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DMG MORI AG

Environmental & Social Information Apr 15, 2020

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Environmental & Social Information

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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht 2019

Unser Ziel: 2020 wird DMG MORI CO₂-neutral!

AUF EIN WORT

Verantwortung wird bei DMG MORI großgeschrieben. Deshalb ist unser Nachhaltigkeitskonzept breit aufgestellt: von unseren Lieferanten über unsere Produktion und unsere Mitarbeiter bis hin zu unseren Kunden. Wir denken Nachhaltigkeit ganzheitlich und halten an unserem hohen Engagement auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten fest.

BJÖRN BIERMANN

Mitglied des Vorstands

Als Technologie- und Innovationsführer steht Nachhaltigkeit bei DMG MORI im Zentrum unseres Handelns. Unsere strategischen Zukunftsfelder zeigen dies: Automatisierung und Digitalisierung sorgen für höchste Produktivität und schonen so Ressourcen und Energie. Additive Manufacturing erlaubt wirtschaftlichsten Materialeinsatz. Dieses Jahr machen wir einen großen Schritt und werden CO2-neutral.

CHRISTIAN THÖNES

Vorstandsvorsitzender

Wir wissen: Es geht immer energieeffizienter, ressourcenschonender, produktiver und präziser. Bei DMG MORI verbessern wir uns deshalb auch im Bereich Nachhaltigkeit kontinuierlich. Durch den Einsatz neuester Fertigungs- und Produktionstechnologien sowie der Umsetzung digitaler Lösungen in unserer eigenen Wertschöpfungskette tragen wir unserem hohen Anspruch Rechnung.

MICHAEL HORN

Mitglied des Vorstands

UNTERNEHMENSPROFIL

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen mit einem Umsatz von über 2,7 MRD € und rund 7.200 Mitarbeitern. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED erzielen wir als "Global One Company" einen Umsatz von rund 4 MRD €.

Mit Dynamik und Exzellenz treiben wir Zukunftstechnologien voran. Unser Portfolio umfasst Dreh- und Fräsmaschinen, die Advanced Technologies Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing sowie ganzheitliche Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen. Mit unseren modularen Produkten ermöglichen wir einen einfachen, schnellen und skalierbaren Einstieg in die digitale Fertigung sowie die durchgängige Digitalisierung entlang der gesamten Prozesskette: von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service.

Unsere Technologie-Exzellenz bündeln wir in den Leitbranchen "Aerospace", "Automotive", "Die & Mold" und "Medical". Mit dem Partnerprogramm "DMG MORI Qualified Products" (DMQP) bieten wir perfekt abgestimmte Peripherie-Produkte aus einer Hand. Unsere kundenorientierten Services über den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine beinhalten Training, Instandsetzung, Wartung und Ersatzteilservice. Das moderne Kundenportal "my DMG MORI" digitalisiert die Serviceprozesse.

In der "Global One Company" arbeiten über 12.000 Mitarbeiter. Mit 154 Vertriebs- und Servicestandorten - davon 14 Produktionswerke - sind wir weltweit präsent und beliefern über 100.000 Kunden aus 42 Branchen in 79 Ländern.

SEGMENTE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

HEADQUARTER: BIELEFELD

Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im Umschlag des Geschäftsberichts 2019 und im Konzernlagebericht auf Seite 16 ff.

NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE UND -MANAGEMENT

DMG MORI übernimmt Verantwortung - für die Qualität unserer Produkte, für Umwelt und Gesellschaft sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Nachhaltigkeitsbericht 2019 zeigt anhand zahlreicher Initiativen und Projekte, wie wir unternehmerische Verantwortung leben - nachhaltig und ganzheitlich.

Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie von DMG MORI. Ein wertschätzender Umgang mit der Umwelt und unseren Mitarbeitern steht bei uns ebenso im Fokus wie die hohe Qualität unserer Produkte und Serviceleistungen.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist ganzheitlich ausgerichtet. Sie umfasst unsere Produkte und Gebäude ebenso wie unsere Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter. Durch eine Vielzahl strategischer Maßnahmen machen wir uns dafür stark, einen positiven Beitrag für Mensch, Gesellschaft und Umweltschutz zu leisten sowie negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu vermeiden. Bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir auf:

systematische Erfassung spezifischer Nachhaltigkeitskennzahlen
Nachhaltigkeit als Bestandteil unserer Mitarbeiterqualifizierung
einen integrierten Ansatz im Corporate Responsibility-Bereich

Mit unserem Nachhaltigkeitsmanagement tragen wir bedeutend zum Unternehmenserfolg bei. Im Rahmen unseres ganzheitlichen "Corporate Responsibility"-Ansatzes bündeln und optimieren wir die Themen Nachhaltigkeit und Compliance in einer Abteilung, die direkt an den Vorstand als höchstem Entscheidungsorgan berichtet. Wir verfolgen das Ziel, Produkte, Services und Technologie-Lösungen so zu entwickeln, dass unsere Kunden und Partner die Prozesse in ihren eigenen Wertschöpfungsketten nachhaltiger gestalten können. Mit den gewonnenen Erkenntnissen bauen wir unser Nachhaltigkeitsmanagement kontinuierlich aus.

01 | NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

DMG MORI stellt mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2019 bereits zum dritten Mal seine Ambitionen und Ziele für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung umfassend dar. Mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben gehen wir weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2019

informiert über Fortschritte bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie
ist in Übereinstimmung mit den "GRI-Standards: Option Kern" erstellt
enthält den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2019 und erfüllt die gesetzlichen Bestimmungen gemäß HGB
stellt im GRI-Content-Index unter "Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB" die Abgrenzung bzw. die gesetzlich verpflichtenden Inhalte dar
entspricht den Anforderungen an die Darstellung der Konzepte nach § 289c Abs. 3 HGB durch die Beschreibung der Managementansätze nach GRI (301) (im Folgenden "Managementansätze")

Blue Competence:

Wir sind Partner der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence des VDMA. Mit unserer erneuten Partnerschaft im Berichtsjahr verpflichten wir uns zur Einhaltung der zwölf Nachhaltigkeitsleitsätze des Maschinen- und Anlagenbaus.

Allianz für Entwicklung und Klima:

Wir engagieren uns freiwillig für die Umsetzung der UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags. Deshalb sind wir im Berichtsjahr der "Allianz für Entwicklung und Klima" beigetreten.

Wesentlichkeitsanalyse

Mit einer Wesentlichkeitsanalyse wägen wir verschiedene Themen ab und führen eine Bewertung durch, bei der sowohl externe Stakeholder als auch unsere interne Perspektive berücksichtigt werden. Zudem identifizieren wir Themen, die sich auf die gesetzlichen Aspekte auswirken. Dafür haben wir die Bewertung der Vorjahre überprüft. Diese wurde auf Grundlage einer Vorauswahl an Themen, zum Beispiel aus Lieferantenleitfäden und Kundenfragebögen erstellt sowie von den Nachhaltigkeitskoordinatoren intensiv erörtert und festgelegt. Aufgrund der gestiegenen gesellschaftlichen sowie unternehmerischen Bedeutung des Themas "Emissionen" wurde das Thema neu evaluiert und höher eingestuft als im Vorjahr. Dementsprechend haben wir auch unsere Aufwendungen für das Thema deutlich erhöht.

Die Wesentlichkeitsmatrix stellt die Bewertung der Themen zusammenfassend dar und ist in die Kategorien geringe, mittlere und hohe Wesentlichkeit eingeteilt. Die Y-Achse spiegelt die Bedeutung für DMG MORI wider. Die X-Achse zeigt die Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte. Die Bedeutung für unsere Stakeholder ist mit Pfeilen dargestellt. Themen in der Kategorie "Hohe Wesentlichkeit" bilden die Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagementsystems - und damit den Fokus dieses Nachhaltigkeitsberichts. Unsere Schwerpunkte beschreiben wir auch in unserem konzernweit gültigen "Corporate Responsibility"-Handbuch.

02 | WESENTLICHKEITSMATRIX

In Abbildung 03 sind die wesentlichen Handlungsfelder unseres Nachhaltigkeitsmanagements entlang der vereinfachten Wertschöpfungskette (grün) eingeordnet. Dabei ordnen wir unterhalb jeder Stufe der Wertschöpfungskette die Themen zu, die eine Auswirkung auf Umwelt, Mensch oder Gesellschaft haben. Schwarz dargestellt sind die Themen, die eine Auswirkung haben und auf die wir aktiv Einfluss nehmen, z. B. indem wir intern wie extern Aufmerksamkeit generieren. Die Zuordnung haben wir im Berichtsjahr angepasst: Neben Handlungsfeldern in unserem unmittelbaren Einflussbereich stehen nun auch verstärkt die direkt vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen im Zentrum unseres Engagements.-> Partner- und Lieferantenmanagement, S. 28 f.

03 | WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Im Dialog mit unseren Stakeholdern

Zufriedene Kunden, Partner und Mitarbeiter - das ist unser Ziel. Die Mitarbeiter von DMG MORI tauschen sich täglich mit einer Vielzahl von Personen und Gruppen aus. Unsere Stakeholder beeinflussen mittelbar und unmittelbar unser unternehmerisches Handeln. Ihre Meinungen, Fragen und Anmerkungen liefern dem "Corporate Responsibility"-Management wichtige Impulse. Die Basis für einen kontinuierlichen Dialog bildet das "Corporate Responsibility"-Handbuch. Dafür haben die Nachhaltigkeitskoordinatoren im Austausch mit externen Experten im Jahr 2017 die "besonders wesentlichen" Stakeholder festgelegt. Diese sind in der Grafik 04 grün dargestellt. Ergänzend sind beispielhafte Dialogformen mit diesen Stakeholdern, wie umfassende Kunden- und Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalysen aufgeführt. Ebenfalls tragen Gespräche mit Arbeitnehmervertretern und der interdisziplinäre Austausch in quartalsweise stattfindenden Nachhaltigkeitsrunden zur Weiterentwicklung unserer Strategie bei. Sämtliche Rückmeldungen sowie Feedback aus unseren Social-Media-Kanälen werden analysiert. Diese Ergebnisse decken sich mit unserer Einschätzung der Wesentlichkeit.

Mit unserem im Berichtsjahr neu aufgelegten Intranet DMG MORI ONE steht uns eine interaktive Plattform für den internen Austausch mit und zwischen allen Mitarbeitern zur Verfügung. So erhalten wir zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen direktes Feedback unserer Mitarbeiter und können u. a. gezielt Umfragen zu Meinungen oder Maßnahmen starten.

Unsere Stakeholder interessieren sich für vielfältige Themen, ohne dass sich übergeordnete Schwerpunkte identifizieren lassen: Unsere Mitarbeiter interessieren sich neben Vielfalt und Chancengleichheit vor allem auch für Umweltthemen und Nachwuchsförderung. Unseren Kunden ist unsere Produktqualität wichtig, aber auch Themen wie die Arbeitsbedingungen bei unseren Lieferanten. Das passt zu unserem Ansatz: nachhaltig geht nur ganzheitlich. Deshalb stellen wir unsere Strategie und Berichterstattung breit auf. Sowohl interne als auch externe Kommunikationsmaßnahmen tragen dazu bei, das Nachhaltigkeitsbewusstsein in die Geschäftsprozesse von DMG MORI zu verankern und den Transparenzanforderungen unserer Stakeholder zu entsprechen.

