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DO & CO AG Annual Report 2010

Jun 8, 2010

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Annual Report

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DO & CO Restaurants & Catering AG

Jahresfinanzbericht Geschäftsjahr 2009/2010

INHALT

Konzernlagebericht 2009/2010
Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS
Wirtschaftliches Umfeld
Risikomanagement
Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in
Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses
Umsatz
Ergebnis
Bilanz
Cash Flow
MitarbeiterInnen
Airline Catering
International Event Catering
Restaurants, Lounges & Hotel
Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB
Ausblick
Corporate Governance Bericht
Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Vergütungsbericht
Bericht des Aufsichtsrates
Kennzahlen Glossar
Konzernabschluss 2009/2010
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Geldflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Beteiligungsgesellschaften
Konzernanhang 2009/2010
I. Allgemeine Erläuterungen
I.1. Grundlagen
I.1.1. Allgemein
I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards
I.2. Konsolidierungsgrundsätze
1.2.1. Konsolidierungskreis
1.2.2. Konsolidierungsmethoden
I.2.3. Geschäftssegmente
I.2.4. Währungsumrechnung
I.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 47
II.1. Konzernbilanz
II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
III. Sonstige Angaben
Konzern-Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk
Einzelabschluss 2009/2010 der DO & CO Restaurants & Catering AG inkl. Lagebericht
und Bestätigungsvermerk
Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz 101

Konzernlagebericht 2009/2010

Highlights

Internationales Wachstum und Diversifizierung sichern Top Ergebnis

Innovative Produkte, neue Kunden und rasch umgesetzte Kostensenkungsprogramme führten dazu, dass die Margen in allen drei Divisionen gesteigert werden konnten. Damit kann der Konzern eine EBITDA Marge von 10,2 % und eine EBIT Marge von 5,3 % berichten. EBITDA, EBIT und Net Result zeigen die besten Werte der Unternehmensgeschichte. Die Earnings per Share liegen damit bei EUR 1,25. Ein straffes Management von Investitionen und Working Capital führen zu einem Free Cash Flow von EUR 31,5 Mio oder 8,9 % der Sales.

Spitzenplätze für DO & CO Airline Kunden bei den Skytrax World Airline Awards

Turkish Airlines wurde bei dieser prestigeträchtigen Preisverleihung weltweit für das beste Economy Class Catering ausgezeichnet. Austrian Airlines konnte in der Kategorie Business Class weltweit den 2. Platz belegen. Auch alle anderen Preisträger in den Kategorien First Class, Business Class und Economy Class Catering sind Kunden an einzelnen DO & CO Standorten. Damit wurde die Qualitätsführerschaft von DO & CO bei Produkt und Service eindrucksvoll bestätigt.

Zahlreiche neue Kunden 2009/2010 im Airline Catering

  • Singapore Airlines ex Mailand Malpensa
  • Cathay Pacific ex Mailand Malpensa
  • Etihad Airways ex München und Istanbul
  • China Airlines ex London Heathrow
  • Oman Air ex Frankfurt und München
  • Cyprus Airways ex Frankfurt und London Heathrow
  • Pakistan International Airways ex Frankfurt
  • Egypt Air ex Istanbul
  • Amsterdam Airlines ex Istanbul
  • Tailwind ex Istanbul

Sehr gute Entwicklung bei Turkish DO & CO

Mit der Ausweitung des Return Caterings und der Übernahme des Equipment- und Getränkemanagements für Turkish Airlines hat DO & CO den Geschäftsumfang mit Turkish Airlines ausgeweitet. Durch die Errichtung eines Cabin Crew Training Centers konnte DO & CO seine Position als Gesamtanbieter weiter verstärken. Die Kundenzufriedenheit wurde auf Kurz-, Mittelund Langstreckenflügen der Turkish Airlines weiter gesteigert und erreichte bei Inlandsflügen einen Zufriedenheitsgrad von 96 %. Damit konnte die Marktposition in diesem Markt weiter gefestigt werden.

DO & CO behauptet sich hervorragend im internationalen Event Catering

Besonderes Highlight im Berichtsjahr war das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid, bei dem über 30.000 VIP-Gäste gastronomisch auf höchstem Niveau kulinarisch verwöhnt wurden. Hinzu kommen weiterhin "Klassiker" wie die kulinarische Betreuung der VIP Gäste der Formel 1, das Hahnenkammrennen in Kitzbühel oder andere Ski Events, das CHIO in Aachen, das Beachvolleyballturnier am Wörthersee oder das Finale der Championsleague.

Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009 2007 / 2008
Umsatz in m € 352,74 387,78 354,62
EBITDA in m € 36,03 28,83 30,14
EBITDA-Marge in % 10,2% 7,4% 8,5%
EBIT in m € 18,57 8,61 14,66
EBIT-Marge in % 5,3% 2,2% 4,1%
EGT in m € 19,26 8,83 14,27
Konzernergebnis in m € 9,66 2,08 6,41
MitarbeiterInnen 3.542 3.835 3.774
Eigenkapital 1 in m € 87,34 75,45 72,61
Eigenkapital-Quote1 in % 50,9% 45,6% 41,1%
Nettozinsverbindlichkeiten in m € -29,17 0,07 -5,63
Net Gearing in % -33,4% 0,1% -7,8%
Working Capital in m € 17,43 9,91 24,96
Operativer Cash-Flow in m € 45,85 24,66 26,88
Abschreibungen in m € -17,46 -20,22 -15,48
Free Cash-Flow in m € 31,47 0,75 18,89
ROS in % 5,5% 2,3% 4,0%
Capital Employed in m € 73,58 88,98 88,21
ROCE in % 15,5% 5,8% 9,6%
ROE in % 11,9% 2,8% 9,1%

1… Bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte

Kennzahlen je Aktie

(berechnet mit der gewichteten Anzahl an ausgegebenen Aktien)

Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009 2007 / 2008
EBITDA je Aktie in € 4,66 3,70 3,87
EBIT je Aktie in € 2,40 1,10 1,88
Gewinn je Aktie in € 1,25 0,27 0,82
buchmäßiges Eigenkapital 1 in € 11,31 9,69 9,31
Höchstkurs2 in € 16,40 18,95 26,00
Tiefstkurs 2 in € 7,70 7,49 15,83
Kurs ultimo 2 in € 16,00 8,10 16,60
Aktienanzahl gewichtet 3 in TPie 7.725 7.790 7.795
Aktienanzahl ultimo 3 in TPie 7.663 7.779 7.795
Marktkapitalisierung ultimo in m € 122,62 63,01 129,40

1 ... Bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte

2 ... Schlusskurs

3 ... Bereinigt um die bis zum jeweiligen Bilanzstichtag rückgekauften eigenen Aktien

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft war 2009 von der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg betroffen. Ausgangspunkt war der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 und die daraus resultierende internationale Finanz- und Wirtschaftskrise. Nachdem die globale Industrieproduktion bereits im vierten Quartal 2008 schockartig eingebrochen war, setzte sich der Abschwung im ersten Quartal 2009 fort: die Weltwirtschaft schrumpfte um 0,8 %, in den OECD–Ländern kam es zu einem Rückgang des realen BIP von 4,7 %. Für das Gesamtjahr 2009 betrug der Rückgang des realen BIP der Eurozone im Jahresvergleich 3,9 %. Aufgrund ihrer engen wirtschaftlichen und finanziellen Verknüpfung wurden auch die Schwellenländer, insbesondere die Staaten aus Mittel- und Osteuropa von der Krise erfasst, die Konjunkturprognosen mussten laufend nach unten revidiert werden. Die Wirtschaft der EU-27 ging im Jahr 2009 um 4,1 % zurück, die amerikanische Wirtschaft schrumpfte um 2,5 %, Japan musste aufgrund massiver Exportrückgange einen BIP-Rückgang von 5,3 % hinnehmen.

Weltweit haben Regierungen mit umfangreichen Maßnahmen auf die Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert: Milliardenschwere Konjunkturprogramme wurden geschnürt, um den rasanten konjunkturellen Einbruch zu verlangsamen bzw. zu stoppen, staatliche Investitionsprogramme wurden angekündigt, Kurzarbeitsmodelle eingeführt und Haftungsübernahmen für Kredite bereitgestellt. Die Geldpolitik wurde drastisch gelockert, Notenbanken senkten die Zinsen auf historische Tiefststände, um die Liquidität am Kapitalmarkt wieder anzukurbeln und die Kreditvergabe zu stimulieren. Als Folge der umfangreichen Bemühungen begann sich die Weltwirtschaft in den Sommermonaten 2009 zu stabilisieren, das Verbraucher- und Unternehmervertrauen besserte sich langsam. In der Folge erhöhte sich auch die Risikoneigung der Investoren, was auch an den Kursentwicklungen an den internationalen Börsen erkennbar war. Die Erholung erfolgte allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als 2008 und fiel in den einzelnen Volkswirtschaften unterschiedlich aus:

In den USA verlangsamte sich die Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr 2009 spürbar aufgrund der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt und der restriktiven Kreditvergabe seitens der Banken. Ab dem dritten Quartal 2009 verzeichnete das BIP wieder positive Zuwachsraten, gestützt durch den privaten Konsum. Maßgeblich dazu beigetragen hat vor allem das umfangreiche Konjunkturprogramm im Ausmaß von rund 787 Mrd. USD, aber auch die zunehmende Entspannung an den Finanz- und Immobilienmärkten war ein wesentlicher Faktor für die Erholung. Dennoch schrumpfte das BIP um 2,5 %, für 2010 wird allerdings wieder eine Steigerung von rund 2,7 % erwartet.

Die Emerging Markets, allen voran China und Indien, blieben von der Krise ebenfalls nicht verschont. Die rasche Umsetzung der staatlichen Konjunkturprogramme und der umfangreichen geldpolitischen Maßnahmen zeigten jedoch rasch Wirkung und trugen zu Wachstumsraten von 8,7 % bzw. 5,6 % bei. Die japanische Volkswirtschaft hingegen wurde aufgrund ihrer Exportabhängigkeit stark von der Wirtschaftskrise getroffen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal 2009 um 8,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Seither befindet sich die japanische Wirtschaft auf einem moderaten Erholungskurs, der vor allem auf Nachfrageimpulsen aus den Schwellenländern, insbesondere aus China, beruht.

Auch Österreich konnte sich der globalen Rezession nicht entziehen: der weltweite Einbruch der Nachfrage nach Investitionsgütern schlug voll auf die Exportmärkte durch. Die geringe Nachfrage aus Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa führte zu einem Rückgang der realen Exporte um 17,7 %. Der Tiefpunkt der Warenexporte wurde im zweiten Quartal 2009 durchschritten, danach zeigten sich Besserungstendenzen. Gestützt wird die österreichische Wirtschaftsleistung durch den privaten Konsum. Die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt wird sich voraussichtlich auch 2010 noch nicht entspannen. Insgesamt schrumpfte die österreichische Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 3,6 %.

Der US-Dollar verzeichnete im Berichtszeitraum eine Phase der Schwäche. Der Euro-Dollar Wechselkurs lag per Jahresultimo 2009 bei 1,43. Der chinesische Yuan entwickelte sich ähnlich dem US-Dollar schwach und lag zum Jahresende bei 9,84. Der japanische Yen verbesserte sich gegenüber dem Euro im Jahr 2009 um 15 %. Das Britische Pfund notierte zum Bilanzstichtag 31.3.2010 bei 0,89.

2009 war wieder ein Jahr mit starken Schwankungen beim Ölpreis. Der Preis für ein Barrel bewegte sich im Jahr 2009 zwischen 40 und 80 USD, der Durchschnittspreis lag bei 62,81 USD, was 36 % unter dem Vorjahresniveau liegt. Die stabile globale Raffinerieaktivität in Kombination mit einer schwachen Nachfrage füllte die Lager auf und half, den Ölpreis auf vergleichsweise niedrigem Niveau zu halten.

Die kurzfristigen Euro-Zinsen haben Anfang 2009 ihren rasanten Abwärtstrend aus dem Jahr 2008 fortgesetzt, der sich Ende des Jahres 2009 verlangsamte. So notierte der 6-Monats-Euribor Ende des Jahres 2009 bei rund 1 % im Vergleich zu fast 3 % zu Beginn des Jahres 2009. Die langfristigen Euro-Zinsen bewegen sich seit Beginn des Geschäftsjahres seitwärts, die Volatilität hat jedoch grundsätzlich zugenommen. Insgesamt hat die Zinskurve damit erheblich an Steilheit gewonnen.

Für 2010 wird von einer langsamen Entspannung der weltweiten Wirtschaftslage ausgegangen. Die Wirtschaftsforscher prognostizieren für den Euro-Raum ein BIP-Wachstum von 1,0 %, wobei die neuen EU-Länder stärker expandieren werden als die EU-15. Die österreichische Wirtschaft wird laut Prognosen des WIFO von 2010 bis 2012 um rund 1,35 % pro Jahr wachsen.

Risikomanagement

DO & CO ist weltweit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel tätig und mit unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich gleichzeitig zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen sicher und zeitnah reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind standardisierte, konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe wahrgenommen, vom Corporate Riskmanager koordiniert und bildet einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch das permanente Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung generiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die interne Revision gehören.

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet.

Durch permanenten Kontakt des Key Account Managements der Division Airline Catering mit den Kunden kann auf deren wirtschaftliche Lage sehr rasch reagiert werden, um negativen Auswirkungen der Airline Branche auf den DO & CO Konzern zeitnahe und rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an den der Konzernstrategie entsprechenden Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit negativen entsprechenden Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards auf die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen reduziert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns auf mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt. Die konjunkturelle Lage hat sich in den vergangenen Monaten schrittweise verbessert, sodass wieder mit Umsatzzuwächsen gerechnet wird.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neu hinzutretende Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönliche Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft - sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen YTL, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagements die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet. Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 4 Forderungen und Punkt 26 Finanzinstrumente) nachzulesen.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

Umsatz

Die DO & CO Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von EUR 352,74 Mio (VJ: EUR 387,78 Mio). Dies bedeutet einen Umsatzrückgang von EUR -35,03 Mio oder -9,0 %. Diese Reduktion ist überwiegend auf die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 durchgeführte EURO 2008 zurückzuführen.

Umsatz 2009/2010 2008/2009 Veränderung Veränderung
in %
2007/2008
Airline Catering in m € 258,56 246,84 11,71 4,7% 251,96
International Event Catering in m € 34,00 76,87 -42,88 -55,8% 41,65
Restaurants, Lounges & Hotel in m € 60,19 64,06 -3,87 -6,0% 61,02
Konzernumsatz 352,74 387,78 -35,03 -9,0% 354,62

Die Umsätze der Division Airline Catering sind trotz schwieriger Marktbedingungen von EUR 246,84 Mio auf EUR 258,56 Mio gestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von EUR 11,71 Mio oder 4,7 %. Der Anteil am Konzernumsatz erhöht sich damit von 63,7 % auf 73,3 %.

Am österreichischen Airline Catering Markt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge zu verzeichnen. Diese waren im Wesentlichen auf die Reduktion des Board Service bei Austrian Airlines zurückzuführen. Des Weiteren waren – aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise auch Rückgänge bei anderen Airlines zu bemerken. Entgegen diesem Trend konnte der Umsatz mit NIKI gesteigert werden.

Der Umsatz im Airline Catering in der Türkei ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Geschäftsaktivitäten mit Turkish Airlines und Drittkunden weiter ausgebaut werden konnten. Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnten in der Türkei Etihad Airways, Tailwind, Egypt Air und Amsterdam Airlines als neue Kunden gewonnen werden. Die Marktposition von DO & CO präsentiert sich dadurch weiter gefestigt.

Auch im internationalen Airline Catering Bereich verzeichnete DO & CO Erfolge und gewann zahlreiche neue Kunden. Dadurch konnten Rückgänge, welche durch die Finanzkrise an den internationalen Standorten verursacht wurden, mehr als kompensiert werden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Singapore Airlines, China Airlines, Qatar Airways, Cathay Pacific und Oman Air zu erwähnen, die an verschiedenen DO & CO Standorten als neue Kunden akquiriert wurden. Des Weiteren ist es DO & CO gelungen, bestehende Airline Catering Verträge mit Emirates und Etihad Airways zu verlängern.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind von EUR 76,87 Mio auf EUR 34,00 Mio gesunken. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von EUR -42,88 Mio. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass DO & CO im Wirtschaftsjahr 2008/2009 die Fußballeuropameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz kulinarisch betreut hat. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 9,6 %.

Rechnet man vom Umsatz der Division International Event Catering aus 2008/2009 jenen der EURO 2008 heraus und vergleicht man diesen bereinigten Umsatz mit dem Umsatz, der 2009/2010 erzielt wurde, so ist kein Rückgang für DO & CO festzustellen. DO & CO hat damit trotz schwierigster Rahmenbedingungen ein mehr als respektables Ergebnis erzielt.

DO & CO konnte am österreichischen Markt zahlreiche Prestigeveranstaltungen durchführen und damit seine Marktposition festigen.

Auf internationaler Ebene gelang es dem Event Catering Team sich hervorragend zu behaupten. In diesem Zusammenhang ist vor allem die erfolgreiche Durchführung des ATP Tennisturnieres in Madrid mit 30.000 VIP Gästen hervorzuheben. Wie auch in den letzen Jahren hat DO & CO 15 Formel 1 Grands Prix kulinarisch betreut. Ein weiterer Höhepunkt des Geschäftsjahres 2009/2010 war das UEFA Champions League Finale in Rom.

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel sind von EUR 64,06 Mio auf EUR 60,19 Mio gesunken. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von EUR -3,87 Mio. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 17,1 %.

Diese Umsatzreduktion der Division Restaurants, Lounges & Hotel ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum Einen war im gesamten Geschäftsjahr an nahezu allen Standorten ein durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zurückhaltendes Konsumverhalten festzustellen. Zum Anderen waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 Zusatzeinnahmen durch die EURO 2008 zu verzeichnen.

Ergebnis

Das konsolidierte Betriebsergebnis (EBIT) der DO & CO Gruppe beträgt für das Geschäftsjahr 2009/2010 EUR 18,57 Mio und liegt damit um EUR 9,96 Mio höher als das Betriebsergebnis des Vorjahres.

Das EBITDA der DO & CO Gruppe liegt bei EUR 36,03 Mio. Das bedeutet einen Anstieg von EUR 7,20 Mio gegenüber dem EBITDA des Vorjahres.

Konzern 2009/2010 2008/2009 Veränderung Veränderung
in %
2007/2008
Umsatz in m € 352,74 387,78 -35,03 -9,0% 354,62
EBITDA in m € 36,03 28,83 7,20 25,0% 30,14
Abschreibungen in m € -17,04 -16,81 -0,23 -1,4% -15,48
Wertminderung in m € -0,42 -3,41 2,99 87,7% 0,00
EBIT in m € 18,57 8,61 9,96 115,7% 14,66
EBITDA-Marge in % 10,2% 7,4% 8,5%
EBIT-Marge in % 5,3% 2,2% 4,1%
MitarbeiterInnen 3.542 3.835 -293 -7,7% 3.774

Im Bereich des Materialaufwandes und Aufwandes für bezogene Leistungen konnten die Kosten in Relation zum Umsatz von 42,5 % im Vorjahr auf 39,8 % reduziert werden. Dieser Effekt ist vor allem dadurch begründet, dass im Geschäftsjahr 2008/2009 im Zuge der EURO 2008 margenfreie Umsätze erwirtschaftet wurden, deren Kosten vor allem im Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen Niederschlag fanden. In absoluten Zahlen ist der Materialaufwand um EUR -24,32 Mio (-14,8 %) bei einer Umsatzreduktion von -9,0 % gesunken.

Der Personalaufwand der DO & CO Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 133,95 Mio auf EUR 119,75 Mio gesunken. Das ist sowohl auf den Rückgang des Geschäftsvolumens als auch auf eine Steigerung der Effizienz zurückzuführen. Daher haben sich die Personalkosten auch in der Relation zum Umsatz von 34,5 % auf 33,9 % reduziert. Noch deutlicher wird dieser Effekt, wenn man aus den Umsätzen des Vorjahres die margenfreien Umsätze herausrechnet. Die auf diese Art bereinigte Kennzahl verbessert sich von 36,5 % auf 33,9 %.

