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DIC Asset AG

Annual Report (ESEF) Mar 3, 2022

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Unsere Basis bildet die deutschlandweit tätige Immobilienplattform mit acht Standorten in allen wichtigen deutschen Märkten. 237 Objekte mit einem Marktwert von rund 11,5 Mrd. Euro betreuen wir onsite – sind präsent vor Ort, immer nah am Mieter und der Immobilie. Wir verfolgen einen aktiven Asset-Management-Ansatz, der unternehmensweit Wertsteigerungspotenziale hebt und Erträge steigert. Unser Leistungsprofil umfasst dabei die Strukturierung von Investmentvehikeln, den Ankauf und die Finanzierung, das laufende Management unseres betreuten Immobilienbestands sowie die Repositionierung und den Verkauf ausgewählter Immobilien. Wir generieren über zwei Geschäftsbereiche diversifizierte und nachhaltige Cashflows; von Mieteinnahmen über Management-Gebühren bis hin zu Verkaufserlösen und Beteiligungserträgen: ❚ ❚ ❚ Das Segment Commercial Portfolio (2,2 Mrd. Euro Assets under Management) umfasst Immobilien im Eigenbestand der DIC Asset AG. Hier erwirtschaften wir kontinuierliche Cashflows aus langfristig stabilen Mieteinnahmen, zudem optimieren wir den Wert unserer Bestandsobjekte durch aktives Management und realisieren Gewinne durch Verkäufe. Außerdem erhalten wir Erträge aus Beteiligungen. ❚ ❚ ❚ Im Segment Institutional Business (9,3 Mrd. Euro Assets under Management) erzielen wir aus dem Angebot unserer Immobilienservices für nationale und internationale institutionelle Investoren laufende Gebühren aus der Strukturierung und dem Management von Investmentvehikeln mit attraktiven Ausschüttungsrenditen. Zudem sind wir in einigen Fällen Co-Investor. Die DIC Asset AG ist seit Juni 2006 im SDAX notiert. 360-Grad-Wertschöpfung Geschäftsmodell integrierte Plattform Die DIC Asset AG ist mit ihrer Investment-, Transaktions- und Management-Plattform und ihrer tiefen Kenntnis lokaler Märkte auf das aktive Management von Gewerbeimmobilien-Investments primär in Deutschland spezialisiert. Wir koordinieren und kombinieren unser Engagement als Bestandshalter von Immobilien mit Leistungen als Initiator und Manager von Investmentprodukten für institutionelle Kunden. Dadurch gewährleisten wir zuverlässige Cashflows auf unserer Plattform und agieren als Full-Service-Systemanbieter rund um das Gewerbeimmobilieninvestment. Durch unseren 360-Grad-Ansatz, der alle Akteure und Phasen in der Immobilienbewirtschaftung einbezieht, sorgen wir für den optimierten Ressourceneinsatz von Kapital und Knowhow sowie die effektive Vernetzung von Objekten, Nutzern und Investoren auf der Plattform. Das Ergebnis ist eine lückenlose Wertschöpfung in allen Marktphasen. Mit der Expertise unserer eigenen Managementteams auf dem gesamten Spektrum unserer Aktivitätsfelder und durch die Dynamik unseres Transaktionsgeschehens bauen wir die Leistungen und Ertragskraft unserer Plattform stetig aus. Integraler Bestandteil unserer dynamischen Plattform ist, dass wir sowohl Immobilien im Eigenbestand als auch Immobilieninvestments institutioneller Anleger bewirtschaften. Ein Teil der Assets under Management befindet sich bilanziell im Eigenbestand, sichert einen hohen stabilen Cashflow und gleichzeitig hohe Flexibilität bei der Strukturierung von Investmentprodukten, die wir für institutionelle Kunden auflegen und managen. In der Stichtagsbetrachtung zum 31. Dezember 2021 umfasste das gesamte betreute Immobilienvermögen rund 11,5 Mrd. Euro. Davon sind rund 2,2 Mrd. Euro im bilanziellen Eigenbestand und rund 9,3 Mrd. Euro mandatiertes Vermögen. Komplementäre Segmente und Ertragsstrukturen Mit unserer Plattform erwirtschaften wir einen gut diversifizierten Ertragsfluss. Anhand von Kapitaleinsatz und Ertragscharakteristik unterscheiden wir in unserer Ergebnisrechnung zwei Segmente: komplementäre Segmente Unser Segment Commercial Portfolio (COP) umfasst unsere Investments und Ertragsströme von Immobilien im bilanziellen Eigenbestand. Immobilien, die wir „on Balance Sheet‟ als Eigentümer und Bestandshalter bewirtschaften, steuern kontinuierliche Mieterträge und Verkaufserlöse zum wirtschaftlichen Gesamterfolg bei. Außerdem erhalten wir in diesem Segment teilweise Erträge aus Beteiligungen. Darüber hinaus spielt unsere Bilanz eine konzeptionell wichtige Rolle für die Erfolgspipeline in unserem zweiten Geschäftssegment. Im Rahmen des Warehousings akquirieren und übernehmen wir Immobilien in die eigene Bilanz, entwickeln Objekte im Bestand weiter und schaffen so ein kurzfristig verfügbares Reservoir an attraktiven Investmentbausteinen, die zur Übernahme in mandatierte Vermögen bereit sind. Unser Segment Institutional Business (IBU) umfasst alle Leistungen rund um Immobilieninvestments institutioneller Kunden, für die wir Fonds, Club Deals sowie Einzelmandate strukturieren und managen. Hieraus erzielen wir Dienstleistungsgebühren (Fees). Diese Managementerträge fließen uns für verschiedene Leistungskomponenten der aktiven Bewirtschaftung in allen Zyklusphasen zu: Setup- und Transaktionsfees für Strukturierung von Investments und Transfers, Fees für das laufende Asset- und Propertymanagement, Development-Fees für Wertsteigerungsmaßnahmen sowie Performance-Fees bei Erreichen definierter Ziele. Ergänzend erzielen wir Beteiligungserträge aus Minderheitsbeteiligungen an Investmentprodukten und Projekten, die wir betreuen. Assets under Management rund 11,5 Mrd. Euro mandatiertes Vermögen Commercial Portfolio (Assets on Balance) Institutional Business (Investor Solutions) rund 9,3 Mrd. Euro n Immobilien im Eigenbestand n Stabile Erträge aus Core-/Core Plus- und Value Add-Objekten n Wertsteigerung durch Vermietungsmanagement und Entwicklung im Bestand n An- und Verkäufe zu geeigneten Zeitpunkten n Strukturierung und Optimierung von Immobilienprodukten für institutionelle Investoren n Full Service aus einer Hand (Transaktions-, Asset- und Propertymanagement, Strukturierung von Immobilienfinanzierungen) n Interessenskonvergenz durch Co-Investments Immobilien im Eigenbestand rund 2,2 Mrd. Euro Ertragsströme in Mio. Euro 108,4 Bruttomieteinnahmen aus unserem Bestandsportfolio 23,8 Gewinne aus Immobilienverkäufen im Rahmen der Portfoliooptimierung diversifizierte Ertragsquellen 65,8 Performance-Fees | Transaktions-Fees | Setup-Fees aus der Strukturierung und Performancesteigerung von Investmentprodukten für institutionelle Kunden 11,5 Mrd. Euro AuM 35,4 Asset- und Propertymanagement-Fees | Development-Fees für laufende Bewirtschaftung institutioneller Immobilienvermögen 6,5 Beteiligungserträge aus Minderheitsbeteiligungen an Fonds und Projekten Zwischen beiden Segmenten bestehen auf unserer Plattform starke Synergien: Die Kombination der Finanz- und Bilanzstruktur eines Bestandshalters mit der Managementexpertise eines aktiven Assetmanagers ermöglicht eine schnelle und flexible Wahrnehmung von Chancen am Markt, zugleich gewährleistet sie besondere Zuverlässigkeit und die Full-Service-Lösungskompetenz in allen Wertschöpfungsphasen. Das Gesamtergebnis unserer Plattformaktivitäten zeichnet sich hinsichtlich Risikobalance, Kontinuität und Kapitaleffizienz durch einen hohen Grad an Verlässlichkeit und Skalierbarkeit aus. Segmentübergreifend sorgt unser aktives Management für den strategischen Takt und Synergien. Die Segmente haben im abgelaufenen Geschäftsjahr in etwa hälftig zum FFO bei (COP: 54,4 Mio. Euro, IBU: 52,8 Mio. Euro) beigetragen. Die Ertragsströme aus den sich ergänzenden Segmenten sorgen für kontinuierliche Profitabilität und Chancenausschöpfung bei größtmöglicher Unabhängigkeit von Marktzyklen. deutsche Marktlandschaft: Dezentral und facettenreich Der deutsche Gewerbeimmobilien-Markt ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern dezentral geprägt. Er ist regional stark diversifiziert und umfasst viele Marktteilnehmer unterschiedlicher Größenklassen. Grund ist die föderale Wirtschaftsstruktur in Deutschland mit zahlreichen leistungsstarken Wirtschaftszentren in den Regionen. Charakteristisch für die so genannten Top-7-Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) sind ein hohes Büroflächenvolumen, eine sehr aktive Transaktionstätigkeit sowie liquider Handel, kräftiger Wettbewerb und daher stärkere Bewegungen bei Preisen und Mieten. Zugleich existiert eine Vielzahl mittelgroßer Städte, die das Zentrum wirtschaftskräftiger Regionen bilden. In diesen regionalen Zentren ist der Wettbewerb geringer und die Transaktionstätigkeit weniger ausgeprägt, dafür sind Preise und Mieten relativ stabil. Der Transaktionsmarkt für deutsche Gewerbeobjekte ist breit aufgestellt, langfristig liquide und übt damit eine hohe Anziehungskraft auch auf internationale Marktteilnehmer aus. Regionalstruktur und Unternehmensstandorte: Markt-, Objekt- und Mieternah verankert Weil wir über unsere acht Niederlassungen bundesweit tätig sind und über ausgeprägte regionale Expertise verfügen, können wir die unterschiedlichen Vorteile und Chancen der regionalen deutschen Märkte nutzen, um attraktive Investmentmöglichkeiten zu schaffen und unterschiedliche Marktdynamiken zur Ertragssteigerung wahrzunehmen. Mit unserer eigenen Management-Plattform sind wir in der Lage, zügig Immobilien mit einem attraktiven Risiko-Rendite-Verhältnis zu identifizieren, zu erwerben und nachhaltig zu managen. Unsere im Markt verankerten Teams betreuen Mieter wie Objekte unmittelbar vor Ort. Der große Teil unserer Mitarbeiter, der im Immobilienmanagement aktiv ist, verteilt sich auf regionale Management-Teams mit Büros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Mannheim, München sowie seit dem Jahreswechsel auch in Stuttgart. Ebenfalls in Frankfurt am Main befinden sich Vorstandssitz und Unternehmenszentrale. Von dort werden zentrale Strategie-, Management- und Administrationsfunktionen wahrgenommen. dezentral & diversifiziert Düsseldorf Hamburg Köln Berlin Frankfurt Stuttgart Mannheim München Unternehmenssteuerung Unternehmensstruktur Die DIC Asset AG bündelt als zentrale Management-Holding die Aufgaben der Unternehmensführung: die Ausrichtung der Unternehmensstrategie (insbesondere Investitions-, Portfoliomanagement- und Verkaufsstrategie), die Unternehmens- und Immobilienfinanzierung, das Risikomanagement und das Compliance-Management sowie die Steuerung des Immobilienmanagements. Auf zentraler Ebene wird zudem die Kapitalmarkt- und Unternehmenskommunikation verantwortet. Vier Tochtergesellschaften übernehmen zudem wichtige operative Kernaufgaben. Die GEG German Estate Group GmbH, DIC Fund Balance GmbH und RLI Investors GmbH verantworten den Bereich Institutional Business mit dem Fonds- bzw. Assetmanagement der für Dritte strukturierten Anlageprodukte, Weiterentwicklung der Anlagestrategien und Betreuung der institutionellen Investoren. Der hauseigene Immobilienmanager DIC Onsite GmbH betreut das gesamte Immobilienportfolio: sowohl das direkt gehaltene Commercial Portfolio der DIC Asset AG als auch die Immobilien im Institutional Business deutschlandweit vor Ort. Insgesamt zählen neben der DIC Asset AG 193 Tochterunternehmen zum Konzern. Dies sind mehrheitlich objekthaltende Gesellschaften, über die das operative Geschäft dargestellt wird. Alle Beteiligungen sind in den Anlagen 1 und 2 des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt. Erklärung zur Unternehmensführung und weitere Angaben Unter > www.dic-asset.de/investor-relations/CG ist die Erklärung zur Unternehmensführung im Internet veröffentlicht. Sie ist zusätzlich Bestandteil des Kapitels Erklärung zur Unternehmensführung ab Seite 142. Dort sind weitere Angaben zur Unternehmensführung, etwa die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, zu finden. Unser Kontrollsystem erläutern wir detailliert im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht in den Ausführungen zum internen Kontrollsystem ab Seite 112. Planungs- und Steuerungssystem Unser Steuerungssystem zielt darauf, den Unternehmenswert im Interesse der Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner zu steigern und ein langfristig profitables Wachstum mit unternehmerisch angemessenen Risiken zu erreichen. Planungsprozess Unser Planungsprozess kombiniert Referenzwerte aus der Vergangenheit und dem aktuellen Status Quo mit konkreten Vorgaben und Zielsetzungen für die Zukunft. Als Grundlage dient eine detaillierte Planung des Commercial Portfolios auf Einzelobjekt- und Portfolioebene (Bottom-up-Planung). Dies gilt analog für die Planung im Institutional Business, welche auf die jeweilige Anlagestrategie und Zielrendite der einzelnen Investmentvehikel ausgerichtet ist. Hinzu kommen weitere Planungen der Erlös- und Kostenseite im Overhead-Bereich sowie der Abschreibungen und Finanzierungen. Abgerundet wird die Unternehmensplanung über Zielvorgaben und strategische Elemente (als Top-down-Planung) bevor am Ende eine Konsolidierung der einzelnen Teilpläne auf Konzernebene erfolgt. Bestandteile der Planung sind: Detaillierte Businesspläne für Immobilien, Portfolien und Investmentvehikel, die unter anderem die zu erwartenden Mieteinnahmen, Kosten und Investitionen sowie den Rohertrag einschließlich Management- und Beteiligungserträge umfassen Zielvorgaben für das operative Immobilienmanagement inklusive Maßnahmenplanung, unter anderem bezüglich Vermietungen, Verkäufen, Investitionen und Projektentwicklungen Detaillierte Planung der Erträge aus dem Immobilienmanagement (laufende Vergütungen und einmalige Vergütungen aus geplanten Transaktionen) sowie Erträge aus den bestehenden Beteiligungen Berücksichtigung der erforderlichen Personalkapazitäten und Betrachtung von Finanzierungs- und Liquiditätsfragen Aus dem Risikomanagement erfolgt die Ergänzung um Risiken und spezifische Chancen. Dies erfolgt zunächst auf Objekt- und Portfolioebene und anschließend aggregiert bis auf die Konzernebene. Die konsolidierte Konzernplanung wird erweitert um strategische Konzernmaßnahmen und die Einschätzung der Rahmenbedingungen durch den Vorstand. Die Konzernplanung erfolgt einmal jährlich und wird unterjährig durch Folgeprognosen an die zu erwartende Marktlage und zwischenzeitliche Veränderungen angepasst. Unternehmensspezifische Frühindikatoren Um Chancen rasch zu ergreifen und mögliche Fehlentwicklungen zu vermeiden, nutzen wir allgemeinwirtschaftliche und operative Frühindikatoren für unsere geschäftspolitischen Entscheidungen. Zu den wesentlichen allgemeinwirtschaftlichen Frühindikatoren gehören die Entwicklung des BIP (Bruttoinlandprodukts) und des ifo-Index, die Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit sowie die prognostizierte Zinsentwicklung und Kreditvergabe. Hieraus ergeben sich Rückschlüsse auf die Entwicklung unserer regionalen Märkte und der Immobilienbranche, die gewöhnlich mit einer Verzögerung auf konjunkturelle Bewegungen reagiert, sowie auf die künftigen Rahmenbedingungen und Kosten unserer Finanzierungen. Als wesentliche operative Frühindikatoren dienen uns Mietvertragsabschlüsse sowie Auslauf und Kündigungen von Mietverträgen. Diese werden unter anderem im Rahmen unseres monatlichen Vermietungsreportings erfasst. Dank unseres mieternahen Objektmanagements und wegen der Langfristigkeit von Mietverträgen können wir die Einnahmenbasis monatlich sehr gut kalkulieren, bei Bedarf Gegenmaßnahmen einleiten und Rückschlüsse auf unsere kurz- bis mittelfristige Ertragsentwicklung ziehen. Wir ergänzen diese umsatzorientierten Indikatoren mit regionalen Informationen und Unternehmensdaten aus unseren Büros. Anhand dieser Informationen können wir insbesondere unsere Vermietungsaktivitäten feinjustieren. Steuerung anhand von Kennzahlen Als grundlegendes Kontroll- und Steuerungsinstrument der Zielerreichung dient im Rahmen des Risikomanagements einerseits das interne Kontrollsystem, das im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht ab Seite 112 detailliert erläutert wird und andererseits unser regelmäßige Anpassung der Unternehmensplanung durch Forecasts. Wesentliche Steuerungsgrößen und Ziele Um die vereinbarten Ziele zu überwachen, nutzen wir operative Kennzahlen, die Teil des regelmäßigen Reportings sind. Die größte Bedeutung aus Konzernsicht hat das operative Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung (Funds from Operations, FFO). Wesentliche Größen, die in den FFO eingehen, sind die Nettomieteinnahmen, Personal- und Verwaltungsaufwand, Erträge aus Immobilienmanagement, das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sowie das Zinsergebnis. Den FFO weisen wir separat für die Segmente Commercial Portfolio und Institutional Business aus. Wir steuern unsere Segmente operativ einheitlich, insbesondere mit Blick auf den Werterhalt und die Ertragssteigerung aus dem Immobilienmanagement. Seit dem Vorjahresbericht weisen wir zudem den FFO II inklusive Verkaufsgewinnen aus, um weitere Transparenz und Vergleichbarkeit herzustellen. Neben der Steuerung der Zielgrößen in absoluter Höhe werden auch die entsprechenden Kennzahlen je Aktie in der Planung berücksichtigt. Implementierung von ESG in die Geschäftsstrategie Die drei Komponenten E, S, und G sind mit der Digitalisierung als viertem Punkt (3+1) eng aneinander gekoppelte Bausteine und integrale Bestandteile unserer Unternehmensstrategie und unserer Geschäftsaktivitäten. Die weitere Implementierung von ESG in unserer Organisation und unseren Prozessen ist ein wesentliches Fokusthema für die DIC. Unser Anspruch ist der optimale Einklang von ökologischen und ökonomischen Zielen. Für den Erfolg der DIC beim Thema Nachhaltigkeit ist eine klare organisatorische Verankerung und das Zusammenwirken und Einbringen des Knowhows der unterschiedlichen Organisationseinheiten zu verschiedenen ESG-Themen daher in Zukunft von zentraler Bedeutung. Eng verzahnt mit ESG ist das Thema Digitalisierung in unseren Routinen und Arbeitsprozessen. Mittels dynamischer Datenräumen mit den relevanten Dokumenten für unser Asset-, Property- und Transaktionsmanagement, und mit der bereichsübergreifenden Integration von Schnittstellen im Portfoliomanagement stehen uns relevante Informationen im Planungs- und Steuerungssystem früher und strukturierter zur Verfügung. Dies ermöglicht uns beschleunigte Ergebnisdarstellungen – wie die Vorlage des Geschäftsberichts als erstes deutsches Immobilienunternehmen im Prime Standard – und schnellere, vollständigere Entscheidungsszenarien für unser agiles Tagesgeschäft, zum Beispiel bei An- und Verkaufstransaktionen. Das Thema Nachhaltigkeit wird von der Vorsitzenden des Vorstands der DIC Asset AG verantwortet und mit dem Aufsichtsrat regelmäßig im Kontext der Geschäftsstrategie erörtert. Die Head of Sustainability berichtet direkt an die Vorsitzende des Vorstands und ist eng in die Entscheidungsprozesse mit ESG-Bezug im Unternehmen eingebunden. Aufgabe des Head of Sustainability ist es die ESG-Strategie laufend weiterzuentwickeln und die ESG-Aktivitäten mit den administrativen und operativen Bereichen zu intensivieren. Dazu gehört die Identifikation, Zieldefinition und zentrale Steuerung strategischer und wirtschaftlich umsetzbarer ESG-Projekte entlang der Wertschöpfungskette der DIC, die Steuerung der Umsetzung von Governance-Themen, das ESG-Reporting und die Nachhaltigkeitskommunikation. In 2021 wurde ein ESG-Komitee etabliert, dem die Vorstandsvorsitzende, die Head of Sustainability sowie Führungskräfte aus den Ressorts Investor Relations & Corporate Communications, Human Resources, Investment, Portfolio Management, Development, Corporate Finance sowie Accounting/Compliance angehören, um wichtige Entscheidungen zur Ausrichtung der ESG-Strategie und der ESG-Ziele zu verabschieden. Das ESG-Komitee hat die Aufgabe, ESG-Prioritäten zu setzen und ESG-Maßnahmen zu initiieren. Die operative Steuerung, Implementierung und Bearbeitung von ESG-Themen und -Projekten erfolgt in den Organisationseinheiten entsprechend der Organisationsstruktur der DIC (ESG-Operative). Dort werden auch die ESG-Projektverantwortlichen benannt, welche die Umsetzung und Zielerreichung im Rahmen des Tagesgeschäfts verantworten und auch regelmäßig an den Head of Sustainability berichten. Mehr zu unserer umfassenden ESG-Strategie und -Roadmap ab Seite 100. risikobewusst & ergebnisorientiert E, S, G: Bestandteil der Strategie Ziele und Strategien Wir sind einer der größten Gewerbeimmobilienspezialisten mit Schwerpunkt auf Büro-, und Logistikobjekten und engagieren uns primär auf dem deutschsprachigen Immobilienmarkt. Darüber hinaus streben wir, an unsere Logistikinvestments auch außerhalb Deutschlands in angrenzenden Ländern und auf zentrale logistische Knotenpunkte auszudehnen. Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie steht die Generierung langfristig gesicherter, kontinuierlicher Erträge mit unserer leistungsstarken eigenen Immobilienmanagement-Plattform. Damit zielen wir auf die Steigerung von Mieteinnahmen und Immobilienmarktwerten in unserem direkt gehaltenen Commercial Portfolio und auf wachsende regelmäßige Erträge aus den Immobiliendienstleistungen, die wir in unserem transaktionsstarken Geschäft mit institutionellen Investoren und dem laufenden Asset- und Propertymanagement der betreuten Investmentvehikel erwirtschaften. Um unsere Wachstumsziele zu erreichen, richten wir unser Augenmerk auf Kapital- und Finanzstrukturen, die uns in die Lage versetzen, schnell, kreativ und zuverlässig zu agieren. INTERNATIONALES WACHSTUM DER INVESTMENTPLATTFORM ◗ Ausbau der Assets under Management Segmentübergreifender Erfolgstreiber unseres Geschäftsmodells ist der Einsatz unserer Management-Expertise auf ein wachsendes Portfolio. Wir verfolgen eine balancierte Wachstumsstrategie, indem wir unsere Ertragsgrundlagen in beiden Geschäftssegmenten durch Zukäufe ausbauen. ◗ Diversifizierte Ankaufsstrategie Unser Investment-Mix für die Asset-Klasse Büro erstreckt sich über den deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkten in den Regionen um und an den Standorten unserer Büros. In Deutschland zählen dazu sowohl die Top-7-Städte als auch attraktive Städte in wirtschaftsstarken Zentren und Peripherien. Mit dem strategischen Ausbau unserer Logistikexpertise und -investments wachsen wir auch international und außerhalb Deutschlands in den angrenzenden Nachbarländern. Wir achten regional, sektoral und mieterbezogen auf eine Diversifizierung, die Klumpenrisiken langfristig vermeidet, ein attraktives Renditeprofil sichert sowie durch gezieltes effizientes Assetmanagement Potenzial bietet, Mehrwert für uns und unsere Investoren zu generieren. Ausgangspunkte dafür sind unsere regionale Expertise und unser hervorragender Marktzugang. Dies erlaubt uns, Immobilien mit einem adäquaten Risiko-Rendite-Verhältnis an den zentralen und regionalen Immobilienmärkten zu identifizieren und erfolgreich zu bearbeiten. Dynamik durch agiles management ◗ Kontinuierliche Verkäufe zur Optimierung Verkäufe sind integraler Bestandteil unserer Aktivitäten. Wir nutzen sie, um unser Portfolio zu optimieren, Gewinne zum richtigen Zeitpunkt zu realisieren und Mittel freizusetzen, die unsere Finanzstruktur und Kapitaleffizienz verbessern. Im institutionellen Geschäft erzielen wir mit erfolgreichen Verkäufen attraktive Transaktions- und Perfor-mance-Fees. ◗ Ausgezeichnete Vermietungskompetenz Durch Neuabschlüsse, höhere Anschlussmieten und Abbau leerstehender Flächen leisten unsere Teams im Vermietungsmanagement täglich einen wichtigen Beitrag zur Wertsteigerung des Portfolios. ◗ Kompetenz und Kapazitäten für Bestandsentwicklungen in allen Segmenten Mit unserer Expertise sind wir in der Lage, Wertsteigerungspotenziale bei Immobilien insbesondere auch durch Refurbishments zu heben. Wir beschäftigen leistungsstarke eigene Teams für Entwicklungen sowohl im Eigen- als auch im Fremdbestand, die sich um Maßnahmen zur wertschöpfenden Repositionierung von Immobilien kümmern. MULTIPLIKATION IM ASSETMANAGEMENT FÜR DRITTE ◗ Profilierte Investmentprodukte für institutionelle Anleger Wir bieten nationalen und internationalen institutionellen Investoren langjährige Investment-Expertise, ein versiertes Transaktionsmanagement und ein breites Spektrum von Immobilienservices in den zentralen und regionalen Immobilienmärkten Deutschlands und in den angrenzenden Logistikmärkten außerhalb Deutschlands. Im Rahmen von Pool Funds, Club Deals und Individualmandaten gestalten wir individuelle Anlagestrukturen mit attraktiven Ausschüttungsrenditen. ◗ Effektive Auslastung unserer Immobilien-Expertise Unser profundes Immobilien-Know-how nutzen wir als Treiber eines wachsenden Assetmanagements für Dritte und erzielen mit der Übernahme von Asset- und Propertymanagement-Mandaten wiederkehrende und steigende Managementerträge. Mit qualifizierter Fachkompetenz und niedrigem Kapitaleinsatz diversifizieren wir so unsere Ertragsquellen kontinuierlich weiter und verstetigen die Ertragsströme unseres Geschäfts. Starkes Organisations- & Finanzfundament ◗ Optimierung der Finanz- und Kapitalstruktur Unsere stabile Finanzarchitektur, die auf langfristig kalkulierbaren Cashflows und vorausschauender Planung basiert, sichert uns ein starkes Standing im Markt. Wir verfolgen das Ziel, mit unseren Geschäftsaktivitäten, unserem stetigen Cashflow aus Mieteinnahmen sowie dem Wachstum von Managementerträgen unser wirtschaftliches Fundament weiter zu optimieren. Wir verfügen über eine hohe Reputation bei unseren Bank- und Finanzpartnern sowie am Kapitalmarkt. Dies sichert uns den Zugang zu unterschiedlichen Finanzierungsquellen. Neben der Diversifizierung unserer Finanzierungsquellen setzen wir zukünftig auch auf eine "grüne" Finanzstruktur. In 2021 haben wir erstmalig die Platzierung eines Schuldscheins mit ESG-Link und die Emission eines Green Bonds erfolgreich bei institutionellen Kapitalmarktanlegern vermarktet. ◗ Smarte Organisation Als agiles Unternehmen mit aktivem Managementansatz messen wir einer leistungsstarken innovationsfreudigen Organisation hohe Bedeutung bei. Wir treiben die Digitalisierung zur Mobilisierung von Wissen, zur Schaffung neuer Leistungsmerkmale und zur weiteren Performance-Steigerung auf unserer integrierten Managementplattform voran. Die laufende Prüfung und konstruktive Weiterentwicklung neuer Lösungsansätze ist eine Querschnittsaufgabe, die wir in allen Bereichen unseres Unternehmens wahrnehmen. Wir steigern damit Geschwindigkeit, Flexibilität und Transparenz im Unternehmen. Stetiger Ausbau unserer Assets under Management auf 11,5 Mrd. Euro Mit unserer Schnelligkeit, Kreativität und Zuverlässigkeit haben wir zum dritten Mal in Folge ein herausragend hohes Transaktionsvolumen erzielt. In 2021 haben wir auf der DIC-Immobilienplattform ein Transaktionsvolumen von 1,9 Mrd. Euro umgesetzt, davon rund 1,6 Mrd. Euro für Neuerwerbe. Fit für ein nachhaltiges Morgen: aktualisierte ESG-Strategie und -Roadmap veröffentlicht Im Rahmen des letzten Nachhaltigkeitsberichts wurde ein umfassendes ESG-Strategieupdate veröffentlicht. Die ESG-Roadmap definiert Ziele entlang der strategischen Leitplanken. Hohe Stabilität mit langfristigen Cashflows im Eigenbestand (Commercial Portfolio) Niedrige EPRA-Leerstandsquote von 5,3 % und langer WALT (Mietrestlaufzeit) von 5,9 Jahren. Like-for-like Mietwachstum von 3,5% in 2021 erzielt. Erneut steigende Managementleistung im Assetmanagement für Dritte (Institutional Business) Erneute signifikante Steigerung der Managementerträge um 27% auf 101,2 Mio. Euro. Erfolgreiche Platzierung des Uptown Tower bei institutionellen Investoren nach planmäßiger Warehousing-Phase. Ausbau unserer Logistikinvestments nach Plan Durch die RLI-Integration Anfang 2021 wurde das Produktangebot im Bereich Institutional Business um Logistikvehikel für institutionelle Investoren ergänzt. Gleichzeitig konnte die Investorenbasis insgesamt weiter ausgebaut werden. Erstmalig dreistelliges FFO-Ergebnis erreicht – steigender Wert unseres Geschäftsmodells Mit einem FFO von 107,2 Mio. Euro erzielen wir erstmalig ein dreistelliges Ergebnis. Das gestiegene Ergebnis und der Bewertungszuwachs führen zu einem Adjusted NAV von 25,0 EUR je Aktie Grad der Zielerreichung 2021 Wirtschaftsbericht Gesamtaussage Wirtschaftliche RAhmenbedingungen Geschäftsverlauf – Immobilienmanagement – Portfolioentwicklung – Commercial Portfolio – Institutional Business Finanzinformationen – Umsatz- und Ertragslage – Finanz- und Vermögenslage – Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und ZUr Lage der Gesellschaft Wir haben 2021 alle für unsere Leistungsindikatoren zuletzt prognostizierten Ziele auf Plattformebene erreicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir unsere breit aufgestellte Immobilienplattform mit zahlreichen Investments sowohl für den Eigenbestand als auch im Rahmen von Drittmandaten weiter ausbauen. Dabei haben wir auch weiterhin auf unsere Vor-Ort-Expertise gesetzt und mit dem zuletzt in Stuttgart eröffneten achten Standort zu Jahresanfang unsere Präsenz in den wesentlichen Märkten weiter gestärkt. Unser wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist die Nähe zu unseren Mietern, Investoren und Immobilien, die wir zudem mit einem aktiven und 360-Grad-Immobilienmanagement-Ansatz optimal begleiten. Mit der erfolgreich zu Jahresanfang abgeschlossenen Integration der RLI Investors GmbH haben wir unserer Strategie zum Ausbau unserer Immobilienplattform in der Asset-Klasse Logistik weiter Rechnung getragen. Nur wenige Wochen später haben wir erfolgreich den dritten Logistikfonds mit einem Zielvolumen von 400 Mio. Euro aufgelegt. Das Fondsvehikel "RLI-GEG Logistics & Light Industrial III" investiert neben klassischen renditestarken Logistikimmobilien auch in Light Industrial- und Urban-Logistic-Immobilien. Der Fonds setzt auf Deutschland als Kernmarkt und ergänzt ihn um die etablierten europäischen Nachbarmärkte Benelux und Österreich. In kürzester Zeit konnte auch das Anleger-Closing erfolgreich abgeschlossen werden und Mittel in Höhe von 210 Mio. Euro bei deutschen institutionellen Investoren, darunter Banken, Pensionskassen und Versicherungen, eingesammelt werden. Der Anteil an Logistikimmobilien ist auf der gesamten Immobilienplattform von weniger als 1% zu Jahresanfang auf rund 8% der Assets under Management zum Jahresende 2021 gestiegen. Damit sind wir im Plan für das Wachstum in der Asset-Klasse Logistik, sowohl für den Eigenbestand als auch für institutionelle Investoren. Hierdurch schaffen wir eine weitere Diversifizierung unseres Miet-Cashflows und der Immobilienmanagementerträge. Vermietungsleistung – Steigerung der Neuvermietungen Im Jahresverlauf konnten wir erneut erfolgreiche Anschluss- und Neuvermietungen erzielen. Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil der Neuvermietungen wieder deutlich zugenommen. Insgesamt haben unsere Teams eine Vermietungsleistung von rund 309.100 qm erzielt, darunter rund 142.000 qm neu vermietet. Dies ist eine klare Steigerung gegenüber den rund 77.300 qm im Vorjahr, das aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie zunächst von einer zurückhaltenden Entscheidungsfreude bei Neuanmietungen geprägt war. Im Jahr 2021 wurden annualisierte Mieten im Volumen von rund 33,0 Mio. Euro über beide Segmente unter Vertrag gebracht, und damit die Sicherung langfristiger Cashflows in beiden Geschäftssegmenten weiter vorangetrieben. Die EPRA-Leerstandsquote im Commercial Portfolio erreichte zum Jahresende rund 5,3% bei einer durchschnittlichen Mietlaufzeit (WALT) von 5,9 Jahren. Transaktionen – planmäßiges Wachstum der Assets under Management Auf der Transaktionsseite konnten wir insbesondere aufgrund eines sehr intensiven Schlussquartals unsere Transaktionsziele wie geplant erreichen. Das segmentübergreifende Ankaufsvolumen lag bei rund 1.559 Mio. Euro, davon rund 242 Mio. Euro im Segment Commercial Portfolio und rund 1.317 Mio. Euro im Segment Institutional Business inkl. der Immobilien, die wir im Rahmen des Warehousing angekauft haben (rund 818 Mio. Euro). Damit wurden unsere Ankaufsziele von 200 bis 300 Mio. Euro für das Commercial Portfolio und 1 Mrd. Euro bis 1,5 Mrd. Euro für das Institutional Business vollständig erreicht. Auf der Verkaufsseite erzielten wir ein Gesamtvolumen von rund 345 Mio. Euro. Im Commercial Portfolio erreichten wir drei Verkäufe in einem Volumen von insgesamt rund 28 Mio. Euro und blieben damit unter unserem geplanten Ziel von rund 100 Mio. Euro. Zum Jahresende geplante Verkäufe im Commercial Portfolio wurden nicht mehr abgeschlossen und stehen somit im laufenden Geschäftsjahr zum Verkauf. Im Institutional Business konnten wir mit dem Verkauf von insgesamt vier Immobilien ein Verkaufsvolumen von rund 317 Mio. Euro erzielen. Damit haben wir das Ziel von 200 Mio. Euro bis 300 Mio. Euro leicht übertroffen. In Summe wurden die segmentübergreifenden Transaktionsziele auf Plattformebene erreicht. Im Juni erfolgte der bislang größte Immobilienankauf in der Geschichte der DIC. Der Erwerb des Uptown Tower in München erfolgte im Rahmen des Warehousing von attraktiven Immobilien, die temporär auf der Bilanz der DIC Asset AG gehalten werden mit dem Ziel der Ausplatzierung bei institutionellen Investoren. Die Gesamtinvestitionskosten betrugen rund 556 Mio. Euro. Zum Jahresende konnten bereits erfolgreich rund 85% der Anteile an institutionelle Investoren vermarktet werden. Die nahezu vollständige Ausplatzierung der verbleibenden Anteile wird im ersten Quartal 2022 erwartet. Insgesamt sind die Assets under Management zum Jahresende 2021 auf 2,2 Mrd. Euro für unseren Eigenbestand (Segment Commercial Portfolio) und im Rahmen von Drittmandaten auf rund 9,3 Mrd. Euro (Segment Institutional Business) angewachsen (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro bzw. 7,6 Mrd. Euro). Mit insgesamt 11,5 Mrd. Euro zum Bilanzstichtag sind wir auf Kurs, um unser Mittelfristziel von 15 Mrd. Euro zu erreichen. ESG: DIC steht für Verantwortung und Werte Anfang Juli haben wir im Rahmen der Veröffentlichung unseres Nachhaltigkeitsberichts 2020 unsere umfassende ESG-Strategie und -Roadmap für die kommenden Jahre präsentiert. Dabei stehen vier wesentliche Nachhaltigkeits-Ziele im Vordergrund, die gleichermaßen alle Aspekte der Nachhaltigkeit E, S und G hervorheben. Als vierten Baustein ist für uns die Digitalisierung von zentraler Bedeutung, die auch mit unserer ESG-Strategie eng verzahnt ist. Mit digitalen Services und Tools engagieren wir uns, um Immobilien und Prozesse effizient und nachhaltig zu gestalten. Im Rahmen der Ende 2021 abgeschlossenen Stakeholder-Befragung wurden wesentliche Themen identifiziert, zu denen wir Ziele formulieren werden. Wir werden regelmäßig über den Status dieser Ziele berichten. Dafür nutzen wir unsere neu gestaltete ESG-Website, die zukünftig auch außerhalb der Berichtszeitpunkte über die Erfolge der DIC-Gruppe informiert. Damit schafft die DIC eine gesteigerte Transparenz in Sachen Nachhaltigkeit. Mehr Informationen finden sich auch im Abschnitt zu nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ab Seite 94. "Grüne" Finanzstruktur: Weitere Diversifizierung und Verbindung mit ESG-Zielen Auf der Finanzierungsseite haben wir segmentübergreifend in 2021 rund 1,4 Mrd. Euro Mittelzuflüsse aus Neu- und Refinanzierungen arrangiert (inkl. Objektfinanzierungen). Darunter sind erstmals auch „grüne“ Finanzierungen wie die Platzierung unseres ersten Schuldscheins mit ESG-Link über 280 Mio. Euro (nach Aufstockung zum Jahresende) oder die erstmalige Emission eines Green Bonds über 400 Mio. Euro, den wir erfolgreich bei institutionellen Kapitalmarktanlegern in Europa vermarktet haben. Die Mittel aus dem Schuldschein und der "grünen" Anleihe nutzen wir zur Finanzierung von grünen Projekten. Ganz wesentlich unterstützen sie uns dabei unseren Anteil von "Green Buildings" bis Ende 2023 von aktuell rund 11% des Marktwerts des Commercial Portfolios auf rund 20% zu erhöhen. Die „grünen“ Finanzierungsinstrumente führen zu einer weiteren Diversifizierung unserer Finanzstruktur und geben uns zukünftig ein Mehr an Flexibilität. Zum Jahresende 2021 haben wir zudem das günstige Marktumfeld am Finanzierungsmarkt zugleich genutzt und für rund 57% unseres Eigenbestands (Commercial Portfolio) die vorzeitige Refinanzierung eines besicherten Darlehens in Höhe von rund 550 Mio. Euro für eine Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen. Wir schaffen damit eine weitere Reduzierung unseres durchschnittlichen Finanzierungszinssatz von zuletzt 2,0% auf 1,8% und profitieren ab 2022 von einer FFO-steigernden Zinsersparnis von rund 5 Mio. Euro pro Jahr. Prognose 2021 erreicht Die Prognose für die Funds from Operations (FFO) von 106 bis 110 Mio. Euro haben wir mit 107,2 Mio. Euro wie geplant erreicht und damit zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte ein dreistelliges FFO-Ergebnis erzielt. Für die Bruttomieteinnahmen konnten wir mit 108,4 Mio. Euro die zuletzt erwartete Spanne von 107 bis 108 Mio. Euro sogar noch leicht übertreffen. Mit 101,2 Mio. Euro erreichten die Immobilienmanagementerträge ebenfalls einen historischen Spitzenwert in der erwarteten Bandbreite von 94 bis 104 Mio. Euro. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Wirtschaft BIP +2,7 % (Vorjahr: -4,6 %) BIP-Prognose 2022 3,5 %–4,9 % Arbeitsmarkt Zinsumfeld Inflation +3,1 % (Vorjahr: +0,5 %) Arbeitslosenquote 5,1 % (Vorjahr: 5,9 %) 45,41 Mio. Erwerbstätige (Vorjahr: 44,87 Mio.) Arbeitskräfte-nachfrage BA-Stellenindex (BA‑X) Rendite zehnjährige Bundesanleihe 132 +33 Punkte ifo-Geschäftsklimaindex Dezember 94,7 (Vorjahr: 92,7) -0,31 (Vorjahr: -0,57) Deutsche Wirtschaft wächst in nahezu allen Bereichen – Corona-Pandemie und Lieferengpässe verzögern stärkere Dynamik Die deutsche Wirtschaft ist 2021 deutlich gewachsen, eine stärkere Expansion wurde allerdings von der Pandemieentwicklung und von Lieferengpässen gebremst. Das erste Quartal stand noch im Zeichen von Lockdown sowie zweiter und dritter Corona-Welle, was zunächst zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von -1,9 % führte. Zunehmender Impffortschritt, Lockerungen und verbunden damit die anziehende Inlandsnachfrage belebten im weiteren Jahresverlauf aber die Konjunktur und führten im zweiten Quartal zu einem BIP-Wachstum von 2,0 %. Während konsumnahe Dienstleistungen auch im dritten Quartal vom privaten Konsum profitierten, standen die zunehmenden Lieferengpässe einem stärkeren Wachstum im verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe im Weg, sodass zu Quartalsende ein gegenüber Q2 etwas schwächeres Wachstum von 1,7 % verzeichnet wurde. Das vierte Quartal stand unter dem Einfluss der sich rapide ausbreitenden vierten Corona-Welle. Die Pandemielage dämpfte den privaten Konsum und traf konsumnahe Dienstleister und Einzelhandel. Das BIP ging im vierten Quartal zurück, wodurch sich ein Teil der für 2021 prognostizierten Erholung auf 2022 verschiebt. Für das Gesamtjahr stand ein preisbereinigtes BIP-Wachstum von 2,7 % zu Buche – das Vor-Corona-Niveau wurde damit noch nicht wieder erreicht. Wie im Vorjahr waren Konsumausgaben des Staates – die insbesondere im Zusammenhang mit Leistungen rund um das Pandemiegeschehen zulegten – eine Wachstumsstütze der Wirtschaft, während der private Konsum auf dem Niveau des Vorjahres verblieb. Bis auf das Baugewerbe, das im Vorjahr während der Corona-Pandemie als einziger Wirtschaftszweig bereits einen steigenden Wirtschaftsbeitrag geleistet hatte, nahm die Wertschöpfung 2021 in allen Bereichen zu. Das stärkste Wachstum verzeichneten dabei die Unternehmensdienstleistungen und – trotz der Lieferengpässe – das mit vollen Auftragsbüchern ausgestattete verarbeitende Gewerbe. Stimmung in den Unternehmen wechselhaft Die Beeinträchtigungen der Konjunktur durch Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen, stark gestiegene Energie- und Transportkosten sowie die wachsende Unsicherheit angesichts des Aufflammens des Omikron-Infektionsgeschehens haben dazu geführt, dass die Erwartungen der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr stärker von Skepsis geprägt waren. Nachdem die kräftige wirtschaftliche Erholung bis zur Jahresmitte von einem deutlich ansteigenden ifo Geschäftsklimaindex begleitet wurde, blickten Unternehmer zum Jahresende wieder sorgenvoller in die Zukunft. Der ifo-Index entwickelte sich vom Höchstwert im Juni mit 101,7 auf 94,7 im Dezember. Insbesondere im Dienstleistungssektor (und dort wenig überraschend im Tourismus und Gastgewerbe) sank das Stimmungsbarometer, ebenso wie im Handel. Im verarbeitenden Gewerbe blieb die Stimmung aufgrund voller Auftragsbücher zum Jahresende hin stabil. Nachfrage nach Arbeitskräften nahe Allzeithoch Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt sind zwar sichtbar, haben sich im Jahresverlauf aber erheblich reduziert. Die Arbeitslosenquote sank im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach einen Lockdown-bedingten Anstieg zu Jahresbeginn deutlich von 6,3 % im Januar auf 5,1 % im Dezember. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 403.000 auf 45,4 Millionen Personen. Auch die Nachfrage nach neuem Personal zeigte im Jahresverlauf einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Der BA-Stellenindex (BA‑X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, stieg im Dezember auf 132 Punkte (+33 Punkte gegenüber Dezember 2020). Der Indikator erreichte damit fast den bisherigen Höchststand aus dem Februar 2019 (134 Punkte). Gesucht werden Mitarbeiter in allen Bereichen des Arbeitsmarkts. Die Nachfrage ist gegenüber Dezember 2020 durchweg im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Auch gegenüber dem Vor-Corona-Vergleichsmonat Dezember 2019 war in fast allen Branchen ein deutlicher Anstieg der Arbeitskräftenachfrage zu verzeichnen. Steigende Inflation erhöht den Druck auf die Notenbanken Mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von +3,1 % lag die Inflation in Deutschland 2021 erstmals seit 10 Jahren wieder über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Zielmarke ausgegebenen Wert von 2 %. Insbesondere der starke Anstieg der Energiepreise und Lieferengpässe ließen – neben Einmaleffekten wie dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende 2020 – die Teuerungsrate ansteigen. Mit der steigenden Inflation zeichnet sich auch ein Umdenken hinsichtlich der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken ab: Unter den G7-Staaten machte die britische Notenbank im Dezember mit einer Erhöhung des Leitzinses auf 0,25 % den Anfang. Die US-Notenbank Federal Reserve, die sich einer noch höheren Jahres-Inflationsrate von 4,7 % ausgesetzt sieht, beschloss im Dezember, die als Corona-Konjunkturstütze eingesetzten Anleihekäufe schneller als geplant herunterzufahren und signalisierte bereits mehrere Zinserhöhungsschritte, womit das Zinsniveau in den USA bis Ende des Jahres 2022 voraussichtlich deutlich steigen wird. Die EZB hat den Umfang der Netto-Anleihekäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) und des Asset Purchase Programms (APP) im Dezember bereits reduziert und beschloss zudem auf der Ratssitzung im Dezember, das Corona-Notfallprogramm wie geplant bis Ende März 2022 auslaufen zu lassen. Eine Änderung der Zinspolitik wurde für 2022 zu dem Zeitpunkt nicht angedeutet, der Leitzins blieb aufgrund der großen Unsicherheit hinsichtlich der Inflationsentwicklung unverändert bei 0,0 % bzw. der Einlagenzins für Geschäftsbanken bei -0,5 %. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Deutschlands stieg, ausgehend von -0,57% im Dezember 2020, an, lag im Dezember 2021 durchschnittlich bei -0,31 % und erreichte im Sog der anziehenden amerikanischer Staatsanleihen im Januar 2022 erstmals seit Mai 2019 wieder positives Territorium. BranchenEntwicklung 64,1 Transaktionsvolumen Gewerbeimmobilien Mrd. Euro Büro und Logistik als Wachstumstreiber des Gewerbe-Immobilieninvestmentmarkts Der deutsche Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien schaltete – trotz eines Lockdown-bedingt schwächeren Starts ins Jahr – auf Wachstum und 2021 laut BNPPRE mit einem Transaktionsvolumen von 64,1 Mrd. Euro (Colliers 60,1 Mrd. Euro, JLL 58,8 Mrd. Euro) das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Über ein Drittel des Volumens (24,7 Mrd. Euro) wurde dabei im starken vierten Quartal umgesetzt. Wachstumstreiber des gegenüber dem Vorjahr um 7 % verbesserten Ergebnisses waren die Asset-Klassen Büro und Logistik. Angetrieben vom starken Wachstum des Online-Handels, bei dem die Warenumsätze 2021 um 19 % zulegten, stieg der Umsatz mit Logistikimmobilien um 25 % auf 9,9 Mrd. Euro. (+2 Mrd. Euro). Der Umsatz mit Büroimmobilien stieg um 24 % auf rund 30,7 Mrd. Euro (+6 Mrd. Euro). Büroimmobilien blieben mit 48 % unangefochten die stärkste Asset-Klasse gefolgt von Logistik mit 15 %, während das Interesse an Einzelhandelsimmobilien deutlich um fast 30 % zurückging (-3,6 Mrd. Euro auf 8,7 Mrd. Euro). Aufgrund der gestiegenen Risikoaversion standen Core-Objekte in Top-Lagen bei den Investoren noch stärker im Fokus. Das Transaktionsvolumen in den Top-7-Städten stieg um 15 % bzw. 4,7 Mrd. Euro auf 37,1 Mrd. Euro und war damit für 58 % des Gesamtvolumens verantwortlich. Das Transaktionsvolumen außerhalb der Top-7-Standorte ging dagegen um 0,3 Mrd. Euro auf 27,0 Mrd. Euro zurück. Bonitätsstarke Mieter, langfristige Mietverträge, sehr gute Lage: Hohes Investoreninteresse mit viel verfügbarem Kapital traf in den Top-7-Standorten auf einen ausgeprägten Mangel an solchen Core- und Core-plus-Produkten. Zunehmend rücken auch ESG-Kriterien in den Fokus der Investoren, was sich in einer weiteren Renditekompression für qualifizierte Immobilien bemerkbar machte. In allen Top-7-Städten waren die Spitzenrenditen im Büro-Segment weiter rückläufig. Die durchschnittliche Spitzenrendite sank laut JLL gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Basispunkte auf 2,64%. Noch stärker sanken die Spitzenrenditen im zunehmend nachgefragten Segment Logistik: um 35 Basispunkte von 3,38 % vor einem Jahr auf nun 3,03 %. Büroflächenflächenumsatz erholt sich vom Corona-Einbruch und steigt um 23 % Nachdem sich der Bürovermietungsmarkt in Deutschland während der pandemiebedingten wirtschaftlichen Unsicherheiten und Restriktionen im ersten Halbjahr noch abwartend darstellte, zog die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich an. Die Maklerhäuser berichteten von wachsender Bereitschaft der Unternehmen, wieder in Büroflächen zu investieren. Es werden zunehmend neue hybride Arbeitsmodelle umgesetzt, was sich mit einem Umzug in andere Büroflächen naturgemäß einfacher verwirklichen lässt. Daneben erwies sich die nicht konjunkturabhängige öffentliche Hand als Stütze mit starker Nachfrage. Der Flächenumsatz an den Top-7-Bürostandorten stieg auf 3,29 Mio. qm (BNPPRE: 3,4 Mio. qm) und lag damit rund 23 % über dem Vorjahreswert. Über ein Drittel des Umsatzes wurde dabei im starken letzten Quartal generiert. An allen Top-7-Standorten wurde ein höheres Volumen umgesetzt, wobei die Entwicklung heterogen war: Den höchsten Umsatz verzeichnete einmal mehr Berlin mit 870.800 qm (+16,8 %), der größte Zuwachs mit einem Plus von 58,3% auf 329.500 qm wurde in Köln notiert. Den geringsten Umsatz und Zuwachs verzeichnete Stuttgart mit einem Anstieg von 2,3 % auf 144.000 qm – allerdings auch von dem geringsten Leerstandsvolumen aller Top-7-Standorte ausgehend. Noch liegen die Vermietungsvolumina unter den Höchstständen der Vor-Corona-Zeit, und in Kombination mit steigenden Fertigstellungen (rund 1,6 Mio. qm, +10 % gegenüber 2020) führte das im Gesamtmarkt zu einem Anstieg der über alle Top-7-Standorte gemittelten Leerstandsquote um 80 Basispunkte auf 4,5 % (Vorjahr 3,7 %). Auch hier zeichnet sich ein heterogenes Bild ab: In Berlin – dem Standort mit dem höchsten Fertigstellungsvolumen – stieg die Quote innerhalb der letzten 12 Monate prozentual am stärksten von 2,8 % auf 4,1 %, während sich der Leerstand in Stuttgart als einzigem Standort verringert hat (-40 Basispunkte auf 1,7 %). Die höchsten Leerstandquoten verzeichnen Frankfurt (+160 Basispunkte auf 7,7 %) und Düsseldorf (+100 Basispunkte auf 7,8 %). Allerdings beobachten die Maklerhäuser in allen Städten stabile bis steigende Spitzenmieten. Die höchsten Mieten werden in Frankfurt (+2,4 % auf 42,50 Euro) und München (+2,4 % auf 42,00 Euro) erzielt, die niedrigsten Spitzenmieten in Stuttgart (25,50 Euro, +/-0,0 %). Savills nennt vier Faktoren für diese Entwicklung: höherer Anteil an Vermietungen in naturgemäß teureren Projektentwicklungen steigende Bau- und Ausbaukosten höherer Anteil flexiblerer Mietverträge mit kürzeren Laufzeiten Präferenz der Unternehmen für hochwertige Flächen und zentrale Lagen Dies unterstreicht, dass die Dynamik im Markt weiter zugenommen hat und sich mit der Umzugsbereitschaft der Unternehmen vermehrt Vermarktungschancen ergeben. (Vorjahr: 59,7 Mrd. Euro) Anteil Büro-Immobilien (Vorjahr: 41 %) Anteil Logistik-Immobilien (Vorjahr: 13 %) Spitzenrendite Büro 2,64 % (Vorjahr: 2,81 %) Logistik 3,03 % (Vorjahr: 3,38 %) 3,3 +23 % Büroflächenumsatz Mio. qm Büro-Leerstand Top 7 4,5 % (Vorjahr: 3,7 %) + 1,6 % Spitzenmieten Top 7 Logistikvermietungsmärkte mit Rekordumsatz Dass die Asset-Klasse Logistik zu den Gewinnern der Pandemie zählt, zeigt sich auch an den Vermietungsmärkten. Mit einem Rekordumsatz von 9,1 Mio. qm wurde der Vorjahreswert um 34% und die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2018 um 24 % übertroffen. +20 % Geschäftsverlauf Wachstum in allen Segmenten – Immobilienvermögen steigt um 20 % auf 11,5 Mrd. Euro 11,5 9,6 Das betreute Immobilienvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um fast 2 Mrd. Euro (+20  %) auf 11,5 Mrd. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2021. Rund 2,2 Mrd. Euro entfallen davon auf Immobilien des Commercial Portfolios und 9,3 Mrd. Euro auf Immobilien im Institutional Business, das Fonds, Club Deals und Einzelmandate institutioneller Anleger umfasst. Mit einem Volumen von über 700 Mio. Euro trug die Übernahme von RLI Investors ("RLI") zu Jahresbeginn 2021 zum starken Wachstum des Institutional Business bei. 7,6 9,3 2,0 2,2 Assets under Management in Mrd. Euro Erfolgreicher strategischer Ausbau der Asset-Klasse Logistik Die im Dezember 2020 erworbene RLI wurde zu Jahresbeginn innerhalb kürzester Zeit vollständig in die DIC-Gruppe integriert. Damit konnten wir unser spezielles Know-how deutlich stärken und uns ein gut ausgebautes Netzwerk in der Logistikbranche sichern. Der Anteil der Asset-Klasse Logistik am Immobilienportfolio der DIC Asset AG stieg mit den übergegangenen Assets under Management von mehr als 700 Mio. Euro deutlich und wurde im Jahresverlauf durch zusätzlichen Akquisitionen weiter erhöht – auf insgesamt rund 8% der betreuten Assets under Management von 11,5 Mrd. Euro. Durch die Expansion in der Asset-Klasse Logistik wuchs die Mietfläche stärker als die Assets under Management. Insgesamt beinhaltet das betreute Immobilienvermögen zum Stichtag 237 Immobilen (+ 25 %) mit einer Gesamtmietfläche von rund 3,1 Mio. qm (+ 42 %). +25 % +42 % 237 3.143 189 2.220 143 2.313 98 1.412 94 91 830 808 Anzahl Objekte in qm Mietfläche rund 8 % Anteil Asset-Klasse Logistik an AuM der gesamten Plattform Transaktionsvolumen erneut auf sehr hohem Niveau Bereits das dritte Jahr in Folge ist es unseren Transaktionsteams gelungen, Transaktionen im Bereich der Marke von 2 Mrd. Euro umzusetzen. Mit einem Gesamttransaktionsvolumen von rund 1,9 Mrd. Euro haben wir unseren zu Jahresbeginn ausgegebenen Zielkorridor von 1,5–2,2 Mrd. Euro trotz der herausfordernder Rahmenbedingungen komfortabel erreicht. Mehr als 30  % davon – rund 600 Mio. Euro – wurden alleine im Dezember in einem dynamischen Jahresendspurt umgesetzt. Akquisitionen von rund 1,6 Mrd. Euro – Dynamischer Turnover im Warehousing Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 17 Objekte mit einem Volumen von rund 1,6 Mrd. Euro angekauft, von denen neun (0,9 Mrd. Euro) bereits übergegangen sind. Für das Commercial Portfolio haben wir sieben Immobilien mit einem Investitionsvolumen von rund 242 Mio. Euro erworben. Fünf der Neuerwerbungen mit einem Volumen von rund 188 Mio. Euro sind 2021 bereits in unser Portfolio übergegangen und stärken hier unseren Cashflow. Für ein Objekt erwarten wir den BNL-Übergang im ersten Halbjahr 2022, das zweite Objekt wird nach Fertigstellung der Projektentwicklung voraussichtlich Mitte 2023 in unseren Eigenbestand übergehen. Für unsere institutionellen Investoren konnten wir zehn Immobilien mit einem Volumen von rund 1.317 Mio. Euro erwerben. Von diesen wurden sechs Immobilien (499 Mio. Euro) direkt in Anlageprodukte im Institutional Business eingebracht. Zwei Objekte im Volumen von 162 Mio. Euro sind bereits übergegangen, für vier Objekte ist der Übergang im ersten Halbjahr 2022 geplant. Vier weitere Objekte – unter anderem das Landmark-Objekt Uptown Tower in München mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über einer halben Milliarde Euro – wurden im Jahresverlauf über unser leistungsstarkes Warehousing für institutionelle Investoren gesichert. Für zwei der vier Objekte mit einem Volumen von 587 Mio. Euro erfolgte bereits der Besitz-, Nutzen- und Lastenübergang 2021 durch Weiterplatzierung an Anlegervehikel. Eine im Rahmen eines Forward-Deals erworbene Projektentwicklung in Düsseldorf wird nach Fertigstellung planmäßig 2023 in einen neuen Spezialfonds übergehen. Insgesamt sieben Objekte, deren Ankauf vor 2021 notarisiert wurde, sind im Geschäftsjahr wirksam übergegangen, fünf davon in das Institutional Business. Strategische Verkäufe zur Portfoliooptimierung Für sieben Objekte im Gesamtvolumen von 345 Mio. Euro wurden Verkäufe notarisiert: drei mit einem Volumen von rund 28 Mio. Euro zur Portfoliooptimierung und Ertragsrealisierung aus dem Commercial Portfolio und vier Objekte mit einem Volumen von rund 317 Mio. Euro im Rahmen unserer aktiven Management-Mandate. Für zwei Objekte, deren Verkauf vor 2021 notarisiert wurde, erfolgte der Transfer im Berichtsjahr. Transaktionsvolumen in Mrd. Euro 0,3 1,6 1,9 2,5 2,2 1,2 0,6 Starkes Transaktionsgeschäft – dynamisches Warehousing 0,7 0,4 0,3 0,2 0,3 Ankäufe Verkäufe Ankäufe in Mio. Euro (Anzahl Objekte) Beurkundungen 2021 davon: Beurkundungen 2021 mit BNL bis zum 31.12.2021 Beurkundungen 2019 – 2020 / BNL bis zum 31.12.2021 Commercial Portfolio 242 (7) 188 (5) 85 (1) Warehousing 818 (4) 587 (2) 23 (1) Institutional Business 499 (6) 162 (2) 463 (5) Summe 1.559 (17) 937 (9) 571 (7) Verkäufe in Mio. Euro (Anzahl Objekte) Beurkundungen 2021 davon: Beurkundungen 2021 mit BNL bis zum 31.12.2021 Beurkundungen 2019 – 2020 / BNL bis zum 31.12.2021 Commercial Portfolio 28 (3) 25 (2) 113 (1) Institutional Business 317 (4) 221 (3) 60 (1) Summe 345 (7) 246 (5) 173 (2) Nah am Markt, nah am Kunden: zum Jahreswechsel 2021/2022 sind unsere Mitarbeiter in München in den Campus C neben dem Uptown Tower umgezogen und betreuen von hier aus mit unserem Team das gestiegene Portfoliovolumen in der Region. Regionale Entwicklung: AuM aller Regionen gesteigert, Renditen weiter deutlich über Marktdurchschnitt Die regionale Diversifikation der Mietflächen hat sich gegenüber dem Vorjahr mit dem Ausbau der Asset-Klasse Logistik und den im Geschäftsjahr wirksamen An- und Verkäufen weiter zugunsten der wirtschaftsstarken Region Süd verschoben. Zur Jahreswende 2020/2021 hatten wir bereits zur weiteren Verstärkung und Vernetzung unserer Aktivitäten in der Metropolregion Stuttgart unsere neue Niederlassung in Stuttgart eröffnet und sind seitdem deutschlandweit an allen Top-7-Standorten direkt vor Ort präsent. Im Jahresverlauf haben wir am hochattraktiven Standort München kräftig investiert: Nach dem Ankauf der beiden Immobilien Uptown Tower und Campus C stieg der Anteil der am Top-7-Standort München gemanagten Objekte am Gesamtportfolio von 7% auf 11%. Im Zuge des strategischen Ausbaus der Asset-Klasse Logistik und der Übernahme der RLI gingen im Jahresverlauf Logistik-Immobilien insbesondere an den Top-Logistik-Standorten in der Region Süd und West über. Insgesamt erhöhte sich der Anteil des betreuten Immobilienvermögens in der Region Süd von 14 % auf 19 % und in der Region West von 23 % auf 24 %. Unsere starke Präsenz in der Region Mitte hat sich im Jahresvergleich von 45 % auf 40 % reduziert, obwohl sich der Marktwert der betreuten Immobilien auch in dieser Region erhöht hat. Der Rückgang ist unter anderem den relativ stärkeren strategischen Investitionen in anderen Regionen geschuldet. Insgesamt konnten wir unsere Assets under Management in allen Regionen steigern – sowohl bezogen auf die Objektanzahl als auch auf die Marktwerte. Unsere deutschlandweite Diversifikation nach Regionen und die stärkere Gewichtung von Regionen und Teilmärkten mit höheren Renditen zahlt sicher weiterhin sichtbar aus. Währen die Top-7-Spitzenrenditen laut JLL sowohl im Bürosektor (von 2,81 % auf 2,64 %) als auch im Logistiksektor (von 3,38 % auf 3,03 %) 2021 weiter nachgaben, blieb die Rendite unseres Gesamtportfolios stabil bei attraktiven 4,2 % (Vorjahr: 4,2 %). Eine ausführliche Aufstellung der Portfoliokennzahlen nach Regionen findet sich im Abschnitt „Übersichten“ auf Seite 238. Brutto-MietRenditen in % 4,5 4,2 4,2 3,8 Rendite DIC-Plattform 3,4 3,0 Logistik-Spitzenrendite 2,9 Büro-Spitzenrendite 2,8 2,6 Regionalstruktur Gesamtportfolio 2021 Basis: Marktwert Assets under Management 9 % 8 % Ost Nord Renditestark: unsere diversifizierte Investmentstrategie 10 % 8 % 24 % 23 % 2020 40 % West 45 % 14 % Mitte 19 % Süd Gewinner der PAndemie – starke Nachfrage nach Logistikflächen vermietungsleistung nach Vertragsart in qm +15 % 309.100 Neuvermietungen 269.900 Anschlussvermietungen +84 % 142.000 77.300 -13 % 167.100 192.600 IMMOBILIENMANAGEMENT Vermietungsleistung gegenüber Vorjahr um 15 % gesteigert, Expertise im Logistik-Sektor zahlt sich aus Unsere Vermietungsteams haben 2021 insgesamt 309.100 qm Mietfläche (2020: 269.900 qm) und damit 15 % mehr Fläche sowie annualisierte Mieteinnahmen in Höhe von 33,0 Mio. Euro (2020: 33,2 Mio. Euro) unter Vertrag gebracht. Die strategische Expansion im Logistiksektor machte sich im Vermietungsgeschehen deutlich bemerkbar. Der Anteil der Logistikflächen nach Marktwert lag zum Ende des Geschäftsjahrs 2021 bei 7,6% (Vorjahr: 0,5%), der prozentuale Anteil nach Quadratmetern bei 27,6 % (Vorjahr: 3,1%) – jeweils bezogen auf die gesamte DIC-Plattform. Dementsprechend stieg auch die Vermietungsleistung im Bereich der Asset-Klasse Logistik stark an. Unsere Vermietungsexperten aus dem Logistikbereich konnten mehrere großvolumige Vertragsabschlüsse und insgesamt rund 152.500 qm Fläche unter Vertrag bringen. Damit erhöhte sich der Anteil der Mietabschlüsse im Logistikbereich an der Gesamtvermietungsleistung nach Quadratmetern von 9 % auf 49 % und nach annualisierten Mieteinnahmen von 4 % auf 23 %. Mit 55 %, bzw. annualisierten Mieteinnahmen in Höhe von 18,0 Mio Euro tragen Bürovermietungen weiterhin den größten Teil zu der sehr guten Vermietungsleistung bei. Nachdem im Jahr 2020 unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie auf Mieterseite der Wunsch nach Stabilität zu- und die Neigung zu Umzügen abnahm und daher ein Großteil der Vermietungsarbeit Anschlussvermietungen betraf, hat sich das Vermietungsgeschehen im Geschäftsjahr 2021 wieder normalisiert. Der Anteil an Neuvermietungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 84 % auf 142.000 qm bzw. auf 46 % der Gesamtvermietungsleistung (2020: 77.300qm, 29 %). Anschlussvermietungen in Höhe von 167.100 qm (2020: 192.600qm) rundeten das starke Ergebnis ab. Neuvermietungen: höheres Volumen, längere Laufzeiten, höheres Mietniveau Unsere Vermietungsteams konnten nicht nur das Volumen der Neuvermietungen deutlich steigern, sondern die Verträge auch zu besseren Konditionen abschließen. So stieg die durchschnittliche Laufzeit der Neuvermietungen in beiden Segmenten an: Im Commercial Portfolio von 5,3 auf 6,1 Jahre und im Institutional Business von 7,4 auf 8,5 Jahre. Und auch die durchschnittliche Miete der abgeschlossenen Verträge erhöhte sich um 7 % auf 10,11 Euro/qm. Die fünf größten Neuvermietungen – alle im Bereich von 10.000 qm oder darüber – summierten sich auf 67.300 qm und deckten nahezu die Hälfte aller Neuvermietungen ab. Mit der Edeka Handelsgesellschaft Nord wurden wir uns über einen langfristigen Mietvertrag in Hamburg einig – mit 26.100 qm die bedeutendste Neuvermietung des Jahres. Eine weitere wichtige Neuvermietung war der Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit einer Behörde der Stadt Frankfurt im Palazzo Fiorentino in Frankfurt am Main über eine Mietfläche von rund 10.800 qm für 17 Jahre bis 2039. Anschlussvermietungen von der größten Vermietung der letzten Jahre geprägt Bei den Anschlussvermietung ragt der Abschluss des Mietvertrages mit C&A in Mönchengladbach über eine Logistikfläche von rund 69.000 qm heraus. Bei der Liegenschaft handelt es sich um das größte und bedeutendste Logistikzentrum des Textilhändlers in Europa. Das Verteilzentrum deckt ca. ein Drittel des gesamten Warenumschlags in Deutschland ab, 104 Modehäuser werden von hier aus beliefert. Durch die Verlängerung des Mietvertrags bis 2025 bleibt das Logistikzentrum vollständig belegt und der Cashflow für die Anleger im Institutional Business gesichert. Vermietungsleistung nach Nutzungsart in qm annualisiert in Mio. Euro 2021 2020 2021 2020 Büro 104.900 152.000 18,0 24,8 Einzelhandel 43.100 87.500 6,4 6,5 Lager / Logistik 152.500 25.600 7,5 1,4 Weiteres Gewerbe 6.700 3.000 0,8 0,3 Wohnen 1.900 1.800 0,3 0,2 Gesamt 309.100 269.900 33,0 33,2 Stellplätze (Stück) 2.614 3.350 1,6 1,9 Top-5-Neuvermietungen qm EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH Institutional Business Hamburg 26.100 Butlers Institutional Business Dormagen 10.900 Behörde der Stadt Frankfurt Institutional Business Frankfurt 10.800 Krüger Lagerlogistik GmbH Institutional Business Kerpen 9.800 WELL PACK Deutschland GmbH Institutional Business Lehrte 9.700 Top-5-Anschlussvermietungen qm C & A Mode GmbH & Co. KG Institutional Business Mönchengladbach 69.000 Innight Express Germany GmbH Institutional Business Ludwigsburg 9.100 Design Offices GmbH Commercial Portfolio Karlsruhe 5.300 Kurt Merk Blechwarenfabrik GmbH & Co. KG Commercial Portfolio Köln 4.400 io-consultants GmbH & Co. KG Institutional Business Heidelberg 4.100 Lokale Expertise zahlt sich aus: Top-Neuvermietung im Frankfurter Büromarkt Logistiker gehen in die verlängerung – Starke Anschlussvermietung Struktur der Vermietungsleistung 2021 Basis vermietete Flächen in qm Insgesamt stieg die Zahl der abgeschlossenen Mietverträge von 237 im Jahr 2020 auf 249 im Jahr 2021. Großvolumige Mietverträge blieben mit einem Anteil von 51 % wie im Vorjahr der Treiber der Vermietungsleistung. Daneben stieg der Anteil von mittelgroßen Mietverträgen zwischen 1.000 und 5.000 qm von 28 % im Vorjahr auf 33 % in 2021. Von den insgesamt unter Vertrag gebrachten annualisierten Mieten von 33,0 Mio. Euro entfielen 76 % (25,2 Mio. Euro) auf das Institutional Business und 24 % (7,8 Mio. Euro ) auf das Commercial Portfolio. Vermietungsleistungen nach Segmenten auf Basis der annualisierten Mieteinnahmen 25,2 Mio. Euro 33 % 1.000–5.000 qm 28% 76 % 51 % 51 % 30 % 2020 Institutional Business 2020 > 5.000 qm 21 % 24 % 70 % Commercial Portfolio 16 % < 1.000 qm 7,8 Mio. Euro Lehrte/Logistikregion Hannover 16.000 qm vollvermietet. Standorterweiterung mit Option auf langfristige Verlängerung. 