Interim / Quarterly Report • Aug 3, 2023
Interim / Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
Finanzbericht: 32932526

die DMG MORI AG entwickelte sich im 1. Halbjahr stabil - und das bei weiterhin großen, geopolitischen Unsicherheiten und der zurückhaltenden Nachfrage nach Investitionsgütern.
Am 25. Mai 2023 folgte Alfred Geißler auf Christian Thönes, der sein Amt als Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an diesem Tag niederlegte. Alfred Geißler gehört seit 40 Jahren zum heutigen DMG MORI-Konzern, zuletzt als Geschäftsführer der DECKEL MAHO Pfronten GmbH. Ein stabiler Übergang und Kontinuität sind somit gewährleistet.
2023 bleibt anspruchsvoll, dennoch blickt der Vorstand mit Zuversicht auf den weiteren Geschäftsverlauf und bestätigt die Prognosen für das Gesamtjahr. Zur EMO in Hannover hat DMG MORI vier Weltpremieren sowie eine Vielzahl an weiteren Innovationen, neuen nachhaltigen Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen in der Pipeline.
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.461,7 | 1.675,2 | -213,5 | -13 % |
| Inland | 455,9 | 500,1 | -44,2 | -9 % |
| Ausland | 1.005,8 | 1.175,1 | -169,3 | -14 % |
| % Ausland | 69 % | 70 % | - | |
| Umsatz | 1.188,6 | 1.123,6 | 65,0 | 6 % |
| Inland | 426,6 | 365,9 | 60,7 | 17 % |
| Ausland | 762,0 | 757,7 | 4,3 | 1 % |
| % Ausland | 64 % | 67 % | - | |
| Auftragsbestand * | 1.780,0 | 1.684,6 | 95,4 | 6 % |
| Inland | 597,0 | 594,0 | 3,0 | 1 % |
| Ausland | 1.183,0 | 1.090,6 | 92,4 | 8 % |
| % Ausland | 66 % | 65 % | - | |
| EBITDA | 109,0 | 140,4 | -31,4 | -22 % |
| EBIT | 74,5 | 101,6 | -27,1 | -27 % |
| EBT | 78,6 | 101,8 | -23,2 | -23 % |
| EAT | 55,8 | 71,8 | -16,0 | -22 % |
| Free Cashflow | 34,9 | 126,3 | -91,4 | -72 % |
scrollen
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 6.916 | 6.833 | 83 | 1 % |
| davon Auszubildende | 197 | 237 | -40 | -17 % |
* Stichtag 30.06.
Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlor im zweiten Quartal 2023 weiter an Dynamik. Die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere der anhaltende Russland-Krieg in der Ukraine, weiterhin hohe Rohstoffkosten, eine anhaltend hohe Inflation sowie steigende Zinsen, belasteten die Wirtschaft weltweit und vor allem in Europa. Aber auch in den USA und in China fehlten positive konjunkturelle Impulse.
Die Nachfrage nach Investitionsgütern entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 nach einem positiven Verlauf im Vorjahr wieder rückläufig. Mit Blick auf den weltweiten Markt für Werkzeugmaschinen ist im weiteren Verlauf des Jahres davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics wird ein Wachstum von nur +2,6 % auf 81,5 MRD € erwartet (Vorjahr: +11,6 %; 79,4 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit ein Anstieg von +8,2 % prognostiziert. In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit +7,0 % zulegen. Für Japan wird ein Wachstum von +7,6 % prognostiziert. Der Werkzeugmaschinenverbrauch liegt damit in Deutschland und Japan weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Wachstumsprognosen für China sind mit +3,7% eher moderat, für die USA mit -7,2% sogar deutlich rückläufig.
Angesichts der schwierigen geopolitischen Lage, hoher Rohstoffpreise sowie einer weiterhin hohen Inflation und steigenden Zinsen ist es nicht auszuschließen, dass diese Prognosen in der turnusgemäßen Verbandsprognose im Oktober angepasst werden müssen.
Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war weiterhin geprägt von globalen Herausforderungen. Insbesondere in Europa besteht Zurückhaltung bei der Nachfrage nach Investitionsgütern durch den anhaltenden Russland-Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Folgen. Hinzu kamen weiterhin hohe Rohstoffkosten, eine anhaltend hohe Inflation sowie steigende Zinsen. Durch die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten fehlten auch in den USA und in China positive konjunkturelle Impulse.
In diesem weiterhin herausfordernden Marktumfeld erzielte die DMG MORI AG im zweiten Quartal einen stabilen Auftragseingang von 674,3 MIO € (-17 %; Vorjahr: 813,6 MIO €). Zum Halbjahr lagen die Bestellungen bei 1.461,7 MIO € (-13 %; Vorjahr: 1.675,2 MIO €).
Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 836,3 MIO € (-14 %; Vorjahr: 969,4 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 625,3 MIO € (-11 %; Vorjahr: 705,7 MIO €). Hierin enthalten sind der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft mit 404,7 MIO € (+1 %; Vorjahr: 402,1 MIO €) sowie die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 220,6 MIO € (-27 %; Vorjahr: 303,6 MIO €).
Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 455,9 MIO € (-9 %; Vorjahr: 500,1 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.005,8 MIO € (-14 %; Vorjahr: 1.175,1 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 69 % (Vorjahr: 70 %).
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um +7% auf 602,4 MIO € (Vorjahr: 562,6 MIO €). Zum Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um +6 % auf 1.188,6 MIO € (Vorjahr: 1.123,6 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug der Umsatz 633,2 MIO € (+8%; Vorjahr: 584,5 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 555,3 MIO € (+3 %; Vorjahr: 539,0 MIO €). Davon entfielen 352,9 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+16 %; Vorjahr: 305,1 MIO €) sowie 202,2 MIO € auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (-13 %; Vorjahr: 233,5 MIO €).
Die Inlandsumsätze stiegen um +17 % auf 426,6 MIO € (Vorjahr: 365,9 MIO €). Die Auslandsumsätze lagen mit 762,0 MIO € nahezu auf Vorjahresniveau (757,7 MIO €). Die Exportquote betrug 64 % (Vorjahr: 67 %).
Der Auftragsbestand erhöhte sich zum 30. Juni 2023 auf 1.780,0 MIO € (31.12.2022: 1.613,4 MIO €) - eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich acht Monaten. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. Längeren Lieferzeiten steuern wir mit gezielten Maßnahmen entgegen, wie der enge, persönliche Austausch mit unseren Partnern und Lieferanten oder die Erweiterung und Optimierung von Montage- und Produktionskapazitäten. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 66% auf das Ausland (Vorjahr: 65 %).
