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DO & CO AG Annual Report 2010

Jun 7, 2011

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Annual Report

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DO & CO Restaurants & Catering AG

Jahresfinanzbericht Geschäftsjahr 2010/2011

INHALT

Konzernlagebericht 2010/2011
Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS
Wirtschaftliches Umfeld
Risikomanagement
Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses
Umsatz
Ergebnis
Bilanz
Cash Flow
MitarbeiterInnen
Airline Catering
International Event Catering
Restaurants, Lounges & Hotel
Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB
Aktienmärkte im Überblick
Ausblick
Corporate Governance Bericht
Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Vergütungsbericht
Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat
und in leitenden Stellungen
Bericht des Aufsichtsrates
Kennzahlen Glossar
Konzernabschluss 2010/2011
Konzernbilanz zum 31. März 2011
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Geldflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Beteiligungsgesellschaften
Konzernanhang 2010/2011
I. Allgemeine Erläuterungen
I.1. Grundlagen
I.1.1. Allgemein
I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards
I.2. Konsolidierungsgrundsätze
I.2.1. Konsolidierungskreis
I.2.2. Konsolidierungsmethoden
I.2.3. Geschäftssegmente
I.2.4. Währungsumrechnung
I.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 49
II.1. Konzernbilanz
II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
III. Sonstige Angaben
Konzern-Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk
Einzelabschluss 2010/2011 der DO & CO Restaurants & Catering AG
inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk
Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz 103

Konzernlagebericht 2010/2011

Highlights

Internationales Wachstum und Diversifizierung sichern Top-Ergebnis

Innovative Produkte, neue Kunden und zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz zeigen ihre positive Wirkung. Die Margen konnten in allen drei Divisionen gesteigert werden. Damit kann der Konzern eine EBITDA Marge von 10,8 % und eine EBIT Marge von 6,6 % berichten. EBITDA, EBIT und Net Result zeigen die besten Werte der Unternehmensgeschichte. Die Earnings per Share liegen damit bei EUR 1,85. Ein straffes Management von Investitionen und Working Capital führen zu einem Free Cash Flow in der Höhe von EUR 41,7 Mio bzw. 9,8 % der Sales.

Emirates Airlines am Standort London Heathrow als Kunden gewonnen

Seit Juli 2010 werden auf allen fünf Flügen von Emirates Airlines ex London Heathrow nach Dubai Produkte aus der DO & CO Gourmetküche London serviert. Zusätzlich hat DO & CO mit Oktober 2010 die Betreuung aller Gäste der Emirates Airlines Lounge am Flughafen London Heathrow übernommen.

Zahlreiche neue Kunden 2010/2011 im Airline Catering

  • Emirates Airlines und China Airlines ex London Heathrow
  • Cyprus Airways ex Frankfurt und London Heathrow
  • Jet Airways ex Mailand Malpensa
  • Qatar Airways ex München
  • Gulf Air ex Frankfurt
  • Asiana Airlines ex Istanbul
  • Steelbird und Thomas Cook ex Antalya, Dalaman und Bodrum

Sehr gute Entwicklung bei Turkish DO & CO

Der Aufwärtstrend der Turkish Airlines und anderer Airlinekunden in der Türkei setzt sich weiter fort. DO & CO konnte seine Position als Gesamtanbieter durch die Errichtung eines Cabin Crew Training Centers weiter verstärken. Der Einsatz von "DO & CO flying chefs" auf den Langstreckenflügen der Turkish Airlines wurde weiter forciert, sodass sämtliche Destinationen der Langstrecke der Turkish Airlines ab April 2011 abgedeckt werden. Zusätzlich wurde in diesem Geschäftsjahr die erste Lounge für Turkish Airlines in Adana eröffnet.

DO & CO behauptet sich hervorragend im Internationalen Event Catering

Das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid war in diesem Berichtsjahr mit 35.000 VIP Gästen ein besonderes Highlight. Hinzu kommen "Klassiker" wie die kulinarische Betreuung der VIP Gäste der Formel 1, das Hahnenkammrennen in Kitzbühel, das CHIO in Aachen, das Beachvolleyballturnier am Wörthersee oder das UEFA Champions League Finale in Madrid. Mit dem Catering der Endrundenspiele der Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul konnte das Event Catering in der Türkei weiter ausgebaut werden. Zusätzlich fand mit dem Catering der "Tatton Flower Show" in Großbritannien der erste gemeinsame Event im Zuge des Joint Ventures mit Fortnum & Mason statt.

Zuschlag für DO & CO für die EURO 2012 in Polen und in der Ukraine

Besonders erfreulich ist, dass DO & CO den Zuschlag für die kulinarische Betreuung der VIP Gäste bei der EURO 2012 in Polen und in der Ukraine erhalten hat. Damit wird dieser mehr als bedeutende Event nach 2004 und 2008 bereits zum 3. Mal in Folge durch DO & CO betreut.

Erster Henry Gourmet Shop eröffnet

Mit Ende Oktober wurde der erste Henry Gourmet Shop in Österreich eröffnet, und damit der Grundstein für die Expansion der jüngsten Marke des Konzerns gelegt. "Henry - the art of living" steht für gesunde, frische, unkomplizierte "to go" Produkte, die innovativ verpackt sind.

Erfolgreiche Platzierung der Kapitalerhöhung und Listing an der Istanbul Stock Exchange (ISE)

Im Dezember 2010 platzierte die DO & CO Gruppe erfolgreich eine Kapitalerhöhung, mit der das Eigenkapital der Gruppe um EUR 40 Mio erhöht wurde. Zusätzlich notiert die DO & CO Aktie seit 2. Dezember 2010 als erste Aktie eines nicht türkischen Unternehmens auch an der Börse in Istanbul. Im Zuge der Kapitalerhöhung und des Zweitlistings in Istanbul wurde der Streubesitz von 19 % auf 47 % erhöht.

Hervorragende Aktienkursentwicklung

Der Kurs der DO & CO Aktie verzeichnete im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Kursanstieg von 88,4 %. Zu Beginn des Geschäftsjahres notierte die Aktie bei einem Kurs von 16,00 und schloss am 31. März 2011 mit einem Kurs von EUR 30,15.

Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Die Abkürzungen und Berechnungen der Kennzahlen werden im Kennzahlen Glossar erläutert.

Geschäftsjahr
2010/2011
Geschäftsjahr
2009/2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Umsatz m € 426,07 352,74 387,78
EBITDA m € 45,84 36,03 28,83
EBITDA-Marge % 10,8% 10,2% 7,4%
EBIT m € 28,32 18,57 8,61
EBIT-Marge % 6,6% 5,3% 2,2%
EGT m € 30,85 19,26 8,83
Konzernergebnis m € 15,43 9,66 2,08
MitarbeiterInnen 3.794 3.542 3.835
Eigenkapital 1 m € 143,58 87,34 75,45
Eigenkapital-Quote1 % 57,8% 50,9% 45,6%
Nettozinsverbindlichkeiten m € -109,31 -29,17 0,07
Net Gearing % -76,1% -33,4% 0,1%
Working Capital m € 78,02 17,43 9,91
Operativer Cash-Flow m € 57,67 45,85 24,66
Abschreibungen m € -17,52 -17,46 -20,22
Free Cash-Flow m € 41,71 31,47 0,75
ROS % 7,2% 5,5% 2,3%
Capital Employed m € 49,48 73,58 88,98
ROCE % 33,3% 15,5% 5,8%
ROE % 13,4% 11,9% 2,8%

1… Bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte

Kennzahlen je Aktie

(berechnet mit der gewichteten Anzahl an ausgegebenen Aktien)

Geschäftsjahr
2010/2011
Geschäftsjahr
2009/2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
EBITDA je Aktie 5,49 4,66 3,70
EBIT je Aktie 3,39 2,40 1,10
Gewinn je Aktie 1,85 1,25 0,27
buchmäßiges Eigenkapital 1 17,19 11,31 9,69
Höchstkurs2 33,45 16,40 18,95
Tiefstkurs 2 15,00 7,70 7,49
Kurs ultimo 2 30,15 16,00 8,10
Aktienanzahl gewichtet 3 TPie 8.350 7.725 7.790
Aktienanzahl ultimo 3 TPie 9.744 7.663 7.779
Marktkapitalisierung ultimo m € 293,78 122,62 63,01

1 ... Bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte

2 ... Schlusskurs

3 ... Bereinigt um die bis zum jeweiligen Stichtag rückgekauften eigenen Aktien

Wirtschaftliches Umfeld

Das Wirtschaftsjahr 2010 war von einer deutlichen Erholung der Weltwirtschaft geprägt, die insbesondere auf geld- und fiskalpolitischen Impulsen, gestiegenem Konsum sowie Unternehmervertrauen basierte. Es gab weltweit große regionale Unterschiede in der Wachstumsdynamik.

In den USA hat sich die Konjunktur stark erholt, was vor allem auf staatliche Anreizprogramme und einen deutlichen Lageraufbau zurückzuführen ist. Belastend wirkten hingegen die Entwicklung der gesamtstaatlichen Ausgaben und die hohe Arbeitslosigkeit.

Am stärksten sind in 2010 die lateinamerikanischen und asiatischen Schwellenländer gewachsen. Dieser Aufschwung resultierte hauptsächlich aus einer kräftigen Auslandsnachfrage, der positiven Wirkung von innerstaatlichen Konjunkturpaketen sowie einer wachsenden Binnennachfrage.

In Europa hingegen ist die konjunkturelle Wirtschaftsentwicklung sehr unterschiedlich verlaufen. Während Deutschland mit einer überdurchschnittlich starken volkswirtschaftlichen Entwicklung positiv überrascht hat, konnten Griechenland, Irland, Portugal und Spanien noch keine wirtschaftliche Erholung verzeichnen. Diese Länder leiden unter anderem unter fehlender internationaler Wettbewerbsfähigkeit, einer hohen Arbeitslosigkeit sowie der Einführung staatlicher Sparprogramme.

Die österreichische Wirtschaft konnte vom globalen Aufschwung profitieren und ist im Jahr 2010 um 1,9 % gewachsen. Diese erfreuliche Entwicklung setzte sich im ersten Kalenderquartal 2011 mit einem Wachstum von 0,6 % im Vergleich zum Vorquartal fort. Die österreichische Realwirtschaft wird laut Prognosen der OeNB im Jahr 2011 um 2,1 % wachsen. Österreich verzeichnete mit einer Arbeitslosenrate von 4,4 % (nach Eurostat Definition) in 2010 die zweitniedrigste Arbeitslosenrate innerhalb der Europäischen Union.

Mit einem Wirtschaftswachstum von 8,9 % hat die türkische Wirtschaft ein sehr starkes Wachstumsjahr hinter sich. Dieses Wachstum wurde insbesondere vom privaten Konsum und von privaten Investments getragen. Für das erste Kalenderquartal 2011 wird für die türkische Volkswirtschaft ein Wachstum von 6,1 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erwartet. Für das gesamte Wirtschaftsjahr 2011 wird ein Wachstum von 4,5 % prognostiziert.

Begleitet wurde die deutliche Erholung der Weltwirtschaft durch sehr volatile und teils stark steigende Rohstoffpreise. So schwankte der Ölpreis für ein Fass der Nordseesorte Brent im Jahr 2010 zwischen 66 USD und 94 USD. Die steigenden Treibstoffpreise führten zu einem verstärkten Kostendruck für die Airlines, was die ansonsten positive Entwicklung der Luftfahrtbranche beeinträchtigt hat.

Ein außergewöhnliches Ereignis stellte der Vulkanausbruch in Island im April 2010 dar, welcher den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas lahmlegte. Seit Anfang 2011 wirken sich die politischen Unruhen im arabischen Raum negativ auf die Branche aus.

Um die Konjunktur zu beleben, beließ die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz in 2010 unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 %. Im April 2011 wurde der Leitzinssatz auf 1,25 % angehoben.

Aufgrund einer sich weiterhin abzeichnenden Konjunkturerholung in der Euro-Zone gewann der Euro in der zweiten Jahreshälfte 2010 und im ersten Quartal 2011 gegenüber dem USD an Wert. Der Wechselkurs betrug per 31.03.2011 USD/EUR 1,4207 (Quelle: OeNB).

Die Weltbank prognostiziert für das laufende Jahr 2011 ein verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft. Im aktuellen Kalenderjahr dürfte das Wachstum nur bei rund 3,3 % liegen, nach 3,9 % im vergangenen Jahr. Gleichzeitig wird ein weiterer Preisanstieg bei Rohstoffen, insbesondere bei Treibstoffen und bei Nahrungsmitteln erwartet.

Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich gleichzeitig für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens zahlreiche Chancen.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken sicher, zeitnah und effektiv reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe verstanden und wahrgenommen und vom Corporate Riskmanager koordiniert. Damit bildet das Risikomanagement einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die interne Revision gehören.

Durch die enge Zusammenarbeit von Risikomanagement und Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO. Die Luftfahrtindustrie ihrerseits ist besonders von der Entwicklung der Treibstoffpreise, der Besteuerung sowie den Flughafen- und Sicherheitsgebühren abhängig.

1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Da wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Austrian Airlines, Niki, Emirates, Etihad, Qatar, Cathay Pacific und British Airways erwirtschaftet werden, ist zusätzlich ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Lage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit wird es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an den der Konzernstrategie entsprechenden Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards an die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen stabilisiert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation und Sicherheitsschulungen auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Zu den Risiken, die nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). Auch Naturkatastrophen wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010, welcher den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmlegte sowie der Atomreaktorzwischenfall mit einer entsprechenden Verstrahlung der Umwelt in Japan zählen zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neu hinzutretende Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle wesentlichen österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet.

Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 4 Forderungen und Punkt 24 Finanzinstrumente) nachzulesen.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

Umsatz

Die DO & CO Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Umsatz von EUR 426,07 Mio. Dies stellt eine wesentliche Umsatzsteigerung von 20,8% bzw. EUR 73,32 Mio gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar.

Umsatz Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2008/2009
Airline Catering in m € 327,18 258,56 68,62 26,5% 246,84
International Event Catering in m € 36,65 34,00 2,65 7,8% 76,87
Restaurants, Lounges & Hotel in m € 62,24 60,19 2,05 3,4% 64,06
Konzernumsatz 426,07 352,74 73,32 20,8% 387,78
Anteil am Konzernumsatz Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010
Airline Catering in % 76,8% 73,3%
International Event Catering in % 8,6% 9,6%
Restaurants, Lounges & Hotel in % 14,6% 17,1%
Konzernumsatz 100,0% 100,0%

Die Umsätze der Division Airline Catering sind trotz schwieriger Marktbedingungen im Geschäftsjahres 2010/2011 von EUR 258,56 Mio um EUR 68,62 Mio auf EUR 327,18 Mio gestiegen. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz erhöht sich damit von 73,3 % auf 76,8 %.

Der Anstieg der Umsätze in der Division Airline Catering ist vor allem an türkischen und anderen internationalen Standorten zu verzeichnen.

Turkish DO & CO, das 50:50 Joint Venture von DO & CO und Turkish Airlines in der Türkei, hat seine Geschäftsaktivitäten in der Türkei weiter ausgebaut und damit deutlich zur Steigerung des Divisions- und Konzernumsatzes beigetragen. Im Hinblick auf die Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten sind sowohl die Entwicklung bei den Drittkunden als auch bei dem Hauptkunden Turkish Airlines als sehr positiv hervorzuheben. Das Umsatzwachstum von Turkish Airlines ist hauptsächlich in der Flottenexpansion und auch im verstärkten Return-Catering auf der Kurzstrecke begründet. Mittlerweile werden 98 % der internationalen Turkish Airlines Kurzstreckenflüge im Return-Catering beliefert. Im Geschäftsjahr 2010/2011 konnten in der Türkei mit Asiana Airlines, Thomas Cook und Steelbird drei neue Kunden gewonnen werden.

Der Umsatzanstieg an den anderen internationalen Standorten ist überwiegend auf die Akquisitionen von Neukunden in den letzten Quartalen zurückzuführen. Die wichtigste Neuakquisition in diesem Wirtschaftsjahr ist Emirates Airlines am Standort London Heathrow. Hier werden seit dem zweiten Quartal fünf tägliche Flüge nach Dubai beliefert. Weiters konnten in London Heathrow auch Cyprus Airways und China Airlines als Neukunden gewonnen werden.

DO & CO Italy ist es gelungen, mit den im Wirtschaftsjahr 2009/2010 akquirierten Premiumkunden Singapore Airlines und Cathay Pacific das Wachstum deutlich zu beschleunigen. Zusätzlich hat DO & CO Italy das Catering für einen täglichen Langstreckenflug der indischen Fluglinie Jet Airways von Malpensa nach Delhi aufgenommen.

Auch am deutschen Markt verzeichnete DO & CO ein deutliches Umsatzplus. DO & CO Frankfurt konnte mit den Neukunden Oman Air und Gulf Air die Umsätze beträchtlich steigern. DO & CO München gelang es, mit dem Neukunden Qatar Airways sowie mit den bestehenden Kunden Etihad Airways und Oman Air das Geschäftsvolumen nahezu zu verdoppeln.

Auch am Standort New York gelang es das Geschäftsvolumen auszudehnen. Mit den bestehenden Premiumkunden Emirates Airlines, Cathay Pacific, Turkish Airlines, South African Airways, Austrian Airlines und Royal Air Maroc konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden.

In Österreich zeigte sich über das Geschäftsjahr 2010/2011 eine stabile Entwicklung beim wichtigsten Airline Kunden Austrian Airlines. Das Geschäftsvolumen des in Österreich nach Austrian Airlines zweitwichtigsten Airline Kunden NIKI hat sich sehr gut entwickelt. Durch das deutlich gestiegene Passagiervolumen konnten die DO & CO Cateringumsätze mit NIKI weiter wachsen.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind im Geschäftsjahr 2010/2011 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von EUR 34,00 Mio auf EUR 36,65 Mio gestiegen. Damit beträgt der Anteil am Konzernumsatz 8,6 %.

Im Segment der Major Events sind wieder zahlreiche Sport-Großveranstaltungen hervorzuheben. Viele davon konnten im Geschäftsjahr 2010/2011 bereits zum wiederholten Male durchgeführt werden.

Im Mai 2010 fanden in Madrid zwei sportliche Highlights statt: zum einen das ATP Tennis Masters mit über 30.000 VIP Gästen und zum anderen das UEFA Champions League Finale mit über 5.000 VIP Gästen. Im Sommer 2010 stand die kulinarische Betreuung von VIP Gästen beim traditionellen Springreitturnier CHIO Aachen und beim Beach Volleyball Turnier in Klagenfurt im Mittelpunkt der Eventcatering Tätigkeiten. Im September wurden erstmals VIP Gäste bei den Endrundenspielen der Basketball Weltmeisterschaft in Istanbul von DO & CO kulinarisch verwöhnt. Über das gesamte Geschäftsjahr verteilt ist DO & CO bei 15 Formel 1 Grands Prix im Einsatz gewesen. In 14 verschiedenen Ländern wurde für das leibliche Wohl von über 60.000 VIP Gästen gesorgt.

Im Segment der Classic Events kann man ebenfalls auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden. Die gute Auftragslage ist insbesondere auf das erfahrene Eventteam und dessen Fokussierung auf Qualität und vollste Kundenzufriedenheit zurückzuführen.

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel in Höhe von EUR 62,24 Mio liegen im Geschäftsjahr 2010/2011 über Vorjahresniveau (VJ: EUR 60,19 Mio). Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 14,6 %.

Im Restaurant Segment kann auf ein sehr erfreuliches Jahr zurückgeblickt werden. Insbesondere konnten das DO & CO Flagship – das Haas Haus Restaurant am Wiener Stephansplatz – und DO & CO in der Albertina Umsatzsteigerungen verbuchen.

