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DMG MORI AG

Interim / Quarterly Report Jul 27, 2017

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Interim / Quarterly Report

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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Zwischenbericht zum 30. Juni 2017

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT setzte ihren Wachstumskurs fort. Nach dem starken ersten Quartal 2017 erzielten wir zum Halbjahr neue Höchstwerte: Sowohl beim Auftragseingang, Umsatz als auch Ergebnis erreichten wir das beste erste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte. Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 22% auf 690,3 MIO € (Vorjahr: 566,6 MIO €). Zum Halbjahr erhöhte sich der Auftragseingang um 20% auf 1.384,2 MIO € (Vorjahr: 1.158,2 MIO €). Strukturbereinigt stieg der Auftragseingang sogar um 26%. Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 4% auf 574,1 MIO € (Vorjahr: 551,1 MIO €). Zum Halbjahr lag der Umsatz mit 1.108,0 MIO € leicht über dem Vorjahr (1.092,5 MIO €). Bereinigt um Struktureffekte aus der Neuausrichtung nahm der Umsatz um 7% im Vergleich zum Vorjahreswert zu. Das EBITA verbesserte sich um 14% auf 107,3 MIO € (Vorjahr: 94,2 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um 19% auf 77,6 MIO € (Vorjahr: 65,3 MIO €) und das EBT stieg sogar um 23% auf 75,2 MIO € (Vorjahr: 61,2 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2017 ein Ergebnis nach Steuern von 52,0 MIO € aus (Vorjahr: 42,8 MIO €). Neben der guten Ergebnisentwicklung hat sich auch die Finanzlage positiv entwickelt: Der Free Cashflow verbesserte sich um 161,9 MIO € (+87%) auf - 23,7 MIO € (Vorjahr: - 185,6 MIO €).

Die hohe Nachfrage nach unseren innovativen Hightech-Produkten setzte sich im zweiten Quartal fort. Auch die Branchenmessen - die CIMT in Beijing (China), die Metalloobra-botka in Moskau (Russland) sowie unsere Hausausstellungen in Bielefeld und Bergamo (Italien) - verliefen für DMG MORI erfolgreich. Ein weiteres Highlight war der Produktionsstart der LASERTEC 30 SLM auf der neuen Montagefläche der REALIZER GmbH in Bielefeld. Mit der Technologie des selektiven Laser-Schmelzens im Pulverbett ermöglichen wir unseren Kunden komplett neue Anwendungsgebiete in der additiven Fertigung.

Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING und Technologie-Exzellenz stehen im Fokus von DMG MORI. Unser Ziel ist es, dass künftig jede Maschine von DMG MORI mit Automatisierung ausgestattet werden kann. Mit individuellen Lösungen bieten wir unseren Kunden ideale Voraussetzungen für den digitalen Wandel. Unsere Werkzeugmaschinen haben wir mit der APP-basierten Steuerungs- und Bediensoftware CELOS fit gemacht für die Digitalisierung. Auf der EMO in Hannover - der weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse - präsentieren wir acht Weltpremieren sowie erstmals eine "Digital Factory" und damit innovative Industrie 4.0-Lösungen.

Trotz politischer Unsicherheiten gewann die Weltwirtschaft im zweiten Quartal weiter an Fahrt und soll im Jahr 2017 wachsen. Auch der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll sich wieder positiv entwickeln. DMG MORI hebt aufgrund dieser Rahmenbedingungen und der nachhaltig erfolgreichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr die Prognose für das Gesamtjahr an: Wir erwarten nunmehr einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD € und einen Umsatz von rund 2,3 MRD €. Das EBT soll rund 160 MIO € betragen. Zudem gehen wir jetzt von einem Free Cashflow von rund 60 MIO € aus.

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

1. Halbjahr 2017

Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

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30.06.2017 30.06.2016 Veränderungen in
MIO € MIO € MIO € %
--- --- --- --- ---
Umsatz 1.108,0 1.092,5 15,5 1
Inland 339,2 363,1 - 23,9 - 7
Ausland 768,8 729,4 39,4 5
% Ausland 69 67
Auftragseingang 1.384,2 1.158,2 226,0 20
Inland 416,8 371,9 44,9 12
Ausland 967,4 786,3 181,1 23
% Ausland 70 68
Auftragsbestand 1.186,0 930,1 255,9 28
Inland 424,6 344,5 80,1 23
Ausland 761,4 585,6 175,8 30
% Ausland 64 63
EBITDA 107,3 94,2 13,1 14
EBIT 77,6 65,3 12,3 19
EBT 75,2 61,2 14,0 23
Ergebnis nach Steuern 52,0 42,8 9,2 21

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Veränderungen in
30.06.2017 31.12.2016 %
--- --- --- --- ---
Mitarbeiter 6.592 6.964 - 372 - 5
zzgl. Auszubildende 278 318 - 40 - 13
Mitarbeiter Gesamt 6.870 7.282 - 412 - 6

UMSATZ

in MIO €

AUFTRAGSEINGANG

in MIO €

EBT

in MIO €

MITARBEITER

inkl. Auszubildende

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

Konzernstruktur

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2017 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 88 Unternehmen. Im Vergleich zum 31. März hat sich die Anzahl der Konzerngesellschaften um vier Gesellschaften reduziert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Verschmelzung von Gesellschaften in der Schweiz.

CORPORATE SERVICES

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld

WERKZEUGMASCHINEN

GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld

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DREHEN FRÄSEN ADVANCED TECHNOLOGIES SOFTWARE SOLUTIONS
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH

Bielefeld
DECKEL MAHO

Pfronten GmbH

Pfronten
SAUER GmbH

Idar-Oberstein, Pfronten
DMG MORI

Software Solutions GmbH

Pfronten
GRAZIANO Tortona S.r.l.

Tortona / Italien
DECKEL MAHO

Seebach GmbH

Seebach
REALIZER GmbH

Borchen, Bielefeld
ISTOS GmbH

Düsseldorf
GILDEMEISTER Italiana S.p.A.

Bergamo / Italien
FAMOT Pleszew Sp. z o.o.

