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DMG MORI AG

Annual Report Mar 18, 2003

119_10-k_2003-03-18_80eeb7c2-1be6-472c-a435-ab9d9985e0a0.pdf

Annual Report

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geschäftsbericht 2001

Der Technologiekonzern: Drehen, Fräsen, Lasern/Ultrasonic und Dienstleistungen

gildemeister Aktiengesellschaft Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld Tel.: +49 (0) 52 05/74-3001 Fax: +49 (0) 52 05/74-3081 Internet: www.gildemeister.com E-mail: [email protected]

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:55 Uhr Seite 1

  • A Abschreibungen 48, 79, 199, 211 Aktienkurs 64 Altersteilzeit 116 Anhang 168 Aufsichtsrat 10, 13, 192 Auftragslage 43, 46, 140, 149, 150 Ausbildung 114
  • B Beschaffung 100, 101, 152 Betriebliches Vorschlagswesen 106 Bilanz 52, 174, 195, 207 Börsenumfeld 62 Branchenkonjunktur 29, 140, 144
  • C Cashflow 57 Corporate Governance 10, 18, 67
  • D Devisenkurse 27, 173 Dividende 50, 63, 66
  • E E-Business/E-Commerce 17, 43 Eigenkapital 52, 55 Ergebnisse 47 Ertragslage 40, 47
  • F Finanzanlagen 79, 174 Finanzlage 52 Forschung und Entwicklung 155, 157
  • G Gesamtwirtschaft 24, 140, 144 Geschäftsverlauf 16, 40 Gewinn- und Verlustrechnung 48, 186, 194, 206
  • I Internet 122 Investitionen 79, 151 Investor Relations 67, 124
  • J Jahr 2002 140, 144
  • K Kapitalflussrechnung 57 Kommunikation 121 Konzernstruktur 38, 84, 87
  • L Lagebericht 22 Lieferwerke 89 Logistik 105, 152
  • M Marketing 121 Marktkapitalisierung 65 Marktpräsenz 98 Mitarbeiter 114 Mitarbeiteraktien 67
  • N Nachtragsbericht 140
  • O Organigramm 84 Organisation 86
  • P Pressearbeit 121 Produkte 105, 155 Produktion 105, 152 Public Relations 125
  • R Rating 75 Rechtliche Unternehmensstruktur 87, 156 Risikomanagement 69, 150
  • S Segmentberichterstattung 128, 203 Segment "Corporate Services" 41, 136, 185, 203 Segment "Dienstleistungen" 41, 98, 132, 185, 203 Segment "Werkzeugmaschinen" 41, 89, 128, 184, 203 Standorte 80, 89, 158
  • T Technische Dienstleistungen 98, 106
  • U Umsatz 42, 49, 149, 186 Umweltschutz 119, 155 Unternehmenssituation 40, 141
  • V Verbundene Unternehmen 89, 190 Vermögenslage 52 Verwaltung 86 Vorausschau 144 Vorstand/Vorstandsressorts 14, 87, 193
  • W Weiterbildung 116, 156 Wertschöpfung 60 Wirtschaftsbericht 24
  • Z Zweigniederlassungen 99
gildemeister-Konzern 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001
Umsatz mio € 381,3 423,4 444,6 580,3 690,4 923,3 1.144,2
ebitda mio € 14,2 20,1 28,1 50,1 61,3 88,4 103,5
ebit mio € 4,5 10,8 20,7 40,2 46,4 62,9 70,0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit mio € -6,9 0,7 9,4 29,6 34,5 44,2 49,2
ebt mio € -7,5 8,0 7,2 17,0 34,5 44,2 49,2
Jahresüberschuss/-fehlbetrag mio € -11,7 3,9 6,4 16,1 32,7 38,1 41,0
Cashflow nach dvfa/sg mio € -34,9 5,1 16,1 39,0 51,6 62,7 75,9
Investitionen mio € 9,1 6,5 13,5 29,8 37,6 39,5 57,3
Eigenkapital mio € 58,6 44,1 46,2 81,6 107,2 195,7 215,1
Bilanzsumme mio € 303,1 269,1 288,2 353,8 419,1 700,5 801,2
Mitarbeiter (31.12.) 2.644 2.324 2.356 2.617 3.340 4.637 5.212
Kennzahlen
Umsatzrendite % -3,1 0,9 1,5 2,8 4,7 4,1 3,6
Umsatz pro Mitarbeiter T€ 148,8 171,8 191,2 227,5 210,4 225,4 224,5
Umsatz pro Mitarbeiter
Produktionswerke Inland T€ 187,4 249,0 252,9 299,6 315,0 339,7 369,0
Wertschöpfung mio € 125,6 139,9 147,6 173,5 218,1 275,7 341,0
Wertschöpfung pro Mitarbeiter T€ 49,1 56,8 63,4 68,0 66,5 67,3 66,9
ebit je Mitarbeiter T€ 1,7 4,4 8,9 15,8 14,1 15,3 13,7
Eigenkapitalrendite % -28,8 6,7 14,6 35,0 40,0 35,5 21,0
Gesamtkapitalrendite % 1,9 7,0 7,5 8,7 12,1 11,5 9,6
roce – Return on capital employed % 2,2 5,7 10,9 16,2 14,8 12,0 11,1
roi – Return on investment % -2,6 2,8 2,6 5,3 8,9 7,9 6,5
Ergebnis nach dvfa/sg1) mio € -15,7 -5,9 -1,3 9,9 16,4 20,3 28,6
Ergebnis je Aktie nach dvfa/sg2) -0,82 -0,46 -0,07 0,46 0,76 0,91 0,99
Gearing % 173,9 176,7 190,9 148,5 121,0 112,0 119,8

1) Bei der Berechnung des Ergebnisses nach dvfa/sg werden fiktive Steuern zum Ansatz gebracht, da bei der gildemeister Aktiengesellschaft Verlustvorträge vorliegen.

2) 1999 wurde das Aktienkapital 1:10 gesplittet; die Werte der Vorjahre wurden dementsprechend angepasst.

gildemeister-Konzern Veränderungen
2001 2000* 2001 gegenüber 2000
mio € mio € mio € %
Umsatz
Gesamt 1.144,2 923,3 220,9 24
Inland 566,9 483,4 83,5 17
Ausland 577,3 439,9 137,4 31
% Ausland 50 48
Auftragseingang
Gesamt 1.103,1 1.083,8 19,3 2
Inland 566,1 558,2 7,9 1
Ausland 537,0 525,6 11,4 2
% Ausland 49 48
Auftragsbestand**
Gesamt 381,8 422,9 -41,1 -10
Inland 178,3 179,1 -0,8 0
Ausland 203,5 243,8 -40,3 -17
% Ausland 53 58
Investitionen 57,3 39,5 17,8 45
Personalaufwendungen 270,6 212,5 58,1 27
Mitarbeiter** 5.212 4.637 575 12
davon Auszubildende 203 190 13 7

* einschl. gildemeister Italiana und ihrer Tochtergesellschaften ab 18.05.2000

** Stichtag 31.12.

gildemeister: Wachstum durch Innovation

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:55 Uhr Seite 6

Der gildemeister-Konzern ist einer der weltweit bedeutendsten Hersteller spanender Werkzeugmaschinen. Als Technologieführer sorgen wir dafür, dass unsere Kunden ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Dabei erwarten alle Kunden Top-Qualität, kürzeste Reaktionszeiten und höchste Zuverlässigkeit sowie umfassende Dienstleistungsangebote und Serviceprodukte aus einer Hand. Diesem Wunsch entspricht gildemeister. Mehr als 5.000 motivierte Mitarbeiter und über 50 nationale und internationale Konzerngesellschaften sichern unsere hohe Innovationskraft, die konsequente Marktnähe und das weltweit dichteste Vertriebs- und Servicenetz der Branche. Wir werden unsere starke Marktposition auch in Zukunft weiter ausbauen. Unser Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch Innovation und Wachstum.

8 Bericht Aufsichtsrat | Vorstand

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:55 Uhr Seite 7

22 Wirtschaftsbericht: Rahmenbedingungen

Wirtschaftsbericht: Unternehmenssituation

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:55 Uhr Seite 8

Nachtrag | Vorausschau | Forschung und Entwicklung

Jahresabschluss

166 Konzernabschluss und Jahres
abschluss der gildemeister
Aktiengesellschaft
168 Konzernanhang und Anhang
der gildemeister
Aktiengesellschaft
190 Verbundene Unternehmen
192 Organe der Gesellschaft
194 Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung
195 Konzernbilanz
199 Entwicklung des
Konzern-Anlagevermögens
203 Segmentberichterstattung
zum Konzernabschluss 2001
206 Gewinn- und Verlustrechnung
der gildemeister Aktien
gesellschaft
207 Bilanz der gildemeister
Aktiengesellschaft
211 Entwicklung des Anlage
vermögens der gildemeister
Aktiengesellschaft
214 Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers
216 Geplante Termine
217 Glossar
Mehrjahresübersichten
Stichwortverzeichnis

bildmotiv >> Waverplatte aus Silicium für die Halbleiterindustrie: mit dem Ultraschallverfahren zur Bearbeitung moderner hartspröder Werkstoffe stößt die gildemeister-Tochter sauer schon heute in das Segment der "Advanced Materials" vor.

gildemeister hat die für das Jahr 2001 gesteckten Ziele erreicht. Zum siebten Mal in Folge konnten wir bei Umsatz, Auftragseingang und Ertrag neue Bestmarken erzielen. Um erfolgreich zu sein, brauchen wir das Vertrauen unserer Kunden, Lieferanten, Aktionäre und der Öffentlichkeit. Voraussetzung dafür ist eine gute und transparente Corporate Governance: Sie gewährleistet eine auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des gildemeister-Konzerns.

bericht aufsichtsrat | vorstand

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:56 Uhr Seite 10

Eine auf Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle von Unternehmen ist die Zielsetzung einer modernen Corporate Governance. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ermöglichte der kontinuierliche Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand die Verwirklichung dieses Grundsatzes. Im nachfolgenden Bericht werden die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrates mit der gebotenen Offenheit und Transparenz erläutert.

Dr.-Ing. Manfred Lennings

ist seit Januar 1985 Vorsitzender des Aufsichtsrates. Sein beruflicher Aufstieg begann nach seinem Studium in München und an der Bergakademie Clausthal beim Maschinenbaukonzern Gutehoffnunghütte (ghh) in Oberhausen. Er wurde bereits 1969 Stellv. Vorstandsmitglied bei ghh, übernahm 1970 bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft ag

in Hamburg den Chefsessel und war von 1975 bis Ende 1983 erster Mann bei ghh. In den Folgejahren war Dr. Lennings als Berater und Mitglied in vielen Aufsichtsräten tätig. So wurde er 1990 in den Verwaltungsrat der Berliner Treuhandanstalt berufen und hatte von 1993 bis zuletzt dessen Vorsitz inne.

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2001 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. In insgesamt vier ordentlichen Sitzungen ließ er sich eingehend über die Lage und die Entwicklung des Unternehmens sowie über die Grundsätze der Geschäftspolitik und die wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichten. Darüber hinaus war durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes eine umfassende Information jederzeit gewährleistet. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung informierte der Vorstand den Aufsichtsrat direkt und unabhängig von den turnusmäßigen Sitzungen. Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden ihm zur Beschlussfassung vorgelegt.

Hauptthemen der ersten Aufsichtsratssitzung am 30. März 2001 waren der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft sowie die Verabschiedung der Tagesordnung der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat, der in dieser Sitzung vollzählig vertreten war, beschloss unter anderem die Übernahme der restlichen Geschäftsanteile an der deckel maho Seebach GmbH von der Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH & Co. kg und stimmte der Gründung der dmg Büll & Strunz GmbH zu. Weiterhin beriet sich der Vorstand mit dem Aufsichtsrat über eine Beteiligungserhöhung bei der gildemeister Italiana S.p.A.

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:56 Uhr Seite 12

An der Sitzung am 17. Mai 2001 nahmen elf Aufsichtsratsmitglieder teil. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über den aktuellen Geschäftsverlauf und erläuterte ausführlich die Struktur des Risikomanagements im gildemeister-Konzern. Zu diesem Thema waren auch die Wirtschaftsprüfer von der kpmg anwesend. Außerdem beschloss der Aufsichtsrat die Neugründung der dmg Brasil Ltda. und stimmte den geplanten Investitionen an den Standorten in der Tschechischen Republik und Großbritannien zu. Des Weiteren berichtete der Vorstand über die erfolgreiche Einführung des Euro als Hauswährung sowie über die Überlegungen zur Umstellung der Konzernrechnungslegung von hgb auf internationale Rechnungslegungsgrundsätze – die International Accounting Standards (ias).

Der Personalausschuss des Aufsichtsrates tagte am 17. Mai und 7. September 2001. Dieser Ausschuss befasst sich mit den Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder. Eine Sitzung des Ausschusses nach § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz wurde nicht einberufen.

Auf der Tagesordnung der Sitzung am 7. September 2001 stand neben dem aktuellen Geschäftsverlauf insbesondere die weitere strategische Ausrichtung des Konzerns und vor diesem Hintergrund auch der weitere Ausbau der Vertriebsstruktur der dmg Vertriebs und Service GmbH. Diese Themen erörterte der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Vorstand. Das bereits am 30. März 2001 präsentierte Konzept zur Beteiligungserhöhung bei der gildemeister Italiana S.p.A. wurde in der Zwischenzeit weiter detailliert und dem Aufsichtsrat dargestellt. Der Aufsichtsrat stimmte der Beteiligungserhöhung durch ein öffentliches Kaufangebot einstimmig zu. In dieser Sitzung votierte der Aufsichtsrat für die Umstellung der Konzernrechnungslegung auf internationale Rechnungslegungsgrundsätze (ias) und stimmte der Übernahme der sauer GmbH & Co. kg zu. Elf Aufsichtsratsmitglieder waren anwesend.

Die letzte Sitzung des Jahres am 29. November 2001 stand ganz im Zeichen der Unternehmensplanung 2002 bis 2004. Der Aufsichtsrat besprach und verabschiedete die Umsatz-, Ergebnis-, Investitions- und Personalplanung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der aktuellen Geschäftssituation und den Auswirkungen der geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf das Unternehmen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren zur Sitzung vollzählig vertreten.

Für die Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 22. März 2002, zu der der Aufsichtsrat vollzählig erschienen war,lagen ihm der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft sowie die Prüfungsberichte der kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin/ Frankfurt am Main, vor. Der Abschlussprüfer war bei der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Aufsichtsrat anwesend, berichtete ausführlich über den Verlauf sowie über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Unterlagen wurden eingehend diskutiert. Zum bestehenden Risikofrüherkennungssystem stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die nach § 91 Absatz 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Überwachungssystem seine Aufgaben erfüllen kann.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2001 sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der gildemeister Aktiengesellschaft wurden von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin/Frankfurt am Main, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfungen auf Grund seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns zu und billigt den Jahresabschluss, der damit nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates danken dem Vorstand und den Geschäftsführungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz. Darüber hinaus danken sie den Arbeitnehmervertretungen für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unseres Unternehmens.

Bielefeld, 22. März 2002 der aufsichtsrat

Dr.-Ing. Manfred Lennings Vorsitzender

Dr.-Ing. Manfred Lennings, Essen, Vorsitzender, Selbstständiger Industrieberater

Harry Domnik, Bielefeld, Stellv. Vorsitzender, 1. Bevollmächtigter der ig Metall-Verwaltungsstelle

Gerhard Dirr, Vils/Österreich, Betriebsratsvorsitzender der deckel maho Pfronten GmbH

Alfred Geißler, Pfronten, Vertreter der leitenden Angestellten

Prof. Dr.-Ing. Peter-Jürgen Kreher, Grünwald, Senior Advisor Droege & Comp., Düsseldorf

Arno Kruck, Bielefeld, Betriebsratsvorsitzender der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister

Prof. Dr.-Ing. Walter Kunerth, Zeitlarn, Senior Advisor Fonds Partenaires GmbH, Frankfurt

Hans Henning Offen, Düsseldorf, Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Westdeutschen Landesbank Girozentrale

Peter Oxfart, Creuzburg, Betriebsratsvorsitzender der deckel maho Seebach GmbH

Dr. jur. Rupert Pfeffer, Geretsried, Vorsitzender des Vorstands der LfA Förderbank Bayern i. R.

Günther Johann Schachner, Peiting, Vorstandsmitglied der ig Metall Frankfurt

Hans Peter Schreib, Rechtsanwalt, Düsseldorf, Mitglied des Vorstands der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz

e.V. (dsw)

gildemeister hat seine Ziele erreicht! Wir konnten auch im Geschäftsjahr 2001 – und damit im siebten Jahr in Folge – Umsatz, Ertrag und Auftragseingang steigern. Weltweit haben wir 5.900 Dreh-, Fräs- und Lasermaschinen verkauft und unsere internationale Marktpräsenz weiter ausgebaut – und dies trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und eines intensiven Wettbewerbs.

Dr. Rüdiger Kapitza (47)

Vorsitzender des Vorstandes seit April 1996 und Mitbegründer der heutigen dmg Vertriebs und Service GmbH. Ausbildung zum Maschinenanlagenmechaniker und Industriekaufmann bei gildemeister, Bielefeld. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist für Strategie und Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing, Dienstleistungen und Personal sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Dr. Rüdiger Kapitza wurde 1992 in den Vorstand der gildemeister Aktiengesellschaft berufen.

Dr. Raimund Klinkner (37)

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:56 Uhr Seite 16

Studierte Maschinenbau an der TU München und gehört seit Mai 1998 dem Vorstand an. In seinen Verantwortungsbereich fallen die Bereiche Logistik, Einkauf und Beschaffung sowie Produktion. Des Weiteren umfasst sein Ressort die Informationstechnologien und Projekte. Zuvor war Dr. Raimund Klinkner in der Automobilindustrie tätig.

Dieter Schäfer (49)

Ist seit Mai 1997 Mitglied im Vorstand und verantwortet das Ressort Finanzen und Controlling. Der Wirtschaftswissenschaftler kam 1991 als Leiter des Zentralen Controllings zur gildemeister Aktiengesellschaft. Hierauf folgten Geschäftsführertätigkeiten im Konzern. Dieter Schäfer war ebenfalls an der Gründung der heutigen dmg Vertriebs und Service GmbH beteiligt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die tragischen Ereignisse des 11. September haben die Welt in vielerlei Hinsicht verändert. Sie hatten auch auf die Entwicklung der Weltwirtschaft spürbare Auswirkungen. Die ohnehin verlangsamte Konjunktur erhielt noch einen zusätzlichen Dämpfer. Und zahlreiche Anleger haben durch die Turbulenzen an den Aktienmärkten herbe Enttäuschungen und zum Teil dramatische Vermögensverluste hinnehmen müssen. Die gildemeister-Aktie konnte sich deutlich gegen den Trend behaupten und erwies sich auch im Jahr 2001 als ein gutes und solides Investment. Dass dies kein Wunder ist, sondern Ergebnis von vorausschauender Planung und Fleiß - und einem bisschen Glück, werden Sie erkennen, wenn Sie diesen Geschäftsbericht lesen.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2001. gildemeister hat die für das Jahr 2001 gesteckten Ziele erreicht. Zum siebten Mal in Folge konnten wir bei Umsatz, Auftragseingang und Ertrag neue Bestmarken erzielen. Der Umsatz stieg um 24% auf 1.144,2 mio €. Trotz des stark rückläufigen Branchentrends (-13%) und eines wettbewerbsintensiven Marktumfeldes übertraf der Auftragseingang mit 1.103,1 mio € (+2%) die Rekordhöhe des letzten Jahres. Die Ertragslage des Unternehmens verbesserte sich erneut zweistellig und lag damit sogar noch oberhalb der angekündigten Bandbreite. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 11% auf 49,2 mio €, und der Jahresüberschuss stieg im Konzern auf 41,0 mio €. Wir schlagen der Hauptversammlung am 17. Mai 2002 vor, wiederum eine Dividende von 0,60 € je Stückaktie auszuschütten; das bedeutet eine Dividendenrendite von 6,4%. Seit dem 27. Dezember 2001 ist die gildemeister-Aktie im mdax gelistet – ein Ereignis, das auch der Kursentwicklung gut getan hat.

Erstmals Segmentberichterstattung. Von nun an werden wir detaillierter und zeitnaher und damit für Sie noch transparenter über die Geschäftsentwicklung des gildemeister-Konzerns informieren. Bereits für das Berichtsjahr 2001 haben wir auf die Segmentberichterstattung umgestellt. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen", "Dienstleistungen" und "Corporate Services". Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes sowie die Führung und Steuerung des Konzerns sind auf diese Segmente ausgerichtet. Zudem bilanzieren wir vom Jahr 2002 an nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (ias).

Unsere Unternehmensstrategie. Wir haben den unbedingten Anspruch nach technologischer Führerschaft. Damit sind wir zu dem geworden, was wir heute sind: einer der bedeutendsten Hersteller der Welt von spanenden Werkzeugmaschinen. Für das Jahr 2001 hatten wir uns vorgenommen, mit unserer Strategie ein großes Stück voranzukommen. Wir haben unser Produktportfolio weiter optimiert und die Ausrichtung des Konzerns zum Full-Liner in der Dreh- und Frästechnologie vorangetrieben. Mit einer breiten Produktpalette sind wir in der Lage, allen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und neue Marktsegmente zu erschließen. Als innovatives Hightech-Unternehmen besetzen wir bereits heute die schnell wachsenden Märkte mit unseren Zukunftstechnologien Lasern und Ultrasonic. Die Mehrheitsbeteiligung an der sauer GmbH & Co. kg hat uns Zugang zum Wachstumsmarkt der Bearbeitung harter Werkstoffe ("Advanced Materials") wie Keramik, Hartmetall und Glas eröffnet. Und mit modernsten Technologien, wie der 3d-Laserbearbeitung, der offenen Steuerungstechnologie oder der Linearantriebstechnik bauen wir unsere Wettbewerbsposition gezielt aus. Im Jahr 2002 werden wir vor allem die Anwendung der E-Commerce-Tools forcieren. Neue, automatisierte Kommunikationstechniken sind auf dem Vormarsch. gildemeister setzt auch hier Branchentrends und bietet mit dem dmg-Netservice ein vorbildliches Online-Service-Tool an. Das Maschinen-Check-System dmg-Messenger ist das jüngste Kind unseres zukunftsträchtigen Geschäftsfelds der Dienstleistungen. Starke Präsenz in allen bedeutenden Industrieländern, konsequente Martknähe und ein globaler flächendeckender Direktvertrieb - dies sind die Voraussetzungen für den Erfolg unseres kundenbezogenen Dienstleistungsspektrums. Mit über 1.600 Mitarbeitern in diesem Segment in 41 Vertriebs- und Servicegesellschaften – die in 33 Ländern tätig sind – verfügt gildemeister über das dichteste Vertriebs- und Servicenetz der Branche. Eine gute Strategie erfordert eine entschlossene und tatkräftige Umsetzung. Dies gilt auch für das Jahr 2002. Unsere Stärken liegen in unserer hohen Innovationskraft gepaart mit Schnelligkeit der Umsetzung, in unserer gewachsenen Produkt- und Anwendungskompetenz, in unserem marktorientierten Angebot von Dienstleistungen sowie in unserem engen Netz globaler Kundenbindungen.

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:56 Uhr Seite 18

Maho_GB_18+19 24.04.2002 16:01 Uhr Seite 1

Ausblick 2002 – verhaltener Optimismus. Vor uns liegt ein Jahr der großen Herausforderungen. Eine Prognose für das Jahr 2002 ist aus heutiger Sicht weiterhin problematisch. Noch ist nicht abzusehen, wann sich die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen wieder beleben wird. Wir sind vorsichtig und gehen für das laufende Geschäftsjahr eher von einem verhaltenen Nachfrageverlauf aus. Es sieht ganz danach aus, dass sich die Nachfragesituation im Jahresverlauf wieder verbessern wird und unser Auftragseingang im Gesamtjahr um die 1 mrd € erreichen kann. Der Umsatz könnte im Jahr 2002 wiederum über 1 mrd € liegen. Selbst bei zunächst ungünstigem konjunkturellen Verlauf ist diese Einschätzung angesichts des vorhandenen Auftragsbestandes realistisch. Wir haben vor, unser Asiengeschäft weiter zu forcieren und unsere Produkte gezielt gegenüber den relevanten Wettbewerbern zu positionieren. Die allmähliche Erholung in den usa werden wir nutzen, um das Auftragsvolumen in Amerika zu erhöhen. Unser mittelfristiges Ziel ist es, die Umsatzanteile in Asien und Amerika auf jeweils 15 – 20% zu steigern. Angesichts der ungünstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir beim Operating Profit einen Rückgang. Eine weitergehende Aussage zur Ergebnisentwicklung für das laufende Geschäftsjahr ist aber derzeit noch nicht möglich. gildemeister wird sich den jeweiligen Marktgegebenheiten anpassen, weiter rationalisieren und flexible Arbeitszeitmodelle nutzen. Die Produktionskapazität für Neumaschinen werden wir – soweit erforderlich – selektiv anpassen. Zusätzlichen Umsatz ermöglichen wir dadurch, dass wir noch schneller als bisher unsere Neuentwicklungen zur Marktreife bringen. Investitionen werden wir nur in Höhe der Abschreibungen vornehmen. Unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten werden wir weiter forcieren.

Wertorientierte Unternehmensführung. Unsere Finanzziele leiten sich aus der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung der Vorjahre ab. Wir arbeiten daran, auch unter den ungünstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2002 die Ertragskraft des Unternehmens zu erhalten. Im Sinne der Corporate Governance gehört die auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung zum Selbstverständnis von gildemeister. Unsere Strategie ist einer wertorientierten Führung verpflichtet. Ihre Grundlagen sind unsere Tugenden: hohes Tempo bei Innovation und Umsetzung und starke globale Präsenz in allen bedeutenden Industrieländern der Welt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wie Sie sehen, wird das Geschäftsjahr 2002 nicht einfach; dennoch können wir ihm mit vorsichtigem Optimismus entgegenschauen. Denn den vorhandenen Marktrisiken stehen durchaus auch Chancen gegenüber, und diese Chancen wollen wir nutzen. Dazu steht eine motivierte, talentierte und engagierte Mannschaft bereit. Ihr sei an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt. Meine Vorstandskollegen und ich, wir sind fest davon überzeugt, dass gildemeister für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet ist. Wir werden uns, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch unter widrigen Marktbedingungen zu behaupten wissen. Unser Dank gilt selbstverständlich auch all unseren Kunden und Geschäftspartnern und nicht zuletzt Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen, Ihre Loyalität und Unterstützung. Bleiben Sie uns bitte treu!

Mit freundlichen Grüßen

Maho_GB_18+19 24.04.2002 16:01 Uhr Seite 2

Ihr

Dr. Rüdiger Kapitza Vorsitzender des Vorstandes Bielefeld, März 2002

das jahr 2001

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:56 Uhr Seite 21

januar februar märz april mai juni

gildemeister erhält von der malaysischen Regierung einen Großauftrag über 134 Drehund Fräsmaschinen im Wert von 9 mio €. Ausund Weiterbildungsinstitute im gesamten Land werden mit modernen deckel maho und gildemeister-Maschinen ausgestattet.

gildemeister kündigt 25 Neuentwicklungen für das Jahr 2001 an. Neue Anwendungsbereiche in der Luftund Raumfahrtindustrie, der Computerund Medizintechnik sowie im Automotivebereich sichern zusätzliche Umsatzpotenziale.

Die DMG Ibérica nimmt ihre Geschäftstätigkeit auf. Mit modernen Technologiezentren in Barcelona, Bilbao und Madrid erweitert der gildemeister-Konzern seine Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Spanien.

Mit der Neugründung der dmg Service ufb Seebach GmbH als vierte zentrale Servicegesellschaft baut der gildemeister-Konzern den zukunftsorientierten Markt der Dienstleistungen weiter aus.

Die Traditions-

Hausausstellung von deckel maho in Pfronten ist mit einem Auftragseingang von mehr als 20 mio € ein voller Erfolg und Rahmen für viele Highlights: Die neue Schwerlasthalle für die großen Universal-Fräszentren wird eröffnet, der Konzern veranstaltet erstmals einen Lieferantentag, über 500 Mitarbeiter nehmen an dem firmeninternen weltweiten Vertriebs- und Servicetreffen teil.

der gildemeister Drehmaschinen GmbH wird erstmals das neue Fahrständer-Bearbeitungszentrum dmf 220 linear präsentiert. Auch diese Hausmesse stößt auf große lokale Resonanz.

Highlight in Bielefeld: Beim Open House der dmg Bielefeld und

Auf der viert bedeutendsten Fachmesse der Welt, der cimt in Peking, informieren sich mehr als 5.700 Fachbesucher auf dem dmg-Stand. Zahlreiche Neuabschlüsse kommen zustande – ein weiterer wichtiger Erfolg für die Internationalisierungsstrategie des Konzerns.

Die Hauptversammlung am 18. Mai stimmt einer um 0,10 € auf 0,60 € erhöhten Dividende pro Aktie für das zurückliegende Geschäftsjahr zu. Insgesamt werden 17,2 mio € an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die Bauarbeiten für das neue dmg-Technologiezentrum in Stuttgart beginnen. Rund 10 mio € werden dort investiert. Der neue Standort führt die beiden Stützpunkte in Kornwestheim und Stuttgart-Degerloch zusammen.

juli august september oktober november dezember

Premiere bei der gildemeister Drehmaschinen GmbH: Mit dem Aufstellen der ersten Grundmaschine der Baureihe ctx 400 Serie 2 auf der neu installierten Montageanlage startet die Fließmontage.

gildemeister veröffentlicht von allen in Deutschland an der Börse notierten Unternehmen den besten Geschäftsbericht 2000. Zu diesem Urteil kommt die Jury des "manager magazins". Auch von der Zeitschrift "Capital" wird der Geschäftsbericht als exzellent bewertet. Die weltweit bedeutendste Werkzeugmaschinenmesse, die emo 2001, ist für den Konzern ein überragender Erfolg. 86 Hightech-Maschinen sind auf dem fast 4.000 m2 großen Stand unter Span zu sehen. Aufträge im Wert von 81,4 mio € werden abgeschlossen.

Aktiengesellschaft erwirbt die übrigen Gesellschaftsanteile an der deckel maho Seebach GmbH.

beteiligung an der sauer GmbH & Co. kg erweitert gildemeister sein Produktangebot um die innovative Technologie der Ultraschallbearbeitung für moderne Werkstoffe.

Mit einer Mehrheits-

gildemeister rückt am 27.12.2001 in den mdax auf, was nach Ansicht von Fachleuten langfristig für einen weiteren Auftrieb der Aktie sorgen dürfte. Der mdax vereint die 70 größten deutschen Aktienwerte der "zweiten Reihe". mdax und dax bilden zusammen den dax 100.

Die gildemeister

Bei deckel maho in Seebach hat der Konzern mehr als 13

mio € in den Ausbau einer innovativen Produktionsstätte für Werkzeugmaschinen in Ostdeutschland investiert. Im Zentrum des Gebäudekomplexes steht ein modernes Montagezentrum für die Baureihen dmp linear und dmf

linear.

konzernlagebericht und lagebericht

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bildmotiv >> Thermodynamische Präzision: Heißrennerrohr für Einspritzdüsen bei der Spritzgussproduktion. Damit die Kunststoffindustrie jederzeit in bester Form bleibt.

rahmenbedingungen

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Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2001 nahezu weltweit von einer starken Abschwächung und insbesondere von den Ereignissen des 11. September geprägt. Auch die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen nahm infolgedessen ab. Trotz schwacher Konjunktur und eines intensiven Wettbewerbes konnte sich gildemeister vom allgemeinen Trend absetzen und auch im Jahr 2001 weiter wachsen.

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konzernlagebericht und lagebericht der gildemeister aktiengesellschaft

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Wirtschaftsbericht: Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war 2001, ausgehend von der Entwicklung in den usa, nahezu weltweit von einer starken Abschwächung geprägt. Die Schockwirkung der Terroranschläge vom 11. September löste fast überall einen zusätzlichen Bremseffekt aus. Die Vereinigten Staaten und Japan gerieten in eine Rezession. Der Produktionsanstieg in den meisten Ländern der Europäischen Union (eu) kam mehr und mehr zum Stillstand. In Deutschland zeigten sich am Jahresende ebenfalls rezessive Tendenzen. In Mittel- und Osteuropa verlangsamte sich die Konjunktur dagegen nur wenig, und die vr China setzte ihr kräftiges Wachstum fort.

Die weltweite Nachfrage nach Werkzeugmaschinen nahm im Jahr 2001 ab. Produktion und Verbrauch lagen geringfügig unter den Vorjahreswerten. Auch für die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller verlief das Geschäft schwieriger. Wenngleich bei der Produktion noch Steigerungen erzielt werden konnten, mussten bei den Auftragseingängen deutliche Reduzierungen hingenommen werden.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft erlebte 2001 – bis auf wenige Länder – ein außerordentlich schwaches Jahr. Einbrüche gab es vor allem im produzierenden Gewerbe. Überinvestitionen in vielen Branchen führten zu Überkapazitäten. Dieser negative Gesamttrend wurde nach dem 11. September durch die Terroranschläge noch verstärkt. Die Entwicklung in den usa war ausschlaggebend für die meisten Länder und Regionen. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union wuchsen im Gesamtjahr nur noch minimal. Japan steuerte auf eine tiefe, länger anhaltende Rezession zu. Alles in allem erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel lediglich um 1,8% (2000: 4,7%).

Die USA nahmen vorerst Abschied von den hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Gesamtjahr nur noch um 1,1% (2000: 4,1%); vor allem in der zweiten Jahreshälfte schrumpfte es. Der 11. September schließlich brachte noch einen zusätzlichen negativen Schub, wobei es allerdings auch ohne die Terroranschläge vermutlich zu einer Rezession gekommen wäre. Politik und Notenbank reagierten auf die Krise mit schnellen Hilfsprogrammen und Zinssenkungen. Verschiedene Indikatoren deuteten am Jahresende darauf hin, dass die Flaute der amerikanischen Konjunktur nur von relativ kurzer Dauer sein könnte.

Japan geriet zum dritten Mal innerhalb von zehn Jahren in eine Rezession – nach Ansicht von Experten möglicherweise die schwerste nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Industrienation schrumpfte um 0,3% (2000: +1,7%). In Folge des globalen Wirtschaftsabschwungs sank der Export Japans erheblich, und auch die Verbraucher konsumierten angesichts einer Welle von Unternehmenspleiten und massiver Stellenkürzungen weniger. Die seit Jahresmitte amtierende Regierung Koizumi verzichtete weitgehend auf die früher üblichen Konjunkturprogramme.

In weiten Teilen von Europa ging die Konjunktur im Jahresverlauf – beeinflusst von der Entwicklung in den usa – in eine Stagnation über. In der Europäischen Union erreichte die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts im gesamten Jahr 1,7% (2000: 3,1%). Die Terroranschläge führten zu weiterer Zurückhaltung bei Investoren und Konsumenten, nachdem sich im Sommer vereinzelt Erholungstendenzen abgezeichnet hatten.

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Die Konjunktur in Deutschland passte sich der globalen Situation an. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes betrug nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 0,6% (2000: 3,0%). Das war das schwächste Wachstum seit der deutschen Einheit. Deutschland war damit Schlusslicht in der eu und blieb um etwa 2 Prozentpunkte hinter den Erwartungen zu Jahresbeginn zurück. Die Entwicklung wurde zu großen Teilen vom Außenhandel getragen. Die Exporte stiegen um 5,1%, die Importe um 2%. Auch der private Konsum (+1,4%) und die Konsumausgaben des Staates (+1,3%) erwiesen sich noch als Konjunkturstützen. Dagegen gaben die Unternehmen 3,4% weniger für Maschinen und Ausrüstungen sowie 5,7% weniger für Baumaßnahmen aus. Die zunehmenden konjunkturellen Probleme – auch in Deutschland verstärkt durch die Anschläge in den usa – führten zu einem sprunghaften Anstieg der Insolvenzen und zu vermehrten Entlassungen. Mitte des Jahres setzte eine negative Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ein. Mit knapp 3,8 Millionen Menschen waren im August erstmals seit längerer Zeit wieder mehr Männer und Frauen arbeitslos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am Jahresende erreichte die Arbeitslosenzahl die Vier-Millionen-Marke, mit weiter steigender Tendenz. Laut Statistischem Bundesamt führten Fleischskandale und extrem gestiegene Gaspreise mit 2,5% zur höchsten Inflationsrate seit Mitte der 90er Jahre. Die Brutto-Löhne und -Gehälter der Arbeitnehmer in Deutschland konnten damit nicht Schritt halten: Der durchschnittliche Einkommenszuwachs betrug 2,1%. Das Staatsdefizit verdoppelte sich. Mit einer Defizitquote von 2,6% rückte Deutschland nahe an die Vorgaben des Maastricht-Vertrages heran.

Investitionen im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland Nominale Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in %

Quelle: ifo Institut, München

gildemeister konnte sich vom allgemeinen Trend deutlich absetzen und seinen erfolgreichen Kurs fortsetzen. Als europäisch geprägtes Unternehmen und Hersteller von Ausrüstungsgütern gelang es uns, trotz der globalen rezessiven Tendenzen in den bedeutenden Industrieländern einen guten Geschäftverlauf zu realisieren. Allerdings erschwerten die schwankenden Wechselkurse des Euro zum Dollar und zum Yen die Wettbewerbssituation des Konzerns in seinen wichtigsten Abnehmerländern. Nähere Erläuterungen zur Entwicklung des Euro gegenüber ausgewählten Währungen stehen auf Seite 32. In Amerika haben wir unser Auftragsniveau nahezu auf Vorjahreshöhe halten können, und auch in Asien behaupteten wir unsere Position – trotz anhaltender Marktschwäche. In den wichtigsten asiatischen Ländern konnten wir unsere Marktstellung und Serviceleistung sogar noch weiter stärken; in der vr China, Korea und Indien erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr.

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Unsere Maschinen. Damit Tränen schneller trocknen. Dreh-, Fräs-, Laser- und Ultrasonicmaschinen von deckel maho und gildemeister helfen ihr, die Welt formvollendet zu entdecken. Die Herstellung von Schnullerformen für die Kunststoffindustrie ist nur eine von vielen Aufgaben, die unsere Maschinen täglich auf der ganzen Welt lösen.

Entwicklung des Werkzeugmaschinenbaus

Internationale Entwicklung

Die weltweite Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im Jahr 2001 rückläufig. Auf Grund der hohen Auftragsbestände wird nach den Einschätzungen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (vdw) die Weltproduktion aber nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Nach den bisher vorliegenden Zahlen geht der vdw von einem Produktionswert für das Jahr 2001 von 39,1 mrd € aus. Gegenüber dem Vorjahr mit 40,0 mrd € bedeutet dies einen Rückgang um 2%. Größter Hersteller war mit 8,7 mrd € und damit einem Weltproduktionsanteil von 22% wiederum Japan; mit nur geringem Abstand folgt Deutschland mit 8,3 mrd € und einem Anteil von 21%. Italien rangiert im Jahr 2001 mit 4,6 mrd € (12%) vor den usa auf Position drei. Die usa verloren mit 3,7 mrd € (9%) ihren bisherigen dritten Platz. Japan, Deutschland, Italien und die usa stehen für 64% der weltweiten Werkzeugmaschinenproduktion (Vorjahr: 66%).

Anteile der einzelnen Weltregionen an der internationalen Produktion

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Produktionsanteile weltweit 2001 in % 2000* in %
Europa 51 48
(davon Deutschland) (21) (19)
Pazifischer Raum 36 38
(davon Japan) (22) (24)
Amerika 13 14

* Vergleichswerte für 2000 auf der Basis zwischenzeitlich revidierter Zahlen.

Im Berichtsjahr wurden 61% der Weltproduktion exportiert. Beim Export hat sich im Jahr 2001 die führende Rolle Japans mit einem Ausfuhranteil von 71% (Vorjahr: 78%) und Deutschlands mit einer Exportquote von 57% (Vorjahr: 58%) erneut bestätigt: Japan und Deutschland bestritten wertmäßig zusammen 46% (2000: 48%) der Weltausfuhren. Mit größerem Abstand folgten Italien, die usa, die Schweiz und Taiwan. Ihr Anteil – wie auch der Anteil der übrigen Länder – lag jeweils unter 10%.

Der weltweite Verbrauch an Werkzeugmaschinen, der ebenfalls mit 39,1 mrd € angegeben wird, verteilte sich auf die Triadenmärkte und den Rest der Welt wie folgt:

Weltweiter Verbrauch an Verbrauchsanteile weltweit 2001 in % 2000* in %
Werkzeugmaschinen Europa 45 43
(davon Deutschland) (16) (14)
Pazifischer Raum 29 29
(davon Japan) (8) (8)
Amerika 22 25
Rest der Welt 4 3

* Vergleichswerte für 2000 auf der Basis zwischenzeitlich revidierter Zahlen.

Weltgrößter Absatzmarkt für Werkzeugmaschinen waren bislang immer die usa. Im Jahre 2001 belegte Deutschland erstmals mit geringem Abstand vor den usa den ersten Platz. Der Verbrauch in Deutschland betrug abgerundet 6,2 mrd € bei einem Anteil von gut 16% am Verbrauch aller Länder. An zweiter Stelle lagen die usa mit aufgerundet ebenfalls 6,2 mrd € und einem Anteil von knapp 16%. Platz drei belegte die vr China mit 4,9 mrd € und einem konstant steigenden Anteil von derzeit 13%. Weitere bedeutende Werkzeugmaschinenmärkte waren Italien (10%) und Japan (8%).

Die umfangreichsten Importe an Metallbearbeitungsmaschinen verzeichneten auch 2001 wieder die usa. Trotz eines Rückgangs um 8% machten die Einfuhren 73% (2000: 63%) des amerikanischen Gesamtverbrauchs aus. Deutschland belegte bei den Einfuhren den zweiten Platz im Import-Ranking. China nahm wiederum Rang drei ein. In Japan ist die Importquote am Inlandsverbrauch seit jeher niedrig. 2001 lag dieser Anteil bei 22% des gesamten Inlandsverbrauches von 3,3 mrd €. Das entspricht einem absoluten Einfuhrvolumen von 0,7 mrd €.

Quelle: Grundlage der Welt-Werkzeugmaschinenstatistik sind die vom vdw (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) veröffentlichten Daten (ohne Teile und Zubehör). Sie werden von den nationalen Herstellerverbänden der einzelnen Länder abgefragt und beruhen auf den laufenden Ist-Werten bzw. für den Rest des Jahres auf sorgfältigen Schätzungen anhand der zwischenzeitlich revidierten Werte des Vorjahres.

Erläuterungen zur Problematik der Wechselkurse

Welt-Werkzeugmaschinenstatistik

In unseren bisherigen Veröffentlichungen haben wir die Welt-Werkzeugmaschinenstatistik auf der Basis von us-Dollar-Werten dargestellt. Mit der Einführung der Gemeinschaftswährung erfolgte die Umstellung auf Euro als einheitliche Währung.

Das noch im Vorjahr recht ausführlich behandelte Thema der Wechselkursverzerrungen spielt seit der Umstellung innerhalb der Euro-Länder keine Rolle mehr, bleibt aber natürlich gegenüber Drittwährungen, wie dem us-Dollar oder Yen weiterhin relevant. Stand das Jahr 2000 beim Euro für ausgeprägte Abwertungstendenzen gegenüber dem mit "Vorschusslorbeeren" bedachten Einführungsjahr 1999, so ist der Euro im Berichtsjahr insbesondere gegenüber dem Dollar schwach geblieben.

Die Grafik zur Entwicklung des Euro gegenüber ausgewählten Währungen zeigt signifikante, aber nicht dramatische Aufwertungen gegenüber Won, Yen und Taiwan-Dollar, während es im Jahresdurchschnitt zu eher moderaten Kaufkraftverlusten gegenüber us-Dollar und Schweizer Franken gekommen ist.

Quelle: Die Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie im Jahr 2001 vdw (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie

Für die deutschen Werkzeugmaschinenbauer brachte das Jahr 2001 abweichend vom internationalen Trend der Branche eine Produktionssteigerung von 10%. Die Produktionszuwächse sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass noch hohe Auftragsbestände aus dem Vorjahr abzuarbeiten waren. Während die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, waren noch Steigerungen beim Inlandsabsatz und Export deutscher Werkzeugmaschinen möglich. Der Export erreichte im Berichtsjahr 5,6 mrd €.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Auftragseingänge um 13% auf insgesamt 9,4 mrd € ab (Vorjahr: 10,8 mrd €). Diese Veränderung beruht darauf, dass die Auslandsbestellungen im letzten Jahr um 22% fielen und die Aufträge aus dem Inland um 3% abgenommen haben. Die Veränderungsraten für Werkzeugmaschinen insgesamt und auch für spanende Maschinen waren im gesamten Jahresverlauf rückläufig.

Werkzeugmaschinen-Auftragseingang in Deutschland Reale Veränderungen gegenüber Vorjahr in %

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Unsere Maschinen. Damit Sie jeden Tag genießen. Dreh-, Fräs-, Laser- und Ultrasonicmaschinen von deckel maho und gildemeister tragen dazu bei, Ihren Alltag zu erleichtern und zu verschönern. Die Herstellung von High-Quality-Komponenten für Kaffeemaschinen ist nur eine von vielen Aufgaben, die unsere Maschinen täglich auf der ganzen Welt lösen.

Das Geschäftsklima der Hauptabnehmerindustrien, wie der allgemeine Maschinenbau, der Straßenfahrzeugbau und die Elektrotechnik war nach Erhebungen des Münchner ifo Institutes im Jahresverlauf fallend und stagnierte in den letzten Monaten auf niedrigem Niveau.

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Die Werkzeugmaschinenbranche konnte im Jahr 2001 Produktionszuwächse von 10% erzielen; die Produktion stieg auf insgesamt 10,0 mrd € und erreichte damit einen neuen Höchstwert (2000: 9,1 mrd €). Während die Umsätze im ersten Halbjahr noch um 24% zunahmen, verlangsamte sich – bedingt durch die nachlassenden Auftragseingänge – diese Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte, und es ergab sich auf das ganze Jahr gesehen nur noch ein Zuwachs von 14%.

Von den in Deutschland hergestellten Metallbearbeitungsmaschinen wurden im Berichtsjahr 56% exportiert (2000: 57%). Der Export nahm gegenüber dem Vorjahr um 9% auf 5,6 mrd € zu. Wichtigster Absatzmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen waren nach wie vor die Vereinigten Staaten. Bezogen auf die bislang vorliegenden ersten drei Quartale des Jahres 2001 entfielen auf diesen Markt 16% der Exporterlöse (2000: 18% im Gesamtjahr). Die anschließenden Plätze in der Rangfolge der bedeutenden Abnehmerländer belegten Frankreich mit einem Anteil von 8% (2000: 9%), Italien mit 7% (2000: 8%), die Schweiz mit 5% (2000: 6%) und die vr China mit ebenfalls 5% (2000: 4%).

in jeweiligen Preisen in Preisen von 1995

Der erneute Anstieg beim Import um 11% auf 3,5 mrd € im Berichtsjahr (2000: 3,1 mrd €) ergab in Verbindung mit dem ebenfalls um 11% höheren Inlandsabsatz von 4,4 mrd € (2000: 3,9 mrd €) auch für den Inlandsverbrauch eine Verbesserung, und zwar um 11% auf 7,8 mrd €. Etwa 42% (2000: 41%) der deutschen Werkzeugmaschinenimporte kamen aus der Europäischen Union. Die Schweiz blieb nach wie vor unangefochten größtes Lieferland. Weitere Länder mit wesentlichen Liefervolumina waren Japan, Italien, Frankreich, die usa, die Tschechische Republik und Belgien.