Mit der gewonnenen Ausschreibung der Emirates Lounge am Flughafen London Heathrow sowie der Übernahme der Turkish Airlines Lounge in Adana kann DO & CO in diesem Geschäftsfeld nun an zwei weiteren Standorten Reisende vor deren Abflug gastronomisch verwöhnen.

Die berühmte Wiener Kaffeehauskultur sorgt sowohl im Demel Kohlmarkt als auch im Café Griensteidl am Michaelerplatz für Umsatzsteigerungen. Auch der Demel am Mozartplatz in Salzburg kann ein Plus an Umsatz berichten.

Ende Oktober 2010 wurde im Billa Corso am Neuen Markt in Wien der erste " Henry- the art of living" Shop eröffnet. Das Konzept von gesunden und frischen "to go" Produkten wurde sehr gut angenommen. Die Basis für eine weitere erfolgreiche Expansion ist damit geschaffen.

Ergebnis

Das konsolidierte Betriebsergebnis (EBIT) der DO & CO Gruppe beträgt für das Geschäftsjahr 2010/2011 EUR 28,32 Mio und liegt damit um EUR 9,75 Mio höher als das Betriebsergebnis des Vorjahres. Die EBIT Marge konnte von 5,3 % im Vorjahr auf 6,6 % im Geschäftsjahr 2010/2011 gesteigert werden.

Das EBITDA der DO & CO Gruppe liegt bei EUR 45,84 Mio. Das bedeutet einen Anstieg von EUR 9,82 Mio gegenüber dem EBITDA des Vorjahres. Die EBITDA Marge beträgt 10,8 % (VJ: 10,2 %).

Konzern Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2008/2009
Umsatz in m € 426,07 352,74 73,32 20,8% 387,78
EBITDA in m € 45,84 36,03 9,82 27,2% 28,83
Abschreibungen in m € -17,52 -17,04 -0,48 -2,8% -16,81
Wertminderung in m € 0,00 -0,42 0,42 100,0% -3,41
EBIT in m € 28,32 18,57 9,75 52,5% 8,61
EBITDA-Marge in % 10,8% 10,2% 7,4%
EBIT-Marge in % 6,6% 5,3% 2,2%
MitarbeiterInnen 3.794 3.542 252 7,1% 3.835

Im Bereich des Materialaufwandes und Aufwandes für bezogene Leistungen erhöhten sich die Kosten in Relation zum Umsatz von 39,8 % im Vorjahr auf 41,7 %. In absoluten Zahlen stieg der Materialaufwand um EUR 37,35 Mio (+26,6 %) bei einem Umsatzwachstum von 20,8 %.

Der Personalaufwand in Relation zum Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 von 33,9 % auf 31,9 % reduziert werden. In absoluten Zahlen stiegen die Personalkosten von EUR 119,75 Mio auf EUR 136,11 Mio.

Die Abschreibungen betragen EUR 17,52 Mio und liegen im Geschäftsjahr 2010/2011 auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg von EUR 10,19 Mio bzw. 15,3 %.

Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) beträgt im Geschäftsjahr 2010/2011 27,4 % (VJ: 31,9 %).

Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2010/2011 beträgt EUR 15,43 Mio und liegt um EUR 5,77 Mio über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Earnings per share liegen damit bei EUR 1,85.

Bilanz

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens kommt es zu einer Erhöhung von EUR 81,18 Mio gegenüber dem Bilanzstichtag 31. März 2010. Dies ist vor allem auf einen sehr deutlichen Anstieg der liquiden Mittel im Zuge der Kapitalerhöhung sowie auf den positiven Free Cash-Flow zurückzuführen.

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte) stieg um EUR 56,24 Mio von EUR 87,34 Mio zum 31. März 2010 auf EUR 143,58 Mio zum 31. März 2011.

Die Eigenkapitalquote (bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte) liegt bei 57,8 % im Vergleich zu 50,9 % zum 31. März 2010.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verzeichnen einen deutlichen Anstieg um EUR 19,13 Mio auf EUR 84,49 Mio im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit begründet.

Cash Flow

Der operative Cash Flow von EUR 57,67 Mio liegt um EUR 11,81 Mio höher als jener des Vorjahres. Dieser Anstieg ist vor allem durch das deutlich verbesserte Periodenergebnis bedingt. Zusätzlich wurde der operative Cash Flow durch eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gestärkt.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf EUR -15,96 Mio gestiegen (VJ: EUR -14,39 Mio).

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 39,22 Mio (VJ: EUR -17,66 Mio) und ist im Wesentlichen auf die im dritten Quartal durchgeführte Kapitalerhöhung zurückzuführen.

MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 3.542 auf 3.794 Beschäftigte. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens in der Türkei begründet.

Airline Catering

Mit der deutlichen Schwerpunktsetzung auf höchste Qualität und Service konnte die größte DO & CO Division, Airline Catering, das starke Wachstum von Umsatz und Ergebnis fortsetzen.

Weltweit setzen die DO & CO Gourmetküchen in New York, London, Frankfurt, München, Mailand, Malta, Salzburg, Wien, Linz, Graz sowie an weiteren neun Standorten in der Türkei neue Standards im Premiumsegment des Airline Caterings.

Mehr als 60 Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Darunter finden sich die wichtigen nationalen Kunden wie Austrian Airlines Group und NIKI sowie zahlreiche namhafte internationale Airlines wie Turkish Airlines, British Airways, Singapore Airlines, Oman Air, Cathay Pacific, Emirates Airlines, Etihad Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, South African Airways, Jet Airways, Iberia und Air France.

Airline Catering Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2008/2009
Umsatz in m € 327,18 258,56 68,62 26,5% 246,84
EBITDA in m € 36,90 27,67 9,23 33,4% 18,47
Abschreibungen in m € -14,75 -14,37 -0,38 -2,7% -13,25
Wertminderung in m € 0,00 -0,11 0,11 100,0% -3,41
EBIT in m € 22,14 13,19 8,96 67,9% 1,81
EBITDA-Marge in % 11,3% 10,7% 7,5%
EBIT-Marge in % 6,8% 5,1% 0,7%
Anteil am Konzernumsatz in % 76,8% 73,3% 63,7%

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erzielte die Division Airline Catering einen Umsatz von EUR 327,18 Mio. Dies entspricht einem Wachstum von 26,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2009/2010 von 73,3 % auf 76,8 %. Insgesamt wurden von den Gourmetküchen der DO & CO Gruppe weltweit mehr als 56 Millionen Passagiere auf rund 388 Tausend Flügen kulinarisch versorgt.

Die Entwicklung der DO & CO Division Airline Catering im Geschäftsjahr 2010/2011 ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Dynamik und Volatilität in der Airline Branche bemerkenswert. DO & CO konnte sich an diese Marktverhältnisse rasch und erfolgreich anpassen und seine Kunden mit innovativen Lösungen begeistern. Erforderliche Reorganisationsmaßnahmen und Kostensenkungsprogramme wurden konsequent vorangetrieben. Zudem konnte DO & CO die Marktdynamik für sich nutzen und zahlreiche Neukunden mit innovativen Qualitätsprodukten und wettbewerbsfähigen Preisen gewinnen.

EBITDA und EBIT verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr erheblich. Das EBITDA liegt mit EUR 36,90 Mio um EUR 9,23 Mio (+33,4 %) über dem Vorjahr. Das EBIT ist von EUR 13,19 Mio auf EUR 22,14 Mio gestiegen (+67,9 %). Die EBIT Marge konnte im Airline Catering von 5,1 % im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 6,8 % in diesem Geschäftsjahr erhöht werden.

Im Folgenden werden die wichtigsten Entwicklungen in der Division Airline Catering in Österreich, in der Türkei und an den anderen internationalen Standorten dargestellt:

Turkish DO & CO, das 50:50 Joint Venture von DO & CO und Turkish Airlines in der Türkei, hat seine Geschäftsaktivitäten in der Türkei weiter ausgebaut und damit deutlich zur Steigerung des Divisions- und Konzernumsatzes beigetragen. An den neun Standorten Istanbul Atatürk, Istanbul Sabiha Gökcen, Ankara, Antalya, Izmir, Bodrum, Adana, Dalaman und Trabzon wurden nahezu 40 Mio Meals produziert.

In Hinblick auf die Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten sind sowohl die Entwicklung bei den Drittkunden als auch beim Hauptkunden Turkish Airlines als sehr positiv hervorzuheben.

Das Umsatzwachstum von Turkish Airlines ist vor allem in der Flottenexpansion und im verstärkten Return-Catering auf der Kurzstrecke begründet. Mittlerweile werden 98 % der internationalen Turkish Airlines Kurzstreckenflüge mit Return-Catering beliefert. Damit wird der Großteil der Kurzstreckenpassagiere sowohl am Hinflug als auch am Rückflug mit DO & CO Produkten versorgt.

Weiters erfolgte eine Ausdehnung des Dienstleistungsspektrums für die Turkish Airlines. Dazu zählen das weltweite Equipment- und Beveragemanagement und ein modernes Trainingscenter zur Ausbildung der Cabin Crew von Turkish Airlines. Zusätzlich sorgen "DO & CO Flying Chefs" seit Beginn des Wirtschaftsjahres für das leibliche Wohl der First- und Business- Class Passagiere auf Langstreckenflügen von Turkish Airlines.

Zusätzlich konnten die Kundenzufriedenheitswerte der Passagiere der Turkish Airlines erneut gesteigert werden. Auf Inlandsflügen erreichte die Kundenzufriedenheit den beachtlichen Wert von 97 % bzw. auf internationalen Flügen sogar 98 %.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 konnten in der Türkei mit Asiana Airlines, Thomas Cook und Steelbird drei neue Kunden gewonnen werden.

Sehr erfreulich ist ebenso die Entwicklung an den internationalen DO & CO Airline Catering Standorten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011. Alle internationalen Standorte konnten die Dynamik der Airline Branche für sich nutzen und die Marktposition stärken.

Im Besonderen ist in diesem Zusammenhang der Standort London Heathrow mit dem erfolgreich abgeschlossenen Catering Start-up für den Kunden Emirates zu erwähnen. Mit Beginn des zweiten Quartals 2010/2011 hat DO & CO für alle der fünf täglichen Flüge von London Heathrow nach Dubai das Catering übernommen. Dabei werden First-, Business- und Economy-Class Passagiere von Emirates unter anderem in modernen Airbus A380 Großraumflugzeugen mit frischen Speisen von höchster DO & CO Qualität verwöhnt. Des Weiteren konnte der Umsatz des abgeschlossenen Wirtschaftsjahres am Standort London Heathrow durch die zu Ende des Wirtschaftsjahres 2009/2010 gewonnen Neukunden China Airlines und Cyprus Airways gesteigert werden.

DO & CO Italy ist es gelungen, mit den im Wirtschaftsjahr 2009/2010 akquirierten Premiumkunden Singapore Airlines und Cathay Pacific das Wachstum deutlich zu beschleunigen. Zusätzlich hat DO & CO Italy das Catering für einen täglichen Langstreckenflug der indischen Fluglinie Jet Airways von Malpensa nach Delhi aufgenommen. Bedingt durch diese Erfolge hat sich das Airline Catering Geschäftsvolumen in Italien im Vergleich zum vorangegangen Wirtschaftsjahr 2009/10 nahezu um die Hälfte gesteigert.

Am deutschen Markt verzeichnete DO & CO ein deutliches Umsatzplus. DO & CO Frankfurt konnte mit den Neukunden Oman Air und Gulf Air die Umsätze beträchtlich steigern. DO & CO München gelang es mit dem Neukunden Qatar Airways und mit den bestehenden Kunden Etihad Airways und Oman Air das Geschäftsvolumen nahezu zu verdoppeln.

Auch am Standort New York gelang es das Geschäftsvolumen auszudehnen. Mit den bestehenden Premiumkunden Emirates Airlines, Cathay Pacific, Turkish Airlines, South African Airways, Austrian Airlines und Royal Air Maroc konnte der Umsatz beträchtlich gesteigert werden.

In Österreich zeigte sich über das Geschäftsjahr 2010/2011 eine stabile Entwicklung beim wichtigsten Airline Kunden Austrian Airlines. Das Geschäftsvolumen des in Österreich nach Austrian Airlines zweitwichtigsten Airline Kunden NIKI hat sich sehr gut entwickelt. NIKI punktet im Vergleich zu anderen Billigfluglinien unter anderem damit, dass kostenlose "on Board"- Cateringprodukte angeboten werden. Für NIKI entwickelt Demel Qualitätsprodukte mit innovativem und jungem Erscheinungsbild. Auf den Linienflügen der Kurzstrecke werden den Passagieren frische Sandwiches, auf den Charterdestinationen im Kurz- und Mittelstreckensegment warme "home-made" Hauptspeisen geboten. Durch das deutlich gestiegene Passagiervolumen konnten die DO & CO Cateringumsätze mit NIKI weiter wachsen.

Strategie

  • Gesamtanbieter im Airline Catering
  • Ein unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio als Differenzirungschance für den Kunden
  • Nachhaltige und langfristige Partnerschaften mit den Kunden
  • Ausbau der Positionierung als "der" Anbieter im Premium Airline Catering Segment

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2011/2012

  • Ausbau der Beziehungen mit Qualitäts-Airlines des Mittleren und Nahen Ostens an den internationalen DO & CO Standorten
  • Akquisition von weiteren Kunden an sämtlichen Standorten
  • Weiterer Ausbau der starken Marktposition sowie Positionierung als Komplettanbieter in der Türkei
  • Einsatz von Flying Chefs für die First Class und Business Class auf allen Langstreckenflügen der Turkish Airlines

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "Der" Airline Caterer im Premium-Segment
  • Produktkreativität und -innovation in Kern- und Nebenbereichen
  • Anbieter von gesamtheitlichen Lösungen für die Kunden

International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering stieg im Geschäftsjahr 2010/2011 um EUR 2,65 Mio auf EUR 36,65 Mio an (VJ: EUR 34,00 Mio). Dies entspricht einem Plus von 7,8 %.

International Event Catering Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2008/2009
Umsatz in m € 36,65 34,00 2,65 7,8% 76,87
EBITDA in m € 4,32 3,97 0,35 8,8% 5,70
Abschreibungen in m € -1,05 -0,97 -0,08 -7,9% -1,32
EBIT in m € 3,27 2,99 0,27 9,2% 4,38
EBITDA-Marge in % 11,8% 11,7% 7,4%
EBIT-Marge in % 8,9% 8,8% 5,7%
Anteil am Konzernumsatz in % 8,6% 9,6% 19,8%

Die Division International Event Catering umfasst die beiden Segmente Major Events und Classic Events.

Im Segment der Major Events sind wieder zahlreiche Großveranstaltungen des Sports hervorzuheben. Viele davon konnten im Geschäftsjahr 2010/2011 bereits zum wiederholten Male durchgeführt werden.

Im Mai 2010 fanden in Madrid gleich zwei Klassiker statt. Bei dem ATP Tennis Masters in Madrid konnten sich innerhalb von zehn Öffnungstagen über 35.000 VIP Gäste von erstklassigem DO & CO Catering überzeugen. Nur wenige Tage später wurde beim Champions League Finale der beste europäische Fußballklub ermittelt. DO & CO umsorgte dabei mehr als 5.000 VIP Zuseher in allen gastronomischen Belangen.

Während der Juli 2010 wie jedes Jahr mit dem Springreitturnier CHIO in Aachen startete, stand die letzte Woche des Monats traditioneller Weise ganz im Zeichen des Beach Volleyball Grand Slam in Klagenfurt. Direkt am Wörthersee genossen 5.100 VIP Gäste über sechs Tage verteilt DO & CO Catering in gewohnter Perfektion.

Anfang September 2010 konzentrierte sich das internationale Eventteam auf die Endrundenspiele der Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul. Gemeinsam mit den KollegInnen in der Türkei wurde für gesamt 2.250 VIP Gäste ein für diesen neuen Event maßgeschneidertes Konzept entwickelt und realisiert.

Im Jänner 2011 war das Highlight der Winterserie erneut das Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Prominente aus zahlreichen Ländern finden sich alljährlich in jenen temporären Räumlichkeiten ein, in denen DO & CO für das einzigartige Ambiente sowie Catering auf höchstem Niveau verantwortlich zeichnet.

Über das gesamte Geschäftsjahr verteilt ist DO & CO bei 15 Formel 1 Grands Prix im Einsatz gewesen. In 14 verschiedenen Ländern wurde für das leibliche Wohl von über 60.000 VIP Gäste gesorgt. Neben der neuen Rennstrecke in Korea war der GP Abu Dhabi mit 18.000 Gästen ein absolutes Highlight. Bedingt durch die politischen Unruhen in Bahrain konnte der für März 2011 geplante Grand Prix nicht durchgeführt werden.

Im Segment der Classic Events kann man ebenfalls auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden.

So wurde DO & CO in Österreich für zahlreiche Veranstaltungen aus Wirtschaft, Politik und Sport einerseits sowie private Events andererseits beauftragt. Die gute Auftragslage ist insbesondere auf das erfahrene Eventteam und dessen Fokussierung auf Qualität und vollste Kundenzufriedenheit zurückzuführen.

Auch die alljährliche Organisation der Gastronomie beim Filmfestival auf dem Wiener Rathausplatz findet jeden Sommer besonderen Anklang gleich bei Österreichern wie bei Touristen. Im Zeitraum Juli bis September wurden auf 22 Gastronomieständen den Gästen unterschiedlichste Gaumenfreuden aus aller Welt geboten.

In England fand im Geschäftsjahr 2010/2011 der erste Event im Zuge der neuen Partnerschaft mit Fortnum & Mason statt. Bei einer der im Königreich äußerst beliebten Blumenausstellungen – der "Tatton Flower Show" – wurden neue kulinarische Maßstäbe gesetzt.

Das EBITDA der Division International Event Catering liegt im Geschäftsjahr 2010/2011 mit EUR 4,32 Mio über jenem des Vorjahres (EUR 3,97 Mio). Die EBITDA Marge entspricht mit 11,8 % jener des Vorjahres (11,7 %). Das EBIT stieg von EUR 2,99 Mio auf EUR 3,27 Mio. Die EBIT Marge liegt mit 8,9 % auf Vorjahresniveau (8,8 %).

Strategie von DO & CO

  • Verstärkung der Kernkompetenz vom Premium Caterer hin zum "Gourmet Entertainment Generalunternehmer"
  • Festigung der Premium Event Marke DO & CO
  • Profilierung als starker und verlässlicher Partner

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2011/2012

  • Mit der Durchführung des UEFA Champions League Finales 2011 in London / Wembley Stadion kann die Serie nach Gelsenkirchen 2004, Istanbul 2005, Paris 2006, Rom 2009 und Madrid 2010 erfolgreich fortgesetzt werden
  • Intensive Teilnahme an Ausschreibungen: der Fokus bleibt auf internationale Sport-Großveranstaltungen gerichtet
  • Ausbau des Eventcaterings in der Türkei
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit Fortnum & Mason
  • Vorbereitung auf die UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "One stop partner"
  • Einzigartiges Premiumprodukt unverkennbar und nicht austauschbar
  • Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum Partner, der seinen Kunden als "no headache partner" jederzeit zur Verfügung steht
  • Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam

Restaurants, Lounges & Hotel

Im Geschäftsjahr 2010/2011 konnte in der Division Restaurants, Lounges & Hotel ein Umsatz von EUR 62,24 Mio erzielt werden. Das bedeutet eine Steigerung von EUR 2,05 Mio (+3,4 %) gegenüber dem Vorjahr.

