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DMG MORI AG

Management Reports May 6, 2024

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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen bilden den Konzern (nachfolgend Konzern oder DMG MORI AG). Die DMG MORI AG ist Teil der DMG MORI-Gruppe (nachfolgend DMG MORI oder Global One Company), dessen Konzernober- gesellschaft die japanische DMG MORI COMPANY LIMITED (nachfolgend DMG MORI CO. LTD.) mit Headquarter in Tokio ist. Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen des Mutterunternehmens han- delt es sich im Wesentlichen um Erträge, die aus der Ausübung der Holding- und Dienstleistungs- funktionen für die Tochtergesellschaften sowie aus Mieteinnahmen resultieren. Die Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterscheidet sich in ihrer Höhe und Struktur von der des Konzerns. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen mit zwei inländischen Tochtergesellschaften und den aus den Holdingfunktionen resultierenden Aufwendungen und Erträgen. Der vorliegende Lagebericht betrifft ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Muttergesellschaft. Eine umfassende Darstellung des DMG MORI AG-Konzerns findet sich in unse- rem ↗ Geschäftsbericht 2023 und dem darin enthaltenen Konzernlagebericht und Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurde. Der Konzerngeschäftsbericht ist im Internet unter ↗ de.dmgmori-ag.com/investor-relations veröffentlicht. S T R AT E G I E U N D S T E U E R U N G S S Y S T E M Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Kon- zern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding; sie umfasst alle bereichsüber- greifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Das Ziel von DMG MORI ist es, der weltweit größte und angesehenste Hersteller von Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen, additiven Fertigungsverfahren sowie Prozessautomatisierung zu werden, wobei stets der maximale Kundennutzen im Mittelpunkt steht. Die DMG MORI AG richtet ihre Geschäftsaktivitäten konsequent auf dieses Ziel aus. Unser gemeinsamer Antrieb ist es, unseren Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit innovativen Lösungen zur Seite zu stehen – bestehend aus Werkzeugmaschine, Automation, Software, Prozess, Peripherie und Service. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 5 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Wir bieten ein diversifiziertes Produktportfolio, um vom kleinen Fertigungsbetrieb bis hin zum Konzern branchenübergreifend die gesamte Fertigungsindustrie mit jeweils optimalen Lösungen zu bedienen. Unsere Kunden kommen aus vielen Branchen – wie Luft- und Raumfahrt, Halbleiter, Medizin, Automobil, Werkzeug- und Formenbau – und haben unterschiedliche Anforderungen. Zudem wird die globale Fertigungsindustrie stark beeinflusst von exogenen Faktoren, wie hohe Roh- stoff- und Energiekosten, hohe Zinsen und die Auswirkungen der Inflation und des Krieges in der Ukraine sowie der geopolitischen Konflikte. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in diesem herausfordernden Markt- umfeld begegnet DMG MORI mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Durch eine möglichst enge Verzahnung dieser vier Säulen bieten wir unseren Kunden pass- genaue Lösungen für eine moderne, nachhaltige und effiziente Fertigung. Mit MX entwickelt sich DMG MORI konsequent weiter vom Maschinenbauer zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Dabei gilt der Grundsatz: Die Maschine ist und bleibt unser Kern! Hochproduktive, präzise und nachhaltige Maschinen von ausgezeichneter Qualität sowie ein umfassender Service sind unser Kundenversprechen. Durch optimale Synergien aus Prozessintegration, Automation und Digitalisierung unterstützt MX den Anwender dabei, das größtmögliche Potenzial für Nachhaltigkeit und innovatives Wachstum freizusetzen. So begegnen wir den Veränderungen in unserem Geschäftsumfeld, wie dem steigen- den Fachkräftemangel und der Rohstoffknappheit, und wollen unseren Kunden in jedem Schritt der Wertschöpfungskette einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Bei der Umsetzung unserer Strategie steht der Mensch im Mittelpunkt. Qualifizierte, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Erfolg. Des- halb arbeiten wir hart daran, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Unser konzernweit gültiges „Mission Statement“ bildet die Grundlage für unsere Unternehmenskultur sowie unser unter- nehmerisches Handeln und damit auch für unseren Verhaltenskodex der DMG MORI AG. Um unsere Mission zu erreichen und uns stetig zu verbessern, setzen wir auf eine offene Feedback- kultur. Unsere Personalstrategie fokussiert Ausbildung, Vielfalt, Chancengleichheit, fle- xible und innovative Arbeitsumgebungen, Personalentwicklung, Arbeitssicherheit sowie ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Die Tabelle A.01 gibt einen Überblick über wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. A.01 // FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) IST 2022 Plan 2023 IST 2023 Umsatz 11,8 MIO € rund 14,0 MIO € 13,4 MIO € EBIT1) -28,4 MIO € rund -41,0 MIO € -49,8 MIO € Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1,2 MIO € rund 1,3 MIO € 1,0 MIO € Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt) 119 leichter Anstieg 116 1) Das EBIT ist hier definiert als Ergebnis vor Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 6 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz lag durch Anpassungen der verrechneten Umlage an die Tochtergesellschaften leicht unter dem Planwert. Das EBIT lag unter der Prognose für das Geschäftsjahr 2023. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Aufwandseffekt aus den Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vor- standsmitgliedern. Nicht geplante Währungsgewinne im Geschäftsjahr 2023 konnten diesem Auf- wandseffekt teilweise entgegenwirken. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und insbesondere Sachanlagen am Standort Bielefeld lagen mit 1,0 MIO € unter dem Planwert. Zum 30. September 2023 haben wir in der gesamten „Global One Company“ das Verfahren zur Ermittlung des Headcounts harmonisiert. Dies führte zu einer Anpassung der Mitarbeiterzahlen bei der DMG MORI AG. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. Alle Zahlenangaben im Geschäfts- bericht 2023 – auch die Referenzwerte früherer Zeitpunkte – erfolgen nach dieser geänderten Zählweise und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar. Während die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt mit 3 Mitarbeitern von 119 Mitarbeitern auf 116 Mitarbeitern leicht sank, verminderte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag mit 136 Mitarbeitern auf 110 Mitarbeitern deutlich. Dies liegt im Wesentlichen an einem Übergang von zwei Abteilungen im Juli 2022 in die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von einer Tochtergesellschaft sowie einem erneuten Wechsel im Oktober 2023 dieser Abteilungen aus der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in eine Tochtergesellschaft. E R K L Ä R U N G Z U R U N T E R N E H M E N S F Ü H R U N G N A C H § 2 8 9 F H G B Inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance der DMG MORI AG. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Im November 2023 gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ab. Darin wird bestätigt, dass die DMG MORI AG den Empfehlungen der „Regierungs- kommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Kodexfassung vom 28. April 2022 nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 entsprochen hat, jedoch mit den folgenden Ausnahmen: // Ausnahme: Empfehlung G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über- wiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt die DMG MORI AG nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungs- komponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmens- erfolg aus Sicht des Aufsichtsrats von wesentlicher Bedeutung sind. Eine aktienbasierte Vergütung ist bei der DMG MORI AG nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 7 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstands geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei der DMG MORI AG. // Ausnahme: Empfehlungen G.12 und G.13 des Deutschen Corporate Governance Kodex Im Fall der Beendigung eines Vorstandsvertrages soll die Auszahlung noch offener Vergütungs- bestandteile u.a. nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern erfolgen. Die Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung sollen den Wert von zwei Jahresver- gütungen nicht überschreiten. Diese Empfehlungen konnte die DMG MORI AG im Geschäftsjahr 2023 nicht uneingeschränkt einhalten, da zur Vertragsbeendigung im Rahmen einer vergleichsweisen Gesamtlösung mit den betroffenen Vorstandsmitgliedern unter Berücksichtigung des Interesses der Gesellschaft an einer Vertragsbeendigung und den Ansprüchen der Vorstandsmitglieder ein höherer Zahl- betrag vereinbart und die langfristige Vorstandsvergütungskomponente (LTI) im Rahmen einer solchen Vereinbarung pauschaliert abgegolten wurde. Die getroffenen Abfindungslösungen unter Einbeziehung noch offener variabler Vergütungsbestandteile lagen im Interesse der Gesellschaft an einer zeitnahen, vollständigen Vertragsbeendigung. Die DMG MORI AG wird den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corpo- rate Governance Kodex in der Kodexfassung vom 28. April 2022 nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 auch zukünftig entsprechen, jedoch mit der nachfolgend auf- geführten Ausnahme: // Ausnahme: Empfehlung G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über- wiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt die DMG MORI AG nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungs- komponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmens- erfolg aus Sicht des Aufsichtsrats von wesentlicher Bedeutung sind. Eine aktienbasierte Vergütung ist bei der DMG MORI AG nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstands geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei der DMG MORI AG. Die nichtobligatorischen Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt die DMG MORI AG vollständig. Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance-Bericht sind – ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre – auf unserer Website dauerhaft zugänglich. ↗https://de.dmgmori-ag.com/investor-relations/corporate-governance/corporate-governance-im-ueberblick Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unter- nehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§ 289f Abs. 2 und 5, 315d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 8 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Ausschüssen Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken Das Chancen- und Risikomanagementsystem der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in die bestehenden Chancen- und Risikomanagementsysteme des Konzerns integriert. Innerhalb des Chancenmanagementsystems des DMG MORI AG-Konzerns richten wir unser Augen- merk insbesondere auf wesentliche Einzelchancen, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen sowie unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen. Unser konzernweites Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) nach deutschen und japanischen gesetzlichen Vorgaben und das zent- rale Versicherungsmanagement. Mit unserem konzernweiten Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir zukunfts- orientiert Risiken der künftigen Entwicklung. Dabei definieren wir als Risiko eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT). Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf wesentlichen Elementen: // dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, // dem zentralen Risikomanagementbeauftragten auf der Ebene der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, // lokalen Risikomanagementbeauftragten in jeder Konzerngesellschaft, // bereichsspezifischen Risikoerfassungen mit Bewertung und Priorisierung von Einzelrisiken // und dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer zugehörigen Adhoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken. Das Risikofrüherkennungssystem im DMG MORI AG ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken konzernweit systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden. Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei jeweils nach vorgegebenen Risiko- feldern regelmäßig identifiziert. Ermittelte Risikopotenziale werden mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet; dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich außerhalb der turnusmäßigen Bericht- erstattung gemeldet. Um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können, werden die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermittelt und aggregiert. Der kumulierte Erwartungs- wert aus den identifizierten und bewerteten Risiken für den Konzern wird dem bestehenden Konzerneigenkapital gegenübergestellt und somit die Risikotragfähigkeit ermittelt. Diese stellt eine wesentliche Risikosteuerungsgröße dar. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 9 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die sich daraus ergebende aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche infor- miert. Sie erörtern umfassend die Ursachen der aktuellen Risikolage und die dementsprechend ergriffenen Maßnahmen. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst. Das bestehende interne Kontrollsystem (IKS) des DMG MORI AG dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Aufbauend auf einer Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse werden die steuerbaren Risiken erfasst und durch Ausgestaltungen der Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Kontrollaktivitäten eliminiert oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt. Das IKS der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist sowohl entsprechend den deutschen aktienrechtlichen Vor- gaben als auch nach den relevanten Vorgaben des „Japanese Financial Instruments and Exchange Act“ (J-SOX/Naibutousei) ausgestaltet. Aus unseren Überprüfungen des internen Kontroll- und Risikomanagements sowie aus Berichten der internen Revision sind uns keine wesentlichen Umstände bekannt, die gegen die Angemessen- heit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen. Als weiteren Teil des Risikomanagements hat der DMG MORI AG ein zentrales Versicherungs- management, das wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahres- berichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäfts- vorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Seite 40 ff. im ↗ Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2023 dargestellt. Geschäftsbericht Aufsichtsrat und Vorstand sorgen gemeinsam für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Auf- sichtsrat hat eine Altersgrenze für die (Wieder-) Bestellung von Vorstandsmitgliedern von 70 Jahren festgelegt. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 10 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziff. C.1 DCGK beschlossen: // Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bis- herigen Umfang; // Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen der DMG MORI AG auf Arbeitnehmerseite; // Berücksichtigung von Kenntnissen über die DMG MORI AG und von für die DMG MORI AG besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien; // Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungs- legungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen; // Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteils- eignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter; // Unabhängigkeit von zumindest 50% der Aufsichtsratsmitglieder; // Vermeidung von Interessenkonflikten; // Einhaltung einer Altersgrenze von 75 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsrats- mitglieds; Höchstgrenze von fünf Amtsperioden; // Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vor- genannten Ziele beachten. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2023 wurden die Ziele bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2023 erneut erfüllt. Auch die Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Unabhängigkeit von mindestens 50% der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum ein- gehalten. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr mit den erforderlichen Qualifikationen aus- einandergesetzt und hierbei auch die Kompetenzen für das Gesamtgremium festgelegt. Diversity Die bei der DMG MORI AG gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern u.a. inter- nationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei der DMG MORI AG werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Reli- gion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung gleichbehandelt und gleich wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den Verhaltenskodex der DMG MORI AG aus. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 11 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten Unter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 5. Mai 2022 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT bis zum 30. Juni 2027 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20% erreicht werden soll. Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungs- ebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 13. Juni 2022 ein Frauenanteil von 15% beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30% seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2023 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmer- vertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Vermeidung von Interessenkonflikten Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vor- stands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüg- lich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Aktionäre und Hauptversammlung Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vor- stands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Im Berichts- jahr konnten die Aktionäre ihr Stimmrecht im Rahmen einer Präsenz-Hauptversammlung persön- lich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an einer Präsenz-Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Dane- ben gibt es online die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung. Transparenz Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mit- arbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktu- elle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 12 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Compliance Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbst- verpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2023 und auf unserer Website. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Mit dem Abschlussprüfer, der PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft, Frankfurt am Main, wurde für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Auf- sichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vor- stand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben. Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände der DMG MORI AG Im Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutz- versicherungen für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt. Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält indirekt eine Beteiligung von 88,23% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u.a. von Aktien oder anderen Wert- papieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu ver- öffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar. Aufsichtsrat und Ausschüsse Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß Satzung aus zwölf Mitgliedern zusammen. Entsprechend des Mitbestimmungsgesetzes zählen neben den sechs Vertretern der Anteilseigner sechs Arbeit- nehmervertreter, von denen einer Vertreter der leitenden Angestellten ist, zum Aufsichtsrat. Alle Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter) sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, gewählt. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 13 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Seite 70 ff. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im ↗ Anhang namentlich genannt. Der Aufsichtsrat tagte im Plenum insgesamt sechsmal im Geschäftsjahr 2023. Über den Umfang seiner Arbeit berichtet der Aufsichtsrat auch im Bericht des Aufsichtsrats im Konzerngeschäftsbericht. Im Geschäftsjahr 2023 tagten vier Ausschüsse im Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT. Es tagten fünfmal der Finanz- und Prüfungsausschuss, dreimal der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, einmal der Nominierungsausschuss sowie zwei- mal der Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen. Über den Umfang seiner Arbeit in den Ausschüssen berichten der Aufsichtsrat in seinem Bericht des Aufsichtsrats im Konzerngeschäftsbericht. V E R G Ü T U N G S B E R I C H T Im Folgenden werden das Vergütungssystem und die Vergütung des Aufsichtsrats sowie des Vor- stands für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt. Die jährliche Erstellung des Vergütungsberichts nach § 162 AktG liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Es wird gemäß § 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG über Vergütung im Geschäftsjahr berichtet, in dem die der Vergütung zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht worden ist. Billigung des Vergütungsberichts durch die Hauptversammlung 2023 Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2023 erfolgte die Billigung des nach § 162 AktG erstellten und geprüften Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2022 mit einer Zustimmung von 99,87%. Es ergaben sich keine Aspekte, die hinsichtlich des Vergütungssystems oder dessen Umsetzung in der Vergütungsberichterstattung zu berücksichtigen sind. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und in § 12 der Sat- zung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. In der Hauptversammlung 2021 wurde das Vergütungssystem des Aufsichtsrats nach § 113 AktG gebilligt. Zu den Komponenten der Aufsichts- ratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug der feste Vergütungsanspruch für jedes einzelne Aufsichtsrats- mitglied 60.000 €. Der Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 2,5-Fache (150.000 €), wobei der Aufsichtsratsvorsitzende Dr.-Ing. Masahiko Mori ebenso wie James V. Nudo und Irene Bader auf sämtliche Aufsichtsratsbezüge verzichten. Der stellvertretende Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 1,5-Fache (90.000 €). Der Anspruch aus der Grundvergütung lag insgesamt bei 630.000 € (Vor- jahr: 630.000 €). Die Vergütungsansprüche für Ausschusstätigkeiten betrugen insgesamt 252.000 € (Vorjahr: 252.000 €) und berücksichtigten die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten Anspruch auf jeweils 18.000 €. Die Vor- sitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus einen festen Vergütungsanspruch von weiteren 18.000 €. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 14 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Aus- schusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.009.500 € (Vorjahr: 1.003.500 €). Die Grundvergütung und Ausschussvergütung lagen insgesamt bei 882.000 € (Vorjahr: 882.000 €). Die Höhe der Sitzungsgelder belief sich auf 127.500 € (Vorjahr: 121.500 €). A.02 // GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS Ausschuss- Ausschuss- Ausschuss- vergütung: vergütung: vergütung: Personal-, Ausschuss für Grund- Finanz- und Nominierungs- Geschäfte mit vergütung und Prüfungsaus- und Vergü- nahestehenden Ausschuss- Grund- schuss tungsausschuss Personen vergütung in € vergütung (F&P) (PNV) (GNP) gesamt Sitzungsgeld Gesamtbezüge Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR Vorsitzender PNV – – – – – – 0 Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender Vorsitzender GNP 90.000 0 18.000 36.000 144.000 16.500 160.500 Irene Bader 3) – – – – – – 0 Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 60.000 0 0 18.000 78.000 12.000 90.000 Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 60.000 36.000 0 0 96.000 15.000 111.000 James Victor Nudo 5) – – – – – – 0 Mario Krainhöfner 6) 1. stv. AR-Vorsitzender (bis 12.05.2023) AR-Mitglied (bis 12.05.2023) 32.548 0 6.510 0 39.058 4.500 43.558 Stefan Stetter 7) stv. AR-Vorsitzender 90.000 18.000 0 18.000 126.000 19.500 145.500 Tanja Fondel 8) 13) 1. stv. AR-Vorsitzender (seit 12.05.2023) 79.151 0 18.000 0 97.151 13.500 110.651 Dietmar Jansen 9) 13) 60.000 18.000 0 0 78.000 9.000 87.000 Larissa Schikowski 10) 60.000 0 18.000 0 78.000 13.500 91.500 Michaela Schroll 11) 13) 60.000 18.000 0 18.000 96.000 19.500 115.500 Thomas Reiter 12) 13) AR-Mitglied (seit 12.05.2023) 38.301 0 11.490 0 49.792 4.500 54.292 Gesamtsumme 630.000 90.000 72.000 90.000 882.000 127.500 1.009.500 14) 1) Dr.-Ing. Masahiko Mori ist zudem Mitglied im F&P sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss. Dr.-Ing. Masahiko Mori verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 2) Ulrich Hocker ist zudem Mitglied im PNV sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss. 3) Irene Bader verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Irene Bader für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 4) Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena ist Mitglied im GNP. 5) James Victor Nudo ist Mitglied im F&P, PNV sowie Nominierungsausschuss. James Victor Nudo verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind James Victor Nudo für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 6) Mario Krainhöfner war bis 12.05.2023 Mitglied im Aufsichtsrat und Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss. 7) Stefan Stetter ist Mitglied im F&P und GNP. Herr Stetter führt einen Teil seiner Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab. 8) Tanja Fondel ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss. 9) Dietmar Jansen ist Mitglied im F&P. 10) Larissa Schikowski ist Mitglied im PNV und führt einen Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab. 11) Michaela Schroll ist Mitglied im F&P und GNP. 12) Thomas Reiter ist seit 12.05.2023 Mitglied im Aufsichtsrat und Mitglied im PNV. 13) Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf ab. 14) Die Gesamtsumme entspricht dem Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2023. Da sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht aus variablen, sondern ausschließlich aus festen Bestandteilen zusammensetzt, entfällt die Notwendigkeit der Festlegung einer maxima- len Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 15 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Im Berichtsjahr wurden keine Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsratsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt. Vergleich jährliche Veränderung der Aufsichtsratsvergütung Die Tabelle A.03 zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats mit der Ertragsentwicklung (EAT) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und mit der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalenzbasis gegenüber dem Vorjahr. A.03 // VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG 2021 ggü. 2022 ggü. 2023 ggü. in % 2020 2021 2022 Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) – – – Ulrich Hocker +8,5 % +8,2 % +0,9 % Irene Bader 2) – – – Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena +4,4 % +13,2 % +/-0,0 % Prof. Dr. Annette Köhler +3,6 % +4,3 % +1,4 % James Victor Nudo 3) – – – Mario Krainhöfner (bis 12.05.2023) +1,7 % +8,3 % -62,3 % Stefan Stetter +5,2 % +8,9 % -1,0 % Tanja Fondel +2,3 % +9,3 % +25,0 % Dietmar Jansen +0,4 % +5,3 % -3,3 % Larissa Schikowski +2,3 % +9,3 % +3,4 % Michaela Schroll +6,6 % +5,6 % +1,3 % Thomas Reiter (seit 12.05.2023) – – – EAT (DMG MORI AG-Konzern)4) +64 % +79 % +6 % EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 5) +8 % +400 % +1 % Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 6) +2 % +3 % +4 % 1) Dr.-Ing. Masahiko Mori sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 2) Irene Bader sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 3) James Victor Nudo sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 4) 2023: 163,2 MIO € / 2022: 153,4 MIO € / 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO € 5) 2023: 147,5 MIO € (nach HGB) / 2022: 146,5 MIO € (nach HGB) / 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB) 6) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr Vergütung des Vorstands Der Aufsichtsrat legt das System der Vorstandsvergütung fest. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss entwickelt Empfehlungen zum System der Vorstandsvergütung, über die auch der Aufsichtsrat eingehend berät und beschließt. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss überprüft das System zur Vorstandsver- gütung regelmäßig und unterbreitet dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge. Im Fall wesent- licher Änderungen, mindestens jedoch alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem erneut der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 16 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Das Vergütungssystem des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist auf die Förderung der Geschäftsstrategie und die nachhaltige sowie langfristige Entwicklung des Unternehmens aus- gerichtet. Dies erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung einer Wettbewerbsorientierung. Es ist vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. November 2019 auf Basis des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) aufgestellt und von der 118. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2020 gebilligt worden. Grundzüge des Vergütungssystems Die grundsätzliche Strukturierung des Systems folgt den nachstehenden Leitgedanken: a // Besondere Leistungen und Erfolge sollen angemessen vergütet werden, während Zielverfehlungen eine substanzielle Verringerung der Vergütung nach sich ziehen („Pay-for-Performance-Orientierung“). b // Die Leistung der Vorstandsmitglieder als Gesamtgremium soll gefördert werden, ohne die unternehmerische Freiheit der einzelnen Vorstandsressorts zu vernachlässigen. Da wesent- liche strategische Ziele nur ressortübergreifend durch Beiträge aller Vorstandsmitglieder zu erreichen sind, orientieren sich kurz- und langfristige Vergütungsbestandteile an ver- schiedenen Unternehmenskennzahlen, zu denen die Vorstandsmitglieder beitragen. c // Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder ist durchgängig anschlussfähig an die Ver- gütungssysteme für die weiteren Führungs- und Mitarbeiterebenen des Konzerns. d // Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll marktüblich sein und der Größe, Komplexität und Ausrichtung sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen. Auf dieser Basis wird den Vorstandsmitgliedern ein angemessenes, wettbewerbsfähiges und marktübliches Vergütungspaket angeboten, welches sich im Rahmen der regulatorischen Vor- gaben bewegt und das nachhaltige Wirtschaften des Vorstands fördert. Hierdurch soll für die DMG MORI AG die Sicherung der bestmöglichen Kandidaten für den Vorstand in Gegenwart und Zukunft gewährleistet werden. Das vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungssystem entspricht den aktuellen Vorgaben des Aktiengesetzes und im Wesentlichen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), allerdings ist die langfristige Vergütung nicht aktienbasiert. Im Hinblick auf den zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI Europe Holding GmbH, einer 100%-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einerseits und den geringen Freefloat der Aktie andererseits wurde davon abgesehen, eine Vergütungskomponente in Aktien bzw. eine aktienbasierte Ver- gütungskomponente vorzusehen. Angemessenheit der Vorstandsvergütung Der Aufsichtsrat legt nach Vorbereitung durch den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsaus- schuss jeweils für das bevorstehende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit dem Vergütungs- system die Höhe der Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied fest. Die Ziel-Gesamt- vergütung für jedes Vorstandsmitglied ist die Summe aus der Grundvergütung, des STI bei 100%-Zielerreichung, des LTI bei 100%-Zielerreichung und dem Beitrag zur Altersversorgung. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 17 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Neben einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder werden hierbei insbesondere die wirtschaftliche Lage, das Marktumfeld, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt. Der Aufsichtsrat legt ein besonderes Augen- merk darauf, dass die Ziel-Gesamtvergütung marktüblich ist. Die Marktüblichkeit wird anhand der folgenden Punkte beurteilt: Externer Vergleich (horizontale Angemessenheit): Zur Beurteilung der Marktüblichkeit der Gesamt- vergütung werden Vergütungsdaten der 90 größten börsennotierten Unternehmen in Deutsch- land mit Notierung im DAX und MDAX herangezogen. Bei diesem horizontalen Marktvergleich wird die Marktstellung einschließlich der Größe und Komplexität der DMG MORI AG unter besonderer Beachtung der Einordnung der Gesellschaft in vorgenannter Vergleichsgruppe (zum Beispiel anhand von Kennzahlen, wie Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gewinn je Aktie) berücksichtigt. Interner Vergleich (vertikale Angemessenheit): Darüber hinaus wird die Entwicklung der Vorstands- vergütung im Verhältnis zur Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMG MORI AG in einem internen (vertikalen) Vergleich berücksichtigt. Bei diesem Vergleich wird das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft ermittelt und einem Marktvergleich unterzogen. Die Ziel-Gesamtvergütung wird unter besonderer Berücksichtigung der Funktion des einzelnen Vor- standsmitglieds festgelegt. Insbesondere erhält der Vorsitzende des Vorstands bei der Festlegung eine insgesamt höhere Vergütung als die anderen Vorstandsmitglieder. Malus- und Clawback-Regelungen Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, die kurzfristige und die langfristige variable Vergütung einzu- behalten bzw. zurückzufordern, falls ein Fall eines schwerwiegenden Pflicht- oder Compliance-Ver- stoßes vorliegt. Gleiches gilt im Falle schwerwiegenden unethischen Verhaltens. In Fällen einer grob fahrlässigen oder einer vorsätzlichen Verletzung von Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach § 93 Abs. 1 AktG durch ein Vorstands- mitglied ist die Gesellschaft darüber hinaus berechtigt, von dem Vorstandsmitglied für den jewei- ligen Bemessungszeitraum, in dem die Pflichtverletzung stattgefunden hat, ausgezahlte variable Vergütungsbestandteile (STI und/oder LTI) ganz oder teilweise zurückzufordern bzw. bei noch nicht erfolgter Auszahlung einzubehalten. Die Rückforderungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn das Amt oder das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Rückforderung bereits beendet ist. Schadensersatz- ansprüche gegen das Vorstandsmitglied bleiben unberührt. Vorzeitige Beendigung der Tätigkeit Scheidet ein Vorstandsmitglied auf Wunsch des Aufsichtsrats aus Gründen aus, die nichts mit dem Verhalten des Vorstandsmitglieds oder dem Vorstandsmitglied selbst zu tun haben, so werden alle ausstehenden LTI-Tranchen regulär zum Ende des vorgesehenen Leistungszeitraums ausgezahlt. Gleiches gilt, falls ein Vorstandsmitglied aus sonstigen Gründen, die er nicht zu vertreten hat, aus dem Vorstand ausscheidet (zum Beispiel regulärer Ablauf oder einvernehmliche Beendigung des Anstellungsvertrages oder andere vertraglich anerkannte Austrittsgründe). Dies umfasst auch den Übertritt in den Vorruhestand sowie die Ablehnung eines Wiederbestellungsangebots durch das Vorstandsmitglied. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 18 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Kündigt das Unternehmen das Anstellungsverhältnis mit einem Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund oder kündigt ein Vorstandsmitglied ungerechtfertigt das Dienstvertragsverhältnis („Bad Leaver“), so verfallen alle ausstehenden LTI-Zuteilungen, deren dreijähriger Referenzzeitraum noch nicht beendet ist. Bestandteile des Vergütungssystems Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste, erfolgsunabhängige Vergütung besteht neben der Grundvergütung („Fixum“) aus Nebenleistungen und Versorgungszusagen (insbesondere zur bei- tragsorientierten Altersversorgung). Erfolgsabhängig, an der Erreichung von konkreten, messbaren Zielen ausgerichtet und damit variabel, werden die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie die langfristige variable Vergütung (LTI) gewährt. a) Feste Vergütungsbestandteile Die feste Vergütung bildet die Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die feste Vergütung setzt sich aus der Grundvergütung, den Nebenleistungen und den Versorgungs- zusagen (beitragsorientierte Altersversorgung) zusammen. Grundvergütung: Jedes Vorstandsmitglied erhält eine feste Grundvergütung. Diese wird in zwölf monatlichen Raten ausgezahlt. Nebenleistungen: Für jedes Vorstandsmitglied werden Nebenleistungen einschließlich der maxi- malen Höhe festgelegt. Hierzu zählen insbesondere firmenseitig gewährte Sachbezüge und sons- tige Nebenleistungen, insbesondere die Bereitstellung eines Dienstwagens, aber auch die Ein- deckung von Versicherungen. Altersversorgung: Jedem Mitglied des Vorstands wird eine zweckgebundene Zahlung zur Zuführung zur individuellen Altersversorgung gewährt. Hierbei wird den Vorständen jeweils ein bestimmter Betrag zur Anlage in eine externe Altersversorgung zur Verfügung gestellt (beitrags- orientierte Altersversorgung). b) Kurzfristige variable Vergütung (STI) Das STI soll die Mitglieder des Vorstands dazu motivieren, während eines Geschäftsjahres anspruchsvolle und herausfordernde finanzielle, operative und strategische Ziele zu erreichen. Die Ziele spiegeln die Unternehmensstrategie wider und sind darauf gerichtet, die Ertragskraft und Marktposition der DMG MORI AG zu steigern. Insbesondere durch die Anknüpfung an den Auf- tragseingang und das EBIT ist die einjährige variable Vergütung an die Zielerreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungs- anspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 19 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unterschiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium „Auftragseingang“) als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium „EBIT“) berücksichtigt. Diese unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltigkeitsfaktor („Modifier“) modifiziert, der in einer Bandbreite von 80% bis 120% liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmenserfolges beitragen. A.04 // DARSTELLUNG DES SHORT-TERM-INCENTIVE (STI) U N T E R N E H M E N S B E Z O G E N E Z I E L E N A C H H A LT I G K E I T S FA K T O R Zielerreichung: 0%–200% Bandbreite: 80%–120% × × = Auftrags- + EBIT Investitionen + Relative + Investitionen eingang in Sach- Marktanteile für GLOBE- (Ist vs. Plan) anlagen AG/CO Projekt (Ist vs. Plan) Gewichtung 1/3 Gewichtung 2/3 Gewichtung 1/4 Gewichtung 1/2 Gewichtung 1/4 Die Zielerreichungsgrade für das STI 2023 resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren für 2023 und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt: Der Auftragseingang wird zu 1/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AG. Die Auftragseingang-Komponente des STI muss eine Unter- grenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: A.05 // ZIELERREICHUNG AUFTRAGSEINGANG 1/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 1.650 2.450 2.550 2.650 Auftragseingang in MIO € Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 20 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Das EBIT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine weitere wesentliche Finanz- kennzahl der DMG MORI AG. Die EBIT-Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Ziel- betrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: A.06 // ZIELERREICHUNG EBIT 2/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 140 170,1 192,5 220 EBIT in MIO € Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch drei im Rahmen der Aus- lobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80%-120%). Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen, zählen Investitionen in Sachanlagen, Investitionen für das GLOBE-Projekt (Einführung von SAP) und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen (Verhältnis Auftragseingang DMG MORI AG-Konzern und DMG MORI COMPANY LIMITED). Alle Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%-120% erreichen. Die Faktoren Investitionen in Sachanlagen und Investitionen für das GLOBE Projekt werden mit jeweils 25% gewichtet, der Faktor Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen wird mit 50% gewichtet. Hierdurch sollen im besonderen Maße die Bestrebungen des Vorstands um nachhaltiges, auf zukünftiges Wachstum gerichtetes Wirtschaften gestärkt werden. c) Langfristige variable Vergütung (LTI) Das langfristig orientierte, nachhaltige Engagement für die DMG MORI AG steht im Fokus der Tätigkeit des Vorstands. Nur so kann nachhaltiges Wachstum gefördert und eine dauerhafte Wert- steigerung erzielt werden. Der Leistungszeitraum von drei Jahren trägt dazu bei, dass das Vor- standshandeln im laufenden Geschäftsjahr auch auf die langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet ist. Das LTI-Programm wird in bar, auf Basis einer kennzahlenbasierten Vergütung unter Zugrunde- legung einer dreijährigen Bemessungsperiode („Performance Periode“) gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen. Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines „Modifier“. Die finanziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kern- steuerungsgrößen der DMG MORI AG (das Ergebnis nach Steuern – EAT – und die Service-Per- formance). Der „Modifier“ mit einer Bandbreite von 80% bis 120% berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 21 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. A07 // DARSTELLUNG DES LONG-TERM-INCENTIVE (LTI) Z I E L E M O D I F I E R 0%–200% 0%–200% Bandbreite: 80%–120% × × = EAT + Service CO2 Emissionen + PPR (3-Jahres-Ø) Performance (Science Based Targets) (incl. Service) Ziel (3-Jahres-Ø) Gewichtung 2/3 Gewichtung 1/3 Gewichtung 1/2 Gewichtung 1/2 GJ n GJ n+1 GJ n+2 Die Zielerreichungsgrade resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt: Das EAT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine der wesentlichen Finanzkenn- zahlen der DMG MORI AG. Die EAT-Komponente des LTI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Ziel- betrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: A.08 // ZIELERREICHUNG EAT 2/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 87,5 122,5 133,0 143,5 EAT in MIO € (3-Jahres-Durchschnitt 2023 – 2025) Die Service-Performance für einen Zeitraum über drei Jahre wird zu 1/3 gewichtet. Damit berück- sichtigt das LTI eine wichtige Kernsteuerungsgröße der DMG MORI AG. Die Service-Performance ist die durchschnittliche Anzahl an Service-Einsätzen je Maschine in Gewährleistung in den letz- ten zwölf Monaten. Die Service Performance-Komponente des LTI muss einen Schwellenwert Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 22 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft unterschreiten, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 80%. Die Erreichung der Zielgröße entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei einem gesetzten Mindestwert. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: A.09 // SERVICE-PERFORMANCE (1/3) 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 1,55 1,60 1,65 1,80 Service-Performance (3-Jahres-Durchschnitt 2023 – 2025) Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Auslobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80%-120%). Zu diesen Nachhaltigkeitszielen zählen die Reduzierung von CO2-Emissionen (CO2-Emissionen nach den sogenannten Science-based Targets) und die Entwicklung der PPR-Kennzahl (Anzahl der „Product- Problem-Reports“ in den letzten zwölf Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten „Product-Problem- Reports“). Ein „Product-Problem-Report“ beschreibt eine Reklamationsmeldung des Kunden. Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%-120% erreichen und werden mit jeweils 50% gewichtet. Die Ziele werden zur Absicherung der langfristigen und nachhaltigen Entwicklung unter Berücksichtigung der Strategie gewählt. Ziel- und Maximalbeträge der Vergütung Die Auszahlung aus STI und LTI ist jeweils auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt. Die maximale Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds wird vom Aufsichtsrat jährlich auf der Basis der Ziel-Gesamtvergütung abgeleitet und ist die betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtver- gütung für das jeweilige Auslobungsjahr unter Berücksichtigung der festen Vergütung, kurzfristigen variablen Vergütung (STI), langfristigen variablen Vergütung (LTI) und Altersversorgung. Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2021 beträgt inklusive Altersversorgung für den Vorstandsvorsitzenden 4.800 T€ und für die Vorstandsmitglieder jeweils 2.400 T€ (Tabelle A.10). Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 23 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft A.10 // IST- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2021) Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn in € 2021 (IST) 2021 (MAX) 2021 (IST) 2021 (MAX) 2021 (IST) 2021 (MAX) Grundvergütung 1.080.000 1.200.000 540.000 600.000 540.000 600.000 STI 1.600.000 1.600.000 800.000 800.000 800.000 800.000 LTI 2021-2023 1) 2) 805.000 2.300.000 428.750 1.225.000 860.000 1.225.000 Altersversorgung 450.000 450.000 200.000 200.000 200.000 200.000 Gesamtvergütung 3) 4.055.000 4.800.000 2.400.000 2.400.000 2.400.000 2.400.000 1) Beträge von 805.000 € bei Christian Thönes und von 428.750 € bei Björn Biermann entsprechen nur der Vorauszahlung. Auszahlung LTI 2021-2023 bei Christian Thönes und bei Björn Biermann mit Aufhebungsvereinbarung abgegolten. 2) Betrag von 860.000 € bei Michael Horn entspricht dem Gesamtbetrag für das LTI 2021-2023 inklusive Vorauszahlung. 3) Bei der Gesamtvergütung handelt es sich um einen CAP-Wert. Der CAP-Wert entspricht nicht zwingend der Summe der einzelnen Vergütungskomponenten. Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt inklusive Altersversorgung für den Vorstandsvorsitzenden Alfred Geißler 1.567 T€ und für die Vorstandsmitglieder Björn Biermann und Michael Horn jeweils 2.950 T€ (Tabelle A.11). Die maximale Gesamtvergütung für das gesamte Geschäftsjahr 2023 beträgt für Christian Thönes 5.000 T€. Aufgrund der vereinbarten Abfindungs- zahlung wurde die maximale Gesamtvergütung im Jahr 2023 für Christian Thönes und für Björn Biermann überschritten (Tabelle A.11). A.11 // ZIEL- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2023) Alfred Geißler (seit 26.05.2023) 1) Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn in € 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) Grundvergütung 538.043 538.043 1.200.000 1.200.000 600.000 600.000 600.000 600.000 STI 361.644 723.288 800.000 1.600.000 400.000 800.000 400.000 800.000 LTI 2023-2025 538.043 1.076.087 1.150.000 2.300.000 612.500 1.225.000 612.500 1.225.000 Altersversorgung 175.000 175.000 450.000 450.000 200.000 200.000 200.000 200.000 Gesamtvergütung 2) 1.612.730 1.567.123 3.600.000 5.000.000 1.812.500 2.950.000 1.812.500 2.950.000 1) Anteilige Bezüge aufgrund der unterjährigen Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden 2) Bei der Gesamtvergütung handelt es sich um einen CAP-Wert. Der CAP-Wert entspricht nicht zwingend der Summe der einzelnen Vergütungskomponenten. Altersversorgung Die Altersversorgung bildet eine weitere Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die Altersversorgung soll am Markt für hochqualifizierte Mitglieder des Vorstands wettbewerbsfähig sein und im Ruhestand ein entsprechendes Versorgungsniveau bieten. Die Versorgungsleistungen wurden für das Geschäfts- jahr in Form einer beitragsorientierten Altersversorgung für folgende aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder gezahlt: // Alfred Geißler: 175 T€ (anteilig ab dem 26.05.2023) // Christian Thönes: 450 T€ pro Jahr // Björn Biermann: 200 T€ pro Jahr // Michael Horn: 200 T€ pro Jahr Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 24 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Der Aufwand für alle Vorstandsmitglieder zur beitragsorientierten Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Vergütung für ehemalige Vorstandsmitglieder Im Rahmen von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr 1.187 T€ (Vorjahr: 1.087 T€) an ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene geleistet, davon entfielen 775 T€ an den 2016 aus dem Vorstand ausgeschiedenen Dr. Rüdiger Kapitza. Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und 166,8% für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nach- haltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 102%, für das GLOBE- Projekt auf 120% und bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 107%, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 109% führt. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beträgt für das Jahr 2023 insgesamt 206%. Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap). Die Zielerreichung bei der langfristigen Vergütungskomponente (LTI-Tranche 2021-2023) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EAT (3-Jahres-Durchschnitt 2021-2023) und 200% für die Kennzahl Service-Performance. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor zur Einhaltung des F&E- sowie Marketingbudgets belief sich auf 120% und zur Entwicklung der PPR-Kennzahl ebenfalls auf 120%, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 120% führt. Die Zielerreichung für die LTI- Tranche 2021-2023 beträgt 240%. Die Auszahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 ist auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap). Mit Wirkung zum 25.05.2023 ist Christian Thönes aus dem Unternehmen ausgetreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat Christian Thönes eine Abfindungszahlung von 20.000 T€ erhalten. Alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive zukünftiger STI- und LTI-Tranchen sind mit der vereinbarten Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021- 2023: 805 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 805 T€) können nicht zurückgefordert werden. Mit Wirkung zum 31.12.2023 ist zudem Björn Biermann aus dem Unternehmen ausgetreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat Björn Biermann eine Abfindungszahlung von 7.500 T€ erhalten. Mit Ausnahme des STI 2023 sind alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive zukünftiger STI- und LTI-Tranchen durch die vereinbarte Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021-2023: 429 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 429 T€) können nicht zurückgefordert werden. Für das Geschäftsjahr 2023 belief sich die Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung des Vorstands auf 33.560 T€ (Vorjahr: 9.753 T€). Davon entfallen 29.781 T€ (Vorjahr 2.461 T€) auf die feste, erfolgs- unabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen sowie Abfindungszahlungen) und 2.323 T€ (Vorjahr: 3.200 T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitrags- orientierten Altersversorgung von 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 25 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Aus der LTI-Tranche 2021-2023, die am 31. Dezember 2023 zugeteilt und im Jahr 2024 ausgezahlt wird, erhält nur Michael Horn eine Auszahlung. Aus der LTI-Tranche 2021-2023 resultiert für Michael Horn ein Betrag von insgesamt 1.225 T€. Nach Abzug der Vorauszahlung ergibt dies einen Betrag von 796 T€. Unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 beläuft sich die Aus- zahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 auf 431 T€. Für die LTI-Tranche 2022-2024 wurden im Jahr 2023 an Christian Thönes, Björn Biermann und Michael Horn rückforderbare Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 1.663 T€ (LTI 2021-2023: 1.663 T€) geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG sind. Im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung mit Christian Thönes und Björn Biermann verzichtet die DMG MORI AG auf die Rückzahlung von Vorauszahlungen auf noch nicht zur Auszahlung fälliger LTI-Tranchen. Im Berichtsjahr wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT gewährt. Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Ver- gütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungs- leistungen, direkt an Mitglieder des Vorstands gezahlt. Es wurden keine Vergütungsbestandteile von Vorstandsmitgliedern zurückgefordert. Von Malus- und Clawback-Regelungen wurde nicht Gebrauch gemacht. Die Tabelle A.12 zeigt die den aktiven und ehemaligen Vorstandsmitgliedern im jeweiligen Geschäfts- jahr gewährten und geschuldeten Vergütungsbestandteile einschließlich des jeweiligen relativen Anteils nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG. Es handelt sich dabei um die im Geschäftsjahr ausbezahlte Grundvergütung, die angefallenen Nebenleistungen und den Versorgungsaufwand. Die Tabelle zeigt das STI 2023 sowie die LTI-Tranche 2021-2023, deren Auszahlung im Geschäftsjahr 2024 erfolgt, aber deren zugrundeliegende Tätigkeit bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 vollständig erbracht worden ist. Zudem ist die rückforderbare Vorauszahlung für die LTI-Tranche 2022-2024 dargestellt. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 26 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft A.12 // GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 SATZ 1 AKTG) Alfred Geißler Christian Thönes Vorsitzender (seit 26.05.2023) Vorsitzender (bis 25.05.2023) in T € 2022 2022 4) 2023 2023 4) 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung – 538 1.200 483 Nebenleistung – 8 11 4 Abfindungszahlung – – 20.000 Summe – – 546 38 % 1.211 25 % 20.487 98 % STI – – 723 50 % 1.600 33 % – LTI 2020 – 2022 – – – – 1.650 33 % – LTI 2021 – 2023 1) – – – – – – – Summe – – 723 50 % 3.250 66 % – Versorgungsaufwand 2) – – 175 12 % 450 9 % 450 2 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung – – 1.444 100 % 4.911 100 % 20.937 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) – – 805 – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – – – 805 Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) – 1.444 5.716 21.742 Björn Biermann Michael Horn Vorstand (bis 31.12.2023) Vorstand 2022 2022 4) 2023 2023 4) 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung 600 600 600 600 Nebenleistung 8 8 42 40 Abfindungszahlung – 7.500 – – Summe 608 26 % 8.108 89 % 642 26 % 640 31 % STI 800 33 % 800 9 % 800 33 % 800 38 % LTI 2020 – 2022 796 33 % – – 796 33 % – – LTI 2021 – 2023 1) – – – – – 431 21 % Summe 1.596 66 % 800 9 % 1.596 66 % 1.231 59 % Versorgungsaufwand 2) 200 8 % 200 2 % 200 8 % 200 10 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 2.404 100 % 9.108 100 % 2.438 100 % 2.071 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) 429 – 429 – – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – 429 – – 429 Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) 2.833 9.537 2.867 – 2.500 Vorstand gesamt 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung 2.400 2.221 Nebenleistung 61 60 Abfindungszahlung – 27.500 Summe 2.461 25 % 29.781 89 % STI 3.200 33 % 2.323 7 % LTI 2020 – 2022 3.242 33 % – – LTI 2021 – 2023 1) – – 431 1 % Summe 6.442 66 % 2.754 8 % Versorgungsaufwand 2) 850 9 % 1.025 3 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 9.753 100 % 33.560 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) 1.663 – – – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – – 1.663 – Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) 11.416 – 35.223 – 1) Betrag abzüglich Vorauszahlung und unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 2) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung 3) LTI 2021 – 2023: Vorauszahlung in 2022 geleistet, LTI 2022 - 2024: Vorauszahlung in 2023 geleistet 4) Die hier angegebenen relativen Anteile beziehen sich auf die im jeweiligen Geschäftsjahr „gewährten und geschuldeten“ Vergütungsbestandteile nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 27 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Die Tabelle A.13 zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Vorstands- mitglieder mit der Ertragsentwicklung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der durch- schnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalentbasis gegen- über dem Vorjahr. Für das Berichtsjahr entsprechen diese Werte den in der Tabelle „Gewährte und geschuldete Vergütung“ nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG angegebenen Werten für die Gesamt- vergütung. Die Ertragsentwicklung wird grundsätzlich anhand der Entwicklung der Kennzahl EAT dargestellt. A.13 // VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER VORSTANDSVERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 NR. 2 AKTG) 2021 ggü. 2020 2022 ggü. 2021 2023 ggü. 2022 Alfred Geißler – – – Christian Thönes 4) +47,7 % +37,7 % +280,4% Björn Biermann 4) +35,4 % +27,8 % +236,6 % Michael Horn +49,8 % +27,0 % -12,7% EAT (DMG MORI AG-Konzern) 1) +64 % +79 % +6 % EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 2) +8 % +400 % +1 % Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 3) +2 % +3 % +4 % 1) 2023: 163,2 MIO € / 2022: 153,4 MIO € / 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO € 2) 2023: 147,5 MIO € (nach HGB) / 2022: 146,5 MIO € (nach HGB) / 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB) 3) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr 4) Hintergrund des hohen prozentualen Anstiegs ist eine Abfindungszahlung FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist für die Forschungs- und Entwicklungsstrategie des DMG MORI AG verantwortlich und koordiniert alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten inner- halb des Konzerns. Die Umsetzung erfolgt auf der Ebene der Konzerngesellschaften. Ziel der Forschung und Entwicklung der DMG MORI AG ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu steigern. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen begegnen wir als Technologieunternehmen mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Durch eine möglichst enge Verzahnung dieser vier Säulen bieten wir unseren Kunden passgenaue Lösungen für eine moderne, nachhaltige und effiziente Fertigung. Im Berichts- jahr präsentierten wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 30 Innovationen – davon 9 Weltpremieren mit dem Fokus auf Prozessintegration, 2 Automationsprodukte, 5 digitale Innova- tionen, 4 Technologiezyklen, 4 DMG MORI Components sowie 6 Innovationen für einen geringeren Energieverbrauch unserer Maschinen. Unser diversifiziertes Produktportfolio mit nunmehr 159 verschiedenen Maschinenmodellen haben wir im Berichtsjahr wie folgt erweitert: // CTX 350, CTX 450, CTX 550 – Die Universaldrehmaschinen der 6. Generation unserer CTX- Baureihe ermöglichen durch flüssigkeitsgekühlte Spindelantriebe und Direktmesssysteme eine hohe Genauigkeit bei der 6-Seiten-Komplettbearbeitung an Haupt- und Gegenspindel. Mit bis zu 45% höherer Zerspanleistung und bis zu 20% größerem Drehdurchmesser auf geringerer Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 28 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Aufstellfläche sowie einer Vielzahl an Ausstattungsmöglichkeiten, wie der integrierte Roboter für das Be- und Entladen von Werkstücken mit einem Durchmesser von bis zu 100mm, lassen sich die neuen CTX-Maschinen individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. // CTX beta 450 TC – Die Hightech-Dreh-Fräsmaschine kombiniert die 6-Seiten-Komplett- bearbeitung mit dem 5-Achs-Simultanfräsen im Standard und ermöglicht bei Bedarf eine 5-in-1 Prozessintegration von Drehen, Fräsen, Schleifen, Verzahnen und Messen. Damit ist sie ideal geeignet für komplexe Bauteile sowie schnelle und präzise Bearbeitung auf identischer Haupt- und Gegenspindel sowie mit der compactMASTER Frässpindel mit bis zu 20.000 U/min. // INH 63 & INH 80 – Die hochproduktiven 5-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentren der neuen INH-Baureihe überzeugen mit ihrem großen Arbeitsbereich sowie der hohen Dynamik und Beschleunigungen von bis zu 1,2 g. Die hohe Performance in Verbindung mit innovativen Lösun- gen wie dem neuen DMG MORI Component zero-sludgeCOOLANT pro, bieten ideale Voraus- setzungen für die automatisierte Produktion, auch zusammen mit dem linearem Paletten- speicher LPP oder CPP sowie der Roboterautomation MATRIS. // DMU 40 – Die DMU 40 ist ein hervorragender Einstieg in die 5-Achs-Simultanbearbeitung und flexibel automatisierbar, zum Beispiel mit dem Robo2Go Milling, PH 150 oder PH Cell. Mit einer Aufstellfläche von weniger als 5,1 m2 ist die 5-Achs-Universalmaschine eine der Kompaktes- ten am Markt. Sie verfügt – u.a. durch Direktantriebe und ein einteiliges Maschinenbett – über hohe Genauigkeiten von bis zu 5 μm sowie enorme Dynamik und Produktivität mit Eilgängen von bis zu 30 m/min. // DMU 65/75 monoBLOCK 2nd Generation – Die kompakten und einfach automatisierbaren DMU 65 und 75 monoBLOCK der zweiten Generation vereinen die Erfahrung aus über 6.000 gelieferten Maschinen der monoBLOCK-Baureihe mit 30% höherer volumetrischer Genauig- keit, 20% besserer Temperaturstabilität und hoher Produktivität durch die Integration von Fräsen, Drehen, Schleifen, Verzahnen und Messen auf einer Maschine. Durch den hohen Grad an Prozessintegration ermöglichen die Maschinen der monoBLOCK-Baureihe eine ressourcen- schonende und effiziente Produktion. // DMF 300|11 – Die zu Beginn des Berichtsjahres auf der Hausausstellung in Pfronten präsen- tierte, modular aufgebaute und damit