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DMG MORI AG

Interim / Quarterly Report Jul 26, 2018

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Interim / Quarterly Report

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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Zwischenbericht zum 30. Juni 2018

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erzielte erneut Rekordwerte- und damit das beste erste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte. Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Der Auftragseingang stieg um 14 % auf 1.577,1 MIO € (Vorjahr: 1.384,2 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um 10 % auf 1.215,1 MIO € (Vorjahr: 1.108,0 MIO €). Das EBIT belief sich auf 93,0 MIO € (+20 %; Vorjahr: 77,6 MIO €). Der Free Cashflow verbesserte sich um 90,9 MIO € auf 67,2 MIO € (Vorjahr: -23,7 MIO €).

DMG MORI entwickelt sich weiter positiv - technologisch, strukturell und kulturell. Dynamik und Exzellenz prägen das laufende Geschäftsjahr.

technologisch: Dynamisch treiben wir unsere fünf Zukunftsfelder voran. Bestehendes und Bewährtes optimieren wir nachhaltig auf Exzellenz. Wir investieren gezielt in unsere Produktionskapazitäten in Polen und Pfronten mit hochmodernen Technologie- und Solution Centern sowie neuen Montage- und Logistikflächen.
strukturell: Mit Dr. Masahiko Mori als neuem Aufsichtsratsvorsitzenden und Michael Horn als weiterem Vorstandsmitglied haben wir uns nachhaltig verstärkt, um gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern aktiv die Zukunft zu gestalten.
kulturell: Durch das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zur "Global One Company" sind wir gut aufgestellt für sich verändernde Marktbedingungen.

Agil und flexibel. Global und gemeinsam.

Die Weltwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen sollen im Jahr 2018 weiterhin wachsen - jedoch mit geringerer Dynamik aufgrund geopolitischer Unsicherheiten. Den Auftragseingang planen wir daher nach der im ersten Quartal erfolgten Erhöhung der Prognose unverändert mit rund 2,7 MRD €. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hebt DMG MORI die Ziele für Umsatz, EBIT und Free Cashflow im Gesamtjahr an: Beim Umsatz rechnen wir nunmehr mit rund 2,55 MRD € (zuvor: rd. 2,45 MRD €). Beim EBIT erwarten wir rund 200 MIO € nach zuvor rund 180 MIO €. Beim Free Cashflow gehen wir derzeit von rund 125 MIO € aus (zuvor: rd. 100 MIO €).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

1. Halbjahr 2018

Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

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in MIO € 30.06.2018 30.06.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Auftragseingang 1.577,1 1.384,2 192,9 14 %
Inland 453,2 416,8 36,4 9 %
Ausland 1.123,9 967,4 156,5 16 %
% Ausland 71 70
Umsatz 1.215,1 1.108,0 107,1 10 %
Inland 384,8 339,2 45,6 13 %
Ausland 830,3 768,8 61,5 8 %
% Ausland 68 69
Auftragsbestand 1.658,5 1.186,0 472,5 40 %
Inland 522,9 424,6 98,3 23 %
Ausland 1.135,6 761,4 374,2 49 %
% Ausland 68 64
EBITDA 120,5 107,3 13,2 12 %
EBIT 93,0 77,6 15,4 20 %
EBT 92,3 75,2 17,1 23 %
EAT 64,7 52,0 12,7 24 %
Free Cashflow 67,2 -23,7 90,9 384 %

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30.06.2018 31.12.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Mitarbeiter 7.310 7.101 209 3 %
davon Auszubildende 343 359 -16 -4 %

AUFTRAGSEINGANG

in MIO €

UMSATZ

in MIO €

EBIT

in MIO €

MITARBEITER

inkl. Auszubildende

KONZERN-

ZWISCHENLAGEBERICHT

1. Halbjahr 2018

KONZERNSTRUKTUR // DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 umfasste der DMG MORI-Konzern zum 30. Juni 2018 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unverändert 86 Unternehmen. Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im Anhang auf Seite 18.

CORPORATE SERVICES

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld

WERKZEUGMASCHINEN

GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld; Entwicklung und Produktion

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DREHEN FRÄSEN ADVANCED TECHNOLOGIES DIGITAL SOLUTIONS
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH (Bielefeld) DECKEL MAHO Pfronten GmbH (Pfronten) SAUER GmbH (Pfronten, Idar-Oberstein) DMG MORI Software Solutions GmbH (Pfronten)
GRAZIANO Tortona S.r.l. (Tortona / Italien) DECKEL MAHO Seebach GmbH (Seebach) REALIZER GmbH (Bielefeld, Borchen) ISTOS GmbH (Düsseldorf)
GILDEMEISTER Italiana S.p.A. (Bergamo / Italien) WERKBLIQ GmbH (Bielefeld)
FAMOT Pleszew Sp. z o.o. (Pleszew / Polen) Ulyanovsk Machine Tools ooo (Ulyanovsk / Russland)

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

DMG MORI Management GmbH, Bielefeld; Vertrieb und Services

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VERTRIEB UND SERVICES ENERGY SOLUTIONS
DMG MORI Deutschland DMG MORI EMEA DMG MORI China DMG MORI Indien DMG MORI Services GILDEMEISTER energy solutions GmbH (Würzburg)

Märkte der DMG MORI COMPANY LIMITED

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DMG MORI

Japan*
DMG MORI

Asia*
DMG MORI

USA*
DMG MORI

Americas*

* Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.

Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im zweiten Quartal 2018 langsamer gewachsen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr auf 3,8 %. Deutschland und der Euroraum verloren aufgrund des Handelsstreits mit den USA, der Aufwertung des Euros sowie gestiegenen Ölpreisen an Dynamik. Japan und die USA entwickeln sich weiterhin positiv.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll weiterhin wachsen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose von einem Anstieg des Weltverbrauchs um +5,9 % auf 75,2 MRD € aus - ungeachtet der sich abzeichnenden Abkühlung der Weltwirtschaft. Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit noch ein Wachstum von 6,7 % prognostiziert. In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit +8,0% am stärksten zunehmen.