Restaurants, Lounges & Hotel Geschäftsjahr
2010/2011 2009/2010 Veränderung Veränderung
in %
2008/2009
Umsatz in m € 62,24 60,19 2,05 3,4% 64,06
EBITDA in m € 4,63 4,39 0,24 5,4% 4,66
Abschreibungen in m € -1,72 -1,69 -0,03 -1,6% -2,25
Wertminderung in m € 0,00 -0,31 0,31 100,0% 0,00
EBIT in m € 2,91 2,39 0,52 21,9% 2,41
EBITDA-Marge in % 7,4% 7,3% 7,3%
EBIT-Marge in % 4,7% 4,0% 3,8%
Anteil am Konzernumsatz in % 14,6% 17,1% 16,5%

Die Division Restaurants, Lounges & Hotel umfasst folgende Segmente: Restaurants, Lounges, Hotel, Demel, Mitarbeiterrestaurants und Retail.

Im Restaurant Segment kann auf ein sehr erfreuliches Jahr zurückgeblickt werden. Insbesondere konnten das DO & CO Flagship – das DO & CO Restaurant am Wiener Stephansplatz – sowie DO & CO in der Albertina Umsatzsteigerungen verbuchen. Die Standorte im British Museum in London, in der BMW Welt in München, sowie im Casino Baden konnten ebenfalls gut performen.

Das Segment der Lounges erzielte im Geschäftsjahr 2010/2011 die stärksten Zuwächse innerhalb der Division Restaurants, Lounges & Hotel. Mit Ausnahme der Lounges in Wien wurden im Vergleich zum Vorjahr durchgehend mehr Passagiere kulinarisch betreut. Das bestehende DO & CO-Lounges-Portfolio, bestehend aus den Austrian Airlines Lounges in Wien, Lufthansa Lounges in Frankfurt und New York, sowie der Emirates Lounge in New York, konnte um zwei weitere Lounges erweitert werden. Mit der Emirates Lounge am Flughafen London Heathrow sowie der Turkish Airlines Lounge in Adana kann DO & CO in diesem Geschäftsfeld nun an zwei weiteren Standorten Reisende vor deren Abflug gastronomisch verwöhnen.

Äußerst zufriedenstellende Ergebnisse weist das DO & CO Hotel in Wien aus. Diese konnten im Geschäftsjahr 2010/2011 sowohl durch eine höhere Auslastung als auch durch höhere Logiserlöse erzielt werden.

Die berühmte Wiener Kaffeehauskultur sorgt sowohl im Demel Kohlmarkt als auch im Café Griensteidl am Michaelerplatz für Umsatzsteigerungen. Auch der Demel am Mozartplatz in Salzburg kann ein Plus an Einnahmen berichten.

Neu ist die Retail Sparte "Henry – the art of living". Ende Oktober 2010 wurde im Billa Corso am Neuen Markt in Wien der erste Shop dieser Art eröffnet. Das Konzept von gesunden und frischen "to go" Produkten wurde sehr gut angenommen. Die Basis für eine weitere erfolgreiche Expansion ist damit geschaffen.

Das EBITDA der Division Restaurants, Lounges & Hotel stieg von EUR 4,39 Mio im Vorjahr auf EUR 4,63 Mio im Berichtsjahr an. Die EBITDA Marge liegt mit 7,4 % auf Vorjahresniveau (7,3 %). Das EBIT in Höhe von EUR 2,91 Mio bedeutet eine Steigerung von EUR 0,52 Mio. Die EBIT Marge erhöhte sich auf 4,7 % (VJ: 4,0 %).

Strategie von DO & CO

  • Research & Development Center und Kreation für den DO & CO Konzern
  • Marketinginstrument und Imageträger der Gruppe sowie Markenentwicklung
  • Restaurants, Lounges & Hotel als umfassende Hospitality Lösung

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2011/2012

  • Expansion der neuen Retail Marke " Henry- the art of living"
  • Eröffnung der Turkish Airlines Lounge in Istanbul
  • Hotel in Istanbul am Bosporus: Beginn der Bauarbeiten; geplante Eröffnung Ende 2012

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Innovation unter Berücksichtigung der Märkte weltweit
  • Starke Marke, die für Spitzenqualität bürgt
  • Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Restaurants, Demel Cafés, Lounges, Hotels, Retail
  • Einzigartige Standorte: Wien: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina, Michaelerplatz, Neuer Markt Salzburg: Mozartplatz London: British Museum

Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB

Aktienmärkte im Überblick

Die internationalen Aktienmärkte entwickelten sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 deutlich positiv. Allerdings war dieser Zeitraum auch durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Den positiven Fundamentaldaten stand insbesondere die europäische Schuldenkrise gegenüber. Ab dem dritten Quartal setzte sich die positive Stimmung durch, was zu deutlichen Kursanstiegen führte.

Der ATX ist im Berichtszeitraum um 10,7 % von 2.636,27 Punkten auf 2.919,66 Punkte gestiegen. Die Istanbuler Börse (ISE) konnte dank der starken Konjunkturdaten einen Anstieg von 56.620,98 Punkten auf 64.416,83 Punkte und somit eine Steigerung um 13,8 % verzeichnen.

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie verzeichnete im Geschäftsjahr 2010/11 an der Wiener Börse einen Kursanstieg um 88,4 % von EUR 16,00 auf EUR 30,15 und konnte somit an den Kursgewinn von fast 100 % im Vorjahr anschließen. Aufgrund des steigenden Aktienkurses und der Kapitalerhöhung erhöhte sich die Marktkapitalisierung im aktuellen Geschäftsjahr von EUR 122,62 Mio auf EUR 293,78 Mio.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde im Zuge der Durchführung einer Kapitalerhöhung die Anzahl der ausgegebenen Aktien der DO & CO Restaurants & Catering AG von 7.795.200 auf 9.744.000 erhöht. Der Bezugspreis wurde mit EUR 21,90 festgesetzt. Die Handelsaufnahme der neuen Aktien an der Istanbuler und der Wiener Börse fand am 2. Dezember 2010 statt. Zusätzlich haben im Zuge der Kapitalerhöhung die beiden Kernaktionäre, die Attila Dogudan Privatstiftung und die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH, insgesamt 1.009.348 Aktien verkauft. Durch diese Transaktionen erhöhte sich der Streubesitz auf 47,05 %.

Seit der Erstnotierung an der Istanbuler Börse konnte die DO & CO Aktie einen beachtlichen Kursanstieg um 49,3 % von TRY 43,20 auf TRY 64,50 verbuchen. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der an der Istanbuler Börse gehandelten Aktien betrug im Geschäftsjahr 2010/2011 TRY 7,98 Mio. Das hohe Volumen an der ISE ist nicht nur auf türkische Investoren sondern auch sehr stark auf internationale Investoren zurückzuführen.

DO & CO Aktie in TRY | ISE 100 (Istanbul Stock Exchange)

Aktienrückkaufprogramm

Das am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde am 23. September 2010 beendet. Insgesamt wurden im Rahmen des Rückkaufprogramms 147.078 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %. Sämtliche rückgekauften Aktien wurden im Zuge des Secondary Public Offering im Dezember 2010 veräußert.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der DO & CO Restaurants & Catering AG hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2010/2011 durch das Secondary Public Offering signifikant verändert. Die Attila Dogudan Privatstiftung hält per 31. März 2011 einen Anteil von 40,95 % (VJ: 55,34 %). Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 12,00 % (VJ: 25,17 %). Der verbleibende Aktienanteil von 47,05 % befindet sich im Streubesitz.

Daten zur DO & CO-Aktie

Reuters Code DOCO.VI, DOCO.IS
Bloomberg Code DOC AV, DOCO.IT
ISIN AT0000818802
WKN 081880
Börseplätze Wien, Istanbul
Währung EUR; TRY

Finanzkalender

07.07.2011 Hauptversammlung
11.07.2011 Dividenden-ex-Tag
25.07.2011 Dividendenzahltag
18.08.2011 Ergebnis für das erste Quartal 2011/2012
17.11.2011 Ergebnis für das erste Halbjahr 2011/2012
09.02.2012 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2011/2012

Investor Relations

Das Secondary Public Offering an der Istanbuler Börse war ein Meilenstein im Geschäftsjahr 2010/2011. Durch das Doppellisting hat das Interesse internationaler Investoren an der Aktie deutlich zugenommen. Die Investor Relations-Aktivitäten, insbesondere die aktive Kommunikationspolitik mit institutionellen Investoren, Analysten und anderen Kapitalmarktteilnehmern wurden verstärkt. Daher nahmen der Vorstand und das Management im Laufe des Jahres an zahlreichen Investorenkonferenzen und Roadshows im In- und Ausland (Brüssel, Frankfurt, Helsinki, Istanbul, London, Mailand, Warschau, Stockholm und Tallinn) teil.

Alle Veröffentlichungen sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Die folgenden internationalen Finanzinstitutionen veröffentlichten im vergangenen Jahr ihre Analyseberichte zur DO & CO Aktie: Erste Bank, UniCredit, Wood Company, Renaissance Capital, Is Yatirim. Unser Ziel ist es, die Anzahl der betreuenden Institute weiter auszubauen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Investor Relations Email: [email protected]

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 40,95% sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH mit 12,00% halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, bis 30. Juni 2012 das Grundkapital um bis zu weitere EUR 3.897.600,00 durch Ausgabe von bis zu 1.948.800 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen zu erhöhen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Das am 14. Oktober 2008 vom Vorstand beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde per 23. September 2010 beendet. Sämtliche rückgekauften Aktien wurden im Rahmen des SPO in der Türkei zum Preis von EUR 21,90 pro Aktie verkauft.
    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen der DO & CO-Gruppe, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Ausblick

In der Division Airline Catering hat sich das Marktumfeld nach der Wirtschafts- und Finanzkrise weiter stabilisiert. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Anstieg der Passagierzahlen auch in den nächsten Monaten entsprechend fortsetzen wird. DO & CO geht davon aus, dass diese positive Entwicklung durch die Erdbebenkatastrophe in Japan und durch die politischen Unruhen im mittleren Osten und in Nordafrika zwar abgeschwächt aber nicht gebrochen wird.

In der Türkei bestätigt sich die Positionierung von DO & CO als Gesamtanbieter im Airline Catering als richtige und erfolgreiche Strategie. Das umfangreiche Leistungsspektrum von klassischen Catering- und Handlingleistungen bis hin zum weltweiten Equipment- und Beveragemanagement, einem modernen Cabin Crew Trainingscenter und dem Einsatz von mehr als 100 "DO & CO Flying Chefs" für Turkish Airlines dient als breite Basis für eine weitere Expansion am türkischen Markt.

An den internationalen DO & CO Standorten werden sich die Vertriebsaktivitäten weiter auf die Akquisition von Neukunden konzentrieren - DO & CO nimmt an zahlreichen bedeutenden Airline Catering Ausschreibungen teil. Intern liegt der Fokus auf der Optimierung der Prozessabläufe im Zusammenhang mit der Integration der Neukunden in den Geschäftsbetrieb der DO & CO Gourmetküchen.

In der Division International Event Catering stehen neben Veranstaltungen für viele Firmenund Privatkunden auch wieder große internationale Events am Programm. Neben den Großveranstaltungen der Formel 1 ist DO & CO bei weiteren Sportevents von Weltformat aktiv, wie unter anderem beim Champions League Finale in Wembley, London.

Ins Zentrum der Aktivitäten der Division International Event Catering rücken mehr und mehr die Vorbereitungen für Sportveranstaltungen der Extraklasse.

Bereits zum 3. Mal in Folge übernimmt DO & CO die Rolle als exklusiver Caterer und Hospitality-Partner der UEFA bei der Fußballeuropameisterschaft, die 2012 in Polen und in der Ukraine ausgetragen wird. Das International Event Catering Team ist nicht nur für die kulinarische Betreuung von ca. 100.000 VIP Gästen auf gewohnt hohem Niveau verantwortlich, sondern hat auch den Auftrag für die komplette Bereitstellung der Event-Infrastruktur übernommen. DO & CO bietet damit seinen Gästen ein kulinarisch-sportliches Gesamterlebnis.

Auch in der Division Restaurants, Lounges und Hotel ist weiteres Wachstum geplant. DO & CO übernimmt ab Juni 2011 die kulinarische Betreuung von 450.000 Premium-Passagieren der Turkish Airlines in einer durch DO & CO neu gestalteten Lounge am Flughafen Istanbul Atatürk.

Weiters steht innerhalb der Division Restaurants, Lounges und Hotel die Expansion des neuen Retail Segments im Zentrum der Aktivitäten. DO & CO möchte, basierend auf den Erfahrungen des ersten Shops am Neuen Markt, die Marke 'Henry' an weiteren neuen Standorten in Wien und anderen europäischen Städten forcieren.

Zusätzlich werden in der Division die Projektarbeiten für die Errichtung des Hotels in Istanbul weiter vorangetrieben. Die Eröffnung des zweiten DO & CO Hotels direkt am Bosporus ist für Ende des Jahres 2012 geplant.

Für die klassischen DO & CO Restaurantstandorte wie am Stephansplatz und in der Albertina sowie für das DO & CO Hotel in Wien ist eine Fortsetzung der überaus positiven Entwicklung im nächsten Geschäftsjahr zu erwarten.

In allen drei Divisionen von DO & CO wurden in den letzten Monaten Preissteigerungen im Lebensmittelbereich wahrgenommen. Diese Tendenz wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Monaten weiter fortsetzen. DO & CO hat entsprechende Mechanismen implementiert sowie Maßnahmen gesetzt, die einer Reduktion der Margen aus dieser Entwicklung entgegenwirken.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalerhöhung im Dezember 2010 hat DO & CO die Evaluierung möglicher Akquisitionsziele intensiviert. Die Zielmärkte für Akquisitionen sind unter anderem der Mittlere Osten, GUS-Staaten, Polen, Indien und Asien.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre sehr zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Wien, am 23. Mai 2011

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Corporate Governance Bericht

Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) stellt ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung sowie Leitung von Aktiengesellschaften in Österreich dar.

Seit Februar 2007 bekennt sich DO & CO umfassend zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (abrufbar unter www.corporate-governance.at), hält die im Kodex angeführten L-Regeln (Legal Requirements) dem Gesetz entsprechend ein und erklärt, von den C-Regeln (Comply or Explain) nicht abzuweichen.

Ziel des Managements von DO & CO ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die permanente Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sollen zu einer Unternehmenskultur führen, die Vertrauen schafft und damit langfristige Wertschöpfung ermöglicht.

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex lässt DO & CO in Entsprechung der Regel 62 des ÖCGK seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 regelmäßig durch eine unabhängige, externe Institution evaluieren. Die Evaluierung für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurde durch Rechtsanwalt Dr. Ullrich Saurer, Graz, vorgenommen. Der Bericht über die externe Evaluierung ist auf der Website von DO & CO abrufbar.

Der Vorstand

Mitglieder

Attila DOGUDAN Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2. Juni 2012 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen

Michael DOBERSBERGER Mitglied des Vorstands; geboren 1963 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1998 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2. Juni 2012 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen

Arbeitsweise

In der Satzung sowie in der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt.

Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegen die Gesamtleitung des Unternehmens und die Koordinierung der Tätigkeit des Vorstands. Sämtliche Mitglieder des Vorstands haben den Vorsitzenden und sich gegenseitig über alle wichtigen Geschäftsvorfälle ihres Geschäftsbereiches zu unterrichten. Der Vorsitzende des Vorstands, Attila Dogudan, ist zuständig für die Strategie und Organisation des Unternehmens, für zentrale Einheiten sowie federführend für die Segmente Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Das Mitglied des Vorstands, Michael Dobersberger, ist für den Bereich International Event Catering sowie für Hygiene und Technik zuständig.

Die Geschäftsordnung enthält weiters die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

Der Aufsichtsrat

Mitglieder

o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD Vorsitzender; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 weitere Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Strabag SE, Villach (bis 18.6.2010)
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Ottakringer Getränke AG, Wien
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG (seit 10.5.2010)
  • Mitglied des Aufsichtsrates der BKS Bank AG (seit 19.5.2010)

RA Dr. Werner SPORN

Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1935 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ing. Georg THURN-VRINTS Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied; unabhängig; geboren 1943

bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 10. Juli 2002

weitere Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der UNIQA Versicherungen AG, Wien
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der AGRANA-Beteiligungs AG, Wien
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der BAYWA AG, München
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim

Arbeitsweise

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Satzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010/2011 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Sitzungen wahrgenommen sowie zwei Beschlüsse im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie bei der Erörterung des Ende 2010 erfolgreich durchgeführten Zweitlistings an der Istanbuler Börse. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem über die Beendigung des Aktienrückkaufprogramms, über die mit dem Zweitlisting verbundene Kapitalerhöhung, die Methode der Ermittlung und Höhe des Emissionspreises und die Mehrzuteilungsoption intensiv diskutiert.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Unabhängigkeit

Im Aufsichtsrat von DO & CO sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; Überkreuzverflechtungen existieren ebenso nicht. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtratsmitglieder der DO & CO Restaurants & Catering AG tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab (siehe auch Vergütungsbericht).

Im Zusammenhang mit den Regeln 39, 53, 54 sowie Anhang 1 des ÖCGK, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14. Februar 2007 nachstehende Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratmitglieder und Ausschuss-Mitglieder beschlossen:

Ein Aufsichtsratmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Als weitere Kriterien der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratmitglieds werden festgelegt:

  1. Das Aufsichtsratmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.

  2. Das Aufsichtsratmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen an denen das Aufsichtsratmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.

  3. Das Aufsichtsratmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

  4. Das Aufsichtsratmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratmitglied ist.

  5. Das Aufsichtsratmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Eltern, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates erklären, dass sie im Sinne dieser Kriterien unabhängig sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

PRÜFUNGSAUSSCHUSS: o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden Ing. Georg THURN-VRINTS: Mitglied Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD: Mitglied

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat sowie die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrates für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers).

Die Funktion des Prüfungsausschusses wird derzeit vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses und dessen Finanzexperte. Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist auch Stellvertreter des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2010/2011 insgesamt zweimal zusammen. Die Tätigkeitsschwerpunkte in diesen Sitzungen lagen bei der Behandlung des Management Letters zur (Konzern-)Abschlussprüfung 2009/2010, bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

PRÄSIDIUM: o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden

Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter.

Dem Präsidium obliegt auch die Funktion des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses sowie des Ausschusses zur Entscheidung in dringenden Fällen.

Als Nominierungsausschuss unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.

Als Vergütungsausschuss befasst sich das Präsidium mit den Angelegenheiten, die die Beziehung zu der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, der Vergütung der Vorstandsmitglieder und mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern.

Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal, hat die Vergütungspolitik überprüft und sich in diesem Zusammenhang mit der Gewährung von variablen Gehaltsbestandteilen für Mitglieder des Vorstands befasst.

Als Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen obliegt dem Präsidium die Entscheidung bei zustimmungspflichtigen Geschäften.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der DO & CO Restaurants & Catering AG angewendet werden.

