Interim / Quarterly Report • Aug 22, 2022
Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 31138264

Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).
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| ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.675,2 | 1.248,7 | 426,5 | 34 % |
| Inland | 500,1 | 382,4 | 117,7 | 31 % |
| Ausland | 1.175,1 | 866,3 | 308,8 | 36 % |
| % Ausland | 70 | 69 | ||
| Umsatz | 1.123,6 | 933,5 | 190,1 | 20 % |
| Inland | 365,9 | 299,4 | 66,5 | 22 % |
| Ausland | 757,7 | 634,1 | 123,6 | 19 % |
| % Ausland | 67 | 68 | ||
| Auftragsbestand * | 1.684,6 | 1.122,9 | 561,7 | 50 % |
| Inland | 594,0 | 449,2 | 144,8 | 32 % |
| Ausland | 1.090,6 | 673,7 | 416,9 | 62 % |
| % Ausland | 65 | 60 | ||
| EBITDA | 140,4 | 74,2 | 66,2 | 89 % |
| EBIT | 101,6 | 42,2 | 59,4 | 141 % |
| EBT | 101,8 | 40,6 | 61,2 | 151 % |
| EAT | 71,8 | 28,3 | 43,5 | 154 % |
| Free Cashflow | 126,3 | 113,2 | 13,1 | 12 % |
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| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 6.726 | 6.821 | -95 | -1 % |
| davon Auszubildende | 166 | 225 | -59 | -26 % |
* Stichtag 30.06.
DMG MORI setzt den Wachstumskurs fort: Nach einem starken ersten Quartal 2022 erzielten wir zum Halbjahr neue Höchstwerte beim Auftragseingang und Free Cashflow - und das bei hoher Volatilität und erschwerten Rahmenbedingungen. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war geprägt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, weltweit gestörte Lieferketten, Materialmangel, hohe Inflation, weiter steigende Preise für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie sowie den Lockdown in Teilen Chinas.
Der Auftragseingang stieg um +34 % auf den Rekordwert von 1.675,2 MIO € (Vorjahr: 1.248,7 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um +20 % auf 1.123,6 MIO € (Vorjahr: 933,5 MIO €). Das EBIT verbesserte sich um +141 % auf 101,6 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €). Die EBIT-Marge verdoppelte sich auf 9,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Der Free Cashflow stieg mit 126,3 MIO € auf ein neues All-time-high (+12 %; Vorjahr: 113,2 MIO €).
Das gute erste Halbjahr zeigt: Unser strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit geht voll auf. DMG MORI richtet sich konsequent zukunftsstark aus. Ganzheitliche Automatisierungs- und durchgängige Digitalisierungslösungen erweitern unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen. Das digitale Subscription-Geschäftsmodell PAYZR für Software-as-a-Service und Equipment-as-a-Service bauen wir weiter aus. Auch auf unserer hybriden Hausausstellung in Pfronten war die Nachfrage nach unseren innovativen Hightech-Produkten und nachhaltigen Technologielösungen hoch.
Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung hebt DMG MORI die Prognose für das Gesamtjahr beim Auftragseingang und Free Cashflow an: Wir planen nunmehr einen Auftragseingang von rund 2,7 MRD € (zuvor: rd. 2,5 MRD €). Der Umsatz soll weiterhin rund 2,3 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir unverändert von rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 150 MIO € liegen (zuvor: rd. 130 MIO €). 2022 bleibt dennoch herausfordernd. Unsere Prognosen stehen weiter unter dem Vorbehalt, dass sich die weltweiten Markt- und Rahmenbedingungen nicht signifikant verändern.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im zweiten Quartal 2022 von großer Unsicherheit geprägt. Der Krieg in der Ukraine belastete die Weltwirtschaft in einer Phase, in der steigende Transportkosten, höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie eine erschwerte Materialversorgung bereits die Inflation in die Höhe trieben. Mit dem erneuten Corona-Ausbruch und damit verbundenen Lockdown in Teilen Chinas verschärften sich die globalen Lieferengpässe weiter und führten - allen voran in Europa - zu einer starken Beeinträchtigung der Produktion.
Die Nachfrage nach Investitionsgütern hat im ersten Halbjahr 2022 erneut zugelegt. Im Gesamtjahr soll sich dieser Trend im weltweiten Markt für Werkzeugmaschinen jedoch deutlich abschwächen.
In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics sind die Auswirkungen der geopolitischen Einflüsse noch unberücksichtigt. Für den Weltverbrauch wird daher noch ein Wachstum um +9,5 % auf 76,6 MRD € erwartet (Vor-Corona-Niveau 2019: 72,8 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit mit einem Anstieg von +17,6 % gerechnet. In Europa soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch mit +14,2 % zulegen. Die Wachstumsprognosen in China (+4,5 %) und den USA (+8,7 %) sind eher moderat. Dagegen ist in Japan mit einem Wachstum von +24,0 % ein starker Aufholeffekt zu beobachten.
Aufgrund der geopolitischen Lage ist eine Korrektur dieser Prognosen in der turnusgemäßen Verbandsprognose im Oktober wahrscheinlich.
Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war weiterhin geprägt durch geopolitische Einflüsse. Globale Liefer- und Materialengpässe, steigende Preise für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie sowie die hohe Inflation, der anhaltende Krieg in der Ukraine und der Lockdown in Teilen Chinas beeinflussten die Nachfrage nach Investitionsgütern.
In diesem herausfordernden Marktumfeld erzielte DMG MORI im zweiten Quartal einen Auftragseingang von 813,6 MIO € und damit das bisher beste zweite Quartal in der Unternehmensgeschichte (+23 %; Vorjahr: 658,9 MIO €). Auch zum Halbjahr verbuchte DMG MORI einen neuen Rekord beim Auftragseingang: Die Bestellungen stiegen um +34 % auf 1.675,2 MIO € (Vorjahr: 1.248,7 MIO €). Damit übertraf der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten nicht nur das Vor-Corona-Niveau 2019 (+19 %; 1.412,3 MIO €), sondern lag sogar +6 % über dem Höchstwert 2018 (1.577,1 MIO €).
Insbesondere das Neumaschinengeschäft verlief mit +36 % erfreulich und spiegelt die verstärkte Nachfrage nach unseren ganzheitlichen und nachhaltigen Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen wider. Auch die traditionelle Hausausstellung in Pfronten war erfolgreich. Dieses Branchen-Highlight fand erstmals für zwei Wochen statt - live und digital.
Im Segment "Werkzeugmaschinen" stiegen die Bestellungen auf 969,4 MIO € (+35 %; Vorjahr: 720,7 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verzeichnete einen Anstieg auf 705,7 MIO € (+34 %; Vorjahr: 527,9 MIO €). Hierin enthalten sind der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft mit 402,1 MIO € (+28 %; Vorjahr: 313,6 MIO €) sowie die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 303,6 MIO € (+42 %; Vorjahr: 213,8 MIO €).
Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich auf 500,1 MIO € (+31 %; Vorjahr: 382,4 MIO €). Die Auslandsbestellungen stiegen auf 1.175,1 MIO € (+36 %; Vorjahr: 866,3 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 70 % (Vorjahr: 69 %).
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um +10 % auf 562,6 MIO € (Vorjahr: 511,9 MIO €). Trotz anhaltend schwieriger Material- und Logistiksituation, die sich durch den Lockdown in Teilen Chinas nochmals verschärfte, erhöhte sich der Umsatz zum Halbjahr um +20 % auf 1.123,6 MIO € (Vorjahr: 933,5 MIO €). Der Anstieg ist auf das gute Neumaschinen- sowie Service- und Ersatzteilgeschäft zurückzuführen. Dank des stabilen, langjährigen Netzwerks zu Partnern und Lieferanten konnte DMG MORI bisher gravierende Produktionsunterbrechungen vermeiden. Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug der Umsatz 584,5 MIO € (+20 %; Vorjahr: 487,9 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 539,0 MIO € (+21 %; Vorjahr: 445,5 MIO €). Davon entfielen 305,1 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+30 %; Vorjahr: 235,4 MIO €) sowie 233,5 MIO € auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (+12 %; Vorjahr: 208,8 MIO €).
Die Inlandsumsätze stiegen um +22 % auf 365,9 MIO € (Vorjahr: 299,4 MIO €). Die Auslandsumsätze nahmen um +19 % auf 757,7 MIO € zu (Vorjahr: 634,1 MIO €). Die Exportquote betrug 67 % (Vorjahr: 68 %).
Der Auftragsbestand erhöhte sich aufgrund der guten Entwicklung beim Auftragseingang zum 30. Juni 2022 auf
1.684.6 MIO € (31.12.2021: 1.208,9 MIO €) - eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich sieben Monaten. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. Längeren Lieferzeiten steuern wir mit gezielten Maßnahmen entgegen, wie der enge, persönliche Austausch zu unseren Partnern und Lieferanten oder die Erweiterung und Optimierung von Montage- und Produktionskapazitäten. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 65 % auf das Ausland (Vorjahr: 60 %).
Die Ertragslage verbesserte sich deutlich: Das EBITDA stieg im zweiten Quartal auf 67,4 MIO € (Vorjahr: 46,5 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um +50 % auf 45,7 MIO € (Vorjahr: 30,4 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr: 5,9 %). Das EBT betrug 45,7 MIO € (Vorjahr: 29,1 MIO €). Das EAT stieg auf 32,2 MIO € (Vorjahr: 20,3 MIO €).
Zum Halbjahr erhöhte sich das EBITDA auf 140,4 MIO € (Vorjahr: 74,2 MIO €). Das EBIT stieg um +141 % auf 101,6 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €). Die EBIT-Marge verdoppelte sich auf 9,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Das EBT verbesserte sich auf 101,8 MIO € (Vorjahr: 40,6 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2022 ein EAT von 71,8 MIO € aus (Vorjahr: 28,3 MIO €).
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verminderte sich um 6,2 MIO € auf 22,4 MIO € (Vorjahr: 28,6 MIO €). Die Gesamtleistung stieg um +19 % auf 1.150,7 MIO € (Vorjahr: 965,1 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 622,8 MIO € (Vorjahr: 542,0 MIO €). Die Materialquote verbesserte sich auf 54,1 % (Vorjahr: 56,2 %). Der Rohertrag erhöhte sich um 104,8 MIO € auf 527,9 MIO € (Vorjahr: 423,1 MIO €). Der Personalaufwand betrug 288,3 MIO € (Vorjahr: 262,3 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung auf 25,1 % (Vorjahr: 27,2 %).
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge betrug 99,2 MIO € (Vorjahr: 86,6 MIO €). Aufgrund unserer Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenoptimierung verbesserte sich der Anteil an der Gesamtleistung auf 8,6 % (Vorjahr: 8,9 %). Die Abschreibungen erhöhten sich auf 38,8 MIO € (Vorjahr: 32,0 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 0,2 MIO € (Vorjahr: -1,6 MIO €). Das EAT stieg auf 71,8 MIO € (Vorjahr: 28,3 MIO €). Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 30,0 MIO € (Vorjahr: 12,3 MIO €).
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| in MIO € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 946,5 | 905,7 | 810,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.879,4 | 1.650,3 | 1.492,8 |
| Eigenkapital | 1.551,2 | 1.401,8 | 1.309,2 |
| Fremdkapital | 1.274,7 | 1.154,2 | 993,9 |
| Bilanzsumme | 2.825,9 | 2.556,0 | 2.303,1 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 269,9 MIO € auf 2.825,9 MIO € (31.12.2021: 2.556,0 MIO €). Die Eigenkapitalquote betrug 54,9 % (31.12.2021: 54,8 %).
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 40,8 MIO € auf 946,5 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 722,2 MIO € (31.12.2021: 690,1 MIO €). Die Finanzanlagen beliefen sich auf 156,3 MIO € (31.12.2021: 146,4 MIO €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 229,1 MIO € auf 1.879,4 MIO € (31.12.2021: 1.650,3 MIO €). Die Vorräte stiegen um 54,8 MIO € auf 633,9 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen zur Absicherung der Materialversorgung um 59,1 MIO € zu auf 338,1 MIO € und die unfertigen Erzeugnisse um 20,1 MIO € auf 147,9 MIO €. Die fertigen Erzeugnisse und Waren verringerten sich um 24,4 MIO € auf 147,9 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich bei einem gestiegenen Umsatzvolumen um 8,0 MIO € auf 194,7 MIO €. Die Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 100,5 MIO € auf 512,6 MIO € (31.12.2021: 412,1 MIO €). Dieser Anstieg resultiert aus einer Erhöhung (+100,0 MIO €) des Darlehens an die DMG MORI GmbH (30.06.2022: 440,0 MIO €). Die flüssigen Mittel beliefen sich auf 232,1 MIO € (31.12.2021: 241,9 MIO €). Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 83,6 MIO € resultieren aus der geplanten Veräußerung von Gesellschaften an die DMG MORI COMPANY LIMITED.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 149,4 MIO € auf 1.551,2 MIO €. Die Eigenkapitalquote lag bei 54,9 % (31.12.2021: 54,8 %). Das Fremdkapital erhöhte sich um 120,5 MIO € auf 1.274,7 MIO € (31.12.2021: 1.154,2 MIO €).
Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um 80,5 MIO € im Wesentlichen aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragseingangs auf 429,3 MIO €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um 37,1 MIO € auf 172,1 MIO € zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 55,9 MIO € auf 63,2 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2021 in Höhe von 29,3 MIO € an die DMG MORI GmbH. Aus der geplanten Veräußerung von Gesellschaften resultieren Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 75,0 MIO €.
