somit insbesondere auf mehrjährige, langfristige sowie nachhaltige Kriterien abstellen und nicht finanzielle Kriterien miteinbeziehen.

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 berechnet sich die variable Vergütung insbesondere unter Berücksichtigung der EBITDA- und EBIT-Marge in Kombination mit der Umsetzung von strategischen Unternehmenszielen sowie persönlichen Leistungszielen.

Die erfolgsabhängige Komponente stellt auf messbare Leistungskriterien sowie auf betragliche oder als Prozentsätze der fixen Vergütungsbestandteile bestimmten Höchstgrenzen ab und beträgt maximal 100 % des Fixbezuges.

Die Bezüge für das Geschäftsjahr 2016/2017 belaufen sich wie folgt:

Bezüge Vorstand 2016/2017
in T€ Fixe
Bezüge
Variable
Bezüge
Gesamt
bezüge
Attila Dogudan * 767 384 1.151
Mag. Gottfried Neumeister ** 581 581 1.162
Dr. Haig Asenbauer (bis 30.09.2016)*** 458 0 458
Dr. Klaus Petermann (bis 30.09.2016)**** 240 0 240
Summe 2.046 965 3.010

*Inklusive Sachbezug und inklusive 34 t€ für die Tätigkeit als Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie CEO bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

**Inklusive 30 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

***Inklusive 15 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş sowie 147,5 t€ als Abfindung.

****Inklusive 15 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Vergütungen für den Aufsichtsrat

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. Juli 2016 für das Geschäftsjahr 2015/2016 eine Vergütung von insgesamt 100 t€ (VJ: 100 t€) bezahlt. Die Verteilung ist in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Bezüge Aufsichtsrat 2015/2016 *
in T€
em. o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD 35
Dr. Werner SPORN 25
Ing. Georg THURN - VRINTS 20
Ök.
- Rat Dr. Christian KONRAD
20
Summe 100

*Sitzungsgelder wurden keine bezahlt

Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, haben im Geschäftsjahr 2016/2017 für juristische Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer organschaftlichen Funktion Honorare in der Höhe von 587 t€ in Rechnung gestellt.

Weiters besteht in der DO & CO Aktiengesellschaft eine aufrechte Vermögensschaden- und Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) zugunsten der Organmitglieder. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden Stellen

Das Unternehmen legt größten Wert auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen wie auch bei der Gleichstellung der Entlohnung. Die Besetzung der Managementpositionen der DO & CO Aktiengesellschaft wie auch ihrer Tochtergesellschaften erfolgt in ausgeglichenem Maße, welches sich am hohen Anteil von Frauen in der Geschäftsführung der Gesellschaften und in leitender Stellung des Konzerns zeigt. Besonders hervorzuheben ist die Position des Unternehmens bei der Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr von Frauen in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz. In diversen Teilzeitmodellen wird es den Mitarbeiterinnen ermöglicht, in ihre ursprünglichen Managementfunktionen wieder einzusteigen und ihre Führungsaufgaben wahrzunehmen.

Wien, am 26. Juni 2017

Attila Dogudan e.h. Vorstandsvorsitzender Mag. Gottfried Neumeister e.h. Vorstandsmitglied

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig schriftlich und mündlich in und außerhalb von Sitzungen über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung im Rahmen von offenen Diskussionen eingehend beraten.

In der 18. ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juli 2016 wurden Dr. Andreas Bierwirth und Dr. Cem Kozlu in den Aufsichtsrat der DO & CO Aktiengesellschaft gewählt. Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus 6 Mitgliedern.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/2017 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen sowie einen Beschluss im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Erwerb von Beteiligungen, den Ausbau des Vertriebsnetzes sowie organische Expansionsmöglichkeiten, Erweiterungsinvestitionen und laufende Themen, insbesondere Zugcatering, Airline Catering, insbesondere die Verlängerung des Vertrages mit Turkish Airlines, sowie Nespresso-DO & CO Cafés.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 27. Juni 2017 den Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft und die Vorbereitung seiner Feststellung, den Vorschlag für die Gewinnverteilung, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht geprüft und weiters vorgeschlagen, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017/2018 zu wählen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt zweimal zusammen und hat dabei auch den Rechnungslegungsprozess, die Umsetzung von Optimierungen des internen Kontrollsystems, der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht.

Der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2017 samt Lagebericht wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungsbestimmungen erstellt und durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Bericht des Vorstands zum Prüfungsergebnis einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2016/2017 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 96 Abs (4) AktG festgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2017 samt Erläuterungen wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und mit dem Konzernlagebericht durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverteilung der DO & CO Aktiengesellschaft geprüft. Der Hauptversammlung wird am 27. Juli 2017 vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von 8.282.400 € zur Gänze auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende von 0,85 € auf jede dividendenberechtigte Aktie.

Die Einklangsprüfung des Corporate Governance Berichtes nach § 243b UGB sowie die Evaluierung der Einhaltung der Regeln des ÖCGK durch die DO & CO Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde von Dr. Ullrich Saurer, Rechtsanwalt, Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH durchgeführt und hat ergeben, dass DO & CO die Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2016/2017 eingehalten hat.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum (Jahres- & Konzern-) Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017/2018 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung, den MitarbeiterInnen für ihren großen persönlichen Einsatz in einem unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.

Wien, am 27. Juni 2017 DDr. Waldemar Jud e.h.

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dr. Werner Sporn e.h. Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates

Konzernabschluss 2016/2017 der DO & CO Aktiengesellschaft nach IFRS

1. Konzernbilanz

in m€
A K T I V A
31. März 2017 31. März 2016
Anhang
4.1. Immaterielle Vermögenswerte 59,90 66,30
4.2. Sachanlagen 220,12 210,37
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 1,55 1,55
4.3.
4.4.
Nach der Equity Methode bilanzierte Beteiligungen 8,55 4,28
4.13. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3,73
0,00
3,26
0,23
4.13. Steuererstattungsansprüche
Latente Steueransprüche
7,13 9,32
Übrige langfristige Vermögenswerte 13,00 0,00
Langfristige Vermögenswerte 313,98 295,31
4.5. Vorräte 24,58 26,17
4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99,33 100,62
4.7. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 16,21 10,10
4.13. Steuererstattungsansprüche 5,90 3,02
4.8. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 17,88 20,87
4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 143,53 171,91
Kurzfristige Vermögenswerte 307,43 332,69
Summe Aktiva 621,41 628,00
P A S S I V A
in m€
31. März 2017 31. März 2016
Anhang
Grundkapital 19,49 19,49
Kapitalrücklagen 70,51 70,51
Erwirtschaftete Ergebnisse 152,83 140,28
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -37,58 -25,87
Sonderposten aus Gesellschaftertransaktion -0,32 -0,27
Anteile der Anteilseigner der 204,93 204,13
DO & CO Aktiengesellschaft
Nicht beherrschende Anteile 50,91 50,24
4.10. Eigenkapital 255,84 254,37
4.11. Anleihe 148,76 148,47
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,00 4,44
4.12. Rückstellungen 23,24 22,44
4.13. Latente Steuerschulden 3,18 5,38
Langfristige Schulden 175,18 180,74
4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49,87 33,29
4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,72 84,92
4.16. Rückstellungen 37,19 32,52
4.13. Steuerschulden 11,15 9,18
4.17. Sonstige Verbindlichkeiten 18,47 32,98
Kurzfristige Schulden 190,39 192,89
Summe Passiva 621,41 628,00

und Verlustrechnung
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Anhang in m€ 2016/2017 2015/2016
5.1. Umsatzerlöse 913,44 916,47
5.2. Sonstige betriebliche Erträge 28,72 24,67
5.3. Materialaufwand -383,50 -396,71
5.4. Personalaufwand -315,13 -302,74
5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -149,55 -148,26
Ergebnis nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
-2,09 -0,74
EBITDA - Betriebsergebnis vor Abschreibungen
und Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen
91,89 92,68
5.6. Abschreibungen und Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
-35,66 -37,16
EBIT - Betriebsergebnis 56,24 55,51
Finanzierungserträge 2,34 2,80
Finanzierungsaufwendungen -6,62 -7,49
Sonstiges Finanzergebnis -2,09 0,00
5.7. Finanzergebnis -6,38 -4,69
Ergebnis vor Ertragsteuern 49,86 50,83
5.8. Ertragsteuern -16,06 -6,14
Ergebnis nach Ertragsteuern 33,80 44,69
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile -12,97 -16,43
Davon Anteil der Gesellschafter der DO & CO
Aktiengesellschaft (Konzernergebnis)
20,83 28,25
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Konzernergebnis in m€ 20,83 28,25
Anzahl (ultimo) der Aktien (in Stück) 9.744.000 9.744.000
5.9. Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie
(in €)
2,14 2,90

3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Ergebnis nach Ertragsteuern 33,80 44,69
Währungsumrechnung -19,01 -18,88
Ertragsteuern -0,60 1,00
Reklassifizierungsfähiges sonstiges Ergebnis -19,61 -17,88
Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen -2,87 1,37
Ertragsteuern 0,56 -0,33
Nicht-Reklassifizierungsfähiges sonstiges Ergebnis -2,31 1,05
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -21,92 -16,83
Gesamtergebnis 11,89 27,86
Davon Anteil der nicht beherrschenden Anteile 2,76 10,23
Davon Anteil der Gesellschafter der DO & CO
Aktiengesellschaft (Gesamtergebnis)
9,13 17,63

4. Konzern-Geldflussrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in m€ 2016/2017 2015/2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 49,86 50,83
+/- Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 35,66 35,68
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 0,42 -0,56
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 0,00 -2,37
-/+ Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen,
soweit nicht zahlungswirksam 2,09 1,52
+/- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge 0,18 -1,02
+/- Zinssaldo 4,32 3,52
Brutto-Cashflow 92,52 87,61
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -1,09 -10,28
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 6,64 -3,82
+/- Zunahme / Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie -26,05 31,68
der sonstigen Verbindlichkeiten
Zahlungen für Ertragsteuern
-
-15,66 -13,46
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) 56,36 91,73
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und
+
immateriellen Vermögenswerten
0,08 3,98
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abzüglich abgegebener
+
0,00 112,16
Zahlungsmittel
Einzahlungen aus Abgängen sonstiger finanzieller Vermögenswerte
+
0,73 0,00
Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagen
-
-58,57 -61,49
Auszahlungen für Zugänge von immateriellen Vermögenswerten
-
-1,84 -2,44
Auszahlungen für Zugänge von nach der Equity-Methode
-
-6,39 -0,48
Auszahlungen für Zugänge sonstiger finanzieller Vermögenswerte
-
-1,93 -1,45
erhaltene Dividenden
+
0,44 0,01
erhaltene Zinsen
+
2,30 1,60
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -65,17 51,89
Dividendenzahlung an Aktionäre der DO & CO Aktiengesellschaft
-
-8,28 -11,69
Dividendenzahlung an Anteilseigner nicht beherrschender Anteile
-
-2,29 -2,76
Einzahlungen aus der Zunahme von finanziellen Verbindlichkeiten
+
0,00 0,02
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
-
0,00 -5,81
gezahlte Zinsen
-
-5,38 -5,13
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15,96 -25,38
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -24,75 118,24
Anfangsbestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 171,91 57,37
Veränderung aufgrund von Wechselkursänderungen (Anfangsbestand) -2,71 -3,86
Veränderung aufgrund von Wechselkursänderungen (Bewegung) -0,66 0,00
abzgl. zahlungsunwirksame Veränderung Liquide Mittel aus Entkonsolidierung -0,25 0,15
Endbestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 143,53 171,91
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -24,75 118,24

Zu den Erläuterungen der Konzern-Geldflussrechnung siehe Abschnitt 6.

5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital der Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
in m€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Erwirtschaftete
Ergebnisse
Rücklage
Währungsumrechnung
Neu
bewertung
IAS 19
Sonderposten
Gesellschafter
transaktion
Summe Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
Stand per 1. April 2016 19,49 70,51 140,28 -24,50 -1,37 -0,27 204,13 50,24 254,37
Dividendenauszahlungen 2015/2016 -8,28 -8,28 -2,13 -10,42
Gesamtergebnis 20,83 -10,33 -1,37 9,13 2,76 11,89
Transaktionen mit anderen Gesellschaftern -0,05 -0,05 0,05 0,00
Stand per 31. März 2017 19,49 70,51 152,83 -34,84 -2,74 -0,32 204,93 50,91 255,84
Stand per 1. April 2015 19,49 70,51 128,47 -13,04 -2,21 -1,80 201,42 45,32 246,74
Zugang anderer Gesellschafter -4,75 -4,75 -1,03 -5,78
Dividendenauszahlungen 2014/2015 -11,69 -11,69 -2,54 -14,23
Gesamtergebnis 28,25 -11,46 0,84 17,63 10,23 27,86
Transaktionen mit anderen Gesellschaftern 1,53 1,53 -1,74 -0,21
Stand per 31. März 2016 19,49 70,51 140,28 -24,50 -1,37 -0,27 204,13 50,24 254,37

Das Eigenkapital wird in Abschnitt 4.10. erläutert.

6. Segmentberichterstattung

Der Vorstand von DO & CO ist der Hauptentscheidungsträger für die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente sowie zur Bewertung ihrer Ertragskraft. Er steuert den Konzern auf Basis von nach IFRS ermittelten Finanzdaten.

Nach dem Management Approach folgt die Segmentberichterstattung der internen Berichterstattung an den Vorstand von DO & CO für die Geschäftssegmente

  • Airline Catering,
  • International Event Catering und
  • Restaurants, Lounges und Hotel.

Für das Management sind die Ergebnisgrößen EBIT und EBITDA steuerungsrelevant. Für Zwecke der Ressourcenallokation orientiert sich das Management vorrangig am EBIT, das damit das Segmentergebnis im Sinne von IFRS 8 darstellt. Soweit Overheads den einzelnen Segmenten nicht verursachungsgerecht zugerechnet werden können, erfolgt ihre Allokation im Wesentlichen umsatzproportional. Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das operative Ergebnis (EBIT) wird als Segmentergebnis berichtet. Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt.

Das Finanzergebnis und der Steueraufwand werden im Konzern zentral gesteuert.

Das Segmentvermögen umfasst im Wesentlichen Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grund, Anlagen in Bau und darauf geleistete Anzahlungen, Geschäfts- und Firmenwerte und sonstige Rechte, sowie im Segment Restaurant, Lounges und Hotel die Marke Hédiard und im Segment International Event Catering übrige langfristige Vermögenswerte.

Die Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten wird in der internen Berichterstattung nicht durchgeführt.

Auf 3 Kontinenten generiert das Geschäftssegment Airline Catering mit einem unverwechselbaren innovativen und kompetitiven Produktportfolio den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern. Herzstück des Segments Airline Catering sind 30 Gourmetküchen an internationalen Flughäfen (unter anderem Istanbul, London, New York, Wien, Frankfurt, Warschau, Mailand), die im Geschäftsjahr 2016/2017 94 Millionen Passagiere auf mehr als 646.000 Flügen kulinarisch versorgten. Zahlreiche Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO, darunter Austrian Airlines, British Airways, Emirates, Turkish Airlines, Etihad Airways, Cathay Pacific, Singapore Airlines und seit Kurzem Lufthansa und Thai Airways.

Das Geschäftssegment International Event Catering ist das kleinste der drei Geschäftssegmente des DO & CO Konzerns. Mit diesem Geschäftssegment ist der DO & CO Konzern weltweit aktiv und bietet den Kunden bei den Events neben dem klassischen Catering auch Komplettlösungen einschließlich Logistik, Dekoration, Möbel, Zeltbau, Musik, Entertainment und Beleuchtung. Zu den Referenzen in diesem Geschäftssegment zählen unter anderem das Catering für 18 Formel 1 Grands Prix, die Finalspiele der UEFA Champions League, das Catering der Münchner Allianz Arena und des Münchner Olympiaparks sowie das Catering für die VIP-Gäste der UEFA EURO. Langjährige Partnerschaften bestätigen: Nationale und internationale Veranstalter vertrauen auf DO & CO als Gastgeber und Gesamtanbieter für Hospitalitylösungen.

In dem Segment Restaurants, Lounges & Hotel liegt der Ursprung des Konzerns. Das Geschäftssegment umfasst eine Reihe unterschiedlicher Bereiche, wie Lounges, Retail, Airport Gastronomie, Restaurants und Demel Café, Hotel, Mitarbeiterrestaurants und Railway Catering.

DO & CO hat einen Kunden, dessen Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt und im Geschäftsjahr 2016/2017 280,37 m€ beträgt. Umsätze mit diesem Kunden sind insbesondere in den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges und Hotel enthalten.

Die Segmentberichterstattung zu den Geschäftssegmenten stellt sich für das Geschäftsjahr 2016/2017 bzw. das Geschäftsjahr 2015/2016 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2016/2017
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m€ 597,46 146,33 169,66 913,44
EBITDA m€ 70,63 11,79 9,47 91,89
Planmäßige Abschreibungen m€ -25,20 -5,07 -3,59 -33,87
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -0,49 0,00 -1,30 -1,79
EBIT m€ 44,94 6,72 4,58 56,24
EBITDA-Marge % 11,8% 8,1% 5,6% 10,1%
EBIT-Marge % 7,5% 4,6% 2,7% 6,2%
Anteil am Konzernumsatz % 65,4% 16,0% 18,6% 100,0%
Gesamtinvestitionen m€ 38,66 2,50 16,42 57,59
Geschäftsjahr
2015/2016
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m€ 631,26 117,68 167,52 916,47
EBITDA m€ 75,35 9,30 8,04 92,68
Planmäßige Abschreibungen m€ -22,18 -5,07 -6,03 -33,27
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen m€ -3,23 0,00 -0,66 -3,89
EBIT m€ 49,94 4,23 1,35 55,51
EBITDA-Marge % 11,9% 7,9% 4,8% 10,1%
EBIT-Marge % 7,9% 3,6% 0,8% 6,1%
Anteil am Konzernumsatz % 68,9% 12,8% 18,3% 100,0%
Gesamtinvestitionen m€ 51,65 4,20 16,91 72,75

Die Außenumsatzerlöse des DO & CO Konzerns teilen sich nach dem Sitz des leistungserbringenden Tochterunternehmens wie folgt auf die geographischen Regionen auf:

Geschäftsjahr
2016/2017
USA Deutschland Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatzerlöse m€ 87,72 129,27 196,79 305,10 194,56 913,44
Anteil am Konzernumsatz % 9,6% 14,2% 21,5% 33,4% 21,3% 100,0%
Geschäftsjahr
2015/2016
USA Deutschland Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatzerlöse m€ 83,12 116,71 189,78 350,21 176,65 916,47

Die langfristigen Vermögenswerte nach IFRS 8 nach geographischen Regionen (exkl. Ertragssteuerforderungen und latente Steuern) betrugen zum 31. März 2017 bzw. zum 31. März 2016:

Anteil am Konzernumsatz % 9,1% 12,7% 20,7% 38,2% 19,3% 100,0%

31. März 2017 USA Deutschland Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Langfristige Vermögenswerte
m€
42,06 44,64 32,40 99,77 87,99 306,85
31. März 2016 USA Deutschland Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Langfristige Vermögenswerte
m€
37,21 34,47 35,54 100,34 78,20 285,76

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben

Die DO & CO Aktiengesellschaft (DO & CO, Gesellschaft) mit Sitz in 1010 Wien, Stephansplatz 12, ist das Mutterunternehmen eines international tätigen Cateringkonzerns. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die drei Segmente Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel. Die Aktien der DO & CO Aktiengesellschaft notieren an der Wiener und Istanbuler Börse.

Der Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 (2016/2017) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union für kapitalmarktorientierte Unternehmen anzuwenden sind, sowie den nach § 245a UGB ergänzend zu beachtenden Vorschriften des Unternehmensgesetzbuchs aufgestellt.

Den Anforderungen dieser Vorschriften hat DO & CO uneingeschränkt entsprochen. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DO & CO Konzerns. Die Abschlüsse aller wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gem. IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen vorbehaltlich abweichender Angaben in Millionen Euro (m€). Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten.

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sind Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die Höhe und den Ausweis von bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen des Vorstandes, basierend auf Erfahrungen aus vergleichbaren Transaktionen erfolgen, können die tatsächlichen Werte von diesen Schätzungen abweichen.

Am 27. Juni 2017 wird der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligt.

2. Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS

DO & CO hat die folgenden vom IASB neu erlassenen bzw. geänderten und von der Europäischen Union übernommenen Verlautbarungen im Geschäftsjahr erstmals angewendet:

Standard / Interpretation
(Erstanwendung im Geschäftsjahr 2016/2017)
Veröffentlichung
(EU Übernahme)
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Auswirkung auf den
Konzernabschluss
IAS 16
IAS 38
Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 12. Mai 2014
(02. Dezember 2015)
1. April 2016 keine wesentliche
Auswirkung
IAS 16
IAS 41
Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 30. Juni 2014
(23. November 2015)
1. April 2016 keine Auswirkung
IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss 12. August 2014
(18. Dezember 2015)
1. April 2016 keine Auswirkung
IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen
Geschäftstätigkeit
06. Mai 2014
(24. November 2015)
1. April 2016 keine wesentliche
Auswirkung
IFRS 10
IFRS 12
IAS 28
Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 18. Dezember 2014
(22. September 2016)
1. April 2016 keine Auswirkung
IAS 1 Angabeninitiative 18. Dezember 2014
(18. Dezember 2015)
1. April 2016 keine wesentliche
Auswirkung
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2012-2014 25. September 2014
(15. Dezember 2015)
1. April 2016 keine wesentliche
Auswirkung

Die erstmalige Anwendung der Änderungen in IFRS 11 erfolgt prospektiv. Im Geschäftsjahr 2016/2017 gab es keinen Anwendungsfall für die betreffende Standardänderung.

Im Rahmen der Projekte "Jährliche Verbesserungen der IFRS" werden einzelne Standards angepasst, um im Wesentlichen eine Klarstellung der bestehenden Regelungen zu erreichen.

Soweit im Einzelnen anwendbar, wurden die angeführten Bestimmungen im vorliegenden Konzernabschluss umgesetzt. Durch die erstmalige Anwendung der Standards bzw. Interpretationen sind keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DO & CO aufgetreten.

Die Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" betreffen Klarstellungen hinsichtlich der Wesentlichkeit von Informationen in den Abschlussbestandteilen. Demnach sind keine unwesentlichen Angaben zu machen. Dies gilt auch, wenn diese Informationen von anderen Standards gefordert werden. Des Weiteren wurden neue Vorgaben hinsichtlich der Darstellung von Zwischensummen und der Struktur von Anhängen sowie Angaben zu Rechnungslegungsmethoden hinzugefügt. Außerdem wurde in IAS 1 klargestellt, wie Anteile am sonstigen Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, darzustellen sind. DO & CO hat die Struktur der Berichterstattung beibehalten, in unwesentlichen Bereichen wurden Kürzungen vorgenommen.

Die nachfolgenden neuen oder geänderten Verlautbarungen hat die Europäische Union teilweise bereits übernommen. Sie sind – die noch ausstehenden Übernahmen durch die Europäische Union vorausgesetzt – erst in künftigen Abschlüssen verpflichtend anzuwenden. Von der Möglichkeit einer freiwilligen vorzeitigen Anwendung macht DO & CO keinen Gebrauch.

Standard / Interpretation
(bis zum 31.03.2017)
Endorsed
und anzuwenden ab
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Voraussichtliche Auswirkung
auf den Konzernabschluss
Neue Standards
IFRS 9 Finanzinstrumente Jänner 2018 1. April 2018 Wird evaluiert
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden Jänner 2018 1. April 2018 keine wesentliche Auswirkung
Standard / Interpretation
(bis zum 31.03.2017)
Nicht endorsed
und anzuwenden ab
Anwendungspflicht
seitens DO & CO
Voraussichtliche Auswirkung
auf den Konzernabschluss
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 14 Preisregulierte Absatzgeschäfte Jänner 2016 von EU nicht übernommen keine Auswirkung
IFRS 16 Leasingverhältnisse Jänner 2019 vorläufig 1. April 2019 wesentliche Auswirkungen
erwartet
Änderungen von Standards
IAS 7 Angabeninitiative - Geldflussrechnung Jänner 2017 vorläufig 1. April 2017 zusätzliche Anhangangaben
IAS 12 Ansatz von aktiven latenten Steuern für nicht realisierte Verluste Jänner 2017 vorläufig 1. April 2017 keine Auswirkung
Diverse Jährliche Änderungen der IFRS - Zyklus 2014 - 2016 Jänner 2017
Jänner 2018
vorläufig 1. April 2018/
vorläufig 1. April 2017
keine Auswirkung
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter
Vergütung
Jänner 2018 vorläufig 1. April 2018 keine Auswirkung
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4
Versicherungsverträge
Jänner 2018 vorläufig 1. April 2018 keine Auswirkung
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen Jänner 2018 vorläufig 1. April 2018 wird evaluiert
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Jänner 2018 vorläufig 1. April 2018 keine Auswirkung
IFRS 10
IFRS 12
IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten Unternehmen oder
Gemeinschaftsunternehmen
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
keine Auswirkung
Die neu anzuwendenden Standards IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16 werden im Folgenden kurz
erläutert:
IFRS 9, "Finanzinstrumente", befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung
von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die vollständige Version
des IFRS 9 wurde im Juli 2014 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39,
"Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von
Finanzinstrumenten
befassen.
IFRS
9
behält
das
gemischte
Bewertungsmodell
mit
Vereinfachungen bei und schafft drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte:
fortgeführte
Anschaffungskosten,
erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
und
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Kategorisierung richtet sich nach dem
Geschäftsmodell des Unternehmens und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme
des finanziellen Vermögenswerts. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich
zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Hier besteht lediglich zu
Beginn das unwiderrufliche Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen
Ergebnis auszuweisen. Es gibt künftig ein neues Wertminderungsmodell auf Basis erwarteter
Verluste, welches das Modell des IAS 39, das auf eingetretenen Verlusten basiert, ersetzt. Für
finanzielle Verbindlichkeiten hat sich die Kategorisierung und Bewertung grundsätzlich nicht
geändert. Die einzige Ausnahme betrifft die Verbindlichkeiten, die als
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert designiert wurden, für die Änderungen des eigenen Kreditrisikos im
sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. IFRS 9 erleichtert die Vorschriften zur Messung der Hedge
Effektivität, indem der quantitative Effektivitätstest grundsätzlich entfällt. Erforderlich ist ein
wirtschaftlicher
Zusammenhang
zwischen
dem
gesicherten
Grundgeschäft und
dem

Sicherungsinstrument. Zudem muss das Sicherungsverhältnis dem entsprechen, das die Geschäftsführung tatsächlich für Zwecke des Risikomanagements nutzt. Eine zeitgleiche Dokumentation ist nach wie vor erforderlich, unterscheidet sich aber von der derzeit nach IAS 39 erstellten Dokumentation. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzern werden derzeit evaluiert, werden aber aus heutiger Sicht nur geringfügige Ausweisänderungen beinhalten.

