Environmental & Social Information • May 3, 2023
Environmental & Social Information
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Finanzbericht: 32336635
Vorstandsvorsitzender Christian Thönes (Mitte) setzt mit seinen Vorstandskollegen Björn Biermann (r.) und Michael Horn auf den strategischen Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Erfolgreich wirtschaften heißt nachhaltig wirtschaften! Das ist für uns selbstverständlich. Ein hohes Maß an Prozessintegration, ganzheitliche Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen - zukunftsstarke Technologielösungen von DMG MORI schonen Ressourcen, Klima und Umwelt und leisten so einen positiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Kurz: Unser strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit geht voll auf und ist genau richtig. Heute mehr denn je.
Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft bilden bei DMG MORI eine Symbiose, die wir aktiv leben: Als ein weltweiter Technologieführer übernimmt DMG MORI ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Vom Rohstoff bis zum Recycling - Nachhaltigkeit ist fest in sämtliche Strukturen und Prozesse integriert. Unsere Fertigungslösungen sind ressourcenschonend produziert, hochqualitativ, langlebig, recycelbar und maximal effizient. Auch bei unseren Kunden steht Nachhaltigkeit immer mehr im Fokus. Wir geben ihnen neben energieeffizienten Maschinen auch leistungsstarke Tools an die Hand, um ihre Produktion effizient und dynamisch zu gestalten.
DMG MORI hat über den Klima-Dreiklang "Vermeiden -Reduzieren - Kompensieren" bereits seit 2020 einen ausgeglichenen Company Carbon Footprint und seit 2021 auch einen ausgeglichenen Product Carbon Footprint. Weitere Informationen stehen im Kapitel "Klima und Umwelt" auf Seite 24 ff. Wir vermeiden und reduzieren Emissionen, wo immer möglich. Nicht vermeidbare Emissionen gleichen wir über CO 2-Zertifikate aus. Dies umfasst direkte und indirekte Emissionen der eigenen Wertschöpfung sowie indirekte Emissionen aus vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette (Scope 1, 2 und 3 Upstream). Gleichzeitig arbeiten wir intensiv mit unseren Lieferanten daran, auch ihre CO 2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Unser Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 und unser Umweltmanagement nach ISO 14001 zertifiziert.
DMG MORI-Maschinen schonen auch im Betrieb beim Kunden nachhaltig die Umwelt. Mit GREENMODE erhöhen wir konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream), zum Beispiel durch verbrauchsoptimierte Komponenten, wie LED-Beleuchtung, hoch effiziente Antriebe nach IE3, die Rückspeisung von Bremsenergie, eine intelligente Regelung von Aggregaten sowie die Optimierung von bewegten Massen anhand von FEM-Simulationen. Mit der CELOS-APP "ENERGYSAVING" sparen unsere Kunden bis zu 20 % Energie im Maschinenbetrieb und reduzieren zugleich deutlich die Prozesszeit. Unsere recyclingorientierte Produktentwicklung nach VDI 2243 sorgt dafür, dass wir in stets zunehmendem Maße recyclebare und recycelte Materialien in unserer Fertigung einsetzen.
Think green - and think big! DMG MORI forciert weltweit die Herstellung und Weiterentwicklung grüner Technologien. Wir sind ein Innovationsführer bei der Produktion umweltschonender Technologie: Viele unserer Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität. Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem Gewicht, optimierter Funktionalität sowie minimalen Transportwegen ressourcenschonend gefertigt werden. In den DMG MORI Excellence Centern unterstützen wir Kunden mit unserem gebündelten Know-how von der Idee bis zum fertigen Produkt.
DMG MORI ist global eines der nachhaltigsten Industrieunternehmen. Unsere DMG MORI GREEN ECONOMY setzt neue Maßstäbe. Für uns ist eine ressourcenschonende Maschinenherstellung bereits heute gelebte Realität. Unter DMG MORI GREEN ECONOMY fassen wir sämtliche Initiativen zur "100 % grünen Maschine" zusammen (→Klima und Umwelt, Seite 24 ff.):
1. GREENMACHINE
2. GREENMODE
3. GREENTECH
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Mit unseren hochpräzisen, nachhaltigen Werkzeugmaschinen und ganzheitlichen Technologien schaffen wir Chancen, das Leben von Generationen zu verbessern. Neben Umwelt- und Klimaschutz fokussieren wir die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir fördern und fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen Aktionen.
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Bei der Umsetzung sind wir alle gefordert. Wir sprechen deshalb über unser Engagement - intern und extern, auch um andere zu motivieren. Um einen Beitrag zu den SDGs zu leisten, nehmen wir uns konkrete eigene Ziele vor: Mit unseren DMG MORI Energiesparwettbewerben fordern wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, Ideen umzusetzen und den Energieverbrauch bei DMG MORI nachhaltig zu senken. Seit September 2021 hat sich DMG MORI zu den Zielen der Initiative "Science Based Targets" selbst verpflichtet, die sich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen. Dafür wollen wir bis 2030 unsere Emissionen in Scope 1 & 2 um 46,2 % sowie in Scope 3 um mindestens 13,5 % reduzieren (Basisjahr: 2019). Dieses Ziel wollen wir im laufenden Geschäftsjahr auf 27,5 % erhöhen. Darüber hinaus setzen wir die Empfehlungen der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Informationen um. 2022 gehörte DMG MORI im Bereich Klimaschutz erneut von über 1.000 Bewerbern zu den TOP- Unternehmen für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem größten Wettbewerb dieser Art in Europa. Allein die Nominierung zeigt, dass unser hoher Einsatz für das Klima als Spitzenleistung gewertet wird. Von dem weltweit renommierten Bewertungsinstitut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den TOP 1 % von über 35.000 bewerteten internationalen Unternehmen.
DMG MORI steht auch in Zukunft für nachhaltige Technologien, TOP-Werte und Innovationen für Mensch und Umwelt. Wie erfolgreich DMG MORI bereits heute in Sachen "Sustainability" ist und welche Ziele wir verfolgen, zeigt dieser Nachhaltigkeitsbericht. Willkommen in der DMG MORI GREEN ECONOMY!
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| Christian Thönes | Björn Biermann | Michael Horn |
| Vorstandsvorsitzender | Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands |
DMG MORI ist ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und nachhaltigen Technologien, die im Zentrum weltweiter Wertschöpfungsketten stehen. Bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT arbeiten rund 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Umsatz von über 2,3 MRD € erwirtschaften. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED liegt der Umsatz bei rund 3,4 MRD €. In der "Global One Company" sind mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in direktem Kontakt zu über 100.000 Kunden aus 57 Branchen. DMG MORI ist global präsent in 88 Ländern mit 16 Produktionswerken, 113 Vertriebs- und Servicestandorten.
Der strategische Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit passt perfekt zu unserem Vision-Mission-Statement: Wir stärken unsere Kunden in Fertigung und Digitalisierung! Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein!
Ganzheitliche Automatisierungs- und durch gängige Digitalisierungslösungen erweitern das Kerngeschäft mit Dreh- und Fräsmaschinen, Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing. Unser gesamtes Fertigungs-Know-how aus über 152 Jahren bündeln wir in Technologie-Exzellenz für die Fokusbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold sowie Medical und Semiconductor. Unsere kundenorientierten Services begleiten den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine - inklusive Training, Instandsetzung, Wartung und Ersatzteilservice.
DMG MORI ist eines der nachhaltigsten Industrieunternehmen weltweit. Unsere innovativen Lösungen leisten einen entscheidenden Beitrag für Mensch und Umwelt. Die Verbindung von Maschinen, Technologien, Anwendern, Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht einen hohen Grad an Prozessintegration für eine ressourcenschonende und effiziente Produktion. Getreu unserem Motto: dynamic . Excellence.
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| WERKZEUGMASCHINEN | INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN | CORPORATE SERVICES |
|---|---|---|
| DREHEN FRÄSEN ADVANCED TECHNOLOGIES DIGITAL SOLUTIONS |
VERTRIEB UND SERVICES | KONZERNÜBERGREIFENDE HOLDINGFUNKTIONEN |
Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im Gesch.ftsbericht 2022 auf Seite 38 ff., Seite 42 und Seite 183.
Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft bilden bei DMG MORI eine Symbiose, die wir aktiv leben. Wir übernehmen ganzheitlich Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Rohstoff bis zum Recycling.
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Unser strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist genau richtig - heute mehr denn je. Mit hochpräzisen, nachhaltigen Werkzeugmaschinen und ganzheitlichen Technologien schaffen wir Chancen, das Leben von Generationen zu verbessern.
Neben Umwelt- und Klimaschutz fokussieren wir die Zufriedenheit, Gesundheit und Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern und fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen, machen uns stark für Menschenrechte und engagieren uns für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen Aktionen. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Bei der Umsetzung sind wir alle gefordert.
Durch ein hohes Maß an Prozessintegration, ganzheitliche Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen schonen zukunftsstarke Technologielösungen von DMG MORI Ressourcen, Klima und Umwelt und leisten so einen positiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der DMG MORI GREEN ECONOMY. Mit unseren ganzheitlichen Initiativen für eine ressourcenschonende Maschinenherstellung und maximal effiziente Produktion setzen wir immer neue Maßstäbe. Wir übernehmen von Anfang an Verantwortung. Nachhaltigkeit ist eine grundsätzliche Anforderung an alle Prozesse: von der ersten Idee in der Entwicklung über die Beschaffung und Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden und der Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus. Unser 360°-Ansatz wird gestützt durch eine systematische Erfassung spezifischer Kennzahlen, um unsere Maßnahmen zu validieren und zu steuern sowie eine umfassende Information und Integration unserer Mitarbeiter bei Nachhaltigkeitsthemen.
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| KLIMA & UMWELT | WERTE & COMPLIANCE | GESELLSCHAFT & SOZIALES |
|---|---|---|
| GEMEINSAM SCHÜTZEN | GEMEINSAM LEBEN | GEMEINSAM UNTERSTÜTZEN |
Für maximale Ressourcenschonung setzen wir auf eine hohe Qualität und Energieeffizienz unserer Produkte und Serviceleistungen. Durch den Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren -Kompensieren" erreichen wir eine ressourcenschonende Wertschöpfung.
Der Nachhaltigkeitsbericht enthält den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2022 und informiert über Fortschritte bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erfüllen die gesetzlichen Bestimmungen gemäß §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e Handelsgesetzbuch (HGB) und gehen zudem mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben darüber hinaus. Dabei orientieren wir uns an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI), die im Berichtsjahr grundlegend überarbeitet wurden. DMG MORI hat sich bewusst entschieden, diesen neuen GRI-Standards nicht mehr vollständig zu entsprechen. Stattdessen bereiten wir uns bereits jetzt intensiv auf die umfangreichen, neuen gesetzlichen Anforderungen vor, die wir erstmals für das Berichtsjahr 2024 anwenden und richten unseren Nachhaltigkeitsbericht sukzessive darauf aus. Bei den nach HGB verpflichtenden Angaben für das Ergebnis der Konzepte und Key-Performance-Indicators (KPIs) nach § 289 Abs. 3 HGB verwenden wir die weiterhin gültigen "Themenspezifischen Standards" des GRI. Damit wollen wir eine konsistente Berichterstattung sicherstellen.
Der Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020 / 852 / EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung 2019 / 2088 / EU (→Klima und Umwelt, Seite 33 ff.). Im GRI-Content-Index unter "Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB" stellen wir die Abgrenzung bzw. die gesetzlich verpflichtenden Inhalte dar. Berichtsinhalte, die von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einer Prüfung mit begrenzter Sicherheit unterzogen wurden, sind im GRI-Content-Index auf Seite 74 ff. gekennzeichnet durch: ✓
Unsere Nachhaltigkeitsthemen identifizieren und definieren wir mit einer Wesentlichkeitsanalyse. Diese berücksichtigt interne Perspektiven, externe Stakeholder und Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte. Hierfür haben unsere DMG MORI Nachhaltigkeitskoordinatoren Themen vorausgewählt, zum Beispiel aus Lieferantenleitfäden oder Kundenfragebögen, diese erörtert sowie festgelegt. Unsere Einschätzung dieser Themen überprüfen wir jährlich. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen in der Bewertung.

Die Wesentlichkeitsmatrix (Abbildung 01) ist in die Kategorien "geringe, mittlere und hohe Wesentlichkeit'' eingeteilt und stellt die Bewertung der Themen in drei Dimensionen zusammenfassend dar:
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| ― | Y-Achse: Relevanz für DMG MORI |
| ― | X-Achse: Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Gesellschaft |
| ― | Pfeile: Bedeutung für unsere Stakeholder |

Unser Nachhaltigkeitsbericht 2022 fokussiert erneut die Themen in der Kategorie "hohe Wesentlichkeit", die auch die Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagementsystems bilden. Die Schwerpunkte dieses Managementsystems beschreiben wir zudem in unserem konzernweit gültigen "Corporate Responsibility "-Handbuch.
Die Handlungsfelder ordnen wir entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette ein (Abbildung 02). Schwarz hervorgehoben sind Themen, auf die wir direkt Einfluss nehmen -zum Beispiel durch interne und externe Informationen, Maßnahmen oder Konzepte.
Das Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, einen möglichst positiven Beitrag für Mensch, Gesellschaft und Umweltschutz zu leisten. Durch unsere Geschäftstätigkeit sollen keine negativen Auswirkungen entstehen. Dabei berücksichtigten wir selbstverständlich fortlaufend neue gesetzliche Anforderungen. Im Berichtsjahr haben wir uns weiterhin insbesondere mit der EU-Taxonomie in Bezug auf Nachhaltigkeit sowie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz befasst (→Klima & Umwelt, Seite 24 ff., Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
Mit unserem ganzheitlichen Ansatz liegen wir absolut richtig: Für unser Nachhaltigkeits-Engagement wurden wir im Berichtsjahr für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2023 nominiert und von weiteren Instituten mehrfach ausgezeichnet: Von dem weltweit renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1 % von über 35.000 bewerteten internationalen Unternehmen. Focus Money ehrte DMG MORI für "Deutschlands beste Nachhaltigkeit". Das renommierte F.A.Z.-Institut verlieh das Prädikat "Innovationschampion in der Nachhaltigkeit". Weitere Auszeichnungen für Fairness, Reputation und Arbeitgeberqualitäten unterstreichen unser Engagement als attraktiver Arbeitgeber und unsere exzellente Unternehmenskultur. Für ein herausragendes Ergebnis im Bereich ressourceneffiziente Produktion wurde DMG MORI für den Standort Pfronten mit dem "Lean & Green Management Award 2022" ausgezeichnet. Auch die Stiftung "Allianz für Entwicklung und Klima" beschreibt in ihrem Jahresbericht unser Nachhaltigkeitsengagement als "good practice".
Von dem international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1 % von über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen. Das CSR-Rating umfasst die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
Wir sind Partner der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA). Mit unserer Partnerschaft verpflichten wir uns zur Einhaltung der zwölf Nachhaltigkeitsleitsätze des Maschinen- und Anlagenbaus.
Wir engagieren uns freiwillig für die Umsetzung der UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags. Deshalb sind wir seit 2019 Mitglied der "Allianz für Entwicklung und Klima".
DMG MORI verpflichtet sich zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Der im Berichtsjahr umfassend überarbeitete "DMG MORI Verhaltenskodex" definiert diese u. a. in Bezug auf die wichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt und Lieferkette. Wir beschreiben darin unsere selbst gesteckten Ziele und Regeln, mit denen wir uns zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln sowie einer nachhaltigen Wertschöpfung verpflichten. Damit bildet der Verhaltenskodex die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement.
Ebenfalls berücksichtigt der Verhaltenskodex aktuelle Branchenstandards und Kundenanforderungen. Vor dem Hintergrund des seit 1. Januar 2023 geltenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes haben wir unser Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte bekräftigt und weiter präzisiert. Im Fokus stehen eine existenzsichernde Vergütung und angemessene Arbeitszeiten, das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit, der Schutz lokaler Gemeinschaften und die Ablehnung jeglicher Form von Kinder- oder Zwangsarbeit, Menschenhandel oder moderner Sklaverei.
In unserem Intranet "DMG MORI ONE" informieren wir zu ausgewählten Themen aus dem Verhaltenskodex und über unsere Richtlinien. Darüber hinaus hat jeder Mitarbeiter das Recht und die Pflicht, sich über den aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren.
Neue Mitarbeiter erhalten beim Onboarding stets den Verhaltenskodex. Zudem erhielten sämtliche Mitarbeiter die aktualisierte Version. Für alle gilt: Der Erhalt ist verbindlich zu bestätigen. DMG MORI erwartet von allen, die darin beschriebenen Grundsätze einzuhalten und weiterzugeben. Dasselbe gilt für unsere Geschäftspartner, insbesondere für unsere Lieferanten.
Unsere Führungskräfte sollen den Mitarbeitern ein Vorbild sein und den Kodex aktiv vorleben. Dazu führen wir beispielsweise Schulungen durch. Ergänzend geben ihnen unsere "Leading Principles" Leitlinien für eine nachhaltige Führungskultur an die Hand.
Nachhaltigkeit ist Chefsache. Die Abteilung "Corporate Responsibility" bündelt die Themen Nachhaltigkeit und Compliance und berichtet direkt an den Vorstand als höchstes Entscheidungsorgan.

Wir stehen mit unseren Stakeholdern im Austausch. Ihre Meinungen, Fragen und Anmerkungen liefern dem "Corporate Responsibility"-Management wichtige Impulse und beeinflussen mittelbar und unmittelbar unser Handeln. Deshalb ist ein kontinuierlicher, konstruktiver Austausch mit ihnen in unserem "Corporate Reponsibility"-Handbuch festgelegt und wird aktiv gefördert. Der Verhaltenskodex bildet dabei die Basis für den Umgang mit all unseren Stakeholdern.

Zur weiteren Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie tragen zudem der gezielte Austausch und die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern sowie mit den interdisziplinären Nachhaltigkeitskoordinatoren bei.
Die Nachhaltigkeitskoordinatoren haben bei der Wesentlichkeitsanalyse die "besonders wesentlichen Stakeholder" festgelegt und überprüfen diese regelmäßig (→Abbildung 04). Ergänzend sind beispielhafte, relevante Dialogformen mit diesen Stakeholdern aufgeführt. Mit dem "DMG MORI ONE" steht uns eine interaktive Plattform für den internen Austausch mit und zwischen allen Mitarbeitern zur Verfügung. So erhalten wir zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen direktes Feedback und können u. a. gezielt Umfragen starten. Zudem analysieren wir die Rückmeldungen unserer Stakeholder sowie Kommentare zu den Nachhaltigkeitsaspekten in unseren Social-Media-Kanälen. Es zeigt sich: Unsere Stakeholder interessieren sich für vielfältige Themen. Insgesamt decken sich die Ergebnisse mit unserer Einschätzung der Wesentlichkeit.