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| in MIO € | 2022 1. Halbjahr | 2021 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 161,9 | 128,0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -137,6 | -18,3 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -31,7 | -36,6 |
| Veränderung Zahlungsmittel | -9,8 | 70,2 |
| Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode | 241,9 | 123,5 |
| Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode | 232,1 | 193,7 |
Auch die Finanzlage verlief stabil auf einem hohen Niveau: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich auf 161,9 MIO € (Vorjahr: 128,0 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 101,8 MIO € (Vorjahr: 40,6 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 38,8 MIO € bei (Vorjahr: 32,0 MIO €). Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 99,3 MIO € (Vorjahr: 103,5 MIO €) führte im Wesentlichen zu einer Erhöhung des Cashflows. Eine Reduzierung ergibt sich aus den um 74,9 MIO € gestiegenen Vorräten (Vorjahr: 20,7 MIO €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -137,7 MIO € (Vorjahr: -18,3 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei -36,0 MIO € (Vorjahr: -15,5 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich Einzahlungen in Höhe von 0,4 MIO € (Vorjahr: 0,7 MIO €). Aus der Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI GmbH resultierten Auszahlungen in Höhe von 100,0 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -31,7 MIO € (Vorjahr: -36,6 MIO €). Der Cashflow resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2021 an die DMG MORI GmbH in Höhe von 29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €) sowie Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 8,2 MIO € (Vorjahr: 9,5 MIO €). Der Free Cashflow betrug im zweiten Quartal 70,9 MIO € (-4 %; Vorjahr: 73,6 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Free Cashflow mit 126,3 MIO € auf ein neues All-time-high (+12 %; Vorjahr: 113,2 MIO €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 40,6 MIO € (Vorjahr: 21,0 MIO €). Die darin enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 "Leasingverhältnisse" beliefen sich auf 4,6 MIO € (Vorjahr: 5,5 MIO €). Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 0,9 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €). Damit betrugen die Investitionen insgesamt 41,5 MIO € (Vorjahr: 22,5 MIO €).
Bei DECKEL MAHO in Pfronten haben wir das hochmoderne, automatisierte Logistikzentrum fertiggestellt und in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 8.400 m 2 bündeln wir vier bisher extern gelegene Logistiklager zentral. Innovative Transport- und Automatisierungslösungen ermöglichen eine effiziente und montagefertige Materialbereitstellung bei gleichzeitig kürzeren Transportwegen und weniger Verpackung. 14.000 Regalmeter mit automatisierten und vollständig digitalisierten Abläufen ermöglichen eine nachhaltig optimierte Materialversorgung in weniger als einer Stunde nach Abruf.
In China errichten wir unser neues Produktionswerk DMG MORI Manufacturing Solutions in Pinghu nahe Shanghai. Der Spatenstich des hochautomatisierten und durchgängig digitalisierten, rund 41.000 m 2 großen Produktionswerks für 5-Achs-Fräsmaschinen erfolgte im Dezember 2021. Herzstück wird eine kontinuierliche Fließmontage mit einem fahrerlosen Transportsystem sein. Die Eröffnung ist 2023 geplant.
In unserem bedeutenden Produktions- und Zulieferwerk FAMOT in Pleszew (Polen) haben wir die mechanische Fertigung um zwei DMC 210 U erweitert. Die Bearbeitungszentren aus unserer Portal-Baureihe sind mit unserem Paletten-Rundspeichersystem RPS automatisiert.
Zudem investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen.
Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.
Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".
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| SEGMENT-KENNZAHLEN in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.675,2 | 1.248,7 | 426,5 | 34 % |
| Werkzeugmaschinen | 969,4 | 720,7 | 248,7 | 35 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 705,7 | 527,9 | 177,8 | 34 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0 % |
| Umsatz | 1.123,6 | 933,5 | 190,1 | 20 % |
| Werkzeugmaschinen | 584,5 | 487,9 | 96,6 | 20 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 539,0 | 445,5 | 93,5 | 21 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0 % |
| EBIT | 101,6 | 42,2 | 59,4 | 141 % |
| Werkzeugmaschinen | 36,1 | 18,4 | 17,7 | 96 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 82,4 | 36,5 | 45,9 | 126 % |
| Corporate Services | -16,9 | -12,8 | -4,1 | -32 % |
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| in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 969,4 | 720,7 | 248,7 | 35 % |
| Inland | 288,5 | 227,4 | 61,1 | 27 % |
| Ausland | 680,9 | 493,3 | 187,6 | 38 % |
| % Ausland | 70 | 68 | ||
| Umsatz | 584,5 | 487,9 | 96,6 | 20 % |
| Inland | 196,9 | 160,8 | 36,1 | 22 % |
| Ausland | 387,6 | 327,1 | 60,5 | 18 % |
| % Ausland | 66 | 67 | ||
| Auftragsbestand * | 892,1 | 539,4 | 352,7 | 65 % |
| Inland | 197,0 | 111,7 | 85,3 | 76 % |
| Ausland | 695,1 | 427,7 | 267,4 | 63 % |
| % Ausland | 78 | 79 | ||
| EBIT | 36,1 | 18,4 | 17,7 | 96 % |
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| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 3.855 | 3.908 | -53 | -1 |
| davon Auszubildende | 126 | 189 | -63 | -33 |
* Stichtag 30.06.
Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinen-geschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic / Lasertec) und Additive Manufacturing sowie Digital Solutions.
Der Markt für Werkzeugmaschinen war weiterhin geprägt durch geopolitische Unsicherheiten. Unter erschwerten Rahmenbedingungen konnte DMG MORI den Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" im zweiten Quartal auf 473,5 MIO € steigern (+18 %; Vorjahr: 401,8 MIO €). In den ersten sechs Monaten erhöhten sich die Bestellungen um +35 % auf 969,4 MIO € (Vorjahr: 720,7 MIO €). Im Inland belief sich der Auftragseingang auf 288,5 MIO € (Vorjahr: 227,4 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 680,9 MIO € (Vorjahr: 493,3 MIO €). Wie im Vorjahr entfielen 58 % aller Bestelleingänge auf die "Werkzeugmaschinen". Am 30. Juni 2022 betrug der Auftragsbestand 892,1 MIO € (31.12.2021: 574,3 MIO €).
Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 297,6 MIO € (+12 %; 265,2 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Umsatz um +20 % auf 584,5 MIO € (Vorjahr: 487,9 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 52 % am Umsatz. Das EBIT belief sich auf 36,1 MIO € (Vorjahr: 18,4 MIO €).
Zum 30. Juni 2022 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" 3.855 (31.12.2021: 3.908).
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasst im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs Services. Hier bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Unser Online-Kundenportal my DMG MORI digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation.