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind von EUR 20,22 Mio im Geschäftsjahr 2008/2009 auf EUR 17,46 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Diese Reduktion ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr eine Wertminderung (außerplanmäßig) auf immaterielle Vermögenswerte in der Höhe von EUR 3,41 Mio durchgeführt wurde. Der wertgeminderte immaterielle Vermögenswert betraf einen im Zuge des Erwerbs der Airest Catering GmbH (nunmehr: Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH) aktivierten Kundenvertrag.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen eine Reduktion von EUR -8,89 Mio bzw. -11,8 %. Diese Reduktion ist vor allem durch das verringerte Geschäftsvolumen und geringere Kursdifferenzen begründet.

Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) ist von 39,5 % im Vorjahr auf 31,9 % im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Diese Veränderung ist im Wesentlichen durch die im Geschäftsjahr 2008/2009 durchgeführte Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten begründet.

DO & CO erreicht mit EUR 9,66 Mio das höchste Konzernergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Earnings per share liegen damit bei EUR 1,25.

Bilanz

Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR -0,95 Mio gesunken, was durch die reduzierte Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr begründet ist.

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens kommt es zu einer Erhöhung von EUR 8,48 Mio gegenüber dem Vorjahr. Dies ist auf einen sehr deutlichen Anstieg der liquiden Mittel zurückzuführen.

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen sowie Buchwerte der Firmenwerte) verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um EUR 11,89 Mio von EUR 75,45 Mio im Vorjahr auf EUR 87,34 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr, was im Wesentlichen durch das Konzernergebnis und die Fremdwährungseffekte einerseits bzw. die erfolgte Dividendenzahlung und rückgekaufte Anteile andererseits bedingt ist.

Die Eigenkapitalquote (nach Bereinigung um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte) konnte damit deutlich verbessert werden und beträgt nunmehr 50,9 % (VJ: 45,6 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten zeigen eine deutliche Reduktion von EUR 23,50 Mio im Vorjahr auf EUR 17,06 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Ursache dieser Reduktion betrifft die langfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind von EUR 65,19 Mio auf EUR 65,37 Mio gestiegen. Während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduziert wurden, ist im Bereich der kurzfristigen Rückstellungen und bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ein Anstieg zu verzeichnen.

Cash Flow

Der operative Cash Flow von EUR 45,85 Mio liegt um EUR 21,19 Mio höher als jener des Vorjahres. Dieser Anstieg ist vor allem durch das deutlich verbesserte Periodenergebnis bedingt. Zusätzlich wurde der operative Cash Flow durch eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und eine Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen bzw. durch den Abbau kurzfristiger Positionen gestärkt.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR -14,39 Mio und ist damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert (VJ: EUR -23,91 Mio). Diese Reduktion ist Ergebnis der restriktiven Investitionspolitik der DO & CO Gruppe im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -17,66 Mio (VJ: EUR -11,85 Mio). Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde der operative Cash Flow dazu genutzt, sämtliche Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 3.835 auf 3.542 Beschäftigte. Diese Veränderung ist einerseits durch das im vergangenen Wirtschaftsjahr 2008/2009 durchgeführte Projekt EURO 2008, andererseits durch konzernweite Personalanpassungen aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage bedingt. Entgegen diesem Trend veränderte sich der Mitarbeiterstand in der Türkei, der aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens gestiegen ist.

Airline Catering

Mit unverwechselbaren und innovativen Qualitätsprodukten, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Passagiere von First-, Business- und Economy Class Kunden, generiert die Division Airline Catering den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern.

Weltweit setzen 21 DO & CO Gourmetküchen in New York, London, Frankfurt, Berlin, München, Mailand, Malta, Salzburg, Wien, Linz, Graz sowie an weiteren neun Standorten in der Türkei neue Standards im Premiumsegment des Airline Caterings.

Inzwischen zählen mehr als 60 Fluglinien zum Kundenportfolio von DO & CO. Darunter finden sich die wichtigen nationalen Kunden wie Austrian Airlines Group und NIKI sowie zahlreiche namhafte internationale Airlines wie Turkish Airlines, British Airways, Singapore Airlines, Oman Air, Cathay Pacific, Emirates Airlines, Etihad Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, South African Airways, KLM, Iberia und Air France.

Airline Catering 2009/2010 2008/2009 Veränderung Veränderung
in %
2007/2008
Umsatz in m € 258,56 246,84 11,71 4,7% 251,96
EBITDA in m € 27,67 18,47 9,20 49,8% 21,11
Abschreibungen in m € -14,37 -13,25 -1,13 -8,5% -11,86
Wertminderung in m € -0,11 -3,41 3,30 96,8% 0,00
EBIT in m € 13,19 1,81 11,37 628,3% 9,25
EBITDA-Marge in % 10,7% 7,5% 8,4%
EBIT-Marge in % 5,1% 0,7% 3,7%
Anteil am Konzernumsatz in % 73,3% 63,7% 71,0%

Im Geschäftsjahr 2009/2010 erzielte die Division Airline Catering einen Umsatz von EUR 258,56 Mio. Dies entspricht einem Wachstum von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/2009 von 63,7 % auf 73,3 %. Insgesamt wurden von den Gourmetküchen der DO & CO Gruppe weltweit mehr als 49 Millionen Passagiere auf rund 376 Tausend Flügen kulinarisch versorgt.

Die Entwicklung der DO & CO Division Airline Catering im Geschäftsjahr 2009/2010 ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Dynamik in der Airline Branche bemerkenswert. Unter steigendem Kostendruck suchen zahlreiche Fluglinien nach neuen und innovativen Lösungen für die von ihnen eingekauften Produkte und Dienstleistungen – insbesondere auch im Bereich Catering. DO & CO konnte sich an diese stark veränderten Marktverhältnisse rasch und erfolgreich anpassen. Erforderliche Reorganisationsmaßnahmen und Kostensenkungsprogramme wurden konsequent vorangetrieben. Zudem konnte DO & CO die Marktdynamik für sich nutzen und zahlreiche Neukunden mit innovativen Qualitätsprodukten und wettbewerbsfähigen Preisen gewinnen.

EBITDA und EBIT verbesserten sich daher gegenüber den Vorjahresergebnissen signifikant. Das EBITDA liegt mit EUR 27,67 Mio um EUR 9,20 Mio oder 49,8 % über dem Vorjahr. Das EBIT ist von EUR 1,81 Mio auf EUR 13,19 Mio gestiegen. Die EBIT-Marge konnte im Airline Catering von 0,7 % im Geschäftsjahr 2008/2009 auf 5,1 % erhöht werden.

In Zusammenhang mit dem deutlich angestiegenen EBITDA und EBIT sind neben der Verbesserung der Kostenstruktur vor allem zwei Aspekte im Vergleich zum Vorjahr hervorzuheben: Zum Einen wurden im vierten Quartal des Vorjahres bedingt durch die Reduktion des Serviceumfanges seitens Austrian Airlines umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen durchgeführt, die sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 in erhöhten Kosten von EUR 1,33 Mio niedergeschlagen haben. Zum Anderen wurde aus demselben Grund im vierten Quartal 2008/2009 eine Wertminderung von einem immateriellen Vermögenswert in Höhe von EUR 3,41 Mio vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 betrug das um diese Effekte bereinigte EBIT EUR 6,55 Mio bei einer EBIT Marge von 2,7 %, das bereinigte EBITDA belief sich auf EUR 19,80 Mio bei einer EBITDA Marge von 8,0 %.

Im Folgenden werden die wichtigsten Entwicklungen in der Division Airline Catering in Österreich, in der Türkei und an den anderen internationalen Standorten dargestellt:

Turkish DO & CO, das 50:50 Joint Venture von DO & CO und Turkish Airlines in der Türkei, hat seine Geschäftsaktivitäten in der Türkei weiter ausgebaut und damit deutlich zur Steigerung des Divisions- und Konzernumsatzes beigetragen. An den neun Standorten Istanbul Atatürk, Istanbul Sabiha Gökcen, Ankara, Antalya, Izmir, Bodrum, Adana, Dalaman und Trabzon wurden über 33 Mio Meals produziert.

Mittlerweile werden 91 % der internationalen Turkish Airlines Kurzstreckenflüge im Return-Catering beliefert. Damit wird der Großteil der Kurzstreckenpassagiere sowohl am Hinflug als auch am Rückflug mit DO & CO Produkten versorgt. Zusätzlich wurde das Absatzvolumen durch das starke Wachstum der Turkish Airlines Flugzeugflotte gesteigert.

Turkish Airlines konnte die Kundenzufriedenheitswerte erneut steigern. Sowohl auf Inlandsflügen als auch auf internationalen Flügen erreichte die Kundenzufriedenheit den beachtlichen Wert von 96 %.

Die Übernahme des Equipment- und Getränkemanagements für Turkish Airlines wurde abgeschlossen. Seit Anfang des Jahres ist auch ein eigenentwickeltes Cabin Crew Trainingszentrum für Turkish Airlines in Betrieb. In einem originalgetreuen Nachbau von Flugzeuginnenräumen wird künftig die Serviceausbildung für alle Flugbegleiter der Turkish Airlines durchgeführt. DO & CO erweitert damit sein Leistungsspektrum hin zum Gesamtanbieter im Airline Catering.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnten in der Türkei mit Etihad Airways, Tailwind, Egypt Air und Amsterdam Airlines gleich vier neue Kunden gewonnen werden.

In Adana wurde die Produktion an einen moderneren Standort am Flughafen verlegt, an dem weitere Effizienzeinsparungen erreicht werden konnten.

In Österreich haben die Sparmaßnahmen des Hauptkunden Austrian Airlines Group zu Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahr geführt. Insbesondere wurde das Catering auf Kurzstreckenflügen reduziert.

Die Reduktion des Cateringvolumens für die Austrian Airlines Group hat in Österreich Reorganisationsmaßnahmen erforderlich gemacht, welche im vierten Quartal des Vorjahres gestartet wurden. Vor allem Produktions- und Logistikabläufe wurden effizienter gestaltet. Die Umstrukturierungen wurden in den ersten beiden Quartalen dieses Geschäftsjahres abgeschlossen und haben die Kostenstrukturen an die neuen Marktbedingungen angepasst.

Neue DO & CO "on-Board"-Cateringprodukte für die Austrian Airlines Economy Class und Business Class auf der Kurz- und Mittelstrecke wurden im Juli 2009 eingeführt. Auch das geänderte Servicekonzept zeichnet sich durch unverwechselbare und innovative DO & CO Qualitätsprodukte aus. Das Catering für die Austrian Airlines Langstrecke und für das Premium Service hat sich umfangmäßig nicht verändert. Die Produktqualität ist hier weiterhin eine der weltbesten im Airline Catering.

In Österreich ist NIKI nach Austrian Airlines der wichtigste Airline Kunde und punktet im Vergleich zu anderen Billigfluglinien unter anderem damit, dass kostenlose "on-Board"- Cateringprodukte angeboten werden. Für NIKI entwickelt Demel Qualitätsprodukte mit innovativem und jungem Erscheinungsbild. Auf den Linienflügen der Kurzstrecke werden den Passagieren frische Sandwiches, auf den Charterdestinationen im Kurz- und Mittelstreckensegment warme "home-made" Hauptspeisen geboten. Durch das deutlich gestiegene Passagiervolumen konnten die DO & CO Cateringumsätze mit NIKI weiter wachsen.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung an den internationalen DO & CO Airline Catering Standorten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010. Die Mehrzahl der internationalen Standorte konnte die Dynamik der Airline Branche für sich nutzen und die Marktposition stärken.

DO & CO Italy ist es gelungen, zwei besonders renommierte Airline Kunden zu akquirieren. Mit dem Catering für die Langstreckenflüge von Singapore Airlines und Cathay Pacific am Flughafen Malpensa wurde das Wachstum in Italien deutlich beschleunigt. Das Airline Catering Geschäftsvolumen in Italien wird sich mit diesen Neukunden beinahe verdoppeln. Für den bestehenden Premium Airline Kunden Etihad Airways konnte man sich gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen und eine Vertragsverlängerung erreichen.

Auch am deutschen Markt verzeichnete DO & CO ein deutliches Umsatzplus. DO & CO München hat für Etihad Airways mit einem attraktiven Speisenkonzept den Zuschlag für das Catering der Flüge nach Abu Dhabi erhalten. Für DO & CO Frankfurt konnte mit Etihad Airways eine Verlängerung des bestehenden Cateringvertrages erreicht werden. Darüber hinaus wurde Oman Air im Oktober als Neukunde für München und Frankfurt akquiriert. Damit positioniert sich DO & CO immer stärker als bedeutender Premium Caterer für Qualitätsairlines des Nahen und Mittleren Ostens.

In Großbritannien konnte die Umsatzexpansion ebenfalls vorangetrieben werden. Etihad Airways zählte erstmals über ein gesamtes Geschäftsjahr zu den Kunden in London. Als großer Erfolg ist der Vertragsabschluss für die Fortführung des Catering für die Business Class Kurzstrecke in London Heathrow der British Airways zu werten. DO & CO wird ab April 2010 die Business Class Produkte an den neuen Hauptcaterer der British Airways liefern. Des Weiteren wurde im vierten Quartal das Catering für die Neukunden China Airlines und Cyprus Airways für Flüge von London Heathrow übernommen.

Der Standort New York verzeichnet einen leichten Umsatzrückgang. Dies ist auf den Verlust eines Kunden zurückzuführen. Mit dem Hauptkunden Emirates wurde eine Verlängerung des bestehenden Cateringvertrages erreicht.

Am Standort Bratislava wurde der operative Airline Catering Geschäftsbetrieb im September 2009 eingestellt. Der Konkurs des Hauptkunden Sky Europe hat diesen Schritt erforderlich gemacht.

Bei den Skytrax World Airline Awards 2010 haben unsere Kunden in der Kategorie "World's Best Onboard Catering" sämtliche Spitzenplätze belegt:

ƒ World's Best Economy Class Onboard Catering: 1. Platz: Turkish Airlines
2. Platz: Etihad Airways
3. Platz: Qatar Airways
ƒ World's Best Business Class Onboard Catering: 1. Platz: Qatar Airways
2. Platz: Austrian Airlines
3. Platz: Singapore Airlines
ƒ World's Best First Class Onboard Catering: 1. Platz: Etihad Airways
2. Platz: Cathay Pacific Airways
3. Platz: Singapore Airlines

Die Auszeichnung unserer Kunden bei dieser prestigeträchtigen Preisverleihung ist ein eindrucksvoller Beweis für die Qualitätsführerschaft von DO & CO und eine erfreuliche Bestätigung der Premiumstrategie bei Produkt und Service im Airline Catering Bereich.

Strategie

  • Gesamtanbieter im Airline Catering
  • Ein unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio als Differenzierungschance für den Kunden
  • Nachhaltige und langfristige Partnerschaften mit den Kunden
  • Ausbau der Positionierung als "der" Anbieter im Premium Airline Catering Segment

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2010/2011

  • Weiterer Ausbau der starken Marktposition sowie Positionierung als Komplettanbieter in der Türkei
  • Einsatz von Flying Cooks für die First Class und Business Class auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines
  • Ausbau der Beziehungen mit Qualitäts-Airlines des Mittleren und Nahen Ostens an den internationalen DO & CO Standorten
  • Akquisition von weiteren Kunden an sämtlichen Standorten

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "Der" Airline Caterer im Premium-Segment
  • Produktkreativität und -innovation in Kern- und Nebenbereichen
  • Anbieter von gesamtheitlichen Lösungen für die Kunden

International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering fiel von EUR 76,87 Mio um EUR -42,88 Mio auf EUR 34,00 Mio. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass DO & CO im Wirtschaftsjahr 2008/2009 die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz kulinarisch betreut hat.

Rechnet man vom Umsatz der Division International Event Catering aus 2008/2009 jenen der EURO 2008 heraus und vergleicht man diesen bereinigten Umsatz mit dem Umsatz, der 2009/2010 erzielt wurde, so ist kein Rückgang für DO & CO festzustellen. DO & CO hat damit trotz schwierigster Rahmenbedingungen ein mehr als respektables Ergebnis erzielt.

International Event Catering 2009/2010 2008/2009 Veränderung Veränderung
in %
2007/2008
Umsatz in m € 34,00 76,87 -42,88 -55,8% 41,65
EBITDA in m € 3,97 5,70 -1,73 -30,4% 4,59
Abschreibungen in m € -0,97 -1,32 0,34 26,1% -1,55
EBIT in m € 2,99 4,38 -1,39 -31,7% 3,04
EBITDA-Marge in % 11,7% 7,4% 11,0%
EBIT-Marge in % 8,8% 5,7% 7,3%
Anteil am Konzernumsatz in % 9,6% 19,8% 11,7%

Am österreichischen Markt konnte DO & CO wiederum zahlreiche prestigeträchtige Veranstaltungen durchführen. In diesem Zusammenhang sind hier das Stadioncatering von Red Bull Salzburg und die Betreuung von Länderspielen des ÖFB hervorzuheben. Des Weiteren sind die "DO & CO Klassiker" wie der Beach Volleyball Grand Slam Klagenfurt, das Hahnenkammrennen in Kitzbühel, das Nightrace in Schladming sowie die Vier-Schanzen-Tournee am Bergisel und in Bischofshofen zu nennen.

Auch auf internationaler Ebene gelang es dem Team der Division International Event Catering sich hervorragend zu behaupten. Der Anteil des im Ausland erzielten Umsatzes ist im Vergleich zum vorhergehenden Wirtschaftsjahr von 54 % auf 60 % gestiegen.

Besonderes Highlight im Berichtsjahr war das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid. Dieses überaus erfolgreiche Turnier wurde 2009 erstmals an einem vollkommen neuen Standort, der eigens für solche Veranstaltungen errichtet wurde, ausgetragen. Über 30.000 VIP-Gäste wurden innerhalb von 10 Tagen gastronomisch auf allerhöchstem Niveau verwöhnt. Neben den klassischen Leistungen des Caterings hat das umfangreiche Leistungsspektrum des DO & CO Eventteams maßgeblich zur Schaffung eines temporären, räumlichen Ambientes beigetragen, welches Seinesgleichen sucht.

Als weiterer Höhepunkt im Wirtschaftsjahr 2009/2010 ist das UEFA Champions League Finale 2009 in Rom zu nennen. Beim wichtigsten europäischen Sportereignis des Jahres kamen über 5.000 VIP Gäste in den Genuss des DO & CO Caterings.

Wie auch in den Jahren zuvor wurden 15 Formel 1 Grands Prix von DO & CO kulinarisch betreut. Besonders hervorzuheben ist die Veranstaltung am Circuit von Abu Dhabi, der im November 2009 mit 15.000 VIP-Gästen fulminant eröffnet wurde. Insgesamt konnten über 62.000 VIP Gäste im Berichtsjahr von DO & CO verwöhnt werden.

Das beachtliche Ergebnis im Wirtschaftsjahr 2009/2010 erfuhr mit der Durchführung von Events wie dem traditionellen Springreitturnier CHIO in Aachen und der 50-Jahr-Feier der Turkish Airlines in Rom seine Abrundung.

Das EBITDA der Division International Event Catering liegt im Wirtschaftsjahr 2009/2010 mit EUR 3,97 Mio um EUR -1,73 Mio unter jenem des Vorjahres (EUR 5,70 Mio). Die EBITDA-Marge konnte von 7,4 % im Vorjahr auf 11,7 % gesteigert werden. Das EBIT reduzierte sich von EUR 4,38 Mio um EUR -1,39 Mio auf EUR 2,99 Mio. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 5,7 % auf 8,8 %.

In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass die Umätze der EURO 2008 im Geschäftsjahr 2008/2009 margenfreie Umsätze beinhalten. Die um margenfreie Umsätze bereinigte EBITDA-Marge betrug im Wirtschaftsjahr 2008/2009 10,2 % bzw. die EBIT-Marge 7,8 %.

Somit zeigt selbst der um die EURO 2008 bereinigte Vorjahresvergleich, dass eine Steigerung der Margen erzielt werden konnte.