Pleszew / Polen
Ulyanovsk Machine Tools ooo

Ulyanovsk / Russland

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

DMG MORI Management GmbH, Bielefeld

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VERTRIEB UND SERVICES ENERGY SOLUTIONS
DMG MORI

Deutschland
DMG MORI

EMEA
DMG MORI

China
GILDEMEISTER

energy solutions GmbH

Würzburg
DMG MORI

Indien
DMG MORI

Services

Märkte der DMG MORI COMPANY LIMITED

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DMG MORI DMG MORI DMG MORI DMG MORI
Japan Asia USA Americas

Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.

Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft gewann im zweiten Quartal 2017 weiter an Fahrt: Die Konjunktur in Deutschland war auf Wachstumskurs. Im Euroraum setzte sich der Aufschwung auf einer breiten Basis fort. China expandierte mit einer weiterhin abgeschwächten Dynamik. Japan und die USA entwickelten sich nach wie vor positiv.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll gemäß aktueller Frühjahrsprognose (April 2017) im Jahr 2017 wieder wachsen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen unverändert von einem Wachstum des Weltverbrauchs von +3,2% auf 69,8 MRD € aus. Der deutsche Werkzeugmaschinenmarkt soll um +2,9% wachsen. In Europa wird die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen voraussichtlich mit +4,0% am stärksten zunehmen. In den asiatischen Märkten soll der Verbrauch um +3,5% wachsen. Für Amerika wird ein nahezu konstanter Verbrauch von +0,5% erwartet.

Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der us-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Euro gegenüber dem Renminbi und Yen, gegenüber dem us-Dollar und Rubel verlor er an Wert.

Geschäftsentwicklung

Umsatz

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 574,1 MIO € und lag damit 4% über dem Vorjahreswert (551,1 MIO €).

Zum Halbjahr nahm der Umsatz um 1% auf 1.108,0 MIO € zu (Vorjahr: 1.092,5 MIO €) und erreichte damit einen bisherigen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Bereinigt um Struktureffekte aus der Neuausrichtung liegt der Umsatz 7% über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im Segment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz um 10,8 MIO € auf 612,3 MIO € (Vorjahr: 601,5 MIO €). Im Segment

"Industrielle Dienstleistungen" betrug der Umsatz 495,6 MIO € (Vorjahr: 490,9 MIO €). Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 5% auf 768,8 MIO € (Vorjahr: 729,4 MIO €). Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 339,2 MIO € (Vorjahr: 363,1 MIO €). Die Exportquote stieg auf 69% (Vorjahr: 67%).

UMSATZ

In MIO €

Auftragseingang

Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 22% auf 690,3 MIO € (Vorjahr: 566,6 MIO €). Nach dem starken Vorquartal mit einem Plus von 17% konnte die Zuwachsrate noch einmal gesteigert werden.

Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Auftragseingang auf 1.384,2 MIO € und lag 20% über dem Vorjahr (1.158,2 MIO €). Damit erzielten wir auch beim Auftragseingang das bisher beste erste Halbjahr. Strukturbereinigt stieg der Auftragseingang sogar um 26%. Im Segment "Werkzeugmaschinen" nahmen die Bestellungen um 215,4 MIO € bzw. 35% auf 825,8 MIO € zu (Vorjahr: 610,4 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 558,3 MIO € (Vorjahr: 547,7 MIO €). Davon entfielen 528,8 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 522,9 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 416,8 MIO € (Vorjahr: 371,9 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 967,4 MIO € (Vorjahr: 786,3 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 70% (Vorjahr: 68%).

AUFTRAGSEINGANG

In MIO €

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand betrug am 30. Juni 2017 im Konzern 1.186,0 MIO € (31.12.2016: 937,5 MIO €). Der Inlandsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2016 um 63,4 MIO € auf 424,6 MIO €. Der Bestand an Auslandsaufträgen nahm um 185,1 MIO € auf 761,4 MIO € zu. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 64% auf das Ausland.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertragslage des DMG MORI-Konzerns entwickelte sich wie folgt: Im zweiten Quartal erreichte das EBITA 58,6 MIO € (Vorjahr: 51,8 MIO €), das EBIT belief sich auf 43,3 MIO € (Vorjahr: 37,3 MIO €) und das EBT erreichte 42,2 MIO € (Vorjahr: 35,4 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern betrug 29,2 MIO € (Vorjahr: 24,7 MIO €).

Zum Halbjahr verbesserte sich das EBITDA auf 107,3 MIO € (Vorjahr: 94,2 MIO €), das EBIT erhöhte sich auf 77,6 MIO € (Vorjahr: 65,3 MIO €) und das EBT stieg auf 75,2 MIO € (Vorjahr: 61,2 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2017 ein Ergebnis nach Steuern von 52,0 MIO € aus (Vorjahr: 42,8 MIO €).

Der Umsatz lag bei 1.108,0 MIO € (Vorjahr: 1.092,5 MIO €). Die Gesamtleistung erreichte 1.125,9 MIO € (Vorjahr: 1.125,4 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 590,8 MIO € (Vorjahr: 577,8 MIO €). Die Materialquote erhöhte sich auf 52,5% (Vorjahr: 51,3%). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Effekten des umgesetzten "Smart Pricing Konzepts" im Servicebereich. Der Rohertrag sank um 12,5 MIO € auf 535,1 MIO € (Vorjahr: 547,6 MIO €). Die Personalaufwendungen reduzierten sich auf 272,0 MIO € (Vorjahr: 288,5 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 24,2% (Vorjahr: 25,6%). Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge reduzierte sich auf 155,8 MIO € (Vorjahr: 164,9 MIO €). Die Abschreibungen lagen aufgrund des hohen Investitionsvolumens in den Vorjahren bei 29,7 V € (Vorjahr: 28,9 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte sich zum Halbjahr auf - 2,4 MIO € (Vorjahr: - 4,1 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern erreichte 52,0 MIO € (Vorjahr: 42,8 MIO €), daraus ergibt sich zum 30. Juni 2017 ein Steueraufwand von 23,2 MIO € (Vorjahr: 18,4 MIO €). Die Steuerquote betrug 30,9% (Vorjahr: 30,0%).

VERMÖGENSLAGE

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30.06.2017 31.12.2016 30.06.2016
MIO € MIO € MIO €
--- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 815,4 833,5 862,8
Kurzfristige Vermögenswerte 1.258,6 1.505,7 1.363,4
Eigenkapital 1.209,3 1.187,7 1.399,0
Fremdkapital 864,7 1.151,5 827,2
Bilanzsumme 2.074,0 2.339,2 2.226,2

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2017 reduzierte sich um 265,2 MIO € auf 2.074,0 MIO € (31.12.2016: 2.339,2 MIO €), insbesondere aus dem Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte.

Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 18,1MIO MIO € auf 815,4 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen verminderten sich auf 661,3 MIO € (31.12.2016: 681,6 MIO €). Die Finanzanlagen betrugen 68,2 MIO € (31.12.2016: 67,9 MIO €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf 1.258,6 MIO € (31.12.2016: 1.505,7 MIO €). Die Vorräte stiegen um 23,3 MIO € auf 528,4 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 6,4 MIO € auf 208,5 MIO € zu und die unfertigen Erzeugnisse erhöhten sich um 29,7 MIO € auf 141,3 MIO €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Vorleistungen für den geplanten Umsatz mit Kunden im zweiten Halbjahr. Die fertigen Erzeugnisse und Waren reduzierten sich auf 172,3 MIO € (- 5,7 MIO €). Die Umschlaghäufigkeit der Vorräte betrug 4,2 (Vorjahreszeitraum: 3,8). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bei einem reduzierten Factoringvolumen um 10,2 MIO € auf 205,6 MIO €. Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betrugen 172,7 MIO € (Vorjahr: 166,4 MIO €). Aus dem Verkauf der Anteile an den Tochtergesellschaften in den Regionen Asien und Amerika resultiert der Rückgang der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte um 114,3 MIO € auf 2,2 MIO €. Die flüssigen Mittel betrugen zum ersten Halbjahr 201,3 MIO € (31.12.2016: 396,7 MIO €).

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 21,6 MIO € auf 1.209,3 MIO €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 58,3% (31.12.2016: 50,8%). Das Fremdkapital sank auf 864,7 MIO € (31.12.2016: 1.151,5 MIO €). Die Rückstellungen reduzierten sich wie geplant um 23,3 MIO € auf 281,8 MIO € und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich planmäßig um 31,8 MIO € auf 204,2 MIO €. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 204,4 MIO € auf 68,9 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Anteile an der DMG MORI Europe AG in 2016 und der Zahlung der Gewinnabführung 2016 an die DMG MORI GmbH.

Die Finanzlage des Konzerns entwickelte sich im ersten Halbjahr positiv: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit verbesserte sich um 147,3 MIO € auf - 11,0 MIO € (Vorjahr: - 158,3 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 75,2 MIO € (Vorjahr: 61,2 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 29,7 (Vorjahr: 28,9 MIO €) positiv bei. Zu einer Reduzierung des Cashflows führte der Anstieg der Vorräte um 30,1 MIO € (Vorjahr: 54,6 MIO €), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,6 MIO € (Vorjahr: 57,8 MIO €) sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 39,2 MIO € (Vorjahr: 92,3 MIO €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug +7,0 MIO € (Vorjahr: - 27,3 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei - 16,7 MIO € (Vorjahr: - 29,7 MIO €). Aus dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen ergaben sich in Summe Einzahlungen in Höhe von +19,7 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -189,7 MIO € (Vorjahr: - 1,1 MIO €) und resultiert im Wesentlichen aus der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Anteile an der DMG MORI Europe AG in 2016 und der Zahlung der Gewinnabführung 2016 an die DMG MORI GmbH.

Der Free Cashflow verbesserte sich im ersten Halbjahr um 161,9 MIO € (+87%) auf - 23,7 MIO € (Vorjahr: -185,6 MIO €). Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Aufbau der Vorräte (30,1 MIO €; Vorjahr: 54,6 MIO €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,6 MIO €; Vorjahr: 57,8 MIO €) sowie dem geringeren Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (39,2 MIO €; Vorjahr: 92,3 MIO €) zurückzuführen.

CASHFLOW

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2017

1. Halbjahr
2016

1. Halbjahr
MIO € MIO €
--- --- ---
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit - 11,0 - 158,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 7,0 - 27,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 189,7 - 1,1
Veränderung Zahlungsmittel - 195,4 - 188,2
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 396,7 552,1
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 201,3 363,9

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im ersten Halbjahr auf 16,7 MIO € (Vorjahr: 29,8 MIO €). Im Mittelpunkt stand die zielgerichtete Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionsstandorte in Seebach und Pleszew (Polen). Mit einem Spatenstich am 30. Mai haben wir die Erweiterung der Produktionsfläche in Pleszew um 7.000 m2 begonnen.

Segmentbericht

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI Company limited fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

SEGMENT-KENNZAHLEN

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30.06.2017 30.06.2016 Veränderungen in
MIO € MIO € MIO € %
--- --- --- --- ---
Umsatz 1.108,0 1.092,5 15,5 1
Werkzeugmaschinen 612,3 601,5 10,8 2
Industrielle Dienstleistungen 495,6 490,9 4,7 1
Corporate Services 0,1 0,1 0,0
Auftragseingang 1.384,2 1.158,2 226,0 20
Werkzeugmaschinen 825,8 610,4 215,4 35
Industrielle Dienstleistungen 558,3 547,7 10,6 2
Corporate Services 0,1 0,1 0,0
EBIT 77,6 65,3 12,3 19
Werkzeugmaschinen 49,4 34,7 14,7 42
Industrielle Dienstleistungen 44,4 53,4 - 9,0 - 17
Corporate Services - 15,9 - 22,9 7,0

WERKZEUGMASCHINEN

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ultrasonic / lasertec / additive manufacturing) sowie Software Solutions. Seit Februar 2017 ist die realizer GmbH dem Segment "Werkzeugmaschinen" zugeordnet. Die DMG MORI Systems ist nicht mehr enthalten, da sie im Februar entkonsolidiert wurde. Details dazu sind im Anhang auf Seite 15 ff. erläutert.