Vergütungen für den Vorstand

Die Gesamtbezüge teilen sich in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei sich der Fixbezug der Vorstandsmitglieder am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und in Form von 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt wird. Ein weiteres wichtiges Element für die Vergütung des Vorstands ist eine hohe variable Komponente, welche sich ebenfalls am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Die erfolgsabhängige Komponente stellt auf das jeweilige Jahresergebnis (EBIT-Marge nach Firmenwertabschreibung) ab und beträgt maximal 100 % des Fixbezuges.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 TEUR 576, wobei davon auf Herrn Attila Dogudan rund TEUR 357 und auf Herrn Michael Dobersberger rund TEUR 219 entfielen. Die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen TEUR 193, wobei TEUR 140 auf Herrn Dogudan und TEUR 53 auf Herrn Dobersberger entfielen. Zusätzlich wurde für das Geschäftsjahr 2009/2010 an das Vorstandsmitglied Michael Dobersberger eine Sonderprämie in Höhe von TEUR 68 ausbezahlt.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Den Vorstandsmitgliedern steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Vergütungen für den Aufsichtsrat

Das Vergütungsschema der Aufsichtsratmitglieder sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine um 60 % höhere und der stellvertretende Vorsitzende eine um 40 % höhere Vergütung eines Aufsichtsratmitglieds erhält.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Juli 2010 für das Geschäftsjahr 2009/2010 eine Vergütung von insgesamt TEUR 50 (VJ: TEUR 38) bezahlt, wovon TEUR 16 auf den Aufsichtsratsvorsitzenden, TEUR 14 auf den Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, und jeweils TEUR 10 auf die Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen.

Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2010/2011 für juristische Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer organschaftlichen Funktion Honorare in der Höhe von TEUR 799 in Rechnung gestellt.

Weiters besteht in der DO & CO Restaurants & Catering AG eine aufrechte Vermögensschadenund Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) zugunsten der Organmitglieder. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden Stellungen

Das Unternehmen legt größten Wert auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen wie auch bei der Gleichstellung der Entlohnung. Die Besetzung der Managementpositionen der DO & CO Restaurants & Catering AG wie auch ihrer Tochtergesellschaften erfolgt in ausgeglichenem Maße, welches sich am hohen Anteil von Frauen in der Geschäftsführung der Gesellschaften und in leitender Stellung des Konzerns zeigt.

Besonders hervorzuheben ist die Position des Unternehmens bei der Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr von Frauen in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz. In diversen Teilzeitmodellen wird es den Mitarbeiterinnen ermöglicht in ihre ursprünglichen Managementfunktionen wieder einzusteigen und ihre Führungsaufgaben wahrzunehmen.

Wien, am 23. Mai 2011

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Attila Dogudan Michael Dobersberger

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig schriftlich und mündlich in und außerhalb von Sitzungen über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung im Rahmen von offenen Diskussionen eingehend beraten.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010/2011 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Sitzungen wahrgenommen sowie zwei Beschlüsse im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie bei der Erörterung des Ende 2010 erfolgreich durchgeführten Zweitlistings an der Istanbuler Börse. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem über die Beendigung des Aktienrückkaufprogramms, über die mit dem Zweitlisting verbundene Kapitalerhöhung, die Methode der Ermittlung und Höhe des Emissionspreises und die Mehrzuteilungsoption intensiv diskutiert. DO & CO ist das erste ausländische Unternehmen, welches an der Istanbuler Börse zweitgelistet ist, wobei sich der Streubesitz durch diese Transaktion auf erfreuliche 47,05 % erhöhte und der Aktienkurs gesteigert werden konnte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 1. Juni 2011 den Jahresabschluss der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft und die Vorbereitung seiner Feststellung, den Vorschlag für die Gewinnverteilung, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht geprüft, sowie den Management-Letter eingehend behandelt und weiters vorgeschlagen, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für 2011/2012 zu wählen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2010/2011 insgesamt zweimal zusammen und hat dabei auch den Rechnungslegungsprozess, die Umsetzung von Optimierungen des internen Kontrollsystems, der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht. Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal, hat die Vergütungspolitik überprüft und sich in diesem Zusammenhang mit der Gewährung von variablen Gehaltsbestandteilen für Mitglieder des Vorstands befasst.

Der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft zum 31. März 2011 samt Lagebericht wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungsbestimmungen erstellt und durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Bericht des Vorstands zum Prüfungsergebnis einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2010/2011 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 96 Abs (4) AktG festgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2011 samt Erläuterungen wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und mit dem Konzernlagebericht durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010/2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverteilung der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft geprüft. Der Hauptversammlung wird am 7. Juli 2011 vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 3.410.400 zur Gänze auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende von EUR 0,35 auf jede dividendenberechtigte Aktie.

Die Einklangsprüfung des Corporate Governance Berichtes nach § 243b UGB wurde von Rechtsanwalt Dr. Ullrich Saurer, Graz, durchgeführt und hat in ihrem abschließenden Ergebnis zu keinen wesentlichen Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Aufsichtsrat schlägt gemäß § 270 (1) UGB, § 108 (1) AktG und Regel 78 ÖCGK vor, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum (Jahres- & Konzern-) Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011/2012 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.

Wien, am 1. Juni 2011 DDr. Waldemar Jud

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Kennzahlen Glossar

EBITDA-Marge

Setzt das EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Relation zum Umsatz

EBIT-Marge

Setzt das EBIT (Betriebsergebnis) in Relation zum Umsatz

Eigenkapital-Quote

Zeigt das Verhältnis des um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte bereinigten Eigenkapitals zum Gesamtkapital

Nettozinsverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Gearing Ratio

Zeigt die Finanzierungsgebarung als Verhältnis Nettozinsverbindlichkeiten zu Eigenkapital (bereinigt um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte)

Working Capital

Ist der Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital

Free Cash-Flow

Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit zuzüglich Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit

ROS – Return on sales

Ist die Umsatzrendite und wird durch Gegenüberstellung des EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) zu Umsatz ermittelt

Capital Employed

Eigenkapital nach Dividendenzahlungen abzüglich der Buchwerte der Firmenwerte zuzüglich verzinsliches Fremdkapital und Nettozinsverbindlichkeiten abzüglich Finanzanlagen

ROCE – Return on capital employed

Zeigt die Verzinsung des investierten Kapitals durch Gegenüberstellung des EBIT vor Firmenwertabschreibungen abzüglich der bereinigten Steuern im Vergleich zum durchschnittlichen Capital Employed

ROE – Return on equity

Versteuertes Ergebnis (vor Firmenwertabschreibungen) wird dem durchschnittlichen Eigenkapital nach Dividendenausschüttungen und nach Abzug der Buchwerte der Firmenwerte gegenübergestellt

Konzernabschluss 2010/2011

der DO & CO Gruppe nach IFRS

Konzernbilanz zum 31. März 2011

Anhang A K T I V A
in TEUR
31. März 2011 31. März 2010
Immaterielle Vermögenswerte 19.922 25.352
Sachanlagen 58.830 59.143
Finanzanlagen 1.850 1.645
(1) Anlagevermögen 80.601 86.140
(2) Übriges langfristiges Vermögen 3.277 1.770
Langfristiges Vermögen 83.878 87.910
(3) Vorräte 13.436 10.333
(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.870 31.213
(4) Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen 11.308 14.026
(5) Liquide Mittel 109.312 29.171
Kurzfristiges Vermögen 165.926 84.742
(6) Latente Steuern 2.794 3.116
Summe Aktiva 252.598 175.768
Anhang P A S S I V A
in TEUR
31. März 2011 31. März 2010
Grundkapital 19.488 15.590
Kapitalrücklagen 70.602 34.464
Gewinnrücklagen 31.787 24.043
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -6.927 -5.636
Eigene Anteile 0 -1.221
Konzernergebnis 15.428 9.659
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 130.379 76.898
(7) Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital
20.665
151.044
16.442
93.340
(8) Langfristige Rückstellungen 17.062 16.805
(9) Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0 257
Langfristige Verbindlichkeiten 17.062 17.062
(10) Kurzfristige sonstige Rückstellungen 43.278 36.185
(11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.374 21.625
(11) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.841 7.555
Kurzfristige Verbindlichkeiten 84.493 65.366
Summe Passiva 252.598 175.768

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2010/2011

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Anhang in TEUR 2010/2011 2009 / 2010
(12) Umsatzerlöse 426.068 352.744
(13) Sonstige betriebliche Erträge 10.296 9.905
(14) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -177.749 -140.403
(15) Personalaufwand -136.114 -119.752
(16) Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -17.524 -17.040
Wertminderungen von Sachanlagen 0 -421
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen -76.658 -66.467
EBIT - Operatives Betriebsergebnis 28.321 18.567
(18) Finanzergebnis
davon aus assoziierten Unternehmen
2.528
462
690
157
EGT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 30.848 19.257
(19) Steuern vom Einkommen und Ertrag
Ergebnis nach Ertragsteuern
-8.452
22.397
-6.138
13.119
(20) Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis -6.969 -3.460
Konzernergebnis 15.428 9.659

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr
2010/2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Anzahl der Aktien (in Stk) 9.744.000 7.663.460
Gewichtete Aktien (in Stk) 8.350.246 7.725.246
Ergebnis je Aktie 1,85 1,25

Konzern-Geldflussrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010 / 2011 2009 / 2010
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 30.848 19.257
+ Abschreibungen und Wertminderungen 17.524 17.460
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereiches
203 374
+/- Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -200 -110
Cash-Flow aus dem Ergebnis 48.375 36.982
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der kurzfristigen
Vermögenswerte
-783 2.092
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 4.822 9.781
+/- Zunahme / Abnahme von Lieferverbindlichkeiten sowie der
übrigen Verbindlichkeiten
11.852 2.804
+/- Währungsbedingte Veränderung des Nicht-Fondsvermögen 1.387 -1.383
+/- Veränderung des Ausgleichsposten aus
der Schuldenkonsolidierung
-734 242
- Zahlungen für Ertragsteuern sowie Veränderung
latenter Steuern
-7.251 -4.662
Cash-Flow aus dem operativen Bereich 57.668 45.854
+/- Veränderungen aus Abgängen von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
276 104
+/- Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 12 0
- Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
-16.259 -13.544
- Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und Wertpapieren
des Umlaufvermögens
-5 0
-/+ Zunahme / Abnahme der langfristigen Forderungen 14 -944
Cash-Flow aus dem Investitionsbereich -15.962 -14.385
-
-
+
Dividendenzahlung an Aktionäre
Dividendenzahlung an Minderheitsgesellschafter
Kapitalerhöhung und Verkauf eigener Aktien
+/- Zahlungsströme aus dem Erwerb eigener Aktien
+/- Zunahme / Abnahme der Finanzverbindlichkeiten
-1.914
-1.234
42.638
-274
0
-1.165
-233
0
-1.059
-15.202
Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich 39.216 -17.659
Cash-Flow gesamt 80.921 13.811
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 29.171 15.132
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den
Finanzmittelbestand
-780 228
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Fondsveränderung
109.312
80.921
29.171
13.811

Konzern-Eigenkapitalveränderung

Den Anteilseignern der DO & CO AG zurechenbarer Anteil
Übriges kum. Ergebnis
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Währungs
differenzen
ausländ. Tochter
unternehmen
Auswirkungen
Net Invest
ment
Latente
Steuer
Eigene
Anteile
Summe Anteile
anderer
Gesell
schafter
Eigenkapital
Stand per 31. März 2009 15.590 34.464 23.124 2.084 -120 -8.720 2.338 -162 68.598 12.075 80.672
Dividendenauszahlungen 2008/2009 -1.165 -1.165 -233 -1.398
Ergebnisvortrag 2008/2009 919 -919 0 0
Gesamtergebnis 9.659 624 373 -131 10.524 4.600 15.124
Veränderung eigener Anteile -1.059 -1.059 -1.059
Stand per 31. März 2010 15.590 34.464 24.043 9.659 503 -8.346 2.207 -1.221 76.898 16.442 93.340
Stand per 31. März 2010 15.590 34.464 24.043 9.659 503 -8.346 2.207 -1.221 76.898 16.442 93.340
Dividendenauszahlungen 2009/2010 -1.914 -1.914 -1.234 -3.148
Kapitalerhöhung und Verkauf eigener Aktien 3.898 40.075 43.973 43.973
Eigenkapitaltransaktionskosten -3.937 -3.937 -3.937
Ergebnisvortrag 2009/2010 7.745 -7.745 0 0
Gesamtergebnis 15.428 -557 -890 156 14.137 5.458 19.595
Veränderung eigener Anteile 1.221 1.221 1.221
Stand per 31. März 2011 19.488 70.602 31.787 15.428 -53 -9.237 2.363 0 130.378 20.665 151.044

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in TEUR Geschäftsjahr
2010/2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Ergebnis nach Ertragsteuern 22.397 13.119
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung
Auswirkungen des Net Investment Approach
Ertragsteuern auf andere erfasste Erträge und Aufwendungen
-2.067
-890
156
1.764
373
-131
Übriges kumuliertes Ergebnis der Periode nach Steuern -2.802 2.006
Gesamtergebnis der Periode
Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis
19.595
5.458
15.124
4.600
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Gesamtergebnis 14.137 10.524

Beteiligungsgesellschaften

der DO & CO Restaurants & Catering AG per 31. März 2011

Gesellschaft Land Beteiligung in % 1
Obergesellschaft
Währung Nominalkapital in
THW2
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH
Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien A 100,0 DINV EUR 36
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCAG EUR 36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 799 4)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
Cafe-Restaurant & Catering im Casino Wien GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A 90,0 DCCC EUR 35
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 150 3)
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCCC EUR 800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR 25
DO & CO München GmbH Schwaig/Oberding D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Lounge GmbH Frankfurt D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Italy S.r.l. Vizzola Ticino I 100,0 DCAG EUR 1.275
DO & CO Restauración & Catering Espana, S.L. Barcelona E 100,0 DINV EUR 3
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 30 6)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 0 6)
Total Inflight Solution GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO Museum Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA 100,0 DINV USD 100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO New York Catering, Inc.
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda
New York
Lissabon
USA
P
100,0
100,0
DHOL
DINV
USD
EUR
1
5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul TK 100,0 DINV TL 750
THY DO&CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK 50,0 DIST TL 30.000
DO & CO Event Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF 100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich CH 100,0 DINV CHF 100
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR 63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DEMEL New York Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR 36
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR 36
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 1 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 1 8)
ISS Ground Services GmbH Wien A 49,0 DTIS EUR 218 9)
Fortnum & Mason Events Ltd. London GB 50,0 DLHR GBP 0

1) DCAG = DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft

DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc.

DINV = DO & CO International Investments Ltd.

  • DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
  • DSKY = Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH
  • DIST = DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.

DTIS = Total Inflight Solution GmbH

DLHR = DO & CO Event & Airline Catering Ltd.

2) THW = Tausend Heimatwährung

3) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

  • 4) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
  • 5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

6) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP. 7) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK.

8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL.

9) per 31. Dezember 2010

Konzernanhang 2010/2011

Der Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2011 wurde in Anwendung der Bestimmung des § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

I. Allgemeine Erläuterungen

I.1. Grundlagen

I.1.1. Allgemein

Die DO & CO Restaurants & Catering AG ist ein international tätiger Cateringkonzern mit Sitz in Wien. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die folgenden drei Bereiche: Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel.

Die Jahres- bzw. (Zwischen-)Abschlüsse der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden, sofern diese nicht bereits nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtig waren und nicht hinsichtlich der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die ordnungsgemäße Aufstellung der Jahres- bzw. (Zwischen-)Abschlüsse aller einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgte unter Beachtung der für das Geschäftsjahr 2010/2011 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und unter Anwendung der konzerneinheitlich vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Muttergesellschaft.

Der Konzernabschluss entspricht den für das Geschäftsjahr 2010/2011 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Vom IASB verabschiedete neue Standards werden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet, soweit sie bis zum 31. März 2011 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, und wirken sich auf den Konzernabschluss der DO & CO – Gruppe wie folgt aus:

Die seit diesem Geschäftsjahr (2010/2011) verpflichtend anzuwendenden Regelungen der IFRS 1 revised (Erstmalige Anwendung der IFRS), IFRS 2 (Barerfüllte anteilsbasierte Vergütung), IFRS 3 revised (Unternehmenszusammenschlüsse - umfassende Überarbeitung hinsichtlich der Anwendung der Erwerbsmethode) mit den damit zusammenhängenden Folgeänderungen der IAS 27, 28 und 31, von IAS 32 (Klassifizierung von Bezugsrechten), den Ergänzungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente, Eingebettete Derivative), sowie die Verbesserung zu den IFRS 2009 (1.1.2010) hatten für den Konzern keine oder nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Auswirkungen auf die Konzernrechnungslegung der erstmaligen Anwendung von IAS 24 revised (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen) ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 sind noch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmbar bzw. haben für den Konzern nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Vorschriften des ab diesem Geschäftsjahr (2010/2011) verpflichtend anzuwendenden IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten von Kunden) sowie der ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 geltenden IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente) und Ergänzungen zu IFRIC 14 (Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes) beziehen sich auf Sachverhalte, die die DO & CO – Gruppe nicht betreffen.

I.2. Konsolidierungsgrundsätze

I.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgte nach den Grundsätzen des IAS 27 (Consolidated Financial Statements). Dementsprechend wurden in den Konzernabschluss zum 31. März 2011 neben der DO & CO Restaurants & Catering AG 19 inländische und 22 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält. An einer inländischen vollkonsolidierten Gesellschaft besitzt der Konzern 90 % der Anteile. Eine ausländische Gesellschaft, welche im Ausmaß von 50 % im Eigentum des Konzerns steht, wird auf Grund des Vorliegens von beherrschendem Einfluss vollkonsolidiert.

Eine ausländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 50 %-ige Beteiligung hält und eine gemeinschaftliche Leitung vorliegt (assoziiertes Unternehmen), wurde, wie zwei weitere ausländische Gesellschaften, an der die Gesellschaft mittelbar jeweils eine 40 %-ige Beteiligung hält, sowie eine inländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 49 %-ige Beteiligung hält, nach der Equity-Methode bilanziert.

Der Konsolidierungskreis (einschließlich der DO & CO Restaurants & Catering AG) hat sich im Geschäftsjahr 2010/2011 um die Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. und die Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. (Restaurant "Kervansaray") erweitert. Beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert. Der Kaufpreis der beiden vollkonsolidierten Gesellschaften belief sich auf TEUR 136 und die aktiven Unterschiedsbeträge betrugen TEUR 197. Die Transaktion wurde per 18. März 2011 abgeschlossen. Beide Gesellschaften wurden per 31. März 2011 in den Konzernabschluss einbezogen.

Zudem wurde im Wirtschaftsjahr 2010/2011 die at-equity konsolidierte Fortnum & Mason Events Ltd. in den Konzernabschluss einbezogen.

I.2.2. Konsolidierungsmethoden

Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. April 1997, zum späteren Erwerbszeitpunkt bzw. zum zeitnahen Bilanzstichtag vorgenommen, sofern die Auswirkungen gegenüber dem Zeitpunkt des Erwerbes von untergeordneter Bedeutung waren. Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgte auf Grundlage der Erwerbsmethode. Dabei wurde den Anschaffungskosten das neu bewertete Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt ("purchase method"). Aktive Unterschiedsbeträge wurden, soweit sie nicht den neu bewerteten Vermögenswerten zugerechnet werden konnten, als Firmenwert ausgewiesen. Gemäß dem Standard IFRS 3 (Business Combinations) werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment - Test) und nur im Falle einer Wertminderung abgeschrieben.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei bei unwesentlichen Auswirkungen auf das anteilig übernommene Jahresergebnis die nationalen Bewertungsmethoden beibehalten wurden.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Weiters wurden Umsatzerlöse und andere Erträge (überwiegend aus Lieferungen und Leistungen) zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen wurden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung waren. Abzinsungen und andere einseitig ergebniswirksame Buchungen wurden im Konzernabschluss berichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

I.2.3. Geschäftssegmente

DO & CO steuert die Geschäftstätigkeit nach divisionalen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt gemäß IFRS 8 ("Management Approach") und folgt den internen Berichten an den Vorstand als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (key operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

DO & CO hat Kunden, deren Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt. Umsätze mit diesen Kunden sind in allen Divisionen enthalten und belaufen sich insgesamt auf weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

I.2.4. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Zwischenabschlüsse der ausländischen Gesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung entsprechend den Vorgaben des IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates). Die funktionale Währung ist, mit Ausnahme von zwei britischen Gesellschaften, bei den ausländischen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Tochtergesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben.