Strategie von DO & CO

  • Verstärkung der Kernkompetenz vom Premium Caterer hin zum "Gourmet Entertainment Generalunternehmer"
  • Festigung der Premium Event Marke DO & CO
  • Profilierung als starker und verlässlicher Partner

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2010/2011

  • Mit der Durchführung des UEFA Champions League Finales 2010 in Madrid kann diese Serie nach Gelsenkirchen 2004, Istanbul 2005, Paris 2006 und Rom 2009 erfolgreich fortgesetzt werden
  • Intensive Teilnahme an Ausschreibungen: der Fokus bleibt auf internationale Sport-Großveranstaltungen gerichtet
  • Aufbau des Eventcaterings in der Türkei
  • Aufbau des Eventcaterings in Großbritannien

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Als "one stop partner"
  • Einzigartiges Premiumprodukt unverkennbar und nicht austauschbar
  • Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum Partner, der seinen Kunden als "no headache partner" jederzeit zur Verfügung steht
  • Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam

Restaurants, Lounges & Hotel

Im Wirtschaftsjahr 2009/2010 konnte in der Division Restaurants, Lounges & Hotel ein Umsatz von EUR 60,19 Mio erzielt werden. Das bedeutet einen Rückgang von EUR -3,87 Mio oder -6,0 % im Vergleich zum Vorjahr.

Restaurants, Lounges & Hotel 2009/2010 2008/2009 Veränderung Veränderung
in %
2007/2008
Umsatz in m € 60,19 64,06 -3,87 -6,0% 61,02
EBITDA in m € 4,39 4,66 -0,27 -5,7% 4,44
Abschreibungen in m € -1,69 -2,25 0,55 24,6% -2,07
Wertminderung in m € -0,31 0,00 -0,31 0,00
EBIT in m € 2,39 2,41 -0,03 -1,1% 2,37
EBITDA-Marge in % 7,3% 7,3% 7,3%
EBIT-Marge in % 4,0% 3,8% 3,9%
Anteil am Konzernumsatz in % 17,1% 16,5% 17,2%

Diese Umsatzreduktion der Division Restaurants, Lounges & Hotel ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum Einen war im gesamten Geschäftsjahr an nahezu allen Standorten ein durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zurückhaltendes Konsumverhalten festzustellen. Zum Anderen waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 Zusatzeinnahmen durch die EURO 2008 zu verzeichnen.

Betrachtet man die Geschäftsfelder und Standorte im Einzelnen, so sind folgende Aspekte hervorzuheben:

Klassische DO & CO Restaurantstandorte wie DO & CO Stephansplatz und DO & CO Albertina haben sich ganz hervorragend behaupten können. Die Ergebnisse beider Standorte erwiesen sich als von der Finanzkrise unbeeindruckt.

Standorte wie das Casino Baden, das Platinum Wien und die BMW Welt München mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Wirtschaftskrise und die dadurch zurückhaltende Durchführung von Firmenveranstaltungen waren 2009/2010 spürbar.

Erfreulich haben sich die Umsätze des Demel Salzburg und des Demel Wien entwickelt. Am Kohlmarkt wurde das sehr hohe Vorjahresniveau sogar übertroffen.

Des Weiteren wird nach einem neuen Standort für den Demel in New York gesucht, da der bisherige Standort die an ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte und Ende März 2010 geschlossen wurde. Die sehr positive Resonanz auf die Marke Demel und deren Produkte in den USA lässt keinen Zweifel aufkommen, die österreichische Traditionsmarke in New York an einem besser gelegenen Standort erfolgreich fortzuführen.

Für die von DO & CO für Austrian Airlines am Standort Wien betriebenen Mitarbeiterrestaurants und Lounges sind Umsatzrückgänge zu berichten.

Entgegen den Entwicklungen in Österreich sind die beiden Lufthansa Lounges in Frankfurt und New York hervorzuheben. Im schwierigen Airline Catering Jahr mit deutlich rückläufigen Passagierzahlen ist das Gästeaufkommen in beiden Lounges gestiegen. Dies ist als besonderer Vertrauensbeweis seitens Lufthansa und deren Kunden in DO & CO zu werten. So wurden in Frankfurt erstmals über 200.000 Gäste vor dem Abflug kulinarisch verwöhnt. In New York wurde die Lounge erstmals ein gesamtes Wirtschaftsjahr von DO & CO betreut: 75.000 Gäste konnten sich an dem erstklassigen Speisen- und Getränkeangebot erfreuen.

Obwohl die Division Restaurants, Lounges & Hotel eine Umsatzreduktion von -6,0 % hinnehmen musste, sind die Margen auf unverändertem Niveau. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Konzern zeitnahe und umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen und Kostensenkungsprogramme umgesetzt hat, die es ermöglicht haben, die Ergebnisse zu stabilisieren.

Das EBITDA ging von EUR 4,66 Mio im Vorjahr auf EUR 4,39 Mio im Berichtsjahr leicht zurück. Das EBIT von EUR 2,39 Mio liegt auf Vorjahresniveau. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 7,3 % (VJ: 7,3 %) bzw. einer EBIT-Marge von 4,0 % (VJ: 3,8 %).

Strategie von DO & CO

  • Research & Development Center und Kreation für den DO & CO Konzern
  • Marketinginstrument und Imageträger der Gruppe sowie Markenentwicklung
  • Restaurants, Lounges & Hotel als umfassende Hospitality Lösung

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2010/2011

  • Eröffnung einer Lounge der Turkish Airlines in Adana
  • Teilnahme an Ausschreibungen insbesondere im Loungen Sektor
  • Neueröffnung des Demel New York an strategisch besserem Standort
  • Hotel in Istanbul am Bosporus: Abschluss der Projektplanung und Beginn der Bauarbeiten; geplante Eröffnung 2012

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Innovation unter Berücksichtigung der Märkte weltweit
  • Starke Marke, die für Spitzenqualität bürgt
  • Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Restaurants, Demel Cafés, Lounges, Hotels
  • Einzigartige Standorte: Wien: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina Salzburg: Residenzplatz London: British Museum

Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB

Nach den massiven Kursverlusten an den internationalen Börsen, die im März 2009 ihren Höhepunkt fanden, konnten sich ab dem Frühjahr 2009 die Kurse wieder erholen. Entgegen den Erwartungen hielt die gute Stimmung im Jahresverlauf an den Börsen an. Unsicherheiten über die Entwicklung der Konjunktur und das Zinsniveau zeigten sich dadurch, dass der Aufwärtstrend immer wieder durch moderate Rückschläge unterbrochen wurde.

Der ATX konnte im Berichtszeitraum einen deutlichen Anstieg von 55,2 % verzeichnen und schloss am 31. März 2010 bei 2.634 Punkten (VJ: 1.697 Punkte).

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Kursanstieg um nahezu 100 % und schloss am 31. März 2010 mit einem Kurs von EUR 16,0. Dieser Kurs entspricht einer Marktkapitalisierung von EUR 122,62 Mio (unter Berücksichtigung der bis zum Stichtag rückgekauften Aktien).

DO & CO Stock in EUR | ATX (Austrian Traded Index)

DO & CO setzte im Geschäftsjahr 2009/2010 das Aktienrückkaufprogramm fort. Es wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 115.785 Aktien zurückgekauft. Zu Ende des Wirtschaftsjahres beträgt der Stand an zurückgekauften Aktien damit 131.740 Stück (VJ: 15.955 Stück). Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,69 %. Zwischen 17. Oktober 2008 und 10. Januar 2011 können maximal 4 % des Grundkapitals aus dem Streubesitz zurückgekauft werden.

Aktionärsstruktur

Die Attila Dogudan Privatstiftung ist mit 55,34 % Mehrheitsaktionär der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 25,17 %. Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (sämtliche Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den Bilanzstichtag und berücksichtigen die zu diesem Zeitpunkt rückgekauften eigenen Anteile).

Finanzkalender

08.06.2010 Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009/2010
08.07.2010 Hauptversammlung
12.07.2010 Dividenden-ex-Tag
26.07.2010 Dividendenzahltag
19.08.2010 Ergebnis für das erste Quartal 2010/2011
11.11.2010 Ergebnis für das erste Halbjahr 2010/2011
10.02.2011 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2010/2011

Dividendenausschüttung

Der Vorstand der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,25 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2009/2010 auszuschütten. Dies entspricht, bezogen auf den Schlusskurs von EUR 16,0 am 31. März 2010, einer Dividendenrendite von 1,56 % (VJ: 1,85 %).

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Juni 2012 um bis zu EUR 7.795.200,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuer Stammaktien zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die diesbezügliche Ermächtigung nicht ausgenutzt.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Investor Relations

DO & CO bekennt sich zu hoher Transparenz gegenüber allen Zielgruppen der Financial Community. In diesem Sinne wurden im Laufe des Jahres regelmäßig die Konzernergebnisse veröffentlicht sowie relevante Ereignisse in Presseaussendungen bekanntgegeben.

Vorstand und Management haben auch im Geschäftsjahr 2009/2010 in zahlreichen persönlichen Gesprächen sowie Präsentationen Investoren und Analysten über die Strategie und aktuelle Entwicklungen des Konzerns informiert.

Alle Veröffentlichungen sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.590.400,00 und ist in 7.795.200 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt. Der DO & CO Restaurants & Catering AG steht an den im Rahmen des veröffentlichten Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien (siehe Kapitel Aktie / Investor Relations) kein Stimmrecht zu.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 55,34 % sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH mit 25,17 % halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, bis 30. Juni 2012 das Grundkapital um bis zu weitere EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen zu erhöhen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juli 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Jänner 2011 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß zu erwerben. Der Vorstand hat am 14. Oktober 2008 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen (beabsichtigtes Volumen: bis zu 4 % des Grundkapitals).
    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen der DO & CO-Gruppe, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Ausblick

Die Entwicklung in der Division Airline Catering ist unverändert von einer sehr hohen Volatilität und großer Dynamik des Marktgeschehens gekennzeichnet.

Die große Dynamik der Marktentwicklung kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass viele Kunden auf der Suche nach Einsparungen oder nach innovativen Produktverbesserungen neue Airline Catering Verträge ausschreiben. Daher nimmt DO & CO derzeit an zahlreichen internationalen Ausschreibungen teil und hat damit die Chance, weiterhin zu wachsen und zusätzliche Kunden zu akquirieren und damit das Kundenportfolio noch mehr zu erweitern.

DO & CO konnte in den letzten Monaten des Geschäftsjahres allgemein eine Verbesserung der Passagierzahlen bei den Fluglinien feststellen. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend, zumindest moderat, auch in den nächsten Monaten weiter fortsetzt.

In Österreich hat sich die Situation um den Hauptkunden Austrian Airlines nach der Übernahme durch Lufthansa, trotz starker Sparmaßnahmen, stabilisiert. Somit darf auch in Österreich – parallel zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation - eine weitere Erholung der Passagierzahlen erwartet werden.

In der Türkei setzt sich die dynamische Aufwärtsentwicklung der Turkish Airlines und anderer Drittkunden fort. Um eine weitere Verbesserung des Onboardservices zu erzielen, wurde im April 2010 mit dem Einsatz von "Flying Chefs" auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines begonnen. In den folgenden Monaten ist beabsichtigt, das Board Service auf sämtlichen Langstreckenflügen durch "Flying Chefs" zu verstärken.

Im Bereich des International Event Caterings hat sich die Situation in den letzten zwei Quartalen zunehmend stabilisiert. Im Zentrum der Aktivitäten der Division International Event Catering stehen neben Veranstaltungen für viele nationale und internationale Firmen- und Privatkunden auch wieder große internationale Events am Programm. Die Formel 1 Grands Prix, Championsleaguefinali und andere große Sportveranstaltungen werden mit den höchsten Qualitätskriterien auch heuer wieder von DO & CO kulinarisch betreut werden. Ziel von DO & CO ist es, im Bereich der Premiumveranstaltungen die führende Marktposition abzusichern bzw. mit Neukunden weiter auszubauen.

Der Fokus der Division Restaurants, Lounges und Hotel liegt in diesem Wirtschaftsjahr bei den Projektarbeiten für die Errichtung eines Hotels in Istanbul. Vorausgesetzt, dass alle Bewilligungsverfahren positiv abgeschlossen werden können, erfolgt ein Beginn der Bauarbeiten zu Ende des Kalenderjahres 2010. Eine Eröffnung des Hotels ist für 2012 geplant.

Im Mai 2010 erfolgte die Eröffnung der ersten Airport Lounge in der Türkei. Dieser Lounge, die für Turkish Airlines am Flughafen in Adana betrieben wird, sollen im Laufe der nächsten Quartale weitere Lounges an anderen Flughäfen in der Türkei folgen.

Ganz allgemein ist das DO & CO Management zuversichtlich, den erfolgreichen Weg der letzten Jahre auch weiterhin fortsetzen zu können. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards und sehr gut ausgebildete MitarbeiterInnen bieten DO & CO auch weiterhin – trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes – sehr gute Wachstumsmöglichkeiten. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wird daher – sollten keine unvorhergesehenen, insbesondere nicht im Einfluss von DO & CO liegenden Umstände eintreten – eine plankonforme Entwicklung der Ergebnisse erwartet.

Wien, am 21. Mai 2010

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Corporate Governance Bericht

Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) stellt ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung sowie Leitung von Aktiengesellschaften in Österreich dar.

Seit Februar 2007 bekennt sich DO & CO umfassend zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (abrufbar unter www.corporate-governance.at), hält die im Kodex angeführten L-Regeln (Legal Requirements) dem Gesetz entsprechend ein und erklärt, von den C-Regeln (Comply or Explain) nicht abzuweichen.

Ziel des Managements von DO & CO ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die permanente Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sollen zu einer Unternehmenskultur führen, die Vertrauen schafft und damit langfristige Wertschöpfung ermöglicht.

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex lässt DO & CO in Entsprechung der Regel 62 des ÖCGK seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 regelmäßig und freiwillig durch eine unabhängige, externe Institution evaluieren. Die Evaluierung für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurde durch Berger Saurer Zöchbauer Rechtsanwälte, Wien vorgenommen. Der Bericht über die externe Evaluierung ist auf der Website von DO & CO abrufbar.

Der Vorstand

Mitglieder

Attila DOGUDAN Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2. Juni 2012 Keine sonstigen vergleichbaren Funktionen

Michael DOBERSBERGER Mitglied des Vorstands; geboren 1963 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1998 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2. Juni 2012 Keine sonstigen vergleichbaren Funktionen

Arbeitsweise

In der Satzung sowie in der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt.

Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegen die Gesamtleitung des Unternehmens und die Koordinierung der Tätigkeit des Vorstands. Sämtliche Mitglieder des Vorstands haben den Vorsitzenden und sich gegenseitig über alle wichtigen Geschäftsvorfälle ihres Geschäftsbereiches zu unterrichten. Der Vorsitzende des Vorstands, Attila Dogudan, ist zuständig für die Strategie und Organisation des Unternehmens, für zentrale Einheiten sowie federführend für die Segmente Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Das Mitglied des Vorstands, Michael Dobersberger, ist für den Bereich International Event Catering sowie für Hygiene und Technik zuständig.

Die Geschäftsordnung enthält weiters die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

Der Aufsichtsrat

Mitglieder

o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD Vorsitzender; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 weitere Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Strabag SE, Villach
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Ottakringer Brauerei AG, Wien

RA Dr. Werner SPORN Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1935 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ing. Georg THURN-VRINTS Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften

Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD

Mitglied; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 weitere Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der UNIQA Versicherungen AG, Wien
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der AGRANA-Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien
  • Mitglied des Aufsichtsrates der BAYWA AG, München
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim

Arbeitsweise

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Satzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/2010 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Sitzungen wahrgenommen. Die Schwerpunkte der Sitzungen lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie der Erörterung möglicher anstehender Akquisitionen. In diesem Zusammenhang wurde auch intensiv über die Auswirkungen der Krise der Finanzmärkte und der Realwirtschaft auf die einzelnen Divisionen und Investitionsentscheidungen sowie über die im Hinblick auf die das Marktumfeld beeinflussende Faktoren zu treffenden Maßnahmen beraten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Unabhängigkeit

Im Aufsichtsrat von DO & CO sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; Überkreuzverflechtungen existieren ebenso nicht. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtratsmitglieder der DO & CO Restaurants & Catering AG tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab (siehe auch Vergütungsbericht).

Im Zusammenhang mit den Regeln 39, 53 und 54, Anhang 1 des ÖCGK, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14. Februar 2007 nachstehende Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratmitglieder und Ausschuss-Mitglieder beschlossen:

Ein Aufsichtsratmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Als weitere Kriterien der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratmitglieds werden festgelegt:

  1. Das Aufsichtsratmitglied soll in den vergangenen 5 Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.

  2. Das Aufsichtsratmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen an denen das Aufsichtsratmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.

  3. Das Aufsichtsratmitglied soll in den letzten 3 Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

  4. Das Aufsichtsratmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratmitglied ist.

  5. Das Aufsichtsratmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Eltern, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates erklären, dass sie im Sinne dieser Kriterien unabhängig sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

PRÜFUNGSAUSSCHUSS: o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden Ing. Georg THURN-VRINTS: Mitglied Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD: Mitglied

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat sowie die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrates für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers).

Die Funktion des Prüfungsausschusses wird derzeit vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses und dessen Finanzexperte. Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist auch Stellvertreter des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2009/2010 insgesamt zweimal zusammen. Die Tätigkeitsschwerpunkte in diesen Sitzungen lagen bei der Behandlung des Management Letters zur (Konzern-)Abschlussprüfung 2008/2009, bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

PRÄSIDIUM: o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden

Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter.

Dem Präsidium obliegt auch die Funktion des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses sowie des Ausschusses zur Entscheidung in dringenden Fällen.

Als Nominierungsausschuss unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.

Als Vergütungsausschuss befasst sich das Präsidium mit den Angelegenheiten, die die Beziehung zu der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, der Vergütung der Vorstandsmitglieder und mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Der Vergütungsausschuss ist in diesem Geschäftsjahr einmal zusammengetreten und hat sich mit den Prämienauszahlungen des Vorstands für das vorangegangene Geschäftsjahr sowie mit den neuen Grundsätzen für Vorstandsvergütungen gemäß Regel 27 ff des ÖCGK 2010 befasst.

Als Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen obliegt dem Präsidium die Entscheidung bei zustimmungspflichtigen Geschäften.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der DO & CO Restaurants & Catering AG angewendet werden.

Vergütungen für den Vorstand

Die Gesamtbezüge teilen sich in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei sich der Fixbezug der Vorstandsmitglieder am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und in Form von 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt wird. Ein weiteres wichtiges Element für die Vergütung des Vorstands ist eine hohe variable Komponente, welche sich ebenfalls am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Die erfolgsabhängige Komponente stellt auf das jeweilige Jahresergebnis (EBIT-Marge nach Firmenwertabschreibung) ab und beträgt maximal 100 % des Fixbezuges. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde ein variabler Gehaltsbestandteil im Hinblick auf die vom Vorstand getätigten Reorganisationsmaßnahmen gemäß den Regeln des ÖCGK 2009 betreffend die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ermittelt.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 555, wobei davon auf Herrn Attila Dogudan rund TEUR 336 und auf Herrn Michael Dobersberger rund TEUR 219 entfielen. Die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2008/2009 betrugen TEUR 135, wobei TEUR 90 auf Herrn Dogudan und 45 TEUR auf Herrn Dobersberger entfielen.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Den Vorstandsmitgliedern steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Vergütungen für den Aufsichtsrat

Das Vergütungsschema der Aufsichtsratmitglieder sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine um 50 % höhere und der stellvertretende Vorsitzende eine um 25 % höhere Vergütung eines Aufsichtsratmitglieds erhält.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Juli 2009 für das Geschäftsjahr 2008/2009 eine Vergütung von insgesamt TEUR 38 (VJ: TEUR 38) bezahlt, wovon TEUR 12 auf den Aufsichtsratsvorsitzenden, TEUR 10 auf den Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, und jeweils TEUR 8 auf die Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen.

Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2009/2010 für juristische Beratungstätigkeiten Honorare in der Höhe von TEUR 380 in Rechnung gestellt.