Die Ertragslage verlief stabil und war weiterhin von anhaltend hohen Preisen für Material, Rohstoffe und Energie beeinflusst. Das EBITDA betrug im zweiten Quartal 47,0 MIO € (Vorjahr: 67,4 MIO €). Das EBIT belief sich auf 30,3 MIO € (Vorjahr: 45,7 MIO €). Die EBIT-Marge lag bei 5,0 % (Vorjahr: 8,1 %). Das EBT betrug 33,4 MIO € (Vorjahr: 45,7 MIO €). Das EAT lag bei 23,8 MIO € (Vorjahr: 32,2 MIO €).
Zum Halbjahr betrug das EBITDA 109,0 MIO € (Vorjahr: 140,4 MIO €). Das EBIT belief sich auf 74,5 MIO € (Vorjahr: 101,6 MIO €). Die EBIT-Marge lag bei 6,3 % (Vorjahr: 9,1 %). Das EBT betrug 78,6 MIO € (Vorjahr: 101,8 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2023 ein EAT von 55,8 MIO € aus (Vorjahr: 71,8 MIO €). Der Umsatz verlief positiv und stieg im zweiten Quartal um 7 % auf 602,4 MIO € (Vorjahr: 562,6 MIO €). Zum Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 6 % auf 1.188,6 MIO € (Vorjahr: 1.123,6 MIO €).
Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich um 53,5 MIO € auf 75,9 MIO € (Vorjahr: 22,4 MIO €). Die Gesamtleistung stieg aufgrund des hohen Anarbeitungsgrades an Neumaschinen um +10 % auf 1.270,2 MIO € (Vorjahr: 1.150,7 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 692,1 MIO € (Vorjahr: 622,8 MIO €). Die Materialquote betrug 54,5 % (Vorjahr: 54,1 %). Der Personalaufwand betrug 320,6 MIO € (Vorjahr: 288,3 MIO €). Die Personalquote lag mit 25,2 % nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 25,1 %).
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge betrug 148,5 MIO € (Vorjahr: 99,2 MIO €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus umsatzabhängigen Aufwendungen. Die Abschreibungen verringerten sich auf 34,5 MIO € (Vorjahr: 38,8 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf 4,1 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €). Das EAT belief sich auf 55,8 MIO € (Vorjahr: 71,8 MIO €). Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 22,8 MIO € (Vorjahr: 30,0 MIO €).
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 936,5 | 931,1 | 946,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.823,3 | 1.895,4 | 1.879,4 |
| Eigenkapital | 1.444,3 | 1.422,5 | 1.551,2 |
| Fremdkapital | 1.315,5 | 1.404,0 | 1.274,7 |
| Bilanzsumme | 2.759,8 | 2.826,5 | 2.825,9 |
Die Bilanzsumme verringerte sich um 66,7 MIO € auf 2.759,8 MIO € (31.12.2022: 2.826,5 MIO €).
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 5,4 MIO € auf 936,5 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 739,9 MIO € (31.12.2022: 730,7 MIO €). Die Finanzanlagen beliefen sich auf 140,6 MIO € (31.12.2022: 152,3 MIO €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 72,1 MIO € auf 1.823,3 MIO € (31.12.2022: 1.895,4 MIO €). Die Vorräte stiegen um 98,7 MIO € auf 785,0 MIO € (31.12.2022: 686,3 MIO €). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 12,7 MIO € auf 381,4 MIO € zu, die unfertigen Erzeugnisse um 35,2 MIO € auf 186,9 MIO € und die fertigen Erzeugnisse und Waren um 50,8 MIO € auf 216,7 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich trotz gestiegenem Umsatzvolumen um 11,8 MIO € auf 149,6 MIO €. Die Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen verringerten sich um 106,6 MIO € auf 548,4 MIO € (31.12.2022: 655,0 MIO €). Dieser Rückgang resultiert aus einer Rückzahlung (100,0 MIO €) der DMG MORI Europe Holding GmbH für ihr Darlehen (30.06.2023: 440,0 MIO €). Die flüssigen Mittel beliefen sich auf 164,2 MIO € (31.12.2022: 177,4 MIO €).
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 21,8 MIO € auf 1.444,3 MIO €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 52,3 % (31.12.2022: 50,3 %). Das Fremdkapital verringerte sich um 88,5 MIO € auf 1.315,5 MIO € (31.12.2022: 1.404,0 MIO €).
Die erhaltenen Anzahlungen verliefen mit 431,4 MIO € auf einem stabilen Niveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um 52,8 MIO € auf 229,3 MIO € zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 169,0 MIO € auf 70,5 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2022 in Höhe von 146,5 MIO € an die DMG MORI Europe Holding GmbH.
scrollen
| in MIO € | 2023 1. Halbjahr |
2022 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 81,1 | 161,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 49,3 | -137,6 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -135,4 | -31,7 |
| Veränderung Zahlungsmittel | -13,2 | -9,8 |
| Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode | 177,4 | 241,9 |
| Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode | 164,2 | 232,1 |
Die Finanzlage entwickelte sich insgesamt positiv: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag bei 81,1 MIO € (Vorjahr: 161,9 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 78,6 MIO € (Vorjahr: 101,8 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 34,5 MIO € bei (Vorjahr: 38,8 MIO €). Daneben führte der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 6,2 MIO € (Vorjahr: 99,3 MIO €) zu einer Erhöhung des Cashflows. Eine Reduzierung ergab sich aus den um 104,4 MIO € gestiegenen Vorräten (Vorjahr: 74,9 MIO €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit 49,3 MIO € positiv (Vorjahr: -137,6 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei -46,3 MIO € (Vorjahr: -36,0 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich Einzahlungen in Höhe von 0,1 MIO € (Vorjahr: 0,4 MIO €). Aus der Rückzahlung der DMG MORI Europe Holding GmbH für ihr Darlehen resultierten Einzahlungen in Höhe von 100,0 MIO € (Vorjahr: Auszahlungen in Höhe von 100,0 MIO €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -135,4 MIO € (Vorjahr: -31,7 MIO €). Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2022 an die DMG MORI Europe Holding GmbH in Höhe von 146,5 MIO € (Vorjahr: 29,3 MIO €) sowie Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -7,9 MIO € (Vorjahr: -8,2 MIO €).