Die Kapazitätsauslastung lag Ende 2000 bei 96,8%, was praktisch einer Vollauslastung entsprach. Im Jahresverlauf 2001 fiel dieser Wert auf 93,4%. Im spanenden Bereich war die Auslastung der Maschinen mit 95,5% noch höher. Die Nachfrageentwicklung spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider. Die Reichweite in Produktionsmonaten nahm von 8,3 zu Beginn des Jahres auf 7,4 Monate im Oktober 2001 ab. Die rechnerisch ermittelte Reichweite ist ein Durchschnittswert der Branche,der auf Grund seiner Zusammensetzung – neben Standardmaschinen mit extrem kurzen Lieferzeiten sind auch Sondermaschinen und große umformende Werkzeugmaschinen mit langen Lieferzeiten enthalten – nur eine grobe Ermittlung für die Reichweite der Auftragsbestände sein kann.

Die Beschäftigung in den deutschen Werkzeugmaschinenbau-Unternehmen stieg gegenüber 2000 um 3%. Im ersten Halbjahr 2001 stieg die Anzahl der Beschäftigten nur leicht auf 67.800 Mitarbeiter, die sich dann aber in der zweiten Jahreshälfte auf 69.500 Beschäftigte erhöhte.

Für die meisten Unternehmen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie hat sich nach Einschätzung des Verbandes die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verbessert. Eine Aussage hierzu ist jedoch schwierig, da nur wenige Unternehmen ihre Zahlen publizieren. Damit stehen verlässliche Aussagen nur in einzelnen Fällen zur Verfügung, und der Verband ist auf Schätzungen angewiesen. Im Werkzeugmaschinenbau schätzt der vdw die durchschnittliche Rendite nach Steuern mit 3,4% ein. Die Renditen der Branche sind dennoch insgesamt nicht zufrieden stellend. Hier machen sich sowohl die konjunkturellen Auswirkungen und strukturellen Veränderungen der letzten Jahre in der Branche als auch die in die Zukunft gerichteten hohen Produktentwicklungskosten und Investitionen bemerkbar.

Quelle: vdw; vdma – Fachverband Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme (Vorjahreswerte zwischenzeitlich teilweise revidiert)

Unsere Maschinen. Damit Hören Spaß macht. Dreh-, Fräs-, Laser- und Ultrasonicmaschinen von deckel maho und gildemeister helfen ihr, das Leben mit allen Sinnen zu genießen. Die Herstellung von Hightech-Komponenten für die Unterhaltungsindustrie ist aber nur eine von vielen Aufgaben, die unsere Maschinen täglich auf der ganzen Welt lösen.

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bildmotiv >> Glasrohling mit bereits ausgebohrten Stablinsen: die mit Ultrasonic-Technologie gefrästen Produkte zur Bündelung von Licht spielen nicht nur im Bereich der Lasertechnik eine entscheidende Rolle. Sie kommen auch dort zum Einsatz, wo it-Systeme oder die moderne Medizintechnik neue leistungsstarke Impulse erfordern.

gildemeister Aktiengesellschaft Bielefeld

produktionswerke

gildemeister Drehmaschinen GmbH Bielefeld 100%

gildemeister Italiana S.p.A. Brembate di Sopra 86%

graziano Tortona S.p.A. Tortona 100%

saco S.p.A. Castelleone 100% deckel maho Pfronten GmbH Pfronten 100%

lasertec GmbH Pfronten 100%

deckel maho Geretsried GmbH Geretsried 100%

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gildemeister im Jahr 2001 – das bedeutet Wachstumsraten bei Umsatz, Auftragseingang und Ertrag. Mit der Optimierung unseres Produktportfolios und der Ausrichtung des Konzerns zum Full-Liner in der Dreh- und Frästechnologie haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt. Innovation ist unser Credo. Wir fühlen uns für kommende Herausforderungen gerüstet und sind für die Zukunft gut positioniert.

deckel maho Seebach GmbH Seebach 100%

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famot Pleszew S.A. Pleszew 96%

sauer GmbH & Co. kg Stipshausen 50,5%

a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH

beschaffung

Würzburg 51%

vertriebs- und serviceorganisation

dmg Vertriebs und Service GmbH Bielefeld 100%

51 Vertriebs- und Servicestandorte weltweit

Wirtschaftsbericht: Unternehmenssituation und Geschäftsverlauf

gildemeister konnte auch im Geschäftsjahr 2001 – und damit im siebten Jahr in Folge – den Auftragseingang sowie Umsatz und Ertrag steigern. Der Auftragseingang erreichte 1.103,1 mio € (+2%) und lag damit insgesamt sogar noch über dem Rekordwert des Vorjahres (1.083,8 mio €), obwohl der Branchentrend stark rückläufig war (-13%). Der Konzernumsatz stieg um 24% auf 1.144,2 mio €; dies sind 220,9 mio € mehr als im Vorjahr.

Die Ertragslage des Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2001 abermals. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 11% auf 49,2 mio € (Vorjahr: 44,2 mio €). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit) stieg um 11% auf 70,0 mio € (Vorjahr: 62,9 mio €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 41,0 mio € (Vorjahr: 38,1 mio €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung erneut eine Dividende in Höhe von 0,60 € zur Ausschüttung vorschlagen.

Der Auftragsbestand von 381,8 mio € (Vorjahr: 422,9 mio €) bildet für das neue Geschäftsjahr eine solide Grundlage. Trotz der schwierigen globalen Marktbedingungen fühlt sich gildemeister gerüstet für die Herausforderungen des Jahres 2002.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen eher verhaltenen Nachfrageverlauf und werden unsere Produktionskapazitäten falls notwendig flexibel den Marktgegebenheiten anpassen. Unsere Neuentwicklungen und Marketingaktivitäten werden wir weiter forcieren, um die technische Überlegenheit unserer Produkte auch im Jahr 2002 überzeugend zu präsentieren. Durch die ausgeprägte Präsenz unserer konzerneigenen Vertriebs- und Serviceorganisation in allen bedeutenden Industriemärkten haben wir gute Chancen, uns mit auskömmlichen Marktanteilen gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten.

Der gildemeister-Konzern setzte sich zum 31. Dezember 2001 aus der gildemeister Aktiengesellschaft als Obergesellschaft und den folgenden verbundenen Unternehmen und deren Tochtergesellschaften zusammen:

  • gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld,
  • gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra,
  • deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten,
  • deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried,
  • deckel maho Seebach GmbH, Seebach,
  • famot Pleszew S.A., Pleszew,

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  • a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg,
  • dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister, Bielefeld.

Der Konzernbericht schließt alle Konzerngesellschaften ein, auf die die gildemeister Aktiengesellschaft einen beherrschenden Einfluss ausübt. Die am 1. November 2001 übernommene sauer GmbH & Co. kg (50,5%) wird ab dem 1. Januar 2002 in die Konsolidierung einbezogen. gildemeister Italiana bildet mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften graziano Tortona S.p.A., Tortona, und saco S.p.A., Castelleone, einen Teilkonzern, ebenso die deckel maho Pfronten GmbH und die dmg Vertriebs und Service GmbH mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften.

gildemeister ist im Bereich der spanenden Technologien tätig. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen", "Dienstleistungen" und "Corporate Services". Die Führung und Steuerung des Konzerns ist auf diese Segmente ausgerichtet. Das Segment "Werkzeugmaschinen" setzt sich aus den Technologien "Drehen", "Fräsen" und "Lasern/Ultrasonic" zusammen. Unsere Maschinen sind allesamt den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, und es besteht eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsfeldern. Das Segment "Dienstleistungen" steht bereichsübergreifend im direkten Zusammenhang zu den Maschinen; die Dienstleistungen werden in allen bedeutenden internationalen Märkten über die dmg Vertriebs und Service GmbH angeboten. "Corporate Services" als drittes Segment umfasst die Geschäftstätigkeit der gildemeister Aktiengesellschaft und der Holding Macchine Utensili S.p.A., Milano.

Umsatz

Es ist gelungen: Auch im Geschäftsjahr 2001, dem siebten Jahr in Folge, konnten wir einen zweistelligen Umsatzzuwachs realisieren. gildemeister steigerte seinen Umsatz um 24% auf 1.144,2 mio €. Dies sind 220,9 mio € mehr als im Vorjahr (923,3 mio €). Dabei stieg der Inlandsumsatz um 17% bzw. 83,5 mio € auf 566,9 mio €, und das Auslandsgeschäft nahm um 31% bzw. 137,4 mio € auf 577,3 mio € zu. Die Exportquote erhöhte sich damit auf 50% (Vorjahr: 48%).

Das erneute Umsatzwachstum zeigt, dass die acht Produktionswerke des gildemeister-Konzerns, die mit fünf Inlandsstandorten und drei Auslandswerken das Segment "Werkzeugmaschinen" repräsentieren, ihre Leistungen abermals steigern konnten. Größter Umsatzträger mit 78% (Vorjahr: 79%) war wiederum das Neumaschinengeschäft dieser Produktionswerke. Die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren von deckel maho sowie die Lasertechnik waren mit 52% (Vorjahr: 50%) am Konzernumsatz beteiligt. Der Anteil der Drehmaschinen und Drehzentren von gildemeister, graziano und famot betrug 26% (Vorjahr: 29%). Auf die "Dienstleistungen", das heißt die dmg Vertriebs und Service GmbH und die a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH sowie die saco S.p.A. mit ihrem Komponentengeschäft, entfielen bei deutlich gestiegenem Umsatzvolumen 22% (Vorjahr: 21%) des Außenumsatzes. Das zukunftsträchtige Geschäftsfeld der "Dienstleistungen" wird im Wesentlichen von der dmg und ihren Tochtergesellschaften im In- und Ausland mit Eigenhändler- und Provisionsgeschäften für die Konzerngesellschaften und für Drittfabrikate betrieben. Die a & f ist im Bereich der qualifizierten Beschaffung von mechanischen Maschinenteilen sowie von montierten Baugruppen tätig. saco, Castelleone, produziert Werkzeugeinrichtungen, Werkzeughalter, Spannzangen und Motorspindeln überwiegend für Drehautomaten.

Der Umsatzanteil, der über das E-Commerce erzielt wurde, hat an Bedeutung gewonnen. Er entfällt insbesondere auf Dienstleistungen wie den bewährten dmg-Netservice und das cnc-Nettraining. Im Geschäftsprozess mit unseren Kunden und Lieferanten haben wir durch die elektronische Vernetzung eine beträchtliche Leistungssteigerung erzielt.

Auftragseingang

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Wir haben unser Ziel erreicht! gildemeister konnte für das abgelaufene Geschäftsjahr trotz stark rückläufigem Branchentrend insgesamt einen zufrieden stellenden Auftragseingang verbuchen. Der Auftragseingang erreichte 1.103,1 mio € und lag um 2% bzw. 19,3 mio € über dem Rekordvorjahr (2000: 1.083,8 mio €). Damit haben wir unsere anspruchsvollen Planansätze erreicht und die in den letzten Zwischenberichten angegebenen Auftragseingangsziele von 1.050 mio € überschritten. Die Inlandsbestellungen übertrafen mit 566,1 mio € leicht das Niveau des Vorjahres (558,2 mio €); die Exportaufträge erhöhten sich um 2% bzw. 11,4 mio € auf 537,0 mio €. Damit stieg der Auslandsanteil auf 49% (Vorjahr: 48%).

Auch im Jahr 2001 konnte die konzerneigene dmg Vertriebs und Service GmbH erneute Verkaufserfolge erzielen mit 39 weltweit tätigen Technologiezentren, ihrer konsequenten Marktnähe, einem flächendeckenden Direktvertrieb und dem umfangreichen Spektrum an kundenbezogenen Dienstleistungen. Das umfassende Angebot der dmg bietet unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen im Umfeld der deckel maho – und gildemeister – Maschinen.

Die inländischen dmg-Gesellschaften waren wieder erfolgreich: Sie haben die guten Werte des Vorjahres nochmals leicht übertroffen. Die gestiegenen Exporte sind darauf zurückzuführen, dass die Bestellungen aus Europa – vor allem aus Italien, Österreich, Spanien und der Schweiz – zunahmen. In Amerika konnten wir unser Auftragsniveau auf Vorjahreshöhe halten. In Asien hat gildemeister trotz der anhaltenden Marktschwäche seine Wettbewerbsposition insgesamt behauptet. In einzelnen Ländern wie der vr China, Korea und Indien konnten wir unseren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr steigern.

Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfielen im Berichtsjahr 78% der Auftragseingänge (Vorjahr: 79%), auf die "Dienstleistungen" des Konzerns 21% (Vorjahr: 21%) und auf den Bereich "Corporate Services" weniger als 1%. Bei gestiegenem Auftragseingangsvolumen wurden im Jahr 2001 insgesamt 5.900 Dreh-, Fräs-, Laser/- Ultrasonic- und Gebrauchtmaschinen an 4.245 verschiedene Kunden im In- und Ausland abgesetzt. Damit ist zwar die Absatzmenge geringer als im Vorjahr, der durchschnittliche Einzelwert pro Maschine lag jedoch auf Grund ihrer höheren Technologieausstattung 12% über dem Vorjahreswert. Die Absatzpreise wurden im Jahresverlauf im Rahmen der engen Marktmöglichkeiten produktspezifisch geringfügig zwischen 0% und 3% erhöht. Die Verkaufserlöse waren – von einzelnen Marktregionen abgesehen – im Großen und Ganzen angesichts des massiven Wettbewerbsdrucks noch zufrieden stellend.

Die deutlich über der Branche liegende Entwicklung des Auftragseingangs ist zurückzuführen auf unsere innovativen Hightech-Produkte, den globalen Ausbau unserer dmg Vertriebs- und Servicegesellschaften sowie die umfassende Präsenz bei internationalen Fachmessen und unsere verstärkten Marketingmaßnahmen. Auf der emo – der wichtigsten Werkzeugmaschinenmesse der Welt – hat gildemeister mit einem Auftragseingang von 81,4 mio € einen überdurchschnittlichen Messeerfolg erzielt. Alle 25 als Weltpremieren vorgestellten Innovationen stießen beim Fachpublikum auf großes Interesse.

Auftragseingang gildemeister-Konzern nach Regionen

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Auftragsbestand

Am 31. Dezember 2001 betrug der Auftragsbestand im Konzern 381,8 mio €. Er hat sich auf Grund unserer Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und den dadurch verkürzten Lieferzeiten sowie des geringeren Auftragseinganges im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 10% reduziert (2000: 422,9 mio €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 53% auf das Ausland (Vorjahr: 58%). Der Bestand an Exportaufträgen verringerte sich im Berichtsjahr um 40,3 mio € bzw. 17% auf 203,5 mio €. Die Inlandsbestände hingegen blieben mit 178,3 mio € nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (2000: 179,1 mio €).

Im vierten Quartal konnten wir den im Jahresverlauf aufgestauten Bestand durch unsere mittlerweile fertig gestellten Montagekapazitäten um 25% reduzieren. Dadurch normalisierten sich auch wieder unsere Lieferfristen für Standardmaschinen auf die im Wettbewerb notwendigen kurzfristigen Liefermöglichkeiten.

Rechnerisch entspricht unser Auftragsbestand einer Produktionsauslastung von etwa vier Monaten; das ist eine gute Ausgangsbasis für das laufende Geschäftsjahr. Dabei wird der Durchschnittswert der Auslastung überwiegend durch die Technologiemaschinen unseres Produktionsprogramms mit entsprechend längeren Durchlaufzeiten bestimmt.

Der Auftragsbestand bei den "Werkzeugmaschinen" betrug zum Ende des Berichtsjahres 319,3 mio €; das entspricht einem Anteil von 84% am Konzernbestand. 53% davon waren Exportaufträge (Vorjahr: 52%). 62,5 mio € bzw. 16% des Auftragsbestandes im Konzern entfielen auf die "Dienstleistungen", im Wesentlichen auf die dmg Vertriebs und Service GmbH und ihre Tochtergesellschaften. Hier betrug der Exportanteil 55% (Vorjahr: 86%).

Ergebnisse, Vermögens- und Finanzlage

Ergebnisse 2001

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gildemeister übertraf im Geschäftsjahr 2001 das Rekordergebnis des Vorjahres – und dies, obwohl die Nachfrage in den meisten bedeutenden Märkten rückläufig war und der Wettbewerbsdruck sich verschärft hatte. Hohe Aufwendungen für Produktentwicklung und Markterschließung sichern uns technologische Führung und hohe Marktanteile.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 49,2 mio €. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 44,2 mio € ist dies eine Steigerung um 5,0 mio € bzw. 11,2%. Unsere inländischen Unternehmen und der dmg-Teilkonzern haben im Berichtsjahr ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Einzig die lasertec GmbH schloss mit einem geplanten Verlust in Höhe von 0,8 mio € ab – insbesondere auf Grund der Anlaufkosten neuer Produkte. Der gildemeister Italiana Teilkonzern weist ein leicht negatives operatives Ergebnis aus. Das Ergebnis wurde belastet durch den aktuellen Modellwechsel bei gildemeister Italiana hin zu cnc-Mehrspindel-Drehautomaten und durch die Erneuerung des graziano-Programmes. saco leistete einen positiven Ergebnisbeitrag. Unsere polnische Tochtergesellschaft famot weist ein negatives Ergebnis aus, das durch hohe Investitionen für die Modernisierung der Produktion sowie die Wechselkursentwicklung des polnischen Zloty beeinflusst wurde.

Das Ergebnis nach dvfa/sg konnten wir auf 28,6 mio € von 20,3 mio € im Vorjahr erhöhen. Bei der Berechnungsmethode nach dvfa/sg werden Aufwendungen und Erträge von Sondereinflüssen aus dem Ergebnis eliminiert. Eine detaillierte Herleitung des dvfa-Ergebnisses finden Sie im Kapitel "gildemeister-Aktie" auf Seite 66, eine Mehrjahresübersicht in der Tabelle "Der Konzern im Überblick" in der vorderen Umschlagseite. gildemeister kann für 2001 letztmalig körperschaftsteuerliche Verlustvorträge geltend machen, weshalb wir in der Berechnung fiktive Ertragsteuern berücksichtigt haben.

Veränderungen
2001 2000 gegenüber Vorjahr
T€ % T€ % T€ %
Gesamtleistung 1.188.944 100,0 912.884 100,0 276.060 30,2
Materialeinsatz -649.942 -54,7 -485.095 -53,1 -164.847 34,0
Rohertrag 539.002 45,3 427.789 46,9 111.213 26,0
Personalaufwendungen -270.623 -22,8 -212.544 -23,3 -58.079 27,3
Übrige Aufwendungen
und Erträge -164.891 -13,9 -126.880 -13,9 -38.011 30,0
Abschreibungen auf
Anlagevermögen -33.461 -2,8 -25.492 -2,8 -7.969 31,3
Finanzergebnis -20.870 -1,7 -18.681 -2,0 -2.189 11,7
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 49.157 4,1 44.192 4,9 4.965 11,2
Steuern vom Einkommen
und Ertrag -8.120 -0,6 -6.113 -0,7 -2.007 32,8
Jahresüberschuss 41.037 3,5 38.079 4,2 2.958 7,8

Gewinn- und Verlustrechnung gildemeister-Konzern

Die Gesamtleistung überstieg mit 1.188,9 mio € erstmals die Milliardengrenze und lag um 30,2% bzw. 276,1 mio € über dem Vorjahr (912,9 mio €). Die Materialquote erhöhte sich von 53,1% auf 54,7%. Der Rohertrag erreichte 539,0 mio € und liegt damit 26,0% über dem Vorjahr (427,8 mio €). Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 45,3% (2000: 46,9%). Ursache für diese Entwicklung ist insbesondere die hohe Zahl an Neuentwicklungen und deren Serienanlauf. Die Personalaufwendungen stiegen unterproportional zur Gesamtleistung, so dass sich diese Quote von 23,3% auf 22,8% verbesserte. Der Saldo der übrigen Aufwendungen und Erträge veränderte sich entsprechend der Geschäftsentwicklung und ist um 38,0 mio € auf 164,9 mio € gestiegen (Vorjahr: 126,9 mio €). Die Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing betrugen im Berichtsjahr 17,4 mio € (Vorjahr: 13,5 mio €). Zum 31. Dezember 2001 bestanden für das Geschäftsjahr 2002 Miet- und Leasingverpflichtungen von 16,8 mio €. Die Abschreibungsquote entsprach mit 2,8% der des Vorjahres. In den Abschreibungen in Höhe von 33,5 mio € sind 6,5 mio € Firmenwertabschreibungen enthalten. Das Finanzergebnis von 20,9 mio € (Vorjahr: 18,7 mio €) veränderte sich durch bessere Zinskonditionen unterproportional zur Bilanzsumme. Sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Gesellschaften fielen Ertragsteuern an. Im Inland ist durch die Unternehmenssteuerreform das Anrechnungsverfahren entfallen. Der Jahresüberschuss erreichte 41,0 mio €. Dies entspricht einer Steigerung um 7,8% gegenüber dem Vorjahr (38,1 mio €). Einzelheiten zu den Aufwands- und Ertragspositionen sind im Anhang ab Seite 186 dargestellt.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte gildemeister den Umsatz, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und den Jahresüberschuss mit signifikanten Wachstumsraten.

1999 2000 2001
Umsatz T€ 690.363 923.298 1.144.239
Jährliche Veränderung % 19,0 33,7 23,9
egg T€ 34.452 44.192 49.157
Jährliche Veränderung % 16,3 28,3 11,2
Jahresüberschuss T€ 32.663 38.079 41.037
Jährliche Veränderung % 102,3 16,6 7,8

Die Margenanalyse zeigt, dass trotz der weiteren absoluten Verbesserung der Ertragslage des Konzerns die Ertragsquoten niedriger ausfielen als im Jahr zuvor. Ursache hierfür ist die geringere Rohertragsmarge. Die positive Entwicklung der Personalaufwandsquote sowie der übrigen Aufwendungen und Erträge können diese Veränderung nur teilweise kompensieren. Zudem wurde der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2001 durch höhere Ertragsteuerzahlungen belastet.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

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Margenentwicklung

des gildemeister-Konzerns

in %

1999 2000 2001
Gesamtleistung 100,0 100,0 100,0
Rohertrag 45,0 46,9 45,3
ebitda 8,8 9,7 8,7
ebit 6,6 6,9 5,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (egg) 5,0 4,9 4,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 0,7 0,6
Jahresüberschuss 4,7 4,2 3,5

Die Ausschüttungen der verbundenen Unternehmen bestimmen das Ergebnis der gildemeister Aktiengesellschaft als Obergesellschaft. Deren Jahresüberschuss wuchs um 33,6% auf 59,1 mio € (Vorjahr: 44,2 mio €). Die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen betrug 29,5 mio €. Der Bilanzgewinn erhöhte sich von 23,2 mio € auf 29,6 mio €.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2002 vorschlagen, eine unveränderte Dividende von 0,60 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2001 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag in Höhe von 17,3 mio €. Bezogen auf den Jahresüberschuss der gildemeister Aktiengesellschaft beträgt die Ausschüttungsquote damit 29,3% (Vorjahr: 38,9%). Wird die Dividendenzahlung von 17,3 mio € auf den Konzernjahresüberschuss von 41,0 mio € bezogen, ergibt sich sogar eine Ausschüttungsquote von 42,2% (Vorjahr: 45,2%). Des Weiteren wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der gildemeister Aktiengesellschaft in Höhe von 12,3 mio € zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Weitere Angaben zur Dividende finden Sie im Kapitel "gildemeister-Aktie" auf Seite 66.

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Vermögens- und Finanzlage

Bilanz gildemeister-Konzern

Veränderungen
31.12.2001 31.12.2000 gegenüber Vorjahr
T€ % T€ % T€ %
Aktiva
Lang- und mittelfristig
gebundenes Vermögen
Anlagevermögen 233.747 29,2 210.486 30,1 23.261 11,1
Umlaufvermögen 1.493 0,2 1.553 0,2 -60 -3,9
235.240 29,4 212.039 30,3 23.201 10,9
Kurzfristig gebundenes
Vermögen
Vorräte inkl. Anzahlungen 213.035 26,6 160.420 22,9 52.615 32,8
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 337.647 42,1 303.981 43,4 33.666 11,1
Flüssige Mittel 15.254 1,9 24.096 3,4 -8.842 -36,7
565.936 70,6 488.497 69,7 77.439 15,9
Bilanzsumme 801.176 100,0 700.536 100,0 100.640 14,4
Passiva
Lang- und mittelfristige
Finanzierungsmittel
Eigenkapital 215.129 26,9 195.687 27,9 19.442 9,9
Sonderposten für
Investitionszuschüsse 2.387 0,3 1.219 0,2 1.168 95,8
Fremdkapital
Rückstellungen 33.960 4,2 32.262 4,6 1.698 5,3
Verbindlichkeiten 121.786 15,2 126.595 18,1 -4.809 -3,8
155.746 19,4 158.857 22,7 -3.111 -2,0
373.262 46,6 355.763 50,8 17.499 4,9
Kurzfristige
Finanzierungsmittel
Rückstellungen 104.114 13,0 81.666 11,7 22.448 27,5
Verbindlichkeiten 323.800 40,4 263.107 37,5 60.693 23,1
427.914 53,4 344.773 49,2 83.141 24,1
Bilanzsumme 801.176 100,0 700.536 100,0 100.640 14,4

Der gildemeister-Konzern erreichte auch im Geschäftsjahr 2001 ein hohes Wachstum. Entsprechend stieg die Bilanzsumme um 14,4% bzw. 100,6 mio € auf 801,2 mio € (Vorjahr: 700,5 mio €).

gildemeister-Konzerns

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:57 Uhr Seite 54

Innerhalb der Aktiva erhöhte sich das Anlagevermögen um 11,1% bzw. 23,3 mio € auf 233,8 mio € (Vorjahr: 210,5 mio €). Diese Investitionen betrafen vor allem Kapazitätserweiterungen und Maßnahmen zur logistischen Optimierung an den Standorten Seebach, Pfronten, Geretsried und Castelleone. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich abschreibungsbedingt um 5,7 mio €. Das Verhältnis Anlagevermögen zu Gesamtvermögen (Anlagenintensität) verringerte sich auf 29,2% (Vorjahr: 30,1%). Eine detaillierte Darstellung der Anlagenzugänge befindet sich im Kapitel "Investitionen" auf Seite 79.

Das Vorratsvermögen verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg um 32,8% bzw. 52,6 mio € auf 213,0 mio € (Vorjahr: 160,4 mio €). Der größte Teil dieser Erhöhung entfiel mit 32,4 mio € auf den Bestand an fertigen Erzeugnissen. Verursacht wurde dies vor allem durch unsere rege internationale Messeaktivität im dritten und vierten Quartal des Jahres 2001 und die Ausstattung unserer Technologiezentren mit zusätzlichen Vorführmaschinen. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (rhb) hingegen wuchs lediglich um 6,4% und damit wesentlich geringer als die Bilanzsumme. Die auf 7,2 (Vorjahr: 5,9) gestiegene Umschlaghäufigkeit der rhb dokumentiert einen deutlichen Effizienzgewinn im Bereich Beschaffung und Logistik. Insgesamt stieg der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme auf 26,6% im Berichtsjahr, verglichen mit 22,9% im Vorjahr.

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Dank eines besseren Forderungsmanagements war der Zuwachs der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände leicht unterproportional zur Bilanzsumme. Der Forderungsbestand verzeichnete lediglich einen Anstieg von 29,4 mio € bzw. 11,0%, während sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 8,4 mio € oder 31,2% erhöhten. Die Umschlaghäufigkeit der Forderungen verbesserte sich auf 4,5 (Vorjahr: 4,0).

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Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 15,3 mio € und damit 1,9% der Bilanzsumme (Vorjahr: 3,4%). Angesichts der Geschäftsausweitung des Jahres 2001 bei gleichzeitigem unterproportionalen Anstieg der Finanzierungsaufwendungen machen diese Werte den Erfolg unseres Forderungs- und Liquiditätsmanagements deutlich. Dass sich trotz dieser Maßnahmen die Liquiditätskennzahlen verringern, liegt im überproportionalen Anstieg der Vorräte begründet. Der relativ moderate Rückgang der Liquidität 3. Grades zeigt die Bedeutung der Vorräte und deren Finanzierung für diese Kennzahl.

Entwicklung der 1999 2000 2001
Liquiditätskennzahlen im Liquidität 1. Grades 5,8 7,0 3,6
gildemeister-Konzern Liquidität 2. Grades 81,2 91,5 80,5
in % Liquidität 3. Grades 134,3 137,9 130,1

In der Gesamtbetrachtung der Aktiva zeigt sich eine leichte Verschiebung zur kurzfristigen Vermögensbindung.

Bei den Passiva führt das positive Jahresergebnis zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 9,9% bzw. 19,4 mio € auf 215,1 mio € (Vorjahr: 195,7 mio €). Die Eigenkapitalquote lag bei 26,9%, gegenüber 27,9% im Vorjahr. Grund für diesen leichten Rückgang ist die abermals starke Geschäftsausweitung im Berichtsjahr. Das Verhältnis der durchschnittlichen Nettoverschuldung zum durchschnittlichen Eigenkapital (Gearing) entwickelte sich von 112,0% auf 119,8%.

Der Anteil der langfristigen Fremdmittel verringerte sich von 22,7% auf 19,4%, da die Tilgungen höher waren als die Neuaufnahme. Die absolute Abnahme betrug 3,1 mio € auf 155,8 mio € (Vorjahr: 158,9 mio €). Die Quote der langfristigen Rückstellungen war mit 4,2% nach 4,6% leicht rückläufig. Die lang- und mittelfristigen Finanzierungsmittel stiegen im Berichtsjahr um 17,5 mio € oder 4,9% auf 373,3 mio €. Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen ist zu 158,7% (Vorjahr: 167,8%) durch lang- und mittelfristig zur Verfügung stehende Mittel finanziert. Damit ist die Bilanz durch eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gekennzeichnet.

Die kurzfristigen Finanzierungsmittel haben sich um 83,1 mio € oder 24,1% auf 427,9 mio € erhöht. Darin enthalten ist ein Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen um 27,5% bzw. 22,4 mio € auf 104,1 mio € (2000: 81,7 mio €). Eine Erhöhung der Rückstellungen war notwendig geworden auf Grund der starken Ausweitung des Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 23,1% auf 323,8 mio €. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzierungsmittel vollzieht sich parallel zur Entwicklung des Vorratsvermögens.

Die Passiva zeigen nach wie vor eine ausgewogene Finanzierung des Gesamtvermögens. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 446,8 mio € ist zu 83,5% durch mittel- und langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Die Struktur der Passiva zeigt seit dem vorangegangenen Geschäftsjahr keine relevante Veränderung.

Das weitere dynamische Wachstum des Konzerns ist durch einen ausgewogenen Mix an Eigen- und Fremdmitteln gesichert. Mit der Summe aus vorhandenen flüssigen Mitteln und den zur Verfügung stehenden Bankfaszilitäten verfügt der Konzern über ausreichende finanzielle Mittel, um sowohl die angestrebte Geschäftsausweitung als auch die geplanten Investitionen zu finanzieren. Ergänzende Ausführungen zu einzelnen Bilanzpositionen sowie Mehrjahresübersichten zur Kennzahlenentwicklung für den Konzern sind dem Anhang zu entnehmen.

Cashflow-Rechnung gildemeister-Konzern*

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:57 Uhr Seite 58

Veränderungen
2001 2000 gegenüber
Vorjahr
T€ T€ T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
1. Jahresüberschuss 41.037 38.079 2.958
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 33.461 24.542 8.919
3. Zunahme der langfristigen Rückstellungen 1.698 513 1.185
4. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -314 -413 99
Cashflow nach dvfa/sg 75.882 62.721 13.161
5. Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 22.448 18.349 4.099
6. Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens 286 28 258
7. Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -86.053 -46.641 -39.412
8. Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva 7.753 -39.479 47.232
20.316 -5.022 25.338
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
1. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens 6.520 4.267 2.253
2. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -51.607 -31.787 -19.820
3. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
immateriellen Anlagevermögens 0 33 -33
4. Auszahlungen für Investitionen in das
immaterielle Anlagevermögen -4.658 -6.927 2.269
5. Auszahlungen für Investitionen in das
Finanzanlagevermögen -9.550 -7 -9.543
6. Änderungen des Konzernvermögens aus der
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -110.280 110.280
-59.295 -144.701 85.406
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
1. Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 47.691 119.905 -72.214
2. Dividendenzahlungen an Aktionäre -17.237 -10.846 -6.391
3. Kapitalrückzahlungen an andere Gesellschafter 0 -832 832
4. Dividende an andere Gesellschafter -1.108 -1.112 4
5. Einzahlung Investitionszuschuss 1.481 0 1.481
6. Einzahlung aus der Kapitalerhöhung 0 53.910 -53.910
7. Einzahlungen anderer Gesellschafter 245 0 245
31.072 161.025 -129.953
Zahlungswirksame Veränderung -7.907 11.302 -19.209
Zahlungsunwirksame konsolidierungs- und
wechselkursbedingte Veränderungen -935 -793 -142
Flüssige Mittel zum 1. Januar 24.096 13.587 10.509
Flüssige Mittel zum 31. Dezember 15.254 24.096 -8.842

* Kapitalflussrechnung (Cashflow-Rechnung) entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 2 (drs 2)

In der Kapitalflussrechnung (Cashflow-Rechnung) werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um den Zu- und Abfluss liquider Mittel darzustellen. Dabei stellt man der Investitionstätigkeit die Herkunft der verwendeten Finanzierungsmittel gegenüber. Der Cashflow wird ermittelt, indem man den Jahresüberschuss um Aufwendungen erhöht, denen keine Auszahlungen gegenüberstehen, und um Erträge vermindert, aus denen keine Einzahlungen resultieren. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises werden dabei bereinigt. In der Cashflow-Rechnung des Vorjahres wurde der Erwerb des Anteils an der gildemeister Italiana entsprechend den rechtlichen Vorschriften in den beiden Positionen "Änderungen des Konzernvermögens wegen Veränderung des Konsolidierungskreises" und "Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten" dargestellt. Im laufenden Jahr werden erstmals die Kapitalflüsse aus dem Geschäftsbetrieb der gildemeister Italiana in allen Positionen der Cashflow-Rechnung berücksichtigt. Insofern ist ein Vergleich der Einzelpositionen beider Jahre nicht möglich.

Der Cashflow (Mittelzufluss) aus der laufenden Geschäftstätigkeit entwickelte sich mit 20,3 mio € sehr erfreulich. Dieser Wert entspricht einer Zunahme um 25,3 mio € (Vorjahr: Mittelabfluss 5,0 mio €) und verdeutlicht die abermals gestiegene Finanzkraft des Konzerns.

Der Cashflow nach dvfa/sg stieg um 13,2 mio € bzw. 21,0% auf 75,9 mio € (Vorjahr: 62,7 mio €). Das fortgesetzte Wachstum des Jahresüberschusses auf 41,0 mio € (Vorjahr: 38,1 mio €) führte auch zu einer weiteren Stärkung unserer Innenfinanzierungskraft. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens stiegen in Folge der Investitionstätigkeit des Vorjahres um 8,9 mio € auf 33,5 mio € (Vorjahr: 24,5 mio €). Die Zunahme der langfristigen Rückstellungen resultiert aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen.

Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 22,4 mio € (Vorjahr: 18,3 mio €). Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die anderen Aktiva nahmen um insgesamt 86,1 mio € zu (Vorjahr: 46,6 mio €). Die Gründe für den Anstieg der Vorräte wurden bereits auf Seite 53 in den Erläuterungen zur Vermögenslage dargestellt. Die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva beträgt 7,8 mio €.

Das nach wie vor hohe Investitionsvolumen des Konzerns spiegelt sich im Cashflow (Mittelabfluss) aus der Investitionstätigkeit wider. Die Nettoinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 59,3 mio € gegenüber 144,7 mio € im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert die Kaufpreiszahlung für den Anteilserwerb an der gildemeister Italiana (114,9 mio €) enthalten war. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen 51,6 mio € (Vorjahr: 31,8 mio €). Einzelheiten hierzu werden im Kapital "Investitionen" auf Seite 79 dargestellt. Für den Erwerb der übrigen 37,5% der Geschäftsanteile an der deckel maho Seebach GmbH zum 1. Oktober 2001

wurden 8,5 mio € aufgewandt. Dieser Betrag ist in den Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen enthalten. Im Berichtsjahr kam es zu keinem Verkauf von Unternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten.

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:57 Uhr Seite 60

Der Cashflow (Mittelzufluss) aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 31,1 mio € (Vorjahr: 161,0 mio €). Bereinigt um die Sondereffekte des Kaufes der gildemeister Italiana und der Kapitalerhöhung im Vorjahr entwickelt sich dieser Cashflow parallel zu den Geschäftsaktivitäten des Konzerns. Die Dividendenauszahlungen an Aktionäre für das Geschäftsjahr 2000 führten im Jahr 2001 zu einem Mittelabfluss von 17,2 mio € (Vorjahr: 10,9 mio €). Im Berichtsjahr gab es keine zahlungsunwirksamen Investitionsund Finanzierungsaktivitäten. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 15,3 mio € (Vorjahr 24,1 mio €).

Die Kapitalflussrechnung verdeutlicht die Finanzkraft des gildemeister-Konzerns in Folge der positiven Geschäftsentwicklung.

gildemeister-Konzern

Die aus der Kapitalflussrechnung (Cashflow-Rechnung) abgeleitete Bewegungsbilanz verdeutlicht die Mittelverwendung und Mittelherkunft im Berichtsjahr.

Bewegungsbilanz Mittelverwendung 2001 2000
T€ % T€ %
Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 0 0 5.022 2,9
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 59.295 78,6 144.701 82,9
Zahlungsunwirksame konsolidierungs- und
wechselkursbedingte Veränderungen 935 1,2 793 0,5
Flüssige Mittel zum 31. Dezember 15.254 20,2 24.096 13,8
75.484 100,0 174.612 100,0
Mittelherkunft 2001 2000
T€ % T€ %
Flüssige Mittel zum 1. Januar 24.096 31,9 13.587 7,8
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 31.072 41,2 161.025 92,2
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 20.316 26,9 0 0
75.484 100,0 174.612 100,0

Die Wertschöpfungsrechnung stellt die Differenz zwischen der vom Unternehmen erbrachten Leistung und dem wertmäßigen Verbrauch der von extern bezogenen Produkte und Leistungen dar. Mit der Verteilungsrechnung werden die Anteile der am Wertschöpfungsprozess Beteiligten – Mitarbeiter, Unternehmen, Darlehensgeber, Aktionäre/Gesellschafter und die Öffentliche Hand – ausgewiesen. Die Wertschöpfung des gildemeister-Konzerns betrug im Berichtsjahr 341,0 mio € nach 275,7 mio € im Vorjahr. Sie stieg damit um 23,7% oder 65,3 mio €. Davon erhielten die Mitarbeiter 271,0 mio €. Bei den Aktionären und im Unternehmen verblieben zusammen 41,0 mio €. Dies entspricht einer Erhöhung um 3,0 mio €. Die detaillierte Wertschöpfungsrechnung zeigt die folgende Tabelle.

Wertschöpfungsrechnung des gildemeister-Konzerns

Veränderungen
2001 2000 gegenüber Vorjahr
mio € % mio € % mio € %
entstehung
Umsatzerlöse 1.144,2 94,5 923,3 98,7 220,9 23,9
Übrige Erlöse 66,6 5,5 11,9 1,3 54,7 459,7
Betriebsleistung 1.210,8 100,0 935,2 100,0 275,6 29,5
Materialaufwand 649,9 53,7 485,1 51,9 164,8 34,0
Abschreibungen 33,5 2,8 25,5 2,7 8,0 31,4
Übrige Aufwendungen 186,4 15,4 148,9 15,9 37,5 25,2
Vorleistungen 869,8 71,8 659,5 70,5 210,3 31,9
Wertschöpfung 341,0 28,2 275,7 29,5 65,3 23,7
2001 2000 Veränderungen
gegenüber Vorjahr
mio € % mio €
%
%
verteilung
Mitarbeiter 271,0 79,5 212,9 77,2 58,1 27,3
Unternehmen 22,9 6,7 19,2 7,0 3,7 19,3
Darlehensgeber 20,9 6,1 18,7 6,8 2,2 11,8
Aktionäre/Gesellschafter 18,1 5,3 18,8 6,8 -0,7 -3,7
Öffentliche Hand 8,1 2,4 6,1 2,2 2,0 32,8
Wertschöpfung 341,0 100,0 275,7 100,0 65,3 23,7

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2001: Gesamt 341,0 mio € 2000: Gesamt 275,7 mio €

gildemeister-Aktie

Das Börsenjahr 2001

Die Aktienmärkte befanden sich im Sog der schwachen Konjunktur weltweit auf einer Talfahrt, die nach dem 11. September kurzzeitig noch dramatisch beschleunigt wurde. Allerdings waren die Börsen unterschiedlich stark betroffen: Während die us-Leitbörse vergleichsweise glimpflich davon kam und der Dow Jones übers Jahr gesehen lediglich um 7,1% sank, erlitt der Deutsche Aktienindex (dax) mit einem Minus von 19,8% seinen höchsten Jahresverlust seit 1990. Ähnlich negative Entwicklungen vollzogen der Euro stoxx 50 (-20,2%), der Londoner ftse-100-Index (-16,2%) und der japanische Nikkei (-23,5%). Die neuen Märkte wurden einmal mehr überproportional in Mitleidenschaft gezogen. Der amerikanische Nasdaq verringerte sich um 21,1%,der deutsche nemax-50 musste gar einen Einbruch von 60% hinnehmen.

Die Anschläge des 11. September hinterließen letztlich keine nachhaltigen Spuren an den Börsen. Auf den absoluten Tiefpunkt am 20. September folgte überall schon bald eine allmähliche Erholung. Alle Indizes übertrafen am Jahresende das Niveau vor den Terroranschlägen.

Stammdaten der gildemeister-Aktie Wertpapierkennnummer (wkn) 587800
----------------------------------- ---------------------------- --------
Kürzel
Börse GIL
Reuters Börse Frankfurt GILG.F
Xetra-Handel GILG.DE
Bloomberg GIL

Verglichen mit der volatilen Entwicklung des Kapitalmarktes im Jahr 2001 erwies sich die gildemeister-Aktie mit einer Dividendenrendite von 6,4% als solide Anlage. Unser Papier verlief insgesamt stabil auf einem 9 Euro-Niveau. Ausgelöst durch die Terroranschläge in den usa lag der Tiefstwert am 21. September 2001 kurzzeitig bei 6,20 €. Zum Jahresende verzeichneten wir einen Kursanstieg von 13,6%. Die Aufnahme in den mdax am 27. Dezember 2001 hat die Entwicklung der gildemeister-Aktie positiv beeinflusst.

Kennzahlen zur gildemeister-Aktie

1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001
Grundkapital mio € 48,7 48,7 48,7 55,5 56,4 75,1 75,1
Anzahl Aktien 1) mio Stück 19,0 19,0 19,0 21,7 21,7 28,7 28,9
Marktkapitalisierung mio € 126,7 68,2 95,4 125,4 147,5 235,6 269,2
Jahresendkurs 2) 6,65 3,58 5,01 5,78 6,80 8,20 9,32
Höchstkurs 2) 3) 9,92 8,74 7,52 9,31 7,30 10,30 9,90
Tiefstkurs 2) 3) 4,86 2,86 3,53 4,78 5,05 6,65 6,20
Jahresdurchschnittskurs 2) 4) 7,25 4,70 5,38 6,26 6,20 8,66 8,78
Dividende - - - 0,28 0,50 0,60 0,60
Dividendensumme mio € - - - 6,1 10,9 17,2 17,3
Dividendenrendite % - - - 4,8 7,4 7,3 6,4
Ergebnis je Aktie
nach dvfa/sg 4) -0,82 -0,46 -0,07 0,46 0,76 0,91 0,99

1) 1999 wurde das Aktienkapital 1:10 gesplittet ; die Werte der Vorjahre wurden dementsprechend angepasst.

2) Kurse seit 1999 Frankfurt, davor Düsseldorf

3) Höchst-/Tiefstkurse auf Basis variabler Kurse

4) Jahresdurchschnittskurs auf Basis Schlusskurse

Verlauf der gildemeister-Aktie

Die gildemeister-Aktie verlief im Jahr 2001 insgesamt stabil auf einem 9 Euro-Niveau. Im vierten Quartal konnte sich dann aber auch unsere Aktie der allgemeinen Schwäche der Aktienmärkte nicht mehr entziehen. Ausgelöst durch die Terroranschläge in den usa wurde sie kurzzeitig zu einem Tiefstwert von 6,20 € am 21. September 2001 gehandelt. Aber bereits im Oktober entwickelte sie sich deutlich dynamischer als der sdax und erreichte wieder das alte Niveau. Zum Jahresende (28.12.2001) notierte die gildemeister-Aktie bei 9,32 €; dies entspricht einem Kursanstieg von 13,6%. Während sich der Kapitalmarkt im Jahr 2001 schwach und volatil präsentierte, erwies sich unser Papier mit einer Dividendenrendite von 6,4% als solide Anlage.

Seit dem 27. Dezember 2001 ist die gildemeister-Aktie im mdax gelistet, der sich als Gradmesser für die Kursentwicklung der Gesellschaften mittelgroßer Kapitalisierung und als Benchmark für Investitionsentscheidungen etabliert hat. Die Aufnahme in den mdax hat die Kursentwicklung positiv beeinflusst. Gleich zu Beginn

Die gildemeister-Aktie im Vergleich zum sdax; Januar 2000 bis März 2002 des neuen Geschäftsjahres verzeichnete die Aktie einen Aufwärtstrend. Am 13. März 2002 wurde ein Kurs von 11,70 € erreicht. Durch die Zugehörigkeit zum Midcap-Index rückt die gildemeister-Aktie auch stärker in den Fokus institutioneller Anleger. Dank ihres vorhandenen Potenzials und des attraktiven Kurs-Gewinn-Verhältnisses ist sie nach wie vor ein interessantes Investment. Zahlreiche Analysten empfehlen den Titel zum Kauf. Aktuelle Studien über die gildemeister-Aktie liegen von den Research-Abteilungen der folgenden Banken vor: Westlb Panmure (10.04.2001), hsbc Trinkaus & Burkhardt (10.08.2001), Bankhaus Lampe (15.08.2001/12.11.2001), HypoVereinsbank (10.12.2001), bhf-bank (02.01.2002), Deutsche Bank (01.02.2002) und Baden-Württembergische Bank (04.02.2002).

Börsennotierung, Börsenumsatz und Marktkapitalisierung

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Der Handel der gildemeister-Aktie erfolgt an der Frankfurter Wertpapierbörse, dem bedeutendsten und umsatzstärksten Börsenplatz Deutschlands. Darüber hinaus ist sie an der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf und der Berliner Börse amtlich notiert. Über das elektronische Handelssystem Xetra können Anleger die gildemeister-Aktie an allen Handelstagen von 9 bis 20 Uhr ordern.

Im Jahr 2001 war das Interesse an der gildemeister-Aktie erneut groß, und der Börsenumsatz bewegte sich auf hohem Niveau. Das durchschnittliche Handelsvolumen betrug 49.478 Stück (Vorjahr: 59.245 Stück). Der Streubesitz blieb, wie im Vorjahr, bei ca. 88%. Mit der Westlb und der Deutschen Balaton ag waren zum Jahresende 2001 zwei institutionelle Anleger mit einem Stimmrechtsanteil von 6,75% bzw. 5,01% bekannt. Unter Berücksichtigung des Free Float von 88% wurde das freie Aktienkapital im Geschäftsjahr 0,5 Mal umgeschlagen.