Weiters besteht in der DO & CO Restaurants & Catering AG eine aufrechte Vermögensschadenund Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) zugunsten der Organmitglieder. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

Wien, am 21. Mai 2010

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Attila Dogudan Michael Dobersberger

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig schriftlich und mündlich in und außerhalb von Sitzungen über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung im Rahmen von offenen Diskussionen eingehend beraten.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009/2010 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Sitzungen wahrgenommen. Die Schwerpunkte der Sitzungen lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie der Erörterung möglicher anstehender Akquisitionen. In diesem Zusammenhang wurde auch intensiv über die Auswirkungen der Krise der Finanzmärkte und der Realwirtschaft auf die einzelnen Divisionen und Investitionsentscheidungen sowie über die im Hinblick auf die das Marktumfeld beeinflussende Faktoren zu treffenden Maßnahmen beraten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 31. Mai 2010 den Jahresabschluss der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft und die Vorbereitung seiner Feststellung, den Vorschlag für die Gewinnverteilung, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht geprüft, sowie den Management-Letter eingehend behandelt und weiters vorgeschlagen, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für 2010/2011 zu wählen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2009/2010 insgesamt zweimal zusammen und hat dabei auch den Rechnungslegungsprozess, die Umsetzung von Optimierungen des internen Kontrollsystems, der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht. Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal.

Der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft zum 31. März 2010 samt Lagebericht wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungsbestimmungen erstellt und durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Bericht des Vorstands zum Prüfungsergebnis einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2009/2010 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 96 Abs (4) AktG festgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2010 samt Erläuterungen wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und mit dem Konzernlagebericht durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009/2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverteilung der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft geprüft. Der Hauptversammlung wird am 8. Juli 2010 vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 1.948.800,00 zur Gänze auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende von EUR 0,25 auf jede dividendenberechtigte Aktie.

Die Einklangsprüfung des Corporate Governance Berichtes nach §243b UGB wurde von Berger Saurer Zöchbauer Rechtsanwälte durchgeführt und hat in ihrem abschließenden Ergebnis zu keinen wesentlichen Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Aufsichtsrat schlägt gemäß § 270 (1) UGB, § 108 (1) AktG und Regel 78 ÖCGK vor, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum (Konzern-)Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010/2011 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung und den MitarbeiterInnen für ihren Einsatz in einem merklich schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld.

Wien, am 31. Mai 2010 DDr. Waldemar Jud

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Kennzahlen Glossar

EBITDA-Marge

Setzt das EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Relation zum Umsatz

EBIT-Marge

Setzt das EBIT (Betriebsergebnis) in Relation zum Umsatz

Eigenkapital-Quote

Zeigt das Verhältnis des um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte bereinigten Eigenkapitals zum Gesamtkapital

Nettozinsverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Gearing Ratio

Zeigt die Finanzierungsgebarung als Verhältnis Nettozinsverbindlichkeiten zu Eigenkapital (bereinigt um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte)

Working Capital

Ist der Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital

Free Cash-Flow

Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit zuzüglich Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit

ROS – Return on sales

Ist die Umsatzrendite und wird durch Gegenüberstellung des EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) zu Umsatz ermittelt

Capital Employed

Eigenkapital nach Dividendenzahlungen abzüglich der Buchwerte der Firmenwerte zuzüglich verzinsliches Fremdkapital und Nettozinsverbindlichkeiten abzüglich Finanzanlagen

ROCE – Return on capital employed

Zeigt die Verzinsung des investierten Kapitals durch Gegenüberstellung des EBIT vor Firmenwertabschreibungen abzüglich der bereinigten Steuern im Vergleich zum durchschnittlichen Capital Employed

ROE – Return on equity

Versteuertes Ergebnis (vor Firmenwertabschreibungen) wird dem durchschnittlichen Eigenkapital nach Dividendenausschüttungen und nach Abzug der Buchwerte der Firmenwerte gegenübergestellt

Konzernabschluss 2009/2010

der DO & CO Gruppe nach IFRS

Konzernbilanz zum 31. März 2010

Anhang A K T I V A
in TEUR
31. März 2010 31. März 2009
Immaterielle Vermögenswerte 25.352 28.733
Sachanlagen 59.143 57.548
Finanzanlagen 1.645 1.536
(1) Anlagevermögen 86.140 87.817
(2) Übriges langfristiges Vermögen 1.770 1.046
Langfristiges Vermögen 87.910 88.863
(3) Vorräte 10.333 11.238
(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.213 31.875
(4) Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen 14.026 18.022
(5) Liquide Mittel 29.171 15.132
Kurzfristiges Vermögen 84.742 76.267
(6) Latente Steuern 3.116 4.227
Summe Aktiva 175.768 169.357
Anhang P A S S I V A
in TEUR
31. März 2010 31. März 2009
Grundkapital 15.590 15.590
Kapitalrücklagen 34.464 34.464
Gewinnrücklagen 24.043 23.124
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -5.636 -6.502
Eigene Anteile -1.221 -162
Konzernergebnis 9.659 2.084
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 76.898 68.598
Anteile anderer Gesellschafter 16.442 12.075
(7) Eigenkapital 93.340 80.672
(8) Langfristige Rückstellungen 16.805 14.771
(9) Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 8.503
(10) Übrige langfristige Verbindlichkeiten 257 225
Langfristige Verbindlichkeiten 17.062 23.499
(11) Kurzfristige sonstige Rückstellungen 36.185 31.767
(12) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 6.699
(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.625 17.979
(13) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.555 8.740
Kurzfristige Verbindlichkeiten 65.366 65.185
Summe Passiva 175.768 169.357

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2009/2010

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Anhang in TEUR 2009 / 2010 2008 / 2009
(14) Umsatzerlöse 352.744 387.775
(15) Sonstige betriebliche Erträge 9.905 15.080
(16) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -140.403 -164.724
(17) Personalaufwand -119.752 -133.945
(18) Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -17.040 -16.810
(18) Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -421 -3.410
(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen -66.467 -75.359
EBIT - Operatives Betriebsergebnis 18.567 8.607
(20) Finanzergebnis 690 227
davon aus assoziierten Unternehmen 157 404
EGT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19.257 8.835
(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag -6.138 -3.488
Ergebnis nach Ertragsteuern 13.119 5.346
(22) Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis -3.460 -3.263
Konzernergebnis 9.659 2.084

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009
Anzahl der Aktien (in Stk) 7.663.460 7.779.245
Gewichtete Aktien (in Stk) 7.725.246 7.790.230
Ergebnis je Aktie 1,25 0,27

Konzern-Geldflussrechnung

in TEUR Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19.257 8.835
+ Abschreibungen und Wertminderungen 17.460 20.220
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Investitionsbereiches
374 432
+/- Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -110 -78
-/+ sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen 0 -838
Cash-Flow aus dem Ergebnis 36.982 28.570
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der kurzfristigen 2.092 4.944
Vermögenswerte
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 9.781 5.644
+/- Zunahme / Abnahme von Lieferverbindlichkeiten sowie der
übrigen Verbindlichkeiten
2.804 -11.843
+/- Währungsbedingte Veränderung des Nicht-Fondsvermögen -1.383 -422
+/- Veränderung des Ausgleichsposten aus der 242 761
Schuldenkonsolidierung
- Zahlungen für Ertragsteuern sowie Veränderung latenter -4.662 -2.991
Steuern
Cash-Flow aus dem operativen Bereich 45.854 24.662
+/- Veränderungen aus Abgängen von Sachanlagen und
immateriellem Vermögen
104 211
- Auszahlungen für Zugänge von Sachanlagen und -13.544 -24.234
immateriellem Vermögen
-/+ Zunahme / Abnahme der langfristigen Forderungen -944 112
Cash-Flow aus dem Investitionsbereich -14.385 -23.912
- Dividendenzahlung an Aktionäre -1.165 -1.169
- Dividendenzahlung an Minderheitsgesellschafter -233 0
+/- Zahlungsströme aus dem Erwerb eigener Aktien -1.059 -162
+/- Zunahme / Abnahme der Finanzverbindlichkeiten -15.202 -10.522
Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich -17.659 -11.853
Cash-Flow gesamt 13.811 -11.103
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 15.132 26.069
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den 228 166
Finanzmittelbestand
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
29.171 15.132

Konzern-Eigenkapitalveränderung

Den Anteilseignern der DO & CO AG zurechenbarer Anteil
Übriges kum. Ergebnis
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Währungs
differenzen
ausländ.
Tochter
unter
nehmen
Aus
wirkungen
Net Invest
ment
Latente
Steuer
Eigene
Anteile
Summe Anteile
anderer
Gesell
schafter
Eigen
kapital
Stand per 31. März 2008 15.590 34.464 17.879 6.413 782 -9.638 2.496 0 67.987 9.850 77.836
Dividendenauszahlungen 2007 / 2008 -1.169 -1.169 -1.169
Ergebnisvortrag 2007 / 2008 5.244 -5.244 0 0
Gesamtergebnis 2.084 -902 918 -158 1.942 2.225 4.167
Veränderung eigener Anteile -162 -162 -162
Stand per 31. März 2009 15.590 34.464 23.124 2.084 -120 -8.720 2.338 -162 68.598 12.075 80.672
Stand per 31. März 2009 15.590 34.464 23.124 2.084 -120 -8.720 2.338 -162 68.598 12.075 80.672
Dividendenauszahlungen 2008 / 2009 -1.165 -1.165 -233 -1.398
Ergebnisvortrag 2008 / 2009 919 -919 0 0
Gesamtergebnis 9.659 624 373 -131 10.524 4.600 15.124
Veränderung eigener Anteile -1.059 -1.059 -1.059
Stand per 31. März 2010 15.590 34.464 24.043 9.659 503 -8.346 2.207 -1.221 76.898 16.442 93.340

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009
Ergebnis nach Ertragsteuern 13.119 5.346
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung 1.764 -1.940
Auswirkungen des Net Investment Approach 373 918
Ertragsteuern auf andere erfasste Erträge und Aufwendungen -131 -158
Übriges kumuliertes Ergebnis der Periode nach Steuern 2.006 -1.179
Gesamtergebnis der Periode 15.124 4.167
Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 4.600 2.225
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Gesamtergebnis 10.524 1.942

Beteiligungsgesellschaften

der DO & CO Restaurants & Catering AG per 31. März 2010

Gesellschaft Sitz Land Beteiligung in % Obergesellschaft1 Währung Nominalkapital in
THW2
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien A 100,0 DINV EUR 36
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCAG EUR 36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 799 4)
Demel Salzburg Café-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
Cafe-Restaurant & Catering im Casino Wien GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A 90,0 DCCC EUR 35
DO & CO Airline Catering Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 150 3)
Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCCC EUR 800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR 25
DO & CO München GmbH Schwaig/Oberding D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Lounge GmbH Frankfurt D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Italy S.r.l. Vizzola Ticino I 100,0 DCAG EUR 1.275
DO & CO Restauración & Catering Espana, S.L. Barcelona E 100,0 DINV EUR 3
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 30 6)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 0 6)
Total Inflight Solution GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO Museum Catering Ltd. London GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA 100,0 DINV USD 100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P 100,0 DINV EUR 5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul TK 100,0 DINV TL 750
THY DO&CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK 50,0 DIST TL 30.000
DO & CO Event Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 100 3)
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF 100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich CH 100,0 DINV CHF 100
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR 63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DEMEL New York Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 1 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 1 8)
Giava Demel S.r.l. Mailand I 50,0 DCCC EUR 30
ISS Ground Services GmbH Wien A 49,0 DTIS EUR 218

1) DCAG = DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc. DINV = DO & CO International Investments Ltd. DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH DSKY = Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH DIST = DO & CO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. DTIS = Total Inflight Solution GmbH

2) THW = Tausend Heimatwährung

3) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

4) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

6) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP.

7) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK.

8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL.

Konzernanhang 2009/2010

Der Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2010 wurde in Anwendung der Bestimmung des § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

I. Allgemeine Erläuterungen

I.1. Grundlagen

I.1.1. Allgemein

Die DO & CO Restaurants & Catering AG ist ein international tätiger Cateringkonzern mit Sitz in Wien. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die folgenden drei Bereiche: Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel.

Die Jahres- bzw. (Zwischen-)Abschlüsse der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden, sofern diese nicht bereits nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtig waren und nicht hinsichtlich der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die ordnungsgemäße Aufstellung der Jahres- bzw. (Zwischen-)Abschlüsse aller einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgte unter Beachtung der für das Geschäftsjahr 2009/2010 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und unter Anwendung der konzerneinheitlich vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der Muttergesellschaft.

Der Konzernabschluss entspricht den für das Geschäftsjahr 2009/2010 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

I.1.2. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Vom IASB verabschiedete neue Standards werden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens angewendet, soweit sie bis zum 31. März 2010 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden und bis zu diesem Zeitpunkt in Kraft getreten sind, und wirken sich auf den Konzernabschluss der DO & CO – Gruppe wie folgt aus:

Die seit diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Regelungen des IFRS 8 (Operative Segmente) und des überarbeiteten IAS 1 (Umfassende Überarbeitungen der Darstellung des Abschlusses einschließlich der Anforderung einer Aufstellung über das Gesamtergebnis) haben zu erweiterten Angaben und zusätzlichen Offenlegungspflichten für den Konzernabschluss geführt. Die Anwendung von IFRS 8 hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die ebenfalls seit diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Regelungen des IAS 32 (Finanzinstrumente – Zusätzlichen Angaben), des IAS 23 (Fremdkapitalkosten), des IAS 27 amended (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS), des IFRS 1 (Anschaffungskosten bei erstmaliger Anwendung der IFRS), des IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütungen) und des IFRS 7 (Angaben zum beizulegenden Zeitwert und Liquiditätsrisiko) hatten für den Konzern keine oder nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Auswirkungen auf die Konzernrechnungslegung der erstmaligen Anwendung von IFRS 1 revised (Erstmalige Anwendung der IFRS), IFRS 3 revised (Unternehmenszusammenschlüsse umfassende Überarbeitung hinsichtlich der Anwendung der Erwerbsmethode) mit den damit zusammenhängenden Folgeänderungen der IAS 27, 28 und 31, von IAS 32 (Klassifizierung von Bezugsrechten) und den Ergänzungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente, Eingebettete Derivative) ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 sowie IFRS 2 (Barerfüllte anteilsbasierte Vergütung) ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 sind noch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmbar bzw. haben für den Konzern nur eine untergeordnete Bedeutung.

Die Vorschriften der ab diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden IFRIC 13 (Treueprogramme für Kunden), IFRIC 15 (Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien) und IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb) sowie der ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 geltenden IFRIC 17 (Sachdividenden an Eigentümer) und IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten von Kunden) beziehen sich auf Sachverhalte, die die DO & CO – Gruppe nicht betreffen.

I.2. Konsolidierungsgrundsätze

I.2.1. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgte nach den Grundsätzen des IAS 27 (Consolidated Financial Statements). Dementsprechend wurden in den Konzernabschluss zum 31. März 2010 neben der DO & CO Restaurants & Catering AG siebzehn inländische und zweiundzwanzig ausländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar 100 % der Anteile hält. An einer inländischen vollkonsolidierten Gesellschaft besitzt der Konzern 90 % der Anteile. Eine ausländische Gesellschaft, welche im Ausmaß von 50 % im Eigentum des Konzerns steht, wird auf Grund des Vorliegens von beherrschendem Einfluss vollkonsolidiert.

Eine ausländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 50 %-ige Beteiligung hält und eine gemeinschaftliche Leitung vorliegt (assoziiertes Unternehmen), wurde, wie zwei weitere ausländische Gesellschaften, an der die Gesellschaft mittelbar jeweils eine 40 %-ige Beteiligung hält, sowie eine inländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 49 %-ige Beteiligung hält, nach der Equity-Methode bilanziert.

Der Konsolidierungskreis (einschließlich der DO & CO Restaurants & Catering AG) hat sich im Geschäftsjahr 2009/2010 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

I.2.2. Konsolidierungsmethoden

Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. April 1997, zum späteren Erwerbszeitpunkt bzw. zum zeitnahen Bilanzstichtag vorgenommen, sofern die Auswirkungen gegenüber dem Zeitpunkt des Erwerbes von untergeordneter Bedeutung waren. Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgte auf Grundlage der Erwerbsmethode. Dabei wurde den Anschaffungskosten das neu bewertete Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt ("purchase method"). Aktive Unterschiedsbeträge wurden, soweit sie nicht den neu bewerteten Vermögenswerten zugerechnet werden konnten, als Firmenwert ausgewiesen. Gemäß dem Standard IFRS 3 Business Combinations werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment - Test) und nur im Falle einer Wertminderung abgeschrieben.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung, wobei bei unwesentlichen Auswirkungen auf das anteilig übernommene Jahresergebnis die nationalen Bewertungsmethoden beibehalten wurden.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Weiters wurden Umsatzerlöse und andere Erträge (überwiegend aus Lieferungen und Leistungen) zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen wurden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung waren. Abzinsungen und andere einseitig ergebniswirksame Buchungen wurden im Konzernabschluss berichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen wurden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

I.2.3. Geschäftssegmente

DO & CO steuert die Geschäftstätigkeit nach divisionalen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt gemäß IFRS 8 ("Management Approach") und folgt den internen Berichten an den Vorstand als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (key operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

DO & CO hat Kunden, deren Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt. Umsätze mit diesen Kunden sind in allen Divisionen enthalten und belaufen sich insgesamt auf weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

I.2.4. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung entsprechend den Vorgaben des IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates). Die funktionale Währung ist, mit Ausnahme von zwei britischen Gesellschaften, bei den ausländischen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da die Tochtergesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben.

Die Jahresabschlüsse von acht ausländischen Tochtergesellschaften mit Sitz außerhalb des Gemeinschaftsgebietes der Staaten der Europäischen Union bzw. von zwei Tochtergesellschaften mit Sitz in Großbritannien wurden nach den Grundsätzen des modifizierten Stichtagskursverfahrens umgerechnet. Die Bilanzposten wurden mit dem Stichtagsmittelkurs zum 31. März 2010 bewertet, in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Stichtagsumrechnungsdifferenzen aus der Bilanz wurden ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Währungsumrechungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Eigenkapital verrechnet, wobei im Berichtsjahr ergebnisneutral insgesamt passive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von TEUR 2.311 in das Eigenkapital eingestellt wurden.

Die Bewegungen im Anlagevermögen wurden zu Durchschnittskursen dargestellt. Veränderungen des Devisenmittelkurses zum Bilanzstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnittskursen entstanden sind, wurden im Konzernanlagenspiegel als "Währungsänderungen" gesondert ausgewiesen.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einem Anteil an einem verbundenen Unternehmen zuzurechnen sind, wie insbesondere Ausleihungen aus gegebenen Darlehen an türkische, britische und amerikanische Tochtergesellschaften, wurden ergebnisneutral in einen Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt und im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs kum. Durchschnittskurs
in EUR 31. März 2010 31. März 2009 31. März 2010 31. März 2009
1 US-Dollar 0,741895 0,751428 0,707613 0,712652
1 Britisches Pfund 1,123848 1,074345 1,131805 1,200718
1 Türkische Lira (vormals: Neue Türkische Lira) 0,487520 0,450207 0,466356 0,506490
1 Schweizer Franken 0,700476 0,659979 0,668309 0,644018

I.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum vorjährigen Konzernabschluss unverändert beibehalten.

Immaterielles Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag (höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes) unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung gem. IAS 36 erfasst.

Die Anschaffungskosten von Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen entstehen, werden im Erwerbszeitpunkt als Überschuss der Ausgaben für den Erwerb über den Fair Value der erworbenen Vermögenswerte abzüglich der Schulden und Eventualverbindlichkeiten bewertet.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrages jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf Wertminderung geprüft ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten möglichen Ebene, die selbständig Zahlungsströme generiert, gebildet. Dieser Werthaltigkeitstest wird jährlich oder bei Vorliegen von Anzeichen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert ist, durchgeführt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, dann ist der Firmenwert um den Differenzbetrag abzuschreiben. Eine Zuschreibung in Folgejahren, bei Wegfall des Grundes der Wertminderung, ist nicht zulässig. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwertes, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung der Buchwerte der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch Berechnung des Nutzwertes nach der Discounted Cash-Flow (DCF) Methode ermittelt. Diese Berechnung basiert auf vom Management genehmigten Finanzplänen für 5 Jahre und einer ewigen Rente. Die Abzinsungsfaktoren richten sich nach den durchschnittlich gewogenen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital"). Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurde ein WACC von 8 % herangezogen.