Mit IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" werden einheitliche Regelungen zur Umsatzrealisierung geschaffen, die auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die Basis des neuen Standards beinhaltet ein umfassendes Modell, wie Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu erfassen sind. Nach diesem Modell erfasst ein Unternehmen Erlöse in der Höhe, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen zur Übertragung von Waren bzw. Erbringung von Dienstleistungen entsprechende Gegenleistungen erwartet werden. Zur Ermittlung der zu realisierenden Umsatzerlöse sieht der neue Standard ein fünfstufiges Schema vor. Entscheidend für die Umsatzrealisierung ist nicht mehr die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken, sondern der Zeitpunkt, an dem der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DO & CO werden derzeit evaluiert. Die wesentlichen Kundenverträge aus allen Geschäftsbereichen werden auf separate Leistungsverpflichtungen und auf mögliche zeitliche Verschiebung der Umsatzrealisierung analysiert. In den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel wird keine wesentliche Betroffenheit durch die Separation von Leistungsverpflichtungen erwartet. Für Kundenverträge des Segmentes International Event Catering sind weitere Analysen erforderlich, inwiefern hier separate Leistungskomponenten zu zeitlichen Verschiebungen führen. Derzeit geht DO & CO allerdings von keinen nennenswerten Auswirkungen aus.

Der im Jänner 2016 verabschiedete Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ersetzt IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen. Zukünftig werden Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für die meisten Leasingverhältnisse, unabhängig davon ob es sich dabei nach den Kriterien des bisherigen IAS 17 um Operating oder Finanzierungs-Leasingverhältnisse handelt, ausweisen müssen. Ausnahmeregelungen sind für kurzfristige Leasingverhältnisse und Vermögenswerte von geringem Wert vorgesehen. Für Leasinggeber werden sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zur Bilanzierung nach IAS 17 ergeben. Der Konzern hat mit einer Analyse der Operating Leasingverhältnisse und der Auswirkungen auf den Konzernabschluss bereits begonnen. Da am Berichtsstichtag die zu leistenden Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen 179,45 m€ betragen (vgl. Angabe 7.2. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen), ist von einer wesentlichen Bilanzverlängerung im Bereich Vermögenswerte und Schulden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auszugehen. Eine quantitative Aussage kann derzeit noch nicht getroffen werden. In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung werden die Miet- und Pachtaufwendungen aus den Operating Leasingverhältnisse in der Position Sonstige Betriebliche Aufwendungen erfasst. Mit Anwendung von IFRS 16 werden die Nutzungsrechte aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer innerhalb der Position Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erfasst. Zudem kommt es in der Konzern-Kapitalflussrechnung zu einer Verschiebung aus dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, da die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zu zeigen ist.

Die Änderung an IAS 7 zur Kapitalflussrechnung erfordert zusätzliche Angaben zur Veränderung der Finanzschulden.

Die zusätzlichen Angaben betreffen sowohl zahlungswirksame als auch zahlungsunwirksame Veränderungen. Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigt DO & CO die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Finanzschulden.

3. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

3.1. Konsolidierung

3.1.1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss zum 31. März 2017 umfasst neben DO & CO alle wesentlichen Tochterunternehmen, die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Beherrschung ist gegeben, wenn DO & CO oder eines seiner Tochterunternehmen die Verfügungsgewalt über ein Beteiligungsunternehmen inne hat, aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen eine Risikobelastung erfährt oder variablen Rückflüssen aus ihm ausgesetzt ist und kraft seiner Macht die variablen Rückflüsse beeinflussen kann. Diese Macht resultiert bei den Tochterunternehmen von DO & CO regelmäßig aus dem Halten der Stimmrechtsmehrheit.

Am Tochterunternehmen THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. hält DO & CO 50 % der Stimmrechte. Das Recht zur Besetzung von Gesellschaftsorganen vermittelt DO & CO die Macht, die relevanten Aktivitäten von THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. zu bestimmen und auf diese Weise die eigene Rendite aus dem Engagement zu beeinflussen. Aufgrund dieses Umstands liegt nach Einschätzung des Vorstands die Beherrschung über THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. bei DO & CO.

Zu den Informationsanforderungen zu Anteilen an Tochterunternehmen nach IFRS 12 siehe Abschnitt 4.10.

Vier ausländische Beteiligungen an Joint Venture Gesellschaften, die DO & CO gemeinschaftlich mit einem anderen Unternehmen über eine mittelbare Beteiligung führt, werden als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der DO & CO einbezogen.

Bei zwei ausländischen Gesellschaften, an denen DO & CO mittelbar jeweils 40 % der Anteile und Stimmrechte hält, sowie bei einer inländischen Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar 49 % der Stimmrechte hält, hat DO & CO die Möglichkeit, an den Entscheidungen zur Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich mitzuwirken (assoziierte Unternehmen). Sie sind nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind im Abschnitt 4.3. angemerkt.

3.1.2. Konsolidierungskreisänderungen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde folgendes neugegründetes Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erstmals in den Konzern einbezogen:

  • DO & CO Los Angeles, Inc. (vollkonsolidiert, 100 %)
  • Versilia Solutions Ltd. (at equity; 50 %)

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 aufgrund von Liquidation oder Stilllegung endkonsolidiert:

  • DO & CO Hospitality Management Poland Sp. z o.o. w likwidacji (bisher vollkonsolidiert, 100 %)
  • DO & CO Events Poland Sp. z o.o. w likwidacji (bisher vollkonsolidiert, 100 %)
  • DO & CO International Catering & Logistics AG (bisher vollkonsolidiert, 100 %)
  • Henry am Zug Hungary Kft. (bisher vollkonsolidiert, 100 %)

3.1.3. Konsolidierungsgrundsätze

Die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem DO & CO die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt hat. Bei Verlust der Beherrschung werden Tochterunternehmen endkonsolidiert.

Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Sie sieht eine Bewertung der vom Mutterunternehmen erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt vor. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung. Soweit die Anschaffungskosten des Erwerbs zuzüglich des Werts der Anteile anderer Gesellschafter und des beizulegenden Zeitwerts etwaiger vor Erlangung der Beherrschung gehaltener Anteile (sukzessiver Erwerb) den beizulegenden Zeitwert der identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigt, setzt DO & CO einen Geschäfts- oder Firmenwert an. Im umgekehrten Fall erfasst die Gesellschaft den Unterschiedsbetrag nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam. Nicht beherrschende Anteile bewertet DO & CO in Höhe ihres Anteils am Nettovermögen der Tochterunternehmen.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer Wertminderung auf ihren niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und an assoziierten Unternehmen bilanziert DO & CO nach der Equity-Methode. Die erworbenen Beteiligungen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt. Übersteigen die Anschaffungskosten des Anteilserwerbs die erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden, wird ein Firmenwert erfasst. Ein Firmenwert ist Teil des Beteiligungsbuchwerts und wird nicht separat auf Wertminderung geprüft. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort ergebniswirksam erfasst. Die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts erfolgt unter Berücksichtigung der anteilig DO & CO zuzurechnenden Nettovermögensänderungen der Beteiligungsgesellschaft. Fortgeschriebene Verluste eines assoziierten oder eines Gemeinschaftsunternehmens, die den Buchwert des Anteils von DO & CO übersteigen, werden nur in jener Höhe erfasst, als eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Verlustabdeckung eingegangen wurde. Die Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile untersucht DO & CO, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Die Grundlage für die Bilanzierung der Anteile nach der Equity-Methode bildet der Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens oder des assoziierten Unternehmens zum Abschlussstichtag von DO & CO. Bei abweichenden Abschlussstichtagen stützt DO & CO die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts auf einen zum Abschlussstichtag aufgestellten Zwischenabschluss der betreffenden Unternehmen.

Die Einbeziehung der Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss erfolgt nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden. Wesentliche konzerninterne Transaktionen, Salden und unrealisierte Gewinne aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Bei Transaktionen zwischen dem Mutterunternehmen oder Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode einbezogener Unternehmen erfolgt die Eliminierung anteilig. Entsprechendes gilt für unrealisierte Verluste, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

3.2. Währungsumrechnung

Die Konzernberichtswährung ist der Euro. Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen weicht davon teilweise ab. Die Umrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagsmethode. Vermögenswerte und Schulden der einzubeziehenden Abschlüsse der Unternehmen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. März 2017, Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkursen in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Die Umrechnung monetärer Posten (insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten) erfolgt in der Folgezeit zum jeweiligen Stichtagskurs. Auftretende Umrechnungsdifferenzen erfasst DO & CO unmittelbar ergebniswirksam. Eine abweichende Behandlung erfahren nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einen Teil der Nettoinvestition in ein ausländisches Tochterunternehmen bilden. Sie werden erfolgsneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst (Net Investment Approach). Dazu zählen insbesondere bestimmte Ausleihungen an britische, amerikanische, ukrainische und schweizerische Tochtergesellschaften, deren Rückführung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist.

Bewegungen im Anlagevermögen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Auswirkungen von Änderungen des Devisenmittelkurses zum Abschlussstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie aus der Verwendung von Durchschnittskursen sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als Währungsänderungen gesondert ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die aus der Verwendung unterschiedlicher Stichtagskurse bei Posten der Bilanz resultieren oder auf Kursabweichungen zwischen den zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den mit ihnen verbundenen Nettovermögensänderungen in der Bilanz zurückgehen, sind ergebnisneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst. Während der Konzernzugehörigkeit erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen werden bei der Endkonsolidierung des betreffenden Unternehmens in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31. März 2017 31. März 2016 31. März 2017 31. März 2016
US-Dollar 1,0691 1,1385 1,0973 1,1046
Britisches Pfund 0,8555 0,7916 0,8414 0,7333
Türkische Lira 3,8894 3,2118 3,5165 3,1414
Schweizer Franken 1,0696 1,0931 1,0836 1,0739
Polnische Zloty 4,2265 4,2576 4,3518 4,2263
Ukrainische Hrywnja 28,9642 29,6893 28,4022 25,4201
Mexikanischer Peso 20,0175 19,5903 21,0985 18,3821
Südkoreanische Won 1.194,5400 1.294,8800 1.260,2100 1.277,0015

3.3. Rechnungslegungsmethoden

Allgemeines Bewertungsprinzip

Der Konzernabschluss basiert auf historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Ausgenommen hiervon sind Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter dem Bilanzposten Immaterielle Vermögenswerte weist DO & CO im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie erworbene Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte aus. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen fallen bei DO & CO nicht an. Die immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer schreibt DO & CO linear über eine Nutzungsdauer von 2 bis 17 Jahren planmäßig ab. Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind nicht planmäßig abzuschreiben. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung immaterieller Vermögenswerte vor, unterzieht DO & CO die entsprechenden Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest. Unabhängig von solchen Indikatoren testet DO & CO Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer jährlich auf Wertminderung. Zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen siehe die Erläuterungen zu Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Aufwendungen, um den Vermögenswert an den Standort und in den vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Aufwendungen für eine etwaige Verpflichtung zum Abbruch und zum Entfernen des Gegenstands sowie für die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Für qualifizierte Vermögenswerte hat DO & CO bislang keine Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da für den Erwerb oder die Herstellung dieser Vermögenswerte keine Fremdmittel aufgewendet wurden.

DO & CO schreibt abnutzbare Sachanlagen linear unter Berücksichtigung wesentlicher Restwerte über folgende Nutzungsdauern ab:

Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 25,0 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 20,0 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen.

Bei Hinweisen auf mögliche Wertminderungen beurteilt DO & CO die Notwendigkeit einer Abwertung der Vermögenswerte nach den in diesem Abschnitt unter Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte dargestellten Grundsätzen.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden durch Vergleich des Nettoveräußerungswertes mit dem Restbuchwert des abgehenden Vermögenswerts im Zeitpunkt der Ausbuchung ermittelt und in den Sonstigen betrieblichen Erträgen oder den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Bauten auf eigenem Grund 25,0 bis 40,0 Jahre

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

DO & CO behandelt bebaute Grundstücke, die für eine unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden, als Finanzinvestition gehaltene Immobilie. Beim erstmaligen Ansatz hat DO & CO die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie mit den Anschaffungskosten einschließlich angefallener Nebenkosten angesetzt. In der Folge wird die Immobilie zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen ab Inbetriebnahme und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Leasingverhältnisse

Leasingverträge, die die wesentlichen mit dem Eigentum an den Leasinggütern verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber belassen, behandelt DO & CO als Operating-Leasingverträge. Die aus ihnen geschuldeten Leasingzahlungen erfasst die Gesellschaft regelmäßig auf linearer Basis während der Vertragslaufzeit unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In die Bilanz wird weder der geleaste Vermögenswert noch eine Verbindlichkeit für künftig zu leistende Leasingzahlungen aufgenommen.

Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte

DO & CO prüft aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte jährlich auf Wertminderung. Alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden auf Wertminderungen geprüft, wenn Ereignisse oder Indikatoren darauf hinweisen, dass ihr Buchwert voraussichtlich weder durch Verkauf der Vermögenswerte noch durch ihren Einsatz im Unternehmen erzielbar sein wird. Bestätigt sich diese Vermutung, erfasst DO & CO einen Wertminderungsaufwand in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und niedrigerem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und den diskontierten Nettoeinzahlungen aus der weiteren Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Lassen sich einzelnen Vermögenswerten keine abgrenzbaren Cashflows zurechnen, erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung auf Basis der kleinsten Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die sich Zahlungsströme identifizieren lassen, die weitgehend unabhängig von den Zahlungsströmen anderer Zahlungsmittel generierender Einheiten (ZGE) sind. Geschäfts- oder Firmenwerte prüft DO & CO auf der niedrigsten Ebene innerhalb des Konzerns auf Werthaltigkeit, auf der das Management diese Vermögenswerte für Zwecke der internen Steuerung überwacht. Die ihnen zugrundeliegende ZGE umfasst maximal ein operatives Segment.

Wertminderungen führen zu einer entsprechenden Verminderung des Buchwerts des Vermögenswerts. Bei Werthaltigkeitsprüfungen auf Basis von Zahlungsmittel generierenden Einheiten kürzen Wertminderungen vorrangig einen der Einheit zugerechneten Geschäfts- oder Firmenwert. Ein danach verbleibender Betrag mindert die langfristigen Vermögenswerte im Verhältnis ihrer Buchwerte, wobei die Abwertung durch den Wert von null und – soweit feststellbar – durch den Nettoveräußerungspreis bzw. den Nutzungswert des betreffenden Vermögenswerts begrenzt wird.

Wertminderungsaufwendungen erfasst DO & CO erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerts vor, überprüft DO & CO dessen Restnutzungsdauer, die angewandte Abschreibungsmethode und einen gegebenenfalls berücksichtigten Restwert unabhängig davon, ob ein Wertminderungsaufwand zu erfassen ist oder nicht.

Steigt der erzielbare Betrag eines wertgeminderten Vermögenswerts (mit Ausnahme eines Geschäfts- oder Firmenwerts) zu einem späteren Stichtag an, passt DO & CO den Buchwert entsprechend an, wobei die fortgeführten Anschaffungskosten die Obergrenze der Bewertung bilden. Erträge aus Zuschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen. Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte lassen die IFRS nicht zu.

Finanzielle Vermögenswerte

DO & CO erfasst finanzielle Vermögenswerte, wenn das Unternehmen Vertragspartei zu den Vereinbarungen über das Finanzinstrument wird. Finanzielle Vermögenswerte sind auszubuchen, wenn die von ihnen gewährten Rechte auf Cashflows auslaufen oder der Vermögenswert wirksam auf einen Dritten übertragen wird. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt weist DO & CO finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden Bewertungskategorien zu: Kredite und Forderungen oder zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Einstufung erfolgt abhängig von der Art des finanziellen Vermögenswerts und dem Zweck des Erwerbs. Sie wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft.

  • Als Kredite und Forderungen (Loans and Receivables LaR) werden nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen klassifiziert, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie resultieren aus der Bereitstellung finanzieller Vermögenswerte, Güter oder Dienstleistungen an einen Schuldner, sofern keine Absicht zum Handel dieser Forderungen besteht. Ihr Ausweis erfolgt im kurzfristigen Vermögen, soweit sie nicht mehr als 12 Monate nach dem Abschlussstichtag fällig sind. Anderenfalls werden sie im langfristigen Vermögen erfasst. Ihr erstmaliger Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten. In der Folgezeit bewertet DO & CO Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale Financial Assets – AfS) sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nach ihren objektiven Merkmalen keiner anderen Kategorie zurechenbar sind oder im Zugangszeitpunkt durch eine Designationsentscheidung des Management dieser Kategorie zugeordnet wurden. Sofern ein Abgang der Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten zu erwarten ist, erfolgt ihr Ausweis im kurzfristigen Vermögen, andernfalls im langfristigen Vermögen. Bei der erstmaligen Erfassung setzt DO & CO zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten an. Zu den folgenden Abschlussstichtagen werden sie mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag bewertet. Ausgenommen hiervon sind Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist. Sie sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von AfS werden als Teil des Sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Das gilt nicht für Wertberichtigungen sowie Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung monetärer Posten. Sie werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Die erfolgsneutral erfassten Aufwendungen und Erträge sind bei Abgang des Vermögenswerts oder bei Eintritt einer Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.

Einen etwaigen Wertminderungsaufwand für Kredite und Forderungen ermittelt DO & CO als Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und seinem erzielbaren Betrag und erfasst diesen erfolgswirksam auf einem Wertminderungskonto. Steht der Ausfall einer Forderung so gut wie sicher fest, wird sie abgeschrieben. Steigt der erzielbare Betrag zu einem späteren Stichtag an, ist eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten zu erfassen.

Vorräte

Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis am Abschlussstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten ermittelt DO & CO überwiegend nach dem Durchschnittspreisverfahren. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen

Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der noch anfallenden Vertriebskosten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten vor allem Guthaben bei Kreditinstituten und in geringem Umfang Kassenbestände und Schecks. Fremdwährungsbestände werden mit den Tageswerten zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital repräsentiert das nach Abzug aller Schulden verbleibende Vermögen des Konzerns. Es ist in der Konzernbilanz getrennt für die Gesellschafter des Mutterunternehmens und die Anteilseigner nicht beherrschender Anteile ausgewiesen.

DO & CO hat anlässlich eines Unternehmenszusammenschlusses ein Termingeschäft über am Akquisitionsobjekt verbliebene Anteile anderer Gesellschafter abgeschlossen. Diese Transaktion wird im Abschluss wie folgt dargestellt:

Bei der erstmaligen Erfassung des Unternehmenszusammenschlusses ist ein Posten für nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital angesetzt worden, der nach Maßgabe eingetretener Änderungen in der Vermögensposition der anderen Gesellschafter (anteilige Ergebniszuweisungen und Ausschüttungen) fortgeführt wird. Im Gegenzug hat DO & CO für die Verpflichtung aus der Stillhalterposition eine langfristige derivative finanzielle Verbindlichkeit angesetzt. Die Einbuchung der Verbindlichkeit erfolgte erfolgsneutral gegen den Sonderposten aus Gesellschaftertransaktion im Eigenkapital. Unter der Annahme, DO & CO erwerbe jeweils den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter, wird der zu jedem Abschlussstichtag für die anderen Gesellschafter im Eigenkapital erfasste Betrag ausgebucht. Differenzen zwischen den jeweils ausgebuchten Eigenkapitalbeträgen und jenen Beträgen, mit denen die derivative finanzielle Verbindlichkeit erfasst bzw. fortgeschrieben worden sind, berücksichtigt DO & CO nach den Vorschriften zur Abbildung von Transaktionen zwischen den Gesellschaftergruppen als Anpassung des Eigenkapitals des Mutterunternehmens.

Leistungen an Arbeitnehmer

DO & CO hat sich gegenüber Arbeitnehmern zu Leistungen nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse verpflichtet. Bei beitragsorientierten Plänen ist die Verpflichtung auf den an einen externen Versorgungsträger zu leistenden Beitrag begrenzt. Den Beitrag erfasst DO & CO als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Am Abschlussstichtag nicht erfüllte Verpflichtungen werden als kurzfristige Schulden passiviert.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen hat DO & CO zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu gewähren: Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Januar 2003 begründet worden ist, haben bei einer Kündigung durch den Dienstgeber oder einer Beendigung des Dienstverhältnisses aus wichtigem Grund einen Anspruch auf eine Abfertigung. Entsprechendes gilt bei Erreichen des Pensionsalters nach einer ununterbrochenen Dienstzeit von drei Jahren. Außerdem hat DO & CO einem ehemaligen Mitarbeiter eine lebenslange Pension zugesagt. Hierbei trägt DO & CO das Anlagerisiko und das Risiko, höhere Aufwendungen als erwartet zu tragen (versicherungstechnisches Risiko). Die unter den langfristigen Rückstellungen passivierten Beträge entsprechen dem Barwert der erdienten Ansprüche ("defined benefit obligation" (DBO)). Sie werden jährlich nach der Methode laufender Einmalzahlungen ("projected unit credit method") berechnet und berücksichtigen sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten unter Verwendung eines dienstzeitabhängigen Fluktuationabschlags. Als Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen dient die Rendite erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines

Rechnungszinssatzes von 1,30 % p.a. (VJ: 1,40 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 1,80 % p.a. (VJ: 1,80 % p.a.) bei einem angenommenen Pensionsantrittsalter von 65 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern (VJ: 65/65) ermittelt. Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden ermittelt und passiviert, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen. Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber MitarbeiterInnen in türkischen Konzerngesellschaften erfolgt auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 12,92 % p.a. (VJ: 12,00 %) und zu erwartender inflationsbedingter Bezugssteigerungen von 11,29 % p.a. (VJ: 7,46 %). Nach türkischem Recht besteht der Anspruch für jede/n MitarbeiterIn, der nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit grundlos gekündigt wird, zum Militär einberufen wird, stirbt, sowie bei Pensionsantritt nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit für Männern (20 Jahre für Frauen) und einem Pensionsalter von 60 Jahren für Männer (58 Jahren für Frauen). Aus den leistungsorientierten Verpflichtungen ergeben sich nach Einschätzung des Managements keine außergewöhnlichen Risiken oder Risikokonzentrationen. Aus Anpassungen und Änderungen finanzieller und demographischer Annahmen resultierende Gewinne und Verluste werden in der Periode ihrer Entstehung erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand weist DO & CO im Jahr des Anfalls als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung aus.

Die Bewertung anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer (insbesondere Jubiläumsgelder für in österreichischen Gesellschaften tätige Dienstnehmer) orientiert sich an den für leistungsorientierte Versorgungspläne dargestellten Grundsätzen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Verpflichtungen berücksichtigen einen dienstzeitabhängigen Fluktuationsabschlag. Abweichend von der Behandlung leistungsorientierter Versorgungspläne werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer nicht im Sonstigen Ergebnis, sondern unmittelbar ergebniswirksam im Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sonstige Rückstellungen

DO & CO passiviert Rückstellungen für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, wahrscheinlich zu einem künftigen Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem bestmöglich geschätzten Betrag des erwarteten künftigen Mittelabflusses. Bei längerfristigen Verpflichtungen wird der geschätzte Zahlungsmittelabfluss abgezinst. Erstattungsansprüche gegen Dritte, deren Entstehen so gut wie sicher ist, berücksichtigt DO & CO durch Ansatz eines gesonderten Vermögenswerts.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz passiviert, wenn DO & CO vertraglich verpflichtet ist, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine konzernfremde Partei zu übertragen. Die erstmalige Erfassung der Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, ihre Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn sie beglichen, aufgehoben oder erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Abschlussstichtag zu verschieben. In allen anderen Fällen erfolgt der Ausweis innerhalb der langfristigen Schulden.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und ihren Steuerwerten, für steuerliche Verlustvorträge und für Steuergutschriften gebildet, soweit ein für ihre Nutzung erforderliches steuerliches Einkommen in der Zukunft wahrscheinlich verfügbar sein wird. Passive latente Steuern setzt DO & CO für zu versteuernde temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden an. Antizipiert wird in beiden Fällen die erwartete künftige Steuerwirkung, die sich aus der Umkehr der temporären Differenzen bzw. aus der Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge oder von Steuergutschriften ergibt. Zur Bestimmung der latenten Ertragsteuern wird der am Abschlussstichtag gültige Steuersatz herangezogen, es sei denn, für den Zeitpunkt der erwarteten Umkehr temporärer Differenzen oder der Nutzung eines steuerlichen Verlustvortrags bzw. einer Steuergutschrift ist ein abweichender Steuersatz bereits beschlossen.

Latente Steuern werden als Ertrag oder Aufwand unter den Ertragsteuern in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Davon ausgenommen sind latente Steuern auf Sachverhalte, die sich unmittelbar auf das Eigenkapital ausgewirkt haben. Sie sind erfolgsneutral erfasst.

Erlösrealisation

Die Umsatzerlöse umfassen alle Erträge aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen. Andere operative Erträge werden als Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

DO & CO realisiert Erlöse dann, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus einem Geschäft mit einem Konzernfremden wahrscheinlich zufließen wird und die Höhe des Nutzenzuflusses verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden realisiert, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Kunden übergegangen sind, DO & CO keine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt und die angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen realisiert die Gesellschaft in dem Umfang, wie betreffende Leistungen am Abschlussstichtag erbracht worden sind. Zinserträge erfasst DO & CO nach der Effektivzinsmethode. Dividenden werden dann erfasst, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.

Ergebnis je Aktie

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis je Aktie ermittelt sich als Verhältnis des auf die Anteilseigner von DO & CO zustehenden Gewinns oder Verlusts und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien.

3.4. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses nimmt DO & CO Ermessensentscheidungen und Schätzungen vor und trifft Annahmen, die sich auf die Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen und die jeweils zugehörigen Angaben einschließlich der Angaben von Eventualschulden auswirken. Diese Ermessensentscheidungen und Schätzungen können sich erheblich auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DO & CO auswirken.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen sowie mit den gewählten Rechnungslegungsmethoden verbundene Unsicherheiten sind vor allem in den folgenden Sachverhalten immanent. Ergänzend sei auf die Erläuterungen zu den einzelnen Sachverhalten verwiesen.

Die erstmalige Erfassung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aus Unternehmenszusammenschlüssen erfordert Schätzungen zur Ermittlung ihres beizulegenden Zeitwerts. Entsprechendes gilt beim Erwerb von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Hinblick auf das von den Anteilen repräsentierte Nettovermögen.