Die Marktkapitalisierung der gildemeister Aktiengesellschaft erhöhte sich von 235,6 mio € auf 269,2 mio €; das entspricht einer Steigerung des Unternehmenswertes um 14,3%.

65

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie nach dvfa/sg entwickelte sich erneut erfreulich. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,91 € im Vorjahr um 9% auf 0,99 €. Auf Grund der steuerlichen Verlustvorträge sind in der gildemeister Aktiengesellschaft keine Ertragsteuern angefallen. In der Berechnung nach den dvfa-Vorgaben sind fiktive Steuern und Einmaleffekte zur Ermittlung dieses normalisierten Ergebnisses zu berücksichtigen.

Ergebnisermittlung nach dvfa/sg:

2001
Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 49,2 mio €
anzusetzende Ertragsteuern -19,3 mio €
Ertragskorrekturen -0,5 mio €
Ergebnisanteile Dritter -0,8 mio €
Ergebnis nach dvfa/sg 28,6 mio €
Anzahl der zu Grunde liegenden Aktien 28.879.427
Ergebnis je Aktie nach dvfa/sg 0,99 €

Dividende weiter auf hohem Niveau

Obwohl die allgemeinen Rahmenbedingungen schlechter geworden sind, verzeichnete der Konzern für das Jahr 2001 einen guten Geschäftsverlauf. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 17. Mai 2002 eine Dividende von 0,60 € pro Aktie für das zurückliegende Geschäftsjahr vorschlagen. Das sind 23% bezogen auf den rechnerischen Nennwert der Stückaktie von 2,60 €. Zum Vergleich: Auch im Jahr 2000 betrug die Dividende 0,60 € pro Aktie (23%). Für die 28,9 Millionen dividendenberechtigten Stückaktien beläuft sich die Gesamtsumme der Ausschüttung auf 17,3 mio € (2000: 17,2 mio €). Ein Körperschaftsteuerguthaben kann wegen der Körperschaftsteuerreform den Aktionären bei Gutschrift der Dividende nicht gewährt werden. Auf Grund des Halbeinkünfteverfahrens ergeben sich keine anrechenbaren Steuern nach § 3 Nr. 4a EStG. Dasselbe gilt für die Dividendenfreistellung nach § 8b Abs. 1 KStG.

Dividendenentwicklung 2001 0,60 €
2000 0,60 €
1999 0,50 € 1)
1998 5,50 dm (entspricht 2,81 €)
1997 bis 1991 keine Dividendenzahlung
1990 8 dm (entspricht 4,09 €)
1989 8 dm (entspricht 4,09 €)

1) nach Aktiensplitt im Verhältnis 1:10

Großes Interesse an Mitarbeiteraktien

Die Voraussetzung für den Unternehmenserfolg sind Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter. gildemeister ermöglichte seinen Mitarbeitern auch im Berichtsjahr und damit zum dritten Mal, Belegschaftsaktien zu erwerben und somit vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu profitieren. Zu einem Vorzugspreis konnten alle Mitarbeiter gildemeister-Aktien beziehen. An dem dreistufigen innovativen Belegschaftsaktien-Programm nahmen insgesamt 43% der Mitarbeiter und damit nahezu die Hälfte der Konzernbelegschaft teil. Ziel war es, eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen anzustreben und die Aktienkultur in der Belegschaft zu fördern.

Corporate Governance

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Corporate Governance ist bei gildemeister integraler Bestandteil der Unternehmensführung, die auf eine kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet ist. Die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance sind in unseren Unternehmensrichtlinien enthalten und werden bei allen Gesellschaftsaktivitäten vom Management berücksichtigt. In enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entwickelt der gildemeister-Vorstand die strategische Ausrichtung des Konzerns und ist für deren Umsetzung verantwortlich. Wir fühlen uns der systematischen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet. Unser wertorientiertes Management-Team handelt verantwortungsbewusst und wahrt die Interessen unserer Aktionäre, damit sich ihre Investition in gildemeister rentiert. Das Vertrauen der Anleger und die Akzeptanz auf dem Kapitalmarkt fördern wir durch regelmäßige Berichte über die Unternehmensstrategie und die voraussichtliche künftige Entwicklung des Konzerns sowie über die Risiken der gegenwärtigen und geplanten Geschäftstätigkeit. Dabei beachten wir die Grundsätze der Transparenz, Zeitnähe, Offenheit, Verständlichkeit und gebotenen Gleichbehandlung. Mittels moderner Kommunikationssysteme versorgen wir tatsächliche und potenzielle Aktionäre (Investor Relations), Kunden (Customer Relations) und die Öffentlichkeit (Public Relations) mit aktuellen Informationen.

Investor Relations

Unsere Investor-Relations-Aktivitäten sind ein wichtiger Bestandteil der auf nachhaltigen Erfolg ausgerichteten Unternehmensstrategie. gildemeister erfüllt den hohen Informationsbedarf des Kapitalmarktes mit vielfältigen Aktivitäten. Auch im Berichtsjahr gab es zahlreiche Kontakte zu institutionellen Investoren, Finanzanalysten und privaten Anlegern. Neben der dvfa-Analystenkonferenz fanden zahlreiche Investorenveranstaltungen im In- und Ausland statt. Roadshows, Conference Calls und Unternehmenspräsentationen werden wir künftig noch weiter ausbauen, um den steigenden Anforderungen des Kapitalmarktes gerecht zu werden. Dass wir seit dem 27. Dezember 2001 Mitglied des mdax sind, ist uns dabei ein zusätzlicher Ansporn.

Für unsere Informationspolitik gewinnt das Internet zunehmend an Bedeutung. Presseerklärungen, Quartalsberichte und Fachinformationen veröffentlichen wir auf unserer Web-Site www.gildemeister.com aktuell und zeitnah. Der gildemeister-Aktienkurs ist um wenige Minuten zeitversetzt abrufbar. Die Zugriffe auf die Investor-Relations-Seiten haben im Berichtsjahr weiter stark zugenommen. Monatlich waren es zum Jahresende über 3.000; angefangen haben wir vor drei Jahren mit etwa 100 pro Monat. Den Internet-Service haben wir weiter ausgebaut. So sind beispielsweise die wichtigsten Finanztabellen im Excel-Format von unserer Web-Site abrufbar. Unsere Imagekampagne, die mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen in der Wirtschaftspresse sichtbar ist, wird von vielen privaten Anlegern gelobt und schafft neues Interesse für unsere Aktie. Weitere Details zu unseren Investor-Relations-Aktivitäten stehen auf Seite 124. Um den internationalen Investoren mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zu bieten, wird der gildemeister-Konzern das laufende Geschäftsjahr erstmals nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (ias) bilanzieren.

Der Dialog mit unseren Aktionären, potenziellen Investoren und Finanzanalysten ist uns sehr wichtig. Eine offene und transparente Informationspolitik soll dazu beitragen, das Vertrauen der Aktionäre in gildemeister zu stärken und neue Anlegerkreise für uns zu gewinnen. Wir verfolgen das Ziel, den Wert des Unternehmens auch weiter nachhaltig zu steigern. Wert- und marktorientiertes Handeln im Interesse der Aktionäre hat für das gildemeister-Management auch in Zukunft Priorität.

Ihr Kontakt zum gildemeister Investor-Relations-Team:

gildemeister Aktiengesellschaft Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gildemeisterstraße 60 33689 Bielefeld Telefon: +49 (0) 52 05/74-3001 Telefax: +49 (0) 52 05/74-3081 Internet: www.gildemeister.com E-mail: [email protected]

Unter der gildemeister-Web-Site www.gildemeister.com finden Sie ausführliche Informationen über den Konzern, die neuesten Entwicklungen sowie Aktuelles zur Aktie. Hierzu zählen laufende Kursnotierungen ebenso wie Pressenotizen und Ad-hoc-Mitteilungen. Unsere Geschäfts- und Quartalsberichte können Sie auch bequem und schnell in verschiedenen Sprachen als Download abrufen.

Risikoberichterstattung

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Die weltweiten geschäftlichen Aktivitäten des Technologiekonzerns gildemeister sind naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Unser Geschäft folgt dem Grundsatz, mit den Risiken verantwortungsvoll umzugehen, um Chancen gezielt nutzen zu können.

Zur systematischen Identifikation, Beurteilung und Kontrolle setzen wir unser Risikomanagement aktiv als integralen Bestandteil des ordentlichen Geschäftsbetriebes ein.

Gesamtwirtschaftliche Risiken: Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung des gildemeister-Konzerns resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen Einflüssen in den für die Unternehmensbereiche relevanten Märkten. Durch die Ereignisse in den usa am 11. September 2001 wurde die Entwicklung der Weltwirtschaft gedämpft und das Geschäftsklima teilweise erheblich getrübt. Die bis dahin spürbar positiven Impulse aus den usa, auch für andere Weltregionen, haben sich ins Gegenteil verkehrt. Die verminderte Investitionsneigung in den Hauptmärkten beeinflusst nach unserer Einschätzung auch die Geschäftsentwicklung des gildemeister-Konzerns im Jahr 2002.

Auch Deutschland konnte sich der globalen Situation nicht entziehen und zeigte insbesondere zum Jahresende rezessive Tendenzen. Die zunehmenden konjunkturellen Probleme führten zu einem sprunghaften Anstieg an Insolvenzen und zu vermehrten Entlassungen. Um die ergebnismäßigen Auswirkungen einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Situation zu begrenzen, wurden kurzfristig umsetzbare Maßnahmenpläne vorbereitet. Zu den Aktivitäten der Minderung bzw. Beherrschung von Risiken zählt unter anderem die permanente Beobachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durch sämtliche Führungsebenen des Konzerns.

Es werden keine dauerhaften Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gesehen, die im Zusammenhang mit der konjunktur- und gesellschaftspolitischen Entwicklung stehen. gildemeister geht davon aus, dass auf Grund der Entwicklung der Kapitalmärkte und des Zinsniveaus keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung zu erwarten sind.

Neue gesetzliche Regelungen, wie zum Beispiel das am 9. November 2001 verabschiedete Schuldrechtsmodernisierungsgesetz, haben auch für gildemeister einen entscheidenden Einfluss auf die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Die Schuldrechtsreform hat Auswirkungen für jedes Unternehmen, da neben einer Reihe von Änderungen vor allem die kauf- und werkvertraglichen Gewährleistungsfristen neu geregelt wurden. gildemeister hat die mit der Reform verbundenen neuen Regeln für die Vertragspraxis analysiert und konzerneinheitlich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Standard-Vertragswerken mit Wirkung zum 1. Januar 2002 umgesetzt.

Die Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus der konjunkturellen Branchenentwicklung. Für 2002 wird diese im Werkzeugmaschinenbau vom deutschen Werkzeugmaschinenverband zurückhaltend eingeschätzt. In seinen letzten Veröffentlichungen geht er davon aus, dass sich der Zeitpunkt eines Anziehens der Maschinenbauaufträge in die zweite Hälfte des Jahres 2002 verschieben könnte. Ein Markteintritt neuer Wettbewerber oder die Einführung bedeutsamer neuer Technologien, an denen gildemeister nicht beteiligt wäre, lassen sich derzeit nicht erkennen. gildemeister ist mit seiner Globalisierungsstrategie in Verbindung mit einer konsequenten Marktorientierung und stringenten Produktentwicklung strategisch gut positioniert. Risiken aus einer branchenbezogenen Konzentration sind nicht bekannt. Den Risiken aus der konjunkturellen Branchenentwicklung stellt sich gildemeister mit technologischem Vorsprung und einem breiten Produktprogramm. Darüber hinaus analysieren wir kontinuierlich das Kundenverhalten und den Wettbewerb. Im Jahr 2002 wird gildemeister seine weltweite Messepräsenz weiter forcieren und seine Strategie noch stärker auf den Markt ausrichten.

Die Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen lassen sich in verschiedene Einzelrisiken einteilen:

Forschungs- und Entwicklungsrisiken: Technologische und produktbezogene Entwicklungen nehmen wir frühzeitig wahr und setzen sie stringent in interdisziplinär besetzten Teams marktorientiert um. An den Design-Reviews in unterschiedlichen Entwicklungsphasen sind neben der Konstruktion und dem Vertrieb auch Einkauf, Produktion, Qualitätssicherung und das Controlling beteiligt, um präventiv ein Überschreiten von Kosten- und Zeitzielen zu verhindern. Dass unsere Produktstrategie an den jeweiligen Marktbedürfnissen ausgerichtet ist, wird dadurch gewährleistet, dass wir unsere Produkte über unsere eigene, weltweite Vertriebsorganisation direkt vertreiben. Die damit verbundene Marktpräsenz des Konzerns führt zu einer engen Kundennähe, der Möglichkeit zum Aufbau langfristiger Geschäftsbeziehungen und der Fähigkeit, schnell zu reagieren. Um den Übergang von der Prototypenphase in den Serienanlauf neuer Maschinen erfolgreich zu gestalten, wurde konzernweit die systemgestützte Methodik des Serienanlaufmanagements (sam) implementiert.

Absatzrisiken: Um Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, werden in unserem umfangreichen Marketing-Informations-System (mis) weltweit sämtliche Kundendaten erfasst sowie Markt- und Wettbewerbsdaten analysiert. Mit den im mis hinterlegten Bedarfsfällen können wir mit statistischen Methoden Prognosen über die zu erwartenden Kundenaufträge pro Maschinenart und Vertriebsregion im kurzund mittelfristigen Planbereich erstellen. Das Absatzrisiko wird auch dadurch begrenzt, dass keine Abhängigkeit von wesentlichen Abnehmern und einzelnen Regionen besteht. Darüber hinaus werden alle Markteinführungen durch unsere weltweite Vertriebsorganisation vor Ort unterstützt. Das mis wird durch moderne Logistiksysteme ergänzt, die dem Vertrieb zu jeder Zeit die Möglichkeit der Information über den Produktionsstatus geben.

gildemeister ließ im September 2001 auf der größten Werkzeugmaschinenmesse der Welt in Hannover (emo) durch ein unabhängiges Institut eine repräsentative Befragung zur Anbieterbeurteilung und -positionierung durchführen. Zu den Zielen der Untersuchung zählten die Beurteilung technologischer Trends, die Bedeutung ausgewählter Beschaffungskriterien aus Nachfragersicht sowie die Bedeutung produktbegleitender Dienstleistungen. Durch diese Kundenbefragung konnte gildemeister im Vergleich zu der 1997 durchgeführten emo-Untersuchung wertvolle Erkenntnisse zur Wettbewerbsposition gewinnen. Insgesamt hat der Konzern in den letzten vier Jahren seine Marktposition zu einer marktführenden Stellung ausgebaut. Unsere Produkte genießen insbesondere dank ihres hohen technischen Standards eine hohe Marktakzeptanz. Auch bei der zunehmenden Bedeutung produktbegleitender Dienstleistungen und Internetfunktionalitäten wurden gute Bewertungsergebnisse erzielt. Neben der Seven-Lines-Strategie im Neumaschinengeschäft bietet gildemeister dem Markt umfassende Dienst- und Serviceleistungen an.

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Produktions- und Beschaffungsrisiken: Ohne flexible Produktions- und Logistikstrukturen ist die Umsetzung der hohen Innovations- und Wachstumsgeschwindigkeit des gildemeister-Konzerns nicht zu realisieren. Deshalb haben wir in den letzten Jahren sämtliche Prozesse der Leistungserstellung sowie der angrenzenden Funktionsbereiche analysiert und umgestaltet. Nach diesen Prozessanalysen haben wir die Produktionsabläufe und den Work-flow innerhalb des gildemeister-Konzerns so optimiert, dass Material und Halbfertigwaren nach dem Just-in-time-Konzept angeliefert werden können. Dabei wurde die Bezugsstrategie für alle wichtigen Schlüsselkomponenten konsequent auf Double-Sourcing erweitert. Weiteren Material- und Produktionsrisiken begegnen wir dadurch, dass wir Know-how-Teile selbst fertigen und bei der a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH sowie bei der famot Pleszew S.A. über weitere konzerneigene Ressourcen verfügen. Die kontinuierliche Verbesserung der Produktionsprozesse wird über Fertigungsfortschrittskennzahlen permanent überwacht und dokumentiert. So wird beispielsweise mit einer Senkung der Vorräte nicht nur die Kapitalbindung reduziert, sondern auch das Verwertungsrisiko. Es werden weitere qualitäts- und produktionsbezogene Kennzahlen zur Überwachung der möglichen Risikopotenziale eingesetzt. Der Risikofrüherkennung dient außerdem unsere Qualitäts-Hotline, an die die dezentralen dmg-Gesellschaften auf der ganzen Welt Qualitätsmängel von im Einsatz befindlichen Maschinen zeitnah melden. Auf der Basis dieser Daten können wir konstruktive Veränderungen umgehend einleiten, falls dies erforderlich ist. Darüber hinaus werden sämtliche Produkte und Arbeitsabläufe durch unsere Mitarbeiter, die über das Betriebliche Vorschlagswesen aktiv in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess integriert sind, kritisch geprüft und optimiert.

Personelle Risiken: Die Leistung unserer Mitarbeiter stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor in der Unternehmenswertsteigerung des gildemeister-Konzerns dar. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit technischem oder branchenspezifischem Hintergrund herrscht ein intensiver Wettbewerb. Zur Mitarbeitergewinnung und dauerhaften Bindung bieten wir Integrations- und Ausbildungsprogramme sowie attraktive Vergütungssysteme an. Durch die Sensibilisierung aller Mitarbeiter für die dem Unternehmen und seinen Aktivitäten innewohnenden Risiken wird das Risikomanagement maßgeblich unterstützt. Risikobewusstsein ist Ausdruck der Unternehmenskultur im gildemeister-Konzern. Unsere Mitarbeiter werden darauf gezielt durch interne und externe Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen trainiert. Eine systematische Personalentwicklung stellt einen wesentlichen Bestandteil der Aktivitäten im Risikomanagement dar. Durch den Einsatz verschiedener Kennzahlen lassen sich frühzeitig wichtige Erkenntnisse zur Qualifikation, Motivation und Fluktuation der Mitarbeiter ableiten.

Risiken aus der Finanzierung: Zu den zentralen Aufgaben der gildemeister Aktiengesellschaft gehören die Optimierung der Konzernfinanzierung und die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Die Liquidität wird überwacht und gesteuert durch den Einsatz von Instrumenten der Finanzplanung und Finanzanalyse. Im Debitorenbereich wird die Entwicklung des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. In die Finanzierung des kurzfristigen Betriebsmittelbedarfs der gildemeister Aktiengesellschaft und – im Rahmen des konzerneigenen Cashmanagements – aller ihrer inländischen Tochtergesellschaften sind mehrere Kreditinstitute mit erstklassiger Bonität eingebunden. Eine Konzentration auf einzelne Kreditgeber oder gar eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern besteht nicht. Die Laufzeit der Verträge zur Betriebsmittelfinanzierung wurde bis zum 31. Dezember 2003 verlängert. Das verfügbare Kreditvolumen stellt aus heutiger Sicht eine ausreichende Finanzierungs- und Liquiditätsversorgung sicher. Dabei ist das unseren Planungen zu Grunde liegende weitere Konzernwachstum ausreichend berücksichtigt. Auch die derzeit prognostizierten Entwicklungen der Kapitalmärkte lassen keine negative Beeinträchtigung durch Zins- und Wechselkursentwicklungen erwarten. Unser Hauptumsatzanteil wird im Euro-Raum und damit ohne Währungsrisiko getätigt; daneben mindern Sicherungsgeschäfte die Risiken. Die Absicherung von Währungsrisiken erfolgt geschäftsbezogen durch die Konzernunternehmen oder durch die gildemeister Aktiengesellschaft. Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken und -chancen werden kurzfristige Festzinsvereinbarungen eingesetzt. Die Investitionstätigkeit im gildemeister-Konzern wird durch das Zentrale Controlling unter Einsatz verschiedener Instrumentarien systematisch überwacht und hinsichtlich ihrer Rentabilität bewertet. Abgerundet wird das Risikomanagement durch ein an den betriebswirtschaftlichen Anforderungen ausgerichtetes konzernübergreifendes Versicherungspaket.

Unsere Maschinen. Damit Ihre Persönlichkeit zum Ausdruck kommt. Dreh-, Fräs-, Laser- und Ultrasonicmaschinen von deckel maho und gildemeister tragen dazu bei, Ihnen mehr Ausdruck zu verleihen. Die Herstellung von Formen für Verpackungsteile in der Kosmetikindustrie ist aber nur eine von vielen Aufgaben, die unsere Maschinen täglich auf der ganzen Welt lösen.

Rechtliche Risiken: Bereits im Geschäftsjahr 2000 informierten wir über ein Verfahren der italienischen Börsenaufsichtsbehörde consob gegen die gildemeister Italiana S.p.A., das den festgestellten Jahresabschluss 1999 dieser Gesellschaft betraf. Gegenstand ist die Bilanzierung einer Ausgleichsforderung für die Auflösung eines Handelsvertretervertrages. Dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die gildemeister Aktiengesellschaft hat diesen Sachverhalt bereits im Vorjahr im Rahmen des Konzernabschlusses berücksichtigt. Im Falle einer Entscheidung zugunsten der Börsenaufsichtsbehörde sind keine nennenswerten materiellen und liquiditätsmäßigen Auswirkungen zu erwarten, weder bei der betroffenen Gesellschaft noch im gildemeister-Konzern.

Kundenreklamationen werden von unseren verantwortlichen Gesellschaften zügig gelöst. Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaften des gildemeister-Konzerns haben könnten, sind unserer Kenntnis nach nicht anhängig oder angedroht. Insoweit erwarten wir keine nennenswerte Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung.

Sonstige Risiken und IT-Risiken: Damit sich die Gesellschaften voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, setzen wir integrierte und konzerneinheitliche edv-Infrastrukturen ein. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software und in Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistungspartnern begegnen wir eventuellen informationstechnologischen Risiken. Insbesondere wurden Maßnahmen zur Absicherung der Hochverfügbarkeit der Rechnersysteme und Netzwerke, der tagesaktuellen Spiegelung und Archivierung von Daten und zum Schutz vor externen Angriffen getroffen. Exzellentes System-Know-how und praxisorientierte edv-Schulungen ermöglichen darüber hinaus die kontinuierliche Optimierung der it-Systeme. Neben der Informationstechnologie werden weitere bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen über die gildemeister Aktiengesellschaft als Obergesellschaft zentral koordiniert. Dazu zählen Aufgaben des Personalwesens, des Marketings sowie des Finanz- und Controllingbereiches. Das Werkscontrolling unserer Produktionsgesellschaften sowie das dezentrale und zentrale Controlling der dmg Vertriebs und Service GmbH berichten kontinuierlich an das Zentrale Controlling der gildemeister Aktiengesellschaft. Wichtige Geschäftsvorfälle und Ergebnisveränderungen werden laufend analysiert und rückgekoppelt. Ausgehend von einer marktorientierten, dezentralen Planung in den einzelnen dmg-Gesellschaften erfolgen quartalsweise Hochrechnungen, die mit den Werksplanungen simultan abgestimmt werden. Zu unserem Risikomanagement gehören auch Limitsysteme, die Überwachung bedeutender Verträge bei Lieferanten oder Kunden sowie ein insgesamt hierarchisch abgestuftes Reporting. Ferner finden neben einem routinemäßigen fachbezogenen Informationsaustausch auf nahezu allen Unternehmensebenen regelmäßig Managementsitzungen statt, in denen Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung eingehend analysiert und erörtert werden. Um bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erzielen, bestimmen klare Regeln den Handlungsrahmen der Konzerngesellschaften, die wir konsequent als Profit-Center führen.

Gesamtrisiko: In der zusammenfassenden Betrachtung zeigt sich, dass der Fortbestand des gildemeister-Konzerns weder unter Substanz- noch unter Liquiditätsaspekten gefährdet ist. Auf absehbare Zeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Eigenkapitalausstattung und die Ertragskraft haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich positiv entwickelt; sie bilden die Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung. Soweit möglich, haben wir für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zur Folge haben könnte, Vorsorge getroffen. Um weiterhin an den originären Risikoursachen anzusetzen und Chancen frühzeitig zu erkennen, hat Risikomanagement bei gildemeister den Status eines Grundsatzes, den wir über alle Unternehmensbereiche, Funktionen und Hierarchien aktiv umsetzen. Unsere Instrumentarien zum Risikomanagement, die wir kontinuierlich weiterentwickeln, sind in den ordentlichen Geschäftsbetrieb integriert. Die Beurteilung des internen Kontrollsystems und Risikomanagements ist auch Bestandteil der Jahresabschlussprüfung. Darüber hinaus wird zur Quantifizierung des Gesamtrisikos und zur Darstellung der Entwicklung der Gesamtrisikoposition im Zeitvergleich auf das objektivierte Urteil eines unabhängigen Rating-Systemes zurückgegriffen. Mit Hilfe ausgewählter Kennzahlen aus den geprüften Daten des Jahresabschlusses wird die Bestandsfestigkeit und Krisensicherheit des Unternehmens beurteilt. Als Bestandteil der Risikoberichterstattung lässt gildemeister seit mehreren Jahren ein Bilanz-Bonitäts-Rating für den Konzernabschluss erstellen.

bbr baetge-bilanz-rating

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Das bbr baetge-bilanz-rating ist das Ergebnis eines objektiven, empirisch-mathematischen Verfahrens, der so genannten Künstlichen Neuronalen Netzanalyse. Es wurde am Institut für Revisionswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (irw) in Zusammenarbeit mit der Baetge+Partner GmbH & Co. kg entwickelt. Mit Hilfe dieses Bonitäts-Ratings wird aus insgesamt 14 Kennzahlen ein N-Wert berechnet, der auf einer Skala von +10 (ausgezeichnete Bestandssicherheit) bis –10 (sehr hohe Bestandsgefährdung) das Gesamtrisiko (Fortbestandsrisiko) quantifiziert.

Der gildemeister-Konzern wird auf der Grundlage des Jahresabschlusses (hgb) für das Geschäftsjahr 2001 mit einem N-Wert in der Güteklasse cc (ausreichende Bestandssicherheit) bewertet. Das Fortbestandsrisiko (branchenübergreifend) für diese Klasse beträgt 0,66%. Im Vergleich dazu ist das durchschnittliche Fortbestandsrisiko deutscher Unternehmen mit 1% fast doppelt so hoch.

Güte- und Risikoklassen des bbr baetge-bilanz-rating:

N-Wert Klasse Grad der Bestandssicherheit/ -gefährdung Fortbestandsrisiko
in %
8 bis 10 AA ausgezeichnete Bestandssicherheit 0,02
6 bis 8 A sehr gute Bestandssicherheit 0,12
4 bis 6 BB gute Bestandssicherheit 0,12
2 bis 4 B befriedigende Bestandssicherheit güteklassen
0 bis 2 CC ausreichende Bestandssicherheit
0,66
-2 bis 0 C kaum ausreichende Bestandssicherheit 0,86
-4 bis -2 I leichte Bestandsgefährdung 2,09
-6 bis -4 II mittlere Bestandsgefährdung 3,09
-8 bis -6 III hohe Bestandsgefährdung 7,44 risikoklassen
-10 bis -8 IV sehr hohe Bestandsgefährdung 15,23

gildemeister-Konzern

bp 14 - Fünf-Jahresübersicht

Kennzahlenübersicht

Verän
derungen
gegenüber
Vorjahr
1997 1998 1999 2000 2001 %
Vermögenslage
Kapitalbindungsdauer 1 - kbd1 Tage 66,3 63,4 48,4 48,8 39,6 -18,9
Kapitalbindungsdauer 2 - kbd2 Tage 66,7 63,7 49,1 48,2 41,1 -14,7
Kapitalbindung - kb % 32,1 28,9 26,3 28,3 27,5 -3,1
Fremdkapitalquote - fkq % 61,4 58,5 55,7 49,6 52,7 6,2
Fremdkapitalstruktur - fks % 67,0 69,6 66,5 70,7 70,3 -0,5
Eigenkapitalquote1 - ekq1 % 18,1 22,3 27,0 23,1 23,4 1,3
Eigenkapitalquote2 - ekq2 % 44,9 46,6 54,2 53,2 52,1 -2,2
Finanzlage
Finanzkraft - fink1 % 5,7 14,6 14,1 12,4 13,3 7,3
Finanzkraft - fink2 % 6,7 17,2 16,6 13,7 14,6 6,4
Anlagendeckung - ad % 501,3 388,2 438,2 444,6 388,4 -12,7
Ertragslage
Umsatzrentabilität - ur % 1,3 5,1 4,2 4,0 3,9 -3,2
Cash Flow 1 - roi % 4,6 11,2 10,4 8,9 9,7 8,8
Cash Flow 2 - roi % 4,8 11,2 11,0 8,9 9,8 9,3
Personalaufwandsquote - paq % 28,4 25,0 24,5 23,3 22,8 -2,2
N-Wert -2,42 -0,32 0,96 0,55 1,01
Kennzahlen des Informations
bbr baetge-bilanz-rating bereich Signum Definition
Kennzahlen der Vermögenslage KBD1 ((Akzepte + Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Kapital- Leistungen) x 360) : Gesamtleistung
bindungsdauer KBD2 ((Akzepte + Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen) x 360) : Umsatz
Kapitalbindung KB (Kfr. Bankverbindlichkeiten + kfr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen + Akzepte + Sonstige kfr. Verbindlichkeiten) : Umsatz
FKQ (Kfr. Fremdkapital - Erhaltene Anzahlungen) : Bilanzsumme
Verschuldung FKS (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Akzepte
+ Bankverbindlichkeiten) : (Fremdkapital - Erhaltene Anzahlungen)
EKQ1 (Wirtschaftliches Eigenkapital - Immaterielle Vermögensgegen
Kapitalstruktur stände) : (Bilanzsumme - Immaterielle Vermögensgegenstände -
Flüssige Mittel - Grundstücke und Bauten)
EKQ2 (Wirtschaftliches Eigenkapital + Rückstellungen) :
(Bilanzsumme - Flüssige Mittel - Grundstücke und Bauten)

Kennzahlen der Finanzlage

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:58 Uhr Seite 78

FINK1 Ertragswirtschaftlicher Cashflow :
Finanzkraft (Fremdkapital - Erhaltene Anzahlungen)
FINK2 Ertragswirtschaftlicher Cashflow :
(Kfr. Fremdkapital + mfr. Fremdkapital - Erhaltene Anzahlungen)
Deckungsstruktur AD Wirtschaftliches Eigenkapital : (Sachanlagevermögen - Grundstücke
und Bauten)
UR Ordentliches Betriebsergebnis : Umsatz
CF 1-ROI Ertragswirtschaftlicher Cashflow : Bilanzsumme
Rentabilität CF 2-ROI (Ertragswirtschaftlicher Cashflow + Zuführungen
zu den Pensionsrückstellungen) : Bilanzsumme
Aufwandsstruktur PAQ Personalaufwand : Gesamtleistung

Systematisches Risikomanagement ist ein entscheidender Faktor für den stetigen Erfolg eines Unternehmens. Die Risikomanagement-Organisation schafft die entsprechenden Strukturen, ermöglicht und unterstützt so risikoadäquate Reaktionen der Entscheidungsträger im täglichen Unternehmensgeschehen. Jedes unternehmerische Handeln ist mit Chancen und Gefahren verbunden und darauf ausgerichtet, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen. Um gildemeister nicht unkontrollierten Gefahren auszusetzen, werden Risiken mit den Instrumentarien des Risikomanagements identifiziert und klassifiziert, systematisch überwacht, gesteuert und minimiert. Organisatorisch ist das Risikomanagement sowohl in das Konzern-Controlling wie auch in das Controlling der jeweiligen Einzelgesellschaften eingebunden. Die Risikoidentifikation und die Risikomessung werden fortlaufend durch Checklisten und Befragungen in allen Beobachtungsbereichen durchgeführt. Die einzelnen Methoden reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über Lieferanten-Coaching bis hin zu Mitarbeiterbefragungen. Die Risikoanalyse und -bewertung erfolgt in vielen Bereichen mit quantitativen Maßzahlen. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken nutzen wir eine Reihe von Instrumentarien, die über das klassische Finanzcontrolling hinausgehen und kontinuierlich fortentwickelt werden.

Einen wesentlichen Beitrag zur Kommunikation zwischen den Unternehmenseinheiten und der gildemeister Aktiengesellschaft stellt die regelmäßige Berichterstattung zur aktuellen Lage an den Vorstand dar. Durch eine entscheidungsorientierte Informationsaufbereitung und zeitnahe Kommunikation von Risikosachverhalten wird die Reaktionsgeschwindigkeit des Unternehmens erhöht. Dadurch ist es möglich, Chancen und Risiken des gesamten Unternehmensportfolios effektiv zu bewerten und aktiv zu steuern. Zu den Erfolgsfaktoren eines wirksamen Risikomanagements im Unternehmen zählen neben den so genannten "harten Faktoren", wie zum Beispiel Kontrollen, Funktionstrennungen, Limitsystemen etc., insbesondere die "weichen Faktoren", wie die Unternehmensphilosophie und der Führungsstil sowie der Einsatz und die gezielte Entwicklung des Personals. Durch die Integration des Risikomanagements in die bestehende Aufbau- und Ablauforganisation werden die entsprechenden Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Unternehmen gewährleistet.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit von gildemeister war auch im Geschäftsjahr 2001 von der strategischen Ausrichtung des Konzerns auf weltweite Präsenz und zukunftsorientierte Technologien bestimmt. Insgesamt haben wir 56,3 mio € (Vorjahr: 39,5 mio €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Bei den Finanzanlagen ist die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der sauer GmbH & Co. kg zu erwähnen. Außerdem haben wir die restlichen 37,5% der Gesellschaftsanteile an der deckel maho Seebach GmbH erworben. Im Berichtsjahr betrugen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen 33,5 mio € und lagen damit 31% über dem Vorjahreswert von 25,5 mio €.

An den Standorten Pfronten, Seebach, Geretsried und Castelleone haben wir die Flächenkapazitäten erweitert, um die Lieferzeiten zu senken, und in Bielefeld haben wir eine Fließfertigung errichtet. Dies waren die Schwerpunkte unserer Investitionen in Sachanlagen. Mit der Gründung neuer und der Erweiterung vorhandener Vertriebsund Servicegesellschaften haben wir die Voraussetzungen dazu geschaffen, weitere Marktpotenziale zu erschließen.

Die fortschreitende Integration der Informationstechnologie und Kommunikationssysteme im Konzern trug dazu bei, dass sich Abläufe beschleunigten, vorhandene Ressourcen effizienter nutzbar waren und Kostensenkungspotenziale realisiert werden konnten. So wurden beispielsweise 15 Standorte weltweit an das Virtuelle Private Netzwerk (vpn) angebunden und zwei Standorte in das konzernweite Enterprise Ressource Planning (erp)-System BaaN integriert. Die konzernweite Einführung des 3d-cad-Systems setzten wir an den Standorten Geretsried und Tortona fort.

Für das Leasing von Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden 3,7 mio € aufgewendet, für Gebäude 5,2 mio €.

Zugänge Abschreibungen

Zugänge und Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen im gildemeister-Konzern in mio €

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:58 Uhr Seite 80

Unsere Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2001 wiederum über den Abschreibungen. Sie entsprachen dem dynamischen Wachstum von gildemeister und sichern seine künftige Innovationsfähigkeit und Ertragskraft.

Investitionen in den einzelnen Gesellschaften

gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld

Die gildemeister Drehmaschinen GmbH investierte im Berichtsjahr 3,3 mio €. Auf die Errichtung eines getakteten Montagebandes für die Fließfertigung der ctx-Baureihe entfielen 0,6 mio €. Damit wurden die Durchlaufzeiten um mehr als 50% verringert und die Montage weiter verstetigt. In die Modernisierung und den Ausbau der Konstruktions- und Entwicklungsabteilung haben wir 1,1 mio € investiert. Zur Gewährleistung des Serienanlaufes neuer Maschinentypen und für die weitere Verbesserung der Produktions- und Logistik-Prozesse war die Anschaffung von Modellen, Werkzeugen und Vorrichtungen sowie von Maschinen im Wert von insgesamt 1,0 mio € erforderlich.

gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:58 Uhr Seite 82

Das Unternehmen investierte im Geschäftsjahr 4,2 mio €. Für den Produktionsanlauf der neuen cnc-Mehrspindel-Drehautomaten erwarb die Gesellschaft Vorrichtungen, Modelle und Werkzeuge im Wert von 1,6 mio €. Darüber hinaus wurde die mechanische Fertigung weiter rationalisiert und modernisiert. Die Aufwendungen hierfür betrugen 0,2 mio € für eine ctx 400 Drehmaschine und 1,8 mio € für ein Bearbeitungszentrum für die hochpräzise Fertigung von Maschinenelementen. Die Finanzierung des Bearbeitungszentrums erfolgte durch Leasing. Außerdem haben wir die Produktionshallen für 0,3 mio € partiell klimatisiert.

graziano Tortona S.p.A., Tortona

Die graziano Tortona S.p.A. investierte im Berichtszeitraum 1,1 mio €. Ein wichtiges Teilprojekt bildete dabei die Einführung eines neuen 3d-cad-Systems für 0,1 mio €. Damit ist graziano in den modernen Standard der Produktentwicklung des Konzerns integriert und profitiert von vielfältigen Synergieeffekten. In Folge der Reorganisation des Lagerbereiches, der Optimierung der Montage und logistischen Prozesse stieg die Flächenproduktivität um 43%.

famot Pleszew S.A., Pleszew

Die Investitionen der famot Pleszew S.A. betrugen im Berichtsjahr 3,4 mio €. Davon wurden zur weiteren Modernisierung der mechanischen Fertigung und Erhöhung der vorhandenen Fertigungskapazität mehrere Maschinen und Anlagen für insgesamt 2,4 mio € angeschafft. Mit Investitionen von rund 10 mio € seit dem Erwerb zur Jahresmitte 1999 hat sich famot zu einem Kompetenzzentrum für die mechanische Fertigung im Konzern entwickelt. Im einzelnen handelt es sich bei diesen Investitionen um fünf Flachschleifmaschinen für großformatige Werkzeugmaschinenteile, zwei Bearbeitungszentren für die Optimierung der Fertigungstechnologie sowie fünf weitere neue Produktionsmaschinen. Damit befindet sich famot auf dem neuesten Stand der Technik. Im Rahmen der Straffung der Produktions- und Logistikprozesse haben wir den Lagerbereich neu gestaltet und dadurch den Bestandsumschlag um 26% erhöht.

deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten

Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände für den Standort deckel maho Pfronten betrug im Geschäftsjahr insgesamt 15,1 mio € und ist damit das höchste Volumen des Konzerns. Mit 8,5 mio € entfällt der größte Anteil davon auf den Neubau einer Schwerlasthalle. Diese Investition entspricht im Besonderen dem erhöhten Flächenbedarf für das große Bearbeitungszentrum dmc 200 u sowie der an der erhöhten Nachfrage ausgerichteten Produktionskapazität für die

Montage des erfolgreich gestarteten neuen Universal-Fräszentrums dmu 160 p. Zudem wurde im Berichtszeitraum mit dem Bau einer zusätzlichen Produktionshalle für die neue Monoblock-Baureihe begonnen. Vorgesehen ist die Montage in einer flexiblen Fließfertigung, wodurch sich die logistischen Prozesse deutlich weiter optimieren lassen. Ebenfalls begonnen wurde mit der Aufstockung bestehender Büroflächen, um für den Bereich der Produktionsplanung und -steuerung die notwendigen Raumkapazitäten zu schaffen.

Für den Produktionsanlauf neuer Maschinen schaffte die Gesellschaft Maschinen, Vorrichtungen, Modelle und Werkzeuge im Wert von 1,9 mio € an. In die Modernisierung der innerbetrieblichen Transportmittel wurden 1,4 mio € investiert.

deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried

Die Investitionen bei der deckel maho Geretsried GmbH betrugen im Berichtsjahr 3,8 mio €. Die Erweiterung der Montagehalle für horizontale Bearbeitungszentren wurde nach nur vier Monaten Bauzeit planmäßig zum 1. Juli 2001 abgeschlossen. Das Unternehmen investierte dafür 1,9 mio €. Mit dieser Kapazitätserweiterung gelang es, trotz gestiegener Nachfrage die Lieferzeiten zu senken und damit die Wettbewerbsposition weiter zu stärken.

Im Geschäftsjahr 2001 wurden 0,2 mio € in das 3d-cad-System und in die sonstige edv-Ausstattung und Kommunikationstechnik investiert. Die Produktentwicklung und der Serienanlauf neuer Maschinen erforderten Messmittel, Werkzeuge, Vorrichtungen und Modelle für 0,8 mio €.

deckel maho Seebach GmbH, Seebach

Das Investitionsvolumen der deckel maho Seebach GmbH betrug 14,8 mio € im Geschäftsjahr 2001.

Für insgesamt 11,5 mio € entstand in weniger als einem Jahr auf einer Grundfläche von über 8.100 m2 die modernste Produktionsstätte für Werkzeugmaschinen in Ostdeutschland. Mit einer teils mehrstöckig angeordneten Nutzfläche von über 9.000 m2 steht eine große Montagehalle im Zentrum des neuen Gebäudekomplexes, die für die Schrägbettbearbeitungszentren der dmp-Baureihe und die Fahrständermaschinen der dmf-Baureihe optimale Produktionsbedingungen realisiert. Dazu zählt die Klimatisierung der Halle, die die Temperatur im Bereich von +/- 1 Grad konstant hält und damit beste Voraussetzungen für die Montage hochpräziser Maschinen schafft. Dieses bautechnische Feature zielt auf die hohen Genauigkeitsanforderungen der Kunden aus dem Bereich der Serienfertigung.

Nach der Übergabe der Montagehalle wurde das neue über 1.000 m2 große Technologie- und Vorführzentrum bezogen. Neben den eigenen Produkten werden dort auch Dreh-, Fräs-, Laser- und Ultrasonic-Maschinen der anderen Konzerngesellschaften unter Span demonstriert. Damit wurden die Voraussetzungen für umfassende Prozessund Verfahrensstudien geschaffen.

Das übrige Investitionsvolumen entfiel im Wesentlichen auf Maschinen und Anlagen für 1,3 mio € sowie auf Werkzeuge und Vorrichtungen für 1,1 mio € und edv-Ausstattung im Wert von 0,3 mio €.

lasertec GmbH, Pfronten

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Die lasertec GmbH investierte im Berichtsjahr 0,3 mio € in Sachanlagen. Sie dienten der Prozessverbesserung und der Einrichtung des neuen Standortes der lasertec in Kempten. Damit ist die Ausstattung der Räume dieser Gesellschaft, die in besonderer Weise auf Forschung und Entwicklung sowie die Erschließung neuer Märkte fokussiert ist, auf dem letzten technischen Stand.

dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld

Die dmg Vertriebs und Service GmbH investierte im Berichtsjahr 7,0 mio €. Neu gegründet wurden dmg-Gesellschaften in Brasilien und Mexiko. An den Standorten Stuttgart, Frankfurt und Taipeh in Taiwan wurde mit dem Bau moderner Technologiezentren begonnen, die im Jahresverlauf 2002 fertiggestellt werden.

Investitionen in neue Werkzeuge und Messgeräte in Höhe von 0,9 mio € waren Voraussetzung für den Erfolg des stark wachsenden Servicegeschäftes. Für die Pkw-Ersatzbeschaffung im Vertriebs- und Servicebereich fielen Investitionen in Höhe von 5,1 mio € an, die durch Leasing finanziert wurden.

saco S.p.A., Castelleone

Am Standort Castelleone wurden 1,8 mio € in neue Maschinen und Ausrüstungen investiert. Außerdem konnte eine neue 1.400 m2 große Montagehalle für 1,5 mio € im November 2001 fertiggestellt werden. Die Erweiterung der Montagekapazität ist für die Fertigung neuer Stangenlader, Spindelmotoren und Baugruppen vorgesehen, die zum Großteil an Konzernunternehmen geliefert werden.

a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg

Die a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH investierte 0,1 mio € in Sachanlagen.

Konzernstruktur

Produktionswerke
gildemeister Aktiengesellschaft
Bielefeld
gildemeister Drehmaschinen
GmbH, Bielefeld 100%
gildemeister Italiana S.p.A.
Brembate di Sopra 86%
graziano Tortona S.p.A.
100%
saco S.p.A.
Castelleone 100%
deckel maho Pfronten GmbH
100%
lasertec GmbH, Pfronten
100%
deckel maho Geretsried GmbH
100%
deckel maho Seebach GmbH
100%
famot Pleszew S.A.
96%
sauer GmbH & Co. KG
Stipshausen 50,5%
Beschaffung
a & f Stahl- und Maschinen
bau GmbH, Würzburg 51%
Vertriebs- und Serviceorganisation
dmg Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister (Holding), Bielefeld 100%

Der gildemeister-Konzern ist einer der bedeutendsten Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen mit zehn Produktionswerken sowie 51 nationalen und internationalen Vertriebs- und Servicestandorten, davon 39 mit repräsentativen Technologiezentren. Die dmg Vertriebs und Service GmbH hält bis auf eine Ausnahme bei ihren Tochtergesellschaften jeweils 100% am Gesellschaftskapital.

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Deutschland Europa Amerika Asien Technische
Dienstleistungen
dmg Stuttgart
Vertriebs und Service GmbH
dmg Italia S.r.l.
Gorgonzola
dmg America Inc.
Charlotte
dmg Asia Pacific Pte. Ltd.
Singapore
dmg Service Drehen GmbH
Bielefeld
dmg München
Vertriebs und Service GmbH
dmg France Nord S.a.r.l.
Les Ulis
dmg Chicago Inc.
Chicago/Schaumburg
dmg Australia
Melbourne, Sydney
dmg Service baz GmbH
Geretsried
dmg Hilden
Vertriebs und Service GmbH
dmg France Sud sas
Lyon, Scionzier
dmg Houston Inc.
Houston
dmg China
Beijing, Shanghai, Xian
dmg Service ufb GmbH
Pfronten
dmg Bielefeld
Bielefeld, Hannover
dmg Büll & Strunz GmbH
Wiener Neudorf (51%)
dmg Los Angeles Inc.
Los Angeles
dmg Technology Trad. Co. Ltd.
Shanghai
dmg Service ufb
Seebach GmbH
dmg Berlin
Berlin, Chemnitz
dmg (Schweiz) ag
Zürich/Dübendorf
dmg Canada Inc.
Toronto
dmg India Pvt. Ltd.; Bangalore,
Delhi, Mumbai, Chennai
dmg Gebrauchtmaschinen
GmbH, Geretsried
dmg Frankfurt
Vertriebs und Service GmbH
dmg (uk) Ltd.
Luton
dmg México
Monterrey
dmg Nippon K.K.
Yokohama
dmg Trainings-Akademie GmbH
Bielefeld, Geretsried, Pfronten
dmg Danmark
Kvistgård
dmg Brasil Ltda.
São Paulo
dmg Taiwan Ltd.
Taipeh
dmg Nederland B.V.
Veenendaal
dmg Korea Ltd.
Seoul
dmg Belgium B.V.B.A.
Zaventem
dmg Malaysia sdn bhd
Kuala Lumpur
dmg Iberica S.L.
Barcelona, Bilbao, Madrid
dmg Czech s.r.o.
Brno
dmg Polska Sp. z o. o.
Pleszew

Organisation und Verwaltung

Der gildemeister-Konzern setzt sich aus zehn Produktionswerken, der a & f Stahlund Maschinenbau GmbH sowie der dmg Vertriebs und Service GmbH und deren Tochtergesellschaften zusammen. Die gildemeister Aktiengesellschaft nimmt für diese Gesellschaften die Funktion der Obergesellschaft wahr.