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF_WERKZEUGMASCHINEN

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30.06.2017 30.06.2016 Veränderungen in
MIO € MIO € MIO € %
--- --- --- --- ---
Umsatz 612,3 601,5 10,8 2
Inland 182,4 204,3 - 21,9 - 11
Ausland 429,9 397,2 32,7 8
% Ausland 70 66
Auftragseingang 825,8 610,4 215,4 35
Inland 231,1 186,6 44,5 24
Ausland 594,7 423,8 170,9 40
% Ausland 72 69
Auftragsbestand 700,0 487,0 213,0 44
Inland 161,7 119,6 42,1 35
Ausland 538,3 367,4 170,9 47
% Ausland 77 75
EBIT 49,4 34,7 14,7 42

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Veränderungen in
30.06.2017 31.12.2016 %
--- --- --- --- ---
Mitarbeiter 3.460 3.413 47 1
zzgl. Auszubildende 226 267 - 41 - 15
Mitarbeiter Gesamt 3.686 3.680 6 0

Im Segment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal um 19,4 MIO € bzw. 6% auf 323,0 MIO € (Vorjahresquartal: 303,6 MIO €). Zum Halbjahr nahm der Umsatz um 10,8 MIO € auf 612,3 MIO € zu (Vorjahr: 601,5 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 55% am Umsatz. Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 121,9 MIO € bzw. 43% auf 403,8 MIO € (Vorjahr: 281,9 MIO €). In den ersten sechs Monaten erhöhten sich die Bestellungen um 215,4 MIO € bzw. 35% auf 825,8 MIO € (Vorjahr: 610,4 MIO €). Die Inlandsbestellungen nahmen um 24% auf 231,1 MIO € zu (Vorjahr: 186,6 MIO €). Die Auslandsbestellungen stiegen um 40% auf 594,7 MIO € (Vorjahr: 423,8 MIO €). 60% aller Bestelleingänge entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 53%). Der Auftragsbestand betrug am 30. Juni 700,0 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 487,0 MIO €). Das EBIT erreichte 49,4 MIO € (Vorjahr: 34,7 MIO €). Zum 30. Juni 2017 ist die Anzahl der Mitarbeiter mit 3.686 im Vergleich zum Jahresende 2016 (3.680) weitgehend unverändert.

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI Company limited. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige

Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Die Anteile an den Tochtergesellschaften in den Regionen Asien (mit Ausnahme von China und Indien) und Amerika wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2017 an die DMG MORI Company limited veräußert und entkonsolidiert. Details dazu sind im Anhang auf Seite 15 ff. erläutert.

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF_INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

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30.06.2017 30.06.2016 Veränderungen in
MIO € MIO € MIO € %
--- --- --- --- ---
Umsatz 495,6 490,9 4,7 1
Inland 156,7 158,7 - 2,0 - 1
Ausland 338,9 332,2 6,7 2
% Ausland 68 68
Auftragseingang 558,3 547,7 10,6 2
Inland 185,6 185,2 0,4 0
Ausland 372,7 362,5 10,2 3
% Ausland 67 66
Auftragsbestand 486,0 443,1 42,9 10
Inland 262,9 224,9 38,0 17
Ausland 223,1 218,2 4,9 2
% Ausland 46 49
EBIT 44,4 53,4 - 9,0 - 17

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Veränderungen in
30.06.2017 31.12.2016 %
--- --- --- --- ---
Mitarbeiter 3.050 3.452 - 402 - 12
zzgl. Auszubildende 52 51 1 2
Mitarbeiter Gesamt 3.102 3.503 - 401 - 11

Der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im zweiten Quartal 251,1 MIO € (Vorjahr: 247,5 MIO €). Im ersten Halbjahr erreichte er 495,6 MIO € (Vorjahr: 490,9 MIO €). Der Bereich Services erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 235,3 MIO € (Vorjahr: 235,2 MIO €). Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz 460,6 MIO € (Vorjahr: 463,7 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 45% am Konzernumsatz. Der Auftragseingang erhöhte sich im zweiten Quartal auf 286,5 MIO € (Vorjahr: 284,7 MIO €). Der Anteil der Services betrug 272,9 MIO € (Vorjahr: 276,4 MIO €). Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang auf 558,3 MIO € (Vorjahr: 547,7 MIO €). Im Bereich Services betrug der Auftragseingang 528,8 MIO € (Vorjahr: 522,9 MIO €). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 40% der Bestellungen im Konzern (Vorjahr: 47%). Der Auftragsbestand betrug zum Ende des ersten Halbjahres 486,0 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 443,1 MIO €). Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten bei 44,4 MIO € (Vorjahr: 53,4 MIO €). Die Anzahl der Mitarbeiter betrug 3.102 (31.12.2016: 3.503). Die Reduzierung resultiert maßgeblich aus dem Verkauf der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika an die DMG MORI Company limited mit Wirkung zum 1. Januar 2017.

CORPORATE SERVICES

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug - 15,9 MIO € (Vorjahr: - 22,9 MIO €).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF_CORPORATE SERVICES

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30.06.2017 30.06.2016 Veränderungen in
MIO € MIO € MIO € %
--- --- --- --- ---
Umsatz 0,1 0,1 0,0 0
Auftragseingang 0,1 0,1 0,0 0
EBIT - 15,9 - 22,9 7,0 31

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Veränderungen in
30.06.2017 31.12.2016 %
--- --- --- --- ---
Mitarbeiter 82 99 - 17 - 17

Mitarbeiter

Am 30. Juni 2017 waren 6.870 Mitarbeiter, davon 278 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2016: 7.282). Der Rückgang ergibt sich insbesondere aus der Veräußerung der Vertriebs- und Servicegesellschaften im Segment "Industrielle Dienstleistungen". Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 4.037 Mitarbeiter (59%) bei unseren inländischen und 2.833 Mitarbeiter (41%) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand belief sich auf 272,0 MIO € (Vorjahreszeitraum: 288,5 MIO €). Die Personalquote betrug 24,2% (Vorjahrszeitraum: 25,6%).

Aktie

Der Aktienkurs der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT lag zu Beginn des zweiten Quartals bei 46,28 € (03.04.2017) und schloss am 30. Juni 2017 mit 49,20 €. Die Marktkapitalisierung stieg um 14% bzw. 0,48 MRD € auf 3,88 MRD € (Stichtag 30.06.2017).