In den asiatischen Märkten soll der Verbrauch um +5,2 % wachsen. Für Amerika wird ein Verbrauch von +6,0 % erwartet.

Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Mit Blick auf das makroökonomische Umfeld gehen wir davon aus, dass die derzeitige Zuwachsrate von +5,9 % für das Jahr 2018 moderater ausfallen wird.

Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar, Yen und Rubel, gegenüber dem Renminbi verlor er an Wert.

Geschäftsentwicklung

AUFTRAGSEINGANG

Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal auf 755,3 MIO € (+9 %; Vorjahr: 690,3 MIO €). Damit lagen die Bestellungen zum dritten Mal in einem Quartal über 700 MIO €. Hierzu trug auch die erfolgreiche Hausausstellung Bielefeld bei.

Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Auftragseingang um 14 % auf 1.577,1 MIO € (Vorjahr: 1.384,2 MIO €). Damit erzielten wir beim Auftragseingang das bisher beste erste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte. Im Segment "Werkzeugmaschinen" nahmen die Bestellungen um 6 % auf 878,0 MIO € zu (Vorjahr: 825,8 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 699,0 MIO € (+25 %; Vorjahr: 558,3 MIO €). Davon entfielen 631,7 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 528,8 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 453,2 MIO € (Vorjahr: 416,8 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.123,9 MIO € (Vorjahr: 967,4 MIO €). Damit belief sich der Auslandsanteil auf 71 % (Vorjahr: 70 %).

AUFTRAGSEINGANG // 1. Halbjahr

in MIO €

UMSATZ // 1. Halbjahr

in MIO €

UMSATZ

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 633,3 MIO € (+10 %; Vorjahr: 574,1 MIO €).

Zum Halbjahr nahm der Umsatz um 10 % auf 1.215,1 MIO € zu und erreichte damit einen neuen Höchstwert (Vorjahr: 1.108,0 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz um 42,2 MIO € auf 654,5 MIO € (Vorjahr: 612,3 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 560,5 MIO € (Vorjahr: 495,6 MIO €).

Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 8 % auf 830,3 MIO € (Vorjahr: 768,8 MIO €). Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 384,8 MIO € (+13 %; Vorjahr: 339,2 MIO €). Die Exportquote betrug 68 % (Vorjahr: 69 %).

AUFTRAGSBESTAND

Der Auftragsbestand betrug am 30. Juni 2018 im Konzern 1.658,5 MIO € (31.12.2017: 1.309,1 MIO €). Durch den hohenAuftragsbestand und die sehr hohe Auslastung in den Produktionswerken bestehen aktuell längere Lieferzeiten. Mit verstärkten Maßnahmen zur Flexibilität und stabilen Geschäftsbeziehungen zu unseren Partnern und Lieferanten steuern wir dieser Entwicklung gezielt entgegen. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 68 % auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 64 %).

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Ertragslage entwickelte sich weiter positiv. Im zweiten Quartal erreichte das EBITDA 65,9 MIO € (Vorjahr: 58,6 MIO €). Das EBIT belief sich auf 52,0 MIO € (Vorjahr: 43,3 MIO €) und das EBT stieg auf 52,0 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €). Das EAT betrug 36,4 MIO € (Vorjahr: 29,2 MIO €).

Zum Halbjahr erzielte der DMG MORI-Konzern neue Höchstwerte: Das EBITDA verbesserte sich auf 120,5 MIO € (+12 %; Vorjahr: 107,3 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um 20 % auf 93,0 MIO € (Vorjahr: 77,6 MIO €). Das EBT stieg um 23 % auf 92,3 MIO € (Vorjahr: 75,2 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2018 ein EAT von 64,7 MIO € aus (Vorjahr: 52,0 MIO €).

Der Umsatz nahm um 107,1 MIO € auf 1.215,1 MIO € (Vorjahr: 1.108,0 MIO €) zu. Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich um 59,5 MIO € auf 72,3 MIO € (Vorjahr: 12,8 MIO €). Die Gesamtleistung stieg um 164,7 MIO € auf 1.290,6 MIO € (Vorjahr: 1.125,9 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 720,0 MIO € (Vorjahr: 590,8 MIO €). Die Materialquote erhöhte sich insbesondere aufgrund des Bestandsaufbaus auf 55,8 % (Vorjahr: 52,5 %). Der Rohertrag stieg um 35,5 MIO € auf 570,6 MIO € (Vorjahr: 535,1 MIO €). Der Personalaufwand betrug 290,5 MIO € (Vorjahr: 272,0 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,5 % (Vorjahr: 24,2 %).

Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge lag bei 159,6 MIO € (Vorjahr: 155,8 MIO €). Die Abschreibungen reduzierten sich auf 27,5 MIO € (Vorjahr: 29,7 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,7 MIO € auf -0,7 MIO € (Vorjahr: -2,4 MIO €) €). Das EAT erreichte 64,7 MIO € (Vorjahr: 52,0 MIO €). Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 27,6 MIO € (Vorjahr: 23,2 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 29,9 % (Vorjahr: 30,9 %).

VERMÖGENSLAGE

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in MIO € 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017
Langfristige Vermögenswerte 733,9 737,0 815,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.616,4 1.504,3 1.258,6
Eigenkapital 1.216,4 1.164,6 1.209,3
Fremdkapital 1.133,9 1.076,7 864,7
Bilanzsumme 2.350,3 2.241,3 2.074,0

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 109,0 MIO € auf 2.350,3 MIO € (31.12.2017: 2.241,3 MIO €).

Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte leicht um 3,1 MIO € auf 733,9 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen lagen bei 617,9 MIO € (31.12.2017: 630,7 MIO €). Die Finanzanlagen betrugen 50,4 MIO € (31.12.2017: 47,3 MIO €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 112,1 MIO € auf 1.616,4 MIO € (31.12.2017: 1.504,3 MIO €). Die Vorräte stiegen um 108,4 MIO € auf 656,1 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 39,1 MIO € auf 246,9 MIO € zu. Die unfertigen Erzeugnisse erhöhten sich um 68,3 MIO € auf 213,3 MIO €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Vorleistungen für den geplanten Umsatz im zweiten Halbjahr. Die fertigen Erzeugnisse und Waren betrugen 178,3 MIO € (31.12.2017: 181,9 MIO €). Die Umschlaghäufigkeit der Vorräte betrug 3,7 (Vorjahreszeitraum: 4,2).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich trotz eines gestiegenen Umsatzvolumens um 20,5 MIO € auf 218,1 MIO €. Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 142,3 MIO € auf 349,3 MIO € (Vorjahr: 207,0 MIO €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Darlehens um 150,0 MIO € an die DMG MORI GmbH. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbesserte sich auf 7,7 (Vorjahr: 8,4). Die flüssigen Mittel betrugen 209,7 MIO € (31.12.2017: 363,4 MIO €).

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 51,8 MIO € auf 1.216,4 MIO €. Die Eigenkapitalquote betrug 51,8 % (31.12.2017: 52,0 %). Das Fremdkapital erhöhte sich um 57,2 MIO € auf 1.133,9 MIO € (31.12.2017: 1.076,7 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen stiegen um 98,9 MIO € auf 389,1 MIO € und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 40,1 MIO € auf 209,9 MIO €. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 111,8 MIO € auf 95,3 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2017 an die DMG MORI GmbH.

CASHFLOW

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2018 2017
in MIO € 1. Halbjahr 1. Halbjahr
--- --- ---
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 92,1 -11,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -155,3 7,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -89,4 -189,7
Veränderung Zahlungsmittel -153,7 -195,4
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 363,4 396,7
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 209,7 201,3

Neben der guten Ertragslage hat sich auch die Finanzlage positiv entwickelt: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich um 103,1 MIO € auf 92,1 MIO € (Vorjahr: -11,0 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 92,3 MIO € (Vorjahr: 75,2 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 27,5 MIO € bei (Vorjahr: 29,7 MIO €). Insbesondere der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 98,9 MIO € (Vorjahr: 30,4 MIO €) führte zu einer Erhöhung des Cashflows. Zu einer Reduzierung des Cashflows führte der Anstieg der Vorräte um 113,3 MIO € (Vorjahr: 30,1 MIO €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -155,3 MIO € (Vorjahr: +7,0 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei -27,1 MIO € (Vorjahr: -16,7 MIO €). Unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird die Auszahlung für die Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI GmbH von -150,0 MIO € ausgewiesen. Aus dem Verkauf von Tochterunternehmen ergaben sich in Summe Einzahlungen in Höhe von 21,4 MIO € (Vorjahr: +19,7 MIO €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -89,4 MIO € (Vorjahr: -189,7 MIO €) und resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2017 an die DMG MORI GmbH in Höhe von -89,9 MIO €.

Der Free Cashflow verbesserte sich um 90,9 MIO € auf 67,2 MIO € (Vorjahr: -23,7 MIO €). Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zurückzuführen, der sich von -11,0 MIO € um 103,1 MIO € auf 92,1 MIO € verbesserte.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen wie geplant im ersten Halbjahr 25,6 MIO € (Vorjahr: 16,7 MIO €). Der Fokus unserer Investitionen liegt auf dem Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Pleszew (Polen) und Pfronten sowie der Stärkung unseres Zukunftsfelds Digitalisierung.

Bei FAMOT in Pleszew vergrößern wir bis Mitte 2019 insbesondere die Bereiche Montage, Fertigung und Logistik um insgesamt 22.000 m2 . Bereits am 8. Oktober eröffnen wir eine neue 7.000 m2 große Montagehalle. Zudem haben wir mit dem Bau einer hochmodernen 6.000 m2 großen Produktionshalle für die Fertigung von XXL-Komponenten begonnen.

Auch an unserem Produktionsstandort bei DECKEL MAHO Pfronten werden wir ein hochmodernes Technologie- und Solution Center errichten sowie die Montage und den Logistikbereich ausbauen. Das Grand Opening soll im Januar 2021 anlässlich der traditionellen Hausausstellung und dem 100-jährigen Firmenjubiläum stattfinden.

SEGMENTBERICHT

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

SEGMENT-KENNZAHLEN

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in MIO € 30.06.2018 30.06.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Auftragseingang 1.577,1 1.384,2 192,9 14 %
Werkzeugmaschinen 878,0 825,8 52,2 6 %
Industrielle Dienstleistungen 699,0 558,3 140,7 25 %
Corporate Services 0,1 0,1 0 0 %
Umsatz 1.215,1 1.108,0 107,1 10 %
Werkzeugmaschinen 654,5 612,3 42,2 7 %
Industrielle Dienstleistungen 560,5 495,6 64,9 13 %
Corporate Services 0,1 0,1 0 0 %
EBIT 93,0 77,6 15,4 20 %
Werkzeugmaschinen 55,4 49,4 6,0 12 %
Industrielle Dienstleistungen 51,7 44,4 7,3 16 %
Corporate Services -13,9 -15,9 2,0 13 %

WERKZEUGMASCHINEN

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions.

Der Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug im zweiten Quartal 411,4 MIO € (Vorjahr: 403,8 MIO €). In den ersten sechs Monaten stiegen die Bestellungen um 52,2 MIO € bzw. 6 % auf auf 878,0 MIO € (Vorjahr: 825,8 MIO €). Während sich im Inland der Auftragseingang um 10 % auf 253,2 MIO € erhöhte (Vorjahr: 231,1 MIO €), stieg er im Ausland um 5 % auf 624,8 MIO € (Vorjahr: 594,7 MIO €). 56 % aller Bestelleingänge entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 60 %). Am 30. Juni 2018 betrug der Auftragsbestand 996,6 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 700,0 MIO €).