Mit Wirkung vom 1. November 2001 wurde die sauer GmbH & Co. kg als zehnter Produktionsstandort in den gildemeister-Konzern aufgenommen. Auf die sauer GmbH & Co. kg übt die gildemeister Aktiengesellschaft (Anteil 50,5%) einen beherrschenden Einfluss aus. Die Gesellschaft wird ab 1. Januar 2002 in den Konsolidierungskreis einbezogen.

deckel maho Pfronten GmbH ist das Mutterunternehmen der lasertec GmbH. Diese Gesellschaften bilden gemeinsam mit der deckel maho Geretsried GmbH, der deckel maho Seebach GmbH, der gildemeister Drehmaschinen GmbH, der famot Pleszew S.A., den drei Unternehmen des Teilkonzerns gildemeister Italiana und der sauer GmbH & Co. kg die Produktionswerke des Konzerns. Die a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH ist insbesondere für die Komponentenbeschaffung zuständig. Die dmg Vertriebs und Service GmbH ist ebenfalls ein Mutterunternehmen. Mit ihren zahlreichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften ist sie für die Produktionswerke die Vertriebs- und Serviceschnittstelle zum Markt. Im Berichtsjahr wurde von der gildemeister Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung (51%) an der Personnel Consulting GmbH erworben. Damit nimmt der Konzern auf zentrale Personaldienstleistungen wie beispielsweise die internationale Akquisition von Fach- und Führungskräften unmittelbaren Einfluss.

Im Konzern werden alle Gesellschaften konsequent als Profit-Center geführt. Um bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erzielen, bestimmen klare Regeln den Handlungsrahmen. Durch eine konzerneinheitlich ausgerichtete edv-Infrastruktur werden Arbeitsprozesse und -abläufe standardisiert. Die edv bildet damit eine integrative Klammer innerhalb der Konzernstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral wahrgenommen. Dazu gehören das Controlling und Finanzfunktionen, das Personalwesen, das Marketing und der Rechtsbereich ebenso wie die Logistik und der Einkauf. In den Vorstandsressorts waren 54 Mitarbeiter tätig. Die Organisationskosten der gildemeister Aktiengesellschaft beliefen sich auf 10,7 mio €.

Die Ressorts des Vorstandes der gildemeister Aktiengesellschaft waren im Berichtsjahr unverändert wie folgt aufgeteilt: Herr Dr. Rüdiger Kapitza war als Vorsitzender des Vorstandes zuständig für die Bereiche Strategie und Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing, Dienstleistungen und Personal sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Herr Dieter Schäfer verantwortete die Bereiche Controlling sowie Finanz- und Rechnungswesen und Herr Dr. Raimund Klinkner die Bereiche Logistik, Einkauf und Beschaffung, Produktion sowie die Informationstechnologien und Projekte.

Rechtliche Unternehmensstruktur

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Die Eigentümerstruktur der gildemeister Aktiengesellschaft ist durch einen hohen Streubesitz gekennzeichnet. Den größten Anteil mit 6,75% hielt im Berichtsjahr die Westdeutsche Landesbank, Düsseldorf, gefolgt von der Deutschen Balaton ag, Wiesbaden, mit 5,01%. Darüber hinaus setzt sich der Aktionärskreis aus einer großen Anzahl privater Kleinanleger und einigen internationalen institutionellen Investoren sowie Fonds zusammen. Im Berichtsjahr führte der Vorstand auf mehreren Roadshows und Konferenzen eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Finanzanalysten und potenziellen Investoren.

Die gildemeister Aktiengesellschaft hat mit den nachstehenden Konzerngesellschaften Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge abgeschlossen:

gildemeister Drehmaschinen GmbH,

deckel maho Pfronten GmbH,

deckel maho Seebach GmbH.

Im Geschäftsjahr 2001 beteiligte sich die gildemeister Aktiengesellschaft mit 51% an der Gründung der Personnel Consulting GmbH, Erkelenz.

Mit der Mehrheitsbeteiligung (ab 1. November 2001) an der sauer GmbH & Co. kg (50,5%) erweiterte gildemeister sein Produktangebot um die innovative Technologie der Ultraschallbearbeitung für moderne Werkstoffe, wie Keramik, Hartmetall und Glas.

Im Berichtsjahr erwarb die gildemeister Aktiengesellschaft die übrigen Gesellschaftsanteile (37,5%) an der deckel maho Seebach GmbH.

Die dmg Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister führt als Holding die operativen Einheiten der Vertriebs- und Serviceorganisation. Sie hat mit den folgenden Tochterunternehmen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge abgeschlossen:

  • dmg Stuttgart Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg München Vertriebs und Service GmbH für Werkzeugmaschinen deckel mahogildemeister, *
  • dmg Hilden Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister, *
  • dmg Bielefeld Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister, *
  • dmg Berlin Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Frankfurt am Main Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Service Drehen GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Service baz GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Service ufb GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Service ufb Seebach GmbH deckel mahogildemeister, *
  • dmg Gebrauchtmaschinen GmbH deckel mahogildemeister,
  • dmg Trainings-Akademie GmbH deckel mahogildemeister.

*Die Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2001 neu abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2001 erweiterte sich der Beteiligungskreis der dmg Vertriebs und Service GmbH um drei Neugründungen von Vertriebs- und Servicegesellschaften: Die Marktaktivitäten und das Servicegeschäft in Österreich haben wir in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Vertriebspartner auf die neu gegründete dmg Büll & Strunz GmbH, Wiener Neudorf, übertragen. Die dmg Vertriebs und Service GmbH hält 51% der Anteile an dieser Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden in São Paulo die dmg Brasil Ltda. und in Monterrey die dmg México S.A. de C.V. gegründet.

Die folgenden Vertriebsgesellschaften wurden im Jahr 2001 zusammengeführt: die gital America Inc., Elgin, mit der dmg Chicago Inc., Schaumburg, die gital S.r.I., Brembate di Sopra, mit der dmg Italia S.r.I., Gorgonzola.

Im Berichtsjahr erwarb die dmg Vertriebs und Service GmbH die restlichen Anteile (49%) der dmg Taiwan. Die dmg Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore, übertrug sämtliche Anteile an der dmg Malaysia sdn bhd, Puchong/Kuala Lumpur, an die dmg Vertriebs und Service GmbH.

Der gildemeister-Konzern verfügt ausschließlich über verbundene Unternehmen und hat keinen Beteiligungsbesitz.

Verbundene Unternehmen

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Segment "Werkzeugmaschinen"

Alle verbundenen Unternehmen der gildemeister Aktiengesellschaft, die als Produktionswerke tätig sind und Werkzeugmaschinen herstellen, bilden mit ihrem Neumaschinengeschäft das Segment "Werkzeugmaschinen". Dieses Segment umfasst die Geschäftsfelder "Drehen", "Fräsen" und "Lasern/Ultrasonic".

Geschäftsfeld "Drehen"

Als "Drehen" bezeichnet man ein spanabhebendes Bearbeitungsverfahren zur Herstellung von typischerweise rotationssymmetrischen Teilen, bei dem das Werkstück rotiert und das Schneidwerkzeug längs und quer zur Rotationsachse Vorschubbewegungen ausführt. Das Anwendungsgebiet dieser Technologie ist vielseitig: Es umfasst zum Beispiel die Herstellung von Wellen, Achsen, Verbindungselementen oder Armaturen. Die nachfolgend dargestellten Unternehmen sind die Kompetenzzentren für die Technologie Drehen im Konzern. Die abgestimmte Zusammenarbeit in der Seven-Lines-Produktstrategie der vier Drehmaschinenhersteller schafft zusätzliche Synergien in den Bereichen Produktentwicklung, Logistik und Beschaffung.

gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld

Der Standort Bielefeld ist das Kompetenzzentrum für Drehtechnologie mit den Produktlinien Universaldrehmaschinen (nef), cnc-Universaldrehmaschinen (ctx), Vertikaldrehmaschinen (ctv), Produktionsdrehmaschinen (Sprint) sowie den zweispindeligen Dreh- und Dreh-Fräszentren der twin-Linie. Mit ihren Produkten ist die gildemeister Drehmaschinen GmbH in fünf der sieben Produktlinien im Drehen engagiert. Das Unternehmen versteht sich als Technologiepartner seiner Kunden und nutzt den zunehmenden Trend zur Komplettbearbeitung in der Anwendungstechnik dazu, einen strategischen Vorteil zu erzielen. Mit der erfolgreichen Vorstellung sieben neuer Maschinen zur emo 2001 wurde die Wettbewerbsposition weiter ausgebaut.

Durch Maßnahmen wie die Implementierung der Fließfertigung und die verstärkte Flexibilisierung der Montageteams konnte die Gesellschaft den Umsatz um 13% steigern. Um die Leistungserstellung zu verbessern und Kundentermine präziser einhalten zu können, hat die gildemeister Drehmaschinen GmbH im Jahr 2001 ein Auftragszentrum geschaffen. Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr nach der prozessorientierten iso Norm 9001:2000 zertifiziert. Aus diesem Anlass wurden die Prozesse des Qualitätsmanagements überarbeitet und weitestgehend auf eine Intranet-Lösung umgestellt. Eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten reduzierte das Beschaffungsrisiko für hochwertige Baugruppen. Die intensivere Nutzung von Gleichteilen trug dazu bei, die Materialquote zu senken. Im Berichtsjahr erzielte die gildemeister Drehmaschinen GmbH mit 466 Mitarbeitern wiederum ein positives Ergebnis.

gildemeister Drehmaschinen GmbH: Der Standort Bielefeld ist das Kompetenzzentrum für Universal-, Vertikal- und Produktionsdrehmaschinen sowie Zweispindeldreh- und Dreh-Fräszentren.

gildemeister Italiana S.p.A.: Das Produktprogramm besteht aus cnc-Langdrehautomaten und Mehrspindlern sowie einer innovativen Baureihe von cnc-Mehrspindel-Drehautomaten.

gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:58 Uhr Seite 92

Die Integration der gildemeister Italiana und der Tochterunternehmen graziano Tortona S.p.A., Tortona, sowie saco S.p.A., Castelleone, wurde komplett und erfolgreich abgeschlossen. Synergien in Vertrieb, Einkauf und Logistik trugen spürbar zur Kostensenkung bei. Darüber hinaus werden Produktentwicklungen in Abstimmung mit dem Konzern durchgeführt.

Das Produktprogramm bestehend aus cnc-Langdrehautomaten und Mehrspindlern wurde zur emo 2001 durch eine in mehrfacher Hinsicht innovative Baureihe von cnc-Mehrspindel-Drehautomaten komplettiert. Die neuen Technologien ermöglichen neben der flexiblen Komplettbearbeitung komplexer Teile auch die Reduzierung der Stückkosten. Für diese Messeneuheit erhielt gildemeister Italiana S.p.A. von einem führenden Industriemagazin in der Kategorie "Spanende Werkzeugmaschinen" den Innovationspreis 2001. Mit 765 Mitarbeitern schloss der Teilkonzern gildemeister Italiana das Geschäftsjahr 2001 mit einem leicht negativen operativen Ergebnis ab.

graziano Tortona S.p.A., Tortona

Die seit 1998 zur gildemeister Italiana S.p.A. gehörende graziano Tortona S.p.A. ist mit 151 Mitarbeitern der zweitgrößte Hersteller von Universaldrehmaschinen in Italien. Das Produktprogramm deckt den Bereich des Universaldrehens sowie den der Vierachsdrehmaschinen ab. Im vergangenen Geschäftsjahr führte die Gesellschaft im Rahmen der Innovationsoffensive des Konzerns die Neuausrichtung ihres Produktspektrums fort. Die stärkere Fokussierung auf den Bereich des Universaldrehens zeigt sich in den beiden Neuentwicklungen ctx 310 und ctx 320 linear und trug zur Reduzierung der Komplexität bei. Die beiden neuen Maschinen fügen sich nahtlos in die Seven-Lines-Strategie des Konzerns ein.

famot Pleszew S.A., Pleszew

Die famot Pleszew S.A. ist das Kompetenzzentrum für die Rumpfmaschinenproduktion im Konzern. Darüber hinaus entwickelt und produziert famot gemäß der Konzernstrategie eigene Universal- und cnc-Universaldrehmaschinen im unteren Preissegment der nef- und ctx-Baureihen. Mit diesem Produktprogramm ist famot der bedeutendste Hersteller von Werkzeugmaschinen in Polen.

Der gildemeister-Konzern kann mit der famot Pleszew S.A. den Kostenvorteil Mitteleuropas mit einer tagesgenauen Belieferung der übrigen Werke aus einer konzerneigenen Gesellschaft verbinden; damit ist famot eine tragende Säule im strategischen Produktionsverbund des Konzerns. Nach lnvestitionen in modernste Fertigungseinrichtungen, der weiteren Optimierung der Fertigungs- und Montageprozesse und der damit einhergehenden abermaligen Produktivitätssteigerung lieferte famot im Berichtsjahr 1.182 Rumpfmaschinen an die Werke des Konzerns und sicherte die Versorgung mit diesen wichtigen Basiskomponenten auf hohem Qualitätsniveau. Im Berichtsjahr wurden bei famot 408 Universal-Drehmaschinen produziert, davon wurden 120 Maschinen nach Malaysia geliefert. Mit 507 Mitarbeitern erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 27,7 mio €, erwirtschaftete aber im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,6 mio €.

Geschäftsfeld "Fräsen"

Als "Fräsen" bezeichnet man ein spanabhebendes Bearbeitungsverfahren, bei dem das Schneidwerkzeug rotiert und über Vorschubbewegungen des Werkzeugs und des Werkstücks in mehreren Achsen beliebige Werkstückoberflächen erzeugt. Diese Aktivitäten des gildemeister-Konzerns sind in den unter deckel maho firmierenden Unternehmen zusammengefasst. deckel maho zeichnet sich als Spezialist der Frästechnologie aus. An den Standorten Pfronten, Geretsried und Seebach operieren drei Gesellschaften als eigenständige Profit-Center. Zielstrebige Innovationen und eindeutige Produktstrategien haben die Marke deckel maho in den bedeutenden industriellen Weltmärkten etabliert. deckel maho ist weltweit führend auf dem Gebiet der Fräsmaschinen sowie der vertikalen und horizontalen Bearbeitungszentren.

deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten

deckel maho Pfronten GmbH entwickelt und produziert die universellen Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der Baureihen dmu-t, dmu-p sowie dmc-u. In diesem Bereich ist deckel maho Pfronten Innovationsführer und richtungsweisend für den Markt und die Anwender der Frästechnologie. Die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren von deckel maho Pfronten sind universell, und zwar sowohl im Hinblick auf die horizontale und vertikale 5-Seiten- und 5-Achsen-Komplettbearbeitung auf einer Maschine als auch bezüglich des modularen Maschinenkonzepts der unterschiedlichen Baureihen und deren technologischen Lösungen im Hard- und Softwarebereich. In Ergänzung zur Fräsbearbeitung ist auf Maschinen von deckel maho Pfronten auch die kombinierte Fräs- und Drehbearbeitung möglich. Damit kommt deckel maho den

deckel maho Pfronten GmbH: Der Standort Pfronten ist Trendsetter in der Entwicklung und Produktion von universellen cnc-Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren für die 5-Achsund 5-Seiten-Komplettbearbeitung.

deckel maho Geretsried GmbH: Die erste Adresse als Hersteller von horizontalen und vertikalen Bearbeitungszentren, insbesondere von Maschinen für das Hochgeschwindigkeitsfräsen.

deckel maho Seebach GmbH: Das Produktspektrum umfasst die kleinen und mittleren cnc-Universalfräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Der Standort Seebach ist zudem Know-how-Träger für die mechanische Fertigung von Maschinenkomponenten im Hochgenauigkeitsbereich.

Forderungen des Marktes nach hoher Flexibilität und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mit ihrem Produktspektrum erfolgreich nach. Der hohen Nachfrage des Marktes nach Produkten der deckel maho Pfronten wurde durch den Ausbau der Montagekapazitäten im Berichtszeitraum Rechnung getragen.

deckel maho Pfronten setzt nach wie vor auf kurze Innovationszyklen und sichert hiermit sein überdurchschnittliches Umsatzwachstum bei gleichbleibend hoher Ertragskraft. Der Standort Pfronten erwirtschaftete mit 769 Mitarbeitern im Berichtsjahr 2001 wiederum das beste Ergebnis innerhalb des gildemeister-Konzerns.

deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried

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Die deckel maho Geretsried GmbH bildet mit den Baureihen dmc-h und dmc-v das Kompetenzzentrum für horizontale und vertikale Bearbeitungszentren im gildemeister-Konzern. Das Geschäftsfeld der horizontalen Bearbeitungszentren hat weiter an Bedeutung und Geschäftsvolumen gewonnen. Diese Maschinen für die Serienfertigung zeichnen sich aus durch hohe Dynamik und hohe Dauergenauigkeit auch unter großer Belastung. Die Kunden von horizontalen Bearbeitungszentren stellen anspruchsvolle Forderungen an die Verfügbarkeit, Dauergenauigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte. Das Programm der vertikalen Bearbeitungszentren reicht von standardisierten, hoch präzisen und in hohen Stückzahlen gefertigten Maschinen bis zu Hightech-Maschinen für den Werkzeug- und Formenbau.

Die Basis für das Umsatzwachstum des Unternehmens bildete der hohe Auftragsbestand zu Beginn des Jahres sowie ein guter Auftragseingang in den Folgemonaten. Bei den horizontalen Bearbeitungszentren konnten neue Kunden in der Automobilindustrie und mit der dmc 50 h ein zusätzlicher Kundenkreis im Low-Cost-Segment akquiriert werden. Im Berichtsjahr realisierte die deckel maho Geretsried GmbH mit 444 Mitarbeitern ein erneutes Umsatzwachstum; die Ergebnisentwicklung war weiterhin positiv.

deckel maho Seebach GmbH, Seebach

Die deckel maho Seebach GmbH stellt die kleinen und mittleren cnc-Universalfräsmaschinen der dmu-Baureihe her. Außerdem führte sie die 45°-Schrägbettmaschine dmp 60 linear im Berichtsjahr erfolgreich in den Markt ein. Diese Maschine verfügt über moderne Linearantriebstechnik in allen ebenen Achsen. Zwei weitere Rundachsen in Verbindung mit der Schrägbettkonstruktion komplettieren die dmp 60 als neue Hightech-Maschinengeneration für die Serienfertigung im Automobilbau, in der Luftfahrtindustrie sowie in der Elektronikindustrie und deren Zulieferern. Die dritte Produktlinie des Standortes wurde – mit der dmf 220 linear als erster Maschine – in Gestalt der Fahrständer-Baureihe verwirklicht und zur emo durch die dmf 300 linear

ergänzt. Beide Maschinentypen integrieren die Linearantriebstechnik in der langen X-Achse. Mit diesen Maschinen ist eine hochproduktive Bearbeitung von vor allem langen Teilen und zugleich die Pendelbearbeitung in zwei Arbeitsräumen möglich. Am Standort Seebach wurde auf Grund der ungebrochen großen Marktnachfrage im Berichtszeitraum der Neubau einer Montagehalle mit integriertem Vorführ- und Servicezentrum realisiert.

Das Jahr 2001 war für die deckel maho Seebach GmbH das Erfolgreichste seit ihrem Bestehen. Auftragseingang und Umsatz erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum beschäftigte die Gesellschaft 429 Mitarbeiter und leistete einen erneut guten Beitrag zum Konzernergebnis.

Geschäftsfeld "Lasern/Ultrasonic"

Im Zusammenhang mit unseren Lasermaschinen verstehen wir unter "Lasern" ein Abtragverfahren, bei dem eine innovative 3d-Bearbeitung von Formen aus Metall, aber auch aus schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Keramik oder Hartmetall, durch einen gebündelten Lichtstrahl mit hoher Energie erfolgt. Das durch den Laserstrahl (Laser = light amplification by stimulated emission of radiation) an der Oberfläche in Schichten abgetragene Material verdampft dabei weitgehend oder es wird in Form von Schmelze abgesaugt. Durch das neue Fertigungsverfahren "Ultrasonic" ist erstmals die wirtschaftliche Bearbeitung hartspröder Werkstoffe wie Hochleistungskeramik oder Glas möglich. Bei dieser Technologie setzen wir speziell für die Ultraschallmaschinen entwickelte Diamantwerkzeuge ein. Durch die Kombination einer ultraschallerregten Arbeitsspindel mit einer modernen Fräsmaschine wird das konventionelle spanende Bearbeitungsverfahren von einer hochfrequenten, oszillierenden Bewegung überlagert. Bei geringer thermischer Belastung erhöht sich das Spanvolumen hierbei um ein Vielfaches. Die zukunftsträchtigen Technologien "Lasern" und "Ultrasonic" werden wir in den kommenden Geschäftsjahren besonders fördern.

lasertec GmbH, Pfronten

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:59 Uhr Seite 98

Die lasertec GmbH, Pfronten, ist zu 100% im Besitz der deckel maho Pfronten GmbH und besetzt mit der Lasertechnik eine sehr zukunftsweisende Technologie innerhalb des Konzerns. Aufbauend auf dem erfolgreichen Maschinenkonzept der deckel maho Pfronten GmbH ermöglicht die Lasertechnik bei hoher Prozesssicherheit und Genauigkeit die Herstellung feinster Konturen und Kavitäten. Damit entspricht sie den Anforderungen der sich sehr stark entwickelnden Miniaturisierung. Die Maschinen zum Materialabtragen mittels Laserstrahl bieten im Vergleich zur konventionellen Bearbeitung zusätzlich Kostenvorteile für den Anwender, da nur geringe Bearbeitungszeiten und keine Werkzeugkosten anfallen. Nachdem im Jahr 2000 die Produktion erfolgreich angelaufen war, wurden im Berichtsjahr weitere Voraussetzungen für den Ausbau der Lasertechnologie geschaffen. Entwicklung, Vertrieb, Produktion und Technik wurden an den neuen Standort Kempten verlegt. Durch eine Marketingoffensive, erfolgreiche Messepräsenz und Kundenapplikationen verdoppelten sich die Auftragseingänge und Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum beschäftigte die Gesellschaft 28 Mitarbeiter. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 0,8 mio €.

sauer GmbH & Co. kg, Stipshausen

Mit der Mehrheitsbeteiligung an der sauer GmbH & Co. kg erschloss sich gildemeister Zugang zum Wachstumsmarkt der Bearbeitung harter Werkstoffe ("Advanced Materials") wie Keramik, Hartmetall und Glas. Die zu diesem Zweck verwendete Ultraschalltechnologie bietet im Vergleich zu konventionellen Verfahren das Drei- bis Zehnfache an Produktivitätsvorteilen, höhere Präzision bei gleichzeitig besseren Oberflächen und eine wesentlich höhere Flexibilität bei den bearbeitbaren Werkstückgeometrien. Die bereits vorliegende hohe Nachfrage nach Maschinen zur Ultraschallbearbeitung verdeutlicht einmal mehr die sehr positive Resonanz des Marktes auf das Innovationsmanagement von gildemeister. Die Gesellschaft beschäftigt 13 Mitarbeiter und wird erstmals im Geschäftsjahr 2002 in den Konsolidierungskreis des gildemeister-Konzerns aufgenommen.

Segment "Dienstleistungen"

Das Segment "Dienstleistungen" setzt sich vor allem aus dem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld der Dienstleistungen der dmg Vertriebs und Service GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zusammen. Außerdem gehören die Beschaffungsdienstleistungen der a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH und die Komponenten der saco S.p.A. zu diesem Segment.

Vertrieb und Service, technische Dienstleistungen

dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, und Zweigniederlassungen

Die dmg Vertriebs und Service GmbH ist unsere weltweite Vertriebs- und Serviceschnittstelle zum Markt für alle Produkte des gildemeister-Konzerns. Die dmg war mit ihren 36 selbstständigen, als Profit-Center geführten Tochtergesellschaften (Vorjahr: 32), fünf Zweigniederlassungen (Vorjahr: acht) und zehn weiteren Vertriebs- und Servicestandorten (Vorjahr: zehn) in allen bedeutenden Werkzeugmaschinen-Abnehmerländern vertreten. Sie beschäftigte 1.521 Mitarbeiter – das entspricht 29% aller Mitarbeiter – und erzielte im Berichtsjahr einen beachtlichen Anteil am Konzernumsatz. Konsequente Marktnähe, ein flächendeckender Direktvertrieb und umfangreiche kundenbezogene technische Dienstleistungen aus einer Hand zeichnen diese weltweit tätige Organisation mit ihren nationalen und internationalen Technologiezentren aus. Im Berichtsjahr wurden die dmg Brasil in Saõ Paulo und die dmg México in Monterrey neu gegründet. Die bereits in Nordamerika eingeleitete Dezentralisierung ging weiter: Die dmg Los Angeles (California) und die dmg Houston (Texas) nahmen ihre operative Tätigkeit auf. Mit der dmg Service ufb Seebach GmbH begann die dmg Vertriebs und Service GmbH den Aufbau eines spezialisierten Technologieservices auch für die Produkte von deckel maho Seebach.

Der dmg-Teilkonzern erzielte trotz der erneut umfangreichen marktorientierten Auf- und Ausbaukosten der weltweiten Vertriebs- und Serviceorganisation das zweitbeste absolute Ergebnis im Konzern.

Zweigniederlassungen

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:59 Uhr Seite 100

Die dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, eine 100%ige Tochter der gildemeister Aktiengesellschaft, unterhält neben den 36 Vertriebs- und Servicegesellschaften zusätzlich noch folgende rechtlich nicht selbstständige Zweigniederlassungen im Ausland:

dmg Danmark,

Filial af dmg Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister, Tyskland, Kvistgård/Dänemark

dmg China deckel mahogildemeister Beijing Representative Office, Beijing/vr China

dmg China deckel mahogildemeister Shanghai Representative Office, Shanghai/vr China

dmg China deckel mahogildemeister Xian Representative Office, Xian/vr China

Die Vertriebsniederlassungen der dmg Vertriebs und Service GmbH in Beijing, Shanghai und Xian sind für die Akquisition der Konzernprodukte in der vr China akkreditiert. Die dmg Technology Trading (Shanghai) Co. als 100%ige Tochtergesellschaft der dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, nimmt die Service- und Dienstleistungsfunktionen in diesem Markt wahr.

Die dmg Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore, eine 100%ige Tochter der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel mahogildemeister, Bielefeld, unterhält eine rechtlich nicht selbstständige Zweigniederlassung:

dmg Australia,

Melbourne/Australien

Die dmg Danmark und die dmg Australia sind als Vertriebs- und Serviceniederlassungen der jeweiligen Muttergesellschaften in ihren räumlich abgegrenzten Gebieten tätig.

Im Inland bestehen keine Zweigniederlassungen. Die dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, hat neben operativen Aufgaben vor allem Holdingfunktionen. Die Geschäftsentwicklung in den Zweigniederlassungen stieg im Berichtsjahr weiter an.

Komponenten und Beschaffung

saco S.p.A., Castelleone

Diese Tochtergesellschaft der gildemeister Italiana hat ihr originäres Fertigungsprogramm von Werkzeughaltern, Spannzangen und Einrichtungen für Mehrspindel-Drehautomaten durch die Fertigung von Stangenladern, Spindelmotoren und Baugruppen für die deutschen Produktionswerke ergänzt. Neben der Muttergesellschaft und den Konzerngesellschaften beliefert saco S.p.A. mit 96 Mitarbeitern auch Dritte. Das Ergebnis der Gesellschaft war auch im Berichtsjahr positiv.

a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg

Die a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH ist im Bereich der qualifizierten Beschaffung von mechanischen Teilen sowie von montierten Baugruppen tätig und beliefert neben den Inlandswerken des gildemeister-Konzerns insbesondere Dritte. Zu den namhaften Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau zählen vor allem die Hersteller von Windkraftanlagen. Ein leistungsfähiges Netzwerk von Lieferanten – hauptsächlich in den Ländern Mittel- und Osteuropas – erlaubt die systematische Erweiterung des Beschaffungsspektrums hin zu anspruchsvollen, komplexeren und hochgenauen Teilen und Baugruppen. Die a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH hebt sich damit deutlich von ihrem Wettbewerbsumfeld ab und konnte ihre Position im Markt konsequent weiter ausbauen. An der Gesellschaft ist die gildemeister Aktiengesellschaft mit 51% beteiligt. Mit 27 Mitarbeitern wurde wiederum ein positives Ergebnis erwirtschaftet.

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Beschaffung

GB_2001PDF_NEU 24.04.2002 4:59 Uhr Seite 102

Der gildemeister-Konzern hat im Geschäftsjahr 2001 im Bereich der Beschaffung durch den Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Lieferanten bei gleichzeitiger Realisierung von Kostensenkungspotenzialen wiederum positive Einkaufseffekte erzielt.

Die Senkung des Preisniveaus für Einsatzgüter in der Serienproduktion von über 3% sowie deren termingerechte Bereitstellung an den Produktionsstandorten haben positiv zur Unternehmensleistung beigetragen. Zu verdanken ist diese Situationsverbesserung beim Güterbezug einer standortübergreifenden Koordination der Beschaffungstätigkeiten, der Standardisierung einzelner Baugruppen sowie eines optimierten Verfahrens der Abstimmung mit den Beschaffungspartnern. Um die Versorgungssicherung zu gewährleisten, wurden in Einzelfällen erfolgreich fokussierte Maßnahmen ergriffen.

Die Bestellabwicklung wurde durch die Einführung einer internetgestützten Anbindung von Lieferanten an unsere edv-Systeme (gildemeister-eSupply) optimiert. Das System bietet den Lieferanten einen synchronisierten Einblick in die gildemeister-Produktionsplanung. Im Jahr 2001 haben wir sämtliche Top-Lieferanten elektronisch mit dem System vernetzt. Die dadurch verbesserte Kommunikation steigert die Beschaffungssicherheit, wodurch wir Versorgungsengpässe bereits im Vorfeld weitgehend vermeiden können. Gleichzeitig werden Lieferanten verstärkt in den Produktentwicklungsprozess bei gildemeister integriert. Dies hat zu einer beschleunigten Serienreife von neuentwickelten Produkten und zu einer verbesserten Qualität der Einsatzgüter beigetragen und die starke Innovationskraft des Konzerns effektiv unterstützt.

Im Rahmen des ersten Lieferantentages des gildemeister-Konzerns nahmen mehr als 150 Vertreter aus den 100 Top-Zulieferunternehmen an der Verleihung des "Supplier of the Year Award" teil. Der Gesamtsieger – sowie die in den Kategorien Innovation, Qualität und Lieferperformance prämierten Partner – stehen beispielhaft für die zunehmende Integration von Lieferanten in den Prozess der Leistungserstellung.

Der Ausbau von strategischen Lieferpartnerschaften prägte unsere Beschaffungsmarktstrategie im Jahr 2001. Dies hatte Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette und verkürzte damit die Lieferfristen spürbar. Durch die weiter verbesserte Beschaffungsintegration der famot Pleszew S.A. zum mittlerweile wichtigsten Rumpfmaschinen-Lieferanten im Konzern sowie weiterer mitteleuropäischer Zulieferunternehmen stellten wir die Versorgung mit mehr als 3.200 Rumpfmaschinen sicher.

konzernlagebericht und lagebericht

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ctx-Fließfertigung, Bielefeld.

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Um höchste Qualität erzeugen zu können, müssen Produktionsabläufe optimal gestaltet werden. Durch die ständige Überprüfung und Optimierung der Prozesse wird gildemeister dem hohen Anspruch der Kunden an Individualität, kurze Lieferzeiten und Termintreue gerecht.

Wir haben sowohl den inner- als auch außerbetrieblichen Materialfluss reorganisiert und damit die Beschaffungslogistik von Einsatzgütern für die Montage optimiert. Beispielsweise konnten wir am Standort Seebach durch den Einsatz eines Transshipmentpoints erreichen, dass mehr Waren termingerecht bereitgestellt werden bei gleichzeitiger Reduzierung der Anlieferkontakte im Werk. Nach Umstellung der Lieferbedingungen von "frei Haus" auf "ab Werk" konnten unter Einsatz eines Logistikdienstleisters die Speditionsläufe gebündelt werden.

Sämtliche Maßnahmen im Bereich der Beschaffungslogistik haben zu einer Steigerung der Umschlagshäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (rhb) um 22% von 5,9 auf 7,2 geführt. Die Folge war eine geringere Bindung von finanziellen Mitteln im Konzern und damit ein positiver Beitrag zur Liquidität.

Umschlagshäufigkeit der rhb im gildemeister-Konzern

Produktion und Logistik, Produkte und Dienstleistungen

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Im Bereich Produktion und Logistik konnte gildemeister im vergangenen Jahr seine Leistungsfähigkeit erneut steigern, indem das pull-Produktionssystem (Produktionsund Logistik-Leistung) auf breiter Front ausgebaut wurde. Wichtige Impulse entstanden dadurch, dass wir die neu geschaffenen pull-Managerstellen an allen Standorten intern besetzten sowie eine getaktete Fließmontage einführten. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch die Implementierung eines wechselseitigen, konzerninternen Auditierungsverfahrens, das sowohl dem Know-How-Transfer als auch dem Produktionscontrolling dient. Die kontinuierlich erforderliche Anpassung der Produktion an neue Produkte und Prozesse konnten wir abermals beschleunigen. Als Ergebnis der Verbesserungsmaßnahmen wurde in den inländischen Werken des gildemeister-Konzerns der Maschinenumsatz pro produktionsnahem Mitarbeiter nach einer Verbesserung um 5% im Vorjahr nochmals um 7% gesteigert. Für den Gesamtkonzern betrug die Steigerung im Berichtsjahr 5%.

Die Kapazitätsausweitung durch Neu- und Ausbauten von Montagehallen an den inländischen Standorten Seebach, Geretsried und Pfronten konnte so in den Produktionsablauf integriert werden, dass die Flächenproduktivität für die betroffenen Standorte nahezu konstant blieb. Insgesamt haben wir die Produktionsfläche um 12.337 m2 auf insgesamt 79.807 m2 ausgebaut. Die Flächenproduktivität im Inland lag im Berichtszeitraum bei 16,2 T€/m2 .

Verbesserungsvorschläge Werke Inland Anzahl pro Mitarbeiter

Die außerordentliche Motivation unserer Mitarbeiter zeigt sich daran, dass die Zahl der Verbesserungsvorschläge nochmals gestiegen ist: Im Jahr 2001 reichte jeder Mitarbeiter in den inländischen Produktionswerken durchschnittlich 4,14 Verbesserungsvorschläge ein; das bedeutet eine Steigerung um 10% gegenüber dem Vorjahreswert von 3,77 Vorschlägen pro Mitarbeiter. In den ausländischen Produktionswerken stieg die Anzahl der Verbesserungsvorschläge je Mitarbeiter überproportional um 38%. Insgesamt wurden damit in allen Produktionswerken 10.834 Verbesserungsvorschläge mit einem gesamten Nettonutzen (Nutzen der Vorschläge abzüglich Kosten der Umsetzung) von 2,3 mio € eingereicht. Die hervorragende Stellung des Konzerns im Ideenmanagement zeigt sich deutlich im branchenübergreifenden Vergleich für das Jahr 2001 (z. B. Automobilindustrie: 0,79 Vorschläge je Mitarbeiter, Maschinenbau: 0,48 Vorschläge je Mitarbeiter)*.

*Quelle: dib, Deutsches Institut für Betriebswirtschaft e.V.

Um den Serienanlauf der 25 Produktinnovationen des Berichtsjahres bewältigen zu können, haben wir ein konzernweites Serienanlaufmanagement (sam) eingeführt. Durch intensive, systemgestützte Abstimmung, Visualisierung und Kommunikation werden die bestehenden Optimierungspotenziale systematisch erfasst, die beteiligten Bereiche bei der Abarbeitung dieser Punkte synchronisiert, die Einhaltung der Termine überwacht und die Einbindung der Lieferpartner gewährleistet. Das an jedem Produktionsstandort durch einen "Anlaufmanager" betreute Serienanlaufmanagement zeigte bereits nach kurzer Zeit eine deutlich höhere Problemlösungsgeschwindigkeit und -qualität.

Mit der Entwicklung neuer Produkte konnte der gildemeister-Konzern im Berichtsjahr seine technologische Führungsposition im globalen Wettbewerb erneut ausbauen. Im Bereich Drehen reicht das Produktportfolio von universellen Drehmaschinen bis hin zu cnc-Mehrspindel-Drehautomaten. Auch im Bereich Fräsen ist der gildemeister-Konzern ein Full-Liner, der das gesamte Anwendungsspektrum abdeckt.

Die Zukunftstechnologien Lasern und Ultrasonic erschließen für gildemeister bereits heute den Wachstumsmarkt der hybriden Oberflächenbearbeitung. Mit hoch entwickelten Laser- bzw. Ultraschallkomponenten wird die Fertigung filigraner Kavitäten für Produkte bedeutsamer Wachstumsbranchen ermöglicht.

Bei den Dienstleistungen bietet gildemeister umfassende Serviceprodukte an. Sie reichen von Schulungen und Qualifizierungsprodukten bis hin zu Updates auf den Gebieten der Elektronik und Mechanik. Zudem bietet die dmg Gebrauchtmaschinen GmbH ein kundenorientiertes Dienstleistungspaket für Gebrauchtmaschinen aus einer Hand an.

Human Resources.

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Der Erfolg des gildemeister-Konzerns basiert nicht zuletzt auf der Qualifikation und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Ihre außerordentliche Motivation zeigt sich in der hohen Anzahl von betrieblichen Verbesserungsvorschlägen.

gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld

Das vergangene Jahr war bei der gildemeister Drehmaschinen GmbH geprägt durch den Aufbau und Anlauf der Fließmontage für die ctx-Baureihe. Dieses getaktete Fließband führte in Verbindung mit den begleitenden logistischen Prozessverbesserungen bereits nach kurzer Zeit zu einer Durchlaufzeitverkürzung um mehr als 50% auf nun fünf Arbeitstage bei einem stabilen Schichtbetrieb von 2 x 7 Stunden pro Tag. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die neue Kanban-gesteuerte Materialversorgung der Bandmontage, die für den Standort Pilotcharakter hat. Für die gesamte Produktion wurde mit der Einführung des Auftragszentrums für die Dauer der Auftragsabwicklung eine einheitliche Schnittstelle zum Kunden geschaffen. So konnte der Komplexitätszuwachs in Folge neuer Produkte und steigender Kundenindividualisierung aufgefangen und bewältigt werden. Im Bereich Drehen ist die Gesellschaft mit ihren Produkten in fünf der sieben Produktlinien aktiv und profitierte von der erfolgreichen Integration der gildemeister Italiana und graziano. Im Unternehmensverbund mit famot Pleszew S.A. bietet gildemeister nunmehr das umfassendste Drehmaschinen-Produktprogramm der Welt an. Die Zusammenarbeit der inzwischen vier Drehmaschinenhersteller im Konzern schafft Synergien in den Bereichen Produktentwicklung, Standardisierung und Einkauf. Die gildemeister Drehmaschinen GmbH konnte ihre Marktposition durch eine erweiterte Produktpalette ausbauen und präsentierte sieben Neuentwicklungen auf der emo 2001. Am Standort Bielefeld werden Maschinen der Produktlinien Universaldrehmaschinen, cnc-Universaldrehmaschinen, Vertikaldrehmaschinen, Zweispindeldrehzentren und Produktionsdrehmaschinen hergestellt.

Neukunden wurden im Berichtszeitraum insbesondere mit Vertikaldrehmaschinen und Drehzentren hinzugewonnen. Das Unternehmen besetzt Markttrends wie beispielsweise die Komplettbearbeitung durch Integration der Technologien Drehen und Fräsen oder die Lineartechnologie, mit der eine höhere Maschinendynamik erreicht wird. Zusätzlich sicherte es durch den Einsatz innovativer und offener Steuerungssysteme den Produktivitätszuwachs beim Anwender.

gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra

Analog zum Standort Bielefeld wurde im Berichtszeitraum bei gildemeister Italiana S.p.A. ein Auftragszentrum in Betrieb genommen, das erfolgreich zur Verbesserung des logistischen Prozesses beiträgt. Auch die Zusammenarbeit mit den Lieferanten des Standortes wurde weiter intensiviert. Hier zeigt sich das Bestreben, durch Methodentransfer – z. B. aus der Automobilindustrie – zu innovativen Verbesserungen in der Produktion und Logistik zu gelangen. Diese Prozessoptimierungen führten in Brembate zu einer deutlich höheren dispositiven Versorgungssicherheit im Produktionsvorlauf.

Die Produktpalette der gildemeister Italiana S.p.A. umfasst ein komplettes Programm an cnc-Lang- und Mehrspindel-Drehautomaten für die Klein-, Mittel- und Großserienfertigung von präzisen Drehteilen. Mit den in mehrfacher Hinsicht innovativen cnc-Mehrspindel-Drehautomaten wird nun eine Baureihe angeboten, die in einzigartiger Weise die Vorteile konventioneller Bearbeitung von Massendrehteilen mit der Flexibilität von cnc-gesteuerten Maschinen sowie der Schnelligkeit und Präzision linearer Antriebe kombiniert. Einen zunehmenden Absatzschwerpunkt bildet die Zulieferindustrie mit ihrer Forderung nach niedrigen Stückkosten und Just-intime-Lieferungen.

graziano Tortona S.p.A., Tortona

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Der weitere Ausbau des gildemeister-Produktionssystems hat in Verbindung mit der Reorganisation des Lagers zu einer überproportionalen Steigerung der Flächenproduktivität um 43% geführt. Das Produktprogramm von graziano besteht aus Universalund Vierachsproduktions-Drehmaschinen. Mit dem im Geschäftsjahr 2001 entwickelten Modell ctx 310 stellt graziano das Einstiegsmodell bei den cnc-Universaldrehmaschinen des Konzerns her. Die ebenfalls im Jahr 2001 entwickelte ctx 320 linear bietet dem Kunden deutliche Produktivitätsvorteile gegenüber konventionellen Maschinen. Mit diesen Neuentwicklungen wurde die vollständige Integration der von graziano hergestellten Maschinen in die Seven-Lines-Produktstrategie fortgeführt.

famot Pleszew S.A., Pleszew

Im Berichtszeitraum konnte famot die Rumpfmaschinenproduktion für die Konzernunternehmen nochmals um 16% auf 1.182 Stück pro Jahr steigern. Im gleichen Zeitraum wurde die Produktion von Drehmaschinen auf 408 Stück pro Jahr mehr als verdoppelt. Dazu wurde die Baugruppenmontage reorganisiert und umgestaltet sowie das Lager optimiert und modernisiert. Dies führte dazu, dass der Bestandsumschlag um 26% gesteigert werden konnte. Die Abstimmung mit den Produktionswerken beim Serienanlauf neuer Produkte – und damit neuer Rumpfmaschinenmontagen bei famot – wurde durch die Einbindung in das Serienanlaufmanagement und die Benennung eines eigenen "Anlaufmanagers" erreicht.

Die famot Pleszew S.A. belieferte im Berichtsjahr sowohl die Konzerngesellschaften als auch andere Unternehmen mit hochwertigen Baugruppen und Komponenten. Neben 14 verschiedenen Rumpfmaschinentypen produzierte famot im Berichtszeitraum Spindelkästen und große Gussteile. Darüber hinaus wurden bei famot sowohl die Universaldrehmaschinen nef 320 k und nef 520 k für zwei verschiedene Drehlängen als auch die cnc-gesteuerten Drehmaschinen ctx 400 mit Fanuc-Steuerung hergestellt.

deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten

Die größte Herausforderung des Standortes Pfronten im Berichtszeitraum war es, den Umsatz um 37% zu steigern. Zahlreiche Projekte zur Optimierung der logistischen Prozesse machten dies möglich. Dazu zählt beispielsweise die Einführung der Kanbangesteuerten Belieferung zahlreicher Bauteile direkt in montagenahe Produktionslager. Dank dieser Verbesserungen stieg auch der Bestandsumschlag im Werk Pfronten um 17% auf 8,2. Zugleich wurden durch die Errichtung einer neuen Montagehalle die baulichen Vorraussetzungen geschaffen, die Kapazität und Montage der neuen Produkte auszuweiten.

deckel maho Pfronten bedient den Markt mit cnc-Universalfräsmaschinen und universellen Bearbeitungszentren in einem Arbeitsbereich von 600 bis 2.000 mm und ist in vier der sieben Produktlinien des Fräsens vertreten. Das modular aufgebaute Maschinenprogramm bietet dem Kunden individuell zusammengestellte Maschinen zu Preisen, wie sie sonst für Standardprodukte typisch sind. In Ergänzung zu den Leistungsmerkmalen der Grundmaschinen lassen sich vielfältige Technologien und Ausstattungsvarianten einsetzen – wie die 5-Achsen-Simultanbearbeitung, das Fräsen und Drehen in einer Maschine oder das so genannte High-Speed-Cutting (hsc). Die im Vorjahr vorgestellte dmu-t-Baureihe in Monoblockbauweise wurde mit hohen Stückzahlen erfolgreich im Markt eingeführt. Die im gleichen Jahr entwickelte fd-Baureihe zur kombinierten Fräs- und Drehbearbeitung wurde um die Maschinen dmu 125 fd und dmu 200 fd erweitert. Die dmu 160 p ergänzte die erfolgreiche dmu-p Baureihe der cnc-Universalfräsmaschinen für die simultane 5-Achsen-/5-Seiten-Bearbeitung.

deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried

Die Maßnahmen zur Verbesserung von Produktion und Logistik am Standort Geretsried konzentrierten sich im Berichtszeitraum auf die Verlängerung der Montagehalle für die technologieintensiven horizontalen Bearbeitungszentren. Die Flächenproduktivität konnte trotz des Produktionsanlaufes auf der neuen Montagefläche um 18% gesteigert werden. Diese Erfolge basieren auf dem – auch an den Standorten Bielefeld und Brembate – eingeführten Auftragszentrum.

Die Gesellschaft produziert mit den beiden Baureihen dmc h und dmc v horizontale und vertikale Bearbeitungszentren für die Serienfertigung. Beide Baureihen konnten im Berichtsjahr um zahlreiche Maschinenoptionen erweitert werden, durch die den Anwendern deutliche Vorteile hinsichtlich Produktivität und Flexibilität geboten werden. Im abgelaufenen Berichtsjahr hat die deckel maho Geretsried GmbH die im Jahr 2000 entwickelte dmc 50 h zur Serienreife gebracht. Dieses kostengünstige horizontale Bearbeitungszentrum besetzt ein Marktsegment, das bislang von japanischen Wettbewerbsprodukten dominiert wurde. Durch deutliche Wettbewerbsvorteile in der

Zerspanung konnte die dmc 63 h weitere Marktanteile, insbesondere in der Automobilund ihrer Zulieferindustrie gewinnen. Die Kompetenz des Standortes in der Serienfertigung wurde zudem durch die Ausweitung des produktbegleitenden Dienstleistungsangebotes gestärkt.