Beim Verkauf von Beteiligungen werden zuordenbare Firmenwerte anteilig erfolgswirksam ausgebucht.

Die aus der Kapitalkonsolidierung fortgeschriebenen Unterschiedsbeträge ergaben sich zum 31. März 2010 wie folgt:

in TEUR 31.März 2010 31. März 2009
Im Anlagevermögen aktivierte Firmenwerte 4.056 4.056

Wertminderungen des Firmenwertes gemäß IAS 36 wurden im Berichtjahr keine vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, abzüglich von planmäßig verteilten Abschreibungen bzw. von vorgenommenen und fortgeführten Wertminderungen, bewertet. Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und die Barwerte der künftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, werden gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert wertgemindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Für Zugänge in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurde die volle Jahresabschreibung, für Zugänge nach dem 30. September 2009 die halbe Jahresabschreibung verrechnet bzw. wurden Abschreibungen pro rata temporis angesetzt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Anlagevermögens lagen unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen bzw. technischen Nutzungsmöglichkeiten überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

a) Immaterielle Vermögenswerte 2,0 bis 25,0 Jahre
b) Grundstücke und Bauten 25,0 und 40,0 Jahre
c) Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 10,0 Jahre
d) Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 10,0 Jahre
e) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Geringwertige Vermögenswerte wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten im Jahr des Zugangs jeweils auf einen Merkposten abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Vermögenswerte überwiegend nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren als Abgang dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand und Baukostenzuschüsse Dritter (Investitionszuschüsse) wurden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des geförderten Vermögenswertes ergebniswirksam aufgelöst.

Gemietete Sachanlagen, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen waren und bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die sich aus dem Eigentum an einem Vermögenswert ergeben, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), wurden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leases) mit dem Barwert aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden abgezinst und unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu den Anschaffungskosten. Der Buchwert der ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr EUR 0,00.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Übrige Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bewertet.

Die Wertpapiere werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit aktuellen beizulegenden Werten basierend auf Börsenotierungen bewertet. Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Vorräte

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte überwiegend nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Die mengenmäßige Erfassung erfolgte durch eine zeitnahe körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag.

Liefer- und sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen vorgenommen wurden und der niedrigere beizulegende Wert anzuwenden war. Zinsenlose oder nicht verzinste langfristige Forderungen wurden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften wurden mit dem Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Kurzfristiges Finanzvermögen

Das kurzfristige Finanzvermögen (Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten) wurde unter den liquiden Mitteln ausgewiesen und im Falle von Fremdwährungsbeständen mit den Tageswerten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Übereinstimmung mit IAS 12 (Income Taxes) für alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und der Steuerbilanz eingestellt. Die Abgrenzungen wurden unter Beachtung des landesüblichen Ertragsteuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens zum Zeitpunkt der Umkehr der Wertdifferenz ermittelt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden in dem Umfang angesetzt, in dem mit einer zukünftigen Verwertung derselben innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes gerechnet werden kann.

Rechnungsabgrenzungen

Rechnungsabgrenzungen wurden unter den sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es handelte sich hierbei um Ausgaben oder Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind.

Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern österreichischer Konzerngesellschaften zur Entrichtung einer einmaligen Abfertigung im Kündigungsfall oder zum Zeitpunkt des Pensionsantrittes erfolgte nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Benefit-Obligation Method"). Dabei wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,0 % p.a. (VJ: 6,0 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 3,0 % p.a. (VJ: 3,0 % p.a.) bei einem angenommenen Pensionsantrittsalter von 60 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern ermittelt.

Für in österreichischen Gesellschaften beschäftigte Dienstnehmer wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen als abfertigungsähnliche Verpflichtung passiviert. Die Berechnung derselben erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Rückstellungen wurden unter Ansatz eines altersabhängigen Fluktuationsabschlages passiviert.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wurden unverändert zu den Vorjahren sofort im Jahr des Entstehens ergebniswirksam im Personalaufwand verrechnet. Leistungsorientierte Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden rückgestellt, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen.

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgt (unverändert zum Vorjahr) unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 14,25 % p.a. sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 11,0 % p.a.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen aus der einem ehemaligen Mitarbeiter eingeräumten Pensionszusage erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen der österreichischen Konzerngesellschaften.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen wurden für alle rechtlichen oder tatsächlichen Verpflichtungen gegenüber Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses angesetzt, wenn es wahrscheinlich war, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Die Rückstellungen wurden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden konnte.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisenbriefkurs am Bilanzstichtag.

Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die in der Zukunft tatsächlich zu realisierenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Kundenverträgen und Sachanlagen und in den Annahmen über den erwarteten Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen und Fluktuationsraten bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen, Abfertigungsansprüchen und ähnlichen Ansprüchen. Weiters erfolgt die Beurteilung über die Realisierbarkeit von latenten Steuern durch die Einschätzung des Managements, ob eine Verwertbarkeit aller latenten Steuern gegeben ist.

Vor allem bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und sonstigem Anlagevermögen werden vom Management Schätzungen und zukunftsbezogene Annahmen über die erwarteten abgezinsten Nettogeldflüsse und Kapitalkostensätze getroffen. Diese Schätzungen werden aufgrund von Erfahrungswerten und unter der Prämisse der Unternehmensfortführung und nach bestem Wissen vorgenommen. Die verbleibende Unsicherheit wird somit in angemessener Weise berücksichtigt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Änderungen von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Es kam im Geschäftsjahr zu keinen Änderungen der Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

II.1. Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Immaterielle Vermögenswerte 25.352 28.733
Sachanlagen 59.143 57.548
Finanzanlagen 1.645 1.536
Summe 86.140 87.817

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2009/2010 sowie im Vorjahr sind im beiliegenden Konzern-Anlagespiegel angegeben. Als Währungsänderungen sind jene Beträge ausgewiesen, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte der ausländischen Tochtergesellschaften mit den unterschiedlichen Bilanzstichtagskursen zu Jahresbeginn und Jahresende und durch die Verwendung des Durchschnittskurses für unterjährige Bewegungen resultierten.

Als immaterielle Vermögenswerte wurden zum Bilanzstichtag ausschließlich Firmenwerte und sonstige Rechte, wie insbesondere Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte, sowie Softwarelizenzen ausgewiesen. Aktivierbare selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen im Konzern nicht vor.

Der Grundwert der im Sachanlagevermögen erfassten Grundstücke beträgt TEUR 675 (VJ: TEUR 684).

Das Bestellobligo zum 31. März 2010 für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt TEUR 1.119 (VJ: TEUR 194).

Im Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurden aufgrund von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen folgende Beträge berücksichtigt:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Anschaffungskosten 2.299 2.299
Kumulierte Abschreibung 2.299 2.299
Buchwert 0 0

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen resultierten aus Miet- oder Leasingverträgen für bewegliche Vermögenswerte sowie aus Miet- und Pachtverträgen für Immobilien wie folgt:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
im folgenden Geschäftsjahr 20.822 19.107
in den folgenden fünf Geschäftsjahren 104.720 95.020

Darüber hinaus besteht aufgrund eines langfristigen Mietvertrages (Kündigungsverzicht bis 2024) eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 18.150 (VJ: TEUR 20.364).

Im Posten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Festwerte in Höhe von TEUR 956 (VJ: TEUR 903) für Geschirr, Besteck, Tischwäsche und Gebinde enthalten. Die Festwerte wurden überwiegend bei den Gesellschaften aktiviert, welche Umsätze aus dem Bereich Restaurants, Lounges & Hotel erzielten.

Finanzanlagen

Die assoziierten Unternehmen sind zur Gänze at-equity bilanziert und haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2009/2010 2008/2009
Stand 1.4 1.322 1.362
Gewinnauschüttung -47 -445
Anteilige Periodenergebnisse 157 404
Summe 1.432 1.322

Der Bilanzansatz der assoziierten Unternehmen, welche sämtlich nicht- börsennotierte Gesellschaften sind, ergibt sich aus nachfolgender Aufstellung:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Sky Gourmet Malta Ltd. 109 53
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. 97 64
Giava Demel S.r.l. 0 0
ISS Ground Services GmbH 1.226 1.205
Summe 1.432 1.322

Die sonstigen Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kurswerten bewertet.

(2) Übriges langfristiges Vermögen

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.770 1.046
Summe 1.770 1.046

Das übrige langfristige Vermögen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften umfasste im Wesentlichen die aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres zum 31. März 2010 langfristigen Charakter darstellenden aktivierten Ertragsteuervorauszahlungen der DO & CO Restaurants & Catering AG sowie geleistete Kautionen für angemietete Räumlichkeiten.

(3) Vorräte

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.931 5.460
Waren 5.402 5.778
Summe 10.333 11.238

Im Posten Waren wurden mit TEUR 2.427 (VJ: TEUR 2.670) Festwerte für Geschirr, Besteck, Tischwäsche, Servierbehelfe und Gebinde sowie sonstige Arbeitsbehelfe unter Berücksichtigung des zukünftigen Nutzens erfasst.

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges kurzfristiges Vermögen

Die Zusammensetzung des kurzfristigen Umlaufvermögens mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zeigte sich wie folgt:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.213 31.875
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 697 631
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12.653 16.509
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 676 882
Summe übrige kurzfristige Forderungen sowie sonstiges
kurzfristiges Vermögen 14.026 18.022
Summe 45.239 49.897

Die Wertberichtigungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für allfällige Ausfallsrisiken sowie für Zinsverluste stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2009/2010 2008/2009
Stand 1.4. 1.663 1.909
Zuführung 551 329
Umgliederung / Währungsänderung 12 398
Verbrauch -569 -669
Auflösung -159 -304
Summe 1.498 1.663

Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
noch nicht fällig 20.480 19.079
weniger als 20 Tage 4.239 5.740
mehr als 20 Tage aber weniger als 40 Tage überfällig 2.688 3.216
mehr als 40 Tage aber weniger als 80 Tage überfällig 1.897 1.252
mehr als 80 Tage überfällig 1.419 2.238
Summe 30.723 31.525

Die Wertberichtigung zu den sonstigen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2009/2010 2008/2009
Stand 1.4. 86 62
Zuführung 48 27
Verbrauch -4 -3
Auflösung 0 0
Summe 130 86

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2010 in Höhe von TEUR 7.841 (VJ: TEUR 8.018) Forderungen gegenüber einzelnen Kunden enthalten, die zum Stichtag 31. März mehr als 20 % der insgesamt ausstehenden Forderungen betragen. Diese Forderungen sind bis Mitte Mai 2010 fast zur Gänze beglichen. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag schließen lassen.

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind in Höhe von TEUR 9.679 Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden enthalten, die laufend gutgeschrieben werden. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag schließen lassen.

(5) Liquide Mittel

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Kassabestände, erhaltene Schecks 888 499
Guthaben bei Kreditinstituten 28.282 14.633
Summe 29.171 15.132

Die durchschnittliche Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten betrug im Geschäftsjahr 2009/2010 1,1 % (VJ: 5,0 %).

(6) Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen resultierten aus folgenden zeitlich begrenzten Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

in TEUR 31.März 2010 31.März 2009
Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 16 -2.711 25 -2.406
Sachanlagen 332 -1.019 228 -1.308
Finanzanlagen 0 -931 0 -1.087
Vorräte 9 0 0 -51
Forderungen 107 -44 77 0
Konsolidierungsbuchungen 2.280 0 2.555 0
Rückstellungen 4.720 -3 3.083 -3
Verbindlichkeiten 198 0 1.043 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -21 0 -17
Summe aus Bilanzabweichungen 7.662 -4.730 7.010 -4.872
Steuerliche Verlustvorträge 6.047 0 4.041 0
Bewertungsabweichung für aktive latente Steuern -6.040 0 -3.463 0
Aufrechnung von Bestandsdifferenzen gegenüber der -4.553 4.553 -3.361 3.361
selben Steuerbehörde
Summe 3.116 -176 4.227 -1.511

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden für aktive Bestandsdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.040 (VJ: TEUR 3.463) keine latenten Steuern aktiviert, da die Realisierung dieser latenten Steueransprüche in Form künftiger Steuerentlastungen noch nicht ausreichend gesichert ist.

(7) Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital für die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2009/2010 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Grundkapital 15.590 15.590
Kapitalrücklagen 34.464 34.464
Gewinnrücklagen 24.043 23.124
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -5.636 -6.502
Eigene Anteile -1.221 -162
Konzernergebnis 9.659 2.084
Summe Anteilseigner der DO & CO AG 76.898 68.598
Anteile anderer Gesellschafter 16.442 12.075
Summe Eigenkapital 93.340 80.672

Das Grundkapital der DO & CO Restaurants & Catering AG beträgt EUR 15.590.400,00 und entfällt auf 7.795.200 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 30. Juni 2012 um bis zu weitere EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingtes Kapital).

Es wurden im Berichtszeitraum im Zuge des Aktienrückkaufprogramms 115.785 Aktien rückgekauft. Ingesamt beträgt der Stand an zurückgekauften Aktien damit 131.740 Stück (VJ: 15.955 Stück). Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,69 %.

Die Aktie der DO & CO Restaurants & Catering AG notiert seit 19. März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse. Die Attila Dogudan Privatstiftung ist mit 55,34 % Mehrheitsaktionär der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H.) beträgt 25,17 %. Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (sämtliche Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den Bilanzstichtag und berücksichtigen die zu diesem Zeitpunkt rückgekauften eigenen Anteile).

In den Gewinnrücklagen sind neben den Reserven aus thesaurierten Gewinnen die Gewinnrücklagen in Höhe der in österreichischen Einzelabschlüssen in Anspruch genommenen steuerlichen Investitionsbegünstigungen ausgewiesen, wobei eine auf diese unversteuerten Rücklagen entfallende latente Steuerrückstellung unterlassen wurde. Darüber hinaus beinhalten diese neben gesetzlichen Gewinnrücklagen einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen sowie ergebnisneutrale Veränderungen aufgrund von im Geschäftsjahr 2009/2010 angepasster Konsolidierungsbuchungen.

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die direkt bestehenden Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. in der Höhe von 50 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis des Minderheitenanteils von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

(8) Langfristige Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der langfristigen Rückstellungen zum Bilanzstichtag ergab sich wie folgt:

in TEUR Stand per
31.
März 2009
Währungs
änderungen
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
31.
März 2010
Abfertigungsrückstellungen PBO 9.744 422 1.337 8 3.041 11.863
Pensionsrückstellungen PBO 534 0 59 0 74 549
Jubiläumsgeldrückstellungen PBO 2.824 0 215 6 582 3.185
Latente Steuerrückstellungen 1.511 45 1.318 62 0 176
Sonstige Rückstellungen 158 6 37 0 905 1.032
Summe 14.771 473 2.966 76 4.160 16.805

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder in den österreichischen Konzerngesellschaften wurden zum Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Projected-Benefit-Obligation Methode ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes in Höhe von 5,0 % (VJ: 6,0 %), von Bezugserhöhungen in Höhe von 3,0 % (VJ: 3,0 %) und von Rentensteigerungen in Höhe von 3,0 % (VJ: 3,0 %).

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in einer türkischen Konzerngesellschaft erfolgte unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 14,25 % (VJ: 14,25 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 11,0 % (VJ: 11,0 %).

in TEUR Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
2009 / 2010 2008 / 2009 2009 / 2010 2008 / 2009 2009 / 2010 2008 / 2009
Barwert der Verpflichtungen (PBO) am 1. April 9.744 10.196 534 492 2.824 2.575
Währungsänderungen 388 -677 0 0 0 0
Dienstzeitaufwand* 2.339 2.100 0 0 393 398
Zinsenaufwand* 543 613 30 27 151 150
Abfertigungs-/ Jubiläumsgeldzahlungen -2.001 -3.139 -59 -56 -209 -217
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen* 0 749 0 0 0 -30
Versicherungstechnisches Ergebnis* 850 -99 44 71 26 -53
Barwert der Verpflichtungen (PBO) per 31. März 11.863 9.744 549 534 3.185 2.824

* Diese Positionen sind im Personalaufwand erfasst

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unverändert im Entstehungsjahr ergebniswirksam berücksichtigt.

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen umfassten zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Prozessrisiken sowie Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen.

(9) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 8.503
Summe 0 8.503

Langfristige Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von EUR 7,00 Mio waren aufgrund einer Aufrechnungsvereinbarung mit dem Guthaben bei einem Kreditinstitut saldiert auszuweisen (IAS 32.42). Demgemäß waren beide Posten um diesen Betrag reduziert darzustellen.

(10) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Sonstige Verbindlichkeiten 257 225
Summe 257 225

(11) Kurzfristige sonstige Rückstellungen

in TEUR Stand per
31. März 2009
Währungs
änderungen
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
31. März 2010
Steuerrückstellungen
Sonstige Personalrückstellungen
Noch nicht fakturierte Lieferungen und
Leistungen
7.547
9.702
2.078
95
75
30
5.391
9.643
1.679
5
79
251
3.307
10.504
1.599
5.553
10.558
1.778
Sonstige Rückstellungen 12.441 758 8.457 3.073 16.627 18.296
Summe 31.767 959 25.171 3.408 32.038 36.185

Die Vorsorgen für Personalaufwendungen umfassten im Wesentlichen die Rückstellungen für anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von TEUR 1.676 (VJ: TEUR 1.739), Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag noch nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 5.878 (VJ: TEUR 5.952) sowie andere Rückstellungen für leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von TEUR 2.781 (VJ: TEUR 2.010). Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Periodenabgrenzungen.

(12) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Barvorlage 0 6.699
Summe 0 6.699

Es wurden sämtliche Barvorlagen aufgrund ausreichend vorhandener Liquidität rückgeführt.

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.625 17.979
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 350 989
Sonstige Verbindlichkeiten 7.054 7.655
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 151 96
Summe übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 7.555 8.740
Summe 29.180 26.719

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr resultierten aus Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden aus Umsatzsteuern und anderen vom Entgelt abhängigen Abgaben, aus Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern in Höhe der laufenden Entgeltzahlungen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

in TEUR 31. März 2010 31. März 2009
Garantien 12.659 11.876

Bei den ausgewiesenen Beträgen handelt es sich unverändert zum Vorjahr um Liefergarantien aus der Türkei und um Bankgarantien zur Sicherstellung von Ansprüchen aus Mietverhältnissen sowie zur Sicherstellung von Abgabenrückzahlungen der italienischen Finanzbehörde.

II.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

(14) Umsatzerlöse

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009
Airline Catering 258.555 246.842
International Event Catering 33.996 76.873
Restaurants, Lounges & Hotel 60.192 64.061
Summe 352.744 387.775

(15) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Buchgewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen 99 154
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.408 2.590
Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 159 304
Versicherungsvergütungen 59 156
Mieterträge 218 117
Kursdifferenzen 2.441 8.828
Übrige sonstige betriebliche Erträge 3.521 2.931
Summe 9.905 15.080

Die Reduktion der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 5.175 resultierte im Wesentlichen aus geringeren Kursdifferenzen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von TEUR 2.185 (VJ: TEUR 8.606) ausgewiesen.

(16) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) 119.726 116.587
Aufwand für bezogene Leistungen 20.676 48.137
Summe 140.403 164.724

Die Reduktion des Aufwandes für bezogene Leistungen ist vor allem dadurch begründet, dass im Geschäftsjahr 2008/2009 im Zuge der EURO 2008 Umsätze erwirtschaftet wurden, deren Kosten vor allem in dieser Position Niederschlag fanden.

(17) Personalaufwand

in TEUR Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Löhne 72.807 80.673
Gehälter 20.043 22.044
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
4.354 3.903
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
18.685 23.208
Sonstige Sozialaufwendungen 3.863 4.116
Summe 119.752 133.945

Im Rahmen einer beitragsorientierten Mitarbeitervorsorge zahlt die DO & CO Gruppe festgelegte Beiträge in Höhe von TEUR 476 (VJ: TEUR 246) an Mitarbeitervorsorgekassen ein. Die Verpflichtung der DO & CO Gruppe ist durch Zahlung der Beiträge erfüllt.