Die Jahresabschlüsse von acht ausländischen Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb des Gemeinschaftsgebietes der Staaten der Europäischen Union bzw. von zwei Tochtergesellschaften mit Sitz in Großbritannien wurden nach den Grundsätzen des modifizierten Stichtagskursverfahrens umgerechnet. Die Bilanzposten wurden mit dem Stichtagsmittelkurs zum 31. März 2011 bewertet, in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Stichtagsumrechnungsdifferenzen aus der Bilanz wurden ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Währungsumrechungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Eigenkapital verrechnet, wobei im Berichtsjahr ergebnisneutral insgesamt aktive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von TEUR 2.558 in das Eigenkapital eingestellt wurden.

Die Bewegungen im Anlagevermögen wurden zu Durchschnittskursen dargestellt. Veränderungen des Devisenmittelkurses zum Bilanzstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnittskursen entstanden sind, wurden im Konzernanlagenspiegel als "Währungsänderungen" gesondert ausgewiesen.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einem Anteil an einem verbundenen Unternehmen zuzurechnen sind, wie insbesondere Ausleihungen aus gegebenen Darlehen an türkische, britische und amerikanische Tochtergesellschaften, wurden ergebnisneutral in einen Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt und im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs kum. Durchschnittskurs
in EUR 31. März 2011 31. März 2010 31. März 2011 31. März 2010
1 US-Dollar 0,703878 0,741895 0,755327 0,707613
1 Britisches Pfund 1,131606 1,123848 1,174700 1,131805
1 Türkische Lira 0,455643 0,487520 0,493723 0,466356
1 Schweizer Franken 0,768935 0,700476 0,753304 0,668309

I.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum vorjährigen Konzernabschluss unverändert beibehalten.

Immaterielles Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag (höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes) unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung gem. IAS 36 erfasst.

Die Anschaffungskosten von Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen entstehen, werden im Erwerbszeitpunkt als Überschuss der Ausgaben für den Erwerb über den Fair Value der erworbenen Vermögenswerte abzüglich der Schulden und Eventualverbindlichkeiten bewertet.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrages jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf Wertminderung geprüft ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten möglichen Ebene, die selbständig Zahlungsströme generiert, gebildet. Dieser Werthaltigkeitstest wird jährlich oder bei Vorliegen von Anzeichen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert ist, durchgeführt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, dann ist der Firmenwert um den Differenzbetrag abzuschreiben. Eine Zuschreibung in Folgejahren, bei Wegfall des Grundes der Wertminderung, ist nicht zulässig. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwertes, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung der Buchwerte der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch Berechnung des Nutzwertes nach der Discounted Cash-Flow (DCF) Methode ermittelt. Diese Berechnung basiert auf vom Management genehmigten Finanzplänen für fünf Jahre und einer ewigen Rente. Die Abzinsungsfaktoren richten sich nach den durchschnittlich gewogenen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital"). Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurde ein WACC von 8 % herangezogen.

Beim Verkauf von Beteiligungen werden zuordenbare Firmenwerte anteilig erfolgswirksam ausgebucht.

Die aus der Kapitalkonsolidierung fortgeschriebenen Unterschiedsbeträge ergaben sich zum 31. März 2011 wie folgt:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Im Anlagevermögen aktivierte Firmenwerte 4.056 4.056

Wertminderungen des Firmenwertes gemäß IAS 36 wurden im Berichtjahr keine vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, abzüglich von planmäßig verteilten Abschreibungen bzw. von vorgenommenen und fortgeführten Wertminderungen, bewertet. Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und die Barwerte der künftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, werden gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert wertgemindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Für Zugänge in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde die volle Jahresabschreibung, für Zugänge nach dem 30. September 2010 die halbe Jahresabschreibung verrechnet bzw. wurden Abschreibungen pro rata temporis angesetzt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Anlagevermögens lagen unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen bzw. technischen Nutzungsmöglichkeiten überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

a) Immaterielle Vermögenswerte 2,0 bis 25,0 Jahre
b) Grundstücke und Bauten 25,0 und 40,0 Jahre
c) Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 10,0 Jahre
d) Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 10,0 Jahre
e) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Geringwertige Vermögenswerte wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten im Jahr des Zugangs jeweils auf einen Merkposten abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Vermögenswerte überwiegend nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren als Abgang dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand und Baukostenzuschüsse Dritter (Investitionszuschüsse) wurden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des geförderten Vermögenswertes ergebniswirksam aufgelöst.

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen waren und bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die sich aus dem Eigentum an einem Vermögenswert ergeben, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), wurden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leases) mit dem Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden abgezinst und unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu den Anschaffungskosten. Der Buchwert der ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr EUR 0,00.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bewertet.

Die Wertpapiere werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit aktuellen beizulegenden Werten basierend auf Börsenotierungen bewertet. Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Vorräte

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte überwiegend nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Die mengenmäßige Erfassung erfolgte durch eine zeitnahe körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag.

Liefer- und sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen vorgenommen wurden und der niedrigere beizulegende Wert anzuwenden war. Zinsenlose oder nicht verzinste langfristige Forderungen wurden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften wurden mit dem Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Kurzfristiges Finanzvermögen

Das kurzfristige Finanzvermögen (Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten) wurde unter den liquiden Mitteln ausgewiesen und im Falle von Fremdwährungsbeständen mit den Tageswerten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Übereinstimmung mit IAS 12 (Income Taxes) für alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und der Steuerbilanz eingestellt. Die Abgrenzungen wurden unter Beachtung des landesüblichen Ertragsteuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens zum Zeitpunkt der Umkehr der Wertdifferenz ermittelt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden in dem Umfang angesetzt, in dem mit einer zukünftigen Verwertung derselben innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes gerechnet werden kann.

Rechnungsabgrenzungen

Rechnungsabgrenzungen wurden unter den sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es handelte sich hierbei um Ausgaben oder Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind.

Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern österreichischer Konzerngesellschaften zur Entrichtung einer einmaligen Abfertigung im Kündigungsfall oder zum Zeitpunkt des Pensionsantrittes erfolgte nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Benefit-Obligation Method"). Dabei wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,25% p.a. (VJ: 5,0 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 3,5 % p.a. (VJ: 3,0 % p.a.) bei einem angenommenen Pensionsantrittsalter von 60 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern ermittelt.

Für in österreichischen Gesellschaften beschäftigte Dienstnehmer wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen als abfertigungsähnliche Verpflichtung passiviert. Die Berechnung derselben erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Rückstellungen wurden unter Ansatz eines altersabhängigen Fluktuationsabschlages passiviert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden unverändert zu den Vorjahren sofort im Jahr des Entstehens ergebniswirksam im Personalaufwand verrechnet. Leistungsorientierte Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden rückgestellt, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen.

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgt unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 10,00 % p.a. (VJ: 14,25 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 6,50 % p.a. (VJ: 11,00%).

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen aus der einem ehemaligen Mitarbeiter eingeräumten Pensionszusage erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen der österreichischen Konzerngesellschaften.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen wurden für alle rechtlichen oder tatsächlichen Verpflichtungen gegenüber Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses angesetzt, wenn es wahrscheinlich war, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Die Rückstellungen wurden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden konnte.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag.

Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die in der Zukunft tatsächlich zu realisierenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Kundenverträgen und Sachanlagen und in den Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen und Fluktuationsraten bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen, Abfertigungsansprüchen und ähnlichen Ansprüchen. Weiters erfolgt die Beurteilung über die Realisierbarkeit von latenten Steuern durch die Einschätzung des Managements, ob eine Verwertbarkeit aller latenten Steuern gegeben ist.

Vor allem bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und sonstigem Anlagevermögen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die erwarteten abgezinsten Nettogeldflüsse und Kapitalkostensätze getroffen. Diese Schätzungen werden aufgrund von Erfahrungswerten und unter der Prämisse der Unternehmensfortführung und nach bestem Wissen vorgenommen. Die verbleibende Unsicherheit wird somit in angemessener Weise berücksichtigt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Änderungen von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Es kam im Geschäftsjahr zu keinen Änderungen der Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

II.1. Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Immaterielle Vermögenswerte 19.922 25.352
Sachanlagen 58.830 59.143
Finanzanlagen 1.850 1.645
Summe 80.601 86.140

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2010/2011 sowie im Vorjahr sind im beiliegenden Konzern-Anlagespiegel angegeben. Als Währungsänderungen sind jene Beträge ausgewiesen, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte der ausländischen Tochtergesellschaften mit den unterschiedlichen Bilanzstichtagskursen zu Jahresbeginn und Jahresende und durch die Verwendung des Durchschnittskurses für unterjährige Bewegungen resultierten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde Airline Catering Equipment mit einem Buchwert von TEUR 884 in einer türkischen Tochtergesellschaft vom Anlagevermögen in die Vorräte umgegliedert.

Als immaterielle Vermögenswerte wurden zum Bilanzstichtag ausschließlich Firmenwerte und sonstige Rechte, wie insbesondere Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte, sowie Softwarelizenzen ausgewiesen. Aktivierbare selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen im Konzern nicht vor.

Der Grundwert der im Sachanlagevermögen erfassten Grundstücke beträgt TEUR 641 (VJ: TEUR 675).

Das Bestellobligo zum 31. März 2011 für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt TEUR 9.381 (VJ: TEUR 1.119).

Im Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurden aufgrund von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen folgende Beträge berücksichtigt:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Anschaffungskosten 2.299 2.299
Kumulierte Abschreibung 2.299 2.299
Buchwert 0 0

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen resultierten aus Miet- oder Leasingverträgen für bewegliche Vermögenswerte sowie aus Miet- und Pachtverträgen für Immobilien wie folgt:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
im folgenden Geschäftsjahr 25.275 20.822
in den folgenden fünf Geschäftsjahren 125.162 104.720

Darüber hinaus besteht aufgrund eines langfristigen Mietvertrages (Kündigungsverzicht bis 2024) eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 84.001 (VJ: TEUR 91.423).

Im Posten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Festwerte in Höhe von TEUR 981 (VJ: TEUR 956) für Geschirr, Besteck, Tischwäsche und Gebinde enthalten. Die Festwerte wurden überwiegend bei den Gesellschaften aktiviert, welche Umsätze aus dem Bereich Restaurants, Lounges & Hotel erzielten.

Finanzanlagen

Die assoziierten Unternehmen sind zur Gänze at-equity bilanziert und haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4. 1.432 1.322
Gewinnausschüttung -262 -47
Anteilige Periodenergebnisse 462 157
Summe 1.632 1.432

Der Bilanzansatz der assoziierten Unternehmen, welche sämtlich nicht-börsennotierte Gesellschaften sind, ergibt sich aus nachfolgender Aufstellung:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2010/2011 2009/2010
Sky Gourmet Malta Ltd. 166 109
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. 130 97
ISS Ground Services GmbH 1.366 1.226
Fortnum & Mason Events Ltd. -30 0
Summe 1.632 1.432

Die sonstigen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kurswerten bewertet.

(2) Übriges langfristiges Vermögen

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.277 1.770
Summe 3.277 1.770

Das übrige langfristige Vermögen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften umfasste im Wesentlichen die aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres zum 31. März 2011 langfristigen Charakter darstellenden aktivierten Ertragsteuervorauszahlungen der DO & CO Restaurants & Catering AG sowie geleistete Kautionen für angemietete Räumlichkeiten.

(3) Vorräte

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.953 4.931
Waren 7.482 5.402
Summe 13.436 10.333

Im Posten Waren wurden mit TEUR 2.390 (VJ: TEUR 2.427) Festwerte für Geschirr, Besteck, Tischwäsche, Servierbehelfe und Gebinde sowie sonstige Arbeitsbehelfe unter Berücksichtigung des zukünftigen Nutzens erfasst.

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen

Die Zusammensetzung des kurzfristigen Umlaufvermögens mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zeigte sich wie folgt:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.870 31.213
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
784 697
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9.275 12.653
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.250 676
Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie
sonstiges kurzfristiges Vermögen
11.308 14.026
Summe 43.178 45.239

Die Wertberichtigungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für allfällige Ausfallsrisiken sowie für Zinsverluste stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
IN TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4. 1.498 1.663
Zuführung 301 551
Umgliederung / Währungsänderung -5 12
Verbrauch -173 -569
Auflösung -281 -159
Summe 1.340 1.498

Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

IN TEUR 31.März 2011 31.März 2010
noch nicht fällig 23.107 20.480
weniger als 20 Tage 2.584 4.239
mehr als 20 Tage aber weniger als 40 Tage überfällig 2.851 2.688
mehr als 40 Tage aber weniger als 80 Tage überfällig 1.240 1.897
mehr als 80 Tage überfällig 1.431 1.419
Summe 31.212 30.723

Die Wertberichtigung zu den sonstigen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
IN TEUR 2010/2011 2009/2010
Stand 1.4. 130 86
Zuführung 0 48
Verbrauch 0 -4
Auflösung 0 0
Summe 130 130

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2011 in Höhe von TEUR 11.025 (VJ: TEUR 7.841) Forderungen gegenüber einzelnen Kunden enthalten, die zum Stichtag 31. März 2011 mehr als 20 % der insgesamt ausstehenden Forderungen betragen. Diese Forderungen sind bis Mitte Mai 2011 fast zur Gänze beglichen. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag schließen lassen.

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind in Höhe von TEUR 6.520 (VJ: TEUR 9.679) Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden enthalten, die laufend gutgeschrieben werden. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag schließen lassen.

(5) Liquide Mittel

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Kassabestände, erhaltene Schecks 242 888
Guthaben bei Kreditinstituten 109.071 28.282
Summe 109.312 29.171

Die durchschnittliche Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten betrug im Geschäftsjahr 2010/2011 3,2 % (VJ: 1,1 %).

(6) Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultierten aus folgenden zeitlich begrenzten Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
Finanzanlagen
Vorräte
Forderungen
Konsolidierungsbuchungen
Rückstellungen
9
565
0
0
139
2.363
5.746
-2.648
-1.391
-1.177
-25
-26
0
-200
16
332
0
9
107
2.280
4.720
-2.711
-1.019
-931
0
-44
0
-3
Verbindlichkeiten 1.071 0 198 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -26 0 -21
Summe aus Bilanzabweichungen 9.892 -5.491 7.662 -4.730
Steuerliche Verlustvorträge
Bewertungsabweichung für aktive latente
Steuern
Aufrechnung von Bestandsdifferenzen
gegenüber der selben Steuerbehörde
5.860
-7.716
-5.242
0
0
5.242
6.047
-6.040
-4.553
0
0
4.553
Summe 2.794 -249 3.116 -176

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden für aktive Bestandsdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.716 (VJ: TEUR 6.040) keine latenten Steuern aktiviert, da die Realisierung dieser latenten Steueransprüche in Form künftiger Steuerentlastungen noch nicht ausreichend gesichert ist.

(7) Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital für die Geschäftsjahre 2010/2011 und 2009/2010 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Grundkapital 19.488 15.590
Kapitalrücklagen 70.602 34.464
Gewinnrücklagen 31.787 24.043
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -6.927 -5.636
Eigene Anteile 0 -1.221
Konzernergebnis 15.428 9.659
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 130.379 76.898
Anteile anderer Gesellschafter 20.665 16.442
Summe Eigenkapital 151.044 93.340

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde durch eine Kapitalerhöhung die Anzahl der ausgegebenen Aktien der DO & CO Restaurants & Catering AG von 7.795.200 auf 9.744.000 lautende Stückaktien mit Stimmrecht erhöht.

Die Handelsaufnahme der neuen Aktien an der Istanbuler und Wiener Börse war der 2. Dezember 2010. Der Bezugspreis wurde mit EUR 21,90 festgesetzt. Im Zuge der Kapitalerhöhung haben die beiden Kernaktionäre, die Attila Dogudan Privatstiftung und die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH, insgesamt 1.009.348 Aktien verkauft. Durch diese Transaktion erhöhte sich der Streubesitz auf 47,05 %.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 30. Juni 2012 um bis zu weitere EUR 3.897.600 durch Ausgabe von bis zu 1.948.800 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingtes Kapital).

Das am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde am 23. September 2010 beendet. Insgesamt wurden im Rahmen dessen 147.078 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %. Diese eigenen Aktien wurden im Zuge der Kapitalerhöhung veräußert.

Die Aktie der DO & CO Restaurants & Catering AG notiert seit 19. März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse. Die Attila Dogudan Privatstiftung ist mit 40,95 % (VJ: 55,34 %) Hauptaktionär der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 12,00 % (VJ: 25,17 %). Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (die Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den jeweiligen Bilanzstichtag).

In den Gewinnrücklagen sind neben den Reserven aus thesaurierten Gewinnen die Gewinnrücklagen in Höhe der in österreichischen Einzelabschlüssen in Anspruch genommenen steuerlichen Investitionsbegünstigungen ausgewiesen, wobei eine auf diese unversteuerten Rücklagen entfallende latente Steuerrückstellung unterlassen wurde. Darüber hinaus beinhalten diese neben gesetzlichen Gewinnrücklagen einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen.

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die direkt bestehenden Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. in der Höhe von 50 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis des Minderheitenanteils von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

(8) Langfristige Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der langfristigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag ergab sich wie folgt:

in TEUR Stand per
31. März 2010
Währungs
änderungen
Veränderung
Konsoli
dierungskreis
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
31. März 2011
Abfertigungsrückstellungen PBO 11.863 -431 45 633 0 1.788 12.631
Pensionsrückstellungen PBO 549 0 0 61 0 63 551
Jubiläumsgeldrückstellungen PBO 3.185 0 49 212 84 616 3.555
Latente Steuerrückstellungen 176 -105 27 201 0 351 249
Sonstige Rückstellungen 1.032 2 0 83 876 0 76
Summe 16.805 -534 121 1.190 960 2.818 17.062

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder in den österreichischen Konzerngesellschaften wurden zum Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Projected-Benefit-Obligation Methode ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes in Höhe von 5,25 % (VJ: 5,0 %), von Bezugserhöhungen in Höhe von 3,5 % (VJ: 3,0 %) und von Rentensteigerungen in Höhe von 3,5 % (VJ: 3,0 %).

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgte unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 10,0 % (VJ: 14,25 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 6,5 % (VJ: 11,0 %).

in TEUR Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010 2010 / 2011 2009 / 2010
Barwert der Verpflichtungen (PBO) am
1. April
11.863 9.744 549 534 3.185 2.824
Währungsänderungen -331 388 0 0 0 0
Konsolidierungskreisänderung 54 0 0 0 44 0
Dienstzeitaufwand* 1.888 2.339 0 0 419 393
Zinsaufwand* 470 543 26 30 144 151
Abfertigungs-/ Jubiläumsgeldzahlungen -1.536 -2.001 -59 -59 -176 -209
Versicherungstechnisches Ergebnis* 223 850 35 44 -61 26
Barwert der Verpflichtungen (PBO) per
31. März
12.631 11.863 551 549 3.555 3.185
* Diese Positionen sind im

Personalaufwand erfasst

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unverändert im Entstehungsjahr ergebniswirksam berücksichtigt.

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen umfassten zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Prozessrisiken sowie Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen.