Ein wichtiges Thema für alle unsere Stakeholder ist der Russland-Krieg in der Ukraine. DMG MORI hatte umgehend nach Ausbruch des Krieges sämtliche Aktivitäten in Russland ganzheitlich gestoppt. Dies umfasst die Produktion in Ulyanovsk sowie alle Vertriebs-, Service- und Trainingsaktivitäten in Russland sowie alle Lieferungen von Maschinen, Ersatzteilen, Komponenten und Services nach Russland.
Wir informieren alle Stakeholder fortlaufend mit geeigneten Maßnahmen, wie Presse-Mitteilungen oder internen Announcements über relevante Themen. Wirtschaftliche Auswirkungen sind unserer Finanzberichterstattung und dem Geschäftsbericht zu entnehmen. Ergänzend stehen unseren Mitarbeitern im "DMG MORI ONE" regelmäßig aktualisierte, umfangreiche Informationen zur Verfügung (→Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Seite 50 ff.).
Im Berichtsjahr informierte der Vorstand zudem erneut alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter digital über die strategische Ausrichtung von DMG MORI. Im Fokus standen dabei die live gestellten Fragen der Mitarbeiter an den Vorstand.
Unsere umfassenden Kommunikationsmaßnahmen tragen sowohl intern als auch extern dazu bei, Nachhaltigkeit fest in alle Strukturen und Prozesse von DMG MORI zu verankern. So schaffen wir Transparenz für unsere Stakeholder und zeigen ihnen deutlich: Nachhaltigkeit ist bei DMG MORI integraler Bestandteil in allen Bereichen - bei Entwicklungs- und Designprozessen, unserer Einkaufsstrategie, in der Produktion sowie bei administrativen Tätigkeiten.
Wir ermutigen alle unsere Stakeholder, den Verdacht auf eine Verletzung geltender Bestimmungen oder unserer DMG MORI Richtlinien umgehend und anonym zu melden. Hierfür stehen unser Responsibility-Helpdesk ([email protected]) oder ein externer Vertrauensanwalt, Dr. Carsten Thiel von Herff LL. M. (https://report-tvh.com), zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden sich im Verhaltenskodex, im "DMG MORI ONE" und auf unserer Website. Hier finden sich auch weitere detaillierte Informationen zum Hinweisgebersystem. Denn Hinweisgeber sind für uns eine wertvolle und hilfreiche Quelle, um mögliches Fehlverhalten aufzudecken, zu unterbinden und unverzüglich Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, um eventuelle Folgen abzumildern. Wir schützen sie selbstverständlich vor diskriminierenden oder disziplinarischen Maßnahmen und tolerieren keine gegen den Hinweisgeber gerichteten Vergeltungshandlungen. Mit diesem Hinweisgebersystem erfüllen wir gleichzeitig die Anforderungen an das Beschwerdeverfahren nach dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Unsere bestehenden Prozesse prüfen und erweitern wir fortlaufend. Nachhaltigkeitsthemen sind fester Bestandteil der jährlichen Fragebögen an die Geschäftsführung, um Handlungsbedarfe umfassend und zeitnah zu identifizieren. Zudem gelten für Nachhaltigkeit die gleichen Eskalations- und Berichtsprozesse wie für Compliance.
Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter Berücksichtigung bestehender Grundsätze und Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken, die die Wesentlichkeitskriterien gemäß § 289 c (3) Nr. 3 und 4 HGB erfüllen. Die Risikobewertung der Nachhaltigkeitsthemen ist in unser "Risk-Assessment" integriert (→Compliance, Seite 61 ff.).
Die Non-Profit-Organisation "Carbon Disclosure Project" (CDP) hat DMG MORI im Berichtsjahr mit einem "C-Rating" ausgezeichnet. CDP bewertet jedes Jahr das Engagement von Unternehmen, Kommunen und Ländern im Bereich Umwelt- und Klimaschutz anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs.
Wir setzen uns für eine wertschätzende und vorurteilsfreie Organisationskultur in der Arbeitswelt ein. Dazu haben wir uns 2019 freiwillig verpflichtet.
Wir unterstützen die Initiative "Pro Recyclingpapier" und die dazugehörige Kampagne "CEOs bekennen Farbe". Seit 2019 beziehen unsere deutschen Standorte 100 % recyceltes DIN A3 und DIN A4 Papier, das mit dem "Blauen Engel" zertifiziert ist.
DMG MORI ist eines der nachhaltigsten Industrieunternehmen weltweit - dieser hohe Anspruch ist unser Ansporn. Wir übernehmen ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von unseren Lieferanten über unsere Produktentwicklung und Produktion bis hin zu unseren Kunden.
Bei DMG MORI bilden Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft seit vielen Jahren eine Symbiose. Wir übernehmen Verantwortung, um Klima und Umwelt zu schonen und insbesondere einen Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. Dafür verfolgen wir einen 360°-Ansatz: Wir fokussieren weltweit ein ressourceneffizientes, klima- und umweltfreundliches Verhalten bei DMG MORI und bei unseren Partnern. Wir handeln aktiv in jedem Abschnitt unserer Wertschöpfungskette und setzen auf nachhaltige Geschäftsmodelle. Wir sparen, wo immer möglich, Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein: in den vorgelagerten Prozessen unserer Lieferkette, unserer eigenen Produktion, beim Maschinenbetrieb bei unseren Kunden sowie bei der Überholung oder dem Recycling unserer Maschinen.
Unser Fokus beim Klimaschutz gilt gleichermaßen der Emissionsvermeidung und -reduktion. Nicht vermeidbare Emissionen (Scope 1, 2 und 3 Upstream) gleichen wir für uns und unsere Kunden über CO 2-Zertifikate aus. Gleichzeitig fordern wir unsere Lieferanten aktiv zum eigenen Handeln auf. Dazu haben wir im Berichtsjahr unsere Lieferanten über die Plattform Integrity Next erneut dazu aufgefordert, ihre CO 2-Emissionen gegenüber DMG MORI transparent zu machen.
Mit klar definierten Zielen und konkreten Maßnahmen tragen wir zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens bei. Seit September 2021 hat sich DMG MORI zu den Zielen der Initiative "Science Based Targets" selbst verpflichtet, die sich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen. Zudem haben wir uns 2021 zur Umsetzung der Leitlinien der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Chancen und Risiken. →de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/klima-und-umweltschutz
Unter DMG MORI GREEN ECONOMY bündeln wir unsere Initiativen für eine grüne Maschine. Unser Ziel ist ein minimaler Klima- und Umwelt-Footprint, das heißt maximale Ressourcen- und Umweltschonung. Wir optimieren unsere Prozesse, reduzieren Emissionen konsequent und maximieren den Nutzen eingesetzter Ressourcen. Dazu verpflichten wir uns selbst mit unserer Energie- und Umweltpolitik. Hoch Phasen des Maschinenlebenszyklus.
Wir haben uns folgende kurzfristigen Zwischenziele im Bereich Klima und Umwelt gesetzt:
1. Bis Ende 2023 reduzieren wir den CO 2-Ausstoß im Einklang mit unseren Science Based Targets um mindestens 8.149 Tonnen in Scope 1 & 2 sowie um mindestens 88.744 Tonnen in Scope 3 (Basisjahr: 2019).
2. Unsere Energieeffizienz steigern wir bis Ende 2023 um 5 % (Messgröße: kWh / € Wertschöpfung, Basisjahr: 2017).
3. An den europäischen Konzernstandorten bauen wir unser Energiemonitoringkonzept bis Ende 2023 weiter aus.
4. Bis Ende 2023 wollen wir projektbezogen weitere 10.000 MWh Energie einsparen (Basisjahr 2019).
5. Bis Ende 2023 werden alle europäischen Produktionsstandorte nach der Norm ISO 14001 zertifiziert.
6. Wir streben eine kontinuierliche Steigerung der Ressourceneffizienz durch Stärkung der Kreislaufwirtschaft an.
7. Wir reduzieren den Einsatz gefährlicher Stoffe.
8. Wir reduzieren fortlaufend unsere Abfälle.
9. Wir reduzieren fortlaufend unseren Papierverbrauch.
10. Wir reduzieren fortlaufend unseren Frischwasserbezug.
Von diesen 10 Konzernzielen leiten sich Ziele für die einzelnen Standorte ab, die jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in den Managementbewertungen sowie in einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft werden. Im Berichtsjahr haben sich unser Papierverbrauch und Frischwasserbezug im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht, da 2021 coronabedingt verstärkt mobil gearbeitet wurde und zum Beispiel zahlreiche Messen ausgefallen sind. Verglichen mit dem Vor-Corona-Niveau 2019 sind wir auch bei diesen beiden Zielen auf Kurs.
Unsere Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette fassen wir in drei Initiativen zusammen (Abbildung 05):
DMG MORI setzt bei der Maschinenherstellung auf den Klima-Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren". Der Fokus beim Umweltschutz liegt auf der Emissionsvermeidung und -reduktion. Nicht vermeidbare Emissionen gleichen wir über CO 2-Zertifikate aus. Kunden erhalten ressourcenschonend hergestellte Maschinen aus all unseren Produktionswerken. Hierfür sind zwei Faktoren essenziell:
1. die eigene Wertschöpfung bei DMG MORI,
2. die relevanten vorgelagerten Prozesse entlang unserer Lieferkette.
Die Berechnung unseres Company Carbon Footprint und des Product Carbon Footprint erfolgt in Anlehnung an den "Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting Standard" (GHG-Protocol), dem international anerkannten Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasen. Bereits seit Mai 2020 liegt unser Company Carbon Footprint bei Null. Dieser umfasst die Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie Scope 3 (Kategorien 1 Papier, 3, 5, 6 und 7). Unseren Product Carbon Footprint gleichen wir bereits seit 2021 aus. Dieser umfasst ergänzend die Emissionen aus den vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette, maßgeblich aus Scope 3 (Kategorien 1 Einkaufsmaterial und 4) sowie aus den nachgelagerten Prozessen beim Kunden und am Ende des Produkt-Lebenszyklus (Kategorien 9, 11 und 12). Dies ist kein Product Carbon Footprint nach ISO 14067, der auf einen "Life Cycle Assessment" nach ISO 14040 und ISO 14044 basiert, sondern eine Zusammenfassung von Scope 3 Kategorien, die nicht in Verbindung mit unserer Produktion stehen. Dabei werden mit Kapitalgütern verbundene Emissionen nicht berichtet, da diese keinen signifikanten Beitrag zu den Gesamtemissionen von DMG MORI leisten.
Bislang nicht vermeidbare Emissionen gleichen wir durch Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Projekte aus. Es handelt sich hierbei um Ex-Post-Zertifikate. Dabei ist sichergestellt, dass eine CO 2-Einsparung bereits stattgefunden hat. Die Projekte zielen ausschließlich auf eine grüne Infrastruktur ab und sind mit hohen Standards, u. a. von der UN oder dem WWF (World Wide Fund For Nature), zertifiziert und in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ihre Funktion und die eingesparte Menge CO 2 werden regelmäßig von unabhängigen Prüfern kontrolliert.
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| in MWh | 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Brennstoffverbrauch aus fossilen Energiequellen | 78.965 | 84.634 | -5.669 | -7 % |
| davon Erdgas | 25.085 | 36.904 | -11.819 | -32 % |
| davon Flüssiggas | 261 | 346 | -85 | -25 % |
| davon Heizöl | 533 | 0 | 533 | - |
| davon Kraftstoff | 53.086 | 47.384 | 5.702 | 12 % |
| Stromverbrauch | 45.704 | 49.542 | -3.838 | -8 % |
| davon Netzbezug | 43.651 | 46.955 | -3.304 | -7 % |
| davon Eigenerzeugung aus regenerativen Quellen | 2.053 | 2.587 | -534 | -21 % |
| Energieverbrauch gesamt | 124.669 | 134.176 | -9.507 | -7 % |
| Energieverbrauch pro Bruttowertschöpfung in kWh / T € | 246 | 299 | -53 | -18 % |
1) Standorte Deutschland (Bielefeld, Pfronten, Seebach, Geretsried, Idar-Oberstein); Italien (Brembate di Sopra, Tortona); Polen (Pleszew) und Fuhrpark; entsprechend über 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI
2) Umrechnungsfaktoren für Kraftstoffe: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 2022
3) Werte 2022 ohne Ulyanovsk
Den Energieverbrauch und Emissionsausstoß steuern wir mit unserem Energie- und Umweltmanagementsystem: Bereits seit 2015 betreibt DMG MORI an allen europäischen Produktionsstandorten ein Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001. Im Berichtsjahr haben wir dies um ein Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001 erweitert, das ebenfalls erfolgreich zertifiziert wurde. Beide Systeme fokussieren die wesentlichen Standorte mit den größten Umwelteinflüssen*. Die Wirksamkeit des Systems hat die DEKRA Certification GmbH im Berichtsjahr bestätigt. Unser Produktionsstandort FAMOT ist bereits seit 2019 nach der Norm ISO 14001 zertifiziert.
In unserem Energie- und Umweltmanagementsystem analysieren wir den Energieverbrauch und umweltrelevante Daten, wie die Abfallbilanzen unserer Standorte unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Wir identifizieren Hauptursachen und definieren gezielt Maßnahmen zur Reduktion. Ein zentraler Beauftragter für Energie- und Umweltmanagement koordiniert sämtliche relevante Aktivitäten mit Unterstützung von lokalen Teams und Verantwortlichen. Unsere Mitarbeiter und Dienstleister machen wir regelmäßig mit Vorgaben zum Umgang mit Energie- und Umweltthemen vertraut, zum Beispiel in jährlichen Schulungen oder mit unserer "Green Office"-Kampagne. Unsere Mitarbeiter erhalten zudem konkrete Handlungsanweisungen sowie ein ausführliches Energie- und Umweltmanagement-Handbuch.
Der Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Tabelle 06) umfasst die bezogenen Mengen an Strom, Erdgas und Flüssiggas sowie eigenerzeugte Strommengen an unseren acht größten Standorten sowie den Kraftstoffverbrauch im EU-Fuhrpark. Im Vergleich zum Vorjahr gab es eine Änderung: DMG MORI hat nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine unverzüglich und ganzheitlich alle Aktivitäten auf dem russischen Markt gestoppt. Sämtliche Vertriebs-, Service- und Trainingsaktivitäten sowie die Produktion in Ulyanovsk wurden eingestellt. Entsprechend liegen uns keine Daten zum Energieverbrauch an diesem Standort vor.
In unseren Produktionswerken setzen wir überwiegend Strom für Montageprozesse und die technische Gebäudeausrüstung ein. Hierfür investieren wir in eine möglichst autarke Stromversorgung unserer Produktionswerke. Wir erzeugen bereits seit vielen Jahren an nahezu allen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Servicestandorten regenerative Energie für den Eigenverbrauch - überwiegend über Photovoltaik-Anlagen. Dies bauen wir nun gezielt aus: Weitere Photovoltaikanlagen werden auf Hallendächern an den deutschen Standorten in Pfronten, Seebach und Stipshausen sowie in Pleszew (Polen) installiert. Nach Inbetriebnahme im laufenden Geschäftsjahr werden die Solaranlagen in Summe eine Spitzenleistung von rund 8 MWh erreichen. So stärkt DMG MORI die Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung von Treibhausgasen.
Erdgas benötigen wir für die Bereitstellung von Raumwärme sowie in geringem Umfang zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken. Aufgrund der Gasknappheit und des von der Bundesregierung ausgerufenen Ziels, 15 % Energie einzusparen, haben wir in der kalten Jahreszeit die Temperaturen in unseren Produktionshallen auf 18,5 °C und in den Büros auf 20,5 °C gesenkt. Gleichzeitig arbeiten wir fortlaufend daran, unseren Energieverbrauch weiter zu senken: Im Berichtsjahr haben wir weiter in Effizienzprojekte investiert und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt - Investitionen, die sich für die Umwelt lohnen. Fünf Beispiele:
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| ― | effiziente LED-Lichtsysteme in den administrativen Bereichen mit intelligenter Tageslichtsteuerung an allen europäischen Produktionsstandorten, |
| ― | moderne, zukunftsfähige Kraftwärmekopplungsanlage mit hybrider Antriebstechnik zur Erzeugung von Strom und Wärme, |
| ― | Optimierung der Anlagenparameterlaufzeiten durch eine bedarfsgerechte Steuerung, |
| ― | Austausch alter ein / zweiglasiger Fenster durch neue dreifachverglaste Fenster in Tortona, |
| ― | PV-Dachanlage auf unserem Logistikzentrum in Pfronten zur Eigenerzeugung von grüner Energie. |
* sieben europäische Produktionswerke und der Standort Geretsried (von insgesamt 67 Standorten) sowie Fuhrpark; entsprechend > 70 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI.