Der Free Cashflow lag im zweiten Quartal bei 1,7 MIO € (Vorjahr: 70,9 MIO €). Zum Halbjahr betrug der Free Cashflow 34,9 MIO € (Vorjahr: 126,3 MIO €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im ersten Halbjahr plangemäß auf 54,7 MIO € (Vorjahr: 40,6 MIO €). Die darin enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 "Leasingverhältnisse" betrugen 8,5 MIO € (Vorjahr: 4,6 MIO €). Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 3,2 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Damit betrugen die Investitionen insgesamt 57,9 MIO € (Vorjahr: 41,5 MIO €).
Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir den Bau des neuen Ausbildungszentrums abgeschlossen. Auf einer Fläche von rund 1.000 m 2 bieten wir multifunktionale Projekträume sowie 50 moderne Schulungsplätze für einen noch stärkeren Fokus auf Zukunftstechnologien sowie Automatisierung und Digitalisierung. Wir werden unsere Position als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken und heben die Ausbildung auf ein noch höheres Niveau. Das Grand Opening soll im 4. Quartal 2023 stattfinden.
Zudem errichten wir am Produktionsstandort Pleszew (Polen) das neue FAMOT Components Center. Auf einer Fläche von rund 5.200 m 2 wird FAMOT Komponenten und Baugruppen zur internen Versorgung unserer europäischen Produktionsstandorte herstellen. Die Fertigstellung planen wir noch in diesem Jahr.
An unserem Standort GRAZIANO in Tortona (Italien) erweitern und modernisieren wir den Produktionsbereich. Im Fokus stehen der Bau einer neuen Montagehalle und die Implementierung eines hochmodernen Montagekonzepts auf Basis fahrerloser AGV-Transportsysteme (Automated Guided Vehicles) für eine effiziente und zugleich flexible Montage. Die Fertigstellung soll im Geschäftsjahr 2024 erfolgen.
Darüber hinaus setzen wir die Investitionen in die autarke, nachhaltige Stromversorgung unserer Produktionswerke fort und werden zusätzliche Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 8.000 MWh / Jahr installieren. Weitere Anlagen sind in Planung.
Im Juni konnten wir in China unser neues Produktionswerk DMG MORI Manufacturing Solutions in Pinghu, nahe Shanghai, fertigstellen.
Zudem investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen.
Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.
Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.461,7 | 1.675,2 | -213,5 | -13 % |
| Werkzeugmaschinen | 836,3 | 969,4 | -133,1 | -14 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 625,3 | 705,7 | -80,4 | -11 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| Umsatz | 1.188,6 | 1.123,6 | 65,0 | 6 % |
| Werkzeugmaschinen | 633,2 | 584,5 | 48,7 | 8 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 555,3 | 539,0 | 16,3 | 3 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| EBIT | 74,5 | 101,6 | -27,1 | -27 % |
| Werkzeugmaschinen | 23,2 | 36,1 | -12,9 | -36 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 83,0 | 82,4 | 0,6 | 1 % |
| Corporate Services | -31,7 | -16,9 | -14,8 | -88 % |
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 836,3 | 969,4 | -133,1 | -14 % |
| Inland | 254,8 | 288,5 | -33,7 | -12 % |
| Ausland | 581,5 | 680,9 | -99,4 | -15 % |
| % Ausland | 70 % | 70 % | ||
| Umsatz | 633,2 | 584,5 | 48,7 | 8 % |
| Inland | 249,6 | 196,9 | 52,7 | 27 % |
| Ausland | 383,6 | 387,6 | -4,0 | -1 % |
| % Ausland | 61 % | 66 % | ||
| Auftragsbestand * | 1.021,4 | 892,1 | 129,3 | 14 % |
| Inland | 228,9 | 197,0 | 31,9 | 16 % |
| Ausland | 792,5 | 695,1 | 97,4 | 14 % |
| % Ausland | 78 % | 78 % | ||
| EBIT | 23,2 | 36,1 | -12,9 | -36 % |
scrollen
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 4.079 | 4.035 | 44 | 1 % |
| davon Auszubildende | 147 | 188 | -41 | -22 % |
* Stichtag 30.06.
Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic/Lasertec) und Additive Manufacturing sowie Digital Solutions.
Der Markt für Werkzeugmaschinen war weiterhin geprägt von globalen Herausforderungen und einer Investitionszurückhaltung bei Investitionsgütern - insbesondere in Europa. Unter diesen herausfordernden Rahmenbedingungen erzielte die DMG MORI AG im zweiten Quartal einen stabilen Auftragseingang von 381,6 MIO € im Segment "Werkzeugmaschinen" (-19 %; Vorjahr: 473,5 MIO €). In den ersten sechs Monaten lagen die Bestellungen bei 836,3 MIO € (-14 %; Vorjahr: 969,4 MIO €). Im Inland belief sich der Auftragseingang auf 254,8 MIO € (Vorjahr: 288,5 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 581,5 MIO € (Vorjahr: 680,9 MIO €). 57 % aller Bestelleingänge entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 58 %). Am 30. Juni 2023 betrug der Auftragsbestand 1.021,4 MIO € (31.12.2022: 913,1 MIO €).
Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 319,5 MIO € (+7 %; 297,6 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Umsatz um +8 % auf 633,2 MIO € (Vorjahr: 584,5 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 53 % am Umsatz (Vorjahr: 52 %). Das EBIT belief sich auf 23,2 MIO € (Vorjahr: 36,1 MIO €).
Zum 30. Juni 2023 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" 4.079 (31.12.2022: 4.035).
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasst im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs Services. Hier bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Unser Online-Kundenportal my DMG MORI digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation.
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erreichte der Auftragseingang im zweiten Quartal 292,7 MIO € (-14 %; Vorjahr: 340,1 MIO €). Im ersten Halbjahr betrug der Auftragseingang 625,3 MIO € (-11 %; Vorjahr: 705,7 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft mit 404,7 MIO € (+1 %; Vorjahr: 402,1 MIO €) sowie die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 220,6 MIO € (-27 %; Vorjahr: 303,6 MIO €). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 43 % der Bestellungen im Konzern (Vorjahr: 42 %). Der Auftragsbestand belief sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 758,6 MIO € (31.12.2022: 700,3 MIO €).