Als selbstverständlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur ermutigen wir unsere Stakeholder, sich bei Verdacht auf eine Verletzung geltender Bestimmungen oder unserer DMG MORI Richtlinien an den Responsibility-Helpdesk ([email protected]) oder anonym an einen externen Vertrauensanwalt, Dr. Carsten Thiel von Herff LL.M. ([email protected]), zu wenden. Die Kontaktdaten stehen im Verhaltenskodex, im DMG MORI ONE und auf unserer Website.

Weitere Maßnahmen zur Erweiterung der Überwachungs- und Verbesserungsmechanismen sind:

gleiche Eskalations- und Berichtsprozesse für Nachhaltigkeit wie für Compliance
Nachhaltigkeitsthemen in jährlichen Fragebögen an die Geschäftsführung integriert, um Handlungsbedarfe zeitnah zu identifizieren

Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter Berücksichtigung bestehender Grundsätze und Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken, die die Wesentlichkeitskriterien gemäß § 289c (3) Nr. 3 und 4 HGB erfüllen. Die Risikobewertung der Nachhaltigkeitsthemen ist in unser "Responsibility Risk-Assessment" integriert.-> Compliance, S. 38 f.

04 | WESENTLICHE STAKEHOLDER & DIALOGFORMEN

* NGOs = Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations)

Was uns leitet:

unsere Verhaltensgrundsätze

Weltweit gelten bei DMG MORI einheitliche Werte: Verantwortung, Nachhaltigkeit und Integrität. Genau das bringt DMG MORI über Grenzen und Kulturen hinaus zusammen. Unsere Werte bestimmen unser Handeln auf allen Ebenen. Sie definieren für alle DMG MORI-Partner und Mitarbeiter, wofür wir stehen, was wir von ihnen erwarten und was sie von DMG MORI erwarten können. Auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden spielen diese Werte eine große Rolle.

Der Verhaltenskodex von DMG MORI bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und das Nachhaltigkeitsmanagement. Er beinhaltet unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe in Bezug auf die wichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt, Lieferkette, Menschenrechte und Ressourcen. Der Verhaltenskodex ist außerdem die Grundlage im Umgang mit allen Stakeholdern. Der Kodex beschreibt Ziele und Regeln, die unsere Verpflichtungen zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln sowie einer nachhaltigen Wertschöpfung widerspiegeln.

Neu eingestellte Mitarbeiter bestätigen schriftlich den Erhalt des Verhaltenskodex. Diesen händigen wir selbstverständlich auch unseren Lieferanten aus. Von ihnen erwartet DMG MORI die Einhaltung und Weitergabe der darin beschriebenen Grundsätze. Auch dies lassen wir uns schriftlich bestätigen. Unseren Verhaltenskodex überarbeiten wir fortlaufend, um stets aktuellen Themen unserer "Corporate Responsibility"-Strategie gerecht zu werden. In unserem Intranet stellen wir regelmäßig Kapitel aus dem Verhaltenskodex detailliert vor.

Jeder Mitarbeiter hat das Recht und die Pflicht, sich regelmäßig über den aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren. Außerdem soll jede Führungskraft durch das eigene Verhalten den Mitarbeitern ein Vorbild sein. Dazu führen wir Schulungen durch. Ergänzend bilden unsere "Leading Principles" die Grundlage unserer nachhaltigen Führungskultur. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED verpflichten wir uns als Teil der "Global One Company" zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Die zentralen Führungsleitlinien sind aus den vier Eckpfeilern unserer "Global One"-Strategie abgeleitet:

Mitarbeiter
Kunde
Produkt
Finanzen

MITARBEITER

Motivierte, engagierte und qualifizierte Mitarbeiter sind der zentrale Erfolgsfaktor von DMG MORI.

PRODUKT

Der Erfolg von DMG MORI beruht auf innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen.

KUNDE

Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns.

FINANZEN

Die effiziente Nutzung von Ressourcen und die permanente Identifikation von Optimierungs-Potenzialen sind für den wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI unverzichtbar.

PRODUKTQUALITÄT UND -SICHERHEIT

100 % für unsere Kunden und für die Umwelt

Produktqualität

Qualität ist eine Grundvoraussetzung für Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit. Mit unserer "First Quality"-Strategie schaffen wir Standards, die weit über den gesetzlichen Anforderungen liegen - gut ist uns nicht gut genug. Denn unser Ziel lautet: zu 100 % zufriedene Kunden.

Die Grundlage bildet die Zertifizierung unserer Produktionswerke nach der neuesten Qualitätsnorm ISO 9001-2015. Die Umsetzung und Wirksamkeit der Vorgaben kontrollieren wir regelmäßig über interne und externe Audits. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Unsere weltweiten Qualitätsexperten entwickeln innovative und speziell auf die Branche zugeschnittene Prozesse und geben die besten Lösungen nach einer intensiven Testphase schnellstmöglich weiter. Unterstützt werden sie hierbei von der im Berichtsjahr eingeführten zentralen Qualitätsmanagementplattform "conSense Global", in der wir alle Qualitätsmanagementhandbücher digital zusammenfassen und unseren Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung stellen.

Der Fokus unserer "First Quality"-Strategie liegt auf dem spürbaren Kundennutzen im täglichen Einsatz bei gleichzeitig größtmöglicher Ressourcenschonung.

Unsere Kunden erwarten eine hohe Langlebigkeit, maximale Verfügbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus sowie Innovationen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es ganzheitlicher Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Entwicklung bis hin zum Service.

Unsere Produkte müssen die Anforderungskriterien des sechsstufigen "Design Review Prozesses" erfüllen und unsere über die tatsächlichen Kundenbedingungen hinausgehenden Stresstests bestehen, bevor eine Markteinführung erfolgt. Von Anfang an binden wir deshalb unsere Lieferanten, die sich mit höchster Qualität über Jahre als Partner qualifiziert haben, in die Entwicklung ein. Auch in der Serienproduktion wird auf "Herz und Nieren" getestet: Vier Tage in Summe - mindestens 100 Stunden wird jede Maschine überprüft und erprobt, bevor sie eines unserer Produktionswerke verlässt. Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung haben wir im Berichtsjahr unseren bewährten "Design Review Prozess" spezifisch für Software-Produkte angepasst. Wir decken nunmehr neben den Maschinen und DMG MORI Components auch die Zukunftsfelder Automatisierung und Digitalisierung ab.

Damit unsere Kunden direkt loslegen können, informieren wir sie bereits im Vorfeld über die idealen Voraussetzungen für Anlieferung und Inbetriebnahme ihrer neuen Maschine. Die Inbetriebnahme wird ausschließlich von hochqualifizierten Service-Experten vorgenommen. Gleichzeitig bringen wir unseren Kunden alle Voraussetzungen für eine effiziente, sichere und ressourcenschonende Nutzung näher.

Bei Serviceanfragen helfen wir schnell und gezielt. Mit unserer innovativen und bereits im Standard installierten Remote-Hilfe - dem DMG MORI NETservice - konnten wir im Berichtsjahr mehr als 50 % aller Serviceanfragen in Deutschland rein digital von unserer Service-Zentrale aus lösen. Um unseren Kunden noch mehr Transparenz und Komfort zu bieten, haben wir im September das neue Kundenportal my DMG MORI zur Service-Optimierung eingeführt. Es bietet einen unmittelbaren Direktkontakt zum "richtigen" Service-Experten, Statusüberblick zu laufenden Serviceaktivitäten und Zugriff auf alle relevanten Dokumente, wie Service-Protokolle und Handbücher. Durch effizientere Kommunikation und mehr Transparenz werden Serviceanfragen so schneller und einfacher gelöst.

Unsere Maßnahmen wirken: -10 % weniger Service-Einsätze pro Maschine in Gewährleistung im Vergleich zum Vorjahr.

Damit erhöhen wir unsere Kundenzufriedenheit und schonen zugleich die Umwelt. Das bestätigt unsere Kunden-Zufriedenheitsanalyse: 98 % unserer Kunden sind mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden und würden uns weiterempfehlen. In persönlichen Gesprächen identifizieren wir fortlaufend weitere Verbesserungsmöglichkeiten.

Produktsicherheit

Unsere Maschinen erfüllen höchste Sicherheitsvorschriften. Grundlagen für maximale Produktqualität und -sicherheit ist die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen des Maschinenschutzes, erforderlichen Arbeitsweisen sowie dem bestimmungsgemäßen Betrieb durch den Anwender und den Arbeitsschutzvorgaben. Wir sorgen für Produktsicherheit bei DMG MORI und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Im "Design Review Prozess" überprüfen wir standardmäßig die Einhaltung der Maschinensicherheit - sie ist ein wesentlicher Punkt vor der Marktfreigabe. Wir gestalten aktiv in nationalen und internationalen Normenkreisen (ISO, IEC) die Festlegung und Weiterentwicklung der Sicherheitstechnik mit. Interne Experten, die sich in Fachverbänden engagieren und regelmäßig weiterbilden, sind für die Umsetzung der Richtlinien und Normen verantwortlich.

DMG MORI führt regelmäßig eine Risikobeurteilung seiner Produkte durch. Auf diese Weise ermitteln wir Gefährdungen und die erforderlichen Maßnahmen zur Behebung. Diese Beurteilung beinhaltet alle Arbeiten von Personen über die gesamte Lebensdauer einer Maschine und betrifft somit den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor Risiken durch Chemikalien und gefährdende Stoffe. Über ein Monitoring im Vertrieb und Qualitätsmanagement überwachen wir permanent die Produktsicherheit. Unvermeidbare Restrisiken werden innerhalb der Produkthandbücher beschrieben und durch Warn- bzw. Hinweisschilder sowie Sicherheitshinweise am Benutzerdisplay angezeigt. Wir arbeiten fortlaufend eng mit den Betreibern zusammen, um diese Restrisiken künftig noch weiter zu reduzieren.

Auch bei unseren digitalen Produkten legen wir großen Wert auf Sicherheit - "Product Security" ist als elementarer Bestandteil der Digitalisierungsstrategie in die Produktentwicklung integriert. Neue Produkte wie unser NETservice werden nach dem "Security by Design"-Prinzip entwickelt, d. h. Sicherheit ist eine explizite Anforderung an den Entwicklungsprozess. Unseren Kunden empfehlen wir darüber hinaus zur sicheren Einbindung ein mehrstufiges "Defense in Depth"-Konzept aus verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen, die von einem geregelten Zutritt zu Produktionsgebäuden bis hin zu einer Segmentierung der Netze in Produktions- und Büronetzwerk reichen.

Wichtige Grundlagen und Richtlinien bei DMG MORI:

Maschinenrichtlinie 2006 / 42 / EG
Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), 2014 / 30 / EU und EMV-Gesetz
Richtlinie zur Bereitstellung von Druckgeräten 2014 / 68 / EU
EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)
ATEX-Richtlinie 2014 / 34 / EU (Brand- und Explosionsschutz)
Geräte- und Produktsicherheitsgesetz sowie weitere das Produkt betreffende Richtlinien der EU
nationale und internationale Produktnormen

KLIMA UND UMWELT

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für Gesellschaft und Industrie. Deshalb reduzieren wir konsequent den Energieverbrauch unserer Maschinen und Produktion - insbesondere in Hinblick auf fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Mit einem klaren Ziel: Wir werden 2020 CO2-neutral.

Durch die Umstellung auf Grünstrom ab dem Jahr 2020 vermeiden wir einen Großteil der indirekten CO2-Emissionen bereits bei der Entstehung. Unsere Emissionen reduzieren wir mit konkreten Effizienz-Maßnahmen. Verbleibende und derzeit noch nicht vermeidbare CO2-Emissionen gleichen wir durch nachhaltige und zertifizierte Kompensationsprojekte aus.