  • Eine wesentliche Beurteilung betrifft die bilanzielle Abbildung eines Terminkaufs über Anteile anderer Gesellschafter. DO & CO nimmt die Vereinbarung zum Anlass, zu jedem Abschlussstichtag den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter als erworben zu betrachten (siehe auch die grundlegenden Erläuterungen zum Eigenkapital in Abschnitt 4.10.). Diese Behandlung der anderen Gesellschafter wirkt sich auf die Struktur des Eigenkapitals aus.
  • Die Folgebewertung abnutzbarer immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltener Immobilien erfordert Schätzungen und Annahmen zur Ermittlung der planmäßigen Abschreibung, insbesondere zur Bestimmung der Nutzungsdauern, der Abschreibungsmethoden und der Restwerte. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungswerten und Beurteilungen des Managements.
  • Obligatorische und ereignisinduzierte Werthaltigkeitstests langfristiger Vermögenswerte erfordern in mehrfacher Hinsicht Beurteilungen und Schätzungen. Diese betreffen vor allem die Identifizierung interner und externer Anhaltspunkte, die auf eine Wertminderung hindeuten. Das Management berücksichtigt hierzu insbesondere Änderungen gegenwärtiger Wettbewerbsbedingungen, signifikante Abweichungen zum erwarteten Ergebnis, Wegfall eines wichtigen Kunden, die Einstellung von Dienstleistungen, nachteilige Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie wesentliche Änderung der Wechselkursparitäten und des Zinsniveaus. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beurteilt das Management das Vorliegen einer Wertminderung anhand von Kriterien, die auf mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten der Unternehmen hindeuten. Mit dieser Prüfung sind Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung einer Wertminderung verbunden. Schätzungen und Annahmen liegen ferner der Ermittlung der erzielbaren Beträge der einzelnen Bewertungsobjekte zugrunde. Soweit diese durch Barwertkalküle bestimmt werden, schätzt DO & CO die erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse auf Basis genehmigter Finanzpläne für eine Detailplanungsphase von fünf Jahren und eine sich anschließende Fortschreibungsphase entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Bewertungsobjekts. Die Cashflow-Schätzung geht von der Unternehmensfortführung aus und stützt sich auf Planungen, in die Erfahrungswerte sowie Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der jeweiligen Branche eingehen. Verbleibende Unsicherheiten werden in angemessener Weise berücksichtigt. Die zur Barwertermittlung verwendeten Zinssätze basieren auf den Kapitalkosten des Unternehmens.
  • Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Ihrer Bewertung liegen insbesondere Annahmen zu den Abzinsungssätzen, den erwarteten Gehalts- und Rententrends, den Fluktuationsraten und den Sterbewahrscheinlichkeiten zugrunde. Bei der Ermittlung eines angemessenen länderspezifischen Diskontierungszinssatzes orientiert sich DO & CO an den Renditen erstrangiger Industrieschuldverschreibungen mit einer vergleichbaren Restlaufzeit wie die zu bewertende Verpflichtung. Die Schätzung des Mortalitätsrisikos basiert auf öffentlich zugänglichen länderspezifischen Richttafeln. Die berücksichtigten Gehalts- und Rentensteigerungen leiten sich aus erwarteten länderspezifischen Inflationsraten sowie betrieblichen Erfahrungen ab. Leistungsorientierte Verpflichtungen reagieren höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Tatsächlich kann die künftige Entwicklung aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen von den in die Bewertung eingeflossenen Erwartungen abweichen. Die Wertansätze beruhen im Wesentlichen auf Gutachten. Die zugrundeliegenden Annahmen werden jährlich von DO & CO überprüft.
  • Beim Ansatz und der Bewertung von sonstigen Rückstellungen bestehen Schätzungsunsicherheiten über das Vorliegen gegenwärtiger Verpflichtungen sowie über die Höhe des zur Erfüllung der ungewissen Schulden voraussichtlich notwendigen Ressourcenabflusses.

Die Bilanzierung latenter Steuern verlangt nach einer Einschätzung, inwieweit der mit ihnen verbundene künftige Steuervorteil wahrscheinlich realisierbar sein wird. Hierzu bedarf es einer Prognose, in welchem Umfang steuerliche Gewinne zur Nutzung des Steuerminderungspotenzials wahrscheinlich zur Verfügung stehen werden. Dabei sind die Auswirkungen der Umkehr zu versteuernder temporärer Differenzen, die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie Steuergestaltungsmaßnahmen zur Erzeugung von verrechenbaren steuerlichen Einkommen in die Beurteilung miteinzubeziehen. Das zukünftige steuerliche Ergebnis und der Zeitpunkt der möglichen Realisierung von aktiven latenten Steuern bedürfen der Schätzung.

Das Management überprüft zu jedem Abschlussstichtag die vorgenommenen Schätzungen und Annahmen. Änderungen führen regelmäßig zu einer erfolgswirksamen Anpassung der Wertansätze in der laufenden Berichtsperiode. Ausgenommen hiervon sind unmittelbar im Eigenkapital erfasste Sachverhalte.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, die Marke Hédiard sowie erworbene Rechte und Lizenzen an solchen Rechten. Zu den Rechten und Lizenzen zählen insbesondere Kundenverträge, Marken- und Nutzungsrechte sowie Softwarelizenzen. Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Marke Hédiard weisen alle immateriellen Vermögenswerte eine bestimmbare Nutzungsdauer auf.

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Geschäfts- oder
Firmenwert
Nutzungsrechte und
Kundenverträge
Marke Hédiard Gesamt
in m€
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2016
25,00 78,45 9,94 113,39
Währungsumrechnung -0,44 -3,63 0,00 -4,07
Zugänge 0,00 1,83 0,00 1,83
Abgänge -0,01 -3,11 0,00 -3,12
Umbuchungen 0,00 1,33 0,00 1,33
Stand 31. März 2017 24,55 74,87 9,94 109,36
Kumulierte Abschreibungen und Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2016
0,09 47,00 0,00 47,09
Währungsumrechnung 0,00 -3,01 0,00 -3,01
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0,00 7,38 0,00 7,38
Abgänge 0,00 -3,11 0,00 -3,11
Umbuchungen 0,00 1,11 0,00 1,11
Stand 31. März 2017 0,09 49,36 0,00 49,46
Buchwerte Stand 31. März 2017 24,46 25,50 9,94 59,90
Geschäfts- oder
Firmenwert
Nutzungsrechte und
Kundenverträge
Marke Hédiard Gesamt
in m€
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2015
25,35 79,07 9,94 114,37
Währungsumrechnung -0,35 -3,12 0,00 -3,47
Zugänge 0,00 2,44 0,00 2,44
Abgänge 0,00 -0,02 0,00 -0,02
Umbuchungen 0,00 0,08 0,00 0,08
Stand 31. März 2016 25,00 78,45 9,94 113,39
Kumulierte Abschreibungen und Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2015
0,00 41,30 0,00 41,30
Währungsumrechnung 0,00 -2,33 0,00 -2,33
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0,00 8,05 0,00 8,05
Zugänge (Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen) 0,09 0,00 0,00 0,09
Abgänge 0,00 -0,02 0,00 -0,02
Stand 31. März 2016 0,09 47,00 0,00 47,09
Buchwerte Stand 31. März 2016 24,91 31,45 9,94 66,30

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich auf eine etwaige Wertminderung geprüft. Zu diesem Zweck ordnet DO & CO diese den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zu, die voraussichtlich den Nutzen aus den Synergien des jeweiligen Unternehmenszusammenschlusses ziehen werden. Als Vergleichswert zum Buchwert ermittelt DO & CO den erzielbaren Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheiten.

Zu der wirtschaftlichen Lage in den betreffenden Ländern sowie der erwarteten Entwicklung sei ergänzend auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen.

Auf eine Werthaltigkeitsprüfung für die dem Segment Airline Catering zuzurechnenden Geschäfts- oder Firmenwerte der Sky Gourmet (31. März 2017: 4,06 m€/ 31. März 2016: 4,06 m€), DO & CO Poland (31. März 2017: 1,25 m€/ 31. März 2016: 1,24 m€), und Oleander Group AG/Lasting Impressions (31. März 2017: 0,97 m€/ 31. März 2016: 1,05 m€), hat DO & CO verzichtet. Es hat sich die Zusammensetzung der Vermögenswerte und Schulden nicht wesentlich geändert, die letztjährige Berechnung des erzielbaren Betrags lag wesentlich über den Buchwerten der Vermögenswerten der ZGE und durch die seither eingetretene Entwicklungen ist eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts praktisch ausgeschlossen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Geschäftsjahr 2016/2017 getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die wesentlichen für die jeweiligen Werthaltigkeitstests getroffenen Annahmen.

Zahlungsmittel
generierende Einheit
Arena One Allianz
Arena
Mazlum Ambalaj Hédiard
Segment International
Event Catering
Airline Catering Restaurants,
Lounges & Hotel
Buchwert des Geschäfts
oder Firmenwerts in m€
7,76 1,77 8,66
Dauer des
Detailplanungszeitraums
in Jahren
4 5 10
Cash Flow Wachstum nach
Ende des Detail- bzw.
Grobplanungszeitraums in %
-1,0 % * 1,0 % 1,7 %
Diskontierungssatz
(vor Steuern)
6,2 - 8,6 % 14,4 % -----
Diskontierungssatz
(nach Steuern)
----- ----- 6,9 %
Wertkonzept value in use value in use fair value less
cost to sell

*insgesamt vier Szenarien, wobei nur ein Szenario eine Fortschreibung nach dem Grobplanungszeitraum vorsieht

Die Schätzung der Cashflows für die Bestimmung des Nutzungswertes basiert in der Regel auf Prognosen, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten basiert ebenfalls auf den genehmigten Finanzplänen sowie den marktüblichen Erwartungen der zukünftigen Entwicklung des Geschäftsmodells der Cash Generating Unit, wobei unternehmensspezifische Synergieeffekte unberücksichtigt bleiben. Aufgrund der verwendeten Planungsannahmen sind die Fair Values dem Level 3 zuzuordnen. Soweit der für die Berechnung der ewigen Rente notwendige stabile Geschäftsausblick am Ende der Detailplanungsphase nicht gewährleistet ist, erweitert DO & CO die Planung um eine Grobplanungsphase. Die für die Werthaltigkeitstests verwendeten Wachstumsannahmen basieren auf adaptierten Erfahrungen der Vergangenheit. Sie berücksichtigen zusätzlich Annahmen über die Bindung und Neugewinnung wesentlicher Kunden sowie über erwartete Entwicklungen in den entsprechenden Märkten. Die Entwicklung der Kostenstruktur reflektiert ebenso die Erfahrungen der Vergangenheit wie auch eingeleitete Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und erwartete Entwicklungen für die einzelnen Kostenfaktoren.

Zur Fortschreibung der Zahlungsstromprognosen nach dem Ende des Detail- oder Grobplanungszeitraums berücksichtigt DO & CO Wachstumsraten, die sich aus den erwarteten Inflationsraten des jeweiligen lokalen Marktumfelds ableiten. Für die Prognose der Inflationsraten werden externe Quellen herangezogen.

Auch bei einem um 0,5 %-Punkt höheren Diskontierungszinssatz lägen die erzielbaren Beträge der auf Wertminderung getesteten Zahlungsmittel generierenden Einheiten mit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerten über den jeweiligen Buchwerten. Entsprechendes gilt, wenn die in der ewigen Rente berücksichtigten Wachstumsraten um 0,5 %-Punkte oder die Profitabilität um 10 % reduziert würden.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat DO & CO im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses mit Hédiard die gleichnamige Marke erworben. Angesichts des Bekanntheitsgrads dieser Marke lässt sich aus heutiger Sicht ein Ende ihrer Nutzungsdauer nicht verlässlich bestimmen. Die Marke ist vollständig der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Hédiard im Berichtssegment Restaurants, Lounges & Hotel zugeordnet und wird auf dieser Basis zusammen mit dem Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Eine Wertminderung war für die Marke zum 31. März 2017 nicht zu erfassen.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung für den dem Segment Airline Catering zugerechneten Geschäfts- oder Firmenwert der DO and CO Kyiv LLC eine Wertminderung in Höhe von 1,15 m€ erfasst. Hierbei wurden der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig (0,09 m€) und die Sachanlagen um 1,06 m€ wertberichtigt. Die Wertminderung war im Segment Airline Catering enthalten und resultierte aus reduzierten Umsatzerwartungen. Die Wertminderung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erfasst.

Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden Kundenverträge erworben, die zum damaligen beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden und über die geschätzte Nutzungsdauer von bis zu 17 Jahren linear abgeschrieben werden. Diese sind mit einem Buchwert von 11,77 m€ (VJ: 13,71 m€) in der Position Immaterielle Vermögenswerte erfasst.

4.2. Sachanlagen

In der nachfolgenden Übersicht ist die Entwicklung der Sachanlagen in der Berichts- und der Vergleichsperiode dargestellt:

in m€ Grundstücke und Bauten
einschließlich
der Bauten auf fremdem
Grund
Technische Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2016
142,84 46,66 104,04 61,88 355,43
Währungsumrechnung -3,96 -3,62 -5,94 -11,09 -24,61
Zugänge 1,84 1,83 5,45 46,63 55,76
Abgänge -0,48 -0,91 -2,84 -0,10 -4,34
Umbuchungen 10,67 2,93 2,15 -16,02 -0,27
Stand 31. März 2017 150,91 46,90 102,85 81,31 381,97
Kumulierte Abschreibungen und Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2016
56,80 25,50 62,77 0,00 145,06
Währungsumrechnung -2,78 -1,32 -3,48 -0,06 -7,65
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 9,92 4,06 12,52 0,00 26,49
Zugänge (Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen) 1,10 0,00 0,09 0,64 1,84
Zuschreibungen 0,00 -0,01 -0,04 0,00 -0,05
Abgänge -0,46 -0,85 -2,54 0,00 -3,84
Stand 31. März 2017 64,58 27,38 69,30 0,58 161,85
Buchwerte Stand 31. März 2017 86,33 19,52 33,55 80,72 220,12
Grundstücke und Bauten
einschließlich
der Bauten auf fremdem
Grund
Technische Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Gesamt
in m€
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 31. März 2015
183,89 42,43 94,55 53,28 374,16
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen -57,47 0,00 -0,03 0,00 -57,50
Währungsumrechnung -7,67 -2,86 -5,20 -6,23 -21,96
Zugänge 20,41 8,28 20,56 21,06 70,32
Abgänge -0,75 -1,78 -5,45 -2,91 -10,88
Umbuchungen 4,42 0,59 -0,39 -3,31 1,30
Stand 31. März 2016 142,84 46,66 104,04 61,88 355,43
Kumulierte Abschreibungen und Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
Stand 31. März 2015
50,85 25,15 57,78 0,00 133,78
Veränderung Konsolidierungskreis und Umgliederungen -1,47 0,00 -0,03 0,00 -1,50
Währungsumrechnung -2,92 -1,16 -2,64 0,00 -6,72
Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 9,38 3,65 12,19 0,00 25,22
Zugänge (Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen) 2,20 0,06 0,25 0,00 2,51
Zuschreibungen -1,30 -0,01 -0,17 0,00 -1,48
Abgänge -0,71 -1,62 -5,16 0,00 -7,49
Umbuchungen 0,77 -0,57 0,55 0,00 0,74
Stand 31. März 2016 56,80 25,50 62,77 0,00 145,06
Buchwerte Stand 31. März 2016 86,05 21,16 41,28 61,88 210,37

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden unter Anlagen in Bau die Erweiterungen der Gourmetküchen an den Standorten New York, JFK und London, Heathrow im Segment Airline Catering, sowie die Weiterführung des Baus des Hotels in Istanbul im Segment Restaurants, Lounges und Hotel erfasst.

Es kam im Geschäftsjahr 2016/2017 im Rahmen von Werthaltigkeitsprüfungen, die für ZGEs aufgrund von internen Anhaltspunkten (triggering events) durchgeführt wurden, zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1,84 m€. Diese sind den Segmenten Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel zugeordnet. DO & CO hat im Geschäftsjahr 2015/2016 Wertminderungen in Höhe von 2,51 m€ bei Sachanlagen erfasst. Die Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen enthalten. Wesentlich sind im Geschäftsjahr 2015/2016 die Wertminderungen in Höhe von 1,06 m€ im Segment Airline Catering in der Ukraine. Diese resultieren aus reduzierten Umsatzerwartungen.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2016/2017 resultieren im Wesentlichen aus Investitionen im Segment Airline Catering in der Türkei, Österreich, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und USA und aus Investitionen im Segment Restaurants, Lounges und Hotel in der Türkei sowie im Segment International Event Catering in Deutschland und Österreich.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde die Eigentümergesellschaft Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H., die die Haas Haus Immobilie im Zentrum von Wien besitzt, endkonsolidiert. Der von DO & CO betrieblich genutzte Teil von 52 % wurde in den Sachanlagen ausgewiesen. Die verbleibenden Flächen wurden an Einzelhandelsunternehmen vermietet und wurden als "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" bilanziert.

4.3. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen betreffen strategische Partnerschaften im Segment Airline Catering und Restaurants, Lounges und Hotel.

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen haben sich im Geschäftsjahr und in der Vorperiode wie folgt entwickelt:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Stand 1. April 1,99 2,29 1,96 0,00
Anteile an Periodenergebnissen 0,67 -2,76 0,67 -0,90
Zugang 0,00 6,39 0,00 3,14
Währungsdifferenzen 0,00 0,38 0,00 0,05
Anteile an Gewinnausschüttungen -0,41 0,00 -0,64 0,00
Stand 31. März 2,25 6,30 1,99 2,29

Der deutliche Rückgang der anteiligen Periodenergebnisse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres resultiert aus den Beteiligungen Versilia Solutions Ltd. (-0,91 m€) und Soon Sharp DO & CO Korea LLC (-1,07 m€) und ist durch Start-up Kosten begründet.

Die Anteile an Periodenergebnissen entsprechen den Anteilen am Ergebnis aus fortgeführter Tätigkeit der Unternehmen.

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zeigt die folgende Übersicht:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Assoziierte Gemeinschafts Assoziierte Gemeinschafts
Unternehmen unternehmen Unternehmen unternehmen
Buchwerte 2,25 6,30 1,99 2,29

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden 0,33 m€ anteilige Verluste außerbücherlich erfasst. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden sämtliche anteilige Verluste ergebniswirksam erfasst.

4.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte (langfristig) beinhalten im Wesentlichen Wertpapiere und Beteiligungen, sowie Ausleihungen.

Weitere Erläuterungen zu diesen Finanzinstrumenten enthält Abschnitt 7.1.

4.5. Vorräte

Der Bestand der Vorräte von DO & CO zu den Abschlussstichtagen setzt sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14,32 14,35
Waren 10,26 11,81
Summe 24,58 26,17

Da die Waren überwiegend unmittelbar an Kunden durchgereicht werden, waren zum Abschlussstichtag Wertminderungen nur in unwesentlichem Umfang zu erfassen. Entsprechendes gilt für die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, die kurzfristig umgeschlagen werden.

4.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von höchstens zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag auf. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden permanente Bonitätseinschätzungen vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102,28 103,73
Wertberichtigungen -2,96 -3,11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 99,33 100,62

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Risikokonzentration: Zum 31. März 2017 entfallen auf einen Kunden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 28,57 m€ (31. März 2016: 30,45 m€). Von diesen Forderungen stehen Ende Mai 2017 noch 14,21 m€ (VJ: 2,41 m€) aus. Hinweise auf Uneinbringlichkeit der Forderungen liegen nicht vor.

Vom Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2017 55,39 m€ (31. März 2016: 70,59 m€) weder wertgemindert noch überfällig.

Die Wertberichtigungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen die Forderungen mit einer Überfälligkeit von über 80 Tagen und haben sich wie folgt entwickelt:

in m€ 2016/2017 2015/2016
Stand 1. April 3,11 3,31
Zuführung 0,58 1,22
Umgliederung / Währungsänderung -0,14 -0,11
Verbrauch -0,42 -0,80
Auflösung -0,18 -0,50
Stand 31. März 2,96 3,11
in m€ 31. März 2017 31. März 2016
noch nicht fällig 55,39 70,59
bis 20 Tage überfällig 26,39 12,24
21 Tage bis 40 Tage überfällig 5,21 6,86
41 Tage bis 80 Tage überfällig 7,52 6,45
über 80 Tage überfällig 4,74 4,27
Summe 99,25 100,41

4.7. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

4.8. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Abgegrenzte Zahlungen 4,53 4,39
Umsatzsteuer-Forderungen 4,86 8,89
Sonstige Forderungen 8,49 7,60
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 17,88 20,87
in m€
Stand 1. April
Zuführung
Geschäftsjahr
2015/2016
2016/2017
3,11
3,31
0,58 1,22
Umgliederung / Währungsänderung -0,14 -0,11
Verbrauch -0,42 -0,80
Auflösung -0,18 -0,50
Stand 31. März 2,96 3,11
Zum 31. März 2017 und zum 31. März 2016 weisen die nicht wertgeminderten Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen folgende Überfälligkeiten auf:
in m€ 31. März 2017 31. März 2016
noch nicht fällig 55,39 70,59
bis 20 Tage überfällig 26,39 12,24
21 Tage bis 40 Tage überfällig 5,21 6,86
41 Tage bis 80 Tage überfällig 7,52 6,45
über 80 Tage überfällig 4,74 4,27
Summe 99,25 100,41
4.7.
Sonstige
finanzielle Vermögenswerte
Diese beinhalten im Geschäftsjahr 2016/2017 unter anderem eine Ablöseforderung in Höhe von
8,00 m€ den Bestandsvertrag eines Geschäftslokales betreffend.
(kurzfristig)
4.8.
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
(kurzfristig)
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig) setzen sich wie folgt zusammen:
in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Abgegrenzte Zahlungen 4,53 4,39
Umsatzsteuer-Forderungen 4,86 8,89
Sonstige Forderungen 8,49 7,60
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 17,88 20,87
Die Wertberichtigungen auf die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte (kurzfristig) haben
sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in m€ 2016/2017 2015/2016
Stand 1. April 0,74 0,62
Währungsänderungen 0,00 -0,02
Zuführung 0,33 0,51
Verbrauch
Auflösung
-0,15
-0,32
-0,17
-0,20

4.9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bilanzstichtag 143,53 m€ (31. März 2016: 171,91 m€) angesetzt. Die Reduktion der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist vor allem durch Investitionstätigkeit begründet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Devisen in fremder Währung u.a. von:

31. März 2017 31. März 2016
mUSD 22,33 14,25
mTRY 65,47 44,10
mUAH 225,92 160,43
mGBP 2,07 4,33
mPLN 3,74 13,92

Hinsichtlich Verfügungsbeschränkungen von Zahlungsmitteln wird auf Abschnitt 4.10. verwiesen.

4.10. Eigenkapital

Die Aktie von DO & CO notiert seit März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse und seit Dezember 2010 zusätzlich an der Istanbuler Börse. Zum Stichtag 31. März 2017 befinden sich 67,69 % der Aktien im Streubesitz. Der verbleibende Aktienanteil von 32,31 % wird von der Attila Dogudan Privatstiftung gehalten. Darin ist ein Aktienanteil von 1,59 % beinhaltet, welcher für Management- und Mitarbeiterbeteiligungen vorgesehen ist.

Das gezeichnete Kapital von DO & CO beträgt am Abschlussstichtag 19,49 m€. Es sind 9.744.000 voll eingezahlte nennwertlose Aktien ausgegeben. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

In der 18. ordentlichen Hauptversammlung der DO & CO Aktiengesellschaft am 21. Juli 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015/2016 eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie beschlossen. Insgesamt hat die DO & CO Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre am 8. August 2016 Dividenden in Höhe von 8.242.400 € ausgezahlt.

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge aus Kapitalerhöhungen der Vergangenheit, die über den Betrag des gezeichneten Kapitals hinaus erzielt worden sind, abzüglich der Kapitalbeschaffungskosten nach Steuern.

Das kumulierte übrige Eigenkapital beinhaltet die Rücklage aus der Währungsumrechnung, die im Geschäftsjahr und in den Vorjahren erfolgsneutral erfassten Unterschiedsbeträge aus der Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung in die Berichtswährung einschließlich der Auswirkungen aus Net Investments und die IAS 19 Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Abzug der darauf entfallenden Ertragsteuern.

Der innerhalb des Eigenkapitals angesetzte Sonderposten aus Gesellschaftertransaktionen geht auf den Erwerb von 51 % der Anteile und Stimmrechte an der DO AND CO KYIV LLC zurück. Da sich die Gesellschaft zugleich gegenüber den anderen Gesellschaftern verpflichtet hat, die von diesen gehaltenen 49 % der Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben, ist in Höhe des Barwerts der Kaufpreisverbindlichkeit eine Schuld anzusetzen. Ihr erstmaliger Ansatz erfolgte erfolgsneutral gegen den im Eigenkapital ausgewiesenen Sonderposten aus Gesellschaftertransaktionen bei gleichzeitiger Fortführung des Postens für nicht beherrschende Anteile. Unter der Annahme, DO & CO erwerbe jeweils den aktuellen Stand des Investments der anderen Gesellschafter, bucht die Gesellschaft zu jedem Stichtag den für die anderen Gesellschafter im Eigenkapital erfassten Betrag aus. Differenzen zwischen den ausgebuchten Eigenkapitalbeträgen und jenen Beträgen, mit denen die derivative finanzielle Verbindlichkeit erfasst bzw. fortgeschrieben wird, berücksichtigt DO & CO nach den Vorschriften zur Abbildung von Transaktionen zwischen den Gesellschaftergruppen durch Anpassung des Sonderpostens.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu 9.744.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung erlischt am 30. Juni 2017.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli 2013 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG auszugeben, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, Gewinnschuldverschreibungen, Hybridanleihen, Genussrechte von bis zu 200.000.000,00 €, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von bis zu 3.897.600 Stück Aktien der Gesellschaft einräumen können. Das hierzu geschaffene genehmigte Kapital beläuft sich auf bis zu 200.000.000,00 €. Die Ermächtigung erlischt am 3. Juli 2018.

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die direkten Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş. in Höhe von 50 %, der vollkonsolidierten Lasting Impressions Food Company Ltd. in Höhe von 15 %, der vollkonsolidierten Mazlum Ambalaj Sanayi ve Dış Ticaret A.Ş. in Höhe von 49 % und der vollkonsolidierten DO & CO Netherlands Holding B.V. in Höhe von 49 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

Den Einfluss von Anteilseignern nicht beherrschender Anteile (NCI – non-controlling interests) mit materieller Beteiligung an Tochterunternehmen auf die Aktivitäten und den Cashflow der Unternehmen stellen die nachstehenden Übersichten dar.

