Quarterly Report • May 29, 2013
Quarterly Report
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| Konzernkennzahlen | 3 | |
|---|---|---|
| Vorwort des Vorstands | 4 | |
| Geschäft und Rahmenbedingungen | 5 | |
| KONZERN | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | 11 |
| LAGEBERICHT | Entwicklung der DF-Aktie | 12 |
| Risiken für die zukünftige Entwicklung | 13 | |
| Nachtragsbericht | 15 | |
| Ausblick | 15 | |
| FINANZDATEN | Konzern-Bilanz, Aktiva | 17 |
| Konzern-Bilanz, Passiva | 18 | |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 19 | |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 20 | |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 21 | |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 22 | |
| ANHANG | Erläuterungen zum Konzernabschluss | 23 |
| Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht | 30 | |
| in EUR Mio. (wenn nicht anders angegeben) | 1. Quartal 2013 | 1. Quartal 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Forfaitierungsvolumen | 152,4 | 190,0 | -20% |
| Rohergebnis inklusive Finanzergebnis | 2,9 | 3,3 | -13% |
| Forfaitierungsmarge inklusive Finanzergebnis | 1,9% | 1,8% | 6% |
| Verwaltungskosten | 2,2 | 2,3 | -4% |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 0,7 | 1,1 | -33% |
| Konzerngewinn | 0,5 | 0,7 | -36% |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,07 | 0,11 | -36% |
Verzerrungen bei den Summenbildungen sowie prozentualen Veränderungsangaben sind rundungsbedingt
es tut sich was bei der DF-Gruppe. Das lässt sich nicht nur an dem kräftigen Kursanstieg der Aktie – seit Jahresanfang um gut 50% – sondern auch an der deutlich erhöhten Medienpräsenz in den vergangenen Wochen ablesen.Was rückt die Gesellschaft wieder verstärkt in den Fokus der Investoren? Zum einen haben wir mit den Zahlen des vergangenen Jahres bewiesen, dass wir unsere Hausaufgaben nach dem unerwarteten Verlust im Jahr 2011 gemacht haben. Die Verwaltungskosten wurden deutlich gesenkt, die Eigenkapitalquote ist erneut gestiegen und der Konzerngewinn konnte sich ebenfalls sehen lassen. Ein weiterer Grund für das steigende Anlegerinteresse ist unser neues Trade Finance Fondsprojekt, das es uns ermöglicht ein weiteres Ertragsstandbein für die DF-Gruppe zu etablieren. Drittens haben wir mit der erfolgreichen Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von EUR 30 Mio. einen wichtigen Schritt zur Diversifizierung und Stärkung unserer Finanzierungsbasis unternommen. Dadurch können wir deutlich mehr Außenhandelsforderungen erwerben und wollen so unser Forfaitierungsvolumen in den nächsten Jahren auf mehr als EUR 1 Mrd. steigern.
Das erste Quartal 2013 leistet in diesem Szenario einen soliden Beitrag.Wir haben weniger Geschäfte abgewickelt als wir können, da personelle Ressourcen durch den Aufbau unseres Fondsgeschäfts gebunden waren.Aus diesem Grund liegen Forfaitierungsvolumen und Konzerngewinn erwartungsgemäß unter den Vorjahreswerten.Wie angekündigt, werden sich die Maßnahmen im Trade Finance Fondsgeschäft und der erweiterte Finanzierungsrahmen erst im weiteren Jahresverlauf positiv auf unser Geschäftsvolumen und das Ergebnis auswirken.
Wir freuen uns auf die anstehenden Aufgaben und bedanken uns für Ihr Vertrauen.
Frank Hock Marina Attawar Ulrich Wippermann
Die DF-Gruppe hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres solide entwickelt und trotz eines schwierigen und unsicheren konjunkturellen Umfeldes einen Quartalsgewinn von EUR 0,5 Mio. erwirtschaftet. Damit lag das Ergebnis erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von EUR 0,7 Mio., was primär aus demAufbau und Genehmigungsprozess unserer Asset Management Aktivitäten für die neu aufzulegenden Trade Finance Fonds und die Initiierung der ersten Trade Finance Fonds und den dadurch gebundenen personellen Kapazitäten resultierte. Das mit EUR 152,4 Mio. deutlich niedriger als im ersten Quartal des Vorjahres (EUR 190,0 Mio.) ausgefallene Forfaitierungsvolumen ist unserer Einschätzung nach Folge der weltweiten Unsicherheiten in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die im vierten Quartal 2012 zu beobachten war und zur Verschiebung zahlreicher Projekte geführt hat. Trotz dieser Rahmenbedingungen verzeichnete die DF-Gruppe eine anhaltend rege Nachfrage von Exporteuren nach Finanzierungslösungen. Das galt auch für die Investorenseite, die verstärkt Handelsforderungen mit attraktivem Rendite-Risiko-Profil zur Optimierung ihrer Anlageportfolios nachfragte. Die Forfaitierungsmarge lag mit 1,9% nach wie vor auf dem hohen Niveau des Gesamtjahres 2012. Das Rohergebnis einschließlich Finanzergebnis, die wichtigste Steuerungsgröße für den Erfolg im Forfaitierungsgeschäft, blieb mit EUR 2,9 Mio. ebenfalls unter dem Vorjahresniveau von EUR 3,3 Mio. Allerdings ist es gelungen, gleichzeitig die Verwaltungskosten um 4% auf EUR 2,2 Mio. zu reduzieren.
Die DF-Gruppe hat im Berichtszeitraum ihr innovatives Trade Finance Fondskonzept weiter vorangetrieben und liegt mit dessen Umsetzung im Plan.Anfang Mai erteilte die zuständige Aufsichtsbehörde die letzte noch ausstehende Lizenz für das Asset Management und den Vertrieb der Fonds durch die neue Tochtergesellschaft Deutsche Kapital Limited mit Sitz im Dubai International Financial Center (DIFC). Erste Gespräche mit interessierten Banken, die die Assetklasse Außenhandelsforderungen über das Anlageinstrument Trade Finance Fonds ihren privaten und institutionellen Kunden zugänglich machen wollen sowie institutionellen Investoren aus der Golfregion und dem Nahen Osten laufen bereits. Mit dem Fondskonzept
etabliert die DF-Gruppe eine zweite Ertragssäule zusätzlich zu den Erträgen aus dem bestehenden Forfaitierungsgeschäft. Für das Gesamtjahr 2013 bestätigt die Gesellschaft ihre Absicht, ein klar positives Konzernergebnis zu erreichen.
Die Forfaitierung ist ein klassisches Instrument zur Außenhandelsfinanzierung. Die Exporteure verkaufen ihre Waren häufig mit Zahlungsziel an die Importeure. Hieraus entsteht eine Forderung, die zunächst in der Bilanz des Exporteurs verbleibt. Vor allem bei Lieferungen in Entwicklungs- und Schwellenländer ist diese Forderung häufig durch eine lokale Bank aus dem Land des Importeurs besichert. Die DF-Gruppe kauft solche Forderungen von den Exporteuren und verkauft sie in der Regel anschließend an Investoren weiter. Diese Investoren sind überwiegend Banken mit eigenem Know-how in der Außenhandelsfinanzierung. Die DF-Gruppe hat somit zwei unterschiedliche Kundengruppen:Von der einen Kundengruppe, den exportorientierten Unternehmen, kauft sie die Forderungen an, die dann an die andere Kundengruppe,zumeist Banken mit eigener Trade Finance Expertise, weiter veräußert werden.
Neben der Forfaitierung bietet die DF-Gruppe ihren Kunden die Übernahme von Risiken durch Ankaufszusagen an. Im Unterschied zur Forfaitierung werden bei Ankaufszusagen ausschließlich die Länder- und Adressenrisiken übernommen, jedoch keine Liquidität bereitgestellt. Ankaufszusagen werden durch Bankgarantien, Rückhaftungen Dritter oder Kreditversicherungen zugunsten der DF-Gruppe abgesichert und damit ausplatziert.Außerdem werden auch Leasing- oder Darlehensforderungen angekauft.Auch diese Forderungen werden in der Regel verkauft oder beispielsweise durch Ankaufszusagen abgesichert. Geschäfte, die nicht bereits bei Zusage des Ankaufs weiterverkauft werden, übernimmt die DF-Gruppe in ihr Portfolio. In Ausnahmefällen verbleiben diese Geschäfte bis zur Endfälligkeit im Portfolio der DF-Gruppe.
Bei der Forfaitierung werden die Forderungen mit einem Abschlag vom Nominalwert angekauft. Dieser Marktwertabschlag wird auf Basis des laufzeitkongruenten Geld- und Kapitalmarktzinssatzes (beispielsweise 1-Jahres-LIBOR) und einer Risikomarge ermittelt. In der Marge wird das individuelle Risiko des einzelnen Geschäfts berücksichtigt, das vor allem von den Länder- und Adressenrisiken abhängt. Auch die Komplexität des jeweiligen Geschäfts inklusive der Dokumentation hat Einfluss auf die Marge.
Der Forfaitierungsertrag ist der wichtigste Ertragsbestandteil der DF-Gruppe. Darüber hinaus generiert die Gesellschaft Erträge aus Zusageprovisionen (Commitment Fees) sowie aus anderen Provisionen.