Um optimal für die weltweit veränderten Markt- und Rahmenbedingungen aufgestellt zu sein und die Wettbewerbsposition unserer "Global One Company" weiter zu stärken, wurden Vertrieb und Service in Indien zum 1. Juli 2022 neu geordnet. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verantwortet nach wie vor den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie den Wachstumsmarkt China. Die DMG MORI COMPANY LIMITED übernimmt die Mehrheit an der DMG MORI India Pvt. Ltd. und führt neben Japan, Nord- und Südamerika auch den Markt Indien als weiteren Teil Asiens. Details dazu sind im Anhang auf Seite 19 erläutert.
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| SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN" in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 705,7 | 527,9 | 177,8 | 34 % |
| Inland | 211,5 | 154,9 | 56,6 | 37 % |
| Ausland | 494,2 | 373,0 | 121,2 | 32 % |
| % Ausland | 70 | 71 | ||
| Umsatz | 539,0 | 445,5 | 93,5 | 21 % |
| Inland | 168,9 | 138,5 | 30,4 | 22 % |
| Ausland | 370,1 | 307,0 | 63,1 | 21 % |
| % Ausland | 69 | 69 | ||
| Auftragsbestand * | 792,5 | 583,5 | 209,0 | 36 % |
| Inland | 397,0 | 337,5 | 59,5 | 18 % |
| Ausland | 395,5 | 246,0 | 149,5 | 61 % |
| % Ausland | 50 | 42 | ||
| EBIT | 82,4 | 36,5 | 45,9 | 126 % |
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| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 2.770 | 2.831 | -61 | -2 % |
| davon Auszubildende | 40 | 36 | 4 | 11 % |
* Stichtag 30.06.
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der Auftragseingang im zweiten Quartal auf 340,1 MIO € (+32 %; Vorjahr: 257,1 MIO €). Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Auftragseingang um +34 % auf 705,7 MIO € (Vorjahr: 527,9 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft mit 402,1 MIO € (+28 %; Vorjahr: 313,6 MIO €) sowie die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 303,6 MIO € (+42%; Vorjahr: 213,8 MIO €). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen wie im Vorjahr 42 % der Bestellungen im Konzern. Der Auftragsbestand belief sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 792,5 MIO € (31.12.2021: 634,6 MIO €).
Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 265,0 MIO € (+7 %; Vorjahr: 246,7 MIO €). Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz trotz anhaltend schwieriger Material- und Logistiksituation um +21 % auf 539,0 MIO € (Vorjahr: 445,5 MIO €). Davon entfielen 305,1 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+30 %; Vorjahr: 235,4 MIO €) sowie 233,5 MIO € auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (+12 %; Vorjahr: 208,8 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 48 % am Konzernumsatz. Das EBIT lag bei 82,4 MIO € (Vorjahr: 36,5 MIO €).
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 auf 2.770 (31.12.2021: 2.831).
Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -16,9 MIO € (Vorjahr: -12,8 MIO €).
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| in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 0,1 | 0,1 | 0 |
| Umsatz | 0,1 | 0,1 | 0 |
| EBIT | -16,9 | -12,8 | -4,1 |
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| 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter | 101 | 82 | 19 |
Der Erfolg von DMG MORI ist eine außerordentliche Teamleistung unserer hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich täglich mit Leidenschaft und hochqualifiziertem Know-how für unsere Kunden einsetzen. Am 30. Juni 2022 waren 6.726 Mitarbeiter, davon 166 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2021: 6.821). Der Personalaufwand betrug 288,3 MIO € (Vorjahr: 262,3 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 25,1 % (Vorjahr: 27,2 %). DMG MORI steht für eine moderne Unternehmenskultur mit TOP-Werten: Trust, Openness und Passion. Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir daran, unsere Vision zu erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein!
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 37,6 MIO € (Vorjahr: 34,2 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 604 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 16 % der Belegschaft der Werke. Im Geschäftsjahr 2022 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 35 Innovationen - davon 4 Weltpremieren, 7 Automationslösungen, 18 digitale Innovationen inklusive 10 Technologiezyklen sowie 6 DMG MORI Components.
DMG MORI bietet ganzheitliche, integrierte Lösungen aus einer Hand - dabei immer im Fokus: unsere Kunden. Bei der traditionellen Hausausstellung in Pfronten zeigte DMG MORI neueste Entwicklungen und Innovationen erstmals zwei Wochen lang - live und digital. Highlights waren die 2 Weltpremieren, 14 Automationslösungen, innovative digitale Lösungen für die Zukunft der Fertigung sowie unsere einzigartigen DMG MORI-Verzahnungslösungen.
Der anhaltende Trend zu immer komplexeren Werkstücken erfordert vielseitige Fertigungslösungen. Unsere nunmehr 158 verschiedenen Maschinenmodelle haben wir im ersten Halbjahr mit 2 Weltpremieren erweitert:
DMU / DMC 85 H monoBLOCK - das neue, vielseitig automatisierbare universelle Horizontal-Bearbeitungszentrum erweitert die Baureihe und richtet sich insbesondere an Anwender aus den Leitbranchen Aerospace, Die & Mold und Semiconductor. Die Maschine vereint die Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontal-Bearbeitungszentrums.
NTX 500 - das neuste und kompakteste Modell der erfolgreichen Turn & Mill-Baureihe ist mit einer Aufstellfläche von unter 7 m 2 und der neuen compactMASTER-Spindel die ideale Lösung für anspruchsvolle Branchen, wie die Medizintechnik.
Automatisierung ist der Schlüssel für mehr Effizienz, mehr Produktivität, noch schnellere Amortisation - und damit für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden. Unser innovatives Automationsportfolio mit 57 Produkten umfasst maschinenspezifische, universelle und skalierbare Lösungen bis hin zur DMG MORI Leitrechnertechnologie für das Werkstück-, Paletten- und Werkzeugmanagement. Neu ist der Robo2Go Max für Werkstücke bis 115 kg. Die Steuerung erfolgt schnell und einfach über CELOS - ohne Programmierkenntnisse. Damit ist der Robo2Go nun auch für schwere Bauteile die ideale und flexible Lösung für kleine und mittlere Losgrößen. Der neue, hochflexible und kompakte MATRIS Light für Werkstücke bis zu 5 kg lässt sich in weniger als 5 Minuten anbinden, intuitiv bedienen und benötigt als Cobot keinen Schutzzaun. Mit dem neuen PH 50 bietet DMG MORI einen kostengünstigen Einstieg in das Palettenhandling auf nur 2,7 m 2. Der PH Cell 2000 ermöglicht das Handling von jeweils bis zu 2.000 kg auf 21 Paletten und kann dank standardisierter Module variabel angepasst werden. In einer Produktionslinie mit mehreren Maschinen übernimmt der DMG MORI Cell Controller als zentraler Leitrechner das effiziente Werkstück-, Paletten- und Werkzeugmanagement. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen die nahtlose Verbindung zu übergeordneten Planungs- und Steuerungssystemen, wie APS, MES und ERP.