(18) Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2009 / 2010 2008 / 2009
Planmäßige Abschreibungen 17.040 16.810
Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen 421 3.410
Vermögenswerten
Summe 17.460 20.220

Diese Reduktion des Postens im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr in der Division Airline Catering eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten in der Höhe von EUR 3,41 Mio zu erfassen war.

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und
Ertrag fallen
1.000 1.306
Mieten, Pachten und Betriebskosten (inkl. Airportabgaben) 37.841 37.664
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand 5.319 7.063
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen 8.353 9.126
Versicherungen 893 991
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 3.001 2.762
Werbeaufwand 594 706
Sonstiger Personalaufwand 357 538
Übriger sonstiger betrieblicher Aufwand 2.765 2.310
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige
Schadensfälle
1.850 1.486
Kursdifferenzen 2.185 8.606
Buchverluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen 473 277
Sonstiger Verwaltungsaufwand 1.837 2.524
Summe 66.467 75.359

Die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen durch niedrigere Kursverluste begründet.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerkes des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse im Berichtsjahr TEUR 395 sowie TEUR 80 für andere Beratungsleistungen.

(20) Finanzergebnis

2009 / 2010
2008 / 2009
157
404
davon aus assoziierten Unternehmen
157
404
157
404
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens
0
27
726
967
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-194
-1.171
533
-177
690
227

(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in TEUR Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Ertragsteueraufwand 5.891 4.842
davon aperiodisch -14 -195
Latente Steuern 247 -1.353
Summe 6.138 3.488

Als Ertragsteuern wurden sowohl die von der DO & CO Restaurants & Catering AG und ihren Tochtergesellschaften entrichteten bzw. geschuldeten einkommensabhängigen Steuern sowie die latenten Steuerabgrenzungen erfasst.

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des gesamten Steueraufwandes zum Ergebnis vor Steuern beträgt 31,9 % (VJ: 39,5 %). Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem für das Geschäftsjahr 2008/2009 anzuwendenden Körperschaftsteuersatz von 25 % (VJ: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote ergaben sich wie folgt:

in TEUR 2009/2010 2008/2009
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 19.257 8.835
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von 25 %
(VJ: 25 %) 4.814 2.209
Nicht temporäre Differenzen sowie Steueraufwendungen bzw. Steuererträge und
-aufwendungen aus Vorperioden 446 316
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern sowie Verluste, auf die
keine latenten Steuern aktiviert wurden 1.310 1.516
Steuersatzänderungen und -differenzen -432 -553
Effektivsteuerbelastung 6.138 3.488
Effektivsteuersatz in % 31,9 39,5

(22) Auf konzernfremde Gesellschafter entfallendes Ergebnis

Die Anteile von Konzernfremden am Jahresgewinn von vollkonsolidierten Gesellschaften mit Minderheitenanteilen beliefen sich auf TEUR 3.460 (VJ: TEUR 3.263).

III. Sonstige Angaben

(23) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2010 beträgt 7.795.200 Stück (VJ: 7.795.200 Stück). DO & CO setzte im Geschäftsjahr 2009/2010 das Aktienrückkaufprogramm fort. Es wurden im Geschäftsjahr 2009/2010 115.785 Aktien zurückgekauft. Zum Ende des Wirtschaftsjahres beträgt der Stand an zurückgekauften Aktien damit 131.740 Stück. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,69 %. Zwischen 17. Oktober 2008 und 10. Januar 2011 können maximal 4 % des Grundkapitals aus dem Streubesitz zurückgekauft werden.

Geschäftsjahr
2009 / 2010
Geschäftsjahr
2008 / 2009
Anzahl der Aktien (in Stk) zum Bilanzstichtag 7.663.460 7.779.245
Gewichtete Aktien (in Stk) 7.725.246 7.790.230
Ergebnis je Aktie 1,25 0,27

Das Ergebnis je Aktie auf Basis des Konzernergebnisses von TEUR 9.659 (VJ: TEUR 2.084) beträgt EUR 1,25 (VJ: EUR 0,27).

(24) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG zum 31. März 2010 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.948.800,00 aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Aktie.

(25) Konzern-Geldflussrechnung (Cash-Flow Statement)

Die Darstellung der Geldflussrechnung erfolgte nach der indirekten Methode, wobei der Fonds der liquiden Mittel den Kassenbeständen, Schecks und den Bankguthaben entspricht. Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cash-Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen. Zinsenein- und -auszahlungen wurden ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenzahlungen an Aktionäre der DO & CO Restaurants & Catering AG wurden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Eine Erläuterung der Konzern-Geldflussrechnung befindet sich im Konzernlagebericht.

(26) Finanzinstrumente und Risikobericht

Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values (Zeitwerte) stellt sich, unterteilt in die Kategorien Kredite und Forderungen (KuF), Finanzielle Schulden (FS), Zur Veräußerung verfügbar (ZVF), Bis zur Endfälligkeit gehalten (BZEG) sowie Fair Value erfolgswirksam (FVE) wie folgt dar:

31.3.2010
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2010
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2010 Fair
Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
1.645 1.432 214 FV 0 214 0 0
1.770 605 1.165 1.165 0 0 0
31.213 0 31.213 31.213 0 0 0
697 0 697 697 0 0 0
12.653 10.821 1.831 1.831 0 0 0
29.171 0 29.171 29.171 0 0 0
77.149 12.858 64.291 64.291 64.077 214 0 0
257 0 257 257 0 0 0
21.625 0 21.625 21.625 0 0 0
7.555 5.317 2.238 2.238 0 0 0
29.437 5.317 24.120 24.120 24.120 0 0 0
31.3.2009
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2009
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2009 Fair
Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
214
1.165 AK
31.213 AK
697 AK
1.831 AK
29.171 AK
257 AK
21.625 AK
2.238 AK
instrumente instrumente satz
Aktiva in TEUR
Finanzanlagen 1.536 1.322 214 214 FV 0 214 0 0
Übriges langfristiges Vermögen 1.046 825 221 221 AK 221 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.875 0 31.875 31.875 AK 31.875 0 0 0
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 631 0 631 631 AK 631 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenwerte 16.509 12.894 3.615 3.615 AK 3.615 0 0 0
Liquide Mittel 15.132 0 15.132 15.132 AK 15.132 0 0 0
Summe 66.729 15.041 51.687 51.687 51.474 214 0 0
Passiva in TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 8.503 0 8.503 8.503 AK 8.503 0 0 0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 225 0 225 225 AK 225 0 0 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 6.699 0 6.699 6.699 AK 6.699 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.979 0 17.979 17.979 AK 17.979 0 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 8.740 5.307 3.433 3.433 AK 3.433 0 0 0
Summe 42.147 5.307 36.840 36.840 36.840 0 0 0

Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten nach den Kategorien gemäß IAS 39 resultiert in 2009/2010 und 2008/2009 aus Zinsen und enthält keine Folgebewertungen.

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen YTL, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Die gemäß IAS 39 durchgeführte Sensitivitätsanalyse unter Berücksichtigung der Transaktionsund Translationsrisiken zeigt folgende Ergebnisveränderungen (EGT) unter Annahme von Wechselkursschwankungen bezogen auf den Stichtagskurs und den Jahresdurchschnittskurs der wichtigsten Fremdwährungen (Aufwertung der Fremdwährung):

Wechselkursänderung EUR zu USD um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 523 (VJ: TEUR 341) Wechselkursänderung EUR zu GBP um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 216 (VJ: TEUR 286) Wechselkursänderung EUR zu YTL um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 340 (VJ: TEUR: -779)

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko der DO & CO Gruppe ist aufgrund der geringen Verschuldung begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden.

Die künftigen Tilgungen sowie die künftige Zinsbelastung bestehender Finanzverbindlichkeiten zum Stichtag 31. März 2010 können wie folgt analysiert werden:

31. März 2010
in TEUR Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
innerhalb eines Jahres fällig 0 0 7.277 601
zwischen einem und fünf Jahren fällig 0 0 8.150 861
nach fünf Jahren fällig 0 0 0 0

Bonitätsrisiko

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Es wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht so ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Die auf der Aktivseite ausgewiesenen und um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Forderungen stellen das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da die Bonität bestehender und neuer Kunden laufend überprüft wird, kann das Kreditrisiko aus Forderungen gegenüber Kunden aus heutiger Sicht als gering eingeschätzt werden und ist in Abhängigkeit der Marktentwicklung zu sehen.

Bezüglich des kundenseitigen Ausfallsrisikos wird auf die Aufstellung über die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstigen Forderungen unter Ziffer (4) des Anhanges verwiesen.

Das Kreditrisiko aus der Anlage von liquiden Mitteln von Wertpapieren ist infolge der besten Bonität der Vertragspartner bzw. des niedrigen in Wertpapieren gebundenen Vermögens als nicht gegeben anzusehen.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

DO & CO hat per 31. März 2010 keine Finanzverbindlichkeiten und konnte im Geschäftsjahr 2009/2010 seine liquiden Mittel nahezu verdoppeln. Eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes um 1 %-Punkt hätte eine positive Auswirkung von rund 0,8 % bezogen auf das Konzernergebnis (EGT) zur Folge. Es sind daher keine negativen Auswirkungen im Fall von Zinsänderungen zu erwarten.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des DO & CO Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auch auf die Erhaltung und Verbesserung der Kapitalstruktur ab. Diese Kapitalstruktur ist insofern eine wichtige Voraussetzung für ein profitables Wachstum des Unternehmens, da diese Finanzstrategie darauf abzielt, Rentabilität, Stabilität, Liquidität und finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern. Dafür wurden die folgenden strategischen Eckpfeiler definiert:

  • Vorhandensein einer strategischen Mindestliquidität
  • Nachhaltige Eigenkapitalquote in angemessener Höhe
  • Wahrung der finanziellen und operativen Flexibilität durch Nichtbelastung des verfügbaren Vermögens

Auch die Dividendenpolitik des Konzerns folgt diesen Prämissen. Die vorgeschlagenen Dividendenzahlungen berücksichtigen daher den für die folgenden Jahre benötigten Kapitalbedarf.

(27) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung nach Divisionen stellt sich für das Geschäftsjahr 2009/2010 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/2010
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Umsatz in m € 258,56 34,00 60,19 352,74
EBITDA in m € 27,67 3,97 4,39 36,03
Abschreibungen in m € -14,37 -0,97 -1,69 -17,04
Wertminderungen in m € -0,11 0,00 -0,31 -0,42
EBIT in m € 13,19 2,99 2,39 18,57
EBITDA-Marge 10,7% 11,7% 7,3%
EBIT-Marge 5,1% 8,8% 4,0%
Anteil am Konzernumsatz 73,3% 9,6% 17,1% 100,0%
Gesamtinvestitionen in m € 12,84 0,21 0,18 13,24

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2008/2009
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Umsatz in m € 246,84 76,87 64,06 387,78
EBITDA in m € 18,47 5,70 4,66 28,83
Abschreibungen in m € -13,25 -1,32 -2,25 -16,81
Wertminderungen in m € -3,41 0,00 0,00 -3,41
EBIT in m € 1,81 4,38 2,41 8,61
EBITDA-Marge 7,5% 7,4% 7,3%
EBIT-Marge 0,7% 5,7% 3,8%
Anteil am Konzernumsatz 63,7% 19,8% 16,5% 100,0%
Gesamtinvestitionen in m € 24,94 0,57 1,13 26,65

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr
2009/2010
Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Anlagevermögen in m € 78,35 1,81 5,98 86,14
Vorräte in m € 6,64 2,65 1,04 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 23,53 5,07 2,61 31,21

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2008/2009
Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
TOTAL
Anlagevermögen in m € 79,96 2,67 5,19 87,82
Vorräte in m € 9,10 0,92 1,21 11,24
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 26,54 1,55 3,79 31,88

Die Segmentberichterstattung nach Regionen (Sitz der Gesellschaften) stellt sich für das Geschäftsjahr 2009/2010 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/2010
Austria übriges
Europa
Sonstige
Länder
Total
Umsatz in m € 135,47 198,09 19,18 352,74
Anteil am Konzernumsatz 38,4% 56,2% 5,4% 100,0%

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2008/2009
Austria übriges
Europa
Sonstige
Länder
Total
Umsatz in m € 176,23 191,09 20,46 387,78
Anteil am Konzernumsatz 45,4% 49,3% 5,3% 100,0%

Das Segmentvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr
2009/2010
Austria übriges
Europa
Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen in m € 28,58 49,00 8,56 86,14
Vorräte in m € 4,66 5,48 0,19 10,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 12,61 17,02 1,58 31,21

Der Vergleichszeitraum des Vorjahres stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2009/2010
Austria übriges
Europa
Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen in m € 31,34 46,29 10,18 87,82
Vorräte in m € 5,32 5,50 0,42 11,24
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in m € 15,04 14,19 2,65 31,88

(28) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Ende März 2010 kam es zum Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Aufgrund der ausgetretenen Vulkanasche musste ab dem 15. April 2010 der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas für mehrere Tage ganz oder teilweise eingestellt werden, was eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Europa darstellte. Tausende von Flügen wurden gestrichen oder zu noch nicht geschlossenen Flughäfen umgeleitet. Erst ab dem 21. April 2010 wurde in Mitteleuropa zunehmend wieder ein normaler Flugbetrieb aufgenommen, in Skandinavien verschlechterte sich hingegen die Lage gebietsweise bis zum 23. April 2010 wieder. Besonders betroffen aus Sicht der Geschäftstätigkeit von DO & CO waren die Flughäfen London Heathrow, München, Mailand und Frankfurt, in geringerem Ausmaß die Flughäfen in Österreich und in der Türkei. Nicht betroffen war der Flughafen JFK in New York. Die weitere Entwicklung des Flugverkehrs in Abhängigkeit der Vulkantätigkeit bleibt abzuwarten. Das Management erwartet trotzdem eine plankonforme Entwicklung der Ergebnisse der betroffenen Divisionen Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel.

(29) Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, die über die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m.b.H. bzw. der mit dieser mittelbar zu 100 % verbundenen DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH als Aktionär der DO & CO Restaurants & Catering AG mittelbar ein nahe stehendes Unternehmen ist, wurden die Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt.

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der DO & CO Restaurants & Catering AG tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab. Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2009/2010 für juristische Beratungstätigkeiten Honorare in der Höhe von EUR 380.236,00 in Rechnung gestellt.

Der Konzern hält 50 % an der THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. Die restlichen 50 % an dieser Gesellschaft werden von Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.) gehalten. Die THY DO&CO İkram Hizmetleri A.Ş. beliefert Turkish Airlines mit Airline Catering-Leistungen. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber Turkish Airlines in Höhe von TEUR 4.325 (VJ: TEUR 2.531) enthalten.

DO & CO ist zu 49 % an der ISS Ground Services GmbH (assoziertes Unternehmen) beteiligt und bezog im Geschäftsjahr 2009/2010 Leistungen in der Höhe von TEUR 7.176. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 752 gegenüber der ISS Ground Services GmbH enthalten. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt.

(30) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ergab sich wie folgt:

Geschäftsjahr
2009/2010
Geschäftsjahr
2008/2009
Arbeiter 3.111 3.330
Angestellte 431 505
Gesamt 3.542 3.835

Zusätzlich zu den in den Vergleichsjahren beschäftigten Arbeitern waren 152 (VJ: 147) Personen in Form von Teilzeitarbeitsverpflichtungen (fallweise Beschäftigung) tätig.

Als Organe der DO & CO Restaurants & Catering AG sind folgende Personen im Geschäftsjahr 2009/2010 tätig gewesen:

Vorstand: Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Michael DOBERSBERGER, Wien.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 555, wobei davon auf Herrn Attila Dogudan rund TEUR 336 und auf Herrn Michael Dobersberger rund TEUR 219 entfielen. Die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2008/2009 betrugen TEUR 135, wobei TEUR 90 auf Herrn Dogudan und 45 TEUR auf Herrn Dobersberger entfielen.

Aufsichtsrat: Herr o.Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 09. Juli 2009 für das Geschäftsjahr 2008/2009 eine Vergütung in Höhe von TEUR 38 (VJ: TEUR 38) bezahlt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Wien, am 21. Mai 2010

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS Rechnungslegungsvorschriften

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung: Während das UGB für Firmenwerte entweder eine erfolgsneutrale Rücklagenverrechnung oder eine Aktivierung mit linearer Abschreibung vorsieht, sind gemäß IFRS 3 Firmenwerte zu aktivieren und jährlich einem Impairment-Test zu unterziehen. Eine planmäßige Abschreibung ist hingegen nicht mehr vorgesehen.

Latente Steuern: Nach den IAS/IFRS sind für alle temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern zu bilanzieren, wogegen gemäß UGB latente Steuern nur für passive zeitliche Differenzen verpflichtend zu bilden sind. Abweichend zum Unternehmensrecht sind innerhalb IFRS auch für steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern zu bilden, wenn diese durch zukünftige steuerliche Gewinne verwertet werden können.

Sonstige Rückstellungen: Im Gegensatz zum UGB, dem das unternehmerische Vorsichtsprinzip zugrunde liegt, stellen die IAS/IFRS tendenziell höhere Anforderungen an die Bestimmbarkeit der rückzustellenden Zahlungsverpflichtung und die Eintrittswahrscheinlichkeit. Aufwandsrückstellungen sind im Gegensatz zum österreichischen Unternehmensrecht nicht zulässig.

Personalrückstellungen: Nach IAS/IFRS wird der Berechnung der Personalrückstellungen (Abfertigungsrückstellungen, Pensionsrückstellungen, Jubiläumsgeldrückstellungen) die Projected-Benefit-Obligation-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) basierend auf dem aktuellen Kapitalmarktzinssatz unter Berücksichtigung von künftigen Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt. Im Gegensatz dazu findet nach österreichischem Unternehmensrecht das Teilwertverfahren Anwendung.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Gemäß UGB sind kurzfristige Finanzvermögenswerte mit den Marktwerten, höchstens jedoch mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Nach IAS/IFRS sind generell die Marktwerte anzusetzen.

Bewertung von Fremdwährungsbeträgen: Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag, sodass jede Währungsschwankung ergebniswirksam erfasst wird. Abweichend davon sind nach UGB entsprechend dem Imparitätsprinzip nur nicht realisierte Verluste zu bilanzieren. Umrechnungsbedingte Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung im Zusammenhang mit konzerninternen langfristigen Darlehen werden gemäß IFRS als nicht realisierte Kursgewinne oder -verluste ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

Außerordentliches Ergebnis: Nach IFRS ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses im Gegensatz zur österreichischen Rechnungslegung nicht erlaubt.

Erweiterte Ausweispflicht: Nach den IAS/IFRS sind die Positionen der Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Geldflussrechnung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals im Anhang (Notes) detailliert zu erläutern. Weitere Informationspflichten bestehen insbesondere hinsichtlich der Geschäftssegmente und derivativer Finanzinstrumente.