Die Forfaitierung wird vor allem im Handel mit Schwellenländern (Emerging Markets) und Entwicklungsländern genutzt, da die Exporteure ihren Kunden dort häufig Zahlungsziele anbieten müssen. Das Einräumen von längeren Zahlungszielen ist für die Exporteure wichtig, um im internationalen Wettbewerb den Auftrag zu erhalten. Ohne weitere (Refinanzierungs-) Maßnahmen würden bei solchen Lieferungen die Außenhandelsforderungen mit ihren Risiken grundsätzlich in den Bilanzen der Exporteure verbleiben und damit deren Liquidität belasten. Im Rahmen der Forfaitierung verkauft der Exporteur diese Außenhandelsforderungen regresslos an den Forfaiteur. Regresslos bedeutet dabei, dass der Forfaiteur insbesondere die Risiken der Nichtzahlung durch den Forderungsschuldner, das Länderrisiko (Devisentransferrisiko) und das Konvertibilitätsrisiko, die mit der vom Exporteur verkauften Außenhandelsforderung typischerweise verbunden sind, übernimmt.
Der Exporteur erhöht mit Hilfe der Forfaitierung seine Liquidität und verlagert die Länder- und Adressenrisiken auf den Forderungskäufer. Darüber hinaus reduziert der Exporteur sein Working Capital und verbessert seine Bilanzstruktur. Damit verschafft er sich eine stärkere Verhandlungsposition sowohl in den Gesprächen mit seinen refinanzierenden Banken als auch mit seinen Lieferanten.
DurchschnittlichesWachstum in ausgewählten Regionen im Zeitraum 2011 bis 2020
Der Welthandel hatte im Jahr 2012 ein Gesamtvolumen von EUR 12,5 Billionen, wovon EUR 5,0 Billionen auf den Außenhandel mit Schwellen- und Entwicklungsländer, den Zielmärkten der DF-Gruppe, entfielen. Hinzu kommt, dass dasWachstum des Welthandels weiterhin ungebrochen ist. Wie die vorstehende Graphik zeigt, wird für die Schwellen- und Entwicklungsländer, allen voran die asiatischen und afrikanischen Staaten, im Laufe dieses Jahrzehnts ein überproportionales Wachstum erwartet. Dort sind die Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts mit über 4% deutlich höher als in den Industriestaaten.
Durch die fortschreitende Globalisierung und den steigenden Anteil der Emerging Markets am Welthandel gewinnt die Forfaitierung als Instrument zur Handelsfinanzierung zunehmend an Bedeutung. Angesichts der zu beobachtenden Marktsättigungstendenzen in den entwickelten Ländern – allen voran den Industrienationen – hat die Erschließung neuer Märkte in den Wachstumsregionen dieser Welt für Unternehmen eine hohe strategische Relevanz. Da die mit dem Eintritt in neue Märkte verbundenen operativen Risiken für die Unternehmen bereits hoch genug sind, suchen sie folgerichtig nach Möglichkeiten die finanziellen Risiken weitestgehend zu reduzieren. Die DF-Gruppe adressiert genau diesen Bedarf der Exporteure nach Risikotransfer und Finanzierung. Vor allem in einem Marktumfeld, das einerseits durch steigende Nachfrage nachWorking Capital Finanzierung, andererseits durch ein weiter abnehmendesAngebot der Banken an Außenhandelsfinanzierungen – insbesondere im Hinblick auf Emerging Markets – gekennzeichnet ist, wird sich das Ungleichgewicht von Kreditangebot und Kreditnachfrage in diesem Segment tendenziell erhöhen. Das Ergebnis ist eine rege Nachfrage nach Forfaitierung.
Trotz gegenteiliger Erwartungen im vierten Quartal 2012 blieb die Dynamik derWeltwirtschaft in den ersten Monaten des Jahres 2013 intakt. In seinem jüngsten Ausblick erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das laufende Jahr ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3% und damit 1 Prozentpunkt mehr als im vergangenen Jahr.Wie in den Vorjahren wird dasWachstum gemäß IWF imWesentlichen durch die im Fokus der DF-Gruppe stehenden Schwellen- und Entwicklungsländer geprägt. Für die aufstrebenden Emerging Markets wird ein Ausbau der Wirtschaftsleistung um 5,3% für 2013 erwartet, dagegen soll das Bruttoinlandsprodukt der Industriestaaten lediglich um 1,3% zulegen. Die Euro-Zone bleibt nach Einschätzung der Ökonomen auf Schrumpfkurs mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3%. Hier bleibt die Lösung der Schuldenkrise bestimmender Faktor für die weitere Entwicklung.
Auch die Konjunktur in Deutschland bleibt von der Eurokrise betroffen. Für das laufende Jahr geht der IWF von einem Wachstum der Wirtschaft um 0,6% aus. Im Vorjahr wuchs die deutsche Konjunktur noch um 0,9%. Im ersten Quartal 2013 stand ein geringes Plus von 0,1% gegenüber demVorquartal zu Buche. Dabei gingen die deutschen Exporte leicht zurück, für das Gesamtjahr wird nach Angaben der Gemeinschaftsprognose deutscher Wirtschaftsforscher jedoch wieder ein Anstieg von mehr als 2% erwartet.
Beim Welthandel hat sich das Wachstum im Jahr 2012 mit 2,5% zwar deutlich verlangsamt. Mit zunehmender Konsolidierung der Finanzen in den Industriestaaten und anhaltend positiven Konjunkturaussichten vor allem in den Emerging Markets erwartet der IWF jedoch für 2013 wieder eine kräftige Steigerung von 3,6%. Importe in Schwellen- und Entwicklungsländer sollen demnach um 6,2% steigen, Ausfuhren aus Industriestaaten kommen auf 2,8% Wachstum. Insgesamt bietet derWelthandel mit einem Gesamtvolumen von EUR 12,5 Billionen im Jahr 2012,wovon EUR 5 Billionen auf die Emerging Markets entfallen, für die DF-Gruppe ein nahezu unbegrenztes Wachstumspotential.
Als Händler von Außenhandelsforderungen ist für die DF-Gruppe der Weiterverkauf der erworbenen Außenhandelsforderungen und damit die Ausplatzierung der im Rahmen des Ankaufs übernommenen Risiken von entscheidender Bedeutung. Heute werden die Außenhandelsforderungen fast ausschließlich einzeln an Investoren verkauft, die über Erfahrungen im Bereich Außenhandelsfinanzierung verfügen (Individualplatzierungen). Ursächlich hierfür ist, dass der Käufer der Außenhandelsforderungen – anders als bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Schuldnern aus Industrienationen – über ein sehr spezifisches Fachwissen verfügen muss, um diese bei Fälligkeit sachgerecht abwickeln zu können. Zu den typischen Käufern gehören daher nach der Finanzkrise kleinere regional ausgerichtete Banken, größere Kreditinstitute mit Sitz in Industrieländern und Banken mit Mehrheitsgesellschaftern aus dem Ausland (sogenannte Auslandsbanken). Die Eigentümer der Auslandsbanken kommen vor allem aus den Emerging Markets und Entwicklungsländern. Auch Forfaitierungsgesellschaften, die als Investoren tätig sind, gehören zu den Käufern.
Wie auf der Ankaufsseite verfügt die DF-Gruppe auch beimVerkauf der Außenhandelsforderungen über ein weltweites Netzwerk von Investoren, das über viele Jahre aufgebaut worden ist und durch zahlreiche Geschäftsabschlüsse gefestigt wurde. Die Investoren fragen Außenhandelsforderungen nach, da sie auf realen Warenströmen beruhen, eine höhere Verzinsung als vergleichbare festverzinsliche Wertpapiere von Staaten oder Unternehmen bieten und zum Beispiel in Folge der Absicherung des Zahlungsrisikos des Importeurs durch eine Bank in dessen Land oder eine (staatliche) Kreditversicherung ein attraktives Risiko-Rendite-Profil aufweisen. Im Fokus der Investoren stehen vor allem klassische Außenhandelsforderungen, wozu beispielsweise Akkreditive zählen. Bei kreditversicherten Forderungen werden zumeist Geschäfte mit Deckung der staatlichen Kreditversicherungen (zum Beispiel Hermes-Bund) gekauft. Auch Geschäfte mit mehrjährigen Laufzeiten und gute Unternehmensrisiken sind platzierbar. Hierzu zählen vor allem Außenhandelsforderungen aus mittelfristigen Absatzfinanzierungen (beispielsweise Finanzierung der Lieferung von langlebigen Investitionsgütern), die über die Laufzeit ratierlich getilgt werden. Die Nachfrage der traditionellen Investoren war auch im ersten Quartal 2013 zufriedenstellend, erwies sich allerdings je nach Nachrichtenlage, beispielsweise zur Eurokrise, als sehr volatil.
Niedrigzinsphase stärkt Nachfrage nach Exportforderungen Aufgrund des Renditeverfalls der Anleihen von Staaten und Unternehmen mit erstklassiger Bonität stehen institutionelle Investoren unter einem erheblichen Anlagedruck bei (fest-) verzinslichen Anlagen. Dabei suchen vor allem Kapitalsammelstellen wie Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungskassen nach Anlagemöglichkeiten, um eine ausreichende Rendite zur Gewährleistung ihrer Zahlungsverpflichtungen
gegenüber ihren Kunden zu erwirtschaften. Anleihen erstklassiger Emittenten ermöglichen es Lebensversicherungen in dem seit Jahren herrschenden Zinsumfeld nicht, bei Neuanlagen Renditen in Höhe der ihren Versicherungsnehmern zugesagten Garantieverzinsung zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund geraten zunehmend auch Außenhandelsforderungen als eigenständige Anlagekategorie in den Fokus institutioneller Anleger, da sie ein attraktiveres Rendite-Risiko-Profil bieten als Staats- und Unternehmensanleihen. Ein Grund für das begrenzte Risiko dieser Anlageform ist der Bezug zu einem realen Warengeschäft. Hinzu kommt, dass bei Außenhandelsforderungen gegen Schuldner in Entwicklungs- und Schwellenländern das Bonitätsrisiko des Importeurs (Forderungsschuldners) in der Regel durch eine Garantie einer Bank aus dem Land des Importeurs oder eine (staatliche) Kreditversicherung abgedeckt sind.
