Annual Report (ESEF) • Apr 26, 2024
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Download Source FileDMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2021-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-01-01 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900HXE4EQIHJY8518 2022-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-12-31 ifrs-full:SharePremiumMember 529900HXE4EQIHJY8518 2023-01-01 2023-12-31 iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares 24 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns GRUNDLAGEN DES KONZERNS UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nach- folgend Konzern oder DMG MORI AG). Die DMG MORI AG ist Teil der DMG MORI-Gruppe (nach- folgend DMG MORI oder Global One Company), dessen Konzernobergesellschaft die japanische DMG MORI COMPANY LIMITED (nachfolgend DMG MORI CO. LTD.) mit Headquarter in Tokio ist. Das operative Geschäft der DMG MORI AG gliedert sich in die Segmente „Werkzeugmaschinen“ und „Industrielle Dienstleistungen“. Die „Corporate Services“ umfassen im Wesentlichen die konzern- übergreifenden Holdingfunktionen. Seite 8 Das ↗ DMG MORI Mission Statement bildet die Grundlage für die strategische Ausrichtung von DMG MORI und somit auch für die DMG MORI AG. Das Ziel von DMG MORI ist es, der weltweit größte und angesehenste Hersteller von Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen, additiven Fertigungsverfahren sowie Prozessautomatisierung zu werden, wobei stets der maximale Kundennutzen im Mittelpunkt steht. Die DMG MORI AG richtet ihre Geschäftsaktivitäten konsequent auf dieses Ziel aus. Unser gemeinsamer Antrieb ist es, unseren Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit inno- vativen Lösungen zur Seite zu stehen – bestehend aus Werkzeugmaschine, Automation, Software, Prozess, Peripherie und Service. Wir bieten ein diversifiziertes Produktportfolio, um vom kleinen Fertigungsbetrieb bis hin zum Konzern branchenübergreifend die gesamte Fertigungsindustrie mit jeweils optimalen Lösungen zu bedienen. Unsere Kunden kommen aus vielen Branchen – wie Luft- und Raumfahrt, Halbleiter, Medizin, Automobil, Werkzeug- und Formenbau – und haben unterschiedliche Anforderungen. Zudem wird die globale Fertigungsindustrie stark beeinflusst von exogenen Faktoren, wie hohe Roh- stoff- und Energiekosten, hohe Zinsen und die Auswirkungen der Inflation und des Krieges in der Ukraine sowie der geopolitischen Konflikte. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in diesem herausfordernden Markt- umfeld begegnet DMG MORI mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Durch eine möglichst enge Verzahnung dieser vier Säulen bieten wir unseren Kunden pass- genaue Lösungen für eine moderne, nachhaltige und effiziente Fertigung. Mit MX entwickelt sich DMG MORI konsequent weiter vom Maschinenbauer zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Dabei gilt der Grundsatz: Die Maschine ist und bleibt unser Kern! Hochproduktive, präzise und nachhaltige Maschinen von ausgezeichneter Qualität sowie ein umfassender Service sind unser Kundenversprechen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 25 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Durch optimale Synergien aus Prozessintegration, Automation und Digitalisierung unterstützt MX den Anwender dabei, das größtmögliche Potenzial für Nachhaltigkeit und innovatives Wachstum freizusetzen. So begegnen wir den Veränderungen in unserem Geschäftsumfeld, wie dem steigen- den Fachkräftemangel und der Rohstoffknappheit, und wollen unseren Kunden in jedem Schritt der Wertschöpfungskette einen signifikanten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Durch Prozessintegration – das heißt die Integration mehrerer Technologien wie Drehen, Fräsen, Schleifen, Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing in eine Dreh- oder Fräsmaschine – können hochkomplexe Werkstücke auf nur einer Maschine gefertigt werden, anstatt auf mehreren Maschinen. Diese umfassende Integration hat das Ziel, die Anzahl der Maschinen und dafür not- wendigen Bediener zu reduzieren, die Bediener von einfachen Einrichtungsarbeiten zu befreien, Rüstzeiten zu verkürzen, Ressourcen zu sparen und so zu einer höheren Produktivität sowie zu geringeren CO2-Emissionen zu führen. So verbessert Prozessintegration ganzheitlich die Arbeits- umgebung unserer Kunden. Verstärkt werden diese Vorteile insbesondere durch die Kombination der Werkzeugmaschine mit Automation und digitalen Tools. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden finden wir die beste, individuell angepasste Lösung: Wir bieten für nahezu jede DMG MORI-Maschine bzw. jeden Anwendungsfall eine Standard- oder kundenspezifische Automationslösung. Die Automatisierung einer prozessintegrierten Werkzeugmaschine kann für eine maximale Auslastung im Tagesgeschäft durch hauptzeitparalleles Rüsten sorgen und ermöglicht mannlose Nacht- und Wochenend- schichten. So lassen sich die vorhandenen Ressourcen optimal und nachhaltig nutzen. Unser Ziel ist es, diese Wettbewerbsvorteile einer automatisierten, prozessintegrierten Werkzeug- maschine mit digitalen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu steigern – von CAD-CAM-Lösungen und Postprozessoren bis hin zur Simulation mit dem DMG MORI Digital Twin sowie der vereinfachten Programmierung durch die DMG MORI Technologiezyklen. Dazu zählt insbesondere die Maximierung der effektiven Spindelstunden mittels effizienter Auftragsplanung, vorausschauenden Wartungen und Fehlervermeidung sowie die Verbesserung betrieblicher Arbeits- abläufe im Shopfloor und die Senkung der Anforderungen für die Mitarbeitenden in der Werkstatt. Ermöglicht wird dies durch eine ganzheitliche und herstellerunabhängige Vernetzung aller Maschi- nen und Prozesse im Zusammenwirken von CELOS X und CELOS Xchange. CELOS X ist ein digita- les und datenbasiertes Ökosystem für die integrierte Verwaltung, Planung, Steuerung, Bedienung, Überwachung und Interoperation von Maschinen, Automationslösungen, Abläufen und Prozessen im industriellen Fertigungsumfeld. Mit CELOS Xperience liegt unser Fokus auf Einfachheit in der Bedienung und einheitlichen Oberflächen sowie einer optimierten Energieeffizienz. CELOS Xchange bietet eine Datendrehscheibe zum Speichern, Analysieren und Austauschen von Fertigungsdaten in globalen Produktionsketten. Neben den Fertigungsprozessen digitalisieren wir auch unser Service- angebot mit dem Online-Kundenportal myDMG MORI unter der Zielsetzung, Maschinenstillstände zu minimieren und den Austausch mit dem Kunden weiter zu optimieren. Mit dem DMG MORI Digital Engineering und dem Digital Twin – kombiniert mit Connectivity und KI- Tools – optimieren wir durchgängig Systeme und Prozesse: von der Anlagenplanung über virtuelle Inbetriebnahmen, den Einsatz der realen Maschine oder des automatisierten Bearbeitungssystems bis hin zu Schulungen bei unseren Kunden. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 26 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Zusammengefasst: Unsere Angebote in den Bereichen Prozessintegration, Automation und der digitalen Transformation dienen neben der Steigerung der Produktivität auch der Schonung von Ressourcen, der Reduzierung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes sowie dem opti- mierten Einsatz von Mitarbeitern und deren Weiterentwicklung. Damit sind diese drei Säulen ele- mentare Bestandteile der Grünen Transformation (GX). GX hat das Potenzial, globale Ressourcen und so die Umwelt zu schonen sowie den Menschen zu entlasten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen. Deshalb übernimmt die DMG MORI AG ganzheitlich Verantwortung. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und in sämtliche Strukturen und Prozesse integriert. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir auf Nachhaltigkeit und Ressourcen- schonung. Im späteren Betrieb beim Kunden erhöhen wir mit unseren GREENMODE Maßnahmen konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream). Durch den Einsatz innovativer Hard- und Softwarekomponenten sind Energieeinsparungen von über 30% im Betrieb unserer Werkzeugmaschinen möglich, zum Beispiel durch den bedarfsgerechten Betrieb von Maschinenkomponenten, den Einsatz hocheffizienter Kühlaggregate oder die adaptive Zufuhr von Kühlschmierstoff. Neben Umwelt- und Klimaschutz fokussieren wir die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir fördern und fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns für das Gemeinwohl. Weitere Informationen stehen im separaten ↗ Nachhaltigkeitsbericht 2023. Bei der Umsetzung unserer Strategie steht der Mensch im Mittelpunkt. Qualifizierte, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Erfolg. Des- halb arbeiten wir hart daran, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Unser konzernweit gültiges „Mission Statement“ bildet die Grundlage für unsere Unternehmenskultur sowie unser unter- nehmerisches Handeln und damit auch für unseren Verhaltenskodex der DMG MORI AG. Um unsere Mission zu erreichen und uns stetig zu verbessern, setzen wir auf eine offene Feedback- kultur. Unsere Personalstrategie fokussiert Ausbildung, Vielfalt, Chancengleichheit, fle- xible und innovative Arbeitsumgebungen, Personalentwicklung, Arbeitssicherheit sowie ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 27 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.01 // KONZERNSTRUKTUR (Stand: März 2024) DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio Konzernobergesellschaft DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT CORPORATE SERVICES DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld WERKZEUGMASCHINEN GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld; Entwicklung und Produktion1) DREHEN FRÄSEN ADVANCED TECHNOLOGIES DIGITAL SOLUTIONS DMG MORI DMG MORI DMG MORI DMG MORI Bielefeld GmbH Pfronten GmbH Ultrasonic Lasertec GmbH Digital GmbH (Bielefeld) (Pfronten) (Pfronten, Idar-Oberstein) (Bielefeld) DMG MORI DMG MORI DMG MORI ISTOS GmbH Bergamo S.r.l. Seebach GmbH Additive GmbH (Düsseldorf) (Bergamo/Italien) (Seebach) (Bielefeld) DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu / China) 2) DMG MORI DMG MORI Poland Sp. z o. o. 3)(Ples-Tortona S.r.l. zew / Polen) (Tortona / Italien) INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld VERTRIEB UND SERVICES DMG MORI DMG MORI DMG MORI DMG MORI DACH 4) EMEA 5) China Services MÄRKTE DER DMG MORI COMPANY LIMITED 6) DMG MORI DMG MORI DMG MORI DMG MORI Japan Asia 7) USA Americas 1) Details zu den Umfirmierungen der Produktionswerke in Deutschland und Italien im Januar und Februar 2024 stehen im Kapitel Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur auf S. 29 // Produktionsstopp Februar 2022: Ulyanovsk Machine Tools ooo (Ulyanovsk / Russland) 2) Produktionsstart im 4. Quartal 2023 3) bisher FAMOT Pleszew Sp. z o.o. / Umbenennung ist beantragt 4) Deutschland, Österreich, Schweiz 5) Europe, Middle East, Africa 6) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert. 7) inkl. Indien Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 28 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns S T E U E R U N G S S Y S T E M D E R D M G M O R I A G Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest defi- nierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Free Cashflow sowie die Investitionen und Aufwendungen für Forschung und Ent- wicklung. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften konsequent, zielorientiert und nachhaltig. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war 2023 erneut geprägt durch globale Heraus- forderungen und Unsicherheiten. Der andauernde Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, hohe Rohstoff- und Energiekosten, mehrfache Zinssteigerungen sowie die weiter- hin hohen Inflationsraten bremsten insbesondere in der zweiten Jahreshälfte die Nachfrage nach Investitionsgütern. In diesem weiterhin herausfordernden Marktumfeld verzeichnete die DMG MORI AG eine sta- bile Geschäftsentwicklung. Im Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services erzielte die DMG MORI AG mit 2.583,6 MIO € einen soliden Auftragseingang im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres von 2.904,2 MIO € (-11%). Der Umsatz erhöhte sich um +6% auf 2.498,6 MIO € (Vor- jahr: 2.365,7 MIO €). Hierzu trug insbesondere die starke Entwicklung im Inland mit +15% bei. Das EBIT lag mit 220,0 MIO € leicht über dem Vorjahresniveau (216,5 MIO €). Die EBIT-Marge betrug 8,8% (Vorjahr: 9,2%). Das EAT erreichte 163,2 MIO € (Vorjahr: 153,4 MIO €). Der Free Cashflow betrug 93,5 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich plangemäß auf 118,0 MIO €. Investitionsschwerpunkte im Berichtsjahr waren die neue Fließmontage und das Aus- bildungscenter an unserem Standort in Seebach, das Components Center in Pleszew (Polen), der Bauabschluss unseres neuen Werks in Pinghu (China) und der weitere Ausbau unserer autarken, grünen Energieversorgung mit PV-Anlagen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen bei 84,3 MIO € (Vorjahr: 77,0 MIO €). Alle im Geschäftsbericht 2022 prognostizierten Ziel- und Steuerungsgrößen für das Geschäftsjahr 2023 hat die DMG MORI AG insbesondere aufgrund der nachhaltigen Optimierung von Kostenstrukturen, der konsequenten Umsetzung von Effizienzmaß- nahmen sowie der passenden strategischen Ausrichtung erreicht bzw. zum Teil übertroffen. Die starke Umsatzentwicklung im Inland wirkte sich auch positiv auf das EBIT aus. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 29 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.02 // WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSZAHLEN Ziele Geschäftsbericht 2022 Q1 /2023 Q2 /2023 Q3 /2023 (15.03.2023) (26.04.2023) (03.08.2023) (25.10.2023) IST 2023 Auftragseingang rund 2,45 MRD € rund 2,45 MRD € rund 2,45 MRD € rund 2,45 MRD € 2.583,6 MIO € Umsatz rund 2,35 MRD € rund 2,35 MRD € rund 2,35 MRD € rund 2,35 MRD € 2.498,6 MIO € EBIT rund 170 MIO € rund 170 MIO € rund 170 MIO € rund 170 MIO € 220,0 MIO € Free Cashflow rund 80 MIO € rund 80 MIO € rund 80 MIO € rund 80 MIO € 93,5 MIO € Investitionen (Sachanlagen/ immaterielle Vermögenswerte) rund 120 MIO € rund 120 MIO € rund 120 MIO € rund 120 MIO € 118,0 MIO € Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund 80 MIO €1) rund 80 MIO € 1) rund 80 MIO € 1) rund 80 MIO € 1) 84,3 MIO € 1) 1) inklusive Aufwand für Sonderkonstruktionen ORGANISATION UND RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Kon- zern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding. Sie umfasst alle bereichsüber- greifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns und führt die Region DACH (Heimatmarkt Deutsch- land, Österreich, Schweiz) und die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie den Markt China. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH übernimmt als Muttergesellschaft der Produktions- werke des Konzerns weitere Holdingfunktionen. Weitere Holdingfunktionen für den Vertrieb und Service übernimmt die DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld. Die DMG MORI COM- PANY LIMITED führt neben Japan, Nord- und Südamerika auch den Markt Indien als weiteren Teil Asiens. Zusammen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir mit 116 Vertriebs- und Service- standorten – davon 17 Produktionswerke – weltweit präsent. Alle Gesellschaften des DMG MORI AG-Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien mit dem Ziel, bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erreichen. Eine ein- heitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit ihrem Headquarter in Tokio (Japan). Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich: // Rückwirkend zum 1. Januar 2023 ist die MITIS GVG mbH auf die DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT, Bielefeld, verschmolzen worden. Die MITIS GVG mbH & Co. Objekt Bielefeld KG ist damit auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angewachsen. // Im April 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, sämtliche Anteile in Höhe von 50% an der DMG MORI Heitec GmbH, Erlangen, an die HEITEC AG, Erlangen, verkauft. // Im September 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, im Rahmen einer Kapitalerhöhung ihren Anteil von 24,90% an der up2parts GmbH, Weiden, auf 17,85% verringert. Die up2parts GmbH wird seitdem nicht mehr at equity, sondern als Beteiligungsunternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 30 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns // Im Oktober 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, ihren Anteil an der ISTOS GmbH von 85% auf 100% erhöht. // Im Januar 2024 wurde die DECKEL MAHO Pfronten GmbH umbenannt in DMG MORI Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH in DMG MORI Seebach GmbH. GRAZIANO Tor- tona S.r.l. wurde umbenannt in DMG MORI Tortona S.r.l. und GILDEMEISTER Italiana S.r.l. in DMG MORI Bergamo S.r.l. // Im Februar 2024 wurde die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH umbenannt in DMG MORI Bielefeld GmbH. Die DMG MORI Vertriebs und Service GmbH wurde umbenannt in DMG MORI Sales and Service Holding GmbH. Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweit führender Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nach- haltigen Produkten weiter auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet – mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Service-Gesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert. Die DMG MORI Vertriebs- und Service-Gesellschaften sind für den Direktvertrieb und Service unse- rer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key- Account Management internationale Großkunden. Seite 231 ff. Die Beteiligungen der DMG MORI AG stehen im ↗ Konzernanhang. Ü B E R N A H M E R E C H T L I C H E A N G A B E N Im Folgenden sind die nach §§ 289a und 315a HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Tatbestände der §§ 289a und 315a HGB, die bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nicht erfüllt sind, werden nicht erwähnt. Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben: // Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am Grundkapital beteiligt. // Beteiligungen am Kapital Der Gesellschaft lagen per 31. Dezember 2023 folgende Meldungen hinsichtlich direkter oder indirekter Beteiligungen vor, die 10 % der Stimmrechte übersteigen: Die DMG MORI COM- PANY LIMITED, Nara (Japan), hält indirekt eine Beteiligung von 88,23% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 31 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns // Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen Entsprechend §§ 84, 85 AktG und § 31 MitbestG in Verbindung mit § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstands- mitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 10 Abs. 8 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Zuletzt hat die Hauptversammlung die Satzung in §§ 15 Abs. 10, 16 Abs. 3 erweitert und beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, vorzusehen, dass Hauptversammlungen, die innerhalb von fünf Jahren nach Satzungsänderung stattfinden, als virtuelle Hauptversammlung abzuhalten. // Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage, um bis zu nominal 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben. // Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugs- recht in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen (genehmigtes Kapital) auszuschließen. // Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels stehen Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, solange die DMG MORI COMPANY LIMITED (mittelbar) mehr als 50% der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält. Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 32 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns AKTIE Die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist im „Prime Standard“ gelistet und notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt die internationalen Transparenzanforderungen im „Prime Standard“ der Deutschen Börse. K U R S E N T W I C K L U N G In das Börsenjahr 2023 startete die DMG MORI AG-Aktie mit einem Kurs von 42,00 € (02.01.2023). Sie schloss am 29. Dezember 2023 mit 43,70 €. Im Jahresverlauf entwickelte sich die Aktie in einem volatilen Börsenumfeld stabil und bestätigte sich als solides Investment. Die Marktkapitalisierung belief sich auf 3,44 MRD €. G A R A N T I E D I V I D E N D E Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DMG MORI Europe Holding GmbH – einer 100%-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED – schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI Europe Holding GmbH für die Laufzeit des Vertrages verpflichtet, den Minder- heitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Aus- gleich („Garantiedividende“) in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto – nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer – je Aktie zu zahlen. F I N A N Z K O M M U N I K AT I O N Eine aktive und offene Informationspolitik ist ein wesentlicher Bestandteil unseres wertorientierten Handelns. Wir kommunizieren umfassend, zeitnah und verlässlich. Dabei behandeln wir alle Kapitalmarktteilnehmer gleich. Auf der Internetseite ↗ de.dmgmori-ag.com/investor-relations ver- öffentlichen wir umfangreiche Informationen. Neben der regelmäßigen Finanzberichterstattung stehen dort aktuelle Mitteilungen, wichtige Termine sowie Details zur Bilanzpressekonferenz und Hauptversammlung. B.03 // KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | ISIN: DE0005878003 2023 2022 2021 2020 2019 Grundkapital MIO € 204,9 204,9 204,9 204,9 204,9 Anzahl Aktien MIO Stück 78,8 78,8 78,8 78,8 78,8 Jahresendkurs 1) € 43,70 41,90 42,15 41,10 42,35 Höchstkurs 1) € 43,70 42,85 42,40 42,90 48,35 Tiefstkurs 1) € 41,90 40,30 41,00 38,80 40,90 Marktkapitalisierung MIO € 3.444,3 3.302,5 3.322,2 3.239,4 3.337,9 Ergebnis je Aktie 2) € 1,95 1,84 1,07 0,66 1,93 Kurs-Gewinn-Verhältnis 3) 22,4 22,8 39,4 62,3 21,9 1) Schlusskurse auf Basis XETRA 2) nach IAS 33 3) Jahresendkurs / Ergebnis je Aktie Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 33 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT / KONZERN-ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance der DMG MORI AG. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Im November 2023 gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ab. Darin wird bestätigt, dass die DMG MORI AG den Empfehlungen der „Regierungs- kommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Kodexfassung vom 28. April 2022 nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 entsprochen hat, jedoch mit den folgenden Ausnahmen: // Ausnahme: Empfehlung G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über- wiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt die DMG MORI AG nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungs- komponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmens- erfolg aus Sicht des Aufsichtsrats von wesentlicher Bedeutung sind. Eine aktienbasierte Vergütung ist bei der DMG MORI AG nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstands geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei der DMG MORI AG. // Ausnahme: Empfehlungen G.12 und G.13 des Deutschen Corporate Governance Kodex Im Fall der Beendigung eines Vorstandsvertrages soll die Auszahlung noch offener Vergütungs- bestandteile u.a. nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern erfolgen. Die Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung sollen den Wert von zwei Jahresver- gütungen nicht überschreiten. Diese Empfehlungen konnte die DMG MORI AG im Geschäftsjahr 2023 nicht uneingeschränkt einhalten, da zur Vertragsbeendigung im Rahmen einer vergleichsweisen Gesamtlösung mit den betroffenen Vorstandsmitgliedern unter Berücksichtigung des Interesses der Gesellschaft an einer Vertragsbeendigung und den Ansprüchen der Vorstandsmitglieder ein höherer Zahl- betrag vereinbart und die langfristige Vorstandsvergütungskomponente (LTI) im Rahmen einer solchen Vereinbarung pauschaliert abgegolten wurde. Die getroffenen Abfindungslösungen unter Einbeziehung noch offener variabler Vergütungsbestandteile lagen im Interesse der Gesellschaft an einer zeitnahen, vollständigen Vertragsbeendigung. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 34 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Die DMG MORI AG wird den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corpo- rate Governance Kodex in der Kodexfassung vom 28. April 2022 nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 auch zukünftig entsprechen, jedoch mit der nachfolgend auf- geführten Ausnahme: // Ausnahme: Empfehlung G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über- wiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt die DMG MORI AG nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungs- komponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmens- erfolg aus Sicht des Aufsichtsrats von wesentlicher Bedeutung sind. Eine aktienbasierte Vergütung ist bei der DMG MORI AG nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstands geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei der DMG MORI AG. Die nichtobligatorischen Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt die DMG MORI AG vollständig. Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance-Bericht sind – ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre – auf unserer Website dauerhaft zugänglich. ↗https://de.dmgmori-ag.com/investor-relations/corporate-governance/corporate-governance-im-ueberblick Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unter- nehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§ 289f Abs. 2 und 5, 315d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Manage- ment von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Dem gruppenweiten Risikomanagement liegt ein integriertes Governance-, Risiko- und Compliance-Modell (GRC-Modell) zugrunde. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagementsystem stehen im Kapitel ↗Chancen- Seite 93 ff. und Risikobericht. Aus unseren Überprüfungen des internen Kontroll- und Risikomanagements sowie aus Berichten der internen Revision sind uns keine wesentlichen Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme sprechen. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 35 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungs- ausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Seite 40 ff. ↗Vergütungsbericht – als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT – detailliert dargestellt. Aufsichtsrat und Vorstand sorgen gemeinsam für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Auf- sichtsrat hat eine Altersgrenze für die (Wieder-) Bestellung von Vorstandsmitgliedern von 70 Jahren festgelegt. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gemäß Ziff. C.1 DCGK beschlossen: // Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bis- herigen Umfang; // Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen der DMG MORI AG auf Arbeitnehmerseite; // Berücksichtigung von Kenntnissen über die DMG MORI AG und von für die DMG MORI AG besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien; // Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungs- legungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen; // Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteils- eignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter; // Unabhängigkeit von zumindest 50% der Aufsichtsratsmitglieder; // Vermeidung von Interessenkonflikten; // Einhaltung einer Altersgrenze von 75 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsrats- mitglieds; Höchstgrenze von fünf Amtsperioden; // Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vor- genannten Ziele beachten. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2023 wurden die Ziele bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2023 erneut erfüllt. Auch die Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Unabhängigkeit von mindestens 50% der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum ein- gehalten. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr mit den erforderlichen Qualifikationen aus- einandergesetzt und hierbei auch die Kompetenzen für das Gesamtgremium festgelegt. Weitere Details zum Kompetenzprofil zeigt die Tabelle B.04. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 36 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Unter Berücksichtigung der Aktionärsstruktur und des bestehenden Beherrschungs- und Gewinn- abführungsvertrags vom 2. Juni 2016 gehen die Vertreter der Anteilseigner davon aus, dass zumindest 3 Mitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sind (Tabelle B.04). B.04 // QUALIFIKATIONSMATRIX DES AUFSICHTSRATS Mario Dr.-Ing. Prof. Dr.-Ing. Prof. Dr. James Victor Krainhöfner in € Masahiko Mori Ulrich Hocker Irene Bader Berend Denkena Annette Köhler Nudo (bis 12.05.2023) Zugehörigkeit Mitglied seit 06.09.2009 11.05.2010 24.05.2016 17.05.2013 06.05.2017 04.05.2018 16.04.2011 gewählt bis HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) 12.05.2023 Persönliche Eignung Unabhängigkeit 1) • • • • kein Overboarding 1) • • • • • • • Diversität Geschlecht männlich männlich weiblich männlich weiblich männlich männlich US- Staatsangehörigkeit japanisch deutsch österreichisch deutsch deutsch amerikanisch deutsch Geburtsdatum 16.09.1961 06.11.1950 01.01.1979 05.11.1959 13.01.1967 30.05.1954 16.10.1964 Fachliche Eignung Technologie und Branchenkenntnisse Maschinenbau • • • • Strategie • • • • • • Rechnungslegung • • Abschlussprüfung • • Recht / Regulierung • • • Personal / Mitbestimmung / Vergütung • • • • • Corporate Governance / Interne Prozesse • • • • • Compliance • • • • Digitalisierung • • ESG/ Nachhaltigkeit / Sozial- und Arbeitsbedingungen • • • • Internationale Erfahrung Deutschland • • • • • • Europa • • • • • • Asien • • • • • Amerika • • • • • 1) i.S.d. Corporate Governance Kodex 2) Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2027 • Kriterium erfüllt, basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat. Ein Punkt bedeutet zumindest »Gute Kenntnisse« und damit die Fähigkeit, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, der im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied (zum Beispiel einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss) erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen oder der von sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen die einschlägigen Sachverhalte gut nachvollziehen und informierte Entscheidungen treffen zu können. Geschäftsbericht 2023 B . 0 4 // Q U A L I F I K AT I O N S M AT R I X D E S A U F S I C H T S R AT S DMG MORI AG 37 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.04 // QUALIFIKATIONSMATRIX DES AUFSICHTSRATS Larissa Michaela Thomas Reiter in € Stefan Stetter Tanja Fondel Dietmar Jansen Schikowski Schroll (seit 12.05.2023) Zugehörigkeit Mitglied seit 04.05.2018 19.01.2018 17.05.2013 04.05.2018 04.05.2018 12.05.2023 gewählt bis HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) HV 2027 2) Persönliche Eignung Unabhängigkeit 1) • • • • • kein Overboarding1) • • • • • Diversität Geschlecht männlich weiblich männlich weiblich weiblich männlich Staatsangehörigkeit deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch Geburtsdatum 30.12.1968 27.07.1976 23.08.1965 19.08.1969 16.02.1976 25.08.1969 Fachliche Eignung Technologie und Branchenkenntnisse Maschinenbau • • • • • Strategie • • Rechnungslegung • • Abschlussprüfung • • Recht / Regulierung Personal / Mitbestimmung / Vergütung • • • • • • Corporate Governance / Interne Prozesse • • Compliance • • • Digitalisierung • • • • ESG/ Nachhaltigkeit / Sozial- und Arbeitsbedingungen • • • • • • Internationale Erfahrung Deutschland • • • • • • Europa • • Asien • Amerika 1) i.S.d. Corporate Governance Kodex 2) Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2027 • Kriterium erfüllt, basierend auf einer Selbsteinschätzung durch den Aufsichtsrat. Ein Punkt bedeutet zumindest »Gute Kenntnisse« und damit die Fähigkeit, auf Basis bereits vorhandener Qualifikation, der im Rahmen der Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied (zum Beispiel einer langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss) erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen oder der von sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig wahrgenommenen Fortbildungsmaßnahmen die einschlägigen Sachverhalte gut nachvollziehen und informierte Entscheidungen treffen zu können. Diversity Die bei der DMG MORI AG gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern u.a. inter- nationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei der DMG MORI AG werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Reli- gion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung gleichbehandelt und gleich wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den Verhaltenskodex der DMG MORI AG aus. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 38 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten Unter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 5. Mai 2022 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT bis zum 30. Juni 2027 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20% erreicht werden soll. Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungs- ebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 13. Juni 2022 ein Frauenanteil von 15% beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30% seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2023 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmer- vertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Vermeidung von Interessenkonflikten Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vor- stands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüg- lich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Aktionäre und Hauptversammlung Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vor- stands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Im Berichts- jahr konnten die Aktionäre ihr Stimmrecht im Rahmen einer Präsenz-Hauptversammlung persön- lich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an einer Präsenz-Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Dane- ben gibt es online die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung. Transparenz Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mit- arbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktu- elle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 39 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Compliance Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbst- verpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2023 und auf unserer Website. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Mit dem Abschlussprüfer, der PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft, Frankfurt am Main, wurde für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Auf- sichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vor- stand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben. Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände der DMG MORI AG Im Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutz- versicherungen für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt. Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält indirekt eine Beteiligung von 88,23% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u.a. von Aktien oder anderen Wert- papieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu ver- öffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 40 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns VERGÜTUNGSBERICHT Im Folgenden werden das Vergütungssystem und die Vergütung des Aufsichtsrats sowie des Vor- stands für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt. Die jährliche Erstellung des Vergütungsberichts nach § 162 AktG liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Es wird gemäß § 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG über Vergütung im Geschäftsjahr berichtet, in dem die der Vergütung zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht worden ist. Billigung des Vergütungsberichts durch die Hauptversammlung 2023 Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2023 erfolgte die Billigung des nach § 162 AktG erstellten und geprüften Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2022 mit einer Zustimmung von 99,87%. Es ergaben sich keine Aspekte, die hinsichtlich des Vergütungssystems oder dessen Umsetzung in der Vergütungsberichterstattung zu berücksichtigen sind. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und in § 12 der Sat- zung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. In der Hauptversammlung 2021 wurde das Vergütungssystem des Aufsichtsrats nach § 113 AktG gebilligt. Zu den Komponenten der Aufsichts- ratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug der feste Vergütungsanspruch für jedes einzelne Aufsichtsrats- mitglied 60.000 €. Der Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 2,5-Fache (150.000 €), wobei der Aufsichtsratsvorsitzende Dr.-Ing. Masahiko Mori ebenso wie James V. Nudo und Irene Bader auf sämtliche Aufsichtsratsbezüge verzichten. Der stellvertretende Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 1,5-Fache (90.000 €). Der Anspruch aus der Grundvergütung lag insgesamt bei 630.000 € (Vor- jahr: 630.000 €). Die Vergütungsansprüche für Ausschusstätigkeiten betrugen insgesamt 252.000 € (Vorjahr: 252.000 €) und berücksichtigten die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Perso- nal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Geschäfte mit nahe- stehenden Personen. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten Anspruch auf jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus einen festen Vergütungsanspruch von weiteren 18.000 €. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Aus- schusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.009.500 € (Vorjahr: 1.003.500 €). Die Grundvergütung und Ausschussvergütung lagen insgesamt bei 882.000 € (Vorjahr: 882.000 €). Die Höhe der Sitzungsgelder belief sich auf 127.500 € (Vorjahr: 121.500 €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 41 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.05 // GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS Ausschuss- Ausschuss- Ausschuss- vergütung: vergütung: vergütung: Personal-, Ausschuss für Grund- Finanz- und Nominierungs- Geschäfte mit vergütung und Prüfungsaus- und Vergü- nahestehenden Ausschuss- Grund- schuss tungsausschuss Personen vergütung in € vergütung (F&P) (PNV) (GNP) gesamt Sitzungsgeld Gesamtbezüge Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR Vorsitzender PNV – – – – – – 0 Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender Vorsitzender GNP 90.000 0 18.000 36.000 144.000 16.500 160.500 Irene Bader 3) – – – – – – 0 Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 60.000 0 0 18.000 78.000 12.000 90.000 Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 60.000 36.000 0 0 96.000 15.000 111.000 James Victor Nudo 5) – – – – – – 0 Mario Krainhöfner 6) 1. stv. AR-Vorsitzender (bis 12.05.2023) AR-Mitglied (bis 12.05.2023) 32.548 0 6.510 0 39.058 4.500 43.558 Stefan Stetter 7) stv. AR-Vorsitzender 90.000 18.000 0 18.000 126.000 19.500 145.500 Tanja Fondel 8) 13) 79.151 0 18.000 0 97.151 13.500 110.651 1. stv. AR-Vorsitzender (seit 12.05.2023) Dietmar Jansen 9) 13) 60.000 18.000 0 0 78.000 9.000 87.000 Larissa Schikowski 10) 60.000 0 18.000 0 78.000 13.500 91.500 Michaela Schroll 11) 13) 60.000 18.000 0 18.000 96.000 19.500 115.500 Thomas Reiter 12) 13) AR-Mitglied (seit 12.05.2023) 38.301 0 11.490 0 49.792 4.500 54.292 Gesamtsumme 630.000 90.000 72.000 90.000 882.000 127.500 1.009.500 14) 1) Dr.-Ing. Masahiko Mori ist zudem Mitglied im F&P sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss. Dr.-Ing. Masahiko Mori verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 2) Ulrich Hocker ist zudem Mitglied im PNV sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss. 3) Irene Bader verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Irene Bader für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 4) Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena ist Mitglied im GNP. 5) James Victor Nudo ist Mitglied im F&P, PNV sowie Nominierungsausschuss. James Victor Nudo verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind James Victor Nudo für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 6) Mario Krainhöfner war bis 12.05.2023 Mitglied im Aufsichtsrat und Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss. 7) Stefan Stetter ist Mitglied im F&P und GNP. Herr Stetter führt einen Teil seiner Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab. 8) Tanja Fondel ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss. 9) Dietmar Jansen ist Mitglied im F&P. 10) Larissa Schikowski ist Mitglied im PNV und führt einen Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab. 11) Michaela Schroll ist Mitglied im F&P und GNP. 12) Thomas Reiter ist seit 12.05.2023 Mitglied im Aufsichtsrat und Mitglied im PNV. 13) Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf ab. 14) Die Gesamtsumme entspricht dem Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2023. Da sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht aus variablen, sondern ausschließlich aus festen Bestandteilen zusammensetzt, entfällt die Notwendigkeit der Festlegung einer maxima- len Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr wurden keine Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsratsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt. Vergleich jährliche Veränderung der Aufsichtsratsvergütung Die Tabelle B.06 zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats mit der Ertragsentwicklung (EAT) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und mit der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalenzbasis gegenüber dem Vorjahr. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 42 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.06 // VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG 2021 ggü. 2022 ggü. 2023 ggü. in % 2020 2021 2022 Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) – – – Ulrich Hocker +8,5 % +8,2 % +0,9 % Irene Bader 2) – – – Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena +4,4 % +13,2 % +/-0,0 % Prof. Dr. Annette Köhler +3,6 % +4,3 % +1,4 % James Victor Nudo 3) – – – Mario Krainhöfner (bis 12.05.2023) +1,7 % +8,3 % -62,3 % Stefan Stetter +5,2 % +8,9 % -1,0 % Tanja Fondel +2,3 % +9,3 % +25,0 % Dietmar Jansen +0,4 % +5,3 % -3,3 % Larissa Schikowski +2,3 % +9,3 % +3,4 % Michaela Schroll +6,6 % +5,6 % +1,3 % Thomas Reiter (seit 12.05.2023) – – – EAT (DMG MORI AG-Konzern)4) +64 % +79 % +6 % EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 5) +8 % +400 % +1 % Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 6) +2 % +3 % +4 % 1) Dr.-Ing. Masahiko Mori sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 2) Irene Bader sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 3) James Victor Nudo sind für 2023 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. 4) 2023: 163,2 MIO € / 2022: 153,4 MIO € / 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO € 5) 2023: 147,5 MIO € (nach HGB) / 2022: 146,5 MIO € (nach HGB) / 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB) 6) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr Vergütung des Vorstands Der Aufsichtsrat legt das System der Vorstandsvergütung fest. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss entwickelt Empfehlungen zum System der Vorstandsvergütung, über die auch der Aufsichtsrat eingehend berät und beschließt. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss überprüft das System zur Vorstandsver- gütung regelmäßig und unterbreitet dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge. Im Fall wesent- licher Änderungen, mindestens jedoch alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem erneut der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt. Das Vergütungssystem des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist auf die Förderung der Geschäftsstrategie und die nachhaltige sowie langfristige Entwicklung des Unternehmens aus- gerichtet. Dies erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung einer Wettbewerbsorientierung. Es ist vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. November 2019 auf Basis des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) aufgestellt und von der 118. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2020 gebilligt worden. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 43 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Grundzüge des Vergütungssystems Die grundsätzliche Strukturierung des Systems folgt den nachstehenden Leitgedanken: a // Besondere Leistungen und Erfolge sollen angemessen vergütet werden, wäh- rend Zielverfehlungen eine substanzielle Verringerung der Vergütung nach sich ziehen („Pay-for-Performance-Orientierung“). b // Die Leistung der Vorstandsmitglieder als Gesamtgremium soll gefördert werden, ohne die unternehmerische Freiheit der einzelnen Vorstandsressorts zu vernachlässigen. Da wesent- liche strategische Ziele nur ressortübergreifend durch Beiträge aller Vorstandsmitglieder zu erreichen sind, orientieren sich kurz- und langfristige Vergütungsbestandteile an ver- schiedenen Unternehmenskennzahlen, zu denen die Vorstandsmitglieder beitragen. c // Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder ist durchgängig anschlussfähig an die Ver- gütungssysteme für die weiteren Führungs- und Mitarbeiterebenen des Konzerns. d // Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll marktüblich sein und der Größe, Komplexität und Ausrichtung sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen. Auf dieser Basis wird den Vorstandsmitgliedern ein angemessenes, wettbewerbsfähiges und marktübliches Vergütungspaket angeboten, welches sich im Rahmen der regulatorischen Vor- gaben bewegt und das nachhaltige Wirtschaften des Vorstands fördert. Hierdurch soll für die DMG MORI AG die Sicherung der bestmöglichen Kandidaten für den Vorstand in Gegenwart und Zukunft gewährleistet werden. Das vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungssystem entspricht den aktuellen Vorgaben des Aktiengesetzes und im Wesentlichen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Gover- nance Kodex (DCGK), allerdings ist die langfristige Vergütung nicht aktienbasiert. Im Hinblick auf den zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI Europe Holding GmbH, einer 100%-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einerseits und den geringen Freefloat der Aktie andererseits wurde davon abgesehen, eine Vergütungskomponente in Aktien bzw. eine aktienbasierte Ver- gütungskomponente vorzusehen. Angemessenheit der Vorstandsvergütung Der Aufsichtsrat legt nach Vorbereitung durch den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsaus- schuss jeweils für das bevorstehende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit dem Vergütungs- system die Höhe der Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied fest. Die Ziel-Gesamt- vergütung für jedes Vorstandsmitglied ist die Summe aus der Grundvergütung, des STI bei 100%-Zielerreichung, des LTI bei 100%-Zielerreichung und dem Beitrag zur Altersversorgung. Neben einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder werden hierbei insbesondere die wirtschaftliche Lage, das Marktumfeld, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt. Der Aufsichtsrat legt ein besonderes Augen- merk darauf, dass die Ziel-Gesamtvergütung marktüblich ist. Die Marktüblichkeit wird anhand der folgenden Punkte beurteilt: Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 44 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Externer Vergleich (horizontale Angemessenheit): Zur Beurteilung der Marktüblichkeit der Gesamt- vergütung werden Vergütungsdaten der 90 größten börsennotierten Unternehmen in Deutsch- land mit Notierung im DAX und MDAX herangezogen. Bei diesem horizontalen Marktvergleich wird die Marktstellung einschließlich der Größe und Komplexität der DMG MORI AG unter besonderer Beachtung der Einordnung der Gesellschaft in vorgenannter Vergleichsgruppe (zum Beispiel anhand von Kennzahlen, wie Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gewinn je Aktie) berücksichtigt. Interner Vergleich (vertikale Angemessenheit): Darüber hinaus wird die Entwicklung der Vorstands- vergütung im Verhältnis zur Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMG MORI AG in einem internen (vertikalen) Vergleich berücksichtigt. Bei diesem Vergleich wird das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft ermittelt und einem Marktvergleich unterzogen. Die Ziel-Gesamtvergütung wird unter besonderer Berücksichtigung der Funktion des einzelnen Vor- standsmitglieds festgelegt. Insbesondere erhält der Vorsitzende des Vorstands bei der Festlegung eine insgesamt höhere Vergütung als die anderen Vorstandsmitglieder. Malus- und Clawback-Regelungen Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, die kurzfristige und die langfristige variable Vergütung einzu- behalten bzw. zurückzufordern, falls ein Fall eines schwerwiegenden Pflicht- oder Compliance-Ver- stoßes vorliegt. Gleiches gilt im Falle schwerwiegenden unethischen Verhaltens. In Fällen einer grob fahrlässigen oder einer vorsätzlichen Verletzung von Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach § 93 Abs. 1 AktG durch ein Vorstands- mitglied ist die Gesellschaft darüber hinaus berechtigt, von dem Vorstandsmitglied für den jewei- ligen Bemessungszeitraum, in dem die Pflichtverletzung stattgefunden hat, ausgezahlte variable Vergütungsbestandteile (STI und / oder LTI) ganz oder teilweise zurückzufordern bzw. bei noch nicht erfolgter Auszahlung einzubehalten. Die Rückforderungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn das Amt oder das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Rückforderung bereits beendet ist. Schadensersatz- ansprüche gegen das Vorstandsmitglied bleiben unberührt. Vorzeitige Beendigung der Tätigkeit Scheidet ein Vorstandsmitglied auf Wunsch des Aufsichtsrats aus Gründen aus, die nichts mit dem Verhalten des Vorstandsmitglieds oder dem Vorstandsmitglied selbst zu tun haben, so werden alle ausstehenden LTI-Tranchen regulär zum Ende des vorgesehenen Leistungszeitraums ausgezahlt. Gleiches gilt, falls ein Vorstandsmitglied aus sonstigen Gründen, die er nicht zu vertreten hat, aus dem Vorstand ausscheidet (zum Beispiel regulärer Ablauf oder einvernehmliche Beendigung des Anstellungsvertrages oder andere vertraglich anerkannte Austrittsgründe). Dies umfasst auch den Übertritt in den Vorruhestand sowie die Ablehnung eines Wiederbestellungsangebots durch das Vorstandsmitglied. Kündigt das Unternehmen das Anstellungsverhältnis mit einem Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund oder kündigt ein Vorstandsmitglied ungerechtfertigt das Dienstvertragsverhältnis („Bad Leaver“), so verfallen alle ausstehenden LTI-Zuteilungen, deren dreijähriger Referenzzeitraum noch nicht beendet ist. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 45 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Bestandteile des Vergütungssystems Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste, erfolgsunabhängige Vergütung besteht neben der Grundvergütung („Fixum“) aus Nebenleistungen und Versorgungszusagen (insbesondere zur bei- tragsorientierten Altersversorgung). Erfolgsabhängig, an der Erreichung von konkreten, messbaren Zielen ausgerichtet und damit variabel, werden die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie die langfristige variable Vergütung (LTI) gewährt. a) Feste Vergütungsbestandteile Die feste Vergütung bildet die Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die feste Vergütung setzt sich aus der Grundvergütung, den Nebenleistungen und den Versorgungs- zusagen (beitragsorientierte Altersversorgung) zusammen. Grundvergütung: Jedes Vorstandsmitglied erhält eine feste Grundvergütung. Diese wird in zwölf monatlichen Raten ausgezahlt. Nebenleistungen: Für jedes Vorstandsmitglied werden Nebenleistungen einschließlich der maxi- malen Höhe festgelegt. Hierzu zählen insbesondere firmenseitig gewährte Sachbezüge und sons- tige Nebenleistungen, insbesondere die Bereitstellung eines Dienstwagens, aber auch die Ein- deckung von Versicherungen. Altersversorgung: Jedem Mitglied des Vorstands wird eine zweckgebundene Zahlung zur Zuführung zur individuellen Altersversorgung gewährt. Hierbei wird den Vorständen jeweils ein bestimmter Betrag zur Anlage in eine externe Altersversorgung zur Verfügung gestellt (beitrags- orientierte Altersversorgung). b) Kurzfristige variable Vergütung (STI) Das STI soll die Mitglieder des Vorstands dazu motivieren, während eines Geschäftsjahres anspruchsvolle und herausfordernde finanzielle, operative und strategische Ziele zu erreichen. Die Ziele spiegeln die Unternehmensstrategie wider und sind darauf gerichtet, die Ertragskraft und Marktposition der DMG MORI AG zu steigern. Insbesondere durch die Anknüpfung an den Auf- tragseingang und das EBIT ist die einjährige variable Vergütung an die Zielerreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungs- anspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unterschiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium „Auftragseingang“) als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium „EBIT“) berücksichtigt. Diese unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltigkeitsfaktor („Modifier“) modifiziert, der in einer Bandbreite von 80% bis 120% liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmenserfolges beitragen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 46 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.07 // DARSTELLUNG DES SHORT-TERM-INCENTIVE (STI) U N T E R N E H M E N S B E Z O G E N E Z I E L E N A C H H A LT I G K E I T S FA K T O R Zielerreichung: 0%–200% Bandbreite: 80%–120% × × = Auftrags- + EBIT Investitionen + Relative + Investitionen eingang in Sach- Marktanteile für GLOBE- (Ist vs. Plan) (Ist vs. Plan) anlagen AG/CO Projekt Gewichtung 1/3 Gewichtung 2/3 Gewichtung 1/4 Gewichtung 1/2 Gewichtung 1/4 Die Zielerreichungsgrade für das STI 2023 resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren für 2023 und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt: Der Auftragseingang wird zu 1/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AG. Die Auftragseingang-Komponente des STI muss eine Unter- grenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: B.08 // ZIELERREICHUNG AUFTRAGSEINGANG 1/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 1.650 2.450 2.550 2.650 Auftragseingang in MIO € Das EBIT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine weitere wesentliche Finanz- kennzahl der DMG MORI AG. Die EBIT-Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Ziel- betrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 47 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: B.09 // ZIELERREICHUNG EBIT 2/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 140 170,1 192,5 220 EBIT in MIO € Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch drei im Rahmen der Aus- lobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80%-120%). Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen, zählen Investitionen in Sachanlagen, Investitionen für das GLOBE-Projekt (Einführung von SAP) und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen (Verhältnis Auftragseingang DMG MORI AG-Konzern und DMG MORI COMPANY LIMITED). Alle Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%-120% erreichen. Die Faktoren Investitionen in Sachanlagen und Investitionen für das GLOBE Projekt werden mit jeweils 25% gewichtet, der Faktor Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen wird mit 50% gewichtet. Hierdurch sollen im besonderen Maße die Bestrebungen des Vorstands um nachhaltiges, auf zukünftiges Wachstum gerichtetes Wirtschaften gestärkt werden. c) Langfristige variable Vergütung (LTI) Das langfristig orientierte, nachhaltige Engagement für die DMG MORI AG steht im Fokus der Tätigkeit des Vorstands. Nur so kann nachhaltiges Wachstum gefördert und eine dauerhafte Wert- steigerung erzielt werden. Der Leistungszeitraum von drei Jahren trägt dazu bei, dass das Vor- standshandeln im laufenden Geschäftsjahr auch auf die langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet ist. Das LTI-Programm wird in bar, auf Basis einer kennzahlenbasierten Vergütung unter Zugrunde- legung einer dreijährigen Bemessungsperiode („Performance Periode“) gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen. Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines „Modifier“. Die finanziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kern- steuerungsgrößen der DMG MORI AG (das Ergebnis nach Steuern – EAT – und die Service-Per- formance). Der „Modifier“ mit einer Bandbreite von 80% bis 120% berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 48 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.10 // DARSTELLUNG DES LONG-TERM-INCENTIVE (LTI) Z I E L E M O D I F I E R 0%–200% 0%–200% Bandbreite: 80%–120% × × = EAT + Service CO2 Emissionen + PPR Performance (Science Based Targets) (incl. Service) Ziel (3-Jahres-Ø) (3-Jahres-Ø) Gewichtung 2/3 Gewichtung 1/3 Gewichtung 1/2 Gewichtung 1/2 GJ n GJ n+1 GJ n+2 Die Zielerreichungsgrade resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt: Das EAT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine der wesentlichen Finanzkenn- zahlen der DMG MORI AG. Die EAT-Komponente des LTI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Ziel- betrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: B.11 // ZIELERREICHUNG EAT 2/3 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 87,5 122,5 133,0 143,5 EAT in MIO € (3-Jahres-Durchschnitt 2023 – 2025) Die Service-Performance für einen Zeitraum über drei Jahre wird zu 1/3 gewichtet. Damit berück- sichtigt das LTI eine wichtige Kernsteuerungsgröße der DMG MORI AG. Die Service-Performance ist die durchschnittliche Anzahl an Service-Einsätzen je Maschine in Gewährleistung in den letzten zwölf Monaten. Die Service Performance-Komponente des LTI muss einen Schwellenwert unterschreiten, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 80%. Die Erreichung der Zielgröße entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei einem gesetzten Mindestwert. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 49 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik: B.12 // SERVICE-PERFORMANCE (1/3) 200 % 150 % 100 % 50 % 0 % 1,55 1,60 1,65 1,80 Service-Performance (3-Jahres-Durchschnitt 2023 –2025) Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Aus- lobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80%-120%). Zu diesen Nachhaltigkeitszielen zählen die Reduzierung von CO2-Emissionen (CO2-Emissionen nach den sogenannten Science-based Targets) und die Entwicklung der PPR-Kennzahl (Anzahl der „Product- Problem-Reports“ in den letzten zwölf Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten „Product-Problem- Reports“). Ein „Product-Problem-Report“ beschreibt eine Reklamationsmeldung des Kunden. Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%-120% erreichen und werden mit jeweils 50% gewichtet. Die Ziele werden zur Absicherung der langfristigen und nachhaltigen Entwicklung unter Berücksichtigung der Strategie gewählt. Ziel- und Maximalbeträge der Vergütung Die Auszahlung aus STI und LTI ist jeweils auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt. Die maximale Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds wird vom Aufsichtsrat jährlich auf der Basis der Ziel-Gesamtvergütung abgeleitet und ist die betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtver- gütung für das jeweilige Auslobungsjahr unter Berücksichtigung der festen Vergütung, kurzfristigen variablen Vergütung (STI), langfristigen variablen Vergütung (LTI) und Altersversorgung. Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2021 beträgt inklusive Altersversorgung für den Vorstandsvorsitzenden 4.800 T€ und für die Vorstandsmitglieder jeweils 2.400 T€ (Tabelle B.13). B.13 // IST- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2021) Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn in € 2021 (IST) 2021 (MAX) 2021 (IST) 2021 (MAX) 2021 (IST) 2021 (MAX) Grundvergütung 1.080.000 1.200.000 540.000 600.000 540.000 600.000 STI 1.600.000 1.600.000 800.000 800.000 800.000 800.000 LTI 2021-2023 1) 2) 805.000 2.300.000 428.750 1.225.000 860.000 1.225.000 Altersversorgung 450.000 450.000 200.000 200.000 200.000 200.000 Gesamtvergütung 3) 4.055.000 4.800.000 2.400.000 2.400.000 2.400.000 2.400.000 1) Beträge von 805.000 € bei Christian Thönes und von 428.750 € bei Björn Biermann entsprechen nur der Vorauszahlung. Auszahlung LTI 2021-2023 bei Christian Thönes und bei Björn Biermann mit Aufhebungsvereinbarung abgegolten. 2) Betrag von 860.000 € bei Michael Horn entspricht dem Gesamtbetrag für das LTI 2021-2023 inklusive Vorauszahlung. 3) Bei der Gesamtvergütung handelt es sich um einen CAP-Wert. Der CAP-Wert entspricht nicht zwingend der Summe der einzelnen Vergütungskomponenten. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 50 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt inklusive Altersversorgung für den Vorstandsvorsitzenden Alfred Geißler 1.567 T€ und für die Vorstandsmitglieder Björn Biermann und Michael Horn jeweils 2.950 T€ (Tabelle B.14). Die maximale Gesamtvergütung für das gesamte Geschäftsjahr 2023 beträgt für Christian Thönes 5.000 T€. Aufgrund der vereinbarten Abfindungs- zahlung wurde die maximale Gesamtvergütung im Jahr 2023 für Christian Thönes und für Björn Biermann überschritten (Tabelle B.14). B.14 // ZIEL- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2023) Alfred Geißler (seit 26.05.2023) 1) Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn in € 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) 2023 (Ziel) 2023 (MAX) Grundvergütung 538.043 538.043 1.200.000 1.200.000 600.000 600.000 600.000 600.000 STI 361.644 723.288 800.000 1.600.000 400.000 800.000 400.000 800.000 LTI 2023-2025 538.043 1.076.087 1.150.000 2.300.000 612.500 1.225.000 612.500 1.225.000 Altersversorgung 175.000 175.000 450.000 450.000 200.000 200.000 200.000 200.000 Gesamtvergütung 2) 1.612.730 1.567.123 3.600.000 5.000.000 1.812.500 2.950.000 1.812.500 2.950.000 1) Anteilige Bezüge aufgrund der unterjährigen Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden 2) Bei der Gesamtvergütung handelt es sich um einen CAP-Wert. Der CAP-Wert entspricht nicht zwingend der Summe der einzelnen Vergütungskomponenten. Altersversorgung Die Altersversorgung bildet eine weitere Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die Altersversorgung soll am Markt für hochqualifizierte Mitglieder des Vorstands wettbewerbsfähig sein und im Ruhestand ein entsprechendes Versorgungsniveau bieten. Die Versorgungsleistungen wurden für das Geschäfts- jahr in Form einer beitragsorientierten Altersversorgung für folgende aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder gezahlt: // Alfred Geißler: 175 T€ (anteilig ab dem 26.05.2023) // Christian Thönes: 450 T€ pro Jahr // Björn Biermann: 200 T€ pro Jahr // Michael Horn: 200 T€ pro Jahr Der Aufwand für alle Vorstandsmitglieder zur beitragsorientierten Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Vergütung für ehemalige Vorstandsmitglieder Im Rahmen von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr 1.187 T€ (Vorjahr: 1.087 T€) an ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene geleistet, davon entfielen 775 T€ an den 2016 aus dem Vorstand ausgeschiedenen Dr. Rüdiger Kapitza. Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und 166,8% für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nach- haltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 102%, für das Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 51 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns GLOBE-Projekt auf 120% und bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 107%, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 109% führt. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beträgt für das Jahr 2023 insgesamt 206%. Die Auszahlung aus dem STI ist auf ins- gesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap). Die Zielerreichung bei der langfristigen Vergütungskomponente (LTI-Tranche 2021-2023) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EAT (3-Jahres-Durchschnitt 2021-2023) und 200% für die Kennzahl Service-Performance. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor zur Einhaltung des F&E- sowie Marketingbudgets belief sich auf 120% und zur Entwicklung der PPR-Kennzahl ebenfalls auf 120%, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 120% führt. Die Zielerreichung für die LTI- Tranche 2021-2023 beträgt 240%. Die Auszahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 ist auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap). Mit Wirkung zum 25.05.2023 ist Christian Thönes aus dem Unternehmen ausgetreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat Christian Thönes eine Abfindungszahlung von 20.000 T€ erhalten. Alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive zukünftiger STI- und LTI-Tranchen sind mit der vereinbarten Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021- 2023: 805 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 805 T€) können nicht zurückgefordert werden. Mit Wirkung zum 31.12.2023 ist zudem Björn Biermann aus dem Unternehmen ausgetreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat Björn Biermann eine Abfindungszahlung von 7.500 T€ erhalten. Mit Ausnahme des STI 2023 sind alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive zukünftiger STI- und LTI-Tranchen durch die vereinbarte Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021-2023: 429 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 429 T€) können nicht zurückgefordert werden. Für das Geschäftsjahr 2023 belief sich die Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung des Vorstands auf 33.560 T€ (Vorjahr: 9.753 T€). Davon entfallen 29.781 T€ (Vorjahr 2.461 T€) auf die feste, erfolgs- unabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen sowie Abfindungszahlungen) und 2.323 T€ (Vorjahr: 3.200 T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitrags- orientierten Altersversorgung von 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Aus der LTI-Tranche 2021-2023, die am 31. Dezember 2023 zugeteilt und im Jahr 2024 ausgezahlt wird, erhält nur Michael Horn eine Auszahlung. Aus der LTI-Tranche 2021-2023 resultiert für Michael Horn ein Betrag von insgesamt 1.225 T€. Nach Abzug der Vorauszahlung ergibt dies einen Betrag von 796 T€. Unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 beläuft sich die Aus- zahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 auf 431 T€. Für die LTI-Tranche 2022-2024 wurden im Jahr 2023 an Christian Thönes, Björn Biermann und Michael Horn rückforderbare Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 1.663 T€ (LTI 2021-2023: 1.663 T€) geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG sind. Im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung mit Christian Thönes und Björn Biermann verzichtet die DMG MORI AG auf die Rückzahlung von Vorauszahlungen auf noch nicht zur Auszahlung fälliger LTI-Tranchen. Im Berichtsjahr wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT gewährt. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 52 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Ver- gütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungs- leistungen, direkt an Mitglieder des Vorstands gezahlt. Es wurden keine Vergütungsbestandteile von Vorstandsmitgliedern zurückgefordert. Von Malus- und Clawback-Regelungen wurde nicht Gebrauch gemacht. Die Tabelle B.15 zeigt die den aktiven und ehemaligen Vorstandsmitgliedern im jeweiligen Geschäfts- jahr gewährten und geschuldeten Vergütungsbestandteile einschließlich des jeweiligen relativen Anteils nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG. Es handelt sich dabei um die im Geschäftsjahr ausbezahlte Grundvergütung, die angefallenen Nebenleistungen und den Versorgungsaufwand. Die Tabelle zeigt das STI 2023 sowie die LTI-Tranche 2021-2023, deren Auszahlung im Geschäftsjahr 2024 erfolgt, aber deren zugrundeliegende Tätigkeit bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 vollständig erbracht worden ist. Zudem ist die rückforderbare Vorauszahlung für die LTI-Tranche 2022-2024 dargestellt. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 53 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns B.15 // GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 SATZ 1 AKTG) Alfred Geißler Christian Thönes Vorsitzender (seit 26.05.2023) Vorsitzender (bis 25.05.2023) in T € 2022 2022 4) 2023 2023 4) 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung – 538 1.200 483 Nebenleistung – 8 11 4 Abfindungszahlung – – 20.000 Summe – – 546 38 % 1.211 25 % 20.487 98 % STI – – 723 50 % 1.600 33 % – LTI 2020 – 2022 – – – – 1.650 33 % – LTI 2021 – 2023 1) – – – – – – – Summe – – 723 50 % 3.250 66 % – Versorgungsaufwand 2) – – 175 12 % 450 9 % 450 2 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung – – 1.444 100 % 4.911 100 % 20.937 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) – – 805 – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – – – 805 Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) – 1.444 5.716 21.742 Björn Biermann Michael Horn Vorstand (bis 31.12.2023) Vorstand 2022 2022 4) 2023 2023 4) 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung 600 600 600 600 Nebenleistung 8 8 42 40 Abfindungszahlung – 7.500 – – Summe 608 26 % 8.108 89 % 642 26 % 640 31 % STI 800 33 % 800 9 % 800 33 % 800 38 % LTI 2020 – 2022 796 33 % – – 796 33 % – – LTI 2021 – 2023 1) – – – – – 431 21 % Summe 1.596 66 % 800 9 % 1.596 66 % 1.231 59 % Versorgungsaufwand 2) 200 8 % 200 2 % 200 8 % 200 10 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 2.404 100 % 9.108 100 % 2.438 100 % 2.071 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) 429 – 429 – – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – 429 – – 429 Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) 2.833 9.537 2.867 – 2.500 Vorstand gesamt 2022 2022 4) 2023 2023 4) Grundvergütung 2.400 2.221 Nebenleistung 61 60 Abfindungszahlung – 27.500 Summe 2.461 25 % 29.781 89 % STI 3.200 33 % 2.323 7 % LTI 2020 – 2022 3.242 33 % – – LTI 2021 – 2023 1) – – 431 1 % Summe 6.442 66 % 2.754 8 % Versorgungsaufwand 2) 850 9 % 1.025 3 % Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 9.753 100 % 33.560 100 % Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2021 – 2023 3) 1.663 – – – Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2022 – 2024 3) – – 1.663 – Gesamtvergütung mit Vorauszahlung (Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG) 11.416 – 35.223 – 1) Betrag abzüglich Vorauszahlung und unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 2) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung 3) LTI 2021 – 2023: Vorauszahlung in 2022 geleistet, LTI 2022 - 2024: Vorauszahlung in 2023 geleistet 4) Die hier angegebenen relativen Anteile beziehen sich auf die im jeweiligen Geschäftsjahr „gewährten und geschuldeten“ Vergütungsbestandteile nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 54 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Die Tabelle B.16 zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Vorstands- mitglieder mit der Ertragsentwicklung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der durch- schnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalentbasis gegen- über dem Vorjahr. Für das Berichtsjahr entsprechen diese Werte den in der Tabelle „Gewährte und geschuldete Vergütung“ nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG angegebenen Werten für die Gesamt- vergütung. Die Ertragsentwicklung wird grundsätzlich anhand der Entwicklung der Kennzahl EAT dargestellt. B.16 // VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER VORSTANDSVERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 NR. 2 AKTG) 2021 ggü. 2020 2022 ggü. 2021 2023 ggü. 2022 Alfred Geißler – – – Christian Thönes 4) +47,7 % +37,7 % +280,4% Björn Biermann 4) +35,4 % +27,8 % +236,6% Michael Horn +49,8 % +27,0 % -12,7% EAT (DMG MORI AG-Konzern) 1) +64 % +79 % +6 % EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 2) +8 % +400 % +1 % Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 3) +2 % +3 % +4 % 1) 2023: 163,2 MIO € / 2022: 153,4 MIO € / 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO € 2) 2023: 147,5 MIO € (nach HGB) / 2022: 146,5 MIO € (nach HGB) / 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB) 3) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr 4) Hintergrund des hohen prozentualen Anstiegs ist eine Abfindungszahlung FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Ziel der Forschung und Entwicklung der DMG MORI AG ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu steigern. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen begegnen wir als Technologieunternehmen mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Durch eine möglichst enge Verzahnung dieser vier Säulen bieten wir unseren Kunden passgenaue Lösungen für eine moderne, nachhaltige und effiziente Fertigung. Im Berichts- jahr präsentierten wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 30 Innovationen – davon 9 Weltpremieren mit dem Fokus auf Prozessintegration, 2 Automationsprodukte, 5 digitale Innova- tionen, 4 Technologiezyklen, 4 DMG MORI Components sowie 6 Innovationen für einen geringeren Energieverbrauch unserer Maschinen. Unser diversifiziertes Produktportfolio mit nunmehr 159 verschiedenen Maschinenmodellen haben wir im Berichtsjahr wie folgt erweitert: // CTX 350, CTX 450, CTX 550 – Die Universaldrehmaschinen der 6. Generation unserer CTX-Bau- reihe ermöglichen durch flüssigkeitsgekühlte Spindelantriebe und Direktmesssysteme eine hohe Genauigkeit bei der 6-Seiten-Komplettbearbeitung an Haupt- und Gegenspindel. Mit bis zu 45% höherer Zerspanleistung und bis zu 20% größerem Drehdurchmesser auf geringerer Auf- stellfläche sowie einer Vielzahl an Ausstattungsmöglichkeiten, wie der integrierte Roboter für das Be- und Entladen von Werkstücken mit einem Durchmesser von bis zu 100 mm, lassen sich die neuen CTX-Maschinen individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 55 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns // CTX beta 450 TC – Die Hightech-Dreh-Fräsmaschine kombiniert die 6-Seiten-Komplett- bearbeitung mit dem 5-Achs-Simultanfräsen im Standard und ermöglicht bei Bedarf eine 5-in-1 Prozessintegration von Drehen, Fräsen, Schleifen, Verzahnen und Messen. Damit ist sie ideal geeignet für komplexe Bauteile sowie schnelle und präzise Bearbeitung auf identischer Haupt- und Gegenspindel sowie mit der compactMASTER Frässpindel mit bis zu 20.000 U/min. // INH 63 & INH 80 – Die hochproduktiven 5-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentren der neuen INH-Baureihe überzeugen mit ihrem großen Arbeitsbereich sowie der hohen Dynamik und Beschleunigungen von bis zu 1,2 g. Die hohe Performance in Verbindung mit innovativen Lösun- gen wie dem neuen DMG MORI Component zero-sludgeCOOLANT pro, bieten ideale Voraus- setzungen für die automatisierte Produktion, auch zusammen mit dem linearem Paletten- speicher LPP oder CPP sowie der Roboterautomation MATRIS. // DMU 40 – Die DMU 40 ist ein hervorragender Einstieg in die 5-Achs-Simultanbearbeitung und flexibel automatisierbar, zum Beispiel mit dem Robo2Go Milling, PH 150 oder PH Cell. Mit einer Aufstellfläche von weniger als 5,1 m2 ist die 5-Achs-Universalmaschine eine der Kompaktes- ten am Markt. Sie verfügt – u. a. durch Direktantriebe und ein einteiliges Maschinenbett – über hohe Genauigkeiten von bis zu 5 μm sowie enorme Dynamik und Produktivität mit Eilgängen von bis zu 30 m/min. // DMU 65 / 75 monoBLOCK 2nd Generation – Die kompakten und einfach automatisierbaren DMU 65 und 75 monoBLOCK der zweiten Generation vereinen die Erfahrung aus über 6.000 gelieferten Maschinen der monoBLOCK-Baureihe mit 30% höherer volumetrischer Genauig- keit, 20% besserer Temperaturstabilität und hoher Produktivität durch die Integration von Fräsen, Drehen, Schleifen, Verzahnen und Messen auf einer Maschine. Durch den hohen Grad an Prozessintegration ermöglichen die Maschinen der monoBLOCK-Baureihe eine ressourcen- schonende und effiziente Produktion. // DMF 300|11 – Die zu Beginn des Berichtsjahres auf der Hausausstellung in Pfronten präsen- tierte, modular aufgebaute und damit hochflexible DMF 300|11 erweitert unsere Baureihe inno- vativer Fahrständermaschinen. Der große Arbeitsraum von 3.000 mm Länge lässt sich durch eine einfach zu montierende Trennwand unterteilen. Zusammen mit dem innovativen, paten- tierten Werkzeugwechsler sowie flexiblen Automationslösungen lässt sich die Maschine durch hauptzeitparalleles Rüsten in beiden Arbeitsräumen hocheffizient nutzen. Eine hohe Steifigkeit und Genauigkeit wird durch drei Linearführungen in der X-Achse erreicht. Auf der Formnext in Frankfurt hatten im Berichtsjahr über 30.000 Besucher die Möglichkeit, einen ersten Blick auf die neue Generation der LASERTEC 30 SLM zu werfen. Unser Portfolio im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING werden wir im laufenden Geschäftsjahr unter anderem mit der Vor- stellung dieser Maschine weiter ausbauen. In unserer MX-Strategie ist Automation ein wesentlicher Schlüssel für mehr Effizienz, Produktivi- tät und noch schnellere Amortisation – und damit für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und Nach- haltigkeit bei unseren Kunden. Unser innovatives und umfangreiches Automationsportfolio umfasst Lösungen für das Werkstück-, Paletten- und Werkzeughandling sowie digitale Lösungen wie den DMG MORI Cell Controller LPS 4. In einer Produktionslinie mit mehreren Maschinen übernimmt der DMG MORI Cell Controller als zentraler Leitrechner das effiziente Werkstück-, Paletten- und Werk- zeugmanagement. Unser Automationsportfolio haben wir im Berichtsjahr wie folgt erweitert: Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 56 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns // PH Cell 800 – Die neueste Lösung aus unserer PH Cell Serie ist ausgelegt für Werkstücke mit bis zu 800 mm Durchmesser und einem maximalem Transfergewicht von 800 kg. Das modulare Design ermöglicht das Handling von bis zu 30 Paletten auf weniger als 16,5 m2. Der PH Cell 800 lässt sich nachrüsten und die Werkzeugmaschine bleibt jederzeit frei zugänglich. // AMR 2000 – Der modulare Baukasten umfasst verschiedene Automationslösungen, die sich mit Menschen in ein und demselben System bewegen und Hindernissen selbstständig ausweichen. Die Produkte der AMR 2000 Plattform können Werkstücke, Paletten, Werkzeuge und Späne- wagen von bis zu 2.000 kg zwischen den Maschinen und weiteren Orten transportieren. Den Ein- satz dieses innovativen AMR (Autonomous Mobile Robot / Autonomer Mobiler Roboter) konnten Kunden und Interessierte neben weiteren technologischen Highlights in der „DMG MORI City – The Home of Technology“ auf rund 9.000 m2 bei der EMO im September 2023 live miterleben. Als eine der vier Säulen stützt die Digitale Transformation (DX) die Umsetzung unserer MX-Strate- gie. Mit digitalen Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Kunden wollen wir die Produktivität in der Produktion steigern und die grüne Transformation (GX) ermöglichen. Mit der Maschine im Mittelpunkt präsentierten wir im Berichtsjahr folgende Digitalisierungslösungen und Technologiezyklen: // 3D Shopfloor Programming – Dank innovativer Bauteilerkennung sowie Generierung und Simulation des bauteilspezifischen Bearbeitungsprogramms wird der NC-Code an der Maschine um bis zu 80% schneller erstellt. // 4 neue DMG MORI Technologiezyklen – Mit weiteren Programmen für Monitoring, Messungen oder das Erstellen von Zerspanungszyklen, beispielsweise durch den neuen Technologiezyklus gearSKIVING AI zum Schleifen, unterstützen wir unsere Kunden bei der einfachen Programmie- rung ihrer Maschine auf dem Shopfloor. // my DMG MORI – Unser Online-Kundenportal myDMG MORI digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation. Mit den kontinuierlich erweiterten Funktionen wie der einfachen Rücksendemöglichkeit per Direktnachricht sind wir für unsere Kunden stets in greifbarer Nähe. // DMG MORI gearMILL 2nd Gen. – Technologieintegration in Verbindung mit unseren einzigartigen DMG MORI Verzahnungslösungen, wie dem neuen DMG MORI gearMILL ermöglichen es, unter- schiedlichste Verzahnungen direkt an der Maschine zu programmieren und ohne spezielle Ver- zahnungsmaschinen zu fertigen. Die so erhöhte Auslastung und gesteigerte Effizienz leisten einen weiteren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit bei unseren Kunden. Das neue CELOS X ist ein digitales und datenbasiertes Ökosystem für die integrierte Verwaltung, Planung, Steuerung, Bedienung, Überwachung und Interoperation von Maschinen, Automations- lösungen, Abläufen und Prozessen im industriellen Fertigungsumfeld. Dabei bietet CELOS Xchange eine vertrauenswürdige Datendrehscheibe zum sicheren Speichern, Analysieren und Austauschen von Fertigungsdaten in globalen Produktionsketten. Mit CELOS Xperience und dem neuen Bedien- panel ERGOline X liegt unser Fokus auf der Einfachheit in der Bedienung unter anderem durch ein- heitliche Oberflächen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 57 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir auf Nachhaltigkeit und Ressourcen- schonung. Mit unserer MX-Strategie ermöglichen wir die effiziente und damit energiesparende Bau- teilfertigung durch Prozessintegration, Automation und den Einsatz digitaler Lösungen. Darüber hinaus fassen wir eine Reihe von Optionen für den ressourcenschonenden Betrieb unter DMG MORI GREENMODE zusammen: Wir nutzen innovative Technologien für den bedarfsorientierten Betrieb von Maschinenkomponenten und achten auf den Einsatz von hocheffizienten Baugruppen. Mit der im Berichtsjahr neu eingeführten adaptiven Kühlmittelzufuhr beispielsweise wird nur so viel Kühl- schmierstoff dem Prozess zugeführt, wie tatsächlich im jeweiligen Prozessschritt benötigt wird. Dadurch wurde die Leistungsaufnahme der Kühlmittelpumpe um bis zu 80% verringert. Weiterhin nutzen wir, wo immer dies möglich ist, die Energie aus Bremsvorgängen der Antriebe und unter- stützen den Anwender beim energieeffizienten Betrieb, indem wir Transparenz über den Energie- verbrauch schaffen. So können wir mit unseren GREENMODE Maßnahmen konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream) durch den Einsatz innovativer Hard- und Softwarekomponenten erhöhen. Energieeinsparungen von über 30% sind im Betrieb unserer Werkzeugmaschinen möglich. Die Wirksamkeit unserer Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands wurde DMG MORI für das GREENMODE Managementsystem im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD EME-Zertifikat ausgezeichnet. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau hoher Markt- und Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch werksübergreifende Zusammenarbeit. Synergien schaffen wir auch durch unsere jährliche weltweite Entwicklungs- konferenz. Beim nunmehr 10. „Global Development Summit“ im September 2023 kamen rund 250 internationale Experten in Bielefeld und digital zusammen, um Zukunftsideen für unsere MX-Stra- tegie zu entwickeln und voranzutreiben. B.17 // MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 F&E-Mitarbeiter Anzahl 691 604 599 560 583 581 525 Anteil F&E-Mitarbeiter 1) in % 15 15 15 15 15 15 15 F&E-Aufwand 2) MIO € 84,3 77,0 72,9 66,7 72,0 70,9 60,9 Innovationsquote 3) in % 6,1 6,0 6,6 6,4 5,0 4,9 4,7 Aktivierungsquote 4) in % 6,3 6,4 6,3 6,1 6,4 6,4 10,5 1) F&E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment „Werkzeugmaschinen“ 2) F&E-Aufwand inklusive des Aufwands für Sonderkonstruktionen 3) F&E-Aufwand bezogen auf den Umsatz im Segment „Werkzeugmaschinen“ 4) aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F&E-Aufwand Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 58 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns EINKAUF Der Einkauf bei der DMG MORI AG hat die zentrale Aufgabe, Bedarfe kurz- und mittelfristig bei optimierten Kostenstrukturen abzusichern sowie den Aufbau widerstandsfähiger, agiler und nach- haltiger Lieferketten sicherzustellen. Der Einkauf ist global organisiert und in den wichtigen Ein- kaufsmärkten weltweit präsent. Drei regionale Einkaufseinheiten in Indien, China und Taiwan bearbeiten zusätzliche Wachstumsmärkte und qualifizieren lokale Lieferanten, um Kostenvorteile für alle Produktionsstandorte im Konzern zu realisieren. Durch das Materialgruppenmanagement gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED pro- fitieren beide Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen konzernübergreifenden Projekten resultieren. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen bei der DMG MORI AG betrug 1.369,3 MIO € (Vorjahr: 1.329,1 MIO €). Davon entfielen 1.174,5 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Vor- jahr: 1.150,9 MIO €). Der Anteil der Materialaufwendungen an der Gesamtleistung (Materialquote) belief sich auf 52,9% (Vorjahr: 55,4%). Entsprechend hängt unser Erfolg in hohem Maße von der Leistungsfähigkeit unserer Partner und Lieferanten ab. Der Druck auf die Lieferketten ließ im Berichtsjahr nach, dennoch waren die Auswirkungen der glo- balen Unsicherheiten und des Krieges in der Ukraine auf die Materialversorgung weiter merkbar. Entsprechend ist der Einkauf weiterhin ein besonders wesentlicher Erfolgsfaktor. Die DMG MORI AG verfolgt unverändert weltweit eine klare Double-Sourcing-Strategie mit einer hohen Diversi- fikation und Regionalisierung in den Märkten. Für wesentliche Komponenten sowie strategische Produktgruppen erfolgt die Fertigung intern über die DMG MORI Components. Mit unseren Lie- feranten stehen wir kontinuierlich in engem, persönlichem Austausch und binden sie frühzeitig in den Maschinenentwicklungsprozess ein. So ist der Bereich Product Cost Optimization (PCO) integrierter Bestandteil jeder Produktentwicklung und unterstützt unsere Projektleiter mit weit- reichendem, fertigungstechnischem Know-how bei der Ermittlung von Kostensenkungspotenzialen. Im Berichtsjahr waren insgesamt 50 Projekte initiiert, die in den Folgejahren Einsparpotenziale generieren können. Mit unseren Maßnahmen konnten wir die Materialversorgung im Berichtsjahr durchgehend sicher- stellen. Wir arbeiten konsequent daran, alle relevanten Prozesse weiter zu digitalisieren, um die Effizienz nachhaltig zu steigern, konzernweite Synergien zu identifizieren und die Versorgungs- sicherheit weiter zu erhöhen. Dafür schaffen wir eine gemeinsame Datenbasis und nutzen innova- tive Technologien, die eine vernetzte Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglichen – innerhalb des Kon- zerns sowie mit unseren Lieferpartnern. Zukünftig sollen Transaktionen mit unseren Lieferanten weiter standardisiert und, wo immer mög- lich, automatisiert werden. Ziel ist es, die Transaktionskosten zu reduzieren und Geschäftsprozesse zu beschleunigen. Hierbei setzen wir künftig verstärkt auf cloud-basierte Software-Anwendungen sowie Robotic Process Automation (RPA) zur automatischen Verarbeitung von Daten bei repetitiven, administrativen Prozessen. Darüber hinaus spielen Nachhaltigkeitskriterien eine immer wichtigere Rolle bei der Bewertung und Auswahl unserer Partner und Lieferanten. Im Einklang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichten- gesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, erwarten wir von ihnen, dass sie unserer Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 59 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Selbstverpflichtung für Nachhaltigkeit folgen und diese Anforderungen wiederum entlang ihrer gesamten Lieferkette weitergeben. Dies ermöglicht es uns, Produktionsmaterial sowie Sach- und Dienstleistungen weltweit in der geforderten Qualität, zu bestmöglichen Konditionen und gleich- zeitig nachhaltig einzukaufen. Auch in unserer Einkaufsrichtlinie und den Einkaufsbedingungen sind eine nachhaltige Beschaffung, der schonende Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energie- sparende und umweltverträgliche Verfahren festgelegt. Mit den Plattformen „Integrity Next“ und „SAP Ariba“ sind unsere Nachhaltigkeitskriterien konzernweit einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation integriert. Besonders relevant sind dabei die aktiven Lieferanten für unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services, mit denen wir seit mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten. 100% dieser Lieferanten – das sind 3.723 – sind aktiv in das Monitoring von „Integrity Next“ eingebunden. Die Reduzierung unserer CO2-Emissionen ist eine zentrale Aufgabe bei der DMG MORI AG. Da rund 54% der derzeit in unserer CO2-Bilanz erfassten Emissionen auf vorgelagerte Prozesse in unserer Lieferkette entfallen, nimmt das Partner- und Lieferantenmanagement hierbei eine entscheidende Rolle ein. Von unseren eigenen Zielen, die von der Initiative „Science Based Targets“ (SBTi) geprüft und anerkannt wurden, leiten sich Unterziele für unsere Lieferkette ab, die ebenfalls von SBTi geprüft wurden: 1// bis 2030 reduzieren wir die CO2-Emissionen innerhalb der Lieferkette um mindestens 27,5%. 2// bis spätestens 2050 reduzieren wir die CO2-Emissionen in der Lieferkette auf netto Null. Deshalb fordern wir unsere Lieferanten auf, selbst aktiv zu werden und ihre CO2-Emissionen uns gegenüber transparent zu machen. Mit einem aktiven Dialog möchten wir ihnen frühzeitig helfen und sie dafür sensibilisieren, dass wir eine nachhaltige und emissionsarme Lieferkette umsetzen und dies auch von unseren Partnern erwarten. Auf der digitalen Plattform „Integrity Next“ stel- len wir ihnen dafür unterstützend Fragebögen zum Reporting sowie zur Ableitung entsprechender Reduktionsmaßnahmen zur Verfügung. Um unsere Partner bestmöglich bei der Umsetzung zu unterstützen und auch um unsere eigenen Emissionen noch genauer zu erfassen, haben wir eine Softwarelösung eingeführt, die die CO2-Emis- sionen der beschafften Artikel für unsere Werkzeugmaschinen transparent macht. Über den auto- matisierten Abgleich mit diversen Sekundärdatenbanken können die passenden CO2-Emissions- faktoren für die eingesetzten Werkstoffe auf Produktebene ermittelt werden. Die Software dient der Ermittlung valider Ergebnisse und arbeitet mit verschiedenen anerkannten Kalkulationsmethoden. Die hohe Transparenz ermöglicht uns, unseren Lieferanten für Produktionsmaterial konkrete Optimierungsvorschläge sowie CO2-Reduzierungsziele an die Hand zu geben. Weitere Details hierzu ab Seite 37 ff stehen im separaten ↗ Nachhaltigkeitsbericht 2023. Auf Nachhaltigkeitsrisiken und -verstöße reagieren wir mit der systematischen Durchführung von Maßnahmen. Lieferpartner werden zum Beispiel über Defizite informiert und proaktiv aufgefordert, diese innerhalb einer bestimmten Frist abzustellen. Schwerwiegende Verstöße können zur Auf- lösung der Zusammenarbeit sowie zu einer systemseitigen Sperrung des Lieferpartners führen. Um die Resilienz unserer Lieferketten noch weiter zu stärken, suchen unsere Einkaufsabteilungen fortlaufend neue, leistungsfähige Lieferanten. Die Erstauswahl geeigneter Lieferanten findet über die digitale Plattform Matchory statt. Matchory ermöglicht mit KI- und Big-Data-gestützten Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 60 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Konzepten sowie maschinellem Lernen die Suche nach konzernweit einheitlichen Kriterien in Echt- zeit. So können wir 100-mal mehr Lieferanten weltweit pro Beschaffungsanfrage vergleichen. Das spart bis zu 85% Zeit, sorgt von Anfang an für transparente, globale Lieferketten, erhöht unsere Flexibilität und ermöglicht eine viel schnellere Reaktionszeit. Unsere Anforderungen an Lieferanten sind u.a.: // Terminsicherheit: hohe Flexibilität, Zuverlässigkeit und Problemlösungskompetenz, // Kostenverantwortung: transparente Preisbildung, // Qualitätsverantwortung: zeitgemäße und effiziente Qualitätsmanagementsysteme, // Umweltschutz: verantwortungsvoller Umgang mit allen Ressourcen, // Energie und Emissionen: Transparenz und Bereitschaft, Reduktionsmaßnahmen umzusetzen, // Zusammenarbeit: Ausbau der Technologieführerschaft durch Innovation, // Compliance: Einhaltung gültiger Gesetze und Verordnungen, sozialer Vorgaben und Menschenrechte sind Mindestanforderungen. PRODUKTION UND LOGISTIK Die DMG MORI AG setzt auf eine hocheffiziente, digitalisierte sowie nachhaltige Produktion und Logistik. Unser Ziel ist es, unsere über 100.000 Kunden weltweit termingerecht mit Produkten in höchster Qualität zu beliefern. Durch innovative Technologielösungen entlang der gesamten Wert- schöpfungskette sowie unsere „First Quality“-Strategie stellen wir die konsequente Ausrichtung unserer Prozesse auf höchste Qualität und maximalen Kundennutzen sicher. Unsere kontinuier- lich durchgeführten Zufriedenheitsanalysen bestätigen, dass wir diesem hohen Anspruch gerecht werden: Im aktuellen Berichtsjahr gaben 97% unserer Kunden an, zufrieden zu sein. Unser hoher Qualitätsanspruch spiegelt sich auch in unserer Produktionsstrategie wider. Im Fokus steht der standortübergreifende Transfer von Best-Practice-Lösungen, Standards sowie Ergeb- nissen unserer Leuchtturmprojekte, den wir mit Hilfe der TAKT-Produktionsmethode systematisch vorantreiben. Parallel dazu erhöhen wir mit unserer Komponentenstrategie die Resilienz unserer Lieferketten und sichern gleichzeitig die Einhaltung unserer Qualitätsstandards. Die DMG MORI TAKT-Academy trägt besonders zur effektiven Optimierung unserer internen Pro- zesse bei und qualifiziert gleichzeitig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter in der renom- mierten „Digital Lean Six Sigma“-Methodik. Bis Ende 2023 wurden in unserer TAKT-Academy seit ihrer Gründung im Jahr 2019 insgesamt 680 Zertifizierungen erfolgreich durchgeführt. 2023 lag der Schwerpunkt der Zertifizierungsprojekte auf der Absicherung resilienter Lieferketten, der Reduzie- rung von Beständen und Durchlaufzeiten sowie der Senkung von Qualitäts- und Garantiekosten. Im Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 61 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Berichtsjahr konnten 11 „Black-Belt“-Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, deren Erstjahres- nutzen, d.h. die kalkulierte Einsparung im ersten Jahr abzüglich relevanter Kosten, rund 2,5 MIO € beträgt. Regelmäßig führen wir an allen Standorten Workshops zu kontinuierlichen Verbesserungsprozessen (KVP) durch, um die internen Abläufe stetig weiterzuentwickeln. Der aus den im Berichtsjahr durch- geführten KVP-Projekten resultierende kalkulierte Erstjahresnutzen lässt sich auf rund 1,6 MIO € beziffern. Über unsere Plattform für das betriebliche Vorschlagswesen, DMG MORI Improve, können zudem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuelle Optimierungsideen einbringen. 2023 wurden hier 21.271 Ideen eingereicht. Zudem konnten im Berichtsjahr 16.845 Ideen mit einem kalku- lierten Erstjahresnutzen von 3,9 MIO € umgesetzt werden. Somit ergibt sich aus den im Berichtsjahr durchgeführten Initiativen und Projekten des Bereichs TAKT ITO (Improve Together Organization) – der die TAKT Academy, KVP und das Ideenmanagement umfasst – ein resultierender kalkulierter Erstjahresnutzen von rund 8 MIO €. Die durchgängige Digitalisierung unserer eigenen Wertschöpfungskette treiben wir mit eige- nen Softwarelösungen stetig voran. Mittels der No-Code-Plattform TULIP haben unsere Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise bereits über 300 TULIP-Apps selbst entwickelt und programmiert, die an über 2.300 Arbeitsstationen in allen Werken nachhaltig zum Einsatz kommen. Daran anschließend können Daten mit Robotic Process Automation (RPA) automatisch durch ver- schiedene Arbeitsschritte im ERP-System verarbeitet werden. Dies reduziert den manuellen Auf- wand insbesondere für repetitive, administrative Prozesse. In der globalen Logistik hat sich die Situation im Berichtsjahr verbessert, insbesondere in Bezug auf die Kapazitätsengpässe in der See- und Luftfracht. Gemeinsam mit unseren Partnern und Lieferanten arbeiten wir kontinuierlich an der Stabilisierung und Resilienz unserer Lieferketten und Logistikprozesse. Die größte Herausforderung liegt aktuell im Bereich der Landverkehre, ins- besondere bei den Schwerlasttransporten für die größeren Werkzeugmaschinen. Unser globales Produktionsnetzwerk, das wir in enger Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED gestalten, ermöglicht uns eine höhere Flexibilität. Durch die koordinierte Nut- zung der weltweiten Produktionskapazitäten können wir zudem die Lieferfähigkeit und Transportzeit für unsere Kunden optimieren. Im Berichtsjahr haben wir unser Produktionsnetzwerk durch den Bauabschluss und Produktions- start unseres neuen Werks in Pinghu nahe Shanghai (China) erweitert, mit dem Ziel, Werkzeug- maschinen für den lokalen Markt in China zu produzieren. Am Standort Pfronten stand im Berichtsjahr unter anderem die Durchführung von „Produc- tion Dojos“ – also die Analyse der Maschinenmontage unter Laborbedingungen – zur Montage- optimierung im Fokus. Dabei konnten beispielsweise die Montageprozesse für die DMU 65 2nd Gene- ration optimiert und gleichzeitig eine Produktivitätssteigerung von ca. 30% erreicht werden. Für die Automationslösung PH Cell konnte eine Durchlaufzeitreduzierung von ca. 20% realisiert werden. Im Kontext der Digitalisierung haben wir den Rollout von SAP S/4HANA bei der DMG MORI Pfron- ten GmbH und der DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH vorbereitet, der im Januar 2024 erfolgt ist. Zudem haben wir erfolgreiche Projekte zur Planung und Optimierung von Produktionswerken mit- tels Simulation und Virtual Reality durchgeführt. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 62 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Grundlagen des Konzerns Am Standort Seebach haben wir im Berichtsjahr eine neue Produktionslinie, die sogenannte Flow- Line, in Betrieb genommen. Hierfür wurde die Montagehalle vollständig renoviert und mit neuer technischer Infrastruktur ausgestattet. Auf 30 fahrerlosen Transportsystemen (AGV), werden hier seit Januar 2024 unter anderem die DMU 50 3rd Generation und die DMU 40 gebaut, mit einer Kapazität von bis zu 600 Maschinen pro Jahr bei vollständigem Modell-Mix im 1-Schicht-Betrieb. Im Vergleich zur vorigen Produktionslinie ermöglicht die FlowLine eine Steigerung der Produktivität um bis zu 30% sowie eine Reduzierung der Durchlaufzeiten um ca. 40%. In Bielefeld haben wir nach dem 2022 erfolgten Go-Live von SAP S/4HANA auch im Berichts- jahr weiter die Erhöhung der Prozesseffizienz vorangetrieben. Dafür haben wir unter anderem ein BDE-System eingeführt, wodurch Störzeiten reduziert und die Produktivität gesteigert werden konnte. Bei der Neuentwicklung der CTX beta 450 TC haben wir eine stringente Plattformstrategie umgesetzt, die eine reduzierte Montagezeit von rund 20% im Vergleich zum Vorgängermodell erlaubt. Darüber hinaus haben wir den Produktionsverbund zwischen den Standorten Bielefeld und Pleszew (Polen) gestärkt, um künftig noch flexibler auf hohe Nachfragen reagieren zu können. Zur weiteren Stärkung unserer Komponentenstrategie haben wir im Oktober 2023 am Standort Pleszew (Polen) ein neues Components Center in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von rund 5.200 m² stellen wir hier mechanische Komponenten und Baugruppen zur Versorgung unserer europäischen Produktionsstandorte her. Für 2024 planen wir hier zudem den Aufbau einer Schalt- schrankmontage – ebenfalls für die Absicherung unserer internen Bedarfe. Ein weiteres Projekt zur vertikalen Integration haben wir im Berichtsjahr an unserem Standort in Brembate di Sopra (Italien) initiiert. Bereits im laufenden Geschäftsjahr sollen hier Werkzeug- revolver gebaut werden, um die Verfügbarkeit für unsere Produktion in Europa abzusichern. An unserem Standort in Tortona (Italien) erweitern und modernisieren wir den Produktionsbereich. Im Fokus stehen der Bau einer neuen Montagehalle und die Implementierung eines hochmodernen Montagekonzepts auf Basis fahrerloser Transportsysteme (AGV) für eine effiziente und zugleich fle- xible Montage. Die Fertigstellung soll Ende 2024 erfolgen. Bei der DMG MORI Ultrasonic Lasertec in Stipshausen konnten wir im Rahmen eines Black Belt- Projekts die Produktqualität der ULTRASONIC 20 drastisch verbessern, was zu einer Reduktion der Servicekosten für diese Baureihe führte. Bei der DMG MORI Additive in Bielefeld haben wir eine innovative DTP-App (Digital Test Protocol) basierend auf TULIP für die Inbetriebnahme von Maschinen eingeführt. Die DTP-App ermöglicht einen effizienteren Ablauf des Prüfprogramms und eine lückenlose Dokumentation. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 65 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht WIRTSCHAFTSBERICHT RAHMENBEDINGUNGEN G E S A M T W I R T S C H A F T L I C H E E N T W I C K L U N G Die Weltwirtschaft entwickelte sich 2023 nur mit geringer Dynamik. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und Konflikte und die damit verbundenen hohen Kosten für Energie und Rohstoffe, die mehrfachen Zinsanhebungen und die massiv gestraffte Geldpolitik der internationalen Noten- banken zur Eindämmung der Inflation haben die konjunkturelle Entwicklung besonders in der zweiten Jahreshälfte gedämpft. Insbesondere im Euroraum und in China blieb die wirtschaftliche Dynamik hinter den Erwartungen zurück, während sich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten überraschend robust zeigte. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft um +3,1% (Vorjahr: +3,3%). Besonders im Euroraum trübten die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie der geo- politischen Konflikte die Konjunktur stark ein. Hier wuchs die Wirtschaft nur noch um +0,5% (Vor- jahr: +3,5%). In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut IfW um -0,1% (Vorjahr: +1,9%). Die übrigen großen europäischen Volkswirtschaften – allen voran Spanien mit einem Anstieg des BIP um +2,4% (Vorjahr: +5,8%), Frankreich mit +0,8% (Vorjahr: +2,5%) und Italien mit +0,7% (Vor- jahr: +3,9%) – konnten aufgrund der etwas positiveren Entwicklung in der ersten Jahreshälfte den Abwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte leicht kompensieren. Im Vereinigten Königreich blieb das BIP-Wachstum mit +0,6% deutlich unter dem Vorjahr (+4,3%). China verzeichnete eine Zuwachsrate des BIP von +5,4% (Vorjahr: +3,0%). Probleme im Immobilien- sektor, zurückhaltender privater Konsum und die Schwäche des internationalen Handels wirkten sich dennoch dämpfend auf die Wirtschaft aus. In Japan war die konjunkturelle Entwicklung mit einem Wachstum von +2,0% (Vorjahr: +0,9%) sehr positiv. Indien konnte mit +7,3% erneut deutlich zulegen (Vorjahr: +6,7%). Die Region Südostasien wuchs um +4,5% (Vorjahr: +5,6%). Die Wirtschaft in den USA legte im ersten Halbjahr zu, verlor zum Jahresende jedoch an Schwung. Das BIP nahm im Gesamtjahr stabil um +2,4% zu (Vorjahr: +1,9%). Lateinamerika verzeichnete einen verhaltenen Anstieg von +2,1% (Vorjahr: +3,9%). E N T W I C K L U N G D E R W E R K Z E U G M A S C H I N E N I N D U S T R I E Internationale Entwicklung Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen stand 2023 erneut vor großen Herausforderungen. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehrfachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 66 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics reduzierte sich der Weltverbrauch 2023 erstmals wieder seit dem Corona-Jahr 2020 um -2,0% auf 78,8 MRD € (2022: 80,4 MRD €). Nach vorläufigen Angaben des VDW stieg in Europa der Werkzeugmaschinenverbrauch um +3,5% (Vorjahr: +19,6%). Asien verzeichnete mit -8,8% einen deutlichen Rückgang (Vorjahr: +11,0%). In Nord- und Südamerika sank der Verbrauch um -2,6% (Vorjahr: +15,9%). Im weltweit größten Markt China fiel der Verbrauch von Werkzeugmaschinen um -8,5% auf 23,8 MRD € signifikant (2022: 26,0 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeug- maschinen, erlebte einen Rückgang von -6,9% auf 9,0 MRD € (2022: 9,7 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland nahm der Verbrauch lediglich um +0,3% auf 5,3 MRD € zu (2022: 5,2 MRD €) und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (7,1 MRD €). Ita- lien belegte wie im Vorjahr Rang vier. Hier sank der Verbrauch um -5,8% auf 5,0 MRD € (2022: 5,3 MRD €). Japans Verbrauch fiel um -10,2% auf 3,2 MRD € (2022: 3,6 MRD €) und konnte sich als fünftstärkster Markt noch vor Indien mit 3,1 MRD € (2022: 2,8 MRD €) behaupten. Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen wie im Vorjahr zusammen für rund 76% des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs. Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 78,8 MRD € (2022: 80,4 MRD €). Welt- größter Produzent von Werkzeugmaschinen blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 25,4 MRD € (2022: 25,7 MRD €). Deutschland mit 10,5 MRD € (2022: 9,7 MRD €) und Japan mit 8,7 MRD € (2022: 9,9 MRD €) tauschten die Plätze und folgten auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer standen für insgesamt 87% (Vorjahr: 88%) der weltweiten Werkzeugmaschinenproduktion. Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie startete im Jahr 2023 auf moderatem Niveau, konnte jedoch den Trend im Laufe des Jahres nicht aufrechterhalten und verlor zum Jahresende spürbar an Dynamik. Mehrfache Zinsanhebungen und hohe Kosten für Rohstoffe und Energie bremsten die Investitionen nach Werkzeugmaschinen. Die Bestellungen in Deutschland fielen um -10,5% deut- lich auf 14,1 MRD € (2022: 15,8 MRD €). Sowohl die Inlandsnachfrage mit -14,2% (Vorjahr: +17,8%) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit -9,0% (Vorjahr: +15,8%) reduzierten sich signifikant. Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen fiel um -11,0% (Vorjahr: +18,0%). Die Aufträge aus dem Inland reduzierten sich um -15,0% (Vorjahr: +23,0%). Die Auslandsbestellungen nahmen um -9,0% ab (Vorjahr: +16,0%). Im Bereich der umformenden Maschinen reduzierte sich der Auftrags- eingang um -9,0% (Vorjahr: +12,0%). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller entwickelten sich aufgrund der Ent- spannung der Lieferketten sehr positiv. Sie erhöhten sich um +7,6% auf 15,2 MRD €, lagen damit aber immer noch -10,4% unter dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 (17,0 MRD €). Die Produktion von Maschinen, Teilen und Zubehör erreichte ein Volumen von insgesamt 13,7 MRD € und lag +7,6% über dem Vorjahr (12,7 MRD €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 67 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Die deutschen Werkzeugmaschinenexporte erhöhten sich um +9,0% auf 9,5 MRD € (Vorjahr: 8,7 MRD €). Die Exportquote stieg um rund einen Prozentpunkt auf 69,5%. Der wichtigste Export- markt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit einem Anstieg von +7,2% auf 1,7 MRD € (Vorjahr: 1,6 MRD €). Dies entspricht einem Anteil von 17,5% der Werkzeugmaschinenaus- fuhren (Vorjahr: 17,8%). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,5 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 15,6%). Italien war mit 0,6 MRD € und einem Exportanteil von 6,7% der drittwichtigste Exportmarkt, gefolgt von der Schweiz und Frankreich. Der Import von Werkzeugmaschinen nach Deutschland fiel um -1,0% auf 3,6 MRD € (Vorjahr: 3,7 MRD €). Mit einem Importanteil von 24,9% kam nahezu jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (10,6%) und Italien (8,5%). Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör erhöhte sich um +2,0% auf 7,8 MRD €. Im Jahresverlauf stieg die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um rund 2 Prozentpunkte auf 89,6% (Vorjahr: 87,7%). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen stieg im Jahres- durchschnitt um +1,4% auf rund 65.200 (Vorjahr: 64.264). Für die Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima einer der führenden Indikatoren zur Konjunktur- entwicklung in Deutschland. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Januar 2024 hat sich die Stim- mung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn insgesamt weiter verschlechtert. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) dagegen ist der Geschäftsklimaindex ein wenig gestiegen. Die Unternehmen blickten etwas zufriedener auf ihre laufenden Geschäfte. Die Erwartungen verbesserten sich ebenfalls, blieben aber weiterhin pessimistisch. Der Auftrags- bestand nimmt weiter ab, allerdings weniger stark wie zum Jahresende 2023, und befindet sich noch immer auf einem hohen Niveau. Auch die Kapazitätsauslastung gab nach und lag mit 81% rund zweieinhalb Prozentpunkte unterhalb des langfristigen Durchschnitts. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE A U F T R A G S E I N G A N G Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war 2023 erneut geprägt durch globale Heraus- forderungen und Unsicherheiten. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehr- fachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. In diesem herausfordernden Marktumfeld erzielte die DMG MORI AG im Kerngeschäft mit Werk- zeugmaschinen und Services mit 2.583,6 MIO € einen soliden Auftragseingang im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres von 2.904,2 MIO € (-11%). Im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 523,0 MIO € (-7%; Vorjahr: 564,1 MIO €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 68 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Im Segment „Werkzeugmaschinen“ betrug der Auftragseingang 1.438,5 MIO € (-11%; Vorjahr: 1.622,7 MIO €). Im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 273,9 MIO € (Vorjahr: 269,4 MIO €). Das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ verbuchte einen Auftragseingang in Höhe von 1.144,9 MIO € (-11%; Vorjahr: 1.281,3 MIO €). Hierin enthalten sind die Aufträge aus unserem originären Service- Geschäft mit 779,2 MIO € (+1%; Vorjahr: 771,0 MIO €), sowie die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 365,7 MIO € (-28%; Vorjahr: 510,3 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Auftragseingang bei den „Industriellen Dienstleistungen“ 249,1 MIO € (Vorjahr: 295,2 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 858,6 MIO € (-4%; Vorjahr: 894,4 MIO €). Die Auslands- bestellungen betrugen 1.725,0 MIO € (-14%; Vorjahr: 2.009,8 MIO €). Damit belief sich der Auslands- anteil auf 67% (Vorjahr: 69%). Die Zahl der verkauften Neumaschinen lag mit 4.594 unter dem Vorjahr (6.103), jedoch nahm der durchschnittliche Bestellwert aufgrund der hoch technologisier- ten Ausstattung der Maschinen weiterhin deutlich zu. Zudem wurden die Absatzpreise über das gesamte Produktprogramm aufgrund weltweit gestiegener Materialpreise sukzessive erhöht. U M S AT Z Der Umsatz stieg um +6% auf 2.498,6 MIO € (Vorjahr: 2.365,7 MIO €). Im vierten Quartal erhöhte sich der Umsatz auf 699,8 MIO € (+5%; Vorjahr: 668,6 MIO €). Die Inlandsumsätze stiegen überproportional um +15% auf 901,0 MIO € (Vorjahr: 786,5 MIO €). Die Auslandsumsätze betrugen 1.597,6 MIO € (+1%; Vorjahr: 1.579,2 MIO €). Die Exportquote betrug 64% (Vorjahr: 67%). Unsere umgesetzten Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung in unseren Produktionswerken trugen positiv zum gestiegenen Umsatz bei. Zudem ließ der Druck auf die welt- weiten Lieferketten im Berichtsjahr nach, gleichzeitig zahlten sich unsere bewährte Double-Sour- cing-Strategie sowie die verstärkte lokalisierte Beschaffung weiterhin aus. Im Segment „Werkzeugmaschinen“ stieg der Umsatz auf 1.373,8 MIO € (+7%; Vorjahr: 1.282,8 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Umsatz auf 402,6 MIO € (+4%; Vorjahr: 387,8 MIO €). Im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr auf 1.124,6 MIO € (+4%; Vorjahr: 1.082,7 MIO €). Davon entfielen 724,8 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+24%; Vorjahr: 585,2 MIO €) sowie 399,6 MIO € auf den Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COM- PANY LIMITED (Vorjahr: -20%; 496,5 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz bei den „Indus- triellen Dienstleistungen“ 297,2 MIO € (+6%; Vorjahr: 281,3 MIO €). A U F T R A G S B E S TA N D Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.535,5 MIO € (31.12.2022: 1.613,4 MIO €). Der Inlandsbestand betrug 525,3 MIO € (31.12.2022: 567,7 MIO €). Der Auslandsbestand belief sich auf 1.010,2 MIO € (31.12.2022: 1.045,7 MIO €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 66% auf das Ausland (31.12.2022: 65%). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 69 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand wie folgt: Bei den „Werkzeug- maschinen“ lag er bei 832,6 MIO € (31.12.2022: 913,1 MIO €). Die „Industriellen Dienstleistungen“ hatten zum 31. Dezember 2023 einen Auftragsbestand von insgesamt 702,9 MIO € (31.12.2022: 700,3 MIO €). Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den „Werkzeugmaschinen“ wie im Vorjahr eine rechneri- sche Reichweite von durchschnittlich ca. 8 Monaten – dies bildet eine gute Basis für das Geschäfts- jahr 2024 (Vorjahr: 8 Monate). Die einzelnen Produktionsgesellschaften weisen unterschiedliche Auslastungen auf. Unsere Montage- und Produktionskapazitäten optimieren wir fortlaufend zur weiteren Steigerung der Effizienz und Produktivität. Im Berichtsjahr wurde zum Beispiel eine neue FlowLine bei unserem Produktionswerk in Seebach fertiggestellt und in Betrieb genommen. Diese neue Fertigungslinie ermöglicht eine Steigerung der Produktivität um ca. 30% und eine Reduzie- rung der Durchlaufzeiten von bis zu 40% bei vollständigem Modell-Mix. E R T R A G S L A G E Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen stand 2023 erneut vor großen Herausforderungen. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehrfachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Unter diesen nach wie vor erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen entwickelte sich die DMG MORI AG im Berichtsjahr stabil und blickt auf ein erfolgreiches Geschäfts- jahr 2023 zurück. Das EBITDA stieg um +0,9% auf 300,5 MIO € (Vorjahr: 297,8 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um +1,6% auf 220,0 MIO € (Vorjahr: 216,5 MIO €). Die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz betrug 8,8% (Vor- jahr: 9,2%). Das EBT stieg um +5,8% auf 228,8 MIO € (Vorjahr: 216,2 MIO €). Zum 31. Dezember 2023 wies der Konzern ein EAT von 163,2 MIO € (Vorjahr: 153,4 MIO €) aus. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden erläutert: Der Umsatz erhöhte sich um +5,6% auf 2.498,6 MIO € (Vorjahr: 2.365,7 MIO €), wozu insbesondere die starke Entwicklung des Inlandumsatzes mit +15% beitrug. Die Gesamtleistung stieg auf 2.587,6 MIO € (+7,8%; Vorjahr: 2.400,1 MIO €). Die Materialquote verbesserte sich auf 52,9% (Vorjahr: 55,4%). Die Veränderung resultiert ins- besondere aus einem geänderten Produkt- und Ländermix. Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung und Preiserhöhungen um 40,2 MIO € auf 1.369,3 MIO € (Vorjahr: 1.329,1 MIO €). Die Personalquote erhöhte sich auf 24,4% (Vorjahr: 23,6%). Der Personalaufwand stieg auf 632,0 MIO € (Vorjahr: 566,3 MIO €). Dieser Anstieg resultiert aus einer Erhöhung der Anzahl der Mit- arbeiter und inflationsbedingten Personalkostensteigerungen sowie dem Aufwandseffekt aus den Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vorständen in Höhe von 24,7 MIO €. Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen erhöhte sich bei einer deutlich gestiegenen Gesamtleistung auf -285,8 MIO € (Vorjahr: -206,9 MIO €). Der Anteil an der Gesamtleistung erhöhte sich auf 11,1% (Vorjahr: 8,6%). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um -51,8 MIO € auf 63,1 MIO € (Vorjahr: 114,9 MIO €). Sie beinhalten insbesondere Währungsgewinne in Höhe Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 70 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht von 24,4 MIO € (Vorjahr: 50,1 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in Höhe von 27,8 MIO € (Vorjahr: 45,3 MIO €) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen. Im Geschäfts- jahr 2023 entstand saldiert ein Währungsverlust in Höhe von -3,4 MIO € (Vorjahr Währungs- gewinn: 4,8 MIO €). Zudem werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Weiterbelastungen in Höhe von 14,2 MIO € ausgewiesen (Vorjahr: 12,3 MIO €). Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich um 27,1 MIO € auf 348,9 MIO € (Vorjahr: 321,8 MIO €). Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen auf 58,8 MIO € (Vorjahr: 50,6 MIO €) und die Vertriebsprovisionen auf 45,0 MIO € (Vorjahr: 31,1 MIO €); die im Wesentlichen aus einem Anstieg des Umsatzvolumens resultieren. Die Aufwendungen für Aus- stellungen und Messen lagen bei 39,6 MIO € (Vorjahr: 30,7 MIO €) und die Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten bei 35,7 MIO € (Vorjahr: 29,4 MIO €). Die Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter betrugen 12,8 MIO € (Vorjahr: 11,4 MIO €). B.18 // GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Veränderung in MIO € 2023 2022 ggü. Vorjahr Umsatzerlöse 2.498,6 96,6% 2.365,7 98,6% 132,9 5,6% Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 75,8 2,9% 23,6 1,0% 52,2 221,2% Aktivierte Eigenleistungen 13,2 0,5% 10,8 0,4% 2,4 22,2% Gesamtleistung 2.587,6 100,0% 2.400,1 100,0% 187,5 7,8% Materialaufwendungen -1.369,3 -52,9% -1.329,1 -55,4% -40,2 3,0% Personalaufwendungen -632,0 -24,4% -566,3 -23,6% -65,7 11,6% Übrige Aufwendungen und Erträge -285,8 -11,1% -206,9 -8,6% -78,9 38,1% EBITDA 300,5 11,6% 297,8 12,4% 2,7 0,9% Abschreibungen -80,5 -3,2% -81,3 -3,4% 0,8 1,0% EBIT 220,0 8,4% 216,5 9,0% 3,5 1,6% Finanzergebnis 8,5 0,4% -0,6 -0,1% 9,1 1.516,7% Wertminderungen auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen -1,1 0,0% 0,0 0,0% -1,1 100,0% Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 1,4 0,1% 0,3 0,0% 1,1 366,7% EBT 228,8 8,9% 216,2 8,9% 12,6 5,8% Ertragsteuern -65,6 -2,5% -62,8 -2,6% -2,8 4,5% EAT 163,2 6,4% 153,4 6,3% 9,8 6,4% Die Abschreibungen verringerten sich leicht auf 80,5 MIO € (Vorjahr: 81,3 MIO €). In den Abschreibungen enthalten sind Wertminderungen auf Vermögenswerte in Russland in Höhe von 10,3 MIO € (Vorjahr: 10,8 MIO €). Auf Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 entfielen Abschreibungen in Höhe von 15,9 MIO € (Vorjahr: 17,0 MIO €). Das Finanzergebnis lag bei 8,5 MIO € (Vorjahr: -0,6 MIO €). Dazu trugen gestiegene Finanzerträge in Höhe von 25,6 MIO € (Vorjahr: 6,8 MIO €) aufgrund des höheren Zinsniveaus und Finanzauf- wendungen in Höhe von 17,1 MIO € (Vorjahr: 7,4 MIO €) bei. Der Steueraufwand betrug 65,6 MIO € (Vorjahr: 62,8 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 28,7% (Vorjahr: 29,1%). Weitere Seite 159 ff. Erläuterungen stehen im ↗ Konzernanhang. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 71 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht F I N A N Z L A G E Auch die Finanzlage blieb im Geschäftsjahr 2023 stabil. Der Free Cashflow erreichte 93,5 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) verringerte sich auf 190,5 MIO € (Vorjahr: 276,8 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergeb- nis vor Steuern (EBT) in Höhe von 228,8 MIO € (Vorjahr: 216,2 MIO €) und die Abschreibungen von 80,5 MIO € bei (Vorjahr: 81,3 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen nahmen bei einem Rückgang der Auftragseingänge um -71,8 MIO € ab und verminderten den Cashflow. Eine weitere Verringerung des Cashflows resultierte aus dem Anstieg der Vorräte um 104,6 MIO € und einem Rückgang der Rückstellungen um -14,9 MIO €. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte um -37,7 MIO €, der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 29,4 MIO € und der erhaltenen Zinsen um 19,9 MIO € erhöhten den Cashflow. Die Auszahlungen für Ertragsteuern (46,3 MIO €) und Zinsen (7,7 MIO €) reduzierten den Cashflow. B.19 // CASHFLOW in MIO € 2023 2022 Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 190,5 276,8 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -61,7 -304,5 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -138,3 -33,3 Veränderung Zahlungsmittel -18,7 -64,5 Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 177,4 241,9 Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 158,7 177,4 Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -61,7 MIO € (Vorjahr: -304,5 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 70,6 MIO € (Vorjahr: 75,7 MIO €) und für immaterielle Vermögenswerte 29,0 MIO € (Vorjahr: 29,5 MIO €). Aus den Investitionen in Finanz- anlagen ergaben sich Auszahlungen in Höhe von 3,5 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Aus der teilweisen Rückführung des gewährten Darlehens an die DMG MORI Europe Holding GmbH ergaben sich Ein- zahlungen in Höhe von 40,0 MIO € (Vorjahr: Auszahlungen -200,0 MIO €). Der Free Cashflow betrug 93,5 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Dabei bleiben Aus- und Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Tochter- unternehmen (+0,0 MIO €; Vorjahr: +1,7 MIO €) und mit dem Finanzanlagevermögen (-3,4 MIO €; Vorjahr: -0,4 MIO €) sowie Aus- und Einzahlungen für gewährte Darlehn (+38,7 MIO €; Vorjahr: -200,7 MIO €) unberücksichtigt. B.20 // FREE CASHFLOW in MIO € 2023 2022 Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 190,5 276,8 Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit -97,0 -105,1 Free Cashflow 93,5 171,7 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 72 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -138,3 MIO € (Vorjahr: -33,3 MIO €). Der Cashflow ergab sich aus der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für das Jahr 2022 in Höhe von 146,5 MIO € (Vorjahr: 29,3 MIO €). Aufgrund der Anwendung des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ werden Leasingzahlungen in Höhe von 15,7 MIO € (Vorjahr: 15,7 MIO €) im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt. Für die Aufnahme von Darlehen zur teilweisen Finanzierung unseres Produktionswerkes in China ergaben sich Ein- zahlungen in Höhe von 24,2 MIO € (Vorjahr: 11,7 MIO €). Aus der Veränderung der Cashflows resultierte zum 31. Dezember 2023 ein Bestand an flüssigen Mitteln von 158,7 MIO € (Vorjahr: 177,4 MIO €). Die DMG MORI AG verfügt zum 31. Dezember 2023 über einen Finanzmittelüberschuss von 129,7 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Die DMG MORI AG deckt den Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 781,0 MIO € (Vorjahr: 772,4 MIO €). Diese bestehen aus einer Bartranche in Höhe von 200,0 MIO €, einer Avaltranche über 300,0 MIO €, bilateralen Avallinien von 58,6 MIO €, dem Finanzierungsrahmen für das Produktionswerk in Pinghu über 57,4 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 165,0 MIO €. Wesentlicher Bestandteil der Finanzierungslinien ist eine bestehende syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO €, die im April 2020 vorzeitig zu verbesserten Konditionen bis Februar 2025 sowie im April 2022 nochmals bis Februar 2027 verlängert werden konnte. Die syndizierte Kreditlinie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltran- che über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-Euribor) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängig- keit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Der Finanzierungsrahmen für das Produktionswerk in Pinghu wurde mit 29,0 MIO € in Anspruch genommen. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Der Verkauf der For- derungen aus Lieferungen und Leistungen führt grundsätzlich zu einer Erhöhung der Liquidi- tät sowie zu einer Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimie- ren. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus den Transaktionen nur in geringem Umfang. Per 31. Dezember 2023 waren Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 165,0 MIO € (Vor- jahr: 160,0 MIO €) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 104,8 MIO € verkauft (Vorjahr: 76,4 MIO €). Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI AG-Konzerns finanzieren aufgrund einer mit einer Factoring-Gesellschaft geschlossenen Reverse Factoring-Vereinbarung Forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Maßnahme wird den Tochtergesellschaften grundsätzlich das Erzielen längerer Zahlungsziele zur Verbesserung der Liquiditätslage des Konzerns ermöglicht. Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9,4 MIO € (Vorjahr: 6,7 MIO €) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 73 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Für das operative Geschäft benötigt die DMG MORI AG darüber hinaus Avallinien, um Bürgschaften und Garantien für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde quartalsweise sowie zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch Leasing-Verträge. Die Summe der künftigen Verpflichtungen aus den Leasing-Verbindlichkeiten beträgt 43,2 MIO € (Vor- jahr: 40,3 MIO). V E R M Ö G E N S L A G E Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2023 auf 2.767,7 MIO € (Vorjahr: 2.826,5 MIO €). Das Eigenkapital verminderte sich um -2,8% auf 1.382,2 MIO € (Vorjahr: 1.422,5 MIO €). Die Eigen- kapitalquote betrug 49,9% (Vorjahr: 50,3%). Auf der Aktivseite betrugen die langfristigen Vermögenswerte 926,7 MIO € (Vorjahr: 931,1 MIO €). Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 13,2 MIO € auf 247,2 MIO € (Vorjahr: 234,0 MIO €), insbesondere aufgrund der Investitionen in unser ERP-Projekt. Die Sachanlagen stiegen um 13,2 MIO € auf 509,9 MIO € (Vorjahr: 496,7 MIO €). Die Finanzanlagen reduzierten sich aufgrund der geringeren Fair Value-Bewertungen bei den Beteiligungen um -27,5 MIO € auf 124,8 MIO € (Vorjahr: ab Seite 75 ff. 152,3 MIO €). Eine Erläuterung der wesentlichen Investitionen erfolgt im Kapitel ↗ Investitionen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um -3,3 MIO € auf 44,8 MIO € (Vor- jahr: 48,1 MIO €). Dabei betrugen die latenten Steuern 31,6 MIO € (Vorjahr: 30,8 MIO €). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um -2,9% bzw. -54,4 MIO € auf 1.841,0 MIO € (Vor- jahr: 1.895,4 MIO €). Die Vorräte nahmen um 13,9% bzw. 95,7 MIO € auf 782,0 MIO € zu (Vor- jahr: 686,3 MIO €). Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) verringerte sich um -34,2 MIO € auf 334,5 MIO € (Vorjahr: 368,7 MIO €). Die unfertigen Erzeugnisse stiegen um 11,9 MIO € auf 163,6 MIO € (Vorjahr: 151,7 MIO €) und die fertigen Erzeugnisse stiegen um 118,0 MIO € auf 283,9 MIO € (165,9 MIO €). Der Anstieg resultiert zum einen aus Vorleistungen für den weiterhin hohen Auftragsbestand und zum anderen aus Lieferverzögerungen zum Bilanzstichtag. Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme belief sich auf 28,3% (Vorjahr: 24,3%). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich trotz gestiegener Umsatz- erlöse durch unser konsequentes Forderungsmanagement um -40,9 MIO € auf 119,6 MIO € (Vorjahr: 160,5 MIO €). Positiv wirkte sich zudem eine um 28,4 MIO € höhere Ausnutzung des Factoring- volumens aus. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ver- besserte sich auf 20,9 (Vorjahr: 14,7). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen redu- zierten sich auf 624,5 MIO € (Vorjahr: 655,0 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus der Rückzahlung des Darlehens an die DMG MORI Europe Holding GmbH um 40,0 MIO €. Die sonstigen Vermögenswerte lagen mit 156,2 MIO € (Vorjahr: 216,2 MIO €) unter dem Niveau des Vorjahres. Dies resultierte insbesondere aus einem Rückgang der geleisteten Anzahlungen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 74 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht B.21 // BILANZ DER DMG MORI AG Veränderung in MIO € 31.12.2023 31.12.2022 ggü. Vorjahr AKTIVA Langfristige Vermögenswerte 926,7 33,5 % 931,1 32,9 % -4,4 0,5 % Immaterielle Vermögenswerte 247,2 8,9 % 234,0 8,3 % 13,2 5,6% Sachanlagen 509,9 18,5% 496,7 17,5 % 13,2 2,7% Finanzanlagen 124,8 4,5% 152,3 5,4 % -27,5 18,1 % Sonstige langfristige Vermögenswerte 44,8 1,6% 48,1 1,7 % -3,3 6,9 % Kurzfristige Vermögenswerte 1.841,0 66,5% 1.895,4 67,1 % -54,4 2,9% Vorräte 782,0 28,3% 686,3 24,3 % 95,7 13,9 % Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119,6 4,3% 160,5 5,7 % -40,9 25,5% Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 624,5 22,6% 655,0 23,2 % -30,5 4,7% Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 156,2 5,6% 216,2 7,6 % -60,0 27,8% Flüssige Mittel 158,7 5,7% 177,4 6,3 % -18,7 10,5% Bilanzsumme 2.767,7 100,0% 2.826,5 100,0 % -58,8 2,1% PASSIVA Langfristige Finanzierungsmittel 1.520,5 54,9% 1.542,7 54,6 % -22,2 1,4% Eigenkapital 1.382,2 49,9 % 1.422,5 50,3 % -40,3 2,8% Fremdkapital 138,3 5,0% 120,2 4,3 % 18,1 15,1 % Langfristige Rückstellungen 64,3 2,3% 71,3 2,5 % -7,0 9,8% Langfristige Verbindlichkeiten 74,0 2,7% 48,9 1,8 % 25,1 51,3% Kurzfristige Finanzierungsmittel 1.247,2 45,1 % 1.283,8 45,4 % -36,6 2,9% Kurzfristige Rückstellungen 267,8 9,7% 274,4 9,7 % -6,6 2,4% Erhaltene Anzahlungen 355,4 12,8% 433,6 15,3 % -78,2 18,0% Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 185,7 6,7% 176,5 6,2 % 9,2 5,2% Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 268,1 9,7% 239,5 8,5 % 28,6 11,9 % Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 170,2 6,2% 159,8 5,7 % 10,4 6,5% Bilanzsumme 2.767,7 100,0% 2.826,5 100,0 % -58,8 2,1% Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 158,7 MIO € (Vorjahr: 177,4 MIO €). Das entspricht einem Anteil von 5,7% an der gesunkenen Bilanzsumme (Vorjahr: 6,3%). Auf der Passivseite ver- minderte sich das Eigenkapital um -40,3 MIO € bzw. -2,8% auf 1.382,2 MIO € (Vorjahr: 1.422,5 MIO €). Die Eigenkapitalquote betrug 49,9% (Vorjahr: 50,3%). Wie zum Vorjahreszeitpunkt haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing. Das langfristige Fremdkapital stieg um 18,1 MIO € auf 138,3 MIO € an (Vorjahr: 120,2 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 5,0% (Vorjahr: 4,3%). Dabei betrugen die langfristigen Rück- stellungen 64,3 MIO € (Vorjahr: 71,3 MIO €). Die langfristigen Verbindlichkeiten betrafen mit 22,3 MIO € (Vorjahr: 0,0 MIO €) Finanzschulden für die teilweise Finanzierung des Produktions- werkes in China und mit 8,5 MIO € passive latente Steuern (Vorjahr: 6,5 MIO €). Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, reduzierten sich im Berichtsjahr um -22,2 MIO € bzw. -1,4% auf 1.520,5 MIO € (Vorjahr: 1.542,7 MIO €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 75 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Die kurzfristigen Finanzierungsmittel beliefen sich auf 1.247,2 MIO € (Vorjahr: 1.283,8 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen betrugen 267,8 MIO € (Vorjahr: 274,4 MIO €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 9,2 MIO € auf 185,7 MIO € (Vorjahr: 176,5 MIO €). Der Anstieg resultiert zum einen aus Vorleistungen für den weiterhin hohen Auftragsbestand und aus Lieferverzögerungen zum Bilanzstichtag. Die erhaltenen Anzahlungen reduzierten sich bei einem reduzierten Auftragseingang um -78,2 MIO € auf 355,4 MIO € (Vorjahr: 433,6 MIO €). Die Verbind- lichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 28,6 MIO € auf 268,1 MIO € (Vorjahr: 239,5 MIO €) und beinhalten die Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH (2023: 147,5 MIO €; 2022: 146,5 MIO €). Dieser Sachverhalt innerhalb der Verbindlich- keiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen wird bei Zahlung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. I N V E S T I T I O N E N Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich plangemäß auf 118,0 MIO € (Vorjahr: 118,5 MIO €). Die darin enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ betrugen 18,4 MIO € (Vorjahr: 13,3 MIO €). Die Investitionen in Finanz- anlagen lagen bei 5,7 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Damit betrugen die Investitionen insgesamt 123,7 MIO € (Vorjahr: 119,4 MIO €). An unserem Produktionsstandort in Seebach haben wir im Rahmen der Hausausstellung im Novem- ber 2023 das neue Ausbildungszentrum eröffnet. Auf einer Fläche von rund 1.000 m² bieten wir krea- tiven Raum für das Erlernen zahlreicher Berufsbilder und zukunftsweisender Themen wie Auto- matisierung, Digitalisierung und additive Fertigung. Zeitgleich haben wir eine neue Produktionslinie, die sogenannte FlowLine, in Betrieb genommen. Auf 30 fahrerlosen Transportsystemen (AGV), werden hier seit Januar 2024 unter anderem die DMU 50 3rd Generation und die DMU 40 gebaut. Im Vergleich zur vorigen Produktionslinie ermöglicht die FlowLine eine Steigerung der Produktivität von bis zu 30% sowie eine Reduzierung der Durchlaufzeiten um ca. 40%. Im Oktober 2023 haben wir an unserem Produktionsstandort in Pleszew (Polen) ein neues Compo- nents Center in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von rund 5.200 m² stellen wir hier mechani- sche Komponenten und Baugruppen zur Versorgung unserer europäischen Produktionsstandorte her. Zudem haben wir in Pleszew die mechanische Fertigung um eine Maschine aus unserer Portal- Baureihe erweitert, die mit unserer Automationslösung RPS, ein Paletten-Rundspeichersystem, ausgestattet ist. An unserem Standort in Tortona (Italien) haben wir die Erweiterung und Modernisierung des Produktionsbereichs fortgeführt. Im Fokus stehen der Bau einer neuen Montagehalle und die Implementierung eines hochmodernen Montagekonzepts auf Basis fahrerloser Transportsysteme (AGV) für eine effiziente und zugleich flexible Montage. Die Fertigstellung soll im Geschäftsjahr 2024 erfolgen. Darüber hinaus investierten wir weiter in die autarke, nachhaltige Stromversorgung unserer Produktionswerke. An den deutschen Standorten Pfronten, Seebach und Stipshausen konnten wir im Berichtsjahr weitere Photovoltaikanlagen in Betrieb nehmen. Mit diesen neuen Anlagen konnten wir den Autarkiegrad dieser Standorte erhöhen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 76 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Im Berichtsjahr haben wir unser Produktionsnetzwerk durch den Bauabschluss und Produktions- start unseres neuen Werks in Pinghu nahe Shanghai (China) erweitert, wo wir Werkzeugmaschinen für den lokalen Markt in China produzieren wollen. Wir investierten weiter in unser ERP-Projekt „GLOBE – Global One Business Excellence“ zur Stan- dardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Ent- wicklungskosten und Leasingverhältnisse beliefen sich auf 80,4 MIO € (Vorjahr: 81,3 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 3,7 MIO € (Vorjahr: 4,1 MIO €). J A H R E S A B S C H L U S S D E R D M G M O R I A K T I E N G E S E L L S C H A F T ( K u r z f o r m ) Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lage- bericht liegt als separater Bericht vor. Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird im Wesentlichen von den Erträgen aus Finanzanlagen in Höhe von 220,1 MIO € (Vorjahr: 200,8 MIO €) bestimmt. B.22 // GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) in MIO € 2023 2022 Umsatzerlöse 13,4 11,8 Sonstige betriebliche Erträge 22,7 33,3 Übrige Aufwendungen -85,9 -73,5 Erträge aus Finanzanlagen 220,1 200,8 Finanzergebnis 15,6 4,6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38,4 -30,5 Ergebnis nach Steuern 147,5 146,5 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH -147,5 -146,5 Jahresergebnis 0 0 Bilanzgewinn 0 0 Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 22,7 MIO € (Vorjahr: 33,3 MIO €). Sie beinhalten im Wesentlichen Währungskursgewinne in Höhe von 18,6 MIO € (Vorjahr: 27,3 MIO €). Die übrigen Aufwendungen betrugen 85,9 MIO € (Vorjahr: 73,5 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich auf 29,6 MIO € (Vorjahr: 39,9 MIO €). Sie resultieren im Wesent- lichen aus Währungsverlusten in Höhe von 5,6 MIO € (Vorjahr: 19,7 MIO €). Saldiert entstand ein Währungsgewinn von 13,0 MIO € (Vorjahr 7,6 MIO €). Die Personalaufwendungen erhöhten sich auf 51,5 MIO € (Vorjahr: 29,2 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Aufwandseffekt aus den Abfindungsvereinbarungen mit ehemaligen Vorständen. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 15,6 MIO € (Vorjahr: 4,6 MIO €) und resultiert insbesondere aus gestiegenen Zinserträgen aus dem Darlehen an die DMG MORI Europe Holding GmbH. Der Steueraufwand betrug 38,4 MIO € (Vorjahr: 30,5 MIO €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft und eines Steuerumlagevertrages belasteten Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 77 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Steuern der DMG MORI Europe Holding GmbH. Gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungs- vertrages wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 147,5 MIO € an die DMG MORI Europe Holding GmbH abgeführt (Vorjahr: 146,5 MIO €). Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT betrug 2.132,5 MIO € (Vorjahr: 2.142,8 MIO €). Das Anlagevermögen verminderte sich leicht auf 750,8 MIO € (Vorjahr: 752,8 MIO €). Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva verminderten sich leicht auf 1.381,7 MIO € (Vorjahr: 1.390,0 MIO €). Dabei erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 35,1 MIO € auf 1.303,7 MIO € (Vorjahr: 1.268,6 MIO €), während sich die Zahlungsmittel um -35,3 MIO € auf 58,7 MIO € reduzierten (Vorjahr: 94,0 MIO €). B.23 // BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) in MIO € 2023 2022 AKTIVA Anlagevermögen 750,8 752,8 Anteile an verbundenen Unternehmen 717,6 717,8 Beteiligungen 6,7 6,7 Übriges Anlagevermögen 26,5 28,3 Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 1.381,7 1.390,0 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.303,7 1.268,6 Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 78,0 121,4 Bilanzsumme 2.132,5 2.142,8 PASSIVA Eigenkapital 921,2 921,2 Rückstellungen 29,8 32,7 Verbindlichkeiten 1.181,5 1.188,9 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.174,5 1.184,4 Andere Verbindlichkeiten 7,0 4,5 Bilanzsumme 2.132,5 2.142,8 Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Die Eigenkapitalquote betrug 43,2% (Vorjahr: 43,0%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen bei 1.174,5 MIO € (Vorjahr: 1.184,4 MIO €). Darin ausgewiesen wird die Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 147,5 MIO €, Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 38,4 MIO €, die aufgrund der steuerlichen Organschaft und eines Steuerumlagevertrages von der DMG MORI Europe Holding GmbH belastet werden, sowie Finanz- und Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 80 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht SEGMENTBERICHT Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente „Werkzeugmaschinen“ und „Industrielle Dienstleistungen“. Die „Corporate Services“ beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die „Werkzeug- maschinen“ ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den „Industriellen Dienstleistungen“. B.24 // SEGMENT-KENNZAHLEN DMG MORI AG Veränderung in MIO € 2023 2022 ggü. Vorjahr Auftragseingang 2.583,6 2.904,2 -320,6 -11% Werkzeugmaschinen 1.438,5 1.622,7 -184,2 -11 % Industrielle Dienstleistungen 1.144,9 1.281,3 -136,4 -11 % Corporate Services 0,2 0,2 0 0% Umsatz 2.498,6 2.365,7 132,9 6% Werkzeugmaschinen 1.373,8 1.282,8 91,0 7% Industrielle Dienstleistungen 1.124,6 1.082,7 41,9 4% Corporate Services 0,2 0,2 0 0% EBIT 220,0 216,5 3,5 2 % Werkzeugmaschinen 70,0 56,5 13,5 24 % Industrielle Dienstleistungen 207,3 184,7 22,6 12 % Corporate Services -57,4 -24,8 -32,6 -131 % W E R K Z E U G M A S C H I N E N Das Segment „Werkzeugmaschinen“ beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic/Lasertec) und Additive Manufacturing sowie Digital Solutions. Im Rahmen der Vereinheitlichung des Markenauf- tritts sowie der Außenkommunikation in Europa wurden die Produktionswerke in Deutschland und Italien im Januar und Februar 2024 umbenannt. Details dazu stehen im Kapitel ↗ Organisation und Seite 29 ff. rechtliche Unternehmensstruktur. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die DMG MORI Bielefeld GmbH und die DMG MORI Bergamo S.r.l. Unser Drehmaschinenangebot reicht von Universal-Dreh- maschinen über Drehfräszentren bis hin zum Produktionsdrehen sowie Mehrspindeldrehautomaten. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DMG MORI Pfronten GmbH und die DMG MORI Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst das Vertikal-, Horizontal- und 5-Achs-Fräsen. Im Berichtsjahr ist bei der DMG MORI Manufacturing Solutions in Pinghu (China) die Produktion angelaufen. Mit dieser Erweiterung unserer Produktionskapazitäten sichern wir uns langfristig den lokalen Zugang zum größten Werkzeugmaschinenmarkt der Welt. Universal-Dreh- und Fräsmaschinen, u.a. der CLX- und CMX-Baureihe werden in unseren Werken FAMOT Pleszew Sp. z o.o. bzw. DMG MORI Tortona S.r.l. gebaut. Auch im Produktionsumfeld kooperieren wir intensiv mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch die Nutzung von weltweiten Produktionskapazitäten können wir Lieferzeiten und Transportkosten verringern – zum Vorteil unserer Kunden. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 81 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Der Geschäftsbereich Advanced Technologies wird von der DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH und der DMG MORI Additive GmbH gebildet. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleif- bearbeitung (Ultrasonic) beinhaltet er die Technologie der Laserbearbeitung (Lasertec) sowie den Bereich Additive Manufacturing. In diesem Zukunftsfeld bieten wir mit der DMG MORI Additive GmbH das selektive Laser-Schmelzen im Pulverbett sowie das Laser-Auftragsschweißen mittels Pulverdüse der DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH. Im Geschäftsbereich Digital Solutions bündelt die DMG MORI Digital GmbH die Digitalisierungs- kompetenz im Konzern und ist damit der zentrale Ansprechpartner für unsere Kunden bei allen Themen rund um die Digitalisierung. Dazu zählen die Steuerungs- und Softwareentwicklung der DMG MORI Digital GmbH sowie unser Kundenportal myDMG MORI und DMG MORI Connectivity als Lösung für den gesamten Shopfloor – einschließlich Maschinen von Drittanbietern. Die DMG MORI Digital GmbH unterstützt unsere Vertriebs- und Servicegesellschaften zudem mit kundenorientierten Dienstleistungen für Implementierungen und Qualifizierung. Die TULIP Interfaces Inc. vereinfacht unseren Kunden den Einstieg in die Digitalisierung der Ferti- gung. Die No-Code-Manufacturing-Plattform ermöglicht es Anwendern, selbst Apps zu erstellen – ohne jegliche Programmierkenntnisse – und Workflows an Maschinen und im gesamten Shopfloor digital abzubilden. In unserem Zukunftsfeld Automatisierung setzen wir auf die intelligente Automatisierung von Maschinen und Anlagen mit maschinenspezifischen, universellen und skalierbaren Lösungen, dem DMG MORI CELL CONTROLLER LPS4 sowie zentraler Werkzeugverwaltung. Die Verantwortung für Automatisierungslösungen liegt in den Produktionswerken. So erhalten unsere Kunden perfekt auf- einander abgestimmte Maschinen und Automationslösungen aus einer Hand. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war 2023 erneut geprägt durch globale Heraus- forderungen und Unsicherheiten. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehr- fachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. In diesem herausfordernden Marktumfeld erzielte die DMG MORI AG im Kerngeschäft mit Werk- zeugmaschinen und Services einen stabilen Auftragseingang im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres. Im Segment „Werkzeugmaschinen“ betrug der Auftragseingang 1.438,5 MIO € (-11%; Vor- jahr: 1.622,7 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang leicht an auf 273,9 MIO € (Vor- jahr: 269,4 MIO €). Im Inland lag der Auftragseingang im Gesamtjahr bei 469,9 MIO € (Vorjahr: 507,4 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 968,6 MIO € (Vorjahr: 1.115,3 MIO €). Der Auslands- anteil betrug 67% (Vorjahr: 69%). Wie im Vorjahr entfielen 56% aller Bestellungen auf das Segment „Werkzeugmaschinen“. Der Umsatz erhöhte sich auf 1.373,8 MIO € (+7%; Vorjahr: 1.282,8 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz 402,6 MIO € (Vorjahr: 387,8 MIO €). Der Inlandsumsatz stieg im Gesamtjahr überproportional um +23% auf 545,4 MIO € (Vorjahr: 445,1 MIO €). Der Auslandsumsatz lag mit 828,4 MIO € auf Vorjahresniveau (837,7 MIO €). Die Exportquote betrug 60% (Vorjahr: 65%). Das Seg- ment „Werkzeugmaschinen“ hatte einen Anteil von 55% am Umsatz (Vorjahr: 54%). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 82 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht B.25 // ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF – SEGMENT „WERKZEUGMASCHINEN“ Veränderung in MIO € 2023 2022 ggü. Vorjahr Auftragseingang 1.438,5 1.622,7 -184,2 -11% Inland 469,9 507,4 -37,5 -7% Ausland 968,6 1.115,3 -146,7 -13% % Ausland 67 69 Umsatz 1.373,8 1.282,8 91,0 7 % Inland 545,4 445,1 100,3 23 % Ausland 828,4 837,7 -9,3 -1 % % Ausland 60 65 Auftragsbestand * 832,6 913,1 -80,5 -9 % Inland 148,2 223,7 -75,5 -34 % Ausland 684,4 689,4 -5,0 -1 % % Ausland 82 76 Investitionen 103,0 101,9 1,1 1 % EBITDA 123,3 107,6 15,7 15 % EBIT 70,0 56,5 13,5 24 % EBT 49,5 52,4 -2,9 -6 % Veränderung 2023 2022 ggü. Vorjahr Mitarbeiter * 4.616 4.455 161 4 % davon Auszubildende 244 189 55 29 % * Stichtag 31.12. Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2023 bei 832,6 MIO € (Vorjahr: 913,1 MIO €). Die Auftrags- bestände aus dem Inland reduzierten sich auf 148,2 MIO € (Vorjahr: 223,7 MIO €). Die Auslands- aufträge hatten mit 684,4 MIO € einen Anteil von 82% (Vorjahr: 689,4 MIO €; 76%). Das EBITDA erreichte 123,3 MIO € (Vorjahr: 107,6 MIO €). Das EBIT stieg auf 70,0 MIO € (Vorjahr: 56,5 MIO €). Das EBT betrug 49,5 MIO € (Vorjahr: 52,4 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich plangemäß auf 97,3 MIO € (Vorjahr: 101,0 MIO €). Darin enthalten sind Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 in Höhe von 3,0 MIO € (Vorjahr: 2,1 MIO €). Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 5,7 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Damit beliefen sich die Investitionen insgesamt auf 103,0 MIO € (Vorjahr: 101,9 MIO €). Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 5,4 MIO € (Vorjahr: 4,9 MIO €). An unserem Produktionsstandort in Seebach haben wir eine neue Fließmontage in Betrieb genommen. Auf 30 fahrerlosen Transportsystemen (AGV), werden hier seit Januar 2024 unter anderem die DMU 50 3rd Generation und die DMU 40 gebaut. Im Vergleich zur vorigen Produktions- linie ermöglicht die FlowLine eine Steigerung der Produktivität von bis zu 30% sowie eine Reduzierung der Durchlaufzeiten um ca. 40%. Im Oktober 2023 haben wir an unserem Produktionsstandort in Pleszew (Polen) ein neues Components Center in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von rund 5.200 m² stellen wir hier mechanische Komponenten und Baugruppen zur Versorgung unserer europäischen Produktionsstandorte her. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 83 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht An unserem Standort in Tortona (Italien) haben wir die Erweiterung und Modernisierung des Produktionsbereichs fortgeführt. Im Fokus stehen der Bau einer neuen Montagehalle und die Implementierung eines hochmodernen Montagekonzepts auf Basis fahrerloser Transportsysteme (AGV) für eine effiziente und zugleich flexible Montage. Die Fertigstellung soll im Geschäftsjahr 2024 erfolgen. Darüber hinaus investierten wir weiter in die autarke, nachhaltige Stromversorgung unserer Produktionswerke. An den deutschen Standorten Pfronten, Seebach und Stipshausen konnten wir im Berichtsjahr weitere Photovoltaikanlagen in Betrieb nehmen. Mit diesen neuen Anlagen konnten wir den Autarkiegrad dieser Standorte auf durchschnittlich 30% erhöhen. Im Berichtsjahr haben wir unser Produktionsnetzwerk durch den Bauabschluss und Produktions- start unseres neuen Werks in Pinghu nahe Shanghai (China) erweitert, wo wir Werkzeugmaschinen für den lokalen Markt in China produzieren wollen. Wir investierten zudem weiter in unser ERP-Projekt „GLOBE – Global One Business Excellence“ zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen. Im Segment „Werkzeugmaschinen“ waren zum Jahresende 4.616 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 4.455 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 61% (Vor- jahr: 59%). Diese Werte – auch die Referenzwerte früherer Zeitpunkte – wurden nach der zum 30. September 2023 eingeführten, geänderten Zählweise bei der DMG MORI AG aufgestellt und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. Die Personalquote betrug 22,7% (Vorjahr: 22,0%). Der Personalaufwand belief sich auf 311,2 MIO € (Vorjahr: 282,0 MIO €). I N D U S T R I E L L E D I E N S T L E I S T U N G E N Das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ umfasste im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs Services. Hier bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und Life- Cycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeug- maschinen über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme über die Wartung und Instandsetzung bis hin zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Unser Online-Kundenportal myDMG MORI digitali- siert die Serviceprozesse. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT betreut den deutschen Heimatmarkt, Österreich und die Schweiz (DACH) sowie die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) und den Markt China. Durch die DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir auch in Japan, Nord- und Südamerika sowie in Indien und weiteren Teilen Asiens erfolgreich vor Ort. Auch im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ entwickelte sich die DMG MORI AG bei weiter- hin weltweit schwierigen Markt- und Rahmenbedingungen stabil. Der Auftragseingang betrug 1.144,9 MIO € (Vorjahr: 1.281,3 MIO €). Darin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 84 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht originären Service-Geschäft in Höhe von 779,2 MIO €, das die LifeCycle Services (u.a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) sowie Vertriebsprovisionen beinhaltet (Vorjahr: 771,0 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED lagen bei 365,7 MIO € (Vorjahr: 510,3 MIO €). Der Auftragseingang betrug im vierten Quartal 249,1 MIO € (Vorjahr: 295,2 MIO €). Die Inlandsbestellungen erreichten im Gesamtjahr 388,5 MIO € (Vorjahr: 386,8 MIO €). Die Auslands- aufträge reduzierten sich auf 756,4 MIO € (Vorjahr: 894,5 MIO €). Aus dem Ausland kamen 66% aller Aufträge (Vorjahr: 70%). Auf die „Industriellen Dienstleistungen“ entfielen wie im Vorjahr 44% aller Bestellungen. B.26 // ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF – SEGMENT „INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN“ Veränderung in MIO € 2023 2022 ggü. Vorjahr Auftragseingang 1.144,9 1.281,3 -136,4 -11 % Inland 388,5 386,8 1,7 0 % Ausland 756,4 894,5 -138,1 -15 % % Ausland 66 70 Umsatz 1.124,6 1.082,7 41,9 4 % Inland 355,4 341,2 14,2 4 % Ausland 769,2 741,5 27,7 4 % % Ausland 68 68 Auftragsbestand * 702,9 700,3 2,6 0 % Inland 377,1 344,0 33,1 10 % Ausland 325,8 356,3 -30,5 -9 % % Ausland 46 51 Investitionen 19,0 16,1 2,9 18 % EBITDA 231,1 211,5 19,6 9 % EBIT 207,3 184,7 22,6 12 % EBT 221,1 183,5 37,6 20 % Veränderung 2023 2022 ggü. Vorjahr Mitarbeiter * 2.789 2.675 114 4 % davon Auszubildende 50 48 2 4 % * Stichtag 31.12. Der Umsatz stieg um +4% auf 1.124,6 MIO € (Vorjahr: 1.082,7 MIO €). Davon entfielen 724,8 MIO € auf unser originäres Service-Geschäft (+24%; Vorjahr: 585,2 MIO €) sowie 399,6 MIO € auf den Handels- umsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED (-20%; Vorjahr: 496,5 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 297,2 MIO € (Vorjahr: 281,3 MIO €). Im Inland beliefen sich die Umsätze im Gesamtjahr auf 355,4 MIO € (Vorjahr: 341,2 MIO €). Die Auslandsumsätze betrugen 769,2 MIO € (Vorjahr: 741,5 MIO €). Der Anteil lag wie im Vorjahr bei 68%. Die „Industriellen Dienstleistungen“ hatten einen Anteil von 45% am Umsatz (Vorjahr: 46%). Zum 31. Dezember 2023 betrug der Auftragsbestand 702,9 MIO € (Vorjahr: 700,3 MIO €). Das EBITDA im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ betrug im Berichtsjahr 231,1 MIO € (Vorjahr: 211,5 MIO €). Das EBIT verbesserte sich auf 207,3 MIO € (Vorjahr: 184,7 MIO €). Das EBT erhöhte sich deutlich auf 221,1 MIO € (Vorjahr: 183,5 MIO €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 85 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 19,0 MIO € (Vorjahr: 16,1 MIO €) und resultierten überwiegend aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 (14,7 MIO €; Vor- jahr 11,0 MIO €). Darüber hinaus investierten wir in die Ausstattung unserer Service-Mitarbeiter mit modernsten Werkzeugen, Messgeräten und Diagnosetools. Im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Berichtsjahres auf 2.789 (Vorjahr: 2.675 Mitarbeiter). Der Anstieg ist insbesondere auf die gezielte Stärkung unserer lokalen Vertriebsgesellschaften zurückzuführen. Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 37% (Vorjahr: 39%). Diese Werte – auch die Referenz- werte früherer Zeitpunkte – wurden nach der zum 30. September 2023 eingeführten, geänderten Zählweise bei der DMG MORI AG aufgestellt und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffent- lichungen vergleichbar. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. Die Personalquote lag bei 24,0% (Vorjahr: 25,9%). Der Personalaufwand betrug 270,2 MIO € (Vorjahr: 245,4 MIO €). C O R P O R AT E S E R V I C E S Das Segment „Corporate Services“ umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in Höhe von jeweils 0,2 MIO € setzten sich haupt- sächlich aus Mieteinnahmen zusammen (Vorjahr: 0,2 MIO €). Auf die „Corporate Services“ entfielen wie im Vorjahr weniger als 0,1% des Umsatzes im Konzern. Das EBIT betrug -57,4 MIO € (Vor- jahr: -24,8 MIO €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus höheren Personalaufwendungen. Das Finanzergebnis war positiv und betrug 15,6 MIO € (Vorjahr: 3,9 MIO €). Das EBT betrug -41,9 MIO € (Vorjahr: -19,8 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,7 MIO € (Vor- jahr: 1,4 MIO €). Die in den Investitionen enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 betrugen 0,6 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €). Am 31. Dezember 2023 waren im Segment „Corporate Services“ 110 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 136). Dies entspricht einem Anteil von 1% an der Konzernbelegschaft (Vorjahr: 2%). Diese Werte – auch die Referenzwerte früherer Zeitpunkte – wurden nach der zum 30. September 2023 ein- geführten, geänderten Zählweise bei der DMG MORI AG aufgestellt und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. B.27 // ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF – SEGMENT „CORPORATE SERVICES“ Veränderung in MIO € 2023 2022 ggü. Vorjahr Auftragseingang 0,2 0,2 0 Umsatz 0,2 0,2 0 Investitionen 1,7 1,4 0,3 EBITDA -54,0 -21,4 -32,6 EBIT -57,4 -24,8 -32,6 EBT -41,9 -19,8 -22,1 Veränderung 2023 2022 ggü. Vorjahr Mitarbeiter * 110 136 -26 * Stichtag 31.12. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 88 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe N A C H H A LT I G K E I T Nachhaltigkeit ist elementarer Bestandteil der Unternehmensstrategie und unserer weltweiten Mis- sion. Wir übernehmen Verantwortung und leisten unseren Beitrag. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Neben Umwelt- und Klimaschutz steht bei der DMG MORI AG die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter im Fokus. Wir fördern und fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen Aktionen. Seit 2017 umfasst der Nachhaltigkeitsbericht der DMG MORI AG die Themen, die laut unserer Wesentlichkeitsanalyse von besonderer Bedeutung sind, wie Umwelt, Klima, Mitarbeiter und Com- pliance. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2023, der ebenfalls den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2023 enthält, erfüllen wir: // die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU (§ 315b HGB) vom 11. April 2017 sowie // die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020/852/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung 2019/2088/EU. Der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht ist daher nicht Bestandteil des Konzernlage- berichts. Die DMG MORI AG orientiert sich an den internationalen Reporting-Richtlinien „GRI Stan- dards“ der Global Reporting Initiative (GRI) und liefert damit eine Vielzahl an freiwilligen Angaben. Der Nachhaltigkeitsbericht 2023 ist online verfügbar unter ↗de.dmgmori-ag.com/nachhaltigkeit. Unser Fokus beim Klimaschutz gilt gleichermaßen der Emissionsvermeidung und -reduktion. Wir optimieren unsere Prozesse, reduzieren Emissionen konsequent und maximieren den Nutzen ein- gesetzter Ressourcen. Dazu verpflichten wir uns selbst mit unserer Energie- und Umweltpolitik. Hohe Ressourceneffizienz beim späteren Betrieb bei unseren Kunden stellen wir mit unseren inno- vativen Produkten und Services sicher. Auch dabei fokussieren wir Energie und Emissionen in allen Phasen des Maschinenlebenszyklus. Mit klar definierten Zielen und konkreten Maßnahmen tragen wir zur Erreichung des Pariser Klima- abkommens bei. Seit 2021 hat sich DMG MORI zu den Zielen der Initiative „Science Based Tar- gets“ selbst verpflichtet, die sich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen. Dafür wollen wir bis 2030 unsere Emissionen in Scope 1 und 2 um 46,2% sowie in Scope 3 um mindestens 27,5% reduzieren (Basisjahr: 2019). Zudem haben wir uns 2021 zur Umsetzung der Leitlinien der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Chancen und Risiken. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 89 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Die DMG MORI AG vermeidet und reduziert Emissionen in allen Bereichen der eigenen Wert- schöpfung, u.a. durch softwaregestützte Heiz-, Luft-, Licht- und Kühlsysteme. An nahezu allen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Servicestandorten erzeugen wir bereits seit vielen Jahren regenerative Energie für den Eigenverbrauch – überwiegend über Photovoltaik- Anlagen. Darüber hinaus wird, wo immer möglich, ausschließlich Ökostrom bezogen. Wir setzen auf Wärmerückgewinnung und moderne Blockheizkraftwerke zur Kraft-Wärme-Kopplung. Die Berechnung unseres Company Carbon Footprint und des Product Carbon Footprint erfolgt auf Basis der konzernweiten CO2-Bilanz in Anlehnung an das GHG-Protocol. Dies ist kein Product Carbon Footprint nach ISO 14067, der auf einem „Life Cycle Assessment“ nach ISO 14040 und ISO 14044 basiert, sondern eine Zusammenfassung von Scope 3 Kategorien, die nicht in Verbindung mit unserer Produktion stehen. Details zur Berechnung der CO2-Bilanz stehen im ↗Nachhaltigkeits- Seite 19 f. bericht 2023. Seit 2021 gleichen wir die bislang nicht vermeidbaren Emissionen unseres Company Carbon Footprint und des Product Carbon Footprint durch Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Pro- jekte aus. Es handelt sich hierbei um Ex-Post-Zertifikate, sodass eine CO2-Einsparung bereits nach- weislich stattgefunden hat. Die Projekte zielen ausschließlich auf eine grüne Infrastruktur ab und sind mit hohen Standards, u.a. von der UN oder dem WWF (World Wide Fund For Nature), zertifiziert und in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ihre Funktion und die eingesparte Menge CO2 werden regel- mäßig von unabhängigen Prüfern kontrolliert. Gleichzeitig fordern wir unsere Lieferanten auf, selbst aktiv zu werden und ihre CO2-Emissionen uns gegenüber transparenter zu machen. Auf der digitalen Plattform „Integrity Next“ stellen wir ihnen dafür unterstützend Fragebögen zum Reporting sowie zur Ableitung entsprechender Reduktions- maßnahmen zur Verfügung. Mit unseren GREENMODE Maßnahmen erhöhen wir konsequent die Energie- und Ressourcen- effizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream). Auf der EMO in Hannover haben wir gezeigt, dass durch den Einsatz innovativer Hard- und Softwarekomponenten Energieeinsparungen von über 30% im Betrieb unserer Werkzeugmaschinen möglich sind. Beispiele für präsentierte GREENMODE Maßnahmen sind der bedarfsgerechte Betrieb von Maschinenkomponenten, der Einsatz hoch- effizienter Kühlaggregate oder die adaptive Zufuhr von Kühlschmierstoff. DMG MORI-Produkte schonen so auch im Betrieb beim Kunden Umwelt und Ressourcen. Die Wirk- samkeit unserer Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster Werkzeugmaschinenhersteller in Deutschland wurde DMG MORI für das GREENMODE Managementsystem im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD EME-Zertifikat ausgezeichnet. Die Ressourceneffizienz steigern wir darüber hinaus mit einem hohen Maß an Technologie- integration sowie höchster Qualität und Präzision unserer Maschinen für maximale Lebensdauer und minimalen Ausschuss. Mit umfassenden Automations- und Digitalisierungslösungen können unsere Maschinen rund um die Uhr und maximal effizient laufen – so sparen unsere Kunden wei- tere Ressourcen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 90 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht DMG MORI treibt als ein weltweiter Innovationsführer die Herstellung und Weiterentwicklung grüner Technologien voran. Viele unserer Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative Bau- teile u.a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektro- mobilität. Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem Gewicht, ohne jeglichen Ausschuss sowie minimalen Transportwegen ressourcen- schonend gefertigt werden. In unseren DMG MORI Excellence Centern unterstützen wir Kunden mit unserem gebündelten Know-how von der Idee bis zum fertigen Produkt. M I TA R B E I T E R I N N E N U N D M I TA R B E I T E R Qualifizierte, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg bei der DMG MORI AG. Zum 30. September 2023 haben wir in der gesamten „Global One Company“ das Verfahren zur Ermittlung des Headcounts harmonisiert. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. Dies führte zu einer Anpassung der Mitarbeiterzahlen bei der DMG MORI AG. Alle Zahlenangaben im Geschäfts- bericht 2023 – auch die Referenzwerte früherer Zeitpunkte – erfolgen nach dieser geänderten Zähl- weise und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar. Am 31. Dezember 2023 waren 7.515 Mitarbeiter, davon 294 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.266 Mitarbeiter, davon 237 Auszubildende). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 249. Zum Vergleich: Bei der vorherigen Ermittlungsweise lag der Headcount zum 31.12.2022 bei 6.833 Mitarbeitern, davon 237 Auszubildende. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer betrug 212 (Vorjahr: 196). Der Personalaufwand belief sich auf 632,0 MIO € (Vorjahr: 566,3 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 538,2 MIO € (Vorjahr: 480,0 MIO €) sowie 93,8 MIO € auf soziale Abgaben und Auf- wendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (Vorjahr: 86,3 MIO €). Der Aufwand für Leiharbeitnehmer lag bei 12,8 MIO € (Vorjahr: 11,4 MIO €). Die Personalquote betrug 24,4% (Vor- jahr: 23,6%). Die Qualifikation, Zufriedenheit und Gesundheit und damit die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges. Die Qualifikationsstruktur liegt bei der DMG MORI AG unverändert auf einem hohen Niveau: 97% der Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung (Vorjahr: 97%). Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 13,8 MIO € (Vorjahr: 11,7 MIO €). Die Alters- struktur unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ausgewogen. Seite 46 ff ↗Nachhaltigkeitsbericht 2023 Die Krankenquote betrug 4,4% (Vorjahr: 4,5%) und lag damit erneut unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 7,0%. Die Fluktuation belief sich auf 9,4% (Vorjahr: 10,6%). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 0,4% (Vorjahr: 0,6%). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 91 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Mit unserem konzernweit gültigen DMG MORI Mission Statement bekennen wir uns zu unse- rer Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Gesellschaft sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Um unsere Mission zu erreichen und uns stetig zu verbessern, setzen wir auf eine offene Feedback- kultur. Eine kontinuierliche und transparente Kommunikation ist dabei unerlässlich. Als attraktiver Arbeitgeber setzt die DMG MORI AG auf Vielfalt und Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen sowie Ausbildung und Personalentwicklung. Ein gutes Ausbildungs- programm ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg. Dabei setzen wir von Anfang an auf ein attraktives, internationales Konzept mit digitalen Schwerpunkten. Zur weiteren Stärkung unserer Ausbildung haben wir im Berichtsjahr an unserem Standort in See- bach ein neues, hochmodernes Ausbildungscenter eröffnet. 2024 werden wir auch in Pfronten mit der Gestaltung eines neuen Ausbildungscenters beginnen. Potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte fördern wir insbesondere durch unser „High-Potential-Program“. Im Berichtsjahr konnten die Teilnehmer von modernen Weiterbildungen profitieren, eigene Projekte durchführen und ihre Ergebnisse dem Vorstand präsentieren. Seit Jahren gilt die DMG MORI AG als attraktiver Arbeitgeber in der Branche und weit über die Region hinaus. Im Berichtsjahr erhielten wir zum Beispiel die Auszeichnung „Unternehmen mit Zukunft“ des Magazins „Stern“ sowie das Deutschlandtest-Siegel vom „FOCUS“ für „Beste Work- Life-Balance“. Zudem wurden wir erneut von dem renommierten Wirtschaftsmagazin „CAPI- TAL“ und dem Portal „Ausbildung.de“ als einer von „Deutschlands besten Ausbildern 2023“ aus- gezeichnet und erzielte in den Bereichen Ausbildung sowie duales Studium 5 von 5 Sternen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSJAHR 2023 Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen stand 2023 erneut vor großen Herausforderungen. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehrfachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinen- fabriken e.V. (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics reduzierte sich der Weltverbrauch 2023 erstmals wieder seit dem Corona-Jahr 2020 um -2,0% auf 78,8 MRD € (2022: 80,4 MRD €). Unter nach wie vor erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen entwickelte sich die DMG MORI AG im Berichtsjahr stabil. Der Auftragseingang betrug 2.583,6 MIO € (Vorjahr: 2.904,2 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um +6% auf 2.498,6 MIO € (Vorjahr: 2.365,7 MIO €). Hierzu trug insbesondere die starke Entwicklung im Inland mit +15% bei. Das EBIT lag mit 220,0 MIO € leicht über dem Vorjahresniveau (216,5 MIO €). Die EBIT-Marge betrug 8,8% (Vorjahr: 9,2%). Das EAT erreichte 163,2 MIO € (Vorjahr: 153,4 MIO €). Der Free Cashflow betrug 93,5 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 92 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Wirtschaftsbericht Alle im Geschäftsbericht 2022 prognostizierten Ziel- und Steuerungsgrößen für das Geschäfts- jahr 2023 hat die DMG MORI AG insbesondere aufgrund der nachhaltigen Optimierung von Kosten- strukturen, der konsequenten Umsetzung von Effizienzmaßnahmen sowie der passenden strategi- Seite 29 schen Ausrichtung erreicht bzw. zum Teil übertroffen; Tabelle ↗ B.02. 2023 hat sich die DMG MORI AG erneut als ein stabiler und verlässlicher Partner bewiesen. Unser starkes langjähriges Netzwerk zu Kunden, Partnern und Lieferanten, das innovative Produkt- portfolio sowie unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat unse- res Erfolgs. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in dem herausfordernden Marktumfeld begegnet DMG MORI mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX unter- stützt den Anwender dabei, das größtmögliche Potenzial für Nachhaltigkeit und innovatives Wachs- tum freizusetzen, indem es optimale Synergien aus Prozessintegration, Automation und Digitalisie- rung nutzt. So begegnen wir den Veränderungen in unserem Geschäftsumfeld, wie dem steigenden Fachkräftemangel und der Rohstoffknappheit, und verschaffen unseren Kunden in jedem Schritt der Wertschöpfungskette einen signifikanten Wettbewerbsvorteil. Mit MX entwickelt sich DMG MORI konsequent weiter vom Maschinenbauer zu einem ganz- heitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld – getreu unserem DMG MORI Mission Statement. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 93 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht CHANCEN- UND RISIKOBERICHT CHANCENMANAGEMENTSYSTEM (CMS) Chancen werden bei der DMG MORI AG systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend „Rolling Forecasts“ (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC in einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten definieren wir als operative Chancen. Darüber hinaus analysieren wir bestehende strategische Chancen der nächsten fünf Jahre vor dem Hintergrund bestehender und erwarteter zukünftiger Rahmenbedingungen. Mit unserem globalen Customer-Relationship-Management-System (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeugmaschinen und industriel- len Dienstleistungen. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Markt- potenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und können Chancen konsequent nutzen. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chan- cen frühzeitig erkennen. Gesamtwirtschaftliche Chancen identifizieren und nutzen wir durch unsere gezielte und umfassende Bearbeitung aller etablierten Marktregionen und bestehenden Wachstumsmärkte. Hierbei kommt uns unsere weltweite Präsenz als Global One Company mit 116 Vertriebs- und Servicegesellschaften zugute. Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserem innovativen Produktportfolio sowie unserer durchgängigen Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie. Um den technologischen Anforderungen gerecht zu werden, beinhaltet unser umfassendes Produktportfolio verschiedene Maschinenmodelle zu unterschiedlichen Preisniveaus. Wir sind frühzeitig in die Entwicklungs- prozesse unserer Kunden eingebunden – besonders in den Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold, Medical und Semiconductor. In unseren Technology Excellence Centern bündeln wir jahrzehntelanges Experten-Know-how. Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für die DMG MORI AG durch kontinuierliche Produktinnovationen und ganzheitliche Technologielösungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den vier Säulen unserer „Machining Transformation“ (MX)-Strategie: Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Wir richten uns mit unseren Innovationen weiter zukunftsstark aus. Dabei stehen immer unsere Kunden bzw. deren Anforderungen im Fokus. Als Teil der „Global One Company“ mit weltweit klar geordneten Vertriebs- und Servicestrukturen agieren wir direkt in unserem deutschen Heimatmarkt, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) und dem Markt China. Über die DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir auch in Japan, Nord- und Südamerika und weiteren Teilen Asiens erfolgreich vor Ort. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 94 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Pro- zesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität, Einkauf und Logistik. Wir richten unsere Fertigungswerke sukzessive auf voll digitalisierte Prozesse insbesondere in den Bereichen Pro- duktion und Logistik aus. Darüber hinaus erbringen wir unsere Leistungen nachhaltig für Umwelt und Gesellschaft. Chancen als ökologisch verantwortungsbewusster und nachhaltiger Hersteller von Investitionsgütern und Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen sehen wir in unse- rer Nachhaltigkeitsstrategie. Weitere erhebliche Chancenpotenziale ergeben sich aus den ver- schiedenen, sich entwickelnden Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im kompletten Maschinenumfeld, beispielsweise bei der Prozessoptimierung. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM (RMS) Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeug- maschinen und Anbieter ganzheitlicher sowie nachhaltiger Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für die DMG MORI AG unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Risikoerkennung und -bewertung sowie der aktiven Risikobekämpfung und erstreckt sich auf alle Organisationsebenen. Unser Risikomanagementsystem beinhaltet u.a. das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Bereits im Geschäftsjahr 2021 haben wir uns darüber hinaus zur Umsetzung der „Task Force on Climate-related Financial Disclo- sures“ (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Informationen. In diesem Rahmen berichten wir über klimabezogene Chancen und Risiken für die DMG MORI AG. Der entsprechende Bericht ist auf unserer Website ver- fügbar ↗dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/klima-und-umweltschutz Risikofrüherkennungssystem Mit unserem Risikofrüherkennungssystem, das auf dem COSO II-Konzept basiert, erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als operatives Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Unser Risiko- früherkennungssystem besteht aus fünf Elementen: 1 // dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2 // einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagement- konzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert, 3 // lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken, 4 // bereichsspezifischen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quanti- tativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften, Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 95 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht 5 // dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken sowie zusätzlich Risiko-Quick- Checks durch ausgewählte Führungskräfte. Risiken werden bei der DMG MORI AG als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotenziale und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuziehen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Risikomanagement, die aus drei Kategorien besteht: aktuelle Risiken, Katalogrisiken und sons- tige Risiken. Die im Katalog aufgeführten Risiken sind verpflichtend zu bewerten und zu melden. Darüberhinausgehende Risikobestände werden den sonstigen Risiken zugeordnet. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist so ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage darstellen zu können. // Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können. // Zentrale Risiken sind Risiken, die – zumindest teilweise – nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung. // Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen. Hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind. Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien eines Risikoeintritts: B.28 // EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT in % Kein Risiko 0 Sehr gering 5 Unwahrscheinlich 25 Möglich 50 Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50% werden mit den Netto-Risikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnus- mäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Risikotragfähigkeit – definiert als Relation des gesamten Konzerneigenkapitals und des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Elimi- nierung bestehender Konzerneffekte – stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wichtige Risikosteuerungsgröße dar. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 96 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht B.29 // MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG in MIO € Unwesentlich 0 – 10 Moderat > 10 – 25 Wesentlich > 25 Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen wurde auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotrag- fähigkeit festgelegt. Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abständen über die aktu- elle Gesamtrisikolage und einzelne Unternehmensbereiche informiert. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern gemäß § 317 HGB geprüft. Internes Kontrollsystem (IKS) Das IKS der DMG MORI AG ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risiko- managementsystems. Es berücksichtigt sowohl die deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch die relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des „Japanese Financial Instruments and Exchange Acts“ in Form einer J-SOX/Naibutousei konformen Dokumentation. In unserem IKS werden – aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumenta- tion der wesentlichen Geschäftsprozesse – die steuerbaren Risiken erfasst. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontrollaktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisie- rungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktionstrennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher. Das IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung zu gewährleisten. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Bilanzierungshandbuch. Diese Richt- linien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschluss- erstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesell- schaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden, wie die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung erfolgt zentral durch das Konzernrechnungs- wesen. Die DMG MORI AG bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet. Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentral- bereichen der DMG MORI AG wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch die interne Revision und eine stichprobenweise Prüfung. Die Ergebnisse werden an Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 97 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrolliert und aus- gewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert. Versicherungsmanagement Als weiteren Teil des Risikomanagements hat die DMG MORI AG ein zentrales Versicherungs- management, das in enger Abstimmung mit der DMG MORI CO. LTD. wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken konzernweit strategisch festlegt und absichert. Übersicht über die wesentlichen Risikofelder B.30 // ÜBERSICHT DER WESENTLICHEN RISIKOFELDER Risikoart Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und absatzbezogene Risiken Wesentlich Unternehmensstrategische Risiken Moderat Produktionsrisiken Moderat Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Wesentlich Forschungs- und Entwicklungsrisiken Unwesentlich Personalrisiken Unwesentlich IT-Risiken Moderat Finanzwirtschaftliche Risiken Unwesentlich Rechtliche Risiken Unwesentlich Steuerrisiken Unwesentlich Sonstige Risiken Wesentlich Darstellung der einzelnen Risikofelder Gesamtwirtschaftliche Risiken entstehen im Wesentlichen aus Unsicherheit über den weiteren Verlauf der erschwerten Materialversorgung, bestehende Logistikengpässe sowie weiterhin hohen Inflationsraten und Zinssätzen, die sich negativ auf die Investitionsbereitschaft auswirken. Die Kon- junkturaussichten sind eingetrübt. Hinzu kommen globale und politische Unsicherheiten, wie der schwelende China-Taiwan-Konflikt und der Krieg in der Ukraine. Darüber hinaus sind auch der Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA im laufenden Geschäftsjahr sowie der deutschen Bundestagswahl im Jahr 2025 mit Unsicherheiten behaftet. Diese exogenen Faktoren können erheb- lichen Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung in den betroffenen Regionen, aber auch darüber hinaus haben. Weitere Risiken entstehen aus dem industriellen Strukturwandel, steigenden Roh- stoff- und Energiepreisen auf den internationalen Märkten sowie Inflationsrisiken, die die Nachfrage negativ beeinträchtigen können. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer regionalisierten Produktion entgegen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 98 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Branchenspezifische und absatzbezogene Risiken ergeben sich aufgrund eines weiterhin intensi- ven Wettbewerbs mit hohem Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen sowie für Ersatz- teile und Services. Diesem intensiven Wettbewerb begegnen wir mit dem technologischen Vor- sprung unserer Produkte und einer klaren Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Wir statten unsere Kunden mit hocheffizienten, automatisierten und nachhaltigen Fertigungslösungen aus. Spezifische Absatzrisiken können sich durch die rückläufige Investitionstätigkeit der Automobil- branche und der zugehörigen Zulieferer als Folge des aktuellen Strukturwandels ergeben. Darü- ber hinaus können sich aus der schwierigen Beschaffungssituation Lieferverzögerungen ergeben. Zusammen mit deutlichen Preiserhöhungen für Materialien und angesichts hoher Forderungen der Tarifparteien können sich Risiken mit einem erhöhten Margendruck auch auf bereits bestehende Aufträge ergeben. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten können Risiken resultieren, da sie einen direkten Einfluss auf die Zulässigkeit der Belieferung von Ländern, Märkten, Industrie- segmenten oder spezifischen Kunden haben können. Durch Veränderungen in Folge von Sanktionen können wesentliche Absatzrisiken kurzfristig entstehen. Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmens- strategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI Europe Holding GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AG sein, sondern können im Konzerninteresse getroffen werden. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, län- gere Lieferzeiten und steigende Rohstoff-, Energie- sowie Transportpreise. So ist die Liefersituation weltweit weiterhin angespannt. Verfügbarkeiten sind eingeschränkt und die Lieferzeiten sind nach wie vor lang. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Darüber hinaus kann es zu weiteren Preissteigerungen bei Materialien kommen. Ent- sprechend können sich dadurch die Herstellkosten unserer Produkte erhöhen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten, Abhängigkeiten von einzelnen Liefe- ranten sowie aus Zahlungszielrisiken. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferan- ten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie unserer globalen Double-Sourcing-Strate- gie. Hierdurch haben wir für wesentliche Komponenten mindestens zwei Lieferanten. Zudem stel- len wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Wir pflegen stabile, enge Partnerschaften mit unseren Lieferanten und setzen dabei verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Zusammen mit dem Einsatz von digitalen Tools können wir so Risiken in der Lieferkette frühzeitig identifizieren, um rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zudem nutzen wir alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern. Mit diesen Maßnahmen wollen wir die Resilienz unserer Lieferkette weiter stärken. Produktionsrisiken können aus Fertigungsineffizienzen oder potenziellen Qualitätsrisiken resultieren. Diese kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und Auf- tragsbestand, Montage- und Fertigungsfortschritt, Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätz- lich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschau- bar und beherrschbar halten. Aus den Schwierigkeiten bei der Materialversorgung können uns Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 99 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht Produktionsengpässe entstehen. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen sowie mit einem aktiven IP-Management, u.a. bestehend aus der Anmeldung eigener IPs und der konsequenten Durchsetzung unserer Rechte. So wollen wir unse- ren Technologievorsprung sichern. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchs- ter zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Wir führen sämtliche gesetzlich vor- geschriebene Überprüfungen sowie freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung dieser und weiterer Abfälle. Zudem gewährleisten wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourcenein- satz zur Schonung der Umwelt. Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten bestehen zum Teil Einschränkungen bei der Befahrbarkeit des Suezkanals, welche zu Verzögerungen oder Kosten- steigerungen führen können. Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüber- schreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch einen konzernweit einheitlichen Produktentwicklungsprozess sowie die frühe Einbindung unseres Vertriebs und Services entgegen. Hinzu kommt die sehr eng abgestimmte Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen. Wir vermeiden unkalkulierbare Forschungs- und Ent- wicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Im Bereich digitale Produkte können sich Risiken aus erhöhten Produktanforderungen aufgrund des Cyber Resiliance Act ergeben. Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Ent- wicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Eine permanente Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betrieb- liche Gesundheitsvorsorge sowie Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten. Zudem besteht das Risiko steigender Personalkosten in Folge der Inflation und hoher Tarifabschlüsse. IT-Risiken entstehen durch die Vernetzung unserer internen Systeme. Es könnten Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Zudem sehen wir uns insbesondere hinsichtlich einer organisierten Datenaus- spähung, Erpressung, Cyber-Kriminalität und betrügerischen Scamming-Aktivitäten ausgesetzt. Die konkrete Bedrohungslage hat nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkennbar zugenommen. Insbesondere kommt es zu einer hohen Dyna- mik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen: u.a. Verlagerung von ressourcenintensiver Software in die Cloud, Erhöhung der Ausfallsicherheit in unseren wich- tigen Datacentern, Nutzung von SaaS-Lösungen, sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Einsatz von Viren-Scannern und Firewall- Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zudem schärfen wir das Bewusstsein bei unse- ren Mitarbeitern, indem wir diese in regelmäßigen Abständen über entsprechende Risiken und die Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 100 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Chancen- und Risikobericht bestehende Bedrohungslage informieren und schulen. Als Folge der konzernweiten Implementie- rung eines neuen ERP-Systems können durch unvorhergesehene Ereignisse negative Einflüsse auf die operative Geschäftstätigkeit entstehen. Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren segmentübergreifend u.a. aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung der DMG MORI AG sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und Avaltranche enthält und bis Februar 2027 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es bei unseren Kunden durch Inflation und steigende Zinsen sowie einer sich abschwächenden Konjunktur weiterhin zu erhöhten Forderungsausfallrisiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der For- Seite 201 f. derungen kommen. Weitere Informationen zu den Risiken nach IFRS 7 stehen im ↗Konzernanhang. Rechtliche Risiken können sich insbesondere ergeben aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Dienstleistern, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern sowie möglichen Gewährleistungs- ansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen, die sich auch durch unser Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen sowohl vom Umfang als auch zeitlich grundsätzlich beschränkt. Abweichungen zu diesem Vorgehen sind durch den Vorstand gesondert zu genehmigen. Steuerrisiken können sich aus Betriebsprüfungen ergeben. Wir nehmen an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Bei Betriebsprüfungen können sich Nachforderungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten und Doppelbesteuerungen ergeben. Sollte die Nutzbarkeit von laufenden Verlusten und Verlustvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Sonstige Risiken können durch allgemeine Projektrisiken sowie mögliche bilanzielle Abwertungen entstehen. Dabei kann es insbesondere in Folge des anhaltenden Krieges in der Ukraine zu weiteren Abwertungen von Vermögenswerten in Russland kommen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus möglichen Enteignungen unserer bestehenden Gesellschaften in Russland. Die dynamische Ent- wicklung und zunehmende Verbreitung von künstlicher Intelligenz birgt erhebliche Risikopotenziale, u.a. im Bereich IT-Sicherheit oder durch das Verpassen von technologischen Entwicklungen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR RISIKOSITUATION Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der Berichterstattung im Geschäfts- bericht 2022 sind die Risiken gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltene Vorstands- und Statussitzungen. Auf Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 101 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Prognosebericht PROGNOSEBERICHT KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) prognostiziert im aktuellen Konjunkturbericht vom Dezember 2023 für das Geschäftsjahr 2024 ein weltweites Wirtschaftswachstum von +2,9%. Die Maßnahmen der Zentralbanken in Europa und den USA zur Bekämpfung der Inflation und der steigenden Preise scheinen allmählich Wirkung zu zeigen. Allerdings könnten die hohen Leitzinsen die globale Investitionsnachfrage dämpfen und somit zu einem geringeren Wachstum der Weltwirtschaft führen. In Europa soll die Konjunktur im Laufe des Jahres langsam wieder an Fahrt gewinnen. Die Energie- preise sollen sich weiter stabilisieren, die Inflation weiter sinken. Die wirtschaftliche Dynamik soll jedoch verhalten bleiben, da die Geldpolitik voraussichtlich nur vorsichtig gelockert wird. Für Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum mit einem BIP von +0,9% im Jahr 2024 prognostiziert. Auch für den Euroraum wird lediglich ein geringes BIP-Wachstum von +0,8% erwartet. Asien wird voraussichtlich mit einem Wachstum von +5,2% erneut die wachstumsstärkste Region sein. In China scheint die Immobilienkrise weiter anzuhalten, was zu einer gedämpften Expansions- dynamik von +4,7% führen soll. Für die japanische Wirtschaft wird laut IfW-Schätzungen lediglich ein BIP-Wachstum von +0,7% erwartet. Das Konjunkturwachstum in den USA soll sich im Prognose- zeitraum mit +1,5% moderat entwickeln. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll 2024 laut VDW und Oxford Economics nur um +0,7% auf 79,3 MRD € wachsen und damit weiterhin unter dem Höchstwert von 2022 bleiben (80,4 MRD €; 2023: 78,8 MRD €). Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der geopolitischen Konflikte sowie der weltweit strafferen Geldpolitik werden die Nachfrage nach Investitionsgütern voraussichtlich weiterhin beeinflussen. Daher ist nicht auszuschließen, dass diese Verbands- prognosen unterjährig angepasst werden. In Deutschland soll der Werkzeugmaschinenverbrauch 2024 nach Angaben des VDW und Oxford Economics um -0,9% auf 5,2 MRD € sinken (2023: 5,3 MRD €) und damit weiterhin deutlich – um rund 26% – unter dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (7,1 MRD €). In Europa wird ein leichter Anstieg des Verbrauchs von +0,6% auf 24,0 MRD € (2023: 23,8 MRD €) prognostiziert. Für Asien wird ein Anstieg um +3,5% erwartet. Auf Länderebene betrachtet soll die Zuwachsrate im chinesischen Werkzeugmaschinenmarkt mit +3,8% auf 24,7 MRD € eher moderat ausfallen. In Japan hingegen soll die Nachfrage mit -3,6% weiter zurückgehen auf 3,1 MRD € (2023: 3,2 MRD €) und damit weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (5,5 MRD €). Auch für die USA gehen VDW und Oxford Economics von einem signifikanten Rückgang des Werk- zeugmaschinenverbrauchs um -10,1% auf 8,1 MRD € aus (2023: 9,0 MRD €). Weltweit soll sich die Nachfrage nach Investitionsgütern ab der Jahresmitte allmählich wieder erholen. Die Stabilisierung der Preise für Rohstoffe und Energie, der Rückgang der hohen Inflationsraten sowie die Entspannung der weltweiten Lieferketten sollen sich fortsetzen, sodass diese die wirtschaftlichen Entwicklungen nicht mehr übermäßig stark behindern sollten. Mögliche Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 102 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Prognosebericht Wechselkursschwankungen, geopolitische Krisen und Konflikte sowie der industrielle Struktur- wandel könnten die Nachfrage allerdings stark beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist eine Anpassung der Prognosen bei sich weltweit verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER DMG MORI AG Als „Global One Company“ wollen wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED unsere Marktposition als ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen mit hoher Prozessintegration, nachhaltigen Technologien sowie ganzheitlichen Automatisierungs- und durchgängigen Digitalisierungslösungen für die Fertigungsindustrie weiter ausbauen. Mit 116 internationalen Vertriebs- und Servicestandorten und 17 Produktionswerken ist DMG MORI weltweit in 43 Ländern präsent. Unser Antrieb ist es, unseren über 100.000 Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit innovativen Lösungen zur Seite zu stehen – bestehend aus Werkzeugmaschine, Automation, Software, Prozess, Peripherie und Service. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in diesem herausfordernden Markt- umfeld begegnet DMG MORI mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. MX basiert auf den vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). Unsere Angebote in den Bereichen Prozessintegration, Automation und der digitalen Trans- formation dienen neben der Steigerung der Produktivität auch der Schonung von Ressourcen, der Reduzierung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes sowie dem optimierten Einsatz von Mitarbeitern und deren Weiterentwicklung. Damit sind diese drei Säulen elementare Bestand- teile der Grünen Transformation (GX). Bei der Umsetzung unserer Strategie steht der Mensch im Mittelpunkt. Qualifizierte, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Erfolg. Deshalb arbei- ten wir hart daran, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Unser konzernweit gültiges Mission State- ment bildet die Grundlage für unsere Unternehmenskultur sowie unser unternehmerisches Han- deln und damit auch für unseren Verhaltenskodex. 2024 bleibt ein herausforderndes Geschäftsjahr. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die geo- politischen Konflikte, die hohen Preise für Energie und Rohstoffe, hohe Zinsen und die massiv gestraffte Geldpolitik beeinflussen die Nachfrage nach Investitionsgütern stark. Dennoch sind wir zuversichtlich – wir sind gut aufgestellt und arbeiten hart dafür, unsere Ziele auch im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen. Wir haben ein hohes Maß an Resilienz und Innovations- kraft, ein diversifiziertes Produktportfolio sowie ein starkes Netzwerk zu Kunden, Partnern und Lieferanten. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir einen Auftragseingang von rund 2,3 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,4 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 200 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 150 MIO € liegen. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 103 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Prognosebericht Durch ein am 19. Februar 2024 veröffentlichtes Dekret hat die Russische Föderation unsere Beteiligung an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk (Russland), unter staatliche Kontrolle gebracht. Die DMG MORI AG hat damit die Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft verloren. Im Rahmen einer für diese Direktinvestition im Ausland bestehende Investitionsgarantie durch die Bundesrepublik Deutschland betreiben wir derzeit eine Entschädigung für den eingetretenen Beteiligungsverlust. Eine Einschätzung darüber, wie hoch eine mögliche Entschädigung aus der Investitionsgarantie sein kann, ist aktuell nicht möglich. Bei der Prognose des EBITs und des Free Cashflows für das Geschäftsjahr 2024 sind die Effekte aus dem Verlust der Beherrschung und einer Entschädigung aus der Investitionsgarantie nicht berücksichtigt. Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2024 den notwendigen Liquiditäts- bedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Rückgang im Vergleich zum Berichtsjahr. Die Finanzierungsstruktur soll im Wesentlichen unverändert bleiben. Strategische Finanzierungs- maßnahmen sind nicht geplant. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finan- ziellen Mitteln abgedeckt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Ver- mögenswerte von rund 80 MIO €. Im Fokus stehen die Fertigstellung der Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen unserer Produktions- und Montageflächen in Tortona (Italien), der Baubeginn des neuen Ausbildungscenters in Pfronten und die Installation von weiteren PV- Anlagen für nachhaltige, grüne Energie. Darüber hinaus investieren wir weiter in unser ERP- Projekt „GLOBE – Global One Business Excellence“, um standardisierte Systeme und integrierte Prozesse sicherzustellen. Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir als Technologieunternehmen gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED unsere MX-Strategie nachhaltig vorantreiben – mit neuen Automationslösungen, Nachhaltigkeitsmodulen, verbesserten Komponenten und Neuerungen im Bereich Digitalisierung. Bereits bei der traditionellen Hausausstellung in Pfronten zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres haben wir CELOS X als digitales und datenbasiertes Ökosystem für die integrierte Verwaltung, Planung, Steuerung, Bedienung, Überwachung und Interoperation von Maschinen, Abläufen und Prozessen im industriellen Fertigungsumfeld präsentiert. Die Auf- wendungen für Forschung und Entwicklung sollen mit rund 86 MIO € weiterhin stabil auf einem hohen Niveau liegen. Insgesamt sollen 15% der Belegschaft in den Werken im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 104 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Prognosebericht GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2024 Die Gesamtwirtschaft soll sich im laufenden Geschäftsjahr sehr verhalten entwickeln. Zwar sollen sich in Europa die Energiepreise weitgehend stabilisieren und die Inflation weiter sinken, die Situ- ation wird dennoch voraussichtlich angespannt bleiben aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der geopolitischen Konflikte sowie der damit verbundenen politischen und wirtschaft- lichen Folgen. Auch in den USA und in China wird erwartet, dass die Dynamik abgeschwächt bleibt. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll 2024 laut VDW und Oxford Economics nur um +0,7% auf 79,3 MRD € wachsen und damit weiterhin unter dem Höchstwert von 2022 bleiben (80,4 MRD €; 2023: 78,8 MRD €). Die Auswirkungen des anhaltenden Krieges in der Ukraine, der geopolitischen Konflikte sowie der weltweiten strafferen Geldpolitik werden voraussichtlich weiter- hin die Nachfrage nach Investitionsgütern beeinflussen. Daher ist nicht auszuschließen, dass diese Verbandsprognosen unterjährig angepasst werden. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir bei der DMG MORI AG einen Auftragseingang von rund 2,3 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,4 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 200 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 150 MIO € liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden voraussichtlich rund 80 MIO € betragen, die im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Bei der Prognose des EBITs und des Free Cashflows für das Geschäftsjahr 2024 sind die Effekte aus dem Verlust der Beherrschung an unserer Beteiligung in Russland und der möglichen Entschädigung aus einer Investitionsgarantie nicht berücksichtigt. Den sich verändernden, steigenden Kundenanforderungen in diesem herausfordernden Markt- umfeld begegnen wir mit der „Machining Transformation“ (MX)-Strategie. Durch eine möglichst enge Verzahnung der vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX), bieten wir unseren Kunden passgenaue Lösungen für eine moderne und nachhaltige, effiziente Fertigung. Mit MX entwickelt sich DMG MORI konsequent weiter vom Maschinenbauer zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld – getreu unserem DMG MORI Mission Statement. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 108 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung KONZERNABSCHLUSS KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 C.01 in T€ Anhang 2023 2022 Umsatzerlöse 6 2.498.566 2.365.666 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 75.835 23.644 Aktivierte Eigenleistungen 7 13.242 10.807 Gesamtleistung 2.587.643 2.400.117 Sonstige betriebliche Erträge 8 63.061 114.893 Materialaufwand 9 1.369.381 1.329.136 Personalaufwand 10 631.977 566.325 Abschreibungen und Wertminderungen 11 80.450 81.281 Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 348.888 321.754 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 220.008 216.514 Finanzerträge 13 25.614 6.752 Finanzaufwendungen 14 17.127 7.398 Finanzergebnis 8.487 -646 Wertminderungen auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 21 -1.081 0 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 15 1.410 318 Ergebnis vor Steuern 228.824 216.186 Ertragsteuern 16 65.604 62.832 Ergebnis nach Steuern 163.220 153.354 Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 153.405 145.183 Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 17 9.815 8.171 Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (unverwässert) 18 1,95 1,84 Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (verwässert) 1,95 1,84 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 109 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzern-Gesamtergebnisrechnung KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 C.02 in T€ Anhang 2023 2022 Ergebnis nach Steuern 163.220 153.354 Sonstiges Ergebnis Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 31 -3.517 8.524 FVOCI – Eigenkapitalinvestments – Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts 40 -32.896 1.560 Ertragsteuern 16, 29 1.503 -2.462 Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -34.910 7.622 Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -15.564 4.338 Nettoinvestitionen 30 6.853 4.411 Anpassung IAS 29 – Hochinflation 5 0 679 Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 38 -296 1.663 Marktwerte von Sicherungsinstrumenten – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 38 -210 -1.321 Ertragsteuern 29 -2.263 -1.200 Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -11.480 8.570 Sonstiges Ergebnis nach Steuern -46.390 16.192 Gesamtergebnis 116.830 169.546 Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 108.336 162.185 Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 8.494 7.361 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 110 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzern-Kapitalflussrechnung KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 C.03 in T€ Anhang 2023 2022 CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT Ergebnis vor Steuern 228.824 216.186 Abschreibungen und Wertminderungen 19, 20 80.450 81.281 Monetärer Verlust aus der Anwendung von IAS 29 5 2.040 1.395 Finanzergebnis 13, 14 -8.487 646 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen -534 -6.853 Veränderung der Rückstellungen 31, 32 -14.879 13.628 Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.895 -67 Ertragsteuererstattungen 764 3.126 Gezahlte Ertragsteuern -46.279 -29.935 Erhaltene Zinsen 19.900 8.278 Gezahlte Zinsen -7.715 -5.391 Erhaltene Dividende 21 568 324 Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten Vorräte 24 -104.602 -141.308 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23, 25 40.994 -24.146 Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 51.668 -39.419 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34, 35 18.598 82.382 Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -68.937 116.663 41 190.478 276.790 CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 2.694 126 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -70.613 -75.661 Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29.018 -29.500 Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 41 0 1.690 Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 41 -3.538 -919 Einzahlungen / Auszahlungen für gewährte Darlehen 23, 25 38.678 -200.718 Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 41 78 463 -61.719 -304.519 CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden 46 24.180 11.677 Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen 41 -292 0 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH 46 -146.509 -29.250 Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -15.660 -15.712 41 -138.281 -33.285 INFLATIONSANPASSUNG DES CASHFLOWS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT, INVESTITIONSTÄTIGKEIT UND FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (IAS 29) 5 -6.556 -4.545 Zahlungswirksame Veränderung -16.078 -65.559 Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfond -7.166 -2.074 Auswirkungen von Inflationseffekten auf den Finanzmittelfond (IAS 29) 5 4.516 3.150 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 27 177.413 241.896 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 27 158.685 177.413 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 111 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzernbilanz KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023 C.04 in T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022 AKTIVA LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Geschäfts- oder Firmenwerte 19 136.407 136.416 Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 19 110.842 97.618 Sachanlagen 20 509.922 496.691 Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 21 44.395 46.376 Beteiligungen 22 80.316 105.914 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 23 800 918 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23 10.563 15.001 Sonstige Vermögenswerte 23 1.840 1.398 Latente Steuern 29 31.650 30.845 926.735 931.177 KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Vorräte 24 782.023 686.340 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 25 119.591 160.523 Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 7.581 19.383 Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 624.474 655.005 Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 25 133 157 Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 6 14.123 15.879 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 26 38.789 41.239 Sonstige Vermögenswerte 26 86.924 137.192 Ertragsteuerforderungen 3.600 2.200 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 158.685 177.413 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 28 5.091 0 1.841.014 1.895.331 Bilanzsumme 2.767.749 2.826.508 Geschäftsbericht 2023 C . 0 4 // K O N Z E R N B I L A N Z DMG MORI AG 112 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzernbilanz C.04 in T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022 PASSIVA EIGENKAPITAL Gezeichnetes Kapital 30 204.927 204.927 Kapitalrücklage 30 498.485 498.485 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 30 658.545 698.273 Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.361.957 1.401.685 Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 30 20.223 20.811 Summe Eigenkapital 1.382.180 1.422.496 Langfristige Schulden Rückstellungen für Pensionen 31 27.836 26.982 Sonstige Rückstellungen 32 36.460 44.324 Finanzschulden 33 22.305 0 Leasingverbindlichkeiten 36 32.011 30.377 Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 6 3.122 6.252 Sonstige Verbindlichkeiten 34 8.128 5.798 Latente Steuern 29 8.550 6.506 138.412 120.239 Kurzfristige Schulden Sonstige Rückstellungen 32 267.794 274.435 Finanzschulden 33 6.709 5.668 Leasingverbindlichkeiten 36 11.167 9.914 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 35 185.700 176.461 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 35 3.430 7.118 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 35 268.093 239.500 Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 35 18 1.010 Steuerschulden 22.746 20.398 Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 6 355.386 433.583 Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 6 37.973 39.843 Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen 6 14.123 15.879 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 35 31.935 25.557 Sonstige Verbindlichkeiten 35 42.083 34.407 1.247.157 1.283.773 Bilanzsumme 2.767.749 2.826.508 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG 113 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 C.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Eigenkapital Unterschiede der Aktionäre Nicht aus der Markt- der DMG MORI beherrschende Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Währungs- bewertung AKTIEN- Anteile am in T€ Kapital rücklage rücklagen umrechnung Finanzderivate GESELLSCHAFT Eigenkapital Summe Stand 01.01.2023 204.927 498.485 736.972 -38.711 12 1.401.685 20.811 1.422.496 Gesamtergebnis Ergebnis nach Steuern 153.405 153.405 9.815 163.220 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -14.243 -14.243 -1.321 -15.564 Nettoinvestitionen (nach Steuern) 4.439 4.439 4.439 FVOCI – Eigenkapitalinvestments – Nettoverände- rung des beizulegenden Zeitwerts (nach Steuern) -32.403 -32.403 -32.403 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) -355 -355 -355 Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) -2.507 -2.507 -2.507 Summe sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 -34.910 -9.804 -355 -45.069 -1.321 -46.390 Gesamtergebnis 0 0 118.495 -9.804 -355 108.336 8.494 116.830 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen / -entnahmen an Eigentümer -9.382 -9.382 Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel -592 -592 300 -292 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für 2023 -147.472 -147.472 -147.472 Summe der Transaktionen mit Eigentümern 0 0 -148.064 0 0 -148.064 -9.082 -157.146 Stand 31.12.2023 204.927 498.485 707.403 -48.515 -343 1.361.957 20.223 1.382.180 Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital in der ↗ Anhangangabe 30. Geschäftsbericht 2023 C . 0 5 // K O N Z E R N - E I G E N K A P I TA LV E R Ä N D E R U N G S R E C H N U N G DMG MORI AG 114 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung C.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Eigenkapital Unterschiede der Aktionäre Nicht aus der Markt- der DMG MORI beherrschende Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Währungs- bewertung AKTIEN- Anteile am in T€ Kapital rücklage rücklagen umrechnung Finanzderivate GESELLSCHAFT Eigenkapital Summe Stand 01.01.2022 204.927 498.485 728.741 -47.172 -228 1.384.753 17.029 1.401.782 Gesamtergebnis Ergebnis nach Steuern 145.183 145.183 8.171 153.354 Sonstiges Ergebnis Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 5.148 5.148 -810 4.338 Nettoinvestitionen (nach Steuern) 3.313 3.313 3.313 Anpassung IAS 29 – Hochinflation 679 679 679 FVOCI – Eigenkapitalinvestments – Nettoverände- rung des beizulegenden Zeitwerts (nach Steuern) 1.514 1.514 1.514 Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 240 240 240 Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 6.108 6.108 6.108 Summe sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 8.301 8.461 240 17.002 -810 16.192 Gesamtergebnis 0 0 153.484 8.461 240 162.185 7.361 169.546 Transaktionen mit Eigentümern Gesamtkapitalzuführungen / -entnahmen an Eigentümer 0 Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel 1.256 1.256 -3.579 -2.323 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für 2022 -146.509 -146.509 -146.509 Summe der Transaktionen mit Eigentümern 0 0 -145.253 0 0 -145.253 -3.579 -148.832 Stand 31.12.2022 204.927 498.485 736.972 -38.711 12 1.401.685 20.811 1.422.496 Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital in der ↗ Anhangangabe 30. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG KONZERNANHANG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS JAHR 2023 GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES 1. Anwendung der Vorschrift Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalfluss- rechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Aus- führungen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Beträge sind jeweils kauf- männisch gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld , Gildemeisterstraße 60 , wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld ( Deutschland ) mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI AG-Konzerns und eine börsennotierte AKTIENGESELLSCHAFT deutschen Rechts. Der DMG MORI AG-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller vonspanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Service- leistungen sowie bedarfsgerechte Softwareprodukte an. Der zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website ↗ de.dmgmori-ag.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED , Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI AG-Konzerns. Die DM G MORI Europe Holding GmbH , Bielefeld, ist die direkte Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website ↗ www.dmgmori.co.jp zugänglich sein. 115 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang - Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Die DMG MORI Europe Holding GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handels- register am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuer- umlagevertrag abgeschlossen. Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlage- bericht am 18. März 2024 zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Trans- aktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Ver- mögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spä- tere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeit- werten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Bedingte Gegenleistungsverpflichtungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeit- wert bewertet. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum, über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. 116 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettover- mögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der IFRS 3 „Business Combinations“ sowie der IAS 36 „Impairment of Assets“ sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungs- bedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapitalder Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatz- erlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Auf- wendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI AG-Konzern sind das oberste Mutter- unternehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan) und seine Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI AG-Konzerns. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unternehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED. Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilan- zierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungs- grundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit“-Methode bilanziert sind. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards Der DMG MORI AG-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS und IFRIC ab dem 1. Januar 2023 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten gemäß Tabelle C.06. 117 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen C.06 Änderungen an IAS 1 und Practice Statement 2 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, Änderungen an IAS 12 die aus einem einzelnen Geschäftsvorfall entstehen IFRS 17 Versicherungsverträge Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Änderungen an IFRS 17 Vergleichsinformationen Ertragsteuern: Internationale Steuerreform – Änderungen an IAS 12 Säule 2-Mustervorschriften Im Folgenden werden die Auswirkungen dieser neuen Standards auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erläutert. Änderungen an IAS 1 und Practice Statement 2 – Angaben zu Rechnungslegungsmethoden Mit den Änderungen an IAS 1 wird klargestellt, dass künftig Angaben nur noch zu wesentlichen („material“) und nicht zu maßgeblichen („significant“) Rechnungslegungsmethoden zu machen sind. Was als wesentlich gilt, richtet sich nach der Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für die Bilanzadressaten. Im Kern wird die Aussage getroffen, dass // Rechnungslegungsmethoden, die sich auf unwesentliche Geschäftsvorfälle oder Ereignisse oder Umstände beziehen, ihrerseits unwesentlich (und daher nicht angabepflichtig) sind. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich die Unwesentlichkeit von Geschäftsvorfällen, Ereignissen oder Umständen nicht allein quantitativ bestimmen lässt, sondern auch qualitativ zu beurteilen ist. // Rechnungslegungsmethoden, die sich auf wesentliche Geschäftsvorfälle, Ereignisse oder Umstände beziehen, wesentlich sein können – aber nicht zwangsweise sein müssen. Wann Angaben zu Rechnungslegungsmethoden als wesentlich zu betrachten sind, wird im Standard durch weitere Hinweise erläutert. Änderungen am Practice Statement 2 Die grundlegenden Überlegungen des IAS 1 zur Feststellung, wann eine Rechnungslegungsmethode als wesentlich gilt und Angabepflichten bestehen, wurden inhaltlich ebenfalls in das IFRS Practice Statement 2 „Making Materiality Judgements“ aufgenommen und in Form eines Entscheidungs- baumes verdeutlicht. Die Änderungen sind auf Berichtsperioden anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Für den DMG MORI AG-Konzern haben sich aus diesen Änderungen keine wesentlichen Aus- wirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. 118 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Änderungen an IAS 8 – Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen Die Änderungen an IAS 8 beinhalten Klarstellungen zur Unterscheidung von Rechnungslegungs- methoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, um Unternehmen deren Abgrenzung zu erleichtern. Die Abgrenzung ist entscheidend, da Änderungen von Rechnungslegungsmethoden grundsätzlich retrospektiv, solche von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen hingegen pros- pektiv zu erfassen sind. Anstelle der bisherigen Definition „Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung“ definiert IAS 8 künftig den Begriff „rechnungslegungsbezogene Schätzung“ wie folgt: Rechnungs- legungsbezogene Schätzungen sind monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungs- unsicherheiten behaftet sind. Der Begriff rechnungslegungsbezogene Schätzung nach IAS 8 stellt somit einen Wert dar, der bei bestehenden Bewertungsunsicherheiten unter Zuhilfe- nahme von Bewertungstechniken und Inputfaktoren ermittelt wird, um der Zielsetzung der anzu- wendenden Rechnungslegungsmethode zu entsprechen. In anderen Standards wird der Begriff Schätzung auch in anderem Sinne, z. B. für genutzte Inputfaktoren zur Ermittlung dieses Wertes, verwendet. Änderungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen können notwendig werden, wenn sich die Gegebenheiten, auf denen eine Schätzung basierte, ändern oder neue Informatio- nen, Entwicklungen oder Erfahrungen vorliegen. Schätzungsänderungen beziehen sich niemals auf abgelaufene Perioden und stellen daher keine Fehlerkorrekturen dar. Die Auswirkungen der Änderungen angewandter Bewertungstechniken oder in diese einfließenden Inputfaktoren stellen Änderungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen dar, es sei denn, es handelt sich um die Korrektur früherer Fehler. Die Änderungen sind auf Berichtsperioden anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Für den DMG MORI AG-Konzern haben sich aus diesen Änderungen keine wesentlichen Aus- wirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Änderungen an IAS 12 – Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzelnen Geschäftsvorfall entstehen Die Änderungen adressieren bisher bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen. Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, galt schon bislang unter bestimmten Voraussetzungen die sog. „initial recognition exemption“ (IAS 12.15). In diesen Fällen sind latente Steuern ausnahmsweise nicht anzusetzen. In der Praxis bestand Unsicherheit darüber, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsver- pflichtungen gilt. Es wurde nun eine eng begrenzte Änderung zu IAS 12 vorgenommen, um eine einheitliche Anwendung des Standards zu gewährleisten. Aufgrund dieser Änderung gilt die „initial recognition exemption“ nicht mehr für solche Trans- aktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraus- setzungen erfüllt sind. Es handelt sich somit um eine Rückausnahme von der „initial recognition 119 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen exemption“ für eng umrissene Fälle. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z. B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wieder- herstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. Die Änderungen sind auf Berichtsperioden anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Für den DMG MORI AG-Konzern haben sich aus diesen Änderungen keine wesentlichen Aus- wirkungen ergeben. IFRS 17 – Versicherungsverträge IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückver- sicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Für den DMG MORI AG-Konzern haben sich aus dieser Änderung keine Auswirkungen ergeben. Änderungen an IFRS 17 – Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen Der IASB hat im Dezember 2021 die Änderung des IFRS 17 „Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen“ veröffentlicht. Bei erstmaliger Anwendung der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Regelungen in IFRS 17 und IFRS 9 konnten Rechnungslegungsanomalien entstehen, wenn Vergleichsinformationen für finanzielle Vermögenswerte nicht rückwirkend an die Regelungen des IFRS 9 angepasst werden. Eine solche Anpassung erfolgt nach IFRS 9 nicht, wenn das Unternehmen das diesbezügliche Wahlrecht entsprechend ausübt oder wenn das Unternehmen die Vergleichsinformation rückwirkend anpasst, die betreffenden finanziellen Vermögenswerte jedoch während der Vergleichsperiode ausgebucht werden. Die im Dezember 2021 vorgenommene Ergänzung erlaubt es Erstanwendern des Standards, finanzielle Vermögenswerte in der Vergleichs- periode so darzustellen, als ob die Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen in IFRS 9 auf diese finanziellen Vermögenswerte angewendet worden wären (Klassifizierungsüberlagerung). Unternehmen, die die Klassifizierungsüberlagerung auf finanzielle Vermögenswerte anwenden, sind nicht verpflichtet, auch die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 auf diese finanziellen Vermögenswerte anzuwenden. Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, werden Wert- minderungen für die Betreffenden finanziellen Vermögenswerte in der Vergleichsperiode weiterhin nach IAS 39 ermittelt. Die zu Beginn der Vergleichsperiode vorzunehmenden Buchwertanpassungen sind in den Gewinn- rücklagen oder einer anderen angemessenen Komponente des Eigenkapitals zu erfassen. Ungeachtet der Anwendung der Klassifizierungsüberlagerungen auf finanzielle Vermögenswerte, ist ein Unternehmen verpflichtet, die für finanzielle Vermögenswerte geltenden Übergangsvor- schriften des IFRS 9 zu beachten. Für den DMG MORI AG-Konzern haben sich aus diesen Änderungen keine wesentlichen Aus- wirkungen ergeben. 120 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Änderungen an IAS 12 – Ertragsteuern: Internationale Steuerreform – Säule 2-Mustervorschriften Diese Änderungen an IAS 12 führen eine vorübergehende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern IAS 12 ein, die aus der Implementierung der Pillar-Two-Regelungen resultieren und sind unmittelbar nach der Veröffentlichung der Änderung am 23. Mai 2023 anzuwenden. DMG MORI hat die Ausnahme angewendet, wobei sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern- abschluss ergeben haben. Für weitere Informationen im Zusammenhang mit den Auswirkungen aus Pillar II verweisen wir auf den Abschnitt „Ertragsteuern“ in diesem Kapitel. a) EU Endorsement ist bereits erfolgt C.07 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig inkl. der im Juli 2020 veröffentlichten Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts Änderungen an IAS 1 Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale-and-Leaseback-Transaktion Änderungen an IAS 1 – Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig Die eng gefasste Änderung an IAS 1 stellt klar, dass sich die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig nach den Rechten richtet, über die das Unternehmen am Abschlussstichtag verfügt. Gemäß der Änderung werden Schulden als langfristig eingestuft, wenn das Unternehmen am Ende des Berichtszeitraums ein substanzielles Recht besitzt, die Erfüllung der Schuld um mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Bei der Beurteilung, ob ein (substanzielles) Recht vorhanden ist, ist nicht zu berücksichtigen, ob das Unternehmen sein Recht auch ausüben wird. Eine diesbezügliche Absicht des Manage- ments hat somit keinen Einfluss auf die Klassifizierung. Die bisherige Formulierung, wonach das Recht unbedingt sein muss, wurde gestrichen. Bei Rechten zum Aufschub, deren Ausübbar- keit die Erfüllung bestimmter Bedingungen voraussetzen, ist künftig darauf abzustellen, ob die Bedingungen am Abschlussstichtag erfüllt sind. Im Oktober 2022 erfolgten weitere Änderungen an IAS 1, die klarstellen, dass Covenants, die nach dem Abschlussstichtag zu erfüllen sind, keinen Einfluss auf die Klassifizierung der jeweiligen Schulden als kurz- oder langfristig zum Abschlussstichtag haben. Jedoch verlangen die Ände- rungen, dass ein Unternehmen Informationen über diese Covenants im Anhang macht, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Risiko zu verstehen, ob langfristige Schulden mit Covenants innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten. Mit den weiteren Änderungen an IAS 1 hat das IASB in der Folge den verpflichtenden Anwendungs- zeitpunkt für alle Änderungen an IAS 1 verschoben. Die Änderungen sind somit – vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht – auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Ände- rungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus. 121 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Der DMG MORI AG-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Änderungen an IFRS 16 – Leasingverbindlichkeiten im Falle einer Sale-and-Leaseback-Transaktion Die Änderung betrifft die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback- Transaktionen und schreibt vor, dass ein Leasingnehmer im Anschluss an einen Verkauf die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten hat, dass er keinen Betrag im Gewinn oder Verlust erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Die neu eingefügten Paragrafen erläutern unter anderem anhand von Beispielen, unterschiedliche mögliche Vorgehensweisen, insbesondere bei variablen Leasingzahlungen. Die Änderungen sind – vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht – auf Geschäftsjahre anzu- wenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderun- gen ist zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus. Der DMG MORI AG-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. b) EU Endorsement ist noch ausstehend Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt gemäß Tabelle C.08. C.08 Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Reverse-Factoring-Transaktionen Änderungen an IAS 21 Fehlende Umtauschbarkeit Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 – Reverse-Factoring-Transaktionen Der IASB hat Änderungen an IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ und IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“ veröffentlicht, die insbesondere zusätzliche verpflichtende Anhangangaben im Zusammenhang mit Reverse-Factoring-Vereinbarungen betreffen. Die zusätzlichen Anhang- angaben sollen die Transparenz von Reverse-Factoring-Vereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows und das Liquiditätsrisiko in den Abschlüssen der Unternehmen erhöhen. Die geforderten Angabepflichten betreffen insbesondere: // Die Vertragsbedingungen (z. B. Zahlungszielverlängerungen und gewährte Sicherheiten oder Garantien), // den Buchwert der Verbindlichkeiten, die Gegenstand der Reverse-Factoring-Vereinbarung sind, den Bilanzposten, in dem diese Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, und die Höhe der Ver- bindlichkeiten, für die die Lieferanten bereits Zahlungen von der Bank/dem Factor erhalten haben, // die Bandbreiten der Zahlungsfristen der Verbindlichkeiten, die Gegenstand der Reverse- Factoring-Vereinbarung sind, im Vergleich zu den Zahlungsfristen von Verbindlichkeiten, für die keine Reverse-Factoring-Vereinbarung besteht sowie 122 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen // Informationen über die Auswirkungen auf das Liquiditätsrisiko. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Der DMG MORI AG-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden, sich aber aus der Erstanwendung zusätzliche Anhang- angaben ergeben werden. Änderungen an IAS 21 – Fehlende Umtauschbarkeit Durch die Änderungen wird IAS 21 um Regelungen ergänzt, die anzuwenden sind, wenn eine Wäh- rung nicht in eine andere Währung umtauschbar ist. Da IAS 21 zu diesem Thema bislang praktisch keine Regelungen enthielt, sollen die nunmehr veröffentlichten Änderungen den Unternehmen helfen die Umtauschbarkeit zwischen zwei Währungen zu beurteilen (Schritt 1) und den Kassa- kurs zu bestimmen, der bei fehlender Umtauschbarkeit zu verwenden ist (Schritt 2).Darüber hinaus werden neue Anhangangaben eingeführt, die es Investoren ermöglichen sollen, ein Verständnis über die Auswirkungen der fehlenden Umtauschbarkeit einer Währung in eine andere Währung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu erlangen. Die Änderungen sind ver- pflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Der DMG MORI AG-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. A U S W I R K U N G E N V O N K L I M A B E Z O G E N E N A S P E K T E N A U F D E N K O N Z E R N A B S C H L U S S In den Annahmen über die zukünftige Entwicklung innerhalb der 5-Jahres-Prognoseperiode 2024 bis 2028 sind auch klimabezogene Auswirkungen und Risiken berücksichtigt. Unsere Produk- tion von Maschinen erfolgt mit Fokus auf eine Verringerung des CO2-Austoßes sowohl während der Herstellung als auch bei der Nutzung durch unsere Kunden durch eine langfristigere, ener- gie- und ressourceneffizientere Nutzung. Aufgrund von nachhaltigen Investitionen in eine autarke Stromversorgung und eine nachhaltige Gebäudeeffizienz sowie Herstellung von Produkten können klimabezogene Risiken zukünftig verringert werden. Die EBIT-Marge wird beeinflusst durch eine Erhöhung der Nutzung von erneuerbaren Energien und Verringerung des CO2-Austoßes unserer Standorte. In den geplanten Investitionsausgaben sind wie bisher klimabezogene Investitionen enthalten. Unter laufender Überprüfung von klimabezogenen Aspekten einschließlich der Gesetzgebung ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT analysiert fortlaufend mögliche umweltbezogene Risiken und Chancen und deren möglichen Einfluss auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Für das Geschäftsjahr 2023 hat der DMG MORI AG-Konzern keine solche wesentlichen Einflüsse und klimabezogenen Risiken auf den beizulegenden Zeitwert von Vermögenswerten und Schulden sowie bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten im Rahmen des Impairmenttests identifiziert. Sollten wesentliche klimabezogene Auswirkungen entstehen, werden diese bewertet und angemessen im Konzernabschluss berücksichtigt als auch die Ermessensentscheidungen, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst. Weitere Erläuterungen sind dem ↗ Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2023 zu entnehmen. 123 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen A U S W I R K U N G E N D E R G E O P O L I T S C H E N L A G E A U F D E N K O N Z E R N A B S C H L U S S Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war 2023 erneut geprägt durch globale Heraus- forderungen und Unsicherheiten. Der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Konflikte, die mehr- fachen Zinsanhebungen sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiekosten bremsten die Nachfrage nach Investitionsgütern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Unter diesen nach wie vor erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen entwickelte sich der DMG MORI AG-Konzern im Berichtsjahr stabil und blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Der Umsatz und das Konzernergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr verbessert werden, der Auftragseingang verlief stabil. Für weitere Details zur Entwicklung wird auf den Abschnit ↗Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Konzernlagebericht verwiesen. Die Erstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert vom Manage- ment Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Schätzungen und Annahmen unterliegen einer regel- mäßigen Überprüfung und müssen gegebenenfalls angepasst werden. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen des Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergeb- nissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der im Geschäftsjahr 2023 wesentlichen Erhöhung der geopolitischen Risiken, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten, womit Risiken und Beeinträchtigungen, wie die mögliche Unterbrechung der Energieversorgung für Produktionsstandorte oder eine Preis- erhöhung und Verknappung von Energie und Rohstoffen sowie Verwerfungen bei globalen Liefer- ketten, Absatzmärkten und der Konjunkturentwicklung insgesamt, verbunden sind. Eine Ausweitung dieser Konflikte würde das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs zusätzlich erhöhen, welcher in Verbindung mit steigender Inflation und wachsenden Zinsen zu einem erheblichen wirtschaftlichen Rückgang führen könnte. Sowohl Zollstreitigkeiten als auch Handelsbeschränkungen, zum Beispiel zwischen den USA und China, können den globalen Handel und damit das Weltwirtschaftswachstum beeinträchtigen. Die Entwicklungen im Zuge geopolitischer Risiken sind dynamisch, sodass nicht auszuschließen ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse deutlich von den im Rahmen dieses Konzernabschlusses getroffenen Schätzungen und Annahmen abweichen beziehungsweise in künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen und Annahmen erforderlich wird und dies einen wesent- lichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DMG MORI AG-Konzerns haben kann. Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde und wird regelmäßig die Werthaltigkeit von Vermögenswerten der zwei russischen Tochtergesellschaften laufend überprüft und eine Wertminderung in Höhe von 10,3 MIO € (Vorjahr: 10,8 MIO €) erfasst. Zu den Auswirkungen des am 19. Februar 2024 seitens der Russische Föderation veröffentlichten Dekrets in Bezug auf unsere Beteiligung an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, verweisen wir auf den Abschnitt „Ereig- nisse nach dem Bilanzstichtag“. Weitere Informationen siehe ↗Anhangangabe 20. Seite 67 ff. Seite 165 ff 124 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen Die Auswirkungen auf einzelne Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen für den DMG MORI AG-Konzernabschluss sind im Abschnitt „↗Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen“ bzw. „↗Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ beschrieben. Grundsätzlich sind, sofern notwendig oder absehbar, in den Prämissen zu Ermessensentscheidungen und Schätzun- gen, die Einflüsse durch den Krieg in der Ukraine berücksichtigt. Diese Einschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet. V E R W E N D U N G V O N E R M E S S E N S E N T S C H E I D U N G E N U N D S C H ÄT Z U N G E N Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungs- legungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Management fol- gende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen: Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember, und wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungs- mittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schät- zung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 136.407 T€ (Vorjahr: 136.416 T€). Die Ver- änderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Währungskurseffekten. Weitere Informationen sind in der ↗Anhangangabe 19 zu finden. Rückstellungen für Pensionen Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von ver- sicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Ent- sprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Rückstellung für Pensionen 27.836 T€ (Vorjahr:26.982 T€). Weitere Informationen sind in der ↗Anhangangabe 31 zu finden. Seiten 125 f., 126 ff. Seite 163 ff. Seite 184 ff. 125 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der in ↗Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 14.804 T€ (Vorjahr: 13.209 T€). Vorräte Die Vorräte werden entsprechend der in ↗Anhangangabe 3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung der Vorräte sind Annahmen über den Nettover- äußerungswert notwendig. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswertes hat der Vorstand Annahmen über die Höhe des Nettoveräußerungswertes vorzunehmen, die im Wesentlichen auf Annahmen über die erzielbaren Absatzpreise der Werkzeugmaschinen und Dienstleistungen auf dem Absatzmarkt beruhen. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen 33.280 T€ (Vorjahr: 27.268 T€). Bei der Beurteilung der erwarteten Nettoveräußerungswerte wurden vergangenheits- bezogene Erfahrungswerte und aktuelle Marktentwicklungen berücksichtigt. Sonstige Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (↗Anhangangabe 36), Erlöse aus Verträgen mit Kunden (↗Anhangangabe 6), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forde- rungen (↗Anhangangabe 25) sowie für Eventualschulden (↗Anhangangabe 37) und sonstige Rück- stellungen (↗Anhangangabe 32) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (↗Anhangangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (↗Anhangangabe 19) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (↗Anhangangabe 29). Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der ↗Gewinn- und Verlustrechnung sowie der ↗Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 „Accoun- ting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors“ zum Zeitpunkt einer besseren Kennt- nis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar. Seite 117 ff. Seite 117 ff. Seite 194 ff. Seite 151 ff. Seite 174 ff., 198 Seite 189 ff. Seite 165 ff. Seite 163 ff. Seite 178 ff. Seite 151 ff., 163 ff. 126 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen B I L A N Z I E R U N G S - U N D B E W E R T U N G S M E T H O D E N Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu ent- nehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung: Werthaltigkeitstest Im Berichtsjahr 2023 wurde der Wertminderungstest in Bezug auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte und in Bezug auf immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht zum Gebrauch ver- fügbar sind, zum Ende des Geschäftsjahres durchgeführt. Auf Basis dieser Überprüfungen ergaben sich in Bezug auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögens- werte, die noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind, keine Wertminderungen. Für die Ermittlung des Nutzungswertes wurde zum 31. Dezember 2023 die aktuelle Unternehmens- planung herangezogen, die bereits Anpassungen der Geschäftserwartungen in Bezug auf den Ukraine-Krieg, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation, das höhere Zins- niveau sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten widerspiegelt. Für eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise sowie der zugrunde gelegten Annahmen wird auf die Erläuterungen in ↗Anhangangabe 19 verwiesen. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer – außer dem Geschäfts- oder Firmenwert – liegen nicht gemäß Tabelle C.09 vor. C.09 // WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER Jahre Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 bis 7 Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 2 bis 10 Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 30 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzu- ordnen sind, wurden gemäß IAS 38 „Intangible Assets“ aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zzgl. Fremd-kapitalkosten bilanziert, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wert- minderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozesszurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Akti- vierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Der Aufwand hieraus wird in der PositionAbschreibungen ausgewiesen. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Seite 163 ff. 127 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 „Business Combinations“ nicht plan- mäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung. Software, immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wert- minderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungs- kosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind („Fremdkapitalkosten“). DieAbschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vor- genommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 „Property, Plant and Equip- ment“ erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 „Investment Property“liegen nicht vor. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungs- prozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparatur- kosten werden sofort als Aufwand erfasst. L E A S I N G V E R H Ä LT N I S S E Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI AG-Konzern Leasingnehmer ist Bei Vertragsbeginn beurteilt der DMG MORI AG-Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung einesidentifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Ver- mögenswertes beinhaltet, legt der DMG MORI AG-Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde. Der DMG MORI AG-Konzern bilanziert grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz. Eingegangene Zahlungsverpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasing- verhältnisse von geringem Wert werden linear als Aufwand im Gewinn oder Verlust erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten ohne Kaufoption. Leasingverhältnisse von geringem Wert zeichnen sich durch eine eingegangene Zahlungsverpflichtung kleiner gleich 5 T€ aus. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. 128 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. In diesem Zusammenhang erfolgt grundsätzlich die Trennung der zu leistenden Leasingzahlungen in Leasing- und Nichtleasingkomponenten, wobei die zu leistenden Leasing- zahlungen bezüglich der Leasingkomponente bei der Bestimmung des Barwerts berücksichtigt werden. Diese werden mit dem, dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz, oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der DMG MORI AG-Konzern Zinssätze von verschiedenen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen zu berücksichtigen. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen: // feste Zahlungen, einschließlich de facto fester Zahlungen // variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-) Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes // Beträge, die aufgrund einer Restwertgarantie voraussichtlich zu zahlen sind, und // den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszu- üben, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhält- nisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. In der Folge wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den DMG MORI AG-Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der DMG MORI AG-Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern not-wendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzins- methode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der DMG MORI AG-Konzern seine Schät- zung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der DMG MORI AG-Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung wird der den oben genannten Ausführungen entsprechende Zinssatz verwendet und eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen. Sale-and-Leaseback Im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion ist zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist. Ist dies der Fall, setzt der DMG MORI AG-Konzern das mit dem Rückleasing verbundene Nutzungsrecht mit dem Teil 129 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen des früheren Buchwerts an, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Entsprechend werden etwaige Gewinne oder Verluste nur insoweit erfasst, als sie sich auf die übertragenen Rechte beziehen. Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI AG-Konzern Leasinggeber ist Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein. Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses nimmt der DMG MORI AG-Konzern eine Gesamtein- schätzung vor, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, ist es ein Operating-Leasingverhältnis. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der DMG MORI AG- Konzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst. Der DMG MORI AG-Konzern bilanziert das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat, wenn er als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Er stuft das Unterleasingverhält- nis auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und nicht auf Grundlage des zugrunde liegenden Vermögenswertes ein. Wenn es sich bei dem Hauptleasingverhältnis um ein kurzfristiges Leasingverhältnis handelt, auf das der Konzern die oben beschriebene Ausnahme anwendet, stuft er das Unterleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis ein. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom DMG MORI AG-Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag erfasst. Impairment Die Vermögenswerte des DMG MORI AG-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 „Impairment of Assets“ zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung („Impairment“) vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte ermittelt und gegebenenfalls eine Abwertung vor- genommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht mög- lich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes). Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 „Impairment of Assets“ jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2023 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit („Cash-Generating-Unit“) mit dem erzielbaren Betrag („Recoverable Amount“) verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes. Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden Die Anteile des Konzerns, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Anteile anassoziierten Unternehmen. 130 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grund- sätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI AG-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechts- anteil von mindestens 20% bis zu 50% zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeit- punkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wert- minderung erfasst und als „Wertminderung auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures“) werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity- Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind. Beteiligungen Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und sind als FVOCI designiert. Der DMG MORI AG-Konzern hat das Wahlrecht gem. IFRS 9.4.1.4 beim erstmaligen Ansatz ausgeübt, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen im sonstigen Ergebnis zu zeigen, da diese Beteiligungen strategischen Zwecken dienen. Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zum Fair Value bewertet. Beim erstmaligen Ansatz kann das Unternehmen wählen, Folgeänderungen im beizu- legenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Dieses Wahlrecht wird einzel- fallbezogen für jedes Investment getroffen. 131 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrige- ren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 „Inventories“ neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungs- gemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normal- beschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungs-kosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (↗Fremdkapitalkosten). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berück- sichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögens-werte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründenregelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlich- keiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlich- keiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- tungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzschulden werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich entstandener Trans- aktionskosten angesetzt. In der Folge werden die Kredite zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen den erhaltenen Beträgen (abzüglich Transaktionskosten) und dem Tilgungsbetrag werden über die Laufzeit der Darlehen nach der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erstmaliger Ansatz und Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erst- mals am Handelstag erfasst, wenn der DMG MORI AG-Konzern Vertragspartei nach den Vertrags- bestimmungen des Finanzinstruments wird. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstruent und ein weitere Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember2023 waren Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 165,0 MIO € (Vorjahr: 160,0 MIO €) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 104,8 MIO € verkauft (Vorjahr: 76,4 MIO €). Seite 144 132 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie, von untergeordneter Bedeutung, das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungs- risiko). Das Kreditrisiko wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreises vollständig auf den Forderungs- käufer übertragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe vom DMG MORI AG-Kon- zern getragen, wird aber auf Basis einer quantitativen Analyse als unwesentlich erachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erst- maligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value (FV)) bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (Fair Value through profit and loss (FVTPL)) bewertet wird, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungs-komponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis (in der Regel entspricht dies den Anschaffungskosten) bewertet. Klassifizierung und Folgebewertung Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet: // Zu fortgeführten Anschaffungskosten // Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Schuldinstrumente) // Eigenkapitalinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergeb- nis bewertet werden (FVOCI-Eigenkapitalinstrumente) // zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust (FVTPL) Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der DMG MORI AG-Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Ver- mögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde: // Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finan- zielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und // die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. 133 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL eingestuft wurde: // Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und // seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die aus- schließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVOCI bewertet werden, werden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte (siehe ↗Anhangangabe 38). Bei der erst- maligen Erfassung kann unwiderruflich entschieden werden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungs- anomalien zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Einschätzung des Geschäftsmodells Der DMG MORI AG-Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert wird und Informationen an das Management gegeben werden, wider-spiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein: // Die angegebenen Richtlinien und Ziele für das Portfolio und die Durchführung dieser Richtlinien in der Praxis; dies umfasst, ob die Strategie des Managements darauf ausgerichtet ist, die ver- traglichen Zinserträge zu vereinnahmen, ein bestimmtes Zinssatzprofil beizubehalten, die Lauf- zeit eines finanziellen Vermögenswertes mit der Laufzeit einer damit verbundenen Verbindlich- keit oder den erwarteten Mittelabflüssen abzustimmen oder Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren. // Wie die Ergebnisse des Portfolios ausgewertet und an das Konzernmanagement berichtet werden. // Die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäfts- modell gehaltenen finanziellen Vermögenswerten) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden. // Wie die Manager vergütet werden – zum Beispiel, ob die Vergütung auf dem beizulegenden Zeit- wert der verwalteten Vermögenswerte oder auf den vereinnahmten vertraglichen Zahlungs- strömen basiert – und // Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten. Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte, die nicht zur Ausbuchung führen, werden vom Konzern weiterhin bilanziert und insofern nicht als Verkäufe behandelt. Seite 198 ff. 134 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind Für Zwecke dieser Einschätzung ist der „Kapitalbetrag“ definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. „Zins“ ist definiert als Entgelt für denZeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum aus- stehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungs- zahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertrag- liche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berück- sichtigt der Konzern: // Bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden // Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden // Vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und // Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken (zum Beispiel keine Rücktrittsberechtigung). Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließ- lichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rück- zahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. F O L G E B E W E R T U N G Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL (Fair value through profit and loss): Diese Vermögens- werte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließ- lich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Für Derivate,die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, siehe ↗Anhangangabe 38. Seite 198 ff. 135 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost): Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Ver- lust erfasst. Schuldinstrumente zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Ver- mögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektiv- zinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Eigenkapitalinvestments zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Ver- mögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Im Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt. Wertminderungen IFRS 9 basiert auf dem Modell der „erwarteten Kreditausfälle“. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzu- wenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kredit- ausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Es besteht ein Wahlrecht, diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. Der DMG MORI AG-Konzern hat beschlossen, das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögens- werte anzuwenden („simplified approach“). Das Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden – mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren – sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfall- risiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden For- derungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von individuellen Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheb- lichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben 136 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunktur- entwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wert- berichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertbe- richtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderungen berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften seg- mentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Über- fällikeite und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für den DMG MORIAG-Konzern in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,03% und 3,76%. Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des „General Approach“ wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 von der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungsschwankungen werden derivative Finanz- instrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risi- ken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert. Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Bar- wert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows). Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es – abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges – wie folgt bewertet: Fair Value Hedge Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schul- den absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hedges wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. 137 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Cashflow Hedge Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis ein- gestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen, der aus einer Übersicherung resultiert, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirk- sam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungsein- gängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch denzu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizu- legenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppen Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbind- lichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Ver- äußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im enge- ren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geld- anlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesent- lichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ertragsteuern Die DMG MORI Europe Holding GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COM- PANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinn abführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI Europe Holding GmbH, erlosch die ertragsteuer- liche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämt- liche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI Europe Holding GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll. 138 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Die Regelungen des IAS 12 enthalten keine expliziten Regelungen für die bilanzielle Berück- sichtigung des Steueraufwands, der durch die zum DMG MORI AG-Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften verursacht wurde. Die Bilanzierung der latenten Steuern im Konzernabschluss erfolgt auf Basis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Da ein Steuerumlage-vertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vorliegt, wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der sog. „Stand-alone taxpayer approach“ gewählt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Steuer- umlage auf Basis des steuerlichen Einkommens der Organgesellschaft DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT und unabhängig von der tatsächlichen Zahllast der Organträgerin, der DMG MORI Europe Holding GmbH ermittelt wird. Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden daher unabhängig von der tatsächlichen Steuerschuldnerschaft sämtliche Steuerauf- wendungen, der zum Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften, im Konzernab- schluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfasst. Dementsprechend wurden alle Folgen der Besteuerung dieser Gesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berücksichtigt. Dazu gehören neben der Erfassung der tatsächlichen und latenten Steuern auch die Berücksichtigung von Steuerrisiken und evtl. Nachzahlungen oder Erstattungen von Steuern für Vorperioden einschließlich der daraus resultierenden Folgen auf latente Steuerpositionen. Die Ertragsteuern umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgs- neutral im Eigenkapital erfasst. Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuer- forderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Ver- lust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicher- heiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Die steuerlichen Unsicherheiten resultieren insbesondere aus den Verrechnungen im Konzern sowie der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert. Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 „Income Taxes“ gemäß dem Konzept der bilanz- orientierten Verbindlichkeitsmethode („Liability Method“). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame und ergeb- nisneutrale Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 „Income Taxes“ in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen 139 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 „Income Taxes“ nicht abgezinst. Mit Datum vom 28. Dezember 2023 wurden die Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung, die sogenannten Mustervorschriften zur Säule 2 – („Pillar Two – Model Rules“) der OECD in deutsches Recht überführt (Mindeststeuergesetz – MinStG) und sind ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Der DMG MORI AG-Konzern fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Mindeststeuer wird auf Ebene der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), als Konzern- mutter des DMG MORI AG-Konzerns als Obergesellschaft (sogenannte Ultimate Parent Entity) erhoben. Im Rahmen der Vorgaben der Mindestbesteuerungsregelungen soll die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, als Gruppenträger des DMG MORI AG-Konzerns als sogenannte „Par- tially owned Parent Entity“ bestimmt werden. Der DMG MORI AG-Konzern wird in den Abschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen und aus diesem Grund gemeinsam mit den anderen Gesellschaften des DMG MORI Gesamtkonzerns bei der Ermittlung der Mindest- steuer veranlagt. Der DMG MORI AG-Konzern ist nach § 3 Abs. 6 MinStG verpflichtet, den auf sie entfallenden Anteil an der Mindeststeuer an die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, auszugleichen. Die globalen Mindestbesteuerungsregeln sehen vor, dass pro Land die Differenz zwischen der effektiven Steuerquote gemäß GloBE Regelungen und 15% Mindeststeuersatz – bezogen auf den bereinigten Mindeststeuergewinn – als Mindeststeuer durch die Ultimate Parent Entity (DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan) entrichtet wird. In einem Übergangszeitraum für die Geschäfts- jahre 2024 bis 2026 darf über die Inanspruchnahme von so genannten Safe Harbour Regelungen, die an die Erfüllung bestimmter Kriterien geknüpft sind, auf die genaue Berechnung der Mindeststeuer verzichtet werden, da die Mindeststeuer in diesen Fällen mit Null angesetzt wird. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwart- schaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 (rev. 2011) „Employee Benefits“. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berück- sichtigung demografischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Ver- pflichtung („defined benefit obligation“, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeit- werts des Planvermögens. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI AG-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensions- pläne. Der DMG MORI AG-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren 140 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Gemäß IAS 37 „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“ wurden die übrigen Rück- stellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50% liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag ein- gestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schät- zung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt. Bei der Ermittlung der Rückstellung für das „Short-Term-Incentive“ (STI) als variable Vergütungs- komponente für die Mitglieder des Vorstands bildet ein Leistungszeitraum von einem Jahr die Basis. Die kurzfristige variable Vergütung (STI) soll die Mitglieder des Vorstandes dazu motivieren, wäh- rend eines Geschäftsjahres anspruchsvolle und herausfordernde finanzielle, operative und stra- tegische Ziele zu erreichen. Die Ziele spiegeln die Unternehmensstrategie wider und sind darauf gerichtet, die Ertragskraft und Marktposition des DMG MORI AG-Konzerns zu steigern. Für die Mitglieder des Vorstandes ist insbesondere durch die Anknüpfung an den Auftragseingang und das EBIT an die Zielerreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unterschiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltig- keitsfaktoren („Modifier“) angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium „Auftragseingang“) als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium „EBIT“) berücksichtigt. Diese unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltigkeitsfaktor („Modifier“) modifiziert, der in einer Bandbreite von 80% bis 120% liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmenserfolges beitragen. Die Zielerreichungsgrade für das STI 2023 resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren für 2023 und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt. Der Auftragseingang wird zu 1/3 gewichtet, das EBIT zu 2/3. Beide Finanzkennzahlen müssen eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100% (EBIT: 170,1 MIO €, Auf- tragseingang: 2.450 MIO €). Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch drei im Rahmen der Aus- lobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80% - 120%). Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen zählen Investitionen in Sachanlagen, Investitionen in das GLOBE-Projekt (Einführung von SAP) und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen (Verhältnis Auftragseingang DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-Konzern und 141 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen DMG MORI COMPANY LIMITED). Alle Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80% - 120% erreichen. Die Faktoren Investitionen in Sachanlagen und Investitionen für das GLOBE-Projekt werden mit jeweils 25% gewichtet, der Faktor Entwicklung von internen Marktanteilen und -positio- nen wird mit 50% gewichtet. Bei der Ermittlung der Rückstellung für das „Long-Term-Incentive“ (LTI) als variable Vergütungs- komponente für die Mitglieder des Vorstands bildet ein Leistungszeitraum von drei Jahren die Basis. Das LTI-Programm wird in bar, auf Basis einer kennzahlenbasierten Vergütung unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsgrundlage („Performance-Periode“) gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen. Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines „Modifier“. Die finanziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kernsteuerungsgrößen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wie das Ergebnis nach Steuern (EAT) und die Service-Performance. Der „Modifier“ mit einer Band- breite von 80% bis 120% berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Aus- gangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungs- periode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Zielwerte erreicht wurden. Die Zielerreichungsgrade resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren und werden für alle Vorstände nach glei- chen Kriterien ermittelt. Das EAT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AG. Die EAT-Komponente des LTI muss eine Unter- grenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100% (122,5 MIO €). Die Berück- sichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Die Service-Performance für einen Zeitraum über drei Jahre wird zu 1/3 gewichtet. Die Service-Performance ist die durchschnittliche Anzahl an Service-Einsätzen je Maschine in Gewähr- leistung in den letzten zwölf Monaten. Die Service Performance des LTI muss einen Schwellen- wert unterschreiten, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 80%. Die Erreichung der Zielgröße entspricht einer Zielerreichung von 100% (1,65). Die Berücksichtigung endet bei einem gesetzten Mindestwert. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%. Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Auslobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren („Modifier“) angepasst (80% - 120%). Zu diesen Nachhaltig- keitszielen zählen die Reduzierung von CO2-Emissionen (CO2-Emissionen nach den sogenannten Science-based Targets) und die Entwicklung der PPR-Kennzahl (Anzahl der Product-Problem- Reports in den letzten 12 Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten „Product-Problem-Reports“). Ein Pro- duct-Problem-Report beschreibt eine Reklamationsmeldung des Kunden. Beide Nachhaltigkeits- faktoren können eine Ausprägung von 80% - 120% erreichen und werden mit jeweils 50% gewichtet. Die Auszahlung des STI und LTI ist jeweils auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt. Die maxi- male Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds wird vom Aufsichtsrat jährlich auf der Basis der Ziel-Gesamtvergütung abgeleitet und ist die betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtvergütung für das jeweilige Auslobungsjahr unter Berücksichtigung der festen Vergütung, kurzfristigen variablen Vergütung (STI), langfristigen variablen Vergütung und Altersversorgung. Die maximale Gesamt- vergütung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt inklusive Altersversorgung für den Vorstandsvor- sitzenden Alfred Geißler 1.567 T€ und für die Vorstandsmitglieder Björn Biermann und Michael Horn 142 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen jeweils 2.950 T€. Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt für Christian Thönes 5.000 T€. Aufgrund der vereinbarten Abfindungszahlung wurde die maximale Gesamtver- gütung im Jahr 2023 für Christian Thönes und für Björn Biermann überschritten. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und 166,8% für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nach- haltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 102%, für das Globe- Projekt auf 120% und bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 107%, was zu einem gewichteten „Modifier“ von 109% führt. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beträgt für das Jahr 2023 insgesamt 206%. Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200% des Ziel- betrags begrenzt (Cap). Die Zielerreichung bei der langfristigen Vergütungskomponente (LTI- Tranche 2021-2023) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EAT (3-Jahres-Durchschnitt 2021-2023) und 200% für die Kennzahl Service-performance. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor zur Einhaltung des F&E- sowie Marketingbudgets belief sich auf 120% und zur Entwicklung der PPR-Kennzahl ebenfalls auf 120%, was zu einem gewichteten „Modifier“ von insgesamt 120% führt. Die Zielerreichung für die LTI-Tranche 2021-2023 beträgt 240%. Die Auszahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 ist auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap). Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Pro- gramme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Für die bestehendenLTI-Tranchen 2021-2023, 2022-2024 sowie 2023-2025 wurden die beschriebenen variablen Para- meter zugrunde gelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen. Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI AG-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzel- nen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Ver- einbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Der DMG MORI AG-Konzern hat die geschuldeten Beträge in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die IFRS-Standards enthalten zudem keine konkre- ten Anforderungen zur Klassifizierung der Cashflows aus Reverse-Factoring-Vereinbarungen. Nach unserer Auffassung ist es die Art der Tätigkeit, die vorrangig die Klassifizierung des Mittel- abflusses bestimmt. Darüber hinaus sollte ein Unternehmen bei der Bestimmung der geeigneten Klassifizierung nach eigenem Ermessen beurteilen, ob ein einzelner Mittelabfluss oder mehrere Mittelabflüsse für das Unternehmen auftreten. Der DMG MORI AG-Konzern weist für die Zahlungen an die Factoringgesellschaften einen einzelnen Zahlungsmittelabfluss aus, da er die Zahlung der Factoringgesellschaft an einen Lieferanten nicht als zahlungswirksame Transaktion des Unter- nehmens betrachtet. Der Konzern klassifiziert seine Mittelabflüsse für Zahlungen an die Factoring- gesellschaft innerhalb der betrieblichen Tätigkeit, da der wesentliche Charakter dieser Zahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf von Waren gesehen wird. Zum 31. Dezember 2023 waren ins- gesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.351 T€ (Vorjahr: 6.735 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kom- pensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als 143 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linea- rer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst. Forschungszulagen der öffentlichen Hand in Deutschland wurden insgesamt in Höhe von 98 T€ (Vorjahr: 143 T€) als Abgrenzungsposten ausgewiesen und in Höhe von 1.000 T€ (Vorjahr: 943 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Zuwendungen durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Infrastruktur aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA) und Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE neu) 2000 bis 2006 wurden in Höhe von 1.775 T€ (Vorjahr: 1.920 T€) abgegrenzt. Der Posten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der Vermögens- werte aufgelöst. In 2023 ergab sich eine Auflösung in Höhe von 145 T€ (Vorjahr: 181 T€). Regionale Zuwendungen in Höhe von 6.214 T€ (Vorjahr: 3.932 T€) wurden für das neue Produktions- werk in China gewährt. Die Zuwendungen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Ver- mögenswerte aufgelöst. In 2023 ergab sich eine Auflösung von 284 T€ (Vorjahr: 0 T€). Fremdkapitalkosten Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Ver- mögenswert, d. h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI AG-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenenVermögenswerten zu aktivierende Fremdkapitalkosten in Höhe von 52 T€ (Vorjahr: 12 T€) und bei Sachanlagen zu aktivierende Fremdkapitalkosten in Höhe von 679 T€ (Vorjahr: 0 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 4,3% (Vorjahr: 1,3%) herangezogen. Die übri- gen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identi- fizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die jeweils eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisations- zeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI AG-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsver- pflichtungen allokiert werden. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Gütern weitestgehend vergleichbar. Die Allokation der einzelnen Leistungsverpflichtungen erfolgt anhand der Einzelverkaufspreise. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehrige Kosten werden nach Erbringung der Leistung, d. h. sobald der Kunde die Beherrschungüber die Güter erlangt, erfasst. 144 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen im DMG MORI AG-Konzern beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Die Zahlungsbedingungen beinhalten in der Regel eine Anzahlung nach Erhalt der Auftragsbestätigung, eine Zahlung nach Anlieferung der Maschine und eine Rest- zahlung nach Inbetriebnahme der Maschine. Umsatzerlöse für Dienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen, wie zum Beispiel Serviceverträge, Wartung, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen werden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Nach IFRS 15 wird das gesamte Entgelt bei den Dienstleistungsverträgen auf alle Dienstleistungen, basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen, aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Preise, zu denen der Konzern die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der Dienstleistungen weitestgehend vergleichbar. Die Allokation der einzelnen Leistungsverpflichtungen bei Dienst- leistungsverträgen erfolgt anhand der Einzelverkaufspreise. Der DMG MORI AG-Konzern macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.63 Gebrauch und verzichtet darauf, die Höhe der zugesagten Gegenleistung, um die Auswirkungen aus einer signi- fikanten Finanzierungskomponente anzupassen, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maxi- mal ein Jahr beträgt. Daher ist in den Verträgen mit Kunden in der Regel keine Finanzierungs- komponente enthalten. Nach IFRS 15.94 erfasst der DMG MORI AG-Konzern zusätzliche Kosten einer Vertragsanbahnung bei ihrem Entstehen als Aufwand, wenn der Abschreibungszeitraum, den der DMG MORI AG-Kon- zern andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistun- gen – vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti – ausgewiesen. 4. Konsolidierungskreis Der DMG MORI AG-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT 76 Unternehmen (Vorjahr: 81). Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 66 (Vorjahr: 69) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern- abschluss einbezogen gemäß Tabelle C.10 einbezogen. Neun (Vorjahr: elf) Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu. C.10 // ANZAHL DER VOLLKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN 31.12.2023 31.12.2022 Inland 25 27 Ausland 42 43 67 70 145 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Alle vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie alle at equity einbezogenen Unternehmen – mit Ausnahme der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), und der INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), deren Abschlussstich- tag aufgrund lokaler rechtlicher Anforderungen der 31. März ist – haben einen mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT übereinstimmenden Abschlussstichtag. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022 ist keine Gesellschaft zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Im Berichtsjahr 2023 wurde kein Tochterunternehmen veräußert. Rückwirkend zum 1. Januar 2023 wurde die MITIS GVG mbH auf die DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT verschmolzen, damit ist die MITIS GVG mbH & Co. Objekt Bielefeld KG auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angewachsen. Im April 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH sämtliche Anteile in Höhe von 50% an der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, verkauft. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Gesellschaft nicht mehr gem. IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert, sondern als fremder Dritter. Im Mai 2023 wurde die GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI liquidiert. Im September 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH im Rahmen einer Finanzierungs- runde ihren Anteil von 24,90% an der up2parts GmbH, Weiden, auf 17,85% verringert. Die up2parts GmbH, Weiden, wurde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nach IAS 28 als assoziier- tes Unternehmen klassifiziert und „at equity“ in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als Beteiligungsunternehmen. Im Oktober 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH die restlichen 15% an der ISTOS GmbH erworben und hält seitdem 100% der Anteile. Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IAS 28 als assoziierte Unternehmen klassi- fiziert. Die Anteile wurden ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs „at equity“ in den Konzernabschluss einbezogen: // PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), // DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), // INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), // DMG MORI Finance GmbH, Wernau, // Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland), // DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), // RUN-TEC GmbH, Niedenstein, // CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, // German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten). Veräußerung von Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2022 Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden im Rahmen der Neuordnung des Vertriebs und Services 100% der Anteile der DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, an ein Tochterunternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), verkauft. 146 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Der erhaltene Kaufpreis betrug insgesamt 5.418 T€. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an der Gesellschaft wurden alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaft mit ihren Vermögenswerten und Schulden ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 11.272 T€ entstanden. Es sind anteilige Firmenwerte in Höhe von 440 T€ abgegangen. Der Ausweis des Veräußerungsgewinns erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden 1% der Anteile an der DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), an die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan) verkauft. Der erhaltene Kaufpreis betrug insgesamt 144 T€. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vollkonsolidiert. Da der Anteil an der Gesellschaft nach dem Verkauf 49,99% beträgt und die Beherrschung mit Wirkung zum 1. Juli 2022 an die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), übergegangen ist, wurden alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Im Zusammenhang mit der Anteilsabstockung der Gesellschaft wurden -1.256 T€ in die Gewinn- und Ver- lustrechnung umgegliedert, die bis zum Verkauf als Währungsdifferenzen erfolgsneutral im Eigen- kapital erfasst wurden. Der verbleibende Anteil an der Gesellschaft wurde ab 1. Juli 2022 at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaft mit ihren Vermögenswerten und Schulden ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 1.511 T€ entstanden. Es sind anteilige Firmenwerte in Höhe von 1.172 T€ abgegangen. Der Ausweis des Veräußerungsgewinns erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die erhaltene Gegenleistung, die aufgrund des Beherrschungsverlusts abgegangenen Vermögens- werte und Schulden, sowie das Veräußerungsergebnis, sind in der Tabelle C.11 dargestellt. 147 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen C.11 DMG MORI DMG MORI in T€ Management GmbH India Pvt. Ltd. Geschäfts- oder Firmenwert 440 1.172 Immaterielle Vermögensgegenstände 12 0 Sachanlagen 1.114 3.631 Vorräte 29.082 1.683 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.305 3.230 Sonstige Vermögenswerte 30.898 2.167 Aktive latente Steuern 235 591 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 3.868 Veräußertes Vermögen 74.090 16.342 Rückstellungen 4.851 1.913 Leasingverbindlichkeiten 499 224 Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 21.908 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.254 916 Sonstige Verbindlichkeiten 9.432 5.111 Veräußerte Schulden 79.944 8.164 Veräußertes Nettovermögen -5.854 8.178 Erhaltene Gegenleistung 5.418 144 Fair Value der verbleibenden Anteile 0 7.222 Sonstiges Ergebnis 0 -1.256 Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 0 3.579 Veräußerungsergebnis 11.272 1.511 Der Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt. Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI AG-Konzerns ist in der Tabelle ↗C.106 dargestellt. 5. Währungsumrechnung Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie in Tabelle C.12 / C.13 dargestellt entwickelt. 148 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 231 ff. C.12 // WÄHRUNGEN Stichtagskurs Durchschnitts- = 1 € kurs = 1 € ISO-Code 31.12.2023 2023 Türkische Lira TRY 32,62475 25,76312 Kanadische Dollar CAD 1,45660 1,45800 Schweizer Franken CHF 0,92970 0,97140 Chinesische Renminbi CNY 7,83440 7,66201 Tschechische Kronen CZK 24,68850 23,99042 Britische Pfund GBP 0,86655 0,86931 Indische Rupien INR 91,92205 89,35773 Japanische Yen JPY 155,73355 152,14123 Polnische Zloty PLN 4,34375 4,53688 Russische Rubel RUB 98,75575 91,94092 Singapur Dollar SGD 1,45715 1,45084 US-Dollar USD 1,10465 1,08160 C.13 // WÄHRUNGEN Stichtagskurs Durchschnitts- = 1 € kurs = 1 € ISO-Code 31.12.2022 2022 Türkische Lira TRY 19,97840 17,30327 Kanadische Dollar CAD 1,44605 1,37599 Schweizer Franken CHF 0,98745 1,00463 Chinesische Renminbi CNY 7,41920 7,10340 Tschechische Kronen CZK 24,15400 24,57781 Britische Pfund GBP 0,88725 0,85371 Indische Rupien INR 88,29355 82,91320 Japanische Yen JPY 140,81830 137,68638 Polnische Zloty PLN 4,68125 4,67904 Russische Rubel RUB 77,90935 74,68351 Singapur Dollar SGD 1,43140 1,45532 US-Dollar USD 1,06725 1,05814 Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 „The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates“. Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs – soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse – in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von/an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht 149 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sons- tigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positio- nen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögens- werte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in Hochinflationsländern werden gem. IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ umgerechnet. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Türkei erstmalig als „Hochinflationsland“ eingestuft. Daher wurde die Bilanzierung der DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI mit Sitz in Istanbul (Türkei) gemäß IAS 29 vorgenommen. Aufgrund der Hochinflation wurden die Aktivitäten in der Türkei nicht mehr auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert, sondern bereinigt um die Einflüsse der Inflation. Außerdem wurden die den geänderten Kaufkraft- verhältnissen entsprechenden Aufwands- und Ertragsposten einschließlich des Jahresergebnisses inflationsbereinigt. Die Buchwerte der nicht monetären Bilanzposten sowie die Aufwands- und Ertragsposten der Gesellschaft wurden vor einer Umrechnung in Euro auf Grundlage des Consu- mer Price Index Turkey (CPI Turkey) zur Messung der Kaufkraft an die in diesem Geschäftsjahr ein- getretenen Preisänderungen angepasst. Der CPI Turkey lag zum 31. Dezember 2022 bei 1.128 Punk- ten und stieg im Berichtsjahr um 65% auf 1.859 Punkte zum 31. Dezember 2023. Die Anpassung der Buchwerte zum Erstanwendungszeitpunkt in Höhe von 679 T€ wurde im Eigen- kapital erfasst. Verluste aus der laufenden Hyperinflationierung der nicht monetären Vermögens- werte und Schulden, des Eigenkapitals sowie der Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Berichtsjahr in Höhe von -2.040 T€ (Vorjahr: -1.395 T€) im sonstigen Finanzergebnis erfasst. In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird dieser Wert unter dem Punkt „Monetärer Verlust aus der Anwendung von IAS 29“ korrigiert, da er nicht zahlungswirksam ist. Die Inflationsauswirkung auf den Zahlungsmittelbestand am 1. Januar 2023 in der Türkei betrug 4.516 T€ (Vorjahr: 3.150 T€) und wird in der Konzern-Kapitalflussrechnung unter dem Punkt „Aus- wirkungen von Inflationseffekten auf den Finanzmittelfond (IAS 29)“ ausgewiesen. Die weiteren Effekte aus der Inflationsanpassung in Höhe von -6.556 T€ (Vorjahr: -4.545 T€) werden in der Konzern-Kapitalflussrechnung unter dem Punkt „Inflationsanpassung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, des Cashflows aus der Investitionstätigkeit und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (IAS 29)“ dargestellt. 150 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Grundlagen des Konzernabschlusses Konzernabschluss Weitere Informationen ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 6. Umsatzerlöse Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich in Tabelle C.14 folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse: C.14 in T€ 2023 2022 Deutschland 900.978 786.569 EU (ohne Deutschland) 832.792 781.230 USA 23.035 22.824 Asien 553.329 604.151 Übrige Länder 188.432 170.892 2.498.566 2.365.666 Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgen in der Segmentberichterstattung unter ↗Anhangangabe 42 und im Kapitel ↗Segmentbericht des Konzernlageberichtes. Die Tabellen C.15 / C.16 enthalten eine Überleitung der Umsätze 2023/2022 nach Absatzgebieten sowie den wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente. C.15 2023 Werkzeug- Industrielle Corporate in T€ maschinen Dienstleistungen Services Konzern Absatzgebiete Deutschland 545.332 355.399 0 900.731 EU (ohne Deutschland) 353.335 479.457 0 832.792 USA 6.260 16.775 0 23.035 Asien 362.040 191.289 0 553.329 Übrige Länder 106.744 81.688 0 188.432 1.373.711 1.124.608 0 2.498.319 Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien Verkauf von Werkzeugmaschinen 1.373.711 0 0 1.373.711 Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. Ltd. 0 399.596 0 399.596 Originäres Servicegeschäft 0 724.771 0 724.771 Sonstiges 0 241 0 241 1.373.711 1.124.608 0 2.498.319 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.373.711 1.124.608 0 2.498.319 Sonstige Umsatzerlöse 0 0 247 247 Externe Umsatzerlöse 1.373.711 1.124.608 247 2.498.566 151 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 219 f., 80 ff. C.16 2022 Werkzeug- Industrielle Corporate in T€ maschinen Dienstleistungen Services Konzern Absatzgebiete Deutschland 445.122 341.230 0 786.352 EU (ohne Deutschland) 386.211 395.019 0 781.230 USA 5.156 17.668 0 22.824 Asien 338.395 265.750 0 604.145 Übrige Länder 107.875 63.017 0 170.892 1.282.759 1.082.684 0 2.365.443 Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien Verkauf von Werkzeugmaschinen 1.282.759 0 0 1.282.759 Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. Ltd. 0 496.526 0 496.526 Originäres Servicegeschäft 0 585.207 0 585.207 Sonstiges 0 951 0 951 1.282.759 1.082.684 0 2.365.443 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.282.759 1.082.684 0 2.365.443 Sonstige Umsatzerlöse 0 0 223 223 Externe Umsatzerlöse 1.282.759 1.082.684 223 2.365.666 Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung). Vertragssalden Die Tabelle C.17 gibt Auskunft über Vertragssalden aus Verträgen mit Kunden. C.17 Buchwert zum Buchwert zum 31. Dezember 31. Dezember in T€ Anhang 2023 2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 23, 25 120.391 161.441 Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 7.581 19.383 Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 624.474 655.005 Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 25 133 157 Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 14.123 15.879 766.702 851.865 Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 355.386 433.583 Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 41.095 46.095 Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen 14.123 15.879 410.604 495.557 Die Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen enthalten im Wesentlichen von Kunden erhaltene Anzahlungen für Maschinen. Die Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen enthalten im Wesentlichen bereits berechnete, aber noch nicht erbrachte Inbetriebnahmen, Schulungs- und Wartungsleistungen, Lieferungen von Werkzeugpaketen, Softwarelizenzen sowie Leistungen für verlängerte Gewährleistungen. 152 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Bei den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen handelt es sich im Wesentlichen um fällige noch nicht gezahlte Anzahlungsrechnungen, für die ein unbedingter Anspruch auf die Zahlung besteht. Vertragsvermögenswerte bestehen nicht. Die Vertragsverbindlichkeiten gemäß IFRS 15 sanken von 495.557 T€ im Jahr 2022 auf 410.604 T€ im Jahr 2023. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Auftragseingangs im Berichtsjahr zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen entwickelten sich analog. Der zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, den Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen und den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen enthaltene Betrag in Höhe von insgesamt 495.557 T€ (Vorjahr: 416.602 T€) wurde im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 489.305 T€ (Vorjahr: 410.880 T€) als Umsatzerlöse erfasst. Der DMG MORI AG-Konzern erwartet, dass Leistungen in Höhe von 407.482 T€ (Vorjahr: 489.305 T€), die den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsver- pflichtungen zugeordnet waren, im Geschäftsjahr 2024 erwartungsgemäß zu Umsatz führen werden. Der DMG MORI AG-Konzern macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.121 Gebrauch und führt diese Leistungen daher nicht separat auf. Für Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen in Höhe von 3.122 T€ (Vorjahr: 6.252 T€) erwartet der Konzern, dass diese in den Jahren 2025 bis 2028 zu Umsatz führen werden. 7. Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung ent- standenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 „Intangible Assets“. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt demEntwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendigen Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Erträge ist Tabelle C.18 zu entnehmen: 153 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen C.18 in T€ 2023 2022 Kurs- und Währungsgewinne 24.368 50.111 Kostenerstattungen und Weiterbelastungen 14.220 12.265 Herabsetzung von Wertminderungen 4.037 4.494 Gewinne aus Anlagenabgängen 2.533 408 Zulagen und Zuschüsse 2.246 1.903 Schadenersatzleistungen 1.320 755 Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen 576 579 Auflösung von Rückstellungen 378 486 Wertaufholungen 358 8.098 Veräußerungsergebnis aus dem Abgang von Tochterunternehmen 0 12.798 Übrige 13.025 22.996 63.061 114.893 In den Übrigen Erträgen sind Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten in Höhe von 363 T€ (Vorjahr: 852 T€) und Erträge der Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten, in Höhe von 1.107 T€ (Vorjahr: 849 T€) sowie Erträge aus der KFZ-Nutzung von Mitarbeitern enthalten. 9. Materialaufwand In der Aufwandsposition der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Materialaufwendungen gemäß Tabelle C.19 enthalten. C.19 in T€ 2023 2022 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.174.538 1.150.893 Aufwendungen für bezogene Leistungen 194.843 178.243 1.369.381 1.329.136 Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung. 10. Personalaufwand Für das Geschäftsjahr 2023 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung ohne Vorauszahlung 33.560 T€ (Vorjahr: 9.753 T€). Auf die feste, erfolgsunabhängige Ver- gütung (Grundvergütung und Nebenleistungen sowie Abfindungszahlungen) der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 29.781 T€ (Vorjahr: 2.461 T€) und 2.323 T€ (Vorjahr: 3.200 T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie eine beitragsorientierte Altersversorgung von 1.025 T€ (Vorjahr: 850 T€). Mit Wirkung zum 25.05.2023 ist Christian Thönes aus dem Unternehmen aus- getreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat Christian Thönes eine Abfindungszahlung von 154 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen 20.000 T€ erhalten. Alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive STI und LTI-Tranchen sind mit der vereinbarten Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021-2023: 805 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 805 T€) können nicht zurückgefordert werden. Mit Wirkung zum 31.12.2023 ist zudem Björn Biermann aus dem Unternehmen ausgetreten. Abweichend vom Vergütungssystem hat er eine Abfindungszahlung von 7.500 T€ erhalten. Mit Ausnahme des STI 2023 sind alle vertraglichen Zahlungen für die Zukunft inklusive zukünftiger STI- und LTI-Tranchen durch die vereinbarte Abfindungszahlung abgegolten. Bereits geleistete Vorauszahlungen (LTI-Tranche 2021-2023: 429 T€, LTI-Tranche 2022-2024: 429 T€) können nicht zurückgefordert werden. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) für 2023 beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und auf 166,8% für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanalgen belief sich auf 102%, für das GLOBE-Projekt auf 120% und bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 107%, was zu einem gewichteten Modifier von 109% führt. Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI)beträgt für das Jahr 2023 insgesamt 206%. Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200% des Zielbetrages begrenzt (Cap). Aus der LTI-Tranche 2021 bis 2023, die am 31. Dezember 2023 zugeteilt und im Geschäftsjahr 2024 ausgezahlt wird, erhält nur Michael Horn eine Auszahlung. Aus der LTI-Tranche 2021-2023 resultiert für Michael Horn ein Betrag in Höhe von insgesamt 1.225 T€. Nach Abzug der Vorauszahlung ergibt dies einen Betrag von 796 T€. Unter Berücksichtigung der Maximalvergütung für das Jahr 2021 beläuft sich die Auszahlung aus der LTI-Tranche 2021-2023 auf 431 T€. Für die LTI-Tranche 2022-2024 wurden im Jahr 2023 an Christian Thönes, Björn Biermann und Michael Horn rückforderbare Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 1.663 T€ (LTI 2021-2023: 1.663 T€) geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG sind. Sie sind auch Bestandteil der Gesamtbezüge des Vorstandes gemäß § 285 HGB und § 314 HGB. Im Rahmen der Aufhebungsvereinbarung mit Christian Thönes und Björn Biermann verzichtet der DMG MORI AG-Konzern auf die Rückzahlung von Vorauszahlungen auf noch nicht zur Auszahlung fälliger LTI-Tranchen. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.486 T€ (Vorjahr: 1.393 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 18.316 T€ (Vorjahr: 16.685 T€) gebildet worden. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Vergütungs- bericht des Konzernlageberichts erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im ↗Vergütungsbericht des Konzernlageberichtes zu finden. Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI AG- Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. 155 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 40 ff. Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Renten- versicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023 im Konzern auf 29.459 T€ (Vorjahr: 28.449 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 28.130 T€ (Vorjahr: 26.744 T€). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß der Tabelle C.20 wie folgt entwickelt: C.20 Durchschnittliche Anzahl Stand am Bilanzstichtag 2023 2022 31.12.2023 31.12.2022 Lohnempfänger 1.931 1.887 1.987 1.926 Gehaltsempfänger 4.994 4.882 5.234 5.103 Auszubildende 238 195 294 237 Die Anzahl der Mitarbeiter – auch die Vorjahreswerte – wurden nach der zum 30. September 2023 eingeführten, geänderten Zählweise erfasst und ist nicht mit früheren Angaben vergleichbar. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. In der Aufwandsposition der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Personalaufwendungen gemäß Tabelle C.21 enthalten. C.21 in T€ 2023 2022 Löhne und Gehälter 538.175 479.960 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 93.802 86.365 631.977 566.325 11. Abschreibungen und Wertminderungen Eine Aufteilung der Position auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist den Tabellen ↗C.29 und ↗ C.30 und der ↗ Anhangangabe 19 und ↗ Anhangangabe 20 zu entnehmen. In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 15.921 T€ (Vor- jahr: 16.968 T€) im Rahmen des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ enthalten. Die Tabelle C.22 zeigt die detaillierte Aufteilung: 156 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 164 Seiten 166, 163 ff., 165 ff. C.22 // ABSCHREIBUNGEN AUF NUTZUNGSRECHTE in T€ 2023 2022 Grundstücke und Bauten 4.336 4.781 Technische Anlagen und Maschinen 1.355 2.253 Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung 10.230 9.934 15.921 16.968 In den Abschreibungen und Wertminderungen sind außerdem Wertminderungen in Höhe von 10.621 T€ (Vorjahr: 10.800 T€) enthalten. Weitere Erläuterungen sind in der ↗ Anhangangabe 20 zu finden. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bedingt durch die gute Geschäftsentwicklung und den gestiegenen Umsatz im Berichtsjahr stiegen die Aufwendungen, die vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze ent- stehen, abhängig sind, gegenüber dem Vorjahr. Dies betrifft insbesondere Ausgangsfrachten, Trans- port- und Energiekostn und Verpackungen wi auch Vertriebsprovisionen. Dies gilt ebenso für dieAufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen und Reise- und Repräsentationsaufwendungen wie Tabelle C.23 zeigt. Im Geschäftsjahr fand die EMO Hannover statt, die weltweit größte Messe für Werkzeugmaschinen. C.23 in T€ 2023 2022 Ausgangsfrachten,Verpackungen 58.804 50.636 Vertriebsprovisionen 44.994 31.097 Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen 39.627 30.677 Reise- und Repräsentationsaufwendungen 35.747 29.397 Sonstige fremde Dienstleistungen 28.894 34.165 Kurs- und Währungsverluste 27.750 45.275 Wertminderungen von Forderungen 17.185 7.107 Mieten, Pachten und Leasing 14.389 11.951 Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter 12.802 11.354 Sonstige Personalaufwendungen 12.604 12.589 Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen 10.209 8.089 Versicherungen 7.131 6.831 Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten 7.011 7.084 Sonstige Steuern 4.246 3.580 Lizenzen und Warenzeichen 2.560 2.874 Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 1.031 1.329 Verluste aus Anlagenabgängen 637 340 Investor- und Public-Relations 439 660 Übrige 22.828 26.719 348.888 321.754 157 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 165 ff. In der Position Wertminderungen von Forderungen sind Ausbuchungen von Forderungen aus Lie- ferungen und Leistungen gegen Dritte bei einer Konzerngesellschaft in Höhe von 12,8 MIO € ent- halten, die sich im Geschäftsjahr 2023 als uneinbringlich erwiesen haben. Die Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing enthalten in Höhe von 3.135 T€ (Vorjahr: 2.884 T€) Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, Aufwendungen für Leasingverhält- nisse über einen Vermögenswert von geringem Wert in Höhe von 1.438 T€ (Vorjahr: 1.241 T€) (hier- von ausgenommen sind kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert), sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von 1.342 T€ (Vorjahr: 681 T€). Darüber hinaus weisen wir in dieser Zeile Aufwendungen aus Servicekomponenten aus, die im Rahmen von insbesondere PKW- und Gebäude-Leasingverträgen vereinbart worden sind. Daraus ergaben sich im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 8.474 T€ (Vorjahr: 7.145 T€). Die für das Geschäftsjahr 2023 gewährte Vergütung des Aufsichtsrates beträgt 1.010 T€ (Vorjahr: 1.04 T ); der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Die individualisierteund ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres ist im ↗ Vergütungsbericht des Konzernlageberichtes zu finden. 13. Finanzerträge Die Zusammensetzung der Finanzerträge ist der folgenden Tabelle C.24 zu entnehmen: C.24 in T€ 2023 2022 Zinserträge 23.545 5.623 Sonstige Erträge 2.069 1.129 25.614 6.752 Die Zinserträge resultieren in Höhe von 19.303 T€ (Vorjahr: 3.919 T€) aus dem Darlehen des DMG MORI AG-Konzerns an die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld. In den sonstigen Erträgen ist das Ergebnis aus der Werterhöhung auf den Beteiligungsbuchwert der up2parts GmbH, Weiden, in Höhe von 1.592 T€ erfasst. 14. Finanzaufwendungen Die Zusammensetzung der Finanzaufwendungen ist der folgenden Tabelle C.25 zu entnehmen: Seite 40 ff. 158 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen C.25 in T€ 2023 2022 Zinsaufwendungen 10.281 5.354 Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen 800 291 Sonstige Finanzaufwendungen 6.046 1.753 17.127 7.398 Die Zinsaufwendungen in Höhe von 10.281 T€ (Vorjahr: 5.354 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsauf- wendungen für Finanzschulden sowie das Factoring des Konzerns. In der Position sind auch Zinsen aus Leasing gem. IFRS 16 in Höhe von 917 T€ enthalten (Vorjahr: 631 T€) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 879 T€ (Vorjahr: 176 T€), die im Geschäftsjahr von der DMG MORI Europe Holding GmbH berechnet wurden. In den sonstigen Finanzaufwendungen in Höhe von 6.046 T€ (Vorjahr: 1.753 T€) sind Aufwendungen aus der Berücksichtigung von IAS 29 in Höhe von 2.040 T€ (Vorjahr: 1.395 T€) berücksichtigt. Dane- ben sind hier Transaktionskosten in Höhe von 193 T€ (Vorjahr: 193 T€) enthalten, die aus der plan- mäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie resultieren sowie 148 T€ (Vorjahr: 102 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen. Außerdem ist hir eine Wertminderung in Höhe von 2.928 T€ auf Darlehen an Dritte enthalten. 15. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 1.410 T€ (Vorjahr: 318 T€). Hier sind die anteiligen Ergebnisse aus der Beteiligung an der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., DMG MORI HEITEC Digital Kft., Vershina Operation, LLC., DMG MORI India Private Ltd., DMG MORI HEITEC GmbH und RUN-TEC GmbH von insgesamt 2.160 T€ enthalten. Die anteiligen Ergebnisse der DMG MORI Finance GmbH, INTECH DMLS Pvt. Ltd. sowie CCP Services GmbH verminderten das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen um insgesamt 750 T€. 16. Ertragsteuern In dieser Position werden tatsächliche und latente Steueraufwendungen und -erträge sowie Aufwendungen aus der Steuerumlage ausgewiesen, die sich gemäß Tabelle C.26 wie folgt zusammensetzen: 159 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen C.26 in T€ 2023 2022 Tatsächliche Steuern 64.730 41.210 Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr 66.402 45.004 Steuererträge für Vorjahre -3.223 -4.291 Steueraufwendungen für Vorjahre 1.551 497 Latente Steuern 874 21.622 Verlustvorträge 978 637 Steuergutschriften 2.557 1.526 Temporäre Differenzen -2.661 19.464 Reduzierung des Steuersatzes 0 -5 65.604 62.832 Unter den tatsächlichen Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesell- schaften maßgeblichen Steuervorschriften. Die Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, belasteten tatsächlichen Steuern in Höhe von 31.982 T€ (Vorjahr: 21.173 T€). Ein Betrag von 3.223 T€ (Vorjahr: 4.291 T€) resultierte aus tatsächlichen Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 1.551 T€ (Vorjahr: 497 T€) tatsächliche Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten. Die tatsächlichen Steueraufwendungen wurden aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste in Höhe von 1.400 T€ (Vorjahr: 71 T€) gemindert. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2023 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0% (Vorjahr: 15,0%) zuzüg- lich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5% (Vorjahr: 5,5%). Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15, 8% (Vorjahr: 15,8%). Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0% (Vorjahr: 14,0%) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuer- sätze im Ausland liegen zwischen 16% und 30% (Vorjahr: 16% und 30%). Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 760 T€ (Vorjahr: 3.662 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanz- instrumente, Eigenkapitalinvestments, Nettoinvestitionen sowie die Neubewertung leistungs- orientierter Versorgungspläne. Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf die Ursa- chen gemäß Tabelle C.27 zurückzuführen. 160 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen C.27 in T€ 2023 2022 Ergebnis vor Steuern 228.824 216.186 Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent 29,8 29,8 Erwarteter Steuerertrag / -aufwand 68.189 64.423 Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -8.592 -5.827 Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen 0 -5 Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -1.376 -1.966 Steuerliche Verlustvorträge 150 946 Temporäre Differenzen 4.998 6.417 Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 7.130 3.696 Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre -1.672 -3.794 Steuergutschriften -3.903 -1.692 Sonstige Anpassungen 680 634 Ertragsteuern 65.604 62.832 Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 65.604 T€ (Vorjahr: 62.832 T€) ist um 2.585 T€ geringer (Vorjahr: 1.591 T€) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 68.189 T€ (Vorjahr: 64.423 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2023 gülti- gen inländischen Steuersatzes von 29,8% (Vorjahr: 29,8%) auf Konzernebene ergeben würde. Die Veränderung bei den steuerlichen Verlustvorträgen betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 1.550 T€ (Vorjahr: 1.017 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.400 T€ (Vorjahr: 71 T€) genutzt bzw. aktiviert werden. Der Ansatz bislang nicht erfasster abzugsfähiger temporärer Differenzen betrug im Geschäftsjahr 1.799 T€ (Vorjahr: 0 T€). Im Geschäftsjahr wurden auf temporäre Differenzen in Höhe von 3.199 T€ keine latenten Steuern angesetzt. Im Vorjahr erfolgten Wertberichtigungen und der Nichtansatz von latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 6.417 T€. Diese Sachverhalte betreffen im Wesentlichen rus- sische Gesellschaften. Auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten wird aktuell davon ausgegangen, dass zukünftig kein ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird. Weitere Erläuterungen sind unter ↗ Anhangangabe 29 zu finden. 161 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 178 ff. 17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 9.815 T€ (Vorjahr: 8.171 T€). In der Position ist das anteilige Ergebnis von nicht beherrschenden Anteilen an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China), enthalten. 18. Ergebnis je Aktie Nach IAS 33 „Earnings per Share“ ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie („Basic Earnings per Share“) durch Division des Konzernergebnisses – ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter – durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steu- ern in Höhe von 163.220 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 9.815 T€ vermindert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,95 € (Vorjahr: 1,84 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor. C.28 2023 2022 Ergebnis nach Steuern auf Aktionäre der DMG MORI AG entfallend 153.405 T€ 145.183 T€ Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994 78.817.994 Ergebnis je Aktie 1,95 € 1,84 € 162 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ 19. Immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind der Tabelle C.29 zu entnehmen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 136.407 T€ (Vorjahr: 136.416 T€). Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro. Der DMG MORI AG-Konzern überprüft jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wert- gemindert sind. Für die Berichtsperiode 2023 wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittel- generierenden Einheiten aufgrund von Nutzungswert-Berechnungen ermittelt, die den Einsatz von Annahmen erfordern. Die Berechnungen verwenden Cashflow-Prognosen, die auf den von den zuständigen Gremien genehmigten Unternehmensplanungen basieren und einen Zeitraum von 5 Jahren abdecken. Die Cashflows jenseits des Zeitraums von fünf Jahren werden mit einer geschätzten Wachstumsrate extrapoliert. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrunde- liegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen der Zukunft wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesent- lichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen, EBIT-Margen, Aufwendungen und Investitionsausgaben. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen bestimmt (siehe ↗ Prognosebericht im Konzernlagebericht). Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse für die 5-Jahres-Prognoseperiode 2024 bis 2028 beruht auf den Erwartungen des Managements bezüglich der Marktentwicklung. Dabei werden die Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstitutes Oxford Economics für die Entwicklung des weltweiten Markts für Werkzeugmaschinen berücksichtigt. Für das Jahr 2024 wird von Umsatzerlösen in Höhe von 2.487 MIO € ausgegangen. In den Folgeperioden wird mit einem Wachstum geplant, das sich an den Erwartungen des Managements bezüglich der Marktentwicklung und externen Prognosen orien- tiert. Für das letzte Jahr der Prognoseperiode 2028 wird mit Umsatzerlösen von rd. 3.000 MIO € geplant. Die Entwicklung der geplanten Deckungsbeiträge orientiert sich an den Erfahrungen der Vergangenheit sowie erwarteten Effizienzsteigerungen und Preisentwicklungen. Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Für das Jahr 2024 wurde mit einer EBIT-Marge von rund 8% geplant. In den Folgejahren wurde mit jeweils leicht steigenden EBIT-Margen geplant. In der nachhaltigen Prognoseperiode 2028 wird von einer EBIT-Marge von rund 10% ausgegangen. Die jährlichen Investitionsausgaben beruhen auf den Erfahrungen der Vergangenheit sowie geplanten Erweiterungsinvestitionen, die im Rahmen der Berechnung des Nutzungswertes annahmegemäß weder zu einem Umsatzanstieg noch zu einer Kostensenkung führen. Die Investitionsausgaben betragen im Durchschnitt der Planungsperioden rund 3% der Umsatzerlöse. Für den Zeitraum nach der Prognoseperiode wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1,0% herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht. Seite 101 ff. 163 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.29 // IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Aus der Entwicklung Gewerbliche Immaterielle Geschäfts- oder entstandene Schutzrechte und Vermögenswerte in in T€ Firmenwerte Vermögenswerte ähnliche Werte Entwicklung Gesamt Anschaffungs- und Herstellungskosten 2023 Stand 1. Januar 2023 136.416 133.294 158.385 39.366 467.461 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -9 30 20 -45 -4 Sonstige Veränderungen 0 0 170 0 170 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 0 5.351 847 22.820 29.018 Abgänge 0 -1.118 -101 0 -1.219 Umbuchungen 0 -51 10.720 -10.446 223 Stand 31. Dezember 2023 136.407 137.506 170.041 51.695 495.649 Abschreibungen und Wertminderungen 2023 Stand 1. Januar 2023 0 120.085 112.735 607 233.427 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 49 0 49 Sonstige Veränderungen 0 0 185 0 185 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 0 3.735 12.216 0 15.951 Abgänge 0 -1.118 -94 0 -1.212 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Stand 31. Dezember 2023 0 122.702 125.091 607 248.400 Nettobuchwert 31. Dezember 2023 136.407 14.804 44.950 51.088 247.249 Anschaffungs- und Herstellungskosten 2022 Stand 1. Januar 2022 138.044 126.962 127.515 57.627 450.148 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -16 0 168 -59 93 Sonstige Veränderungen 0 0 -11 0 -11 Veränderung Konsolidierungskreis -1.612 0 -35 0 -1.647 Zugänge 0 4.908 2.537 22.055 29.500 Abgänge 0 0 -10.654 0 -10.654 Umbuchungen 0 1.424 38.865 -40.257 32 Stand 31. Dezember 2022 136.416 133.294 158.385 39.366 467.461 Abschreibungen und Wertminderungen 2022 Stand 1. Januar 2022 0 115.938 112.215 607 228.760 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 59 0 59 Sonstige Veränderungen 0 0 -8 0 -8 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -24 0 -24 Zugänge 0 4.147 11.146 0 15.293 Abgänge 0 0 -10.653 0 -10.653 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Stand 31. Dezember 2022 0 120.085 112.735 607 233.427 Nettobuchwert 31. Dezember 2022 136.416 13.209 45.650 38.759 234.034 164 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit „Werkzeugmaschinen“ in Höhe von 15,6% (Vorjahr: 15,8%) und „Industrielle Dienstleistungen“ in Höhe von 15,6% (Vorjahr: 15,7%) diskontiert. Der WACC wurde unter der Ver- wendung des „Capital Asset Pricing Model“ (CAPM) abgeleitet. Der Rückgang der Kapitalkosten gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer leicht gesunkenen Marktrisikoprämie. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschieds- betrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vor- genommen. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Im Rahmen der Wertminderungstests wurden Sensitivitätsanalysen der wesentlichen Annahmen (EBITDA- Marge, Kapitalkosten, Wachstumsrate) vorgenommen. Im Ergebnis hätte keine vom Management für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme zu einer Wertminderung geführt. Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Gruppe der Cash-Generating-Units im Segment „Werkzeugmaschinen“ Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.074 T€ (Vorjahr: 57.073 T€) und der Gruppe der Cash-Generating-Units im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 79.334 T€ (Vorjahr: 79.343 T€) zugeordnet. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeug- maschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungs- produkte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 14.804 T€ (Vorjahr: 13.209 T€). Die unmittelbar als Auf-wand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 84.341 T€ (Vorjahr: 76.987 T€). Bei den immateriellen Vermögenswerten in Entwicklung werden insbesondere zu aktivierende Auf- wendungen für ein neues ERP-System ausgewiesen. In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten. 20. Sachanlagen Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind in der Tabelle C.30 dargestellt. 165 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.30 // SACHANLAGEN INKLUSIVE NUTZUNGSRECHTE Andere Anlagen, Geleistete Grundstücke und Technische Anlagen Betriebs- und Anzahlungen und in T€ Bauten und Maschinen Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungs- und Herstellungskosten 2023 Stand 1. Januar 2023 502.976 162.230 296.532 63.218 1.024.956 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -11.314 1.676 -1.199 -1.327 -12.164 Sonstige Veränderungen 112 1.183 556 -52 1.799 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 13.595 12.807 32.667 29.940 89.009 Abgänge -18.635 -12.252 -22.338 -1 -53.226 Umbuchungen 57.367 12.788 3.247 -73.625 -223 Stand 31. Dezember 2023 544.101 178.432 309.465 18.153 1.050.151 Abschreibungen und Wertminderungen 2023 Stand 1. Januar 2023 201.386 97.280 229.388 211 528.265 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -4.511 -5 -809 37 -5.288 Sonstige Veränderungen 0 -359 -608 7 -960 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 Zugänge 27.937 11.022 25.180 360 64.499 Abgänge -14.218 -11.473 -20.596 0 -46.287 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Stand 31. Dezember 2023 210.594 96.465 232.555 615 540.229 Nettobuchwert 31. Dezember 2023 333.507 81.967 76.910 17.538 509.922 Anschaffungs- und Herstellungskosten 2022 Stand 1. Januar 2022 474.313 162.171 292.893 40.026 969.403 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 4.151 54 298 -1.699 2.804 Sonstige Veränderungen 25 934 741 -321 1.379 Veränderung Konsolidierungskreis -4.799 -1.422 -2.682 0 -8.903 Zugänge 12.295 2.875 23.596 50.237 89.003 Abgänge -4.464 -4.488 -20.069 324 -28.697 Umbuchungen 21.455 2.106 1.755 -25.349 -33 Stand 31. Dezember 2022 502.976 162.230 296.532 63.218 1.024.956 Abschreibungen und Wertminderungen 2022 Stand 1. Januar 2022 176.972 96.553 226.975 217 500.717 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 413 207 290 -6 904 Sonstige Veränderungen 13 -6.549 -2.000 0 -8.536 Veränderung Konsolidierungskreis -1.340 -1.358 -1.460 0 -4.158 Zugänge 29.226 12.096 24.666 0 65.988 Abgänge -3.898 -3.669 -19.083 0 -26.650 Umbuchungen 0 0 0 0 0 Stand 31. Dezember 2022 201.386 97.280 229.388 211 528.265 Nettobuchwert 31. Dezember 2022 301.590 64.950 67.144 63.007 496.691 166 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde zum 31. Dezember 2023 die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, insbesondere der Sachanlagen, überprüft. Der Werthaltigkeitstest wurde jeweils auf der Ebene der zwei Tochtergesellschaften in Russland durchgeführt, die nach unserer Einschätzung jeweils eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheiten darstellen. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist wertgemindert, wenn ihr Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Fair Value abzüglich Abgangs- kosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Zahlungsströme, die voraussichtlich aus einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden können (IAS 36.6). Der Schätzungsansatz, der zur Vorbereitung der Werthaltigkeitstests für Jahre vor Beginn des Krieges in der Ukraine gemäß IAS 36.A4-A6 verwendet wurde, beinhaltete die Verwendung eines einzigen Zahlungsstroms je zahlungsmittelgenerierender Einheit, der mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (WACC) auf Basis einer Länderrisikoprämie abgezinst wurde, abgeleitet aus den jeweiligen Länderratings. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten der zwei russischen Tochtergesell- schaften zum 31. Dezember 2023 wendet das Management – wie bereits zum 31. Dezember 2022 und zu den jeweiligen Halbjahresstichtagen – die Methode der erwarteten Cashflows an. Anstatt eine einzelne Cashflow-Projektion mit einem risikoangepassten WACC abzuzinsen, hat das Manage- ment die durch den weiter anhaltenden Ukraine-Krieg verursachten Unsicherheiten und Risiken bei der Cashflow-Projektion der zu Grunde liegenden russischen Geschäftsaktivitäten in Form meh- rerer Szenarien mit unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Szenarien betreffen erwartete Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des DMG MORI AG-Konzerns in Russland. Als Szenarien wurden eine Bewertung bzw. Verkauf der Sachanlagen zum Marktwert (Szenario 1), ein langfristig unverändertes Regierungssystem in Russland mit erfolgender Enteignung und ein daraus resultierender Versicherungsanspruch aus einer Investitionsgarantie für das Produktions- werk (Szenario 2) sowie ein mittelfristiger Systemwechsel in Russland mit einer wieder verstärkten internationalen Kooperation und einer entsprechenden Reduzierung der Sanktionen, der zu einer Wiederaufnahme der Geschäftsaktivitäten (ab 2027 ff.) führen könnte, berücksichtigt, wobei für die Intensität der Wiederaufnahme zwei Szenarien (Szenarien 3 und 4) angenommen wurden. Anschließend wurde eine separate Wertermittlung vorgenommen, die jeweils mit einer Eintritts- wahrscheinlichkeit bewertet wurde. Für das Produktionswerk wurde zum Bewertungsstichtag für das Szenario 1 eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 45% (Vorjahr: 40%) und für das Szenario 2 eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 35% (Vorjahr: 40%) angenommen. Für die Vertriebsgesellschaft wurde für das Szenario 1 eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 15% (Vorjahr: 10%) und für das Szena- rio 2 eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 65% (Vorjahr: 70%) angenommen. Bei den Szenarien 3 und 4 wurde für beide Gesellschaften jeweils eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10% (Vorjahr: 10%) angenommen. Die daraus resultierenden Ertragswerte wurden dann zu jeweils einem Erwartungswert verdichtet. Im Gegenzug wurde die russische Länderrisikoprämie aus den Überlegungen zum Abzinsungs- satz herausgenommen, da sich die Länderrisiken in den Cashflows der zu Grunde liegenden ope- rativen Geschäftsaktivitäten widerspiegeln. Die so ermittelten Erwartungswerte sind von hoher Unsicherheit und Subjektivität geprägt, bilden nach unserer Einschätzung aber einen Anhaltspunkt 167 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen für die Werthaltigkeit der wesentlichen Vermögenswerte. Diese Annahmen betreffen vor allem die erwarteten Szenarien, Eintrittswahrscheinlichkeiten und wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Marktwerte der jeweiligen Sachanlagen wurden auf Basis unabhängiger externer Wertgutachten ermittelt. Bei der Ermittlung des Marktwertes für das Szenario 1 wurden ergänzend Wertabschläge aufgrund der Regelungen eines russischen Dekretes aus dem Jahr 2023 berücksichtigt, die vor- sehen, dass die Veräußerung einer Beteiligung in Russland bzw. russischer Vermögenswerte nur mit einem Abschlag von 50% des Marktwertes und einer „freiwilligen“ Abgabe von 15% auf den Marktwert an den russischen Staat erfolgen darf. Das Management des DMG MORI AG-Konzerns hält es für überwiegend wahrscheinlich, dass dieses Dekret analog auch bei der Veräußerung von gesamten wesentlichen Betriebsgrundlagen aus einer Gesellschaft heraus, z. B. Gebäuden, zur Anwendung kommen würde. Auf Basis der Szenarioanalysen sind zum 31. Dezember 2023 Wertminderungen auf Vermögenswerte (Gebäude) in Höhe von insgesamt 10,3 MIO € (Vorjahr: 10,8 MIO €) erfasst worden, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und in Höhe von 5,0 MIO € (Vorjahr: 3,8 MIO €) im Segment „Werkzeugmaschinen“ und in Höhe von 5,3 MIO € (Vorjahr: 7,0 MIO €) im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ berücksichtigt wurden. Der zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor vor Steuern betrug 16,1% (Vorjahr: 14,3%). Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, die dem Segment „Werkzeugmaschinen“ zugeordnet wurde, betrug 25,0 MIO € (Vorjahr: 38,6 MIO €). Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, die dem Segment „Industrielle Dienstleistungen“ zugeordnet wurde, betrug 4,3 MIO € (Vorjahr: 10,3 MIO €). Die zusätzliche Wertminderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus der Berücksichtigung des russischen Dekrets aus 2023 und erhöhten Kapitalkosten. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte wurden Sensitivitätsanalysen der wesentlichen Annahmen (Eintrittswahrscheinlichkeiten in den Szenarien 1 und 2, Kapitalkosten) vorgenommen. Eine Erhöhung (Reduzierung) der Eintrittswahrscheinlichkeit im Szenario 2 um 5% bei gleichzeitiger Reduzierung (Erhöhung) der Eintrittswahrscheinlichkeit im Szenario 1 würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von -1.528 T€ (Werterhöhung von 1.864 T€) führen. Die Erhöhung (Verminderung) der Kapitalkosten um 1% würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von -1.679 T€ (Werterhöhung von 2.060 T€) führen. I m Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung in Höhe von 360 T€ für eine Sachanlage, für die entschieden wurde, dass sie zukünftig nicht mehr genutzt wird. Die Wertminderung wurde dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen zugeordnet und im Segment „Werkzeugmaschinen“ erfasst. Die Wert inderungen sind in der Tabelle↗ C.30 in den Sonstigen Veränderungen der Abschreibungen 2023 unter den Anlagen in Bau enthalten. Die Abgänge der Anschaffungs- und Herstellungskosten bei den Grundstücken und Bauten im Berichtsjahr 2023 betreffen mit 15.273 T€ die Reklassifizierung von langfristigen Vermögenswerten nach IFRS 5. Die Abgänge bei den Abschreibungen und Wertminderungen aus diesem Sachverhalt betragen 10.182 T€. Der DMG MORI AG-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs. Gemäß der Anwendung von IFRS 16 weist der DMG MORI AG-Konzern zum 31. Dezember 2023 Nutzungsrechte in Höhe von Seite 166 168 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen 49.067 T€ (Vorjahr: 47.080 T€) unter den Sachanlagen aus. Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2023 betrugen 18.397 T€ (Vorjahr: 13.342 T€). Analog wurden Leasing-verbindlichkeiten in Höhe von 43.178 T€ (Vorjahr: 40.291 T€) passiviert (↗ Anhangangabe 36). Folgende Posten wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in der Bilanz gemäß Tabelle C.31 ausgewiesen: C.31 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Grundstücke und Bauten 28.417 31.094 Technische Anlagen und Maschinen 228 1.620 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.422 14.366 49.067 47.080 21. Anteile an at equity bewerteten Unternehmen Die folgenden Übersichten gemäß Tabellen C.32 / C.33 / C.34 / C.35 / C.36 zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die „at equity“ in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen: 31.12.2023 31.12.2022 Kapitalanteil Buchwert Kapitalanteil Buchwert % T€ % T€ Zum Stichtag 44.395 46.376 davon Gemeinschaftsunternehmen DMG MORI HEITEC GmbH 0,0 0 50,0 481 davon assoziierte Unternehmen DMG MORI HEITEC Digital Kft. 49,9 557 49,9 603 DMG MORI India Pvt. Ltd. 49,9 7.079 49,9 7.294 CCP Services GmbH 45,0 0 45,0 8 DMG MORI Finance GmbH 42,6 13.755 42,6 13.907 RUN-TEC GmbH 40,0 701 40,0 422 German Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS) 40,0 0 40,0 0 Vershina Operation, LLC. 33,3 1.754 33,3 1.608 INTECH DMLS Pvt. Ltd. 30,0 0 30,0 1.488 PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. 30,0 20.549 30,0 20.565 up2parts GmbH 0 0 24,9 0 C.32 Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten. 169 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 194 ff. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen“ in der ↗ Anhangangabe 15 dargestellt. Die Anteile an der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, wurden im Geschäftsjahr 2023 veräußert. Es entstand ein Veräußerungsverlust in Höhe von 480 T€, der in den sonstigen betrieblichen Auf- wendungen erfasst wurde. Die DMG MORI Finance GmbH, ein Anbieter für die Finanzierung von Werkzeugmaschinen, und die PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., ein Hersteller und Lieferant von Komponenten für Werkzeug- maschinen, schätzen wir als wesentlich ein. Die Werte der DMG MORI Finance GmbH sind in der folgenden Tabelle C.33 zusammengefasst. C.33 // DMG MORI FINANCE GMBH in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Kurzfristige Vermögenswerte 291.760 266.967 Langfristige Vermögenswerte 586.316 524.010 Kurzfristige Schulden 327.943 317.732 Langfristige Schulden 517.805 440.560 Nettobuchwert 32.328 32.685 Umsatzerlöse 256.293 217.356 Ergebnis nach Steuern -357 2.467 Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich gemäß Tabelle C.34 wie folgt: C.34 // DMG MORI FINANCE GMBH in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Nettobuchwert zum 1.1. 32.685 30.218 Ergebnis nach Steuern -357 2.467 Nettobuchwert zum 31.12. 32.328 32.685 Anteiliges Eigenkapital 13.755 13.907 Buchwert des at Equity-Ansatzes 13.755 13.907 Die Werte der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. sind in der folgenden Tabelle C.35 zusammengefasst. Seite 159 ff. 170 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.35 // PRAGATI AUTOMATION PVT. LTD. in T€ 31.12.2023 1 31.12.2022 Kurzfristige Vermögenswerte 42.253 39.010 Langfristige Vermögenswerte 35.405 39.333 Kurzfristige Schulden 14.911 14.904 Langfristige Schulden 11.475 12.724 Nettobuchwert 51.272 50.715 Umsatzerlöse 40.935 44.037 Ergebnis nach Steuern 2.103 1.239 1) Da zum Aufstellungszeitpunkt des DMG MORI AG-Konzernabschlusses die Finanzinformationen der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. per 31.12.2023 noch nicht verfügbar waren, wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzern- bilanz einbezogen wurde, auf Grundlage des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. März 2023 ermittelt. Die hieraus resultierenden Effekte für die Fortschreibung des Buchwertes zum 31. Dezember 2023 wurden geschätzt. Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich gemäß Tabelle C.36 wie folgt: C.36 // PRAGATI AUTOMATION PVT. LTD. in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Nettobuchwert zum 1.1. 50.715 51.297 Ergebnis nach Steuern 2.103 1.239 Sonstiges Ergebnis -1.546 -1.821 Nettobuchwert zum 31.12. 51.272 50.715 Anteiliges Eigenkapital 15.382 15.215 Geschäfts- oder Firmenwert aus at Equity-Bewertung 5.350 5.350 Impairment -183 0 Buchwert des at Equity-Ansatzes 20.549 20.565 Auf die Anteile an der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Wert- minderung in Höhe von 183 T€ auf den erzielbaren Betrag erfasst. Bei der Bestimmung desNutzungswertes wurde ein Abzinsungsfaktor vor Steuern in Höhe von 23,53% und für den Zeitraum nach der Prognoseperiode eine Wachstumsrate von 1,74% herangezogen. Der erzielbare Betrag betrug 20.549 T€. Die Wertminderung ergab sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der Kapital- kosten. Die PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. gehört zum Segment „Werkzeugmaschinen“. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1% würde zu einer zusätzlichen Wertminderung in Höhe von 963 T€ führen. Eine Verminderung der Wachstumsrate im Terminal Value um 1% würde zu einer zusätzlichen Wertminderung in Höhe von 684 T€ führen. Eine Verminderung der EBIT-Marge in den Prognoseperioden um 1% würde zu einer zusätzlichen Wertminderung von 856 T€ führen. Sollten sich die Inputfaktoren jeweils um 1% gegensätzlich entwickeln, würde sich eine Wertaufholung auf die vorgenommene Wertminderung in Höhe von 183 T€ ergeben. 171 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Auf die Anteile an der INTECH DMLS Pvt. Ltd. wurde im Geschäftsjahr eine Wertminderung in Höhe von 898 T€ auf den erzielbaren Betrag in Höhe von 0 T€ erfasst, da eine positive Geschäfts- entwicklung nicht mehr erwartet wird. Die INTECH DMLS Pvt. Ltd. gehört zum Segment „Werkzeugmaschinen“. Für unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen ergab sich ein aggregierter Anteil am Gewinn oder Verlust in Höhe von 77 T€ (Vorjahr: -143 T€) sowie für unwesentliche assoziierte Unternehmen in Höhe von 854 T€ (Vorjahr: -961 T€). Aus at equity bewerteten Unternehmen wurden insgesamt -1.546 T€ (Vorjahr: -1.821 T€) im sonsti- gen Ergebnis erfasst. Der DMG MORI AG-Konzern hat im Geschäftsjahr Verluste von 49 T€ (Vorjahr: 0 T€) in Bezug auf seine Anteile an der CCP Services GmbH nicht erfasst, da er keine Verpflichtung im Hinblick auf diese Verluste hat. Im Vorjahr wurden Verluste von insgesamt 92 T€ in Bezug auf seine Anteile an der up2parts GmbH nicht erfasst. Kumuliert betrugen die Verluste 49 T€ (Vorjahr: 92 T€). Der DMG MORI AG-Konzern hat im Berichtsjahr eine Dividende von der DMG MORI HEITEC Digital Kft. in Höhe von 314 T€ (Vorjahr: 324 T€) erhalten. Im Geschäftsjahr erhielt der DMG MORI AG-Kon- zern außerdem eine Dividende von der Vershina Operation, LLC. in Höhe von 167 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie von der DMG MORI India Private Ltd. in Höhe von 808 T€ (Vorjahr: 0 T€). Kumuliert betrugen die erhaltenen Dividenden 1.289 T€ (Vorjahr: 324 T€) und werden gegen die jeweiligen Buchwerte des at equity Ansatzes erfasst. 22. Beteiligungen Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hält 14,45% an der TULIP Interfaces, Inc., Somerville (USA). Durch die Kooperation mit dem US-amerikanischen Softwareanbieter TULIP vereinfacht DMG MORI AG-Konzern seinen Kunden den Einstieg in die digitale Fertigung. Der DMG MORI AG- Konzern übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der TULIP Interfaces, Inc. aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2023 betrug 71.881 T€ (Vorjahr: 104.742 T€). Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hat im Berichtsjahr im Rahmen einer Finanzierungsrunde ihren Anteil von 24,90% an der up2parts GmbH, Weiden, auf 17,85% verwässert. Die up2parts GmbH, Weiden, wurde ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gem. IAS 28 als assoziiertes Unternehmen klassi- fiziert und „at equity“ in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als Beteiligungsunternehmen. Der beizulegende Zeitwert der up2parts GmbH, Weiden, beträgt 3.747 T€ per 31. Dezember 2023. Aus der Bewertung der Anteile zum beizulegenden Zeitwert ergab sich eine Werterhöhung in Höhe von 1.592 T€, die im Finanzergebnis und im Segment „Werkzeugmaschinen“ ausgewiesen wird. Im März 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 1,36% an der ModuleWorks GmbH, Aachen, erworben. Der DMG MORI AG-Konzern übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäfts- tätigkeit der ModuleWorks GmbH, Aachen, aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäfts- jahr nicht. Der beizulegende Zeitwert der ModuleWorks GmbH, Aachen, beträgt 3.006 T€ per 31. Dezember 2023. 172 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Daneben sind die Anteile der GILDEMEISTER energy solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, in Höhe von 40%, die Anteile der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH an der GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane (Australien) in Höhe von 5,1% enthalten sowie die Anteile der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH in Höhe von 5% an der STBO GmbH, Bielefeld und die Anteile der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an der Earlybird UNI-X Seed Fund I GmbH & Co. KG, München. Auf alle diese Gesellschaften übt der DMG MORI AG-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus. Zum 31. Dezember 2023 betrug der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen insgesamt 80.316 T€ (Vorjahr: 105.914 T€). Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 32.896 T€ auf Beteiligungen erfasst, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt wurden. Die Wertminderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes der TULIP Interfaces Inc. und resultiert insbesondere aus angepassten Wachstumsraten in den Prognoseperioden und einem Anstieg der Kapitalkosten. 23. Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Werte sind in der Tabelle C.37 zusammengefasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen enthalten. C.37 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 800 918 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 10.563 15.001 Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.840 1.398 13.203 17.317 Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten gemäß Tabelle C.38: C.38 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Darlehen an assoziierte Unternehmen 1.206 2.580 Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 510 395 Darlehen an Dritte 0 1.716 Übrige Vermögenswerte 8.847 10.310 10.563 15.001 173 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmög- lichkeit für Anteile an einer Gesellschaft in Höhe von 5.276 T€ enthalten (Vorjahr: 5.311 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Wertminderung in Höhe von 35 T€ vorgenommen (Vorjahr: Wertaufholung 2.868 T€), die im sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten gemäß Tabelle C.39: C.39 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Steuererstattungsansprüche 736 642 Übrige Vermögenswerte 1.104 756 1.840 1.398 24. Vorräte Die Vorräte setzen sich in Tabelle C.40 im Detail wie folgt zusammen: C.40 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 334.493 368.708 Unfertige Erzeugnisse 163.581 151.726 Fertige Erzeugnisse und Waren 283.949 165.906 782.023 686.340 In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 87.545 T€ (Vorjahr: 39.511 T€) enthalten, die zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben wurden. Von den am 31. Dezember 2023 bilanzierten Vorräten wurden 184.265 T€ (Vorjahr: 163.119 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen aufVorräte in Höhe von 33.280 T€ (Vorjahr: 27.268 T€) im Materialaufwand und in den Bestands- veränderungen erfasst. Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 8.584 T€ (Vorjahr: 4.874 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst. 25. Kurzfristige Forderungen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige nahestehende Unter- nehmen sind Forderungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 99.799 T€ (Vorjahr: 97.299 T€) enthalten. Daneben sind wie im Vorjahr in den Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen Forderungen gegen die DMG MORI Europe Holding GmbH aus der Darlehensvergabe 174 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen in Höhe von 500.000 T€ (Vorjahr: 540.000 T€) sowie aus der Abgrenzung von Zinsen in Höhe von 3.721 T€ (Vorjahr: 733 T€) abzüglich der Wertminderung aus dem „general approach“ enthalten. Tabelle C.41 zeigt die kurzfristigen Forderungen. C.41 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 119.591 160.523 gegen at equity bewertete Unternehmen 7.581 19.383 gegen sonstige nahestehende Unternehmen 120.785 114.306 gegen Beteiligungsunternehmen 133 157 Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 248.090 294.369 Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 503.689 540.699 751.779 835.068 Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI AG-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volu- men von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 75.000 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 44.705 T€ (Vorjahr: 37.669 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 60.069 T€ (Vorjahr: 38.741 T€) regresslos ver- kauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten. Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geografischen Regio- nen, von denen Forderungen in Höhe von 248.524 T€ (Vorjahr: 289.111 T€) nicht einzelwertberichtigt sind (siehe ↗ Anhangangabe 39), teilen sich in Tabelle C.42 wie folgt auf. C.42 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Deutschland 49.932 74.859 Europa 85.932 112.557 Asien 10.821 15.046 DMG MORI CO. Gruppe 121.000 114.934 267.685 317.396 Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und nahe- stehende Unternehmen sowie auf sonstige Vermögenswerte haben sich gemäß Tabelle C.43 wie folgt entwickelt: Seite 201 ff. 175 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.43 in T€ 2023 2022 Stand Wertberichtigungen zum 1. Januar 22.164 23.116 Ausbuchungen -16.463 -3.565 Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 13.144 2.613 Stand Wertberichtigungen zum 31. Dezember 18.845 22.164 Ein separater Ausweis der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte gem. IAS 1.82 (ba) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte auf- grund der Unwesentlichkeit des Postens nicht. Bruttowerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19.160 T€ (Vorjahr: 28.285 T€) wurden einzelwertberichtigt. Im Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sind Verminderungen der Einzelwertberichtigungen in Höhe -3.454 T€ (Vorjahr: -955 T€) enthalten. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2023 enthalten Wertberichtigungen aus dem „simplified approach“ auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 906 T€ (Vorjahr: 768 T€) sowie Wertberichtigungen aus dem „general approach“ auf sonstige Forderungen sowie Zahlungs- mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 52 T€ (Vorjahr: 55 T€). Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorgenommen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Schuldner ihren Zahlungs- verpflichtungen nicht in absehbarer Zeit nachkommen werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leis- tungen mit einem Vertragswert in Höhe von 2.439 T€ (Vorjahr: 3.186 T€), die aber derzeit noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferun- gen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Siebetreffen eine Vielzahl von Einzelfällen. Detils zur Ermittlung der Wertberichtigungen und zu Kreditrisiken sind unter↗ Anhangangabe 39 beschrieben. 26. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich in Tabelle C.44 wie folgt zusammen: 176 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 201 ff. C.44 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 38.789 41.239 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 86.924 137.192 125.713 178.431 Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten, gemäß Tabelle C.45: C.45 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Forderungen aus Factoring 10.540 11.520 Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 4.915 7.546 Diskontierte Kundenwechsel 4.249 2.197 Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente 3.438 1.947 Darlehen an Dritte 3.048 3.301 Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen 2.552 3.310 Debitorische Kreditoren 1.991 2.160 Forderungen an Organe 858 3.170 Forderungen an Mitarbeiter 319 402 Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 6.879 5.686 38.789 41.239 Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten, wie in Tabelle C.46 dargestellt: C.46 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Geleistete Anzahlungen 42.439 79.704 Steuererstattungsansprüche 16.828 23.698 Vorauszahlungen für Dienstleistungen / Lizenzen 15.556 20.181 Übrige Vermögenswerte 12.101 13.609 86.924 137.192 Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. In den übrigen Vermögenswerten sind unter anderem Ex-Post-Zertifikate in Höhe von 4.062 T€ (Vorjahr: 5.009 T€) im Zusammenhang mit unseren Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Klimaschutz- projekte enthalten. Bei den bilanzierten Zertifikaten handelt es sich um entgeltlich erworbene 177 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Zertifikate, deren Erstbewertung zu Anschaffungskosten erfolgte. Die Folgebewertung erfolgt mit der Durchschnittsmethode. Zum Ende des Geschäftsjahrs beträgt die Anzahl der Zertifikate 3.402.374 (Vorjahr: 4.194.402). 27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 158.685 T€ (Vorjahr: 177.413 T€). Details zur Ermittlung und Berücksichtigung von Wertminderungen sind unter ↗ Anhangangabe 39 zu finden. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 „Cash Flow Statements“ bilden, ist in der ↗ Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. 28. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Im zweiten Halbjahr 2023 entschied das Management der DMG MORI Aktiengesellschaft, ein Grund- stück mit Gebäude in Stuttgart und ein Grundstück mit Gebäude in Frankfurt zu verkaufen, da die dort ansässigen Tochtergesellschaften zukünftig auf eine Konzerngesellschaft verschmolzen werden sollen. Es wurde bereits ein Dritter damit beauftragt die Grundstücke mit Gebäuden zu ver- markten. Der Verkauf soll bis Ende 2024 abschlossen werden. Die Grundstücke und Gebäude wurden per 31.12.2023 zum niedrigeren Wert von Buchwert und bei- zulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten im Zeitpunkt der Umklassifizierung bewertet. Ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung erfolgte keine planmäßige Abschreibung mehr. Die Vermögenswerte aus diesen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten sind in der Segmentberichterstattung im Geschäftssegment „Industrielle Dienstleistungen“ ausgewiesen. 29. Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den Posten gemäß Tabellen C.47 / C.48 zuzuordnen. 178 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 201 ff. Seite 110 f. C.47 31.12.2023 31.12.2022 in T€ 1) aktiv passiv aktiv passiv Immaterielle Vermögenswerte 8.582 19.442 8.067 20.628 Sachanlagen 9.320 13.615 8.381 12.997 Finanzanlagen 0 1.618 211 1.103 Vorräte 18.266 972 15.917 818 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 2.069 858 2.581 3.061 Rückstellungen 20.507 5.231 20.108 5.236 Verbindlichkeiten 11.995 7.239 12.015 3.946 Steuergutschriften 752 0 3.296 0 Steuerliche Verlustvorträge 584 0 1.552 0 72.075 48.975 72.128 47.789 Saldierungen -40.425 -40.425 -41.283 -41.283 31.650 8.550 30.845 6.506 1) Zum Zwecke der verbesserten Darstellung wurden die latenten Steuern auf Leasingsachverhalte gem. IFRS 16 erstmals unter den Sachanlagen und Ver- bindlichkeiten unsaldiert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. C.48 2023 2022 Latenter Latenter in T€ Steueraufwand/-ertrag Steueraufwand/-ertrag Immaterielle Vermögenswerte -1.887 16.510 Sachanlagen -394 -918 Finanzanlagen 1.190 -8 Vorräte -1.899 -657 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte -1.670 1.164 Rückstellungen 868 3.841 Verbindlichkeiten 1.131 -473 Steuergutschriften 2.557 1.526 Steuerliche Verlustvorträge 978 637 874 21.622 Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechts- lage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritäts- zuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Ein- schätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommens- situation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steu- ern realisiert werden können. 179 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Die passiven latenten Steuern auf Immaterielle Vermögenswerte resultieren insbesondere aus der Nutzung des steuerlichen Wahlrechts zur Sofort-Abschreibung von Software in Deutschland. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 584 T€ (Vorjahr: 1.552 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vor- jahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Auf ausländische Tochtergesellschaften ent- fallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 584 T€ (Vorjahr: 1.552 T€). Im Berichts- jahr wurden 968 T€ (Vorjahr: 682 T€) aktive latente Steuern mit tatsächlichem steuerlichem Einkom- men verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 10.731 T€ (Vorjahr: 35.713 T€), von denen 8.297 T€ (Vorjahr: 28.653 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 1.719 T€ (Vorjahr: 4.525 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 6.578 T€ (Vorjahr: 24.128 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 57.952 T€ (Vorjahr: 45.588 T€) wurden nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu ver- steuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steuern verwenden kann. Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 12.259 T€ (Vorjahr: 12.928 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da diesbezüglich die Voraussetzungen von IAS 12.39 nicht erfüllt sind. Auf geplante Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen wurden im Berichtsjahr 1.008 T€ (Vorjahr: 0 T€) latente Steuern angesetzt. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag um 760 T€ auf 4.071 T€ (Vorjahr: 4.831 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 8.048 T€ (Vorjahr: 7.037 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungs- mathematischen Gewinne und Verluste sowie aus passiven latenten Steuern in Höhe von 465 T€ (Vorjahr: 1.108 T€) im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten und in Höhe von 3.512 T€ (Vorjahr: 1.098 T€) auf Nettoinvestitionen zusammen. 30. Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 sind in der ↗ Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nenn- wert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT (Stand: Mai 2023) entnommen. 180 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 113 f. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Bei Bareinlagen können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a// hinsichtlich eines anteiligen Betrags des Grundkapitals von bis zu € 5.000.000,00 zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 AktG verbundener Unternehmen, b// bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unter- nehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Gewährung von Aktien zu erwerben, c// bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsen- preis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grund- kapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Aus- schluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, d// um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen. Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und lit. c) ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent-Grenze sind solche Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 9. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben. 181 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 betrug unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren. Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden. G E W I N N R Ü C K L A G E N , G E S E T Z L I C H E R Ü C K L A G E U N D A N D E R E R Ü C K L A G E N Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt unverändert 680.530 €. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzern- abschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapital- konsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgs- neutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen. Andere Rücklagen In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Zusammenhang mit Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 6.853 T€ (Vorjahr: 4.411 T€) erfasst. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanz- instrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen 465 T€ zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 1.108 T€). Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. Gewinnverwendung Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahres- abschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres. Zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten. Das Geschäftsjahr 2023 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem handelsrecht- lichen Ergebnis vor Gewinnabführung von 147.472.029 € (Vorjahr: 146.508.827 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI Europe Holding GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern. 182 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Zum 31. Dezember 2023 weist die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wie im Vorjahr keinen handelsrechtlichen Bilanzgewinn aus. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidier- ten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 20.223 T€ (Vorjahr: 20.811 T€). Darin enthalten sind nicht beherrschende Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China), in Höhe von 49%. Die nicht beherrschenden Anteile werden von der DMG MORI COMPANY LIMITED gehalten. Im Geschäftsjahr wurden die rest- lichen 15% an der ISTOS GmbH von der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH erworben, daher erfolgt für die ISTOS GmbH kein Ausweis mehr unter den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital. A N G A B E N Z U M K A P I TA L M A N A G E M E N T Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORI AG-Konzern eine wichtige Voraus- setzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Managements ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapital- quote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Zum 31. Dezember 2023 gab es keine Inanspruchnahme der Barlinie im Rahmen der syndizierten Kreditlinie und eine Inanspruchnahme der Avallinien. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI Europe Holding GmbH mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht für die Gesellschaft keine Möglichkeit mehr über eine Dividendenpolitik die Eigenkapitalausstattung des DMG MORI AG-Konzerns aktiv zu gestalten. Der Finanzmittelüberschuss wird ermittelt als Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläqui- valente abzüglich der Finanzschulden. Es ergibt sich eine Zusammenstellung der Posten gemäß der folgenden Tabelle C.49: C.49 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 158.685 177.413 Finanzschulden 29.014 5.668 Finanzmittelüberschuss 129.671 171.745 Summe Eigenkapital 1.382.180 1.422.496 Eigenkapitalquote 49,9 50,3 Gearing – – 183 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Die Summe des Eigenkapitals verringerte sich absolut um 40.316 T€. Die Eigenkapitalquote sank zum 31. Dezember 2023 auf 49,9% (Vorjahr: 50,3%). 31. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus lau- fenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI AG-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaft- lichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u. a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie. Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungs- orientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen („Defined Contribution Plans“) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weite- ren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 1.329 T€ im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: 1.705 T€). Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen („Defined Benefit Plans“), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet. Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber ver- pflichtet, sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Dar- über hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage)Risiko. Im DMG MORI AG-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüb- lichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschafts- barwert der Versorgungszusagen bzw. „Defined Benefit Obligation“) wurde nach versicherungs- mathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden in Deutschland die „Richttafeln 2018G“ von Klaus Heu- beck verwendet. In der Schweiz wurden für die Berechnungen die „technischen Grundlagen BVG 184 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen 2015, Generationentafeln“ verwendet. Sie basieren auf den aktuellsten, verfügbaren Beobachtungen der Sterblichkeit von mehrheitlich privatrechtlichen Pensionskassen und berücksichtigen die zukünftige Veränderung der Sterblichkeit im Zeitablauf. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen in Tabelle C.50 bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: C.50 2023 2022 in % Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Diskontierungszinssatz 3,14 1,13 3,63 1,36 Gehaltstrend 0,00 5,52 0,00 9,32 Rententrend 2,20 3,03 2,20 2,88 Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige fest- verzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für unsere ausländischen Gesellschaften wurde eine zukünftige durchschnitt- liche Gehaltssteigerung von 5,52% berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich gemäß Tabelle C.51 herleiten. 31.12.2023 31.12.2022 in T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen 24.998 3.806 25.632 3.952 + Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 15.171 13.483 13.985 11.906 - Zeitwert des Planvermögens -15.559 -14.063 -15.767 -12.726 = Nettowert der bilanzierten Beträge am Stichtag 24.610 3.226 23.850 3.132 davon Pensionen 24.998 3.226 25.633 3.132 davon Vermögenswerte (–) -388 0 -1.783 0 C.51 185 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen, berück- sichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus den Werten gemäß Tabelle C.52 zusammen. C.52 2023 2022 in T€ in % in T€ in % Börsennotiert Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 261 0,88 255 0,90 Aktien 4.088 13,80 3.692 12,96 Obligationen 4.128 13,94 3.544 12,44 Immobilien 3.107 10,49 2.946 10,34 Andere 561 1,89 385 1,35 Nicht börsennotiert qualifizierende Versicherungsverträge (Lebensversicherung) 15.559 52,53 15.767 55,34 Andere 1.918 6,47 1.904 6,67 Planvermögen 29.622 100 28.493 100 Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Auf- wendungen aus dem Planvermögen betragen 62 T€ (Vorjahr: Erträge in Höhe von 174 T€). Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 27.770 T€ (Vorjahr: 23.824 T€) gebildet worden. Die Tabellen C.53 / C.54 zeigen die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile. 186 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.53 2023 Nettoschuld (Nettovermögenswert) Leistungsorientierte Beizulegender Zeitwert aus leistungsorientierten Verpflichtung des Planvermögens Versorgungsplänen in T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Stand zum 1. Januar 39.617 15.858 -15.767 -12.726 23.850 3.132 Erfasst im Gewinn oder Verlust Laufender Dienstzeitaufwand 0 545 0 0 0 545 Nachzuverrechnender Dienstzeit- aufwand 781 -454 0 0 781 -454 Zinsaufwand (Zinserträge) 1.309 397 -563 -254 746 143 Währungsdifferenz 0 630 0 -683 0 -53 2.090 1.118 -563 -937 1.527 181 Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus: – finanziellen Annahmen 2.978 623 0 0 2.978 623 – erfahrungsbedingter Berichtigung -104 -858 0 0 -104 -858 – demographischer Berichtigung 0 0 0 0 0 0 Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 174 704 174 704 2.874 -235 174 704 3.048 469 Sonstiges Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -2.174 -893 -2.174 -893 Geleistete Zahlungen -3.003 548 2.771 -211 -232 337 Sonstige -1.409 0 0 0 -1.409 0 -4.412 548 597 -1.104 -3.815 -556 Stand zum 31. Dezember 40.169 17.289 -15.559 -14.063 24.610 3.226 187 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.54 2022 Nettoschuld (Nettovermögenswert) Leistungsorientierte Beizulegender Zeitwert aus leistungsorientierten Verpflichtung des Planvermögens Versorgungsplänen in T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt Stand zum 1. Januar 46.816 16.564 -15.979 -12.531 30.837 4.033 Erfasst im Gewinn oder Verlust Laufender Dienstzeitaufwand 0 1.000 0 0 0 1.000 Nachzuverrechnender Dienstzeit- aufwand 195 -39 0 0 195 -39 Zinsaufwand (Zinserträge) 424 141 -148 -34 276 107 Währungsdifferenz 0 625 0 -531 0 94 619 1.727 -148 -565 471 1.162 Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus: – finanziellen Annahmen -6.802 -3.360 0 0 -6.802 -3.360 – erfahrungsbedingter Berichtigung 140 1.143 0 0 140 1.143 – demographischer Berichtigung 0 0 0 0 0 0 Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -233 588 -233 588 -6.662 -2.217 -233 588 -6.895 -1.629 Sonstiges Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -992 -760 -992 -760 Geleistete Zahlungen -2.954 -216 1.585 542 -1.369 326 Sonstige 1.798 0 0 0 1.798 0 -1.156 -216 593 -218 -563 -434 Stand zum 31. Dezember 39.617 15.858 -15.767 -12.726 23.850 3.132 Die Position „Sonstige“ in den Tabellen C.53 / C.54 beinhaltet die Veränderung des Aktivübergangs einer Tochtergesellschaft. In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie in Tabelle C.55 dargestellt, geändert. C.55 in T€ 2023 2022 2021 2020 2019 Barwert aller Versorgungszusagen 57.458 55.475 63.380 66.436 70.029 Zeitwert des Planvermögens aller Fonds -29.622 -28.493 -28.510 -25.758 -27.021 Finanzierungsstatus 27.836 26.982 34.870 40.678 43.008 188 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Es wird erwartet, dass in 2024 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 3.026 T€ (Vorjahr für 2023: 2.907 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich rund 429 T€ (Vorjahr für 2023: 355 T€) betragen werden. Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rund elf Jahre und für die Schweiz rund sechzehn Jahre. Für die wichtigsten Annahmen zur Berechnung der Verpflichtung wurden Sensitivitätsanalysen erstellt. Der Diskontierungsfaktor, die Annahme zur Lohnentwicklung und die Lebenserwartung wurden um einen festen %-Satz bzw. um 1 Jahr vermindert bzw. erhöht. Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungs- mathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst. Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt in der Tabelle C.56 dar. C.56 Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2023 in T€ in % Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 57.458 bei: Verminderung des Diskontierungszinssatzes um 0,25%-Punkte 58.484 1,79 Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,25%-Punkte 55.765 -2,95 Verminderung des Rententrends um 0,25%-Punkte 56.253 -2,10 Erhöhung des Rententrends um 0,25%-Punkte 57.949 0,85 Lebenserwartung – 1 Jahr 55.027 -4,23 Lebenserwartung + 1 Jahr 59.158 2,96 Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, bzw. verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte. 32. Sonstige Rückstellungen Die wesentlichen Rückstellungsinhalte sind in Tabelle C.57 aufgeführt. 189 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.57 31.12.2023 31.12.2022 davon davon in T€ gesamt kurzfristig gesamt kurzfristig Verpflichtungen aus dem Personalbereich 106.055 84.222 100.152 77.052 Verpflichtungen aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 64.532 56.069 64.678 53.335 Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 82.048 81.095 104.494 100.038 Übrige 51.619 46.408 49.435 44.010 304.254 267.794 318.759 274.435 In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des DMG MORI AG-Konzerns sind Ver- pflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 40.969 T€ (Vorjahr: 46.236 T€), Altersteilzeit in Höhe von 6.795 T€ (Vorjahr: 5.313 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 15.296 T€ (Vor- jahr: 12.895 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 12.213 T€ (Vorjahr: 10.895 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellungen soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rück- stellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert pas- siviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treu- handverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 „plan assets“ dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Auf- wendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2023 waren Zahlungsmittel in Höhe von 2.483 T€ (Vorjahr: 3.288 T€) auf den Treuhandverein übertragen. Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse sowie möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und sonstige Vertriebsaufwendungen enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellungen soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die übrigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für eine Vielzahl von erkennbaren Einzel- risiken und übrige Verpflichtungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Der DMG MORI AG-Konzern ist im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten involviert, deren Ausgang nicht mit Sicherheit voraus- gesehen werden kann. Rechtsstreitigkeiten können beispielsweise auftreten im Zusammenhang mit Gewährleistungen und Services. Für aus Rechtsstreitigkeiten resultierende Risiken werden Rückstellungen gebildet, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussicht- liche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Aufgrund der hierbei erforderlichen Annahmen sind auch die Bildung und Bewertung von Rückstellungen mit Unsicherheiten verbunden. Die zum Bilanzstichtag für Rechtsstreitigkeiten bilanzierten Rück- stellungen betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von 190 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Werkzeugmaschinen. Daneben bestehen Rechtsstreitigkeiten zu Verträgen mit Dritten. Für diese Fälle wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Auf weitere Angaben wurde unter Berufung auf IAS 37.92 verzichtet. Das Risiko, dass über diese Rückstellungen hinaus, weitere Abflüsse erfolgen, wird zum 31. Dezember 2023 als unwahrscheinlich eingeschätzt. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2024 erfüllt werden. Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel in Tabelle C.58 zu entnehmen. C.58 Inanspruch- Sonstige in T€ 01.01.2023 Zuführungen nahmen Auflösungen Veränderungen 31.12.2023 Verpflichtungen aus dem Personalbereich 100.152 75.734 63.402 5.708 -721 106.055 Verpflichtungen aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 64.678 36.313 32.743 4.136 420 64.532 Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 104.494 39.560 47.971 12.474 -1.561 82.048 Übrige 49.435 33.357 22.035 9.230 92 51.619 318.759 184.964 166.151 31.548 -1.770 304.254 Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. I n den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das „Long-Term- Incentive“, eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 2.122 T€ (Vorjahr: 8.166 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des „Long-Term-Incentive“ finden Sie im Kapitel ↗ Vergütungsbericht des Konzernlageberichtes. 33. Finanzschulden Per 31. Dezember 2023 weist der DMG MORI AG-Konzern gemäß der Tabellen C.59 / C.60 Finanz- schulden in Höhe von 29.014 T€ (Vorjahr: 5.668 T€) aus. Sie resultieren aus der Aufnahme von Finanzierungsmitteln für den Neubau unseres Produktionswerks in Pinghu (China). Der gesamte Finanzierungsrahmen beträgt 57,4 MIO €. C.59 davon davon davon Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit in T€ 31.12.2023 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Finanzschulden 29.014 6.709 0 22.305 29.014 6.709 0 22.305 191 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 40 ff. C.60 31.12.2023 31.12.2022 Effektiver Effektiver Buchwert Restlaufzeit Zinssatz Buchwert Restlaufzeit Zinssatz Währung T€ in Jahren % Währung T€ in Jahren % Darlehen CNY 22.305 > 5 3,8 CNY 3.739 bis 1 3,9 Kontokorrent- kredite CNY 6.709 bis 1 3,4 CNY 1.929 bis 1 3,4 29.014 5.668 Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und – im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements – für den Großteil der Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finan- zierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 781,0 MIO € (Vorjahr: 772,4 MIO €). Bestandteile der Finanzierungslinien sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 500,0 MIO €), bilaterale Avallinien in Höhe von 58,6 MIO € (Vorjahr: 63,2 MIO €), der Finanzierungrahmen für das Produktionswerk Pinghu (China) über 57,4 MIO € sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 165,0 MIO € (Vorjahr: 160,0 MIO €). Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 4,3% (Vorjahr: 1,3%). Der DMG MORI AG-Konzern verfügt per 31. Dezember 2023 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2022 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2027 verlängert werden. Sie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI AG-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanz- relation vorgibt. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Der syn- dizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen. Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DMG MORI Pfronten GmbH (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH), DMG MORI Seebach GmbH (bisher: DECKEL MAHO Seebach GmbH), DMG MORI Bielefeld GmbH (bisher: GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH), DMG MORI Spare Parts GmbH, DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, FAMOT Pleszew Sp. z o.o., DMG MORI TORTONA S.r.l. (bisher: GRAZIANO Tortona S.r.l.) sowie DMG MORI BERGAMO S.r.l. (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.) sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie. Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betrugen 411,4 MIO € (Vorjahr: 447,2 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 200,0 MIO € (Vorjahr: 200,0 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Kredite und Factoring) von 211,4 MIO € (Vorjahr: 247,2 MIO €). 192 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen 34. Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten die Positionen in der folgenden Tabelle C.61. C.61 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Abgrenzungsposten 7.844 5.707 Übrige langfristige Verbindlichkeiten 284 91 8.128 5.798 Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten ent- halten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts- struktur“ gewährten Investitionszuschüsse, Investitionszulagen gemäß Forschungszulagengesetz sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 1.775 T€ (Vor- jahr: 1.950 T€) in Anwendung von IAS 20 „Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance“. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Investitionszulagen gezahlt worden (Vorjahr: 0 T€). Zudem werden in der Position regionale Zuwendungen in Höhe von 6.214 T€ (Vorjahr: 3.932 T€) für den Neubau unseres Produktionswerkes in China ausgewiesen, die gezahlt wurden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlage- güter ertragswirksam aufgelöst. 35. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt in Tabelle C.62 dar: C.62 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 185.700 176.461 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 268.093 239.500 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 3.430 7.118 Verbindlichkeiten gegenüberBeteiligungsunternehmen 18 1.010 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 31.935 25.557 489.176 449.646 Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 76.391 T€ (Vorjahr: 65.700 T€). Eine Verbindlichkeit in Höhe von 147.472 T€ (Vorjahr: 146.509 T€) resultiert aus der Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH. 193 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Details und Erläuterungen zu den Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen und den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen sind in der ↗ Anhangangabe 6 enthalten. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen der Tabelle C.63: C.63 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Verbindlichkeiten aus Factoring 13.273 7.876 Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 956 2.231 Kreditorische Debitoren 7.723 4.552 Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9.983 10.898 31.935 25.557 Die Verbindlichkeiten aus Factoring beinhalten Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring-Verein- barungen in Höhe von 9.351 T€ (Vorjahr: 6.735 T€). Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 956 T€ (Vorjahr: 2.231 T€) vor allem in USD, GBP, CHF und JPY. In den übrigen finan- ziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 8.487 T€) enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen, gemäß Tabelle C.64: C.64 in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Verbindlichkeiten aus Steuern 30.949 24.392 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.334 4.801 Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 2.364 2.051 Abgrenzungsposten 3.032 2.753 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 404 410 42.083 34.407 Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 16.178 T€ (Vorjahr: 12.413 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 12.287 T€ (Vorjahr: 9.285 T€). 36. Leasing Leasingverhältnisse als Leasingnehmer Der DMG MORI AG-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs. 194 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 151 ff. In den Tabellen C.65 / C.66 sind die Zugänge und Abschreibungen der Nutzungsrechte, die in den Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten enthalten sind, dargestellt. C.65 // NUTZUNGSRECHTE 2023 Nutzungsrecht andere Nutzungsrecht Anlagen, Nutzungsrecht Technische Betriebs- und Grundstücke Anlagen und Geschäftsaus- in T€ und Bauten Maschinen stattung Gesamt Anschaffungskosten Stand 1. Januar 41.265 9.168 31.537 81.970 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -292 349 -69 -12 Sonstige Veränderungen 112 143 400 655 Zugänge 1.098 15 17.284 18.397 Abgänge -3.066 -8.817 -11.773 -23.656 Stand 31. Dezember 39.117 858 37.379 77.354 Abschreibungen Stand 1. Januar 10.171 7.548 17.171 34.890 Unterschiede aus der Währungsumrechnung -50 125 1 76 Zugänge 4.336 1.355 10.230 15.921 Abgänge -3.757 -8.398 -10.445 -22.600 Stand 31. Dezember 10.700 630 16.957 28.287 Nettobuchwert 31. Dezember 28.417 228 20.422 49.067 195 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.66 // NUTZUNGSRECHTE 2022 Nutzungsrecht andere Nutzungsrecht Anlagen, Nutzungsrecht Technische Betriebs- und Grundstücke Anlagen und Geschäftsaus- in T€ und Bauten Maschinen stattung Gesamt Anschaffungskosten Stand 1. Januar 36.345 11.596 35.126 83.067 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 221 -96 102 227 Sonstige Veränderungen 25 428 341 794 Veränderung Konsolidierungskreis -1.022 0 -920 -1.942 Zugänge 3.169 101 10.072 13.342 Abgänge -3.886 -2.861 -13.185 -19.932 Umbuchungen 6.413 0 1 6.414 Stand 31. Dezember 41.265 9.168 31.537 81.970 Abschreibungen Stand 1. Januar 9.544 7.447 20.254 37.245 Unterschiede aus der Währungsumrechnung 2 -63 -77 -138 Sonstige Veränderungen 13 0 -24 -11 Veränderung Konsolidierungskreis -799 0 -431 -1.230 Zugänge 4.781 2.253 9.934 16.968 Abgänge -3.370 -2.089 -12.485 -17.944 Stand 31. Dezember 10.171 7.548 17.171 34.890 Nettobuchwert 31. Dezember 31.094 1.620 14.366 47.080 Zum 31. Dezember 2023 weist der DMG MORI AG-Konzern Nutzungsrechte in Höhe von 49.067 T€ (Vorjahr: 47.080 T€) unter den Sachanlagen aus. Die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 43.178 T€ (Vorjahr: 40.291 T€) werden in der ↗ Bilanz gesondert dargestellt. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt der DMG MORI AG- Konzern sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Aus- übung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen ergebende Lauf- zeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Kommen im Falle der Ausübung einer Kündigungsoption bzw. Nichtausübung einer Verlängerungsoption z. B. wesentliche Straf- zahlungen auf den DMG MORI AG-Konzern zu, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass der Konzern den Vertrag nicht kündigen bzw. verlängern wird. Darüber hinaus werden sonstige wirtschaftliche Faktoren in Betracht gezogen, die maßgeblich für die Ausübung von Verlängerungs- optionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen sind. Die Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann – sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt. Der Konzern schätzt, dass die potenziell zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungs- optionen ausgeübt werden, zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von 3.198 T€ (Vorjahr: 3.924 T€) führen würden. Seite 111 f. 196 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Ergänzende Angaben im Zusammenhang mit der Leasingnehmerbilanzierung sind in den ent- sprechenden ↗ Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie ↗ Bilanz enthalten. Leasingverhältnisse als Leasinggeber Finanzierungs-Leasingverhältnisse Im Geschäftsjahr 2023 war der DMG MORI AG-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen insbesondere bei Gebäuden. Ein Veräußerungsgewinn im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen. In 2023 hat der DMG MORI AG-Konzern Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen im Zusammen- hang mit Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von 204 T€ (Vorjahr: 186 T€) erfasst. Die folgende Tabelle C.67 stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen. C.67 // FINANZIERUNGS-LEASINGVERHÄLTNISSE in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Weniger als ein Jahr 161 204 Ein bis zwei Jahre 161 204 Zwei bis drei Jahre 161 204 Drei bis vier Jahre 161 204 Vier bis fünf Jahre 161 204 Mehr als fünf Jahre 2.781 3.730 3.586 4.750 Operating-Leasingverhältnisse Im Geschäftsjahr 2023 war der DMG MORI AG-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Operating- Leasing-Verträgen. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeug- maschinen. Der DMG MORI AG-Konzern hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingver- hältnisse eingestuft, da diese nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen. Der DMG MORI AG-Konzern hat 2023 Leasingerträge aus Operating-Leasingverhältnissen inkl. Erträgen aus Unterleasingverhältnissen in Höhe von 908 T€ (Vorjahr: 1.186 T€) erfasst, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Leasingerträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des DMG MORI AG-Konzerns angefallen sind, wurden in den Umsatzerlösen erfasst. Die folgende Tabelle C.68 stellt eine Fälligkeitsanalyse der nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen dar: Seite 151 ff., 163 ff. 197 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.68 // OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Weniger als ein Jahr 587 588 Ein bis zwei Jahre 64 122 Zwei bis drei Jahre 0 64 Drei bis vier Jahre 0 0 Vier bis fünf Jahre 0 0 Mehr als fünf Jahre 0 0 651 774 37. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für folgende zu Nominalwerten angesetzte Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird, gemäß Tabelle C.69: C.69 // HAFTUNGSVERHÄLTNISSE in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Bürgschaften 50 50 Gewährleistungen 481 487 Sonstige Haftungsverhältnisse 4.517 5.016 5.048 5.553 Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 hat der DMG MORI AG-Konzern Verträge über den Kauf von Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2024 im Wert von 4.376 T€ (Vorjahr für 2023: 47.068 T€) abgeschlossen. Der Wert im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der geplanten Fertigstellung des Produktionswerkes in China. 38. Finanzinstrumente Im DMG MORI AG-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen SEK, GBP, CHF, JPY und PLN gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sind in Tabelle C.70 dargestellt. 198 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.70 31.12.2023 31.12.2022 Marktwerte Marktwerte in T€ Nominalwert Vermögen Schulden Summe Nominalwert Summe Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges 24.247 96 580 -484 34.335 -89 Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten 172.688 3.342 376 2.966 159.693 -195 196.935 3.438 956 2.482 194.028 -284 Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag über- nehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der DMG MORI AG-Konzern wendet grundsätzlich IFRS 9 für die Bilanzierung von Sicherungs- geschäften an. Der DMG MORI AG-Konzern wendet die „Spot-to-Spot-Methode“ an. Die Effekte aus der Forwardkomponente werden erfolgswirksam erfasst. Der DMG MORI AG-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IFRS 9 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlich- keiten wendet der DMG MORI AG-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI AG-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 3.438 T€ (Vorjahr: 1.947 T€). Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominal- volumen von 24.247 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 30.576 T€). Die Cash- flows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Mona- ten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Am Bilanzstichtag gab es keine Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr (Vor- jahr: 3.759 T€). 199 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von -296 T€ (Vorjahr: 1.663 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von -210 T€ (Vorjahr: -1.321 T€) wurde aus dem Eigen- kapital entnommen und in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungs- verlusten erfasst, wie in Tabelle C.71 dargestellt. C.71 in T€ 2023 2022 Stand zum 1. Januar (vor Steuern) 17 -325 Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderung der Devisentermingeschäfte -296 1.663 Betrag, der aus der Rücklage für Absicherung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert worden ist (Recycling) -210 -1.321 Stand zum 31. Dezember (vor Steuern) -489 17 Der Ausweis für Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu denen der Sicherungsgeschäfte erwartet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 96 T€ (Vorjahr: 273 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 580 T€ (Vorjahr: 362 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Ver- lustrechnung erfasst werden. Im Geschäftsjahr ergaben sich analog zum Vorjahr bei den Devisentermingeschäften keine Ineffektivitäten. Zur Messung der Ineffektivität wurden die Wertänderungen der Grundgeschäfte in Höhe von 529 T€ (Vorjahr: 57 T€) herangezogen und den Wertänderungen der zugehörigen Sicherungsgeschäfte in Höhe von 529 T€ (Vorjahr: 57 T€) gegenübergestellt. Der DMG MORI AG-Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der „International Swaps and Derivatives Association“ (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des DMG MORI AG-Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32. Die Tabellen C.72 / C.73 geben einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Ver- bindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen. 200 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.72 31.12.2023 Potenzielles Bruttobeträge der Saldierungsvermögen Finanzinstrumente unter Global-Netting- in T€ in der Bilanz vereinbarungen Nettobetrag Finanzielle Vermögenswerte Devisentermingeschäfte 3.438 956 2.482 Finanzielle Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte 956 956 0 C.73 31.12.2022 Potenzielles Bruttobeträge der Saldierungsvermögen Finanzinstrumente unter Global-Netting- in T€ in der Bilanz vereinbarungen Nettobetrag Finanzielle Vermögenswerte Devisentermingeschäfte 1.947 1.078 869 Finanzielle Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte 2.231 1.078 1.153 39. Risiken aus Finanzinstrumenten Risiken aus Finanzinstrumenten Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI AG-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagement- system sind im K nzernlagebericht im Chancen- und Risikobericht erläutert. Währungsrisiken Der DMG MORI AG-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungs- zahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI AG-Kon- zern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI AG-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen. Der DMG MORI AG-Konzern sichert mindestens 90% seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten 12 Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisen- termingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen. 201 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Der DMG MORI AG-Konzern bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme. Es wird mithilfe der hypothetischen Deriva- temethode beurteilt, ob das in der Sicherungsbeziehung designierte Derivat in Bezug auf Änderun- gen der Zahlungsströme des Grundgeschäfts voraussichtlich effektiv sein wird oder effektiv war. Hauptursachen für Ineffektivitäten bei diesen Sicherungsbeziehungen sind Ausfälle der Forde- rungen, Änderungen des Zeitpunkts der abgesicherten Grundgeschäfte oder Änderungen in den abgesicherten Zahlungsströmen. Im Geschäftsjahr wurden die in der folgenden Tabelle C.74 dargestellten durchschnittlichen Sicherungskurse unserer wesentlichen Währungen für Derivate im Hedge Accounting verwendet: C.74 Durchschnittliche Durchschnittliche Sicherungskurse Sicherungskurse in € in 2023 in 2022 USD 1,08 1,07 JPY 156,48 138,79 GBP 0,88 0,87 Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI AG-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der ein- bezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Aus- wirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar. Die Tabelle C.75 zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko für die wichtigsten Währungen. C.75 // WÄHRUNG 31.12.2023 31.12.2022 1) in T€ USD JPY GBP USD JPY GBP Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen -948 -5.357 6.183 2.808 -5.454 9.561 Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften -2.205 -3.152 6.720 -5.355 -8.508 8.879 Transaktionsbezogene Fremd- währungspositionen -3.153 -8.509 12.903 -2.547 -13.962 18.440 Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position 3.209 7.688 -11.929 2.034 12.972 -17.310 Offene Fremdwährungsposition 56 -821 974 -513 -990 1.130 Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%-ige Aufwertung des Euro -5 0 -102 44 1 -116 Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%-ige Abwertung des Euro 6 -1 125 -53 -1 142 1) Die Vorjahreswerte wurden angepasst. 202 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen In den Tabellen C.76 / C.77 sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen aus Finanzinstrumenten auf die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisaus- wirkung zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, GBP, RUB und JPY jeweils um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 356 T€ niedriger gewesen (Vorjahr: 657 T€ niedriger). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung sowie der anderen Finanzinstrumente wäre um -1.667 T€ niedriger (Vorjahr: 5.044 T€ höher) gewesen. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, GBP, RUB und JPY jeweils um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeit- wert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 857 T€ höher gewesen (Vor- jahr: 874 T€ höher). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung sowie der anderen Finanzinstrumente wäre um 2.777 T€ höher (Vorjahr: -5.857 T€ niedriger) gewesen. C.76 31. Dezember 2023 Gewinn oder Verlust Eigenkapital netto in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung RUB (10%-ige Änderung) -677 827 -623 761 GBP (10%-ige Änderung) -1.056 2.036 -204 469 USD (10%-ige Änderung) 149 -86 292 -93 JPY (10%-ige Änderung) -83 0 179 -280 -1.667 2.777 -356 857 C.77 31. Dezember 2022 1) Gewinn oder Verlust Eigenkapital netto in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung RUB (10%-ige Änderung) 5.054 -6.177 -402 490 GBP (10%-ige Änderung) -1.329 1.080 -1.268 789 USD (10%-ige Änderung) 125 434 80 170 JPY (10%-ige Änderung) 1.194 -1.194 933 -575 5.044 -5.857 -657 874 1) Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Zinsrisiken Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI AG-Konzern im Wesentlichen im Zusammen- hang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungs- instrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand aus- gearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden. 203 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Zum 31. Dezember 2023 hat der DMG MORI AG-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zins- erhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1% auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 5,2 MIO € (Vorjahr: 6,4 MIO €) erhöhen. Da es sich im Wesentlichen um Zinsen auf Kontokorrentlinien und Darlehen handelt, erwarten wir keine wesentlichen Effekte bei einem Absinken des Zinsniveaus auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge würden sinken, wenn der Zinssatz um 5 Basis- punkte gesunken wäre. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht ent- stehen. In der folgenden Tabelle C.78 sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt. C.78 Nominalvolumen in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Festverzinsliche Instrumente Finanzielle Vermögenswerte 2.602 7.475 Finanzielle Verbindlichkeiten -8.958 -9.435 -6.356 -1.960 Variabel verzinsliche Instrumente Finanzielle Vermögenswerte 629.671 711.735 Finanzielle Verbindlichkeiten -104.774 -76.410 524.897 635.325 Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich. Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt in den Tabellen C.79 / C.80 dar: C.79 Gewinn oder Verlust Anstieg um Rückgang um in T€ 100 Basispunkte 5 Basispunkte 31. Dezember 2023 Variabel verzinsliche Instrumente 5.249 -262 Ergebnissensitivität (netto) 5.249 -262 C.80 Gewinn oder Verlust Anstieg um Rückgang um in T€ 100 Basispunkte 5 Basispunkte 31. Dezember 2022 Variabel verzinsliche Instrumente 6.353 -318 Ergebnissensitivität (netto) 6.353 -318 204 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI AG-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatz- finanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungs- quellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI AG-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Markt- bedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditäts- planung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit diversen Banken. Für das Produktionswerk Pinghu (China) besteht ein Finanzierungsrahmen in Höhe von 57,4 MIO € (Vorjahr: 49,2 MIO €). Die syndizierte Kreditlinie hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2022 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2027 verlängert werden. Sie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats- EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI AG- Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2023 eingehalten. Weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Dem DMG MORI AG-Konzern stehen zum 31. Dezember 2023 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläqui- valente in Höhe von 158,7 MIO € (Vorjahr: 177,4 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 200,0 MIO € (Vorjahr: 200,0 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Kredite und Factoring) in Höhe von 211,4 MIO € (Vorjahr: 247,2 MIO €) zur Verfügung. In den Tabellen C.81 / C.82 sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungs- zahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2023 bzw. am 31. Dezember 2022 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen ver- traglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremd- währungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. 205 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.81 Cashflows 2024 Cashflows 2025 - 2028 Cashflows 2029 ff. Buchwert in T€ 31.12.2023 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Finanzschulden 29.014 1.076 6.709 2.543 14.870 424 7.435 Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 43.178 1.102 11.167 1.712 23.762 2.497 8.249 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 185.700 0 185.700 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 3.430 0 3.430 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 268.093 0 268.093 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüberBeteiligungsunternehmen 18 0 18 0 0 0 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Derivaten) 30.979 0 30.979 0 0 0 0 560.412 2.178 506.096 4.255 38.632 2.921 15.684 Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich 956 (Mittelzufluss) 0 (62.049) 0 0 0 0 Mittelabfluss 0 62.882 0 0 0 0 956 0 833 0 0 0 0 C.82 Cashflows 2023 Cashflows 2024 - 2027 Cashflows 2028 ff. Buchwert in T€ 1) 31.12.2022 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Finanzschulden 5.668 211 5.668 0 0 0 0 Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 40.291 791 9.914 1.476 21.064 2.623 9.313 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 176.461 0 176.461 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 7.118 0 7.118 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 239.500 0 239.500 0 0 0 0 Verbindlichkeiten gegenüberBeteiligungsunternehmen 1.010 0 1.010 0 0 0 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Derivaten) 23.326 0 23.326 0 0 0 0 493.374 1.002 462.997 1.476 21.064 2.623 9.313 Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich 2.231 (Mittelzufluss) 0 (120.301) 0 0 0 0 Mittelabfluss 0 122.354 0 0 0 0 2.231 0 2.053 0 0 0 0 1) Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Kreditrisiken Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es, diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungs- management mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI AG-Konzern bestehen weder hinsichtlich der 206 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken . Grundsätzlich trägt der DMG MORI AG-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann. Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallsrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und der geografischen Lage. Die tatsächlichen historischen Kreditausfälle wurden mithilfe von Skalierungsfaktoren angepasst, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des DMG MORI AG-Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren auf aus der Historie zu erkennenden Trends sowie auf Vorhersagen des Bruttoinlandprodukts (BIP), Länderrisiken sowie Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus bzw. Leitzinsen. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für den DMG MORI AG-Konzern in Abhängigkeit von der Fällig- keit (nicht überfällig und überfällig) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne beeinträchtigte Bonität für 2023 und 2022 sind den Tabellen C.83 / 84 zu entnehmen. C.83 31.12.2023 Bruttobuchwert der Forderun- gen aus Ausfallquote Lieferungen Wert- Beeinträchtigte in T€ in % und Leistungen berichtigung Bonität Nicht überfällig 0,03 – 0,31 228.066 367 nein Überfällig 0,03 – 3,76 20.458 547 nein 248.524 914 C.84 31.12.2022 Bruttobuchwert der Forderun- gen aus Ausfallquote Lieferungen Wert- Beeinträchtigte in T€ in % und Leistungen berichtigung Bonität Nicht überfällig 0,05 – 0,21 276.041 521 nein Überfällig 0,05 – 2,38 13.070 250 nein 289.111 771 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED- Gruppe werden in Bezug auf Wertminderungen separat betrachtet. Für die Ermittlung der Wert- minderungen wird das Rating der DMG MORI COMPANY LIMITED sowie die Laufzeiten der Forde- rungen herangezogen. 207 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 16.463 T€ (Vorjahr: 3.565 T€) enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaft-lichen Risiken stehen im „Chancen- und Risikobericht“ des Konzernlageberichtes. Für die Bewertung der Wertminderungen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden die erwarteten Kreditausfälle, die aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag auftreten können, herangezogen. In der Regel weisen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im DMG MORI AG-Konzern am Abschlussstichtag ein geringes Kredit- risiko auf. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Wertminderung 3 T€ (Vorjahr: 1 T€). Geldanlagen werden im DMG MORI AG-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorg- fältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortial- banken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI AG-Konzern einem Kredit- risiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Ver- tragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar. Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen. 40. Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten In den Tabellen C.85 / C.86 sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögens- werte und Verbindlichkeiten dargestellt. 208 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.85 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9 Zum beizulegenden Zum beizulegenden Zu fortgeführten Zeitwert durch das Zeitwert Keiner Bewertungs- Beizulegender Anschaffungskosten sonstige Ergebnis ergebniswirksam kategorie von IFRS 9 Zeitwert in T€ (Amortized Cost) (FVOCI) (FVTPL) zugeordnet 2) Gesamt 31.12.2023 Aktiva Finanzanlagen 1) 85.592 85.592 85.592 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 158.685 158.685 158.685 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.843 194.047 248.890 248.890 Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 503.689 503.689 503.689 Forderungen aus Factoring 10.540 10.540 10.540 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 19.535 19.535 19.566 Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.342 96 3.438 3.438 747.292 279.639 3.342 96 1.030.369 1.030.400 Passiva Finanzschulden 29.014 29.014 30.160 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260.409 260.409 260.409 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 196.832 196.832 196.832 Verbindlichkeiten aus Factoring 13.273 13.273 13.273 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.706 17.706 17.706 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 376 580 956 956 517.234 0 376 580 518.190 519.336 1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 80.316 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 5.276 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten. 2) Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting. 3) Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist in den ↗ Anhangangaben 23 und ↗ 26 zu finden. 209 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.86 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9 Zum beizulegenden Zum beizulegenden Zu fortgeführten Zeitwert durch das Zeitwert Keiner Bewertungs- Beizulegender Anschaffungskosten sonstige Ergebnis ergebniswirksam kategorie von IFRS 9 Zeitwert in T€ (Amortized Cost) (FVOCI) (FVTPL) zugeordnet 2) Gesamt 31.12.2022 Aktiva Finanzanlagen 1) 111.225 111.225 111.225 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 177.413 177.413 177.413 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.487 232.800 295.287 295.287 Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 540.699 540.699 540.699 Forderungen aus Factoring 11.520 11.520 11.520 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 37.463 37.463 37.463 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.673 273 1.946 1.946 829.582 344.025 1.673 273 1.175.553 1.175.553 Passiva Finanzschulden 5.668 5.668 5.668 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 246.971 246.971 246.971 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 177.117 177.117 177.117 Verbindlichkeiten aus Factoring 7.876 7.876 7.876 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15.450 15.450 15.450 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.869 362 2.231 2.231 453.082 0 1.869 362 455.313 455.313 1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 105.914 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 5.311 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten. 2) Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting. 3) Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist in den ↗ Anhangangaben 23 und ↗ 26 zu finden. Die Tabelle enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögens- werte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Unter den Finanz- anlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die gem. IFRS 9 in die Kategorie „bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt werden (FVOCI)“ eingeordnet wurden. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegen fremde Dritte, gegen sonstige nahestehende Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegen Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Sonstige Forde- rungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind separat dargestellt. Der analoge Ausweisgilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe ↗ Anhangangabe 35). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind unter ↗ Anhangangabe 23, ↗ Anhangangabe 26, ↗ Anhangangabe 34 und ↗ Anhangangabe 35 dargestellt. Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrunde- legung instrumentenspezifischer Marktparameter. Seite 193 f., 173 Seite 176 ff., 193, 193 ff. 210 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Fair Value der Eigenkapital- instrumente beträgt 85,6 MIO € (Vorjahr: 111,2 MIO €) und setzt sich im Wesentlichen aus der Beteiligung an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA), sowie weiteren einzelnen nicht wesent- lichen Gesellschaften zusammen. Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode anhand von geschätzten Cashflows, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berück- sichtigt werden. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der TULIP Interfaces Inc. erfolgte analog zum Vorjahr auf der Basis der Discounted-Cashflow-Methode. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Bar- wert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der geplanten Umsatzerlöse und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren Inputfaktoren in 2023 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 12,50% und die Wachstumsrate von 1,00%. Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Wachstumsrate höher (niedriger) wäre. Für die beizulegenden Zeitwerte der TULIP Interfaces Inc. hätte eine für möglich gehaltene Ände- rung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der ande- ren Inputfaktoren, die in Tabelle C.87 aufgeführte, folgende Auswirkung: C.87 // GEWINN ODER VERLUST 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022 in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung WACC (1,00%-ige Änderung) -3.329 4.093 -5.869 7.033 Wachstumsrate (1,00%-ige Änderung) 4.651 -3.793 1.095 -1.095 In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmög- lichkeit für Anteile an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungs- modell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobe- reinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren Input- faktoren in 2023 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 10,13% (Vorjahr: 7,82%) und die jähr- lich erwarteten Umsatzerlöse (zwischen 2.580 T€ und 2.824 T€) in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Für die beizulegenden Zeitwerte der Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfakto- ren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen, wie in der folgen- den Tabelle C.88 dargestellt: 211 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.88 // GEWINN ODER VERLUST 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022 in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung WACC (1,00%-ige Änderung) -514 585 -574 648 Degradation (0,50%-ige Änderung) -330 341 -438 453 Marktpreis für Strom (0,50%-ige Änderung) 305 -289 411 -387 Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungs- währung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buch- wert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zah- lungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt. Fair-Value-Hierarchie Zum 31. Dezember 2023 wurden die in der Tabelle C.89 dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. C.89 31.12.2023 31.12.2022 in T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Finanzielle Vermögenswerte Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen (erfolgsneutral) 1) 85.592 111.225 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI2) 193.339 708 226.476 6.324 Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 96 273 Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 3.342 1.673 Finanzielle Verbindlichkeiten Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 580 362 Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 376 1.869 1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 80.316 T€ (Vorjahr: 105.914 T€) unter den Beteiligungen und in Höhe von 5.276 T€ (Vorjahr: 5.311 T€) unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten. 2) Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI, die in Stufe 3 eingestuft wurden, liegen individuelle Wertberichtigungen zugrunde. Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Input- daten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert: 212 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögens- werte und Verbindlichkeiten; Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen; Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der bei- zulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte der zu fort- geführten Anschaffungskosten bewerteten sonstigen finanzielle Vermögenswerte und Finanz- schulden in Tabelle C.85 sind der Stufe 2 zugeordnet. In den Finanzanlagen ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Der beizulegende Zeitwert betrug 5.276 T€ (Vorjahr: 5.311 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung in Höhe von -35 T€ (Vorjahr: 2.868 T€) im sonstigen Ergebnis berück- sichtigt. Der DMG MORI AG-Konzern hat die Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft gem. IFRS 9 als FVOCI eingestuft und Stufe 3 zugeordnet. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht. Daneben ist hier der beizulegende Zeitwert der Beteiligung an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA), in Höhe von 71.881 T€ (Vorjahr: 104.742 T€) enthalten (weitere Erläuterungen siehe ↗ Anhangangabe 22). Die folgende Tabelle C.90 stellt die Zugänge der Finanzanlagen im Geschäftsjahr in Level 3 der Fair- Value-Hierarchie dar: C.90 // BETEILIGUNGEN LEVEL 3 in T€ 2023 2022 Anfangsbestand 111.225 109.203 Zugänge 7.263 461 Wertänderungen -32.896 1.561 Abgänge 0 0 Endbestand 85.592 111.225 Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 sind in den Tabellen C.91 / C.92 dargestellt. Seite 172 ff. 213 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen C.91 aus Folgebewertung zum beizulegenden Währungs- Wertberichti- in T€ aus Zinsen Zeitwert umrechnung gung 2023 Vermögenswerte der Kategorie: Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 23.524 20.055 445 44.024 Schuldinstrumente – Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) 56 2.874 2.930 Eigenkapitalinstrumente – Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) -32.896 -32.896 Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) 1.669 1.669 Verbindlichkeiten der Kategorie: Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) -8.537 -26.654 -35.191 Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) 1.493 1.493 Summe 14.987 -29.734 -6.543 3.319 -17.971 C.92 aus Folgebewertung zum beizulegenden Währungs- Wertberichti- in T€ aus Zinsen Zeitwert umrechnung gung 2022 Vermögenswerte der Kategorie: Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 5.623 29.800 1.119 36.542 Schuldinstrumente – Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) -4.972 -167 -5.139 Eigenkapitalinstrumente – Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) 1.561 1.561 Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) -1.379 -1.379 Verbindlichkeiten der Kategorie: Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) -3.903 -17.532 -21.435 Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) -1.081 -1.081 Summe 1.720 -899 7.296 952 9.069 Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten derBewertungskategorie „Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten“ resultiert im Wesentlichen aus Aufwand für Bürgschaftsprovisionen und Bereitstellungsgebühren. 214 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Bilanz Konzernabschluss Weitere Informationen ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG 41. Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 „Cash Flow Statements“ werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unter- nehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit, nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie nach Inflationsanpassungen des Cashflows (IAS 29) unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im enge- ren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geld- anlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesent- lichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder Finanzierung darstellen, ermittelt. Durch die Anwendung des IFRS 16 erfolgt der Ausweis der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für passivierteLeasingverpflichtungen in 2023 betrugen 16.566 T€ (Vorjahr: 16.326 T€), davon für Tilgung 15.660 T€ (Vorjahr: 15.712 T€) und für Zinsen 906 T€ (Vorjahr: 614 T€). Zahlungsmittelabflüsse für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert sind hier nicht enthalten. Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt. In den Tabellen C.93 / C.94 wird die Überleitung von der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeitn zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. 215 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen C.93 Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung Nicht gegenüber der beherrschende Finanz- Leasing- DMG MORI Europe Anteile an der in T€ schulden verbindlichkeiten Holding GmbH ISTOS GmbH Gesamt Stand 1. Januar 2023 5.668 40.291 146.509 152 192.620 Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden 24.180 24.180 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH -146.509 -146.509 Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -15.660 -15.660 Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen -292 -292 Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 24.180 -15.660 -146.509 -292 -138.281 Auswirkungen von Wechselkursänderungen -834 1.206 372 Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI Europe Holding GmbH für das Jahr 2023 147.472 147.472 Sonstige Veränderungen 17.341 140 17.481 Stand 31. Dezember 2023 29.014 43.178 147.472 0 219.664 C.94 Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung Darlehen von gegenüber der sonstigen Finanz- Leasing- DMG MORI Europe nahestehenden in T€ schulden verbindlichkeiten Holding GmbH Unternehmen Gesamt Stand 1. Januar 2022 0 45.153 29.250 4.139 78.542 Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden 5.921 5.756 11.677 Gewinnabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH -29.250 -29.250 Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -15.712 -15.712 Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 5.921 -15.712 -29.250 5.756 -33.285 Veränderungen aufgrund der Übernahme oder dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen -723 -723 Auswirkungen von Wechselkursänderungen -253 218 -460 -495 Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI Europe Holding GmbH für das Jahr 2022 146.509 146.509 Sonstige Veränderungen 11.355 11.355 Stand 31. Dezember 2022 5.668 40.291 146.509 9.435 201.903 216 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022 an die DMG MORI Europe Holding GmbH ergab sich in 2023 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 146.509 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird. Die Ergebnisabführung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 147.472 T€ führte in 2023 noch nicht zu einem Zahlungsmittelabgang. Die sonstigen Veränderungen der Leasingverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus den neu hinzu- gekommenen Nutzungsrechten im Anlagevermögen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Berichtsjahr ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erwerb von 1,36% der Anteile an der ModuleWorks GmbH, Aachen, sowie aus einer Kapitaleinzahlung bei der Earlybird UNI-X Seed Fund I GmbH & Co. KG, München. Im April 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH sämtliche Anteile in Höhe von 50% an der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, verkauft. Die Gegenleistung für den Verkauf der Anteile betrug 78 T€. Der Zahlungsmittelzufluss wurde im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der DMG MORI AG-Konzern erhielt im Berichtsjahr Einzahlungen für Darlehen von der DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, und von der RUN-TEC GmbH, Niedenstein. Im Berichtsjahr wurden Auszahlungen für Darlehen an die mipart GmbH, Weiden, an die CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, und an die up2parts GmbH, Weiden, getätigt. Im Oktober 2023 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH die restlichen 15% an der ISTOS GmbH, Bielefeld, erworben. Die Gegenleistung für den Kauf der Anteile betrug 292 T€. Der Zahlungsmittelabfluss wurde im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden im Rahmen der Neuordnung des Vertriebs und Services 100,0% der Anteile der DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, an ein Tochterunternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), verkauft. Der Kaufpreis betrug 5.418 T€. Im Rahmen der Transaktion wurden Zahlungsmittel in Höhe von 4 T€ übertragen, so dass im Vorjahr im Cash- flow aus Investitionstätigkeit ein Zahlungsmittelzufluss von 5.414 T€ ausgewiesen wurde. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden 1,0% der Anteile an der DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), an die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), verkauft. Der erhaltene Kaufpreis betrug insgesamt 144 T€. Im Rahmen der Transaktion wurden Zahlungsmittel in Höhe von 3.868 T€ übertragen, so dass im Vorjahr im Cashflow aus Investitionstätigkeit ein Zahlungsmittel- abfluss von 3.724 T€ ausgewiesen wurde. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, und der Spare- PartsNow GmbH, Aachen, sowie aus dem Erwerb von 45,0% der Anteile an der CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr. Im August 2022 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH ihre Anteile in Höhe von 46,3% an der SparePartsNow GmbH, Aachen, verkauft. Die Gegenleistung für den Verkauf der Anteile betrug 463 T€. Der Zahlungsmittelzufluss wurde im Vorjahr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. 217 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen Im Vorjahr wurden Auszahlungen für Darlehen im Wesentlichen an die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, an die up2parts GmbH, Weiden, und an die CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, getätigt. Der DMG MORI AG-Konzern erhielt im Vorjahr Einzahlungen für Darlehen von derup2parts GmbH, Weiden, und von der DMG MORI EMEA GmbH, Wernau. Im April 2022 erhielt die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu (China), die Erhöhung eines Darlehens von dem nahestehenden Unternehmen DMG MORI (Tianjin) Manufac- turing Co., Ltd., Tianjin (China), in Höhe von 5.756 T€. Dieses wurde im Vorjahr im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Gemeinschaftsunternehmen wurden im Vorjahr at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden. 218 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Konzernabschluss Weitere Informationen ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 42. Erläuterung zu den Segmenten Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI AG- Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente „Werkzeugmaschinen“, „Industrielle Dienstleistungen“ und „Corporate Services“ abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten „Hauptentscheidungs- träger“ regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBIT. Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist unter ↗ Anhangangabe 43 zu finden. Das Segment „Werkzeugmaschinen“ beinhaltet das Neumaschinengeschäft des DMG MORI AG-Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASO- NIC/LASERTEC/ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions. Zu den „Werkzeugmaschinen“ gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der // DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld (bisher: GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH), // DMG MORI BERGAMO S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.), // DMG MORI TORTONA S.r.l., Tortona, Italien (bisher: GRAZIANO Tortona S.r.l.), // FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, // DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, // Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland, die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der // DMG MORI Pfronten GmbH, Pfronten (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH), // DMG MORI Seebach GmbH, Seebach (bisher: DECKEL MAHO Seebach GmbH), // FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, // DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, // Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland, // DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China, die Ultrasonic- und Lasertec-Maschinen der Advanced Technologies // DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen/Idar-Oberstein, // DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld, sowie die Produkte des Geschäftsbereichs Digital Solutions der Seite 221 ff. 219 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Konzernabschluss Weitere Informationen // DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, // ISTOS GmbH, Bielefeld. Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDE- MEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt. Das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Ser- vices und Energy Solutions. Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH), und ihrer Tochtergesellschaften. Die DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH), übernimmt außerdem weitere Holdingfunktionen für die Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt die Märkte in den Regionen DACH (Heimatmarkt Deutschland, Öster- reich und Schweiz), EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie den Markt China. Die DMG MORI COM- PANY LIMITED verantwortet neben ihrem Heimatmarkt Japan, Nord- und Südamerika auch den Markt Indien sowie die restlichen Regionen in Asien. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesam- ten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Ver- mittlungs- und Beratungstätigkeiten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist. Der Bereich Energy Solutions hat nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb und Service zuständigen Gesellschaft in Italien. Das Segment der „Corporate Services“ umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse. 220 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Konzernabschluss Weitere Informationen 43. Erläuterung zu den Segmentdaten Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wert- orientierte Unternehmensführung des DMG MORI AG-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. In den Tabellen C.95 / C.96 / C.97 ist die Aufteilung nach Segmenten dargestellt: C.95 // INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN 2023 2022 Langfristige Langfristige Umsatzerlöse Vermögens- Umsatzerlöse Vermögens- in T€ mit Drittten werte mit Drittten werte Deutschland 1.209.826 369.785 1.062.971 362.780 Übriges Europa 1.073.237 311.756 990.497 312.365 Asien 215.503 77.928 312.198 61.096 Summe Segmente 2.498.566 759.469 2.365.666 736.241 Überleitung 0 -2.298 0 -4.611 Konzern 2.498.566 757.171 2.365.666 731.630 C.96 // SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2023 „Industrielle „Werkzeug- Dienstleistun- „Corporate Summe in T€ maschinen“ gen“ Services“ Segmente Überleitung Konzern Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 1.038.123 45.169 11.210 1.094.502 -1.094.502 0 Umsatzerlöse mit Dritten 1.373.711 1.124.608 247 2.498.566 0 2.498.566 EBIT 69.973 207.345 -57.381 219.937 71 220.008 Finanzergebnis -20.021 12.920 15.588 8.487 0 8.487 davon Zinserträge 4.061 26.454 46.837 77.352 -53.822 23.530 davon Zinsaufwand -21.894 -11.445 -31.718 -65.057 53.828 -11.229 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 656 906 -152 1.410 0 1.410 EBT 49.527 221.171 -41.945 228.753 71 228.824 Abschreibungen 53.353 23.746 3.351 80.450 0 80.450 Segmentvermögenswerte 1.587.142 1.863.694 1.923.256 5.374.092 -2.644.196 2.729.896 Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 21.807 8.833 13.755 44.395 0 44.395 Investitionen 102.977 19.017 1.704 123.698 0 123.698 Mitarbeiter 4.616 2.789 110 7.515 0 7.515 221 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Konzernabschluss Weitere Informationen C.97 // SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2022 „Industrielle „Werkzeug- Dienstleistun- „Corporate Summe in T€ maschinen“ gen“ Services“ Segmente Überleitung Konzern Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 947.738 49.395 10.610 1.007.743 -1.007.743 0 Umsatzerlöse mit Dritten 1.282.759 1.082.684 223 2.365.666 0 2.365.666 EBIT 56.539 184.692 -24.863 216.368 146 216.514 Finanzergebnis -3.096 -1.504 3.954 -646 0 -646 davon Zinserträge 2.256 5.482 11.983 19.721 -13.482 6.239 davon Zinsaufwand -5.377 -5.627 -7.803 -18.807 13.060 -5.747 Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -1.089 357 1.050 318 0 318 EBT 52.354 183.545 -19.859 216.040 146 216.186 Abschreibungen 51.051 26.838 3.392 81.281 0 81.281 Segmentvermögenswerte 1.554.909 1.857.331 1.948.155 5.360.395 -2.569.924 2.790.471 Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 23.567 8.902 13.907 46.376 0 46.376 Investitionen 101.954 16.057 1.410 119.421 0 119.421 Mitarbeiter 4.035 2.689 109 6.833 0 6.833 Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden anteilige Umsatzerlöse für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen von dem Segment „Werkzeug- maschinen“ in das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Gemäß IFRS 3 „Business Combinations“ wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment „Werkzeugmaschinen“ entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.074 T€ (Vorjahr: 57.073 T€), auf das Segment „Indus- trielle Dienstleistungen“ entfallen 79.334 T€ (Vorjahr: 79.343 T€) und auf das Segment „Corporate Services“ analog zum Vorjahr 0 T€. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen. Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm’s-Length-Prinzip). Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Im EBT des Segments „Werkzeugmaschinen“ sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 253 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 38 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden Wert- minderungsaufwendungen in Höhe von 5.318 T€ (Vorjahr: 3.818 T€) erfasst. Dabei handelt es sich um Wertminderungen in Höhe von 4.958 T€ auf Vermögenswerte (Gebäude) in der Ulyanovsk 222 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Konzernabschluss Weitere Informationen Machine Tools ooo, Ulyanovsk (Russland), die aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine vor- genommen wurden, sowie Wertminderungen in Höhe von 360 T€, für eine Sachanlage, für die ent- schieden wurde, dass sie zukünftig nicht mehr genutzt wird. Im EBT des Segments „Industrielle Dienstleistungen“ sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auf- lösung von Rückstellungen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 448 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 5.303 T€ erfasst (Vorjahr: 6.982 T€). Hierbei handelt es sich um Wertminderungen auf Vermögenswerte (Gebäude) in der DMG MORI Rus ooo, Moskau (Russland), die aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine vorgenommen wurden. Im Segment „Corporate Services“ wurden im Geschäftsjahr keine Wertminderungsaufwendungen erfasst (Vorjahr: 0 T€). Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Transaktionskosten analog zum Vorjahr in Höhe von 193 T€ für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des DMG MORI AG-Konzerns getätigt. In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlich- keiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwi- schen den Segmenten dargestellt. Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa und Asien. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region „Übriges Europa“ sind zum 31. Dezember 2023 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 114.846 T€ (Vorjahr: 115.181 T€), sowie in Polen in Höhe von 106.522 T€ (Vorjahr: 92.479 T€) enthalten. In der Region „Übri- ges Europa“ sind in Italien Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 195.659 T€ (Vorjahr: 237.603 T€), sowie in Polen in Höhe von 71.853 T€ (Vorjahr: 68.304 T€) enthalten. 223 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Konzernabschluss Weitere Informationen SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN 44. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frank- furt, wurde mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT sowie einiger Konzerngesellschaften beauftragt. Die im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und durch verbundene Unternehmen des Abschussprüfers erbrachten Dienstleistungen betragen 1.660 T€ (Vorjahr: 734 T€) und betreffen in Höhe von 1.586 T€ (Vorjahr: 671 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 50 T€ (Vorjahr: 0 T€) andere Bestätigungs- leistungen und sonstige Leistungen mit 24 T€ (Vorjahr: 63 T€). In den sonstigen Leistungen sind mit 0 T€ (Vorjahr: 51 T€) Leistungen von verbundenen Unter- nehmen des Abschlussprüfers enthalten. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind. Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich auf die Prüfungen des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie einiger Konzerngesellschaften einschließlich gesetz- licher Auftragserweiterungen, das interne Kontrollsystem und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte. Zusätzlich erfolgten prüferische Durchsichten der IFRS-Konzernrepor- tingpackages für den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2023 sowie den Quartalsabschluss zum 31. März 2023 und zum 30. September 2023 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen enthalten Prüfungsleistungen für ausgewählte Angaben des nichtfinanziellen Konzernberichts. Die sonstigen Leistungen betreffen die Analyse einer Web-Shop Software. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für sonstige Leistungen der Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCo- opers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, sowie der weltweiten Netzwerkgesellschaft ergänzend zu den oben genannten Leistungen für die Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, Aufwendungen in Höhe von 8 T€ erfasst. 45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Durch ein am 19. Februar 2024 veröffentlichtes Dekret hat die Russische Föderation unsere Beteiligung an der Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk (Russland), unter staatliche Kontrolle gebracht. Der DMG MORI AG-Konzern hat damit die Möglichkeit der Beherrschung und Einfluss- nahme auf die Gesellschaft in Ulyanovsk verloren. Nach unserer aktuellen Einschätzung gehen wir davon aus, dass diese Maßnahme der russischen Regierung endgültigen Charakter hat. Das Dekret vom 19. Februar 2024 ist ein nicht zu berücksichtigendes Ereignis nach dem Abschlussstich- tag, das keinen Einfluss auf den Impairmenttest der Vermögenswerte bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 hat. Der Verlust der Beherrschung über die Ulyanovsk Machine Tools ooo führt zu einem Abgang dieser Gesellschaft aus dem Konzernabschluss der DMG MORI AG. Dabei sind Vermögenswerte der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 in Höhe von 67,5 MIO € und Schulden in Höhe von 1,7 MIO € aus- zubuchen. Die Vermögenswerte beinhalten 2,4 MIO € Zahlungsmittel und 43,0 MIO € Forderungen 224 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen gegen Gesellschaften des DMG MORI AG-Konzerns. Bisher im Eigenkapital erfasste Unterschieds- beträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von -37,4 MIO € und Nettoinvestitionen in Höhe von 11,4 MIO € werden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Aus dem Abgang der Gesell- schaft resultiert ein Gesamtaufwand in Höhe von -91,8 MIO €. Die Auswirkungen auf die Finanzlage sind unwesentlich. Im Rahmen einer für diese Direktinvestition im Ausland bestehende Investitionsgarantie durch die Bundesrepublik Deutschland betreiben wir derzeit eine Entschädigung für den eingetretenen Beteiligungsverlust. Eine Einschätzung darüber, wie hoch eine mögliche Entschädigung aus der Investitionsgarantie sein kann, ist aktuell nicht möglich. Herr Horn wird mit Wirkung zum 31. März 2024 sein Amt als Vorstandsmitglied aufgrund einer ein- vernehmlich getroffenen Vereinbarung vom 18. März 2024 niederlegen Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse bis zum Tag der Freigabe zur Veröffent- lichung durch den Vorstand am 18. März 2024. Auch im Geschäftsjahr 2024 können der Krieg in der Ukraine sowie die geopolitischen Konflikte Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung des DMG MORI AG-Konzerns haben. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen für Ansatz und Bewertung wesentlicher Abschluss- posten kann basierend auf den aktuellen Konflikten im Einzelnen in den folgenden Geschäftsjahren nicht abgegeben werden. Die dem DMG MORI AG-Konzern bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Auswirkungen bekannt oder abschätzbar, im Jahresverlauf sind jedoch weitere Auswirkungen möglich. 46. Angaben über Beziehungen zu nahestenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 „Related Party Disclosures“ kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familien- angehörigsowie nic t vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehendenPersonen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesent- lichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI AG-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI AG-Konzern sind das oberste Mutterunter- nehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und ihre Tochtergesellschaften und wesent- lichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI AG-Konzerns. Die DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED ist das direkte Mutterunter- nehmen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unter- nehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED. 225 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen Die Anteile an der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, wurden im Geschäftsjahr 2023 veräußert, seit dem Zeitpunkt des Abgangs der Anteile wird die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, nicht mehr als Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt. Aus der Veräußerung entstand ein Ver- äußerungsverlust in Höhe von 480 T€, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), DMG MORI India Private Ltd., Bangalore (Indien), die INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland) und die CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr, werden als assozi- ierte Unternehmen berücksichtigt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI Europe Holding GmbH im Jahr 2018 ein Darlehen in Höhe von ursprünglich 370.000 T€ gewährt, das in voller Höhe ausgezahlt wurde. Im Jahr 2021 erfolgte eine teilweise Rückzahlung des Darlehens in Höhe von 30.000 T€ auf 340.000 T€. Im Jahr 2022 wurde das Darlehen um 200.000 T€ erhöht. Im Berichtsjahr 2023 erfolgte eine Rück- zahlung von 40.000 T€. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Darlehen 500.000 T€. Die Verzinsung im Geschäftsjahr 2023 erfolgte mit einem marktgerechten Zinssatz mit dem 3-Monats-EURIBOR plus 1,00% Marge p.a. und wurde quartärlich im Geschäftsjahr 2023 angepasst. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Zinsforderungen in Höhe von 3.689 T€ (Vorjahr: 699 T€). Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.209 T€ gegenüber der DMG MORI Europe Holding GmbH. Darüber hinaus bestanden im Geschäfts- jahr keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der DMG MORI Europe Holding GmbH. Die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., ein Tochterunternehmen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, hat von der DMG MORI (Tianjin) Manufacturing Co., Ltd., ein sonsti- ges nahestehendes Unternehmen, im Dezember 2021 ein Darlehen erhalten, dass in 2022 erhöht wurde und zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 8.935 T€ (Vorjahr: 9.435 T€) valutiert. Das Darlehen ist in voller Höhe ausgezahlt. Die Laufzeit beträgt jeweils ein Jahr mit der Möglichkeit einer Ver- längerung. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 2,70% p.a. verzinst. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Dividendenausschüttung der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China), in Höhe von 19.146 T€ beschlossen, die im Geschäftsjahr 2024 gezahlt werden soll. Auf die Mehrheitsgesellschafterin, die DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH), ein Tochterunternehmen des DMG MORI AG-Konzerns, entfällt ein Betrag in Höhe von 9.765 T€. Die Transaktion hat keinen Einfluss auf den Konzernabschluss des DMG MORI AG-Konzerns. Auf die Minderheitsgesellschafterin, die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), die 49% der Anteile hält, entfällt ein Betrag in Höhe von 9.381 T€. Der Ausweis der Verpflichtung erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahe- stehenden Unternehmen. Zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld, einer 100%-igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherr- schungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zwischen der DMG MORI Europe Holding GmbH und der 226 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die Gewinnab- führung an die DMG MORI Europe Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 betrug 147.472 T€ (Vor- jahr: 146.509 T€). Die aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten laufenden Steuern an die DMG MORI Europe Holding GmbH betrugen 31.982 T€ (Vorjahr: 21.173 T€). Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe 177 T€ (Vorjahr: 577 T€) gebildet worden. Gegen assoziierte Unternehmen wurden Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen in Höhe von 115 T€ (Vorjahr: 64 T€) erfasst. Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unter- nehmen erworben. Die folgenden Geschäfte gemäß Tabellen C.98 / C.99 wurden insgesamt mit nahestehenden Unter- nehmen getätigt: C.98 // ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN AN in T€ 2023 2022 Assoziierte Unternehmen 161.609 173.223 Gemeinschaftsunternehmen 0 1 DMG MORI COMPANY LIMITED 332.439 273.760 Sonstige nahestehende Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) 86.948 49.648 C.99 // EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN VON in T€ 2023 2022 Assoziierte Unternehmen 12.761 11.239 Gemeinschaftsunternehmen 27 4.197 DMG MORI COMPANY LIMITED 175.592 252.087 Sonstige nahestehende Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) 255.024 169.446 Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von drei Monaten ausgeglichen. Für die INTECH DMLS Pvt. Ltd. wurde eine Bankbürgschaft in Höhe von 1.875 T€ gewährt. Darüber hinaus wurden keine Bürg- schaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten. Am 31. Dezember 2023 bestanden folgende Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unter- nehmen, wie in den Tabellen C.100 / C.101 / C.102 / C.103 / C.104 dargestellt: 227 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen C.100 // FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN in T€ 2023 2022 gegen DMG MORI COMPANY LIMITED 99.799 97.299 gegen sonstige nahestehende Unternehmen 20.986 17.007 gegen assoziierte Unternehmen 7.581 19.383 C.101 // GELEISTETE ANZAHLUNGEN in T€ 2023 2022 an sonstige nahestehende Unternehmen 28.633 54.029 an assoziierte Unternehmen 368 3.577 C.102 // DARLEHEN in T€ 2023 2022 an sonstige nahestehende Unternehmen 503.721 540.699 an assoziierte Unternehmen 1.231 2.580 von sonstigen nahestehenden Unternehmen 8.935 9.435 C.103 // VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN in T€ 2023 2022 gegenüber DMG MORI COMPANY LIMITED 76.391 65.700 gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 182.767 164.365 gegenüber assoziierten Unternehmen 3.430 7.118 C.104 // VORAUSZAHLUNGEN in T€ 2023 2022 an Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 858 3.170 Aus dem Darlehen an die DMG MORI Europe Holding GmbH ergaben sich Zinserträge in Höhe von 19.303 T€ (Vorjahr: 3.919 T€), die in den Finanzerträgen ausgewiesen werden. Zinsaufwendungen in Höhe von 879 T€ (Vorjahr: 176 T€) ergaben sich aus Belastungen der DMG MORI Europe Holding GmbH und sind in den Finanzaufwendungen erfasst. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichts- rates. Detail ierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Ver-gütungsbericht des Konzernlageberichtes zu finden. Dort wird auch die Struktur des Vergütungs- systems für den Vorstand und den Aufsichtsrat erläutert. Die individualisierte und ausführliche 228 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im ↗ Vergütungsbericht des Konzernlageberichtes zu finden. Die Vergütung des Vorstands kann der folgenden Tabelle C.105 ent- nommen werden. C.105 // VERGÜTUNG DES VORSTANDS in T€ 2023 2022 Kurzfristig fällige Leistungen 4.606 5.661 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.025 850 Andere langfristig fällige Leistungen 1.025 3.416 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 24.666 0 Gesamt 31.547 9.927 Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ergaben sich aus im Berichtsjahr erfolg- ten Dotierungen der Pensionszusagen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden dem Vorstand folgende Bezüge für Folgejahre zugesagt: für das Jahr 2024 wurde dem Vorstand ein STI (100%) von 0,9 MIO € zugesagt, die je nach Zielerreichungsgrad im Minium 0 MIO € betragen und im Maximum 1,8 MIO € betragen können. Die Zielerreichung hängt von den Inputfaktoren Marktposition (Auftragseingang) und der Ertragslage (EBIT) ab und wird über sogenannte Nachhaltigkeitsfaktoren, die sich an den Investitionen in Sachanlagen, Investitionen in das Globe Projekt (Einführung SAP) sowie die Entwicklung des internen Marktanteils (Verhält- nis Auftragseingang DMG MORI AG-Konzern und DMG MORI COMPANY LIMITED) orientieren, angepasst. Im Rahmen der LTI Tranche 2024 - 2026 wurde dem Vorstand eine Vergütung (100%) von 1,5 MIO € zugesagt, die je nach Zielerreichungsgrad im Minimum 0 MIO € betragen und im Maximum 2,9 MIO € betragen können. Die Zielerreichung hängt von den Inputfaktoren Ergebnis nach Steuern und der Service Performance ab und wird über sogenannte Nachhaltigkeitsfaktoren, die sich am CO2-Ausstoß nach den sogenannten Science Based Targets sowie der PPR-Kennzahl (Anzahl der „Product Problem Reports“ in den letzten zwölf Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten „Product Prob- lem Reports“) orientieren, angepasst. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst ist, betrug 1.010 T€ (Vorjahr: 1.004 T€) und beinhaltet aus- schließlich kurzfristig fällige Leistungen. Die Struktur des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat wird im ↗ Konzernlagebericht erläutert. Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI AG-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. 229 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 40 ff. Seite 40 ff. Die Vergütung ist in der ↗ Anhangangabe 10 erläutert. In den Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind die indirekten Vergütungen enthalten. Die anderen langfristig fälligen Leistungen beinhalten das LTI und in den kurzfristig fälligen Leistungen sind alle anderen Ver- gütungsbestandteile enthalten. 47. Pflichtmitteilung nach § 40 WpHG Die Pflichtmitteilungen nach § 40 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT angegeben. 48. Corporate Governance Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2023 abgegeben und sind auf unserer Website ↗ de.dmgmori-ag.com/investor-relations/corporate- governance dauerhaft zugänglich gemacht. 49. Aktionärsstruktur Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hält zum 31. Dezember 2023 eine Beteiligung am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 88,23%. 230 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernanhang / Sonstige Erläuterungen Konzernabschluss Weitere Informationen Seite 154 f. DMG MORI AG-KONZERNGESELLSCHAFTEN C.106 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % Vollkonsolidierte Unternehmen (Verbundene Unternehmen) GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld 2 / 3 / 4) 263.495 100,0 DMG MORI Pfronten GmbH, Pfronten (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 83.427 100,0 DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein 3 / 4 / 7 / 8) 12.455 100,0 Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten 3 / 7) 2.619 100,0 Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten 3 / 7) 33 100,0 DMG MORI Logistik GmbH, Pfronten 3 / 7 / 8) 25 100,0 DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld (bisher: GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 28.592 100,0 DMG MORI BERGAMO S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.) 5) 83.939 100,0 DMG MORI TORTONA S.r.l., Tortona, Italien (bisher: GRAZIANO Tortona S.r.l.) 9) 46.509 100,0 DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) 3.786 100,0 CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien 9) 10.692 100,0 DMG MORI Seebach GmbH, Seebach (bisher: DECKEL MAHO Seebach GmbH) 3 / 4 / 5 / 6) 43.000 100,0 DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried 3 / 4 / 5 / 6) 25.000 100,0 ISTOS GmbH, Bielefeld 3 / 5 / 6) 1.000 100,0 Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland 5) T RUB 8.554.238 86.620 100,0 DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld 5 / 6 / 21) 9.366 100,0 DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 5 / 6) 2.691 100,0 DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China 5) T CNY 116.551 14.877 100,0 COMPONENT MANUFACTURING d.o.o., Zivinice, Bosnien und Herzegowina 5) T BAM 2.517 1.287 100,0 DMG MORI Sales and Service Holding GmbH, Bielefeld (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 2 / 3) 398.646 100,0 DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg 3 / 4 / 10 / 11) 63.968 100,0 DMG MORI München GmbH, München 3 / 4 / 12 / 13) 5.000 100,0 DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH, Hilden 3 / 4 / 12 / 13) 7.000 100,0 DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 12 / 13) 5.500 100,0 DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg 3 / 4 / 12 / 13) 2.700 100,0 DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg 3 / 4 / 12 / 13) 7.000 100,0 DMG MORI Global Service GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 10 / 11) 5.200 100,0 DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 10 / 11) 4.000 100,0 DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried 3 / 4 / 10 / 11) 17.517 100,0 DMG MORI Netherlands Holding B.V., Veenendaal, Niederlande 10) 465.159 100,0 DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz 14) 506.294 100,0 DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz 15) T CHF 18.556 19.959 100,0 DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich 15) 4.760 100,0 DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich 16) 28.612 100,0 DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande 15) 11.829 100,0 DMG MORI BeLux BV SRL, Zaventem, Belgien 15) 6.045 100,0 DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik 15) T CZK 166.767 6.755 100,0 231 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht C . 1 0 6 // P R O D U K T I O N S S TÄT T E N , V E RT R I E B S - U N D S E R V I C E G E S E L L S C H A F T E N DMG MORI AG-Konzerngesellschaften Konzernabschluss Weitere Informationen C.106 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark 15) T DKK 30.821 4.134 100,0 DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich 15) 29.124 100,0 DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn 15) 13.349 100,0 DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien 15) 15.899 100,0 DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien 15) 55.632 100,0 DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 15) 4.680 100,0 DMG MORI Saudi Arabia Maintenance Company, Riad, Saudi Arabien 20) -154 100,0 DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 15) T ILS 0 0 100,0 DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 109.404 25.186 100,0 DMG/ MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland 15) 2.056 100,0 DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden 15) T SEK 182.219 16.368 100,0 DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen 15) T NOK 25.191 2.246 100,0 DMG MORI Finland Oy AB, Tampere, Finnland 15) 5.692 100,0 DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien 15) T GBP 32.551 37.564 100,0 DMG MORI Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien 15) T RON 11.627 2.337 100,0 DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 15) T BGN 1.454 744 100,0 DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI, Istanbul, Türkei 15) T TRY 291.599 8.938 100,0 DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland 15) T RUB 4.174.866 42.275 100,0 DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP -692 -20 100,0 Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP 200 6 100,0 DMG MORI Africa for Trading in Machines & Service (S.A.E.), Kairo, Ägypten 17) T EGP 31.942 935 100,0 DMG MORI Asia Pte. Ltd., Singapur 15) 15.094 100,0 DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 29.253 3.734 100,0 DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 84.762 10.819 100,0 FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 932.821 214.750 100,0 DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China 10) T CNY 323.395 41.279 51,0 GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg 3 / 10 / 11) 9.100 100,0 GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg 18) 2.402 100,0 GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien 18) 5.258 100,0 232 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht C . 1 0 6 // P R O D U K T I O N S S TÄT T E N , V E RT R I E B S - U N D S E R V I C E G E S E L L S C H A F T E N DMG MORI AG-Konzerngesellschaften Konzernabschluss Weitere Informationen C.106 // PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Eigenkapital1) Beteiligungs- Landes- quote währung in T€ in % Assoziierte Unternehmen DMG MORI Finance GmbH, Wernau 29.713 42,6 DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest, Ungarn 5) T HUF 308.017 806 49,9 INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR -37.682 -410 30,0 PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR 3.156.019 34.334 30,0 Vershina Operation, LLC., Narimanov, Russland 19) T RUB 35.610 361 33,3 RUN-TEC GmbH, Niedenstein 5) 1.050 40,0 DMG MORI India Private Ltd., Bangalore, Indien 15) T INR 598.905 6.515 49,9 CCP Services GmbH, Mülheim an der Ruhr 5) -178 45,0 German Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo, Ägypten 5) T EGP 0 0 40,0 1) Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. 2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen. 4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts. 5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 7) Beteiligung der DMG MORI Pfronten GmbH (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Pfronten GmbH (bisher: DECKEL MAHO Pfronten GmbH) 9) Beteiligung der DMG MORI BERGAMO S.r.l. (bisher: GILDEMEISTER Italiana S.r.l.) 10) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding GmbH (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Sales and Service Holding GmbH (bisher: DMG MORI Vertriebs und Service GmbH) 12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH 13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH 14) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V. 15) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG 16) Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH 17) Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (51%), der DMG MORI Sales and Service Holding AG (47,7%) und der Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC (1,3%) 18) Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH 19) Beteiligung der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH 20) Beteiligung der DMG MORI MIDDLE EAST FZE 21) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und nimmt die Befreiung in Anspruch. 233 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht DMG MORI AG-Konzerngesellschaften Konzernabschluss Weitere Informationen ORGANE DER GESELLSCHAFT A U F S I C H T S R AT Dr.-Ing. Masahiko Mori Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.09.2009 Nara, geboren 1961 Vorsitzender Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio Tanja Fondel (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.01.2018 Frankfurt am Main, geboren 1976 1. stv. Vorsitzende seit 12.05.2023 Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main Ulrich Hocker Mitglied des Aufsichtsrats seit 11.05.2010 Düsseldorf, geboren 1950 stv. Vorsitzender Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. › FERI AG, Bad Homburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats • Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director Stefan Stetter (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Durach, geboren 1968 stv. Vorsitzender Leiter Controlling der DMG MORI Pfronten GmbH Vertreter der leitenden Angestellten Irene Bader, M.B.A Mitglied des Aufsichtsrats seit 24.05.2016 Feldafing, geboren 1979 Member of the Board, DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio Geschäftsführerin, DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld Geschäftsführerin, DMG MORI Global Marketing GmbH, München Geschäftsführerin, DMG MORI Sport Marketing SAS, Lorient › Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen 234 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Organe der Gesellschaft Konzernabschluss Weitere Informationen Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.05.2013 Wedemark, geboren 1959 Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, Leibniz Universität Hannover Dietmar Jansen (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.05.2013 Memmingen, geboren 1965 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer, IG Metall Geschäftsstelle Allgäu • AGCO GmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A. Mitglied des Aufsichtsrats seit 06.05.2017 Düsseldorf, geboren 1967 Universitätsprofessorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen › GEA Group Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats › Gerresheimer AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats • DKSH Holding AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrates • ABB E-Mobility Holding AG, Baden (Schweiz), Mitglied des Verwaltungsrates (bis März 2023) James Victor Nudo Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Chicago/Illinois (USA), geboren 1954 Geschäftsführer, DMG MORI Europe Holding GmbH, Bielefeld Geschäftsführer, DMG MORI EMEA GmbH, Wernau Vice President, DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio President, DMG MORI Americas Holding Corporation, Chicago Thomas Reiter (Arbeitnehmervertreter) Mitglied des Aufsichtsrats seit 12.05.2023 Füssen, geboren 1969 Vorsitzender des Betriebsrats der DMG MORI Pfronten GmbH Larissa Schikowski (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Pfronten, geboren 1969 Betriebliche Gesundheitsmanagerin Sales & Service › Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen 235 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Organe der Gesellschaft Konzernabschluss Weitere Informationen Michaela Schroll (Arbeitnehmervertreterin) Mitglied des Aufsichtsrats seit 04.05.2018 Bielefeld, geboren 1976 Mitglied des Betriebsrats der DMG MORI Bielefeld GmbH Elektrikerin in der Montage der DMG MORI Bielefeld GmbH E H E M A L I G E S A U F S I C H T S R AT S M I T G L I E D Mario Krainhöfner (Arbeitnehmervertreter; 1. stv. Vorsitzender bis 12.05.2023) Pfronten, geboren 1964 Leiter Ideenmanagement der DMG MORI Pfronten GmbH V O R S TA N D Dipl.-Ing. (FH) Alfred Geißler Pfronten Vorstandsmitglied seit 26.05.2023 Vorsitzender seit 26.05.2023 Hirotake Kobayashi Tokio Vorstandsmitglied seit 01.01.2024 Michael Horn, M.B.A. Rosenheim Dipl.-Kfm. Christian Thönes Bielefeld Vorstandsmitglied bis 25.05.2023 Vorsitzender bis 25.05.2023 Dipl.-Kfm. Björn Biermann Bielefeld Vorstandsmitglied bis 31.12.2023 236 Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Organe der Gesellschaft Konzernabschluss Weitere Informationen 237 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) Bielefeld, 18. März 2024 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Der Vorstand Dipl.-Ing. (FH) Alfred Geißler Hirotake Kobayashi Michael Horn, M.B.A. Geschäftsbericht 2023 DMG MORI AG
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