Auf der emo 2001 wurde mit der dmc 165 v linear ein neues Vertikal-Bearbeitungszentrum für den Hightech-Werkzeug- und Formenbau präsentiert. Diese Maschine erschließt mit ihrem großen Arbeitsraum erstmals auch Kundenkreise, die bislang auf Wettbewerbsprodukte zurückgreifen mussten. Vor allem rief die Option, zwei Spindeln in einer Maschine zu vereinigen, großes Interesse bei den Kunden hervor. Die Maschine ist in allen Achsen mit Linear-Antriebstechnik ausgerüstet und erreicht damit eine Dynamik und Genauigkeit, die bei dieser Maschinengröße außergewöhnlich ist. Das Programm der Vertikal-Bearbeitungszentren zeigt besondere Stärken im hsc-Fräsen sowie bei der erreichten Genauigkeit und Oberflächengüte.

deckel maho Seebach GmbH, Seebach

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Mit der neuen Montagehalle, die Vorführ- und Servicezentrum integriert, wurde am Standort Seebach die größte Baumaßnahme des vergangenen Jahres im gildemeister-Konzern umgesetzt. Bereits vor Baubeginn wurden mit Unterstützung durch die Universität Chemnitz sämtliche Abläufe und Prozesse mit modernsten Planungstools simuliert. Dies trug dazu bei, dass trotz Neubau und Produktionsausweitung die Kennzahlen von Produktion und Logistik verbessert werden konnten. So stieg der Umsatz pro produktionsnahem Mitarbeiter um 11%.

deckel maho Seebach ist Hersteller von kleinen und mittleren cnc-Universalfräsmaschinen und Bearbeitungszentren der Baureihen dmu, dmf und dmp. Mit Abschluss der Entwicklung der dmf-Baureihe der Fahrständermaschinen wurde eine völlig neue Produktlinie geschaffen, die auf der emo 2001 in Hannover auf erhebliches Interesse stieß. Ausgerüstet mit Linearantrieben in der langen X-Achse werden Eilgangsgeschwindigkeiten bis zu 100 m/min und Beschleunigungen von über 0,5 g erreicht. Mit Beginn des Jahres 2001 wurden die ersten neuentwickelten Universalfräsmaschinen dmu 70 eVolution ausgeliefert. Die Vorzüge der 5-Achs-Bearbeitung und die hohe Bearbeitungsgenauigkeit führen in Kombination mit Eilgangsgeschwindigkeiten bis zu 50 m/min und Beschleunigungen bis zu 0,8 g zu höherer Produktivität und ermöglichen damit den Einzug in die Klein- und Mittelserienfertigung. Dank der hohen Kundenakzeptanz konnten im Jahr 2001 insgesamt 170 Maschinen dieser Neuentwicklung weltweit geliefert werden. Die gemeinsam mit der Konzerngesellschaft sauer entwickelte dmu 35 ultrasonic wurde ebenfalls auf der emo vorgestellt.

dmg-Netservice.

Mit dem dmg-Netservice setzt gildemeister auch im Service neue Standards. Per Mausklick können unsere Kunden sekundenschnell professionellen Support von unseren Netservice-Spezialisten anfordern.

lasertec GmbH, Pfronten

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Die lasertec GmbH entwickelt und fertigt Maschinen zum Laserabtragen und Laserbohren. Die dml 40 mit den Varianten s und si bearbeitet bei hoher Prozesssicherheit und Genauigkeit feinste Konturen und Kavitäten. Im Vergleich zum Erodierverfahren lassen sich damit auch schwer zerspanbare Werkstoffe wie Keramik oder Hartmetall direkt und ohne Elektrodenanfertigung bearbeiten. Dies spart Fertigungszeiten und -kosten. Das neue Laserfräszentrum dml 60 hsc kombiniert das Hochgeschwindigkeitsfräsen mit den Vorteilen der Lasertechnologie. Die spanintensive Bearbeitung erfolgt mittels hsc-Fräsen; die hochfiligranen Fertigungsaufgaben übernimmt der Laser. Die gesamte Bearbeitung erfolgt in nur einer Aufspannung.

dmg Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld

Der Markterfolg von gildemeister beruht zu einem großen Teil auf der Umsetzung der Strategie des Total-Customer-Support. Die dmg Vertriebs und Service GmbH und ihre Tochtergesellschaften übernehmen dabei die kompetente technologische Beratung, die Ausbildung der Kundenmitarbeiter, die Bereitstellung von Anwendungstechnologie sowie die Dienstleistungen im Ersatzteil- und Servicegeschäft. Weitere Details zur dmg Vertriebs und Service GmbH und ihren Produkten und Dienstleistungen können Sie dem Kapitel Segmentberichterstattung "Dienstleistungen" auf Seite 132 entnehmen.

saco S.p.A., Castelleone

Bei saco S.p.A. wurde mit dem Neubau einer Produktionshalle die Voraussetzung für eine sichere und zukunftsorientierte Versorgung der Konzernunternehmen mit den Produkten dieses Unternehmens geschaffen. Im Berichtsjahr wurde beispielsweise das Produktspektrum um integrierte Spindelmotoren erweitert. Die dadurch ermöglichte Belieferung der Standorte Pfronten, Geretsried und Seebach schuf die Basis für eine verstetigte Kapazitätsauslastung. Durch die technologisch wie kommerziell äußerst konkurrenzfähigen Produkte von saco wurde zudem die punktuelle Abhängigkeit von externen Lieferanten deutlich gemildert. saco bietet neben Ausrüstungsprodukten für Mehrspindel-Drehautomaten zahlreiche neue Produkte wie integrierte Spindelmotoren, Stangenlademagazine und Maschinenelemente an.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2001 waren im Konzern 5.212 Mitarbeiter, davon 203 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 4.637). Im Berichtsjahr erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um 562 Fachkräfte und 13 Auszubildende. Die Aufstockung erfolgte im Wesentlichen im Dienstleistungsbereich durch den weiteren Ausbau der dmg-Gesellschaften in Österreich, Spanien, Taiwan und Korea sowie an den beiden inländischen Produktionsstandorten in Pfronten und Seebach. Im vierten Quartal wurde die Personalstärke nahezu unverändert belassen. Verglichen mit dem 30. September 2001 (5.219 Mitarbeiter) reduzierte sich zum Jahresende die Belegschaft um sieben Personen. Die Verstetigung der Anzahl unserer Fachkräfte entspricht einer adäquaten und zeitnahen Personalplanung und steht im Einklang mit unserer Unternehmensentwicklung.

Zum Jahresende waren 3.239 Mitarbeiter im Inland tätig. Die Zahl der Mitarbeiter bei den ausländischen Gesellschaften betrug 1.973, das sind 38% der Konzernbelegschaft.

Um dem Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern auch zukünftig gerecht zu werden, wurden insgesamt bis zum Ende des Jahres 68 Auszubildende neu eingestellt. Speziell die Dienstleistungen profitieren von einer qualifizierten und zukunftsorientierten Berufsausbildung. Insgesamt befanden sich im Berichtsjahr im gildemeister-Konzern 203 junge Menschen in der Berufsausbildung. Damit lag die Zahl der Auszubildenden um 7% über dem Vorjahreswert. Der wachsende Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern bildet den Hintergrund für den besonderen Stellenwert der Berufsausbildung im gewerblich-technischen Bereich des Konzerns. Neben den klassischen Ausbildungsberufen werden bewährte Studiengänge in Zusammenarbeit mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen angeboten und weiterentwickelt. Insgesamt bildete der gildemeister-Konzern in 13 Ausbildungsberufen aus. Im Vergleich zum letzten Jahr wurden die Ausbildungsgänge des Informatikkaufmanns und des Fachinformatikers hinzugenommen.

Die Qualifikationsstruktur unserer Mitarbeiter macht deutlich, dass eine qualifizierte Ausbildung im gildemeister-Konzern einen hohen Stellenwert hat:

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Wie die Zahlen im Diagramm zur Qualifikationsstruktur zeigen, verfügen 95% unserer Beschäftigten über eine fachliche qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung.

Hervorragende Ausbildung und permanente Weiterbildung sind für das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen gildemeister ein unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil. Die internen Schulungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr verantwortlich von der dmg Trainings-Akademie und den jeweiligen Personalabteilungen durchgeführt. An Weiterbildungen nahmen 2.476 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil, das sind 47% der gesamten Belegschaft. Zu den umfangreichsten Schulungsmaßnahmen im Jahr 2001 gehörte die Qualifizierung unserer in- und ausländischen Servicemitarbeiter auf die neuen Maschinengenerationen. Darüber hinaus lag ein weiterer Schulungsschwerpunkt in den Bereichen Bürokommunikation und Datenbanken. Sprachkurse fördern den Prozess der Internationalisierung unseres Unternehmens. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr für Weiterbildungsmaßnahmen 2,9 mio € aufgewendet (Vorjahr: 3,0 mio €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr kommt in erster Linie daher, dass Schulungen im Bereich des 3d-cad-Systems nunmehr abgeschlossen sind.

Die Personalaufwendungen betrugen im Konzern 270,6 mio € (2000: 212,5 mio €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 227,5 mio € (2000: 179,0 mio €), auf soziale Abgaben 39,2 mio € (2000: 29,6 mio €) und auf Aufwendungen für Altersversorgungen 3,9 mio € (2000: 3,9 mio €). Die Erhöhung um 58,1 mio € gegenüber dem Vorjahreswert resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Darüber hinaus begründet sich der Anstieg der Personalaufwendungen aus erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen sowie aus Tariferhöhungen.

Im Rahmen der Altersteilzeitregelung im gildemeister-Konzern bestanden 78 abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Bei dieser Regelung wird das so genannte "Blockmodell" angewendet; das heißt, die gesamte Laufzeit der Altersteilzeit gliedert sich jeweils zu gleichen Teilen in eine Aktiv- und Passivphase. In der Aktivphase befanden sich 51, in der Passivphase 27 Mitarbeiter. Ziel der Altersteilzeitregelung ist es, mehr jungen Menschen den Weg in unsere attraktive Arbeitswelt zu ermöglichen.

Konstruktion und Entwicklung.

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Um auch in Zukunft unsere führende Marktposition im Werkzeugmaschinenbau zu sichern, arbeiten wir kontinuierlich an Neu- und Weiterentwicklungen unserer innovativen Hightech-Produkte.

Die Altersstruktur des gildemeister-Konzern zeigt, dass 59% unserer Mitarbeiter jünger als 40 Jahre und 85% jünger als 50 Jahre sind.

Altersstruktur der Mitarbeiter des gildemeister-Konzerns

Die Wege- und Betriebsunfälle lagen im Jahr 2001 mit 149 um 2% unter der Zahl des Vorjahres (2000: 152). Bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten bedeutet dies einen Rückgang auf 2,9% (Vorjahr: 3,3%). Der Krankenstand lag bei durchschnittlich 3,2% und damit sowohl unter dem Vorjahreswert (2000: 3,7%) als auch unter dem Branchendurchschnitt von 3,8%.

Im Berichtszeitraum begingen im gildemeister-Konzern 21 Mitarbeiter ihr 40-jähriges und 54 Mitarbeiter ihr 25-jähriges Firmenjubiläum. Darüber hinaus wurden firmenintern erstmals 76 Mitarbeiter für ihre 10-jährige Firmenzugehörigkeit geehrt. Alle diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen unsere Anerkennung für ihre Loyalität und für ihren engagierten Einsatz.

An dieser Stelle danken wir allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihren Talenten und ihrem Leistungswillen ist es vor allem zu zuzuschreiben, dass gildemeister einmal mehr erfolgreich war. Gedankt sei nicht zuletzt auch unseren Betriebsräten; durch ihre souveräne und vor allem unbürokratische Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft haben sie immer wieder dazu beigetragen, dass sich Entscheidungen rasch und zielorientiert umsetzten ließen.

Umweltschutz

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Für alle Unternehmen des gildemeister-Konzerns hat Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Ökonomische und ökologische Aspekte widersprechen sich nicht, sondern werden bei gildemeister miteinander in Einklang gebracht. Unsere Umweltschutzmaßnahmen tragen nachhaltig zur Unterstützung der Unternehmensleistung bei. Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Verantwortliches Handeln bedeutet für gildemeister auch, ein Höchstmaß an Sicherheit für die Mitarbeiter und die Umwelt zu gewährleisten.

Bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir sorgfältig darauf, dass der Verbrauch an umweltbelastenden Schmierstoffen kontinuierlich gesenkt wird. Durch Einbau von energiesparenden Antriebskomponenten, die Entwicklung von geräuscharmen Bauteilen und den Einsatz von recyclingfähigen Werkstoffen fertigen wir Werkzeugmaschinen, die den Bedürfnissen des Umweltschutzes in hohem Maße gerecht werden. Ebenso selbstverständlich für uns sind eine sorgfältige Abfalltrennung und der Einsatz zertifizierter Abfallentsorger an unseren Produktionsstandorten. Die Versiegelung der Böden in den Produktionsbereichen der Standorte Bielefeld,Geretsried, Pfronten und Seebach ging stufenweise weiter, so dass ein wirksamer Grundwasserschutz sichergestellt ist. Der Montageneubau in Pfronten ist mit einer Niedertemperatur-Fußbodenheizung versehen worden, die eine Energieeinsparung von bis zu 15% gegenüber bisher genutzten Systemen ermöglicht. Durch die Installation von Niedertemperaturdecken sowie moderner Be- und Entlüftungstechniken wurden die Voraussetzungen für einen niedrigeren Energieverbrauch in den neuen Büroräumen geschaffen. Bei deckel maho in Seebach ist zur Schonung der Umwelt eine zentrale Kühlschmierstoffversorgung installiert worden.

Auch in der Logistik des Konzerns spielt Umweltschutz eine wichtige Rolle. Für großvolumige und verpackungsintensive Bauteile setzt gildemeister schon seit geraumer Zeit überwiegend Mehrwegverpackungen ein. Diese Strategie der verpackungsarmen Fabrik haben wir konsequent weiter ausgebaut. Am Standort Pfronten verringerte sich zum Beispiel das Verpackungsmaterialvolumen im Berichtsjahr um 15%. Der Einsatz von Verpackungsmaterial für den Versand orientiert sich an den strengen Anforderungen des Gesetzgebers und den Ansprüchen, die unsere Kunden stellen. Die Zahl der Lkw-Werkanlieferungen ging durch transportoptimierte Abholung und Bündelung von Beschaffungsmaterial zurück. So konnten wir emissionsbelastende Transporte weiter reduzieren.

Die interne und externe Kommunikation wird bei gildemeister ebenfalls unter ökologischen Gesichtspunkten auf den Prüfstand gestellt. Mit dem dmg-Netservice verfügt der Konzern über einen stetig wachsenden Bereich, der beispielhaft ökonomische und ökologische Erfordernisse miteinander verbindet. Der dmg-Netservice reduziert dank seiner Online-Bedien- und Programmierunterstützung Serviceeinsätze vor Ort und vermeidet damit weitestgehend umweltbelastende Reisetätigkeiten. Beim Informationsaustausch innerhalb des Konzerns und mit externen Geschäftspartnern ersetzen Videokonferenzsysteme an den Produktionsstandorten zunehmend reiseaufwendige, persönliche Zusammenkünfte und reduzieren somit umweltbelastende Fahrten.

Im Jahr 2001 investierte der gildemeister-Konzern insgesamt 4,0 mio € (2000: 5,1 mio €) in Maßnahmen zum Umweltschutz.

Marketing / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Der Marktauftritt des gildemeister-Konzerns setzte sich im Jahr 2001 aus vielen Facetten zusammen: 55 Messen und Hausaustellungen gehörten ebenso dazu wie 850.000 Journale, 1.000.000 Broschüren, 3.800.000 Beihefter in Fachzeitschriften und unsere Web-Site mit mehr als 440.000 Internetbesuchen. Der tv-Spot "Number One Thinking" wurde 150 Mal ausgestrahlt. Viel beachtet waren auch die Imageanzeigen in den großen deutschen Tages- und Wirtschaftszeitungen. Diese Beispiele verdeutlichen, wie intensiv gildemeister auch im Jahr 2001 Kommunikation nach außen betrieben hat. Dabei standen einmal mehr die zahlreichen Innovationen sowie die Arrondierungen in den Produktlinien im Mittelpunkt des Marketings. Aktivitäten in den Bereichen Corporate Design, Verkauf, Pricing und Innovationspolitik waren eng mit den Marketingaktionen verzahnt. Über allen Maßnahmen stand das Ziel, die weltweiten Marktpotenziale besser auszuschöpfen, neue Marktsegmente zu erschließen und Marktanteile hinzuzugewinnen. Der gildemeister-Konzern gab im Bereich Kommunikation/Marketing insgesamt 24,9 mio € (2000: 19,7 mio €) aus.

Fachmessen und Ausstellungen haben als Marketinginstrumente für Investitionsgüter eine zentrale Bedeutung. deckel maho und gildemeister waren im Berichtsjahr auf 55 bedeutenden Messen und Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Die Resonanz bei den Besuchern war überall sehr groß. Wir haben auf insgesamt über 11.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 280 Dreh-, 239 Fräs- und 26 Laser-/Ultrasonicmaschinen rund um den Globus installiert und unter Span vorgeführt. 53.000 erfasste Fachbesucher generierten einen direkten Umsatz von 146 mio €. Herausragende Bedeutung hatte die emo in Hannover, wo auf einem fast 4.000 Quadratmeter großem Stand – dem größten der Messe – 69 Exponate in voller Funktion zu sehen waren. Allein hier haben wir 22.400 Fachbesucher beraten mit einer Auftragsbilanz in einer Gesamthöhe von 81,4 mio €. gildemeister hat im Berichtsjahr 12,4 mio € (2000: 9,7 mio €) in Messen und Ausstellungen investiert. Das sind 50% der gesamten Marketingausgaben.

Werbung ist bei gildemeister in erster Linie Produktmarketing. Die Kundenzeitschrift "dmg Journal" erschien im Berichtsjahr zweimal in einer Auflage von jeweils 850.000 Exemplaren in elf Sprachen. Die Adressaten waren Entscheidungsträger in 30 Industrieländern der Welt. Schwerpunkt der Produktwerbung waren auch im Jahr 2001 wieder Prospekte und Broschüren. Die Gesamtauflage in Höhe von mehr als 1.000.000 Stück verteilte sich auf deckel maho - Produkte mit 480.000 und mit 551.000 Stück auf gildemeister - Drehmaschinen. Das Broschürendesign war erstmals konzernweit einheitlich. Das fünfsprachige Lieferprogramm wurde in einer Auflage von 37.000 Stück gedruckt und in Umlauf gebracht. Wir haben darin zum ersten Mal sämtliche Konzernprodukte vorgestellt. Auch Beihefter in Fachzeitschriften kamen 2001 wieder intensiv zum Einsatz: 3,8 Millionen Exemplare warben und informierten in den wichtigsten Medien der Welt, in 27 Ländern und 17 Sprachen, für die Innovationen von deckel maho und gildemeister. Unsere qualitativ hochwertigen Druckschriften sorgten für eine enorme Steigerung des Bekanntheitsgrades. Die Ausgaben für das Produktmarketing beliefen sich auf insgesamt 10,9 mio € , das entspricht 44% des Marketingaufwandes (2000: 8,8 mio €).

Das Internet spielt für gildemeister eine immer größere Rolle. Es ermöglicht uns, mit Kunden, Aktionären und denjenigen, die auf unser Unternehmen aufmerksam geworden sind, unmittelbar und schnell in Kontakt zu treten und zu interagieren. Die Web-Site des Konzerns (www.gildemeister.com) ist inzwischen ein stark gefragtes Medium. Im Jahr 2001 wurden insgesamt über 440.000 Besucher registriert, das entspricht einer Zunahme um rund 180.000 gegenüber dem Vorjahr. "Surfer" aus der ganzen Welt klickten sich bei gildemeister ein. Die Internet-Seiten informieren über

Produktneuheiten, den laufenden Aktienkurs, aktuelle Unternehmensentwicklungen und vieles mehr. In zunehmendem Maße werden die Geschäfts- und Zwischenberichte als Downloads angefordert. Quartalsberichte wurden zum Beispiel auf diese Weise mehr als 6.000 Mal abgerufen. Auch die übrigen gedruckten Informationen des Konzerns wurden verstärkt über das Internet angefordert. Für gildemeister ist mittlerweile auch E-Commerce Teil des Tagesgeschäfts geworden. Es ergänzt die traditionellen Distributionswege. Auf der gildemeister-Web-Site werden unter anderem sogar Maschinen zum Kauf angeboten. Der dmg-Netservice ermöglicht sekundenschnell per Mausklick den Zugriff auf das Service-Know-how des Unternehmens. Im Berichtsjahr haben wir erlebt, dass man über das Internet sogar akquirieren kann. Im Jahr 2001 konnten wir auf diesem Wege 30 Neukunden gewinnen, mit steigender Tendenz. Die Werbemaßnahmen rund um die E-Commerce-Tools erhöhten sich auf 1,6 mio € (Vorjahr: 1,2 mio €); das sind insgesamt 6% der Marketingaufwendungen.

Durch gezielte Investor-Relations-Aktivitäten hat auch die gildemeister-Aktie weiter an Bekannheit gewonnen. Die Unternehmenszahlen wurden quartalsweise kommuniziert, ergänzt durch eine professionelle Imagekampagne mit großformatigen Anzeigen. Die vier Anzeigenmotive erschienen 25 Mal in den wichtigsten deutschen Wirtschaftszeitungen. Ziel der Anzeigen war und ist es, dem Leser anhand des Endprodukts die Bedeutung von Werkzeugmaschinen für das tägliche Leben zu vermitteln. Zusätzlich lief 150 Mal der TV-Spot "Number One Thinking" in den Nachrichtensendern n-tv, N24 und Bloomberg. Eine Longversion des Spots wurde auf Messen, Ausstellungen und auf der Hauptversammlung gezeigt. Gedacht waren diese Maßnahmen sowohl für unsere Kunden als auch für unsere aktuellen und potenziellen Aktionäre. Besondere Aufmerksamkeit erzielte unser "Geschäftsbericht 2000", von dem wir etwa 15.000 Exemplare verteilt haben. Er kam in dem renommierten Ranking des "Manager Magazins" auf Platz eins und schnitt damit besser ab als die Geschäftsberichte von über 400 anderen deutschen und europäischen, an der Börse notierten Aktiengesellschaften.

Von erheblicher Bedeutung für das Image und die Bekanntheit unserer Brandnames deckel maho und gildemeister ist die Fachpresse. Auf insgesamt neun Fachpressekonferenzen und bei drei exklusiven Fachpressegesprächen haben wir im vergangenen Jahr etwa 250 Journalisten aus 24 Nationen mit Informationen rund um unser Unternehmen versorgt. Dabei entstanden auch Kontakte zu weiteren Magazinen. Mehr als 900 Seiten redaktionelle Fachbeiträge waren das Ergebnis.

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Die Public-Relations-Aktivitäten von gildemeister basieren auf einem langfristig ausgelegten Kommunikationskonzept. Die nach außen gerichtete Unternehmenskommunikation soll das Image von gildemeister in der Öffentlichkeit weiter verbessern und die Position des Konzerns festigen. Sämtliche Maßnahmen werden inhaltlich, gestalterisch, zeitlich und international abgestimmt, was einen effektiven und effizienten Einsatz des Budgets zur Folge hat. Zentraler Bestandteil der Presseund Öffentlichkeitsarbeit ist die kompetente, schnelle und verlässliche Information der Printmedien und elektronischen Medien sowie aller interessierten Zielgruppen über die jeweils aktuelle Lage des Konzerns und seiner Gesellschaften. Neben der aktuellen Information legen wir Wert auf einen kontinuierlichen und offenen Dialog mit der nationalen und internationalen Wirtschafts- und Fachpresse, mit den Aktionären und Finanzexperten sowie mit den für uns wichtigen Verbänden und Institutionen. Für den Bereich der Investor- und Public-Relations-Aktivitäten wurden Mittel in Höhe von 2,3 mio € investiert (Vorjahr: 2,4 mio €).

Der Erfolg von gildemeister wäre ohne eine überzeugende Kommunikation mit Hilfe des Marketing-Instrumentariums und ihren Investor- und Public-Relations-Aktivitäten nicht vorstellbar. Die Kommunikation verfolgt das Ziel, Marke und Produkt glaubwürdig und kompetent zu positionieren. Sie ordnet sich in das Leitbild der marktund wertorientierten Unternehmensführung ein. Darüber steht die Absicht, die eigene Leistungsfähigkeit systematisch und kontinuierlich auszubauen. Intensive Marktforschungen bilden die Basis dafür, dass wir Kundenwünsche und zukünftige globale Trends rechtzeitig erkennen und kurzfristig umsetzen.

konzernlagebericht und lagebericht

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tv-Spot "Number One thinking". Der tv-Spot "Number One Thinking" wurde 150 Mal auf n-tv, n24 und Bloomberg ausgestrahlt. Eine Longversion des Spots lief auf Messen, Ausstellungen und zur Hauptversammlung.

Segmentberichterstattung: "Werkzeugmaschinen"

Das Segment "Werkzeugmaschinen" umfasst das Neumaschinengeschäft des Konzerns. Dazu gehören die Drehmaschinen und Drehzentren von gildemeister, graziano und famot, die Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren und Lasermaschinen von deckel maho sowie neuerdings auch die Ultrasonicmaschinen von sauer.

Zahlen zum Geschäftsverlauf

segment "werkzeugmaschinen"

Veränderungen
2001
2000*
2001 gegenüber 2000
mio € mio € mio € %
Umsatz
Gesamt 895,1 729,4 165,7 23
Inland 453,3 381,1 72,2 19
Ausland 441,8 348,3 93,5 27
% Ausland 49 48
Auftragseingang
Gesamt 865,6 860,6 5,0 1
Inland 434,9 447,7 -12,8 -3
Ausland 430,7 412,9 17,8 4
% Ausland 50 48
Auftragsbestand**
Gesamt 319,3 348,8 -29,5 -8
Inland 150,0 168,4 -18,4 -11
Ausland 169,3 180,4 -11,1 -6
% Ausland 53 52
Investitionen 46,1 32,6 13,5 41
Mitarbeiter** 3.514 3.159 355 11
davon Auszubildende 203 190 13 7
ebitda 74,1 63,1 11,0 17
ebit 52,1 48,0 4,1 9
egg 39,7 39,3 0,4 1
Jahresergebnis 39,0 33,8 5,2 15

* einschl. gildemeister Italiana und ihrer Tochtergesellschaften ab 18.05.2000

** Stichtag 31.12.

Der Umsatz der "Werkzeugmaschinen" stieg um 23% auf 895,1 mio €. Das sind 165,7 mio € mehr als im Vorjahr (729,4 mio €). Während die Inlandsumsätze um 72,2 mio € bzw. 19% auf 453,3 mio € zunahmen, wuchsen die Exportaufträge um 93,5 mio € bzw. 27% auf 441,8 mio €. Die Exportquote erhöhte sich auf 49% (Vorjahr: 48%).

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Der Auftragseingang für Neumaschinen erreichte im Konzern 865,6 mio € und bewegte sich damit leicht über dem Vorjahresniveau (860,6 mio €). Während die Inlandsbestellungen mit 434,9 mio € um 12,8 mio € bzw. 3% unter dem Vorjahreswert lagen, übertrafen die Auslandsaufträge mit 430,7 mio € die Vorjahresbestellungen um 17,8 mio € bzw. 4%. Der Auslandsanteil stieg von 48% auf 50%. Die Absatzmenge lag unter dem Wert des Vorjahres, wobei jedoch im Berichtsjahr die Maschinen überwiegend technologisch hochwertiger ausgestattet waren und somit durchschnittlich höhere Absatzpreise erzielten.

Zum 31.12.2001 betrug der Auftragsbestand an Neumaschinen 319,3 mio €. Dies sind 29,5 mio € bzw. 8% weniger als im Vorjahr. Dabei ging der Bestand an Inlandsaufträgen um 18,4 mio € bzw. 11% auf 150,0 mio € zurück und der an Auslandsaufträgen um 11,1 mio € bzw. 6% auf 169,3 mio €. Der Exportanteil stieg damit von 52% auf 53%.

Im Berichtszeitraum trug das Segment "Werkzeugmaschinen" mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 39,7 mio € (Vorjahr: 39,3 mio €) wieder den größten Teil zum Konzernergebnis bei. Auf Grund der hohen Vorleistungen für die Entwicklung und die Markteinführung unserer Produktinnovationen konnte das Ergebnis dem Umsatzwachstum noch nicht folgen. Bezogen auf den Umsatz betrug die erwirtschaftete Bruttorendite 4,4%.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" ist strategisch gut positioniert. Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung auf Grund konjunktureller Einflüsse wurden berücksichtigt. Den Nachfrageschwankungen begegnet gildemeister mit seiner Globalisierungsstrategie in Verbindung mit einer konsequenten Marktorientierung und stringenten Produktentwicklung. Der ausgeprägte Innovationsgrad der Produkte und der hohe technische Standard genießen eine große Marktakzeptanz. Durch die dezentrale Organisation des weltweiten Vertriebssystems und eine breite Streuung des Kundenkreises über verschiedenste Branchen werden die unternehmerischen Risiken in beträchtlichem Umfang eingegrenzt. Ein verstärktes Auftragsmanagement und -controlling im Rahmen unserer Key Account-Organisation unterstützt uns bei der Reduzierung von Kalkulationsrisiken.

Die Investitionen in diesem Segment betrugen im Berichtszeitraum 46,1 mio €. Die Details sind im Kapitel "Investitionen" ab Seite 79 dargestellt.

Im Bereich der Beschaffung und Logistik des gildemeister-Konzerns haben wir im Jahr 2001 durch den Ausbau der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Lieferanten bei gleichzeitiger Realisierung von Kostensenkungspotenzialen wiederum positive Einkaufseffekte erzielt. Die Senkung des Preisniveaus wichtiger Einsatzgüter sowie deren termingerechte Bereitstellung an den Produktionsstandorten haben positiv zur Unternehmensleistung beigetragen.

gildemeister hat im vergangenen Jahr die Leistungsfähigkeit der Produktion weiter gesteigert, indem die Produktionsprozesse intensiv optimiert wurden. Die Erweiterung der Montagekapazitäten an den Standorten Seebach und Pfronten wurde in den Produktionsablauf und die Produktionssteuerung integriert. Durch den schnellen Produktionshochlauf blieb die Flächenproduktivität konstant trotz der Flächenerweiterung.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" umfasst die Bereiche "Drehen", "Fräsen" und "Lasern/Ultrasonic". Mit den Konzerngesellschaften gildemeister Drehmaschinen GmbH, gildemeister Italiana S.p.A., graziano Tortona S.p.A. sowie famot Pleszew S.A. bietet gildemeister für Drehmaschinen das geschlossenste Lieferprogramm der Welt an. Das Produktportfolio reicht von konventionellen Drehmaschinen über cnc-Universal-Drehmaschinen und cnc-Produktions-Drehmaschinen bis hin zu cnc-Mehrspindel-Drehautomaten. Damit besitzt der Konzern ein komplettes Produktprogramm von der Einzelfertigung bis hin zur Großserienfertigung von präzisen Drehteilen. gildemeister besetzt Markttrends, wie die Komplettbearbeitung durch Integration der Technologien Drehen und Fräsen sowie die Lineartechnologie, mit der eine höhere Maschinendynamik erreicht wird. Im Fräsen ist deckel maho ein Full-Liner. Produziert wird an den drei inländischen Standorten Pfronten, Geretsried und Seebach. Die deckel maho Pfronten GmbH bedient den Markt mit universellen Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Bei der deckel maho Geretsried GmbH werden vertikale Bearbeitungszentren für höchste Ansprüche im Werkzeug- und Formenbau sowie horizontale Bearbeitungszentren mit einem Einsatzgebiet vom allgemeinen Maschinenbau bis hin zur Serienfertigung gefertigt. Die deckel maho Seebach GmbH bietet neben kleineren cnc-Universal-Fräsmaschinen eine neue Produktlinie von Universal-Fahrständermaschinen an, die sich durch Linearantriebstechnik in der X-Achse und damit eine hohe Verfahrweggeschwindigkeit des Fahrständers auszeichnet.

Forschung und Entwicklung: Im Jahr 2001 haben wir 25 Maschinen neu entwickelt und der Weltöffentlichkeit präsentiert – insbesondere auf der emo, dem Branchenereignis des Jahres. Alle Neuentwicklungen fügen sich optimal in die Linienstruktur unseres innovativen Produktprogramms ein. Mit dieser Ausrichtung am Kundennutzen ist gildemeister auf die aktuellen Herausforderungen des Marktes gut vorbereitet. 90% unseres modernen Lieferprogramms wurden in den letzten drei Jahren entwickelt. Die Schwerpunkte der Innovationen liegen in der Integration der Technologien Drehen und Fräsen, dem konsequenten Ausbau der dreidimensionalen Laserbearbeitung, der Neuentwicklung einer kompletten Baureihe von cnc-Mehrspindel-Drehautomaten sowie der signifikanten Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeiten durch schnelle Linearantriebe und dynamische Kinematiken. Hervorzuheben sind darüber hinaus die Ultraschall- und die Lasertechnologie.

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Lasern und Ultrasonic als erfolgreiche Zukunftstechnologien: Als innovatives Hightech-Unternehmen erschließt gildemeister bereits heute den schnell wachsenden Zukunftsmarkt der hybriden Oberflächenbearbeitung. Unsere Maschinen haben hochentwickelte Laser- bzw. Ultraschallkomponenten, die sich hauptsächlich für die Fertigung kleiner, filigraner Kavitäten eignen, wie sie speziell von Unternehmen in bedeutsamen Wachstumsbranchen (z.B. die Medizintechnik, die Optische sowie die Halbleiter-Industrie) benötigt werden. Bei den Zukunftstechnologien geht gildemeister für das Geschäftsjahr 2002 von einem Geschäftsvolumen von 15 bis 20 mio € aus.

Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.514 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht 67% des gesamten Personals im gildemeister-Konzern. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt ist dies eine Zunahme um 11% bzw. 355 Mitarbeiter. Die Einstellungen erfolgten im Wesentlichen an den beiden Produktionsstandorten mit dem größten Umsatzzuwachs: Pfronten und Seebach. Ein Großteil der Arbeitsverhältnisse wurde zunächst befristet abgeschlossen. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf bei den inländischen Produktionswerken im Segment "Werkzeugmaschinen" lag im Jahr 2001 bei 55,4 T€ (Vorjahr: 53,7 T€). Ein Grund für den höheren Aufwand sind die Tariferhöhungen und die hohe Kapazitätsauslastung der Werke. Zusammen mit den ausländischen Produktionswerken beträgt dieser Wert im Segment "Werkzeugmaschinen" 44,2 T€. (Vorjahr: 42,8 T€).

Segmentberichterstattung: "Dienstleistungen"

Das zukunftsträchtige Geschäftsfeld der "Dienstleistungen" wird von der dmg Vertriebs und Service GmbH und ihren Tochtergesellschaften betrieben und bildet mit seinen Produkten und technischen Dienstleistungen ein eigenständiges Segment. In seiner Natur ist Dienstleistung auch in Zeiten einer Konjunkturschwäche eher ein stabiles Geschäft mit attraktiven Deckungsbeiträgen. Deshalb entwickelt gildemeister dieses Segment zu einem strategischen Standbein. Die Dienstleistungen umfassen neben der Vergütung für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeit das Service- und Ersatzteilgeschäft, Serviceprodukte wie den dmg-Netservice (Online-Service und -Beratung via Inter-/Intranet), den dmg-Messenger (Maschinen-Check-System via E-mail/sms) und den dmg-Service-Agent (Wartungserinnerung und Unterstützung bei Wartungsdurchführung und Ersatzteilbestellung), Schulungsprodukte sowie Qualifizierungsleistungen, die Anwendungstechnik, Inbetriebnahmen und das Geschäft mit den Gebrauchtmaschinen. Auch die Beschaffungsdienstleistungen der a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH sowie das Equipment, die Komponenten, Einrichtungen und Werkzeuge von saco gehören zu diesem Segment.

Mit den "Dienstleistungen" haben wir im Berichtsjahr einen deutlich gestiegenen Umsatz von 248,1 mio € erreicht. Die Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr mit 192,8 mio € betrug 55,3 mio € bzw. 29%. Dabei erhöhten sich die Umsätze im Inland um 11,4 mio € bzw. 11% auf 112,6 mio € und die mit dem Ausland um 43,9 mio € bzw. 48% auf 135,5 mio €. Die Exportquote erreichte 55% (Vorjahr: 48%).

Beim Auftragseingang im Segment "Dienstleistungen" konnten wir insgesamt eine Steigerung um 6% auf 236,5 mio € erzielen (Vorjahr: 222,1 mio €). Im Ausland mussten wir zwar einen Rückgang um 6,4 mio € bzw. 6% auf 106,3 mio € hinnehmen, der jedoch durch ein gutes Inlandsgeschäft mehr als kompensiert wurde. Hier nahmen die Auftragseingänge um 20,8 mio € bzw. 19% auf 130,2 mio € zu. Die Exportquote ging demgemäß auf 45% zurück (Vorjahr: 51%). Mit 573 Gebrauchtmaschinen lag die Absatzmenge in etwa auf dem Niveau des Jahres zuvor.

Zahlen zum Geschäftsverlauf

segment "dienstleistungen"

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Veränderungen
2001
2000*
2001 gegenüber 2000
mio € mio € mio € %
Umsatz
Gesamt 248,1 192,8 55,3 29
Inland 112,6 101,2 11,4 11
Ausland 135,5 91,6 43,9 48
% Ausland 55 48
Auftragseingang
Gesamt 236,5 222,1 14,4 6
Inland 130,2 109,4 20,8 19
Ausland 106,3 112,7 -6,4 -6
% Ausland 45 51
Auftragsbestand**
Gesamt 62,5 74,1 -11,6 -16
Inland 28,3 10,7 17,6 164
Ausland 34,2 63,4 -29,2 -46
% Ausland 55 86
Investitionen 8,9 6,2 2,7 44
Mitarbeiter** 1.644 1.437 207 14
ebitda 35,7 38,1 -2,4 -6
ebit 29,5 32,7 -3,2 -10
egg 24,3 27,8 -3,5 -13
Jahresergebnis 13,9 22,1 -8,2 -37

* einschl. gildemeister Italiana und ihrer Tochtergesellschaften ab 18.05.2000

** Stichtag 31.12.

Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2001 bei 62,5 mio € und damit um 11,6 mio € bzw. 16% niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Inlandsbestand erhöhte sich um 17,6 mio € auf 28,3 mio €. Bei den Auslandsaufträgen fiel dagegen der Bestand um 29,2 mio € auf 34,2 mio €. Der Anteil der Auslandsaufträge reduzierte sich entsprechend von 86% auf 55%.

Im Segment "Dienstleistungen" erreichte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24,3 mio €. Erhöhte Aufwendungen für die Erschließung zusätzlicher Industriemärkte und den Ausbau der Serviceleistungen und -kapazitäten belasteten im Geschäftsjahr 2001 die Ergebnisentwicklung. Bezogen auf den Umsatz des Segmentes haben wir eine Bruttorendite von 9,8% erwirtschaftet.

Unter Risikogesichtspunkten macht der stetige Geschäftsverlauf, der nur wenig durch Konjunktur- und Branchenzyklen beeinflusst wird, dieses Segment zu einem potenziellen Wachstumsfaktor für den gildemeister-Konzern. Im Segment Dienstleistungen werden die möglichen Risiken aufgrund des umfangreichen Leistungsspektrums und durch den Einsatz der weltweiten Direktvertriebsorganisation breit gestreut. Neben der produktspezifischen Marktakzeptanz sichert sich gildemeister durch umfassende Dienstleistungen und Serviceleistungen eine hohe Kundenbindung. Zudem wird die Gefahr möglicher Forderungsausfälle durch direkte internationale Präsenz weitgehend ausgeglichen.

Die Investitionen in diesem Segment betrugen im Berichtszeitraum 8,9 mio €. Die Details werden im Kapitel "Investitionen" ab Seite 79 dargestellt.

Im Bereich der Beschaffung und Logistik wurde der Ersatzteilservice von gildemeister im Jahr 2001 weiter optimiert. Die weltweite Verfügbarkeit von Ersatzteilen beim Kunden konnte deutlich erhöht werden. Gewährleistet wurde dieses durch den Ausbau unserer modernen Logistikzentren und den Einsatz effizient geführter edv-Systeme.

Die Kunden verlangen heute umfassende Dienstleistungsangebote und Serviceprodukte. Dabei erwarten alle Kunden Top-Qualität, kürzeste Reaktionszeiten und hohe Zuverlässigkeit. Diesem Kundenwunsch entspricht gildemeister mit seinem umfassenden Dienstleistungsangebot in den Bereichen Service- und Ersatzteilgeschäft, Schulungs- und Qualifizierungsprodukte, Updates auf dem Gebiet der Elektronik sowie

der Mechanik, Anwendungstechnik und Inbetriebnahmen. Neumaschinen werden serienmäßig mit einer dmg-Netservice-Schnittstelle ausgeliefert. Diese ermöglicht per Mausklick den sekundenschnellen Zugriff auf das Service-Know-how des gildemeister-Konzerns. Mit dem dmg-Messenger werden Fehlermeldungen via Telekommunikation dem Maschinenbediener automatisch und zeitnah zur Verfügung gestellt.

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Darüber hinaus bietet die dmg Gebrauchtmaschinen GmbH ein kundenorientiertes Dienstleistungspaket aus einer Hand. Es beinhaltet sowohl die Rücknahme als auch die technische Aufarbeitung und den Wiederverkauf von Gebrauchtmaschinen. Die Strategie bei der Weiterentwicklung der Dienstleistungen erfolgt nach dem Lifecycle-Ansatz, das heißt nicht nur die Maschine, sondern das System über den gesamten Produktlebenszyklus steht im Fokus.

Forschung und Entwicklung: Die Dienstleistungsprodukte, wie den dmg-Netservice und das cnc-Nettraining sowie neue, automatisierte Kommunikationstechniken haben wir gezielt ausgebaut. Möglich wurden sie dadurch, dass wir unsere Maschinen konsequent mit offenen Steuerungssystemen ausgestattet haben.

Im Segment "Dienstleistungen" waren zum Jahresende 1.644 Mitarbeiter bzw. 32% der Konzern-Belegschaft tätig. Das entspricht einem Aufbau von 207 Beschäftigten bzw. 14%, verglichen mit dem Vorjahr. Der Ausbau unserer Vertriebs- und Serviceaktivitäten erfolgt analog zur Erschließung neuer Märkte und dem Wachstum in den vorhandenen Märkten. Im Bereich Service, Ersatzteil-Logistik, Anwendungstechnik und Training waren 68% der Mitarbeiter dieses Segmentes beschäftigt. Der durchschnittliche Personalaufwand im Segment "Dienstleistungen" lag bei 68,9 T€ (Vorjahr: 69,3 T€).

Segmentberichterstattung: "Corporate Services"

Das Segment "Corporate Services" beinhaltet die gildemeister Aktiengesellschaft mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen wie Konzernstrategie, Produktentwicklung, Logistik und Produktion, Finanzierung, Controlling, Personalwesen und Marketing sowie der konzerneinheitlichen edv-Infrastruktur. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung unserer Großkunden, das wir, um der zunehmenden Globalisierung internationaler Unternehmen zu entsprechen, gebiets- und produktübergreifend konzentriert haben. Weiterhin ist die Holding Macchine Utensili S.p.A. diesem Segment als Finanzierungsgesellschaft für die italienischen Produktionswerke zugeordnet.

Zahlen zum Geschäftsverlauf

segment "corporate services"

Veränderungen
2001
2000
2001 gegenüber 2000
mio € mio € mio € %
Umsatz 1,0 1,1 -0,1 -9
Auftragseingang 1,0 1,1 -0,1 -9
Investitionen 2,3 0,7 1,6 229
Mitarbeiter* 54 41 13 32
ebitda -7,8 -12,9 5,1 40
ebit -13,0 -18,0 5,0 28
egg -16,2 -23,0 6,8 30
Jahresergebnis -15,2 -23,2 8,0 34

* Stichtag 31.12.

Umsatz und Auftragseingang im Segment "Corporate Services" in Höhe von 1,0 mio € setzen sich hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen. Die Veränderung in der Ergebniszusammensetzung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den verringerten sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Vorjahr die Übernahmekosten für die gildemeister Italiana S.p.A., die Kosten der Kapitalerhöhung und den Beitrag an die Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft enthielten. Weiterhin hat sich das Finanzergebnis der gildemeister Aktiengesellschaft verbessert. Am 31. Dezember 2001 waren in diesem Segment 54 Mitarbeiter (1%) beschäftigt. Die Investitionen betrafen Hard- und Software für Informations- und Kommunikationssysteme bei der gildemeister Aktiengesellschaft sowie den Erwerb von Finanzanlagen. Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 2,3 mio €.

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Das Segment "Corporate Services" umfasst die gildemeister Aktiengesellschaft und die Holding Macchine Utensili S.p.A. als Finanzierungsholding. Die Risikopotenziale dieses Segments beschränken sich überwiegend auf unternehmerische Risiken, die aus den Beteiligungen und Tochterunternehmen resultieren. Von der Kapitalmarktseite sind keine negativen Einflüsse zu erwarten. Unsere Investor Relations-Aktivitäten werden wir weiter ausbauen, um den steigenden Anforderungen des Finanzmarktes und insbesondere des Midcap-Index gerecht zu werden. Der Dialog mit unseren Aktionären, potenziellen Investoren und Finanzanalysten hat bei uns einen hohen Stellenwert. Das Management der gildemeister Aktiengesellschaft wird auch zukünftig die Priorität seines Handelns auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes legen.

bildmotiv >> Aluminium-Leiterplatte für die Aerospace-Industrie: zielstrebige Innovationen für höchste

Universalität – unsere weltweit führenden Fräsmaschinen der dmc-und dmu-Baureihen fertigen in einer neuen Dimension und werden dabei allen Ansprüchen gerecht.

nachtrag | vorausschau | forschung und entwicklung

gildemeister geht für das laufende Geschäftsjahr von einem verhaltenen Nachfrageverlauf aus. Wir werden uns den jeweiligen Marktgegebenheiten anpassen. Unsere Neuentwicklungen werden wir noch schneller als bisher zur Marktreife bringen. In Forschung und Entwicklung legen wir den Grundstein für profitables Wachstum. Die heutigen und zukünftigen Anforderungen unserer Kunden zu erkennen und zu erfüllen, das ist die Basis für wertsteigernde Innovationen.

Nachtragsbericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ließ auch in den ersten Monaten dieses Jahres wenig Dynamik erkennen. Die Nachfrage nach deutschen Werkzeugmaschinen war weiterhin zurückhaltend.

gildemeister konnte das neue Geschäftsjahr 2002 dennoch ohne die üblichen branchentypischen Anlaufverzögerungen zufrieden stellend starten. Der Auftragseingang verlief erwartungsgemäß verhalten. Wir konnten aber in den ersten beiden Monaten auf unseren traditionellen Hausausstellungen in Pfronten und Seebach ein wieder zunehmendes Interesse an Maschineninvestitionen feststellen. Der Umsatz erreichte planmäßig das Niveau des Vorjahres.

Wirtschaftliche Entwicklung 2002

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres nicht grundlegend verbessert. Nach wie vor ist die Konjunktur in den für uns wichtigen Industrieländern schwach ausgeprägt. Allerdings mehren sich laut des Kieler Instituts für Weltwirtschaft die Zeichen für eine konjunkturelle Aufhellung. Die Geldpolitik ist in vielen Ländern stark expansiv ausgerichtet, zum Teil kommen kräftige fiskalische Impulse hinzu. Förderlich wirkt außerdem ein niedriger Ölpreis. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (oecd) erwartet ab dem zweiten Quartal 2002 eine Erholung der Weltwirtschaft. Die eu-Kommission rechnet bereits für das erste Quartal 2002 in den zwölf Euro-Ländern mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,1% bis 0,4%.

Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (oecd), Paris

Der Konjunkturverlauf der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stagnierte zum Jahresbeginn 2002, und die Nachfrage nach deutschen Werkzeugmaschinen blieb zurückhaltend. Die Auftragseingänge der Branche lagen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 24% unter den entsprechenden Vorjahreswerten; die Umsätze stiegen um 21% (Stand: Februar 2002). Der Auftragsbestand in Produktionsmonaten verringerte sich bis Ende Februar 2002 auf 7,1 Monate (Vergleichswert des Vorjahres: 8,7 Monate).

Quelle: vdw (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)

Unternehmenssituation nach Schluss des Berichtsjahres

gildemeister konnte im laufenden Geschäftsjahr zufrieden stellend starten. Die sonst üblichen branchentypischen Anlaufverzögerungen im Geschäftsverlauf konnten vermieden werden. Der Konzernumsatz lag mit 141,3 mio € in den ersten zwei Monaten dieses Jahres leicht über dem Wert der vergleichbaren Monate des Vorjahres (Vorjahr: 135,9 mio €). Der Auftragseingang im gildemeister-Konzern stieg im Februar wieder um 20% gegenüber dem verhaltenen Auftragseingang des Vormonats und erreichte plangemäß für die ersten beiden Monate 156,8 mio € (Vorjahr: 222,5 mio €). Der Auftragsbestand zum 28. Februar 2002 lag mit 397,3 mio € um 4% über dem Bestand zum Jahresende 2001 aber deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Vorjahr: 509,5 mio €). Eine Aussage zum Ergebnis der ersten beiden Monate des Geschäftsjahres ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Wir werden darüber in unserem nächsten gildemeister-Quartalsbericht, den wir am 7. Mai 2002 im Rahmen unserer laufenden Berichterstattung nach den mdax-Richtlinien veröffentlichen werden, berichten.

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Das Key-Accounting haben wir im letzten Geschäftsjahr weiter ausgebaut, um der zunehmenden Globalisierung unserer internationalen Kunden zu entsprechen. Im Rahmen dieser gebiets- und produktübergreifenden Betreuung unserer Großkunden konnte das Key-Accounting im letzten Jahr einen Auftragseingang von rund 48 mio € erzielen (Vorjahr: 40 mio €) und hat damit unsere Erwartungen voll erfüllt. Diese Erfolge setzten sich in den ersten beiden Monaten des laufenden Geschäftsjahres fort. So konnten wir zwei Großaufträge aus der Automobilindustrie im Wert von über 8 mio € sowie einen aus der Verpackungsindustrie von über 11 mio € abschließen.

Mit verstärkten Marketingmaßnahmen in den ersten Monaten verfolgen wir das Ziel, die Neuentwicklungen von deckel maho und gildemeister auf den internationalen Märkten schnell durchzusetzen und das Geschäft von Anfang an zu forcieren. So konnten wir bereits im Januar auf unserer traditionellen Hausausstellung in Pfronten 60 Maschinen im Wert von 15 mio € verkaufen und unsere erste Premiere 2002, das

neue innovative Hightech-Vertikalbearbeitungszentrum dmc 64 v linear, präsentieren. Ein weiteres Highlight folgte unmittelbar im Februar: die Hausausstellung in unserem neuen, hochmodernen Produktionswerk im thüringischen Seebach. Hier orderten unsere Kunden 50 Maschinen im Wert von 9 mio €. Die auf dieser Ausstellung präsentierten Innovationen – die kombinierte Laser- und High-Speed-Fräsmaschine dml 60 hsc und die neue cnc-Mehrspindler-Generation gmc ism – fanden beim Fachpublikum großes Interesse. Parallel zur Hausausstellung wurde in Seebach das jährlich stattfindende "Worldwide Sales and Service Meeting" sowie zum zweiten Mal das Lieferantentreffen veranstaltet. Die Absatzpreise haben wir in den ersten beiden Monaten nicht verändert. Im Rahmen unserer Optimierungsmaßnahmen haben wir zum Anfang des Jahres 2002 die Marktbearbeitung für den französischen Markt von der dmg France S.a.r.l. auf die Gesellschaften dmg France Nord S.a.r.l., Les Ulis, und auf die dmg France Sud S.A.S, Lyon, aufgeteilt. Die Holding Macchine Utensili S.p.A. erwarb am 25. Februar 2002 weitere 5,58% des Aktienkapitals der gildemeister Italiana S.p.A. und erhöhte damit ihre Beteiligung an der Gesellschaft auf 91,55%. Gemäß § 21 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat uns die Deutsche Balaton ag mit Sitz in Wiesbaden mitgeteilt, dass sich ihre Beteiligung am stimmberechtigten Eigenkapital der gildemeister Aktiengesellschaft verändert hat. Am 8. März 2002 betrug der Stimmrechtsanteil der Deutschen Balaton ag 0,0%. Ansonsten wurden keine Änderungen der rechtlichen Unternehmensstruktur vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte im angesprochenen Zeitraum kein Erwerb oder Verkauf von Beteiligungen oder Betriebsteilen. Eine Kapitalerhöhung oder –herabsetzung haben wir 2002 nicht vorgenommen.

Die Jury der renommierten französischen Managementschule insead und der deutschen Wirtschaftshochschule für Unternehmensführung (whu) haben das neue Werk der deckel maho Seebach GmbH zum Gesamtsieger des Wettbewerbs "Die beste Fabriktm – Industrial Excellence Award 2002" gewählt. Der Preis wird alljährlich von der "Wirtschaftswoche" und der französischen Zeitschrift "L'usine nouvelle" vergeben und prämiert Unternehmen, deren exzellentes Produktionsmanagement ihnen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Gewinner werden in der Aprilausgabe 2002 der Wirtschaftswoche bekannt gegeben.

Es gab keine weitergehenden Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eintreten sind.

Zwei-Spindel-Drehzentren.

Das einzigartige Arbeitsraumkonzept und das umfassende Leistungsspektrum der Zwei-Spindel-Drehzentren der twin-Baureihe bieten optimale Möglichkeiten zur anspruchsvollen Komplettbearbeitung von Stangen-, Wellen- und Futterteilen.

Vorausschau 2002

Der weltwirtschaftlichen Entwicklung wird im Jahresverlauf wieder mehr Dynamik vorausgesagt. Sie soll nach übereinstimmender Meinung der meisten Forschungsinstitute etwa ab Mitte des Jahres spürbar werden. Das betrifft vor allem die usa und die Europäische Union. Die Aussichten für Japan bleiben vorerst negativ.

Dennoch ist eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus heutiger Sicht weiterhin problematisch. Es ist noch nicht abzusehen, wann sich die Nachfrage wieder beleben wird. Der deutsche Maschinenbauverband (vdma) geht in seinen letzten Veröffentlichungen davon aus, dass sich der Zeitpunkt eines Anziehens der Maschinenbauaufträge von Mitte 2002 nach hinten verschieben könnte, und erwartet einen Rückgang der Maschinenproduktion um 2%. Der deutsche Werkzeugmaschinenverband (vdw) und das ifo Institut in München rechnen für den Bereich der Werkzeugmaschinen sogar mit einem Produktionsrückgang um 10%.

gildemeister erwartet für das laufende Geschäftsjahr insgesamt einen eher verhaltenen Nachfrageverlauf. Wir werden uns situativ den Marktgegebenheiten anpassen, weiter rationalisieren und flexible Arbeitszeitmodelle nutzen. Noch schneller als in der Vergangenheit werden wir unsere Neuentwicklungen zur Marktreife bringen und somit zusätzlichen Umsatz ermöglichen. Gezielt werden wir unsere Marketingaktivitäten forcieren und auf 74 Messen und Events die technische Überlegenheit unserer Produkte in allen bedeutenden Märkten der Welt überzeugend präsentieren. gildemeister ist für zukünftige Herausforderungen gerüstet, um sich auch unter erschwerten Marktbedingungen zu behaupten.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verspricht in diesem Jahr an Dynamik zu gewinnen. Allerdings kommt die Weltwirtschaft voraussichtlich nur allmählich wieder in Gang, sodass die Wachstumsraten für das Gesamtjahr eher verhalten ausfallen dürften. Unsicherheitsfaktor bleiben die internationalen Spannungen. Global wird unter anderem vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 2,1% vorausgesagt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (oecd) prognostiziert dagegen für 2002 ein Wachstum

um 1% und eine Beschleunigung auf bis zu 3% im Jahr 2003. Zur Erholung in den usa tragen nach Expertenmeinung unter anderem stärkere wirtschaftspolitische Impulse im eigenen Land bei. Das IfW rechnet für die amerikanische Wirtschaft mit einem Wachstum von 2,0%. Die Konjunktur in Japan mit seinen anhaltenden strukturellen Problemen wird sich dagegen kaum beleben (IfW-Prognose: +0,1%). In Europa wird sich der Produktionsanstieg – nicht zuletzt dank seiner nun einheitlichen Währung – aller Voraussicht nach beschleunigen, allerdings nur allmählich und in kleinen Schritten. Die Wachstumsprognose des Kieler Instituts beläuft sich für die Europäische Union auf 1,7%.

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Deutschland hat den Voraussagen zufolge ebenfalls den konjunkturellen Tiefpunkt überwunden und befindet sich wieder – wenn auch langsam – im Aufwärtstrend. Im Jahresverlauf dürften mit der Erholung der us-amerikanischen Wirtschaft die Exporte wieder an Schwung gewinnen, meinen die Fachleute. Die Konsumkonjunktur wird allerdings von höheren Sozialversicherungsbeiträgen und indirekten Steuern sowie von einer wohl weiterhin sehr hohen Arbeitslosenzahl belastet. Die Voraussagen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2002 bewegen sich um die Ein-Prozent-Marke. Das IfW hat sich auf 1,2% festgelegt. Der Preisanstieg wird etwas moderater ausfallen. Die Deutsche Bundesbank rechnet mit 2,0%. Die Investitionen in Ausrüstungen dürften um 1% und in Bauten um 2,5% schrumpfen. Die konjunkturellen Auftriebstendenzen werden erst mit zeitlicher Verzögerung zu Beschäftigungsgewinnen führen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (diw) geht davon aus, dass die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt über 4,0 Millionen liegen wird. Trotz hoher Arbeitslosigkeit wird auch 2002 ein Mangel an verschiedenen Fachkräften bestehen. Erst 2003 wird die Konjunktur nach Ansicht der Ökonomen wieder an Fahrt gewinnen. Dabei geht das diw von plus 2,1% aus. Eine Besserung am Arbeitsmarkt schließen die Forschungsinstitute jedoch aus.

Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (oecd), Paris Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (diw), Berlin Deutsche Bundesbank, Frankfurt

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen wird im Jahre 2002 wohl kaum das Niveau der beiden Vorjahre erreichen. Aufgrund der weltweit rückläufigen Nachfrage und der nach wie vor bestehenden Unsicherheit darüber, wann die Belebung einsetzen wird, gehen wir davon aus, dass sowohl die Weltproduktion als auch der weltweite Verbrauch von Werkzeugmaschinen niedriger ausfallen als im Vorjahr. Gestützt wird diese Prognose sowohl durch die negativen Aussichten für Japan und weitere bedeutende Märkte in Asien als auch durch die Erwartung, dass die Nachfrage in Europa und Nordamerika erst im Laufe des Jahres zunehmen wird.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie geht bei ihren Erwartungen zur Branchenkonjunktur von einem schwierigen Jahr 2002 aus. Der Auftragseingang lag im vergangenen Jahr um 0,6 mrd € unter der Produktion und ließ den Auftragsbestand auf 7,4 Monate zurückfallen. Die Kapazitätsauslastung lag zuletzt nur noch bei 93,4%, was keiner Vollauslastung mehr entspricht. Vor diesem Hintergrund und angesichts der weiter rückläufigen Auftrageingänge zum Jahresanfang erwartet der Verband der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller (vdw) einen Produktionsrückgang in der Größenordnung von 10%. Für den Export wird ein Minus von 11%, für den Inlandsabsatz eine Abnahme um 10% unterstellt. Obwohl sich die Konjunktur innerhalb der Europäischen Union (eu) günstiger als in anderen Wirtschaftsregionen entwickelt hat, geht der Verband bei seiner Einschätzung auch hier – wie in den usa – von einer deutlichen Abkühlung der Werkzeugmaschinennachfrage aus, die erst im späteren Verlauf des Jahres 2002 abklingen werde. Nachfrageeinbußen aus den Nicht-eu-Regionen würden überproportional ausfallen, und für die Inlandsbestellungen wird ein zeitversetzter Verlauf wie bei den Auslandsaufträgen mit später einsetzender Belebung erwartet. Die tatsächliche Lage der Werkzeugmaschinenindustrie sowohl in Deutschland als auch weltweit weicht nach unserer Meinung teilweise von den Prognosen ab: Erste Fälle von Insolvenzen in der Branche sind nicht auszuschließen, und die Zahl der Firmen, die wegen fehlender Aufträge Kurzarbeit einführen müssen, mehren sich.

Quelle: "Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie im Jahr 2001" vdw (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)

Eine wesentliche Änderung der Branchenstruktur könnte sich durch weitere Insolvenzen von Werkzeugmaschinenherstellern ergeben. Für gildemeister sehen wir hier derzeit und für die überschaubare Zukunft aus einer eventuell veränderten Wettbewerbslage am Markt keine negativen Auswirkungen oder Risiken. Vielmehr hat gildemeister mit seinen innovativen und modernen Produkten sowie seiner globalen Marktpräsenz gute Chancen, im internationalen Wettbewerb seine führende Position als Hersteller spanender Werkzeugmaschinen erfolgreich zu verteidigen und weiter auszubauen.

gildemeister ist dafür gerüstet, sich auch unter erschwerten Marktbedingungen zu behaupten. Mit der weltweiten Präsenz der dmg Vertriebs und Serviceorganisation in allen bedeutenden Industriemärkten wurden die Voraussetzungen zur Realisierung auskömmlicher Marktanteile geschaffen. gildemeister bietet als Full-Liner das geschlossenste Lieferprogramm der Welt im Bereich der spanenden Werkzeugmaschinen. Mit innovativen Produkten und den zahlreichen technischen Vorteilen sowie kundenorientierten Dienstleistungen wollen wir auch im Jahr 2002 wieder unsere Spitzenstellung unter Beweis stellen.

cnc-Universal-Drehmaschinen.

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Perfektion in Prozess und Performance sowie ein Leistungsplus von mindestens 10%: Das bieten die neuen Maschinen der ctx linear-Baureihe. Garanten dafür sind der Linearantrieb in der X-Achse, ein schnell schaltender Servo-Revolver sowie High-Endcnc-Steuerungen.

konzernlagebericht und lagebericht

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Vertikal-Bearbeitungszentren.

Die neue dmc 64 linear von deckel maho setzt mit hochdynamischen Linearantrieben, der High-Endcnc-Steuerung und einer schnellen 12.000er-Arbeitsspindel neue Benchmarks im Markt der kompakten Vertikal-Bearbeitungszentren.

Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr insgesamt einen eher verhaltenen Nachfrageverlauf. Der Auftragseingang im Januar und Februar betrug 156,8 mio € (Vorjahresvergleich: 222,5 mio €). Er entspricht weitgehend unserer Planung und lag über den erzielten Umsätzen, was als positives Signal zu werten ist. Im ersten Quartal 2002 rechnen wir mit einem Auftragseingang, der auf oder sogar leicht über dem Niveau des vierten Quartals des Vorjahres liegen könnte. Eine Jahresprognose zur Auftragseingangsentwicklung werden wir in unserem ersten Quartalsbericht am 7. Mai 2002 abgeben. Gestützt auf forcierte Marketingmaßnahmen und unsere neuen innovativen Maschinen planen wir, unseren Anteil am weltweiten Marktvolumen zu erhöhen. Im Verlauf des Jahres rechnen wir mit einem wieder steigenden Absatzvolumen. Aus heutiger Sicht gehen auch wir davon aus, dass sich die Nachfragesituation im Jahresverlauf verbessern wird und unser Auftragseingang im Gesamtjahr um die 1 mrd € erreichen kann. Die Fertigwarenbestände auf den Weltmärkten, insbesondere die unserer japanischen Wettbewerber, haben den Druck auf die Absatzpreise in den letzten Monaten weiter erhöht. Hinsichtlich der regionalen Verteilung des Auftragseinganges dürfte sich eine Verschiebung zu Gunsten der Regionen Asien und Amerika ergeben.

Der Konzernumsatz entwickelte sich im laufenden Geschäftsjahr weitgehend plangemäß. Er erreichte in den ersten beiden Monaten 141,3 mio € (Vorjahreswert: 135,9 mio €). Ausgehend von den zu erwartenden Auftragseingängen des laufenden Geschäftsjahres könnte der Umsatz im Jahr 2002 wiederum über 1 mrd € liegen. Selbst bei anfänglich ungünstigem konjunkturellen Verlauf ist die Umsatzerwartung aufgrund des vorliegenden Auftragsbestandes nach gegenwärtigem Stand realistisch. Dabei gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz im ersten Quartal dieses Jahres in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals verlaufen wird. Bei einem Inlandsanteil von ca. 50% erwarten wir für das übrige Europa etwa 31 - 33%, für Nordamerika etwa 7 - 8% und für Asien etwa 8 - 9% Umsatzanteil. Für den Umsatzverlauf der nächsten zwei Jahre sehen wir wiederum eine Steigerung zwischen 5 - 10%.

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Der Auftragsbestand im Konzern stieg bis Ende Februar 2002 auf 397,3 mio €. Dieser immer noch hohe Auftragsbestand bedeutet eine gute Grundauslastung, so dass zu erwartende Schwankungen beim Auftragseingang einzelner Maschinentypen besser aufgefangen werden können. Dennoch ist auch gildemeister trotz des generell hohen Auftragsbestandes in einigen Bereichen, so im Spezialbereich der Mehrspindel-Drehautomaten, betroffen und hat für sein italienisches Werk vorsorglich Kurzarbeit vorgesehen.

Beim Ergebnis (egg) erwarten wir – bedingt durch die hohen Anlaufkosten der neuen Produkte – im ersten Quartal einen Rückgang auf 3 - 6 mio €. Eine weitergehende Aussage zur Ergebnisentwicklung für das laufende Geschäftsjahr ist derzeit noch nicht möglich. Wir arbeiten daran, auch unter ungünstigeren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahre 2002 die Ertragskraft des Unternehmens zu erhalten.

Bei dem derzeit unterstellten Geschäftsverlauf kann mit einer Dividende gerechnet werden. Über die Höhe lässt sich nach gegenwärtigem Stand allerdings noch keine Aussage treffen.

Seit dem 1. Januar 2002 ist die inländische Finanzierung konzerneinheitlich über die gildemeister Aktiengesellschaft abgedeckt. Auf Basis der mittelfristigen Finanzplanung ergibt sich für die Finanzierung der kurzfristigen Betriebsmittel und der Geschäftsausweitung eine Erhöhung des Kreditbedarfes um rund 45 mio € auf 180 mio €. Die Kreditverträge zur Absicherung dieses Volumens sind auf zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2003 abgeschlossen. Die ausländischen Tochtergesellschaften sind über davon getrennte Finanzierungskreise mit den erforderlichen Bankfaszilitäten ausgestattet. Der höhere Mittelbedarf ergibt sich einerseits aus der geplanten Geschäftsausweitung in Amerika und Asien und andererseits aus dem Aufbau weiterer Vertriebs- und Servicegesellschaften. Größere Investitionsprojekte und unser Vorhaben zur Erhöhung der Beteiligungsquote bei der gildemeister Italiana S.p.A. werden über separate mittelfristige Finanzierungen dargestellt.

Das Risikomanagement des Konzerns wird auch weiterhin systematisch und auf der Basis von Chancen- und Risikoeinschätzungen weiterentwickelt. Aus heutiger Sicht gibt es keine bestandsgefährdenden Risiken aus externen Faktoren. Für Risiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte, haben wir soweit wie möglich Vorsorge getroffen. Mögliche Risiken der künftigen Entwicklung aus den betrieblichen Aufgabenbereichen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Personal, Finanzierung) haben wir in unseren Gesellschaften identifiziert. Material- und Produktionsrisiken werden durch die Eigenfertigung von Knowhow-Teilen reduziert; kritische Zulieferteile sichern wir durch ein Double-Sourcing im Beschaffungswesen ab. Insgesamt begrenzen wir die unternehmerischen Risiken durch die dezentrale Organisation des weltweiten Vertriebssystems, eine breite Streuung des Kundenkreises über die Großindustrie, den Mittelstand und viele Kleinbetriebe in den verschiedensten Branchen sowie durch eine hohe Kundenbindung dank unserer umfassenden Dienstleistungen. Der gildemeister-Konzern erzielt seinen Hauptumsatz

in Europa im Euro-Raum. Das Währungsrisiko ist somit gering. Währungsrisiken aus anderen Märkten sichern wir geschäftsbezogen durch die Konzernunternehmen oder durch die gildemeister Aktiengesellschaft ab.

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Für das Geschäftsjahr 2002 beläuft sich das geplante Volumen der Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 34,9 mio € und liegt damit auf Höhe der voraussichtlichen Abschreibungen. Hinzu kommen 5,5 mio € für Sachanlagen, die über Leasing finanziert werden. Neben dem Ziel, die Prozesse zu verbessern sowie die Betriebsbereitschaft aufrecht zu erhalten, liegt der Fokus der Investitionen vor allem auf dem Anlauf der neuen Produkte. Die höchsten Investitionen plant die deckel maho Pfronten GmbH mit 12,1 mio €. Zur Erhöhung der Flexibilität in der Fertigung der T-Baureihe sind 1,7 mio € für eine Fließfertigung vorgesehen. Auf das Projekt "Front Office", das der Optimierung der betrieblichen Abläufe und Prozesse im ganzen Konzern dient, entfallen 1,5 mio €. Ein bedeutender Schwerpunkt ist der Bau des neuen Technologiezentrums Nord am Standort Bielefeld für etwa 5,0 mio €. Die dmg Vertriebs und Service GmbH plant für den Aus- bzw. Aufbau der in- und ausländischen Vertriebsgesellschaften Investitionen in Höhe von 8,9 mio €. Die gildemeister Drehmaschinen GmbH hat im laufenden Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 2,0 mio € für die Produktion neuer Maschinentypen vorgesehen. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen des Teilkonzerns gildemeister Italiana S.p.A. beträgt 3,5 mio €. Davon entfallen etwa 1,4 mio € auf die Anschaffung von maschinellen Anlagen. Weiterhin wird der Teilkonzern das konzerneinheitliche cad-System ausbauen. Bei der famot Pleszew S.A sind Investitionen in Höhe von 1,6 mio € geplant, die überwiegend dazu dienen, die Konzerngesellschaften mit dem Neuanlauf von Rumpfmaschinentypen beliefern zu können. Die Investitionen an den Standorten Geretsried und Seebach dienen im laufenden Geschäftsjahr überwiegend dem Anlauf der neuen Produkte sowie der Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft. Die Struktur der Investitionen ist ausgewogen und zwischen den verschiedenen Erfordernissen der Produktionsstandorte und Märkte ausgeglichen. Risiken sind mit den Investitionsvorhaben nach gegenwärtiger Einschätzung nicht verbunden.

gildemeister ag 24%

Bei der Beschaffung wird der Ausbau der Internet gestützten Bestellabwicklung mit Hilfe des Systems "eSupply" auch im Jahr 2002 intensiv vorangetrieben. Ziel von gildemeister ist es, neben den top-Lieferanten, die bereits angeschlossen sind, auch B- und C-Lieferanten für das System zu gewinnen. Dies soll mit Hilfe von regelmäßigen Informationsveranstaltungen für Lieferanten an den einzelnen Produktionsstandorten erreicht werden. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht ein neuer Ansatz zur Gestaltung von leistungsstarken Lieferpartnerschaften, der unter dem Begriff "coSupply" im Rahmen des zweiten gildemeister Lieferantentages am 1. März 2002 in Seebach vorgestellt wurde. Damit wurde eine neue Phase fokussierter, gemeinsamer Bemühungen mit den Beschaffungspartnern zur Verbesserung der Lieferbereitschaft und -fähigkeit begonnen. Unter dem Lieferantenportal www.cosupply.de lassen sich sowohl aktuelle Beschaffungsinformationen als auch Daten aus dem Beschaffungsmonitoring lieferantenspezifisch abrufen. Die Strategie der Wertschöpfungsoptimierung mit dem verstärkten Bezug von Rumpfmaschinen wird weiter verfolgt und ausgebaut. Mit der dmu 60 t aus Pfronten wird eine weitere Rumpfmaschine von der Konzerngesellschaft famot Pleszew S.A. bezogen. Die im Konzern abgestimmte Beschaffung von Aggregaten, Modulen und Baugruppen ist durch langfristige Rahmenverträge abgesichert. Die Lieferung der Beschaffungsmenge ist sicher gestellt; die Beschaffungspreise müssen analog der Marktentwicklung im laufenden Geschäftsjahr zum Teil nachverhandelt werden. Die Standorte arbeiten im Rahmen des systematischen Materialgruppenmanagements – koordiniert von der zentralen Beschaffung – eng mit den jeweiligen Lieferanten zusammen. Alle Maßnahmen und Vorgehensweisen im Beschaffungsmanagement sind ebenfalls darauf ausgerichtet, die Liquidität positiv zu beeinflussen und zusätzliche Liquiditätsbelastungen zu vermeiden. Zum Beispiel erwarten wir zukünftig mit dem Ausbau unseres Just-in-time-Konzeptes zur Materialbereitstellung deutliche positive Auswirkungen auf die Liquidität durch eine geringere Vermögensbindung.

Im Bereich Produktion und Logistik werden wir nach den überaus positiven Erfahrungen mit Fließmontagen an den Standorten Seebach und Bielefeld im Jahr 2002 eine weitere Fließmontage am Standort Pfronten einführen. In der eigens dafür gebauten Montagehalle wird das Volumenmodell dmu 60 t produziert. Analog zum Standort Bielefeld werden wir damit eine drastische Verkürzung der Durchlaufzeiten und eine tiefgreifende Verbesserung der logistischen Prozessabstimmung erreichen.

Mit der Einführung eines Transshipmentpoints am Standort Bielefeld und an weiteren Standorten soll eine vereinfachte Versorgung und die Reduzierung der Bestände erzielt werden. Zur Vereinfachung der Bestellabwicklung haben wir das am Standort Geretsried im Rahmen eines Pilotprojektes gestartete Verfahren des "Web-Kanban" weiter ausgebaut. Hierbei bekommt der Lieferant – per Internet übertragen – ein kontinuierlich aktualisiertes Bild vom Lagerplatz seiner Ware zur Verfügung

Ultrasonic-Maschinen.

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Die Maschinen der dms ultrasonic-Baureihe revolutionieren die Bearbeitung hartspröder Werkstoffe dank bis zu fünffach höherer Produktivität gegenüber konventionellen Verfahren, exzellenter Oberflächengüte und hoher Prozesssicherheit.

die Linearantriebstechnik und eine High-End-cnc-Steuerung optimale Performance und Präzision in der wirtschaftlichen Fertigung von variablen Losgrößen.

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gestellt. Im Jahr 2002 erfolgt am Standort Brembate eine logistische Reorganisation der Montage- und Fertigungsfläche. Das Ziel ist eine Verbesserung der logistischen Prozesse und eine deutliche Erhöhung der Flächenproduktivität.

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Die Maßnahmen im Bereich der Produktion und Logistik tragen zudem zur Erhöhung der Flexibilität der Produktionssysteme bei und erlauben damit, die Auslastung besser mit den Markterfordernissen zu synchronisieren.

Auf Grund unserer hohen Innovationskraft planen wir, im laufenden Geschäftsjahr erneut 22 neue Produkte am Markt zu positionieren und auf kommenden Messen vorzustellen. So wird mit der im Januar 2002 vorgestellten dmc 64 v linear ein neues vertikales Bearbeitungszentrum in Serie gehen. Dieses Produkt wird sowohl in der Serienfertigung als auch im Werkzeug- und Formenbau neue Maßstäbe setzen. Erstmals im Konzern wird mit der ctx 420 linear eine Maschine in Serie gehen, die konsequent für die Produktion in einer Fließmontage entwickelt wurde. Zur Fachmesse metav in Düsseldorf im Juni 2002 werden wir weitere Maschinen vorstellen, darunter die dmp 60 v linear als hochdynamisches und hochpräzises, universales Bearbeitungszentrum und die gmc 35 ism, ein cnc-Mehrspindel-Drehautomat mit integrierten Spindelmotoren. Als besonderes Highlight der Neuvorstellungen von deckel maho Pfronten wird die dmu 340 p aus der Produktlinie der cnc-Universalfräsmaschinen zur 5-Seiten- und 5-Achsen-Komplettbearbeitung das bestehende Produktprogramm nach oben abschließen.

Unsere Dienstleistungsangebote werden wir in den Jahren gezielt weiter ausbauen. Die firmengrenzenüberschreitende Vernetzung offener Steuerungssysteme und Softwaremodule erschließt neue Absatzmöglichkeiten von ektronischen Produkten und Dienstleistungen, wie dem dmg-Netservice, dem cnc-Nettraining und anderen E-Commerce-Tools, deren Ausbau wir vorantreiben. Im Bereich der Dienstleistungen wird gildemeister die Abwicklung des Ersatzteilverkaufs über eine moderne E-Business-Lösung weiter optimieren. Die zukünftigen Produkte entsprechen unserer Strategie, die Produktlinien zu erweitern und die Technologien Fräsen und Drehen, 3d-Laserbearbeitung und Ultraschallbearbeitung sowie die Linearantriebe weiter zu integrieren, um unsere Technologieführerschaft auszubauen.

Die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Emissionen zu minimieren, ist ein wichtiges Ziel des Unternehmens. Im Rahmen der Umweltschutzmaßnahmen sucht gildemeister – auch in Kooperation mit unseren Partnern aus Industrie und Forschung – nach Lösungen zur Vermeidung oder Reduzierung von Schadstoffen in unseren Produkten. Für alle unsere Standorte ist es sowohl eine Selbstverständlichkeit als auch eine Verpflichtung, sich für umweltfreundliche Aktivitäten einzusetzen. Ein Beispiel ist die Ausweitung der Minimalmengenschmierung auf weitere Anwendungsfälle. Bisher tragen Führungselemente und Antriebsspindeln mit Minimalmengenschmierung wesentlich zur Umweltschonung bei. Im Werk Pfronten werden Investitionen in Höhe von 1,2 mio € für eine neue Kesselanlage und die umfassende Modernisierung der Klima- und Lüftungstechnik aufgewandt. Dadurch sollen signifikante Reduktionen des Energiebedarfs und der Schadstoffemissionen erreicht werden.

In Pleszew und Geretsried werden neue umweltgerechte Konzepte zur Abfallentsorgung umgesetzt. Dafür wird famot im laufenden Jahr 25 T€ investieren. Am Standort Geretsried werden im Jahr 2002 Mittel in Höhe von 0,4 mio € für den Umweltschutz aufgewandt.

Im laufenden Geschäftsjahr sind in der rechtlichen Unternehmensstruktur außer den bereits angekündigten Maßnahmen wie der Beteiligungserhöhung bei der gildemeister Italiana S.p.A. keine weiteren Änderungen geplant. Unternehmenseingliederungen oder Akquisitionen sind mit heutigem Stand nicht vorgesehen. Bei der Organisation und Verwaltung beabsichtigen wir derzeit keine wesentlichen Veränderungen. Es sind keine bedeutenden Restrukturierungsmaßnahmen geplant.

Auch zukünftig wird es auf dem Arbeitsmarkt einen harten Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte speziell in unserer Branche geben. Deshalb werden wir die Nachwuchsförderung aus den eigenen Reihen weiter ausbauen. Wir geben bereits heute jungen Menschen die Gelegenheit, auf nationalen wie internationalen Messen ihr Können unter Beweis zu stellen. Zusätzlich soll ein intensiverer Best-Practice-Austausch zwischen den Auszubildenden der Konzerngesellschaften einer effizienteren Ausbildung dienen. Im Jahr 2002 werden im Segment "Corporate Services" speziell it-Mitarbeiter eingestellt. In den Segmenten "Werkzeugmaschinen" und "Dienstleistungen" werden wir flexible Arbeitszeitmodelle nutzen.

Die Schwerpunkte unserer zukünftigen Forschung und Entwicklung liegen in der Integration der Technologien Drehen und Fräsen, dem konsequenten Ausbau der 3d-Laserbearbeitung sowie der signifikanten Erhöhung der Bearbeitungsgeschwindigkeiten durch schnelle Linearantriebe und dynamische Kinematiken. Hervorzuheben ist darüber hinaus die Ultraschallbearbeitung, mit der ein neues Anwendungsspektrum zur Bearbeitung moderner, hartspröder Werkstoffe erschlossen wurde. Dazu werden wir in den Bereichen der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung sowie der experimentellen Entwicklung auch im Jahr 2002 durch enge Kooperation mit Systemlieferanten und Forschungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung neuer Produkte leisten. Wir werden die Struktur der im Bereich Forschung und Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen weiter verbessern. Die Mitarbeiteranzahl sowie die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung richten sich auch zukünftig nach unseren strategischen Zielen. Dadurch schaffen wir die Voraussetzung zum weiteren Ausbau unserer Technologieführerschaft und Marktposition. Die Erfolge dieser Forschungs- und Entwicklungspolitik zeigen sich in der hohen Anzahl von erneut über 20 für das laufende Geschäftsjahr geplanten Innovationen.

Forschung und Entwicklung

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Im Jahr 2001 wurden 25 Maschinen neu entwickelt und der Weltöffentlichkeit präsentiert, vor allem auf der emo, dem Branchenereignis des Jahres. Alle Neuentwicklungen fügen sich optimal in die Linienstruktur unseres innovativen Produktprogramms ein und orientieren sich konsequent am Kundennutzen. Das aktuelle Lieferprogramm wurde zu 90% in den letzten drei Jahren entwickelt. Damit ist gildemeister auf die künftigen Herausforderungen des Marktes bestens vorbereitet.

Die Ausrichtung der Forschung und Entwicklung entspricht der konsequenten Marktorientierung des gildemeister-Konzerns. Geprägt durch die emo waren die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mit 49,8 mio € (2000: 34,2 mio €) die höchsten in der gildemeister-Geschichte. Bezogen auf den Umsatz des Segmentes "Werkzeugmaschinen" sind dies 5,6% (2000: 4,7%). Mit 395 Mitarbeitern (Vorjahr: 338) waren in den Produktionswerken 12% der Belegschaft mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigt. Die Mitarbeiterstruktur im Bereich Forschung und Entwicklung ist geprägt durch ein hohes Qualifikationsniveau. Neben wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeitern tragen dabei erfahrene Beschäftigte mit technischer Fachausbildung zum Ausbau unseres technologischen Wettbewerbsvorteils bei. Die Qualifikation der Mitarbeiter verbessern wir dabei durch permanente Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind mehr als 100 Entwickler bei externen Konstruktionsbüros für deckel maho und gildemeister tätig. Hierfür wurden 8,5 mio € aufgewandt. Interdisziplinär besetzte Entwicklungsteams setzen die technologischen Trends stringent und marktorientiert um.

Die strategische Abstimmung und inhaltliche Koordination der Entwicklungsprojekte und -teams erfolgt in konzernweiten Produktentwicklungsgesprächen, an denen alle relevanten Bereiche des Konzerns beteiligt sind. Die enge Kooperation mit verschiedenen Forschungseinrichtungen gewährleistet, dass sich unsere Entwicklungsprojekte im Einklang mit dem jeweils aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung befinden. Die Zusammenarbeit erstreckt sich dabei auf alle Forschungs- und Entwicklungsbereiche: Von der produkt- und produktionsorientierten Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur Unterstützung bei der Bauteilentwicklung. Zur Unterstützung eines erfolgreichen Übergangs aus der Prototypenphase in den Serienanlauf neuer Maschinen wurde konzernweit die systemgestützte Methodik des Serienanlaufmanagements eingeführt.

Die zukunftsträchtigen, elektronischen Dienstleistungen – wie der dmg-Messenger, dmg-Service-Agent, cnc-Nettraining – und weitere, automatisierte Kommunikationstechniken erhöhten durch firmengrenzenüberschreitende Vernetzung unserer offenen Steuerungssysteme und Softwaremodule den Kundennutzen und wurden gemäß der Konzernstrategie gezielt vorangetrieben.

gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld

Das Produktangebot der gildemeister Drehmaschinen GmbH wurde durch marktgerechte Neuentwicklungen erweitert. Die Entwicklungs-Aufwendungen stiegen auf insgesamt 10 mio €; das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 43%. Im Jahr 2001 wurde der personelle Ausbau des Entwicklungsbereiches fortgesetzt und die Projekt-Organisation weiterentwickelt, um Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Entwicklungsqualität zu verbessern. Die Zahl der Mitarbeiter in der Entwicklung und Konstruktion stieg um 11% auf 60 an. Dies entspricht knapp 13% des Personalbestandes der Gesellschaft. Die Rahmenbedingungen und die Kommunikationsmöglichkeiten verbesserten sich durch die bauliche Modernisierung des Entwicklungsbereiches sichtbar.

Die Universaldrehmaschinen der nef-Baureihe wurden durch das alternative Steuerungskonzept Siemens 810d ManualTurn sowie durch Automatisierungsbausteine ergänzt. gildemeister baut damit seine Marktführerschaft in Europa für diese Maschinenklasse aus. Auf der emo in Hannover stellte die gildemeister Drehmaschinen GmbH insgesamt sieben Weltneuheiten vor. Die erfolgreiche Produktlinie der Zweispindel-Drehzentren twin 32 wurde ergänzt durch die drei neuen, größeren Maschinen twin 42/65/102. Diese Produkte stehen für Komplettbearbeitung auf höchstem Niveau. Der optionale cnc-gesteuerte B-Achs-Revolver stellt hierbei eine Innovation zur Integration komplexer Fräsbearbeitung dar. Im Bereich des universellen cnc-Drehens steht die neue ctx 420 linear-Generation für mindestens 10% Produktivitätssteigerung durch Linearantriebstechnik, integrierte Spindelmotoren und einen extrem schnell schaltenden Werkzeugträger. Der Bereich des Vertikaldrehens ist ebenfalls

erweitert worden. Durch die Möglichkeit der optimalen Verkettung von rechter und linker Maschinenausführung lassen sich automatisierte ctv-Linearmaschinen zu großserientauglichen Fertigungssystemen kombinieren. Das neue 6-Seiten-Dreh-Fräszentrum twin 500 linear mit modernster Lineartechnologie ermöglicht es, komplexeste Bauteile wirtschaftlich zu bearbeiten und bietet neue Standards in Bezug auf Bearbetungstechnologie, Werkzeugvorrat und Werkzeugwechselzeiten. Auf Grund innovativer Drehspindeltechnik setzt diese Maschine mit 1.080 Nm Spindel-Drehmoment aber auch Bestwerte hinsichtlich ihrer Maschinendynamik.

Die gildemeister Drehmaschinen GmbH beteiligt sich zurzeit an Forschungsprojekten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. In Kooperation mit Forschungseinrichtungen – wie zum Beispiel dem Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Hannover, Herstellern von Werkzeugmaschinen und Steuerungen sowie Anwendern – wird im Bereich hochgenauer Werkzeugmaschinen und deren virtueller Produktentstehung geforscht. Ein weiteres Projekt hat das Ziel, zu untersuchen, wie Fertigungseinrichtungen an sich ändernde Marktbedingungen flexibel angepasst werden können. Mit dem Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Hannover besteht eine besonders enge Zusammenarbeit, da der derzeitige Inhaber des Lehrstuhls bis vor kurzem die Entwicklungsabteilung der gildemeister Drehmaschinen GmbH leitete.

gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra

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Die Entwicklungsaufwendungen bei gildemeister Italiana betrugen im Berichtszeitraum 11,0 mio €. In diesem Bereich sind 75 Mitarbeiter und damit 17 % der Belegschaft tätig. Weiterhin haben 21 Mitarbeiter der gildemeister Italiana s.r.o., Zlín, für die Muttergesellschaft an Entwicklungsprojekten gearbeitet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der gildemeister Italiana standen bis zur emo 2001 ganz im Zeichen der neuen cnc-Mehrspindelautomaten. Komplexe, präzise Drehteile ab mittlerer Losgröße können damit flexibel und wirtschaftlich gefertigt werden. Integrierte Spindelmotoren in allen Stationen erlauben den Einsatz optimaler Technologiewerte. Dadurch werden kürzere Bearbeitungszeiten und niedrigere Stückkosten erreicht. Die neue 3D-Steuerungssoftware erlaubt es, bei erhöhter Bedienerfreundlichkeit Rüst- und Bearbeitungszeiten zu reduzieren und Crashsituationen zu vermeiden.

Der Entwicklungsaufwand dieser innovativen cnc-Mehrspindelautomaten betrug 5 mio €. Diese neuen Maschinen werden in den nächsten Jahren maßgeblich zum Umsatz beitragen.

Die cnc-Langdrehautomaten wurden auf der emo 2001 erstmalig mit Linearantrieben vorgestellt. Höhere Eilgangsgeschwindigkeiten und Beschleunigungen erlauben eine Reduzierung der Nebenzeiten. Verschleißlose Schlittenführungen gewährleisten außerdem die Langzeitqualität der Maschine.

konzernlagebericht und lagebericht

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cnc-Universalfräsmaschinen für 5-Achs-Bearbeitung. Supergenaue Fertigung auf Dauer bei hoher Produktivität – dank modernster Maschinenbautechnologie, mit der sowohl die 5-Seiten- als auch die simultane 5-Achs-Bearbeitung möglich ist. Das bieten die Maschinen der dmu p hi-dyn-Baureihe.

graziano Tortona S.p.A., Tortona

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Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der graziano Tortona S.p.A. führte in Zusammenarbeit mit den anderen Standorten des Geschäftsfeldes "Drehen" die Neuausrichtung des Produktprogramms fort. Die beiden Neuentwicklungen des Jahres 2001 fügen sich daher nahtlos in die Seven-Lines-Produktstrategie des Konzerns ein.

Mit der ctx 310 hat graziano das Einstiegsmodell des Konzerns bei den cnc-Universal-Drehmaschinen entwickelt. Die ebenfalls im Jahr 2001 entwickelte ctx 320 linear bietet dem Kunden deutliche Produktivitätsvorteile gegenüber konventionellen Maschinen. Im Berichtsjahr wendete graziano 1,0 mio € für Forschung und Entwicklung auf und beschäftigte hier 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 3).

famot Pleszew S.A., Pleszew

Neben der nef 320 k fertigte famot im Berichtsjahr die nef 520 k als neues Modell der nef-Baureihe und stellte sie erstmals auf der emo 2001 vor. Die Maschine erweitert die Produktpalette des gildemeister-Konzerns im Einstiegsbereich des Universaldrehens. Im Jahr 2001 hatte famot Aufwendungen in Höhe von 0,1 mio € für Forschung und Entwicklung und liegt damit auf Vorjahresniveau. In diesem Bereich wurden im Berichtszeitraum 14 Mitarbeiter beschäftigt.

deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten

deckel maho Pfronten setzte im vergangenen Jahr die Innovationsoffensive des Vorjahres fort. Alle Neu- und Weiterentwicklungen bewährten sich im Markt. Auf der emo in Hannover wurde im Bereich der kombinierten Fräs- und Drehbearbeitung in einer Maschine erstmals die dmu/dmc 200 fd präsentiert. Sie ergänzt die erfolgreiche Produktreihe im oberen Abmessungssegment. Ebenfalls zur emo stellte deckel maho Pfronten die neue dmu/dmc 160 vor. Diese Maschine ergänzt den Arbeitsbereich der erfolgreichen P- und U-Baureihen im mittleren Abmessungssegment. Die dmu 160 p stellt einen Entwicklungssprung der Universalmaschinen hinsichtlich der Leistungsmerkmale Produktivität, Dynamik und Präzision dar. Innovatives Highlight in Hannover war das "TriCenter" auf der Basis zukunftsweisender Parallel-Kinematik. Bei diesem völlig neuartigen Maschinenkonzept bewegen drei Aktoren den Fräskopf beliebig frei im Raum. Als Einsatzgebiete kommen besonders die Flugzeugindustrie, die Automobilindustrie sowie der Werkzeug- und Formenbau in Frage. Die intensive, marktorientierte Entwicklung dieser neuen Technologie erschließt für deckel maho Pfronten völlig neue Marktsegmente.

Im Bereich der cnc-Steuerungen zeigte sich die Gesellschaft mit dem Einsatz der neuen offenen Steuerungsgeneration Heidenhain it 530 bzw. Siemens powerline mit allen notwendigen marktorientierten Software-Modulen für die Universalbearbeitung zukunftsorientiert.

Die deckel maho Pfronten GmbH hat im Berichtszeitraum 10,6 mio € (Vorjahr: 7,8 mio €) in Forschung und Entwicklung investiert. Zum Jahresende waren 90 Mitarbeiter (Vorjahr: 66) ihrer Belegschaft in diesem Bereich beschäftigt. Ergänzend begleiteten rund 20 externe Mitarbeiter die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. deckel maho Pfronten arbeitet permanent mit Universitäten und Instituten zusammen und schafft so eine sinnvolle Ergänzung zum internen Innovationsprozess.

deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried

Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der deckel maho Geretsried GmbH lag im Berichtsjahr in der Entwicklung von Maschinen für den High-End Werkzeug- und Formenbau sowie einer neuen Baureihe im dmc-v Low-Cost-Segment. Die Produktpalette der dmc-v-Reihe wurde um die große dmc 165 v linear ergänzt. Die dmc-h-Reihe konnte durch die kleinere Maschine dmc 50 h erweitert werden, die im Jahr 2001 Serienreife erlangte. Beide Baureihen wurden um zahlreiche Maschinenoptionen erweitert, mit denen die Kunden eine größere Produktivität bzw. Flexibilität erreichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr startete die deckel maho Geretsried die Entwicklungstätigkeiten für eine neue Baureihe von vertikalen Bearbeitungszentren. Im Jahr 2001 wurde mit der dmc 64 v linear die erste Maschine dieser Baureihe im Volumensegment entwickelt. Sie ist nur unwesentlich teurer als die bisherige dmc 63 v, setzt aber sowohl bei den Produktionskunden als auch im Werkzeug- und Formenbau neue Maßstäbe im Low-Cost-Segment. Die Maschine hat technische Besonderheiten, die Wettbewerbsprodukten deutlich überlegen sind.

Auf Grund der forcierten Aktivitäten hat sich das Entwicklungsbudget im Jahr 2001 deutlich erhöht. Die Mitarbeiterzahl in der Entwicklung stieg um 24% auf 57 an. Trotz des höheren Personalbestandes ließen sich nicht alle Entwicklungsaktivitäten im Hause durchführen, so dass zusätzlich externe Entwicklungskapazitäten im Wert von 1,8 mio € in Anspruch genommen wurden. Die Gesamtaufwendungen beliefen sich auf 9,8 mio € und liegen damit um 2,9 mio € über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,9 mio €).

Fahrständer-Fräszentren.

Mit zukunftsweisender Lineartechnologie, hoher Zerspanleistung und gesteigerter Produktivität setzen die dmf linear-Maschinen von deckel maho neue Maßstäbe in der Präzisionsbearbeitung von schweren Werkstücken.

deckel maho Seebach GmbH, Seebach

Die Leistungsfähigkeit der Entwicklungsabteilung der deckel maho Seebach GmbH wurde durch Ausweitung der Personalkapazitäten in der Konstruktion, im Versuch und vor allem im Bereich der Software-Entwicklung erhöht. Begleitend wurde in neue Computer-, Mess- und Versuchstechnik investiert. Die Aufwendungen für Entwicklung und Konstruktion betrugen im Berichtsjahr 6,3 mio € (2000: 7,2 mio €). Die neu eingerichtete Vorlaufentwicklung begann mit ihrer Arbeit und konnte eine patentgeschützte schnelle Werkzeug-Wechseleinrichtung für eine neu zu entwickelnde Produktionsfräsmaschine entwerfen. Im Entwicklungsbereich waren 57 Mitarbeiter – und damit 24% mehr als im Vorjahr – beschäftigt. Durch die Investition in neue Montageflächen wurden auch für den Versuchsbau verbesserte Räumlichkeiten geschaffen. Von dieser Maßnahme hat der Aufbau von Prototypen noch im Berichtszeitraum profitiert.