69.000 qm Logistikfläche in Mönchengladbach – Vertrag mit C&A verlängert Mietvertrag vorzeitig verlängert und ausgebaut Beratungs- und Planungsunternehmen hat den bestehenden Vertrag in Heidelberg für weitere rund 9 Jahre vorzeitig verlängert und um 500 qm Bürofläche erweitert. Anschlussvermietung mit langjährigem Mieter aus der Medizintechnik-Branche im Eschborner Loftwerk über 3.900 qm gesichert Sicherer Cashflow Behörde der Stadt Frankfurt schließt Vertrag über > 10 Jahre ab. Aufwertung durch Umbau und Modernisierung. Anschlussvermietung über 10.000 qm für Logistikimmobilie am Top-Logistikstandort Kerpen Projektentwicklung in Dormagen: Vertrag über 5 Jahre mit Butlers für Logistikfläche vor Fertigstellung abgeschlossen Like-for-like-Mieteinnahmen steigen um 2,8 % Durch die überzeugende Leistung unserer Vermietungsteams und Portfoliomanager wurde bereits die Grundlage für ein erfolgreiches Jahr 2022 gelegt. Die Like-for-like-Mieteinnahmen konnten in beiden Segmenten gesteigert werden: im Commercial Portfolio um 3,5 % und im Institutional Business um 2,6 %. Insgesamt stiegen die like-for-like-Mieteinnahmen im Gesamtportfolio um 2,8 % auf 348,0 Mio. Euro (2020: 338,5 Mio. Euro). Die Restlaufzeiten-Strukturkurve konnte am kurzen Ende auf ein Minimum gesenkt werden: Lediglich 2 % aller Mietverträge haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr (Vorjahr 4 %). Dagegen laufen mehr als zwei Drittel unserer Mietverträge länger als vier Jahre (Vorjahr: 72 %), Like-for-like-Mieteinnahmen annualisierte Mieteinnahmen in Mio. Euro Laufzeit Mietverträge auf Basis der annualisierten Mieteinnahmen 68 % +2,8 % 348,0 338,5 VORAUSSCHAUEND UND KREATIV – nur 2 % Mietausläufe in 2022 14 % 8 % 8 % 2 % 2026 ff. * ohne Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekte Marktwert Commercial Portfolio in Mrd. Euro 10 % Eigenbestand: wächst und gedeiht 2,2 2,0 mehr drin + 136 Mio. Euro Netto-Zuwachs durch Transaktionen COMMERCIAL PORTFOLIO Unser Segment Commercial Portfolio umfasst unsere direkten Immobilieninvestments, mit denen wir langfristig stabile Mieteinnahmen erzielen. Zudem optimieren wir unsere Immobilien zur Wertsteigerung durch aktives Vermietungsmanagement und heben Potenziale durch Bestandsentwicklungen. Wir nutzen attraktive Chancen am Markt für Zukäufe, mit denen wir unser Portfolio diversifizieren und seine Ertragskraft ausbauen. Außerdem realisieren wir Gewinne durch Verkäufe zu geeigneten Zeitpunkten. Der Marktwert des Commercial Portfolio stieg 2021 durch Transaktionen und Wertzuwachs im Bestand um 10 % auf 2,2 Mrd. Euro (2,0 Mrd. Euro). Zum 31. Dezember 2021 umfasste das Commercial Portfolio 94 Immobilien (Vorjahr: 91) mit Mietflächen von 829.900 qm (2020: 807.800 qm). mehr wert Wertzuwachs unserer Bestandsimmobilien um + 86 Mio. Euro Ankäufe mit Fokus auf Cashflow-starke Core-Immobilien und nachhaltige Immobilieninvestments Mit dem Ankauf von drei attraktiven und Cashflow-starken Core-Immobilien haben wir die Qualität unseres Eigenbestands deutlich gesteigert und dabei den Fokus noch stärker aus unsere strategische Ausrichtung auf nachhaltige Immobilieninvestments gerückt. In Köln haben wir für rund 71 Mio. Euro die Flagship-Immobilie „Mercedes-Benz-Center“ im Technologiepark Köln-West angekauft, die vollständig durch die bonitätsstarke Daimler AG genutzt wird. Das Mixed-Use-Gebäudeensemble mit rund 23.400 qm Mietfläche an einem Standort mit hohem Entwicklungspotenzial zeichnet sich durch eine Bruttomietrendite von über 7 % aus. Am hochattraktiven Standort München haben wir die Büro-Immobilie „Campus C“ f ür rund 67 Mio. Euro erworben. Die repräsentative Immobilie soll eine Green-Building-Zertifizierung erhalten. Das vollvermietete Multi-Tenant-Objekt mit einer Mietfläche von insgesamt 9.200 qm hat Value-Add-Charakter mit Wertsteigerungspotenzial. Hauptmieter des Objekts sind das US-amerikanische Softwareunternehmen Adobe Systems sowie zwei Mieter der öffentlichen Hand. Seit dem vierten Quartal 2021 nutzt die DIC Asset AG weitere Flächen für die Mitarbeiter am Standort München. In Mettmann konnten wir eine bereits zertifizierte „Green Building“-Büroimmobilie , die sich durch hohe Cashflow-Stabilität durch öffentliche Nutzer auszeichnet, für rund 22 Mio Euro erwerben. Das Objekt mit rund 6.300 qm vermietbarer Fläche ist mit einer gewichteten durchschnittlichen Mietvertragslaufzeit (WALT) von 9 Jahren vollständig vermietet. Ankäufe mit Fokus auf Expansion in der Logistik Mit dem Ankauf von vier hochwertigen Logistik-Immobilien konnten wir den strategischen Ausbau der Asset-Klasse Logistik planmäßig vorantreiben. In Halle (Saale) haben wir ein Multi-Tenant-Logistikensemble mit zwei vollvermieteten Immobilien für rund 28 Mio. Euro (GIK) angekauft, die im Geschäftsjahr bereits übergegangen sind und annualisierten Mieteinnahmen von rund 1,3 Mio. Euro erwirtschaften. Die beiden Immobilien mit bonitätsstarken Hauptmietern verfügen insgesamt über rund 19.300 qm Mietfläche und eine durchschnittliche Mietvertragslaufzeit von rund 8 Jahren. Im Rahmen des Ankaufs wurde eine ESG Due Diligence durchgeführt, welche das Potenzial einer Zertifizierung nach BREEAM auf dem Level „sehr gut“ bestätigt. In einem Forward Deal konnten wir uns eine Neubau-Logistikimmobilie in der Nähe des Flughafens Hannover für rund 26 Mio. Euro sichern. Die Fertigstellung des Objekts mit einer vermietbaren Fläche von rund 15.400 qm, modernsten Ausstattungsstandards und mit einer angestrebten DGNB-Gold-Zertifizierung ist für Mitte 2023 geplant In Gottmadingen im Landkreis Konstanz erwarben wir eine hochwertige Light-Industrial-Logistikimmobilie mit rund 11.100 qm Fläche. Die Gesamtinvestitionskosten für die vollvermietete Immobilie mit Neubaucharakter lagen bei rund 28 Mio. Euro. Der Besitz-, Nutzen- und Lastenübergang wird im ersten Quartal 2022 stattfinden. Portfoliooptimierung durch Verkäufe Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 haben wir die Optimierung des Bestandsportfolios auch durch den Verkauf kleinerer Objekte vorangetrieben und dabei geschaffene Wertsteigerungen realisiert. Im Durchschnitt haben wir bei den Verkäufen von drei nicht-strategischen Objekten in einem Gesamtvolumen von 28 Mio. Euro einen Erlös realisieren können, der um 7 % über den zuletzt festgestellten Marktwerten lag. Commercial Portfolio Bei der Akquisitionsentscheidung legen wir Wert auf Lage, Mieterstruktur, Entwicklungspotenzial und Nachhaltigkeit „Green Building“ in Mettmann Staatliche Mieter Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit Dreiländereck Bodensee Light-Industrial-Logistikimmobilie im Landkreis Konstanz Neubau-Logistikimmobilie per Forward Deal Wenn Top-Immobilien auf den Markt kommen, dann sind wir erfolgreich dabei und schaffen Werte für unsere Investoren und für uns. Mercedes-Benz-Center, Köln Logistikregion Hannover Dynamischer Technologiepark mit hohem Entwicklungspotenzial Light-Industrial-/ Urban-Logistics-Nutzung DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt Sonja Wärntges, Vorstandsvorsitzende der DIC Asset AG Multi-Tenant-Logistikobjekt ESG Due Diligence bestätigt Zertifizierungspotenzial Top-7-Standort München Der entscheidende Faktor: wir sind im Markt gut vernetzt Logistikmarkt Halle/Leipzig: anhaltend hohe Nachfrage nach Logistikimmobilien „Campus C“ Multi-Tenant-Objekt mit Value-Add-Charakter Diversifizierter Asset-Klassen-Mix mit Fokus auf Büro und Logistik Mit den unterjährigen Transaktionsaktivitäten haben wir unsere strategischen Invesitionsentscheidungen umgesetzt und dadurch unser Portfolio weiter diversifiziert. Büroimmobilien stellen nach wie vor die wichtigste Anlage-Klasse mit einem Anteil von 67% per 31. Dezember 2021. Durch die Ankäufe von Logistik-Immobilien, von denen zwei bereits übergegangen sind, erhöhte sich der Anteil der Asset-Klasse Lositik auf 4%, mit steigender Tendenz. Der Anteil der Asset-Klasse Handel ging dagegen leicht zurück auf 13%. Eine hohe Diversifizierung der Mieterstruktur und die Gewinnung bonitätsstarker Mieter spielen bei unseren Transaktions- und Vermietungsaktivitäten eine zentrale Rolle. Mit rund 20 % (+1 Prozentpunkt) der annualisierten Mieteinnahmen sorgen Mieter aus dem öffentlichen Sektor für eine langfristig äußerst stabile Basis und stellen die größte Gruppe dar. Im Jahresvegleich nahm der Anteil an Mietern aus der Branche Handel ab (-3 Prozentpunkte auf 15 %).Dagegen konnten wir diverse bonitätsstarke Mieter aus den Bereichen Dienstleistungen/Berater (+2 Prozentpunkte auf 17 %) und den Branchen Industrie/Ent- und Versorger (+4 Prozentpunkte auf 12 %) mit unseren Immobilien überzeugen und dadurch die Stabilität und Nachhaltigkeit der Cashflows weiter stärken. Asset-Klassen Commercial Portfolio Asset-Klassen Anzahl Immobilien Marktwert Mieteinahmen p.a. EPRA- Leerstandsquote WALT Mio. Euro in % Mio. Euro in % Büro 55 1.491,2 67 % 70,4 67 % 5,1 % 6,1 Mixed-use 15 346,6 16 % 18,4 17 % 7,0 % 4,9 Handel 10 298,0 13 % 12,3 12 % 5,0 % 6,6 Logistik 10 77,9 4 % 4,0 4 % 1,4 % 5,9 Sonstige 4 8,5 0 % 0,4 0 % 18,5 % 2,6 Gesamt 94 2.222,2 100 % 105,5 100 % 5,3 % 5,9 * alle Werte ohne Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekte, bis auf Anzahl Immobilien und Marktwert MIETERBranchen Commercial Portfolio Basis: annualisierte Mieteinnahmen 20 % Stabilität und nachhaltige Cashflows: Mieter der öffentlichen Hand, u.a. Jobcenter, Behördenzentrum, Stadtbücherei Öffentlicher Sektor 3 % 17 % Erziehung/Bildung Dienstleister/Berater 5 % 15 % Sonstige 6 % Handel 12% Hotel/Gastronomie Industrie/Ent- und Versorger 10 % 10 % Banken/Versicherer IT/Telko/Multimedia Starkes Asset- und Portfolio-Management: Mieteinnahmen absolut und like-for-like gestiegen Durch die fokussierte Arbeit unserer Vermietungsteams konnten wir die Like-for-like-Mieteinnahmen im Bestand um 3,5 % von 89,7 Mio. Euro auf 92,8 Mio. Euro steigern. Zusammen mit den Effekten aus dem Erwerb Cashflow-starker Immobilien führte das zu einem Anstieg der annualisierten Mieteinnahmen um rund 10 % von 95,8 Mio. Euro auf 105,5 Mio. Euro. Die durchschnittliche Miete stieg trotz des Ausbaus der Asset-Klasse Logistik mit tendenziell niedrigeren Durchschnittsmieten je qm weiter an. Höhere Mietniveaus bei Neuvermietungen von Büroobjekten und der Ankauf erstklassiger Immobilien steigerten die Durchschnittsmiete von 10,81 Euro/qm auf 11,39 Euro/qm. Die Brutto-Mietrendite konnten entgegen dem Markttrend stabil gehalten werden und lag wie im Vorjahr bei 4,9 %. Entwicklung Commercial Portfolio 2021 2020 Anzahl Immobilien 94 91 Marktwert in Mio. Euro 2.222,2 2.000,0 Mietfläche in qm 829.900 807.800 Annualisierte Mieteinnahmen in Mio. Euro 105,5 95,8 Ø Miete in Euro je qm 11,39 10,81 Ø Mietlaufzeit in Jahren 5,9 6,5 EPRA-Leerstandsquote in % 5,3 5,4 Bruttomietrendite in % 4,9 4,9 * alle Werte ohne Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekte, bis auf Anzahl Immobilien, Marktwert und Mietfläche Annualisierte Mieteinnahmen in Mio. Euro like-for-like-Mieteinnamen in Mio. Euro EPRA-Leerstandsquote per 31.12. * +10% +3,5% 105,5 -10 bp 95,8 92,8 89,7 5,4 5,3 * ohne Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekte Qualitätssteigerung führt zu einem Wertzuwachs von rund 86 Mio. Euro (+4 %) Die hervorragende Leistung der Vermietungsteams und die damit verbundene Steigerung der Qualität des Portfolios spiegelt sich in der Wertentwicklung unserer Immobilien wieder. Die Marktwertermittlung per 31. Dezember 2021 durch externe Gutachter ergab für die Immobilien des Commercial Portfolios einen deutlichen Wertzuwachs von 85,7 Mio. Euro bzw. 4,0%. Unter Berücksichtigung von Ankäufen, Verkäufen und dem Bewertungseffekt summierte sich der Marktwert des Commercial Portfolios auf 2.222,2 Mio. Euro, eine Steigerung um 11,1 % gegenüber dem Vorjahr (2.000,0 Mio. Euro). Regelmäßig ermitteln externe Gutachter für unseren Eigenbestand und für die von uns betreuten Immobilien den jeweiligen Marktwert. In diesen Wert fließen objektbezogene Faktoren wie der Vermietungsstand, die Höhe der Mieteinnahmen, die Länge der Mietverträge sowie Alter und Qualität der Immobilien ein. Hinzu kommen externe Faktoren wie die Entwicklung des lokalen Umfelds, des allgemeinen Markts und des finanziellen Umfelds. Die Wertveränderung spiegelt mithin wesentlich auch die Leistung des Asset-, Property- und Developmentmanagements wider. Der Bewertungseffekt des von uns bewirtschafteten Gesamtportfolios beläuft sich per Ende 2021 auf 2,0 %. ÜBERLEITUNG BEWERTUNG in Mio. EUR Commercial Portfolio Gesamt- Portfolio Marktwert am 31.12.2020 2.000,0 9.594,5 Ankäufe 274,3 2.232,6 Verkäufe – 137,8 – 553,0 Bewertungseffekt (4,0 % / 2,0 %) 85,7 228,9 Marktwert am 31.12.2021 2.222,2 11.503,0 Der ermittelte Marktwert ist die geschätzte Transaktionssumme, zu welcher eine Immobilie am Tag der Bewertung bei Normalbedingungen zwischen Käufer und Verkäufer wechseln würde. Wir bilanzieren unsere Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, weswegen eine Marktwertveränderung keine unmittelbaren bilanziellen Auswirkungen hat. Weitere Informationen zur Immobilienbilanzierung liefert das Kapitel Vermögenslage. Angaben zur Marktwertermittlung schildern wir im Anhang ab Seite 179. Warehousing – Bridge und Beschleuniger zwischen Bilanz und Institutional Business Dynamische Performance mit Warehousing Durch unsere starke Finanz- und Bilanzstruktur als Bestandshalter sowie unsere Managementexpertise als flexibler Asset-Manager sind wir fortlaufend in der Lage, attraktive Investmentchancen zu nutzen. Im Rahmen des Warehousings übernehmen wir Immobilien vorübergehend in die eigene Bilanz, entwickeln die Objekte im Bestand weiter, und schaffen so ein ein kurzfristig verfügbares Reservoir an attraktiven Investments für institutionelle Anleger im Institutional Business. In der Haltephase im Warehousing liefern die Objekte über die generierten Mieteinnahmen zudem einen attraktiven Cashflow-Beitrag. Im Geschäftsjahr 2021 beurkundeten wir im Rahmen unserer Warehousing-Aktivitäten vier Objekte mit einem Gesamtvolumen von 818 Mio. Euro. Zwei Logistik-Objekte, die im Dezember 2021 und Januar 2022 angekauft wurden, konnten im August in den neu strukturierten Logistik-Fonds RLI-GEG Logistics & Light Industrial III als Startportfolio eingebracht werden. Mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von über einer halben Milliarde Euro stellt der Uptown Tower in München den bei weitem größten Ankauf des Jahres dar. Die Landmark-Büroimmobilie wurde im Juni erworben und im Dezember erfolgreich im Rahmen eines Club Deals an institutionelle Investoren weiterplatziert. Im Dezember haben wir für das Startportfolio eines neuen Infrastruktur-Spezialfonds zwei Verwaltungsgebäude in Berlin und Düsseldorf angekauft. Der BNL-Übergang in das neue Investmentvehikel im Institutional Business ist bei der Berliner Immobilie für das erste Halbjahr 2022 geplant. Das Düsseldorfer Objekt wird nach Fertigstellung im Jahr 2023 übergehen (Forward Deal). 818 Mio. Euro Warehousing-Aktivitäten 2021 Objekt Datum Notarvertrag Notarvertrag unterschrieben Übergang auf DIC-Bilanz Weiterplatzierung an institutionelle Anleger ILP, Erfurter Kreuz 01/2022 ✔ ✔ ✔ Uptown Tower, München 06/2021 ✔ ✔ ✔ Bundesarchiv, Berlin 12/2021 ✔ Hauptzollamt, Düsseldorf 12/2021 ✔ Forward Deal Warehousing & Institutional Business Unsere Stärke: für jeden Anleger das passende Investmentprodukt strukturieren Seed-Portfolio für neuen Infrastruktur-Spezialfonds über Warehousing gesichert Berlin Bundesarchiv Büro-Neubauprojekt für Hauptzollamt in Düsseldorf Metropolregion Rhein-Ruhr Logistik-Spezialfonds in Rekordzeit aufgelegt Wir haben wieder gezeigt, dass Schnelligkeit, Kreativität und Zuverlässigkeit Werte sind, auf die sich unsere Investoren verlassen können. ILP Erfurter Kreuz Sonja Wärntges, Vorstandsvorsitzende der DIC Asset AG Investitionsphase des Büroimmobilienfonds DIC OB V abgeschlossen Bisher größter Büroimmobilienfonds Fondsvolumen weiter gesteigert Villa Kennedy Club Deal für institutionelle Investoren initiiert Separate Account Attraktive Verkaufschancen realisiert Büroimmobilienportfolio in Köln Uptown Tower München INSTITUTIONAL BUSINESS Im Segment Institutional Business sind unsere Leistungen für institutionelle Investoren zusammengefasst. Der Bereich erwirtschaftet Gebühren aus der Tätigkeit als Emittent und Manager von Immobilien-Spezialfonds, Individualmandaten und Club Deals für institutionelle Investoren. Darüber hinaus treten wir in geringerem Maße auch als Co-Investor auf und erzielen aus Minderheitsbeteiligungen eigene Beteiligungserträge. Investitionspartner 35 % 11 % Versorgungswerke Family Offices, Stiftungen, Unternehmen 28 % 26 % Hoher Anteil ertragsstarker Immobilien Ein wesentlicher Anteil der betreuten Immobilien im Institutional Business zeichnet sich durch hohe Ertragsstärke, lange Mietlaufzeiten und eine hohe Mieterqualität aus. Immobilien mit den Anlageprofilen Manage-to-core, Value add und Opportunistic werden den Portfolios vereinzelt beigemischt. Hier können wir mit unserer Immobilienexpertise und Vor-Ort-Kompetenz zusätzliche Werte heben und realisieren. Sparkassen, Banken Versicherungen * Prozentwerte bezogen auf gezeichnetes Eigenkapital am 31. Dezember 2021 Die Nachfrage nach unseren Managementleistungen bewegte sich das ganze Jahr über auf sehr hohem Niveau. Die Investorenbasis konnten wir weiter ausbauen. In Rekordzeit konnten wir für den neuen Logistikfonds „RLI-GEG Logistics & Light Industrial III“ das Anleger-Closing abschließen und Mittel in Höhe von rund 210 Mio. Euro einsammeln. Die Mittelzusagen stammten von deutschen institutionellen Investoren, darunter Banken, Pensionskassen und Versicherungen. Auch der Uptown Tower in München mit einem Volumen von über 500 Mio. Euro stieß auf großes Interesse unserer Investoren und konnte im Dezember als Club Deal platziert werden. Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir noch im Dezember einen neuen Infrastruktur-Spezialfonds initiiert. Club Deals Single Assets in für unsere Kunden geeigneten Investmentstrukturen 20 % Dealstrukturen Risikoprofil Basis: Assets under Management in Mio. Euro 55 % Pool Funds Auf Regionen und/oder Asset-Klassen spezialisierte Multi-Asset-Funds 92 % Core/Core+ 4 % Individualmandate Individuelle maßge-schneiderte Mandate mit Single- oder Multi-Asset-Funds 25 % Opportunistic 4 % Manage-to-core/Value add * Prozentwerte bezogen auf Assets under Management am 31. Dezember 2021 in Höhe von 9,3 Mrd. Euro Das betreute Immobilienvermögen als Basis unserer Management Fees im Institutional Business hat sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdreifacht. Starker Wachstumskurs im institutionellen Geschäft setzt sich fort Unser institutionelles Geschäft befindet sich weiter auf konsequentem Wachstumspfad. Die Assets under Management stiegen 2021 um 22 % auf 9,3 Mrd. Euro (2020: 7,6 Mrd. Euro). Seit 2017 haben wir das betreute Immobilienvermögen damit mehr als verdreifacht. Im ersten Quartal 2021 konnten wir die Integration der Ende 2020 übernommen RLI abschließen und damit Assets under Management in Höhe von rund 0,7 Mrd. Euro in unseren verwalteten Immobilienbestand integrieren. Zusätzlich wurden 2021 für den Ausbau des Institutional Business 10 Immobilien in einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,3 Mrd. Euro erworben, sechs davon direkt für bestehende Investmentprodukte und weitere vier zur Vorbereitung neuer Anlageprodukte über unser Warehousing. Vier der zehn erworbenen Objekte mit einem Volumen von 749 Mio. Euro gingen noch vor dem Bilanzstichtag über und trugen zusammen mit weiteren sechs in den Vorjahren akquirierten und 2021 übergegangenen Objekten im Volumen von 486 Mio. Euro zum starken Wachstum der Assets under Management bei. Unternehmenswert des Institutional Business steigt um 35% Aufgrund der erfolgreichen Kombination der beiden Segmente und der (organischen und anorganischen) Wachstumsaktivitäten auf der DIC-Plattform konnte der ermittelte Unternehmenswert für das Institutional Business zum Jahresende 2021 um 35% auf rund 762 Mio. Euro bzw. 9,30 Euro je Aktie gesteigert werden. Assets under Management Mrd. Euro 9,3 CAGR +35 % 7,6 5,7 3,9 2,8 Like-for-like Mietwachstum von 2,6 % Im Institutional Business führte die erfolgreiche Vermietungsarbeit zu einer Like-for-like-Steigerung der Mieteinnahmen im Institutional Business um 2,6 %. Strategische Expansion im Logistiksektor Mit der Übernahme der RLI gingen Anfang 2021 37 Logistik-Immobilien mit einem Marktwert von über 700 Mio. Euro in das betreute Immobilienvermögen der DIC über. Die Immobilien werden in den zwei Logistikfonds „RLI Logistics Fund - Germany I und II“ für institutionelle Investoren gemanagt. Im August übernahmen wir aus dem Warehousing zwei Immobilien als Startportfolio des neu aufgelegten Fonds „RLI-GEG Logistics & Light Industrial III“: Zum einen ein hochwertiges Logistik-Neubauobjekt in Bremen mit rund 8.000 qm Mietfläche, das sich in attraktiver Mikrolage in der Airport-Stadt Nord befindet. Und zum anderen die Logistikimmobilie Erfurt ILP in Arnstadt, für die wir die Zertifizierung DGNB Gold erhalten haben. Diese ist vollständig und langfristig an den international tätigen Logistikdienstleister DACHSER SE vermietet. Mit der Integration der RLI-Immobilien und dem Übergang der zwei Warehousing-Objekte in den neuen Logistik-Fonds ist der Anteil der Asset-Klasse Logistik in unserem Institutional Business planmäßig auf 9 % gestiegen. Ankauf hochwertiger Core-Büro-Immobilien für bestehende Investmentprodukte Für unseren größten Spezialfonds der Unternehmensgeschichte haben wir ein Portfolio von drei Core-Büroimmobilien in Köln für insgesamt rund 267 Mio. Euro angekauft. Die Immobilien sind nahezu vollständig an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermietet. Der WALT des Portfolios liegt bei rund 8 Jahren. Alle Gebäude verfügen über eine BREEAM-Green-Building-Zertifizierung im Bestand. Für den offenen Spezialfonds GEG Public Infrastructure II haben wir im Geschäftsjahr zwei Immobilien mit einem Volumen von rund 212,5 Mio Euro (GIK) angekauft: Für rund 95 Mio. Euro erwarben wir die hochwertige Büro-Immobilie Bonnanova, die sich durch den langfristig gesicherten Cashflow eines öffentlichen Mieters auszeichnet. Die Immobilie mit hoher Drittverwendungsfähigkeit in sehr guter Lage im Bonner Bundesviertel verfügt über rund 18.600 qm Mietfläche und ist mit einer durchschnittlichen Mietvertragslaufzeit (WALT) von rund 9,5 Jahren vollvermietet. Auch in Berlin konnten wir für rund 117 Mio. Euro ein Objekt im Ortsteil Pankow erwerben, das langfristig an einen Mieter höchster Bonität vermietet ist. Das Objekt bestehend aus zwei Gebäudeteilen mit einer Mietfläche von rund 23.100 qm wird von der Deutschen Bahn als Verwaltungssitz und Betriebszentrale genutzt. Der BNL-Übergang für beide Objekte ist für das erste Quartal 2022 geplant. Darüber hinaus haben wir für den Spezialfonds „DIC Office Balance V“ einen hochwertigen Büro-Neubau in Dortmund für rund 19 Mio. Euro (GIK) erworben. Der Fonds ist mit diesem Ankauf vollständig investiert. Die Core-Büroimmobilie mit rund 3.500 qm Mietfläche ist an zwei bonitätsstarke Mieter aus den Bereichen IT-Beratung und Baustoffhandel mit einem WALT von rund 10 Jahren vermietet. Seed-Portfolio für neuen Infrastruktur-Fonds erworben Im Dezember haben wir für einen neuen Infrastruktur-Spezialfonds zwei Immobilien in Düsseldorf und Berlin über unser Warehousing gesichert. In Berlin erwarben wir das Verwaltungsgebäude „Am Borsigturm 130“, das von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) für das Bundesarchiv für rund 17 Jahre angemietet ist. Das im Jahr 2021 modernisierte Objekt verfügt über rund 18.500 qm vermietbarer Fläche, die etwa hälftig für Büros und Archivflächen genutzt werden. Der BNL-Übergang ist für Q1 2022 geplant. In Düsseldorf haben wir ein Büro-Neubauprojekt mit geplanter Fertigstellung in 2023 angekauft. Das Multi-Tenant-fähige Objekt umfasst rund 12.600 qm Nutzfläche. Nach Fertigstellung wird die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben alle Flächen für das Hauptzollamt für rund 10 Jahre anmieten. Für die Immobilie liegt eine DGNB-Vorzertifizierung in Gold vor. Club Deal für den Uptown Tower strukturiert Im Dezember strukturierten wir für institutionelle Investoren einen Club Deal zum Erwerb der Immobilie Uptown Tower aus dem Warehousing mit einem Investitionsvolumen von rund 556 Mio. Euro. Der Uptown Tower ist das größte Büro-Hochhaus in Bayern und prägt mit 146 Metern entscheidend das Stadtbild von München. Die Immobilie mit ca. 52.300 qm Mietfläche ist mit einem WALT von rund 10 Jahren langfristig an ein bonitätsstarkes börsennotiertes Telekommunikationsunternehmen vermietet. NUtzungsarten Basis: Assets under Management per 31. Dezember 2021 von 9,3 Mrd. Euro 11 % Sonstige 73 % 9 % Büro Logistik 4 % Mixed-Use 3 % Handel Durch leistungsstarkes Warehousing Top-Investmentmöglichkeit für institutionelle Anleger geschaffen Strategische Verkäufe zur Fokussierung auf Wachstumsstrategie Im Rahmen der kontinuierlichen Analyse unseres Portfolios und der fortlaufenden Fokussierung auf spezifische Asset-Klassen haben wir im Jahresverlauf vier Objekte verkauft: Im Auftrag von Individualmandaten das Frankfurter Luxushotel Villa Kennedy in der Kennedyallee und die Projektentwicklung Riverpark in unmittelbarer Mainlage in der Frankfurter City und außerdem das Mixed-use-Objekt Bochumer Fenster mit einem hohen Anteil an Handel und Gastronomie aus dem DIC Office Balance III sowie ein Büroobjekt in München für den DIC Office Balance V. Projektentwicklungen im Institutional Business Global Tower Das ehemalige Commerzbank-Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel mit 33.000 qm Mietfläche wird seit August 2018 umfassend revitalisiert und unter dem Namen Global Tower neu positioniert. Im vierten Quartal 2021 wurden die ersten Flächen an Mieter übergeben. Die bauliche Fertigstellung ist bis Ende des ersten Quartals 2022 geplant. Pasing Central Im Münchener Stadtteil Pasing entsteht durch umfassendes Refurbishment und Neubauten ein kleines, zentrales Quartier. Das erste Teilprojekt Pasing I, bestehend aus drei Gebäuden mit einer Mischnutzung aus Mietwohnungen, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen, wurde im Februar 2020 im Zuge eines Forward-Deals an einen institutionellen Investor verkauft. Die Vermietung der Gewerbe- und Einzelhandelsflächen konnte in 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Die bauliche Fertigstellung und der BNL-Übergang an den Investor erfolgte zum 31. Dezember 2021. Das aus 66 Eigentumswohnungen bestehende Teilprojekt Pasing II wurden 2019 vollständig veräußert. Die Übergabe an die Erwerber ist bis zum Ende des ersten Quartals 2022 geplant. MainTor Die Projektentwicklung MainTor wurde mit der Übergabe des sechsten und zugleich letzten Teilprojekts WINX an den Investor im ersten Halbjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen. Finanzinformationen Umsatz- und Ertragslage Erfolgreicher Wachstumskurs zeigt sich in deutlich verbesserter Umsatz- und Ertragslage FFO steigt um 11% auf neuen Rekordwert von 107,2 Mio. Euro Steigerung der Bruttomieteinnahmen um 8% auf 108,4 Mio. Euro Erträge aus Immobilienmanagement mit 101,2 Mio. Euro aufgrund erfolgreicher Transaktionen um 27 % gestiegen Gewinne aus Immobilienverkauf tragen mit 23,8 Mio. Euro zum guten Jahresergebnis bei Refinanzierung des Commercial Portfolios erfolgreich umgesetzt mit Einmalaufwand von 14,8 Mio. Euro Bereinigtes Konzernergebnis mit 69,9 Mio. Euro auf hohem Niveau Die DIC Asset AG („DIC“) hat auch 2021 mit ihrem ertragsstarken Geschäftsmodell den FFO gesteigert. Die Umsatz- und Ertragslage des Geschäftsjahres ist durch die erstmalige Erfassung der Erträge und Aufwendungen der im Januar erworbenen RLI Investors GmbH („RLI“) beeinflusst, folglich sind die Perioden nicht vollständig vergleichbar. Insbesondere die Erträge aus Immobilienmanagement und die operativen Aufwendungen sind hiervon betroffen. Entwicklung der Erträge Die Gesamterträge sind im Geschäftsjahr 2021 mit 375,9 Mio. Euro um 54,8 Mio. Euro höher als im Vorjahr (Vorjahr: 321,1 Mio. Euro). Dies ist vor allem durch die um 21,5 Mio. Euro gestiegenen Erträgen aus Immobilienverwaltungsgebühren, die um 7,7 Mio. Euro höheren Bruttomieteinnahmen sowie die um 23,0 Mio. Euro höheren Verkaufserlöse bedingt. Beide Ertragssäulen Commercial Portfolio und Institutional Business trugen zu den hohen Gesamterträgen bei. FFO mit 107,2 Mio. Euro auf Rekordniveau (+11% über Vorjahr) In einem nach wie vor durch die Pandemie beeinflussten Geschäftsjahr ist es uns erneut gelungen den FFO signifikant zu steigern, der mit 107,2 Mio. Euro 11% über dem Vorjahr liegt und erstmals in der Geschichte der DIC dreistellig ist (Vorjahr: 96,5 Mio. Euro). Zu dem Anstieg trugen neben der deutlichen Steigerung der Nettomieteinnahmen um 11% auch die um 27% gestiegenen Erträge aus dem Immobilienmanagement bei. Die wachstumsbedingt höheren Personal- und Verwaltungsaufwendungen, die aufgrund der Aufnahme des Green Bonds und der Begebung des Schuldscheindarlehens mit ESG-Link höheren Zinsaufwendungen (bereinigt um den Einmaleffekt aus der Refinanzierung eines Großteils des Commercial Portfolios) sowie die geringeren Beteiligungserträge konnten so deutlich überkompensiert werden. Der FFO je Aktie beträgt 2021 bei einer um 2.083.241 Aktien erhöhten durchschnittlichen Aktienanzahl 1,32 Euro, nach 1,22 Euro im Vorjahr. Aufgrund unserer Bilanzierung der eigenen Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten realisieren wir Wertsteigerungen erst mit dem Verkauf der Immobilien. Um diesen Wertbeitrag transparent darzustellen ergänzen wir den FFO um die Verkaufseffekte. Der so ermittelte FFO II beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 131,0 Mio. Euro (Vorjahr: 128,5 Mio. Euro). Bereinigtes Konzernergebnis auf hohem Niveau Das um den Einmaleffekt aus der Refinanzierung eines Großteils des Commercial Portfolios bereinigte Konzernergebnis liegt mit 69,9 Mio. Euro rund 3,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis (Vorjahr: 73,1 Mio. Euro), hauptsächlich aus dem um 8,2 Mio. Euro geringeren Verkaufsergebnis resultierend. Der Einmaleffekt, der sich im Wesentlichen aus Vorfälligkeitsentschädigungen zusammensetzt, betrug nach Steuern 11,5 Mio. Euro. Je Aktie beträgt das bereinigte Ergebnis 2021 bei einer um 2.083.241 Aktien erhöhten durchschnittlichen Aktienanzahl 0,86 Euro (Vorjahr: 0,88 Euro). Ergebnisbeitrag der Segmente Das Geschäftsmodell und somit die Berichterstattung und Steuerung der DIC basiert auf zwei Säulen: zum einen das Segment Commercial Portfolio, das unseren Immobilien-Eigenbestand umfasst. Zum anderen fassen wir im Segment Institutional Business unser Immobilienmanagement für institutionelle Investoren zusammen. Im Folgenden stellen wir die Umsatz- und Ertragslage des Geschäftsjahrs der einzelnen Segmente dar. Commercial Portfolio Mieteinnahmen um 8% gestiegen Im Geschäftsjahr konnten die Bruttomieteinnahmen trotz der anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und der Verkäufe des vergangenen und des laufenden Jahres aufgrund unserer Warehousing-Aktivitäten, Zukäufen und der hervorragenden Vermietungsarbeit um 8% gesteigert werden. Insgesamt erzielten wir Bruttomieteinnahmen in Höhe von 108,4 Mio. Euro (Vorjahr: 100,7 Mio. Euro). Die Mietsteigerungen durch Neuvermietungen, Ankäufe und Warehousing haben die Reduktion aufgrund von Verkäufen, Mietvertragsbeendigungen und Corona-bedingten Mietanpassungen mehr als kompensiert. Aufgrund der hervorragenden Arbeit unserer Vermietungsteams sind unsere annualisierten Mieteinnahmen aus dem Eigenbestand zum Bilanzstichtag like-for-like um 3,5 % gestiegen. Die Nettomieteinnahmen stiegen um 11% auf 91,2 Mio. Euro, was unter anderem an den um 2,9 Mio geringeren Corona-bedingten Wertberichtigungen auf unsere Mietforderungen lag (Vorjahr: 82,2 Mio. Euro) Verkaufserlöse und -gewinne auf sehr hohem Niveau Das Verkaufsergebnis 2021 ist im Wesentlichen durch den Verkauf des von uns repositionierten Darmstädter Objekts Wilhelminenhaus in ein Ende 2020 neu aufgelegtes Vehikel des Segments Institutional Business geprägt. Daneben haben wir im Zuge der weiteren strategischen Optimierung des Portfolios Marktchancen genutzt und attraktive Verkäufe getätigt. Die Nettoerlöse aus Verkäufen betrugen 139,3 Mio. Euro (Vorjahr: 116,3 Mio. Euro). Die Verkaufsgewinne beliefen sich auf 23,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,0 Mio. Euro). Nach einer im Vorjahr extrem hohen Verkaufsrendite (Verkaufsgewinn im Verhältnis zu den Nettoverkaufserlösen) betrug diese im Jahr 2021 rund 17 % (Vorjahr: 28%). Operative Kostenquote sinkt auf 10,8 % Während sich die Verwaltungskosten im Commercial Portfolio mit 4,3 Mio. Euro auf ähnlichem Niveau im Vergleich zum Vorjahr darstellten (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro) sind die Personalkosten um 0,6 Mio. Euro wachstumsbedingt auf 7,6 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Die operative Kostenquote im Commercial Portfolio (Verhältnis operative Kosten zu Bruttomieteinahmen und Beteiligungserträgen) hat sich auf 10,8 % im Vergleich zum Vorjahr um 50 Basispunkte verbessert (Vorjahr: 11,3 %). Zinsergebnis durch Refinanzierung beeinflusst Die im Dezember des Geschäftsjahres erfolgreich durchgeführte Refinanzierung eines Großteils des Commercial Portfolios führte zu einem Einmaleffekt in Höhe von 14,8 Mio. Euro. Aufgrund der Auflage des Green Bonds über 400 Mio. Euro in der zweiten Jahreshälfte sowie der Aufnahme des Schuldscheindarlehens mit ESG-Link über insgesamt 280 Mio. Euro betrug das um den Einmaleffekt aus der Refinanzierung bereinigte Zinsergebnis -30,3 Mio. Euro (2020: -24,6 Mio. Euro). Der durchschnittliche Zinssatz verringerte sich infolge der Refinanzierungsaktivitäten auf 1,8% (Vorjahr: 2,0 %). Solide Beteiligungserträge Im Geschäftsjahr weisen wir Beteiligungserträge in Höhe von 1,6 Mio. Euro im Segment Commercial Portfolio aus. Hierunter fallen Erträge aus Beteiligungen, die nicht dem Segment Institutional Business zuzuordnen sind, zum Beispiel die zu Beginn des Geschäftsjahrs erworbenen 25% an der Realogis Holding GmbH. FFO-Beitrag um 15% gesteigert Der FFO-Beitrag des Segments hat sich um 15% bzw. 7,1 Mio. Euro auf 54,4 Mio. Euro erhöht (Vorjahr 47,3 Mio. Euro). Die höheren Mieteinnahmen konnten das wachstumsbedingt höhere Zinsergebnis mehr als kompensieren. Die FFO-Marge des Segments hat sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozentpunkte auf 50% verbessert (FFO im Verhältnis zu den Bruttomieteinnahmen). Der FFO II, ergänzt um die Verkaufseffekte, betrug in 2021 insgesamt 131,0 Mio. Euro (Vorjahr: 128,5 Mio. Euro) und für das Segment Commercial Portfolio 78,2 Mio. Euro (Vorjahr: 79,3 Mio. Euro). In diesem Jahr haben wir bei einem höheren Verkaufsvolumen von 139,3 Mio. Euro (Vorjahr: 116,3 Mio. Euro) eine Verkaufsmarge von 17% erzielt (Vorjahr: 28 %). Der Verkaufsgewinn ist mit 23,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Mio. Euro geringer ausgefallen (Vorjahr: 32,0 Mio. Euro). Institutional Business Anstieg der Immobilienmanagement-Erträge um 27% Die Assets under Management im Institutional Business sind im Geschäftsjahr von 7,6 Mrd. Euro auf 9,3 Mrd. Euro gestiegen und spiegeln den Wachstumskurs des Segments wider. Die Erträge aus Immobilienmanagement haben sich demzufolge signifikant um 27 % auf 101,2 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 79,7 Mio. Euro). Unsere Warehousing-Aktivitäten haben im Geschäftsjahr zu attraktiven Transaktionsgebühren geführt. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden Immobilien für den neu aufgelegten dritten Logistikfonds zunächst auf die eigene Bilanz genommen bevor Mitte des Jahres die Ausplatzierung erfolgte. Im Juni 2021 nahmen wir das größte Hochhaus in München, den Uptown Tower, im Rahmen des Warehousings auf die eigene Bilanz um ihn Ende des Jahres an Investoren im Rahmen eines Club Deals auszuplatzieren. Ende des Jahres erwarben wir zwei Objekte für das Startportfolio eines neuen Infrastruktur-Spezialfonds, der in der ersten Hälfte 2022 ausplatziert werden soll. Einschließlich der Warehousing Aktivitäten haben wir im Jahr 2021 ein Ankaufsvolumen im Segment Institutional Business von insgesamt 1,3 Mrd. Euro erzielt. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs haben wir für zwei Individualmandate jeweils ein Objekt in Frankfurt, die Hotelimmobilie Villa Kennedy sowie die Projektentwicklung Riverpark, veräußert. Im vierten Quartal haben wir ein Objekt in Bochum des DIC Office Balance III sowie ein Objekt in München aus dem DIC Office Balance V zu sehr vorteilhaften Konditionen am Markt platzieren können. Insgesamt sind die Transaktions- und Performance-Fees (Fees für An- und Verkäufe, für das Setup und die Strukturierung von Investmentprodukten sowie für das Übertreffen definierter Zielrenditen durch erfolgreiches Immobilienmanagement) insbesondere aufgrund unserer Transaktions- und Strukturierungsexpertise um 48 % auf 65,8 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 44,5 Mio. Euro). Die Erträge für das Asset- und Propertymanagement sowie Development blieben mit 35,4 Mio. Euro trotz geringerer Development-Fees im Vergleich zum Vorjahr stabil (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro). Beteiligungserträge im Institutional Business mit solidem Ergebnisbeitrag Neben den Immobilienmanagement-Erträgen liefert das Institutional Business Erträge aus Eigenkapitalbeteiligungen an den aufgelegten Investmentprodukten, vor allem aus den Fonds der Office Balance-Reihe. Diese trugen in 2021 4,9 Mio. Euro zum Ergebnis des Segments bei (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro). Der Vorjahreswert war im Wesentlichen durch hohe Transaktionsergebnisse geprägt. Operative Kosten spiegeln Wachstum wider Im stark wachsenden Segment Institutional Business stiegen die operativen Kosten auf 47,7 Mio. Euro, einerseits bedingt durch den Erwerb der RLI zu Beginn des Geschäftsjahres und andereseits durch das gestiegene Volumen der Assets under Management im Jahresverlauf (Vorjahr: 38,0 Mio. Euro). Die Personalkosten erhöhten sich einerseits durch die Integration der RLI-Teams und andererseits durch gezielte Verstärkung unserer Teams für den angestrebten Wachstumskurs auf 30,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio. Euro). Die administrativen Kosten stiegen im Zuge des deutlichen Wachstums der Assets under Management auf 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 14,7 Mio. Euro). Zinsergebnis steigt wachstumsbedingt Das Zinsergebnis betrug -4,7 Mio. Euro und lag somit 1,2 Mio. Euro über dem Vorjahr (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). FFO-Beitrag um 7 % über hohem Vorjahreswert Die gestiegenen Immobilienmanagement-Erträge sind insbesondere für den Anstieg des FFO-Beitrags des Segments verantwortlich, die die gestiegenen operativen Kosten sowie das leicht erhöhte Zinsergebnis überkompensierten. Die FFO-Marge des Segments betrug rund 50 % (FFO im Verhältnis zu Erträgen aus Immobilienmanagement und Ergebnis aus assoziierten Unternehmen). Entwicklung der Erträge in Mio. EUR 2021 2020 Δ Bruttomieteinnahmen 108,4 100,7 8 % Erlöse aus Verkäufen 139,3 116,3 20 % Erträge aus Immobilienmanagement 101,2 79,7 27 % Sonstige Erträge 27,0 24,4 11 % Gesamterträge 375,9 321,1 17 % Zinsergebnis in Mio. EUR 2021 2020 Δ Zinserträge 9,6 8,7 10 % Zinsaufwendungen – 44,5 – 36,8 21 % Refinanzierungsaufwand – 14,8 0,0 >100 % Zinsergebnis – 49,7 – 28,1 77 % Bereinigtes Konzernergebnis in Mio. Euro FFO in Mio. Euro 107,2 96,5 73,1 69,9 * bereinigt um Einmaleffekt aus Refinazierung von 11,5 Mio. Euro nach Steuern 107,2 FFO-beitrag der Segmente in Mio. Euro 96,5 52,8 49,2 47,3 54,4 Überleitung FFO Gesamt Commercial Portfolio Institutional Business in Mio. EUR 2021 2020 Δ 2021 2020 Δ 2021 2020 Δ Nettomieteinnahmen 91,2 82,2 11 % 91,2 82,2 11 % Verkaufsergebnis 23,8 32,0 – 26 % 23,8 32,0 – 26 % Verwaltungsaufwand – 21,5 – 19,1 13 % – 4,3 – 4,4 – 2 % – 17,2 – 14,7 17 % Personalaufwand – 38,1 – 30,3 26 % – 7,6 – 7,0 9 % – 30,5 – 23,3 31 % Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen 2,0 0,4 >100 % 3,2 0,8 >100 % – 1,2 – 0,4 >100 % Erträge aus Immobilienmanagement 101,2 79,7 27 % 101,2 79,7 27 % Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ohne Projektentwicklungen und Verkäufe 6,5 11,4 – 43 % 1,6 0,0 >100 % 4,9 11,4 – 57 % Zinsergebnis – 49,7 – 28,1 77 % – 45,0 – 24,6 83 % – 4,7 – 3,5 34 % Sonstige Bereinigungen 15,6 0,3 >100 % 15,3 0,3 >100 % 0,3 0,0 >100 % Funds from Operations 107,2 96,5 11 % 54,4 47,3 15 % 52,8 49,2 7 % Funds from Operations II (einschließlich Verkaufsergebnis) 131,0 128,5 2 % 78,2 79,3 – 1 % 52,8 49,2 7 % * Die sonstigen Bereinigungen beinhalten:
– Transaktions-, Rechts- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 754 (Vj.: TEUR 285)
– einmalige Refinanzierungsaufwendungen i.H.v. TEUR 14.815 (Vj.: TEUR 0) Erträge aus dem Commercial Portfolio in Mio. Euro Netto-mieteinnahmen Gewinne aus Immobilienverkauf 91,2 82,2 32,0 23,8 2020 2021 2020 2021 FFO-Beitrag des Commercial Portfolios Gesamt Commercial Portfolio in Mio. Euro 2021 2020 ∆ 2021 2020 ∆ Nettomieteinnahmen 91,2 82,2 11 % 91,2 82,2 11 % Verkaufsergebnis 23,8 32,0 – 26 % 23,8 32,0 – 26 % Verwaltungsaufwand – 21,5 – 19,1 13 % – 4,3 – 4,4 – 2 % Personalaufwand – 38,1 – 30,3 26 % – 7,6 – 7,0 9 % Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen 2,0 0,4 >100 % 3,2 0,8 >100 % Erträge aus Immobilienmanagement 101,2 79,7 27 % Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ohne Projektentwicklung und Verkäufe 6,5 11,4 – 43 % 1,6 0 >100 % Zinsergebnis – 49,7 – 28,1 77 % – 45 – 24,6 83 % Sonstige Bereinigungen 15,6 0,3 >100 % 15,3 0,3 >100 % Funds from Operations 107,2 96,5 11 % 54,4 47,3 15 % Funds from Operations II (einschließlich Verkaufsergebnis) 131,0 128,5 2 % 78,2 79,3 – 1 % Erträge aus Immobilienmanagement in Mio. Euro +27 % 101,2 79,7 35,4 35,2 65,8 Asset-, Propertymanagement und Development-Fees Transaktions- und Performance-Fees 44,5 FFO-Beitrag des Institutional Business Gesamt Institutional Business in Mio. Euro 2021 2020 ∆ 2021 2020 ∆ Nettomieteinnahmen 91,2 82,2 11 % Verkaufsergebnis 23,8 32,0 – 26 % Verwaltungsaufwand – 21,5 – 19,1 13 % – 17,2 – 14,7 17 % Personalaufwand – 38,1 – 30,3 26 % – 30,5 – 23,3 31 % Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen 2,0 0,4 >100 % – 1,2 – 0,4 >100 % Erträge aus Immobilienmanagement 101,2 79,7 27 % 101,2 79,7 27 % Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ohne Projektentwicklung und Verkäufe 6,5 11,4 – 43 % 4,9 11,4 – 57 % Zinsergebnis – 49,7 – 28,1 77 % – 4,7 – 3,5 34 % Sonstige Bereinigungen 15,6 0,3 >100 % 0,3 0,0 >100 % Funds from Operations 107,2 96,5 11 % 52,8 49,2 7 % Funds from Operations II (einschließlich Verkaufsergebnis) 131,0 128,5 2 % 52,8 49,2 7 % FINANZLAGE Weitere Erweiterung der Finanzierungsstruktur Green Bond in Höhe von 400 Mio. Euro und Kupon von 2,25 % p.a. aufgelegt Schuldscheindarlehen mit ESG-Link in Höhe von 280 Mio. Euro mit durchschnittlich 1,77 % p.a. begeben Refinanzierung von Darlehen im Volumen von 550 Mio. Euro des Commercial Portfolios senkt Durchschnittszins für alle Bankverbindlichkeiten auf 1,2 % p.a. LtV bei 48,5% Durchschnittszins aller Finanzverbindlichkeiten sinkt auf 1,8 % 87 % der Finanzierungen sind festverzinslich oder gegen Zinsschwankungen abgesichert Weiterentwicklung des Finanzierungsspektrums Mit Hilfe unseres Finanzmanagements sorgen wir dafür, die Zahlungsfähigkeit der DIC Asset AG und ihrer Beteiligungen jederzeit sicherstellen zu können. Zudem streben wir an, eine möglichst hohe Stabilität gegenüber externen Einflüssen zu schaffen und gleichzeitig Freiheitsgrade aufrechtzuerhalten, die eine Weiterentwicklung unseres Unternehmens gewährleisten. Unseren Finanzierungsbedarf decken wir sowohl über klassische Bankfinanzierungen als auch über die Kapitalmärkte ab. Der Schuldscheinmarkt sowie Commercial-Paper-Programme ergänzen unsere Finanzierungsstrategie. Eintritt in den „grünen“ Kapitalmarkt Durch die Begebung unserer ersten „grünen“ Anleihe („Green Bond“) haben wir in 2021 erstmals den „grünen“ Kapitalmarkt in unser Finanzierungsspektrum aufgenommen. Die unbesicherte und festverzinsliche grüne Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Mio. Euro hat eine Laufzeit von 5 Jahren (bis September 2026). Der Kupon der Anleihe liegt bei 2,25 %. Die Anleihe wurde erfolgreich bei institutionellen Kapitalmarktanlegern in Europa vermarktet, wo sie auf eine hohe Nachfrage traf. Der Bond war mehrfach überzeichnet, so dass wir das ursprünglich geplante Volumen um 100 Mio. Euro im Rahmen der Transaktion angehoben haben. Daneben haben wir den ersten Schuldschein mit ESG-Link der Unternehmensgeschichte über insgesamt 280 Mio. Euro im Geschäftsjahr begeben. Die gewichtete jährliche Durchschnittsverzinsung liegt bei 1,77 %, die durchschnittliche Laufzeit bei 3,4 Jahren. Durch den ESG-Link des Schuldscheindarlehens kann sich der Zinssatz der verschiedenen Tranchen um 5 Basispunkte verändern. Ausschlaggebend ist dabei der Green-Building-Anteil im Bestandsportfolio (Commercial Portfolio). Ende des Geschäftsjahres haben wir die vorzeitige Refinanzierung von Darlehen mit einem Volumen von rund 550 Mio. Euro des Commercial Portfolios mit einer Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen. Wir unterhalten eine große Zahl von Geschäftsbeziehungen zu unterschiedlichen Partnerbanken und Versicherungen. Darlehen vereinbaren wir zu marktüblichen Bedingungen und überprüfen sie kontinuierlich auf Optimierungsmöglichkeiten. Langfristige Ausrichtung und Planungssicherheit Um unsere Finanzierungsstruktur möglichst stabil zu gestalten, schließen wir unsere Finanzierungen grundsätzlich langfristig über meist 5 bis 8 Jahre ab. Die aktuellen Finanzierungen erfolgten auf Non-Recourse-Basis, die keinen unbegrenzten Zugriff auf die Unternehmensgruppe erlaubt. Ein weiteres Plus an Stabilität und Planungssicherheit erreichen wir, indem wir uns überwiegend gegen Zinsschwankungen absichern. Im Commercial Portfolio haben wir 2021 ein Finanzierungsvolumen (Neuaufnahmen und Rückführungen) von rund 2.060 Mio. Euro realisiert, nachdem im Vorjahr rund 528 Mio. Euro neu arrangiert worden waren. Finanzierungsaktivitäten im Commercial Portfolio 202 1 in Mio. EUR Neuaufnahme von Darlehen 725 Rückführung Darlehen und Schuldscheindarlehen 655 Einzahlung Anleihe/Schuldscheindarlehen 680 Die bilanziellen Finanzschulden lagen per 31. Dezember 2021 nach Neuaufnahmen und Rückführungen mit 2.207,4 Mio. Euro um 733,0 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Die Finanzschulden umfassen mit großer Mehrheit (46 %) Darlehen bei Kreditinstituten, Mittel aus unseren Anleihen (33 %) und Schuldscheindarlehen (21 %). Über alle Segmente wurden 2021 Darlehensrückführungen in Höhe von 982,1 Mio. Euro vorgenommen, davon Sondertilgungen nach Verkäufen in Höhe von rund 79,5 Mio. Euro. Restlaufzeiten auf 4,4 Jahre gestiegen Insgesamt haben wir die durchschnittliche Laufzeit der Finanzschulden erhöht. Die durchschnittliche Restlaufzeit aller Finanzverbindlichkeiten (ohne Warehousing) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Jahre auf 4,4 Jahre per Ende Dezember 2021. Rund 85 % aller Finanzierungen sind mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr ausgestattet. Um unserem dynamischen und von Schnelligkeit lebenden Geschäftsmodell Rechnung zu tragen, haben wir in 2019 ein Commercial-Paper-Programm aufgelegt, bei dem wir bis zu 300 Mio. Euro für einen bestimmten Zeitraum kurzfristig abrufen können. Zum Bilanzstichtag hatten wir von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht. Daneben haben wir nach wie vor eine Working Capital Facility auf Corporate-Ebene in Höhe von 25 Mio. Euro bei einer deutschen Großbank. Diese ist ohne Auszahlungsvoraussetzungen verfügbar und derzeit mit 1,2 Mio. Euro in Anspruch genommen. Absicherung gegen Zinsschwankungen Mit rund 87% ist die große Mehrheit der Finanzschulden festverzinslich oder gegen Zinsschwankungen abgesichert – grundsätzlich mit festem Zinssatz. Dies verschafft uns langfristige Planungssicherheit und hält die Zinsrisiken gering. Knapp 13 % unserer finanziellen Verbindlichkeiten – vor allem kurzfristiger Natur – sind variabel vereinbart und nicht gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Durchschnittszins über alle Finanzverbindlichkeiten sinkt auf 1,8 % Der durchschnittliche Zinssatz über alle Finanzverbindlichkeiten (ohne Warehousing) hat sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,8 % verringert (Vorjahr: 2,0%). Der Zinsdeckungsgrad (ICR, Interest coverage ratio, das Verhältnis von EBITDA zu bereinigten Zinsergebnis) ist mit 473 % im Jahr 2021 auf einem sehr hohen Niveau (Vorjahr: 557 %). LtV bei soliden 48,5% Insbesondere aufgrund unserer Investitionen in das Wachstum des Commercial Portfolios ist der LtV auf 48,5% gestiegen (Vorjahr: 44,5%). Der Adjusted LtV beträgt 41,1 % und ist somit 190 Basispunkte über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 39,2%). Finanzierungsverpflichtungen vollständig erfüllt Alle Finanzierungsverpflichtungen, einschließlich der Kreditklauseln mit Auflagen zu Finanzkennzahlen (Financial Covenants), hielten wir im gesamten Jahr und zum Stichtag ein. Die DIC hat im üblichen Maß Kredite mit Financial Covenants vereinbart. Bei Nicht-einhaltung der Klauseln könnten Banken Kreditkonditionen anpassen oder Kredite teilweise kurzfristig zurückfordern. Im Wesentlichen sind folgende Covenants vereinbart: – DSCR (Debt service coverage ratio, Kapitaldienstdeckungsgrad): gibt an, zu wie viel Prozent der zu erwartende Zinssatz plus Tilgung (Kapitaldienst) durch die Mieteinnahmen gedeckt ist. – LtV (Loan-to-Value): gibt das Verhältnis zwischen der Kredithöhe und dem Marktwert der Immobilie an. Keine außerbilanziellen Finanzierungsformen Es bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungsformen. Der Konzernabschluss bildet alle Finanzierungsarten der Gesellschaft ab. Weitere detaillierte Informationen wie Laufzeiten, Fair Value von Darlehen oder Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind im Anhang ab Seite 190 zu finden. Komfortable Liquiditätslage Die Liquiditätsplanung hat im Rahmen des Finanzmanagements für uns höchste Priorität, auch vor dem Hintergrund weiterhin strenger Kreditvergabebedingungen. Deshalb sind wir bestrebt, für den laufenden Betrieb nicht auf zusätzliche Finanzierungen angewiesen zu sein. Dazu erstellen wir im Rahmen des Budgetprozesses eine jährliche Liquiditätsplanung, die durch einen täglichen Liquiditätsstatus laufend aktualisiert wird. Die Stetigkeit unserer Cash- flows erlaubt uns eine detaillierte Liquiditätsprognose, an der wir unseren Mitteleinsatz und -bedarf mit hoher Genauigkeit ausrichten können. Die DIC war 2021 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Per 31. Dezember 2021 betrug die freie Liquidität 546,4 Mio. Euro. Darüber hinaus stehen nicht in Anspruch genommene Bankkredit- und Avallinien in Höhe von 58,5 Mio. Euro zur Verfügung. Cashflow durch Investitionen und Finanzierungen geprägt Der Mittelzufluss des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen geprägt durch die hohen Investitionen und Finanzierungstätigkeiten sowohl hinsichtlich der Aufnahme als auch der Rückzahlung von Verbindlichkeiten. Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit hat den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit weit überkompensiert und stellt eine solide Basis für das weiteren Wachstum in beiden Segmenten dar. Insgesamt ist ein Mittelzufluss von 172,3 Mio. Euro zu verzeichnen (Vorjahr: 20,2 Mio. Euro). Der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 43,4 Mio. Euro (Vorjahr: 64,7 Mio. Euro). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist einerseits auf zum Jahresende nicht zahlungswirksam vereinnahmte Fees und höherer Steuerzahlungen, insbesondere anrechenbare Kapitalertragsteuern, zurückzuführen. 