Digitalisierung ist ebenfalls ein strategisch wichtiges Zukunftsfeld, in das wir seit Jahren konsequent investieren. Mit digitalen Angeboten entlang der gesamten Wertschöpfungskette schaffen wir Mehrwerte und stärken unsere Kundenbeziehungen. DMG MORI Tooling beispielsweise erleichtert insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen das Werkzeugmanagement durch eine effiziente Verwaltung der Werkzeugdaten in der Cloud. So steigern wir Prozesssicherheit und Transparenz bei gleichzeitig reduzierten Kosten. Digitale Lösungen, wie unsere inzwischen 62 Technologiezyklen unterstützen unsere Kunden bei der Programmierung ihrer Maschine auf dem Shopfloor. Technologieintegration in Verbindung mit unseren einzigartigen DMG MORI Verzahnungslösungen, wie gearSKIVING, gearMILL und gearBROACHING ermöglichen es, unterschiedlichste Verzahnungen direkt an der Maschine zu programmieren und ohne spezielle Verzahnungsmaschinen zu fertigen.
Technologieführerschaft und Nachhaltigkeit stehen bei DMG MORI im Einklang. Für uns ist eine ressourceneffiziente Maschinenherstellung bereits heute gelebte Realität. Durch den Klima-Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren" hat DMG MORI sowohl einen CO 2-neutralen "Company Carbon Footprint" als auch einen klimaneutralen "Product Carbon Footprint". Dies umfasst direkte und indirekte Emissionen der eigenen Wertschöpfung sowie indirekte Emissionen aus vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette (Scope 1, 2 und 3 Upstream). Alle seit Januar 2021 ausgelieferten Maschinen sind komplett klimaneutral produziert. Von dem international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den TOP 1 % von über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen.

Unser Chancen- und Risikomanagement ist ausführlich im Geschäftsbericht 2021 auf den Seiten 88 ff. beschrieben. Durch den Krieg in der Ukraine haben sich weitere Risiken ergeben. Das Gesamtrisiko stuft DMG MORI aktuell unverändert als jederzeit beherrschbar ein.
Strategische Chancen sehen wir weiterhin in unserem strategischen Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Weitere Chancen erwarten wir durch das neue Produktionswerk in China, dem weltweit größten Markt für Werkzeugmaschinen mit hoher Nachfrage nach Hightech-Maschinen.
Strategische und operative Risiken ergeben sich aus geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Bereits Ende Februar hatte DMG MORI umgehend morgens nach Ausbruch des Krieges - noch vor Erlass der EU-Sanktionen - in Russland sowohl alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten als auch die Produktion in Ulyanovsk gestoppt. Dies umfasste darüber hinaus auch alle Lieferungen von Maschinen, Ersatzteilen, Komponenten und Services nach Russland. Weiterhin beeinträchtigen exogene Faktoren, wie globale Lieferengpässe, Materialmangel sowie die hohe Inflation, steigende Rohstoff- und Energiekosten die Weltwirtschaft und Werkzeugmaschinen-Nachfrage. DMG MORI wäre von einer Gasknappheit direkt nur leicht betroffen, da Erdgas ausschließlich zur Wärmegewinnung genutzt wird. Indirekt wäre DMG MORI aufgrund steigender Produktionskosten bei unseren Lieferanten und dem möglichen Ausfall energieintensiver Zulieferer betroffen. Aus den geopolitischen Unsicherheiten resultierende Produktions-, Einkaufs und Logistikrisiken können zu Lieferverzögerungen und möglichen Betriebsunterbrechungen führen. Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management von DMG MORI identifiziert durch den Einsatz von digitalen Tools frühzeitig Risiken in der Lieferkette und ermöglicht es, geeignete Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Neben unserer bewährten, globalen Double-Sourcing-Strategie ordnen wir die Lieferketten neu und stärken unsere Resilienz durch weiter zunehmende Regionalisierung. Wir handeln in den Märkten für die Märkte. Kernkomponenten stellen wir durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Einhergehend mit den weltweit begrenzten Material- und Logistikkapazitäten ist auch DMG MORI mit steigenden Preisen konfrontiert. Diesem Risiko begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen, Reduktion von Nachlässen sowie moderaten Preisanpassungen und vor allem mit einem strikten Kostenmanagement. Darüber hinaus könnten die aktuell gestiegenen Kreditzinsen die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflussen.
2022 steht weiterhin im Zeichen hoher Volatilität und Unsicherheit - geprägt durch den Krieg in der Ukraine, weltweit gestörte Lieferketten, Materialmangel, hohe Inflation sowie weiter steigende Preise für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie. Hinzu kommen steigende Zinsen, die sich auf die Finanzierung von Investitionsgütern auswirken, sowie ein mögliches Gas-Embargo mit momentan noch nicht abzuschätzenden wirtschaftlichen Folgen für die Industrie.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte in seiner Juni-Prognose die Weltproduktion für 2022 erneut auf nun nur noch +3,0 %. Nach einem starken Jahresauftakt soll sich auch die Wachstumsdynamik des internationalen Marktes für Werkzeugmaschinen im zweiten Halbjahr deutlich abschwächen.
In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics sind die Auswirkungen der geopolitischen Einflüsse noch unberücksichtigt. Für den Weltverbrauch wird daher noch ein Wachstum um +9,5 % auf 76,6 MRD € erwartet (Vor-Corona-Niveau 2019: 72,8 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit ein Anstieg von +17,6 % erwartet. In Europa soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch mit +14,2 % zulegen. Die Wachstumsprognosen in China (+4,5 %) und den USA (+8,7 %) sind eher moderat. Dagegen ist in Japan mit einem Wachstum von +24,0 % ein starker Aufholeffekt zu beobachten.
Aufgrund der geopolitischen Lage ist eine Korrektur dieser Prognosen in der turnusgemäßen Verbandsprognose im Oktober wahrscheinlich.
DMG MORI profitiert von seiner konsequenten Umsetzung des strategischen Dreiklangs aus Automation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Unsere weltweite Präsenz stärken wir mit einem neuen Produktionswerk in China. Ganzheitliche Automatisierungs- und durchgängige Digitalisierungslösungen erweitern unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen. Das digitale Subscription-Geschäftsmodell PAYZR für Software-as-a-Service und Equipment-as-a-Service bauen wir weiter aus.
Fortschritt durch nachhaltige Technologie - dafür steht DMG MORI. Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein! Wir stärken unsere Kunden - in Fertigung und Digitalisierung! Das ist unser Vision-Mission-Statement. Mit unserem globalen Footprint, den weitreichenden Service-Angeboten sowie Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen bieten wir alles integriert, durchgängig und nachhaltig aus einer Hand - weltweit! Mit unseren TOP-Werten, einer exzellenten Mannschaft, unseren geschätzten Kunden und starken Partnern werden wir uns weiter zukunftsstark ausrichten.
Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung hebt DMG MORI die Prognose für das Gesamtjahr beim Auftragseingang und Free Cashflow an: Wir planen nunmehr einen Auftragseingang von rund 2,7 MRD € (zuvor: rd. 2,5 MRD €). Der Umsatz soll weiterhin rund 2,3 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir unverändert von rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 150 MIO € liegen (zuvor: rd. 130 MIO €). 2022 bleibt dennoch herausfordernd. Unsere Prognosen stehen weiter unter dem Vorbehalt, dass sich die weltweiten Markt- und Rahmenbedingungen nicht signifikant verändern.

1) Produktionsstart 2022
2) Deutschland, Österreich, Schweiz
3) Europe, Middle East, Africa
4) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.
5) inkl. Indien
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| 1. HALBJAHR 2022 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2022 | 2021 | Veränderungen 2022 gegenüber 2021 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.123,6 | 97,7 % | 933,5 | 96,7 % | 190,1 | 20,4 % |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 22,4 | 1,9 % | 28,6 | 3,0 % | -6,2 | 21,7 % |
| Aktivierte Eigenleistungen | 4,7 | 0,4 % | 3,0 | 0,3 % | 1,7 | 56,7 % |
| Gesamtleistung | 1.150,7 | 100,0 % | 965,1 | 100,0 % | 185,6 | 19,2 % |
| Materialeinsatz | -622,8 | -54,1 % | -542,0 | -56,2 % | -80,8 | 14,9 % |
| Rohertrag | 527,9 | 45,9 % | 423,1 | 43,8 % | 104,8 | 24,8 % |
| Personalaufwendungen | -288,3 | -25,1 % | -262,3 | -27,2 % | -26,0 | 9,9 % |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -99,2 | -8,6 % | -86,6 | -8,9 % | -12,6 | 14,5 % |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -38,8 | -3,4 % | -32,0 | -3,3 % | -6,8 | 21,3 % |
| EBIT | 101,6 | 8,8 % | 42,2 | 4,4 % | 59,4 | 140,8 % |
| Finanzergebnis | 0,2 | 0,0 % | -1,6 | -0,2 % | 1,8 | 112,5 % |
| EBT | 101,8 | 8,8 % | 40,6 | 4,2 % | 61,2 | |
| Ertragsteuern | -30,0 | -2,6 % | -12,3 | -1,3 % | -17,7 | |
| EAT | 71,8 | 6,2 % | 28,3 | 2,9 % | 43,5 | |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend | 67,9 | 5,9 % | 27,4 | 2,8 % | 40,5 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 3,9 | 0,3 % | 0,9 | 0,1 % | 3,0 |
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| 1. HALBJAHR 2022 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| EAT | 71,8 | 28,3 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 16,2 | 2,6 |
| FVOCI - Eigenkapitalinstrumente - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | 8,9 | 9,2 |
| Ertragsteuern | -5,0 | -0,8 |
| Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 20,1 | 11,0 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 69,4 | 9,0 |
| Anpassung Hochinflation | 1,9 | 0,0 |
| Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | -0,4 | 0,2 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | -0,4 | -0,1 |
| Nettoinvestitionen | -13,2 | 0,4 |
| Ertragsteuern | 0,2 | 0,0 |
| Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 57,5 | 9,5 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 77,6 | 20,5 |
| Gesamtergebnis der Periode | 149,4 | 48,8 |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis | 144,9 | 47,5 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | 4,5 | 1,3 |
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| in MIO € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 138,0 | 138,1 | 138,0 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 86,3 | 83,3 | 80,0 |
| Sachanlagen | 497,9 | 468,7 | 450,6 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 40,2 | 39,7 | 38,4 |
| Beteiligungen | 116,1 | 106,7 | 34,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 0,8 | 0,7 | 3,5 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 13,5 | 11,0 | 7,2 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1,5 | 2,3 | 1,3 |
| Latente Steuern | 52,2 | 55,2 | 57,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 946,5 | 905,7 | 810,3 |
| Vorräte | 633,9 | 579,1 | 559,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 193,9 | 202,0 | 170,7 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen | 14,7 | 17,2 | 21,4 |
| Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 512,6 | 412,1 | 407,5 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 0,1 | 0,1 | 0,0 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 18,7 | 22,4 | 18,0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 53,7 | 40,7 | 41,4 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 132,4 | 129,9 | 72,6 |
| Ertragsteuerforderungen | 3,7 | 4,9 | 2,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 232,1 | 241,9 | 193,7 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 83,6 | 0,0 | 5,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.879,4 | 1.650,3 | 1.492,8 |
| Bilanzsumme | 2.825,9 | 2.556,0 | 2.303,1 |
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| in MIO € | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 204,9 | 204,9 | 204,9 |
| Kapitalrücklage | 498,5 | 498,5 | 498,5 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 826,3 | 681,4 | 590,2 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | 1.529,7 | 1.384,8 | 1.293,6 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 21,5 | 17,0 | 15,6 |
| Summe Eigenkapital | 1.551,2 | 1.401,8 | 1.309,2 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 28,5 | 31,0 | 32,3 |
| Rückstellungen für Pensionen | 18,1 | 34,9 | 36,7 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 40,4 | 47,8 | 41,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 0,0 | 0,3 | 0,3 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen | 4,5 | 5,7 | 7,0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,1 | 0,4 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 4,5 | 3,3 | 2,3 |
| Latente Steuern | 3,4 | 2,6 | 2,6 |
| Langfristige Schulden | 99,4 | 125,7 | 122,9 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 11,5 | 14,1 | 15,8 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 266,8 | 265,2 | 241,4 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen | 429,3 | 348,8 | 259,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 172,1 | 134,7 | 143,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen | 2,6 | 2,2 | 0,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 63,2 | 119,1 | 78,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 0,2 | 1,2 | 1,1 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen | 44,0 | 39,6 | 33,2 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen | 18,7 | 22,4 | 18,0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 29,4 | 20,0 | 23,5 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 36,1 | 35,9 | 38,0 |
| Steuerschulden | 26,4 | 25,3 | 16,2 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte | 75,0 | 0,0 | 0,8 |
| Kurzfristige Schulden | 1.175,3 | 1.028,5 | 871,0 |
| Bilanzsumme | 2.825,9 | 2.556,0 | 2.303,1 |
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| 1. HALBJAHR 2022 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 101,8 | 40,6 |
| Ertragsteuern | -30,0 | -12,3 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 38,8 | 32,0 |
| Veränderung der latenten Steuern | -1,9 | 1,2 |
| Veränderung der Rückstellungen | -4,2 | 16,7 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 4,5 | 0,4 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens und der available-for-sale Vermögenswerte | -0,1 | -0,6 |
