Earnings Release • Mar 17, 2012
Earnings Release
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Meine sehr geehrten Damen und Herren,
zur heutigen Tagesordnung: Beginnen möchte ich mit der Entwicklung der Werkzeugmaschinenindustrie. Anschließend berichtet der Vorstand über das GILDEMEISTER-Geschäftsjahr 2011 und den Ausblick 2012.
Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich im Jahr 2011 positiv. Der Welt-Werkzeugmaschinen-Verbrauch stieg im Berichtsjahr um 29% auf 60,7 Mrd € (Vorjahr: 47,1 Mrd €). In China wurden im Jahr 2011 mit deutlichem Abstand erneut die meisten Werkzeugmaschinen verkauft. China war mit 21,4 Mrd € (35%) abermals der weltgrößte Absatzmarkt. Japans Werkzeugmaschinenverbrauch legte mit +48% kräftig zu und belegte mit 5,5 Mrd € Rang zwei (Vorjahr: 3,7 Mrd €; Anteil 9%). Deutschland belegte mit einem Verbrauch von 5,0 Mrd € (+42%; Anteil am Weltverbrauch: 8%) Rang drei. Es folgten die USA (4,8 Mrd €; 8%) und Südkorea (3,7 Mrd €; 6%). Diese fünf Märkte stehen für 66% des Welt-Werkzeugmaschinen-Verbrauchs.
Die Welt-Werkzeugmaschinen-Produktion betrug nach Berechnungen des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) ebenfalls 60,7 Mrd €. Damit stieg die Produktion im Jahr 2011 um 29%. Erstmals seit dem Jahr 2007 war Japan wieder der weltgrößte Produzent von Werkzeugmaschinen mit 13,2 Mrd €; dies entspricht 22% der weltweit produzierten Werkzeugmaschinen. China folgte mit einer Produktion von 13,1 Mrd € bzw. 22% des Weltproduktionsanteils. Deutschland war mit 9,7 Mrd € (16%) wiederum drittgrößter Produzent.
Die Auftragseingänge der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stiegen um 45% auf 16,7 Mrd € an (Vorjahr: 11,5 Mrd €). Die Inlandsnachfrage erhöhte sich um 46% (Vorjahr: +74%). Die Nachfrage aus dem Ausland nahm um 45% zu (Vorjahr: +89%).
Die Produktion stieg um 33% auf 13,1 Mrd € und lag damit über dem Vorjahreswert (9,9 Mrd €). Von den in Deutschland hergestellten Werkzeugmaschinen wurden 61% exportiert.
Das Jahr 2011 war für GILDEMEISTER ein Übergangsjahr. Wir haben im Jahresverlauf kontinuierlich Steigerungen verzeichnen können und sind in das laufende Geschäftsjahr mit einem soliden Auftragspolster gestartet.
Derzeit sehen wir keine gravierenden Anzeichen für einen Konjunktureinbruch in unserer Branche: Die Finanz- und Schuldenkrise dämpft allerdings die Investitionsbereitschaft in Europa. In den BRIC-Staaten ist die Nachfragenach Werkzeugmaschinen ungebrochen. Falls die US-Wirtschaft im laufenden Jahr zu einem klaren Wachstumspfad zurückfindet, besteht die Chance, dass die Stagnation in Europa ausgeglichen werden kann. Allerdings birgt die Lage der Weltwirtschaft Risiken: Zu den Herausforderungen des laufenden Jahres gehört unter anderem, dass die Werkzeugmaschinen-Hersteller den global wachsenden Wettbewerb um Rohstoffe deutlich zu spüren bekommen und daher ihre Herstellkosten insgesamt noch besser im Auge behalten müssen.
Zur positiven Geschäftsentwicklung von GILDEMEISTER hat beigetragen, dass die Konjunktur im ersten Halbjahr Fahrt aufnahm und sich der Investitionsstau auflöste, der sich in der Krise gebildet hatte. Unsere Ergebnissituation hat sich kontinuierlich verbessert. Zudem trägt unsere Kooperation mit Mori Seiki Früchte. Nicht zufrieden waren wir dagegen mit der Entwicklung der Energy Solutions: Durch die massiven Verwerfungen insbesondere auf den südeuropäischen Märkten erfüllte sich unsere Planung nicht. Unsere Innovationen, die wir auf der Branchenmesse EMO im September vorgestellt haben, wurden vom Markt mit großem Interesse aufgenommen und wir konnten einen erfreulichen Auftragsrekord auf dieser wichtigsten Messe erzielen.