Im Unterschied zur derzeit üblichen Praxis der Platzierung von einzelnen Forderungen an einen Investor mit Expertise in der Außenhandelsfinanzierung (Individualplatzierung),müssen die Anlageprodukte, die diesen neuen Investorengruppen ein Investment in Außenhandelsforderungen ermöglichen, zielgruppen- und bedarfsgerecht konzipiert werden. Diese neuen Anlegergruppen verfügen insbesondere nicht über das erforderliche Fachwissen zur dokumentären Abwicklung einer einzelnen Außenhandelsforderung,so dass hier ein Anlageprodukt in Form eines Trade Finance Fonds den Anlagekriterien besser gerecht wird.
Aus diesem Grund hat sich die DF-Gruppe entschieden, ihre langjährige Expertise im Bereich Exportfinanzierung zu nutzen und eine neue Assetklasse in Form von Trade Finance Fonds zu etablieren. Dazu wurde im Herbst vergangenen Jahres ein erfahrenes Investment Management Team eingestellt. Die Teammitglieder arbeiten seit vielen Jahren – teilweise auch in leitenden Funktionen – in der Forfaitierung und verfügen über fundiertes Fachwissen und ein umfangreiches Netzwerk im Trade Finance Sektor. Einzelne Teammitglieder haben für eine im Trade Finance Sektor schwerpunktmäßig im asiatischen Raum tätige renommierte Bank deren eigenes Portfolio von Außenhandelsforderungen gemanagt. Insofern ergänzen Sie die in der DF-Gruppe vorhandene Expertise eines Händlers von Außenhandelsforderungen um die eines Asset Managers.
Die Asset Management Funktion für die zu initiierenden Trade Finance Fonds übernimmt innerhalb der DF-Gruppe die eigenständige Tochtergesellschaft, die Deutsche KapitalLimited (DKL) mit Sitz im Dubai International Financial Center (DIFC). Anfang Mai dieses Jahres erhielt die DKL ihre Zulassung von den zuständigen Aufsichtsbehörden des Dubai International Financial Centers. Der Standort Dubai bietet folgende Vorteile, die für die Auswahl des Sitzes der DKL ausschlaggebend waren:
Sowohl in der Golfregion als auch im Mittleren und Nahen Osten ist die Assetklasse Außenhandelsforderungen deutlich etablierter als in anderen Finanzzentren.
Das von der DF-Gruppe akquirierte Team verfügt über einen guten Zugang zu Investoren aus der Golfregion sowie dem Mittleren und Nahen Osten und kann diese Investoren aus Dubai heraus besser betreuen.
Auch in der jüngsten Vergangenheit war das Team aus Dubai heraus tätig und verfügt dort über einen etablierten Marktzugang.
Derzeit führt die DKL mit Banken und Institutionellen Investoren aus dieser Region konkrete Gespräche zur Etablierung der ersten Trade Finance Fonds. Dabei richtet sich das Interesse der Banken auf die Gründung von Trade Finance Fonds, die von der DKL als Asset Manager betreut und verwaltet werden. Die Banken ihrerseits werden diese Trade Finance Fonds jeweils unter ihrer Marke an ihre eigenen Kunden als Anlageprodukte vermarkten.
Im Unterschied dazu investieren die institutionellen Investoren (Kapitalsammelstellen), einen Teil ihrer eigenen Anlagemittel direkt in einen ihren Anlagekriterien entsprechenden Trade Finance Fonds. Dessen Auflegung sowie anschließendes Asset Management und Verwaltung obliegt der Deutsche Kapital Limited.
Mit dem Trade Finance Fonds-Konzept verfolgt die DF-Gruppe drei operativ bedeutende Ziele:
Verbreiterung der bisherigen Investorenbasis (international oder regional tätige Banken und Forfaitierungsgesellschaften jeweils mit eigener Expertise im Außenhandelgeschäft) durch Erschließung neuer Investorengruppen (Kapitalsammelstellen, vermögende Privatinvestoren) mit einem hohen Nachfragepotential. Je nach Ausgestaltung bieten Trade Finance Fonds für diese Investorengruppen eine Anlagealternative zu Geldmarktfonds und kurz- oder mittelfristig investierenden Rentenfonds. In diesen Anlageformen wurden im Jahr 2012 durchschnittlich rund 9 Billionen Euro verwaltet. Damit bieten sich der DF-Gruppe sowohl auf der Ankaufs- als auch auf der Platzierungsseite vielversprechende Marktbedingungen, um dauerhaft höhere Forfaitierungsvolumina und darüber ein deutlich höheres Gewinnniveau zu erreichen.
Als Asset Manager der Trade Finance Fonds erschließt sich die DF-Gruppe zudem neue Einnahmequellen: Die DKL erzielt zum einen Einnahmen in Form eines Asset Management Entgelts. Zum anderen wird die DKL für die Trade Finance Fonds spezifische Dienstleistungen im Rahmen der Verwaltung der von den Trade Finance Fonds erworbenen Außenhandelsforderungen erbringen und hierfür Dienstleistungsentgelte vereinnahmen. In den Fällen, in denen die Trade Finance Fonds die Außenhandelsforderungen, in die sie investieren, von der DF-Gruppe erwerben, erwirtschaftet die DF-Gruppe die für ihr Handelsgeschäft marktübliche Forfaitierungsmarge.
Zusätzlich führt der im Vergleich zum von der DF-Gruppe bisher ausschließlich betriebenen Individualplatzierungsgeschäft stärker standardisierte Verkauf von Außenhandelsforderungen an die Trade Finance Fonds zu einer effizienteren Abwicklung und damit geringeren Liquiditätsbindung auf Ebene der DF-Gruppe. Wie die Bezeichnung Individualplatzierungsgeschäft bereits aussagt, hat die DF-Gruppe in der Vergangenheit mit den jeweiligen Investoren eine individuelle Dokumentation verhandelt. Mit den Trade Finance Fonds steht auf der Käuferseite stets der gleiche Kontrahierungspartner, so dass sich hier eine Standardisierung in der Dokumentation ergeben wird. Hinzu kommt, dass die DF-Gruppe die Anlagekriterien der Trade Finance Fonds kennt und sich in ihrer Einkaufspolitik darauf einstellen kann.
Hauptsitz der DF Deutsche Forfait AG, der Muttergesellschaft der DF-Gruppe, ist Köln. Dort ist die Forfaitierungskompetenz in Bezug auf Handel, Vertragsabwicklung, Dokumentation und Risikomanagement gebündelt und werden die Geschäfte strukturiert. Der Vertrieb erfolgt über eigene Büros oder Vermittler mit direktem Zugang zu verschiedenen lokalen Märkten. Der Vertrieb umfasst dabei sowohl den Ankauf als auch den Verkauf (die Weiter- bzw. Ausplatzierung) von Außenhandelsforderungen. Im Bereich Ankauf identifiziert der Vertrieb mögliche Verkäufer (Exporteure, Banken), spricht diese an und vorverhandelt die jeweilige Transaktion. Hinzu kommen allgemeine Marketingaktivitäten zur weiteren Etablierung der Marke "DF Deutsche Forfait". ImVerkauf geht es hingegen um die Identifizierung und Ansprache von potentiellen Investoren sowie die Abstimmung von deren Anlagebedarf oder -interesse. Die Muttergesellschaft koordiniert die weltweiten Büros und Vermittler und verantwortet das Risikomanagement, die Vertragsabwicklung sowie die Vertragsdokumentation; federführend ist sie für die Ausplatzierung der Geschäfte zuständig.
Neben der in Köln ansässigen DF Deutsche Forfait AG gehören vier hundertprozentige Tochtergesellschaften zur DF-Gruppe. Diese haben ihre Firmensitze in Brasilien (São Paulo),Tschechien (Prag), den USA (Miami) und Pakistan (Lahore). Das internationale Netzwerk wird ergänzt durch Niederlassungen in Finnland (Helsinki), Frankreich (Paris) und in Großbritannien (London) sowie durch weitere Partner in Italien.