KONZERN- ANLAGESPIEGEL
m 31. März 2010
zu
Konsolidierungs
Veränderung
kreis
Währungs- Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Stand Währungs- Abschreibungen des Jahres Stand Buchwert Buchwert
änderungen 31. März 2010 31. März 2009 änderungen Abgänge 31. März 2010 31. März 2010 31. März 2009
0 2.121 145 0 306 45.910 19.273 873 4.944 304 24.786 21.124 24.677
0 0 0 0 0 4.056 0 0 0 0 0 4.056 4.056
0 0 171 0 0 171 0 0 0 0 0 171 0
0 2.121 316 0 306 50.138 19.273 873 4.944 304 24.786 25.352 28.733
0 1.047 2.204 0 1.262 54.721 19.439 309 4.470 1.239 22.978 31.743 33.293
0 285 2.356 0 3.362 21.763 15.760 60 2.355 3.282 14.894 6.869 6.725
0 744 2.466 0 6.741 39.285 26.229 295 5.691 6.368 25.848 13.437 16.587
944
57.548
0 0 110 0 0 1.432 0 0 0 0 0 1.432 1.322
0 0 0 0 214 0 0 0 0 0 214 214
0 0 110 0 0 1.645 0 0 0 0 0 1.645 1.536
0 4.452 13.346 0 11.670 174.646 80.701 1.537 17.460 11.192 88.506 86.140 87.817
Konsolidierungs
Veränderung
kreis
Zugänge Abgänge Stand Stand Stand Buchwert Buchwert
34.803
0 0 0 0 0 4.056 0 0 0 0 0 4.056 4.056
0 -2.223 259 0 64 48.007 11.175 -973 9.132 60 19.273 28.733 38.859
0 236 12.377 1.457 1.149 52.731 16.605 255 3.652 1.073 19.439 33.293 23.207
0 -248 3.804 258 1.085 22.485 14.802 -2 1.942 983 15.760 6.725 4.954
13.742
0 -186 1.062 -1.659 0 944 0 0 0 0 0 944 1.727
0 -969 26.392 0 4.893 118.976 54.815 72 11.088 4.547 61.428 57.548 43.631
0 0 78 0 118 1.322 0 0 0 0 0 1.322 1.362
0 0 175 0 182 214 7 0 0 7 0 214 214
0 0 253 0 300 1.536 7 0 0 7 0 1.536 1.576
0 -3.191 26.903 0 5.257 168.518 65.997 -902 20.220 4.615 80.701 87.817 84.066
0
0
0
0
255
-2.223
-769
2.331
änderungen
Währungs-
5.894
12.920
259
9.148
0
0
0
-56
Umbuchungen
11.364
64
0
2.658
7.093
122.862
43.950
42.815
0
61.428
11.175
23.408
0
664
-973
-181
31. März 2009 31. März 2008 änderungen
Währungs- Abschreibungen
0
12.517
9.132
5.493
des Jahres
0
10.889
60
2.492
Abgänge
26.229
0
63.720
19.273
31. März 2009 31. März 2009 31. März 2008
7.093
59.143
24.677
16.587

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2010, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den lnternational Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 21. Mai 2010

PKF CENTURION WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MBH MEMBER FIRM OF PKF INTERNATIONAL LIMITED

Dr. Stephan Maurer e.h Mag. Wolfgang Adler e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss 2009/2010 der DO & CO Restaurants & Catering AG inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Hegelgasse 8 | 1010 Wien Tel. +43 1 512 87 80 | Fax +43 1 512 87 80 - 599 www.pkf.at

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft

Wien

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2010 und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2009/2010

Elektronisches Exemplar (pdf-Version) vom 17. Mai 2010

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2010, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. März 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH Bericht 2010

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 17. Mai 2010

RION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH Membe ্ৰীm of PKF International Limited PKF ≨ CENTURION .HEG inther Prind Dr. Stephan Maurer tschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

$\bar{\mathcal{A}}$

Bilanz zum 31. März 2010

$\bar{z}$

EUR EUR 31.03.2010
EUR
31,03.2009
EUR
A. Anlagevermögen
L Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
1.
Rechte 53.552,10 93.649,42
Geleistete Anzahlungen
2.
171.413,00 0,00
224.965,10 93.649,42
II. Sachanlagen
Bauten auf fremdem Grund
1.
85,203,18 111.004,42
Andere Anlagen, Betriebs- und
2.
Geschäftsausstattung 374.200,16 489.933,64
Geleistete Anzahlungen
3.
2.000.000,00 0,00
2.459.403,34 600.938,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
1.
4.371.216,26 4.371.216,26
Ausleihungen an verbundene
2.
Unternehmen 20.756.643,10 25.023.186,03
38.851,27
Wertpapiere des Anlagevermögens
3.
38.851,27 29.433.253,56
25.166.710,63 30.127.841,04
27.851.079,07
B. Umlaufvermögen
L. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und
1.
Leistungen 104.852,47 78.761,19
Forderungen gegenüber verbundenen
2.
Unternehmen 57.134.010,58 66.427.741,90
Sonstige Forderungen und
3.
Vermögensgegenstände 3.237.194,32 3.455.842,51
60.476.057,37 69.962.345,60
п. Anteile
Eigene Anteile
1.
1.221.133,44 128.647,52
1.221.133,44 128.647,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten 768.474,85 286.438,28
62.465.665,66 70.377.431,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.766,49 99.525,77
90.394.511,22 100.604.798,21
Summe AKTIVA

$\mathcal{A}$

$\sim$

Bilanz zum 31. März 2010

EUR EUR 31.03.2010
EUR
31.03.2009
EUR
A. Eigenkapital
L. Grundkapital 15.590.400,00 15.590.400,00
II. Kapitalrücklagen
Gebundene
1.
35.926.378,42 35.926.378,42
35.926.378,42 35.926.378,42
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage
1.
64.635,22 64.635,22
Andere Rücklagen (freie Rücklagen)
2.
21.525.205,62 16.812.200,62
Rücklage für eigene Anteile
3.
1.221.133,44 128.647,52
22.810.974,28 17.005.483,36
IV. Bilanzgewinn 1.948.800,00 1.169.280,00
davon Gewinnvortrag: EUR 4.774,50
(Vj: EUR 682.443,20) 76.276.552,70 69.691.541,78
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 943.740,00 868.530,00
2. Steuerrückstellungen 4.576.300,00 4.563.473,62
3. Sonstige Rückstellungen 4.014.086,00 4.406.125,26
9.534.126,00 9.838.128,88
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 6,10 5.500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber
420.838,84 243.301,60
verbundenen Unternehmen 3.271.113,67 14.314.526,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 891.873,91 1.017.299,20
davon aus Steuern:
EUR 668.080,52 (Vj: EUR 781.973,83)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 156.497,38 (Vj: EUR 147.531,75)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
EUR 891.873,91 (Vj: EUR 1.017.299,20)
4.583.832,52 21.075.127,55
Summe PASSIVA 90.394.511,22 100.604.798.21
Eventualverbindlichkeiten 472.938,00 10.510.831.21
Sonstige Finanzielle Verpflichtungen 6.682.100,00 2.248.800,00

$\bar{\mathbf{j}}$ .

Gewinn- und Verlustrechnung
1. April 2009 bis 31. März 2010

EUR 2009/10
EUR
2008/09
EUR
1. Umsatzerlöse 13.752.659,09 11.626.243,84
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
b) Übriae
232.294,34
1.132.199,32
1.364.493,66 49.267.70
1.506.257,55
1.555.525,25
3. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
$-11.671,26$
$-2.993.020,94$
$-3.004.692,20$ $-11.595,78$
$-2.888.415.45$
$-2.900.011,23$
4. Personalaufwand
a) Löhne
b) Gehälter
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
$-283.117,20$
-7.590.655,26
$-316.588,63$
-7.747.644,83
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-265.949,99
$-1.689.696,50$
$-175.484,74$
$-1.747.275,18$
5. e) Sonstige Sozialaufwendungen
Abschreibungen
-55.690,53 $-9.885, 109, 48$ $-122.944,84$
$-10.109.938,22$
a) Auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-387.612.72 -387.612,72 -436.612,50
$-436.612,50$
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern
b) Übrige
$-39.722.80$
-4.040.887,37
-4.080.610,17 $-41.787.41$
$-5.403.66661$
$-5.445.454.02$
7. Betriebsergebnis $-2.240.871,82$ $-5.710.246,88$
8. Erträge aus Beteiligungen,
davon aus verbundenen Unternehmen:
12.306.404,03 10.618.767,13
9. EUR 12.306.404.03 (Vj. EUR 10.618.767,13)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen:
EUR 1.223.296.86 (Vj: EUR 1.780.369.90)
1.241.199.14 1.934.929,21
10. Erträge aus der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens
33.261,52 3.056.934,04
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon Abschreibungen:
EUR 0,00 (Vj: EUR 1.075.588,54)
dayon aus verbundenen Unternehmen:
EUR 946,362,04 (Vj: EUR 778.805,95)
-946.362,04 -1.854.394.49
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon betreffend verbundene Unternehmen:
EUR 3.083,00 (Vj: EUR 461.457,74)
$-25.759,51$ -647.286,72
13. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzergebnis) 12.608.743,14 13.108.949,17
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Z 7 + Z 13) 10.367.871,32 7.398.702,29
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.618.354,90 $-2.000.447,61$
16. Jahresüberschuss 7.749.516,42 5.398.254,68
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -5.805.490,92 -4.911.417.88
18. Jahresgewinn 1.944.025,50 486.836,80
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.774,50 682.443,20
20. Bilanzgewinn 1.948.800,00 1.169.280,00

$\bar{z}$

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (§ 222 (2) UGB), aufgestellt.

Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 189 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 UGB vorgenommen.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit eingehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden. Allen erkennbaren Risiken und drohenden Verlusten, die im laufenden oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurde entsprechend Rechnung getragen.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2009/2010 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Dabei wird folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt:

Nutzungsdaue in Jahren
gewerbliche Schutzrechte
$\bullet$
• EDV-Software
$2 - 10$
-5.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2009/2010 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, wobei für die einzelnen Anlagengruppen folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt wird:

Nutzungsdauer in Jahren
$\bullet$ Gebäude $5 -$ Contract Contract -10
• Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
$-7$

Grundsätzlich wurden die gesamten Zugänge des Geschäftsjahres 2009/2010 bei Anschaffungen bis zum 30. September 2009 mit dem vollen Jahresbetrag und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 13 EStG 1988 werden im Zugangsjahr jeweils auf EUR 0,01 abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren als Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Carlos Carlos

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten wurden ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Angabe zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Z 2 UGB erfolgen gesondert in der Anlage 3b zu diesem Anhang.

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31. März 2010 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765 m erfasst.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Unter diesem Posten wurden an amerikanische und britische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen, deren Rückzahlung in Abhängigkeit von den diesem Unternehmen frei zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln erfolgt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Risiken, insbesondere aus Kursänderungen und Forderungsausfällen, wurde durch Abwertungen und durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Eigene Anteile

Unter diesem Posten wurden 131.740 auf Inhaber lautende Stückaktien der DO & CO Restaurants & Catering AG ausgewiesen, die gemäß dem von der Hauptversammlung genehmigten Aktienrückkaufprogramm erworben und mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet wurden. Gemäß den Bestimmungen des § 225 (5) UGB hat die Gesellschaft eine Rücklage für eigene Anteile in dieser Höhe aus den freien Gewinnrücklagen dotiert.

Eigenkapital

Grundkapital und Kapitalrücklagen

Das Grundkapital beträgt EUR 15.590.400,00 und ist in 7.795.200 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

Zusammensetzung Kapitalrücklagen

EUR EUR
Agio aus Börsegang 1998 (§229 (2) Z 1 i.V.m. (5) UGB) 13.081.110,15
Cent-Differenz aus EUR-Umstellung 2001/2002 0.01
Agio aus Kapitalerhöhung 2006/2007 24.273.186.35
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2007/2008 -1.427.918.09 35.926.3 78,42

DO & CO Restaurants & Catering AG

Rücklage für eigene Anteile

Gemäß § 225 (5) UGB wurde im Berichtsjahr für die im Umlaufvermögen ausgewiesenen eigenen Anteile in gleicher Höhe eine Rücklage aus den freien Gewinnrücklagen gebildet.

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft hat mit inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Namen der von der Ergebnisabführung umfassten Gesellschaften sind dem Beteiligungsspiegel zu entnehmen. Gemäß diesen Verträgen haben die Töchter ihren Jahresgewinn an die Muttergesellschaft abzuführen, wogegen sich die DO & CO Restaurants & Catering AG gegenüber den Tochtergesellschaften verpflichtet, allfällige Jahresverluste zu übernehmen und abzudecken.

Rückstellungen

Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Die Rechnungszinssatzes von 4 % und eines angenommenen Pensionsantrittsalters von 65 Jahren bei Männern und 60 Jahren bei Frauen ermittelt.

Für abfertigungsähnliche Verpflichtungen wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen passiviert. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren, allerdings wurde ein Fluktuationsabschlag, abhängig vom Alter der Dienstnehmer, berücksichtigt. Die Rückstellung für Jubiläumgsgelder wurde unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragsteuern wurden in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

Rückstellungen aus Vorjahren wurden, soweit sie nicht verwendet wurden und der Grund für ihre Bildung weggefallen ist, über sonstige betriebliche Erträge aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenbriefkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden.

Erläuterungen zu einzelnen Posten von Bilanz und GuV

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs. 1 UGB) ist gesondert in der Anlage 3a zu diesem Anhang dargestellt.

Anzahlungen für Anlagen

Für Mieterinvestitionen im Gebäude 1010 Wien, Akademiestraße 3 / Mahlerstraße 9 wurden Anzahlungen in Höhe von EUR 2 Millionen geleistet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen:

Gesamtbetrag davon
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 104.852,47 104.852.47 0,00
Vorjahr 78.761.19 78.761.19 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 57,134.010,58 14.510.073,29 42.623.937,29
Vorjahr 66,427,741,90 23.852.129,93 42.575.611,97
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 3.237,194,32 1.631.124,32 1.606.070,00
Vorjahr 3.455.842,51 2.768.550,68 687.291,83
60.476.057,37 16.246.050.08 44.230.007,29
Vorjahr 69.962.345.60 26.699.441.80 43.262.903,80

Die Zugehörigkeit der Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz ergab sich wie folgt:

Art der Forderung Stand 31.3.2010 Stand 31.3.2009
FUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.821.306,45 2,717.226,12
Sonstige Forderungen (inklusive Ergebnisüberrechnungen und 55.312.704,13 63.710.515,78
Gewinnausschüttungen
Insgesamt 57.134.010.58 66.427.741,90

Die sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 10.424.870,29 (Vj. EUR 9.267.177,47) aus gegebenen Darlehen an ausländische Tochtergesellschaften, für die im Geschäftsjahr 2009/2010 Zinserträge in Höhe von insgesamt EUR 120.716,00 (Vj: EUR 309.446,00) ausgewiesen wurden.

DO & CO Restaurants & Catering AG

Die Forderungen aus überrechneten Jahresgewinnen der inländischen Gruppenmitglieder aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2009/2010 beliefen sich zum Bilanzstichtag auf ingesamt EUR 12.306.404,03 (Vj: 10.618.767,13).

In den sonstigen Forderungen ist eine Kaution in Höhe von EUR 950.000,00 enthalten, welche zur Besicherung der Ansprüche aus der Anmietung von Räumlichkeiten in 1010 Wien, Akademiestraße 3 / Mahlerstraße 9 geleistet wurde.

In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen

Folgende Rückstellungen haben einen erheblichen Umfang, wurden jedoch in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen:

Stand Stand
01.04.2009 Verwendung Auflösung Zuweisung 31.03.2010
Rst. für Urlaube Angestellte
Rst. für Prämien
1.259.780,00 1.253.723,63 0,00 1.118.543,63 1.124.600,00
Angestellte
Rst. für Jubiläum
574.700,00 574.700,00 0,00 1.113.000,00 1.113.000,00
Angestellte 553.130,00 2.004,24 0,00 54.234,24 605.360,00
Rst. f. JA-Prüfung 315.000,00 315.000.00 0,00 330.000,00 330.000,00
Rst. für UZ/WR Angestellte 226.480,00 226.480,00 0,00 223.080,00 223.080,00
Rst.f.nicht abger.
Leistungen 74.130,00 65.931,08 8.198,92 134.460,00 134.460,00
Rst. für Steuerberatung 110.000,00 55.000,00 0.00 55.000,00 110.000,00
Rst. für Sonstiges 643.418,26 588.350,55 55.067,71 106.300,00 106.300,00
Rst. für Urlaube Arbeiter 75,910,00 75.910,00 0,00 67.080,00 67.080,00
Rst. für LNK UZ/WR
Angestellte 67.490,00 67.490,00 0,00 66.690,00 66.690,00
Rst. für Überstd.
Angestellte 52.270,00 52.270,00 0,00 56.880,00 56.880,00
Rst. für Jubiläum Arbeiter 30.820,00 1.518,00 2.952,00 0,00 26.350,00
Rst. für Prämien Arbeiter 19.600,00 17.500,00 2.100,00 22.000,00 22.000,00
Rst. für Beh. Ausgl. Taxe 15.427,00 11.076,00 1.491,00 10.596,00 13.456,00
Rst. für UZ/WR Arbeiter 5,510,00 5,510.00 0,00 5.870,00 5.870,00
Rst. für Überstd. Arbeiter 3.820,00 3.820,00 0,00 5.470,00 5.470,00
Rst. für LNK UZ/WR
Arbeiter 1.660,00 1.660,00 0,00 1.780,00 1.780,00
Rst. für PS-Entgelt Arbeiter 1.490,00 1.490,00 0,00 1.210,00 1.210,00
Rst. f. PS-Entgelt
Angestellte 490,00 490,00 0,00 500,00 500,00
Rst. für
Rechtsanwälte/Notare 375.000,00 212.515,29 162.484,71 0,00 0,00
4.406.125,26 3.532.438,79 232.294,34 3.372.693,87 4.014.086,00

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 225 Abs. 6 und § 237 UGB stellte sich folgendermaßen dar:

davon
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 6.10
Vorjahr 5.500.000,00 5.500.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 420.838,84 420.838,84
Vorjahr 243.301,60 243.301,60
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.271.113,67 3.271.113.67
Vorjahr 14.314.526,75 14.314.526,75
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.521.771.88 1.521.771.88
Vorjahr 3.403.293.14 3.403.293.14
sonstige Verbindlichkeiten 891.873,91 891.873,91
Vorjahr 1.017.299,20 1.017.299.20
Summe Verbindlichkeiten 4.583.832,52 4.583.832,52
Vorjahr 21.075.127,55 21.075.127,55

Die Zugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz ergab sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit Stand 31.3.2010 Stand 31.3.2009
FUR FUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.521.771.88 3.403.293.14
Sonstige Verbindlichkeiten 1.749.341.79 10.911.233.61
Insgesamt 3.271.113.67 14.314.526.75

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen über die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beläuft sich für die folgenden fünf Jahre auf rund EUR 6.682.100,00 (Vj: EUR 2.248.800,00), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr rund EUR 1.336.400,00 (Vj: EUR 449.800,00). Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Sachanlagen.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Haftungen der Gesellschaft, die zu Gunsten von verbundnen Unternehmen zum Bilanzstichtag bestanden, ergaben sich wie folgt (im Vorjahr: EUR 10.510.831,21):

EUR
Bankbürgschaften
zu Gunsten der DO & CO München GmbH
153.388.00
Sonstige Bürgschaften
zu Gunsten der DO & CO München GmbH
319.550,00
472.938,00

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit des verbundenen Unternehmens AIOLI Airline Catering Austria GmbH glaubhaft zu machen, verpflichtet sich die DO & CO Restaurants & Catering AG dafür Sorge zu tragen, dass die AIOLI Airline Catering Austria GmbH ihre Verpflichtungen als Dienstleister auf dem Flughafen Wien gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen kann. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der AIOLI Airline Catering Austria GmbH um eine Bewilligung zur Erbringen eines Bodenverpflegungsdienstes iSd § 7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetztes.

Zusätzlich hat die Gesellschaft für folgende unmittelbar bzw. mittelbar verbundene Tochterunternehmen Patronatserklärungen abgegeben:

DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich DO & CO Museum Catering Ltd., London, Großbritannien DO & CO International Investments Ltd., London, Großbritannien DO & CO (Deutschland) Holding GmbH, Kelsterbach, Deutschland DO & CO International Catering & Logistics AG, Zürich, Schweiz

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 231 (2) UGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 237 Z 7 UGB stellte sich wie folgt dar:

13.752.659.09 11.626.243.84
Umsatzerlöse Konzernunternehmen
Umsatzerlöse Dritte
13.395.134,23
357.524.86
10.570.918.84
1.055.325,00
2009/2010 2008/2009

Personalaufwand

In der Position Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in der Höhe von EUR 206.497,09 (Vorjahr: EUR 111.850,00) und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in der Höhe von EUR 59.452,90 (Vorjahr: EUR 63.634,74) enthalten.