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 625,3 | 705,7 | -80,4 | -11 % |
| Inland | 201,0 | 211,5 | -10,5 | -5 % |
| Ausland | 424,3 | 494,2 | -69,9 | -14 % |
| % Ausland | 68 % | 70 % | ||
| Umsatz | 555,3 | 539,0 | 16,3 | 3 % |
| Inland | 176,9 | 168,9 | 8,0 | 5 % |
| Ausland | 378,4 | 370,1 | 8,3 | 2 % |
| % Ausland | 68 % | 69 % | ||
| Auftragsbestand * | 758,6 | 792,5 | -33,9 | -4 % |
| Inland | 368,1 | 397,0 | -28,9 | -7 % |
| Ausland | 390,5 | 395,5 | -5,0 | -1 % |
| % Ausland | 51 % | 50 % | ||
| EBIT | 83,0 | 82,4 | 0,6 | 1 % |
scrollen
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 2.724 | 2.689 | 35 | 1 % |
| davon Auszubildende | 50 | 49 | 1 | 2 % |
* Stichtag 30.06.
Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 282,9 MIO € (+7 %; Vorjahr: 265,0 MIO €). Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz in diesem weiterhin herausfordernden Marktumfeld um +3 % auf 555,3 MIO € (Vorjahr: 539,0 MIO €). Davon entfielen 352,9 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+16 %; Vorjahr: 305,1 MIO €) sowie 202,2 MIO € auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (-13%; Vorjahr: 233,5 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 47 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 48 %). Das EBIT lag bei 83,0 MIO € (Vorjahr: 82,4 MIO €).
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2023 auf 2.724 (31.12.2022: 2.689).
Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -31,7 MIO € (Vorjahr: -16,9 MIO €).
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 0,1 | 0,1 | 0 |
| Umsatz | 0,1 | 0,1 | 0 |
| EBIT | -31,7 | -16,9 | -14,8 |
scrollen
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 113 | 109 | 4 |
Der Erfolg der DMG MORI AG ist eine starke Teamleistung unserer hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am 30. Juni 2023 waren 6.916 Mitarbeiter, davon 197 Auszubildende, im DMG MORI AG-Konzern beschäftigt (31.12.2022: 6.833). Der Personalaufwand betrug 320,6 MIO € (Vorjahr: 288,3 MIO €). Die Personalquote betrug 25,2 % (Vorjahr: 25,1 %). Wir setzen auf Kontinuität und Stabilität, fördern einen offenen, vertrauensvollen Austausch und wollen weltweit noch stärker als "Global One Company" zusammenwachsen.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 40,1 MIO € (Vorjahr: 37,6 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 627 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 16% der Belegschaft der Werke. Im Geschäftsjahr 2023 präsentieren wir gemeinsam mit unserer Konzernobergesellschaft DMG MORI COMPANY LIMITED 40 Innovationen - davon 15 Weltpremieren, 2 Automationslösungen, 7 digitale Innovationen, 4 Technologiezyklen und 6 DMG MORI Components sowie 6 Neuerungen für noch mehr Nachhaltigkeit.
DMG MORI bietet ganzheitliche, integrierte Lösungen aus einer Hand - dabei immer im Fokus: unsere Kunden. Bei der traditionellen Hausausstellung in Pfronten Anfang des Jahres zeigte DMG MORI neueste Entwicklungen und Innovationen. Unsere über 160 verschiedenen Maschinenmodelle haben wir im ersten Halbjahr mit 8 Weltpremieren erweitert. Vier Beispiele:
CTX 350 - Präzise, effizient und mit vielfältigen Optionen: Durch flüssigkeitsgekühlte Spindelantriebe und Direktmess-Systeme ermöglicht die neue CTX 350 höchste Genauigkeit bei der 6-Seiten-Komplettbearbeitung von 8 % längeren Werkstücken auf 17 % geringerer Aufstellfläche. Eine Vielzahl an Ausstattungsmöglichkeiten erlaubt Kunden die individuelle Anpassung an ihre Bedürfnisse, zum Beispiel mit dem integrierten Werkstückhandling für Bauteile mit einem Durchmesser von unter 100 mm.
DMF 300111 - Die modular aufgebaute und damit hochflexible DMF 300|11 erweitert die Baureihe innovativer Fahrständermaschinen. Der große Arbeitsraum von 3.000mm Länge lässt sich durch eine einfach zu montierende Trennwand unterteilen. Zusammen mit dem innovativen, patentierten Werkzeugwechsler sowie flexiblen Automatisierungslösungen lässt sich die Maschine durch hauptzeitparalleles Rüsten in beiden Arbeitsräumen hocheffizient nutzen. Eine maximale Steifigkeit und Genauigkeit wird durch drei Linearführungen in der X-Achse erreicht.
DMU 40 - Universell, kompakt und leistungsstark: Die DMU 40 ist der perfekte Einstieg in die 5-Achs-Simultanbearbeitung und flexibel automatisierbar, zum Beispiel mit dem Robo2Go Milling, PH 150 oder PH Cell. Mit einer Aufstellfläche von weniger als 5,1 m 2 ist die 5-Achs-Universalmaschine eine der Kompaktesten am Markt. Sie verfügt - u. a. durch Direktantriebe und ein einteiliges Maschinenbett - über höchste Genauigkeit von bis zu 5 pm sowie enorme Dynamik und Produktivität mit Eilgängen von bis zu 30 m/min.
DMU 65 / 75 monoBLOCK 2 nd Gen. - Hochgenau, temperaturstabil und produktiv: Die kompakten und einfach automatisierbaren DMU 65 und 75 monoBLOCK der zweiten Generation vereinen die Erfahrung aus über 6.000 gelieferten Maschinen der monoBLOCK Baureihe mit 30 % höherer volumetrischer Genauigkeit, 20 % besserer Temperaturstabilität und höchster Produktivität durch Integration von Fräsen, Drehen, Schleifen, Verzahnen und Messen auf einer Maschine. Die konsequente Verbindung von Maschinen, Technologien, Anwendern, Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht einen hohen Grad an Prozessintegration für eine ressourcenschonende und effiziente Produktion.
Bei allen Innovationen gilt: Nachhaltigkeit ist Pflicht! Mit GREENMODE erhöhen wir konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen um bis zu 30% im Vergleich zum Vorgängermodell (Scope 3 Downstream). Dafür erhielt die DMG MORI AG Anfang des Jahres als erster Werkzeugmaschinenhersteller in Deutschland das weltweit gültige Zertifikat für Energie- und Medieneffizienz (EME) von der TÜV SÜD Industrie Service GmbH.