Von unseren fünf übergeordneten Konzernzielen leiten sich wiederum Ziele für die einzelnen Standorte ab. Diese werden jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in den Managementbewertungen sowie in einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft.

Die fünf Konzernziele

Unseren erfolgreichen Kurs wollen wir auch in den folgenden Jahren fortsetzen. Daher haben wir unsere Ziele nochmals geschärft:

1) NEU // 2020 wird DMG MORI CO2-neutral.

2) NEU // An unseren zertifizierten Standorten reduzieren wir den CO2-Ausstoß um insgesamt 500 t bis Ende 2021 (Basisjahr: 2019).

3) Unsere Energieeffizienz steigern wir bis 2023 um 5 % (Messgröße: kWh/EUR Wertschöpfung, Basisjahr: 2017).

4) An den europäischen Konzernstandorten bauen wir das Energiemonitoringkonzept bis Ende 2020 aus. Im Berichtsjahr haben wir weitere Projekte gestartet, um unsere Ziele zu erreichen.

5) Bis 2021 wollen wir weitere 1.000.000 kWh einsparen (Basisjahr 2019). Unser 2016 gestecktes Ziel, projektbezogene Einsparungen in Höhe von 1.000.000 kWh bis Ende 2020 zu erzielen, haben wir bereits erreicht. Hierzu haben maßgeblich der Neubau in Pleszew und die Optimierung der Heizung in Geretsried beigetragen (ca. 820.000 kWh).

Energieeffizienz & Energiesparmaßnahmen

Unsere direkten CO2-Emissionen entstehen durch den Verbrauch von Energie in unseren Produktions-, Montage-, Vertriebs- und Service-Prozessen. Das gilt auch für unsere Lieferanten. Unsere Maßnahmen setzen ganzheitlich an: Unseren eigenen Energieverbrauch und Emissionsausstoß steuern wir mit unserem Energiemanagementsystem. Lieferanten verpflichten wir zu energiesparenden und umweltverträglichen Verfahren.-> Partner- und Lieferantenmanagement, S. 28 f.

Seit dem Geschäftsjahr 2015 betreibt DMG MORI an allen europäischen Produktionsstandorten ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Seit 2019 fokussiert sich dieses auf die für den Energieverbrauch wesentlichen Standorte. * Die TÜV SÜD Management Service GmbH hat DMG MORI im Berichtsjahr erneut ein wirksames Energiemanagement zertifiziert. Ein zentraler Energiemanager koordiniert sämtliche Aktivitäten rund um das Thema Energie und wird durch lokale Energiemanagementteams und -verantwortliche unterstützt. In unserem Energiemanagementsystem analysieren wir den Energieverbrauch unserer Standorte unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Dabei identifizieren wir die Hauptursachen des Energiebedarfs und definieren gezielt Maßnahmen, um unseren Verbrauch und die damit verbundenen Emissionen zu reduzieren. Diese fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Dafür haben wir im Berichtsjahr u. a. hochmoderne und energieeffiziente Neu- und Umbauten in Pfronten und Pleszew errichtet. Mit unserer zuletzt im August 2019 überarbeiteten "Energiepolitik" verpflichten wir uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie der damit einhergehenden Reduzierung von CO2-Emissionen. Die sparsame Nutzung von Energie und die Steigerung unserer Energieeffizienz tragen wesentlich zum Erreichen unserer Ziele bei. Unsere Mitarbeiter und Dienstleister machen wir deshalb regelmäßig auf Vorgaben zum Umgang mit Energie aufmerksam, zum Beispiel in jährlichen Energieschulungen oder mit der "Green Office"-Kampagne, die wir im Berichtsjahr erfolgreich fortgeführt haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen täglich mit, die Energieziele von DMG MORI zu erreichen. Als Leitfaden dienen konkrete Handlungsanweisungen sowie ein ausführliches Energiemanagement-Handbuch.

* 2019: Acht europäische Produktionsstandorte (von insgesamt 69 Standorten) sowie Fuhrpark; entsprechend 70 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI. 2018: 35 von 71 Standorten sowie Fuhrpark; entsprechend 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI

ENERGYSAVING-Maßnahmen 2019

Austausch vorhandener Beleuchtungssysteme gegen LED-Beleuchtung
Implementierung moderner Heiz-, Lüftungs- und Kühlkonzepte sowie Wärmerückgewinnung / bedarfsgerechte Optimierung bestehender Systeme
Einbau neuer, effizienter Kompressoren sowie Anpassung der Steuerung an diversen Standorten zur energetischen Verbesserung der Druckluftversorgung
Überwachung und Analyse des Energieverbrauchs durch die Software "Energy Monitor"
Ausbau von Messtechnik zur detaillierten Erfassung unserer Verbräuche und Maßnahmenanalyse
Installation regenerativer Energieerzeugungsanlagen

Bielefeld

Optimierung der Anlagensteuerungen
verbesserte Lichtsteuerung in den Produktionshallen

Pfronten

Dreifachverglasung
Bau eines Parkhauses mit 48 E-Ladestationen
Bau von zwei neuen energieeffizienten Hallen (2.200 m 2) nach den Anforderungen der EnEV 2016 (erhöhter Standard)
LED-Beleuchtung mit tageslichtabhängiger Steuerung
Erweiterung der Hallenkühlung durch Grundwasser
Fassadendämmung

Tortona (Italien)

fünf Kältemaschinen durch zwei neue, effizientere Kältemaschinen ersetzt

Seebach

Modernisierung der Kantine
Erneuerung der Lackieranlagen mit effizienten Querschnittstechnologien

Idar-Oberstein

Ausbau der Messtechnik um 20 neue Energieverbrauch-Messstellen

Pleszew (Polen)

2018 eingeführtes Energiekonzept spart jährlich 771.332 KWh = 512 Tonnen CO2e ein

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch berechnet sich im Wesentlichen als Summe der bezogenen Mengen der Energieträger Strom, Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Kraftstoff sowie den eigenerzeugten Strommengen. In der Produktion setzen wir als wesentlichen Energieträger Strom für den Montageprozess und die technische Gebäudeausrüstung ein. Erdgas sowie einen geringen Anteil Heizöl benötigen wir für die Bereitstellung von Raumwärme. Außerdem setzen wir in geringem Umfang Erdgas auch zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken ein. Der Kraftstoffverbrauch macht 40 % des Energieverbrauchs aus. In Tabelle 05 ist der Energieverbrauch innerhalb der Organisation dargestellt. Im Berichtsjahr haben wir unsere Prozesse zur Erhebung der Energieverbräuche optimiert und weitere Standorte einbezogen. Zudem haben wir in Pfronten und Pleszew unsere Kapazitäten stark erweitert. Hieraus resultiert der Anstieg des Energieverbrauchs pro Wertschöpfung auf 222 kWh / T€.

05 | ENERGIEVERBRAUCH INNERHALB DER ORGANISATION 1) 2)

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in MWh 2019 2018
Brennstoffverbrauch aus fossilen Energiequellen 90.818 80.506
davon Erdgas 33.611 32.491
davon Flüssiggas 338 364
davon Heizöl 0 55
davon Kraftstoff 56.869 47.596
Stromverbrauch 52.441 48.962
davon Netzbezug 49.696 47.489
davon Eigenerzeugung aus regenerativen Quellen 2.745 1.473
Energieverbrauch gesamt 143.259 129.468
Energieverbrauch pro Bruttowertschöpfung in kWh / T € 222 214

1) schließt folgende Standorte ein: Deutschland (Bielefeld, Pfronten, Seebach, neu 2019: Geretsried, Idar-Oberstein); Italien (Brembate di Sopra, Tortona); Polen (Pleszew); Russland (Ulyanovsk). 2018 schließt zusätzlich die Standorte Würzburg und Stuttgart ein. Diese Standorte und der Fuhrpark machen über 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI aus.

2) Die Umrechnungsfaktoren für Flüssiggas und Heizöl stammen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) 2017. Die Umrechnungsfaktoren für Kraftstoffe stammen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 2017.

Emissionen

DMG MORI verursacht direkte Emissionen durch die Nutzung von Kraftstoffen im Fuhrpark sowie durch den Einsatz von Erdgas und Heizöl zur Wärmebereitstellung. Indirekte Emissionen entstehen durch den Bezug von Strom und Dienstreisen. Die direkten Emissionen machen im Berichtsjahr 31 % aus, die indirekten 69 %.

Unser Ziel ist klar: wir wollen klimaneutral werden. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion unserer eignen Emissionen -zum Beispiel durch die Eigenerzeugung regenerativer Energie an den Standorten. 2019 haben wir so über 1.500 Tonnen CO2e eingespart. Um Dienstreisen und damit verbundene Emissionen zu reduzieren, nutzt DMG MORI verstärkt digitale Kommunikationssysteme. Über 250.000 Sitzungsteilnehmer tauschten sich 2019 in über 80.000 Videokonferenzen aus -ein positiver Beitrag, die Zahl der Dienstreisen zu verringern.

Im Mai 2018 fiel der Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt "Betriebliches Mobilitätsmanagement". Gemeinsam mit der Stadt Bielefeld und zahlreichen namhaften Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe hat sich DMG MORI zum Ziel gesetzt, die Straßen in und um Bielefeld zu entlasten - und damit die Schadstoffbelastung zu reduzieren. In einem ersten Schritt wurden die Daten von rund 600 Mitarbeitern von DMG MORI anonym ausgewertet. Dabei wurden Arbeitsbeginn, Fahrzeit, Fahrtkosten, der CO2-Ausstoß und körperliche Bewegung visualisiert. Seitdem haben wir viel bewegt und unsere bestehenden Maßnahmen weiter ausgebaut: So haben wir beispielsweise Fahrgemeinschaften gezielt gefördert und entsprechende Parkplätze eingerichtet. Zudem haben wir weitere Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes sowie überdachte Fahrradstellplätze geschaffen. Ein Pilotprojekt zu flexiblen Mobilitätsbudgets wurde gestartet. Über unser betriebliches Vorschlagswesen und den Responsibility-Helpdesk können unsere Mitarbeiter weitere Verbesserungsvorschläge mitteilen.

Auch 2020 werden wir weitere Maßnahmen umsetzen, um unsere Emissionen zu reduzieren. Die verbleibenden werden wir künftig durch zertifizierte, nachhaltige Projekte kompensieren. Dies fand im Berichtsjahr noch nicht statt. Dennoch haben wir bereits für das Jahr 2019 eine detaillierte CO2-Bilanz unserer direkten und indirekten Emissionen aufgestellt. Zu diesem Zweck haben wir ein komplett neues Konzept zur Ermittlung und Berechnung der Emissionen eingeführt sowie erstmalig konzernweit alle Standorte eingebunden. Entsprechend besteht keine Vergleichbarkeit zu den Vorjahreswerten. Die Emissionsdaten wurden gemäß der Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols bilanziert und durch einen externen Prüfer verifiziert. Damit legen wir den Grundstein, um 2020 unsere CO2-Bilanz auszugleichen und keinen CO2-Fußabdruck mehr zu hinterlassen.

