Annual Report • May 19, 2017
Annual Report
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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Bielefeld Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 Konzernlagebericht GRUNDLAGEN DES KONZERNS Unternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nachfolgend DMG MORI). Das operative Geschäft von DMG MORI teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleitungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. A. 01 SEGMENTE VON DMG MORI Unsere Unternehmensstrategie verfolgt das Ziel, die heutige Marktposition von DMG MORI als ein weltweit führender Anbieter von Premiumlösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Gemeinsam mit unserem japanischen Mutterkonzern, der DMG MORI COMPANY LIMITED, konzentrieren wir uns als "Global One Company" auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services. Mit innovativen Werkzeugmaschinen, Automatisierungslösungen, einem exzellenten Service und zukunftsweisender Software bieten wir unseren Kunden ganzheitliche Technologielösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Um optimal für die Marktanforderungen und die damit verbundenen Herausforderungen aufgestellt zu sein, haben wir im Berichtsjahr verschiedene Maßnahmen zur Neuausrichtung umgesetzt. Sie dienen der Konzentration auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sowie der Reduzierung von Komplexität und der Steigerung des Kundennutzens. Wir haben unseren weltweiten Vertrieb und Service strukturell neu aufgestellt. Seit Jahresbeginn 2017 führt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika. Darüber hinaus haben wir die Strukturen unseres globalen Key-Account-Managements (KAM) gestrafft. Das KAM konzentriert sich nun gezielt auf rund 100 internationale Großkunden. Weiterhin haben wir unsere Preise im Servicegeschäft neu strukturiert. Das neue "Smart Pricing-Konzept" garantiert unseren Kunden eine hohe Service-Qualität zu fairen Preisen. DMG MORI bietet nun u.a. eine exklusive Best-Preis-Garantie für Ersatz- oder Verschleißteile und transparente Einsatzpauschalen. DMG MORI überprüft permanent das Geschäftsfeld- und Produktportfolio. Im Zuge der Neuausrichtung haben wir die Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH und der DMG MORI Microset GmbH an strategische Investoren veräußert. Beide Gesellschaften waren außerhalb unseres Kerngeschäftes tätig. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED arbeiten wir an der konsequenten Optimierung des Produktportfolios. Parallel entwickeln wir sowohl gemeinsame Plattformen als auch Kernkomponenten für unsere Maschinen. Durch deren baureihenübergreifende Verwendung und Produktion heben wir Effizienzvorteile in Entwicklung, Produktion und Service. Durch die Standardisierung reduzieren wir Komplexität. Daher wird die Optimierung unseres Produktportfolios auch zukünftig ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten sein. In China haben wir die Produktionskapazitäten neu ausgerichtet. Anstelle der Montage von Einstiegsmaschinen liegt der Schwerpunkt an unserem Standort in Shanghai nun auf ganzheitlichen Technologielösungen. Vertrieb und Service werden ebenfalls in die konzerneigene Immobilie integriert. Die Bündelung dieser Ressourcen und der Anwendungstechnik unter einem Dach schafft zusätzlichen Nutzen für die Kunden. Im Produktionswerk der DMG MORI COMPANY LIMITED in Tianjin werden weiterhin Werkzeugmaschinen lokal hergestellt. Durch diese Maßnahme stärken wir unsere Zukunftsfähigkeit auf dem chinesischen Markt und werden der Kundennachfrage nach ganzheitlichen Technologielösungen gerecht. Diese Strukturänderungen garantieren in Summe schnelle und marktgerechte Entscheidungen. Sie schaffen Effizienzvorteile nicht nur für DMG MORI, sondern insbesondere für unsere Kunden. Die folgenden strategischen Stoßrichtungen leiten das unternehmerische Handeln von DMG MORI: ― Integration - GLOBAL ONE: Zentraler Bestandteil unserer Strategie ist das Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die intensive Zusammenarbeit ermöglicht uns die Realisierung von Effizienzvorteilen und den Ausbau von Stärken. Durch die Entwicklung und Nutzung gemeinsamer Maschinenplattformen und Kernkomponenten wird die Komplexität reduziert und die Qualität gestärkt. Unsere optimierten internationalen Vertriebs- und Servicestrukturen gewährleisten weltweit die individuelle Betreuung unserer Kunden. Unsere kulturelle Vielfalt (Diversität) begreifen wir dabei als Chance. ― Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen: DMG MORI besitzt eine heterogene und branchenübergreifende Kundenstruktur. Wir sind weltweit gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED an 157 Standorten in 79 Ländern für unsere Kunden vor Ort. Durch nachhaltige Maßnahmen binden wir bestehende Kunden langfristig an unser Unternehmen. Die Basis hierfür ist unser innovatives und umfassendes Produkt-, Technologie- und Serviceportfolio in Kombination mit einer über die Jahre gewachsenen vertrauensvollen Zusammenarbeit. Unsere internationalen Großkunden profitieren von der Neustrukturierung unseres globalen DMG MORI-Key Account Managements (KAM). Die Straffung des KAM ermöglicht eine noch individuellere Betreuung unserer weltweiten Großkunden. Kunden die bisher dem KAM zugeordnet waren, werden entsprechend ihrer Länderzugehörigkeit nun noch enger als bisher durch unsere lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften betreut. Zu unseren mittelständischen Kunden pflegen wir traditionell eine enge Beziehung vor Ort und stehen diesen beratend zur Seite. Über unsere Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH bieten wir insbesondere mittelständischen Kunden individuelle Finanzierungslösungen für neue Werkzeugmaschinen an. ― Vergrößerung des Marktanteils: Unsere strategische Marktausrichtung zielt auf den Ausbau unseres Marktanteils in den etablierten Volumenmärkten und eine verstärkte Präsenz in den Wachstumsmärkten ab. Mit unseren ganzheitlichen Technologielösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette positionieren wir uns weltweit als Lösungsanbieter für unsere Kunden. DMG MORI wird dabei noch viel stärker als bisher für Softwarekompetenz und digitale Produktion stehen. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED verfügen wir mit weltweit 14 Produktionswerken über eine starke globale Präsenz. Durch unseren hohen Internationalisierungsgrad können wir regionale Marktschwankungen gut kompensieren. In den etablierten Märkten liegen Potenziale insbesondere in den Wachstumszweigen, wie "Aerospace", "Die & Mold" und "Medical". Für diese Leitbranchen bieten wir mit unseren werksübergreifenden Technologie Exzellenz Center spezifisches Branchen-Knowhow zur hochproduktiven Fertigung komplexer Bauteile. ― Service-Exzellenz: Das Segment der "Industriellen Dienstleistungen" leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz und zur Profitabilität des Konzerns. Durch die Bereitstellung von Dienstleistungen in den Bereichen Instandsetzung, Wartung und Ersatzteil-Service unterstützen wir unsere Kunden ganzheitlich über den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine. Durch die im Berichtsjahr gestartete Service-Initiative "Customer First" profitieren unsere Kunden von Best-Preis-Ersatzteilen, transparenten Servicepreisen und umfassenden Serviceverträgen. Das neue "Smart Pricing-Konzept" mit unseren 5-Service-Versprechen bietet eine hohe Qualität zu fairen Preisen. Darüber hinaus durchlaufen unsere bereits heute weltweit führenden Serviceleistungen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dies verschafft unseren Kunden Vorteile durch einen optimierten und schnelleren Service sowie eine verbesserte Ersatzteilversorgung. ― Innovation als zentraler Wachstumstreiber: Heute und auch in Zukunft positioniert sich DMG MORI als ganzheitlicher Technologieführer. Grundstein hierfür sind unsere Produkt-, Technologie-, Software- und Serviceinnovationen. Neben der Weiterentwicklung unserer spanenden Werkzeugmaschinen haben insbesondere die Entwicklungsbereiche Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING eine hohe strategische Bedeutung für DMG MORI. In der Automatisierung sind zunehmend Standardlösungen und flexible Fertigungszellen gefragt. Unser Ziel ist es, dass künftig jede Maschine von DMG MORI mit Automatisierung ausgestattet werden kann. Den Schwerpunkt unserer Entwicklung legen wir daher in allen Produktionswerken auf die Automatisierung. Die Digitalisierung ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Innovative Softwarelösungen für Industrie 4.0 treiben wir durch die Weiterentwicklung unserer APP-basierten Steuerungs- und Bediensoftware CELOS sowie durch unsere exklusiven DMG MORI Technologiezyklen und Powertools ebenso voran wie durch die Gründung der ISTOS GmbH. CELOS ermöglicht die Vernetzung von Maschinen und deren Einbindung in intelligente Produktionsnetzwerke. Durch die Nutzung von CELOS erreicht die Qualität der Datensammlung-, -aufbereitung und -analyse für spanende Fertigungsprozesse eine neue Dimension. In Kombination mit modernster Sensortechnik lässt sich der Zustand einer Werkzeugmaschine dauerhaft überwachen. Zukünftig wird die einfache Bedienbarkeit von Werkzeugmaschinen noch stärker als bisher im Kundenfokus stehen. DMG MORI vereinfacht durch exklusive Technologiezyklen und Powertools die Bedienung von Werkzeugmaschinen. Beispielsweise bündeln die Technologiezyklen die jahrzehntelange Anwendungserfahrung von DMG MORI. Der Bediener kann im direkten Dialog mit der Maschine komplexe Bearbeitungen schneller realisieren. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sehen wir die Vereinfachung der Bedienung von Werkzeugmaschinen als einen wichtigen Faktor für den zukünftigen Erfolg unserer Produkte an. Mit der Gründung des Startup-Unternehmens ISTOS stärken wir unsere Digitalisierungskompetenz. ISTOS wird konzernübergreifend kundenindividuelle Lösungen zur Digitalisierung realisieren. Mit einer Beteiligung von derzeit 85% haben wir bewusst eine Struktur geschaffen, die offen für weitere Partner und strategische Beteiligungen ist. Wir bieten damit Raum für digitale Allianzen. Auch bei der Zukunftstechnologie ADDITIVE MANUFACTURING bauen wir unsere Wettbewerbsposition gezielt weiter aus. Neben den Technologien ULTRASONIC und LASERTEC hat die SAUER GmbH bereits seit Jahren umfassendes Know-how im Laserauftragsschweißen mit Pulver-Düse (Laser Metal Deposition). Über eine Mehrheitsbeteiligung an der REALIZER GmbH haben wir uns den Zugang zum selektiven Laserschmelzen im Pulverbett-Verfahren (Selective Laser Melting) erschlossen. Mit den beiden Fertigungstechnologien lassen sich komplexe metallische Bauteile herstellen, die unseren Kunden komplett neue Anwendungsgebiete eröffnen. DMG MORI bündelt damit die beiden bedeutendsten generativen Fertigungsverfahren unter einem Dach. ― Globale Qualitätsoffensive: Mit Nachdruck arbeiten wir weiter an unserer "First-Quality-Strategie". Als "Global One Company" vereinen wir mit den DMG MORI COMPONENTS Qualität, Genauigkeit und Robustheit. Gemeinsam profitieren wir von der konzernweiten Standardisierung von Komponenten- und unsere Kunden von unserer globalen Qualitätsoffensive. ― Steigerung der Ertragskraft und nachhaltiger Einsatz des Kapitals: Durch den nachhaltigen und effizienten Einsatz unseres Kapitals, die Fokussierung auf unser Kerngeschäft sowie durch das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI Company limited streben wir eine dauerhafte Steigerung unserer Ertragskraft an. Nach der Investitionsoffensive der letzten Jahre sind unsere Großprojekte nun abgeschlossen. Künftig konzentrieren wir uns auf die weitere Optimierung unserer Vertriebs- und Serviceprozesse. Wir werden unsere Werke modernisieren, digitalisieren und gezielt zukunftsweisende Produkte entwickeln. Durch die Vereinheitlichung von Prozessen und Systemen wollen wir weitere Effizienzpotentiale und Kosteneinsparungen realisieren. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen von DMG MORI: A. 02 WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN: ZIELE UND ERGEBNISSE 2016 scroll Ergebnisse 2015 Ziele 20161) Ziele 20162) Ergebnisse 2016 Umsatz 2.304,7 MIO € rund 2,3 MRD € rund 2,25 MRD € 2.265,7 MIO € Auftragseingang 2.282,8 MIO € leicht besser als Vorjahr leicht besser als Vorjahr 2.369,9 MIO € EBT 217,3 MIO € deutlich unter Niveau Vorjahr rund 95 MIO € 94,1 MIO € Free Cashflow 32,0 MIO € leicht verbessert positiv leicht positiv 42,5 MIO € Net Working Capital 261,6 MIO € moderate Verbesserung moderate Verbesserung 270,0 MIO € Investitionen davon Sachanlagen / immaterielle Vermögenswerte 130,6 MIO € rund 100 MIO € rund 90 MIO € 88,1 MIO € Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 45,9 MIO € rund 50 MIO € rund 50 MIO € 46,8 MIO € Neuentwicklungen / Weltpremieren 18 12 12 8 1) Stand 10. März 2016 2) Zuletzt veröffentlichte Zielwerte 27. Oktober 2016 STEUERUNGSSYSTEM VON DMG MORI Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind dabei insbesondere Auftragseingang, Umsatz, das Ergebnis vor Steuern (EBT), der Free Cashflow und die Investitionen. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig und wertorientiert. DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2016 insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Der Auftragseingang erreichte mit 2.369,9 MIO € einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 2.282,8 MIO €) und übertraf damit die Prognose. Während der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen mit -2,5% rückläufig war, konnte DMG MORI den Auftragseingang auf Jahressicht um 4% bzw. 87,1 MIO € steigern. Der Umsatz lag mit 2.265,7 MIO € leicht unter dem Vorjahr (2.304,7 MIO €). Das EBT betrug 94,1 MIO €. Der Vorjahreswert von 217,3 MIO € beinhaltet den einmaligen Ertrag (37,8 MIO €) aus dem Verkauf der Anteile der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die Ergebnisentwicklung 2016 war wesentlich geprägt durch Effekte von 77,8 MIO € insbesondere für die umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung. Einzelheiten hierzu können dem Kapitel Ertragslage ab Seite 54 entnommen werden. Der Free Cashflow lag mit 42,5 MIO € (Vorjahr: 32,0 MIO €) über dem Vorjahr und übertraf damit das gesetzte Ziel. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 88,1 MIO € und die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei 46,8 MIO €. In 2016 haben wir 8 Neuentwicklungen bzw. Weltpremieren vorgestellt. Zugunsten unserer strategischen Neuausrichtung haben wir die Anzahl gegenüber der ursprünglichen Prognose reduziert. Der leichte Anstieg des Net Working Capitals gegenüber der ursprünglichen Prognose ist im Wesentlichen auf den planmäßigen Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding; sie umfasst alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, wurde im Dezember 2016 gegründet und wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig sein. Im Zuge der Neuausrichtung führt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ab 1. Januar 2017 den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Weitere Holdingfunktionen übernimmt die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH als Muttergesellschaft der Produktionswerke des Konzerns. Alle Gesellschaften des Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien, um bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erzielen. Eine konzernweit einheitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Die Organisationskosten der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beliefen sich auf 31,9 MIO € (Vorjahr: 28,4 MIO €). Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit dem Headquarter in Japan. Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich: ― Im Oktober 2016 hat die DMG MORI Italia S.r.l., Brembate die Sopra (Italien), 100% der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Japan, erworben. Mit dem Kauf der Gesellschaft wird das Vertriebs- und Servicegeschäft in Italien gebündelt. ― Im Oktober 2016 hat die GILDEMEISTER energy solutions GmbH die Anteile an der Projektgesellschaft Simon Solar S.r.l., Italien, an einen externen Investor veräußert. ― Im November 2016 gründete die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH die ISTOS GmbH in Bielefeld. Die ISTOS GmbH hat zum Ziel, durch vollständig vernetzte Produktionsprozesse DMG MORI-Kunden sowie Firmen auch außerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie beim digitalen Wandel zu begleiten. ― Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services wurden mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 die Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH, Wiener Neudorf (Österreich) und der DMG MORI Microset GmbH, Bielefeld, an strategische Investoren veräußert. ― Im Dezember 2016 gründete die DMG Vertriebs und Service GmbH die DMG MORI Management GmbH in Bielefeld. Im Rahmen der strukturellen Neuausrichtung des Vertriebs und Services wird die DMG MORI Management GmbH die operative Führungsgesellschaft des Konzerns für die Vertriebs- und Servicestandorte sein. ― Im Rahmen der strukturellen Neuausrichtung des Vertriebs und Services kaufte die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), im Dezember 40% der Anteile an der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz) von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). ― Ebenfalls im Dezember 2016 erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz) jeweils 100% der Anteile an der MORI SEIKI International SA, Le Locle (Schweiz) und der MORI SEIKI Europe AG, Winterthur (Schweiz) von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Japan. Beide Gesellschaften sowie die DMG MORI Europe Holding AG, Winterthur (Schweiz) wurden anschließend mit der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz) verschmolzen. Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweiter Markt- und Innovationsführer von spanenden Werkzeugen auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet - mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Servicegesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert. Die DMG MORI Vertriebs- und Servicegesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Account Management internationale Großkunden. Die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, ist im Bereich der regenerativen Energien tätig. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan) hielt entsprechend bis zum 31. Dezember 2016 übermittelter Stimmrechtsmeldungen mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus haben die beiden folgenden Aktionäre entsprechend ihrer bis zum 31. Dezember übermittelten Stimmrechtsmeldungen mehr als 3% der Stimmrechte gemeldet: Elliott International Limited sowie verbundene Unternehmen hatten zum Stichtag ihrer letzten Stimmrechtsmeldung 5,07% am Grundkapital. Die Bank of America Corporation sowie verbundene Unternehmen hielten zum Stichtag ihrer Stimmrechtsmeldungen einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 5,84%, der sich wie folgt zusammensetzt: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 5,35% sowie Stimmrechtsanteil nach § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 0,23% und Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,26%. DMG MORI hat keine wesentlichen Finanzbeteiligungen. ÜBERNAHMERICHTLINIE-UMSETZUNGSGESETZ (§ 315 Abs. 4 HGB) Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben: ― Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am gezeichneten Kapital beteiligt. ― Entsprechend § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. ― Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß bis zum 31. Dezember 2016 übermittelter Stimmrechtsmeldungen mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. ― Gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Die entsprechend konkretisierten Verfahrensregeln sind in den §§ 179, 181 AktG i. V. m. § 15 Abs. 4 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. ― Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage um bis zu nominal 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben. ― Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig (genehmigtes Kapital) detailliert geregelten Fällen auszuschließen. ― Die Anfang 2016 abgeschlossenen wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, so lange DMG MORI COMPANY LIMITED mehr als 50% der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält. Gemäß § 315 Abs. 4 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben: ― Per 31. Dezember 2016 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Gesellschaft darf das Stimmrecht aus eigenen Aktien nicht ausüben und ist nicht anteilig am Gewinn beteiligt. ― Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Mai 2015; hier wurden § 1 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1-7 der Satzung neu gefasst. ― Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den erwähnten Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. ― Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. Aktie BÖRSENNOTIERUNG Die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT war seit Dezember 2007 im MDAX gelistet. Nach der Mehrheitsübernahme durch die DMG MORI COMPANY LIMITED hat sich die Free-Float-Marktkapitalisierung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT signifikant verringert. So ist die Aktie bei der Anpassung der Aktienindizes der Deutschen Börse per 19. Dezember 2016 in den SDAX gewechselt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt auch weiterhin die Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse. Im Zweijahresvergleich hat sich die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wie folgt entwickelt: A. 03 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-AKTIE IM VERGLEICH ZUM MDAX® JANUAR 2015 BIS JANUAR 2017 * 02.01.2015 = 100, Kursverläufe indiziert, Kurse XETRA; Quelle: Deutsche Börse Group BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAG Am 2. Juni 2016 haben die DMG MORI GmbH - eine 100%ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED - als herrschendes Unternehmen und die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als beherrschtes Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291 ff. AktG abgeschlossen. Die 114. ordentliche Hauptversammlung hat daraufhin am 15. Juli 2016 dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August ist dieser Vertrag in Kraft getreten. Die DMG MORI GmbH hat sich für die Dauer des Vertrages verpflichtet, den Minderheitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto - nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer - je Aktie zu zahlen. Im Mehrjahresvergleich haben sich die Kennzahlen zur Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wie folgt entwickelt: A. 04 KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ISIN: DE0005878003 scroll 2016 2015 2014 2013 2012 2011 Grundkapital MIO € 204,9 204,9 204,9 204,9 156,4 156,4 Anzahl Aktien MIO Stück 78,8 78,8 78,8 78,8 60,2 60,2 Jahresendkurs1) € 43,16 38,08 23,50 23,15 15,25 9,75 Höchstkurs1) € 44,76 38,90 26,82 24,53 16,11 17,50 Tiefstkurs1) € 35,02 23,28 18,85 15,00 9,74 8,69 Marktkapitalisierung MIO € 3.401,8 3.001,4 1.852,2 1.824,6 917,6 586,6 Dividende € - 0,60 0,55 0,50 0,35 0,25 Dividendensumme MIO € - 47,3 43,4 39,4 20,4 14,6 Dividendenrendite % - 1,6 2,3 2,2 2,3 2,6 Ergebnis je Aktie2) € 0,57 1,90 1,41 1,33 1,32 0,85 Kurs-Gewinn-Verhältnis3) 75,7 20,0 16,7 17,4 11,6 11,5 1) Schlusskurse auf Basis XETRA 2) nach IAS 33 3) Jahresendkurs / Ergebnis je Aktie * Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ab dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH verpflichtet, für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto je Aktie an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen. KURSENTWICKLUNG Die DMG MORI-Aktie gewann im Berichtsjahr weiter an Wert (+17%). In das Börsenjahr 2016 startete sie mit einem Kurs von 37,05 € (04.01.2016) und schloss zum 30. Dezember 2016 mit 43,16 €. Die Marktkapitalisierung stieg im Berichtsjahr um 13% auf 3,40 MRD € (Stichtag 30.12.2016) und erreichte damit ihren Höchstwert in der 146-jährigen Unternehmensgeschichte. Corporate Governance-Bericht Erklärung zur Unternehmensführung Vorstand und Aufsichtsrat berichten in Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Der Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI Aktiengesellschaft handeln stets im Sinne guter Corporate Governance. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt DMG MORI. Im November 2016 gaben Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 uneingeschränkt bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch zukünftig entsprochen wird. Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance Bericht sind - ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre - auf unserer Website www.dmgmori.com dauerhaft zugänglich. VERSICHERUNGEN FÜR AUFSICHTSRÄTE UND VORSTÄNDE VON DMG MORI Im Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, alle Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt. VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT CHANCEN UND RISIKEN Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagementsystem des Konzerns können dem Geschäftsbericht ab Seite 78 entnommen werden. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahres- und Quartalsberichte zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht - als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert ab Seite 31 dargestellt. ZIELE ZUR ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 eine Selbstverpflichtung gemäß Ziff. 5.4.1 DCGK beschlossen: ― Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bisherigen Umfang; ― Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen von DMG MORI auf Arbeitnehmerseite; ― Berücksichtigung von Kenntnissen über DMG MORI und von für DMG MORI besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien; ― Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen; ― Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteilseignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens zur Neuwahl des Aufsichtsrats 2018; ― Unabhängigkeit von zumindest 50% der Aufsichtsratsmitglieder; ― Vermeidung von Interessenkonflikten; ― Einhaltung einer Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsratsmitglieds. ― Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vorgenannten Ziele beachten. Außerdem wurde eine Höchstgrenze von fünf Amtsperioden beschlossen. Mit der Bestellung von Irene Bader zum Mitglied des Aufsichtsrats durch die 114. ordentliche Hauptversammlung wurde ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Selbstverpflichtung getan. VERMEIDUNG VON INTERESSENKONFLIKTEN Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es per Internet die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung. TRANSPARENZ Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit bietet. Interessierte können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Auf unserer Website werden Pressemitteilungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie ein ausführlicher Finanzkalender sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache publiziert. COMPLIANCE Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Im Berichtsjahr haben wir erneut unser Compliance-Management System erfolgreich einer umfangreichen Wirksamkeitsprüfung unterzogen. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen auf unserer Website zur Verfügung. GESETZLICHE VORGABEN ZU GESCHLECHTERQUOTEN / DIVERSITY Auf Basis des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 hat der Aufsichtsrat bereits im Jahr 2015 Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt. Weiterhin hat der Vorstand bereits im Jahr 2015 Zielwerte für den Frauenanteil in den Führungsebenen unterhalb des Vorstandes festgelegt. ― Unter Berücksichtigung dieses gesetzlichen Rahmens hat der Aufsichtsrat am 22. September 2015 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2017 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20% erreicht werden soll. ― Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 9. September 2015 ein Frauenanteil von 6% beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30% bisher nicht eingehalten, da keine entsprechenden Vakanzen im Aufsichtsrat bestanden. Die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer haben sich für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden. Aktuell ist je ein weibliches Aufsichtsratsmitglied auf Seiten der Anteilseigner und der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat vertreten. Im Rahmen zukünftiger Vakanzen wird der Aufsichtsrat die Erhöhung der Quote weiblicher Mitglieder weiterhin berücksichtigen RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG Mit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde auch für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben. AKTIENBESITZ VON VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSMITGLIEDERN Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats ist mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Aufsichtsratsmitglied Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nagoya, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß bis zum 31. Dezember 2016 übermittelter Stimmrechtsmeldungen mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Gemäß § 15a WpHG sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar. ANREGUNGEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX DMG MORI erfüllt weitgehend auch die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Abweichungen ergeben sich zurzeit im Bereich der Hauptversammlung. Dort regt der Kodex an, dass der Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung erreichbar sein sollte. Zudem ist aus organisatorischen Gründen die komplette Internetübertragung der Hauptversammlung nicht vorgesehen. Vergütungsbericht Gemäß Ziffer 5.4.7. des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. Zu den Komponenten der Aufsichtsratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000 €; der Vorsitzende erhielt das 2,5-Fache (150.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache (90.000 €). Somit lag die Fixvergütung insgesamt bei 893.361 € (Vorjahr: 900.000 €). Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 480.884 € (Vorjahr: 434.022 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, im Ausschuss für Technologie und Entwicklung, im Ausschuss für Kapitalmarktaktivitäten 2016 sowie im Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 18.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Insgesamt belief sich die Höhe der Sitzungsgelder für das Geschäftsjahr 2016 auf 255.000 € (Vorjahr: 267.000 €). Die Vergütung des Aufsichtsrats setzte sich im Jahr 2016 wie folgt zusammen: A. 05 VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT scroll Feste Vergütung in € Ausschuss- vergütung: Finanz- und Prüfungsausschuss (F&P) in € Ausschuss- vergütung: Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss (PNV) in € Ausschuss- vergütung: Technologie und Entwicklungsausschuss (T&E) in € Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner Vorsitzender AR Vorsitzender T&E Vorsitzender PNV 150.000 18.000 36.000 36.000 Dr. Helmut Rothenberger, stellv. AR-Vorsitzender, AR Mitglied bis 30.04.2016 29.754 0 5.951 0 Irene Bader Mitglied PNV seit 02.06.2016, AR Mitglied seit 24.05.2016 36.230 0 10.426 0 Ulrich Hocker stellv. AR-Vorsitzender seit 02.06.2016 Vorsitzender Ausschuss Geschäfte mit Aktionären 77.377 0 18.000 0 Prof. Dr. Edgar Ernst Vorsitzender F&P Vorsitzender Kapitalmarkt 60.000 36.000 0 0 Dr.-Ing. Masahiko Mori 60.000 18.000 0 18.000 Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 60.000 0 0 18.000 Dr. Constanze Kurz 60.000 18.000 18.000 18.000 Dietmar Jansen 60.000 0 0 0 Mario Krainhöfner stellv. AR-Vorsitzender 90.000 0 18.000 0 Matthias Pfuhl 60.000 18.000 0 18.000 Peter Reinoss 60.000 0 0 0 Hermann Lochbihler stellv. AR-Vorsitzender 90.000 18.000 18.000 18.000 Gesamtsumme 893.361 126.000 124.377 126.000 scroll Ausschuss- vergütung: Kapitalmarkt 15.04.2016 bis 20.09.2016 in € Ausschuss- vergütung: Geschäfte mit Aktionären bis 20.09.2016 in € Sitzungsgeld in € Gesamtbezüge in € Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner Vorsitzender AR Vorsitzender T&E Vorsitzender PNV 15.541 0 33.000 288.541 Dr. Helmut Rothenberger, stellv. AR-Vorsitzender, AR Mitglied bis 30.04.2016 0 5.951 10.500 52.156 Irene Bader Mitglied PNV seit 02.06.2016, AR Mitglied seit 24.05.2016 0 0 9.000 55.656 Ulrich Hocker stellv. AR-Vorsitzender seit 02.06.2016 Vorsitzender Ausschuss Geschäfte mit Aktionären 7.770 25.967 25.500 154.614 Prof. Dr. Edgar Ernst Vorsitzender F&P Vorsitzender Kapitalmarkt 7.770 0 22.500 126.270 Dr.-Ing. Masahiko Mori 0 0 21.000 117.000 Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 0 0 15.000 93.000 Dr. Constanze Kurz 7.770 0 27.000 148.770 Dietmar Jansen 0 0 9.000 69.000 Mario Krainhöfner stellv. AR-Vorsitzender 0 12.984 10.500 131.484 Matthias Pfuhl 0 0 22.500 118.500 Peter Reinoss 7.770 0 15.000 82.770 Hermann Lochbihler stellv. AR-Vorsitzender 0 12.984 34.500 191.484 Gesamtsumme 46.621 57.886 255.000 1.629.245 * Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, ab. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.629.245 € (Vorjahr: 1.601.022 €). VERGÜTUNG DES VORSTANDS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Über die Vergütung des Vorstands wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten. Die indirekte Vergütungskomponente besteht vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI). Die Vergütungsbestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfelds. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24. November 2016 wurde die bestehende Struktur der Vorstandsvergütung bestehend aus Fixum, STI, individueller und leistungsbasierter Vergütung, LTI sowie Beiträgen zur Altersversorgung bestätigt. Das STI berücksichtigt unternehmensbezogene Ziele für das jeweils relevante Geschäftsjahr. Die individuelle und leistungsbasierte Vergütung beinhaltet individuelle Ziele für jedes einzelne Vorstandsmitglied. Das LTI wurde dahin gehend angepasst, dass es beginnend ab 2017 eine Laufzeit von drei Jahren hat. Weiterhin berücksichtigt das LTI 2017-2019 nicht mehr den Aktienkurs sondern das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnis-Untergrenze. Für die Gesamt-Direktvergütung des Vorstands wurden seitens des Aufsichtsrats Kappungsgrenzen (CAPS) festgelegt. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 10.498 T€ (Vorjahr: 11.102 T€). Davon entfielen 2.134 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 2.063 T€) und 4.638 T€ auf das STI (Vorjahr: 3.889 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 371 T€ (Vorjahr: 3.400 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 2.665 T€ (Vorjahr: 827 T€). Die Sachbezüge betrugen 65 T€ (Vorjahr: 84 T€). Der Aufwand für Altersversorgung belief sich auf 625 T€ (Vorjahr: 839 T€). Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Jahr 2016 stellen sich wie folgt dar: A. 06 GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS (IN T€) scroll Fixum (T€) STI (T€) LTI (T€) Leistungsvergütung (T€) 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 Christian Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 420 759 972 2.138 236 636 100 171 Dr. Maurice Eschweiler 318 547 972 1.250 236 429 100 100 Björn Biermann Vorstand seit 27.11.2015 25 503 - 1.250 - - - 100 Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 1.300 325 1.945 - 355 1.600 3.200 - Gesamt 2.063 2.134 3.889 4.638 827 2.665 3.400 371 scroll Sachbezüge (T€) Altersversorgung (T€) Gesamt (T€) 2015 2016 2015 2016 2015 2016 Christian Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 21 21 120 210 1.869 3.935 Dr. Maurice Eschweiler 16 18 50 150 1.692 2.494 Björn Biermann Vorstand seit 27.11.2015 1 17 50 100 76 1.970 Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 46 9 619 165 7.465 2.099 Gesamt 84 65 839 625 11.102 10.498 * Fair-Value des LTI zum Zeitpunkt der Gewährung ** Wert LTI-Tranche 2013-2016 Aus der Vertragsauflösung mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza resultierte eine Abfindungszahlung in Höhe von 7.933 T€. Dr. Rüdiger Kapitza hat weiterhin Anspruch auf die nachlaufenden LTI-Tranchen 2013-2016, 2014-2017 sowie 2015-2018. An das ehemalige Vorstandsmitglied André Danks wurden für das Geschäftsjahr 2016 bis zum 31.12.2016 insgesamt 331 T€ an direkten Bezügen gezahlt. Die Beiträge für die Altersversorgung betrugen 50 T€. Der mit André Danks abgeschlossene Dienstvertrag mit einer Laufzeit bis zum 10. März 2017 bleibt zunächst unberührt. Nachfolgend ist die Vergütung des Vorstands gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCKG) dargestellt. Die Tabelle "Gewährte Zuwendungen" stellt den gewährten Vergütungsrahmen der Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr inklusive Min.- bzw. Max.-Vergütung dar. Bei der Tabelle "Zufluss für das Geschäftsjahr" handelt es sich um die für das jeweilige Geschäftsjahr an die Mitglieder des Vorstands gezahlten Bezüge. A. 07 GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN (IN T€) scroll 2015 2016 Hr. Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 Festvergütung 420 759 Nebenleistung 21 21 Vorstand seit 01.01.2012 Summe 441 780 STI 600 855 Ind. Leistungsvergütung 100 171 LTI 2015-2018 236 - LTI 2016-2019 - 517 Summe 936 1.543 Versorgungsaufwand1) 120 210 Gesamtvergütung 1.497 2.533 Dr. Eschweiler Vorstand Industrielle Dienstleistungen seit 01.04.2013 Festvergütung 318 547 Nebenleistung 16 18 Summe 334 565 STI 600 500 Ind. Leistungsvergütung 100 100 LTI 2015-2018 236 - LTI 2016-2019 - 517 Summe 936 1.117 Versorgungsaufwand1) 50 150 Gesamtvergütung 1.320 1.832 Hr. Biermann Finanzvorstand seit 27.11.2015 Festvergütung 25 503 Nebenleistung 1 17 Summe 26 520 STI - 500 Ind. Leistungsvergütung - 100 LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 - 517 Summe - 1.117 Versorgungsaufwand1) 50 100 Gesamtvergütung 76 1.737 Dr. Kapitza Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 Festvergütung 1.300 325 Vorstand von 01.01.1992 Nebenleistung 46 9 bis 06.04.2016 Summe 1.346 334 STI 1.200 - Ind. Leistungsvergütung 3.200 - LTI 2015-2018 355 - LTI 2016-2019 - - Summe 4.755 - Versorgungsaufwand2) 619 165 Gesamtvergütung 6.720 499 Dr. Schmidt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2015 Festvergütung 500 - Vorstand von 01.10.2006 Nebenleistung 30 - bis 31.12.2015 Summe 530 - STI 600 - Ind. Leistungsvergütung 100 - LTI 2015-2018 236 - LTI 2016-2019 - - Summe 936 - Versorgungsaufwand1) 120 - Gesamtvergütung 1.586 - Hr. Danks Finanzvorstand seit 11.03.2014 Festvergütung 288 - Widerruf der Vorstandsbestellung Nebenleistung 13 - am 26.11.2015 Summe 301 - STI 542 - Ind. Leistungsvergütung 90 - LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 213 - Summe 845 - Versorgungsaufwand1) 45 - Gesamtvergütung 1.191 - Vorstand gesamt Festvergütung 2.252 2.134 Nebenleistung 127 65 Summe 2.978 2.199 STI 3.542 1.855 Ind. Leistungsvergütung 3.590 371 LTI 2015-2018 1.276 0 LTI 2016-2019 - 1.551 Summe 8.408 3.777 Versorgungsaufwand 1.004 625 Gesamtvergütung 12.390 6.601 scroll 2016 (MIN) 2016 (MAX) Hr. Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 Festvergütung 759 759 Nebenleistung 21 21 Vorstand seit 01.01.2012 Summe 780 780 STI 0 2.138 Ind. Leistungsvergütung 0 171 LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 0 1.800 Summe 0 4.109 Versorgungsaufwand1) 210 210 Gesamtvergütung 990 5.099 Dr. Eschweiler Vorstand Industrielle Dienstleistungen seit 01.04.2013 Festvergütung 547 547 Nebenleistung 18 18 Summe 565 565 STI 0 1.250 Ind. Leistungsvergütung 0 100 LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 0 1.200 Summe 0 2.550 Versorgungsaufwand1) 150 150 Gesamtvergütung 715 3.265 Hr. Biermann Finanzvorstand seit 27.11.2015 Festvergütung 503 503 Nebenleistung 17 17 Summe 520 520 STI 0 1.250 Ind. Leistungsvergütung 0 100 LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 0 1.200 Summe 0 2.550 Versorgungsaufwand1) 100 100 Gesamtvergütung 620 3.170 Dr. Kapitza Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 Festvergütung 325 325 Vorstand von 01.01.1992 Nebenleistung 9 9 bis 06.04.2016 Summe 334 334 STI - - Ind. Leistungsvergütung - - LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 - - Summe - - Versorgungsaufwand2) 165 165 Gesamtvergütung 499 499 Dr. Schmidt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2015 Festvergütung - - Vorstand von 01.10.2006 Nebenleistung - - bis 31.12.2015 Summe - - STI - - Ind. Leistungsvergütung - - LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 - - Summe - - Versorgungsaufwand1) - - Gesamtvergütung - - Hr. Danks Finanzvorstand seit 11.03.2014 Festvergütung - - Widerruf der Vorstandsbestellung Nebenleistung - - am 26.11.2015 Summe - - STI - - Ind. Leistungsvergütung - - LTI 2015-2018 - - LTI 2016-2019 - - Summe - - Versorgungsaufwand1) - - Gesamtvergütung - - Vorstand gesamt Festvergütung 2.134 2.134 Nebenleistung 65 65 Summe 2.199 2.199 STI 0 4.638 Ind. Leistungsvergütung 0 371 LTI 2015-2018 0 0 LTI 2016-2019 0 4.200 Summe 0 9.209 Versorgungsaufwand 625 625 Gesamtvergütung 2.824 12.033 1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung 2) zeitanteiliger Betrag der Service Costs A. 08 ZUFLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR (IN T€) scroll 2015 2016 Hr. Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 Festvergütung 420 759 Vorstand seit 01.01.2012 Nebenleistung 21 21 Summe 441 780 STI 972 2.138 Individuelle Leistungsvergütung 100 171 LTI 2012-2015 489 - LTI 2013-2016 - 636 Summe 1.561 2.945 Versorgungsaufwand1) 120 210 Gesamtvergütung 2.122 3.935 Dr. Eschweiler Vorstand Industrielle Dienstleistungen seit 01.04.2013 Festvergütung 318 547 Nebenleistung 16 18 Summe 334 565 STI 972 1.250 Individuelle Leistungsvergütung 100 100 LTI 2012-2015 - - LTI 2013-2016 - 429 Summe 1.072 1.779 Versorgungsaufwand1) 50 150 Gesamtvergütung 1.456 2.494 Hr. Biermann Finanzvorstand seit 27.11.2015 Festvergütung 25 503 Nebenleistung 1 17 Summe 26 520 STI - 1.250 Individuelle Leistungsvergütung - 100 LTI 2012-2015 - - LTI 2013-2016 - - Summe - 1.350 Versorgungsaufwand1) 50 100 Gesamtvergütung 76 1.970 Dr. Kapitza Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 Festvergütung 1.300 325 Vorstand von 01.01.1992 Nebenleistung 46 9 bis 06.04.2016 Summe 1.346 334 STI 1.945 - Individuelle Leistungsvergütung 3.200 - LTI 2012-2015 1.468 - LTI 2013-2016 - 1.600 Summe 6.613 1.600 Versorgungsaufwand2) 619 165 Gesamtvergütung 8.578 2.099 Dr. Schmidt Stellvertretender bis 31.12.2015 Festvergütung 500 - Vorstandsvorsitzender von 01.10.2006 Nebenleistung 30 - bis 31.12.2015 Summe 530 - STI 972 - Individuelle Leistungsvergütung 100 - LTI 2012-2015 978 - LTI 2013-2016 - 1.000 Summe 2.050 1.000 Versorgungsaufwand1) 120 - Gesamtvergütung 2.700 1.000 Hr. Danks Finanzvorstand seit 11.03.2014 Festvergütung 288 - Widerruf der Vorstandsbestellung Nebenleistung 13 - am 26.11.2015 Summe 301 - STI 879 - Individuelle Leistungsvergütung 90 - LTI 2012-2015 - - LTI 2013-2016 - - Summe 969 - Versorgungsaufwand1) 45 - Gesamtvergütung 1.315 - Hr. Bachmann Vorstand Produktion und Technologie bis 31.12.2013 Festvergütung - - Nebenleistung - - Summe - - STI - - Individuelle Leistungsvergütung - - LTI 2012-2015 900 - LTI 2013-2016 - 900 Summe 900 900 Versorgungsaufwand1) - - Gesamtvergütung 900 900 Vorstand gesamt Festvergütung 2.851 2.134 Nebenleistung 127 65 Summe 2.978 2.199 STI 5.740 4.638 Individuelle Leistungsvergütung 3.590 371 LTI 2012-2015 3.835 - LTI 2013-2016 - 4.565 Summe 13.165 9.574 Versorgungsaufwand 1.004 625 Gesamtvergütung 17.147 12.398 1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung 2) zeitanteiliger Betrag der Service Costs Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgröße im Jahr 2016 war das EAT ("Earnings After Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Das STI enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe von 1.250 T€ für ein ordentliches Vorstandsmitglied für 2016. Das Cap wird ebenfalls jährlich neu festgelegt. Als Voraussetzung für die Zahlung des STI muss der Nachhaltigkeitsfaktor des Konzerns (Summe der Aufwendungen für F&E und Unternehmenskommunikation sowie für Aus- und Weiterbildung in Relation zum Gesamtumsatz) für das jeweilige Geschäftsjahr innerhalb eines festgelegten Intervalls liegen. Hierdurch wird eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung unterstützt. Das LTI als langfristige Vergütungskomponente verbindet Ziele in Bezug auf das EAT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der Aktie des Unternehmens. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das Zweifache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitglieds je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Unterschreitet das EAT im Vierjahresdurchschnitt einen festgelegten Mindestwert, entfällt die Zahlung des LTI. Beim LTI handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von vier Jahren. Die jeweilige Tranche definiert sich aus einem angenommenen Geldbetrag, der mit Hilfe des durchschnittlichen Aktienkurses in eine Anzahl von Performance-Units umgerechnet wird. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums wird aus der Anzahl der Units der Auszahlungsbetrag errechnet. Aus der LTI-Tranche 2013-2016, die am 31. Dezember 2016 zugeteilt und im Jahr 2017 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 4.565 T€ (Vorjahrestranche 2012-2015: 3.835 T€). Im Hinblick auf die Bestimmungen des VorstAG hat der Aufsichtsrat im Jahr 2009 eine Tranchenlaufzeit von vier Jahren beschlossen und das EAT ("Earnings After Taxes") als Erfolgsgröße definiert. Die für das Geschäftsjahr 2016 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2019 zugeteilt und im Jahr 2020 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EAT ("Earnings After Taxes") im Durchschnitt der letzten vier Jahre und des jeweiligen Aktienkurses. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen einer Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für das LTI sicherzustellen. Für das LTI 2013-2016, 2014-2017, 2015-2018 sowie 2016-2019 wurden für die Parameter EAT und Aktienkurs kalkulatorische Werte festgelegt. Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolgs der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung, sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands werden überwiegend durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza bestand eine leistungsorientierte Zusage. Die zweckgebundenen Zahlungen in das beitragsorientierte Versorgungsmodell beliefen sich in Summe auf 460 T€ (Vorjahr: 385 T€). Der Aufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 625 T€ (Vorjahr: 1.004 T€). Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder -wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Organmitglieder gezahlt. Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für erbrachte Beratungsleistungen des Institute for Manufacturing Excellence GmbH, bei dem Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner geschäftsführender Gesellschafter ist, in Höhe von 1.726 T€ (Vorjahr: 1.529 T€) angefallen. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die offenen Verbindlichkeiten 0 T€ (Vorjahr: 109 T€). Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.088 T€ an Pensionen gezahlt (Vorjahr: 605 T€). Hierin enthalten ist auch ein Betrag von 49 T€ (brutto), welcher im Geschäftsjahr 2016 an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza, aus einer durch Entgeltumwandlung von variablen Bezügen finanzierten Versicherungsleistung, gezahlt wurde. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 35.330 T€ (Vorjahr: 11.584 T€). Forschung und Entwicklung Ziel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden zu erhöhen. Als Innovations- und Technologieführer differenzieren wir uns daher vom Wettbewerb insbesondere durch unser umfassendes Angebot an innovativen Maschinen, Technologie- und Automationslösungen, Softwareprodukten und Dienstleistungen. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING. Wir verfügen über die Kompetenz und die Produkte, unseren Kunden die Vorteile von Industrie 4.0 zugänglich zu machen. Mit unserer APP-basierten Steuerungs- und Bediensoftware CELOS haben wir unsere Werkzeugmaschinen in den vergangenen Jahren für die Digitalisierung fit gemacht. Die Prioritäten liegen nun bei Softwareprodukten zur nahtlosen Vernetzung der Maschinen mit der Betriebsorganisation. Mit der im Herbst 2016 auf der AMB in Stuttgart vorgestellten CELOS APP PERFORMANCE MONITOR kann zum Beispiel über die Messung von Schlüsselindikatoren die Leistung aller verbundenen Maschinen ermittelt werden. Die gewonnenen Daten ermöglichen die Analyse von Stillstandszeiten um die Leistung der Maschine weiter zu optimieren. Durch intelligente Vernetzung erhält der Anlagenbetreiber Informationen über alle seine Maschinen, unabhängig von deren Standort. Mit der Gründung des Startup-Unternehmens ISTOS beschleunigen wir unseren digitalen Innovationsprozess. Gemeinsam mit der DMG MORI Software Solutions wird ISTOS den digitalen Wandel gestalten und DMG MORI Kunden sowie auch Firmen außerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie darin unterstützen, Projekte für die digitale Fertigung zu realisieren. Im Fokus stehen sowohl die Vernetzung von DMG MORI- und Fremdmaschinen als auch die Erbringung von Integrationsleistungen für unterschiedliche Systeme wie ERP, MES oder CRM. Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind: ― Entwicklung innovativer Maschinen (Weltpremieren) sowie Bereinigung und Konsolidierung des Produktportfolios (Streamlining), ― Weiterer Ausbau des Portfolios mit zukunftsweisenden Fertigungstechnologien insbesondere im ADDITIVE MANUFACTURING, ― Intelligente Automation von Maschinen und Anlagen, ― Nachhaltige Gestaltung der Digitalisierung im Fertigungsbereich durch DMG MORI Software Solutions (CELOS, DMG MORI Technologiezyklen, DMG MORI Powertools) und ISTOS ― Standardisierung von Komponenten (SCOPE) und Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bei Kernkomponenten (DMG MORI COMPONENTS), ― Technologie-Exzellenz durch branchenspezifische Entwicklung zukunftsweisender und ganzheitlicher Fertigungslösungen in unseren werksübergreifenden Technologie Excellenz Centern (Aerospace, Die & Mold und Medical). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 46,8 MIO € rund 2,0% über dem Niveau des Vorjahrs (45,9 MIO €). An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 502 Mitarbeiter (Vorjahr: 510 Mitarbeiter); dies entspricht einem Anteil von 15% der Gesamtbelegschaft der Werke (Vorjahr: 14%). Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 3,8% (Vorjahr: 3,6%). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten tragen als Wachstumstreiber deutlich zum Konzernergebnis bei. A. 09 MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG VON DMG MORI scroll 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 F&E-Mitarbeiter Anzahl 502 510 501 504 502 485 451 Anteil F&E-Mitarbeiter1) in % 15 14 14 15 15 15 15 F&E-Aufwand2) MIO € 46,8 45,9 44,1 42,5 45,3 44,7 40,3 Innovationsquote3) in % 3,8 3,6 3,5 3,5 3,9 4,1 5,2 Aktivierungsquote4) in % 18 18 18 26 20 24 23 Anzahl Neuentwicklungen Stück 85)6) 135) 165) 205) 175) 20 17 1) F&E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen". 2) F&E-Aufwendungen exklusive des Aufwands für Sonderkonstruktion. 3) F&E-Aufwendungen bezogen auf den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen". 4) Aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F&E Aufwand. 5) Entwicklungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive Kooperationsentwicklungen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. 6) Reduzierte Anzahl an Neuentwicklungen aufgrund unserer strategischen Neuausrichtung. Insgesamt entfielen im Berichtsjahr rund 31% aller Aufträge auf Maschinen, die in den letzten drei Jahren in den Markt eingeführt wurden (Vorjahr: 31%). Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED haben wir im Berichtsjahr 8 Weltpremieren auf 73 nationalen und internationalen Messen sowie Hausausstellungen präsentiert und damit unsere Innovationskraft gezeigt. Darunter waren sieben eigene Entwicklungen und eine gemeinsame Entwicklung. Der Wert unserer Schutzrechte, der mit der Marktwertmethode ermittelt wird, beläuft sich insgesamt auf etwa 535 MIO € (Vorjahr: 544 MIO €). Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium aufeinander abgestimmt. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährlich stattfindende weltweite Entwicklerkonferenz (Global Development Summit). Die Konferenz wurde mit über 200 Teilnehmern und mehr als 30 Lieferanten erfolgreich an unserem Leitstandort für Produktionsdrehmaschinen in Bergamo (Italien) ausgerichtet. Die enge Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED ist auf die Weiterentwicklung und Zusammenführung des gemeinsamen Produktportfolios ausgerichtet. Dazu führen wir Gemeinschaftsentwicklungen durch und beenden die Vermarktung und Produktion ausgewählter Produkte. Hierdurch wurde die Anzahl der Maschinen im Portfolio um etwa 30 Stück reduziert (entspricht -14% im Vergleich zum Vorjahr). Die nun vollständig eingeführte einheitliche Cooperative R&D-Platform (CRP) unterstützt unsere weltweiten Entwicklungsaktivitäten. Sie ermöglicht den konzernübergreifenden Austausch und die einheitliche Erstellung von entwicklungsrelevanten Informationen, wie z.B. CAD-Daten, Stücklistenstrukturen und Regeln der Artikelverwaltung. Die erste Projektphase wurde mit der Einführung eines neuen Produktdatenmanagementsystems (PDM) abgeschlossen. In der zweiten Projektphase wurde die Aufbereitung und Weiterleitung der Produktdaten an die nachgelagerten Abteilungen implementiert, sowie ein neues CAD-System für die Erstellung von mechatronischen Schaltplänen eingeführt. Im Geschäftsbereich Drehen haben wir mit der CTX gamma 3000 TC das größte Modell der Baureihe in einer völlig überarbeiteten zweiten Version und mit der kompakten Dreh-Frässpindel compactMASTER vorgestellt. Innerhalb des Geschäftsbereichs Fräsen haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr sechs Neuentwicklungen präsentiert: Die DMU 160 P duoBLOCK und DMC 160 U duoBLOCK haben die vierte Generation der duoBLOCK-Baureihe komplettiert. Im Bereich der Portalmaschinen wurde die zweite Generation der DMU 210 P und DMC 210 U vorgestellt. Die Hochgantry-Maschine DMU 600 Gantry linear wurde für beste Oberflächengüte bei hoher Dynamik ausgelegt. Das 2016 als DIXI 125 eingeführte Hochgenauigkeits-Universal-Bearbeitungszentrum DMU 125 μPrecision basiert auf der erfolgreichen duoBLOCK-Konstruktion der 4. Generation und erreicht Genauigkeitsklassen, die in diesem Marktsegment einzigartig sind. Die μPrecision-Option löst die DIXI-Maschinen ab und ist für ausgewählte Maschinen der duoBLOCK-, Portal- und NHX-Baureihen verfügbar. Im Geschäftsbereich Advanced Technologies ermöglicht die ULTRASONIC 20 linear der zweiten Generation nun die kombinierte Bearbeitung (Fräsen und Schleifen) komplexer Bauteile aus schwer zu zerspanenden Legierungen sowie Composites mit noch höherer Effizienz und Genauigkeit. Die bestehende Kombination aus Laserauftragsschweißen (LMD - Laser Metal Deposition) und konventioneller Fräsbearbeitung auf einer Maschine erlaubt die Herstellung hochkomplexer Werkstücke. Dieses Verfahren hat DMG MORI deutlich weiterentwickelt, indem die LASERTEC 65 3D um die Möglichkeit der ULTRASONIC-Bearbeitung erweitert wurde. Durch diese Kombination können Bauteile ohne Wechsel der Maschine komplett bearbeitet werden. Unterstützt wird der Anwender dabei durch unser exklusives hybrides CAD / CAM-Modul zur Programmierung des additiven und subtraktiven Prozesses, sowie durch unsere umfangreiche Materialdatenbank. Durch die mit der DMG MORI COMPANY LIMITED entwickelten Kernkomponenten, den DMG MORI COMPONENTS, vereinen wir hinsichtlich Qualität, Genauigkeit und Robustheit die Qualitätsmerkmale beider Unternehmen. Zu diesen Komponenten zählen unsere Spindeln speedMASTER, powerMASTER, compactMASTER und torqueMASTER sowie das Werkzeugmagazin toolSTAR. Der Einsatz der speedMASTER-Spindel wurde erfolgreich auf weitere Produktlinien ausgeweitet und hat sich als Standardmotorspindel mit etwa 3000 Einheiten etabliert. In Zukunft werden wir in der Komponentenentwicklung die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED mit dem Ziel fortsetzen, Synergien durch die baureihenübergreifende Verwendung und weltweite Produktion von standardisierten Komponenten zu schaffen. Mit seiner APP-Funktionalität revolutioniert CELOS schon jetzt die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Mit 10 vorgestellten APPs und 50 neuen Funktionen verfügt CELOS nun über insgesamt 26 APPs. Neu ist die Möglichkeit für ausgewählte Partner eigene APPs mit Hilfe des CELOS Developer Entwicklungskits zu entwerfen und zu integrieren. Auf der Herbstmesse in Stuttgart wurden bereits die beiden Partner APPs CLAMP CHECK und SURFACE ANALYZER gezeigt. Zusätzlich haben wir im Berichtsjahr 8 neue eigene APPs vorgestellt: PERFORMANCE MONITOR, CONDITION ANALYZER, 3D PART ANALYZER, ROBO2GO, PALLET MANAGER, MESSENGER, CELOS DEVELOPER und CELOS UPDATER. Beispielsweise erhält der Anwender durch den CONDITION ANALYZER in Verbindung mit dem I4.0-Sensorpaket ein perfektes Softwaretool zum Monitoring von Maschinenzustand und Bearbeitungsprozess, mit dem er zeitnahe Leistungs- sowie Zustandsanalysen vornehmen kann. Durch eine Langzeitauswertung kann Wissen zur vorrausschauenden Instandhaltung abgeleitet werden, wodurch unsere Kunden Wartungskosten sparen und ungeplante Stillstände weitestgehend vermeiden können. Mit den DMG MORI Powertools können Prozesse in allen Phasen der Fertigung einfach optimiert werden. Zum Beispiel ersetzt die Simulation der NC-Programme am PC das langwierige Einfahren an der Maschine völlig und minimiert die Rüstzeiten. Durch zertifiziertes CAD / CAM und einzigartige 1:1-Simulation in der DMG MORI Virtual Machine wird die Produktivität aller Dreh- und Fräsmaschinen weiter maximiert. Der DMG MORI Messenger ermöglicht den permanenten und ortsunabhängigen Zugriff auf detaillierte Maschinenzustandsinformationen. Eine deutlich vereinfachte Bedienung der Werkzeugmaschinen sehen wir als einen der wichtigsten Faktoren für die weitere Optimierung der Produktion an. Dazu tragen auch unsere 26 verfügbaren exklusiven DMG MORI Technologiezyklen bei, die sich auf unsere jahrzehntelange anwendungstechnische Erfahrung stützen. Dadurch kann der Bediener vor Ort direkt an der Maschine im Dialog über parametrisierte Kontextmenüs komplexe Bearbeitungsfunktionen deutlich schneller realisieren. Im Berichtsjahr haben wir folgende neue oder überarbeitete Technologiezyklen präsentiert: Polygon / Oval Turning, gearSKIVING 2.0, Easy Tool Monitoring 2.0, Multi Threading 2.0, MPC 2.0 und Grinding. Im Bereich Automatisierung bieten wir optimal auf unsere Maschinen abgestimmte Standard-Automationen und flexible Fertigungszellen aus einer Hand. Mit dem Robo2Go haben wir eine Roboterzelle für die Standard-Automation der Universal-Drehmaschinen von DMG MORI vorgestellt. Sie ist auch ohne Roboterkenntnisse direkt über CELOS einfach zu bedienen und an mehreren Maschinen flexibel einsetzbar. Neben der hohen Bedienerfreundlichkeit überzeugt sie Anwender vor allem durch einen freien Zugang. Einkauf Im Berichtsjahr betrug der Aufwand für Material und bezogene Leistungen 1.157,5 MIO € (Vorjahr: 1.211,4 MIO €), wovon 1.018,0 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfielen (Vorjahr: 1.068,1 MIO €). Die Materialquote konnte im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 51,2% reduziert werden (Vorjahr: 51,5%). Im Rahmen des Lieferantenmanagements ist unser Premium Partner Programm ein Baustein zum Ausbau von Lieferantenbeziehungen. Ziel des Programms ist es, durch eine frühe Lieferanteneinbindung die zentralen Themen Innovation, Qualität und Globalisierung erfolgreich umzusetzen. Die Auswahl von Lieferpartnern beruht seit 2016 auf einer Bewertung der Lieferanten nach standardisierten, transparenten und objektiven Kriterien. Das globale Potenzial wird durch Prozessoptimierung ausgenutzt; Qualität, Preis und Zeitanforderungen werden kontinuierlich verbessert. Mit unseren Premium Partnern können technologische Ausrichtungen nun noch enger aufeinander abgestimmt werden, so dass die Wettbewerbsfähigkeit der DMG MORI-Produkte garantiert ist. Die Strukturanalyse der Lieferanten im Bereich Einkauf zeigt, dass 11% einen Anteil von rund 90% des gesamten Einkaufsvolumens abdecken. Diese bezeichnen wir als unsere A-Lieferanten. Weitere 19% unserer Lieferanten haben einen Anteil von 7% am Einkaufsvolumen (B-Lieferanten); 30% unserer Zulieferer decken somit 97% des gesamten Einkaufsvolumens ab. Der verbleibende Anteil von 3% der bezogenen Materialien verteilt sich auf die übrigen 70% unserer Lieferanten, die sogenannten C-Lieferanten. Das Materialgruppenmanagement ist neben dem intensiven Lieferantenmanagement eine wichtige Säule der Einkaufsarbeit bei DMG MORI. Aufgeteilt auf 30 Materialgruppen bündelt es die weltweite Zusammenarbeit von Einkauf und Technik. Mit der Einführung des globalen Materialgruppenmanagements bei der DMG MORI COMPANY LIMITED konnten Synergieeffekte realisiert und weitere Kostenoptimierungen erreicht werden. Produktion und Logistik Im fortlaufenden Projekt "TAKT" wurde die konzernweite Standardisierung zur Steigerung der Effizienz in Produktion und Logistik sowie in produktionsnahen Bereichen weiter vorangetrieben. Im Fokus standen dabei weiterhin Maßnahmen zum nachhaltigen Produktivitäts- und Bestandsmanagement. Im Zuge der Digitalisierung haben wir neben den bereits implementierten Shopfloor-Monitoren auch Shopfloor-Tablets eingeführt, die jedem Meister transparente Echtzeitinformationen bereitstellen. So sind produktionsrelevante Daten zum Montagefortschritt, zur Ausbringungsmenge und zur Produktivität für den Meister überall am Standort verfügbar und unterstützen bei der schnellen Entscheidungsfindung auf dem Shopfloor. Mit der Einführung einer "Improve Together Organization" werden kontinuierliche Verbesserungen in allen Produktionswerken ausgebaut und Best Practices übergreifend transferiert. Im Berichtsjahr haben wir die Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED im Bereich der Produktion weiter intensiviert. Durch die wechselseitige Nutzung der weltweiten Produktionskapazitäten profitieren unsere Kunden von kürzeren Lieferzeiten und geringeren Transportkosten. Beispielhaft ist das gemeinsam entwickelte Vertikal-Bearbeitungszentrum CMX V, das seit dem August 2016 erfolgreich bei der Famot Pleszew Sp. z.o.o an unserem Standort in Pleszew (Polen) in Serie produziert wird. Auch in Zukunft werden wir unser globales Produktionsnetzwerk optimal auszunutzen, um unsere Flexibilität zu erhöhen und "im Markt für den Markt" zu produzieren. Das Ideenmanagementsystem kann auch im vergangenen Jahr sehr gute Werte vorweisen. Die herausragende Qualität unseres etablierten betrieblichen Vorschlagswesens zeigt das Branchenranking des Instituts für Betriebswirtschaft. Im aktuellen Wettbewerb mit 72 Unternehmen aus zwölf Branchen sind unsere Werke GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DECKEL MAHO Pfronten GmbH und DECKEL MAHO Seebach GmbH unter den ersten vier Plätzen. Im Geschäftsbereich Fräsen haben wir bei DECKEL MAHO Pfronten die Montage von Radmagazinen durch die Einführung einer getakteten Vormontage und eines Schienensystems optimiert und die Ausbringungsmenge mehr als verdoppelt. Zudem konnten wir die speedMASTER Spindel in die getaktete Motorspindellinie integrieren und gleichzeitig durch eine Neutaktung die gesamte Ausbringungsmenge steigern. Die DECKEL MAHO Seebach GmbH hat die Baugruppenmontage grundlegend modernisiert. Durch die Implementierung von teilautomatisierten Montagevorrichtungen und hochmoderner, individuell programmierbarer Handlingsysteme haben wir eine Steigerung der Produktivität um bis zu 10% erreicht. Im Geschäftsbereich Drehen haben wir bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH mit einer Optimierung der Wareneingangslogistik unsere Durchlaufzeiten reduziert. In enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten konnten wir die Wiederbeschaffungszeiten sowie die Bestände durchgängig senken. In unserem Werk in Pleszew (Polen) konnten wir durch die Inbetriebnahme eines automatischen Lagerliftsystems für Kleinteile sowie einer Transportlinie die Lagereffizienz erhöhen und den Kommissionierungsaufwand um bis zu 15% reduzieren. Im Zuge der Digitalisierung wurde die konzernweit standardisierte Plattform MachData entwickelt. Sie bietet einen zentralen Überblick der wichtigsten mechanischen Fertigungsthemen, wie Auslastungen, Produktivität, Kosten oder Kapazitäten. MachData wurde an all unseren Fertigungsstandorten implementiert und dient als Entscheidungsinstrument für strategische "make or buy" Entscheidungen. Unser Produktionsstandort in Ulyanovsk (Russland) besitzt seit dem 30. September als erster internationaler Werkzeugmaschinenbauer offiziell den Status "Russischer Hersteller". Dies ermöglicht uns einen einfacheren Zugang zum russischen Markt für Werkzeugmaschinen. Im Geschäftsbereich Advanced Technology haben wir an unserem Standort in Idar-Oberstein die Produktionskapazitäten erweitert und die Produktionsfläche auf 900 m2 verdoppelt. Darüber hinaus haben wir die Logistikprozesse im Wareneingang und Versand optimiert. Wir stehen auch in Zukunft für eine ganzheitliche und konsequente Qualitätsorientierung und setzen diese mit unseren First Quality Standards in allen Bereichen weiter fort. Durch die weitere Vereinheitlichung der genutzten Systeme und Tools konnte die Abstimmung zwischen den internationalen Service-Niederlassungen und den Werken noch effizienter gestaltet werden. So haben wir unser konzernweites Qualitätstool "Product Problem Report" eingeführt. Es ermöglicht die transparente Abarbeitung von Serviceanfragen und das schnelle Finden nachhaltiger Lösungen. Im Bereich der Entwicklung wurde aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung unserer Produkte ein noch stärkerer Fokus auf die Softwarequalität gelegt, um unseren Kunden höchste Performance gewährleisten zu können. WIRTSCHAFTSBERICHT Rahmenbedingungen GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft 2016 um +3,1%. In Asien verlangsamte sich die Konjunktur zu Jahresbeginn - bedingt durch Wirtschaftsturbulenzen in China - stabilisierte sich ab Mitte 2016 aber wieder. Insgesamt blieb das Wirtschaftswachstum mit +6,6% im Vergleich zum Vorjahr (+6,5%) nahezu konstant. In China lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit +6,6% unter dem Vorjahr (+6,9%). In Japan stieg das BIP - trotz Aufwertung des Yen - um 1,0% (Vorjahr: +0,7%). In den USA beschleunigte sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr 2016. Das BIP nahm im Gesamtjahr um 1,6% (Vorjahr: +2,5%) zu. Im Euroraum lag die wirtschaftliche Entwicklung bei +1,7% (Vorjahr: +1,5%). In Summe stand diese auf einer breiten Basis, da die Entwicklung in vielen Mitgliedsstaaten zulegte. Sie fiel gerade in Ländern mit wirtschaftlichen Problemen, wie z.B. Portugal oder Griechenland stärker als erwartet aus. Das Brexitvotum hat die Konjunktur zumindest auf kurzfristige Sicht kaum belastet. In Deutschland stieg das BIP mit 1,9% etwas stärker als im Vorjahr (+1,7%). Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Der Euro sank im Jahr 2016 gegenüber diesen Währungen, ausgenommen gegenüber dem chinesischen Renminbi. Dies wirkte sich positiv auf unsere Preise in den dollarabhängigen Märkten, in Japan sowie dem russischen Markt aus. ENTWICKLUNG DER WERKZEUGMASCHINENINDUSTRIE Internationale Entwicklung Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2016 insgesamt rückläufig. Mit -2,5% ist der Weltverbrauch auf 67,8 MRD € (Vorjahr: 69,5 MRD €) gesunken. Asien wies einen Rückgang von -2,8% (Vorjahr: +5,2%) auf. In Nord- und Südamerika war die Entwicklung im Jahr 2016 mit -3,3% ebenfalls rückläufig (Vorjahr: +10,4%). In Europa stieg die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen moderat um 2,4% (Vorjahr: +8,9%). Im weltweit größten Markt China sank der Werkzeugmaschinenverbrauch um 0,5% auf 21,8 MRD € (Vorjahr: 21,9 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 7,8 MRD €, verzeichnete einen Rückgang von -1,6% (Vorjahr: 7,9 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland stieg der Verbrauch im Berichtsjahr um 6,3% auf 6,2 MRD € (Vorjahr: 5,8 MRD €). Japan war mit einem Anstieg von 10,9% der wachstumsstärkste Markt und belegte mit 5,4 MRD € Rang vier (Vorjahr: 4,8 MRD €). Südkorea blieb trotz eines Rückgangs von -21,1% auf 3,2 MRD € (Vorjahr: 4,0 MRD €) weiterhin fünftstärkster Markt. Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen in Summe für 79% des Weltwerkzeugmaschinenverbrauchs. Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 67,8 MRD € (Vorjahr: 69,5 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2016 blieb mit +3,9% China mit einem Volumen von 17,2 MRD € (Vorjahr: 16,6 MRD €). Deutschland überholte Japan mit einem Produktionsvolumen von 11,3 MRD € (+0,4%; Vorjahr: 11,2 MRD €). In Japan ging die Produktion um -8,4% auf 11,1 MRD € zurück (Vorjahr: 12,1 MRD €). Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen insgesamt für 91% aller Werkzeugmaschinen weltweit. Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die Erhebung zeigt für die Hauptabnehmerbranchen (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau und Elektrotechnik) mehrheitlich Indexwerte über dem Niveau des Vorjahres an und verbesserte sich auf den höchsten Stand seit Februar 2012. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete im Jahr 2016 wachsende Auftragseingänge, eine steigende Produktion sowie steigende Umsätze. Mit 15,9 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 14,9 MRD €). Dies entspricht einem Anstieg von 6,8%. Die Inlandsnachfrage stagnierte hingegen (+0,2%; Vorjahr: -1,4%). Die Nachfrage aus dem Ausland stieg um 10,1% (Vorjahr: +1,7%). Für den Auftragseingang bei spanenden Maschinen weist der VDW einen Anstieg von 7,0% (Vorjahr: +3,0%) aus. Dies war maßgeblich beeinflusst durch Großprojekte aus Nordamerika. Die spanenden Aufträge aus dem Inland sanken um 4,0%. Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um 5,0% (Vorjahr: -6,0%). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht erfasst. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,0% (Vorjahr: +3,0%). Die Produktion erreichte erneut ein Volumen von 13,8 MRD € und lag damit auf Vorjahresniveau. Maschinen im Wert von 9,1 MRD € wurden ausgeführt (Vorjahr: 9,4 MRD €); der Export nahm damit um 3,0% gegenüber dem Vorjahr ab; die Exportquote fiel um zwei Prozentpunkte auf 66%. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 1,8 MRD € (Vorjahr: 2,0 MRD €), dies entspricht 20% der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 22%). Die USA belegten mit einem konstanten Exportvolumen von 1,0 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 11%). Italien war mit 0,4 MRD € erneut der drittwichtigste Exportmarkt (Exportanteil: 5%). Der Import von Werkzeugmaschinen blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant auf einem Niveau von 3,3 MRD €. Mit einem Importanteil von 28% kam beinahe jede dritte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen der Top-3 Importländer folgten Japan (11%) und Italien (8%). Der Inlandsverbrauch stieg um 0,3 MRD € (+3,9%) auf 8,0 MRD € (Vorjahr: 7,7 MRD €). Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller konstant geblieben. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 88% (Vorjahr: 88%). Die Reichweite des Auftragsbestands ist im Jahresverlauf leicht gestiegen: Diese lag durchschnittlich bei 6,9 Monaten (Vorjahr: 6,8 Monate). Diese rechnerisch ermittelte Reichweite stellt einen Durchschnittswert der Branche dar. Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinen-Unternehmen stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt auf 69.000 (Vorjahr: 68.482). Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage UMSATZ Der Umsatz von DMG MORI betrug im Berichtsjahr 2.265,7 MIO € (Vorjahr: 2.304,7 MIO €). Im vierten Quartal belief sich der Umsatz auf 636,6 MIO € (Vorjahr: 655,9 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" lag der Umsatz bei 1.244,5 MIO € (Vorjahr: 1.264,5 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 346,8 MIO € (Vorjahresquartal: 372,1 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" erzielte einen Umsatz von 1.021,0 MIO € (Vorjahr: 1.040,0 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services lag bei 970,5 MIO € (Vorjahr: 996,5 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED reduzierte sich auf 433,4 MIO € (Vorjahr: 463,3 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 50,5 MIO € (Vorjahr: 43,5 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" 289,8 MIO € (Vorjahresquartal: 283,8 MIO €). Die Auslandsumsätze des Konzerns lagen bei 1.528,6 MIO €. Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 737,1 MIO €. Die Exportquote betrug wie im Vorjahr 67%. B. 01 UMSATZ VON DMG MORI IN MIO € AUFTRAGSEINGANG Der Auftragseingang entwickelte sich im Jahresverlauf trotz eines rückläufigen Marktumfelds zunehmend positiv: Nachdem die Bestellungen bereits im dritten Quartal mit +12% den Wert der vorangegangenen vier Quartale übertrafen, stieg der Auftragseingang in den letzten drei Monaten 2016 auf 610,3 MIO € - ein Plus von 13% (Vorjahresquartal: 540,8 MIO €). Im Gesamtjahr erhöhte sich der Auftragseingang um 4% auf 2.369,9 MIO € (Vorjahr: 2.282,8 MIO €). Damit haben wir im Berichtsjahr den bisher höchsten Auftragseingang in 146 Jahren Unternehmensgeschichte erzielt. Die Bestellungen im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen im Berichtsjahr bei 1.269,3 MIO € (Vorjahr: 1.212,5 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 1.100,4 MIO € (Vorjahr: 1.070,1 MIO €); davon entfielen 1.032,8 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.021,2 MIO €). Die hier enthaltenen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED betrugen 386,9 MIO € (Vorjahr: 405,7 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland betrugen 763,0 MIO € (Vorjahr: 785,0 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 1.606,9 MIO € (Vorjahr: 1.497,8 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 68% (Vorjahr: 66%). Im Mehrjahresvergleich waren die Segmente wie folgt am Auftragseingang des Konzerns beteiligt: B. 02 AUFTRAGSEINGANG VON DMG MORI IN MIO € AUFTRAGSBESTAND Am 31. Dezember 2016 betrug der Auftragsbestand im Konzern 937,5 MIO € (Vorjahr: 884,2 MIO €). Der Anstieg resultiert aus dem sehr guten Auftragseingang im vierten Quartal. Der Inlandsbestand betrug 361,2 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 335,7 MIO €). Der Auslandsbestand stieg um 27,8 MIO € auf 576,3 MIO € (Vorjahr: 548,5 MIO €); von den vorliegenden Bestellungen entfielen 61% auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 62%). Im Auftragsbestand sind noch die Werte der Gesellschaften enthalten, die in den restlichen Regionen in Asien und Amerika ab Jahresbeginn 2017 von der DMG MORI COMPANY LIMITED geführt werden. In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand unterschiedlich: Bei den "Werkzeugmaschinen" lager bei 502,9 MIO € (31.12.2015: 478,1 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2016 einen Auftragsbestand von insgesamt 434,6 MIO € (Vorjahr: 406,1 MIO €); davon entfielen 414,9 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 387,8 MIO €). Der Auftragsbestand der Energy Solutions belief sich auf 19,7 MIO € (Vorjahr: 18,3 MIO €). Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa 4,5 Monaten (Vorjahr: etwa 4,0 Monate) - eine gute Grundauslastung für das laufende Geschäftsjahr. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. ERTRAGSLAGE Die Ertragslage von DMG MORI entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt: Das EBITDA betrug 169,7 MIO € (Vorjahr: 243,1 MIO €) und das EBIT 104,0 MIO € (Vorjahr: 185,9 MIO €). Das EBT lag bei 94,1 MIO € (Vorjahr: 217,3 MIO €); der Vorjahreswert von 217,3 MIO € beinhaltet den einmaligen Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Ergebnisrückgang resultierte in Höhe von 77,8 MIO € insbesondere aus Effekten der umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung. Darin enthalten sind Aufwendungen von 66,8 MIO € für nicht jährlich wiederkehrende Ereignisse. Der Jahresüberschuss betrug 47,5 MIO € (Vorjahr: 159,6 MIO €). Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden unter Berücksichtigung der Effekte erläutert. B. 03 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VON DMG MORI scroll 2016 2015 Veränderungen 2016 gegenüber 2015 MIO € % MIO € % MIO € % Umsatzerlöse 2.265,7 100,1 2.304,7 98,0 -39,0 1,7 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -16,9 -0,7 33,5 1,4 -50,4 150,4 Aktivierte Eigenleistungen 13,6 0,6 13,8 0,6 -0,2 1,4 Gesamtleistung 2.262,4 100,0 2.352,0 100,0 -89,6 3,8 Materialaufwendungen -1.157,5 -51,2 -1.211,4 -51,5 53,9 4,4 Rohertrag 1.104,9 48,8 1.140,6 48,5 -35,7 3,1 Personalaufwendungen -572,0 -25,3 -545,5 -23,2 -26,5 4,9 Übrige Aufwendungen und Erträge -363,2 -16,0 -352,0 -15,0 -11,2 3,2 EBITDA 169,7 7,5 243,1 10,3 -73,4 30,2 Abschreibungen auf Anlagevermögen -65,7 2,9 -57,2 -2,4 -8,5 14,9 EBIT 104,0 4,6 185,9 7,9 -81,9 44,1 Finanzergebnis -10,6 -0,4 30,8 1,3 -41,4 134,4 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0,7 0,0 0,6 0,0 0,1 16,7 EBT 94,1 4,2 217,3 9,2 -123,2 56,7 Ertragsteuern -46,6 -2,1 -57,7 -2,4 11,1 19,2 Jahresüberschuss 47,5 2,1 159,6 6,8 -112,1 70,2 Die Gesamtleistung verminderte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 2.262,4 MIO €; sie lag damit um 89,6 MIO € bzw. 3,8% unter dem Wert des Vorjahres (2.352,0 MIO €). Der Rückgang resultierte aus den um 39,0 MIO € bzw. 1,7% niedrigeren Umsatzerlösen (Vorjahr: 2.304,7 MIO €) und einer Bestandveränderung von -16,9 MIO € (Vorjahr: 33,5 MIO €), die sich insbesondere aus einem Abbau von unfertigen Erzeugnissen ergibt. Aus der Umsetzung des "Smart Pricing-Konzepts" ab 1. September 2016 ergab sich ein Umsatzrückgang in Höhe von 11,0 MIO €, der in gleicher Höhe ergebniswirksam wurde. Die Materialquote lag bei 51,2% (Vorjahr: 51,5%). Die Materialaufwendungen verminderten sich um 53,9 MIO € bzw. 4,4% auf 1.157,5 MIO € (Vorjahr: 1.211,4 MIO €). Der Rückgang resultierte insbesondere aus der gesunkenen Gesamtleistung. In den Materialaufwendungen sind Effekte aus der Neuausrichtung in Höhe von 4,9 MIO € enthalten. Der Rohertrag betrug 1.104,9 MIO € (Vorjahr: 1.140,6 MIO €). Die Personalquote betrug 25,3% (Vorjahr: 23,2%). Die Personalaufwendungen stiegen um 26,5 MIO € auf 572,0 MIO € (Vorjahr: 545,5 MIO €). Hierin ist ein Effekt aus der Neuausrichtung in Höhe von 17,2 MIO € enthalten, der im Wesentlichen aus Abfindungen resultiert. Ohne diesen Effekt würde die Personalquote bei 24,5% liegen. Der Saldo der Übrigen Erträge und Aufwendungen betrug -363,2 MIO € (Vorjahr: -352,0 MIO €). Die Sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf 96,7 MIO € (Vorjahr: 129,9 MIO €); sie beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Währungsgewinne in Höhe von 39,2 MIO € (Vorjahr: 65,9 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu sehen sind. Im Geschäftsjahr 2016 entstand saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von 0,5 MIO € (Vorjahr: 4,6 MIO €). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 22,0 MIO € auf 459,9 MIO € (Vorjahr: 481,9 MIO €). Ein Rückgang ergab sich insbesondere bei den Währungsverlusten (38,7 MIO €; Vorjahr: 61,3 MIO €), den Messekosten (48,8 MIO €; Vorjahr: 55,7 MIO €) sowie den Aufwendungen für Zeitarbeit (24,4 MIO €; Vorjahr: 29,0 MIO €). In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich im Berichtsjahr ein Effekt aus der Neuausrichtung in Höhe von 32,8 MIO €, der im Wesentlichen aus dem Verkauf der Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH, Kosten der Vertragsauflösung sowie Wertminderungen von Forderungen und Vermögenswerten resultierte. Die Abschreibungen betrugen bei einem weiterhin hohen Investitionsvolumen 65,7 MIO € (Vorjahr: 57,2 MIO €). Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung ergab sich ein Effekt in Höhe von 8,4 MIO €. Das Finanzergebnis betrug -10,6 MIO € (Vorjahr: 30,8 MIO €); im Vorjahr trugen insbesondere die Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (37,8 MIO €) zu dem Finanzergebnis bei. Die Zinsaufwendungen betrugen 8,1 MIO € (Vorjahr: 8,0 MIO €). Im Finanzergebnis ergab sich ein Effekt aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 3,5 MIO €. Die Steuerquote betrug 49,5% (Vorjahr: 26,5%). Die Veränderung ist beeinflusst durch die Ergebniseffekte aus den umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung, die im Wesentlichen steuerlich nicht abzugsfähig sind. Die Steuereffekte hieraus werden zum überwiegenden Teil nicht zahlungswirksam. Der Steueraufwand betrug 46,6 MIO € (Vorjahr: 57,7 MIO €). Weitere Erläuterungen zur Steuerquote siehe Anhang Seite 133 f. FINANZLAGE Die Finanzlage von DMG MORI entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) betrug 124,0 MIO € (Vorjahr: 142,7 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 94,1 MIO € (Vorjahr: 217,3 MIO €) und die Abschreibungen von 65,7 MIO € (Vorjahr: 57,2 MIO €) bei. Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 25,2 MIO € und der Rückgang übriger Aktiva um 24,1 MIO € führten zu einer Verbesserung des Cashflows. Der geplante Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 44,7 MIO €, der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8,3 MIO € sowie der Vorräte um 6,3 MIO € reduzierten den Cashflow. Zusätzlich verminderten die Auszahlungen für Ertragsteuern (49,5 MIO €) und Zinsen (7,5 MIO €) den Cashflow. B. 04 CASHFLOW scroll 2016 MIO € 2015 MIO € Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 124,0 142,7 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -198,3 18,9 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -52,5 -44,3 Veränderung Zahlungsmittel -124,8 119,1 Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 552,1 433,0 Flüssige Mittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte -30,6 0 Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 396,7 552,1 Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelzufluss) betrug -198,3 MIO € (Vorjahr: 18,9 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen lagen bei 74,3 MIO € (Vorjahr: 124,0 MIO €) und für Immaterielle Vermögenswerte bei 13,8 MIO € (Vorjahr: 14,8 MIO €); der Schwerpunkt lag in der Fertigstellung unserer Großprojekte. Unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird auch die erstmalige Auszahlung im Berichtsjahr für ein Darlehen von 120,0 MIO € an die DMG MORI GmbH ausgewiesen. Im Vorjahr resultierte der positive Cashflow aus der Einzahlung für den Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 153,7 MIO €. Der Free Cashflow lag mit 42,5 MIO € über dem Vorjahreswert von 32,0 MIO €. Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit; dabei bleiben Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Finanzanlagevermögen (3,2 MIO €; Vorjahr: 153,7 MIO €), die Auszahlung für das Darlehen an die DMG MORI GmbH (120,0 MIO €; Vorjahr: 0,0 MIO €) und Auszahlungen in Sachanlagen, die über Darlehen finanziert sind (0,0 MIO €; Vorjahr: -24,1 MIO €), unberücksichtigt. B. 05 FREE CASHFLOW scroll 2016 MIO € 2015 MIO € Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 124,0 142,7 Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit -81,5 -110,7 Free Cashflow 42,5 32,0 Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -52,5 MIO € (Vorjahr: -44,3 MIO €) und ergab sich im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von -47,3 MIO € (Vorjahr: -43,4 MIO €) sowie der Tilgung von Finanzschulden in Höhe von -5,2 MIO € (Vorjahr: -1,7 MIO €). Aus der Veränderung der Cashflows resultiert zum 31. Dezember 2016 eine Verminderung an flüssigen Mitteln um 155,4 MIO € auf 396,7 MIO € (Vorjahr: 552,1 MIO €), die im Wesentlichen aus der Darlehensvergabe in Höhe von 120,0 MIO € an die DMG MORI GmbH resultiert. Damit verfügt DMG MORI zum Jahresende über eine ausreichende Liquidität. Zum 31. Dezember 2016 ergab sich ein Finanzmittelüberschuss von 342,1 MIO € (Vorjahr: 500,3 MIO €). DMG MORI deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrugen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 773,0 MIO €. Wesentliche Bestandteile waren die im Februar 2016 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie zu verbesserten Konditionen in Höhe von 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis zum Februar 2021, die aus einer Bartranche von 200,0 MIO € sowie einer Avaltranche über 300,0 MIO € besteht, weiteren Avallinien von 53,2 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 167,5 MIO €. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2016 nicht in Anspruch genommen. Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Daneben haben wir noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen an einzelne Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 52,3 MIO € (Vorjahr: 55,6 MIO €). Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2016 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge. Die Summe der künftigen Verpflichtungen aus den Operating-Leasing-Verträgen beträgt 58,3 MIO € (Vorjahr: 65,0 MIO €). Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Die Finanzierung von DMG MORI erfolgt zentral. Nur wenn Konzernfinanzierungen aufgrund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen abgeschlossen. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften optimiert im Konzern einzusetzen. VERMÖGENSLAGE Die Vermögens- und Bilanzstruktur hat sich wie folgt entwickelt: B. 06 BILANZ VON DMG MORI scroll 31.12.2016 31.12.2015 Veränderungen 2016 gegenüber 2015 MIO € % MIO € % MIO € % Aktiva Langfristig gebundenes Vermögen Anlagevermögen 749,5 32,0 742,7 32,5 6,8 0,9 Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 84,0 3,6 103,7 4,6 -19,7 -19,0 833,5 35,6 846,4 37,1 -12,9 -1,5 Kurzfristig gebundenes Vermögen Vorräte 505,1 21,6 522,3 22,8 -17,2 -3,3 Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 487,4 20,8 363,1 15,9 124,3 34,2 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 116,5 5,0 0 0,0 116,5 100,0 Flüssige Mittel 396,7 17,0 552,1 24,2 -155,4 -28,1 1.505,7 64,4 1.437,5 62,9 68,2 4,7 Bilanzsumme 2.339,2 100,0 2.283,9 100,0 55,3 2,4 Passiva Langfristige Finanzierungsmittel Eigenkapital 1.187,7 50,8 1.357,5 59,4 -169,8 -12,5 Fremdkapital Langfristige Rückstellungen 80,4 3,4 77,4 3,4 3,0 3,9 Langfristige Verbindlichkeiten 48,8 2,1 54,0 2,4 -5,2 -9,6 129,2 5,5 131,4 5,8 -2,2 -1,7 1.316,9 56,3 1.488,9 65,2 -172,0 -11,6 Kurzfristige Finanzierungsmittel Kurzfristige Rückstellungen 224,7 9,6 216,5 9,5 8,2 3,8 Kurzfristige Verbindlichkeiten 761,0 32,5 578,5 25,3 182,5 31,5 Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 36,6 1,6 0 0,0 36,6 100,0 1.022,3 43,7 795,0 34,8 227,3 28,6 Bilanzsumme 2.339,2 100,0 2.283,9 100,0 55,3 2,4 Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Bilanz um zwei Posten erweitert. Die Posten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten" beinhalten die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften in den Regionen Asien und Amerika, die 2017 an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert werden; im Rahmen der strukturellen Neuausrichtung unseres weltweiten Vertriebs und Services werden diese Gesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2017 von der DMG MORI COMPANY LIMITED geführt und konsolidiert. Zum 31. Dezember erhöhte sich die Bilanzsumme um 55,3 MIO € auf 2.339,2 MIO € (Vorjahr: 2.283,9 MIO €). Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 6,8 MIO € bzw. 0,9% auf 749,5 MIO € (Vorjahr: 742,7 MIO €). Die Sachanlagen stiegen aufgrund der in 2016 abgeschlossenen Bauprojekte um 22,6 MIO € auf 486,3 MIO € (Vorjahr: 463,7 MIO €). Die Immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um 14,6 MIO € auf 195,3 MIO € (Vorjahr: 209,9 MIO €). Die Finanzanlagen betrugen 67,9 MIO € (Vorjahr: 69,1 MIO €). Das Anlagevermögen wurde durch Umgliederungen in die Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte um 32,2 MIO € reduziert. Die langfristig gebundenen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte verminderten sich um 19,7 MIO € auf 84,0 MIO € (Vorjahr: 103,7 MIO €). Die latenten Steuern betrugen 58,3 MIO € (Vorjahr: 53,4 MIO €). Die Vorräte verminderten sich um 3,3% bzw. 17,2 MIO € auf 505,1 MIO € (Vorjahr: 522,3 MIO €). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) betrug 202,1 MIO € (Vorjahr: 196,4 MIO €). Die unfertigen Erzeugnisse reduzierten sich um 14,0 MIO € auf 111,6 MIO € (Vorjahr: 125,6 MIO €) und die fertigen Erzeugnisse um 19,6 MIO € auf 178,0 MIO € (Vorjahr: 197,6 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte betrug 4,5 (Vorjahr: 4,4). Insgesamt wurden die Vorräte durch Umgliederungen in die Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte um 23,6 MIO € reduziert. Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme betrug 21,6% (Vorjahr: 22,8%). Die kurzfristigen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 34,2% bzw. 124,3 MIO € auf 487,4 MIO € (Vorjahr: 363,1 MIO €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 2,0 MIO € auf 194,4 MIO € (Vorjahr: 192,4 MIO €). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 125,1 MIO € auf 166,4 MIO € (Vorjahr: 41,3 MIO €); der Anstieg resultiert aus der Darlehensvergabe in Höhe von 120,0 MIO € an die DMG MORI GmbH in 2016. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 10,0 (Vorjahr: 9,5). Die Sonstigen Vermögenswerte betrugen 122,1 MIO € (Vorjahr: 122,1 MIO €). Die kurzfristigen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte wurden durch Umgliederungen in den Posten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte um 25,4 MIO € reduziert. Die flüssigen Mittel verminderten sich zum Bilanzstichtag auf 396,7 MIO € (Vorjahr: 552,1 MIO €), das entspricht einem Anteil von 17,0% an der Bilanzsumme (Vorjahr: 24,2%). Die flüssigen Mittel wurden durch Umgliederungen in den Posten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte um 30,6 MIO € reduziert. Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 169,8 MIO € bzw. 12,5% auf 1.187,7 MIO € (Vorjahr: 1.357,5 MIO €). Der Jahresüberschuss in Höhe von 47,5 MIO € erhöhte das Eigenkapital, während die Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 47,3 MIO € und die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH in Höhe von 41,1 MIO € zu einer Reduzierung führten. Die Eigenkapitalquote verminderte sich um 8,6 Prozentpunkte auf 50,8% (Vorjahr: 59,4%). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf der 40% Anteile an der DMG MORI Europe AG von der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital betrugen 39,9 MIO € (Vorjahr: 146,6 MIO €). Wie zum Vorjahreszeitpunkt haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing. Das langfristige Fremdkapital verringerte sich leicht um 2,2 MIO € auf 129,2 MIO € (Vorjahr: 131,4 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 5,5% (Vorjahr: 5,8%). Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 3,0 MIO € auf 80,4 MIO € und die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 5,2 MIO € auf 48,8 MIO €. Die Verbindlichkeiten betrafen mit 3,0 MIO € (Vorjahr: 3,9 MIO €) passive latente Steuern. Das langfristige Fremdkapital wurde durch die Umgliederung in die Position Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten um 2,0 MIO € reduziert. Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, verminderten sich im Berichtsjahr um 172,0 MIO € bzw. 11,6% auf 1.316,9 MIO €. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel erhöhten sich auf 1.022,3 MIO € (Vorjahr: 795,0 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen betrugen 224,7 MIO € (Vorjahr: 216,5 MIO €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich planmäßig um 33,1 MIO € auf 236,0 MIO € (Vorjahr: 269,1 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich auf 158,1 MIO € (Vorjahr: 132,9 MIO €); die Anzahlungsquote verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 16,9% (Vorjahr: 15,0%). Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 183,5 MIO € auf 273,3 MIO € (Vorjahr: 89,8 MIO €). Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert aus dem Kaufpreis für die 40% Anteile an der DMG MORI Europe AG sowie aus der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel wurden durch die Umgliederung in den Posten Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten um 34,6 MIO € reduziert. Aus dem Verkauf der Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH und der DMG MORI Microset GmbH sowie dem Erwerb von neuen Gesellschaften ergaben sich in Summe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögenslage (siehe Anhang Seite 126). Die Veräußerung unserer Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien und Amerika wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die zukünftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt DMG MORI auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter (Operating-Leasing). Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzen wir Factoring-Programme. Von besonderer Bedeutung sind auch unsere langjährigen guten und vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten; sie ermöglichen einen direkten Zugang zu den für uns relevanten Märkten und machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen. INVESTITIONEN Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen mit 88,1 MIO € wie geplant unter dem Niveau des Vorjahres (130,6 MIO €). Die um Effekte aus der Neuausrichtung bereinigten Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Finance Lease beliefen sich auf 57,3 MIO € (Vorjahr: 57,2 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betragen 10,6 MIO € (Vorjahr: 9,7 MIO €). Im Mittelpunkt der Investitionsaktivitäten stand die Fertigstellung unserer Großprojekte: Unsere neuen Technologie- und Solution-Center haben wir in Moskau (Russland) am 23. Mai und in Seoul (Südkorea) am 9. November eröffnet. Am Standort Bielefeld haben wir unser Technologie- und Solution-Center ausgebaut und modernisiert. Auf einer Fläche von 3.400 m2 haben wir den Fokus noch stärker auf innovative Produkte und ganzheitliche Lösungen zum Einstieg in die Digitalisierung ausgerichtet. Im Bereich der Advanced Technologies konnten wir den Ausbau unseres ULTRASONIC-Technologiestandortes in Idar-Oberstein abschließen. Die zusätzliche Fläche von 900 m2 dient primär der Erweiterung der Produktions- sowie Logistikkapazitäten. Zudem haben wir begonnen, unsere Produktionsstandorte in Seebach und Pleszew (Polen) im Bereich der mechanischen Fertigung und Logistik zu erweitern und zu modernisieren. Weiterhin investierten wir in die Bereitstellung produktionsnotwendiger Werkzeuge, Modelle und Betriebsmittel, in die Ausstattung unserer Servicemitarbeiter sowie in die Entwicklung innovativer Produkte. JAHRESABSCHLUSS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (KURZFORM) Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. B. 07 BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) scroll 2016 MIO € 2015 MIO € Aktiva Anlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen 653,1 601,7 Beteiligungen 6,7 6,7 Übriges Anlagevermögen 38,0 39,4 697,8 647,8 Umlaufvermögen und sonstige Aktiva Forderungen gegen verbundene Unternehmen 573,4 442,0 Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 260,0 392,6 833,4 834,6 Bilanzsumme 1.531,2 1.482,4 Passiva Eigenkapital 921,2 968,5 Rückstellungen 61,3 58,0 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 539,8 437,1 Andere Verbindlichkeiten 8,9 18,8 548,7 455,9 Bilanzsumme 1.531,2 1.482,4 Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich um 48,8 MIO € auf 1.531,2 MIO € (Vorjahr: 1.482,4 MIO €). Das Anlagevermögen stieg um 50,0 MIO € auf 697,8 MIO € (Vorjahr: 647,8 MIO €) aufgrund vorgenommener Kapitalerhöhungen bei Tochterunternehmen. Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva betrugen 833,4 MIO € (Vorjahr: 834,6 MIO €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich insbesondere aufgrund der Darlehensvergabe (120,0 MIO €) an die DMG MORI GmbH. Die Zahlungsmittel reduzierten sich insbesondere dadurch auf 231,9 MIO € (Vorjahr: 367,3 MIO €). Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 47,3 MIO € auf 921,2 MIO € (Vorjahr: 968,5 MIO €). Der Rückgang resultiert aus der Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 47,3 MIO €. Die Eigenkapitalquote betrug 60,2% (Vorjahr: 65,3%). B. 08 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) scroll 2016 MIO € 2015 MIO € Umsatzerlöse 21,6 20,6 Sonstige betriebliche Erträge 21,0 28,2 Übrige Aufwendungen -83,1 -98,0 Erträge aus Finanzanlagen 115,0 86,1 Finanzergebnis 4,8 45,8 Steuern vom Einkommen und Ertrag -38,2 -35,6 Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -41,1 0 Jahresergebnis 0 47,1 Gewinnvortrag 1,5 1,7 Bilanzgewinn 1,5 48,8 Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 115,0 MIO € (Vorjahr: 83,7MIO €) bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben; im Vorjahr wurde hier auch eine Dividendenausschüttung der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 2,4 MIO € ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen verminderten sich auf 83,1 MIO € (Vorjahr: 98,0 MIO €) und resultierten im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von 34,8 MIO € (Vorjahr: 35,5 MIO €) sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 43,5 MIO € (Vorjahr: 53,4 MIO €). Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich insbesondere aus den Währungsverlusten (11,9 MIO €; Vorjahr: 22,5 MIO €). Das Finanzergebnis lag bei 4,8 MIO € (Vorjahr: 45,8 MIO €). Im Vorjahr trugen insbesondere die Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (37,8 MIO €) zum Finanzergebnis bei. Der Steueraufwand betrug 38,2 MIO € (Vorjahr: 35,6 MIO €). Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis in Höhe von 41,1 MIO € an die DMG MORI GmbH abgeführt. Der Bilanzgewinn betrug 1,5 MIO € (Vorjahr: 48,8 MIO €). Der Rückgang resultiert aus der Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 47,3 MIO €. Segmentbericht Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen". B. 09 SEGMENT-KENNZAHLEN DMG MORI scroll Veränderungen 2016 gegenüber 2015 2016 MIO € 2015 MIO € MIO € % Umsatz 2.265,7 2.304,7 -39,0 -2 Werkzeugmaschinen 1.244,5 1.264,5 -20,0 -2 Industrielle Dienstleistungen 1.021,0 1.040,0 -19,0 -2 Corporate Services 0,2 0,2 0,0 Auftragseingang 2.369,9 2.282,8 87,1 4 Werkzeugmaschinen 1.269,3 1.212,5 56,8 5 Industrielle Dienstleistungen 1.100,4 1.070,1 30,3 3 Corporate Services 0,2 0,2 0,0 EBIT 104,0 185,9 -81,9 -44 Werkzeugmaschinen 80,5 102,6 -22,1 -22 Industrielle Dienstleistungen 63,1 126,6 -63,5 -50 Corporate Services -40,0 -42,6 2,6 WERKZEUGMASCHINEN Das Segment "Werkzeugmaschinen" ist unser Kernsegment und beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING), sowie Software Solutions. Im Rahmen der Neuausrichtung wurde der Geschäftsbereich ECOLINE den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen zugeordnet. Die ECOLINE-Maschinen haben wir durch die neue CLX- und CMX-Baureihe abgelöst. Die Produktion der Maschinen wird durch die Werke FAMOT Pleszew Sp. z o.o. und Ulyanovsk Machine Tools ooo sichergestellt. Damit bieten wir unseren Kunden nun attraktive Basis-Maschinen - ausgestattet mit einer Vielzahl an Optionen für die gesamte Bandbreite technologischer Performance sowie dem vollständigen Steuerungs-Know-how von DMG MORI. Unseren Standort in Shanghai haben wir neu ausgerichtet. Im Zuge eines veränderten Nutzungskonzepts haben wir die Montage von Einstiegsmaschinen eingestellt sowie Vertrieb, Service und Anwendungstechnik unter einem Dach gebündelt. Im Produktionswerk der DMG MORI COMPANY LIMITED in Tianjin werden weiterhin Werkzeugmaschinen lokal hergestellt. Durch diese Maßnahme stärken wir unsere Zukunftsfähigkeit auf dem chinesischen Markt. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, die GRAZIANO Tortona S.r.l. und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. Unser Full-Line-Drehmaschinenangebot reicht von Universal-Drehmaschinen und Drehzentren über Dreh-Fräs-Zentren für die 5-Achs-Komplettbearbeitung bis hin zum Produktionsdrehen mit Mehrspindel- sowie Mehrschlitten-Bearbeitungsmaschinen. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst Produkte für die 5-Achs-Simultanbearbeitung sowie Horizontal- und Vertikal-Bearbeitungszentren. Die Technologien der SAUER GmbH im Geschäftsfeld Advanced Technologies lassen sich flexibel in die 5-Achs-Bearbeitungsmaschinen von DMG MORI integrieren. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleifbearbeitung im Bereich ULTRASONIC beinhalted der Bereich LASERTEC die Technologiefelder Shape, PrecisionTool, PowerDrill und ADDITIVE MANUFACTURING. Die DMG MORI Software Solutions GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Softwareentwicklung im Geschäftsbereich Software Solutions. Im November 2016 wurde die ISTOS GmbH gegründet. ISTOS hat zum Ziel, durch vollständig vernetzte Produktionsprozesse DMG MORI-Kunden und auch Firmen außerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie beim digitalen Wandel zu begleiten. Gemeinsam mit der DMG MORI Software Solutions GmbH soll die ISTOS GmbH die Digitalisierung im Fertigungsbereich nachhaltig gestalten. In der Automatisierung sind zunehmend ganzheitliche Lösungen gefragt. DMG MORI kann die Schnittstellen zwischen Maschinen, Automatisierung und Systemsteuerungen optimal abstimmen, sodass durchgängige Automatisierungslösungen aus einer Hand entstehen. Die intelligente Verknüpfung von Maschinen und Automatisierungslösungen steht daher an unseren Produktionsstandorten im Mittelpunkt der Entwicklung. B. 10 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN" scroll Veränderungen 2016 gegenüber 2015 2016 MIO € 2015 MIO € MIO € % Umsatz Gesamt 1.244,5 1.264,5 -20,0 -2 Inland 405,6 420,8 -15,2 -4 Ausland 838,9 843,7 -4,8 -1 % Ausland 67 67 Auftragseingang Gesamt 1.269,3 1.212,5 56,8 5 Inland 395,5 417,7 -22,2 -5 Ausland 873,8 794,8 79,0 10 % Ausland 69 66 Auftragsbestand Gesamt 502,9 478,1 24,8 5 Inland 127,2 137,3 -10,1 -7 Ausland 375,7 340,8 34,9 10 % Ausland 75 71 Investitionen 48,8 82,5 -33,7 -41 Mitarbeiter 3.423 3.599 -176 -5 zzgl. Auszubildende 267 259 8 3 Mitarbeiter Gesamt 3.690 3.858 -168 -4 EBITDA 120,1 138,7 -18,6 -13 EBIT 80,5 102,6 -22,1 -22 EBT 71,4 92,1 -20,7 -22 * Stichtag 31.12. Der Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug im vierten Quartal 346,8 MIO € (Vorjahr: 372,1 MIO €). Im Gesamtjahr erzielten die "Werkzeugmaschinen" einen Umsatz von 1.244,5 MIO €. Während der Inlandsumsatz 405,6 MIO € (Vorjahr: 420,8 MIO €) betrug, lag der Auslandsumsatz bei 838,9 MIO € (Vorjahr: 843,7 MIO €). Die Auslandsquote betrug analog zum Vorjahr 67%. Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wiederum einen Anteil von 55% am Umsatz. Der Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" konnte im vierten Quartal um 20% bzw. 54,4 MIO € auf 328,1 MIO € gesteigert werden (Vorjahr: 273,7 MIO €). Im Gesamtjahr erreichte der Auftragseingang 1.269,3 MIO € und lag damit um 56,8 MIO € bzw. 5% über dem Vorjahreswert (1.212,5 MIO €). Im Inland sank der Auftragseingang um 5% bzw. 22,2 MIO € auf 395,5 MIO € (Vorjahr: 417,7 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 873,8 MIO €. Sie stiegen um 10% bzw. 79,0 MIO € gegenüber dem Vorjahr mit 794,8 MIO €; der Auslandsanteil betrug 69% (Vorjahr: 66%). Der Anteil der Bestellungen im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 54% (Vorjahr: 53%). Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2016 bei 502,9 MIO € (Vorjahr: 478,1 MIO €). Die Bestände aus dem Inland betrugen 127,2 MIO € (Vorjahr: 137,3 MIO €). Die Auslandsaufträge lagen bei 75% (Vorjahr: 71%); bzw. bei 375,7 MIO € (Vorjahr: 340,8 MIO €). Das EBITDA erreichte 120,1 MIO € (Vorjahr: 138,7 MIO €). Das EBIT für das Geschäftsjahr lag bei 80,5 MIO € (Vorjahr: 102,6 MIO €). Beeinflusst durch die eingeleitete Neuausrichtung unseres Standorts in Shanghai und weitere Maßnahmen im Rahmen der Optimierung von Produktionskapazitäten entstanden Effekte in Höhe von 8,2 MIO €. Das EBT betrug 71,4 MIO € (Vorjahr: 92,1 MIO €). Die Investitionen betrugen 48,8 MIO € (Vorjahr: 82,5 MIO €). Im Mittelpunkt standen der Ausbau und die Modernisierung unseres Technologie- und Solution-Center am Standort Bielefeld sowie die Erweiterung unseres ULTRASONIC-Technologiestandortes in Idar-Oberstein. Zudem haben wir begonnen, unsere Produktionsstandorte in Seebach und Pleszew (Polen) im Bereich der mechanischen Fertigung und Logistik weiter zu modernisieren und zu erweitern. In Pfronten haben wir die Radmagazinmontage mit der Einführung eines Schienensystems und einer getakteten Vormontage grundlegend neu strukturiert. Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 6,9 MIO € (Vorjahr: 7,3 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.690 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.858 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 51% (Vorjahr: 52%). Die Anpassung der Personalzahl resultiert insbesondere aus der Einstellung der Montage an unserem Standort in Shanghai. Die Personalquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 20,1% (Vorjahr: 19,0%); der Personalaufwand belief sich auf 250,3 MIO € (Vorjahr: 240,3 MIO €). INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Zum 1. September 2016 haben wir unsere Preisstruktur im Servicegeschäft neu ausgerichtet. Das neue "Smart Pricing-Konzept" bietet unseren Kunden eine hohe Service-Qualität zu fairen Preisen. DMG MORI bietet u.a. eine exklusive Best-Preis-Garantie für Ersatzoder Verschleißteile, versandkostenfreie Bestellung im Online-Shop sowie kundenorientierte Servicepreise durch transparente Einsatzpauschalen. Die GILDEMEISTER energy storage GmbH und die DMG MORI Microset GmbH wurden aufgrund der veräußerten Anteile entkonsolidiert. Details sind im Kapitel "Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur" auf Seite 21 ff. dargestellt. Die Werte zum Auftragsbestand und den Mitarbeitern wurden entsprechend angepasst; Umsatz und Auftragseingang bis zum 31. Dezember 2016 sind berücksichtigt. B. 11 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN" scroll Veränderungen 2016 gegenüber 2015 2016 MIO € 2015 MIO € MIO € % Umsatz Gesamt 1.021,0 1.040,0 -19,0 -2 Inland 331,3 341,1 -9,8 -3 Ausland 689,7 698,9 -9,2 -1 % Ausland 68 67 Auftragseingang Gesamt 1.100,4 1.070,1 30,3 3 Inland 367,3 367,1 0,2 0 Ausland 733,1 703,0 30,1 4 % Ausland 67 66 Auftragsbestand Gesamt 434,6 406,1 28,5 7 Inland 234,0 198,4 35,6 18 Ausland 200,6 207,7 -7,1 -3 % Ausland 46 51 Investitionen 35,8 41,4 -5,6 -14 Mitarbeiter 3.442 3.419 23 1 zzgl. Auszubildende 51 61 -10 -16 Mitarbeiter Gesamt 3.493 3.480 13 0 EBITDA 86,0 144,3 -58,3 -40 EBIT 63,1 126,6 -63,5 -50 EBT 54,5 120,9 -66,4 -55 * Stichtag 31.12. Der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2% bzw. 6,0 MIO € auf 289,8 MIO € (Vorjahr: 283,8 MIO €). Im Geschäftsjahr erreichte der Umsatz insgesamt 1.021,0 MIO € (Vorjahr: 1.040,0 MIO €). Die Umsätze im Ausland betrugen 689,7 MIO € (Vorjahr: 698,9 MIO €), im Inland lagen die Umsätze bei 331,3 MIO € (Vorjahr: 341,1 MIO €). Die Auslandsumsätze des Segments hatten einen Anteil von 68% (Vorjahr: 67%). Im Bereich Services sank der Umsatz um 26,0 MIO € bzw. 3% auf 970,5 MIO € (Vorjahr: 996,5 MIO €). Der Rückgang resultiert aus dem geringeren Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Umsatz im Bereich Energy Solutions betrug 50,5 MIO € (Vorjahr: 43,5 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 45% am Konzernumsatz. Der Auftragseingang lag mit 1.100,4 MIO € 3% über dem Vorjahreswert (1.070,1 MIO €). Dabei betrug der Anteil der Services 1.032,8 MIO € (Vorjahr: 1.021,2 MIO €). Insbesondere der Auftragseingang in unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u.a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) und Vertriebsprovisionen, trug dazu bei. Er stieg um 30,5 MIO € bzw. 5% auf 646,0 MIO € (Vorjahr: 615,5 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED gingen dagegen auf 386,9 MIO € (Vorjahr: 405,7 MIO €) zurück. Der Bereich Energy Solutions erzielte einen Auftragseingang von 67,6 MIO € (Vorjahr: 48,9 MIO €). Die Auslandsaufträge bei den "Industriellen Dienstleistungen" stiegen um 4% bzw. 30,1 MIO € auf 733,1 MIO € (Vorjahr: 703,0 MIO €). Aus dem Ausland stammten 67% aller Aufträge; die Inlandsbestellungen betrugen 367,3 MIO € (Vorjahr: 367,1 MIO €). Im Konzern entfielen 46% aller Bestellungen auf die "Industriellen Dienstleistungen" (Vorjahr: 47%). Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 434,6 MIO € (Vorjahr: 406,1 MIO €). Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 86,0 MIO € (Vorjahr: 144,3 MIO €). Das EBIT lag bei 63,1 MIO € (Vorjahr: 126,6 MIO €). Die Ergebnisentwicklung ist wesentlich durch Effekte im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Neuausrichtung beeinflusst. Im Bereich Services erreichte das EBIT im Geschäftsjahr 104,1 MIO € (Vorjahr: 127,4 MIO €). Der Rückgang resultiert unter anderem aus der Umsetzung des neuen Smart Pricing-Konzepts zum 1. September 2016. Insgesamt betrug das EBT der "Industriellen Dienstleistungen" 54,5 MIO € (Vorjahr: 120,9 MIO €). Die Investitionen betrugen 35,8 MIO € (Vorjahr: 41,4 MIO €). Zu den Schwerpunkten der Investitionstätigkeit zählte der Ausbau unserer internationalen Marktpräsenz, insbesondere die Fertigstellung der neuen Technologie- und Solution-Center in Moskau (Russland) und in Seoul (Südkorea). Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag bei 1,3 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 3.493 (Vorjahr: 3.480 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 48% (Vorjahr: 47%). Die leicht erhöhte Personalzahl resultiert in erster Linie aus Neueinstellungen in unseren Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Spanien und Frankreich. Die GILDEMEISTER energy storage GmbH und die DMG MORI Microset GmbH wurden zum Jahresende 2016 veräußert. Die Personalquote lag im Segment "Industrielle Dienstleistungen" bei 28,2% (Vorjahr: 26,0%); der Personalaufwand betrug 288,0 MIO € (Vorjahr: 270,4 MIO €). CORPORATE SERVICES Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. B. 12 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES" scroll Veränderungen 2016 gegenüber 2015 2016 MIO € 2015 MIO € MIO € Umsatz 0,2 0,2 0 Auftragseingang 0,2 0,2 0 Investitionen 3,5 6,7 -3,2 Mitarbeiter 99 124 -25 EBITDA -36,8 -39,2 2,4 EBIT -40,0 -42,6 2,6 EBT -32,2 5,0 -37,2 * Stichtag 31.12. Im Segment "Corporate Services" setzten sich sowohl der Umsatz als auch der Auftragseingang in Höhe von jeweils 0,2 MIO € wie im Vorjahr hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen. Auf die "Corporate Services" entfielen wiederum weniger als 0,1% des Umsatzes im Konzern (Vorjahr: <0,1%). Das EBIT betrug -40,0 MIO € (Vorjahr: -42,6 MIO €). Das Finanzergebnis betrug im Vergleich zum Vorjahr 7,8 MIO € (Vorjahr: 47,2 MIO €). Das EBT lag bei -32,2 MIO € (Vorjahr: 5,0 MIO €). Darin enthalten sind Effekte aufgrund von Abfindungs- und Ausgleichszahlungen in Höhe von 7,9 MIO €, die aufwandswirksam erfasst wurden. Im Vorjahr ist hier ein einmaliger Ertrag in Höhe von 37,8 MIO € aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED enthalten. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte im Segment "Corporate Services" betrugen 3,5 MIO € (Vorjahr: 6,7 MIO €). An unserem Standort in Bielefeld haben wir die Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen gezielt fortgesetzt. Im Vordergrund standen dabei die Modernisierung der Produktionshallen mit effizienten Klimaanlagen und moderner LED-Technik. Am 31. Dezember 2016 waren im Segment "Corporate Services" 99 Mitarbeiter (Vorjahr: 124 Mitarbeiter) beschäftigt. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 1%. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren NACHHALTIGKEIT DMG MORI sieht sich zu nachhaltigem Handeln gegenüber seinen Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet. Wir handeln stets verantwortungsbewusst und im Rahmen geltender Gesetze. Das Gleiche erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Mitarbeitern bieten wir die Chance individueller Weiterentwicklung. Wir suchen den aktiven Dialog mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern und entwickeln unsere Strategie stetig weiter. Entwicklung von energiesparenden Produkten Eine nachhaltige Energie- und Ressourceneffizienz resultiert aus der emissionsminimierten Herstellung und den Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Maschinen. Als Mitinitiator der VDW-Initiative Blue Competence arbeiten wir fortlaufend daran, den Energiebedarf unserer Werkzeugmaschinen zu reduzieren. Unsere Aktivitäten zur Erhöhung der Energieeffizienz fassen wir unter dem Label DMG MORI ENERGY SAVING zusammen. Dank intelligenter Technik und ressourcenschonender Auslegung erzielen unsere Maschinen eine Energieeinsparung über den gesamten Lebenszyklus von bis zu 30%. Unsere APP-basierte Steuerungs- und Bediensoftware CELOS ermöglicht ein automatisiertes Energiemanagement der Maschinen durch reduzierten Energieverbrauch bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung. Der integrierte "Energy Monitor" liefert Verbrauchsdaten, Energiekosten und die CO2 -Bilanz unterschiedlicher Maschinenzustände. Unser Tochterunternehmen GILDEMEISTER energy solutions bietet Komplettlösungen für das Energiemanagement von industriellen und gewerblichen Kunden an. Dies umfasst Energieeffizienzanalysen zum Einsparen und Systeme zum Erzeugen und Nutzen erneuerbarer Energie. Ressourcensparende Produktion Wir sind bestrebt, unsere Produktion und Logistik klimafreundlich zu gestalten. Um den CO2 -Ausstoß unseres Unternehmens gering zu halten, berücksichtigen wir beim Transport von Maschinen, Ersatzteilen, Betriebs- und Hilfsstoffen neben ökonomischen auch ökologische Aspekte. Zu unserer ökologischen Verantwortung gehört auch, dass unsere Produkte stets recycelbar sein müssen. Wir gestalten Industrie 4.0 als Produktionsstrategie aktiv und optimieren unsere Produktionsstandorte entsprechend. Dadurch werden Prozesse und Bedarfe transparent und Verschwendungen minimiert. Ganzheitliches Energiekonzept An allen europäischen Konzernstandorten wurde ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 eingeführt und zertifiziert. Umfassende Analysen haben Potenziale zur Energieeffizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgezeigt. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Konzernweite Energieziele sowie standortspezifische Aktionspläne sichern die fortlaufende Steigerung unserer Energieeffizienz. So wurde im vergangenen Geschäftsjahr die Software "GILDEMEISTER energy monitor" an allen europäischen Vertriebsstandorten implementiert. Zudem wurden Beleuchtung sowie Druckluft-, Wärme- und Kälteerzeugung an vielen Standorten optimiert. Der durch Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung selbst generierte Strom beläuft sich auf ca. 4% des gesamten Stromverbrauchs. Mit diesen Maßnahmen trägt DMG MORI zum Klimaschutz bei und bekräftigt sein nachhaltiges Wirtschaften. MITARBEITER Am 31. Dezember 2016 waren 7.282 Mitarbeiter, davon 318 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.462 Mitarbeiter). Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich um 180. Die Anpassung der Personalzahl im Segment "Werkzeugmaschinen" resultiert maßgeblich aus der Einstellung der Montage an unserem Standort in Shanghai. Bei den "Industriellen Dienstleistungen" erfolgte eine personelle Verstärkung insbesondere in unseren Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Spanien und Frankreich. Die GILDEMEISTER energy storage GmbH und die DMG MORI Microset GmbH wurden Ende 2016 veräußert. Zum Jahresende arbeiteten 4.099 Mitarbeiter (56%) bei unseren inländischen und 3.183 Mitarbeiter (44%) bei den ausländischen Gesellschaften. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 438 (Vorjahr: 488). Ende Dezember 2016 waren insgesamt 318 Auszubildende im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 320). Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres wurden 74 Auszubildende eingestellt (Vorjahr: 89). Die Ausbildungsquote bei den inländischen Gesellschaften im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 9,9% (Vorjahr: 9,6%). Insgesamt bilden wir in zehn Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus bieten wir Studiengänge in Zusammenarbeit mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Zum Ende des Berichtsjahres waren insgesamt 894 Frauen im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 975). Die Frauenquote im Konzern lag bei 12,3%. Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug die Frauenquote 10%, bei den "Industriellen Dienstleistungen" 15% und bei den "Corporate Services" 32%. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Wir unterstützen flexible Arbeitszeiten, die Nutzung der Elternzeit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie individuelle Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In einer traditionell eher von Männern bevorzugten Branche setzen wir uns dafür ein, dass die Anzahl der Mitarbeiterinnen weiter steigt. Mit Projekten wie MINT-relation unterstützen wir Mädchen und Frauen gezielt in ihrem Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe und bestärken ihr Engagement. Im Bereich Human Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt weiterhin auf hohem Niveau: 97% der Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung (Vorjahr: 97%). 4.991 Mitarbeiter bzw. 69% der Belegschaft nahmen an Weiterbildungsmaßnahmen teil (Vorjahr: 5.369 Mitarbeiter bzw. 72%). Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus - und Weiterbildung auf 16,4 MIO € (Vorjahr: 15,9 MIO €). Variable Einkommensbestandteile honorieren die individuellen Leistungen und unterstützen die Mitarbeitermotivation. Darüber hinaus haben wir auch für das abgelaufene Geschäftsjahr ein weltweites Prämienmodell vereinbart, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern ergebnisabhängig am Unternehmenserfolg 2016 beteiligt. Das Prämienvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 9,3 MIO €. Weitere Elemente für die Mitarbeitermotivation sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz, die zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland sind. Unser zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem legt die Arbeitsbedingungen in allen Ländern fest, in denen wir über Produktionswerke sowie Vertriebs- und Servicegesellschaften verfügen. Durch das im zweiten Halbjahr 2016 gestartete "High Potential Program" bilden wir geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Führungskräften aus. Der Personalaufwand erhöhte sich um 26,5 MIO € auf 572,0 MIO € (Vorjahr: 545,5 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 485,7 MIO € (Vorjahr: 463,6 MIO €), auf Sozialabgaben 78,9 MIO € (Vorjahr: 74,9 MIO €) und auf Aufwendungen für Altersversorgungen 7,4 MIO € (Vorjahr: 7,0 MIO €). Aus Effekten zur Neuausrichtung ergab sich ein zusätzlicher Personalaufwand in Höhe von 17,2 MIO €, der im Wesentlichen aus Abfindungen resultiert. Die Personalquote belief sich auf 25,3% (Vorjahr: 23,2%). Ohne die Effekte zur Neuausrichtung würde die Personalquote bei 24,5% liegen. Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen und stellt sich wie folgt dar: B. 13 ALTERSSTRUKTUR DER MITARBEITER VON DMG MORI IN % Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden 56 Verträge (Vorjahr: 54), bei denen wir das Blockmodell anwenden: Die gesamte Dauer der Altersteilzeit unterteilt sich zu gleichen Teilen in eine Aktiv- und eine Passivphase. In der Aktivphase befanden sich 33 Mitarbeiter, in der Passivphase 23. Die Krankenquote betrug 4,0% (Vorjahr: 3,5%) und lag damit wie im Vorjahr unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 4,6%. Die Fluktuation belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 8,6% (Vorjahr: 8,1%) und wurde insbesondere durch die Einstellung der Montage am Standort Shanghai beeinflusst. Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2016 DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2016 insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Mit 2.369,9 MIO € erreichte der Auftragseingang einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 2.282,8 MIO €). Trotz herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben wir den bisher höchsten Auftragseingang in 146 Jahren Unternehmensgeschichte erzielt. Während der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen mit -2,5% rückläufig war, konnte DMG MORI ein Plus von 4% verbuchen. Der Auftragseingang entwickelte sich im Jahresverlauf zunehmend positiv: Nachdem die Bestellungen bereits im dritten Quartal mit +12% den Wert der vergangenen vier Quartale übertrafen, stieg der Auftragseingang im vierten Quartal 2016 nochmals um 13% auf 610,3 MIO € (Vorjahresquartal: 540,8 MIO €). Der Umsatz lag mit 2.265,7 MIO € leicht unter dem Vorjahr (2.304,7 MIO €). Das EBITDA betrug 169,7 MIO € (Vorjahr: 243,1 MIO €), das EBIT lag bei 104,0 MIO € (Vorjahr: 185,9 MIO €) und das EBT bei 94,1 MIO €. Der Vorjahreswert von 217,3 MIO € beinhaltet den einmaligen Ertrag (37,8 MIO €) aus dem Verkauf der Anteile der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die Ergebnisentwicklung 2016 war wesentlich geprägt durch Effekte von 77,8 MIO € insbesondere für die umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2016 einen Jahresüberschuss von 47,5 MIO € aus (Vorjahr: 159,6 MIO €). Der Free Cashflow lag mit 42,5 MIO € (Vorjahr: 32,0 MIO €) über dem Vorjahr. Ein wichtiges Ereignis war die Erhöhung der Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Anfang April auf 76,03% sowie der Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Er schafft den rechtlichen Rahmen für eine noch engere Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mit Zustimmung der 114. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juli und dem Eintrag in das Handelsregister am 24. August ist der Vertrag in Kraft getreten. In diesem Zuge hat sich die DMG MORI GmbH verpflichtet, für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto je Aktie an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen. Mit der Konzentration auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services hat DMG MORI im Geschäftsjahr 2016 die Weichen für die Zukunft gestellt. Hierzu gehören Maßnahmen für eine weltweit neue Vertriebs- und Servicestruktur, Optimierung der Produktionskapazitäten sowie Veräußerung von Gesellschaften, die außerhalb des Kerngeschäfts liegen. Durch das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED und unserer neuen kundenfokussierten Ausrichtung sind wir gut aufgestellt für die vor uns liegenden Herausforderungen. Als "Global One Company" verfügen wir über eine hohe Innovationskraft, technologische Kompetenz und flächendeckende globale Präsenz. Nachtragsbericht WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG 2017 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief in den ersten beiden Monaten des Jahres wechselhaft. Laut des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) war die Konjunktur insbesondere geprägt durch den Regierungswechsel in den USA und die damit einhergehenden Unsicherheiten über den zukünftigen wirtschaftspolitischen Kurs der USA. In Deutschland blieb die wirtschaftliche Lage zwar weiterhin stabil, der vom Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zuletzt veröffentlichte Geschäftsklimaindex ist im Januar 2017 aber gesunken. Die Einschätzung für die ersten sechs Monate des Jahres ist verhalten. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist optimistisch ins Jahr 2017 gestartet. Der VSW und Oxford Economics prognostizieren für das erste Halbjahr aufgrund des sehr starken Vorjahres allerdings einen Rückgang der Auftragseingänge von 6,0%. UNTERNEHMENSSITUATION NACH SCHLUSS DES BERICHTSJAHRES Der Jahresauftakt verlief für DMG MORI erwartungsgemäß gut: Im Januar und Februar lag der Auftragseingang bei 435,2 MIO € (Vorjahr: 399,2 MIO €). Der Umsatz betrug 308,3 MIO € (Vorjahr: 322,2 MIO €). Das Ergebnis (EBT) lag in den ersten zwei Monaten leicht unter dem Wert des Vorjahres; eine konkretere Aussage ist derzeit noch verfrüht. Mit der Werkzeugmaschinenmesse IMTEX in Indien und unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten sind wir erfolgreich in das neue Jahr gestartet. In Pfronten haben wir mit einem Auftragseingang von über 200 MIO € und über 9.000 internationalen Fachbesuchern Rekordwerte erzielt. In der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich in den ersten beiden Monaten folgende Veränderungen: Aufgrund der Neuausrichtung des weltweiten Vertrieb und Service führt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika. Die Führung und Beherrschung der Landesgesellschaften in den Regionen Asien und Amerika wurde deshalb an die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Sie werden ab dem Geschäftsjahr 2017 von dieser konsolidiert und berichtet. DMG MORI stärkt gezielt seine Zukunftstechnologien im ADDITIVE MANUFACTURING: Mit dem selektiven Laser-Schmelzen im Pulver-Bett bündeln wir nun die wichtigsten generativen Fertigungsverfahren für metallische Werkstoffe unter einem Dach. Hierfür haben wir im Februar 50,1% an der REALIZER GmbH erworben. Diese strategische Akquisition ist eine ideale Ergänzung unserer Advanced Technologies. Im Rahmen der Neuausrichtung wurden die Anteile an der DMG MORI Systems GmbH, Wernau, mit Wirkung zum 28. Februar 2017 an einen strategischen Investor veräußert. Unser Ziel ist es, dass künftig jede Maschine von DMG MORI mit Automatisierung ausgestattet werden kann. Die intelligente Verknüpfung von Maschinen und Automatisierungslösungen ist daher einer der Entwicklungsschwerpunkte an unserer Produktionsstandorten. Dabei konzentrieren wir uns auf Standard-Automationslösungen mit Palettenhandling in Pfronten und auf das Werkstückhandling in Seebach und Bielefeld. Die flexiblen Fertigungszellen werden standortübergreifend gefertigt. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Chancenmanagementsystem (CMS) Chancen werden innerhalb unseres Chancen- und Risikomanagementsystems systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Mit unserem Marketing-Informations-System (MIS) identifizieren wir wesentliche Einzelchancen im Absatzbereich. Weiterhin beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren. Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für DMG MORI durch die umfassende Bearbeitung etablierter Marktregionen und neuer Wachstumsmärkte sowohl durch den eigenen Vertrieb als auch über die DMG MORI COMPANY LIMITED. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum war in 2016 durch einen moderaten Aufschwung gekennzeichnet. Hier wirkten sich insbesondere Sondereffekte aus der expansiven Geldpolitik der EZB, niedrige Rohölpreise und vorteilhafte Wechselkursverhältnisse gegenüber dem US-Dollar und weiteren Währungen positiv aus. Die aktuelle konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird sich in 2017 erwartungsgemäß mit leicht verminderter Dynamik fortsetzen. Die Exporterwartungen für 2017 im deutschen Maschinenbau sind zum Jahresende durchaus positiv. Die Unsicherheiten sind dabei allerdings sehr hoch, da ein Wegfallen der Sondereffekte insgesamt oder auch nur in Teilen einen wesentlichen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben könnte. In Europa hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in 2016 mit einem moderaten Aufschwung gefestigt. Diese Entwicklung wird leicht abgeschwächt auch für 2017 sowohl für die EU-Länder als auch die meisten anderen Länder Europas erwartet. Insbesondere zahlreiche ehemalige Euro-Krisenstaaten (Spanien, Irland, Portugal) zeigen verbesserte konjunkturelle Daten. Durch die ebenfalls verbesserte ökonomische Situation Griechenlands in Verbindung mit der Umsetzung der von der Eurogruppe vorgegebenen Reformen ist die konjunkturelle Verunsicherung der Märkte momentan weitgehend gewichen. Auch für die europäische Entwicklung müssen allerdings große Unsicherheiten berücksichtigt werden, da die positive Entwicklung zu einem großen Teil nur durch die Auswirkungen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) getragen wird. In den USA soll die positive konjunkturelle Entwicklung im Kalenderjahr 2017 fortbestehen. Auch hier wird allerdings die weitere Ausrichtung der Geldpolitik einen wesentlichen Einfluss haben. Zudem sind die Auswirkungen des wirtschaftspolitischen Kurses des neuen US Präsidenten noch nicht abschätzbar. Die verbesserte konjunkturelle Entwicklung in Indien soll prognosegemäß auch im Geschäftsjahr 2017 anhalten. Wir sind in der Lage, an sich ergebenden gesamtwirtschaftlichen Chancen zeitnah zu partizipieren, sobald sich Potenziale eröffnen. Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserer neuen technisch innovativen CLX- und CMX-Baureihe als attraktive Basis-Maschinen für den Weltmarkt. Das Produktportfolio wird im Geschäftsjahr 2017 kontinuierlich technologisch weiterentwickelt. Insgesamt verzeichnet DMG MORI weiterhin ein weltweit hohes Produktinteresse im Werkzeugmaschinengeschäft. Durch das nach wie vor vorteilhafte Wechselkursniveau des japanischen Yens gegenüber dem Euro bieten sich uns zusätzliche Absatzchancen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED, die durch uns in der Eurozone vertrieben werden. Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für DMG MORI durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie die höchste Qualität unserer Produkte. Hier sind wir konsequent in der Forschung und Entwicklung aktiv. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position als einer der führenden Werkzeugmaschinenhersteller global auf zahlreichen Märkten weiter auszubauen. Im Rahmen des fortschreitenden wirtschaftlichen Zusammenwachsens mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zu einer "Global One Company" konzentriert sich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT durch eine Neuausrichtung der weltweiten Vertriebs- und Servicestrukturen ab dem Geschäftsjahr 2017 auf die Führung des deutschen Heimatmarktes, der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie der Märkte China und Indien. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED betreuen wir unsere Kunden mit unserem Direktvertriebs- und Servicenetz weltweit. Dies bedeutet eine große Nähe zum Kunden in 79 Ländern der Welt. Im Bereich innovativer Fertigungstechnologien bauen wir unsere bestehende Kompetenz im ADDITIVE MANUFACTURING bei der SAUER GmbH durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der REALIZER GmbH ergänzend aus. Somit können wir die beiden aktuell bestehenden bedeutsamsten generativen Fertigungsverfahren unter einem Dach anbieten. Unsere APP-basierte Steuerungs- und Bediensoftware CELOS wird beständig durch neue Applikationen (APPs) und weitere Funktionen ausgebaut. CELOS ermöglicht die nahtlose vollständige Vernetzung mit der Betriebsorganisation. Damit bildet CELOS die Ausgangsbasis für den nächsten Schritt in die Digitalisierung, den wir mit der Gründung des digitalen Startupunternehmens ISTOS GmbH vollzogen haben. ISTOS wird zukünftig konzernübergreifend kundenindividuelle Lösungen zur Digitalisierung von vollständig vernetzten Produktionsprozessen realisieren. Bei der Durchführung von gemeinsamen Entwicklungs- und Einkaufaktivitäten und weiteren Effizienzsteigerungen in der Produktion profitieren wir von unserer immer engeren Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Zudem bauen wir die Servicesparte von DMG MORI als wichtiges Segment noch kundenorientierter um und damit auch weiter aus. Mit unserer globalen Service- und Ersatzteilversorgungskonzeption betreuen wir unsere Kunden weltweit umfassend. Auf der Basis einer Vielzahl von operativen Frühindikatoren, wie z.B. Marktpotenzial, Auftragseingang, oder Messeauswertungen, die unser Marketing-Informations-System (mis) identifiziert, führen wir eine flexible Vertriebssteuerung zur konsequenten Nutzung unserer Chancen durch. Über die DMG MORI Finance GmbH bieten wir unseren Kunden national und international maßgeschneiderte Finanzierungslösungen an. Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität und Logistik. Zu diesem Zweck führen wir aktuell mehrere Projekte durch. Weitere Chancen ergeben sich durch den aktiven Einbezug unserer Lieferanten in den Wertschöpfungsprozess, mit dem Ziel, deren Liefertreue zu stärken. Risikomanagementsystem (RMS) Das Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns. Es handelt sich bei den erfassten, bewerteten und gesteuerten Risiken um Sachverhalte, deren inherentes Risikopotential durch gegebene Umweltzustände vorgegeben ist und die angemessen erfasst, bewertet und gesteuert werden. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen: 1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert, 3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken, 4. bereichsspezifischen, quartalsweisen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften, 5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über wesentliche Risiken. Das Risikofrüherkennungssystem im Konzern beruht auf dem anerkannten COSO-Rahmenkonzept. Ziele des Risikofrüherkennungssystems sind eine vollständige und verlässliche konzernweite Erfassung der bestehenden Risikopotentiale, der jeweils zukünftigen 12 Monate, eine Risikozusammenfassung und -bewertung, die Abfrage und Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoreduktion, eine kontinuierliche Risikoüberwachung und ein umfassendes Risikoreporting. Die Strategie des bestehenden Risikofrüherkennungssystems besteht in einer konzernweit, systematischen Identifikation, Bewertung, Aggregation, Überwachung und Meldung der bestehenden Risiken und der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung. Diese Risiken werden in einem standardisierten, periodischen Prozess in den einzelnen Unternehmensbereichen jeweils vierteljährlich identifiziert. Die ermittelten Risikopotenziale werden in einer Bruttobetrachtung unter Berücksichtigung der Maximalrisiken und Eintrittswahrscheinlichkeiten analysiert und bewertet, um anschließend die Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung zu koordinieren. Auf der Basis der bestehenden Nettorisiken nach Maßnahmen erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Konzernrisikomanagement. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist derart ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können: ― Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können. ― Zentrale Risiken sind Risiken, die - zumindest teilweise - nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung. ― Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen; hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind. Die Risikotragfähigkeit - definiert als Relation des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte und des gesamten Konzerneigenkapitals - stellt eine wesentliche Steuerungsgröße dar. Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst. Das interne Kontrollsystem (IKS) von DMG MORI ist ein weiterer Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es entspricht sowohl den deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch den relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX / Naibutousei konformen Dokumentation. Das bestehende interne Kontrollsystem des Konzerns dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Ziel unseres IKS ist die Sicherstellung der durchgängigen Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und allen Konzernunternehmen, die Erreichung betrieblicher Effizienzziele und die Compliance mit sämtlichen gesetzes-, normen- und wertebezogenen Anforderungen an unseren Konzern. Ergänzend dient das rechnungslegungsbezogene IKS zur Sicherstellung von Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit unseres Konzernabschlusses nach IFRS, der lokalen Abschlüsse und der zugrunde liegenden Buchwerke. Es umfasst alle Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung unternehmerischer Sachverhalte und deren anschließende Übernahme in die betreffenden Abschlüsse. In unserem IKS werden aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse die steuerbaren Risiken erfasst, durch Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie geeigneter Kontrollaktivitäten eliminiert, oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Unser IKS umfasst dabei sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip u.a. in verschiedenen Formen und Ausprägungen gehören. Zusätzlich wird durch eine geeignete Gestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation der Geschäftsprozesse eine angemessene Funktionstrennung sichergestellt. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet ergänzend die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese rechnungslegungsbezogenen Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung wird zentral durch das Konzernrechnungswesen durchgeführt. DMG MORI bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet. Auf der Grundlage von jährlichen Management Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies geschieht durch stichprobenweise Überprüfung der Angemessenheit des Kontrolldesigns und der Wirksamkeit der bestehenden Kontrollen. Das Management Testing wird durch die externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Interne Revision durchgeführt. Zudem werden die Ergebnisse einer Prüfung durch den Jahresabschlussprüfer unterzogen. Über die Ergebnisse des Management Testings und dessen Prüfung wird an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird ergänzend stichprobenartig von der internen Revision im Rahmen von planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen überprüft und ausgewertet und darüber an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Als weiteren Teil des Risikomanagements besitzt DMG MORI ein zentralisiertes Versicherungsmanagement. Für wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken wird hier eine konzernweite Versicherungsstrategie festgelegt und umgesetzt. Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für DMG MORI insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung und den bestehenden Unsicherheiten in den Märkten. Eine sich abzeichnende Zinswende in Deutschland als Folge einer erhöhten Inflation kann hier negative Einflüsse auf die konjunkturelle Entwicklung haben. Die Investitionsneigung von deutschen Industrieunternehmen kann sich verschlechtern. In Europa bestehen erkennbare Risiken in der Eurozone durch die mangelnde Umsetzung notwendiger Strukturreformen in mehreren Euroländern wie zum Beispiel Frankreich und Italien. Die mittelfristigen Risiken für die Finanzstabilität nehmen auf Grund der momentanen Ausrichtung der Geldpolitik auch in Europa erkennbar zu. Es bestehen wesentliche Unsicherheiten bezüglich eines Wiederauflebens der "Eurokrise" und einer europäischen Bankenkrise. Die Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind aktuell nicht absehbar. In Europa bestehen zudem weitere Risiken aus der zukünftigen politischen Entwicklung durch die in 2017 anstehenden Wahlen in mehreren Ländern (Niederlande, Frankreich, Griechenland). Trotz einer guten konjunkturellen Entwicklung in den USA ergeben sich erhebliche Risiken durch mögliche Einschränkungen des Freihandels mit den USA. Weitere Risiken für die Weltkonjunktur ergeben sich aus der anhaltenden Wachstumsabschwächung in den Ländern China und Russland. Ein weltweiter konjunktureller Rückgang hätte grundsätzlich einen wesentlichen Einfluss auf den Weltmarkt für Werkzeugmaschinen und würde zu einer deutlichen Reduzierung des Auftragseingangs und der erzielbaren Margen führen. Wir begegnen diesen Risiken mit einem kontinuierlichen Monitoring der konjunkturellen Entwicklung und gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi, russischem Rubel und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen und so unsere Wettbewerbsposition beeinträchtigen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer zunehmend regionalisierten Produktion entgegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus gesamtwirtschaftlichen Risiken erachten wir zurzeit als gering (0%-20%). Branchenspezifische Risiken bestehen in Form eines intensiven Wettbewerbs mit bestehenden und neuen Wettbewerbern und einem erhöhten Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen. Durch den weiterhin niedrigen Wechselkurs des japanischen Yen entstehen zudem bei japanischen Anbietern Wettbewerbsvorteile in Europa, Amerika und Asien. Diesen Risiken begegnen wir mit technologischem Vorsprung und Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Aus dem fortlaufenden Betrieb von Solarparks für einige Kunden im Bereich der "Energy Solutions" können allgemeine Betreiberrisiken resultieren. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten im Bereich der DMG MORI Spare Parts können Risiken für den Konzern resultieren. Insgesamt erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken als gering. Absatzbezogene Risiken resultieren daraus, dass unsere Produkte auf den internationalen Märkten einem anhaltenden Preiswettbewerb ausgesetzt sind. Diesem Risiko wirken wir durch Kostenreduzierungen, verbesserten Fertigungs- und Beschaffungsprozessen und optimierten Produktanläufen entgegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus den oben beschriebenen Risiken erachten wir als gering. Aus den gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und absatzbezogenen Risiken ergeben sich kumuliert erwartete Risiken in Höhe von rund 28,7 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und in möglichen technologischen Fehlentwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden Messepräsenz in allen wichtigen Märkten. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft künftig auch von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern werden im Konzerninteresse getroffen. Die möglichen Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken beziffern wir auf rund 14,3 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sind wir insbesondere aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien im Werkzeugmaschinengeschäft ausgesetzt. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalen Sourcing mit mindestens 2 Lieferanten für die wesentlichen Materialien. Potenzielle Schäden aus dem Beschaffungs- und Einkaufsrisiko beziffern wir auf rund 15,6 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Produktionsrisiken, wie beispielsweise Fertigungsineffizienzen, Unterauslastungen oder potenzielle Qualitätsrisiken, kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und -bestand, des Montage- und Fertigungsfortschritts, der Durchlaufzeit sowie der Durchlaufstetigkeit, dem Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen, die unseren Technologievorsprung sichert. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Bezüglich der Umsetzung führen wir sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen und freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung von Gefahrstoffen und weiteren Abfällen. Zudem versuchen wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung knapper Umweltressourcen zu gewährleisten. Die potentiellen Risiken aus dem Risikofeld Produktion werden mit einem Wert von 15,8 MIO € bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch eine sehr eng abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen entgegen. Auch hier vermeiden wir unkalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Die möglichen Risiken aus Forschung und Entwicklung beziffern wir auf 3,3 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Personalrisiken: Aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften können bei nicht ausreichend möglicher Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter Risiken entstehen, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Programme zur Ausbildung, Personalakquise, Steigerung der Qualifikation der bestehenden Mitarbeiter sowie leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Fach- und Führungskräften abfedern und durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Eine jederzeit notwendige Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines geschätzten Schadens in Höhe von rund 8,5 MIO € sehen wir aufgrund der oben genannten Maßnahmen als gering an. IT-Risiken entstehen durch die bestehende Vernetzung unserer teils komplexen Systeme. Diese resultieren daraus, dass Netzwerke ausfallen könnten und dass Daten durch Bedien- und Programmfehler oder durch externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden können. Zudem sehen wir uns Risiken einer organisierten Datenausspähung ausgesetzt. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT-Landschaft, regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die möglichen Schäden aus diesem Bereich belaufen sich auf derzeit 1,9 MIO € und sind beherrschbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als leicht erhöht eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren unter anderem aus unseren internationalen Aktivitäten in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Aktuell erwarten wir währungsbezogene Risiken in Höhe von rund 2,3 MIO €. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von DMG MORI sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2021 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, eine marktübliche Covenants einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich tragen wir Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Mögliche Schäden aus allen finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der währungsbezogenen Risiken belaufen sich insgesamt auf rund 11,4 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens ist gering. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken nach IFRS 7 im Anhang in diesem Bericht. Sonstige Risiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen beim Verkauf von Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen, die sich auch durch unser effizientes Qualitätsmanagement nicht immer ganz verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen im Konzern sowohl im Umfang als auch zeitlich beschränkt. Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge nicht wertberichtigt wurden, gehen wir von einer Nutzbarkeit dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte aus. Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen. Sollte es dazu kommen oder die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von DMG MORI auswirken. Insgesamt beziffern wir mögliche Schäden aus steuerlichen Risiken und übrigen sonstigen Risiken auf 14,7 MIO € bzw. 4,3 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum dritten Quartal 2016 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltener Vorstands- und Statussitzungen. Auf der Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich. PROGNOSEBERICHT Prognosebericht KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN Für das laufende Jahr prognostiziert das IfW einen Anstieg der Weltwirtschaft von 3,5%. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich 6,3% auch im laufenden Jahr die wachstumsstärkste Region sein. Für China wird ein Wachstum von 6,4% prognostiziert. Das Wachstum der japanischen Wirtschaft soll nach vorläufigen Berechnungen 1,2% in 2017 betragen. In den USA soll sich die konjunkturelle Entwicklung weiter beschleunigen. Nach Schätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird das BIP um 2,5% wachsen. Europa wird im laufenden Jahr seinen moderaten Wachstumskurs fortsetzen. Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass das BIP der Euroländer im Jahr 2017 um 1,7% zunehmen wird. Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Wachstum des BIP von 2,0% prognostiziert. Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt soll im Jahr 2017 wieder wachsen. VDW und Oxford Economics gehen davon aus, dass das weltweite Marktvolumen um 2,1% zunehmen wird. Aufgrund der zunehmenden globalen Unsicherheiten wird es allerdings immer schwieriger, verlässliche Prognosen zu erstellen. Für China wird ein Anstieg des Verbrauchs von 2,0% erwartet, der Markt in Südkorea soll um 3,6% wachsen. Die Entwicklung des japanischen Werkzeugmaschinenverbrauchs soll mit -5,6% rückläufig sein. In den USA wird mit einem Wachstum von 1,6% gerechnet. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie startete mit optimistischen Erwartungen zur Branchenkonjunktur in das Jahr 2017. VDW und Oxford Economics rechnen mit einem Anstieg der Produktion um 3,5% und des Verbrauchs um 3,9%. Risikofaktoren, die dieser Zunahme entgegenwirken könnten, sind die Preisentwicklung für Rohstoffe und Energie, die Wechselkursveränderungen, die globalen politischen Unsicherheiten sowie die bevorstehenden Parlamentswahlen in vier der fünf größten europäischen Mitgliedsstaaten. KÜNFTIGE ENTWICKLUNG VON DMG MORI DMG MORI beabsichtigt seine Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von Premiumlösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Gemeinsam mit unserem japanischen Mutterkonzern, der DMG MORI COMPANY LIMITED, konzentrieren wir uns als "Global One Company" auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services. Dabei werden wir unser Produktportfolio optimieren. Parallel entwickeln wir sowohl gemeinsame Plattformen als auch Kernkomponenten für unsere Maschinen. Hier profitieren wir von der konzernweiten Standardisierung (SCOPE) und heben Effizienzvorteile in Entwicklung, Produktion und Service. Durch den Ausbau branchenorientierter ganzheitlicher Technologielösungen in unseren werksübergreifenden Technologie Exzellenz Center stärken wir unsere Position in Wachstumszweigen, wie "Aerospace", "Die & Mold" und "Medical". Darüber hinaus sehen wir wesentliche Potenziale insbesondere in der Automatisierung, Digitalisierung und im ADDITIVE MANUFACTURING. Zu Beginn des Jahres 2017 entwickelte sich der Auftragseingang besser als im Vorjahr. Im ersten Quartal 2017 rechnen wir mit einem Auftragseingang von rund 630 MIO € (Vorjahr: 591,6 MIO €) - trotz der Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung, wie der veränderten Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika. Für das Gesamtjahr planen wir einen Auftragseingang von rund 2,3 MRD €. Der Umsatz wird im ersten Quartal aufgrund der Neuausrichtung mit rund 520 MIO € leicht unter dem Vorjahresniveau liegen (541,4 MIO €). Für das Gesamtjahr planen wir einen Umsatz von rund 2,25 MRD €. Das EBT wird im ersten Quartal in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen (25,8 MIO €). Im Gesamtjahr soll das EBT rund 130 MIO € betragen. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir von einem Free Cashflow von rund 40 MIO € aus. Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2017 den notwendigen Liquiditätsbedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir zum Jahresende ein moderat ansteigendes Niveau. Strategische Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant - somit bleibt die Finanzierungsstruktur im Wesentlichen unverändert. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finanziellen Mitteln abgedeckt werden. Für das Geschäftsjahr 2017 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 45 MIO €. Nach Abschluss unserer Großprojekte haben wir unsere Investitionsplanung deutlich reduziert. Das Investitionsvolumen wird unter dem Niveau der Abschreibungen liegen. Im Segment "Werkzeugmaschinen" planen wir rund 38 MIO € zu investieren. An unserem Standort in Seebach werden wir die Erweiterung der Montage und Logistik abschließen. In Pleszew (Polen) investieren wir in den Ausbau des Produktionsstandortes. Im Vordergrund steht die Errichtung einer Induktionshärterei sowie die Erweiterung der Montage. Insgesamt werden wir unsere Produktionsstandorte zielgerichtet modernisieren sowie produktionsnotwendige Werkzeuge, Modelle und Betriebsmittel bereitstellen. Die Entwicklung innovativer Produkte wird auch in Zukunft wesentlicher Bestandteil unserer Investitionstätigkeit sein. Für das Segment "Industrielle Dienstleistungen" sind Investitionen von rund 6 MIO € geplant. Wir werden uns auf die gezielte Modernisierung unserer Vertriebsstandorte fokussieren und auch in Zukunft unsere Servicetechniker mit modernsten Werkzeugen und Messgeräten ausstatten. Im Segment "Corporate Services" planen wir rund 1 MIO € zu investieren. Im Fokus steht die Optimierung von Geschäftsprozessen sowie Ersatzinvestitionen an unserem Standort in Bielefeld. Derzeit planen wir die Anzahl der Mitarbeiter in Abhängigkeit der Auftragseingangs- und Geschäftsentwicklung anzupassen. Der Personalaufwand wird voraussichtlich leicht unterhalb des Vorjahres liegen. Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED unsere innovationsorientierte Strategie zur Steigerung des Kundennutzens weiterverfolgen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Zusammenführung unseres Produktportfolios bildet die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir insgesamt 13 Weltpremieren. Weitere bedeutende Entwicklungsschwerpunkte sind die Automatisierung, die Digitalisierung und das ADDITIVE MANUFACTURING. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden bei rund 50 MIO € liegen. Insgesamt werden im Bereich Forschung und Entwicklung nahezu unverändert etwa 15% der Belegschaft in den Werken daran arbeiten, unseren Technologievorsprung weiter auszubauen. Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2017 Für das Geschäftsjahr 2017 rechnen wir damit, dass das Marktumfeld für Werkzeugmaschinen herausfordernd bleibt. Der Weltverbrauch soll nach Prognosen des Vereins deutscher Werkzeugmaschinenhersteller (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics um 2,1% wachsen. Die Weltwirtschaft ist allerdings weiterhin durch erhebliche Unsicherheiten gekennzeichnet. Die Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf sind aktuell schwer einzuschätzen. Unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung - insbesondere der veränderten Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika -planen wir einen Auftragseingang von rund 2,3 MRD € und einen Umsatz von rund 2,25 MRD €. Das EBT soll rund 130 MIO € betragen. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir von einem Free Cashflow von rund 40 MIO € aus. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen rund 45 MIO € betragen und im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzentrieren wir uns als "Global One Company" auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services. Mit insgesamt 157 internationalen Vertriebs- und Servicestandorten und weltweit 14 Produktionswerken verfügen wir über eine starke globale Präsenz, eine hohe Innovationskraft und technologische Kompetenz. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 01 scroll Anhang 2016 T€ 2015 T€ Umsatzerlöse 6 2.265.709 2.304.721 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -16.909 33.450 Aktivierte Eigenleistungen 7 13.552 13.786 Gesamtleistung 2.262.352 2.351.957 Sonstige betriebliche Erträge 8 96.752 129.899 Betriebsleistung 2.359.104 2.481.856 Materialaufwand 9 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.018.061 1.068.132 Aufwendungen für bezogene Leistungen 139.437 143.285 1.157.498 1.211.417 Personalaufwand 10 Löhne und Gehälter 485.668 463.614 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 86.303 81.843 571.971 545.457 Abschreibungen 11 65.720 57.181 Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 459.969 481.943 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 103.946 185.858 Finanzerträge 13 Zinserträge 1.488 918 Sonstige Erträge 1.358 40.479 2.846 41.397 Finanzaufwendungen 14 Zinsaufwendungen 8.051 7.987 Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen 814 775 Sonstige Finanzaufwendungen 4.488 1.872 13.353 10.634 Finanzergebnis -10.507 30.763 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 15 681 640 Ergebnis vor Steuern 94.120 217.261 Ertragsteuern 16 46.636 57.676 Jahresüberschuss 47.484 159.585 Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 44.820 149.396 Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 17 2.664 10.189 Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € 18 Unverwässert 0,57 1,90 Verwässert 0,57 1,90 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 02 scroll Anhang 2016 T€ 2015 T€ Jahresüberschuss 47.484 159.585 Sonstiges Ergebnis Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 31 -7.117 -190 Ertragsteuern 16 2.340 56 Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -4.777 -134 Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 17.628 -10.044 Nettoinvestitionen 2.055 -1.054 Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 38 -991 -197 Available-for-sale-Vermögenswerte - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 0 -17.238 Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 38 197 1.579 Ertragsteuern 29 237 22 Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 19.126 -26.932 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 14.349 -27.066 Gesamtergebnis der Periode 61.833 132.519 Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 58.409 122.855 Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 3.424 9.664 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 03 scroll Anhang 2016 T€ 2015 T€ CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT Ergebnis vor Steuern (EBT) 94.120 217.261 Abschreibungen 65.720 57.181 Finanzergebnis 14 10.507 7.078 Veränderung der langfristigen Rückstellungen -3.909 -2.485 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen -487 -3.843 Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 32 7.596 8.198 Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens und der available-for-sale-Vermögenswerte -362 -38.987 Ertragsteuererstattungen 3.352 1.650 Gezahlte Ertragsteuern -49.475 -49.349 Erhaltene Zinsen 1.716 1.042 Gezahlte Zinsen -7.481 -9.731 Erhaltene Dividende 13 0 2.446 Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten Vorräte 24 -6.271 -27.219 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23, 25 -8.282 21.746 übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 24.084 1.123 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -44.712 -46.523 übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 37.908 3.160 39 124.024 142.748 CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 6.568 3.952 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -74.277 -124.005 Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -13.829 -14.807 Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen 3.570 0 Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen -330 0 Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen -120.000 0 Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 0 153.744 -198.298 18.884 CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT Auszahlung für Transaktionskosten für die Aufnahme von Finanzschulden 33 -3.163 0 Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden -2.039 -1.702 Einzahlung von Anteilseignern nicht beherrschender Anteile 0 739 Gezahlte Dividenden -47.291 -43.350 39 -52.493 -44.313 Zahlungswirksame Veränderung -126.767 117.319 Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 28 -30.597 0 Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 1.962 1.812 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 27 552.127 432.996 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 27 396.725 552.127 Konzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2016 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 04 AKTIVA scroll Anhang 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Langfristige Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 19 135.417 134.335 Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 19 59.859 75.576 Sachanlagen 20 486.370 463.733 Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 22 46.088 47.337 Beteiligungen 21 21.792 21.792 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 978 517 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 23 7.673 10.808 Sonstige langfristige Vermögenswerte 23 17.076 38.948 Latente Steuern 29 58.264 53.400 833.517 846.446 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 24 505.041 522.259 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 194.394 192.368 Forderungen gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 25 4.276 7.054 Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 25 166.448 41.308 Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 188 163 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 26 63.353 64.604 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26 51.472 52.246 Ertragsteuerforderungen 7.177 5.300 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 396.725 552.127 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 28 116.587 0 1.505.661 1.437.429 BILANZSUMME 2.339.178 2.283.875 PASSIVA Anhang 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 30 204.927 204.927 Kapitalrücklage 30 498.485 498.485 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 30 444.346 507.487 Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.147.758 1.210.899 Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 30 39.905 146.575 Summe Eigenkapital 1.187.663 1.357.474 Langfristige Schulden Langfristige Finanzschulden 33 40.244 41.057 Pensionsrückstellungen 31 47.574 41.652 Andere langfristige Rückstellungen 32 32.794 35.683 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34 1.590 4.870 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34 4.012 4.098 Latente Steuern 29 2.975 3.924 129.189 131.284 Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzschulden 33 14.374 10.736 Steuerrückstellungen 32 49.889 47.788 Andere kurzfristige Rückstellungen 32 174.865 168.707 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158.094 132.910 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 236.024 269.105 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 35 2.003 1.813 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 35 273.326 89.809 Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 35 6 26 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 35 34.365 30.335 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 35 42.769 43.888 Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 36 36.611 0 1.022.326 795.117 BILANZSUMME 2.339.178 2.283.875 KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2015 BIS 31. DEZEMBER 2016 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 05 scroll Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Gezeichnetes Kapital T€ Kapitalrücklage T€ Gewinnrücklagen T€ Unterschiede aus der Währungsumrechnung T€ Stand 01.01.2016 204.927 498.485 529.142 -21.516 Gesamtergebnis Jahresüberschuss 44.820 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 16.868 Nettoinvestitionen 2.055 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) -4.777 Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -4.777 18.923 Gesamtergebnis der Periode 40.043 18.923 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen an Eigentümer Änderungen der Kapitalanteile an Tochterunternehmen -33.162 Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2015 -47.291 Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2016 -41.097 Summe der Transaktionen mit Eigentümern -121.550 Stand 31.12.2016 204.927 498.485 447.635 -2.593 scroll Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Markt- bewertung Finanz- derivate T€ Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI Aktiengesellschaft T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital T€ Summe T€ Stand 01.01.2016 -139 1.210.899 146.575 1.357.474 Gesamtergebnis Jahresüberschuss 44.820 2.664 47.484 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 16.868 760 17.628 Nettoinvestitionen 2.055 2.055 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) -557 -557 -557 Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) -4.777 -4.777 Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -557 13.589 760 14.349 Gesamtergebnis der Periode -557 58.409 3.424 61.833 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen an Eigentümer 1.446 1.446 Änderungen der Kapitalanteile an Tochterunternehmen -33.162 -111.540 -144.702 Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2015 -47.291 -47.291 Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2016 -41.097 -41.097 Summe der Transaktionen mit Eigentümern -121.550 -110.094 -231.644 Stand 31.12.2016 -696 1.147.758 39.905 1.187.663 Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 143 ff. scroll Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Gezeichnetes Kapital T€ Kapitalrücklage T€ Gewinnrücklagen T€ Unterschiede aus der Währungs- umrechnung T€ Veränderung Bewertung Vermögenswerte available-for-sale T€ Marktbewertung Finanz- derivate T€ Stand 01.01.2015 204.927 498.485 423.230 -9.880 15.747 -1.115 Umbuchung -1.063 1.063 Gesamtergebnis Jahresüberschuss 149.396 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -9.519 Nettoinvestitionen -1.054 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 976 Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) -134 Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten (nach Steuern) -16.810 Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -134 -10.573 -16.810 976 Gesamtergebnis der Periode 149.262 -10.573 -16.810 976 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen an Eigentümer Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2014 -43.350 Summe der Transaktionen mit Eigentümern -43.350 Stand 31.12.2015 204.927 498.485 529.142 -21.516 0 -139 scroll Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI Aktiengesellschaft T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital T€ Summe T€ Stand 01.01.2015 1.131.394 134.757 1.266.151 Umbuchung 0 0 Gesamtergebnis Jahresüberschuss 149.396 10.189 159.585 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -9.519 -525 -10.044 Nettoinvestitionen -1.054 -1.054 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 976 976 Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) -134 -134 Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten (nach Steuern) -16.810 -16.810 Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -26.541 -525 -27.066 Gesamtergebnis der Periode 122.855 9.664 132.519 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen an Eigentümer 2.154 2.154 Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2014 -43.350 -43.350 Summe der Transaktionen mit Eigentümern -43.350 2.154 -41.196 Stand 31.12.2015 1.210.899 146.575 1.357.474 Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 143 ff. ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 2016 DER (Bestandteil des Anhangs) DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 06 scroll ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN Stand zum 01.01.2016 T€ Sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2016 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 134.335 343 739 0 0 0 135.417 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 127.848 -30 -8.031 8.245 -941 0 127.091 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 113.328 -7.016 -1.859 5.584 -854 284 109.467 375.511 -6.703 -9.151 13.829 -1.795 284 371.975 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 382.757 -18.941 5.273 12.512 -5.901 48.423 424.123 Technische Anlagen und Maschinen 100.661 1.696 -2.634 6.002 -2.372 12.483 115.836 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.280 -6.233 -920 17.176 -9.693 6.481 237.091 Anlagen im Bau 88.978 10.652 -69 38.588 -1.073 -67.671 69.405 802.676 -12.826 1.650 74.278 -19.039 -284 846.455 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile 44.266 -1.941 0 0 0 0 42.325 Beteiligungen 29.174 0 0 0 0 0 29.174 Wertpapiere des Anlagevermögens 8 0 0 0 0 0 8 73.448 -1.941 0 0 0 0 71.507 Anlagevermögen gesamt 1.251.635 -21.470 -7.501 88.107 -20.834 0 1.289.937 scroll ABSCHREIBUNGEN Stand zum 01.01.2016 T€ Sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2016 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0 0 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 98.627 -15 -6.009 10.630 -609 0 102.624 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 66.973 -2.435 -942 11.182 -703 0 74.075 165.600 -2.450 -6.951 21.812 -1.312 0 176.699 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 130.985 -1.836 -148 12.644 -2.557 0 139.088 Technische Anlagen und Maschinen 53.856 271 -1.826 11.464 -2.117 0 61.648 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.864 -5.251 -651 19.800 -8.642 0 159.120 Anlagen im Bau 238 -9 0 0 0 0 229 338.943 -6.825 -2.625 43.908 -13.316 0 360.085 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile -3.071 -692 0 0 0 0 -3.763 Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0 7.384 Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0 6 4.319 -692 0 0 0 0 3.627 Anlagevermögen gesamt 508.862 -9.967 -9.576 65.720 -14.628 0 540.411 scroll RESTBUCHWERT Stand zum 31.12.2016 T€ Stand zum 31.12.2015 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 135.417 134.335 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 24.467 29.221 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 35.392 46.355 195.276 209.911 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 285.035 251.772 Technische Anlagen und Maschinen 54.188 46.805 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.971 76.416 Anlagen im Bau 69.176 88.740 486.370 463.733 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile 46.088 47.337 Beteiligungen 21.790 21.790 Wertpapiere des Anlagevermögens 2 2 67.880 69.129 Anlagevermögen gesamt 749.526 742.773 ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 2015 (Bestandteil des Anhangs) DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 06 scroll ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN Stand zum 01.01.2015 T€ Sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2015 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 135.173 -838 0 0 0 0 134.335 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 119.427 62 0 8.228 -134 265 127.848 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 114.003 -86 0 6.579 -7.377 209 113.328 368.603 -862 0 14.807 -7.511 474 375.511 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 355.747 5.665 0 16.522 -969 5.792 382.757 Technische Anlagen und Maschinen 94.037 247 0 7.370 -5.794 4.801 100.661 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.403 942 0 20.270 -11.133 2.798 230.280 Anlagen im Bau 43.980 -11.949 0 71.608 -796 -13.865 88.978 711.167 -5.095 0 115.770 -18.692 -474 802.676 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile 44.348 118 0 0 -200 0 44.266 Beteiligungen 162.316 -17.238 0 0 -115.904 0 29.174 Wertpapiere des Anlagevermögens 8 0 0 0 0 0 8 206.672 -17.120 0 0 -116.104 0 73.448 Anlagevermögen gesamt 1.286.442 -23.077 0 130.577 -142.307 0 1.251.635 scroll ABSCHREIBUNGEN Stand zum 01.01.2015 T€ Sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2015 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0 0 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 89.008 26 0 9.727 -134 0 98.627 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 65.614 -83 0 8.818 -7.376 0 66.973 154.622 -57 0 18.545 -7.510 0 165.600 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 118.130 227 0 12.997 -369 0 130.985 Technische Anlagen und Maschinen 53.290 21 0 6.242 -5.697 0 53.856 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.515 216 0 19.155 -10.022 0 153.864 Anlagen im Bau 0 -4 0 242 0 0 238 315.935 460 0 38.636 -16.088 0 338.943 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile -2.432 -639 0 0 0 0 -3.071 Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0 7.384 Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0 6 4.958 -639 0 0 0 0 4.319 Anlagevermögen gesamt 475.515 -236 0 57.181 -23.598 0 508.862 scroll RESTBUCHWERT Stand zum 31.12.2015 T€ Stand zum 31.12.2014 T€ Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte 134.335 135.173 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 29.221 30.419 Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 46.355 48.389 209.911 213.981 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 251.772 237.617 Technische Anlagen und Maschinen 46.805 40.747 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.416 72.888 Anlagen im Bau 88.740 43.980 463.733 395.232 Finanzanlagen At equity bewertete Anteile 47.337 46.780 Beteiligungen 21.790 154.932 Wertpapiere des Anlagevermögens 2 2 69.129 201.714 Anlagevermögen gesamt 742.773 810.927 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2016 (Bestandteil des Anhangs) DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT C. 07 SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN scroll "Werkzeugmaschinen" Veränderungen "Industrielle Dienstleistungen" 2016 T€ 2015 T€ gegenüber Vorjahr T€ 2016 % 2015 T€ T€ T€ Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 924.476 904.544 19.932 2,2 98.412 102.087 Umsatzerlöse mit Dritten 1.244.463 1.264.446 -19.983 -1,6 1.021.026 1.040.059 EBIT 80.546 102.637 -22.091 -21,5 63.053 126.596 Finanzergebnis -9.132 -10.579 1.447 13,7 -8.435 -5.836 davon Zinserträge 705 628 77 12,3 3.412 4.572 davon Zinsaufwendungen -9.516 -11.237 1.721 15,3 -8.509 -9.792 Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0 -64 137 EBT 71.414 92.058 -20.644 -22,4 54.554 120.897 Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0 0 1.995 Segmentvermögen 1.158.978 1.073.426 85.552 8,0 1.879.373 1.658.978 Investitionen 48.829 82.463 -33.634 -40,8 35.795 41.389 Planmäßige Abschreibungen 39.589 36.067 3.522 9,8 22.874 17.677 Mitarbeiter 3.690 3.858 -168 -4,4 3.493 3.480 scroll Veränderungen gegenüber Vorjahr "Corporate Services" Veränderungen 2016 2015 T€ gegenüber Vorjahr T€ T€ % Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -3.675 -3,6 21.847 20.959 888 4,2 Umsatzerlöse mit Dritten -19.033 -1,8 220 216 4 1,9 EBIT -63.543 -50,2 -40.003 -42.699 2.696 6,3 Finanzergebnis -2.599 -44,5 7.060 47.178 -40.118 -85,0 davon Zinserträge -1.160 -25,4 11.676 13.452 -1.776 -13,2 davon Zinsaufwendungen 1.283 13,1 -4.727 -5.568 841 15,1 Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen -201 -146,7 745 503 242 48,1 EBT -66.343 -54,9 -32.198 4.982 -37.180 746,3 Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen -1.995 -100,0 46.088 45.342 746 1,6 Segmentvermögen 220.395 13,3 1.520.809 1.471.079 49.730 3,4 Investitionen -5.594 -13,5 3.483 6.725 -3.242 -48,2 Planmäßige Abschreibungen 5.197 29,4 3.257 3.437 -180 -5,2 Mitarbeiter 13 0,4 99 124 -25 -20,2 scroll Überleitung Konzern Veränderungen gegenüber Vorjahr 2016 T€ 2015 T€ 2016 T€ 2015 T€ T€ % Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -1.044.735 -1.027.590 0 0 0 0,0 Umsatzerlöse mit Dritten 0 0 2.265.709 2.304.721 -39.012 -1,7 EBIT 350 -676 103.946 185.858 -81.912 -44,1 Finanzergebnis 0 0 -10.507 30.763 -41.270 -134,2 davon Zinserträge -14.305 -17.734 1.488 918 570 62,1 davon Zinsaufwendungen 13.787 17.640 -8.965 -8.957 -8 -0,1 Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 681 640 41 6,4 EBT 350 -676 94.120 217.261 -123.141 -56,7 Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 46.088 47.337 -1.249 -2,6 Segmentvermögen -2.295.563 -1.991.760 2.263.597 2.211.723 51.874 2,3 Investitionen 0 0 88.107 130.577 -42.470 -32,5 Planmäßige Abschreibungen 0 0 65.720 57.181 8.539 14,9 Mitarbeiter 0 0 7.282 7.462 -180 -2,4 Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zur Segmentberichterstattung Seite 168 ff. INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN scroll Deutschland Veränderungen gegenüber Vorjahr Übriges Europa 2016 T€ 2015 T€ T€ 2016 T€ 2015 T€ Umsatzerlöse mit Dritten 839.863 883.529 -43.666 -4,9 924.012 911.587 langfristige Vermögenswerte 280.536 274.332 6.204 2,3 381.571 350.764 scroll Veränderungen gegenüber Vorjahr Nordamerika Veränderungen gegenüber Vorjahr T€ 2016 T€ 2015 T€ T€ % Umsatzerlöse mit Dritten 12.425 1,4 134.776 131.250 3.526 2,7 langfristige Vermögenswerte 30.807 8,8 12.083 15.207 -3.124 -20,5 scroll Asien Veränderungen gegenüber Vorjahr Übrige 2016 T€ T€ 2015 T€ % 2016 T€ 2015 T€ Umsatzerlöse mit Dritten 334.451 342.219 -7.768 -2,3 32.607 36.136 langfristige Vermögenswerte 9.934 32.824 -22.890 -69,7 657 2.819 scroll Veränderungen gegenüber Vorjahr Überleitung Konzern Veränderungen gegenüber Vorjahr T€ % 2016 T€ 2015 T€ 2016 T€ 2015 T€ T€ % Umsatzerlöse mit Dritten -3.529 -9,8 0 0 2.265.709 2.304.721 -39.012 -1,7 langfristige Vermögenswerte -2.162 -76,7 -3.135 -2.302 681.646 673.644 8.002 1,2 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES 1. ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315a HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen, bedarfsgerechte Softwareprodukte sowie Energielösungen an. Der zum 31. Dezember 2016 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website www.dmgmori.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website www.dmgmori.co.jp zugänglich sein. Im Geschäftsjahr hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit der DMG MORI GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 7. März 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. 2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur noch dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet. Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit"-Methode bilanziert sind. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards Im Geschäftsjahr 2016 mussten folgende überarbeitete und neue Standards sowie Interpretationen des IASB / IFRIC erstmalig verpflichtend angewendet werden: scroll Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IFRS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme Änderungen zu IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten Änderungen zu IAS 1 Angabeninitiative Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchtragende Pflanzen Änderungen zu IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge Änderungen zu IAS 27 Equity Methode in separaten Abschlüssen Verbesserungen zu IFRS 2010-2012 Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38 Verbesserungen zu IFRS 2012-2014 Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS ab dem 1. Januar 2016 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten: Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Demnach sind Mutterunternehmen auch dann von der Konzernabschlusserstellungspflicht befreit, wenn das übergeordnete Mutterunternehmen seine Tochterunternehmen nicht konsolidiert, sondern zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10 bilanziert. Bezogen auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft wird nunmehr wie folgt differenziert: Tochterunternehmen, die selbst Investmentgesellschaften sind, sind - dem allgemeinen Grundsatz der "investment entity exception" folgend - zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Dagegen sind Tochterunternehmen, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Dienstleistungen erbringen, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen und damit als Verlängerung der Tätigkeit des Mutterunternehmens zu betrachten sind, zu konsolidieren. Schließlich wird klargestellt, dass ein Investor, der nicht die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt und die Equity Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Joint Venture anwendet, die Bewertung zum beizulegenden Zeitpunkt beibehalten kann, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet. Zudem sehen die Änderungen vor, dass eine Investmentgesellschaft, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten hat. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IFRS 11 - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten IFRS 11 enthält Regelungen zur bilanziellen und erfolgsrechnerischen Erfassung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Während Gemeinschaftsunternehmen nach der Equitymethode bilanziert werden, ist die in IFRS 11 vorgesehene Abbildung gemeinschaftlicher Tätigkeiten mit der Quotenkonsolidierung vergleichbar. Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IAS 1 - Angabeninitiative Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs zur stärkeren Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen Nach IAS 41 werden bislang alle biologischen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich geschätzter Verkaufskosten bewertet. Dies gilt auch für sog. fruchttragende Pflanzen, wie Weinreben, Kautschukbäume und Ölpalmen, die der Ernte biologischer Vermögenswerte über mehrere Perioden dienen, ohne selbst als landwirtschaftliches Erzeugnis verkauft zu werden. Nach den Änderungen sind fruchttragende Pflanzen künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Ihre Früchte sind dagegen auch künftig nach IAS 41 zu bilanzieren. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Änderungen können die Bilanzierenden von speziellen Erleichterungen Gebrauch machen. So dürfen fruchttragende Pflanzen zum Übergangszeitpunkt vereinfachend zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Änderungen zu IAS 27 - Equity Methode in separaten Abschlüssen Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 / IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im Einzelabschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig. Aufgrund von Klagen der Anwender unter anderem über den hohen Aufwand einer Fair Value Bewertung zu jedem Abschlussstichtag, insbesondere bei nicht börsennotierten assoziierten Unternehmen, hat das IASB die Änderung an IAS 27 vorgenommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Verbesserungen zu IFRS 2010 - 2012 Im Rahmen des "Annual improvement project" wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Die Änderungen zu IFRS 2 und IFRS 3 sind, trotz der Anwendung der Vorschriften für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, auf Transaktionen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattfinden. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Verbesserungen zu IFRS 2012 - 2014 Im Rahmen des "Annual improvement project" wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS / IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN Für die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der DMG MORI-Konzern keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss derzeit geprüft. a) EU Endorsement ist bereits erfolgt scroll IFRS 9 Finanzinstrumente IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden IFRS 9 - Finanzinstrumente Im Juli 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board die endgültige Fassung des IFRS 9 "Finanzinstrumente". IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Der DMG MORI-Konzern wird den IFRS 9 erstmalig zum 1. Januar 2018 anwenden; auf eine vorzeitige Anwendung wird verzichtet. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können nicht verlässlich geschätzt werden, da sie von den Finanzinstrumenten, die der Konzern hält, und den wirtschaftlichen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt abhängen sowie von der Wahl der Rechnungslegungsmethoden und von Ermessensentscheidungen, die er künftig trifft. Der neue Standard erfordert vom Konzern eine Überprüfung und gegebenenfalls die Anpassung seiner Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten. Die Überprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Der DMG MORI-Konzern hat jedoch eine vorläufige Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 durchgeführt, basierend auf seinen Positionen zum 31. Dezember 2015. Einstufung - Finanzielle Vermögenswerte IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte. Die Finanzinstrumente werden den drei neuen Kategorien - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI) - anhand des Geschäftsmodells sowie aufgrund von Kriterien ihrer Cashflows zugeordnet. Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Auf Grundlage seiner vorläufigen Beurteilung ist DMG MORI nicht der Meinung, dass die neuen Einstufungsanforderungen, sofern sie zum 31. Dezember 2016 angewendet würden, wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung der finanziellen Vermögenswerte hätten. Wertminderung - Finanzielle Vermögenswerte und vertragliche Vermögenswerte IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle". Dies erfordert wesentliche neue Berechnungsparameter bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf Grundlage gewichteter Wahrscheinlichkeiten verschiedener Szenarien bestimmt. Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet: ― 12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag ― Erwartete Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; ein Unternehmen kann diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anwenden. DMG MORI ist der Meinung, dass die Wertminderungsaufwendungen für Vermögenswerte im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells des IFRS 9 wahrscheinlich steigen und volatiler werden. Der Konzern hat jedoch die von ihm nach IFRS 9 anzuwendenden Wertminderungsmethoden noch nicht endgültig festgelegt. Eine verlässliche Quantifizierung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Einstufung - Finanzielle Schulden IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Einstufung von finanziellen Schulden weitgehend bei. Die vorläufige Beurteilung durch den Konzern zeigte keine wesentlichen Auswirkungen der Anwendung der Anforderungen des IFRS 9 bezüglich der Einstufung finanzieller Schulden zum 31. Dezember 2015. Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 besteht das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden. Derzeit beabsichtigt der DMG MORI-Konzern, die neuen Anforderungen des IFRS 9 anzuwenden. Nach IFRS 9 hat der Konzern sicherzustellen, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit den Zielen und der Strategie des Konzernrisikomanagements in Einklang steht, und dass ein eher qualitativer und zukunftsorientierter Ansatz bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsgeschäfte zur Anwendung kommt. IFRS 9 führt außerdem neue Anforderungen bezüglich der Neugewichtung von Sicherungsbeziehungen ein und untersagt die freiwillige Beendigung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Nach IFRS 9 eröffnen sich neue Designationsmöglichkeiten insbesondere für Sicherungen nicht finanzieller Grundgeschäfte wie Rohstoffeinkäufe- oder -verkäufe. Der Konzern führt derzeit keine Absicherungen solcher Risikokomponenten durch. Der DMG MORI-Konzern verwendet Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Schwankungen der Zahlungsströme im Zusammenhang mit Änderungen der Wechselkurse bei Kreditaufnahmen, Forderungen, Verkäufen sowie Ankäufen von Vorräten in Fremdwährung. Der Konzern bewertet die Devisentermingeschäfte nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert, Wertänderungen werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn kein Hedge Accounting vorliegt oder im Fall von effektiven Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis. Bei der Anwendung des IFRS 9 kann der Konzern die Forward Points von Devisentermingeschäften separat als Kosten der Absicherung bilanzieren. In diesem Fall werden sie im sonstigen Ergebnis erfasst, in einer Rücklage für Kosten der Absicherung als separater Bestandteil im Eigenkapital ausgewiesen und nachfolgend wie Gewinne und Verluste in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen bilanziert. Nach IAS 39 werden für alle Absicherungen von Zahlungsströmen die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen ausgewiesenen Beträge als Umgliederungsbeträge in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, und zwar in der gleichen Periode, in der die erwarteten abgesicherten Cashflows den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Nach IFRS 9 werden jedoch für die Absicherungen von Zahlungsströmen (für das mit den erwarteten Ankäufen von nicht finanziellen Vermögenswerten verbundene Fremdwährungsrisiko) die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen und in der Rücklage für Kosten der Absicherung ausgewiesenen Beträge stattdessen direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswertes bei seiner Erfassung einbezogen. Nach aktuellem Stand können die aktuellen Sicherungsbeziehungen im Hedge-Accounting weitergeführt werden. Die vorläufige Beurteilung durch den Konzern deutet außerdem darauf hin, dass die zu erwartenden Änderungen der Rechnungslegungsmethoden für Absicherungskosten und Absicherungen der Ankäufe von Vorräten, bei Anwendung auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften durch den Konzern im Laufe des Jahres 2016, unwesentliche Auswirkungen hätten. Anhangangaben IFRS 9 erfordert umfangreiche neue Angaben, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen. Die vorläufige Beurteilung durch den Konzern beinhaltete eine Analyse zur Identifizierung, ob Datenlücken gegenüber dem derzeitigen Verfahren bestehen; der Konzern wird die Systeme und internen Kontrollsysteme überprüfen und gegebenenfalls anpassen, die seiner Meinung nach für die erforderliche Datenerfassung notwendig sind. Übergang Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich rückwirkend angewendet. DMG MORI beabsichtigt von der Ausnahme Gebrauch zu machen, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Neue Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte sind grundsätzlich prospektiv anzuwenden. Der Konzern hat in Bezug auf diese Wahl noch keine Entscheidung getroffen. IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, jedoch derzeit nicht beabsichtigt. Der DMG MORI-Konzern hat eine erste Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf seinen Konzernabschluss vorgenommen. Verkauf von Gütern Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst. Dies ist in der Regel der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und das Eigentum auf den Kunden übergegangen ist. Umsatzerlöse werden zu diesem Zeitpunkt erfasst, sofern die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich bewertet werden können, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich ist und es kein weiter bestehendes Verfügungsrecht über die Waren gibt, das der Umsatzrealisierung entgegensteht. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Nach IFRS 15 hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI-Konzern analysiert derzeit, ob sich aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen einzelne Leistungsverpflichtungen ergeben können, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Bei bestimmten Verträgen, die dem Kunden die Rückgabe eines Artikels gestatten, werden Umsatzerlöse derzeit erfasst, wenn eine verlässliche Schätzung der Rückgaben möglich ist und sofern alle anderen Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen erfüllt sind. Wenn eine verlässliche Schätzung nicht möglich ist, wird die Erfassung von Umsatzerlösen bis zum Ablauf der Rückgabefrist bzw. bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine verlässliche Schätzung der Rückgaben möglich ist, aufgeschoben. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse für diese Verträge erfasst, soweit es wahrscheinlich ist, dass eine wesentliche Korrektur der kumulativ erfassten Umsatzerlöse nicht stattfindet. Das hat zur Folge, dass Umsatzerlöse für Verträge, für die der Konzern keine verlässliche Schätzung der Rückgabe machen kann, früher als zuvor, also vor Ablauf der Rückgabefrist bzw. dem Zeitpunkt, zu dem eine verlässliche Schätzung der Rückgabe möglich ist, erfasst werden. Für diese Verträge werden eine Verbindlichkeit für die Rückerstattung und ein Vermögenswert für den Anspruch auf Rückgabe erfasst und gesondert in der Bilanz dargestellt. Erbringen von Dienstleistungen Umsatzerlöse für Dienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen, werden nach IAS 18 erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Nach IFRS 15 wird das gesamte Entgelt bei den Dienstleistungsverträgen auf alle Dienstleistungen basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen, aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Preise, zu denen DMG MORI die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. DMG MORI führt derzeit eine Analyse durch, ob sich Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf die Umsatzerlöse für Dienstleistungen ergeben, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen stattfinden. Übergang Der Konzern beabsichtigt, IFRS 15 in seinem Konzernabschluss ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden und dabei die modifizierte retrospektive Erstanwendung des IFRS 15 anzuwenden. In dem Fall sind lediglich diejenigen Kundenverträge an die neuen Rechnungslegungsvorschriften anzupassen, deren Leistungsverpflichtungen am Tag der Erstanwendung noch nicht vollständig erbracht wurden. DMG MORI wird die praktischen Vereinfachungen für erfüllte Verträge anwenden. Das heißt, dass erfüllte Verträge, deren Beginn und Ende in derselben Vergleichsperiode lagen, sowie Verträge, die zu Beginn der frühesten dargestellten Periode erfüllt waren, nicht angepasst werden. Der Konzern führt derzeit eine detaillierte Beurteilung über die Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 durch und geht davon aus, dass vor Anwendung des IFRS 15 zusätzliche quantitative Informationen gegeben werden. b) EU Endorsement ist noch ausstehend Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt: scroll IFRS 16 Leasingverträge Änderungen zu IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen Änderungen zu IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4 Versicherungsverträge Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Änderungen zu IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 Änderungen zu IAS 7 Angabeninitiative Änderungen zu IAS 12 Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste Änderungen zu IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen Verbesserungen zu IFRS 2014-2016 Änderungen zu IFRS 12 Verbesserungen zu IFRS 2014-2016 Änderungen zu IFRS 1 und IAS 28 IFRS 16 - Leasing IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen. IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating-Leasingverhältnisse - Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen. Der Standard ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden. Der DMG MORI-Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss noch nicht begonnen. Änderungen zu IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich. Änderungen zu IFRS 4 - Anwendung IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4 Versicherungsverträge Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem neuen Standard für Versicherungsverträge ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand. Die Anpassungen sehen zwei optionale Lösungen vor: Aufschub der Erstanwendung von IFRS 9: Die betreffenden Unternehmen können, wenn sie IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, für Geschäftsjahre, die vor dem 1. Januar 2021 beginnen, weiterhin IAS 39 statt IFRS 9 anwenden. Dies gilt nur dann, wenn IFRS 9 nicht bereits vorher angewendet wurde. Übergangsverfahren: Unternehmen, die IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, dürfen für bestimmte finanzielle Vermögenswerte einen Betrag von "erfolgswirksam (through profit or loss)" zu "sonstiges Ergebnis (other comprehensive income)" umklassifizieren, sodass das erfolgswirksame Ergebnis nach IFRS 9 dem nach IAS 39 entspricht. Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist. Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig. Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben. Änderungen zu IFRS 15 - Klarstellungen zu IFRS 15 Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard. Über die Klarstellungen hinaus enthält der Änderungsstandard zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden. Änderungen zu IAS 7 - Angabeninitiative Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen. Das IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigt der Konzern die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Schulden, die Veränderungen im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit aufweisen. Änderungen zu IAS 12 - Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Änderungen zu IAS 40 - Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. IFRIC 22 - Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. die Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Verbesserungen zu IFRS 2014 - 2016 Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) wurden drei IFRSs geändert. In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10 - B16 (Finanzinformationen). In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix e (IFRS 1.E3 - E7) für erstmalige IFRS-Anwender. Vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht, sind die Änderungen an IFRS 12 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres, und die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen: Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 135.417 T€ (Vorjahr: 134.335 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Zu- und Abgängen von Tochtergesellschaften in 2016 sowie Währungseffekten. Weitere Informationen sind auf Seite 118 zu finden. Pensionsrückstellungen Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 47.574 T€ (Vorjahr: 41.652 T€). Weitere Informationen sind auf den Seiten 145 ff. zu finden. Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf Seite 117 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 24.467 T€ (Vorjahr: 29.221 T€). Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (siehe Anhangsangabe 37), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangsangabe 25) sowie für Eventualschulden und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangsangabe 32) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangsangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangsangabe 19), der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten (siehe Anhangsangabe 24) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangsangabe 29). Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER scroll Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 bis 5 Jahre Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 10 Jahre Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 30 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - außer dem Geschäfts- oder Firmenwert - liegen nicht vor. Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert zzgl. Fremdkapitalkosten, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 124 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Impairment Die Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes). Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2016 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes. DMG MORI überprüft die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß dem Nutzungswert auf der Basis geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der von den zuständigen Gremien verabschiedeten Planung abgeleitet werden. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen und Kosten. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen und Gesamtleistung wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen bestimmt (vergleiche Prognosebericht Seite 87 ff.). Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2019 zugrunde. Bei der Schätzung des Nutzungswertes wurde für den Detail-Planungszeitraum ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rd. 3% angenommen. Für die Jahre 2017 bis 2019 wurde eine leicht ansteigende EBIT-Marge angenommen. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1% herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht. Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 44.292 T€ (Vorjahr: 44.292 T€) und der Cash-Generating-Unit "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 91.125 T€ (Vorjahr: 90.043 T€) zugeordnet. Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 10,6% (Vorjahr: 10,8%) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 10,1% (Vorjahr: 10,2%) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Assoziierte Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20% bis zu 50% zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als Anteil am "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind. Beteiligungen Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Beteiligungen, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu diesem Wert bewertet. Beteiligungen, für die kein aktiver Markt existiert, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu Anschaffungskosten angesetzt (siehe Seiten 156 ff. "Finanzinstrumente"). Da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert, wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 124 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Aufträge, die eine Bilanzierung nach IAS 11 (Fertigungsaufträge) erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Kategorien der finanziellen Vermögenswerte wurden weder im Geschäftsjahr 2016 noch im Vorjahr vorgenommen. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2016 waren analog zum Vorjahr Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 167,5 MIO € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 144,8 MIO € (Vorjahr: 153,3 MIO €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppen Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2016 sind in den Bilanzpositionen "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften und Joint Ventures in den Regionen Amerika und Asien enthalten, die im Geschäftsjahr 2017 an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert werden. Die Anteile an folgenden Gesellschaften werden verkauft: ― DMG MORI SEIKI CANADA INC., ― DMG MORI CANADA INC., ― DMG MORI Brasil Comercio de Equipamentos Industriais Ltda., ― DMG MORI Korea Co. Ltd., ― DMG MORI Australia Pty. Ltd., ― DMG MORI Taiwan Co. Ltd., ― DMG MORI Singapore Pte. Ltd., ― DMG MORI MALAYSIA SDN. BHD., ― DMG MORI VIETNAM Co. Ltd., ― DMG MORI Mexico S.A. de C.V. Im Rahmen der Neuausrichtung werden diese Gesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2017 von der DMG MORI COMPANY LIMITED geführt und konsolidiert. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochterunternehmen werden auch weiterhin Umsatzerlöse in den Märkten Amerika und Asien erzielen. Es gibt weiterhin Tochtergesellschaften der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in den Regionen Amerika und Asien. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Latente Steuern Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demographischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50% liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstandes erfolgte bis zum Vorjahr zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Aufgrund des in 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für die LTI-Tranchen sicherzustellen. Für sämtliche bestehende LTI-Tranchen wurden für die bisher variablen Parameter Ergebnis nach Steuern (EAT) und Aktienkurs fixe kalkulatorische Werte festgelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen. Die Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Ermittlung der Anschaffungskosten werden auch Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wurden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden mit dem zugeflossenen Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert. Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse-Factoring-Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da unter anderem aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2016 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.035 T€ (Vorjahr: 18.984 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente. Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement"). Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald der DMG MORI-Konzern Vertragspartner der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden alle Kassageschäfte unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes eingegangen ist. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Zugrundelegung von marktüblichen Parametern berechnet. Im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt. IAS 39 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wird gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (so genannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht. Der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") werden nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit zugeordnet, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit halten will und kann; diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale") stellt beim DMG MORI-Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten und Optionen auf Anteilskäufe grundsätzlich nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Lässt sich der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltet im DMG MORI-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte ("held for trading") werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben den Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die ein aktiver Markt besteht, die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement") eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertete finanzielle Verbindlichkeiten ("financial liabilities at amortized cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading"). Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert. Nach IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden alle derivativen Finanzinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows). Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es - abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet: Fair Value Hedge Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hegdes wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Cashflow Hedge Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst. Fremdkapitalkosten Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d.h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 41 T€ (Vorjahr: 33 T€) und bei Sachanlagen Fremdkapitalkosten in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 352 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1% (Vorjahr: 1% bzw. 2%) herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst. Umsatzerlöse Umsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 "Revenue" mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern ist dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Gefahr auf den Kunden übergegangen ist. Außerdem muss der DMG MORI-Konzern die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Umsatzerlöse für Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Eine Erfassung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt nicht, da die Voraussetzungen des IAS 11 nicht erfüllt sind. Zinserträge werden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Zins- und Dividendenerträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen -vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen. 4. KONSOLIDIERUNGSKREIS ANZAHL DER VOLLKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN scroll 31.12.2016 31.12.2015 Inland 32 30 Ausland 63 65 Gesamt 95 95 Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 100 (Vorjahr: 100) Unternehmen. Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 94 (Vorjahr: 94) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Fünf Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2015 sind folgende Unternehmen zum Konsolidierungskreis hinzugekommen: ― TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), ― ISTOS GmbH, Bielefeld, ― DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, ― GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, ― GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI A.S., Istanbul (Türkei). Ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. des Erwerbs wurden die genannten Gesellschaften vollkonsolidiert. Im Folgenden sind die Details zur Gründung und Erwerb dargestellt: Am 4. Oktober 2016 erwarb die DMG MORI Italia S.r.l., Brembate di Sopra (Italien) 100% der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Der Kaufpreis betrug 2.140 T€. Mit dem Kauf der Gesellschaft wird das Vertriebs und Service Geschäft in Italien gebündelt. Am 1. Dezember 2016 gründete die DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld, die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, als 100%ige Tochtergesellschaft. Das Grundkapital beträgt 25 T€ und ist voll eingezahlt. Die neue Gesellschaft soll ab Januar 2017 als operative Holding für die Vertriebs und Service Standorte des DMG MORI-Konzerns tätig sein. Am 24. November 2016 gründete die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, die ISTOS GmbH, Bielefeld, als 100%ige Tochtergesellschaft. Das Grundkapital beträgt 1.000 T€ und ist voll eingezahlt. Die neue Gesellschaft ist im Geschäftsbereich Software Solutions tätig und soll durch vollständig integrierte Produktionsprozesse DMG MORI-Kunden und auch Firmen außerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie beim digitalen Wandel begleiten. Am 29. November 2016 gründete die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, als 51%ige Tochtergesellschaft. Die restlichen 49% der Anteile hält die LSG Building Solutions GmbH, Wien (Österreich). Das Grundkapital beträgt 25 T€ und ist voll eingezahlt. Die neue Gesellschaft ist im Geschäftsfeld Energy Solutions tätig. Am 15. Dezember 2016 gründete die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, die GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI A.S., Istanbul (Türkei), als 100%ige Tochtergesellschaft. Das Grundkapital beträgt 50 TTRY (13 T€) und ist eingezahlt. Die neue Gesellschaft ist im Geschäftsfeld Energy Solutions tätig. Mit Wirkung zum 7. Dezember 2016 erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), 40% der Anteile an der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Der Kaufpreis entsprach dem beizulegenden Zeitwert und betrug 140.356 T€. Er ist in 2017 zur Zahlung fällig. Im Dezember erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG jeweils 100% der Anteile an der MORI SEIKI International SA, Le Locle (Schweiz), zum Kaufpreis von 12.847 T€ sowie an der MORI SEIKI Europe AG, Winterthur (Schweiz), zum Kaufpreis von 6.407 T€ von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Die Kaufpreise sind in 2017 zahlbar. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden der MORI SEIKI International SA sowie der MORI SEIKI Europe AG wurden erstmalig zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Die MORI SEIKI International SA, die MORI SEIKI Europe AG und die DMG MORI Europe Holding AG wurden auf die DMG MORI Europe AG verschmolzen. Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IFRS 11 als gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") klassifiziert. Gemäß IFRS 11.24 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Der Anteilserwerb an den Gesellschaften erfolgte im Geschäftsjahr 2013. Sie werden seit August 2013 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen: ― Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan, ― Magnescale Europe GmbH, Wernau, ― Magnescale Americas, Inc., Davis, USA. Der Anteilserwerb an der folgenden Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2010: ― DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria, Australien. Unverändert zum Konzernabschluss 2015 wird die DMG MORI Australia Pty. Ltd. seit dem Anteilserwerb "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Daneben ist die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile in 2010 auch "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen. Veräußerung von Tochterunternehmen Mit Vertrag vom 24. Oktober 2016 sind 100% der Anteile an der Simon Solar S.r.l., Mailand (Italien), an einen externen Investor veräußert worden. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an dieser Gesellschaft wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Es sind sonstige langfristige Vermögenswerte in Höhe von 19.661 T€ sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 17.327 T€ abgegangen. Die erhaltene Gegenleistung betrug 10 T€. Insgesamt ist aus dem Verkauf der Anteile ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 2.324 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Ein anteiliger Firmenwert ist nicht abgegangen. DMG MORI hat zum 31. Dezember 2016 100% der Anteile an der DMG MORI Microset GmbH, Bielefeld, an einen externen Investor veräußert. Die Anteile sind seit dem Zeitpunkt der Übernahme vollkonsolidiert worden. Mit dem Verkauf der Anteile an dieser Gesellschaft wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Verkauf der Anteile ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 490 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Ein anteiliger Firmenwert in Höhe von 69 T€ ist abgegangen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 wurden 100% der Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH, Wiener Neudorf (Österreich), an einen externen Investor veräußert. Die Gesellschaft beinhaltete das Geschäft der Speichertechnik. Die Anteile sind seit dem Zeitpunkt der Übernahme vollkonsolidiert worden. Mit dem Verkauf der Anteile an dieser Gesellschaft wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaft ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 10.418 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Ein anteiliger Firmenwert in Höhe von 224 T€ ist abgegangen. Die jeweils erhaltenen Gegenleistungen, die aufgrund des Kontrollverlusts abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sowie die Veräußerungsergebnisse für die DMG MORI Microset GmbH und die GILDEMEISTER energy storage GmbH sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll GILDEMEISTER energy storage GmbH T€ DMG MORI Microset GmbH T€ Immaterielle Vermögenswerte 4.203 2 Geschäfts- oder Firmenwert 224 69 Sachanlagen 1.161 241 Vorräte 6.765 1.947 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte 3.212 2.660 Aktive latente Steuern 548 2 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 339 1 Veräußertes Vermögen 16.452 4.922 Rückstellungen 708 463 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.762 2.969 Latente Steuern 314 0 Veräußerte Schulden 2.784 3.432 Veräußertes Nettovermögen 13.668 1.490 Erhaltene Gegenleistung 3.250 1.000 Veräußerungsergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen -10.418 -490 Unternehmenszusammenschlüsse 2016 Im Geschäftsjahr 2016 haben im Rahmen der strukturellen Neuausrichtung Unternehmenszusammenschlüsse in den Märkten Schweiz und Italien stattgefunden. Mit Wirkung zum 4. Oktober 2016 erwarb die DMG MORI Italia S.r.l., Brembate die Sopra (Italien), 100% der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Mit dem Kauf dieser Gesellschaft soll das Vertriebs- und Servicegeschäft in Italien gebündelt werden. Die Gegenleistung für den Erwerb betrug 2.140 T€. Der Kaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2016 an den Verkäufer bezahlt. Die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Die Details sind der unten dargestellten Tabelle zu entnehmen. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 885 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 51 T€ wurden als Aufwand der Periode berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird im Anlagenspiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Seit dem 4. Oktober 2016 trug die TECNO CONTROL S.R.L. in Höhe von 2.585 T€ zusätzlich zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug 26 T€. Wäre der Erwerb der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L. bereits am 1. Januar 2016 einbezogen worden, wäre der Anteil am Ergebnis nach Steuern 164 T€ gewesen und die Umsatzerlöse hätten 10.145 T€ betragen. Mit Wirkung zum 7. Dezember 2016 erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), jeweils 100% der Anteile an der MORI SEIKI International SA, Le Locle (Schweiz), und der MORI SEIKI Europe AG, Winterthur (Schweiz), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Beide Gesellschaften wurden anschließend mit der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), verschmolzen. Mit dem Zusammenschluss soll das Vertriebs- und Servicegeschäft für unsere Produkte sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED in der Schweiz gebündelt werden. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der MORI SEIKI Europe AG betrug 6.407 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Details dazu sind in der unten dargestellten Tabelle aufgeführt. Die Zahlung des Kaufpreises steht zum 31. Dezember 2016 noch aus. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 53 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 23 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der MORI SEIKI International SA betrug 12.847 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Details dazu sind in der unten dargestellten Tabelle aufgeführt. Die Zahlung des Kaufpreises steht zum 31. Dezember 2016 noch aus. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 95 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 33 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Forderungen, welche sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammensetzen, besitzen einen beizulegenden Zeitwert von 1.671 T€ (TECNO CONTROL S.R.L.), 7.660 T€ (MORI SEIKI Europe AG) und 8.192 T€ (MORI SEIKI International SA). Die Bruttovertragswerte bei der TECNO CONTROL S.R.L. betragen 1.708 T€. Die im Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der vertraglichen Zahlungsströme, die nicht erwartet werden, beläuft sich auf 37 T€. Bei den beiden anderen Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert dem Bruttovertragswert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Unternehmenszusammenschlüssen sind steuerlich nicht abzugsfähig. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an den drei Gesellschaften erfolgt durch die Übertragung von Zahlungsmitteln. scroll TECNO CONTROL S.R.L. T€ MORI SEIKI Europe AG T€ MORI SEIKI International SA T€ Immaterielle Vermögenswerte 673 0 0 Sachanlagen 126 0 5.552 Vorräte 3.010 1.607 2.127 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.671 7.660 8.192 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 155 203 154 Aktive latente Steuern 321 0 151 Zahlungsmittel 266 0 5.444 Pensionsrückstellungen 0 0 698 Sonstige Rückstellungen 907 1.612 2.479 Finanzschulden 302 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.558 1.442 4.952 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 921 62 739 Passive latente Steuern 279 0 0 Nettovermögen 1.255 6.354 12.752 Mit dem Erwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 2.140 6.407 12.847 Nettovermögen 1.255 6.354 12.752 Geschäfts- oder Firmenwert 885 53 95 Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ist im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt. Unternehmenszusammenschlüsse 2015 Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine Unternehmenszusammenschlüsse. Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen Im Dezember 2016 erwarb DMG MORI einen Anteil von 40,0% an der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz) von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), und erhöhte damit seinen Anteil von 60,0% auf 100,0%. DMG MORI erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 106.524 T€ und eine Verringerung der Gewinnrücklagen von 33.832 T€ zum 31. Dezember 2016. scroll 31.12.2016 T€ Buchwert der nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital 106.524 Gezahlter Kaufpreis der nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital 140.356 Rückgang des Eigenkapitals der Aktionäre der DMG MORI AG -33.832 Im Juli 2016 erwarb DMG MORI zu einem Kaufpreis von 4.346 T€ einen Anteil von 33,0% an der DMG MORI CANADA INC., Vancouver (Kanada), von der Ellison Machinery Company Ltd., und erhöhte damit seinen Anteil von 67% auf 100%. DMG MORI erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 5.016 T€ und eine Erhöhung der Gewinnrücklagen von 670 T€. Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns, unterteilt in vollkonsolidierte Unternehmen, gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) sowie assoziierte Unternehmen ist auf den Seiten 173 ff. dargestellt. 5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs - soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse - in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt: WÄHRUNGEN scroll Stichtagskurs = 1 € Durchschnittskurs = 1 € ISO-CODE 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015 Australische Dollar AUD 1,45960 1,48970 1,48557 1,48361 Brasilianische Real BRL 3,43050 4,31170 3,85714 3,70242 Kanadische Dollar CAD 1,41880 1,51160 1,46297 1,42361 Schweizer Franken CHF 1,07390 1,08350 1,09028 1,07518 Chinesische Renminbi CNY 7,32020 7,06080 7,31992 6,99236 Tschechische Kronen CZK 27,02100 27,02300 27,04085 27,30531 Britisches Pfund GBP 0,85618 0,73395 0,81587 0,72841 Indische Rupien INR 71,59350 72,02150 74,03252 71,44871 Japanische Yen JPY 123,40000 131,07000 121,25846 134,52308 Koreanische Won KRW 1.269,36000 1.280,78000 1.279,98385 1.259,67308 Mexikanische Pesos MXN 21,77190 18,91450 20,54580 17,68576 Malayische Ringgit MYR 4,72870 4,69590 4,57392 4,33787 Polnische Zloty PLN 4,41030 4,26390 4,36590 4,19092 Russische Rubel RUB 64,30000 80,67360 73,87562 69,04266 Singapur Dollar SGD 1,52340 1,54170 1,52558 1,52878 Taiwan Dollar TWD 34,04532 35,75405 35,61428 35,35192 US-Dollar USD 1,05410 1,08870 1,10205 1,11298 Quelle: Europäische Zentralbank, Frankfurt / Main ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 6. UMSATZERLÖSE Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse: scroll 2016 T€ 2015 T€ Deutschland 737.069 762.079 EU (ohne Deutschland) 815.179 777.793 USA 159.092 154.443 Asien 390.315 417.701 Übrige Länder 164.054 192.705 2.265.709 2.304.721 Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 102 f. und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf den Seiten 64 ff. 7. AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten. 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE scroll 2016 T€ 2015 T€ PERIODENFREMDE ERTRÄGE Auflösung von Rückstellungen 12.751 11.195 Auflösung von Wertberichtigungen 2.480 3.915 Gewinne aus Anlagenabgängen 1.931 1.422 Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen 39 46 Übrige periodenfremde Erträge 3.780 2.494 20.981 19.072 ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Kurs- und Währungsgewinne 39.171 65.928 Kostenerstattungen und Weiterbelastungen 22.423 24.286 Schadenersatzleistungen 1.116 1.099 Vermietung und Verpachtung 444 961 Zulagen und Zuschüsse 513 205 Übrige 12.104 18.348 75.771 110.827 Gesamt 96.752 129.899 Die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen betreffen eine Vielzahl von in Vorjahren gebildeten und nicht vollständig verbrauchten Rückstellungen und Wertberichtigungen. Eine Untergliederung der Auflösung von Rückstellungen finden Sie im Rückstellungsspiegel. Im Geschäftsjahr 2016 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 436 T€ (Vorjahr: 4.673 T€). In den Erträgen aus Kostenerstattungen und Weiterbelastungen sind Erträge aus der Weiterbelastung von Marketingkosten an die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 10.210 T€ (Vorjahr: 12.496 T€) enthalten. Die übrigen Erträge enthalten in Höhe von 651 T€ (Vorjahr: 380 T€) Erträge aus Untermietverhältnissen, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist. 9. MATERIALAUFWAND Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung. 10. PERSONALAUFWAND Für das Geschäftsjahr 2016 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung 10.498 T€ (Vorjahr: 14.588 T€). Auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 9.873 T€ (Vorjahr: 13.584 T€); davon auf das Fixum 2.134 T€ (Vorjahr: 2.851 T€) und 4.638 T€ auf das STI (Vorjahr: 5.740 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 371 T€ (Vorjahr: 3.590 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 2.665 T€ (Vorjahr: 1.276 T€). Die Sachbezüge betrugen 65 T€ (Vorjahr: 127 T€). Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 7.933 T€ Abfindungszahlungen aufwandswirksam erfasst. Neben der direkten Vergütung wurden als indirekte Vergütung 625 T€ (Vorjahr: 1.004 T€) für Pensionszusagen aufgewendet. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.088 T€ (Vorjahr: 605 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 35.330 T€ (Vorjahr: 11.584 T€) gebildet worden. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 31 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 33 ff. zu finden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2016 im Konzern auf 27.524 T€ (Vorjahr: 26.410 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 22.991 T€ (Vorjahr: 22.498 T€). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll Durchschnittliche Anzahl Stand am Bilanzstichtag 2016 2015 31.12.2016 31.12.2015 Lohnempfänger 1.660 1.803 1.592 1.798 Gehaltsempfänger 5.442 5.231 5.372 5.344 Auszubildende 294 282 318 320 11. ABSCHREIBUNGEN Eine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN scroll 2016 T€ 2015 T€ PERIODENFREMDE AUFWENDUNGEN Verluste aus Anlagenabgängen 1.569 276 Sonstige Steuern 578 173 Übrige periodenfremde Aufwendungen 2.953 1.474 5.100 1.923 ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Ausgangsfrachten, Verpackungen 59.154 57.704 Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen 48.786 55.738 Sonstige fremde Dienstleistungen 46.682 39.140 Reise- und Repräsentationsaufwendungen 45.373 48.265 Kurs- und Währungsverluste 38.735 61.255 Mieten, Pachten und Leasing 35.232 34.205 Vertriebsprovisionen 28.543 32.608 Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter 24.355 29.046 Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen 21.742 26.036 Sonstige Personalaufwendungen 15.814 15.904 Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten 10.777 11.352 Zuführungen zu Rückstellungen 10.459 8.444 Wertminderungen von Forderungen 7.838 8.902 Versicherungen 7.188 7.670 Sonstige Steuern 5.266 5.436 Lizenzen und Warenzeichen 2.138 1.757 Investor- und Public-Relations 2.132 2.813 Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 2.072 2.527 Übrige 42.583 31.218 454.869 480.020 Gesamt 459.969 481.943 Die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hierin enthalten sind Aufwendungen für das Produktmarketing sowie unsere Marketingaktivitäten. Anteilig werden Aufwendungen für Messen und andere gemeinsame Marketingaktivitäten auch an die DMG MORI COMPANY LIMITED weiterbelastet ( "sonstige betriebliche Erträge"). Die Kurs- und Währungsverluste sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 436 T€ (Vorjahr: 4.673 T€). Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Gewährleistungen. Die Vertriebsprovisionen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und sind abhängig vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen. In den übrigen anderen betrieblichen Aufwendungen sind die Verluste aus dem Abgang der Tochtergesellschaften in Höhe von 13.232 T€ enthalten. Darüber hinaus sind in den übrigen Aufwendungen Effekte aus der Wertanpassung von Vermögenswerten in Höhe von 3.733 T€ enthalten, die im Rahmen der Neuausrichtung und Konzentration auf das Kerngeschäft entstanden sind (Details siehe Seite 138). Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind anteilig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Personalaufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2016 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 1.629 T€ (Vorjahr: 1.601 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 31 ff. zu finden. 13. FINANZERTRÄGE Im DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 2.846 T€ (Vorjahr: 41.397 T€) entstanden. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einem Ertrag in Höhe von 37.841 T€, der aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED entstanden ist. Im Vorjahr war in der Position eine Dividendenausschüttung der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 2.446 T€ enthalten. 14. FINANZAUFWENDUNGEN Die Zinsaufwendungen in Höhe von 8.051 T€ (Vorjahr: 7.987 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Factoring des Konzerns. In den Finanzaufwendungen ist in Höhe von 814 T€ (Vorjahr: 775 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Daneben sind hier 100 T€ (Vorjahr: 195 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Daneben ist im Geschäftsjahr eine Wertminderung auf einen finanziellen Vermögenswert ("Zur Veräußerung gehalten") in Höhe von 3.535 T€ vorgenommen worden, die hier ausgewiesen wird. In den sonstigen Finanzaufwendungen wird der Aufwand in Höhe von 580 T€ aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die in 2016 neu abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Im Vorjahr ist aus der planmäßigen Amortisation von Transaktionskosten ein Aufwand von 838 T€ sowie ein außerplanmäßiger Aufwand aufgrund der vorzeitigen Ablösung der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 559 T€ entstanden. 15. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 681 T€ (Vorjahr: 640 T€). Hier ist im Wesentlichen der im Geschäftsjahr 2016 entstandene anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 449 T€ (Vorjahr: 412 T€) sowie ein Ertrag in Höhe von insgesamt 296 T€ (Vorjahr: 92 T€) enthalten, der aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), resultiert. Daneben ist hier der anteilige Verlust am Ergebnis der DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria (Australien), im Geschäftsjahr in Höhe von 64 T€ (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 137 T€) ausgewiesen. 16. ERTRAGSTEUERN In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll 2016 T€ 2015 T€ Laufende Steuern 51.504 57.115 Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr 45.013 52.792 Steuererträge für Vorjahre -1.014 -355 Steueraufwendungen für Vorjahre 7.505 4.678 Latente Steuern -4.868 561 Verlustvorträge 3.573 -2.361 Temporäre Differenzen -8.441 2.922 46.636 57.676 Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2016 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5%. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8%. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0% (Vorjahr: 13,8%) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8% (Vorjahr: 29,6%). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 19% und 34%. Ein Betrag von 1.014 T€ (Vorjahr: 355 T€) resultierte im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 7.505 T€ (Vorjahr: 4.678 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten. Laufende Steuern im Zusammenhang mit der Einstellung von Geschäftsbereichen oder nicht operativen Geschäftstätigkeiten ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Aufgrund der Beibehaltung der Bilanzierungsmethoden ergab sich kein zusätzlicher Steueraufwand oder -ertrag. Wesentliche Fehler der Vergangenheit lagen nicht vor, so dass sich hieraus keine Einflüsse ergaben. Aus Unternehmenszusammenschlüssen ergaben sich im Geschäftsjahr im Saldo aktive latente Steuern in Höhe von 193 T€ (Vorjahr: keine). Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 2.577 T€ (Vorjahr: 78 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente sowie die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne. Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen: scroll 2016 T€ 2015 T€ Ergebnis vor Ertragsteuern 94.120 217.261 Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent 29,8 29,6 Erwarteter Steuerertrag / -aufwand 28.048 64.309 Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -3.957 -5.394 Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen 702 725 Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -474 -11.674 Steuerliche Verlustvorträge 3.573 -2.704 Nichtansatz temporäre Differenzen / latente Steuern Vorjahre 6.606 2.997 Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 6.669 5.446 Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre 6.491 4.323 Sonstige Anpassungen -1.022 -352 Ertragsteuern 46.636 57.676 Die Veränderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 5.695 T€ (Vorjahr: 2.135 T€) sowie Korrekturen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 3.425 T€ (Vorjahr: 0 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 5.547 T€ (Vorjahr: 4.839 T€) genutzt bzw. aktiviert werden. Die Ertragsteueraufwendungen und -erträge entfallen ausschließlich auf die operative Geschäftstätigkeit im DMG MORI-Konzern. Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 46.636 T€ (Vorjahr: 57.676 T€) ist um 18.588 T€ höher (Vorjahr: um 6.633 T€ niedriger) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 28.048 T€ (Vorjahr: 64.309 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2016 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,8% (Vorjahr: 29,6%) auf Konzernebene ergeben würde. Im Vorjahr resultierte die Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge in Höhe von 10.641 T€ aus dem Verkauf sämtlicher Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. 17. AUF NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE ENTFALLENDES JAHRESERGEBNIS Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 2.664 T€ (Vorjahr: 10.189 T€). In der Position sind im Wesentlichen die anteiligen Ergebnisse von nicht beherrschenden Anteilen an der DMG MORI SEIKI CANADA INC., an der DMG MORI MEXICO S.A. de C.V., der DMG MORI India Pvt. Ltd. sowie anteilig bis zum Erwerbszeitpunkt der restlichen 40% der Anteile die Ergebnisse von der DMG MORI Europe AG enthalten. 18. ERGEBNIS JE AKTIE Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt: scroll 2016 2015 Konzernergebnis ohne auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Jahresüberschuss T€ 44.820 149.396 Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994 78.817.994 Ergebnis je Aktie € 0,57 1,90 Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 47.484 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 2.664 T€ verringert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 0,57 € (Vorjahr: 1,90 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ 19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 135.417 T€ (Vorjahr: 134.335 T€). Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro sowie der Veränderung des Konsolidierungskreises. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 24.467 T€ (Vorjahr: 29.221 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 38.525 T€ (Vorjahr: 37.660 T€). In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten. Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf der Seite 59 erläutert. 20. SACHANLAGEN Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf der Seite 59 erläutert. Die Währungsänderung in Höhe von 19,7 MIO € (Vorjahr: -4,3 MIO €) zwischen den Bilanzstichtagen ist im Konzern-Anlagenspiegel unter "Sonstige Veränderungen" ausgewiesen. DMG MORI hat für eine Anlage zur Erzeugung von Strom eine Wertminderung identifiziert, die sich aus der Erwartung einer geänderten Produktivität und geänderten Marktpreisen ergibt. Die Überprüfung des erzielbaren Betrags führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 4.748 T€, der dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wird. Der zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor nach Steuern betrug 5,3%. Der erzielbare Betrag entsprach hierbei dem Nutzungswert. Die Berechnung des Nutzungswertes beruht auf Annahmen zur zukünftigen Produktivität sowie zur Entwicklung der Marktpreise, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet wurden. Die Ermittlung des Fair Value abzüglich Veräußerungskosten gemäß IFRS 13 wurde beachtet. Für Sachanlagen wurden im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von 1.860 T€ erfasst, die aus zukünftig geringer erwarteten Erträgen resultieren und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" berücksichtigt wurden. Zuschreibungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von 44.422 T€ sind durch Grundpfandrechte in Höhe von 17.985 T€ (Vorjahr: 18.431 T€) zur Sicherung von Finanzschulden belastet. In den Sachanlagen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von 2.274 T€ (Vorjahr: 2.660 T€) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen sind. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliedern sich wie folgt auf: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Grundstücke und Bauten 0 0 Technische Anlagen und Maschinen 1.035 1.371 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.239 1.289 2.274 2.660 21. BETEILIGUNGEN Die Entwicklung der Beteiligungen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Der Ausweis der Beteiligungen betrifft in Höhe von 270 T€ Anteile an der VR Leasing Frontania GmbH & CO. KG, in Höhe von 83 T€ Anteile an der Pro-Micron GmbH & CO. KG Modular System. Auf diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält 19% der Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., Davis, USA, die im Rahmen der Sachkapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2013 erworben wurden. Es wird kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt. Die fortgeführten Anschaffungskosten zum 31. Dezember 2016 betrugen 21.415 T€ (Vorjahr: 21.415 T€). Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte anhand zukünftiger Cashflows, die aus der Planung der Gesellschaft abgeleitet wurden. Dabei wurde in der Planung von steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem WACC von 7,58% diskontiert. Daneben ist die GILDEMEISTER energy solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, beteiligt. Der Anteil beträgt 40% und hat zum Stichtag einen beizulegenden Zeitwert wie im Vorjahr von 21 T€. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Beteiligungen erfasst. Eine Übersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2016 ist auf den Seiten 173 ff. aufgeführt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld. Nachdem die DMG MORI COMPANY LIMITED Anfang April 2016 ihre Beteiligung auf 76,03% erhöht hatte, wurde zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100%igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat außerdem mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen: ― DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, ― GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen: ― DECKEL MAHO Pfronten GmbH, ― GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, ― DECKEL MAHO Seebach GmbH, ― DMG MORI Spare Parts GmbH, ― DMG MORI Software Solutions GmbH (vorher: DMG Electronics GmbH). Daneben besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der DECKEL MAHO Pfronten GmbH und der SAUER GmbH. Die DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER hat mit folgenden Tochterunternehmen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen: ― DMG MORI Deutschland GmbH, ― GILDEMEISTER energy solutions GmbH, ― DMG MORI Services GmbH. Die DMG MORI Services GmbH hat mit folgenden Tochterunternehmen einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen: ― DMG MORI Global Service Turning GmbH, ― DMG MORI Global Service Milling GmbH, ― DMG MORI Academy GmbH, ― DMG MORI Microset GmbH (bis 31.12.2016), ― DMG MORI Systems GmbH, ― DMG MORI Used Machines GmbH. Die DMG MORI Deutschland GmbH hat mit folgenden Tochterunternehmen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen: ― DMG MORI Stuttgart GmbH, ― DMG MORI München GmbH, ― DMG MORI Hilden GmbH, ― DMG MORI Bielefeld GmbH, ― DMG MORI Berlin GmbH, ― DMG MORI Frankfurt GmbH, ― DMG MORI Hamburg GmbH. 22. ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN Die folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen: scroll 31.12.2016 31.12.2015 Kapitalanteil % Buchwert T€ Kapitalanteil % Buchwert T€ DMG MORI Australia Pty. Ltd. 50,0 0 50,0 1.995 DMG MORI Finance GmbH 42,6 9.816 42,6 9.366 Magnescale Co. Ltd. 44,1 36.272 44,1 35.976 46.088 47.337 Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten. Die Kapitalanteile haben sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Ausnahme nicht geändert. Die DMG MORI Australia Pty. Ltd. ist als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen klassifiziert. Der Buchwert zum 31.12.2016 ist im Gegensatz zum Vorjahr mit 0 T€ ausgewiesen, da das das Joint Venture DMG MORI Australia Pty. Ltd. Teil der Veräußerungsgruppe ist, die in 2017 veräußert wird. Der Buchwert wurde entsprechend in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert. Die Magnescale Co. Ltd. und die DMG MORI Finance GmbH sind als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" auf Seite 133 dargestellt. Die Beteiligung an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), und Hersteller von hochpräzisen Positionsmesstechnologien, mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc. Davis (USA), in Höhe von 44,1% schätzen wir als wesentlich ein. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte anhand zukünftiger Cashflows, die aus der Planung der Gesellschaft abgeleitet wurden. Dabei wurde in der Planung von steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem WACC von 7,43% diskontiert. Die wesentlichen Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind für alle drei Gesellschaften zusammengefasst in der folgenden Tabelle separat dargestellt. MAGNESCALE CO. LTD. scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Kurzfristige Vermögenswerte 35.867 32.990 Langfristige Vermögenswerte 60.936 64.058 Kurzfristige Verbindlichkeiten 15.665 18.181 Langfristige Verbindlichkeiten 15.619 16.944 Umsatzerlöse 73.108 64.725 Jahresergebnis 671 208 Die Werte des anderen assoziierten Unternehmens, der DMG MORI Finance GmbH, sind darüber hinaus in den folgenden Tabellen zusammengefasst. Im Vorjahr war zusätzlich die DMG MORI Australia Pty. Ltd. enthalten. scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Kurzfristige Vermögenswerte 169.145 162.275 Joint Arrangements 0 8.458 Assoziierte Unternehmen 169.145 153.817 Langfristige Vermögenswerte 204.361 164.222 Joint Arrangements 0 182 Assoziierte Unternehmen 204.361 164.040 Kurzfristige Verbindlichkeiten 339.214 274.539 Joint Arrangements 0 4.996 Assoziierte Unternehmen 339.214 269.543 Langfristige Verbindlichkeiten 11.223 14.081 Joint Arrangements 0 0 Assoziierte Unternehmen 11.223 14.081 scroll 2016 T€ 2015 T€ Umsatzerlöse 100.796 88.900 Joint Arrangements 0 12.969 Assoziierte Unternehmen 100.796 75.931 Jahresergebnis 1.057 1.241 Joint Arrangements 0 274 Assoziierte Unternehmen 1.057 967 Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt: scroll 31.12.2016 T€ Magnescale Co. Ltd. 31.12.2016 T€ DMG MORI Finance GmbH Nettobuchwert zum 1.1. 64.848 22.012 Ergebnis nach Steuern 671 1.057 Nettobuchwert zum 31.12. 65.519 23.069 Anteiliges Eigenkapital 28.907 9.816 Konsolidierung / Sonstiges 7.365 0 Buchwert des at equity-Ansatzes 36.272 9.816 23. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 978 517 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.673 10.808 Sonstige langfristige Vermögenswerte 17.076 38.948 25.727 50.273 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Forderungen aus Factoring 0 1.745 Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 470 906 Debitorische Kreditoren 0 37 Übrige finanzielle Vermögenswerte 7.203 8.120 7.673 10.808 In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen an einer Gesellschaft in Höhe 3.005 T€ enthalten (Vorjahr: 6.540 T€). Im Geschäftsjahr ist eine Wertminderung in Höhe von 3.535 T€ vorgenommen worden, die im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Steuererstattungsansprüche 1.836 1.012 Übrige Vermögenswerte 15.240 37.936 17.076 38.948 In den Steuererstattungsansprüchen sind keine Forderungen für Ertragssteuer enthalten. In den übrigen Vermögenswerten sind in Höhe von 14.695 T€ (Vorjahr: 36.486 T€) Vermögenswerte von Projektgesellschaften ausgewiesen, die Solarparks betreiben. Eine wesentliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Verkauf einer Projektgesellschaft und deren Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2016. Der Buchwert für die verbliebenen Vermögenswerte der Projektgesellschaften ist dem Segment "Industrielle Dienstleistungen" zugeordnet. Im Geschäftsjahr wurde eine Wertminderung in Höhe von 3.733 T€ (Vorjahr: 0 T€), die unter den "Sonstigen betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen wurde, erfasst. DMG MORI hat Indikatoren für eine Wertminderung identifiziert. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und wurde aus einer Preisindikation eines potenziellen Investors abgeleitet. Gemäß IFRS 13 wurden die Vermögenswerte in der Bewertungshierarchie der Stufe 3 zugeordnet. 24. VORRÄTE Die Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 202.076 196.365 Unfertige Erzeugnisse 111.570 125.612 Fertige Erzeugnisse und Waren 177.994 197.619 Geleistete Anzahlungen 13.401 2.663 505.041 522.259 In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 29.480 T€ (Vorjahr: 33.620 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben haben. Von den am 31. Dezember 2016 bilanzierten Vorräten wurden 122.924 T€ (Vorjahr: 121.490 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 23.229 T€ (Vorjahr: 15.399 T€) im Materialaufwand erfasst. Hierin sind Wertminderungen für Vorräte in Höhe von 4.900 T€ enthalten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung entstanden sind und bei denen DMG MORI davon ausgeht, dass diese nicht mehr verwendet werden können. Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 2.930 T€ (Vorjahr: 3.845 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst. 25. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 194.394 192.368 Forderungen gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 4.276 7.054 Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 166.448 41.308 Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 188 163 365.306 240.893 In den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen sind Forderungen gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 21.373 T€ und eine Forderung gegenüber der DMG MORI GmbH aus der Darlehensvergabe in Höhe von 120.000 T€ enthalten. Das Darlehen wird zu marktüblichen Konditionen verzinst. Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 77.500 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 87.673 T€ (Vorjahr: 85.500 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 57.119 T€ (Vorjahr: 67.786 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten. Die Analyse der Werthaltigkeit der lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellt sich wie folgt dar: scroll davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig Buchwert T€ davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig T€ bis zu 3 Monaten T€ zwischen 3 und 6 Monaten T€ zwischen 6 und 12 Monaten T€ über 1 Jahr T€ Forderungen 31.12.2016 366.284 334.913 21.338 3.667 2.586 2.340 Forderungen 31.12.2015 241.410 209.176 21.898 3.412 929 3.795 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die kumulierten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht wertberichtigt 364.844 239.210 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigung 16.917 16.836 Kumulierte Wertberichtigungen 15.477 14.636 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wertberichtigt 1.440 2.200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 366.284 241.410 Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll 2016 T€ 2015 T€ Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 14.636 17.230 Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 4.726 2.319 Verbrauch -1.405 -999 Auflösungen -2.480 -3.914 Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 15.477 14.636 In den Zuführungen sind Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 2.800 T€ (davon 2.300 T€ aus dem Ausland) enthalten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung entstanden sind. Bei diesen Forderungen kann nicht mehr davon ausgegange werden, dass der Zahlungseingang noch erfolgt. In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: scroll 2016 T€ 2015 T€ Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 3.112 6.583 Erträge aus dem Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen 39 46 Im Vorjahr waren in den Aufwendungen für ausgebuchte Forderungen 5.582 T€ aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen enthalten. Die Erträge aus dem Zahlungseingang für ausgebuchte Forderungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen. 26. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 63.353 64.604 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 51.472 52.246 114.825 116.850 Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Diskontierte Kundenwechsel 18.217 12.876 Forderungen aus Factoring 14.075 16.821 Debitorische Kreditoren 7.518 6.024 Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 3.342 4.404 Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen 3.250 496 Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente 913 1.385 Forderungen an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter 790 270 Kredite an Fremde 472 428 Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14.776 21.900 63.353 64.604 Wertberichtigungen oder Ausbuchungen von sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt. Die Analyse der Werthaltigkeit der sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellt sich wie folgt dar: scroll davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig Buchwert T€ davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig T€ bis zu 3 Monaten T€ zwischen 3 und 6 Monaten T€ zwischen 6 und 12 Monaten T€ über 1 Jahr T€ Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2016 71.026 65.595 160 20 18 224 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2015 75.412 64.691 862 29 6 322 Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Steuererstattungsansprüche 33.528 35.387 Vorauszahlungen 5.339 3.318 Übrige Vermögenswerte 12.605 13.541 51.472 52.246 Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. 27. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 396.725 T€ (Vorjahr: 552.127 T€). Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 93 dargestellt. 28. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE Zum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung an den Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien auf die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Die Entscheidung zur Übertragung der Beherrschung wurde vom Vorstand im Dezember 2016 getroffen worden. Im Rahmen der Neuausrichtung werden diese Gesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2017 von der DMG MORI COMPANY LIMITED geführt und konsolidiert. Die Veräußerung der Anteile an den betreffenden Gesellschaften ist in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2017 geplant. Sämtliche Gesellschaften gehören zum Segment "Industrielle Dienstleistungen". Daher wurden zum 31. Dezember 2016 die betroffenen Tochtergesellschaften (s. Details auf Seite 120) als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Gesellschaften wurden in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert. Die Umgliederungen der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie der Finanzanlagen sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens unter "Sonstige Veränderungen" ausgewiesen. Die Veräußerungsgruppe wurde zu ihrem Buchwert angesetzt. Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung entstanden nicht. Es sind kumulative Erträge in Höhe von 1.280 T€ im Sonstigen Ergebnis enthalten, die in Verbindung mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten stehen. Die folgenden Tabellen stellen die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Einzelnen dar: scroll 31.12.2016 T€ Immaterielle Vermögenswerte 4.574 Sachanlagen 25.783 Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 1.941 Vorräte 23.604 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 27.956 Aktive latente Steuern 2.132 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 30.597 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 116.587 scroll 31.12.2016 T€ Rückstellungen 9.135 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 26.933 Passive latente Steuern 543 Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 36.611 29. LATENTE STEUERN Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen: scroll 31.12.2016 31.12.2015 aktiv T€ passiv T€ aktiv T€ passiv T€ 2016 Latenter Steueraufwand/ -ertrag T€ 2015 Latenter Steueraufwand/ -ertrag T€ Immaterielle Vermögenswerte 18.704 10.149 9.746 10.351 8.227 57 Sachanlagen 8.501 4.438 8.083 3.860 -136 -1.261 Finanzanlagen 0 9 3 73 61 -181 Vorräte 17.190 1.469 15.336 1.262 1.884 2.269 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 11.536 6.569 8.957 6.391 2.504 -222 Rückstellungen 11.071 5.467 10.914 3.267 -3.867 -90 Verbindlichkeiten 11.450 1.368 12.456 1.544 -232 -3.494 Steuerliche Verlustvorträge 6.306 - 10.729 - -3.573 2.361 84.758 29.469 76.224 26.748 Saldierungen -26.494 -26.494 -22.824 -22.824 Gesamt 58.264 2.975 53.400 3.924 4.868 -561 Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8% (Vorjahr: 29,6%). Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 6.306 T€ (Vorjahr: 10.729 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Für inländische Gesellschaften außerhalb des Organkreises bestanden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 78 T€ (Vorjahr: 71 T€). Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 6.228 T€ (Vorjahr: 10.658 T€). Im Berichtsjahr wurden 706 T€ (Vorjahr: 3.853 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert und 2.795 T€ (Vorjahr: 1.203 T€) mit laufendem steuerlichen Einkommen verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 86.749 T€ (Vorjahr: 74.207 T€), von denen 60.693 T€ (Vorjahr: 31.147 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 25.723 T€ (Vorjahr: 17.000 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 31.269 T€ (Vorjahr: 6.927 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 3.701 T€ (Vorjahr: 7.220 T€) in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren. In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 4.321 T€ (Vorjahr: 11.832 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird. Bei einer chinesischen Tochtergesellschaft wurde in diesem Zusammenhang ein latenter Steuranspruch von 3.229 T€ aktiviert. Aufgrund der umgesetzten Neuausrichtung auf dem chinesischen Markt gehen wir davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen erzielt wird. Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 19.530 T€ (Vorjahr: 16.756 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern veränderten sich zum Bilanzstichtag um 2.577 T€ auf 11.309 T€ (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 8.732 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 11.014 T€ (Vorjahr: 8.674 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von 295 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 58 T€) zusammen. 30. EIGENKAPITAL Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 96 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Juni 2015) entnommen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) hinsichtlich eines Teilbetrages von bis zu 5.000.000,00 € zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen, b) bei Sachkapitalerhöhung gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Überlassung von Aktien zu erwerben, c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Fassung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen. Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und c) ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent Grenze sind solche Aktien zuzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 15. Mai 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten von ihren Optionsbeziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren. Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden. GEWINNRÜCKLAGEN UND ANDERE RÜCKLAGEN Gesetzliche Rücklage Der Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 680.530 €. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen. Andere Rücklagen In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2016 295 T€ (Vorjahr: 58 T€). Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2016 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Gewinnverwendung Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres. Im Geschäftsjahr wurde zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten. Das Geschäftsjahr 2016 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 41.096.790,86 € (Vorjahr Jahresüberschuss: 47.059.426,56 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern. Der handelsrechtliche Bilanzgewinn der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt unverändert 1.477.896 €. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Dividende von 0,60 € je Aktie ausgeschüttet und für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,55 € je Aktie. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 39.905 T€ (Vorjahr: 146.575 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Erwerb des 40%-Anteils an der DMG MORI Europe AG im Dezember 2016. DMG MORI erhöhte damit seinen Anteil von 60% auf 100%. Ein weiterer Effekt resultiert aus dem Erwerb von 33% der Anteile an der DMG MORI CANADA INC., Vancouver, (Kanada). DMG MORI erhöhte damit seinen Anteil von 67% auf 100%. ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORI-Konzern eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Vorstands ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Der Finanzmittelüberschuss wird dabei ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. scroll 31.12.2016 31.12.2015 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente T€ 396.725 552.127 Finanzschulden T€ 54.618 51.793 Finanzmittelüberschuss T€ 342.107 500.334 Summe Eigenkapital T€ 1.187.663 1.357.474 Eigenkapitalquote % 50,8 59,4 Gearing % - - Die Summe des Eigenkapitals ist absolut um 169.811 T€ gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015, die Berücksichtigung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr 2016 und den Erwerb des 40%-Anteils an der DMG MORI Europe AG zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2016 betrug 50,8% (Vorjahr: 59,4%). 31. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u.a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie. Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 4.533 T€ im Geschäftsjahr 2016 (Vorjahr: 3.912 T€). Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet. Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Für Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT werden individuelle beitragsorientierte Versorgungspläne vereinbart. Die Beiträge hierfür betrugen im Geschäftsjahr 460 T€ (Vorjahr: 385 T€). Darüber hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage) Risiko. Im DMG MORI-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüblichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Den Berechnungen zum Geschäftsjahresende liegen die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde. In Deutschland basieren die Annahmen auf der Sterbetabelle "Heubeck 2005G". In der Schweiz wurde die Sterblichkeit auf Basis der "BVG, Generationentafeln" berücksichtigt. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll Deutschland 2016 % Rest der Welt 2016 % Deutschland 2015 % Rest der Welt 2015 % Diskontierungszinssatz 1,26 0,62 2,03 0,84 Gehaltstrend 0,00 1,00 0,00 1,00 Rententrend 2,00 0,00 2,00 0,00 Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für die Gesellschaften in der Schweiz wurde eine zukünftige Gehaltssteigerung von 1% berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.015 T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen 36.840 2.347 35.025 1.681 + Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 20.058 25.859 15.242 23.464 - Zeitwert des Planvermögens -16.429 -19.803 -16.108 -18.518 = Nettowert der bilanzierten Beträge am Stichtag 40.469 8.403 34.159 6.627 davon Pensionen 47.574 41.652 davon Vermögenswerte (-) 0 -866 davon gem. IFRS 5 Umgliederung in "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte" 1.298 0 Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus folgenden börsennotierten Werten zusammen: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 172 T€ bzw. 0,48% (Vorjahr: 383 T€ bzw. 1,10%), Aktien in Höhe von 1.711 T€ bzw. 4,72% (Vorjahr: 1.858 T€ bzw. 5,37%), Obligationen in Höhe von 3.836 T€ bzw. 10,59% (Vorjahr: 3.8 99 T€ bzw. 11,26%), Immobilien in Höhe von 1.298 T€ bzw. 3,58% (Vorjahr: 1.366 T€ bzw. 3,95%) sowie aus qualifizierenden Versicherungsverträgen. Die nicht börsennotierten anderen Vermögenswerte betrugen 29.216 T€ bzw. 80,64% (Vorjahr: 27.120 T€ bzw. 78,32%). Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 236 T€ (Vorjahr: 194 T€). Die Überdeckung (als Vermögenswert erfasster Betrag) in Höhe von 866 T€ wurde im Vorjahr unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Berichtsjahr gab es keine Überdeckung. Der Zeitwert des Planvermögens lässt sich wie folgt herleiten: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Fair Value des Vermögens Anfang des Jahres 16.108 18.518 7.772 14.115 + Gezahlte Beiträge 1.263 2.343 8.227 2.217 +/- Erhaltene / Gezahlte Leistungen -1.637 -2.519 -264 815 +/- Zinsertrag aus Planvermögen 322 149 311 207 +/- Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 373 -608 62 -386 +/- Unternehmenszusammenschlüsse / Veräußerungen / Transfers 0 2.094 0 0 +/- Erträge (-) und Verluste (+) aus Abgeltung 0 -335 0 0 +/- Wechselkursänderungen 0 161 0 1.550 = Fair Value des Vermögens Ende des Jahres 16.429 19.803 16.108 18.518 Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen. Die Erhöhung der gezahlten Beiträge gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Einzahlung in eine Rückdeckungsversicherung im Geschäftsjahr. Die Erträge bzw. Verluste aus Abgeltung resultieren aus dem Abgang von Mitarbeitern bei Tochtergesellschaften in der Schweiz. Von den Verpflichtungen für Pensionen in Höhe von 85.104 T€ (Vorjahr: 75.412 T€) entfallen 56.898 T€ (Vorjahr: 50.266 T€) auf inländische Konzerngesellschaften; dies entspricht rd. 67% des Gesamtbetrages (Vorjahr: rd. 67%) und 28.205 T€ bzw. 33% (Vorjahr: 25.146 T€ bzw. 33%) auf ausländische Konzerngesellschaften. Die Veränderungen der Barwerte gegenüber dem Vorjahr resultieren aus der Veränderung des Zeitwertes des Planvermögens sowie der geänderten Zahl der berücksichtigten Rentner. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 35.330 T€ (Vorjahr: 11.584 T€) gebildet worden. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert daraus, dass der Betrag für ein im vorherigen Geschäftsjahr noch aktives Mitglied des Vorstandes zum 31. Dezember 2016 unter den ehemaligen Vorstandsmitgliedern ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 4.029 T€ (Vorjahr: 4.357 T€), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll 2016 T€ 2015 T€ Laufender Dienstzeitaufwand 3.114 3.109 + nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 431 503 +/- Erträge (-) und Verluste aus Abwicklungen/Kürzungen -243 0 +/- Nettozinskomponente 727 745 = Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne 4.029 4.357 Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile: scroll Leistungsorientierte Verpflichtung 2016 2015 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2016 Deutschland T€ Rest der Welt T€ Deutschland T€ Rest der Welt T€ Deutschland T€ Rest der Welt T€ Stand zum 1. Januar 50.266 25.146 51.001 18.691 -16.108 -18.518 Erfasst im Gewinn oder Verlust Laufender Dienstzeitaufwand 650 2.464 619 2.490 0 0 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 606 -175 802 -299 0 0 Effekte aus Abgeltung 0 -243 0 0 0 0 Zinsaufwand (Zinserträge) 984 214 985 278 -322 -149 Währungsdifferenz 0 236 0 1.954 0 -161 2.240 2.496 2.406 4.423 -322 -310 Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus: - finanziellen Annahmmen 4.950 1.874 -358 1.153 0 0 - erfahrungsbedingter Berichtigung 2.455 -224 -144 -785 0 0 - demografische Berichtigung 0 -2.173 0 0 0 0 Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 0 0 -373 608 7.405 -523 -502 368 -373 608 Sonstiges Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 0 0 -1.263 -1.244 Geleistete Zahlungen -3.013 -1.501 -2.639 1.664 1.637 1.420 Effekte aus Abgeltungen 0 -335 0 0 0 335 Effekte aus Unternehmenszusammenschlüssen / Veräußerungen / Transfers 0 2.923 0 0 0 -2.094 -3.013 1.087 -2.639 1.664 374 -1.583 Stand zum 31. Dezember 56.898 28.206 50.266 25.146 -16.429 -19.803 scroll Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2015 2016 2015 Deutschland T€ Rest der Welt T€ Deutschland T€ Rest der Welt T€ Deutschland T€ Rest der Welt T€ Stand zum 1. Januar -7.772 -14.115 34.158 6.628 43.229 4.576 Erfasst im Gewinn oder Verlust Laufender Dienstzeitaufwand 0 0 650 2.464 619 2.490 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 606 -175 802 -299 Effekte aus Abgeltung 0 0 0 -243 0 0 Zinsaufwand (Zinserträge) -311 -207 662 65 674 71 Währungsdifferenz 0 -1.550 0 75 0 404 -311 -1.757 1.918 2.186 2.095 2.666 Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus: - finanziellen Annahmmen 0 0 4.950 1.874 -358 1.153 - erfahrungsbedingter Berichtigung 0 0 2.455 -224 -144 -785 - demografische Berichtigung 0 0 0 -2.173 0 0 Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge -62 386 -373 608 -62 386 -62 386 7.032 85 -564 754 Sonstiges Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge -8.227 -1.121 -1.263 -1.244 -8.227 -1.121 Geleistete Zahlungen 264 -1.911 -1.376 -81 -2.375 -247 Effekte aus Abgeltungen 0 0 0 0 0 0 Effekte aus Unternehmenszusammenschlüssen / Veräußerungen / Transfers 0 0 0 829 0 0 -7.963 -3.032 -2.639 -496 -10.602 -1.368 Stand zum 31. Dezember -16.108 -18.518 40.469 8.403 34.158 6.628 Der Barwert der Rückstellungen hat sich wie folgt verändert: scroll 2016 T€ 2015 T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Benefit obligation zum Anfang der Periode 50.266 25.146 51.001 18.691 - Gezahlte Leistungen -3.013 -2.601 -2.639 568 + Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand 2.240 2.503 2.406 2.469 + Gewinn aus Plankürzungen 0 1.100 0 1.096 +/- Effekte aus Abgeltung 0 -578 0 0 +/- Effekte aus Unternehmenszusammenschlüssen I Veräußerungen I Transfers 0 2.923 0 0 +/- Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) 7.405 -523 -502 368 +/- Währungsanpassung 0 236 0 1.954 Benefit obligation zum Ende der Periode 56.898 28.206 50.266 25.146 In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert: scroll 2016 T€ 2015 T€ 2014 T€ 2013 T€ 2012 T€ Barwert aller Versorgungszusagen 85.104 75.412 69.692 57.900 55.561 Zeitwert des Planvermögens aller Fonds -36.232 -34.626 -21.887 -19.479 -17.957 Finanzierungsstatus 48.872 40.786 47.805 38.421 37.604 Es wird erwartet, dass in 2017 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 2.575 T€ (Vorjahr für 2016: 2.487 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich rund 1.003 T€ (Vorjahr für 2016: 1.101 T€) betragen werden. Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rd. dreizehn Jahre und für die Schweiz zwischen achtzehn und dreiundzwanzig Jahren. Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst. Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar: scroll Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2016 T€ in % Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 85.104 bei: Verminderung des Diskontierungssatzes um 0,25%-Punkte 87.979 3,38 Erhöhung des Diskontierungssatzes um 0,25%-Punkte 82.411 -3,16 Verminderung des Rententrends um 0,25%-Punkte 83.360 -2,05 Erhöhung des Rententrends um 0,25%-Punkte 86.918 2,13 Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, beziehungsweise verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte. 32. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt: scroll 31.12.2016 31.12.2015 gesamt T€ davon kurzfristig T€ gesamt T€ davon kurzfristig T€ Steuerrückstellungen 49.889 49.889 47.788 47.788 Verpflichtungen aus dem Personalbereich 97.833 72.137 97.274 71.817 Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 35.663 29.601 35.134 28.098 Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 33.822 32.935 40.119 37.582 Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 5.394 5.394 6.889 6.889 Übrige 34.947 34.798 24.974 24.321 Andere Rückstellungen 207.659 174.865 204.390 168.707 Gesamt 257.548 224.754 252.178 216.495 Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 41.860 T€ (Vorjahr: 39.154 T€), Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre gebildet wurden. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr erfüllt werden. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 41.371 T€ (Vorjahr: 45.017 T€), Altersteilzeit in Höhe von 2.871 T€ (Vorjahr: 3.105 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 14.858 T€ (Vorjahr: 14.165 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 9.956 T€ (Vorjahr: 9.380 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2016 waren Zahlungsmittel in Höhe von 2.049 T€ (Vorjahr: 1.060 T€) auf den Treuhandverein übertragen. Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse und unter Berücksichtigung möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und Sonstige enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2017 erfüllt werden. Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen: scroll 01.01.2016 T€ Zuführungen T€ Inanspruch- nahmen T€ Auflösungen T€ Veränderung Konsolidierungs- kreis T€ Sonstige Veränderungen T€ 31.12.2016 T€ Steuerrückstellungen 47.788 23.488 21.101 2.041 197 1.558 49.889 Verpflichtungen aus dem Personalbereich 97.274 61.790 53.458 5.957 581 -2.397 97.833 Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 35.134 15.495 12.593 1.707 495 -1.161 35.663 Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 40.119 20.191 23.367 1.868 1.272 -2.525 33.822 Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 6.889 4.860 5.549 497 57 -366 5.394 Übrige 24.974 25.196 12.518 2.722 910 -893 34.947 Andere Rückstellungen 204.390 127.532 107.485 12.751 3.315 -7.342 207.659 Gesamt 252.178 151.020 128.586 14.792 3.512 -5.784 257.548 Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 9.601 T€ (Vorjahr: 9.678 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" auf Seite 31 ff. des Lageberichtes. In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind folgende Rückstellungen für das LTI enthalten: Aus der in 2016 ausgegebenen Tranche ergab sich im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von 388 T€. Aus der in 2015 ausgegebenen Tranche ergab sich eine Rückstellung in Höhe von 1.718 T€, aus der in 2014 ausgegebenen Tranche ergab sich eine Rückstellung in Höhe von 2.930 T€, aus der Tranche 2013 mit Laufzeit von 4 Jahren ergab sich eine Zuteilung von 4.565 T€. 33. FINANZSCHULDEN Die Details der kurz- und langfristigen Finanzschulden ergeben sich aus den folgenden Tabellen: scroll 31.12.2016 T€ davon Restlaufzeit bis 1 Jahr T€ davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre T€ davon Restlaufzeit über 5 Jahre T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) 45.034 4.790 39.471 773 Diskontierte Kundenwechsel 9.584 9.584 0 0 54.618 14.374 39.471 773 1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 17.985 T€ scroll 31.12.2015 T€ davon Restlaufzeit bis 1 Jahr T€ davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre T€ davon Restlaufzeit über 5 Jahre T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) 46.829 5.772 40.194 863 Diskontierte Kundenwechsel 4.964 4.964 0 0 51.793 10.736 40.194 863 1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 18.431 T€ Die Finanzschulden stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2.825 T€. Die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten stieg leicht um 561 T€ auf 3.618 T€ (Vorjahr: 3.057 T€) ebenso wie die Inanspruchnahme für diskontierte Kundenwechsel. Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 773,0 MIO € (Vorjahr: 726,4 MIO €). Wesentliche Bestandteile sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 450,0 MIO €), Avallinien in Höhe von 53,2 MIO € (Vorjahr: 53,3 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen analog zum Vorjahr in Höhe von 167,5 MIO €. Zusätzlich zu dem syndizierten Kredit gibt es noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen bei einzelnen Tochtergesellschaften mit einem Volumen von insgesamt 41,4 MIO € (Vorjahr: 55,6 MIO €). Die Inanspruchnahme der langfristigen Darlehen zum 31. Dezember 2016 betrug 41,4 MIO € (Vorjahr: 43,8 MIO €). Die kurzfristigen Finanzierungszusagen wurden zum Stichtag mit 3,6 MIO € (Vorjahr: 3,1 MIO €) in Anspruch genommen. Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt beträgt per 31. Dezember 2016 rd. 92% (Vorjahr: rd. 97%). Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 1,4% (Vorjahr: 1,7%). Die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen: scroll 31.12.2016 31.12.2015 Währung Buchwert T€ Restlaufzeit in Jahren Effektiver Zinssatz % Währung Buchwert T€ Restlaufzeit in Jahren Effektiver Zinssatz % Darlehen EUR 1.375 bis 10 3,54 -6,25 EUR 3.157 bis 11 3,54 -6,25 Darlehen CHF 40.041 bis 3 1,25 -1,90 CHF 40.614 bis 4 1,25 -1,90 Kontokorrentkredite diverse 3.618 bis 1 3,93 -11,50 diverse 3.057 bis 1 4,10 -20,40 45.034 46.828 Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31.12.2016 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit von fünf Jahren (bis Februar 2021). Sie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Mit dem im Februar 2016 abgeschlossenen Vertrag wurde die im August 2016 auslaufende syndizierte Kreditlinie vorzeitig vollständig abgelöst. Der neue syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu verbesserten Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die neue syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung von einem marktüblichen Covenant. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2016 eingehalten. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zum 31. Dezember 2016 wurde er wie im Vorjahr nicht gezogen. Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG MORI Spare Parts GmbH, Sauer GmbH, GILDEMEISTER energy solutions GmbH, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Graziano Tortona S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie. Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 441,8 MIO € (Vorjahr: 376,5 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 207,2 MIO € (Vorjahr: 208,8 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, Factoring) von 234,6 MIO € (Vorjahr: 167,7 MIO €). Zusätzlich zu den gewährten Grundschulden sind für Darlehen von der sauer GmbH in Höhe von 849 T€ (Vorjahr: 890 T€) den kreditgebenden Banken Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens gewährt worden. 34. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.590 4.870 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.012 4.098 5.602 8.968 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 1.484 1.464 Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 106 3.406 1.590 4.870 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 1.484 T€ (Vorjahr: 1.464 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten. scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Abgrenzungsposten 2.744 2.924 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 244 141 Übrige langfristige Verbindlichkeiten 1.024 1.033 4.012 4.098 Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.744 T€ (Vorjahr: 2.924 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance". Im Geschäftsjahr 2016 sind wie im Vorjahr keine Investitionszulagen gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. Im Berichtsjahr werden in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 624 T€ (Vorjahr: 665 T€) die Verbindlichkeiten der Projektgesellschaften berücksichtigt. 35. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 236.024 269.105 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 2.003 1.813 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 273.326 89.809 Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 6 26 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34.365 30.335 545.724 391.088 Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 216.319 T€. Eine Verbindlichkeit in Höhe von 41.097 T€ resultiert aus der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll 31.12.2016 T€ 31 .12.2015 T€ Verbindlichkeiten aus Factoring 12.472 10.836 Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 5.310 2.360 Kreditorische Debitoren 3.406 3.366 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 901 676 Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 12.276 13.097 34.365 30.335 Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.310 T€ (Vorjahr: 2.360 T€) vor allem in USD, in GBP und in JPY. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 901 T€ (Vorjahr: 676 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich zum größten Teil um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von Gebäuden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen beträgt 2.630 T€ (Vorjahr: 2.399 T€). In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 8.332 T€ (Vorjahr: 8.613 T€) enthalten. Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich wie folgt: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN Fällig innerhalb eines Jahres 1.041 798 Fällig zwischen einem und 5 Jahren 1.589 1.528 Fällig nach mehr als 5 Jahren 0 73 2.630 2.399 IN DEN KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN ENTHALTENER ZINSANTEIL Fällig innerhalb eines Jahres 140 121 Fällig zwischen einem und 5 Jahren 105 138 Fällig nach mehr als 5 Jahren 0 0 245 259 BARWERT DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN Fällig innerhalb eines Jahres 901 677 Fällig zwischen einem und 5 Jahren 1.484 1.390 Fällig nach mehr als 5 Jahren 0 73 2.385 2.140 Im Geschäftsjahr 2016 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen für 2017 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 182 T€; in den Folgejahren fallen hier Zahlungen in Höhe von 531 T€ an. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Daneben war der DMG MORI-Konzern zum 31. Dezember 2016 Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen in 2017 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 307 T€ (Vorjahr für 2016: 651 T€). In den folgenden ein bis fünf Jahren werden keine Mindestleasingzahlungen anfallen (Vorjahr: 307 T€). Diese Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Verbindlichkeiten aus Steuern 26.008 27.404 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.270 6.061 Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 2.721 2.274 Abgrenzungsposten 7.805 7.226 Übrige Verbindlichkeiten 965 923 42.769 43.888 Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 12.051 T€ (Vorjahr: 15.435 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 9.157 T€ (Vorjahr: 8.795 T€). 36. VERBINDLICHKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENEN VERMÖGENSWERTEN Zum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung an den Anteilen an den Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien an die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Daher wurden zum 31. Dezember 2016 die betroffenen Tochtergesellschaften (s. Details auf Seite 120) als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Alle Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften wurden in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert. Die Veräußerungsgruppe wurde zu ihrem Buchwert angesetzt. Die Details zu den Verbindlichkeiten sind in der Tabelle auf Seite 142 dargestellt. Die Verbindlichkeiten sind in der Segmentberichterstattung im Geschäftssegment "Industrielle Dienstleistungen" ausgewiesen. 37. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Für folgende zu Nominalwerten angesetzte Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: HAFTUNGSVERHÄLTNISSE scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Bürgschaften 1.659 2.015 Gewährleistungen 93 41 Sonstige Haftungsverhältnisse 5.106 4.742 6.858 6.798 Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt, die wesentlichen Risiken und Chancen liegen beim Leasinggeber. Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen (Finanzierungsleasing-Verhältnisse und Operating-Leasing-Verhältnisse) setzt sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu dreiundvierzig Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen. NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Fällig innerhalb eines Jahres 26.672 27.614 Fällig zwischen einem und fünf Jahren 30.191 34.987 Fällig nach mehr als fünf Jahren 4.073 4.804 60.936 67.405 Davon entfallen auf Operating-Leasing-Verhältnisse: NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN scroll 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Fällig innerhalb eines Jahres 25.631 26.816 Fällig zwischen einem und fünf Jahren 28.602 33.459 Fällig zwischen einem und fünf Jahren 4.073 4.731 58.306 65.006 Die Operating-Leasing-Verhältnisse bestehen u.a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 1,6 MIO € sowie der FAMOT Pleszew Sp. z o. o., Pleszew (Polen), in Höhe von 2,3 MIO €. Die Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit. Weitere Operating-Leasing-Verträge bestehen für Maschinen bei der FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew (Polen), in Höhe von 1,0 MIO € und bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 0,8 MIO €. Die Verträge beinhalten Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Bei anderen Konzerngesellschaften bestehen Leasingverträge, insbesondere für Fuhrpark, in Höhe von insgesamt 26,2 MIO €. Daneben sind Leasingverträge für Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Sie beinhalten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse haben eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und achtunddreißig Jahren. Es bestehen keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen sind. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen liegen nicht vor. 38. FINANZINSTRUMENTE Im DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, JPY, PLN und CHF gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2016 31.12.2015 Nominalwert T€ Vermögen T€ Schulden T€ Marktwerte Summe T€ Nominalwert T€ Marktwerte T€ Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges 55.560 285 1.242 -957 23.300 -198 Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten 155.692 628 4.068 -3.440 152.424 -777 211.252 913 5.310 -4.397 175.724 -975 Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 913 T€ (Vorjahr: 1.385 T€). Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow-Hedges mit einem Nominalvolumen von 55.560 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 23.300 T€). Die Cashflows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 761 T€, die zu Handelszwecken gehalten werden, hatten am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: 0 T€). Die Cashflows dieser Devisentermingeschäfte werden voraussichtlich in den nächsten fünfzehn Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass Wertänderungen in diesem Zeitraum auch ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von 992 T€ (Vorjahr: 198 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von 198 T€ (Vorjahr: 1.579 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und als Aufwand (Vorjahr: Aufwand) im Periodenergebnis erfasst. Der Ausweis erfolgt für die Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich bei den Devisentermingeschäften wie im Vorjahr unwesentliche Ineffektivitäten. Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen. scroll Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2016 T€ Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Netting- vereinbarungen 31.12.2016 T€ Nettobetrag 31.12.2016 T€ Finanzielle Vermögenswerte Devisentermingeschäfte 913 913 0 Finanzielle Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte 5.310 913 4.397 scroll Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2015 T€ Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Netting- vereinbarungen 31.12.2015 T€ Nettobetrag 31.12.2015 T€ Finanzielle Vermögenswerte Devisentermingeschäfte 1.385 1.267 118 Finanzielle Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte 2.360 1.267 1.093 39. RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN Risiken aus Finanzinstrumenten Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht auf den Seiten 78 ff. - im Chancen und Risikobericht erläutert. Währungsrisiken Der DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen. Der Konzern sichert mindestens 90% seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten zwölf Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen. Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar. In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen auf die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, JPY, GBP und RUB jeweils um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 211 T€ höher (niedriger) gewesen (Vorjahr: 1.266 T€ höher (niedriger)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wäre um 768 T€ niedriger (höher) (Vorjahr: 4.160 T€ höher (niedriger)) gewesen. scroll Gewinn oder Verlust Eigenkapital netto Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung 31. Dezember 2016 USD (10%ige Änderung) -1.635 1.635 -517 517 JPY (10%ige Änderung) -735 735 0 0 GBP (10%ige Änderung) 1.778 -1.778 915 -915 RUB (10%ige Änderung) -176 176 -187 187 -768 768 211 -211 31. Dezember 2015 USD (10%ige Änderung) 1.904 -1.904 1.111 -1.111 JPY (10%ige Änderung) 661 -661 0 0 GBP (10%ige Änderung) 2.074 -2.074 59 -59 RUB (10%ige Änderung) -479 479 96 -96 4.160 -4.160 1.266 -1.266 Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum zum 31. Dezember 2016 und 2015: WÄHRUNG scroll 31.12.2016 31.12.2015 USD T€ JPY T€ GBP T€ USD T€ JPY T€ GBP T€ Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 45.446 -12.010 15.160 37.532 -5.977 5.195 Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften 22.187 936 11.493 14.781 2.764 5.060 Transaktionsbezogene Fremdwährungspositionen 67.633 -11.074 26.653 52.313 -3.213 10.255 Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position -66.633 12.011 -25.404 -52.081 2.666 -10.187 Offene Fremdwährungsposition 1.000 937 1.249 232 -547 68 Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung des Euro -100 -94 -125 -23 55 -7 Zinsrisiken Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden. Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar: scroll Gewinn oder Verlust Anstieg um 100 Basispunkte T€ Rückgang um 5 Basispunkte T€ Anstieg um 100 Basispunkte T€ Rückgang um 5 Basispunkte T€ 31. Dezember 2016 Variabel verzinsliche Instrumente 2.484 -197 3.963 -275 Ergebnissensitivität (netto) 2.484 -197 3.963 -275 Zum 31. Dezember 2016 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1% auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 2,5 MIO € (Vorjahr: Zinserträge 4,0 MIO €) erhöhen. Bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus erwarten wir lediglich eine Auswirkung von fünf Basispunkten auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge würden dann um 197 T€ (Vorjahr: 275 T€) sinken. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen. In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt: scroll Nominalvolumen 31.12.2016 T€ 31.12.2015 T€ Festverzinsliche Instrumente Finanzielle Vermögenswerte 0 0 Finanzielle Verbindlichkeiten -41.173 -43.762 -41.173 -43.762 Variabel verzinsliche Instrumente Finanzielle Vermögenswerte 396.725 552.127 Finanzielle Verbindlichkeiten -148.288 -155.837 248.437 396.290 Bei den verzinslichen Finanzschulden und Finanzforderungen sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge besteht eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen in Höhe von 52,3 MIO € (Vorjahr: 55,6 MIO €). Die neue syndizierte Kreditlinie wurde im Februar 2016 mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Damit wurde die im August 2016 auslaufende syndizierte Kreditlinie vollständig abgelöst (Details s. Seite 151 f.). Weder im Geschäftsjahr 2016 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2016 eingehalten. Dem DMG MORI-Konzern stehen zum 31. Dezember 2016 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 396,7 MIO € (Vorjahr: 552,1 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 207,2 MIO € (Vorjahr: 208,8 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel und Factoring) in Höhe von 288,9 MIO € (Vorjahr: 271,9 MIO €) zur Verfügung. In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt: scroll Cashflows 2017 Cashflows 2018-2021 Cashflows 2022 ff. Buchwert 31.12.2016 T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.034 779 4.790 1.374 39.470 192 774 Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.385 140 901 105 1.484 0 0 Diskontierte Kundenwechsel 9.584 0 9.584 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511.359 0 511.359 0 0 0 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28.260 0 28.154 0 68 0 38 Zwischensumme 596.622 919 554.788 1.479 41.022 192 812 Verbindlichkeiten aus Derivaten 5.310 0 5.310 0 0 0 0 601.932 919 560.098 1.479 41.022 192 812 Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2016 bzw. am 31. Dezember 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 285 T€ (Vorjahr: 146 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 1.242 T€ (Vorjahr: 344 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. scroll Cashflows 2016 Cashflows 2017 - 2020 Cashflows 2021 ff. Buchwert 31.12.2015 T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.828 806 5.772 2.003 40.193 242 863 Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.140 121 677 138 1.390 0 73 Diskontierte Kundenwechsel 4.964 0 4.964 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.753 0 360.753 0 0 0 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.705 0 27.298 0 3.358 0 49 Zwischensumme 445.390 927 399.464 2.141 44.941 242 985 Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.360 0 2.360 0 0 0 0 447.750 927 401.824 2.141 44.941 242 985 Kreditrisiken Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann. Die Forderungsausfälle im Konzern betragen historisch im Verhältnis zum Forderungsbestand ca. 1%. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 3.112 T€ (Vorjahr: 6.583 T€) enthalten. Im Vorjahr war hier ein Aufwand aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 5.582 T€ enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht. Geldanlagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar. Das maximale Kreditrisiko zum Bilanzstichtag beträgt 855.450 T€ (Vorjahr: 890.364 T€). Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen. 40. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN Die Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die als "available-for-sale" klassifiziert worden sind. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegenüber fremden Dritten, gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegenüber Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Seite 153). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den Tabellen auf Seite 138, 140 und 153 f. dargestellt. scroll Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Buchwert 31.12.2016 T€ Fortgeführte Anschaffungskosten T€ Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral T€ Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam T€ Beizulegender zeitwert 31.12.2016 T€ Aktiva Finanzanlagen 21.415 21.415 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 396.725 396.725 396.725 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 366.284 366.284 366.284 Forderungen aus Factoring 14.075 14.075 14.075 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 53.033 53.033 53.033 Sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar 3.005 3.005 3.005 Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 628 628 628 Derivate mit Hedge-Beziehung 285 285 285 Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.034 45.034 46.171 Diskontierte Kundenwechsel 9.584 9.584 9.584 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511.359 511.359 511.359 Verbindlichkeiten aus Factoring 12.472 12.472 12.472 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 2.385 2.385 2.385 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15.788 15.788 15.788 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 4.069 4.069 4.069 Derivate mit Hedge-Beziehung 1.242 1.242 1.242 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39: Ausleihungen und Forderungen 830.117 830.117 830.117 Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbar 24.420 21.415 3.005 3.005 Derivate zu Handelszwecken gehalten 628 628 628 Derivate im Cashflow Hedge 285 285 285 Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 596.622 596.622 597.758 Derivate zu Handelszwecken gehalten 4.069 4.069 4.069 Derivate im Cashflow Hedge 1.242 1.242 1.242 scroll Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Buchwert 31.12.2015 T€ Fortgeführte Anschaffungskosten T€ Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral T€ Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam T€ Beizulegender zeitwert 31.12.2015 T€ Aktiva Finanzanlagen 21.415 21.415 0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 552.127 552.127 552.127 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 241.410 241.410 241.410 Forderungen aus Factoring 16.821 16.821 16.821 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 50.666 50.666 50.666 Sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar 6.540 6.540 6.540 Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.239 1.239 1.239 Derivate mit Hedge-Beziehung 146 146 146 Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.828 46.828 48.566 Diskontierte Kundenwechsel 4.964 4.964 4.964 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.753 360.753 360.753 Verbindlichkeiten aus Factoring 10.836 10.836 10.836 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 2.140 2.140 2.140 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 19.869 19.869 19.869 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.016 2.016 2.016 Derivate mit Hedge-Beziehung 344 344 344 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39: Ausleihungen und Forderungen 861.024 861.024 861.024 Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbar 27.955 21.415 6.540 6.540 Derivate zu Handelszwecken gehalten 1.239 1.239 1.239 Derivate im Cashflow Hedge 146 146 146 Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 445.391 445.391 447.128 Derivate zu Handelszwecken gehalten 2.016 2.016 2.016 Derivate im Cashflow Hedge 344 344 344 ) Im Vorjahr war dieser Wert unter der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" erfasst; die Bilanzierung ist von der Änderung nicht betroffen. Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu Anschaffungskosten (ggf. unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen) bewertet. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren, Inputfaktoren in 2016 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 4,99% und die jährlich erwarteten Umsatzerlöse in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die jährlichen Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von Marktpreisen) steigen (sinken) würden; wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Degradation niedriger (höher) wäre. Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt. Fair-Value-Hierarchie Zum 31. Dezember 2016 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert: Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten; Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen; Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). scroll 31.12.2016 31.12.2015 T€ Stufe 1 T€ Stufe 2 T€ Stufe 3 T€ Stufe 1 T€ Stufe 2 T€ Stufe 3 Finanzielle Vermögenswerte Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Übrige finanzielle Vermögenswerte 3.005 6.540 Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 285 146 Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 628 1.239 Finanzielle Verbindlichkeiten Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.171 48.566 Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 1.242 344 Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 4.069 2.016 Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. Für Finanzanlagen in Höhe von 21.415 T€ (Vorjahr: 21.415 T€) existiert kein aktiver Markt; ein Fair Value kann nicht verlässlich ermittelt werden. Es ist aktuell nicht beabsichtigt diese Finanzanlagen zu veräußern. In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist analog zum Vorjahr der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen enthalten. Der Buchwert betrug 3.005 T€ (Vorjahr 6.540 T€). Der Stand zum 1. Januar 2016 betrug 6.540 T€. Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 3.535 T€ erfasst, der in den sonstigen Finanzaufwendungen ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2016 ergab sich ein Stand von 3.005 T€. In den vergangenen Jahren gab es keine Fair Value-Schwankungen; die Option zum Rückkauf von Anteilen an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, wird erstmalig in der obigen Tabelle aufgeführt. Der Konzern hat die Option als zur Veräußerung verfügbar eingestuft und Stufe 3 zugeordnet (für Informationen zur Bewertungstechnik siehe Seite 164). Für die beizulegenden Zeitwerte der Option hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen: scroll Gewinn oder Verlust Gewinn oder Verlust Erhöhung T€ Verminderung T€ Erhöhung T€ Verminderung T€ 31. Dezember 2016 WACC (1,00%ige Änderung) -482 594 -1.108 1.396 Degradation (0,50%ige Änderung) -316 338 -611 672 Marktpreis für Strom (1,00%ige Änderung) 600 -493 1.306 -1.063 Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar: scroll Aus Folgebewertung Aus Zinsen T€ Zum beizulegenden Zeitwert T€ Währungsumrechnung T€ Wertberichtigung T€ Aus Abgang T€ 2016 T€ Ausleihungen und Forderungen 1.104 0 15.526 -5.319 685 11.996 Vermögenswerte der Kategorie zu Handelszwecken gehalten 0 -611 0 0 0 -611 Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -6.941 0 -12.332 0 0 -19.273 zu Handelszwecken gehalten 0 -2.053 0 0 0 -2.053 Summe -5.837 -2.664 3.194 -5.319 685 -9.941 Die Ergebnisse der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" werden erläutert. scroll Aus Folgebewertung Aus Zinsen T€ Zum beizulegenden Zeitwert T€ Währungsumrechnung T€ Wertberichtigung T€ Aus Abgang T€ 2015 T€ Ausleihungen und Forderungen 412 0 8.196 -4.942 251 3.917 Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 37.841 37.841 zu Handelszwecken gehalten 0 282 0 0 0 282 Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -5.067 0 -6.539 0 0 -11.606 zu Handelszwecken gehalten -1.149 4.034 0 0 0 2.885 Summe -5.804 4.316 1.657 -4.942 38.092 33.319 Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden in der Kategorie "Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar" die Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED ausgewiesen, die in 2015 veräußert wurden. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Wertänderung in Höhe von 17.238 T€ wurde mit Ausbuchung des Vermögenswertes vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Aus dem Verkauf der Anteile resultierte im Vorjahr insgesamt ein Ertrag vor Steuern in Höhe von 37.841 T€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wurde. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG 41. KAPITALFLUSSRECHNUNG In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder der Finanzierung darstellen, ermittelt. Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt. Investitionsvorgänge für Finanzierungsleasing-Verhältnisse, die nicht zu einer Veränderung der Zahlungsmittel geführt haben, gab es weder im Geschäftsjahr 2016 noch im Vorjahr. Aus der Ergebnisabführung an die DMG MORI GmbH in Höhe von 41.097 T€ ergab sich in 2016 noch kein Zahlungsmittelabfluss. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährte der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120.000 T€. Die Auszahlung für das Darlehen wurde unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. DMG MORI übernahm im Berichtsjahr von der DMG MORI COMPANY LIMITED die Anteile an der Mori Seiki International SA. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 12.847 T€ wird in 2017 ausgezahlt. Im Rahmen des Erwerbs wurden Zahlungsmittel in Höhe von 5.444 T€ übernommen und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. DMG MORI erwarb im Berichtsjahr von der DMG MORI COMPANY LIMITED die Anteile an der Mori Seiki Europe AG. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 6.407 T€ wird in 2017 ausgezahlt. Im Rahmen des Erwerbs wurden keine Zahlungsmittel übernommen. DMG MORI erwarb im Berichtsjahr von der DMG MORI COMPANY LIMITED die Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 2.140 T€ wurde in 2016 bezahlt. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 266 T€ übernommen und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Kaufpreis für den Erwerb der 40% nicht beherrschende Anteile an der DMG MORI Europe AG in Höhe von 140.356 T€ wurde in 2016 noch nicht gezahlt. Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH an einen Investor zu einem Kaufpreis von 3.250 T€ veräußert. Der Kaufpreis hat in 2016 noch nicht zu einem Zahlungsmittelzufluss geführt. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 339 T€ mitübertragen. Die Anteile an der DMG MORI Microset GmbH wurden zu einem Kaufpreis von 1.000 T€ veräußert, der im Januar 2017 zu einem Zahlungsmittelzufluss geführt hat. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 1 T€ übertragen. Aus dem Verkauf der Anteile an der Simon Solar S.r.l. ergab sich ein Kaufpreis in Höhe von 10 T€, der zu einem Zahlungsmittelzufluss in 2016 geführt hat. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED Einzahlungen in Höhe von 153.744 T€. Die gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 42. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTEN Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBT. Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist auf den Seiten 102 f. zu finden. Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING), Software Solutions und Automatisierung. Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der ― GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, ― GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien, ― GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien, ― FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, ― DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz, ― DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, ― Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland, die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der ― DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten, ― DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach, ― FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, ― DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz, ― DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, ― Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland, die ULTRASONIC- und Lasermaschinen der Advanced Technologies ― SAUER GmbH, Idar-Oberstein / Kempten, die Produkte der ― DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten, ― ISTOS GmbH, Bielefeld, sowie die Produkte der ― DMG MORI Systems GmbH, Wernau / Hüfingen. Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke und die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Italien), zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt. Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften. Im Dezember 2016 wurde die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld gegründet. Sie wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig sein. Im Zuge der Neuausrichtung führt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ab 1. Januar 2017 den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika. Die Anteile an den Tochtergesellschaften in den Regionen Asien und Amerika werden an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert und ab dem Geschäftsjahr 2017 von dieser konsolidiert und berichtet. Ausnahmen bilden die DMG America Inc., Itasca (USA) und die DMG Asia Pte. Ltd., Singapur; die Anteile dieser beiden Tochtergesellschaften werden nicht veräußert. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services optimieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Zum 1. September 2016 haben wir unsere Preisstruktur im Servicegeschäft neu ausgerichtet. Das neue Smart-Pricing-Konzept bietet unseren Kunden eine hohe Service-Qualität zu fairen Preisen. DMG MORI bietet u.a. eine exklusive Best-Price-Garantie für Ersatz- und Verschleißteile, versandkostenfreie Bestellung im Onlineshop sowie kundenorientierte Servicepreise durch transparente Einsatzpauschalen. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist. Zum 31. Dezember 2016 wurden die Anteile an der DMG MORI Microset GmbH an einen strategischen Investor veräußert. Die Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2016 entkonsolidiert (Details dazu siehe Seite 126). Der Bereich Energy Solutions beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb, Service und Produktion zuständigen Gesellschaften in Italien und Spanien. Wir fokussieren uns in diesem Bereich auf die Geschäftsfelder Energy Efficiency, Service und Components. Im Bereich "Components" ist der DMG MORI-Konzern auf die Herstellung und Vermarktung von Guss- und Stahl-Komponenten, insbesondere für den Maschinenbau und Windenergie-Anlagen, spezialisiert. Die Anteile an der GILDEMEISTER energy storage GmbH, die Produkte für die Energiespeicherung angeboten hat, wurden zum 31. Dezember 2016 an einen strategischen Investor veräußert und daher zum 31. Dezember 2016 entkonsolidiert (Details dazu siehe Seite 126). Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse. 43. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden Umsatzerlöse von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 44.292 T€ (Vorjahr: 44.292 T€), auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen" entfallen 91.125 T€ (Vorjahr: 90.043 T€) und auf das Segment "Corporate Services" 0 T€ (Vorjahr: 0 T€). Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen. Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip). Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5.430 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 3.813 T€) enthalten. Beeinflusst durch die eingeleitete Neuausrichtung des Standorts Shanghai und weitere Maßnahmen im Rahmen der Optimierung von Produktionskapazitäten sind im EBT Effekte in Höhe von 8,2 MIO € enthalten. Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 6.943 T€ (Vorjahr: 5.385 T€) enthalten. Stromerträge aus Solarparks sind in Höhe von 533 T€ (Vorjahr: 774 T€) in den Umsatzerlösen sowie in Höhe von 4.020 T€ (Vorjahr: 4.341 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Aus der Umsetzung des "Smart-Pricing-Konzepts" ab 1. September 2016 ergab sich ein Umsatzrückgang in Höhe von 11,0 MIO €, der in gleicher Höhe ergebniswirksam wurde. Zusätzlich sind im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Neuausrichtung Effekte in Höhe von 50,7 MIO € im EBT enthalten (siehe ergänzende Erläuterungen im Lagebericht auf Seite 54 f.). Im Segment "Corporate Services" sind Aufwendungen in Höhe von 580 T€ aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die in 2016 neu abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Im Vorjahr waren aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten von Finanzinstrumenten ein Betrag von 838 T€ sowie ein Betrag von 559 T€ aus der außerplanmäßigen Auflösung von Transaktionskosten enthalten. Aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Ertrag in Höhe von 37.841 T€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Im Berichtsjahr wurden im Segmentergebnis Abfindungszahlungen in Höhe von 7.933 T€ aufwandswirksam erfasst. In den zwei anderen Segmenten lagen keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen vor. Im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des DMG MORI-Konzerns getätigt. In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt. Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder, zu denen Mexiko und Brasilien gehören. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2016 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 131.677 T€ (Vorjahr: 139.930 T€) sowie in Russland in Höhe von 110.553 T€ (Vorjahr: 75.991 T€) enthalten. In der Region Asien in Singapur sind Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 225.004 T€ (Vorjahr: 231.433 T€) entstanden. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN 44. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS Die im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betreffen in Höhe von 1.371 T€ (Vorjahr: 1.323 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 713 T€ (Vorjahr: 836 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind Steuerberatungsleistungen in Höhe von 427 T€ (Vorjahr: 448 T€) sowie mit 874 T€ (Vorjahr: 1.030 T€) sonstige Leistungen enthalten. 45. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Zum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung von Tochtergesellschaften und einem Joint Venture auf die DMG MORI company limited übertragen. Folgende Gesellschaften werden ab dem 1. Januar 2017 nicht mehr im Konzernabschluss der DMG MORI AG konsolidiert: ― DMG MORI SEIKI CANADA INC. (inkl. DMG MORI CANADA INC.), ― DMG MORI Brasil Comercio de Equipamentos Industriais Ltda., ― DMG MORI Korea Co. Ltd., ― DMG MORI Australia Pty. Ltd., ― DMG MORI Taiwan Co. Ltd., ― DMG MORI Singapore Pte. Ltd., ― DMG MORI MALAYSIA SDN. BHD., ― DMG MORI Vietnam Co. Ltd., ― DMG MORI Mexico S.A. de C.V. Die Vermögenswerte und Schulden, die aus dem DMG MORI-Konzern abgehen, werden im Anhang unter dem Posten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" aufgeführt. Aus der Übertragung der Anteile zu einem Kaufpreis von rd. 50 MIO. € wird kein wesentlicher Ergebniseffekt resultieren. Im Februar 2017 hat DMG MORI eine Mehrheitsbeteiligung von 50,1% an der REALIZER GmbH, Borchen erworben. Der Kaufpreis für diesen Anteil liegt im einstelligen Millionenbereich; für den Erwerb weiterer Anteile ist der Kaufpreis unter anderem von vertraglich vereinbarten Bedingungen abhängig. Mit diesem strategischen Erwerb stärkt DMG MORI seine Position im Additive Manufacturing. Der vorläufige, nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellte, Einzelabschluss der REALIZER GmbH wies zum 31. Dezember 2016 eine Bilanzsumme in Höhe von 2,1 MIO. € und ein Eigenkapital in Höhe von 0,9 MIO. € aus. Die vorläufigen Umsatzerlöse lagen bei 2,7 MIO. €. Aufgrund des Erwerbs erst im Laufe des Februars 2017 waren eine Analyse und Ermittlung der Kaufpreisbestandteile und eine Kaufpreisallokation noch nicht möglich. Mit Wirkung zum 28. Februar 2017 wurden die Anteile an der DMG MORI Systems GmbH, Wernau, an einen strategischen Investor veräußert. Die möglichen Auswirkungen aus dem Verkauf der Anteile auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind unwesentlich. Es ergaben sich darüber hinaus keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 7. März 2017 nicht vor. 46. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Die DMG MORI Australia Pty. Ltd. (Wirtschaftsjahr 31. März) wird als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen klassifiziert. Die DMG MORI Finance GmbH und die Magnescale Co. Ltd. werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt. Das Wirtschaftsjahr der Magnescale Co. Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften ist, wie bei den wesentlichen anderen Unternehmen des Konsolidierungskreises der DMG MORI COMPANY LIMITED, analog der Berichtsperiode des DMG MORI-Konzerns. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya, dem obersten Mutterunternehmen des DMG MORI-Konzerns, gehören, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd. Dem Erwerb und der Ermittlung der Kaufpreise der Anteile an Gesellschaften von der DMG MORI COMPANY LIMITED lagen neutrale Bewertungsgutachten zu Grunde (Details siehe "Unternehmenszusammenschlüsse"). Aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED ergaben sich im Geschäftsjahr 2015 Einzahlungen in Höhe von 153.744 T€. Die Anteile wurden von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben. Das Geschäft ist in den erbrachten Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährte der DMG MORI GmbH im Berichtsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120.000 T€. Das Darlehen wurde in voller Höhe ausgezahlt und wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 1,00% verzinst. Nachdem die DMG MORI COMPANY LIMITED Anfang April 2016 ihre Beteiligung auf 76,03% erhöht hatte, wurde zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100%igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von 262 T€ (Vorjahr: 254 T€) und gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 12 T€) gebildet worden. Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 922 T€ (Vorjahr: 3 69 T€) sowie gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 12 T€) erfasst worden. Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurden in Höhe von 9 T€ (Vorjahr: 71 T€) erfasst. Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben. Die erworbenen Lizenzen aus Vorjahren sind als gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert und werden ab dem Zeitpunkt ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt: ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll 2016 T€ 2015 T€ Assoziierte Unternehmen 113.406 97.719 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen 4.464 4.217 DMG MORI COMPANY LIMITED 51.824 192.872 Sonstige nahestehende Unternehmen 130.315 152.981 EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll 2016 T€ 2015 T€ Assoziierte Unternehmen 6.139 8.222 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen 128 15 DMG MORI COMPANY LIMITED 168.219 98.410 Sonstige nahestehende Unternehmen 137.254 207.544 Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von zwei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten. Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 31 ff. des Lageberichts zu finden. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates. Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand (Seite 131) erläutert, wobei die indirekte Vergütung, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten. Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurden Abfindungszahlungen in Höhe von 7.933 T€ im Berichtsjahr aufwandswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für erbrachte Beratungsleistungen des Institute for Manufacturing Excellence GmbH, bei dem Herr Prof. Klinkner geschäftsführender Gesellschafter ist, in Höhe von 1.726 T€ (Vorjahr: 1.529 T€) angefallen. Zum 31. Dezember 2016 gab es keine offenen Verbindlichkeiten (Vorjahr: 109 T€). 47. PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WPHG Die Pflichtmitteilungen nach § 26 WPHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben. 48. CORPORATE GOVERNANCE Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2016 abgegeben und sind auf unserer Website www.dmgmori.com dauerhaft zugänglich gemacht. 49. AKTIONÄRSSTRUKTUR Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan) hielt entsprechend bis zum 31. Dezember 2016 übermittelter Stimmrechtsmeldungen mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Laut weiterer bis zum 31. Dezember 2016 übermittelter Stimmrechtsmeldungen hielten auch die beiden folgenden Aktionäre mehr als 3% der Stimmrechte: Elliott International Limited sowie verbundene Unternehmen hatten zum Stichtag ihrer letzten Stimmrechtsmeldung 5,07% am Grundkapital. Die Bank of America Corporation sowie verbundene Unternehmen hielten zum Stichtag ihrer Stimmrechtsmeldungen einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 5,84%, der sich wie folgt zusammensetzt: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz- / sonstigen) Instrumenten nach § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 5,35% sowie Stimmrechtsanteil nach § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 0,23% und Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,26%. PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN scroll VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (VERBUNDENE UNTERNEHMEN) Landeswährung Eigenkapital1) T€ Beteiligungs- quote in % GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld2/3/4) 273.866 100,0 DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten3/5/6) 83.427 100,0 SAUER GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein3/7/8) 12.455 100,0 Alpenhotel Krone GmbH & Co., Pfronten3/7) 2.629 100,0 Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten3/7) 28 100,0 GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld3/5/6) 24.000 100,0 GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate die Sopra (Bergamo), Italien5) 94.600 100,0 GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) 33.823 100,0 GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien9) 29.726 100,0 DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) 1.520 100,0 GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien9) 1.502 100,0 CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien9) 12.303 100,0 DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach3/5/6) 43.000 100,0 DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten3/5/6) (vorher: DMG Electronics GmbH) 1.100 100,0 DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried3/4/5/6) 25.000 100,0 ISTOS GmbH, Bielefeld3/4/5) 1.000 100,0 Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland5) T RUB 6.822.442 106.103 100,0 MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld kg, Bielefeld3) 73 100,0 MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Bielefeld3) 143 100,0 DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld2/3/4) 276.422 100,0 DMG MORI Management GmbH, Bielefeld3/4/10) 24 100,0 DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg3/4/10/11) 63.968 100,0 DMG MORI München GmbH, München3/4/12/13) 5.000 100,0 DMG MORI Hilden GmbH, Hilden3/4/12/13) 4.200 100,0 DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld3/4/12/13) 2.800 100,0 DMG MORI Berlin GmbH, Berlin3/4/12/13) 3.400 100,0 DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg3/4/12/13) 2.700 100,0 DMG MORI Hamburg GmbH, Hamburg3/4/12/13) 2.100 100,0 DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg3/4/12/13) 7.000 100,0 DMG MORI Services GmbH, Bielefeld3/4/10/11) 29.635 100,0 DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld3/4/14/15) 1.700 100,0 DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten3/4/14/15) 3.500 100,0 DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld3/4/14/15) 4.000 100,0 DMG MORI Systems GmbH, Wernau3/4/14/15) 2.600 100,0 DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried3/4/14/15) 17.517 100,0 DMG MORI Netherlands Holding B.V., Veenendaal, Niederlande10) 450.301 100,0 antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH Klaus, Österreich16) 6.121 100,0 DMG ECOLINE GmbH, Klaus, Österreich22) 2.573 100,0 DMG MORI ECOLINE Holding AG, Winterthur, Schweiz16) 123.140 100,0 DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz27) 2.207 100,0 FAMOT Pleszew Sp. z o. o., Pleszew, Polen27) T PLN 292.406 66.301 100,0 DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China27) T CNY 97.595 13.332 100,0 DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz16) T CHF 295.648 275.304 100,0 DMG MORI Management AG, Winterthur, Schweiz17) T CHF 5.135 4.782 100,0 DMG MORI Europe AG, Winterthur, Schweiz17) 260.456 100,0 DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich18) (vorher: DMG MORI Austria International GmbH) 1.508 100,0 DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich19) 12.597 100,0 DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande18) (vorher: DMG MORI BENELUX B.V.) 5.680 100,0 DMG MORI BeLux BVBA - SPRL., Zaventem, Belgien18) (vorher: DMG MORI Benelux BVBA-SPRL.) 3.141 100,0 DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik18) T CZK 218.017 8.068 100,0 DMG MORI Denmark ApS, Kopenhagen, Dänemark18) T DKK 20.649 2.778 100,0 DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich18) 15.158 100,0 DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn18) 5.820 100,0 DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien18) 11.759 100,0 DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien18) 40.857 100,0 TECNO CONTROL S.R.L., Strambino, Italien21) 768 100,0 DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate18) (vorher: DMG MORI SEIKI MIDDLE EAST FZE) T AED 7.387 1.908 100,0 DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel18) T ILS 0 0 100,0 DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen18) T PLN 39.420 8.938 100,0 DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz18) T CHF 12.234 11.392 100,0 DMG / MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland18) 501 100,0 DMG MORI Sweden ab, Göteborg, Schweden18) T SEK 77.458 8.109 100,0 DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen18) T NOK 9.325 1.026 100,0 DMG MORI Finland Oy Ab, Tampere, Finnland18) 2.281 100,0 DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien18) T GBP 21.559 25.181 100,0 DMG MORI ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien18) T RON 15.601 3.437 100,0 DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien18) T BGN 1.027 525 100,0 DMG MORI Istanbul Makine Ticaret ve Servis Limited Sirketi, Istanbul, Türkei18) T TRY 21.023 5.671 100,0 DMG MORI Rus OOO, Moskau, Russland18) T RUB 2.736.162 42.553 90,0 DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten18) T EGP 200 10 100,0 Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten18) T EGP 200 10 100,0 DMG MORI Africa for Trading in Machines & Services (S.A.E.), Kairo, Ägypten28) (vorher: DMG Mori Seiki Egypt for Machines Trading & Services) T EGP -4.867 -255 100,0 DMG MORI SEIKI CANADA INC., Toronto, Kanada17) T CAD 17.539 12.362 51,0 DMG MORI CANADA INC., Vancouver, Kanada26) (vorher: DMG MORI SEIKI ELLISON CANADA INC.) T CAD 18.943 13.351 100,0 DMG MORI BRASIL COMERCIO DE EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LTDA., Sao Paulo, Brasilien17) T BRL -8.993 -2.622 51,0 DMG MORI Singapore Pte. Ltd., Singapur17) T SGD 20.495 13.454 51,0 DMG MORI MALAYSIA SDN. BHD., Shan Alam / Selangor, Malaysia23) T MYR 8.937 1.890 100,0 DMG MORI Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam23) T VND 9.214.874 385 100,0 DMG America Inc., Itasca, USA17) T USD 40.338 38.267 100,0 DMG MORI MEXICO S.A. de C.V., Queretaro, Mexiko24) T MXN 186.160 8.550 51,0 DMG Asia Pte. Ltd., Singapur17) 24.010 100,0 DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China17) T CNY 32.934 4.499 100,0 DMG MORI Taiwan Co. Ltd., Taichung, Taiwan17) T TWD 106.890 3.140 100,0 DMG MORI KOREA CO., LTD., Siheung-si / Gyeonggi-do, Korea17) T KRW 26.724.666 21.054 100,0 DMG MORI India Private Limited, Bangalore, Indien17) T INR 314.180 4.388 51,0 DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China10) (vorher: DMG MORI SEIKI Machine Tools Trading Co. Ltd.) T CNY 76.058 10.390 100,0 GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg3/4/10/11) 52.100 100,0 GILDEMEISTER energy efficiency GmbH, Stuttgart25) 49 60,0 GILDEMEISTER ENERGY SERVICES IBERICA, SOCIEDAD LIMITADA, Madrid, Spanien25) 32 100,0 Rena Energy S.r.l., Mailand, Italien25) 1.162 100,0 Winch Puglia Foggia S.r.l., Mailand, Italien25) 1.961 100,0 Cucinella S.r.l., Mailand, Italien25) 543 100,0 GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI, Istanbul, Türkei25) T TRY 8 2 100,0 GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg25) 7 51,0 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria, Australien T AUD 5.039 3.452 50,0 Assoziierte Unternehmen DMG MORI Finance GmbH, Wernau 23.693 42,6 Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan T JPY 6.710.000 54.376 44,1 Magnescale Europe GmbH, Wernau20) 1.879 44,1 Magnescale Americas, Inc., Davis, USA20) T USD 1.053 999 44,1 1) Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. 2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen. 4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts. 5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 7) Beteiligung der DECKEL MAHO Pfronten GmbH 8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DECKEL MAHO Pfronten GmbH 9) Beteiligung der GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l. 10) Beteiligung der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER 11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER 12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH 13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH 14) Beteiligung der DMG MORI Services GmbH 15) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Services GmbH 16) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V. 17) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG 18) Beteiligung der DMG MORI Europe AG 19) Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH 20) Tochtergesellschaft der Magnescale Co. Ltd. 21) Beteiligung der DMG MORI Italia S.r.l. 22) Beteiligung der antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH 23) Beteiligung der DMG MORI Singapore Pte. Ltd. 24) Beteiligung der DMG America Inc. 25) Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH 26) Beteiligung der DMG MORI SEIKI CANADA INC. 27) Beteiligung der DMG MORI ECOLINE Holding AG 28) Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (50%) und der Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC (50%) ORGANE DER GESELLSCHAFT Aufsichtsrat Prof. Dr.- Ing. Raimund Klinkner, München, geboren 1965, Vorsitzender, Geschäftsführender Gesellschafter, INSTITUTE FOR MANUFACTURING EXCELLENCE GmbH * Terex Corporation, Westport Conneticut, USA, Mitglied des Board of Directors * ebm pabst Mulfingen GmbH & Co. KG, Mulfingen, Mitglied des Beirates Hermann Lochbihler, Vils, geboren 1956, 1. Stellv. Vorsitzender, Leiter Einkauf der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten Mario Krainhöfner, Pfronten, geboren 1964, Stellv. Vorsitzender, Konzernbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Betriebsratsvorsitzender der DECKEL MAHO Pfronten GmbH Dr. Helmut Rothenberger, Frankfurt, geboren 1949, Mitglied und Stellv. Vorsitzender bis 30. April 2016, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH, • AUTANIA AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates, • ROTHENBERGER AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates, • LEISTRITZ AG, Mitglied des Aufsichtsrates Prof. Dr. Edgar Ernst, Bonn, geboren 1952, Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V., • Deutsche Postbank AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates, • Vonovia SE, Bochum, Mitglied des Aufsichtsrates, • TUI AG, Hannover, Mitglied des Aufsichtsrates, Ulrich Hocker, Düsseldorf, geboren 1950, Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender seit 2. Juni 2016, Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., • FERI AG, Bad Homburg, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, * Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Wedemark, geboren 1959, Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover Dr.-Ing. Masahiko Mori, Nara, geboren 1961, Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED Irene Bader, Feldafing, geboren 1979, Mitglied seit 24. Mai 2016, Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, Wernau Dietmar Jansen, Memmingen, geboren 1965, 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu, * AGCO GmbH, Marktoberdorf, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Constanze Kurz, Gerlingen, geboren 1961, Referentin des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Robert Bosch GmbH, Stuttgart Matthias Pfuhl, Schmerbach, geboren 1960, Versorgungstechniker, Mitglied des Betriebsrates der DECKEL MAHO Seebach GmbH Peter Reinoss, Bergisch Gladbach, geboren 1958, Servicetechniker Elektronik, Betriebsratsvorsitzender der DMG MORI Services, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI Academy Vorstand Dipl.-Kfm. Christian Thönes, Bielefeld, Vorsitzender seit 15. April 2016 Dipl.-Kfm. Björn Biermann, Bielefeld Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler, Bielefeld Dipl.-Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza, Vaduz, Liechtenstein, Vorstandsvorsitzender bis 06. April 2016, • LEISTRITZ AG, Nürnberg, Vorsitzender des Aufsichtsrates * Zumtobel AG, Dornbirn, Österreich, Mitglied des Aufsichtsrates • Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG * Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID) Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Bielefeld, 7. März 2017 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Der Vorstand Dipl.-Kfm. Christian Thönes Dipl.-Kfm. Björn Biermann Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Berlin, den 7. März 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Tonne, Wirtschaftsprüfer Bröker, Wirtschaftsprüfer DER AUFSICHTSRAT Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner (52) ist seit dem 17. Mai 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Nach dem Maschinenbaustudium an der tu München war Klinkner zunächst in der Automobilindustrie tätig. In den Jahren 1998 bis 2006 war er Vorstandsmitglied der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft - ab 2003 stellvertretender Vorstandsvorsitzender; er verantwortete die Bereiche Produktion, Logistik und it. Von 2007 bis 2011 war er Vorsitzender des Vorstands bei der Knorr-Bremse AG in München. Seit 2012 ist Klinkner geschäftsführender Gesellschafter des "Institute for Manufacturing Excellence" (IMX). Er lehrt Produktionslogistik an der Technischen Universität Berlin und ist Vorsitzender des Vorstands der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL). AN UNSERE AKTIONÄRE Bericht des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2016 standen für den Aufsichtsrat zwei Themen im besonderen Fokus seiner Tätigkeit: Zum einen kam es zu personellen Veränderungen im Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, zum anderen stand der Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags im Mittelpunkt. Um der Bedeutung dieses Themas gerecht zu werden, etablierte der Aufsichtsrat einen Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung von DMG MORI, und besprach mit dem Vorstand Fragen der Geschäftspolitik, des Risikomanagements sowie der Compliance und der Entwicklung des Konzerns bis 2019, einschließlich der Investitionen. Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen waren, sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert. Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens informieren lassen. Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt. Er tagte im Geschäftsjahr 2016 insgesamt siebenmal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die regelmäßig durch zahlreiche Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten bzw. wurden diese durch Nichtmitwirken an der Entscheidungsfindung gelöst. Im Verlauf des Berichtsjahres gab es folgende personelle Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat: Dr. Rüdiger Kapitza beendete zum 6. April 2016 einvernehmlich seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender. In einer weiteren Sitzung am 15. April 2016 wurde Christian Thönes zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestimmt und Dr. Maurice Eschweiler zum Arbeitsdirektor gemäß § 33 MitbestG bestellt. Dr. Helmut Rothenberger legte sein Aufsichtsratsmandat zum 30. April 2016 nieder. Irene Bader wurde zunächst durch Beschluss des Amtsgerichts Bielefeld vom 24. Mai 2016 als neues Aufsichtsratsmitglied bestimmt. Ihre Bestellung wurde am 15. Juli 2016 durch die Hauptversammlung bestätigt. Des Weiteren wurde Irene Bader am 2. Juni 2016 zum Mitglied des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats bestellt. Sie ist somit gleichzeitig auch Mitglied des Nominierungsausschusses. Ulrich Hocker ist seit dem 2. Juni 2016 weiterer stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Mit einer Ausnahme hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Mario Krainhöfner konnte krankheitsbedingt an fünf Aufsichtsratssitzungen nicht teilnehmen. An der Bilanzsitzung am 8. März 2016 nahmen auch die Abschlussprüfer teil. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss und -lagebericht sowie den Jahresabschluss und Lagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2015. Darüber hinaus billigte der Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG. Das Plenum befasste sich mit der Tagesordnung der zunächst für den 6. Mai 2016 geplanten 114. ordentlichen Hauptversammlung sowie dem Gewinnverwendungsvorschlag und dem Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers; darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Geschäfte mit Aktionären (AfGA) sowie des Technologie- und Entwicklungsausschusses. Auch die Geschäftsentwicklung wurde erörtert. Zentrale Themen der kurzfristig einberufenen Aufsichtsratssitzung am 6. April 2016 waren die Erhöhung der Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auf 76,03% und deren Absicht, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abzuschließen. Darüber hinaus einigte sich der Aufsichtsrat mit dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza über die Beendigung seiner Tätigkeit. Dr.-Ing. Masahiko Mori wirkte an der entsprechenden Beschlussfassung nicht mit. Am 15. April 2016 traf der Aufsichtsrat erneut zusammen. Er bestellte Christian Thönes zum Vorsitzenden des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und Dr. Maurice Eschweiler zum Arbeitsdirektor nach § 33 MitbestG. Darüber hinaus wurde zur Vorbereitung, Bewertung und Prüfung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI GmbH der Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten etabliert. Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner Sitzung am 2. Juni 2016 insbesondere mit der Beratung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. In diesem Zusammenhang wurde auch die aktualisierte Konzernplanung für die Jahre 2016 bis 2018 nach Erörterung gebilligt. Der Aufsichtsrat diskutierte intensiv die Unternehmensbewertung einschließlich der vorgelegten Gutachten und erörterte den Bericht über die vorangegangenen vorbereitenden Aktivitäten des Ausschusses für Kapitalmarktangelegenheiten. Ohne Mitwirkung der Aufsichtsratsmitglieder Dr.-Ing. Masahiko Mori und Irene Bader stimmte der Aufsichtsrat sodann dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der DMG MORI GmbH als herrschendem und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als beherrschtem Unternehmen zu. Hierbei bezog er insbesondere die auch aus seiner Sicht gegebene Angemessenheit der Barabfindung von 37,35 € bzw. eines jährlichen Ausgleichs ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto (oder nach Abzug von Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag von 1,03 €) ein. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit der auf den 15. Juli 2016 verlegten 114. ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, namentlich mit dem Gewinnverwendungsvorschlag und dem Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers. Weiterhin wurde seitens der Vertreter der Anteilseigner - bei Enthaltung von Irene Bader - der Beschluss gefasst, Irene Bader der Hauptversammlung als Aufsichtsratsmitglied vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat beschloss zudem, Irene Bader zum Mitglied des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats sowie Ulrich Hocker zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu bestellen. Die Aufsichtsratssitzung am 14. Juli 2016 stand im Zeichen der Vorbereitung der Hauptversammlung am Folgetag. Darüber hinaus wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt der Sitzung am 20. September 2016 war wiederum die Erörterung der Geschäftsentwicklung. Zudem befasste sich das Plenum mit den Berichten des Finanz- und Prüfungsausschusses, des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses, des Technologie- und Entwicklungsausschusses sowie des Ausschusses für Geschäfte mit Aktionären. Im Mittelpunkt der Sitzung am 24. November 2016 standen der aktuelle Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung für die Jahre 2017 bis 2019 sowie die Investitionsplanung für das Jahr 2017. Der Aufsichtsrat billigt die Konzernplanung für das Jahr 2017, die Mittelfristplanung 2018/2019 sowie die Investitionsplanung 2017. Weiterhin wurde der Beschluss zur variablen Ausgestaltung der Vorstandsvergütung für das Jahr 2017 gefasst. Zudem beschloss der Aufsichtsrat, im ersten Halbjahr 2017 eine Effizienzprüfung für den Aufsichtsrat durchführen zu lassen. Auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschloss der Aufsichtsrat die Schwerpunkte der Abschlussprüfung zum 31. Dezember 2016. Zu ihnen zählen die Darstellung und Erläuterung der Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung des Konzerns im Konzernabschluss und Konzernlagebericht; die Durchführung eines Werthaltigkeitstests von Sachanlagevermögen nach IAS 36.66 sowie die Durchführung eines Quality-Assessments der internen Revision nach dem DIIR-Revisionsstandard Nr. 3. Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrats wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet: Der Finanz- und Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2016 zu sechs Sitzungen zusammen. In seinen Sitzungen befasste sich der Ausschuss mit dem jeweiligen Status der Finanzen und Steuern sowie der laufenden Betriebsprüfungen. Gegenstand seiner Prüfungen und Beratungen waren zudem die Zwischenberichte zum 1. und 3. Quartal sowie der Halbjahresbericht, das Risikomanagement, der Bericht zur J-SOX-Prüfung 2015, der Revisionsbericht 2015 sowie der Compliance-Bericht 2015. Der Ausschuss prüfte den Einzel- und Konzernabschluss, bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse vor und bewertete den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers; er überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und holte dessen Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein. Weitere Themen des Ausschusses waren die Ergebnisse der Compliance-Effektivitätsprüfung durch die KPMG und der vom Vorstand vorgelegte Prozess zur Billigung von Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, welcher vom Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung eingeführt wurde. Darüber hinaus bereitete er Beschlussvorschläge zur Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie zu den Prüfungsschwerpunkten 2016 vor. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte dreimal. Der Ausschuss bereitete die Beschlüsse über die Vergütung des Vorstands vor und befasste sich mit Vorstandsangelegenheiten. Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2016 einmal; er erarbeitete den Wahlvorschlag, Irene Bader zur Nachfolgerin für Dr. Helmut Rothenberger im Aufsichtsrat zu bestellen. Zu drei Sitzungen kam der Technologie- und Entwicklungsausschuss zusammen. Zum Gegenstand seiner Beratungen und Analysen zählten sowohl allgemeine Themen, wie generelle Trends des Werkzeugmaschinenbaus, als auch spezielle Themen, wie ADDITIVE MANUFACTURING, Digitalisierung und die Ausrichtung des Produktportfolios sowie das Investitionsbudget. Der Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten wurde am 15. April 2016 etabliert und tagte dreimal. Gegenstand der Sitzungen war die Beratung, Vorbereitung und Begleitung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der DMG MORI Aktiengesellschaft und der DMG MORI GmbH. Dabei hat sich der Ausschuss intensiv insbesondere mit der Konzernplanung und der Bewertung auseinandergesetzt. Der Ausschuss endete mit Ablauf des 20. September 2016. Der Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären (AfGA) wurde am 22. September 2015 etabliert und kam im Jahr 2016 zu vier Sitzungen zusammen. Der Ausschuss befasste sich mit dem Bericht der Transparenzstelle über die Geschäfte mit Aktionären im Konzern, dem Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen 2015 sowie mit der fortlaufenden Berichterstattung über zustimmungspflichtige Geschäfte. Der Ausschuss endete mit Ablauf des 20. September 2016. Im Kapitel Corporate Governance auf Seite 27 des Geschäftsberichts werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2015 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. In der Bilanzsitzung vom 7. März 2017, billigte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2016; damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet. Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2016 sowie den Konzernlagebericht 2016 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2016 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315a HGB wurde darauf verzichtet, einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen. Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung; die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, erteilte für beide Abschlüsse und Lageberichte jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gem. § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat ist - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung beigetreten. Der Aufsichtsrat hat - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss -keine Einwände erhoben. DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für den außerordentlichen Einsatz und die hervorragende Arbeit insbesondere im Rahmen der Neuausrichtung des Unternehmens. Unser besonderer Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr! Bielefeld, 7. März 2017 Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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