Automatisierung ist der Schlüssel für mehr Effizienz, mehr Produktivität, noch schnellere Amortisation - und damit für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden. Unser innovatives Automationsportfolio mit über 50 Produkten umfasst maschinenspezifische, universelle und skalierbare Lösungen bis hin zur DMG MORI Leitrechnertechnologie für das Werkstück-, Paletten- und Werkzeugmanagement. In einer Produktionslinie mit mehreren Maschinen übernimmt der DMG MORI Cell Controller als zentraler Leitrechner das effiziente Werkstück-, Paletten- und Werkzeugmanagement. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen die nahtlose Verbindung zu übergeordneten Planungs- und Steuerungssystemen, wie APS, MES und ERP.
Das laufende Geschäftsjahr steht im Zeichen der EMO - der weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse: Vom 18. bis 23. September zeigen wir als größter Aussteller auf rund 10.000 m 2 eine Vielzahl an Innovationen mit einem hohen Grad an Prozessintegration für eine ressourcenschonende, effiziente Produktion sowie neue, nachhaltige Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen.
Unser Chancen- und Risikomanagement ist ausführlich im Geschäftsbericht 2022 auf den Seiten 81 ff. beschrieben. Weiterhin hat der Russland-Krieg in der Ukraine einen wesentlichen Einfluss auf die Risikolage. Das Gesamtrisiko ist insgesamt leicht zurückgegangen. Wir stufen die Risiken aktuell unverändert als jederzeit beherrschbar ein.
Strategische Chancen sehen wir besonders in unserem Fokus auf technische Innovationen, Prozessintegration und Automatisierung.
Strategische und operative Risiken ergeben sich aus geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine sowie den Spannungen zwischen China und den USA. Als Folge des Krieges in der Ukraine kann es zu einer weiteren Abwertung unserer Vermögenswerte in Russland kommen. Zudem könnten weiter steigende Zinsen die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflussen. Zuletzt konnten wir eine leichte Entspannung bei exogenen Faktoren, wie globalen Lieferengpässen, Materialmangel, der hohen Inflation sowie den hohen Rohstoffkosten beobachten. Hier ist jedoch jederzeit eine erneute Verschärfung möglich. Aus den geopolitischen Unsicherheiten resultierende Produktions-, Einkaufs- und Logistikrisiken können zu Lieferverzögerungen und möglichen Betriebsunterbrechungen führen. Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management der DMG MORI AG identifiziert durch den Einsatz von digitalen Tools frühzeitig Risiken in der Lieferkette und ermöglicht es, geeignete Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Neben unserer bewährten, globalen Double-Sourcing-Strategie ordnen wir die Lieferketten neu und stärken unsere Resilienz durch weiter zunehmende Regionalisierung. Kernkomponenten stellen wir durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her.
2023 bleibt anspruchsvoll - die Weltkonjunktur soll nur gering wachsen. Geopolitische Unsicherheiten, der anhaltende Russland-Krieg in der Ukraine sowie die Spannungen zwischen China und den USA, hohe Inflation sowie steigende Zinsen und damit höhere Finanzierungskosten bei Investitionen belasten nach wie vor die globale Wirtschaft.
Laut Juni-Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) soll die Weltproduktion 2023 lediglich um +2,8 % steigen (März-Prognose: +2,5 %). Nach einem eher verhaltenen Jahresauftakt soll sich die Wachstumsdynamik des internationalen Marktes für Werkzeugmaschinen auch im zweiten Halbjahr weiter abschwächen.
In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics wird ein Wachstum von nur +2,6 % auf 81,5 MRD € erwartet (Vorjahr: +11,6%; 79,4 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit ein Anstieg von +8,2 % prognostiziert. In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit +7,0 % zulegen. Für Japan wird ein Wachstum von +7,6 % prognostiziert. Der Werkzeugmaschinenverbrauch liegt damit in Deutschland und Japan weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Wachstumsprognosen für China sind mit +3,7 % eher moderat, für die USA mit -7,2 % sogar deutlich rückläufig.
Angesichts der schwierigen geopolitischen Lage, hoher Rohstoffpreise sowie einer weiterhin hohen Inflation ist es nicht auszuschließen, dass diese Prognosen in der turnusgemäßen Verbandsprognose im Oktober angepasst werden müssen.
Die DMG MORI AG ist stabil aufgestellt und reagiert schnell sowie agil auf weltweite Veränderungen. Künftig legen wir den Fokus noch stärker auf technologische Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind: Mit unserem Leitbild DMG MORI Machining Transformation (MX) treiben wir die ganzheitliche Prozessintegration, Automatisierung, die digitale Transformation (DX) sowie die grüne Transformation (GX) voran. Wir steigern damit gezielt die Produktivität, Ressourcen- und Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen und eröffnen unseren Kunden ganz neue Möglichkeiten. Bereits zur EMO Hannover (18. - 23.09.2023), der weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse, zeigt DMG MORI u.a. einen umfassenden 13-Punkte-Plan für noch mehr Nachhaltigkeit mit GREENMODE sowie viele weitere Innovationen.
Nach dem stabilen ersten Halbjahr sind wir trotz eines volatilen Marktumfelds zuversichtlich für 2023. Die DMG MORI AG bestätigt daher die Prognosen für das Gesamtjahr: Der Auftragseingang soll rund 2,45 MRD € erreichen. Beim Umsatz rechnen wir mit rund 2,35 MRD €. Beim EBIT gehen wir von rund 170 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 80 MIO € liegen.
(Stand: August 2023)
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld; Entwicklung und Produktion 1)
scrollen
| DREHEN | FRÄSEN | ADVANCED TECHNOLOGIES | DIGITAL SOLUTIONS |
|---|---|---|---|
| GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH (Bielefeld) |
DECKEL MAHO Pfronten GmbH (Pfronten) |
DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH (Pfronten, Idar-Oberstein) |
DMG MORI Digital GmbH (Bielefeld) |
| GILDEMEISTER Italiana S. r.l. (Bergamo / Italien) |
DECKEL MAHO Seebach GmbH (Seebach) |
DMG MORI Additive GmbH (Bielefeld) |
ISTOS GmbH (Düsseldorf) |
| DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu / China) 2) |
|||
| FAMOT Pleszew Sp. z o. o. (Pleszew / Polen) |
GRAZIANO Tortona S. r.l. (Tortona / Italien) |
DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld
scrollen
| DMG MORI DACH 3) |
DMG MORI EMEA 4) |
DMG MORI China |
DMG MORI Services |
scrollen
| DMG MORI Japan |
DMG MORI Asia 6) |
DMG MORI USA |
DMG MORI Americas |
1) Produktionsstopp Februar 2022: Ulyanovsk Machine Tools ooo (Ulyanovsk / Russland)
2) Grand Opening: 4. Quartal 2023
3) Deutschland, Österreich, Schweiz
4) Europe, Middle East, Africa
5) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.