(9) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Sonstige Verbindlichkeiten 0 257
Summe 0 257

(10) Kurzfristige sonstige Rückstellungen

in TEUR Stand per
31. März 2010
Währungs
änderungen
Veränderung
Konsoli
dierungskreis
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
31. März 2011
Steuerrückstellungen 5.553 -120 0 2.400 9 3.724 6.747
Sonstige Personalrückstellungen 10.558 -100 47 9.318 212 11.363 12.337
Noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 1.778 -55 3 1.493 195 3.913 3.951
Sonstige Rückstellungen 18.296 -773 4 3.184 3.268 9.167 20.242
Summe 36.185 -1.049 54 16.395 3.685 28.166 43.278

Die Vorsorgen für Personalaufwendungen umfassten im Wesentlichen die Rückstellungen für anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von TEUR 1.692 (VJ: TEUR 1.676), Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag noch nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 6.623 (VJ: TEUR 5.878) sowie andere Rückstellungen für leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von TEUR 3.533 (VJ: TEUR 2.781). Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen um Periodenabgrenzungen.

(11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.374 21.625
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 321 350
Sonstige Verbindlichkeiten 9.372 7.054
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.148 151
Summe übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.841 7.555
Summe 41.215 29.180

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr resultierten aus Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden aus Umsatzsteuern und anderen vom Entgelt abhängigen Abgaben, aus Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern in Höhe der laufenden Entgeltzahlungen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

in TEUR 31. März 2011 31. März 2010
Garantien 11.963 12.659

Bei den ausgewiesenen Beträgen handelt es sich unverändert zum Vorjahr um Liefergarantien aus der Türkei und um Bankgarantien zur Sicherstellung von Ansprüchen aus Mietverhältnissen sowie zur Sicherstellung von Abgabenrückzahlungen der italienischen Finanzbehörde.

II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

(12) Umsatzerlöse

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Airline Catering 327.178 258.555
International Event Catering 36.647 33.996
Restaurants, Lounges & Hotel 62.244 60.192
Summe 426.068 352.744

(13) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Buchgewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen 138 99
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.635 3.408
Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 281 159
Versicherungsvergütungen 163 59
Mieterträge 174 218
Kursdifferenzen 2.327 2.441
Übrige sonstige betriebliche Erträge 2.577 3.521
Summe 10.296 9.905

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 391 resultierte unter anderem aus höheren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozessrisiken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von TEUR 3.046 (VJ: TEUR 2.185) ausgewiesen.

(14) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) 149.674 119.726
Aufwand für bezogene Leistungen 28.074 20.676
Summe 177.749 140.403

(15) Personalaufwand

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Löhne und Gehälter 106.823 92.850
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
3.168 4.354
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
21.080 18.685
Sonstige Sozialaufwendungen 5.043 3.863
Summe 136.114 119.752

Im Rahmen einer beitragsorientierten Mitarbeitervorsorge zahlt die DO & CO Gruppe festgelegte Beiträge in Höhe von TEUR 586 (VJ: TEUR 476) an Mitarbeitervorsorgekassen ein. Die Verpflichtung der DO & CO Gruppe ist durch Zahlung der Beiträge erfüllt.

(16) Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Geschäftsjahr
2010 / 2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Planmäßige Abschreibungen 17.524 17.040
Wertminderungen von Sachanlagen 0 421
Summe 17.524 17.460

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr
2010 / 2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag
fallen
1.277 1.000
Mieten, Pachten und Betriebskosten
(inkl. Airportabgaben)
43.335 37.841
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand 6.836 5.319
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen 9.534 8.353
Versicherungen 833 893
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 3.241 3.001
Werbeaufwand 844 594
Sonstiger Personalaufwand 594 357
Übriger sonstiger betrieblicher Aufwand 3.969 2.765
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige Schadensfälle 529 1.850
Kursdifferenzen 3.046 2.185
Buchverluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen 341 473
Sonstiger Verwaltungsaufwand 2.278 1.837
Summe 76.658 66.467

Der Anstieg der Mieten resultiert zum einen aus höheren umsatzabhängigen Flughafengebühren und zum anderen aus gestiegenen Aufwendungen für bestehende und im Geschäftsjahr neu angemietete Flächen.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerkes des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse im Berichtsjahr TEUR 515 sowie TEUR 425 für andere Beratungsleistungen.

(18) Finanzergebnis

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Beteiligungsergebnis
Ergebnis aus Beteiligungen 462 157
davon aus assoziierten Unternehmen 462 157
Summe Beteiligungsergebnis 462 157
Sonstiges Finanzergebnis
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens 5 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.121 726
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -60 -194
Summe sonstiges Finanzergebnis 2.066 533
Summe 2.528 690

(19) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010 / 2011 2009 / 2010
Ertragsteueraufwand 7.791 5.891
davon aperiodisch -1 -14
Latente Steuern 660 247
Summe 8.452 6.138

Als Ertragsteuern wurden sowohl die von der DO & CO Restaurants & Catering AG und ihren Tochtergesellschaften entrichteten bzw. geschuldeten einkommensabhängigen Steuern sowie die latenten Steuerabgrenzungen erfasst.

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des gesamten Steueraufwandes zum Ergebnis vor Steuern beträgt 27,4 % (VJ: 31,9 %). Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem für das Geschäftsjahr 2010/2011 anzuwendenden Körperschaftsteuersatz von 25 % (VJ: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote ergaben sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr
2010 / 2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 30.848 19.257
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von
25 % (VJ: 25 %)
7.712 4.814
Nicht temporäre Differenzen sowie Steueraufwendungen bzw. Steuererträge und
-aufwendungen aus Vorperioden
721 446
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern sowie Verluste, auf
die keine latenten Steuern aktiviert wurden
1.025 1.310
Steuersatzänderungen und -differenzen -1.006 -432
Effektivsteuerbelastung 8.452 6.138
Effektivsteuersatz in % 27,4 31,9

(20) Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis

Die Anteile von Konzernfremden am Jahresgewinn von vollkonsolidierten Gesellschaften mit Minderheitenanteilen beliefen sich auf TEUR 6.969 (VJ: TEUR 3.460).

III. Sonstige Angaben

(21) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2011 beträgt 9.744.000 Stück (VJ: 7.795.200 Stück). Das am 14. Oktober 2008 beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde am 23. September 2010 beendet. Insgesamt wurden im Rahmen dessen 147.078 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,89 %. Diese eigenen Aktien wurden im Zuge der Kapitalerhöhung veräußert.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2010/2011 2009 / 2010
Anzahl der Aktien (in Stk) 9.744.000 7.663.460
Gewichtete Aktien (in Stk) 8.350.246 7.725.246
Ergebnis je Aktie 1,85 1,25

Das Ergebnis je Aktie auf Basis des Konzernergebnisses von TEUR 15.428 (VJ: TEUR 9.659) beträgt EUR 1,85 (VJ: EUR 1,25).

(22) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2011 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.410.400,00 aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von EUR 0,35 je dividendenberechtigter Aktie.

(23) Konzern-Geldflussrechnung (Cash-Flow Statement)

Die Darstellung der Geldflussrechnung erfolgte nach der indirekten Methode, wobei der Fonds der liquiden Mittel den Kassenbeständen, Schecks und den Bankguthaben entspricht. Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cash-Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen. Zinsenein- und -auszahlungen wurden ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenzahlungen an Aktionäre der DO & CO Restaurants & Catering AG wurden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Eine Erläuterung der Konzern-Geldflussrechnung befindet sich im Konzernlagebericht.

(24) Finanzinstrumente und Risikobericht

Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values (Zeitwerte) stellt sich, unterteilt in die Kategorien Kredite und Forderungen (KuF), Finanzielle Schulden (FS), Zur Veräußerung verfügbar (ZVF), Bis zur Endfälligkeit gehalten (BZEG) sowie Fair Value erfolgswirksam (FVE) wie folgt dar:

Aktiva in TEUR 31.3.2011
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2011
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2011
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Finanzanlagen 1.850 1.632 218 218 FV 0 218 0 0
Übriges langfristiges Vermögen 3.277 2.126 1.151 1.151 AK 1.151 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.870 0 31.870 31.870 AK 31.870 0 0 0
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 784 0 784 784 AK 784 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenwerte 9.275 7.813 1.462 1.462 AK 1.462 0 0 0
Liquide Mittel 109.312 0 109.312 109.312 AK 109.312 0 0 0
Summe 156.368 11.570 144.798 144.798 144.579 218 0 0
Passiva in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.374 0 30.374 30.374 AK 30.374 0 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.841 9.944 896 896 AK 896 0 0 0
Summe 41.215 9.944 31.271 31.271 31.271 0 0 0
31.3.2010 31.3.2010
31.3.2010
Buchwert
Kein Finanz
instrument
Buchwert der
Finanz
instrumente
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Aktiva in TEUR
Finanzanlagen 1.645 1.432 214 214 FV 0 214 0 0
Übriges langfristiges Vermögen 1.770 605 1.165 1.165 AK 1.165 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.213 0 31.213 31.213 AK 31.213 0 0 0
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 697 0 697 697 AK 697 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenwerte 12.653 10.821 1.831 1.831 AK 1.831 0 0 0
Liquide Mittel 29.171 0 29.171 29.171 AK 29.171 0 0 0
Summe 77.149 12.858 64.291 64.291 64.077 214 0 0
Passiva in TEUR
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 257 0 257 257 AK 257 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.625 0 21.625 21.625 AK 21.625 0 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.555 5.317 2.238 2.238 AK 2.238 0 0 0

Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten nach den Kategorien gemäß IAS 39 resultiert in 2010/2011 und 2009/2010 aus Zinsen und enthält keine Folgebewertungen.

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Die gemäß IAS 39 durchgeführte Sensitivitätsanalyse unter Berücksichtigung der Transaktionsund Translationsrisiken zeigt folgende Ergebnisveränderungen (EGT) unter Annahme von Wechselkursschwankungen bezogen auf den Stichtagskurs und den Jahresdurchschnittskurs der wichtigsten Fremdwährungen (Aufwertung der Fremdwährung):

Wechselkursänderung EUR zu USD um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 562 (VJ: TEUR 523) Wechselkursänderung EUR zu GBP um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 348 (VJ: TEUR 216) Wechselkursänderung EUR zu TRY um 5 % hätte einen Effekt von TEUR -687 (VJ: TEUR: 340)

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle wesentlichen österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko der DO & CO Gruppe ist aufgrund der geringen Verbindlichkeiten begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Bonitätsrisiko

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Es wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht so ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Die auf der Aktivseite ausgewiesenen und um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Forderungen stellen das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da die Bonität bestehender und neuer Kunden laufend überprüft wird, kann das Kreditrisiko aus Forderungen gegenüber Kunden aus heutiger Sicht als gering eingeschätzt werden und ist in Abhängigkeit der Marktentwicklung zu sehen.

Bezüglich des kundenseitigen Ausfallsrisikos wird auf die Aufstellung über die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstigen Forderungen unter Ziffer (4) des Anhanges verwiesen.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

DO & CO hat per 31. März 2011 keine Finanzverbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2010/2011 verzeichneten die liquiden Mittel einen deutlichen Anstieg. Dieser Anstieg ist zum einen auf die Kapitalerhöhung, zum anderen auf den erfolgreichen Geschäftsverlauf zurückzuführen. Eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes um 1 %-Punkt hätte eine positive Auswirkung von rund 2,2 % bezogen auf das Konzernergebnis (EGT) zur Folge. Es sind daher keine negativen Auswirkungen im Fall von Zinserhöhungen zu erwarten.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des DO & CO Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auch auf die Erhaltung und Verbesserung der Kapitalstruktur ab. Diese Kapitalstruktur ist insofern eine wichtige Voraussetzung für ein profitables Wachstum des Unternehmens, da diese Finanzstrategie darauf abzielt, Rentabilität, Stabilität, Liquidität und finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern. Dafür wurden die folgenden strategischen Eckpfeiler definiert:

  • Vorhandensein einer strategischen Mindestliquidität
  • Nachhaltige Eigenkapitalquote in angemessener Höhe
  • Wahrung der finanziellen und operativen Flexibilität durch Nichtbelastung des verfügbaren Vermögens

Auch die Dividendenpolitik des Konzerns folgt diesen Prämissen. Die vorgeschlagenen Dividendenzahlungen berücksichtigen daher den für die folgenden Jahre benötigten Kapitalbedarf.

(25) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung nach Divisionen stellt sich für das Geschäftsjahr 2010/2011 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2010/2011
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m € 327,18 36,65 62,24 426,07
EBITDA m € 36,90 4,32 4,63 45,84
Abschreibungen m € -14,75 -1,05 -1,72 -17,52
EBIT m € 22,14 3,27 2,91 28,32
EBITDA-Marge % 11,3% 11,8% 7,4%
EBIT-Marge % 6,8% 8,9% 4,7%
Anteil am Konzernumsatz % 76,8% 8,6% 14,6% 100,0%
Gesamtinvestitionen m € 14,67 0,30 0,51 15,49

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/2010
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m € 258,56 34,00 60,19 352,74
EBITDA m € 27,67 3,97 4,39 36,03
Abschreibungen m € -14,37 -0,97 -1,69 -17,04
Wertminderung m € -0,11 0,00 -0,31 -0,42
EBIT m € 13,19 2,99 2,39 18,57
EBITDA-Marge % 10,7% 11,7% 7,3%
EBIT-Marge % 5,1% 8,8% 4,0%
Anteil am Konzernumsatz % 73,3% 9,6% 17,1% 100,0%
Gesamtinvestitionen m € 12,84 0,21 0,18 13,24

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31. März 2011 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Anlagevermögen m € 74,51 1,10 4,99 80,60
Vorräte m € 9,43 2,84 1,17 13,44
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 26,90 2,37 2,61 31,87

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

31. März 2010 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Anlagevermögen m € 78,35 1,81 5,98 86,14
Vorräte m € 6,64 2,65 1,04 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 23,53 5,07 2,61 31,21

Die Segmentberichterstattung nach Regionen (Sitz der Gesellschaften) stellt sich für das Geschäftsjahr 2010/2011 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2010/2011
Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz m € 146,29 169,54 110,24 426,07
Anteil am Konzernumsatz % 34,3% 39,8% 25,9% 100,0%

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/2010
Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz m € 135,47 126,38 90,90 352,74
Anteil am Konzernumsatz % 38,4% 35,8% 25,8% 100,0%

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31. März 2011 Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen m € 25,36 32,90 22,34 80,60
Vorräte m € 4,70 7,22 1,52 13,44
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 12,02 7,34 12,51 31,87

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

31. März 2010 Austria Türkei Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen m € 28,58 35,18 22,38 86,14
Vorräte m € 4,66 4,44 1,23 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 12,61 6,17 12,43 31,21

(26) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Ereignisse nach dem 31. März 2011, die für die Bewertung am Stichtag von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle, Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 (Events after the Balance Sheet Date) gebucht oder offen zu legen sind, wurden im vorliegenden Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG berücksichtigt oder sind nicht bekannt.

(27) Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, die über die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m.b.H. bzw. der mit dieser mittelbar zu 100 % verbundenen DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH als Aktionär der DO & CO Restaurants & Catering AG mittelbar ein nahe stehendes Unternehmen ist, wurden die Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 790 angefallen sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 98 (VJ: TEUR 0) enthalten. Mit dem ebenfalls über die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m.b.H. verbundenen Unternehmen UNIQA bestehen Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.110 (VJ: TEUR 1.095) enthalten.

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen bzw. Privatstiftungen, in denen Aufsichtsratsmitglieder bzw. Vorstandsmitglieder der DO & CO Restaurants & Catering AG tätig bzw. begünstigt sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab. Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2010/2011 für juristische Beratungstätigkeiten Honorare in der Höhe von TEUR 799 in Rechnung gestellt. Es bestehen Mietverträge mit einer Privatstiftung im wirtschaftlichen Einflussbereich von Attila Dogudan im Umfang von TEUR 1.645 im Geschäftsjahr 2010/2011 (VJ: TEUR 837).

Der Konzern hält 50 % an der THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. Die restlichen 50 % an dieser Gesellschaft werden von Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.) gehalten. Die THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. beliefert Turkish Airlines mit Airline Catering-Leistungen. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber Turkish Airlines in Höhe von TEUR 5.595 (VJ: TEUR 4.325) enthalten.

DO & CO ist zu 49 % an der ISS Ground Services GmbH (assoziertes Unternehmen) beteiligt und bezog im Geschäftsjahr 2010/2011 Leistungen in der Höhe von TEUR 8.072 (VJ: 7.176). Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 789 (VJ: TEUR 752) gegenüber der ISS Ground Services GmbH enthalten. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt.

(28) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Geschäftsjahr
2010 / 2011
Geschäftsjahr
2009 / 2010
Arbeiter 3.359 3.111
Angestellte 436 431
Gesamt 3.794 3.542

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ergab sich wie folgt:

Zusätzlich zu den in den Vergleichsjahren beschäftigten Arbeitern waren 148 (VJ: 152) Personen in Form von Teilzeitarbeitsverpflichtungen (fallweise Beschäftigung) tätig.

Als Organe der DO & CO Restaurants & Catering AG sind folgende Personen im Geschäftsjahr 2010/2011 tätig gewesen:

Vorstand: Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender,
Herr Michael DOBERSBERGER, Wien.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 576 (VJ: TEUR 555), wobei davon auf Herrn Attila Dogudan rund TEUR 357 (VJ: TEUR 336) und auf Herrn Michael Dobersberger rund TEUR 219 (VJ: TEUR 219) entfielen. Die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen TEUR 260 (VJ: TEUR 135), wobei TEUR 140 (VJ: TEUR 135) auf Herrn Dogudan und TEUR 120 (VJ: TEUR 45) auf Herrn Dobersberger entfielen.

Aufsichtsrat: Herr o.Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2010 für das Geschäftsjahr 2009/2010 eine Vergütung in Höhe von TEUR 50 (VJ: TEUR 38) bezahlt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Wien, am 23. Mai 2011

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h Michael DOBERSBERGER e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS Rechnungslegungsvorschriften

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung: Während das UGB für Firmenwerte entweder eine erfolgsneutrale Rücklagenverrechnung oder eine Aktivierung mit linearer Abschreibung vorsieht, sind gemäß IFRS 3 Firmenwerte zu aktivieren und jährlich einem Impairment-Test zu unterziehen. Eine planmäßige Abschreibung ist hingegen nicht mehr vorgesehen.

Latente Steuern: Nach den IAS/IFRS sind für alle temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern zu bilanzieren, wogegen gemäß UGB latente Steuern nur für passive zeitliche Differenzen verpflichtend zu bilden sind. Abweichend zum Unternehmensrecht sind innerhalb IFRS auch für steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern zu bilden, wenn diese durch zukünftige steuerliche Gewinne verwertet werden können.

Sonstige Rückstellungen: Im Gegensatz zum UGB, dem das unternehmerische Vorsichtsprinzip zugrunde liegt, stellen die IAS/IFRS tendenziell höhere Anforderungen an die Bestimmbarkeit der rückzustellenden Zahlungsverpflichtung und die Eintrittswahrscheinlichkeit. Aufwandsrückstellungen sind im Gegensatz zum österreichischen Unternehmensrecht nicht zulässig.

Personalrückstellungen: Nach IAS/IFRS wird der Berechnung der Personalrückstellungen (Abfertigungsrückstellungen, Pensionsrückstellungen, Jubiläumsgeldrückstellungen) die Projected-Benefit-Obligation-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) basierend auf dem aktuellen Kapitalmarktzinssatz unter Berücksichtigung von künftigen Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt. Im Gegensatz dazu findet nach österreichischem Unternehmensrecht das Teilwertverfahren Anwendung.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Gemäß UGB sind kurzfristige Finanzvermögenswerte mit den Marktwerten, höchstens jedoch mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS/IFRS sind generell die Marktwerte anzusetzen.