31. März 2017 31. März 2016
Name des Tochterunternehmens Haupt
niederlassung
Stimmrechts
anteil
Net result
NCI
in m€
in m€ Buchwert
NCI
Net result
NCI
in m€
Buchwert
NCI
in m€
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. Türkei 50% 13,55 50,25 14,44 49,38
in m€
Name des Tochterunternehmens
Umsatz Auf Mutter Geschäftsjahr 2016/2017
Ergebnis G&V
Minderheit
Gesamt Sonstiges Dividenden
erlöse wendungen unternehmen Ergebnis Minderheiten
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 293,51 266,42 13,55 13,55 27,09 -10,54
2,29
in m€ Geschäftsjahr 2015/2016
Ergebnis G&V
Name des Tochterunternehmens Umsatz
erlöse
Auf
wendungen
Mutter
unternehmen
Minderheit Gesamt Sonstiges
Ergebnis
Dividenden
Minderheiten
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 338,16 309,27 14,44 14,44 28,89 -5,20
2,54
31. März 2016
in m€ Vermögen Schulden Eigenkapital
Name des Tochterunternehmens Kurzfr. Langfr. Kurzfr. Langfr. Mutter
unternehmen
Nicht
beherrschende
Anteile
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. 57,79 95,97 45,87 9,13 49,38 49,38

Aufgrund der devisenrechtlichen Verordnungen Nr. 140 der Nationalbank der Ukraine vom 5. März 2016 ist die Übertragung von Zahlungsmitteln der ukrainischen Tochterunternehmen der DO & CO an andere Unternehmen des DO & CO Konzerns beschränkt. Untersagt sind unter anderem die Rückzahlung von nicht in der ukrainischen Nationalwährung Hrywnja (UAH) gewährten Darlehen und Zinsen vor Ablauf der Vertragsfristen. Den ukrainischen Tochterunternehmen ist außerdem der Ankauf nichtukrainischer Währungen für Zwecke der Dividendenausschüttung an nicht ukrainische Investoren sowie für Kapitalherabsetzungen, Austritte aus der Gesellschaft und den Verkauf von Anteilen verboten. Alle Abrechnungen aus Import- und Exportgeschäften müssen innerhalb von 90 Tagen durchgeführt werden. Für die ukrainischen Unternehmen gilt die Verpflichtung zur zwingenden Konvertierung von 50 % aller nicht in Hrywnja (UAH) erhaltenen Einnahmen in Hrywnja (UAH). Zum Stichtag besteht eine EUR-Darlehensforderung in Höhe von 11,64 m€ (VJ: 11,17 m€) die dieser Beschränkung unterliegt.

4.11. Anleihe

DO & CO hat Anfang März 2014 eine Unternehmensanleihe mit einem Nominalbetrag von 150,00 m€ platziert. Die Anleihe ist am 4. März 2021 fällig und weist einen Zinssatz von 3,125 % p.a. auf. Der Zinsaufwand nach der Effektivzinsmethode im Geschäftsjahr 2016/2017 beträgt 4,98 m€ (Geschäftsjahr 2015/2016: 4,97 m€). Die Zahlung erfolgt jährlich am 4. März.

4.12. Langfristige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der langfristigen Rückstellungen aus Arbeitsverhältnissen stellen sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Abfertigungsrückstellungen DBO 17,99 16,98
Jubiläumsgeldrückstellungen DBO 4,65 4,86
Pensionsrückstellungen DBO 0,59 0,61
Summe 23,24 22,44

Vom Gesamtbetrag der langfristigen Rückstellungen sind 3,15 m€ kurzfristig fällig.

Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und der Jubiläumsgelder haben sich im Geschäftsjahr 2016/2017 folgendermaßen entwickelt:

Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
in m€ 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Barwert der Verpflichtungen (DBO)
am 1. April
16,98 18,74 0,61 0,61 4,86 5,63
Währungsänderungen -1,44 -1,05 0,00 0,00 0,00 0,00
Dienstzeitaufwand* 1,49 2,98 0,02 0,00 0,48 0,87
Zinsaufwand 0,88 0,35 0,01 0,01 0,06 0,08
Auszahlungen -2,75 -2,64 -0,08 -0,07 -0,32 -0,38
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ** 2,83 -1,40 0,04 0,05 -0,43 -1,34
davon aus erfahrungsbedingten Änderungen 0,00 -0,71 0,04 0,05 -0,05 -0,84
davon aus Änderungen der finanziellen Annahmen 2,45 -0,20 0,00 0,00 0,04 0,33
davon aus Änderungen der demografischen Annahmen 0,38 -0,50 0,00 0,00 -0,42 -0,83
Barwert der Verpflichtungen (DBO)
per 31. März
17,99 16,98 0,59 0,61 4,65 4,86

* Diese Position ist im Personalaufwand erfasst.

** Diese Position ist für Jubiläumsgelder im Personalaufwand erfasst.

Die tatsächliche Entwicklung der Verpflichtungen kann infolge sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen von den Annahmen abweichen, die ihrer Bewertung zugrunde liegen. Die daraus resultierenden Wertanpassungen sind ebenso wie Änderungen dieser Annahmen in der vorstehenden Abbildung als versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ausgewiesen.

DO & CO erfasst versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral als Neubewertung IAS 19. Bei Jubiläumsgeldern werden Neubewertungen der Verpflichtung unmittelbar im Personalaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen ist im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus Abfertigungen und Pensionen setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:

Abfertigungen Pensionen
2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Laufender Dienstzeitaufwand Personalaufwand 1,49 2,98 0,02 0,00
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand Personalaufwand 0,00 0,00 0,00 0,00
Zinsaufwand Finanzierungs
aufwendungen
0,88 0,35 0,01 0,01
Summe 2,37 3,33 0,03 0,01

4.13. Ertragsteuern

Abfertigungen Pensionen
2015/2016
0,00
Personalaufwand 0,00 0,00 0,00
Finanzierungs 0,01
0,01
Passive
Steuern latente
Steuern
-8,63
-3,35
0,00 0,22 -2,75
0,00 0,00 -0,81
-3,64 0,00 0,00
-0,03 -1,43
-0,40
-17,37
0,00
0,00
15,94 11,99
-5,38
m€ aus der
31. März 2016
28,92
108,72
0,32
108,41
137,65
März Für steuerliche
Personalaufwand
aufwendungen
wurde eine Saldierung vorgenommen.
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und
Summe aus temporären Differenzen
Summe noch nicht genutzter Verlustvorträge
31. März 2017
Aktive latente
0,07
0,39
0,00
0,00
0,40
10,00
7,81
18,68
6,12
0,46
-18,13
7,13
Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde ein Steueraufwand
Verlustvorträge veranschaulicht folgende Übersicht:
davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge
GuV-Position
2016/2017
1,49
0,00
0,88
2,37
Passive
latente
Steuern
-6,97
-8,27
-0,23
-19,12
0,00
0,00
-3,18
(31.
2016:
3,02
m€)
2015/2016
2,98
0,35
3,33
beherrschenden Anteile betrug 0,39 m€ (31. März 2016: 0,15 m€).
31. März 2017
2016/2017
0,02
0,01
0,03
Die tatsächlichen Ertragsteuerforderungen resultieren aus Steuervorauszahlungen. Sofern ein
Rechtsanspruch zur Verrechnung tatsächlicher Steuerforderungen und Steuerschulden besteht,
Die latenten Steuern zum 31. März 2017 resultieren aus temporären Differenzen zwischen den
Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden und ihren Steuerwerten sowie aus steuerlichen
Verlustvorträgen. Die wesentlichen Ursachen latenter Steuern zeigt die nachstehende Übersicht:
31. März 2016
Aktive latente
Steuern
0,14
1,15
10,46
0,41
12,39
44,07
-35,16
-11,99
9,32
in Höhe von 0,04
Neubewertung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und Net Investments direkt im
Eigenkapital erfasst. Der Buchwert der Rücklage der latenten Steuern im sonstigen Ergebnis
weist einen Buchwert von 0,54 m€ (31. März 2016: 0,82 m€) aus. Der Buchwert der nicht
Die aktivierten und nicht aktivierten Verlustvorträge und die Vortragsfähigkeit nicht aktivierter
20,48
108,39
0,20
108,19
128,87
DO & CO hat im Geschäftsjahr keine latente Steuern (31. März 2016: 0,73 m€) auf bisher nicht
angesetzt.
in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Aktivierte Verlustvorträge 20,48 28,92
Nicht aktivierte Verlustvorträge 108,39 108,72
davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge 0,20 0,32
Unverfallbare Verlustvorträge 108,19 108,41
Summe noch nicht genutzter Verlustvorträge 128,87 137,65

aktiviert, da die Realisierung der potenziellen Steuervorteile innerhalb des Planungszeitraums nicht ausreichend gesichert ist.

Latente Steuerschulden, die aus Anteilen an Tochter-, Gemeinschafts- oder assoziierten Unternehmen resultieren (outside-basis differences), bleiben außer Ansatz, da deren Umkehrung durch die DO & CO Gruppe gesteuert werden kann und in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.

4.14. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Darlehen 4,85 0,13
Rückstellung für Zinsen Anleihe 0,35 0,00
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 44,68 33,16
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 49,87 33,29

Zum 31. März 2017 wurde ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von zwei Monaten von lang- auf kurzfristig umgegliedert.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) betreffen vor allem Verbindlichkeiten für den Ankauf einer Liegenschaft in der Nähe von Paris für den Bau einer Gourmetküche, anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von 3,14 m€ (31. März 2016: 2,55 m€), Rückstellungen für anteiligen bis zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub in Höhe von 11,31 m€ (31. März 2016: 11,36 m€). Weiters besteht im Geschäftsjahr 2016/2017 eine Verbindlichkeit für einen Baukostenzuschuss für den Ausbau der Gastronomieflächen der Arena One in München im Zuge der Vertragsverlängerung in Höhe von 13,00 m€.

4.15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65,20 76,63
Noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 8,51 8,29
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,72 84,92

Zum 31. März 2017 wurden Abgrenzungen für noch nicht fakturierte Leistungen aus der Position Rückstellungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Das Vorjahr wurde angepasst. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen Abschluss der UEFA EURO 2016 zurückzuführen.

4.16. Kurzfristige Rückstellungen

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in m€ Stand per
1. April 2016
Währungs
änderungen
Veränderung
Konsolidierungs
kreis
Verwendung Auflösung Zuführung Transfer Stand per
31. März 2017
Sonstige Personalrückstellungen 5,80 -0,05 0,00 -5,52 -0,02 5,09 0,00 5,31
Sonstige Rückstellungen 26,72 -1,92 -0,06 -11,46 -7,56 26,19 -0,03 31,88
Summe 32,52 -1,97 -0,06 -16,98 -7,57 31,28 -0,03 37,19

Die sonstigen Personalrückstellungen betreffen leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von 5,31 m€ (31. März 2016: 5,80 m€). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Absatzgeschäften, Prüfungs- und Beratungskosten, Prozesskosten sowie weitere gegenwärtige Verpflichtungen und Abgrenzungen enthalten.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage für den Kunden Turkish Airlines war Turkish DO & CO gezwungen, MitarbeiterInnen zu entlassen. Diese Entlassungen werden seitens der

MitarbeiterInnen angefochten. Die Rückstellung wurde in Höhe des Streitwertes sowie geschätzter Verfahrenskosten angesetzt und unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Im Zuge der Umstrukturierung der französischen Tochtergesellschaft wurde vom Management entschieden, einen Sozialplan mit den Arbeitnehmer-Vertretern zu verhandeln. Die Rückstellung für den Sozialplan wird mit den erwarteten Kosten angesetzt, die das Management entsprechend dem Status der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern schätzt.

Weiters wurde unter den Sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für drohende Strafzahlungen in Zusammenhang mit Arbeitszeitüberschreitungen und möglichen Verstößen gegen die Entsenderichtlinie im Zuge des Einsatzes von ungarischen MitarbeiterInnen in Österreich entsprechend der Einschätzung des Managements erfasst.

4.17. Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Die sonstigen Verbindlichkeiten (kurzfristig) setzen sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2,38 2,81
Übrige Verbindlichkeiten 13,85 9,46
Abgegrenzte Zahlungen 2,23 20,71
Summe 18,47 32,98

Die Erfüllung der Verpflichtungen wird innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet. Die Übrigen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend Umsatzsteuerschulden, Verpflichtungen gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie Verpflichtungen gegenüber Dienstnehmern für laufende Entgeltzahlungen.

Der Stand der abgegrenzten Zahlungen zum 31. März 2016 betraf im Wesentlichen Anzahlungen in Zusammenhang mit der Durchführung des Hospitality Programms bei der UEFA EURO 2016 und reduzierte sich entsprechend im Geschäftsjahr 2016/2017 nach erfolgreichem Abschluss.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Die in den einzelnen Unternehmensbereichen und geografischen Gebieten erzielten Umsätze stellt die Segmentberichterstattung dar.

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Geschäftsjahr 2016/2017 bzw. im Vorjahr:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8,86 8,68
Erträge aus der Währungsumrechnung 3,94 5,77
Erträge aus Entkonsolidierung 0,00 2,37
Übrige
sonstige betriebliche Erträge
15,92 7,85
Summe 28,72 24,67

Übrige sonstige betriebliche Erträge beinhalten im Geschäftsjahr 2016/2017 unter anderem den Ertrag aus der Ablöse des Bestandsvertrages, der die Räumlichkeiten eines Geschäftslokales betrifft, sowie eine Kompensationszahlung für den Ausgleich von Mehrkosten im Railway Catering verursacht durch Migrationsströme, Teilzugausfälle und Streckensperren während des Geschäftsjahres 2015/2016.

5.3. Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2016/2017 und im Vorjahr sind Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen in folgender Höhe angefallen:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) -282,27 -313,34
Aufwendungen für bezogene Leistungen -101,23 -83,38
Summe -383,50 -396,71

Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Equipment und zugekauftes Personal.

5.4. Personalaufwand

Im DO & CO Konzern waren im Geschäftsjahr 2016/2017 durchschnittlich 9.576 Arbeitnehmer (VJ: 9.655 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Die Personalaufwendungen setzten sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr wie folgt zusammen:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Löhne und Gehälter -242,19 -238,16
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und
Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-11,84 -7,14
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
-45,24 -44,88
Sonstige Personalaufwendungen -15,86 -12,55
Summe -315,13 -302,74

Im Geschäftsjahr 2016/2017 inkludiert der sonstige Personalaufwand Aufwendungen für eingeklagte Entschädigungen aufgrund von Entlassungen in der Türkei sowie Aufwendungen aufgrund eines Sozialplans in Frankreich (vgl. Abschnitt 4.16. Kurzfristige Rückstellungen).

5.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Mieten, Pachten und Betriebskosten (inkl.
Airportabgaben)
-72,03 -72,36
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand -17,46 -14,73
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen -22,66 -23,32
Versicherungen -1,48 -1,30
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand -8,44 -8,82
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige
Schadensfälle
-1,52 -2,09
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -2,97 -6,15
Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen -0,49 -0,56
Sonstige Steuern -4,03 -3,35
Übriger
sonstiger betrieblicher Aufwand
-18,47 -15,57
Summe -149,55 -148,26

In den Mieten, Pachten und Betriebskosten sind feste Mieten in Höhe von 21,54 m€ (VJ: 23,73 m€) und umsatzbasierte Zahlungen in Höhe von 16,60 m€ (VJ: 17,55 m€) enthalten.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des österreichischen Netzwerkes des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse im Berichtsjahr 0,46 m€ (VJ: 0,48 m€) sowie 0,14 m€ (VJ: 0,23 m€) für andere Beratungsleistungen.

5.6. Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen und Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen umfassen:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Planmäßige Abschreibungen -33,87 -33,27
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen -1,79 -3,89
Summe -35,66 -37,16

Die Aufteilung der ausgewiesenen Wertminderungsaufwendungen auf die Geschäftssegmente ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen.

5.7. Finanzergebnis

Die Zusammensetzung des Finanzergebnisses zeigt folgende Übersicht:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des 0,04 0,01
Anlagevermögens
Zinsen und ähnliche Erträge 2,30 2,79
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6,62 -7,49
Sonstiges Finanzergebnis -2,09 0,00
Summe -6,38 -4,69

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus Zahlungsmitteläquivalenten in der Türkei und der Ukraine enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen für die Unternehmensanleihe in Höhe von 4,98 m€ (VJ: 4,97 m€) und aus der Aufzinsung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und sonstigen langfristig fälligen Verpflichtungen in Höhe von 0,94 m€ (VJ: 0,43 m€) enthalten. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet Währungseffekte aus Konzernfinanzierungen in GBP und USD.

5.8. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt aus tatsächlichen und latenten Ertragsteuern zusammen:

in m€ Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Tatsächliche Ertragsteuern -16,45 -12,02
Latente Ertragsteuern 0,39 5,88
Summe -16,06 -6,14

Von den tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen entfallen -14,02 m€ (VJ: -12,02 m€) auf das laufende Jahr. Ertragsteueraufwendungen in Höhe von -2,42 m€ (VJ: -0,75 m€) betreffen Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Steuern.

Die im Geschäftsjahr 2016/2017 ausgewiesenen Ertragsteuern leiten sich wie folgt aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des Ertragsteuersatzes von DO & CO auf das Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte:

in m€ Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 49,86 50,83
Erwarteter Steueraufwand 25 % (VJ: 25 %) -12,47 -12,71
+/- Steuerunterschiede Ausland 1,83 1,60
Rechnerischer Steueraufwand -10,63 -11,11
Überleitungsposten -5,42 4,97
Ausgewiesener Steueraufwand -16,06 -6,14
Effektiver Steuersatz 32,2% 12,1%

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des ausgewiesenen Steueraufwands zum Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 32,2 % (VJ: 12,1 %). Die Steuerquote ist im Geschäftsjahr 2016/2017 insbesondere aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen, der Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf im Geschäftsjahr entstandene Verlustvorträge sowie aperiodischer Einmaleffekte aus laufenden und latenten Steuern gestiegen.

Die niedrige Steuerquote des Vorjahres ist auf erhöhte Ergebnisbeiträge aus Ländern mit niedrigerem Steuersatz, auf Gewinne in Ländern mit nicht aktivierten Verlustvorträgen sowie auf Einmaleffekte aus der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen.

5.9. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich als Quotient aus dem auf die Gesellschafter von DO & CO entfallenden Konzernergebnis und der durchschnittlichen Anzahl ausgegebener Aktien während des Geschäftsjahres.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2016/2017 2015/2016
Konzernergebnis in m€ 20,83 28,25
Anzahl (ultimo) der Aktien (in Stück) 9.744.000 9.744.000
Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie
(in €)
2,14 2,90

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

5.10. Vorschlag für die Gewinnverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2017 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 8,28 m€ aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn der DO & CO Aktiengesellschaft auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie. Die vorgeschlagene Dividende löst im Fall der Ausschüttung keine Steuerwirkungen bei DO & CO aus.

6. Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung (Cashflow Statement)

Die Darstellung der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgte nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten laut Bilanz. Sie umfassen Kassabestände, Schecks und Bankguthaben.

Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.

Der Brutto-Cashflow beträgt 92,52 m€ und liegt um 4,91 m€ über jenem des Vergleichszeitraumes des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Veränderungen des Working Capital und der Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 56,36 m€ (Geschäftsjahr 2015/2016: 91,73 m€). Der gesunkene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit resultiert hauptsächlich aus den gesunkenen Verbindlichkeiten, die zum 31. März 2016 im Zuge der Ausrichtung der EURO 2016 einen überdurchschnittlich hohen Stand auswiesen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -65,17 m€ (Geschäftsjahr 2015/2016: 51,89 m€). Im Geschäftsjahr 2015/2016 resultierten die Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen aus der Endkonsolidierung der Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen -60,41m€ (Geschäftsjahr 2015/2016: -63,92m€).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -15,96 m€ (Geschäftsjahr 2015/2016: -25,38 m€).

7. Sonstige Angaben

7.1. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden je nach zugeordneter Stufe (Level) nach folgenden Parametern ermittelt:

  • Stufe 1: Umfasst auf aktiven Märkten quotierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden
  • Stufe 2: Sind direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abgeleitet) beobachtbare Inputfaktoren für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht der Stufe 1 zugeordnet werden können
  • Stufe 3: Dabei handelt es sich um auf nicht beobachtbare Marktdaten basierende Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schulden (d.h. nicht beobachtbare Inputfaktoren). Eine Einordnung der Bewertung in die Stufe 3 erfolgt bereits dann, wenn bei der Bewertung ein nicht beobachtbarer Inputfaktor vorliegt, der die Bewertung signifikant beeinflusst.

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39, und nach ihren Klassen zugeordneten Fair Values (beizulegenden Zeitwerte) sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Buchwert Bewertungs
kategorie
in m€ 31. März 2017 gemäß IAS 39 Fair Value Level
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)1
Beteiligungen und sonstige Wertpapiere
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
3,73
0,47
3,25
99,33
16,21
AfS
AfS
LaR
LaR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Summe Vermögenswerte
143,53
262,80
AfS
Anleihe
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)
148,76
49,87
FLAC
FLAC
162,33 1
Darlehen
Übrige sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4,85
45,02
73,72
FLAC
FLAC
FLAC
4,23 3
Summe Schulden 272,35
in m€ Buchwert
31. März 2016
Bewertungs
kategorie
gemäß IAS 39
Fair Value Level
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)1
Beteiligungen und sonstige Wertpapiere
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
3,26
0,41
2,85
100,62
10,10
171,91
AfS
AfS
LaR
LaR
AfS
Summe Vermögenswerte 285,89
Anleihe
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
148,47
4,44
33,29
84,92
FLAC
FLAC
FLAC
FLAC
159,75
4,33
1
3
Summe Schulden 271,13

1… Die Bewertung erfolgte nach IAS 39 zu Anschaffungskosten

LaR: Loans and Receivables (Kredite und Forderungen); AfS: Available for Sale Financial Assets (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte); HfT: Held for Trading (zu Handelszwecken gehalten); FLAC: Financial Liabilities at Amortised Cost (Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden).

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellen die Buchwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten eine angemessene Schätzung ihrer beizulegenden Zeitwerte dar. Entsprechendes gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Auf die Angabe des beizulegenden Zeitwerts wird nach der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 7.29(a) verzichtet.

Auf die erfolgsneutrale Fair Value Bewertung der als AfS gehaltenen Finanzinstrumente in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten wird verzichtet. Der beizulegende Zeitwert der darin ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen ist nicht verlässlich ermittelbar. Ihre Bewertung erfolgt daher zu Anschaffungskosten. Auf eine Fair Value Bewertung der Wertpapiere wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Der beizulegende Zeitwert des in den Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehens wird durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows ermittelt. Der fristadäquate Abzinsungszinssatz beträgt 9,0 %. Individuellen Merkmalen der Finanzinstrumente wird durch marktübliche Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads Rechnung getragen. Die finanzielle Verbindlichkeit aus der Verpflichtung zum zukünftigen Erwerb von Anteilen anderer Gesellschafter (vgl. Abschnitt 4.10. Eigenkapital) wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ermittelt sich als Barwert der Differenz zwischen dem Kaufpreis, den DO & CO für den Erwerb von 51 % der Anteile abzüglich des vertraglich vereinbarten Kaufpreises für sämtliche Anteile an dem Tochterunternehmen. Wertänderungen werden unmittelbar mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Aus diesem Grund ist keine Zuordnung zu den Bewertungskategorien nach IAS 39 möglich. Zum 31. März 2017 beträgt der Buchwert der Verbindlichkeit aus dem Erwerb der Anteile anderer Gesellschafter 0,00 m€ (31. März 2016: 0,00 m€).

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der geschäftlichen Aktivitäten ist DO & CO in erhöhtem Maße dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken betreffen insbesondere die Währungen Türkische Lira (TRY), Britische Pfund (GBP), Ukrainische Hrywnja (UAH), US Dollar (USD) und Polnische Zloty (PLN).

Eine Absicherung gegen Währungsverluste strebt die Gesellschaft vorrangig durch natürliche Sicherungsbeziehungen an, die darauf zielen, Erlöse und Aufwendungen in einer Fremdwährung nach Möglichkeit hinsichtlich Währungsbetrag und Zeitpunkt ihres Anfalls aufeinander abzustimmen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bestrebt, Währungsrisiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen soweit wie möglich auf Kunden und Lieferanten zu übertragen.

Bei Bedarf setzt DO & CO derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken ein. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine derartigen Instrumente im Bestand. Von der Möglichkeit des Hedge Accounting macht DO & CO gegenwärtig keinen Gebrauch.

Um die Abhängigkeit von Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten zu verdeutlichen, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind, verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen. Die anhand dieser Analysen ermittelten Ergebniseffekte aus Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus den zum Abschlussstichtag bestehenden Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die Auswirkungen auf die Höhe des Eigenkapitals ergeben sich aus langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, die Teil des Nettoinvestments in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernberichtswährung bleiben in der Sensitivitätsanalyse unberücksichtigt.

Zum 31. März 2017 wendete DO & CO zur Währungsumrechnung folgende Umrechnungskurse der wesentlichen Fremdwährungen gegenüber dem Euro an:

Währung USD GBP TRY PLN UAH CHF
Stichtagskurs zum 31. März 2017
(Fremdwährung gegenüber Euro)
1,0691 0,8555 3,8894 4,2265 28,9642 1,0696

Nach dem Ergebnis der Sensitivitätsanalyse führte eine Aufwertung (Abwertung) der für DO & CO wesentlichen Fremdwährungen um 10 % gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften zu den folgenden hypothetischen Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2016/2017 bzw. auf das Eigenkapital zum 31. März 2017:

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ertragsteuen (m€) USD GBP TRY PLN UAH CHF
Aufwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% 0,76 -0,21 -0,18 -0,12 0,42 0,03
Abwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% -0,62 0,27 0,18 0,12 -0,42 -0,02
Auswirkungen auf das Eigenkapital (m€) USD GBP TRY PLN UAH CHF
Aufwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% 6,08 1,48 - - 1,47 -
Abwertung der Fremdwährung zum Euro um 10% -4,97 -1,21 - - -1,21 -

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und sonstige Investitionsprojekte ist es wesentlich, die Auswirkungen auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen und deutschen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden. Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Aufgrund des von DO & CO gehaltenen Bestands an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und nicht ausgenutzter Kreditlinien ist das Liquiditätsrisiko des DO & CO Konzerns gegenwärtig vernachlässigbar.

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnah überwacht, was ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation ermöglicht.

Das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden wird durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten seitens der Kunden reduziert.

Nachstehend sind die undiskontierten vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallenden finanziellen Verbindlichkeiten wiedergegeben:

31. März 2017
in m€ Buchwert Mittelabfluss in
der nächsten
Berichtsperiode
Mittelabfluss in
der über
nächsten
Berichtsperiode
Späterer
Mittelabfluss
Mittelabfluss Anleihe 148,76 4,69 4,69 159,38
Mittelabfluss Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,72 73,72
Mittelabfluss sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 49,87 49,87
Mittelabfluss Verbindlichkeiten
im Anwendungsbereich von IFRS 7
272,35 128,27 4,69 159,38
31. März 2016
in m€ Buchwert Mittelabfluss in
der nächsten
Berichtsperiode
Mittelabfluss in
der über
nächsten
Berichtsperiode
Späterer
Mittelabfluss
Mittelabfluss sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 4,44 0,40 4,79
Mittelabfluss Anleihe 148,47 4,69 4,69 164,06
Mittelabfluss Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84,92 84,92
Mittelabfluss sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 33,29 33,29
Mittelabfluss Verbindlichkeiten
im Anwendungsbereich von IFRS 7 271,13 123,29 9,47 164,06

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit mindestens der Dauer der Mittelbindung in den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Diese stellen die Auswirkungen von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und –aufwendungen dar. Zinsänderungsrisiken bestehen insoweit nicht bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Bei variabel verzinslichen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden wirken sich Marktzinsänderungen dagegen auf die Höhe des Finanzergebnisses aus. Bei DO & CO betrifft das insbesondere Zahlungsmittel. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich aus einer Änderung der Marktzinsen nicht, da die Gesellschaft über keine Derivate verfügt, die zur Absicherung gegen zinsbedingte Cashflow-Schwankungen aus Grundgeschäften designiert sind.