6) inkl. Indien
scrollen
| in MIO € | 2023 | 2022 | Veränderungen 2023 gegenüber 2022 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.188,6 | 93,6 % | 1.123,6 | 97,7 % | 65,0 | 5,8 % |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
75,9 | 6,0 % | 22,4 | 1,9 % | 53,5 | 238,8 % |
| Aktivierte Eigenleistungen | 5,7 | 0,4 % | 4,7 | 0,4 % | 1,0 | 21,3 % |
| Gesamtleistung | 1.270,2 | 100,0 % | 1.150,7 | 100,0 % | 119,5 | 10,4 % |
| Materialaufwendungen | -692,1 | -54,5 % | -622,8 | -54,1 % | -69,3 | 11,1 % |
| Personalaufwendungen | -320,6 | -25,2 % | -288,3 | -25,1 % | -32,3 | 11,2 % |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -148,5 | -11,7 % | -99,2 | -8,6 % | -49,3 | 49,7 % |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -34,5 | -2,7 % | -38,8 | -3,4 % | 4,3 | 11,1 % |
| EBIT | 74,5 | 5,9 % | 101,6 | 8,8 % | -27,1 | 26,7 % |
| Finanzergebnis | 4,1 | 0,3 % | 0,2 | 0,0 % | 3,9 | 1.950,0 % |
| EBT | 78,6 | 6,2 % | 101,8 | 8,8 % | -23,2 | |
| Ertragsteuern | -22,8 | -1,8 % | -30,0 | -2,6 % | 7,2 | |
| EAT | 55,8 | 4,4 % | 71,8 | 6,2 % | -16,0 | |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend |
52,0 | 4,1 % | 67,9 | 5,9 % | -15,9 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 3,8 | 0,3 % | 3,9 | 0,3 % | -0,1 |
scrollen
| in MIO € | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| EAT | 55,8 | 71,8 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 1,6 | 16,2 |
| FVOCI - Eigenkapitalinstrumente - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | -15,4 | 8,9 |
| Ertragsteuern | -0,3 | -5,0 |
| Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -14,1 | 20,1 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -23,9 | 69,4 |
| Anpassung IAS 29 - Hochinflation | 0,0 | 1,9 |
| Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | -0,5 | -0,4 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 0,1 | -0,4 |
| Nettoinvestitionen | 6,6 | -13,2 |
| Ertragsteuern | -2,2 | 0,2 |
| Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -19,9 | 57,5 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -34,0 | 77,6 |
| Gesamtergebnis der Periode | 21,8 | 149,4 |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis | 19,5 | 144,9 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | 2,3 | 4,5 |
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 136,4 | 136,4 | 138,0 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 98,5 | 97,6 | 86,3 |
| Sachanlagen | 505,0 | 496,7 | 497,9 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 46,9 | 46,4 | 40,2 |
| Beteiligungen | 93,7 | 105,9 | 116,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 1,5 | 0,9 | 0,8 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 17,7 | 15,0 | 13,5 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5,9 | 1,4 | 1,5 |
| Latente Steuern | 30,9 | 30,8 | 52,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 936,5 | 931,1 | 946,5 |
| Vorräte | 785,0 | 686,3 | 633,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 148,1 | 160,5 | 193,9 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen | 7,7 | 19,4 | 14,7 |
| Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 548,4 | 655,0 | 512,6 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 0,0 | 0,2 | 0,1 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 15,9 | 15,9 | 18,7 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 43,9 | 41,3 | 53,7 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 107,2 | 137,2 | 132,4 |
| Ertragsteuerforderungen | 2,9 | 2,2 | 3,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 164,2 | 177,4 | 232,1 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 83,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.823,3 | 1.895,4 | 1.879,4 |
| Bilanzsumme | 2.759,8 | 2.826,5 | 2.825,9 |
scrollen
| in MIO € | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 204,9 | 204,9 | 204,9 |
| Kapitalrücklage | 498,5 | 498,5 | 498,5 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 717,8 | 698,3 | 826,3 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | 1.421,2 | 1.401,7 | 1.529,7 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 23,1 | 20,8 | 21,5 |
| Summe Eigenkapital | 1.444,3 | 1.422,5 | 1.551,2 |
| Langfristige Finanzschulden | 17,2 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 34,2 | 30,4 | 28,5 |
| Rückstellungen für Pensionen | 24,4 | 27,0 | 18,1 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 35,2 | 44,3 | 40,4 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen | 5,7 | 6,2 | 4,5 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 5,9 | 5,8 | 4,5 |
| Latente Steuern | 8,5 | 6,5 | 3,4 |
| Langfristige Schulden | 131,1 | 120,2 | 99,4 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 6,2 | 5,7 | 0,0 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 7,6 | 9,9 | 11,5 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 277,5 | 274,4 | 266,8 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | 431,4 | 433,6 | 429,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 229,3 | 176,5 | 172,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen | 3,4 | 7,1 | 2,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 70,5 | 239,5 | 63,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 1,2 | 1,0 | 0,2 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen | 42,4 | 39,8 | 44,0 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen | 15,9 | 15,9 | 18,7 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 25,6 | 25,6 | 29,4 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 51,1 | 34,4 | 36,1 |
| Steuerschulden | 22,3 | 20,4 | 26,4 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 75,0 |
| Kurzfristige Schulden | 1.184,4 | 1.283,8 | 1.175,3 |
| Bilanzsumme | 2.759,8 | 2.826,5 | 2.825,9 |
scrollen
| in MIO € | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 78,6 | 101,8 |
| Ertragsteuern | -22,8 | -30,0 |
| Monetärer Verlust aus der Anwendung von IAS 29 | 1,3 | 0,0 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 34,5 | 38,8 |
| Veränderung der latenten Steuern | -0,8 | -1,9 |
| Veränderung der Rückstellungen | -4,5 | -4,2 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -0,9 | 4,5 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens | 0,0 | -0,1 |
| Erhaltene Dividende | 0,5 | 0,1 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -61,4 | -115,6 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 56,6 | 168,5 |
| 81,1 | 161,9 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0,1 | 0,4 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen | -46,3 | -36,0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -3,2 | -0,9 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 0,1 | 0,0 |
| Einzahlungen aus / Auszahlungen von gewährten Darlehen | 98,6 | -101,1 |
| 49,3 | -137,6 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden | 19,0 | 5,8 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -7,9 | -8,2 |
| Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH | -146,5 | -29,3 |
| -135,4 | -31,7 | |
| Inflationsanpassung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit (IAS 29) |
-2,9 | 0,0 |
| Zahlungswirksame Veränderung | -7,9 | -7,4 |
| Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte | 0,0 | -4,1 |
| Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | -6,9 | 1,7 |
| Auswirkungen von Inflationseffekten auf den Finanzmittelfonds (IAS 29) | 1,6 | 0,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 177,4 | 241,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni | 164,2 | 232,1 |
scrollen