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 20,1 MIO € auf 343,1 MIO € (Vorjahresquartal: 323,0 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Umsatz um 42,2 MIO € bzw. 7 % auf 654,5 MIO € (Vorjahr: 612,3 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 54 % am Umsatz (Vorjahr: 55 %). Das EBIT erreichte 55,4 MIO € (Vorjahr: 49,4 MIO €).

Zum 30. Juni 2018 hat sich die Anzahl der Mitarbeiter mit 4.008 im Vergleich zum Jahresende 2017 (3.875) erhöht. Die Anpassung der Personalzahl resultiert insbesondere aus Neueinstellungen in unserem Produktionswerk FAMOT sowie in unseren strategischen Zukunftsfeldern.

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"

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in MIO € 30.06.2018 30.06.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Auftragseingang 878,0 825,8 52,2 6 %
Inland 253,2 231,1 22,1 10 %
Ausland 624,8 594,7 30,1 5 %
% Ausland 71 72
Umsatz 654,5 612,3 42,2 7 %
Inland 199,1 182,4 16,7 9 %
Ausland 455,4 429,9 25,5 6 %
% Ausland 70 70
Auftragsbestand 996,6 700,0 296,6 42 %
Inland 247,5 161,7 85,8 53 %
Ausland 749,1 538,3 210,8 39 %
% Ausland 75 77
EBIT 55,4 49,4 6,0 12 %

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| | 30.06.2018 | 31.12.2017 | Veränderungen 2018 gegenüber 2017 | | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mitarbeiter | 4.008 | 3.875 | 133 | | 3 % |
| davon Auszubildende | 245 | 276 | -31 | | -11 % |

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

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in MIO € 30.06.2018 30.06.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Auftragseingang 699,0 558,3 140,7 25 %
Inland 199,9 185,6 14,3 8 %
Ausland 499,1 372,7 126,4 34 %
% Ausland 71 67
Umsatz 560,5 495,6 64,9 13 %
Inland 185,6 156,7 28,9 18 %
Ausland 374,9 338,9 36,0 11 %
% Ausland 67 68
Auftragsbestand 661,9 486,0 175,9 36 %
Inland 275,4 262,9 12,5 5 %
Ausland 386,5 223,1 163,4 73 %
% Ausland 58 46
EBIT 51,7 44,4 7,3 16 %

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30.06.2018 31.12.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Mitarbeiter 3.220 3.142 78 2 %
davon Auszubildende 98 83 15 18 %

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

Das Segment "industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen.

Der Auftragseingang im Segment "Industrielle Dienstleistungen" nahm im zweiten Quartal um 57,4 MIO € bzw. 20 % auf 343,9 MIO € (Vorjahr: 286,5 MIO €) zu. Der Anteil der Services betrug 321,0 MIO € (Vorjahr: 272,9 MIO €). Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang um 140,7 MIO € bzw. 25 % auf 699,0 MIO MIO € (Vorjahr: 558,3 MIO €). Im Bereich Services betrug der Auftragseingang 631,7 MIO € (Vorjahr: 528,8 MIO €). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 44 % der Bestellungen im Konzern (Vorjahr: 40 %). Der Auftragsbestand betrug zum Ende des ersten Halbjahres 661,9 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 486,0 MIO €).

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 39,1 MIO € bzw. 16 % auf 290,2 MIO € (Vorjahr: 251,1 MIO €). Der Anteil der Services betrug 287,8 MIO € (Vorjahr:235,3 MIO €).

Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz des Segments um 64,9 MIO € bzw. 13 % auf 560,5 MIO € (Vorjahr: 495,6 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services betrug 554,6 MIO € (Vorjahr: 460,6 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 46 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 45 %). Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten bei 51,7 MIO € (Vorjahr: 44,4 MIO €).

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des ersten Halbjahres 2018 bei 3.220 (31.12.2017: 3.142). Die gestiegene Personalzahl resultiert in erster Linie aus Neueinstellungen von Service-Mitarbeitern im In- und Ausland.

CORPORATE SERVICES

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -13,9 MIO € (Vorjahr: -15,9 MIO €).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"

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in MIO € 30.06.2018 30.06.2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Auftragseingang 0,1 0,1 0 0 %
Umsatz 0,1 0,1 0 0 %
EBIT -13,9 -15,9 2,0 13 %

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30.06.2018 31.12.2017 2018 Veränderungen gegenüber 2017
Mitarbeiter 82 84 -2 -2 %

MITARBEITER

Am 30. Juni 2018 waren 7.310 Mitarbeiter, davon 343 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2017: 7.101). Der Personalaufbau erfolgte insbesondere bei den Service-Mitarbeitern im In- und Ausland. Zudem haben wir unsere Produktionskapazitäten bei FAMOT in Pleszew sowie unsere strategischen Zukunftsfelder - vor allem die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING - personell gestärkt. Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 4.309 Mitarbeiter (59 %) bei unseren inländischen und 3.001 Mitarbeiter (41 %) bei den ausländischen Gesellschaften. Die Personalquote verbesserte sich auf 22,5 % (Vorjahr: 24,2 %). Der Personalaufwand belief sich auf 290,5 MIO € (Vorjahr: 272,0 MIO €).

AKTIE

Der Aktienkurs der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT lag zu Beginn des zweiten Quartals bei 47,40 € (03. 04. 2018) und schloss am 29. Juni 2018 mit 46,70 €.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 28,2 MIO € (Vorjahr: 25,3 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 572 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 15 % der Belegschaft der Werke.