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| 2019 | Veränderung in % | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Company Carbon Footprint | 76.778 Tonnen CO 2 | -36 % | 49.202 Tonnen CO 2 |
| Product Carbon Footprint | 859.156 Tonnen CO 2 | -4 % | 824.669 Tonnen CO 2 |
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| Veränderung 2022 ggü. | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in t CO 2 | Kategorie | 2022 | 2021 | 2019 | 2021 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Scope 1 | 18.596 | 19.775 | 23.712 | -6 % | -22 % | |
| Erdgas | 4.621 | 6.933 | 7.475 | -33 % | -38 % | |
| Heizöl | 375 | 319 | 188 | 18 % | 99 % | |
| Flüssiggas | 53 | 66 | 78 | -20 % | -32 % | |
| Gase | 30 | 25 | 28 | 20 % | 7 % | |
| Interne Verbrennungsprozesse | Kühlmittel | 84 | 131 | 7 | -36 % | > 100 % |
| Pool | 190 | 118 | 201 | 61 % | -5 % | |
| Dienstreisen mit eigenem Fahrzeug | Leasing | 13.243 | 12.183 | 15.735 | 9 % | -16 % |
| Scope 2 | 9.521 | 10.432 | 24.793 | -9 % | -62 % | |
| Elektrizität | 9.028 | 9.984 | 24.244 | -10 % | -63 % | |
| Externe Energieversorgung | Fernwäre | 493 | 448 | 549 | 10 % | -10 % |
| Scope 3 Upstream 4) | 446.531 | 390.139 | 385.559 | 14 % | 16 % | |
| Produktionsmaterial | 404.174 | 353.406 | 339.422 | 14 % | 19 % | |
| Kategorie 1: Einkauf von Produktionsmaterial | Papier | 67 | 58 | 939 | 16 % | -93 % |
| Kategorie 3: Brennstoffe und Energie | Lieferkette der Kraftstoffe | 8.018 | 8.083 | 9.511 | -1 % | -16 % |
| Kategorie 4: Upstream-Transporte | z. B. Schiff und LKW | 21.272 | 18.600 | 17.864 | 14 % | 19 % |
| Abfall | 104 | 112 | 127 | -7 % | -18 % | |
| Kategorie 5: Abfälle | Wasser | 23 | 23 | 62 | 0 % | -63 % |
| Flüge | 2.861 | 699 | 4.339 | 309 % | -34 % | |
| Kategorie 6: Dienstreisen 5) | Mietwagen | 467 | 333 | 835 | 40 % | -44 % |
| Kategorie 7: Dienstwege der Mitarbeiter 6) | z. B. Autos | 9.545 | 8.825 | 12.460 | 8 % | -23 % |
| CO 2-Emissionen von DMG MORI (Scopes 1, 2 & 3 Upstream) | 474.648 | 420.346 | 434.064 | 13 % | 9 % | |
| Scope 3 Downstream 4) | 399.223 | 363.471 | 501.870 | 10 % | -20 % | |
| Kategorie 9: Downstream Transporte und Auslieferung | z. B. Schiff und LKW | 6.477 | 6.339 | 10.851 | 2 % | -40 % |
| Kategorie 11: Betrieb der verkauften Produkte | Maschinen | 370.670 | 336.761 | 463.959 | 10 % | -20 % |
| Kategorie 12: Maschinen-Recycling | z. B. Stahl und Elektronik | 22.076 | 20.371 | 27.060 | 8 % | -18 % |
| CO 2-Emissionen von DMG MORI | 873.871 | 783.817 | 935.934 | 11 % | -7 % |
1) Die Berechnung der CO 2-Bilanz erfolgte mit Hilfe von Emissionsfaktoren basierend auf der DEFRA 2022 Datenbank. Durch eine Aktualisierung der hinterlegten Faktoren im Berichtsjahr besteht lediglich eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten. Fehlende Emissionsfaktoren wurden durch die GEMIS, Probas Umweltbundesamt, EcoInvent und Ecotransit Datenbank ergänzt. Zur Berechnung der CO 2-Äquivalente (CO 2e) wurden neben Stickstofftrifluorid (NF3) die sechs Haupttreibhausgase gemäß des Kyoto-Protokolls berücksichtigt: Kohlendioxid (CO 2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6). Andere Emissionen treten nur in geringen Mengen auf und werden nicht separat berichtet. Bei der Berechnung der Scope 2 Emissionen kommt ein vereinfachter Market-Based-Approach zum Einsatz. Standorte, die Ökostrom beziehen, gehen mit einem CO 2-Koeffizienten von Null in die Berechnung ein. Für alle anderen Standorte wird vereinfachend der durchschnittliche deutsche CO2-Faktor verwendet (Quelle: Association of Issuing Bodies, 2021). Einzige Ausnahme bildet unser Standort in Polen, der aufgrund des CO 2-intensiveren Strommixes mit dem nationalen Faktor in die Berechnung eingeht. Verbräuche des Monats Dezember wurden hochgerechnet.
2) Auf Grundlage des Location based Approaches verursacht der Stromverbrauch 20.191 t CO 2 (Quelle: Association of Issuing Bodies, 2021). Dabei bleibt unberücksichtigt, dass DMG MORI in 2022 zu 74 % auf Strom aus erneuerbaren Quellen zurückgreift.
3) Für die Vorkettenemissionen von Strom wurde ein durchschnittlicher Wert anstatt länderspezifischer Emissionsfaktoren angenommen. T&D-Verluste sind nicht enthalten. Im Vergleich zum Nachhaltigkeitsbericht 2019 werden die Vorkettenemissionen des Graustromes in Scope 3 (Kategorie 3) anstatt Scope 2 berichtet. Diese Verschiebung hat keinen Einfluss auf die Gesamtemissionen.
4) Die Bestimmung der Scope-3 Emissionen beruht in einigen Kategorien auf Vorjahresdaten und entsprechenden Hochrechnungen. Kategorie 1 umfasst nur Materialien, die in der Produktion verwendet werden, und Papier. Andere Einkaufskategorien werden nicht berücksichtigt. Bei Kategorie 1 und 4 werden die durchschnittlichen Emissionen der Materialien und Upstream-Transporte von 6 Referenzmaschinen ohne Automatisierung (nur 1 st Tier Supplier) betrachtet. Kategorie 9 basiert auf 4 Referenzmaschinen sowie Emissionsfaktoren und durchschnittlichen Transportdistanzen aus 2019 (ohne Bulgarien und Südamerika). Kategorie 11 basiert auf 37 Referenzmaschinen. Kategorie 12 basiert auf 4 Referenzmaschinen und berücksichtigt nur Emissionen, die beim Recycling von Stahl, Elektronik und Polymeren entstehen.
5) Umfasst Geschäftsreisen mit Flugzeug und Mietwagen. Für Flugreisen werden DEFRA Emissionsfaktoren aus 2021 verwendet.
6) Die genutzten Transportmodi wurden 2019 über eine Mitarbeiterumfrage bestimmt. Für 2022 wurde ein Home Office-Anteil von 10 % angenommen.
Durch diese Maßnahmen sparen wir künftig jährlich über 2.400 MWh Energie - und vermeiden damit über 790 Tonnen CO 2. Für das laufende Geschäftsjahr sind bereits weitere Maßnahmen in Planung und Umsetzung - damit sind wir auf einem sehr guten Weg, unsere gesetzten Energieziele zu erreichen. Auch unsere Mitarbeiter sind aktiv aufgefordert, wo immer möglich Energie zu sparen. Deshalb haben wir folgende "DMG MORI Energiespar-Wettbewerbe" ausgerufen:
1. Oktober 2022 bis 31. März 2023
Preis: 1 Woche kostenloses Mittagessen für den Standort, der am meisten Energie einspart im relativen Vergleich zum Vorjahreszeitraum!
1. Oktober 2022 bis 31. März 2023
Preis: 100 €-Wertgutscheine (z. B. Amazon, Tanken, etc.) für die 3 besten Energiespar-Ideen pro Monat - eingereicht über DMG MORI Improve, die zentrale Plattform für unser betriebliches Vorschlagswesen!
42 % des Energieverbrauchs der acht größten Standorte entfallen auf den Kraftstoffverbrauch. Der Energieverbrauch pro Wertschöpfung sank im Berichtsjahr um -18 % auf 246 kWh / T€ -und das bei einer Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten in Pfronten. Diese Verbesserung spiegelt deutlich den Erfolg unserer umfangreichen Energiespar- und Effizienzmaßnahmen wider.
Unsere Emissionen reduzieren wir ebenfalls konsequent entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie sind in der konzernweiten CO 2-Bilanz in Anlehnung an das GHG-Protocol dargestellt und umfassen (Tabelle 07):
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| ― | Verbrauch von Energie in unseren Produktions-, Montage-, Vertriebs- und Service-Prozessen |
| ― | Nutzung von Kraftstoffen im Fuhrpark |
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| ― | Einkauf von Produktionsmaterial und Papier |
| ― | Transport der Maschine zum Kunden |
| ― | Betrieb unserer Maschinen beim Kunden |
| ― | Maschinenrecycling |
| ― | Dienstreisen und Dienstwege der Mitarbeiter |
Insgesamt sind die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um +11 % gestiegen - und damit unterproportional zu Umsatz und Gesamtleistung (+15 %). Dies wiederum führte - ebenso wie die Kapazitätserweiterungen, insbesondere in Pfronten -zu deutlich erhöhten Bedarfen an Produktionsmaterial. Zudem stiegen die Emissionen durch Geschäftsreisen mit dem Flugzeug wieder deutlich an (+309 %), da 2021 coronabedingt nur zwingend notwendige Dienstreisen stattgefunden haben. Verglichen mit den Referenzwerten unserer "Science Based Targets" von 2019 ist der CO 2-Ausstoß hier um -34 % gesunken. Insgesamt konnten wir unsere Emissionen um -7 % reduzieren. In unserer eigenen Wertschöpfung, dem Company Carbon Footprint, verbesserte sich der CO 2-Ausstoß sogar um -36 %. Das zeigt deutlich den Erfolg unseres ganzheitlichen Ansatzes:
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| ― | Wir sparen Energie ein, wo immer möglich. |
| ― | Wir nutzen selbsterzeugten, grünen Strom (4,4%). |
| ― | Wo immer es möglich ist, beziehen wir ausschließlich Ökostrom (Anteil: 74 %). |
| ― | Wir verpflichten unsere Lieferanten zu energiesparenden und umweltverträglichen Verfahren (→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.). |
Auf Basis der in Anlehnung an das GHG - Protocol erstellten CO 2-Bilanz haben wir auch im Berichtsjahr unseren Company Carbon Footprint und Product Carbon Footprint im Upstream ausgeglichen. Hierfür wurden bereits zu Beginn des Jahres 2022 Rückstellungen für Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Projekte in Höhe von 410.000 Tonnen CO 2 gebildet. Für die Differenz in Höhe von 64.648 Tonnen CO 2 zu unseren tatsächlichen Emissionen haben wir zum Ende des Berichtsjahres ebenfalls Rückstellungen gebildet. Auch für das laufende Geschäftsjahr sind wir bereits in Vorleistung gegangen: Unsere Gesamtemissionen 2023 schätzen wir unter der Annahme der kontinuierlichen Vermeidung und weiteren Reduktion von Emissionen (Scope 1, 2 und 3 Upstream) auf rund 450.000 Tonnen CO 2. Dafür haben wir entsprechend zu Beginn des Jahres 2023 Rückstellungen gebildet.
Unser Wissen geben wir gerne weiter - gemeinsam mit unserem Partner "Fokus Zukunft GmbH" stehen wir unseren Partnern, Lieferanten und Kunden beratend auf ihrem Weg zur CO 2-Neutralität zur Seite.
BIS ZU 40 % ENERGIEEINSPARUNG
1. Rückgewinnung von Bremsenergie
2. LED-Beleuchtung
3. frequenzgeregelte Pumpen
4. hocheffiziente Kühlaggregate
5. zero SLUDGE Kühlmitteltank
6. adaptive Kühlmittel-Durchflussregelung
7. zero FOG Ölnebelabscheider
8. Advanced Auto-Shutdown
9. minimierter Druckluftbedarf
10. KI-gestützte Späneabfuhr
11. adaptive Vorschubregelung
12. Advanced Energy Monitoring
13. Business Benefit Optimizer
DMG MORI - Maschinen schonen auch im Betrieb beim Kunden nachhaltig die Umwelt. Mit GREENMODE erhöhen wir konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream).
Der GREENMODE umfasst u. a.:
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| ― | spezifische CELOS APPs wie die "ENERGYSAVING" App, |
| ― | verbrauchsoptimierte Komponenten, wie LED-Beleuchtung und energieeffiziente Kühlaggregate, |
| ― | die Rückspeisung von Bremsenergie, |
| ― | reduzierter Warmlauf, |
| ― | automatische Abschaltung von Verbrauchern und |
| ― | eine intelligente, bedarfsgerechte Regelung von Aggregaten. |
Die Ressourceneffizienz steigern wir darüber hinaus mit höchster Qualität und Präzision unserer Maschinen für maximale Lebensdauer und minimalen Ausschuss sowie umfassenden Automations- und Digitalisierungslösungen, mit denen unsere Maschinen rund um die Uhr und maximal effizient laufen - so sparen unsere Kunden wertvolle Ressourcen. Ein Beispiel ist der Digital Twin. Hiermit können Bauteile zunächst virtuell erprobt werden, sodass im realen Herstellungsprozess bereits beim ersten Versuch das Ergebnis stimmt. Zudem verbessern wir die Maschineneffizienz durch ein hohes Maß an Technologieintegration und verlängern die Lebensdauer mit unserer Service-Exzellenz.
Die App "ENERGYSAVING" ermöglicht ein einfaches, praktisches Energiemanagement - und das kostenlos für alle Maschinen mit der aktuellen CELOS-Version. Die APP zeichnet transparent die Maschinenleistung, Energieverbräuche und die entsprechenden CO 2-Emissionen auf. Darauf basierend optimiert sie alle Prozesse hinsichtlich Energieverbrauch, Produktivität und Prozesszeiten. Zudem verfügt sie über eine integrierte, intelligente Warm-up-, Stand-by- und Abschalt-Funktion. So sparen unsere Kunden Energie und reduzieren zugleich deutlich die Prozesszeit.
Das zeigt: DMG MORI-Produkte schonen auch im Betrieb beim Kunden Umwelt und Ressourcen. Ein Beispiel: Die Energieeffizienz der im Berichtsjahr neu vorgestellten DMC 85 H monoBLOCK konnten wir mit dem GREENMODE um rund 30 %, verglichen mit einer bauähnlichen Referenzmaschine, steigern. Die Wirksamkeit unserer Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands wurde der DMG MORI GREENMODE im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD EME-Zertifikat ausgezeichnet.
Kunden profitieren dabei gleich doppelt: Sie sparen Ressourcen ein und können u. a. staatliche Fördermittel für energieeffiziente Maschinen beantragen. Hierbei stehen wir ihnen gerne beratend zur Seite.
DMG MORI forciert als ein weltweiter Innovationsführer die Herstellung und Weiterentwicklung grüner Technologien. Viele unserer Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität. Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem Gewicht, ohne jeglichen Ausschuss sowie minimalen Transportwegen ressourcenschonend gefertigt werden. In weltweit 17 DMG MORI Excellence Centern unterstützen wir Kunden mit unserem gebündelten Know-how von der Idee bis zum fertigen Produkt, wie die Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH aus Berlin. Dieses Unternehmen stellt auf insgesamt acht DMG MORI-Maschinen - darunter die DMF 200 I 8 - innovative grüne Technologien her, wie:
1. Silizium-Wafer für Solarzellen,
2. Bauteile für Batterien und deren Montage in der Elektromobilität.
Bei DMG MORI gehen wir mit Ressourcen nachhaltig um und managen die ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten aktiv. Wir beziehen keine Konfliktmineralien direkt (→Compliance, Seite 61 ff.). Das Ressourcenmanagement ist konzeptionell fest in unserem Nachhaltigkeitsmanagement verankert und Bestandteil unseres "Corporate Responsibility"-Manual. Unser Verhaltenskodex legt fest: Jeder Mitarbeiter und Geschäftspartner achtet darauf, dass seine Arbeit den geringstmöglichen Einfluss auf die Umwelt hat. Intern festigen wir dieses Bewusstsein u. a. durch Schulungen. Zudem fordern wir unsere Mitarbeiter aktiv auf, unser Nachhaltigkeitsmanagement weiterzuentwickeln: Über unser betriebliches Vorschlagswesen und den Responsibility-Helpdesk können unsere Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge und Ideen mitteilen. Diese werden dann kurzfristig geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.
Bei unseren Produkten und deren Verpackung setzen wir zahlreiche Maßnahmen für eine größtmögliche Ressourcenschonung um. Ein hohes Maß an Technologieintegration zum Beispiel ermöglicht komplexe Arbeiten, wie Schleifen oder Verzahnen auf einer Maschine anstatt auf mehreren. Wir sparen zudem Material ein durch eine beanspruchungsgerechte Gestaltung unserer Maschinen, den Einsatz additiv gefertigter Teile sowie die Verwendung recycelter und recycelbarer Materialien.
In den Materialgruppen Guss- und Blechteile bei Werkzeugmaschinen und Services kommen dabei gewichtsbasiert 48 % recycelte Materialien zum Einsatz (Vorjahr: 49 %). Diese enthalten nach Angaben unserer Lieferanten rund 50 % Stahlschrott (Eisenguss, Bleche) und 10 % Steinkohleflugasche (Mineralguss). Insgesamt beträgt der durchschnittliche Anteil recycelter Materialien in den Produkten aller derzeit erfassten Lieferanten 34%.
Mit unserer "First Quality"-Offensive sorgen wir dafür, dass unsere Produkte mitunter 30 Jahre und länger zuverlässig im Einsatz sind. So vermeiden wir Abfall und schonen Ressourcen. Bei unseren Maschinen und deren Komponenten achten wir auf einfache Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von Verschleißteilen. 2022 konnten wir, wie im Vorjahr, umsatzbezogen 29 % der Ersatzkomponenten über unser Tauschteilemanagement bedienen. Im Servicefall helfen wir schnell, effektiv und umweltschonend - wo immer möglich 100 % remote - mit unseren digitalen Lösungen, wie dem NETservice, der neuen Wissensmanagement-Plattform DMG MORI weKNOW und unserem Kundenportal my DMG MORI.
Mit dem komplett digitalen, nachhaltigen Subscription-Geschäftsmodell PAYZR können Kunden unsere Maschinen bedarfsorientiert abonnieren, anstatt sie zu kaufen. PAYZR steht für PAY with Zero Risk - für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service: Abo & All-In statt Investition und Kauf. Durch Subscription profitieren unsere Kunden von schnellen Innovationszyklen ohne Risiko - bei maximaler Planungssicherheit, Kosten- und Preistransparenz sowie voller Flexibilität und stets auf dem neusten Stand der Technik. Dies sichert den hocheffizienten Maschinenbetrieb und bietet höchste Verfügbarkeit durch optimale Wartung, Reparatur sowie verlängerter Lebensdauer. Nach Ablauf des Abonnements nehmen wir die Maschinen gern zurück, sodass eine professionelle Instandsetzung und Weitervermittlung oder Entsorgung weltweit nach höchsten DMG MORI-Standards sichergestellt ist. Darüber hinaus überholen und vermitteln wir jährlich bis zu 600 hochwertige Gebrauchtmaschinen und verlängern so ihren Produktlebenszyklus um viele Jahre. Eine recyclingorientierte Produktgestaltung ist als Leitlinie fest im Entwicklungsprozess verankert. Wir wollen erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien in einem stetig steigenden Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Bereits heute sind unsere Maschinen zu über 99 % recyclebar - ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Gemäß der Wesentlichkeitsanalyse bilden die Themen Abfall und Wasser weiterhin keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement und werden an dieser Stelle nur kurz erläutert (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 12 ff.). Dennoch hat sich DMG MORI, aufgrund der globalen Wasserknappheit, der Verschmutzung der Weltmeere und des allgemein hohen Abfallaufkommens selbst Ziele zur weiteren Reduzierung des Frischwasserbezuges und des Abfallaufkommens gesetzt. Mit unserem Umweltmanagement stellen wir sicher, dass alle unsere Standorte die gleichen hohen Anforderungen standardisiert und transparent umsetzen. Gleichzeitig gibt uns der Prozess die Möglichkeit, weitere Verbesserungspotenziale aufzudecken.