GILDEMEISTER erzielte im Berichtsjahr den zweithöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. Er überstieg den Wert des Vorjahrs um 310,9 Mio € (+23%) und lag bei 1.687,7 Mio € (Vorjahr: 1.376,8 Mio €). Die Inlandsumsätze erreichten 632,6 Mio € (+27%), die Auslandsumsätze erhöhten sich auf 1.055,1 Mio € (+20%).
Wir haben unsere Segmente neu geordnet: Aufgrund der strukturellen Anpassung sowie der Neuausrichtung des Geschäftsmodells erfolgte die Zusammenfassung der Energy Solutions mit dem Geschäftsbereich Services zu dem gemeinsamen Segment "Industrielle Dienstleistungen". Diese Zusammenfassung bietet unseren industriellen Kunden alle Vertriebs- und Serviceleistungen aus einer Hand. Die Segmente entwickelten sich wie folgt:
Das Segment "Werkzeugmaschinen" ist unser Kernsegment und beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns. Es war mit einem Umsatzanteil von 64% (Vorjahr: 56%) am Konzernumsatz beteiligt. Der Umsatz nahm um 41% auf 1.088,1 Mio € zu (Vorjahr: 769,9 Mio €). Die Drehtechnologie von GILDEMEISTER trug mit 16% bei (Vorjahr: 17%). Die Frästechnologie von DECKEL MAHO war mit 39% beteiligt (Vorjahr: 32%); auf Ultrasonic / Lasertec entfielen 2% (Vorjahr: 3%). Die ECOLINE trug 7% bei (Vorjahr: 6%).
Die "Industriellen Dienstleistungen" trugen einen Anteil von 36% (Vorjahr: 44%) zum Konzernumsatz bei. Der Bereich der Services verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwächse im Auftragseingang, beim Umsatz und im Ergebnis. Insgesamt betrug der Umsatz 599,4 Mio € (Vorjahr: 606,7 Mio €).
Die "Corporate Services" hatten wie im Vorjahr einen Umsatzanteil von weniger als 1%.
Wir erzielten den höchsten Auftragseingang in der Unternehmensgeschichte! Er stieg um 36% auf 1.927,3 Mio € (Vorjahr: 1.418,4 Mio €). Das Werkzeugmaschinengeschäft erhöhte sich um 46% auf 1.245,8 Mio €. Die "Industriellen Dienstleistungen" stiegen um 21% auf 681,3 Mio €.
In Deutschland stiegen die Bestellungen um 42% auf 764,2 Mio €. (Vorjahr: 537,7 Mio €). In Europa konnten wachsende Auftragseingänge verzeichnet werden (652,2 Mio €, +22%). In Amerika lagen die Bestellungen 33% über dem Vorjahresniveau (136,6 Mio €). In Asien nahm das Geschäft um 54% auf 374,2 Mio € zu. Besondere Wachstumsimpulse waren in China (124,8 Mio €) zu verzeichnen.
Am 31. Dezember 2011 betrug der Auftragsbestand im Konzern 811,2 Mio €; er lag damit um 182,9 Mio € bzw. um 29% über dem Vorjahreswert (628,3 Mio €). Bei den "Werkzeugmaschinen" stieg er im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 157,1 Mio € bzw. 47% auf 492,1 Mio € (31.12.2010: 335,0 Mio €). Dies bedeutet bei den Werkzeugmaschinen eine rechnerische Produktionsauslastung von durchschnittlich etwa fünf Monaten – eine gute Grundauslastung für das laufende Geschäftsjahr. Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember einen Auftragsbestand von 319,1 Mio € (Vorjahr: 293,2 Mio €).