Erträge aus der Beteiligung an verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft die aufgrund der Ergebnisabführungsverträge übernommenen Jahresergebnisse 2009/2010 der inländischen und in die Gruppenbesteuerung einbezogenen Gesellschaften und setzte sich wie folgt zusammen:

2009/2010
EUR
2008/2009
EUR
DO & CO Party-Service & Catering GmbH
DO & CO Event Austria GmbH
AIOLI Airline Catering Austria GmbH
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH
DO & CO Airline Catering Austria GmbH
DO & CO Albertina GmbH
B & B Betriebsrestaurants GmbH
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH
7.275.145,50
1.368.168,30
42.690,00
123.848,52
1.099.345,18
861.463.64
1.211.499,05
106.063.83
218.180.01
0.00
6.560.006,50
988.104,84
770.807,35
701.825,14
549.208,82
357.318,91
278.150,73
174.738,51
169.492,85
69.113,48
12.306.404.03 10.618.767.13

Erträge aus der Zuschreibung aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Aufgrund gestiegener Kurse wurde eine Zuschreibung der eigenen Anteile von EUR 33.261,52 erfasst.

Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Unter den Aufwendungen aus Finanzanlagen wurde die Übernahme der im Geschäftsjahr angefallenen Jahresverluste folgender Gesellschaften zugewiesen:

2009/2010
EUR
2008/2009
EUR
Demel Salzburg Café-Restaurant Betriebs GmbH
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH
782.183.97
4.284.50
159.893.57
778.455.81
350.14
946.362.04 778.805.95

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Gesellschaft hat keine aktive Steuerabgrenzung gemäß § 198 (10) UGB vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag der Gruppe beträgt rund EUR 73.600,00 (Vj: EUR 78.300,00).

Angaben zu Finanzinstrumenten

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Sonstige Pflichtangaben

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt (§ 239 Abs. 1 Z 1 UGB):

2009/2010 2008/2009
Arbeiter
Angestellte 102 117
Gesamt 107 125

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juli 2007 bis zum 30. Juni 2012 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juli 2008 ermächtigt, das Grundkapital gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuen Stückaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten zu erhöhen.

Aktienrückkauf

Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2008 ermächtigt, eigene Aktien gemäß § 65 (1) Z 8 AktG in Höhe von 10 % des Grundkapitals innerhalb eines Zeitraumes von 30 Monaten zu erwerben. Gemäß Vorstandsbeschluss vom 14. Oktober 2008 können maximal 4 % des Grundkapitals aus dem Streubesitz zurückgekauft werden. Es wurden bis zum Bilanzstichtag 131.740 (Vj: 15.955) Stückaktien erworben.

Angaben zu Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr waren als Vorstandmitglieder tätig:

Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Michael DOBERSBERGER, Wien.

Die Fixbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr TEUR 555, davon wurden TEUR 13 von verbundenen Unternehmen bezogen. Die variablen Gehaltsbestandteile betrugen TEUR 135. Die Höhe der Aufwendungen für Abfertigungen für den Vorstand beträgt TEUR 14.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung eingegangen.

Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2009/2010 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr o.Univ.Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr. Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Dr. Christian KONRAD, Wien.

In der elften ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2009 wurde der Aufsichtsrat neu gewählt bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013/2014 beschließt.

An die Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von EUR 38.000,00 bezahlt.

Wien, am 17. Mai 2010

Der Vorstand:

....................................... Attila DOGUDAN e.h. Vorsitzender

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael DOBERSBERGER e.h.

Anschaffungs-
kosten am
1.4.2009
Zugänge Abgänge Anschaffungs-
kosten am
31.3.2010
Abschreibungen
gesamt
Buchwert
31.3.2010
an
Buchwert
31.3.2009
am

Abschreibungen
Abzinsungen
des Jahres
Aufholung
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Aufwendungen für das Ingangsetzen und
Erweitern eines Betriebes
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 D.OO 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und
Geleistete Anzahlungen
ähnliche Rechte
$\overline{\mathbf{a}}$
488.432,92
0,00
171.413,00
11.252,00
56.037,60
0,00
443.647,32
171.413.00
0.00
390.095,22
53.552,10
171.413,00
93.649,42
0,00
51.349,23
0,00
488.432,92 182.665,00 56.037,60 615.060,32 390.095,22 224.965,10 93.649,42 51.349,23
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 173.323,43 0,00 O.O 173.323,43 88.120,25 85.203,18 111.004,42 25.801,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1,464.231,50 200.730,37 280.243,83 1.384.718,04 1.010.517,88 374.200,16 489.933,64 310.462,25
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 0,00 2.000.000,00 0.00 0,00
1.637.554,93 200.730,37
$\ddot{N}$
280.243,83 3,558.041,47 1.098.638,13 2.459.403,34 600.938,06 336.263,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.371.216,26 0,00 0,00 4.371.216,26 0,00 4.371.216,26 4.371.216,26 0,00
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
29.369.833,24 335.708,91 5.040.581,49 24.664.960,66 3.908.317,56 20.756.643,10 25.023.186,03 438.329,65 aa
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.851,27 0.00 0.00 38.851,27 0,00 38.851,27 38.851,27 0,00
33.779.900,77 335.708,91 5.040.581,49 29.075.028,19 3.908.317,56 25.166.710,63 29.433.253,56 aa
438.329,65
Insgesamt 35.905.888,62 2.719.104,28 5.376.862,92 33.248.129,98 5.397.050,91 27.851.079,07 30.127.841,04 438.329,65 aa
$0,00$ z
387.612,72

Entwicklung des Anlagevermögens der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft, Wien

$\hat{\boldsymbol{\beta}}$

$\frac{1}{2}$

rsges

Beteiligungsgesellschaften der DO & CO Restaurants & Catering AG per 31. März 2010

Ş
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3
ā
Gesellschaft Sitz r
Land
atell ņ
ö
hrung
ξ
5
9
ïЛ
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien А 100,0 DCAG EUR 7.275 596 363)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs Gmbl- Wien Α 100,0 DCAG EUR 124 483 363)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien Α 100,0 DINV EUR $-232$ 12,333 36
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg Α 100.0 DCAG EUR 1.099 99 363)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden Α 100,0 DCAG EUR $-160$ 245 363)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 106 35 353)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH Wien-Flughafen Α 100,0 DCAG EUR 43 170 36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH Wien Α 100,0 DCAG EUR $-4$ 29 363
799 4)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien Α 100,0 DCCC EUR 2,241
$-782$
724
35
353)
Demel Salzburg Café-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg Α 100,0 DCAG EUR
EUR
218 194 36 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien Α 100,0 DCAG $-1$ 78 354)
Cafe-Restaurant & Catering im Casino Wien GmbH Wien Α 100,0
90.0
DCCC
DCCC
EUR
EUR
89 343 35
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien Α 100,0 DCAG EUR 1.212 29 150 3)
DO & CO Alrline Catering Austria GmbH Wien
Wien-Flughafen
Α 100,0 DCCC EUR 1.270 4,337 800 4)
Sky Gourmet - airline catering and logistics GmbH Kelsterbach А
D
100,0 DINV EUR 0 $-3.578$ 25
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Schwalg/Oberding D 100,0 DDHO EUR -1.079 25 255)
DO & CO München GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 801 25 25 5
DO & CO Frankfurt GmbH Berlin D 100.0 DDHO EUR $-604$ 25 255)
DO & CO Berlin GmbH Frankfurt D 100,0 DDHO EUR 268 $-25$ 25 5)
DO & CO Lounge GmbH
DO & CO Italy S.r.l.
Vizzola Ticino 1 100,0 DCAG EUR $-683$ 176 1,275
DO & CO Restauración & Catering Espana, S.L. Barcelona Ε 100,0 DINV EUR 325 433 3
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 1.522 2.231 30 6
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100.0 DINV GBP 981 1.246 $\Omega$
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 427 $-1,677$ 06)
Total Inflight Solution GmbH Wien A. 100,0 DCCC EUR 43 142 354)
DO & CO Museum Catering Ltd. London GB 100,0 DINV GBP 67 544 0
DO & CO Holdings USA, Inc. Wilmington USA 100,0 DINV USD $-10$ 1 100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD $-256$ 3.431 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD -773 $-9.278$ $\mathbf 1$
DO & CO - Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P 100,0 DINV EUR $\Omega$ $-45$ 5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul ТK 100,0 DINV TL 388 450 750
THY DO&CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK. 50,0 DIST TL 18,397 71,282 30,000
DO & CO Event Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 1.368 250 1003
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 861 100 1003
DO & CO International Event AG Zua CH 100,0 DINV CHF $-160$ 2.425 100
100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich СH 100,0 DINV CHF $-30$
$-48$
11
565
637)
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR 25 255)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR -416
195
25 255)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR $-1.606$ -2.354 1
DEMEL New York Inc. New York USA 100,0 DHOL USD
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 139 273 18)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MAL 40,0 DSKY EUR 82 242 18)
Giava Demel S.r.l. Mailand I 50,0 DCCC EUR n.a. n.a. 30
ISS Ground Services GmbH Wien Α 49,0 DTIS EUR 93 322 218

$1)$ DCAG = DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft

DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH

DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc.

DINV = DO & CO International Investments Ltd.
DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH

$DSKY = Sky Gcurrent - airline catering and logistics GmbH$

DIST = DO & CO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San A.S.

DTIS = Total Inflight Solution GmbH

THW = Tausend Heimalwährung (2)

THW = Tausend Heimatwährung
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Restaurants & Catering Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & l3)

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DO & CO RESTAURANTS & CATERING AG, Wien

LAGEBERICHT 2009/2010

1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Restaurants & Catering AG besteht in der zentralen Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 gab es keine Veränderungen in Bezug auf Unternehmensbeteiligungen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft nunmehr (direkt bzw. indirekt) Beteiligungen an 23 ausländischen und 18 inländischen Gesellschaften, die als verbundene Unternehmen gelten, sowie an einer inländischen sowie 3 ausländischen Gesellschaften, die atequity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 sind die Umsatzerlöse der DO & CO Restaurants & Catering AG um EUR 2,12 Mio auf EUR 13,75 Mio (VJ: EUR 11,63 Mio) gestiegen. Während die Erlöse aus Beratungstätigkeiten aufgrund der EURO 2008 gesunken sind, ist der Anstieg der Umsatzerlöse im Wesentlichen auf eine höhere Weiterverrechnung von Overhead-Kosten zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR -0,19 Mio auf EUR 1,36 Mio gesunken.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,10 Mio von EUR 2,90 Mio auf EUR 3,00 Mio unwesentlich an.

Die Personalaufwendungen blieben im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr beinahe unverändert und konnten demnach im vergangenen Geschäftsjahr um EUR -0,22 Mio auf EUR 9,89 Mio (VJ: EUR 10,11 Mio) reduziert werden. Während sowohl der Lohn- als auch der Gehaltsaufwand sowie gesetzliche und andere Abgaben leicht sanken, ist der Abfertigungsaufwand im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten massiv um EUR -1,37 Mio von EUR 5,45 Mio auf EUR 4,08 Mio reduziert werden. Diese Reduktion ist im Wesentlichen auf geringere Werbeaufwendungen, geringeren Rechts- und Beratungsaufwand sowie deutlich reduzierte Schadensfälle zurückzuführen.

Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf EUR 0,39 Mio (VJ: EUR 0,44 Mio).

Das Betriebsergebnis beträgt somit EUR -2,24 Mio und liegt damit um EUR 3,47 Mio über jenem des Vorjahres (VJ: EUR -5,71 Mio).

Das Finanzergebnis beträgt EUR 12,61 Mio (VJ: EUR 13,11 Mio). Die leicht negative Veränderung ist im Wesentlichen durch eine im Vorjahr durchgeführte Zuschreibung zu Finanzanlagen sowie höhere Zinserträge bedingt. Die Beteiligungserträge hingegen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009/2010 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 10,37 Mio (VJ: EUR 7,40 Mio).

Der Steueraufwand erhöht sich von EUR 2,00 Mio auf EUR 2,62 Mio. Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 7,75 Mio gegenüber EUR 5,40 Mio im Vorjahr.

Der Netto-Geldabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR -3,91 Mio (VJ: EUR -0,55 Mio). Der Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit veränderte sich von EUR 0,54 Mio im Vorjahr auf EUR 12,11 Mio im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -7,72 Mio (VJ: EUR -1,93 Mio). Die Ermittlung der Geldflüsse erfolgte gemäß dem Fachgutachten KFS/BW2.

Aufgrund der Funktion der Gesellschaft als Strategie- und Finanzholding wird an dieser Stelle auf die Darstellung und Erläuterung weiterer Kennzahlen verzichtet.

Die DO & CO Aktie verzeichnete im Laufe des vergangenen Wirtschaftsjahres einen deutlichen Kursanstieg um 100 % und schloss am 31. März 2010 bei einem Kurs von 16,0 EUR.

Dieser Kurs entspricht einer Marktkapitalisierung von EUR 122,62 Mio (unter Berücksichtigung der bis zum Stichtag rückgekauften Aktien).

Der günstige Kurs der DO & CO Aktie wurde per Vorstandsbeschluss vom 14. Oktober 2008 für ein Aktienrückkaufprogramm genutzt. Zwischen 17. Oktober 2008 und 10. Januar 2011 können maximal 4 % des Grundkapitals aus dem Streubesitz zurückgekauft werden. Bis zum Bilanzstichtag wurden 131.740 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,69 %.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher.

DO & CO legt aber auch größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ende März 2010 kam es zum Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Aufgrund der ausgetretenen Vulkanasche musste ab dem 15. April 2010 der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas für mehrere Tage ganz oder teilweise eingestellt werden, was eine bis dahin beispiellose Beeinträchtigung des Luftverkehrs in Europa darstellte. Tausende von Flügen wurden gestrichen oder zu noch nicht geschlossenen Flughäfen umgeleitet. Erst ab dem 21. April 2010 wurde in Mitteleuropa zunehmend wieder ein normaler Flugbetrieb aufgenommen, in Skandinavien verschlechterte sich hingegen die Lage gebietsweise bis zum 23. April 2010 wieder. Besonders betroffen aus Sicht der Geschäftstätigkeit von DO & CO waren die Flughäfen London Heathrow, München, Mailand und Frankfurt, in geringerem Ausmaß die Flughäfen in Österreich und in der Türkei. Nicht betroffen war der Flughafen JFK in New York. Die weitere Entwicklung des Flugverkehrs in Abhängigkeit der Vulkantätigkeit bleibt abzuwarten. Das Management erwartet trotzdem eine plankonforme Entwicklung der Ergebnisse der betroffenen Divisionen Airline Catering und Restaurants, Lounges & Hotel.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Ausblick

Die Entwicklung in der Division Airline Catering ist unverändert von einer sehr hohen Volatilität und großer Dynamik des Marktgeschehens gekennzeichnet.

Die große Dynamik der Marktentwicklung kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass viele Kunden auf der Suche nach Einsparungen oder nach innovativen Produktverbesserungen neue Airline Catering Verträge ausschreiben. Daher nimmt DO & CO derzeit an zahlreichen internationalen Ausschreibungen teil und hat damit die Chance, weiterhin zu wachsen und zusätzliche Kunden zu akquirieren und damit das Kundenportfolio noch mehr zu erweitern.

DO & CO konnte in den letzten Monaten des Geschäftsjahres allgemein eine Verbesserung der Passagierzahlen bei den Fluglinien feststellen. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend, zumindest moderat, auch in den nächsten Monaten weiter fortsetzt.

In Österreich hat sich die Situation um den Hauptkunden Austrian Airlines nach der Übernahme durch Lufthansa, trotz starker Sparmaßnahmen, stabilisiert. Somit darf auch in Österreich – parallel zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation - eine weitere Erholung der Passagierzahlen erwartet werden.

In der Türkei setzt sich die dynamische Aufwärtsentwicklung der Turkish Airlines und anderer Drittkunden fort. Um eine weitere Verbesserung des Onboardservices zu erzielen, wurde im April 2010 mit dem Einsatz von "Flying Chefs" auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines begonnen. In den folgenden Monaten ist beabsichtigt, das Board Service auf sämtlichen Langstreckenflügen durch "Flying Chefs" zu verstärken.

Im Bereich des International Event Caterings hat sich die Situation in den letzten zwei Quartalen zunehmend stabilisiert. Im Zentrum der Aktivitäten der Division International Event Catering stehen neben Veranstaltungen für viele nationale und internationale Firmen- und Privatkunden auch wieder große internationale Events am Programm. Die Formel 1 Grands Prix, Championsleaguefinali und andere große Sportveranstaltungen werden mit den höchsten Qualitätskriterien auch heuer wieder von DO & CO kulinarisch betreut werden. Ziel von DO & CO ist es, im Bereich der Premiumveranstaltungen die führende Marktposition abzusichern bzw. mit Neukunden weiter auszubauen.

Der Fokus der Division Restaurants, Lounges und Hotel liegt in diesem Wirtschaftsjahr bei den Projektarbeiten für die Errichtung eines Hotels in Istanbul. Vorausgesetzt, dass alle Bewilligungsverfahren positiv abgeschlossen werden können, erfolgt ein Beginn der Bauarbeiten zu Ende des Kalenderjahres 2010. Eine Eröffnung des Hotels ist für 2012 geplant. Im Mai 2010 erfolgte die Eröffnung der ersten Airport Lounge in der Türkei. Dieser Lounge, die für Turkish Airlines am Flughafen in Adana betrieben wird, sollen im Laufe der nächsten Quartale weitere Lounges an anderen Flughäfen in der Türkei folgen.

Ganz allgemein ist das DO & CO Management zuversichtlich, den erfolgreichen Weg der letzten Jahre auch weiterhin fortsetzen zu können. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards und sehr gut ausgebildete MitarbeiterInnen bieten DO & CO auch weiterhin – trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes – sehr gute Wachstumsmöglichkeiten. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wird daher – sollten keine unvorhergesehenen, insbesondere nicht im Einfluss von DO & CO liegenden Umstände eintreten – eine plankonforme Entwicklung der Ergebnisse erwartet.

2.2. Risikomanagement

DO & CO ist weltweit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel tätig und mit unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich gleichzeitig zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen sicher und zeitnah reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind standardisierte, konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe wahrgenommen, vom Corporate Riskmanager koordiniert und bildet einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch das permanente Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung generiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die interne Revision gehören.

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet.

Durch permanenten Kontakt des Key Account Managements der Division Airline Catering mit den Kunden kann auf deren wirtschaftliche Lage sehr rasch reagiert werden, um negativen Auswirkungen der Airline Branche auf den DO & CO Konzern zeitnahe und rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an den der Konzernstrategie entsprechenden Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit negativen entsprechenden Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards auf die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen reduziert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns auf mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt. Die konjunkturelle Lage hat sich in den vergangenen Monaten schrittweise verbessert, sodass wieder mit Umsatzzuwächsen gerechnet wird.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neu hinzutretende Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönliche Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft - sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche von DO & CO, insbesondere der Divisionen Airline Catering sowie International Event Catering, ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen YTL, USD und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in quartalsweise durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagements die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet. Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

4. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

5. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Juni 2012 um bis zu EUR 7.795.200,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuer Stammaktien zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die diesbezügliche Ermächtigung nicht ausgenutzt.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.590.400,00 und ist in 7.795.200 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt. Der DO & CO Restaurants & Catering AG steht an den im Rahmen des veröffentlichten Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien kein Stimmrecht zu.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 55,34 % sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH mit 25,17 % halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, bis 30. Juni 2012 das Grundkapital um bis zu weitere EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen zu erhöhen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juli 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Jänner 2011 eigene Aktien im gesetzlichen Höchstausmaß zu erwerben. Der Vorstand hat am 14. Oktober 2008 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen (beabsichtigtes Volumen: bis zu 4 % des Grundkapitals).
    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen der DO & CO-Gruppe, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche

Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.

  1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Wien, am 17. Mai 2010

Der Vorstand:

Vorsitzender

Attila DOGUDAN e.h. Michael DOBERSBERGER e.h.

Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss der DO & CO Restaurants & Catering AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

  2. dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens vermittelt,

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 21. Mai 2010

Der Vorstand:

Division Restaurants, Lounges & Hotel

Attila DOGUDAN e.h. Michael DOBERSBERGER e.h. Vorsitzender Mitglied

Division Airline Catering Division International Event Catering