Abfall entsorgen wir umweltgerecht und sicher durch qualifizierte Unternehmen, je nach Abfallart und Recyclingverfahren getrennt. Dabei richten wir uns nach lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich ein.
Trinkwasser nutzt DMG MORI in der Produktion nur in sehr geringen Mengen während der Testphase der Maschinen durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Wasseranteil: 90 %). Gebrauchte Emulsion bereiten wir, wenn möglich, nach der Anwendung wieder auf oder entsorgen sie umweltgerecht durch qualifizierte Partner. Bearbeitungsemulsion kommt meist auch später bei unseren Kunden in der Produktion von Werkstücken zum Einsatz. Metallische Wertstoffe aus der zerspanenden Bearbeitung bei DMG MORI werden über unsere Partnerunternehmen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zugeführt.
Die EU-Kommission hat mit dem "European Green Deal" das klare Ziel formuliert, dass die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral werden soll. Um dies zu erreichen, ist im Juni 2020 die EU-Taxonomieverordnung als ein wichtiger Baustein in Kraft getreten. Das Regelwerk definiert und klassifiziert ökologisch nachhaltige - also taxonomiekonforme - Wirtschaftsaktivitäten. Auf Basis einheitlicher Anforderungen beurteilen Unternehmen damit den Beitrag ihrer Wirtschaftsaktivitäten zu den folgenden 6 definierten Umweltzielen:
1. Klimaschutz
2. Anpassung an den Klimawandel
3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Seit 2022 gelten damit für alle Unternehmen, die - wie DMG MORI - der CSR - Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 315 b HGB) unterliegen, weitere Berichtspflichten. Unternehmen müssen für jedes Umweltziel berichten, welcher Anteil der Umsatzerlöse ihrer Wirtschaftstätigkeiten als taxonomiekonform einzustufen ist sowie die entsprechenden Anteile an Investitions- und Betriebsausgaben angeben. Taxonomiekonform ist eine Wirtschaftstätigkeit, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der definierten 6 Umweltziele leistet, die Erreichung der weiteren EU - Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt sowie der Mindestschutz für weitere Themen sichergestellt ist.
Da sich die EU-Taxonomie noch in der Entstehung befindet und nur sukzessive in der EU ausgerollt bzw. kontinuierlich überarbeitet wird, ist für das Berichtsjahr der Anteil der taxonomiefähigen und der nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten bezogen auf die Umsatzerlöse (I), Investitionsausgaben (Capex, II) sowie Betriebsausgaben (Opex, III) jeweils für die Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" anzugeben. Taxonomiefähig sind Wirtschaftstätigkeiten, die im "Klima-Rechtsakt" beschrieben sind, unabhängig davon, ob diese Wirtschaftstätigkeit alle festgelegten technischen Bewertungskriterien erfüllt. Hinzu kommt der Anteil der taxonomiekonformen (s. Art. 1 Nr. 2 der delegierten Verordnung 2021/2178/EU - nachfolgend VO) und der nicht-taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten zu den zwei Umweltzielen.
Wie im Vorjahr, zeigt unsere erneute Analyse, dass die Tätigkeiten von DMG MORI nicht unter den "Klima-Rechtsakt" fallen und entsprechend keine relevante Quelle von Treibhausgasemissionen darstellen: Unsere Wirtschaftstätigkeiten und die daraus resultierenden wesentlichen Umsatzerlöse lassen sich dem NACE-Code (EU-Systematik der Wirtschaftszweige) C.28.4 "Herstellung von Werkzeugmaschinen" zuordnen. Bei der EU-Taxonomie enthält die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.6 "Herstellung anderer CO 2-armer Technologien" einen Hinweis auf diesen NACE-Code. Unsere Analyse hat im ersten Schritt gezeigt, dass zwar einige Tätigkeiten von DMG MORI dieser Wirtschaftstätigkeit 3.6 zugeordnet werden können, diese jedoch laut Beschreibung auf eine erhebliche Verringerung von Treibhausgasen zielt. Zur Konkretisierung haben wir im nächsten Schritt auch die technischen Bewertungskriterien herangezogen. Demnach ist eine Lebenszyklus-Analyse der Treibhausgasemissionen und ihr Vergleich mit der leistungsfähigsten alternativen Lösung erforderlich. Dies ist im Maschinenbau oftmals nicht möglich, da überwiegend individuelle, kundenspezifisch entwickelte Lösungen angeboten werden und keine ausreichend detaillierten Daten von technologisch-ähnlichen Produkten Dritter zur Verfügung stehen. Eine Zuordnung der Tätigkeiten unter 3.6 ist daher nicht möglich.
Der Anteil der taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten am Gesamtumsatz wird berechnet als der Teil des Nettoumsatzes, der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen wirtschaftlichen Tätigkeiten stammt (Zähler), geteilt durch den Nettoumsatz (Nenner). Der Nenner entspricht dem konsolidierten Nettoumsatz in Übereinstimmung mit IAS 1.82. Unsere Analyse hat gezeigt, dass die Wirtschaftstätigkeiten von DMG MORI derzeit nicht von der EU-Taxonomie erfasst werden. Entsprechend beläuft sich der Anteil unserer Umsatzerlöse aus taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten 2022 auf 0 %. Somit liegen ebenfalls keine Investitions- oder Betriebsausgaben vor, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen, die mit Wirtschaftstätigkeiten im Sinne der EU-Taxonomie verbunden sind (gemäß Anhang I Nr. 1.1.2.2. a), b) und Nr. 1.1.3.2 a), b) VO. Weitere Details zu Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben stehen im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" des Geschäftsberichts 2022 auf Seite 66 ff.
Um die weiteren Umweltmaßnahmen von DMG MORI einzuordnen, gehen wir im Folgenden auf individuelle, taxonomiefähige und taxonomiekonforme Investitions- und Betriebsausgaben ein (→Klima und Umwelt, Seite 28 f.).
Die Ermittlung des Anteils der Investitionsausgaben bzw. Capex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst die Zugänge an Sachanlagen (IAS 16), immateriellen Vermögenswerten (IAS 38) sowie Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 während des Berichtsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen. Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen sind ebenfalls zu berücksichtigen (siehe Anhang I Nr. 1.1 VO). Außerdem sind Zugänge zu Immobilien (IAS 40) gemäß Anhang I Nr. 1.2.3.2 a) VO, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, in die Ermittlung des Nenners einzubeziehen. Da DMG MORI keine als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gemäß IAS 40 bilanziert, sind hierzu keine Werte im Nenner enthalten. Der Zähler entspricht den im Nenner enthaltenen Investitionsausgaben gemäß Anhang I Nr. 1.1.2.2. c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, wie die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und von energieeffizienten Geräten. Bei der Ermittlung des Zählers wurden Doppelzählungen durch Prüfung des internen Kennzahlen-Reportings der Konzerngesellschaften vermieden. Außerdem fand eine Kosten-Nutzen-Abwägung statt. Die gesamten Investitionsausgaben des Berichtsjahres stehen in den Tabellen D.25 und D.26 im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2022 auf Seite 125 ff. sowie im Lagebericht im Kapitel "Investitionen" auf Seite 70 f. DMG MORI achtet seit Jahren bei den Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeit. Die hohen Investitionsausgaben der letzten Jahre zahlen sich aus. Wir betreiben zum Beispiel an allen europäischen Produktionsstandorten Solarparks zur Herstellung grüner, regenerativer Energie. Auf das aktuelle Berichtsjahr entfallen rund 67,7 MIO € (57%) taxonomiefähige Investitionen. Davon haben wir 5,0 MIO € (4%) als taxonomiekonform identifiziert. Taxonomiefähige Investitionen wurden für die Wirtschaftstätigkeiten "Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen (6.5)", "Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten (7.3)" und "Erwerb von Immobilien und Ausübung des Eigentums an diesen Immobilien (7.7)" aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. In den Zugängen zum Sachanlagevermögen sind taxonomiefähige und - konforme Aktivitäten in Höhe von 0,2 MIO € für "Installation, Wartung oder Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge (7.4)", sowie Aktivitäten in Höhe von 4,8 MIO € für "Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien (7.6)" enthalten. Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie im Zusammenhang mit Capex-Plänen sind nicht enthalten.
Die Ermittlung des Anteils der Betriebsausgaben bzw. Opex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst alle direkten, nicht kapitalisierten Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur im Zusammenhang mit der Wartung von Vermögenswerten und Sachanlagevermögen beziehen (s. Anhang I. 1.1.3.1 VO). Der Zähler entspricht dem Teil der im Nenner enthaltenen Betriebsausgaben gemäß Nr. 1.1.3.2 c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, wie die Wartung oder Reparatur von energieeffizienten Geräten und die Wartung oder Reparatur von Geräten für die Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Doppelzählungen bei der Ermittlung des Zählers wurden durch Prüfung des internen Kennzahlen-Reportings der Konzerngesellschaften vermieden. Auch bei unseren Betriebsausgaben achten wir auf Nachhaltigkeit und haben bereits zahlreiche Maßnahmen in den vergangenen Jahren umgesetzt. Auf das Berichtsjahr entfällt ein Anteil von 1,2 MIO € (2,7 %). Davon sind 0,1 MIO € (<1 %) taxonomiekonform. Taxonomiefähiger Opex wurde für die Wirtschaftstätigkeit "Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten (7.3)" aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. Taxonomiefähiger und -konformer Opex entfällt auf die Kategorie "Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (7.5)".
Für die Zuordnung von Capex und Opex haben wir die relevanten Anschaffungen und Maßnahmen und die primär damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. Eine Zuordnung zu Anhang II erfolgt nicht. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass kein Capex oder Opex mehr als einmal berücksichtigt wird.
Um die Taxonomiekonformität für das 1. definierte Umweltziel "Klimaschutz" zu bestimmen, haben wir die technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie für einen wesentlichen Beitrag zu jeder Capex- bzw. Opex-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit analysiert. Die Grundlagen bilden alle konzernweiten Anschaffungen und Maßnahmen sowie die primär damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten, die sich dem Anhang I des "Klima-Rechtsakts" zuordnen lassen. Für jedes technische Bewertungskriterium wurden -je nach Anforderung - interne und externe Nachweise eingeholt. Bei den Kategorien 6.5 und 7.7 findet eine externe Leistungserbringung statt ("purchase of output"), so dass hier Nachweise von unseren Lieferanten erforderlich sind. Die übrigen Kategorien haben wir als individuelle Maßnahmen zum Klimaschutz eingestuft, da diese gezielt von DMG MORI durchgeführt oder beauftragt werden. Die Konformitätsnachweise werden daher grundsätzlich von uns selbst erbracht. Wesentlich sind hierbei die Nachweise für Energieeffizienz und die Beauftragung bzw. Installation der Klimaschutz-Maßnahmen. Falls ein Kriterium für die Anschaffung nicht nachgewiesen werden kann, kann der entsprechende Capex oder Opex nicht als taxonomiekonform im Sinne der EU ausgewiesen werden. Für die Kategorien 6.5 und 7.7 kann daher keine Taxonomiekonformität für die technischen Bewertungskriterien ausgewiesen werden, da externe Nachweise notwendig sind, die uns nicht zur Verfügung gestellt werden konnten.
Wenn die technischen Kriterien für einen wesentlichen Beitrag erfüllt waren, haben wir darüber hinaus für jede Maßnahme analysiert, ob die 5 weiteren definierten Umweltziele (→Klima und Umwelt, Seite 33) durch die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten signifikant beeinträchtigt werden. Erst wenn für eine Wirtschaftstätigkeit die von der EU-Taxonomie vorgegebenen "Do No Significant Harm"-Kriterien ("DNSH") kumulativ erfüllt, wird eine Beeinträchtigung ausgeschlossen.
Für die als taxonomiekonform ausgewiesenen Capex und Opex (7.4, 7.5, 7.6) wird das einzige vorgegebene DNSH-Kriterium "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt. Hierfür wurde eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung gemäß Anlage A (Abschnitte I und II) des "Klima-Rechtsakts" mit Blick auf mittelfristige Klimagefahren (2041) und langfristige Klimagefahren (2060) durchgeführt. Die Bewertung erfolgte standortspezifisch für jede potentiell taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeit und unter Berücksichtigung aller klassifizierten Klimagefahren (Temperatur, Wind, Wasser, Feststoffe) sowie Unterkategorien aus Anlage A. Sofern eine Klimagefahr insbesondere aufgrund der Standortgegebenheiten relevant ist, folgt eine weitergehende Klimasimulation mithilfe der CMIP6 Klimasimulation des IPCC WGI Interactive Atlas (Basisszenario: SSP 5-8.5, Prognosekorridor: 2041-2060, Vergleichszeitraum: 1850-1900). Unter Berücksichtigung von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit wurden keine wesentlichen Klimarisiken identifiziert.
Für die als taxonomiefähig ausgewiesenen Capex und Opex 7.7 muss außerdem das DNSH-Kriterium "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" geprüft werden. Hierfür verwendet DMG MORI zusätzlich Nachweise von Lieferanten. Die umfangreichen zugrundeliegenden EU-Regularien zu chemischen Stoffen konnten allerdings nicht valide nachgewiesen werden.
Um die Einhaltung des Mindestschutzes sicherzustellen, identifizieren und begegnen wir potenziellen Risiken oder Verstößen mit geeigneten konzernweit etablierten Prozessen und Systemen. Unsere Maßnahmen beziehen unser eigenes Unternehmen sowie unsere Lieferanten mit ein und umfassen die Bereiche Menschenrechte (einschließlich Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte), Korruption/Bestechung, Besteuerung und Fairer Wettbewerb. Für diese Bereiche gelten unsere konzernweit gültigen Richtlinien und Schulungen. Zur Identifizierung und Minimierung potenzieller Risiken dient ergänzend unser konzernweites Risk-Assessment. Weitere Grundlagen sind insbesondere die Anforderungen des seit 1. Januar 2023 geltenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und damit einhergehend der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. So führen wir zusätzlich zum Risk-Assessment auch ein Human Rights Impact Assessment für uns selbst und unsere Lieferanten durch. Es liegen keinerlei Hinweise vor, dass DMG MORI gegen die Mindeststandards verstößt. Weitere Angaben zur Achtung der Menschenrechte bei DMG MORI und entlang der gesamten Wertschöpfungskette stehen in den Kapiteln "Partner- und Lieferantenmanagement" (Seite 44 ff.) und "Compliance" (Seite 61 ff.). Die detaillierten taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Werte stehen in den Tabellen 08, 09 und 10.






Werkzeugmaschinen von DMG MORI sind effizient und nachhaltig. Basis dafür ist höchste Qualität.
Mit der "First Quality"-Strategie setzen wir zahlreiche Initiativen über den gesamten Lebenszyklus um -von der ersten Idee bis zur Produktion beim Kunden.
Qualität ist die Grundvoraussetzung für Kundenzufriedenheit. Unsere Kunden erwarten von uns als ein Technologieführer ein Höchstmaß an Genauigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit sowie Langlebigkeit. Kurz: Nachhaltigkeit mit exzellenten Produkten und Prozessen. Genau hier setzt unsere "First Quality"-Strategie an: Von der Entwicklung bis zum After-Sales-Service sind alle Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette konsequent auf maximale Qualität und damit höchsten Kundennutzen ausgerichtet. Dabei setzen wir u. a. auf:
1. standardisierte Bauteile und Schnittstellen
2. eigene DMG MORI Components
3. 36 Monate Gewährleistung auf alle MASTER-Spindeln
4. 100 Stunden Qualitätsprüfung vor Lieferfreigabe
5. Einsatz modernster Messverfahren für maximale Genauigkeit
6. my DMG MORI - digitaler, direkter Zugang zu Service-Experten
In allen Prozessen ist Qualität der entscheidende Faktor und damit Chefsache. Zudem ist Qualität auch Bestandteil der Vorstandsvergütung. Das zentrale Qualitätsmanagement berichtet direkt an den Vorstand. Auch muss jede Neuentwicklung nach erfolgreichem Bestehen anspruchsvoller Qualitätstest final die Marktfreigabe vom Vorstand erhalten.
Bereits in der Entwicklung absolvieren neue Produkte einen mehrstufigen "Quality Gate"-Prozess, in den Service-Experten und Lieferanten intensiv eingebunden sind. Dies gilt gleichermaßen für neue Software-Lösungen. Einzelne Arbeitsschritte testen wir sowohl separat als auch integrativ -automatisiert sowie manuell. Hierfür betreiben wir ein eigenes Software-Testzentrum.
Für unsere "Quality Gates" gilt: Die gesetzlichen Anforderungen sind für uns nur das Minimum - in unseren Tests gehen wir weit darüber hinaus. Die gleichen hohen Anforderungen stellen wir auch an den finalen Qualitätstest in der Serienproduktion. Jede gefertigte Maschine wird mehr als 100 Stunden geprüft, bevor sie an unsere Kunden ausgeliefert wird. So gewährleisten wir TOP-Qualität und maximale Verfügbarkeit vom ersten Tag an. Damit dies auch über den gesamten Lebenszyklus der Maschine so bleibt, stehen unseren Kunden weltweit jederzeit mehr als 2.000 hochqualifizierte Service-Experten zur Seite.
Die Grundlage für höchste Qualität bildet die Zertifizierung unserer Produktionswerke nach der neuesten Qualitätsnorm ISO 9001:2015. Die entsprechenden Vorgaben prüfen wir regelmäßig in internen und externen Audits auf ihre Umsetzung und Wirksamkeit. Zudem entwickeln unsere weltweiten Qualitätsexperten gemeinsam mit unseren Fachabteilungen kontinuierlich innovative, speziell auf unsere Branche zugeschnittene Prozesse. Nach intensiven Tests werden die besten Lösungen über unsere zentrale Qualitätsmanagement Plattform "conSense Global" allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - jeweils zugeschnitten auf ihre individuelle Tätigkeit - zur Verfügung gestellt. Ergänzend sind in der Plattform alle Qualitätsmanagement-Handbücher digital zusammengefasst.