Im Zuge der regelmäßigen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung überprüfen wir unser internationales Netzwerk kontinuierlich auf dessen jeweiligeWertbeiträge. Da wir an uns den Anspruch stellen,mit unseren Tochtergesellschaften und Büros in den für uns relevanten Regionen vertreten zu sein, überprüfen wir deren Struktur und Zusammensetzung im Hinblick auf den Zugang der DF-Gruppe zu den für uns relevanten Nischenmärkten. Dabei streben wir jedoch bewusst nicht an, in allen für uns relevanten Ländern mit einem Büro oder einer Niederlassung vertreten zu sein. Einzelne Länder deckt ein regionales Büro oder eine regionale Niederlassung wiederum durch das Netzwerk ab. In Abhängigkeit von den beiden vorgenannten Parametern passen wir unser internationales Netzwerk bei Bedarf an. Exemplarisch für unseren Ansatz, über unsere Büros oder Niederlassungen gezielt Regionen und nicht einzelne Länder abzudecken und deren Standorte nach Marktgegebenheiten auszuwählen, ist unsere zukünftige Marktabdeckung des wachsenden afrikanischen Markts. Hier hat sich gezeigt, dass Finanztransaktionen mit Ländern aus dieser Region vorrangig aus den Golfstaaten abwickelt werden. Auch der von der DF-Gruppe für das wachsende Afrika-Geschäft akquirierte Spezialist war in der Vergangenheit aus Dubai heraus tätig. Die DF-Gruppe wird diesen Ansatz beibehalten und das nach ihrer Einschätzung zukunftsträchtige Afrika-Geschäft aus Dubai heraus betreuen. Gleichzeitig nutzen wir auf diese Weise gezielt Synergieeffekte, die sich aus der Präsenz unserer Asset Management Gesellschaft DKL in Dubai ergeben
Mit Ausnahme der Tochtergesellschaft in Prag, die nach Bedarf in die Abwicklung einzelner Geschäfte eingebunden ist, konzentrieren sich die ausländischen Büros ausschließlich auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Durch die regionale Präsenz verfügt die DF-Gruppe über einen direkten Kundenzugang in den jeweiligen lokalen Märkten. Aufgrund der klaren Fokussierung der Büros auf Vertriebsaufgaben können vergleichsweise schnell und ohne großen finanziellen Aufwand Märkte erschlossen werden. Insgesamt verfügt die DF-Gruppe über eine effiziente und zugleich kostengünstige Organisationsstruktur.
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat sich das Geschäft der DF-Gruppe stabil entwickelt. Das Konzernergebnis von EUR 0,5 Mio. ist zufriedenstellend, insbesondere da, wie angekündigt, die ersten Monate des Jahres 2013 im Zeichen der Vorarbeiten für den Einstieg ins Trade Finance Fondsgeschäft standen. In gewissem Maße haben auch die Unsicherheiten in Bezug auf die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung, die im vierten Quartal 2012 bestanden, unser Geschäft beeinflusst. Der Gewinn jeAktie betrug EUR 0,07 gegenüber EUR 0,11 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aufgrund der gebundenen personellen Kapazitäten wurden weniger Geschäfte abgeschlossen als im ersten Quartal des Vorjahres. Dementsprechend lag das Forfaitierungsvolumen mit EUR 152,4 Mio. deutlich unter dem Vergleichswert von EUR 190,0 Mio.
Für den Erfolg im Forfaitierungsgeschäft ist das Rohergebnis einschließlich Finanzergebnis die entscheidende Steuerungsgröße. Es ergibt sich aus dem Produkt aus Forfaitierungsvolumen und der durchschnittlich erzielten Forfaitierungsmarge. Hierin ist auch das Finanzergebnis bestehend aus Zinsaufwendungen und -erträgen enthalten, da es in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Forfaitierungsgeschäft steht. Die Forderungen werden zwischen Auszahlung des Kaufpreises für den Ankauf und Zahlungseingang aus dem Verkauf oder aus der Tilgung der jeweiligen Außenhandelsforderung refinanziert. In dieser Refinanzierungsperiode fallen Zinsaufwendungen für die von der DF-Gruppe in ihrem Handelsportfolio gehaltenen Außenhandelsforderungen an. Die zugehörige Ertragsgröße ist der im Rohergebnis enthaltene Forfaitierungsertrag. Das Rohergebnis einschließlich Finanzergebnis lag mit EUR 2,9 Mio. um 13% unter demWert des Vorjahreszeitraums. Die Forfaitierungsmarge aber blieb mit 1,9% auf dem hohen Niveau des Gesamtjahres 2012.
Wie in den Vorjahren verteilt sich das Forfaitierungsvolumen in der Berichtsperiode auf eine Vielzahl von Ländern mit laufend veränderten Anteilen. Wichtigste Schuldnerländer im ersten Halbjahr waren Deutschland (33%), der Iran (24%) und Russland (20%). Der Anteil des Iran ist imVergleich zum Gesamtjahr 2012 (13%) aufgrund einzelner Geschäfte vorübergehend stark gestiegen, wird sich im Jahresverlauf aber wieder reduzieren. Bei dem Iran-Geschäft handelt es sich aufgrund der Struktur und der eingeholten Sicherheiten um weitgehend risikoloses
Geschäft. Der Anteil des wichtigsten Schuldnerlandes 2012, die Vereinigten Arabischen Emiraten, reduzierte sich von 18% auf 4% und ist in der oben stehenden Grafik unter der Kategorie "Sonstige" enthalten. Das Geschäft mitWeißrussland hielt den Anteil von 8% am Forfaitierungsvolumen stabil. Insgesamt unterstreichen die Schwankungen in der Länderaufteilung die Flexibilität der DF-Gruppe im Hinblick auf den regionalen Fokus ihrer Geschäftstätigkeit.
Auf der Kostenseite verzeichnete die Gesellschaft trotz Investitionen in das Asset Management und die Verwaltung von Trade Finance Fonds leicht gesunkene Verwaltungsaufwendungen. Mit EUR 2,2 Mio. lagen diese im ersten Quartal bedingt durch geringere Rechtsverfolgungskosten um EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten stiegen um knapp EUR 0,1 Mio. auf EUR 1,0 Mio., während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12% auf EUR 1,2 Mio. zurückgingen.
Die Bilanzsumme hat sich entsprechend des wie erwartet geringeren Geschäftsvolumens gegenüber dem Jahresultimo 2012 von EUR 96,9 Mio. auf EUR 87,1 Mio. verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Zwischenbilanzstichtag auf EUR 72,0 Mio. gegenüber EUR 76,1 Mio. zum Jahresende 2012. Bezogen auf ihren Nominalwert sind die Forderungen aus den Forfaitierungsgeschäften zum 31. März 2013 zu 71% besichert. Das beinhaltet unwiderrufliche Zusagen zum Ankauf von Außenhandelsforderungen, in Einzelfällen Barsicherheiten sowie Sicherheiten durch Bankgarantien und Kreditversicherungen. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist mit EUR 12,5 Mio. weiterhin relativ hoch, da ein großer Teil der flüssigen Mittel in einer anderenWährung als die Kreditaufnahme vorlag und somit unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung von Wechselkursrisiken nicht zur Rückführung der Kreditaufnahme verwendet werden konnte. Der Bestand an flüssigen Mitteln liegt aber unter dem Wert zum 31. Dezember 2012 von EUR 17,4 Mio.
Der Rückgang der Aktiva ging mit einer Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um rund EUR 10,5 Mio. auf EUR 50,4 Mio. einher, wobei sich die Bankverbindlichkeiten um EUR 9,3 Mio. reduzierten, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rund EUR 1,0 Mio.zurückgingen. Durch den Gewinn hat sich das Eigenkapital um EUR 0,3 Mio. auf EUR 26,9 Mio. erhöht. In Verbindung mit der geringeren Bilanzsumme führt dies zu einer sehr soliden Eigenkapitalquote von 31%.
Durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist der operative Cashflow mit EUR 4,5 Mio. klar positiv. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei EUR 9,0 Mio., im Wesentlichen aufgrund der Rückführung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Finanzmittelabfluss von EUR 4,9 Mio. auf EUR 12,5 Mio. zum 31. März 2013.
Der Kurs der DF-Aktie entwickelte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 positiv und kam auf ein Plus von knapp 4%. Im Verlauf der Folgemonate April und Mai kam es zu weiteren deutlichen Kurszuwächsen in der Folge der Konkretisierung des Einstiegs ins Fondsgeschäft sowie der verstärkten Kommunikation derWachstumspläne der Gesellschaft. Mitte Mai durchbrach der Kurs erstmals seit Juni 2011 wieder die Marke von EUR 5,00. Zu Jahresbeginn startete die DF-Aktie bei EUR 3,80 und kam im ersten Quartal auf einen Durchschnittskurs von EUR 4,08. Per Ende März schloss das Papier bei EUR 3,95. Die Vergleichsindizes SDAX und der DAXsector Financial Services, der Branchenindex für Finanzwerte, verzeichneten im selben Zeitraum einen Anstieg um 6,7% respektive einen Rückgang um 1,1%. Der deutsche Leitindex DAX kam im ersten Quartal auf ein Plus von 2,4%.
Insgesamt wurden im Verlauf der ersten drei Monate des Jahres 230.685 DF-Aktien gehandelt. Das entspricht einem täglichen Ordervolumen von 3.721 Stück, was rund 69% unter dem Handelsvolumen des Vorjahreszeitraums von 12.080 Aktien liegt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es durch den Jahresverlust in 2011 im ersten Quartal 2012 zu erhöhten Verkaufsaktivitäten gekommen war. Im Verlauf der Monate April und Mai 2013 zeigte sich im Zuge steigender Kurse dann jedoch eine deutliche Zunahme der Handelsaktivität mit DF-Aktien.