hochflexible DMF 300|11 erweitert unsere Baureihe inno- vativer Fahrständermaschinen. Der große Arbeitsraum von 3.000mm Länge lässt sich durch eine einfach zu montierende Trennwand unterteilen. Zusammen mit dem innovativen, paten- tierten Werkzeugwechsler sowie flexiblen Automationslösungen lässt sich die Maschine durch hauptzeitparalleles Rüsten in beiden Arbeitsräumen hocheffizient nutzen. Eine hohe Steifigkeit und Genauigkeit wird durch drei Linearführungen in der X-Achse erreicht. Auf der Formnext in Frankfurt hatten im Berichtsjahr über 30.000 Besucher die Möglichkeit, einen ersten Blick auf die neue Generation der LASERTEC 30 SLM zu werfen. Unser Portfolio im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING werden wir im laufenden Geschäftsjahr unter anderem mit der Vor- stellung dieser Maschine weiter ausbauen. In unserer MX-Strategie ist Automation ein wesentlicher Schlüssel für mehr Effizienz, Produktivität und noch schnellere Amortisation – und damit für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und Nach- haltigkeit bei unseren Kunden. Unser innovatives und umfangreiches Automationsportfolio umfasst Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 29 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft Lösungen für das Werkstück-, Paletten- und Werkzeughandling sowie digitale Lösungen wie den DMG MORI Cell Controller LPS 4. In einer Produktionslinie mit mehreren Maschinen übernimmt der DMG MORI Cell Controller als zentraler Leitrechner das effiziente Werkstück-, Paletten- und Werk- zeugmanagement. Unser Automationsportfolio haben wir im Berichtsjahr wie folgt erweitert: // PH Cell 800 – Die neueste Lösung aus unserer PH Cell Serie ist ausgelegt für Werkstücke mit bis zu 800 mm Durchmesser und einem maximalem Transfergewicht von 800 kg. Das modulare Design ermöglicht das Handling von bis zu 30 Paletten auf weniger als 16,5m2. Der PH Cell 800 lässt sich nachrüsten und die Werkzeugmaschine bleibt jederzeit frei zugänglich. // AMR 2000 – Der modulare Baukasten umfasst verschiedene Automationslösungen, die sich mit Menschen in ein und demselben System bewegen und Hindernissen selbstständig ausweichen. Die Produkte der AMR 2000 Plattform können Werkstücke, Paletten, Werkzeuge und Späne- wagen von bis zu 2.000 kg zwischen den Maschinen und weiteren Orten transportieren. Den Ein- satz dieses innovativen AMR (Autonomous Mobile Robot/Autonomer Mobiler Roboter) konnten Kunden und Interessierte neben weiteren technologischen Highlights in der „DMG MORI City – The Home of Technology“ auf rund 9.000 m2 bei der EMO im September 2023 live miterleben. Als eine der vier Säulen stützt die Digitale Transformation (DX) die Umsetzung unserer MX- Strategie. Mit digitalen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Kunden wollen wir die Produktivität in der Produktion steigern und die grüne Transformation (GX) ermöglichen. Mit der Maschine im Mittelpunkt präsentierten wir im Berichtsjahr folgende Digitalisierungslösungen und Technologiezyklen: // 3D Shopfloor Programming – Dank innovativer Bauteilerkennung sowie Generierung und Simulation des bauteilspezifischen Bearbeitungsprogramms wird der NC-Code an der Maschine um bis zu 80% schneller erstellt. // 4 neue DMG MORI Technologiezyklen – Mit weiteren Programmen für Monitoring, Messungen oder das Erstellen von Zerspanungszyklen, beispielsweise durch den neuen Technologiezyklus gearSKIVING AI zum Schleifen, unterstützen wir unsere Kunden bei der einfachen Programmie- rung ihrer Maschine auf dem Shopfloor. // my DMG MORI – Unser Online-Kundenportal myDMG MORI digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation. Mit den kontinuierlich erweiterten Funktionen wie der einfachen Rücksendemöglichkeit per Direktnachricht sind wir für unsere Kunden stets in greifbarer Nähe. // DMG MORI gearMILL 2nd Gen. – Technologieintegration in Verbindung mit unseren einzigartigen DMG MORI Verzahnungslösungen, wie dem neuen DMG MORI gearMILL ermöglichen es, unter- schiedlichste Verzahnungen direkt an der Maschine zu programmieren und ohne spezielle Ver- zahnungsmaschinen zu fertigen. Die so erhöhte Auslastung und gesteigerte Effizienz leisten einen weiteren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit bei unseren Kunden. Das neue CELOS X ist ein digitales und datenbasiertes Ökosystem für die integrierte Verwaltung, Planung, Steuerung, Bedienung, Überwachung und Interoperation von Maschinen, Automations- lösungen, Abläufen und Prozessen im industriellen Fertigungsumfeld. Dabei bietet CELOS Xchange eine vertrauenswürdige Datendrehscheibe zum sicheren Speichern, Analysieren und Austauschen Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 30 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Grundlagen der Gesellschaft von Fertigungsdaten in globalen Produktionsketten. Mit CELOS Xperience und dem neuen Bedien- panel ERGOline X liegt unser Fokus auf der Einfachheit in der Bedienung unter anderem durch einheitliche Oberflächen. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir auf Nachhaltigkeit und Ressourcen- schonung. Mit unserer MX-Strategie ermöglichen wir die effiziente und damit energiesparende Bau- teilfertigung durch Prozessintegration, Automation und den Einsatz digitaler Lösungen. Darüber hinaus fassen wir eine Reihe von Optionen für den ressourcenschonenden Betrieb unter DMG MORI GREENMODE zusammen: Wir nutzen innovative Technologien für den bedarfsorientierten Betrieb von Maschinenkomponenten und achten auf den Einsatz von hocheffizienten Baugruppen. Mit der im Berichtsjahr neu eingeführten adaptiven Kühlmittelzufuhr beispielsweise wird nur so viel Kühl- schmierstoff dem Prozess zugeführt, wie tatsächlich im jeweiligen Prozessschritt benötigt wird. Dadurch wurde die Leistungsaufnahme der Kühlmittelpumpe um bis zu 80% verringert. Weiterhin nutzen wir, wo immer dies möglich ist, die Energie aus Bremsvorgängen der Antriebe und unter- stützen den Anwender beim energieeffizienten Betrieb, indem wir Transparenz über den Energie- verbrauch schaffen. So können wir mit unseren GREENMODE Maßnahmen konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream) durch den Einsatz innovativer Hard- und Softwarekomponenten erhöhen. Energieeinsparungen von über 30% sind im Betrieb unserer Werkzeugmaschinen möglich. Die Wirksamkeit unserer Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands wurde DMG MORI für das GREENMODE Managementsystem im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD EME-Zertifikat ausgezeichnet. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau hoher Markt- und Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch werksübergreifende Zusammenarbeit. Synergien schaffen wir auch durch unsere jährliche weltweite Entwicklungs- konferenz. Beim nunmehr 10. „Global Development Summit“ im September 2023 kamen rund 250 internationale Experten in Bielefeld und digital zusammen, um Zukunftsideen für unsere MX- Strategie zu entwickeln und voranzutreiben. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 31 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht WIRTSCHAFTSBERICHT G E S A M T W I R T S C H A F T L I C H E E N T W I C K L U N G Die Weltwirtschaft entwickelte sich 2023 nur mit geringer Dynamik. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und Konflikte und die damit verbundenen hohen Kosten für Energie und Rohstoffe, die mehrfachen Zinsanhebungen und die massiv gestraffte Geldpolitik der internationalen Noten- banken zur Eindämmung der Inflation haben die konjunkturelle Entwicklung besonders in der zweiten Jahreshälfte gedämpft. Insbesondere im Euroraum und in China blieb die wirtschaftliche Dynamik hinter den Erwartungen zurück, während sich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten überraschend robust zeigte. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft um +3,1% (Vorjahr: +3,3%). E N T W I C K L U N G D E R W E R K Z E U G M A S C H I N E N I N D U S T R I E Internationale Entwicklung Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen stand 2023 erneut vor großen Herausforderungen. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehrfachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinen- fabriken e.V. (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics reduzierte sich der Weltverbrauch 2023 erstmals wieder seit dem Corona-Jahr 2020 um -2,0% auf 78,8 MRD € (2022: 80,4 MRD €). Nach vorläufigen Angaben des VDW stieg in Europa der Werkzeugmaschinenverbrauch um +3,5% (Vorjahr: +19,6%). Asien verzeichnete mit -8,8% einen deutlichen Rückgang (Vorjahr: +11,0%). In Nord- und Südamerika sank der Verbrauch um -2,6% (Vorjahr: +15,9%). Im weltweit größten Markt China fiel der Verbrauch von Werkzeugmaschinen um -8,5% auf 23,8 MRD € signifikant (2022: 26,0 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeug- maschinen, erlebte einen Rückgang von -6,9% auf 9,0 MRD € (2022: 9,7 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland nahm der Verbrauch lediglich um +0,3% auf 5,3 MRD € zu (2022: 5,2 MRD €) und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (7,1 MRD €). Italien belegte wie im Vorjahr Rang vier. Hier sank der Verbrauch um -5,8% auf 5,0 MRD € (2022: 5,3 MRD €). Japans Verbrauch fiel um -10,2% auf 3,2 MRD € (2022: 3,6 MRD €) und konnte sich als fünftstärkster Markt noch vor Indien mit 3,1 MRD € (2022: 2,8 MRD €) behaupten. Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen wie im Vorjahr zusammen für rund 76% des welt- weiten Werkzeugmaschinenverbrauchs. Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 78,8 MRD € (2022: 80,4 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 25,4 MRD € (2022: 25,7 MRD €). Deutschland mit 10,5 MRD € (2022: 9,7 MRD €) und Japan mit 8,7 MRD € (2022: 9,9 MRD €) tauschten die Plätze und folgten auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer standen für insgesamt 87% (Vorjahr: 88%) der weltweiten Werkzeugmaschinenproduktion. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 32 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie startete im Jahr 2023 auf moderatem Niveau, konnte jedoch den Trend im Laufe des Jahres nicht aufrechterhalten und verlor zum Jahresende spürbar an Dynamik. Mehrfache Zinsanhebungen und hohe Kosten für Rohstoffe und Energie bremsten die Investitionen nach Werkzeugmaschinen. Die Bestellungen in Deutschland fielen um -10,5% deut- lich auf 14,1 MRD € (2022: 15,8 MRD €). Sowohl die Inlandsnachfrage mit -14,2% (Vorjahr: +17,8%) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit -9,0% (Vorjahr: +15,8%) reduzierten sich signifikant. Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen fiel um -11,0% (Vorjahr: +18,0%). Die Aufträge aus dem Inland reduzierten sich um -15,0% (Vorjahr: +23,0%). Die Auslandsbestellungen nahmen um -9,0% ab (Vorjahr: +16,0%). Im Bereich der umformenden Maschinen reduzierte sich der Auftrags- eingang um -9,0% (Vorjahr: +12,0%). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller entwickelten sich aufgrund der Ent- spannung der Lieferketten sehr positiv. Sie erhöhten sich um +7,6% auf 15,2 MRD €, lagen damit aber immer noch -10,4% unter dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 (17,0 MRD €). Die Produktion von Maschinen, Teilen und Zubehör erreichte ein Volumen von insgesamt 13,7 MRD € und lag +7,6% über dem Vorjahr (12,7 MRD €). Die deutschen Werkzeugmaschinenexporte erhöhten sich um +9,0% auf 9,5 MRD € (Vorjahr: 8,7 MRD €). Die Exportquote stieg um rund einen Prozentpunkt auf 69,5%. Der wichtigste Export- markt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit einem Anstieg von +7,2% auf 1,7 MRD € (Vorjahr: 1,6 MRD €). Dies entspricht einem Anteil von 17,5% der Werkzeugmaschinen- ausfuhren (Vorjahr: 17,8%). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,5 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 15,6%). Italien war mit 0,6 MRD € und einem Exportanteil von 6,7% der drittwichtigste Exportmarkt, gefolgt von der Schweiz und Frankreich. Der Import von Werkzeugmaschinen nach Deutschland fiel um -1,0% auf 3,6 MRD € (Vorjahr: 3,7 MRD €). Mit einem Importanteil von 24,9% kam nahezu jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (10,6%) und Italien (8,5%). Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör erhöhte sich um +2,0% auf 7,8 MRD €. Im Jahresverlauf stieg die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um rund 2 Prozentpunkte auf 89,6% (Vorjahr: 87,7%). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen stieg im Jahres- durchschnitt um +1,4% auf rund 65.200 (Vorjahr: 64.264). Für die Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima einer der führenden Indikatoren zur Konjunktur- entwicklung in Deutschland. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Januar 2024 hat sich die Stim- mung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn insgesamt weiter verschlechtert. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) dagegen ist der Geschäftsklimaindex ein wenig gestiegen. Die Unternehmen blickten etwas zufriedener auf ihre laufenden Geschäfte. Die Erwartungen verbesserten sich ebenfalls, blieben aber weiterhin pessimistisch. Der Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 33 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Auftragsbestand nimmt weiter ab, allerdings weniger stark wie zum Jahresende 2023, und befindet sich noch immer auf einem hohen Niveau. Auch die Kapazitätsauslastung gab nach und lag mit 81% rund zweieinhalb Prozentpunkte unterhalb des langfristigen Durchschnitts. E R T R A G S - , F I N A N Z - U N D V E R M Ö G E N S L A G E Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT war im Wesentlichen von den Erträgen aus Finanzanlagen in Höhe von 220,1 MIO € (Vorjahr: 200,8 MIO €) bestimmt. Diese ergeben sich aus Ergebnisabführungen der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH in Höhe von 141,3 MIO € (Vor- jahr: 150,1 MIO €) sowie der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH in Höhe von 78,8 MIO € (Vorjahr: 50,7 MIO €). Das Ergebnis der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH enthält Beteiligungserträge aus der Gewinnausschüttung von zwei ausländischen Tochterunternehmen in Höhe von 69,8 MIO € (Vorjahr: 70,0 MIO €). Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein EBIT von -49,8 MIO € (Vorjahr: -28,4 MIO €). Das EBT lag mit 185,9 MIO € aufgrund des positiven Finanzergebnisses und insbesondere den darin enthaltenen Ergebnisabführungen um 8,9 MIO € über dem Vorjahr (177,0 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern betrug 147,5 MIO € (Vorjahr: 146,5 MIO €), welches aufgrund des Beherr- schungs- und Gewinnabführungsvertrages an die DMG MORI Europe Holding GmbH abgeführt wird. Der Steueraufwand betrug 38,4 MIO € (Vorjahr: 30,5 MIO €). Die Umsatzerlöse (Konzernumlagen und Mieten) betrugen im Berichtsjahr 13,4 MIO € (Vorjahr: 11,8 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 10,6 MIO € auf 22,7 MIO € (Vorjahr: 33,3 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Wechsel- kursgewinne in Höhe von 18,6 MIO € (Vorjahr: 27,3 MIO €) aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie der Bewertung der Devisentermingeschäfte. Den Kursgewinnen stehen Kursverluste gegenüber. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr ein Währungs- gewinn in Höhe von 13,1 MIO € (Vorjahr: Währungsgewinn in Höhe von 7,6 MIO €). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassten hauptsächlich den Bereich der Instand- haltungen der Grundstücke und Gebäude am Standort Bielefeld. Sie lagen mit 2,0 MIO € um 0,4 MIO € über denen des Vorjahres (1,6 MIO €). Der Personalaufwand erhöhte sich um 22,3 MIO € auf 51,5 MIO € (Vorjahr: 29,2 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Aufwandseffekt der Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vorständen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 10,3 MIO € von 39,9 MIO € auf 29,6 MIO €. Im Wesentlichen resultiert die Reduzierung aus gesunkenen Wechselkursverlusten in Höhe von 14,2 MIO € auf 5,6 MIO € (Vorjahr: 19,7 MIO €). Diese ergeben sich aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie Bewertungsverlusten aus Devisen- termingeschäften, die durch gegenläufige Effekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen kompen- siert wurden. Bereinigt um den Effekt der Währungsverluste erhöhten sich die sonstigen betrieb- lichen Aufwendungen um 3,9 MIO €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 34 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht von einer Rückstellung in Höhe von 1,9 MIO € für eine drohende Inanspruchnahme aus einer gegebenen Garantie sowie erhöhte Aufwendungen im Bereich der Versicherungen und sonstigen Personalaufwendungen. Das Finanzergebnis erhöhte sich von 205,4 MIO € um 30,3 MIO € auf 235,7 MIO €. Die Steigerung des Finanzergebnisses liegt im Wesentlichen an dem erhöhten Beteiligungsergebnis aus den Ergeb- nisabführungsverträgen der Tochtergesellschaften, die von 200,8 MIO € im Vorjahr um 19,3 MIO € auf 220,1 MIO € anstiegen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich aufgrund angepasster Zinssätze von 12,8 MIO € um 34,5 MIO € auf 47,3 MIO €. Ebenso stiegen aufgrund angepasster Zinssätze die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um 23,6 MIO € auf 31,7 MIO € (Vor- jahr: 8,2 MIO €). Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr ein positives Zinsergebnis von 15,6 MIO € (Vorjahr: 4,6 MIO €). Der ausgewiesene Steueraufwand von 38,4 MIO € (Vorjahr: 30,5 MIO €) resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Steuerumlagen in Höhe von 32,0 MIO € (Vorjahr: 21,2 MIO €), einem Steuer- aufwand aus Vorjahren in Höhe von 1,1 MIO € (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 1,7 MIO €), Aufwendungen aus latenten Steuerumlagen in Höhe von 2,8 MIO € (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 8,6 MIO €) sowie gem. § 16 Satz 2 KStG zu leistende Steuerzahlungen in Höhe von 1,9 MIO € (Vorjahr: 1,9 MIO €). Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2023 sank leicht um 0,5% auf 2.132,5 MIO € (Vorjahr: 2.142,8 MIO €). Das Anlagevermögen lag mit 750,7 MIO € fast auf dem Niveau des Vorjahres (752,7 MIO €). Das Umlaufvermögen sank von 1.379,8 MIO € um 5,0 MIO € auf 1.374,8 MIO €. Zum einen ver- minderten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um 35,3 MIO € von 94,0 MIO € auf 58,7 MIO €. Des Weiteren reduzierten sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 4,8 MIO € von 17,1 MIO € auf 12,2 MIO €. Dies liegt im Wesentlichen an gesunkenen Steuererstattungsansprüchen aus der Umsatzsteuer in Höhe von 2,3 MIO € auf 2,1 MIO € (Vorjahr: 4,4 MIO €). Im Gegenzug stiegen Forde- rungen gegen verbundene Unternehmen von 1.268,6 MIO € um 35,1 MIO € auf 1.303,7 MIO €. Hierin enthalten ist ein Darlehen an die DMG MORI Europe Holding GmbH über 500,0 MIO € (Vorjahr: 540,0 MIO €) zuzüglich Zinsen in Höhe von 3,7 MIO € (Vorjahr: 0,7 MIO €). Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Die Eigenkapitalquote betrug 43,2% (Vorjahr: 43,0%). Das Grundkapital beträgt unverändert 204.926.784,40 € und ist ein- geteilt in 78.817.994 Stückaktien. Die Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 MIO € auf 29,8 MIO € (Vorjahr: 32,7 MIO €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aufgrund der geminderten Rückstellungen für Tantiemen, die um 7,3 MIO € von 12,8 MIO € auf 5,5 MIO € gesunken sind. Dem Gegenüber erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen um 0,6 MIO € von 10,4 MIO € auf 11,0 MIO €, die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten um 1,9 MIO € (Vorjahr 0 MIO €) sowie Steuerrück- stellungen um 0,6 MIO € auf 2,6 MIO € (Vorjahr: 2,0 MIO €). Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von 1.188,9 MIO € um 7,4 MIO € auf 1.181,5 MIO €. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um 9,9 MIO € auf 1.174,5 MIO € reduzierten. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der Finanzverrechnung, welche um 6,4 MIO € von 1.167,4 MIO € auf 1.161,0 MIO € sank. Hier enthalten ist Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 35 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht die Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH mit 147,5 MIO € (Vorjahr: 146,5 MIO €). Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde ein Steuerumlagevertrag zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abgeschlossen. Die hieraus ent- standenen Verbindlichkeiten in Höhe von 32,0 MIO € (Vorjahr: 21,2 MIO €) sind ebenfalls in dieser Position enthalten. Des Weiteren beinhaltet die Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 12,2 MIO € (Vorjahr: 17,0 MIO €). Ver- bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es wie im Vorjahr nicht. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT deckt den eigenen Kapitalbedarf und den Kapitalbedarf der Tochtergesellschaften aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungs- linien betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 781,0 MIO € (Vorjahr: 772,4 MIO €). Diese bestehen aus einer Bartranche in Höhe von 200,0 MIO €, einer Avaltranche über 300,0 MIO €, weiteren Avalli- nien von 58,6 MIO €, dem Finanzierungsrahmen für das Werk Pinghu in China über 57,5 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Hohe von 165,0 MIO €. Wesentlicher Bestandteil der Finanzierungslinie ist eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von ins- gesamt 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis Februar 2027. Die syndizierte Kreditlinie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Hohe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften und Garantien für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde quartalsweise sowie zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Die Finanzierung des DMG MORI AG erfolgt zentral. Nur wenn Konzernfinanzierungen auf- grund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen abgeschlossen. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern einzusetzen. Die Risiken aus Derivaten sind im Anhang dargestellt. M I TA R B E I T E R Am 31. Dezember 2023 waren in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 110 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 136 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund eines Über- gangs von zwei Abteilungen aus der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in eine Tochtergesellschaft deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 36 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gliedert sich in drei Vorstandsressorts und stellt sich wie folgt dar: // Herr Alfred Geißler (Vorstandsvorsitzender): Produktentwicklung/Strategie/Vertrieb und Service/Einkauf/Personal/Recht/Revision, // Herr Hirotake Kobayashi: Controlling/Finanzen/Rechnungswesen/Steuern/Risiko- management/Compliance, // Herr Michael Horn: Produktion/Logistik/Qualität und Informationstechnologien G E S A M TA U S S A G E D E S V O R S TA N D S Z U M G E S C H Ä F T S J A H R 2 0 2 3 Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat das Geschäftsjahr 2023 insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz in Höhe von 13,4 MIO € lag durch Anpassungen der verrechneten Umlage an die Tochtergesellschaften leicht unter dem Planwert. Das EBIT reduzierte sich deut- lich auf -49,8 MIO € gegenüber dem Vorjahr (-28,4 MIO €). Das Ergebnis der Tochtergesellschaften erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 und führte somit zu einer erhöhten Ergebnisabführung an die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Insgesamt schließt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit einem Ergebnis nach Steuern von 147,5 MIO € (Vorjahr: 146,5 MIO €) ab, das an die DMG MORI Europe Holding GmbH abgeführt wird. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 37 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft dabei, diese früh- zeitig zu erkennen und zu beurteilen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktu- elle Risikolage der Gesellschaft und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in das Chancen- und Risikomanagement des DMG MORI AG eingebunden. C H A N C E N M A N A G E M E N T S Y S T E M ( C M S ) Chancen werden bei DMG MORI systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend „Rolling Forecasts“ (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC in einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten definieren wir als operative Chancen. Mit unserem globalen Customer Relationship Management (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeug- maschinen und industriellen Dienstleistungen. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und können Chancen konsequent nutzen. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren. Die Identifikation von sonstigen Chancen erfolgt darüber hinaus durch unser operatives Management. Die definierten Chancen werden mit dem Vorstand diskutiert und darauf basierend Strategien abgeleitet. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT partizipiert als Holdinggesellschaft an den Chancen ihrer Tochtergesellschaften. Diese sind im Konzernlagebericht detailliert beschrieben. Gelingt es den Tochtergesellschaften, ihre Chancen zu nutzen, wirkt sich dies positiv auf die Erträge aus Finanz- anlagen und somit auf das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus. R I S I K O M A N A G E M E N T S Y S T E M ( R M S ) Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeug- maschinen und Anbieter ganzheitlicher sowie nachhaltiger Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für DMG MORI AG unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Risikoerkennung, -bewertung und aktiven -bekämpfung und erstreckt sich auf alle Organisationsebenen. Unser Risikomanagementsystem beinhaltet u.a. das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 38 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Risikofrüherkennungssystem Mit unserem Risikofrüherkennungssystem, das auf dem COSO II-Konzept basiert, erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als operatives Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Unser Risiko- früherkennungssystem besteht aus fünf Elementen: 1 // dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2// einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagement- konzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert, 3// lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken, 4// bereichsspezifischen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quanti- tativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften, 5// dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Ad hoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken. Risiken werden bei der DMG MORI AG als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotentiale und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuziehen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung an das Risikomanagement. Die Zentral- bereiche der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berichten auch konzernweite Risiken. Die Risiken umfassen daher sowohl Risiken der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als auch konzernweite Risiken aus den Zentralbereichen. Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien des Risikoeintritts: A.14 // EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT in % Kein Risiko 0 Sehr gering 5 Unwahrscheinlich 25 Möglich 50 Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50% werden mit den Nettorisikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berück- sichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 39 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Die Risikotragfähigkeit – definiert als Relation des gesamten Konzerneigenkapitals und des kumu- lierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte – stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wichtige Steuerungsgröße dar. A.15 // MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG in MIO € Unwesentlich 0 – 10 Moderat > 10 – 20 Wesentlich > 20 Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen wurde auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotrag- fähigkeit festgelegt. Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT informiert. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern gemäß § 317 HGB geprüft. Internes Kontrollsystem (IKS) Das IKS von DMG MORI ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risiko- managementsystems. Es berücksichtigt sowohl die deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch die relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des „Japanese Financial Instruments and Exchange Acts“ in Form einer J-SOX/Naibutousei kon- formen Dokumentation. In unserem IKS werden – aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumenta- tion der wesentlichen Geschäftsprozesse – die steuerbaren Risiken erfasst. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontrollaktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisie- rungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktionstrennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher. Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßig- keit des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien und der gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Im Bedarfsfall bedient sich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig bedarfsgerecht geschult. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 40 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentral- bereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch die interne Revision und eine stichprobenweise Prüfung. Die Ergeb- nisse werden an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrol- liert und ausgewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert. Versicherungsmanagement Als weiteren Teil des Risikomanagements hat die DMG MORI AG ein zentrales Versicherungs- management, das wirtschaftlich angemessene, versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert. Übersicht über die wesentlichen Risikofelder Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist als Holdinggesellschaft auch durch die Risiken ihrer Tochtergesellschaften betroffen. Diese sind im Konzernlagebericht detailliert beschrieben. Risiken der Tochtergesellschaften können sich negativ auf die Erträge und Aufwendungen aus Gewinn- abführungsverträgen auswirken, bzw. Aufwendungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen ver- ursachen und sich somit wesentlich auf das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus- wirken. Dies betrifft insbesondere Risiken aus dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und mögliche Enteignungen unserer bestehenden Gesellschaften in Russland. Aus der Tätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Holdinggesellschaft bestehen zudem folgende direkt in der Gesellschaft entstehende Risiken: A.16 // ÜBERSICHT ÜBER DIE WESENTLICHEN RISIKOFELDER (OHNE RISIKEN AUS ERGEBNISABFÜHRUNGSVERTRÄGEN) Risikoart Mögliche finanzielle Auswirkung Unternehmensstrategische Risiken Moderat Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Wesentlich Personalrisiken Unwesentlich Finanzwirtschaftliche Risiken Unwesentlich Rechtliche Risiken Unwesentlich Steuerrisiken Unwesentlich Sonstige Risiken Unwesentlich Darstellung der einzelnen Risikofelder Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmens- strategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI Europe Holding GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern können im Konzern- interesse getroffen werden. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 41 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, län- gere Lieferzeiten und steigende Rohstoff-, Energie- sowie Transportpreise. Die Liefersituation ist weltweit weiterhin angespannt. Verfügbarkeiten sind stark eingeschränkt und Lieferzeiten nach wie vor lang. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Entsprechend können sich die Herstellkosten unserer Produkte erhöhen. Darüber hinaus bestehen auch Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzel- nen Lieferanten. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferanten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisie- rung von Bauteilen und Komponenten sowie unsere globale Double Sourcing Strategie. Hierdurch haben wir für wesentliche Komponenten mindestens zwei Lieferanten. Zudem stellen wir Kern- komponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Wir pflegen stabile, enge Partnerschaften mit unseren Lieferanten und setzen dabei verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Zusammen mit dem Einsatz von digitalen Tools können wir so Risiken in der Lieferkette frühzeitig identifizieren, um rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wir nutzen alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern. Mit diesen Maßnahmen wollen wir die Resilienz unserer Lieferkette weiter stärken. Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge sowie der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. Zudem besteht das Risiko steigender Personalkosten in Folge der Inflation und höherer Gehaltsforderungen. Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Ausführliche Details zur Währungsstrategie und den Finanzinstrumenten stehen im Anhang unter Seite 62 ff. dem Abschnitt 13. „↗ Derivative Finanzinstrumente“. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2027 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es bei unseren Kunden durch Inflation und, steigende Zinsen sowie einer sich abschwächenden Konjunktur weiterhin zu erhöhten Forderungsausfall- risiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen. Rechtliche Risiken können sich insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Dienst- leistern, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern ergeben. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 42 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Steuerrisiken können sich aus Betriebsprüfungen ergeben. Wir nehmen an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Bei Betriebsprüfungen können sich Nachforderungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten und Doppelbesteuerungen ergeben. Sonstige Risiken enthalten im Wesentlichen allgemeine Risiken und sonstige bilanzielle Risiken. Für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT liegen keine wesentlichen Risikopotenziale vor. Risikogesamteinschätzung Wir stufen die Risiken als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als nicht gefährdet an. Gegenüber dem Vorjahr sind die Risiken insgesamt gestiegen. A N G A B E N N A C H § 2 8 9 A H G B Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 1 HGB Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am Grundkapital beteiligt. Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 3 HGB Der Gesellschaft lagen per 31. Dezember 2023 folgende Meldungen hinsichtlich direkter oder indirekter Beteiligungen vor, die 10% der Stimmrechte übersteigen: Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hält indirekt eine Beteiligung von 88,23% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. § 289 a Abs. 1 Nr. 6 HGB Entsprechend §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vor- stands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 10 Abs. 8 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Zuletzt hat die Hauptversammlung die Satzung in §§ 15 Abs. 10, 16 Abs. 3 erweitert und beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, vorzusehen, dass Hauptversammlungen, die innerhalb von fünf Jahren nach Satzungsänderung stattfinden, als virtuelle Hauptversammlung abzuhalten. Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 7 HGB Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage, um bis zu nominal Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 43 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen (genehmigtes Kapital) auszuschließen. Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 8 HGB Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COM- PANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, solange die DMG MORI COMPANY LIMITED (mittelbar) mehr als 50% der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält. Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 44 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Prognosebericht PROGNOSEBERICHT Die Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterscheidet sich zwar in ihrer Höhe und Struktur von der des DMG MORI AG-Konzerns, wird allerdings von der Ergebnisabführung der inländischen Tochtergesellschaften wesentlich beeinflusst. Im Weiteren wird daher zunächst auf die Prognose des Konzerns eingegangen. Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) prognostiziert im aktuellen Konjunkturbericht vom Dezember 2023 für das Geschäftsjahr 2024 ein weltweites Wirtschaftswachstum von +2,9%. Die Maßnahmen der Zentralbanken in Europa und den USA zur Bekämpfung der Inflation und der steigenden Preise scheinen allmählich Wirkung zu zeigen. Allerdings könnten die hohen Leitzinsen die globale Investitionsnachfrage dämpfen und somit zu einem geringeren Wachstum der Weltwirt- schaft führen. In Europa soll die Konjunktur im Laufe des Jahres langsam wieder an Fahrt gewinnen. Die Energie- preise sollen sich weiter stabilisieren, die Inflation weiter sinken. Die wirtschaftliche Dynamik soll jedoch verhalten bleiben, da die Geldpolitik voraussichtlich nur vorsichtig gelockert wird. Für Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum mit einem BIP von +0,9% im Jahr 2024 prognostiziert. Auch für den Euroraum wird lediglich ein geringes BIP-Wachstum von +0,8% erwartet. Asien wird voraussichtlich mit einem Wachstum von +5,2% erneut die wachstumsstärkste Region sein. In China scheint die Immobilienkrise weiter anzuhalten, was zu einer gedämpften Expansions- dynamik von +4,7% führen soll. Für die japanische Wirtschaft wird laut IfW-Schätzungen lediglich ein BIP-Wachstum von +0,7% erwartet. Das Konjunkturwachstum in den USA soll sich im Prognose- zeitraum mit +1,5% moderat entwickeln. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll 2024 laut VDW und Oxford Economics nur um +0,7% auf 79,3 MRD € wachsen und damit weiterhin unter dem Höchstwert von 2022 bleiben (80,4 MRD €; 2023: 78,8 MRD €). Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der geopolitischen Konflikte sowie der weltweit strafferen Geldpolitik werden die Nachfrage nach Investitionsgütern voraussichtlich weiterhin beeinflussen. Daher ist nicht auszuschließen, dass diese Verbands- prognosen unterjährig angepasst werden. In Deutschland soll der Werkzeugmaschinenverbrauch 2024 nach Angaben des VDW und Oxford Economics um -0,9% auf 5,2 MRD € sinken (2023: 5,3 MRD €) und damit weiterhin deutlich – um rund 26% – unter dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (7,1 MRD €). In Europa wird ein leichter Anstieg des Verbrauchs von +0,6% auf 24,0 MRD € (2023: 23,8 MRD €) prognostiziert. Für Asien wird ein Anstieg um +3,5% erwartet. Auf Länderebene betrachtet soll die Zuwachsrate im chinesischen Werkzeugmaschinenmarkt mit +3,8% auf 24,7 MRD € eher moderat ausfallen. In Japan hingegen soll die Nachfrage mit -3,6% weiter zurückgehen auf 3,1 MRD € (2023: 3,2 MRD €) und damit weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (5,5 MRD €). Auch für die USA gehen VDW und Oxford Economics von einem signifikanten Rückgang des Werk- zeugmaschinenverbrauchs um -10,1% auf 8,1 MRD € aus (2023: 9,0 MRD €). Weltweit soll sich die Nachfrage nach Investitionsgütern ab der Jahresmitte allmählich wieder erholen. Die Stabilisierung der Preise für Rohstoffe und Energie, der Rückgang der hohen Inflationsraten sowie die Entspannung der weltweiten Lieferketten sollen sich fortsetzen, sodass Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 45 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Prognosebericht diese die wirtschaftlichen Entwicklungen nicht mehr übermäßig stark behindern sollten. Mögliche Wechselkursschwankungen, geopolitische Krisen und Konflikte sowie der industrielle Struktur- wandel könnten die Nachfrage allerdings stark beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist eine Anpassung der Prognosen bei sich weltweit verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. In der Tabelle A.17 sind die Planwerte der Finanz- und Steuerungskennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2024 dargestellt. A.17 // FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) IST 2022 IST 2023 Plan 2024 Umsatz 11,8 MIO € 13,4 MIO € rund 10,6 MIO € EBIT -28,4 MIO € -49,8 MIO € rund -41,5 MIO € Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1,2 MIO € 1,0 MIO € rund 0,8 MIO € Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt) 119 116 ungefähr Konstant Wichtige interne Ziel und- Steuerungsgrößen sind der Umsatz, das EBIT, die Mitarbeiterzahl und die Investitionen. Das EBIT ist definiert als Ergebnis vor Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften. Der Umsatz ist für das Geschäftsjahr 2024 mit rund 10,6 MIO € geplant und liegt aufgrund aufgrund von Anpassungen der verrechneten Umlage an die Tochtergesellschaften unter dem Vorjahr. Die geplanten Investitionen in Höhe von rund 0,8 MIO € für das Geschäftsjahr 2024 betreffen im Wesent- lichen die Modernisierungsmaßnahmen am Standort Bielefeld. Das EBIT soll im Geschäftsjahr 2024 bei rund -41,5 MIO € liegen. Das EBIT im Geschäftsjahr 2023 beinhaltet Sondersachverhalte wie Auf- wandseffekte aus den Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern in Höhe von 24,7 MIO € sowie nicht geplante Währungsgewinne in Höhe von 13,1 MIO €. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden keine Währungskurseffekte berücksichtigt. Bereinigt um diese Sonderfaktoren wird das EBIT durch höhere Instandhaltungsaufwendungen am Standort Bielefeld belastet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer ungefähr konstanten Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt gerechnet. G E S A M TA U S S A G E D E S V O R S TA N D S Z U R K Ü N F T I G E N G E S C H Ä F T S E N T W I C K L U N G 2 0 2 4 Die Gesamtwirtschaft soll sich im laufenden Geschäftsjahr sehr verhalten entwickeln. Zwar sollen sich in Europa die Energiepreise weitgehend stabilisieren und die Inflation weiter sinken, die Situ- ation wird dennoch voraussichtlich angespannt bleiben aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der geopolitischen Konflikte sowie der damit verbundenen politischen und wirtschaft- lichen Folgen. Auch in den USA und in China wird erwartet, dass die Dynamik abgeschwächt bleibt. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll 2024 laut VDW und Oxford Economics nur um +0,7% auf 79,3 MRD € wachsen und damit weiterhin unter dem Höchstwert von 2022 bleiben (80,4 MRD €; 2023: 78,8 MRD €). Die Auswirkungen des anhaltenden Krieges in der Ukraine, der geopolitischen Konflikte sowie der weltweiten strafferen Geldpolitik werden voraussichtlich weiter- hin die Nachfrage nach Investitionsgütern beeinflussen. Daher ist nicht auszuschließen, dass diese Verbandsprognosen unterjährig angepasst werden. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 46 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir bei der DMG MORI AG einen Auftragseingang von rund 2,3 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,4 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 200 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 150 MIO € liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden voraussichtlich rund 80 MIO € betragen, die im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in diesem herausfordernden Markt- umfeld begegnen wir mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. Durch eine möglichst enge Verzahnung der vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX), bieten wir unseren Kunden passgenaue Lösungen für eine moderne und nachhaltige, effiziente Fertigung. Mit MX entwickelt sich DMG MORI konsequent weiter vom Maschinenbauer zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld – getreu unserem DMG MORI Mission Statement. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geht vor diesem Hintergrund von Beteiligungserträgen aus, die unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt gehen wir von einem EBIT vor Gewinnab- führung von rund -41,5 MIO € aus. In 2024 erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen der Ver- mögens- und Finanz- und Ertragslage. Durch ein am 19. Februar 2024 veröffentlichtes Dekret hat die Russische Föderation unsere Beteiligung an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk (Russland), unter staatliche Kontrolle gebracht. Die DMG MORI AG hat damit die Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft verloren. Im Rahmen einer für diese Direktinvestition im Ausland bestehende Investitionsgarantie durch die Bundesrepublik Deutschland betreiben wir derzeit eine Entschädigung für den eingetretenen Beteiligungsverlust. Eine Einschätzung darüber, wie hoch eine mögliche Entschädigung aus der Investitionsgarantie sein kann, ist aktuell nicht möglich. Bei der Prognose des EBITs für das Geschäftsjahr 2024 sind die Effekte aus dem Verlust der Beherrschung und einer Entschädigung aus der Investitionsgarantie nicht berücksichtigt. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 48 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Bilanz BILANZ zum 31. Dezember 2023 B.01 in € Anhang 31.12.2023 31.12.2022 AKTIVA A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1 Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.639 9.248 6.639 9.248 II. Sachanlagen 1 1. Grundstücke und Bauten 18.389.703 19.950.942 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.957.930 8.000.319 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.153.730 319.564 26.501.363 28.270.825 III. Finanzanlagen 2 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 717.561.748 717.811.748 2. Beteiligungen 6.657.493 6.657.493 750.727.243 752.749.314 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.303.707.063 1.268.585.456 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 174.317 196.733 3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.247.937 17.089.959 1.316.129.317 1.285.872.148 II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4 58.705.724 93.968.434 1.374.835.041 1.379.840.582 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5 1.275.831 1.760.291 D. AKTIVE LATENTE STEUERN 6 5.618.998 8.430.320 2.132.457.113 2.142.780.507 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 B . 0 1 // B I L A N Z der DMG MORI AG 49 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Bilanz BILANZ zum 31. Dezember 2023 B.01 in € Anhang 31.12.2023 31.12.2022 PASSIVA A. EIGENKAPITAL 7 I. Gezeichnetes Kapital 204.926.785 204.926.785 II. Kapitalrücklage 516.197.471 516.197.471 III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklage 680.530 680.530 2. Andere Gewinnrücklagen 199.376.726 199.376.726 921.181.512 921.181.512 B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Rückstellungen für Pensionen 8 10.963.971 10.405.999 2. Steuerrückstellungen 9 2.610.069 2.041.000 3. Sonstige Rückstellungen 10 16.219.854 20.271.785 29.793.894 32.718.784 C. VERBINDLICHKEITEN 11 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.216.357 368.402 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.174.485.757 1.184.411.405 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsver- hältnis besteht 44.128 49.094 4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.712.006 4.027.851 1.181.458.248 1.188.856.752 D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.459 23.459 2.132.457.113 2.142.780.507 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 50 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Gewinn- und Verlustrechnung GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 B.02 in € Anhang 2023 2022 1. Umsatzerlöse 15 13.354.382 11.754.987 2. Sonstige betriebliche Erträge 16 22.747.059 33.297.148 36.101.441 45.052.135 3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.033.669 -1.639.108 -2.033.669 -1.639.108 4. Personalaufwand 17 a) Löhne und Gehälter -47.164.454 -21.546.292 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützungen davon für Altersversorgung:-2.787 T€ (Vorjahr: -6.157 T€) -4.338.756 -7.621.351 -51.503.210 -29.167.643 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18 -2.764.657 -2.817.247 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: -211,8 T€ (Vorjahr: -211,8 T€) 19 -29.608.776 -39.873.573 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 20 220.135.370 200.818.831 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 47.316.566 12.768.237 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22 -31.737.751 -8.153.464 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon Aufwendungen aus Steuerumlagen: -31.982 T€ (Vorjahr: -21.173 T€) davon Erträge aus latenten Steuern: -2.811 T€ (Vorjahr: 8.634 T€) 23 -38.433.285 -30.479.341 11. Ergebnis nach Steuern 147.472.029 146.508.827 12. Aufwand aus Gewinnabführungsvertrag 24 -147.472.029 -146.508.827 13. Jahresüberschuss 0 0 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 51 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Entwicklung des Anlagevermögens ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS Zum 31. Dezember 2023 B.03 Stand zum Verschmel- Stand zum in € 01.01.2023 Zugänge zungseffekt Abgänge Umbuchungen 31.12.2023 ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.127.725 2.500 0 0 0 18.130.225 18.127.725 2.500 0 0 0 18.130.225 II. SACHANLAGEN 1. Grundstücke und Bauten 55.849.816 5.617 3.000.244 0 1.200 58.856.877 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.584.814 152.710 0 76.841 42.318 30.703.001 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.564 877.684 0 0 -43.518 1.153.730 86.754.194 1.036.011 3.000.244 76.841 0 90.713.608 III. FINANZANLAGEN 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 717.811.748 0 0 250.000 0 717.561.748 2. Beteiligungen 6.657.493 0 0 0 0 6.657.493 724.469.241 0 0 250.000 0 724.219.241 Anlagevermögen gesamt 829.351.160 1.038.511 3.000.244 326.841 0 833.063.074 Restbuchwert Stand zum Verschmel- Stand zum Stand zum Stand zum in € 01.01.2023 Zugänge zungseffekt Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022 ABSCHREIBUNGEN I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.118.477 5.109 0 0 0 0 18.123.586 6.639 9.248 18.118.477 5.109 0 0 0 0 18.123.586 6.639 9.248 II. SACHANLAGEN 1. Grundstücke und Bauten 35.898.874 1.576.668 2.991.632 0 0 0 40.467.174 18.389.703 19.950.942 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.584.495 1.182.880 0 0 22.304 0 23.745.071 6.957.930 8.000.319 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0 1.153.730 319.564 58.483.369 2.759.548 2.991.632 0 22.304 0 64.212.245 26.501.363 28.270.825 III. FINANZANLAGEN 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 717.561.748 717.811.748 2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0 6.657.493 6.657.493 0 0 0 0 0 0 0 724.219.241 724.469.241 Anlagevermögen gesamt 76.601.846 2.764.657 2.991.632 0 22.304 0 82.335.831 750.727.243 752.749.314 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 52 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ANHANG A – A L L G E M E I N E A N G A B E N Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat ihren Sitz in Bielefeld und wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH GmbH, Bielefeld, einem Tochterunternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungs- vertrag. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde ein Steuerumlagevertrag zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abgeschlossen. Erläuterungen aufgrund des Abschlusses des Steuerumlagevertrages mit der DMG MORI Europe Holding GmbH erfolgen im Anhang. B – B I L A N Z I E R U N G S - U N D B E W E R T U N G S M E T H O D E N Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und – soweit abnutzbar – vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. B.04 // NUTZUNGSDAUER DES ANLAGEVERMÖGENS Immaterielles Anlagevermögen 3 bis 4 Jahre Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 13 Jahre Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis nach der linearen Methode. Die Abschreibungs- methoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Unverändert blieben auch die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäfts- und Fabrikbauten bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 53 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden mit ihren Nominalwerten eingestellt, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit ihrem Barwert bilanziert. Die Forderungen in fremder Währung mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wurden zum Devisenkassa- mittelkurs laut § 256a HGB am Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern Anhaltspunkte für eine Wert- minderung vorliegen, werden die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum niedri- geren, beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Bankguthaben erfolgte grundsätzlich zum Nennbetrag. Bankguthaben in Fremd- währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der internen und externen Derivate erfolgte zum Marktwert. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden mit dem Erfüllungsbetrag der zugehörigen Pensionsverpflichtungen bewertet (Passivprimat). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,83% (Vorjahr: 1,79%) bei 10-jährigem Durchschnittszeitraum. Dabei wurden als biometrische Rechnungsgrundlage die Heu- beck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen sowie Steuerrückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rech- nung tragen. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Es wurde jeweils der voraussichtlich notwendige Erfüllungsbetrag eingestellt. Rückstellungen für Zahlungen anlässlich von Arbeitnehmerjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 1,75% p.a. abgezinst (Vorjahr: 1,45%). Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei Alters- versorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr unterliegen nicht der Abzinsungspflicht und werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 54 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Die DMG MORI Europe Holding GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COM- PANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinn- abführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI Europe Holding GmbH erlosch die ertragsteuer- liche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämt- liche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI Europe Holding GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll und die steuerliche Be- bzw. Entlastung in voller Höhe umlegt. Die Be- bzw. Entlastung aus dem Steuerumlagevertrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ als „Aufwendungen bzw. Erträge aus Steuer- umlagen“ ausgewiesen. Die Verpflichtung zur Abführung bzw. Erstattung von Steuerumlagen werden in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Für die Bilanzierung von latenten Steuerumlagen wird das Wahlrecht in analoger Anwendung des § 274 HGB ausgeübt, um die zukünftigen Umlagebe- oder entlastungen aufgrund der bei der Organ- gesellschaft vorhandenen temporären Differenzen entsprechend der wirtschaftlichen Verursachung auf Ebene der Organgesellschaft abzubilden. Dabei werden bei der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei den bisherigen ertragsteuerlichen Organgesellschaften bestehen. Latente Steuerumlagen werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wert- ansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuerumlage erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des bisherigen steuerlichen Organkreises der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von aktuell 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbe- steuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuerumlage, eine Steuerentlastung als aktive latente Steuerumlage angesetzt werden. Mit Verschmelzungsvertrag vom 28. März 2023 wurde die MITIS Grundstücks-Vermietungs- gesellschaft mbH rückwirkend mit Wirkung zum 1. Januar 2023 um 0:00 Uhr auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verschmolzen. Die MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH war alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der MITIS KG (HRA 15823, Amtsgericht Biele- feld). Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT war die alleinige Kommanditistin der MITIS KG. Da mit Eintragung der Verschmelzung der MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT am 10. Juli 2023 in das Handelsregister (HRB 7144, Amts- bericht Bielefeld) die MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH gem. § 20 Abs. 1 Nr. 2 UmwG erlischt, wächst das Vermögen der MITIS KG im Zeitpunkt des Erlöschens der MITIS Grund- stücks-Vermietungsgesellschaft mbH der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAT an. Bei der DMG MORI Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 55 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang AKTIENGESELLSCHAFT entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von 3 T€ sowie ein Anwachs- gewinn von 698 T€. Die beiden Effekte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bei der Buchung von Bewertungseinheiten für Fremdwährungssicherungen wird die Durch- buchungsmethode angewendet. Mit Datum vom 28. Dezember 2023 wurden die Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung, die sogenannten Mustervorschriften zur Säule 2 – („Pillar Two – Model Rules“) der OECD in deutsches Recht überführt (Mindeststeuergesetz – MinStG) und sind ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Der DMG MORI AG-Konzern fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Mindeststeuer wird auf Ebene der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), als Konzern- mutter des DMG MORI AG-Konzerns als Obergesellschaft (sogenannte Ultimate Parent Entity) erhoben. Im Rahmen der Vorgaben der Mindestbesteuerungsregelungen soll die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, als Gruppenträger des DMG MORI AG-Konzerns als sogenannte „Par- tially owned Parent Entity“ bestimmt werden. Der DMG MORI AG-Konzern wird in den Abschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen und aus diesem Grund gemeinsam mit den anderen Gesellschaften des DMG MORI Gesamtkonzerns bei der Ermittlung der Mindest- steuer veranlagt. Der DMG MORI AG-Konzern ist nach § 3 Abs. 6 MinStG verpflichtet, den auf sie entfallenden Anteil an der Mindeststeuer an die DMG MORI Europe Holding GmbH, Biele- feld, auszugleichen. Die globalen Mindestbesteuerungsregeln sehen vor, dass pro Land die Differenz zwischen der effektiven Steuerquote gemäß GloBE Regelungen und 15% Mindeststeuersatz – bezogen auf den bereinigten Mindeststeuergewinn – als Mindeststeuer durch die Ultimate Parent Entity (DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan) entrichtet wird. In einem Übergangszeitraum für die Geschäfts- jahre 2024 bis 2026 darf über die Inanspruchnahme von so genannten Safe Harbour Regelungen, die an die Erfüllung bestimmter Kriterien geknüpft sind, auf die genaue Berechnung der Mindeststeuer verzichtet werden, da die Mindeststeuer in diesen Fällen mit Null angesetzt wird. C – E R L Ä U T E R U N G E N Z U D E N E I N Z E L N E N P O S I T I O N E N D E R B I L A N Z A K T I V A 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der ausgewiesene Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte beinhaltet im Wesentlichen EDV-Software. Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Grundstücke und Bauten am Standort Bielefeld. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 56 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Mit Verschmelzungsvertrag vom 28. März 2023 wurde die MITIS Grundstücks-Vermietungs- gesellschaft mbH rückwirkend mit Wirkung zum 1. Januar 2023 um 0:00 Uhr auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verschmolzen. Der Verschmelzungseffekt ist im Anlagenspiegel separat dargestellt. 2. Finanzanlagen Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die in der Position „Anteile an verbundenen Unternehmen” enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapital- anteile und Ergebnisse per 31. Dezember 2023 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen, da als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsüberprüfungen kein Abwertungsbedarf fest- gestellt worden ist. Die beizulegenden Werte hierfür wurden anhand des Discounted-Cash-Flow Verfahrens ermittelt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen: // GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld // DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.303.707 T€ (Vorjahr: 1.268.585 T€) ergeben sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Finanz- verrechnungen in Höhe von 1.289.686 T€ (Vorjahr: 1.250.817 T€) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.021 T€ (Vorjahr: 17.768 T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist das Darlehen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI Europe Holding GmbH über 500.000 T€ (Vorjahr: 540.000 T€) zuzüglich 3.721 T€ (Vorjahr: 733 T€) Zinsen ent- halten. Das Darlehen wird mit einem marktüblichen Zinssatz verzinst. Die sonstigen Vermögens- gegenstände betragen 12.248 T€ (Vorjahr: 17.090 T€). Sie beinhalten unter anderem Forderungen aus Derivaten in Höhe von 4.125 T€ (Vorjahr: 2.598 T€), Forderungen aus Emmissionszertifikaten in Höhe von 4.063 T€ (Vorjahr: 5.009 T€) sowie Steuererstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer in Höhe von 2.066 T€ (Vorjahr: 4.382 T€). In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Ausweis betrifft Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Er reduzierte sich auf 58.706 T€ (Vorjahr: 93.968 T€). Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 57 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Zahlungen in Höhe von 1.276 T€ (Vorjahr: 1.760 T€) vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Folgejahre darstellen. 