Die idealen Bedingungen für die Anlieferung und Einrichtung unserer Werkzeugmaschinen klären wir vorab und so früh wie möglich. Die Inbetriebnahme wird ausschließlich von qualifizierten Service-Experten durchgeführt und wir zeigen unseren Kunden ausführlich, wie die Maschine im späteren Betrieb effizient, sicher und ressourcenschonend läuft. Über unser kostenloses Kundenportal my DMG MORI erhalten Kunden jederzeit digital umfassende Informationen über ihre Maschine und können dort einfach und schnell Service-Anfragen erstellen: my DMG MORI ermöglicht direkten Kontakt mit dem persönlichen Service-Experten und liefert in Echtzeit Informationen zu Serviceaktivitäten. Zahlreiche Serviceprozesse sind digitalisiert. Mit über 140.000 vernetzten Maschinen nutzen mittlerweile bereits über 75 % unserer Kunden den digitalen Zugang zu unseren Service-Experten und profitieren so von bis zu 70 % schnelleren Reaktionszeiten. Zudem können unsere Kunden in dem Online-Portal auf sämtliche relevante Dokumente zum Betrieb ihrer DMG MORI-Maschine zugreifen. Das ist auch ein Gewinn für mehr Nachhaltigkeit: Seit 2021 verzichtet DMG MORI, wo immer möglich, auf eine Maschinendokumentation in Papierform. Ausnahmen werden nur bei gesetzlicher Notwendigkeit oder auf expliziten Kundenwunsch gemacht. So können pro Jahr ca. 6 Millionen Seiten Papier eingespart werden.
Für eine bestmögliche, schnelle und zielgerichtete Lösung von Service-Anfragen nutzen unsere internen Fachkräfte die im Berichtsjahr neu eingeführte Wissensmanagement-Plattform "DMG MORI weKNOW ". Hier bündeln wir das gesamte Know-how unserer Experten im Bereich Service und Produktion. Über 1,5 Millionen Artikel sind digital verfügbar und stets aktuell. So gelingt es uns, über 50 % der Service-Anfragen bereits am Telefon oder remote über unseren DMG MORI NET service zu lösen, ohne dass ein Vorort-Einsatz notwendig ist. Selbstverständlich steht weKNOW unseren Technikern auch bei Service-Einsätzen vor Ort zur Verfügung - damit wir jederzeit die beste Lösung für unsere Kunden finden.
Unsere Service-Prozesse prüfen und optimieren wir ebenfalls kontinuierlich auf Nachhaltigkeit. In regelmäßigen Audits identifizieren wir weitere Potenziale zur Optimierung von Logistik-, Verpackungs- und Inbetriebnahme-Prozessen. So können wir zum Beispiel durch weniger Verpackungsmaterial Ressourcen schonen und die Qualität der Bauteile steigern.
Unsere Maßnahmen wirken: Im Berichtsjahr verzeichneten wir 9 % weniger Service-Einsätze pro Maschine in Gewährleistung als im Vorjahr. Viele Anfragen konnten wir in nur wenigen Minuten vollständig remote lösen. Unsere hohe Service-Orientierung spiegelt auch die Kundenzufriedenheitsbefragung im Berichtsjahr wider: Über 95 % der Kunden geben an, dass sie mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden sind und DMG MORI weiterempfehlen.
Qualität und Sicherheit gehen Hand in Hand. Werkzeugmaschinen von DMG MORI erfüllen höchste Sicherheitsvorschriften: Wir setzen alle relevanten Gesetze sowie die darin verankerten Richtlinien und Normen um. Unsere R&D-Experten arbeiten dafür intensiv mit internen Fachkräften zusammen, die sich regelmäßig weiterbilden und in Normengremien und Fachverbänden aktiv sind. Zudem arbeiten wir aktiv in nationalen und internationalen Normenarbeitskreisen (ISO, IEC) an der Beschreibung des aktuellen Stands der Technik sowie deren Festlegung und Weiterentwicklung mit.
Bereits im Designprozess sind Qualität und Sicherheit elementare Anforderungen. Von Anfang an binden wir dabei unsere Lieferanten in die Entwicklung ein. Vor Markteinführung müssen all unsere Produkte - Maschinen, DMG MORI Components sowie Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen - einen sechsstufigen "Design Review Prozess" erfüllen und diverse Stresstests bestehen, die weit über die tatsächlichen Bedingungen beim Kunden hinausgehen. Unseren "Design Review Process" prüfen und optimieren wir fortlaufend, um stets aktuelle Anforderungen zu berücksichtigen.
Wichtige Impulse zur Verbesserung unserer Produktqualität und -sicherheit erhalten wir auch durch den Austausch mit Vertriebs- und Servicemitarbeiten sowie Kunden. DMG MORI erstellt für alle Produkte umfassende Sicherheitskonzepte auf der Basis einer kontinuierlich aktualisierten Risikobeurteilung. Diese beschreibt alle potenziellen Gefährdungen über den gesamten Lebenszyklus sowie ergriffene Maßnahmen zur Risikoreduzierung. Damit ist sie essenziell für den Schutz der menschlichen Gesundheit. Unvermeidbare Restrisiken werden in Produkthandbüchern beschrieben und durch Warn- bzw. Hinweisschilder sowie Hinweise am Benutzerdisplay angezeigt. Um diese Restrisiken weiter zu reduzieren, sind wir in engem Austausch mit unseren Kunden. Sie wiederum stehen in der Verantwortung, den bestimmungsgemäßen Betrieb der Maschine und die Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben in ihrer Produktion sicherzustellen.
Wichtige Grundlagen und Richtlinien bei DMG MORI sind das Produktsicherheitsgesetz und u. a. die weiteren das Produkt betreffenden Richtlinien der EU:
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| ― | Maschinenrichtlinie 2006 / 42/ EG |
| ― | Niederspannungsrichtlinie 2014 / 35 / EU |
| ― | Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) 2014 / 30 / EU |
| ― | Richtlinie zur Bereitstellung von Druckgeräten 2014 / 68 / EU |
| ― | EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) |
| ― | nationale und internationale Produktnormen |
Unser Fokus auf Digitalisierung ist genau richtig - heute mehr denn je. Entsprechend sind IT-Sicherheit und die Sicherheit unserer digitalen Produkte für uns von höchster Relevanz. Intern setzen wir auf eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, um Informationen und Daten innerhalb des Konzerns vor Diebstahl, Verlust, unbefugter Weitergabe, rechtswidrigen Zugriffen oder Missbrauch zu schützen. Dafür setzen wir auf umfangreiche, aktuelle Sicherheitsmaßnahmen, wie intelligente Firewall-Systeme mit IDS/IPS, Multifaktor-Authentifizierung, innovative Verschlüsselungslösungen sowie eine KI-basierte Anomalie-Erkennung. Zudem informieren und sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig über Cybersecurity.
"Product Security" ist elementarer Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie. Bei unseren digitalen Produkten gilt das Prinzip "Security-by-Design": Sicherheit ist eine explizite Anforderung bereits zu Beginn des Entwicklungsprozesses. Darüber hinaus empfehlen wir unseren Kunden auch intern in ihrem Betrieb ein mehrstufiges IT-Sicherheitskonzept auf verschiedenen Ebenen ihres Netzwerks und Systems. Dabei greifen parallel einzelne Schutzmechanismen, wie Firewalls oder Zugangskontrollen, die sich gegenseitig ergänzen und absichern.
Starke und stabile Partnerschaften sind essenziell für unsere eigene Leistungsfähigkeit und damit unseren Erfolg. Die Herausforderungen durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine haben deutlich gezeigt, wie wichtig unser weltweites Lieferantennetzwerk ist - und dass es funktioniert!
Das Partner- und Lieferantenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Matrixorganisation (→Geschäftsbericht 2022, Seite 44). Der Aufbau widerstandsfähiger, agiler und nachhaltiger Lieferketten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im Berichtsjahr stand weiterhin die Umsetzung der Anforderungen des neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes im Fokus, das zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist. Die bereits in der Pandemie aufgetretenen Material- und Lieferengpässe haben durch den Krieg in der Ukraine stark zugenommen und stellten die Lieferketten im Berichtsjahr erneut vor schwierige Herausforderungen. Unsere Fertigungstiefe liegt bei 24,5 % - entsprechend hängt unser Erfolg in hohem Maße von der Leistungsfähigkeit unserer Partner und Lieferanten ab. Resilienz und Wandlungsfähigkeit sind entscheidende Faktoren.
Der Einkauf bei DMG MORI ist global organisiert und in den wichtigen Einkaufsmärkten weltweit präsent. Für alle Partner und Lieferanten gilt: Die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben ist Voraussetzung für eine Zusammenarbeit. Dadurch können wir sowohl Produktionsmaterial sowie Sach- und Dienstleistungen weltweit in der geforderten Qualität, zu bestmöglichen Konditionen und gleichzeitig nachhaltig einkaufen. Wir beschaffen komplexe Baugruppen für unsere Produktion von global aufgestellten Systemlieferanten. Diese koordinieren die weiteren Unterlieferanten und sorgen für die Vormontage. Sie stellen damit die erste Stufe unserer Lieferkette dar. Waren und Dienstleistungen für unsere Produktion haben wir im Berichtsjahr nahezu ausschließlich von unseren rund 1.943 bestehenden Direktlieferanten bezogen.
Unsere Resilienz in den Lieferketten ist bereits hoch: Neben der globalen Double-Sourcing-Strategie zeichnet sich das heutige Lieferantenportfolio durch Diversifikation und Regionalisierung in den unterschiedlichen Märkten aus. Wir haben einen hohen Lokalisierungsgrad: Wertbezogen stammen 93 % der Güter aus Europa sowie 6 % aus Asien. Zudem stehen wir mit unseren Lieferanten kontinuierlich in einem engen, persönlichen Austausch.
Um die Resilienz unserer Lieferketten noch weiter zu stärken, suchen unsere Einkaufsabteilungen immer neue, leistungsfähige Lieferanten. Dabei rücken auch Start-Ups in den Fokus: Über die digitale Plattform Matchory findet die Identifizierung geeigneter Lieferanten mit modernsten Konzepten des maschinellen Lernens und einzigartigen Algorithmen "auf einen Klick" in Echtzeit statt.
Vorteileder"BigData"-und KI-gestützten Lieferantensuche:
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| ― | Vergleich von 100-mal mehr Lieferanten weltweit pro Beschaffungsanfrage, |
| ― | Zeitersparnis bei der Beschaffung von bis zu 85 %, |
| ― | transparente globale Lieferketten von Anfang an, |
| ― | hohe Flexibilität und schnelle Reaktionszeit. |
Der Einkauf berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Die Abteilung gliedert sich in das Materialgruppenmanagement für Nichtproduktionsmaterial und - gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED - in das Materialgruppenmanagement für Produktionsmaterial. So profitieren beide Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen konzernübergreifenden Projekten resultieren. Unsere Einkäufer schulen wir regelmäßig in relevanten Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen.

DMG MORI übernimmt ganzheitlich und nachhaltig Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Deshalb erwarten wir von unseren Partnern und Lieferanten, dass sie unserer Selbstverpflichtung für Nachhaltigkeit folgen und diese Anforderungen wiederum entlang ihrer gesamten Lieferkette weitergeben. Wir bewerten und selektieren unsere Lieferanten verstärkt anhand von Nachhaltigkeitskriterien. Diese sind mit den digitalen Plattformen "Integrity Next" und "SAP Ariba" konzernweit einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation integriert. Besonders relevant sind dabei die aktiven Lieferanten für unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services, mit denen wir seit mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten. Bereits vor Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes zum 1. Januar 2023 konnte DMG MORI so 100 % dieser Lieferanten - das sind 4.585 - aktiv in das Monitoring von "Integrity Next" einbinden.
Unsere (potenziellen) Lieferanten bestätigen in "SAP Ariba" die grundlegenden ethischen und prinzipiellen Anforderungen von DMG MORI, wie die Ablehnung von Zwangs- und Kinderarbeit, Einhaltung der Menschenrechte und Umweltschutz.
Der Klimawandel und die einhergehende Reduzierung der CO 2-Emissionen sind derzeit die zentralen Aufgaben, bei denen unser Partner- und Lieferantenmanagement eine entscheidende Rolle spielt. Wir erfassen in unserer CO 2-Bilanz auch die entstehenden Emissionen entlang der vorgelagerten Lieferkette und gleichen diese seit Januar 2021 vollständig über CO 2-Zertifikate aus (→Klima und Umwelt, Seite 24 ff.). Damit gehen wir für unsere Lieferanten in Vorleistung. Gleichzeitig fordern wir sie auf, selbst aktiv zu werden und auch ihre CO 2-Emissionen gegenüber DMG MORI transparent zu machen. Unterstützend stellen wir einen Fragebogen zum Reporting sowie zur Ableitung entsprechender Reduktionsmaßnahmen in der digitalen Plattform "Integrity Next" zur Verfügung.
Eine nachhaltige Beschaffung, der schonende Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und umweltverträgliche Verfahren sind auch in unserer Einkaufsrichtlinie und den Einkaufsbedingungen festgelegt. Weiterführende Informationen finden sich auf unserer Website und unserem Einkaufsportal.
DMG MORI gibt seinen Lieferpartnern innovative Tools für ihren Weg zur CO 2-Neutralität und Dekarbonisierung an die Hand. Mit einem aktiven Dialog möchten wir ihnen frühzeitig helfen und sie dafür sensibilisieren, dass wir bei DMG MORI auch im Einkauf eine nachhaltige und emissionsarme Lieferkette umsetzen und künftig nur mit Partnern zusammenarbeiten, die uns auf dem Weg der Dekarbonisierung dynamisch begleiten. Von unseren eigenen Zielen, die von der Initiative "Science Based Targets" geprüft und anerkannt wurden, leiten sich Unterziele für unsere Lieferkette ab - bei der Umsetzung brauchen wir die aktive Unterstützung unserer Lieferanten:
1. bis 2030 reduzieren wir die CO2-Emissionen innerhalb der Lieferkette um mindestens 27,5 %.
2. bis spätestens 2050 reduzieren wir die CO 2-Emissionen in der Lieferkette auf netto Null.
Diese Unterziele werden derzeit ebenfalls von der Initiative "Science Based Targets" geprüft. Um unsere Partner bestmöglich bei der Umsetzung zu unterstützen und auch um unsere eigenen Emissionen noch genauer zu erfassen, sind wir aktiv auf der Suche nach innovativen Software-Anbietern für die Identifizierung emissionsintensiver Materialgruppen. Über d en automatisierten Abgleich mit Sekundärdatenbanken, wie ECOINVENT oder DEFRA können so die passenden CO 2-Emissionfaktoren für die eingesetzten Werkstoffe auf Produktebene ermittelt und mit dem Gewicht der Bauteile verrechnet werden. Die Validierung dieser so erstellten Kalkulationen soll künftig über einen Plattformansatz mit aktiver Lieferanteneinbindung erfolgen und weiter spezifiziert werden. Die hohe Transparenz ermöglicht uns, unseren Lieferanten für Produktionsmaterial in Zukunft konkrete Optimierungsvorschläge sowie CO 2-Reduzierungsziele an die Hand geben.
Um die Nachhaltigkeitsleistung unserer (potenziellen) Lieferanten transparent zu machen und sie entsprechend bewerten zu können, setzen wir auf effiziente, digitalisierte Prozesse. Die vier IT-gestützten Phasen sind:
Die Registrierung auf unserer Einkaufsplattform von "SAP Ariba" ist Voraussetzung für die Teilnahme an Ausschreibungen. Dabei bestätigen (potenzielle) Lieferanten verbindlich, dass sie unsere Anforderungen einhalten. Auch für zukünftige Lieferanten gilt: Erst wenn dies erfolgt ist, kommt eine Zusammenarbeit in Frage. Bei Ablehnung oder beim Verdacht auf einen Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen Anforderungen ist ein fester Eskalationsprozess definiert. Dieser regelt das weitere Vorgehen, um entweder gemeinsame Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder die Zusammenarbeit zu beenden.
Werden unsere Anforderungen erfüllt, erhöht dies die Vergabechancen bei Ausschreibungen auf unserer Einkaufsplattform. Bis Ende 2022 haben sich dort bereits 870 Lieferanten registriert, die für 75 % des gesamten Einkaufsvolumens stehen.
Um die Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten so früh wie möglich im Beschaffungsprozess zu erfassen, führen wir eine Beurteilung über die Plattform von "Integrity Next" durch. Mittels digitaler Fragebögen werden Auskünfte über Lieferanten eingeholt, um mögliche Risikofaktoren transparent zu machen, Nachhaltigkeitsthemen, wie Qualität, Umweltstandards und soziale Vorgaben zu überprüfen sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen.
Auf dieser Basis legen wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen mit unseren Zulieferern fest. Im Berichtsjahr konnten 100 % der relevanten Lieferanten von DMG MORI für Produktions- und Nicht-Produktionsmaterial, mit denen wir seit mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten, im Hinblick auf Menschenrechte und Umweltschutz systematisch eingebunden werden.
Nach Validierung der Selbstauskünfte erfolgt bei mangelhafter Umsetzung oder Feststellung von Verstößen eine umgehende Kommunikation an die Lieferanten, um Verbesserungs- oder Abhilfemaßnahmen einzuleiten. Je nach Informationslage kann eine intensive Beobachtung notwendig sein. Sollte aus schwerwiegenden Gründen von einer weiteren Zusammenarbeit abzusehen sein, wird die systemseitige Sperrung veranlasst. Anhand der bisher ausgefüllten Selbstauskünfte konnten wir im Berichtsjahr 124 risikobehaftete Lieferanten identifizieren. Um diese Risiken zu reduzieren, planen wir im laufenden Geschäftsjahr 213 Maßnahmen umzusetzen und diese Lieferanten so gezielt weiterzuentwickeln. So hilft DMG MORI dabei, Nachhaltigkeit auch bei seinen Lieferanten transparent zu machen und gezielt zu stärken.
Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management von DMG MORI basiert auf der globalen Double-Sourcing-Strategie sowie dem Einsatz von digitalen Tools: Zur Risikoeinschätzung bestehender Direktlieferanten greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS" zurück. Es liefert zeitnahe Informationen über Risiken zu Bonität, Liefer- und Qualitätsperformance, Nachhaltigkeit, wie Verletzungen von Arbeitspraktiken und Menschenrechten sowie Umweltaspekten. Die Verantwortlichen werden proaktiv bei Risikoeintritt benachrichtigt. Mit "RISKMETHODS" kontrollieren wir rund 293 Lieferanten. Diese machen über 80 % des gesamten Einkaufsvolumens aus. Bei diesen Lieferanten meldete das System im Berichtsjahr zum Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" zwölf und zum Indikator "Umwelt" sechs potenzielle Sachverhalte. Der Anteil der betroffenen Lieferanten am Einkaufsvolumen für Produktionsmaterialien beläuft sich auf 13 %. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass keine weiteren Schritte erforderlich oder die Meldungen nicht relevant waren, da bereits Maßnahmen eingeleitet wurden oder es sich um erneute Meldungen von älteren Sachverhalten handelte. Das Frühwarnsystem ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung je Kriterium und dient zum einen als Basis für die Lieferantengespräche und -weiterentwicklung. Zum anderen fließt diese Bewertung als Teilergebnis in die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein.
Hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat unseres Erfolgs bei DMG MORI. Deshalb machen wir uns stark für ihre Zufriedenheit und Gesundheit und bieten ihnen Stabilität und Sicherheit. Kurz: Wir leben Teamgeist!
Das DMG MORI-Team ist die Basis unseres Erfolges - und deshalb stehen die Zufriedenheit, Gesundheit und damit die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fokus. DMG MORI ist ein attraktiver Arbeitgeber: Unsere Personalstrategie steht für Ausbildung, Vielfalt, Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen, Personalentwicklung sowie Arbeitsschutz und ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Wir bieten attraktive Vergütungsmodelle und zahlreiche Benefits. Unsere Unternehmens- und Führungskultur bei DMG MORI basiert auf TOP-Werten: Trust / Vertrauen, Openness / Offenheit und Passion / Leidenschaft. Die strategische Ausrichtung unserer internationalen Personalarbeit zielt darauf ab, diese Werte noch stärker zu berücksichtigen und aktiv zu leben.
Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir gemein -sam weltweit daran, unsere Vision zu erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein! Zugleich stärken wir unsere Positionierung als attraktiver und sicherer Arbeitgeber. Das geht nur mit einem wertschätzenden Umgang, Vertrauen und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Als international tätiger Technologiekonzern wissen wir: Vielfalt ist dabei eine große Chance. Wir lernen voneinander, sind offen für Neues und entwickeln gemeinsam innovative Zukunftstechnologien.
Unser Personalmanagement wird strategisch vom Vorstand gesteuert. An den Produktionsstandorten betreuen wir unsere Mitarbeiter über lokale Personalabteilungen. In den Vertriebs- und Servicegesellschaften übernehmen diese Aufgabe vertrauensvoll unsere HR-Business-Partner.
Regelmäßig bestätigen externe Studien und Medien unseren Ansatz: DMG MORI wurde im Berichtsjahr als "Leading Employer 2022" identifiziert. Damit gehören wir zu den TOP 1 % von insgesamt 160.000 bewerteten Arbeitgebern. Untersucht wurden dabei die Mitarbeiterzufriedenheit, moderne Arbeitsbedingungen, das Gesundheitsmanagement sowie das allgemeine Werteverständnis des Unternehmens sowie die Expertise im HR-Fachbereich.
Im Personal-Recruiting setzen wir auf einen transparenten Auswahlprozess. Wir beurteilen Bewerber dabei nur nach ihren fachlichen und persönlichen Qualifikationen für die Stelle - Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft spielen grundsätzlich keine Rolle. Alle gesetzlichen Vorgaben setzen wir um. So versuchen wir durch eine hohe Informationstransparenz Diskriminierungen, Kinderarbeit oder ein Umgehen gesetzlicher Regelungen zu vermeiden. Die Einstellungsfreigabe erfolgt in einem mehrstufigen, digital unterstützen Genehmigungsprozess mit finaler Bestätigung durch den Vorstand. Diese Prozesse überprüft unsere "Interne Revision" regelmäßig (→Compliance, Seite 61 ff.).
Am 31. Dezember 2022 waren 6.833 Mitarbeiter beschäftigt, davon 237 Auszubildende. Im Berichtsjahr hat DMG MORI 1.129 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht einer Einstellungsquote von 16,7 %. Neue Mitarbeiter erhalten in umfangreichen Onboarding-Programmen alle notwendigen Werkzeuge für einen erfolgreichen Start - mit Werksbesichtigungen und Produktschulungen, Gesundheits- und Sportangeboten sowie der freiwilligen betrieblichen Altersvorsorge. Bereinigt um Effekte resultierend aus der Einstellung der Geschäftsaktivitäten in Russland und aus Strukturanpassungen im Sales & Service-Bereich verließen im Berichtsjahr insgesamt 715 Mitarbeiter den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuation belief sich auf 10,6 %. Der Anteil von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen oder Nachwuchskräften (High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), belief sich im Berichtsjahr auf 0,6 %. Mit einer strukturierten Nachfolgeplanung stellen wir einen lückenlosen Wissenstransfer sicher.
Rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen im Berichtsjahr an der Zufriedenheitsanalyse teil.
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| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter gesamt 1) | 6.833 | 6.821 | 12 |
| davon Mitarbeiter | 6.596 | 6.596 | - |
| davon Auszubildende | 237 | 225 | 12 |
| davon Inland | 4.130 | 4.033 | 97 |
| davon Ausland | 2.703 | 2.788 | -85 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 4.035 | 3.908 | 127 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 2.689 | 2.831 | -142 |
| davon Segment Corporate Services | 109 | 82 | 27 |
| Leiharbeitnehmer gesamt 2) | 196 | 172 | 24 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 157 | 118 | 39 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 39 | 54 | -15 |
| davon Segment Corporate Services | 0 | 0 | - |
1) Die Mitarbeiterzahl ergibt sich auf Basis der unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik
2) Im Jahr 2022 wurden insgesamt 69 Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung übernommen.
Wir setzen auf eine offene Feedback-Kultur - denn die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Unsere 2018 implementierten Führungsleitlinien ("Leading Principles") setzen wir konsequent um. Sie bilden die Grundlage unserer modernen Unternehmens- und Führungskultur. Mit unserem "Vision-Mission-Statement" beschreiben wir klar unsere Ziele und Werte (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 16 f.).
Um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen, ist eine kontinuierliche und transparente Kommunikation unerlässlich. Bei der 2. Live-Strategie-Information durch den Vorstand mit ausführlicher Q&A-Session im September 2022 nutzten erneut zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Chance, zum Austausch über die strategische Ausrichtung und Zukunftsfelder von DMG MORI. Für unsere Auszubildenden gab es dabei eigene Veranstaltungen, um ihre besonderen Perspektiven und Bedürfnisse zu fokussieren.
Zur Weiterentwicklung unserer Feedback-Kultur trägt auch die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse bei. Erstmals wurden die Mitarbeiter im Jahr 2018 befragt. Aus den Ergebnissen wurden über 300 Einzelmaßnahmen, insbesondere in der Kategorie Kommunikation und Information, abgeleitet und erfolgreich umgesetzt. Coronabedingt fand die Mitarbeiterbefragung erst wieder im Berichtsjahr statt. Dabei wurden die Mitarbeiter der deutschen Standorte sowie der Produktionswerke in Italien und Polen zu insgesamt zwölf Themenfeldern - darunter Arbeitsbedingungen, Vorgesetztenverhalten, berufliche Entwicklung und Vergütung - befragt. Die Beteiligungsquote von 64 % ist unter Berücksichtigung des hohen Anteils von gewerblichen Mitarbeitern gut. Die Ergebnisse wurden ausführlich analysiert und Schlüsselthemen identifiziert. Projekt-Teams erarbeiten nun individuell für jede Gesellschaft entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung und setzen diese - gemeinsam mit den lokalen Geschäftsführungen - zeitnah um. Mindestens einmal jährlich erfolgt zudem ein ausführliches Mitarbeiter-Gespräch durch die zuständige Führungskraft.
DMG MORI lebt Teamgeist. Das Miteinander und Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen stärken wir mit zahlreichen Maßnahmen, wie Mitarbeiter-Tage und -Events sowie einem umfassenden Angebot an Gesundheits- und Sportprogrammen, Sportwettbewerben und Firmenläufen.
Wir wissen, dass oft die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine große Herausforderung darstellt. Deshalb engagieren wir uns, um unseren Mitarbeitern den Alltag zu erleichtern -mit flexiblen Arbeitszeiten, Möglichkeit zum mobilen Arbeiten und zahlreichen lokalen Angeboten. Am Standort Bielefeld bieten wir beispielsweise einen Wäsche-Reinigungsservice an. In den Sommerferien erfreute das "Arminia Fußballcamp" viele Kinder unserer Mitarbeiter. Zudem können Mitarbeiter ein Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder Lastenrad -inkl. Rundum-Schutz-Paket leasen und auch privat nutzen. Dieses 2021 erstmals eingeführte Angebot kam so gut an, dass wir es im Berichtsjahr auf zahlreiche weitere Standorte in Deutschland ausgeweitet haben.
Flexibilität gewinnen unsere Mitarbeiter auch durch unseren Fokus auf Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Wo immer dies individuell möglich ist, können sie flexibel und digital arbeiten. Dieses "Smart-Flex-Working" ist seit 2020 dauerhaft in einer Konzernbetriebsvereinbarung festgelegt. Im Berichtsjahr konnten viele Prozesse und Arbeitsschritte digitalisiert werden. Das spart Papier und Zeit -und erhöht die Transparenz. Wir arbeiten zudem an ersten Automationslösungen ("Bots") für hoch-standardisierte Prozesse. Damit wollen wir unsere Mitarbeiter entlasten und ihnen Freiraum verschaffen, sich stärker auf komplexe, kreative Arbeiten konzentrieren zu können.
Unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive Vergütungspakete an. Diese setzen sich aus marktgerechten Grundgehältern und variablen, erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Durch unser Konzern-Prämienmodell haben alle Mitarbeiter grundsätzlich die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI zu partizipieren. Im Berichtsjahr wurde nach Abstimmung zwischen Vorstand und Konzernbetriebsrat aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie kein Konzern-Prämienmodell vereinbart. Stattdessen profitierten alle Mitarbeiter von einer konzernweiten Inflationsprämie von bis zu 1.000 €. Das gesamte Auszahlungsvolumen belief sich auf rund 7 MIO €.
Seit Jahren ist DMG MORI Mitglied bei "Fair Company", der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte. Wir fördern die Fachkräfte von morgen und ermöglichen regelmäßig Studenten und Praktikanten, das operative Tagesgeschäft kennenzulernen. Dabei achten wir strikt darauf, dass bei Praktikanten im Vordergrund steht, dass sie Neues lernen und Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus erhalten sie eine angemessene Vergütung.
Wir achten das Mitbestimmungs- und Betriebsverfassungsgesetz, einschließlich lokaler Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung und pflegen einen regelmäßigen, offenen Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitervertretern. Der Konzernbetriebsrat als auch die lokalen Betriebsräte erhalten so frühzeitig Informationen zu relevanten Themen. Kollektivvereinbarungen, wie zum Beispiel tarifvertragliche Regelungen gelten für etwa 64 % unserer Mitarbeiter.
Wir sind stolz auf unsere Diversität. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber wertgeschätzt und gleich behandelt - unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung. Das ist auch schriftlich vom Vorstand im "DMG MORI Verhaltenskodex" sowie in den Führungsleitlinien festgelegt (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 12 ff.).
Unsere Vielfalt ermöglicht uns als global agierender Konzern, Kunden und Geschäftspartnern stets zielgruppengerecht zu begegnen und individuell auf lokale Besonderheiten einzugehen. Unsere Diversität bietet uns auch die Chance, voneinander zu lernen. Wir setzen deshalb aktiv auf einen intensiven kulturellen Austausch und engagieren wir uns beispielsweise dafür, junge Frauen für den Maschinen- und Anlagenbau zu begeistern. Regelmäßig erhalten junge Schülerinnen am "Girls' Day" einen praktischen Einblick in die faszinierende Welt der Werkzeugmaschinen und wir unterstützen weitere Förder-Initiativen, wie "MINTrelation".
Es ist wichtig, junge Talente mit frischen Ideen für unser Unternehmen zu gewinnen. Gleichzeitig verfügen unsere langjährigen und älteren Mitarbeiter über wertvolle Expertise, die wir möglichst lange im Unternehmen halten wollen. Dafür bieten wir ihnen attraktive Altersteilzeitmodelle. Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden im Berichtsjahr 90 Verträge. 109 Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung arbeiteten in den deutschen Gesellschaften. Dies entspricht einer Quote von 3 %. DMG MORI zahlt rund 139.000 € als direkte Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Etwa 177.000 € werden zudem über anrechenbare Leistungen zum Beispiel an Behindertenwerkstätten gezahlt.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus fünf weiblichen (42 %) und sieben männlichen (58 %) Mitgliedern zusammen. Das Durchschnittsalter lag im Berichtsjahr bei 56 Jahren. Der Vorstand setzt sich ausschließlich aus männlichen Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren zusammen. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 47 f. des Geschäftsberichts 2022. Die Altersstruktur bei DMG MORI (Abbildung 14) ist ausgewogen. Die Qualifikationsstruktur unserer Mitarbeiter liegt seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau: 97 % aller Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer.
Bei DMG MORI gehört permanentes Lernen zur Unternehmenskultur - von unserer anspruchsvollen Ausbildung über das umfassende Talent-Management bis hin zur Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten. Junge Fachkräfte fördern wir gezielt in konzernweiten Trainee-Programmen, insbesondere potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte durch das "High-Potential-Program". Im Berichtsjahr konnten die Teilnehmer von modernen Weiterbildungen profitieren, eigene Projekte durchführen und ihre Ergebnisse dem Vorstand präsentieren.
All unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive, individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungen an. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der aktiven Gestaltung der Digitalisierung. Dafür braucht es moderne, digitale und jederzeit verfügbare Lernkonzepte: In der DMG MORI DIGITAL ACADEMY machen wir unsere Mitarbeiter seit 2020 fit für die neue Normalität. Hierfür arbeiten wir eng mit unserem strategischen Partner "Masterplan" zusammen - das "Netflix der beruflichen Weiterbildung". In kurzen, vielfältigen Videos von hochkarätigen Experten wird auf der Lernplattform Grundwissen zu Digitalisierung, New Work und weiteren digitalen Soft-Skills vermittelt. Kurze Quizfragen, ein motivierendes Punkte- und Ranking-System sowie Zertifikate festigen langfristig den Lernerfolg.
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| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter gesamt | 6.833 (100 %) | 6.821 | 12 |
| davon weiblich | 817 112 %) | 785 | 32 |
| davon männlich | 6.016 188 %) | 6.036 | -20 |
| Geschäftsführer gesamt | 59 (100 %) | 70 | -11 |
| davon weiblich | 1 (2 %) | 2 | -1 |
| davon männlich | 58 (98 %) | 68 | -10 |
| Leitende Angestellte gesamt | 332 (100 %) | 293 | 39 |
| davon weiblich | 45 (14 %) | 42 | 3 |
| davon männlich | 287 (86 %) | 251 | 36 |
| Angestellte inkl. Azubis gesamt | 6.442 (100 %) | 6.458 | -16 |
| davon weiblich | 771 (12 %) | 741 | 30 |
| davon männlich | 5.671 (88 %) | 5.717 | -46 |

Darüber hinaus sind DMG MORI-spezifische Inhalte verfügbar -von Vorstandsinformationen zur Strategie über unsere Zukunftsfelder, wie Automatisierung, Nachhaltigkeit oder Additive Manufacturing bis hin zu detaillierten Produktvideos oder Informationen zu wichtigen Projekten. So teilen wir konzernweit wertvolles Know-how einfach und digital miteinander. Im Berichtsjahr haben über 4.700 Mitarbeiter erfolgreich mit der Plattform gelernt und individuell auf ihre Tätigkeit zugeschnittene Lernpfade bearbeitet. Sie haben schon über 250.000 Videos zur Weiterbildung genutzt. Auch in unserer Ausbildung kommt Masterplan zum Einsatz. Im Berichtsjahr haben unsere Auszubildenden erstmals eigene Videos für Masterplan erstellt. So geben sie ihr Wissen an künftige Nachwuchskräfte weiter und fördern den Austausch von Wissen zwischen unseren Ausbildungsstandorten.
In unserer Produktion nutzen wir ebenfalls digitale Lernwerkzeuge, wie TULIP. Mit der innovativen No-Code-Manufacturing-Plattform können Nutzer in kürzester Zeit eigene APPs erstellen - intuitiv und ohne Programmierkenntnisse. In unseren Produktionswerken sind bereits über 1.600 TULIP-Arbeitsplätze und mehr als 200 selbst entwickelte APPs im Einsatz. So können unsere Shopfloor-Mitarbeiter Prozesse in ihrem Arbeitsumfeld direkt selbst digitalisieren und ihre Erfahrung und ihr Wissen transparent weitergeben. Im Berichtsjahr entstanden zum Beispiel neue Apps in der Montage, mit denen frühzeitig Qualitätsdaten entlang der "Quality Gates" aufgenommen und digitalisiert werden können. Zudem ermöglichen sie eine schnelle Ableitung von Maßnahmen zur Steigerung der Qualität.

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| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter in Weiterbildungsmaßnahmen | 3.894 | 3.865 | 29 |
| davon weiblich | 359 | 390 | -31 |
| davon männlich | 3.535 | 3.475 | 60 |
| Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung | 11,7 MIO € | 12,1 MIO € | -0,4 MIO € |
| Tage für Weiterbildungsmaßnahmen | 18.325 | 30.402 | -12.077 |
In unserer TAKT Academy lernen unsere Mitarbeiter, Unternehmensziele durch erfolgreiche Optimierungsprojekte zu erreichen und nachhaltig im Prozess zu verankern. Dabei wenden wir die Methodik "Digital Lean Six Sigma" an:
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| ― | Digital: Wissen bezüglich der Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette |
| ― | Lean: Wissen über die Beseitigung von Verschwendung |
| ― | Six Sigma: Überführung der neuen, optimierten Zustände in einen stabilen Prozess |
Hierzu werden den Teilnehmern digitale Tools zur Datenerhebung, Auswertung, Optimierung und Kontrolle vermittelt. Anschließend gilt es, das erlernte Wissen aktiv in eigenen Optimierungsprojekten anzuwenden und daraus weitere Verbesserungsprozesse abzuleiten. Zum Jahresende 2022 waren mehr als 550 Mitarbeiter aus 10 verschiedenen Standorten, darunter mehr als 125 Führungskräfte, in der "Digital Lean Six Sigma"-Methodik geschult.
Mit unserer ausgezeichneten Berufsausbildung begeistern wir frühzeitig junge Menschen. Dabei setzen wir von Anfang an auf ein attraktives, internationales Konzept mit digitalen Schwerpunkten - denn ein gutes Ausbildungsprogramm ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg. Im Berichtsjahr wurde DMG MORI erneut von dem renommierten Wirtschaftsmagazin "Capital" und Portal "Ausbildung.de" als einer von "Deutschlands besten Ausbildern 2022" ausgezeichnet und erzielte in den Bereichen Ausbildung sowie duales Studium 5 von 5 Sternen.
Wir bilden in insgesamt 12 Berufszweigen aus und bieten in Zusammenarbeit mit regionalen Fachhochschulen und Berufsakademien Studiengänge an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter -besonders im Bereich Digitalisierung. Ein Beispiel: Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir im Berichtsjahr erstmals den neuen Studiengang "Digitale Industrie und Logistik" angeboten. Auch im Ausbildungsalltag wird Digitalisierung großgeschrieben: Wir stellen allen Auszubildenden Tablets zur Verfügung und setzen auf digitale Inhalte, zum Beispiel über die Lern- und Arbeitsplattform MLS (Mobile Learning in Smart Factories), Masterplan und TULIP.