Eine ausführliche Risikodarstellung ist im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 enthalten. Über die dort angegebenen Risiken hinaus sind zurzeit keine akuten Risiken ersichtlich. Grundsätzlich haben folgende Risiken die größte Bedeutung für das Forfaitierungsgeschäft:
Dokumentäres Risiko: Die DF-Gruppe kauft Forderungen an und verkauft diese in der Regel weiter. Hierbei haftet sie üblicherweise dem Erwerber dafür, dass die Forderung besteht (Veritätshaftung),sie Inhaber der Forderung ist (Inhaberschaft) und die Forderung gegenüber dem Schuldner durchsetzbar ist, das heißt keine Einreden und Einwendungen entgegenstehen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass die Forderung nicht existent oder nicht durchsetzbar ist, insbesondere da der Verkäufer beim Weiterverkauf in der Regel hierfür haftet. Dies könnte durch eine fehlerhafte Dokumentenprüfung oder Mängel in der Vertragserstellung entstehen. Die DF-Gruppe schließt Kredit-
versicherungen zur Verbesserung des Risikos einer Forderung ab, und bereits kreditversicherte Forderungen werden angekauft. Eine solche Kreditversicherung muss genau auf das abzusichernde Geschäft abgestimmt sein. Es besteht die Gefahr, dass Obliegenheiten aus der Kreditversicherung verletzt werden und die Kreditversicherung im Schadensfall nicht in Anspruch genommen werden kann. Dies gilt auch für Rückhaftungen, die die DF-Gruppe zur Absicherung von Ankaufszusagen und Forderungen abschließt. Dieses Risiko besteht nach Verkauf in bestimmten Konstellationen weiter, da die Forderungen mit Kreditversicherungsdeckung oder Rückhaftung weiterveräußert werden. Beispielsweise haftet die DF-Gruppe beimVerkauf einer kreditversicherten Forderung in der Regel dafür, dass die Kreditversicherung zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden hat. Bei anderen Sicherheiten, die vor allem zur Absicherung einer Forderung dienen, könnte aufgrund von Fehlern bei der vertraglichen Ausgestaltung oder Abtretung das Recht an der Sicherheit nicht bestehen oder durchgesetzt werden. Dem Risiko wird durch eine gut geschulte und personell stark besetzte Vertragsabwicklung Rechnung getragen. Die Arbeitsabläufe sind durch detaillierteArbeitsanweisungen geregelt und werden nach dem "Vier-Augen-Prinzip" überprüft. Bei Bedarf werden Syndikus oder externe Anwaltskanzleien eingeschaltet.
Länder- und Adressenrisiko: Im Rahmen einer Länderkrise könnte der Schuldner daran gehindert werden, seine fälligen Forderungen zu bezahlen.Aufgrund von staatlichen Beschränkungen dürfen Zahlungsmittel nicht transferiert (Transferrisiko) oder in eine andere Währung (Konvertibilitätsrisiko) umgetauscht werden. BeimAdressenrisiko kann der Schuldner ausfallen, weil er insolvent wird oder aus sonstigen Gründen nicht zahlen kann; auch kann ein (Dritt-) Sicherungsgeber (beispielsweise Bank oder Kreditversicherung) ausfallen. In Folge der weltweiten Finanzkrise haben sich die Finanzierungsmöglichkeiten für Länder und Unternehmen verschlechtert, wodurch auch das Länder- und Adressenrisiko gestiegen ist. Die aktuellen Staatsschuldenkrisen können eine neue schwere Finanzkrise auslösen, die sich negativ auf diese Risiken auswirken würde. Auch bei der DF-Gruppe treten, wie in der gesamten Finanzbranche, Überfälligkeiten auf. Der größte Teil dieser Überfälligkeiten ist mit Sicherheiten unterlegt. Auf die unbesicherten Positionen wurde eine nach Einschätzung der DF-Gruppe ausreichende Risikovorsorge gebildet. Das Eingehen von Länder- und Adressenrisiken ist durch eine Kompetenzregelung und ein Limitsystem deailliert geregelt. Diese beiden Komponenten des Risikomanagementsystems der DF-Gruppe werden ergänzt durch eine systematische Trennung von Markt (Handelsaktivitäten im Primär- und Sekundärmarkt) und Marktfolge (Kreditbeurteilung von Primär- und Sekundärschuldnern, Beurteilung von Kontrahentenrisiken). Das Geschäftsmodell der DF-Gruppe basiert darauf, diese Risiken in der Regel durch eine zügige Weiter- oder Ausplatzierung der jeweiligen Außenhandelsforderung zu minimieren. Beim Verkauf einer Außenhandelsforderung gehen die mit ihr verbundenen Länder- und Adressenrisiken auf den Käufer über.
Refinanzierungsrisiko: Die DF-Gruppe benötigt für ihr Geschäft Refinanzierungskapazitäten für den Zeitraum zwischen der Zahlung des Kaufpreises für dem Ankauf der jeweiligen Außenhandelsforderung und dem Eingang des Verkaufspreises aus dem Weiterverkauf bzw. der Ausplatzierung oder der Tilgung der jeweiligen Außenhandelsforderung (Haltedauer). Ausreichende Refinanzierungskapazitäten sind mithin zwingend erforderlich, um das angestrebte Forfaitierungsvolumen abwickeln zu können. Dies nicht zuletzt deshalb, da die DF-Gruppe die Haltedauer nur begrenzt beeinflussen kann; diese determiniert sich vorrangig durch die (Kredit- und Dokumenten-) Prüfungen des Käufers und die vollständige Vorlage der Dokumente. Die Refinanzierungskapazität der DF-Gruppe setzt sich dabei zusammen aus (a) dem Eigenkapital (b) den Refinanzierungs- /Kreditlinien bei Banken und (c) der Anleihe. Die DF-Gruppe hatte bereits durch den Börsengang 2007 das Eigenkapital deutlich erhöht und damit das Risiko der DF-Gruppe sowohl für die refinanzierenden Banken als auch andere Fremdkapitalgeber stark verbessert. Die Eigenkapitalausstattung hat sich auch im Rahmen der Platzierung der Anleihe als eine Stärke der DF-Gruppe erwiesen.Mit der erfolgreichen Platzierung ihrerAnleihe Ende Mai 2013 hat die DF-Gruppe ihre Fremdfinanzierungsbasis um einen weiteren mittel- bis langfristigen Baustein erweitert. Damit konnte die Abhängigkeit von einzelnen Fremdkapitalgebergruppen oder einzelnen Fremdkapitalgebern reduziert werden. Auch nach Platzierung der Anleihe besteht allerdings weiterhin die Gefahr, dass sich einzelne Kreditlinien durch Kündigung seitens der jeweiligen Bank reduzieren oder ganz wegfallen. Durch die Unruhe an den Finanzmärkten und die in Folge gestiegener aufsichtsrechtlicher Anforderungen ist dieses Risiko angestiegen. Im Extremszenario könnten sogar alle Kreditlinien gekündigt werden. Den vorgenannten Risiken im Verhältnis zu ihren kreditgebenden Banken begegnet die DF-Gruppe, indem sie Kreditlinien bei mehreren Banken unterhält. Unter anderem steht der DF-Gruppe ein mittelfristiges Darlehen über EUR 10,0 Mio. zur Verfügung, das nur unter bestimmten Voraussetzungen, die primär die Bonität der DF-Gruppe betreffen, gekündigt werden kann. Durch einen offenen und regelmäßigen Dialog sowie ein aussagekräftiges Berichtswesen hat die DF-Gruppe zudem ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zu den Banken etabliert.
Ertragsrisiken: Das größte Ertragsrisiko liegt darin, dass keine Forderungen mehr an Investoren verkauft werden können. Dies war beispielsweise beim Höhepunkt der Finanzmarktkrise im vierten Quartal 2008 ausgesprochen schwierig. Seitdem ist der Markt wieder zur Normalität zurückgekehrt.Aufgrund der substanziellen Marktveränderungen in Folge der Finanzmarktkrise hat sich der Kundenstamm der DF-Gruppe stark verändert. Zahlreiche Marktteilnehmer sind ausgeschieden. Als Folge hat sich auch der Anteil der wiederholenden Geschäfte deutlich verringert, der Kundenstamm musste durch diesen Effekt stark ausgebaut werden. Eine erneute schwere Finanzkrise könnte wiederum zu einer massiven Veränderung des Kundenstamms führen. Das Geschäftsmodell der DF-Gruppe hat sich auch in der Krise bewährt. Das Risikomanagementsystem hat den Marktverwerfungen standgehalten. Als Folge der Krise haben zwar die Fälle zugenommen, in denen sich Geschäftspartner entweder nicht vertragskonform verhalten oder gezielt die juristische Auseinandersetzung suchen, so dass juristische Schritte erforderlich sind, um die Forderungen der DF-Gruppe durchzusetzen. Die aktuellen Entwicklungen – vor allem bei den Staatsschulden – können eine erneute schwere Finanzkrise auslösen, wodurch sich die Risikosituation erheblich verschlechtern könnte.
Die Muttergesellschaft DF Deutsche Forfait AG hat im Mai 2013 eineAnleihe (WKNA1R1CC)mit einemVolumen von EUR 30 Mio., einer Laufzeit von sieben Jahren und einem festen Zinssatz von 7,875% p.a. emittiert. Die erste Börsennotierung erfolgte am 22. Mai 2013 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Aufgrund der großen Nachfrage – sowohl von Seiten institutioneller Anleger als auch Privatinvestoren – musste die Zeichnung bereits wenige Stunden nach offiziellem Zeichnungsbeginn geschlossen werden.
Weltwirtschaft und Welthandel befinden sich weiter auf Wachstumskurs. Nach einem prognostizierten Wachstum von 3,6% im Jahr 2013 geht der IWF für 2014 von einem weltweiten Anstieg der Wirtschaftsleistung auf 4% aus. Für den Euroraum sagen die Experten, nach einem prognostizierten Rückgang der Wirtschaftsleitung von 0,3% in 2013, eine kräftige Erholung der Konjunktur in 2014 auf dann wieder 1,1% Wachstum voraus. Die deutscheWirtschaft soll wie schon in 2013 überdurchschnittlich stark um 1,5% wachsen.