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 25,3 MIO € (Vorjahr: 22,3 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 510 Mitarbeiter; dies entspricht einem Anteil von 15% der Belegschaft der Werke. Im Geschäftsjahr 2017 werden wir gemeinsam mit der DMG MORI Company limited insgesamt 18 Weltpremieren präsentieren. Vier dieser Weltpremieren haben wir bereits auf unserer traditionellen Hausausstellung in Pfronten gezeigt. Auf den Iga Innovation Days in Japan haben wir im Juni gemeinsam sechs Weltpremieren vorgestellt. Zur emo in Hannover werden wir mit acht Weltpremieren unser Portfolio erweitern. Unser zentrales Thema auf diesem Branchen-Highlight ist der "Path of Digitization", mit dem wir unseren Kunden weltweit den Weg in die Zukunft der "Digital Factory" aufzeigen. Mit rund 80 Maschinen präsentieren wir Innovationen aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, additive manufacturing und Technologie-Exzellenz. Über 30 der ausgestellten Maschinen sind mit Automatisierungslösungen ausgestattet. Das Angebot unserer exklusiven DMG MORI Technologiezyklen erweitern wir auf 29 Anwendungen zur einfachen und schnellen Shopfloor-Programmierung.

Im Technologiebereich Drehen folgt auf die kompakten Universal-Drehmaschinen der CL-Produktlinie die neue ALX-Baureihe mit verbesserter Bedienerfreundlichkeit. Diese Maschinen sind mit verschiedenen Lösungen zur Automatisierung verfügbar. In unserem gesamten Portfolio setzen wir auf die Technologieintegration von Drehen, Fräsen und Schleifen und bieten diese Komplettbearbeitung ab sofort auch für alle Turn&Mill-Maschinen an. Im Bereich Fräsen haben wir die dritte Generation der seit über 20 Jahren im Markt etablierten dmu 50 vorgestellt. Sie zeichnet sich vor allem durch eine höhere Genauigkeit und einen deutlich größeren Arbeitsraum aus.

Im Bereich Advanced Technologies waren die LAERTEC 30 LM der REALIZER GmbH und die damit hergestellten Bauteile Highlights auf der Hausausstellung Bielefeld im Juni. Diese additive manufacturing-Maschine wird auf neugestalteten Produktionsflächen am Headquarter Bielefeld montiert. Mit unserer ULTRASONIC-Produktlinie ermöglichen wir nun die Komplettbearbeitung von Werkzeugen aus Hartmetall. Unsere APP-basierte Steuerungs- und Bediensoftware CELOS haben wir um 10 Apps und weitere 50 Funktionen ergänzt. Erstmalig ermöglichen wir externen Partnern eigene CELOS-APPS zu entwickeln und bieten ein intelligentes System, mit dem Wartungsintervalle optimiert und ungeplante Stillstände vermieden werden können. Das Startup ISTOS, mit dem wir unsere Digitalisierungskompetenz weiter ausbauen, realisiert aktuell Projekte zur Vernetzung von Maschinen.

Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung unseres Chancen- und Risikomanagements ist ausführlich im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 78 ff. beschrieben. Die Aussagen hierzu sind im Wesentlichen unverändert. Ergänzende Chancen und Risiken können zudem durch geplante strukturelle und operative Weiterentwicklungen unseres weltweiten Vertriebs und Services, die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und die Optimierung der Produktionskapazitäten entstehen. Durch den zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI Aktiengesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich sowohl Chancen aus der vertieften Zusammenarbeit als auch Risiken für die künftige wirtschaftliche Entwicklung aus etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH. Diese Weisungen müssen nicht zwingend auch im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern werden im Konzerninteresse getroffen. Alle Risiken werden im DMG MORI-Konzern zu einem Gesamtrisiko aggregiert, das aus heutiger Sicht den Fortbestand des Konzerns nicht gefährdet.

Ausblick

Die Weltwirtschaft soll im Jahr 2017 trotz anhaltender politischer Unsicherheiten weiter wachsen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IFW) prognostiziert eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,6%. Deutschland und Europa werden ihren Wachstumskurs fortsetzen. Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt der Euroländer analog zu Deutschland um 2,0% zunehmen wird. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich 6,2% die wachstumsstärkste Region sein. In den USA soll sich die konjunkturelle Entwicklung weiter beschleunigen. Nach IfW-Schätzungen wird das Bruttoinlandsprodukt hier um 2,2% wachsen.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll gemäß aktueller Frühjahrsprognose (April 2017) im Jahr 2017 wieder wachsen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen unverändert von einem Wachstum des Weltverbrauchs von +3,2% auf 69,8 MRD € aus (Oktober 2016: +2,1%). Der deutsche Werkzeugmaschinenmarkt soll auf Jahressicht um + 2,9% wachsen (zuvor: +4,0%). In Europa wird die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen voraussichtlich mit +4,0% am stärksten zunehmen (zuvor: +4,1%). In Asien soll der Verbrauch um +3,5% wachsen (zuvor: +1,7%). Für Amerika wird ein nahezu konstanter Verbrauch von +0,5% erwartet (zuvor: +0,9%).

Künftige Geschäftsentwicklung

Trotz politischer Unsicherheiten gewann die Weltwirtschaft im zweiten Quartal weiter an Fahrt und soll im Jahr 2017 wachsen. Auch der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll sich wieder positiv entwickeln. DMG MORI hebt aufgrund dieser Rahmenbedingungen und der nachhaltig erfolgreichen Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr die Prognose für das Gesamtjahr an: Wir erwarten nunmehr einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD € und einen Umsatz von rund 2,3 MRD €. Das EBT soll rund 160 MIO € betragen. Zudem gehen wir jetzt von einem Free Cashflow von rund 60 MIO € aus.

Vom 18. bis 23. September präsentiert DMG MORI auf der EMO 2017 in Hannover die Zukunft der Fertigungstechnologien in einer "Digital Factory". Als größter Aussteller zeigen wir auf 10.000 Quadratmetern die neuesten Trends und Innovationen aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, additive manufacturing und Technologie-Exzellenz. Neben rund 80 Hightech-Maschinen - davon 30 mit Automatisierungslösungen - stellt DMG MORI maßgeschneiderte technische Komplettlösungen in den "Technology Excellence Centern" Aerospace, Automotive, Die & Mold und Medical vor.

ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. HALBJAHR 2017 2017

01.01. - 30.06.
2016

01.01. - 30.06.
Veränderungen

in
MIO € % MIO € % MIO € %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.108,0 98,4 1.092,5 97,1 15,5 1,4
Veränderung des Bestandes an fertigen

und unfertigen Erzeugnissen
12,8 1,1 27,1 2,4 - 14,3 52,8
Aktivierte Eigenleistungen 5,1 0,5 5,8 0,5 - 0,7 12,1
Gesamtleistung 1.125,9 100,0 1.125,4 100,0 0,5 0,0
Materialeinsatz - 590,8 - 52,5 - 577,8 - 51,3 - 13,0 2,2
Rohertrag 535,1 47,5 547,6 48,7 - 12,5 2,3
Personalaufwendungen - 272,0 - 24,2 - 288,5 - 25,6 16,5 5,7
Übrige Aufwendungen und Erträge - 155,8 - 13,8 - 164,9 - 14,7 9,1 5,5
Abschreibungen - 29,7 - 2,6 - 28,9 - 2,6 - 0,8 2,8
EBIT 77,6 6,9 65,3 5,8 12,3 18,8
Finanzergebnis - 2,4 - 0,2 - 4,1 - 0,4 1,7 41,5
EBT 75,2 6,7 61,2 5,4 14,0
Ertragsteuern - 23,2 - 2,1 - 18,4 - 1,6 - 4,8
Ergebnis nach Steuern 52,0 4,6 42,8 3,8 9,2
Auf Aktionäre der

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend
51,1 4,5 37,9 3,4 13,2
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 0,9 0,1 4,9 0,4 - 4,0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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2017

01.01. - 30.06.
2016

01.01. - 30.06.
MIO € MIO €
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern 52,0 42,8
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0,0 - 11,5
Ertragsteuern auf Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0,0 3,4
Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0,0 - 8,1
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 10,1 4,9
Veränderung Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 2,0 - 0,2
Absicherung von Nettoinvestitionen 1,3 0,6
Ertragsteuern auf Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 0,6 0,1
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 7,4 5,4
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern - 7,4 - 2,7
Gesamtergebnis der Periode 44,6 40,1
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 44,4 34,7
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 0,2 5,4

Konzernbilanz

AKTIVA

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30.06.2017 31.12.2016 30.06.2016
MIO € MIO € MIO €
--- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 137,9 135,4 134,6
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 58,3 59,9 71,0
Sachanlagen 465,1 486,3 476,6
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 46,4 46,1 47,4
Beteiligungen 21,8 21,8 21,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,8 1,0 1,9
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 9,4 7,7 13,2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 17,6 17,0 39,6
Latente Steuern 58,1 58,3 56,7
815,4 833,5 862,8
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 528,4 505,1 576,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 204,8 194,4 242,4
Forderungen gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 9,7 4,3 14,8
Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 172,7 166,4 38,9
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,5 0,2 0,2
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 70,7 63,4 58,4
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 61,2 51,5 62,9
Ertragsteuerforderungen 7,1 7,2 5,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 201,3 396,7 363,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 2,2 116,5 0,0
1.258,6 1.505,7 1.363,4
Bilanzsumme 2.074,0 2.339,2 2.226,2

PASSIVA

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30.06.2017 31.12.2016 30.06.2016
MIO € MIO € MIO €
--- --- --- ---
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 204,9 204,9 204,9
Kapitalrücklage 498,5 498,5 498,5
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 502,8 444,4 542,2
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI Aktiengesellschaft 1.206,2 1.147,8 1.245,6
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 3,1 39,9 153,4
Summe Eigenkapital 1.209,3 1.187,7 1.399,0
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 38,7 40,2 40,3
Pensionsrückstellungen 45,9 47,6 52,0
Andere langfristige Rückstellungen 39,5 32,8 36,2
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9,6 1,6 1,3
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3,6 4,0 3,8
Latente Steuern 3,4 3,0 4,0
140,7 129,2 137,6
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 8,1 14,4 11,3
Steuerrückstellungen 27,8 49,9 42,2
Andere kurzfristige Rückstellungen 168,6 174,8 157,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 188,5 158,1 155,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 204,2 236,0 187,4
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 1,3 2,0 1,8
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 68,9 273,3 78,2
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,0 0,0 0,2
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 10,1 34,4 16,7
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 46,5 42,8 38,9
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 0,0 36,6 0,0
724,0 1.022,3 689,6
Bilanzsumme 2.074,0 2.339,2 2.226,2

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2017

01.01. - 30.06.
2016

01.01. - 30.06.
MIO € MIO €
--- --- ---
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern (EBT) 75,2 61,2
Ertragsteuern - 23,2 - 18,4
Abschreibungen 29,7 28,9
Veränderung der latenten Steuern 0,1 0,2
Veränderung der langfristigen Rückstellungen 5,1 - 0,5
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,3 0,2
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen - 25,7 - 15,3
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva - 56,9 - 120,9
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva - 17,6 - 93,7
- 11,0 - 158,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen - 16,7 - 29,7
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 4,0 2,4
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen - 23,7 0,0
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 43,4 0,0
7,0 - 27,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden - 5,1 - 1,1
Gewinnabführung an DMG MORI GmbH - 41,1 0,0
Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen - 143,5 0,0
- 189,7 - 1,1
Zahlungswirksame Veränderung - 193,7 - 186,7
Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds - 1,7 - 1,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 396,7 552,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 201,3 363,9

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapital

der Aktionäre

der DMG MORI

AKTIENGESELLSCHAFT
Nicht

beherrschende

Anteile am

Eigenkapital
Konzern-

Eigenkapital
MIO € MIO € MIO € MIO € MIO € MIO €
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2017 204,9 498,5 444,4 1.147,8 39,9 1.187,7
Gesamtergebnis 0,0 0,0 44,4 44,4 0,2 44,6
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 14,0 14,0 - 37,0 - 23,0
Stand 30.06.2017 204,9 498,5 502,8 1.206,2 3,1 1.209,3
Stand 01.01.2016 204,9 498,5 507,5 1.210,9 146,6 1.357,5
Gesamtergebnis 0,0 0,0 34,7 34,7 5,4 40,1
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 1,4 1,4
Stand 30.06.2016 204,9 498,5 542,2 1.245,6 153,4 1.399,0

Konzern-Segmentberichterstattung

Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben

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1. HALBJAHR 2017 Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
MIO € MIO € MIO € MIO € MIO €
--- --- --- --- --- ---
Umsatz 612,3 495,6 0,1 0,0 1.108,0
EBIT 49,4 44,4 - 15,9 - 0,3 77,6
Investitionen 14,0 2,0 0,7 0,0 16,7
Mitarbeiter 3.686 3.102 82 0 6.870

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1. HALBJAHR 2016 Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
MIO € MIO € MIO € MIO € MIO €
--- --- --- --- --- ---
Umsatz 602,2 490,2 0,1 0,0 1.092,5
EBIT 34,7 53,4 - 22,9 0,1 65,3
Investitionen 14,9 14,1 0,8 0,0 29,8
Mitarbeiter 3.818 3.544 99 0 7.461

Ausgewählte Anhangangaben zum Konzernzwischenabschluss

Anwendungen der Vorschriften

Der Konzernabschluss der DMG MORI Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2016 im Geschäftsbericht Seite 106 ff.) beibehalten - mit Ausnahme der Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften. Alle zum 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Der DMG MORI-Konzern wird den IFRS 9 "Finanzinstrumente" und den IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erstmalig zum 1. Januar 2018 anwenden.

Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 und des IFRS 15 auf den Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse 2018 können noch nicht verlässlich geschätzt bzw. quantifiziert werden, werden aber voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben. Der DMG MORI-Konzern hat eine vorläufige Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 durchgeführt und kommt zu dem Ergebnis, dass die neuen Klassifizierungsanforderungen und Bewertungsansätze für Finanzinstrumente voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung der finanziellen Vermögenswerte haben werden.

Der Konzern geht allerdings davon aus, dass die Wertminderungsaufwendungen für Vermögenswerte im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells des IFRS 9 wahrscheinlich steigen und volatiler werden. Denn das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 wird durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle" im IFRS 9 ersetzt. Dies erfordert wesentliche neue Berechnungsparameter bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf Grundlage gewichteter Wahrscheinlichkeiten verschiedener Szenarien bestimmt. Die anzuwendenden Wertminderungsmethoden wurden noch nicht endgültig festgelegt. Eine verlässliche Quantifizierung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Die Einstufung der finanziellen Schulden wie auch die Änderungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach den Anforderungen des IFRS 9 werden gemäß der vorläufigen Beurteilung keine wesentlichen Auswirkungen für den DMG MORI-Konzern haben. Darüber hinaus erfordert IFRS 9 umfangreiche neue Anhangangaben, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen.

Für den IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" beabsichtigt der Konzern die modifizierte retrospektive Erstanwendung des IFRS 15 anzuwenden. Nach einer weitergehenden Analyse der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss kommt der DMG MORI-Konzern zu der Einschätzung, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Transport und Inbetriebnahme der Maschine, Schulungen) resultieren können, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse für die Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen und zugehörige Kosten später als derzeit erfasst werden, das heißt nach Erbringung dieser Leistungsverpflichtungen. An einer Systemlösung wird aktuell mit den Tochtergesellschaften gearbeitet. Für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und die Konzernzwischenabschlüsse in 2018 wird die Höhe der Umsatzerlöse aus diesen Leistungsverpflichtungen, die später als derzeit erfasst werden, keine wesentlichen Auswirkungen auf den jeweiligen Abschluss haben. Weitergehende Informationen zu den Regelungen des IFRS 15 sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 dargestellt.

Sainsonale Einflüsse

Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. Im Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse detailliert beschrieben. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.

Konsolidierungskreis

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2017 einschließlich der DMG MORI Aktiengesellschaft 88 Unternehmen, von denen 84 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen wurden. Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 verminderte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften um elf. Darüber hinaus ist die bisher "at equity" einbezogene DMG MORI Australia Pty. Ltd. aus dem Konsolidierungskreis abgegangen. Die Anzahl der Konzerngesellschaften hat sich somit insgesamt um zwölf reduziert. Die Veränderung der Konzernstruktur setzt sich wie folgt zusammen:

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurden die Anteile an ausgewählten amerikanischen und asiatischen Tochtergesellschaften an die DMG MORI Company limited veräußert. Die Anteile an der DMG MORI Systems GmbH wurden mit Wirkung zum 28. Februar 2017 an einen strategischen Investor verkauft. Darüber hinaus wurden im zweiten Quartal aufgrund der Verschlankung der Gesellschaftsstruktur folgende fünf Gesellschaften verschmolzen:

DMG MORI ECOLINE Holding AG,
DMG MORI ECOLINE AG,
DMG ECOLINE GmbH,
DMG MORI Management AG,
TECNO CONTROL S.R.L.

Neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen sind die REALIZER GmbH, die GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane (Australien) sowie zwei von der GILDEMEISTER energy solutions im Berichtszeitraum neu gegründete Tochtergesellschaften, die Components Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg, und die GILDEMEISTER LSG Solar RUS, Moskau (Russland).

Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die Magnescale Co., Ltd., ihre Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), sowie die DMG MORI Finance GmbH als assoziierte Unternehmen klassifiziert und "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

VERÄUSSERUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 sind die Anteile an der

DMG MORI SEIKI CANADA INC. (inkl. DMG MORI CANADA INC.),
DMG MORI Brasil Comercio de Equipamentos Industriais Ltda.,
DMG MORI Korea Co., Ltd.,
DMG MORI Australia Pty. Ltd.,
DMG MORI Taiwan Co. Ltd.,
DMG MORI Singapore Pte. Ltd.,
DMG MORI MALAYSIA SDN. BHD.,
DMG MORI Vietnam Co. Ltd.,
DMG MORI Mexico S.A. de c.v.

im Rahmen der Neuausrichtung auf die DMG MORI Company limited übertragen worden. Der Kaufpreis betrug 50,7 MIO €. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Übernahme bzw. Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert.