Im Geschäftsjahr 2018 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED insgesamt 11 Weltpremieren. Auf internationalen Messen und unseren Traditions-Hausaustellungen in Pfronten und Bielefeld zeigten wir bisher sieben Weltpremieren und viele weitere Innovationen aus den fünf strategischen Zukunftsfeldern: Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products (DMQP). Diese Zukunftsfelder treiben wir dynamisch voran.

Für den einfachen Einstieg in die digitale Fabrik vernetzt der IoTconnector sowohl Neumaschinen als auch bereits beim Kunden installierte DMG MORI Maschinen mit CELOS. Mit den zwei neuen Technologiezyklen "TCC - Tool Control Center" und "VCS Complete" bieten wir inzwischen 30 digitale Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung. Die DMG MORI Technologiezyklen steigern Qualität, Produktivität, Transparenz und Prozesssicherheit in der Fertigung und sorgen für bis zu 60 % Zeitersparnis - ein echter Mehrwert für den Bediener in der täglichen Anwendung.

Im Bereich Automatisierung überzeugt der Robo2Go der 2. Generation durch hohe Flexibilität und einfache Programmierung: Neue Werkstücke können in unter 15 Minuten schnell und effizient angelernt werden. Darüber hinaus sind erste Automatisierungslösungen von DMG MORI HEITEC erfolgreich beim Kunden in Betrieb.

Im Technologiebereich Drehen bietet das Turn & Mill-Bearbeitungszentrum NTX 300011500 höchste Prozessstabilität und einen großzügigen Arbeitsraum bei einer Stellfläche von nur 16,5 m2 . Beim Fräsen haben wir unsere Erfahrung aus über 10.000 vertikalen Bearbeitungszentren in die neue DMC 1850 V einfließen lassen. Die Maschine überzeugt durch höchste Dynamik und verfügt über speed MASTER-Spindeln mit einer Drehzahl von bis zu 20.000 U/min.

Beim ADDITIVE MANUFACTURING ermöglicht die LASERTEC 30 SLM der 2. Generation hochpräzise generative Fertigung. Ihr flexibles nochmals weiterentwickeltes Pulvermodul rePLUG ermöglicht einen kontaminationsfreien Wechsel des Pulvers in weniger als zwei Stunden. Die Qualität der gefertigten Bauteile wurde u. a. durch einen optimierten Gasstrom nochmals erhöht. Als offenes System lassen sich alle Parameter der Maschine individuell anpassen. CELOS stellt dabei die einfache und durchgängige Bedienung sicher: von der CAM-Programmierung bis zur Maschinensteuerung.

Service-Exzellenz forcieren wir mit dem neuen NETservice. Zusammen mit der SERVICEcamera sorgt er für noch mehr Kundennähe und Effizienz und setzt neue Maßstäbe für Remote-Services. Mit WERKBLiQ bieten wir außerdem eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess einfach, effizient und transparentmiteinan der vernetzt werden. Damit wird der Service-Prozess maßgeblich beschleunigt.

Mit der "First Quality"-Offensive setzt DMG MORI neue Benchmarks: Seit Jahresbeginn gilt für alle Motorspindeln der MASTER-Serie eine Gewährleistung von 36 Monaten - ohne Stundenbegrenzung.

Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung unseres Chancen- und Risikomanagements ist ausführlich im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 64 ff. beschrieben. Die Aussagen hierzu sind im Wesentlichen unverändert. Ergänzende Risiken können sich zudem aus den derzeitigen geopolitischen Unsicherheiten ergeben. Mehrere Indikatoren weisen darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft aufgrund des USA-Handelsstreits, der Euro-Aufwertung und gestiegener Ölpreise spürbar eintrüben könnte. Eine nachlassende gesamtwirtschaftliche Wachstumsdynamik kann sich auf die Entwicklung des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs auswirken. DMG MORI könnte von dieser Tendenz betroffen sein.

Chancen können sich ergeben durch Innovationen aus den strategischen Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und den DMG MORI Qualified Products (DMQP) sowie durch die gezielte Erweiterung unserer Produktionskapazitäten.

Ausblick

Die Weltwirtschaft soll im Jahr 2018 trotz anhaltender politischer Unsicherheiten weiterhin wachsen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr auf 3,8 %. Deutschland und Europa werden ihren Wachstumskurs mit gedämpfter Dynamik fortsetzen. Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt um 2,1 % in den Euroländern und um 2,0 % in Deutschland zunehmen wird. Asien wird mit einem konstanten Wachstum von voraussichtlich 6,5 % die wachstumsstärkste Region sein. In den USA soll sich die positive konjunkturelle Entwicklung fortsetzen. Nach IfW-Schätzungen wird das Bruttoinlandsprodukt um 2,8 % wachsen.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll weiterhin wachsen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose von einem Anstieg des Weltverbrauchs um +5,9 % auf 75,2 MRD € aus - ungeachtet der sich abzeichnenden Abkühlung der Weltwirtschaft. Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Mit Blick auf das makroökonomische Umfeld gehen wir davon aus, dass die derzeitige Zuwachsrate von +5,9 % für das Jahr 2018 moderater ausfallen wird.

KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen sollen im Jahr 2018 weiterhin wachsen -jedoch mit geringerer Dynamik aufgrund geopolitischer Unsicherheiten. Den Auftragseingang planen wir daher nach der im ersten Quartal erfolgten Erhöhung der Prognose unverändert mit rund 2,7 MRD €. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hebt DMG MORI die Ziele für Umsatz, EBIT und Free Cashflow im Gesamtjahr an: Beim Umsatz rechnen wir nunmehr mit rund 2,55 MRD € (zuvor: rd. 2,45 MRD €). Beim EBIT erwarten wir rund 200 MIO € nach zuvor rund 180 MIO €. Beim Free Cashflow gehen wir derzeit von rund 125 MIO € aus (zuvor: rd. 100 MIO €).