Wesentliche Treiber der konjunkturellen Belebung sind wie in den Vorjahren die Schwellen- und Entwicklungsländer, für die in 2013 ein Zuwachs derWirtschaftsleistung von 5,3% und 2014 von 5,7% prognostiziert wird. Für den Welthandel wird laut IWF, korrespondierend mit der konjunkturellen Entwicklung,mit einem stärkeren Wachstum im Jahr 2013 von 3,6% und einer weiteren Zunahme des Handelsaufkommens im Jahr 2014 von 5,3% ausgegangen. Insgesamt bietet derWelthandel weiterhin reichlich Potential für die DF-Gruppe: Unternehmen, die von dem Wachstum insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern profitieren wollen,werden vermehrt Finanzierungen ihrer Außenhandelsgeschäfte mit diesen Ländern nachfragen. Hier verfügt die DF-Gruppe mit ihrem Geschäftsmodell des Handels von Außenhandelsforderungen und ihrer spezifischen Expertise über ein Alleinstellungsmerkmal. Da sich die etablierten Banken angesichts der zunehmend restriktiven aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (stärkere Unterlegung ihres Geschäfts mit der knappen Ressource Eigenkapital) immer stärker auf ihre jeweils nationalen Märkte fokussieren, wird es für Unternehmen immer schwieriger, Exportgeschäfte mit Schwellen- und Entwicklungsländern zu finanzieren.
Die Herausforderungen werden noch einmal größer, wenn man berücksichtigt, dass Unternehmen sich bereits in einer frühen Phase der Entwicklung dieser Länder positionieren müssen, um sich eine bedeutende Marktposition zu sichern. Gerade in diesen frühen Marktphasen verfügen die betreffenden Länder nur über ein rudimentäres Bankensystem. Damit ist es für die Importeure, insbesondere langfristiger Investitions-/Wirtschaftsgüter, schwierig, diese zu (re-)finanzieren. Gerade sie sind verstärkt auf Absatzfinanzierungen des Lieferanten (Exporteurs) angewiesen.
Dank der erfolgreichen Platzierung einer Unternehmensanleihe imVolumen von EUR 30 Mio. im Mai 2013 hat die Gesellschaft ihre Refinanzierungsbasis erheblich gestärkt. Dies ermöglicht einen deutlichen Ausbau des Forfaitierungsvolumens in den nächsten Monaten und Jahren. Mittelfristiges Ziel ist es, ein jährliches Forfaitierungsvolumen von mehr als EUR 1,0 Mrd. abzuwickeln. Zur Erreichung dieses Ziels werden wir neben der weiteren intensiven Bearbeitung bestehender Märkte unsere Aktivitäten insbesondere auf Erschließung und Ausbau unserer Marktstellung in ausgewählten asiatischen (China, Indien, Indonesien, Pakistan) und afrikanischen Märkten (Ghana, Nigeria) legen.
Der Aufbau des Trade Finance Fonds-Geschäfts bildet den zweiten strategischen Fokus der DF-Gruppe im Geschäftsjahr 2013: Dies umfasst in erster Linie die Etablierung der DF-Gruppe als Asset Manager der Trade Finance Fonds sowie unserer Kompetenz in Bezug auf Abwicklung und Verwaltung der von den Trade Finance Fonds angekauften Außenhandelsforderungen. Nachdem unsere Tochtergesellschaft Deutsche Kapital Limited Anfang Mai 2013 die für das Asset Management von Trade Finance Fonds und deren Verwaltung notwendige Lizenz erhalten hat,startete im zweiten Quartal 2013 der Vertrieb der ersten Trade Finance Fonds., Die Deutsche Kapital Limited strebt an, bis zum Jahresende rund EUR 50 Mio. als betreutes Investitionsvolumen (Assets Under Management) zu akquirieren.
Die DF-Gruppe hat sich in den ersten drei Monaten solide entwickelt. Durch den Quartalsgewinn wurde die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt, was den Ausbau des Forfaitierungsgeschäfts ebenfalls unterstützt. Angesichts der oben dargestellten Marktbedingungen ist die Nachfrage von Exporteuren nach individuellen Finanzierungslösungen in Bezug auf die für die DF-Gruppe relevanten Schwellen- und Entwicklungsländer ungebrochen hoch und wir nach Einschätzung des Managements – insbesondere angesichts eines sich weiter verschärfenden regulatorischen Umfelds – in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Diese positive Markteinschätzung gilt nicht nur in Bezug auf den Primärmarkt (Exporteure als Verkäufer von Forderungen), sondern auch auf der Sekundärmarktseite. Im Sekundärmarkt verkaufen Banken Außenhandelsforderungen – solche Außenhandelsforderungen, die sie in ihrem Firmenkundengeschäft übernommen haben – und/oder platzieren gezielt einzelne mit Außenhandelsforderungen verbundene Risiken (so Länderrisiken, Devisentransferrisiken) im Zuge ihres eigenen Risikomanagements aus. Dies erfolgt teilweise auch mit dem Ziel, die eigene Eigenkapitalbasis zu entlasten.
Gleichzeitig steigt angesichts des aktuellen Kapitalmarktumfelds das Investoreninteresse an Außenhandelsforderungen als eigenständige Anlageklasse kontinuierlich an. Bei entsprechend erfolgreicher Umsetzung der anstehenden Maßnahmen zur Ausweitung des Geschäftsvolumens und zum Aufbau des Trade Finance Fondsgeschäfts sind für die nächsten Jahre steigende Forfaitierungsvolumina und Konzernergebnisse zu erwarten. Im Jahr 2013 werden diese positiven Effekte, wie bereits angekündigt, erst im zweiten Halbjahr im Zahlenwerk sichtbar. Dennoch wird für das Gesamtjahr ein deutlich positives Konzernergebnis prognostiziert.
Köln, im Mai 2013 Der Vorstand
| Aktiva | 31.03.2013 in EUR |
31.12.2012 in EUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | 10.018,56 | 10.018,56 | |
| II. | Sachanlagen | 319.340,90 | 348.781,00 | |
| III. | Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 194.437,86 | 194.441,70 | ||
| IV. | Andere langfristige Vermögenswerte | 13.666,73 | 13.666,73 | |
| V. | Latente Steuern | 1.094.029,69 | 1.320.118,78 | |
| 1.631.493,74 | 1.887.026,77 | |||
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (9) |
72.044.954,48 | 76.099.029,17 | |
| II. | Steuerforderungen | 260.001,93 | 1.251.713,61 | |
| III. | Andere kurzfristige Vermögenswerte | 601.521,25 | 228.662,89 | |
| IV. | Flüssige Mittel (10) |
12.529.351,09 | 17.434.971,21 | |
| 85.435.828,75 | 95.014.376,88 | |||
| Summe Aktiva | 87.067.322,49 | 96.901.403,65 |
(#) Anhangverweis
| Passiva | 31.03.2013 in EUR |
31.12.2012 in EUR |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital (11) |
||||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 6.800.000,00 | 6.800.000,00 | ||
| II. | Kapitalrücklage | 7.359.044,50 | 7.359.044,50 | ||
| III. | Gewinnrücklagen | ||||
| 1. | Gesetzliche Rücklage | 500.000,00 | 500.000,00 | ||
| 2. | Andere Gewinnrücklagen | 11.787.062,42 | 9.298.740,25 | ||
| IV. | Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 17.157,36 | 163.240,35 | ||
| V. | Konzern-Bilanzgewinn | 472.286,75 | 2.488.322,17 | ||
| 26.935.551,03 | 26.609.347,27 | ||||
| B. | Langfristige Schulden | ||||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.742.288,17 | 9.455.055,33 | ||
| 9.742.288,17 | 9.455.055,33 | ||||
| C. | Kurzfristige Schulden | ||||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (12) |
45.043.353,90 | 54.378.820,58 | ||
| 2. | Kurzfristige Rückstellungen | 392.000,00 | 392.000,00 | ||
| 3. | Steuerverbindlichkeiten | 103.105,00 | 263.798,92 | ||
| 4. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.392.152,18 | 5.400.658,80 | ||
| 5. | Sonstige kurzfristige Schulden | 458.872,21 | 401.722,75 | ||
| 50.389.483,29 | 60.837.001,05 | ||||
| Summe Passiva | 87.067.322,49 | 96.901.403,65 |
(#) Anhangverweis
| 01.01.– 31.03.2013 in EUR |
01.01.– 31.03.2012 in EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Forfaitierungstypische Erträge (4) a) Forfaitierungserträge b) Provisionserträge c) Erträge aus nachschüssiger Verzinsung |
3.080.057,22 505.725,99 2.011,05 |
1.747.516,78 3.063.113,89 71.735,17 |
| d) Kursgewinne e) Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen für Forfaitierungs- und Ankaufszusagen |
1.770.799,89 0,00 |
2.518.082,47 0,00 |
| 5.358.594,15 | 7.400.448,31 | |
| 2. Forfaitierungstypische Aufwendungen (5) a) Forfaitierungsaufwendungen b) Provisionsaufwendungen c) Kursverluste d) Kreditversicherungsprämien e) Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Forfaitierungs |
0,00 421.423,17 1.716.171,00 0,00 |
66.279,97 987.195,83 2.517.716,55 0,00 |
| und Ankaufszusagen | 75.000,00 | 75.000,00 |
| 2.212.594,17 | 3.646.192,35 | |
| 3. Rohergebnis (6) |
3.145.999,98 | 3.754.255,96 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 12.998,17 | |
| 11.714,97 | ||
| 5. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung |
871.285,45 | 802.099,02 |
| und Unterstützung | 126.279,10 | 115.631,26 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
30.000,00 | 34.966,89 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) |
1.167.238,82 | 1.326.574,52 |
| 8. Zinserträge (8) |