| in MIO € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital |
Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 | 204,9 | 498,5 | 698,3 | 1.401,7 | 20,8 | 1.422,5 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 19,5 | 19,5 | 2,3 | 21,8 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2023 | 204,9 | 498,5 | 717,8 | 1.421,2 | 23,1 | 1.444,3 |
| Stand 01.01.2022 | 204,9 | 498,5 | 681,4 | 1.384,8 | 17,0 | 1.401,8 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 144,9 | 144,9 | 4,5 | 149,4 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2022 | 204,9 | 498,5 | 826,3 | 1.529,7 | 21,5 | 1.551,2 |
Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben
scrollen
| in MIO € | Werkzeug- maschinen |
Industrielle Dienstleistungen |
Corporate Services |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 633,2 | 555,3 | 0,1 | 0,0 | 1.188,6 |
| EBIT | 23,2 | 83,0 | -31,7 | 0,0 | 74,5 |
| Investitionen | 48,6 | 8,9 | 0,4 | 0,0 | 57,9 |
| Mitarbeiter | 4.079 | 2.724 | 113 | 0 | 6.916 |
scrollen
| in MIO € | Werkzeug- maschinen |
Industrielle Dienstleistungen |
Corporate Services |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 584,5 | 539,0 | 0,1 | 0,0 | 1.123,6 |
| EBIT | 36,1 | 82,4 | -16,9 | 0,0 | 101,6 |
| Investitionen | 35,6 | 5,6 | 0,3 | 0,0 | 41,5 |
| Mitarbeiter | 3.855 | 2.770 | 101 | 0 | 6.726 |
Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2022 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2022 im Geschäftsbericht auf Seite 96 ff.) beibehalten. Daneben wurden alle zum 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen berücksichtigt.
Alle ab dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI AG-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Im ersten Halbjahr 2023 war der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen weiterhin von globalen Herausforderungen geprägt. Insbesondere in Europa besteht Zurückhaltung bei der Nachfrage nach Investitionsgütern durch den anhaltenden Russland-Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Folgen. Weitere Faktoren mit Einfluss auf den Geschäftsverlauf waren hohe Rohstoffkosten, eine anhaltend hohe Inflation und steigende Zinsen. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.
Der DMG MORI AG-Konzern umfasste zum 30. Juni 2023 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 79 Unternehmen. Zusätzlich zu der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 68 Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 verringerte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften durch die Liquidation der GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI, Istanbul (Türkei), im Mai 2023 um eine Gesellschaft.
Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland), die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), die DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), die up2parts GmbH, Weiden, die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten), und die CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Diese Gesellschaften werden "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen. Die Anteile an der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, die als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert war, sind im Mai 2023 veräußert worden und ab dem Zeitpunkt der Veräußerung nicht mehr "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 55,8 MIO € um das Ergebnis der Minderheiten in Höhe von 3,8 MIO € reduziert.
Zum 30. Juni 2023 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.
scrollen
| Ergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter |
T€ | 52,0 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien |
Stück | 78.817.994 |
| Ergebnis je Aktie nach IAS 33 | € | 0,66 |
Die untenstehende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten sowie der wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.
Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).
Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2022 im Geschäftsbericht auf Seite 114 f. dargestellt.
Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.
Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2022 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2023 ist unverändert. Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es zum 30. Juni 2023 bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden sowie den sonstigen finanziellen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten. Der Buchwert der lang- und kurzfristigen Finanzschulden beträgt 23,4 MIO €, der beizulegende Zeitwert liegt bei 24,3 MIO €. Der Buchwert der sonstigen finanziellen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte beträgt 24,6 MIO €, der beizulegende Zeitwert liegt bei 25,2 MIO €. Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr nur unwesentliche Effekte.
In Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wurden zum 30. Juni 2023 Nutzungsrechte in Höhe von 47,8 MIO € (31.12.2022: 47,1 MIO €) sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 41,8 MIO € (31.12.2022: 40,3 MIO €) bilanziert. Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 16 sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2022 im Geschäftsbericht auf Seite 104 f. dargestellt.
scrollen
| Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 | 30.06.2023 | 30.06.2022 | 30.06.2023 | 30.06.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Absatzgebiete | ||||||
| Deutschland | 249,6 | 196,9 | 176,9 | 168,9 | 0,0 | 0,0 |
| EU (ohne Deutschland) | 165,7 | 180,6 | 232,6 | 196,8 | 0,0 | 0,0 |
| USA | 1,9 | 3,7 | 10,6 | 8,4 | 0,0 | 0,0 |
| Asien | 167,0 | 154,9 | 107,1 | 125,5 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Länder | 49,0 | 48,4 | 28,1 | 39,4 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 633,2 | 584,5 | 555,3 | 539,0 | 0,0 | 0,0 |
| Wichtigste Produkt- / Dienstleistungslinien | ||||||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 633,2 | 584,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 0,0 | 0,0 | 202,2 | 233,5 | 0,0 | 0,0 |
| Originäres Servicegeschäft | 0,0 | 0,0 | 352,9 | 305,1 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,4 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 633,2 | 584,5 | 555,3 | 539,0 | 0,0 | 0,0 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 633,2 | 584,5 | 555,3 | 539,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 633,2 | 584,5 | 555,3 | 539,0 | 0,1 | 0,1 |
scrollen
| Konzern | ||
|---|---|---|
| in MIO € | 30.06.2023 | 30.06.2022 |
| --- | --- | --- |
| Absatzgebiete | ||
| Deutschland | 426,5 | 365,8 |
| EU (ohne Deutschland) | 398,3 | 377,4 |
| USA | 12,5 | 12,1 |
| Asien | 274,1 | 280,4 |
| Übrige Länder | 77,1 | 87,8 |
| Summe | 1.188,5 | 1.123,5 |
| Wichtigste Produkt- / Dienstleistungslinien | ||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 633,2 | 584,5 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 202,2 | 233,5 |
| Originäres Servicegeschäft | 352,9 | 305,1 |
| Sonstiges | 0,2 | 0,4 |
| Summe | 1.188,5 | 1.123,5 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.188,5 | 1.123,5 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 1.188,6 | 1.123,6 |
Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine wird laufend die Werthaltigkeit von wesentlichen Vermögenswerten, insbesondere der Sachanlagen, bei beiden russischen Tochtergesellschaften überprüft. Der Werthaltigkeitstest wird jeweils auf der Ebene der zwei Tochtergesellschaften in Russland durchgeführt, die nach unserer Einschätzung jeweils eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten darstellen.