Wäre das Marktzinsniveau am 31. März 2017 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, hätte sich ein um 1,43 m€ höheres (0,31 m€ niedrigeres) Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben. DO & CO ist damit gegenwärtig keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Kalkulation erfolgte unter der Annahme, dass die Depots von DO & CO keine negative Verzinsung haben.

Ausfallrisiko

Das maximale Ausfallrisiko wird weitgehend durch die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte bestimmt.

Zum Bilanzstichtag 31. März 2017 hat DO & CO keine Kreditversicherungen abgeschlossen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Bei den übrigen originären Finanzinstrumenten bestehen keine wesentlichen Ausfallsrisiken. Das verbleibende Risiko wird durch angemessene bilanzielle Vorsorgen abgedeckt.

Kapitalmanagement

Die Kapitalmanagementstrategie von DO & CO zielt auf die Steigerung des Unternehmenswerts und die Beibehaltung einer soliden Kapitalstruktur mit hoher Eigenkapitalausstattung ab. Damit festigt DO & CO das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Markts und sichert die Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Die Einhaltung der Kapitalmanagementstrategie wird permanent durch das Finanzmanagement überwacht. Zu den wesentlichen Merkmalen des internen Kontroll- und Risikomanagements wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen.

Im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung kommen als bedeutende Steuerungsgrößen EBITDA und EBIT sowie EBITDA- und EBIT-Margen zum Einsatz. Im Fokus stehen der erfolgreiche Einsatz des Gesellschaftsvermögens und das Erreichen eines die Kapitalkosten übersteigenden Wertbeitrags. DO & CO überwacht sein Kapital anhand der Kennzahlen Net Gearing (Verschuldungsgrad), Eigenkapitalquote und Net Debt zu EBITDA (Inhalte und Berechnung der Kennzahlen sind im Kennzahlen-Glossar erläutert).

Der Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur dient eine Dividendenpolitik, die sich nach dem Konzernergebnis bemisst. Gemäß dieser Orientierung wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

Das niedrige Zinsniveau wurde bereits im Jahr 2014 zur Emission einer Anleihe mit einem Volumen von 150 m€ genutzt. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Fixzinskoupon von 3,125 %.

7.2. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualschulden des DO & CO Konzerns betragen am 31. März 2017 22,14 m€ (31. März 2016: 24,06 m€) und setzen sich wie folgt zusammen:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Garantien 21,24 22,87
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 0,90 1,19
Summe 22,14 24,06

Sämtliche unter den Eventualschulden ausgewiesene Sachverhalte betreffen potentielle zukünftige Verpflichtungen, die zum Abschlussstichtag 31. März 2017 ungewiss sind und DO & CO erst bei Eintreten nicht wahrscheinlicher zukünftiger Ereignisse zu Leistungen verpflichten.

Zum 31. März 2017 sind schwebende Verträge über den Bezug von Sachanlagen in Höhe von 31,23 m€ (31. März 2016: 34,47 m€) abgeschlossen.

Es bestehen unkündbare Operating-Leasingverhältnisse über Geschäftsräume und Geschäftsausstattungen sowie in kleinerem Umfang über Fahrzeuge und sonstige Vermögenswerte.

Die nach dem Abschlussstichtag zu leistenden Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating- Leasingverhältnissen betragen:

in m€ 31. März 2017 31. März 2016
Bis ein Jahr 23,93 17,15
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 55,89 59,39
Über
fünf Jahre
99,63 127,65

Aus umsatzabhängigen Leasingzahlungen könnten weitere Leasingzahlungen bis zu 16,60 m€ (31. März 2016: 17,55 m€) zu leisten sein. Diese umsatzabhängigen Leasingzahlungen umfassen im Wesentlichen Mieten über Geschäftsräume und haben längstens eine Restlaufzeit von 5 Jahren.

7.3. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Nach dem 31. März 2017 ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse und Entwicklungen, die für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns von Bedeutung wären.

7.4. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die DO & CO Aktiengesellschaft steht unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Beziehung.

Nahestehende Personen und Unternehmen umfassen im Wesentlichen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder Unternehmen im Einflussbereich von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern.

Geschäftsjahr 2016/2017 Geschäftsjahr 2015/2016
in m€ Sonstige
nahestehende
Personen und
Unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts
unternehmen
Nicht konsolidierte
Tochter
unternehmen
Sonstige
nahestehende
Personen und
Unternehmen
Assoziierte
Unternehmen
Gemeinschafts
unternehmen
Nicht konsolidierte
Tochter
unternehmen
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 0,00 0,25 0,85 1,12 0,05 0,33 1,54 0,75
Empfangene Lieferungen und Leistungen 6,54 11,27 0,03 4,08 4,84 10,20 0,20 1,88
31. März 2017
31. März 2016
Sonstige
nahestehende
Assoziierte Gemeinschafts Nicht konsolidierte Sonstige
nahestehende
Assoziierte Gemeinschafts Nicht konsolidierte
in m€ Personen und
Unternehmen
Unternehmen unternehmen Tochter
unternehmen
Personen und
Unternehmen
Unternehmen unternehmen Tochter
unternehmen
Forderungen 0,95 0,01 1,47 1,37 0,95 0,00 1,14 0,52
Schulden 0,47 1,11 0,02 0,86 0,36 1,79 0,01 0,15

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden Forderungen in Höhe von 0,36 m€ (31. März 2016: 0,43 m€) wertberichtigt. Es bestehen Forderungen aus Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,11 Jahren und einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,52 % p.a.

Zur Besicherung von Krediten gab DO & CO Garantien für Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierte Unternehmen in Höhe von 7,40 m€ (VJ: 7,40 m€) und einer Laufzeit bis Mai 2018. Mit einem Zahlungsabfluss daraus wird nicht gerechnet.

Die Geschäfte mit diesen nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Zur Vergütung der Organmitglieder wird auf Abschnitt 7.6. verwiesen.

7.5. Beteiligungen

Zum 31. März 2017 hält DO & CO folgende Beteiligungen:

Konsolidierung 1) Beteiligung in % Währung Nominalkapital in
Gesellschaft Sitz Land THW2)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A V 100,0 EUR 36 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH
Wien
Salzburg
A
A
V
V
100,0
100,0
EUR
EUR
36 3)
35 3)
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A V 100,0 EUR 36 3)
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien A V 100,0 EUR 150 3)
DO & CO Airline Logistics GmbH
DO & CO Airport Hospitality GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
EUR
EUR
35 3)
35 4)
DO & CO Albertina GmbH Wien A V 100,0 EUR 35 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A V 100,0 EUR 100 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
DO & CO Event Austria GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
EUR
EUR
36
100 3)
DO & CO Facility Management GmbH Wien A V 100,0 EUR 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH Wien A V 100,0 EUR 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0 EUR
EUR
35 3)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A V 100,0
90,0
EUR 36 3)
35
DO & CO Immobilien GmbH Wien A V 100,0 EUR 36 3)
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A V 100,0 EUR 36 3)
DO & CO Pastry GmbH
DO & CO Procurement GmbH
Wien
Wien
A
A
V
V
100,0
100,0
EUR
EUR
35 3)
35 3)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien A V 100,0 EUR 35 3)
Henry - the art of living GmbH Wien A V 100,0 EUR 36 3)
Henry am Zug GmbH Wien A V 100,0 EUR 35 4)
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H.
ISS Ground Services GmbH
Wien
Wien
A
A
V
E
100,0
49,0
EUR
EUR
36 3)
218
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A V 100,0 EUR 799 4)
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen A V 100,0 EUR 800 4)
Total Inflight Solution GmbH Wien
Wien
A
A
V
N
100,0 EUR
EUR
35 4)
36
WASH & GO Logistics GmbH
DO & CO International Catering & Logistics AG
Zürich CH N 0,0
100,0
CHF 100
DO & CO International Event AG Zug CH V 100,0 CHF 100
Nespresso - DO & CO SA Lausanne CH E 50,0 CHF 1.000 13)
Oleander Group AG
Arena One Gastronomie GmbH
Zug
München
CH V
D
V 100,0
100,0
GBP
EUR
67 10)
25 5)
DO & CO München GmbH München D V 100,0 EUR 100 5)
Arena One Mitarbeiterrestaurants GmbH München D V 100,0 EUR 25 5)
Arena One Service GmbH München
Kelsterbach
D
D
V
V
100,0 EUR
EUR
25 5)
25
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
DO & CO Berlin GmbH
Berlin D V 100,0
100,0
EUR 25 5)
DO & CO Deutschland Catering GmbH München D V 100,0 EUR 25
DO & CO Düsseldorf GmbH Düsseldorf D V 100,0 EUR 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH
DO & CO Kelsterbach GmbH
Kelsterbach
Kelsterbach
D
D
V
N
100,0
100,0
EUR
EUR
25 5)
25
DO & CO Lounge Deutschland GmbH München D V 100,0 EUR 25 5)
DO & CO Lounge GmbH Frankfurt D V 100,0 EUR 25 5)
DO & CO Catering München GmbH München-Flughafen
Barcelona
D
E
V
V
100,0 EUR
EUR
25 5)
3
DO & CO Restauración & Catering España, S.L.
Financière Hédiard SA
Colombes F V 100,0
100,0
EUR 5.094
Hédiard Events SAS Paris F V 100,0 EUR 100
Hédiard SA Paris F V 100,0 EUR 3.500
Hédiard Traiteur SAS
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LIMITED
Colombes
Feltham
F
GB V
V 100,0
100,0
EUR
EUR
40
0 6)
DO & CO Airport Hospitality UK Ltd. Feltham GB V 100,0 GBP 0
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB V 100,0 GBP 0
DO & CO International Catering Ltd.
DO & CO International Investments Ltd.
Feltham
London
GB V
GB V
100,0 EUR
EUR
30 6)
DO & CO Museum Catering Ltd. Feltham GB V 100,0
100,0
GBP 5.000 6)
0
Fortnum & Mason Events Ltd. London GB E 50,0 GBP 0
Lasting Impressions Food Co. Ltd Feltham GB V 85,0 GBP 0
Versilia Solutions Ltd.
Henry am Zug Hungary Kft.
Northampton
Budapest
GB E
HU N
50,0
100,0
GBP
EUR
0
10 9)
DO & CO Italy S.r.l. Vizzola Ticino I V 100,0 EUR 2.900
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MT E 40,0 EUR 1 8)
Sky Gourmet Malta Ltd.
DO & CO México, S. de R.L. de C.V.
Fgura
Mexiko-Stadt
MT E
MX V
40,0
100,0
EUR
MXN
1 8)
50 12)
DO & CO Netherlands Holding B.V. Den Haag NL V 51,0 EUR 20
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P V 100,0 EUR 5
DO & CO Poland Sp. z o.o. Warschau PL V 100,0 PLN 7.447
DO & CO Real Estate Poland Sp. Z o.o.
Sharp DO & CO Korea LLC
Warschau
Seoul
PL
ROK E
V 100,0
50,0
PLN 55
KRW 7.000.000
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK V 100,0 EUR 63 7)
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic . ve San. A.S. Istanbul T K V 100,0 TRY 750
MAZLUM AMBALAJ SANAYİ VE DIŞ TİCARET A.Ş
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S.
Tekirdag
Istanbul
T K V
T K V
51,0
50,0
TRY
TRY
3.523
30.000
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LLC Kiew-Boryspil UA V 100,0 UAH 5.055
DO & CO Ukraine LLC Kiew-Boryspil UA V 100,0 UAH 521 11)
DO AND CO KYIV LLC Kiew-Boryspil UA V 51,0 UAH 2.400
DEMEL New York Inc .
DO & CO CHICAGO CATERING, INC.
New York
Wilmington
USA V
USA V
100,0
100,0
USD
USD
1
1
DO & CO Holdings USA, Inc . Wilmington USA V 100,0 USD 100
DO & CO Los Angeles, Inc . New York USA V 100,0 USD 0
DO & CO Miami Catering, Inc .
DO & CO NEW JERSEY CATERING, INC.
Miami
Wilmington
USA V
USA N
100,0
100,0
USD
USD
1
0
DO & CO New York Catering, Inc . New York USA V 100,0 USD 1

1) V=Vollkonsolidierung, E=at equity, N=Keine Konsolidierung

2) 3) THW = Tausend Heimatwährung Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

4) 5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

6) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP

7) 8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL

9) 10) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in HUF Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in CHF

11) 1 % wird von der DO & CO Event Austria GmbH gehalten

12) 13) 1 % wird von der DO & CO Holdings USA Inc. gehalten Ein Gemeinschaftsunternehmen der DO & CO Aktiengesellschaft mit 2 Tochtergesellschaften

7.6. Organe

Als Organe der DO & CO Aktiengesellschaft sind folgende Personen im Geschäftsjahr 2016/2017 tätig gewesen:

Vorstand:

Attila DOGUDAN

Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Mag. Gottfried NEUMEISTER

Mitglied des Vorstands; geboren 1977 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2020 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen

Dr. Haig ASENBAUER

geboren 1967; Mitglied des Vorstands bis 30. September 2016 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften (bis 30. September 2016):

Aufsichtsrat der MOUVI Holding AG, Österreich

Dr. Klaus PETERMANN

geboren 1966; Mitglied des Vorstands bis 30. September 2016 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften (bis 30. September 2016)

  • Verwaltungsrat der Indivis S.A., Luxemburg
  • Verwaltungsrat der Libidama International S.A. SPF, Luxemburg (bis 29. April 2016)

Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes im Geschäftsjahr 2016/2017 zeigt nachfolgende Übersicht:

Bezüge Vorstand 2016/2017
in T€ Fixe
Bezüge
Variable
Bezüge
Gesamt
bezüge
Attila Dogudan * 767 384 1.151
Mag. Gottfried Neumeister ** 581 581 1.162
Dr. Haig Asenbauer (bis 30.09.2016)*** 458 0 458
Dr. Klaus Petermann (bis 30.09.2016)**** 240 0 240
Summe 2.046 965 3.010

*Inklusive Sachbezug und inklusive 34 t€ für die Tätigkeit als Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie CEO bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

**Inklusive 30 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

*** Inklusive 15 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. sowie 147,5 t€ als Abfindung.

****Inklusive 15 t€ für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Aufsichtsrat:

em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD

Vorsitzender; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

RA Dr. Werner SPORN

Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1935 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ing. Georg THURN-VRINTS

Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied; unabhängig; geboren 1943 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 21. o.HV (2019), erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Dr. Andreas BIERWIRTH

Mitglied; unabhängig; geboren 1971 bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der EasyJet PLC, Großbritannien
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Casinos Austria Aktiengesellschaft, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Telekom Deutschland GmbH, Deutschland
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Avcon Jet AG, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der FK Austria Wien AG, Österreich
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Deutschland

Dr. Cem KOZLU

Mitglied; unabhängig; geboren 1946

bestellt bis zur 23. o.HV (2021), erstmalig gewählt am 21. Juli 2016

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

  • Mitglied des Verwaltungsrates der Pegasus Hava Tasimaciligi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Endüstri Holding A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Anadolu Efes Biracilik ve Malt Sanayi A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Yazicilar Holding A.Ş., Türkei
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Coca-Cola Satis ve Dagitim A.Ş., Türkei

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 21. Juli 2016 für das Geschäftsjahr 2015/2016 eine Vergütung in Höhe von 0,10 m€ (VJ: 0,10 m€) bezahlt.

Wien, am 26. Juni 2017

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2017, der gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Geschäftsund Firmenwerte

Beschreibung

Die DO & CO Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. März 2017 Buchwerte für Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer in Höhe von EUR 34,85 Mio., Sachanlagen in Höhe von EUR 220,12 Mio. sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 25,50 Mio.

Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen. Zusätzlich ist es für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer sowie Sachanlagen erforderlich, zu überprüfen, ob ein Anhaltspunkt vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte.

Die DO & CO Aktiengesellschaft hat zum 31. März 2017 unter den Sachanlagen Herstellungskosten für ein unfertiges Hotelprojekt in der Türkei in Höhe von EUR 52,98 Mio. ausgewiesen, für das aufgrund der Verschiebung der Eröffnung sowie der geänderten Rahmenbedingungen in der Türkei Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Zusätzlich sind unter den Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer Beträge in Höhe von EUR 18,60 Mio. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Frankreich zugeordnet, für die eine Restrukturierung eingeleitet wurde. Zusätzlich zu diesen Sachverhalten, besteht ein Risiko, dass langfristige Vermögenswerte aufgrund negativer Geschäftsentwicklung wertgemindert sind.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen erfordert wesentliche Schätzungen des Vorstandes über künftige Umsatzentwicklungen und Ergebnismargen, Transaktionspreise (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) und daraus resultierenden Zahlungsmittelüberschüssen sowie Annahmen zur Festlegung der verwendeten Diskontierungssätze. Diese Ermessensentscheidungen sind daher mit einer wesentlichen Unsicherheit behaftet. Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Auf die Darstellung im Konzernanhang in den Abschnitten 4.1 und 4.2 wird verwiesen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen erhoben.

Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den vorhandenen Business Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen und Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt. Darüber hinaus haben wir die Übereinstimmung der aktuellen Prognosen der Zahlungsmittelüberschüsse mit den effektiven Ergebnissen der Vergangenheit überprüft, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren.

Weiters haben wir das Berechnungsschema für die Ableitung des Diskontierungszinssatzes nachvollzogen, die angesetzten Parameter durch Datenbankabfragen plausibilisiert und die Auswirkungen von Parameteränderungen auf die Bewertungsergebnisse unter Einbeziehung unseres internen Bewertungsspezialisten analysiert.

Realisierung von Umsatzerlösen

Beschreibung

Im Konzernabschluss zum 31. März 2017 sind Umsatzerlöse mit einem Hauptkunden in Höhe von EUR 280,37 Mio. aufgrund eines Liefervertrages ausgewiesen, der gegen Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 verlängert wurde.

Das wesentliche Risiko besteht darin, dass neue Vertragsinhalte eine geänderte Realisierung der Umsatzerlöse bewirken können. Zusätzlich besteht das Risiko, dass erforderliche Informationen über wichtige Kunden im Anhang unterbleiben und dadurch der Grad der Abhängigkeit nicht ersichtlich ist.

Auf die Darstellung im Konzernabschluss unter Abschnitt 6. und im Konzernanhang unter Abschnitt 3.3 wird verwiesen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Vertragsverlängerung auf geänderte Vertragsinhalte durchgesehen und sich daraus ergebende Konsequenzen auf die Realisierung von Umsatzerlösen beurteilt.

Wir haben stichprobenweise Kontrollen der Abrechnungen der Leistungen aufgrund des Vertrages vorgenommen und die Vollständigkeit der Angaben betreffend die Informationen über wichtige Kunden geprüft.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.

  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab, und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind, und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortlichen Wirtschaftsprüfer sind Herr Mag. Günther Prindl und Dr. Andreas Staribacher.

Wien, am 26. Juni 2017

PKF CENTURION

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Günther Prindl Dr. Andreas Staribacher

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

  2. dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens vermittelt,

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 26. Juni 2017

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Glossar

Geschäftsjahr
2016/2017
Geschäftsjahr
2015/2016
EBITDA m€ 91,89
EBITDA-Marge in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 913,44 10,1% 10,1%
EBIT m€ 56,24
EBIT-Marge in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 913,44 6,2% 6,1%
Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 49,86
Return on Sales in % Umsatzerlöse mit Dritten m€ 913,44 5,5% 5,5%
+ Eigenkapital m€ 255,84
Bereinigtes Eigenkapital in m€ - (vorgesehene) Dividende m€ 8,28 247,56 246,09
Bereinigtes Eigenkapital m€ 247,56
Eigenkapitalquote in % Gesamtkapital m€ 621,41 39,8% 39,2%
Ergebnis nach Ertragsteuern m€ 33,80
Return on Equity (ROE; in %) Ø bereinigtes Eigenkapital 1 m€ 253,04 13,4% 18,4%
+ Anleihe m€ 148,76
Debt (finanzielle Verbindlichkeiten) in m€ + Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) m€ 0,00 153,61 153,04
+ Kurzfristige Darlehen m€ 4,85
+ Debt m€ 153,61
Net Debt (Nettofinanzverschuldung) in m€ - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente m€ 143,53 10,08 -18,87
Net Debt to EBITDA Net Debt m€ 10,08 0,11 -0,20
EBITDA m€ 91,89
Net Debt m€ 10,08
Net Gearing in % Bereingtes Eigenkapital m€ 247,56 4,1% -7,7%
Surplus Cash in m€ + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- 2% der Umsatzerlöse
m€
m€
143,53
18,27
116,98 145,30
- (vorgesehene) Dividende m€ 8,28
+ Kurzfristige Vermögenswerte m€ 307,43
Working Capital in m€ - Kurzfristige Schulden m€ 190,39 -8,22 -13,78
- Surplus Cash
- (vorgesehene) Dividende
m€
m€
116,98
8,28
Free Cashflow in m€ + Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto-Cashflow) m€ 56,36 -8,81 143,62
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit m€ -65,17
Konzernergebnis m€ 20,83
EPS (Ergebnis je Aktie) in € Aktienanzahl Mpie 9,74 2,14 2,90
Ausschüttungsquote in % (vorgesehene) Dividende
Konzernergebnis
m€
m€
8,28
20,83
39,8% 29,3%
KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) Kurs ultimo (Schlusskurs) 60,89 28,48 36,56
EPS 2,14
Ertragsteuern m€ 16,06
Steuerquote in % Ergebnis vor Ertragsteuern m€ 49,86 32,2% 12,1%
Bereinigtes EBIT in m€ EBIT
- Mieterlöse aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
m€
m€
56,24
0,00
56,24 54,91
+ Aufwände aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien m€ 0,00
+ Bereinigtes Eigenkapital m€ 247,56
Capital Employed in m€ + Langfristige Schulden m€ 175,18 277,66 253,37
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
m€
m€
143,53
1,55
+ Bereinigtes EBIT m€ 56,24
Return on Capital Employed (ROCE) in % Ø Capital Employed 1 m€ 274,32 20,5% 18,5%

1 … Ermittelt als Durchschnittsbestand zum Ende der letzten vier Quartale und des Bestands zu Beginn des Betrachtungszeitraums

Einzelabschluss 2016/2017 der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfung & Steuerberatung

Hegelgasse 8 I 1010 Wien Tel. +43 1 512 87 80 I Fax +43 1 512 87 80 - 599 www.pkf.at

DO & CO Aktiengesellschaft

Wien

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2017 und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2016/17

Elektronisches Exemplar Kurzfassung (pdf-Version) vom 23. Juni 2017

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk Seite 2
Bilanz zum 31. März 2017 Anlage 1
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017 Anlage 2
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17 Anlage 3
Entwicklung des Anlagevermögens 2016/17 Anlage 3a
Beteiligungsgesellschaften per 31. März 2017 Anlage 3b
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17 Anlage 4

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2017 endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Sachverhalt und Risiken

Die DO & CO Aktiengesellschaft weist zum 31. März 2017 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 47,5 Mio. sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 126,9 Mio. aus. Im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgte zur Sanierung der negativen Eigekapitalien von französischen Tochterunternehmen ein debt-equity-swap.

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind gem. § 204 Abs. 2 UGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abzuschreiben. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, ist eine Wertaufholung gem. § 208 Abs. 1 UGB vorzunehmen.

Bei der Beurteilung, ob und in welcher Höhe eine Wertminderung oder Zuschreibung vorliegt, sind Ermessensentscheidungen des Managements erforderlich. Die Ermessensentscheidungen sind von der Einschätzung über zukünftige Umsatzentwicklung, daraus abgeleitete Zahlungsüberschüsse sowie Diskontierungszinssätze abhängig und somit mit Unsicherheiten verbunden.

Das Risiko für den Jahresabschluss liegt daher in einer Überbewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Ausleihungen an verbundenen Unternehmen.

Im Zusammenhang mit den Angaben der Geseellschat zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt Finanzanlagen, Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen, Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie dem Anlagenspiegel Beilage 3a.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir den Prozess erhoben, wie die Gesellschaft die Anzeichen für eine Wertminderung überwacht und analysiert sowie den beizulegenden Wert ermittelt.

Zusätzlich haben wir die vom Management getroffenen Annahmen und vorgenommenen Schätzungen kritisch hinterftragt und unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:

  • Beurteilung der Angemessenheit der zukunftsbezogenen Annahmen und Bewertungsmethoden;
  • Abstimmung der den zukünftigen Zahlungsströmen zugrundeliegenden Unternehmensplanungen mit den vorliegenden Budgets sowie Erörterung der Bewertungsannahmen mit dem Management;
  • Beurteilung der Angemessenheit der verwendeten Diskontierungszinssätze unter Einbeziegung unseres internen Bewertungsspezialisten;
  • Prüfung der entsprechenden Darstellung und Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss (Jahresabschluss), den Konzernlagebericht (Lagebericht) und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Günther Prindl.