6. Aktive latente Steuerumlage gegenüber Organträger Aufgrund des Steuerumlagevertrages wurde in analoger Anwendung des § 274 HGB von dem Wahl- recht Gebrauch gemacht, auf Ebene der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT latente Steuern anzu- setzen. Die aktive latente Steuerumlage vom Organträger ergibt sich aus temporären Wertunter- schieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz. Im Geschäftsjahr 2023 bestehen temporäre Wertunterschiede aus nicht realisierten Währungseffekten, die zu zukünftigen Steuerbelastungen führen. Diesen gegenüber stehen zukünftigen Steuerentlastungen insbesondere aus den Rück- stellungen, dem Anlagevermögen und den Vorräten, sodass sich insgesamt ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergibt. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurde mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,8% (Vorjahr: 29,8%) gerechnet. Steuerliche Verlustvorträge bestehen bei der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT nicht. PA S S I V A 7. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt unverändert zum Vorjahr 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nenn- wert von 2,60 € pro Stück. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT (Stand: Mai 2023) entnommen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapi- tal). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Bei Bareinlagen können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 58 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang a// hinsichtlich eines anteiligen Betrags des Grundkapitals von bis zu 5.000.000,00 € zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 AktG verbundener Unternehmen, b// bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unter- nehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Gewährung von Aktien zu erwerben, c // bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsen- preis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grund- kapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grund- kapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, d// um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen. Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und lit. c) ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent-Grenze sind solche Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 9. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthält Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien vergangener Kapitalerhöhungen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage unver- ändert zum Vorjahr 516.197.471 €. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage in Höhe von 680.530 € ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen sind in Höhe von 199.376.726 € gegenüber dem Vorjahr unverändert. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 59 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis nach Steuern von 147,5 MIO € (Vorjahr: 146,5 MIO €) ab. Das Ergebnis wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungs- vertrags an die Gesellschafterin, die DMG MORI Europe Holding GmbH, abgeführt. Es besteht für die aktive latente Steuerumlage vom Organträger in Höhe von 5.619 T€ (Vorjahr: 8.430 T€) in analoger Anwendung nach § 268 Abs. 8 HGB eine Abführungssperre in Höhe von 5.619 T€ (Vorjahr: 8.430 T€), soweit nicht in ausreichender Höhe frei verfügbare Rücklagen zur Abdeckung des grundsätzlich abführungsgesperrten Betrags vorhanden sind. Da die bestehenden frei verfügbaren anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 199.377 T€ (Vorjahr: 199.377 T€) den Betrag der aktiven latenten Steuerumlagen übersteigen, besteht hier eine Abführungssperre nach § 301 AktG in Verbindung mit § 268 Abs. 8 HGB nicht. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt insgesamt 217 T€ (Vorjahr: 978 T€). Eine Ausschüttungssperre aufgrund des angepassten Bewertungszeitraums des Marktzinses der Pensionsrückstellungen von 7 auf 10 Jahre nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe 83 T€ (Vorjahr: 157 T€) besteht aufgrund der Höhe der frei verfügbaren Gewinnrücklagen ebenfalls nicht. 8. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsicht- lich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie Fluktuationswahrschein- lichkeiten ermittelt. Es wurde ein Rechnungszinssatz von 1,83% p.a. (Vorjahr: 1,79% p.a.) sowie ein Rententrend von 2,20% p.a. (Vorjahr: 2,20% p.a.) angenommen. Als Finanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt. Die DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT hat im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Sat 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB beinhaltet das Wahlrecht, die aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ermittelte Zuführung zu den Rückstellungen bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Die zum 1. Januar 2010 ermittelte gesamte Zuführung betrug 3.178 T€. Davon wurde im Geschäftsjahr 2023 analog zum Vorjahr ein Fünfzehntel (212 T€) aufwandswirksam erfasst. Aus dieser Verpflichtung verbleibt ein Betrag für nicht gebildete Rückstellungen in Höhe von 212 T€ für Folgejahre. Es ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Rückstellungswert von 10.964 T€ (Vorjahr: 10.406 T€). Für bestimmte Pensionsverpflichtungen hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Da es sich hierbei um Deckungsvermögen handelt, wurden die Vermögensgegenstände, die mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen bewertet wurden (Passivprimat), mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung saldiert. Die Bewertung der Vermögensgegenstände zum Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 12.980 T€ (Vorjahr: 13.336 T€). Der Erfüllungsbetrag der Rück- stellung ist 24.155 T€ (Vorjahr: 24.166 T€); davon sind 212 T€ (Vorjahr: 424 T€) gem. Art. 67 Abs.1 EGHGB noch nicht als Rückstellung per 31.12.2023 erfasst. Entsprechend der Verrechnung von Ver- mögensgegenständen und Schulden werden auch Erträge in Höhe von 240 T€ (Vorjahr: 592) T€ und Aufwendungen in Höhe von 424 T€ (Vorjahr: 212 T€) saldiert in den Zinsaufwand dargestellt (Vorjahr: per Saldo Zinsertrag). Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 60 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für die Handelsbilanz erfolgt nach den Rege- lungen des IDW Rechnungslegungshinweises: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021, Stand 30.04.2021) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Fachausschusses Altersver- sorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) vom 26.04.2022 zur Aktuariellen Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises. Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des Passivprimats. Dabei wurde mit Hilfe der von der DAV genannten „Biometriefaktoren“ eine multiplikative Umschätzung der biometrischen Rechnungsgrundlagen zwischen den „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck und den DAV- Tafeln vorgenommen. 9. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von 2.610 T€ (Vorjahr: 2.041 T€) enthalten Verpflichtungen für Gewerbesteuer in Höhe von 1.218 T€ (Vorjahr: 1.021 T€) und Körperschaftsteuer in Höhe von 1.392 T€ (Vorjahr: 1.020 T€) für Vorjahre. 10. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem voraussichtliche Tantiemezahlungen in Höhe von 5.506 T€ (Vorjahr: 12.801 T€) und Aufwendungen für sonstige Personalverpflichtungen in Höhe von 5.043 T€ (Vorjahr: 3.918 T€). Ferner wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 121 T€ (Vorjahr: 87 T€) aufgrund von Negativüberhängen bei den Derivaten gebildet. Die in 2023 gebildete Rückstellung für ausstehende Rechnungen beträgt 1.915 T€ (Vorjahr: 1.301 T€). Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen Beträge für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 1.875 T€ (Vorjahr: 0 T€) für eine drohende Inanspruchnahme aus einer Garantie, Jahres- abschlusskosten in Höhe von 681 T€ (Vorjahr: 751 T€), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 1.010 T€ (Vorjahr: 1.004 T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 70 T€ (Vorjahr: 410 T€) enthalten. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 61 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 11. Verbindlichkeiten B.05 // VERBINDLICHKEITEN Ausweis in der Davon Davon Davon Ausweis in der Bilanz zum Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Bilanz zum in T € 31.12.2023 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2022 1) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.216 1.216 – – 368 Restlaufzeiten am 31.12.2022 – – 368 2) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.174.486 1.174.486 – – 1.184.411 Restlaufzeiten am 31.12.2022 – – 1.184.411 3) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 44 – – 49 Restlaufzeiten am 31.12.2022 – – 49 4) Sonstige Verbindlichkeiten1) 5.712 5.712 – – 4.028 Restlaufzeiten am 31.12.2022 – – 4.028 1.181.458 1.181.458 – – 1.188.856 1) davon aus Steuern: 3.917 T€ (Vorjahr: 400 T€) Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und – im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements – für den Großteil der inländischen Tochter- gesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über einen syndizierten Kredit abgedeckt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verfügt als Kreditnehmerin über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2022 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2027 verlängert werden. Sie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf die Besicherungen verzichtet. Verschiedene Konzerngesellschaften sind Garanten für die Kreditverträge. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.174.486 T€ (Vorjahr: 1.184.411 T€) ergeben sich im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus Finanzverrechnungen in Höhe von 1.161.028 T€ (Vorjahr: 1.167.445 T€). Hier enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI Europe Holding GmbH in Höhe von 179.454 T€ (Vorjahr: 167.682 T€), von denen 147.472 T€ (Vorjahr: 146.509 T€) die Gewinnabführung betreffen sowie die aufgrund der steuerlichen Organ- schaft belasteten Steuern in Höhe von 31.982 T€ (Vorjahr: 21.173 T€). Die Auszahlung an die DMG MORI Europe Holding GmbH erfolgt im Geschäftsjahr 2024. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Lie- ferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 12.213 T€ (Vorjahr: 16.966 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 1.420 T€ (Vorjahr: 3.283 T€) enthalten. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 62 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Ver- pflichtungen, die zu Nominalwerten dargestellt werden: B.06 // HAFTUNGSVERHÄLTNISSE in T € 31.12.2023 31.12.2022 Bürgschaften 550.948 564.536 Gewährleistungen 29.008 35.564 579.956 600.100 B.07 // VERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN MIT FÄLLIGKEIT in T € 31.12.2023 31.12.2022 Bis 1 Jahr 315 322 In 1 bis 5 Jahren 502 106 817 428 In den Bürgschaften der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind wie im Vorjahr sind Höchst- betragsbürgschaften für verbundene Unternehmen in Höhe von 31.923 T€ enthalten und Zahlungs- avale in Höhe von 86.485 T€ (Vorjahr: 117.233 T€) enthalten. Gesamtschuldnerische Haftung über- nahm die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für Verbindlichkeiten in Höhe von 130.000 T€ (Vorjahr: 130.000 T€) zum Bilanzstichtag. In Höhe von 54.270 T€ (Vorjahr: 59.660 T€) wurden Anzahlungsbürgschaften gegenüber Kunden mehrerer Konzerngesellschaften abgegeben. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verfügt über einen Avalrahmen, der für Anzahlungs- sowie Gewährleistungsbürgschaften der inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften unter Mithaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Anspruch genommen werden kann. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Inanspruchnahme 192.147 T€ (Vorjahr: 194.271 T€). Die Vertragserfüllungsavale sanken um 9.853 T€ auf 88.742 T€ (Vor- jahr: 98.595 T€). Außerdem hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Patronatserklärungen für Tochtergesell- schaften in Höhe von insgesamt 6.569 T€ (Vorjahr: 13.791 T€) abgegeben. Die Verpflichtung aus Patronatserklärungen valutierte zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr bei 642 T€. Die Wahrscheinlichkeit einer drohenden Inanspruchnahme durch die Begünstigten wird aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nach unserer Einschätzung als sehr gering eingeschätzt. 13. Derivative Finanzinstrumente Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 63 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang B.08 // DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE BEI DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 31.12.2023 31.12.2022 Nominal- Marktwerte Nominal- Marktwerte in T € volumen (saldiert) volumen (saldiert) Devisentermingeschäfte 245.358 2.654 268.379 -355 Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Markt- werte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der eingesetzten Devisentermin- geschäfte werden auf Basis von Devisenterminkursen durch marktübliche finanzmathematische Modelle errechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betragen saldiert 2.654 T€ (Vorjahr: -355 T€) und setzen sich zusammen aus positiven Marktwerten in Höhe von 4.194 T€ (Vorjahr: 3.015 T€) und negativen Marktwerten in Höhe von 1.540 T€ (Vorjahr: 3.370 T€). Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit den Konzerngesellschaften konzerninterne Devisentermingeschäfte in Höhe der erwarteten Zahlungsströme aus den Auftragseingängen sowie Lieferantenverbindlichkeiten der Tochtergesellschaften ab. Die Laufzeit dieser Geschäfte ist in der Regel kürzer als ein Jahr. Die erwarteten Zahlungsströme aus diesen konzerninternen Devisen- termingeschäften sowie aus Darlehensverbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber Konzern- gesellschaften werden extern mit Devisentermingeschäften bei Kreditinstituten abgesichert. Derivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrolle verbindlich festlegen. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte weisen zum Bilanzstichtag in der Regel eine Rest- laufzeit von bis zu einem Jahr auf und dienen der Absicherung von Fremdwährungen (im Wesent- lichen in USD, JPY, GBP und CHF). Die Devisentermingeschäfte werden pro Währung zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Im Rahmen dessen wird die Durchbuchungsmethode angewandt. Die bilanzierten Buchwerte ent- sprechen grundsätzlich den Marktwerten, wobei jedoch positive Überhänge aus Derivaten nicht angesetzt werden und für negative Überhänge Drohverlustrückstellungen gebildet werden. Für Derivate wurden im Geschäftsjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen 4.125 T€ (Vorjahr: 2.598 T€) und in den sonstigen Verbindlichkeiten 1.420 T€ (Vorjahr: 3.283 T€) erfasst. Die Rück- stellung für drohende Verluste bei den Derivaten betrug im Geschäftsjahr 121 T€ (Vorjahr: 87 T€). Die Sicherungsbeziehungen bestehen jeweils für die gesamte Laufzeit des Grundgeschäfts. Zur Ermittlung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 64 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr über folgende zwei Arten von Bewertungseinheiten (Portfolio Hedges): B.09 // ARTEN VON BEWERTUNGSEINHEITEN BEI DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 31.12.2023 31.12.2022 Nominalbetrag Gesicherte Nominalbetrag Gesicherte des Grund- Risiken des Grund- Risiken in T € geschäfts (saldiert) geschäfts (saldiert) Nr. Art des Grundgeschäfts 1) Interne Devisentermingeschäfte (nicht saldiert): Sicherung der Zahlungsströme aus Auftragseingängen und Lieferantenverbindlichkeiten der Tochtergesellschaften 48.423 -224 74.351 416 2) Konzerninterne Fremdwährungsdarlehen (nicht saldiert) 135.129 2.706 162.703 -700 Es werden zum einen Bewertungseinheiten aus externen Devisentermingeschäften und den konzerninternen Devisentermingeschäften zur Sicherung der Auftragseingänge und Lieferanten- zahlungen mit einem Nominalvolumen in Höhe 48.423 T€ (Vorjahr: 74.351 T€) gebildet. Das gesicherte Risiko belief sich zum 31. Dezember 2023 aus der Perspektive des Sicherungs- instruments auf -224 T€ (Vorjahr: 416 T€). Zum anderen werden Bewertungseinheiten aus externen Devisentermingeschäften und konzerninternen Fremdwährungsdarlehen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 135.129 T€ (Vorjahr: 162.703 T€) gebildet. Das gesicherte Währungsrisiko belief sich aus der Perspektive des Sicherungsinstruments zum 31. Dezember 2023 auf 2.706 T€ (Vorjahr: -700 T€). 14. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2023 hatte die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. D – E R L Ä U T E R U N G E N Z U D E N E I N Z E L N E N P O S T E N D E R G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G 15. Umsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen in Höhe von 13.354 T€ (Vorjahr: 11.755 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze, die aus den übergreifenden Holding- und Dienstleistungsfunktionen resultieren. Davon entfielen auf Deutschland 11.595 T€ (Vorjahr: 10.291 T€), auf das restliche Europa 1.662 T€ (Vorjahr: 1.305 T€) und auf Tochtergesellschaften in der restlichen Welt 97 T€ (Vorjahr: 159 T€). 16. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 22.747 T€ (Vorjahr: 33.297 T€) beinhalten im Wesentlichen Wechselkursgewinne aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte in Höhe von insgesamt 18.610 T€ (Vorjahr: 27.320 T€). Dem standen Kurs- und Währungsverluste in Höhe von insgesamt Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 65 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 5.552 T€ (Vorjahr: 19.712 T€) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus- gewiesen werden. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Gewinn in Höhe von 13.058 T€ (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 7.608 T€). Darüber hinaus sind Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 899 T€ (Vorjahr: 668 T€) enthalten. Die periodenfremden Erträge betragen 1.981 T€ (Vorjahr: 2.887 T€). Davon resultieren aus der Auf- lösung von Rückstellungen 526 T€ (Vorjahr: 2.089 T€). 17. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug 51.503 T€ (Vorjahr: 29.168 T€). Für das Geschäftsjahr 2023 belief sich die Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung des Vorstands auf 33.560 T€ (Vorjahr: 9.753 T€). Davon entfallen 29.781 T€ (Vorjahr 2.461 T€) auf die feste, erfolgsunabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen sowie Abfindungszahlungen) und 2.323 T€ (Vorjahr: 3.200 T€) auf die kurz- fristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitragsorientierten Altersversorgung von 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Der Aufwandseffekt aus den Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vor- standsmitgliedern betrug von 24,7 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €). Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) für 2023 beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und auf 166,8% für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanalgen belief sich auf 102%, für das GLOBE-Projekt auf 120% und bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 107%, was zu einem gewichteten Modifier von 109% führt. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beträgt für das Jahr 2023 insgesamt 206%. Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200% des Zielbetrages begrenzt (Cap). Aus der LTI-Tranche 2021 bis 2023, die am 31. Dezember 2023 zugeteilt und im Geschäftsjahr 2024 ausgezahlt wird, erhält nur Michael Horn eine Auszahlung. Aus der LTI-Tranche 2021-2023 resultiert für Michael Horn ein Betrag in Höhe von insgesamt 1.225 T€. Nach Abzug der Vorauszahlung ergibt dies einen Betrag von 796 T€. Unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 beläuft sich die Auszahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 auf 431 T€. Für die LTI-Tranche 2022- 2024 wurden im Jahr 2023 an Christian Thönes, Björn Biermann und Michael Horn rückforderbare Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 1.663 T€ (LTI 2021-2023: 1.663 T€) geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG sind. Sie sind auch Bestandteil der Gesamtbezüge des Vorstandes gemäß § 285 HGB und § 314 HGB. Im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung mit Chris- tian Thönes und Björn Biermann verzichtet der DMG MORI AG-Konzern auf die Rückzahlung von Vorauszahlungen auf noch nicht zur Auszahlung fälliger LTI-Tranchen. Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieses Personenkreises eingegangen (§ 285 Nr. 9c HGB). Weitere Angaben zu den Vor- standsvergütungen befinden sich im Vergütungsbericht des Lageberichts. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 66 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: B.10 // ENTWICKLUNG PERSONALBESTAND 2023 2022 Gehaltsempfänger (Jahresdurchschnitt) 116 119 18. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen beliefen sich auf 2.765 T€ (Vorjahr: 2.817 T€). 19. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von 39.874 T€ um 10.265 T€ auf 29.609 T€. Die Kurs- und Währungsverluste sanken um 14.160 T€ von 19.712 T€ auf 5.552 T€. Dem standen Kurs- und Währungsgewinne in Höhe von insgesamt 18.610 T€ (Vorjahr: 27.320 T€) gegen- über, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Gewinn in Höhe von 13.058 T€ (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 7.608 T€). Bereinigt um den Effekt der Währungsverluste erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Auf- wendungen um 3.895 T€. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zu einer Rückstellung in Höhe von 1.875 T€ für eine drohende Inanspruchnahme aus einer Garantie sowie aus erhöhten Aufwendungen im Bereich der Versicherungen und sonstigen Personalaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1, 2 EG-HGB Seite 59 f. in Höhe von 212 T€ (Erläuterung siehe ↗ Punkt 8: Pensionsrückstellung). Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beauftragt. Die im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen betragen 842 T€ und betreffen in Höhe von 792 T€ (Vorjahr: 552 T€) Abschluss- prüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen von 50 T€ (Vorjahr 0 T€) und in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 12 T€) sonstige Leistungen. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind. Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich vor allem auf die Prüfung des Jahres- und Konzern- abschlusses sowie des internen Kontrollsystems der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein- schließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungs- schwerpunkte. Zusätzlich erfolgten prüferische Durchsichten der IFRS Konzernreportingpackages für den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2023 sowie den Quartalsabschluss zum 31. März 2023 und Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 67 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 30. September 2023 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Honorare für sonstige Leistungen betreffen andere Bestätigungsleistungen im Zusammenhang der Prüfung ausgewählter Angaben des gesonderten nicht-finanziellen Konzernberichts. Vergütung des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 1.010 T€ (Vorjahr: 1.004 T€). Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Vergütungsbericht des Lageberichts. 20. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erzielte Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 220.135 T€ (Vorjahr: 200.819 T€) von der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH sowie von der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH. 21. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinserträgen von 47.317 T€ (Vorjahr: 12.768 T€) wurden Zinsen und Avalprovisionen an ver- bundene Unternehmen in Höhe von 45.693 T€ (Vorjahr: 11.990 T€) berechnet. 22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In dem Zinsaufwand von 31.738 T€ (Vorjahr: 8.153 T€) sind Zinsen in Höhe von 29.115 T€ (Vorjahr: 5.605 T€) enthalten, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden, sowie ein Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 427 T€ (Vorjahr: 406 T€). Der restliche Teil der Zinsaufwendungen entfällt im Wesentlichen auf Aufwendungen aus Avalprovisionen in Höhe von 1.740 T€ (Vorjahr: 1.451 T€) sowie Zinsen gegenüber der DMG MORI Europe Holding GmbH in Höhe von 879 T€ (Vorjahr: 176 T€). 23. Steuern von Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 7.954 T€ von 30.479 T€ auf 38.433 T€. Hierin enthalten ist ein periodenfremder Steueraufwand in Höhe von 1.109 T€ (Vorjahr: Aufwand 1.731 T€) sowie ein laufender Steueraufwand in Höhe von 34.512 T€ (Vorjahr: 23.575 T€). Der laufende Steueraufwand enthält die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, belasteten Steuern in Höhe von 31.982 T€ (Vorjahr: 21.173 T€), die gem. § 16 Satz 2 KStG zu leistenden Steuerzahlungen auf die Ausgleichszahlung der DMG MORI Europe Holding GmbH mit 1.914 T€ (Vorjahr: 1.914 T€) als auch die abzuführende Quellensteuer in Höhe von 274 T€ (Vorjahr: 300 T€) sowie Kapitalertragsteuer in Höhe von 343 T€ (Vorjahr: 188 T€). Darüber hinaus ergibt sich ein Aufwand aus latenter Steuern in Höhe von 2.811 T€ (Vorjahr: 8.634 T€ latenter Steuerertrag). Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 68 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang 24. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT mit der DMG MORI Europe Holding GmbH wurden 147.472 T€ im Aufwand berücksichtigt (Vorjahr: 146.509 T€). E – S O N S T I G E A N G A B E N 25. Pflichtmitteilung nach § 40 WPHG Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hält indirekt eine Beteiligung von 88,23% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. 26. Erklärung zum Corporate Governance Kodex Die aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde im November 2023 abgegeben und ist – ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre – auf unserer Website dauerhaft zugänglich. de.dmgmori-ag.com/investor-relations/corporate-governance ↗ 27. Nachtragsbericht Durch ein am 19. Februar 2024 veröffentlichtes Dekret hat die Russische Föderation die Beteiligung an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, eine direkte Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH und indirekte Beteiligung der DMG MORI AG, unter staatliche Kontrolle gebracht. Nach unserer aktuellen Einschätzung gehen wir davon aus, dass diese Maßnahme der russischen Regierung endgültigen Charakter hat. Das Dekret vom 19. Februar 2024 ist ein wert- begründendes Ereignis nach dem Abschlussstichtag, dass keinen Einfluss auf die Bewertung der Anteile an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, zum 31. Dezember 2023 hat. Der Verlust der Rechte an den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird bei der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH voraussichtlich zu Abschreibungen auf den Buchwert führen. Der Buchwert zum 31. Dezember 2023 betrug 63,0 MIO €. Das Ergebnis der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH wird über einen Ergebnisabführungsvertrag an die DMG MORI AG abgeführt. Im Rahmen einer für diese Direktinvestition im Ausland bestehenden Investitionsgarantie durch die Bundesrepublik Deutschland betreiben wir derzeit eine Entschädigung für den eingetretenen Beteiligungsverlust. Eine Einschätzung darüber, wie hoch eine mögliche Entschädigung aus der Investitionsgarantie sein kann, ist aktuell nicht möglich. Herr Horn wird mit Wirkung zum 31. März 2024 sein Amt als Vorstandsmitglied aufgrund einer ein- vernehmlich getroffenen Vereinbarung vom 18. März 2024 niederlegen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse bis zum Tag der Freigabe zur Veröffent- lichung durch den Vorstand am 18. März 2024. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 69 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Auch im Geschäftsjahr 2024 können der Krieg in der Ukraine sowie die geopolitischen Konflikte Aus- wirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung des DMG MORI AG-Konzerns haben. Eine ver- lässliche Abschätzung der Auswirkungen für Ansatz und Bewertung wesentlicher Abschlussposten kann auf den aktuellen Konflikten im Einzelnen in den folgenden Geschäftsjahren nicht abgegeben werden. Die dem DMG MORI AG-Konzern bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Auswirkungen bekannt oder abschätzbar, im Jahresverlauf sind jedoch weitere Auswirkungen möglich. 28. Konzernzugehörigkeit Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara, (Japan) einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Web- site ↗ www.dmgmori.co.jp zugänglich. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 70 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang F – O R G A N E D E R G E S E L L S C H A F T A U F S I C H T S R AT Dr.-Ing. Masahiko Mori Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.09.2009 Nara, geboren 1961 Vorsitzender Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio Tanja Fondel (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.01.2018 Frankfurt am Main, geboren 1976 1. stv. Vorsitzende seit 12.05.2023 Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main Ulrich Hocker Mitglied des Aufsichtsrats seit 11.05.2010 Düsseldorf, geboren 1950 stv. Vorsitzender Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. › FERI AG, Bad Homburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats • Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director Stefan Stetter (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Durach, geboren 1968 stv. Vorsitzender Leiter Controlling der DMG MORI Pfronten GmbH Vertreter der leitenden Angestellten Irene Bader, M.B.A Mitglied des Aufsichtsrats seit 24.05.2016 Feldafing, geboren 1979 Member of the Board, DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio Geschäftsführerin, DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld Geschäftsführerin, DMG MORI Global Marketing GmbH, München Geschäftsführerin, DMG MORI Sport Marketing SAS, Lorient › Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 71 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.05.2013 Wedemark, geboren 1959 Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, Leibniz Universität Hannover Dietmar Jansen (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.05.2013 Memmingen, geboren 1965 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer, IG Metall Geschäftsstelle Allgäu • AGCO GmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A. Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.05.2017 Düsseldorf, geboren 1967 Universitätsprofessorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen › GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats › Gerresheimer AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats • DKSH Holding AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrates • ABB E-Mobility Holding AG, Baden (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrates (bis März 2023) James Victor Nudo Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Chicago/Illinois (USA), geboren 1954 Geschäftsführer, DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld Geschäftsführer, DMG MORI EMEA GmbH, Wernau Vice President, DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio President, DMG MORI Americas Holding Corporation, Chicago Thomas Reiter (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 12.05.2023 Füssen, geboren 1969 Vorsitzender des Betriebsrats der DMG MORI Pfronten GmbH Larissa Schikowski (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Pfronten, geboren 1969 Betriebliche Gesundheitsmanagerin Sales & Service › Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 72 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anhang Michaela Schroll (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Bielefeld, geboren 1976 Mitglied des Betriebsrats der DMG MORI Bielefeld GmbH Elektrikerin in der Montage der DMG MORI Bielefeld GmbH E H E M A L I G E S A U F S I C H T S R AT S M I T G L I E D Mario Krainhöfner (Arbeitnehmervertreter; 1. stv. Vorsitzender bis 12.05.2023) Pfronten, geboren 1964 Leiter Ideenmanagement der DMG MORI Pfronten GmbH V O R S TA N D Dipl.-Ing. (FH) Alfred Geißler Dipl.-Kfm. Christian Thönes Pfronten Bielefeld Vorstandsmitglied seit 26.05.2023 Vorstandsmitglied bis 25.05.2023 Vorsitzender seit 26.05.2023 Vorsitzender bis 25.05.2023 Hirotake Kobayashi Dipl.-Kfm. Björn Biermann Tokio Bielefeld Vorstandsmitglied seit 01.01.2024 Vorstandsmitglied bis 31.12.2023 Michael Horn, M.B.A. Rosenheim Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 73 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anteilbesitzliste ANTEILBESITZLISTE B.11 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital 1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % Vollkonsolidierte Unternehmen (Verbundene Unternehmen) GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld 2 / 3 / 4) 263.495 100,0 DMG MORI Pfronten GmbH, Pfronten (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 83.427 100,0 DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein 3 / 4 / 7 / 8) 12.455 100,0 Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten 3 / 7) 2.619 100,0 Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten 3 / 7) 33 100,0 DMG MORI Logistik GmbH, Pfronten 3 / 7 / 8) 25 100,0 DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld (bisher: GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 28.592 100,0 DMG MORI BERGAMO S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.) 5) 83.939 100,0 DMG MORI TORTONA S.r.l., Tortona, Italien (bisher: GRAZIANO Tortona S.r.l.) 9) 46.509 100,0 DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) 3.786 100,0 CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien 9) 10.692 100,0 DMG MORI Seebach GmbH, Seebach (bisher: DECKEL MAHO Seebach GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 43.000 100,0 DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried 3 / 4 / 5 / 6) 25.000 100,0 ISTOS GmbH, Bielefeld 3 / 5 / 6) 1.000 100,0 Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland 5) T RUB 8.554.238 86.620 100,0 DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld 5 / 6 / 21) 9.366 100,0 DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 5 / 6) 2.691 100,0 DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China 5) T CNY 116.551 14.877 100,0 COMPONENT MANUFACTURING d.o.o., Zivinice, Bosnien und Herzegowina 5) T BAM 2.517 1.287 100,0 DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 2 / 3) 398.646 100,0 DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg 3 / 4 / 10 / 11) 63.968 100,0 DMG MORI München GmbH, München 3 / 4 / 12 / 13) 5.000 100,0 DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 12 / 13) 7.000 100,0 DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 12 / 13) 5.500 100,0 DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg 3 / 4 / 12 / 13) 2.700 100,0 DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg 3 / 4 / 12 / 13) 7.000 100,0 DMG MORI Global Service GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 10 / 11) 5.200 100,0 DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 10 / 11) 4.000 100,0 DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried 3 / 4 / 10 / 11) 17.517 100,0 DMG MORI Netherlands Holding B. V., Veenendaal, Niederlande 10) 465.159 100,0 DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz 14) 506.294 100,0 DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz 15) T CHF 18.556 19.959 100,0 DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich 15) 4.760 100,0 DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich 16) 28.612 100,0 DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande 15) 11.829 100,0 DMG MORI BeLux BV SRL, Zaventem, Belgien 15) 6.045 100,0 DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik 15) T CZK 166.767 6.755 100,0 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 B . 1 1 // P R O D U K T I O N S S TÄT T E N , V E RT R I E B S - U N D S E R V I C E G E S E L L S C H A F T E N der DMG MORI AG 74 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anteilbesitzliste B.11 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital 1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark 15) T DKK 30.821 4.134 100,0 DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich 15) 29.124 100,0 DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn 15) 13.349 100,0 DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien 15) 15.899 100,0 DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien 15) 55.632 100,0 DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 15) 4.680 100,0 DMG MORI Saudi Arabia Maintenance Company, Riad, Saudi Arabien 20) -154 100,0 DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 15) T ILS 0 0 100,0 DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 109.404 25.186 100,0 DMG/ MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland 15) 2.056 100,0 DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden 15) T SEK 182.219 16.368 100,0 DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen 15) T NOK 25.191 2.246 100,0 DMG MORI Finland Oy AB, Tampere, Finnland 15) 5.692 100,0 DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien 15) T GBP 32.551 37.564 100,0 DMG MORI Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien 15) T RON 11.627 2.337 100,0 DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 15) T BGN 1.454 744 100,0 DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI, Istanbul, Türkei 15) T TRY 291.599 8.938 100,0 DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland 15) T RUB 4.174.866 42.275 100,0 DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP -692 -20 100,0 Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP 200 6 100,0 DMG MORI Africa for Trading in Machines & Service (S.A.E.), Kairo, Ägypten 17) T EGP 31.942 935 100,0 DMG MORI Asia Pte. Ltd., Singapur 15) 15.094 100,0 DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 29.253 3.734 100,0 DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 84.762 10.819 100,0 FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 932.821 214.750 100,0 DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China 10) T CNY 323.395 41.279 51,0 GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg 3 / 10 / 11) 9.100 100,0 GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg 18) 2.402 100,0 GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien 18) 5.258 100,0 Jahresabschluss und Lagebericht 2023 B . 1 1 // P R O D U K T I O N S S TÄT T E N , V E RT R I E B S - U N D S E R V I C E G E S E L L S C H A F T E N der DMG MORI AG 75 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Anteilbesitzliste B.11 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital 1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % Assoziierte Unternehmen DMG MORI Finance GmbH, Wernau 29.713 42,6 DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest, Ungarn 5) T HUF 308.017 806 49,9 INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR -37.682 -410 30,0 PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR 3.156.019 34.334 30,0 Vershina Operation, LLC., Narimanov, Russland 19) T RUB 35.610 361 33,3 RUN-TEC GmbH, Niedenstein 5) 1.050 40,0 DMG MORI India Private Ltd., Bangalore, Indien 15) T INR 598.905 6.515 49,9 CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr 5) -178 45,0 German Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo, Ägypten 5) T EGP 0 40,0 1) Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. 2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen. 4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts. 5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 7) Beteiligung der DMG MORI Pfronten GmbH (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Pfronten GmbH (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 9) Beteiligung der DMG MORI BERGAMO S.r.l. (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.) 10) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding GmbH (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Sales and Service Holding GmbH (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH 13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH 14) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V. 15) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG 16) Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH 17) Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (51%), der DMG MORI Sales and Service Holding AG (47,7%) und der Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC (1,3%) 18) Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH 19) Beteiligung der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH 20) Beteiligung der DMG MORI MIDDLE EAST FZE 21) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und nimmt die Befreiung in Anspruch. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG 76 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) Bielefeld, 18. März 2024 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Der Vorstand Dipl.-Ing. (FH) Alfred Geißler Hirotake Kobayashi Michael Horn, M.B.A. Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der DMG MORI AG

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