GILDEMEISTER konnte seine Ertragskennzahlen im Geschäftsjahr 2011 deutlich steigern. Das EBITDA betrug 146,1 Mio € (Vorjahr: 74,5 Mio €); das EBIT erhöhte sich auf 112,5 Mio € (Vorjahr: 45,0 Mio €). Das EBT stieg auf 66,9 Mio € (Vorjahr: 6,5 Mio €) und der Jahresüberschuss im Konzern stieg auf 45,5 Mio € (Vorjahr: 4,3 Mio €). Damit schreiben wir das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.
Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,85 € (Vorjahr: 0,09 €). Vorstand und Aufsichtsrat der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft werden der 110. Hauptversammlung am 18. Mai 2012 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,25 € je Aktie auszuschütten.
Die GILDEMEISTER-Aktie verlor im Geschäftsjahr 2011 im Zuge der Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten deutlich an Wert. Die positive Branchenentwicklung im Werkzeugmaschinenbau spiegelte sich zwar in den Geschäftszahlen von GILDEMEISTER wider: jedoch nicht in der Bewertung des Wertpapiers: In das Börsenjahr 2011 startete die Aktie mit einem Kurs von 16,90 € (03.01.2011) und erreichte ihren Höchstwert mit 17,50 € am 03. Mai 2011. Die Aktie schloss zum 30. Dezember 2011 mit 9,75 €. Aktuell notierte sie bei 12,21 € (14.03.2012).
Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1.371,8 Mio € (Vorjahr: 1.357,5 Mio €). Die wesentliche Veränderung bei den Aktiva ergibt sich aus dem Anstieg der Vorräte (+41,7 Mio €). Die Finanzlage entwickelte sich im Berichtsjahr positiv: Der Free Cashflow war wie angekündigt positiv und stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 95,2 Mio € (Vorjahr: 45,2 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 242,3 Mio € auf 655,2 Mio € (Vorjahr: 412,9 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der Kapitalerhöhungen (Nettoemissionserlös: 213,7 Mio €) und Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 47,8% (Vorjahr: 30,4%). Die Aktien, die wir im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworben haben, minderten das Eigenkapital um 20,7 Mio € (3,0% der Stimmrechte).
Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte betrugen 74,9 Mio € (Vorjahr: 39,0 Mio €). Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Ausweitung unserer weltweiten Vertriebs- und Servicepräsenz zurückzuführen. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr Investitionen nachgeholt, die wir in den letzten Jahren bewusst nicht getätigt hatten. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Finance Lease beliefen sich auf 33,6 Mio € (Vorjahr: 29,5 Mio €).
Im Berichtsjahr eröffneten wir das "HSC Center" in Geretsried und das neue DMG / Mori Seiki-Technologiezentrums in Indien; dort lagen die Schwerpunkte unserer Investitionen. Zudem konnten wir den Bau des gemeinsamen Technologiezentrums in Singapur abschließen. An unserem Produktionsstandort in Seebach haben wir mit dem Bau des "Technical-Innovation-Center" und der Erweiterung der Montagekapazität begonnen. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt lag in der Entwicklung unserer innovativen Produkte: Mit der MILLTAP 700 und der DMU 600P erschließen wir neue Marktsegmente. Darüber hinaus haben wir Lizenzen erworben und produktionsnotwendige Werkzeuge, Modelle und Betriebsmittel bereitgestellt.
Durch die Aufstockung der Aktienanteile an der Mori Seiki Co. Ltd. auf 5,10% betrug der Zugang im Finanzanlagevermögen 14,8 Mio € (Vorjahr: 11,0 Mio €). Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 89,7 Mio € (Vorjahr: 50,0 Mio €).
Am 31. Dezember 2011 waren 6.032 Mitarbeiter, davon 222 Auszubildende, bei GILDEMEISTER beschäftigt (Vorjahr: 5.445). Im Segment "Werkzeugmaschinen" haben wir an unseren Standorten in Polen und China zusätzliches Produktionspersonal aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Montagekapazitäten für die ECOLINE-Baureihe eingestellt. Die gestiegene Personalzahl im Segment "Industrielle Dienstleistungen" resultiert in erster Linie aus der Bündelung der Vertriebs- und Serviceaktivitäten mit Mori Seiki in Deutschland und der damit einhergehenden Integration von 101 Mitarbeitern. Darüber hinaus wurden die Gesellschaften in den Wachstumsmärkten China, Indien und Russland personell verstärkt. Im Inland verstärkten wir aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung die Produktionsstandorte in Pfronten und Seebach.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 51,5 Mio € auf 384,7 Mio € (Vorjahr: 333,2 Mio €). Die Personalquote sank im Zuge der höheren Gesamtleistung auf 22,1% (Vorjahr: 24,3%).