06 | KONZERNWEITE CO₂-BILANZ 1) 2)

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in t CO2e 2019
Scope 1 23.688
Energieträger für die interne Verbrennung 7.753
Geschäftsreisen mit eigenen Fahrzeugen 15.935
Scope 2 3) 28.554
Externe Bereitstellung von Energie 28.554
Scope 3 24.513
Entsorgung / Wasser 189
Geschäftsreisen mit externen Transportmitteln 5.174
Vorgelagerte energiebezogene Emissionen 5.751
Arbeitswege der Arbeitnehmer 12.460
Verbrauchsmaterialien (Produktion und Büro) 939
Summe 76.754

1) Die Berechnung erfolgte mit Hilfe der Software Ecocockpit der Effizienz-Agentur NRW. Die dort hinterlegten Emissionsfaktoren basieren auf der GEMIS Datenbank. Fehlende Emissionsfaktoren wurden durch die Probas Datenbank des Umweltbundesamtes ergänzt. Zur Berechnung der CO2-Äquivalente (CO2e) wurden neben Stickstofftrifluorid (NF3) die sechs Haupttreibhausgase gemäß des Kyoto-Protokolls berücksichtigt: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe [HFKW], perfluorierte Kohlenwasserstoffe [FKW] und Schwefelhexafluorid (SF6). Andere Emissionen treten nur in geringen Mengen auf und werden nicht separat berichtet. Für die Berechnung der indirekten Emissionen wurde die Location Based Methode gewählt.

2) Die CO2-Bilanz wurde erstmals für 2019 in der dargestellten Form erstellt. Für 2018 liegen keine vergleichbaren Daten vor, es wurden lediglich Daten von sieben Standorten für Scope 1 [19.163 t CO2e] und Scope 2 [21.385 t CO2e] erhoben.

3) ohne Brembate di Sopra und Tortona aufgrund von Grünstrom-Bezug [CO2-Faktor = 0].

DMG MORI Green Manufacturing

Mit DMG MORI Green Manufacturing bieten wir eine perfekt abgestimmte, voll digitalisierte und automatisierte Wertschöpfungskette. So sorgen wir dafür, dass unsere Kunden alle Produktionsfaktoren hocheffizient nutzen und signifikant Material und Energie einsparen - von der Planung und Vorbereitung über die Fertigung bis hin zum Monitoring und Service.

effiziente und flexible Produktionsplanung und -Steuerung

optimale Gesamtauslastung
"First Time Right" durch höchste Planungsqualität
schnelle, volldigitale Planung

DMG MORI Connectivity kostenlos im Standard aller Maschinen

effiziente und flexible Automationslösungen für kontinuierliche Produktion

DMG MORI Leitrechnertechnologie flexible und hocheffiziente Ablauforganisation

Additive Manufacturing Einsparung von bis zu 60 % Material durch additiv gefertigte Bauteile

Effizienz durch Technologiezyklen

bis zu 60 % schnellere Programmierung
vollständige Technologieintegration
maximale Genauigkeit über gesamte Lebensdauer
Schutz vor Beschädigungen durch MPC 2.0

einfache Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von Verschleißteilen // umsatzbezogen wie im Vorjahr 31 % Ersatzkomponenten über Tauschteilmanagement

höchste Qualität und Genauigkeit geringster Energie- und Materialaufwand pro Gutteil

Produktlebensdauer von 20 Jahren und mehr

"First Quality"-Offensive für höchste Produktqualität
36 Monate Gewährleistung auf Spindeln der MASTER-Serie
CELOS Update für alle Maschinen

jährliche Vermittlung von über 600 hochwertigen Gebrauchtmaschinen als weltweit größter Händler

effiziente Serviceprozesse

neues Kundenportal my DMG MORI
digitale Instandhaltungsoptimierung mit WERKBLiQ
remote Service mit NETservice und SERVICEcamera

80 % schneller zur Produktivität durch Echtzeitsimulation mit dem Digital Twin

Technologieintegration Einsparung von Spezialmaschinen z. B. durch Drehen, Fräsen und Schleifen auf einer Maschine

höchste Produktivität durch transparentes Monitoring mit DMG MORI Messenger

Technology Excellence für höchste Effizienz durch frühzeitige Einbindung in Entwicklungsprozesse des Kunden

Ressourcen- und energieeffiziente Maschinen

Produktbezogene Maßnahmen sorgen für größtmögliche Ressourcenschonung, zum Beispiel durch beanspruchungsgerechte Gestaltung oder recycelte (wie im Vorjahr: 48 % *) und recycelbare Materialien. Deren Einsatz ist fest im Entwicklungsprozess verankert. Im Berichtsjahr ist die recyclingorientierte Produktgestaltung als Leitlinie hinzugekommen. Wir beziehen keine Konfliktmineralien direkt.-> Compliance, S. 38 f.

Auch die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen treiben wir kontinuierlich voran. Ein konzernweiter Produktentwicklungsprozess unterstützt uns dabei. Die Energieeffizienz der neu vorgestellten DMC 65 H monoBLOCK beispielsweise konnten wir mit GREENMODE um 30 % steigern ** .

* Angabe gewichtsbasiert in den Materialgruppen Guss- und Blechteile in Werkzeugmaschinen und im Service. Guss- und Blechteile haben einen bedeutenden Gewichtsanteil in unseren Produkten. Sie enthalten nach Angaben unserer Lieferanten rund 51 % Stahlschrott (Eisenguss, Bleche) und 10 % Steinkohleflugasche (Mineralguss).

** im Vergleich zum Vorgängermodell

GREENMODE

Um die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen zu steigern, fassen wir unter dem Begriff "GREENMODE" folgende maschinen- und produktspezifische Maßnahmen zusammen:

CELOS APPs sorgen für Transparenz und Optimierung des Energieverbrauchs
intelligente, bedarfsorientierte Regelung der Maschine und Aggregate
Einsatz verbrauchsoptimierter Komponenten wie LED-Beleuchtung
Rückgewinnung von Energie bei Bremsvorgängen

Ressourcenmanagement

Wir managen die ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten aktiv. Unser Anspruch: Jeder Einzelne achtet darauf, dass seine Arbeit den geringstmöglichen Einfluss auf die Umwelt hat. Dies legen wir in unserem Verhaltenskodex für unsere Geschäftspartner und Mitarbeiter fest. Intern festigen wir dieses Bewusstsein u. a. durch Schulungen. Das Ressourcenmanagement ist konzeptionell fest in unserem Nachhaltigkeitsmanagement verankert und Bestandteil unseres "Corporate Responsibility"-Handbuchs.

Wir wissen: in Zukunft kann nur derjenige erfolgreich wirtschaften, der nachhaltig wirtschaftet. Unseren Beitrag zur Schonung der Umwelt steigern wir daher sukzessive, insbesondere im Bereich nicht erneuerbarer Ressourcen. Erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien wollen wir in einem hohen Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Unser Konzept entwickeln wir kontinuierlich weiter. Dabei binden wir insbesondere unsere Mitarbeiter ein. Ihre Ideen und Vorschläge werden kurzfristig geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.

Ein Beispiel hierfür ist die freiwillige Nutzung der ökologischen Suchmaschine von der Ecosia GmbH. Diese setzt nach eigenen Angaben mindestens 80 % der monatlichen Gewinne ein, um Bäume zu pflanzen - zum Beispiel in Madagaskar, Peru, Brasilien, Nicaragua, Äthiopien, Tansania und vielen anderen Ländern. Basierend auf den Berechnungen von Ecosia konnten wir im November und Dezember 2019 zu über 600 gepflanzten Bäumen beitragen. Eine weitere Maßnahme zum Ressourcenschutz ist die Weitergabe von bereits 106 ausgedienten Firmen-Notebooks und -Desktop-PCs an Mitarbeiter am Standort Bielefeld zur privaten Nutzung.

CEOs bekennen Farbe

Wir unterstützen die Initiative "Pro Recyclingpapier". Mit der zugehörigen Kampagne "CEOs bekennen Farbe" ruft sie Unternehmen dazu auf, Recycling-Papier mit dem "Blauen Engel" zu verwenden. Dies ist einer von unseren vielen Beiträgen zum Umweltschutz. Im November haben wir unser intern verwendetes Papier umgestellt. Seitdem beziehen unsere deutschen Standorte 100% recyceltes DIN A3 und DIN A4 Papier, das mit dem "Blauem Engel" zertifiziert ist. Laut der Initiative "Pro Recyclingpapier" konnten wir in dieser kurzen Zeit so bereits 365.769 Liter Wasser einsparen.

Abfall- und Wassermanagement

Gemäß der Wesentlichkeitsanalyse bilden die Themen Abfall und Wasser weiterhin keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement und werden daher an dieser Stelle nur kurz erläutert. -> Nachhaltigkeitsstrategie und -management, S. 8 ff.

Abfall entsorgen wir umweltgerecht durch qualifizierte Unternehmen. Die Entsorgung orientiert sich an Abfallart und Recyclingverfahren, sie erfolgt getrennt und sicher. Dabei richten wir uns nach lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich ein.

In der Produktion verbrauchen wir während der Testphase unserer Maschinen geringe Mengen Trinkwasser durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Wasseranteil 90 %). Gebrauchtemulsion bereiten wir nach der Anwendung wieder auf. Nicht mehr aufbereitungsfähige Emulsion entsorgen wir umweltgerecht durch qualifizierte Partner. Bearbeitungsemulsion kommt meist auch später bei unseren Kunden in der Produktion von Werkstücken zum Einsatz. Metallische Wertstoffe aus der zerspanenden Bearbeitung bei DMG MORI werden über unsere Partnerunternehmen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zugeführt.

FAMOT - DIGITALE PRODUKTION

Integration & Digitalisierung aller Prozesse - 100 %
Verbesserte Nutzung der Produktionskapazitäten - 30 %
Reduzierung der Reaktionszeit - 50 %

Papierlos für die Umwelt

2018 haben wir mit der Digitalisierung unseres polnischen Werkes FAMOT Benchmarks gesetzt: Sämtliche Prozesse von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service, arbeiten digital und effizient - so schonen wir die Umwelt durch Energie- und Ressourceneinsparung sowie Papiervermeidung. Diese Fortschritte haben wir im Berichtsjahr schrittweise auf weitere Werke übertragen: Bei DECKEL MAHO Pfronten erfolgt zum Beispiel die Auftragserstellung und -abwicklung weitestgehend digital.

In der Spindelmontage (unten) haben wir erfolgreich die Manufacturing APPs von TULIP eingeführt. Damit können unsere Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz Prozesse erlernen und optimieren, ohne in Ausdrucken oder Handbüchern zu suchen. So leistet die Digitalisierung unserer Werke ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur Papiervermeidung und Umweltschonung.

PARTNER- UND LIEFERANTENMANAGEMENT

Nachhaltig geht nur ganzheitlich und gemeinsam. Deshalb legen wir auch bei der Auswahl unserer Partner und Lieferanten großen Wert auf die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben.

Unser Partner- und Lieferantenmanagement ist ein wesentliches Element unserer Matrixorganisation. Bei einer Fertigungstiefe von 27 % erfolgt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung durch unsere Lieferanten. Die weltweite Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben ist bereits Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit mit ihnen. Aufgrund der Beschaffung komplexer Baugruppen arbeiten wir mit überwiegend global aufgestellten Systemlieferanten. Diese stellen die erste Stufe in der Lieferkette dar und übernehmen dabei sowohl die Vormontage als auch Koordination der Unterlieferanten. Waren und Dienstleistungen für unsere Produktion haben wir im Berichtsjahr ausschließlich von unseren 2.800 bestehenden Direktlieferanten bezogen.