| Erhaltene Dividende | 0,1 | 0,1 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -115,6 | -24,5 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 168,5 | 74,4 |
| 161,9 | 128,0 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0,4 | 0,7 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen | -36,0 | -15,5 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -0,9 | -2,5 |
| Auszahlungen von / Einzahlungen aus gewährten Darlehen | -101,1 | -1,0 |
| -137,6 | -18,3 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden | 5,8 | 0,0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -8,2 | -9,5 |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH | -29,3 | -27,1 |
| -31,7 | -36,6 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | -7,4 | 73,1 |
| Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte | -4,1 | -3,7 |
| Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | 1,7 | 0,8 |
| Zahlungsmittel und ZahLungsmitteLäquivaLente zum 1. Januar | 241,9 | 123,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni | 232,1 | 193,7 |
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| in MIO € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzern- Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2022 | 204,9 | 498,5 | 681,4 | 1.384,8 | 17,0 | 1.401,8 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 144,9 | 144,9 | 4,5 | 149,4 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2022 | 204,9 | 498,5 | 826,3 | 1.529,7 | 21,5 | 1.551,2 |
| Stand 01.01.2021 | 204,9 | 498,5 | 542,3 | 1.245,7 | 13,8 | 1.259,5 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 47,5 | 47,5 | 1,2 | 48,7 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,6 | 1,0 |
| Stand 30.06.2021 | 204,9 | 498,5 | 590,2 | 1.293,6 | 15,6 | 1.309,2 |
Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben
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| 1. HALBJAHR 2022 in MIO € | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 584,5 | 539,0 | 0,1 | 0,0 | 1.123,6 |
| EBIT | 36,1 | 82,4 | -16,9 | 0,0 | 101,6 |
| Investitionen | 35,6 | 5,6 | 0,3 | 0,0 | 41,5 |
| Mitarbeiter | 3.855 | 2.770 | 101 | 0 | 6.726 |
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| 1. HALBJAHR 2021 in MIO € | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 487,9 | 445,5 | 0,1 | 0,0 | 933,5 |
| EBIT | 18,4 | 36,5 | -12,8 | 0,1 | 42,2 |
| Investitionen | 17,1 | 4,9 | 0,5 | 0,0 | 22,5 |
| Mitarbeiter | 3.855 | 2.754 | 84 | 0 | 6.693 |
Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2021 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2021 im Geschäftsbericht auf Seite 105 ff.) beibehalten. Durch die Einordnung der Türkei als Hochinflationsland seit Juni 2022 fand erstmals der IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" Anwendung. Daneben wurden alle zum 1. Januar 2022 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen berücksichtigt.
Alle ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Im ersten Halbjahr 2022 war der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen weiterhin durch globale Liefer- und Materialengpässe sowie steigende Preise für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie gekennzeichnet. Weitere Faktoren mit Einfluss auf den Geschäftsverlauf waren die hohe Inflation, der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie die Corona-Pandemie. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.
Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2022 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 82 Unternehmen. Zusätzlich zu der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 71 Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 veränderte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht.
Im März hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH zusammen mit einem Kooperationspartner die CCP Services GmbH mit Sitz in Mühlheim an der Ruhr gegründet. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hält 45 % der Anteile an der CCP Services GmbH. Die Gesellschaft wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und at equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland), die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), die SparePartsNow GmbH, Aachen, die up2parts GmbH, Weiden, die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten) und die CCP Services GmbH, Mühlheim an der Ruhr, als assoziierte Unternehmen klassifiziert sowie die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als Gemeinschaftsunternehmen. Diese Gesellschaften werden at equity in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 71,8 MIO € um das Ergebnis der Minderheiten in Höhe von 3,9 MIO € reduziert.
Zum 30. Juni 2022 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.
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| Ergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | T€ | 67.897 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien | Stück | 78.817.994 |
| Ergebnis je Aktie nach IAS 33 | € | 0,86 |
Die untenstehende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten sowie der wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.
Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).
Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2021 im Geschäftsbericht auf Seite 122 dargestellt.
DMG MORI hat bei der Überprüfung des erzielbaren Betrags für zwei Solarparks zum 30. Juni 2022 eine Wertaufholung von insgesamt 5,3 MIO € identifiziert, die sich insbesondere aus gestiegenen Strompreisen ergibt. Der erzielbare Betrag der beiden Anlagen lag bei 8,1 MIO €. Der Betrag wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt und in den Segmenten "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" ausgewiesen. Der zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor vor Steuern betrug 4,6 % bzw. 7,6 %.
Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.
Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2021 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2022 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es nicht. Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr nur unwesentliche Effekte.
Zum 1. Juli 2022 wurden 100 % der Anteile an der DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, an ein Tochterunternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan), veräußert. Zusätzlich wurden 1 % der Anteile an der DMG MORI India Pvt. Ltd., Bangalore (Indien) an die DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan), veräußert. Dem Verkauf lagen externe Bewertungsgutachten zugrunde, die Verträge wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Damit hält die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 49 % an der DMG MORI India Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), und bilanziert diese ab diesem Zeitpunkt at equity.
Zum 30. Juni 2022 wurden daher alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der beiden betroffenen Gesellschaften gemäß IFRS 5 in der Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte" dargestellt.
In Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wurden zum 30. Juni 2022 Nutzungsrechte in Höhe von 47,4 MIO € (31.12.2021: 45,9 MIO €) sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 40,0 MIO € (31.12.2021: 45,1 MIO €) bilanziert. Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 16 sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2021 im Geschäftsbericht auf Seite 113 f. dargestellt.