GILDEMEISTER hat im Berichtsjahr 20 Neuentwicklungen auf 63 nationalen und internationalen Messen und Ausstellungen präsentiert. Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 54,6 Mio € rund 13% über dem Niveau des Vorjahrs von 48,1 Mio €. Auf der wichtigsten Werkzeugmaschinenmesse der EMO in Hannover präsentierte GILDEMEISTER gemeinsam mit Mori Seiki 97 Hightech Exponate auf insgesamt 7.655 Quadratmetern Ausstellungsfläche. In der Forschung und Entwicklung forcieren wir Innovationen, um mit technologischen Spitzenleistungen Trends zu setzen.
Im Segment "Werkzeugmaschinen" haben wir unser Produktprogramm ergänzt: Mit der MILLTAP 700 – der ersten von GILDEMEISTER und Mori Seiki gemeinsam entwickelten Maschine – erschließt GILDEMEISTER ein neues Marktsegment. Des Weiteren sind wir ein engagiertes Mitglied der VDW-Initiative Blue Competence, die Initiative hat das Ziel, den Energiebedarf von Produktionsmaschinen in Europa um bis zu 30% zu senken. Die Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen hat bei GILDEMEISTER einen hohen Stellenwert.
Mit den DMG LifeCycle Services bieten wir den Kunden ein einzigartiges Leistungsportfolio zur Maximierung der Produktivität unserer Maschinen an. Die Lösungen erstrecken sich über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme über Schulungen, innovative Softwareprodukte, den Service vor Ort bis hin zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Im Geschäftsfeld der regenerativen Energien präsentierte GILDEMEISTER mit der Großbatterie CellCube 200-400 und dem SunCarrier 70 zwei innovative Neuentwicklungen.
Seit dem 1. Januar 2012 zählt der Vorstand der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft fünf Mitglieder: Diplom-Kaufmann Christian Thönes wurde als stellvertretendes Mitglied des Vorstands bestellt. In seiner neuen Aufgabe verantwortet er die Ausrichtung der Produktentwicklung, Projekte im In- und Ausland sowie die mittelfristig geplanten internationalen Erweiterungen unserer Produktionsstätten – Themen, die aufgrund der Globalisierung unserer Branche immer mehr Gewicht erhalten.
Das konjunkturelle Wachstum wird sich nach Ansicht der Wirtschaftsexperten im Jahr 2012 verlangsamen. Für den Werkzeugmaschinenbau gehen aktuelle Prognosen von einer Abschwächung in einzelnen Märkten aus. Der VDW erwartet allerdings, dass der Verbrauch weltweit um 2,5% steigen wird.
GILDEMEISTER ist gut in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Der Auftrags-
eingang entwickelte sich im Januar und Februar plangemäß. Die Bestellungen stiegen um 29% auf 374,9 Mio € (Vorjahr: 291,6 Mio). Hierzu trug bei, dass die Jahresauftaktveranstaltungen erfolgreich verliefen: Wir zogen aus der NORTEC in Hamburg, unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten sowie der METAV in Düsseldorf eine gute Messe-Bilanz.
Für das erste Quartal 2012 erwarten wir einen Auftragseingang von über 500 Mio € (Vorjahresquartal: 445,9 Mio €). Für das Gesamtjahr rechnen wir derzeit mit einem Auftragseingang von erstmals über 2 Mrd €. Wachstumsimpulse erwarten wir mit dem Vertrieb von Mori Seiki-Maschinen in Deutschland und Europa. Diese werden erstmals signifikant in unseren Auftragseingang einfließen. Bei den "Industriellen Dienstleistungen" rechnen wir mit weiteren Zuwächsen.