Über die Lern- und Arbeitsplattform MLS erhalten die Auszubildenden ihre individuellen Aufgaben direkt auf ihr Tablet oder ihren PC. So können sie selbst die Lerngeschwindigkeit bestimmen und werden optimal gefördert. Die Inhalte erstellt DMG MORI selbst, teils organisationsübergreifend, teils standortspezifisch - immer abgestimmt auf unsere Ausbildungsinhalte. Durch integrierte Videos verbindet das System perfekt Theorie und Praxis. Der Ausbilder kann zudem jederzeit transparent die Fortschritte überblicken. Auch weitere externe Lernangebote lassen sich einbinden. Ein Pluspunkt: Das System funktioniert im Bedarfsfall 100 % remote.

Um unsere Position als attraktiver Arbeitgeber weiter zu stärken und die Ausbildung auf ein noch höheres Niveau zu heben, werden wir an den Standorten Seebach und Pfronten die Aus- und Weiterbildung mit multifunktionalen Nutzungskonzepten verknüpfen und so eine hochmoderne Lernumgebung schaffen. Dafür investieren wir in neue Ausbildungscenter. Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir im Berichtsjahr bereits mit dem Bau begonnen: Auf einer Fläche von rund 1.000 m2 bieten wir künftig eine Projektraumgestaltung sowie 50 moderne Schulungsplätze. Durch die Integration von innovativen Zukunftstechnologien, wie Additive Manufacturing, KI, die Anwendung von Virtual Reality oder auch der Einsatz von TULIP gestaltet DMG MORI lebenslanges Lernen interessant und abwechslungsreich und erfüllt so den eigenen Anspruch, eine permanent lernende Organisation zu sein. Bei der Neugestaltung der Ausbildungsflächen binden wir unsere Auszubildenden aktiv ein und setzen auf ihre ganz individuellen Erfahrungen, Wünsche und Anregungen. Das Grand Opening wird im laufenden Geschäftsjahr sein.
Im Berichtsjahr haben wir 130 neue Auszubildende und Trainees eingestellt. 65 junge Fachkräfte sind nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in eine Festanstellung übernommen worden. Die Verteilung der Ausbildungsfachrichtungen bei DMG MORI ist in Abbildung 17 dargestellt.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind zentrale Bestandteile unseres weltweiten Wertschöpfungssystems. Wir richten unser Managementsystem an den nationalen gesetzlichen Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie weiteren relevanten Sicherheitsnormen für alle Tätigkeitsbereiche aus, einschließlich der weltweiten Arbeits- und Sozialnormen der International Labour Organization. Die Einhaltung der Regelungen überprüfen wir mit internen Audits, verzichten bisher jedoch auf eine externe Zertifizierung.
Für unsere eigenen Mitarbeiter - einschließlich Außendienstmitarbeitern - sowie Leiharbeiter gilt ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (5.246 von 7.029 Personen, entsprechend 75 %; →Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Seite 51). Dieses umfasst unsere internationalen Produktionswerke und die deutschen Gesellschaften mit länderspezifischen gesetzlichen Anforderungen. Für diese Gesellschaften gibt es einen eigenen Arbeitsschutzausschuss, der nach lokalem Recht zum Beispiel mit einem Mitglied der Geschäftsführung und einem Arbeitnehmervertreter besetzt ist. Weitere externe oder kurzfristige eingesetzte Mitarbeiter sind aus organisatorischen Gründen nicht vertreten. Der Arbeitsschutzausschuss tagt mindestens einmal jährlich -an unseren deutschen Standorten viermal jährlich - und analysiert Vorfälle, legt Schutzmaßnahmen fest und überprüft den Stand ihrer Umsetzung.
Unsere lokalen Standorte gestalten die Umsetzung des Managementsystems individuell. Insbesondere in Deutschland gibt es ein HSE-Managementsystem (Health, Safety, Environment) in Anlehnung an die Norm ISO 45001. Aus organisatorischen Gründen ist eine Angabe zur Abdeckung externer oder kurzfristig eingesetzter Mitarbeiter nicht möglich.
Neue Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiter von Fremdfirmen, die auf unserem Gelände Arbeiten durchführen, erhalten alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitstrainings. Hierzu führen wir entsprechende Unterweisungen durch, wo immer möglich als Präsenzschulung. Umfang und Detailgrad des Trainings richten sich nach der Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Tätigkeit. Beauftragte und befähigte Personen erhalten weitere ergänzende Qualifizierungen. Für Notfälle stehen Erste-Hilfe-Mittel und Brandschutzeinrichtungen zur Verfügung.
An den Produktionsstandorten unterstützt ein Betriebsarzt die Mitarbeiter - einschließlich Außendienstmitarbeiter - und Leiharbeitnehmer in Gesundheitsfragen. Unsere Betriebsärzte beraten u. a. zu den Themen Arbeitssicherheit, Hygiene und Prävention, führen Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorgeuntersuchungen durch, bieten Impfungen an und vermitteln Seminare.
Unsere geschulten Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen die Führungskräfte dabei, sämtliche Arbeitsbereiche, auch die von Fremdfirmen, auf unserem Gelände hinsichtlich möglicher Gefährdungen zu analysieren und diese zu beseitigen. Das gilt insbesondere bei gemeldeten Vorfällen oder Bedenken. Mitarbeiter - intern wie extern - können sich bei Verdacht auf nicht beseitigte Risiken an die zuständigen Behörden oder anonym an den externen Vertrauensanwalt wenden (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 20 f.).
Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir auf ihre Sicherheit und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit, um die Risiken in der Produktion zu minimieren. Diese Anforderungen geben wir auch an unsere Partner und Lieferanten weiter. Wir erwarten zum Beispiel, dass in den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen der Einsatz von gesundheits- und umwelt-gefährdenden Stoffen vermieden oder reduziert wird, oder dass entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden (→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
Der Unternehmensbereich "Corporate Mobility & Security" übernimmt übergeordnete Sicherheitsaufgaben, u. a. sorgt er für die Reisesicherheit unserer Mitarbeiter. Bei Reisen in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsrisiko hält der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden.
Unser 360°-Arbeitsschutz umfasst auch die Gesundheitsschutzmaßnahmen in der Pandemie (Masken, Tests, Impfungen) und unser allgemeines Gesundheitsmanagement. Hier haben wir im Berichtsjahr zahlreiche Infektionsschutzmaßnehmen erfolgreich umgesetzt und so die Anzahl an Covid-Erkrankungen durchgängig auf einem niedrigen Niveau halten können.
Über unser betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bieten wir unseren Mitarbeitern seit vielen Jahren an nahezu allen Produktionsstandorten umfassende Angebote - von Fitness- und Sportprogrammen, über Gesundheitstage bis hin zu Fußballturnieren und Skirennen. Seit 2020 stärken wir insbesondere auch das BGM im Sales- & Service-Bereich. Im Fokus stehen Verhältnis- und Verhaltensprävention, wie die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung im Büro und in der Produktion, ergänzende Kurse zur ergonomischen Haltung, Grippeschutz- und Covid-Impfungen sowie die Ausrichtung unserer Betriebsrestaurants auf gesunde Ernährung. Zur Förderung der Bewegung setzen wir auf konzernweite Sport-Events, gemeinsame Laufgruppen, Kooperationen mit Fitnessstudios und haben unser Angebot an Ladestationen für E-Bikes weiter ausgebaut. Zudem können Mitarbeiter ein Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder Lastenrad - inkl. Rundum-Schutz-Paket leasen und auch privat nutzen.
Neu in 2022: Mit "EGYM Wellpass" haben wir unser beliebtes Firmenfitnessangebot erweitert. Neben dem bereits etablierten sportnavi-Angebot für den Standort Bielefeld profitieren nun auch alle weiteren Standorte in Deutschland von der umfangreichen Sport- und Wellnessflatrate: Fitnessstudios, Schwimmbäder inkl. Sauna, Yoga-Kurse, Tanzen, Klettern, Massagen und vieles mehr - bei dieser Mitgliedschaft bleiben keine Wünsche offen. Bereits über 700 Mitarbeiter sind aktiv dabei. DMG MORI übernimmt dabei über 50 % der monatlichen Kosten - bei Auszubildenden sogar 100 %!
Über alle Angebote und Neuigkeiten im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement informieren wir unsere Mitarbeiter umfangreich vor Ort, persönlich oder durch Aushänge, sowie im "DMG MORI ONE". Hier steht unserem BGM ein eigener Bereich zur Verfügung, in dem wir regelmäßig Beiträge zu Gesundheitsthemen einstellen. Wir haben unsere Mitarbeiter das gesamte Jahr über freiwillig mit allen relevanten Schutzmitteln, medizinischen Masken und Covid-Selbsttests versorgt. Unsere Betriebsärzte informieren und unterstützen zudem alle Mitarbeiter beim Thema Impfen.
Regelmäßig erstellen wir Gesundheitsreportings und führen persönliche Krankenrückkehr-Gespräche durch. Mit unseren Maßnahmen und Angeboten möchten wir die Zufriedenheit, Motivation und Gesundheit unserer Mitarbeiter fördern und so die Krankenquote auf einem niedrigen Niveau halten.
Diese betrug im Berichtsjahr 4,5 % und lag damit, wie im Vorjahr, unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,4 %. Im Berichtsjahr kam es zu 195 Wege- und Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,9 % (Vorjahr: 2,7 %).
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung beeinflusst das Wohlbefinden und die Arbeitskraft unserer Mitarbeiter positiv. In unseren Betriebsrestaurants an den Standorten Bielefeld, Pfronten und Seebach arbeiten wir deshalb bereits seit 2018 erfolgreich nach dem Konzept "Frisch & Gesund". Das Motto lautet: Gutes Essen für Viele. Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit werden großgeschrieben:
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| ― | Convenience-Grad unter 10 %, |
| ― | Verzicht auf jede Form von Geschmacksverstärkern, |
| ― | frische Produkte aus der Region, |
| ― | tägliche wechselnde Gerichte - weniger Fleischkonsum. |
Alle Gerichte gibt es auch in recycelbaren "To-Go"-Behältern -ideal zum Beispiel für Teilzeitkräfte oder als fertiges Abendessen zum Mitnehmen. Wer lieber selbst die leckeren Tagesgerichte nachkocht, findet die Rezepte in dem Buch "Nouvelle Cantine feat. DMG MORI" von Küchenchef Bernhard Kampmann. Im Berichtsjahr erhielt der Meisterkoch für sein Werk die Silbermedaille von der Gastronomischen Akademie Deutschlands auf der Frankfurter Buchmesse.
Den ökologischen Fußabdruck der Betriebsrestaurants hält DMG MORI durch moderne Konzepte beim Kühlen, Lüften und Beleuchten sowie umfassende Renovierungen in den vergangenen Jahren so klein wie möglich. Das Betriebsrestaurant am Headquarter Bielefeld trägt seit 2018 die Auszeichnung als "Klimagesunde Betriebsküche".
Im Juni 2022 haben wir zudem eine Umfrage zu unseren Betriebsrestaurants unter den täglichen Besuchern gestartet, um Qualität und Zufriedenheit noch weiter zu steigern. Knapp 700 Mitarbeiter gaben Feedback - und mit großer Mehrheit positiv! Besonders gut schnitten die Kategorien Mitarbeiterfreundlichkeit, Ausstattung und gastronomische Leistung ab. Kurz: Service, Geschmack, Atmosphäre - passt! Gleichzeitig gab es viele wertvolle Anregungen und Vorschläge, die nun sukzessive umgesetzt werden, um noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter einzugehen.
Als ein Technologieführer achten wir weltweit auf Compliance und übernehmen Verantwortung für unser Handeln. Mit unserer etablierten Compliance-Organisation stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere Vorschriften einhalten und aktiv unsere TOP-Werte leben.
Unsere Unternehmenskultur und unser unternehmerisches Handeln sind geprägt von unseren TOP-Wertem Trust/Vertrauen, Openness/Offenheit und Passion/Leidenschaft. Diese Werte wollen wir in allen Bereichen fest integrieren und langfristig sichern. Dafür setzen wir auf ein umfassendes Compliance-Managementsystem - basierend auf Verantwortung, Integrität, Nachhaltigkeit und dem DMG MORI-Verhaltenskodex - mit dem wir Regeln und Prozesse festlegen, um bestmöglich und zeitnah auf unternehmensspezifische Risiken zu reagieren, Compliance-Verstöße zu vermeiden oder schnell und effektiv aufzudecken und zu sanktionieren. So trägt Compliance zu unserem Unternehmenserfolg bei.
Auch hierbei denken wir ganzheitlich und sind breit aufgestellt. Wir haben sieben Teilbereiche vollständig in unser Managementsystem integriert:
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| ― | Exportkontrolle, |
| ― | Tax-Compliance, |
| ― | Anti-Geldwäsche, |
| ― | Datenschutz, |
| ― | IT-Sicherheit, |
| ― | Kartellrecht, |
| ― | Anti-Korruption. |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden alle Teilbereiche erfolgreich überprüft - seitdem führen wir fortlaufend ausgewählte einzelne Wirksamkeitsprüfungen durch. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem Teilbereich Anti-Korruption. Zudem erfolgte für die ISO 37001 Zertifizierung (Anti-Korruption) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Überwachungsaudit.

1. 100 % der neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestätigen im Berichtsjahr den Verhaltenskodex: Ziel erreicht!
2. 80 % der Mitarbeiter absolvieren die Basis-Schulung: 97 % erreicht!
3. 80 % der Managing Directors und Chief Operating Officers sind zum 31.12.2021 durch das zentrale Compliance-Management geschult: 96 % erreicht!
4. 80 % der Managing Directors geben im jährlichen konzernweiten Self-Assessment an, sich ausreichend vom zentralen Compliance-Management informiert zu fühlen: 100 % erreicht!
Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken erfassen wir systematisch und standardisiert über unser konzernweit einheitliches Risk-Assessment. Compliance-Risiken können potenziell in allen Bereichen und Gesellschaften auftreten, wenn Gesetze und Vorschriften sowie unternehmensinterne Richtlinien missachtet werden. Mindestens einmal im Jahr führen wir für alle Teilbereiche eine szenarienbasierte Risikoanalyse durch - im Berichtsjahr waren es sogar zwei Analysen - um noch schneller reagieren zu können. Die gesellschaftsspezifische Risikolage bewerten wir lokal anhand einheitlich definierter Kriterien für alle operativen Konzerngesellschaften und überprüfen dies zentral. Die Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken waren im Berichtsjahr insgesamt beherrschbar.
Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu Compliance in allen Bereichen. Um die Einhaltung unserer Regeln sicherzustellen, nutzen wir ein Richtlinien-Management. Zur nachhaltigen Verankerung der Compliance-Richtlinien in die Unternehmenskultur sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig und umfangreich über verschiedene Kanäle, zum Beispiel:
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| ― | Vorstandsinformationen zu wichtigen, aktuellen Anforderungen, |
| ― | jährlicher Fragebogen zu Aufklärungs- und Handlungsbedarfen an die Geschäftsführer. |
Über das "DMG MORI ONE" sind alle Regelungen für alle Mitarbeiter permanent verfügbar. Auf die konzernweit gültigen Compliance-Richtlinien verweisen wir im Verhaltenskodex auf unserer Webseite. Darüber hinaus überprüft u. a. die Konzernrevision als unabhängige Stabsstelle die Einhaltung von Richtlinien. Für Fragen, Anregungen und Bedenken, zum Beispiel zu illegalem oder unethischem Verhalten, stehen unseren Stakeholdern der Compliance-Helpdesk sowie ein externer Vertrauensanwalt zur Verfügung (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 20 f.).
Digitalisierung ist eines der drei wichtigsten Zukunftsfelder bei DMG MORI. Denn mit digitalen Prozessen erhöhen wir Transparenz und Effizienz - auch im Bereich Compliance.
In unserem "Customer-Relationship-Management" (CRM) System überprüfen wir Kunden auf Risiken im Bereich Anti-Geldwäsche. Unser digitales Workflow-System nutzen wir für Prozesse in Bezug auf Anti-Korruption, zum Beispiel für die Genehmigung und Dokumentation von Geschenken oder Einladungen sowie um die Integrität potenzieller Händler und Auftragsvermittler zu überprüfen. Je nach Risiko-Level sind hier genaue Vorgänge definiert.
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―
Basis-Schulung für alle Mitarbeiter
| ― | Schwerpunkt: Verhaltenskodex von DMG MORI |
| ― | Abschlussquote: > 95 % 1) |
| ― | 4.292 Stunden im Berichtsjahr 2) |
―
Datenschutz & EU-DSGVO
| ― | für alle von der EU-DSGVO betroffenen Mitarbeiter |
| ― | Abschlussquote: > 80 % 3) |
―
Informationssicherheit
| ― | Abschlussquote: 75 % 3) |
―
Klassifizierung und Umgang mit Informationen
| ― | Abschlussquote: > 70 % 3) |
Ergänzend zu den Online-Seminaren schulen der Chief Compliance Officer und zentrale Teilbereichskoordinatoren regelmäßig persönlich vor allem die Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen zu Neuerungen und aktuellen Themen.
1) der im Online-Seminar registrierten Mitarbeiter (ausgenommen gewerbliche Mitarbeiter)
2) angenommene durchschnittliche Dauer: 1 Stunde
3) der im jeweiligen Modul registrierten Mitarbeiter
Wir nehmen die Persönlichkeitsrechte unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner sehr ernst und gehen entsprechend vertraulich und sensibel mit ihren Daten um. Datenschutz und Informationssicherheit sind Teil des integrierten Compliance-Managementsystems und werden von unserem Konzerndatenschutzbeauftragten und Leiter IT-Security zentral gesteuert. Dabei erfüllen wir die Vorgaben der EU-DSGVO und orientieren uns am ISO / IEC 27001 Standard für Informationssicherheit.
Durch die beschleunigte Digitalisierung ist IT-Sicherheit von höchster Priorität. Wir sind uns der enormen Herausforderungen und Risiken bewusst. Um die Informationen und Daten innerhalb des Konzerns zu schützen, setzen wir auf umfangreiche, aktuelle Sicherheitsmaßnahmen, wie Multifaktor-Authentifizierung und Audits sowie regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeiter (→Produktqualität und -sicherheit, Seite 40 ff.).
Der Vorstand bekennt sich im Verhaltenskodex und im "Modern Slavery Statement", das jährlich gemeinsam mit der DMG MORI UK Limited veröffentlicht wird, zur Einhaltung der Menschenrechte (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 12 ff.).