Der Einkauf berichtet an den Vorstandsvorsitzenden und gliedert sich in das Materialgruppenmanagement für Produktions- und Nichtproduktionsmaterial. Um Synergieeffekte zu nutzen, erfolgt das Materialgruppenmanagement für die Produktion gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED.

Mit der Einführung der neuen Plattformen Integrity Next und SAP Ariba haben wir im Berichtsjahr den Grundstein gelegt, unsere Nachhaltigkeitskriterien konzernweit einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation zu integrieren. Die hierfür relevanten IT-Systeme haben wir 2019 erfolgreich in unseren Produktionswerken implementiert. 2020 sollen die Vertriebs- und Servicegesellschaften folgen. Durch digitalisierte Prozesse können wir die Transparenz entlang der Lieferkette erhöhen und unsere Lieferanten damit gemäß ihrer Nachhaltigkeitsleistung bewerten und auswählen.

07 | BESCHAFFUNG VON MATERIALIEN

08 | MATERIALAUFWAND

nach Kategorien

Sicherstellung und Monitoring der Nachhaltigkeit

Unser Partner- und Lieferantenmanagement sieht vor, dass alle Beteiligten unserer Selbstverpflichtung für Nachhaltigkeit folgen und die Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette weitergeben. Potenzielle Lieferanten, die uns schriftlich und verbindlich die Einhaltung unserer ethischen und prinzipiellen Anforderungen bestätigt haben, qualifizieren sich für unseren IT-gestützten Auswahlprozess:

LIEFERANTEN-ASSESSMENT

IT-System: Integrity Next
Output: Scorecard nach Compliance- und Nachhaltigkeitskriterien
Auswirkung: Entscheidung, ob Geschäftsanbahnung in Frage kommt

REGISTRIERUNG UND QUALIFIZIERUNG

IT-System: SAP Ariba
Output: Bestätigung Verhaltenskodex, Mindestlohngesetz, EU-DSGVO
Auswirkung: Keine Geschäftsanbahnung bei Nicht-Bestätigung unserer Anforderungen

BEWERTUNG BESTEHENDER LIEFERANTEN

IT-System: RISKMETHODS
Output: Meldungen zu Risikofrüherkennung, Beurteilung möglicher Risikoauswirkungen
Auswirkung: Prüfung und Festlegung korrigierender Maßnahmen

"Integrity Next" ergänzt unsere bestehenden Systeme und entwickelt unseren Managementansatz weiter. Es ermöglicht durch digitale Fragebögen eine transparente Überprüfung möglicher Risikofaktoren, wie Qualität, Umweltstandards und soziale Vorgaben. Bis Ende 2019 haben bereits 67 % der TOP 100 Lieferanten die Fragebögen vollständig oder teilweise ausgefüllt. Im nächsten Schritt werden wir anhand dieser Rückmeldungen gezielte Maßnahmen einleiten, um unsere Lieferanten konsequent weiterzuentwickeln. Werden unsere Anforderungen erfüllt, erhöht dies die Vergabechancen bei Ausschreibungen auf unserer Einkaufsplattform von SAP Ariba. Im Berichtsjahr haben sich dort bereits 423 Lieferanten registriert, die für 55 % des gesamten Einkaufsvolumens stehen - und damit den Grundstein für die erfolgreiche Fortsetzung unserer Geschäftsbeziehung gelegt. Dieser Prozess gilt insbesondere auch für neue Lieferanten: Erst wenn unsere Anforderungen in SAP Ariba bestätigt wurden, kann es zu einer Zusammenarbeit kommen. Dieses Vorgehen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Einkaufsrichtlinie. Im Falle einer Ablehnung oder des Verdachts auf Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen Anforderungen ist ein Eskalationsprozess definiert. Dieser regelt das weitere Vorgehen in der Partnerschaft, um entweder gemeinsame Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder die Zusammenarbeit zu beenden. Auch in unseren Einkaufsbedingungen weisen wir auf die nachhaltige Beschaffung hin und legen den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und umweltverträgliche Verfahren fest. Weiterführende Informationen finden sich auf unserer Website und der Einkaufsplattform. Unsere Einkäufer schulen wir regelmäßig in relevanten Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen.

Risikomanagement

Bei der Auswahl von Lieferanten aus Asien und insbesondere im Fall von "Global Sourcing" bewerten wir Kriterien zu Umweltstandards und Sozialvorgaben in der Lieferantenselbstbeurteilung gesondert. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitszeiten, Gehälter der Mitarbeiter, vorhandene Umweltzertifikate, wie DIN EN ISO 14001 und die klare Ablehnung von Kinderarbeit. Ein "Global Sourcing"-Team von neun Einkaufs- und Qualitätsspezialisten in Asien kümmert sich um die Lieferanteninformationen. Es koordiniert die Beschaffungsprozesse und insbesondere die Kommunikation zwischen Lieferanten und Werk in den jeweiligen Ländern. Da im Berichtsjahr keine neuen Lieferanten aus Asien hinzugekommen sind, erfolgte keine Lieferantenselbstbeurteilung.

Zur Risikoeinschätzung bestehender Direktlieferanten greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS" zurück:

zeitnahe Information über Risiken zu Bonität, Liefer- und Qualitätsperformance und über Risiken zu Nachhaltigkeit, wie Verletzungen von Arbeitspraktiken und Menschenrechten oder Umweltrisiken
Verantwortliche werden proaktiv bei Risikoeintritt benachrichtigt

Mit "RISKMETHODS" kontrollieren wir monatlich unsere TOP 100 Lieferanten, die 77 % des gesamten Einkaufsvolumens ausmachen. Bei diesen Lieferanten meldete das System im Berichtsjahr zum Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" keinen und zum Indikator "Umwelt" zwei potenzielle Sachverhalte. Der Anteil des betroffenen Lieferanten am Einkaufsvolumen für Produktionsmaterialien beläuft sich auf 0,9 %. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass die Meldungen nicht relevant und somit keine weiteren Handlungsmaßnahmen erforderlich waren. Das Frühwarnsystem ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung je Kriterium und dient zum einen als Basis für die Lieferantengespräche und -weiterentwicklung. Zum anderen fließt diese Bewertung als Teilergebnis in die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein. So stellt DMG MORI Nachhaltigkeit her - von Anfang an.

MITARBEITER

Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Um herausfordernde Zeiten zu meistern, brauchen wir ihren vollen Einsatz. Mit Vertrauen, Transparenz und Leidenschaft sind wir gemeinsam langfristig und nachhaltig erfolgreich. Dafür bieten wir sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie umfassende Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Unsere Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre hohe fachliche Qualifikation und vorbildliches Engagement aus. Als international tätiger Technologiekonzern sehen wir Vorteile in unserer kulturellen Vielfalt: Diversity ist ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen. Wir legen großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und das vom Vorstand strategisch gesteuerte Personalmanagement. Die bestmögliche Mitarbeiter-Betreuung vor Ort stellen wir über unsere lokalen Personalabteilungen in den Produktionswerken und HR-Business-Partner in den Vertriebs- und Servicegesellschaften sicher.

Wir nehmen die Verantwortung für unsere Mitarbeiter ernst und sind ein attraktiver Arbeitgeber. Vielfalt und Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen sowie Ausbildung und Personalentwicklung sind uns ebenso wichtig wie attraktive Vergütungsmodelle, Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz sowie die Stärkung unserer Unternehmens- und Führungskultur. Diese Aspekte werden wir mittelfristig noch intensiver bei unserer internationalen Personalarbeit berücksichtigen. Am 31. Dezember 2019 waren 7.245 Mitarbeiter beschäftigt, davon 347 Auszubildende. Im Berichtsjahr hat DMG MORI 583 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht einer Einstellungsquote von 8 %. Dabei haben Alter und Geschlecht neuer Mitarbeiter keinen Einfluss auf die Auswahl. Grundsätzlich entscheiden wir in einem Auswahlprozess, ob sich ein Kandidat fachlich und persönlich für eine Stelle eignet. Dabei halten wir selbstverständlich die gesetzlichen Bestimmungen ein. Die Einstellungsfreigabe erfolgt in einem vielschichtigen, digitalen Genehmigungsprozess mit finaler Freigabe durch den Vorstand. Etwaige Diskriminierungen, Kinderarbeit oder ein Umgehen gesetzlicher Regelungen vermeiden wir durch eine hohe Informationstransparenz. Die interne Revision überprüft regelmäßig unsere Genehmigungsprozesse. -> Compliance, S. 38 f.

09 | MITARBEITERSTRUKTUR

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2019 2018 Veränderung ggü. Vorjahr
Mitarbeiter gesamt 1) 7.245 7.503 -258
davon Mitarbeiter 6.898 7.107 -209
davon Auszubildende 347 396 -49
davon Inland 4.391 4.546 -155
davon Ausland 2.854 2.957 -103
davon Segment Werkzeugmaschinen 4.077 4.120 -43
davon Segment Industrielle Dienstleistungen 3.081 3.299 -218
davon Segment Corporate Services 87 84 3
Leiharbeitnehmer gesamt 2) 313 484 -171
davon Segment Werkzeugmaschinen 69 404 -335
davon Segment Industrielle Dienstleistungen 242 79 163
davon Segment Corporate Services 2 1 1

1) Die Mitarbeiterzahl ergibt sich auf Basis der unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik.

2) Im Jahr 2019 wurden insgesamt 17 Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung übernommen.

Im Berichtsjahr verließen insgesamt 841 Mitarbeiter den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuation belief sich auf 9,9 %. Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,0 %. Mit einer strukturierten Nachfolgeplanung und durch eine umfangreiche Einarbeitung stellen wir einen lückenlosen Wissenstransfer sicher.

Zufriedene, motivierte und gesunde Mitarbeiter sind für DMG MORI ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor. Wir legen hohen Wert auf einen transparenten Meinungsaustausch und eine offene Feedback-Kultur. Zur Weiterentwicklung dieser Kultur trägt insbesondere die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse bei. Im Jahr 2018 wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstmals zu insgesamt zwölf Themenfeldern - darunter Arbeitsbedingungen, Vorgesetztenverhalten, berufliche Entwicklung und Vergütung - befragt. Basierend auf der anschließenden Analyse wurden im Berichtsjahr über 300 Einzelmaßnahmen, insbesondere in der Kategorie Kommunikation und Information, in unseren Gesellschaften erarbeitet und umgesetzt. Die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse findet im Jahr 2020 erneut statt.

Mindestens einmal jährlich erfolgt ein ausführliches Mitarbeiter-Gespräch durch die zuständige Führungskraft. Darüber hinaus haben wir die 2018 implementierten Führungsleitlinien ("Leading Principles") konsequent umgesetzt und gefestigt.

Sie bilden die Grundlage unserer modernen Unternehmens- und Führungskultur -> Nachhaltigkeitsstrategie und -management, S. 12 f.

Das Miteinander und Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen stärken wir mit zahlreichen Maßnahmen, wie Mitarbeiter-Tage und -Events sowie einem umfassenden Angebot an Gesundheits- und Sportprogrammen, Sportwettbewerben und Firmenläufen. So fand auch im Juni 2019 erneut unser DMG MORI Azubi-Fußballturnier, der "7. DMG MORI AzubiCup" mit über 150 Teilnehmern aus Japan, Polen, Russland und Deutschland statt - dieses Mal im Stadion des DSC Arminia Bielefeld.