39.076,80 | 7.506,88 |
| 9. Zinsaufwendungen (8) |
291.245,62 | 428.990,62 |
| 10. Ergebnis vor Ertragsteuern | 712.025,96 | 1.065.215,50 |
| 11. Ertragsteuern a) Steuern von Einkommen und Ertrag b) Latente Steuern |
13.593,21 226.146,00 |
93.983,77 230.002,40 |
| 12. Konzerngewinn | 472.286,75 | 741.229,33 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 6.800.000 | 6.800.000 |
(#) Anhangverweis
| 01.01.– 31.03.2013 in EUR |
01.01.– 31.03.2012 in EUR |
|
|---|---|---|
| I. Konzernverlust, -gewinn | 472.286,75 | 741.229,33 |
| II. Sonstiges Einkommen Währungsumrechnungsdifferenz ausländischer Tochtergesellschaften |
-146.082,99 | 271.273,75 |
| III. Konzern-Gesamtergebnis | 326.203,76 | 1.012.503,08 |
| 01.01.– 31.03.2013 in TEUR |
01.01.– 31.03.2012 in TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Cashflow | |||
| Konzerngewinn | 472 | 741 | |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 30 | 35 |
| + | Ertragsteueraufwand | 240 | 324 |
| + | Zinsaufwendungen | 291 | 429 |
| - | Zinserträge | -39 | -8 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -65 | 204 |
| +/- | Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.054 | -44.764 |
| +/- | Veränderung sonstiger Vermögenswerte (working capital) | 845 | 633 |
| +/- | Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -974 | -11.427 |
| +/- | Veränderung übriger Schulden (working capital) | -138 | 268 |
| - | Gezahlte Ertragsteuern | -168 | -250 |
| = | Operativer Cashflow | 4.548 | -53.815 |
| - | Gezahlte Zinsen | -298 | -476 |
| + | Erhaltene Zinsen | 39 | 7 |
| = | Mittelzufluss/ -abfluss aus laufendem Geschäft (Summe 1) | 4.289 | -54.284 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | -1 | -1 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| = | Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (Summe 2) | -1 | -1 |
| +/- | Veränderung Finanzverbindlichkeiten | -9.048 | 39.122 |
| - | Auszahlung Dividende | 0 | 0 |
| + | Einzahlungen aus Kapitalmarkttransaktionen | 0 | 0 |
| = | Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit (Summe 3) | -9.048 | 39.122 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -4.760 | -15.163 | |
| + | Finanzmittel am Anfang der Periode | 17.435 | 31.619 |
| +/- | Effekte aus der Währungsumrechnung | -146 | 271 |
| = | Finanzmittel am Ende der Periode | 12.529 | 16.727 |
| in EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Unterschied aus Währungs umrechnung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 | 6.800.000,00 | 7.359.044,50 | 500.000,00 | 11.787.062,42 | 163.240,35 | 26.609.347,27 |
| Gewinnverwendung | – | – | – | – | – | – |
| Konzerngesamtergebnis | – | – | – | 472.286,75 | (146.082,99) | 326.203,76 |
| Dividendenzahlung | – | – | – | – | – | – |
| Kapitalerhöhung | – | – | – | – | – | – |
| Einstellung in die Rücklagen | – | – | – | – | – | – |
| Stand 31.03.2013 | 6.800.000,00 | 7.359.044,50 | 500.000,00 | 12.259.349,17 | 17.157,36 | 26.935.551,03 |
| in EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Unterschied aus Währungs umrechnung |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 6.800.000,00 | 7.359.044,50 | 500.000,00 | 9.318.562,83 | 30.693,88 | 24.008.301,21 |
| Gewinnverwendung | – | – | – | – | – | – |
| Konzerngesamtergebnis | – | – | – | 741.229,33 | 271.273,75 | 1.012.503,08 |
| Dividendenzahlung | – | – | – | – | – | – |
| Kapitalerhöhung | – | – | – | – | – | – |
| Einstellung in die Rücklagen | – | – | – | – | – | – |
| Stand 31.03.2012 | 6.800.000,00 | 7.359.044,50 | 500.000,00 | 10.059.792,16 | 301.967,63 | 25.020.804,29 |
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der Regelungen des IAS 34 ("Interim Financial Reporting") in verkürztem Umfang gegenüber dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 erstellt. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2013 befolgt die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 und steht im Einklang mit den derzeit gültigen International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden. Der Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen und gewährleistet aus Sicht des Vorstands eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Konzernwährung lautet auf Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Die DF Deutsche Forfait AG hat die Rechtsform der Aktiengesellschaft und wird am Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 32949 geführt. Der Sitz des Unternehmens ist Köln. Die Anschrift der Gesellschaft lautet Kattenbug 18-24, 50667 Köln. Die DF Deutsche Forfait AG ist eine Forfaitierungsgesellschaft und als solche ein Finanzunternehmen im Sinne des § 1 Abs. 3 Nr. 2 KWG.
Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist grundsätzlich nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Erträge und Aufwendungen werden nach Arten gruppiert und die Summe der Hauptertrags- und Hauptaufwandsarten angegeben, um den Besonderheiten einer Forfaitierungsgesellschaft Rechnung zu tragen. Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1.
In den Konzern-Zwischenabschluss wird das Tochterunternehmen DF Deutsche Forfait s.r.o., Prag/Tschechische Republik, einbezogen. Die DF Deutsche Forfait Swiss AG, Zürich/Schweiz, die im Zwischenabschluss zum 31. März 2012 noch zum Konsolidierungskreis gehörte, wurde mit Wirkung zum 15. Mai 2012 durch Übertragung sämtlicher Anteile (100%) gegen Barzahlung veräußert. Die DF Deutsche Forfait Americas, Inc., Miami/USA, die DF Deutsche Forfait do Brasil Ltda, São Paulo/Brasilien, die DF Deutsche Forfait Pakistan (Private) Limited, Lahore/Pakistan und die Deutsche Forfait West Africa Limited, Accra/Ghana werden als Tochtergesellschaften nicht in den Konzernzwischenabschluss einbezogen. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind für den Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2013, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt, von untergeordneter Bedeutung.
Die Umrechnung des in fremder Währung aufgestellten Zwischenabschlusses des einbezogenen Konzernunternehmens erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung (IAS 21, "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die funktionale Währung der Tochterunternehmen ist grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung des Unternehmens. Im Konzernzwischenabschluss werden daher Aufwendungen und Erträge aus dem Abschluss des Tochterunternehmens, der in fremder Währung aufgestellt ist, zum Jahresdurchschnittskurs sowie Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die für die Währungsumrechnung in Euro zugrunde gelegten Wechselkurse entsprechen den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Euro-Referenzkursen und stellen sich wie folgt dar:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2013 | 31.03.2012 | 01.01. - 31.03. 2013 |
01.01. - 31.03. 2012 |
|
| Tschechische Kronen | 25,740 | 25,151 | 25,566 | 25,083 |
Der in der jeweiligen Periode erzielte Portfolioertrag und der bei Veräußerung erzielte Handelsertrag (Differenz zwischen Buch- und Marktwert der Forderung) werden als Forfaitierungserträge erfasst. Forfaitierungsaufwendungen fallen nur an, wenn der beim Verkauf ermittelte Marktwert unter dem Buchwert liegt.
Die forfaitierungstypischen Erträge ergeben sich wie folgt:
| Forfaitierungstypische Erträge in TEUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Forfaitierungserträge | 3.080 | 1.747 |
| Provisionserträge | 506 | 3.063 |
| Erträge aus nachschüssiger Verzinsung | 2 | 72 |
| Kursgewinne | 1.771 | 2.518 |
| Gesamt | 5.359 | 7.400 |
Aufgrund einer im Berichtszeitraum geringeren Volatilität der Wechselkurse und des geringeren Anteils von Geschäften in Fremdwährungen haben sich die Kursgewinne und – damit korrespondierend – auch die Kursverluste deutlich reduziert. Der Gesamteinfluss der Aufwendungen und Erträge aus Kursdifferenzen auf das Rohergebnis ist gering.
Die forfaitierungstypischen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
| Forfaitierungstypische Aufwendungen in TEUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Forfaitierungsaufwendungen | – | 66 |
| Provisionsaufwendungen | 422 | 987 |
| Kursverluste | 1.716 | 2.518 |
| Kreditversicherungsprämien | – | – |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Forfaitierungs- und Ankaufszusagen |
75 | 75 |
| Gesamt | 2.213 | 3.646 |
Der deutliche Rückgang der Kursverluste ist auf die geringere Volatilität der Wechselkurse und den geringeren Anteil der Geschäfte in Fremdwährungen zurückzuführen; gleichzeitig haben sich auch die Kursgewinne deutlich verringert.