Wien, am 23. Juni 2017

PKF CENTURION

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Mag. Günther Prindl Dr. Andreas Staribacher Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Anlage 1

Aktiva 31.03.2017 % 31.03.2016 %
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und
ähnliche
Rechte
und
Vorteile
sowie
daraus
abgeleitete
Lizenzen 2.970.917,75 0,8 2.901.235,19 0,8
2.
geleistete
Anzahlungen
79.131,00 0,0 0,00 0,0
3.
WB
immaterielle
-2.377.619,94
672.428,81
-0,7
0,2
-1.832.472,16
1.068.763,03
-0,5
0,3
II.
Sachanlagen
1.
Bauten
davon
Investitionen
in
fremde
Gebäude
6.159.471,01
6.159.471,01
1,7
1,7
5.466.070,79
5.466.070,79
1,4
1,4
2.
Maschinen
259.238,11 0,1 26.380,30 0,0
3.
Betriebs-
und
Geschäftsausstattung
819.026,60 0,2 747.205,71 0,2
4.
geleistete
Anzahlungen
und
Anlagen
in
Bau
479.821,54
7.717.557,26
0,1
2,1
511.204,45
6.750.861,25
0,1
1,8
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile
an
verbundenen
Unternehmen
47.523.172,98 13,1 40.474.073,15 10,7
2.
Ausleihungen
an
verbundene
Unternehmen
126.876.072,56 35,0 68.946.177,62 18,2
3.
Beteiligungen
davon
Anteile
an
assoziierten
Unternehmen
243.508,04
243.508,04
0,1
0,1
609.973,95
480.907,95
0,2
0,1
4.
Ausleihungen
an
Unternehmen,
mit
denen
ein
Beteiligungsverhältnis
besteht
1.403.766,91 0,4 0,00 0,0
5.
Wertpapiere
(Wertrechte)
des
Anlagevermögens
36.651,27
176.083.171,76
184.473.157,83
0,0
48,6
50,9
36.651,27
110.066.875,99
117.886.500,27
0,0
29,0
31,1
B. Umlaufvermögen
I.
Forderungen
und
sonstige
Vermögensgegenstände
1.
Forderungen
aus
Lieferungen
und
Leistungen
655.625,28 0,2 412.313,98 0,1

zum 31.03.2017

Aktiva 31.03.2017 % 31.03.2016 %
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
60.044,00 0,0 0,00 0,0
2.
Forderungen
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
davon
aus
Lieferungen
und
Leistungen
davon
sonstige
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
81.325.076,70
9.636.039,78
71.689.036,92
43.493.240,55
22,4
2,7
19,8
12,0
133.066.708,45
7.562.334,45
125.504.374,00
63.232.277,06
35,1
2,0
33,1
16,7
3.
sonstige
Forderungen
und
Vermögensgegenstände
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
14.724.953,30
6.400.890,53
4,1
1,8
17.736.729,59
4.365.010,00
4,7
1,2
II.
Kassenbestand,
Guthaben
bei
Kreditinstituten
96.705.655,28
77.776.268,37
174.481.923,65
26,7
21,5
48,1
151.215.752,02
108.897.608,43
260.113.360,45
39,9
28,7
68,6
C.
Rechnungsabgrenzungsposten
948.156,01 0,3 1.102.928,12 0,3
D.
Aktive
latente
Steuern
2.631.397,62 0,7 0,00 0,0
Summe
Aktiva
362.534.635,11 100,0 379.102.788,84 100,0

zum 31.03.2017

Passiva 31.03.2017 % 31.03.2016 %
A. Eigenkapital
I.
eingefordertes
Grundkapital
gezeichnetes
Grundkapital
einbezahltes
Grundkapital
19.488.000,00
19.488.000,00
19.488.000,00
5,4
5,4
5,4
19.488.000,00
19.488.000,00
19.488.000,00
5,1
5,1
5,1
II.
Kapitalrücklagen
1.
gebundene
74.707.498,42 20,6 74.707.498,42 19,7
III.
Gewinnrücklagen
1.
gesetzliche
Rücklagen
64.635,22 0,0 64.635,22 0,0
2.
andere
Rücklagen
(freie
Rücklagen)
41.147.154,50 11,4 46.003.342,61 12,1
41.211.789,72 11,4 46.067.977,83 12,2
IV. Bilanzgewinn 8.282.400,00 2,3 8.282.400,00 2,2
143.689.688,14 39,6 148.545.876,25 39,2
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen
für
Abfertigungen
2.592.985,96 0,7 2.266.372,20 0,6
2.
Steuerrückstellungen
8.129.460,00 2,2 14.219.660,00 3,8
3.
sonstige
Rückstellungen
8.582.901,73 2,4 8.831.107,61 2,3
19.305.347,69 5,3 25.317.139,81 6,7
C. Verbindlichkeiten
1.
Anleihen
150.000.000,00 41,4 150.000.000,00 39,6
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
150.000.000,00 41,4 150.000.000,00 39,6
2.
Verbindlichkeiten
aus
Lieferungen
und
Leistungen 1.144.879,07 0,3 2.086.778,48 0,6
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
bis
zu
einem
Jahr
994.982,31 0,3 1.981.215,22 0,5
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
149.896,76 0,0 105.563,26 0,0
3.
Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
41.257.497,75 11,4 49.116.841,46 13,0
davon
aus
Lieferungen
und
Leistungen
davon
sonstige
3.416.085,91
37.841.411,84
0,9
10,4
2.721.764,52
46.395.076,94
0,7
12,2
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
bis
zu
einem
Jahr
41.257.497,75 11,4 49.116.841,46 13,0
4.
sonstige
Verbindlichkeiten
3.532.242,36 1,0 2.363.302,76 0,6
davon
aus
Steuern
3.269.115,16 0,9 2.096.404,72 0,6
davon
im
Rahmen
der
sozialen
Sicherheit
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
bis
zu
einem
241.178,45 0,1 240.163,17 0,1
Jahr 3.532.242,36 1,0 2.363.302,76 0,6
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
bis
zu
einem
Jahr
davon
mit einer
Restlaufzeit
von
mehr
als
einem
Jahr
195.934.619,18
45.784.722,42
150.149.896,76
54,1
12,6
41,4
203.566.922,70
53.461.359,44
150.105.563,26
53,7
14,1
39,6

Anlage 1

zum 31.03.2017
Passiva 31.03.2017 % 31.03.2016 %
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.604.980,10 1,0 1.672.850,08 0,4
Summe
Passiva
362.534.635,11 100,0 379.102.788,84 100,0

DO & CO Aktiengesellschaft 156765m

2016/2017 % 2015/2016 %
1. Umsatzerlöse 41.519.338,78 100,0 34.935.397,48 100,0
2. sonstige
betriebliche
Erträge
a)
Erträge
aus
dem
Abgang
vom
Anlagevermögen
0,00 0,0 0,00 0,0
b)
Erträge
aus
der
Auflösung
von
Rückstellungen
135.524,21 0,3 25.342,00 0,1
c)
übrige
765.131,44 1,8 829.633,22 2,4
900.655,65 2,2 854.975,22 2,5
3. Aufwendungen
für
Material
und
sonstige
bezogene
Herstellungsleistungen
a)
Materialaufwand
-55.151,69 -0,1 -53.102,61 -0,2
b)
Aufwendungen
für
bezogene
Leistungen
5.897.834,93 14,2 5.882.320,53 16,8
5.842.683,24 14,1 5.829.217,92 16,7
4. Personalaufwand
a)
Löhne
808.766,15 2,0 1.020.371,50 2,9
b)
Gehälter
14.488.974,84 34,9 15.298.624,77 43,8
c)
soziale
Aufwendungen
3.655.603,69 8,8 3.478.405,92 10,0
aa)
Aufwendungen
für
Abfertigungen
und
Leistungen
an
betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
576.796,77 1,4 315.819,01 0,9
bb)
Aufwendungen
für
gesetzlich
vorgeschriebene
Sozialabgaben
sowie
vom
Entgelt
abhängige
Abgaben
und
Pflichtbeiträge 2.920.402,03 7,0 2.924.745,72 8,4
18.953.344,68 45,7 19.797.402,19 56,7
5. Abschreibungen
a)
auf
immaterielle
Gegenstände
des
Anlagevermögens
und
Sachanlagen
1.287.721,01 3,1 1.052.418,75 3,0
6. sonstige
betriebliche
Aufwendungen
a)
Steuern,
soweit
sie
nicht
unter
Steuern
vom
Einkommen
fallen
150.902,50 0,4 96.061,36 0,3
b)
übrige
15.672.174,35 37,8 14.300.278,97 40,9
15.823.076,85 38,1 14.396.340,33 41,2
7. Zwischensumme
aus
Z
1
bis
6
(Betriebsergebnis)
513.168,65 1,2 -5.285.006,49 -15,1
8. Erträge
aus
Beteiligungen
davon
aus
verbundenen
Unternehmen
11.944.966,99
11.944.966,99
28,8
28,8
19.253.128,96
19.253.128,96
55,1
55,1
9. sonstige
Zinsen
und
ähnliche
Erträge
davon
aus
verbundenen
Unternehmen
2.922.157,96
2.813.427,78
7,0
6,8
4.643.773,70
4.571.911,71
13,3
13,1
10. Erträge
aus
dem
Abgang
von
und
der
Zuschreibung
zu
Finanzanlagen
393.077,78 1,0 3.119.888,13 8,9
11. Aufwendungen
aus
Finanzanlagen
6.259.566,81 15,1 3.725.384,59 10,7

DO & CO Aktiengesellschaft 156765m

01.04.2016 bis 31.03.2017 Wien GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2016/2017 % 2015/2016 %
davon
Abschreibungen
auf
Finanzanlagen
davon
Aufwendungen
aus
verbundenen
290.967,13 0,7 0,00 0,0
Unternehmen 4.532.821,68 10,9 3.725.384,59 10,7
12. Zinsen
und
ähnliche
Aufwendungen
davon
betreffend
verbundene
Unternehmen
5.179.398,55
64.194,20
12,5
0,2
4.980.040,89
36.287,87
14,3
0,1
13. Zwischensumme
aus
Z
8
bis
12
(Finanzergebnis) 3.821.237,37 9,2 18.311.365,31 52,4
14. Ergebnis
vor
Steuern
4.334.406,02 10,4 13.026.358,82 37,3
15. Steuern
vom
Einkommen
908.194,13 2,2 1.207.460,00 3,5
davon
latente
Steuern
-2.631.397,62 -6,3 0,00 0,0
16. Ergebnis
nach
Steuern
3.426.211,89 8,3 11.818.898,82 33,8
17. Jahresüberschuss 3.426.211,89 8,3 11.818.898,82 33,8
18. Auflösung
von
Gewinnrücklagen
4.856.188,11 11,7 0,00 0,0
19. Zuweisung
zu
Gewinnrücklagen
0,00 0,0 3.536.498,82 10,1
20. Jahresgewinn 8.282.400,00 20,0 8.282.400,00 23,7
21. Bilanzgewinn 8.282.400,00 20,0 8.282.400,00 23,7

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 189 ff des Unternehmensgesetzbuchs (UGB)unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln,aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit entsprechend der gesetzlichen Regelungen eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden - soweit gesetzlich geboten - berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist Konzernmuttergesellschaft iSd § 15 AktG.

Gruppenbesteuerung: Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Gruppe iSd § 9 KStG.

Beim Jahresabschluss zum 31. März 2017 kamen die Vorschriften des RÄG erstmalig zur Anwendung. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst.

Änderungen von Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderungen auf Grund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 beibehalten.

Die Bewertung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt zum 31.3.2017 gemäß der aktuellen AFRAC-Stellungnahme 27 (Juni 2016) und betrifft folgende Änderungen:

Die Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung wurden im Vorjahr nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 2,5% und eines angenommenen Pensionsantrittsalters von 63 Jahren beiMännern und 58 Jahren beiFrauen ermittelt. Zum 31.3.2017 werden die Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämie und unter Verwendung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt. Der für die Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung verwendete Rechnungszinssatz wurde aufgrund der Verwendung eines Stichtagszinssatzes auf 1,3% geändert. Künftige Gehaltssteigerungen aufgrund von Kollektivvertragsanpassungen und Laufbahnentwicklungen wurden bisher im Zinssatz mitberücksichtigt. Nunmehr wird für künftige Gehaltssteigerungen ein durchschnittlicher Wert von 1,8% angenommen. Für die Jubiläumsgeldrückstellung wurde im Vorjahr ein altersabhängiger Fluktuations abschlag angesetzt, zum 31.3.2017 wird eine Fluktuation von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, abhängig von Dienstjahren, berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden erstmalig latente Steuern nach RÄG 2014 angesetzt.

Weiters wurden bisher unterlassene Zuschreibungen auf Ausleihungen nach RÄG 2014 vorgenommen.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2016 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2016/2017 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Dabei wird folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer
in
Jahren
Konzessionen 10
Vertragsrecht 3,5 - 6
EDV-Software 3 - 7

Sachanlagevermögen

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2016 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2016/2017 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, wobei für die einzelnen Anlagengruppen folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt wird:

in
Jahren
Nutzungsdauer
Bauten
auf
fremdem
Grund
5 - 25
Maschinen 3 - 10
Andere
Anlagen,
Betriebs-
und
Geschäftsausstattung
3 - 10

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 13 EStG 1988 werden im Zugangsjahr jeweils auf EUR 0,01 abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren als Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit notwendig außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen durchgeführt. Außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen werden nur dann vorgenommen, wenn Wertsteigerungen bzw. -minderungen voraussichtlich von Dauer sind.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31. März 2017 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765m erfasst.

Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden an in- und ausländische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden aufgrund der Zuschreibungspflicht gem. RÄG 2014 per 1.4.2016 Zuschreibungen in Höhe von TEUR 3.848 durchgeführt. Es bestehen keine Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Wahlrecht gem. § 906 Abs. 32 UGB wurde in Anspruch genommen und die steuerlich gebildete Zuschreibungsrücklage unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Beteiligungen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter diesem Posten werden an ausländische Beteiligungen gegebene Ausleihungen ausgewiesen. Es bestehen keine Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mitden Anschaffungskosten bzw. mit dem Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Zeitwert angesetzt.

Eigenkapital

Grundkapital und Kapitalrücklagen

Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

Zusammensetzung Kapitalrücklagen

EUR EUR
Agio
aus
Börsegang
1998

229
(2)
Z
1
i.V.m.
(5)
UGB)
13.081.110,15
Cent-Differenz
aus
EUR-Umstellung
2001/2002
0,01
Agio
aus
Kapitalerhöhung
2006/2007
24.273.186,35
Kapitalerhöhung
aus
Gesellschaftsmitteln
2007/2008
-1.427.918,09
Agio
aus
Kapitalerhöhung
2010/2011
38.781.120,00 74.707.498,42

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft hat mit inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Namen der von der Ergebnisabführung umfassten Gesellschaften sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen. Gemäß diesen Verträgen haben die Töchter ihren Jahresgewinn an die Muttergesellschaft abzuführen, wogegen sich die DO & CO Aktiengesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften verpflichtet, allfällige Jahresverluste zu übernehmen und abzudecken.

Rückstellungen

Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,30 % (Vorjahr: 1,40 %), einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 1,80 % (Vorjahr: 1,80 %) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt. Ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 0 % (Vorjahr: 0 %) wurde berücksichtigt. Der Berechnung wurde die biometrische Rechnungsgrundlage AVÖ 2008-P zugrunde gelegt.

Der sich aus der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 per 1. April 2016 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 168.627,00 für Abfertigungsrückstellung wurde im Geschäftsjahr in vollem Umfang erfolgswirksam nachgeholt und unter den Aufwendungen für Abfertigungen ausgewiesen.

Es wird im Geschäftsjahr 2016/2017 erstmals das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Zinsenkomponente der Abfertigungsrückstellung im Finanzerfolg auszuweisen. Die Zinsentangente betrifft in Höhe von EUR 34.089,96 das Geschäftsjahr (Vorjahr: EUR 0,00).

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.

Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,30 % (Vorjahr: 1,40 %), einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 1,80 % (Vorjahr: 1,80 %) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden gestaffelt nach Dienstjahren wie folgt berücksichtigt:

Volle
Dienstjahre
In
Prozent
In
Prozent
(Vorjahr)
0
bis
2
21,30
%
23,60
%
3
bis
4
21,30
%
19,30
%
5
bis
9
10,20
%
11,00
%
10
bis
14
5,80
%
5,80
%
15
bis
19
2,60
%
2,40
%
20
bis
34
2,10
%
2,00
%
35
bis
99
0,00
%
0,00
%

Der sich aus der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 per 1. Jänner 2016 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 125.096,00 für Jubiläumsgeldrückstellung wurde im Geschäftsjahr in vollem Umfang nachgeholt in Höhe von EUR 131.498,00 unter den Personalaufwendungen und in Höhe von EUR - 6.402,00 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Berechnung wurde die biometrische Rechnungsgrundlage AVÖ 2008-P zugrunde gelegt.

Es wird im Geschäftsjahr 2016/2017 erstmals das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Zinsen komponente der Jubiläumsrückstellung im Finanzerfolg auszuweisen. Die Zinsentangente betrifft in Höhe von EUR 12.115,39 das Geschäftsjahr (Vorjahr: EUR 0,00).

Im Posten Löhne und Gehältersind Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgeldern in Höhe von EUR - 45.717,28 enthalten.

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragsteuern wurden in der Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Verbindlichkeiten

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs. 1 UGB) ist gesondert in der Beilage 3a zu diesem Anhang dargestellt.

Die Angabe zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs 1 Z 4 UGB erfolgen gesondert in der Anlage 3b zu diesem Anhang.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr 2016/2017 von MEUR 68,95 auf MEUR 126,88 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Umgliederung der bestehenden langfristigen Forderungen in Ausleihungen gegenüber DO & CO Deutschland Holding GmbH in Höhe von MEUR 29,06, Hediard Financiere SA in Höhe von MEUR 24,00 und an die DO & CO München GmbH in Höhe von MEUR 8,89 zurückzuführen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus überrechneten Jahresgewinnen der inländischen Gruppenmitglieder aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2016/2017 beliefen sich zum Bilanzstichtag auf ingesamt EUR 10.101.563,30 (Vj: EUR 9.716.888,36).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zu Ende des Geschäftsjahres TEUR 948 (Vj: TEUR 1.102). Der Betrag ergibt sich insbesondere dadurch, dass im Zuge der Emission der DO & CO Unternehmensanleihe ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten für das Disagio in Höhe von TEUR 1.143 im Geschäftsjahr 2013/2014 angesetzt wurde. Dieses Disagio wird linear über die Laufzeit der Anleihe (7 Jahre) verteilt und entsprechend im Finanzergebnis der folgenden Perioden ausgewiesen.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund der Ergebnisabführungsverträge der Gruppenmitglieder im Gruppenträger DO & CO Aktiengesellschaft ausgewiesen.

Die Differenzen der latenten Steuern beruhen auf Unterschieden in der steuerrechtlichen Bewertung bei Abfertigungen, Jubiläumsrückstellungen, Prämien sowie Geldbeschaffungskosten.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 25%. Die aufgrund des RÄG 2014 erstmals angesetzen latenten Steuern wurden mit einem Betrag in Höhe von TEUR 2.701 zur Gänze im Geschäftsjahr 2016/2017 erfolgswirksam erfasst.

Die aktiven latenten Steuern veränderten sich zum Vorjahr erfolgswirksam um TEUR 69.

In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 6.234 (Vj: TEUR 6.861) sowie Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen in Höhe von TEUR 2.349 (Vj: TEUR 1.970).

Verbindlichkeiten

Die Summe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Anleihe

Zu Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 hat die DO & CO Aktiengesellschaft eine Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 150.000 plaziert. Die Anleihe besitzt eine 7 jährige Laufzeit und einen Fixzinskupon von 3,125 % p.a.. Das Disagio der Anleihe ist in den aktiven Rechnungabgrenzungsposten erfasst.

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen über die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beläuft sich für die folgenden fünf Jahre auf rund EUR 7.333.064,00 (Vj: EUR 8.073.471,00), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr rund EUR 1.475.082,00 (Vj: EUR 1.614.694,00). Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Sachanlagen und umsatzabhängige Nutzungsentgelte für angemietete Räumlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft gab gegenüber einem Lieferanten eine Rangrücktrittserklärung ab. Die Forderung zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 2 (Vj: TEUR 112) und wurde zur Gänze wertberichtigt. Des weiteren wurden Bankgarantien in der Höhe von TEUR 8.648 (Vj: TEUR 8.579) abgegeben.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft übernahm für zwei Tochtergesellschaften die Ausfallshaftung von Kundenforderungen, zum Bilanzstichtag belief sich der Betrag der offenen Forderungen auf TEUR 5.552 (Vj: TEUR 6.175).

Zusätzlich hat die Gesellschaft Haftungsübernahmen in der Höhe von TEUR 108 (Vj: TEUR 304) und Rangrücktrittserklärungen von EUR 5.584 (Vj: TEUR 5.682) abgegeben.

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit der verbundenen Unternehmen AIOLI Airline Catering Austria GmbH und DO & CO Airline Catering Austria GmbH glaubhaft zu machen, verpflichtet sich die DO & CO Aktiengesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass die AIOLI Airline Catering Austria GmbH und die DO & CO Airline Catering Austria GmbH ihre Verpflichtungen als Dienstleister auf dem Flughafen Wien gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen können. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der Tochtergesellschaften um eine Bewilligung zur Erbringung eines Bodenverpflegungsdienstes iSd § 7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetztes.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 231 (2) UGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 237 Z 7 UGB stellte sich wie folgt dar:

2016/2017 2015/2016
Umsatzerlöse
Konzernunternehmen
35.083.082,24 31.101.315,08
Umsatzerlöse
Dritte
6.436.256,55 3.834.082,40
41.519.338,78 34.935.397,48

Aufgrund der RÄG Umstellung wurden in den Vorjahreszahlen TEUR 561 von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse Dritte umgegliedert.

Personalaufwand

In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in der Höhe von EUR 432.523,84 (Vj: EUR 172.297,20) und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in der Höhe von EUR 144.272,93 (Vj: EUR 143.521,81) enthalten.

Erträge aus der Beteiligung an verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft die aufgrund der Ergebnisabführungsverträge übernommenen Jahresergebnisse 2016/2017 der inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 10.102 (VJ: TEUR 9.717) und Ausschüttungen ausländischer Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.843 (VJ: TEUR 9.536).

Aufwendungen aus Finanzanlagen

Unter den Aufwendungen aus Finanzanlagen werden die Übernahmen der im Geschäftsjahr angefallenen Jahresverluste von Tochtergesellschaften aufgrund von aufrechten Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.584 (Vj: TEUR 2.729), Abschreibungen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 749 (Vj: TEUR 996) sowie Forderungsverzichte gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.136 ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Vorjahr hat die Gesellschaft keine aktive Steuerabgrenzung gemäß § 198 (10) UGB vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag der Gruppe hätte rund TEUR 2.679 betragen.

Nach der RÄG Umstellung hat die Gesellschaft aktive Steuerabgrenzungen gemäß § 198 (10) UGB vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag, zum 31.03.2017, der Gruppe beträgt rund TEUR 2.631.

Zwischen der Gesellschaft als Gruppenträger und 21 (Vj: 21) Tochtergesellschaften als Gruppenmitglieder besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.

Steuerausgleichsvereinbarungen mit den inländischen Gruppenmitgliedern wurden auf Grund aufrechter Ergebnisabführungsverträge nicht abgeschlossen.

Sonstige Pflichtangaben

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt (§ 239 Abs. 1 Z 1 UGB):

2016/2017 2015/2016
Arbeiter 16 11
Angestellte 149 143
Gesamt 165 154

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli2012 bis zum 30. Juni 2017 ermächtigt,das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli 2013 ermächtigt, das Grundkapital gemäß §159 (2) Z 1AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuen Stückaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten, bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag der Beschlussfassung zu erhöhen.

Ergebnisverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildetder nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2017 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 8,28 m€ aus. DerVorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der DO & CO Aktiengesellschaft auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von 0,85 € je dividendenberechtigter Aktie.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Angabe der Aufwendungen für den Abschlussprüfer unterbleibt gem. § 238 Abs. 1 Z 18 UGB und kann dem Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft entnommen werden.

Angaben zu Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr waren als Vorstandmitglieder tätig:

Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Dr. Klaus PETERMANN, Wien (bis 30.09.2016), Herr Dr. Haig ASENBAUER, Wien (bis 30.09.2016), Herr Mag. Gottfried NEUMEISTER, Wien,

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2016/17 TEUR 2.046 (Vj: TEUR 2.333) davon wurden TEUR 95 (Vj: TEUR 111) von verbundenen Unternehmen bezogen. Die im Geschäftsjahr 2016/17 ausbezahlten variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2015/16 betrugen TEUR 1.726 (Vj: TEUR 1.601). Für die variablen Vergütungsansprüche für das Geschäftsjahr 2016/17 wurde in Höhe von TEUR 1.226 vorgesorgt. Die Höhe der Aufwendungen für Abfertigungen für den Vorstand beträgt TEUR 22 (Vj: TEUR 54).

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstandes eingegangen.

Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr em.o.Univ.Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien, Herr Dr. Andreas BIERWIRTH, Schwechat, Herr Cem KOZLU, Istanbul.

An die Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von EUR 100.000,00 (Vj: EUR 100.000,00) bezahlt.

Wien, 23. Juni 2017

Der Vorstand:

...........................................................................

Attila DOGUDAN e.h. ................................................................................. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h.