Bewertung von Fremdwährungsbeträgen: Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag, sodass jede Währungsschwankung ergebniswirksam erfasst wird. Abweichend davon sind nach UGB entsprechend dem Imparitätsprinzip nur nicht realisierte Verluste zu bilanzieren. Umrechnungsbedingte Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung im Zusammenhang mit konzerninternen langfristigen Darlehen werden gemäß IFRS als nicht realisierte Kursgewinne oder -verluste ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

Außerordentliches Ergebnis: Nach IFRS ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses im Gegensatz zur österreichischen Rechnungslegung nicht erlaubt.

Erweiterte Ausweispflicht: Nach den IAS/IFRS sind die Positionen der Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Geldflussrechnung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals im Anhang (Notes) detailliert zu erläutern. Weitere Informationspflichten bestehen insbesondere hinsichtlich der Geschäftssegmente und derivativer Finanzinstrumente.

KONZERN- ANLAGESPIEGEL
m 31. März 2011
zu
Anschaffungs- und Herstellungskosten Ku mulierte Abschreibung Buchwert
Konsolidierungs-
Veränderung
kreis und
Konsolidierungs-
Veränderung
kreis und
in TEUR 31. März 2010 Umgliederungen
Stand
änderungen
Währungs-
Zugänge Abgänge 31. März 2011
Stand
31. März 2010
Stand
Umgliederungen änderungen
Währungs-
Abschreibungen
des Jahres
Abgänge 31. März 2011
Stand
31. März 2011 31. März 2010
Buchwert
Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte
I.
1. Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen 45.910 0 -1.722 328 92 44.424 24.786 0 -1.102 5.157 92 28.749 15.675 21.124
2. Geschäfts-(Firmen-)Wert 4.056 0 0 0 0 4.056 0 0 0 0 0 0 4.056 4.056
3. Geleistete Anzahlungen 171 0 0 19 0 190 0 0 0 0 0 0 190 171
50.138 0 -1.722 347 92 48.670 24.786 0 -1.102 5.157 92 28.749 19.922 25.352
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 54.721 370 -1.353 1.028 7 54.759 22.978 276 -732 4.640 3 27.159 27.600 31.743
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.763 64 -443 1.746 623 22.508 14.894 82 -218 2.096 548 16.307 6.201 6.869
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.285 -978 -1.066 9.219 2.014 44.446 25.848 -299 -495 5.630 1.598 29.086 15.361 13.437
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau 7.093 0 -570 3.145 0 9.668 0 0 0 0 0 0 9.668 7.093
122.862 -544 -3.432 15.139 2.645 131.381 63.720 59 -1.445 12.366 2.148 72.552 58.830 59.143
III. Finanzanlagen

Summe 174.646 -544 -5.155 15.691 2.737 181.901 88.506 59 -2.547 17.524 2.241 101.300 80.601 86.140 KONZERN- ANLAGESPIEGEL

m 31. März 2010
zu
Anschaffungs- und Herstellungskosten Ku mulierte Abschreibung Buchwert
31. März 2009
Stand
Um- Währungs- Zugänge Abgänge 31. März 2010
Stand
Stand Um- Währungs- Abschreibungen Stand Buchwert Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte
in TEUR
I.
gliederungen änderungen 31. März 2009 gliederungen änderungen des Jahres Abgänge 31. März 2010 31. März 2010 31. März 2009
1. Gewerbliche Schutzrechte
sowie daraus abgeleitete Lizenzen 43.950 0 2.121 145 306 45.910 19.273 0 873 4.944 304 24.786 21.124 24.677
2. Geschäfts-(Firmen-)Wert 4.056 0 0 0 0 4.056 0 0 0 0 0 0 4.056 4.056
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 171 0 171 0 0 0 0 0 0 171 0
48.007 0 2.121 316 306 50.138 19.273 0 873 4.944 304 24.786 25.352 28.733
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund 52.731 0 1.047 2.204 1.262 54.721 19.439 0 309 4.470 1.239 22.978 31.743 33.293
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.485 0 285 2.356 3.362 21.763 15.760 0 60 2.355 3.282 14.894 6.869 6.725
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Andere Anlagen,
42.815 0 744 2.466 6.741 39.285 26.229 0 295 5.691 6.368 25.848 13.437 16.587
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau 944 0 255 5.894 0 7.093 0 0 0 0 0 0 7.093 944
118.976 0 2.331 12.920 11.364 122.862 61.428 0 664 12.517 10.889 63.720 59.143 57.548
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.322 0 0 110 0 1.432 0 0 0 0 0 0 1.432 1.322
Wertpapiere des Anlagevermögens
2.
214 0 0 0 0 214 0 0 0 0 0 0 214 214
1.536 0 0 110 0 1.645 0 0 0 0 0 0 1.645 1.536
Summe 168.518 0 4.452 13.346 11.670 174.646 80.701 0 1.537 17.460 11.192 88.506 86.140 87.817

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2011, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den lnternational Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung des Konzernabschlusses der DO & CO Restaurants & Catering AG hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 23. Mai 2011

PKF CENTURION

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MBH MEMBER FIRM OF PKF INTERNATIONAL LIMITED

Mag. Wolfgang Adler e.h. Dr. Stephan Maurer e.h Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss 2010/2011 der DO & CO Restaurants & Catering AG inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2011, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. März 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien, hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 17. Mai 2011

PKF CENTURION Wirtschaftsprufchgsgesellschaft mbH Member Firm of PKF International Limited PKF ≅ CENTERIO Mag. Worfgang Adler Wirtschaftsprüfer i§⁄chaftsprüfer W, HEGE

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Anlage 1

DO & CO Restaurants & Catering AG
Wien
BILANZ
156765m zum 31.03.2011
Aktiva 31.03.2011 31.03.2010
А. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 20.682,00 20.682,00
2. Software 395.350,60 422.965,32
3. geleistete Anzahlungen 190.205,79 171.413,00
4. WB immaterielle Vermögensgegenstände $-351.744,45$ $-390.095,22$
254.493,94 224.965,10
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 59.401,95 85.203,18
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.922,77 374.200,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.000.000,00 2.000.000,00
2.349.324,72 2.459.403,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.007.216,26 4.371.216,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.071.281,65 20.756.643,10
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.851,27 38.851,27
29.117.349,18 25.166.710,63
31.721.167,84 27.851.079,07
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445.823,87 104.852,47
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen
59.852.261,93
7.529.766,31
57.134.010,58
1.821.306,45
3. sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 4.170.805,45 3.237.194,32
64.468.891,25 60.476.057,37
II. Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 0,00 1.221.133,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 47.974.656,56 768.474,85
112.443.547,81 62.465.665,66

Anlage 1

DO & CO Restaurants & Catering AG
Wien
BILANZ
156765m zum 31.03.2011
. .
Aktiva 31.03.2011 31.03.2010
C. Rechnungsabgrenzungsposten 232.311,43 77.766,49
Summe Aktiva 144.397.027,08 90.394.511,22

Anlage 1

DO & CO Restaurants & Catering AG
Wien
156765m

BILANZ zum 31.03.2011

$\sim$

Passiva 31.03.2011 31.03.2010
Α. Eigenkapital
I. Grundkapital
1. Nennkapital 19.488.000,00 15.590.400,00
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene 74.707.498,42 35.926.378,42
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 64.635,22 64.635,22
2. Rücklage für eigene Anteile 0,00 1.221.133,44
3. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 26.228.188,83 21.525.205,62
26.292.824,05 22.810.974,28
IV. Bilanzgewinn
davon Gewinnvortrag
3.410.400,00
34.901,25
1.948.800,00
4.774,50
123.898.722,47 76.276.552,70
В. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 1.071.450,00 943.740,00
2. Steuerrückstellungen 4.480.100,00 4.576.300,00
3. sonstige Rückstellungen 6.473.012,61 4.014.086,00
12.024.562,61 9.534.126,00
C. . Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 6, 10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 694.124,11 420.838,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen
5.019.570,91
1.988.003,94
3.271.113,67
1.521.771,88
4. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
2.020.213,94
1.769.054,65
173.664,12
891.873,91
668.080,52
156.497,38
7.733.908,96 4.583.832,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 739.833,04 0,00
Summe Passiva 144.397.027,08 90.394.511,22
Haftungsverhältnisse 13.200.922,14 472.938,00

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

DO & CO Restaurants & Catering AG Wien 156765m

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.04.2010 bis 31.03.2011

2010/2011 2009/2010
1. Umsatzerlöse 19.858.623,21 13.752.659,09
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,00 0,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 52.956,54 232.294,34
c) übrige 243.772,26 1.132.199,32
296.728,80 1.364.493,66
3 1 Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 30.610,08 12.181,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.988.588,69 2.993.020,94
c) Skontoerträge $-2.311,73$ $-509,99$
4.016.887,04 3.004.692,20
4. Personalaufwand
a) Löhne 320.987,73 283.117,20
b) Gehälter 8.766.336,59 7.590.655,26
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Beiträge an
Mitarbeitervorsorgekassen
212.488,22 265.949,99
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 1.838.323,73 1.689.696,50
e) Sonstige Sozialaufwendungen 73.162,51 55.690,53
11.211.298,78 9.885.109,48
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen 299.988,40 387.612,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag fallen 454.713,65 39.722,80
b) übrige 11.816.060,87 4.040.887,37
12.270.774,52 4.080.610,17
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) $-7.643.596,73$ $-2.240.871,82$
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen
15.667.381,31
15.667.381,31
12.306.404,03
12.306.404,03
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen
1.243.843,30
985.272,25
1.241.199,14
1.223.296,86
10. Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens 1.941.053,29 33.261,52
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
davon Abschreibungen auf verbundene Finanzanlagen
2.543.981,57
1.074.314,84
946.362,04
0,00
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 1.469.666,73 946.362,04

DO & CO Restaurants & Catering AG Wien 156765m

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.04.2010 bis 31.03.2011

2010/2011 2009/2010
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon betreffend verbundene Unternehmen
3.229,12
3.215,84
25.759,51
3.083,00
13. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzerfolg) 16.305.067,21 12.608.743,14
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.661.470,48 10.367.871,32
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.804.121,96 2.618.354.90
16. Jahresüberschuss 6.857.348,52 7.749.516,42
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
a) andere Rücklagen (freie Rücklagen) 3.481.849,77 5.805.490,92
18. Jahresgewinn 3.375.498,75 1.944.025,50
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 34.901,25 4.774,50
20. Bilanzgewinn 3.410.400,00 1,948,800,00

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (§ 222 (2) UGB), aufgestellt.

Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 189 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 UGB vorgenommen.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden. Allen erkennbaren Risiken und drohenden Verlusten, die im laufenden oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurde entsprechend Rechnung getragen.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2010 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2010/2011 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Dabei wird folgende Nutzungsdauer zugrunde aeleat:

Nutzungsdauer
in Jahren
• Konzessionen $2 - 10$
• EDV-Software $\overline{\phantom{a}}$ 5.

Sachanlagevermögen

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2010 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2010/2011 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, wobei für die einzelnen Anlagengruppen folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt wird:

Nutzungsdauer
in Jahren
● Gebäude 5 - 10
• Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
-3 $\sim$

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 13 EStG 1988 werden im Zugangsjahr jeweils auf EUR 0,01 abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren als Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Angabe zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Z 2 UGB erfolgen gesondert in der Anlage 3b zu diesem Anhang.

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31. März 2011 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765m erfasst.

Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden an amerikanische und britische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen, deren Rückzahlung in Abhängigkeit von den diesen Unternehmen frei zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln erfolgt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Risiken, insbesondere aus Kursänderungen und Forderungsausfällen, wurde durch Abwertungen und durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Eigenkapital

Kapitalerhöhung

Im Geschäftsjahr wurde das Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals im Wege einer Barkapitalerhöhung von EUR 15.590.400,00 um EUR 3.897.600,00 auf EUR 19.488.000,00 erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe von 1.948.800 Stück neue, auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stückaktien.

Grundkapital und Kapitalrücklagen

Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000.00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

Zusammensetzung Kapitalrücklagen

EUR EUR
Agio aus Börsegang 1998 (§ 229 (2) Z 1 i.V.m. (5) UGB) 13.081.110.15
Cent-Differenz aus EUR-Umstellung 2001/2002 0.01
Agio aus Kapitalerhöhung 2006/2007 24.273.186,35
l Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2007/2008 -1.427.918.09
Agio aus Kapitalerhöhung 2010/2011 38.781.120,00 74.707.498,42

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft hat mit inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Namen der von der Ergebnisabführung umfassten Gesellschaften sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen. Gemäß diesen Verträgen haben die Töchter ihren Jahresgewinn an die Muttergesellschaft abzuführen, wogegen sich die DO & CO Restaurants & Catering AG gegenüber den Tochtergesellschaften verpflichtet, allfällige Jahresverluste zu übernehmen und abzudecken.

Rückstellungen

Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis Die eines Rechnungszinssatzes von 4 % und eines angenommenen Pensionsantrittsalters von 65 Jahren bei Männern und 60 Jahren bei Frauen ermittelt.

Für abfertigungsähnliche Verpflichtungen wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen passiviert. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren, allerdings wurde ein Fluktuationsabschlag, abhängig vom Alter der Dienstnehmer, berücksichtigt. Die Rückstellung für Jubiläumgsgelder wurde unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragsteuern wurden in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit jenen Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

Rückstellungen aus Vorjahren wurden, soweit sie nicht verwendet wurden und der Grund für ihre Bildung weggefallen ist, über sonstige betriebliche Erträge aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenbriefkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden.

Erläuterungen zu einzelnen Posten von Bilanz und GuV

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs. 1 UGB) ist gesondert in der Beilage 3a zu diesem Anhang dargestellt.

Anzahlungen auf Anlagen

Für Mieterinvestitionen im Gebäude 1010 Wien, Akademiestraße 3 / Mahlerstraße 9 wurden Anzahlungen in Höhe von EUR 2 Millionen geleistet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen:

davon davon
Restlaufzeit Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445.823,87 445.823,87 0,00
Vorjahr 104.852,47 104.852,47 0.00
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 59.852.261,93 23.549.953,64 36.302.308,29
Vorjahr 57.134.010.58 14.510.073.29 42.623.937.29
davon aus Lieferungen und Leistungen 7.529.766,31 7.529.766.31 0.00
Vorjahr 1.821.306.45 1.821.306.45 0.00
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 4.170.805.45 1.132.814,28 3.037.991,17
Vorjahr 3.237.194.32 1.631.124,32 1.606.070,00
64.468.891,25 25.128.591,79 39.340.299,46
Vorjahr 60.476.057,37 16.246.050,08 44.230.007,29

Die sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 11.608.647.29 (Vi: EUR 10.424.870.29) aus gegebenen Darlehen an ausländische Tochtergesellschaften, für die im Geschäftsjahr 2010/2011 Zinserträge in Höhe von insgesamt EUR 149.709.00 (Vj: EUR 120.716.00) ausgewiesen wurden.

Die Forderungen aus überrechneten Jahresgewinnen der inländischen Gruppenmitglieder aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2010/2011 beliefen sich zum Bilanzstichtag auf ingesamt EUR 15.667.381,31 (Vj: 12.306.404,03).

Seite 5

In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen

Folgende Rückstellungen haben einen erheblichen Umfang, wurden jedoch in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen:

Stand Stand
01.04.2010 Verwendung Auflösung Zuweisung 31.03.2011
Rst. für Prämien
Angestellte 1.113.000,00 1.069.200,00 43.800,00 1.728.000,00 1.728.000,00
Rst.f.nicht abger.
Leistungen 134.460,00 125.523,46 8.936,54 1.666.016,61 1.666.016,61
Rst. für Urlaube Angestellte 1.124.600,00 1.124.600,00 0,00 1.231.260,00 1.231.260,00
Rst. für Jubiläum
Angestellte 605.360,00 8.029,39 0,00 99.769,39 697.100,00
Rst. f. JA-Prüfung 330.000,00 330.000,00 0,00 330.000,00 330.000,00
Rst. für UZ/WR Angestellte 223.080.00 223.080,00 0,00 251.930,00 251.930,00
Rst. für Sonstiges 106.300,00 88.800,00 0,00 148.800,00 166.300,00
Rst. für Steuerberatung 110.000,00 55.000,00 0,00 80.000,00 135.000,00
Rst. für LNK UZ/WR
Angestellte 66.690,00 66.690,00 0,00 75.440,00 75.440,00
Rst. für Urlaube Arbeiter 67.080,00 67.080,00 0,00 59.080,00 59.080,00
Rst. für Überstd.
Angestellte 56.880,00 56.880,00 0,00 46.430,00 46.430,00
Rst. für Prämien Arbeiter 22.000,00 22.000,00 0,00 34.000,00 34.000,00
Rst. für Jubiläum Arbeiter 26.350,00 0.00 0,00 2.000,00 28.350,00
Rst. für Beh. Ausgl. Taxe 13.456,00 10.560,00 220,00 13.660,00 16.336,00
Rst. für UZ/WR Arbeiter 5.870,00 5.870,00 0,00 5.370,00 5.370,00
Rst. für LNK UZ/WR
Arbeiter 1.780,00 1.780,00 0,00 1.620,00 1.620,00
Rst. für Überstd. Arbeiter 5.470,00 5.470,00 0,00 400,00 400,00
Rst. für PS-Entgelt Arbeiter 1.210,00 1.210,00 0,00 280,00 280,00
Rst. f. PS-Entgelt
Angestellte 500,00 500,00 0,00 100,00 100,00
4.014.086,00 3.262.272,85 52.956,54 5.774.156,00 6.473.012,61

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 225 Abs. 6 und § 237 UGB stellte sich folgendermaßen dar:

davon
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
Vorjahr 6.10 6,10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 694.124,11 694.124,11
Vorjahr 420.838,84 420.838,84
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.019.570,91 5.019.570,91
Vorjahr 3.271.113.67 3.271.113,67
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.988.003,94 1.988.003.94
Voriahr 1.521.771.88 1.521.771.88
sonstige Verbindlichkeiten 2.020.213,94 2.020.213,94
Vorjahr 891.873,91 891.873,91
davon aus Steuern 1.769.054.65 1.769.054.65
Vorjahr 668.080,52 668.080,52
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 173.664,12 173.664.12
Vorjahr 156.497.38 156,497.38
Summe Verbindlichkeiten 7.733.908,96 7.733.908,96
Vorjahr 4.583.832.52 4.583.832,52

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen über die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beläuft sich für die folgenden fünf Jahre auf rund EUR 3.911.900,00 (Vj: EUR 6.682.100,00), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr rund EUR 782.400,00 (Vi: EUR 1.336.400,00). Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Sachanlagen und umsatzabhängige Nutzungsentgelte für angemietete Räumlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft gab gegenüber einem Lieferanten eine Rangrücktrittserklärung ab. Die Forderung zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 73.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Haftungen der Gesellschaft, die zu Gunsten von verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag bestanden, ergaben sich wie folgt (Vj: EUR 472.938,00):

EUR
Bankbürgschaften
zu Gunsten der DO & CO München GmbH
153.388,00
Sonstige Bürgschaften
zu Gunsten der DO & CO München GmbH
319,550,00
472.938.00

Die Gesellschaft übernahm für zwei Tochtergesellschaften die Ausfallshaftung von Kundenforderungen, zum Bilanzstichtag belief sich der Betrag der offenen Forderungen auf TEUR 7.033.

Zusätzlich hat die Gesellschaft Haftungsübernahmen in der Höhe von TEUR 5.622 abgegeben.