Des Weiteren engagieren wir uns, um unseren Mitarbeitern den Alltag zu erleichtern - zum Beispiel mit kostenlosem Obst und Wasser an vielen Standorten. In Bielefeld bieten wir unseren Mitarbeitern seit August 2019 beispielsweise auch einen Reinigungsservice an. Erstmalig haben wir im Berichtsjahr zudem ein besonderes, kostenloses Programm zur Kinderbetreuung in den Sommer- und Herbstferien angeboten. Bis zu 60 Kinder von Mitarbeitern am Standort in Bielefeld besuchten in den Sommerferien eine Woche lang das "Arminia Fußballcamp". Hier drehte sich neben einer exklusiven Stadionführung durch die Schüco Arena alles um das Fußballtraining. Die Kids hatten sogar die Möglichkeit, die Profi-Spieler von Arminia Bielefeld kennenzulernen. Für kreative Köpfe gab es das Ferienprogramm "Kunsthalle für Kinder" in Bielefeld. Hier lernten die Teilnehmer Tipps, Tricks und Techniken für kreatives Gestalten und besuchten die Ausstellung und den Skulpturenpark. Besonderes Highlight: Am letzten Tag überraschten die Nachwuchskünstler ihre Eltern mit einer eigenen kleinen Ausstellung, bei der sie die Ergebnisse ihrer Ferienwoche präsentierten.

In den Herbstferien stand eine Entdeckungsreise in die digitale Welt zum Thema "Bits&Bytes" auf dem Programm. Begleitet von erfahrenen Trainern lernten die Kinder am DMG MORI Headquarter Bielefeld eine Vielzahl an digitalen Kreativwerkzeugen kennen. Sie programmierten eigene Spiele, Animationen und sogar kleine Trickfilme, bauten und steuerten Roboter, designten "Game Controller" und gingen auf Fotosafari.

Unseren Mitarbeitern werden attraktive Vergütungspakete angeboten. Diese setzen sich aus marktgerechten Grundgehältern und variablen, erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Durch unser Konzern-Prämienmodell nehmen zudem alle Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI teil. Der Vorstand hat mit dem Konzernbetriebsrat ein konzernweites, internationales Modell vereinbart, das die Beschäftigten in Abhängigkeit der Service-Frequenz sowie ergebnisbezogen am Unternehmenserfolg beteiligt. Im Berichtsjahr belief sich das ausgelobte Prämienvolumen auf rund 11 MIO €.

Unser Engagement zahlt sich aus: "Focus Money" zeichnete DMG MORI im Berichtsjahr erneut mit dem Prädikat "TOP Karrierechancen" aus. Die Studie umfasst u. a. die Themen Entwicklungs- und Aufstiegschancen, Talent-Management, Mitarbeitertreue und Gleichberechtigung. DMG MORI belegte mit 100 von 100 Punkten Platz 1 in der Branche Maschinen- und Anlagenbau.

Das Wirtschaftsmagazin "stern" zeichnete DMG MORI als "Unternehmen mit Zukunft" aus. Die Experten analysierten uns in den vier Kategorien "Arbeitgeberprofil", "Demographie-Management", "Digitale Transformation" und "Unternehmerischer Fokus".

Auch das Mitbestimmungs- und Betriebsverfassungsgesetz nehmen wir sehr ernst und pflegen einen regelmäßigen, offenen Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitervertretern. So erhalten sowohl der Konzernbetriebsrat als auch die Betriebsräte lokal vor Ort frühzeitig Informationen zu relevanten Themen. Lokale Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung hält DMG MORI selbstverständlich ein. Kollektivvereinbarungen, wie zum Beispiel tarifvertragliche Regelungen gelten für etwa 61 % unserer Mitarbeiter.

Vielfalt und Chancengleichheit

Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung geschätzt und gleichgestellt. Der Vorstand drückt dies insbesondere durch den DMG MORI Verhaltenskodex und moderne Führungsleitlinien aus.-> Nachhaltigkeitsstrategie und -management, S. 10 ff. Als global agierender Konzern begegnen wir unseren Kunden und Geschäftspartnern stets zielgruppengerecht mit unseren vielfältigen Mitarbeitern.

Unsere langjährigen und älteren Mitarbeiter schätzen wir insbesondere aufgrund ihrer Erfahrung. Wir bieten attraktive Altersteilzeitmodelle an. Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden im Berichtsjahr 80 Verträge. 125 Mitarbeiter arbeiteten mit einer Schwerbehinderung in den deutschen Gesellschaften. Dies entspricht einer Quote von 3,1 %. DMG MORI zahlt rund 170.000 € als direkte Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Etwa 200.000 € werden als anrechenbare Leistungen an Behindertenwerkstätten gezahlt.

Seit dem 4. Mai 2018 setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf weiblichen (42 %) und sieben männlichen (58 %) Mitgliedern zusammen. Das Durchschnittsalter lag im Berichtsjahr bei 53 Jahren. Der Vorstand setzte sich ausschließlich aus männlichen Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren zusammen. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 26 des Geschäftsberichts 2019. Die Altersstruktur bei DMG MORI (Abbildung 12) ist ausgewogen.

Um junge Frauen an den Maschinen- und Anlagenbau heranzuführen, nahmen wir im März 2019 erneut am Girls' Day teil. Zahlreiche Mädchen ab der 5. Klasse, informierten sich über die technischen Ausbildungsberufe bei DMG MORI und erhielten am 28. März einen Einblick in die faszinierende Welt der Werkzeugmaschinen - dabei stand natürlich die Praxis im Vordergrund. Zudem unterstützt DMG MORI Projekte, wie "MINTrelation", um Mädchen und Frauen gezielt für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.

Charter der Vielfalt unterzeichnet: Wir setzen uns für eine wertschätzende und vorurteilsfreie Organisationskultur in der Arbeitswelt ein. Dazu haben wir uns 2019 freiwillig verpflichtet.

10 | NATIONALITÄTEN

11 | MITARBEITERKATEGORIEN

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2019 2018 Veränderung ggü. Vorjahr
Mitarbeiter gesamt 7.245 7.503 -258
(100 %)
davon weiblich 839 870 -31
(12 %)
davon männlich 6.406 6.633 -227
(88 %)
Geschäftsführer gesamt 65 71 -6
(100 %)
davon weiblich 0 1 -1
(0 %)
davon männlich 65 70 -5
(100 %)
Leitende Angestellte gesamt 325 332 -7
(100 %)
davon weiblich 46 49 -3
(14 %)
davon männlich 279 283 -4
(86%)
Angestellte inkl. Azubis gesamt 6.855 7.100 -245
(100 %)
davon weiblich 793 820 -27
(12 %)
davon männlich 6.062 6.280 -218
(88 %)

12 | ALTERSSTRUKTUR

in %

Ausbildung und Personalentwicklung

Neben der Berufsausbildung und den konzernweiten Trainee-Programmen bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive, individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungen an.

Zu unserem Talent-Management gehört selbstverständlich auch die Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten. Außerdem fördern wir insbesondere potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte durch das "High-Potential-Program". Insgesamt bilden wir in zehn Berufszweigen aus. Zudem bieten wir gemeinsam mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen Studiengänge an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Im Berichtsjahr haben wir 106 neue Auszubildende und Trainees eingestellt. 43 junge Fachkräfte sind nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in eine Festanstellung übernommen worden. So binden wir junge Talente frühzeitig an DMG MORI.

Studenten und Praktikanten haben bei uns regelmäßig die Möglichkeit, das operative Tagesgeschäft kennenzulernen. Besonders wichtig ist uns, dass Praktikanten keine Vollzeitstellen ersetzen, sondern dass bei ihnen das Lernen im Vordergrund steht. Darüber hinaus erhalten auch Praktikanten bei uns eine angemessene Vergütung.

Als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten international Projekte zu begleiten. Mit unserem "Exchange Program" reisen regelmäßig Manager, Nachwuchskräfte und Auszubildende in unsere japanischen und deutschen Produktionswerke - auch um die internationale Zusammenarbeit weiter zu fördern.

Die Mitgliedschaft bei "FairCompany" - der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte - unterstreicht unser besonderes Engagement als attraktiver Arbeitgeber. Die Wirtschaftsmagazine "Capital" und "Focus Money" zeichneten DMG MORI im Berichtsjahr erneut als "Deutschlands beste Ausbilder" aus.

Die Verteilung der Ausbildungsfachrichtungen bei DMG MORI stellt sich wie folgt dar:

13 | VERTEILUNG AUF DIE AUSBILDUNGSFACHRICHTUNGEN

in %

Seit Jahren legen wir besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt auf einem hohen Niveau: 97 % aller Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer.

14 | PERSONALENTWICKLUNG

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2019 2018 Veränderung ggü. Vorjahr
Anzahl Mitarbeiter in Weiterbildungsmaßnahmen 4.740 4.896 -156
davon weiblich 495 496 -1
davon männlich 4.245 4.400 -155
Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung 18,5 MIO € 18,3 MIO € 0,2 MIO €
Tage für Weiterbildungsmaßnahmen 20.674 22.485 -1.811

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sind zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland. Wir sind uns bewusst, dass gesunde und motivierte Mitarbeiter eine Grundvoraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg sind. DMG MORI hält die nationalen, gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit ein.

Neue Mitarbeiter erhalten in ihrer Einarbeitung grundsätzlich alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitstrainings. Entsprechende Erste-Hilfe-Einrichtungen für Notfälle stehen zu Verfügung. Darüber hinaus gestalten die einzelnen Standorte den Arbeitsschutz und das Gesundheitsmanagement individuell. So verfügen unsere deutschen Servicegesellschaften über ein HSE-Management (Health, Safety, Environment), das sowohl den Gesundheits- als auch Arbeits- und Umweltschutz fördert. Das Management von übergeordneten Sicherheitsmaßnamen übernimmt der Unternehmensbereich "Corporate Mobility & Security", der u. a. für die Reisesicherheit unserer Mitarbeiter sorgt und sie aktiv auf ihre Reisen vorbereitet. Bei Reisen in Ländern miterhöhtem Sicherheitsrisiko hält der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden.

Mit regelmäßigen Gesundheitsreportings, unternehmensfinanzierten Untersuchungen und persönlichen Krankenrückkehr-Gesprächen arbeiten wir daran die Krankenquote weiter zu reduzieren. Diese betrug im Berichtsjahr 3,9 % und lag damit wie im Vorjahr unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,7 %. Im Berichtsjahr kam es zu 175 Wege- und Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,4 %.

Der Nachhaltigkeitstag im November 2019 am Headquarter Bielefeld stand unter dem Motto "Ausgeschlafen und KlimaGesund". Neben einer digitalen Schlaftyp-Analyse und einem professionellen Vortrag zum gesunden Schlaf haben unsere Mitarbeiter zahlreiche Tipps und Tricks rund um die Themen Schlaf, Klima, Gesundheit und Energiesparen erhalten. Diese Beiträge stehen auch zusammengefasst dem gesamten Konzern im DMG MORI ONE zur Verfügung.