 Der Cashflow aus Investitionstätigkeit demonstriert eindrucksvoll unsere Wachstumsstrategie. Mit -296,9 Mio. Euro (Vorjahr: -168,9 Mio. Euro) haben sich die Auszahlungen für neue Objekte fast verdoppelt. Zusätzlich haben wir Investitionen in unsere Bestandsimmobilien in Höhe von -16,9 Mio. Euro (Vorjahr: -17,7 Mio. Euro) getätigt. In Summe -391,3 Mio. Euro (Vorjahr: +1,9 Mio. Euro) wurde für weiteres Wachstum insbesondere im Rahmen des Warehousings investiert, wie z.B. den Erwerb des Uptown Towers in München, sowie der Geschäftserweiterung im Zuge des Erwerbs der RLI. Den Auszahlungen standen vor allem Einzahlungen aus dem Verkauf von Immobilien in Höhe von 130,7 Mio. Euro (Vorjahr: 116,3 Mio. Euro) gegenüber. Insgesamt weisen wir einen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -567,1 Mio. Euro aus (2020: -73,5 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war 2021 durch die Begebung unsereres Green Bonds (+400,0 Mio. Euro) sowie der Begebung des ESG-linked Schuldscheindarlehens (+280,0 Mio. Euro) geprägt. Den Einzahlungen aus Darlehen von +725,4 Mio. Euro (Vorjahr: +188,1 Mio. Euro) standen Rückzahlungen in Höhe von -649,8 Mio. Euro (Vorjahr: -230,1 Mio. Euro) insbesondere im Zusammenhang mit der Refinanzierung eines Großteils des Commercial Portfolios, entgegen. Für die Bedienung der Bardividende wurden im Geschäftsjahr 37,4 Mio. Euro (Vorjahr: 36,0 Mio. Euro) an die Anteilseigner ausgezahlt. Insgesamt war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten mit 696,0 Mio. Euro positiv (Vorjahr: +26,3 Mio. Euro) und gibt uns weiteres Potential für zukünftige Investitionen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Finanzmittelbestand um 175,5 Mio. Euro auf 546,9 Mio. Euro. Cashflow in Mio. EUR 2021 2020 Konzernergebnis 58,4 73,1 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 43,4 67,4 Cashflow aus Investitionstätigkeit – 567,1 – 73,5 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 696,0 26,3 Zahlungswirksame Veränderungen 172,3 20,2 Erwerbsbedingter Zugang 3,2 0,0 Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 546,9 371,4 Laufzeit Schulden per 31.12.2021 15 % < 1 Jahr 25 % 4–5 Jahre 8% 1–2 Jahre Ø Laufzeit 4,4 Jahre 16 % 2–3 Jahre 30 % > 5 Jahre 6 % 3–4 Jahre Loan To Value (LTV) in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Vermögenswerte Marktwert Immobilien gesamt 2.222.211 2.000.019 Marktwert Beteiligungen (indirekte Immobilien) 239.228 152.155 Geschäfts- oder Firmenwert 190.243 177.892 Dienstleistungsverträge 64.531 37.604 Buchwert Ausleihungen / Forderungen nahestehende Unternehmen 119.388 145.434 Marktwert Vermögen (Value) 2.835.601 2.513.104 Verbindlichkeiten Langfristige verzinsliche Finanzschulden 1.030.575 1.114.476 Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 115.733 33.431 Verbindlichkeiten in Verbindung mit IFRS 5 - Objekte 39.266 0 Verbindlichkeiten nahestehende Unternehmen 17.470 16.187 Unternehmensanleihen 719.080 326.494 abzgl. Kassenbestand / Bankguthaben – 546.911 – 371.404 Netto-Verbindlichkeiten (Loan) 1.375.213 1.119.184 LTV 48,5 % 44,5 % Adjusted LTV 41,1 % 39,2 % * enthält Anteile assoziierte Unternehmen, Beteiligungen und Beteiligungen unter IFRS 5 ** bereinigt um Warehousing VERMÖGENSLAGE 10% Wachstum des Immobilienvermögens auf 1.756,7 Mio. Euro Bewertungseffekt des Commercial Portfolios von 4,0% zeigt die Wertschöpfung im Rahmen unseres 360-Grad-Geschäftsmodells NAV auf 1.509,8 Mio. Euro erhöht (+7 %) Gestiegener Wert des Segments INstitutional Business lässt Adjusted NAV bei um 1,3 Mio. höherer Aktienanzahl auf 25,00 Euro je Aktie steigen (+13%) Hohe Akzeptanz der Aktiendividende zeigt Anlegervertrauen (>40 %) Bilanzielles Eigenkapital um 25,5 Mio. Euro gestiegen (+2%) Die Vermögenslage wurde im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen durch die Ankäufe von weiteren Objekten für das Commercial Portfolio, sowie unsere Warehousing-Aktivitäten beeinflusst. Aufgrund der Ankäufe stieg das Immobilienvermögen im Commercial Portfolio um 10 % auf 1.756,7 Mio. Euro. Unser Warehousing – der Ankauf von Immobilien zunächst auf die eigene Bilanz zur späteren Ausplatzierung an neue Vehikel des Institutional Business – hat zusätzlich für die Erhöhung des kurzfristigen Vermögens und somit der Bilanzsumme beigetragen. Der Ankauf des Uptown Towers in München im Juni des Geschäftsjahres mit der zum Jahresende erfolgreichen Ausplatzierung an einen Großteil der Endinvestoren zeigte erneut die Umsetzungsstärke unseres 360-Grad-Geschäftsmodells. Die nahezu vollständige Ausplatzierung wird bis Ende des ersten Quartals 2022 erfolgt sein. Darüber hinaus hat die Eigenkapitalstärkung durch die Aktiendividende im April des Geschäftsjahrs die Vermögenslage positiv beeinflusst. Der Net Asset Value (NAV) erhöhte sich erneut im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 1.509,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1.409,9 Mio. Euro). Der um den Wert des Geschäftsbereichs Institutional Business angepasste Adjusted Net Asset Value (Adjusted NAV) lag zum Jahresende 2021 bei 2.046,5 Mio. Euro (25,00 Euro je Aktie bei 81.861 Tausend Aktien) (Vorjahr: 1.776,4 Mio. Euro bzw. 22,04 Euro je Aktie bei 80.587 Tausend Aktien). Bilanzierung zu Anschaffungskosten Wir bilanzieren unsere Immobilien zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unsere Buchwerte werden jedes Jahr im Rahmen des Impairment-Tests nach IFRS auf außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf überprüft. Als Vergleichskriterium für die bilanzielle Bewertung legen wir den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Value-in-Use zugrunde, der den Wert einer Immobilie abhängig von ihrer Verwendungsabsicht wiedergibt. Im Rahmen des Impairment-Tests waren 2021 keine Anpassungen auf das Immobilienvermögen vorzunehmen. Bilanzsumme durch Wachstum um 28% erhöht Die Bilanzsumme lag am 31. Dezember 2021 mit 3.493,7 Mio. Euro um 769,5 Mio. Euro (28%) höher als zum Vorjahresende. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (unsere Bestandsimmobilien im Segment Commercial Portfolio) hatten Ende 2021 einen Buchwert von 1.756,7 Mio. Euro gegenüber 1.600,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Zugänge durch Ankäufe haben die Verkäufe und Abschreibungen überkompensiert, was unseren Wachstumskurs widerspiegelt. Aufgrund des Erwerbs von RLI Anfang des Geschäftsjahres hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert auf 190,2 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 177,9 Mio. Euro). Neben dem Geschäfts- und Firmenwert haben sich die immateriellen Vermögenswerte aufgrund des RLI-Erwerbs im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 Mio. Euro auf 44,4 Mio. Euro erhöht. Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit 66,9 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 66,7 Mio. Euro). Während der Erwerb von 25% der Realogis Holding GmbH im Rahmen der RLI-Transaktion sowie die Ergebnisabrenzungen die Anteile an assoziierten Unternehmen erhöhten, wirkten die transaktionsbedingten Ausschüttungen und Kapitalrückzahlungen (insbesondere aus dem DIC Office Balance I) gegenläufig. Insbesondere durch im Rahmen einer Umstrukturierung und der damit verbundenen Umklassifizierung von Ausleihungen in Beteiligungen sind die Ausleihungen an nahestehende Unternehmen im langfristigen Vermögen um 27,3 Mio. Euro auf 99,5 Mio. Euro zurückgegangen. Neben dieser Umklassifizierung ist der Erwerb von Aktien an der VIB Vermögen AG in einem Volumen von rund 45 Mio. Euro bis zum Bilanzstichtag für die Erhöhung der Bilanzposition Beteiligungen um insgesamt 88,1 Mio. Euro auf 141,4 Mio. Euro weitestgehend verantwortlich (Vorjahr 53,3 Mio. Euro). Insgesamt hat sich das langfristige Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 259,1 Mio. Euro bzw. 12% auf 2.342,9 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: 2.083,8 Mio. Euro). Das kurzfristige Vermögen hat sich um 510,4 Mio. Euro bzw. 80 % auf 1.150,7 Mio. Euro erhöht. Aufgrund unserer Warehousing-Aktivitäten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Uptown Tower in München, sind einerseits die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte um 112,6 Mio. Euro und andererseits die sonstigen Forderungen um 211,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Rahmen des ersten Closings der Ausplatzierung zum Jahresende ist der Kaufpreis unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. Das zweite Closing der nahezu vollständigen restlichen Anteile am Uptown Tower, die unter den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen sind, sowie der Kaufpreiseingang des ersten Closings werden im ersten Quartal 2022 erwartet. Der Anstieg der flüssigen Mittel um 175,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr, ist im Wesentlichen auf die Aufnahme des Green Bonds sowie der Ausgabe des Schuldscheindarlehens mit ESG-Link zurückzuführen, denen Mittelabflüsse aus Investitionen in unsere Assets under Management entgegenstehen. Eigenkapital steigt aufgrund gutem Konzernergebnis Das Eigenkapital ist aufgrund des (trotz des Einmaleffekts in Höhe von 14,8 Mio. Euro aus der Refinanzierung eines Großteils des Commercial Portfolios) guten Konzernjahresüberschusses in Höhe von 58,4 Mio. Euro von 1.108,4 Mio. Euro um 25,6 Mio. Euro auf 1.134,0 Mio. Euro gestiegen (+2 %). Die in 2021 ausgeschüttete Dividende betrug 56,4 Mio. Euro, wovon 37,4 Mio. Euro bar an die Aktionäre ausgezahlt wurden. Im Rahmen der freiwilligen Sachdividende (Aktiendividende) wurde das gezeichnete Kapital insgesamt um 1,3 Mio. Euro und die Kapitalrücklage nach Abzug der angefallenen Transaktionskosten um 17,5 Mio. Euro erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist aufgrund der wachstumsbedingt signifikant gestiegenen Bilanzsumme von 40,7% auf 32,5% zurückgegangen. Ebenso hat sich der Verschuldungsgrad (LtV) wachstumsbedingt auf 48,5% erhöht (Vorjahr: 44,5 %). ÜBERBLICK BILANZ in Mio. EUR 31.12.2021 31.12.2020 Bilanzsumme 3.493,7 2.724,2 Langfristiges Vermögen 2.342,9 2.083,8 Kurzfristiges Vermögen 1.150,8 640,4 Eigenkapital 1.134,0 1.108,4 Langfristige Finanzschulden 1.872,9 1.441,0 Kurzfristige Finanzschulden 295,2 33,4 Sonstige Verbindlichkeiten 191,6 141,4 Summe Schulden 2.359,7 1.615,8 Bilanzielles Eigenkapital 32,5 % 40,7 % Loan-to-value 48,5 % 44,5 % Adjusted Loan-to-value 41,1 % 39,2 % NAV 1.509,8 1.409,9 Adjusted NAV 2.046,5 1.776,4 * Verhältnis der gesamten Netto-Finanzschulden (inkl. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen) zur Summe des Marktwerts des Commercial Portfolios, des Marktwerts der Beteiligungen, des GEG-Goodwills und weiterer immaterieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb der GEG, der Ausleihungen an assoziierte Unternehmen sowie der Forderungen an nahestehende Unternehmen. Bewertungseffekt des Commercial Portfolios von 4,0 % Der Bewertungseffekt bereinigt um An- und Verkäufe beläuft sich im Commercial Portfolio auf 4,0% (Vorjahr: 3,4%). Dies unterstreicht erneut die Wertschaffung unserer Immobilienplattform im Rahmen unseres 360-Grad-Geschäftsmodells. Adjusted Net Asset Value steigt auf 25,00 Euro je Aktie Die Kennzahl NAV gibt den Substanzwert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten an. Dieser Nettovermögenswert betrug zum Ende des Jahres 2021 1.509,8 Mio. Euro. Der Wert der Immobilienmanagement-Dienstleistungen des Institutional Business ist nur teilweise über den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwert im NAV reflektiert. Aus diesem Grund wird der NAV um diesen Wertbeitrag ergänzt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Gesamtwert für den Adjusted NAV von 2.046,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1.776,4 Mio. Euro). Das erfolgreiche Wachstum unserer inegrierten Immobilienplattform einschließlich der erfolgreichen Warehousingaktivitäten sowie unser strategischer Ausbau der Asset Klasse Logistik einschließlich des Erwerbs der RLI Anfang des Geschäftsjahres hat auch zu einer Erhöhung des Wertes des Segments Institutional Business von 563,0 Mio Euro um 35% auf 762,0 Mio. Euro geführt. Aufgrund der im Zusammenhang mit der Sachdividende durchgeführten Kapitalerhöhung in 2021 hat sich die Anzahl der Aktien um 1.274.135 Aktien auf 81.861.163 Aktien erhöht. Je Aktie betrug der NAV 18,44 Euro, nach 17,49 Euro im Vorjahr. Der Adjusted NAV je Aktie belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 25,00 Euro (Vorjahr: 22,04 Euro). Net Asset Value in Mio. EUR 31.12.2021 31.12.2020 Buchwert der Immobilien 1.756,7 1.600,0 Wertdifferenz zum Zeitwert 375,1 306,0 Marktwert Bestandsportfolio 2.131,8 1.906,1 Immobilienvermögen gemäß IFRS 5 90,4 94,0 Marktwert der Immobilien 2.222,2 2.000,0 Buchwert Anteile assoziierte Unternehmen 66,9 66,7 Marktwerte Beteiligungen 66,9 66,7 + / - Sonstige Aktiva / Passiva (ohne Goodwill) 1.253,6 719,5 Anpassungen Sonstige Aktiva / Passiva – 37,0 – 83,8 Nettokreditverbindlichkeiten zum Buchwert – 2.168,1 – 1.474,4 Nettokreditverbindlichkeiten gemäß IFRS 5 – 39,3 0,0 Minderheitenanteile – 13,4 – 14,8 Goodwill einschl. sonstiger Aktiva / Passiva 224,9 196,7 Net Asset Value (NAV) 1.509,8 1.409,9 Anzahl Aktien (Tsd.) 81.861 80.587 NAV pro Aktie in Euro 18,44 17,49 * Anpassung um latente Steuern (TEUR +12.281 Vj: TEUR +5.009), Finanzinstrumente (TEUR +1.849; Vj: TEUR +5.129) und IFRS 5 Vermögenswerte und Schulden (TEUR -51.102; Vj: TEUR -93.965) Bilanzstruktur 67 % 33 % AKTIVA Langfristiges Vermögen Kurzfristiges Vermögen 32 % 55 % 13 % PASSIVA Eigenkapital Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden NAV in Euro/Aktie Adjusted NAV in Euro/Aktie 25,00 22,04 18,44 17,49 Adjusted NAV-Überleitung inklusive Wert des Institutional Business in Euro/Aktie 9,30 25,00 18,44 -2,74 NAV (berichtet) Unternehmenswert Institutional Business abzgl. Goodwill und anderer immaterieller Vermögenswerte Adjusted NAV Weitere Angaben Auswirkung von Bilanzpolitik und Bilanzierungsänderungen auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage 2021 sind keine Wahlrechte neu ausgeübt, bilanzielle Sachverhaltsgestaltungen vorgenommen oder Änderungen bei Ermessensentscheidungen durchgeführt worden, die – falls anders gehandhabt – im Geschäftsjahr einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt hätten. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren haben einen großen Anteil am dauerhaften Erfolg der DIC Asset AG. Diese Vermögenswerte sind nicht quantifizierbar und deshalb nicht bilanzierungsfähig. Es handelt sich um Werte, die eindeutige Wettbewerbsvorteile darstellen und die auf die jahrelange Unternehmenstätigkeit, entwickelte Kompetenzen sowie eine tiefe Vernetzung im Markt zurückzuführen sind. Zu den immateriellen Vermögenswerten, die nicht in der Bilanz aktiviert sind, gehört die Marke DIC. Wir haben sie im Berichtsjahr konsequent im Unternehmensauftritt genutzt und mit einer Vielzahl öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten weiterentwickelt und in der Außendarstellung prominent platziert. Dazu gehören unter anderem: Langjährige Mieter- und Investorenbeziehungen mit hoher Zufriedenheit Vertrauensvolle und eingespielte Zusammenarbeit mit Dienstleistern und Geschäftspartnern Vertrauensvolle Partnerschaften und langjähriges Netzwerk mit strategischen Finanz- und Kapitalpartnern Zusammenarbeit und stetiger Austausch mit allen relevanten Stakeholdern Motivierte und langfristig engagierte Mitarbeiter und Führungskräfte Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren mit Bezug zu den Fokusthemen ESG und Digitalisierung Wettbewerbs- und Organisationsvorteile aus unserer deutschlandweiten Immobilienmanagement-Plattform Highlights 2021 DYNAMIC PERFORMANCE IM HR-BEREICH Zuverlässigkeit, Schnelligkeit, Kreativität – das sind unsere Werte, die wir mit dynamic performance in unserem Unternehmen leben, um jeden Tag neue Höchstleistungen zu erreichen und uns gegenseitig zu motivieren. Dies funktioniert nur mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die diese Werte verinnerlicht haben und in einer gemeinsamen Zusammenarbeit täglich zeigen. Der HR-Bereich („Human Resources“) hat im Geschäftsjahr 2021 seine Prozesse neu gestaltet und den notwendigen Wandel im Unternehmen angesichts neuer Herausforderungen zur Gewinnung der Talente von morgen stark vorangetrieben. Mit Schaffung der Position Head of People and Culture rücken wir unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch stärker in den Fokus. Es geht nicht mehr nur um rein operative HR-Verwaltung, sondern verstärkt um die strategischen Themen rund um die Mitarbeiterbindung, -zufriedenheit und die Förderung einer positiven Unternehmenskultur. Der Head of People and Culture nimmt Eindrücke der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Unternehmen auf und setzt neue Maßnahmen zielgerichtet um. Social IMPACT Day Am 19. November 2021 machten sich insgesamt 22 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Weg ins Ahrtal, um einen ganzen Tag gemeinsam Menschen zu helfen, die durch die Flutkatastrophe in Not geraten sind. Die Aufgabe für das DIC-Team war es, beim Entkernen eines ehemaligen Hotelbetriebs zu helfen, der stark von der Hochwasserkatastrophe betroffen war. Die DIC-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen befreiten das Haus komplett von Restschutt und -möbeln sowie Putz und Fliesen und leisteten somit einen gemeinnützigen Beitrag zum Wiederaufbau direkt vor Ort. DIC hilft im Hochwasser-gebiet im Ahrtal Virtueller Gesundheitstag: In Zusammenarbeit mit einer gesetzlichen Krankenkasse hat die DIC Ende des Jahres 2021 zwei virtuelle Angebote organisiert, die sich mit dem Thema Achtsamkeit und Stresssituationen auseinandersetzen: ein Webinar zum Thema Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit und eine digitale Stresstypbestimmung mit Tipps für den Arbeitsalltag. Impfangebot für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: An drei Terminen im Jahresverlauf konnten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der DIC sich in der Frankfurter Zentrale über die Betriebsärztin mit den Covid-19-Impfstoffen von Johnson & Johnson, Moderna und Biontech impfen lassen. Das Angebot umfasste Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen und galt in Teilen auch für Angehörige. DIC hat außerdem die bundesweite Impfkampagne #ZusammenGegenCorona in den sozialen Netzwerken unterstützt und dafür wie viele andere renommierte Unternehmen die eigene Marke und den eigenen Claim zur Verfügung gestellt. Durch veränderte Anforderungen an den Personalbereich wurden die bestehenden Personalreferententätigkeiten überarbeitet und in Experten- und Generalistentätigkeiten aufgeteilt. Mit der Schaffung zweier neuer Expertenstellen im Recruiting und im HR-Controlling haben wir uns zukunftsweisend aufgestellt. Recruiting: Fokus auf Talente von morgen Das Recruiting ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden: Befördert durch den Megatrend demografischer Wandel herrscht ein Kandidatenmarkt, bei dem sich jedes Unternehmen in einen anspruchsvollen Wettbewerb um die besten Talente begeben muss. Daher haben wir einen dezidierten Recruiter implementiert, der die gesamte DIC-Unternehmensgruppe betreut und somit vollumfängliches Know-How über alle aktuellen Vakanzen, moderne Recruitingkanäle und Hochschulmarketingevents mitbringt. In 2021 haben wir an der EBS Business School am Immobilienkongress teilgenommen und waren mit Kollegen und Kolleginnen aus unterschiedlichen Fachbereichen auf dem Expo Real Career Day vertreten. Hier konnten wir uns der Studierendengeneration vorstellen und Praktika, Werkstudententätigkeiten sowie Einstiegspositionen anbieten. Weiterhin haben wir neben einer Kooperation mit der studentischen Initiative „Students meet Real Estate“ drei Stipendien an Studierende der Frankfurt School of Applied Science vergeben, die wir nicht nur finanziell fördern, sondern darüber hinaus mit fachlicher Unterstützung begleiten werden. Zahlen, Daten, Fakten Um zielgenauer und bedarfsgerechter agieren zu können, haben wir die Funktion HR-Controlling geschaffen. Hier werden Reportings sowie Ad-hoc-Auswertungen und Statistiken erstellt. Weiterhin werden durch die Nutzung eines vollumfänglichen HR-Systems bestehende Prozesse digitalisiert und somit beschleunigt. Durch die Schaffung der Expertenstellen können die Personalgeneralisten stärker in der Betreuung ihrer Fachbereiche aktiv werden. Die Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stieg zum Jahresende 2021 auf 306 Personen an (31. Dezember 2020: 272). Zum Jahresende lag die Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Portfoliomanagement bei 46, im Bereich Asset- und Propertymanagement bei 192 und im Bereich Administration bei 68. Der Anstieg ist neben der Übernahme von RLI zu Jahresbeginn auch auf das laufende Wachstum des Asset- und Propertymanagements zurückzuführen. Durch die neuen Kollegen und Kolleginnen hat die DIC ihre Kompetenzen im stark wachsenden Logistikmarkt weiter verstärkt. Die Fluktuationsrate ist durch die Corona-Pandemie branchenunabhängig gestiegen. Bei der DIC-Unternehmensgruppe ist sie im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken auf 18,3%. Die langfristige Bindung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen steht im Fokus der HR-Arbeit, sodass eine weitere Verbesserung auch hier angestrebt wird. * * GEG-Mitarbeiter seit Juni 2019, RLI-Mitarbeiter seit Januar 2021 in der DIC-Gruppe Dynamisches Vergütungssystem Gehaltszahlungen setzen sich aus Grundeinkommen, Zusatzleistungen und leistungsabhängigen Bausteinen zusammen. Bei der Gehaltshöhe orientieren wir uns an Branchen- und Wettbewerbsstandards. Der leistungsorientierte Bestandteil richtet sich nach Erreichen individueller sowie strategischer und operativer Unternehmensziele, die jährlich gemeinsam mit den Vorgesetzten festgelegt werden. Im Jahr 2021 wurde zudem ein steuerfreier einmaliger Corona-Bonus an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gezahlt. So wurden im Jahr 2021 in Summe 33,8 Mio. Euro für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aufgewendet. Darin enthalten sind leistungsorientierte Vergütungen von 2,8 Mio. Euro; dies entspricht einem Anteil von rund 8,3 %. Die Sozialabgaben, Altersvorsorge und sonstige Leistungen summierten sich auf 3,5 Mio. Euro. Des Weiteren hat der Vorstand ein konzernweites Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ins Leben gerufen, sodass ab Januar 2022 jedem Mitarbeiter eine zusätzliche aktienbasierte Gehaltskomponente mit langfristiger Anreizsetzung zur Verfügung steht. Hierfür kauft die DIC Asset AG jedes Jahr eigene Aktien am Markt für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und lässt sie von einem Treuhänder verwalten. Die Auszahlung erfolgt nach einem vierjährigen Verbleib im Unternehmen und entspricht der Aktienkursentwicklung in diesem Zeitraum. Diversität fördern und leben Die DIC Asset AG und ihre Tochtergesellschaften fördert die Diversität in der Unternehmensgruppe. Zum 31. Dezember 2021 waren 52 % der Positionen mit weiblichen Mitarbeitern besetzt. Hinsichtlich flexibler Arbeitszeiten bietet wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Teilzeitmodelle an. Im Jahr 2021 arbeiteten insgesamt 46 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (15%) in Teilzeit, 2020 waren es 35 (13%). Zum Jahresende 2021 beschäftigt der Konzern Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus 11 Nationen. Wir sind überzeugt, dass heterogene Teams, die sich in ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer Expertise sowie in unterschiedlichen Lösungsansätzen unterscheiden, im Vergleich zu homogenen Teams vielfach komplexe Sachverhalte besser lösen können und hierdurch gleichzeitig ein höheres Innovationspotenzial besteht. Zu diesem Zweck pflegen wir eine Unternehmenskultur, die sich den Grundsätzen von Ethik und Integrität verpflichtet und gegenseitige Wertschätzung, Verantwortung und Respekt innerhalb der Belegschaft fördert. Unsere Compliance-Richtlinie, die wir in diesem Jahr erweitert und aktualisiert haben, definiert einen umfassenden Diskriminierungsschutz, vor allem in Bezug auf die ethnische Identität, das Geschlecht, die Religion oder Weltanschauung, eine Behinderung, das Alter und die sexuelle Identität. Dabei setzen wir uns zum Ziel, Diskriminierungen, Benachteiligungen oder unerwünschten Verhaltensweisen aktiv entgegenzuwirken. ESG („ENVIRONMENTAL, SOCIAL, GOVERNANCE“) UND DIGITALISIERUNG Als eines der führenden deutschen börsennotierten Immobilienunternehmen hat sich die DIC Asset AG einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. ESG („Environmental, Social, Governance“) ist grundlegender und integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unserer Geschäftsaktivitäten. Im Jahr 2021 haben wir unsere ESG-Strategie neu formuliert. Wir haben unter dem Claim „Know how and know why“ vier klare Überzeugungen zu E, S, G und Digitalisierung definiert, die eng mit unserem 360-Grad-Managementansatz verknüpft sind. Wir managen unser Business proaktiv unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, eng verzahnt mit unserer Digital- und IT-Strategie. ESG-Strategie: „Know how and know why“ Wir liefern einen positiven Beitrag zum Klimaschutz: Wir gestalten mit den Menschen und für die Menschen: Wir sind ein zuverlässiger Partner und führen unsere Geschäfte transparent und verantwortungsbewusst: Wir nutzen die Digitalisierung für ESG: Wir wollen unseren aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des europäischen Gebäudesektors leisten. Die Reduzierung von CO2-Emisionen sowie die Senkung der Umweltbelastungen und des Ressourcenverbrauchs haben für die DIC Priorität – sowohl für die eigene Geschäftstätigkeit, unseren eigenen Immobilienbestand als auch für die für Dritte betreuten Immobilien. Als Arbeitgeber stehen wir in der Verantwortung, eine positive Unternehmenskultur und eine sichere, soziale und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung sicherzustellen. Die Zusammenarbeit soll geprägt sein von Motivation, Vielfältigkeit sowie von unternehmerischem Denken und Handeln, Eigenverantwortung, Flexibilität und Fachkenntnis. Als Immobilienmanager und Spezialist für Gewerbeimmobilien haben wir die heutigen und zukünftigen Stakeholder-Interessen und gesellschaftlichen Herausforderungen zukunftsgerichtet im Blick. Als Mitglied der Gesellschaft (Corporate Citizen) engagieren wir uns gemeinnützig sowie aktiv in der Branche. Wir messen der Corporate Governance im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung einen hohen Stellenwert bei. Wir verpflichten uns zur Wahrung der Grundsätze der Ethik und Integrität im Unternehmen, der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner selbstverordneter Wertvorstellungen. Unserem Anspruch folgend wollen wir mehr Transparenz schaffen und ESG in alle Organisationsebenen konsequent und vernetzt integrieren. Wir wollen digitale Tools für unsere Managementprozesse nutzen und unser Geschäftsmodell weiterentwickeln, um neue digitale Services und Produkte anzubieten, die Mehrwerte für unsere Investoren, für unsere Mieter und für unsere Immobilien bieten, z. B. durch Nutzung effizienter Datenstrukturen zur Steuerung und Optimierung von Energieverbräuchen, Emissionen und Ressourcen. ESG – die Reise geht weiter Wir konkretisieren und erweitern laufend Maßnahmen aus dem Tagesgeschäft heraus. Immer up to date: www.dic-asset.de/nachhaltigkeit/ ESG-Wissensvernetzung ESG-Portfolioscreening Mitarbeiter fördern, Gesundheit stärken Mehr Transparenz: ESG-Ratings Code of Conduct, Geschäftspartner-Kodex und Compliance-Richtlinie definiert Stakeholder-Kompass up to date Green-Finance: Schuldschein mit ESG-Link aufgelegt, Green Bond platziert Investment in Green Buildings: Erfolgreiche Umsetzung unserer Ankaufs- und Investmentstrategie Nachhaltigkeitsberichterstattung und ESG-Kommunikation über digitale Kanäle Der Nachhaltigkeitsbericht ist unser langjähriges Instrument, um regelmäßig über unseren Status Quo und die Fortschritte zum Thema im Unternehmen und bei unserer Geschäftstätigkeit zu berichten. Der im Juni 2021 erschienene Nachhaltigkeitsbericht präsentiert, was die DIC seit der ersten Veröffentlichung vor zehn Jahren bereits geleistet hat und stellt darüber hinaus die ESG-Strategie und die dynamische ESG-Roadmap der DIC für die nächsten Jahre vor. Die Berichterstattung orientiert sich an den höchsten internationalen Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI Standards) sowie den vom europäischen Branchenverband EPRA erarbeiteten ESG-Berichtsstandards für Immobilienunternehmen (EPRA sBPR; European Public Real Estate Association Sustainability Best Practice Recommendations). Der Nachhaltigkeitsbericht bildet eine wichtige Informationsgrundlage für die Teilnahme an relevanten ESG-Ratings und das Reporting an unsere Investoren. Mit Blick auf die Wichtigkeit und die Dynamik des Themas sehen wir es als notwendig an, unsere ESG-Kommunikation unterjährig zu intensivieren: So berichten wir seit Mitte 2021 kontinuierlich auf unserer neu gestalteten Nachhaltigkeits-Webseite, auch außerhalb der Berichtszeitpunkte und damit tagesaktuell. Die Webseite präsentiert aktuelle News speziell zu Nachhaltigkeits- und ESG-Themen und ist konzipiert als erster Anlaufpunkt für häufig gestellte Fragen (z.B. zum regulatorischen Rahmen) und bietet viele weitere Ressourcen zum Download an (z.B. die DIC-Richtlinien oder das Green Bond Framework der DIC-Gruppe). Für die unternehmensinterne Kommunikation und das Wissensmanagement haben wir 2021 den DIC Office Hub gelauncht: ein gemeinsamer Ort, an dem alle Mitarbeiter schnell und unkompliziert Zugriff auf Aktuelles und Grundsätzliches sowie Vorlagen, Prozessbeschreibungen und Richtlinien haben. Dieses Portal wollen wir neben der Weiterbildung der Mitarbeiter zukünftig verstärkt als Tool zur Wissensvernetzung und zum Wissenstransfer zu ESG-relevanten Themen nutzen. Dynamische ESG-Roadmap der DIC und Highlights des Geschäftsjahrs 2021 Dynamische ESG-Roadmap Highlights des Geschäftsjahr s 2021 Querverweise Wir liefern einen positiven Beitrag zum Klimaschu t z Nachhaltige Entwicklung unseres Portfolios und Investment in Green Buildings (Schuldschein mit ESG-Link) Green Bond Finanzlage (S. 87 ) Investor Relations und Kapitalmarkt (S. 20 ) S. 107 Wir gestalten mit den Menschen und für die Menschen Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Virtueller Gesundheitstag Impfangebot für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Konzernweites Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Unser Engagement als Corporate Citizen und in der Branche Social Impact Day Erweiterung Branchenengagement – seit 2021 Mitglied des ECORE – ESG Circle of Real Estate Dynamic Performance im HR-Bereich (S. 96 ) Wir sind ein zuver - lässiger Partner und führen unsere Geschäfte transparent und verantwortungsbewusst Nachhaltigkeitsberichterstattung und ESG-Kommunikation über digitale Kanäle (intern/extern) Neue ESG-Organisation – Installation Head of Sustainability, ESG-Komitee und wichtige Schnittstellen Corporate Governance: Werte & Compliance – Code of Conduct und Richtlinien für unser tägliches Handeln ESG - Ratings Wesentlichkeitsanalyse mit Stakeholderbefragung Erklärung zur Unternehmensführung (S. 142 ) S. 105 Wir nutzen die Digitalisierung für ESG Digitalisierung von internen Prozessen (z. B. im Ankauf) DIC Data Hub: Harmonisierung und Standardisierung von Datenquellen Neue ESG-Organisation // Ernennung Head of Sustainability, ESG-Komitee und neue Position Head of People and Culture geschaffen Zu Beginn des Jahres 2021 wurde die neu geschaffene Position Head of Sustainability zur konzernweiten Intensivierung der ESG-Aktivitäten und zur Implementierung einer vertieften Nachhaltigkeitsstrategie für alle Konzerngesellschaften besetzt. Mitte 2021 wurde das ESG-Komitee etabliert, dem die Vorstandsvorsitzende, der Head of Sustainability sowie Führungskräfte angehören, um wichtige Entscheidungen zur Ausrichtung der ESG-Strategie und der -Ziele zu verabschieden und ESG-Maßnahmen zu initiieren. Mit der im zweiten Quartal 2021 geschaffenen Position Head of People and Culture stärkt die DIC weiterhin den Aufbau einer starken Unternehmenskultur sowie strategische Personalthemen und folgt ihrer klaren Überzeugung „Wir gestalten mit den Menschen und für die Menschen“ mit klarem Fokus auf die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Weitere Details befinden sich im Abschnitt „Unternehmenssteuerung“ ab Seite 104 in diesem Bericht. MITGLIEDSCHAFTEN, SPENDEN UND SPONSORING // Die DIC Asset AG zahlt laufende Mitgliedsbeiträge an eine Reihe von Branchen- und Fachverbänden. Der Aufwand für die Verbandsmitgliedschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug rund 119 TEUR (Vorjahr: rund 152 TEUR). Spenden für wohltätige Zwecke, Sponsoring und sonstige Ausgaben im Kontext „Corporate Citizenship“ beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 22 TEUR (Vorjahr: rund 5 TEUR). Einzelaufstellungen zu Mitgliedschaften, Spenden und Sponsoring sind im ESG-Download-Center auf der DIC-Website zu finden unter: https://www.dic-asset.de/nachhaltigkeit/esg-ressourcen/ Corporate Governance // Werte & Compliance: Code of Conduct und Richtlinien für unser tägliches Handeln Zum Jahresende 2021 hat die DIC Asset AG ihren Wertekodex in weiteren Richtlinien formuliert, die auf der Website dauerhaft öffentlich zur Verfügung gestellt wurden. Die Richtlinien sind der Leitfaden unseres täglichen Handelns und in ihrer Gesamtheit von allen Beschäftigten der DIC zu beachten. Code of Conduct Der Code of Conduct ist unser Leitfaden für alle Handlungen und Entscheidungen unserer Organisation. Er bildet die Grundlage für unsere unternehmensinternen Richtlinien und ist verpflichtend für alle Mitarbeiter. Unser Code of Conduct verdeutlicht, wofür wir als DIC-Unternehmensgruppe stehen und welche Werte wir leben. Geschäftspartnerkodex Unser Leitmotiv „Wir gestalten mit den Menschen und für die Menschen“ können wir nur dann glaubwürdig leben, wenn unsere Geschäftspartner die gleichen hohen rechtlichen und ethischen Standards haben und diese innerhalb der gesamten Lieferkette verankert sind. Der Geschäftspartnerkodex spiegelt die Regelungen, die das Fundament einer jeder Zusammenarbeit, welche die DIC mit Dritten eingeht, wider. Grundsatzerklärung zu Menschenrechten Wir achten die Menschenrechten in unserem Unternehmen und in jedem Schritt unserer Wertschöpfungskette. Zur Umsetzung dieses Bekenntnisses richten wir unser unternehmerisches Handeln insbesondere an den Konventionen der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen und den acht Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aus. Aktualisierte Compliance-Richtlinie Die Mitarbeiter der DIC sind auf die Grundsätze von Ethik und Integrität im Konzern verpflichtet. Hierzu gehört insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der unternehmensinternen Richtlinien und der selbst verordneten Wertvorstellungen. Die konzernweit geltende Compliance-Richtlinie stellt einen Orientierungsrahmen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dar. Zum einen zeigt sie den Anspruch auf, den wir gegenüber uns selbst haben, zum anderen ist sie ein Versprechen unter uns selbst, aber auch gegenüber unseren Kunden, Vertragspartnern und der Öffentlichkeit. Die Compliance-Richtlinie regelt die Themen Diskriminierungsschutz, Vermeidung von Interessenskonflikten und Korruption, Datenschutz und Geheimhaltung, Kapitalmarktanforderungen und Insiderverbote, Geldwäscheprävention, fairer Wettbewerb und Verbot von Absprachen, Lobbyarbeit sowie Spenden und Sponsoring. Darüber hinaus informiert die Richtlinie bezüglich der Meldung von Fehlverhalten und Verstößen sowie zu Konsequenzen und Ansprechpartnern. Arbeitsschutzrichtlinie Für die DIC-Unternehmensgruppe nimmt der Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine essenzielle Rolle ein. Ein effizienter Arbeitsschutz und eine wirksame Unfallvermeidung sind hierfür besonders wichtig, vor allem auch im Hinblick auf die Herausforderungen einer durch digitalen Wandel immer anspruchsvolleren und sich schneller wandelnden Arbeitswelt. Dazu haben wir in der Arbeitsschutzrichtlinie u.a. unsere allgemeinen Grundsätze formuliert. Bereits im Laufe des Jahres wurde intern die IT-Security-Richtlinie intern an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgerollt. Sie definiert die organisatorischen wie auch technischen Maßnahmen, um die IT Security und den damit verbundenen Datenschutz für die DIC und ihre verbundenen Unternehmen zu gewährleisten. ESG-Ratings der DIC Asset AG Unsere Fortschritte im ESG-Bereich finden zunehmend Einzug in die Investitionsentscheidungen der Kapitalmarktteilnehmer. Diese greifen neben eigenen Analysen verstärkt auch auf Nachhaltigkeitsratings und -benchmarks etablierter Anbieter zurück. DIC begleitet diese externen Analysen kritisch und proaktiv, um auch hier zu einer verbesserten Transparenz und Vergleichbarkeit im Wettbewerb beizutragen. In der nachfolgenden Tabelle sind die wichtigsten Ratings zu den Bilanzstichtagen am Ende der beiden letzten Geschäftsjahre zusammengefasst. Erfreulicherweise konnte sich DIC im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl beim Carbon Disclosure Project (CDP) als auch bei den Ratings von MSCI und ISS ESG verbessern. Zum Jahresende 2021 hat DIC erstmals auch am ESG-Ratingprozess von S&P Global (Corporate Sustainability Assessment, CSA) teilgenommen; das Ergebnis steht zum Zeitpunkt dieser Berichtsveröffentlichung aber noch aus. Die Ratings beziehen sich zum größten Teil auf bereits veröffentlichte Informationen. Somit haben sie einen rückblickenden Charakter und reflektieren einige Veränderungen im analysierten Unternehmen erst mit einer Zeitverzögerung. 31.12.2021 31.12.2020 Carbon Disclosure Project (CDP) – Climate Change C D MSCI – ESG Research A BBB ISS ESG D+ (1) D (1) Review-Prozess hat vor der Veröffentlichung des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts 2020 (Juni 2021) stattgefunden. Nachhaltige Entwicklung unseres Portfolios und Investment in Green Buildings Über unseren ESG-Managementansatz, die ESG-Highlights von 2020 und 2021 sowie die ökologische Performance der DIC und der Assets under Management wird detailliert im Nachhaltigkeitsbericht berichtet. (www.dic-asset.de/download/publikationen/DIC_NB_2020_D.pdf) Bei unseren Bestandsimmobilien (zusammengefasst unter den Begriffen „OPERATE“ und „DEVELOP“) lag der Fokus 2021 auf der Identifikation von Objekten mit hoher CO₂-Intensität. Für zehn Objekte wurde eine Carbon Due Diligence durchgeführt inkl. Vor-Ort-Begehung und Aufzeigen von potenziellen Maßnahmen. Auf dieser Basis werden aktuell vorbereitende Maßnahmen für die Reduktion von CO₂-Emissionen initiiert. Ein weiterer Beitrag soll durch laufende Repositionierungsprojekte (im eigenen Bestand und für Dritte) erfolgen, z. B. beim Redevelopment-Projekt Global Tower in Frankfurt. Beim Ankauf neuer Assets und bei der Anlagestrategie neuer Investmentvehikel spielt die ESG Due Diligence eine zentrale Rolle zur Erfassung von ESG-Merkmalen und zur Berücksichtigung von ESG-Maßnahmen in den Businessplänen (zusammengefasst unter den Begriffen „MATCH“ und „TRANSACT“). Klarer Fokus lag in 2021 auf dem Investment in „Green Buildings“ und Assets mit Zertifizierungspotenzial (nach DGNB, LEED und BREEAM), unterstützt durch die erstmalige Emission des Schuldscheins mit ESG-Link und des Green Bonds, um unseren Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. Wesentlichkeitsanalyse mit Stakeholderbefragung Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensstrategie und die DIC versteht sich als hoch dynamisches Unternehmen, das sich immer weiterentwickelt. Weiterentwicklung beinhaltet für die DIC auch die stetige Auseinandersetzung mit branchenspezifischen und gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der DIC (Outside-In-Perspektive, Unternehmensrelevanz), die Analyse der Auswirkungen des Geschäftsmodells auf Umwelt, Gesellschaft und Ökonomie (Inside-Out-Perspektive, Nachhaltigkeitsrelevanz) sowie die Kenntnis über die Perspektive und Erwartungshaltung unserer Stakeholder zur Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen (Stakeholder-Relevanz). Die DIC hat im letzten Quartal des Jahres 2021 eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Damit wird die seit dem Jahr 2016 bestehende Wesentlichkeitsmatrix abgelöst und den Veränderungen der Branche (z.B. wachsende Bedeutung von Klimaschutz und Umweltthemen in der Gesellschaft, am Kapitalmarkt und in der Regulatorik) und der Entwicklung des Unternehmens (z.B. stärkerer Fokus auf das Segment Institutional Business seit 2019, Stärkung des Logistikgeschäfts) Rechnung getragen. Bei der Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse haben wir uns an den Vorgaben des GRI-Standards orientiert. Interne und externe Stakeholder wurden zur Gewichtung von 20 Nachhaltigkeitsthemen im Hinblick auf deren Unternehmensrelevanz, deren Nachhaltigkeitsrelevanz und Stakeholder-Bedeutung befragt. Dies erfolgte im Rahmen eines Vorstands-Workshops und 20 persönlichen Interviews mit Führungskräften der DIC und ausgewählten Repräsentanten der Stakeholder-Gruppen Aktionäre, Aufsichtsrat, Institutionelle Investoren, Banken und Mieter. Ergänzend wurden insgesamt ca. 80 Stakeholder und Mitarbeiter der DIC zur Online-Umfrage eingeladen. Das Ergebnis der Stakeholder-Befragung wurde in eine Wesentlichkeits-Matrix überführt, die die wesentlichen unternehmensrelevanten Nachhaltigkeitsthemen neu bestimmt. Als zentrale strategische Handlungsfelder wurden die Nachhaltigkeitsthemen Emissionen und Dekarbonisierung, Energie und Energieeffizienz, nachhaltige Produkte und Portfolioentwicklung sowie innovative Modernisierungskonzepte identifiziert. Grundsätzlich wurden die aufgerufenen sozialen und Governance-Themen als unternehmensrelevant bewertet. Mit der Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse hat die DIC eine transparente Grundlage für die weitere Entwicklung der ESG-Strategie und Nachhaltigkeits-Ziele geschaffen, an der wir im ersten Quartal 2022 intensiv weiterarbeiten und zu der wir im nächsten Nachhaltigkeitsbericht im Detail berichten werden. Green Bond – Impact Reporting Im Rahmen der erstmaligen Emission eines Green Bonds und der Veröffentlichung eines Green Bond Frameworks (GBF) hat sich die DIC verpflichtet, jährlich über die Entwicklung und den Einsatz der verwendeten Mittel zur Finanzierung von grünen Projekte und Immobilien zu berichten. Das GBF legt damit Parameter fest, zu denen die DIC Green Bonds ausgeben kann. Das Rahmenwerk wurde einer unabhängigen externen Prüfung unterzogen (Second Party Opinion) und steht im Einklang mit den ICMA Green Bond Principles (GBP) 2021 sowie den Nachhaltigkeitsentwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) 9 und 11 der Vereinten Nationen. SDG 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“ will den Aufbau einer hochwertigen, nachhaltigen und widerstandsfähigen Infrastruktur fördern, SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ fördert die inklusive und nachhaltige Stadtplanung. Durch das Investment in energieeffiziente und nachhaltige Gebäude bei Neuakquisitionen leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur CO₂-Reduktion im Immobilienbestand. Ein wesentliches ESG-Kriterium der DIC ist „Green Building“, definiert als Gebäude mit hohem Energieeffizienzstandard oder mit einem Mindestzertifizierungslevel wie „LEED Gold“, „BREEAM Very Good“ oder „DGNB Gold“ (Details siehe Green Bond Framework unter www.dic-asset.de/download/publikationen/DIC-Green-Bond-Framework.pdf). Unser Ziel ist es unseren Green Building-Anteil bis Ende 2023 auf mindestens 20 % zu steigern. Impact Reporting Green Bond 2021/2026 31.12.2021 in % von Gesamt Marktwert Green Buildings im Commercial Portfolio 25 7,0 Mio. Euro 11,6% DGNB Gold LEED Gold BREEAM „Very Good“ Gesamt Anzahl 3 1 1 5 in % der Mietflächen 4,1 % 1,2 % 1,4 % 6,7 % – davon Neubau & Sanierung/New Construction & Major Renovations 4,1 % 1,2 % 0,0 % 5,3 % – davon Bestand/Existing Building 0,0 % 0,0 % 1,4 % 1 ,4  % in % der Marktwerte 6,2 % 3,3 % 2,0 % 11,6 % – davon Neubau & Sanierung/New Construction & Major Renovations 6,2 % 3,3 % 0,0 % 9,5 % – davon Bestand/Existing Building 0,0 % 0,0 % 2,0 % 2,0 % Allocation Reporting Green Bond 2021/2026 per 31.12. 2021 in % Bruttoerlöse aus Green Bond 2021/2026 400 ,0 Mio. Euro 100 % Eingesetzte Mittel für förderfähige grünen Projekte/Immobilien 2 84 ,6 Mio. Euro 71  % Noch nicht zugeteilte Mittel für förderfähige grünen Projekte/Immobilien 1 15 ,4 Mio. Euro 29  % Verteilung eingesetzter Mittel nach förderfähigen Kategorien Green Buildings 2 84 ,6 Mio. Euro 100 % Verteilung eingesetzter Mittel nach Projektstandort Deutschland 2 84 ,6 Mio. Euro 100 % Verteilung eingesetzter Mittel nach Art der Finanzierung Refinanzierte grüne Projekte/Immobilien 234 ,6 Mio. Euro 82  % Neufinanzierte grüne Projekte/Immobilien 50 ,0 Mio. Euro 18  % Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Risiko- und Chancenbericht Das Risikomanagement-System der DIC Asset AG In einem dynamischen Umfeld ist es eine grundlegende unternehmerische Aufgabe, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Das Risikomanagementsystem (RMS) der DIC Asset AG ("DIC") ermöglicht es, bestehende Chancen zu nutzen, neue Erfolgspotenziale zu erschließen und durch den kontrollierten Umgang mit Risiken eine Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen. Bestandsgefährdende Entwicklungen werden frühzeitig erkannt, um mit effektiven Maßnahmen gegensteuern zu können. Durch ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken werden mögliche negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg so gering wie möglich gehalten. Die Organe des DIC-Konzerns haben sich Grundregeln für die Übernahme von Risiken gesetzt. Dazu gehört, gezielt kalkulierbare unternehmerische Risiken einzugehen, soweit die damit verbundenen Chancen eine Steigerung des Unternehmenswertes erwarten lassen. Dies entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei auftretende Risiken zu steuern, zu verlagern und zu reduzieren. Das Risiko- und Chancenmanagement ist deshalb elementarer Bestandteil der Unternehmensführung. Im Interesse von Mietern, Mitarbeitern und Investoren schützt das Risikomanagementsystem vor kritischen Situationen und sichert den langfristigen Fortbestand des Unternehmens. Das RMS erstreckt sich grundsätzlich über sämtliche Bereiche der DIC und ihrer Tochtergesellschaften und ist für alle Mitarbeiter verbindlich. Die Risikosystematik der DIC umfasst fünf Risikoklassen: (1) strategische Risiken, (2) Finanzrisiken, (3) Compliance-Risiken, (4) politische, gesellschaftliche, rechtliche, regulatorische und Umweltrisiken (ESG) und (5) operative Risiken. Diese werden dahingehend untersucht, ob sie einen wesentlichen Einfluss auf die Existenz, die wirtschaftliche Lage und das Erreichen von Unternehmenszielen haben. Das RMS umfasst strategische Entscheidungen des Vorstands genauso wie das Tagesgeschäft. Fester Bestandteil des Risikomanagements ist das interne Kontroll- und Überwachungssystem, mit dem operative und finanzielle Risiken minimiert sowie Prozesse überwacht werden und sichergestellt wird, dass Gesetze und Verordnungen einschließlich der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung eingehalten werden. In 2021 hat die DIC das RMS optimiert. Die nachfolgenden Ausführungen basieren auf dem angepassten Zielbild des Risikomanagementsystems. // Risiko- und Chancenbericht – Risikomanagementsystem – Internes Kontrollsystem – Einzelrisiken und Chancen – Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation // Prognosebericht Struktur des Risikomanagementsystems > Risikofrüherkennungssystem Das Früherkennungssystem der DIC hat zum Ziel, alle potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig Maßnahmen zur Steuerung von negativen Entwicklungen ergreifen zu können. Die jeweiligen Risikoverantwortlichen sind verantwortlich für die Identifikation, Meldung, Bewertung und Kontrolle von Risiken. sowie für die Überwachung von Maßnahmen. Beispielsweise werden über das Asset- und Propertymanagement Immobiliendaten auf Objektebene erfasst, aggregiert und im zentralen Controlling geprüft, ergänzt und zusammengefasst und der Unternehmensleitung berichtet. Das Risikofrüherkennungssystem wird vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen jährlich gemäß § 317 Abs. 4 HGB untersucht und beurteilt. > Risikoidentifikation Die Risikoidentifikation ist als Teil des Risikocontrollings der erste Schritt des Risikomanagementprozesses und bildet die Grundlage für den angemessenen und effektiven Umgang mit Risiken. Risiken werden nach dem Integrationskonzept im Rahmen der allgemeinen Geschäftsprozesse identifiziert und systematisiert. Auf Grund der sich ständig ändernden Situationen, denen sich die DIC stellen muss, ist die Identifikation und Dokumentation von Risiken eine kontinuierliche Aufgabe. Unter anderem wird mindestens einmal im Jahr eine vollständige Risikoinventur (Risikoidentifikation) über alle Risikoarten durchgeführt, die dann bewertet werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch die Risikoverantwortlichen, welche die Risiken im Rahmen eines standardisierten Prozesses melden. Bei der Erhebung als auch bei der späteren Risikobewältigung gilt das Prinzip der Einzelrisikobetrachtung, d. h. jedes Risiko wird für sich dargestellt, bewertet und aktiv verfolgt. Unter anderem werden Instrumente wie Unternehmens- und Szenarioanalysen zur Analyse von strategischen Risiken und sowohl Kollektionsmethoden (Checklisten) als auch Kreativitätsmethoden (bspw. Brainstorming) zur Risikoidentifikation für Routineüberprüfungen verwendet. Alle erkannten Risiken werden einer Risikoklasse zugeordnet. > Risikobewertung Die Mitarbeiter sind zu einem bewussten und verantwortlichen Umgang mit Risiken und Chancen im Rahmen ihrer Kompetenzen aufgefordert. Für alle relevanten Risiken werden Verantwortlichkeiten entsprechend der Hierarchie festgelegt. Ein identifiziertes Risiko wird auf seine Eintrittswahrscheinlichkeit hin beurteilt und das potenzielle Schadensausmaß ermittelt. Im nächsten Schritt entscheiden die verantwortlichen Bereichsleiter, falls notwendig gemeinsam mit dem Vorstand, über eine angemessene Risikosteuerung. Darüber hinaus werden bereits erfolgte bzw. mögliche Maßnahmen erarbeitet und regelmäßig überwacht sowie auf eventuelle Restrisiken hingewiesen. Nicht quantifizierbare Risiken werden anhand qualitativer Merkmale bewertet. Ein identifiziertes Risiko wird durch den entsprechenden Risikoverantwortlichen stets hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Schadenshöhe analysiert und bewertet. Für nicht quantifizierbare Risiken erfolgt eine qualitative Zuordnung anhand einer Matrix mit jeweils fünf Schadens- und Eintrittswahrscheinlichkeitsklassen. Die Bewertungen werden von den Risikoverantwortlichen in der Risikomanagementsoftware dokumentiert. Risiken werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und anschließend aggregiert. Dadurch kann eine Aussage zum Gesamtrisiko für den DIC-Konzern ermittelt werden. Risiken werden bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bezüglich der Höhe des möglichen Schadens beurteilt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird wie folgt klassifiziert: Erhebung der Eintrittswahrscheinlichkeit: Wie häufig tritt das Risikoszenario ein? Eintrittswahrscheinlichkeit (Qualitative Betrachtung) sehr selten selten gelegentlich hoch sehr hoch Eintrittswahrscheinlichkeit (Quantitative Betrachtung) seltener als alle 5 Jahre alle 5–2 Jahre alle 2 Jahre bis jährlich jährlich bis halbjährlich mehr als halbjährlich Der Grad der Auswirkungen der Risiken wird wie folgt klassifiziert: Erhebung der potenziellen Schadenshöhe: Welche Schadenshöhe ist mit einem Risikoszenario verbunden? Potenzielle Schadenshöhe (Qualitative Betrachtung) sehr gering gering mittel hoch sehr hoch Potenzielle Schadenshöhe in TEUR (Monetäre Betrachtung) bis 500 501 bis 1.000 1.001 bis 5.000 5.001 bis 10.000 ab 10.001 Aus der Gesamtschau der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Schadenshöhe erfolgt die Einstufung der Risiken nach der folgenden Risiko-Matrix in die Klassifizierung "hoch" (H), "mittel" (M) und "gering" (G). > Chancenmanagement Ebenso ist die systematische Identifikation und Kommunikation von Chancen integraler Bestandteil des RMS. Bei Chancen handelt es sich um Ereignisse oder Entwicklungen, die die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen können. Grundsätzlich streben wir mehr Chancen als Risiken an. > Risikosteuerung Die Risikoidentifikation- und bewertung versetzt uns in die Lage, angemessene Maßnahmen zur Risikobewältigung einzuleiten und ebenso, sich ergebende Chancen gezielt zu nutzen. So verringern wir zum Beispiel das Risiko aus Zinsschwankungen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte. Bei langfristigen Projektentwicklungen und Bestandsentwicklungen hilft uns ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektmeilensteinen, vorläufigen Abnahmen, Teilgewerke- bzw. Generalunternehmervergaben sowie klar festgelegten Genehmigungsprozessen, die Projektrisiken zu minimieren. Die Einzelrisiken können teilweise durch entsprechende Maßnahmen vermieden oder reduziert werden. Mögliche Gegenmaßnahmen werden im Rahmen der Risikoinventur festgelegt. Die Entscheidung, ob und welche Risikosteuerungsmaßnahmen zu ergreifen sind, erfolgt dabei grundsätzlich unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten und sofern möglich unter Berücksichtigung von Risiko-Rendite-Verhältnissen. Je nach Bedeutung der identifizierten Risiken sind ggf. über die bereits vorhandenen Sicherungsmaßnahmen hinaus geeignete Aktivitäten zur Risikobegrenzung zu entwickeln und durchzuführen. Grundsätzlich stehen die Alternativen vermeiden, reduzieren, übertragen und akzeptieren zur Verfügung. Risiken, die schwerwiegend sind oder gar den Fortbestand der DIC gefährden, werden unverzüglich dem Vorstand vorgelegt. Der Vorstand ist sich seiner besonderen Verantwortung im Umgang mit der Risikostreuung und -kontrolle bewusst. Er hat durch das Reporting und die enge Verzahnung der einzelnen Unternehmensbereiche die Möglichkeit, die Subrisiken zu einer Gesamtrisikolage der DIC zusammenzuführen und kann über seine Kenntnis der Risikoabhängigkeiten und des möglichen Risikoausgleichs Aktivitäten zur Risikosteuerung einleiten. Auf dieser Ebene erfolgt eine Abgrenzung der wesentlichen oder bestandsgefährdenden Risiken von den unwesentlichen Risiken. Zur Unterstützung des Risikomanagementprozesses wurde im Jahr 2021 eine Risikomanagementsoftware erfolgreich eingeführt. > Risikokommunikation und -reporting Die Risikokommunikation ist ein interaktiver Prozess, welcher dem Management des Unternehmens die Erkenntnisse aus individuellen Risikobewertungen sowie über eingeleitete Steuerungsmaßnahmen und deren Wirksamkeit möglichst frühzeitig und umfassend zur Verfügung stellt. Ihre zentrale Aufgabe ist somit die Transparenz über die Risikolage, die operativen Geschäfte als auch das Gesamtunternehmens sicherzustellen. Die Risikokommunikation ist ein integraler Bestandteil des Berichtswesens der DIC. Sie erfolgt im Regelfall „bottom-up“ über unterschiedlich abgestufte Informationswege an den Vorstand. Um über identifizierte Risiken sowie die wichtigsten Ereignisse im Marktumfeld zu informieren, ist das Risikomanagement als Bestandteil in unsere regelmäßigen Planungs-, Reporting- und Steuerungsroutinen integriert. Über ein Ad-hoc-Meldewesen wird sichergestellt, dass akute Risiken jederzeit direkt an den Vorstand berichtet werden können, so dass ggf. unmittelbar mit der Umsetzung von Gegensteuerungsmaßnahmen begonnen werden kann. Ad-hoc-Risikomeldungen kann jeder Mitarbeiter machen. Der Vorstand berichtet regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der materiellen Konzernrisiken im Aufsichtsrat. > Überwachung und Optimierung des Risikomanagementsystems Die Überwachung des RMS erfolgt systematisch mittels prozessabhängiger, d. h. laufender (in die normalen betrieblichen Abläufe integrierter) Maßnahmen als auch mittels prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen. Die Funktionsfähigkeit des RMS wird übergreifend mindestens einmal jährlich überwacht und geprüft. Der Vorstand entscheidet in Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse über zu ergreifende Maßnahmen zur Änderung und Anpassung des Risikomanagementsystems. Die Berichterstattung an den Vorstand, die zugrundeliegende Aufbereitung der Einzelrisiken der Risikoverantwortlichen sowie die Einhaltung der prozessintegrierten Kontrollen sind Gegenstand der Überwachungstätigkeit. Weiterhin ist unter anderem der externe Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung in die Überwachung des RMS involviert. Er überprüft als unabhängige Instanz die vorhandenen Risikokontroll- und Steuerungssysteme auf Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit. Darüber hinaus werden die Prozesse im Risikomanagement laufend überprüft. Bei erkanntem Änderungs- oder Anpassungsbedarf werden dem Vorstand auch außerhalb der jährlichen Überprüfung Änderungen der Prozesse oder der Aufbauorganisation vorgeschlagen und umgesetzt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2021 ein Risikokomitee als bereichsübergreifendes Beratungsgremium installiert. Das Komitee soll die einheitliche Handhabung des Risikomanagements bei der DIC sicherstellen und übt lediglich eine beratende Funktion und keine Entscheidungsfunktion aus. > Risikomanagementdokumentation Die bestehenden Richtlinien, Verfahren, Instrumente, Risikofelder und Zuständigkeiten sind schriftlich dokumentiert und werden laufend weiterentwickelt. Eine zusammenfassende Dokumentation enthält die wesentlichen Elemente des eingeführten Regelkreislaufs des RMS. Alle wichtigen Informationen zur Erfassung sowie dem Management und der Kontrolle sämtlicher Risiken werden mit Hilfe der Risikomanagementsoftware dokumentiert. INTERNES KONTROLLSYSTEM Allgemein Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der DIC umfassen das interne Kontrollsystem (IKS) und das RMS Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen. Wesentliche Ziele sind die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung, die Übereinstimmung mit Gesetzen und Richtlinien sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen. Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung. Organisatorisch verantwortlich für die Steuerung sind die Bereiche Corporate Finance, Controlling und Accounting. Die Überwachungsmaßnahmen setzen sich aus in den Prozess integrierten Elementen sowie unabhängigen externen Elementen zusammen. Zu den integrierten Maßnahmen zählen unter anderem manuelle Kontrollen wie das durchgängig angewandte „Vier-Augen-Prinzip“ sowie technische Kontrollen, im Wesentlichen durch softwaregesteuerte Prüfmechanismen. Darüber hinaus erfüllen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit entsprechenden Kompetenzen (z. B. Geschäftsführer/-innen von Portfoliogesellschaften oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ersten und zweiten Führungsebene) sowie spezialisierte Konzernabteilungen wie Controlling prozessintegrierte Überwachungs- und Kontrollfunktionen. IT-Einsatz Die Steuerung und Überwachung unserer relevanten IT-Systeme erfolgt auf zentraler Ebene. Neben der physischen Infrastruktur ist die Systemlandschaft von besonderer Bedeutung. Beide sind weitreichend mit geeigneten Mechanismen gegen Ausfälle gesichert, um stets eine hohe Verfügbarkeit aller notwendigen Systeme und Komponenten zu gewährleisten. Im Rahmen der Notfallplanung für den IT-Bereich werden auch die externen Dienstleister und deren Notfallvorsorge berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurden SLAs (Service-Level-Agreements) formuliert und mit den wichtigsten IT-Dienstleistern abgestimmt und vertraglich festgehalten. Dazu gehört auch, die Anforderungen der DIC zur IT-Notfallvorsorge mit dem Leistungsspektrum der externen Dienstleister zu koordinieren. Der ordnungsgemäße Betrieb der von uns verwendeten Programme und Schnittstellen wird regelmäßig überwacht. Die Ergebnisse des Monitorings werden zur laufenden Optimierung der Abläufe eingesetzt. Unser komplettes IT-System ist mit einem mehrstufigen Konzept gegen unbefugte Zugriffe und Schadprogramme, z. B. Viren und Trojaner, gesichert. Das interne Netzwerk des DIC-Konzerns wird gegen externe Zugriffe von außen mit Firewalls geschützt. Die Zugriffe auf die internen Systeme werden aktiv durch ein IDS (Intrusion Detection System) überwacht. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Penetration Tests durch, um die getroffenen Maßnahmen zu verifizieren und weiter zu optimieren. Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen unter anderem die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlen und die Anwendung von Checklisten zur Sicherstellung der Vollständigkeit und gleichgerichteter Vorgehensweisen. Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt für die Einzelabschlüsse der DIC und deren Tochterunternehmen in unserem speziell auf die Bedürfnisse von Immobiliengesellschaften zugeschnittenen ERP-System (Enterprise Resource Planning System). Der Freigabe- und Verbuchungsprozess der Eingangsrechnungen wird konzernweit durch ein digitales Rechnungsworkflowsystem unterstützt. Ergänzend kommt zur Sicherstellung des korrekten Zahlungsverkehrs und der korrekten Buchung eine Zahlsoftware zum Einsatz, die eng mit dem ERP-System verknüpft ist. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die jeweiligen Einzelabschlüsse um weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt und in einer Konsolidierungssoftware verarbeitet. Die Regelungen, Kontrollaktivitäten und Maßnahmen des IKS stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit gesetzlichen und internen Vorschriften zeitnah und vollständig erfasst werden und Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Durch die Buchungsunterlagen wird eine verlässliche und nachvollziehbare Informationsbasis geschaffen. Die Regelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) werden durch Branchenstandards, beispielsweise die Empfehlungen der EPRA (European Public Real Estate Association), ergänzt und von der DIC als einheitliche Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze im gesamten DIC-Konzern angewandt. Die Rechnungslegungsvorschriften regeln im Detail formale Anforderungen an den Konzernabschluss, unter anderem die Festlegung des Konsolidierungskreises sowie den Inhalt der durch die einzelnen Gesellschaften zu erstellenden Berichte. Ebenso sind interne Regelungen, beispielsweise für die Konzernverrechnungspraxis, getroffen. Auf Konzernebene umfasst die Kontrolle vor allem die Analyse und gegebenenfalls Anpassung der einbezogenen Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern getroffenen Feststellungen und Empfehlungen. Die Konsolidierung sämtlicher Abschlüsse erfolgt am Hauptsitz in Frankfurt am Main. Zentral durchgeführte Werthaltigkeitstests, insbesondere die jährlichen externen Marktwertuntersuchungen aller Immobilien durch unabhängige Gutachter, sichern die einheitliche und standardisierte Anwendung der Bewertungskriterien. Auch die Aggregation und Aufbereitung erforderlicher Daten für Angaben im Lagebericht und Anhang erfolgt auf Konzernebene. Einschränkende Hinweise Selbst erprobte und etablierte Systeme wie das IKS und das RMS der DIC können Fehler und Zuwiderhandlungen nicht gänzlich ausschließen, sodass eine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung nicht immer vollumfänglich gewährleistet werden kann. Einmalige Geschäftsvorfälle außerhalb jeglicher Routine oder mit hoher zeitlicher Priorität bergen ein gewisses Risikopotenzial. Darüber hinaus können aus den Ermessensspielräumen, die die Mitarbeiter beim Ansatz und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden haben, Risiken entstehen. Ebenso entsteht durch den Einsatz von Dienstleistern bei der Bearbeitung von Sachverhalten ein gewisses Kontrollrisiko. Rechnungslegungsbezogene Risiken aus Finanzinstrumenten sind im Anhang erläutert. EINZELRISIKEN UND CHANCEN Eintrittswahrscheinlichkeit Potenzielle Schadenshöhe Risikoeinstufung Strategische Risiken Negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung gelegentlich mittel M Negative Entwicklung der Immobilienbranche gelegentlich mittel M Organisationsrisiko selten mittel G Compliance-Risiken Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Anforderungen sehr selten gering G Rechtliche Risiken gelegentlich gering G Operative Risiken Mietausfallrisiko gelegentlich mittel M Vermietungsrisiko selten mittel G Ausfallrisiko von Immobilienmanagementerträgen sehr selten mittel G Risiko aus Bestands-/Projektentwicklung gelegentlich mittel M Transaktionsrisiko selten mittel G Standort- und Objektrisiken selten gering G Technologische Risiken (unter anderem IT) gelegentlich mittel M Personalrisiken gelegentlich sehr gering G Politische, gesellschaftliche, regulatorische und Umweltrisiken (ESG) Regulatorische Risiken selten mittel G Klima- und Umweltrisiken gelegentlich mittel M Finanzielle Risiken Finanzierungsrisiko sehr selten gering G Bewertungsrisiko sehr selten mittel G Strategische Risiken > Negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung Konjunkturelle Veränderungen können sich positiv und negativ auf unser Geschäft und die Finanz- und Ertragslage auswirken. Kurzfristige Chancen und Risiken betreffen primär den Umsatzanteil aus der Neu- und Anschlussvermietung von Mietflächen. Risiken bestehen darüber hinaus im Ausfall von Mieteinnahmen durch die Insolvenz von Mietern. Die Covid-19-Pandemie beeinflusst nach wie vor die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland. Die Erholung der Wirtschaft in 2021 wurde im Frühjahr durch die dritte Corona-Welle sowie die verschärften Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zum Jahresende leicht eingetrübt. Aufgrund der landesweiten Impfmaßnahmen über den Sommer fielen die pandemiebedingten Einschränkungen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt wesentlich geringer aus. Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) konnte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 gegenüber dem dem Jahr 2020 um 2,7 % wachsen. Ursprünglich hatten Ökonomen mit einem Wachstum von 3,5 % bis 4 % gerechnet. Im Schlussquartal ist das BIP sogar gesunken. Grund dafür ist die vierte Corona-Welle mit weiteren Einschränkungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. Diese belastete den Einzelhandel, Hotels und Restaurants. Die Folgen des starken Wirtschaftseinbruchs im Jahr 2020 wirken in bestimmten Bereichen im Jahr 2021 noch nach. Der Arbeitsmarkt hat sich im im zweiten Jahr unter dem Einfluss der Corona-Pandemie weiter erholt. Anfangs waren die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung noch spürbar, bevor im Sommer eine Erholung einsetzte. Gleichzeitig traten verstärkt Lieferengpässe in den Vordergrund, die insbesondere das Verarbeitende Gewerbe beeinträchtigten. So ist beispielsweise die Rohstoff- und Materialversorgung aufgrund gestörter logistischer Prozesse oder gedrosselter Produktionskapazitäten in Teilen nach wie vor eingeschränkt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind 2021 jahresdurchschnittlich merklich gesunken. So reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 82.000 auf 2.613.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote im Dezember 2021 in Deutschland lag bei 5,1%. Im Jahresdurchschnitt 2021 wurde die Wirtschaftsleistung von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2021 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen die Wirtschaftsforscher für die Bundesrepublik Deutschland mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau. Ab dem Frühjahr 2022 wird der Aufschwung den Prognosen zufolge an Fahrt gewinnen – angeschoben vor allem von der Kauflust der Verbraucher. Die Experten rechnen nun erst im ersten Quartal 2022 mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau – ein halbes Jahr später als bisher. Der Kampf gegen das weiter grassierende Coronavirus und die neuen Einschränkungen etwa im Einzelhandel dürften nach Einschätzung der Fachleute unter anderem den privaten Konsum als wichtige Konjunkturstütze schwächen. Unter anderem die Bundesbank geht davon aus, dass die Menschen in Deutschland eine Zeit lang mehr Geld ausgeben werden als in Vor-Pandemie-Zeiten. Die Kassen vieler Haushalte sind gut gefüllt, etwa weil Reisen gestrichen werden mussten und Freizeitaktivitäten zeitweise eingeschränkt waren. Unser Geschäftsmodell und unsere Investments in den einzelnen Geschäftssegmenten verfügen über eine hohe Diversifikation. Um Risiken zu minimieren, konzentrieren wir uns auf eine langfristige Vermietung an bonitätsstarke Mieter, die Umsatzverteilung auf viele unterschiedliche Mieter und Investitionen in wirtschaftsstarke Regionen. Unsere Investments sind geprägt von einem hohen Anteil von Verträgen mit Mietern aus dem öffentlichen Sektor und eine Vielzahl von Mietverhältnissen vor allem mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Unsere Investorenbasis und unser Investmentangebot haben wir durch den Erwerb von GEG 2019 sowie von RLI Ende 2020 verbreitert. Auf Basis einer nach dem Bilanzstichtag erreichten Größe von über 11,5 Mrd. Euro Assets under Management erzielen wir diversifizierte und stetige Cashflows aus laufenden Mieteinnahmen, Transaktions-, Strukturierungs- und Managementgebühren sowie Beteiligungserträgen. Insgesamt stufen wir das Risiko aus einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als mittel ein. > Negative Entwicklung der Immobilienbranche Die Immobilienbranche zählt zu den vielfältigsten Wirtschaftszweigen der modernen Volkswirtschaft. Neben der Immobilienbewirtschaftung gehören auch das Baugewerbe sowie die mit dem Immobilienvermögen und der finanzierung verbundenen Tätigkeiten dazu. Jedwede Phase des Lebenszyklus „Planung, Erstellung, Finanzierung, Bewirtschaftung, Verwaltung“ sowie der An- und Verkauf von Immobilien ist mit Risiken und Chancen behaftet. Im Vermietungsmarkt können ein Flächenüberangebot oder eine nicht mehr zeitgemäße Ausstattung zu Preisdruck, Margenverlust und Leerstand führen. Demgegenüber kann eine Knappheit an geeigneten Flächen zu einer hohen Nutzer-Nachfrage und steigenden Preisen für die gesuchten Qualitäten führen. Bei der intensiven Prüfung der Immobilien vor dem Ankauf streben wir an, die Risiken zu vermeiden, die sich aus schwieriger Nachvermietbarkeit und mangelnder Nutzungsflexibilität der Objekte ergeben können. Gleichzeitig sind wir daran interessiert, Chancen zu identifizieren, die wir durch unser leistungsstarkes Asset- und Propertymanagement, das auch herausfordernde Immobilienmanagementaufgaben umzusetzen weiß, nutzen können. Aufgrund der stabilen Rahmenbedingungen bleibt der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt unter ausländischen und inländischen Investoren trotz anhaltender Corona-Pandemie weiterhin ein attraktiver Investmentmarkt. Mit dem Abflauen der Pandemie und dem anhaltenden Anlagedruck bei Investoren ist laut JLL auch in den nächsten Jahren zu rechnen. Dazu kommt, dass in den in den kommenden vier Jahren deutsche Staatsanleihen im Volumen von insgesamt fast einer Billion Euro auslaufen. JLL schätzt daher, dass selbst bei einem steigenden Zinsniveau ein Teil dieses Kapitals in Immobilien reinvestiert wird, und zusätzlich verstärkt auch wieder internationales Kapital in den deutschen Investmentmarkt fließt. Laut dem Beratungshaus Colliers International erreichte das gewerbliche Transaktionsvolumen in Deutschland im Jahr 2021 rund 60,1 Mrd. Euro. Damit liegt das Volumen auf dem Niveau des Fünfjahresdurchschnitts, der auch den Allzeitrekord von 2019 mit 71,6 Mrd. Euro umfasst. Der Zehnjahresdurchschnitt wurde um gut ein Viertel übertroffen. Das außerordentlich starke vierte Quartal trug mit 21,8 Mrd. Euro 36% zum Jahresergebnis bei. Auch dies ist nach 2019 der zweithöchste Vergleichswert überhaupt. Laut JLL hat sich an den Top-7-Standorten das Spektrum der Bruttoanfangsrenditen bei Top-Büroobjekten weiter nach unten bewegt. Per Ende 2021 lagen diese bei 2,65 % in München, über 2,5 % in Berlin, 2,7 % in Frankfurt und Düsseldorf, 2,75 % in Stuttgart, 2,6 % in Hamburg und bis zu 2,55 % in Köln. Auf die Top-7-Standorte entfielen insgesamt rund 34,2 Mrd. Euro und damit 57% des Investmentvolumens. Damit wurde der Fünfjahresdurchschnitt leicht und der Vorjahreswert um 12% deutlich überschritten. Unter den Transaktionen waren zahlreiche Großtransaktionen, die vielerorts das Transaktionsvolumen in die Höhe trieben. Im Vergleich zu Einzeldeals spielten Portfolien mit einem Transaktionsvolumen von 14,2 Mrd. Euro und einem Marktanteil von 24% eine geringere Rolle als im langjährigen Schnitt. Mit 115 Paketverkäufen wurden rund 14% weniger Abschlüsse gezählt als in den beiden Vorjahren mit jeweils über 130 Portfolien. Sinkende Renditen könnten langfristig Auswirkung auf unsere Transaktionsplanungen haben. Das Risiko würde aber zumindest mittelfristig keinen wesentlichen finanziellen Schaden bedeuten, da unsere Businesspläne langfristig und flexibel ausgerichtet sind. Vielmehr ergeben sich für uns dadurch auf Verkäuferseite auch attraktive Exit-Möglichkeiten. Um die Risiken zu minimieren, haben wir unser Unternehmen breit vernetzt aufgestellt. Als vor Ort agierender aktiver Investor und Assetmanager haben wir zum einen gute Chancen, von möglichen Verkaufsvorhaben in unseren relevanten Märkten frühzeitig Kenntnis zu bekommen. Zum anderen ermöglichen uns unsere deutschlandweite Marktdurchdringung und unsere fundierten Kenntnisse auch der B- und C-Standorte, Chancen in den Regionen zu ergreifen und damit mögliche Engpässe an Top-7-Standorten auszugleichen. Zwar sind auch die Mietrenditen in den A-Lagen der B-Städte weiter gesunken, liegen aktuell aber immer noch deutlich über den Mietrenditen von A-Lagen in A-Städten, sodass sich hier weiterhin attraktive Investmentmöglichkeiten finden lassen. Für das Geschäftsjahr 2022 ist vor dem Hintergrund der konjunkturellen Rahmendaten und der Erwartung einer anhaltenden konjunkturellen Erholung mit einer weiterhin hohen Liquidität in den Transaktionsmärkten zu rechnen. Unternehmen könnten dann verstärkt wieder Umzugs- und Expansionspläne aufnehmen und so die Tendenz sinkender Vermietungsumsätze stoppen. Für Hotel- und Einzelhandelsimmobilien bleibt das Umfeld hingegen herausfordernd. Dies wird den Negativtrend für die betroffenen Immobilien fortsetzen und Alternativnutzungen beziehungsweise hybride Nutzungsmodelle für Immobilien verstärken. Investoren werden in 2022 weiterhin eine starke Differenzierung zwischen den Asset-Klassen vornehmen – und auch innerhalb der Asset-Klassen ihre Risikoeinschätzung differenzieren. Auf dem Transaktionsmarkt sehen wir 2022 auf Verkäuferseite insbesondere aufgrund der ungebremsten Nachfrage nach Core-Immobilien vor dem Hintergrund eines anhaltenden niedrigen und selbst bei einem nur leicht moderat steigenden Zinsniveaus eher Chancen als Risiken. Auf Käuferseite sehen wir aufgrund unserer wachsenden Immobilienplattform, des größer werdenen Investorennetzwerks sowie einem breiteren Investmentspektrum durch unsere zunehmend stärkeren Investments auch im Bereich Logistik weiterhin adäquate Chancen. Für die Vermietungsmärkte (vor allem im Sektor Büro) gehen wir für 2022 davon aus, dass sich die Erholung fortsetzt. Mieter sind weiterhin bereit für qualitativ hochwertige Flächen in guten Lagen hohe Mietpreise zu bezahlen. Die Nachfrage nach Büroflächen ist seit dem vergangenen Sommer 2021 wieder kontinuierlich gewachsen ist und hat mittlerweile fast wieder das Normalniveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht. Angesichts weiterem Wirtschaftwachstum und weiter abnehmenden Unsicherheiten ist mit einem schnelleren Wachstum in 2022 zu rechnen. Dabei werden die Nutzer immer qualitätsbewusster und nehmen in ihren Anforderungskatalog für Büroflächen immer öfter ESG-Kriterien und New-Work-Konzepte auf. Insgesamt stufen wir das Risiko aus einer negativen Entwicklung der Immobilienbranche als mittel ein. > Organisationsrisiko Das Organisationsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Unternehmensorganisation, die Prozesse und das Regelwerk nicht stringent auf die Unternehmensstrategie mitsamt den -zielen ausgerichtet sind, bzw. fehlerhaft sind oder dass keine Verbindung von Strategie zum operativen Geschäft besteht. Darüber hinaus besteht das Risiko von ineffizienten Organisationsstrukturen und -prozessen, der Abhängigkeit von oder der mangelnden Unterstützung von IT-Systemen und -Strukturen. Um Risiken zu minimieren hinterfragen wir permanent aktuelle Prozesse und Entscheidungswege und den effizienten Einsatz unserer IT-Systeme. Hierfür ist ein eigenständiges Gremium eingerichtet, das grundsätzlich 14-tägig tagt. Insgesamt stufen wir das Organisationsrisiko als gering ein. Compliance-Risiken > Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Anforderungen (z.B. Betrug, Geldwäsche, Datenschutz) Die DIC ist auf die Beachtung von Compliance-Standards durch alle Mitarbeiter und das Management angewiesen. Sollten Mitarbeiter strafbare, unrechtmäßige, unethische Handlungen (einschließlich Korruption) oder Verstöße gegen den Datenschutz begehen, kann dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanzierungsbedingungen und das Ergebnis der DIC haben. Diese Folgen können auch eintreten, wenn durch die Schädigung der Reputation im Immobilienmarkt zukünftige Geschäftsmöglichkeiten negativ beeinflusst werden. Die Mitarbeiter der DIC sind auf die Grundsätze von Ethik und Integrität im Konzern verpflichtet. Hierzu gehört insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der unternehmensinternen Richtlinien und der selbst verordneten Wertvorstellungen. Die konzernweit geltende Compliance-Richtlinie stellt einen Orientierungsrahmen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dar. Zum einen zeigt sie den Anspruch auf, den wir gegenüber uns selbst haben, zum anderen ist sie ein Versprechen unter uns selbst, aber auch gegenüber unseren Kunden, Vertragspartnern und der Öffentlichkeit. Die zuletzt im Jahr 2021 aktualisierte Compliance-Richtlinie umfasst die folgenden Punkte: Diskriminierungsschutz: Die Mitarbeiter verhindern jede Form von Diskriminierung, Benachteiligung oder unerwünschter Verhaltensweise, insbesondere aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion/Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Vermeidung von Interessenkollisionen und Korruptionsrisiken: Die Gesellschaften lehnen jede Art korrupten Verhaltens sowie den Missbrauch von Entscheidungsbefugnissen ab. Das Gewähren und Annehmen von Geschenken ist in der Compliance-Richtlinie verbindlich geregelt und unterliegt dem Grundsatz der Aufrechterhaltung eines transparenten unternehmerischen Handelns. Beim Umgang mit Amtsträgern ist bereits der Anschein einer Vorteilsgewährung zu vermeiden. Keinesfalls dürfen Vorteile an Amtsträger gewährt werden, um diese zu einer pflichtwidrigen Diensthandlung zu bewegen. Private Nebentätigkeiten und Unternehmensbeteiligungen dürfen zu keiner Beeinflussung des arbeitsvertraglichen Handelns führen. Vermittlungszahlungen: Die DIC macht keinen Unterschied zwischen Bestechung und sogenannten „Vermittlungszahlungen“. Eine Vermittlungszahlung ist eine Zahlung, die mit der Absicht getätigt wird, einen normalen Geschäftsvorgang auf den ein Anspruch besteht, sicherzustellen oder zu beschleunigen. Die DIC verbietet die Leistung derartiger Zahlungen. Datenschutz: Die Mitarbeiter verpflichten sich, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu beachten und die jeweils geltenden Datenschutzgesetze einzuhalten. Die DIC informiert auf ihrer Website zentral über den Umgang mit personenbezogenen Daten im Einklang mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Kapitalmarktanforderungen/Insiderverbote: Das Tätigen von Insidergeschäften, die Empfehlung bzw. Verleitung von Dritten, Insidergeschäfte zu tätigen, sowie die unbefugte Weitergabe von Insiderinformationen sind verboten. Geldwäsche: Die DIC duldet keine Geldwäsche und verpflichtet ihre Mitarbeiter, verdächtiges Verhalten von Geschäftspartnern und Beratern zu melden und alle relevanten Vorschriften und Vorgaben in diesem Bereich einzuhalten. Verbotene Absprachen: Jede kartellrechtswidrige Verfälschung des Wettbewerbs bzw. korrupte Praktiken werden strikt abgelehnt. In Situationen, in denen die Mitarbeiter einen Verstoß gegen Wettbewerbsregeln sehen, sind sie aufgefordert, dies laut zu äußern, sich ausdrücklich vom Inhalt zu distanzieren und sofort den Compliance-Beauftragten zu informieren. Spenden und Sponsoring: Die DIC unterstützt Gruppen bzw. Organisationen, um interessante Projekte in verschiedenen gesellschaftlichen und ökologischen Bereichen zu fördern. Spenden an politische Parteien werden von der DIC nicht gewährt. Einzelpersonen aus Politik und Verbänden werden nicht gesponsert. Hinweise auf Fehlverhalten und Verstöße: Die Mitarbeiter sind aufgefordert, Fehlverhalten und Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen oder Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien zu melden. Die Meldung kann beim bestellten Compliance-Beauftragten, beim jeweiligen Vorgesetzten, beim Vorstand, bei der Personalabteilung oder über das installierte Hinweisgebersystem, mit dessen Hilfe Hinweise auch anonym gegeben werden können, erfolgen. Konsequenzen: Bei Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien müssen Mitarbeiter mit arbeitsrechtlichen Sanktionen rechnen. Die Gesellschaften behalten sich zudem das Recht vor, wegen eines strafrechtlich relevanten Verstoßes Strafanzeige/Strafantrag zu stellen. Ergänzend zur Compliance-Richtlinie dient der kürzlich eingeführte Code of Conduct der DIC als Leitfaden für alle Handlungen und Entscheidungen in der Organisation. Er definiert das Leitbild und die Werte der DIC sowie die erforderlichen Verhaltensregeln um diese innerhalb der Organisation zu leben. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2021 neben der Compliance-Richtlinie auch die Arbeitsschutzrichtlinie überabeitet sowie der Geschäftspartnerkodex und die Grundsatzerklärung zu Menschenrechten neu aufgesetzt. Die genannten Richtlinien sind für alle Mitarbeiter verpflichtend anzuwenden und einzuhalten. Das Risiko aus dem Verstoß gegen Compliance-Anforderungen wird aufgrund des eingerichteten Compliance-Management-Systems und aufgrund von null Vorfällen im Geschäftsjahr 2021 insgesamt als gering eingestuft. > Rechtliche Risiken Die DIC ist dem Risiko ausgesetzt, dass Dritte im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs Forderungen geltend machen oder Klagen anstrengen. Wir prüfen daher alle wesentlichen Unternehmenshandlungen sorgfältig, um Konflikte zu identifizieren und zu vermeiden. Ebenfalls könnten Risiken aus der Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen entstehen. Laufende Rechtsstreitigkeiten betreffen derzeit fast ausschließlich Aktivprozesse zur Beitreibung ausstehender Mietforderungen. Für diese Prozesskosten werden Rückstellungen gebildet und Forderungen bei Bedarf wertberichtigt. Wesentliche rechtliche Auseinandersetzungen, die ein erhebliches Risiko darstellen könnten, sind derzeit weder anhängig noch absehbar. Aus den laufenden Rechtsstreitigkeiten ergeben sich aus unserer Sicht eher Chancen als Risiken. Für etwaige Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Insgesamt stufen wir die rechtlichen Risiken als gering ein. Operative Risiken > Mietausfall- und Vermietungsrisiken Chancen aus der Vermietung bestehen vor allem in der Stabilisierung und dem Ausbau von Einnahmen im Eigenbestand und im institutionellen Geschäft. Dies streben wir durch die Vermietung an bonitätsstarke Mieter sowie ein intensives Immobilienmanagement an. Bei Akquisitionsentscheidungen analysieren wir intensiv Objekt, Markt, Lage und Mieter. Generell streben wir langfristige Vermietungen an und ergreifen frühzeitig Maßnahmen zur Anschluss- und Neuvermietung. Durch regelmäßige Überwachung und Verbesserung der bautechnischen Qualität der Objekte optimieren wir Vermietungschancen. Vermietungsrisiken betreffen Mietausfälle sowie Rentabilitätsrisiken aufgrund weniger ertragreicher Neu- oder Anschlussvermietungen. Den Ausfallrisiken aus Mietforderungen wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Diese mussten im zweiten Jahr der Corona-Pandemie nur noch um 0,3 Mio. Euro erhöht werden (nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahr). Darüber hinaus haben wir mit Mietern Vereinbarungen getroffen, die den Mietern kurzfristig Liquiditätsvorteile und uns langfristig Cashflows sichern. So haben wir im Jahr 2021 unsere Bruttomieten um 1,1 Mio. Euro auf der Basis getroffener Mietvereinbarungen angepasst. Grundsätzlich versuchen wir eine Abhängigkeit von großen Mietern zu vermeiden. Im Jahr 2021 entfielen rund 37 % der gesamten Mieteinnahmen im Commercial Portfolio auf die zehn größten Mieter. Hier handelt es sich ausschließlich um namhafte und größtenteils bonitätsstarke Mieter vor allem aus dem öffentlichen Sektor sowie den Bereichen Banken, Versicherung und IT. Kein Mieter hat einen Anteil von mehr als 6 % am Gesamtmietvolumen. Im Geschäftsjahr 2022 können Mietverhältnisse im Commercial Portfolio mit einem Volumen von 2,9 Mio. Euro enden, zudem verlängern sich Mietverträge mit Einnahmen in Höhe von 4,7 Mio. Euro ohne fixen Endtermin periodisch. Wir gehen davon aus, dass wir wie bisher den überwiegenden Teil der auslaufenden Verträge verlängern oder frei werdende Flächen neu vermieten können. Sollten in 2022 zum Beispiel 10 % der frei werdenden Mietflächen nicht wiedervermietet werden können, würde dies bezogen auf eine annualisierte Miete von rund 2,9 Mio. Euro zu Ertragsausfällen von maximal rund 0,3 Mio. Euro führen. Dank unserer umsetzungsstarken Immobilienmanagement-Plattform sind wir regional mieternah aufgestellt und pflegen die langfristige Mieterbindung. Im Vergleich zum stark durch die Corona-Pandemie geprägten Marktumfeld des Vorjahrs, zog die Nachfrage nach Neuvermietungen wieder an. So konnten wir in 2021 unsere Vermietungsleistung im Gesamtportfolio bezogen auf Neuvermietungen gegenüber dem Vorjahr um 84 % steigern. Die Anschlussvermietungen haben mit 13 % weniger nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres erreicht. Aufgrund der jüngsten Impfkampagne für Booster-Impfungen und der damit verbundenen Reduktion des Risikos erforderlicher Lockdown-Maßnahmen gehen wird derzeit von einem weiterhin positiven Marktumfeld für 2022 aus. Hinzu kommt ein sich verschärfender Fachkräftemangel, der unter anderem bereits dazu geführt hat, dass die Arbeitslosenquote in 2021 leicht auf 5,1% abgenommen hat. Bei anhaltender Entwicklung ist mit weiteren positiven Effekten für den deutschen Büromarkt zu rechnen, da insbesondere der Dienstleistungsektor für eine hohe Nachfrage nach Büroflächen steht. Steigende Personalzahlen sollten sich bei Unternehmen auch auf den Bedarf an zusätzlichen Arbeitsplätzen auswirken. Die in Zusammenhang mit der Corona-Krise angestoßene Diskussion auf den zukünftigen Büroflächenbedarf bei einer zunehmenden Nutzung von Home Office bzw. Remote Working hat deutlich abgenommen. Auch unter dem verstärkten Einsatz und der Flexibilität durch Home Office, setzen die Unternehmen auf das Büro als zentralen Ort und bauen deshalb auch in der aktuellen Pandemiesituation auf Impf-, Test- und Hygienemaßnahmen, die ein Arbeiten im Büro ermöglichen. Flächenreduktionseffekten durch verstärkten Einsatz von Home Office wirken mehr Abstand im Büro und mehr Fläche für Komfort und kooperatives Arbeiten entgegen. Auf Unternehmensseite ist ein gestiegenes Interesse zu beobachten, Mitarbeiter im Büro zusammenzubringen und das Büro als Identifkation und repräsentativen Ort des eigenen Unternehmens zu gestalten. Die insgesamt acht Standorte der Tochtergesellschaft DIC Onsite GmbH in den Top-Regionen Deutschlands ermöglichen ein effektives und effizentes Management der Vermietungs- und Mietausfallrisiken. Unsere Vor-Ort-Präsenz und ausgewiesene Expertise im deutschen Immobilienmarkt ist ein zentraler Baustein unseres Serviceangebots auch für unsere institutionellen Investoren. Aufgrund unserer Nähe zu den Mietern und dem Markt stufen wir das Vermietungsrisiko in unserem Immobilienportfolio insgesamt als gering ein. Das Mietausfallrisiko stufen wir aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen insgesamt als mittel ein. Chancen ergeben sich durch den zusätzlichen Abbau von Leerständen – insbesondere, wenn die Stabilisierung des Vermietungsmarkts in 2022 anhalten sollte – und den Chancen aus einer zukünftig veränderten Nutzung von Büroflächen durch bestehende sowie potenzielle neue Mieter. > Ausfallrisiko von Immobilienmanagementerträgen Die DIC konzipiert Fonds, Club Deals und alternative Anlagestrukturen für institutionelle Investoren. Sie ist selbst typischerweise mit maximal 10 % als Co-Investor beteiligt und erzielt so regelmäßige Beteiligungserträge, wobei der Trend der letzten Jahre zu geringeren Co-Investments geht. Zusätzlich generiert das Segment Institutional Business wiederkehrende Einnahmen aus dem Asset- und Propertymanagement sowie durch Managementgebühren bei regelmäßigen An- und Verkäufen infolge des Plattformwachstums sowie Developments. Chancen und Risiken im Segment Institutional Business bestehen hinsichtlich der zu erwartenden Erträge, die vor allem vom Volumen des verwalteten Vermögens (Assets under Management), von den Mieteinnahmen sowie von der Transaktionstätigkeit abhängen. Das Volumen der Assets under Management kann insbesondere durch eine von der Prognose abweichende Transaktionstätigkeit beeinflusst werden. Die Erträge können zudem durch negative Verkehrswertentwicklungen oder geringere Mieteinnahmen negativ beeinflusst werden. Erfolgreiche Transaktionen können einen positiven Effekt auf unsere Erträge haben, da erfolgsabhängige Exit Fees generiert werden könnten. Nachdem das Transaktionsgeschehen direkt nach dem Beginn der Corona-Pandemie in 2020 beinahe zum Erliegen kam, hat es in 2021 wieder Fahrt aufgenommen. Mit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres konnten wir unsere segmentübergreifenden Transaktionsziele für 2021 erreichen. Ein weiteres Risiko könnte der Verlust unserer Reputation als Anbieter von institutionellen Investmentprodukten sein, was die Umsetzung von neuen Investmentprodukten gefährden könnte. Zur Stärkung des Anlegervertrauens sind wir grundsätzlich mit einem eigenen Eigenkapitalanteil an den Investmentprodukten beteiligt, um eine gleichgerichtete Interessenlage sicherzustellen. Ein weiteres Risiko könnte das mangelnde oder schwindende Interesse von Investoren an unseren Anlageprodukten sein. Wir erweitern permanent unsere Investorenbasis sowie unsere angebotene Produktpalette. Hierfür haben wir seit Ende 2020 die Tochtergesellschaft GEG German Estate Group GmbH mit vier neuen Mitgliedern der Geschäftsführung verstärkt. Der Fokus der neuen Geschäftsführung liegt auf der Einwerbung von zusätzlichen Mitteln bei nationalen und internationalen institutionellen Investoren, der Erschließung neuer Marktchancen im Asset Management, der Entwicklung und Strukturierung neuer Produkte sowie der engen Einbindung des Segments in den Gesamtkonzern. Mit dem Zugang der zwei Logistik-Spezialfonds aus dem Erwerb der RLI Investors GmbH Anfang des Jahres, weiteren Neuauflagen von Investmentvehikeln wie den dritten Logistikfonds und dem Club Deal Uptown sowie weiteren umfangreichen Transaktionen im Gesamtvolumen von 1,9 Mrd. Euro in 2021 hat die DIC mittlerweile 30 Investmentprodukte im Management. Darunter fallen fünfzehn Pool-Fonds, acht Club Deals und sieben sogenannte Individualmandate (Separate Accounts). Insgesamt erhöhte sich somit das gemanagte Volumen auf 9,3 Mrd. Euro im Segment Institutional Business. Im Jahr 2022 sollen weitere Investment-Produkte operativ starten und das Wachstum weiter vorangetrieben werden. Chancen und Risiken hinsichtlich der Beteiligungserträge bestehen insbesondere bei den Mieteinnahmen der Objekte, die durch Insolvenzen und wesentliche Mieteinnahmeausfälle negativ beeinflusst werden können. Die Risiken minimieren wir durch unser eigenes umsetzungsstarkes Immobilienmanagement, das die Objekte in unseren Investmentprodukten betreut (vgl. dazu „operative Risiken – Vermietung“). Aufgrund unserer Expertise, der Kundenbindung und auf Basis der laufenden und geplanten Aktivitäten im Jahr 2022 stufen wir das Risiko aus dem Ausfall von Immobilienmanagementerträgen insgesamt als gering ein. > Risiko aus Bestands-/Projektentwicklung Die DIC hat sich in den vergangenen Jahren als Co-Investor an Projektentwicklungen beteiligt und verfügt im Eigenbestand (Commercial Portfolio) über Immobilien mit Entwicklungspotenzial. Aktuell konzentrieren wir uns verstärkt auf Repositionierungen innerhalb unseres Commercial Portfolios sowie im Segment Institutional Business im Rahmen unserer Managementleistungen für Dritte auf die Repositionierung von größeren Landmark-Immobilien an den Top-7-Standorten Frankfurt und München. Bei den bestehenden Projektentwicklungen und Repositionierungen haben wir – um Chancenpotenziale zu optimieren und Risiken zu mindern – die Realisierung grundsätzlich erst nach geeigneter Vorabvermarktung gestartet. Wir sind dabei frühzeitig langfristige Finanzierungen eingegangen und haben ein enges Projekt- und Kostencontrolling implementiert. Mittels Beteiligungen von Projektpartnern sowie vertraglichen Vereinbarungen wurde bei Projektentwicklungen eine angemessene Risikoverteilung erreicht. Erfolgreiche Projektentwicklungen und Repositionierungen können außergewöhnliche Ertragspotenziale erschließen. Aufgrund der überwiegend langfristigen Projektdauer ergeben sich Risiken vor allem hinsichtlich der geplanten baurechtlichen Realisierbarkeit, der geplanten Baukosten und Termine sowie im Vermietungs- bzw. Veräußerungsbereich. Verzögerungen sowie steigende Kosten würden vor allem den geplanten Projektgewinn bzw. künftigen laufenden Gewinn und bei betreuten Projektentwicklungen im Segment Institutional Business unsere Managementerträge schmälern. Um diesem Risiko vorzubeugen, werden Generalunternehmer eingeschaltet oder Einzelgewerkevergaben zu Paketen zusammengefasst, die Steuerung mit professionellen und renommierten Ingenieurbüros realisiert und die Verteilung von Risiken angestrebt. Übersicht laufender und abgeschlossener Projektentwicklungen: – Commercial Portfolio: Mönchengladbach-Rheydt. Das Ende der 50er Jahre errichtete und in den 90 er Jahren letztmals modernisierte Objekt mit einer Gesamtmietfläche von rund 10.300 qm befindet sich im Eigenbestand (Commercial Portfolio) der Gesellschaft. Vorgesehen sind zahlreiche bauliche Maßnahmen im Innenbereich, im Parkhaus sowie an der Außenfassade. Mit Beginn des Repositionierungsprojekts wurde bereits mit einem Lebensmitteldiscounter als größtem Einzelmieter Anfang Dezember 2020 ein langfristiger Mietvertrag über rund 1.200 qm im Erdgeschoss geschlossen. Die meisten heutigen Bestandsmieter des Centers werden weiterhin zu finden sein. Insgesamt wird der Schwerpunkt des Einzelhandels in der Rheydt-Galerie künftig auf dem Segment Nahversorgung liegen. Die Fertigstellung der Modernisierungsmaßnahmen ist für Mitte des Jahres 2022 geplant. Die Repositionierung des aufgegebenen Standorts der GALERIA Karstadt Kaufhof im Zentrum der Stadt Bremen schreitet weiter voran. An den neuen Ankermieter und Möbel-Filialisten Opti-Wohnwelt konnten bereits 75% der 15.500 qm Mietfläche zum weiteren Ausbau übergeben werden. Die finale Übergabe erfolgt voraussichtlich im ersten Quartal 2022. Zudem konnte mit einer Lebensmittelkette ein weiterer attraktiver Mieter für die restliche Fläche im Erdgeschoss gewonnen werden. Die Planungen für den erfordlichen Ausbau sind bereits angelaufen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2022 geplant. – Institutional Business: Im Segment Institutional Business betreut die DIC die Projektentwicklung Global Tower in Frankfurt. Das ehemalige Commerzbank-Hochhaus mit 33.000 qm im Herzen des Frankfurter Bankenviertels wird seit August 2018 umfassend revitalisiert und unter dem Namen Global Tower neu positioniert. Im vierten Quartal 2021 wurden an die ersten Mieter Flächen übergeben. Die bauliche Fertigstellung ist bis Ende des ersten Quartals 2022 geplant. Das Projekt Pasing Central im Münchener Stadtteil Pasing ist seit Mitte 2018 im Bau. Gegenüber dem Shoppingcenter Pasing Arcaden und dem Pasinger Hauptbahnhof entsteht durch ein umfassendes Refurbishment und Neubauten ein kleines, zentrales Quartier. Das erste Teilprojekt Pasing I, bestehend aus drei Gebäuden mit einer Mischnutzung aus Mietwohnungen, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen, wurde im Februar 2020 im Zuge eines Forward-Deals an einen institutionellen Investor verkauft. Die Vermietungen der Gewerbe- und Einzelhandelflächen konnten in 2021 erfolgreich abgeschlossen werden und sind größtenteils bereits in Betrieb gegangen. Die bauliche Fertigstellung und Übergabe (BNL) an den Investor erfolgte zum 31. Dezember 2021. Die 66 Eigentumswohnungen aus dem zweiten Teilprojekt Pasing II wurden bereits 2019 vollständig veräußert. Die Übergaben an die Erwerber sind bis Ende des ersten Quartals 2022 geplant. Bei dem 40 %-Beteiligungsobjekt MainTor in Frankfurt – eine Projektentwicklung, die verteilt über sechs Bauabschnitte ein Gesamtvolumen von rund 850 Mio. Euro hat – sind inzwischen alle sechs Bauabschnitte fertiggestellt und an die Erwerber übergeben. Die Übergabe des letzten Bauabschnitts WINX an den Investor erfolgte im März 2021. Das Projekt Riverpark in Frankfurt am Main wurde im ersten Halbjahr 2021 erfolgreich veräußert. Auf Basis der laufenden und geplanten Projektentwicklungs- und Repositionierungsmaßnahmen für die nächsten zwölf Monate stufen wir die Risiken aus der Bestands- und Projektentwicklung insgesamt als mittel ein. > Transaktionsrisiko Aktives Portfoliomanagement ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung. Die mit dem Verkauf oder dem Erwerb von Immobilien verbundenen Risiken überwachen wir kontinuierlich und bilden bei Bedarf bilanzielle Vorsorge. Wir prüfen und entwickeln laufend Optionen, um unser Immobilienportfolio zu erweitern. Gelingt uns die Nutzung von Wachstumschancen, könnte dies einen Ausbau von Umsatz und Erträgen erlauben. Immobilienverkäufe aus dem Portfolio nutzen wir, um Klumpenrisiken in der sektoralen und regionalen Portfoliostruktur zu senken, Gewinne zu realisieren, Finanzierungen zurückzuführen und somit auch finanzielle Risiken zu reduzieren. Bei Ankäufen bestehen Chancen und Risiken vor allem darin, dass sich Erträge und Kosten anders entwickeln als geplant – was meist erst mittel- bis langfristig in Erscheinung tritt. Bei Verkäufen von Immobilien werden vom Verkäufer in aller Regel bestimmte Garantien, unter anderem bezüglich rechtlicher und technischer Sachverhalte, abgegeben. Als Folge besteht nach Verkauf das Risiko, dass der Verkäufer wegen Verletzung von Gewährleistungspflichten in Anspruch genommen wird. Bei den Transaktionen besteht zudem das Risiko, dass die Planzahlen aufgrund kurzfristiger Änderungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds oder objektspezifischer Gegebenheiten nicht erreicht werden. Wir reduzieren Risiken vor An- und Verkauf durch eine ausführliche Due Diligence unter Einbeziehung erforderlicher externer Experten. Zudem erstellen wir risikoorientierte Businesspläne, die fortlaufend an Kosten- und Ertragsentwicklungen angepasst werden. Das laufende Immobilienmanagement erhöht die Chancen für eine positive Entwicklung. Unser Portfoliomanagement-System versetzt uns in die Lage die mit dem Verkauf oder dem Erwerb von Immobilien verbundenen Risiken effizient kontinuierlich zu überwachen. Im Geschäftsjahr 2021 konnten die geplanten Transaktionsziele realisiert werden. Das segmentübergreifende Ankaufsvolumen lag bei rund 1,6 Mrd. Euro, davon rund 1,1 Mrd. Euro im Commercial Portfolio inkl. Warehousing und rund 0,5 Mrd. Euro im Institutional Business. Auf der Verkaufsseite wurde mit einem Volumen von rund 345 Mio. Euro das segmentübergreifende Verkaufsziel von 300 bis 400 Mio. Euro erreicht. Insgesamt wurde im Jahr 2021 ein Transaktionsvolumen von rund 1,9 Mrd. Euro umgesetzt. Damit steigen die Assets under Management zum 31. Dezember 2021 auf rund 11,5 Mrd. Euro, wovon rund 2,2 Mrd. Euro auf den Eigenbestand und rund 9,3 Mrd. Euro auf das Drittgeschäft entfallen. Für 2022 plant die DIC segmentübergreifend Transaktionen im Volumen zwischen 1,7 und 2,4 Mrd. Euro. Unsere Planung für das Jahr 2022 enthält auch Einnahmen und Gewinne, die durch An- und Verkäufe entstehen. Sollten wir die prognostizierten Transaktionsvolumina über- oder unterschreiten, könnte sich unsere Ergebnisprognose positiv oder negativ verändern. Abgesehen von den Risiken und Chancen, die sich extern am Transaktionsmarkt ergeben (vgl. dazu Risiken im externen Umfeld, „Immobilienbranche“) bzw. aus den Zustimmungserfordernissen der Anleger im Segment Institutional Business ergeben, halten wir die Wahrscheinlichkeit, von unseren Planungen für 2022 stärker abweichen zu müssen, für gering. Hier überwiegen die Chancen, durch die Flexibilität die gesetzten Mindestziele zu übertreffen. Auf Basis der laufenden und geplanten Transaktionsaktivitäten für die nächsten zwölf Monate stufen wir das Transaktionsrisiko insgesamt als gering ein. > Standort- und Objektrisiken Standortchancen und -risiken ergeben sich aus der richtigen Einschätzung der Immobilienlage sowie der Veränderung der Infrastruktur des Mikrostandortes oder der regionalen Strukturen des Makrostandortes. Wir prüfen daher Lage und Standort intensiv im Vorfeld von Investitions- und Akquisitionsentscheidungen. Im operativen Betrieb trägt unser professionelles Assetmanagement dazu bei, rechtzeitig Veränderungen im Umfeld zu erkennen und angemessen zu reagieren, beispielsweise durch Neupositionierung oder Verkauf. Objektrisiken sind Risiken, die sich aus dem Besitz und Betrieb einer Immobilie ergeben. Hierzu zählen neben dem Verschleiß sämtliche Risiken, die sich aus der Abnutzung oder einem teilweisen Untergang des Objekts ergeben. Weiterhin könnten Risiken aus Altlasten, Schadstoffen oder durch Verstöße gegen baurechtliche Auflagen entstehen. Wir versuchen als Vermieter die Abnutzungsrisiken zu reduzieren, indem wir Mieter vertraglich verpflichten, das Objekt im allgemein üblichen Umfang zu nutzen und mit instand zu halten bzw. zu setzen. Durch unser professionelles Assetmanagement schalten wir darüber hinaus Risiken aus unzureichender Objektbetreuung, Instandhaltungsversäumnissen sowie ineffizientem Kostenmanagement nahezu aus. Insgesamt stufen wir die Standort- und Objektrisiken als gering ein. > Technologische Risiken (unter anderem IT) Ein Verlust des Datenbestands oder der längere Ausfall der genutzten Systeme in den Regionen oder der Zentrale kann zu erheblichen Störungen des Geschäftsbetriebs führen. Wir haben uns gegen IT-Risiken durch ein eigenes Netzwerk, moderne Hard- und Softwarelösungen sowie Maßnahmen gegen Angriffe abgesichert. Sämtliche Daten werden täglich in einem zweiten Rechenzentrum redundant gesichert. Wir haben Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne entwickelt, um Störungen rasch beheben zu können. Mitarbeiter erhalten über detaillierte Zugriffsrechtsregelungen ausschließlich Zugriff auf die für ihre Arbeit notwendigen Systeme und Dokumente. Wir arbeiten mit einer aktuellen IT-Plattform, welche isolierte Systeme durch eine integrierte Software abgelöst und die Effizienz und Sicherheit in der Kontrolle des Immobilienmanagements erhöht hat. Im Geschäftsjahr 2016 wurde das interne Rechenzentrum zu einem externen Provider verlagert, wodurch die IT-Ausfallrisiken weiter reduziert wurden. Wir haben Ende 2018 begonnen und in den Folgejahren weiter vorangetrieben, unsere physische Server- sowie Storage-Infrastruktur in eine private Cloud zu verlagern. Dieser Schritt ist zu einem sehr großen Teil bereits abgeschlossen und erhöht damit die Ausfallsicherheit noch weiter. Aufgrund unserer getroffenen Vorkehrungen und Sicherungsmaßnahmen stufen wir die technologischen Risiken insgesamt als mittel ein. > Personalrisiken Kompetente, engagierte und motivierte Mitarbeiter sind eine große Chance für die erfolgreiche Entwicklung der DIC. Deshalb arbeiten wir daran, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Wir setzen vor allem auf systematisches Personalmarketing, praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zum Ausbau von Kompetenzen, Leistungs- und Potenzialanalysen mit dem Ziel, attraktive Entwicklungsperspektiven zu eröffnen, und auf die Förderung von Potenzialträgern. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert, geeignete interne Kandidaten werden auf diese Aufgaben vorbereitet. Weitere Elemente sind eine zielgruppenorientierte Betreuung und Beratung sowie attraktive Anreizsysteme. Risiken bestehen vor allem in der Fluktuation von Leistungsträgern sowie in der Gewinnung neuer geeigneter Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2021 hat die DIC mit der Schaffung der Position Head of People and Culture den Bereich Personal verstärkt. Damit legt die DIC neben der reinen operativen HR-Verwaltung einen stärkeren Fokus auf die strategischen Themen rund um die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. In diesem Zusammenhang wurde auch die interne Expertise im Bereich Recruiting ausgebaut. Die aktuellen Maßnahmen im HR-Bereich werden im Kapitel Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ab Seite 94 beschrieben. Aufgrund unserer Maßnahmen stufen wir die Personalrisiken insgesamt als gering ein. Politische, gesellschaftliche, regulatorische und Umweltrisiken (ESG) > Regulatorische Risiken Risiken wie auch Chancen können aus der Veränderung von Rahmenbedingungen und Vorschriften entstehen. Üblicherweise benötigen derartige Veränderungen eine gewisse Vorlaufzeit, die eine hinreichende Anpassung erlaubt. In Ausnahmesituationen wie der Covid-19-Pandemie oder einer Finanzkrise können solche Veränderungen allerdings rasch geschehen und so die Anpassung erschweren. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa hat sich Deutschland in der Vergangenheit als Volkswirtschaft mit hoher regulatorischer, gesellschaftlicher und politischer Stabilität erwiesen und damit wenig Potenzial für plötzliche, unmoderierte Maßnahmen und regulatorische Eingriffe außerhalb einer breiten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Konsensfindung geboten. Gesetzliche Regelungen zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie: Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat am 27. März 2020 das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht gebilligt, das der Bundestag zwei Tage zuvor verabschiedet hatte. Insgesamt sah das Gesetz im Zeitraum April bis Ende Juni 2020 unter anderem befristete Änderungen der zivilrechtlichen Regelungen zum allgemeinen Vertragsrecht, zum Mietrecht (Kündigungsmoratorium) und zum Darlehensrecht (Stundung von Verbraucherdarlehensverträgen) vor. Die Regelung stellte eine zeitlich begrenzte Ausnahme von dem Grundsatz dar, dass der Vermieter ein Mietverhältnis kündigen kann, wenn der Mieter mit der Entrichtung der Miete in Verzug ist. Voraussetzung für die Anwendung des Kündigungsausschlusses war, dass die Nichtleistung der Miete auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruht. Die Mietzahlungspflicht selbst und die Fälligkeit der Miete blieb durch das Moratorium unberührt. Der Mieter hat bis zum 30. Juni 2022 Zeit, Zahlungsrückstände aus der Zeit zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 auszugleichen. Im Rahmen der verordneten Beschränkungen und Lockdown-Regelungen im Dezember 2020 hat der Bundestag am 17. Dezember 2020 das „Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Anpassung pandemiebedingter Vorschriften im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins- und Stiftungsrecht sowie im Miet- und Patentrecht“ verabschiedet. Dabei handelt es sich um eine Änderung des bisherigen Gesetzes vom 27. März 2020 zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht. Die Gesetzesänderung ist am 31. Dezember 2020 in Kraft getreten und beinhaltet zwei wesentliche Änderungen im Bereich des Mietrechts sowie der Beschleunigung von Covid-19-bedingten Gerichtsverfahren. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat mit seinem jüngesten Urteil vom 12. Januar 2022 beschlossen, dass Gewerbetreibende bei einer pandemiebedingten Schließung ihrer Geschäftsräume grundsätzlich einen Anspruch auf Mietminderung haben. Die Höhe des Abschlags ist jedoch im Einzelfall unter der Beachtung sämtlicher Umstände zu prüfen. Eine Halbe/Halbe-Aufteilung der Miete wird seitens der Richter als zu pauschal angesehen. Die DIC steht im kontinuierlichen Dialog mit ihren Mietern. Mit betroffenen Mietern wurden Regelungen getroffen, die beiderseitig auch weiterhin die Basis für eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft ermöglichen. Im aktiven Austausch mit von den Schließungen direkt betroffenen Mietern, vorrangig aus dem Handels- und Hotelsektor in beiden Geschäftssegmenten wurden durch wirtschaftlich tragbare individuelle Lösungen, z.B. temporärer Mietverzicht bei gleichzeitiger Verlängerung der Laufzeit des Mietvertrags, die Risiken aus Mietausfällen deutlich reduziert. In Einzelfällen hat die DIC gleichzeitig begonnen vorsorglich Nachnutzungs- und Repositionierungskonzepte für Immobilien mit Einzelhandelsnutzung zu erarbeiten. Für das Risiko potenzieller Mietausfälle wurden ausreichende Wertberichtigungen gebildet. Eine mögliche Veränderung der politischen Machtverhältnisse, verbunden mit einer weiter zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft und einem möglichen Trend zu mehr Protektionismus sowie weitere temporär gültige oder dauerhaft angepasste Gesetze aufgrund von Ausnahmesituationen, könnten negative Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft und Immobilienbranche haben. Insgesamt stufen wir die Risiken aus der kurzfristigen Veränderung des regulatorischen Umfelds als gering ein. > Klima- und Umweltrisiken Zunehmende Auswirkungen des Klimawandels sowie der steigende Informationsbedarf der Öffentlichkeit über nachhaltige Aspekte im wirtschaftlichen Handeln erfordern innerhalb der Immobilienbranche aufgrund der Langfristigkeit des Investmenthorizonts eine zentrale Verankerung in der Ausrichtung der Geschäftsmodelle von Immobilieninvestoren und -managern. Für die DIC bestehen die folgenden Klima- und Umweltrisiken: Portfoliorisiken und verändertes Verbraucherverhalten (direkt/indirekt) Deutliche und nachhaltige extreme Veränderungen der Wetterlage erhöhen das Risiko, dass z.B. Stürme, Überschwemmungen, starke Erderwärmung, Veränderungen des Luftklimas sich direkt und indirekt auf die Gebäudesubstanz des DIC-Immobilienportfolios oder den betreuten Immobilien für Dritte auswirken, Nutzungsmöglichkeiten einschränken und zu einer Veränderung des Nutzungsverhalten führen. Der mieterseitige Energie- und Wasserverbrauch könnte sich erhöhen. Mieter könnten künftig größeren Wert auf nachhaltigkeitszertifizierte bzw. energieeffiziente Flächen legen. Ein klimabedingter Anstieg der mieterseitigen Verbrauchswerte für Energie oder Wasser dürfte auch die Betriebskosten erhöhen. Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden verbindet sich zwar mit einem erhöhten Investitionsaufwand, senkt auf lange Sicht aber auch die Betriebskosten. Gemeinsam mit den Mietern suchen wir nach dem effizientesten Ansatz zur Erfüllung ihres Energiebedarfs. Insbesondere auch bei Repositionierungen im Bestand sind bauliche Maßnahmen zu bevorzugen, die zu einer Einsparung von Energieverbräuchen und CO₂-Emissionen führen. Im Rahmen unserer Energiebeschaffung wird der Strombedarf der Gemeinflächen unserer Objekte seit 2010 durch erneuerbare Energien gedeckt. Durch Implementierung smarter Messsysteme (Smart Metering) für das gesamte Immobilienportfolio wird zukünftig eine Verbesserung der Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten der Verbrauchsdaten erwartet. Aufsichtsrecht und Gesetzgebung Das Pariser Klimaabkommen vom 12. Dezember 2015 ist das Nachfolgedokument des Kyoto-Protokolls und gilt als ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Erderwärmung. Auf der UN-Klimakonferenz in Frankreich im Dezember 2015 vereinbarten erstmals 196 Staaten plus die Europäische Union, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, möglichst sogar auf unter 1,5 Grad. Durch die Eindämmung des Klimawandels unterhalb dieses Temperaturniveaus sollen Umweltfolgen wie Naturkatastrophen, Dürren und ein Anstieg der Meeresspiegel wirksam begrenzt werden. Neue Regulierungen und eine gesetzliche Verschärfung der Energieeffizienz- und Emissionsvorgaben können zu einem höheren Bedarf an Ausgaben für Modernisierungen führen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt unter anderem ab 2025 einen erneuerbaren Energieanteil von >40 % vor. Künftige Novellen durch den Gesetzgeber könnten wesentliche Änderungen beim Bau oder Umbau von Immobilien erforderlich machen sowie die Energieeffizienzanforderungen in den Bereichen Asset- und Propertymanagement erhöhen. Mit der kürzlichen Novellierung des Klimaschutzgesetzes wurden die nationalen Klimaziele weiter verschärft. So sollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65% (bisher 55%) gegenüber dem Jahr 1990 sinken und Deutschland bereits bis zum Jahr 2045 (bisher: 2050) Treibhausgasneutralität erreichen. Darüber hinaus ist eine weitere Verschärfung des Klimaschutzes durch die neue Bundesregierung zu erwarten. Die DIC verfügt über eigene Expertise im Bereich Energiemanagement und ein im Umgang mit Mieterbedürfnissen erfahrenes Team von Immobilienverwaltern. Wir investieren regelmäßig in unsere Gebäude. Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Veränderungen werden von uns umgehend zur Kenntnis genommen, um die Einhaltung aller einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Zu Jahresbeginn 2021 hat die DIC ihre interne Expertise im Bereich ESG weiter verstärkt und mit der Schaffung der Position Head of Sustainability sowie der Einrichtung des ESG-Komitees sichergestellt, dass veränderte Rahmenbedingungen laufend geprüft und erforderliche Anpassungen in den operativen Prozessen etabliert werden. Aus den zunehmenden Anforderungen an ESG-Kriterien innerhalb des eigenen wirtschaftlichen Handelns ergeben sich für die DIC auch Chancen. Die proaktive Modernisierung von Gebäuden, die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in Entscheidungsprozessen und die Auswahl zukünftiger Investments und Divestments unter Einbeziehung von ESG-Kriterien kann zu zusätzlichen Geschäftsaktivitäten innerhalb der bestehenden Immobilienplattform und bei institutionellen Investoren führen, die nachhaltigkeitsbezogenen Aspekten als zusätzlichem wesentlichen Investmentkriterium eine hohe Bedeutung beimessen. Im Rahmen des letzten Nachhaltigkeitsberichts wurde ein umfassendes ESG-Stragtegieupdate veröffentlicht. Wichtiger Bestandteil ist die dynamische ESG-Roadmap, welche Ziele entlang der strategischen Leitplanken definiert. Die aktuelle ESG-Roadmap wird im Kapitel ESG („Environmental, Social, Governance“) und Digitalisierung auf Seite 100 dargestellt und beschrieben. Insgesamt stufen wir die Klima- und Umweltrisiken als mittel ein. Finanzielle Risiken > Finanzierungsrisiko Zinsen Zinsrisiken ergeben sich aus den marktbedingten Schwankungen der Zinssätze (Marktzinsvolatilität) sowie aus dem unternehmenseigenen Zins-Exposure (offene Festzinspositionen, Fristenabläufe etc.). Sie können die Rentabilität, die Liquidität sowie die Finanzlage und die Expansionsmöglichkeiten der DIC beeinträchtigen. Die aktuellen Finanzierungen sind mehrheitlich als Festzinsdarlehen abgeschlossen, punktuell können auch derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung eingesetzt werden. Per 31. Dezember 2021 sind 87 % (Vorjahr: 96 %) unseres Finanzierungsvolumens gegen Zinsänderungen abgesichert. Aufgrund der Absicherung würde sich eine Zinssteigerung um 100 Basispunkte lediglich mit einem zusätzlichen Aufwand in Höhe von 2,8 Mio. Euro auf unseren Cashflow auswirken. Der durchschnittliche Zinssatz über alle Bankverbindlichkeiten beträgt 1,2 % zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 1,7 %). Weitere Ausführungen zu Zinsrisiken finden sich im Anhang. Das derzeit weiterhin historisch sehr niedrige Zinsniveau bietet Chancen für günstige Finanzierungen und für langfristige Verbesserungen unserer Finanzierungsstruktur. Wir sind daher regelmäßig in Verhandlungen mit finanzierenden Instituten. Gelingen uns außerplanmäßig frühzeitige Prolongationen oder attraktive Vereinbarungen, profitieren wir durch primär niedrigere Kosten und eine Verminderung von Finanzierungsrisiken Durch die Vereinbarung von attraktiven Finanzierungskonditionen im Zusammenhang mit dem Ankauf neuer Objekte sowie durch die vorzeitige Refinanzierung eines Großteils des Bestandsportfolios der DIC haben wir unsere Fremdkapitalkosten weiter optimiert. Die Finanzierungen wurden alle auf Non-Recourse-Basis und mit inländischen Kreditinstituten abgeschlossen. Die Bankpartner wurden in kompetitiven Prozessen unter Abwägung von Konditionen, Struktur, Transaktionssicherheit und Timing ausgesucht. Insgesamt belief sich das Neufinanzierungsvolumen für immobilienbesicherte Darlehen für die DIC in 2021 auf ca. 1,4 Mrd. Euro mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,5 % p.a. inklusive der Begebung des Green Bonds und des Schuldscheins mit ESG-Link 2021. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der dadurch bedingten gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 erwarten wir für 2022 Zinsen auf einem weiterhin niedrigen Niveau aber mit steigender Tendenz aufgrund steigender Inflationserwartung sowie der Reduktion der PEPP-Programme der Zentralbanken. Insgesamt erwarten wir aber weiterhin historische attraktive Zinsniveaus und eine Inflationskoppelung, die die Immobilieninvestmentmärkte weiterhin begünstigt. Ein stärkerer Zinsanstieg hätte aufgrund des hohen Absicherungsniveaus und der langen Laufzeiten unserer bestehenden Zinsverpflichtungen nur leichte bis mäßige negative direkte Auswirkungen auf unsere Finanzen. Auch 2022 wird die DIC die zur Verfügung stehenden Finanzierungsquellen nutzen, um weiterhin opportunistisch die Optimierung der Passivseite der Bilanz fortzusetzen. Finanzierung und Liquidität Das enge Zusammenspiel von Finanz- und Realwirtschaft wird besonders in der Immobilienbranche sichtbar. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Baumaßnahmen, Reparaturen, Modernisierungen und der Kauf von Immobilien meist sehr kapitalintensiv sind und somit zu deren Finanzierung Fremdkapital benötigt wird. Die Nachwirkungen der letzten Finanzkrise haben dazu geführt, dass einige Immobilienfinanzierer ihr Neugeschäft eingestellt haben oder in ihren Kreditanforderungen restriktivere Risikoparameter zu Grunde legen. Jedoch führen die anhaltend expansive Geldpolitik der EZB, die damit verbundene Liquidität und die günstigen Refinanzierungsbedingungen trotz des temporären Effekts aus der Covid-19- Pandemie zu einem anhaltendem Mittelaufkommen auf den Immobilieninvestmentmärkten und damit auch zu hoher Finanzierungsbereitschaft bei Banken und anderen Finanzierungspartnern. Dies gilt insbesondere für sogenannte Core-Immobilien in Premium-Lagen, die durch lange Mietlaufzeiten und eine bonitätsstarke Mieterschaft charakterisiert sind. Durch neue alternative Kreditgeber sehen sich die klassischen Finanzierer zudem einem verstärkten Margen-Wettbewerb ausgesetzt. Für eine tragfähige und dauerhaft stabile Finanzstruktur vereinbaren wir deshalb Kredite und derivative Finanzinstrumente nur mit Finanzinstituten, bei denen wir auf eine verlässliche und langfristige Leistungspartnerschaft bauen können und die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Sicherungsfonds angeschlossen sind. Die Finanzierung des Immobilienbestands der DIC erfolgt objekt- bzw. portfoliobasiert. Finanzielle Risiken können sich daher nicht unmittelbar oder unbegrenzt auf die gesamte Unternehmensgruppe auswirken (Non-Recourse- Finanzierung). Die DIC hat im üblichen Maß Kredite mit Financial Covenants (Kreditklauseln mit Auflagen zu Finanzkennzahlen) vereinbart. Bei Nichteinhaltung der Klauseln könnten Kapitalgeber Kreditkonditionen anpassen oder Kredite teilweise kurzfristig zurückfordern, was negative finanzielle Auswirkungen hätte. Im Wesentlichen sind folgende Covenants wirksam: DSCR (Debt Service Coverage Ratio, Kapitaldienst-Deckungsgrad): gibt an, zu wie viel Prozent der zu erwartende Zinssatz plus eventuelle Tilgung (Kapitaldienst) durch die Mieteinnahmen gedeckt ist. LtV (Loan-to-Value): gibt das Verhältnis zwischen der Kredithöhe und dem Marktwert der Immobilie an. Bei keinem unserer Darlehensverträge dienen Aktien der DIC Asset AG als Sicherheit oder Kenngröße. Die Einhaltung der Kreditklauseln wird über das Risikomanagement im Bereich Corporate Finance fortlaufend und vorausschauend überwacht, für das gesamte Jahr 2021 wurden alle Covenants eingehalten. Laufende Sensitivitätsanalysen zeigen Abweichungen zu definierten Schwellenwerten und werden umgehend dem Vorstand vorgestellt, sowie Art und Umfang der einzuleitenden Gegenmaßnahmen festgelegt. Bei allen Neuakquisitionen war und ist der Abschluss einer langfristig tragbaren Finanzierung eine wesentliche Bedingung für die Investitionsentscheidung. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können oder bei Engpässen unvorteilhafte Finanzierungsbedingungen akzeptiert werden müssen. Dieses Risiko wird im Konzern auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristiger Kreditlinien und liquider Mittel zentral gesteuert, um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können. Im Rahmen des Cash-Poolings werden die Mittel bedarfsgerecht an die Konzerngesellschaften weitergeleitet. Der Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf für die operative Geschäftstätigkeit der DIC ist langfristig gesichert und basiert auf langfristig planbaren Cashflows unserer Immobilien und Beteiligungen. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen freie Avallinien in Höhe von rund 58,5 Mio. Euro zur Verfügung. Zusätzlich zu den bestehenden Bankkredit- und Avallinien besteht eine Working Capital Facility in Höhe von 25 Mio. Euro mit einer deutschen Großbank. Diese Finanzierung ist unbesichert und erweitert auf Konzernebene die finanzielle Flexibilität. Des Weiteren wurde Ende 2019 das Commercial- Paper-Programm der DIC aufgelegt. Der Commercial- Paper-Markt hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt und ergänzt hervorragend die überwiegend langfristige Finanzierungsstruktur der DIC. Das Volumen des Programms ist begrenzt auf 300 Mio. Euro. Die DIC wird das Produkt Commercial Paper selektiv und nur dann einsetzen solange die Rückführung sichergestellt ist. Aktuell bestehen keine Ziehungen unter dem Commercial-Paper-Programm. In der aktuellen Zinslandschaft haben wir uns auch intensiv mit dem Thema Guthabengebühr und Bankenabgabe auseinandergesetzt, um Kosten zu minimieren bei gleichzeitiger Beibehaltung finanzieller Flexibilität. Das Unternehmen setzt in diesem Fall auf standardisierte Produkte zur Geldanlage, im Wesentlichen periodisch rollierende Festgelder. Weitere Ausführungen zu Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken finden sich im Anhang. Chancen im Finanzierungsbereich eröffnen sich durch neue, ergänzende Finanzierungswege, zum Beispiel unsere Unternehmensanleihen oder den Schuldscheinmarkt und für kurzfristige Liquiditätsbeschaffung der Commercial Paper-Markt, mit denen eine für alle Beteiligten vorteilhafte Diversifikation von Finanzierungsquellen aber auch Ausfallrisiken möglich ist und die wir regelmäßig oder bei Bedarf nutzen. Insgesamt stufen wir die Risiken aus Finanzierung als gering ein. > Bewertungsrisiko Der Marktwert unseres Immobilienvermögens wird jährlich nach internationalen Richtlinien von unabhängigen externen Gutachtern ermittelt. Dieser Wert unterliegt Schwankungen, die durch externe Faktoren wie Wirtschaftslage, Zinsniveau und Mietzinsniveau sowie durch immobilienbezogene Faktoren wie Vermietungsquote und Objektzustand beeinflusst werden. Marktwertveränderungen können sich auf den Wertansatz des Anlagevermögens, die Bilanzstruktur insgesamt sowie die Finanzierungsbedingungen auswirken. Zur Risikominimierung verfolgen wir eine ausbalancierte Diversifikation unseres Portfolios, die Wertsteigerung unserer Immobilien vor allem durch ein konsequentes mieterorientiertes Immobilienmanagement und intensive Vermietungsaktivitäten sowie selektive Verkäufe. Zur Quantifizierung möglicher Bewertungsrisiken wurden durch die Gutachter Sensitivitätsberechnungen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die Sensitivitätsanalyse zeigt beispielhaft, wie die Marktwerte auf die Veränderung von Diskontierungssatz und Kapitalisierungssatz reagieren. Steigt beispielsweise der Diskontierungssatz um 25 Basispunkte, reduzieren sich die Marktwerte um 22,0 Mio. Euro. Bei gleichzeitiger Erhöhung des Kapitalisierungssatzes um 25 Basispunkte erreicht der Rückgang 117,6 Mio. Euro. Aufgrund unserer Bilanzierung nach dem Anschaffungskostenmodell (IAS 40.56) wirken sich Marktwertschwankungen nicht unmittelbar auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aus. Außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf ergibt sich erst, wenn die bilanzierten Buchwerte durch die Zeit- und Nutzungswerte der Immobilien unterschritten werden. Wir konnten auch im Geschäftsjahr 2021 die temporären Effekte aus der Covid-19-Pandemie auf unser Immobilienportfolio durch aktives Management und individuelle Vereinbarungen mit direkt betroffenen Mietern minimieren. Angesichts der erwarteten anhaltenden Erholung der Wirtschaft und der voraussichtlich positiven Entwicklung im Gewerbeimmobiliensektor im Geschäftsjahr 2022, sehen wir uns durch unseren aktiven Managementansatz über das hauseigene Asset- und Propertymanagement in Bezug auf unseren Eigenbestand und im Drittgeschäft bestens gerüstet, und rechnen daher für 2022 weiterhin mit einem insgesamt geringen Risiko von rückläufigen Marktwerten. Aufgrund der Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten führen rückläufige Marktwerte nicht gleichzeitig zu Abwertungsbedarf bei der DIC. Insgesamt stufen wir das Bewertungsrisiko als gering ein. Chancen, die sich etwa in Folge der Wertsteigerung eines Objekts nach den von uns vorgenommenen Maßnahmen ergeben, nutzen und realisieren wir selektiv durch Verkäufe. Sensitivitätsbetrachtung: Veränderung der Immobilien-Marktwerte des Commercial Portfolios Szenarien Veränderung Kapitalisierungssatz +0,25 % 0 % -0,25 % Szenarien Veränderung Diskontierungssatz +0,25 % -1 17,6 Mio. Euro - 2 2,0 Mio. Euro + 8 7,3 Mio. Euro 0 % - 7 3, 4 Mio. Euro +/-0,0 + 135,8 Mio. Euro -0,25 % - 2 9,4 Mio. Euro + 71,2 Mio. Euro +1 85,1 Mio. Euro GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKO- und CHANCENSITUATION Im Rahmen unseres Risikomanagements werden im Bereich Finanzen und Controlling die Einzelrisiken und Chancen zu einer Gesamtrisikoübersicht zusammengefasst. Nach einer Entspannung der Coronasituation unter anderem aufgrund der durchgeführten Impfkamapagnen in der zweiten Jahreshälfte 2021 spannte sich die Lage Ende des Jahres wieder an. Jedoch kam es zu keinem erneuten Lockdown. Entscheidend für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird sein, wie sich die durch weitere Mutationen des Coronavirus getriebene Pandemie und damit erneut verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung auswirken werden. Darüber hinaus ist entscheidend, inwiefern eventuell erforderliche staatliche Stützungsmaßnahmen in 2022 noch gewährleistet werden können. Insgesamt trugen die durch die DIC implementierten Risikomechanismen und das frühzeitige Handeln während der Covid-19-Pandemie im Verlauf der Geschäftsjahre 2020 und 2021 zu einer Absicherung unserer Ertragsströme bei. Die unmittelbaren Effekte auf die Erträge konnten unter anderem durch den proaktiven Austausch mit unseren Mietern, Investoren und weiteren Stakeholdern minimiert werden. Hinsichtlich der in diesem Bericht aufgeführten Einzelrisiken – unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des potenziellen finanziellen Ausmaßes – sowie des aggregierten Gesamtrisikos gehen wir davon aus, dass diese Risiken die weitere Unternehmensentwicklung nicht unmittelbar und nachhaltig gefährden können. Die Risiko- und Chancensituation ist insbesondere geprägt durch: – Ertragschancen/-risiken aus: Mieterträgen: Zahlreiche Verlängerungen bestehender Mietverträge und der Corona-bedingten individuellen temporären vertraglichen Vereinbarungen zur Minimierung des Mietausfallrisikos bei direkt betroffenen Mietern haben zu einer Sicherung und Stabilisierung unserer Mieterbasis beigetragen. Sinnvolle Ergänzungen des Commercial Portfolios durch Ankäufe mit bonitätsstarken Mietern trugen ebenso zur Verminderung von Mietausfallrisiken bei. Mit dem geplanten Wachstum im Geschäftsjahr 2022 bauen wir zudem unsere Ertragsbasis weiter aus und erhöhen die Diversifizierung im Portfolio und auf Mieterbasis. Immobilienmanagementerträgen: Mit der im Geschäftsjahr 2021 weiter gewachsenen Basis der Assets under Management im Segment Institutional Business hat sich die Anzahl von der DIC-Gruppe betreuter Investoren und Investmentvehikel weiter vergrößert. Nicht zuletzt mit dem strategischen Erwerb des Logistikspezialisten RLI Investors zum Jahreswechsel 2020/2021 wurde das Angebot an möglichen Investments in Bezug auf die geografische Lage, Anlagevolumina je Einzelimmobilie und Asset-Klassen ausgeweitet. Dies führt zu einer weiteren Reduzierung und Vermeidung von Klumpenrisiken und Abhängigkeit von Erträgen größerer einzelner Mandate, Investoren und Asset-Klassen. – Strategiechancen/-risiken: Mit dem Abschluss der großen Neuentwicklung WINX (MainTor) verlagert sich der Fokus der Unternehmensstrategie weiter auf risikoärmere Geschäftsbereiche. Mit unserer leistungsstarken Immobilienmanagement-Plattform konzentrieren wir uns auf das aktive Bestandsmanagement des direkt gehaltenen Commercial Portfolios sowie auf das wachsende Geschäft im Segment Institutional Business. – Projektentwicklungschancen/-risiken: Die DIC Asset hat die Projektentwicklung MainTor (40 %-Beteiligung) abgeschlossen. Alle sechs Bauabschnitte sind in Betrieb, das letzte Teilprojekt WINX wurde im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Darüber hinaus betreut die DIC Asset kleine bis mittelgroße Repositionierungen und Refurbishments im eigenen Bestandsportfolio sowie größere Repositionierungen und Refurbishments von Landmark-Immobilien für Dritte im Segment Institutional Business. An den derzeit für Dritte gemanagten Projektentwicklungen Global Tower und München Pasing ist die DIC Asset nur als Minderheitsgesellschafter geringfügig beteiligt. Die Betreuung von Projektentwicklungen für Dritte bietet hohe Ertragschancen aus dem Management bei gleichzeitiger geringerer Eigenkapitalbeteiligung der DIC Asset. – Finanzierungschancen/-risiken: Mit der vorzeitigen Ablösung des bisherigen Konsortialkredits und Refinanzierung eines besicherten Darlehens in Höhe von rund 550 Mio. Euro im Dezember 2021 konnten wir die Finanzierungskosten deutlich senken und die Laufzeit der Finanzschulden erhöhen. Damit haben wir die Finanzierungsrisiken mittelfristig weiter gesenkt. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte zudem durch die erstmalige Platzierung eines Green Bond mit einem Volumen von 400 Mio. EUR und einem Zinskupon von 2,25%, eine weitere Diversifizierung unserer Fremdfinanzierungsquellen. Darüber hinaus wurden neue Schuldscheindarlehen in einer Höhe von insgesamt 280 Mio. Euro im Geschäftsjahr emittiert mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. Die 2021 emittierten Schuldscheine sind alle mit einem ESG-Link versehen. Zusätzlich wurden im Rahmen der Akquisitionstätigkeiten in 2021 erfolgreich attraktive Immobilienfinanzierungen abgeschlossen. Das Gesamtrisikoprofil der DIC hat sich damit in 2021 gegenüber dem Vorjahr weiterhin als stabil erwiesen. Die Vorteile des Geschäftsmodells, die aus einem umfassenden Leistungsprofil und einer breiten Abdeckung der Immobilienwertschöpfungskette innerhalb der DIC-Immobilienplattform bestehen, generieren diversifizierte und stetige Cashflows, die aus laufenden Mieteinnahmen, Transaktions-, Strukturierungs- und Managementgebühren bis hin zu attraktiven Beteiligungserträgen resultieren. Unsere hervorragende Marktdurchdringung und die umfassende Kenntnis des deutschen Gewerbeimmobilienmarktes stützen dabei unser geplantes Wachstum. Skaleneffekte und Investmentopportunitäten schaffen wir effizient aus der Symbiose unserer Kapital- und Finanzstruktur als klassischer Immobilienbestandshalters und dem langjährigen Know-how eines Immobilienmanagers. Im weiterhin von Covid-19 geprägten Geschäftsjahr 2021 konnten wir erneut einen gestiegenen FFO von 107,2 Mio. Euro erzielen. Auch unsere Transaktionsziele sind erreicht worden. Auf der Ankaufseite wurden rund 1,6 Mrd. Euro, auf der Verkaufsseite rund 0,3 Mrd. Euro beurkundet. Insgesamt sind unsere Assets under Management deutlich auf 11,5 Mrd. Euro zum Bilanzstichtag gestiegen. Damit sind wir weiter erfolgreich auf dem angestrebten Wachstumskurs mit einem mittelfristigen Ziel von rund 15 Mrd. Euro Assets under Management Auch im Geschäftsjahr 2022 hängt die konjunkturelle Gesamtentwicklung von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab und in der Folge von möglichen weiteren Beschränkungen und Regelungen durch den Gesetzgeber. Positiv stimmen die Hoffnungen auf die umfangreiche Verfügbarkeit von Impfstoffen, insbesondere für Aufrischungen, zur weiteren Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie. Dies hätte auch für den Immobiliensektor insgesamt positive Folgen. Die Nachfrage nach Büroflächen könnte im Laufe des Geschäftsjahres 2022 weiter ansteigen. In den Jahren 2020 und 2021 haben Unternehmen Entscheidungen über Umzüge und Expansionen aufgeschoben. Mietverträge mit entsprechend kürzeren Laufzeiten laufen aus oder stehen zur Verlängerung an. Dadurch könnte zusätzlicher Nachfragedruck bei gleichzeitigem Flächenengpass in den deutschen Top-7-Standorten und in metropolstarken Regionen den Vermietungsumsatz weiter beleben. Auch auf dem Investmentmarkt besteht weiterhin eine hohe Nachfrage insbesondere nach Core-Objekten. Sollte das Zinsniveau niedrig bleiben, könnte dies erwartungsgemäß den Anlagedruck unter institutionellen Investoren zusätzlich verstärken. In Summe ist für die Immobilienwirtschaft weiterhin mit einer weiteren Erholung in 2022 zu rechnen. Die hieraus entstehenden positiven wie negativen Entwicklungen und ihre möglichen Folgen können erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ihre Unternehmen und die Immobilienbranche haben. Jedoch sind diese Auswirkungen aufgrund ihrer Komplexität derzeit weder vorhersehbar noch kalkulierbar. PROGNOSEBERICHT Zielerreichung 2021 Die für unsere Leistungsindikatoren zuletzt prognostizierten Ziele haben wir auf Plattformebene alle erreicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnten wir unsere breit aufgestellte Immobilienplattform mit zahlreichen Investments sowohl für den Eigenbestand als auch im Rahmen von Drittmandaten weiter ausbauen. Dabei haben wir auch weiterhin auf unsere Vor-Ort-Expertise gesetzt und mit dem zuletzt in Stuttgart eröffneten achten Standort zu Jahresanfang unsere Präsenz in den wesentlichen Märkten weiter gestärkt. Unser wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist die Nähe zu unseren Mietern, Investoren und Immobilien, die wir zudem mit einem aktiven und 360-Grad-Immobilienmanagement-Ansatz optimal begleiten. Die Entwicklung der wesentlichen Ergebnisgrößen Bruttomieteinnahmen und Immobilienmanagementerträge in den Segmenten Commercial Portfolio und Institutional Business verlief nach Plan. Auf der Transaktionsseite konnten wir insbesondere aufgrund eines sehr intensiven Schlussquartals unsere Transaktionsziele wie geplant erreichen. Das segmentübergreifende Ankaufsvolumen lag bei rund 1.559 Mio. Euro, davon rund 242 Mio. Euro im Segment Commercial Portfolio und rund 1.317 Mio. Euro im Segment Institutional Business inkl. der Immobilien, die wir im Rahmen des Warehousing angekauft haben (rund 818 Mio. Euro). Damit wurden unsere Ankaufsziele von 200 bis 300 Mio. Euro für das Commercial Portfolio und 1 Mrd. Euro bis 1,5 Mrd. Euro für das Institutional Business vollständig erreicht. Auf der Verkaufsseite erzielten wir ein Gesamtvolumen von rund 345 Mio. Euro. Im Commercial Portfolio erreichten wir drei Verkäufe in einem Volumen von insgesamt rund 28 Mio. Euro und blieben damit unter unserem geplanten Ziel von rund 100 Mio. Euro. Zum Jahresende geplante Verkäufe im Commercial Portfolio wurden nicht mehr abgeschlossen und stehen somit im laufenden Geschäftsjahr zum Verkauf. Im Institutional Business konnten wir mit dem Verkauf insgesamt vier Immobilien und Projekten ein Verkaufsvolumen von rund 317 Mio. Euro erzielen. Damit haben wir das Ziel von 200 Mio. Euro bis 300 Mio. Euro leicht übertroffen. In Summe wurden die segmentübergreifenden Transaktionsziele auf Plattformebene so erreicht. Im Juni erfolgte der bislang größte Immobilienankauf in der Geschichte der DIC. Der Erwerb des Uptown Tower in München erfolgte im Rahmen des Warehousing von attraktiven Immobilien, die temporär auf der Bilanz der DIC Asset AG gehalten werden mit dem Ziel der Ausplatzierung bei institutionellen Investoren. Die Gesamtinvestitionskosten betrugen rund 556 Mio. Euro. Zum Jahresende konnten bereits erfolgreich rund 85% der Anteile an institutionelle Investoren vermarktet werden. Entwicklung des Commercial Portfolios Der Marktwert des Commercial Portfolio stieg 2021 durch Transaktionen und Wertzuwachs im Bestand um rund 10% auf 2,2 Mrd. Euro (2,0 Mrd. Euro). Die Marktwertermittlung durch externe Gutachter zum 31. Dezember 2021 ergab zudem einen signifikanten Wertzuwachs von 85,7 Mio. Euro bzw. 4,0 %. Im Geschäftsjahr konnten die Bruttomieteinnahmen trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und der Verkäufe des vergangenen und des laufenden Jahres aufgrund unserer Warehousing-Aktivitäten, Zukäufe und der hervorragenden Vermietungsarbeit um 8% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Für die Bruttomieteinnahmen konnten wir mit 108,4 Mio. Euro die zuletzt erwartete Spanne von 107 bis 108 Mio. Euro somit noch leicht übertreffen. Entwicklung des Institutional Business Unser institutionelles Geschäft befindet sich weiter auf konsequentem Wachstumspfad. Die Assets under Management stiegen 2021 um 22 % auf 9,3 Mrd. Euro (2020: 7,6 Mrd. Euro). Seit 2017 haben wir das betreute Immobilienvermögen damit mehr als verdreifacht. Mit 101,2 Mio. Euro erreichten die Immobilienmanagementerträge ebenfalls einen historischen Spitzenwert in der erwarteten Bandbreite von 94 bis 104 Mio. Euro und konnten gegenüber dem Vorjahr um 27% gesteigert werden. FFO-Prognose 2021 erreicht Die Prognose für die Funds from Operations (FFO) von 106 bis 110 Mio. Euro haben wir mit 107,2 Mio. Euro wie geplant erreicht und damit zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte ein dreistelliges FFO-Ergebnis erzielt. Gesamtaussage 2022 Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2022 mit insgesamt stabilen bis positiven Rahmenbedingungen für die DIC Asset AG. Auf Basis unseres Geschäftsmodells und der ertragsstarken Immobilienplattform primär im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt sind wir in der Lage, auf sich verändernde Geschäftsbedingungen schnell und flexibel zu reagieren. Ausgehend von den diversifizierten Cashflows, die wir über unsere Immobilienplattform mit zwei wesentlichen Ertragssäulen generieren, unserer Vor-Ort-Präsenz und einem aktiven Managementansatz unseres betreuten Gesamtportfolios konnten wir unter den weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen der Covid-19-Pandemie auch im abgelaufen Geschäftsjahr die hohe Krisenresilienz und Flexibilität unseres Geschäftsmodells belegen. Unsere Assets under Management stiegen auf rund 11,5 Mrd. Euro an. Erstmals in der Unternehmensgeschichte konnten wir mit 107,2 Mio. Euro ein dreistelliges FFO-Ergebnis erzielen. Im Bereich Logistik haben wir wie geplant nach der Integration der RLI-Investors unsere Logistikinvestments weiter ausgebaut und den Anteil auf rund 8% des Marktwerts der gesamten Plattform (gemessen am Marktwert) weiter ausgebaut. Zudem haben wir Anfang 2021 einen weiteren Logistik-Fonds aufgelegt und innerhalb von vier Monaten das Eigenkapital in Höhe von rund 210 Mio. Euro bei institutionellen Investoren eingeworben. Im Geschäftsjahr 2022 wollen wir erste Logistik-Investments auch außerhalb Deutschlands in den angrenzenden Nachbarländern (Benelux, Österreich) umsetzen und mittelfristig auch hier mit unserer Vor-Ort-Präsenz und dem aktiven 360-Grad-Management-Ansatz überzeugen. Wir haben 2021 erneut eine hohe Vermietungsleistung von rund 309.100 qm erzielt, darunter allein rund 143.000 qm Neuvermietungen. Bereits im dritten Jahr in Folge konnten wir ein hohes Transaktionsvolumen erzielen. Zum Jahresende haben wir ein Volumen von rund 1,9 Mrd. Euro erzielt, davon rund 1,6 Mrd. Euro durch attraktive Ankäufe für beide Segmente. Durch Ankäufe im Volumen von rund 242 Mio. Euro haben wir die Diversifikation, Stabilität und Ertragskraft des Commercial Portfolios erneut verbessert und um langfristig stabile Cashflows ergänzt. Neben dem weiteren Anstieg der Assets under Management durch Zukäufe stehen auch 2022 Entwicklungsmaßnahmen im Bestand im Fokus, mit denen wir weitere Potenziale heben und die nachhaltige Qualität des Portfolios steigern werden. In 2021 haben wir unser Profil als Bestandshalter mit solider Bilanz- und Finanzstruktur auf der einen Seite und die Kompetenz eines langjährigen Assetmanagers auf der anderen Seite genutzt, um uns frühzeitig attraktive Immobilien am Investmentmarkt zu sichern (Warehousing). Diese können wir als Startportfolio für neu aufzulegende Investmentvehikel zu einem späteren Zeitpunkt einbringen. Im Sommer 2021 haben wir den Uptown Tower im Volumen von über 500 Mio. Euro auf die eigene Bilanz genommen. Zum Jahresende 2021 konnten wir bereits 85% der Anteile an institutionelle Investoren weiterplatzieren. Auch im Geschäftsjahr 2022 wollen wir diese Stärke nutzen und kleine bis mittelgroße Immobilien zum Zwecke des Warehousing ankaufen. Im Institutional Business ist unsere Reputation am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt als Anbieter von Investmentprodukten mit attraktiver Verzinsung weiter gewachsen, so dass wir gegenüber institutionellen Investoren als attraktiver Partner mit langem und zuverlässigem Track Record auftreten können. Unsere Investorenbasis ist zum Jahresende 2021 auf 165 Investoren angewachsen. Mit dem erweiterten Fokus im Bereich Logistik auch außerhalb Deutschlands und unserer langjährigen Expertise im Bereich Büroimmobilien sehen wir eine anhaltend hohe Nachfrage bei unseren Investoren nach Investmentprodukten, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund des auf absehbare Zeit anhaltend niedrigen Zinsumfelds. Wir rechnen daher für 2022 mit steigenden Erträgen aus dem Immobilienmanagement aufgrund des erneut signifikanten Ausbaus der Assets under Management. In 2021 haben wir ESG noch stärker in unserer Organisation und Unternehmenssteuerung verankert und neben der Aktualisierung unserer ESG-Strategie eine umfassende ESG-Roadmap aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2022 wollen wir die in 2021 begonnenen ESG-Maßnahmen weiter umsetzen und zudem unsere unternehmensbezogenen Ratings qualitativ und quantitativ weiter optimieren. Die Ergebnisse unserer jüngsten Stakeholder-Befragung vom Dezember 2021 werden wir zudem nutzen, um mit dem nächsten Nachhaltigkeitsbericht wesentliche Informationen zu den Fokusthemen noch stärker in der Berichterstattung zu gewichten. Unser Ziel einer Green-Building-Quote von über 20% bis zum Jahresende 2023 verfolgen wir konsequent weiter, einerseits durch den Erwerb von zertifizierten Immobilien und andererseits durch Investments in den Bestand, der zu einer Verbesserung von Energieverbräuchen oder CO2-Reduktion beiträgt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2022 Unser Prognosebericht zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf der Auswertung von Primärdaten zur Früherkennung. Hinzu kommt die Auswertung einer Reihe von Veröffentlichungen einschlägiger Wirtschaftsforschungsinstitute und Organisationen. Hauptquellen sind das Statistische Bundesamt, die CESifo Group und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Die im Folgenden getroffenen Aussagen spiegeln ein mittleres Erwartungsszenario wider. Im abgelaufenen Geschäftsjahr litt die Industrie unter Lieferengpässen und konnte daher ihre Produktion trotz anhaltender Nachfrage nicht voll auslasten. Zudem kam es pandemiebedingt zu Beginn und zum Ende des Jahres zu Einschränkungen in der Wirtschaft. Für die deutsche Wirtschaft wird im Jahresverlauf 2022 mit einem kräftigen und dynamischen Wachstum gerechnet, auch wenn rund um den Jahreswechsel 2021/2022 aufgrund der vierten Welle und der Lieferengpässe zunächst mit einer gedämpften Entwicklung zu rechnen ist. Die Störungen der Lieferketten schlugen sich auch in einer gestiegenen Inflationsrate nieder. Allein im Dezember 2021 stiegen Preise für Waren und Dienstleistungen um durchschnittlich 5,3% gegenüber dem Vorjahresmonat, im Jahresschnitt um durchschnittlich 3,1%. Ein wesentlicher Treiber sind stark gestiegene Energiepreise. Durch Anstieg des privaten Konsums, dem Auflösen von Lieferengpässen und Nachholeffekte beim Export und den Unternehmensinvestitionen ist laut ersten Schätzungen führender Ökonomen ein BIP-Wachstum von derzeit rund 4,0 % für 2022 realistisch. Einschätzung der Branchenentwicklung Zur Einschätzung der Branchensituation ziehen wir neben den Indikatoren aus unserem eigenen Geschäft auch veröffentlichte Analysen der renommierten Maklerhäuser, vor allem CBRE, Colliers, JLL und Savills heran. Vermietungsmarkt 2022 Für die Vermietungsmärkte, allen voran die Bürovermietungsmärkte, gehen wir für 2022 davon aus, dass sich die in 2021 eingesetzte Erholung weiter fortsetzt. Auch wenn in Zukunft mit einer Zunahme von Home Office bzw. Remote Working zu rechnen ist, ist kein signifikanter Rückgang der Büroflächennachfrage seitens der Unternehmen zu erwarten. Der Wunsch überwiegt, Mitarbeiter wieder im Büro zusammenzubringen, mehr Abstand im Büro zu ermöglichen, die Schaffung von mehr Raum für kooperatives Arbeiten und einen Ort zur Identifikation mit dem eigenen Unternehmen zu bieten. Die Flächennachfrage in 2021 hat dazu geführt, dass zum Jahresende in den Top-7-Standorten eine Leerstandsquote im Mittel von 4,5% resultierte. Damit liegt Sie um 80 Basispunkte höher als im Vorjahr. Die Entwicklung ist auf die gestiegenen Projektentwicklungsaktivitäten als Reaktion auf den Büroflächenmangel vor Ausbruch der Corona-Pandemie zurückzuführen, die nun mit Zeitverzögerung den Vermietungsmarkt trifft. Für 2022 ist daher mit einer weiteren leichten Steigerung der Leerstandsquote in den Top-7-Standorten auf rund 5% zu rechnen. Das Niveau ist im historischen Vergleich immer noch sehr niedrig und führt nicht zu signifikanten negativen Mietpreiseffekten. Die Forderung nach neuen Flächenkonzepten, die auch mitunter ESG-Kriterien stärker erfüllen, führt eher zu einem weiteren Mietpreisanstieg. Insgesamt wird für 2022 mit einem Büroflächenumsatz von mehr als 3 Mio. qm gerechnet und somit einem leicht besseren Ergebnis als 2021. Auch im Logistikvermietungsmarkt wird 2022 erneut mit einem hohen Vermietungsumsatz geplant. Ausgehend von einem gegenüber dem Vorjahr um 28% gestiegenem Flächenumsatz auf 3,7 Mio. qm in den Top-8-Logistikmärkten in Deutschland zum Jahresende 2021 wird auch im Jahr 2022 eine weitere positive Mietentwicklung erwartet, angetrieben durch weitere Zuwächse im Bereich E-Commerce und "Onshoring" von Lieferketten. Für die DIC sehen wir in diesem Markt weitere Chance auf hohe Flächenumsätze in unserem betreuten Immobilienportfolio und die weitere Optimierung von wesentlichen Performancekennzahlen wie Vermietungsquoten und Mietwachstum auf Objekt- und Portfolioebene. Investmentmarkt 2022 Laut dem Beratungshaus Colliers International erreichte das gewerbliche Transaktionsvolumen in Deutschland im Jahr 2021 rund 60,1 Mrd. Euro. Insbesondere das vierte Quartal war mit 21,8 Mrd. Euro das zweitstärkste Abschlussquartal in den letzten zehn Jahren. Die dominierende Asset-Klasse war wie in den Vorjahren Büro, die einen Marktanteil von 51% erreichte. Auf Platz 2 landete nicht überraschend die stark nachgefragte Asset-Klasse Industrie und Logistik, die aufgrund des Nachfrageüberhangs nur ein Transaktionsvolumen von 9,2 Mrd. Euro erreicht hat und damit einen Marktanteil von 15%. Für 2022 ist davon auszugehen, dass im Zuge der Optimierung globaler Lieferketten auch in Deutschland wieder mehr Produktion stattfinden wird, zusätzlich zur treibenden Nachfrage aus den Bereichen E-Commerce und Gesundheitswesen. Das Maklerhaus JLL erwartet, dass die global vernetzten Industrieunternehmen sich angesichts der jüngsten Produktionsausfälle wieder mehr strategische Puffer aufbauen, um vorübergehende Lieferkettenunterbrechungen besser zu überstehen. Somit ist mit weiteren Wachstumspotenzialen in der Asset-Klasse Logistik zu rechnen. In 2022 ist daher mit einer anhaltend hohen Nachfrage zu rechnen, da sich einerseits die Konjunkturerholung durch die angebotsseitige Verknappung von Rohstoffen und Vorerzeugnissen verzögert und damit andererseits auch weiterhin mit einer andauernden Niedrigzinspolitik seitens der EZB zu rechnen ist, um die wirtschaftliche Erholung in den Ländern der Eurozone nicht zu gefährden. Weiterhin im Fokus der Anleger stehen Core-Objekte in Top-Lagen. Ergänzt werden die Investmentstrategien aber auch wieder zunehmend durch Core-Plus- oder Value-Add-Immobilien, die gute Aussichten auf die Hebung von Mietpotenzialen haben. Hinzu kommt die Nachfrage nach "grünen" Immobilien (Green Buildings) oder Immobilien mit "Manage-to-Green"-Potenzial. Trotz anhaltender Liquidität, hohem Anlagedruck und einem starkem Wettbewerb um Top-Produkte sieht JLL weiterhin keine Anzeichen für eine Preisblase am Investmentmarkt. Die Nachfrage übersteigt das Angebot in den Asset-Klassen Büro und Logistik. Das führt zu steigenden Mieten und auch zu einer weiteren Renditekompression. Mit Blick auf das Transaktionsvolumen ist wie in den beiden vorangegangenen Krisenjahren laut dem Maklerhaus Colliers erneut mit einem Volumen zwischen 55 und 60 Mrd. Euro zu rechnen. Bei einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum 2022 und dem Ausbleiben längerer Lockdowns könnte dies aber auch deutlich überschritten werden. Auf der Käuferseite ergeben sich aufgrund des stetigen Wachstums des Investorennetzwerks und der Immobilienplattform mit einem erweiterten Angebot an Logistik-investments weiterhin adäquate Chancen die Bekanntheit und den Marktanteil der DIC und ihrer Tochtergesellschaften im deutschsprachigen Immobilienmarkt und darüber hinaus in den angrenzenden Nachbarländer auszubauen. Erwartete Entwicklung der Leistungsindikatoren des DIC Asset AG Konzerns Wachstum in allen Geschäftsbereichen - auch international Ausgehend von dem hohen Transaktionsvolumen im letzten Geschäftsjahr und einem zum Jahresende verwalteten Immobilienvermögen von rund 11,5 Mrd. Euro rechnen wir für das Jahr 2022 mit einem weiteren Wachstum unserer Immobilienplattform im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt und erstmalig auch in angrenzenden Nachbarländer durch erste Logistikinvestments außerhalb Deutschlands. Seit der erfolgreichen Integration des auf Logistikimmobilien spezialisierten Investment- und Assetmanagers RLI Investors GmbH Anfang 2021 konnten wir wie geplant unsere Logistikinvestments zum Jahresende 2021 auf einen Anteil von rund 8% des Marktwerts der gesamten Plattform ausbauen. Der Anteil der Asset-Klasse Büro steht mit 72% gemessen am Marktwert der gesamten Plattform weiterhin im Fokus. Im Geschäftsjahr 2022 planen wir mit einem weiter steigenden Ergebnisbeitrag des Segments Institutional Business sowie Wachstum der Assets under Management in beiden Segmenten. Insgesamt wird für 2022 segmentübergreifend mit Transaktionen im Volumen zwischen 1,7 und 2,4 Mrd. Euro geplant. Mittelfristig planen wir, die Assets under Management auf rund 15 Mrd. Euro über alle Segmente auszubauen. In 2022 sind weitere Ankäufe in einer Gesamthöhe von rund 1,4 Mrd. bis 1,9 Mrd. Euro geplant. Akquisitionen in einer Spanne von 200 bis 300 Mio. Euro entfallen auf den Eigenbestand (Commercial Portfolio) und rund 1,2 Mrd. bis 1,6 Mrd. Euro auf das Institutional Business (Drittgeschäft), die wir sowohl für bestehende Mandate als auch im Rahmen von neuen Mandaten und Investmentvehikeln planen. Erwirtschaftung von Verkaufsgewinnen und Beteiligungserträgen nach erfolgter Wertschöpfung Auf den Transaktionsmärkten ist mit einer anhaltend hohen Nachfrage nicht zuletzt aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und weiteren Erholung der Konjunktur zu rechnen. Unter anderem aufgrund der in 2022 anhaltenden Niedrigzinsbedingungen und einer weiteren positiven Mietpreisentwicklung in den Büro- und Logistikmärkten schätzen wir unsere Chancen sehr hoch ein, die Potenziale der Immobilien im Commercial Portfolio sowie für unsere Kunden im Institutional Business weiter auszuschöpfen, indem wir in ausgewählte Immobilien investieren und diese teilweise neu entwickeln und repositionieren, Leerstände reduzieren, Mieterträge auf vergleichbarer Basis erhöhen und in Summe dadurch Wertsteigerungen generieren, die sich sowohl in den Mieteinnahmen des Commercial Portfolios als auch in den Managementerträgen aus der Betreuung von Immobilien im Institutional Business widerspiegeln. Ausgewählte Immobilien in allen Segmenten werden wir zu passenden Gelegenheiten auf den Markt bringen, um so attraktive Verkaufsgewinne, Beteiligungserträge und Immobilienmanagementgebühren zu realisieren und die von der DIC betreuten Portfolien strategisch weiter zu optimieren. Für unsere institutionellen Investoren können wir zusätzlich passende Investmentobjekte aus dem eigenen Bestand entwickeln und in die entsprechenden Investmentvehikel weiterplatzieren. Für 2022 planen wir daher mit gezielten Verkäufen über alle Segmente in einem Volumen von rund 300 bis 500 Mio. Euro . Davon entfallen rund 100 Mio. Euro auf das Commercial Portfolio und rund 200 bis 400 Mio. Euro auf das Institutional Business. Entwicklung des Commercial Portfolios Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten attraktive Liegenschaften zur Steigerung der Portfolioqualität erworben werden. Erfolgreich repositionierte Immobilien und nicht strategische Immobilien wurden unter anderem zur Realisierung der Wertsteigerung und weiteren Portfoliooptimierung verkauft. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine bis kaum pandemiebedingten Mietausfälle. Durch ein aktives und mieternahes Management konnten wir die erwarteten Miet-Cashflows insgesamt weiter steigern. Zusätzliche Mieteinnahmen verbuchten wir durch den Ankauf von Warehousing-Objekten, unter anderem durch den Erwerb des Uptown Tower im Juni 2021. Für das Geschäftsjahr 2022 planen wir mit weiteren Zukäufen für das Commercial Portfolio und streben dabei einen weiteren Ausbau unseres Portfolios an, das zum Bilanzstichtag einen Wert von rund 2,2 Mrd. Euro aufweist. Auf Basis des aktuellen Bestands, der geplanten Vermietungsleistung sowie unter Berücksichtigung weiterer bilanzwirksamer Ankäufe und Verkäufe im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir mit stabil bis leicht steigenden Bruttomieteinnahmen aus dem Commercial Portfolio in einer Spanne von 106 bis 109 Mio. Euro . Entwicklung des Institutional Business Die Assets under Management im Institutional Business sind 2021 um rund 22 % von 7,6 Mrd. Euro auf 9,3 Mrd. Euro angestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr werden weitere Immobilien in Höhe von über 0,5 Mrd. Euro übergehen, die bereits in 2021 oder früher für das Institutional Business oder Warehousing erworben wurden. Mit bereits hohen Eigenkapitalzusagen sind zudem die Grundlagen geschaffen, weitere Investments im laufenden Geschäftsjahr zu tätigen. Insbesondere im Bereich Logistik wollen wir die DIC-Immobilienplattform weiter ausbauen und streben Investments auch außerhalb Deutschlands an. Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Erträge aus dem Immobilienmanagement, die aus der laufenden Bewirtschaftung (Asset- und Propertymanagement und Development), aus Transaktionsgebühren für An- und Verkäufe und der Strukturierung von Investmentprodukten sowie aus Performancegebühren bei Übertreffen definierter Renditeziele resultieren. Für das Geschäftsjahr 2022 planen wir mit Erträgen aus dem Immobilienmanagement in Höhe von 105 bis 115 Mio. Euro. Erwartete Umsatz- und Ertragslage 2022 Aus unseren geplanten Aktivitäten im laufenden Geschäftsjahr, insbesondere aus dem geplanten Wachstum in allen Segmenten sowie durch das laufende aktive Management unseres Bestandsportfolios (Commercial Portfolios) und der betreuten Immobilien im Institutional Business planen wir ein Wachstum des operativen Ergebnisses in einer Spanne von 7–11%. Für die Funds from Operations rechnen wir mit einer Spanne von 115 bis 119 Mio. Euro im Jahr 2022. Unter der Bedingung, dass der geplante Erwerb der VIB Vermögen AG im Rahmen des angekündigten Übernahmeangebots stattfindet, rechnen wir mit einem leicht erhöhten FFO für 2022. Wesentliche Annahmen zur Geschäftsprognose Unsere Prognose basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen: Die Prognose berücksichtigt kein anorganisches Wachstum, beispielsweise durch den Erwerb oder die Übernahme von Unternehmen Anhaltend hohe Impfquote der Bevölkerung gegen Covid-19 in Deutschland, auch gegen zukünftige Virusvarianten Kein Ausbruch neuer bisher unbekannter Pandemien, die zu weiteren Verschärfungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen Globale Handelskonflikte weiten sich nicht deutlich aus Es treten keine stärkeren Zuspitzungen geopolitischer Spannungen auf Es tritt keine Staatsschuldenkrise in der Eurozone auf Es tritt kein Wiederaufflammen der Bankenkrise in der Eurozone auf Die deutsche Wirtschaft setzt ihre Erholung von der Corona-Pandemie weiter fort und erreicht ein Wirtschaftswachstum von 3,5–4% Weitere Frühindikatoren oder Konjunkturfaktoren wie die Arbeitslosenquote verschlechtern sich nicht signifikant Der Vermietungsmarkt und die -umsätze im Laufe des Geschäftsjahres 2022 sehen keine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr und erreichen das Normalniveau der Vorjahre vor Ausbruch der Corona-Pandemie Es tritt kein weiterer unerwarteter starker Anstieg der Inflation auf Es findet keine abrupte Abkehr oder nur moderate Anpassung der EZB von der Politik des günstigen Geldes statt In der Finanzierungspolitik der Kreditinstitute tritt keine wesentliche Verschärfung von Anforderungen ein, die sich hemmend auf das Transaktionsgeschehen auswirkt Es treten keine neuen, unvorhergesehenen, regulatorischen Änderungen und Verordnungen in Kraft, die entweder dauerhaft oder temporär gelten und zu massiven monetären Auswirkungen führen SONSTIGE ANGABEN JAHRESABSCHLUSS DER DIC ASSET AG Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die DIC Asset AG ist die Holding- und Managementgesellschaft des Konzerns. Die operativen Immobilienaktivitäten sowie das Management des Institutional Business werden im Wesentlichen über Tochtergesellschaften (Objektgesellschaften) organisiert. Die Vermögens- und Ertragslage der DIC Asset AG wird daher vor allem durch ihr Engagement bei den Beteiligungsgesellschaften bestimmt. Die Werthaltigkeit des Beteiligungsengagements ergibt sich aus der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaften (Objektgesellschaften) und ist insbesondere durch deren Immobilienvermögen bzw. Dienstleistungsvereinbarungen gesichert. Die DIC Asset AG erstellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftslage der DIC Asset AG ("DIC") als positiv. Unser Geschäftsmodell, die vollumfängliche Wertschöpfungskette von Immobilien für den Eigenbestand und institutionelle Investoren zu bedienen und dynamisch Werte zu schaffen hat sich auch in diesem nach wie vor durch die Covid-19-Pandemie beeinflussten Geschäftsjahr als sehr robust bewiesen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DIC in 2021 war im Wesentlichen geprägt durch die An- und Verkäufen im Segment Commercial Portfolio einschließlich der Warehousing-Aktivitäten, der Begebung unseres ersten Green Bonds mit einem Volumen von 400 Mio. Euro sowie der Ausgabe von Schuldscheindarlehen mit ESG-Link von insgesamt 280 Mio. Euro sowie dem weiteren signifikanten Wachstum im Segment Institutional Business. Die Beteiligungserträge der Beteiligungsgesellschaften des Commercial Portfolios resultiert insbesondere aus Transaktionsergebnissen, während sich die Beteiligungserträge der Beteiligungsgesellschaften des Institutional Business überwiegend aus transaktionsabhängigen Immobilienmanagementerträgen zusammen setzen. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von 60,7 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 73,8 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse lagen mit 39,0 Mio. Euro signifikant über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Strukturierung von Transaktionen für das Segment Institutional Business zurückzuführen, für die die DIC unmittelbar die Leistung erbracht hat. Daneben sind in den Umsatzerlösen im Wesentlichen Erlöse aus Beratungs- und Dienstleistungen an Tochtergesellschaften enthalten. Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs ist mit 16,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahrs (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 27,3 Mio. Euro um 11,0 Mio. Euro über dem Vorjahr (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro), was im Wesentlichen durch Kosten im Zusammenhang mit der Begebung des Green Bonds und den Schuldscheindarlehen mit ESG-Link in 2021 begründet ist. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungserträgen hat sich mit -1,2 Mio. Euro um 23,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr verbessert, was im Wesentlichen an den signifikant gestiegenen Umsatzerlösen liegt (Vorjahr: -24,7 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen resultierend aus unseren Anleihen und Schuldscheindarlehen betrugen 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro). Insbesondere aufgrund des im September emittierten Green Bonds über insgesamt 400,0 Mio. Euro und einem Kupon von 2,25% p.a. sowie der Begebung eines Schuldscheindarlehens mit ESG-Link im Volumen von 280 Mio. Euro und einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,77 % sind die Zinsaufwendungen insgesamt um 7,5 Mio. Euro gestiegen. Somit sind die in 2022 fälligen planmäßigen Tilgungen bereits gesichert. Der positive Saldo aus Zinsen gegenüber Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen sowie Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrug im Geschäftsjahr 21,0 Mio. Euro und ist somit um 3,6 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 24,6 Mio. Euro). Insgesamt erzielte die DIC erneut einen gestiegenen Jahresüberschuss in Höhe von 61,0 Mio. Euro (Vorjahr: 57,5 Mio. Euro). Damit haben wir erneut ein weiteres Geschäftsjahr trotz der anhaltenden Herausforderungen der Covid-19-Pandemie erfolgreich abgeschlossen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen erreichten zum Bilanzstichtag ein Volumen von 1.430,4 Mio. Euro und erhöhten sich somit um 442,7 Mio. Euro (+44,8 %). Hierfür war insbesondere die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der getätigten Ankäufe verantwortlich. Die Forderungen im Verbund- und Beteiligungsbereich erhöhten sich um 127,9 Mio. Euro (+21,7 %) auf 717,0 Mio. Euro. Die entsprechenden Verbindlichkeiten stiegen um 15,7 Mio. Euro auf 323,3 Mio. Euro. Insgesamt ist das Engagement in nahestehende Unternehmen bestehend aus Finanzanlagen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbund- und Beteiligungsbereich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von 1.269,2 Mio. Euro um 554,9 Mio. Euro auf 1.824,1 Mio. Euro gestiegen (+43,7 %). Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des sehr guten Jahresüberschusses sowie der erneut erfolgreich durchgeführten Aktiendividende um 23,7 Mio. Euro von 1.035,7 Mio. Euro auf 1.059,4 Mio. Euro (+2,2 %). Gegenläufig wirkte die gezahlte Bardividende im April 2021 in Höhe von 37,4 Mio. Euro. Das Fremdkapital stieg insbesondere aufgrund der Begebung der grünen Anleihe sowie der Aufnahme des Schuldscheindarlehens mit ESG-Link in Höhe von insgesamt 832,6 Mio. Euro auf 1.534,2 Mio. Euro. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist mit 40,9% robust auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 55,4 %). Zu Chancen und Risiken der DIC Asset AG verweisen wir auf den Risiko- und Chancenbericht des Konzerns. Die DIC Asset AG ist mittelbar von diesen Chancen und Risiken betroffen. Prognose für den Einzelabschluss der DIC Asset AG Für 2021 erwarteten wir ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres von 57,5 Mio. Euro. Dieses Ziel haben wir im Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis von 61,0 Mio. Euro geringfügig übertroffen, was überwiegend an außerordentlich guten Transaktionsergebnissen und -gebühren liegt. Für 2022 erwarten wir unter der Voraussetzung einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung im Laufe des Jahrs 2022, der Umsetzung der An- und Verkaufsziele des Konzerns und eines kontinuierlichen Wachstums im Institutional Business ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahrs. Wir erwarten, dass die kontinuierliche Dividendenpolitik auch im kommenden Jahr fortgeführt werden kann. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Prognosebericht des Konzerns ab Seite 129. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Der Vorstand hat einen gesonderten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt: „Wir erklären hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt oder vergütete. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen.“ Informationen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach den Vorschriften des IAS 24 finden sich im Anhang zum Konzernabschluss. Angaben zur Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Vergütungsbericht wiedergegeben. Übernahmerechtliche Angaben und Erläuterungen Die nachfolgenden Angaben nach §§ 289a, 315a HGB geben die Verhältnisse wieder, wie sie am Bilanzstichtag bestanden. Mit der nachfolgenden Erläuterung dieser Angaben wird gleichzeitig den Anforderungen eines erläuternden Berichts gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG entsprochen. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital in Höhe von 81.861.163,00 Euro besteht aus 81.861.163 auf den Namen lautenden nennbetragslosen Stammaktien (Stückaktien). Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG bestehen im Verhältnis zur Gesellschaft Rechte und Pflichten aus Aktien nur für und gegen den im Aktienregister Eingetragenen. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind etwaige von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Das Stimmrecht beginnt, wenn auf die Aktien die gesetzliche Mindesteinlage geleistet ist. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Hinsichtlich der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der DIC Asset AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wird auf die Angaben im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss verwiesen. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens einer Person. Für die Bestellung und Abberufung einzelner oder sämtlicher Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Sonderregelungen vor. Die Bestellung und Abberufung liegt in der Zuständigkeit des Aufsichtsrats. Dieser bestellt Vorstandsmitglieder für eine maximale Amtszeit von fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist – vorbehaltlich § 84 Abs. 1 Satz 3 AktG – zulässig. Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179, 133 AktG sowie §§ 9 Abs. 6 und 14 der Satzung. Die Satzung stellt keine weiteren Erfordernisse für Satzungsänderungen auf. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingend gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist zu Satzungsänderungen ermächtigt, die nur die Fassung betreffen. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Die Befugnisse des Vorstands der Gesellschaft, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, beruhen sämtlich auf entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung, deren wesentlicher Inhalt nachfolgend dargestellt wird. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweiligen Ermächtigungsbeschluss. > Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. März 2021 ermächtigt, mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. März 2026 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats über die Börse oder aufgrund eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. aufgrund einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Das Volumen des an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. der an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann begrenzt werden. Sofern bei einem öffentlichen Kaufangebot oder einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten das Volumen der angedienten Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen überschreitet, kann der Erwerb im Verhältnis der jeweils gezeichneten bzw. angebotenen Aktien erfolgen; das Recht der Aktionäre, ihre Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten anzudienen, ist insoweit ausgeschlossen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär sowie eine kaufmännische Rundung zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien können vorgesehen werden. Ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen. Das an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Kaufangebot bzw. die an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen vorsehen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden: (i) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. (ii) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder aufgrund eines Angebots an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der bar zu zahlende Kaufpreis den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien darf 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. (iii) Die Aktien können gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang von Zusammenschlüssen von Unternehmen, zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder von Ansprüchen auf den Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft veräußert werden. (iv) Die Aktien können zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend) verwendet werden, im Rahmen derer Aktien der Gesellschaft (auch teil- und wahlweise) zur Erfüllung von Dividendenansprüchen der Aktionäre eingesetzt werden. (v) Die Aktien können verwendet werden, um Bezugs- und Umtauschrechte zu erfüllen, die aufgrund der Ausübung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen entstehen, die von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften, an denen die DIC Asset AG unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben werden. Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien. Sie hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. > Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. März 2021 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 23. März 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu insgesamt 16.117.405,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Den Aktionären ist bei Ausnutzung des genehmigten Kapitals grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, – um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; – wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; – wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt; – soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, die von der Gesellschaft oder Konzerngesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionär zustehen würde. Der Vorstand hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung zum 31. Dezember 2021 keinen Gebrauch gemacht. > Bedingtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2025 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschreibungen“) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000.000,00 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 15.814.309,00 Euro nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen (zusammen auch „Anleihebedingungen“) zu gewähren. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen ist nur gegen Barzahlung möglich. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Schuldverschreibungen auszuschließen, – für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; – sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht (auch mit einer Wandlungspflicht) auf Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals entfällt. Auf diese Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder -pflichten aus Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser -Ermächtigung auf der Grundlage einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; – soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, die von der Gesellschaft oder Konzerngesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf Schuldverschreibungen in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionär zustehen würde; Die Anleiheemissionen können in Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber bzw. Gläubiger das Recht, ihre Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelanleihebedingungen in auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft umzutauschen. Das Wandlungsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine auf den Namen lautende Stückaktie der Gesellschaft. Es kann vorgesehen werden, dass das Umtauschverhältnis variabel ist. Das Umtauschverhältnis kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann gegebenenfalls eine in bar zu leistende Zuzahlung festgesetzt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber bzw. Gläubiger berechtigen, nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft zu beziehen. Die Optionsbedingungen können vorsehen, dass der Optionspreis ganz oder teilweise auch durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und ggf. eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Die Wandelanleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) vorsehen. Die Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen können das Recht der Gesellschaft bzw. des die Schuldverschreibung begebenden Konzernunternehmens vorsehen, den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung eines fälligen Geldbetrags neue Aktien oder eigene Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zu gewähren. Die Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen können ferner jeweils festlegen, dass im Falle der Wandlung bzw. Optionsausübung nach Wahl der Gesellschaft bzw. des die Schuldverschreibung begebenden Konzernunternehmens auch eigene Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft gewährt werden können. Ferner kann vorgesehen werden, dass die Gesellschaft bzw. das die Schuldverschreibung begebende Konzernunternehmen den Wandlungs- bzw. Optionsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern (auch teilweise) einen Geldbetrag zahlt. Zur Bedienung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 bis zum 7. Juli 2025 begeben werden, wurde das Grundkapital durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 um bis zu 15.814.309,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 15.814.309 neuen auf den Namen lautenden Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Der Vorstand hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen keinen Gebrauch gemacht. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die DIC Asset AG hat die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control-Klauseln) beinhalten. Die DIC Asset AG ist Partner mehrerer Joint Ventures mit Morgan Stanley Real Estate Funds (MSREF). Dem jeweiligen Joint-Venture-Partner wird im Fall eines „Change of Control“ das Recht eingeräumt, die Gesellschaftsanteile der DIC Asset AG an der jeweiligen Immobilieninvestition zum aktuellen Marktwert zu erwerben. Ein Fall von „Change of Control“ liegt insbesondere auch dann vor, wenn die Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA nicht mehr direkt oder indirekt mindestens 30 % der Aktien und Stimmrechte an der DIC Asset AG hält. Die Emissionsbedingungen der von der Gesellschaft begebenen Unternehmensanleihe 2017 (ISIN DE000A2GSCV5) mit einem Volumen von 180 Mio. Euro (fällig Juli 2022) sowie der von der Gesellschaft begebenen Unternehmensanleihe 2018 (ISIN DE000A2NBZG9) mit einem Volumen von 150 Mio. Euro (fällig Oktober 2023) sehen eine vorzeitige Rückzahlung nach Wahl des Gläubigers bei einem Kontrollwechsel vor. Danach hat jeder Gläubiger das Recht, aber nicht die Verpflichtung, von der DIC Asset AG die Rückzahlung oder, nach Wahl der DIC Asset AG, den Ankauf seiner Schuldverschreibungen durch die DIC Asset AG (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) insgesamt oder teilweise zu verlangen. Eine Ausübung des Wahlrechts durch einen Gläubiger wird für die jeweilige Unternehmensanleihe jedoch nur dann wirksam, wenn Gläubiger von jeweils mindestens 20 % des Gesamtnennbetrags der zu diesem Zeitpunkt jeweils noch ausstehenden Schuldverschreibungen die Ausübung des Wahlrechts erklärt haben. Ein Kontrollwechsel im Sinne der Emissionsbedingungen tritt ein, wenn die DIC Asset AG davon Kenntnis erlangt, dass (i) eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 WpÜG der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der DIC Asset AG geworden ist; oder (ii) eine Person die tatsächliche Kontrolle über die DIC Asset AG aufgrund eines Beherrschungsvertrags mit der DIC Asset AG gemäß § 291 AktG erlangt hat. Die Emissionsbedingungen der von der Gesellschaft begebenen Grünen Unternehmensanleihe 2021 (ISIN XS2388910270) mit einem Volumen von 400 Mio. Euro (fällig September 2026) sehen eine vorzeitige Rückzahlung nach Wahl des Gläubigers bei einem Gläubiger-Rückzahlungsereignis vor. Danach ist jeder Gläubiger berechtigt, aber nicht verpflichtet, von der DIC Asset AG die vollständige oder teilweise Rückzahlung oder, nach Wahl der DIC Asset AG, den Ankauf (oder die Veranlassung eines Ankaufs) seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Gläubiger-Rückzahlungsereignis tritt jedes Mal ein, wenn ein Kontrollwechsel eingetreten ist, in Bezug auf den eine Rating Abstufung erfolgt ist. Ein Kontrollwechsel tritt jedes Mal ein (unabhängig davon, ob die Geschäftsführung der DIC Asset AG zugestimmt hat), wenn eine oder mehrere Personen, die gemeinsam handeln (die „relevante(n) Person(en)“) oder ein oder mehrere Dritte, die im Auftrag der relevanten Person(en) handeln, zu irgendeiner Zeit unmittelbar oder mittelbar (i) 50 % oder mehr des Grundkapitals der DIC Asset AG oder (ii) eine solche Anzahl von Aktien der DIC Asset AG, auf die 50 % oder mehr der Stimmrechte entfallen, erwirbt bzw. erwerben oder hält bzw. halten. Weitere Angaben Die übrigen nach den §§ 289a, 315a HGB geforderten Angaben betreffen Verhältnisse, die bei der DIC Asset AG nicht vorliegen. Weder gibt es Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, noch Stimmrechtskontrollen durch am Kapital der Gesellschaft beteiligte Arbeitnehmer oder Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind. Auch sind dem Vorstand keine angabepflichtigen Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB für die Gesellschaft und den Konzern ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Aufsichtsrat und Vorstand berichten in dieser Erklärung auch über die Corporate Governance der Gesellschaft nach Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodexes. Angaben zu Unternehmensführungspraktiken Die DIC Asset AG misst der Corporate Governance im Unternehmen und im Konzern einen hohen Stellenwert bei. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Zu einer guten Corporate Governance gehört für die DIC Asset AG auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Der Vorstand stellt daher ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher (siehe dazu auch die Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht) und sorgt durch ein angemessenes, an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtetes Compliance-Management-System für die Einhaltung von Recht und Gesetz. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes wird nach Maßgabe der jährlichen Entsprechenserklärung entsprochen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Unternehmensinterne Kontroll-, Berichts- und Compliance-Strukturen werden kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Für den DIC Asset-Konzern besteht eine Compliance-Richtlinie, ein Compliance-Beauftragter überwacht die Einhaltung wesentlicher Compliance-Vorgaben und zusätzlich ist ein Hinweisgebersystem für die Meldung von Fehlverhalten und Verstößen eingerichtet. Nach Maßgabe der Compliance-Richtlinie werden die Mitarbeiter der DIC Asset AG und ihrer Tochtergesellschaften zu einem verantwortungsbewussten und rechtmäßigen Handeln verpflichtet. Dazu zählt die Wahrung der Grundsätze von Ethik und Integrität im Unternehmen, insbesondere die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, unternehmensinterner Richtlinien und selbst verordneter Wertvorstellungen. Im aktuellen Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht der DIC Asset AG sind die Eckpunkte der Compliance-Richtlinie beschrieben. Zudem verfügt der DIC Asset-Konzern mit einem Code of Conduct einen Leitfaden, nach dessen Maßgabe die Mitarbeiter der DIC Asset AG und ihrer Tochtergesellschaften ihre Handlungen und Entscheidungen vornehmen. So stellen wir sicher, dass das Leitbild und die Werte des DIC Asset-Konzerns im täglichen Handeln stets reflektiert werden. Die gleichen hohen rechtlichen und ethischen Standards, die der DIC Asset-Konzern sich selbst auferlegt hat, fordert er auch von seinen Geschäftspartnern. Hierzu wurde ein Geschäftspartnerkodex eingeführt, der das Fundament einer jeden Zusammenarbeit zwischen dem DIC Asset-Konzern und seinen Geschäftspartnern bildet und die rechtlichen sowie ethischen Anforderungen der Zusammenarbeit beschreibt. Die hier genannten Dokumente stehen auf der Website der DIC Asset AG unter https://www.dic-asset.de/unternehmen#Werte zum Download bereit. Aktuelle Entsprechenserklärung Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2021 mit der Erfüllung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes befasst. Die Beratungen mündeten in der Verabschiedung einer aktualisierten jährlichen Entsprechenserklärung vom 21. Dezember 2021, die auf der Website der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die DIC Asset AG den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 seit Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung entsprochen hat und entsprechen wird. Hiervon galten bzw. gelten künftig die folgenden Ausnahmen: › Der Kodex empfiehlt in Ziffer C.10 Satz 1, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein soll. Nach Ziffer C.7 des Kodexes soll bei der Beurteilung der Unabhängigkeit von der Gesellschaft und vom Vorstand unter anderem berücksichtigt werden, ob das Aufsichtsratsmitglied (i) aktuell oder in dem Jahr vor seiner Ernennung direkt oder als Gesellschafter oder in verantwortlicher Funktion eines konzernfremden Unternehmens eine wesentliche geschäftliche Beziehung mit der Gesellschaft oder einem von dieser abhängigen Unternehmen unterhält oder unterhalten hat und/oder (ii) dem Aufsichtsrat seit mehr als 12 Jahren angehört. Der Aufsichtsrat hat sich dazu entschlossen, die vom Kodex genannten formalen Indikatoren als maßgeblich für seine Beurteilung heranzuziehen und keine abweichende Einordnung vorzunehmen, wie es Ziffer C.8 des Kodexes ermöglichen würde. Ungeachtet des Umstands, dass der Aufsichtsratsvorsitzende aufgrund der vorgenannten formalen Indikatoren demnach als nicht unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand einzustufen wäre, hat der Aufsichtsrat keine Zweifel, dass er seinen Beratungs- und Überwachungsaufgaben uneingeschränkt nachkommen kann. Hinzu kommt, dass dem Aufsichtsrat im Übrigen eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehört; mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter einschließlich des Prüfungsausschussvorsitzenden ist unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand. › Abweichend von Ziffer D.5 des Kodexes wird kein Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats gebildet. Da dem aus sechs Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat nur Vertreter der Anteilseigner angehören und sich die bisherige Praxis der Ausarbeitung von Wahlvorschlägen im Gesamtaufsichtsrat als effizient erwiesen hat, sieht der Aufsichtsrat keine Notwendigkeit, einen Nominierungsausschuss zu bilden. › Abweichend von Ziffer G.1 erster und zweiter Spiegelstrich des Kodexes trifft das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder keine Festlegungen zur Bestimmung einer sogenannten „Ziel-Gesamtvergütung“, die der Gesamtvergütung für den Fall einer hundertprozentigen Zielerreichung (bezogen auf variable Vergütungsbestandteile) entspricht, und legt die relativen Anteile einzelner Vergütungsbestandteile an der Gesamtvergütung nicht in Bezug auf eine solche „Ziel-Gesamtvergütung“ fest. Nach dem am 24. März 2021 von der Hauptversammlung gebilligten Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder setzt sich deren variable Vergütung aus einer erfolgsabhängigen Jahrestantieme (STI) sowie aus Optionen auf virtuelle Aktien der Gesellschaft als aktienbasiertem Vergütungselement mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) zusammen. Hinsichtlich des STI legt der Aufsichtsrat im Rahmen der Erstellung des Jahresbudgets unternehmensbezogene und persönliche Jahresziele fest. Die konkrete Höhe der Zahlungen aus dem STI bei Erreichen der Jahresziele liegt im Ermessen des Aufsichtsrats und wird ex-post im Zusammenhang mit der Feststellung der Zielerreichung durch den Aufsichtsrat festgelegt. Zahlungen aus dem LTI hängen allein vom Aktienkurs ab; ein ex-ante vereinbarter „Zielbetrag“ ist somit auch für den LTI nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die variable Vergütungsstruktur für die Vorstandsmitglieder klar auf eine Verknüpfung von Leistung der Vorstandsmitglieder und Vergütungshöhe (Pay for Performance) ausgerichtet ist und die Ausgestaltung des aktienbasierten Vergütungselements zu einer verstärkten Angleichung der Interessen von Vorstandsmitgliedern und Aktionären beiträgt. Das strategische Ziel der langfristigen Wertsteigerung des Unternehmens wird durch diese Struktur gefördert. › Nach der Empfehlung in Ziffer G.2 des Kodexes soll für jedes Vorstandsmitglied jährlich dessen konkrete „Ziel-Gesamtvergütung“ festgelegt werden, die in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage des Unternehmens steht und die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe übersteigt. Entsprechend der aktienrechtlichen Vorgaben wird die Angemessenheit der Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder regelmäßig und bei Bedarf auch anlassbezogen (z.B. bei der Entscheidung über eine Vertragsverlängerung) überprüft. Wie erläutert, sieht das Vergütungssystem keine „Ziel-Gesamtvergütung“ im Sinne des Kodexes vor, sodass auch deren jährliche konkrete Festlegung entfällt. Nach Auffassung des Aufsichtsrats geben die Festlegung der Vergütungskonditionen im Vorstandsdienstvertrag und die nachträgliche Festlegung der Höhe der Zahlung aus dem STI hinreichend Raum, die Angemessenheit der Vorstandsvergütung durchgängig zu gewährleisten. › Nach der Empfehlung in Ziffer G.6 des Kodexes soll die langfristig orientierte variable Vergütung (LTI) den Anteil der Vergütung aus kurzfristig orientierten Zielen (STI) übersteigen, wobei der Kodex auf eine hundertprozentige Zielerreichung als Vergleichsbasis abstellt. Mit den gewährten Optionen auf virtuelle Aktien der Gesellschaft (LTI) ist eine langfristig orientierte Vergütungskomponente vorgesehen, die – eine entsprechende Aktienkursentwicklung vorausgesetzt – den überwiegenden Anteil der insgesamt gewährten variablen Vergütung ausmachen kann, ohne dass ein Überwiegen gegenüber der kurzfristig orientierten variablen Vergütung zwingend vorgegeben ist. Da weder im STI noch im LTI „Zielvergütungen“ vorgesehen sind, wird vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung in Ziffer G.6 des Kodexes erklärt. Unter Berücksichtigung der durch das Vergütungssystem vorgegebenen Anteile des STI (bis zu 35%) bzw. des LTI (bis zu 55%) an der Gesamtvergütung als dem voraussichtlichen jährlichen Aufwandsbetrag erachtet der Aufsichtsrat den langfristig orientierten Teil der variablen Vergütung als im Regelfall überwiegend und in jedem Fall hinreichend gewichtet. › Der Empfehlung in Ziffer G.7 Satz 1 des Kodexes, wonach der Aufsichtsrat für das bevorstehende Geschäftsjahr für jedes Vorstandsmitglied für alle variablen Vergütungsbestandteile die Leistungskriterien festlegen soll, die sich neben operativen vor allem an strategischen Zielsetzungen orientieren, wird insoweit nicht gefolgt, als im Rahmen der langfristig orientierten aktienkursorientierten Vergütungskomponente (LTI) neben der Abhängigkeit des Auszahlungsbetrags vom Börsenkurs keine weiteren Leistungskriterien festgelegt werden. Die Anknüpfung an den Börsenkurs trägt zu einer verstärkten Angleichung der Interessen von Vorstandsmitgliedern und Aktionären bei und das strategische Ziel der langfristigen Wertsteigerung des Unternehmens wird hierdurch gefördert. › Nach der Empfehlung in Ziffer G.10 Satz 1 des Kodexes soll die gewährte variable Vergütung überwiegend aktienbasiert gewährt oder in Aktien angelegt werden. Mit den gewährten Optionen auf virtuelle Aktien der Gesellschaft (LTI) ist eine aktienbasierte Vergütungskomponente vorgesehen. Wie bereits erläutert, ist es jedoch nicht zwingend vorgegeben, dass die aktienbasierte Vergütungskomponente den überwiegenden Anteil der variablen Vergütung ausmacht. Daher wird vorsorglich eine Abweichung von der Empfehlung in Ziffer G.10 Satz 1 des Kodexes erklärt. Unter Berücksichtigung der durch das Vergütungssystem vorgegebenen Anteile des STI an der Gesamtvergütung (bis zu 35%) bzw. des LTI (bis zu 55%) sieht der Aufsichtsrat eine hinreichende Aktienkursorientierung der variablen Vergütung gewährleistet. › Ziffer G.10 Satz 2 des Kodex empfiehlt, dass die Vorstandsmitglieder über die langfristige variable Vergütung erst nach vier Jahren verfügen können. Die als LTI gewährten Optionen auf virtuelle Aktien der Gesellschaft sehen eine an der Laufzeit des jeweiligen Vorstandsdienstvertrags orientierte Vesting-Periode vor, die im Regelfall drei bis fünf Jahre umfasst und nach deren Ablauf frühestens eine Optionsausübung möglich ist. Unter Berücksichtigung der Laufzeit des jeweiligen Vorstandsdienstvertrags kann die vom Kodex empfohlene Vier-Jahres-Frist daher auch unterschritten werden. Nach Auffassung des Aufsichtsrats trägt die grundsätzliche Orientierung der Vesting-Periode an der jeweiligen Bestellungsdauer hinreichend zur Anreizwirkung der aktienorientierten Vergütung bei. › Abweichend von Ziffer G.11 des Kodexes sehen das Vergütungssystem und die bestehenden Vorstandsverträge keine im Vorhinein vereinbarte Möglichkeit vor, außergewöhnlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen und eine variable Vergütung in begründeten Fällen einbehalten oder zurückfordern zu können (sogenannte Malus- und Clawback-Regelungen). Unter anderem die im Ermessen des Aufsichtsrats stehende nachträgliche Festlegung der Höhe der erfolgsabhängigen Jahrestantieme (STI) sowie die Begrenzung durch die im Vergütungssystem vorgesehene Maximalvergütung stellen nach Auffassung des Aufsichtsrats hinreichend wirksame Mittel dar, um etwaig aufgetretene außergewöhnliche Entwicklungen berücksichtigen zu können. Vertragliche Malus- und Clawback-Regelungen hält der Aufsichtsrat angesichts der im Fall einer Pflichtverletzung bestehenden gesetzlichen Ansprüche für nicht erforderlich. › Den Mitgliedern des Aufsichtsrats ist gemäß der Satzung eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, die aus der jährlichen Dividendenzahlung abgeleitet ist und damit möglicherweise von Ziffer G.18 des Kodexes abweicht, die eine Ausrichtung auf eine langfristige Unternehmensentwicklung empfiehlt. Die Dividendenzahlung ist eine wesentliche Erfolgsgröße für die Aktionäre. Wir sehen es als sachgerecht an, die Mitglieder des Aufsichtsrats nach Kriterien zu vergüten, die auch für die Aktionäre von Bedeutung sind. Frankfurt am Main, den 21. Dezember 2021 Vorstand und Aufsichtsrat der DIC Asset AG Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat Duale Führungsstruktur Die duale Führungsstruktur der DIC Asset AG als börsennotierte Aktiengesellschaft besteht aus Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Gremien sind personell und funktional streng voneinander getrennt und können so ihren unterschiedlichen Aufgaben unabhängig nachkommen. Dem Vorstand obliegt die eigenverantwortliche Leitung des Unternehmens, dem Aufsichtsrat die Überwachung. Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Im Interesse des Unternehmens und des Konzerns arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Dies garantiert die optimale Nutzung der fachlichen Kompetenz der Gremienmitglieder und beschleunigt Abstimmungsprozesse. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über Strategie, Planung, Risikolage und Risikomanagement, internes Kontrollsystem und Compliance sowie aktuelle Geschäftsentwicklungen. Auch zwischen den Sitzungen wird der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt. Der Vorstand nimmt die Leitungsaufgabe als Kollegialorgan wahr. Er bestimmt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist dabei an das konzernweite Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts sowie den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen verpflichtet. Die Vorstandsmitglieder tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet der Gesamtverantwortung führen die einzelnen Vorstandsmitglieder die ihnen zugewiesenen Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Geschäftsverteilung zwischen den Vorstandsmitgliedern ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt, und fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Für den Fall, dass der Vorstand aus mehr als zwei Mitgliedern besteht, gibt die Stimme der Vorsitzenden bei Stimmengleichheit den Ausschlag. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und beruft sie ab. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand bei der Leitung und Geschäftsführung des Unternehmens. Bei im Einzelnen definierten Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung wie beispielsweise umfangreicheren Investitionen ist nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats notwendig. Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls eine Geschäftsordnung gegeben. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat steht auf unserer Website im Abschnitt Unternehmen/Corporate Governance zur Verfügung. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden grundsätzlich in Sitzungen sowie mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Auf Anordnung des Aufsichtsratsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen gefasst werden, wenn kein Mitglied diesem Verfahren widerspricht. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Er führt bei Bedarf mit Investoren Gespräche über aufsichtsratsspezifische Themen. Einen Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2021 liefert der Bericht des Aufsichtsrats. Zusammensetzung der Gremien Der Vorstand der DIC Asset AG besteht aus vier Mitgliedern, mit Sonja Wärntges als Vorsitzender (Chief Executive Officer, CEO), auch zuständig für Asset-, Property- und Portfoliomanagement, Finanzen, Controlling, Marketing, PR, Nachhaltigkeit und Administration, Christian Bock, zuständig für das Institutional Business (Chief Institutional Business Officer, CIBO), Johannes von Mutius, zuständig für das Transaktionsgeschäft (Chief Investment Officer, CIO), und Patrick Weiden, zuständig für die Kapitalmarktaktivitäten sowie M&A (Chief Capital Markets Officer, CCMO). Weitere Angaben zum Vorstand sind im Konzernanhang unter sonstigen Angaben aufgeführt. Dem Aufsichtsrat gehören sechs Mitglieder an, die sämtlich von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat hat einen Vorsitzenden und zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden für eine Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird dabei nicht mitgerechnet. Die laufenden Amtszeiten enden aufgrund abweichender Bestellungstermine zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die konkrete personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 sowie die Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB sind im Konzernanhang auf sonstigen Angaben aufgeführt. Nachfolgeplanung für den Vorstand, Diversitätskonzept Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Bei der langfristigen Nachfolgeplanung werden neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodexes und der Geschäftsordnung auch die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand sowie das Diversitätskonzept für den Vorstand und ein Anforderungsprofil berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen und der genannten Vorgaben wird ein Idealprofil erarbeitet, auf dessen Basis der Aufsichtsrat eine engere Auswahl von verfügbaren Kandidaten vornimmt, mit denen strukturierte Gespräche geführt werden. Bei Bedarf wird der Aufsichtsrat bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und/oder der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt. Bei der Entscheidung über die Besetzung von Vorstandspositionen stellen die fachliche Qualifikation für das zu übernehmende Ressort, die Führungsqualitäten, die bisherigen Leistungen und erworbenen Fähigkeiten sowie Kenntnisse über das Unternehmen DIC Asset AG wesentliche Eignungskriterien dar. Der Aufsichtsrat verfolgt im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstands ein Diversitätskonzept im Wesentlichen bezogen auf folgende Aspekte: Die Mitglieder des Vorstands sollen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Mitglieder des Vorstands müssen mit der Branche der Gewerbeimmobilien vertraut sein. Zumindest einzelne Mitglieder des Vorstands sollen zudem über Kenntnisse bzw. Erfahrungen im Geschäftsfeld Funds/Asset- und Propertymanagement und im Bereich Kapitalmarkt und Finanzierung verfügen. Zumindest das das Ressort Finanzen verantwortende Vorstandsmitglied muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und einzelne Mitglieder des Vorstands sollen Erfahrung in der Führung eines mittelständischen Unternehmens mitbringen. Bei der Suche nach qualifizierten Persönlichkeiten für den Vorstand soll auch auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Es soll auch gewürdigt werden, inwiefern unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende fachliche Profile, Berufs- und Lebenserfahrungen sowie eine angemessene Vertretung beider Geschlechter der Vorstandsarbeit zugutekommen. Mitglied des Vorstands soll in der Regel nur derjenige sein, der das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Das Lebensalter der Vorstandsmitglieder soll daher bei der Bestellung ebenfalls berücksichtigt werden. Für den Anteil von Frauen im Vorstand hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 AktG Zielgrößen und Fristen zu deren Erreichung festgelegt, die nachfolgend dargestellt werden. Das Diversitätskonzept soll der Vorstandsarbeit insgesamt zugutekommen. Mit welcher Persönlichkeit eine konkrete Vorstandsposition besetzt werden soll, entscheidet der Aufsichtsrat im besten Unternehmensinteresse und unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls. Derzeit gehören dem Vorstand der DIC Asset AG vier fachlich und persönlich in unterschiedlichen Bereichen qualifizierte Mitglieder an, unter ihnen ein weibliches Mitglied, Frau Sonja Wärntges, als CEO. Dem Diversitätskonzept wurde nach Auffassung des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum genügt. Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung, Kompetenzprofil, Diversitätskonzept Der Aufsichtsrat hat Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt, die nach Maßgabe der Entsprechenserklärung die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes berücksichtigen. Diese Ziele beinhalten zugleich das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium sowie das vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung verfolgte Diversitätskonzept. Der Aufsichtsrat soll insgesamt über die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen in ihrer Gesamtheit mit der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Es soll gewährleistet sein, dass folgende Kenntnisse bzw. Erfahrungen zumindest bei einzelnen Mitgliedern im Aufsichtsrat vorhanden sind: (i) Vertrautheit mit der Branche der Gewerbeimmobilien, (ii) Kenntnisse im Geschäftsfeld Funds/Asset- und Propertymanagement, (iii) Kenntnisse im Bereich Kapitalmarkt und Finanzierung, (iv) Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung bei mindestens einem Aufsichtsratsmitglied und der Abschlussprüfung bei mindestens einem weiteren Aufsichtsratsmitglied, (v) Erfahrung in der Führung eines mittelständischen oder größeren Unternehmens. Dabei können sich individuelle Qualifikationen der einzelnen Mitglieder untereinander zur Erreichung dieses Ziels ergänzen. Auch die Unabhängigkeit und die Vermeidung von Interessenkonflikten sind wichtige Zielsetzungen: Dem Aufsichtsrat soll auf Anteilseignerseite eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern im Sinne von Ziffer C.6 des Deutschen Corporate Governance Kodexes angehören. Mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter soll unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand im Sinne von Ziffer C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodexes sein. Mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter soll unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär im Sinne von Ziffer C.9 des Deutschen Corporate Governance Kodexes sein. Auch in Bezug auf Interessenkonflikte folgt der Aufsichtsrat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes. Dem Aufsichtsrat soll kein Mitglied angehören, das eine Organfunktion oder Beratungsfunktion bei wesentlichen dritten Wettbewerbern der Gesellschaft oder des Konzerns ausübt. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören. Anforderungen an einzelne Aufsichtsratsmitglieder beinhalten: Zur Wahl in den Aufsichtsrat sollen in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Aufsichtsratsmitglieder sollen über unternehmerische bzw. betriebliche Erfahrung verfügen. Sie sollen in der Lage sein, die Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit der im Rahmen der Aufsichtsratsarbeit zu bewertenden Geschäftsentscheidungen sowie die wesentlichen Rechnungslegungsunterlagen, ggf. mit Unterstützung des Abschlussprüfers, zu beurteilen. Sie sollen die Bereitschaft zu ausreichendem inhaltlichen Engagement haben. Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt sicher, dass es den zu erwartenden Zeitaufwand zur ordnungsgemäßen Ausübung des Aufsichtsratsmandats aufbringen kann. Darüber hinaus können dem Aufsichtsrat Mitglieder angehören, die für internationale Anforderungen besonders qualifiziert sind. Angesichts der primären Fokussierung der DIC Asset AG auf den deutschen Immobilienmarkt wurde jedoch darauf verzichtet, den Aspekt der Internationalität als Zielvorgabe zu benennen. Bei der Suche nach qualifizierten Persönlichkeiten für den Aufsichtsrat soll auch auf Diversität geachtet werden. Es soll auch gewürdigt werden, inwiefern unterschiedliche, sich gegenseitig ergänzende fachliche Profile, Berufs- und Lebenserfahrungen sowie eine angemessene Vertretung beider Geschlechter im Gremium der Aufsichtsratsarbeit zugutekommen. Für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 AktG Zielgrößen und Fristen zu deren Erreichung festgelegt, die nachfolgend dargestellt werden. Die vorstehenden Ziele sollen der Aufsichtsratsarbeit insgesamt zugutekommen. Die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern berücksichtigt. Bei der Vorbereitung und Verabschiedung von Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird sich der Aufsichtsrat jeweils vom besten Unternehmensinteresse leiten lassen, an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hierbei die fachliche und persönliche Qualifikation des Kandidaten bzw. der Kandidatin in den Vordergrund stellen. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat der DIC Asset AG sechs fachlich und persönlich qualifizierte Mitglieder an, unter ihnen unter anderem Herr Prof. Dr. Ulrich Reuter als Finanzexperte in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfung und unabhängiger Vorsitzender des Prüfungsausschusses sowie Herr Prof. Dr. Gerhard Schmidt als weiterer Finanzexperte in dem Bereich Rechnungslegung und Mitglied des Prüfungsausschusses. Mit den Herren Prof. Dr. Ulrich Reuter, Eberhard Vetter, Michael Zahn und René Zahnd gehören dem Aufsichtsrat vier im Sinne von Ziffer C.7 DCGK von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängige Mitglieder an, die außerdem auch im Sinne von Ziffer C.9 DCGK unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sind. Mit mindestens vier sowohl von der Gesellschaft und vom Vorstand einerseits als auch vom kontrollierenden Aktionär andererseits unabhängigen Mitgliedern gehört dem Aufsichtsrat damit eine nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder auf Anteilseignerseite an. Auch im Übrigen werden die Zielvorgaben nach Einschätzung des Aufsichtsrats mit einer Ausnahme derzeit bereits erfüllt: der Zielvorgabe für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat wird derzeit zwar nicht genügt; der Aufsichtsrat berücksichtigt insoweit zur Erreichung auch dieser Zielvorgabe jedoch die von ihm gesetzte Frist. Festlegungen zu Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat, im Vorstand und in der Führungsebene unterhalb des Vorstands Die DIC Asset AG ist als börsennotierte und nicht mitbestimmte Gesellschaft gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat, im Vorstand und – soweit vorhanden – in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Mit Wirkung vom 1. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße von 1/6 (entsprechend rund 16,66 %) und im Vorstand von 25 % (1/4) beschlossen. Zur Erreichung dieser Zielgrößen wurde eine Frist bis 30. Juni 2022 bestimmt. Die Zielgröße für den Vorstand wird aktuell mit einer Quote von 1/4 (25 %) erreicht. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wird aktuell mit einer Quote von 0 % nicht erreicht. Bei Vorschlägen an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern berücksichtigt der Aufsichtsrat die von ihm für seine Zusammensetzung festgelegten Ziele und das Kompetenzprofil für den Gesamtaufsichtsrat, stellt allerdings die fachliche und persönliche Qualifikation des Kandidaten in den Vordergrund. Mit Beendigung der Hauptversammlung 2022 am 24. März 2022 läuft die Amtszeit von insgesamt drei Aufsichtsratsmitgliedern aus. Für die Wahlen zum Aufsichtsrat schlägt der Aufsichtrat unter anderem eine Kandidatin zur Wahl zum Aufsichtsratsmitglied vor. Bei erfolgreicher Wahl ist die geplante Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat fristgerechet erreicht. Mit Wirkung vom 1. Juli 2017 hat der Vorstand für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 15,38 % (2/13) und eine Frist für deren Erreichung bis zum 30. Juni 2022 beschlossen. Diese Zielgröße wird zum Berichtszeitpunkt mit einem Anteil von 15,79 % (3/19) übertroffen. Offenlegung von Interessenkonflikten Jedes Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte, die entstehen können, unter Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodexes offen. Im Vorstand sind im Geschäftsjahr 2021 keine Interessenkonflikte aufgetreten. Über etwaige dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 offengelegte Interessenkonflikte im Aufsichtsrat und deren Behandlung wird im Bericht des Aufsichtsrats berichtet. Einrichtung Prüfungsausschuss Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet, der das Gremium bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützt und diesem regelmäßig berichtet. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit den in § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG genannten Aufgaben, vor allem also mit der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der konzernweiten Compliance und schließlich der Abschlussprüfung: Er bewertet und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (auch unter Berücksichtigung der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen), beurteilt regelmäßig die Qualität der Abschlussprüfung und legt in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte fest. Der Prüfungsausschuss tagt vor allem anlassbezogen. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende drei Mitglieder an: – Prof. Dr. Ulrich Reuter (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) – Prof. Dr. Gerhard Schmidt – René Zahnd Die Mitglieder des Prüfungsausschusses verfügen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängig und verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Herr Prof. Dr. Gerhard Schmidt verfügt ebenfalls über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Immobiliensektor vertraut. Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses Der Aufsichtsrat beurteilt jährlich wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und der Prüfungsausschuss ihre Aufgaben erfüllen. Es werden extern erstellte, strukturierte Fragebögen genutzt, in deren Rahmen die Aufsichtsrats- und Ausschussmitglieder um Beantwortung von Fragen gebeten werden. Die Fragebögen beinhalten Themen der organisatorischen, personellen und inhaltlichen Leistungsfähigkeit des Gremiums sowie seines Ausschusses sowie zur Struktur und den Abläufen der Zusammenarbeit im Gremium und zur Informationsversorgung, insbesondere durch den Vorstand. Die Ergebnisse werden sodann gemeinsam im Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat hat zuletzt im Dezember 2021 eine Selbstbeurteilung vorgenommen. D&O-Versicherung Es besteht für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat eine Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung). In diesem Rahmen sind Schadensersatzansprüche der Gesellschaft, der Aktionäre oder Dritter versichert, die aufgrund von Sorgfaltspflichtverletzungen der Organe geltend gemacht werden können. Die Kosten für die Versicherung trägt die DIC Asset AG. Die Mitglieder des Vorstands sind im Versicherungsfall mit einem Selbstbehalt beteiligt Vergütungsbericht und Vergütungssystem Den Vergütungsbericht nach § 162 AktG für das Geschäftsjahr 2021, der Vermerk des Abschlussprüfers über die Prüfung des Vergütungsberichts, das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und die letzten Beschlussfassungen der Hauptversammlung über die Vergütungssysteme von Vorstand und Aufsichtsrat bzw. die Vergütung des Aufsichtsrats sind auf der Internetseite der DIC Asset AG im Bereich Investor Relations/Corporate Governance zugänglich. Directors‘ Dealings Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind gemäß Art. 19 Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) verpflichtet, Eigengeschäfte mit Anteilen oder Schuldtiteln der DIC Asset AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten der DIC Asset AG mitzuteilen (Directors‘ Dealings). Die Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit Organmitgliedern in einer engen Beziehung stehen. Eine Mitteilungspflicht bestand jedoch nicht, solange die Gesamtsumme der Geschäfte eines Organmitglieds oder der mit einem Organmitglied in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 20.000,00 Euro bis zum Ende des Kalenderjahres 2021 nicht erreichte. Im Geschäftsjahr 2021 wurden folgende Wertpapiertransaktionen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung gemeldet: Datum Emittent (ISIN) Meldepflichtige Person Geschäftsart Volumen 17.11.2021 DIC Asset AG (Aktie) DE000A1X3XX4 Sonja Wärntges Vorstand Kauf 15.300,00 EUR 17.11.2021 DIC Asset AG (Schuldtitel) XS2388910270 Sonja Wärntges Vorstand Kauf 97.098,00 EUR 24.09.2021 (Schuldtitel) XS2388910270 Sonja Wärntges Vorstand Kauf 99.049,00 EUR 22.09.2021 DIC Asset AG DE000A1X3XX4 Sonja Wärntges Vorstand Kauf 15.000,00 EUR 14.06.2021 DIC Asset AG (Aktie) DE000A1X3XX4 Eng verbundenes Unternehmen zu Prof. Dr. Gerhard Schmidt Aufsichtsrat Kauf 300.200,00 EUR 10.05.2021 DIC Asset AG (Aktie) DE000A1X3XX4 Sonja Wärntges Vorstand Kauf 14.270,00 EUR 20.04.2021 DIC Asset AG (Aktie) DE000A1X3XX4 Eng verbundenes Unternehmen zu Prof. Dr. Gerhard Schmidt Aufsichtsrat Erwerb von 210.481 Aktien durch Ausübung von Bezugsrechten im Rahmen der Aktiendividende für das Geschäftsjahr 2020 3.146.690,95 EUR Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 hielt die Vorstandsvorsitzende Sonja Wärntges insgesamt 12.475 Aktien (Vorjahr: 9.169 Aktien) und der Kapitalmarktvorstand Patrick Weiden insgesamt 6.200 Aktien (Vorjahr: 6.000 Aktien). Die Vorstände Christian Bock und Johannes von Mutius hielten an beiden Stichtagen keine Aktien der DIC Asset AG. Sonstige Angaben Aktionäre und Hauptversammlung In der Hauptversammlung nehmen die Aktionäre der DIC Asset AG ihre Rechte wahr. Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal jährlich statt. Jeder Aktionär, der im Aktienregister eingetragen ist und sich rechtzeitig anmeldet, ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, mit seinen im Aktienregister eingetragenen und angemeldeten Aktien abzustimmen und Fragen an den Vorstand zu stellen. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung durch einen Intermediär (z.B. ein Kreditinstitut), eine Aktionärsvereinigung, den oder die von der DIC Asset AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Die Gesellschaft ermöglicht die Verfolgung der Hauptversammlung oder Teilen davon über das Internet. Der Vorstand kann vorsehen, dass Aktionäre ihre Stimmen schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben und dass Aktionäre an der Hauptversammlung auch ohne Anwesenheit vor Ort teilnehmen und sämtliche oder einzelne ihrer Rechte ganz oder teilweise im Wege elektronischer Kommunikation ausüben können. Die ordentliche Hauptversammlung im Jahr 2021 wurde aufgrund der besonderen Umstände der Covid-19-Pandemie zum zweiten Mal als virtuelle Hauptversammlung nach Maßgabe des sogenannten Covid-19-Gesetzes durchgeführt. Transparente Kommunikation Wir berichten in jedem Quartal über den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und informieren unsere Aktionäre offen, zeitnah und transparent über das Geschäftsmodell der DIC Asset AG sowie über Neuigkeiten und Veränderungen. Die Kommunikation mit unseren Aktionären und Geschäftspartnern schildern wir detailliert im Kapitel „Investor Relations und Kapitalmarkt“. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die DIC Asset AG erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Empfehlungen der EPRA, der Einzelabschluss wird gemäß den Regelungen des HGB aufgestellt. Die Abschlüsse des Gesamtjahres werden vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer (derzeit: Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg) sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Die Quartalsfinanzinformationen und der vom Abschlussprüfer prüferisch durchgesehene Halbjahresfinanzbericht werden vor ihrer Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat macht auf Empfehlung des Prüfungsausschusses einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung. Zuvor erklärt der Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet. Der Abschlussprüfer führt auch eine formelle Prüfung des Vergütungsberichts nach § 162 Abs. 3 AktG durch. Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2001 Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DIC Asset AG und wurde nach Ausschreibung im Geschäftsjahr 2016 seitdem als Abschlussprüfer wiedergewählt. Verantwortlicher Abschlussprüfer ist seit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2015 (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015) Herr Wirtschaftsprüfer Karsten Luce. Neben Herrn Karsten Luce ist Herr Christian Landgraf für die Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks in Bezug auf den Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2021 vorgesehen. Die gesetzlichen Vorgaben und Rotationsverpflichtungen werden erfüllt. Risikomanagement Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Die DIC Asset AG hat deshalb ein systematisches Risikomanagement eingerichtet, welches dafür sorgt, dass Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und vorhandene Risikopositionen optimiert werden. Risikomanagement und Risikocontrolling werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Wesentliche Merkmale des Kontroll- und Risikomanagementsystems werden im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtergebnisrechnung Bilanz Kapitalflussrechnung Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember in TEUR Anhang Nr. 2021 2020 Bruttomieteinnahmen 1 108.390 100.695 Erbbauzinsen – 523 – 510 Erträge aus Betriebs- und Nebenkosten 2 23.211 22.135 Aufwendungen für Betriebs- und Nebenkosten 2 – 26.415 – 24.029 Sonstige immobilienbezogene Aufwendungen 3 – 13.447 – 16.070 Nettomieteinnahmen 91.216 82.221 Verwaltungsaufwand 4 – 21.518 – 19.077 Personalaufwand 5 – 38.096 – 30.280 Abschreibungen 6 – 42.986 – 38.774 Erträge aus Immobilienverwaltungsgebühren 7 101.225 79.722 Sonstige betriebliche Erträge 3.815 2.222 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1.802 – 1.852 Ergebnis sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen 2.013 370 Nettoerlös aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 8 139.337 116.324 Restbuchwert der verkauften als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 8 – 115.572 – 84.324 Gewinn aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 23.765 32.000 Ergebnis vor Zinsen und sonstigen Finanzierungstätigkeiten 115.619 106.182 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 9 6.524 11.370 Zinserträge 10 9.550 8.670 Zinsaufwand 10 – 59.257 – 36.760 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 72.436 89.462 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 – 19.447 – 14.128 Latente Steuern 11 5.396 – 2.222 Konzernergebnis 58.385 73.112 Ergebnisanteil Konzernaktionäre 57.795 70.013 Ergebnisanteil Minderheitenanteile 590 3.099 (Un)verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 12 0,71 0,88 * mit neuer Durchschnittsaktienanzahl gemäß IFRS Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember in TEUR 2021 2020 Konzernergebnis 58.385 73.112 Sonstiges Ergebnis Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Marktbewertung Sicherungsinstrumente Cashflow-Hedges 403 – 1.442 Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Gewinn/Verlust aus der Bewertung von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumenten 7.169 – 3.093 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 7.572 – 4.535 Gesamtergebnis 65.957 68.577 Konzernaktionäre 65.367 65.478 Minderheitenanteile 590 3.099 * nach Steuern Konzernbilanz zum 31. Dezember Aktiva Passiva in TEUR Anhang Nr. 12/31/2021 12/31/2020 Geschäfts- oder Firmenwert 13 190.243 177.892 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 14 1.756.660 1.599.987 Sachanlagen 15 12.520 14.575 Anteile an assoziierten Unternehmen 16 66.870 66.712 Ausleihungen an nahestehende Unternehmen 17 99.502 126.791 Beteiligungen 18 141.417 53.348 Immaterielle Vermögenswerte 19 44.423 17.766 Aktive latente Steuern 11 31.308 26.700 Langfristiges Vermögen 2.342.943 2.083.771 Forderungen aus dem Verkauf von Immobilien 0 1.283 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 22.281 27.658 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 21 19.886 18.643 Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22 33.612 18.212 Sonstige Forderungen 23 265.860 54.464 Sonstige Vermögenswerte 24 23.504 22.674 Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 25 546.911 371.404 912.054 514.338 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 26 238.653 126.059 Kurzfristiges Vermögen 1.150.707 640.397 Summe Aktiva 3.493.650 2.724.168 in TEUR Anhang Nr. 12/31/2021 12/31/2020 EIGENKAPITAL Gezeichnetes Kapital 27 81.861 80.587 Kapitalrücklage 27 896.290 878.789 Hedgingrücklage 27 – 2.445 – 2.848 Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Finanzinstrumente 27 8.851 1.682 Bilanzgewinn 27 144.380 142.996 Konzernaktionären zustehendes Eigenkapital 1.128.937 1.101.206 Minderheitenanteile 5.032 7.215 Summe Eigenkapital 1.133.969 1.108.421 SCHULDEN Unternehmensanleihen 28 539.586 326.494 Langfristige verzinsliche Finanzschulden 28 1.333.313 1.114.476 Passive latente Steuern 11 44.833 29.794 Derivate 29 5 23 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 30 2.910 5.002 Summe langfristiger Schulden 1.920.647 1.475.789 Unternehmensanleihen 28 179.494 0 Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 28 115.733 33.431 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31 4.029 2.306 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 21 17.470 16.187 Derivate 29 1.844 3.424 Verbindlichkeit aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32 26.082 21.297 Sonstige Verbindlichkeiten 33 55.116 63.313 399.768 139.958 Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 26 39.266 0 Summe kurzfristiger Schulden 439.034 139.958 Summe Schulden 2.359.681 1.615.747 Summe Passiva 3.493.650 2.724.168 Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember in TEUR 2021 2020 Laufende Geschäftstätigkeit Nettobetriebsgewinn vor gezahlten/erhaltenen Zinsen und Steuern 117.687 117.669 Realisierte Gewinne/Verluste aus Verkäufen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien – 23.765 – 32.000 Abschreibungen 42.986 38.774 Veränderungen der Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen – 49.342 – 14.732 Andere nicht zahlungswirksame Transaktionen 15.131 2.275 Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 102.697 111.986 Gezahlte Zinsen – 32.325 – 30.586 Erhaltene Zinsen 1.245 85 Gezahlte/erhaltene Steuern – 28.222 – 14.056 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 43.395 67.429 Investitionstätigkeit Erlöse aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 130.737 116.324 Erwerb von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien – 296.914 – 168.867 Investitionen in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien – 16.872 – 17.710 Erwerb/Verkauf anderer Investitionen – 355.091 1.899 Investitionen in Unternehmenserwerbe – 36.194 0 Darlehen an andere Unternehmen 7.700 473 Erwerb/Verkauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung; Software – 472 – 5.687 Cashflow aus Investitionstätigkeit – 567.106 – 73.568 Finanzierungstätigkeit Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 109.724 Einzahlungen aus Anleihen-/Schuldscheinbegebung 680.000 0 Rückzahlung Minderheitenanteile – 2.466 0 Einzahlungen von Darlehen 725.375 188.140 Rückzahlung von Darlehen – 649.832 – 230.074 Rückzahlung von Anleihen – 5.000 0 Leasingzahlungen – 2.839 – 2.826 Gezahlte Kapitaltransaktionskosten – 11.869 – 2.701 Gezahlte Dividenden – 37.363 – 35.956 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 696.006 26.307 Erwerbsbedingter Zugang im Finanzmittelfonds 3.212 0 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 172.295 20.168 Finanzmittelfonds zum 1. Januar 371.404 351.236 Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 546.911 371.404 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Hedging- rücklage Rücklage für als erfolgs- neutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Finanz- instrumente Bilanz- gewinn Konzern- aktionären zustehendes Eigenkapital Minderheiten- anteile Gesamt Stand am 31. Dezember 2020 80.587 878.789 – 2.848 1.682 142.996 1.101.206 7.215 1.108.421 Konzernergebnis 57.795 57.795 590 58.385 Sonstiges Ergebnis Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Gewinn/Verlust aus Cashflow-Hedges 403 403 403 Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Gewinn/Verlust aus der Bewertung von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumenten 7.169 7.169 7.169 Gesamtergebnis 0 0 403 7.169 57.795 65.367 590 65.957 Dividendenzahlung für 2020 – 56.411 – 56.411 – 56.411 Ausgabe von Aktien durch Barkapitalerhöhung 1.274 17.774 19.048 19.048 Ausgabekosten für Eigenkapitalinstrumente – 273 – 273 – 273 Veränderung Minderheitenanteile – 2.773 – 2.773 Stand am 31. Dezember 2021 81.861 896.290 – 2.445 8.851 144.380 1.128.937 5.032 1.133.969 * nach Berücksichtigung latenter Steuern Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Hedging- rücklage Rücklage für als erfolgs- neutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Finanz- instrumente Bilanz- gewinn Konzern- aktionären zustehendes Eigenkapital Minderheiten- anteile Gesamt Stand am 31. Dezember 2019 72.214 763.909 – 1.406 4.775 125.170 964.662 4.116 968.778 Konzernergebnis 70.013 70.013 3.099 73.112 Sonstiges Ergebnis Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Gewinn/Verlust aus Cashflow-Hedges – 1.442 – 1.442 – 1.442 Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können Gewinn/Verlust aus der Bewertung von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumenten – 3.093 – 3.093 – 3.093 Gesamtergebnis 0 0 – 1.442 – 3.093 70.013 65.478 3.099 68.577 Veränderung Konsolidierungskreis Dividendenzahlung für 2019 – 52.187 – 52.187 – 52.187 Ausgabe von Aktien durch Barkapitalerhöhung 8.373 117.581 125.954 125.954 Ausgabekosten für Eigenkapitalinstrumente – 2.701 – 2.701 – 2.701 Stand am 31. Dezember 2020 80.587 878.789 – 2.848 1.682 142.996 1.101.206 7.215 1.108.421 * nach Berücksichtigung latenter Steuern Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung siehe Nr. 27 im Anhang Anhang zum Konzernabschluss 2021 160 Unternehmensbezogene Informationen 160 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen der Abschlusserstellung160 – Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 160 – Neue Standards und Interpretationen161 – Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze162 Konsolidierung169 – Tochterunternehmen169 – Erwerb RLI in 2021170 – Assoziierte Unternehmen170 – Beteiligungen171 – Geschäfts- oder Firmenwert171 – Wertminderungen171 EPRA-Ergebnis171 173 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bruttomieteinnahmen 173 2. Erträge und Aufwendungen aus Betriebs- und Nebenkosten173 3. Sonstige immobilienbezogene Aufwendungen173 4. Verwaltungsaufwand173 5. Personalaufwand174 6. Abschreibungen174 7. Erträge aus Immobilienverwaltungsgebühren175 8. Gewinn aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien175 9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen175 10. Zinsaufwendungen und -erträge175 11. Ertragsteuern176 12. Ergebnis je Aktie, Net Asset Value (NAV) und NAV je Aktie178 179 Erläuterungen zur Bilanz 13. Geschäfts- oder Firmenwert179 14. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien179 15. Sachanlagen181 16. Anteile an assoziierten Unternehmen181 17. Ausleihungen an nahestehende Unternehmen184 18. Beteiligungen184 19. Immaterielle Vermögenswerte184 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen184 21. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen185 22. Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag185 23. Sonstige Forderungen185 24. Sonstige Vermögenswerte185 25. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand185 26 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte185 27. Eigenkapital186 28. Verzinsliche Finanzschulden190 29. Derivate191 30. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten192 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen192 32. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag192 33. Sonstige Verbindlichkeiten193 34. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten184 198 Erläuterung zur Kapitalflussrechnung 199 Segmentberichterstattung 201 Leasingverhältnisse 202 Berichterstattung zum Risikomanagement 206 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 207 Kapitalmanagement 208 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen208 Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen208 213 Sonstige Angaben 223 Anlagen Unternehmensbezogene Informationen Die DIC Asset AG („Gesellschaft“) und ihre Tochtergesellschaften („DIC“ oder „Konzern“) investieren direkt oder indirekt in deutsche Gewerbeimmobilien und sind im Bereich Portfolio-, Asset- und Propertymanagement tätig . Die Aktien der Gesellschaft sind im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und im Freiverkehr an den Börsenplätzen München, Düsseldorf, Berlin, Bremen, Hamburg, Stuttgart und Hannover notiert. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main (HRB 57679) eingetragene DIC Asset AG hat ihren Sitz in Frankfurt am Main, Neue Mainzer Straße 20 – MainTor, Deutschland . Der vorliegende Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 8. Februar 2022 zur Veröffentlichung freigegeben und vom Aufsichtsrat gebilligt. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde in Übereinstimmung mit den zum 31. Dezember 2021 gültigen International Financial Reporting Standards (einschließlich Interpretationen des IFRS IC), wie sie von der EU übernommen wurden, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind bestimmte Posten, wie beispielsweise derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2020 zugrunde lagen. Sofern Änderungen vorgenommen wurden, werden die Auswirkungen in den Erläuterungen zu den erstmals anzuwendenden Standards aufgeführt. Den Jahresabschlüssen der im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Auch auf Ebene der assoziierten Unternehmen der DIC Asset AG kommen grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2021) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (TEUR; Prozentangaben (%) etc.) auftreten. Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzernbilanz wird im Einklang mit IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) nach der Fristigkeitenmethode aufgestellt. Dabei werden Vermögenswerte, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert und Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig werden, grundsätzlich als kurzfristig ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Anlehnung an das von der European Public Real Estate Association (EPRA) vorgeschlagene Schema erstellt worden. Neue Standards und Interpretationen a) In der Berichtsperiode erstmals angewendete neue und überarbeitete Standards und Interpretationen Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden in der Berichtsperiode erstmalig angewandt: Standard Titel Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2) Änderungen an IFRS 4 Aufschub von IFRS 9 Änderungen an IFRS 16 Covid-19-bedingte Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 Diese Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss. b) Veröffentlichte und noch nicht angewendete neue und überarbeitete Standards und Interpretationen Bereits in EU-Recht übernommene neue und überarbeitete Standards und Interpretationen Von der EU bereits übernommene neue und geänderte Standards und Interpretationen, die für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2022 beginnen, gültig sind: Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 Jährliche Verbesserungen der IFRS – Zyklus 2018-2020 01.01.2022 Änderungen an IFRS 3 Verweis auf Rahmenkonzept 2018 01.01.2022 Änderungen an IAS 16 Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022 Änderungen an IAS 37 Belastende Verträge – Kosten der Vertragserfüllung 01.01.2022 IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023 Alle aufgeführten Standards werden von der Gesellschaft erst ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung angewendet. Für künftige Geschäftsjahre werden sich gemäß den durchgeführten Analysen keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung ergeben. Noch nicht in EU-Recht übernommene neue und geänderte Standards und Interpretationen Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Neuerungen wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen: Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 01.01.2023 Änderungen an IAS 1 und IFRS-Leitliniendokument 2 Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 01.01.2023 Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungsänderungen 01.01.2023 Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 01.01.2023 Änderungen an IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen 01.01.2023 Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit verschoben Alle aufgeführten Standards werden von der Gesellschaft erst ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung angewendet. Die Auswirkungen der noch nicht in EU-Recht übernommenen Änderungen bzw. Neuerungen auf den Konzernabschluss der DIC Asset AG werden aktuell noch untersucht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
 Erlöserfassung Der Konzern erzielt einen wesentlichen Teil seiner Umsatzerlöse aus der langfristigen Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Form von Bruttomieteinnahmen. Die Bilanzierung dieser Erlöse richtet sich nach IFRS 16 Leasingverhältnisse und unterliegt nicht den Vorschriften von IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“. Die Mieterträge aus Operating-Leasing-Verhältnissen bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und aufgrund des Geschäftsmodells unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Es handelt sich somit um zeitraumbezogene Umsatzerlöse. Von der Leasingkomponente in Form der Nettokaltmiete sind die Nichtleasingkomponenten zu trennen. Dies betrifft insbesondere die Serviceleistungen, die als Betriebs- und Nebenkosten abgerechnet werden. Diese werden unter den Erträgen aus Betriebs- und Nebenkosten ausgewiesen. Die Betriebskostenbestandteile unterliegen der Bilanzierung nach IFRS 15 unter Anwendung des 5-Schritte-Modells, wonach mit dem Übergang der Verfügungsgewalt von der DIC Asset AG auf den Kunden zeitpunkt- oder zeitraumbezogen nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung Erlöse in der Höhe erfasst werden, auf den der Konzern erwartungsgemäß Anspruch hat. Die Erlöse aus den Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen werden gemäß IFRS 15 brutto ausgewiesen, da die DIC Asset AG für die originäre Leistungsverpflichtung die primäre Verantwortung trägt und somit als Prinzipal agiert. Erlöse aus dem Verkauf von Immobilien werden zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Verfügungsgewalt auf den Käufer übertragen wurde. In Abhängigkeit vom jeweiligen Kaufvertrag stimmt der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung regelmäßig mit dem Zeitpunkt der Lieferung oder Abnahme überein, was dem Zeitpunkt des Übergangs von Besitz, Nutzen und Lasten entspricht. Dieser tritt regelmäßig bei Zahlung des Kaufpreises ein. Es handelt sich um einen zeitpunktbezogenen Umsatzerlös. Die DIC Asset AG erbringt zudem Dienstleistungen im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen, die unter den Erträgen aus Immobilienverwaltungsgebühren ausgewiesen werden. Die Verträge sagen gegenüber dem Kunden mehrere eigenständig abgrenzbare (Dienst)-Leistungen zu. Einige der identifizierten Leistungsverpflichtungen werden zeitraumbezogen nach IFRS 15.35(a) und einige werden zeitpunktbezogen erfüllt. Umsatzerlöse aus projektbezogenen Leistungen im Rahmen von Refurbishments werden dann zeitraumbezogen erfasst, wenn dem Kunden der Nutzen aus der Dienstleistung zufließt, während diese erbracht wird. Der Leistungsgegenstand umfasst im Wesentlichen die kaufmännische Abwicklung sowie kaufmännische Betreuung von Bauprojekten, insbesondere bei der Planung, Entwicklung und Vermietung von Projektgrundstücken. Diese Erlöse werden ebenso unter den Erträgen aus Immobilienverwaltungsgebühren ausgewiesen. Zinserträge realisiert die Gesellschaft zeitproportional unter Berücksichtigung der Restschuld und des Effektivzinssatzes über die Restlaufzeit. Dividendenerträge vereinnahmt die DIC Asset zu dem Zeitpunkt, zu dem das Recht auf den Erhalt der Zahlung entsteht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten oder erstellt werden, werden als „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ (Investment Properties) klassifiziert. Sie werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Bei der Folgebewertung wird das Anschaffungskostenmodell nach IAS 40.56 gewählt. Dabei werden die Investment Properties nach den Vorschriften des IAS 16 bewertet, d. h. zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen sowie Zuschreibungen. Fremdkapitalkosten werden, sofern sie direkt dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, über den Zeitraum aktiviert, in dem im Wesentlichen alle Arbeiten abgeschlossen sind, um den qualifizierten Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf herzurichten. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen. Andernfalls werden die Fremdkapitalkosten unmittelbar im Aufwand erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Gebäude werden linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sie werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Für die Abschreibung der Gebäude werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: in Jahren Nutzungsdauer Wohnhäuser 60 Bürogebäude, Büro- und Geschäftshäuser, Hotelgebäude 50 Kauf- und Warenhäuser, Einkaufspassagen, SB-Märkte 40 Parkhäuser, Tiefgaragen 40 Die Immobilien der Gesellschaft werden grundsätzlich als Finanzinvestition behandelt, da der reine Handel mit Immobilien nicht als Teil der Geschäftstätigkeit anzusehen ist. Aufgrund der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sind die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Anhang anzugeben (siehe Textziffer 14). Die Bewertung erfolgt durch unabhängige Sachverständige und wird in Übereinstimmung mit den internationalen Bewertungsstandards (IVS) durchgeführt. Der beizulegende Zeitwert wird insbesondere auf der Grundlage von diskontierten künftigen Einnahmeüberschüssen nach der Discounted-Cashflow-Methode oder, sofern verfügbar anhand von Kaufvertragsangeboten, Vergleichs- bzw. Marktpreisen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Nettowert, das heißt nach Abzug von Transaktionskosten, die ein tatsächlicher Erwerb auslösen könnte. Sachanlagen Unter den Sachanlagen werden neben der Betriebs- und Geschäftsausstattung und selbst genutzte Immobilien auch die gem. IFRS 16 zu bilanzierenden Nutzungsrechte unserer Leasingverträge erfasst, bei denen wir als Leasingnehmer auftreten. Die Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge. Weitere Ausführungen hierzu finden Sie in den Abschnitten Sachanlagen (S. 181) und Leasingverhältnisse (S. 201). Die selbst genutzten Immobilien und die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen Nutzungsdauern für die Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen in der Regel zwischen drei und 13 Jahren, für Immobilien 50 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Eine Überprüfung auf Wertminderungsbedarf findet statt, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert nicht mehr erzielbar erscheint. Software für kaufmännische Anwendungen wird über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Konzessionen und sonstigen Rechten beträgt in der Regel zehn Jahre. Dienstleistungsverträge und Marken werden über einen Zeitraum zwischen 4 bis 12 Jahren abgeschrieben. Es gibt keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte. Anteile an assoziierten Unternehmen Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat, aber keine Kontrolle ausüben kann; in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor. Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten in der Konzernbilanz angesetzt, die in den Folgejahren um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten Unternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung erfolgt lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen ist bzw. Zahlungen an Stelle des assoziierten Unternehmens leistet. Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in diesem Abschluss unter Verwendung der Equity-Methode einbezogen, außer wenn die Anteile als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden. In diesem Fall wird nach Maßgabe von IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“ bilanziert. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investitionen in assoziierte Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag als Wertminderung erfasst und entsprechend dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen zugewiesen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn die folgenden beiden Kriterien erfüllt sind: Das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Finanzinstrumente ist auf deren Halten ausgerichtet, um die zugrundeliegenden vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen (Geschäftsmodellkriterium) und die hieraus erzielten vertraglichen Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag (Zahlungsstromkriterium). Die Folgewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unterliegt den Vorschriften für Wertminderungen gem. IFRS 9.5.5ff. Sofern das Geschäftsmodellkriterium und/oder das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt sind, wird eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Diese erfolgt in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Klassifizierungsregelungen des IFRS 9.4.1 entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral. Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterliegen ebenfalls den Wertminderungsregelungen des IFRS 9.5.5ff. Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Vertragsvermögenswerte gem. IFRS 15, Leasingforderungen, Kreditzusagen sowie finanzielle Garantien unterliegen dem Wertminderungsmodell i.S.v. IFRS 9.5.5. Danach erfasst der Konzern für diese Vermögenswerte eine Wertminderung auf Basis der erwarteten Kreditverluste. Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen und den erwarteten Zahlungsströmen, bewertet zum Barwert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Die erwarteten Zahlungsströme beinhalten auch Erlöse aus Sicherungsverkäufen und sonstigen Kreditsicherheiten, die integraler Bestandteil des jeweiligen Vertrages sind. Erwartete Kreditverluste werden grundsätzlich in drei Stufen erfasst. Für finanzielle Vermögenswerte, für die sich keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos seit dem erstmaligen Ansatz ergeben hat, wird die Wertberichtigung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen (Stufe 1). Im Falle einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird der erwartete Kreditverlust für die verbleibende Laufzeit des Vermögenswerts ermittelt (Stufe 2). Der Konzern unterstellt grundsätzlich, dass eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt, sofern eine Überfälligkeit von 30 Tagen vorliegt. Dieser Grundsatz kann widerlegt werden, wenn im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen darauf hinweisen, dass sich das Kreditrisiko nicht erhöht hat. Sofern objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind die zugrundliegenden Vermögenswerte der Stufe 3 zuzuordnen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern den vereinfachten Ansatz gem. IFRS 9.5.15 an. Danach wird die Wertberichtigung stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Für weitere Details zur Ermittlung der Wertminderungen siehe die Berichterstattung zum Risikomanagement. Für die übrigen Vermögenswerte, die im Anwendungsbereich des geänderten Wertminderungsmodells von IFRS 9 sind und die dem allgemeinen Ansatz unterliegen, werden zur Bemessung der erwarteten Verluste finanzielle Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale entsprechend zusammengefasst bzw. individuelle Ausfallinformationen sowie bestehende Sicherheiten herangezogen. Der Konzern unterstellt grundsätzlich einen Ausfall, wenn die vertraglichen Zahlungen um mehr als 90 Tage überfällig sind. Zusätzlich werden in Einzelfällen auch interne oder externe Informationen herangezogen, die darauf hindeuten, dass die vertraglichen Zahlungen nicht vollständig geleistet werden können. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründbare Erwartung über die zukünftige Zahlung besteht. Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Termingeldanlagen, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und als kurzfristig ausgewiesen. Als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird und deren Veräußerung das Management zugestimmt hat. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte oder um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, werden gemäß IFRS 5.38 als „Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden“ ebenfalls gesondert von den anderen Schulden in der Bilanz ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nach ihrer Einstufung in diese Gruppe nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die Zinsen und Aufwendungen, die den Schulden dieser Gruppe hinzugerechnet werden können, werden gemäß IFRS 5.25 weiterhin erfasst. Rückstellungen Alle Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt, zu deren Erfüllung ein Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, soweit eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden mit ihrem Barwert der erwarteten Ausgaben angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Anteilsbasierte Vergütungen Die Bilanzierung der im Konzern ausgegebenen aktienkursorientierten Vergütungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“. Bei den „virtuellen Aktienoptionen“ handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich, die zu jedem Bilanzstichtag mit dem Fair Value bewertet werden. Der Vergütungsaufwand wird unter Berücksichtigung der innerhalb der Wartezeit zeitanteilig erbrachten Arbeitsleistung ratierlich angesammelt und erfolgswirksam bis zur Unverfallbarkeit erfasst. Verbindlichkeiten Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen vor allem die Anleihen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert. Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt der Konzern bei der Ermittlung des Buchwerts nur, soweit die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, sofern die Fälligkeit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag liegt. Latente Steuern Latente Steuern werden auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Die ermittelten Differenzen werden grundsätzlich immer angesetzt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile in Folgejahren auch realisiert werden können. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht oder wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Für die Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand oder -ertrag, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Laufende Ertragsteuern Die Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Bei der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze herangezogen, die zum Abschlussstichtag gelten. Soweit ersichtlich, wurde in ausreichendem Umfang Vorsorge für Steuerverpflichtungen (Steuerrückstellungen) gebildet. Dabei wurden eine Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise die Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie Erfahrungen der Vergangenheit zugrunde gelegt. Derivative Finanzinstrumente Die DIC Asset AG setzt im Rahmen der aktiven Sicherung von Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps und Caps ein. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser ermittelt sich durch die Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontraktes auf Basis aktueller Zinsstrukturkurven. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Entstehungstag. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden Derivate zur Zinssicherung im Rahmen einer Sicherungsbeziehung als Cashflow-Hedge bilanziert, wenn es sich um die Absicherung von Zahlungsströmen handelt. Bei Abschluss der Transaktion dokumentiert der Konzern die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrundeliegende Strategie. Darüber hinaus findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend in Folge eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme der Grundgeschäfte kompensieren. Der wirksame Teil der Marktwertänderungen von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges designiert sind, wird über das sonstige Ergebnis in der Rücklage für Cashflow-Hedges im Eigenkapital erfasst. Der Gewinn oder Verlust der unwirksamen Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital erfasste Beträge werden in der Periode als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert wird oder das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für Hedge-Accounting erfüllt, so verbleibt der kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die zugrunde liegende Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die kumulierten Gewinne oder Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Bewegungen in der Rücklage für Cashflow-Hedges im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. In Einzelfällen setzt die DIC Asset Derivate zur Sicherung des beizulegenden Zeitwerts ein (Fair Value-Hedge). Bei Abschluss der Transaktion dokumentiert der Konzern die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel des Risikomanagements sowie die zugrunde liegende Strategie. Darüber hinaus findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend in Folge eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen der Zahlungsströme der Grundgeschäfte kompensieren. Der Gewinn oder Verlust aus Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Fair Value-Hedges designiert sind, wird erfolgswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von erfolgsneutral bewerteten Eigenkapitalinstrumenten werden die Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Sicherungsgewinn oder -verlust aus dem Grundgeschäft führt zu einer Anpassung des Buchwerts des gesicherten Grundgeschäfts und wird grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Im Falle eines erfolgsneutral bewerteten Eigenkapitalinstruments werden die entsprechenden Wertänderungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge werden zu keinem Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivate, die nicht die Kriterien einer Sicherungsbeziehung (Hedge-Accounting) erfüllen, werden entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 als ergebniswirksam zu beizulegenden Zeitwert (Financial asset measured at fair value through profit or loss) bzw. als Financial Liabilities measured at fair value through profit or loss (FLFVtPL) klassifiziert. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden hier direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasingverhältnisse Die bilanzielle Behandlung von Leasingverhältnissen erfolgt nach den Vorgaben von IFRS 16. > Konzern als Leasinggeber Als Leasinggeber klassifiziert der Konzern seine Leasingverträge entweder als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle mit dem Eigentum am zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen überträgt. Andernfalls folgt die Klassifizierung als Operating-Leasingverhältnis. Der Konzern weist das Leasingobjekt im Falle eines Operating-Leasing, sofern es sich nicht in den Anwendungsbereich von IAS 40 fällt, als Vermögenswert im Sachanlagevermögen aus. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Mieterträge werden linear über die Leasinglaufzeit erfolgswirksam erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Tritt der Konzern als Leasinggeber im Rahmen eines Finanzierungsleasings auf, wird eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis erfasst. > Konzern als Leasingnehmer Für alle neuen Verträge, die am oder nach dem 1. Januar 2019 wirksam werden, prüft der Konzern, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Die Regelungen des IFRS 16 werden jedoch durch Ausübung des entsprechenden Wahlrechts nicht auf Nutzungsrechte an immaterielle Vermögenswerten angewandt. Ein Leasingverhältnis ist definiert als ein Vertrag oder Teil eines Vertrages, der das Recht einräumt, einen Vermögenswert (den zu Grunde liegenden Vermögenswert) für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt zu nutzen. Zur Anwendung dieser Definition beurteilt der Konzern, ob der Vertrag die folgenden drei Voraussetzungen erfüllt: Der Vertrag bezieht sich auf einen identifizierten Vermögenswert, der entweder im Vertrag ausdrücklich gekennzeichnet oder implizit spezifiziert wird und so als identifiziert gelten kann. Der Konzern hat das Recht, im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des identifizierten Vermögenswerts während der gesamten Nutzungsdauer unter Berücksichtigung seiner Rechte im Rahmen des definierten Vertragsumfangs zu ziehen. Der Konzern hat das Recht, die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes während des gesamten Nutzungszeitraums zu bestimmen. Bei Mehrkomponentenverträgen wird jede separate Leasingkomponente getrennt bilanziert. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Trennung dieser Komponenten zu verzichten. Zum Bereitstellungsdatum des Leasinggegenstandes erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit in der Bilanz. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts entsprechen im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit berichtigt um die anfänglichen direkten Kosten des Konzerns, einer Schätzung der Kosten für die Demontage und den Ausbau des Vermögenswertes am Ende des Leasingverhältnisses sowie den vor Beginn des Leasingverhältnisses geleisteten Leasingzahlungen abzgl. etwaiger Leasinganreize. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden, unter Anwendung des dem Leasingverhältnisses zugrunde liegenden Zinssatzes oder, wenn dieser nicht verfügbar ist, des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich zusammen aus festen Zahlungen (einschließlich de facto festen Zahlungen), variablen Zahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, voraussichtlich erwarteter Zahlungen im Rahmen von Restwertgarantien sowie Zahlungen, die im Rahmen von Kaufoptionen mit hinreichender Sicherheit anfallen werden. Zudem werden auch Strafzahlungen für eine Kündigung berücksichtigt, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird und entsprechende Strafzahlungen vereinbart wurden. Änderungen der Leasingverhältnisse und Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen das Nutzungsrecht erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf Null reduziert ist oder diese aufgrund einer teilweisen Beendigung des Leasingverhältnisses resultiert. Der Konzern schreibt die Nutzungsrechte i.d.R. vom Beginn des Leasingverhältnisses bis zu dem früheren Zeitpunkt aus dem Ende der Nutzungsdauer des Leasinggegenstands oder bis zum Ende der Vertragslaufzeit linear ab. Eine etwaige längere Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes wird als Grundlage für die Abschreibungsdauer dann herangezogen, wenn ein Übergang des Eigentums (z.B. durch Ausübung einer Kaufoption) am Ende der Leasinglaufzeit unterstellt wird. Der Konzern führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren zudem Werthaltigkeitsprüfungen durch. Bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (short term leases) und Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (low value leases) werden die zugehörigen Zahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In der Bilanz werden Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten unter den Sachanlagen bzw. den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Währungsumrechnung Die funktionale Währung sämtlicher konsolidierter Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen ist der Euro. Bilanzposten in fremder Währung gibt es nicht. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der DIC Asset AG entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der während des Jahres im Umlauf befindlichen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. Aus dem bestehenden genehmigten Kapital kann sich zukünftig ein Verwässerungseffekt ergeben. Schätzungen und Beurteilungen bei der Bilanzierung Bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie von Eventualforderungen und Eventualschulden auswirken. Die wesentlichen von Annahmen und Schätzungen betroffenen Sachverhalte beziehen sich auf: die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von Vermögenswerten des Anlagevermögens, die Ermittlung abgezinster Cashflows sowie des Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssatzes im Rahmen von Impairment-Tests, Zeitwertermittlungen und Barwertermittlungen der Mindestleasingzahlungen, den maßgeblichen Diskontierungszinssatzes sowie der Laufzeit von Leasingverhältnissen unter Berücksichtigung von bestehenden Kündigungs- und Verlängerungsoptionen, die Bestimmung des Zeitpunktes und der Höhe der Umsatzrealisierung nach den Grundsätzen des IFRS 15, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die zukünftige Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge. Sämtliche Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend neu bewertet. Sie basieren auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und weiteren Erkenntnissen, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die tatsächlichen Werte können in zukünftigen Perioden von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen und zu erheblichen Anpassungen des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Konsolidierung Tochterunternehmen Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Gesellschaft die Fähigkeit besitzt, die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach zu beeinflussen. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmen beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, und erstreckt sich bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst. Der Konzern nimmt eine Neubeurteilung vor, ob die Gesellschaft ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter: den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber; potenzielle Stimmrechte der Gesellschaft, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien; Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Gesellschaft die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen zu bestimmen. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, sofern es sich um einen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 handelt. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt und mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach einer erneuten Überprüfung direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen in die GuV umgegliedert. Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Ermessensentscheidungen im Zusammenhang mit der Beurteilung der Beherrschung bestehen nicht, da der Konzern in allen Fällen über den überwiegenden Teil der Stimmrechte verfügt (siehe Kapitel Übersichten). Zum 31. Dezember 2021 wurden neben der DIC Asset AG insgesamt 193 (Vorjahr: 177) Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (siehe Anlage 1 des Anhangs S. 223 f.). Es bestehen keine wesentlichen nichtbeherrschenden Anteile im Konzern. Im Rahmen der Optimierung der Konzernstruktur wurden eine Gesellschaft verschmolzen. Im Geschäftsjahr wurden siebzehn Gesellschaften erworben und erstmalig konsolidiert (Vorjahr: sieben Gesellschaften erworben und drei verschmolzen). Erwerb RLI in 2021 Die DIC Asset AG hat Anfang 2021 die Anteile an der RLI Investors GmbH ("RLI") übernommen. Die RLI setzte sich zum Erwerbszeitpunkt aus einer Muttergesellschaft und einer Tochtergesellschaft zusammen. Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. Januar 2021 vorgenommen. Aufgrund des Erwerbs der RLI im Januar 2021 ist ein Vorjahresvergleich der Zahlen nur eingeschränkt möglich. Das RLI-Geschäft ergänzt das Geschäftsmodell der DIC Asset AG in hervorragender Weise und beschleunigt ihr geplantes Wachstum im Bereich der Logistik Immobilien. Zum Zeitpunkt des Erwerbs verwaltete die RLI zwei Immobilien-Sondervermögen mit Assets under Management im Volumen von rund 0,7 Mrd. Euro. Darüber hinaus ergänzen die Bestandsinvestoren der RLI hervorragend die Investorenbasis des Konzerns. Mit der Ergänzung der RLI-Teams hat die DIC Asset AG ihre strategische Erweiterung der Expertise und Kompetenz im Logistik Sektor erfolgreich vollzogen. Für den Erwerb von 100 % der Anteile an der RLI wurde ein Kaufpreis von 36,2 Mio. Euro in bar gezahlt. Die zum Erwerbszeitpunkt 1. Januar 2021 angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden betreffen im Wesentlichen Aktiva in Höhe von 2,4 Mio. Euro, immaterielle Vermögenswerte von rund 33,8 Mio. Euro und kurz- und langfristige Passiva von 12,4 Mio. Euro. Das erworbene Nettovermögen betrug somit 23,8 Mio. Euro. Aus der Gegenüberstellung der Summe aus übertragener Gegenleistung und dem Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Nettovermögen mit dem erworbenen neubewerteten Reinvermögen der RLI resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert von 12.350 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt zukünftige Synergien, insbesondere den Zugang zu einer breiteren Investorenbasis und die erweiterte Produktpalette für das Immobiliensegment Logistik sowohl im Institutional Business als auch im Commercial Portfolio wider. Der beizulegende Zeitwert von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Position „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ belief sich auf 334 TEUR. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen betrug 334 TEUR.