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit der verbundenen Unternehmen AIOLI Airline Catering Austria GmbH und DO & CO Airline Catering Austria GmbH glaubhaft zu machen, verpflichtet sich die DO & CO Restaurants & Catering AG dafür Sorge zu tragen, dass die AIOLI Airline Catering Austria GmbH und die DO & CO Airline Catering GmbH ihren Verpflichtungen als Dienstleister auf dem Flughafen Wien gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen können. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der Tochtergesellschaften um eine Bewilligung zur Erbringung eines Bodenverpflegungsdienstes iSd § 7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetztes.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 231 (2) UGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 237 Z 7 UGB stellte sich wie folgt dar:

2010/2011 2009/2010
Umsatzerlöse Konzernunternehmen 18.988.131.27 13.395.134.23
Umsatzerlöse Dritte 870.491.99 357.524,86
19.858.623.21 13.752.659.09

Personalaufwand

In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in der Höhe von EUR 143.460,00 (Vj: EUR 206.497,09) und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in der Höhe von EUR 69.028,22 (Vj: EUR 59.452,90) enthalten.

Erträge aus der Beteiligung an verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft die aufgrund der Ergebnisabführungsverträge übernommenen Jahresergebnisse 2010/2011 der inländischen Tochtergesellschaften.

Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Unter den Aufwendungen aus Finanzanlagen werden die Übernahmen der im Geschäftsjahr angefallenen Jahresverluste von Tochtergesellschaften aufgrund von aufrechten Ergebnisabführungsverträgen ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Gesellschaft hat keine aktive Steuerabgrenzung gemäß § 198 (10) vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag der Gruppe beträgt rund EUR 83.700.00 (Vi: EUR 73.600.00).

Angaben zu Finanzinstrumenten

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Sonstige Pflichtangaben

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt (§ 239 Abs. 1 Z 1 UGB):

2010/2011 2009/2010
Arbeiter 5
Angestellte 113 102
Gesamt 118 107

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2012 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 7.795.200.00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde unter teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung das Grundkapital um EUR 3.897.600,00 auf EUR 19.488.000,00 durch Ausgabe von 1.948.800 Stück neue, auf Inhaber lautende stimmberechtigte Stückaktien erhöht.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 ermächtigt, das Grundkapital gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuen Stückaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten zu erhöhen.

Angaben zu Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr waren als Vorstandmitglieder tätig:

Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Michael DOBERSBERGER, Wien.

Die Fixbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr TEUR 576, davon wurden TEUR 31 von verbundenen Unternehmen bezogen. Die variablen Gehaltsbestandteile betrugen TEUR 260. Die Höhe der Aufwendungen für Abfertigungen für den Vorstand beträgt TEUR 35.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen.

Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2010/2011 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr o.Univ.Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von EUR 50.000,00 bezahlt.

Wien, 17. Mai 2011

Der Vorstand:

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Attila DOGUDAN e.h.

,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, Michael DOBERSBERGER e.h.

Anlage 3a

Entwicklung des Anlagevermögens der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien

Anschaffungs-
kosten am
1.4.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-
kosten am
31.3.2011
EUR
Abschreibungen
gesamt
EUR
Buchwert
31.3.2011
EUR
Buchwert
31.3.2010
EUR
Abschreibungen
Zuschreibungen
Aufholung von
Abzinsungen
des Jahres
EUR
aa
$\overline{\mathbf{N}}$
ø
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und
Geleistete Anzahlungen
ähnliche Rechte
$\overline{\mathbf{v}}$
443.647,32
171.413,00
56.173,03
18.792,79
83.787,75
0.00
416.032,60
190.205,79
351.744,45
80.0
64.288,15
190.205,79
53.552,10
171.413,00
45.436,90
0.00
α
615.060,32 74.965,82 83.787,75 606.238,39 351.744,45 254.493,94 224.965,10 45.436,90 æ
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
173.323,43 0,00 0,00 173.323,43 113.921,48 59.401,95 85.203,18 25.801,23 æ
Geleistete Anzahlungen
Geschäftsausstattung
က်
2.000.000,00
1.384.718,04
145.002,89
0,00
0,00
66.130,37
1.463.590.56
2.000.000,00
0,00
1.173.667,79
2.000.000,00
289.922,77
374.200,16
2.000.000,00
228.750,27
0,00
a
3.558.041,47 145.002,89 66.130,37 3.636.913,99 1.287.589,27 2.349.324,72 2.459.403,34 254.551,50 œ
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.371.216,26 2.636.000,00 0,00 7.007.216,26 0,00 7.007.216,26 4.371.216,26 0,00
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
24.664.960,66 2.112.792,01 8,00 26.777.752,67 4.706.471,02 22.071.281,65 20.756.643,10 215.537,38
60.624,00
æ
N
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.851.27 $\frac{8}{2}$ 0.00 38.851.27 0.00 38.851.27 38.851.27 107431484
0.00
$\sigma$
29.075.028,19 4.748.792 70'i 0.00 33.823.820,20 4.706.471,02 29.117.349,18 25.166.710,63 215.537,38
60.624.00
1.074.314,84
aa
N
a
Insgesamt 33.248.129,98 4.968.760,72 149.918.12 38.066.972,58 6.345.804.74 31.721.167.84 27.851.079.07 60.624,00
215.537,38
1.374.303,24
aa
N
α

Anlage 3b Beteiligungsgesellschaften

der DO & CO Restaurants & Catering AG per 31. März 2011

Beteiligung in % 1
Obergesellschaft
Währung Jahresüberschuss Eigenkapital Nominalkapital in
Gesellschaft Sitz Land THW2
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 9.357 596 36 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 745 484 36 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien A 100,0 DINV EUR -280 16.400 36
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 466 99 36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR -357 245 36 3)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 61 35 35 3)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCAG EUR 191 170 36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR -332 29 36 3)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 2.785 770 799 4)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR -781 35 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 98 194 36 3)
Cafe-Restaurant & Catering im Casino Wien GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 0 78 35 4)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A 90,0 DCCC EUR 73 416 35
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 1.424 29 150 3)
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCCC EUR 1.307 4.337 800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR -1 -3.580 25
DO & CO München GmbH Schwaig/Oberding D 100,0 DDHO EUR -760 25 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 271 25 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR 49 25 25 5)
DO & CO Lounge GmbH Frankfurt D 100,0 DDHO EUR 8 25 25 5)
DO & CO Italy S.r.l. Vizzola Ticino I 100,0 DCAG EUR -1.825 851 1.275
DO & CO Restauración & Catering Espana, S.L.
DO & CO International Catering Ltd.
Barcelona
Feltham
E
GB
100,0
100,0
DINV
DINV
EUR
EUR
229
-536
662
1.695
3
30 6)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP -251 996 0
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR -365 -2.042 0 6)
Total Inflight Solution GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 256 142 35 4)
DO & CO Museum Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP -209 -753 0
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA 100,0 DINV USD -4 -3 100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD -21 3.410 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD -1.159 -10.437 1
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P 100,0 DINV EUR 0 -45 5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul TK 100,0 DINV TL 2.105 2.561 750
THY DO&CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK 50,0 DIST TL 30.028 96.725 30.000
DO & CO Event Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 2.510 250 100 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 816 100 100 3)
Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR -107 -79 36
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR -16 22 36
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF -213 2.212 100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich CH 100,0 DINV CHF -15 -4 100
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR -53 512 63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR -85 25 25 5)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR 515 25 25 5)
DEMEL New York Inc. New York USA 100,0 DHOL USD -76 -2.430 1
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 143 416 1 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 82 325 1 8)
ISS Ground Services GmbH Wien A 49,0 DTIS EUR 427 656 218 9)
Fortnum & Mason Events Ltd. London GB 50,0 DLHR GBP -68 -68 0

1) DCAG = DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH

DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc.

DINV = DO & CO International Investments Ltd.

DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH

DSKY = Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH

DIST = DO & CO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San A.S.

DTIS = Total Inflight Solution GmbH

DLHR = DO & CO Event & Airline Catering Ltd.

2) THW = Tausend Heimatwährung

3) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

4) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

6) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP.

7) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK. 8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL.

9) per 31. Dezember 2010

DO & CO RESTAURANTS & CATERING AG, Wien

LAGEBERICHT 2010/2011

1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Restaurants & Catering AG besteht in der zentralen Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.

Rückwirkend zum 1. April 2010 wurden die Anteile an der DO & CO Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. sowie an der Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H., Restaurant "Kervansaray" erworben. Zudem wurde im Geschäftsjahr mit Fortnum & Mason ein 50:50 Joint Venture Vertrag abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft nunmehr (direkt bzw. indirekt) Beteiligungen an 23 ausländischen und 20 inländischen Gesellschaften, die als verbundene Unternehmen gelten, sowie an einer inländischen und 3 ausländischen Gesellschaften. die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Im Dezember 2010 platzierte die DO & CO Gruppe erfolgreich eine Kapitalerhöhung um 25 %, mit der das Eigenkapital der Gruppe um 40 Mio. € erhöht wurde.

Im Zuge des Aktienrückkaufprogrammes, das am 14. Oktober 2008 beschlossen und am 23. September 2010 beendet wurde, wurden 147.078 Aktien zurückgekauft. Diese eigenen Aktien, die einem Anteil am Grundkapital von 1,89 % entsprachen, wurden im Zuge der Kapitalerhöhung veräußert. Zudem wurde im Rahmen der Kapitalerhöhung die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien von 7.795.200 auf 9.744.000 erhöht. Die Handelsaufnahme der neuen Aktien an der Istanbuler und Wiener Börse war der 2. Dezember 2010. Zusätzlich haben die Kernaktionäre, die Attila Dogudan Privatstiftung und die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH, insgesamt 1.009.348 Aktien verkauft. Durch diese Transaktionen erhöhte sich der Streubesitz auf 47,05 %.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2010/2011 sind die Umsatzerlöse der DO & CO Restaurants & Catering AG um EUR 6,11 Mio auf EUR 19,86 Mio (VJ: EUR 13,75 Mio) gestiegen. Bei den Erlösen gegenüber Dritten konnte ein Anstieg im Ausmaß von 513 TEUR verzeichnet werden. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Management Fee für Sportgroßveranstaltungen zurückzuführen. Die Konzernerlöse stiegen insbesondere aufgrund einer höheren Weiterverrechnung von Overhead- und Personalkosten von EUR 13,40 Mio. auf 19,00 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR -1,07 Mio auf EUR 0,30 Mio gesunken.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vergleich zum Voriahr um EUR 1,01 Mio von EUR 3,00 Mio auf EUR 4,02 Mio an.

Bei den Personalaufwendungen war ein Anstieg von EUR 9,89 Mio auf EUR 11,21 Mio zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um EUR 8,19 Mio von EUR 4,08 Mio auf EUR 12,27 Mio. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufwendungen in Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung sowie auf erhöhte Werbungs- Miet- und Betriebskosten zurückzuführen.

Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf EUR 0.30 Mio (VJ: EUR 0.39 Mio).

Das Betriebsergebnis beträgt somit EUR -7,64 Mio und sank somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,40 Mio.

Das Finanzergebnis beträgt EUR 16,31 Mio (VJ: EUR 12,61 Mio). Die Veränderung ist im Wesentlichen durch die Erträge aus der Veräußerung der eigenen Anteile im Zuge der Kapitalerhöhung sowie durch gestiegene Beteiligungserträge bedingt.

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2010/2011 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 8,66 Mio (VJ: EUR 10,37 Mio).

Der Steueraufwand sinkt von EUR 2,62 Mio auf EUR 1,80 Mio. Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 6,86 Mio gegenüber EUR 7,75 Mio im Vorjahr.

Der Netto-Geldabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR -11.06 Mio (VJ: EUR -3,91 Mio). Der Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von EUR 12,11 Mio, im Vorjahr auf EUR 13,08 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Netto-Geldzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 45,19 Mio (VJ: EUR -7,72 Mio). Der hohe Netto-Geldzufluss aus der Finanzierungsfähigkeit resultierte aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung.

Aufgrund der Funktion der Gesellschaft als Strategie- und Finanzholding wird an dieser Stelle auf die Darstellung und Erläuterung weiterer Kennzahlen verzichtet.

Die DO & CO Aktie verzeichnete im Laufe des vergangenen Wirtschaftsjahres einen Kursanstieg um 88,4 % von EUR 16,00 auf EUR 30.15.

Aufgrund des steigenden Aktienkurses und der Kapitalerhöhung im Dezember erhöhte sich die Marktkapitalisierung von EUR 122,62 Mio auf EUR 293,78 Mio.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher.

DO & CO legt aber auch größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.

1.4. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Ausblick

In der Division Airline Catering hat sich das Marktumfeld nach der Wirtschaftsund Finanzkrise weiter stabilisiert. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Anstieg der Passagierzahlen auch in den nächsten Monaten entsprechend fortsetzen wird. DO & CO geht davon aus, dass diese positive Entwicklung durch die Erdbebenkatastrophe in Japan als auch durch die politischen Unruhen im mittleren Osten und in Nordafrika zwar abgeschwächt aber nicht gebrochen wird.

In der Türkei bestätigt sich die Positionierung von DO & CO als Gesamtanbieter im Airline Catering als richtige und erfolgreiche Strategie. Das umfangreiche Leistungsspektrum von klassischen Catering- und Handlingleistungen bis hin zum weltweiten Equipment- und Beveragemanagement, einem modernen Cabin Crew Trainingscenter und dem Einsatz von mehr als 100 "DO & CO Flying Chefs" für Turkish Airlines dient als breite Basis für eine weitere Expansion im türkischen Markt.

An den internationalen DO & CO Standorten werden sich die Vertriebsaktivitäten weiter auf die Akquisition von Neukunden konzentrieren - DO & CO nimmt an zahlreichen bedeutenden Airline Catering Ausschreibungen teil. Intern liegt der Fokus auf der Optimierung der Prozessabläufe im Zusammenhang mit der Integration der Neukunden in den Geschäftsbetrieb der DO & CO Gourmetküchen.

In der Division International Event Catering stehen neben Veranstaltungen für viele Firmen- und Privatkunden auch wieder große internationale Events am Programm. Neben den Großveranstaltungen der Formel 1 ist DO & CO bei weiteren Sportevents von Weltformat aktiv, wie unter anderem beim Champions League Finale in Wembley, London.

Ins Zentrum der Aktivitäten der Division International Event Catering rücken mehr und mehr die Vorbereitungen für Sportveranstaltungen der Extraklasse.

Bereits zum dritten Mal in Folge übernimmt DO & CO die Rolle als exklusiver Caterer und Hospitality-Partner der UEFA bei der Fußballeuropameisterschaft, die 2012 in Polen und in der Ukraine ausgetragen wird. Das International Event Catering Team ist nicht nur für die kulinarische Betreuung von ca. 100.000 VIP Gästen auf gewohnt hohem Niveau verantwortlich, sondern hat auch den Auftrag für die komplette Bereitstellung der Event-Infrastruktur übernommen. DO & CO bietet damit seinen Gästen ein kulinarisch-sportliches Gesamterlebnis.

Auch in der Division Restaurants, Lounges und Hotel ist weiteres Wachstum geplant. DO & CO übernimmt ab Juni 2011 die kulinarische Betreuung von 450.000 Premium-Passagieren der Turkish Airlines in einer durch DO & CO neu gestalteten Lounge am Flughafen Istanbul Atatürk.

Weiters steht innerhalb der Division Restaurants, Lounges und Hotel die Expansion des neuen Retail Segments im Zentrum der Aktivitäten. DO & CO möchte basierend auf den Erfahrungen des ersten Shops am Neuen Markt die Marke, Henry' an weiteren neuen Standorten in Wien und anderen europäischen Städten forcieren.

Zusätzlich werden in der Division die Projektarbeiten für die Errichtung des Hotels in Istanbul weiter vorangetrieben. Die Eröffnung des zweiten DO & CO Hotels direkt am Bosporus ist für Ende des Jahres 2012 geplant.

Für die klassischen DO & CO Restaurantstandorte wie am Stephansplatz und in der Albertina sowie für das DO & CO Hotel in Wien ist eine Fortsetzung der überaus positiven Entwicklung im nächsten Geschäftsjahr zu erwarten.

In allen drei Divisionen von DO & CO wurden in den letzten Monaten Preissteigerungen im Lebensmittelbereich wahrgenommen. Diese Tendenz wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Monaten weiter fortsetzen. DO & CO hat entsprechende Mechanismen implementiert sowie Maßnahmen gesetzt, die einer Reduktion der Margen aus dieser Entwicklung entgegenwirken.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kapitalerhöhung im Dezember 2010 hat DO & CO die Evaluierung möglicher Akquisitionsziele intensiviert. Die Zielmärkte für Akquisitionen sind unter anderem der Mittlere Osten, GUS-Staaten, Polen, Indien und Asien.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre sehr zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards, sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

2.2. Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich gleichzeitig für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens zahlreiche Chancen.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und der sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken sicher, zeitnah und effektiv reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungsund Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe verstanden und wahrgenommen und vom Corporate Riskmanager koordiniert. Damit bildet das Risikomanagement einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die interne Revision gehören.

Durch die enge Zusammenarbeit von Risikomanagement und Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

<sup>1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO. Die Luftfahrtindustrie ihrerseits ist besonders von der Entwicklung der Treibstoffpreise, der Besteuerung sowie den Flughafen- und Sicherheitsgebühren abhängig.

Da wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Austrian Airlines, Niki, Emirates, Etihad, Qatar, Cathay Pacific und British Airways erwirtschaftet werden, ist zusätzlich ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Lage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit wird es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können. Durch Akquisition neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an den der Konzernstrategie entsprechenden Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit negativen entsprechenden Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Der DO & CO Konzern bereitet sich durch ständige Beobachtung der politischen Situation und Sicherheitsschulungen auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Zu den Risiken, die nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). Auch Naturkatastrophen wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010, welcher den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmlegte sowie der Atomreaktorzwischenfall mit einer

entsprechenden Verstrahlung der Umwelt in Japan zählen zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP-Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neu hinzutretende Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben - sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle wesentlichen österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet. Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

4. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäguater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

5. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Juni 2012 um bis zu EUR 7.795.200,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuer Stammaktien zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 25 % unter Ausnützung des genehmigten Kapitals vorgenommen. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien der DO & CO Restaurants & Catering AG wurde von 7.795.200 auf 9.744.000 lautende Stückaktien mit Stimmrecht erhöht.

Die Handelsaufnahme der neuen Aktien an der Istanbuler und Wiener Börse war der 2. Dezember 2010. Der Bezugspreis wurde mit EUR 21,90 festgesetzt. Im Zuge der Kapitalerhöhung haben die beiden Kernaktionäre, die Attila Dogudan Privatstiftung und die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH, insgesamt 1.009.348 Aktien verkauft. Durch diese Transaktion erhöhte sich der Streubesitz auf 47,05 %.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
  • $2.$ Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.

  • $\overline{3}$ . Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 40,95 % sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH mit 12,00 % halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.

  • $\overline{4}$ . Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
  • DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben $5.$ ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
  • $\overline{7}$ . Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, bis 30. Juni 2012 das Grundkapital um bis zu weitere EUR 3.897.600.00 durch Ausgabe von bis zu 1.948.800 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen zu erhöhen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Das am 14. Oktober 2008 vom Vorstand beschlossene Aktienrückkaufprogramm wurde per 23. September 2010 beendet. Sämtliche rückgekauften Aktien wurden im Rahmen des SPO in der Türkei zum Preis von EUR 21,90 pro Aktie verkauft.
    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen der DO & CO-Gruppe, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
  • $91$ Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Wien, am 17. Mai 2011

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Vorsitzender

Michael DOBERSBERGER e.h.

Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

  2. dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens vermittelt,

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 23. Mai 2011

Der Vorstand:

Division Restaurants, Lounges & Hotel

Attila DOGUDAN e.h. Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Division Airline Catering Division International Event Catering