Das Betriebsrestaurant am Headquarter Bielefeld trägt die Auszeichnung als "Klimagesunde Betriebsküche". Das 2018 eingeführte Kantinen-Konzept inklusive Klimabilanz kann sich sehen lassen: Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit werden großgeschrieben. Ein Konzept, das begeistert. Betreiber Bernhard Kampmann - zugleich Küchenmeister und Inhaber des Restaurants "Schlichte Hof" - bezieht die meisten Produkte aus der Region. Der Convenience-Grad, vormals 70 %, wurde auf unter 15 % reduziert. Geschmacksverstärker gehören der Vergangenheit an. Den ökologischen Fußabdruck hält DMG MORI dabei so klein wie möglich. Denn ein weiteres Kriterium bei der Vergabe der Urkunde war das Bewusstsein für Energieeinsparungen in der Küche - zum Beispiel beim Kühlen, Lüften und Beleuchten. Im Berichtsjahr haben wir uns dabei nochmals gesteigert und die Fassade, Klimatisierung und Haustechnik unseres Betriebsrestaurants umfassend modernisiert. Durch ein neues Raumkonzept sind zudem mehr Sitzplätze sowie eine helle, freundliche Atmosphäre entstanden. Unser erfolgreiches Kantinen-Konzept haben wir im Berichtsjahr auch an unseren Standorten in Pfronten und Geretsried eingeführt und unsere Kantine in Seebach grundlegend modernisiert.

Fairtrade Bio-Kaffee: Auf Wunsch unserer Mitarbeiter beziehen wir am Headquarter Bielefeld fair gehandelten Bio-Kaffee und Kakao - und künftig auch an weiteren Standorten. So stellen wir sicher, dass dieser Kaffee und Kakao nicht in Zwangs- oder Kinderarbeit hergestellt wurden, unterstützen die Menschen und Familien in den Anbaugebieten und gleichzeitig die Gesundheit unserer Mitarbeiter.

COMPLIANCE

Als "Global One Company" folgen wir klaren Compliance-Richtlinien. Verantwortung, Nachhaltigkeit und Integrität bestimmen unser unternehmerisches Handeln und sind feste Bestandteile unserer täglichen Abläufe.

Unsere Werte sind Grundlage der DMG MORI-Unternehmenskultur und bilden neben dem Verhaltenskodex auch die Basis des Compliance-Managementsystems. Damit legen wir Regeln und Prozesse fest, um unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe einzuhalten:

Unser Ziel: bestmöglich und zeitnah auf unternehmensspezifische Risiken reagieren zu können

Schnell und effektiv: Compliance-Verstöße vermeiden, aufdecken, sanktionieren

Vertrauensbildend: zum Unternehmenserfolg beitragen

Breit aufgestellt: voll integrierte Teilbereiche Anti-Korruption und die Ablehnung von Bestechung, Exportkontrolle, Tax-Compliance, Anti-Geldwäsche, Datenschutz, IT-Sicherheit sowie Kartellrecht.

Risiken analysieren wir systematisch und standardisiert. Compliance-Risiken können potenziell in allen Bereichen und Gesellschaften auftreten. Gesetze und Vorschriften sowie unternehmensinterne Richtlinien können missachtet werden. Unsere szenarienbasierte Risikoanalyse wird jährlich für alle Teilbereiche durchgeführt und umfasst jeweils die kommenden drei Geschäftsjahre. Die gesellschaftsspezifische Risikolage wird zentral und lokal anhand einheitlich definierter Kriterien für alle operativen Konzerngesellschaften bewertet. Die Compliance-Risiken waren im Berichtsjahr insgesamt beherrschbar.

Compliance-Organisation und Programm

Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir regelmäßig mit verschiedenen internen Kommunikationsmaßnahmen. Damit alle Regeln eingehalten werden, nutzt DMG MORI ein Richtlinien-Management. Über das DMG MORI ONE stellen wir sicher, dass alle Regelungen für unsere Mitarbeiter permanent verfügbar sind. Die aktuellen, konzernweit gültigen Compliance Richtlinien stehen im Verhaltenskodex auf unserer Webseite. Zusätzlich wird die Integrität potenzieller Händler und Auftragsvermittler gezielt überprüft. Wie genau, hängt dabei vom jeweiligen Risikolevel ab. Für Fragen, Anregungen und Bedenken, z. B. zu illegalem oder unethischem Verhalten, stehen unseren Stakeholdern der Compliance-Helpdesk sowie ein externer Vertrauensanwalt zur Verfügung.-> Nachhaltigkeitsstrategie und -management, S. 11

15 | COMPLIANCE-ORGANISATION

Digitalisierung wird bei DMG MORI großgeschrieben - das gilt auch für Compliance-Prozesse. In unserem Customer-Relationship-Management System überprüfen wir Kunden auf Risiken im Bereich Anti-Geldwäsche. Für Prozesse in Bezug auf Anti-Korruption nutzen wir unser digitales Workflow-System, zum Beispiel für die Genehmigung und Dokumentation von Geschenken und Einladungen. So gestalten wir unsere Prozesse effizienter und transparenter.

Erstmals fand in einem Jahr eine integrierte Wirksamkeitsprüfung über sechs Teilbereiche (Kartellrecht, Anti-Korruption, Exportkontrolle, IT-Sicherheit, Tax-Compliance und Anti-Geldwäsche) statt. Die Wirksamkeit wurde uneingeschränkt bestätigt. Zudem wurde unser Konzept zum Datenschutz erfolgreich geprüft. Für die Auditierung wurden mehr als 70 Interviewpartner von 17 Gesellschaften befragt sowie zahlreiche Dokumente geprüft. Darüber hinaus wird die Einhaltung von Richtlinien u. a. von der Konzernrevision als unabhängige Stabsstelle überprüft.

Schulungskonzept

Basis-Schulung für alle Mitarbeiter (Online-Seminar)

Schwerpunkt: Verhaltenskodex von DMG MORI
Abschlußquote: 84 % 1)
1.042 Stunden im Berichtsjahr 2)

Datenschutz (Online-Seminar)

Schwerpunkt: EU-DSGVO
für alle von der EU-DSGVO betroffenen Mitarbeiter
Abschlußquote: >75 % 3)

Präsenzschulungen (insbesondere für Geschäftsführer)

regelmäßige, persönliche Schulung durch Chief Compliance Officer und zentrale Teilbereichskoordinatoren
Schwerpunkt: Neuerungen und aktuelle Themen

1) der im e-Learning registrierten Mitarbeiter (ausgenommen gewerbliche Mitarbeiter) seit Mai 2016

2) angenommene durchschnittliche Dauer: 1 Stunde

3) der im Datenschutzmodul registrierten Mitarbeiter seit Oktober 2018

Aktuelle Maßnahmen

Vorstandsinformationen zu wichtigen, aktuellen Anforderungen an die Geschäftsführer
jährlicher Fragebogen zu Aufklärungs- und Handlungsbedarfen an die Geschäftsführer
nachhaltige Verankerung der Compliance-Richtlinien in die Unternehmenskultur

Datenschutz und Informationssicherheit

Wir gehen vertraulich und sensibel mit den Daten unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner um - denn ihre Persönlichkeitsrechte sind uns wichtig. Datenschutz und Informationssicherheit sind Teil des integrierten Compliance-Managementsystems und werden vom Leiter Konzerndatenschutz und IT-Sicherheit zentral gesteuert. Dabei erfüllen wir die Vorgaben der EU-DSGVO und orientieren uns am ISO / IEC 27001 Standard für Informationssicherheit. Ziel der Maßnahmen ist, die Informationen und Daten innerhalb des Konzerns vor Diebstahl, Verlust, unbefugter Weitergabe, rechtswidrigen Zugriffen oder Missbrauch zu schützen.

Menschenrechte

Erwartungen an uns selbst und unsere Lieferanten:

Ausrichtung an den weltweiten Arbeits- und Sozialnormen der International Labour Organization
Förderung fairer Arbeitsbedingungen
Ablehnung jeglicher Kinder- und Zwangsarbeit
Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen

Auch unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten entsprechende Standards von uns und unseren Lieferanten. Der Vorstand bekennt sich im Verhaltenskodex und im "Modern Slavery Statement", das jährlich gemeinsam mit der DMG MORI UK Limited veröffentlicht wird, zur Einhaltung der Menschenrechte. Das Statement ist verpflichtend für Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in Großbritannien gemäß des britischen "Modern Slavery Act". Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr begonnen, uns auf die bisher freiwilligen Vorgaben des Nationalen Aktionsplans "Wirtschaft und Menschenrechte" (NAP) von der deutschen Bundesregierung vorzubereiten. Aufgrund unserer komplexen, mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem begegnen wir vor allem mit entsprechenden Sorgfaltsprozessen.-> Partner- und Lieferantenmanagement, S. 28 f.

Wir beziehen keine (Konflikt-)Mineralien, wie Gold, Tantal, Wolfram oder Zinn in Reinform. Diese können aber über unsere komplexe, mehrstufige und globale Lieferkette in Kleinstmengen in die Produktion gelangen. Konfliktmineralien können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder angrenzenden Staaten stammen und zur Finanzierung bewaffneter Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Im Berichtsjahr haben wir unsere Lieferantenfragebögen vereinheitlicht und digitalisiert. So konnten wir die Transparenz in der Lieferkette weiter steigern.

Als Teil des integrierten "Responsibility-Ansatzes" gelten grundsätzlich alle Elemente dieses Managementsystems auch für den Bereich Menschenrechte. Mit geeigneten Maßnahmen, wie insbesondere unserem e-Learning und Präsenzschulungen, stellen wir sicher, dass unsere hohen Standards auch innerhalb von DMG MORI weltweit beachtet und angewandt werden.->Mitarbeiter, S. 30 ff.

SOZIALES UND LOKALES ENGAGEMENT

Vertrauen und Zusammenarbeit sind feste Bestandteile unserer Werte und unserer Strategie. Gesellschaftliche Verantwortung hat daher für DMG MORI eine hohe Bedeutung und bildet einen Schwerpunkt im Nachhaltigkeitsmanagement. Wir fühlen uns der Gemeinschaft gegenüber verpflichtet.

Im Berichtsjahr haben wir unsere interne Compliance-Richtlinie zum Umgang mit Einladungen, Geschenken, Spenden und Sponsorings konkretisiert. Unsere neue, konzernweite Spenden- und Sponsoring-Strategie legt fest, in welchen Bereichen wir uns engagieren und welche Prozesse und Wertgrenzen dabei zu beachten sind. Viele unserer Mitarbeiter leisten zudem freiwillig einen Beitrag für die Gesellschaft. Wir unterstützen sie dabei gerne: Im Berichtsjahr wurde beispielsweise unser Produktionswerk DECKEL MAHO in Pfronten vom bayerischen Innenministerium als "Ehrenamtsfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet. Insgesamt 150 Mitarbeiter - über 10 % -von DECKEL MAHO Pfronten engagieren sich ehrenamtlich. Dafür stellen wir sie frei: für Einsätze, aber auch für Ausbildungen und Übungen während der Arbeitszeit. Eine flexible Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung erleichtern den ehrenamtlichen Einsatz. Für Mitglieder der Werkfeuerwehr gibt es als besonderen Anreiz ein zusätzliches Bonussystem.

DMG MORI fördert Projekte in den Bereichen Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport und insbesondere den Nachwuchs. Im Fokus unseres sozialen Engagements stehen unsere Mitarbeiter, die Jugend, Schulen bzw. Hochschulen und gemeinnützige Vereine. Wir berichten an dieser Stelle beispielhaft über unsere gemeinnützigen Projekte und über unsere freiwilligen Aktivitäten - denn soziales Engagement liegt uns am Herzen und ist für uns selbstverständlich.