Ausgehend von erwarteten Cashflows wurden die durch den Ukraine-Krieg verursachten Unsicherheiten und Risiken bei der Cashflow-Projektion der zu Grunde liegenden russischen Geschäftstätigkeiten in Form mehrerer Szenarien mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Szenarien betreffen erwartete Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung von DMG MORI in Russland.
Weitere Details und Erläuterungen zur Durchführung des Werthaltigkeitstest sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2022 im Geschäftsbericht auf Seite 128 dargestellt.
Auf Basis der Szenarioanalysen ergab sich zum 30. Juni 2023 kein Anpassungsbedarf. Es ergaben sich unverändert Wertminderungen auf Vermögenswerte (Gebäude) in Höhe von insgesamt 10,8 MIO €, die zum 31. Dezember 2022 in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen wurden.
Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern werden gem. IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" umgerechnet. Dies betrifft seit dem Geschäftsjahr 2022 die DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARETVE SERVIS LIMITED SIRKETI mit Sitz in Istanbul (Türkei). Aufgrund der Hochinflation werden die Aktivitäten in der Türkei nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation. Außerdem werden die den geänderten Kaufkraftverhältnissen entsprechenden Aufwands- und Ertragsposten einschließlich des Jahresergebnisses inflationsbereinigt. Die Buchwerte der nicht monetären Bilanzposten sowie die Aufwands- und Ertragsposten der Gesellschaft wurden vor einer Umrechnung in Euro auf Grundlage des Consumer Price Index Turkey (CPI Turkey) zur Messung der Kaufkraft an die in diesem Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen angepasst. Der CPI Turkey lag zum 31. Dezember 2022 bei 1.128 Punkten und am 30. Juni 2023 bei 1.352 Punkten.
Gewinne und Verluste aus der laufenden Hyperinflationierung der nicht monetären Vermögenswerte und Schulden, des Eigenkapitals sowie der Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden in Höhe von -1.323T€ im sonstigen Finanzergebnis erfasst.
Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2023 in Höhe von 21,8 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (55,8 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (-34,0 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern, die erfolgsneutral berücksichtigte Veränderung des beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung sowie die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung verringerten im Wesentlichen das Gesamtergebnis. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahrverteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.
Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 21,8 MIO € auf 1.444,3 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital nahmen um 2,3 MIO € auf 23,1 MIO € zu.
Das Konzernergebnis in Höhe von 55,8 MIO € sowie die erfolgsneutral berücksichtigte Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen erhöhten das Eigenkapital. Zudem führten die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung sowie die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI AG-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen.
In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2022 auf Seite 157 ff. ausführlich erläutert.
Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2022 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2022, differenziert dargestellt.
Die CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten), die up2parts GmbH, Weiden, die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland) sowie die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), und die DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, war bis zum Zeitpunkt des Verkaufs der Anteile als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI AG-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI Europe Holding GmbH ein Darlehen gewährt. Das Darlehen beträgt zum 30.06.2023 inklusive Zinsen 445,7 MIO € (31.12.2022: 540,7 MIO €). Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen.
Die DMG MORI Manufacturing Solutions Pinghu Co., Ltd., Pinghu (China), ein Tochterunternehmen der DMG MORI AG, hat von der DMG MORI (TIANJIN) Manufacturing CO., Ltd., ein sonstiges nahestehendes Unternehmen, ein Darlehen in Höhe von 8,8 MIO € (31.12.2022: 9,4 MIO €) erhalten. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291 ff. AktG zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (beherrschtes Unternehmen).
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag eingetreten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bielefeld, 3. August 2023
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
scrollen
| Vorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Alfred Geißler |
Dipl.-Kfm. Björn Biermann | Michael Horn, M. B.A. |
scrollen
| 25.10.2023 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2023 (1. Januar bis 30. September) |
| 20.03.2024 | Bilanz-Pressekonferenz Veröffentlichung Geschäftsbericht 2023 Analystenkonferenz |
| 25.04.2024 | Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2024 (1. Januar bis 31. März) |
| 30.04.2024 | 122. Hauptversammlung |
Änderungen vorbehalten
Aus Gründen der Nachhaltigkeit bietet die
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Geschäfts- und Zwischenberichte nur
noch digital an. Sämtliche Finanzberichte
stehen zur Verfügung unter:
de.dmgmori-ag.com/investor-relations/finanzberichte
Gerne senden wir Ihnen die PDF-Datei sowie
den Link zum ePaper auch per E-Mail zu.
Bitte teilen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit unter:
[email protected] oder Telefon: + 49 (0) 52 05/74-3005.
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch den Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicherStellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ein verbundenes Unternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i. S. d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.
Gildemeisterstraße 60
D-33689 Bielefeld
Amtsgericht Bielefeld HRB 7144
ISIN: DE0005878003
Telefon: + 49 (0) 52 05 / 74 - 0
Telefax: + 49 (0) 52 05 / 74 - 3273
E-Mail: [email protected]
Global Corporate Communication
Leonie Williams
Telefon: + 49 (0) 52 05 / 74-3005
Telefax: + 49 (0) 52 05 / 74-3081
E-Mail: [email protected]
dmgmori.com
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Zwischenbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Personen des weiblichen, männlichen und diversen Geschlechts gleichermaßen.
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.