DMG MORI entwickelt sich positiv - technologisch, strukturell und kulturell. Dynamik und Exzellenz prägen das laufende Geschäftsjahr. Dynamisch treiben wir unsere Zukunftsfelder voran. Bestehendes und Bewährtes optimieren wir nachhaltig auf Exzellenz. Auf der AMB in Stuttgart (18.-22.9.2018) können sich Kunden und Interessierte von unserer Innovationskraft und unseren durchgängigen Digitalisierungslösungen überzeugen.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. HALBJAHR 2018 (01.01. - 30.06.)

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen 2018 gegenüber 2017
Umsatzerlöse 1.215,1 94,2 % 1.108,0 98,4 % 107,1 9,7 %
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 72,3 5,6 % 12,8 1,1 % 59,5 464,8 %
Aktivierte Eigenleistungen 3,2 0,2 % 5,1 0,5 % -1,9 37,3 %
Gesamtleistung 1.290,6 100,0 % 1.125,9 100,0 % 164,7 14,6 %
Materialeinsatz -720,0 -55,8 % -590,8 -52,5 % -129,2 21,9 %
Rohertrag 570,6 44,2 % 535,1 47,5 % 35,5 6,6 %
Personalaufwendungen -290,5 -22,5 % -272,0 -24,2 % -18,5 6,8 %
Übrige Aufwendungen und Erträge -159,6 -12,4 % -155,8 -13,8 % -3,8 2,4 %
Abschreibungen -27,5 -2,1 % -29,7 -2,6 % 2,2 7,4 %
EBIT 93,0 7,2 % 77,6 6,9 % 15,4 19,8 %
Finanzergebnis -0,7 -0,1 % -2,4 -0,2 % 1,7 70,8 %
EBT 92,3 7,1 % 75,2 6,7 % 17,1
Ertragsteuern -27,6 -2,1 % -23,2 -2,1 % -4,4
EAT 64,7 5,0 % 52,0 4,6 % 12,7
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 65,1 5,0 % 51,1 4,5 % 14,0
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend -0,4 0,0 % 0,9 0,1 % -1,3

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. HALBJAHR 2018 (01.01. - 30.06.)

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in MIO € 2018 2017
EAT 64,7 52,0
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0,0 0,0
Ertragsteuern 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0,0 0,0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -12,3 -10,1
Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten -0,7 1,0
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 0,2 1,0
Nettoinvestitionen -0,7 1,3
Ertragsteuern 0,2 -0,6
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -13,3 -7,4
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -13,3 -7,4
Gesamtergebnis der Periode 51,4 44,6
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 51,9 44,4
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -0,5 0,2

Konzernbilanz

AKTIVA

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in MIO € 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017
Geschäfts- oder Firmenwerte 139,4 139,4 137,9
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 48,7 51,3 58,3
Sachanlagen 429,8 440,0 465,1
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 48,3 45,2 46,4
Beteiligungen 2,1 2,1 21,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,3 0,8 0,8
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11,4 5,9 9,4
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3,4 2,4 17,6
Latente Steuern 50,5 49,9 58,1
Langfristige Vermögenswerte 733,9 737,0 815,4
Vorräte 656,1 547,7 528,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 217,8 237,8 204,8
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 18,1 16,0 9,7
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 349,3 207,0 172,7
Forderungen gegen Beteitigungsunternehmen 0,1 0,0 0,5
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 16,3 0,0 0,0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 61,7 72,8 70,7
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 85,7 58,1 61,2
Ertragsteuerforderungen 1,6 1,5 7,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 209,7 363,4 201,3
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0,0 0,0 2,2
Kurzfristige Vermögenswerte 1.616,4 1.504,3 1.258,6
Bilanzsumme 2.350,3 2.241,3 2.074,0

PASSIVA

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in MIO € 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 204,9 204,9 204,9
Kapitalrücklage 498,5 498,5 498,5
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 510,6 458,1 502,8
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.214,0 1.161,5 1.206,2
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 2,4 3,1 3,1
Summe Eigenkapital 1.216,4 1.164,6 1.209,3
Langfristige Finanzschulden 35,0 35,0 38,7
Rückstellungen für Pensionen 43,4 44,6 45,9
Andere langfristige Rückstellungen 45,5 43,2 39,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,3 0,0 0,0
Vertragliche Schuld 0,7 0,0 0,0
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9,3 9,5 9,6
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3,1 3,9 3,6
Latente Steuern 2,7 1,8 3,4
Langfristige Schulden 141,0 138,0 140,7
Kurzfristige Finanzschulden 5,5 11,5 8,1
Steuerrückstellungen 15,7 15,2 27,8
Andere kurzfristige Rückstellungen 179,8 183,2 168,6
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 389,1 290,2 188,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 208,6 169,8 204,2
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 3,7 2,3 1,3
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 95,3 207,1 68,9
Vertragliche Schuld 16,8 0,0 0,0
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 16,3 0,0 0,0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19,1 10,7 10,1
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 43,0 48,7 46,5
Kurzfristige Schulden 992,9 938,7 724,0
Bilanzsumme 2.350,3 2.241,3 2.074,0

Konzern-Kapitalflussrechnung

1. HALBJAHR 2018 (01.01. - 30.06.)

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in MIO € 2018 2017
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern (EBT) 92,3 75,2
Ertragsteuern -27,6 -23,2
Abschreibungen 27,5 29,7
Veränderung der latenten Steuern 0,7 0,1
Veränderung der Rückstellungen 5,0 -20,6
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1,5 2,3
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -119,2 -56,9
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 114,9 -17,6
92,1 -11,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 2,2 4,0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen -27,1 -16,7
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen -1,5 -23,7
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 0,0 43,4
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,3 0,0
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 21,4 0,0
Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen -150,0 0,0
-155,3 7,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden 0,5 -5,1
Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen 0,0 -143,5
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -89,9 -41,1
-89,4 -189,7
Zahlungswirksame Veränderung -152,6 -193,7
Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds -1,1 -1,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 363,4 396,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 209,7 201,3