Wir helfen direkt und vor Ort. Unsere Standorte entscheiden selbst, welche Projekte sie fördern. Zu Beginn des Geschäftsjahres prüft der Vorstand die geplanten Förderungen auf Basis der neuen Spenden- und Sponsoring-Strategie. Die Freigabe unterjähriger Spenden und Sponsorings erfolgt über unser digitales Workflow-System durch die jeweilige Geschäftsführung bzw. den Vorstand. Um die Einhaltung der Strategie sicherzustellen, überprüfen die Abteilungen Corporate Responsibility und Corporate Communications stichprobenartig die Spenden- und Sponsoringaktivitäten hinsichtlich Förderungszweck und -höhe sowie Einhaltung der Freigabeprozesse. Das lokale Controlling überwacht das jährliche Budget. Grundsätzlich erfolgen keine Spenden an politische oder parteinahe Organisationen oder Politiker. In gesetzlich zulässigen Ausnahmen ist die Zustimmung des Vorstands notwendig.

Hochschulen und gemeinnützige Vereine

Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum Wissenstransfer. Unsere Leitidee: Unsere Forschungen und Innovationen müssen schnell in der Ausbildung ankommen. Regelmäßig beteiligen wir uns am "Future Day" und "Girls' Day" und ermöglichen Schülern und Studenten Besuche an unseren Produktionsstandorten. Zudem engagieren wir uns an vielen Standorten in lokalen Verbänden und Projekten, um aktiv Netzwerke zu bilden und uns für die jeweilige Region einsetzen zu können.

Im Berichtsjahr haben wir rund 385.000 € in Spenden und Sponsoring investiert und damit unsere Standorte in ihrem lokalen Engagement gestärkt. In Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe engagiert sich DMG MORI seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein Arminia Bielefeld. Das Engagement gilt insbesondere der Jugendförderung. Darüber hinaus bestehen Sponsoring-Verträge mit der Universität Bielefeld, der Bielefeld Marketing GmbH und dem Bielefelder Kunstverein. Die Spenden kamen fast ausschließlich lokalen Vereinen, Institutionen und Hochschulen, wie der Hochschule Kempten, sowie der Nachwuchsförderung (Nachwuchsstiftung Maschinenbau) zu Gute. So gingen zum Beispiel 1.000 € an das Kinderhospiz Ostalb und 2.000 € an die Sennestädter Ferienspiele. Weitere 2.000 € kamen dem Musikverein Bielefeld anlässlich seines 200-jährigen Jubiläums zu Gute. Unser Produktionswerk FAMOT unterstützte einen Kindergarten in Pleszew mit 5.000 €.

Erfrischend nachhaltig: Am Headquarter Bielefeld beziehen wir seit Oktober 2019 das regionale Mineralwasser "Blaues Heimatwunder". Für jede gekaufte Flasche kommt ein Teil des Erlöses dem Verein "OWL zeigt Herz" zugute, der soziale Projekte in Ostwestfalen-Lippe unterstützt. Durch die kurzen Transportwege schonen wir zudem die Umwelt.

Mitgliedschaften von DMG MORI

Unsere Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs und unser größtes Asset. Dank ihrer hohen fachlichen Qualifikation und ihrem außerordentlichen Einsatz sind wir nachhaltig erfolgreich. Unser primäres Ziel ist es daher, die Kompetenzen der Mitarbeiter weiter zu fördern. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist Bildung. DMG MORI engagiert sich unter anderem mit Mitgliedschaften in verschiedenen Branchenverbänden:

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau //

VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. //

IHK Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld //

DKE - Deutsche Kommission Elektrotechnik //

Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE // Berufsgenossenschaften // TÜV - Technischer Überwachungsverein //

OWL Maschinenbau // BME - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik // DSW - Deutsches Studentenwerk //

it's owl e. V. - Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe //

Energieeffizienz-Netzwerk Ostwestfalen //

Nachwuchsstiftung Maschinenbau

GRI-Content-Index

Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den "GRI Standards: Option Kern" erstellt. Zudem ist die Abgrenzung des nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben gekennzeichnet.

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GRI-Standard GRI-Angaben Seite im Nachhaltigkeitsbericht 2019 Seitenverweis auf Geschäftsbericht 2019 Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB
GRI 101:

Grundlagen 2016
GRUNDLAGEN
ALLGEMEINE ANGABEN
ORGANISATIONSPROFIL
102-1 Name der Organisation 7
102-2 Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen 7
102-3 Ort des Hauptsitzes 7
102-4 Betriebsstätten 7 Cover GB
102-5 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform 7 20 - 21
102-6 Belieferte Märkte 7 20 - 21
102-7 Größe der Organisation 7 Cover GB, 51 - 56
102-8 Informationen über Angestellte und sonstige Mitarbeiter 1) 7, 30 - 37
102-9 Lieferkette 10, 28 f.
102-10 Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette 20 - 21
102-11 Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip 16 f., 25, 29 73 - 77
102-12 Externe Initiativen 8, 10, 26, 34, 39
102-13 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen 43
STRATEGIE
102-14 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers 3 10 - 13
ETHIK UND INTEGRITÄT
GRI 102:

Allgemeine Angaben 2016
102-16 Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen 12, 39
UNTERNEHMENSFÜHRUNG
102-18 Führungsstruktur 8 29 - 33
EINBINDUNG VON STAKEHOLDERN
102-40 Liste der Stakeholder-Gruppen 11 § 289c Abs. 3
102-41 Tarifverträge 34
102-42 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder 10 f. § 289c Abs. 3
102-43 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern 9 - 11 § 289c Abs. 3
102-44 Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen 9 - 11, 17, 32 § 289c Abs. 3
VORGEHENSWEISE BEI DER BERICHTERSTATTUNG
102-45 Im Konzernabschluss enthaltene Entitäten 47 151 - 153
102-46 Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen 9 - 11 § 289c Abs. 3
102-47 Liste der wesentlichen Themen 9 § 289c Abs. 3
102-48 Neudarstellung von Informationen 2) 46
102-49 Änderungen bei der Berichterstattung 9 f.
102-50 Berichtszeitraum 3) 46
102-51 Datum des letzten Berichts 3) 46
102-52 Berichtszyklus 3) 46
102-53 Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht 47
102-54 Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards 8, 44
102-55 GRI-Content-Index 44 - 46
102-56 Externe Prüfung 4) 46
KATEGORIE: ÖKONOMISCH
Korruptionsbekämpfung § 289c Abs. 2 Nr. 5
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 28 f., 38 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 28 f., 38 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 38 f. § 289c Abs. 3
GRI 205:

Korruptionsbekämpfung 2016
205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden 38 § 289c Abs. 3
KATEGORIE: ÖKOLOGISCH
Materialien § 289c Abs. 2 Nr. 1
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 24, 26, 28 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 18 - 23 § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 24 f. § 289c Abs. 3
GRI 301:

Materialien 2016
301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe 25 § 289c Abs. 3
Energie § 289c Abs. 2 Nr. 1
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 18, 28 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 18 - 23, 28 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 18, 20 § 289c Abs. 3
GRI 302:

Energie 2016
302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation 20 § 289c Abs. 3
Emissionen § 289c Abs. 2 Nr. 1
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 18, 22, 28 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 18 - 23, 28 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 18, 22 f. § 289c Abs. 3
GRI 305:

Emissionen 2016
305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) 23 § 289c Abs. 3
305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) 23 § 289c Abs. 3
305-6 Emissionen von Ozon abbauenden Substanzen (ODS) 5) 46 § 289c Abs. 3
Umweltbewertung der Lieferanten § 289c Abs. 2 Nr. 1
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 28 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 28 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 29 § 289c Abs. 3
GRI 308:

Umweltbewertung der Lieferanten 2016
308-1 Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden 29 § 289c Abs. 3
KATEGORIE: SOZIALES
Beschäftigung § 289c Abs. 2 Nr. 2
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 30 § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 30 - 34 § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 30 - 34 § 289c Abs. 3
GRI 401:

Beschäftigung 2016
401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation 6) 30 - 32 § 289c Abs. 3
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz § 289c Abs. 2 Nr. 2
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 28 - 30, 37 § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 28 - 34, 37 § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 37 § 289c Abs. 3
GRI 403:

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2016
403-2 Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage und Abwesenheit sowie Zahl der arbeitsbedingten Todesfälle 7) 37 § 289c Abs. 3
Aus- und Weiterbildung § 289c Abs. 2 Nr. 2
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 30, 36 § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 30 - 34, 36 § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 36 § 289c Abs. 3
GRI 404:

Aus- und Weiterbildung 2016
404-1 Durchschnittliche Stundenzahl der Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten 1) 36 § 289c Abs. 3
Diversität und Chancengleichheit § 289c Abs. 2 Nr. 2
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 30, 34 § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 10 - 12, 30 - 35 § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 34 f. § 289c Abs. 3
GRI 405:

Diversität und Chancengleichheit 2016
405-1: Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten 1) 34 f. § 289c Abs. 3
Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte § 289c Abs. 2 Nr. 4
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 28 f., 39 § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 28 f., 31, 38 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 29, 38 f. § 289c Abs. 3
GRI 412:

Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016
412-2 Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren 39 § 289c Abs. 3
Soziale Bewertung der Lieferanten § 289c Abs. 2 Nr. 4
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 28 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 28 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 29 § 289c Abs. 3
GRI 414:

Soziale Bewertung der Lieferanten 2016
414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden 29 § 289c Abs. 3
Kundengesundheit und Kundensicherheit
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 16 f. § 289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 11 f., 16 f. § 289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 16 f. § 289c Abs. 3
GRI 416: Kundengesundheit und Kundensicherheit 2016 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt-Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit 17 § 289c Abs. 3
Zusätzlich zu GRI: Darstellung des sozialen Engagements § 289c Abs. 2 Nr. 3
GRI 103:

Managementansatz 2016
103-1 Erläuterung des wesentlichen Themas und seiner Abgrenzung 9 f., 40 §289c Abs. 3
103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile 40 - 43 §289c Abs. 3
103-3 Beurteilung des Managmentansatzes 40 - 42 §289c Abs. 3
Höhe getätigter Spenden und Sponsorings 42 § 289c Abs. 3
Zusätzlich zu GRI: Darstellung weiterer Mindestbestandteile des nichtfinanziellen Berichts
Darstellung des Geschäftsmodells 7 16 - 21, 36 - 47 § 289c Abs. 1
Ergebnis der Risikobeurteilung 11 § 289c Abs. 3 Nr. 3-4
Angabe des genutzten Rahmenwerkes 8 § 289d

1) Keine weitere Aufschlüsselung der Kategorien und Daten, da diese nicht von wesentlicher Bedeutung für unser Nachhaltigkeitsmanagement sind.

2) Neuformulierungen werden, wenn erforderlich, ensprechend beschrieben [102-48].

3) Der Nachhaltigkeitsbericht erscheint jährlich, zuletzt am 12. März 2019, und umfasst das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2019.

4) In diesem Jahr fand keine externe Prüfung statt.

5) Ein Einsatz oder die Emission von ozonabbauenden Substanzen konnte bei DMG MORI nicht festgestellt werden.

6) Da Angaben, wie Alter und Geschlecht keine wesentlichen Informationen beim Ein - und Austritt von Mitarbeitern darstellen, werden diese bei DMG MORI nicht ausgewertet.

7) Aufgrund der geringen Anzahl von Wege- und Betriebsunfällen stellt diese Information keine signifikante Kennzahl dar, sodass die daraus resultierenden Ausfallraten nicht gesondert ausgewertet werden.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird. Sollten Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garantie oder Zusicherung der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland, und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht vom "DMG MORI-Konzern" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i. S. d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.

Ihr Kontakt zu DMG MORI

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Gildemeisterstraße 60

D-33689 Bielefeld

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Sprachen

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor.

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