Die neuen Vorgaben zu Menschen- und Umweltrechten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, das am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, haben wir bei DMG MORI frühzeitig und umfassend umgesetzt und weltweit in unsere Geschäftsprozesse integriert. Die fünf Kernelemente sind:
1. Verantwortung anerkennen
2. Risiken identifizieren und bewerten
3. Maßnahmen im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette einleiten
4. Informieren und berichten
5. Beschwerden ermöglichen
In diesem Zuge ist seit Februar 2023 eine neu erstellte Konzernrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in Kraft, um die Einhaltung der neuen Vorgaben sicherzustellen. Generell gilt: Wir orientieren uns an international gültigen und anerkannten Standards und Richtlinien. Hierzu zählen:
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| ― | Grundsätze der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen |
| ― | OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen |
| ― | Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) |
| ― | Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen |
Darüber hinaus haben wir im ersten Quartal 2023 erstmals eine Grundsatzerklärung über unsere Menschenrechtsstrategie auf unserer Website veröffentlicht. Hier fassen wir unsere Erwartungen, Handlungsfelder und Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten zusammen.
Als Teil des integrierten "Responsibility-Ansatzes" gelten grundsätzlich alle Elemente unseres Compliance-Managementsystems auch für den Bereich Menschenrechte. Mit geeigneten Maßnahmen, wie insbesondere unsere Online-Seminare und Präsenzschulungen, stellen wir sicher, dass unsere hohen Standards auch innerhalb von DMG MORI weltweit beachtet und angewandt werden (→Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Seite 50 ff.). Im Berichtsjahr hat DMG MORI zudem erstmalig ein "Human Rights Impact Assessment" - basierend auf den UN - Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte - für unsere internen Prozesse und die unserer Lieferanten durchgeführt. Dabei haben wir länder- und sektorspezifische Menschenrechtsrisiken identifiziert und bewertet, um darauf aufbauend gezielte Maßnahmen zur weiteren Risikoprävention abzuleiten. Künftig werden wir das Assessment jährlich durchführen und dabei auch die Wirksamkeit der im Vorjahr beschlossenen Maßnahmen kontrollieren.
Wir erwarten selbstverständlich von unseren Lieferanten, dass sie die geltenden menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten ernst nehmen und einhalten - und dass sie diese Anforderungen auch entlang ihrer Lieferkette weitergeben. Gleichzeitig erwarten auch unsere Kunden und Mitarbeiter entsprechende Standards von uns und unseren Lieferanten.
Wir beziehen keine (Konflikt-)Mineralien, wie Gold, Tantal, Wolfram oder Zinn als Rohmaterialien. Konfliktmineralien können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder angrenzenden Staaten stammen, zur Finanzierung bewaffneter Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Aufgrund unserer komplexen, mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem begegnen wir vor allem mit entsprechenden Sorgfaltsprozessen. Mit der Plattform "Integrity Next" haben wir beispielsweise unsere Lieferantenfragebögen vereinheitlicht und digitalisiert. So konnten wir die Transparenz in der Lieferkette weiter steigern (→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
DMG MORI engagiert sich. Wir sind Teil der Gesellschaft und machen uns für sie stark - mit zahlreichen Aktionen, Spenden und Sponsorings. Wir sind solidarisch und leben unsere TOP-Werte auch weit über die Unternehmensgrenzen hinaus.
Zu unserer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie gehört selbstverständlich auch unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Wir engagieren uns mit vielfältigen Aktionen und machen uns stark für Menschen, Gesellschaft und unsere Umwelt. Hierzu gehören Spenden und Sponsorings ebenso wie der enge Austausch mit Hochschulen, Vereinen und Verbänden. Im Fokus unseres Engagements stehen Projekte in Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport und insbesondere der Nachwuchs. Diese Bereiche sind auch in unserer konzernweiten Spenden- und Sponsoring Richtlinie festgelegt, ebenso wie die geltenden Prozesse und Wertgrenzen. Unsere lokalen Geschäftsführungen wissen am besten, wo unsere Spenden am meisten gebraucht werden und auch wirklich ankommen. Deshalb entscheiden sie direkt vor Ort, welche Projekte wir fördern.
Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren - zum Beispiel bei der Werkfeuerwehr. Für Einsätze, Übungen und Ausbildungen stellen wir sie frei. Eine flexible Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung erleichtern den ehrenamtlichen Einsatz. Auch zahlreiche Spendenaufrufe und Sammelaktionen für die Menschen in der Ukraine wurden am Arbeitsplatz organisiert und tatkräftig unterstützt. Hierbei konnten die engagierten Mitarbeiter auf unsere bestehende Logistik zurückgreifen und unsere Räumlichkeiten nutzen.
Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum Wissenstransfer. Zudem engagieren wir uns an vielen Standorten in lokalen Verbänden und Projekten. So bilden wir aktiv Netzwerke und können uns für die jeweilige Region stark machen.
DMG MORI engagiert sich unter anderem in verschiedenen Branchenverbänden:
VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau // VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. // IHK Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld // DKE - Deutsche Kommission Elektrotechnik // Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE // TÜV - Technischer Überwachungsverein // OWL Maschinenbau // BME - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik // it's owl e. V. - Intelligente Technische Systeme Ost Westfalen Lippe // Energieeffizienz-Netzwerk Ostwestfalen // Nachwuchsstiftung Maschinenbau
Mit gemeinsamen Aktionen rund um unsere Standorte sind wir ein starker Teil der Gesellschaft. So leisteten zum Beispiel im Berichtsjahr unsere Auszubildenden einen wichtigen Beitrag dazu, die bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels abzumildern und pflanzten rund 100 Bäume im Teutoburger Wald in Bielefeld. Im Allgäu an unserem Standort Pfronten haben wir uns erneut der Challenge "Müllfreies Allgäu" angeschlossen und knapp 600 kg Müll eingesammelt. Frische Luft, Bewegung und gleichzeitig der Umwelt helfen - das spornt uns an, auch nächstes Jahr wieder an der Challenge teilzunehmen.
Die geplanten Förderungen prüft der Vorstand immer zu Beginn eines Geschäftsjahres. Die Freigabe unterjähriger Spenden und Sponsorings erfolgt über unser digitales Workflow-System durch die jeweilige Geschäftsführung bzw. den Vorstand. Die Abteilungen "Corporate Responsibility" und "Corporate Communications // Investor Relations" überprüfen stichprobenartig die Spenden- und Sponsoringaktivitäten hinsichtlich Förderungszweck und -höhe sowie Einhaltung der Freigabeprozesse. Das lokale Controlling überwacht das jährliche Budget. Grundsätzlich erfolgen keine Spenden an politische oder parteinahe Organisationen oder Politiker. In gesetzlich zulässigen Ausnahmen ist die Zustimmung des Vorstands notwendig.
Im Geschäftsjahr 2022 haben wir rund 645.000 € für Spenden und Sponsorings ausgegeben. In der Region Ost Westfalen Lippe engagiert sich DMG MORI zum Beispiel seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein DSC Arminia Bielefeld -insbesondere im Nachwuchsbereich - und als Mitglied des Bündnis Ostwestfalen. Besonders freut uns, dass wir im Berichtsjahr erstmalig auch die erfolgreiche U17-Frauen-mannschaft von Arminia Bielefeld unterstützen und so Diversität im Sport fördern. Über Sponsoring-Verträge unterstützen wir zudem die Bielefeld Marketing GmbH und den Bielefelder Kunstverein.
Spenden kamen in diesem Jahr insbesondere der "Aktion Deutschland hilft" zugute - als Nothilfe für die Ukraine -sowie lokalen Vereinen, Institutionen, Hochschulen und der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Ein besonderer Fokus lag zudem auf den ganz kleinen unter uns: Für Waisenkinder aus der Ukraine erhielt das "Haus Daheim" in Bielefeld eine Spende, ebenso gingen Geld - und Sachspenden an das Waisenheim "Littlest Lamb" in Kairo, Ägypten, und an den Verein "HoffnungStern Uganda-Freunde e. V.", der sich für Kinder und Jugendliche in Uganda einsetzt und ihnen den Zugang zu Bildung ermöglicht. Auch zahlreiche Kindergärten, Schulen, Ferienspiele und Freizeitaktivitäten rund um unsere Standorte wurden unterstützt.
DMG MORI begrüßte Ende November über 1.000 Gäste -Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner - beim deutschjapanischen Klassik-Konzert in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle. Das eigens aus Tokio angereiste "Japanese National Orchestra" von und mit Star-Pianist Kyohei Sorita sowie die fabelhaften "Bielefelder Philharmoniker" bewiesen gemeinsam, dass Klassik zeitlos schön ist. Auf dem Programm standen u. a. Werke von Mozart, Strauss und Chopin in immer wieder wechselnden Besetzungen, aber stets gemeinsam und in voller Harmonie. Vielfalt, die begeistert.
DMG MORI hat über die in diesem GRI-Index angegebenen Informationen für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 unter Bezugnahme auf die GRI-Standards berichtet. Zudem ist die Abgrenzung des nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben gekennzeichnet.
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| GRI-Standard | GRI-Angaben | Seiten im Nachhaltigkeits- bericht 2022 |
Seitenverweis auf Geschäftsbericht 2022 | Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB | Extern geprüft von PWC 1) |
|---|---|---|---|---|---|
| GRI 1 Grundlagen 2021 | GRUNDLAGEN | ||||
| ALLGEMEINE ANGABEN | |||||
| ORGANISATIONSPROFIL UND BERICHTERSTATTUNG | |||||
| 2-1 Organisationsprofil | 10 f. | 42, 44 f., 183 | |||
| 2-2 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden 2) | 77 | 164-166 | |||
| 2-3 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle 3) | 77, 80 | ||||
| 2-4 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen 4) | 77 | ||||
| 2-5 Externe Prüfung | 78 f. | ||||
| TÄTIGKEITEN UND MITARBEITER | |||||
| 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen | 10 f., 14, 44 f., | 38-42, 44 f., 60 f., 72-76, 164-166, 183 | |||
| UNTERNEHMENSFÜHRUNG | |||||
| 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung | 8-11, 46-51, 167 | ||||
| GRI 2 Allgemeine Angaben 2021 | 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans | 46-49 | |||
| 2-11 Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans | 167 | ||||
| 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen | 18, 61 | ||||
| 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 8-11 | ||||
| 2-15 Interessenkonflikte | 10, 48 f., 167 | ||||
| 2-17 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | 8 f., 49 | ||||
| STRATEGIE, RICHTLINIEN UND PRAKTIKEN | |||||
| 2-22 Anwendungserklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung | 4-7 | 12-14 | |||
| 2-23 Verpflichtungserklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen 5) | 63, 77 | ||||
| 2-26 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen | 19 f., 62 | ||||
| 2-28 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | 67 | ||||
| EINBINDUNG VON STAKEHOLDERN | |||||
| 2-29 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 18 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ | ||
| 2-30 Tarifverträge | 53 | ||||
| WESENTLICHE THEMEN | |||||
| KATEGORIE: ÖKONOMISCH | |||||
| Korruptionsbekämpfung | § 289c Abs. 2 Nr. 5 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47, 61-63 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016 | 205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | 62 | § 289c Abs. 3 | ✓ "Risikomanagement" | |
| KATEGORIE: ÖKOLOGISCH | |||||
| Materialien | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24 f., 30-33, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 301: Materialien 2016 | 301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 32 | § 289c Abs. 3 | ||
| Energie | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24-29, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne TCFD-Bericht und QR-Code | |
| GRI 302: Energie 2016 | 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 26 | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 06 | |
| Emissionen | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24-29, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne TCFD-Bericht und QR-Code | |
| 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 28 | § 289c Abs. 3 | |||
| GRI 305: Emissionen 2016 | 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 28 | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 07 | |
| 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | 28 | § 289c Abs. 3 | |||
| 305-6 Emissionen von Ozon abbauenden Substanzen (ODS) 6) |
77 | § 289c Abs. 3 | |||
| Umweltbewertung der Lieferanten | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| Umweltbewertung der Lieferanten | Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden 7) | 45, 46 | § 289c Abs. 3 | ✓ Abschnitte "03 Analyse und Assessment" und "04 Risikomanagement" | |
| KATEGORIE: SOZIALES | |||||
| Beschäftigung | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50-52 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 401: Beschäftigung 2016 | 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation 8) | 50 f. | § 289c Abs. 3 | ||
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50-52, 57-60 | § 289c Abs. 3 | ||
| 403-1 Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 57-59 | ||||
| 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | 20 f., 57-59, 62 f. | ||||
| 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste | 58 | ||||
| GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018 | 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 57, 60 | |||
| 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 58 | ||||
| 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | 59-60 | ||||
| 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz | 45-47, 59 | ||||
| 403-8 Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind | 57 f. | § 289c Abs. 3 | |||
| Aus- und Weiterbildung | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50 f., 54-57 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 404: Aus- und Weiterbildung 2016 | 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl der Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten 8) | 55 | § 289c Abs. 3 | ||
| Diversität und Chancengleichheit | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Konzepts | 14, 18, 20 f., 50 f., 53 | § 289c Abs. 3 | ✓ Ohne "Recruiting" S. 50 f.; auf S. 53 nur "Vielfalt u. Chancengleichheit" | |
| GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016 | 405-1 Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten 8) | 53 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 13 | |
| Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte | § 289c Abs. 2 Nr. 4 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47, 50, 63 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Recruiting" S. 50 | |
| GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | 412-2 Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren | 62 | § 289c Abs. 3 | ||
| Soziale Bewertung der Lieferanten | § 289c Abs. 2 Nr. 4 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| Soziale Bewertung der Lieferanten | Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden 7) | 45, 46 | § 289c Abs. 3 | ✓ Abschnitte "03 Analyse und Assessment" und "04 Risikomanagement" | |
| Kundengesundheit und Kundensicherheit | |||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 40-43 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 416: Kundengesundheit und Kundensicherheit 2016 | 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt-Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit | 43 | § 289c Abs. 3 | ||
| Zusätzlich zu GRI: Darstellung des sozialen Engagements | § 289c Abs. 2 Nr. 3 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 66 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Mitgliedschaften" | |
| Höhe getätigter Spenden und Sponsorings | 67 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Mitgliedschaften" | ||
| Zusätzlich zu GRI: Darstellung weiterer Mindestbestandteile des nichtfinanziellen | Berichts | ||||
| Darstellung des Geschäftsmodells | 10 f. | 38-45, 58-65 | § 289c Abs. 1 | ✓ | |
| Identifikation wesentlicher Aspekte | 13 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ | ||
| Ergebnis der Risikobeurteilung | 21 | § 289c Abs. 3 Nr. 3-4 | ✓ | ||
| Angabe des genutzten Rahmenwerkes | 13 | § 289d | ✓ | ||
| EU-Taxonomie gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020/852/EU | 33-37 | ✓ |
1) Siehe Prüfungsvermerk des unabhängigen Prüfers auf Seite 78.
2) Im Nachhaltigkeitsbericht werden grundsätzlich alle vollkonsolidierten Unternehmen berücksichtigt (→Geschäftsbericht 2022, Seite 164 ff.).Einzelne Abweichungen werden an den entsprechenden Stellen im Bericht beschrieben. Der Konsolidierungsprozess folgt dem der Finanzberichterstattung. Die zentralen Fachbereiche stellen die Konsolidierung der Informationen sicher.
3) Der Nachhaltigkeitsbericht erscheint jährlich (Veröffentlichung: 15. März 2023), und umfasst das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2022.
4) Neuformulierungen werden, wenn erforderlich, entsprechend beschrieben (GRI 2-4).
5) Siehe Grundsatzerklärung und Verhaltenskodex unter →de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/strategie (GRI 2-23)
6) Ein Einsatz oder die Emission von ozonabbauenden Substanzen konnte bei DMG MORI nicht festgestellt werden.
7) Die Überprüfung von Lieferanten erfolgt risikoorientiert (→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 45 f.). Eine gezielte Aufschlüsselung nach neuen Lieferanten erfolgt daher nicht mehr.
8) Keine weitere Aufschlüsselung der Kategorien und Daten, da diese nicht von wesentlicher Bedeutung für unser Nachhaltigkeitsmanagement sind.
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch den Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine oder der Corona-Pandemie, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i. S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Nachhaltigkeitsbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Personen des weiblichen, männlichen und diversen Geschlechts gleichermaßen.
Wir haben die mit einem "✓" gekennzeichneten Angaben des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, (im Folgenden die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 (im Folgenden der "gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Unser Auftrag bezieht sich ausschließlich auf die mit einem "✓" gekennzeichneten Angaben.
Nicht Gegenstand unserer Prüfung sind die im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des gesonderten nicht finanziellen Konzernberichts in Übereinstimmung mit den §§ 315 c i. V. m. 289 c bis 289e HGB und Artikel 8 der VERORDNUNG (EU) 2020 / 852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019 / 2088 (im Folgenden die "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie deren eigenen in Abschnitt EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben des Konzerns, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation des nichtfinanziellen Berichts) oder Irrtümern ist.
Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen -insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP / vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die ausgewählten Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht abzugeben.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die ausgewählten Angaben in dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht der Gesellschaft, mit Ausnahme der im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315 c i. V. m. 289 c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
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| ― | Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation des Konzerns und über die Einbindung von Stakeholdern |
| ― | Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― | Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― | Analytische Beurteilung von ausgewählten Angaben des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts |
| ― | Abgleich von ausgewählten Angaben mit den entsprechenden Daten im Konzernabschluss und Konzernlagebericht |
| ― | Beurteilung der Darstellung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts |
| ― | Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivtäten und der entsprechenden Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― | Befragung zur Relevanz von Klimarisiken |
| ― | Beurteilung der CO 2 Kompensationszertifikate ausschließlich hinsichtlich ihres Vorhandenseins, jedoch nicht hinsichtlich ihrer Wirkung |
Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die ausgewählten Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315 c i. V. m. 289 c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Wir geben kein Prüfungsurteil zu den im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen ab.
Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt wurde und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.
Frankfurt am Main, 13. März 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Nicolette Behncke | ppa. Meike Beenken |
| Wirtschaftsprüferin |
Aus Gründen der Nachhaltigkeit bietet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit 2021 Nachhaltigkeitsberichte nur noch digital an. Sämtliche Finanzberichte stehen zur Verfügung unter: de.dmgmori-ag.com/investor-relations/finanzberichte Gerne senden wir Ihnen die PDF-Datei sowie den Link zum ePaper auch per E-Mail zu.
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| ― | Highlights und interaktive Informationen |
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| ― | mit Videos, Links und weiterführenden Informationen |
gb.dmgmori-ag.com/2022/de/e-paper-csr
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