Anschaffungs- Anschaffungs- Kum. Abschreibungen
des Jahres
Kum. Buchwert Buchwert
kosten am Zugänge Abgänge Umbuchung kosten am Abschreibungen am ã
(+) Abzinsung
(-) Aufzinsung
Zuschreibungen Umbuchungen Abgänge Abschreibungen am Ę Ę
14.2016 31.3.2017 1,4,2016 31.3.2017 31.3.2016 31.3.2017
S Ĕ EUR EUR EUR EUR Ĕ EUR ã
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und
2. Geleistete Anzahlungen
ähnliche Rechte
2.901.235,19
0.00
67.115,56
79.131,00
ខ្លួខ្លួ 2.567,00
0,00
2.970.917,75
79.131,00
1.832.472,16
0.00
545.147.78 a
0.00
8.8
0.0
8.80 0,00 2.377.619,94
8.00
1.068.763,03
0,00
79.131,00
593.297,81
2.901.235,19 146,246,56 0.00 2.567,00 050.046,75 1.832.472,16 q
545.147,78
8°0 0,00 0,00 2.377.619,94 1.068.763,03 672.428,81
II. Sachanlagen
2. Technische Anlagen und Maschinen
1. Bauten auf fremdem Grund
5.939.206,39
34.823,74
357.220,34
8.499,31
25.000,00
0.00
695.630,64
258.166,01
301.489,06
967.057,37
473.135,60
8.443,44
œ
$\sigma$
335.950,76
33.807,51
8.8
0.0
88
00
1.500,00
o.oo
807.586,36
42.250,95
5.466.070,79
26.380,30
6.159.471,01
259.238,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
4. Geleistete Anzahlungen
Geschäftsausstattung
511.204,45
2.382.878,83
360.194,50
1.101.299,53
35.000,00
156.873,71
141.318,79
-1.097.682,44
2.727.518,41
479.821,54
$1,635.673,12$
0,00
372.814,96 a
0,00
88
0.0
88
00
99.996,27
0,00
0,00
1,908,491,81
747.205,71
511.204,45
819,026,60
479.821,54
III. Finanzanlagen 8.868.113,41 1.827.213,68 216.873,71 $-2.567,00$ 475.886,38
ś,
2.117.252,16 742.573,23 a 0,00 0,00 101.496,27 2.758.329,12 6.750.861,25 7.717.557,26
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40,645.070,15 0,00 2.941.005,49 10.490.402,08 48.194.466,74 170.997,00 ø
500.296,76
O.O 8.oo 0,00 671 293,76 40.474.073,15 47.523.172,98
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
74.663.162,02 1,490,326,75 3.660.767,61 55.827.718,63 320.439,79
128
5.716.984,40 aa
œ
163.192,19
734.704,24
3.848.057,88
0,00
ខ្លួខ្ល 996.071,34 1.444.367,23 68.946.177,62 126.876.072,56
3. Beteiligungen 609.973,95 0,00 129.066,00 OOO 480,907,95 O.O. œ
237.399,91
o.o 0.00 237.399,91 609.973,95 243.508,04
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
0,00 1,457,334,13 8.oo 0,00 457.334,13 0,00 ø
53,567,22
0,00 8. 0,0 53.567,22 0,00 1.403.766,91
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 36.651,27 O.O 8g 0.00 36.651,27 8g 0.00 8,00 8g 8 0,00 36.651,27 36.651,27
115.954.857,39 2.947.660,88 6.730.839,10 66.318.120,71 489.799,88
178,
5.887.981,40 a a
$-163.192,19$
1.525.968,13
3,848,057.88 0,00 996.071,34 2.406.628,12 110.066.875,99 176.083.171,76
Insgesamt 127.724.205,99 4.921.121.12 6.947.712,81 66.318.120,71 015.735,01
192
9.837.705,72 $-163.192,19$ aa
2.813.689,14 a
3.848.057,88 0,00 1.097.567,61 7.542.577,18 117.886.500,27 184.473.157,83
sitz Land Konsolidierung 1) శి
£
Beteiligung
Obergesellschaft 1) Währung Jahresüberschuss
/ Jahresfehlbetrag
in THW 2)
S
Eigenkapital i
THW 2)
Nominalkapital in
THW 2)
Gesellschaft
AIOLI Airline Catering Austria GmbH
ïs
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien-Flughafen
Wien
А
Α
٨
v
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
78
395
170
194
363)
363)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A ٧ 100,0 DCAG EUR 0 35 353)
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A ٧ 100,0 DCAG EUR 19 99 363)
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien Α v 100,0 DCAG EUR 966 29 1503
DO & CO Airline Logistics GmbH
DO & CO Airport Hospitality GmbH
Wien
Wien
А
А
v
٧
100,0
100,0
DCAG EUR
DCCC
EUR 77
-639
45 353)
DO & CO Albertina GmbH Wien А v 100,0 DCAG EUR -447 83
35
35 4)
35 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien А v 100,0 DCAG EUR 68 100 1003
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien A ۷ 100,0 DINV EUR $-2.234$ 18.923 36
DO & CO Event Austria GmbH
DO & CO Facility Management GmbH
Wien
Wien
А V
v
100,0 DCAG EUR 338 250 1003
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH Wien А
Α
V 100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
$-310$
574
248
79
353)
353)
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH Wien Α ۷ 100,0 DCAG EUR 248 77 35 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A $\mathsf{V}$ 100,0 DCAG EUR -526 483 36 3)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien Α v 90,0 DCCC EUR 245 1.140 35
DO & CO Immobilien GmbH
DO & CO Party-Service & Catering GmbH
Wien
Wien
А
А
V
٧
100,0
100,0
DCAG EUR
DCAG EUR
77
202
245
596
36 3)
36 3)
DO & CO Pastry GmbH Wien Α v 100,0 DCAG EUR 389 55 353)
DO & CO Procurement GmbH Wien Α v 100,0 DCAG EUR 6.129 198 353)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien Α ٧ 100,0 DCAG EUR 545 75 353)
Henry - the art of living GmbH
Henry am Zug GmbH
Wien Α v 100,0 DCAG EUR $-301$ 29 363)
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. Wien
Wien
Α
Α
٧
٧
100,0
100,0
DCCC EUR
DCAG EUR
-649
0
35
22
354)
36 3)
ISS Ground Services GmbH Wien А Е 49,0 DTIS EUR 251 218 218
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien А ٧ 100,0 DCCC EUR 8.994 724 799 4)
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen А ۷ 100,0 DCCC EUR 1.354 4.337 800 4)
Total Inflight Solution GmbH
DO & CO International Catering & Logistics AG
Wien
Zürich
А
CH
٧
N
100,0
100,0
DCCC
DINV
EUR
CHF
406
211
142 354)
DO & CO International Event AG Zug ۷ 100,0 DINV CHF 22 1
558
100
100
Nespresso - DO & CO SA Lausanne Е 50,0 DCAG CHF $-474$ 521 1.000 13)
Oleander Group AG Zug ۷ 100,0 DINV GBP -232 -330 67 10)
Arena One Gastronomie GmbH
DO & CO München GmbH
München
München
D
D
v
v
100,0 DDHO EUR
DDHO EUR
373 25 255)
Arena One Mitarbeiterrestaurants GmbH München D ٧ 100,0
100,0
DDHO EUR 2.783
1.484
100
25
100 5
255)
Arena One Service GmbH München D v 100,0 DDHO EUR 140 25 255)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D ٧ 100,0 DCAG EUR $-283$ 4.017 25
DO & CO Berlin GmbH Berlin D ٧ 100,0 DDHO EUR 52 25 255)
DO & CO Deutschland Catering GmbH
DO & CO Düsseldorf GmbH
München
Düsseldorf
D
D
٨
v
100.0
100,0
DCAG EUR
DDHO EUR
98
$-2.587$
146
25
25
25.5
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D ٧ 100,0 DDHO EUR $-1.196$ 25 255)
DO & CO Kelsterbach GmbH Kelsterbach D Ν 100,0 DDHO EUR -3 23 25
DO & CO Lounge Deutschland GmbH München D ٧ 100,0 DDHO EUR 98 25 25 5
DO & CO Lounge GmbH
DO & CO Catering München GmbH
Frankfurt
München-Flughafen
D
D
v
٧
100,0
100,0
DDHO EUR
DDHO EUR
259 25 25 5)
DO & CO Restauración & Catering España, S.L. Barcelona Е v 100,0 DINV EUR $-1.450$
-131
25
690
255)
з
Financière Hédiard SA Colombes F v 100,0 DCAG EUR -30.729 $-21.410$ 5.094
Hédiard Events SAS Paris F v 100,0 DHFI EUR 1.151 1.164 100
Hédiard SA Paris
Colombes
F
F
٧
v
100,0 DHFI EUR $-1.602$ 3.713 3.500
Hédiard Traiteur SAS
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LIMITED
Feltham GB v 100,0
100,0
DHSA
DINV
EUR
EUR
30
-4
1.736
-8
40
06)
DO & CO Airport Hospitality UK Ltd. Feltham GB v 100,0 DINV GBP 82 39 0
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB v 100,0 DINV GBP 2.266 12,833 0
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB v 100,0 DINV EUR $-825$ 1.176 306
DO & CO International Investments Ltd.
DO & CO Museum Catering Ltd.
London
Feltham
GB
GB
v
v
100,0 DCAG EUR $-1.917$ 9.537 5.0006
Fortnum & Mason Events Ltd. London GB Е 100,0
50,0
DINV GBP
DLHR GBP
204
$-2$
$-158$
$-246$
0
0
Lasting Impressions Food Co. Ltd Feltham GB ۷ 85,0 DOLG GBP 1.768 6.254 0
Versilia Solutions Ltd. Northampton GB Е 50,0 DINV GBP $-1.533$ 3.467 0
Henry am Zug Hungary Kft. Budapest HU N 100,0 DRCH EUR 126 $-171$ 10 9)
DO & CO Italy S.r.l.
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd.
Vizzola Ticino
Fgura
L
MT
۷
Е
100,0
40,0
DCAG EUR
DSKY EUR
370
19
2.897 2.900
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura МT Ε 40,0 DSKY EUR 262 19
262
18)
18)
DO & CO México, S. de R.L. de C.V. Mexiko-Stadt МX ۷ 100,0 DNEW MXN 5.533 11.227 50 12)
DO & CO Netherlands Holding B.V. Den Haag NL. $\mathsf{v}$ 51,0 DINV EUR $-12$ -35 20
DO & CO - Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda
DO & CO Poland Sp. z o.o.
Lissabon P v 100,0 DINV EUR 0 -45 5
DO & CO Real Estate Poland Sp. Z o.o. Warschau
Warschau
PL
PL
$\vee$
V
100,0
100,0
DCAG PLN
DCAG PLN
6.162
3.793
19.206
62.968
7.447
55
Sharp DO & CO Korea LLC Seoul ROK E 50,0 DINV KRW -2.691.975 3.239.384 7.000.000
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK v 100,0 DSKY EUR -8 416 637
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul ТΚ v 100,0 DINV TRY 9.759 52.574 750
MAZLUM AMBALAJ SANAYÎ VE DIŞ TİCARET A.Ş
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S.
Tekirdag
Istanbul
ТK
тк
۷
v
51,0
50,0
DCCC TRY
DIST
TRY -5.575 -10.924 3.523
DO & CO AIRPORT GASTRONOMY LLC Kiew-Boryspil UA ۷ 100,0 DAGA UAH 90.182
-2.889
409.112
$-19.173$
30.000
5.055
DO & CO Ukraine LLC Kiew-Boryspil UA v 100,0 DCCC UAH -988 $-28.219$ 521 11)
DO AND CO KYIV LLC Kiew-Borvspil UA $\mathsf{v}$ 51.0 DCNL UAH 21.301 $-48.134$ 2.400
DEMEL New York Inc. New York USA 100.0 DHOL USD -19 -2.337
DO & CO CHICAGO CATERING, INC. Wilmington USA 100.0 DHOL USD $-296$ $-3.569$
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA \ 100,0 DINV USD 1.681 1.632 100
DO & CO Los Angeles, Inc. New York USA V 100.0 DHOL USD $-213$ $-212$
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100.0 DHOL USD 3.371
DO & CO NEW JERSEY CATERING, INC. Wilmington USA 100.0 DHOL USD
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100.0 DHOL USD 6.474 $-1.055$
1) DAGA = DO & CO Airport Gastronomy Ltd.
DCAG = DO & CO Aktiengesellschaft
DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH
DCNL = DO & CO Netherlands Holding B.V.
DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
DHFI = Financière Hédiard SA
DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc.
DHSA = Hédiard SA
DINV = DO & CO International Investments Ltd.
DIST = DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.
DLHR = DO & CO Event & Airline Catering Ltd.
DNEW = $DO & CO$ New York Catering, Inc.
DOLG = Oleander Group AG
$DPOL = DO & CO$ Poland Sp. z o.o.
$DRCH = Henry$ am Zug GmbH
DSKY = Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH
DTIS = Total Inflight Solution GmbH
$\begin{bmatrix} 2 \ 3 \end{bmatrix}$ THW = Tausend Heimatwährung
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
$\begin{bmatrix} 4 \ 5 \ 6 \ 7 \end{bmatrix}$ Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP
Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte urspünglich in SKK
8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL
9) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in HUF
10) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in CHF
11) 1 % wird von der DO & CO Event Austria GmbH gehalten
[12] 1 % wird von der DO & CO Holdings USA Inc. gehalten

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien

LAGEBERICHT 2016/2017

1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die DO & CO Aktiengesellschaft ist Muttergesellschaft eines international tätigen Konzerns, dessen Geschäftsaktivitäten die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel umfassen.

Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Aktiengesellschaft besteht in der zentralen Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.

Wirtschaftliches Umfeld

Das globale Wirtschaftswachstum bewegte sich im Jahr 2016 auf ähnlichem Niveau wieim Jahr 2015 und blieb hinter den Erwartungen. Im Jahresverlauf 2016 reduzierte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumserwartungen von 3,4% zu Beginn des Jahres auf 3,1 %, während im Vorjahr das Wachstum bei 3,4 % lag. Die vom IWF beobachtete Verlangsamung der weltweiten Geschäftsaktivität beruht auf mehrere Faktoren, wie unter anderem die Verlangsamung des Wachstums in China, weiter fallende Rohstoffpreise insbesondere des Ölpreises mit beträchtlichen Umverteilungseffekten über Branchen und Länder und entsprechendem Rückgang von Investitionen in Schwellenländer, sowie die hohe Volatilität an den Finanzmärkten, die ein schwächeres Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften bedingt. Politische Unsicherheiten wie der zunehmende Nationalismus in Ländern Europas und den USA beeinflussten das Wirtschaftswachstum ebenfalls negativ.

Für 2017 prognostizieren die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von 3,5 % und für 2018 von 3,6 %.

Für die Eurozone errechnete der IWF im Jahr 2016 ein moderates Wachstum von 1,7 %, was auf die mäßige Binnennachfrage und die durch die Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stehende zögerliche Investitionstätigkeit der meisten Industrien zurückzuführen ist. Auch für 2017 werden aufgrund des geplanten Austritts Großbritanniens und den daraus resultierenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten entsprechende negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Europa erwartet.

Im Jahr 2016 verzeichnete die österreichische Wirtschaft ein Wachstum von 1,5 %, welches deutlich über dem Vorjahr (1,0 %) lag. Damit zeigt sich für Österreich im Vergleich zum Euroraum eine deutlich bessere Wirtschaftsentwicklung. Für die Investitionen sowie den öffentlichen und privaten Konsum ist ein Anstieg zu verzeichnen, während der Beitrag des Außenhandels im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte. Bei der Arbeitslosenquote ist im Jahr 2016, wie in den beiden Vorjahren, mit 6,0 % (nach Eurostat-Definition) wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Im Vergleich zum EU-Schnitt ist damit eine entgegengesetzte Entwicklung erkennbar. Der EU-Schnitt ist wie in den beiden Vorjahren wieder gesunken, liegt aber mit 8,5 % weit über Österreich. Die heimische Inflationsrate (HVPI) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % auf 1,0 % gestiegen und liegt damit auch heuer, so wie im Vorjahr, deutlich über der Rate der europäischen Union mit einer Jahresinflation von 0,3 % im Jahr 2016 (VJ: 0,0 %).Laut Wirtschaftskammer Österreich (Wirtschaftslage und Prognose aus dem März 2017) befindet sich die österreichische Volkswirtschaft in einer Aufschwungsphase und wird für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,0 % prognostiziert, das somit um 0,5 % höher als im Jahr 2016 liegt.

Nach einem Plus von 6,1 % im Jahr 2015 muss die Türkei für das Jahr 2016 ein geringeres Wirtschaftswachstum verzeichnen. Trotz Turbulenzen und Unruhen hat die türkische Wirtschaft im letzten Quartal 2016, nachdem die Wirtschaft im Quartal davor erstmals seit dem Krisenjahr 2009 geschrumpft war, ein Wachstum von 3,5 % gezeigt und hat somit im Gesamtjahr 2016 ein Wachstum von 2,9 % erreicht. Haupttreiber des Wirtschaftswachstums waren vor allem der Private Konsum, die Bauwirtschaft und Investitionen der öffentlichen Hand.

Das Wirtschaftswachstum der USA lag im Jahr 2016 mit 1,6 % deutlich unter dem Vorjahr mit 2,6 %. Der Privatkonsum, der mit rund 70% der gesamten Wirtschaftsleistung der wesentliche Wachstumstreiber in den USA ist, entwickelte sich weiter positiv.

Die Ukraine zeigt 2016 wieder ein Wachstum von 2,3 % nachdem es im Jahr 2015 noch bei -9,8 % lag. Für 2017 wird zwar wieder ein schwacher Rückgang auf 2,0 % prognostiziert, aber bereits für 2018 wird eine weitere Steigerung des Wachstums erwartet und ein BIP-Wachstum von 3,2 % prognostiziert.

Das Wachstum in Südkorea, der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens, lag 2016 bei 2,6 % und zeigt sichsomit unverändert zum Vorjahr mit ebenfalls 2,6 %.

Auf Grund der Niedrigzinsphase lagen auch 2016 die Erträge von Tages- und Festgeldanlagen deutlich unter dem historischen Durchschnitt, wodurch ein signifikanter Anstieg der Nachfrage an den Finanzmärkten nach ertragreicheren Anlagen zu verzeichnen war. Die Europäische Zentralbank (EZB)hat angekündigt, den Leitzinssatz in derEurozone unverändert auf dem Rekordtief von 0,0% zu belassen. Um die Konjunktur anzukurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0% anzuheben, kauft die EZB weiterhin monatlich Staats- und Unternehmensanleihen

im Wert von rund 80 Milliarden Euro. Das auf 1,74 Billionen Euro angelegte Programm soll noch bis mindestens Ende 2017 laufen. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) erhöhte hingegen den Leitzinssatz im März 2016erneut auf eine Spanne von 0,75%-1,00% aufgrund guter Konjunkturdaten und einer geringen Arbeitslosenrate.

Vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 verbuchte der österreichische Leitindex ATX ein Plus von fast rd. 25%, der türkische Index BIST 100 stieg um mehrals 7%.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 schwankte der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischen 1,05 und 1,14 EUR/USD. Der Wechselkurs betrug per 31. März 2017 1,07 EUR/USD, damit verlor in der Berichtsperiode der Euro gegenüber dem USD etwas an Wert (VJ: 1,14 EUR/USD per 01.04.2016). Die türkische Lira fiel gegenüber dem Euro von 3,21 EUR/TRY per 01.04.2016 auf 3,89 per 31.03.2017. Nach der Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 Franken pro Euro durch die Schweizerische Nationalbank im Jahr 2015 lag der EUR/CHF Kurs bei 1,07 per 31.03.2017 im Vergleich zu 1,09 ein Jahr zuvor.Eine leichte Aufwertung ist in der Berichtsperiode bei der Ukrainische Hryvnia zu verzeichnen, die einen EUR/UAH Kurs von 28,96 per 31.03.2017 zeigt (im Vergleich zu 29,69 EUR/UAH per 01.04.2016).

Höhepunkte Geschäftsjahr 2016/2017

Durch internationales Wachstum und konsequente Positionierung im Premiumsegment konnte der DO & CO Konzern im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Ergebnis in Höhe von € 20,83 Mio. erzielen.

Im Hinblick auf die Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres sind insbesondere die folgenden Höhepunkte hervorzuheben:

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 gelang es Turkish DO & CO eine Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einer Verlängerungsoption für Turkish Airlines für ein weiteres Jahr zu unterzeichnen.

Am Flughafen Los Angeles wurde im Frühjahr 2017 mit der Errichtung einer neuen Gourmetküche

begonnen. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartaldes Geschäftsjahres 2017/2018 vorgesehen. Der Flughafen Los Angeles gehört mit bis zu 75 Millionen Fluggästen pro Jahr zu den sieben größten Flughäfen der Welt und ist der drittgrößte Flughafen der USA. DO & CO verzeichnet an diesem neuen Standort bereits reges Kundeninteresse.

Eine weitere Gourmetküche, die bestehende Kunden dann auch am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle bedienen wird, befindet sich in Umsetzung. Die Fertigstellung ist bis Ende 2017 geplant. Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist mit bis zu 66 Millionen Fluggästen der zweitgrößte Flughafen Europas.

DO & CO hat mit seinem 2016 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd., welches sich ausschließlich auf die Entwicklung von Buy-on-Board Lösungen für das Airline Catering konzentriert, im März 2017 mit der Belieferung von NIKI in Deutschland, Österreich und der Schweiz seinen operativen Betrieb aufgenommen.

DO & CO war 2016 für das VIP Catering der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich zuständig. Bei 51 Spielen in 10 Stadien und 9 verschiedenen Städten wurden 110.000 VIP-Gäste kulinarisch verwöhnt. Zusätzlich agierte DO & CO für die UEFA im Rahmen des Projekts als Hospitality Production Managerund übernahm als solcher neben dem Catering auch für die gesamte Infrastruktur die Verantwortung.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 betreute DO & CO in seiner bereits 25. Saison insgesamt 18 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern. Weitere Highlights waren in diesem Geschäftsjahr das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid, das UEFA Europa Cup Finale in Basel sowie das UEFA Champions League Finale in Mailand. DO & CO hat im Geschäftsjahr 2016/2017 neben zahlreichen Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft das Catering von 45 Fußballspielen in der Münchner Allianz Arena ausgerichtet.

DO & CO und Nespresso haben mit ihrem Joint Venture Ende Juni2016 das erste Nespresso Café in London eröffnet. Im Stadtteil City of London am prominenten Standort zwischen Bank of England und St. Pauls Kathedrale werden frische Produkte aus der Londoner DO & CO Gourmetküche und Nespresso Kaffee serviert.

Entwicklung der Divisionen

Airline Catering

Die Division Airline Catering war auch im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem sehr kompetitiven und volatilen Marktumfeld konfrontiert. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen konnte DO & CO das Margen Niveau nahezu halten und Neukunden gewinnen.

In Hinblick auf die Entwicklung an den internationalen Standorten sind folgende Punkte hervorzuheben.

TÜRKEI

Das Geschäftsjahr 2016/2017 war für den Standort Türkei und dessen Luftfahrt ein schwieriges Jahr. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Terroranschläge am Flughafen Istanbul Atatürk Ende Juni 2016 und in der Istanbuler Innenstadt zu Jahreswechsel sowie der vereitelte Putsch Mitte Juli 2016 zu erwähnen.

Bedingt durch einen Rückgang der Passagierzahlen und in Folge sinkenden Ergebnissen bei Turkish Airlines, war Turkish DO & CO im Geschäftsjahr 2016/2017 veranlasst,für seinen Hauptkunden Turkish Airlines im Airline Catering Einsparungen durchzuführen. Dieses Sparprogramm hatte eine entsprechende Reduktion der Umsätze und des Personalstandes zur Folge. Es ist Turkish DO & CO gelungen dieses Sparprogramm ohne wesentliche Effekte auf die Margen umzusetzen.

Zusätzlich war im Verlauf des Geschäftsjahres 2016/2017 ein deutlicher Verfall der türkischen Lira gegenüber dem Euro zu verzeichnen. Während die türkische Lira gegenüber dem Euro zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/2017 noch 3,21 EUR/TRY betrug, belief sich der Kurs der türkischen Lira Ende Jänner 2017 nur mehr auf 4,06 EUR/TRY undwar damit um -26,5 % gefallen. Zum Ende des Geschäftsjahres

2016/2017 war eine leichte Erholung der türkischen Lira eingetreten. Der Wert gegenüber dem Euro zum 31. März 2017 betrug 3,89 EUR/TRY und war damitum -21,1 % gegenüberdem letzten Stichtag per 31. März 2016 gefallen. Nachdem der wesentliche Teil der Kosten in lokaler Währung anfällt, bleiben die Margen davon im Wesentlichen unberührt. Der Durchschnittskurs EUR/TRY ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2016/2017 um -11,9 % gesunken.

In der Türkei ist in der Landeswährung (türkische Lira) eine Umsatzreduktion von -2,2 % zu verzeichnen, welches sich durch den Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem Euro in der DO & CO Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit einem Umsatzrückgang von insgesamt -12,6 % widerspiegelt.

Am Standort Sabiha Gökçen, dem zweiten Flughafen in Istanbul, welcher sich auf der asiatischen Seite befindet, wurden die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der bestehenden Gourmetküche fertiggestellt, womit auch zukünftig weiteres Wachstum an diesem Standort möglich ist.

Besonders hervorzuheben ist, dass Turkish Airlines bei Skytrax 2016 www.worldairlineawards.com mit der prestigeträchtigen Auszeichnung "Beste Airline Europas" zum sechsten Mal in Folge ausgezeichnet wurde. Ebenso zu berichten ist, dass Saudi Arabia ex Ankara als Neukunde gewonnen werden konnte.

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 gelang es Turkish DO & CO eine weitere Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einer Verlängerungsoption für Turkish Airlines für ein weiteres Jahr zu unterzeichnen.

ÖSTERREICH

Für den Standort Österreich können für das Geschäftsjahr 2016/2017 stabile Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres berichtetwerden. Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 kam es bei NIKI zu deutlichen Veränderungen. Für die Sommersaison 2017 hat NIKI den Flugplan grundlegend reorganisiert.

USA

Umsatzzuwächse sind für den Standort New York John F. Kennedy zu berichten. Zu dieser Entwicklung tragen vor allem bestehende Kunden wie Etihad Airways, Emirate und Ukraine International Airlines bei. Seit März 2017 wird Lufthansa mit einem täglichen Abflug nach München bzw. zwei täglichen Abflügen nach Frankfurt als Neukunde am Standort New York John F. Kennedy beliefert.Somit konnte DO & CO die Markposition an diesem strategisch wichtigen Standort weiter ausbauen. Des Weiteren werden am Standort Investitionen für Umbau- und Erweiterungsarbeiten seit Jänner 2017 getätigt, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant.

Das Geschäftsvolumen am zweiten nordamerikanischen Standort, Chicago O'Hare, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Mit EVA Air konnte im Geschäftsjahr 2016/2017 ein weiterer Kunde gewonnen werden. DO & CO betreut an diesem Standort mit Emirates, British Airways, Cathay Pacific, Turkish Airlines, Austrian Airlines, Finnair, Etihad Airways und EVA Air bereits acht Kunden.

GROßBRITANNIEN

Für den Standort London Heathrow ist ein Umsatzrückgang in Höhe von -6,7 % zu berichten. Dieser Umsatzrückgang ist einzig und alleine auf die Abwertung des Britischen Pfunds gegenüber der Berichtswährung zurückzuführen. In lokaler Berichtswährung ist eine Umsatzsteigerung von +7,1 % zu verzeichnen. Nachdem der wesentliche Teil der Kosten in der Landeswährung anfällt, bleiben die Margen von der Abwertung des Britischen Pfunds weitgehend unberührt. Erfreulich ist zu berichten, dass Cathay Pacific am Flughafen London Gatwick als Neukunde mit wöchentlich vier Flügen ab Anfang September 2016 gewonnen werden konnte. Die Zusammenarbeit mit China Southern Airways wurde beendet. Um auch weiterhin Wachstum ermöglichen zu können, werden an der bestehenden Gourmetküche Investitionen für Umbau- und Erweiterungsarbeiten getätigt.

DEUTSCHLAND

An den deutschen Standorten (Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin) konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls zu berichten, dass gegen Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 Thai Airways in Frankfurt und München als Neukunde gewonnen wurden.

POLEN

An den Airline Catering Standorten in Polen konnten die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden und durch die Akquisition von Neukunden gesteigert werden. Hervorzuheben ist, dass in Warschau seit September 2016 Air China als Neukunde betreut wird.

ITALIEN

Am Standort Mailand Malpensa konnte das Geschäftsvolumen weiter gesteigert werden, was insbesondere auf die bestehenden Kunden Singapore Airlines und Oman Air zurückzuführen ist.

UKRAINE

Für den Airline Catering Standort in Kiew ist eine stark rückläufige Geschäftsentwicklung zu berichten. Die deutliche Reduktion des Lieferumfangs an Ukraine International Airlines im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/2017, dem größten Kunden am Airline Catering Standort in Kiew, hat zu einem Umsatzrückgang geführt.

International Event Catering

Im International Event Catering übernahm DO & CO bereits in der 25. Saison die kulinarische Betreuung der Formel 1 Grands Prix. Es wurden insgesamt 18 Formel 1 Grands Prix in 18 verschiedenen Ländern becatert. Zusätzlich ist DO & CO seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 auch für den Bereich der Formel 1 VIP-Hospitality-Infrastruktur verantwortlich. Dieser beinhaltet die Bereitstellung von Nicht-Catering Leistungen wie Zelte, Mobiliar, Security, Dekoration und Entertainment. Des Weiteren hat DO & CO im Geschäftsjahr 2016/2017 das Catering für das Mercedes Motorhome für sämtliche Formel 1 Grands Prix übernommen.

DO & CO hat im Geschäftsjahr 2016/2017 das Catering von insgesamt 45 Fußballspielen in der Allianz Arena übernommen. Das Catering umfasst die vollumfängliche Betreuung des VIP- und Public Bereichs bei allen Spielen von FC Bayern München und 1860 München sowie die Ausrichtung zahlreicher Veranstaltungen aus Sport und Wirtschaft in der Allianz Arena. Zusätzlich wurden von Arena One, ein Tochterunternehmen von DO & CO, zahlreiche Events im Olympiapark in München ausgerichtet.

DO & CO konnte eine Vertragsverlängerung (zur Bewirtschaftung der Allianz Arena) mit der Allianz Arena München Stadion GmbH bis ins Jahr 2030 erzielen. Zur Weiterentwicklung der Allianz Arena sowie zur Erweiterung der bestehenden Hospitality- und Gastronomieflächen wird sich DO & CO mit einem Baukostenzuschuss beteiligen.