Die im Jahr 2012 anstehenden Lead-Messen werden wiederum ein zentrales Element unserer weltweiten Vertriebsaktivitäten sein. Mit unserem Partner Mori Seiki präsentieren wir uns unter anderem auf: der CIMES in Beijing, der IMTS in Chicago, der AMB in Stuttgart sowie der BIMU in Mailand und der JIMTOF in Tokio.
Für das erste Quartal 2012 planen wir einen Umsatz von über 400 Mio € (Vorjahresquartal: 377,4 Mio €). Unter Berücksichtigung des hohen Auftragsbestands wollen wir den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen" im Gesamtjahr erneut steigern. Auch im Segment "Industrielle Dienstleistungen" planen wir ein Umsatzplus. Insgesamt planen wir für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von über 1,9 Mrd €.
Im ersten Quartal 2012 soll sich das Ergebnis deutlich im Vergleich zum Vorjahresquartal verbessern. Im Gesamtjahr planen wir ein EBT von über 100 Mio € und einen Jahresüberschuss von über 65 Mio €. Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisaussichten planen wir, für das Geschäftsjahr 2012 eine höhere Dividende je Aktie zu zahlen.
Ein Highlight zu Jahresbeginn war die Eröffnung des gemeinsamen DMG / Mori Seiki Technologiezentrums in Singapur am 21. Februar 2012. Damit stärken wir die Kooperation in Südostasien. Das Investitionsvolumen betrug rund 6 Mio €. Wir planen, in dieser Region mittelfristig den Auftragseingang zu verdreifachen.
Anlässlich der Hausausstellung in Bielefeld vom 12. Juni bis 16. Juni planen wir die Eröffnung unseres "Energy Solutions Park". Wir werden am Standort Bielefeld ein einzigartiges Energiekonzept umsetzen, in dessen Mittelpunkt die Versorgung des Standortes mit selbst erzeugter regenerativer Energie steht. Rund 15% Energieanteil sollen künftig aus emissionsfreier Energie stammen. Rund um die Uhr wird zukünftig Energie erzeugt, gespeichert und eigenverbraucht. Damit könnten wir ca. 160 Maschinen klimaneutral produzieren.
Im Juli wird bei DECKEL MAHO in Seebach das neue Produktions- und Logistikzentrum sowie das "Technical-Innovation-Center" eröffnen. Auf einer Fläche von 7.500 Quadratmetern werden wir die Montagekapazität um mehr als 40% erhöhen, logistische Abläufe optimieren und die Effizienz der Entwicklungsprozesse weiter steigern.
Wir haben unseren Geschäftsbericht aus gutem Grund unter das Motto "Zukunft gestalten – reale Werte schaffen" gestellt: Wir haben strategisch die richtigen Weichen gestellt, damit die Position von GILDEMEISTER gesichert bleibt, auch wenn das Marktumfeld schwieriger werden sollte. Im Übergangsjahr 2011 haben wir wieder den Anschluss an das Wachstumsjahr 2008 geschafft. Im asiatischen und US-amerikanischen Raum eröffnet uns die Kooperation mit Mori Seiki neue Möglichkeiten. Zudem werden wir die Innovationen im Produkt- und Servicebereich für wachsende Geschäftsfelder weiter ausbauen. Diese sind beispielsweise die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrt oder die Automobilindustrie.
Im Geschäftsjahr 2012 erwarten wir im Segment "Industrielle Dienstleistungen" weitere Zuwächse. Einer möglichen Abschwächung einzelner Märkte kann nach unserer heutigen Einschätzung durch die weiterhin gute Entwicklung in den asiatischen Wachstumsmärkten sowie in Russland und Brasilien ausgeglichen werden.
"Zukunft gestalten – reale Werte schaffen": Unsere Maschinen werden die Welt weiter bewegen, denn sie stehen am Anfang weltweiter Prozessketten. Mit ihnen wird die Zukunft gestaltet, denn es entstehen täglich neue Produkte. Mit konsequentem Wertmanagement werden wir weiterhin dafür sorgen, dass GILDEMEISTER eine attraktive Kapitalanlage ist. GILDEMEISTER geht gestärkt in das Jahr 2012.
Bielefeld, 15. März 2012 Dr. Rüdiger Kapitza Vorsitzender des Vorstands
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