Das Rohergebnis errechnet sich als Differenz zwischen den forfaitierungstypischen Erträgen und Aufwendungen.
| Rohergebnis in TEUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Forfaitierungsergebnis | 3.080 | 1.681 |
| Provisionsergebnis | 84 | 2.076 |
| Ergebnis aus nachschüssiger Verzinsung | 2 | 72 |
| Ergebnis aus Kursdifferenzen | 55 | – |
| Bewertungsergebnis im Forfaitierungsgeschäft | (75) | (75) |
| 3.146 | 3.754 | |
| abzüglich Kreditversicherungsprämien | – | – |
| Gesamt | 3.146 | 3.754 |
Für die Beurteilung des Erfolgs im Forfaitierungsgeschäft ist auch das Finanzergebnis zu berücksichtigen, das wesentlich durch die Refinanzierung der Geschäfte beeinflusst wird (vgl. 8).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Sonstige betriebliche Aufwendungen in TEUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Verwaltungskosten der Kooperationspartner | 525 | 320 |
| Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten, Honorare | 237 | 492 |
| Raumkosten | 84 | 85 |
| Reisekosten | 74 | 101 |
| Gebühren des Zahlungsverkehrs | 25 | 51 |
| Kosten für Telefon, Porto und Internetverbindungen | 25 | 29 |
| Versicherungen, Beiträge | 25 | 24 |
| Fahrzeugkosten | 20 | 20 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 152 | 205 |
| Gesamt | 1.167 | 1.327 |
Der Anstieg der Verwaltungskosten liegt überwiegend in der Umsetzung des Projekts zum Aufbau eines Trade Finance Fonds im Dubai International Financial Center begründet. Die Aufwendungen für Kooperationspartner beinhalten auch die Aufwendungen für die Büros in London, Paris und Helsinki sowie für die Tochtergesellschaften in São Paulo und Lahore. Die Rechts- und Beratungskosten entwickelten sich wie erwartet weiterhin deutlich rückläufig.
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| Finanzergebnis in TEUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Zinserträge von Kreditinstituten | – | 8 |
| Andere Zinserträge | 39 | – |
| Zinserträge gesamt | 39 | 8 |
| Zinsaufwendungen an Kreditinstitute | 291 | 428 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | – | 1 |
| Zinsaufwendungen gesamt | 291 | 429 |
| Zinsergebnis = Finanzergebnis | (252) | (421) |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen die im Rahmen des Forfaitierungsgeschäfts angekauften Foderungen sowie sonstige Forderungen. Außerdem sind hierin auch Selbstbehalte von kreditversicherten Forderungen enthalten, die aufgrund der Versicherungsbedingungen nicht verkauft werden dürfen. Der Forderungsbestand ist leicht von TEUR 76.099 zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 72.055 zum 31. März 2013 gesunken.
Das maximale Ausfallrisiko auf die angekauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelte sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt:
| in TEUR | 31.03.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Nominalwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 69.486 | 75.369 |
| – Marktwertabschlag | (1.778) | (2.390) |
| + Sonstige Forderungen | 7.891 | 6.599 |
| = Brutto-Buchwerte vor Wertberichtigungen | 75.599 | 79.578 |
| – Wertberichtigungen | (3.554) | (3.479) |
| = Buchwerte = maximales Ausfallrisiko | 72.045 | 76.099 |
| – Verkaufte Forderungen | (7.590) | (13.763) |
| – Forderung / Teilfälligkeit wurde bezahlt | (2.439) | (3.293) |
| – Sicherheiten von Banken und Unternehmen (z.B. Garantien) | (6.548) | (9.168) |
| – Barbesicherung | (5.246) | (5.144) |
| – Kreditversicherung | (32.360) | (31.055) |
| + Doppelsicherheiten | 1.761 | 2.026 |
| = Sicherheiten | (52.422) | (60.397) |
| = Ungesichertes maximales Ausfallrisiko | 19.623 | 15.702 |
Im Rahmen der Risikosteuerung werden diese Ausfallrisiken aktiv gesteuert. Der DF-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein Limitsystem, das unter anderem Länder- und Adressenlimite umfasst. Die Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Loans and Receivables "LaR", bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen) haben kurze Restlaufzeiten und entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken (Held for Trading "HfT") gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Gewinne und Verluste werden im Zeitpunkt der Ausbuchung oder Wertminderung von "Krediten und Forderungen" im Periodenergebnis erfasst. Die Aufteilung der Buchwerte stellt sich wie folgt dar:
| in TSD EUR | Bewertungs kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.03.2013 |
Fair Value 31.03.2013 |
Buchwert 31.12.2012 |
Fair Value 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 66.166 | 66.166 | 65.668 | 65.668 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | HfT | 5.879 | 5.879 | 10.431 | 10.431 |
Die Flüssigen Mittel beinhalten ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten. Der DF-Konzern hat den Bestand an flüssigen Mitteln von TEUR 17.435 zum 31. Dezember 2012 um TEUR 4.906 auf TEUR 12.529 zum 31. März 2013 verringert. Ein Teil der Flüssigen Mittel ist in CZK gebunden und kann nicht zur Tilgung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten genutzt werden, da diese Verbindlichkeiten mehrheitlich der währungskongruenten Finanzierung in US-Dollar dienen.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 326 auf TEUR 26.936 zum 31. März 2013; die Eigenkapitalquote beträgt damit 31% zum 31. März 2013.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich deutlich von TEUR 63.834 zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 54.786 zum 31. März 2013. Dabei ist jeweils auch die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten berücksichtigt. Korrespondierend mit dieser Abnahme reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Flüssigen Mittel.
Die DF-Gruppe steuert ihr Geschäft anhand von Risikogruppen auf Basis des Forfaitierungsvolumens. Die Einteilung wird auf Basis des jeweiligen Ursprungsschuldners einer Forderung vorgenommen. Die Zuteilung der Länder in Risikogruppen orientiert sich an den externen Ratings der Länder. In der Risikogruppe eins sind die Länder mit der besten Bonität und in der Risikogruppe fünf die Länder mit der geringsten Bonität:
| Forfaitierungsvolumen nach Risikogruppen in Mio. EUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Risikogruppe I | 56,0 | 52,0 |
| Risikogruppe II | 1,0 | 6,0 |
| Risikogruppe III | 37,3 | 53,7 |
| Risikogruppe IV | 1,8 | 43,1 |
| Risikogruppe V | 56,3 | 35,2 |
| Gesamt | 152,4 | 190,0 |
Darüber hinaus wird das Forfaitierungsvolumen nach Regionen aufgegliedert:
| Forfaitierungsvolumen nach Regionen in Mio. EUR | 01.01. - 31.03.2013 | 01.01. - 31.03.2012 |
|---|---|---|
| Afrika | 0,9 | 4,5 |
| Asien | 50,3 | 96,9 |
| Europa | 92,4 | 66,3 |
| Australien | – | – |
| Nordamerika | – | – |
| Süd- und Mittelamerika | 8,8 | 22,3 |
| Gesamt | 152,4 | 190,0 |
Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Forfaitierungs- und Ankaufszusagen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen in TEUR | 31.03.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| aus Forfaitierungszusagen | 7.362 | 19.690 |
| aus Ankaufszusagen | 43.726 | 12.165 |
| Gesamt | 51.088 | 31.855 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Forfaitierungs- und Ankaufszusagen sind in erheblichem Umfang abgesichert. Im Folgenden werden die Sicherheiten den sonstigen finanziellen Verpflichtungen jeweils zum Nominalwert gegenübergestellt:
| Sicherheiten in TEUR | 31.03.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Nominalwert | 51.088 | 31.855 |
| – Verkaufte Forderungen: Nach dem Ankauf der Forderung durch den DF-Konzern wird die Forderung weiterveräußert. Der Käufer ist bereits gegenüber dem DF-Konzern rechtsverbindlich zum Ankauf der Forderung verpflichtet. |
41.438 | 15.798 |
| – Zugrunde liegende Forderung wurde bezahlt oder der Verkauf abgerechnet | – | 10.282 |
| – Banksicherheiten (z.B. Garantien) | 701 | 1.144 |
| – Barbesicherung | 288 | 268 |
| – Kreditversicherung | – | 2.893 |
| – Sicherungsgeber ist ein Unternehmen (z.B. Rückhaftung von Forfaitierungsgesellschaften) |
976 | – |
| – Sonstige Sicherheiten | – | – |
| = Sicherheiten | 43.403 | 30.385 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach Abzug der Sicherheiten berechnet auf den Nominalwert |
7.685 | 1.470 |
Für den Berichtszeitraum gilt die M.M.Warburg & CO KGaA, Hamburg, als Unternehmen mit einem maßgeblichen Einfluss im Sinne des IAS 24 auf den DF-Konzern. Die Transaktionen und Salden resultieren ausnahmslos aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu marktüblichen Bedingungen.
Die Muttergesellschaft DF Deutsche Forfait AG hat im Mai 2013 eine Anleihe mit einem Volumen von EUR 30 Mio., einer Laufzeit von sieben Jahren und einem festen Zinssatz von 7,875% p.a. emittiert. Die erste Börsennotierung erfolgte am 22. Mai 2013.
Köln, 28. Mai 2013 Der Vorstand
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinnund Verlustrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der DF Deutsche Forfait Aktiengesellschaft, Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. März 2013 einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hamburg, 28. Mai 2013 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(von Thermann) (ppa. Grewer) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
DF Deutsche Forfait AG Kattenbug 18-24 50667 Köln
Postanschrift: Postfach 10 08 53 50448 Köln
Telefon +49 221 973760 Telefax +49 221 9737676 E-Mail [email protected]
DF Deutsche Forfait AG www.dfag.de
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