Im Mai 2016 richtete DO & CO gleich mehrere sportliche Großereignisse aus. Beim Tennis Masters Series in Madrid zeichnete das DO & CO Eventteam auch heuer wieder für die kulinarische Betreuung der VIP-Gäste sowie der Tennisspieler selbst verantwortlich. Mitte Mai 2016 war DO & CO kulinarischer Gastgeber des Finales der UEFA Europa League in Basel. Zusätzliches Highlight im Eventkalender war Ende Mai 2016 die Ausrichtung des UEFA Champions League Finales im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. Dies war bereits das elfte Champions League Finale, welches DO & CO für die UEFA ausrichten durfte.

Im Juli 2016 fand das Springreitturnier CHIO Aachen statt. DO & CO war für das Catering der VIP-Gäste verantwortlich. Der Höhepunkt des Sommers war auch dieses Jahr im Juli2016 das Beach Volleyball Turnier in Klagenfurt am Wörthersee. Innerhalb von sechs Tagen kamen die VIP-Gäste in den Genuss von feinstem DO & CO Catering. Zusätzlich betreute DO & CO in diesem Geschäftsjahr auch die VIP-Gäste beim Beachvolleyball Miami Major im Februar 2017 in Fort Lauderdale in den USA.

Ebenfalls ist das alljährliche Filmfestival am Wiener Rathausplatz im Juli und August 2016 hervorzuheben.

DO & CO ist hier seit 1992 für die Planung, die Organisation, den Aufbau und die gastronomische Logistik für diesen in Europa einzigartigen Gourmet Food Market verantwortlich. Die Aktivitäten am Wiener Rathausplatz starteten auf Grund des Public Viewings während der UEFA EURO 2016 bereits Anfang Juni 2016 und gingen nahtlos in das Filmfestivalüber.

Des Weiteren wurden sowohl die ÖFB-Länderspiele im Wiener Ernst Happel Stadion als auch die Heimspiele des FC Red Bull Salzburg in der Salzburger Red Bull Arena von DO & CO betreut.

Ebenso hat DO & CO mit Beginn der FußballBundesliga Saison 2016/2017 das Catering für die VIP-Gäste des Traditionsklubs Austria Wien im Ernst-Happel-Stadion übernommen.

Im Jänner 2017 war das Highlight der Winterserie erneut das Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Ebenfalls sorgte DO & CO im Rahmen der Vierschanzentournee am Bergisel und in Bischofshofen sowie beim Nachtslalom in Schladming für ein einzigartiges Ambiente und Catering auf höchstem Niveau.

Restaurants, Lounges & Hotel

Insbesondere der Bereich der Lounges erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 Umsatzzuwächse. In diesem Zusammenhang ist zu berichten, dass DO & CO für Emirates seit Oktober 2015 eine Lounge in Frankfurt und seit November 2015 jeweils eine Lounge in München und Düsseldorf betreibt. Des Weiteren tragen insbesondere die Emirates Lounges in London Heathrow und New York John F. Kennedy zum Wachstum bei.

In den von DO & CO weltweit betriebenen 29 Lounges, bestehend aus den Austrian Airlines und Flughafen Wien Lounges in Wien, den Lufthansa Lounges in Frankfurt und London Heathrow, den Emirates Lounges in London Heathrow, New York John F. Kennedy, Mailand Malpensa, München, Frankfurt und Düsseldorf sowie den Turkish Airlines Lounges in Istanbul, Dalaman, Trabzon, Adana und Bodrum, konnten im Geschäftsjahr 2016/2017 über 4,1 Millionen Passagiere kulinarisch versorgt werden.

Der Bereich der Mitarbeiterrestaurants mit Standorten in Österreich und Deutschland verzeichnete im Geschäftsjahr 2016/2017 ebenso Umsatzzuwächse.

Die beiden Restaurants im Münchner Olympiapark, Restaurant 181 und Restaurant Olympiasee, entwickelten sich zufriedenstellend.

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 hat DO & CO eine Vereinbarung über die Ablöse des Bestandsvertrages über die Räumlichkeiten des Cafe Griensteidl geschlossen. Ein erster möglicher Räumungstermin ist mit Ende August 2017 vorgesehen. Für die Auflösung des Bestandsvertrages hat DO & CO eine Ablösezahlung von 8,0 m€ erhalten.

DO & CO und Nespresso haben mit ihrem Joint Venture Ende Juni2016 das erste Nespresso Café in London eröffnet. Im Stadtteil City of London am prominenten Standort zwischen Bank of England und St. Pauls Kathedrale werden frische Produkte aus der Londoner DO & CO Gourmetküche und Nespresso Kaffee serviert. Das Nespresso Café in Wien wurde im Juni 2016 auf Grund einer nicht zufriedenstellenden Entwicklung geschlossen.

Der Flagship Store von Hédiard, ein Tochterunternehmen von DO & CO, am Place de la Madeleine in Paris wird derzeit neu gestaltet und ist während der Umbauphase geschlossen. DO & CO hat im März 2017 angekündigt, Reorganisationsmaßnahmen und Konzeptveränderungen bei Hédiard durchzuführen, welche in einem Personalabbau münden werden. Die soziale Verträglichkeit dieses Personalabbaus wird durch einen Sozialplan sichergestellt.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden folgende Gesellschaften liquidiert, an denen die DO & CO Aktiengesellschaft indirekt beteiligt war:

  • · DO & CO Hospitality Management Poland Sp. z o.o. w likwidacji
  • · DO & CO Events Poland Sp. z o.o. w likwidacji

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr gegründet:

  • · DO & CO Los Angeles Inc.
  • · Nespresso DO & CO Cafe USA Inc.

Zwischen der DO & CO International Investments Ltd. und der Versilia Group Holdings Ltd. wurde im Geschäftsjahr eine Joint Venture Vereinbarung über das Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd. geschlossen. Die DO & CO Aktiengesellschaft hält damit indirekt 50% der Anteile an der Versilia Solutions Ltd.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft nunmehr (direkt bzw. indirekt) Beteiligungen an 49 ausländischen und 27 inländischen Gesellschaften, die als verbundene Unternehmen gelten, sowie Beteiligungen an zwei inländischen und 7 ausländischen Gesellschaften, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Im Laufe des Wirtschaftsjahres 2016/2017 kam es zur Umsetzung der im 2. Quartal des Wirtschaftsjahres 2015/2016 beschlossenen Sanierung der negativen Eigenkapitalien der französischen Tochtergesellschaften. Ein Debt Equity Swap führte dabei zur Reduktion des negativen Eigenkapitals und zur Verbesserung der Eigenkapitalstruktur der französischen Beteiligungen.

Mit einem Beschluss vom 23.12.2015hat DO & CO Poland s.p.z o.o., ein 100% Tocherunternehmen der DO & CO Aktiengesellschaft, eine Rückzahlung von Aktien vereinbart. Diese Rückzahlung in Höhe von 12.647.500 PLN (2.941.005,49 EUR) wurde durch Herabsetzung des Eigenkapitals der Polnischen Gesellschaft am 22.04.2016beglichen. Nach dieser Transaktion wurden die Stimmanteile von 40.189 Stück auf 14.894 Stück je 500 PLN reduziert, das ergibt eine Verminderung des Stammkapitals von 20.094.500 PLN auf 7.447.000 PLN.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind somit von € 40,47 Mio. auf 47,52 Mio. gestiegen.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind die Umsatzerlöse der DO & CO Aktiengesellschaft um 6,58 m€ auf 41,52 m€ (VJ: 34,94 m€) gestiegen. Die Konzernerlöse stiegen aufgrund einer höheren Weiterverrechnung von Overhead- und Personalkosten von 31,10 m€ auf 35,08 m€. In den Umsatzerlösen sind 5,76 m€ betreffend Managementauftrag für die EURO 2016 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,05 m€ auf 0,90 m€ gestiegen.Die darin enthaltenen Kursgewinne nahmen von 0,65 m€ auf 0,55 m€ ab.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0,01 m€ von 5,83 m€ auf 5,84 m€. Die in den bezogenen Leistungen enthaltene Weiterverrechnung von diversen Kosten an Tochterunternehmen ist von 1,57 m€ auf 1,45 m€ gesunken. Im Gegenzug nahmen die von Tochterunternehmen weiterverrechneten Personalkosten von 2,47 m€ auf 2,92 m€ zu.

Bei den Personalaufwendungen konnte ein Rückgang von 19,80 m€ auf 18,95 m€ verzeichnetwerden.

Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 1,29 m€ (VJ: 1,05 m€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,42 m€ von 14,40 m€ auf 15,82 m€ gestiegen. In diesem Zusammenhang ist eine Wertberichtigung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,44 m€ zu erwähnen. Die Beratungskosten sind von 2,27 m€ auf 2,94 m€ gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf den Managementauftrag für die EURO 2016 zurückzuführen. Die Mietaufwendungen sind von 1,89 m€ auf 2,20 m€ gestiegen.

Das Betriebsergebnis beträgt somit 0,51 m€ und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,80 m€ an.

Das Finanzergebnis beträgt 3,82 m€ (VJ: 18,31 m€). Der Zinsaufwand in Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2013/2014 platzierten Unternehmensanleihe in der Höhe von 150,0 m€ beläuft sich auf 4,85 m€.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind die Erträge aus Beteiligungen aufgrund nicht veranlasster Dividendenzahlungen der Töchter um 7,31 m€ auf 11,94 m€ gesunken. Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Gewinnüberrechnungen von Organgesellschaften und Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen.

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 6,26 m€ (VJ: 3,73 m€). Die darin enthaltenen Verluste aus Organgesellschaften belaufen sich auf 1,58 m€ (VJ: 2,73 m€). Die Abschreibungen von Beteiligungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf 0,50 m€ (VJ: 0,00 m€)

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden mit 0,29 m€ (VJ: 0,00 m€), die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit 0,75 m€ (VJ: 1,00 m€) wertberichtigt. Des Weiteren werden in den Aufwendungen aus Finanzanlagen Forderungsverzichte iHv 3,1 m€ (VJ: 0,00 m€) ausgewiesen.

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016/2017 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4,33 m€ (VJ: 13,03 m€).

Der Steueraufwand sinkt von 1,21 m€ auf 0,91 m€. Im Geschäftsjahr wurden 2,63 m€ an aktiven latenten Steuern erfasst. Hinsichtlich näherer Details dazu sei auf den Anhang verwiesen. Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von 3,43 m€ gegenüber 11,82 m€ im Vorjahr.

Der Netto-Geldzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -17,50 m€ (VJ: 2,74 m€). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist auf Zahlungen für Ertragsteuern in Höhe von 7,95 m€ (VJ: 1,98 m€) sowie auf Veränderungen der Konzernforderungen und Konzernverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -7,79 m€ (VJ: 100,25 m€). Im Vorjahr war der hohe Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit auf das Ausscheiden der Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H, die Eigentümerin der Haas Haus Immobilie, aus dem Konzern und dem damit verbundenen Anstieg der liquiden Mittel zurückzuführen.

Der Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -5,83 m€ (VJ: -5,09 m€) und resultiert aus Gewinnausschüttungen und das konzerninterne Cashpooling.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr von 68,95 m€ auf 126,88 m€ gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die Umgliederung der bestehenden langfristigen Forderungen in Ausleihung gegenüber DO & CO (Deutschland) Holding GmbH in Höhe von 29,06 m€, an die DO & CO München GmbH iHv 8,89 m€ sowie an die Financière Hédiard SA in Höhe von 24,00 m€ zurückzuführen. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht belaufen sich auf 1,40 m€ (VJ: 0,00 m€).

Die Eigenkapital-Quote der DO & CO Aktiengesellschaft beträgt zum 31. März 2017 39,6 % (VJ: 39,2 %).

Aufgrund der Funktion der Gesellschaft als Strategie- und Finanzholding wird an dieser Stelle auf die Darstellung und Erläuterung weiterer Kennzahlen verzichtet.

Die DO & CO Aktie verzeichnete sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse im Geschäftsjahr 2016/2017 Kursverluste.

An der Wiener Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursverlust von -42,6 % und schloss am 31. März 2017 mit einem Kurs von 60,89 €.

An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursverlustvon -30,2 % und schloss am 31. März 2017 mit einem Kurs von TRY 235,90.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 1.452 t€. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 684 t€. Damit liegt das Handelsvolumen in Wien über jenem an der Istanbuler Börse. Das Handelsvolumen beider Börsen gemeinsam betrug im Tagesdurchschnitt 2.136 t€ bzw. 31.097 Stück. Damit liegt das Handelsvolumen sowohl in Anzahl als auch in Wert über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

MitarbeiterInnen, Kunden und Lieferanten

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Werttreiber eines Unternehmens, die den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen, diese sind für DO & CO:

  • · Produktinnovation
  • · Mitarbeiter
  • · Kundenzufriedenheit
  • · Beziehung zu Lieferanten

Das DO & CO Managementist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich, dass dieser Fokus den Unternehmenserfolg auch zukünftig sichern wird. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards, Kundenorientierung sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Nutzung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen des Eventteams in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher. Für Schulungen werden u.a. neueste technische Mittel verwendet und die international tätigen Köche weltweit über Videoscreen geschult, um einen einheitlichen Standard in Produktpräsentation und –vielfalt zu gewährleisten.

DO & CO verfügt über langjährige zufriedene Kunden basierend auf gemeinsam entwickelten Produkt- und Servicepaketen und der Flexibilität, auf Kundenwünsche einzugehen. Die Kundenzufriedenheit beweist sich immer wieder, wenn DO & CO neue Standorte für Airline Catering eröffnet und bestehende Kunden auch an diesen Standorten zu DO & CO wechseln.

DO & CO ist bestrebtdie Geschäftsbeziehungen mit seinen Lieferanten langfristig einzugehen. Das setzt voraus, dass die Partnerschaft für beide Seiten eine gewinnbringende ist. Fairness bei der Preisgestaltung, Verlässlichkeit und Flexibilität bei Lieferung der Ware sind Werte, die die Geschäftsgebaren begleiten. Das gemeinsame Entwickeln von Produkten und Dienstleistungen stärkt die Loyalität und darüber hinaus das Verständnis unterschiedlicher Unternehmenskulturen aller Partner. Des Weiteren unterstützt der wertvolle Erfahrungsaustausch die Erreichung der hohen Qualitätsansprüche von DO & CO.

Darüber hinaus legt DO & CO größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Ausblick

DO & CO ist durch seine unterschiedlichen Vertriebsmöglichkeiten, einem breiten Markenportfolio sowie Aktivitäten in unterschiedlichen Regionen für herausfordernde Marktbedingungen sehr gut aufgestellt und erwartet auch in Zukunft gute Entwicklungsmöglichkeiten.

NEUE GOURMETKÜCHEN ENTSTEHEN IN LOS ANGELES UND PARIS

Im Geschäftsjahr 2017/2018 ist vorgesehen, zwei neue Gourmetküchen in Los Angeles und Paris zu eröffnen. Am Flughafen Los Angeles wurde im Frühjahr 2017 mit der Errichtung einer neuen Gourmetküche begonnen. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 vorgesehen. Zusätzlich hat DO & CO die Planungen für die Errichtung einer Gourmetküche in Paris aufgenommen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2017 geplant. Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist mit bis zu 66 Millionen Fluggästen der zweitgrößte Flughafen Europas.

TÜRKEI

Betreffend des Engagements in der Türkei ist festzuhalten, dass DO & CO seine Aktivitäten in der Türkei wie geplant fortsetzen wird. DO & CO hat ein uneingeschränktes Kommitment für seine langfristigen Projekte in der Türkei.

Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 hat DO & CO Verhandlungen über eine weitere Verlängerung des Cateringliefervertrages mit Turkish Airlines aufgenommen. Dieser in Verhandlung befindliche Vertrag soll an die Vertragsverlängerung, die im

  1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 abgeschlossen wurde, anknüpfen und insbesondere die Modalitäten in Zusammenhang mit dem neuen, noch zu eröffnenden dritten Flughafen in Istanbul regeln.

Im April 2017 des neuen Wirtschaftsjahres machte Turkish Airlines mit sehr guten Passagierzahlen auf sich aufmerksam. Die Passagierzahlen von Turkish Airlines liegen um +8,1 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 wurden von Turkish Airlines negative Abweichungen gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten berichtet.

Die Bauarbeiten für das Hotelin Istanbul sind weiter voran geschritten. Die Eröffnung des Hotels und des Restaurants sowie der Eventlocation ist für 2018 vorgesehen.

BUY-ON-BOARD BEI NIKI

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 kam es bei NIKI zu deutlichen Veränderungen. Für die Sommersaison 2017 hat NIKI den Flugplan grundlegend reorganisiert. Dies hat zur Folge, dass die Anzahl der Abflüge ex Österreich auf rund ein Viertel gesunken ist. Im Ausgleich dazu bedientNIKI nun europäische Destinationen ex Düsseldorf, Hamburg, München, Basel und Zürich. Parallel dazu wurde das Catering auf ein Buy-on-Board Konzept auf allen City-Shuttle Flügen umgestellt. Das Catering-Konzept für die Charter-Flüge blieb unverändert. Das neue Buy-on-Board Konzept wurde von dem von DO & CO und Partnern gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Versilia Solutions Ltd. gestaltet und wird von Versilia weiterhin betreut. Damit gelang es NIKI als Kunden für den DO & CO Konzern zu halten.

AUSSCHREIBUNG BEI HENRY AM ZUG UND AUSTRIAN AIRLINES

Zu Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 hat sowohl die ÖBB-Personenverkehr AG als auch Austrian Airlines die Ausschreibungsprozesse für die Cateringverträge ab April 2018 bzw. Jänner 2019 begonnen.

BEENDIGUNG EMIRATES LOUNGEN IN NEW YORK JOHN F. KENNEDY UND MAILAND Die Verträge betreffend der Emirates Loungen in New York John F. Kennedy und Mailand wurden beendet. Die beiden Loungen werden bis Ende Juni 2017 bzw. Anfang Juli 2017 noch von DO & CO betrieben.

RETAIL & HENRY GOURMET SHOPS

Im Bereich Retail werden im Geschäftsjahr 2017/2018 weitere Gourmetshops unter der Marke Henry in Wien bzw. London eröffnet.

NEUE AKQUISITIONEN

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten evaluiert.

Das DO & CO Managementist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

2.2. Chancen- und Risikomanagement

DO & CO ist auf Grund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich jedoch auch zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Im Hinblick auf sich bietende Chancen sind die folgenden Ansatzpunkte hervorzuheben, die es dem Konzern ermöglichen, sich positiv weiterzuentwickeln. Die Akquisition von zusätzlichen Kunden, werden als Chance erachtet. Ebenso stellt die Ausdehnung des Lieferumfanges mit bestehenden Kunden eine Chance für DO & CO dar. Dies kann einerseits durch das Anbieten umfassenderer Leistungen an bestehenden Standorten, als auch andererseits durch das Erbringen von Leistungen an zusätzlichen Standorten erfolgen. Des Weiteren sieht DO & CO die Möglichkeit, durch innovative Produkte und Dienstleistungen die positive Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmens-steuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken reagiert.

Ausgangsbasis des angewandten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe gesehen und stellt einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse dar. Dies führt zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, dazu gehören eine zentrale Administration, das Controlling, die Rechtsabteilung und die Interne Revision.

Politische Krisen, Kriege und Naturkatastrophen können insbesondere die Sicherheit von Fluggesellschaften, Veranstaltungen, Kunden und Mitarbeitern in erheblichem Ausmaß gefährden. Zur Risikoanalyse, -überwachung und –steuerung dieses Sicherheitsrisikos betreibt DO & CO ein umfassendes Monitoring der weltweiten, als auch der lokalen Sicherheitslagen und deren aktuellen Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von DO & CO zur Folge haben könnten.

Durch die enge Zusammenarbeit des Risikomanagements mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurden vor allem die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO.

Die politischen Krisen sowie Terroranschläge haben zu einer Veränderung des Reise-und Freizeitverhaltens von Menschen geführt. Des Weiteren wird die Sicherheit des Flugbetriebes durch direkte Terroranschläge auf Fluggesellschaften bedroht, was zu Mehrkosten für die Gewährleistung der Sicherheit führt.

Nachdem wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Emirates, Etihad Airways, LOT Polish Airlines, Austrian Airlines, Cathay Pacific, British Airways, NIKI und Pegasus Airlines erwirtschaftet werden, ist ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der Sicherheitslage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit ist es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten hat besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

Risiken für eine fortdauernde Expansion bestehen aus der Sicht von DO & CO durch die permanente weltweite Terrorbedrohnung, politischen Unruhen und der Veränderung der weltpolitischen Landschaft.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine internationale Diversifikation sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Terroranschläge im Nahen Osten sowie in Europa haben zu einem beträchtlichen Sicherheitsrisiko für Kunden als auch Mitarbeiter geführt.

Es ist daher mit negativen Auswirkungen auf die Airline Branche als auch auf das Freizeitverhalten zu rechnen. Im Bereich von Großevents kann es zu kurzfristigen Absagen von Veranstaltungen kommen, wenn für den Event eine konkrete Terrorwarnung besteht.

DO & CO erstellt in Zusammenarbeit mit den Behörden fortlaufend Sicherheitsanalysen, um Entwicklungen in bestimmten Regionen der Welt bereits im Vorfeld einschätzen zu können und Präventivszenarien für den Fall etwaiger Beeinträchtigungen zu entwerfen. Notwendige Sicherheitsmaßnahmen richten sich dabei nach der Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Schadensereignisses.

Bei der Erstellung umfassender Sicherheitsanalysen für das Unternehmen und dessen Kunden greift DO & CO auf die von nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellten Informationen zurück.

Neben der kontinuierlichen Bewertung von Risiken für das Unternehmen kommt der Sicherheit der Mitarbeiter im Ausland ein hoher Stellenwert zu. Entsandte werden vor der Abreise und während des Aufenthalts zeitnahe über die aktuelle Sicherheitslage informiert.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Umweltrisiken können sich plötzlich und ohne Vorwarnung konkretisieren, wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 gezeigt hat. Der Ausbruch hat den Flugverkehr in weiten Teilen Nord und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmgelegt. Ebenso zählen Katastrophen, wie der Atomreaktorzwischenfall in Japan im März 2011 miteinerentsprechenden Verstrahlung der Umwelt zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Zu den Risiken, die ebenfalls nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) oder des Ebolafiebers.

Heute muss nach Expertenschätzungen damit gerechnet werden, dass Menschen auf allen Kontinenten innerhalb weniger Wochen durch Krankheitserreger infiziert werden können. Reisebeschränkungen durch die Gesundheitsbehörden können Einfluss auf das Reise- wie Freizeitverhalten von Menschen haben, weshalb Flüge als auch Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden könnten.

Sollten Risiken aufgrund von epidemischen oder pandemischen Gefahren auftreten, stehen DO & CO professionelle medizinische Dienste zur Verfügung, um im Ernstfall frühzeitig und angemessen reagieren zu können.

Reputationsrisiken

Den möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit einem Regelwerk entgegengewirkt. Dieses Regelwerk gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken. Jeder Mitarbeiter hat die Verantwortung, den Ruf von DO & CO zu schützen. Die Hauptverantwortung für die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.

Hygienerisiken

Um den hohenhygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Schadensrisiken

Dem Schadenspotential durch Feuer, Sturm, Überschwemmungen und Erdbeben wird durch entsprechende Sicherheits- und Katastrophenschutzmaßnahmen sowie Notfallpläne entgegengewirkt, welche regelmäßig trainiert und adaptiert werden. Diese Risiken sind durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie beispielsweise der Vogelgrippe können Rohstoffe unter Umständen nur in geringeren Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente, vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulungen von Mitarbeitern sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Informationstechnologie

Viele Prozesse innerhalb des DO & CO Konzerns sind IT-unterstützt bzw. von Informationen abhängig, die aus diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme stellt daher ein Risiko dar. Diesem Risiko wird durch intensive Schulungen und den entsprechenden Einsatz interner und externer Fachkräfte entgegengewirkt. Die IT-Infrastruktur und IT-Systeme werden konzernweit permanent gewartet und optimiert, um die Funktionalität aufrecht zu erhalten und zu verbessern bzw. das Ausfallsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Rechtliche Risiken

Auf Grund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben - sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverserAirlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters, zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung und ein auf Vorstandsebene installiertes Risk- & Compliance-Comittee gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Vorkehrungen zur Schadensvermeidung nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Akquisition und Integration von Unternehmen

Eines der strategischen Ziele des DO & CO Konzerns ist es, nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch Unternehmen zu akquirieren. In Verfolgung dieses strategischen Ziels wurden und werden Unternehmen akquiriert und in die DO & CO Gruppe eingegliedert. Im Zuge dieses Prozesses stellen sich zahlreiche Herausforderungen um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken zu vermeiden.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, GBP, CHF und PLN zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und dergleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen wird das Bonitätsrisiko der Kunden zeitnahe überwacht und ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation ermöglicht.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO gegenwärtig nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO auf Grund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet.

Der erfolgreiche Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

4. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem werden laufend an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung,Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software, sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Die Bilanzierung nach der aktuellen Rechtslage wird durch die laufende Fortbildung der Mitarbeiter sichergestellt. Bei der bilanziellen Abbildung komplexer Sachverhalte zieht DO & CO zur Unterstützung externe Dienstleister hinzu, um deren ordnungsgemäße Abbildung im Jahres- und Konzernabschluss zu gewährleisten. Das gilt etwa für die Akquisition von Unternehmen, die Risiken aus der Zusammenführung unterschiedlicher Buchungssysteme sowie Bewertungsrisiken bergen. Für bestimmte Bewertungen (z.B. Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen) bedient sich die Gesellschaft der Expertise von Sachverständigen.

Zur Vermeidung betrügerischer Handlungen und Missbrauch sind Funktionstrennungen sowie laufende und nachgelagerte Kontrollen im Sinne eines "4-Augen-Prinzips" implementiert. Regelmäßige Audits durch die Interne Revision gewährleisten eine permanente Verbesserung und Optimierung der Prozesse.

Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann kein internes Kontrollsystem das Erreichen der gesetzten Ziele mit absoluter Sicherheit gewährleisten. Aufgrund der Ausgestaltung des implementierten Kontrollsystems und seiner ständigen Weiterentwicklung erachtet DO & CO das Risiko einer fehlerhaften Abschlusserstellung als begrenzt.

5. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2012 wurde der Vorstand bis 30. Juni 2017 ermächtigt,das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung erlischt am 30. Juni 2017.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juli2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt 19.488.000,00 € und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 32,31 % hält zum Bilanzstichtag zumindest 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben.Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist bis 30.06.2017 ermächtigt,a) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale 19.488.000,00 € um bis zu weitere 9.744.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen,
  • b) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
    • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, oder
    • (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder
    • (iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 und vom 4. Juli 2013 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Wien, am 23. Juni 2017

Der Vorstand:

Vorsitzender

Attila DOGUDAN e.h. Mag. Gottfried Neumeister e.h.