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in MIO € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen* Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzern

Eigenkapital
Stand 01.01.2018 204,9 498,5 458,1 1.161,5 3,1 1.164,6
Effekte durch Änderungen der Bilanzierungsmethoden 0,0 0,0 -1,2 -1,2 -0,2 -1,4
Stand 01.01.2018 angepasst 204,9 498,5 456,9 1.160,3 2,9 1.163,2
Gesamtergebnis 0,0 0,0 51,9 51,9 -0,5 51,4
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 1,8 1,8 0,0 1,8
Stand 30.06.2018 204,9 498,5 510,6 1.214,0 2,4 1.216,4
Stand 01.01.2017 204,9 498,5 444,4 1.147,8 39,9 1.187,7
Gesamtergebnis 0,0 0,0 44,4 44,4 0,2 44,6
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 14,0 14,0 -37,0 -23,0
Stand 30.06.2017 204,9 498,5 502,8 1.206,2 3,1 1.209,3

* angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15

Konzern-Segmentberichterstattung

Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben

1. HALBJAHR 2018

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in MIO € Werkzeugmaschinen Industrielle

Dienstleistungen
Corporate

Services
Überleitung Konzern
Umsatz 654,5 560,5 0,1 0,0 1.215,1
EBIT 55,4 51,7 -13,9 -0,2 93,0
Investitionen 22,8 2,2 0,9 0,0 25,9
Mitarbeiter 4.008 3.220 82 0 7.310

1. HALBJAHR 2017

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in MIO € Werkzeugmaschinen Industrielle

Dienstleistungen
Corporate

Services
Überleitung Konzern
Umsatz 612,3 495,6 0,1 0,0 1.108,0
EBIT 49,4 44,4 -15,9 -0,3 77,6
Investitionen 14,0 2,0 0,7 0,0 16,7
Mitarbeiter 3.686 3.102 82 0 6.870

Ausgewählte Anhangangaben zum Konzernzwischenabschluss

ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2017 im Geschäftsbericht auf Seite 96 ff.) beibehalten, mit Ausnahme der Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften. Alle zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen wurden berücksichtigt.

Insbesondere die Änderungen des IFRS 9 "Finanzinstrumente" und des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" haben Auswirkungen auf die Berichterstattung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und werden im Folgenden erläutert. Alle anderen ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHFRIFTEN

IFRS 9 - Finanzinstrumente

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, der das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, und die Eigenschaften ihrer Cashflows berücksichtigt.

Der Standard eliminiert die bisherigen Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit gehalten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Die drei neuen Einstufungskategorien im IFRS 9 sind: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI).

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle". Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Es besteht ein Wahlrecht diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. DMG MORI hat beschlossen, das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerte anzuwenden.

Für IFRS 9 hat DMG MORI von der Ausnahme Gebrauch gemacht, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderung der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst.

Die Anwendung von IFRS 9 hat zu folgenden Anpassungen der Bilanzwerte zum 1. Januar 2018 geführt:

Zusätzliche Wertminderung zum 1. Januar 2018

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in T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen (nach Steuern) -344
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2
Summe -346

Anpassung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2018

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in T€
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen (nach Steuern) -345
Nicht beherrschende Anteile -1
Verringerung des Eigenkapitals -346

Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,01 % und 1,24 %.

Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des "General Approach" wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Auch für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften wendet DMG MORI seit dem 1. Januar 2018 den IFRS 9 an. Im Wesentlichen können die Sicherungsbeziehungen im Hedge Accounting weitergeführt werden. DMG MORI wendet die "Spot-to-Spot-Methode" an. Die Effekte aus der Forward-Komponente werden erfolgswirksam erfasst. Insgesamt hat die Anwendung der Änderungen des IFRS 9 nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften bei DMG MORI. Weitere Erläuterungen zur Erstanwendung des IFRS 9 sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2017 im Geschäftsbericht auf Seite 97 ff. dargestellt.

In der untenstehenden Tabelle ist die Überleitung der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte gem. IAS 39 zu den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte gem. IFRS 9 am 1. Januar 2018 dargestellt.

Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr 2018 nur unwesentliche Effekte.

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern wendet IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab dem 1. Januar 2018 an. Für den Übergang auf den IFRS 15 wendet DMG MORI die modifiziert retrospektive Methode an, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden.

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bisher bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter der IAS 18 "Umsatzerlöse'', IAS 11 "Fertigungsaufträge" undIFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme".

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen im DMG MORI-Konzern beinhalten regelmäßig Nebenleistungen.

ÜBERLEITUNG DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE VON IAS 39 AUF IFRS 9

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in MIO € Buchwert 31.12.2017 (IAS 39) Reklassifizierungen* Neubewertungen Buchwert 01.01.2018 (IFRS 9)
IAS 39 - Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 363,4 0,0 0,0 363,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 319,8 -235,5 -0,1 84,2
Sonstige Forderungen 141,8 0,0 0,0 141,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 74,7 0,0 0,0 74,7
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 899,7 -235,5 -0,1 664,1
IAS 39 - Zur Veräußerung verfügbar
Finanzanlagen 5,3 0,0 0,0 5,3
Reklassifiziert aus IAS 39 - Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,0 235,5 -0,3 235,2
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) 5,3 235,5 -0,3 240,5
Derivate (freistehend) 0,6 0,0 0,0 0,6
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam (FVTPL) 0,6 0,0 0,0 0,6
Derivate (Hedge Accounting) 0,1 0,0 0,0 0,1
Derivate im Hedge Accounting 0,1 0,0 0,0 0,1
Gesamt 905,7 0,0 -0,4 905,3

* Unter IAS 39 existierender Buchwert, der von einer IAS 39 Kategorie in eine neue IFRS 9 Kategorie umklassifiziert wurde

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen.

Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst.

Aus dem Erbringen von Dienstleistungen, wie z. B. Serviceverträge, Wartung, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen, ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung der Umsatzerlöse.

Die Anwendung von IFRS 15 hat zu folgenden wesentlichen Anpassungen der Bilanzwerte zum 1. Januar 2018 geführt:

Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018

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in MIO €
Vertragliche Schuld +25,5
davon aus Anzahlungsrechnungen + 13,3
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen + 13,3
Konzerneigenkapital -1,0
Sonstige Rückstellungen -4,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -6,5

Durch die Anwendung des IFRS 15 ergaben sich im ersten Halbjahr 2018 die folgenden wesentlichen Effekte gegenüber der Anwendung des IAS 18:

Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 zum 30. Juni 2018

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in MIO €
Umsatzerlöse -4,0
Materialaufwendungen +3,2
Ergebnis nach Steuern -0,6
Konzerneigenkapital -1,6
Sonstige Rückstellungen -7,6
Vertragliche Schuld +33,8
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen + 16,3
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen + 16,3
Sonstige finanzielle Verpflichtung -7,8

Weitere Erläuterungen zur Erstanwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2017 im Geschäftsbericht auf Seite 100 ff. dargestellt.

AUSWIRKUNG VON HERAUSGEGEBENEN, JEDOCH NOCH NICHT ANGEWANDTEN STANDARDS

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

Der IFRS 16 wurde im Januar 2016 veröffentlicht. Der Standard hat für Leasingnehmer zur Folge, dass nahezu alle Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen sind, da die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen für Leasingnehmer aufgehoben wird. Gemäß dem neuen Standard werden ein Vermögenswert (das Recht zur Nutzung des Leasinggegenstands) und eine finanzielle Verbindlichkeit für Mietzahlungen angesetzt. Die einzigen Ausnahmen betreffen kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände von geringem Wert. Die Bilanzierung bei Leasinggebern wird sich nicht wesentlich ändern. Der Standard wird sich in erster Linie auf die Bilanzierung der Operating-Leasingverhältnisse bei DMG MORI auswirken. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 hat der Konzern Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen (auf nicht abgezinster Basis) in Höhe von 54,5 MIO €. Der Konzern hat jedoch noch nicht bestimmt, inwieweit diese Verpflichtungen zur Erfassung eines Vermögenswertes und einer Verbindlichkeit für zukünftige Zahlungen führen werden, und wie sich dies auf das Ergebnis des Konzerns und die Klassifizierung der Cashflows auswirkt. Einige dieser Verpflichtungen fallen möglicherweise unter die Ausnahmeregelung für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse, andere betreffen ggf. Vereinbarungen, die gemäß IFRS 16 nicht als Leasingverhältnisse qualifiziert werden. Der Standard ist erstmals verpflichtend in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. DMG MORI verzichtet auf eine vorzeitige Anwendung des Standards.

DMG MORI hat im Dezember 2017 ein Projekt zur Einführung des IFRS 16 gestartet und setzt die Analyse der Auswirkungen aus der Anwendung auf die Finanzberichterstattung fort. Das mit dieser Aufgabe befasste Projektteam untersuchte in der ersten Projektphase insbesondere wesentliche bisher als Operate Lease klassifizierte Verträge, bei denen DMG MORI Leasingnehmer ist. Insbesondere wurden Ermessensspielräume und Erstanwendungsfragen für repräsentative wesentliche Einzelfälle eruiert.

Es wurde derzeit noch nicht entschieden, welche Übergangsmethode angewendet werden soll. Weitere Erläuterungen stehen im Konzernanhang per 31. Dezember 2017 im Geschäftsbericht auf Seite 101 ff.

SAISONALE EINFLÜSSE

Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2018 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 86 Unternehmen, von denen 81 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen wurden. Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 erhöhte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht. Die Veränderung der Konzernstruktur setzt sich wie folgt zusammen: Neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen ist die GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd., Manchester (Großbritannien), die von der GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, als 100 %-ige Tochtergesellschaft gegründet wurde.

Die DMG MORI Hamburg GmbH, Hamburg, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2018 auf die DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Berlin, verschmolzen.

Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die Magnescale Co., Ltd., Kanagawa (Japan), ihre Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), sowie die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, und die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als assoziierte Unternehmen klassifiziert und "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 64,7 MIO € um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 0,4 MIO € erhöht.

Zum 30. Juni 2018 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.

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Konzernergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter T€ 65.094
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,83

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG, BILANZ, KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.

Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2017 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2018 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es nur bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden. Der Buchwert zum 30. Juni 2018 liegt bei 40,5 MIO €, der beizulegende Zeitwert beträgt 41,0 MIO €.

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2018 in Höhe von 51,4 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (64,7 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (-13,3 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 64,7 MIO € erhöhte das Gesamtergebnis, während es die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung sowie die Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente verminderten. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 51,8 MIO € auf 1.216,4 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital sanken um 0,7 MIO € auf 2,4 MIO €.

Das Konzernergebnis in Höhe von 64,7 MIO € erhöhte das Eigenkapital. Die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente verminderten das Eigenkapital.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2017 auf Seite 156 ff. ausführlich erläutert.

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2017 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2017, differenziert dargestellt.

Die DMG MORI Finance GmbH sowie die Magnescale Co., Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120,0 MIO € gewährt, das im März 2018 um 150,0 MIO € erhöht wurde. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291 ff. AktG zwischen der DMG MORI GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (beherrschtes Unternehmen).

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Kapitel "Ausblick" dargestellt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bielefeld, 26. Juli 2018

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

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Vorsitzender

Dipl.-Kfm. Christian Thönes
Dipl.-Kfm. Björn Biermann Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler Michael Horn, M.B.A.

Aufsichtsrat: Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.

Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.

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