Durch die Überarbeitung der Entwicklungsdokumente im Rahmen der präventiven Qualitätssicherung und die Einführung des Serienanlaufmanagements für die neue dmf-Baureihe wurden die Anlaufqualität und die Zuverlässigkeit bei gleichzeitig verkürzten Entwicklungszeiten weiter verbessert.

Die beschriebenen Maßnahmen schufen wesentliche Voraussetzungen für die zügige Produkterneuerung am Standort Seebach. Sie trugen damit deutlich zu einer nachhaltigen, positiven Umsatz- und Gewinnentwicklung bei.

lasertec GmbH, Pfronten

Die lasertec GmbH hat im Berichtszeitraum ihre Produkte weiterentwickelt, optimiert und zur Serienauslieferung gebracht. Hervorzuheben sind die technologischen Weiterentwicklungen der Inprozessregelung und der Abtrag-Prozessoptimierungen. Dies trägt den hohen Anforderungen der unterschiedlichen Anwendungen, wie beispielsweise im Prototyping und Formenbau, insbesondere in Richtung Genauigkeit, Oberflächengüte und Ablaufprozess Rechnung. Mit der Lasertechnologie zur Bearbeitung filigraner, hochgenauer Teile ist die lasertec GmbH weltweit führend. Im Berichtszeitraum wurde 1 mio € in Forschung und Entwicklung investiert. Zehn Mitarbeiter (Vorjahr: 6) arbeiten intensiv am Innovationsprozess. Um die Lasertechnik mit neuen zukunftsweisenden Anwendungen weiter abzusichern und auszubauen, werden insbesondere die Entwicklungskapazitäten weiter ausgebaut.

Lasermaschinen.

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Die Laser-Innovationen von deckel maho zeichnen sich dadurch aus, dass sie Aufgaben besser, schneller und kostengünstiger erfüllen als konventionelle Verfahren. So auch bei der neuen dml 60 hsc, die Fräsen und Lasern auf einer Maschine ermöglicht.

konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

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bildmotiv >> Reifenprofil-Formteil für die Autozuliefer-Industrie: Formen in Vollendung – unsere universellen Fräsmaschinen der dmu-p-Baureihe setzen technologische Trends um. Und machen somit Hightech in jeder Hinsicht erfahrbar.

Mit dem Jahresabschluss 2001 berichten wir erstmals nach Segmenten und somit noch detaillierter und transparenter über die Geschäftsentwicklung des gildemeister-Konzerns. Die Geschäftsaktivitäten, die auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet sind, umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen", "Dienstleistungen" und "Corporate Services". Zudem werden wir vom Jahr 2002 an nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (ias) bilanzieren.

jahresabschluss

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konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

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1 anwendung der vorschriften

Der Jahresabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft, der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften sind nach den Vorschriften des hgb, des AktG und des GmbHG aufgestellt worden.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den handelsrechtlichen Vorschriften neben der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung als Anhang in den Jahresabschluss des Konzerns und in den Jahresabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft aufzunehmen sind.

Zur Vereinfachung der Berichterstattung und um Wiederholungen nach Möglichkeit zu vermeiden, haben wir die Erläuterungen zusammengefasst. Sie betreffen den Konzernabschluss, soweit nicht ausdrücklich auf die gildemeister Aktiengesellschaft hingewiesen wird. Zur klareren und übersichtlicheren Darstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung haben wir sämtliche Vermerke, auch die, die wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, insgesamt in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Der Anhang ist in Abweichung zum Vorjahr um eine ausführliche Segmentberichterstattung gem. § 297 Abs. 1 Satz 2 hgb mit entsprechenden Vorjahresbeträgen erweitert worden.

Weitere Angaben bzw. Erläuterungen zu angepassten Vorjahresbeträgen gem. § 265 Abs. 2 Satz 3 hgb sind nicht vorzunehmen.

2 konsolidierungskreis

Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen 31.12.2001 31.12.2000
Inland 20 20
Ausland 30 28
Gesamt 50 48

Der gildemeister-Konzern umfasst zum Bilanzstichtag einschließlich der gildemeister Aktiengesellschaft 55 Unternehmen, von denen 50 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Alle vollkonsolidierten Unternehmen unterliegen der einheitlichen Leitung der gildemeister Aktiengesellschaft. Die Gesellschaften Hermann sauer GmbH & Co. kg, Stipshausen, Hermann sauer Verwaltungs-GmbH, Stipshausen, die pcg Personnel Consulting GmbH, Erkelenz, die dmg France Sud S.A.S, Lyon, sowie die dmg Charlotte Inc., Charlotte, sind nicht im Konsolidierungskreis enthalten.

Die Anteile an der Hermann sauer GmbH & Co. kg und der Hermann sauer Verwaltungs-GmbH wurden zum 1. November 2001 erworben. Die pcg Personnel Consulting GmbH ist neu gegründet und hat ihre Geschäftstätigkeit erst Ende 2001 aufgenommen. Die Gründung der dmg France Sud S.A.S fand zwar im Dezember 2001 statt, die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte aber erst zu Beginn des Geschäftsjahres 2002. Die dmg Charlotte Inc. als 100%ige Tochtergesellschaft der dmg America Inc., Charlotte, hatte im Geschäftsjahr keine operatives Geschäft.

Mit Ausnahme der dmg Charlotte Inc. werden alle genannten vier Unternehmen ab 1. Januar 2002 vollkonsolidiert.

Eine anteilmäßige Konsolidierung nach § 310 hgb bzw. eine Konsolidierung assoziierter Unternehmen nach § 311 hgb war nicht vorzunehmen.

Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich der Konsolidierungskreis durch die erstmalige Einbeziehung der folgenden Unternehmen:

gildemeister Italiana s.r.o., Zlín, Tschechische Republik,

dmg Büll & Strunz GmbH, Wiener Neudorf, Österreich,

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deckel maho gildemeister Ltda., São Paulo, Brasilien,

deckel maho gildemeister México, S.A. de C.V., Monterrey, Mexiko.

Die gildemeister Italiana s.r.o., Zlín, die bereits im Geschäftsjahr 2000 gegründet wurde und mit Wirkung vom 1. Januar 2001 zum Konsolidierungskreis gehört, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der gildemeister Italiana S.p.A.

Im Geschäftsjahr 2001 gründete die dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister zwei neue Vertriebsgesellschaften, die deckel maho gildemeister Ltda., São Paulo, und die deckel maho gildemeister México, S.A. de C.V., Monterrey, an denen sie 100% der Anteile hält. Beide Unternehmen sind ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Daneben hält die dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister 51% an der neu gegründeten dmg Büll & Strunz GmbH, Wiener Neudorf, die ab dem 1. März 2001 vollkonsolidiert ist.

Die Finanzierung der Neugründungen bzw. Erwerbe erfolgte mittels der zur Verfügung stehenden kurzfristigen Kreditlinien. Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind die gital S.r.L., Brembate di Sopra, und die gital America Inc., Elgin. Beide Unternehmen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Konzernunternehmen verschmolzen, die das operative Geschäft dieser ehemaligen Vertriebsgesellschaften weiterführen.

Veräußerungen bzw. Stilllegungen von Betrieben oder Betriebsteilen gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

Eine Gesamtübersicht aller verbundenen Unternehmen ist am Ende des Anhangs auf den Seiten 190 und 191 dargestellt.

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3 konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird bei allen Gesellschaften unverändert nach der Buchwertmethode vorgenommen. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der Erstkonsolidierung verrechnet. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden – sofern sie Rücklagencharakter haben – mit den Rücklagen zusammengefasst.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Die sich dabei ergebenden Unterschiedsbeträge wurden erfolgswirksam konsolidiert. Konzerninterne Erträge und Aufwendungen wurden ohne Erfolgsauswirkung eliminiert.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Eine Darstellung des Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entfällt daher (§ 297 Abs. 3 Satz 4 und 5 / § 313 Abs. 1 Nr. 3 hgb).

Im Hinblick auf die Vergleichszahlen des Vorjahres verweisen wir darauf, dass die gildemeister Italiana S.p.A. und ihre Tochterunternehmen (Teilkonzern gildemeister Italiana) mit Wirkung vom 18. Mai 2000 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden sind.

4 bilanzierungs- und bewertungsgrundsätze

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 5

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die sich gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Bilanzierung der Rückstellung für Altersteilzeit nicht geändert haben.

Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der gildemeister Aktiengesellschaft angepasst, soweit sie nicht den hgb-Grundsätzen entsprechen und die Bewertungsabweichungen wesentlich sind.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Nutzungsdauer des Anlagevermögens
Immaterielles Anlagevermögen 3 bis 15 Jahre
Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Abschreibung der Zugänge im Sachanlagevermögen im Anschaffungsjahr erfolgte pro rata temporis. Im Inland wurden die Zugänge beim beweglichen Sachanlagevermögen aus der ersten Hälfte des Geschäftsjahres mit dem vollen Jahresbetrag der Abschreibungen, Zugänge aus der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres mit dem halben Jahresbetrag berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Unverändert blieben auch die Abschreibungssätze für das bisher bilanzierte Anlagevermögen. Für Zugänge im Geschäftsjahr 2001 wurde bei den inländischen Unternehmen eine Anpassung der Abschreibungssätze an die neuen AfA-Tabellen vorgenommen.

Zusätzliche Abschreibungen aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften (§§ 254, 280 Abs. 2 hgb) sowie außerordentliche Abschreibungen erfolgten nicht.

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 6

Finanzanlagevermögen

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Im Berichtsjahr sind weder Zu- noch Abschreibungen vorgenommen worden.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktwerten bzw. einem niedrigeren beizulegenden Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie Aufwendungen für Altersversorgung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Laufende Aufträge wurden verlustfrei bilanziert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Erzeugnisse und Handelswaren wurden nach der Durchschnittsmethode bewertet.

Noch nicht abgewickelte langfristige Fertigungsaufträge bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten eingestellt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch entsprechende Abwertungen auf niedrigere Zeitwerte berücksichtigt. Auf Liefer- und Leistungsforderungen wurden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6 a EStG unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% p.a.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzierung hinsichtlich der Rückstellung für Altersteilzeit geändert worden. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellungen werden ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt und mit dem Barwert bewertet.

Rückstellungen für Garantieleistungen wurden unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten und bereits bekannten Garantiefällen gebildet.

Die übrigen Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Es wurde jeweils der voraussichtliche Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Ermittlung erfolgte auf Vollkostenbasis, eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen sowie eine Berücksichtigung von Preissteigerungen erfolgte nicht.

Rückstellungen für Zahlungen anlässlich von Arbeitnehmerjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 5,5% p.a. abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

In den Einzelabschlüssen wurden Währungsforderungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag, höchstens jedoch mit dem Entstehungskurs, Währungsverbindlichkeiten mit dem Einstandskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Absicherung von Währungsrisiken erfolgt geschäftsbezogen durch die Konzerngesellschaften sowie durch die gildemeister Aktiengesellschaft. 5 währungsumrechnung

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 7

Da alle ausländischen Tochtergesellschaften relativ selbständig sind, erfolgt die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse analog zu Vorjahren zum amtlichen Devisenmittelkurs (Stichtagskursmethode) am Bilanzstichtag. Die Wechselkursveränderungen der einzelnen Währungen im Verhältnis zum Euro zwischen den Bilanzstichtagen sind erfolgsneutral behandelt worden.

Auch die Aufwendungen und Erträge wurden zu Stichtagskursen umgerechnet.

Kurs = 1 €
Währungen iso-Code 31.12.2001 31.12.2000
Britisches Pfund GBP 0,60880 0,62330
Schweizer Franken CHF 1,48050 1,52240
Polnische Zloty PLN 3,50680 3,86000
Tschechische Kronen CZK 31,99000 35,05000
us-Dollar USD 0,88200 0,93020
Kanadische Dollar CAD 1,41020 1,39290
Mexikanische Pesos MXN 8,06000 8,92000
Brasilianische Real BRL 2,05740 1,81400
Japanische Yen JPY 115,72000 106,83000
Singapore Dollar SGD 1,63350 1,61300
Malayische Ringgit MYR 3,35490 3,53400
Indische Rupien INR 42,59000 43,43000
Chinesische Renminbi CNY 7,30340 7,26000
Taiwan Dollar NTD 30,94000 30,80000
Koreanische Won KRW 1165,00000 1180,00000
Australische Dollar AUD 1,73320 1,67750

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 8

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

6 immaterielle vermögensgegenstände Von dem ausgewiesenen Firmenwert betreffen 63.686 T€ den um die Abschreibung verminderten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung sowie 3.173 T€ die um die Abschreibung verminderten Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen. Diese Firmenwerte werden mit Ausnahme des Firmenwertes aus dem Anteilserwerb an der gildemeister Italiana in Höhe von 53.794 T€ (Vorjahr 57.759 T€), der über 15 Jahre abgeschrieben wird, weiterhin planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Ein zusätzlicher Firmenwert im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 5.355 T€ ist durch den Erwerb der restlichen 37,5% der Anteile an der deckel maho Seebach GmbH durch die gildemeister Aktiengesellschaft entstanden. Die Abschreibung erfolgt linear über zehn Jahre. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von 134 T€ abgeschrieben.

In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie edv-Software enthalten. Rechte und Software werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben.

7 sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns und der gildemeister Aktiengesellschaft ist in den Anlagen zu den Bilanzen dargestellt. Die Investitionen werden im Lagebericht erläutert.

Die Währungsänderung zwischen den Bilanzstichtagen sowie die Veränderung des Anlagevermögens durch den Zugang zum Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2001 sind im Anlagespiegel für den Konzern unter "Sonstige Veränderungen" ausgewiesen.

Grundstücke und Gebäude sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet.

8 finanzanlagen

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens des Konzerns und der gildemeister Aktiengesellschaft ist in den Anlagen zu den Bilanzen dargestellt. Die in der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" enthaltenen Gesellschaften sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapitalanteile und die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2001 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt.

Im Vergleich zum Vorjahr sind bei der gildemeister Aktiengesellschaft die im Geschäftsjahr 2001 zusätzlich erworbenen Anteile an der deckel maho Seebach GmbH ausgewiesen.

Die gildemeister Aktiengesellschaft erwarb von dem Minderheitsgesellschafter Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH & Co. kg zusätzliche 37,5% der Geschäftsanteile zu einem Kaufpreis von 8.491 T€, so dass gildemeister nun seit dem 1. Oktober 2001 über 100% des Kapitals verfügt. Die Finanzierung erfolgt durch ein langfristiges Konsortialdarlehen der gildemeister Aktiengesellschaft in Höhe von 7,2 Mio €, das in vierteljährlichen Raten ab September 2003 in Höhe von 447 T€ zu tilgen ist. Zur Besicherung dienen Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken der gildemeister Aktiengesellschaft.

Weitere Zugänge in den Finanzanlagen der gildemeister Aktiengesellschaft resultieren aus den im Geschäftsjahr 2001 durchgeführten Einzahlungen in die Kapitalrücklage bei der Holding Macchine Utensili S.p.A. in Höhe von 20.016 T€ sowie bei der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister in Höhe von 7.889 T€. Durch die Gründung der pcg Personnel Consulting GmbH und den Erwerb der Kommanditanteile an der Hermann sauer GmbH & Co. kg sowie der Geschäftsanteile an der Hermann sauer Verwaltungs-GmbH erhöhten sich die Finanzanlagen der gildemeister Aktiengesellschaft um weitere 952 T€. Dieser Betrag ist ebenso in den "Anteilen an verbundenen Unternehmen" unter den Finanzanlagen des Konzernanlagespiegels ausgewiesen. Daneben ist darin die Beteiligung der dmg France S.a.r.l. an der dmg France Sud S.A.S in Höhe von 38 T€ enthalten.

Die gildemeister Aktiengesellschaft hat mit nachfolgenden Gesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:

gildemeister Drehmaschinen GmbH,

deckel maho Pfronten GmbH,

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 9

deckel maho Seebach GmbH.

Mit dem Minderheitsgesellschafter der deckel maho Seebach GmbH wurde ein Gewinnausgleichsanspruch vereinbart, der im Rahmen des Übernahmevertrages anteilsmäßig für das abgelaufenen Geschäftsjahr abgerechnet wurde.

Die dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister hat mit folgenden Tochterunternehmen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge abgeschlossen:

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 10

dmg Stuttgart Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister,

  • dmg München Vertriebs und Service GmbH für Werkzeugmaschinen deckel maho gildemeister,
  • dmg Hilden Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Bielefeld Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Frankfurt am Main Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Berlin Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Service Drehen GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Service baz GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Service ufb GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Service ufb Seebach GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Trainings-Akademie GmbH deckel maho gildemeister,
  • dmg Gebrauchtmaschinen GmbH deckel maho gildemeister.

Die Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge mit der dmg München Vertriebs und Service GmbH für Werkzeugmaschinen deckel maho gildemeister, dmg Hilden Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister, dmg Bielefeld Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister und dmg Service ufb Seebach GmbH deckel maho gildemeister bestehen mit Wirkung ab dem 1. Januar 2001.

9 vorräte

Die Aufteilung der Vorräte erfolgt in der Bilanz. Sie wurden um zuzurechnende Anzahlungen auf Bestellungen erhöht bzw. vermindert. Dem Vorjahr gegenüber erhöhten sich die Vorräte um 52.615 T€. Zwischengewinne entstanden bei den Vorräten aus Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzerngesellschaften in Höhe von 14.804 T€. Die Unterschiedsbeträge zum Vorjahr wurden erfolgswirksam konsolidiert.

10 forderungen und sonstige gildemeister-konzern
gildemeister ag
vermögensgegenstände davon Rest- davon Rest
Ausweis der laufzeit von Ausweis der Ausweis der laufzeit von Ausweis der
Bilanz zum mehr als Bilanz zum Bilanz zum mehr als Bilanz zum
31.12.2001 einem Jahr 31.12.2000 31.12.2001 einem Jahr 31.12.2000
T€ T€ T€ T€ T€ T€
1.
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen 295.959 0 266.753 18 0 130
2. Forderungen gegen ver
bundene Unternehmen 207 0 0 229.988 0 165.442
3. Sonstige
Vermögensgegenstände 35.275 1.493 26.880 9.722 725 7.221
331.441 1.493 293.633 239.728 725 172.793
Ausweis der Bilanz
zum 31.12.2000 1.553 293.633 668 172.793

Bestehende Einzelrisiken wurden durch direkte Absetzungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Konzern Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 207 T€ entstanden, die aus Geschäftsbeziehungen zu den nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzernunternehmen resultieren.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bei der gildemeister Aktiengesellschaft ergaben sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Ergebnisabführungsbzw. Beteiligungserträgen sowie Kosten- und Finanzverrechnungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten folgende Posten:

gildemeister-konzern gildemeister ag
Stand
31.12.2001
Stand
31.12.2000
Stand
31.12.2001
Stand
31.12.2000
T€ T€ T€ T€
Steuererstattungsansprüche 16.381 12.161 8.724 5.344
Deutsche Factoring Bank 6.337 3.990 0 0
Debitorische Kreditoren und
Vorauszahlungen 6.255 5.351 0 0
Kautionen und sonstige
Sicherheitsleistungen 961 820 15 15
Forderungen an Mitarbeiter
und ehemalige Mitarbeiter 845 1.623 3 1.018
Rückdeckung zur sozialen
Absicherung der Mitarbeiter 819 778 725 668
Kurzfristige Kredite an Fremde 98 527 46 0
Übrige 3.579 1.630 209 176
35.275 26.880 9.722 7.221

11 wertpapiere

Die Wertpapiere werden von der gildemeister Aktiengesellschaft (273 T€) sowie der gildemeister Italiana S.p.A. gehalten. Eigene Aktien hält die gildemeister Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag nicht mehr (Vorjahr 1.205 T€).

  • Der Ausweis betrifft überwiegend Guthaben bei Kreditinstituten. 12 kassenbestand, bundes-
  • 13 rechnungsabgrenzungsposten

bankguthaben, guthaben bei kreditinstituten

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 11

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Zinsen, Mieten und Pachten sowie Versicherungsprämien abgegrenzt. Daneben ist in dem ausgewiesenen Betrag ein Disagio in Höhe von 115 T€ enthalten.

konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 12

14 eigenkapital

Bilanzgewinn
gildemeister-konzern Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Gewinn-
vortrag
Jahres-
über-
schuss
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Stand 1.1.2001 75.087 48.734 39.069 1.964 16.490 14.343 195.687
Erhöhung Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 -746 -16.490 0
Einstellung Rücklagen 0 0 20.000 0 -20.000 0
Gewinnvortrag 0 0 -203 0 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 0 41.037 0
Anteil anderer Gesellschafter 0 0 0 0 -828 -3.328
Stand 31.12.2001 75.087 48.734 58.866 1.218 20.209 11.015 215.129

Bilanzgewinn

gildemeister ag Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
vortrag Gewinn- Jahresüber
schuss
Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Stand 1.1.2001 75.087 48.734 77.480 967 22.223 224.491
Erhöhung Eigenkapital 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 -17.237
Einstellung Rücklagen 0 0 35.453 0 -35.453
Gewinnvortrag 0 0 0 -967 967
Jahresüberschuss 0 0 0 0 59.102
Stand 31.12.2001 75.087 48.734 112.933 0 29.602 266.356

Gezeichnetes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. März 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 37.500.000,00 € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgeübt werden. Für einen Teilbetrag von mindestens 29.000.000,00 € bleibt das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gewahrt. Hinsichtlich eines Teilbetrages von bis zu 7.500.000,00 € ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre durch Beschluss des Vorstandes auszuschließen.

Für einen weiteren Teilbetrag von bis zu nominal 1.000.000,00 € können neue Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer der verbundenen Unternehmen ausgegeben werden; insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.

Das Grundkapital der gildemeister Aktiengesellschaft beträgt 75.086.510,20 € und ist eingeteilt in 28.879.427 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück.

Kapitalrücklage

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 13

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage beträgt sowohl im Konzernabschluss als auch im Jahresabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft 680.530,00 €.

Rücklage für eigene Anteile

Der Ausweis einer Rücklage für eigene Anteile im Geschäftsjahr entfiel (Vorjahr 1.205.448,00 €), da die gildemeister Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2001 keine eigenen Aktien hält.

Alle 150.681 Aktien, die einem rechnerischen Nennwert von 391.770,60 € des Grundkapitals entsprachen, sind im Rahmen der dritten Stufe des Mitarbeiterbeteiligungsmodells der gildemeister Aktiengesellschaft an Mitarbeiter veräußert worden.

Andere Gewinnrücklagen

In der gildemeister Aktiengesellschaft wurden 5.952.724,40 € laut Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2001 aus dem Bilanzgewinn 2000 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von 59.102.483,00 € ab. Es wird der Hauptversammlung am 17. Mai 2002 vorgeschlagen, den nach Einstellung von 29.500.000,00 € in andere Gewinnrücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 29.602.483,00 € wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung von 17.327.656,20 € an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende von 0,60 € je Aktie,
  • Einstellung von 12.274.826,80 € in andere Gewinnrücklagen.
Entwicklung des Bilanzgewinns der gildemeister Aktiengesellschaft
Bilanzgewinn zum 31.12.2000
Ausschüttung an Aktionäre -17.237
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. Hauptversammlungsbeschluss
0
Jahresüberschuss 2001
Einstellung in andere Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 2 AktG
Bilanzgewinn zum 31.12.2001

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 14

Ableitung Konzernergebnis

Ausgehend vom Jahresüberschuss der gildemeister Aktiengesellschaft hat sich der Konzernbilanzgewinn wie folgt entwickelt:

T€
Jahresüberschuss der gildemeister Aktiengesellschaft
Jahresüberschuss der einbezogenen Tochtergesellschaften nach
konzerneinheitlichen Grundsätzen 84.771
Konsolidierung Beteiligungserträge -92.745
Zwischengewinn-Eliminierung aus Vorräten -6.680
Sonstige erfolgswirksame Konsolidierungen -3.411
Konzernjahresüberschuss 41.037
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -828
Gewinnvortrag 1.218
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -20.000
Konzernbilanzgewinn 21.427

Hierbei handelt es sich um die Gewährung von Investitionszuschüssen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".

Im Geschäftsjahr 2001 sind Investitionszuschüsse von 1.580 T€ gezahlt worden, die in den Sonderposten eingestellt wurden. Der Sonderposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter aufgelöst.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der Teilwertmethode gem. § 6 a EStG unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% nach den Richttafeln 1998 von Prof. Dr. Heubeck. Die Rückstellung entspricht dem Barwert der künftigen Verpflichtungen. Eine Deckung der Pensionen durch einen externen Pensionsfonds besteht nicht.

Im Jahresabschluss der gildemeister Aktiengesellschaft erfolgt die Anpassung an die aktualisierten Sterbetafeln nach den steuerrechtlichen Vorschriften über drei Jahre.

Im Geschäftsjahr 2001 wurde ein Betrag von 496 T€ den Pensionsrückstellungen im Konzern zugeführt. Bei der gildemeister Aktiengesellschaft erfolgte eine Zuführung in Höhe von 311 T€.

Die Steuerrückstellungen enthalten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das laufende Geschäftsjahr und für noch nicht steuerlich veranlagte Zeiträume gebildet wurden. Im Geschäftsjahr 2001 sind in der gildemeister Aktiengesellschaft Rückstellungen für Steuernachzahlungen aufgrund einer Betriebsprüfung von 188 T€ sowie für Grunderwerbsteuer von 614 T€ gebildet worden. Zum 31. Dezember 2001 wurden im Konzernabschluss 4.729 T€ (Vorjahr 5.719 T€) an latenten Steuerrückstellungen passiviert. Aktive latente Steuern in Höhe von 2.703 T€ wurden mit den Steuerrückstellungen zusammengefasst. Die latenten Steuern resultieren ausnahmslos aus den Jahresabschlüssen der italienischen Tochtergesellschaften. 17 steuerrückstellungen

18 sonstige rückstellungen

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 15

Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:

gildemeister-konzern gildemeister ag
Stand
31.12.2001
Stand
31.12.2000
Stand
31.12.2001
Stand
31.12.2000
T€ T€ T€ T€
Personalaufwendungen 34.907 30.606 1.687 1.662
Risiken aus Garantien
und Nachrüstungen 26.567 20.329 0 0
Vertriebsaufwendungen 13.966 10.402 0 0
Rechts-, Beratungs- und
Jahresabschlusskosten 4.096 2.233 2.016 706
Ausstehende Rechnungen 2.065 2.014 0 0
Unterlassene Instandhaltungen 1.151 895 0 0
Drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften 623 548 0 0
Übrige 8.906 6.703 1.688 1.313
92.281 73.730 5.391 3.681

Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen noch offene Abrechnungen mit Lieferanten und bei der gildemeister Aktiengesellschaft die Vorsorge für Zinszahlungen aufgrund der durch die Betriebsprüfung geänderten Körperschaftsteuerbescheide 1987 bis 1991. Gegen die Zinsfestsetzung wurde nach Ablehnung des Antrages auf Erlass ein weiteres Rechtsmittel eingelegt. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind 3.354 T€ für Altersteilzeit sowie 2.906 T€ für Jubiläumszahlungen enthalten. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert.

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 16

Alle übrigen Rückstellungen werden sofort in voller Höhe passiviert. Die Gesamtlaufzeit der übrigen Rückstellungen beträgt weniger als ein Jahr. Die Ermittlung der Rückstellungsbeträge erfolgte zu den Wertverhältnissen am Bilanzstichtag.

19 verbindlichkeiten

Ausweis in davon davon davon Ausweis in
der Bilanz zum Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit der Bilanz zum
gildemeister-konzern 31.12.2001 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2000
T€ T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten1) 280.426 160.907 104.033 15.486 232.735
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 115.864 113.918 1.946 0 109.999
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme
gezogener Wechsel und der
Ausstellung eigener Wechsel 14.799 14.799 0 0 13.624
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 94 94 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten2) 30.797 28.845 1.810 142 29.192
441.980 318.563 107.789 15.628 385.550
Restlaufzeiten am 31.12.2000 258.955 112.039 14.556 385.550

1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 70.660 T€ (Vorjahr 73.211 T€)

2) davon aus Steuern: 16.050 T€ (Vorjahr 11.548 T€), davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 6.655 T€ (Vorjahr 5.475 T€)

gildemeister ag Ausweis in
der Bilanz zum
31.12.2001
davon
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
davon
über 5 Jahre
Ausweis in
Restlaufzeit der Bilanz zum
31.12.2000
T€ T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten1) 84.783 72.129 12.654 0 49.927
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 3.730 3.730 0 0 6.343
3. Verbindlichkeiten aus der
Annahme gezogener Wechsel und
der Ausstellung eigener Wechsel 0 0 0 0 700
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 23.608 23.608 0 0 66
5. Sonstige Verbindlichkeiten2) 5.807 5.807 0 0 5.443
117.928 105.274 12.654 0 62.479
Restlaufzeiten am 31.12.2000 52.979 9.500 0 62.479

1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 15.594 T€ (Vorjahr 12.015 T€)

2) davon aus Steuern: 5.633 T€ (Vorjahr 4.624 T€), davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 59 T€ (Vorjahr 53 T€)

Die Bereitstellung des kurzfristigen Betriebsmittelbedarfs für die gildemeister Aktiengesellschaft und – im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements – für alle inländischen Tochtergesellschaften erfolgt über mehrere Kreditinstitute. Zum Bilanzstichtag beträgt der verfügbare kurzfristige Kreditrahmen – wahlweise nutzbar als Kontokorrentkredit oder für Avale/Bürgschaften oder Wechsel – insgesamt 134,5 mio €.

Der bis zum 31. Dezember 2001 befristete Rahmenvertrag (stuff – Short Term Unique Financial Facility) wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2002 mit einem auf 180,0 mio € erhöhten Kreditvolumen und einer zweijährigen Laufzeit prolongiert.

Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt rund 47%.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Konzerns ist ein Kredit mit einem ursprünglichen Volumen von 80,0 mio € enthalten, für den 67,0% des Aktienkapitals der gildemeister Italiana S.p.A. den kreditgebenden Banken verpfändet worden sind. Der Kredit valutierte per 31. Dezember 2001 mit 65.455 T€. Daneben sind von der famot Pleszew S.A. und der deckel maho Seebach GmbH den kreditgebenden Banken für lang- und kurzfristige Kredite als weitere Sicherheiten Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens bzw. von Vorräten gewährt worden.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus dem Teilkonzern gildemeister Italiana in Höhe von 2.013 T€ (Vorjahr 2.086 T€). Sie betreffen die Abgrenzung zukünftiger Zinserträge aus einem spezifischen Finanzierungsprogramm des italienischen Staates (Sabatini-Finanzierung). 20 rechnungsabgrenzungsposten

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 17

An den Bilanzstichtagen bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zu Nominalwerten dargestellt werden: 21 haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle verpflichtungen

gildemeister-konzern gildemeister ag
Stand Stand Stand Stand
31.12.2001 31.12.2000 31.12.2001 31.12.2000
T€ T€ T€ T€
Haftungsverhältnisse
Wechselgiro - Obligo 19.042 17.890 3.510 1.077
Bürgschaften 8.034 4.695 166.769 157.383
Gewährleistungen 1.445 394 277 207
Sonstige Haftungsverhältnisse 8.909 12.151 2.137 2.357
37.430 35.130 172.693 161.024
Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen mit Fälligkeit
bis 1 Jahr 16.785 13.577 2.805 2.882
in 1 bis 5 Jahren 26.874 21.532 5.687 5.529
nach 5 Jahren 19.762 3.014 1.933 2.335
63.421 38.123 10.425 10.746
Bestellobligo Anlagevermögen 2.784 593 0 0

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 18

In den Bürgschaften der gildemeister Aktiengesellschaft sind Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von 127.234 T€ (im Vorjahr 106.063 T€) enthalten. Die entsprechenden Bankverbindlichkeiten valutierten zum 31. Dezember 2001 mit 92.079 T€ (im Vorjahr 102.232 T€). Gesamtschuldnerische Haftungen übernahm die gildemeister Aktiengesellschaft für Verbindlichkeiten in Höhe von 36.315 T€ zum Bilanzstichtag.

Des Weiteren sind bei der gildemeister Aktiengesellschaft Bürgschaften für eventuelle Ansprüche einer Factoring Bank in Höhe von 24.927 T€ (im Vorjahr 26.140 T€) enthalten.

In Höhe von 1.637 T€ (im Vorjahr 1.544 T€) wurden Anzahlungsbürgschaften gegenüber Kunden der gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, und der deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten, abgegeben.

Außerdem hat die gildemeister Aktiengesellschaft Patronatserklärungen für deckel maho Seebach GmbH, Seebach, a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg, dmg Stuttgart Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister, Kornwestheim, und famot Pleszew S.A., Pleszew, abgegeben. Die Verbindlichkeiten hierfür valutierten zum 31. Dezember 2001 in Höhe von 11.811 T€ (im Vorjahr 27.467 T€).

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

22 erläuterung zu den segmenten

Die Geschäftsaktivitäten des gildemeister-Konzerns umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen", "Dienstleistungen" und "Corporate Services". Diese Segmentierung folgt der Führung und Steuerung des Konzerns. Die einzelnen Unternehmen werden dabei nach ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit in die Segmente eingeordnet.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" umfasst das Neumaschinengeschäft des Konzerns und setzt sich aus den Technologien "Drehen", "Fräsen" und "Lasern/Ultrasonic" zusammen. Dazu gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld,

gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra,

  • graziano Tortona S.p.A., Tortona,
  • famot Pleszew S.A., Pleszew,

die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren von deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten,

  • deckel maho Seebach GmbH, Seebach,
  • deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried,

sowie die Lasermaschinen der

lasertec GmbH, Pfronten.

Zukünftig werden auch die Ultraschallmaschinen der Hermann sauer GmbH & Co. kg in dieses Segment integriert.

Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsfeldern besteht.

Das Segment "Dienstleistungen" steht bereichsübergreifend im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen und bildet mit seinen Produkten und technischen Dienstleistungen ein eigenständiges Segment. Es umfasst im Wesentlichen die dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister, Bielefeld, und ihre Tochtergesellschaften.

Hierin enthalten sind neben der Vergütung für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeit, das Service- und Ersatzteilgeschäft, Serviceprodukte wie der dmg-Netservice (Online-Service und Beratung via Inter-/Intranet) und der dmg-Messenger (Maschinen-Check-System via E-mail/sms), Schulungsprodukte und Qualifizierungsleistungen, die Anwendungstechnik, Inbetriebnahmen und das Geschäft mit den Gebrauchtmaschinen. Auch die Beschaffungsdienstleistungen der a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH sowie das Equipment, die Komponenten, Einrichtungen und Werkzeuge von saco S.p.A. gehören zu diesem Segment.

Das Segment der "Corporate Services" beinhaltet die gildemeister Aktiengesellschaft mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen wie Konzernstrategie, Produktentwicklung, Logistik und Produktion, Finanzen und Controlling, Personalwesen und Marketing sowie der konzerneinheitlichen Infrastruktur. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung der Großkunden, das, um der zunehmenden Globalisierung internationaler Unternehmen zu entsprechen, gebietsund produktübergreifend konzentriert wurde. Weiterhin ist die Holding Macchine Utensili S.p.A. diesem Segment als Finanzierungsgesellschaft für die italienischen Produktionswerke zugeordnet.

23 erläuterung zu den segmentdaten

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 19

Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des gildemeister-Konzerns.

Das Segmentvermögen umfasst das gesamte betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Beteiligungen, Firmenwerte und aktiven Rechnungabgrenzungsposten.

Die Segmentschulden setzen sich aus dem gesamten Fremdkapital und den Finanzschulden einschließlich der Rückstellungen sowie dem Sonderposten für Investitionszuschüsse als auch den passiven Rechnungsabgrenzungsposten zusammen.

Bei den Investitionen handelt es sich um die Zugänge von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie Finanzanlagen. Firmenwerte aus Erstkonsolidierung

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 20

sind hier nicht enthalten.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen und enthalten auch die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung.

In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Zinsaufwendungen und -erträgen sowie der Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten dargestellt.

Die sekundäre Segmentierung orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, Übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder, zu denen Mexiko und Brasilien gehören.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

24 umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen – vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti – ausgewiesen.

Unterteilt nach Absatzgebieten ergibt sich folgende Zusammensetzung:

gildemeister-konzern gildemeister ag
2001 2000 2001 2000
T€ T€ T€ T€
Deutschland 566.865 483.363 18.857 19.710
eu (ohne Deutschland) 330.719 265.404 232 0
usa 81.310 51.398 23 0
Übrige Länder 165.345 123.133 74 0
1.144.239 923.298 19.186 19.710

Bei den Umsatzerlösen der gildemeister Aktiengesellschaft in Höhe von 19.186 T€ (im Vorjahr 19.710 T€) handelt es sich ausnahmslos um Umsätze, die aus den übergreifenden Holdingfunktionen resultieren.

Die Umsatzerlöse werden ausführlich im Kapitel "Segmentberichterstattung" des Lageberichts erläutert. Eine detaillierte Übersicht ist in den Anlagen dargestellt.

25 sonstige betriebliche

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 21

erträge

gildemeister-konzern gildemeister ag
2001 2000 2001 2000
T€ T€ T€ T€
Periodenfremde Erträge
Auflösung von Rückstellungen 5.223 5.609 13 14
Auflösung von Wertberichtigungen 1.398 1.120 0 0
Gewinne aus Anlagenabgängen 243 687 0 0
Zuschreibungen zum Anlagevermögen 0 950 0 0
Zahlungseingänge auf
abgeschriebene Forderungen 15 144 0 139
Steuererstattungen 0 0 1 0
Übrige periodenfremde Erträge 767 898 0 0
7.646 9.408 14 153
Andere betriebliche Erträge
Verbrauch von Rückstellungen 5.049 2.968 0 0
Kursveränderungen 4.235 5.140 0 0
Umlagen und Kostenerstattungen 2.148 1.571 1.686 908
Zulagen und Zuschüsse 433 242 0 0
Vermietung und Verpachtung 320 779 0 0
Auflösung Sonderposten
mit Rücklageanteil 314 413 0 0
Schadenersatzleistungen 308 179 0 8
Zuschreibungen zum Umlaufvermögen 144 226 144 226
Erträge aus dem Abgang von
Wertpapieren des Umlaufvermögens 0 244 0 244
Übrige 1.274 1.174 75 0
14.225 12.936 1.905 1.386
Gesamt 21.871 22.344 1.919 1.539

26 materialaufwand

Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung.

27 personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2001 im Konzern auf 3.875 T€ (Vorjahr 3.865 T€) und in der gildemeister Aktiengesellschaft auf 2.113 T€ (Vorjahr 1.853 T€). Die Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands betrugen 1.781 T€ (Vorjahr 1.157 T€). An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 696 T€ (Vorjahr 694 T€) ausgezahlt.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 6.168 T€ (Vorjahr 6.279 T€) gebildet worden.

Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen (§ 285 Nr. 9 c/

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 22

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 c hgb).

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

gildemeister-konzern gildemeister ag
2001 2000 2001 2000
Lohnempfänger 2.001 1.549 0 0
Gehaltsempfänger 2.911 2.387 54 41
Auszubildende 185 161 0 0
5.097 4.097 54 41

gildemeister-konzern gildemeister ag

28 sonstige betriebliche

aufwendungen

2001 2000 2001 2000
T€ T€ T€ T€
Periodenfremde Aufwendungen
Verluste aus dem Abgang von
Gegenständen des Anlagevermögens 529 716 0 0
Sonstige Steuern 56 142 15 116
Sonstige Personalaufwendungen 0 358 0 358
Übrige periodenfremde Aufwendungen 1.005 140 0 0
1.590 1.356 15 474
Andere betriebliche Aufwendungen
Marketing und Messen 24.866 19.660 367 305
Sonstige fremde Dienstleistungen 20.706 16.877 6.959 6.851
Reise- und Repräsentations
aufwendungen 19.821 13.949 750 501
Vertriebsprovisionen 18.579 14.004 0 25
Ausgangsfrachten, Verpackungen 17.513 13.188 53 0
Mieten, Pachten und Leasing 17.440 13.460 1.603 1.389
Zuführungen zu Rückstellungen 15.881 9.922 0 0
Jahresabschluss-, Rechts- und
Beratungsaufwendungen 9.672 10.220 2.559 5.164
Büromaterial, Post- und
Telefongebühren 9.155 6.594 719 664
Sonstige Personalaufwendungen 6.353 4.434 459 432
Verluste aus Wertminderungen von
Gegenständen des Umlaufvermögens 4.494 3.392 0 32
Kurs- und Währungsverluste 3.044 1.731 723 2
Versicherungen 2.819 2.207 617 483
Investor Relations 2.308 2.402 2.058 1.902
Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 1.278 5.193 185 1.583
Sonstige Steuern 757 558 77 77
Lizenzen und Warenzeichen 366 451 2 8
Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft 0 716 0 716
Übrige 10.121 8.910 889 1.347
185.173 147.868 18.020 21.481
Gesamt 186.763 149.224 18.035 21.955

Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Garantien, Nachrüstungen und Verluste aus schwebenden Geschäften. Im Geschäftsjahr 2001 wurden für Vergütungen des Aufsichtsrates 351 T€ (im Vorjahr 351 T€) zurückgestellt.

29 erträge aus gewinn-

abführungsverträgen

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 23

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen der gildemeister Aktiengesellschaft von 59.999 T€ (Vorjahr 49.098 T€) entfielen auf drei verbundene Unternehmen (im Vorjahr sechs verbundene Unternehmen).

30 erträge aus beteiligungen

Die ausgewiesenen Erträge in der gildemeister Aktiengesellschaft im Berichtsjahr in Höhe von 6.505 T€ (Vorjahr 10.613 T€) betreffen wie im Vorjahr die Ausschüttung der a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH und der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister.

31 aufwendungen aus verlustübernahmen

Wie im Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2001 keine Aufwendungen aus Verlustübernahmen entstanden.

32 sonstige zinsen und ähnliche erträge

Im gesamten Konzern sind Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 2.325 T€ entstanden (Vorjahr 1.728 T€). Die gildemeister Aktiengesellschaft hat im Berichtsjahr Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 11.032 T€ (Vorjahr 6.384 T€) berechnet.

33 zinsen und ähnliche aufwendungen Der überwiegende Teil der Zinsaufwendungen betrifft Zinsen für Kreditverbindlichkeiten. Von verbundenen Unternehmen wurden der gildemeister Aktiengesellschaft Zinsen in Höhe von 179 T€ (Vorjahr 88 T€) berechnet.

34 ausserordentliche aufwendungen und erträge

Es lagen im Geschäftsjahr 2001 keine außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen vor.

35 steuern vom einkommen und vom ertrag

Es werden hier bei den Inlandsgesellschaften Körperschaftsteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen, die auf der Grundlage der Vorschläge über die Gewinnverwendung ermittelt wurden. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Ein Betrag von 517 T€ resultiert aus Steuererstattungen für Vorjahre.

Aufwendungen für Einkommen- und Ertragsteuern, die aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, entstanden im Geschäftsjahr in Höhe von 8.637 T€.

Im Geschäftsjahr entstand ein latenter Steuerertrag in Höhe von 954 T€, der aus Anpassungen der landesrechtlichen Jahresabschlüsse der italienischen Tochtergesellschaften an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze resultiert.

Verbundene Unternehmen Ergebnis
Eigenkapital Beteiligungs- des Geschäfts
jahres 2001
Landeswährung T€ quote
in %
T€
Produktionswerke und Beschaffung/Komponenten
gildemeister Drehmaschinen GmbH, Bielefeld 1/9) 16.650 100,0 0
Holding Macchine Utensili S.p.A., Milano, Italien 22.007 100,0 -3.838
gildemeister Italiana S.p.A., Brembate di Sopra, Italien 3) 63.802 86,0 -1.567
graziano Tortona S.p.A., Tortona, Italien 4) 2.318 100,0
saco S.p.A., Castelleone, Italien 4) 8.233 100,0
gildemeister Italiana s.r.o., Zlín,
Tschechische Republik 4) T CZK -6.583 -206 100,0
deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten 1/9) 26.000 100,0 0
lasertec GmbH, Pfronten 2/9) 3.693 100,0 -794
deckel maho Geretsried GmbH, Geretsried 9) 11.865 100,0 1.151
deckel maho Seebach GmbH, Seebach 1/9) 8.363 100,0 0
famot Pleszew S.A., Pleszew, Polen T PLN 10.227 2.916 96,0 -1.598
Hermann sauer GmbH & Co. kg, Stipshausen 135 50,5 132
Hermann sauer Verwaltungs-GmbH, Stipshausen 28 50,2 1
a & f Stahl- und Maschinenbau GmbH, Würzburg 9) 1.727 51,0 1.543
Vertriebs- und Servicegesellschaften
dmg Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Bielefeld 9) 6.857 100,0 5.925
(Gruppenabschluss)
dmg Stuttgart Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Kornwestheim 5/6/9) 1.000 100,0
dmg München Vertriebs und Service GmbH
für Werkzeugmaschinen
deckel maho gildemeister, München 5/6/9) 600 100,0
dmg Hilden Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Hilden 5/6/9) 800 100,0
dmg Bielefeld Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Bielefeld 5/6/9) 300 100,0
dmg Berlin Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Berlin 5/6/9) 301 100,0
dmg Frankfurt am Main Vertriebs und Service GmbH
deckel maho gildemeister, Frankfurt am Main 5/6/9) 307 100,0
dmg Italia S.r.l., Gorgonzola, Italien 5) 990 100,0
dmg France S.a.r.l., Les Ulis, Frankreich 5) 4.541 100,0
dmg France Sud S.A.S, Lyon 8) 38 100,0
dmg Büll & Strunz GmbH, Wiener Neudorf,
Österreich 5) 1.026 51,0
dmg (Schweiz) ag
deckel maho gildemeister, Dübendorf, Schweiz 5) T CHF 8.131 5.492 100,0
dmg (U.K.) Ltd., Luton, Großbritannien 5) T GBP 565 1.059 100,0
dmg Nederland B.V., Veenendaal, Niederlande 5) 2.639 100,0
dmg Belgium B.V.B.A., Zaventem, Belgien 5) 569 100,0
deckel maho gildemeister Iberica S.L.,
Berriz, Spanien 5) 75 100,0
Verbundene Unternehmen Beteiligungs- Ergebnis
Eigenkapital des Geschäfts
jahres 2001
Landeswährung T€ in % T€
Vertriebs- und Servicegesellschaften (Fortsetzung)
dmg Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik 5) T CZK 32.047 1.002 100,0
dmg Polska Sp.z o.o., Pleszew, Polen 5) T PLN 3.340 952 100,0
dmg America Inc., Charlotte, usa 5) T USD 518 588 100,0
dmg Charlotte Inc., Charlotte, usa 7) T USD 1 1 100,0
dmg Chicago Inc., Schaumburg, usa 7) T USD 233 264 100,0
dmg Houston Inc., Houston, usa 7) T USD 89 101 100,0
dmg Los Angeles Inc., Los Angeles, usa 7) T USD 132 150 100,0
dmg Canada Inc., Toronto, Kanada 5) T CAD 34 24 100,0
deckel maho gildemeister Ltda.,
São Paulo, Brasilien 5) T BRL 126 61 100,0
deckel maho gildemeister México, S.A. de C.V.,
Monterrey, Mexiko 5) T MXN 235 29 100,0
dmg Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore 5) T SGD 1.330 814 100,0
dmg Malaysia sdn bhd,
Puchong/Kuala Lumpur, Malaysia 5) T MYR 345 252 100,0
dmg Technology Trading (Shanghai) Co. Ltd.
Shanghai, China 5) T CNY 2.866 392 100,0
dmg deckel maho gildemeister
(India) Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR 8.241 193 100,0
Nippon dmg K.K., Yokohama, Japan 5) T JPY 2.055 18 100,0
dmg Machinery Taiwan Ltd., Taipeh, Taiwan 5) T NTD 8 1 100,0
dmg Korea Ltd., Seoul, Korea 5) T KRW 78.631 67 100,0
dmg Service Drehen GmbH
deckel maho gildemeister, Bielefeld 5/6/9) 1.500 100,0
dmg Service baz GmbH
deckel maho gildemeister, Geretsried 5/6/9) 1.000 100,0
dmg Service ufb GmbH
deckel maho gildemeister, Pfronten 5/6/9) 1.500 100,0
dmg Service ufb Seebach GmbH
deckel maho gildemeister, Seebach 5/6/9) 110 100,0
dmg Gebrauchtmaschinen GmbH
deckel maho gildemeister, Geretsried 5/6/9) 2.517 100,0
dmg Trainings-Akademie GmbH
deckel maho gildemeister, Bielefeld 5/6/9) 271 100,0
Sonstige
pcg Personnel Consulting GmbH, Erkelenz 192 51,0 -58

1) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur gildemeister Aktiengesellschaft

  • 2) Beteiligung der deckel maho Pfronten GmbH
  • 3) Beteiligung der Holding Macchine Utensili S.p.A.
  • 4) Beteiligung der gildemeister Italiana S.p.A.
  • 5) Beteiligung der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister
  • 6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister
  • 7) Beteiligung der dmg America Inc.