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| AUFGLIEDERUNG VON ERLÖSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | 30.06.2021 | 30.06.2022 | 30.06.2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Absatzgebiete | ||||||
| Deutschland | 196,9 | 160,8 | 168,9 | 138,5 | 0,0 | 0,0 |
| EU (ohne Deutschland) | 180,6 | 147,3 | 196,8 | 162,2 | 0,0 | 0,0 |
| USA | 3,7 | 7,1 | 8,4 | 4,3 | 0,0 | 0,0 |
| Asien | 154,9 | 124,7 | 125,5 | 112,3 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Länder | 48,4 | 48,0 | 39,4 | 28,2 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 584,5 | 487,9 | 539,0 | 445,5 | 0,0 | 0,0 |
| Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien | ||||||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 584,5 | 487,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 0,0 | 0,0 | 233,5 | 208,8 | 0,0 | 0,0 |
| Originäres Servicegeschäft | 0,0 | 0,0 | 305,1 | 235,4 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 1,3 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 584,5 | 487,9 | 539,0 | 445,5 | 0,0 | 0,0 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 584,5 | 487,9 | 539,0 | 445,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 584,5 | 487,9 | 539,0 | 445,5 | 0,1 | 0,1 |
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| AUFGLIEDERUNG VON ERLÖSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN | Konzern | |
|---|---|---|
| in MIO € | 30.06.2022 | 30.06.2021 |
| --- | --- | --- |
| Absatzgebiete | ||
| Deutschland | 365,8 | 299,3 |
| EU (ohne Deutschland) | 377,4 | 309,5 |
| USA | 12,1 | 11,4 |
| Asien | 280,4 | 237,0 |
| Übrige Länder | 87,8 | 76,2 |
| Summe | 1.123,5 | 933,4 |
| Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien | ||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 584,5 | 487,9 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 233,5 | 208,8 |
| Originäres Servicegeschäft | 305,1 | 235,4 |
| Sonstiges | 0,4 | 1,3 |
| Summe | 1.123,5 | 933,4 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.123,5 | 933,4 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 1.123,6 | 933,5 |
Als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine hatte DMG MORI -umgehend nach Ausbruch des Krieges und noch vor Erlass der Sanktionen - im Februar 2022 entschieden, in Russland sowohl alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten als auch die Produktion zu stoppen. Dies betrifft die Ulyanovsk Machine Tools ooo in Ulyanovsk, die DMG MORI Rus ooo in Moskau sowie alle Lieferungen von Maschinen, Ersatzteilen, Komponenten und Services nach Russland.
Die Vermögenswerte von DMG MORI in Russland betrugen zum 30. Juni 2022 rund 6 % der Konzernbilanzsumme.
Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde zum 30. Juni 2022 die Werthaltigkeit von wesentlichen Vermögenswerten, insbesondere der Sachanlagen, bei den russischen Tochtergesellschaften überprüft. Dazu wurden die auf den letztjährigen Unternehmensplanungen basierenden Zahlungsmittelflüsse an aktuelle Annahmen angepasst.
Diese Annahmen betreffen vor allem die erwarteten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung von DMG MORI in Russland durch die Einstellung der Geschäftsaktivitäten und die Sanktionen sowie mögliche Enteignungen.
Ausgehend von den verwendeten Zahlungsmittelflüssen zum 31. Dezember 2021 wurden unterschiedliche Szenarien angenommen, die die verschiedenen Annahmen und deren Folgen berücksichtigten. Anschließend wurde für jedes Szenario eine separate Wertermittlung vorgenommen, die jeweils mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet wurde. Die daraus resultierenden Ertragswerte wurden dann zu jeweils einem Erwartungswert verdichtet. Die so ermittelten Erwartungswerte sind von hoher Unsicherheit und Subjektivität geprägt, bilden nach unserer Einschätzung aber einen Anhaltspunkt für die Werthaltigkeit der wesentlichen Vermögenswerte.
Des Weiteren wurden die zum 30. Juni 2022 verwendeten Kapitalkosten (WACC) für die Überprüfung der Werthaltigkeit an die aktuelle Entwicklung angepasst und um 4,4 Prozentpunkte auf durchschnittlich 20,4 % gegenüber dem 31. Dezember 2021 erhöht; dabei wurden abhängig vom Zeitraum unterschiedlich hohe Inflationszuschläge bei der Ermittlung der Kapitalkosten verwendet.
Auf Basis der Szenarioanalysen sind zum 30. Juni 2022 Wertminderungen auf Vermögenswerte (Gebäude) in Höhe von insgesamt 4,1 MIO € erfasst worden, die in der Gewinn-und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" berücksichtigt wurden.
Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern werden gem. IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" umgerechnet. Dies betrifft im Geschäftsjahr 2022 erstmalig die DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI mit Sitz in Istanbul (Türkei). Aufgrund der Hochinflation werden die Aktivitäten in der Türkei nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungsund Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation. Außerdem werden die den geänderten Kaufkraftverhältnissen entsprechenden Aufwands- und Ertragsposten einschließlich des Jahresergebnisses inflations-bereinigt. Die Buchwerte der nicht monetären Bilanzposten sowie die Aufwands- und Ertragsposten der Gesellschaft wurden vor einer Umrechnung in Euro auf Grundlage des Consumer Price Index Turkey (CPI Turkey) zur Messung der Kaufkraft an die in diesem Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen angepasst. Der Preisindex lag am 1. Januar 2021 bei 114,57, am 31. Dezember 2021 bei 155,91 und am 30. Juni 2022 bei 221,92.
Aus der Anpassung der Eröffnungsbilanz des Tochterunternehmens zum 1. Januar 2022 sowie der Schlussbilanz zum 30. Juni 2022 ergab sich ein Effekt in Höhe von 0,7 MIO € bzw. 1,2 MIO €, der jeweils ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt wurde.
Der sich aus der Indizierung zum 30. Juni 2022 ergebende Verlust aus der Nettoposition von monetären Posten in Höhe von -0,6 MIO € wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2022 in Höhe von 149,4 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (71,8 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (77,6 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern, die erfolgsneutral berücksichtigte Veränderung des beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung sowie die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung erhöhten im Wesentlichen das Gesamtergebnis. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.
Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 149,4 MIO € auf 1.551,2 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital nahmen um 4,5 MIO € auf 21,5 MIO € zu.
Das Konzernergebnis in Höhe von 71,8 MIO € sowie die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen erhöhten das Eigenkapital. Zudem führten die erfolgsneutral berücksichtigte Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen sowie die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung zu einer Erhöhung des Eigenkapitals.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen.
In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2021 auf Seite 163 ff. ausführlich erläutert.
Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2021 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2021, differenziert dargestellt.
Die CCP Services GmbH, Mühlheim an der Ruhr, die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions, Kairo (Ägypten), die SparePartsNow GmbH, Aachen, die up2parts GmbH, Weiden, die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland) sowie die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert, die DMG MORI HEITEC GmbH als Gemeinschaftsunternehmen. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH ein Darlehen gewährt. Im zweiten Quartal ist das Darlehen um 100,0 MIO € auf 440,0 MIO € erhöht worden (31.12.2021: 340,0 MIO €). Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die Konditionen sind unverändert. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen.
Die DMG MORI Manufacturing Solutions Pinghu Co., Ltd., Pinghu (China) ein Tochterunternehmen der DMG MORI AG, hat von der DMG MORI (TIANJIN) Manufacturing CO., Ltd., ein sonstiges nahestehendes Unternehmen, ein Darlehen in Höhe von 9,9 MIO € (31.12.2021: 4,1 MIO €) erhalten. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291ff. AktG zwischen der DMG MORI GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (beherrschtes Unternehmen).
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag eingetreten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bielefeld, 4. August 2022
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
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| Vorsitzender | ||
| Dipl.-Kfm. Christian Thönes | Dipl.-Kfm. Björn Biermann | Michael Horn, M.B.A. |
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch der Entwicklung in der Ukraine oder den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von derDMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.
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