Die erhaltene Gegenleistung, die anteiligen abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sowie das Veräußerungsergebnis, das unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Insgesamt sind anteilige Firmenwerte in Höhe von 3,7 MIO € abgegangen.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2017 sind 100% der Anteile an der DMG MORI Systems GmbH an einen externen Investor veräußert worden. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Übernahme vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile wurden alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Verkauf der Anteile ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 2,4 MIO € entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Ein anteiliger Firmenwert in Höhe von 15 T€ ist abgegangen. Die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

VERÄUSSERTE TOCHTERGESELLSCHAFTEN

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Amerikanische und

asiatische Tochtergesellschaften
DMG MORI Systems GmbH
T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 2.556 411
Geschäfts- oder Firmenwert 3.695 15
Sachanlagen 22.870 1.228
Vorräte 15.882 3.064
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte 29.738 13.474
Aktive latente Steuern 1.681 30
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21.504 1
Veräußertes Vermögen 97.926 18.223
Rückstellungen 7.276 2.302
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 41.372 13.198
Latente Steuern 586 0
Veräußerte Schulden 49.234 15.500
Veräußertes Nettovermögen 48.692 2.723
Sonstiges Ergebnis 2.389 0
Erhaltene Gegenleistungen 50.658 295
Veräußerungsergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen - 423 - 2.428

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Mit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 50,1% der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen. Für den Erwerb der restlichen Anteile ist der Kaufpreis unter anderem von vertraglich vereinbarten Bedingungen abhängig. Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung betrug 14,2 MIO € und wird in Zahlungsmitteln erbracht. Die REALIZER GmbH wurde seit dem Zeitpunkt des Erwerbs vollkonsolidiert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Details sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

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REALIZER GmbH
T€
--- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.472
Sachanlagen 197
Vorräte 1.251
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 339
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 156
Zahlungsmittel 45
Sonstige Rückstellungen 401
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 345
Passive latente Steuern 463
Nettovermögen 2.101
Mit dem Erwerb entstandener Geschäfts oder Firmenwert
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 14.226
Nettovermögen 2.101
Geschäfts- oder Firmenwert 12.125

Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag von 12,1 MIO € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus erwarteten Synergien für das Produktportfolio additive manufacturing. Direkt mit dem Erwerb verbundene Kosten in Höhe von 43 T€ wurden als Aufwand der Periode berücksichtigt. Seit dem 6. Februar 2017 trug die REALIZER GmbH in Höhe von 2,4 MIO € zusätzlich zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug - 0,1 T€. Wäre der Erwerb der Anteile bereits zum 1. Januar 2017 einbezogen worden, wäre der Anteil am Ergebnis nach Steuern - 0,2 MIO € gewesen und die Umsatzerlöse hätten 2,6 MIO € betragen. Die Kaufpreisallokation ist noch vorläufig.

Ergebnisse je Aktie

Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 52,0 MIO € um das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis in Höhe von 0,9 MIO € vermindert. Zum 30. Juni 2017 gibt es analog zum Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.

ERGEBNISSE JE AKTIE

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2017 2016
Konzernergebnis nach Steuern ohne

Ergebnisanteil anderer Gesellschafter
T€ 51.093 37.986
Durchschnittlich gewichtete Anzahl
der Aktien (Stück) 78.817.994 78.817.994
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,65 0,48

Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung

Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt. Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2016 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2017 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es nur bei den lang- und kurzfristigen Finanzschulden. Der Buchwert zum 30. Juni 2017 liegt bei 46,8 MIO €, während der beizulegende Zeitwert 47,9 MIO € beträgt. Die Einzahlungen bzw. Auszahlungen aus der Übernahme bzw. dem Verlust der Beherrschung von Tochterunternehmen resultieren aus dem Kauf / Verkauf von Tochtergesellschaften in 2016 bzw. im ersten Quartal 2017, deren Kaufpreiszahlung im zweiten Quartal erfolgte.

Gesamtergebnisrechnung

Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2017 in Höhe von 44,6 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (52,0 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (- 7,4 MIO €) zusammen. Das Konzernergebnis zum 30. Juni 2017 in Höhe von 52,0 MIO € und die Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente erhöhten das Gesamtergebnis, während es die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung verminderten. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.

Eigenkapital-Veränderungsrechnung

Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 21,6 MIO € auf 1.209,3 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital sanken um 36,8 MIO € auf 3,1 MIO €. Das Konzernergebnis zum 30. Juni 2017 in Höhe von 52,0 MIO € sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente erhöhten das Eigenkapital. Die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen reduzierten es.

Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI Company limited fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein; der Handel mit Produkten der DMG MORI Company limited wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. der Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2016 ausführlich erläutert. Seit dem 1. Januar 2017 sind ausgewählte amerikanische und asiatische Tochtergesellschaften aufgrund ihrer Entkonsolidierung nicht mehr im Segment Industrielle Dienstleistungen enthalten. Während die DMG MORI Systems GmbH mit Wirkung zum 28. Februar nicht mehr im Segment "Werkzeugmaschinen" enthalten ist, ist die REALIZER GmbH seit Februar in dem Segment "Werkzeugmaschinen" berücksichtigt. Die neuen Gesellschaften Components Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg, die GILDEMEISTER lsg Solar Australia Pty Ltd., Brisbane (Australien) sowie die GILDEMEISTER LSG Solar RUS, Moskau (Russland), sind dem Segment "Industrielle Dienstleistungen" zugeordnet. Die ecoline-Gesellschaften wurden bisher im Segment "Werkzeugmaschinen" geführt. Durch die Verschmelzung dieser Gesellschaften werden sie nunmehr dem Segment "Industrielle Dienstleistungen" zugeordnet. Die Änderung der Werte im Umsatz betrug 0,7 MIO €, die Änderung des EBIT ist unwesentlich. Die Vorjahreszahlen zum 30. Juni 2016 wurden entsprechend angepasst.

Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2016 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI Company limited gehören oder an denen die DMG MORI Company limited beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2016, differenziert dargestellt.

Die DMG MORI Finance GmbH sowie die Magnescale Co., Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI Company limited gehören. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 sind die Anteile ausgewählter amerikanischer und asiatischer Tochtergesellschaften an die DMG MORI Company limited zum Kaufpreis von 50,7 MIO € veräußert worden. Dem Erwerb und der Ermittlung der Kaufpreise der Anteile der Gesellschaften lagen neutrale Bewertungsgutachten zu Grunde.

Die DMG MORI Aktiengesellschaft hat der DMG MORI GmbH in 2016 ein Darlehen in Höhe von 120,0 MIO € gewährt. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291ff. AktG zwischen der DMG MORI GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI Aktiengesellschaft (beherrschtes Unternehmen).

Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Die wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind im Kapitel "Ausblick" dargestellt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bielefeld, 27. Juli 2017

DMG MORI Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Vorsitzender
Dipl.-Kfm. Christian Thönes Dipl.-Kfm. Björn Biermann Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler

Aufsichtsrat: Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI Aktiengesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI ; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI Aktiengesellschaft und verschiedene andere Faktoren.

Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI Aktiengesellschaft mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI Company limited mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI Company limited beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen.

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