 Im Konzernjahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 sind Gewinne in Höhe von 1.814 TEUR (vor erfolgswirksamer Amortisation der neu identifizierten immateriellen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden latenten Steuern) aus dem zusätzlich durch die RLI generierten Geschäft enthalten. Die zurechenbaren Erlöse (Erträge aus Immobilienverwaltergebühren) des Geschäftsjahrs 2021 beinhalten 4.379 TEUR von der RLI. Im Rahmen der Transaktion wurden geschäftsjahresübergreifend bis zum 31. Dezember 2021 Transaktionskosten in Höhe von 1.290 TEUR aufwandswirksam im Verwaltungsaufwand erfasst. Assoziierte Unternehmen Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen für ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, nach der Equity-Methode bilanziert. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwerts der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Der Konzern beendet die Anwendung der Equity-Methode ab dem Zeitpunkt, an dem seine Beteiligung kein assoziiertes Unternehmen mehr darstellt oder die Beteiligung nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren ist. Bei Beendigung der Equity-Methode werden Gewinne oder Verluste, die vom assoziierten Unternehmen bislang im sonstigen Ergebnis erfasst sind, aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Geht ein Konzernunternehmen Geschäftsbeziehungen mit einem assoziierten Unternehmen des Konzerns ein, werden Gewinne und Verluste aus diesen Transaktionen entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Die DIC Asset AG hält aus strategischen Motiven Anteile an 15 (2020: 14) Gesellschaften, die gemäß IAS 28.05 als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss des Konzerns einbezogen werden (siehe Anlage 2 des Anhangs S. 227). Hinsichtlich der Ermessensentscheidungen bei der Bestimmung der „at equity“ einzubeziehenden Unternehmen verweisen wir auf Textziffer 16 „Anteile an assoziierten Unternehmen“. Beteiligungen Die Beteiligungen, die ein Eigenkapitalinstrument i.S.v. IAS 32 darstellen werden wie bisher auch, vergleichbar zu IAS 39, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Kategorie „At Fair Value through other comprehensive income“ zugeordnet. Sämtliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Ausbuchung des Instruments erfolgt in diesem Fall keine spätere Umgliederung in den Gewinn oder Verlust, sondern eine Umgliederung in den Bilanzgewinn. Dividenden aus diesen Instrumenten werden dagegen als Beteiligungsertrag im Gewinn oder Verlust erfasst. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte werden in der Bilanz grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Marktwertänderungen werden, soweit keine Wertminderung vorliegt, im sonstigen Ergebnis erfasst. Beteiligungen, die kein Eigenkapitalinstrument im Sinne des IAS 32 darstellen, werden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Kategorie „At Fair Value Through profit or loss“ zugeordnet. Geschäfts- oder Firmenwert Ein Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einem Unternehmenszusammenschluss und entspricht dem Überschuss der übertragenen Gegenleistungen über den beizulegenden Zeitwert der Nettovermögenswerte (erworbene Vermögenswerte abzüglich eingegangener bzw. übernommener Schulden). Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich sowie im Falle von Ereignissen oder Änderungen der Umstände, welche auf eine Wertminderung hinweisen, auf der Ebene von sogenannten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) auf Wertminderung geprüft. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertaufholungen können nicht vorgenommen werden. Bei Veräußerung des Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen. Zur Werthaltigkeitsüberprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes verweisen wir auf die Erläuterungen unter dem Gliederungspunkt 13 „Geschäfts- oder Firmenwert“. Wertminderungen Für Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wird gemäß IAS 36 an jedem Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen, z.B. besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen, die einen möglichen Wertverfall anzeigen. Anhaltspunkte für eine Wertminderung der planmäßig abzuschreibenden immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen oder als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien lagen in der Berichts- sowie der Vergleichsperiode nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind zusätzlich zwingend zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderungsbedarf zu untersuchen. Im aktuellen Berichtszeitraum betrifft dies die Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb der German Estate Group ("GEG") und der RLI. Bei Vorliegen von Anzeichen oder bei dem verpflichtend durchzuführenden jährlichen Wertminderungstest für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes bestimmt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE) abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Im letzteren Fall ist der erzielbare Betrag auf Basis einer ZGE zu ermitteln, welcher Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten zugeordnet werden bis diese zusammen weitestgehend unabhängige Mittelzuflüsse generieren. Dies ist unter anderem für den Geschäfts- oder Firmenwert der Fall. Dieser wird, sofern er aus einem Unternehmenszusammenschluss resultiert, vom Übernahmetag an der ZGE oder Gruppe von ZGEs zugeordnet, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen kann und auf deren Ebene der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Management-Zwecke überwacht wird. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden grundsätzlich die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden das aktuelle und künftig erwartete Ertragsniveau sowie technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungstendenzen auf Basis genehmigter Finanzpläne berücksichtigt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen berücksichtigt. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes oder der ZGE, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfolgswirksam erfasst. Ist bei einem Geschäfts- oder Firmenwert der Wertberichtigungsbedarf höher als der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwert tragenden ZGE, wird der Geschäfts- oder Firmenwert zunächst vollständig abgeschrieben und der verbleibende Wertberichtigungsbedarf auf die übrigen Vermögenswerte der ZGE verteilt. Dabei werden notwendige Wertminderungen auf einzelne Vermögenswerte dieser ZGE im Vorfeld des Wertminderungstests für den Geschäfts- oder Firmenwert berücksichtigt. Zuschreibungen auf den neuen erzielbaren Betrag erfolgen, außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten, wenn die Gründe für Wertminderungen aus den Vorjahren entfallen. Die Wertobergrenze für Zuschreibungen sind die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ergäben, wenn in den Vorjahren keine Wertminderungen erfasst worden wären. Zuschreibungen wurden im Berichtzeitraum und in der Vergleichsperiode auf immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen nicht erfasst. Der zum 31. Dezember 2021 bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 190.243 TEUR resultiert aus den Erwerben der GEG-Gruppe in 2019 und der RLI Anfang 2021. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird dem Segment Institutional Business zugeordnet und auf dieser Ebene überwacht. Siehe Gliederungspunkt 13. „Geschäfts- oder Firmenwert“ für weitere Informationen. EPRA-Ergebnis EPRA steht für European Public Real Estate Association, den Verband der börsennotierten Immobiliengesellschaften in Europa. Die EPRA hat Empfehlungen dahingehend ausgesprochen, wie Immobilienunternehmen ihre Ergebnisse berechnen und bereinigen sollen, damit diese frei von Sondereinflüssen bzw. Einmaleffekten vergleichbar sind. Die Kennzahl „EPRA-Ergebnis“ ist die Messgröße für die dauerhafte und kontinuierliche Leistungsfähigkeit des Immobilienportfolios. Für die beiden Geschäftsjahre 2021 und 2020 ergibt sich das folgende EPRA-Ergebnis: in TEUR 2021 2020 Ergebnis nach IFRS 57.795 70.013 Anpassungen zur Berechnung des EPRA-Ergebnisses Marktwertänderung oder planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 32.566 31.882 Gewinn / Verlust aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien – 23.765 – 32.000 Steuern aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 3.761 5.064 Abschreibung immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte gem. IFRS 16 10.419 6.891 Sonstige Einmaleffekte 15.570 285 Latente Steuern in Zusammenhang mit EPRA-Anpassungen – 477 – 521 Ergebnisbeiträge aus Co-Investments (Projektentwicklungen und Verkäufe) 0 0 Minderheitsanteile 590 3.100 EPRA-Ergebnis 96.459 84.714 EPRA-Ergebnis je Aktie 1,18 1,07 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bruttomieteinnahmen Die Bruttomieteinnahmen liegen mit 108.390 TEUR trotz anhaltenden Covid-19-Pandemie aufgrund der sehr guten Vermietungsleistungen, der Ankäufe und unseres Warehousings um 7.695 TEUR über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 100.695 TEUR). Auch in 2021 sind wir partnerschaftliche Vereinbarungen mit den von der Covid-19-Pandemie besonders betroffenen Mietern eingegangen. Hierdurch haben wir unsere Mieten um 1.087 TEUR im Geschäftsjahr angepasst. Zusätzliche Mieteinnahmen durch Objektankäufe, Warehousing und neue bzw. verlängerte Mietverträge haben geringere Mieteinnahmen durch auslaufende Mietverträge und aus Objektverkäufen mehr als kompensiert. Aus Ankäufen der Jahre 2021 und 2020 resultierten Erhöhungen der Bruttomieteinnahmen von 17.101 TEUR bzw. 10.315 TEUR. Hierin sind 6.110 TEUR aus Warehousingobjekten enthalten, die in 2021 in Investmentvehikel überführt wurden. 2. Erträge und Aufwendungen aus Betriebs- und Nebenkosten Die ausgewiesenen Kosten umfassen die gemäß § 1 der Betriebskostenverordnung dem Konzern durch das Eigentum am Grundstück bzw. durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen etc. laufend entstehende umlegbare Kosten sowie aufgrund vertraglicher Regelungen vom Mieter zu tragende Nebenkosten. Typischerweise werden hierunter zum Beispiel die Kosten für Wasser, Strom, Heizung, Grundsteuer sowie die notwendigen Wartungs- und Inspektionskosten verstanden. Die Deckungslücke zwischen den Erträgen und Aufwendungen aus Betriebs- und Nebenkosten in Höhe von 3.204 TEUR (Vorjahr: 1.894 TEUR) resultiert vornehmlich aus den Kosten, die aufgrund vertraglicher Ausnahmeregelungen nicht an den Mieter weiterbelastet werden können. Bei sämtlichen als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden Mieteinnahmen erzielt. 3. Sonstige immobilienbezogene Aufwendungen Die sonstigen immobilienbezogenen Aufwendungen enthalten die Kosten, die bei der Bewirtschaftung unserer Immobilien entstehen, aber nicht auf den Mieter im Zuge der Betriebskostenabrechnung umgelegt werden, weil sie mit der Erhebung der Miete bereits abgegolten sind. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Beseitigung der durch Abnutzung bzw. Alterung der Gebäude entstehenden baulichen Mängel, insbesondere die Erneuerung der Brandschutztechnik, die Verwalterkosten, Nebenkosten bei leerstehenden Flächen sowie Wertberichtigungen auf zweifelhafte Mietforderungen. Im Geschäftsjahr haben wir Corona-bedingte zusätzliche Wertberichtigungen von rund 300 TEUR gebildet (Vorjahr: 3.153 TEUR) 4. Verwaltungsaufwand in TEUR 2021 2020 Rechts- und Beratungskosten 5.737 6.059 Nebenkosten der Geldbeschaffung 2.700 1.951 EDV-Kosten 2.636 2.441 Personalbeschaffung und sonstige Personalkosten 2.081 1.486 Marketing / Investor Relations 1.779 2.019 Fremdleistungen 1.593 754 Versicherungen / Beiträge und Abgaben 1.375 1.107 Miet- und Nebenkosten 1.006 673 Aufsichtsratsvergütung 821 786 Prüfungskosten 656 698 Kfz-Kosten 538 325 Vorsteuerschaden 241 405 Übrige 355 373 Gesamt 21.518 19.077 Bedingt durch die erstmalig Konzernzugehörigkeit der RLI sowie des Wachstumskurses sind die Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr insgesamt gestiegen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Vergütungen von insgesamt 821 TEUR an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährt. Für die in den Geschäftsjahren 2021 und 2020 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg sind folgende Honorare angefallen: in TEUR 2021 2020 Abschlussprüfungsleistungen 486 492 Andere Bestätigungsleistungen 39 39 Sonstige Leistungen 131 167 Gesamt 656 698 Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der gesetzlich vorgeschriebenen Abschlüsse der DIC Asset AG und ihrer verbundenen Unternehmen. In den anderen Bestätigungsleistungen sind insbesondere die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses nach IFRS enthalten. Die sonstigen Leistungen betreffen überwiegend Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit der Begebung des Green Bonds, Transaktionen und Werthaltigkeitsbeurteilungen. 5. Personalaufwand Der Personalaufwand beinhaltet die Löhne und Gehälter der Beschäftigten der DIC Asset AG, der DIC Onsite GmbH, der DIC Fund Balance GmbH, der RLI Investors GmbH und Gesellschaften der GEG-Gruppe sowie die dazugehörigen Sozialabgaben in Höhe von insgesamt 33.866 TEUR (Vorjahr: 26.356 TEUR). Die Sozialabgaben in Höhe von 4.108 TEUR (Vorjahr: 2.900 TEUR) beinhalten 1.808 TEUR (Vorjahr: 1.507 TEUR) für Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Der Personalaufwand liegt mit 38.096 TEUR (Vorjahr: 30.280 TEUR) vor allem aufgrund der erstmaligen Berücksichtigung der RLI sowie wachstumsbedingten Personalaufbau zur Verstärkung unserer Immobilienplattform über dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten ist von 244 Mitarbeitern 2020 auf 289 Mitarbeiter 2021 gestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren bei der DIC Asset AG 99 Mitarbeiter, bei der DIC Onsite GmbH 153 Mitarbeiter, bei der DIC Fund Balance GmbH 6, bei der RLI Investors GmbH 4 und bei den Gesellschaften der GEG-Gruppe 27 Mitarbeiter beschäftigt. 6. Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von 42.986 TEUR (Vorjahr: 38.774 TEUR) betreffen überwiegend die ausgewiesenen Immobilien. Darüberhinaus sind Abschreibung für Nutzungsrechte für unsere eigengenutzten Büros, in geringem Umfang Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens enthalten. Die Abschreibungen wurden durch Ankäufe, die letzt- und diesjährigen Verkäufe, die Anwendung des IFRS 16, der im Rahmen der Kaufpreisallokationen der erworbenen GEG-Gruppe und RLI erfassten Dienstleistungsverträge als immateriellen Vermögenswerte sowie die getätigten Investitionen in das Immobilienvermögen beeinflusst. 7. Erträge aus Immobilienverwaltungsgebühren Die Erträge betreffen Asset- und Propertymanagement-, Vermietungs-, Projektsteuerungs- und Verkaufsgebühren, die von der DIC Asset AG und ihren Tochtergesellschaften, insbesondere von der DIC Onsite GmbH und der GEG Real Estate Management GmbH erwirtschaftet werden. Neben den in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten wesentlichen nahestehenden Unternehmen wurden die Erträge aus Immobilienverwaltergebühren insbesondere gegenüber den Investmentvehikeln (drei Kategorien) des Segments Institutional Business wie dargestellt erzielt. in TEUR 2021 2020 DIC Office Balance I 1.715 16.780 DIC Office Balance II 2.501 2.307 DIC Office Balance III 2.958 3.592 DIC Office Balance IV 1.485 1.470 DIC Office Balance V 2.812 1.893 DIC Retail Balance I 1.392 1.384 Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA & Tochter- gesellschaften 0 33 MainTor GmbH 0 75 Pool Funds 60.926 27.077 Club Deals 12.883 16.593 Separate Accounts 14.553 8.518 Gesamt 101.225 79.722 Aus den erzielten Erträgen aus Immobilienverwaltungsgebühren entfallen 35,4 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro) auf das Asset- und Propertymanagement und Development sowie 65,8 Mio. Euro (Vorjahr: 44,5 Mio. Euro) auf transaktions- und performancebezogene Gebühren. 8. Gewinn aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Durch strategischen Verkäufe im Rahmen der Portfoliobereinigung sowie der gleichzeitigen Nutzung von Marktchancen hat der Konzern Gewinne aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 23.765 TEUR (Vorjahr: 32.000 TEUR) erzielt. Dies entspricht einer Verkaufsrendite von 17% (Vorjahr: 28 %). Von den Verkaufserlösen in Höhe von 146.320 TEUR (Vorjahr: 128.618 TEUR) wurden Verkaufskosten von 6.983 TEUR (Vorjahr: 12.294 TEUR) abgesetzt, die sich neben Rechts-, Beratungs- und Maklerkosten im Wesentlichen auf etwaige noch anfallende Baukosten beziehen. 9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Der Ausweis betrifft die nach der Equity-Methode zu übernehmenden Gewinne und Verluste von assoziierten Unternehmen sowie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 6.524 TEUR (Vorjahr: 11.370 TEUR). Im Geschäftsjahr beinhaltet das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Beiträge aus den bestehenden Fonds DIC Office Balance I, DIC Office Balance II, DIC Office Balance III, DIC Office Balance IV, DIC Office Balance V und dem DIC Retail Balance I sowie sonstigen Investments wie die zum Geschäftsjahresbeginn erworbene 25% Beteiligung an der Realogis Holding GmbH. Beteiligungserträge aus Minderheitsbeteiligungen werden hier ebenso ausgewiesen und betrugen im Geschäftsjahr 2.036 TEUR (Vorjahr: 1.544 TEUR). Im Vorjahr waren im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen hohe transaktionsbedingte Beteiligungserträge enthalten. 10. Zinsaufwendungen und -erträge Der Aufwand aus der Amortisation der im Zusammenhang mit den Finanzverbindlichkeiten entstehenden Bearbeitungsentgelte betrug im Geschäftsjahr 2.615 TEUR (Vorjahr 1.082 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Ablösung der bisherigen Refinanzierung. Aus den Unternehmensanleihen resultiert ein effektiver Zinsaufwand in Höhe von 22.525 TEUR (Vorjahr: 16.098 TEUR). Der Anstieg resultiert vor allem aus der Platzierung des Green Bonds über 400 Mio. EUR. In den Finanzierungsaufwendungen sind Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten i.H.v. 168 TEUR (Vorjahr: 222 TEUR) enthalten. 11. Ertragsteuern in TEUR 2021 2020 Laufende Steuern – 19.447 – 14.128 Latente Steuern 5.396 – 2.222 Gesamt – 14.051 – 16.350 Die laufenden Ertragsteuern betreffen ausschließlich steuerpflichtige Gewinne konsolidierter Tochtergesellschaften und der DIC Asset AG. Der laufende Steueraufwand setzt sich im Wesentlichen aus Körperschaftsteuern inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 12.128 TEUR (Vorjahr: 8.830 TEUR) sowie aus Gewerbesteuern in Höhe von 7.319 TEUR (Vorjahr: 5.298 TEUR) zusammen. Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Differenzen zwischen Steuerbilanzwerten und IFRS-Bilanzwerten sowie aus bestehenden ertragsteuerlichen Verlustvorträgen und dem Ansatz von latenten Steuern auf Outside Basis Differences. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Unternehmensleitung zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die DIC Asset AG geht davon aus, dass aufgrund der Planung für die jeweiligen Portfolien und Einzelobjekte das zukünftige steuerpflichtige Einkommen ausreichen wird, um die angesetzten aktiven latenten Steuern wahrscheinlich realisieren zu können. Die heutige Einschätzung bezüglich der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern kann sich ändern und höhere oder niedrigere Wertberichtigungen erforderlich machen. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 28,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,6 Mio. Euro) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 66,6 Mio. Euro (Vorjahr: 90,2 Mio. Euro) wurden keine latenten Steuern gebildet. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze bewertet, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. voraussichtlich gelten werden. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurden der Körperschaftsteuersatz von 15 %, der Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie gesellschaftsspezifische Gewerbesteuersätze (i.d.R. 16,1 %) zugrunde gelegt. Der latente Steueraufwand bzw. -ertrag stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: in TEUR 2021 2020 Steuerliche Verlustvorträge 3.218 – 4.589 Immobilienbewertung 1.456 3.051 Dienstleistungsverträge 1.851 – 894 Kapitaltransaktionen – 1.460 – 71 Übrige 331 281 Gesamt 5.396 – 2.222 Die latenten Steueransprüche und -schulden sind folgenden Sachverhalten zuzuordnen: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 aktiv passiv aktiv passiv Steuerliche Verlustvorträge 18.662 0 15.444 0 Immobilienbewertung 11.928 21.367 10.948 15.957 Dienstleistungsverträge 222 20.649 0 11.712 Derivate 0 4 184 0 Kapitaltransaktionen 0 2.294 124 1.826 Übrige 496 519 0 299 Summe 31.308 44.833 26.700 29.794 Die latenten Steuern auf die im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Posten betragen -1.304 TEUR (Vorjahr: -241 TEUR). Davon entfallen auf die Bewegungen der Cashflow- oder Fair Value-Hedges des Konzerns -188 TEUR (Vorjahr: -265 TEUR) und auf die Marktwertveränderung der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumente -1.116 TEUR (Vorjahr: 24 TEUR). Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen (Outside Basis Differences) in Höhe von 55,5 Mio. Euro (Vorjahr: 25,4 Mio. Euro) und auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) wurden keine latenten Steuern angesetzt. Der Unterschied zwischen erwartetem Steueraufwand und tatsächlichem Steueraufwand lässt sich wie folgt überleiten: in TEUR 2021 2020 Konzernergebnis vor Steuern 72.436 89.462 Anzuwendender gesetzlicher Steuersatz (in %) 31,925 31,925 Erwarteter Steueraufwand 23.125 28.561 Erhöhung oder Minderung der Ertragsteuerbelastung durch: GewSt-Kürzung und abweichende Steuersätze – 13.811 – 10.575 Nicht abzugsfähige Aufwendungen 9.816 3.592 Auswirkungen assoziierter Unternehmen – 2.075 – 3.630 Auswirkungen von nicht angesetzten steuerlichen Verlusten – 3.255 – 831 Steuern für Vorperioden 920 – 224 Sonstige Effekte – 669 – 543 Tatsächlicher Gesamtsteueraufwand 14.051 16.350 Der erwartete Steuersatz wurde auf Basis der in Deutschland geltenden Steuersätze 2021 und 2020 ermittelt. Hierbei wurde ein Steuersatz von 31,925 % zugrunde gelegt. Dieser ermittelt sich aus einem nominalen Körperschaftsteuersatz inkl. Solidaritätszuschlag von 15,825 % und einem nominalen Gewerbesteuersatz von 16,10 %. Der Gewerbesteuersatz basiert auf einem Hebesatz von 460 % der Stadt Frankfurt am Main. 12. Ergebnis je Aktie, Net Asset Value (NAV) und NAV je Aktie Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33.12 aus dem Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. in EUR 2021 2020 Konzernergebnis nach Anteilen Dritter 57.795.118,78 70.012.571,24 Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien 81.504.495 79.421.254 (Un)verwässertes Ergebnis je Aktie 0,71 0,88 Für 2021 wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 61.396 TEUR (0,75 Euro pro Aktie) zu beschließen. Ebenso wird der Vorstand vorschlagen, die Dividende nach Wahl der Aktionäre (i) ausschließlich in bar oder (ii) teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der DIC Asset AG („Aktiendividende“) zu leisten. Die Dividende wird vollständig der Kapitalertragsteuer unterliegen. Diese beläuft sich voraussichtlich auf 16.193 TEUR. In diesem Konzernabschluss wird diese Dividende gemäß IAS 10 nicht als Verbindlichkeit bilanziert. Aufgrund unserer Bilanzierung der Investment Properties gem. IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten, stellen wir im Folgenden den Netto-Vermögenswert (Net Asset Value, NAV), der den Marktwert des Eigenkapitals darstellt, zum 31. Dezember 2021 und 31. Dezember 2020 dar: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Buchwert der Immobilien 1.756.660 1.599.987 Wertdifferenz zum Zeitwert 375.183 306.068 Marktwert des Bestandsportfolios 2.131.843 1.906.055 Immobilien gemäß IFRS 5 90.368 93.965 Marktwert der Immobilien einschl. IFRS 5 2.222.211 2.000.020 Marktwert der assoziierten Unternehmen 66.870 66.712 + / - sonstige Aktiva / Passiva 1.478.567 916.123 + / - Anpassung sonstige Aktiva / Passiva – 36.972 – 83.827 Nettokreditverbindlichkeiten zum Buchwert – 2.168.126 – 1.474.401 Nettokreditverbindlichkeiten gemäß IFRS 5 – 39.266 0 Minderheitenanteile – 13.444 – 14.769 NAV 1.509.840 1.409.858 NAV / Anteil 18,44 17,49 * inkl. Minderheitenanteile ** Anpassung um latente Steuern (TEUR +12.281 Vj: TEUR +5.009), Finanzinstrumente (TEUR +1.849; Vj: TEUR +5.129 und 
IFRS 5 Vermögenswerte und Schulden (TEUR -51.102; Vj: TEUR -93.965) Erläuterungen zur Bilanz 13. Geschäfts- oder Firmenwert Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Konsolidierung der GEG-Gruppe und der RLI. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte im Geschäftsjahr auf der Basis geschätzter aus der Planung abgeleiteter zukünftiger Cashflows (Value in Use) derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Diese Planung basiert auf einem Planungshorizont von drei Jahren abgeleitet aus dem aktuellen Budget des Managements. Der Planung liegen bestehende vertragliche Vereinbarungen bzw. Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Transaktionen für vergleichbare zukünftige Sachverhalte zugrunde. Für die Abzinsung der Zahlungsströme im Detailplanungszeitraum wendeten wir einen mittels Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleiteten Kapitalkostensatz nach Steuern von durchgängig 6,2 % an. Der Durchschnitt des korrespondierenden Kapitalkostensatzes vor Steuern betrug 8,7 %. Am Ende des Detailplanungszeitraums schließt sich für die Jahre ab 2024 eine übergeleitete ewige Rente an, die auf Basis des CAPM mit einem Kapitalkostensatz von 5,2 % (nach Steuern, nach Wachstumsrate) abgezinst wurde. Bei der ewigen Rente liegt der Berechnung eine nachhaltige, durchschnittliche Wachstumsrate von 1,0 % zu Grunde. Bei der Abzinsung berücksichtigen wir die Wachstumsrate als Abschlag auf den Kapitalkostensatz. Wir beobachten und aktualisieren die für den Werthaltigkeitstest maßgeblichen technischen, marktbezogenen, ökonomischen sowie gesetzlichen Parameter und Rahmenbedingungen kontinuierlich. Dabei haben sich im Geschäftsjahr keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung ergeben. Auch der zum Bilanzstichtag durchgeführte Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte führte zu keiner außerplanmäßigen Abschreibung. Hierbei wird der höhere Wert aus Marktwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) gegenübergestellt, zu der die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet werden. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte des Geschäftsjahres hätte ein Rückgang der zugrunde gelegten Cashflows um 5 % zu einer Reduzierung des Nutzungswerts in Höhe von ca. -35,0 Mio. Euro geführt und keine Wertminderung nach sich gezogen. Eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um +1 % hätte zu einer Reduzierung des Nutzungswerts von ca. -106,4 Mio. Euro geführt und ebenfalls zu keiner Wertminderung geführt, da der Nutzungswert signifikant über dem Buchwert der ZGE liegt. 14. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in TEUR 2021 2020 Anschaffungskosten Stand 01.01. 1.852.954 1.883.963 Zugänge aus Erwerb 296.914 168.867 Zugänge aus Erweiterungsinvestitionen 16.872 17.710 Klassifizierung „als zur Veräußerung gehalten“ – 105.564 – 106.254 Abgänge – 25.968 – 111.332 Stand 31.12. 2.035.208 1.852.954 Abschreibungen Stand 01.01. 252.967 260.933 Zugänge 31.836 31.331 Klassifizierung „als zur Veräußerung gehalten“ – 1.432 – 12.290 Abgänge – 4.823 – 27.007 Stand 31.12. 278.548 252.967 Buchwert 01.01. 1.599.987 1.623.030 Buchwert 31.12. 1.756.660 1.599.987 Beizulegender Zeitwert * 2.222.211 2.000.019 * inkl. Minderheitenanteile und IFRS-5-Immobilien Nachfolgend sind Einzelheiten und Angaben zu den Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte gem. IAS 40.79 in Verbindung mit IFRS 13.93(a), (b) und 13.97 der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns zum 31. Dezember 2021 dargestellt: in TEUR Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 Notierte Preise in aktiven Märkten für identische Ver- mögenswerte (Stufe 1) Wesentliche andere beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 2) Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 3) Gewerbliche Immobilien in Deutschland 2.222.211 2.222.211 Auf der Stufe 3 angewandte Bewertungsmethoden Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte (Nettowert, nach Abzug von Transaktionskosten) basieren vollständig auf den Ergebnissen der zu diesem Zweck beauftragten unabhängigen Gutachter Cushman & Wakefield, Jones Lang LaSalle, Knight Frank und ENA Experts, die eine Bewertung nach den International Valuation Standards vorgenommen haben. Hierbei sollen möglichst marktnahe Bewertungsparameter als Inputfaktoren herangezogen werden. Trotz der Berücksichtigung einiger beobachteter Markt-Inputfaktoren, die der Stufe 2 entsprechen, sind im Ergebnis die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 zuzuordnen. Die Bemessung der Marktwerte stützt sich auf eine Barwertberechnung (Discounted Cashflow-Methode). Im Allgemeinen wurde eine Cashflow-Periode von zehn Jahren angenommen, an deren Ende der Verkauf der Immobilie unterstellt wird. Der für die Bewertung angesetzte Diskontierungssatz setzt sich aus einer risikofreien Rate, die sich aus der durchschnittlichen Umlaufrendite von langfristigen festverzinslichen Bundesanleihen ableiten lässt, sowie einer immobilienspezifischen Risikoprämie zusammen, die die eingeschränkte Fungibilität von Immobilieninvestitionen im Verhältnis zu fungibleren Anlageformen wie Aktien oder Renten widerspiegelt. Die in Ansatz gebrachte durchschnittliche Umlaufrendite betrug 0,50 % (2020: 0,80 %). Die immobilienspezifische Risikoprämie lag in einer Spannbreite von 2,25 % bis 6,00 % (2020: 2,05 % bis 6,20 %). Der Diskontierungssatz betrug 2,75 % bis 6,50 % (2020: 2,85 % bis 7,00 %). Der für die Endwertkapitalisierung angesetzte Zinssatz entspricht der im heutigen Immobilienkapitalmarkt zu beobachtenden Verzinsung plus einem objektbezogenen Risikoaufschlag. In Abhängigkeit der Qualität, Lage und Struktur der Objekte variieren die angesetzten Kapitalisierungsraten zwischen 2,65 % und 6,75 % (2020: 3,10 % und 6,75 %). Für die Durchführung von Impairment-Tests auf Investment Properties gemäß IAS 36 werden die Buchwerte der Immobilien, mit Ausnahme der „als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ klassifizierten Immobilien, dem höheren Wert aus Marktwert und den aus den Verkehrswerten abgeleiteten Nutzungswerten (Value-in-Use) der Objekte gegenübergestellt. Der Vergleich erfolgt ausgehend von den Bruttoverkehrswerten, d. h. ohne die Transaktionskosten, die im Falle von tatsächlichen Veräußerungen anfallen können. Darüber hinaus sind bei der Ermittlung der Vergleichswerte unternehmensindividuelle Parameter verwendet worden, welche den Nutzungswert der Immobilien innerhalb der unternehmerischen Verwendung berücksichtigen. Hier fallen insbesondere der Verbleib der Immobilie im Konzern, die sich daraus ergebenden prognostizierten Cashflows und die aufgrund unseres konzerneigenen Assetmanagements gegenüber der Standardbewertung reduzierten Verwaltungskosten ins Gewicht. Im Weiteren erfolgte die Ermittlung eines sachgerechten vermögenswertspezifischen Kapitalisierungszinssatzes nach den Kriterien des IAS 36 A17. Neben der bereits im Risiko- und Chancenbericht (Seite 108 im Lagebericht) dargestellten Sensitivitätsanalyse für die Zeitwerte haben wir eine Sensitivitätsberechnung für die Nutzungswerte der Immobilien vorgenommen, um so Auswirkungen von potenziellen Zinsschwankungen besser beurteilen zu können. Daraus ergab sich folgendes Ergebnis: Veränderung Value-in-Use der Immobilien Szenarien Veränderung Kapitalisierungsrate +0,25 % 0 % -0,25 % Szenarien Veränderung Diskontierungsrate +0,25 % -200,3 Mio. Euro -63,3 Mio. Euro +88,5 Mio. Euro 0 % -147,1 Mio. Euro +/-0,0 +157,5 Mio. Euro -0,25 % -93,7 Mio. Euro +50,5 Mio. Euro +219,2 Mio. Euro Sollten sich die Kapitalisierungs- und Diskontierungszinssätze aufgrund der gesamtwirtschaftlichen bzw. unternehmerischen Situation um 25 Basispunkte erhöhen, würde der Nutzungswert um 200,3 Mio. Euro sinken. Sinken die Zinssätze in gleichlautender Höhe, würde sich der Nutzungswert um 219,2 Mio. Euro erhöhen. In den Anschaffungskosten zum 31. Dezember 2021 sind Fremdkapitalzinsen in Höhe von 0 TEUR (2020: 2.551 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 0 TEUR (2020: 868 TEUR) aktiviert. Die Bandbreite des angesetzten Fremdkapitalkostensatzes im Vorjahr betrug 1,4 % bis 1,55 %. Im Konzern bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und keine vertraglichen Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln. Aus aktuellen vertraglichen Vereinbarungen ergeben sich gegenüber unseren Mietern für die Jahre 2021 und 2022 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro) und aus Kaufverträgen 262,9 Mio. Euro (Vorjahr: 174,4 Mio. Euro). 15. Sachanlagen in TEUR Immobilien BGA Nutzungs- rechte 2021 Summe 2020 Summe Anschaffungskosten Stand 01.01. 5.947 3.950 11.988 21.885 14.952 Zugänge 0 541 854 1.395 7.780 Abgänge 0 0 – 631 – 631 – 847 Stand 31.12. 5.947 4.491 12.211 22.649 21.885 Abschreibungen Stand 01.01. 47 2.839 4.424 7.310 4.667 Zugänge 83 553 2.813 3.449 3.405 Abgänge 0 0 – 630 – 630 – 762 Stand 31.12. 130 3.392 6.607 10.129 7.310 Buchwert 01.01. 5.900 1.111 7.564 14.575 10.285 Buchwert 31.12. 5.817 1.099 5.604 12.520 14.575 Hierin enthalten sind folgende Nutzungsrechte gemäß IFRS 16: in TEUR Gebäude Fahrzeuge IT- Ausstattung 2021 Summe Anschaffungskosten Stand 01.01. 10.391 1.251 347 11.989 Zugänge 407 276 171 854 Abgänge – 198 – 265 – 169 – 632 Stand 31.12. 10.600 1.262 349 12.211 Abschreibungen Stand 01.01. 3.703 537 184 4.424 Zugänge 2.190 399 224 2.813 Abgänge – 198 – 265 – 167 – 630 Stand 31.12. 5.695 671 241 6.607 Buchwert 01.01. 6.688 714 163 7.565 Buchwert 31.12. 4.905 591 108 5.604 Anzahl Nutzungsrechte 11 42 49 Bandbreite Restlaufzeiten (Monate) 3-30 4-35 3-53 16. Anteile an assoziierten Unternehmen In der nachfolgenden Tabelle werden die assoziierten Unternehmen zum 31. Dezember 2021 aufgeführt. An den unten aufgeführten Unternehmen hält die DIC Asset AG unmittelbar Kapital- bzw. Stimmrechtsanteile. in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Beteiligungen an: Stimm- rechts- anteil Buchwert Stimm- rechts- anteil Buchwert DIC Office Balance I (Fonds) 12,5 % 4.897 12,5 % 12.982 DIC Office Balance II (Fonds) 0,0 % 9.613 0,0 % 9.661 DIC Office Balance III (Fonds) 5,9 % 4.656 5,9 % 4.734 DIC Office Balance IV (Fonds) 6,4 % 3.115 6,4 % 3.167 DIC Office Balance V (Fonds) 5,6 % 4.005 5,6 % 3.967 DIC Retail Balance I (Fonds) 8,1 % 5.690 8,1 % 5.804 DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG 40,0 % 26.224 40,0 % 26.224 Realogis Holding GmbH 25,0 % 8.497 0,0 % 0 Übrige 173 173 Summe 66.870 66.712 * ab 01.01.2021 Wesentliche assoziierte Unternehmen im Sinne des IFRS 12.2 sind DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG, DIC Office Balance I, DIC Office Balance II, DIC Office Balance III, DIC Office Balance IV, DIC Office Balance V, DIC Retail Balance I und die Anfang des Geschäftsjahres erworbenen 25% an der Realogis Holding GmbH. Der Konzern ist mit 10,0 % (DIC Office Balance I), 4,6 % (DIC Office Balance II), 2,0 % (DIC Office Balance III), 1,6 % (DIC Office Balance IV), 3,5 % (DIC Retail Balance I), 0,9 % (DIC Office Balance V) am Kapital des Sondervermögens bzw. am Kapital diverser Fondsobjektgesellschaften und damit direkt und indirekt am Fonds beteiligt. Er hat aufgrund des Vorsitzes sowie der Stimmrechtsregelung im Anlageausschuss sowie durch das vertragliche Recht, das Asset- und Propertymanagement sowie die Geschäftsführung für die Fondsobjektgesellschaften durchzuführen, maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmen. Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der wesentlichen assoziierten Unternehmen des Konzerns sind oben stehend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beiträgen der in Übereinstimmung mit IFRS aufgestellten Abschlüsse der Unternehmen (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst). in TEUR DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG DIC Office Balance I DIC Office Balance II DIC Office Balance III DIC Office Balance IV DIC Retail Balance I DIC Office Balance V Sonstige assoziierte Unternehmen Gesamt 2021 Gesamt 2020 Vermögenswerte 314.460 179.119 410.700 204.986 204.788 141.462 278.442 10.036 1.743.993 2.139.977 Schulden 231.604 85.950 106.955 1.948 42.723 16.565 68.601 4.853 559.199 945.478 Nettovermögen 82.856 93.169 303.745 203.038 162.065 124.897 209.841 5.183 1.184.794 1.194.499 Erträge 35.978 7.725 5.230 10.308 9.011 7.090 5.805 2.942 84.089 161.644 Aufwendungen 35.773 5.862 3.072 8.531 5.798 1.241 2.044 2.842 65.163 39.415 Jahresergebnis 205 1.863 2.158 1.777 3.213 5.849 3.761 100 18.926 122.229 17. Ausleihungen an nahestehende Unternehmen Die Ausleihungen an nahestehende Unternehmen betreffen die langfristigen Darlehen an unten aufgelistete nahestehende Unternehmen. Hinsichtlich der Beschreibung der Konditionen verweisen wir auf die Angaben im Kapitel „Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen“ auf Seite 208. in TEUR IAS 24.9 2021 2020 MainTor GmbH b (ii) 53.855 48.726 DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG b (ii) 28.567 26.636 Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA b (ii) 17.080 19.561 DIC Opportunistic GmbH b (ii) 0 31.868 Summe 99.502 126.791 Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Ausleihung an der DIC Opportunistic GmbH umstrukturiert. Dies führte zu einem Rückgang der Ausleihungen und zu einem Anstieg der Beteiligung an der DIC Opportunistic GmbH. 18. Beteiligungen In den Beteiligungen sind neben der Beteiligung an der DIC Opportunistic GmbH in Höhe von 63.194 TEUR (Vorjahr: 24.613 TEUR) und der in diesem Jahr erworbenen Beteiligung an der VIB Vermögen AG in Höhe von 48.466 TEUR auch Minderheitenbeteiligungen an den Investmentvehikeln des Segments Institutional Business in Höhe von 29.757 TEUR (Vorjahr: 28.735 TEUR) enthalten. Alle Beteiligungen sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. 19. Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen die im Rahmen der Erwerbe der GEG-Gruppe und der RLI zugegangenen Dienstleistungsverträge bzw. Markenrechte sowie Software für Buchhaltungs-, Konsolidierungs- und Officeprogramme. in TEUR IT-Software, Lizenzen Dienst- leistungs- verträge Marke 2021 Summe 2020 Summe Anschaffungskosten Stand 01.01. 3.694 22.279 1.087 27.060 26.742 Zugänge 566 33.792 0 34.358 318 Abgänge 0 0 0 0 0 Stand 31.12. 4.260 56.071 1.087 61.418 27.060 Abschreibungen Stand 01.01. 3.222 5.826 246 9.294 5.256 Zugänge 337 7.209 155 7.701 4.038 Abgänge 0 0 0 Stand 31.12. 3.559 13.035 401 16.995 9.294 Buchwert 01.01. 472 16.453 841 17.766 21.486 Buchwert 31.12. 701 43.036 686 44.423 17.766 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Es handelt sich in erster Linie um Forderungen aus Mieten, Betriebs- und Nebenkosten sowie Immobilienverwaltergebühren. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Für die Erläuterung der erwarteten Kreditausfälle bzw. Wertminderungen verweisen wir auf die Erläuterungen zum Ausfallrisiko unserer Berichterstattung zum Risikomanagement. 21. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen 
 Die Forderungen resultieren vornehmlich aus Darlehensgewährungen. Die Darlehen werden mit 6,0 % bis 7,25 % pro Jahr verzinst. Darüber hinaus werden Forderungen aus gegenüber nahestehende Unternehmen erbrachten Dienstleistungen in dieser Position ausgewiesen.Detaillierte Angaben zu den Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im entsprechenden Kapitel „Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ auf Seite 208 dargestellt. Der Bilanzausweis betrifft: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 IAS 24.9 Forde- rungen Verbind- lich- keiten Forde- rungen Verbind- lichkeiten MainTor GmbH b (ii) 136 10.906 252 10.275 DIC Opportunistic GmbH b (ii) 9.610 9.108 DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG b (ii) 4.594 4.341 Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG b (ii) 1.252 1.339 Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA b (ii) 1.193 759 1.252 675 DIC MainTor III GmbH b (ii) 879 830 DIC Office Balance II (Fonds) b (ii) 223 210 DIC Office Balance III (Fonds) b (ii) 1.119 3.264 DIC Office Balance IV (Fonds) b (ii) 82 379 DIC Retail Balance I (Fonds) b (ii) 1.521 1.872 DIC Office Balance V (Fonds) b (ii) 212 411 GEG Objekt München SCS b (ii) 4.200 Sonstige b (ii) 338 332 556 66 Summe 19.886 17.470 18.643 16.187 22. Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ausweis betrifft anrechenbare Steuern und Rückforderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer. 23. Sonstige Forderungen in TEUR 2021 2020 Forderung Uptown Tower 182.089 0 Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen 63.418 28.641 Kautionen 5.030 5.009 Forderungen „Mietfreie Zeit“ 4.174 4.178 Umsatzsteuer 3.996 3.121 Rückforderung Sondertilgungen 3.655 7.482 Forderungen aus Versicherungsentschädigungen 811 340 Übrige 2.687 5.693 Summe 265.860 54.464 Im Rahmen unserer Warehousingaktivitäten haben wir in Juni des Geschäftsjahres den Uptown Tower in München erworben. Zum Jahresende haben wir einen Großteil der Anteile im Rahmen eines ersten Closings ausplatziert. Die entsprechende Kaufpreisforderung in Höhe von 182.089 TEUR ist unter den sonstigen Forderungen. Die Begleichung der Forderung wird im 1. Quartal 2022 erwartet. 24. Sonstige Vermögenswerte Der Posten berücksichtigt im Wesentlichen Erlösabgrenzungen aufgrund eines Refurbishmentprojektes im Segment Institutional Business in Höhe von 20.809 TEUR (Vorjahr: 20.478 TEUR). 25. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand Von dem bestehenden Guthaben unterliegen 1.550 TEUR kurzfristigen Verfügungsbeschränkungen über den Bilanzstichtag hinaus. 26. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Die Position Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte beinhaltet Immobilien, Anteile an und Anschaffungsnebenkosten von Investmentprodukten des Segments Institutional Business, die im Laufe des nächsten Jahres veräußert werden bzw. übergehen sollen, Im Zusammenhang mit der Position zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte des Vorjahres entstanden 2021 Gewinne in Höhe von 12.026 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). 27. Eigenkapital a. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von 81.861.163,00 Euro (Vorjahr: 80.587.028,00 Euro) besteht aus 81.861.163 (Vorjahr: 80.587.028) auf den Namen lautenden nennbetragslosen Stammaktien (Stückaktien). Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind etwaige von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Das Stimmrecht beginnt, wenn auf die Aktien die gesetzliche Mindesteinlage geleistet ist. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. b. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. März 2021 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 23. März 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu insgesamt 16.117.405,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Den Aktionären ist bei Ausnutzung des genehmigten Kapitals grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, – um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; – wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; – wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt; – soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, die von der Gesellschaft oder Konzerngesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionär zustehen würde. Der Vorstand hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung zum 31. Dezember 2021 keinen Gebrauch gemacht. c. Bedingtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2025 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschreibungen“) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000.000,00 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 15.814.309,00 Euro nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen (zusammen auch „Anleihebedingungen“) zu gewähren. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen ist nur gegen Barzahlung möglich. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf Schuldverschreibungen auszuschließen, – für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; – sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht (auch mit einer Wandlungspflicht) auf Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals entfällt. Auf diese Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten oder -pflichten aus Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung auf der Grundlage einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; – soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten, die von der Gesellschaft oder Konzerngesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf Schuldverschreibungen in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionär zustehen würde; Die Anleiheemissionen können in Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber bzw. Gläubiger das Recht, ihre Teilschuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Wandelanleihebedingungen in auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft umzutauschen. Das Wandlungsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine auf den Namen lautende Stückaktie der Gesellschaft. Es kann vorgesehen werden, dass das Umtauschverhältnis variabel ist. Das Umtauschverhältnis kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann gegebenenfalls eine in bar zu leistende Zuzahlung festgesetzt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber bzw. Gläubiger berechtigen, nach Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft zu beziehen. Die Optionsbedingungen können vorsehen, dass der Optionspreis ganz oder teilweise auch durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und ggf. eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Die Wandelanleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) vorsehen. Die Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen können das Recht der Gesellschaft bzw. des die Schuldverschreibung begebenden Konzernunternehmens vorsehen, den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung eines fälligen Geldbetrags neue Aktien oder eigene Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zu gewähren. Die Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen können ferner jeweils festlegen, dass im Falle der Wandlung bzw. Optionsausübung nach Wahl der Gesellschaft bzw. des die Schuldverschreibung begebenden Konzernunternehmens auch eigene Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft gewährt werden können. Ferner kann vorgesehen werden, dass die Gesellschaft bzw. das die Schuldverschreibung begebende Konzernunternehmen den Wandlungs- bzw. Optionsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern (auch teilweise) einen Geldbetrag zahlt. Zur Bedienung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 bis zum 7. Juli 2025 begeben werden, wurde das Grundkapital durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 um bis zu 15.814.309,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 15.814.309 neuen auf den Namen lautenden Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Der Vorstand hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen keinen Gebrauch gemacht. d. Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von Aktien Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. März 2021 ermächtigt, mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. März 2026 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats über die Börse oder aufgrund eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. aufgrund einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Das Volumen des an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. der an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann begrenzt werden. Sofern bei einem öffentlichen Kaufangebot oder einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten das Volumen der angedienten Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen überschreitet, kann der Erwerb im Verhältnis der jeweils gezeichneten bzw. angebotenen Aktien erfolgen; das Recht der Aktionäre, ihre Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten anzudienen, ist insoweit ausgeschlossen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär sowie eine kaufmännische Rundung zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien können vorgesehen werden. Ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen. Das an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Kaufangebot bzw. die an alle Aktionäre gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen vorsehen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken zu verwenden: (i) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. (ii) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder aufgrund eines Angebots an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der bar zu zahlende Kaufpreis den Börsenpreis der im Wesentlichen gleich ausgestatteten, bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien darf 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. (iii) Die Aktien können gegen Sachleistung, insbesondere im Zusammenhang von Zusammenschlüssen von Unternehmen, zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder von Ansprüchen auf den Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft veräußert werden. (iv) Die Aktien können zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend) verwendet werden, im Rahmen derer Aktien der Gesellschaft (auch teil- und wahlweise) zur Erfüllung von Dividendenansprüchen der Aktionäre eingesetzt werden. (v) Die Aktien können verwendet werden, um Bezugs- und Umtauschrechte zu erfüllen, die aufgrund der Ausübung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen entstehen, die von der Gesellschaft oder einer der Konzerngesellschaften, an denen die DIC Asset AG unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, ausgegeben werden. Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien. Sie hat von der vorstehend dargestellten Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. e. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 896.290 TEUR (Vorjahr: 878.789 TEUR). Sie enthält das Agio aus der Ausgabe von Aktien. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Kapitalerhöhung im Zuge der Aktiendividende im April 2021. f. Hedging-Rücklage Die Rücklage bildete die ergebnisneutralen Effekte aus dem Hedge-Accounting ab. g. Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Finanzinstrumente Die Rücklage bildet den Bewertungseffekt aus den zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Beteiligungen ab, die als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Finanzinstrumente ausgewiesen werden. h. Bilanzgewinn Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss und sonstigen Ergebnis zum Konzernbilanzgewinn ist in nachfolgender Tabelle dargestellt: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Gewinn- / Verlustvortrag 142.996 125.170 Konzernjahresüberschuss 58.385 73.112 Gewinnausschüttung – 56.411 – 52.187 Gewinnanteile Konzernfremder – 590 – 3.099 Konzernbilanzgewinn 144.380 142.996 davon Gewinne aus der Gewinn- und Verlustrechnung 93.907 92.523 davon Gewinne aus dem sonstigen Ergebnis 50.473 50.473 Die Gewinnausschüttung umfasste für das Jahr 2020 0,70 Euro pro Aktie und für das Jahr 2019 0,66 Euro pro Aktie. 28. Verzinsliche Finanzschulden in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert Langfristige (> 1 Jahr) verzinsliche Finanzschulden Variabel verzinsliche Finanzschulden 221.543 224.775 58.211 58.443 Festverzinsliche Finanzschulden 1.651.356 1.643.645 1.382.759 1.370.226 1.872.899 1.868.420 1.440.970 1.428.669 Kurzfristige (< 1 Jahr) verzinsliche Finanzschulden Variabel verzinsliche Finanzschulden 51.155 51.786 1.200 1.229 Festverzinsliche Finanzschulden 283.338 286.456 32.231 32.967 334.493 338.242 33.431 34.196 Summe 2.207.392 2.206.662 1.474.401 1.462.865 Die Zeitwerte der festverzinslichen Finanzschulden basieren auf diskontierten Cashflows, die mit Zinssätzen aus der Zinsstrukturkurve per 31. Dezember 2021 ermittelt wurden. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte bei den Finanzinstrumenten wurde ein individueller Risikoaufschlag eingesetzt. Die Fristigkeiten der variablen und festverzinslichen Finanzschulden stellen sich wie folgt dar: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Gesamte variabel verzinsliche Finanz- schulden Gesamte festver- zinsliche Finanz- schulden Gewichteter Zinssatz (festverzins- liche Finanz- schulden) Gesamte variabel verzinsliche Finanz- schulden Gesamte festver- zinsliche Finanz- schulden Gewichteter Zinssatz (festverzins- liche Finanz- schulden) < 1 Jahr 51.155 283.338 2,52 % 1.200 32.231 1,58 % 1 – 5 Jahre 209.918 993.498 1,89 % 58.211 1.107.469 2,18 % > 5 Jahre 11.625 657.858 1,09 % – 275.290 1,32 % Summe 272.698 1.934.694 59.411 1.414.990 Bei den variabel verzinslichen Finanzschulden erfolgte eine laufende Zinsanpassung. Die Zinsanpassungstermine basieren auf dem 3- bzw. 6-Monats-Euribor zuzüglich einer durchschnittlichen Marge. Die variablen Finanzschulden werden mit einem Durchschnittszins von 1,22 % (Vorjahr: 1,44 %) und die festverzinslichen Finanzschulden mit einem Durchschnittszins von rund 1,90 % (Vorjahr: 2,05 %) verzinst. Der Kurswert für die im Juli 2017 mit einem Nominalvolumen von 180 Mio. Euro begebene Anleihe beträgt zum Bilanzstichtag 100,3 %. Die im Oktober 2018 begebene Anleihe mit einem Nominalvolumen von 150 Mio. Euro notierte zum Bilanzstichtag mit einem Kurs von 103,0 % sowie die im September 2021 begebene Anleihe über nominal 400 Mio. Euro mit 94,2 %. Die verzinslichen Finanzschulden sind mit Ausnahme unserer Unternehmensanleihen in Höhe von 719.080 TEUR (Vorjahr 326.494 TEUR) und kurzfristigen Verbindlichkeiten bzw. den Schuldscheindarlehen von 465.115 TEUR (Vorjahr: 186.467 TEUR) durch Grundschulden besichert. 29. Derivate Zum Bilanzstichtag bestanden drei derivative Finanzinstrumente: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Nominal Zeitwert Nominal Zeitwert Passiva Zinssicherungskontrakte (Swaps) 51.350 – 1.849 52.550 – 3.447 Grundsätzlich werden Verträge über derivative Finanzinstrumente nur mit Großbanken abgeschlossen, um Bonitätsrisiken so gering wie möglich zu halten. Zum 31. Dezember 2021 waren negative Marktwerte nach Abzug von latenten Steuern in Höhe von 1.500 TEUR im Eigenkapital abgegrenzt. Die Zinssicherungskontrakte hatten zum 31. Dezember 2021 Restlaufzeiten zwischen 6 Monaten und 18 Monate (Vorjahr: zwischen 6 und 30 Monate). Im laufenden Geschäftsjahr wurden in der Hedging Rücklage daneben Wertänderungseffekte aus einem unterjährig ausgelaufenen Derivat in Höhe von 945 TEUR für die Sicherung zukünftiger Zahlungsströme erfasst. in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Nominal Zeitwert Nominal Zeitwert Laufzeit ≤ 1 Jahr 50.900 – 1.844 50.400 – 3.424 Laufzeit > 1 Jahr 450 – 5 2.150 – 23 Es ergaben sich folgende Auswirkungen im Geschäftsjahr: in TEUR Art des Sicherungsgeschäfts Nominalvolumen Buchwert Wertänderung Bilanzposten Zinssicherungskontrakte (Swaps) 51.350 – 1.849 – 1.598 Derivate Im Vorjahr ergaben sich die folgenden Auswirkungen aus dem Sicherungsgeschäft: in TEUR Art des Sicherungsgeschäfts Nominalvolumen Buchwert Wertänderung Bilanzposten Zinssicherungskontrakte (Swaps) 52.550 – 3.447 – 1.718 Derivate Die effektiven Wertänderungen aus dem Sicherungsgeschäften werden in den zugehörigen Positionen im sonstigen Ergebnis erfasst. Es ergeben sich folgende Auswirkungen aus den gesicherten Grundgeschäften: in TEUR Art des Grundgeschäfts Buchwert Bilanzposten Wertänderung im aktuellen Geschäftsjahr Kumulierte Wertänderungen Darlehen 949 Verzinsliche Finanzschulden 0 0 Ein Zinssicherungskontrakt über ein Nominalvolumen von 50.400 TEUR wurde für ein noch aufzunehmendes Darlehen in gleicher Höhe abgeschlossen. Im Vorjahr ergaben sich die folgenden Auswirkungen aus dem gesicherten Grundgeschäft: in TEUR Art des Grundgeschäfts Buchwert Bilanzposten Wertänderung im aktuellen Geschäftsjahr Kumulierte Wertänderungen Darlehen 2.148 Verzinsliche Finanzschulden 0 0 Es wurden im laufenden Geschäftsjahr keine Unwirksamkeiten aus Hedging-Beziehungen erfasst, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind. 30. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen: in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Langfristige Leasingverbindlichkeiten 2.910 5.002 Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 2.764 2.651 Summe der Leasingverbindlichkeiten 5.674 7.653 Nennenswerte Leasingverbindlichkeit für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit einem geringen Wert, die nicht einbezogen wurden, bestanden nicht. Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten werden unter der Position „Sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen. Der gesamte Zahlungsmittelabfluss aus Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr 2021 betrug 3.008 TEUR (Vorjahr: 3.268 TEUR). Darin enthalten sind Tilgungszahlungen i.H.v. 2.840 TEUR (Vorjahr: 3.046 TEUR) sowie Zinszahlungen i.H.v. 168 TEUR (Vorjahr: 222 TEUR). In der nachfolgenden Tabelle ist die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten dargestellt. Bei den Beträgen handelt es sich um die undiskontierten Leasingraten und nicht um die in der Bilanz angesetzten Barwerte der Leasingverbindlichkeiten. in TEUR 2021 2020 < 1 Jahr 2.822 2.751 1 – 5 Jahre 3.251 5.463 > 5 Jahre 0 0 Summe 6.073 8.214 Mögliche zukünftige Mittelabflüsse aus als nicht hinreichend sicher erachteten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen i.H.v. 10.460 TEUR wurden nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen. Eingegangene, aber zum Bilanzstichtag noch nicht begonnene Leasingverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.029 TEUR (Vorjahr 2.306 TEUR) resultieren in Höhe von 397 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) aus Nebenkostenabgrenzungen sowie aus der Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig. 32. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Gewerbesteuer 18.033 14.172 Körperschaftsteuer 8.049 7.125 Summe 26.082 21.297 33. Sonstige Verbindlichkeiten in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 Ausstehende Rechnungen 22.957 34.543 Tantiemen 6.592 5.056 Kautionen 5.510 5.054 Im Voraus bezahlte Mieten 4.551 2.354 Sicherheitseinbehalte 4.419 1.150 Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 2.764 2.651 Urlaubsvergütung und sonstige personalbezogene Aufwendungen 2.207 1.506 Erhaltene Baukostenzuschüsse 1.631 2.436 Umsatzsteuer 1.139 3.407 Anteilsbasierte Vergütungen 925 1.367 Aufsichtsratsvergütungen 821 786 Steuerberatungskosten 646 578 Prüfungskosten 610 542 Übrige 344 1.883 Summe 55.116 63.313 In den ausstehenden Rechnungen sind unter anderem die Gutachterkosten für die jährliche Immobilienbewertung, Beraterkosten, sonstige Dienstleistungen und Betriebs- und Nebenkosten enthalten. Der Konzern hat erfolgsabhängige Vergütungsvereinbarungen in Form eines aktienkursorientierten Vergütungsmodells mit den Vorstandsmitgliedern vereinbart. Die Vorstandsmitglieder und ehemaligen Vorstandsmitglieder halten Ende 2021 Optionen auf 400.000 (Vorjahr: 520.000) so genannte „virtuelle“ Aktien der Gesellschaft. Voraussetzung für die Ausübung dieser Optionen ist der Ablauf von drei bis vier Dienstjahren als Vorstandsmitglied bei der DIC Asset AG. Die Gesellschaft bewertet den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2021 mit je 3,57 Euro für Frau Wärntges und Herrn von Mutius, 3,31 Euro für Herrn Weiden und 3,94 Euro für Herrn Bock. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung des Black- Scholes-Optionspreismodells. Die wesentlichen Parameter für das Bewertungsmodell sind der Aktienkurs am Bilanzstichtag in Höhe von 15,37 Euro (Vorjahr: 13,46 Euro), der Ausübungspreis von je 15,00 Euro für die Optionen von Frau Wärntges, Herrn von Mutius und Herrn Weiden und von je 14,00 Euro für die Optionen von Herrn Bock, die Standardabweichung der erwarteten Aktienkursrendite von 25,06 % (Vorjahr: 40,83 %), der laufzeitabhängige jährliche risikofreie Zinssatz von 0,00 % sowie einem zusätzlichen werterhöhenden Faktor zwischen 1 und 3 abhängig vom Aktienkurs. Die Volatilität gemessen an der Standardabweichung der erwarteten Aktienkursrenditen basiert auf statistischen Analysen der täglichen Aktienkurse des letzten Jahres. Frau Wärntges hat mit Erreichen der Voraussetzungen für ihre aus dem Jahr 2017 stammenden „virtuellen" Aktienoptionen ihre Ansprüche ausgeübt. Die insgesamt 75.000 Stück „virtuelle" Aktien wurden mit dem Durchschnittkurs über die letzten zehn Handelstage (Xetra-Schlusskurs) zum Ausübungszeitpunkt mit 15,13 Euro bewertet. Insgesamt ergab sich ein Barausgleichsvolumen von 698 TEUR, das in Höhe von 560 TEUR in den Sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigt war. Der überschießende Betrag ist im Geschäftsjahr im Personalaufwand erfasst. Herr von Mutius hat mit Erreichen der Voraussetzungen für seine aus dem Jahr 2017 stammenden „virtuellen" Aktienoptionen seine Ansprüche ausgeübt. Die insgesamt 45.000 Stück „virtuelle" Aktien wurden mit dem Durchschnittkurs über die letzten zehn Handelstage (Xetra-Schlusskurs) zum Ausübungszeitpunkt mit 15,13 Euro bewertet. Insgesamt ergab sich ein Barausgleichsvolumen von 419 TEUR, das Höhe von 336 TEUR in den Sonstigen Verbindlichkeiten berücksichtigt war. Der überschießende Betrag ist im Geschäftsjahr im Personalaufwand erfasst Der Zeitwert aller gewährten Optionen für aktuelle Vorstandsmitglieder betrug zum Stichtag 711 TEUR (Vorjahr: 1.366 TEUR). Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 461 TEUR (Vorjahr: 575 TEUR) Aufwendungen für Stock Options erfasst. Die Verbindlichkeiten aus Aufsichtsratsvergütungen bestehen gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern. Sie stellen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen i. S. d. IAS 24.9 dar. Die Aufgliederung der Entgelte nach den Kriterien des IAS 24.9 erfolgt im Abschnitt „Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen“ Seite 208 ff. Hinsichtlich der Angaben zu einzelnen Mitgliedern vgl. Ausführungen zu den Aufsichtsratsvergütungen im Vergütungsbericht. 34. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Aufgrund der kurzen Laufzeit der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der jeweilige beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die an einem aktiven Markt gehandelt werden, basiert auf dem am Bilanzstichtag notierten Marktpreis. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, wie z. B. Over-the-Counter-Derivate, wird anhand eines Bewertungsverfahrens (Discounted-Cashflow-Bewertung oder Optionspreismodell) unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Finanzschulden ergibt sich als Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows. Die Diskontierung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte, Wertansätze und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leiten diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Die für den Konzern maßgeblichen Bewertungskategorien nach IFRS 9 sind Financial assets at fair value through OCI (FVOCI), Financial assets at fair value through profit or loss (FVTPL), Financial assets measured at amortised cost (FAAC) sowie Financial liabilities measured at amortised cost (FLAC). Für die vom Konzern gehaltenen nicht börsennotierten Anteile an der DIC Opportunistic GmbH sowie die im Rahmen des Erwerbs der GEG neu erworbenen Beteiligungen liegen keine an einem aktiven Markt notierten Preise vor. Der beizulegende Zeitwert leitet sich aus dem indirekt gehaltenen Immobilien- und Aktienvermögen ab. Zum Bilanzstichtag ergaben sich Wertänderungen in Höhe von +3.486 TEUR (2020: -1.903 TEUR). Für die Bewertung des Immobilienvermögens verweisen wir auf Seite 179 ff. in TEUR Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2021 Wertansatz nach IFRS 9 Fair Value 31.12.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value Erfolgswirksam Fair Value Erfolgsneutral Aktiva Beteiligungen FVOCI 123.895 123.895 123.895 Beteiligungen FVTPL 17.522 17.522 17.522 Sonstige Ausleihungen FAAC 99.502 99.502 99.502 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 22.282 22.282 22.282 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen FAAC 19.886 19.886 19.886 Sonstige Forderungen FAAC 265.860 265.860 265.860 Sonstige Vermögenswerte FAAC 23.504 23.504 23.504 Flüssige Mittel FAAC 546.911 546.911 546.911 Summe FAAC 977.945 977.945 977.945 Passiva Derivate n / a 1.849 1.849 1.849 Unternehmensanleihe - langfristig FLAC 539.586 539.586 531.305 Langfristige verzinsliche Finanzschulden FLAC 1.333.313 1.333.313 1.337.115 Unternehmensanleihe - kurzfristig FLAC 179.494 179.494 180.612 Kurzfristige Finanzschulden FLAC 115.733 115.733 116.754 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.029 4.029 4.029 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen FLAC 17.470 17.470 17.470 Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 52.352 52.352 52.352 Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Finanzinvestitionen FLAC 39.266 39.266 40.876 Summe FLAC 2.281.243 2.281.243 2.280.513 * ohne kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Das Vorjahr stellt sich wie folgt dar: in TEUR Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Wertansatz nach IFRS 9 Fair Value 31.12.2020 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value Erfolgswirksam Fair Value Erfolgswirksam Aktiva Beteiligungen FVOCI 35.311 35.311 35.311 Beteiligungen FVTPL 18.037 18.037 18.037 Sonstige Ausleihungen FAAC 126.791 126.791 126.791 Forderungen aus dem Verkauf von Immobilien FAAC 1.283 1.283 1.283 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 27.658 27.658 27.658 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen FAAC 18.634 18.634 18.634 Sonstige Forderungen FAAC 54.464 54.464 54.464 Sonstige Vermögenswerte FAAC 22.674 22.674 22.674 Flüssige Mittel FAAC 371.404 371.404 371.404 Summe FAAC 622.908 622.908 622.908 Passiva Derivate n / a 3.447 3.447 3.447 Unternehmensanleihe FLAC 326.494 326.494 336.300 Langfristige verzinsliche Finanzschulden FLAC 1.114.476 1.114.476 1.092.369 Kurzfristige Finanzschulden FLAC 33.431 33.431 34.196 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 2.306 2.306 2.306 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen FLAC 16.187 16.187 16.187 Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 60.662 60.662 60.662 Summe FLAC 1.553.556 1.553.556 1.542.020 * ohne kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Der Zinsertrag und der Zinsaufwand pro Kategorie stellen sich wie folgt dar: in TEUR Zinsertrag Zinsaufwand 2021 2020 2021 2020 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (FAAC) 9.550 8.670 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) – 56.217 – 34.500 Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 7/9 in verschiedene Bewertungsstufen eingeteilt. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente, die Stufe 1: zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für identische Finanzinstrumente bewertet werden, Stufe 2: zu aktuellen Marktpreisen in einem aktiven Markt für vergleichbare Finanzinstrumente oder mit Bewertungsmodellen, deren wesentliche Inputfaktoren auf beobachtbare Marktdaten zurückzuführen sind, bewertet werden oder Stufe 3: mit Hilfe von Inputfaktoren bewertet werden, die nicht auf beobachtbaren Marktpreisen basieren. Die Einteilung in Bewertungsstufen stellt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar: in TEUR Fair Value 31.12.2021 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral Beteiligung 123.895 48.466 75.429 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam Beteiligung 17.522 17.522 Das Vorjahr stellt sich wie folgt dar: in TEUR Fair Value 31.12.2020 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert – erfolgsneutral Beteiligung 35.311 35.311 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert – erfolgswirksam Beteiligung 18.037 18.037 Die Entwicklung der Finanzinstrumente der Stufe 3 stellt sich wie folgt dar: in TEUR 2021 2020 01.01. 53.348 53.611 Zugang 36.117 5.440 Bewertungseffekt 3.486 – 1.903 Abgänge 0 – 3.800 31.12. 92.951 53.348 Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten sind wie folgt: in TEUR 2021 2020 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) – Eigenkapitalinstrumente 7.169 – 3.093 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) – Fremdkapitalinstrumente – 395 1.190 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAAC) 871 3.858 Die Nettogewinne und -Verluste bestehen aus den erfolgsneutral erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts für finanzielle Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente nach FVOCI), sowie Aufwendungen und Erträge für erwartete Kreditverluste aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (FAAC). Erläuterung zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln, das heißt Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten, die sich nicht zahlungswirksam aus der Kapitalflussrechnung ableiten lassen, sind im Wesentlichen auf nicht gezahlte Zinsen und der Amortisation zurückzuführen. in TEUR 01.01.2021 zahlungs- wirksam zahlungsunwirksam 31.12.2021 Umglie- derungen Änderung Konsolidie- rungskreis Zinsen /  Sonstiges Unternehmens- anleihe 326.494 400.000 – 7.414 719.080 Langfristige verzinsliche Finanzschulden 1.114.476 301.764 – 79.000 – 3.927 1.333.313 Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 33.431 – 1.415 79.000 4.717 115.733 Verbindlichkeiten IFRS 5 0 38.000 1.266 39.266 Gesamt 1.474.401 738.349 0 0 – 5.358 2.207.392 in TEUR 01.01.2020 zahlungs- wirksam zahlungsunwirksam 31.12.2020 Umglie- derungen Änderung Konsolidie- rungskreis Zinsen /  Sonstiges Unternehmens- anleihe 324.896 1.598 326.494 Langfristige verzinsliche Finanzschulden 967.374 154.607 – 9.466 1.961 1.114.476 Kurzfristige verzinsliche Finanzschulden 219.856 – 196.541 9.466 650 33.431 Verbindlichkeiten IFRS 5 35.031 – 35.031 0 Gesamt 1.547.157 – 41.934 0 – 35.031 4.209 1.474.401 Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung wird unter Beachtung von IFRS 8 „Geschäftssegmente“ – dem Management Approach folgend – aufgestellt. Seit dem Geschäftsjahr 2019 ist unsere Berichterstattung auf zwei Säulen fokussiert: zum einen auf das Segment Commercial Portfolio, das unseren Immobilien-Eigenbestand umfasst. Zum anderen fassen wir im Segment Institutional Business unsere Immobilienmanagementleistungen für institutionelle Investoren zusammen. Für den Vorstand sind im Hinblick auf Entscheidungen über die Ressourcen zu den Segmenten und ihrer Ertragskraft vor allem die dargestellten operativen und finanziellen Kennzahlen maßgebend. Unser Wachstumskurs sowie unsere Warehousing Aktivitäten schlagen sich in einem um 15% gestiegenen FFO-Beitrag des Segments Commercial Portfolio in einem aufgrund der andauernden Corona-Pandemie herausfordernden Geschäftsjahr nieder. Der FFO-Beitrag des Segments Commercial Portfolio steigt auf 54,4 Mio. Euro (Vorjahr: 47,3 Mio. Euro). Die signifikant gestiegenen Nettomieteinnahmen sowie die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen konnten die wachstumsbedingt höheren Zinsaufwendungen deutlich überkompensieren. Die Assets under Management stiegen um 11 % auf 2.222,2 Mio. Euro an (Vorjahr: 2.000,0 Mio. Euro). Die im Geschäftsjahr signifikant gestiegenen Immobilienmanagement-Erträge sind insbesondere für den höheren FFO-Beitrag des Segments Institutional Business verantwortlich, die die wachstumsbedingt gestiegenen operativen Kosten überkompensierten. Der FFO-Beitrag des Segments Institutional Business steigt im Geschäftsjahr auf 52,8 Mio. Euro (Vorjahr: 49,2 Mio. Euro). Die Assets under Management zum Bilanzstichtag stiegen um 22 % auf 9.280,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7.595,5 Mio. Euro). SEGMENTBERICHTERSTATTUNG in Mio. Euro 2021 2020 Commercial Portfolio Institutional Business Gesamt Commercial Portfolio Institutional Business Gesamt Ergebniskennzahlen Bruttomieteinnahmen (GRI) 108,4 108,4 100,7 100,7 Nettomieteinnahmen (NRI) 91,2 91,2 82,2 82,2 Gewinne aus Immobilienverkauf 23,8 23,8 32 32,0 Erträge aus Immobilienverwaltungsgebühren 101,2 101,2 79,7 79,7 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen  1,6 4,9 6,5 11,4 11,4 SbE / SbA (Net other income) 3,2 – 1,2 2,0 0,8 – 0,4 0,4 Zinsergebnis – 45,0 – 4,7 – 49,7 – 24,6 – 3,5 – 28,1 Operational expenditure (OPEX) – 11,9 – 47,7 – 59,6 – 11,4 – 38,0 – 49,4 - davon Adminkosten – 4,3 – 17,2 – 21,5 – 4,4 – 14,7 – 19,1 - davon Personalkosten – 7,6 – 30,5 – 38,1 – 7,0 – 23,3 – 30,3 Sonstige Bereinigungen 15,3 0,3 15,6 0,3 0 0,3 Funds from Operations (FFO) 54,4 52,8 107,2 47,3 49,2 96,5 Funds from Operations II (FFO II) 78,2 52,8 131,0 79,3 49,2 128,5 EBITDA 107,9 57,2 165,1 103,6 52,7 156,3 EBIT 74,4 47,7 122,1 70,9 46,7 117,6 Segmentvermögen Anzahl Immobilien  94 143 237 91 98 189 Assets under Management (AuM) in Mio. Euro 2.222,2 9.280,8 11.503,0 2.000,0 7.595,5 9.595,5 Mietfläche in qm 829.900 2.313.300 3.143.200 807.800 1.411.900 2.219.700 * nicht anteilig / auf Basis 100 %, inkl. Projektentwicklungen und Repositionierungsobjekte Überleitung Marktwert 2021 – Buchwert der Finanzimmobilien in Mio. Euro 2021 2020 Marktwert AuM gesamt 11.503 9.594 abzgl. Institutional Business 9.281 7.594 Marktwert Commercial Portfolio 2.222 2.000 abzgl. Zeitwertdifferenz 375 306 abzgl. IFRS-5-Objekte 90 94 Summe 1.757 1.600 Leasingverhältnisse Der Konzern ist Leasinggeber in einer Vielzahl von Operating-Leasingvereinbarungen (Mietverhältnissen) unterschiedlichster Gestaltung über im Eigentum des Konzerns stehende, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die Vereinbarungen haben überwiegend eine Laufzeit zwischen fünf und zehn Jahren. Sie beinhalten eine Marktüberprüfungsklausel für den Fall, dass der Leasingnehmer die Verlängerungsoption ausübt. Dem Leasingnehmer wird keine Option gewährt, die Immobilie am Ende der Leasinglaufzeit zu erwerben. Zum Bilanzstichtag waren als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit einem Buchwert von 1.756.660 TEUR (Vorjahr: 1.599.987 TEUR) im Rahmen des Operating Leasing vermietet. Hinsichtlich der geforderten Angaben zu den kumulierten Abschreibungen und Abschreibungskosten der Periode verweisen wir auf die Angaben in Nr. 14 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“. Aus bestehenden Mietverträgen mit Dritten wird die DIC Asset AG künftig folgende Mindestleasingzahlungen erhalten: in TEUR 2021 2020 < 1 Jahr 101.205 93.288 1 – 5 Jahre 336.652 312.950 > 5 Jahre 175.993 223.683 Summe 613.850 629.921 Die Mindestleasingzahlungen beinhalten zu vereinnahmende Nettomieten bis zum vereinbarten Vertragsende bzw. bis zum frühestmöglichen Kündigungstermin des Leasingnehmers (Mieters), unabhängig davon, ob eine Kündigung oder Nichtinanspruchnahme einer Verlängerungsoption tatsächlich zu erwarten ist. Im Jahr 2021 bestanden im Konzern vor allem bei Einzelhandels- und Gastronomieflächen Mietverträge mit einer umsatzabhängigen teilweise indexierten Mietzinsvereinbarung. Aus diesen Mietverträgen flossen dem Konzern Mieten von 4.291 TEUR (Vorjahr: 5.225 TEUR) zu. Darüber hinaus sind keine bedingten Mietzahlungen angefallen. Hinsichtlich der in 2021 vom Konzern aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfassten Bruttomieteinnahmen verweisen wir auf Tz. 1. Die in den sonstigen immobilienbezogenen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Instandhaltung stellen sich wie folgt dar: in TEUR 2021 2020 Immobilien, mit denen Mieteinnahmen erzielt werden 1.320 1.106 Immobilien, die leerstehen 0 0 Der Konzern hat mehrere Leasingverträge als Leasingnehmer abgeschlossen. Die Leasingvereinbarungen beziehen sich vorrangig auf gemietete Kraftfahrzeuge und Raummieten. Der Mietvertrag für die Geschäftsräume besteht seit 1. April 2014 und endet am 31. März 2024. Die Laufzeit der Verträge für gemietete Kraftfahrzeuge ist in der Regel drei Jahre. Für Mietverträge bestehen Verlängerungsoptionen mit einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren. Berichterstattung zum Risikomanagement Im Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken wie dem Ausfallrisiko, dem Liquiditätsrisiko und dem Marktrisiko ausgesetzt. Das Management dieser finanziellen Risiken ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie des Konzerns. Die zugehörige Unternehmenspolitik wird vom Vorstand vorgegeben. Ausführungen zum Risikomanagementsystem und den Geschäftsrisiken sind im Lagebericht der Gesellschaft unter dem Abschnitt Risikomanagement auf Seite 108ff. dargestellt. Im Rahmen von IFRS 7 machen wir folgende ergänzende Angaben zu einzelnen Risiken: Ausfallrisiko Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass ein Geschäftspartner nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen und dies zu einem finanziellen Verlust führt, oder dass die als Sicherheit dienenden Vermögenswerte an Wert verlieren. Um die Risiken eines Verlustes wegen Nichterfüllung zu mindern, ist der Konzern bestrebt, lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien Geschäftsverbindungen einzugehen oder, falls angemessen, die Bestellung von Sicherheiten zu verlangen. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit Kreditrisiken (insbesondere bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen) sowie Risiken im Rahmen seiner Finanzierungstätigkeit, einschließlich seiner Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, ausgesetzt. Die Forderungen gegenüber Mietern bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche Branchen verteilten Mietern. Das Ausfallrisiko wird durch regelmäßige Bonitätsanalysen im Zusammenhang mit Neu- und Anschlussvermietungen sowie aktives Debitorenmanagement beurteilt und gesteuert. Mietverträge werden nur mit entsprechend ausreichend bonitätsstarken Vertragspartnern geschlossen. Die Bonitätseinstufung wird zu jedem Abschlussstichtag analysiert und aktualisiert. Hierzu werden die vorliegenden Bonitätsinformationen auf wesentliche Verschlechterungen überprüft. Vertragspartner ohne jeglichen Zahlungsverzug werden der Risikostufe I zugeordnet. Spät- oder Nichtzahlungen von offenen Forderungen werden im Regelfall als signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos angesehen und unterliegen zum Teil bereits einem Rechtsstreit (Risikostufe II). Forderungen, die subjektiv uneinbringlich erscheinen, bspw. aufgrund der Eröffnung eines Insolvenzverfahren, werden in die höchste Risikostufe eingruppiert (Risikostufe III). Dieser Grundsatz kann widerlegt werden, wenn im jeweiligen Einzelfall belastbare und vertretbare Informationen darauf hinweisen, dass sich das Kreditrisiko nicht erhöht hat. Auf Basis der jeweiligen Risikoeinstufung werden Wertminderungen in Höhe der erwarteten Ausfallquote gebildet. Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen im Wesentlichen in Form von ausgereichten Darlehen. Für diese Vertragspartner wird eine laufende Bonitätsüberwachung vorgenommen. Aufgrund der bestehenden Sicherheiten und des Vermögens der Vertragspartner werden die hierfür bestehenden erwarteten Kreditverluste als unwesentlich angesehen. Bei den Finanzierungsaktivitäten ist der Konzern einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dies gilt insbesondere für Bankguthaben. Das Ausfallrisiko dieser Vertragspartner unterliegt einer regelmäßigen Überwachung. Zur Risikominimierung werden nur Geschäfte mit Vertragspartnern hoher Bonität abgeschlossen bzw. mit solchen, die ihrerseits einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Darüber hinaus ist der Konzern Kreditrisiken ausgesetzt, die aus gegenüber Banken oder anderen Vertragspartnern vom Konzern gewährten Finanzgarantien resultieren. Das für den Konzern maximale Risiko entspricht dem Betrag, den der Konzern zu zahlen hätte, wenn die Garantie in Anspruch genommen werden würde. Zum 31. Dezember 2021 bestanden Garantien in Höhe von 72.072 TEUR (Vorjahr: 115.266 TEUR). Der Anteil, der auf die DIC Asset AG entfällt, beträgt zum Stichtag 38.442 TEUR (Vorjahr: 80.148 TEUR) (siehe Angaben zu Haftungsverhältnissen). Basierend auf den Risikoeinstufungen stellen sich die Buchwerte je Risikostufe nachfolgend dar: in TEUR 2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausleihungen an nahestehende Unternehmen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen Bankguthaben Risikostufe I 20.120 99.502 19.886 546.911 Risikostufe II 2.161 — — — Risikostufe III — — — — Summe 22.281 99.502 19.886 546.911 Die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: in TEUR 2021 2020 Stand 01.01. 5.764 2.095 Zugänge 1.109 4.172 Verbrauch – 815 – 189 Auflösung – 238 – 314 Stand 31.12. 5.820 5.764 Die Veränderung der Wertminderungen ist auf die laufende Forderungsbewertung zurückzuführen. Die Zugänge basieren im Wesentlichen auf Zugängen zur Stufe 2. Für alle anderen Vermögenswerte, die dem Wertminderungsmodell gem. IFRS 9.5.5 unterliegen, ergaben sich keine wesentlichen erwarteten Kreditverluste. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Eine Risikokonzentration könnte sich ergeben, wenn einzelne Mieter mehr als 10 % der Mieterlöse im Konzern generieren. Kein Mieter hat einen Anteil von mehr als 10 % am Gesamtvolumen, sodass der Konzern keinen wesentlichen Ausfallrisiken ausgesetzt ist. Die Top-Ten-Mieter erwirtschaften im Jahr ca. 37 % der gesamten Mieterlöse. Hier handelt es sich ausschließlich um namhafte und größtenteils bonitätsstarke Mieter vor allem aus dem öffentlichen Sektor, Versicherungen, Banken und Handel. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen vertragsgemäß zu erfüllen. Der Konzern steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen, Kreditlinien bei Banken und durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme sowie Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Durch diese Liquiditätsplanung soll sichergestellt werden, dass neben dem geplanten Finanzierungsbedarf auch unvorhersehbarer Bedarf bedient werden kann. Die Liquidität des Konzerns wird unter anderem durch Verpflichtungen aus vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen für originäre finanzielle Verbindlichkeiten beansprucht. Liquiditätsrisiken können sich ergeben, wenn beispielsweise Darlehen, die zur Prolongation vorgesehen sind, ggf. nicht verlängert werden können, es Verzögerungen bei Verkaufsaktivitäten gibt oder ggf. höherer Eigenkapitalbedarf bei Neufinanzierungen fällig wird. Ein weiteres grundsätzliches Risiko ergibt sich aus den Kreditverträgen, in denen Covenants wie z. B. Debt service coverage ratio (DSCR), Interest coverage ratio (ICR), WALT oder LtV vereinbart sind. Covenant-Brüche, das heißt die Überschreitung von definierten Schwellenwerten, können unter anderem dazu führen, dass Sondertilgungen oder Sicherheitshinterlegungen des für die Einhaltung der Covenants erforderlichen Betrages notwendig werden. Die Einhaltung der Covenants wird fortlaufend überwacht und im Rahmen des vierteljährlichen Group-Reportings an das Management berichtet. Im Geschäftsjahr 2021 wurden alle Covenantvereinbarungen eingehalten. Für 2022 erwarten wir keine Covenant-Brüche. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt TEUR 546.911 (Vorjahr: 371.404 TEUR) zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt der Konzern über bislang nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von insgesamt 82.339 TEUR (Vorjahr: 80.209 TEUR). Der Konzern erwartet, seine sonstigen Verpflichtungen durch operative Zahlungsströme erfüllen zu können. Um die Risikokonzentration zu minimieren, werden Neu- und Refinanzierungen von Immobilienportfolien teilweise über mehrere Banken verteilt und so das jeweilige Exposure pro Bank reduziert. Das maximale Kontrahentenrisiko mit einem einzelnen Vertragspartner beträgt zum Stichtag 201 Mio. Euro (Vorjahr: 152 Mio. Euro). Im Folgenden werden die finanziellen Verbindlichkeiten der nächsten Jahre aus den zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten einschließlich geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um undiskontierte Bruttobeträge inkl. geschätzter Zinszahlungen. in TEUR 2022 2023 bis 2026 2027 und danach Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten Langfristige verzinsliche Finanzschulden 27.136 1.340.558 702.860 Kurzfristige Finanzschulden 346.689 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.029 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 17.994 Sonstige Verbindlichkeiten 50.845 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.844 5 Summe 448.537 1.340.563 702.860 * inklusive Verbindlichkeiten – zur Veräußerung gehaltene Immobilien Die Vorjahreswerte stellen sich wie folgt dar: in TEUR 2021 2022 bis 2025 2026 und danach Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten Langfristige verzinsliche Finanzschulden 30.181 1.229.821 282.740 Kurzfristige Finanzschulden 34.752 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.306 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 17.412 Sonstige Verbindlichkeiten 62.088 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3.424 23 Summe 150.163 1.229.844 282.740 Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Marktpreise wie z. B. Zinssätze ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Risiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern, zu kontrollieren und soweit möglich die Rendite zu optimieren. Zinsänderungsrisiken ergeben sich aus marktbedingten Schwankungen der Zinssätze oder Margen bei Neuaufnahmen oder Prolongationen von Darlehen. Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Konzernunternehmen Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen aufnehmen. Dieses Risiko steuert der Konzern durch ein ausgeglichenes Portfolio von fest und variabel verzinslichen Darlehen. Hierzu werden ggf. zusätzlich Zinsswaps, hauptsächlich Payer Swaps, abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 hält der Konzern drei Zins-Derivate im Bestand (Vorjahr: vier). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nominalbeträge und Restlaufzeiten der bestehenden Derivate am Ende der Berichtsperioden. in TEUR 2021 2020 Nominal Zeitwert Nominal Zeitwert Laufzeit ≤ 1 Jahr 50.900 – 1.844 50.400 – 3.424 Laufzeit 1 – 5 Jahre 450 – 5 2.150 – 23 Laufzeit > 5 Jahre 0 0 0 0 Zum 31. Dezember 2021 waren 87 % (Vorjahr: 96 %) der Finanzschulden des Konzerns fest verzinslich oder gegen Zinsschwankungen abgesichert und damit kongruent zu den Cashflows aus den Mieten, sodass die Auswirkungen von Marktzinsschwankungen mittelfristig absehbar sind. Zur Optimierung des Zinsergebnisses wurden im Geschäftsjahr 2021 13 % (Vorjahr: 4 %) der Finanzschulden variabel verzinslich gehalten. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie bei Derivaten in Hedge-Accounting-Beziehungen die Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und den Fair Value dieser Derivate dar. Den Sensitivitätsanalysen liegt die Annahme zu Grunde, dass Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung sich nur dann auf das Ergebnis auswirken, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Sensitivitätsanalysen wurden deshalb nur für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Für die variabel verzinslichen Finanzschulden wird die Annahme getroffen, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Ein um jeweils 100 Basispunkte erhöhtes bzw. vermindertes Marktzinsniveau hätte zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern gehabt: in TEUR 2021 2020 +100 Bp -100 Bp +100 Bp -100 Bp Ergebniseffekt aus variabel verzinslichen Finanzschulden 2.756 – 1.507 299 0 Eigenkapitaleffekt durch Sicherungsbeziehung – 3.311 +2.577 – 2.755 +2.823 Das Zinsrisiko finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns wird im Abschnitt „Liquiditätsrisiko“ beschrieben. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Der DIC Asset-Konzern hat folgende Bürgschaften bzw. Garantien abgegeben: Art der Sicherheit Begünstigte Grund Betrag in TEUR DIC Asset Konzern anteilig in TEUR Selbstschuldnerische Bürgschaft Thoma Aufzüge GmbH Ansprüche aus dem Bauvorhaben MT Porta 30 12 Selbstschuldnerische Bürgschaft Union Investment Real Estate GmbH Gewährleistungsbürgschaft MT Porta 2.750 1.100 Zahlungsbürgschaft BAM Deutschland AG Bauvorhaben MT WINX 7.088 2.835 Zahlungsbürgschaft ED.Züblin AG Bauvorhaben MT Panorama 595 238 Zahlungsbürgschaft BAM Deutschland AG Bauvorhaben MT WINX 14.000 5.600 Zahlungsbürgschaft BAM Deutschland AG Bauvorhaben MT WINX 7.000 2.800 Mietbürgschaft Ideal Lebensversicherung Mietbürgschaft für Gewerbeobjekt eines Tochterunternehmens 34 34 Zahlungsbürgschaft Köster GmbH Bauvorhaben Leverkusen 350 350 Selbstschuldnerische Bürgschaft Union Investment Real Estate GmbH Erfüllung sämtlicher Zahlungs- und Schadenersatzverpflichtungen des Verkäufers gem. Kaufvertrag MT Porta 5.000 2.000 Gewährleistungsbürgschaft PATRIZIA WohnInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Abnahme Bauvorhaben MT Patio 1.000 400 Selbstschuldnerische Bürgschaft WinX Verwaltungs GmbH Verpflichtung zur Erfüllung vertraglich abgesicherter Ansprüche im Bauvorhaben WINX 16.000 6.400 Selbstschuldnerische Bürgschaft Grundbesitzgesellschaft Große Theaterstraße mbH & Co. KG Bauvorhaben Opera Offices NEO 1.800 360 Selbstschuldnerische Bürgschaft Grundbesitzgesellschaft Große Theaterstraße mbH & Co. KG Bauvorhaben Opera Offices NEO 140 28 Patronatserklärung BNP Paribas + Hansainvest Hanseatische Investment GmbH Veräußerung von Anteilen im Rahmen eines Club Deals 16.000 16.000 Mietbürgschaft Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Mietbürgschaft für Mietobjekt eines Tochterunternehmens 285 285 Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements ist es sicherzustellen, dass die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit auch in Zukunft erhalten bleiben. Die Kapitalstruktur wird nach ökonomischen und regulatorischen Vorgaben gesteuert. Hierbei streben wir eine ausgewogene Fälligkeitsstruktur der ausstehenden Verbindlichkeiten an. Die Steuerung der Kapitalstruktur kann seitens der DIC Asset AG durch Dividenden und/oder Kapitalerhöhungen oder durch Veränderungen in der Finanzierung erfolgen. Die DIC Asset AG strebt eine dem Geschäftsrisiko angemessene Kapitalstruktur an. Die DIC Asset AG unterliegt den Mindestkapitalanforderungen für Aktiengesellschaften. Deren Einhaltung wird überwacht. Die Eigenkapitalquote wird als eine wichtige Kenngröße gegenüber den Investoren, Analysten und Banken genutzt. in TEUR 2021 2020 Eigenkapital 1.133.969 1.108.421 Bilanzsumme 3.493.650 2.724.168 Bilanzielle Eigenkapitalquote 32,5 % 40,7 % Die bilanzielle Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der wachstumsbedingt signifikant gestiegenen Bilanzsumme um 8,1 Prozentpunkte verringert. Aus den von der DIC Asset AG übernommenen Haftungsverhältnissen wird derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme gesehen, da aufgrund der wirtschaftlichen Lage der jeweiligen Unternehmen davon ausgegangen wird, dass die Unternehmen die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten erfüllen werden. Finanzielle Verpflichtungen Bezüglich bestehender Investitionsverpflichtungen für Maßnahmen an Portfolioobjekten verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Abschnitt „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ Seite 179 f. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören die 15 (Vorjahr: 14) „at Equity“ einbezogenen assoziierten Unternehmen (vgl. „Konsolidierung“). Ferner sind wegen maßgeblichen Einflusses folgende Unternehmen und Personen nahestehende Unternehmen und Personen: Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA Konzerngesellschaften der Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG DIC Grund- und Beteiligungs GmbH DIC Capital Partners (Europe) GmbH GCS Verwaltungs GmbH Forum European Realty Income II L.P. (im Folgenden „Forum“ genannt) DICP Capital SE Prof. Dr. Gerhard Schmidt Weitere nahestehende Unternehmen und Personen sind der Aufsichtsrat, der Vorstand sowie nahe Angehörige dieser Personen. Die Gesellschaft hat über ihre Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einen Abhängigkeitsbericht aufgestellt. In diesem Bericht sind alle Rechtsgeschäfte, welche die Gesellschaft oder ihre Tochterunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse eines dieser Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommen haben, und alle anderen Maßnahmen, die die Gesellschaft auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr getroffen oder unterlassen hat, aufgeführt. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung ab: „Wir erklären hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, unsere Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt oder vergütete. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen.“ Nachfolgend werden die Rechtsgeschäfte und -beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dargestellt. Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA sowie derer Konzerngesellschaften Es besteht Personalunion betreffend den Aufsichtsrat der DIC Asset AG, der Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA („DIC AG & Co. KGaA“) und der DIC Beteiligungs AG in der Person der Herren Prof. Dr. Gerhard Schmidt und Klaus-Jürgen Sontowski, die zugleich mittelbar maßgebliche Kommanditaktionäre der DIC AG & Co. KGaA sind. Herrn Prof. Dr. Gerhard Schmidt ist zudem mittelbar die Mehrheit der Aktien an deren alleiniger Komplementärin, der DIC Beteiligungs AG, zuzurechnen. Die Gesellschaft erbringt derzeit für insgesamt 15 Objektgesellschaften, an denen die DIC AG & Co. KGaA mittelbar und unmittelbar beteiligt ist, allgemeine Dienstleistungen der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung (unter Einschluss der Begleitung von Neuvermietungen), im Bereich des technischen Gebäudemanagements sowie für die Bereiche Rechnungswesen, Finanzen und Controlling. Für die Erbringung dieser beschriebenen allgemeinen Dienstleistungen wurden von den vollkonsolidierten Gesellschaften der DIC AG & Co. KGaA-Gruppe für das Jahr 2021 Vergütungen in Höhe von 447 TEUR (Vorjahr: 532 TEUR) bezahlt. Die DIC Asset AG stellt der DIC AG & Co. KGaA ein Darlehen mit unbestimmter Laufzeit und einer Kündigungsfrist von 12 Monaten zum Quartal zur Verfügung. Als Zinsen sind 3 % über 3-Monats-Euribor p.a. nachschüssig vereinbart. Als Sicherheit für die Kreditinanspruchnahme hatte die DIC AG & Co. KGaA gemäß Nachtrag vom 21. Dezember 2015 ein Pfandrecht an Stammgeschäftsanteilen der TTL Real Estate GmbH i.H.v. 222 TEUR (22 % der Stammgeschäftsanteile) gewährt. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinie belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 17.080 TEUR (Vorjahr: 19.562 TEUR). Mit Vertrag vom 23. Dezember 2021 wurde ein Teil der Darlehensforderung i.H.v. 3.068 TEUR an eine Tochtergesellschaft abgetreten und übertragen, die diese dann in die Kapitalrücklage der DIC Opportunistic GmbH eingebracht hat. Für die zur Verfügung gestellten Gelder erhielt die DIC Asset AG im Berichtsjahr Zinsgutschriften in Höhe von 587 TEUR (Vorjahr: 570 TEUR). Das Darlehen wird unter den langfristigen Ausleihungen in der Bilanz ausgewiesen. Des Weiteren besteht zwischen der DIC AG & Co. KGaA und der DIC Asset AG ein Untermietverhältnis in Bezug auf die von der DIC Asset AG genutzten Büroflächen am Standort Frankfurt, da die DIC AG & Co. KGaA als Generalmieter in der Frankfurter Konzernzentrale auftritt. Die Höhe der Miete orientiert sich an der von der DIC Asset AG tatsächlich belegten Fläche und wird mit dem gleichen Quadratmeterpreis weiterberechnet, der Bestandteil des Generalmietvertrages der DIC AG & Co. KGaA ist. Für das Jahr 2021 belief sich die an die DIC AG & Co. KGaA entrichtete Miete auf 1.488 TEUR (Vorjahr: 1.485 TEUR). DIC Opportunistic GmbH Die DIC Asset AG hat gemäß Darlehensvertrag vom 17. Dezember 2008 und seinen Nachträgen der DIC Opportunistic GmbH ein Darlehen gewährt. Dieses Darlehen beträgt 0 TEUR zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 31.868 TEUR). Die Darlehenslaufzeit wurde mit Nachtrag vom 14. Dezember 2015 von bisher 31. Dezember 2016 auf den 31. Dezember 2017 für einen Teilbetrag von 35 Mio. Euro und 31. Dezember 2018 für den Differenzbetrag von 9,8 Mio. Euro verlängert. Mit Nachtrag vom 20. Dezember 2017 wird die Laufzeit von bisher 31. Dezember 2017 auf den 31. Dezember 2018 für einen Teilbetrag von 15 Mio. Euro und 31. Dezember 2019 für den Differenzbetrag von 19,8 Mio. Euro verlängert. Mit Nachtrag vom 18. Oktober 2018 wird die Laufzeit für einen Teilbetrag von 15 Mio. Euro auf den 31. Dezember 2019 und für den Restbetrag auf den 31. Dezember 2020 verlängert. Mit Nachtrag vom 23. Dezember 2019 wird eine Teiltilgung von 8 Mio. Euro vereinbart, der Zinssatz auf 3,0 % p.a. angepasst und die Laufzeit für den verbleibenden Restbetrag auf den 31. Dezember 2021 verlängert. Mit Vertrag vom 23. Dezember 2021 wurde die Darlehensforderung an eine Tochtergesellschaft abgetreten und übertragen, die diese dann in die Kapitalrücklage der DIC Opportunistic GmbH eingebracht hat. Für die zur Verfügung gestellten Gelder erhielt die DIC Asset AG im Geschäftsjahr Zinsgutschriften in Höhe von 943 TEUR (Vorjahr: 919 TEUR). Die DIC Opportunistic GmbH hält 7,5 % der Anteile an der DIC Hamburg Portfolio GmbH und der DIC HI Portfolio GmbH, die DIC Asset AG hält die übrigen 92,5 % der Anteile. Da die DIC Opportunistic GmbH grundsätzlich bereit wäre, diese Anteile zu veräußern, die DIC Asset AG aber ein Interesse daran hat, die Struktur aufrecht zu erhalten, um die Einflussnahme einer dritten Partei oder das Auslösen von Grunderwerbssteuer zu vermeiden, zahlt diese einen jährlichen Finanzausgleich in Höhe von 5 % der Anschaffungskosten der Anteile (TEUR 285). MainTor GmbH Die DIC OF REIT 1 GmbH (100 %-Tochtergesellschaft der DIC Asset AG) gewährt der DIC MainTor Porta GmbH durch Vertrag vom 12. Dezember 2011 ein Darlehen mit einem Auszahlungsvolumen in Höhe von bis zu nominal 30 Mio. Euro zur Finanzierung des entsprechenden Bauteils unserer Projektentwicklung. Das Darlehen wird mit 7,25 % p.a. verzinst. Es hat gemäß Nachtrag vom 12. Dezember 2021 eine Laufzeit bis 31. Dezember 2022. Gemäß Nachtrag vom 18. Dezember 2014 zum Darlehensvertrag wurde eine Sondertilgung in Höhe von 20 Mio. Euro vereinbart. Zum Bilanzstichtag valutierte dieses Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen mit 53.855 TEUR (Vorjahr: 48.726 TEUR). Im Geschäftsjahr 2021 fielen insgesamt Zinsgutschriften in Höhe von 4.267 TEUR (Vorjahr: 3.975 TEUR) an. Ferner wurde eine Vereinbarung über einen Schuldbeitritt am 19. Dezember 2014 geschlossen. Im Wege des Schuldbeitritts wurde diese Verbindlichkeit zur Gesamtschuld der DIC MainTor Porta GmbH und der MainTor GmbH. Als Sicherheit wurde mit Nachtrag vom 30. August 2021 zum Darlehensvertrag die bestehende Forderung aus dem Verkauf der Anteile an der DIC MainTor WinX GmbH durch die MainTor GmbH bestellt. DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG Die DIC Asset AG hat mit der DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Wirkung vom 4. Juli 2008 einen Darlehensvertrag mit einem Auszahlungsvolumen über nominal 8.000 TEUR zur Finanzierung des Working Capital der Darlehensnehmerin geschlossen. Das Darlehen ist mit 7,25 % pro Jahr zu verzinsen. Zur Besicherung der Ansprüche aus dem Darlehen wurde der Darlehensgeberin die erstrangige Verpfändung der Rechte und Ansprüche aus den Anteilen am Stammkapital der DIC MainTor Erste Beteiligungs GmbH eingeräumt. Mit Nachtrag 1 vom 10. Oktober 2008 zum Darlehensvertrag vom 4. Juli 2008 wurde das Darlehen um 4.000 TEUR auf 12.000 TEUR erhöht. Mit den Nachträgen 1 bis 11 wurde die Laufzeit des Darlehens verlängert, zuletzt mit Nachtrag 11 bis zum 31. Dezember 2022. Die Darlehensvaluta beträgt zum 31. Dezember 2021 28.567 TEUR (Vorjahr: 26.636 TEUR). Für die zur Verfügung gestellten Gelder erhielt die DIC Asset AG im Geschäftsjahr Zinsgutschriften in Höhe von 1.931 TEUR (Vorjahr: 1.801 TEUR). DIC Office Balance I, DIC Office Balance II, DIC Office Balance III, DIC Office Balance IV, DIC Office Balance V, DIC Office Balance VI und DIC Retail Balance I Aufgrund des Geschäftsbesorgungsvertrages betreffend Asset- und Propertymanagement erzielte der Konzern Erträge aus Immobilienverwaltungsgebühren in Höhe von 1.715 TEUR (2020: 16.780 TEUR) für Leistungen an den Fonds DIC Office Balance I, 2.501 TEUR (2020: 2.307 TEUR) für Leistungen an den DIC Office Balance II, 2.958 TEUR (2020: 3.592 TEUR) für Leistungen an den DIC Office Balance III, 1.485 TEUR (2020: 1.470 TEUR) für Leistungen an den DIC Office Balance IV, 2.812 TEUR (2020: 1.893 TEUR) für Leistungen an den DIC Office Balance V, 897 TEUR (2020: 4.282 TEUR) für Leistungen an den DIC Office Balance VI sowie 1.392 TEUR (2020: 1.384 TEUR) für Leistungen an den DIC Retail Balance I. Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG Aufgrund des „German Investment Program Agreements“ vom 29. Juli 2004 und des „Investment And Shareholder Agreements“ vom 7. Juni 2005 nehmen die nachfolgenden Beteiligungsgesellschaften der DIC Asset AG und ihre jeweiligen 100 %igen Tochtergesellschaften verschiedene Dienstleistungen der DIC Beteiligungs AG in Anspruch. Dienstleistungsvereinbarungen Gesellschaften DIC MSREF HMDD Portfolio GmbH DIC MSREF Hochtief Portfolio GmbH DIC MSREF FF Südwest Portfolio GmbH Getroffene Vereinbarungen Erbringung von Management-Dienstleistungen Provisionen bei Vermietung bzw. Abverkauf von Immobilien Accounting Fee Vergütungen für Weitervermietungen (Tenant Improvement Fee) Entwicklungsvergütungen Arrangement Fee * bis 31.10.2020 nahestehendes Unternehmen Nach den jeweiligen Assetmanagement-Agreements und ihren Nachträgen haben die MSREF-Beteiligungsgesellschaften an die DIC Beteiligungs AG wie im Vorjahr die folgenden Vergütungen zu leisten: – Base Management Fee: 1,3 % der Nettojahresmiete – Disposition Fee (entspricht einer Verkaufsprovision): 1 % bis 3 % des Verkaufspreises nach Transaktionskosten, falls kein externer Makler eingeschaltet bzw. 0,4 % bis 1,5 % des Verkaufspreises nach Transaktionskosten, falls ein externer Makler eingeschaltet ist – Development Fee (entspricht einer Entwicklungsvergütung): für Leistungen der Projektentwicklung bis zur Erstvermietung, aufwandsabhängige oder marktübliche Vergütung – Accounting Fee: für Dienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen und Controlling jährlich 10,8 TEUR pro Gesellschaft bzw. 28 TEUR für eine noch operativ tätige Gesellschaft Des Weiteren wurde das Assetmanagement Agreement der DIC FF Südwest Portfolio GmbH & Co. KG mit Nachtrag vom 20. März 2013 um eine Vergütung für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Neufinanzierungen oder Prolongationen für bestehende Finanzierungen (Arrangement Fee) ergänzt. Mit Nachtrag vom 15. Dezember 2015 wurde die Höhe der Arrangement Fee auf 0,15 % (zzgl. Umsatzsteuer) des Darlehensbetrags festgelegt. In den Jahren 2021 und 2020 sind an die DIC Beteiligungs AG, an welcher MSREF mit 25,1 % des Grundkapitals beteiligt ist, folgende Vergütungen geflossen (Ausweis ohne gesetzliche Umsatzsteuer): Leistungsempfänger (Werte in TEUR) Base Management Fee Disposition Fee Accounting Fee Arrangement Fee Development Fee Summe DIC MSREF HM Portfolio GmbH 2021 0 0 0 0 0 0 2020 0 0 11 0 0 11 DIC MSREF HT Portfolio GmbH 2021 0 0 0 0 0 0 2020 0 0 11 0 0 11 DIC FF Südwest Portfolio GmbH & Co. KG 2021 0 0 0 0 0 0 2020 0 534 22 0 0 556 Gesamtsummen 2021 0 0 0 0 0 0 2020 0 534 44 0 0 578 Die DIC Beteiligungs AG beschäftigt außer dem Vorstand eine weitere Mitarbeiterin und bediente sich im Berichtsjahr bei der Erbringung der ihr nach den Assetmanagement-Agreements obliegenden Dienstleistungen ihrerseits zum Teil der Dienstleistungen der DIC Onsite GmbH. Aufgrund einer Dienstleistungsvereinbarung vom 31. Juli 2012 berechnet die DIC Onsite GmbH (100 %-Tochtergesellschaft der DIC Asset AG) dafür der DIC Beteiligungs AG Gebühren, deren Höhe auch davon abhängt, ob die jeweilige MSREF-Beteiligungsgesellschaft mit Zustimmung der Gesellschaft fremde Dritte zur Erbringung dieser Dienstleistungen eingeschaltet hat. Im Einzelnen ist für Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Portfolio- und Assetmanagement eine Vergütung in Höhe von 0,8 % der Nettojahresmiete vorgesehen. Das Entgelt für die Unterstützung in Verkaufsfällen beträgt 0,13 % bis 0,38 % des erzielten Erlöses bzw. 0,05 % bis 0,19 % des erzielten Erlöses, soweit ein externer Makler eingesetzt wurde. Bei Einzelobjekten und Projektentwicklungen bleibt eine einzelfallbezogene Vereinbarung vorbehalten. DIC Capital Partners (Europe) GmbH Nach den bestehenden Dienstleistungsvereinbarungen („Assetmanagement-Agreements“) haben die DICP-Beteiligungsgesellschaften an die DIC Beteiligungs AG wie im Vorjahr die folgenden Vergütungen zu leisten: – Disposition Fee (entspricht einer Verkaufsprovision): 1,5 % des Verkaufspreises nach Transaktionskosten, falls kein externer Makler eingeschaltet bzw. 0,5 % des Verkaufspreises nach Transaktionskosten, falls ein externer Makler eingeschaltet ist – Development Fee (entspricht einer Entwicklungsvergütung): für Leistungen der Projektentwicklung bis zur Erstvermietung, aufwandsabhängige oder marktübliche Vergütung – Accounting Fee: für Dienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzen und Controlling jährlich zwischen 20 TEUR und 35 TEUR pro Gesellschaft – Arrangement Fee: für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Neufinanzierungen oder Prolongationen für bestehende Finanzierungen In den Jahren 2021 und 2020 sind an die DIC Beteiligungs AG, an welcher die DICP direkt mit 7,5 % des Grundkapitals beteiligt ist, folgende Vergütungen geflossen (Ausweis ohne gesetzliche Umsatzsteuer): Leistungsempfänger (Werte in TEUR) Base Management Fee Disposition Fee TI / Develop- ment Fee Accounting Fee Arrangement fee Summe MainTor GmbH 2021 0 0 0 60 0 60 2020 0 0 0 85 0 85 Rechtsgeschäfte mit leitenden Angestellten Mit leitenden Angestellten sowie deren nahen Angehörigen wurden Geschäfte nur in unwesentlichem Umfang betrieben. Vergütung des Managements Die gemäß IAS 24.17 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: in TEUR 2021 2020 Kurzfristig fällige Leistungen 3.788 3.349 Anteilsbasierte Vergütung 461 575 Gesamt 4.249 3.924 Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet: in TEUR 2021 2020 Kurzfristig fällige Leistungen 821 786 Gesamt 821 786 An der Rechtsanwaltssozietät Weil, Gotshal & Manges LLP ist der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Prof. Dr. Gerhard Schmidt, als Partner beteiligt. Die Sozietät hat für Rechtsberatungsleistungen Gebühren in Höhe von 149 TEUR für das Geschäftsjahr 2021 erhalten. Beteiligungsverhältnisse Am Kapital der DIC Asset AG ist die Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main, unmittelbar und mittelbar einschließlich einer Stimmrechtsbindungsvereinbarung mit 34,6 % beteiligt. Die Stimmrechtsmitteilungen nach § 20 AktG liegen der Gesellschaft vor. Sonstige Angaben Mitteilungen nach § 160 AktG Die vorliegenden Meldungen nach § 21 Abs. 1 WpHG bzgl. direkter und indirekter Beteiligungen am Kapital der DIC Asset AG sind in der Anlage 3 zum Anhang aufgeführt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ende Januar 2022 fand die Beurkundung eines Ankaufs einer Immobilie für das Commercial Portfolio statt. Die Fertigstellung und der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten soll in 2023 stattfinden. Am 31. Januar 2022 hat die DIC entschieden den Aktionärinnen und Aktionären der VIB Vermögen AG ("VIB" oder "Zielgesellschaft") im Wege eines freiwilligen öffentlichen Teilangebots den Erwerb einer noch festzulegenden Anzahl nennwertloser Stückaktien der VIB gegen eine Geldleistung in Höhe von 51,00 Euro je Aktie anzubieten. Die Angebotsunterlage, welche die weiteren Bedingungen des Angebots enthält, wird voraussichtlich am 9. Februar 2022 veröffentlicht werden. Die finale Entscheidung über das Angebot und seine weiteren Bedingungen wird die DIC abhängig von der weiteren Marktentwicklung bis zu diesem Zeitpunkt treffen. Nach erfolgreichem Vollzug des Teilangebots plant die DIC, rund 51% der VIB-Aktien zu halten und die VIB im DIC-Konzernabschluss voll zu konsolidieren. Zum jetzigen Zeitpunkt hält die DIC bereits rund 11,5 % der Anteile an der VIB und ist damit der größte bekannte Einzelaktionär. Darüber hinaus wurden im Erhellungszeitraum zwischen Bilanzstichtag und Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses durch den Vorstand keine wesentlichen Transaktionen beschlossen, eingeleitet oder durchgeführt. Corporate Governance-Kodex Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite „https://www.dic-asset.de/investor-relations/corporate-governance/entsprechenserklaerung/“ zugänglich gemacht worden. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehören an: Herr Prof. Dr. Gerhard Schmidt (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Glattbach Herr Klaus-Jürgen Sontowski (stellvertretender Vorsitzender), Unternehmer, Nürnberg Herr Michael Zahn (seit Mai 2021 stellvertretender Vorsitzender), Chief Executive Officer der Deutsche Wohnen SE (bis 31. Dezember 2021), Potsdam Herr Prof. Dr. Ulrich Reuter, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, Kleinostheim Herr Eberhard Vetter, Leiter Kapitalanlagen der RAG-Stiftung, Nauheim Herr René Zahnd, Chief Executive Officer der Swiss Prime Site AG, Bern Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben gleichzeitig Mitgliedschaften in folgenden anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien: Mitgliedschaften in anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien Prof. Dr. Gerhard Schmidt (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2002) Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main: Vorsitzender des Aufsichtsrats Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main: Vorsitzender des Aufsichtsrats DICP Erste Family Office Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA, München: Vorsitzender des Aufsichtsrats DICP Asset Management Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA, München: Vorsitzender des Aufsichtsrats DICP Capital SE, München: Vorsitzender des Verwaltungsrats/Geschäftsführender Direktor TTL Beteiligungs- und Grundbesitz AG, München: Vorsitzender des Aufsichtsrats Klaus-Jürgen Sontowski (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2002) Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Deutsche Immobilien Chancen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats S&P Commercial Development GmbH, Erlangen: Vorsitzender des Beirats Michael Zahn (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2020) IOLITE IQ GmbH, Berlin: Mitglied des Aufsichtsrats QUARTERBACK Immobilien AG, Leipzig: Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG GmbH, Hamburg: Vorsitzender des Aufsichtsrats G+D Gesellschaft für Energiemanagement GmbH, Magdeburg: Vorsitzender des Beirats Funk Schadensmanagement GmbH, Berlin: Vorsitzender des Beirats Füchse Berlin Handball GmbH, Berlin: Mitglied des Beirats GETEC Wärme & Effizienz GmbH, Magdeburg: Mitglied des Immobilienbeirats Prof. Dr. Ulrich Reuter (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2015) Bayerische Landesbausparkasse Anstalt des öffentlichen Rechts, München: Vorsitzender des Verwaltungsrats Deka Bank Deutsche Girozentrale Anstalt des öffentlichen Rechts, Frankfurt: Mitglied des Verwaltungsrats Finanzinformatik GmbH & Co. KG, Frankfurt: Mitglied des Aufsichtsrats Landesbank Berlin AG, Berlin: Mitglied des Aufsichtsrats Landesbank Berlin Holding AG, Berlin: Mitglied des Aufsichtsrats Versicherungskammer Bayern, Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München: Vorsitzender des Verwaltungsrats Eberhard Vetter (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2018) HQ Capital (Deutschland) GmbH, Bad Homburg: Mitglied des Beirats KINEO Finance AG, Basel, Schweiz: Mitglied des Verwaltungsrats Scope SE & Co. KGaA, Berlin: Mitglied des Aufsichtsrates Vertical Topco S.à.r.l, Luxemburg: Mitglied des Aufsichtsrates René Zahnd (erstmals in den Aufsichtsrat gewählt: 2020) Jelmoli AG, Zürich: Präsident des Verwaltungsrats Swiss Prime Site Dreispitz AG, Olten, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Swiss Prime Site Immobilien AG, Olten, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Swiss Prime Site Finance AG, Olten, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Swiss Prime Site Management AG, Olten, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Swiss Prime Site Solutions AG, Zürich, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Wincasa AG, Winterthur, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats Zimmermann Vins SA, Carouge, Schweiz: Präsident des Verwaltungsrats * Mandate im Sinne des § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG ** Aufsichtsrat ist nicht aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu bilden Vorstand Dem Vorstand gehören an: Frau Sonja Wärntges (Vorsitzende), Chief Executive Officer (CEO), Diplom-Ökonomin, Frankfurt am Main Frau Sonja Wärntges ist bei den folgenden Gesellschaften in den Organen/Aufsichtsgremien tätig: – DIC Real Estate Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main: Vorsitzende des Aufsichtsrats – Fraport AG, Frankfurt am Main: Mitglied des Aufsichtsrats Herr Christian Bock, Chief Institutional Business Officer (CIBO), Diplom-Wirtschaftsgeograph & Master in Real Estate Finance & Investment, Frankfurt am Main Herr Johannes von Mutius, Chief Investment Officer (CIO), Diplom-Kaufmann, Königstein im Taunus Herr Johannes von Mutius ist bei den folgenden Gesellschaften in den Organen/Aufsichtsgremien tätig: – DIC Real Estate Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main: Mitglied des Aufsichtsrats Herr Patrick Weiden, Chief Capital Markets Officer (CCMO), Dipl.-Kaufmann (FH) & CIIA (Certified International Investment Analyst), Oberursel (Taunus) Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der DIC Asset AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 8. Februar 2022 Der Vorstand Sonja Wärntges Christian Bock Johannes von Mutius Patrick Weiden Anlagen des Anhangs Anlage 1 des Anhangs zum Konzernabschluss Konsolidierte Tochterunternehmen Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil (%)  Kapitalanteil (%)* BCP Düsseldorf BVO GmbH, Frankfurt am Main 100,0 BCP Düsseldorf Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 BCP Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 Diamond BVO GmbH, Frankfurt am Main 100,0 Diamond Holding 1 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 Diamond Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 25 Betriebsvorrichtungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 25 Objekt Bremen GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 25 Objekt Chemnitz GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 25 Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 26 Erfurt GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 26 Frankfurt Taunusstraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 26 Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 26 Wiesbaden GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC 27 Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 2 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 3 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 5 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 6 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 7 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 8 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt 9 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Augustaanlage GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Coblitzweg GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Düsseldorf GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Insterburger Str. 5 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Insterburger Str. 7 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Königsberger Str. 29 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Objekt Konstanz GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC AP Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Asset AP GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Asset Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Asset DP GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Asset OP GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Asset Portfolio GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Berlin Portfolio Objekt Bundesallee GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Development Services GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Langenselbold Am Weiher GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Mönchengladbach Stresemannstraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Objekt 1 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Objekt 2 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Objekt 6 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC DP Wiesbaden Frankfurter Straße 46-48 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC FB Property Management GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Finance Management GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Balance 1. Beteiligungs GbR, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Balance 2. Beteiligungs GbR, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Balance Consulting I GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Balance Consulting II GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Balance GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC High Street Balance GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Main Palais GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC MainTor Real Estate 1 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Metropolregion Rhein-Main, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Alsbach GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Berlin Heilbronner Straße GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Berlin Heilbronner Straße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Berlin Taubenstraße GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Bremen GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Bremen Grazer Straße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Duisburg Stadtfenster GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Düsseldorf Schwannstraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Eschborn Frankfurter Straße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Halle BV GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Halle GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Halle Weststraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Hannover Podbie GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Hemsbach GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Karlsruhe Bahnhofsplatz GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Köln Butzweilerhof GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Köln MBC GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Kronberg GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Langenhagen GmbH 100,0 DIC Objekt Leinfelden-Echterdingen GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Mettmann GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Mörfelden GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt München Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt München Campus GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Nürnberg GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Offenbach Kaiserleistraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Offenbach Unite GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Rodgau GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Stadthaus Offenbach GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Stockstadt GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Stuttgart I GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Velbert GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Objekt Zeppelinheim GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OF REIT 1 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Office Balance I GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Office Balance II GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Office Balance III GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Office Balance IV GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Onsite GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt 1 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt 2 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt 3 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt 4 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt Düsseldorf GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt Leverkusen GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt Marl GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Objekt München-Grünwald GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC OP Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Projekt Berlin Taubenstraße GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Real Estate Investments Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Real Estate Investments GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main 100,0 DIC Retail Balance I Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Retail Balance I Funding GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Retail Balance I GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC RMN-Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC RP Objekt 1 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC RP Objekt 2 GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC RP Objekt Bochum GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC RP Objekt Essen GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC Ruhr Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Objekt Köln ECR GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Objekt Köln SILO GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Objekt Moers GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Objekt Neubrandenburg GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Objekt Saalfeld GmbH, Frankfurt am Main 100,0 DIC VP Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Betriebsvorrichtungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Development GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Emittent GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 GEG Emittent Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Equity Participation Fund I 100,0 GEG Erste München GmbH & Co. geschl. Inv. KG, Frankfurt am Main 100,0 GEG German Estate Group GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG HA Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 GEG HA Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Investment Advisory GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Infinity Verwaltungs GmbH, Frankurt am Main 100,0 GEG Merlion FF & E GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Merlion GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Portfolio Advisory GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Real Estate Beteiligungs - und Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Real Estate Fund Management GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Real Estate Fund Management VK GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Real Estate Management GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Triforum BVO GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Triforum FinCo. GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 GEG Triforum Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 GEG Triforum Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG UT Fondsverwaltung GmbH, Frankfurt am Main 100,0 GEG Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 Global Tower GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 Global Tower Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 OB III Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 100,0 Public Infrastructure IV, Frankfurt am Main 100,0 RLI Investors GmbH, München 100,0 Erste Düsseldorf GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 Zweite Berlin GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC Fund Advisory GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100,0 DIC EB Portfolio GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 99,4 DIC Frankfurt Objekt 3 GmbH, Frankfurt am Main 99,4 DIC Zeil Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 99,4 Gewerbepark Langenfeld West 3 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 99,2 DIC Management Holding GmbH, Frankfurt am Main 94,9 DIC Objekt Leverkusen GmbH, Frankfurt am Main 94,9 GEG Riverpark GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 94,9 GEG Sapporobogen Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 94,9 German Estate Group GmbH, Frankfurt am Main 94,9 HCC Dortmund Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 94,9 DIC Objektsteuerung GmbH, Frankfurt am Main 94,8 DIC Objekt Frankfurt 1 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 94,0 DIC Hamburg Objekt 1 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC Hamburg Objekt 5 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC Hamburg Objekt Großmannstrasse GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC Hamburg Objekt Marckmannstraße GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC Hamburg Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Landsberger Straße GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 1 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 10 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 11 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 12 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 13 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 14 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 15 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 2 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 4 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 5 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 6 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 7 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt 9 GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt Hamburg Kurt-Schumacher-Allee GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt Köln GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt Neu-Isenburg GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Objekt Ratingen GmbH, Frankfurt am Main 92,5 DIC HI Portfolio GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 92,5 Deutsche Immobilien Chancen Objekt Ulm 1 Erweiterung GmbH, Frankfurt am Main 90,0 Deutsche Immobilien Chancen Objektbeteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 90,0 * Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil * Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil * Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil * Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil Anlage 2 des Anhangs zum Konzernabschluss Gesellschaften, an denen mittelbare und unmittelbare Beteiligungen von bis zu 40 % bestehen Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil (%) DIC MainTor III GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Palazzi GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Panorama GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Patio GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Porta GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Primus GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 40,0 DIC MainTor Zweite Beteiligungs GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 40,0 MainTor GmbH, Frankfurt am Main 40,0 GEG Objekt München SCS, Luxemburg 35,0 Realogis Holding GmbH, München 25,0 DIC Office Balance VI, Frankfurt am Main 21,6 DIC BW Portfolio GmbH, Frankfurt am Main 20,0 DIC Development GmbH, Frankfurt am Main 20,0 DIC GMG GmbH, Frankfurt am Main 20,0 DIC Hamburg Objekt Dammtorstraße GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 20,0 DIC Opportunistic GmbH, Frankfurt am Main 20,0 WACO Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 20,0 Riverpark Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 10,0 Riverpark Frankfurt Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main 10,0 DIC Office Balance I, Frankfurt am Main 9,8 GEG Sapporobogen geschlossene Investment KG, Frankfurt am Main 5,2 Dritte DV I GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Dritte Kassel GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Erste Bremen GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Erste Stuttgart GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Fünfte DV I GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 GEG HCC Dortmund GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Gemini I Boersencenter GmbH, Frankfurt am Main 5,1 Gemini II Bronce GmbH, Frankfurt am Main 5,1 Gemini III Titan GmbH, Frankfurt am Main 5,1 MRM Eschborn GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Berlin 1 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Berlin 2 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Berlin 3 GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Bochum GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Bonn GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Frankfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Hannover GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Koblenz GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Köln GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III München GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB III Nürnberg GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB IV Düsseldorf GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB IV München GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB V Hamburg GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 OB V München GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Passing Holdco S. à. R. l, Luxemburg 5,1 RB I Objekt Berlin GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 RB I Objekt Hamburg Bergedorf GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 RB I Objekt Hamburg Harburg GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Vierte DV I GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Zweite Düsseldorf GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Zweite DV I GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 Zweite Erfurt GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 5,1 DIC Office Balance II, Frankfurt am Main 4,6 DIC Retail Balance I, Frankfurt am Main 3,5 DIC Office Balance III, Frankfurt am Main 2,0 DIC Office Balance IV, Frankfurt am Main* 1,6 DIC Office Balance V, Frankfurt am Main* 0,9 * Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil ** Stimmrechtsanteil beträgt 27,8 % *** Stimmrechtsanteil beträgt 12,5 % Stimmrechtsanteil beträgt 0,0 % Stimmrechtsanteil beträgt 8,1 % Stimmrechtsanteil beträgt 5,9 % * Stimmrechtsanteil beträgt 6,5 % * Stimmrechtsanteil beträgt 5,6 %

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