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 25

8) Beteiligung der dmg France S.a.r.l.

9) Die inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 hgb erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 26

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

• Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 AktG * Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Dr.-Ing. Manfred Lennings, Essen,

Vorsitzender, Selbstständiger Industrieberater

  • Bayer ag, Leverkusen
  • B.U.S. Berzelius Umwelt-Service ag, Duisburg, Vorsitz (bis 30.11.2001)
  • Deutsche Post AG, Bonn
  • ivg Holding AG, Bonn (Ende des Vorsitzes 4.12.2001)
  • * Heitkamp-Deilmann-Haniel GmbH, Herne, Vorsitz

Harry Domnik,

Bielefeld,

Stellv. Vorsitzender,

    1. Bevollmächtigter der
  • ig Metall-Verwaltungsstelle, Bielefeld
    -
  • * mhp Mannesmann Präzisrohr GmbH, Hamm (bis 31.1.2001)

Gerhard Dirr,

Vils/Österreich, Betriebsratsvorsitzender der deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten

Alfred Geißler,

Pfronten, Vertreter der leitenden Angestellten

Prof. Dr.-Ing. Peter-Jürgen Kreher,

Grünwald, Senior Advisor Droege & Comp., Düsseldorf

  • Dürkopp Adler AG, Bielefeld, Stellv. Vorsitz
  • * dst Werkzeugmaschinenbau GmbH, Mönchengladbach

Arno Kruck, Bielefeld, Betriebsratsvorsitzender der dmg Vertriebs und Service GmbH deckel maho gildemeister, Bielefeld

Prof. Dr.-Ing. Walter Kunerth,

Zeitlarn, Senior Advisor Fonds Partenaires GmbH, Frankfurt

  • Basler AG, Ahrensburg, Vorsitz
  • Götz AG, Regensburg, Vorsitz
  • Paragon AG, Delbrück, Vorsitz
  • * Autoliv Inc., Stockholm
  • * Suspa Holding GmbH, Altdorf, Vorsitz

Hans Henning Offen,

Düsseldorf,

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Westdeutschen Landesbank Girozentrale, Düsseldorf/Münster

  • Kaufhof Warenhaus ag, Köln
  • Preussag ag, Hannover/Berlin
  • rwe Plus ag, Essen
  • Thyssen Krupp Materials & Services ag, Düsseldorf
  • Trienekens ag, Viersen
  • Westlb (Europa) Holding ag, Düsseldorf
  • * Banque d'Orsay, Paris
  • * Deutsche Shell GmbH, Hamburg (bis 27.6.2001)
  • * Familienstiftung Schwarz, Neckarsulm
  • * West Intell ag & Co. kg, Düsseldorf

Peter Oxfart,

Creuzburg, Betriebsratsvorsitzender der deckel maho Seebach GmbH, Seebach

Vorstand

Dr. jur. Rupert Pfeffer,

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 27

Geretsried, Vorsitzender des Vorstands der LfA Förderbank Bayern i. R., München

  • König Ludwig Musical ag, Füssen
  • Schmidt Bank kg aA, Hof (bis 11.12.2001)

Günther Johann Schachner,

Peiting, Vorstandsmitglied der ig Metall Frankfurt, 1. Bevollmächtigter der ig Metall-Verwaltungsstelle, Weilheim

Hans Peter Schreib,

Rechtsanwalt, Düsseldorf, Mitglied des Vorstands der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (dsw), Düsseldorf

  • k + s ag, Kassel
  • Metro ag, Köln

Dipl.-Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza, Bielefeld, Vorsitzender

Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Bielefeld

• Dürkopp Adler AG, Bielefeld

Dipl.-Kfm. Dieter Schäfer, Steinhagen

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 28

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

2001 2000
Anhang
1. Umsatzerlöse 24 1.144.239.099 923.297.567
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des
Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen 44.189.770 1.188.428.869 -10.760.811
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 515.514 346.894
4. Sonstige betriebliche Erträge 25 21.871.379 22.343.906
1.210.815.762 935.227.556
5. Materialaufwand 26
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs
und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 519.536.144 397.903.811
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen 130.406.116 649.942.260 87.191.003
6. Personalaufwand 27
a) Löhne und Gehälter 227.508.724 179.064.964
b) Soziale Abgaben und Auf
wendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 43.113.913 270.622.637 33.478.885
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen 33.461.076 25.491.665
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 186.762.753 1.140.788.726 149.224.260
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32 2.325.252 1.727.601
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33 23.194.847 20.869.595 20.408.792
11. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 49.157.441 44.191.777
12. Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag 35 8.120.108 6.112.560
13. Jahresüberschuss 41.037.333 38.079.217
14. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -828.094 -1.588.111
15. Gewinnvortrag 1.218.067 1.964.209
41.427.306 38.455.315
16. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 20.000.000 20.000.000
17. Bilanzgewinn 21.427.306 18.455.315

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

Aktiva Stand Stand
31.12.2001 31.12.2000
Anhang
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6
1.
Firmenwert
66.858.970 67.975.398
2. Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte 6.259.989 9.723.866
3. Geleistete Anzahlungen 1.336.450 2.479.308
74.455.409 80.178.572
II.
Sachanlagen
7
1.
Grundstücke und Bauten
102.600.538 86.151.085
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.254.633 19.493.766
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung 27.014.435 22.080.606
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.429.974 2.574.279
158.299.580 130.299.736
III. Finanzanlagen 8
Anteile an verbundenen Unternehmen 991.305 7.217
233.746.294 210.485.525
B. Umlaufvermögen
I.
Vorräte
9
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 72.132.011 67.803.689
2. Unfertige Erzeugnisse 84.554.710 68.432.295
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 89.679.742 57.253.527
4. Geleistete Anzahlungen 1.710.277 1.741.967
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 35.041.288 34.811.233
213.035.452 160.420.245
II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 10
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 295.959.282 266.753.252
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 207.183 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 35.274.121 26.879.794
331.440.586 293.633.046
III. Wertpapiere 11 2.640.070 7.394.526
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben
und Guthaben bei Kreditinstituten 12 15.253.660 24.096.259
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13 5.060.302 4.505.971
801.176.364 700.535.572
Passiva Stand Stand
31.12.2001 31.12.2000
Anhang
A. Eigenkapital 14
I. Gezeichnetes Kapital 75.086.510 75.086.510
II. Kapitalrücklage 48.734.269 48.734.269
III. Gewinnrücklagen
1.
Gesetzliche Rücklage
680.530 680.530
2. Rücklage für eigene Anteile 0 1.205.448
3. Andere Gewinnrücklagen 58.185.152 37.181.728
IV. Bilanzgewinn 21.427.306 18.455.315
V. Anteile anderer Gesellschafter 11.015.384 14.343.487
215.129.151 195.687.287
B. Sonderposten
für Investitionszuschüsse 15 2.387.041 1.218.598
C. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Pensionen
16 27.699.511 27.393.358
2. Steuerrückstellungen 17 18.093.554 12.804.665
3. Sonstige Rückstellungen 18 92.280.883 73.730.386
138.073.948 113.928.409
D. Verbindlichkeiten 19
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
280.425.803 232.734.652
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 115.864.071 109.998.677
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme
gezogener Wechsel und der Ausstellung
eigener Wechsel 14.799.235 13.624.398
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 94.051 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 30.796.365 29.192.674
441.979.525 385.550.401
E. Rechnungsabgrenzungsposten 20 3.606.699 4.150.877
801.176.364 700.535.572

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld >>

konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 33

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert
2. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
3. Geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anlagevermögen gesamt

Abschreibungen

Stand zum Sonstige
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 18.579.103 0
2. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 16.899.534 56.206
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
35.478.637 56.206
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.604.050 142.355
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.785.368 388.718
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts 01.01.2001
Veränderungen


43.619.177
138.768
0
0
100.008.595
669.841
0
0
0
0
135.487.232
726.047
ausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anlagevermögen gesamt
Stand zum Sonstige Stand zum
01.01.2001 Veränderungen Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2001
86.554.501 5.355.238 0 0 0 91.909.739
26.623.400 146.959 2.556.478 12.069 0 29.314.768
2.479.308 0 2.100.605 3.243.463 0 1.336.450
115.657.209 5.502.197 4.657.083 3.255.532 0 122.560.957
110.755.135 297.911 20.833.151 977.943 269.650 131.177.904
51.279.134 682.942 7.831.176 1.000.459 -210.536 58.582.257
65.699.783 487.053 17.062.897 3.499.827 327.562 80.077.468
2.574.279 34.868 5.879.912 1.672.409 -386.676 6.429.974
230.308.331 1.502.774 51.607.136 7.150.638 0 276.267.603
7.217 -7.217 991.305 0 0 991.305
7.217 -7.217 991.305 0 0 991.305
345.972.757 6.997.754 57.255.524 10.406.170 0 399.819.865
Restbuchwert
-------------- --
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum
31.12.2001
Stand zum
31.12.2001
Stand zum
31.12.2000
6.471.666 0 0 25.050.769 66.858.970 67.975.398
6.111.064 12.025 0 23.054.779 6.259.989 9.723.866
0 0 0 0 1.336.450 2.479.308
12.582.730 12.025 0 48.105.548 74.455.409 80.178.572
4.013.394 194.052 11.619 28.577.366 102.600.538 86.151.085
4.555.133 401.472 -123 36.327.624 22.254.633 19.493.766
12.309.819 2.993.235 -11.496 53.063.033 27.014.435 22.080.606
0 0 0 0 6.429.974 2.574.279
20.878.346 3.588.759 0 117.968.023 158.299.580 130.299.736
0 0 0 0 991.305 7.217
0 0 0 0 991.305 7.217
33.461.076 3.600.784 0 166.073.571 233.746.294 210.485.525

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Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld >>

konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

Segmentberichterstattung zum Konzernabschluss 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 37

Segmentierung nach Geschäftsfeldern

"Werkzeugmaschinen" Veränderungen "Dienstleistungen"
2001 2000 gegenüber Vorjahr 2001 2000
T€ T€ T€ % T€ T€
Umsatzerlöse mit Dritten 895.113 729.440 165.673 22,7 248.129 192.780 55.349
ebitda 74.123 63.069 11.054 17,5 35.745 38.059 -2.314
ebit 52.062 47.964 4.098 8,5 29.499 32.743 -3.244
Zinsergebnis -12.392 -8.703 -3.689 -42,4 -5.221 -4.958 -263
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 39.670 39.261 409 1,0 24.278 27.785 -3.507
Ertragsteuern 714 5.443 -4.729 -86,9 10.362 5.689 4.673
Jahresergebnis 38.956 33.818 5.138 15,2 13.916 22.096 -8.180
Segmentvermögen 659.898 568.573 91.325 16,1 465.577 346.931 118.646
Segmentschulden 482.279 400.575 81.704 20,4 407.232 330.131 77.101
Investitionen 46.889 36.971 9.918 26,8 16.950 10.994 5.956
Abschreibungen 22.061 15.105 6.956 46,1 6.246 5.316
Mitarbeiter 3.514 3.159 355 11,2 1.644 1.437

Segmentierung nach Regionen

Deutschland Veränderungen
Übriges Europa
Veränderungen Nordamerika Veränderungen
2001
2000
gegenüber Vorjahr 2001 2000 gegenüber Vorjahr 2001
2000
gegenüber Vorjahr
T€ T€ T€ % T€ T€ T€ % T€ T€ T€ % T€ T€
Umsatzerlöse mit Konzern
gesellschaften 590.749 480.386 110.363 23,0 73.900 47.300 26.600 56,2 3.336 3.360 -24 -0,7 13.368 2.802
Umsatzerlöse mit Dritten 664.278 560.000 104.278 18,6 367.263 283.603 83.660 29,5 74.292 45.277 29.015 64,1 38.174 34.418
Segmentvermögen 1.050.658 799.186 251.472 31,5 512.307 473.230 39.077 8,3 53.374 42.183 11.191 26,5 31.827 22.875
Investitionen 87.412 55.907 31.505 56,4 12.077 126.829 -114.752 -90,5 699 958 -259 -27,0 2.278 714
"Dienstleistungen" Veränderungen "Corporate Services" Veränderungen Überleitung Konzern Veränderungen
2001
2000
gegenüber Vorjahr 2001 2000 gegenüber Vorjahr 2001 2000 2000 gegenüber Vorjahr
T€
T€
T€ % T€ T€ T€ % T€ T€ T€ T€ T€ %
248.129
192.780
55.349
28,7 997 1.078 -81 -7,5 0 0 1.144.239 923.298 220.941 23,9
35.745
38.059
-2.314
-6,1 -7.809 -12.941 5.132 39,7 1.429 177 103.488 88.364 15.124 17,1
29.499
32.743
-3.244
-9,9 -12.963 -18.012 5.049 28,0 1.429 178 70.027 62.873 7.154 11,4
-5.221
-4.958
-263 -5,3 -3.257 -5.020 1.763 35,1 0 0 -20.870 -18.681 -2.189 -11,7
24.278
27.785
-3.507
-12,6 -16.220 -23.032 6.812 29,6 1.429 178 49.157 44.192 4.965 11,2
10.362
5.689
4.673 82,1 -1.021 146 -1.167 -799,3 -1.935 -5.165 8.120 6.113 2.007 32,8
13.916
22.096
-8.180
-37,0 -15.199 -23.178 7.979 34,4 3.364 5.343 41.037 38.079 2.958 7,8
465.577
346.931
118.646
34,2 522.957 421.970 100.987 23,9 -847.256 -636.938 801.176 700.536 100.640 14,4
407.232
330.131
77.101
23,4 234.594 191.639 42.955 22,4 -538.058 -417.496 586.047 504.849 81.198 16,1
16.950
10.994
5.956 54,2 38.684 136.443 -97.759 -71,6 -45.268 -144.918 57.255 39.490 17.765 45,0
6.246
5.316
930 17,5 5.154 5.071 83 1,6 0 0 33.461 25.492 7.969 31,3
1.644
1.437
207 14,4 54 41 13 31,7 0 0 5.212 4.637 575 12,4
ränderungen Asien Veränderungen Übrige Veränderungen Überleitung Konzern Veränderungen
enüber Vorjahr 2000 gegenüber Vorjahr 2001 2000 gegenüber Vorjahr 2001 2000 2001 2000 gegenüber Vorjahr
T€
%
T€
T€ T€ % T€ T€ T€ % T€ T€ T€ T€ T€ %
-24
-0,7
13.368
2.802 10.566 377,1 86 0 86 0,0 -681.439 -533.848 0 0 0 0,0
015
64,1
38.174
34.418 3.756 10,9 232 0 232 0,0 0 0 1.144.239 923.298 220.941 23,9
191
26,5
31.827
22.875 8.952 39,1 266 0 266 0,0 -847.256 -636.938 801.176 700.536 100.640 14,4
259
-27,0
2.278
714 1.564 219,0 57 0 57 0,0 -45.268 -144.918 57.255 39.490 17.765 45,0

Segmentberichterstattung zum Konzernabschluss 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld >>

Gewinn- und Verlustrechung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

2001 2000
Anhang
1. Umsatzerlöse 24 19.186.247 19.709.551
2. Sonstige betriebliche Erträge 25 1.919.294 1.538.836
21.105.541 21.248.387
3. Materialaufwand 26
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs
und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 34.464 6.760
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen 2.979.390 3.013.854 2.363.916
4. Personalaufwand 27
a) Löhne und Gehälter 5.067.151 4.626.642
b) Soziale Abgaben und Auf
wendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 2.561.592 7.628.743 2.260.194
5. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen 5.151.653 5.070.830
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 18.034.541 33.828.791 21.955.116
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 29 59.998.795 49.097.745
8. Erträge aus Beteiligungen 30 6.505.491 10.613.367
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32 11.048.026 6.529.990
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33 6.747.685 70.804.627 6.837.811
11. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 58.081.377 44.368.220
12. Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag 35 1.021.106 -145.641
13. Jahresüberschuss 59.102.483 44.222.579
14. Gewinnvortrag 0 967.393
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 29.500.000 22.000.000
16. Bilanzgewinn 29.602.483 23.189.972

Bilanz zum 31. Dezember 2001

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 41

der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

Aktiva Stand
31.12.2001
Stand
31.12.2000
Anhang
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6
1.
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
2.026.068 5.309.080
2. Geleistete Anzahlungen 0 22.524
2.026.068 5.331.604
II. Sachanlagen 7
1.
Grundstücke und Bauten
14.614.090 14.487.367
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung 1.333.297 1.984.919
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.049 64.541
16.022.436 16.536.827
III. Finanzanlagen 8
Anteile an verbundenen Unternehmen 143.076.854 105.730.068
161.125.358 127.598.499
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1.
10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.030 130.146
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 229.988.358 165.442.356
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.722.031 7.220.986
239.728.419 172.793.488
II. Wertpapiere 11 273.213 1.205.448
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben
und Guthaben bei Kreditinstituten 12 3.710.141 3.330.559
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13 14.096 64.750
404.851.227 304.992.744
Passiva Stand
Stand
31.12.2001 31.12.2000
Anhang
A. Eigenkapital 14
I. Gezeichnetes Kapital 75.086.510 75.086.510
II. Kapitalrücklage 48.734.269 48.734.269
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 680.530 680.530
2. Rücklage für eigene Anteile 0 1.205.448
3. Andere Gewinnrücklagen 112.252.724 75.594.551
IV. Bilanzgewinn 29.602.483 23.189.972
266.356.516 224.491.280
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 16 14.373.974 14.152.865
2. Steuerrückstellungen 17 801.706 188.156
3. Sonstige Rückstellungen 18 5.391.163 3.681.489
20.566.843 18.022.510
C. Verbindlichkeiten 19
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
84.782.678 49.927.087
Leistungen
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme
3.730.314 6.342.767
gezogener Wechsel und der Ausstellung
eigener Wechsel 0 699.948
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 23.607.742 66.114
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.807.134 5.443.038
117.927.868 62.478.954
404.851.227 304.992.744

Bilanz zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld >>

konzernanhang und anhang der gildemeister aktiengesellschaft

Entwicklung des Anlagevermögens

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 45

zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld

Anschaffungs- und Herstellungskosten

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
2. Geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anlagevermögen gesamt

Abschreibungen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
2. Geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anlagevermögen gesamt
Stand zum Stand zum
01.01.2001 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2001
13.155.928 269.428 0 0 13.425.356
22.524 0 0 -22.524 0
13.178.452 269.428 0 -22.524 13.425.356
27.031.370 640.942 0 10.259 27.682.571
5.045.103 346.307 3.161 76.806 5.465.055
64.541 75.049 0 -64.541 75.049
32.141.014 1.062.298 3.161 22.524 33.222.675
105.730.068 37.346.786 0 0 143.076.854
105.730.068 37.346.786 0 0 143.076.854
151.049.534 38.678.512 3.161 0 189.724.885

Restbuchwert

Stand zum Stand zum Stand zum Stand zum
01.01.2001 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2001 31.12.2001 31.12.2000
7.846.848 3.552.440 0 0 11.399.288 2.026.068 5.309.080
0 0 0 0 0 0 22.524
7.846.848 3.552.440 0 0 11.399.288 2.026.068 5.331.604
12.544.003 524.478 0 0 13.068.481 14.614.090 14.487.367
3.060.184 1.074.735 3.161 0 4.131.758 1.333.297 1.984.919
0 0 0 0 0 75.049 64.541
15.604.187 1.599.213 3.161 0 17.200.239 16.022.436 16.536.827
0 0 0 0 0 143.076.854 105.730.068
0 0 0 0 0 143.076.854 105.730.068
23.451.035 5.151.653 3.161 0 28.599.527 161.125.358 127.598.499

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2001 der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld >>

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der gildemeister Aktiengesellschaft, Bielefeld, sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 hgb unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss und der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin und Frankfurt am Main, den 22. März 2002

kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schumacher Luther

Anhang_2001PDF_NEU 24.04.2002 5:48 Uhr Seite 49

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

04.04.2002 Bilanzpressekonferenz
05.04.2002 Analystengespräch
19.04.2002 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2001
07.05.2002 1. Quartalsbericht 2002 (1. Januar bis 31. März)
17.05.2002 Hauptversammlung
um 10 Uhr in der Stadthalle Bielefeld
21.05.2002 Dividendenauszahlung
08.08.2002 2. Quartalsbericht 2002 (1. April bis 30. Juni)
07.11.2002 3. Quartalsbericht 2002 (1. Juli bis 30. September)
06.02.2003 Presseinformation zu vorläufigen Zahlen
für das Geschäftsjahr 2002
16.05.2003 Hauptversammlung
um 10 Uhr in der Stadthalle Bielefeld

Kontakt

gildemeister Aktiengesellschaft Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld Tel.: +49 (0) 52 05/74-3001 Fax: +49 (0) 52 05/74-3081 Internet: www.gildemeister.com E-mail: [email protected]

Kaufmännisches Glossar

Anlagevermögen Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb
zu dienen
bbr Baetge Bilanz Rating Das bbr ist ein Unternehmensrating, dessen Bilanzbonitätsratingsystem sich auf die
Analyse der veröffentlichten Jahresabschlüsse stützt. Aus diesen Daten werden
Kennzahlen gebildet, deren Gesamturteil dazu dient, eine verlässliche Aussage über
die wirtschaftliche Lage und Bestandfestigkeit der Unternehmen zu treffen.
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteter Fluss finanzieller Mittel einer
Periode, bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von
wesentlicher Bedeutung
consob "Commissione Nazionale per le Società e la Borsa", Italienische Börsenaufsicht
Corporate Governance die verantwortliche und auf eine langfristige Wertschöpfung ausgerichtete
Unternehmensleitung und -kontrolle
dax Deutscher Aktienindex. Die Berechnung erfolgt auf Grund der gewichteten Kurse
von 30 Standardwerten deutscher Aktien höchster Qualität.
Dow-Jones-Index Aktienindex der 30 wichtigsten amerikanischen Börsenwerte
dvfa/sg–Ergebnis von der Methodenkommission der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und
Anlageberatung e. V. (dvfa) und dem Arbeitskreis "Externe Unternehmensrechnung"
der Schmalenbach – Gesellschaft – Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft e. V.
(sg) gemeinsam entwickeltes Berechnungsschemata mit der Zielsetzung, einen
möglichst objektiven Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der Ertragskraft der
Unternehmen festzulegen, unter Bereinigung des Jahresüberschusses/-fehlbetrages
um Aufwendungen und Erträge aus Sondereinflüssen (vgl. Cashflow nach dvfa/sg)
ebitda Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes,
depreciation and amortisation)
ebit Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes)
ebt Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes)
egg Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Eigenhändlergeschäft Die dmg Vertriebs und Service GmbH bzw. ihre Tochtergesellschaften verkaufen von
den Produktionsgesellschaften bezogene Maschinen im eigenen Namen auf eigene
Rechnung.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder
Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden
Eigenkapitalrendite Verhältnis Jahresüberschuss zu Eigenkapital
emo "Exposition mondiale de la Machine Outil". Die emo wird als Leitmesse der
Metallbearbeitung verstanden und ist die größte Werkzeugmaschinen-Messe der
Welt. Sie findet alle zwei Jahre, abwechselnd in Hannover und Mailand statt.
euro-stoxx 50 Index, der die 50 wichtigsten Unternehmen aus den eu-Staaten (die sog. Blue Chips)
umfasst und nach Börsenkapitalisierung, Börsenumsatz und Branchenzugehörigkeit
gewichtet wird
Free Float Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet
Fremdkapital zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden
Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten
ftse – 100 Abkürzung für den Financial Times Stock Exchange 100-Aktienindex. Er beinhaltet
die 100 größten Aktienwerte Großbritanniens.
Gearing Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital
Gesamtkapitalrendite Verhältnis Gewinn vor Steuern und Zinsen für Fremdkapital zu durchschnittlichem
Gesamtkapital
Geschäfts-/Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Unterschiedsbetrag, um den die für die
Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen
Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt
der Übernahme übersteigt.
ias International Accounting Standards. Vom International Accounting Standards Board
(IASB) erarbeitete international anwendbare Standards für die externe Bericht
erstattung von Unternehmen mit dem Ziel, eine weltweite Harmonisierung der
Rechnungslegung zu erreichen.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der
Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
Latente Steuern zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf nach Handels- und
Steuerbilanz ausgewiesenen Ergebnissen mit dem Ziel, den Steueraufwand ent
sprechend dem handelsrechtlichen Ergebnis auszuweisen
Marktkapitalisierung Marktpreis eines börsennotierten Unternehmens. Er errechnet sich aus dem
Kurswert der Aktie multipliziert mit der Gesamtzahl der Aktien.
mdax Der Mid-Cap dax umfasst die 70 nach Börsenumsatz und Marktkapitalisierung
größten Unternehmen Deutschlands. Er beinhaltet damit die Werte des dax 100,
die nicht im dax 30 enthalten sind.
Mid Cap Der Begriff bezeichnet Unternehmen, die im mdax gelistet sind.
nasdaq National Association of Securities Dealers Automated Quotations ist ein von der
nasd betriebenes elektronisches Handelssystem. An der nasdaq werden junge,
dynamische in Wachstumsbranchen angesiedelte Unternehmen gehandelt.
nemax 50 Der Neue Markt Index beinhaltet die 50 größten Aktienwerte am Neuen Markt.
Nettoverschuldung Saldo aus zinstragenden Aktiv- und Passivpositionen (Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Wechselverbindlichkeiten abzüglich der Wertpapiere des
Umlaufvermögens und der liquiden Mittel)
Nikkei Japanischer Aktienindex. Maßstab ist der Grad der Börsenkapitalisierung.
Patronatserklärung Verpflichtungserklärung – z.B. einer Muttergesellschaft zugunsten der Tochter
gesellschaft – gegenüber einer Bank als Kreditsicherheit
Provisionsgeschäft Die dmg Vertriebs und Service GmbH bzw. ihre Tochtergesellschaften erhalten für die
Vermittlung eines Auftrags an die Produktionsgesellschaften eine Provision. Sie
handeln dabei im eigenen Namen und auf fremde Rechnung.
Rechnungsabgrenzungsposten Zahlungen im Berichtszeitraum, deren Ergebnisauswirkung einen Zeitraum nach
dem Bilanzstichtag betreffen
roce Verhältnis ebit zur Summe aus Eigenkapital, Rückstellungen und der Netto
verschuldung (Return on capital employed)
roi Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Gesamtkapital
(Return on investment)
sdax Börsenindex, der täglich die 100 stärksten smax-Werte abbildet
smax "Small Cap Exchange": wurde im April 1999 von der Deutsche Börse ag als ein
neues Börsensegment unterhalb des mdax positioniert; Teilnehmer: kleine und
mittelständische Aktiengesellschaften aus traditionellen Branchen
Tochterunternehmen alle Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von einer Muttergesellschaft
aufgrund einer Mehrheitsbeteiligung und/oder einer einheitlichen Leitung
beherrscht werden
Triadenmärkte Der Begriff umfasst die drei Weltmärkte Amerika, Asien und Europa.
Umlaufvermögen Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, kurzfristig dem Geschäftsbetrieb
zu dienen
Verbundene Unternehmen vgl. Tochterunternehmen
Xetra-Handelssystem elektronisches Börsenhandelssystem

Technisches Glossar

3-d-cad Unter cad werden alle Aktivitäten zusammengefasst, die die Planung und
Konstruktion von Bauteilen analysieren, strukturieren und algorithmieren. Mit
dem bei gildemeister eingesetzten Produkt pro/e (vgl. pro/e) werden so
dreidimensionale Bauteile abgebildet.
Benchmark Ein Benchmark ist der firmenexterne oder -interne Vergleich von
Unternehmen oder Abteilungen anhand ausgewählter Kennzahlen.
cnc-Nettraining Mit Steuerungen auf Basis des Microsoft-Windows Betriebssystems (wie
z.B. mill plus it, turn plus it) ist die interaktive Schulung über das Internet
direkt an der Maschine oder an einem maschinenähnlichen Programmier
platz möglich. Beim cnc-Nettraining kommuniziert ein Trainer mit Schülern,
die sich an beliebigen Kundenstandorten aufhalten können.
coSupply coSupply steht für leistungsstarke Lieferpartnerschaften bei gildemeister,
die durch die drei Dimensionen "communication", "cooperation" und
"competence" charakterisiert sind.
ctv Die Produktlinie ctv bietet universell ausgelegte Drehmaschinen mit vertikal
angeordneter Drehspindel und integrierter Teilehandhabung für hohe Zerspa
nungsleistungen und Stückzahlen.
ctx Die Produktlinie ctx bietet ein abgestuftes Programm universeller Dreh
maschinen mit zahlreichen Optionen für einfache bis anspruchsvolle Bear
beitungsaufgaben.
dmc-h Die Produktlinie dmc-h bietet horizontale Bearbeitungszentren mit einer
hohen Dynamik und Genauigkeit für ein breitgefächertes Einsatzgebiet vom
allgemeinen Maschinenbau bis zur Serienproduktion der Automobilindustrie.
dmc-v Die Produktlinie dmc-v bietet vertikale Bearbeitungszentren mit einer hohen
Dynamik und Genauigkeit für hohe Ansprüche im Werkzeug- und Formenbau
sowie für die Klein- und Mittelserienfertigung.
dmf Die Produktlinie dmf bietet Fahrständermaschinen mit einer hohen Verfahr
weggeschwindigkeit des Fahrständers.
dmg-Netservice interaktiver Online-Fernzugriff auf die Steuerung von Maschinen zur Analyse
von Fehlern und Unterstützung bei der Programmierung
dmg-Nettraining vgl. cnc-Nettraining
dmg-Messenger in die cnc-Steuerung integriertes Serviceprodukt zur Benachrichtigung per
sms/E-mail bei beliebig definierbaren Maschinen-Zuständen, Statusänderungen
und Ereignissen
dmg-Service Agent in die cnc-Steuerung integriertes Serviceprodukt zur automatischen,
umfassenden Unterstützung bei fälligen Wartungs- und Servicetätigkeiten
sowie bei der Ersatzteilbeschaffung
dmp Die Produktlinie dmp beinhaltet Produktions-Bearbeitungszentren für die
Klein- und Großserienfertigung.
dmu Die Produktlinie bietet ein gut ausgebautes Programm von Universalfräs
maschinen zur 5-Achs-Komplettbearbeitung.
Double-Sourcing Unter Double-Sourcing versteht man die Beschaffung über zwei
Beschaffungsquellen.
E-Business/
E-Commerce
Diese Begriffe stehen für die ganze Bandbreite elektronischer internetge
stützter Kommunikation zwischen Unternehmen und Endkunden. Wesentlich
ist der Austausch von geschäftlichen Informationen auf papierlosem Wege.
Die Anwendungen reichen von der Information über den Verkauf bis zu welt
weiten simultanen Versteigerungen zwischen Partnern im Internet.
erp-System Standardanwendungssoftware, deren Verwendung für vielfältige Organi
sationsbedingungen in unterschiedlichen Unternehmen vorgesehen und
adaptierbar ist
eSupply die interaktive elektronische Anbindung von Lieferanten an das gildemeister
erp-System zur Weitergabe von produktionsorientierten Bedarfsinformationen
fd-Baureihe Die fd-Baureihe (Fräsen / Drehen) umfasst Universal-Bearbeitungszentren
ergänzt um einen nc-Drehrundtisch zur Durchführung von Drehoperationen
an großen sperrigen Werkstücken.
gildemeister
-eSupply
vgl. eSupply
gmc Die Produktlinie gmc umfasst cnc-Mehrspindel-Drehautomaten mit inte
grierten Spindelmotoren, die wahlweise mit Linearantrieben in den X-Achsen
ausgerüstet sind.
High-End-Maschine Die High-End-Maschinen runden das deckel maho gildemeister
Produktangebot mit technisch anspruchsvollen Maschinen für komplexe
Anwendungsfälle nach oben ab.
Intranet Basierend auf der Internet-Technologie ist das Intranet ein nach außen
abgesichertes Netzwerk für die unternehmensinterne Kommunikation.
iso Norm 9001: 2000 Die ISO Norm 9001: 2000 ist die überarbeitete, seit Dezember 2000
gültige Form der iso Norm und dient als internationaler Leitfaden zur
Erstellung eines Qualitätsmanagements.
it-Connectivity Internet- und telekommunikationsgestützte Anbindung von Maschinen zur
Fernwartung und -überwachung sowie Anwenderbenachrichtigung
kanban-Prinzip,
(kanban, jap. Karte)
Das kanban-Prinzip ist eine einfache Methode zur Materialversorgung.
Beispielsweise stehen bei einem häufig benutzten kanban-System zwei
Behälter mit Montagematerial zur Verfügung. Wenn mit dem zweiten Behälter
begonnen wird, fließt der erste, geleerte Behälter zum Auffüllen an das
Lager oder an einen Lieferanten zurück. Eine weitergehende Steuerung des
Vorgangs im dv-System ist im Prinzip nicht nötig.
Kavität (Mikrokavität) Unter Kavität versteht man eine kleine Hohlform.
Lifecycle customer care Angebot an umfangreichen Dienstleistungen für den Kunden von der
Beratung, über die Angebotserstellung für eine neue Maschine bis hin zur
Rücknahme der gebrauchten Maschine
Linearantriebstechnik Die Linearantriebstechnik verwendet ein neuartiges elektromagnetisches
Antriebsprinzip, welches nicht wie herkömmlich rotiert, sondern eine lineare
Bewegungsrichtigung besitzt. Dadurch entfallen mechanische Zwischen
elemente, so dass der Motor selber mit hoher Präzision und Beschleunigung
die Maschinenachsen bewegt. Bisher wurde die Vorschubbewegung der
Bearbeitungsachsen durch Kugelumlaufspindeln erzeugt. Hierbei fährt eine
am Maschinenschlitten befestigte Kugelhülse auf der drehbaren Spindel wie
eine Mutter auf einem Gewinde.
Monoblock-Bauweise Im Gegensatz zu einer Bauweise, bei der das Maschinengestell aus mehreren
Komponenten (Bett, Ständer usw.) besteht, bildet bei der Monoblock-Bauweise
ein steifer und kompakter Grundkörper das Kernstück der Maschine.
nef Die Produktlinie nef bietet bedienerfreundliche Einstiegsmaschinen in die
moderne Drehtechnologie zum günstigen Preis. Die Maschinen sind univer
sell ausgelegt für die Einzelteil- und Kleinserienfertigung.
pro/e (pro/Engineer) Markenname für ein voll 3-d-fähiges cad-System. Die Maschinenteile werden
als Volumenkörper modelliert. Sie stehen für Temperaturberechnungen,
Spannungsanalysen etc. zur Verfügung. Die Zeichnungen werden aus dem
3-D-Modell abgeleitet.
pull (Produktions-
und Logistik-Leistung)
pull ist ein Programm, das seit Juni 1998 im gesamten gildemeister
Konzern umgesetzt wird und zum Ziel hat, in den einzelnen Unternehmen die
Effizienz der Produktion sowie der produktionsnahen Bereiche wie Disposition,
Wareneingang und Lager zu steigern.
sam (Serienanlauf-
management)
systemgestützte Methodik zur Erfassung, Kommunikation, Abarbeitung und
Kontrolle anlaufspezifischer Aufgaben, mit der eine beschleunigte Serienreife
von neuen Maschinen erreicht werden soll
Schrägbettfräszentrum Bei einem Schrägbettfräszentrum ist der Bearbeitungstisch der Maschine
unter einer bestimmten Neigung angeordnet. Der Vorteil gegenüber einem
herkömmlichen waagerechten Tisch ist der prozesssichere Späneabfluss.
Die bei deckel maho in Seebach produzierte dmp 60 ist ein Schrägbettfräs
zentrum, bei dem der Tisch unter einem Winkel von 45° geneigt ist.
Total-Customer-Support Unter diesem Begriff versteht man abgerundete Dienstleistungen, wie
Investitionsvorbereitung, Maschineneinrichtung, Schulungen (z.B. cnc
Nettraining), umfassende Servicepakete sowie eine optimale Ersatz- und
Verschleißteilversorgung, die eine vollständige Kundenzufriedenheit zum
Ziel haben.
Transshipmentpoint-
Konzept
Ein logistisches Konzept, bei dem ein Dienstleister Eingangsfrachten
verschiedener Lieferanten an einem Knotenpunkt (Transshipment
point) zusammenführt und produktionssynchron an die Produktionsstandorte
liefert. Analog werden auch Ausgangsfrachten am Transshipmentpoint
umgeschlagen.
twin Die Produktlinie twin bietet Drehmaschinen mit zwei unabhängigen
Drehspindeln zur Komplettbearbeitung anspruchsvoller Futter- und
Stangenteile.
Maschinenumsatz pro
produktionsnahem
Mitarbeiter
Maschinenumsatz pro Mitarbeiter in Montage, Fertigung und den angrenzenden
Bereichen der Materialwirtschaft (Beschaffung, Lager, Kommissionierung)
vpn (Virtuelles
Privates Netzwerk)
vpn sind virtuelle Netzwerke von privaten Datenverbindungen, deren
Datenverkehr zwar über öffentliche Netze (z.B. Internet) – für Dritte aber
nicht lesbar – transportiert werden. In solchen Netzwerken kann auch über
sichere und verschlüsselte Datenverbindungen ein gezielter Datenaustausch
mit Kunden und Lieferanten erfolgen.
Web-Kanban elektronisches Kanban-Verfahren, bei dem der Lieferant per Internet
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disponierenden Ware erhält

Bilanzkennzahlen (in %)

Anlagenintensität des Anlagevermögens Anlagevermögen : Gesamtvermögen x 100
Arbeitsintensität des Umlaufvermögens Umlaufvermögen : Gesamtvermögen x 100
Eigenkapitalquote Eigenkapital : Gesamtkapital x 100
Fremdkapitalquote Fremdkapital : Gesamtkapital x 100
Vermögensstruktur Anlagevermögen : Umlaufvermögen x 100
Kapitalstruktur Eigenkapital : Fremdkapital x 100

Kennzahlen zur Finanzlage

Liquidität 1. Grades Flüssige Mittel : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100 Liquidität 2. Grades (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) :

Kennziffern zur Strukturanalyse

Umschlagshäufigkeit der Vorräte Umsatzerlöse : Vorratsbestände aus Lieferung und Leistung aus Lieferung und Leistung Umschlagshäufigkeit des Kapitals Umsatzerlöse : Gesamtkapital

Rentabilitäts-Kennzahlen (in %)

Produktivitätskennzahlen (in %)

Liquidität 3. Grades (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte) : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

Umschlagshäufigkeit der rhb Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe : Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

Umschlagshäufigkeit der Forderungen Umsatzerlöse + MwSt.: durchschnittliche Forderungen

Working Capital Umlaufvermögen - kurzfristige Verbindlichkeiten

Eigenkapitalrentabilität Jahresüberschuss : Bilanzielles Eigenkapital zum 01.01. des Jahres x 100

Gesamtkapitalrentabilität Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen für Fremdkapital : durchschnittliches Gesamtkapital x 100

Umsatzrentabilität (jü+Zinsen f.fk/Umsatz) Jahresüberschuss und Zinsen für Fremdkapital : Umsatzerlöse x 100

Umsatzrentabilität (egg) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit : Umsatzerlöse x 100

Materialintensität Materialaufwand : Gesamtleistung x 100 Personalintensität Personalaufwand : Gesamtleistung x 100

in mio €

gegenüber
gildemeister-Konzern 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 Vorjahr
in %
Umsatz T€ 381.343 423.384 444.543 580.328 690.363 923.298 1.144.239 24
Inland T€ 198.404 225.551 249.357 340.361 408.987 483.363 566.865 17
Ausland T€ 182.939 197.833 195.186 239.967 281.376 439.935 577.374 31
% Ausland % 48 47 44 41 41 48 50
Gesamtleistung T€ 374.084 424.547 447.319 583.558 700.012 912.884 1.188.944 30
Personalaufwand T€ 121.114 121.710 126.877 145.786 171.405 212.544 270.623 27
Betriebsergebnis T€ -3.410 7.332 17.259 36.626 47.478 55.748 66.139 19
Finanzergebnis T€ -11.316 -10.153 -11.339 -10.562 -11.903 -18.681 -20.870 12
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit T€ -6.849 669 9.371 29.615 34.452 44.192 49.157 11
Jahresüberschuss/-fehlbetrag T€ -11.694 3.925 6.433 16.142 32.663 38.079 41.037 8
Bereinigte Ergebnisgrößen
ebitda T€ 14.236 20.070 28.097 50.137 61.302 88.365 103.488 17
ebit T€ 4.462 10.821 20.710 40.177 46.356 62.873 70.027 11
ebt T€ -7.464 8.049 7.243 17.015 34.452 44.192 49.157 11
Ergebnis vor Anteilen Dritter T€ -15.726 1.735 6.810 17.991 33.586 39.667 41.865 6
Anlagevermögen T€ 60.498 47.967 54.162 73.939 98.234 210.486 233.746 11
Immaterielle
Vermögensgegenstände T€ 10.169 8.341 11.140 16.327 18.676 80.179 74.455
Sachanlagen T€ 47.620 39.375 42.771 57.497 79.452 130.300 158.300
Finanzanlagen T€ 2.709 251 251 115 106 7 991
Umlaufvermögen T€ 242.669 221.163 234.019 279.835 320.830 490.050 567.430 16
Vorräte T€ 113.427 122.385 116.819 123.908 124.973 160.420 213.035
Forderungen inkl.
Rechnungsabgrenzungsposten T€ 111.381 91.819 108.723 147.366 182.270 305.534 339.141
Flüssige Mittel T€ 17.861 6.959 8.477 8.561 13.587 24.096 15.254
Eigenkapital T€ 58.611 44.114 46.179 81.582 107.174 195.687 215.129 10
Gezeichnetes Kapital T€ 48.697 48.697 48.697 55.453 56.398 75.087 75.087
Kapitalrücklage T€ 0 0 0 13.513 12.568 48.734 48.734
Gewinnrücklage T€ 0 0 0 681 19.793 39.068 58.866
Bilanzgewinn/-verlust T€ -4.017 -8.086 -6.579 6.713 13.202 18.455 21.427
Anteile anderer Gesellschafter T€ 13.931 3.503 4.061 5.222 5.213 14.343 11.015
Fremdkapital T€ 244.556 225.016 242.002 272.192 311.890 504.849 586.047 16
Genussscheinkapital T€ 0 2.851 7.669 0 0 0 0
Sonderposten für
Investitionszuschüsse T€ 300 144 66 50 1.632 1.219 2.387
Rückstellungen T€ 50.353 60.154 57.434 62.141 81.472 113.928 138.074
Verbindlichkeiten inkl.
Rechnungsabgrenzungsposten T€ 193.903 161.867 176.833 210.001 228.786 389.702 445.586
Bilanzsumme T€ 303.167 269.130 288.181 353.774 419.064 700.536 801.176 14

Veränderungen

Veränderungen
gegenüber
gildemeister-Konzern Vorjahr
1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 in %
Bilanzkennzahlen
Anlagenintensität des
Anlagevermögens % 20,0 17,8 18,8 20,9 23,4 30,1 29,2 -3
Arbeitsintensität des
Umlaufvermögens % 80,0 82,2 81,2 79,1 76,6 69,9 70,8 1
Eigenkapitalquote % 19,3 16,4 16,0 23,1 25,6 27,9 26,9 -4
Fremdkapitalquote % 80,7 83,6 84,0 76,9 74,4 72,1 73,1 1
Vermögensstruktur % 24,9 21,7 23,1 26,4 30,6 43,0 41,2 -4
Kapitalstruktur % 24,0 19,6 19,1 30,0 34,4 38,8 36,7 -5
Kennzahlen zur Finanzlage
Liquidität 1.Grades % 8,9 4,1 4,8 4,2 5,8 7,0 3,6 -49
Liquidität 2.Grades % 68,3 58,2 66,1 75,0 81,2 91,5 80,5 -12
Liquidität 3.Grades % 131,0 131,0 132,9 135,5 134,3 137,9 130,1 -6
Mitarbeiter (31.12.) 2.644 2.324 2.356 2.617 3.340 4.637 5.212 12
Investitionen T€ 9.031 6.511 13.500 29.798 37.601 39.490 57.256 45
Abschreibungen T€ 9.773 9.248 7.388 9.960 14.946 25.492 33.461 31
Kennzahlen zur Strukturanalyse
Umschlagshäufigkeit der rhb 2,8 3,9 4,9 5,1 6,3 5,9 7,2 22
Umschlagshäufigkeit der Vorräte 3,4 3,5 3,8 4,7 5,5 5,8 5,4 -7
Umschlagshäufigkeit der
Forderungen 5,1 5,7 5,2 5,2 5,0 4,0 4,5 13
Umschlagshäufigkeit des Kapitals 1,3 1,6 1,5 1,6 1,6 1,3 1,4 8
Working Capital T€ 86,8 88,4 91,2 112,0 137,1 231,0 248,9 8
Kennzahlen zur Rentabilität
Eigenkapitalrendite % -28,8 6,7 14,6 35,0 40,0 35,5 21,0 -41
Gesamtkapitalrendite % 1,9 7,0 7,5 8,7 12,1 11,5 9,6 -17
Umsatzrendite
(jü + Zinsen f. fk/Umsatz) % 0,2 3,7 4,0 4,7 6,5 6,3 5,6 -11
Umsatzrendite (egg) % -1,8 0,2 2,1 5,1 5,0 4,8 4,3 -10
Kennzahlen zur Produktivität
Materialintensität % 50,5 54,5 56,4 54,9 55,0 53,1 54,7 3
Personalintensität % 32,4 28,7 28,4 25,0 24,5 23,3 22,8 -2

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